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garantieren, dass der Tiroler Unternehmer die gleichen Chancen hat wie der Großkonzern in Berlin. Ich will, dass wir am Land die gleichen Chancen haben wie in der Stadt. Keiner soll für eine erfolgreiche Zukunft in eine Großstadt ziehen müssen. Da ist die Digitalisierung unsere Chance, von Tirol aus in Europa und der ganzen Welt erfolgreich zu sein.

WAS IST IHRE VISION VON DER ZUKUNFT DER EUROPÄISCHEN UNION? Unter Kommissionspräsident Juncker wurden zum 60-jährigen Jubiläum der Römischen Verträge fünf Szenarien zur Zukunft der Europäischen Union ausgearbeitet. Ich würde mich für das Szenario vier mit dem Titel „Weniger, aber effizienter“ entscheiden. Ich finde es gut, dass wir uns mit diesen verschiedenen Zukunftsvisionen auseinandersetzen und damit auch auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger reagieren. Ich höre oft die Frage: „Was mischt sich jetzt die EU in dieses Problem ein?“. Diese Art der Reglementierung und Vorschreibung ist der falsche Weg. Ich wünsche mir eine starke Europäische Union mit offenen Grenzen im Inneren, die Antworten und Lösungen für die großen Fragen bietet. Aber bei den Themen, die auf regionaler Ebene besser entschieden werden können, soll das auch in der Region passieren.

WIE WICHTIG SIND WIRTSCHAFTSPOLI­ TISCHE ENTSCHEIDUNGEN AUF EURO­ PA-EBENE FÜR UNTERNEHMERINNEN UND UNTERNEHMER IN TIROL? Sehr wichtig, weil 80 Prozent aller Gesetze, die Unternehmerinnen und Unternehmer in Tirol betreffen, in Brüssel oder Straßburg entstehen. Wir haben in den letzten Jahren immer nur – ich sag es jetzt einmal auf gut Tirolerisch – nachgewattet. Paradebeispiele dafür sind Pommes-Verordnung, Allergen-Verordnung und Datenschutz-Grundverordnung. Das waren allesamt gesetzliche Entscheidungen, die uns massiv beschäftigt haben. Ich verstehe den Wunsch nach einem gemeinsamen Binnenmarkt, den es weiter zu stärken gilt. Aber diese Stärkung muss mit Augenmaß erfolgen. Je mehr Augen und Ohren die Unternehmerinnen und Unternehmer

„Es geht darum, den Menschen klar zu machen, wer eine Tiroler Vertretung in Europa will, muss Volkspartei wählen und Barbara Thaler eine Vorzugsstimme geben.“

Mit der Startnummer „8“ geht Barbara Thaler bei der Europawahl ins Rennen. Wer sie wählen will, muss nur die „8“ in das Feld Vorzugsstimme schreiben.

in Brüssel haben, desto besser funktioniert auch das Frühwarnsystem im Vorfeld politischer Entscheidungen. Mit einer direkten Tirol-Delegierten ist es leichter, Richtlinien und Verordnungen mitzugestalten.

DIE ÖVP HAT SICH INTERN GEEINIGT, DASS NUR DIE ANZAHL DER VORZUGSSTIMMEN ENTSCHEIDEND FÜR DEN EINZUG INS EU­ ROPÄISCHE PARLAMENT SEIN WIRD. WIE SCHÄTZEN SIE IHRE CHANCEN IM KAMPF UM VORZUGSSTIMMEN EIN? Die Ausgangslage ist aufgrund der Spielregeln klar: Durch das Vorzugsstimmenmodell besteht für die Tirolerinnen und Tiroler die berechtigte Chance, in der kommenden Periode

über eine Abgeordnete im EU-Parlament zu verfügen. Das System lässt da alles zu und macht aus der Wahl ein offenes Rennen – und Rennen ist da auch genau das richtige Stichwort. Ich werde in den Tagen bis zur Wahl alles tun und die Zeit nützen, um mit den Tirolerinnen und Tirolern zu sprechen. Ich möchte alle 279 Tiroler Gemeinden besuchen und mit ganz vielen Menschen diskutieren. Auch über die Frage, warum man überhaupt wählen gehen soll. Diesmal gilt wirklich: Jede Stimme zählt. Es geht darum, den Menschen klar zu machen: Wer eine Tiroler Vertretung in Europa will, muss Volkspartei wählen und „Barbara Thaler“ eine Vorzugsstimme geben.

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Wirtschaftsbundmagazin 01/19  

Das Magazin von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Mitgliedermagazin des Wirtschaftsbund Tirol.

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