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Best noch über 80 Athletinnen unter Vertrag, die zusammen eine Reichweite von über 100 Millionen Menschen pro Monat generieren. „Wir haben eine eigene Brand Bible und Postguidelines, die den Athletinnen übergeben werden. Dadurch können wir gewährleisten, dass die Posts so organisch wie möglich sind. Wir zwingen keine unserer Athletinnen Produkt X zu verwenden. Wir wollen, dass sie zu 100 Prozent hinter dem Produkt und der Marke stehen“, so die Gründer. Auch der damalige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Harald Mahrer, und die WK-Vizepräsidentin Barbara Thaler konnten sich bei einem Unternehmensbesuch bei Women’s Best im Jahr 2017 von der unternehmerischen Expertise der drei Gründer überzeugen. Harald Mahrer, der Präsident der Wirtschaftskammer, war von den Ideen der drei Tiroler so angetan, dass er sie bis heute als „Marketing­ götter“ bezeichnet.

Expansion im B2B-Geschäft. Die Strategie von Women’s Best geht auf. Die Social-Media-Kanäle der Mar-

„Die Digitalisierung schreitet in riesen Schritten voran – Österreich muss hier unbedingt am Ball bleiben!“ Thomas Mark, Gründer und Geschäftsführer von Women’s Best

ke generieren täglich 2.000 bis 5.000 neue Follower. Alle Posts werden in sechs Sprachen übersetzt und wöchentlich auf ihre absatzfördernde Wirkung überprüft. Das 40-köpfige Team arbeitet jeden Tag hart daran, ihren Kundinnen ein außergewöhnliches Markenerlebnis zu bieten und den Namen von Women’s Best noch bekannter zu machen. Große Einzelhandelsketten wie der britische Drogeriemarkt Boots, Holland & Barrett in den Niederlanden oder Life Pharmacy in Dubai wurden bereits auf die Marke aus Tirol aufmerksam und haben die Produkte von Women’s Best in ihr Sortiment aufgenommen. Eine Win-win-Situation, da die Händler von der Reichweite von Women’s Best profitieren und die eigene Bekanntheit und den Umsatz in der jungen, weiblichen Zielgruppe des Tiroler Unternehmens steigern können. „Der nächste Schritt in der Expansionspolitik ist die verstärkte Zusammenarbeit mit Handelsketten in den Vereinigten Staaten, China und den Golfstaaten“, erklärt Thomas Mark.

Standort Innsbruck Das nächste große Projekt, das die Brüder Kurzmann und Thomas Mark anzugehen planen, ist der Ausbau ihrer Tiroler Firmenzentrale. „In der Nähe der Landeshauptstadt soll ein neues Headquarter mit Logistik entstehen, von dem aus die ganze Welt beliefert werden kann und in dem zu Spitzenzeiten bis zu 150 Menschen Arbeit finden werden“, freut sich Lukas Kurzmann. Was David, Lukas und Thomas in Tirol hält, sind vor allem Familie, Freunde, Mitarbeiter und die besonders hohe Lebensqualität. Die Unterstützung ihrer Eltern Thomas und Petra Kurzmann und Birgitta Mark ist allen drei extrem wichtig, denn ohne ihren Rat und Trost hätten es die drei Unternehmer nach eigenen Angaben nicht geschafft. „In unserer Kindheit waren Lukas und ich schon vom IT-Unternehmen unserer Eltern fasziniert“, so David Kurzmann.

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START-UP Ein neu gegründetes Unternehmen mit einer innovativen Geschäftsidee und hohem Wachstumspotential.

Um die Abwanderung von Start-ups und Unternehmen aus Österreich zu verhindern, müssen zwingend neue Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es auch jungen Menschen erlauben, unternehmerisch groß zu denken und zu handeln. David Kurzmann fordert: „Wir müssen Österreich modernisieren! Die Lohnkosten für Unternehmer und Mitarbeiter müssen gesenkt werden. Ich bin überzeugt, dass Sebastian Kurz unser Land positiv verändern wird.“ Sollte diese Modernisierung nicht gelingen, läuft Österreich Gefahr, etablierte Unternehmen zu verlieren, da die ökonomischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Österreich auf lange Sicht nicht konkurrenzfähig sind. Besonders beim Thema Digitalisierung muss einiges geschehen: „Die Digitalisierung schreitet in riesen Schritten voran – Österreich muss hier unbedingt am Ball bleiben“, warnt Thomas Mark. Nichts wird sonst Unternehmen, die physisch nicht an den Standort Österreich gebunden sind, daran hindern, in Länder abzuwandern, die ihnen bessere Rahmenbedingungen bieten können. 

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Wirtschaftsbundmagazin 01/19  

Das Magazin von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Mitgliedermagazin des Wirtschaftsbund Tirol.

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