top.tirol (Oktober 2017)

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Ausgabe # 10/Oktober 2017

RANKING:

Die 50 umsatzstärksten Industriebetriebe

I A A 2 0 1 7:

DA S N E U E S T E AU S D E R AU TO B R A N C HE

DIGITALE NEUE WELT Das Potenzial der kompletten Vernetzung und wie Tirols Industrie damit umgeht. Plus: 3 Erfolgsbeispiele

INTERVIEWS:

Ex-Sacher-Chefin Elisabeth GürtlerMauthner über ihre Pläne in Seefeld Michael Pfeifer, Chef der Pfeifer Holding, über große Investitionsprogramme

SPEZIAL: A NUR GEKLALLES UT ? Tiroler Rec htsan

wälte erklä man geistig ren, wie es Eigentum schützt.

EINE BEILAGE DER


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T O P.T I R O L

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser!

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er digitale Wandel ist keine Zukunftsmusik, sondern längst Wirklichkeit. In unserem Indust­ rieschwerpunkt sprechen wir mit Experten über die Chancen und Heraus­ forderungen des digitalen Wandels und die Situation in Tirols Industrie (ab Seite 24) und zeigen beispielhaft, wie drei Industriebetrie­ be damit umgehen. Zudem präsentieren wir wieder die 50 umsatzstärksten Industrie­ betriebe sowie die größten Arbeitgeber pro Bezirk in der Tiroler Industrie.

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In unserem Spezial zum Thema „Geistiges Eigentum“ klären Tiroler Rechtsanwälte über Patentrecht, Marken- und Urheber­ schutz auf (Seite 49) und ab Seite 61 lesen Sie über die Highlights auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA 2017, die unsere Automobilredakteure vor kurzem in Frank­ furt besucht haben.

I N H A LT

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

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Die Redaktion

5 Kurz gefragt: Evelin Greiter 6

Interview: Michael Pfeifer über die Stimmung in der Holzindustrie

38 Das Mismatch-Dilemma Interview: Elisabeth Gürtler-Mauthner über ihre Pläne in Seefeld

46

Klüger werden mit: Christiane Funken

61

Neuestes von der IAA 2017

© IAA, AXEL SPRINGER (2)

Die digitale Vernetzung der Produktions­ anlagen war auch Thema im Gespräch mit Michael Pfeifer, Chef der Pfeifer Gruppe in Imst, einer der erfolgreichsten Unter­ nehmens­gruppen im Land. Warum es in der Holzbranche keinen Stillstand gibt und wie das Unternehmen die Krise als Chance genutzt hat, erfahren Sie im Inter­ view ab Seite 6.

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INDUSTRIE 13

Top 50 umsatzstärkste Industriebetriebe Tirols

18 Top 5 Umsatzsteigerer 20

ie größten Arbeitgeber in D Tirols Industrie pro Bezirk

24 Neue digitale Welt – Was die Digitalisierung bedeutet und wie Tiroler Industriebetriebe damit umgehen

IMPRESSUM: top.tirol – Oktober 2017 Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020, office@target-group.at, www.target-group.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Eva Schwienbacher, Mag. Klaus Erler, Walter Mair, Daniel Feichtner, Rebecca Müller, BA, Kathrin Fenkiw, BA, Nicole Möller, Benjamin Stolz, Thomas Bucher, Marco Lösch, BA • Anzeigenverkauf: Wolfgang Mayr • Hersteller: Intergraphik, Innsbruck Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden. Die Rankings entstanden in Kooperation mit der Creditreform Auskunftei und WK Tirol.

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Was Tirols Wirtschaft jetzt braucht! Die Tiroler Adler Runde engagiert sich als unabhängige Plattform 42 renommierter Tiroler UnternehmerInnen als Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Tirol. Mit sachlicher Information und gemeinsamem Engagement statt klassenkämpferischer Polemik jetzt den Wirtschaftsstandort Tirol stärken und so den Wohlstand sichern – dafür setzen sich die renommierten UnternehmerInnen und Unternehmer ein.

Würden Sie einen Arbeiter, der seine Aufgabe zu 99,96 % gewissenhaft erfüllt, als „schlecht“ bezeichnen? „Die realitätsverzerrenden Hetzkampagnen der SozialpartnerInnen kriminalisieren Wirtschafstreibende regelrecht und inszenieren damit künstlich einen Klassenkampf, der de facto nicht stattfindet: Die Tiroler UnternehmerInnen zahlen jährlich 14 Milliarden Euro an Lohnsummen an ihre ArbeitnehmerInnen aus, lediglich in 0,04% aller Fälle kommt es zu Beanstandungen. Diese wenigen Ausnahmefälle werden von der Arbeiterkammer medial ausgeschlachtet und das Verhältnis zwischen den Tiroler ArbeitgeberInnen und UnternehmerInnen völlig verzerrt dargestellt. Es ist Zeit, den heimischen UnternehmerInnen jene Wertschätzung entgegen zu bringen, die sie verdienen!“

Schon einmal in einem Korsett Hip Hop getanzt? Tirols Unternehmen müssen das jeden Tag! „Die KMU sind das Rückgrat unserer florierenden Gesellschaft. Fast 74% aller ArbeitnehmerInnen in Tirol sind in den rund 20.000 Klein(st)- und Mittelbetrieben beschäftigt, mit 67 % trägt diese Unternehmerschicht einen beachtlichen Teil zur Bruttowertschöpfung bei. Doch übertriebene Bürokratie und untragbare Rahmenbedingungen führen immer mehr zum Aussterben heimischer Betriebe – dies wird vor allem an zahlreichen Beispielen in der Gastronomie (z.B. Schutzhütten) deutlich. Das viel zu enge Vorschriftenkorsett muss weg, damit sich die Wirtschaft wieder frei bewegen kann.“

Moderne Lebenswelten brauchen flexible Arbeitszeiten! „Viele Branchen der Tiroler Wirtschaft sind an Saisonen gebunden, ihre Auftragslagen schwanken daher. Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, ist es notwendig, die maximal erlaubte Arbeitszeit phasenweise auf 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche auszuwei-

ten. Diese Option, zeitweise länger produktiv sein zu dürfen, um an anderen Tagen mehr Zeit für Familie, Hobbies, berufliche Weiterbildung sowie freiwillige Tätigkeiten zu haben, wünschen sich laut GFK-Umfrage immerhin 84% der Österreichischen ArbeitnehmerInnen.“

Ihr Kind bekommt vom Nachbarn für die Hilfe im Garten eine Tafel Schokolade – würden Sie ihm 43,4 % davon wegessen? „Österreich liegt mit einer Steuerquote von 43,4% im EURanking an vierter Stelle, im Schnitt erheben die EU-Länder 40 %. Fleiß und harte Arbeit werden in diesem „Hochsteuerland“ regelrecht bestraft. Damit wird nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen gefährdet, sondern Wachstum verhindert. Gerade, wenn es darum geht, neue Jobs zu schaffen, scheitern die Arbeitgeber an den hohen Sozialbeiträgen und andere Lohnnebenkosten. Hier wird an der falschen Stelle gespart – die Leistung Wirtschaftstreibender darf nicht länger bestraft werden.“

Schluss mit der wirtschaftlichen Erbsünde – Familienunternehmen brauchen steuerliche und bürokratische Entlastung! „17.400 Familienunternehmen bilden das Rückgrat der Tiroler Wirtschaft. Die Übergabe eines über Jahrzehnte mühevoll aufgebauten Unternehmens an die nächste Generation wird durch überbordende Vorschriften (etwa durch gewerbe- und brandschutzrechtliche Auflagen) und steuerliche Lasten zur Sisyphus-Aufgabe. 67 % der Familienunternehmen schaffen es in die zweite, 37 % in die dritte und nur 12 % in die vierte Generation. Viele entscheiden sich für den Verkauf des Familienbetriebs, was nicht selten ausländische Interessenten auf den Plan ruft. Diese betätigen vermehrt ihre landeseigenen Netzwerke, was zu einem regelrechten Ausverkauf der Heimat führt.“


T O P.T I R O L

KURZ GEFRAGT

© BLICKFANG PHOTOGRAPHIE

EVELIN GREITER

Evelin Greiter ist Geschäfts­ führerin der Advokat Unternehmensberatung Greiter & Greiter GmbH mit Firmensitz in Innsbruck, die Marktführer für Rechts­ anwaltssoftware in Österreich ist. Greiter gewann mit ihrem Unternehmen den dritten Platz des UnternehmerinnenAwards 2017 in der Kategorie „Innovation“.

Ausbildung: Universitätslehrgang für EDV, Organisation und Programmierung in Wien, Studium der Betriebswirtschaft in Innsbruck, Weiterbildung durch Kurse, Seminare und Workshops. Meine Lebensphilosophie: Lass dich nicht von deinen Träumen abbringen. Wenn es einmal nicht gelingt, versuch es noch einmal! Das Potenzial einer Rechtsanwaltssoftware erkannte ich: im Jahr 1975, da es bis dahin keine Spezialsoftware für Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen gab. Die damals sehr personalintensive Verwaltung von Akten, viel Handarbeit bei Forderungsbetreibungen und Korrespondenzen haben sich auf ideale Weise für die Automatisierung durch EDV angeboten. Das macht eine gute Führungskraft aus: Sie schafft Möglichkeiten im Unternehmen, sodass sich jeder mit seinen individuellen Talenten entfalten kann. Was für mich gute Mitarbeiter auszeichnet: Sie gehen mit Freude an die Arbeit, wollen sich weiterentwickeln und haben Ziele vor Augen.

Tradition oder Innovation – das braucht es: Beides. Tradition sagt mir, was in der Vergangenheit gut war; Innovation sagt mir, was in der Zukunft möglich wäre. Beides ist notwendig, um bestmögliche Entscheidungen in der Gegenwart zu treffen. Hat man eine gute Idee, sollte man: dranbleiben, sich nicht entmutigen oder aufhalten lassen, nicht zu viel zu grübeln, was alles schiefgehen könnte, sondern einfach beginnen. Deshalb hat sich der Standort Tirol bewährt: Innsbruck ist eine wunderschöne und tolle Stadt mit vielfältigen Möglichkeiten. Sie hat auch die Größe, in der man sich sehr wohlfühlt und die Abwechslung bietet. Als Universitätsstadt mit sehr guter Ausbildung in Informatik ist es ein idealer Standort für die Rekrutierung kreativer Köpfe und Softwareentwickler, die Arbeit, Freizeit und Familie miteinander vereinen wollen. Das schätze ich an meinem Beruf: Am meisten schätze ich die Kreativität, die man entwickeln kann, die Freude der Menschen über neue Lösungen, die ihnen die Arbeit erleichtern, das Zusammenwirken im Team, das einen zu einem Unternehmen zusammenschweißt. 5


Michael Pfeifer, CEO der Pfeifer Holding, am Firmenstandort in Imst, von wo aus die Geschäfte der Unternehmensgruppe an den acht Standorten geleitet werden.


INTERVIEW

„Die Holzbranche ist immer in Bewegung“ 1948 als Sägewerk in Imst gegründet, zählt Pfeifer Holz heute zu den erfolgreichsten Unternehmensgruppen Tirols und zu den größten Pelletsherstellern Österreichs. Michael Pfeifer, Geschäftsführer der Pfeifer Holding, über Holz als Rohstoff der Zukunft, das Überleben der Krise und Investitionspläne. DA S INTERVIEW FÜHRTE E VA SCHWIENBACHER. FOTOS: A XEL SPRINGER

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ie kalte Jahreszeit steht vor der Tür, in der die Leute wieder vermehrt heizen. Wie wichtig sind inzwischen Herbst und Winter für Pfeifer? MICHAEL PFEIFER: Wir waren 1997 eine der ersten Firmen in Österreich, die ein Pelletswerk gebaut hat. Nebenprodukte wie Sägespäne und Hackschnitzel, die in den Herstellungsprozessen anfallen, werden zu Pellets und Holzbriketts weiterverarbeitet. Bei Pfeifer wird Holz komplett verwertet. Das Geschäft mit Biobrennstoffen wird für uns immer wichtiger. Wir erwirtschafteten knapp 20 Prozent des letzten Gruppenumsatz (630 Millionen Euro, Anm.) im Energiesektor. Wir produzieren in unseren Werken nicht nur Pellets und Holzbriketts, sondern betreiben auch an allen Sägewerks-Standorten Biomasseheizkraftwerke und speisen Strom in das öffentliche Versorgungsnetz ein. Holz ist definitiv einer der bedeutendsten Energieträger der Zukunft. Im Winter wird natürlich mehr geheizt als im Sommer, das heißt, der Hauptabsatz ist von September bis März. Inzwischen greifen aber auch Wellness-Hotels, Autohäuser, Gärtnereien, Gewerbebetriebe bis hin zur Kirche auf Pellets zurück. Ein Großteil unserer Kunden lagert die Pellets im Sommer ein, weshalb wir das ganze Jahr unsere Pellets ausliefern.

kaufen wir ca. 90.000 Tonnen pro Jahr – nach Italien exportieren wir jährlich rund 75.000 Tonnen Pellets. Die Italiener entdeckten Holz als Energieträger zwar erst spät, aber seit dem Jahr 2000 geht die Absatzkurve steil nach oben. Sie verheizen etwa drei Millionen Tonnen an Pellets im Jahr. Österreich verbraucht eine Million Tonnen Pellets im Jahr. Wo setzt Pfeifer generell seine Produkte ab? Als Gruppe beliefern wir insgesamt 90 Länder. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Italien, Österreich, die Schweiz, Spanien und Frankreich. In diesen sechs Ländern erwirtschaften wir rund 80 Prozent unseres Umsatzes. Wir beliefern mit unseren Schalungs- und Holzbauprodukten sowie unserem Schnittholz den Holzhandel, Baustoffhandel und Palettenproduzenten. Unsere Pellets und Holzbriketts liefern wir an Baumärkte, den Brennstoffhandel und an Lebensmittelketten. Vor zwei Jahren war die Türkei noch ein sehr interessanter Handelspartner für unsere Schalungsprodukte. Mittlerweile ist das Geschäft dort völlig eingebrochen.

„Das Geschäft mit Biobrenn­ stoffen wird für uns immer wichtiger.“

Welches sind Ihre wichtigsten Absatzmärkte für Pellets? Österreich und Italien. In Österreich ver-

2016 war für Pfeifer generell ein Jahr des Wachstums: Der Umsatz konnte gesteigert werden, ein Werk wurde aufgekauft und Investitionen an verschiedenen Standorten wurden getätigt. Kann man daraus schließen, dass es in der Holzindustrie der-

Zur Person

Michael Pfeifer wurde 1969 geboren und wohnt in Imst. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters und ließ sich von 1985 bis 1988 zum Holztechniker ausbilden. 1992 hat er die Verkaufsleitung in Imst übernommen. 2001 trat Michael Pfeifer in die Geschäftsführung der Pfeifer Holz ein. Seit der Gründung der Pfeifer Holding im Jahr 2009 ist er in der Geschäftsführung (CEO) der Pfeifer Holding GmbH gemeinsam mit seinem Cousin Clemens Pfeifer (CTO) und Ewald Franzoi (CFO).

➔ 7


INTERVIEW

ist es für uns auch so wichtig, verschiedene Länder zu beliefern. Die Märkte in Mitteleuropa, speziell die südlichen Länder, haben in den letzten zwei Jahren wieder angezogen. Es wird wieder mehr gebaut, und das spüren wir. Die Holzbranche ist immer in Bewegung. Einige Unternehmen in der Holzbranche hatten in diesen schwierigen Jahren wirtschaftliche Probleme bekommen. Wir haben in der Krise eine Chance ergriffen und im vergangenen Jahr ein Werk in Tschechien (Chanovice) mit rund 50 Mitarbeitern von einem unserer Mitbewerber übernommen. Produktionsstätte von Pfeifer Holz in Imst

zeit gut läuft? Im Moment kann man sicher sagen, dass die Stimmung positiv ist. Es wird immer mehr mit Holz gebaut. Wir haben aber natürlich auch die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 gespürt. In diesen Zeiten muss man die Produktionen zurücknehmen und Kosten einsparen. Wir bei Pfeifer haben den Vorteil, mehrere Standbeine zu haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir bereits vor der Krise gut aufgestellt waren, wir haben sehr gute und motivierte Mitarbeiter – das ist wichtig für ein Unternehmen. Einige wichtige Märkte sind in den Krisenjahren komplett weggebrochen. Welche zum Beispiel? 2007 haben wir 1.000 LkwLadungen Schalungsprodukte nach Spanien verkauft, 2009 waren es nur noch 80! Auch Italien war in den letzten Jahren sehr schwierig, dort hatten wir Einbußen von bis zu 40 Prozent. Viele Baufirmen und Baustoffhändler sind in Konkurs gegangen. Deshalb

Wo sehen Sie die Herausforderungen in der Branche? Unter anderem im Personalbereich. Es fehlen Facharbeiter. Wir bilden unsere Facharbeiter in den verschiedenen Bereichen selbst aus: in technischen Lehrberufen, wie Holz-, Elektro- und Metalltechniker, aber auch im kaufmännischen Bereich. Derzeit haben wir in unserem Unternehmen 25 Auszubildende beschäftigt. Früher war die Holzbranche durch die Tätigkeit in den Sägewerken geprägt von harter körperlicher Arbeit, heute haben wir hochmoderne Anlagen, die alle mittels EDV-Unterstützung produzieren. Diese zu bedienen, erfordert eine ausgiebige Ausbildung. Weitere Themen sind die hohen Lohnnebenkosten und die zunehmende Bürokratie – Genehmigungsverfahren dauern in Österreich einfach zu lange. Auch flexiblere Arbeitszeiten wären für unsere Branche enorm wichtig. Wir stellen Holzbauprodukte her, viele sind Sonderanfertigungen. Wir produzieren im Winter weniger, da in dieser Jahreszeit weniger gebaut wird. Dafür erhöhen wir unsere Produktionen im Frühjahr und Sommer. Die

Neu seit 1. Juli 2017: Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz

2. Bestehende Selbständige (bei der SVA versichert), können mittels Antrag ihre Zuord8

nung überprüfen lassen. Sollte es zukünftig zu einer Umqualifizierung (Dienstnehmer) kommen, so ergibt sich nunmehr eine beitragsrechtliche Rückabwicklung und senkt dies die Beitragsnachzahlung des Dienstgebers. Ob ein freiwilliger Antrag sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab. Bevor Sie eine Überprüfung beantragen, empfehlen wir Ihnen deshalb unbedingt mit Ihrem Steuerberater Kontakt aufzunehmen.

Mag. Astrid Graf und Mag. (FH) Daniel Nöbauer, Geschäftsführer

augustin+nöbauer+partner Steuerberatung GmbH Mitterweg 16/II Würth-Zentrum, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/29 44 39 www.fidas-innsbruck.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

1. Neue Selbständige und bestimmte Gewerbetreibende erhalten jetzt bei Aufnahme ihrer selbständigen Tätigkeit einen Fragebogen der SVA, durch welchen eine Überprüfung der Versicherungszuordnung durchgeführt wird. Das Ergebnis dieser Zuordnung (Selbständiger oder Dienstnehmer) ist bindend, sofern der Sachverhalt im Fragebogen richtig dargestellt ist.

© FRANZ OSS

Mit dem Inkrafttreten des Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetzes kann seit 1. Juli 2017 die Frage der Zuordnung „Selbständiger“ oder „Dienstnehmer“ für Neu- und Altfälle bescheidmäßig gelöst werden.


INTERVIEW

Entwicklungen

„Man muss immer am Ball bleiben, den Markt beob­ achten, Trends er­ kennen und nicht zuletzt laufend investieren.“

1948

Gründung in Imst

mit der italienischen Wirtschaft mitgewachsen. Das liegt daran, dass es in Italien außer in Südtirol sehr 1971 wenig Holzindustrie gibt. Was Tirol noch auszeichErster Schritt zur Holznet, sind die guten Mitarbeiter. Wir verfügen über Weiterverarbeitung in Imst sehr fleißige Mitarbeiter, die flexibel und auch bereit dazu sind, einmal länger zu arbeiten, wenn es er1978 Übernahme des forderlich ist. Grundsätzlich kann man auch sagen, Werkes in Kundl dass der gute Branchenmix in Tirol eine Stärke ist: Tirol hat einen starken Tourismus, Handel Übernahme des und eine starke Industrie. Das ist sehr wichWerkes in Schlitz tig für die Region.

1997

Wo könnte sich Österreich, speziell Tirol, an den anderen beiden Ländern orientieren? Im Bereich der Lohnnebenkosten sind wir in Deutschland viel besser aufgestellt. Auch die Genehmigungsverfahren werden in Deutschland viel schneller abgewickelt. Das war nicht immer so. In Österreich waren 2009 wir vor 20 Jahren noch schneller als in Deutschland. Inbetriebnahme des Da muss Österreich aufholen. Will man als IndustWerkes in Lauterbach riebetrieb wachsen, benötigt man natürlich Fläche, die hierzulande begrenzt und daher teuer ist. Industriegrund in Tirol kostet 180 Euro Übernahme Holzindustrie pro Quadratmeter, in unserem ProChanovice s.r.o (CZ) duktionsstandort in Lauterbach in Deutschland liegen wir unter 20 Euro pro Quadratmeter. Darum haben wir in den letzten Jahren auch in Deutschland investiert.

2005 Übernahme der Heggenstaller Gruppe (Trhanov, Tschechien)

Mitarbeiter sind dazu bereit, sich danach zu richten. Es müsste ihnen nur auch ermöglicht werden. Pfeifer verfügt neben den Standorten in Imst und Kundl über zwei weitere in Tschechien und vier in Deutschland. Wo sehen Sie im Vergleich die Stärken des Wirtschaftsstandorts Tirol? Was für uns branchenbedingt natürlich ein Riesenthema ist, ist der Rohstoff. Pro Sekunde entsteht in Österreich ein Kubikmeter Holz. Der Wald in Österreich wächst um 5.500 Fußballfelder pro Jahr – es wächst somit mehr Holz nach, als geerntet wird. Somit haben wir auch genügend Rohstoff für die nächsten Generationen. Die Verfügbarkeit des Rohstoffs und die kurzen Wege sind sicher von Vorteil. Speziell in der Holzindustrie profitieren wir zudem von der Nähe zu Italien. Die österreichische Holzindustrie ist nach dem Weltkrieg in den fünfziger bis siebziger Jahren

2016

Sie haben davor die Veränderung der Produktionsanlagen angesprochen. Wie geht Pfeifer mit dem Thema Digitalisierung und können Sie ein konkretes Beispiel nennen? Das Thema Industrie ➔

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WAT Bauträger GmbH 9


INTERVIEW

Segmente und Umsatzverteilung

Sonstige

25.000.000 Euro, 0,7 %

Holzbau

80.000.000 Euro, 10,3 %

Verpackungsholz und Pallettenklötze

(Brettschichtholz, Natur- und Massivholzplatten, Konstruktionsholz)

175.000.000 Euro, 28,6 %

Schalung

Schnittholz und Hobelware

105.000.000 Euro, 15,7 %

135.000.000 Euro, 25,6 %

(Schalungsplatten und -träger)

Energie und Reststoffe

110.000.000 Euro, 19,1 %

(Pellets, Briketts, Biostrom)

„Irgendwann sind Datenmengen nicht mehr zu bewältigen. Das ist ein Thema, das die Unter­ nehmen beschäftigt.“ MICHAEL PFEIFER ZU INDUSTRIE 4.0

4.0 ist in den letzten zwei Jahren verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt. Wenn ich aber zurückdenke, so hat die Automatisierung schon viel früher Einzug gehalten. In den letzten zwanzig Jahren wurde laufend in technische Anlagen investiert. Was wir vermehrt spüren, ist die digitale Vernetzung zwischen Mensch, Maschine und Produktionsanlage. Inwiefern? Ich kann heute zum Beispiel viel schneller auswerten, ob es Stehzeiten in der Produktion gibt, und entsprechend reagieren und die Anlagen noch effizienter aufeinander abstimmen. Um herauszufinden, wie wir die Möglichkeiten der Digitalisierung sinnvoll nutzen zu können, haben wir eine interne Gruppe „Pfeifer 4.0“ aufgestellt. Sie besteht aus Mitarbeitern aus den unterschiedlichen Abteilungen, die sich zweimal im Jahr treffen, um sich über Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie Ideen auszutauschen. Denn jene Mitarbeiter, die die Anlagen auch tatsächlich bedienen bzw. betreuen, haben oft die besten Ideen. Wichtig ist im Umgang mit den großen Datenmengen, Prioritäten zu setzen. Denn wie im Privaten so gibt es auch in der Geschäftswelt eine Informationsflut. Irgendwann sind 10

Die PfeiferGruppe Als Sägewerk im Jahr 1948 von Barbara Pfeifer gegründet und heute von der dritten Generation der Familie geführt Insgesamt 8 Standorte in Österreich (Imst und Kundl), Deutschland (Schlitz, Lauterbach, Unterbernbach, Uelzen) und Tschechien (Chanovice, Trhanov) 1.800 Mitarbeiter, Gruppenumsatz 2016: 630 Mio. Euro. Hauptzentrale: Imst 4.000 Kunden in 90 Ländern

Datenmengen nicht mehr zu bewältigen. Das ist ein Thema, das die Unternehmen beschäftigt. Pfeifer hat nicht nur in Tirol, sondern in ganz Österreich und außerhalb starke Konkurrenten. Wie bleibt das Unternehmen wettbewerbsfähig? Den Konkurrenzdruck hat es in der Holzbranche immer schon gegeben – nicht nur in Österreich, sondern auch von anderen Ländern in Europa. Ich sehe das positiv. Man darf als Unternehmen nie stehen bleiben. Wir betreiben Forschung, Entwicklung sowie Innovation und arbeiten mit Schulen und Institutionen zusammen, zum Beispiel mit Holzforschung Austria in Wien oder dem Holzbaulehrstuhl an der Uni Innsbruck. Man muss immer am Ball bleiben, den Markt beobachten, Trends erkennen und nicht zuletzt laufend investieren. Ist es da ein Vor- oder Nachteil, als Familienunternehmen geführt zu sein? Ich sehe es als Vorteil. Man setzt Entscheidungen schneller um. Das ist auch für die Mitarbeiter wichtig. Das Um und Auf sind klare Strukturen und eine klare Aufgabenteilung. Auch Krisenzeiten, glaube ich, bewältigen Familienunternehmen besser, weil es sich um das eigene Unternehmen handelt und man das ganze Herzblut hineinsteckt. Welche Pläne hat Pfeifer für die Zukunft? Wir haben in den vergangenen fünf Jahren an unseren Produktionsstandorten kräftig investiert: insgesamt 40 Millionen Euro. In Imst und Kundl werden heuer beispielsweise rund 15 Millionen Euro in die Optimierung der Produktionsanlagen bzw. Infrastruktur investiert. An unserem Standort in Schlitz in Deutschland bauen wir ein neues Brettsperrholzbauwerk, das Ende 2018 in Betrieb gehen soll. Auch für den Produktionsstandort Chanovice ist ein Investitionsprogramm in Umsetzung. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2017 ist ein Gruppenumsatz von 650 Millionen Euro. Vielen Dank für das Gespräch.


T O P.T I R O L

Hörl: „Wer in der Politik was bewegen will, muss selbst anpacken.“

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Digitalisierung gestalten „Das digitale Zeitalter ist eine Tatsache. Wir haben es in der Hand, daraus etwas Großartiges zu machen“, ist Hörl überzeugt. Tirol geht in wesentlichen Punkten vor, doch der Bund verkennt die Chancen. Viel mehr Aufmerk-

digitalen Welt das A und O und wird künftig Hauptkriterium für die Standortwahl unserer UnternehmerInnen sein. Unser Bundesland hat hier vorgelegt. 162 Tiroler Gemeinden haben bereits ihr eigenes Glasfasernetz, aber immer noch gibt es genügend Flecken in Tirol, wo ich EDGE am Handy habe. Wenn wir zur Weltspitze gehören wollen, muss der Bund einen Gang zulegen“, appelliert Hörl. © DAVID SAILER

irol macht 70 Prozent der Wertschöpfung mit Dienstleistungen. „Das ist die Stärke Tirols und das wird auch so bleiben. Trotzdem müssen wir der Digitalisierung die Tür öffnen, um als Wirtschaftsstandort zu punkten“, sagt Franz Hörl. Spinoffs entstehen, indem man ihnen nicht im Weg steht. Es sind nämlich die Bürokratielasten, die vielen Jungunternehmern das Leben schwer machen. „Genau deshalb will ich nicht mehr Staat und Steuern, sondern mehr Sinn und Verstand. Das muss unsere Basis sein, damit Tirol zu einem Silicon Mountain wird. Die Digitalisierung nimmt dabei eine wesentliche Rolle ein.

Franz Hörl, ein Kraftpaket aus Wirt, Bauer, Seilbahner, Investor, Wirtschafts- und Interessen­vertreter, will mit seiner Erfahrung im Nationalrat punkten.

samkeit gehört in die Bildung, die Modernisierung öffentlicher Infrastruktur und der öffentlichen Verwaltung gesteckt. „Eine ausgebaute Breitbandinfrastruktur ist in einer

Silicon Valley ist in Kalifornien. Aber #Silicon Mountain könnte in Tirol sein.

Wirtschaftswunder beginnen im Wahllokal „Die Strategiepapiere hinsichtlich der Digitalisierung stapeln sich. Zukunft sichert man aber nicht durch Reden, sondern durch reale und kluge Wirtschafts- und Standortpolitik. Wer in der Politik was bewegen will, muss selbst anpacken. Wer am 15. Oktober der neuen Volkspartei die Stimme gibt und im zweiten Kastl von oben ,Hörl‘ schreibt, macht Tirol zum Silicon Mountain“, gibt sich Hörl kämpferisch.

Hörl.

Tirol geht vor.

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T O P.T I R O L

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N E T TO U M S AT Z (in Euro, gerundeter Wert)

1.

M I TA R B E I T E R

2.

3. D. SWAROVSKI KG WATTENS

2016:

KUNDL

2016: 2 01 5 :

1,6 Mrd. 1,7 Mrd.

4.300

2015:

2,6 Mrd. 2,6 Mrd.

4.800

GE JENBACHER GMBH & CO OG

4.800

JENBACH

4.000

2016:

692 Mio.

1.500 1.534

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2015:

700 Mio.

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RANKING

DIE 50 UMSATZSTÄRKSTEN INDUSTRIEBETRIEBE TIROLS VORJAHR

UNTERNEHMEN

MITARBEITER 2016

1.

1.

D. SWAROVSKI KG

4.800

2.

2.

SANDOZ GMBH

4.300

3.

4.

GE JENBACHER GMBH & CO OG

1.500

4.

5.

MONTANWERKE BRIXLEGG AKTIENGESELLSCHAFT

5.

6.

FRITZ EGGER GMBH & CO. OG

1.106

6.

7.

PLANSEE SE

1.375

7.

10.

BINDERHOLZ GMBH

774

8.

15.

VIKING GMBH

414

9.

8.

GUTMANN GESELLSCHAFT M.B.H.

247

10.

9.

LIEBHERR-HAUSGERÄTE LIENZ GMBH

11.

12.

CERATIZIT AUSTRIA GESELLSCHAFT M.B.H.

12.

13.

TYROLIT – SCHLEIFMITTELWERKE SWAROVSKI K.G.

13.

11.

PAPIERFABRIK WATTENS GMBH & CO KG

440

14.

16.

PFEIFER HOLZ GMBH & CO KG

564

15.

19.

LIEBHERR-WERK TELFS GMBH

579

16.

17.

THÖNI INDUSTRIEBETRIEBE GMBH

492

17.

18.

WÜRTH HOCHENBURGER GMBH

350

302

1.315 696 1.148

(IN EURO)

UMSATZ 2016 Umsatz 2015

2.600.000.000

2.600.000.000

1.582.391.307 1.697.853.304

700.000.000

691.922.535

559.183.775

609.019.234

486.193.277

456.457.050

386.996.165

431.972.876

292.000.000

282.000.000

266.995.000 193.934.000

266.869.965 299.041.474

249.539.000 270.600.000

232.234.034 231.596.989

222.101.600 226.364.000

220.057.000 238.686.234

190.367.000

186.892.000

185.973.000

163.600.000

183.400.000

174.041.822

182.930.000 170.000.000

Quelle: Creditreform Auskunftei, Rückfragen bei den Unternehmen und WK Tirol. Es sind ausschließlich Unternehmen mit Industrieberechtigung und Unternehmenssitz in Tirol aufgelistet. Wenn nicht anders gekennzeichnet, handelt es sich um den aktuellsten verfügbaren Nettoumsatz des Einzelunternehmens. Trotz sorgfältiger Recherche sind alle Angaben ohne Gewähr.

14


Wir denken voraus.

Der Versicherungspartner des Tiroler Tourismus und der Industrie. Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH Meraner Straße 1 • 6020 Innsbruck • Austria T + 43 / (0)512 / 239280-0 • www.steinmayr.co

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RANKING

VORJAHR

MITARBEITER 2016

18.

14.

TIGAS-ERDGAS TIROL GMBH

19.

20.

INNSBRUCKER KOMMUNALBETRIEBE AKTIENGESELLSCHAFT

670

20.

27.

SWAROVSKI OPTIK

624

21.

23.

ADOLF DARBO AKTIENGESELLSCHAFT

321

22.

22.

COVERIS FLEXIBLES AUSTRIA GMBH

330

23.

24.

FRÖSCHL AG & CO. KG

526

24.

28.

HELLA SONNEN- UND WETTERSCHUTZTECHNIK GmbH

651

25.

25.

BEMO TUNNELING GMBH

473

26.

21.

ORTNER GES.M.B.H.

416

27.

29.

ADLER-WERK LACKFABRIK JOHANN BERGHOFER GMBH & CO KG

350

28.

38.

GEBRO PHARMA GMBH

252

29.

26.

DURST PHOTOTECHNIK DIGITAL TECHNOLOGY GMBH

184

30.

41.

STEINBACHER DÄMMSTOFF GMBH

305

31.

32.

BRÜDER THEURL GMBH

115

32.

34.

TRAKTORENWERK LINDNER GESELLSCHAFT M.B.H.

229

33.

33.

TIROLER ROHRE GMBH

200

34.

37.

ANITA DR. HELBIG GMBH

221

* Nettoumsatz 2015

16

UNTERNEHMEN

** Nettoumsatz 2014

73

(IN EURO)

UMSATZ 2016 Umsatz 2015

181.928.996 210.949.093

157.735.653

159.200.000

140.000.000

132.000.000

133.000.000

118.779.285

124.268.624 126.906.955

107.232.658 112.768.526

92.746.273 86.400.000

92.565.036*

206.502.799**

90.200.000*

140.587.191**

89.746.830

84.938.876

80.115.000

78.846.000

76.663.432

103.072.590

74.288.874 74.089.378

73.589.645 73.435.345

72.539.000

73.408.924

69.783.921 68.225.962

69.406.000

65.028.332


RANKING

VORJAHR

UNTERNEHMEN

MITARBEITER 2016

35.

39.

A. LOACKER KONFEKT GES.M.B.H.

294

36.

35.

PRIM AS TIEFKÜHLPRODUKTE GESELLSCHAFT M.B.H.

265

37.

40.

MULTIVAC MASCHINENBAU GESELLSCHAFT M.B.H. + CO. KG.

377

38.

30.

LEITNER GMBH

163

39.

45.

ING. HANS LANG GMBH

400

40.

36.

ELEKTRIZITÄTSWERKE REUTTE AG

231

41.

42.

FREUDENBERG SEALING TECHNOLOGIES AUSTRIA GMBH & CO. KG

330

42.

43.

TIROLER GLASHÜTTE GMBH

191

43.

44.

SPORTALM GESELLSCHAFT M.B.H.

177

44.

47.

HOLLU SYSTEMHYGIENE GMBH

45.

46.

BITBAU DÖRR GMBH

46.

48.

LEONHARD LANG GMBH

47.

49.

TROGER-HOLZ GESELLSCHAFT M.B.H.

81

48.

NEU

A.S.T. BAUGESELLSCHAFT M.B.H.

45

49.

NEU

NORDPAN RUBNER HOLZBAUELEMENTE GMBH

96

50.

NEU

KATHREIN MOBILCOM AUSTRIA GMBH

384 84 308

223

(IN EURO)

UMSATZ 2016 Umsatz 2015

69.318.450 64.770.004

65.782.928

66.115.691

64.300.000 64.111.460

63.834.975

52.308.507

63.000.000

60.000.000

62.724.689 65.731.905

59.000.000 58.300.000

58.600.000

54.600.000

53.000.000

52.000.000

50.400.000

49.000.000

44.590.000 46.000.000

43.275.000

43.000.000

43.099.442

41.045.879

42.430.950 35.610.793

41.860.000

40.000.000

41.069.000

37.057.181

Quelle: Creditreform Auskunftei, Rückfragen bei den Unternehmen und WK Tirol. Es sind ausschließlich Unternehmen mit Industrieberechtigung und Unternehmenssitz in Tirol aufgelistet. Wenn nicht anders gekennzeichnet, handelt es sich um den aktuellsten verfügbaren Nettoumsatz des Einzelunternehmens. Trotz sorgfältiger Recherche sind alle Angaben ohne Gewähr.

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RANKING

DAS GRÖSSTE PLUS DAS SIND DIE TOP 5 UMSATZSTEIGERER

UNTER DEN TOP 50 TIROLER INDUSTRIEBETRIEBEN: N E T TO U M S AT Z (in Euro, gerundeter Wert) M I TA R B E I T E R

1.

LANGKAMPFEN

VIKING GMBH

+ 38

2016:

© VIKING

2015:

267 Mio. 194 Mio.

414

373

%

2.

TELFS

LEITNER GMBH 163

2015:

18

52 Mio.

149

© LEITNER

64 Mio.

+ 22 % 2016:


RANKING

3.

INNSBRUCK

A.S.T. BAUGESELLSCHAFT M.B.H. 2016:

42 Mio.

45

+ 19 %

© AXEL SPRINGER

2015:

36 Mio.

39

4.

TELFS

LIEBHERR-WERK TELFS GMBH 186 Mio.

+ 14 % 2015:

164 Mio.

579 520 © LIEBHERR TELFS

2016:

5.

STANS

ADOLF DARBO AKTIENGESELLSCHAFT 133 Mio.

2016:

+ 12 %

2015:

© DARBO

321

119 Mio.

321

Quelle: Creditreform Auskunftei, Rückfragen bei den Unternehmen und WK Tirol. Es sind ausschließlich Unternehmen mit Industrieberechtigung und Unternehmenssitz in Tirol aufgelistet. Wenn nicht anders gekennzeichnet, handelt es sich um den aktuellsten verfügbaren Nettoumsatz des Einzelunternehmens. Trotz sorgfältiger Recherche sind alle Angaben ohne Gewähr.

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RANKING

Die größten Arbeitgeber in der Industrie pro Bezirk Das sind die Betriebe mit den meisten Mitarbeitern in den Bezirken, die über eine Industrieberechtigung und einen Firmensitz in Tirol verfügen.

Mitarbeiter Stand 2016

IMST

REUTTE 1.375

1.

PFEIFER HOLZ GMBH & CO KG, Imst

564

CERATIZIT AUSTRIA GESELLSCHAFT M.B.H., Reutte

696

2.

OLYMP WERK GMBH, Ötztal Bahnhof

120

3.

MULTIVAC MASCHINENBAU GESELLSCHAFT M.B.H. + CO. KG., Lechaschau

377

3.

CONFORM BADMÖBEL GESELLSCHAFT M.B.H., Imst

61

4.

ELEKTRIZITÄTSWERKE REUTTE AG, Reutte

231

4.

GOTTSTEIN GMBH & CO. KG, Imst

55

5.

SCHRETTER & CIE GMBH & CO KG, Vils

177

5.

SCHWAB DRUCK – KARTONAGEN GMBH, Rietz

53

1.

PLANSEE SE, Reutte

2.

LANDECK

INNSBRUCK LAND

1.

KIESWERK BETRIEBS-GMBH & CO KG, Zams

8

1.

D. SWAROVSKI KG, Wattens

2.

HOLZ FALCH GMBH & CO KG, St. Anton

5

2.

SWAROVSKI-OPTIK KG., Absam

624

3.

CEREALPS GMBH, Nauders

3

3.

LIEBHERR-WERK TELFS GMBH, Telfs

579

4.

BWO BETONSTEINWERK OBERLAND GMBH, Schönwies

2

4.

FRÖSCHL AG & CO. KG, Hall in Tirol

526

5.

JOSEF PFEIFER, Pians

2

5.

THÖNI INDUSTRIEBETRIEBE GMBH, Telfs

492

Info: Zählt man auch Industriebetriebe mit Firmensitz außerhalb Tirols dazu, sind die Linz Textil GmbH mit 75 Mitarbeitern und die Donau Chemie AG mit 73 Mitarbeitern in Landeck die größten Arbeitgeber in der Industrie.

20

4.800


RANKING

INNSBRUCK STADT

KITZBÜHEL

1.

INNSBRUCKER KOMMUNALBETRIEBE AKTIENGESELLSCHAFT, Innsbruck

670

1.

FRITZ EGGER GMBH & CO. OG, St. Johann in Tirol

2.

BEMO TUNNELLING GMBH, Innsbruck

473

2.

STEINBACHER DÄMMSTOFF GESELLSCHAFT M.B.H., Kirchdorf in Tirol

305

3.

ORTNER GES.M.B.H., Innsbruck

416

3.

GEBRO PHARMA GMBH, Fieberbrunn

252

4.

WÜRTH HOCHENBURGER GMBH, Innsbruck

350

4.

SPORTALM GESELLSCHAFT M.B.H., Kitzbühel

177

5.

JOHANN HUTER & SÖHNE, Innsbruck

257

5.

VITAL SCHUHE GMBH, Fieberbrunn

SCHWAZ

1.106

66

LIENZ

1.

GE JENBACHER GMBH & CO OG, Jenbach

1.500

1.

LIEBHERR-HAUSGERÄTE LIENZ GMBH, Lienz

2.

TYROLIT – SCHLEIFMITTELWERKE SWAROVSKI K.G., Schwaz

1.148

2.

HELLA SONNEN- UND WETTERSCHUTZTECHNIK GMBH, Abfaltersbach

651

3.

BINDERHOLZ GMBH, Fügen

774

3.

A. LOACKER KONFEKT GES.M.B.H., Heinfels

294

4.

ING. HANS LANG GESELLSCHAFT M.B.H., Terfens

400

4.

DURST PHOTOTECHNIK DIGITAL TECHNOLOGY GMBH, Lienz

184

5.

ADLER-WERK LACKFABRIK JOHANN BERGHOFER GMBH & CO KG, Schwaz

350

5.

IDM-ENERGIESYSTEME GMBH, Matrei in Osttirol

38 (8,5%)

1.

SANDOZ GMBH, Kundl

Mittelbetriebe

4.300

2.

VIKING GMBH, Langkampfen

414

3.

COVERIS FLEXIBLES AUSTRIA GMBH, Langkampfen

330

3.

FREUDENBERG SEALING TECHNOLOGIES AUSTRIA GMBH & CO. KG, Kufstein

330

5.

MONTANWERKE BRIXLEGG AKTIENGESELLSCHAFT, Brixlegg

302

76 (16,9%)

111

41.105

Großbetriebe

KUFSTEIN

1.315

Beschäftigte

EPU

449 Betriebe

Kleinbetriebe

101 (22,5%)

107 (23,8 %) Kleinstbetriebe

127 (28,3%)

Ein Blick auf die Betriebsgröße der Industrie­unternehmen im Land zeigt, dass Tirols Industrie kleinstrukturiert ist. Von den 449 Betrieben gibt es 17 mit mehr als 500 Mitarbeitern, acht davon mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Mehr als die Hälfte sind Kleinstbetriebe und Ein-Personen-Unternehmen. Größenstruktur nach Beschäftigten: Ein-Personen-Unternehmen: 0, Kleinstbetriebe: 1 bis 9, Kleinbetriebe: 10 bis 49, Mittelbetriebe: 50 bis 249, Großbetriebe: ab 250 Quelle: Beschäftigtenstatistik 2016 WK Tirol

Quelle: Creditreform und Rückfragen bei den Unternehmen

21


T O P.T I R O L

Industrie startet Initiative gegen überzogene Verwaltungsstrafen

© WKO TIROL

© SHUTTERSTOCK.COM

Die Industrie hat genug! Unpräzise und immer komplexer werdende Regelungen gehen zulasten der Wirtschaft. Dadurch entsteht Rechtsunsicherheit, die Übertretungsgefahr steigt und die damit verbundenen oft exorbitanten Verwaltungsstrafen können für Betriebe existenzbedrohende Ausmaße annehmen.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

H

KommR Mag. Hermann Lindner, Spartenobmann Industrie

ermann Lindner, Obmann der Sparte Industrie der WK Tirol: „Wir halten die derzeitige Praxis überbordender Strafen für weit überzogen. Wir schlagen daher die Einführung von Ermahnungen, bedingten Strafen und eines Strafrahmens anstelle der kumulativen Bestrafung nach der Anzahl der Übertretungen vor. Denn derzeit kann eine unverschuldete andere Auslegung einer Bestimmung exorbitante Folgen nach sich ziehen: Überschreiten mehrere Mitarbeiter – und wenn auch nur um Minuten – die zulässige Arbeitszeit, so löst jede einzelne Arbeitszeitüberschreitung eine Strafe aus,

22

unabhängig davon, ob der Geschäftsführer davon Kenntnis hatte oder nicht. Ein Beispiel könnte die Arbeitszeitüberschreitung von Flughafenmitarbeitern aufgrund einer Flugverspätung sein. Lindner: „Da kommen schnell zehntausende Euro und mehr zusammen.“ Verschärfend kommt hinzu, dass Regelungen oft unpräzise sind und

„Wir müssen hier im Interesse des Standorts auch auf eine gewisse Ausgewogenheit und den Vergleich mit den Nach­ barländern achten.“ verschieden interpretiert werden können. Das gilt etwa für die Frage, ob im Einzelfall ein Werkvertrag oder ein Dienstvertrag vorliegt. Dazu Lindner: „Hier ist der Gesetzgeber in die Pflicht zu nehmen, um eindeutige Regelungen zu treffen, damit nicht aus dem Interpretationsspielraum teils enorme Ver-

waltungsstrafen zum Tragen kommen. Diese und andere überbordende Strafen haben Österreichs Industrievertreter schon vor einem Jahr veranlasst, eine Expertenmeinung zur Gestaltung eines modernen Unternehmensstrafrechts einzuholen. Die Vorschläge liegen seit einiger Zeit am Tisch. Lindner: „Wir werden uns nach Kräften dafür einsetzen, die Umsetzung bei der Rechtsgestaltung voranzutreiben.“ Zusammengefasst bringt Lindner die Forderungen auf den Punkt: • Ein Vergehen – eine (angemessene) Strafe • Ermahnen vor Bestrafen bei geringfügiger Übertretung • Keine Mindeststrafe – aufgrund derzeitiger Kumulierung sonst exorbitante Strafen • Keine Verschuldensvermutung • Einführung der Unternehmensstrafbarkeit Wirtschaftskammer Tirol Sparte Industrie Wilhelm-Greil-Straße 7 6020 Innsbruck Tel.: 05 90 905-1236 E-Mail: industrie@wktirol.at www.wko.at/tirol/industrie


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I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

igitale

neue Welt

Komplett vernetzte Haushalte, selbstfahrende Autos, unbe­ mannte Frachter. Der digitale Wandel ist im vollen Gange und macht auch vor der Wirtschaft nicht Halt. top.tirol spricht mit Experten über die Bedeutung der Digitalisierung für die Industriewirtschaft, den Ist-Zustand der Tiroler Industrie und präsentiert 3 Best-PracticeBeispiele. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R , K A T H R I N F E N K I W

24


I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

O

ptional ist die Digitalisierung schon lange nicht mehr. Spätestens seit der Jahrtausendwende ist sie voll im Gange. Im Alltag schreitet der Wandel rapide voran: Neue Technik ersetzt alte Schritt für Schritt und mit jeder Geräte-Generation spannt sich das digitale Netz des Internets of Things weiter und dichter. Auch in der Wirtschaft generell und der Industrie im Speziellen hat diese Entwicklung längst Fuß gefasst. Hier sind die Prozesse, die nicht nur auf neue Technologie umgestellt, sondern zum Teil völlig neu entwickelt werden müssen, aber deutlich komplexer. „Digitalisierung bedeutet Optimierung“, sagt Sander van de Rijdt, Geschäftsführender Gesellschafter vom Wiener Beratungsunternehmen IVConsult, „die Verbesserung von bestehenden Prozessen und Verfahren durch den Einsatz von Informationstechnologie. Und da stehen wir in vielen Branchen noch ganz am Anfang. Von einer übergreifenden Durchdringung sind wir noch weit entfernt.“

„Digitalisie­ rung bedeutet Optimierung: die Verbesserung von bestehenden Prozessen und Verfahren durch den Einsatz von Infor­mations­ techno­logie. Und da stehen wir in vielen Branchen noch ganz am Ein großes Ganzes Anfang.“ Das Potenzial der Indus-

me Beschleunigung bei den Durchlaufzeiten mit sich“, meint van de Rijdt. „Zugleich senkt sich die Fehlerquote im Vergleich zur traditionellen Fertigung. Nicht zuletzt daraus resultieren auch Kostenersparnisse.“

Zur Person

Sander van de Rijdt ist Geschäfts­ führender Gesellschafter von IVConsult. Das Wiener Beratungs­ unternehmen befasst sich unter anderem eingehend mit dem The­ ma Digitalisierung und unterstützt Betriebe bei der Entwicklung entsprechender Strategien.

© JANA MADZIGON

Das bedeutet Digitalisierung

Umgekrempelt Die langfristigen Auswirkungen sind noch nicht absehbar. Bereits jetzt zeigt sich aber eine grundsätzliche Verschiebung: Die alleinige Größe eines Unternehmens verliert zumindest teilweise an Bedeutung, wenn es um Markdominanz oder die Erschließung neuer Märkte geht. „Nicht nur die Erzeugung wird günstiger“, erklärt van de Rijdt. „Auch neue Projekte und Ansätze können schneller und mit geringeren Kosten entworfen, getestet, angepasst und auf den Markt gebracht werden.“ Das verschafft gerade KMUs einen großen Vorteil. Dank ihrer Unternehmens­ struktur sind sie agiler und deutlich schneller in der Ent­scheidungsfindung als große Konzerne.

„An der Digi­talisierung führt kein Weg vorbei.“

trie 4.0 ist groß. Digital lassen sich Verfahren präzise steuern und prozessGunst der Stunde übergreifend aufeinander Zugleich sinken mit der abstimmen. Software kann zunehmenden Verbreitung einfacher auf den neuesS A N D E R VA N D E R I J D T, digitaler Technologie die ten Stand gebracht werden GESCHÄF TSFÜHRENDER Kosten für die Umsetzung als Betriebsanlagen, die G E S E L L S C H A F T E R , I V C O N S U LT von Digitalisierungsstrateoft eine Lebensdauer von gien. Auch das kommt geJahrzehnten besitzen. So rade „den Kleinen“ zugute lassen sich Verbesserungen vornehmen, ohne Maschinen austauschen zu – wenn es ihnen gelingt, auf den Zug aufzumüssen. Intelligente Vernetzung erlaubt es, springen. „An der Digitalisierung führt kein dass sich Prozesse eigenständig aufeinander Weg vorbei“, ist sich van de Rijdt sicher. „Für abstimmen. Gleichzeitig fließen permanent alle, die ein offenes Ohr für ihre Stakeholder Daten. Diese Massendaten können – richtig haben und es schaffen, ihren Fokus zu finden analysiert – Aufschluss über weiteres Opti- oder sich die richtige Unter­stützung zu holen, mierungspotenzial geben. „Das bringt enor- stellt sie eine gewaltige Chance dar.“

➔ 25


I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

Status quo der Tiroler Industriewirtschaft

T

© FRAUNHOFER AUSTRIA

irol steht bei der Umsetzung dieser strategie aber nicht von heute auf morgen zu Entwicklung gar nicht so schlecht bewerkstelligen und mit intensiver Aufbauda, meint Michael Stockinger. Er ist arbeit verbunden. „Pauschal davon auszugeProjektleiter am Fraunhofer Inno- hen, dass man nicht betroffen ist, wäre also vationszentrum in der Werkstätte Wattens. ein fataler Fehler“, warnt er. Denn wer sich Dort wird am Aufbau eines Digitalisierungs- nicht rechtzeitig mit den Chancen der Digitalisierung auseinanderangebots für die Tirosetzt, begibt sich in große ler Industrie und eines „Die Ideen sind da und Gefahr, den Moment zu Data-Science-Hubs in verpassen und überholt Tirol gearbeitet: „In ihrer vielerorts auch das Gesamtheit ist die Tiroler Bewusstsein. Damit es zu werden. Industrie und Wirtschaft Tirol auf den ersten Klein & schnell digital bereits verhältnisWenn es an die UmPlatz beim Thema mäßig gut aufgestellt.“ In einer ersten PotenzialDigita­lisierung schafft, setzung einer Digitalisierungsstrategie geht, analyse haben er und seigilt es auch bei der Um- kommt der Tiroler ne Kollegen erhoben, dass setzung in die Gänge zu Wirtschaft ihre relative schon einige Tiroler UnKleinteiligkeit entgegen. ternehmen aller Größenkommen.“ Denn KMUs profitieren ordnungen sich intensiv MICHAEL STOCKINGER , FR AUNHOFER nicht nur von den AusGedanken dazu gemacht AUSTRIA RESEARCH GMBH wirkungen der Digitalen und teilweise auch schon Transformation per se. Konzepte umgesetzt haben. Im Bundesländervergleich sieht er Tirol Sie sind auch flexibler und schneller in Entim vorderen Drittel. „Allerdings ist Industrie scheidungsfindung und Implementierung 4.0 keine Blaupause. Deswegen muss man von digitalen Technologielösungen. Das verschafft ihnen zusätzlich einen potenziellen das ein wenig differenziert betrachten.“ Vorsprung. Zugleich fehlen kleineren Betrieben aber oft auch die finanziellen Ressourcen Wachsames Auge Die Digitalisierung zieht sich durch alle oder schlichtweg die Manpower, um sich mit Branchen und Unternehmen aller Größen der Thematik sinnvoll auseinanderzusetzen. – jedoch in unterschiedlicher Ge­ Der letzte Schritt schwindigkeit. Es Das muss sie aber nicht ihre gute Startposigibt durchaus noch tion kosten: „Inzwischen gibt es in Tirol ein Bereiche, in denen starkes Umfeld mit innovativen F&E- und sich zumindest der Technologie-Partnern, die man sich zur akute Bedarf bis- Unterstützung ins Boot holen kann“, weiß lang in Grenzen Stockinger. Woran es in Tirol zum Teil noch hält. „In einem ers- mangelt, ist zudem die Geschwindigkeit daten Schritt ist es vor bei, Nägel mit Köpfen zu machen, meint der Zur Person allem wichtig, den Experte: „Die Ideen sind da, und vielerorts Michael Stockinger ist Projektleiter eigenen Digitali- auch das Bewusstsein. Damit es Tirol auf am Fraunhofer Innovationszentrum sierungsreifegrad den ersten Platz beim Thema Digitalisierung „Digitale Transformation der Industrie“ und vorhandene schafft, gilt es auch bei der Umsetzung in die in Tirol der Fraunhofer Austria Research GmbH. Gemeinsam mit seinen Kollegen Potenziale auszu- Gänge zu kommen.“ entwickelt er ein Digitalisierungsangebot loten. Dann zum für die Tiroler Industrie und arbeitet am Schluss zu komAufbau eines Data-Science-Hubs in Tirol. men, dass es noch keinen Bedarf gibt, ist eine legitime Entscheidung“, meint Stockinger. Zugleich ist die Entwicklung einer Digitalisierungs-

„Pauschal davon auszugehen, dass man nicht betroffen ist, wäre also ein fataler Fehler.“

26


I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

1

Was ist ...

Data Science

Diese wissenschaftliche Disziplin befasst sich mit der Gewinnung von Wissen aus Datenmaterial. Dabei geht es vor allem um die Auswertung großer Datenmengen. Denn während mittlerweile Daten zu sehr vielen Vorgängen vorliegen, müssen in vielen Bereichen erst Werkzeuge entwickelt oder optimiert werden, um daraus auch gül­ tige und verwertbare Informationen zu gewinnen. Data Science existiert theoretisch seit den 1980er-Jahren. Mit der voranschreitenden Digitalisierung gewinnt das Feld jedoch immer mehr praktische Anwendungsbereiche.

2

Digitalisierung

Wir leben im Zeitalter der Digitalen Transformation. Die Umstellung von analogen auf digitale Technologien durchdringt mittlerweile alle Branchen, Wirtschaftszweige und Lebensbereiche. Speziell in Wirtschaft und Industrie ist bei der Digitalisierung aber nicht nur von diesem Vorgang die Rede, sondern von der kontrollierten und optimierten Umstellung von Prozessen und Verfahren auf digitale Lösungen.

3 Big Data/Massendaten

Digitale Vorgänge erzeugen Daten – vom digitalen Fußabdruck der User über Messdaten bis hin zu Datenmüll. Nur ein kleiner Teil davon kann manuell ausgewertet werden. Der Rest wird als Massendaten bezeichnet. Sie sind zu komplex, zu schnelllebig, zu schlecht organisiert oder schlichtweg zu groß, um sie mit klassischen Methoden zu erfassen. Zur ihrer Auswertung müssen oft neuartige Speicher- und Analyse-Systeme eingesetzt werden.

4

5

IoT – Internet of Things

Immer mehr Maschinen werden mit der Fähigkeit ausgestattet, Daten zu versenden und zu empfangen. Diese Geräte oder strenggenommen die Netzwerke, über die sie miteinander kommunizieren, werden als „Internet der Dinge“ bezeichnet. Ihre Vernetzung untereinander erweitert ihr Können oder ermöglicht teilweise sogar völlig neue Einsatzbereiche.

Industrie 4.0

Oft synonym mit Internet of Things verwendet, bezieht sich die Industrie 4.0 eigentlich speziell auf die Optimierung von Herstellungs- und Logistikprozessen durch Vernetzung von Anlagen, Produkten und nicht zuletzt Menschen. Die Kombi­ nation von industrieller Produktion mit Informa­ tionstechnologie ermöglicht Verbesserungen, die über einzelne Herstellungsschritte hinausgehen. Schlussendlich soll so die gesamte Produktion intelligent und weitgehend selbstorganisiert vonstattengehen.

6 Cloud Computing

Stetig schneller werdende Netzwerkanbindungen ermöglichen es, immer mehr IT-Infrastruktur auszulagern. In der „Cloud“, also in Re­ chenzentren, wird nicht nur mehr Speicher angeboten, sondern auch Rechenleistung oder Software. Das hat viele Vorteile. Ressourcen können angemietet werden, wie sie gerade benötigt werden. Wartung wird von Anbietern übernommen. Und Daten sind vor lokalen Angriffen oder Unfällen sicher. Zugleich wirft es aber neue Fragen darüber auf, wem die Daten gehören.

27


3 B e s tPra c t i ce Be ispie le

I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

1. BEISPIEL : HOLLU

Vision 2025

Eine klare Agenda bis 2025 – das hat der Hygienespezialist hollu aus Zirl formuliert. Darin enthalten sind alle Veränderungen, die im Unternehmen in Hinblick auf die Digitalisierung noch passieren sollen. Und dieser Prozess ist bereits in vollem Gange.

Drei Fragen an: S I M O N M E I N S C H A D, HOLLU-GESCHÄF TSFÜHRER

„Durch digitale Produktions­möglich­ keiten verändert sich unsere gesamte Geschäftswelt.“

D

ie komplette Produktion und Logistik des Systemhygiene-Unternehmens wird gerade erneuert. Zukünftig sollen digitale Technologien die bestehenden Systeme der Reinigung und Hygiene ergänzen oder sogar ersetzen. „Wir sind seit vielen Jahren erfolgreich, aber wir wissen: Der Weg für die Zukunft muss anders aussehen“, erklärt Geschäftsführer Simon Meinschad. Arbeitsschritte werden schon bald extrem schnell und automatisiert erfolgen. Außerdem werden digitale Produktionstechnologien Vorteile für Klein- und Privatkunden mit sich bringen: Sie ermöglichen es, individualisierte Produkte erstmals auch schon in geringen Mengen zu produzieren. Bei hollu verändert die Digitalisierung aber

SIMON MEINSCHAD

1

In welchen Bereichen des Betriebes kommt die Digitalisierung am meisten zu tragen? Digitalisierung spielt bei uns in allen Unternehmensbereichen eine wichtige Rolle. Wir denken Digitalisierung immer als ganzheitliches und integriertes Konzept. 2

3 Was ist die größte Veränderung, die im Unternehmen durch die Digitalisierung entstanden ist? Die Digitalisierung hat es uns ermöglicht, wettbewerbsfähiger zu werden, im internationalen Umfeld bestehen zu können und auch neue Märkte zu erschließen.

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© HOLLU (3)

Was wird im Unternehmen in Hinblick auf die Digitalisierung in Zukunft passieren? Unser ganzer Betrieb wird sich verändern. Digitale Technologien und Automatisierungen werden noch mehr personelle Ressourcen freisetzen, die in die Kundenbetreuung fließen können. Auch unsere Produkte werden durch digitale Features immer moderner und kundenfreundlicher.

nicht nur die Produktion, sondern auch die Produkte selbst: Seit 2014 hat das Unternehmen die voll-digitalisierte holluQUID Dosieranlage am Markt, die seither ständig erweitert und verbessert wird. Der Kernnutzen der Anlage besteht in der automatischen Dosierung von Waschund Reinigungsmitteln, zusätzlich misst sie den Materialverbrauch und schickt bei Engpässen automatisch Nachbestellungen an hollu. Besteht im System ein technisches Problem, informiert sie den Besitzer per EMail oder SMS. Diese Anlage ist sozusagen der Vorreiter auf diesem Gebiet, denn in Zukunft sollen noch weitere Softwarelösungen und Programme folgen, die für hollu-Kunden die gesamte Hygiene noch einfacher und qualitativ hochwertig gestalten.


I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

2. BEISPIEL : TIROLER ROHRE

Klone als Datenspeicher Tiroler Rohre fertigt Wassertransport-Systeme sowie Pfahlsysteme für den Spezialtiefbau – und das bereits seit 1947. Diese Produkte erfüllen auch heute noch denselben Grundnutzen wie damals, ihre Entstehung hingegen sieht inzwischen dank digitaler Technologien ganz anders aus.

Drei Fragen an:

© PRIVAT

H A R A L D T S C H E N E T T, PRODUK TIONSLEITER BEI TIROLER ROHRE

1

In welchen Bereichen des Betriebes kommt die Digitalisierung am meisten zu tragen? In der Produktentwicklung und der Produktion selbst. Digitale Technologien helfen uns, die Qualität und Präzision in diesen Bereichen zu verbessern und Fehler zu minimieren.

© AXEL SPRINGER (2)

2

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ie Digitalisierung hilft uns, Abläufe zu beschleunigen und die Qualität unserer Produkte zu verbessern“, erklärt Harald Tschenett, Produktionsleiter bei Tiroler Rohre. Deshalb setzt das Unternehmen in vielen Bereichen auf digitale Unterstützung – wie zum Beispiel in der Entwicklung von Produkten. Hierbei kommt ein 3D-Drucker zum Einsatz, der verkleinerte Prototypen zur besseren Veranschaulichung herstellt. In der Fertigung selbst werden bereits viele Arbeitsschritte durch automatische Lösungen ausgeführt, was die körperliche Belastung der Mitarbeiter stark reduziert.

Hochmoderne Techniken zur Steuerung von Maschinen sowie der Kommunikation zwischen Maschinen unterstützen zusätzlich die Produktion. Auch das Energiemanagement wird durch digitale Technologien unterstützt, die automatisch den Energieverbrauch messen, Schwachstellen erkennen und Einsparungsmöglichkeiten aufzeigen. Um relevante Daten für die Zukunft zu sichern und Produktionsprozesse später besser nachverfolgen zu können, erstellt Tiroler Rohre außerdem zu jedem physischen Produkt ein virtuelles Duplikat, das alle produktionstechnischen Daten enthält.

Was wird im Unternehmen in Hinblick auf die Digitalisierung in Zukunft passieren? Wir arbeiten daran, weitere Bereiche zu identifizieren, in denen der Einsatz von digitalen Technologien Sinn macht, und wollen in weiterer Folge auch in diese investieren. Besonders die Bereiche Service und Auftragsbearbeitung sollen noch durch digitale Möglichkeiten optimiert werden. Wichtig ist uns dabei aber immer eine realistische Kosten-Nutzen-Abwägung. 3

Was ist die größte Veränderung, die im Unternehmen durch die Digitalisierung entstanden ist? Digitalisierung war und ist ein Prozess mit stetigen Verän­ derungen, durch den wir am Markt mithalten und im wirtschaftlichen Umfeld bestehen können. Eine riesige Veränderung war aber sicherlich die Einführung des elektronischen Klons von unseren Produkten.

„Ohne Digitalisierung würde es uns heute nicht mehr geben.“ HARALD TSCHENETT

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I N D U S T R I E – D I G I TA L I S I E R U N G

3. BEISPIEL : FRIT Z EGGER

Total vernetzt © AXEL SPRINGER (3)

Fritz Egger in St. Johann in Tirol ist das Stammwerk der Unternehmensgruppe Egger. Die rund 1.000 Mitarbeiter stellen dort Spanplatten und Möbelfertigteile her, und zwar immer in Begleitung von digitalen Technologien.

Drei Fragen an: M AT T H I A S DA N Z L , WERKSLEITER VERK AUF BEI FRITZ EGGER

„Digitale Techno­ logien bringen Quali­ tät und Effizienz.“ M AT T H I A S DA N Z L

1 In welchen Bereichen des Betriebes kommt die Digitalisierung am meisten zu tragen? In der Produktion durch digi­ tal gesteuerte Arbeitsschritte, im Kundenservice durch die Automatisierung von Bestellprozessen und in der Logistik durch den automatischen Transport von Produkten.

E

ine große Entwicklung brachte die Digitalisierung für Fritz Egger im Bereich der Ressourcenplanung: „Wir haben schon sehr früh damit begonnen, Materialflüsse in der Produktion digital zu begleiten“, erklärt Matthias Danzl, Werksleiter Verkauf bei Fritz Egger. Bei der Produktion von Möbelfertigteilen werden Zuschnitte und Bohrungen auch schon lange nicht mehr händisch an der Maschine eingestellt. Dieser Vorgang wird komplett digital gesteuert und mit einer sogenannten CAD/CAM-Lösung (computer-aided design bzw. manufacturing) umgesetzt: Es wird eine digitale Zeichnung erstellt, die alle relevanten Informationen enthält – von der Geometrie über Bohrun30

gen bis hin zum Material. Sobald die Zeichnung an die Maschine übermittelt wurde, läuft die Produktion automatisch. Das spart nicht nur Zeit, sondern gewährleistet auch Präzision. Eine weitere wichtige Rolle spielt ein digitales Fertigungsleitsystem, das permanent alle Daten begleitend zur Produktion erfasst. Es läuft standortübergreifend auf einem zentralen Server. Somit können alle 17 Egger-Werke auf dieselben Daten zurückgreifen. Diese digitale Vernetzung ist unter anderem im Umgang mit internationalen Kunden von Vorteil: Eine Shop-Kette kann dadurch zum Beispiel in unterschiedlichen Ländern dieselben Produkte in derselben Qualität für ihre Filialen erhalten.

2 Was wird im Unternehmen in Hinblick auf die Digitalisierung in Zukunft passieren? Wir wollen mit Lieferanten und Kunden noch wesentlich enger vernetzt sein – in Bezug auf die Kommunikation und den Austausch von Daten. Im Betrieb selbst sind wir immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unsere Mitarbeiter noch mehr durch digitale Technologien und Automatisierung zu unterstützen. 3

Was ist die größte Veränderung, die im Unternehmen durch die Digitalisierung entstanden ist? Eindeutig die Qualitäts­ verbesserung – sowohl bei Produk­ten als auch bei Prozessen. Außerdem verändert die Digitalisierung unsere Prioritäten im Arbeitsalltag: Bildung und technische Kompetenzen werden immer wichtiger. Das Überwachen und Steuern ersetzt in vieler Hinsicht körperliche Arbeiten.


T O P.T I R O L

VIKING: Innovativ, familiär, international Der Gartengeräte­Hersteller VIKING aus Langkampfen gilt als attraktiver Arbeitgeber in der Region Tiroler Unterland. versierte, sondern engagierte Mitarbeiter aus allen Bereichen. Weitere Informationen zu den Premium-Produkten von VIKING sowie den nächsten Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie hier: www.viking.at – aktuelle Stellenangebote finden Sie auch hier: www.jobs.viking.at

© VIKING (2)

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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as Unternehmen VIKING wurde 11 in Kufstein gegründet. Das erste Produkt war damals der Garten-Häcksler, heute ist man führender Hersteller in diesem Bereich im Fachhandel Europas und bietet so einiges – vom kleinen, sehr leisen Elektro-Häcksler bis hin zu großen, mobilen Häckslern mit starken Benzinmotoren. VIKING produziert in Langkampfen Rasenmäher, Robotermäher, Aufsitzmäher, Vertikutierer, Garten-Häcksler und Motorhacken. 201 wurde ein Umsatz von 2, Mio. Euro erzielt. Seit 12 gehört das Unternehmen zur deutschen STIHL Gruppe. Für die Marke STIHL werden in Langkampfen auch zahlreiche Akku- und Elektrogeräte gefertigt. Innerhalb der STIHL Gruppe ist VIKING das Unternehmen mit RasenKompetenz, setzt auf Premium-Qualität sowie auf Beratung und Service der ca. 11.000 Fachhändler. Der Kernmarkt von VIKING ist Europa. In Langkampfen arbeiten insgesamt

414 MitarbeiterInnen (201) gemeinsam daran, neue und innovative Produkte zu entwickeln und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Dafür braucht es nicht nur technisch

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T O P.T I R O L

© EGGER

Spannende Arbeitswelt

IV-Digitalisierungsoffensive wird vorangetrieben Strategische Umsetzung

© IV-TIROL

D Präsident Christoph Swarovski übergibt Strategiepapier zur „Digitalisierungsoffensive Tirol“ an LH Günther Platter.

IV-Initiativen • F&E-Plattform • TASK FORCE Industrie 4.0 Tirol • Digitalisierungsoffensive Tirol

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ie Digitalisierungsoffensive als Teil der Industrie Standortstrategie Tirol geht in die Umsetzung. Träger und Partner treiben das breit aufgestellte Projekt zielstrebig voran. Tirols Industriepräsident, Dr. Christoph Swarovski, und Landeshauptmann Günther Platter haben vereinbart, die „Chancen der Digitalisierung“ gemeinsam für den Standort Tirol zu nutzen und das Programm zur Digitalisierung umzusetzen. Die für die Umsetzung Verantwortlichen haben die wichtigsten Schritte bereits definiert. Sieben Schwerpunkte Sieben Schwerpunkte werden ins Auge gefasst: Digital Readiness verbessern, Chancen der Digitalisierung nutzen, IKT-Nachwuchs sichern, berufliche Qualifikationen forcieren, Forschung und Innovation vorantreiben, leistungsfähige IKT-Infrastrukturen ausbauen sowie Plattformbildung & Vernetzung unterstützen. Gemeinsam werden alle Beteiligten in Zusammenarbeit mit der Industriellenvereinigung (IV) Tirol und dem Land neue Chancen nutzen sowie Innovationen durch Digitalisierung vorantreiben. Von einem

Best-Practice-Pool über Readiness-Benchmark, einer Industrie 4.0 Potenzialanalyse bis hin zu Bildungsangeboten und -programmen arbeiten die Akteure an der strategischen Umsetzung weitreichender Maßnahmen. Digitalisierung findet statt „Digitalisierung findet seit Jahren statt und wer in der Industrie glaubt, sie ignorieren oder gar bekämpfen zu können, wird das wirtschaftlich teuer bezahlen und bitter bereuen, davon bin ich überzeugt“, so Dr. Christoph Swarovski, Präsident der IV Tirol. In vielen Tiroler Industriebetrieben ist Digitalisierung kein Thema der Zukunft, sondern gelebte Realität.

Industriellenvereinigung Tirol Haus der Industrie Salurner Straße 15/IV 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 41 34-0 E-Mail: tirol@iv.at www.tirol.iv.at


T O P.T I R O L

Digitalisierung ist nicht Zukunft, sondern Gegenwart Ing. Mag (FH) Martin Mühlbacher, Standortleiter GE in Jenbach

Ard van der Meij, Country President Novartis Österreich

„Digitalisierung hat in der Pharmabranche einen ganz aktuellen Stellenwert und zwar den der Sicherheit. Momentan befasst sich die gesamte Branche mit dem Stichwort ,Serialisierung‘. Ab 9. Februar 2019 wird jede Arzneimittelpackung eine Seriennummer tragen, die nur einmal – genau für diese Packung – vergeben ist. Jede einzelne davon wird im Datenbanksystem der Brüsseler EMVO (European Medicines Verification Organisation) gespeichert sein. Grundlage ist die neue EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen. Wir als Novartis investieren viel Zeit und Geld in diese Sicherheitsmaßnahmen: Alleine am Produktionsstandort Kundl werden momentan über 30 Produktionslinien aufgerüstet. Wenn jede Schachtel mit einer Seriennummer erfasst wird, sind gewaltige Datenströme neu zu organisieren. Die Supply-Chain-Prozesse müssen umfassend adaptiert werden, das betrifft ebenso Großhändler oder auch Apotheken. Auch für uns heißt das Veränderung: Das beginnt beim Anpassen der Linien und geht über das Packungsdesign bis hin zur Umstellung interner Arbeitsabläufe – jede unserer Abteilungen trägt mit ihrer Arbeit somit zur Sicherheit unserer Patienten bei.“

„Wir produzieren Gasmotoren mit DNA: Die Digitalisierung ermöglicht es uns, die gesamte Wertschöpfungskette eines Gasmotors zu erfassen – von den Zulieferern über unser eigenes Unternehmen bis hin zum Kunden und wieder zurück. Dadurch können wir Qualitätsanforderungen frühzeitig erkennen und die Betriebsdauer unserer Kernkomponenten bis hin zur installierten Anlage vorausschauend bestimmen. Die Digitalisierung schafft Transparenz über alle vertikalen und horizontalen Wertschöpfungsketten hinweg und erzeugt großen Nutzen für unsere Kunden, unsere Umwelt und uns selbst.“

Mag. Manfred Pletzer, Geschäftsführer Pletzer Gruppe

„Die rasant fortschreitende Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaft und macht auch vor Tirol nicht halt. Alle Unternehmen und Branchen müssen sich auf diesen Wandel einstellen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Aus meiner Sicht gilt es jedoch schon früher den Hebel anzusetzen. Unser Bildungssystem muss breiter aufgestellt werden. Mit zeitgemäßen Aus- und Weiterbildungsangeboten im Bereich Webtechnologie, Programmierung und Robotik machen wir unsere Fachkräfte und damit den Wirtschaftsstandort zukunftsfit.“

DI Rainer Carqueville, Geschäftsführer Pirlo Metallverpackungen

„Vom Holzstamm im Wald bis zum fertigen Möbelteil – Egger begleitet jeden Produktionsschritt mit digitalen Daten. Die durchgängige Datenintegration ist seit Jahren Zielsetzung bei der Produktion von Holzwerkstoffen und ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Durch Digitalisierung in allen Bereichen – Beschaffung, eigene Produktion und Logistik sowie Service für Markt und Kunden – schaffen wir höchste Effizienz und damit Vorteile für das eigene Unternehmen, für Mitarbeiter und Kunden.“

Industrie 4.0 • Verschmelzung von physischer und virtueller Welt • Maschine-zu-Maschine-Kommunikation • Internet der Dinge • Effizienzsteigerung in Produktion und Service • Maßgeschneiderte Kundenlösungen • Cyber-Physical Systems • Smart Production

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Ing. Matthias Danzl, Werksleitung Fritz Egger

„Die Digitalisierung ist einer der wichtigsten technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trends unserer Zeit und daher für unser Unternehmen eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir sehen eine fortschreitende Veränderung in der Kommunikation mit unseren Kunden und Lieferanten, aber auch in den internen Prozessen. Wir sind daher dabei, diesbezügliche berufliche Qualifikationen zu forcieren und eine noch leistungsfähigere technologische Infrastruktur für unsere Informationsund Kommunikationsanliegen aufzubauen.“

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T O P.T I R O L

Tiroler Industrie treibt F&E-Quote Forschung und Entwicklung

© SHUTTERSTOCK.COM

Forschungsland Tirol

Finanzierung der F&E-Ausgaben Tirol im Jahr 2015 in Mio. Euro Mio. Euro

500

975,1

0

Tirol Unternehmenssektor Öff. Sektor EU Ausland priv. gemeinn. Sektor

Quelle: Statistik Austria

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M

it ihren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) trägt die Tiroler Industrie den Löwenanteil an der F&E-Quote des Landes von immerhin 3,14 Prozent des regionalen Inlandsproduktes. Die von Statistik Austria veröffentlichte Österreich-Quote liegt bei 3 Prozent. Im Bundesländervergleich liegt Tirol im oberen Mittelfeld. Insgesamt belaufen sich die privaten und öffentlichen Forschungsausgaben in Tirol auf 975 Millionen Euro. Angewandte Forschung Tirols Industriepräsident, Dr. Christoph Swarovski, freut sich über die Bedeutung der Tiroler Industrie als Forschungsmotor. Die Industrie trägt über die Hälfte der F&EAusgaben in Tirol. Pro Kopf (Tiroler Bevölkerung) geben Tiroler Unternehmen 651 Euro für F&E aus. Damit liegen sie nach Oberösterreich und Wien an dritter Stelle. Positiv für den Wirtschaftsstandort ist auch, dass die angewandte Forschung in Tirol bei 35,6 Prozent und die Grundlagenforschung bei 25,4 Prozent der gesamten Aufwendungen liegen. Das sind absolute Spitzenwerte im Österreich-Vergleich.

F&E auf Zukunftsfelder ausrichten Präsident Swarovski: „Wir müssen die F&EAusgaben noch gezielter auf jene Zukunftsfelder ausrichten, die Wachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen. Großer Handlungsbedarf besteht etwa bei der Digitalisierung, wo alle vergleichbaren Regionen klotzen und nicht kleckern.“ Die Industriellenvereinigung (IV) Tirol forciert und unterstützt F&E seit Jahren, etwa durch Stiftungsprofessuren, Grundlagenarbeiten und die F&E Plattform. Die von der IV-Tirol initiierte und breit getragene Digitalisierungsoffensive-Tirol zielt genau in diese Richtung.

Forschungsland Tirol • Tirols F&E-Quote liegt bei 3,14 Prozent. • Tirol gibt insgesamt 975 Mio. Euro für Forschung aus. • Mit Ausgaben von rund 50 Euro pro Kopf liegt Tirol an zweiter Stelle nach Wien im Bundesländervergleich. • Luft nach oben besteht in der Beteiligung der Tiroler Forschungsakteure an den Programmen der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft).


T O P.T I R O L

Standortpolitik hat entscheidenden Stellenwert Tirol ist ein guter Industriestandort.

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Tirol schneidet besser ab Laut Market-Erhebung sind 57 Prozent der befragten Tiroler Industrieunternehmen mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden und 14 Prozent sogar sehr zufrieden. Von 2013 auf

© INDUSTRIELLENVEREINIGUNG TIROL

er Einsatz der Industriellenvereinigung (IV) für den Industriestandort ist für IV-Mitglieder eine zentrale Aufgabe ihrer Interessenvertretung. „Mit der Ausarbeitung und Umsetzung der Industrie-Standortstrategie Tirol setzen wir wichtige Impulse und Schwerpunkte. Die Weiterentwicklung des Standortes, besonders die Herausforderungen der Digitalisierung, sind für die nächsten Jahre herausfordernde Aufgaben“, stellt Präsident Dr. Christoph Swarovski fest. Dr. Christoph Swarovski Präsident der Industriellenvereinigung Tirol

2017 hat die Zahl der Stimmen, die der Tiroler Landesregierung ein gutes Zeugnis ausstellen, deutlich zugenommen. Hier kann die Bundesregierung nicht mithalten: Von ihr und auch von den Sozialpartnern ist die Tiroler Industrie enttäuscht. Die Entscheidungsschwäche, was beispielsweise die Verhandlungen zu flexibleren Arbeitszeiten anlangt, genauso wie der Reformstau im Bund frustrieren viele heimische Betriebe. Industriellenvereinigung Tirol Haus der Industrie Salurner Straße 15/IV 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 41 34-0 E-Mail: tirol@iv.at www.tirol.iv.at

Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Wirtschaft überprüfen Ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung Bildungsniveau von Schulabgängern verbessern

Forderung Bund

Stellenwert der Lehre verbessern

Allgemeine Themen

Steuern auf Arbeit und Einkommen Arbeitszeitflexibilisierung Bürokratieabbau Regulierungsdichte verringern Gold Plating vermeiden

Gesetzgebung, Vollziehung

Steuermodell für mehr Beschäftigung – degressive Steuersätze

One Stop Shop-Verfahrensbeauftragter

Förderungen vereinfachen

Projekt E-Government

Steuerliche Entlastung nicht entnommener Gewinne

Industrie-Standortstrategie Tirol

Zulassung privater Gutachten (Brandschutz, Emissionen) Anpassungen Naturschutz, Raumordnung

Digital Readiness Chancen der Digitalisierung erkennen Umsetzung Digitalisierungsoffensive

Zeitgemäße Ausstattung für HTL und Berufsschulen Hochleistungsfähige Internetanbindungen Verkehrsinfrastrukturen, ÖPNV verbessern Hochwasserschutz

IKT Nachwuchs sichern Berufliche Qualifikation forcieren Forschung und Innovation (Pilotfabrik, …) IKT Infrastruktur

Digitalisierung

Plattformbildung und Vernetzung

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Investitionen

Schaffung eines Digital Campus in Tirol

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T O P.T I R O L

Gut informiert, international erfolgreich Werner Frischmann, Verkaufsleiter Tirol und Vorarlberg von Creditreform, über das Risiko von Auslandsgeschäften und Möglichkeiten, sich davor zu schützen

Neben Österreich ist Creditreform in weiteren 22 Ländern direkt vor Ort und verfügt über ein welt­weites Experten­ netzwerk.

Und welche Probleme treten bei Tiroler Unternehmern bei Auslandsgeschäften Ihrer Erfahrung nach am häufigsten auf? Die un­ terschiedlichen Forderungslauf­ zeiten in Europa: Im Durchschnitt betragen die Forderungslaufzeiten (Zahlungsziel plus eventueller Ver­ zug) in Westeuropa gut 55 Tage. In Österreich und Deutschland als „Klassenprimus“ liegen sie nur halb so hoch (31,8 bzw. 27,5 Tage). Ganz anders sieht das in Spanien oder Ita­ lien aus: In Italien dauert es sogar mehr als drei Monate (99,4 Tage), bis die Forderung getilgt ist. Welche Möglichkeiten gibt es für Unternehmer, sich über die Bonität von Geschäftspartnern im Ausland zu informieren? Creditreform bietet

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Werner Frischmann, Verkaufsleiter Tirol und Vorarlberg von Creditreform

seinen Kunden einen direkten Zugriff auf eine der größten Wirtschafts­ datenbanken Europas, die Credit­ reform-Europa-Datenbank mit weit über 30 Millionen online abrufbaren Auskünften aus 29 Ländern. Diese Wirtschaftsauskünfte werden lau­ fend aktualisiert und bieten Angaben über Bonität, Rechtsform, Gesell­ schafter, Tätigkeit, Umsätze, Finanz­ kennziffern, Zahlungsweise und vie­ les mehr. Welche Einsatzgebiete bietet der Service Creditreform Monitoring International? Mit dem Creditre­ form Monitoring International ist es ein Leichtes, alle wichtigen Be­ standskunden und Lieferanten (29 Länder) zu überwachen. Zeitnah er­

Wann würden Sie Unternehmern empfehlen, sich regelmäßig über ihre Geschäftspartner im Ausland zu informieren? Das sollte jeder Un­ ternehmer selbst entscheiden. Cre­ ditreform bietet hier verschiedene Produkte und Lösungen an. Für klei­ nere Forderungen bis 25.000 Euro eine kostengünstige „Online-Kurz­ auskunft International“ für mittlere Forderungen bis ca. 250.000 Euro die „Online-Kompaktauskunft Interna­ tional“ und für große Forderungen die „Online-Wirtschaftsauskunft In­ ternational“. Vielen Dank für das Gespräch.

Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG Werner Frischmann Maria-Theresien-Straße 34 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 75 9174 w.frischmann@innsbruck.Creditreform.at www.creditreform.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Auch nach über 130 Jahren ist die Wirt­ schaftsauskunftei und Gläubigerschutzorga­ nisation für Unternehmen ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, Verluste zu vermeiden und unternehmerisches Risiko zu mindern.

halten unsere Kunden alle relevanten Informationen zu Veränderungen. Der Monitoring-Service von Credit­ reform überwacht insgesamt 23 Pa­ rameter. Da die Monitoring-Services voll automatisch im Hintergrund laufen, haben die Mitarbeiter mehr Zeit für das Wesentliche.

© AXEL SPRINGER

Im Jahr 1879 wurde Creditreform als Un­ ternehmen gegründet mit dem Ziel, seine Mitglieder vor For­ derungsausfällen zu schützen.

H

err Frischmann, welche Risiken können Auslandsgeschäfte für Tiroler Unternehmen bergen? WERNER FRISCHMANN: Auslandsgeschäfte bergen zahlreiche Chancen, sie sind aber auch deutlich komplexer und damit risikoreicher als Inlandsge­ schäfte. Erfolg ist das Ziel jeder un­ ternehmerischen Handlung. Doch schon eine fehlgeleitete Kreditent­ scheidung kann deutliche finanziel­ le Verluste verursachen. Eine Wirt­ schaftsauskunft mit detaillierten Bonitätsinformationen bietet Sicher­ heit und stellt den Erfolg von Anfang an auf ein sicheres Fundament.


Mehr als präzise. Wir denken auch praktisch. Seit rund einhundert Jahren entwickeln wir bereits außergewöhnliche Schleiflösungen für höchste Ansprüche. Zahlreiche internationale Kunden vertrauen Tag für Tag auf unsere fortschrittlichen Technologien und die besondere Kompetenz bei der Umsetzung innovativer Konzepte mit hohem Anwendungsbezug. www.tyrolit.com

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T O P.T I R O L

Das MismatchDilemma Wenn Arbeitgeber- und Arbeitnehmer nicht zusammenfinden.

T E X T: B E N J A M I N S T O L Z

Engpässe am Arbeitsmarkt machen Unternehmern schwer zu schaffen. Dabei gibt es immer noch genug Menschen, die einen Arbeitsplatz suchen. Aber: Jobvorstellungen und Berufsanforderungen können oft nur schwer auf einen Nenner gebracht werden. Das Resultat sind offene Stellen.

D

er Fachkräftemangel gilt derzeit als eine der größten Herauforderungen für Tiroler Unternehmen. Das Land Tirol, das Arbeitsmarktservice (AMS) und das Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR untersuchen deshalb mittels des sogenannten Fachkräftemonitors – eines Analysetools, das im Zuge der Fachkräfteoffensive des Landes entwickelt wurde – den Arbeitsmarkt, um Engpässe zu finden und Prognosen zu erstellen. Errechnet wird zum Beispiel, in welchen Branchen derzeit und in Zukunft die meisten Mitarbeiter fehlen werden. Dabei werden unter anderem die absolut gezählten offenen Arbeitsstellen in Relation zur Fachkräftenachfrage gestellt. 2017 wird die Liste von der Branche der Tourismus38

und Freizeitwirtschaft relativ mit 6,9 Prozent (also 3.100 fehlenden Fachkräften) geführt, absolut führen allerdings die „Sonstigen Dienstleistungen“ mit 4.200 fehlenden Fachkräften. Für das Jahr 2030 werden dunkle Zeiten prognostiziert: 9.900 Fachkräfte, also 21,4 Prozent sollen der Tourismusbranche bis dahin fehlen. In der relativ gerechneten Liste des Jahres 2017 folgen „Sonstige Dienstleistungen“, „Information und Consulting“ und „Handel“ als Sparten, die von Engpässen betroffen sind. Grund für den Engpass sind laut dieser Analyse aktuell konjunkturelle Ursachen, künftig wird auch der demografische Wandel eine immer größere Rolle spielen. Momentaufnahme Dementsprechend werden im Juli dieses Jahres, mitten in der Sommersaison, in Tirol absolut gezählt vor allem Kellner gesucht. Exakt 518 offene Stellen gibt es laut AMS für Kellner, gefolgt von 464 unbesetzten Stellen für Köche. Dem gegenüber stehen 509 Personen, die eine Anstellung als Kellner suchen, und 214 arbeitslose Gaststättenköche. Doch warum lassen sich 518 freie Kellnerstellen nicht einfach mit den 509 Personen mit dem Berufswunsch Kellner besetzen? Strukturelle Probleme In vielen Fällen finden Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht zueinander. Warum das so ist, liege oft an strukturellen Problemen, wie Johannes Schranz, Statistiker beim AMS,

weiß. Durch verschiedene Vorstellungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern kommt es zu Diskrepanzen. Unterschiedliche Gehaltsvorstellungen, Mobilitätsprobleme oder Ausbildungsdefizite resultieren dann in sogenannten „Mismatches“. Eine Studie über Fachkräftemangel, die vom Sozialministerium in Auftrag gegeben und vom Institut für Höhere Studien (IHS) durchgeführt wurde, inkludiert in ihre Berechnungen der von Fachkräftemangel

„Die Grenze zwischen einem Fachkräftemangel und einem Fachkräftebedarf ist fließend.“ JOHANNES SCHRANZ, AMS

bedrohten Branchen Faktoren wie den Stellenandrang, die Arbeitsstunden oder den Stundenlohn. Damit will man vom Vergleichen von Arbeitslosen mit offenen Stellen Abstand nehmen, weil unter anderem nicht gemeldete oder noch zur Zeit eines besetzten Jobs als offen gemeldete Stellen für Ungenau-


T O P.T I R O L

Mensch. Makler. Harald Knoll Engpässe am Arbeitsmarkt Prognosen für 2030

6,9 % (3.100)*

21,4 % (9.900)*

SONSTIGE DIENSTLEISTUNGEN

4,8 % (4.200)* 13,2 % (12.300)* 4,7 % (800)*

8,2 % (1.900)*

3,8 % (1.800)*

11,4 % (5.300)*

TRANSPORT & VERKEHR

0,5 % (100)*

14 % (3.000)*

INDUSTRIE, GEWERBE & HANDWERK

0,2 % (200)*

3,3 % (2.500)*

-1,9 % (-140)*

6,5 % (500) *

INFORMATION & CONSULTING HANDEL

BANK & VERSICHERUNG

Der relative Wert bezieht sich auf die Fachkräftenachfrage der Unternehmen, das heißt zum Beispiel 6,9 Prozent der gesuchten Fachkräfte im Tourismus fehlen. In der Branche „Bank und Versicherung“ gibt es 2017 Überschüsse. *absolute Werte Quelle: Fachkräftemonitor Tirol

igkeiten sorgen. Das Ergebnis: medizinische und technische Berufe sind vorrangig von Fachkräftemangel gefährdet. Tourismusberufe, die in Tirol die absolut gezählt meisten offenen Stellen aufweisen, zählen nicht dazu. Der Staat Österreich unterscheidet wiederum durch eigene Kriterien, welchen Berufen die Arbeitskräfte gravierend fehlen. Österreichweite Unterschiede Das österreichische Arbeitsministerium setzt Berufe, für die es zu wenige Fachkräfte gibt, auf die Mangelberufsliste, die jährlich im Konsens mit dem Wirtschaftsministerium in der Fachkräfteverordnung aktualisiert wird. Durch eine Aufnahme in die Liste dürfen zum Beispiel Fachkräfte mit geeigneten Qualifi kationen aus Nicht-EU-Staaten eine Rot-Weiß-Rot-Karte beantragen, wodurch

ihnen die Ausübung des Berufs und eine „befristete Niederlassung“ von zwölf Monaten gestattet wird. Zurzeit finden sich Berufe wie Fräser, Maschinenbautechniker oder Dachdecker auf dieser Liste. Kellner oder Köche jedoch nicht. „Welche Berufe als Mangelberufe festgelegt werden, hängt von der Entwicklung des Arbeitsmarktes in Österreich ab“, heißt es auf der offi ziellen Website des Ministeriums. Österreichweit kommen im vergangenen Jahr fast vier qualifizierte Arbeitslose auf eine Stelle im Tourismusbereich. In Tirol sieht die Situation anders aus: Waren die offenen Arbeitsplätze im Gastro- und Hotelleriebereich im Jahresdurchschnitt 2016 mit den Stellensuchenden gedeckt, wird es in der Hochsaison knapp. Bei Köchen scheint es besonders drastisch: Es gibt nur halb ➔

A

Harald Knoll

ls erfahrener Immobilienmakler besitze ich die nötigen Marktkenntnisse, um Ihre Immobilie mit hoher Sensibilität und persönlichem Engagement sicher zu vermarkten. Ich garantiere Ihnen eine fundierte Wertermittlung sowie eine genaue Prüfung der Verwertungsmöglichkeiten. Weiters präsentiere ich Ihre Immobilie auf großen Internetplattformen mit einem attraktiven Exposé. Ich begleite meine Kunden vom Erstkontakt über Vertragsabschluss, Koordination mit Rechtsanwälten, Notare und Behörden bis hin zur Übergabe des Objekts. Ein ALL INKLUSIVE SERVICE, der zu Ihrer besten Zufriedenheit führt. Eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück kauft oder verkauft man nicht „mal einfach so“, da wäre es gut, jemanden mit HandschlagQualität an seiner Seite zu haben. Mein persönliches Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Immobilie bestmöglich und reibungslos zu veräußern. Harald Knoll Sillgasse 15 6020 Innsbruck Tel.: 0512/35 90 03 E-Mail: office@immobilien-knoll.at www. immobilien-knoll.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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Fachkräfteengpässe in Tirol im Jahr 2017 aufgeschlüsselt nach Branchen.

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T O P.T I R O L

Bogner Aste – Anders tagen

© BOGNER ASTE (2)

Eine besondere Location für außergewöhnliche Events

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ie Bogner Aste am Gnadenwalder Plateau, unweit von Innsbruck, ist Sommer wie Winter die perfekte Event-Location. Neben romantischen Hochzeiten sowie Wald- & Wiesenfesten bietet die Bogner Aste auch einen Seminarraum. Der perfekte Kreativ-Platz für die etwas andere Tagung. Um Strategien zu entwickeln, inspirierende Ideen zu besprechen und TeamMeetings abzuhalten – bei Seminaren, Workshops, Teambuildings, Führungskräfteklausuren, Produktpräsentationen und Vorträgen.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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Die meisten Engpässe österreichweit laut Mangelberufsliste 2017 1.

Fräser

2.

Techniker mit höherer Ausbildung (Ing.) für Maschinenbau

3.

Schwarzdecker

4.

Dreher

5.

Techniker mit höherer Ausbildung (Ing.) für Datenverarbeitung (z. B. Datenerfassungsspezialist, Programmierer oder Systemanalytiker)

6.

Techniker mit höherer Ausbildung (Ing.) für Starkstromtechnik (z. B. Installationstechniker oder Elektrotechniker)

7.

Diplomingenieur für Maschinenbau

8. 9.

10.

Dachdecker Sonstige Techniker für Starkstromtechnik Diplomingenieur für Datenverarbeitung

so viele Köche wie gesucht sind. Es stellt sich auch die Frage, wann ein Fehlen von Arbeitskräften als Fachkräftemangel gilt und wann als normale Nachfrage. Schwierige Arbeitsbedingungen „Die Grenze zwischen einem Fachkräftemangel und einem Fachkräftebedarf ist fließend“, so Schranz. Ob Mangel oder Bedarf, zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitsbietenden gibt es manchmal Differenzen, die einer Anstellung im Weg stehen. Faktoren, die die Situation erschweren, sind etwa die Digitalisierung, das Wegfallen von Hilfsstellen, veraltete Berufsbilder, die sich nur schwer an aktuelle Gegebenheiten anpassen lassen, und eben unterschiedliche Vorstellungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. 29 Prozent der österreichweit Beschäftigten im Hotel- und

Gastgewerbe gaben laut einer Umfrage der Gewerkschaft vida aus dem Jahr 2016 zum Beispiel an, dass ihr Beruf schlecht mit dem Privatleben vereinbar sei; fast jeder fünfte arbeite im Durchschnitt an vier Sonntagen im Monat; 48 Prozent der Befragten würden ihren Beruf zu den aktuellen Arbeitsbedingungen nicht noch einmal wählen. Die Arbeiterkammer Oberösterreich vergleicht im Arbeitsklimaindex österreichweit die Zufriedenheit der Arbeitnehmer nach Berufssparten, darunter auch des Hotellerie- und Gastgewerbes. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sehen sich die Arbeiter der Tourismusbranche laut letzter Erhebung Anfang 2017 weniger gestresst und sind zufriedener als der Durchschnitt, in den Punkten Einkommen und Zeiteinteilung liegen die Werte allerdings darunter.


T O P.T I R O L

Career-Service: Die starke Brücke zwischen Uni und Berufswelt

KARRIERE GIPFEL 14. – 16. 11. 2017

Brücken bauen. Das ist das Motto des Career-Service der Transferstelle Wissenschaft – Wirtschaft – Gesellschaft an der Universität Innsbruck.

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

ie Serviceeinrichtung agiert in diesem Bereich seit etwas mehr als einem Jahr als Schnittstelle zwischen Universität und Berufswelt und stellt Arbeitgebern, Studierenden und Absolventen eine Plattform mit Online- und Faceto-face-Angeboten zur Verfügung. Mit diesem Service möchte die Universität Innsbruck dazu beitragen, dass ihre Studierenden den persönlichen Berufs(einstieg)und Karriereweg optimal und möglichst frühzeitig planen können. Zusätzlich unterstützt die Universität damit die mit ihr in Verbindung stehenden Unternehmen dabei, im Recruiting-Prozess schneller passende Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Betriebe und Studierende zusammenführen Arbeitgeber, die auf der Suche nach hochqualifizierten Nachwuchskräften sind, können ihr Unternehmen entweder online über das offi zielle Career-Service-Portal (www. careerservice.at) präsentieren, und/oder als Aussteller bei den KarriereGipfeln 2017 potenzielle Bewerberinnen und Bewerber persönlich kennenlernen. Beide Formate bieten den Unternehmen die Chance, sich gezielt an Studierende, Absolventinnen und Absolventen zu richten. Das Career-Service-Portal der Universität Innsbruck (www.careerservice.at) ermöglicht Unternehmen, mit seinem integrierten Jobportal („Stellenangebote“) ein Unternehmensprofil und Stellenausschreibungen online zu veröffentlichen. Aus Sicht der Universität ist ein weiterer wichtiger Aspekt, dass Unternehmen auch ihre Bereitschaft für Kooperationen im Bereich für angewandte wissenschaftliche Abschlussarbeiten – der be-

troffenen Zielgruppe – direkt bekannt geben können, damit sich Studierende bereits in dieser Phase mit relevanten Fragestellungen aus der Wirtschaft beschäftigen können. Inserate für qualifizierte und faire Praktika werden darüberhinaus kostenlos veröffentlicht. Die KarriereGipfel heben sich durch ihre Schwerpunktsetzung auf IT und Technik, Chemie und Life Sciences sowie Wirtschaft und die bewusste Beschränkung der Ausstellerplätze deutlich von großen Massenevents ab. In drei aufeinander folgenden Termine werden die KarriereGipfel am jeweiligen Campus ausgerichtet und bieten Unternehmen Gelegenheit, sich, ihre Branche und die möglichen Berufsfelder zielgruppenorientiert vorzustellen. Dabei richtet die Universität Innsbruck auch den Blick auf die Anforderungen von Klein(st)- und mittelständischen Unternehmen, um den Wirtschaftsstandort im Einzugsgebiet der Universität zu stärken. Die Studierenden profitieren von zusätzlichen Career-Services wie z. B. von „Bewerbungsworkshops“ oder „individuellen CV-Checks“ und können so bereits während des Studiums besser auf die Erwartungen der Unternehmen und Bedürfnisse der Arbeitswelt vorbereitet werden.

Universität Innsbruck Mag. Annemarie Larl-Wolf Transferstelle Wissenschaft – Wirtschaft – Gesellschaft Career-Service Technikerstraße 21a (ICT-Gebäude) 6020 Innsbruck Tel.: 0512/507-32207 E-Mail: karrieregipfel@uibk.ac.at www.careerservice.at www.karrieregipfel.at

IT & TECHNIK

Dienstag, 14. November 2017 10 – 15 Uhr, Campus Technik

CHEMIE & LIFE SCIENCES

Mittwoch, 15. November 2017 10 – 15 Uhr, Campus CCB

WIRTSCHAFT

Donnerstag, 16. November 2017 10 – 15 Uhr, Campus SOWI

DIE KARRIEREGIPFEL DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK – SEIEN SIE EINEN SCHRITT VORAUS! Die Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme mit den Nachwuchskräften von morgen. Informationen finden Sie unter: www.karrieregipfel.at Je kleiner das Unternehmen, desto kleiner der Preis.

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INTERVIEW

Wien-Tirol: fifty-fifty Elisabeth Gürtler-Mauthner, ehemalige Sacher-Chefin und Leiterin der Spanischen Hofreitschule, macht normalerweise keine halben Sachen. Nun aber teilt sie ihre Zeit zwischen Wien und Tirol auf – weil sie sich einen Kindheitstraum erfüllen möchte und sie Unternehmerin ist. DA S INTERVIEW FÜHRTE E VA SCHWIENBACHER. FOTOS: A XEL SPRINGER

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rau Gürtler-Mauthner, nach der umbaubedingten Schließung im Frühjahr verbringen nun wieder Gäste ihren Urlaub im Astoria. Wann waren Sie selbst zuletzt auf Urlaub? ELISABETH GÜRTLER-MAUTHNER: Das ist schon länger her. Es war an Weihnachten vor zwei Jahren nach dem Tod meines Mannes (Wiener Schauspieler Helmut Lohner, Anm.). Da wurde ich von lieben Freunden gefragt, ob ich nicht auf eine Schiffsreise mitkommen wolle von Hongkong nach Singapur. Das war eine gute Ablenkung nach diesem doch sehr einschneidenden Ereignis.

bin in Tirol fast aufgewachsen, habe all meine Schulferien hier verbracht. Ich lernte hier Schwimmen, Skifahren, Reiten und verbinde sehr schöne Zeiten mit Tirol. Ich bin natürlich Wienerin von der Sprache und Mentalität her, genieße aber das Landleben hier sehr. Bereits als Kind wollte ich am Land leben mit Hunden und Pferden. Schließlich kam alles ganz anders.

Sind das Astoria eine Unterkunft und Tirol eine Region, die Sie selbst als Gast besuchen würden? Ich

Wo befindet sich aktuell Ihr Lebensmittelpunkt, in Wien oder Tirol? Ich würde sagen fifty-fifty. Entwe-

Sie erfüllen sich mit Tirol also einen Kindheitstraum? Das ist richtig. Mir fehlen natürlich meine Hunde und Pferde, aber da muss ich einfach wieder nach Wien in die Spanische Hofreitschule.


INTERVIEW

Zur Person

Elisabeth Gürtler-Mauthner wurde am 7. Mai 1950 in Wien geboren. Sie studierte Handelswissenschaften in Wien und stieg in das Unternehmen ihres Vaters ein, der ein international tätiger Handelskaufmann war.

der bin ich drei Tage hier und vier in Wien oder umgekehrt. Ich teile es mir so ein, dass ich mir mindestens eine Vorführung pro Woche an der Spanischen Hofreitschule anschauen kann. Sie haben in den vergangenen Jahren und heuer kräftig in Tirol investiert. Was ist neu im Astoria? Wir begannen in den letzten drei Jahren in das Haus, das mein Vater 1950 gekauft hatte, zu investieren. Im Jahr 2014/2015 wurden sämtliche Zimmer modernisiert. Letztes Jahr wollte ich das Angebot vergrößern und baute eine Wasserwelt mit 800 Quadratmetern Naturbadesee, einem 20-Meter langen InfinitySportbecken, einem Sole-Whirlpool. Ein größeres Angebot bedarf natürlich auch mehr Betten. Ich baute einen zusätzlichen Trakt mit 24 Suiten. Gibt es weitere Projekte? Natürlich. Aber es gibt auch eine kaufmännische Vorsicht, die man hat. Ich habe viel Geld investiert, jetzt muss der Betrieb ins Laufen kommen. Dann erst kümmere ich mich um Ideen, wie ein Tagungszentrum, zusätzliche Suiten usw. Welches Ziel verfolgen Sie hier in Tirol? Rein gesetzlich ist ein Unternehmen immer nur dann ein Unternehmen, wenn es Gewinne abwirft, und genau das strebe ich an: aus dem Astoria einen möglichst sehr gewinnbringenden Betrieb zu machen. Es gibt nun mehr Zimmer sowie 24 neue Suiten. Wie wichtig ist die Betriebsgröße in der Hotellerie? Wir sind immer noch ein sehr kleines Hotel mit nur 85 Zimmern – das ist ja gar nichts. Die Größe ist sehr wichtig. Gerade in der Luxushotellerie sind die Fixkosten, insbesondere die Personalkosten und der Energieaufwand des SPA, sehr hoch. Erst wenn diese gedeckt sind, kommt man in die wirkliche Gewinnzone. Ob das mit 80 Zimmern geht, das hängt vom erzielten Revpar (Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität, Anm.) ab. Ich muss die Zimmer also zu einem guten Preis verkaufen und eine gute Auslastung erzielen. Welche Auslastung streben Sie an? Man darf sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Ich weiß, dass es in Tirol Hoteliers gibt, die sehr erfolgreich sind, sei es der Stanglwirt, der Engl, der Stock oder der Schwarz. Sie machen einen Umsatz von über 20 Millionen Euro, haben allerdings auch weit mehr als 100 Zimmer – aber die muss man erst verkaufen. Mir ist klar, wo ich hin muss: Sechs bis sieben Millionen Euro Umsatz sind das Ziel des nächsten Jahres. Das ist harte Arbeit. Mir ist auch durchaus bewusst, dass ich mich auf ein Abenteuer einlasse. Das Sacher in Wien ist ein etablierter Betrieb. Wien boomt, der er-

1990 übernahm sie nach dem Tod ihres Ex-Mannes Peter Gürtler das Management der Hotels Sacher in Wien und Salzburg sowie der Sachertorten AG samt Be­teiligungen. Vor zwei Jahren übergab sie die Geschäftsleitung an ihre Kinder, die Erben des Sacher-Imperiums. Gürtler ist Geschäfts­f ührerin der 2015 gegründeten Gürtler-Mauthner Vermögens­verwaltung, in der sich neben anderen Immobilien auch das Seefelder Hotel Astoria befindet. Von 1999 bis 2007 organisierte sie den Wiener Opernball. Der Vertrag mit der Spanischen Hofreitschule, die sie seit 2007 leitet, wurde heuer für weitere fünf Jahre verlängert.

zielbare Zimmerpreis dort ist sehr hoch. Investiert man in Wien, kann man sicher sein, dass sich das auch rechnen wird. Hier springe ich ins kalte Wasser. Sie sprechen von einem Abenteuer und investieren viel Zeit und Geld in das Astoria. Warum? Weil man verrückt ist und weil man eigentlich Unternehmer ist und etwas bewirken will. Ich habe dieses Haus von meinem Vater geerbt. Es war bisher viel zu klein. Mit nur 56 Zimmern kann man kein Fünf-Sterne-Haus führen, zumindest nicht zu den Preisen, die man hier in Seefeld erzielen kann. An der Côte d’Azur oder in Paris sähe es anders aus. Aber es ist einfach so, dass wenn man ein Leben lang gearbeitet hat, man auch nicht von einem auf den anderen Tag aufhören kann. Ich habe großen Respekt vor all den erfolgreichen Tiroler Hoteliers. Da sie ihr Herzblut in die Arbeit stecken und ihre Familien hinter sich haben. Ob ich das hier alleine schaffe, das weiß ich nicht, hoffe es aber. In welche Richtung soll der Stil des Hauses gehen? Ich bin eine sehr ästhetisch geprägte Person. Mir war es im Sacher wichtig, dass das Haus so ist, wie ich mir ein elegantes Haus in Wien vorstelle. Ein Haus in Salzburg schaut wieder anders aus. Und in Tirol muss es wiederum anders sein. Früher war das Astoria englisch angehaucht, heute präsentiert es sich im Alpin Chic Stil. Sie organisieren hier auch Veranstaltungen wie den „Coultursalon“ und bringen damit ein Stück Wien nach Tirol. Ich glaube, dass ein Hotel nicht nur ein Ort ist, wo man seinen Urlaub verbringt, sondern auch ein Ort der Begegnung. Ich habe bereits in Wien und in Salzburg im Sacher kulturelle Veranstaltungen organisiert und kann mir vorstellen, dass

„Ich habe großen Respekt vor all den erfolgreichen Tiroler Hoteliers.“ ELISABETH GÜRTLER-MAUTHNER, UNTERNEHMERIN

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INTERVIEW

„Ich bin Wienerin, keine Tirolerin. Ich werde mit meinen Gästen nicht in die Berge kraxeln, aber ich kann ihnen Kultur­erlebnisse bieten.“

ich damit auch die Gäste hier bereichern kann. Mir ist aber durchaus bewusst, dass es hier ein anderes Kulturleben gibt. Soll dieses Angebot auch zum Alleinstellungsmerkmal des Astoria werden? Ich bin Wienerin, keine Tirolerin. Ich werde mit meinen Gästen nicht in die Berge kraxeln, aber ich kann ihnen Kulturerlebnisse bieten. Ich habe in Wien ein relativ großes Netzwerk und ich denke, dass ich damit auch einen Beitrag leisten kann, Seefeld von einer anderen Seite als der sportlichen zu präsentieren. Der Ort befindet sich auf einem wunderschönen Plateau mit vielen Sonnenstunden, der obendrein in 20 Minuten von Innsbruck aus zu erreichen ist. Welcher Ort kann da mithalten? Erreichbarkeit ist sehr wichtig.

Groß ausgebaut wurde auch das Wellness­angebot im Astoria. Warum macht es Sinn, in Wellness zu investieren? Ich beobachte natürlich, wie es andere Betriebe machen, die gut funktionieren. Ein- und Zweisaisonbetriebe können maximal ihre operativen Kosten decken. Wellness ist aber eine Möglichkeit, um als Ganzjahresbetrieb Zeiten zu überbrücken, die für Gäste nicht so einladend sind wie der Winter fürs Skifahren und der Sommer fürs Wandern. Das Astoria bietet den Platz dafür und Tirol die passende Umgebung. Sehen Sie das als Stärke des Landes? Die Stärken sind die intakte wunderschöne Natur, die für Mitteleuropäer rasche Erreichbarkeit und die Sicherheit. In unsicheren Zeiten, in denen es an den Flughäfen so aufwändige Sicherheits-Checks gibt, ist das Fliegen kein Vergnügen mehr. Wir haben eine Zeit lang alle Möglichkeiten genutzt, um in die Ferne zu reisen und uns die Welt anzuschauen. Viele sind heute saturiert und haben wenig Zeit. Wenn man dann mal frei hat, möchte man sich und seiner Gesundheit Gutes tun. Tirol bietet all das: eine schöne unverbrauchte Natur, Sicherheit, medizinische Versorgung – all das sind Werte geworden, die früher keine waren. Es gibt ein Revival zur sogenannten „Sommerfrische“.

EINLADUNG ZUM TIROLER ADLER FORUM Im Land des rasenden Stillstands – oder: wo bleibt die Offensive für den vergessenen Mittelstand? MITTWOCH, 18. OKTOBER, AB 17.30 UHR BTV STADTFORUM, 6020 INNSBRUCK

DAS PROGRAMM 17.30 Uhr: 18.30 Uhr: 19.45 Uhr:

Begrüßung und Aperitif im Foyer der Ton Halle Herbert Stepic und Investment Punk Gerald Hörhan rücken die Leistungen, die der Mittelstand trotz hemmender Rahmenbedingungen täglich erbringt in den Fokus der Aufmerksamkeit. „2 Minuten, 2 Millionen“-Investorin Marie-Hélène Ametsreiter, Agenda Austria – Direktor Franz Schellhorn und ein Vertreter der Tiroler Adler Runde diskutieren mit dem Publikum Ideen für den Zukunft des Wirtschaftsstandorts Tirol

Im Anschluss laden die Tiroler Adler Runde und die BTV zum Gedankenaustausch beim Flying Buffet. Es referieren und diskutieren u. a. Dr. Herbert Stepic, Marie-Hélène Ametsreiter, Gerald Hörhan und Franz Schellhorn. Teilnahme nur nach Anmeldung unter events@freudenthaler.at 44

Medienpartner


INTERVIEW

Was vermissen Sie hingegen in Tirol? Was das kulturelle Angebot betrifft, bin ich natürlich in Wien verwöhnt. Wir haben Opern, Theater, Konzerthäuser, Museen und vieles mehr. Und natürlich habe ich meine Freunde und Familie dort. Wie gesagt verbringe ich jedoch die Hälfte der Zeit in Wien. Neben der Spanischen Hofreitschule und dem Astoria erfüllen Sie weitere zahlreiche Aufgaben. Wie schaffen Sie es, all das unter einen Hut zu bringen? Ich habe keinen einzigen Tag frei, bin von morgens bis abends beschäftigt und kann leider nicht lange schlafen. Mein Tag beginnt um fünf, halb sechs mit dem Lesen meiner E-Mails und endet um Mitternacht, wenn ich müde bin. Und wann haben Sie vor, sich Ruhe zu gönnen? Das hängt davon ab, wie lange ich noch Kraft habe und es gut mache. Aber man merkt im Alter, dass man abbaut und nicht mehr so vor Energie sprüht – auch wenn man das nicht gerne zugibt. Die Arbeit zögert das Altern hinaus. Sie ist also Ihr Jungbrunnen? Ja, das glaube ich!

Das Astoria

• Der Vater von Elisabeth Gürtler-Mauthner, Fritz Mauthner, hat die einstige Pension Britannia 1950 von zwei Engländerinnen gekauft, umgebaut und umbenannt. • 1953 wurde das erste Hotel-Hallenbad in Tirol gebaut. • 2003 entstand der bisherige 2.000 Quadratmeter große Relax- und SPA-Bereich, seitdem investiert Elisabeth Gürtler-Mauthner sukzessive in den Umbau und die Erweiterung des Hotels. • Mit der Modernisierung der Zimmer 2014/2015, dem neuen SPA-Bereich und dem neuen Personalhaus belaufen sich die Investitionen auf insgesamt 20 Millionen Euro. • Das Hotel ist seit Juli 2017 mit fünf Sternen Superior klassifiziert.

Vielen Dank für das Gespräch.

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T O P.T I R O L

KLÜGER WERDEN MIT …

CHRISTIANE FUNKEN Die Gewinnerinnen der neuen Arbeitswelt DA S INTERVIEW FÜHRTE: BENJA MIN S TOL Z

© GUDRUN PETERSEN

S Zur Person

Christiane Funken ist renommierte Professorin für Soziologie an der TU Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen vor allem die Kommunikations- und Mediensoziologie, die Organisations- und Netzwerkforschung sowie die Geschlechterforschung. Das Buch Sheconomy basiert auf ihren empirischen Studien zu Karrierestrategien und -chancen von Frauen und Männern.

ie schreiben in Ihrem Buch, dass Frauen momentan noch für viele Anforderungen der Arbeitswelt besser geeignet sind als Männer. Welche Anforderungen meinen Sie genau damit? CHRISTIANE FUNKEN: Digitalisierung und Globalisierung verändern unsere Arbeitsprozesse und unsere Arbeitszusammenhänge massiv. Damit Unternehmen konkurrenzfähig bleiben können, ist fortan Wissensarbeit gefordert. Hierbei werden innovative kundennahe Lösungen in interdisziplinären Teams entwickelt. Das bedeutet für die Beschäftigten, sich permanent im Austausch mit anderen Abteilungen in eine andere Logik, eine andere Fachkultur oder Kundenmentalität hineinzuversetzen. Deshalb sind Fertigkeiten, die man in Zukunft braucht, vor allem Flexibilität, Kommunikation, Empathie, Integrationsfähigkeit und Vernetzungskompetenzen: Fähigkeiten, die man üblicherweise Frauen zuschreibt. Auch Arbeiten im Dienstleistungsbereich und im Gesundheitswesen kann der Computer nicht ersetzen. Das sind ebenfalls Bereiche, die traditionell von Frauen ausgeführt worden sind. Ist das nicht pauschalisierend? Im Moment ist es noch so, dass vornehmlich die Erziehung und die Lebenssituation der Frauen diese Eigenschaften fördern bzw. herausfordern. Deswegen sind Frauen besonders gut auf den Wandel in der Arbeitswelt vorbereitet, und das sollen sie nutzen. Wie können sie diesen Vorteil konkret nutzen? Frauen müssen erkennen, dass diese Kompetenzen, die sie

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in die Arbeitswelt mitbringen, ein Marktwert sind, und diesen Marktwert sollten sie zielgerichtet performen. In Führungskreisen zählen laut Ihnen männliche Chefs mit Kindern als Karrieremenschen mit Herz, weibliche Chefs dagegen werden oft als Rabenmütter abgestempelt. Woran liegt das? Wir haben immer noch einen stark greifenden Mutter-Mythos. Von Männern wird erwartet, dass sie ihre Familie ernähren, und wenn sie qualifiziert oder hochqualifiziert sind,

„Jeder sollte seine besonderen Stärken und Schwächen persönlich herausarbeiten.“ Karriere machen. In Bezug auf Frauen herrscht die Rollenerwartung, dass sie zuerst ihre Mutterpflichten erfüllen. Nur wenn sie keine Kinder haben, „dürfen“ sie Karriere machen. Sie sprechen von den Vorteilen der Veränderung der modernen Arbeitswelt, aber auch von „neuer Kontrolle und Vereinnahmung“. Wie soll man damit umgehen? Ja, es gibt neue, indirekte Formen der Kontrolle, wie z. B. Selbstorganisation bei hohem Budget- und Zeitdruck. Früher waren die Aufgaben und Arbeitsschritte klar definiert, heute werden in der Wissensarbeit Leistungsvereinbarungen

getroffen. Da wird gesagt, der Kunde braucht in drei Monaten eine innovative Problemlösung, und wie man das hinbekommt, ist egal. Bei knapper Zeit arbeitet man dann eben auch am Wochenende oder abends. Was diese flexible Arbeitszeit angeht, gibt es noch keine Betriebsvereinbarungen. Es muss noch viel getan werden, damit dies nicht zu Überforderung und Ausbeutung der Beteiligten führt, Stichwort: Burnout. Sie sagen, dass für ein überzeugendes Auftreten in der Businesswelt für Männer und Frauen nicht die gleichen Regeln gelten. Worin unterscheiden sich die gewünschten Kompetenzen? Bei Männern wird durchsetzungsstarkes Verhalten positiv bewertet; bei Frauen jedoch sanftes und zurückhaltendes. Wenn Frauen das Verhalten von Männern übernehmen und willensstark, kämpferisch und selbstbewusst auftreten, gelten sie oft als arrogant und unsympathisch. Es ist gut, wenn Frauen von Männern und Männer von Frauen lernen. Aber jeder sollte seine besonderen Stärken und Schwächen persönlich herausarbeiten. Denn nur das, was für einen selber stimmig ist, lässt sich glaubwürdig darstellen und überzeugt andere. Vielen Dank für das Gespräch.

Buchtipp

Christiane Funken: Sheconomy – Warum die Zukunft der Arbeitswelt weiblich ist, C. Bertelsmann Verlag, 208 Seiten, 17,99 €



T O P.T I R O L

Die Roboter kommen!

© BFI TIROL

Der weltweit größte Forschungs- und Roboterwettbewerb für Jugendliche ist zurück. Am 30. November 2017 findet im BFI Tirol der Regionalwettbewerb der First Lego League für Tirol statt.

Othmar Tamerl und Anton Dippel (v. r.), Abteilungsleiter am BFI Tirol, organisieren den Regionalwettbewerb der First Lego League.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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amit die heimische Wirtschaft mit dem digitalen Fortschritt mithalten und die daraus entstehenden Marktchancen nutzen kann, sind IT-Fachkräfte und Techniker zunehmend gefragt. Um Jugendliche schon in der Schule für diese Themen begeistern zu können, wurde die First Lego League ins Leben gerufen. Dieser Wettbewerb wird weltweit durchgeführt und fördert das Interesse an MINT-Fächern. Dies gelingt durch die Kombination von Spaß an Technik und Wissenschaft mit der spannenden Atmosphäre eines Sportevents. Das BFI Tirol engagiert sich für die Förderung von Jugendlichen und der

Begeisterung für Technik. Daher wurde die Ausrichtung dieses Wettbewerbs als offi zieller Regionalpartner für Tirol übernommen – in Kooperation mit dem Landesschulrat für Tirol, der Standortagentur Tirol und der Industriellenvereinigung Tirol. „Es ist spannend zu sehen, mit welchem Feuereifer sich Lehrer und Schüler den Herausforderungen der First Lego League stellen“, unterstreichen die Projektleiter Anton Dippel und Othmar Tamerl vom BFI Tirol. Größter Forschungs- und Roboterwettbewerb Im Team arbeiten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit einem Coach wie echte Inge-

FIRST® LEGO® League Regionalwettbewerb Tirol Weltweit größter Forschungs- und Roboterwettbewerb für Jugendliche Am 30. November 2017 im BFI Tirol in Innsbruck, Ing.-Etzel-Straße 7 • Eröffnung um 9.00 Uhr • Anschließend Start Wettbewerbe • Robot-Games ab 12.30 Uhr • Siegerehrung um 17.00 Uhr

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nieure an gemeinsamen Themen. Sie planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um knifflige Missionen zu meistern. Zusätzlich gibt es jährlich eine neue Forschungsfrage (Thema 017/01: Hydro Dynamics), die es zu bearbeiten und zu präsentieren gilt. Auch eine Teamaufgabe, die die Gruppendynamik und Problemlösungskompetenz der jungen Forscher auf die Probe stellt, ist zu bewältigen. Heuer stellen sich zwölf Schülergruppen aus ganz Tirol dem Wettbewerb. Am 0. November 017 sausen dann die selbst entwickelten und programmierten Roboter am BFI in Innsbruck über die Wettbewerbstische. Weitere Infos unter www.fll.tirol.


12 SE ITE N SPEZ IA L: Schutz des geis tigen Eigentums

Alles nur geklaut? Tiroler Rechtsanwälte erklären das Wichtigste rund um

Urheberrecht Markenschutz Patentrecht & Geschmacksmuster Geistiges Eigentum ist oft frei zugänglich, was aber nicht automatisch heißt, dass man es auch frei verwenden darf. Urheber von sogenannten immateriellen Gütern genießen verschiedene Schutzrechte, die entweder automatisch wirksam sind, wie das Urheberrecht, oder durch Registrierung bzw. Anmeldung geltend werden, wie es bei Marken und Designs bzw. technischen Erfindungen der Fall ist.

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Don’t copy and paste

Ein Foto, ein Text, ein Musikstück und ein Grafikdesign – all diese Dinge haben eines gemeinsam: Sie sind in der Regel eigentümliche geistige Schöpfungen. Wer solche Werke wofür und unter welchen Bedingungen verwenden darf, kann der Urheber selbst bestimmen – dem Urheberrecht sei Dank. T E X T: K A T H R I N F E N K I W

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as Urheberrecht dient dem Schutz geistigen Eigentums und gibt Urhebern als Schöpfer die Möglichkeit, über die Verwendung ihrer Werke selbst zu bestimmen. Anders als bei anderen Rechten, wie zum Beispiel dem Markenrecht, ist keine Anmeldung oder Registrierung erforderlich, um es zu begründen. Außerdem gilt es für eine lange Zeit: „Nach dem Tod des Urhebers bleibt der Schutz des Werkes nach dem Urheberrechtsgesetz noch für 70 Jahre bestehen, erst dann wird es gemeinfrei“, erklärt Rechtsanwalt Simon Tonini.

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© KROKER

Zur Person

Dr. Simon Tonini ist Partner der Kanzlei Knoflach, Kroker, Tonini & Partner. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen unter anderem das Unternehmensrecht sowie das Urheberrecht.

ge Voraussetzung dabei ist, dass das Werk eine individuelle Prägung aufweist – egal ob Perspektive und Motiv eines Fotos, Formulierung und Wortwahl eines Textes oder Farbkombination und Gestaltung eines Grafi kdesigns. Erst die Originalität begründet den urheberrechtlichen Schutz. Dieses Kriterium kann auch erfüllt sein, wenn für ein neues Werk ein bereits existierendes als Vorlage oder Inspiration diente. In diesem Fall müssen sich die beiden Werke aber stark voneinander unterscheiden – das ursprüngliche Werk darf also nicht mehr deutlich erkennbar sein. Dann spricht man von einer sogenannten Neuschöpfung. Wurden hingegen nur kleine Änderungen vorgenommen, wird das Recht des Urhebers an der Vorlage verletzt. Allerdings ist darauf zu achten, dass das neue Werk nicht alleine durch die Anlehnung an die Vorlage in die Rechte seines Schöpfers eingreift. Woraus besteht das Urheberrecht? Das Urheberrecht umfasst zwei große Bereiche – einerseits die Urheberrechtspersön-

„Für den urheberrechtlichen Schutz bedarf es einer mit den Sinnen erfassbaren, eigentümlichen Schöpfung.“

Welche Werke sind geschützt? Geschützt sind Werke aus den Bereichen der Literatur (wie Sprachwerke, Computerprogramme, Bühnenwerke und wissenschaftliche Werke), der Tonkunst, der bildenden Kunst (wie Fotografie, Bilder, Grafi ken) und der Filmkunst. Dabei umfasst der Schutz nicht nur das Werk als Ganzes, sondern auch seine einzelnen Teile. Eine Idee bzw. ein Gedanke alleine reicht allerdings nicht aus, um geschützt zu werden: „Für den urheberrechtlichen Schutz bedarf es eines nach außen hin wahrnehmbaren Ergebnisses, also eine mit den Sinnen erfassbare, eigentümliche Schöpfung“, erklärt Tonini. Die einzi-

S I M O N T O N I N I , R E C H T S A N W A LT

lichkeitsrechte und andererseits die Verwertungsrechte. Erstere sind jene Rechte, die die Persönlichkeit des Urhebers schützen. Darunter fallen unter anderem die Rechte auf Namensnennung und Urheberrechtsbezeichnungen. Außerdem schützen die Persönlichkeitsrechte auch vor einer Bearbeitung, die nicht den Interessen des Urhebers entspricht. Die Verwertungsrechte hingegen verleihen dem Urheber die alleinige


SCHUTZ DES GEISTIGEN EIGENTUMS

Vertrauen Sie Ihrer Botschaft in Russland?

Was sind Creative-Commons-Lizenzen? Als Hilfe für Urheber gibt es sogenannte Creative-Commons-Lizenzverträge (auch als CC-Lizenzen bekannt). Dabei handelt es sich um vorgefertigte Sammlungen von Nutzungsbedingungen, die nicht auf einen einzelnen Werkstyp zugeschnitten sind, sondern für beliebige Werke angewendet werden können. Wenn die Bedingungen einer CCLizenz den Interessen eines Urhebers entsprechen, muss dieser lediglich darauf hinweisen, dass sein Werk unter dieser Lizenz zur Verfügung gestellt wird. Die genauen Inhalte der unterschiedlichen CC-Lizenzen sind im Internet abrufbar. Wie sieht es mit Werken aus, die im Dienstverhältnis entstanden sind? Wenn ein Werk im Rahmen eines Dienstverhältnisses erstellt wurde und die Erstellung Teil der vom Arbeitnehmer geschuldeten Leistung ist, bleibt dieser immer noch der Urheber. Alle Verwertungsrechte liegen in diesem Fall allerdings in der Regel beim Arbeitsgeber. ➔

© BEITEN BURKHARDT

Welche Verwertungsrechte gibt es? Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Verwertungsrechten, die der Urheber anderen Personen einräumen kann: exklusive und nicht exklusive Rechte. Exklusivrechte sind sogenannte Werknutzungsrechte und werden für die betreffende Verwertungsart bzw. Nutzungsart, wie zum Beispiel das Bereitstellen im Internet, nur einer Person oder Institution eingeräumt. Diese ist dann berechtigt, die Rechte auszuüben oder auch weiterzugeben. Wenn der Urheber allerdings exklusive Werknutzungsreche einräumt, kann er selbst nicht mehr über diese verfügen. Werknutzungsrechte können entweder insgesamt für alle Verwertungsarten oder einzeln für Teilbereiche vergeben werden. Als Beispiel: Der Urheber eines Fotos kann einer Person das exklusive Verwertungsrecht des Fotos für den gesamten Online-Bereich zuschreiben, einer anderen Person hingegen das exklusive Recht auf die Verwendung des Bildes in gedruckten Medien. Oder er vergibt an eine einzige Person alle exklusiven Verwertungsrechte – also für Online, Print und alle anderen möglichen Gebiete. Bei nicht exklusiven Rechten hingegen handelt es sich um sogenannte Werknutzungsbewilligungen. Darunter fallen Rechte, die keine Person nur für sich alleine beanspruchen kann. Deshalb hat der Urheber auch die Möglichkeit, sie mehrmals an unterschiedliche Personen zu vergeben. Ein solches Verwertungsrecht erwirbt man zum Beispiel durch den Kauf eines E-Books. Nach dem Download darf man das Buch unter den

vom Urheber bestimmten Bedingungen verwenden. „Ausschlaggebend dabei ist, dass auch jede andere Person die Möglichkeit hat, dasselbe Recht zu erwerben“, erklärt Tonini. Neben diesen beiden Formen von Verwertungsrechten existiert noch eine dritte Untergruppe: die freien Werknutzungsrechte. Diese Ausnahmebestimmungen erlauben es, gewisse Handlungen ohne Zustimmung des Urhebers zu setzen. Ein Beispiel dafür ist die Vervielfältigung zum eigenen, ausschließlich privaten Gebrauch wie das Aufnehmen und Speichern einer TV-Sendung, um diese später selbst ansehen zu können. Die Weitergabe einer solchen Aufnahme an Dritte ist aber ohne Erlaubnis des Rechteinhabers unzulässig.

Ihre Botschaft vertraut mir.

Dr. Gerd Lenga, Rechtsanwalt

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ber  Jahre als deutscher Rechtsanwalt in Russland praktizierend, habe ich Erfahrung in fast allen Fragen, die bei einem Engagement in Russland auftreten können. Hierzu hat auch meine langjährige Tätigkeit als für die Unternehmen der KNAUF-Gruppe in der GUS verantwortlicher Gruppengeschäftsführer beigetragen. Erklärt das, warum ich Vertrauensanwalt der Österreichischen Botschaft in Moskau bin? Seit zwei Jahren bin ich als ordentliches Mitglied der Tiroler Rechtsanwaltskammer in der Leutasch ansässig und stehe gerne für Fragen zu Investitionen in Russland, zu Sanktionen, zu juristischen oder steuerlichen Problemen eines bestehenden Unternehmens, aber auch für Fragen zur praktischen Unternehmensführung zur Verfügung.

Dr. Gerd Lenga, Rechtsanwalt Kirchplatzl 142 6105 Leutasch Tel.: 05214/51034 Mobil: +49 171/5311028 Beiten Burkhardt Moscow Turchaninov per., 6/2 119034 Moscow Russia Tel.: +7 495/232 96 35 Fax: +7 495/232 96 33 E-Mail: Gerd.Lenga@bblaw.com www.beitenburkhardt.com

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Entscheidung darüber, wer sein Werk unter welchen Bedingungen nutzen, vervielfältigen und verbreiten darf. Anders als die Persönlichkeitsrechte kann der Urheber die Verwertungsrechte auch an andere Personen (meistens gegen Entgelt) weitergeben.

„Beim Urheberrecht werden meistens zivilrechtliche Ansprüche verfolgt, weil dort besser ein finanzieller Anspruch geltend gemacht werden kann.“

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SCHUTZ DES GEISTIGEN EIGENTUMS

Probleme lösen und vermeiden

© RECHTSANWALTSKANZLEI DR. ROBERT HEITZMANN

Rechtsanwalt Dr. Robert Heitzmann, LL. M. geht es darum, seine Klienten bei der Umsetzung ihrer Projekte und Wünsche zu unterstützen.

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

u den Spezialgebieten zählen: Alles rund ums Thema Liegenschaften (Kauf- und Mietverträge, Dienstbarkeiten, landwirtschaftlicher Grundverkehr, Freizeitwohnsitze, Wohnungseigentum, Übergaben etc.), Baurecht, Wasserrecht (Kraftwerke, Beschneiungsanlagen …), Naturschutzverfahren, etwa für Golfplätze, Forstrecht, Gewerberecht, Betriebsanlagen (Hotels, Gewerbebetriebe …), Gesellschaftsgründungen und -Umstrukturierungen, Verkauf und Übergaben von Unternehmen. Auch bei Fällen rund um das Thema Erbrecht sind Sie bei Rechtsanwalt Dr. Robert Heitzmann und seiner Mitarbeiterin Mag. Christine Hämmerle an der richtigen Adresse: Testamente, Pflichtteilsverzichte, Verlassenschaftsabwicklungen, Familienrecht (Scheidungen und Kontaktregelungen), Beratung über Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, Finanzstrafrecht.

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Robert Heitzmann, LL.M. Müllerstraße 3 6020 Innsbruck Zweigstelle: Auweg 9, Aurach bei Kitzbühel Tel.: 0512/58 30 60 Fax: 0512/57 05 18 E-Mail: office@heitzmann.at Termine nach Vereinbarung

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Welche Sanktionen drohen bei Urheberrechtsverletzungen? Wer Werke nutzt, ohne die entsprechenden Rechte zu haben, muss mit bestimmten Sanktionen rechnen. Wie genau ein Eingriff in Urheberrechte geahndet wird, kommt grundsätzlich darauf an, ob der Verstoß verschuldet oder unverschuldet erfolgte. Das Urheberrecht gewährt dem Rechteinhaber nämlich auch Ansprüche aus Verletzungshandlungen, die vom Verwender nicht verschuldet wurden. Darunter fallen Ansprüche auf Unterlassung der weiteren (rechtswidrigen) Nutzung sowie auf ein angemessenes Entgelt. Beide setzen kein Verschulden, sondern nur den erfolgten Eingriff in Urheberrechte voraus. Als Beispiel: Eine Illustration wird auf einer Plattform ordnungsgemäß durch Bezahlung erworben und anschließend auf Visitenkarten gedruckt. Erst im Nachhinein stellt sich heraus, dass der Verkäufer selbst nicht über die entsprechenden Rechte verfügt hat und sie deshalb auch nicht weiterverkaufen hätte dürfen. In diesem Fall erfolgte der Abdruck auf den Visitenkarten – trotz guter Absichten – ohne Erlaubnis durch den Rechteinhaber. Beruht der Verstoß allerdings auf fahrlässigem Verhalten des Verwenders, hat der Rechteinhaber zusätzlich Anspruch auf Schadenersatz, der auch in der Höhe des doppelten angemessenen Entgelts gefordert werden kann. Neben diesen zivilrechtlichen Regelungen können Urheberrechtsverletzungen aber auch wirklich strafbar sein, vorausgesetzt sie wurden vorsätzlich begangen. In diesem Fall müsste der Verletzte selbst den Strafantrag stellen und im Verfahren auch als Ankläger auftreten. Laut Simon Tonini ist ein solches

Verfahren aber nicht der Regelfall: „Meistens werden rein zivilrechtliche Ansprüche verfolgt, weil dort auch finanzieller Anspruch besser geltend gemacht werden kann.“ Was sollte man beachten? Zu Problemen kommt es in der Praxis oftmals, wenn der Umfang der eingeräumten Nutzungsrechte nicht klar definiert wird

„Oft kommt es zu Problemen, wenn Bilder, Texte oder Sprüche für die eigene Website aus dem Internet kopiert werden.“ S I M O N T O N I N I , R E C H T S A N W A LT

(zum Beispiel bei Auftragsarbeiten). Hier wäre zu empfehlen, im Vorfeld genau festzulegen, welche Rechte in welchem Umfang vom Auftraggeber erworben werden. Besonders aufpassen sollten außerdem alle Personen und Unternehmen, die im kreativen Bereich tätig sind oder aus der Kreativbranche beziehen. „Oft kommt es zu Problemen, wenn Bilder, Texte oder Sprüche einfach im Internet kopiert und dann für die eigene Homepage oder Facebook-Seite verwendet werden“, erzählt Tonini. Deshalb ist man gut beraten, vor jeder Nutzung nach Lizenzbedingungen zu suchen und diese genau zu lesen. Im Zweifelsfall ist es sogar besser, den Rechteinhaber direkt zu kontaktieren. Wer das tut, sichert sich im Vorfeld ab und läuft nicht Gefahr, Urheberrechte zu verletzen.


Komplexer Markenschutz Ob Unternehmer für ihre Produkte oder ihre Dienstleistung eine Marke eintragen lassen, ist eine betriebswirtschaftliche, keine rechtliche Frage. Wer sich aber dafür entscheidet, tut meist gut daran, sich professionelle Unterstützung zu holen. Und das nicht nur im Zweifelsfall. T E X T: R E B E C C A M Ü L L E R

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eder von uns ist täglich mit Marken konfrontiert. Schon im Supermarkt entscheiden wir uns in der Regel für jenes Produkt, das wir kennen. Doch was steckt hinter den bekannten Namen und Logos und warum bzw. ab welchem Zeitpunkt sollten sich Unternehmer mit diesem Thema auseinandersetzen? Eine Marke ist das Kennzeichen für Waren und Dienstleistungen. Das Markenrecht ist ein Teil bzw. eine Sonderform des Kennzeichenrechts, unter das wiederum zum Beispiel Firmennamen, Domains, Titel von Büchern etc. fallen. „Begrifflich gibt es noch die nicht registrierte Marke, da entsteht das Recht aber erst dann, wenn eine solche Branchenbekanntheit erreicht wird oder – wie der Jurist sagt – eine solche Verkehrsgeltung erreicht wird, dass das Kennzeichen auch ohne Registereintragung schützenswert ist“, erklärt Rechtsanwalt Stefan Warbek, Experte für Recht des geistigen Eigentums und Markenrecht. Grundsätzlich spricht man aber nur von einer Marke, wenn sie auch im Register eingetragen ist.

„Ob man eine Marke eintragen lässt, ist eine betriebswirtschaftliche Frage und keine juristische.“ S T E F A N W A R B E K , R E C H T S A N W A L T, E XPERTE FÜR RECHT DES GEISTIGEN EIGENTUMS UND M ARKENRECHT

Die häufigsten Marken sind die Wortmarke und die Wort-Bild-Marke. Bei der Wortmarke geht es um das reine Wort, das ohne bestimmte optische Ausgestaltung geschützt wird. Bei der Wort-Bild-Marke werden Textelemente mit grafischen Elementen kombiniert. Auch die Registrierung eines Logos ohne Wortbestandteil ist möglich – hier wird also nur ein Bild als Marke registriert. Eine betriebswirtschaftliche Frage „Ob man eine Marke eintragen lässt, ist eine betriebswirtschaftliche Frage und keine juristische“, betont Stefan Warbek. Der Experte gibt auch zu bedenken: „Wir wissen alle,

und das gilt nicht nur für die großen Marken, dass der Wiedererkennungswert am Markt eine wesentliche Rolle spielt.“ Konsumenten greifen in der Regel zu Produkten, die sie kennen, weil sie damit auch ein positives Image sowie Qualität verbinden. Wer also will, dass sein Produkt oder seine Dienstleistung wiedererkannt und auch Qualitätsvorstellungen damit verbunden werden, sollte eine Marke anmelden. Die Grundregeln Bei der Wahl des Markenzeichens ist darauf zu achten, dass Kennzeichen Dritter nicht verletzt werden. Dabei spielen nicht nur idente Kennzeichen eine Rolle, auch Ähnlichkeiten mit fremden Kennzeichen, die zu Verwechslungen führen könnten, sollten vermieden werden. Marken dürfen auch nicht beschreibend sein. „Süßlich“ für einen Schokoriegel oder „Energy Plus“ für einen Müsliriegel wären zum Beispiel nicht zulässig, „genauso wenig wie ,Apfel‘ für einen Apfel, weil es im Markenrecht nicht erlaubt ist, einen Be- ➔ 53


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griff, der verwendet wird, um ein Objekt zu beschreiben, zu monopolisieren“, erklärt der Experte. Prinzipiell gilt: Das für eine Marke gewählte Zeichen muss geeignet sein, die Waren und Dienstleistungen individuell zu kennzeichnen. Auch ein reiner Werbeslogan ist keine Marke.

genen Marke beantragt werden. Der Experte warnt daher: „Wird die Marke also über einen Zeitraum von fünf Jahren nicht ernsthaft benutzt, kann man sie auch wieder verlieren bzw. kann sie jemand anderer für sich beanspruchen.“ Die Register, in denen die Marken eingetragen werden, sind öffentlich und damit für jedermann einsehbar.

Besser gleich als zu spät Marken sollten möglichst schon angemeldet Die Reichweite von Marken werden, bevor man sie für seine Produkte Marken sind territoriale Rechte, die national öffentlich verwendet. Eine Marke kann zwar gelten. Wenn man also in Österreich eine theoretisch jederzeit, also auch Jahre nach der Marke anmeldet, gilt der dazugehörige MarMarkteinführung der Ware angemeldet werden – vor der Konkur„Die Formulare sind schnell ausrenz schützt das allerdings nicht. Nicht selten kommt es vor, dass gefüllt, schon bei der Klassifizierung Unternehmer an einem Produkt seiner Ware kann man aber gleich arbeiten und auch schon länger einen Namen dafür haben, nur mehrere Fehler machen und dann um dann bei der Anmeldung feststellen zu müssen, dass dieser be- hat man am Ende ein gutes Produkt, reits vergeben ist. aber keine guten Marken dafür.“ Ist die Marke registriert, will sie auch benutzt werden Ist eine Marke einmal eingetragen, muss auch ernsthaft mit ihr gearbeitet werden, schreibt der sogenannte Benutzungszwang vor. Passiert das nicht, kann nach einer gewissen Zeit (bei österreichischen Marken nach fünf Jahren) die Löschung der eingetra-

STEFAN WARBEK

kenschutz für Österreich. Es gibt aber zwei Hauptanmeldesysteme, über die man mit einer einzigen Anmeldung mehrere Länder erreichen kann. Das ist einmal die Unionsmarke, bei der die registrierte Marke in allen Mitgliedsländern der EU gilt und einmal die


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internationale Marke, deren Basis Verträge zwischen verschiedenen Ländern sind. Zum Beispiel kann die USA über die internationale Marke erreicht werden, Kanada aber nicht, weil Kanada nicht Teil dieses Vertragsnetzwerks ist. „Was man aber tun kann, wenn man Kanada mitnehmen möchte, ist seine Marke national, also in Kanada, anzumelden“, erklärt Stefan Warbek. Mit anderen Worten: Eine weltweite Marke, die für alle Länder der Welt gilt, gibt es nicht. Sicher ist sicher Prinzipiell kann die Registrierung einer Marke jeder Unternehmer selbst beantragen. Wer aufgrund der Komplexität des Markenrechts und den dazugehörigen Feinheiten aber sichergehen will, auch keine Fehler zu machen, sollte sich professionelle Unterstützung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt holen. Stefan Warbek erklärt die Tücken der Anmeldung in Eigenregie so: „Die Formulare sind schnell ausgefüllt, schon bei der Klassifizierung seiner Ware kann man aber gleich mehrere Fehler machen, und dann hat man am Ende ein gutes Produkt, aber keine guten Marken dafür. Solche Versäumnisse kosten im Nachhinein Zeit und Geld.“

MARKENRECHT: Fehler bei der Anmeldung in Eigenregie:

Abkupfern und sich mit den Großen anlegen:

Eine Markenanmeldung kann man prinzipiell auch selbstständig machen. Das potenzielle Minenfeld an Fehlern ist hier aber relativ groß. Fehler oder Lücken im Markenschutz können dabei schon bei der Klassifizierung passieren. Ein und dieselbe Ware mit demselben Namen kann zum Beispiel (je nach Funktion, Material oder Bestimmung) in ganz verschiedenen Klassen anzumelden sein. Die Ware „Schuhe“ lässt sich etwa in einer Klasse mit Bekleidung anmelden und wäre dann im Markenregister auch unter dem Allgemeinbegriff „Schuhe“ eingetragen. Vom Markenschutz tatsächlich umfasst wäre damit aber nur ein Teil der möglichen Schuharten – orthopädische Schuhe etwa fielen nicht darunter. Werden solche Feinheiten bei der Markenanmeldung nicht beachtet, hat man unter Umständen im Ergebnis eine Marke, welche den Zweck der Kennzeichnung der eigenen Waren und Dienstleistungen verfehlt.

Wer glaubt, dass man nur einen Buchstaben einer bekannten Marke ändern muss und damit seine eigene geschaffen hat, der irrt. „Hier ist leider oft der Wunsch der Vater des Gedankens“, meint der Experte Stefan Warbek dazu. Marken wie Red Bull, also weltweit bekannte Marken, genießen einen besonders weitreichenden rechtlichen Schutz. Sich bei solchen Marken dranzuhängen – ob man nun einen ähnlich klingenden Namen wählt oder den Slogan abwandelt – ist in der Branche ein No-Go. Stefan Warbek gibt hier deshalb eine klare Empfehlung ab: „Man lebt am besten, wenn man berühmte Marken tabu sein lässt.“

Die Marke gar nicht erst registrieren:

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Zur Person

Dr. Stefan Warbek ist Rechtsanwalt und hat 1999 die Wirtschaftskanzlei WARBEK in Innsbruck gegründet. Er ist Experte für unter anderem Wettbewerbsrecht, Recht des geistigen Eigentums und Markenrecht sowie Markenbewertungen. Außerdem ist er Lektor am Management Center Innsbruck (MCI) und der Leopold-FranzensUniversität Innsbruck.

Ein Beispiel aus der Praxis: Zwei Unternehmer, die seit Jahren dieselbe Kennzeichnung für ihr Produkt verwenden, erfahren über das Internet voneinander. Nun streiten sie darüber, wem die Marke gehört – beide haben sie nicht registrieren lassen. Hier gilt es nun mit teils aufwändigen Methoden herauszufinden, wer sich auf ein älteres, nicht registriertes Kennzeichenrecht stützen kann. Mit der Anmeldegebühr bzw. dem Honorar für einen Experten kommt man hier in der Regel viel günstiger weg.

UND WAS KOSTET’S? Die Kosten einer Markenanmeldung hängen vom Schutzgebiet ab. An amtlichen Gebühren sind für eine österreichische Marke derzeit 284 Euro zu bezahlen (drei Klassen inklusive). Die Anwaltskosten hängen von den gewünschten Leistungen ab (z. B. davon, ob Recherchen im Vorfeld durchgeführt werden, ob Beratungen zum Marken­zeichen selbst erforderlich sind) und lassen sich daher nicht generell beziffern.

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Alleine am Markt

Technische Erfindungen lassen sich mit einem Patent schützen, was vor allem in Zeiten rasanter technischer Entwicklungen, in denen Wissen einfach zu reproduzieren und online jederzeit verfügbar ist, wichtiger denn je ist, erklärt Patentanwalt Christoph Maschler. T E X T: E V A S C H W I E N B A C H E R

D A S PAT E N T

Dafür sind eine Anmeldung sowie Entrichtung von Gebühren beim Österreichischen Patentamt notwendig. Die Anmeldegebühren für ein Patent belaufen sich auf 550 Euro. Die Jahresgebühren liegen zwischen 104 bis 1.775 Euro. Hinzu kommen etwaige Ausgaben für einen Patentanwalt, die je nach Erfindung und Dauer der Anmeldung stark variieren können. Für europaweiten bzw. internationalen Schutz sind neben dem Europäischen Patentamt (EPO) und der World Intellectual Property Organization (WIPO) nationale Patentämter in den jeweiligen Ländern zuständig. 56

Zur Person

Dr. Christoph Maschler ist seit 2013 Partner der Innsbrucker Kanzlei Torggler & Hofinger, der größten Patentanwaltskanzlei Westösterreichs. Maschler ist vor dem Österreichischen Patentamt in Wien, dem Europäischen Patentamt, dem Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) in Alicante und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Genf als Vertreter zugelassen. Maschler hat an der Universität Innsbruck Physik und Mathematik studiert.

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Der Schutz für eine innovative technische Erfindung durch ein Patent besteht maximal für 20 Jahre.

Die Voraussetzungen Ausschließlich technische Erfindungen können patentiert werden. Bestimmte Erfindungen sind ausgeschlossen, zum Beispiel reine Software, also Quellcodes, Entdeckungen, Spielregeln, Geschäftsmethoden oder gedankliche Aktivitäten. „Wichtigstes Kriterium ist die Neuheit gegenüber allem, was der Öffentlichkeit vorher bekannt gemacht wurde“, erklärt Christoph Maschler,

Patentanwalt und Partner der Innsbrucker Patentanwaltskanzlei Torggler & Hofinger. Das heißt, dass auch der Erfinder selbst vor der Patentanmeldung nur unter Geheimhaltung über die Erfindung sprechen darf. Zudem setzt die Patentierung eine erfinderische Tätigkeit voraus; die Erfindung muss dem aktuellen Stand der Technik einen genügend großen Schritt voraus sein.


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Zum Patent Schritt für Schritt grenzung gegenüber dem aktuellen Stand der Technik vorzuweisen“, so der Patentanwalt. Das Ganze wird daher am besten möglichst abstrakt formuliert. Ein einfaches Beispiel: Man spricht von „Befestigungsmittel“ statt von Schrauben oder Nieten. Der Patentanmeldung beim Patentamt folgt eine Prüfungsphase. Ist eine Erfindung patentierbar, wird das Patent erteilt und im Pa­ tentblatt veröffentlicht, womit der Schutz beginnt. Dritte haben nun die Möglichkeit, Einsprüche gegen die Patenterteilung beim Patentamt einzureichen. Im Schnitt dauert es bis zur Erteilung eines österreichischen Patents zwei Jahre.

„Wer schreibt, der bleibt“, sagt der erfahrene Praktiker. Denn im Streitfall muss man sein Recht auch beweisen können.

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Als Erstes sollte man durch eine Recherche überprüfen, ob eine Erfindung überhaupt patentfähig, also weltweit neu ist. Es folgt die schriftliche Ausarbeitung der Patentanmeldung, die aus einer ausführlichen Beschreibung der Erfindung sowie den Patentansprüchen besteht, sprich wofür man eigentlich Schutz beantragt. Beide Schritte kann man selbstständig oder mithilfe eines Patentanwaltes durchführen. „Die Formulierung dieses Patentanspruches ist die wahre Kunst. Hier geht es darum, so wenig Merkmale wie möglich anzuführen, damit der Schutzbereich möglichst groß ist, aber so viele wie nötig, um eine Ab-

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Inland oder Ausland? Ob man eine Erfindung auch im Ausland patentieren lässt, ist eine Kosten-Nutzen-Entscheidung des Unternehmens, sagt Maschler. Denn Auslandsanmeldungen sind mit größerem Aufwand verbunden. „Ist die Erfindung erfolgsversprechend, dann melden viele Unternehmen auch im Ausland an“, so der Experte. In der Regel werden jene Länder gewählt, in denen sich der Absatzmarkt befindet, es Mitbewerber gibt oder wo sich viele Patentverletzer befinden, wie etwa in China. Im Schnitt dauern Auslandsanmeldungen drei bis vier Jahre.

Gründe und wirtschaftlicher Sinn „Der Hauptgrund für ein Patent ist – egal ob für Start-ups, Forscher, Einzelunternehmer oder Großkonzerne –, eine Erfi ndung schützen zu lassen und dafür vom Staat ein Monopol zu erhalten. Dieses ist zeitlich und territorial begrenzt und hindert andere daran, einen patentierten Gegenstand zu vertreiben. Man hat den Markt also für sich alleine“, erklärt Maschler. Das schaff t auch einen Anreiz, Innovation zu betreiben und in die Forschung zu investieren. Mit Patenten können Firmen untereinander auch Kreuzlizenzen vereinbaren und dadurch die geschützte Erfi ndung des jeweils anderen nutzen. Ein Patent

ist zudem ein Marketinginstrument und unterstreicht die Innovationskraft eines Unternehmens. In seltenen Fällen entscheiden sich Firmen für die Patentierung einer Erfi ndung, lediglich um die Konkurrenz daran zu hindern, eine bestimmte Technik zu benutzen, oder auch nur, um Mitbewerber davon abzuhalten, selbst ein Patent zu erlangen. „Meiner Meinung nach ist der Patentschutz wichtiger denn je, denn Informationen sind jederzeit und überall verfügbar. Ein Patentschutz bietet die Möglichkeit, geistige und fi nanzielle Investitionen zu schützen“, so Maschler.

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113 Patente wurden 2016 beim Österreichischen Patentamt angemeldet, 66 Patente wurden erteilt.

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Äußeres Bild Grundvoraussetzung, Patentanwalt zu werden, ist entgegen landläufiger Meinung kein rechtswissenschaftliches Studium, sondern ein technisches oder mathematischnaturwissenschaftliches. Danach muss man fünf Jahre lang als Patent­ anwaltsanwärter in einer Patentanwaltskanzlei tätig sein. Nach Abschluss der Praxiszeit ist die Patentanwaltsprüfung abzulegen.

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Einfachen und schnelleren Schutz für technische Erfindungen erhält man mit einem Gebrauchsmuster. Die Kriterien Neuheit und erfinderische Tätigkeit gelten zwar auch, doch werden sie vom Patentamt beim Anmeldeverfahren nicht geprüft. „Die Eintragung geht sehr schnell. Das ist etwa dann von Vorteil, wenn gleichzeitig eine europäische Patentanmeldung anhängig ist. Während man auf die oft lange dauernde Erteilung wartet, hat man in der Zwischenzeit aus dem Gebrauchsmuster Schutz“, erklärt Maschler. Der Nachteil ist, dass es leichter von Dritten angreifbar ist. Die Anmeldekosten betragen 341 Euro, die Jahresgebühren belaufen sich auf 52 bis 470 Euro. Es gewährt maximal zehn Jahre Schutz. Solange das Gebrauchsmuster noch nicht veröffentlicht ist, kann man es in ein Patent umwandeln.

Neben Patenten und Marken gibt es auch noch ein weiteres weniger bekanntes Schutzrecht, nämlich das Geschmacksmuster, mit dem sich das Aussehen von Erzeugnissen schützen lässt. Wie es funktioniert, erklärt der Innsbrucker Patentanwalt Paul Torggler. © TORGGLER & HOFINGER

Patentanwalt: Kein klassischer Jurist

DR . PAUL TORGGLER, PA R T N E R D E R PAT E N TA N W A LT S K A N Z L E I TORGGLER & HOFINGER

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err Torggler, worin unterscheidet sich das Geschmacksmuster vom Patent- bzw. Markenschutz? PAUL TORGGLER: Mittels Patenten lassen sich technische Erfindungen schützen, mittels Marken unterscheidungskräftige Zeichen. Das Geschmacksmuster hingegen schützt das Aussehen von Erzeugnissen, wobei es nicht auf den „guten Geschmack“, also auf ein ästhetisch schönes Aussehen ankommt – auch normale Dinge des täglichen Lebens und sogar technische Gegenstände lassen sich mit einem Geschmacksmuster schützen. Was sind die Voraussetzungen dafür, um Gebrauch von diesem Schutzrecht zu machen? Die Grundvoraussetzung ist – ähnlich wie bei Patenten – die Neuheit. Der Designer selbst hat aber ab der eigenen Veröffentlichung ein Jahr Schonfrist, um noch ein Geschmacksmuster anzumelden. Wie meldet man das Geschmacksmuster an? Besonders günstig ist das sogenannte Europäische Gemeinschaftsgeschmacksmuster, das beim Amt EUIPO in Alicante angemeldet wird. Es entfaltet automatisch in der gesamten EU Wirkung. Für die Anmeldung benötigt man vor allem Abbildungen des zu schützenden Gegenstandes. Die Abbildungen bestimmen auch den Schutzumfang des Geschmacksmusters. Es ist daher besonders wichtig, diese Abbildungen geschickt auszuwählen.

Was sind die Vorteile? Der Geschmacksmusterschutz ist relativ kostengünstig möglich. Auch wird das Geschmacksmuster ohne lange Prüfung rasch registriert. Bei Erzeugnissen, bei denen es auf das Aussehen ankommt, ist oft das Geschmacksmuster die einzige Möglichkeit, einen Schutz zu erzielen. Bei technischen Erfindungen kann das Geschmacksmuster allerdings das Patent nicht ersetzen, wohl aber hervorragend ergänzen. Vielen Dank für das Gespräch.

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SCHUTZ DES GEISTIGEN EIGENTUMS

Kann man geistiges Eigentum vererben? Wer „About a Boy“ von Nick Hornby gelesen oder als Film gesehen hat, weiß es längst: Es kann durchaus angenehm sein, Erbe von erfolgreichen Künstlern zu sein. So geht es in besagtem Buch Will Freeman, dessen Vater den Weihnachtssong „Santa’s Super Sleigh“ geschrieben hat, der ihm jährlich Tantiemen einbringt. Dieses Jahr hat der Tod vieler großer Künstler das Thema „Erben von IP“ präsent gemacht.

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tungsrechte auf seine Erben über, sondern auch das Urheber­persönlichkeitsrecht. Der Urheberrechtsschutz besteht bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Erst wenn die Schutzfrist des Werks abgelaufen ist, darf grundsätzlich jedermann das Werk auf beliebige Art verwenden. Innovative und kreative Persönlichkeiten sollten nicht außer Acht lassen, dass sie auch über ihr geistiges Eigentum zu Lebzeiten erbrechtliche Vorkehrungen treffen können. WARBEK Rechtsanwälte Schöpfstraße 15, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/560 650 E-Mail: office@warbek.at www.warbek.at

an seinen „eigentümlichen geistigen Schöpfungen“ auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst einräumen. Mit dem Tod des Urhebers gehen nicht nur die (allenfalls vertraglich an Dritte eingeräumten) Verwer-

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er ans Erben und Vererben denkt, dem fallen vorrangig materielle Güter wie Wohnungen, Geld oder Gebrauchsgegenstände ein. Doch auch Rechte an immateriellen Gütern wie Marken, Designs, Gebrauchsmuster, Patente und das Urheberrecht sind vererblich. Zu Unrecht kommen Immaterialgüterrechte bei der Vermögensvorsorge auf den Todesfall jedoch oft zu kurz, denn gerade das „geistige Eigentum“ stellt nicht nur ein zentrales Wirtschaftsgut der Rechteinhaber dar, sondern hat für diese oft auch einen hohen emotionalen Stellenwert. Während Registerrechte wie etwa das Markenrecht auch unter Lebenden übertragen werden können, gilt dies nicht für das Urheberrecht. Der Urheber kann zu seinen Lebzeiten anderen jedoch Nutzungsrechte


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IAA

Keine einfache Zukunft Die 67. Internationale Automobilausstellung IAA in Frankfurt war bunt wie gewohnt, schaffte es aber nicht, die eine Antwort auf die derzeit wohl brennendste Frage nach den zukünftigen Antriebsarten des Massenverkehrsmittels Pkw zu geben. Was ihr sehr wohl gelang, war, die Vielzahl an Möglichkeiten spannend zu präsentieren. T E X T: K L A U S E R L E R

© IAA (2)

Die größte Messe Deutschlands: Im Außen- und Innenbereich der IAA Frankfurt informierten sich 2017 rund 810.000 Besucher zum Thema Auto.

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ukunft erleben“! Das war das Leit­ motiv der Internationalen Auto­ mobilausstellung IAA 2017. Zu sehen war vom 14. bis zum 24. September 2017 in Frankfurt aber nicht „die eine“ Zu­ kunft, es waren viele Zukunftsentwürfe rund um das Thema Automobil. So gab es etwa auf die Frage, was denn nach dem zur Zeit auch zu Unrecht verdammten Diesel als massen­ bewegende Antriebsart kommen solle, unter­ schiedlichste Antworten: Die einen setzten auf die Brennstoffzelle (u. a. Toyota, Daimler). Die anderen waren medienwirksam darauf erpicht, alte Vergehen durch neues ElektroEngagement auszumerzen (VW-Konzern). Das Problem dabei: Beide Konzepte leiden an einer noch nicht vorhandenen Infrastruktur und sind somit für die breite Masse keines­ falls schon jetzt zu „erleben“, sondern frühes­ tens in zwei Jahren. Wesentlich alltagsnäher sind hier Hy­ brid-Konzepte, wie sie unter anderem von Mercedes, BMW, Audi und Lexus vorgestellt wurden. Das Problem: Fahrzeuge mit dieser

IAA 2017 Aussteller: 994 aus 39 Ländern, Ausstellungsfläche: knapp 200.000 Quadratmeter, Präsentationen: 228 Weltpremieren 64 Europapremieren 32 Deutschland­ premieren

Besucher­zahlen: 810.000 Besucher (im Vergleich zu rund einer Million Besucher im Rekordjahr 2003) Internet-Kontakte über soziale Kanäle, vor allem Facebook während der Messetage: rund 45 Millionen, das sind über vier Mal mehr als 2015.

Antriebsart funktionieren zwar schon jetzt perfekt, sind aber teuer und somit ebenfalls nicht für die breite Masse geeignet. Und ob der (noch) nicht partikelgereinigte Benzin­ motor in hohen PS-Stärken (u. a. von Suzu­ ki, VW, Hyundai) oder der von VW, Seat und Audi mit neuer Kraft am Leben erhaltene Erdgasantrieb eine Lösung dieses Problems sein kann, bleibt noch abzuwarten.

Rasanter Wettlauf Wenn Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), bei der Eröffnung der diesjährigen IAA davon sprach, dass sich die Branche „inmitten eines rasanten Wettlaufs befindet“, verwies er da­ mit nicht nur auf die derzeit offene Antriebs­ frage. Er bezog sich vor allem auch auf die Digitalisierung des Automobils und das The­ ma „Autonomes Fahren“, das auf der diesjäh­ rigen IAA markenübergreifend präsent war. Mit insgesamt 228 Weltpremieren, 64 Europapremieren und 32 Deutschlandpremi­ eren blieb die IAA schließlich ungeachtet al­ ler offenen Fragen auch 2017 wieder eine der weltweit wichtigsten Plattformen für brand­ neue Autos, die durchaus nicht nur funktio­ nal, sondern auch „schön“ sein durften (Range Rover Velar, Vision Mercedes-Maybach 6 Ca­ briolet, Ferrari Portofino, VW I.D. Buzz). Und auch wenn deren Präsentation bei Weitem nicht mehr so bombastisch ausfiel wie noch in den Jahren zuvor: Auf­regend blieb die IAA auch in ihrer heurigen 67. Auflage. 65


IAA

SPORT- UND LUXUSWAGEN

Die letzten Mohikaner

Auch wenn die Straßenverhältnisse von Jahr zu Jahr weniger Luxus-tauglich werden: Die auf der IAA vorgestellten automobilen Lichtgestalten bleiben faszinierend wie eh und jeh.

WELTPREMIERE

© WERK (3), KLAUS ERLER (3)

Ferrari Portofino

600 PS, Frischluft in Orkanstärke und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3,5 Sekunden: Das bietet der neue Ferrari Portofino. Mit voraussichtlich rund 185.000 Euro Einstiegspreis (Deutschland) ist er zudem zum Ferrari-Schnäppchenpreis zu haben.

Audi A8

DEUTSCHLANDPREMIERE

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WELTPREMIERE

Das Audi-Flaggschiff mag von außen nicht besonders neu wirken, dennoch spielt sich hier die Zukunft ab: Mit an Bord sind über 40 elektronische Helfer und ein AI-Staupilot, der erstmals autonomes Fahren nach dem so genannten Level 3 ermöglicht.

Lamborghini Aventador S Roadster

Der Aventador S Roadster übernimmt die Technologien des Aventador S und verbindet sie mit jeder Menge Frischluft zum rasanten Open-Air-Fahrerlebnis.


IAA

BMW Concept 8 Series

BMW Concept Z4 EUROPAPREMIERE

DEUTSCHLANDPREMIERE

Die Studie des neuen BMW Z4 zeigt im Wesentlichen, wie der bayerische Roadster im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird.

WELTPREMIERE

Bentley Continental GT Bentley zeigt die neue Generation des Continental zunächst als Coupé. Es bietet nicht nur mehr Platz im Innenraum, sondern auch gesteigerte Leistung und viel digitale Technik.

Die gelungene Designstudie vermittelt einen Ausblick auf die im Jahr 2018 folgende Vorstellung des neuen BMW 8er Coupé.

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IAA

KLEINWAGEN

So geht’s weiter Vollausstattung, tolles Design, erwachsene Qualität: Die auf der IAA gezeigten Kleinwagen beweisen, wie groß die Kleinen inzwischen geworden sind.

Citroën C3 Aircross

WELTPREMIERE

© WERK (3), KLAUS ERLER (2)

Der farbenfrohe CompactSUV Citroën C3 Aircross, der sein Debüt bereits im Juni in Paris gab, wurde bei der IAA nun erstmals einem breiten Publikum präsentiert. Das gallische Sport Utility Vehicle will mit einem einzigartigen Design, umfangreichen Personalisierungsmöglichkeiten, unvergleichlichem Komfort und modernsten Technologien überzeugen. Ende Oktober steht der C3 Aircross ab 15.490 Euro bei den CitroënHändlern.

VW Polo MESSE-PREMIERE

Volkswagen ließ auch die neue, sechste Generation des Kleinwagens Polo erstmals in allen Varianten vor großem Publikum auftreten. Neben einem sportlicheren Design und zukunftsweisenden technischen Features startet der Wolfsburger Bestseller erstmals mit einem digitalisierten Cockpit. Das Leistungsspektrum der Motoren liegt zwischen 65 und 200 PS, darüber hinaus ist der Polo erstmals als Erdgas-TGI mit 66 kW/90 PS verfügbar. Serienmäßig startet der Wolfsburger mit vier Türen und Front Assist am 20. Oktober zum Preis ab 13.990 Euro. 68

BMW i3s & i3S WELTPREMIERE

Zu den weißblauen Schmankerln in der Halle 11 zählte die Neuauflage des BMW i3, der nach seiner vierjährigen Präsenz ein Facelift erhielt. Markante Designmerkmale und eine zweite, leistungsstärkere Modellvariante – i3s – unterstreichen den sportlichen Charakter des weltweit erfolgreichsten Elektrofahrzeugs im Premium-Kompaktsegment und repräsentieren die Zukunft der Mobilität. Der geliftete Stromer geht bereits im November 2017 an den Start, die Preise stehen derzeit noch nicht fest.


IAA

Ford Fiesta

WELTPREMIERE

MESSE-PREMIERE

Honda Urban EV Concept Die neue, achte Generation des Bestsellers überzeugt unter anderem durch gelungenes Design, sparsame Motoren und eine Vielzahl an Individualisierungs-Möglichkeiten. Am Ford-Stand wurden alle acht Varianten des Bestsellers gezeigt, darunter der Fiesta ST mit 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner. Der kleine Kölner ist bereits als Drei- oder Fünftürer zum attraktiven Einstiegspreis ab 10.990 Euro erhältlich.

Die Japaner enthüllten ein völlig neues Elektrofahrzeug, das Urban EV Concept. Es baut auf einer eigens entwickelten Plattform auf und gibt einen Ausblick auf Technologie und Design des 2019 auf den Markt kommenden Serienfahrzeugs. Am Honda-Stand gab es auch die neuen Diesel-Varianten des Minivans Jazz und des Kompaktwagens Civic zu bestaunen.

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IAA

KOMPAKTKLASSE

Quotenlieblinge Hier herrscht zwar nicht unbedingt Aufbruchsstimmung, spannend bleibt die Golfklasse aber zweifellos: Auf der IAA fanden sich brandneue Modelle in bisher noch nicht dagewesenen Größen und Güten. WELTPREMIERE

Am Stand der Koreaner gab es das Kompaktmodell i30 Fastback zu bewundern, das Anfang 2018 als eleganter Fünftürer mit der Linienführung eines klassischen Coupés erhältlich sein wird. Markante Merkmale sind ein verändertes Design an Front und Heck und die schwungvolle Dachlinie.

WELTPREMIERE

Kia Stonic Das neue Mini-SUV-Crossover Kia Stonic zählte zu den Highlights am Stand der Koreaner und rollt bereits Anfang Oktober zu den heimischen Händlern. Zum Serienumfang zählen Annehmlichkeiten wie heizbare Vordersitze und Lenkrad, Bluetooth-Einrichtung, Radio mit 7-Zoll-Bildschirm und umfassender Connectivity. Im Übrigen steht jeder Kia Stonic auf Leichtmetallrädern. Das schicke Crossover-Modell ist ab 15.990 Euro erhältlich.

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© KLAUS ERLER (4)

Hyundai i30 Fastback


IAA

Opel Ampera-e Mit „Startproblemen“ kämpft das am Opel-Stand präsentierte Elektroauto Ampera-e. Das innovative Kompaktfahrzeug, das für eine Riesen-Reichweite von rund 520 Kilometern (laut Prospekt) ausgelegt ist, ist aufgrund der knapp bemessenen Produktionszahlen in den meisten europäischen Ländern nicht erhältlich. Hierzulande wird man noch bis Ende nächsten Jahres auf den Stromer aus Rüsselsheim warten müssen.

VW Golf Sportsvan

WELTPREMIERE

Bei den Wolfsburgern stand auch der facegeliftete Großraum-Golf Sportsvan im Rampenlicht. Er ist das Angebot an all jene, die auf Golf schwören, aber ein Plus an Sitzhöhe, Variabilität und Raum favorisieren. Der Sportsvan bietet Platz für die ganze Familie, für viel Gepäck und besitzt zudem zahlreiche innovative und teilweise optionale Fahrerassistenzsysteme. So fährt die sichere Familienkutsche dank Stauassistent mit bis zu 60 km/h nahezu selbständig durch den Stop-&-Go-Verkehr. Der Vorverkauf des aktualisierten Golf Sportsvan beginnt im Herbst.

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IAA

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IAA

SUV

Brötchenbringer Dass die Klasse der SUV boomt, war auf der IAA unübersehbar. Nirgendwo sonst machen die Hersteller mehr Geld, nirgendwo sonst gibt es mehr neue Modelle.

Mercedes Benz X-Klasse

Luxus im Laster verspricht Mercedes mit seiner brandneuen X-Klasse, die bereits Ende 2017 zu einem Preis ab 37.294 Euro (Deutschland) erhältlich sein soll. Technisch basiert der Pick-up auf dem Nissan Navara.

VW T-Roc

DEUTSCHLANDPREMIERE

Der T-Roc ist die SUV-Variante des VW Golf und will ähnlich souverän Dynamik, Nutzwert und Kompaktheit vereinen. Der Erfolg scheint vorprogrammiert, der T-Roc ist als 2WD und 4WD bereits bestellbar. 74

Škoda Karoq DEUTSCHLANDPREMIERE

Der Škoda Karoq folgt dem Yeti nach und besitzt als naher Verwandter des Seat Ateca und des VW Tiguan ähnliche Dimensionen und Qualitäten. Der Karoq ist bereits bestellbar.

© KLAUS ERLER (6)

EUROPAPREMIERE

Porsche Cayenne WELTPREMIERE

Die dritte Auflage von Porsches Groß-SUV Cayenne ist nach wie vor nichts für schüchterne Naturen: Optisch macht er auf dicke Hose, technisch punktet er unter anderem mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen und zunächst zwei Sechszylinder-Motoren (Benzin) ab 340 PS. Ob es wieder einen Diesel geben wird, ist noch nicht fixiert.


IAA

Dacia Duster 2

WELTPREMIERE

WELTPREMIERE

Der neue Dacia Duster kombiniert modernes, weniger hemdsärmeliges Außendesign mit einem neugestalteten, großzügigen Innenraum. Dazu gibt es zahlreiche neue Ausstattungsmerkmale wie Hill Descent Control, Multiview Camera oder 4x4-Monitor. Los geht es Anfang 2018. Der Einstiegspreis soll bei rund 12.000 Euro liegen.

Hyundai Kona Mit dem Hyundai Kona steigt die Marke ins wachstumsstarke Segment der B(aby)-SUV ein. Der Kona lockt potentielle Kunden mit gelungener Optik, vielen Individualisierungsmöglichkeiten und zahlreichen Assistenzsystemen. Erhältlich ab Oktober/November 2017.

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IAA

KONZEPTFAHRZEUGE

Träume auf vier Rädern

Morgen vielleicht schon auf der Straße: So stellen sich Techniker und Designer die Zukunft vor.

Borgward Isabella

DEUTSCHLANDPREMIERE

© WERK, KLAUS ERLER (3)

WELTPREMIERE

Mercedes-Maybach Cabrio Das elegante Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet setzt die Reihe der visionären Design-Showcars von Mercedes-Benz gelungen fort. Das 5,7 Meter lange Elektroauto erinnert bei seinem Heck in „boat tail“-Form an eine Luxusyacht und zeigt mit seinem eleganten Interieur eindrucksvoll auf, was man unter einer Luxuslounge unter freiem Himmel versteht. Vier E-Motoren an den Rädern liefern 750 PS, die sport­wagentypische Beschleunigungen ermöglichen.

Elektrischer Antrieb, volle digitale Vernetzung und ein revolutionäres Interieur- und Bedienkonzept sind die visionären Merkmale, mit denen die futuristische Studie Borgward Isabella auf der IAA ihre Weltpremiere feierte. Aufsehen erregte das viertürige Coupé aber insbesondere mit ihrem Design, an dem sich die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens Borgward zeigt.

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Der neue Kia Stonic. Außergewöhnlich anders.

Auto Meisinger GmbH Innsbruckerstraße 57-59 · 6176 Völs · Tel. 0512/3100-0 office@meisinger.at · www.meisinger.at CO2-Emission: 125-108 g/km, Gesamtverbrauch: 4,2-5,5 l/100km

Auto Meisinger Ges.m.b.H. Lechtalerstraße 56 · 6600 Reutte-Lechaschau Tel. 0512/3100-80 · reutte@meisinger.at

Symbolfoto. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. 1) Berechnungsbeispiel am Modell Kia Stonic Titan inkl. Preisvorteil: Barzahlungspreis € 15.090,00; 4,59% p.a. Sollzinssatz, 5,05% p.a. Effektivzinssatz. € 0,00 Erhebungsgebühr, € 0,00 Bearbeitungsgebühr, gesetzl. Rechtsgeschäftsgebühr € 105,76; kalk. Restwert € 6.036,00; Leasingentgeltvorauszahlung € 4.527,00; Laufzeit 48 Monate; 15.000km Laufleistung/Jahr; Leasingentgelt mtl. € 126,02; Gesamtkosten € 1.627,75; zu zahlender Gesamtbetrag € 16,717,75. Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über die Santander Consumer Bank GmbH. Stand 06|2017. Angebot gültig bis auf Widerruf. Erfüllung banküblicher Bonitätskriterien vorausgesetzt. Preisvorteil bestehend aus € 500,00 Leasingbonus bei Finanzierung über Kia Finance. *) 7 Jahre/150.000km Werksgarantie.

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IAA

Renault Concept Car Symbioz

DEUTSCHLANDPREMIERE

WELTPREMIERE

VW I.D. Buzz Volkswagen bringt den Bulli zurück: Rund 70 Jahre nach der Premiere des ersten Transporters haben die Wolfsburger beschlossen, das Showcar I.D. Buzz als Serienfahrzeug zu produzieren: Der I.D. Buzz kommt im Jahr 2022. Das Serienmodell wird etwa so groß wie ein Touran sein, aber so viel Platz wie ein T6 bieten. Der Bulli von morgen wird von zwei, gemeinsam 374 PS starken E-Motoren angetrieben und ist für eine Reichweite von maximal 600 Kilometern ausgelegt.

Mit einer Länge von 4,7 Metern und einer Breite von 1,98 Metern verfügt der Renault Symbioz über die Maße einer Limousine. Seine Höhe von 1,35 Metern entspricht derjenigen eines Sportwagens. Die weit öffnenden Türen erlauben es, die wegweisende Studie als zusätzlichen Wohnraum nahtlos in das futuristisch gestaltete Renault Konzepthaus einzubinden. Über eine mobile Plattform lässt sich der Symbioz in das Obergeschoß transportieren. Hier dient das Renault-Konzept den Hausbewohnern als gemütlicher Rückzugsort oder als abgeschlossene Kapsel zum Arbeiten. Wird der Symbioz im Erdgeschoß eingebunden, dient er als Wohn- und Durchgangsraum.

Mehr wert, als sie kosten:

Dacia Modelle zahlen sich aus.

50/50 Finanzierung für alle Dacia Modelle

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Dacia Duster ab

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IAA

Erdgasfahrer haben’s gut chon gehört? Erdgas als Treibstoff trägt wesentlich zur Schonung der Umwelt bei. Denn die mit CNG betriebenen Fahrzeuge emittieren keine Feinstaub- und Rußpartikel, auch die CO2- und Stickoxid­ emissionen sind vergleichsweise gering. Dis­ kussionen um Fahrverbote in Stadtzentren beunruhigen Erdgasfahrer demnach nicht. In diesem Sinne wiederholt die TIGAS die erfolgreiche Initiative „ProUmwelt-Con­ traFeinstaub“ und belohnt umweltbewusstes Handeln: Alle Erdgaskunden der TIGAS, die zwischen 1. September und 31. Dezember 2017 ein Erdgasfahrzeug kaufen, erhalten zur Umweltprämie von 1.000 Euro zusätzlich ei­ nen Erdgas-Tankgutschein in Höhe von 200 Euro, einen Gutschein für eine Tankfüllung an der Biogastankstelle Schlitter und GratisBiogas zum Heizen (Energiekomponente, max. 10.000 kWh) bis Ende 2017. Der Wert der Tankgutscheine und die Biogasmenge von bis zu 10.000 kWh entsprechen jeweils dem

durchschnittlichen Treibstoffbedarf bzw. der Brennstoffmenge eines halben Jahres. Käufer von Erdgasautos mit Hauptwohnsitz in einer von der TIGAS mit Erdgas versorgten Wohn­ anlage erhalten statt des Biogases 150 Euro Erdgas-Tankgutscheine zusätzlich.

© TIGAS

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

S

Im Rahmen der Aktion „ProUmwelt-ContraFeinstaub“ fahren und heizen Erdgaskunden der TIGAS bei Kauf eines Erdgasautos umweltfreundlich und für den Rest des Jahres sogar gratis.

An der Biotankstelle in Schlitters können Erdgasfahrzeuge mit feinstaubfreiem, heimischem und CO2-neutralem Biogas betankt werden.

Ausgereifte Technologie Abgesehen vom Umweltaspekt punkten Erd­ gasfahrzeuge auch bei den Treibstoffkosten, die sich im Vergleich zu Dieselautos und Benzinern um rund die Hälfte reduzieren. Die Technologie ist ausgereift und die Tank­ stelleninfrastruktur ist mit 26 Erdgastank­ stellen und einer Biogastankstelle in Tirol flächendeckend ausgebaut. Auch in den an­ deren Bundesländern und im benachbarten Ausland steht ein ausreichend dichtes Erd­ gastankstellennetz zur Verfügung. Nähere Infos unter der kostenfreien Serviceline 0800/828 829 und auf www.tigas.at

SCHON GEHÖRT?

UMWELTFREUNDLICH FAHREN UND HEIZEN – DEN REST DES JAHRES GRATIS.

unden Für TIGAS-EKrdgasautos:

es bei Kauf ein ie mweltpräm € 1.000,– U h c ts eine gas-Tankgu € 200,– Erd ung as Tankfüll Gratis Biog gas 00 kWh Bio Gratis 10.0

TIGAS-INITIATIVE: PRO UMWELT – CONTRA FEINSTAUB. Alle Erdgaskunden der TIGAS erhalten, wenn sie vom 01.09.2017 bis Jahresende 2017 ein Erdgasauto kaufen, zusätzlich zur Umweltprämie von EUR 1.000,–, Erdgas-Tankgutscheine im Wert von EUR 200,–, einen Gutschein für eine Tankfüllung an der Biogastankstelle Schlitters und gratis Biogas zum Heizen (Energiekomponente, max. 10.000 kWh) bis 31.12.2017. Der Wert der Tankgutscheine und die Biogasmenge von bis zu 10.000 kWh entsprechen jeweils dem durchschnittlichen Treibstoffbedarf bzw. der Brennstoffmenge eines halben Jahres. Im Rahmen der Aktion „ProUmwelt – ContraFeinstaub“ fahren daher Erdgaskunden der TIGAS mit ihrem neuen Erdgasauto feinstaubfrei und heizen mit umweltfreundlichem Biogas gratis für den Rest des Jahres. TIGAS-Kunden haben’s einfach besser! Weiter denken. Besser bleiben. TIGAS.

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www.tigas.at


IAA

IA A

IM PRESSION

2017

Jetzt SEAT Verschrottungsprämie auf ausgewählte Modelle sichern!1 seat.at/verschrottungspraemie

EN

Luxus läuft

Wer findet, dass ein normaler Mercedes-Van zu billig ist, der kann ohne Probleme noch einmal den doppelten Wagenwert in seine Veredelung stecken: Wie das geht, zeigen vor allem russische Firmen auf der IAA.

Alhambra Leon Leon Erdgas Ibiza Neu

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7.000,– 3.500,– 5.500,– 2.000,–

Toledo € 3.000,– Mii € 1.000,– Mii Erdgas € 3.000,–

Kombinierbar mit dem Porsche Bank Finanzierungsbonus von bis zu € 1.000,–!2

Liebe zum Detail

Die Frauen kommen

Auto-Journalismus wird zunehmend auch ein Frauen-Thema. Auf der diesjährigen IAA waren spürbar mehr weibliche Profis am Start.

Dreht sich am Armaturenbrett, als hätte er narrische Schwammerl zu sich genommen: Der Goa-Hippie-Neonzwerg beweist die große Detailliebe des Entwicklerteams des VW-ConceptBusses i.Buzz.

3

Kraftstoffverbrauch: 4,9-5,8 l/100 km. CO2-Emission: 127-154 g/km.

Symbolfoto. 1Porsche Austria GmbH & Co OG, Großhandel für SEAT, gewährt beim Kauf ausgewählter SEAT NW vom 23.08. bis 29.12.2017 eine Verschrottungsprämie, wenn der alte PKW mit Dieselmotor eines beliebigen Herstellers mit Abgasnorm EU0 bis EU4 zur Verschrottung dem SEAT Händler übergeben wird. Die Inanspruchnahme der Prämie ist an weitere Voraussetzungen geknüpft - Details entweder beim SEAT Händler oder unter www.seat.at/verschrottungsprämie. 2Bonus in Höhe von € 1.000,– (ausgen. Mii und Ibiza € 500,–) bei Finanzierung über die Porsche Bank. Mindestlaufzeit 36 Monate, Mindestnettokredit 50 % vom Kaufpreis. Ausgen. Sonderkalkulationen für Flottenkunden und Behörden. Aktion gültig bis 31.12.2017 (Antrags-/Kaufvertragsdatum). Stand 08/2017. Der Bonus ist ein unverbindl., nicht kart. Nachlass inkl. MwSt. und NoVA und wird vom Listenpreis abgezogen. 3Die Garantie von bis zu 5 Jahren und 100.000 km Laufleistung endet, wenn entweder die vereinbarte Zeitdauer abgelaufen ist oder die max. Laufleistung überschritten wird, je nachdem, welches der beiden Ereignisse zuerst eintritt. Aktion gültig bis 31.12.2017.

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MARKUS PILSER*

6020 Innsbruck, Tel. 0512/345310, www.pilser.at

SEAT DABLANDER*

Massenvermessung

© KLAUS ERLER (4)

6414 Mieming, Tel. 05264/5757, www.autohaus-dablander.at

Der neue Audi A8 ist gleich nach seiner Enthüllung vor allem bei den asiatischen Messe-Gästen derart beliebt, dass an ein Foto erstmals nicht zu denken ist.

KAPFERER UND KAPFERER*

6441 Umhausen, Tel. 05255/5218, www.auto-kapferer.at

H. EISENRIGLER GMBH*

6460 Imst, Tel. 05412/66410, www.autohaus-eisenrigler.at

AUTOHAUS WOLF GMBH*

6604 Höfen, Tel. 05672/66111, www.autohaus-wolf.at *Autorisierte Verkaufsagentur

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