top.tirol (Dezember 2015)

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PROJEKT GRÜNDEN TIPPS VON ERFOLGREICHEN JUNGUNTERNEHMERN Ausgabe # 4/2015

Tirols Industrie aus Expertensicht als Arbeitgeber nach Branchen im Vergleich

EINE BEILAGE DER


INDUSTRIELLENVEREINIGUNG TIROL IM INTERESSE DES LANDES WER WIR SIND •

Die Industriellenvereinigung Tirol ist die freie Interessenvertretung der Industrie und industrienaher Unternehmen

Unsere Mitglieder sind Unternehmen bzw. Unternehmer, Manager und Führungskräfte

Die Industriellenvereinigung Tirol ist die wahlwerbende Gruppe der Industrie bei den Wirtschaftskammerwahlen.

UNSERE ZIELE •

Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Tirols mitgestalten

Die soziale Marktwirtschaft als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen sichern

Die bestmöglichen Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung der Tiroler Industrie schaffen

Tirol zu einem führenden High-Tech-Standort weiterentwickeln

Das Verständnis für Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung vertiefen

Den Bestand des freien Unternehmertums forcieren

SO ERREICHEN SIE UNS Industriellenvereinigung Tirol Salurner Straße 15 6020 Innsbruck T: 0512 / 584134-0 iv.tirol@iv-net.at

www.iv-tirol.at


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EDITORIAL

Inhalt

14 Liebe Leserin, lieber Leser!

W

elche Vorstellungen haben Sie von der Tiroler Industrie? Fallen Ihnen dazu Fabriken mit rauchenden Schornsteinen ein? Dieses Bild hat sich über die Jahre gewandelt, deshalb nehmen wir in dieser Ausgabe die Sparte genau unter die Lupe und beleuchten sie von unterschiedlichen Seiten: als umsatzstarke Branche, als Arbeitgeber und als exportorientierter Wirtschaftszweig. Neben Daten und Fakten verrät unter anderem Hermann Lindner, Spartenobmann der Industrie in der Wirtschaftskammer Tirol, vor welchen Herausforderungen man steht und wie Tirol auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben kann (ab S. 14). Passend zum Thema spricht Maximilian J. Riedel im Interview über den Standort Tirol und weltweite Expansionen. Und für jene kreative Köpfe, die am Thema Gründen interessiert sind, geben Tiroler Jungunternehmer wertvolle Tipps und Experten beantworten Fragen zu Crowdinvesting (S. 44 und S. 51). Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Die Redaktion

TIROLS INDUSTRIE

10 INTERVIEW: MAXIMILIAN J. RIEDEL

50 CROWDINVESTING

60

54

KURZZEITVERMIETUNG

AUTO-SPECIAL

Kurz gefragt: Markus Zanier

5

Tipps von Innovativen

44

Infografik: Pleiten in Tirol

6 8

50

Menschen und Märkte

Crowdinvesting – wenn die Masse investiert Auto-Special

54

Interview: Maximilian J. Riedel

10

Tirols Industrie

14

Kurzzeitvermietung über Online-Plattformen

60

Reinigung mit Einsparpotenzial

38

Corporate Social Responsibility

66

Die Steuerreform 2016

42

Klüger werden mit: Peter H. Buchenau

70

Impressum top.tirol – Die besten Seiten der Tiroler Wirtschaft, Beilage der Tiroler Tageszeitung, Dezember 2015 Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020, office@target-group.at, www.target-group.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sebastian Platzer, Kristina Fallenegger, Marco Lösch, BA, Klaus Erler, Eva-Maria Hotter, Eva Schwienbacher, BA, Daniel Feichtner, Theresa Kirchmair, Matthias Krapf, BA, Walter Mair · Anzeigenverkauf: Wolfgang Mayr, verkauf@target-group.at · Hersteller: Intergraphik, Innsbruck Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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Wir denken voraus.

Der Versicherungspartner des Tiroler Tourismus und der Industrie.

Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH • Meraner Straße 1 • A-6020 Innsbruck • T + 43 / (0)512 / 239280-0 • www.steinmayr.co


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KURZ GEFRAGT

Markus Zanier Geschäftsführer der ZANIER Sport GmbH in Lienz, einer der führenden Handschuhhersteller Österreichs

Ausbildung: Finance und Unternehmensführung

Meine Mitarbeiter sind: jeder für sich ein Unikat – im Team perfekt

Funktion: Geschäftsführer und Markenverantwortlicher ZANIER Handschuhe

Um auf Regionalität zu achten, setze ich auf: starke Partner in Tirol

Mein Lebensmotto: Lebenszeit ist Schaffenszeit

In fünf Jahren sehe ich mein Unternehmen: rundum verändert. Wir leben in konstantem Wandel

Daher bekomme ich meine Motivation: meiner Familie, Spaß an meiner Arbeit Ein guter Tag beginnt mit: einem gemütlichen Frühstück mit meiner Frau und meinem Sohn Der Standort Tirol ist für mich: Inspiration, Lebensgefühl, Luxus, echte und kantige Menschen Das Besondere an meinem Unternehmen: wir sind super innovativ, flexibel und extrem auf unsere Kunden ausgerichtet. Wir leben wirklich die Partnerschaft mit unseren Kunden und restlichen Stakeholdern Ein Familienunternehmen bedeutet für mich: Handschlagqualität, Herzblut, Verantwortung, Ausrichtung über Generationen

An meinem Beruf gefällt mir: die Abwechslung von Kreativität und Zahlen Erfolg ist für mich: wenn man eine langfristige Partnerschaft aufbauen kann Die beste Entscheidung meines Lebens: ich hatte viel Glück bis jetzt … ich glaube, das war wichtiger als die meisten Entscheidungen In diesem Winter freue ich mich auf: Powderdays, meinem Sohn einen kleinen Bob zu kaufen Meine spannendste Zusammenarbeit: schwer zu sagen. Ich darf in der Sportbranche so viele inspirierende Menschen kennen lernen und jeder hat eine einzigartige, faszinierende Geschichte Für die Zukunft wünsche ich mir: viel Schnee und Powderdays. Ich liebe beides und lebe auch davon © PRIVAT

Werte, die mir wichtig sind: meine Familie, mein gegebenes Wort

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PLEITEN IN

TIROL

Jedes Jahr entstehen in Tirol neue Unternehmen. Doch ebenso verschwinden Betriebe. Marktwirtschaftliche Veränderungen sind dabei genauso Faktoren wie Misswirtschaft. Das Resultat ist dasselbe: Die Insolvenz.

Branchen mit Risiko In manchen Sparten wird mehr gegründet als in anderen. Das schlägt sich auch auf die Verteilung der Pleiten nieder. 0

42 38 30 13 12

KUFSTEIN

UNTERNEHMENSBEZOGENE DIENSTLEISTUNGEN

26 INSOLVENZEN

REUTTE

4 INSOLVENZEN

SONSTIGE BEREICHE

65 INSOLVENZEN SCHWAZ

LANDECK

23 INSOLVENZEN

7 INSOLVENZEN

INNSBRUCK LAND

34 INSOLVENZEN

BAUWIRTSCHAFT IMST

VERKEHR/ NACHRICHTENÜBERMITTLUNG

16 INSOLVENZEN

LIENZ

7 INSOLVENZEN

MASCHINEN/METALL

6

FREIZEITWIRTSCHAFT

5

PRIVAT

4

CHEMIE/PHARMAZIE/ KUNSTSTOFFE

4

ELEKTRO/ ELEKTRONIK

4

ELEKTRONISCHE DATENVERARBEITUNG

4

GLAS/KERAMIK

4

TRANSPORTMITTEL/ KRAFTFAHRZEUGE

Quelle: Insolvenzstatistik Tirol 2014, KSV 1870

Die Top 3 Gründe des Scheiterns Eine Insolvenz kann viele Auslöser haben. Meistens liegen die Fehler aber im Unternehmen selbst:

51 %

2

TEXTILWIRTSCHAFT

15 %

2

UHREN/SCHMUCK/ FOTO/OPTIK

Fahrlässigkeit

1

KITZBÜHEL

20 INSOLVENZEN

INNSBRUCK STADT

GASTGEWERBE

LEBENS- UND GENUSSMITTEL

7

Ballungsräume ziehen Unternehmen an. Dementsprechend war Innsbruck Stadt 2014 auch Tirols Pleitenkönig.

50

PLEITEN

24

Pleite nach Bezirken

HOLZ/MÖBEL

15 % Fehler bzw. Ursachen im innerbetrieblichen Bereich

Ursachen außerhalb der Sphäre des eigenen Unternehmens

Quelle: Insolvenzstatistik Tirol 2014, KSV 1870 Quelle: Insolvenzstatistik Tirol 2014, KSV 1870

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Die Krisenjahre

ANZAHL INSOLVENZEN 700

611

583

600

Die Finanzkrise hat Tirols Unternehmer vorsichtiger werden lassen. Gemeinsam mit den gesunkenen Zinsen ergibt sich daraus ein Rückgang der Insolvenzen.

500 400

435 369

468 493

484

462

396

458

2002

2003

365

380

351 2001

393

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Quelle: Insolvenzstatistik Tirol 2014, KSV 1870

Hohes Risiko für junge Unternehmen Erfahrung kommt mit der Zeit – auch bei Unternehmen. Kein Wunder also, dass länger bestehende Betriebe deutlich weniger gefährdet sind.

18

20

ANZAHL DER PLEITEN

* 2012

GRÜNDUNGSJAHR

* 2011

14 8

7 * 2002

* 2007

* 2004

3 * 2003

5

7

13

12

* 2008

* 2009

13 9

* 2013

* 2010

* 2006

2

* 2005

* 2014

INSOLVENZEN 2014 Quelle: Insolvenzstatistik Tirol 2014, KSV 1870

Faktor Mensch AUFSTELLUNG VON 2010 BIS 2014

Die schwersten Folgen hat das Ende eines Betriebs für Arbeitnehmer. Von ihnen sind in Tirol jährlich rund 1.000 von Pleiten betroffen.

Jahr

betroffene Dienstnehmer

2014

1.070

2013

1.040

2012

1.060

2011

780

2010

1.790

Quelle: Insolvenzstatistik Tirol 2014, KSV 1870

2015 n e t i e l P n e t Die größ

1

FOR FRIENDS HOTEL GMBH

2

CENTRALBAU GMBH

3

HEINRICH THALER

Verschuldung: € 14,8 Mio. Betroffene Dienstnehmer: ca. 58 Gründung: 2014

Verschuldung: € 10,5 MIO Betroffene Dienstnehmer: ca. 3 Gründung: 2009

Verschuldung: € 5,4 Mio. Einzelunternehmen vermietete die Liegenschaft an die Thaler Hotels GmbH. Firmenhistorie der Familie geht bis ins Jahr 1957 zurück. Quelle: KSV 1870

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Menschen & Märkte Heimische Unternehmen und erfolgreiche Veranstaltungen machen Tirol zu einem höchst attraktiven Wirtschaftsstandort.

Riese mit Anziehungskraft Schöner Wohnen Die ZIMA UNTERBERGER Immobilien GmbH realisiert ein Großprojekt in Reith bei Kitzbühel. Gebaut werden ein Lebensmittelmarkt, zwei Ordinationsflächen, sechs geförderte und 18 frei finanzierte Wohnungen – entspricht 3.000 m² Nutzfläche und einem Investitionsvolumen von 16,2 Mio. Euro. Es handelt sich dabei um das größte Investitionsprojekt in Reith bei Kitzbühel in der jüngeren Vergangenheit.

Nach der Wiedereröffnung besuchten über 500.000 Gäste die Swarovski Kristallwelten. Die neu geschaffenen Attraktionen haben sich als Besuchermagnet erwiesen.

Der Riese in den Swarovski Kristallwelten präsentiert sich nach der großen Erweiterung erstmals wieder im winterlichen Gewand und verwandelt sich unter dem Motto „Magic Winter Moments“ in eine winterliche Märchenwelt.

Z

ugenommen haben Besuche aus Österreich, insbesondere die Tiroler Familien nutzen die neuen Attraktionen wie etwa den Spielturm. Deutliche Steigerungen wurden auch aus Indien und China registriert: Hier gab es Zuwächse von jeweils rund 20 Prozent. Mit einem „lebendigen Adventkalender“, weihnachtlichen Kunstinstallationen und einem neuen Eislaufplatz mit Blick auf den Riesen wollen die Swarovski Kristallwelten viele Wintergäste nach Wattens locken.

Betriebe im Mittelpunkt Land Tirol, Wirtschaftskammer Tirol und die Industriellenvereinigung präsentieren mit dem Stadtmarketing Hall das Veranstaltungsformat „Offenes Werkstor“.

Stolz auf das „Offene Werkstor”: (v. l.) LR Patrizia Zoller-Frischauf, BGM Eva Maria Posch und WK-Obmann Innsbruck Land Christoph Walser

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Ziel ist es, die Industrie- und Gewerbebetriebe der Region und ihre Tätigkeitsfelder vorzustellen. Seine Premiere wird das Event am 14. April 2016 feiern. „Hall verfügt über zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe, die täglich innovative Produkte erzeugen und so Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region sichern. Häufig ist es aber so, dass nicht einmal unmittelbare Nachbarn diese Unternehmen genau kennen und auch nicht wissen, was dort produziert wird. Auch bleiben die attraktiven Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten oft unbekannt“, berichtet Bürgermeisterin Eva Maria Posch über die Intention hinter der Veranstaltung.


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© IDEALTOURS

40 Jahre Idealtours

© SWAROVSKI KRISTALLWELTEN

D

Susanne und Christof Neuhauser, GF von Idealtours

as Reisebüro Idealtours GmbH wurde 1976 von Simon und Christine Neuhauser in Reith i. A. gegründet. Bald schon konzentrierte sich das Unternehmen ausschließlich auf Reisen ins Ausland mit Schwerpunkt Europa. Mit seinem Reiseprogramm ist Idealtours heute Tirols führender Reiseveranstalter und präsentiert als inhabergeführter Familienbetrieb sein aktuelles Reiseangebot in vielen verschiedenen Katalogen. Die Geschwister Susanne und Christof Neuhauser, seit 2004 Geschäftsführer von Idealtours, sind stets bestrebt, Innovation und die neuesten Reisetrends anzubieten.

© VANESSA WEINGARTNER

Barrierefrei Auch Informationen und Dienstleistungen müssen ab 2016 barrierefrei angeboten werden.

www.brigitta-hochfilzer.at

Autopark Innsbruck ganz neu Der Autopark Innsbruck hat umgebaut und ist jetzt einer von nur vier FordStore-Partnern in Österreich. Mit einem FordStore verbunden ist das exklusive Vertriebsrecht für den Ford Mustang und die Premium-Ausstattungslinie Vignale.

Michael Mayr, der Inhaber des Autoparks Innsbruck: „Mit der Eröffnung des FordStores setzt der Autopark neue Maßstäbe und gehört zum exklusiven Kreis ausgewählter Ford-Autohäuser in Europa.” Der Autopark Innsbruck hat nicht nur die FordStore-CIElemente übernommen, sondern auch den kompletten Ford-Schauraum und die Direktannahme neu gestaltet. In Folge kommt noch ein exklusiver Auslieferungs- und Eventbereich im Obergeschoß dazu. In Summe wurde knapp eine Million Euro investiert.

PR-Beraterin Brigitta Hochfilzer und Rainer Hammerle (GF PRESSETEXTER) agieren gemeinsam unter der Marke b`kom – barrierefreie Kommunikation.

© AUTOPARK INNSBRUCK

Die PR-Agenturinhaberin Brigitta Hochfilzer und die PRESSETEXTER Text- und Kommunikationsagentur haben sich auf barrierefreie Kommunikation spezialisiert und ihr Know-how unter der Marke „b‘kom – barrierefreie Kommunikation“ gebündelt. Hochfilzer: „Unternehmerisch zu denken und dennoch den vielen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden ist schwer. Neutrale Berater mit eigener Unternehmenserfahrung zu suchen, ist daher empfehlenswert“.

www.autopark.at

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„Das Erste, auf das die Menschen verzichten, ist Luxus“ Riedel-Glas-Chef Maximilian J. Riedel im Interview zu den Auswirkungen aktueller Krisen auf den Glashersteller, zu Misserfolgen und Zukunftsplänen. Das Interview führte Stefan Eckerieder.

H

err Riedel, Sie führen das Unternehmen in elfter Generation. Verspüren Sie einen Druck Ihrer zehn Vorgänger? Maximilian J. Riedel: Ja. Zum einen, weil der Mehrheitseigentümer, mein Vater, sehr stolz auf seine Leistungen ist und das auch so weitergehen sehen möchte. Genauso ehrgeizig war mein Großvater. Er hat sehr viel erwirtschaftet. Zum anderen will ich nicht der Letzte sein und die Fackel an meinen Sohn weitergeben. Ich habe vor Kurzem ein Kind bekommen. Mein Ziel ist es, eine Firma weiterzugeben, die noch lange so weitergehen soll wie bis jetzt. Das ist ein Druck, den ich mir selbst auferlegt habe. Ich will es nicht schlechter machen als meine Vorfahren. Wird es schwieriger, die letzte Glasmanufaktur dieser Größe in Österreich zu betreiben? Europaweit gibt es immer weniger Betriebe dieser Art, weil der Konsument nicht mehr bereit ist, für Handarbeit zu bezahlen. Nicht nur auf unser Thema Glas bezogen, das sieht man auch beim Tischler und beim Schlosser. Weil sich heutzutage gewisse Dinge günstiger erwerben lassen. Wir wollen aber weiterhin hier produzieren. Solange die Kunden diese Qualität aus Tirol schätzen, sehen wir keine Probleme. 10

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Dennoch ist es wahrscheinlich teurer, in Österreich handgemachte Ware zu produzieren als in anderen Ländern? Ich würde nicht sagen, dass es sehr teuer ist. Aber im Vergleich zu unserer Konkurrenz ist der Standort Tirol sicher der teuerste. Sie haben kürzlich verkündet, dass sich die Standortfrage immer wieder stellt. Kann man heute keine Standortgarantie mehr für so eine Produktion geben? Garantien kann man deshalb nicht geben, weil wir sehr von der Marktsituation abhängig sind. Das Glas von Riedel wird weiterhin als Luxusprodukt bezeichnet. Das Erste, auf das die Menschen verzichten, ist nun mal der Luxus. Was ist Luxus? Ist es der Wert, der Preis oder die Qualität? Für mich ist Luxus als Unternehmer die Zeit. Und wenn ich mir den Luxus nehme, eine Flasche Wein zu öffnen und diese mit Freunden zu genießen, brauche ich dazu das richtige Glas. Und solange die Menschen Wein genießen, um Freundschaft zu zele-


© THOMAS BÖHM

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Maximilian J. Riedel, Riedel-Glas-Chef

„Wie man den Beruf des Glasmachers interessanter gestaltet, ist ein Thema, auf das wir uns sehr konzentrieren.“

brieren, gibt es auch Platz für die Marke Riedel. Deshalb sehe ich kurzfristig keine Gefahr. Was sich weltweit an den verschiedenen Märkten abspielt, können wir nicht beeinflussen – darunter leiden wir.

gleiche ich uns etwas mit der Modebranche. Zweimal im Jahr bringt Riedel etwas Neues auf den Markt. Wir sind eine sehr kreative Familie und haben Spaß daran, Neues zu erarbeiten – zudem hält es jung. Und neben Spaß und Glück gehört eben auch der wirtschaftliche Erfolg dazu. Bei uns tragen Neuheiten jedes Jahr wenigstens zehn bis 15 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das heißt, für uns ist Innovation auch wirtschaftlich ein wichtiger Faktor und zusätzlich erlaubt uns dies, Menschen zu beschäftigen. Innovation ist nicht nur für uns wichtig, es ist auch für die Wirtschaft wichtig.

Der Beruf des Glasbläsers ist in Österreich beinahe ausgestorben, der Fachkräftemangel ist für Sie somit bereits Realität. Wie gehen Sie damit um? Das ist ein Thema, mit dem wir uns schon lange auseinandersetzen. Und aufgrund der EU-Erweiterung haben wir den Luxus gehabt, dass viele aus Ländern wie der Slowakei, aus Tschechien, Rumänien oder der Türkei zugewandert sind. Dort gibt es noch Glasmacher – wenn auch immer weniger. Wie man den Beruf des Glasmachers interessanter gestaltet, ist ein Thema, auf das wir uns sehr konzentrieren. Im Endeffekt ist es ein Hitzejob, ein harter Job – ein Job mit wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Die Jungen interessieren sich für Technologie, die man in diesem Beruf nicht braucht. Deswegen

Sie haben persönlich den amerikanischen Markt erschlossen, der mittlerweile der wichtigste Markt für Riedel wurde. Stehen weitere Markterschließungen an? Wir arbeiten interessanterweise verstärkt wieder in Europa. Wir reisen sehr viel und dürfen die Marke in mehreren Ländern präsentieren, haben aber zuletzt Europa nicht vergessen. Aber der Fokus war nicht darauf ausgerichtet. Weil Europa immer funktioniert hat. Mittlerweile gibt es Konkurrenz. Es gibt politische Situationen, wo Bedarf besteht, sich wieder mehr auf Europa zu konzentrieren. Das habe ich vor zwei Jahren mit Erfolg angestoßen. Es ist sicher ein Gebiet, in dem wir wieder wachsen können und wollen. In exotischen Ländern haben wir uns →

© RIEDEL (2)

ist der Fachkräftemangel natürlich ein heißes Thema. Aber solange wir Glasmacher finden, wird der Standort Kufstein nicht in Frage gestellt. Wenn sich die Lage aber in 20 bis 30 Jahren zuspitzt, müssen wir uns etwas überlegen. Dann wird sich die Frage stellen, ob wir vorort noch weiter betreiben können oder in Drittländer abwandern müssen.

Riedel ist schon länger kein reiner Weinglashersteller mehr, sondern produziert auch Gläser für andere Getränke. Spielt Innovation eine wichtige Rolle? Ganz eine wichtige. Wir vertreiben unsere Produkte ganz traditionell über den Fachhandel. Da gibt es Konkurrenz. Der Konsument möchte Auswahl haben. In einem Geschäft zum Beispiel möchte er wissen, was es Neues gibt. Imponiert es, schlägt er zu. Da ver-

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© RIEDEL (2)

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„Umsatzmäßig in Bezug auf Umsatz pro Einwohner ist Österreich einer der fünf größten Absatzmärkte der Marke Riedel.“

schon mehrmals die Finger verbrannt. In Indien, Argentinien oder Brasilien hat sich die Wirtschaftssituation nicht so entwickelt, um erfolgreich sein zu können. Dafür sind wir in anderen Ländern in Lateinamerika wie Mexiko, Chile und Peru überraschend gut. Südafrika beziehungsweise der Kontinent Afrika ist für uns mit Sicherheit ein bereits entwickelter Zukunftsmarkt. Wir sind seit längerer Zeit in China tätig und außerdem sehr erfolgreich in Japan und Thailand. Welche Rolle spielt da noch der Heimatmarkt? Eine sehr wichtige. Umsatzmäßig in Bezug auf Umsatz pro Einwohner ist Österreich einer der fünf größten Absatzmärkte der Marke Riedel. Man kann natürlich nicht 250 Millionen Amerikaner mit acht Millionen Österreichern vergleichen. Aber wir sind eine österreichische Marke, wir produzieren in Österreich. Mein Vater ist zum wiederholten Mal zum beliebtesten Tiroler gewählt worden. Das gute Standing wollen wir auch behüten. Wie stark trifft Riedel das RusslandEmbargo? Es trifft uns sehr hart – beim Umsatz etwa. Der Absatz ist nicht mehr

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so stark wie vor 24 Monaten. Für das Jahr 2016 wird sich aber wieder eine starke Erfolgskurve zeigen. Wir waren selbst gerade in Russland und in der Ukraine. Vor Ort spürt man den Konflikt wenig bis gar nicht. Die dortige Wirtschaft kann sich innerhalb kürzester Zeit wieder erholen. Viele heimische Unternehmen beklagen eine anhaltende Stagnation der heimischen Wirtschaft. Spüren Sie diese auch? Wir exportieren in 120 Länder. Und das ist sehr gut, denn wenn wir uns nur auf gewisse Märkte konzentrieren würden, hätten wir wahrscheinlich das Problem, zu abhängig zu sein. Wir sind breit aufgestellt. Das ist auch die Strategie meines Vaters, die ich übernommen habe. Der Wirtschaftsstandort Österreich fällt in vielen Vergleichen immer weiter zurück. Macht Ihnen das Sorgen? Ich höre das und lese das immer mit Erstaunen. Wir spüren jedoch wenig davon. Und auch unsere Marke spürt das nicht. Ich lebe in Kitzbühel. Der Skitourismus war noch nie so stark wie im vergangenen Winter. Tirol


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250 Jahre Riedel Glas aus Familienhand

Die Firmengeschichte Riedels begann vor 250 Jahren in Böhmen mit Johann Christoph Riedel. Von Generation zu Generation weitergegeben, wird das auf Glasmacherei spezialisierte Unternehmen seit 2013 von Maximilian J. Riedel geführt.

Jedes Glas wird im RiedelWerk in Kufstein mundgeblasen und handgefertigt.

lebt nun einmal vom Tourismus und der läuft sehr gut. Wir können keine Verschlechterung bestätigen. Auch unser Absatz in Österreich bestätigt das nicht. Wo sehen Sie Riedel Glas in 20 Jahren? Hoffentlich auf noch mehr schön gedeckten Tischen. In den Händen der Jugend, die einfach das Thema Wein als interessant empfindet. Für denjenigen, der Wein und Spirituosen schätzt oder Coca Cola und andere interessante Getränke, wollen wir weiter der Marktführer sein und wir werden alles tun, was möglich ist, um genau das voranzutreiben. Ich bin mir sicher, dass das jetzt unter dem Schutze des Tiroler Adlers noch besser gelingen wird. ¬ Vielen Dank für das Gespräch

Kurz-Chronologie 1946 entkam Claus Josef Riedel nur knapp der Kriegsgefangenschaft. Mit finanzieller Unterstützung der Familie Swarovski konnte er 1955 die insolvente Tiroler Glashütte in Kufstein übernehmen. Seither ist die Glashütte Kufstein der Stammsitz des Unternehmens. Mit der Herstellung schlichter, eleganter Weingläser folgte eine Neuausrichtung des Unternehmens. 1961 präsentierte Claus Riedel erstmals seine Vorstellungen von Weingläsern. 1973 wurde die mundgeblasene und handgefertigte Serie „Sommeliers“ vorgestellt. Durch seine Untersuchungen, inwieweit die Glasform den Weingenuss beeinflusst, erkannte Claus Josef Riedel einen zentralen Punkt: Praktisch alle Gläser waren zu klein, um dem jeweiligen Wein gerecht zu werden. Die SommeliersSerie wurde weltweit mit Auszeichnungen und Preisen geradezu überhäuft. Claus Riedel und dann sein Sohn Georg Riedel machten das Unternehmen zu einem mit Weltruf. 2004 expandierte das Unternehmen kräftig und übernahm die deutschen Glashersteller Spiegelau und Nachtmann. Seither sind die drei Marken Riedel, Spiegelau und Nachtmann unter einem Dach vereint. Vor gut zwei Jahren hat sich Georg Riedel in den Aufsichtsrat zurückgezogen, seither leitet sein Sohn Maximilian Riedel das Unternehmen. Zuvor hatte er 15 Jahre lang die USA zum wichtigsten Absatzmarkt aufgebaut und Kanada – neben Österreich – zum am stärksten mit Riedel-Gläsern durchdrungenen Markt gemacht. In Kufstein befindet sich die letzte Glasmanufaktur Österreichs in dieser Größenordnung und eine der letzten in Europa mit etwa 145 Glas-Mundbläsern. Mangels genügend

Tiroler Nachwuchses hat man etliche Talente aus Tschechien und der Slowakei nach Tirol geholt. In Kufstein wird zwar nur ein Prozent der insgesamt produzierten 55 Millionen Gläser (und Dekanter) pro Jahr hergestellt, doch dieser Anteil steuert zehn Prozent des Umsatzes bei. Riedel produziert auch für andere Marken, zum Beipiel Nespresso oder Coca Cola. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen wurde das Unternehmen heuer mit dem Tiroler Landeswappen ausgezeichnet. Top-Exportmärkte Nordamerika 40 % EU (ohne Österreich) 30 % Japan 4 % Australien 3 % Lateinamerika 3 % China 1 % Russland 1 % Auszeichnungen: •Design Awards von The Museum of Modern Art New York •Design Award von The San Francisco MoMA •Design Awards von The Corning Museum of Glass, Maison et Objet Paris, Wine Spectator and Wine Enthusiast •Für das Design der Dekanter O, Eve (2008), und Mamba (2011) wurde Maximilian Riedel mit dem Good Design Award ausgezeichnet •1996 wird Georg Riedel mit dem Titel Decanter Man of the Year ausgezeichnet •2006 Ehrenpreis der Republik Österreich für Georg Riedel •2007 Landespreis von Tirol •2009 Wirtschaftsblatt, ernennt Georg Riedel zum Entrepreneur of the Year •2013 Auszeichnung von Maximilian und Georg Riedel als Entrepreneurs of the Year von Ernst&Young •2015 Auszeichnung mit dem Tiroler Landeswappen •Diverse Red Dot Design Awards

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Tirols Industrie • aus Expertensicht • als Arbeitgeber • nach Branchen • im Vergleich


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Tirols größte

Industriebetriebe

Plansee Holding AG NE-Metallindustrie1

6.253* 1.262.000.000 *Stand 28.2.2015 5.

Das sind die 20 umsatzstärksten Unternehmen aus der Industrie. Von Eva-Maria Hotter & Eva Schwienbacher

Pfeifer Holding GmbH Holzindustrie

1.500 509.000.000 Mitarbeiter Stand Nov. 2015

8.

Umsatz in €

Reutte

DIE TOP 20 1. SWAROVSKI GRUPPE

11. RIEDEL GLAS GRUPPE

2. FRITZ EGGER GMBH & CO OG

12. WATTENSPAPIER GMBH & CO KG

3. SANDOZ GMBH

13. THÖNI GRUPPE

4. TIWAG-TIROLER WASSERKRAFT AG

14. VIKING GMBH

5. PLANSEE HOLDING AG

15. GEBRO HOLDING GMBH

6. GE JENBACHER GMBH & CO OG

16. HELLA HOLDING GMBH

7. MONTANWERKE BRIXLEGG AG

17. INNSBRUCKER KOMMUNALBETRIEBE AG

8 . PFEIFER HOLDING GMBH

18. LIEBHERR-WERK TELFS GMBH

9. BINDERHOLZ GRUPPE

19. MWS INDUSTRIEHOLDING GMBH

10. LIEBHERR-HAUSGERÄTE LIENZ GMBH

20. BEMO TUNNELLING GMBH

Quelle: KSV, Wirtschaftskammer Tirol und Unternehmen. Die Umsatzangaben verstehen sich als Nettoumsätze und beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2014. Die Mitarbeiterzahl bezieht sich – wenn nicht anders angeführt – auf den Stand von 30. November 2015.

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Imst

Thöni Gruppe Metallbereich, Umwelttechnik

13.

493 211.100.000

LIEBHERR-WERK TELFS GmbH Metallbereich

472 152.100.000

18.


top.tirol top.industrie

GE Jenbacher GmbH & CO OG Metallbereich

mehr als 1.500 734.040.089

MWS Industrieholding GmbH Gießereiindustrie

14.

35 142.000.000

6.

Viking GmbH Metallbereich

ca. 350* 179.319.000 *im Jahresdurchschnitt

19.

11.

Riedel Glas Gruppe Glasindustrie

1.200* 240.000.000 Swarovski Gruppe Glasindustrie, Optik, Schleifmittel

*Gesamtkonzern

30.000 3.050.000.000

3.

Fritz Egger GmbH & CO OG Holzindustrie

1.

ca. 7.400 2.260.000.000 Sandoz GmbH Pharmazeutische Industrie

2.

ca. 4.000 1.555.617.128

12.

Kufstein Schwoich Wattenspapier GmbH & CO KG Papierindustrie

St. Johann Fieberbrunn

440 212.371.886

Brixlegg 15.

Jenbach

Fügen

Wattens Telfs

Kundl Montanwerke Brixlegg AG NE-Metallindustrie1

306 518.022.902

Innsbruck

Gebro Holding GmbH Chemische Industrie

273 165.800.000

7.

20. 10.

BeMo Tunnelling GmbH Bauindustrie

9.

479 137.352.000

Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH Elektro- und Elektronikindustrie

Binderholz Gruppe Holzindustrie

1.337 266.590.349

1.200 444.000.000 17.

Lienz

Abfaltersbach

4.

16.

Innsbrucker Kommunalbetriebe AG Energie- und Infrastrukturdienstleistungen

657 154.386.738

TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG Elektro- und Elektronikindustrie

HELLA Holding GmbH Metallverarbeitende Industrie

1.296 163.500.000

ca. 1.500 1.274.300.000 1

NE-Metall=Nichteisenmetall

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„Als Industrieland oft unterschätzt“ Hermann Lindner, WK-Spartenobmann der Tiroler Industrie, im Interview zum Standort Tirol, zu internationaler Wettbewerbsfähigkeit und künftigen Herausforderungen, wie der wachsenden Digitalisierung. Das Interview führte Eva-Maria Hotter.

H

err Lindner, wie schätzen Sie Tirol als Industriestandort ein? Hermann Lindner: Wir werden als Industrieland oft unterschätzt. Tirol hat einen relativ hohen Industrieanteil mit über 25 Prozent. Die Industriesparte besitzt einen guten Mix aus einigen großen Leitbetrieben, einer hohen Anzahl an Spezialisten, Nischenanbietern sowie mittleren und kleineren Industriebetrieben. Insgesamt gibt es derzeit 449 Industriebetriebe in Tirol mit 42.524 Mitarbeitern und mit etwa 9,5 Milliarden Umsatz – 69 Prozent davon werden exportiert.

© DOMINIQUE HUTER

In welche Länder wird exportiert? Primär in die benachbarten EU-Länder, insbesondere Deutschland, Schweiz oder Oberitalien. Ein sehr hoher Teil wird aber auch international exportiert, das betrifft hauptsächlich die großen Leitbetriebe. Speziell jene Firmen, die Weltmarktführer in ihren Bereichen sind, haben einen besonders großen Exportanteil. Welche Standortvorteile hat Tirol? Die zentrale Lage zwischen Nord und Süd, Ost und West zählt gewiss zu einem der größten Vorteile. Besonders im Hinblick auf die Industriezentren im süddeutschen Raum und Norditalien – auch der Weg in die Schweiz ist nicht weit. Zudem bieten sich auch die östlichen Länder künftig verstärkt als Markt an. Ein 18

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weiterer Vorteil: In Tirol gibt es ein hohes Niveau an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Wodurch entsteht dieses Ausbildungsniveau? Es gibt in Tirol von der Lehre bis zur Universität eine durchgehende Ausbildung. Außerdem bietet Tirol hoch qualifizierten Mitarbeitern mit seiner geografischen Lage inmitten der Berge und dem Freizeitangebot durchaus einen Anreiz. Sie haben gerade die Mitarbeiter angesprochen, merkt die Branche den Fachkräftemangel? Die demografische Entwicklung macht auch vor der Sparte Industrie nicht Halt. Es wird versucht, die duale Lehr-Ausbildung hochzuhalten. Die Industrie ist hier sicher Vorreiter, weil wir gute

„Die demografische Entwicklung macht auch vor der Sparte Industrie nicht Halt. Es wird versucht, die duale Lehr-Ausbildung hochzuhalten.“


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Ausbildungsmöglichkeiten an den Standorten selbst haben. Mit Lehre und Matura stehen den Lehrlingen alle Ausbildungsmöglichkeiten offen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, dass wir – nach wie vor – ausreichend Lehrlinge bekommen. Aber es müssen durchaus große Anstrengungen unternommen werden, um die duale Ausbildung attraktiv bei den Jugendlichen und ihren Eltern zu positionieren. Hier gilt es die vielversprechenden Zukunftsperspektiven aufzuzeigen, weil wir künftig diese jungen, motivierten Fachkräfte brauchen.

„Es hat sich über die letzten Jahrzehnte bereits gezeigt, dass sich in Tirol jene Industriebetriebe durchsetzen, die als Nischenanbieter oder Weltmarktführer sich in ihren Bereichen etabliert haben – das sind alles Spezialisten.“ Gibt es auch Aspekte, die den Standort einschränken? Es hat sich über die letzten Jahrzehnte bereits gezeigt, dass sich in Tirol jene Industriebetriebe durchsetzen, die als Nischenanbieter oder Weltmarktführer sich in ihren Bereichen etabliert haben – das sind alles Spezialisten. Es geht dabei mehr um Know-how und um spezielle Produkte als um industrielle Massenfertigung. Der Grund dafür liegt in den beschränkten Ausdehnungsmöglichkeiten in Tirol. Aufgrund dieser räumlichen Gegebenheiten ist die Industrie auch entlang der Inntalfurche von Kufstein bis Landeck konzentriert. Bestehen weitere Herausforderungen? Neben den geografischen Einschränkungen gibt es auch regionale Aspekte, wie zum Beispiel die roten Zonen im Unterinntal oder auch die Zusatzmaut. Dieser zusätzliche 25 Prozent Mautaufschlag im Unterinntal trifft nämlich hauptsächlich die Industrie, insbesondere jene Betriebe mit einem hohen Transportanteil. Rein standortmäßig ergibt sich daraus eine Benachteiligung. Zudem spielen auch verkehrstechnische Restriktionen eine wesentliche Rolle, wie das sektorale Fahrverbot. Was ist für Sie der Motor der Industrie? Da es in Tirol hauptsächlich Spezialisten gibt, stehen Forschung und Entwicklung sowie Innovationen an erster Stelle. Die Betriebe brauchen hervorragende

Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen, um sich international zu profilieren. Durch die gute Ausbildung der Mitarbeiter und Innovationen ist genau das der Tiroler Industrie gelungen, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Das beweist nicht zuletzt der hohe Exportanteil. Wie sehen Sie die Rolle der Industriebetriebe als Arbeitgeber? Seit 2003 gibt es etwa 18 Prozent mehr Beschäftigte in der Tiroler Industrie. Der Mitarbeiterstand wurde also stark ausgebaut, ohne dass die Industriebetriebe groß ausgebaut wurden. Auch aktuell entstehen viele neue Arbeitsplätze und Berufe. Hier gibt es vor allem ein Schlagwort: Industrie 4.0. Was ist damit gemeint? Durch die wachsende Digitalisierung verändern sich auch die Anforderungen im Berufsleben, dadurch sind neue Qualifikationen notwendig. Es entstehen neue Berufe und Lehrberufe. Die Ausbildung der Mitarbeiter muss an diese neuen Gegebenheiten angepasst werden. Stark gilt es auf die MINT-Fächer zu achten, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es muss frühzeitig damit begonnen werden, das Interesse der jungen Leute zu wecken. Neue Schwerpunkte sind dabei unter anderem Mechatronik, Informatik und Kommunikationstechnologie. Künftig müssen sich die Betriebe somit neu ausrichten, um den Anschluss nicht zu verlieren und weiterhin vorne dabei zu sein. ¬ Vielen Dank für das Gespräch

Das sagt die WK Tirol: „Höhere Sondermaut im Unterinntal gefährdet Tiroler Betriebe“ • Einführung 2012 • Ab 1. Jänner 2016: Mauterhöhung auf 25 Prozent für die Strecke Kufstein/Innsbruck • Stufenplan mit prozentueller Erhöhung • 2013: Zusage von Verkehrsministerin Bures, dass für alle querfinanzierten Tunnelprojekte eine Zusatzmaut kommt • ABER: Koralm- und Semmeringtunnel (in Bau) kommen OHNE Zusatzmaut aus • Mehrkosten für einzelne Unternehmen betragen mehr als 100.000 Euro • Ergebnis: Ungleichbehandlung der Tiroler Wirtschaft • Dezember 2015: Prüfung einer Klage gegen den Bund

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Die Industrie als Arbeitgeber Die Größen- und Beschäftigtenstruktur im Überblick

Großbetriebe

39

(8,7 %)

Ein-Personen-Unternehmen

100

(22,3 %)

Mittelbetriebe

76

(16,9 %)

449

BETRIEBE

Kleinbetriebe

99

(22 %)

Klein, aber mächtig Ein Blick auf die Größenstruktur verrät, dass die Industriebetriebe in Tirol kleinstrukturiert sind. Mehr als die Hälfte aller Industriebetriebe sind Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstbetriebe. Tirolweit gibt es 76 Mittelbetriebe und 39 Großbetriebe. Zu letzteren zählen hochspezialisierte Nischen- und Leitbetriebe, die in ihren Bereichen Weltmarktführer sind. Quelle: Beschäftigtenstatistik 2015 der WK Tirol; Stand 1. August 2015; Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Mitarbeiter der Mitgliedsbetriebe der WK Tirol.

20

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Kleinstbetriebe

135

GRÖSSENSTRUKTUR NACH BESCHÄFTIGTEN: Ein-Personen-Unternehmen: 0 Kleinstbetriebe: 1 bis 9 Kleinbetriebe: 10 bis 49 Mittelbetriebe: 50 bis 249 Großbetriebe: ab 250

(30,1 %)


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Gewerbe und Handwerk

Tourismus und Freizeit

50.800

5.658

Handel

42.624

4.038

Industrie

42.524

349

Transport und Verkehr

15.751

1.198

Information und Consulting

Bank und Versicherung

60.260

6.099

2.040 117

Mittelfeldspieler im Spartenvergleich

12.862 8.070

BETRIEBE

BESCHÄFTIGTE

19.499

232.891

GESAMT

Ein Vergleich der Beschäftigtenstruktur zeigt, dass sich die Industrie als Dienstgeber genau im Mittelfeld befindet. Mit 1. August 2015 fanden 42.524 Menschen in Tirol in industriellen Betrieben Arbeit. Mehr Beschäftigte gibt es in den Wirtschaftszweigen Gewerbe und Handwerk, Tourismus und Freizeit sowie im Handel. Betrachtet man das Verhältnis der Betriebsanzahl zu den Beschäftigten, liegt Tirols Industrie auf Platz eins. In keiner anderen Sparte arbeiten im Schnitt mehr Menschen pro Betrieb.

GESAMT

Quelle: Beschäftigtenstatistik 2015 der WK Tirol; Stand 1. August 2015; Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Mitarbeiter der Mitgliedsbetriebe der WK Tirol.

SilberQuelle:

Eins mit dem Wasser.

Hermann Gruber

Eigentümer SilberQuelle

Günther Gruber

Eigentümer SilberQuelle

Tiroler Wasser. Ganz privat.

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Streifzug durch die Bezirke Die Tabelle informiert über die Anzahl der Industriebetriebe, die ihren Hauptstandort in den jeweiligen Bezirken, haben sowie über die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten. Im Besonderen in Reutte, Kufstein und Lienz spielt die Industrie als Arbeitgeber mit einem Beschäftigtenanteil von über 25 Prozent eine beachtliche Rolle.

Dienstgeberbetriebe in der Industrie

unselbstständige Beschäftigte in der Industrie

Dienstgeberbetriebe gesamt*

unselbstständige Beschäftigte gesamt

Anteil der Beschäftigten in der Industrie

INNSBRUCK STADT

47

5.347

3.449

52.212

10,2 %

INNSBRUCK LAND

72

10.684

3.785

47.775

22,4 %

IMST

28

1.107

1.577

16.221

6,8 %

KITZBÜHEL

27

2.305

2.201

19.853

11,6 %

KUFSTEIN

70

10.746

2.702

33.799

31,8 %

LANDECK

15

191

1.335

12.633

1,5 %

LIENZ

31

3.476

1.201

12.405

28 %

REUTTE

22

3.405

912

10.342

32,9 %

SCHWAZ

37

5.263

2.337

27.651

19 %

Bezirk

*gewerbliche Wirtschaft, alle Sparten (Gewerbe und Handwerk, Industrie, Handel, Bank und Versicherung, Transport u. Verkehr, Tourismus u. Freizeitw., Information u. Consulting) Quelle: Beschäftigtenstatistik 2015 der WK Tirol; Stand 1. August 2015; Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Mitarbeiter der Mitgliedsbetriebe der WK Tirol.

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© GENERAL ELECTRIC COMPANY (3)

top.tirol Entgeltliche Einschaltung

GE in Jenbach hat die Energielösungen von morgen

In Tirol zu Hause, auf der ganzen Welt erfolgreich: Gasmotoren und Energielösungen der Spitzenklasse, die Auszeichnung als „effizientester Produktionsbetrieb“ und Topplatzierungen zahlreicher Lehrlinge bei Wettbewerben sind nur einige der Leistungen, mit denen GE in Jenbach national und international auf sich aufmerksam macht.

G

E in Jenbach ist einer der führenden Anbieter von Anlagen, Motoren und Dienstleistungen auf dem Gebiet der dezentralen Energieversorgung. Die Produktpalette der Distributed-Power-Sparte umfasst hoch effiziente, treibstoffflexible Gasmotoren, die mit einer Leistung von 100 kW bis 10 MW Strom, Wärme und Kälte für zahlreiche Branchen weltweit erzeugen. Energie-Pionier. Wie gut GE wirklich ist, bewies das Unternehmen einmal mehr beim Gasmotor J920 FleXtra. Der in Jenbach entwickelte Motor mit seiner Leistung von rund 10 MW wurde von Beginn an darauf ausgelegt, den höchsten elektrischen Wirkungsgrad seiner Leistungsklasse zu erreichen. Und das ist GE in Jenbach auch gelungen: Das Unternehmen konnte bei der Baureihe 9 im Testbetrieb einen elektrischen Wirkungsgrad von 50,1 Prozent demonstrieren und erzielte damit

einen bisher unerreichten Spitzenwert in der 10 MW Gasmotorenklasse. „Dieses Ergebnis ist nicht nur ein historischer Erfolg, sondern sichert unsere Rolle als Pionier in der Entwicklung neuer Technologien“, so Martin Mühlbacher, Standortleiter von GE in Jenbach. Größtes BHKW mit GE-Power. GE-Motoren sind auch in Deutschland sehr gefragt. In Hamburg nahm erst kürzlich Umweltsenator Jens Kerstan das größte und leistungsstärkste Blockheizkraftwerk (BHKW) der Metropolregion in Betrieb. Herzstück der Anlage ist der Jenbacher Gasmotor J920 FleXtra. Durch ein innovatives Anlagenkonzept, bei dem die Abwärme des Motors dem Heizkreislauf zugeführt und so effizient genutzt wird, kann der Wirkungsgrad der Anlage auf über 95 Prozent gesteigert werden. Spitzenqualität auch in Kiel: Gemeinsam mit dem Generalunternehmer Kraftanlagen München unterstützt GE die Stadtwerke Kiel dabei, mit einem modernen Gasheizkraftwerk eine flexible und umweltgerechte Generation von Energieerzeugungsanlagen aufzubauen. Dafür sind 20 Jenbacher Gasmotoren des Typs J920 FleXtra im Einsatz. Auszeichnung als „Fabrik 2015“. Nicht nur in der Energieversorgung, son-

dern auch bei der Produktion selbst setzt GE in Jenbach auf höchste Effizienz. Anfang November erhielt das Unternehmen dafür den vom Industriemagazin und Fraunhofer Österreich ausgeschriebenen Preis „Fabrik 2015“. Damit gehört GE in Jenbach nun offiziell zu den effizientesten Produktionsbetrieben Österreichs. Erfolgreiche Lehrlinge. Top-Qualität zeigt GE auch in der Ausbildung der Fachkräfte. Zahlreiche Lehrlinge des Werks in Jenbach punkten regelmäßig bei landes- und bundesweiten Wettbewerben. Zuletzt belegte Michael Kofler bei der Berufs-Weltmeisterschaft WorldSkills im brasilianischen São Paulo den 5. Platz in der Disziplin CNC-Fräsen. Beim Tiroler Lehrlingswettbewerb 2015 stellte der Traditionsbetrieb in den Berufsgruppen Maschinenbautechnik und Mechatronik gleich drei Landessieger. ¬

GE Jenbacher GmbH & Co OG Achenseestraße 1 – 3 6200 Jenbach Tel. 05244/600-0 www.ge-distributedpower.com

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Welche ist die mitarbeiterstärkste Branche? In die Top 5 der Branchen mit den meisten Mitarbeitern reihen sich der Metall-Bereich, die chemische Industrie, die Glasindustrie, die Elektround Elektronikindustrie sowie die Lebensmittelindustrie. Die Branche mit dem höchsten Frauenanteil ist die chemische Industrie. Die meisten Lehrlinge werden im Metall-Bereich ausgebildet.

()= Anzahl der Dienstgeber-Betriebe

Arbeiter

Angestellte

Branche

Lehrlinge

Mitarbeiter gesamt

1.

MASCHINEN- U. METALLWAREN UND GIESSEREIINDUSTRIE (70)

4.191

902

2.199

658

317

8.267

2.

CHEMISCHE INDUSTRIE (29)

1.280

589

2.463

1.727

143

6.202

3.

GLASINDUSTRIE (2)

1.340

1.204

1.315

637

80

4.576

4.

ELEKTRO- U. ELEKTRONIK (17)

1.972

673

1.330

341

161

4.477

5.

LEBENSMITTELINDUSTRIE (32)

1.131

711

661

1.349

178

4.030

6.

HOLZINDUSTRIE (93)

2.362

187

549

343

89

3.530

7.

BAUINDUSTRIE (7)

2.071

19

544

123

90

2.847

8.

STEIN- U. KERAMISCHE INDUSTRIE (17)

1.328

107

800

289

92

2.616

9.

TEXTIL-, BEKLEIDUNGS-, SCHUH- UND LEDERINDUSTRIE (29)

368

644

175

426

15

1.628

10.

GAS- U. WÄRMEVERSORGUNG (19)

550

126

547

191

80

1.494

11.

FAHRZEUGINDUSTRIE (7)

402

64

167

53

57

743

12.

BERGWERKE UND STAHL (19)

420

15

122

47

9

613

13.

NE-METALLINDUSTRIE (2)

260

22

196

44

26

548

14.

HERSTELLER VON PRODUKTEN AUS PAPIER UND KARTON (4)

262

74

94

36

10

476

15.

PAPIERINDUSTRIE (1)

295

4

103

35

4

441

16.

MINERALÖLINDUSTRIE (1)

1

29

6

36

INDUSTRIE GESAMT

18.232

5.342

11.294

6.305

1.351

42.524

Quelle: Beschäftigtenstatistik 2015 der WK Tirol; Stand 1. August 2015; Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Mitarbeiter der Mitgliedsbetriebe der WK Tirol. Einteilung erfolgte nach der WK-Fachgruppenzuteilung.

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SWARCO – Verkehrstechnik zum Greifen nah

Die TRAFFIC WORLD von SWARCO erweist sich als Besuchermagnet und setzt Verkehrssicherheit und modernes Verkehrsmanagement anschaulich in Szene.

© SWARCO (3)

Netzbeeinflussungsanlage auf Autobahn A3 in Deutschland

Fachausstellung „Straßenmarkierungen“ in der SWARCO TRAFFIC WORLD

Geballte Verkehrstechnikkompetenz an einem Ort: Die SWARCO TRAFFIC WORLD in Wattens

I

m Jahr 1969 legte der Tiroler Unternehmer Manfred Swarovski in Amstetten den Grundstein für seine erste Glasperlenfabrik. 46 Jahre später ist daraus der international agierende Verkehrstechnologiekonzern SWARCO mit Sitz in Wattens gewachsen. Der Konzern unterstützt das steigende Mobilitätsbedürfnis der Gesellschaft mit Produkten, Systemen, Services und Komplettlösungen für Straßenmarkierungen, inner- und außerstädtisches Verkehrsmanagement, Parken, öffentlichen Nahverkehr, Infomobilität und LED-Straßenbeleuchtung. SWARCO ist weltgrößter Hersteller von Ampeln, die weltweite Nr. 2 bei Reflexglasperlen. Nirgendwo sonst kann man Verkehrstechnik so anschaulich erleben wie in der Mitte 2014 eröffneten SWARCO TRAFFIC WORLD am Konzernsitz in Wattens. Seit November 2015 ist der Schauraum um die Themen Glasperlen, Retroreflexion und Straßenmarkierungssysteme erweitert. Zahlreiche Besuchergruppen

aus Industrie, Politik, Gemeinden, Banken, Forschungseinrichtungen und dem Bildungswesen nutzten bereits die Gelegenheit, sich im Detail über die Kompetenzen und das Produkt- und Systemspektrum der Unternehmensgruppe zu informieren. „Die Besucher schätzen den persönlichen Dialog mit uns und verlassen unseren Schauraum mit einem deutlich erweiterten Verständnis zu den mannigfaltigen Aspekten des Straßenverkehrs, die uns tagtäglich mehr oder weniger bewusst begegnen“, freut sich SWARCO Unternehmenssprecher Richard Neumann. Wie hält man den Verkehr in Städten flüssig? Wie funktioniert das Management einer Busflotte im öffentlichen Verkehr? Welche Lösungen gibt es im Bereich der Elektromobilität? Wie tragen LEDs in Signal- und Beleuchtungstechnik dazu bei, Haushalte zu entlasten? Auf all diese und noch viele weitere Fragen gibt es in den Verkehrswelten von SWARCO Antworten. ¬

Zahlen, Daten, Fakten zu SWARCO: Vorstand: Martin Lenz (CEO), Daniel Sieberer (CFO), Michael Schuch (COO) Konzernumsatz 2014: 509 Mio. Euro Mitarbeiter 2014: 2.800 Tochtergesellschaften: 82 in 24 Ländern Globale Präsenz: in 70 Ländern SWARCO AG Blattenwaldweg 8, 6112 Wattens Tel. 05224/5877-0 Fax: 05224/56070 E-Mail: office.ag@swarco.com www.swarco.com

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Die Industrie nach Branchen Metall-Bereich (Gießereiindustrie, NE-Metallindustrie, Maschinen und Metallwaren, Fahrzeugindustrie)

3.501.543

Glasindustrie und Chemische Industrie

2.568.850

Holzindustrie

846.896

Nahrungs- und Genussmittelindustrie

531.266

Bauindustrie

517.283

Elektro- u. Elektronikindustrie

516.865

Stein- und keramische Industrie

357.461

Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen

225.808

Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie

183.397

Bergwerke und Eisen erzeugende Industrie Mineralölindustrie Papier- und papierverarbeitende Industrie Film- und Musikindustrie

© TIROLER TAGESZEITUNG

Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten, erweist sich die Tiroler Industrie als robust. Das lässt sich insbesondere auf die Branchenstruktur zurückführen.

Gottfried Tappeiner ist Universitätsprofessor am Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte an der Uni Innsbruck.

INDUSTRIE GESAMT

9.548.800

G*

Angaben in 1.000 Euro

Branchenmix und Standortvorteil Von der Holz- über die Bau- bis hin zur Lebensmittelbranche – die Tiroler Industrie weist einen breiten Branchenmix auf, was auch ihre Stärke ausmacht. „Der Vorteil der breiten Produktpalette ist, dass Tirol robust gegen Branchenkonjunkturen ist“, erklärt Universitäts-

professor Gottfried Tappeiner, der unter anderem auf dem Gebiet der Regionalökonomik forscht. Die größte strukturelle Veränderung war der Rückgang der Textilproduktion – der älteste Industriezweig im Land. Dieser sei auf die günstigeren Produktionsbedingungen im Ausland zurückzuführen. „In Tirol ist es fast unmöglich, konkurrenzfähig zu produzieren“, sagt der Volkswirt, „es

gibt jedoch einige Unternehmen, die mit innovativen Spezialtextilien eine zusätzliche Wertschöpfung generieren können und am Markt erfolgreich sind.“ Bis auf diese Ausnahme ist die Branchenaufteilung in den vergangenen 15 Jahren dem Experten zufolge relativ stabil geblieben. Erfolgsfaktor Sicherheit. Der Standort Tirol biete wider gängiger Vorstellungen eine Reihe an Vorteilen, erklärt Tappeiner. So werde Tirol im Ausland mit touristischen Vorstellungen und einer sauberen Umwelt verbunden, wodurch es auch zur Imageübertragung auf die Industrieprodukte aus Tirol komme. Tirol verfüge außerdem über eine sehr gute Infrastruktur. Als weiteres Plus nennt er die gute Ausbildung der Fachkräfte und den Arbeitseinsatz der Bevölkerung. Zudem befindet sich Tirol inmitten eines Wohlstandsgebietes, wodurch ein großer „Heimmarkt“ entsteht. „Schließlich ist ganz Österreich ein Land, das politisch stabil ist. Und Sicherheit ist einer der wichtigsten Produktionsfaktoren“, sagt Tappeiner.

* G = geheim wegen Datenschutz. Alle Daten, die weniger als vier Betriebe betreffen, wurden aufgrund der gesetzlichen Geheimhaltungsbestimmungen unterdrückt und durch ein „G“ ersetzt. Quelle: Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich. Abgesetzte Produktion: Güterliste 1 und 2. Die Güterliste 1 definiert die Haupttätigkeit, die Güterliste 2 die Leistungen aus wirtschaftlicher Nebentätigkeit, die von güterproduzierenden Unternehmen neben der reinen Produktionstätigkeit erbracht werden (z. B. Handeln, Lagern, Forschen und Entwickeln, Vermieten u. a. Dienstleistungen).

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Entwicklung der abgesetzten Industrieproduktion von 1997 bis 2014: Angaben in 1.000 Euro EURO

9.309.401

10.000.000

8.750.774

9.572.891

8.710.711

9.548.800

9.606.373

8.244.216

8.863.769

8.000.000

6.469.440 5.948.967

7.816.025 7.228.700

5.559.794

6.000.000

6.179.319

4.987.180

5.776.606

4.436.910 4.725.654

4.000.000 0

JAHR

1997

1999

2001

2003

2005

2007

2009

2011

2013 2014 Quelle: WK Tirol

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Die Industrie im Vergleich Tiroler Industrieprodukte im In- und Ausland

Wichtige Leitbetriebe 2014 setzten Tirols Industriebetriebe Waren im Wert von 5,7 Milliarden Euro im Ausland ab. Davon rund 3 Milliarden in EU-Länder und 2,7 Milliarden in Drittstaaten. „Die Exportzahlen zeigen, dass Tirol wettbewerbsfähig und insgesamt sehr gut aufgestellt ist“, sagt Volkswirt Gottfried Tappeiner. Ein beachtlicher Anteil der Güter wird an Drittstaaten geliefert. Der Grund dafür sei die Größenstruktur der Tiroler Industriebetriebe, erklärt Tappeiner: „In Tirol gibt es gut zehn führende Leitbetriebe, deren Märkte außerhalb der EU liegen. Würden diese wegfallen, würde sich die Exportquote dras-

tisch ändern.“ Die Bedeutung der Leitbetriebe für Tirol zeige sich beispielsweise im Vergleich mit der Region Südtirol. Dort ist die Ausfuhr an Drittstaaten wesentlich geringer, da die Südtiroler Industrie vor allem aus kleinen und mittleren Betrieben besteht. Für die Volkswirtschaft sind Leitbetriebe ein wesentlicher Motor. Sie verfügen über Expertise am internationalen Markt und ebnen anderen Unternehmen den Weg. „Mit ihrem Know-how, zum Beispiel um die Gesetzeslage im Ausland, erleichtern sie anderen Unternehmen die Erschließung neuer Märkte“, erklärt der Experte. Wichtige Handelspartner außerhalb der EU sind die USA, die Schweiz und Asien.

Industrieproduktion 2014 nach Bundesländern ohne Bauindustrie Nicht für alle Bundesländer gibt es Zahlen für die Bauindustrie – im Vergleich der Bundesländer wurden deshalb die Werte ohne Bauindustrie ausgewiesen.

Tirol

€ 9.017.368 6,5 %

Oberösterreich

Kärnten

€ 35.984.181

€ 6.437.557

25,9 %

4,6 %

Wien

Salzburg

€ 18.482.743

€ 5.484.550

13,3 %

4%

Österreich

€ 138.722.847

Vorarlberg

Steiermark

€ 7.879.494

€ 23.546.436

5,7 %

17 %

Burgenland

€ 2.622.478 1,9 %

Angaben in 1.000 Euro 28

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Niederösterreich

€ 29.268.040 21,1 %


top.tirol

Die Exportquote der Tiroler Industrie im Bundesländervergleich in Prozent 36,3 %

Tirol

32,6 %

38,2 %

Vorarlberg

41,1 %

47,4 %

Steiermark

22,8 %

42,4 %

Salzburg

25,9 % 16,8 %

50 %

Kärnten

42,1 %

Oberösterreich

23,8 % 12,3 %

38,8 %

Burgenland Wien

28,8 %

Niederösterreich

29,1 %

20,1 % 16,1 % 22,8 %

39 %

Österreich

0%

Euroländer

20 %

Drittstaaten

40 %

60 %

80 %

100 %

Quelle: Statistik Austria

Entgeltliche Einschaltung

Gartengeräte-Hersteller VIKING – innovativ, familiär, international Die VIKING GmbH zählt nicht nur zu den umsatzstärksten Unternehmen im Raum Kufstein, sondern gilt auch als beliebter Arbeitgeber in der Region.

D

er Grundstein für den Erfolg des Gartengeräte-Premiumherstellers VIKING wurde 1981 in Kufstein gelegt. Das erste Produkt war damals der Garten-Häcksler. Heute produziert VIKING in Langkampfen Rasenmäher, Robotermäher, Aufsitzmäher, Vertikutierer, Garten-Häcksler und Motorhacken. Seit 1992 gehört

Im VIKING Kompetenzzentrum in Langkampfen waren 2014 350 MitarbeiterInnen beschäftigt. 2015 ist diese Zahl weiter gewachsen.

Attraktive Neuheit 2015: Der Garten-Häcksler GE 140 L, der leise und doch kraftvoll für Kleinholz sorgt

das Unternehmen zur deutschen STIHL Gruppe. Innerhalb der STIHL Gruppe ist VIKING das Unternehmen mit GartenKompetenz, setzt auf Premium-Qualität sowie auf die Beratung und den Service der ca. 11.000 Fachhändler. In Langkampfen werden auch immer mehr Akku-Produkte der Konzernmutter STIHL gefertigt. Gemäß seinem Leitspruch „Aus Freude am Rasen“ präsentiert VIKING Jahr für Jahr ein attraktives Sortiment an Gartengeräten. 2015 waren das neue Rasentraktoren der Serie T4, ein runderneuertes Motorhacken-Programm, die neue Profi-Rasenmäher Serie 7 für harte Dauereinsätze, der nur 13 kg schwere Elektro-Mäher ME 235 für den Hobby-Gärtner sowie zwei sehr leise Elektro-Gartenhäcksler. Innovation wird großgeschrieben im Unternehmen. Auch

für die Garten-Saison 2016 hat VIKING ein Feuerwerk an Innovationen vorgesehen, die Garten-Fans werden sich freuen. Kernmarkt ist ganz klar Europa. Mit einem Exportanteil von ca. 98 Prozent ist der Spezialist für Gartengeräte derzeit in ca. 60 Ländern vertreten. Die wichtigsten Exportmärkte sind Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Russland, Polen sowie Gro߬ britannien.

VIKING GmbH Hans-Peter-Stihl-Str. 5 6336 Langkampfen Tel. 05372/6972-0 information@viking.at www.viking.at

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Die Exportentwicklung Euroländer

Die Übersicht zeigt die Entwicklung der abgesetzten Produktion im Ausland von 2003 bis 2014. Die Exportentwicklung war wesentlicher Wirtschaftsmotor. Zu Gute kam der Sparte vor allem das wachstumsstarke Deutschland, die günstige Euro-Entwicklung im Vergleich zu Dollar und Schweizer Franken sowie die zunehmende Stabilisierung der italienischen Wirtschaft. Auch die Preisentwicklung der Energie-Rohstoffe hat sich positiv ausgewirkt.

7 MRD. 6 MRD.

3,8

5 MRD.

Ausland gesamt Quelle: Statistik Austria

5,6

5,3

4,7

4,1

Drittstaaten

6,1

5,6

5,6

6,0

5,7

5,5

4,8

4 MRD. 3 MRD. 2 MRD.

3,0

2,9 2,0

2,5

2,3 1,8

2,2

2,4

3,0 2,6

3,2

3,0 2,6

2,5

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1 MRD. Beträge in €

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Die besten Seiten der Tiroler Wirtschaft

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top.tirol Entgeltliche Einschaltung

Von der Bierbrauerei zum Kompetenzzentrum für Biotechnologie © SANDOZ (2)

Seit knapp 70 Jahren werden von Tirol aus Patienten auf der ganzen Welt mit Arzneimitteln versorgt. Seit 70 Jahren werden in Kundl hochwertige Arzneimittel entwickelt und produziert.

Seit 1954 wurden 1.600 junge Menschen zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet.

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lles begann 1946: In Kundl wurde in den Räumlichkeiten der stillgelegten Kundler Brauerei die Biochemie GmbH gegründet. Ziel war es, die notleidende Bevölkerung mit einem lebensrettenden Antibiotikum zu versorgen. Bereits 1948 konnten die ersten Ampullen Penicillin an Ärzte und Spitäler ausgeliefert werden. Und die medizinische Sensation ließ nicht lange auf sich warten: 1952 entdeckten Ernst Brandl und Hans Margreiter das säurestabile Penicillin, das in dieser Form noch heute verfügbar ist. Weltweite Patientenversorgung. Innerhalb der letzten 70 Jahre hat sich zwar der Firmenname geändert, aber nicht der Innovationsgeist. Die ehemalige Biochemie GmbH wurde 2003 zur Sandoz GmbH und ist der letzte verbliebene voll integrierte Hersteller von Antibiotika in der westlichen Welt. Als Teil der weltweiten Novartis Gruppe entwickelt, fertigt und vermarktet die Sandoz GmbH patentfreie Arzneimittel – vor allem Antibiotika und Biosimilars. Produziert wird in Kundl und Schaftenau. Pro Jahr verlassen rund 200 Millionen Packungen das Werk in Kundl. Die Pro-

dukte kommen weltweit zum Einsatz. Mit seinen zwei Standorten ist das Unternehmen einer der drei größten industriellen Arbeitgeber in Tirol. Rund 4.000 Mitarbeiter erwirtschaften 3,4 % der Tiroler Wertschöpfung. Sie machen durch ihre Arbeit qualitativ hochwertige und kostengünstige Medikamente für immer mehr Menschen weltweit zugänglich. Zukunftsmarkt Biosimilar. Sandoz ist Pionier und Weltmarktführer auf dem Gebiet der Biosimilars, und die österreichischen Standorte Kundl und Schaftenau leisten einen wesentlichen Beitrag hierzu. Bereits 2006 wurde ein menschliches Wachstumshormon von Sandoz als erstes Biosimilar überhaupt für den europäischen und US-amerikanischen Markt zugelassen. Zwei weitere folgten 2007 und 2009. Sandoz ist damit das einzige Unternehmen in Europa, das Zulassungen für drei Biosimilar-Produkte besitzt – zwei davon werden in Kundl und Schaftenau hergestellt. Ein Großteil der Investitionssumme von Sandoz/Novartis fließt derzeit daher in diesen Bereich. Sandoz wird auch in Zukunft seine Pionierrolle im Bereich der Biosimilars weiter behaupten. ¬

AUSGEZEICHNETER LEHRBETRIEB Sandoz ist nicht nur der größte Ausbildungsbetrieb in der Tiroler Industrie, sondern hält auch seit Jahren das Prädikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“. Seit 1954 wurden 1.600 junge Menschen zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet. Aktuell bietet Sandoz sechs Lehrberufe zur Ausbildung an: Labortechniker, Chemieverfahrenstechniker, Pharmatechnologe, Elektrotechniker, Metalltechniker und Mechatroniker. Seit Herbst 2015 stehen Lehrlingen bei Sandoz alle Ausbildungsmöglichkeiten offen – von der klassischen Lehre über Lehre und Matura sowie Lehre im Anschluss an die Matura.

Sandoz GmbH Biochemiestr. 10 6050 Kundl Tel. 05338/200 2202 Fax: 05338/200 499 E-Mail: kommunikation.sandoz_oesterreich@sandoz.com www.sandoz.at

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top.industrie

Engagierte Industriebetriebe Ob Sport, Kultur oder Soziales – abseits ihres Kerngeschäfts leisten viele Tiroler Industriebetriebe in unterschiedlichen Bereichen einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, wie diese sieben Beispiele zeigen. © TOM BENZ

Tiroler Festspiele Erl

© TOURISMUSVERBAND KITZBÜHELER ALPEN

1997 gegründet, finden die Tiroler Festspiele Erl seit 1998 unter der Gesamtleitung von Gustav Kuhn alljährlich in Erl statt. Von Beginn an unterstützt die Firma Strabag die Konzert-, Opern- und Kammermusikaufführungen als Partner. Ursprünglich fand das Musikfestival ausschließlich im Sommer statt. Seit der Fertigstellung des neuen Festspielhauses im Jahr 2012 gibt es zusätzlich ein Winterprogramm. Das Gebäude wurde vom Bauunternehmen Strabag errichtet.

Für Nachwuchsrennläufer

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© SKISPORT ZUKUNFT LANDECK

ur Unterstützung junger Skitalente kooperiert die Donau Chemie Landeck seit diesem Jahr mit der Nachwuchsförderung Skisport Zukunft Landeck. 30 junge Athleten des Tiroler Skiverbands (TSV) profitierten bereits von der Partnerschaft und konnten sich über spezielle Rucksäcke freuen. Bei einer Besichtigung des Werks des Chemieunternehmens nahmen die Skiläufer die Rucksäcke entgegen.

Traditioneller Koasalauf Rund 2.000 Langläufer aus bis zu 20 Nationen treten jährlich beim Internationalen Tiroler Koasalauf in St. Johann in Tirol an den Start. Der Volkslanglauf vor der Kulisse des Wilden Kaisers wurde 1973 das erste Mal durchgeführt und zählt mittlerweile zu den größten Langlauf-Veranstaltungen Österreichs. Die Firma Steinbacher Dämmstoffe hat das Sport-Event immer wieder finanziell unterstützt. Seit 2013 ist das Familienunternehmen aus Erpfendorf einer der Hauptsponsoren.

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(v. l.) Nachwuchssportler mit Thomas Köhle (Präsident vom Skisport Zukunft Landeck), Kurt Pachinger (Werksleiter Donau Chemie), Rainer Narr (Bezirksreferent TSV) und Marcel Amon (technischer Leiter Donau Chemie)


© TOURISMUSVERBAND OSTTIROL – INFORMATIONSBÜRO SILLIAN

top.industrie

Musik und Metall

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© SONUS BRASS ENSEMBLE

eit 40 Jahren veranstaltet die Plansee Gruppe am Firmenstandort in Reutte Hauskonzerte. Mit den Plansee-Konzerten möchte man der Bevölkerung im Außerfern ein kulturelles Angebot in der Umgebung schaffen sowie jungen Menschen einen Zugang zur klassischen Musik gewähren. Die Konzertreihe besteht in der Regel aus dem Neujahrskonzert des Tiroler Sinfonieorchesters sowie weiteren vier Konzerten. Finanziert werden die Veranstaltungen über den Verkauf der Abos und Eintrittskarten sowie einem Zuschuss des Unternehmens.

Renovierung der Burg Heinfels

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ie Burg Heinfels bei Sillian ist ein Wahrzeichen des östlichen Pustertals und seit 2007 im Besitz der Osttiroler Firma A. Loacker Tourismus GmbH, ein Enkelunternehmen der Firma Loacker AG. Um die imposante Ruine wieder der Bevölkerung zugänglich zu machen und sie für kulturelle sowie touristische Zwecke zu nutzen, lässt sie das Unternehmen sanieren. Die Kosten dafür werden größtenteils von ihrer Eigentümerin sowie der Landesgedächtnisstiftung und dem Bundesdenkmalamt getragen. Der Startschuss für die Arbeiten fällt im Frühjahr 2016.

Um das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für die wichtige Ressource Wasser zu schärfen, initiierte Swarovski in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern das Projekt „Wasserschule“. Vor 15 Jahren gestartet, gibt es sogenannte Swarovski Waterschulen heute in China, Indien, Brasilien und Uganda. Zum Programm dieser Initiative zählen der Besuch von Experten zum Thema Wasser in Schulen sowie Projekte in der Natur.

© GÜNTER RICHARD WETT © SWAROVSKI WASSERSCHULE ÖSTERREICH

Swarovski Wasserschule

Das Sonus Brass Ensemble spielt im September 2016 im Walter-Schwarzkopf-Saal des Metallwerks.

Bei einer Tour im Nationalpark Hohe Tauern erfahren Kinder Wichtiges rund um den Rohstoff Wasser.

Raum für Kreativität In fünf Monaten Bauzeit ist im Rapoldipark in Innsbruck „bilding“ – eine Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche – entstanden. Das im Herbst eröffnete Werkstättengebäude aus Holz soll seinen jungen Nutzern ein optimales Raumangebot bieten und die gesamte Parkanlage durch die besondere Architektur bereichern. Die Firma binderholz stellte für dieses Projekt die gesamten BrettsperrholzElemente zur Verfügung.

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© TYROLIT (5)

top.tirol

Headquarter der TYROLIT Gruppe in Schwaz/Tirol

Die Welt schleift tirolerisch!

Die TYROLIT Gruppe, mit Sitz in Schwaz/Tirol, ist als Technologieführer international bekannt.

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as haben die Elektrokomponenten eines Smartphones mit dem Verbrauch Ihres Autos zu tun? In welcher Verbindung stehen künstliche Hüftgelenke und Flugzeugturbinen? Und gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen dem scharfen Blick durch ein Brillenglas und dem Aquaplaning-Risiko einer Landebahn am Flughafen? Diese Verbindungen gibt es tatsächlich, denn hinter all diesen Anwendungen steckt innovatives Schleif-Know-how aus Tirol. Die TYROLIT Gruppe gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Schleifmitteln. Als Teil der Swarovski Gruppe steht das Familienunternehmen für Technologiekompetenz, Innovationskraft und Produkte höchster Qualität. Die Kombination dieser Faktoren macht den Schleifmittelhersteller aus Tirol zu einem geschätzten Partner unzähliger internationaler Industriezweige. 34

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Alles begann 1919 im Swarovski-Stammwerk in Wattens, mit Werkzeugen zum Schleifen und Polieren von Kristallglas. Heute – fast 100 Jahre später – ist TYROLIT weltweit mit über 4.600 Mitarbeitern an 29 Produktionsstandorten auf fünf Kontinenten erfolgreich tätig. Wobei alle wichtigen Entscheidungen und Strategien nach wie vor vom Stammhaus in Schwaz initiiert werden. 1.216 Mitarbeiter forschen, entwickeln und produzieren hier laufend neue Schleiflösungen für vielseitige Anwendungen in den Geschäftsbereichen Metall und Präzision, Industriefachhandel, Bau und Stein – Keramik – Glas. Von der Präzisionsbearbeitung in der Motoren- und Getriebeindustrie bis zur Herstellung von Trennscheiben mit Durchmessern bis 2.000 mm für die Stahlindustrie – das TYROLIT Produktsortiment im Geschäftsbereich Metall und Präzision umfasst Hightech-Werkzeuge für eine Vielzahl


Entgeltliche Einschaltung top.tirol

Hochpräzise Schleifwerkzeuge für die Automobilindustrie im Geschäftsbereich Metall und Präzision

Herstellung der weltweit größten Trennscheibe für die Stahlindustrie

Testcenter für Baumaschinen im Geschäftsbereich Bau

von Anwendungen: Mikrowerkzeuge so groß wie ein Sandkorn zur Bearbeitung von Elektronikkomponenten für Smartphones und Spezialwerkzeuge zur Herstellung von Großverzahnungen für die Windkraftindustrie – TYROLIT entwickelt und liefert Präzisionswerkzeuge für unterschiedliche Industrien. Der Geschäftsbereich Stein – Keramik – Glas stellt hochwertige Diamantwerkzeuge her, die Materialien aus Naturstein, Glas oder Keramik in die gewünschte Form bringen. So sägen beispielsweise TYROLIT Werkzeuge Marmorblöcke aus Steinbrüchen, schleifen Gläser für Autos und polieren hochwertige Steinoberflächen für Bad und Küche. TYROLIT entwickelt und fertigt darüber hinaus Maschinen und Diamantwerkzeuge für die Bauindustrie und ist ein führender Systemanbieter für Wandund Seilsägen, Fugenschneider und Bohrsysteme. Die Diamantwerkzeuge schlei-

Handarbeit und individuelle Kundenlösungen im Geschäftsbereich Metall und Präzision

fen die Oberflächen von Autobahnen mit dem Ziel der Lärmminderung, bearbeiten Landebahnen auf Flughäfen zur Reduktion von Aquaplaning und schneiden Türen und Fenster in Betonwände. Zudem macht spezifisches Wissen im Bereich Offshore- und Nukleartechnik TYROLIT zum kompetenten Partner für Spezialanwendungen wie beispielweise dem kontrollierten Rückbau von Atomkraftwerken und Bohrinseln. Der Industriefachhandel rundet mit einem umfassenden Premium-Produktsortiment in den drei Anwendungsbereichen Trennen, Schleifen und Oberflächenbehandlung das Angebot der Tiroler Schleifexperten ab. Zu den Kunden dieses Geschäftsfeldes zählen sowohl Fachhändler als auch Endanwender – beispielsweise im Anlagen- und Behälterbau sowie Reparaturbetriebe und Schlossereien. Seit 2014 ist TYROLIT zudem im Konsumgütergeschäft tätig und über-

trägt damit die rund 100-jährige Erfahrung in der Entwicklung von Schleiflösungen auf Anwendungen des täglichen Lebens. Die neu geschaffene Produktlinie TYROLIT life vereint Technik mit erstklassigem Design. Sämtliche Produkte überzeugen mit einer klaren Formensprache, hochwertiger Verarbeitung und erstklassiger Funktionalität. Bisher sind zwei TYROLIT life Produkte exklusiv über den Webshop tyrolitlife.com erhältlich: der TYROLIT Messerschärfer und der Schleifreiniger Tyfix. ¬

Tyrolit – Schleifmittelwerke Swarovski K.G. Swarovskistraße 33 6130 Schwaz / Austria Tel.: 05242/606-0 Fax: 05242/63398 www.tyrolit.com

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top.tirol

Tirols Industrie – Umweltschutz groß geschrieben

Nachhaltig aus Prinzip

Mit Dämmstoffsystemen aus Tiroler Produktion bietet Steinbacher die Möglichkeit, Gebäude energieeffizient auszustatten. Aber auch im eigenen Betrieb wird umweltbewusst gehandelt.

D

ie beste Energie ist die, die nie verbraucht wird“, bringt Roland Hebbel die Philosophie des Tiroler Dämmstoffherstellers Steinbacher auf den Punkt. Er leitet gemeinsam mit Ute Steinbacher das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Erpfendorf. Nachhaltigkeit steht dabei an vorderster Stelle. Dementsprechend zieht sich der Vorsatz der Energieersparnis als Leitfaden durch das gesamte Unternehmen. Denn: „Unsere Ressourcen sind nur geliehen“, ist Hebbel überzeugt. Deswegen hat es sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben, dazu beizutragen, kommenden Generationen bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Dazu will der Tiroler Betrieb sowohl mit seinen Produkten beitragen als auch mit der eigenen Unternehmenspolitik. Dämmen für die Umwelt. Das regional verankerte Familienunternehmen wurde vor mehr als 50 Jahren gegründet und zählt

Mit modernen Werkstoffen und Know-how made in Tirol entwickelt Steinbacher Dämmstoffe, die helfen Energie zu sparen und zum Schutz der Umwelt beitragen.

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heute zu den drei führenden Dämmstoffproduzenten Österreichs. Der Problemlöser für alle Dämmfragen am Bau bietet 360°-Dämmstoffkompetenz aus einer Hand – von der Kellerdämmung über die Rohrisolierung bis unters Dach. Jährlich werden mit Dämmstoffen aus Erpfendorf so rund 15.000 Gebäude auf den neuesten Stand der Energieeffizienz gebracht. „Pro Jahr werden in Österreich 40.000 bis 45.000 Wohneinheiten neu gebaut. Wir decken also rund ein Drittel davon ab“, erklärt der Geschäftsführer. Der Einfluss auf den Energieverbrauch und damit auch der positive Effekt für die Umwelt ist entsprechend groß. Die Dämmung mit Tiroler Dämmstoffsystemen ermöglicht eine jährliche Einsparung von 150.000 Tonnen CO2, was der Verbrennung von rund 60 Millionen Litern Heizöl entspricht. Egal ob beim Neubau oder bei der immer wichtiger werdenden Sanierung: Steinbacher bietet Profis in allen Bereichen Dämmmaterialien, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Roland Hebbel

„Unsere Ressourcen sind nur geliehen.“


© STEINBACHER DÄMMSTOFF GMBH (4)

Entgeltliche Einschaltung top.tirol

Kein „Problem der anderen“. Die Energieeinsparung beginnt aber nicht erst mit dem Dämmen von Gebäuden. Auch im Unternehmen selbst haben verantwortungsbewusstes Handeln und Wirtschaften Priorität. „Die umweltschonenden Effekte, die unsere Produkte erzielen, sind nur ein wichtiger Faktor“, sagt Hebbel. „Die Umstände, unter denen sie erzeugt werden, und damit unsere Wirkung auf die Umwelt als Unternehmen, sind für uns ebenso relevant.“ Deswegen wird der betriebsinterne Energieverbrauch bei Steinbacher systematisch evaluiert und verbessert. „Ein Produkt ist erst dann wirklich unbedenklich, wenn sein ganzer Lebenszyklus von Anfang bis Ende darauf ausgelegt ist, Ressourcen zu schonen“, ist er überzeugt. So wird die Produktion so umweltschonend wie möglich gestaltet. Bei der Dämmstoffherstellung fallen weder Abgase noch Abwässer an. Zudem wird entstehende Abwärme zur Heizung des Firmengebäudes verwendet. Dank moderner und konsequent angewandter Recyclingmaßnahmen werden auch Produktionsabfälle zurück in den Rohstoffkreislauf geführt und Müll so praktisch vermieden. Unbedenklich bis zum Schluss. Dennoch haben natürlich auch Dämmstoffe eine begrenzte Lebensdauer. „Die liegt bei unseren Produkten aber zwischen 50 und mehr als 70 Jahren“, erklärt Hebbel. „In diesem Zeitraum hat eine gute Dämmung ein Vielfaches der Energie gespart, die sowohl bei der Herstellung als auch bei ihrer Verwertung

benötigt wird.“ Das trifft auch auf Rohstoffe wie expandiertes Polystyrol, Polyethylen und Polyurethan zu. Mit diesen kann man sehr dünne und dennoch hochwirksame Dämmung herstellen. Das macht sie nicht nur nahezu überall einsatzfähig, sondern spart auch Kosten und Energie bei Lagerung und Transport. EPS-Dämmplatten bestehen zudem aus 98 Prozent Luft und sind damit sehr leicht. „Luft hat hervorragende isolierende Eigenschaften, die wir uns so zunutze machen können. Und wir arbeiten stetig daran, unsere Produkte weiter zu verbessern.“ Innovation als Philosophie. Auf diese Weise fordert man sich bei Steinbacher regelmäßig selbst heraus: Sowohl bei der Herstellung als auch bei den Erzeugnissen ist es erklärtes Ziel, nicht nur modernste Standards zu erfüllen, sondern auch neue Maßstäbe zu setzen. „Wir hatten bereits vor 15 Jahren Produktionshallen mit den Energiestandards von heute“, meint Hebbel nicht ohne Stolz. „Es gehört für uns zur Philosophie, einen Schritt voraus zu sein. Anstatt zu kopieren, innovieren wir, um Nutzen zu stiften.“ Dabei baut das Unternehmen zum einen auf die Erfahrung und das Innovationspotenzial aus den eigenen Reihen. Mitarbeiter sind dazu angehalten, sich einzubringen und Ideen voranzutreiben. Genauso wichtig wie das interne Streben nach Verbesserung sind aber auch die Kunden und ihre Wünsche. „Viele unserer Neuentwicklungen entstehen gemeinsam mit denen, die sie selbst einsetzen“, berichtet Heb-

bel. „Kommunikation ist dabei das A und O. So können wir individuelle Lösungen entwickeln, von denen alle profitieren, die Verarbeitung und den Einsatz erleichtern und die Leistung unserer Systeme immer weiter steigern.“ In Tirol verwurzelt. Auch wenn Steinbacher rund 45 Prozent seiner Erzeugnisse exportiert und eine eigene Niederlassung in Polen hat, ist und bleibt der Standort Erpfendorf die Basis des Unternehmens. „Wir sind Tirol zum einen als Heimat verbunden“, sagt Hebbel. „Zum anderen haben wir hier einen Pool an hervorragenden Mitarbeitern zur Verfügung und eine Unternehmenskultur aufgebaut, die wir nirgendwo sonst ein zweites Mal finden würden.“ Um die Zukunft von Steinbacher und seinen 300 Mitarbeitern in Tirol zu sichern, nimmt das Unternehmen auch aktiv die Ausbildung des Nachwuchses in die Hand. Mit Lehrstellen in Bereichen wie Kunststofftechnik, Metalltechnik, Lagerlogistik und Elektrotechnik sorgt Steinbacher aktiv dafür, dass das Know-how des Betriebs an die nächsten Generationen weitergegeben wird und so erhalten bleibt. ¬ Steinbacher Dämmstoff GmbH Salzburgerstraße 35 6383 Erpfendorf Österreich/Tirol Tel. +43 5352/700-0 Fax: +43 5352/700-530 E-Mail: office@steinbacher.at www.steinbacher.at

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Reinigung mit Einsparpotenzial Gebäude sauber zu halten ist eine Herausforderung. Deswegen greifen Betriebe und Betreiber dabei auf Fachkräfte zurück. Aber dennoch gibt es eine Vielzahl von Fehlerquellen und Möglichkeiten, die Reinigung effizienter zu gestalten.

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© FH KUFSTEIN TIROL

Von Daniel Feichtner

liche oder halbjährliche rbeitsplätze und Grundreinigung kompeRäumlichkeiten tent durchgeführt, bringt zu säubern ist ein Sabrina Eitzinger wichtiger Faktor das langfristig Kostein nahezu jedem Betrieb. nersparnisse mit sich. „Oft wird übersehen, dass Sowohl die Zufriedenheit Böden und andere Obernicht zuletzt der Wert des der Mitarbeiter als auch flächen halten deutlich der Eindruck, den ein Unlänger und der GesamtGebäudes davon abhängt, ternehmen beim Kunden eindruck des Gebäudes wie gut und professionell hinterlässt, steht und fällt wird dauerhaft verbesgeputzt wird.“ damit, wie es um die Reisert.“ Während die Gebäudereinigung früher nigung bestellt ist. Deswegroßes Einsparpotenzial gen ist in diesem Bereich barg, sind diese Zeiten das Können von Profis gefragt. „Oft wird übersehen, dass nicht zuletzt der vorbei, ist sich die Expertin sicher. Etablierte Wert des Gebäudes davon abhängt, wie gut und Firmen und der starke Preiskampf sorgen dafür, professionell geputzt wird“, sagt Sabrina Eit- dass es bei der Arbeitskraft kaum Spielraum für zinger. Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin am finanzielle Optimierungen gibt. Gerade weil die Institut für Facility Management und Immobili- Reinigung oft einen nicht unerheblichen Kosenwirtschaft der Fachhochschule Kufstein Tirol tenfaktor beim Betrieb eines Gebäudes darstellt, hat sich in zwei Benchmarking-Projekten einge- sollte man deswegen sein Augenmerk auf andere hend mit der Thematik befasst. „Wird die jähr- Faktoren legen, rät die Expertin.

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Die 6 Reinigungstipps

KOMMUNIKATION ALS SCHLÜSSEL

1 Vereinbarungen kommunizieren Ähnlich verhält es sich mit der Erwartungshaltung der Mitarbeiter. Die Definition von Sauberkeit kann in der persönlichen Wahrnehmung stark variieren. Deswegen gilt es, klar zu kommunizieren, für welche Aufgaben das Reinigungspersonal zuständig ist und was für ein Grad der Säuberung vereinbart wurde. So lässt sich zum einen Unzufriedenheit mit der Leistung vonseiten der Mitarbeiter vermeiden. Zum anderen können die Gebäude-Nutzer auf diese Weise auch einfacher dazu angehalten werden, Aufgaben zu erfüllen, die ansonsten vielleicht fälschlicherweise auf die Gebäudereiniger abgeschoben würden. So fördert die klare Definition der Zuständigkeiten aller Beteiligten die Zufriedenheit. Zudem sorgt sie auch dafür, dass besser Hand in Hand gearbeitet werden kann.

Richtig ausschreiben

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Das beginnt schon beim Vertrag. Eine Vereinbarung mit einem Reinigungsunternehmen kann entweder leistungsoder ergebnisorientiert geschlossen werden. Beides hat seine Berechtigung, allerdings muss man seine Erwartungen entsprechend anpassen. Denn wer Leistungen vereinbart und bezahlt, darf nicht das qualitative Ergebnis als Maßstab anlegen. „Wenn zum Beispiel vorgesehen ist, dass Schreibtische jeden zweiten Tag trocken gewischt werden, muss man davon ausgehen, dass so nicht alle Verunreinigungen beseitigt werden können“, meint Eitzinger. „So lassen sich zwar möglicherweise Kosten sparen, man muss sich aber genau bewusst sein, welche Leistungen nötig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.“ Wird dagegen eine bestimmte Qualität vorgeschrieben, sind alle Leistungen inkludiert, die für das geforderte Resultat nötig sind. So wird falschen Erwartungen vorgebeugt.

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Sauberkeit nach Konzept

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Egal ob sie nach qualitativen Maßstäben oder nach Leistung erfolgt: Gebäudereinigung muss geplant sein und sollte sich vor allem an der Verwendung der Räume orientieren. Zonen, in denen Kundenverkehr oder eine erhöhte Nutzungsfrequenz herrscht, haben dabei Priorität. Hier lohnt es sich, zusätzliche Reinigungsmaßnahmen einzuplanen, um zu garantieren, dass sich das Unternehmen im besten Licht präsentiert und die Mitarbeiter zufrieden sind. Ähnliches gilt für Räume, in denen Arbeiten erfolgen, mit denen ein erhöhter Reinigungsbedarf einhergeht. „Abgesehen davon sollte man es aber tunlichst vermeiden, unternehmensinterne Unterschiede zu machen“, warnt Eitzinger. „Gerade wenn hierarchische Missverhältnisse entstehen, kann das schnell zu Unzufriedenheit führen. Bei der Reinigung sollten alle Bereiche und Abteilungen gleichbehandelt werden, wenn kein direkter Bedarf besteht.

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Baubeginn erfolgt! Die besten Seiten der Tiroler Wirtschaft

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Ein Weg, die Reinigung kostengünstiger zu gestalten, ist es, sie unter Tags im laufenden Betrieb vorzunehmen. So entfallen Spät- oder Nachtschichtzuschläge für die Gebäudereiniger, die selbst auch davon profitieren, zu „normalen“ Zeiten ihren Dienst tun zu können. Zugleich wird ihre Leistung für die Gebäudenutzer transparenter. Sie sehen, was, wann und wie geputzt wird. Dadurch kann zur allgemeinen Zufriedenheit mit ihren Leistungen beigetragen werden. Und nicht zuletzt sorgt der direkte Kontakt zwischen den Gebäudenutzern und -reinigern für mehr Bewusstsein bei den Mitarbeitern. Anstatt eines „magischen“ Vorgangs über Nacht außerhalb ihres Blickfelds, lernen die Mitarbeiter das Reinigungspersonal kennen und tendieren dadurch eher dazu, Verunreinigungen zu vermeiden.

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PLANUNG ALS SCHLÜSSEL

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Reinigung nach Bedarf

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ANDERE WEGE

Weiteres Potenzial zur Kostenersparnis bietet ein teilweises oder komplettes „On Demand“-System. Anstatt die Putzarbeiten in einer bestimmten Frequenz zu fixieren, egal ob Bedarf besteht oder nicht, bietet sich in manchen Unternehmen eine Art Ticketsystem an. „Dabei liegt die Herausforderung in der Implementierung“, meint Eitzinger. „Langfristig ist das Ersparnispotenzial aber groß.“ Anstatt regelmäßig eine bestimmte Arbeitszeit aufzuwenden, die nicht immer in Relation zum benötigten Aufwand steht, kann jeder Arbeitsplatz oder jede Abteilung so individuell Reinigungskräfte anfordern. Dadurch wird Leerlauf vermieden. Außerdem ist es möglich, individuell unterschiedlichen Ansprüchen an die Sauberkeit der Arbeitsplätze gerecht zu werden.

6 Bequemlichkeit vermeiden Als zusätzlichen kleinen Tipp mit großer Wirkung schlägt Eitzinger den Verzicht auf individuelle Mülleimer für jeden Schreibtisch vor. Diese könnten durch Mülltrennsysteme am Gang ersetzt werden. Dadurch schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Mitarbeiter werden durch den längeren Weg dazu angehalten, Müll eher zu vermeiden. Und wenn etwas weggeworfen wird, passiert das gleich ordnungsgemäß getrennt. Somit erspart sich das Reinigungspersonal einiges an Mehraufwand. Sie müssen nicht nur deutlich weniger Mülleimer entleeren und nachbestücken. Auch das häufig nötige Nachsortieren von schlecht getrenntem Abfall fällt weg, was sich zusätzlich in kürzerer Arbeitszeit niederschlägt.

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Die Steuerreform 2016 im Überblick Ab 1. Jänner 2016 tritt eine Vielzahl neuer gesetzlicher Regelungen in Kraft, Steuerberater Daniel Nöbauer erklärt einige wichtige Änderungen. Von Eva-Maria Hotter

1. Die Registrierkassa kommt! Ab einem Jahresumsatz von netto 15.000 Euro brauchen Betriebe, wenn die Netto-Barumsätze 7.500 Euro pro Jahr überschreiten, eine Registrierkassa. Im Grunde ist es eine Software, die die gesetzlichen Aufzeichnungspflichten erfüllt. „Bis 31. März passiert noch nichts“, beruhigt Daniel Nöbauer, Steuerberater bei augustin+nöbauer+partner Steuerberatung GmbH. Danach könne bis 30. Juni jedes Unternehmen erklären, dass Maßnahmen gesetzt wurden, eine Registrierkassa anzuschaffen, das bis Ende März aber noch nicht umsetzbar war. „Unter Barumsatz, zur Ermittlung der Umsatzgrenze, versteht man nicht nur bares Geld, sondern zum Beispiel auch Barzahlung von Rechnungen auf Ziel, Zahlungen mit Bankomat- und Kreditkarte oder Geschenkmünzen.“ Gesetzliche Erleichterung: Bei Umsätzen außerhalb des Betriebs, wie zum Beispiel Friseure, die ihre Kunden zuhause selbst besuchen, stellen die Unternehmer untertags Rechnungen aus und tragen anschließend diese gesammelt in die Registrierkassa nach. Werden Umsätze nicht in fest umschlossenen Räumen getätigt, spricht man von der „Kalten Hand“ Regelung. Bei Jahresumsätzen unter 30.000 Euro, ist die Registrierkassenverordnung nicht anzuwenden. Die Registrierkassenpflicht gilt auch nicht für Vermietung und Verpachtung, sonstige Einkünfte, Onlineshops sowie Unternehmer, die 2016 in Pension gehen oder auf Zahlscheine umstellen.

2. Neue Einkommenssteuertarife Die neuen Tarife bei der Einkommensteuer betreffen alle Steuerpflichtigen. „Es gibt mehrere Stufen und die niedrigeren Einkommensklassen werden steuerlich geringer belastet“, erklärt der Steuerexperte. Generell bringt die Steuerreform für alle Steuerpflichtigen eine Steuerentlastung.

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© AUGUSTIN+NÖBAUER+PARTNER GMBH

3. Auswirkungen auf Vermietung „In der Vermietung und Verpachtung hat man künftig statt 20 Prozent Grundanteil 40 Prozent“, erklärt Steuerberater Nöbauer, dadurch sind weniger Abschreibungen möglich. Generell wird die Abschreibung von Gebäuden auf 2,5 Prozent vereinheitlicht – unabhängig, ob im betrieblichen oder außerbetrieblichen Bereich. „Zusätzlich gibt es bei der Vermietung für Wohnzwecke ab 2016 eine Abschreibungsmöglichkeit mit 1,5 Prozent.“ Eine weitere Änderung gibt es bei den Instandsetzungsaufwendungen, darunter fallen zum Beispiel Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie konnten bisher auf zehn Jahre verteilt werden, ab dem neuen Jahr sind diese auf 15 Jahre zu verteilen. Mag. (FH) Daniel Nöbauer Geschäftsführer und Partner in der Steuerberatungskanzlei augustin+nöbauer+partner GmbH

4. Immobilienertragsteuer steigt Ab 1. Jänner 2016 steigt die Immobilienertragsteuer von 25 auf 30 Prozent – das wirkt sich auf den Verkauf von sämtlichen Grundstücken aus. „Zudem gibt es keinen Inflationsabschlag mehr“, sagt Nöbauer. (Diesen Abschlag erhielt man früher, um den Wertzuwachs etwas herabzusetzen und dadurch weniger Steuern zu zahlen.)

5. Grunderwerbsteuer und Grundstückswert Der Steuersatz bei entgeltlichem Grundstückserwerb liegt auch in Zukunft bei 3,5 Prozent der Gegenleistung, mindestens jedoch in Höhe des Grundstückswertes. Dieser Begriff ist neu und in der Grundstückswertverordnung geregelt. Der Wert wird entweder aus dem Immobilienpreisspiegel*) abgeleitet oder nach den vom Ministerium vorgegebenen Berechnungsmethoden ermittelt. „Natürlich kann der Wert auch durch ein Gutachten ermittelt werden, wobei hier sicher höhere Kosten anfallen.“ Zudem ändert sich ab Jänner die Grunderwerbsteuer beim unentgeltlichen Erwerb von Grundstücken. Unentgeltlichkeit wird bei einem einer Gegenleistung unter 30 Prozent des Grundstückswert angenommen. „Für bis 250.000 Euro gelten dann 0,5 Prozent, bis 400.000 Euro 2 Prozent und über diesen Wert 3,5 Prozent des Grundstückswertes“, sagt Nöbauer. *) 71,25 Prozent davon

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TIPPS VON GRÜNDERN

Feuer und Flamme für gute Ideen Was ist das Schwierigste im Entwicklungsprozess eines Unternehmens? Und wie lassen sich diese Herausforderungen erfolgreich meistern? Fünf ausgezeichnete Gründer verraten ihre wichtigsten Erkenntnisse. Von Eva Schwienbacher

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ine Idee kann noch so genial sein – wenn sie nicht realisier- oder finanzierbar ist oder niemand davon erfährt, wird sie eine ebensolche bleiben. In der Gründungsphase gilt es, Schritt für Schritt essenzielle Fragen zu klären, die beispielsweise die Finanzierung, technische Umsetzung, rechtliche Situation oder die Vermarktung betreffen. Tirols Start-up-Szene hat in der Vergangenheit viele innovative Unternehmen hervorgebracht, die mit ihrer Idee nicht nur aufhor-

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chen ließen, sondern auch erfolgreich sind. Oft waren es kreative Köpfe mit wenig Erfahrung im unternehmerischen Bereich, die typische Anfangsfehler dennoch erfolgreich meisterten. Fünf davon geben ihr Wissen in top.tirol weiter. Und so unterschiedlich ihre Ratschläge auch ausfallen, in einem Punkt sind sie sich einig: Guter Rat ist Goldes wert. Innovative sollten sich daher bei Tirols Anlaufstellen, wie dem Gründungszentrum CAST, der Standortagentur Tirol oder der Wirtschaftskammer Tirol kompetente Unterstützung holen. ¬


© KLAUSMORGENSTERN.COM

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Hubert Hochleitner

„Man darf die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen.“ HooVi:

Eine gute Idee und Geduld. „Man darf die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen“, rät Hubert Hochleitner, Erfinder des Schalldiffusers Deeflexx. Unzufrieden mit gängigen Gitarrenverstärkern entwickelte der Hobby-E-Gitarrist ein Gerät, das die hohen, schrillen Frequenzen, den sogenannten „Beam-Effekt“, von Verstärkern und Lautsprechern beseitigt. Inzwischen verwenden namhafte Musiker im deutschsprachigen Raum und den USA seine Erfindung. Bis es jedoch so weit war, musste er sich in Geduld üben. Vor allem bei traditionellen Produkten wie Gitarren würden sich Innovationen nur langsam als Standard etablieren. „Das Schwierigste war, den Schritt vom Angestellten in die Selbstständigkeit zu wagen“, sagt Hochleitner. Dabei half ihm die Erstellung von Worst-Case- und Best-Case-Szenarien. Anderen kreativen Köpfen empfiehlt er außerdem: „Bei der Kostenberechnung sollte man nicht nur die Entwicklung einkalkulieren, sondern auch die Vermarktung und den Vertrieb.“

1999:

Idee einer mechanischen Konstruktion zur Klangverbesserung

2005:

Vernetzung mit dem Gründungszentrum CAST

2009:

Erster Prototyp, Gründung der Firma Hubert Hochleitner und der Marke HooVi, Patentanmeldung

2011:

Ein deutsches Familienunternehmen übernimmt die Produktion; erste Deeflexx werden verkauft

2001 – 2015:

Bearbeitung des deutschsprachigen Markts; Abnehmer sind z. B. Gitarristen von Söhne Mannheims, Westernhagen, Christina Stürmer

Die innovative Bebauung zeichnet sich durch ihre moderne Architektur aus und beinhaltet 2-, 3- und 4- Zimmer Wohnungen die alle optimal nach Süden ausgerichtet sind. Das Konzept verbindet die hohen funktionellen Anforderungen mit einer hochwertigen Gesamtausstattung. Mit durchdachten Grundrissen und sonnigen Terrassenflächen bietet Ihr neues Zuhause Zeit zum Wohlfühlen und Entspannen. Wir errichten für Sie diese attraktive Wohnanlage auf einem besonderen Grundstück in Arzl. Es werden 2 hochwertige Baukörper mit insgesamt 52 Wohneinheiten und einer gemeinsamen Tiefgarage sowie geräumigen Kellerabteilen realisiert. Die hochwertige Architektur spiegelt die gehobene Qualität der Wohnungen wieder.

GINN BAUBE ERFOLGT! S T I E R BE

Auszeii2b EPU (2010), adventure X (2010), Design & Erfinder chnungen Award Tirol (2011), iGuitar Magazine – Deeflexx „Produkt des Jahres" (2012) Zukunft:

Vertrieb in Großbritannien, Frankreich und amerikanischen Raum

ZIMA Wohn- und Projektmanagement GmbH A-6020 Innsbruck, Leopoldstraße 1/4 0512 348178 - 242 | nicole.knoedl@zima.at | zima.at Die besten Seiten der Tiroler Wirtschaft

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Thomas Hugl

„Der Gründungsprozess ist vergleichbar mit einer Uhr: Wenn ein Rädchen steht, steht das ganze Werk.“ Ergospect

Teamwork und Flexibilität. Die Ergospect GmbH entwickelt und produziert Diagnosemethoden für klinische Untersuchungen. Im Zentrum stehen Belastungsergometer für MRT-Geräte, die schnelle und detaillierte Untersuchungen ermöglichen. Eingesetzt werden sie zum Beispiel bei Herz-, Risiko- und Stoffwechselpatienten oder Sportlern. Das Jungunternehmen ist inzwischen Weltmarktführer in der Belastungsergometrie. „Es gibt im Entwicklungsprozess eines Start-ups viel, was nicht außer Acht gelassen werden darf. Das ist vergleichbar mit einer Uhr: Wenn ein Rädchen steht, steht das ganze Werk“, sagt Thomas Hugl, Geschäftsführer der Ergospect GmbH. Um diese Herausforderungen zu meis2000: erste Versuche zur Optimierung der Diagnosemethodik tern, braucht es „ein kompetentes Team an der Klinik Innsbruck sowie Unterstützung externer, regionaler Institutionen und Partner.“ Gründern 2003 – Entwicklung erster Prototypen und Durchführung einer rät Hugl außerdem: „Man sollte sowohl 2005: Studie die Struktur als auch das Angebot des Unternehmens regelmäßig evaluieren 2008: Ergospect als Spin-off der Uni Innsbruck gegründet und sich mit entsprechender Flexibilität 2008 – Weiterentwicklung der Produktpalette und an die sich schnell verändernde Markt2014: Einsatzbereiche situation sowie an die Kundenwünsche anpassen.“ 2014: Einstieg in den amerikanischen Markt

AuszeiBest of Biotech (2006), Adventure X (2006), Münchener chnungen Businessplan Wettbewerb (2007), Cluster Award der Standortagentur Tirol (2010), Science to Businness Award (2012, 2015), österreichischer Jungunternehmerpreis (2015) Zukunft:

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Weiterentwicklung des Belastungsgeräts, internationale Expansion


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Valentine Troi

„Es ist wichtig, nicht beratungsresistent zu sein.“

superTEX

Visionen als Triebfeder. „Der größte Schritt war für mich der von der Forscherin und Architektin zur Unternehmerin“, sagt Valentine Troi, Gründerin der Firma superTEX composites GmbH. Mit einem Team hat Troi an der Architekturfakultät in Innsbruck einen Faserverbundwerkstoff entwickelt, woraus sich freie Formen einfach und kostengünstig umsetzen lassen. Ursprünglich nur für die Architektur gedacht, wird das Material inzwischen serienmäßig produziert und findet beispielsweise Anwendung in der Automobilbranche, der Raumfahrt sowie im Flugzeugbau. „Besonders am Anfang ist es wichtig, nicht beratungsresistent zu sein. Man sollte sich professionelle Unterstützung holen zum Beispiel bei der Erstellung des Business-Plans“, rät Troi. Ihre Triebfeder für die Gründung war weniger der Reiz am Unternehmertum als die Lust an der Weiterentwicklung der Idee. „Ich glaube nicht, dass es das eine Erfolgsrezept gibt. Aber der Glaube an das Potenzial der Erfindung und eine Portion Glück sind sicher mitentscheidend. Wobei Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft“, sagt Troi.

2008:

erste Auseinandersetzung mit experimentellen Verfahrensstrategien

2009:

Anmeldung des Patents

2010:

superTEX als Spin-Off der Uni Innsbruck gegründet

2011:

superTex wird zur SuperTEX composites GmbH

2012:

erste Prototypen für den Autorhersteller BMW

2013:

Übersiedlung zur Serienproduktion und Weiterentwicklung in Fabrikshallen der Thöni Gruppe

2015:

die Thöni Gruppe wird Hauptanteilseigner

AuszeiAdventure X (2011), Tiroler Innovationspreis (2011), chnungen Phönix (2012), IF Material Design Award (2012) Zukunft:

Weiterentwicklung des Produkts und Erweiterung der Anwendungsbereiche

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Daniel Neururer und Maria Wibmer

„Ehe man sich blindlings ins Abenteuer stürzt, sollte man sich eine zweite Meinung einholen.“

XQZT Skis

Überzeugung und einen langen Atem. Einen Tag lang arbeiten der Volkswirt Daniel Neururer und die Architektin Maria Wibmer an einem Paar Ski. Die beiden Gründer der Firma XQZT Skis haben sich auf handgefertigte Skier aus möglichst natürlichen Materialien spezialisiert. Hergestellt werden die Bretter auf Maß von den Gründern persönlich in ihrer Werkstatt in Ötztal Bahnhof. Was ursprünglich nur für den Eigengebrauch gedacht war, erfreut inzwischen rund 50 Skifans pro Winter. „Gründen geht aus formeller Sicht ja ganz schnell“, weiß Neururer, „die Finanzierung und technische Umsetzung sind die größere Herausforderung.“ Aus eigener Erfahrung empfiehlt der Jungunternehmer: „Man sollte Feuer und Flamme für die Idee sein und einen langen Atem haben. Ehe man sich jedoch blindlings ins Abenteuer Gründen hineinstürzt, sollte man sich eine zweite Meinung einholen.“

2011:

erste Skier für den Eigengebrauch produziert

2013:

Produktionsschritte optimiert, Firmengründung, Ausarbeitung der Vertriebsstruktur, Durchführung von Materialtests in Zusammenarbeit mit der Alpinschule MyMountainguide Tirol

2014:

Verkaufsstart

AuszeiAdventure X (2014, Platz 3), Tiroler Regionalitätspreis chnungen (2014, Kategorie Handwerk), Initiativprojekt des Landes Tirol (2014) Zukunft:

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Etablierung der Marke am internationalen Markt


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TiRoLab

Unterstützung von Profis.

Michael Sieb

„Bevor man Schweiß und Geld investiert, sollte man die Idee auf ihr Geschäftspotenzial überprüfen.“

Michael Sieb gründete TiRoLab, um Kindern mit Roboter- und Experimentierkursen Technologien wie Mechatronik oder Elektronik nahe zu bringen. Damit will der Ingenieur, Mechatroniker und Mediziner das Selbstvertrauen junger Menschen in die eigenen technischen Fähigkeiten stärken und die Attraktivität von Berufen in der Hightech-Branche steigern. Das Angebot des Einpersonenunternehmens richtet sich an Kindergärten, Schulen und als Teambuilding-Maßnahme auch an Unternehmen. Als größte Herausforderungen in der Umsetzung seiner Idee nennt er den Aufbau eines Netzwerks und die Vermarktung. Sieb rät: „Bevor man Schweiß und Geld investiert, sollte man die Idee auf ihr Geschäftspotenzial überprüfen. Außerdem sollte man sich vor der Gründung Unterstützung von Profis holen.“

Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht: Schonfrist bis 30. 6. 2016

M

it 1. 1. 2016 tritt die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht in Kraft. Das Finanzstrafgesetz sieht bei einem Verstoß dagegen empfindliche Strafen vor. Hinsichtlich der Strafbestimmungen wurde jedoch eine Übergangsphase bis 30. 6. 2016 beschlossen. Die Nichtbeachtung der Registrierkassenpflicht ist als Finanzordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe bis 5.000 € strafbar. Für den Belegempfänger, meist den Kunden, hat ein Verstoß gegen die Belegentgegen- und Belegmitnahmepflicht keine (finanz-)strafrechtlichen Konsequenzen. Übergangsphase bis 30. 6. 2016 1. Quartal 2016: In der Übergangsphase (Zeitraum 1. 1. 2016 bis 31. 3. 2016) werden von den Abgabenbehörden keine finanzstrafrechtlichen Verfolgungen und Bestrafungen gesetzt. 2. Quartal 2016: Bis zum 30. 6. 2016 werden von den Abgabenbehörden bei bloßer Nichterfüllung der Registrierkassenpflicht

keine finanzstrafrechtlichen Verfolgungen und Bestrafungen gesetzt, wenn: die Anschaffung einer Registrierkasse aufgrund von Nichteinhaltung der Lieferfristen durch die Kassenhersteller oder die Installation der notwendigen Software für die elektronische Festhaltung der Umsätze mangels notwendiger fachlicher Beratung durch den IT-Servicefachmann nicht rechtzeitig möglich war. Die Straffreiheit gilt aber nur dann, wenn es zu keiner Abgabenverkürzung oder -hinterziehung gekommen ist. Unternehmer, die im Jahr 2016 beabsichtigen, ihre betriebliche Tätigkeit einzustellen, ist die Anschaffung einer Registrierkasse nicht notwendig. Dies gilt auch, wenn ein Unternehmer auf Erlagscheinzahlung umstellt ¬ und unter der Barumsatzgrenze bleibt.

2008:

erste Workshops zu Legorobotik im Rahmen der Kinder Uni Innsbruck

2012:

Gründung der Firma TiRoLab GmbH; Erweiterung des Angebots für Kindergärten, Schulen und Unternehmen

2012 – 2014:

TiRoLab holt das jährlich stattfindende Semifinale des internationalen Roboterwettbewerbs First Lego League nach Tirol

2014:

Bau von Museums Exhibits für das Science Center Netzwerk

AuszeiTiroler Innovationspreis (2012), 2. chnungen Platz Zukunft Tirols (2015) Zukunft:

Erweiterung des Angebots

Expertenmeinung

Daniel Nöbauer Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Gerichtssachverständiger

Ulrike Engl Steuerberaterin

augustin+nöbauer+partner Steuerberatung GmbH Mitterweg 16/II Würth-Zentrum, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/29 44 39 Fax: 0512/29 44 39-21 www.fidas-innsbruck.at

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Crowdinvesting – wenn die Masse investiert Ein neues Gesetz ermöglicht Jungunternehmern in Österreich, ihre Ideen und Projekte online zu finanzieren – und eröffnet damit viele wirtschaftliche Möglichkeiten.

C

rowdfunding bezeichnet ein Finanzierungsmodell für junge Unternehmen, bei dem eine Menschenmenge – die Crowd – über eine Online-Plattform Geld für Projekte gibt. Eine Sonderform erfährt momentan besonders mediale Beachtung: das Crowdinvesting – auch Equity based Crowdfunding genannt. Dabei beteiligen sich Unterstützer gegen Geld in einer frühen Phase am Unternehmen, zum Beispiel durch Genussscheine, Anleihen oder stille Beteiligung. Grund dafür ist ein neues Gesetz, das im September 2015 in Kraft getreten ist. „Vorher bestand ein rechtlicher Graubereich, mit dem Alternativfinanzierungsgesetz wurde jetzt Rechtssicherheit geschaffen. Österreich zählt damit europaweit zu den Vorreitern“, begrüßt Crowdfunding-Experte Walter Ischia die neuen Regelungen.

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Verschiedene Vorteile. „Die Crowd ermöglicht es, Projekte zu finanzieren – auch wenn man sich noch in einer sehr frühen Unternehmensphase befindet, in der es sonst noch schwer ist, andere Finanzierungsquellen zu finden“, erklärt Ischia. Abhängig davon, in welcher Phase sich ein Unternehmen befindet, können unterschiedliche Aspekte im Fokus stehen: „Hat man beispielsweise ein Produkt entwickelt und die erste Serie soll produziert werden, lassen sich dafür über eine CrowdfundingPlattform finanzielle Mittel sammeln“, veranschaulicht der Experte. Die Finanzierungsmodelle auf den Plattformen können verschiedene Ausprägungen (siehe Infografik) haben: „Je nach Modell bringt Crowdfunding den Investoren einen materiellen oder ideellen Vorteil, der aber jedenfalls sehr stark auf das Produkt bezogen ist.“

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Von Eva-Maria Hotter


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Walter Ischia

Unternehmer, Unternehmensberater und externer WK-Berater im Bereich Crowdfunding und Entrepreneurship

„Vielfach besteht bei Crowdfunding der Irrglaube, dass man die Idee lediglich auf die Plattform stellt und die Crowd dann von alleine kommt.“

„Beim Crowdinvesting muss das gesammelte Geld nicht eins zu eins auf einen Produktverwendungszweck gehen, sondern es lässt sich auch strategisch investieren“, unterstreicht Ischia die Vorzüge. Erreicht man das Funding-Ziel, sind typische Verwendungszwecke zum Beispiel Produktionsausbau oder Markteintritt in einem anderen Land. Investition und Risiko. Mit ihren Investitionen partizipieren die Unterstützer von der Unternehmensentwicklung – im Positiven wie Negativen. Der Experte stellt fest: „Die Investoren riskieren auch, dass sie das investierte Geld verlieren könnten.“ Deshalb berücksichtigt das Alternativfinanzierungsgesetz auch den Konsumentenschutz, schließlich setzt sich die Crowd vielfach aus Privatpersonen zusammen. Deshalb ist auch der Höchstbetrag für Anleger grundsätzlich mit 5.000 Euro pro Person und Jahr begrenzt. Die Deckelung soll verhindern, dass die Investoren selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten, wenn das Geld verloren geht.

Best-Practice Rapid. Der Bundesligist Rapid Wien startete Ende November 2015 seine Crowdinvesting-Kampagne „Rapid InvesTOR“. „Das ist österreichweit die erste Funding-Kampagne über 1,5 Millionen Euro und somit bisher auch die größte“, attestiert der Experte. Auf der Plattform conda.eu können Unterstützer ihr Geld in drei verschiedenen Modellen mit unterschiedlicher Laufzeit und Verzinsung anlegen. Binnen kürzester Zeit haben sich bereits

über 900 Investoren mit insgesamt mehr als 1, 8 Millionen Euro beteiligt. Die anvisierte Funding-Summe beträgt drei Millionen Euro. „Nicht zuletzt zeigt gerade dieses Beispiel, wie wichtig eine gut vorbereitete Kampagne ist, um Investoren zu überzeugen.“ Eine Crowd bedeutet Arbeit. „Vielfach besteht bei Crowdfunding der Irrglaube, dass man die Idee lediglich auf die Plattform stellt und die Crowd dann von alleine kommt“, berichtet Ischia. Bei außergewöhnlichen Projekten könne dies im seltenen Einzelfall durchaus funktionieren, das sei aber eher die Ausnahme. Normalerweise gehen eine sorgfältig geplante Kampagne und eine intensive Akquise voraus, um genügend Menschen vom Projekt zu überzeugen. Eine umfassende Kampagnenplanung ist unerlässlich. Umgekehrt: Bewältigt man diese Herausforderungen, ist der erste große Schritt in der Wirtschafts- und Unternehmenswelt getan – denn das Marketing und eine klare Strategie sind ausgerichtet. Betreibt man diesen Aufwand nicht, besteht die Gefahr, dass die Projekte auf den Plattformen „verhungern“. Die Gründe dafür sind zu wenig Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit oder auch, dass die Produkte nicht verstanden werden. Auch nicht jedes Geschäftsmodell ist crowdtauglich. Die Finanzierung über die Crowd heißt im Grunde nichts anderes, als ein Projekt zu haben, das so einfach zu erklären ist, dass die Menschen sagen: „Ja, das verstehe ich und will ich unterstützen!“ und in weiterer Folge investieren. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Vorhaben, die nicht

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CROWDFUNDING-SPRECHTAG in Tirol Die Tiroler Wirtschaftskammer bietet österreichweit als Erstes Crowdfunding-Sprechtage an. Der WKGründungsservice berät mit Crowdfunding-Experte Walter Ischia Interessierte, die ihre Projekte über Crowdfunding finanzieren wollen. Der nächste Sprechtag findet am 27. Jänner 2016 in der WK Tirol statt. Für die Anmeldung ist eine Konzeptbeschreibung in fünf bis zehn Sätzen erforderlich. Informationen und Anmeldung unter: Gründerservice WK Tirol Wilhelm-Greil-Str. 7 6020 Innsbruck Tel.: 05/90905-2222 E-Mail: gruenderservice@wktirol.at

Donation based (Auf Spenden basierend): Unterstützer spenden einen Betrag (engl. donation), ohne sich eine Gegenleistung zu erwarten. Dieses Modell wird häufig im öffentlichen Bereich oder auch in der Filmbranche genutzt, um Projekte umzusetzen. . Reward based (Auf Gegenleistung basierend): Investoren unterstützen ein Unternehmen und erwarten sich aber auch eine Gegenleistung (engl. reward) – jedoch nicht in Form von barem Geld. So entstand beispielsweise die erste Smartwatch Pepple, Unterstützer erhielten damals als Erste das innovative Uhrenmodell. Lending based (Auf Mikro-Kredit basierend): auch Crowdinvesting, Investoren leihen (engl. to lend) einem Unternehmen Geld, geben ihm somit einen Mikro-Kredit. Dabei werden eine bestimmte Laufzeit und Verzinsung festgelegt. Vor der Kredittilgung dürfen Unterstützer Zinsen für das investierte Kapital erwarten. *) *) In Österreich können nur Plattformen, die eine Konzession für Bankgeschäfte besitzen, diese Finanzierungsform betreiben.

direkt zwischen Firma und Kunden stattfinden oder technisch zu komplex sind, lassen sich schwer über die Crowd finanzieren, weil sie zu weit von der Lebensrealität der Menschen entfernt ist. Aufmerksamkeit und Feedback. Ist der Entschluss gefasst, ein Projekt über eine Crowd zu finanzieren, muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass damit Öffentlichkeit einhergeht. Hier sollten sich Jungunternehmer immer die Frage stellen: „Will ich das?“ Die Crowd ist quasi der Investor und erwartet sich Transparenz durch regelmäßige Kommunikation über bisherige Fortschritte. Einen Aspekt gilt es zu berücksichtigen, je beliebter die Plattformen sind, desto mehr Projekte sind darauf zu finden. Aber desto mehr wächst auch der Wettbewerb um Aufmerksamkeit der Investoren. Neben der Finanzierung profitieren Unternehmen zusätzlich von einem ersten Markttest. Ist dieser Test erfolgreich und investieren genügend Personen in das Projekt, entsteht somit auch gleich die erste Community. Diese Gemeinschaft ist der erste potentielle Kundenstock, doch sie ist weit mehr: Die Community sind Werbebotschafter für Unternehmen und Marke. Damit habe man die „Hausaufgaben“ erledigt, die sich durchaus sehr positiv auswirken. Selbst wenn die Kampagne nicht funktioniert, passiert nichts, außer dass man das Geld nicht bekommen hat. Daraus lassen sich dann Konsequenzen ziehen, aus denen man lernen und am Projekt nachjustieren kann. 52

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Equity based (Auf Erfolgsbeteiligung basierend): Unterstützer beteiligen sich gegen Geld an einem Unternehmen (engl. equity) und nehmen so an der – positiven bzw. negativen – Unternehmensentwicklung teil. Beispiele sind unter anderem Genussscheine, Anleihen oder stille Beteiligung.

„Das ist sicher ein großer Unterschied und Vorteil im Vergleich zu früher, als man ausschließlich zur Bank ging“, resümiert Ischia. „Zwingt aber auch dazu, sich viel intensiver mit der Materie zu beschäftigen, was sich für das Unternehmen und seinen Markteintritt positiv auswirkt.“ Trends für die Zukunft. „Derzeit funktioniert die Crowd sicherlich noch sehr stark als Finanzierungsmodell für Start-ups“, so Walter Ischia. In anderen Ländern wie den Vereinigten Staaten werden über Crowdfunding öffentliche Einrichtungen finanziert. So können kommunale Projekte umgesetzt werden, wenn die Bevölkerung das möchte. „Spannend wird in den nächsten Jahren, wenn auch kleine und mittlere Unternehmen diese Form der Finanzierung für sich entdecken, sodass auch sie sich darüber finanzieren können, doch hier fehlen noch die Erfahrungswerte“, so Ischia. „Viele beschäftigen sich bereits damit.“ ¬


Crowdfunding DONATION BASED

REWARD BASED CROWD

UNTERNEHMEN

(INVESTOREN)

Zinsen

LENDING BASED

Zi n se

n

EQUITY BASED

Entgeltliche Einschaltung

HDI Cyber+: Das Plus gegen Schäden durch Internet-Attacken

Daniel Kljma, Landesdirektor der HDI Versicherung in Tirol

Mit steigender Vernetzung von Geschäftsprozessen, zunehmender Digitalisierung und ständig komplexer werdenden Technologien wächst für Österreichs Unternehmen die Bedrohung aus dem Internet. Zuverlässigen Schutz bietet HDI mit Cyber+

Dieser Versicherungsschutz deckt einerseits Eigenschäden durch Cybercrime. Andererseits sichert er Drittschäden ab, für die Unternehmen gegenüber ihren Kunden, Dienstleistern oder sonstigen Dritten haften müssen. Zusätzlich kann den zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Geschäftsleiter Rechnung getragen werden. Unternehmen

können je nach Bedarf optionale Bausteine zu ihrer Cyber+-Polizze zusammenstellen. Im Angebot sind zudem standardmäßig wichtige Zusatzleistungen, die das Risk- bzw. Krisenmanagement ergänzen. HDI Industrie unterstützt seine Kunden auch aktiv bei der risikotechnischen Analyse der IT-Sicherheit. Mittels einer Selbstauskunft des Kunden können Cyber-Risiken identifiziert und die IT-Sicherheit bewertet

werden. Auch ein Vertiefungsgespräch kann sinnvoll sein. So profitieren Versicherungsnehmer von der langjährigen Expertise von HDI im Bereich Informationstechnologie. HDI Versicherung AG Landesdirektion Tirol 6020 Innsbruck, Eduard-Bodem-Gasse 9 Tel.: 050/90 55 31, E-Mail: tirol@hdi.at www.hdi.at

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top.tirol top.tirol AUTOtop.tirol AUTO

Neue Busse braucht das Land Drei Geschwister: die neuen Lademeister von Citroën, Toyota und Peugeot

P

SA Peugeot Citroën und die Toyota Motor Gruppe (TME) stellten Anfang Dezember 2015 ihre neuen, gemeinsam entwickelten Kleinbusse vor: den neuen Citroën SPACETOURER, den Peugeot TRAVELLER und den Toyota PROACE. Die Fahrzeuge werden als MPVVersionen für die private Nutzung und für den Shuttle-Einsatz im gewerblichen Bereich verfügbar sein. Die drei Fahrzeuge kommen in der ersten Jahreshälfte 2016 auf den Markt und werden auf dem Genfer Automobil Salon im März 2016 präsentiert. Die Fahrzeuge teilen sich alle technischen Charakteristiken, die Motorisierungen und die Ausstattungen. Im Design unterscheiden sie sich und folgen der Designsprache der jeweiligen Marke. Nutzfahrzeug-Ableger der Klein¬ busse werden folgen.

Der Fiat Fullback steht ab Mai 2016 bei den FiatProfessional-Partnern. Der italienische Pick-up wird in vier Karosserie-Versionen, drei Ausstattungsvarianten, drei Motor- und zwei Getriebetypen wahlweise mit Hinterradantrieb oder Allradantrieb angeboten werden. Der Fullpack übernimmt die technische Basis vom Mitsubishi L200. 54

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Van of the Year Eine internationale Jury von Nutzfahrzeugjournalisten aus 24 europäischen Ländern hat den VW T6 zum besten Transporter des Jahres 2016 gewählt. Damit bekommt der Transporter aus Hannover diesen Preis bereits zum dritten Mal in seiner Historie verliehen.

© FOTOS: WERK (5)

Italiener mit japanischen Genen


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DREI FRAGEN AN © FRANZ OSS

Walter Falbesoner Geschäftsleiter Autohaus Falbesoner Birgitz, Toyota- & Opel-Vertragshändler

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eine Reichweite von ca. 650 km und ist in zwei Minuten vollgetankt. Bei Opel wird vor allem der neue Astra-SportsTourer ein Highlight.

Auf welche Modelle können sich Ihre Business- und Privatkunden 2016 freuen? Zuallererst auf den neuen RAV4 mit Hybridantrieb, dazu noch auf den neuen ProAce von Toyota, der als Nachfolger des Previa besonders gelungen ist. Weiters erwarten wir den komplett modernisierten Toyota Hilux. Viele meiner Businesskunden sind auch schon sehr neugierig auf den vorsteuerabzugsberechtigten Toyota Mirai mit Wasserstoffantrieb. Er hat

Warum macht der Hybrid-Antrieb besonders für Business-Kunden Sinn? Es gibt bei den Hybridfahrzeugen im Prinzip keine NoVA, dies ist auch für Mitarbeiter, die ihr Auto privat nutzen, sehr interessant, da eine Erhöhung des Sachbezugswerts damit ausgeschlossen ist! Auch der Wartungsaufwand bei Hybrid-Fahrzeugen ist gering: Es gibt keinen eigenen Startermotor, keine eigene Lichtmaschine, keine Kupplung, keinen Zahnriemen, keinen Partikel-Filter, keinen Kraftstoff-Filter, keinen Turbolader, keine Hochdruckpumpe und eine verschlei߬ freie Wasserpumpe!

usinesskunden griffen 2015 besonders gerne zum ... Benedikt Margreiter: ... Opel Insignia mit 136 PS und dabei nur 104 Gramm CO2-Ausstoß. Sehr beliebt war auch die Nutzfahrzeugpalette von Opel mit den Unternehmer-Boni. Bei Toyota wurden die Hybridmodelle stark nachgefragt.

Walter Falbesoner, Firmenchef Toyota/Opel Falbesoner

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INTERVIEW

Ein neues Kapitel für Citroën Tirol Es tut sich was am heimischen Automarkt: Das Innsbrucker Traditionshaus Citroën Hanl übernimmt unter neuer Führung den Citroën-Standort in der Innsbrucker Bachlechnerstraße und ist ab 2016 mit insgesamt vier Betrieben einer der größten Citroën-Händler Westösterreichs. Geschäftsführer Werner Brunner im Interview. Das Interview führte Klaus Erler.

Zum Firmenverband gehören noch zwei weitere Betriebe, wo befinden sie sich? Im Tiroler Oberland betreuen wir Kunden über unseren AgenturBetrieb Autohof Konrad in Imst. Im Unterland wird das Kitzbühler Autohaus Schwaiger als echtes Traditionshaus mit 60-jähriger Geschichte mit erstem Jänner 2016 zum Hanl-Schwesterbetrieb. Worauf können sich Hanl-Kunden 2016 freuen? Zunächst auf die Modelle DS4 und DS5 der inzwischen von Citroën losgelösten Premiummarke DS. Hier bieten wir für Businesskunden und an Individualität interessierte Privatkunden echte Alternativen in der Kompakt- und Mittelklasse an. Die Marke DS punktet dabei mit einer ganz neuen Wertigkeit, unverwechselbarem Design und modernster Technik. Wird es auch für gewerbliche Kunden Neuigkeiten geben? Besonders interessant wird der in der ersten Jahreshälfte 2016 erhältliche Citroën Jumpy, der auf einer neuentwickelten Plattform aufbaut. 56

Voll vorsteuerabzugsberechtigt ersetzt er nicht nur den ausgelaufenen C8, sondern auch den alten Jumpy. Es wird ihn als Lieferwagen mit zwei Radständen und drei Karosserielängen und wahlweise als fünf- bis neunsitzigen PKW geben. Was Fahrkomfort und Sicherheitsfeatures betrifft, wird der Jumpy ein ganz neues Kapitel bei den Citroën-Nutzfahrzeugen aufschlagen.

© FRANZ OSS

W

elche Veränderungen hat es in letzter Zeit bei Citroën Hanl gegeben? Werner Brunner: Im April 2015 habe ich im besten Einvernehmen mit Firmeninhaber Oliver Hanl dessen CitroënBetrieb in der Innsbrucker Trientlgasse übernommen. Der Name blieb bestehen, weil er seit 40 Jahren für die Werte steht, auf die wir weiter aufbauen wollen: Kundennähe und Servicequalität. Seit 1. Oktober dieses Jahres gibt es auch eine Innsbrucker Zweigstelle von Citroën Hanl: den modernen Citroën-Betrieb in der Bachlechnerstraße, ehemals Auto Bernhard.

Was zeichnet Citroën Hanl aus? Der Großteil unserer Service-Mitarbeiter ist bereits als technischer Citroën-Experte zertifiziert. Wir übererfüllen damit alle Vorgaben von Seiten des Importeurs und stellen so die beste Kunden-Betreuung in unseren Werkstätten sicher. In allen Hanl-Betrieben vertreiben wir sowohl DS- und Citroën-PKW als auch CitroënNutzfahrzeuge. Wir haben immer einen großen Lagerbestand an Fahrzeugen vorrätig und können als Citroën-BusinessCenter für Flotten- und Firmenkunden ganz besondere Konditionen anbieten. Das Thema Gebrauchtwagen wird zunehmend wichtiger. Wie entsprechen Sie diesem Trend? Wir sind Citroën-Select-Partner und checken jedes Gebrauchtfahrzeug über einen 96-Punkte-Plan. Deshalb können wir auch bis zu 24 Monate Gebrauchtwagen-Garantie gewähren. Stark nachgefragt sind Jungwägen im Alter von einem halben Jahr bis zu zwei Jahren. Diese Fahrzeuge sind technisch und optisch in Top-Zustand und punkten gegenüber Neufahrzeugen mit relevanten Preisvorteilen. Von diesen Jungwägen haben wir immer rund 30 bis 40 Fahrzeuge lagernd! ¬ Vielen Dank für das Gespräch

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ZUR PERSON: Mag. (FH) Werner Brunner, 42 Geschäftsführer Autohaus Hanl Betriebsführungs-GmbH •Viele Jahre Bankangestellter in leitender Position •Studium am MCI Innsbruck •Weg in die Privatwirtschaft: Fünf Jahre Geschäftsführer in einem Tiroler Autohaus •Seit 1. April geschäftsführender Gesellschafter der Autohaus Hanl Betriebsführungs-GmbH


© DOMINIQUE HUTTER

Siegertyp

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TEST

Die Allradvariante des Mazda6 Sport Combi ist einer der sportlichsten Kombis, die Mazda je gebaut hat. Von Walter Mair

Macht aus jedem Blickwinkel eine gute Figur: Mazda6 Sport Combi.

W

er sein automobiles Leben mit einem Kombi bestreiten will, kann aus einem üppigen Angebot an europäischen und fernöstlichen Laderaumexperten schöpfen. Eine der derzeit faszinierendsten Möglichkeiten ist die Stretch-Version des Mazda6, der schon seit dem Frühjahr 2015 optisch verschärft und mit modernisierter Ausstattung um die Gunst von Großfamilien, Kleinunternehmern und sportlich orientierten Freizeitaktivisten buhlt. Feuer unterm Frontblech. Zu den überzeugendsten Argumenten des Mazda-Kombis zählen neben seinem Sportlerlook vor allem das reichhaltige Interieur sowie das breite Spektrum an möglichen Antriebsvarianten. Insgesamt kann der Kunde aus drei Benzinund zwei Dieselversionen zwischen 146 und 192 PS, manueller 6-Gang-Schaltung oder Automatikgetriebe wählen. Wir fuhren die 2,2-Liter-Dieselvariante

mit 150 PS, die mit einer knackigen 6-Gang-Schaltung, und – im Gegensatz zu den Benzinmodellen – mit Allradantrieb kombinierbar ist. Der 2,2-LiterTurbodiesel verrichtet seinen Job – einmal warmgefahren – äußerst leise. Beim forschen Druck aufs Gaspedal geht der Mazda-Kombi ab wie die Post und absolviert die 100-Stundenkilometer-Marke in nur 9,6 Sekunden. Unterstützt wird das fernöstliche Flaggschiff dabei von der effizienten Skyaktiv-Technik, die radar- und sensorbasierte Assistenzsysteme wie automatische Abstandkontrolle, Kurvenlicht sowie einen adaptiven Tempomaten beinhalten. In puncto Kraftstoffverbrauch verdient sich der sportlich konzipierte Sechser-Kombi ein Extra-Lob: Am Ende des Tages mussten durchschnittlich nur 5,6 Liter pro hundert Kilometer nachgetankt werden! In puncto Komfort überzeugt der schicke Japaner mit reichhaltiger Ausstattung, die sogar eine Sitzheizung für die Gäste in Reihe zwei

beinhaltet. Und für den Umzug steht ein üppig dimensionierter Laderaum bereit, der sich von 522 Liter auf 1.648 Liter erweitern lässt. ¬

TECHNISCHE DATEN Mazda6 Sport Combi CD150 AWD „Attraction“ Motor: Reihenvierzylinder-Turbodiesel Hubraum: 2.191 ccm Getriebe: 6-Gang-Schalter, Allradantrieb Leistung: 110 kW / 150 PS Drehmoment: 380 Nm 0 – 100 km/h: 9,5 sec Spitze: 201 km/h Verbrauch: 5,0 l/100 km Testverbrauch: 5,6 l/100 km CO2-Emissionen: 132 g/km Maße (L/B/H): 4.800/1.840/1.475 mm Gewicht: 1.470 kg Kofferraum: 522 l – 1.648 l Preis ab: 38.360 Euro

– Losfahren. Mehr erleben.

MITSUBISHI ASX

1,6 Liter Benziner 2WD mit 117 PS 1,6 Liter Diesel 2WD mit 114 PS 1,6 Liter Diesel 4WD mit 114 PS 2,2 Liter Diesel 4WD Automatik mit 150 PS

ab € 17.490,– | € 137,– /Monat*

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Unternehmers Traum

© KLAUS ERLER (2)

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TEST

Der VW-Bus reift in seiner neuen Modellreihe T6 noch mehr zu dem, was er eigentlich schon immer war: die Benchmark des gewerblichen Transportierens und Reisens. Von Walter Mair Mit Allrad fit für die Tiroler Berge: der neue VW T6 4Motion

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aden, einsteigen, losfahren, wohlfühlen: Dass diese an sich einfache Formel längst nicht bei allen gewerblich genutzten Fahrzeugen funktioniert, weiß jeder, der im beruflichen Alltag beim Liefern auf das KFZ angewiesen ist.

Goldene Mitte. Im VW-Bus lässt sie sich allerdings seit Jahrzehnten erfahren. Im Herbst kam die aktuelle Modellreihe T6 auf den Markt und auch sie stellt wieder die goldene Mitte dar, geht es um das Verhältnis Außenhöhe und Länge zu InnenraumNutzen: Der VW T6 ist klein genug, um innerstädtisch und in der Parkgarage nirgendwo anzuecken und mit zwei Radständen groß genug für (fast) alle Personen- und Gütertransporte des Klein- und Mittelgewerbes. Beim Fahrkomfort ganz nah am PKW wird der VW T6 auch in diesem Bereich noch mehr zur Benchmark, an der die Bus-Konkurrenz Maß nahmen muss. Teuer, aber gut. Das von top.tirol getestete, 9-sitzige Multivan-Modell mit BiTurbo-204-PS-

Topmotorisierung, Allrad und Lederausstattung ist derzeit eine der teuersten Möglichkeiten, den VW T6 zu fahren. Mit dringend angeratener DSG-7-GangAutomatik kostet er rund 82.000 Euro brutto und ist damit ganz deutlich in der automobilen Oberklasse angekommen. Unternehmer, die sich für ihn entscheiden, bekommen dafür allerdings ein Fahrzeug mit großem Mehrwert: Der Motor mit 204 Diesel-PS erfüllt dank Harnstoffbeimengung die Schadstoffnorm Euro 6 und bietet in jeder denkbaren Lebens- und Zuladungslage mehr als ausreichend Kraft und Drehmoment. Dieses sorgt dafür, dass sich der BiTurboT6 auch mit Schaltgetriebe angenehm schaltfaul fahren lässt und auf Autobahnen zur Höchstleistung aufläuft. Dass die Höchstgeschwindigkeit mit 200 km/h angegeben ist, wird niemanden verwundern, mehr schon, dass sich dieses Modell mit seinen fast 2,5 Tonnen Eigengewicht im Alltag mit 8,8 Liter Diesel begnügt. Effizient, komfortabel, sicher. Optional kann ein adaptives, dreistufiges DCC-Fahrwerk bestellt werden. Es lässt sich in drei Stufen von „Kom-

Bedienung wie im PKW: das Cockpit des neuen VW T6

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fort“ bis „Sport“ einstellen und ist eine sinnvolle Investition für alle, die den T6 als Personentransporter nutzen. Der 4MOTION-Antrieb arbeitet bekannt unauffällig und effizient und ist mit einer elektronischen Bergabfahrkontrolle erhältlich. Die sorgt im starken Gefälle dafür, dass der Bus auf glattem Untergrund möglichst nicht mit blockierten Rädern ins Rutschen kommt. Auch eine optionale Hinterachs-Differentialsperre ist im neuen T6 erhältlich, genauso wie eine große Auswahl moderner Assistenzsysteme aus dem PkwBereich. ¬

TECHNISCHE DATEN VW T6 Multivan 4MOTION Generation Six Motor: 4-Zylinder-BiTurbo-Dieselmotor mit AdBlue Antrieb: Allrad Hubraum: 1.968 ccm Getriebe: 6-Gang Leistung: 150 KW / 204 PS Drehmoment: 450 Nm 0 – 100 km/h: 9,3 sec Spitze: 199 km/h Verbrauch: 6,7 Liter Testverbrauch: 8,8 Liter CO2-Emissionen: 176 g/km Maße (L/B/H): 4904/1.904/1.990 mm Wendekreis: 11,9 Meter Preis: ab 23.940 Euro brutto (Kastenwagen) Preis Testwagen: 79.600 Euro brutto


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So tankt Österreich!

Von diesen Kraftstoffarten werden die heimischen PKW angetrieben.

56,9 %

2.699.787 PKW

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2.021.457 PKW

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4.748 PKW

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Quelle: Statistik Austria, Stand Oktober 2015

* 9.950,– ** Ab EUR 1 40,– .9 3 2 R U E b a . zw b

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0,3 %

4.697 PKW

14.335 PKW

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11.12.15 11:03



© SHUTTERSTOCK.COM

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Angebot trifft Nachfrage

Kurzzeitvermietung über Online-Plattformen Private Zimmervermietung erfreut sich aufgrund verschiedener Online-Plattformen großer Beliebtheit. Was viele jedoch nicht wissen: Für Gastgeber gehen damit auch verschiedene Pflichten einher. Von Eva-Maria Hotter

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rivatzimmervermietung an Gäste boomt auch in Österreich, nicht zuletzt seit es immer mehr Internetplattformen gibt, die Gastgeber und Gäste – Angebot und Nachfrage – online zusammenführen. Die größten Vertreter sind dabei Airbnb, Wimdu oder 9flats. „Bisher hat in Wohnungen oder Häusern entweder immer der Eigentümer selbst gewohnt oder das Objekt war langfristig vermietet. Neu ist, dass insbesondere Stadtwohnungen immer häufiger nur für kurze Zeiträume vermietet werden“, erklärt Christian Fuchs, selbstständiger Rechtsanwalt bei pofw Rechtsanwälte in Innsbruck. „Es gibt in Österreich keine feste Begrenzung für kurzzeitige Vermietung. Anders gesagt: Langzeitvermietung beginnt in der Regel dann, wenn sie länger als sechs Monate dauert“, so Fuchs. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Mietvertrag, der auf eine dau-

erhafte Vermietung angelegt ist, wechselt der Mieter bei der Kurzzeitvermietung oft bereits nach wenigen Tagen. „Das Thema ist äußerst vielschichtig, die Thematik berührt sehr viele unterschiedliche Rechtsbereiche, wie Miet-, Steuer- und Gewerberecht. Zudem spielen auch das Wohnungseigentumsgesetz und die Tiroler Raumordnung eine Rolle.“ Wie die Plattform funktioniert. Der Vermieter schließt einen Vertrag mit der Online-Plattform, wird dadurch Mitglied und stellt seine Wohnung oder sein Haus online. Auch der Gast, der eine Unterkunft mieten will, wird ebenfalls Mitglied. „Das Online-Portal ist dabei ein sogenannter Reisemittler. Das heißt, es stellt die Plattform zur Verfügung, über die das Angebot vermittelt wird“, erklärt Rechtsanwalt Fuchs. Gefällt dem Gast ein Angebot, zahlt er beim Buchen den festgelegten →

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Preis an das Portal, das sich anteilig eine Provision zwischen 6 und 12 Prozent einbehält – der Rest fließt an den Vermieter. „Der eigentliche Mietvertrag kommt zwischen Gast und Vermieter zustande. Deshalb muss auch der Vermieter die diversen Steuern zahlen“, so Fuchs. Der Gastgeber wird in die Pflicht genommen, wenn dies nicht geschieht. Vermietung birgt Pflichten. Für die Vermieter ist die kurzzeitige Vermietung vielfach ein willkommener Zuverdienst, wohingegen Touristen die privaten Unterkünfte schätzen, um Land und Leute von einer anderen Seite kennenzulernen. Doch das Problem ist, dass nicht alle Gastgeber ihren rechtlichen Pflichten nachkommen: So ist für erzielte Nächtigungsumsätze Umsatzsteuer zu zahlen. Auch die Internetportale zahlen Umsatzsteuer, jedoch nur auf die einbehaltenen Provisionen, und das in dem Land, wo sich der Firmensitz

Mag. Christian Fuchs

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selbständiger Rechtsanwalt in Innsbruck, Kanzleigemeinschaft mit den Rechtsanwälten Dr. Christian Prader, Mag. Ulrich Ortner und Dr. Ralf Wenzel.

„Der eigentliche Mietvertrag kommt zwischen Gast und Vermieter zustande. Deshalb muss auch der Vermieter die diversen Steuern zahlen.“

, G A T S SAM . 2016 6. FEB ESS R G N O C K C U R B INNS

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© WWW.AIRBNB.AT

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befindet. Vielfach wird nicht beachtet, dass bei kurzzeitigen privaten Zimmervermietungen häufig keine Steuern und Abgaben abgeführt werden, was dem Finanzamt ein Dorn im Auge ist. Ebenso den Hoteliers und Privatzimmervermietern, die redlich ihre Abgaben und Steuern bezahlen. Mögliche Meldepflicht. Werden Personen in einer Unterkunft gewerblich oder privat beherbergt, muss der Vermieter den Gast bei der Gemeinde melden. Zwar trifft die Pflicht an sich den Mieter, aber der Vermieter ist dafür verantwortlich, dass diese auch eingehalten wird. Durch die Meldung wird auch die ortsübliche Aufenthaltsabgabe (Orts- oder Kurtaxe) fällig. Sie beginnt mit der ersten Nächtigung des Gastes und endet mit seiner letzten. Die Abgabe beträgt zwischen 0,55 und 3 Euro pro Person und Übernachtung. Erfolgt keine Meldung, entgehen den Tourismusverbänden diese Einnahmen. Grundsätzlich entfällt die Meldepflicht für den Vermieter jedoch, wenn er mit dem Gast in der gleichen Unterkunft wohnt – der Gast muss sich dann spätestens nach drei Tagen selbst anmelden. →

„Ist man alleiniger Hauseigentümer, darf man alles machen – aber natürlich müssen die Steuern gezahlt werden.“ Mag. Christian Fuchs

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Die wenigsten betreiben diese Kurzzeitvermietung hauptberuflich: Bis zu einer Höhe von 730 Euro dürfen Arbeitnehmer pro Jahr Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit erzielen, ohne dafür Einkommenssteuer zu zahlen. „Insgesamt gibt es sieben Einkunftsarten, dazu zählen zum Beispiel „Einkünfte aus unselbständiger Arbeit“ oder „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“. Alles was innerhalb eines Jahres verdient wird, wird am Ende zusammengezählt und dient als Grundlage für die Einkommenssteuer. Verschiedene Abgrenzungen. „Grundsätzlich muss man immer unterscheiden, ob das zu vermietende Haus einer Person gehört oder mehreren“, sagt Fuchs und ergänzt: „Ist man alleiniger Hauseigentümer, darf man alles machen – aber natürlich müssen die Steuern gezahlt werden.“ So können dem Experten zufolge etwaige Mieter im Haus auch nichts dagegen unternehmen, wenn der Hauseigentümer zum Beispiel Wohnungen im Erdgeschoss kurzzeitig vermietet. Ist man Wohnungseigentümer und ist im Wohnungseigentumsvertrag, der die zulässige Nutzung im Haus regelt, nichts über kurzzeitige Vermietung enthalten, darf nicht vermietet werden. „Wohingegen der Mieter einer Wohnung besser gestellt ist. 64

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Wohnt man selbst in der Wohnung können andere Hausbewohner nichts gegen eine kurzzeitige Untervermietung unternehmen.“ Es kann aber nicht mehr Miete verlangt werden, als man selbst zahlt. Sobald ein Gewinn entsteht, könnte der kurzzeitige Mieter diesen zurückverlangen. Dienstleistungen wie Frühstück und Bettzeug anzubieten, wenn man selbst dort wohnt, ist erlaubt, ansonsten ist die Beherbergung jedoch gewerblich. Derzeit gibt es große Bestrebungen der österreichischen Finanz, die Daten von den Internetplattformen zu bekommen, um so die Vermieter zu identifizieren. Auf den Plattformen selbst treten sie nämlich nicht in Erscheinung. Die Vermieter kommen erst ins Spiel, wenn die Buchung erfolgt ist. In Großstädten wie Amsterdam, London und Paris wurden bereits Einigungen mit Airbnb unterzeichnet. Dort behält die Plattform neben der Provision auch die Tourismusabgabe ein und führt diese ab – der verbleibende Geldbetrag fließt an den Vermieter. Es wird sich in Zukunft weisen, ob auch derartige Modelle in Österreich umsetzbar sind. ¬

Aus Sicht der Hotellerie „Wir haben kein Problem mit neuen Mitbewerbern, aber da wir uns am selben Markt befinden, müssen für alle dieselben Bedingungen gelten. Das ist nicht der Fall, da zum Beispiel viele Vermieter kein Gewerbe anmelden, obwohl sie es – rechtlich gesehen – müssten“, so Gregor Hoch, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung Region West.


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„Damit Zeit für die wichtigen Dinge bleibt“ Innsbrucker Immobilienspezialisten geben Tipps rund ums Thema altersgerecht Wohnen, Investieren und Immobilienverkauf.

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Studentenwohnanlagen als neue Assetklasse

© ZIMA-OBJEKTMANAGEMENT GMBH

Auf Grund nachlassender Attraktivität von konventionellen Anlageklassen, wird das Thema Investieren in neue Anlageformen immer interessanter. Zum Beispiel in Studentenwohnanlagen. Warum? Der Zustrom der Studenten an den Universitäten wird anhalten. Dieser wachsende Markt konkurriert mit dem Zustrom der Bevölkerung, welche vom Land in die Städte zieht. Eigens auf die Bedürfnisse von Studenten abgestimmte Wohnanlagen können eine Konkurrenz verhindern. Wenn die gegebenen Parameter in Bezug auf den Standort, beispielsweise die Nähe zur Universität, gegeben sind, sollte man als Investor oder Bauträger eine Studentenwohnanlage andenken. Der Markt hierfür ist gegeben und höhere Renditen als bei herkömmlichen Mietwohnanlagen können erwartet werden. n.resl@wat-wohnen.at

4. Claudia Hufnagl und Nicole Knödl ZIMA-Objektmanagement GmbH

© INNREAL

Harald Knoll Harald Knoll Immobilien

Beim Verkauf von Immobilien ist es wichtig, den erzielbaren Verkaufspreis realistisch einzuschätzen, denn der tatsächliche Wert einer Immobilie orientiert sich an zahlreichen Faktoren wie Standort, Zustand der Immobilie sowie an aktueller und zu erwartender Marktsituation. Wird der Verkaufspreis bei der Immobilienbewertung zu hoch angesetzt, riskiert man eine geringe Nachfrage und damit eine lange Angebotszeit. Leider passiert es immer wieder, dass Immobilienverkäufer ihre Immobilie zu günstig verkaufen. Daher ist es wichtig, sich für eine fundierte Immobilienbewertung der eigenen Immobilie den Rat von einem Immobilienprofi einzuholen. harald@immobilien-knoll.at

Gebhard Jenewein INNREAL Wohn- und Wirtschaftsimmobilien GmbH

Der wahre Preis einer Wohnung

3. © WAT BAUTRÄGER GMBH

© HARALD KNOLL IMMOBILIEN

Den Immobilienwert richtig einschätzen

Nikolaus Resl WAT Bauträger GmbH

Es kommt vor, dass Immobilienbesitzer ihre Wohnung zu einem sehr günstigen Preis hergeben. Die Wohnung ist dann zwar schnell verkauft, jedoch unter ihrem Wert. Ein zu hoher Preis wiederum kann den Verkaufsprozess unnötig verlängern. Daher gilt es im Immobilienverkauf, den wahren Wert einer Wohnung zu errechnen. Verfügt diese über Besonderheiten, sollten diese einkalkulieret werden. Schließlich wird sich auch ein Kunde finden, der bereit ist, den geforderten Preis zu bezahlen. gebhard.jenewein@innreal.at

Wohnraum für die besten Jahre sichern Viele Besitzer einer Immobilie stehen vor einer großen Herausforderung: Sie bewohnen ein Haus, das sanierungsbedürftig, im Erhalt aufwendig oder zu groß geworden ist oder eine ihren Lebensbedingungen nicht mehr entsprechende Wohnung. Sie sind fit, unternehmungslustig und aktiv, investieren jedoch die meiste Zeit in die Erhaltung und die Pflege von Haus und Garten. Es bleiben nur wenige Momente für Wohnen und Genießen. Eine Veränderung des Wohnsitzes, zum Beispiel in eine altersgerechte Immobilie, kann Abhilfe schaffen. Unterstützung in der Entscheidungsfindung und professionelle Beratung bieten in solchen Situationen Immobilienprofis. Damit im Lebensabend Zeit für die wichtigen Dinge bleibt. nicole.knoedl@zima.at

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CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY Wirtschaften mit Verantwortung Vom sozialen und ökologischen Engagement von Unternehmen profitieren nicht nur die Gesellschaft und Umwelt, sondern auch der Betrieb selbst. Von Eva Schwienbacher

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nter dem Begriff Corporate Social Responsibility, kurz CSR, versteht man die unternehmerische Tätigkeit, die ökonomische Ziele mit sozialer und ökologischer Verantwortung vereint. „CSR beschäftigt sich damit, wie Unternehmen systematisch und über den gesetzlichen Rahmen hinaus verantwortungsvolles Wirtschaften im Kerngeschäft aufnehmen können“, sagt Marlene Hopfgartner von der Abteilung Wirtschaftspolitik und Strategie der Wirtschaftskammer Tirol. In Tirol hat soziales und ökologisches Engagement Tradition. „Viele Firmen sind mit ihrer Umgebung stark verwurzelt, unterstützen beispielsweise Vereine und bringen sich in Notfällen ein“, sagt Hopfgartner, „das geschieht aber weniger im Rahmen einer Unternehmensstrategie.“ Aus gesell-

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schaftlicher Sicht seien auch einzelne Projekte zu begrüßen. Einen langfristigen Mehrwert für Unternehmer ließe sich aber nur durch die Verankerung von CSR in die Unternehmensziele erwirken. Die Handlungsfelder. Die Bandbreite an CSR-Maßnahmen ist groß. Vier Bereiche sind jedoch für die Entwicklung einer Unternehmensstrategie besonders relevant: der Arbeitsplatz, die Umwelt, die Gesellschaft und der Markt bzw. das Umfeld, in dem das Unternehmen agiert. In puncto Arbeitsplatz steht das Wohlbefinden der Mitarbeiter im Zentrum. Themen wie die Work-Life-Balance oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen eine Rolle. Im Bereich Umweltmanagement sind beispielsweise der effiziente Einsatz von Ressourcen, der Umgang mit Abfall und Abwäs-


© WK TIROL

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Marlene Hopfgartner Abteilung Wirtschaftspolitik und Strategie der Wirtschaftskammer Tirol

Zeit für einen Schnitt Die Tiroler Friseurakademie eröffnete im WIFI Tirol die modernsten Räumlichkeiten in ganz Österreich.

„Ein gutes Arbeitsklima und gegenseitige Wertschätzung steigern die Motivation der Mitarbeiter und fördern eine Identifizierung mit dem Unternehmen.“

sern sowie klimaschonende Mobilität wichtig. Gesellschaftliches Engagement beinhaltet Initiativen wie Sponsoring oder Spendenaktionen, aber auch das Thema Barrierefreiheit. Schließlich beschäftigt sich CSR auch mit der Marktbearbeitung. Mögliche Fragestellungen sind: Wie positioniert die Firma ihr Produkt? Wie steht es um verantwortungsvolles Wirtschaften der Zulieferer und Partner? Der Mehrwert für Unternehmer. Im ersten Moment ist eine CSR-Strategie zwar mit zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden, auf lange Sicht macht sich dieser aber bezahlt: CSR kann helfen, ein klares Unternehmensziel zu definieren, interne Abläufe und Produkte entsprechend zu analysieren und zu optimieren. Der effiziente Einsatz von Rohstoffen ermöglicht beispielsweise Kostenersparnisse. Die Wettbewerbsfähigkeit kann durch die klare und glaubwürdige Positionierung verbessert werden, da das Engagement auch zum Image eines Unternehmens beiträgt. „Speziell in den Branchen Tourismus und Industrie ist nachhaltiges Handeln ein Entscheidungskriterium für viele Gäste bzw. Kunden“, sagt Hopfgartner. CSR wirkt außerdem in der Personalbeschaffung und -bindung unterstützend. „Ein gutes Arbeitsklima und gegenseitige Wertschätzung steigern die Motivation der Mitarbeiter und fördern eine Identifizierung mit dem Unternehmen“, fügt Hopfgartner hinzu. Von der Entscheidung für eine Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten profitiert schließlich auch die gesamte Umgebung, Stichwort regionale Wertschöpfung. Die Finanzierung. Im Prinzip ist soziales und ökologisches Engagement branchen- und größenunabhängig. Das zeige sich auch durch die vielseitigen Einreichungen für den Trigos Tirol – ein Preis der Tiroler Wirtschaftskammer für das ganzheitliche Engagement

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anche Dinge laufen gut – trotzdem ist es höchste Zeit für einen Schnitt. Auch die Tiroler Friseure waren in einer ähnlichen Situation: Die Ausbildung ist ordentlich gelaufen, aber die Räumlichkeiten hatten schon den leisen Touch von Retro. Jetzt ist alles anders. Die Räumlichkeiten befinden sich nun im zweiten Stock des Branchenzentrums. In bester Gesellschaft: Dort ist in den letzten Monaten das WIFI VITAL entstanden, das alle Gesundheitsberufe unter einem Dach vereint. Die Friseure sind nun in nächster Nähe zu verwandten Berufen wie den Visagisten, Nageldesignern, Fußpflegern, Augenoptikern, Hörakustikern und Masseuren. Die Tiroler Friseurakademie verfügt nun über die modernsten Räumlichkeiten am letzten Stand der Technik. Das schafft die idealen Voraussetzungen, neue Standards in der Friseurausbildung zu setzen. Manchmal ist es eben Zeit für einen Schnitt – und wie ¬ sieht es bei Ihnen aus?

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INFORMATION UND ANMELDUNG Arno Eisendle Tel.: 05 90 90 5-7434 E-Mail: arno.eisendle@wktirol.at

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von Unternehmen, der mittlerweile alle zwei Jahre verliehen wird. „Größere Unternehmen haben es oft leichter, die finanziellen Ressourcen für CSR aufzubringen. Kleinunternehmen müssen diesen Bereich mit vorhandenen Mitarbeitern abdecken“, sagt Hopfgartner. Entlastung bietet zum Teil die Absetzbarkeit von Ausgaben. So können Sach- und Geldspenden für im Gesetz genannte Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Museen, Freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände sowie für offiziell spendenbegünstigte Einrichtungen und Vereine bis zu zehn Prozent des Gewinns des laufenden Jahres abgesetzt werden. Ebenfalls absetzbar sind Sponsorzahlungen, wenn sie eine Werbefunktion haben, sowie Initiativen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Best PracticeBeispiele Viele Tiroler Firmen integrieren CSR in ihrer Haupttätigkeit. Drei Unternehmer berichten wie und warum.

Sauberes Unternehmen

Berichtspflicht für „Große“ ab 2016. Auch wenn laut der Expertin die Freiwilligkeit ein zentraler Aspekt von CSR ist, kommen demnächst einige Firmen nicht umhin, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Ab Jänner 2016 gilt eine neue EU-Richtlinie, die bestimmte große Unternehmen dazu verpflichtet, auch nicht finanzielle Informationen offenzulegen. Angaben unter anderem im Bezug auf Umwelt-, Arbeiter- und Sozialbelange müssen demnach in ihren Rechenschaftsberichten aufgenommen werden. Hopfgartner erklärt: „Die Mehrheit der Tiroler Unternehmen ist zwar nicht direkt davon betroffen, als Zulieferer größerer Betriebe werden aber auch sie sich intensiver dem Thema Nachhaltigkeit widmen müssen.“ ¬

Die Auszeichnung für ganzheitliches CSR-Engagement wird in den Kategorien „Kleines Unternehmen“, „Mittleres Unternehmen“ und „Großes Unternehmen“ verliehen. Von 11. Jänner bis 4. März 2016 können Einreichungen auf www. trigos.at abgegeben werden. Am 19. Mai 2016 werden die Gewinner im Rahmen einer Gala mit einem Kunstwerk von Altbischof Stecher prämiert. Nähere Infos bietet die Wirtschaftskammer Tirol.

© BMLFUW/CHRISTOPHER FUCHS

Der Trigos Tirol:

„CSR fließt in unsere gesamte Unternehmensarbeit ein. Jedes neue Produkt verfolgt Umweltziele“, erklärt Geschäftsführer Simon Meinschad. Die Firma hollu aus Zirl stellt Reinigungsmittel und Pflegeprodukte her. „Ein konkretes Beispiel ist unsere elektronische Dosieranlage für Textilien, die häufiges Waschen ökologischer und ökonomischer macht. Zudem werden, wo möglich, synthetisch hergestellte Rohstoffe durch natürliche ersetzt.“ Das Familienunternehmen setzt sich auch für die Belegschaft ein: „Ein betriebliches Gesundheitsmanagement wird gerade eingeführt. Außerdem legen wir Wert auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie und übernehmen 70 Prozent der Kosten für die Kinderbetreuung unserer Mitarbeiter.“ Das geplante Bauprojekt zur Erweiterung des Standorts soll arbeitnehmerfreundlich und nach ökologischen Kriterien errichtet werden. „Neben dem Gefühl, Gutes zu tun, entstehen eine Reihe von Vorteilen durch CSR“, erklärt Meinschad, „wie die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität sowie die Kunden- und Mitarbeiterbindung. Es ist ein Fehldenken, dass soziales und ökologisches Engagement Wirtschaftlichkeit ausschließt.“ 2014 erhielt der Betrieb den Trigos Tirol in der Kategorie Großunternehmen.

Kürzlich wurde das Österreichische Umweltzeichen für ein Produkt von Bundesminister Andrä Rupprechter (Mitte) an Markus Wendlinger (li.), hollu-Bereichsleitung Vertrieb und Marketing, und hollu-Geschäftsführer Simon Meinschad (re.) verliehen.

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Entgeltliche Einschaltung top.tirol

Bei der Industrie sind regionale Mitarbeiter gefragt.

Um seine Gäste für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, erstellte Unterlechner vor Kurzem ein CO2-Monitoring, für das er eine Auszeichnung von eco hotels certified (ehc) erhielt.

© VEREIN LICHTBLICKE

CSR als Selbstverständlichkeit „Nachhaltiges unternehmerisches Handeln ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft eines Unternehmens und für mich als Geschäftsführerin eine Selbstverständlichkeit“, sagt Ingeborg Freudenthaler der Firma Freudenthaler Entsorgung und Recycling GmbH & Co KG, „CSR gehört zur Marke Freudenthaler.“ Das Entsorgungsunternehmen aus Inzing setzt verschiedene Maßnahmen zu Umwelt- und Ressourcenschonung um und führt soziale Projekte durch. Zu letzteren zählen etwa Benefizradtouren, Design-Bazars oder die Unterstützung Obdachloser über die Initiative Vinzibus. „Wir bemühen uns immer wieder, zu helfen, wenn irgendwo plötzliche Engpässe auftreten – beispielsweise wenn im Ort ein Haus abbrennt und eine Familie auf

Verantwortung für Land und Wirtschaft

© MASCHINENRING

„Speziell im Tourismus profitieren wir von einer intakten Umwelt. So liegt es nahe, sich für die Natur zu engagieren“, sagt Peter Unterlechner, Chef im Biohotel Grafenast in Pill. Im mit dem Trigos Tirol ausgezeichneten Kleinunternehmen kommen von den Lebensmitteln bis hin zu den Textilien ausschließlich Bioprodukte zum Einsatz. Geheizt wird mit Energie einer Hackschnitzelanlage. „Gäste wissen es immer mehr zu schätzen, wenn man mit Verstand und Herz agiert“, sagt der Hotelier, „mit unserer Philosophie schaffen wir uns einen Wettbewerbsvorteil.“

© FRANZ OSS

Naturnaher Urlaub

Ingeborg Freudenthaler beim 8. Tiroler Demenztag mit der Schweizer Autorin und Psychologin Julia Onken und der Wiener Validationstrainerin und Autorin Petra Fercher und (v. r.)

der Straße steht. Grundsätzlich gehen wir aber gezielt vor“, erklärt Freudenthaler. Eine weitere langfristige Maßnahme ist die Gründung des Vereinslicht.blicke Demenzhilfe Tirol 2008. Auch der Tiroler Demenztag wurde in diesem Zusammenhang ins Leben gerufen.

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Mag. Hannes Ziegler, Geschäftsführer Maschinenring

om Industriestandort Tirol profitieren viele, nicht zuletzt auch die Tiroler Bauern. Tausende von ihnen arbeiten neben ihrer eigentlichen Tätigkeit als Landwirt im Nebenerwerb, um den eigenen Betrieb überhaupt erst erhalten zu können. Von der Landwirtschaft alleine können nur mehr wenige Bauern in Tirol leben. Der Maschinenring schafft genau dafür seit vielen Jahren Abhilfe. Insbesondere mit der Zeitarbeitssparte unseres Unternehmens können wir hunderten Landwirten in Tirol regionale Arbeitsplätze anbieten. Mehr als 1.100 Menschen überlassen wir der Tiroler Wirtschaft, ein Gutteil davon der Tiroler Industrie. Dort sind die bäuerlichen Maschinenring-Mitglieder gefragt. Die aus der unmittelbaren Region kommenden Mitarbeiter haben kurze Wegzeiten, wissen schon aufgrund ihrer bäuerlichen Profession, was Arbeiten bedeutet, sprechen deutsch, wodurch sich keine sprachlichen Barrieren ergeben, sind pünktlich und vor allem verlässlich. Nicht umsonst gibt es deshalb unzählige Unternehmen, die Arbeitsspitzen mit dem Maschinenring ausgleichen und so binnen kürzester Zeit eine ganze Reihe von qualifizierten Mitarbeitern abrufen können. Und so kommt es, dass der Maschinenring auch Marktführer bei der Arbeitskräfteüberlassung ist. Das macht uns stolz und zeigt zugleich die immense Verantwortung gegenüber den Tiroler Partnern und unseren Mit¬ arbeitern.


KLÜGER WERDEN MIT …

Das Risiko als Chance wahrnehmen! Das Interview führte Klaus Erler.

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nicht die Regel darstellen. Viele ungünsus welcher Überlegung hetige Entwicklungen lassen sich zudem raus haben Sie den Apfel nachträglich noch positiv beeinflussen. Wilhelm Tells als Cover-IlUnd am Schluss sollte man sich immer lustration gewählt? Peter H. wieder vor Augen halten, dass Fehler Buchenau: Es geht um das innere Bild des Peter H. Buchenau vielleicht die besten Lehrmeister sind. Apfelschusses: Tell wagt ihn trotz unsi- Unternehmer, Autor, Dozent cheren Ausgangs und gewinnt! Deshalb passt er gut auf das Cover eines Buches, das Mut Kann man seine Intuition derart trainieren, dass man im Vorfeld von Entscheidungen zum Wagnis machen will. schon mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß, ob Sie sind Geschäftsführer eines mittelständi- sie richtig sind? Intuition ist das Ergebnis eines schen Unternehmens: Bei welcher aktuellen langjährigen Lern- und Erfahrungsprozesses und Entscheidung konnten Sie Ihren eigenen Rat- somit auch eine Qualität, die vor allem jene Mitarschlag „Lieber etwas tun als es nicht zu tun“ be- beiter eines Unternehmens mitbringen, die sich nie folgen und gegen welche inneren Widerstände um Entscheidungen gedrückt haben. Deshalb ist mussten Sie dabei vorgehen? In meiner Funktion man als Unternehmen auch gut beraten, sich diesen Erfahrungsschatz mögals angestellter Geschäftslichst zu erhalten. Am besführer komme ich immer ten gelingt das, wenn man wieder in EntscheidungsFührungsteams etabliert Situationen, die sich nur und alte, erfahrene Hasen dann sinnvoll lösen lasmit jungen Mitarbeitern sen, wenn ich rasch handzusammenbringt. Das ist le. Das tue ich, leider fehlt das unternehmerische Erdann aber oft die Zeit für folgskonzept von morgen. eine Absprache mit dem Firmeninhaber. Der dabei Welchen Tipp können zu überwindende inneSie Unternehmern gere Widerstand wäre die ben, die sich gerade in leichte Unlust, alleine für eine Entscheidung geradestehen zu müssen. Dieser einer schwierigen EntscheidungsfindungssiUnlust will ich aber nicht nachgehen, eine daraus tuation befinden? Nicht nur die Risiken wahrzuresultierende Vermeidungshaltung wäre kontra- nehmen, sondern vor allem auch die Chancen, die produktiv: Aktivität ist immer besser als Passivität sich durch Entscheidungen eröffnen können. Nicht und macht sich meiner Erfahrung nach auch in der umsonst sind ja in der chinesischen Schrift die Zeichen für „Risiko“ und „Chance“ die gleichen. Mehrzahl aller Situationen bezahlt.

„Es braucht auch das Bekenntnis zu einer Führungskultur, die Fehlerfreundlichkeit bejaht, einfach weil Fehler zum Leben gehören.“

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Vielen Dank für das Gespräch.

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Peter H. Buchenau ist Geschäftsführer der eibe AG, einem der Marktführer für Spielplätze und Kindergarteneinrichtungen, sowie Redner, Autor, Kabarettist und Dozent an den Hochschulen Karlsruhe und St. Gallen. Buchtipp: Peter H. Buchenau: Nur wer wagt, gewinnt Bessere Entscheidungen durch Risikointelligenz, Linde Verlag, 208 Seiten

© PETER BUCHENAU

Wie kann man eine Fehlentscheidung verarbeiten, damit sie nicht zur Basis einer entscheidungsfeindlichen Grundeinstellung wird? Zunächst geht es darum, für einen Fehler einzustehen, ihn zu verantworten. Dazu braucht es auch das Bekenntnis zu einer Führungskultur, die Fehlerfreundlichkeit bejaht, einfach weil Fehler zum Leben gehören. Dann muss man sich klarmachen, dass trotz der gerade auszuhaltenden Fehlentscheidung dennoch rund 80 Prozent aller Entscheidungen erfolgreiche und erwünschte Ergebnisse nach sich ziehen, die momentanen 20 Prozent also


GKI: Zwei Riesen graben sich durch den Berg

© GKI (2)

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Das Baustellengelände in Maria Stein

„Magliadrun“ und „Zauberbohrer“ – so heißen die beiden Tunnelvortriebsmaschinen, die für den Bau des Triebwasserstollens des Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) in Stellung gebracht wurden.

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m Oberen Gericht entsteht derzeit mit dem GKI das seit vielen Jahren größte Flusskraftwerk Österreichs: Mit einer Leistung von 89 Megawatt, einem Regelarbeitsvermögen von über 400 Gigawattstunden jährlich und einem Investitionsvolumen von 461 Millionen Euro ist das GKI eine der größten Investitionen im Tiroler Oberland seit Jahrzehnten. Riesen unter Tage. Den Ausbruch des 23,2 Kilometer langen Triebwasserstollens, über den das Wasser von der Wehranlage in Ovella zum Krafthaus in Prutz fließen wird, übernehmen zwei je ca. 200 Meter lange und je 600 Tonnen schwere Tunnelvortriebsmaschinen (TVM): „Magliadrun“ (rätoromanisch für „Vielfraß“) hat Anfang November den Vortrieb in Richtung Ovella im Engadin begonnen. Auch die zweite TVM – „Zauberbohrer“ – befindet sich bereits unter Tage und wird im Jänner 2016 den Vortrieb in Richtung Prutz

aufnehmen. „Nach einer Einarbeitungszeit werden die beiden Maschinen bei einem reibungslosen Verlauf Vortriebsleistungen von jeweils rund 20 Meter pro Tag erreichen“, erklärt GKI-Projektleiter Ing. Klaus Schretter. Aktueller Baufortschritt. Auch die Arbeiten an den anderen Projektstandorten kommen gut voran: In Ovella wird seit der Fertigstellung des Steinschlagschutzes Anfang September ein großer Schuttkegel abgetragen, sodass der Inn für die Errichtung der Wehranlage lokal umgeleitet werden kann. Anfang November wurde auf Schweizer Seite mit den Arbeiten für die Ufersicherung mit Wasserbausteinen im Stauraum begonnen. In Prutz wurden der Schrägschacht, die Apparatekammer und die Oberkammer ausgebrochen. Derzeit erfolgt noch der Ausbruch des Wasserschlosses. Hier wurde im Triebwasserweg auch bereits der Gegenvortrieb in Richtung

Auch die zweite Tunnelvortriebsmaschine – genannt „Zauberbohrer“ – hat inzwischen die Arbeit unter Tage aufgenommen.

Maria Stein in konventioneller Bauweise gestartet; die Sprengarbeiten werden voraussichtlich Ende Januar 2016 abgeschlossen sein. In die nunmehr „trockenen“ Baugruben des zukünftigen Krafthauses wird derzeit der Beton eingebracht und im kommenden Jahr beginnen die Arbeiten für die Errichtung des Unterwasserkanals. Baustellenbesichtigung. Vom Fortschritt der Arbeiten können sich auch BesucherInnen überzeugen. Projektleiter Schretter: „Interessierte laden wir herzlich zu einer geführten Baustellenbesichtigung ein, bei der sie wissenswerte Hintergrundinformationen rund um das Großprojekt am Oberen Inn erfahren. Unsere fachkundigen Betreuer geben Einblicke in die einzelnen Bauabschnitte vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung.“ Führungen finden ausschließlich donnerstags statt und dauern ca. drei Stunden. Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.gemeinschaftskraftwerk-inn. com/baustellenbesuch ¬

Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH Eduard-Wallnöfer-Platz 2 6020 Innsbruck Kontakt- und Servicestelle: 0664/826 4770 E-Mail: info@gemeinschaftskraftwerk-inn.com www.gemeinschaftskraftwerk-inn.com

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