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Landesverteidigung 21.1 Neue Strukturen des Bundesheeres

Neue Führungsstrukturen • Masse der Reaktionskräfte • Schnellere Entscheidungsabläufe • Verbesserung der Aufgabenzuordnung im ÖBH

Kommando Landstreitkräfte

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Krisenreaktionskräfte (Brigaden):

Kdo Gebirgskampf Kdo Schnelle Einsätze 4. Panzergrenadierbrigade 7. Jägerbrigade

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Territorialkräfte (Militärkommanden):

Hauptstadtkommando Wien mit Garde Militärkommanden mit einem Jägerbataillon

Kommando Logistik

Luftunterstützung Luftraumüberwachung Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule

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Heerestruppenschule Auslandseinsatzbasis

Militärhochschule © BMLVS (2)

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Kommando Luftstreitkräfte

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Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence

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Heereslogistikzentren Sanitätszentren Heeresbekleidungsanstalt Amt für Rüstung und Wehrtechnik Militärisches Immobilienmanagement Zentrum Heereslogistikschule Sanitätsschule Versorgungsregiment Entminungsdienst Militärhundezentrum

Führungsunterstützungs-schule Führungsunterstützungsbataillone

Militärwissenschaftliches Forschungs- und Bildungszentrum Theresianische Militärakademie Heeresunteroffiziersakademie

Spezialisierung für Krisenreaktionskräfte

Abbildung 1

W

esentliche Eckpunkte der neuen Struktur des Bundesheers sind die Bildung von vier höheren Kommanden, nämlich das Kommando Landstreitkräfte, das Kommando Luftstreitkräfte, das Kommando Logistik und das Kommando Führungsunterstützung & CyberDefence (siehe Abb. 1). Darüber hinaus kommt es zu einer Zuordnung von Truppen zur Stärkung der Militärkommanden, zu einer Spezialisierung der Brigaden (mechanisiert, schnell, leicht, alpin) sowie der Aufstellung von fünf neuen Jägerbataillonen. Die Zentralstelle wird neu strukturiert (siehe auch Abb. 2).

Bei den bisherigen gliederungsmäßigen Zuordnungen von je einem Jägerbataillon (Miliz), in Wien sind es zwei Jägerbataillone, und den Pionierkompanien in den Bundesländern sowie den neu aufzustellenden Milizkompanien treten keine Änderungen ein. Neu hingegen ist, dass die Militärkommanden wieder für die Ausbildung der infanteristischen Elemente mobilmachungsverantwortlich und Träger der Milizausbildung sind.

auch Abb. 3). Unter Berücksichtigung der Zuordnung bereits bestehender Verbände wird künftig jedes Militärkommando über ein Jägerbataillon verfügen. Zusätzlich werden den Militärkommanden die Militärischen Service Zentren (Gebäudeverwaltung) in den jeweiligen Bundesländern zugeordnet.

Die bisherigen Jägerbrigaden und mechanisierten Brigaden erhalten eine eindeutige Spezialisierung (siehe auch Abb. 4). Dies entspricht einer klaren Ausrichtung auf die einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben des Bundesheers. Die rasche Verfügbarkeit der Krisenreaktionskräfte wird vor allem durch Kader und Kaderpräsenzeinheiten sichergestellt.  ›

Territorialkräfte Die Jägerbataillone 1 (B), 15 (OÖ) und 7 (K) werden neu aufgestellt. Das Fliegerabwehrbataillon 3 (Salzburg) und Teile des Jägerbataillons 26 (Tamsweg) werden zum Jägerbataillon 8 und das Stabsbataillon 6 (Innsbruck) und Teile des Jägerbataillons 23 (Landeck) werden zum Jägerbataillon 6 (siehe

Ausgabe 3/2016

Abbildung 2

Offizier DER

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Der Offizier (September 2016)  

Magazin der österreichischen Offiziersgesellschaft

Der Offizier (September 2016)  

Magazin der österreichischen Offiziersgesellschaft