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Retourenadresse: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck | Österreichische Post AG PZ13Z039759P

20. JAHRGANG OKTOBER 2021 | AUSGABE 263

KROSSE KRÜMELMONSTER Der große Croissant-Test GSCHEIT BECHERN 6020 scheitert beim Bierpong

Warum Innsbruck gerade der Nabel der Marsforschung ist

Mission students welcome mer Die Uni-Num


DAS GROSSE GEWINNSPIEL

DER SILLPARK ZAHLT EURE MIETE!

Studis aufgepasst: Ihr wohnt in einer WG und wollt euch ein Semester lang die gesamten Mietkosten sparen? Dann schnappt euch eure Mitbewohner und schickt uns eine Idee, wie ihr die Stadt verbessern wollt. Egal ob ihr schon ewig in eurer WG wohnt oder gerade erst zusammen­gezogen seid: Ihr wollt ein ganzes Semester lang keine Miete zahlen?* Dann seid ihr hier genau richtig. Schickt uns bis 31. Oktober 2021 eure Idee, wie ihr die Stadt verbessern wollt. Euer Herzens­ * Die Miete ist mit 2.500 Euro monatlich gedeckelt und wird ein halbes Jahr im Voraus bezahlt. Änderungen, Irrtümer, Satz- und Druckfehler vorbehalten.

projekt muss nicht die ganze Welt bewegen, auch kleine Dinge können Gutes bewirken: Vielleicht wollt ihr Decken und Socken für Obdach­ lose stricken, eine Müllsammelaktion starten oder Spenden sammeln, oder euch fällt ganz etwas anderes ein – eurer Kreativität sind kei­ ne Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die ganze WG dahintersteht, die Idee machbar ist und ihr sie gemeinsam umsetzen wollt und könnt. Wir stellen Anfang November die besten Einreichungen auf Instagram und Facebook vor, wo dann auch für die Ideen abgestimmt werden kann – wer die meisten Stimmen be­ kommt, gewinnt.


Was gibt es zu gewinnen? Das Shoppingcenter Sillpark übernimmt ein Semester lang die Miete der Gewinner-WG, die Anfang 2022 auch mit einem Artikel im 6020 vorgestellt wird. Wer kann mitmachen? Am Gewinnspiel teilnehmen können alle in Innsbruck Studierenden, die in einer WG in Innsbruck leben und bis 31. Oktober 2021 ihre Idee für eine bessere Stadt plus eine kurze Beschreibung der WG per E-Mail an gewinnspiel@6020stadtmagazin.at schicken. Ob die Idee in Form eines kurzen Textes, mit Bildern oder Video erklärt wird, bleibt euch überlassen.


Entgeltliche Einschaltung

Das Stadtrad. Bringt Farbe in die Stadt. App nextbikeen download deln! und losra


Editorial

Über das Ende der Politik, wie wir sie kannten Michael Steinlechner

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enschen wählen keine Parteien mehr, sie wählen Personen. Kein Wunder, scheinen sich Parteien doch längst mehr an Umfragen als an ihrem eigenen Parteiprogramm zu orientieren. Das würde zumindest erklären, warum die deutschen Schwarzen am liebs­ ten jeden Flüchtling aufnehmen würden, während ihre Schwes­ ternpartei in Österreich gleichzeitig nicht müde wird zu beto­ nen, dass hierzulande eigentlich nicht mal für einen einzigen Flüchtling Platz ist. Ein weiteres Beispiel gefällig? Wie würde wohl die Coronapolitik der einzelnen Parteien ausschauen, wenn heute anstatt der Grünen die Blauen an der Macht wären? Mich beschleicht das leise Gefühl, dass es dann die FPÖ wäre, die ihrem Koalitionspartner zuliebe die Impfung unterstützen würde, während die Grünen von der Oppositions­ bank aus auf mehr Freiheitsrechte pochen würden. Kurzum: Fix ist heute nix mehr und Parteipolitik richtet sich immer mehr nach der jeweiligen Rolle und aktuellen Umfra­ gen als nach irgendeiner übergeordneten Geisteshaltung. Was bleibt dem Wähler also anderes übrig, als auf die Menschen hinter den Parteien auszuweichen und noch mehr nach Sympathie und Bauchgefühl zu ent­ scheiden? Was aber, wenn der Bürger auch hinter der Partei keinen Menschen findet, den er für geeignet hält? Dann gibt es wie aktuell in Deutschland ein Ergebnis ohne Gewinner und noch weniger Verlässlichkeit, wohin die Reise führt. Ähnliches ist auch hierzulande zu erwarten. Wem werden wir unser Vertrauen zum Beispiel bei der nächsten Bundeswahl schenken? Den Grünen, die für ein bisschen Mitregieren so ziemlich alle ihre Prinzipien geopfert haben? Die Blauen, die sowieso ein Fall für sich sind und im Falle einer Regierungsbeteiligung wieder durchdrehen? Oder gar den Roten, die selbst nicht mehr wissen, wofür sie stehen? Wer den Kanzler nicht oder nicht mehr mag, wird es wahrlich nicht einfach haben. In Innsbruck verhält sich die Situation übrigens nicht besser. Wer mit dem Bürgermeister nicht zufrieden ist, hat derzeit keine Alternativen. Eine Stadtregie­ rung, die am liebsten gegeneinander arbeitet, ist eigentlich untragbar. Trotzdem bin ich nicht für Neuwahlen, sondern für einen Wahlstopp, bis sich zumindest ein Kandi­ dat überhaupt für das Amt qualifiziert. Sagt bitte jemand der ÖVP, dass sie in einer jungen, urbanen Stadt nie den Bürgermeister stellen wird, wenn sie sich nicht öffnet und moderner agiert. Rich­ tet bitte jemand Für Innsbruck aus, dass zwei bürgerliche Parteien wahlstrategisch ein Nachteil sind und Bürgermeistern, die abgewählt wurden, nur in den seltensten Fällen ein Comeback gelingt. Und bringt bitte jemand der FPÖ sanft bei, dass nicht nur ihre Kernthemen in die Jahre gekommen sind. Deshalb mein rechtzeitiger und ernst gemeinter Wunsch ans Christkind: Bitte mehr „Qual der Wahl“ und weniger „Ein­ äugiger unter den Blinden“! m.steinlechner@6020stadtmagazin.at

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Inhalt

Die best en Events im Oktober auf einen Bli ck Seite 68

COVERSTORY

Für den Mars mobil machen

Im Oktober wird Innsbruck zum Nabel der Marsforschung und zur Schaltzentrale für eine Analogmission in der israelischen Negevwüste.

Die Zukunft der Hochschulen Was bringen die nächsten Jahre für die Hochschulen? Ein Ausblick mit Innsbrucker Vertretern.

Seite 26

Seite 14

Durch die Straßen von Innsbruck

Essen & Trinken

Wer sind die umstrittensten Namensgeber auf den Innsbrucker Straßentafeln? Welche ist die längste, welche die kürzeste Straße unserer Stadt? Das und noch einiges mehr beantwortet der 6020-Straßenatlas.

Das Neueste zu Innsbrucks Gastronomie – natürlich mit den drei Gs: für 6020-Leser gegessen, getrunken und geprüft.

Seite 20

Seite 42 6


Lokal für jede Gelegenheit

VERRÜCKT NACH SCHNEE

Tinder-Date, Schlussmachen, Eltern zu Besuch – was ist der richtige Ort für die wichtigsten Momente? Ein situa­tionselastischer Lokalguide

Seite 50

Krosse Krümelmonster

DEINE EINTRITTSKARTE ZU ÜBER 90 SKIGEBIETEN! DIESE VIELFALT IST DER WAHNSINN!

Wo gibt es die besten Croissants und Cornetti in Innsbruck? Wir haben’s getestet.

Seite 62

Geigenvogel & Katzenmusi Streichinstrumente made in Innsbruck. Zu Besuch bei den Instrumentenbauern Claudia Unterkofler und Bernhard Costa

你好

Seite 76

© SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental / Tim Marcour

MundArt Chinesische Nudeln

Seite 66

IMPRESSUM Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH Chefredaktion: Matthias Krapf Grafik: Thomas Bucher, Marco Lösch, Lisa Untermarzoner Illustration: Monika Cichoń Redaktion: Klaus Erler, Christiane Fasching, Lena Koller, Haris Kovacevic, Simon Leitner, Johannes F. Park, Linda Pezzei, Lisa-Maria Schwarzenauer, Flo Seidl, Verena Zankl (Lektorat) Fotos: Franz Oss, Axel Springer Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/58 6020 E-Mail: redaktion@­6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Andreas Eisendle, Matthias Krapf, Michael Steinlechner Druck: Intergraphik GmbH, Innsbruck Coverfoto: OeWF/Voggeneder Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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snowcard.tirol.at


I M B I LD

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Ob Real Madrid gegen Barcelona oder Simmering gegen Kapfenberg – manche Begegnungen sind etwas Besonderes. In der Ringer-Bundesliga ist es das Stadtderby zwischen Hötting und Vollkraft, das nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause kürzlich über die Bühne ging. Hötting siegte überraschend mit 37:19. Am 27. November können sich die Arzler revanchieren.

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PFLEGE. HANDELN.

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OKTOBER

9 DINGE, DIE DIE WELT IN DIESEM MONAT NICHT BRAUCHT

1.

9.

UND JA: CORONA

PUMPKINSPICE-LATTE

2.

IMMER NOCH SO VIELE

8.

BAUSTELLEN

MISSWAH LEN

IN DER STADT

3.

7.

DIE ZEITUM­ S T E L LU N G

A B G E ST E L LT E S C O OT E R MITTEN AM G E H ST E I G

4.

6.

ANRAINER­ BESCHWERDEN

I N N S B R U C K– F R A N K F U RT MEHR

„GRAFFITITA G G I N G “ 11

beim Treibhaus

© ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

5.

KEINE F LU GV E R B I N D U N G


Weiter negativ bleiben! Auch wenn das einige nicht wahrhaben wollen, ist die Pandemie noch nicht vorbei. Es schadet nicht zu wissen, ob man gerade das Virus mit sich rumträgt – selbst wenn man geimpft ist. Text: Haris Kovacevic

PCR-Tests

Gelten als der Goldstandard. Das Ergebnis lässt allerdings ein Weilchen auf sich warten – etwa 24 Stunden. Dafür sind sie zuverlässiger und das Ergebnis hat 72-stündige Gültigkeit.

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PCR-Tests sind hier auch möglich, aber nur für Reiserückkehrer (am Flughafen sowie im Pechepark kann man gurgeln), Nachtgastronomiegäste, Pädagogen, direkte Kontaktpersonen oder Menschen, die gerade einem öffentlichen Aufruf folgen.

Saggen-Apotheke Claudiastraße 4 0512 58 80 92 Linden-Apotheke Amraser Straße 106 a 0512 34 14 91 Apotheke Boznerplatz Bozner Platz 7 0512 58 58 17

Wirtschaftskammer Wilhelm-Greil-Straße 7 Mo bis Fr 8 bis 19.45 Uhr und Sa 9 bis 17.45 Uhr Kaufhaus Tyrol Maria-Theresien-Straße 31 Mo bis Fr 9 bis 19 Uhr und Sa 9 bis 18 Uhr DEZ

Olympiastraße 10

Grabenweg 2

Anmeldung unter: tiroltestet.leitstelle.tirol/intro

PCR-Tests beim Container auch ohne Anmeldung; Mo bis Mi 8 bis 19 Uhr, Do und Fr 8 bis 20 Uhr, Sa bis 18 Uhr

Mo bis Fr 7 bis 16 Uhr Sa, So und Feiertage 8 bis 16 Uhr

Apotheken

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Für Antigentests hier anmelden: apotheken.oesterreich-testet.at/

Mitterweg 21 Mo bis Fr 8 bis 19 Uhr Sa und So 9 bis 11 und 16 bis 19 Uhr

Für PCR-Tests die jeweilige Apotheke davor anrufen.

(am 2. 10. von 7.30 bis 11 Uhr)

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Apotheke „Zum Andreas Hofer“ Andreas-Hofer-Straße 30 0512 58 48 61 Zentral-Apotheke Anichstraße 2 a 0512 58 23 87 Tivoli-Apotheke Olympiastraße 37 0512 89 00 05 Kaufhaus Tyrol Maria-Theresien-Straße 31 0512 58 58 47 Löwen-Apotheke Innrain 103 0512 58 90 74 Reichenauer-Apotheke Gutshofweg 2 0512 34 42 93


Niedergelassene Ärzte, die Antigentests in Innsbruck durchführen:

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Apotheke zum Tiroler Adler Museumstraße 18 0512 72 27 Solstein-Apotheke Höttinger Au 73 0512 28 57 77 Apotheke zum großen Gott Schneeburggasse 71 b 0512 28 76 60 Lohbach-Apotheke Technikerstraße 3 0512 29 13 60 Apotheke im DEZ Amraser Seestraße 56 a 0512 34 64 39 Apotheke „Am Mitterweg“ Mitterweg 58 a 0512 29 22 99

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Antikörpertests Einige Innsbrucker Labors bieten nicht nur Antigen-, und PCR-, sondern auch Antikörpertests an – diese allerdings kostenpflichtig.

Wer in Tirol gemeldet ist, darf sich in der Screeningstraße im Olympiaworld kostenlos testen lassen. Hier Versicherte können das gesamte restliche Angebot ebenfalls kostenlos in Anspruch nehmen - abgesehen von den Antikörpertests. Studenten, die (noch) keine Adresse oder Versicherung in Österreich haben, können sich auf der Uni testen lassen – ohne Anmeldung an der Technik, bei der Sowi oder am Innrain – kostenlos. Man braucht dafür lediglich eine Uibk-Mail-Adresse.

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Fur den Mars mobil machen

SPACIGE FE LDFORSCHUNG, DIE NICHT IM SAND VERLÄUFT Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) schick t seit dem Jahr 2006 regelmäßig Analogastronauten in die Wüste, weil die Erde dem Mar s dor t am ehesten gleicht. Durch die Dünen dar f dabei nur in voller Raumanzugsmontur gestapf t werden.

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Im Oktober wird Innsbruck zum Nabel der Marsforschung und zur Schalt­ zentrale für die Analogmission „Amadee-20“, die in der israelischen Negevwüste über die Bühne geht. Hinter dem spacigen Projekt steckt das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF), das in der Rossau allumfassende Forschungen betreibt. 6020 hat sich dort umgeschaut. Tex t Fotos

© OEWF/VOGGENEDER

GERNOT GRÖMER ÖWF - Direk tor

Chris t iane Fasching A xel Springer

ie Zukunft liegt zwischen einem Laden für Industriebatterien und einem Fachgeschäft für Jalousien. Man muss ganz genau hinschauen, um inmitten des Gewerbegebiets Rossau das nüchterne Klingelschild zum Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF) zu entdecken. Abgehoben scheint hier keiner zu sein. Wobei: Stimmt so nicht ganz. ÖWFDirektor Gernot Grömer, der an der Uni Innsbruck Astronomie und Astrobiologie studiert hat, weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Momente der Schwerelosigkeit anfühlen. Außerdem steckte der erste Analogastronaut Österreichs auch schon viele Male in einem behäbigen Raumanzugssimulator, um auf der Erde Feldforschung für künftige Weltraumprojekte zu betreiben. Entwickelt wurden die – laut Grömer – „denkenden Maschinen zum Anziehen“ im Suitlab in der Etrichgasse, wo man in den Regalen nicht nur auf einschlägige Fachliteratur trifft, sondern auch auf eine putzige Miniatur-„Mayflower“, eine fetzige Modellrakete und einen imposanten Marsglobus. Apropos: Wie lange dauert es noch, bis der erste Mensch einen Fuß auf den Mars setzen wird? „In den nächsten 20 15

bis 30 Jahren wird es so weit sein“, prophezeit Grömer, der sich damit abgefunden hat, dass er nicht dabei sein wird, wenn am Roten Planeten Besuch von der Erde landet. „Aber für so eine Mission braucht es nicht nur Astronauten, sondern auch einen soliden Unterbau, ein stabiles Fundament. Das war schon bei den Entdeckungsfahrten von Christoph Kolumbus so. Ohne seine Schiffe wäre er nirgends hingekommen. Und mit der Rolle des Schiffsbauers kann ich ganz gut leben“, sagt der 46-Jährige und dreht gedanklich die Zeit nach vorne. „Ich möchte bei der ersten Marslandung zu meinen Enkeln sagen können: Schauts her, diese Schraube hat der Opa entworfen.“ INNSBRUCK, WIR HABEN EIN PROBLEM. An allerlei Schrauben für die Marsforschung wird ab 4. Oktober auch in der israelischen Negevwüste gedreht, wo bis 31. Oktober ein Team von sechs Analog­ astronauten in die Mission „Amadee-20“ startet. Geleitet wird diese von Gernot G ­ römer und seiner Kollegin Sophie Gruber, durchgeführt wird sie gemeinsam mit der israelischen Raumfahrtagentur ISA, die im Wüstengelände eine 80 Quadratmeter große Hightech-Basisstation mit Schlafkojen, Laborbereich, Besprechungsraum und Küche aufgebaut hat. Das „Mission Support Center“ wurde wiederum extra


„Ich möchte bei der ersten Marslandung meinen Enkeln sagen können: Schaut's her, diese Schraube hat der Opa entworfen.“ GERNOT GRÖMER

in der Innsbrucker Dürrstraße installiert, wo in einer 350 Quadratmeter großen Schaltzentrale die Verbindungsschnur zum „Mars“ liegt – und so getan wird, als wäre die israelische Wüste tatsächlich der Rote Planet. Sprich: Die Station verlassen dürfen die Missionsteilnehmer nur über Luftschleusen und in Raumanzügen, gelebt und gearbeitet wird nach einem strengen Zeitraster, kommuniziert wird so, als wäre man bis zu 380 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. „Wenn es also einmal heißt: Innsbruck, wir haben ein Problem‘, dann kann es bis zu 20 Minuten dauern, bis die Nachricht bei uns landet. Und genauso lange, bis eine Antwort zurück zur Station kommt“, erklärt Grömer. Die schleppende Signallaufzeit macht interplanetaren Small Talk damit unmöglich. Und Netflix schauen geht sich auch nicht aus. Auf Probleme wird übrigens gehofft. Grömer: „Die Hauptaufgabe von Analog­ astronauten ist es, Fehler zu finden: Denn jedes Problem, das wir auf der Erde sehen und beheben können, kann dann auch auf dem Mars gelöst werden.“ ALPHATIERE UNERWÜNSCHT. Geld für den fordernden Forschungseinsatz gibt es für die Analogastronauten übrigens keines. „Die machen das für Ehre, Gott und Vaterland“, meint Grömer mit einem Schmunzeln.

DENKENDE MASCHINEN ZUM ANZIEHEN Die hochkomplexen Raumanzugssimulatoren, die ab 4. Ok tober auch in Israel zum Einsat z kommen, sind im ÖWF -Suitlab in der Innsbrucker Etrichgasse ent wickelt worden.

Der Andrang zur irdischen Marsmission war aber auch ohne Salär sehr groß: Insgesamt 260 Bewerber ritterten um die sechs Tickets für die Reise zum „Wüstenplaneten“, bei der Alphatiere nichts verloren haben. „Vorpreschende Rampensäue werden gleich aussortiert. Für so eine Mission sind Alpha-zwei-Charaktere gefragt. Also Führungspersönlichkeiten, die nicht den Boss heraushängen lassen und im besten Fall einen coolen Witz auf Lager haben oder einen Zaubertrick beherrschen, um aus verfahrenen Situationen die Spannung zu nehmen“, betont der Pionier der Analogforschung. Obendrein sollten die „pumperlgsunden Generalisten“ auch in der Lage sein, lange Phasen der Langeweile zu überstehen, ohne einen Lagerkoller zu bekommen. „Die Methoden, mit denen wir Astronauten während Isolationsphasen bei Laune halten, waren auch auf die Lock16

downphasen übertragbar. Eigentlich waren wir alle Teil des weltweit größten Forschungsexperiments für eine künftige Marsmission“, kommt Grömer auf die Social-Distancing-Momente während der Coronapandemie zu sprechen. Ohne Struktur seien diese nämlich kaum zu bewältigen gewesen. Ergo: Nur wer sich beizeiten aus dem Pyjama schält und einem strikten Plan folgt, verliert auch in Ausnahmemomenten nicht die Kontrolle über sein Leben. VÖLLIG LOSGELÖST. Das All ist für Gernot Grömer übrigens schon seit Kindheitstagen ein Sehnsuchtsort. Als 14-Jähriger bekam er von seinen Eltern einen Feldstecher geschenkt, mit dem er beseelt in den Sternenhimmel schaute und vom Abheben träumte. Ist es da nicht irgendwie unfair, dass sich Milliardäre wie Richard Branson


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Nach den Sternen greifen. Das Österreichische Weltraum ­Forum (ÖWF) wurde 1998 in Wien gegründet und hat Niederlassungen in ganz Österreich – unter anderem in der Etrichgasse in Innsbruck, wo der Schwerpunkt seit jeher auf der Analogforschung liegt. Das ÖWF kooperiert eng mit internationalen Forschungseinrichtungen und der Raumfahrtindustrie und hat seit dem Jahr 2006 zwölf simulierte Marserforschungen durchgeführt. Die weltweit höchstgelegene Analogmission fand anno 2015 in der Kaunertaler Gletscherwelt statt, wo das Forschungsteam auf bis zu 2.887 Meter Höhe im Einsatz war. Erforscht wurde dabei unter anderem die Belastbarkeit der in Innsbruck entwickelten Raumanzugssimulatoren. Beim ÖWF arbeiten 250 Freiwillige aus 20 Nationen mit. Deren Qualifikationen könnten unterschiedlicher nicht sein: Neben Ingenieuren, Astrophysikern und Flight-Controllern sind auch Designer, Journalisten und Juristen mit an Bord. Kurzzeitig war auch ein Theologe im Team, der sich um die Beantwortung moralischer Fragen kümmerte und Szenarien für einen würdevollen Tod auf dem Mars durchdachte. Eines ist nämlich fix: Gestorben wird auch in der Zukunft.

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Ein Stück Zukunft in der Wüste

SPACE ODDIT Y In den Regalen des ÖWF - Büros reihen sich allerlei All- Devotionalien und Souvenir s vergangener Expeditionen aneinander. Auch am Kauner taler G letscher wurde bereits Mar sfor schung betrieben.

und Jeff Bezos den Traum vom Weltraumflug scheinbar mühelos erfüllen können, nur weil sie über das nötige Kleingeld verfügen? Schließlich kann ja nicht jeder einfach so ein paar Millionen für ein paar Minuten Space-Spaß hinblättern. „Weltraumflüge haben durchaus touristisches Potenzial“, weiß Grömer. Schon jetzt seien alle Flüge, die es eigentlich noch gar nicht regulär zu kaufen gibt, über Monate ausgebucht. Sobald dann das superreiche Klientel abgegriffen sei, werde auch der Preis sinken. „Studien haben ergeben, dass ein erstaunlich hoher Prozentsatz der Bevölkerung bereit wäre, dafür ein paar Monatsgehälter zu investieren. Eine Reise in die Antarktis auf einem russischen Eisbrecher kostet ja auch 30.000 Euro – warum dann also nicht gleich ins All?“, sinniert der passionierte Entdecker, der für eine Weltraumerfahrung aber nicht jeden Preis zahlen würde. Grömer: „Ich würde mir davor schon ganz genau anschauen, mit welchen Kollegen und mit welcher Hardware man da fliegt. Ich würde nämlich gern wieder lebendig und in einem Stück auf die Erde zurückkommen.“

MARSMÄNNCHEN MIT DE LIK ATER MISSION Die „ Amadee -20“- Mission in Israel läuf t bis 31. Ok tober. Auf dem Plan steht unter anderem die Ent wicklung der optimalen Space Unterhose.

SPUREN HINTERLASSEN. Höchste Priorität hat vorerst aber sowieso die Mission „Amadee-20“, bei der 25 ausgeklügelte Experimente durchgeführt werden, deren Ergebnisse in die internationale Marsforschung einfließen werden. Auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft werden dabei unter anderem Drohnen, die kein GPS-Signal zur Navigation benötigen, sondern es schaffen, sich über Kamerabilder selbst zurechtzufinden. Diese Geräte 18

Die MarsAnalogmission „Amadee-20“ – durchgefuhrt in Israel, geleitet von Innsbruck aus. Von 4. bis 31. Oktober findet in der israelischen Negevwüste die Mars-Analogmission „Amadee-20“ statt. Geleitet wird die Mission, die coronabedingt um ein Jahr verschoben werden musste, vom Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF). In Zusammenarbeit mit der israelischen Raumfahrtagentur ISA entstand dafür im riesigen Erosionskrater M ­ achtesch Ramon eine knapp 80 Quadratmeter große Basisstation, in der ein Tiroler Quantenphysiker, eine deutsche Mikrobiologin, ein niederländischer Astrophysiker, ein spanischer Flight-Controller, ein israelischer Computerspezialist und ein portugiesischer Kommandant einen Monat lang 25 ausgewählte Experimente aus den verschiedensten technischen und wissenschaftlichen Bereichen durchführen. Deren Ergebnisse werden in die internationale Marsforschung einfließen. Gearbeitet wird unter denselben Bedingungen wie bei einer realen Marsmission, die allerdings erst in 20 bis 30 Jahren möglich sein wird. 200 Personen beteiligt. In der Dörrstraße in Innsbruck befindet sich das eigens installierte „Mission Support Center“, in dem in Spitzenzeiten bis zu 60 Ingenieure, Mediziner, Psychologen und Geowissenschaftler sitzen, die den sechs Analogastronauten über die Schulter schauen. Insgesamt sind knapp 200 Personen aus 25 Nationen an dem Projekt beteiligt. Für die Mission wurden unter anderem drei Tonnen exquisite Weltraum-Hardware, zwei spacige Raumanzug-Simulatoren, die abwechselnd getragen werden, sowie ein 300 Kilo schwerer Rover von Innsbruck nach Israel geschickt. Die Kosten für die Mission „Amadee-20“ bewegen sich im mittleren Sechsstelligen-Euro-Bereich.


„Die Methoden, mit denen wir Astronauten während Isolationsphasen bei Laune halten, waren auch auf die Lockdownphasen übertragbar. Eigentlich waren wir alle Teil des weltweit größten Forschungsexperiments für eine Marsmission.“

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könnten dann auch bei irdischen Katastrophen autonome Suchflüge durchführen. Geforscht wird aber auch noch auf ganz anderem Terrain: Im Auftrag der European Space Agency ESA wird in Israel der idealen Allunterhose nachgespürt. Optisch unterscheidet sich diese kaum von einem terrestrischen Schlüpfer – allerdings wird sie mit einer speziellen Substanz imprägniert, die dafür sorgt, dass sich kaum mehr Bakterien breitmachen. Und das Hoserl auch dann nicht zu stinken anfängt, wenn man es einmal länger als einen Tag trägt. Analogastronauten hinterlassen ihre Spuren bei Bedarf also auch in der Unterhosenuntersuchung. Gernot Grömer würde für künftige Generationen gern noch etwas anderes hinterlassen: Er träumt davon, in Innsbruck ein ESA-Lab aufzubauen und die vermeintliche Weltstadt als Weltraumstadt zu stärken. „Die ESA hat unzählige technologische Fragestellungen, die sie nicht alle verfolgen kann, und hält viel auf die Expertisen des ÖWF. Wir hätten das Know-how und den Willen, hier in Innsbruck Ideen für die Zukunft auszuprobieren und zu entwickeln“, sagt Grömer, der unbedingt dazu beitragen will, dass der Weg zum Roten Planeten sichtbar rotweiß-rot ist. Beim Gedanken daran strahlt er, als hätte er gerade eine Sternschnuppe gesichtet.

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GERNOT GRÖMER

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Durch die Straßen von Innsbruck Wer sind die umstrittensten Namensgeber auf den Innsbrucker Straßentafeln? Welche ist die längste, welche die kürzeste Straße unserer Stadt? Wie viele Kalorien würde man verbrauchen, wenn man alle am Stück runterspazieren würde? Das und noch einiges mehr beantwortet der 6020-Straßenatlas. Text: Haris Kovacevic

Wie heißt diese Straße?

20


0,9 % 0,8 % 0,5 %

1,1 % 2,9 % 4,3 %

Ich will Zahlen sehen!

293 Straßen 143 Wege

7,9 %

93 Gassen 51 andere

45,2 %

14,4 %

In Innsbruck gibt es insgesamt 6481 „landgebundene Verkehrsbauwerke“ – ja, so heißt das.

28 Plätze 19 Brücken 7 Steige

22,1 %

Und zwar:

6 Promenaden 5 Ufer 3 Alleen

} Wo wohnen die Innsbrucker?

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Die meisten Menschen leben in der Reichenauer Straße, nämlich: 3.764. In ganzen 78 Straßen wiederum sind gar keine An­rainer verzeichnet. Aneinandergereiht würden sich die Straßen über 330 Kilometer erstrecken und bis nach Nürnberg reichen. Bei normaler Gehgeschwindigkeit könnte man diese Strecke in 66 Stunden bewältigen und würde dabei ungefähr 27.400 Kalorien verbrennen.

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Wie viele, wo? 38 an der Zahl

befinden sich im Stadtteil Pradl, während das O-Dorf mit lediglich neun auskommt.

3.764 Menschen

Straßen-Tetris Addiert man die Fläche aller Straßen Innsbrucks, ergeben sie ganze vier Quadratkilo­ meter – und wären damit doppelt so groß wie das Fürstentum Monaco. 1

Lohbachweg (A, B, C, D, E, F und G) wird nur einmal gezählt.

21


Die Namensgebung ist immer wieder Thema öffentlicher Diskussionen. Vor allem das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Namenspaten wird angeprangert. Wahrscheinlich zu Recht. Denn das sagen die Zahlen: Nach Männern sind 288 Straßen benannt – also fast die Hälfte. Frauennamen stehen auf lediglich 22 Innsbrucker Straßenschildern. Das sind etwa drei Prozent. Straßenumbenennungen sind etwas langwierig und umständlich: Initiatoren und Gesprächsrunden führen zu einem Vorschlag an den Kulturausschuss des Gemeinderats – dann befasst sich der Gemeinderat damit. Für Anrainer ist eine Umbenennung mit einer Adressänderung und somit Aufwand verbunden. Aus diesem und anderen Gründen passiert da oft recht wenig – in Innsbruck zuletzt 2003 als der Buchweg beim Karmeliterkloster in Mühlau in Karmelweg unbenannt wurde.

Nach Männern sind

288 Straßen benannt, also

44 %.

Lang und kurz

Nach Frauen sind

Mit 4.350 Metern ist die Hallerstraße die längste, während die Fuggergasse in der Innenstadt mit knapp 40 Metern die kürzeste Straße Innsbrucks ist.

4.350 m Hallerstraße 40 m Fuggergasse

Gendergap

22 Straßen benannt, also

3 %.

Doppelt gemoppelt

Alles Höttinger, oder was?

Proteste, Proteste Als 1905 die Christuskirche (erstes evangelisches Gotteshaus Innsbrucks) errichtet wurde, benannte man die Straße, die von dort aus Richtung Nordosten führte, Lutherstraße. Sie musste aber nach vehementen Protesten katholischer Kreise umbenannt werden. Man entschied sich für Richard Wagner – ironischerweise also einen Protestanten. Der Kirchenreformator musste fast 80 Jahre warten, bis 1983 der Platz vor der Kirche seinen Namen tragen durfte.

„Du wohnst in Hötting? Wo genau? Höttinger Au, Höttinger Auffahrt, Höttinger Bild, Höttinger Gasse oder Höttinger Rain?“

Höttinger Gasse

Höttinger Auffahrt Höttinger Au

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© AXEL SPRINGER

Hier und da wird gleich doppelt honoriert: So gibt es nicht nur eine Pradler Straße, sondern auch einen Pradler Platz (ja, sogar eine Pradler Brücke), und nach Mariahilf ist nicht nur ein Park, sondern auch eine Straße benannt. Dann findet sich auch der Heiligwasserweg ganz in der Nähe der Heiligwasserwiese, die Karwendelbögen bei der Karwendelstraße, die Olympiastraße wird durch die Olympiabrücke verlängert und das Lohbachufer schmückt sich gleich mit sieben Lohbachwegen. Außerdem hat der deutsche Dichter Friedrich Schiller in Innsbruck nicht nur eine Straße, sondern auch einen Weg. Und Claudia de’ Medici stand im Saggen sowohl für eine Straße als auch für einen Platz Namenspatin.


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Tierkunde Neben dem Rotadler (-Straße) und dem Fuchs (-Rain) haben auch Gemsen (-Gasse) und Huchen (-Straße) ihre Hommage in der Innsbrucker Straßenlandkarte erhalten, ebenso wie das Reh (-Gasse).

Erika

Pflanzenkunde Hinter der Bezeichnung „Erikaweg“ verbirgt sich nicht etwa eine der 22 Frauen, nach denen in Innsbruck Straßen benannt wurden, sondern die in der Umgangssprache bekannte Schneeheide oder Erica herbacea aus der Gattung der Heidenkräutergewächse mit der markanten rötlichen Krone. Vom Erikaweg aus kommt man auch auf den Primelweg. Dann gibt es noch die Lindenstraße, die Fliedergasse und das Nageletal – das leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort für Nelke ab. Das war’s dann aber auch schon mit der Pflanzenkunde in den Innsbrucker Straßen.

Hat Google immer recht? Google Maps hat der feministischen Protestaktion im Mai dieses Jahres Tribut gezollt und „Cenzi-von-Ficker-Platz“ als Alternativbezeichnung für den Adolf-Pichler-Platz übernommen.

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General

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Gleichauf

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Eitelkeit am Werk Nicht nur auf der Klingel, auch auf dem Straßenschild hat der ein oder andere Österreicher seinen Titel stehen. In Innsbruck konkret: zehn Doktoren (einer davon Doppeldoktor), vier Ingenieure, drei Professoren, zwei Generäle und zwei Kaiser – by the way: Bei keiner Frau ist auf der Tafel ihr Titel verzeichnet.

Ob man Bürgermeister ist oder „nur“ Vize, spielt bei der Straßenbenennung keine Rolle: Acht Straßen in Innsbruck sind nach ehemaligen Bürgermeistern und genauso viele nach ehemaligen Vizebürgermeistern benannt.

Sehr umstritten Die Geisteshaltung einiger Herren, nach denen Straßen benannt wurden, ist aus heutiger Sicht problematisch – sodass die Ehre, die ihnen zuteilwurde, nicht nur Thema öffentlicher Diskussionen ist, sondern zum Teil auch Zusatzschilder nötig machte, auf denen erklärt wird, dass man sich durchaus bewusst ist, dass die Honorierung nicht ganz okay ist. Schauen wir uns die drei umstrittensten Namensgeber an:

Wieso steht da kein Schild?

Turnvater Jahn: Verfasste das Büchlein „Deutsches Volkstum“, in dem Zitate zu finden sind wie: „Jeder Bursche muss sich deutsch ausbilden für Volk und Vaterland, leiblich und geistig.“ Das Buch war unter Burschenschaftern Pflichtlektüre, und auch Nazis schmökerten gerne darin. Jahn gilt aber als Begründer des Turnsports, daher sieht man offenbar gerne von „Schönheitsfehlern“ und auch von in einigen Briefen geäußertem Antisemitismus ab.

Der Platz vor dem Haus der Musik war zwischen 1938 und 1945 der Adolf-Hitler-Platz. Nach der Befreiung Innsbrucks wurden die Schilder abmontiert – einen neuen Namen bekam der Platz aber nicht. Im Volksmund heißt er heute einfach „Platz vor dem Haus der Musik“.

Hermann Löns: Rassistischer und radikal-nationalistischer Schriftsteller, der 1941 (ja, damals) seine Straße in Innsbruck bekam. Literarisch in Vergessenheit geraten, werden seine simplen, später vertonten Gedichte weiterhin gerne in bestimmten geschlossenen Gesellschaften im Bierdunst rumgerülpst.

In der Winterzeit wird die Seilergasse zur Märchengasse, und Märchenfiguren zieren hier fortan die Altstadtfassaden. Als nettes Pendant dazu kommen in der Riesengasse Riesen zum Vorschein. Tatsächlich aber wurde diese Gasse nach der alten Kaufmannsfamilie Ryss benannt, die hier ein Haus besaß, und hat mit überdimensionierten Hominiden nichts zu tun.

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Wer Genaueres über die „Innsbrucker Straßennamen“ erfahren möchte, lese das gleichnamige Buch von Josefine Justic aus dem Tyrolia-Verlag.

© IAI GMBH | ALEXANDER TOLMO

Trugschluss

Richard Wagner: Veröffentlichte unter einem Pseudonym das Pamphlet „Das Judenthum in der Musik“ und gilt damit als einer der Wegbereiter des modernen Antisemitismus. Juden seien, ob zum Christentum konvertiert oder nicht, künstlerisch impotent, könnten nur nachahmen und nichts selbst erschaffen, schrieb er unter anderem. Gegenüber seiner Schwester soll er zudem des Öfteren den Wunsch geäußert haben, Juden brennen zu sehen. Wie Richard Wagner seine Straße im Saggen bekam, ist hier bei „Proteste, Proteste“ nachzulesen.


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S E R I E

die Zu ku n ft d e r Stadt

Nicht nur die Pandemie stellt Hochschulen vor Herausforderungen: Klimakrise, Digitalisierung und mehr fordern Veränderungen im Hochschulsektor. Wir haben uns angeschaut, was die Zukunft bringen wird – international, aber auch hier in Innsbruck. Text: Lisa Schwarzenauer

Zur Person Der Wirtschaftswissenschaftler Andreas Altmann ist Rektor des Management Centers Innsbruck (MCI), das er vor 25 Jahren mitgegründet hat.

ERMÖGLICHT VOM VVT Mit dieser Serie unterstützt der VVT den unabhängigen Journalismus zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung.

Der Physiker Tilmann Märk ist seit 2011 Rektor der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. © MCI

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Aufbruch ins Ungewisse

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,,Man muss sich als Hochschule fragen, wofür man steht." Andreas Altmann, Rektor MCI

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ines ist klar: Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels, und dieser macht auch nicht vor dem Hochschulsektor Halt. Besonders die letzten Monate haben einiges in Bewegung gesetzt und die Türen für neue Lehr- und Kommunikationsformen, mehr Digitalisierung und innovative Studienstrukturen geöffnet – waren manche Hochschulen vor der Pandemie hier noch zögerlich unterwegs, hat Corona einen großen Schub in Richtung Zukunft ausgelöst. BLICK IN DIE AKADEMISCHE GLASKUGEL. Wie genau diese Zukunft aussehen wird, ist nicht ganz so klar, aber sowohl die Österreichische Hochschulkonferenz

(uniko) als auch die Europäische Universitätsvereinigung (EUA) haben sich gerade eingehend mit dieser Frage beschäftigt und innerhalb des letzten Jahres ihre Prognosen und Visionen veröffentlicht. Beide kommen zu dem Schluss, dass die nächsten Jahre entscheidende Veränderungen sowohl in den Aufgaben als auch der Struktur und der Lehre mit sich bringen werden, bedingt durch globale Herausforderungen wie die Klimakrise, die Digitalisierung und soziale wie politische Umbrüche und Krisen. Glaubt man den Expertinnen und Experten, ist die Universität der nahen Zukunft offen, divers und inklusiv. Sie agiert nachhaltig und autonom, setzt den Fokus auf Interdisziplinarität und hybride 27

Lehrmodelle und ist sich ihrer Rolle für die Gesellschaft bewusst. Studierende, die nicht in das klassische SchuleStudium-Arbeitsleben-Schema passen, sind nicht mehr untypisch, sondern die Norm – und Studien sind so flexibel und individuell gestaltbar, dass sie sich jeder Lebenssituation anpassen lassen. Hochschulen sind lebenslange Begleiter, die Studierende zu kritischen, mündigen und kreativen Menschen ausbilden, die in der Lage sind, auch mit Ungewissheit und unvorhergesehenen Situationen umzugehen. Für einige Hochschulen ist diese Zukunft bereits näher als für andere, zu tun bleibt aber für alle genug, um diese Vision erfüllen zu können. VERÄNDERUNG ALS GRUNDPRINZIP. Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, glaubt, dass sich an den Grundsätzen des Konzepts Universität wenig ändern werde: Die Aufgabe sei schließlich immer schon gewesen, die Komplexität der Welt zu erfassen, Antworten auf die Fragen der Zeit zu entwickeln und darüber hinaus in die Zukunft zu denken. „Natürlich gibt es immer wieder neue Herausforderungen, und die verfügbaren Technologien erlauben auch verstärkt die Verbreitung von Wissen über den sprichwörtlichen


Die Visionen im Detail Unter dem Titel „Universities without walls: A vision for 2030“ hat die Europäische Universitätsvereinigung (European University Association, EUA) im Feber 2021 ihre Ideen und Prognosen für die Zukunft der Hochschulen veröffentlicht, um den europäischen Hochschulen dabei zu helfen, ihre eigenen Visionen und Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Hier geht es zur Publikation:

,,Es wird immer den direkten Austausch, den direkten Diskurs, das gemeinsame Ringen um die beste Lösung brauchen.“

Hörsaal hinaus. Aber es wird immer den direkten Austausch, den direkten Diskurs, das gemeinsame Ringen um die beste Lösung brauchen“, betont er. Darauf werde auch die Universität der Zukunft aufbauen. „Für mich ist das eine Universität, die nach wie vor auf dem Grundsatz der forschungsgeleiteten Lehre funktioniert, offen ist für Neues, ohne dabei jede kurzlebige Mode mitzumachen, allen eine Chance bietet und viel Platz für den interdisziplinären Diskurs und den persönlichen Austausch hat.“ Die Studien würden sich immer stärker vernetzen, da auch die aktuellen Herausforderungen interund transdisziplinär seien, und auch die zukünftigen Forschungsprojekte würden sich ganz sicher an den großen Fragestellungen der Menschheit orientieren. HAUSAUFGABEN. Laut MCI-Rektor Andreas Altmann stehen Hochschulen aktuell vor drei großen Aufgaben. „Jede Hochschule ist gefordert, eine klare Positionierung zu finden“, nennt er eine davon. Das

Tilmann Märk, Rektor Universität Innsbruck

Angebot sei drastisch gewachsen, genau wie die Mobilität der Studierenden, und die Digitalisierung ermögliche es, von überall aus zu studieren – da müsse klar erkennbar sein, warum man sich genau für diese eine Hochschule entscheiden soll. „Man muss sich als Hochschule fragen, wofür man steht, ein Profil ausarbeiten und das auch glaubhaft kommunizieren.“ Manche Hochschulen würden damit punkten können, Flächen- oder Vollanbieter zu sein, der Rest – wie das MCI, das mit der Universität Innsbruck so einen Vollanbieter direkt nebenan hat und sich auch aus diesem Grund als Unternehmerische Hochschule positioniert hat – müsse andere Wege finden. Ein zweites wichtiges Thema sei die Frage nach der eigenen Wirkung. „Am Anfang waren Hochschulen Wissensgeneratoren und Wissensspeicher, dann ist die Weitergabe dieses Wissens, also die Lehre, als Funktion dazugekommen“, erzählt Altmann. „Jetzt geht es zusätzlich darum, welche Wirkung man auf den Standort und die Gesellschaft hat.“ Und dann sei da natürlich das große Thema Digitalisierung, betont der Rektor: „Junge Menschen sind fast nur noch über ihre Handys erreichbar, viele lesen keine Zeitungen und Bücher mehr. Die klassischen Vermittlungsformen funktionieren nicht mehr, deshalb braucht es neue – man muss überlegen, wie man junge Menschen erreichen kann, welche neuen Möglichkeiten man nutzen kann.“ 28

INDIVIDUELLE LÖSUNGEN. Das bedeute auch, dass sich die Lehre und Studienorganisation verändern und flexibler werden müssen. „Die Zielgruppen sind sehr heterogen“, betont er. Es gebe Menschen, die in einem Studium persönlich zusammenkommen und Teil einer Community sein wollen, während andere aus ganz unterschiedlichen Gründen digital studieren wollen oder müssen. „Ich bin nicht der Auffassung, dass alles nur mehr online stattfinden wird oder es nur ein Mischmodell geben wird, das für alle funktionieren soll. Es wird hier ganz viele verschiedene Modelle geben.“

In der nächsten Ausgabe Neue Formen des Zusammen­ lebens: Sind Einfamilienhäuser, Singlewohnungen und StudentenWGs der Weisheit letzter Schluss?

ERMÖGLICHT VOM © MCI, GERHARD BERGER

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Die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) hat im Sommer 2020 für den Hochschulbereich relevante Entscheidungsträger*innen und Interessenvertreter*innen eingeladen, in die Zukunft zu blicken. Die Ergebnisse wurden in der Publikation „Hochschulen von Morgen“ veröffentlicht, die hier zu finden ist:


students welcome

DON’T DO THIS IN INNSBRUCK

mer Die Uni-Num

DI ESE 20 DI NGE SOL LT E M A N A L S I N N S B R U C KA N FÄ N G E R B E S S E R N I C H T M A C H E N – U N D S PÄ T E R S C H O N G A R N I C H T.

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1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

11.

Liezum sagen statt Lizumm vor 2 Uhr in die Tante Emma gehen

schwarzfahren

12. verwechseln

Amras, Ambras, Ampass und Axams

eine Weißweinschorle bestellen

13.

das Radler sagen an einem Föhntag auf Seegrube/ Patscherkofel fahren

glauben, dass man am Inn nicht auf Hin- UND Rückweg Gegenwind haben kann

in voller Montur auf die Arzler Alm 14. wandern

bei Fundraisern unterschreiben das Rad ohne

länger als eine Haltestelle im Bus

Notaufnahme als Hausarzt 15. die missverstehen

Panzerkette abstellen

Tüte zum Sackerl sagen

im MPreis am Bahnhof 16. sonntags einkaufen

über den Föhn jammern

17. in Saggen wohnen

auf dem Weg

zur Umbrückler Alm jeden grüßen

zu 6020 Sixty-Twenty sagen und 18. umgekehrt

19.

am 8.

Dezember in der Altstadt sein

mit dem Rad in den

20. Straßenbahnschienen hängenbleiben

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EIN SWAT ZUR ENT­ LASTUNG

„Der neue Trai l ist zur Ent lastung des A r zler A lm Trai ls bei War tungsarbeiten geplant.“ VE RE NA BÖH M - H E N N ES , MTBI N NSBRUC K

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Bikes und Komponenten sind pandemisch begründet zwar rar wie noch nie – gleichzeitig wächst die Innsbrucker Bikegemeinde aber stetig heran. Dadurch steigt auch bei Entscheidungsträgern das Bewusstsein: Das legale Trailangebot rund um Innsbruck reicht nicht aus. Text: Lena Koller

Fotos: Axel Springer, Carlos Blanchard

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roßteils glücklich schätzen konnten sich begeisterte Freiluftsportler während der Pandemie – so waren ihre Lieblingsbeschäftigungen (meist) guten Gewissens möglich. Unter ihnen haben die Mountainbiker – wie so oft – gröbere Probleme als alle anderen: Seit knapp zwei Jahren herrscht ein regelrechter Run auf Fahrräder und Komponenten. Nachfrage und Verkaufszahlen schossen durch die Decke, hinzu kamen Produktionsausfälle aufgrund von Lockdowns in den wenigen Betrieben, die weltweit die Hersteller mit Komponenten beliefern. Horrende Wartezeiten und Preissteigerungen für die Kunden waren die Folge. Bikefirmen befinden sich demnach aktuell in Himmel und Hölle zugleich. Und wie geht’s derweil den Bikern trotz heruntergefahrenen Bremsbelegen und verfärbten Scheiben?

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„Seit g ut einem Ja hr bin ich a k t iv dabei, das geplante und erarbeitete Mountainbi ke-und Trai lkon zept f ür Innsbr uck um zuset zen.“ VIZE BGM. HAN N ES ANZE NGRUBE R

Besuch in den Wäldern oder den Eisdielen in und um Innsbruck deutlich – sondern auch dank einer neuen Studie im Auftrag des Landes Tirol. Im Sommer 2020 wurde die Trailnutzung um die Stadt dokumentiert und deren Ausmaße sichtbar gemacht. Das Ergebnis: Insgesamt 110 Kilometer Wegestruktur rund um Innsbruck werden ähnlich viel frequentiert wie der Arzler Alm Trail alleine. Dieser weist an sonnigen Tagen bis zu 600 Fahrten pro Tag (!) auf. Heißt wiederum: Viele, viele Biker, viel zu wenig legales Angebot. 34

Illegal sporteln wollen wohl die wenigsten dieser Biker, sie tun es trotzdem. Die Message, das etwas passieren muss, dürfte inzwischen bei Politik und Beamtenschaft angekommen sein. Unter den Entscheidungsträgern gibt es ein paar starke Stimmen mit ambitionierten Plänen. Vizebürgermeister Hannes Anzengruber ist aktuell der wichtigste Fürsprecher für den Ausbau einer Bikeinfrastruktur, er setzt sich proaktiv für das Thema ein und möchte im Norden sowie im Süden das Trailangebot ausbauen. „Seit gut einem Jahr bin ich mit dem Amt Wald und Natur, der MountainbikeCommunity MTBInnsbruck und anderen zahlreichen Stakeholdern aktiv dabei, das geplante und erarbeitete Mountainbikeund Trailkonzept für Innsbruck umzusetzen“, erklärte Anzengruber diesen Sommer via Facebook. NEUER TRAIL AN DER NORDKETTE.

Bereits unter Dach und Fach – die Bauarbeiten haben begonnen – ist der neue Stadtwaldtrail SWAT. Dieser wird parallel zum Arzler Alm Trail verlaufen und soll in seiner Schwierigkeit voraussichtlich blau, also einfach, werden.


Community Rides In der Prä-Corona-Ära wurde von MTBInnsbruck regelmäßig zu offenen Treffen und Diskussionsrunden eingeladen – willkommen war jeder mit Interesse und Aufklärungsbedürfnis zu aktuellen Bikegerüchten. Die Treffen sollen auch wieder stattfinden, in der Zwischenzeit wurden Community Rides ins Leben gerufen. Zur „Hausrunde“ treffen sich alle, die Lust und Laune auf Radlgesellschaft haben, jeden ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr vor der Messehalle, für eine kleine Tour auf den Innsbrucker Trails. Die Rides werden in den sozialen Medien und im Newsletter von MTBInnsbruck angekündigt. www.mtbinnsbruck.at www.instagram.com/mtbinnsbruck/ www.facebook.com/MTBInnsbruck/

Ob die Innsbrucker Bikegemeinde sich schon immer einen Flowtrail gewünscht hat und ob das im besagten Gelände überhaupt umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. „Der neue Trail ist zur Entlastung des Arzler Alm Trails bei Wartungsarbeiten geplant, und durch die nun entstehende spinnennetzartige Struktur erhofft man sich auch, Short-Cuts oder Ähnliches zu minimieren, da so ein spannenderes Angebot entsteht“, berichtet Verena BöhmHennes von MTBInnsbruck. Gerade diese „Short-Cuts“, also Abkürzungen im freien Gelände, sind nicht von Vorteil für die Verhandlungen zu neuen Trails – Grundeigentümer fällt es schwer zu glauben, dass ein legales Trailangebot die Biker lenkt. Daher appellieren Bikeparkbetreiber und Initiativen wie MTBInnsbruck immer wieder an die Community, sich dort, wo es offizielle Strecken gibt, auch an die vorgesehenen Routen zu halten. Während Innsbrucks Mountainbiker sich auf einen neuen Trail an der Nordkette freuen dürfen, bleibt der Paschberg nach wie vor ein heißes Pflaster – bis dato ist es dort noch zu keiner Einigung mit den Grundbesitzern gekommen. 

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DIE FRAGEN 1

Welches Zahlungsmittel wird in Österreich am häufigsten verwendet? (Buchstabe 7)

2

Das Phänomen des Anstiegs von Preisen in der Wirtschaft nennt man ...? (Buchstabe 1)

3

Die Messung der Veränderung von Preisen erfolgt in Europa einheitlich mit dem Har­ monisierten Verbraucherpreis ...? (Buchstabe 4)

4

Die Geldpolitik wird im Euroraum von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesteuert. Deren Präsidentin ist Christine ...? (Buchstabe 1)

5

Das Hauptziel der Geldpolitik ist ein mittelfristiges Inflationsziel von … (in Worten) Prozent? (Buchstabe 3)

6

Die Münze Österreich hat auch 3-Euro-Münzen in ihrem Programm. Welcher Tierart ist die aktuelle Serie gewidmet? (Buchstabe 5)

7

Der Begriff „Wiener Philharmoniker“ steht auch für eine international sehr gefragte Münze. Es gibt ihn in Gold, Silber und in ...? (Buchstabe 4)

8

Wie viele Länder der EU haben den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel und bilden damit den Euroraum? (Buchstabe 5)

9

Die Euro-Banknoten sind jeweils einem gewissen Baustil gewidmet. Der 20er steht für die Epoche der ...? (Buchstabe 4)

2.000 EURO GESAMTWERT 1. Preis: 20 g Goldbarren (Wert: ca. 1.000 Euro)

2. Preis: 10 g Goldbarren (Wert: ca. 500 Euro)

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Die EZB hat das alleinige Recht zur Ausgabe

10 der Euro-Banknoten. Sie hat ihren Sitz in ...? (Buchstabe 4)

UND SO GEHT’S!

Bei der neuen 10-Euro-Banknote befindet sich auf der Vorderseite links unten die Wertzahl „10“, die beim Kippen des Scheines die Farbe verändert. Dieses Sicherheitsmerkmal nennt man eine ...-Zahl. (Buchstabe 1)

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Hält man die 10-Euro-Banknote gegen das Licht, sieht man links im unbedruckten weißen Teil ein Wasserzeichen im Papier. Wie lautet der Name der Gestalt der griechischen Mythologie, der hier (wie auch in der Silberfolie rechts) abgebildet ist? (Buchstabe 1)

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Die neue, humorvolle und kostenlos besuchbare Ausstellung in der OeNB in Innsbruck beschäftigt sich mit der Rolle des Geldes in der Karikatur und trägt den Titel „...Money“? (Buchstabe 3)

Suchen Sie die passende Antwort im abgebildeten Worträtsel, wobei die richtigen Antworten waagrecht, senkrecht oder diagonal enthalten sein können. Nehmen Sie der Reihenfolge nach jenen Buchstaben der Antwort, welcher nach der Frage in Klammer steht, also z. B. bei Frage 1 den siebten Buchstaben. Daraus ergibt sich ihr Lösungswort. Das Lösungswort ist zugleich das wichtigste Instrument der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

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IVB News

Drei Seiten Mobilität

Film ab! Das Internationale Filmfestival Innsbruck begeht heuer seinen 30. Geburtstag. Auch bei der Jubiläumsausgabe vom 5. bis 10. Oktober wird wieder ein hochwertiges Programm geboten. Seit seinen Anfängen 1992 hat sich beim Internationalen Film-

Covid-19-Pandemie oder der Klimakrise beobachtet werden

festival Innsbruck (IFFI) so einiges getan. Was sich in den drei

kann; zum anderen ist es aber auch der Titel der heurigen IFFI-

Dekaden seines Bestehens allerdings nicht verändert hat, ist der

Retrospektive, die sich mit dem Kino der Sowjetunion beschäf-

Anspruch des Festivals, den heimischen Cineasten ein vielfältiges

tigt. Daneben werden wieder Filme aus allen Teilen der Welt

Programm zu bieten. „Das IFFI lädt dazu ein, mit filmischen Rei-

gezeigt, unter anderem aus der Ukraine, Burkina Faso, Mali,

sen neue Perspektiven zu erforschen, sich unterhalten zu lassen

Brasilien, Argentinien oder Bhutan.

und sich mit anderen auszutauschen“, so Anna Ladinig, die seit dem vergangenen Jahr die Geschicke des Festivals in der Tiroler

Nähere Informationen zum Festival und zum Programm

Landeshauptstadt leitet – und das IFFI nach coronabedingter

gibt’s online unter iffi.at.

Pause nun erstmalig mit ihrem Team in den Sälen von Leokino und Cinematograph umsetzen wird. Motto der Jubiläumsausgabe ist „Everything was forever, until it was no more“. Es verweist zum einen auf die Diskrepanz zwischen Ewigkeit und Kollaps, wie sie aktuell etwa bei der

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Hohe Ziele Seit Kurzem sind wieder ZuschauerInnen bei den Spielen der Innsbrucker Haie erlaubt. Diese hoffen auf zahlreiche Unterstützung.

Zusammen lesen Nach einem Jahr Pause geht der 5. Tiroler Vorlesetag heuer am 11. November wie geplant über die Bühne. Es wartet ein buntes Programm. Wie viele Veranstaltungen wurde auch der Tiroler Vorlesetag im vergangenen Jahr Opfer der Coronapandemie. Heuer startet man jedoch einen neuen Versuch, Kinder ebenso wie Erwachsene mit einem abwechslungsreichen Programm und zahlreichen Nach einer speziellen Saison ist der HC TIWAG Innsbruck Mitte

Aktionen fürs Lesen zu begeistern. Denn gerade Zeiten wie

September endlich in die neue Spielzeit gestartet. Schon vor

diese haben gezeigt, dass Lesen die Möglichkeit bietet, in fremde

dem ersten Match gegen den Ligarückkehrer Olimpija Ljubljana

Welten einzutauchen und den Alltagssorgen zumindest für

blickte man aufseiten der Haie zuversichtlich in die Zukunft –

einen kleinen Moment zu entfliehen.

zum einen aufgrund vieler neuer Gesichter im Team von Headcoach Mitch O’Keefe, zum anderen aber vor allem wegen der

Rund 185 Schulen sind in diesem Jahr erneut Teil der Initiative, in

Rückkehr der Fans.

deren Rahmen sich unter anderem die bekannte Tiroler Autorin Carolina Schutti sowie Landeshauptmann Günther Platter in den

Die ersten Spiele sind bereits gespielt, und die AnhängerInnen

Dienst des Vorlesens stellen und den nunmehr vierten Band des

der Haie haben für eine gute Atmosphäre in der TIWAG-Arena

Tiroler Vorlesebuches präsentieren werden.

gesorgt. Deshalb hofft der Hockeyclub auch weiterhin auf ihre Unterstützung – nicht zuletzt, weil man sich für diese Saison wieder hohe Ziele gesetzt hat, wie O’Keefe verrät: „Wir wollen ein unangenehmer Gegner sein, der als Mannschaft den Sieg anstrebt. Unser großes Ziel ist in dieser Saison die Playoff-­ Qualifikation. Was dann passiert, werden wir sehen.“

Bewegende Lektüre Auch die IVB sind beim Vorlesetag mit dabei. Es gibt jeweils um 13:00 und um 16:00 Uhr eine Tramlesung. Mehr Informationen unter tirol.gv.at/vorlesetag.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck, T +43 512 58 60 20 / marketing@ivb.at / www.ivb.at; Gestaltung: Zimmermann Streiter Werbeagentur / Fotos: IFFI, Alexander Pauli


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ahrzehntelang wurde sie von den Einheimischen gemieden wie das Weihwasser vom Teufel. Doch die Altstadt ist schon längst nicht mehr das, was man ihr gerne unterstellt: ein Ort für Touristen. Im Gegenteil, so viel gastronomische Innovation hat kaum ein Krätzel in Innsbruck in den letzten Monaten erlebt wie die paar Straßen rund um unser Wahrzeichen. Zugegeben, der Bodenbelag, den die Großbaustelle hinterlassen hat, ist nicht als positive Weiterentwicklung zu bezeichnen. Noch ein, zwei Jahre wird es dauern, bis das PflastersteinBeton-Gemisch nach und nach einem schöneren Bodenbelag weichen darf. Bis dahin trösten wir uns mit den zahlreichen Neueröffnungen, die unsere Altstadt in das neue Gastro-Mekka Innsbrucks verwandeln. Den Anfang machten die alteingesessenen Touri-Lokale 1 ELFERHAUS und 2  GOLDENES DACHL, Ersteres hört jetzt auf den Namen 3   ELFRIEDE 42

und ist zum hippen Bierlokal avanciert, Zweiteres blieb beim Namen, serviert jetzt aber anständige und hochwertige Gasthausküche. Dazwischen ist mit dem 4 LA FARINA auch vernünftige italienische Küche in der Altstadt angekommen. Auch die Barszene kann sich sehen lassen. Schon länger lernt uns die 5   RÖSSL-BAR, dass ein Glas Wein auch in der Altstadt schmecken kann. Neu im Programm sind die Weinbar 6   DER RIESE und die Dachbodenbar 7   BLAUE BRIGITTE im 6. Stock des frisch renovierten Hotels Weisses Kreuz. Bei so viel frischem Wind ist es kein Wunder, dass auch nationale und internationale Konzepte die Altstadt wählen, wenn es um erste Standorte in Innsbruck geht. Die 8   SWING KITCHEN bietet jetzt nicht nur in Wien und Graz ihre veganen Burger an, sondern auch – fast schon zynisch – gegenüber dem 9   MCDONALD’S in der Altstadt. Dass das Konzept zeitgemäß ist, zeigt der Publikumsandrang der ersten

© AXEL SPRINGER (5), JENNY HAIMERL, FRANZ OSS, CONOR SURDI, ALEX FILZ, SHUTTERSTOCK

Z ni atturr tor ünb e e

NEUE, ALTE STADT


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BIGGEST 5

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TOAST

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IN TOWN! 8

Öffnungstage. So geht Burger heute, könnte man beim ersten Eindruck meinen. Der Verzicht auf Fleisch ist sicherlich superhip, dass man sich deshalb aber gesünder ernährt, darf nicht abgeleitet werden. Der Cheeseburger bei Swing Kitchen zum Beispiel schmeckt superlecker, schafft es dafür aber auch ganz ohne Fleisch auf über 1.000 Kalorien – mit Pommes, Saucen und Softdrinks dazu sollte man die beiden anderen Mahlzeiten des Tages also besser auslassen. Wir freuen uns trotzdem über den Neuzugang, der sein amerikanisches Gegenüber fast wie ein Museumsrelikt aussehen lässt. Und die nächste Eröffnung wird schon vorbereitet. Die legendäre 10 STARBUCKS-KETTE wird im Frühjahr – ebenfalls in der Herzog-FriedrichStraße in der Ortner&Stanger-Fläche –

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seine erste Innsbruck-Dependance eröffnen. Schon jetzt wird das Ende der Kaffeehauskultur in den sozialen Medien herbeigesudert und der Untergang des Abendlandes durch einen weiteren bösen US-Konzern vorausgesagt. Unser Tipp: Der Kaffeehauskultur hilft es am meisten, wenn man weiterhin oder vermehrt ihre Dienste in Anspruch nimmt, und wer gerne fünf Euro oder mehr für einen halben Liter Milch mit einem Schuss Kaffee und irgendwelchen Geschmackswundern bezahlen möchte, soll das doch bitte machen. Ein Starbucks in Innsbruck bedeutet lediglich, dass man in einer Stadt lebt, in der was los ist, und nicht in einem unbedeutenden 100.000-Einwohner-Kaff. Es bedeutet nicht, dass man dorthin gehen muss – nur so zur Sicherheit. 43

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Törggelen im Bierstindl Oktober/November

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BUBBLE-TEAREVIVAL Mr. Boxtea hat im MPreis am Terminal eröffnet. Genuss in gemütlicher Runde – beim Törggelen im Bierstindl haben Sie die Wahl: Sie können sich für ein komplettes Törggele-Menü mit allem, was dazugehört entscheiden… Oder auch nur einen, zwei oder drei Gänge auswählen – ganz nach Hunger, Lust und Laune.

ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch bis Sonntag: 11.00 bis 23.00 Uhr

Anfang der 2010er-Jahre erlebte der in ganz Asien beliebte Bubble-Tea auch in Europa seinen Hype und so versuchten auch einige Shops in Tirol ihr Glück mit dem zuckersüßen und quietschbunten Teegetränk mit Tapiokaperlen – ohne großen Erfolg allerdings. Zehn Jahre später und mehrere soziale Plattformen später erlebt das Getränk einen erneuten Hype, ausgelöst durch begeisterte Teenager auf TikTok. Vermutlich deshalb hat die Wiener Bubble-Tea-Kette mit dem Namen MR. BOXTEA auch seine erste Dependance in Innsbruck eröffnet. In der MPreis-Filiale am Terminal kann man ab sofort authentischen Boba-Tea genießen.

Montag & Dienstag Ruhetag!

Einkehren und Genießen – Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Bierstindl Betriebs GmbH • Klostergasse 6 • 6020 Innsbruck Tel.: +43 (0)512 580000 • info@bierstindl.eu • www.bierstindl.eu

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Herbstzeit ist Törggelezeit!


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Wir lieben Törggelen! E

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WER SOLL DAS BEZAHLEN? A N FA N G O K T O B E R B I S E N D E N OV E M B E R

Qualität darf kosten, aber es gibt Grenzen.

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Das SCHUTZHAUS neben der PatscherkofelBergstation steht seit jeher für modernes Hüttenfeeling und kulinarische Freuden. Vermutlich nur zwei Gründe, warum das altehrwürdige Lokal sich stets über viele Gäste und Stammkunden freuen darf. Das Motto „Genuss auf höchster Ebene“ erhält mit solchen Tageskarten aber einen fahlen Beigeschmack. Besonders der Preis für die Bandnudeln mit Pfifferlingen fällt negativ auf. Oder anders formuliert: Können Nudeln mit Eierschwammerln überhaupt so gut schmecken, dass man dafür knapp 20 Euro bezahlt? Wir sagen nein!

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EB IS ENDE UND MICHA­ EL AS ANFANG

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Viele Jahre zählte das EBI’S am Adolf-Pichler-Platz zu den gastronomischen Topadressen in Innsbruck. Namenspatron Ebi verzückte dabei stets durch sein Qualitätsbewusstsein und die sensationelle Küche, seine – sagen wir mal – spezielle Art gab dem Lokal zudem eine unverwechselbare Note. Kombiniert mit dem ruhenden Pool Gabi, Ebis Schwester, die sich um das Service kümmerte, darf man das kleine Lokal am Adolf-Pichler-Platz getrost als Institution bezeichnen. Schon länger wollte Ebi die wohlverdiente Pension antreten, zwischen diesem Ziel und ihm stand nur noch die Mission der Nachfolge. Ein bisschen hat’s gedauert, aber jetzt ist es fix: Familie Furtner, bekannt

Frisch gebackenes Brot, selbstgemachte Säfte, Bio-Kaffee aus Innsbruck, Frühstück in allen Variationen lassen dein Herz höherschlagen und zaubern dir ein Lächeln ins Gesicht. Mit diesen Zutaten und unserer entspannten Atmosphäre lässt es sich wunderbar in den Tag starten und das Leben genießen.

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Eine Gastrolegende verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand.

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By Fur tners: Eine kleine Auswahl an Speisen trif f t auf eine große an Weinen.

Xocolat gibt’s jetzt auch in der Altstadt. Dass kein Ernährungstrend die Macht des Süßen zerstören kann, hat unlängst schon die Eröffnung von Royal Donuts in Innsbruck bewiesen. Jetzt folgt die Schokoladen-Kette XOCOLAT, die nach Wien, Graz, Linz und Baden jetzt auch in der Innsbrucker Altstadt eröffnet hat.

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LADEN.

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Und letzteres nicht zu knapp: Eine Auswahl von 90 verschiedenen Flaschenund 16 offenen Weinen wird hier geboten, fast schon ein Weinhaus könnte man sagen. Die Fußstapfen sind jedenfalls groß und wir sind gespannt, wie diese ausgefüllt werden.

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aus dem WEINHAUS HAPP, hat sich der Gastrolegende angenommen und eröffnet dort das BY FURTNERS. „Eine kleine Auswahl traditioneller, bodenständiger Hausmannskost“ wird hier fortan serviert, so die Chefin Michaela Furtner, „umrahmt mit gutem Wein“.

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Törggelen in urigem Ambiente

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Lange war es still um das bekannte Haus am Inn, in dem zuletzt einige gastronomische Konzepte ausprobiert wurden. Inhaberin Stephanie CAMMERLANDER kündigte deshalb schon vor Monaten an, hier endlich Ruhe einkehren zu lassen. In vier Schritten soll das Haus bis Ende des Jahres wieder voll in Betrieb genommen werden: 1. Die MARKTBAR AM INN, betrieben von Stephanie Cammerlander herself, eröffnet im Oktober: Frühstück, Lunch, Nachmittagskuchen, Abendessen und Mitternachtssnack werden hier gereicht – allesamt zubereitet in der neuen Showküche. Der altbekannte Gastgarten gehört natürlich auch zum neuen Konzept.

Täglich frische apulische Küche

2. Im ersten Stock werden frisch renovierte Apartments vermietet – elf an der Zahl mit Blick auf Nordkette, Inn und die Mariahilfer Häuserreihe.

Le Murge LEOPOLDSTR ASSE 27 © AXEL SPRINGER

M itt w o c h b is Sa m st a g von 8 b is 22 U h r M o n t a g u nd Dienst a g von 8 b is 15 U h r. S o n n - und Feiert a ge gesc h lossen

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ic h bi n Si r Gl or io us

3. Niko Raschhofer eröffnet an der Innseite des Hauses sein neues Konzept NAKED INDIGO. Nach dem Vorbild des längst bekannten My Indigo werden hier ab Dezember Suppen, Salate und Currys serviert, allerdings ausschließlich auf veganer und vegetarischer Basis. Auch Porridge steht am Speiseplan, und zwar – wie es sich für ein hippes Konzept gehört – den ganzen Tag über.

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4. Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, muss dies dank dem GLORIOUS BUTCHER auch nicht tun. Die Namensverwandtschaft zum Glorious Bastards ist kein Zufall. Heiner Raschhofer ist Betreiber beider Läden und auch der Vater von Niko Raschhofer, der das Naked Indigo eröffnen wird. Ebenfalls im Dezember soll der Burgerladen starten. Fokussiert auf Takeaway, gibt es aber natürlich auch Sitzplätze und einen kleinen Gastgarten.

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e l a k o L f ür je de t i e h n e g e Ge l

„Wo sollen wir uns treffen?“ stellt sich schnell die Frage, wenn ein bestimmter Anlass ansteht. 6020 hat einen situationselastischen Lokal-Guide für die wichtigsten Momente zusammengestellt. Text: Katharina Wildauer, Lisa Schwarzenauer Fotos: Axel Springer Illustrationen: Monika Cichoń

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students welcome mer Die Uni-Num


Das Tinder-Date. Wagt man es, die virtuelle Bekanntschaft ins echte Leben zu verlagern, empfiehlt sich naturgemäß ein belebter Ort mit Fluchtmöglichkeit – wie das Moustache. Hier kann man sich nachmittags um fünf ebenso wie abends um zehn treffen. Wer nach dem dritten Glas Wein oder Bier besser etwas essen sollte, wird hier auch fündig, und flüchten wird mit verschiedenen Räumen und zwei Ein/Ausgängen leicht gemacht.

: uch gefalle n Dir könnte a ate r Nost e r Treibhaus, K

Das erste Date. Nervös ist man sowieso, da sollte man sich zumindest keine Sorgen um das Ambiente rundherum machen müssen. Zu leise und zu wenige Menschen sind ebenso peinlich wie zu laut oder zu viele bekannte Gesichter. Ungezwungen und gemütlich ist die Devise – und hier punktet besonders das Treibhaus, das sich sowohl für das Nachmittagskaffee-Date als auch für Drinks am Abend eignet.

: uch gefalle n Dir könnte a o, m r, Café Mo Kate r Nost e te Blaue Brigit 51


Den neuen Freund/die neue Freundin der Familie vorstellen.

Schlussmachen. Mit „Wir müssen reden“ fängt es meistens an, aber wo führt man das unangenehme Gespräch dann wirklich? Verlegen in einem Lokal sitzen und womöglich vom Nachbartisch belauscht werden? Nein, danke. Dann lieber auf einen Spaziergang durch den Hofgarten: Der ist groß genug und bietet unbeobachtete Ecken und ausreichend Sitzbänke. Die 6020-Redaktion rät von Sitzbänken an belebten Orten (Inn-Promenade, Landhausplatz!) dezidiert ab.

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Hat man den Beziehungsstatus einmal geklärt und sich auf FZ – fix zsamm – geeinigt, ist das Kennenlernen der Familie der Partner*in ein Muss. In der Praxis getestet und von der Redaktion für gut befunden: das Brahms im Haus der Musik. Schönes Ambiente, gute Qualität – ernst, aber nicht zu ernst.

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Elternbesuch. Traut man sich zum Studieren in eine neue Stadt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Eltern anklopfen und den Sprössling in seiner neuen Umgebung sehen wollen. Da heißt es dann sich zu entscheiden, welches Innsbruck man präsentieren will: Bewegungsfreudige Eltern führt man auf die Umbrüggler Alm. Die Adlers-Bar und das L’Arc eignen sich super, wenn man nicht die eigene Geldbörse zücken muss. Für gemütliches und gutes Essen sind Himal und Thai Li immer gute Adressen.

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Die neuen (und auch alten) Mitbewohner*innen oder Studienkolleg*innen will man ab und an ja auch mal abseits der eigenen vier Wände und des Hörsaals kennenlernen. Das geht seit Langem und immer noch wunderbar im Zappa direkt neben der Hauptuni. Jeden Montag stehen Brot Bier & Spiele auf dem Programm, aber auch die restliche Woche wird es hier nicht langweilig.

Dir könnte a uch gefalle n : Pubquiz im Irish Pub, We lli, Café Gale rie

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Berufliche Gespräche. Über ernstere Themen sprechen (oder nachdenken) lässt es sich besonders gut im Kaffeehaus, etwa im Café Central: Hier findet man immer einen Platz, klapperndes Geschirr und Gespräche rundherum schaffen ein perfektes Grundrauschen, um in Ruhe zu reden (oder nachzudenken). Und guter Kuchen kann in diesem Fall auch nicht schaden.

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Gegen den Kater. Leichter Kopfschmerz, flauer Magen und ein bisschen langsam wegen gestern? Dann hilft nur ein gutes Katerfrühstück. In der Bäckerei Aydin gibt es sieben Tage die Woche nicht nur Süßes, sondern auch sehr leckeres, auf großen, runden Platten angerichtetes Frühstück mit würzigen Rühreiern, frischen Aufstrichen, Antipasti und mehr.

Zum Lesen, Lernen und Leutebeobachten. Manchmal braucht es eine kleine Auszeit und einen Ortswechsel, um ungestört zu lesen, abseits der Bib zu lernen oder ein bisschen Großstadtgefühle aufkommen zu lassen. Im Kater Noster gelingt das vor allem am Nachmittag wunderbar.

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Essen gehen mit wählerischen Freunden. Muss man verschiedene Unverträglichkeiten oder Ernährungsweisen unter einen Hut bringen, empfiehlt sich die Gastwirtschaft Elfriede. Die Gerichte kann man teilen, es gibt vegetarische und vegane Optionen sowie für jedes Hungerlevel den richtigen Umfang.

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GSCHEIT BECHERN Bierpong lebt! Während sich ein Teil der Szene zunehmend professionalisiert, schwelgt der andere in Erinnerungen an Zeiten, als das Spiel noch lockerer zelebriert wurde. 6020 war bei einem Turnier dabei – und soff komplett ab. Text: Bosna mit alles, Kapitän Fettbart

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in Pingpongball, einige Becher, viel Bier und noch mehr Promille – das war in etwa unsere Vorstellung von Bierpong gewesen, bevor wir uns bei einem Event der Austrian Series Of Beer Pong (kurz ASOBP) im August in Götzens anmeldeten. Doch schon nach kurzem Blick auf das zu unserer nicht eben geringen Verwunderung mehrseitige (!) Regelwerk, das uns von den Veranstaltern geschickt wurde, war uns klar: Bei dem fraglichen Turnier wird „professionelles“ Bierpong gespielt. Und das hat mit dem, was wir darunter verstanden, recht wenig zu tun. Aber der Reihe nach.

DER URSPRUNG.

Alles begann mit zwei Tiroler Skilehrern in Virginia Ende der 00er Jahre. Man zeigte ihnen dort ein Spiel, bei dem es darum ging, mit einem kleinen Ball, am besten einem Tischtennisball, die vor dem Gegner am anderen Ende eines langen Tisches aufgestellten und mit Bier gefüllten Becher zu treffen – die dann ausgetrunken werden mussten. Das Team,

das als Erstes alle traf, gewann das Spiel. „Früher habe ich es gehasst“, sagt Michi Grohs, Pionier der europäischen Bierpong-Szene, Veranstalter und unser Ansprechpartner für das Turnier in Götzens. „Fürs Saufen brauchte ich doch kein Spiel. Und außerdem war ich ziemlich schlecht darin.“ Dennoch war es Michi – ein guter Freund der beiden Skilehrer –, der diesen später eher spontan in ihrer Stammkneipe Galerie vorschlug, einmal wieder Bierpong zu spielen. Er fragte den damaligen Besitzer, ob sie den hinteren Raum dafür verwenden dürften, und dieser hatte nichts dagegen. „Er rief sogar wenige Tage

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mer Die Uni-Num


Regelwerk

10 Becher

2 Spieler

10 Becher

Ein Zweierteam versucht, über einen 2,4 Meter lan­ 2 Spieler gen Tisch die zehn pyramidenförmig angeordneten und mit etwas Wasser gefüllten Becher eines anderen Zweierteams zu treffen. Die Spieler des ersten Teams werfen nachein2 Bälle 2 Würfe ander je einmal. Falls beide treffen, dürfen sie noch einmal. Dann oder sonst darf das andere Team sein Glück versuchen. Bei sechs und drei verbleibenden Bechern werden sie jeweils wieder pyramidenförmig angeordnet. Sind alle Becher eines Teams draußen, darf dieses noch versuchen nach­ zuziehen. Gelingt es ihm nicht, ist das Spiel verloren.

2 Bälle

2 Würfe

davon, unter der Zipfer-Schirmherrschaft, meldeten sich über 50 Leute an. „Die Stimmung war super, und wir wollten unbedingt damit weitermachen“, so Michi. WIE DIE PROFIS.

später an und meinte, dass er dem Zipfer-Vertreter davon erzählt habe. Der finde die Idee lustig und würde mich gern kennenlernen“, erinnert sich der heutige Familienvater. Das war der Startschuss für Michis Bierpong-Karriere. Ab sofort war er der erste Name Österreichs und des gesamten deutschsprachigen Raums, wenn es um Bierpong-Turniere ging. Denn schon beim ersten

Von dieser Stimmung wollten auch Bosna mit alles und Kapitän Fettbart, so unsere Spielernamen, etwas mitbekommen, und so meldeten wir uns zur Austrian Series an. Als wir in Axams ankamen und uns, nach der Anmeldung samt Kontrolle unseres Impfnachweises sowie einem kurzen Gespräch mit Michi, ins Gemeindehaus begaben, waren wir erst mal ziemlich baff. Zum einen aufgrund der vielen Leute, die sich und teilweise auch ihren Rausch vom Vortag – das Turnier hatte zwei Tage früher begonnen – an den Übungstischen aufwärmten; zum anderen und vor allem aber aufgrund der Ernsthaftigkeit, mit der die Anwesenden dabei vorgingen: Obschon mit Spaß an der Sache, waren die meisten beim Werfen hochkonzentriert und ließen sich weder von den Spielern der anderen, unmittelbar neben ihrem „Spielfeld“ aufgestellten Tische noch von herumfliegenden Bällen, noch von der immer lauter werdenden Geräuschkulisse im Saal ablenken.

14 Uhr Ankunft in Axams. Anmeldung und erstes Bier an der Bar.

15.45 Uhr Erste Pause. Wir brauchen schon jetzt dringend was zu essen und holen uns was vom MPreis.

Protokoll des Versagens

15 Uhr Erste Partie gegen die amtierenden österreichischen Meister, erste Niederlage (10:8).

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Der Name ist Programm Im Gegensatz zu uns, „6020 Stadtmagazin“, waren viele unserer Kontrahenten bei der Namensfindung durchaus kreativ. Von ziemlich clever bis ziemlich bescheuert war alles dabei. Anbei einige Highlights:

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Diese professionelle Herangehensweise zeigte sich mitunter auch in der Kleidung der Turnierteilnehmer: Es gab nicht wenige Teams mit eigenen Trikots und Logos, einige waren zudem sehr sportlich angezogen, als würden sie sich nicht auf ein Bierpong-Turnier, sondern auf einen Leichtathletikwettbewerb vorbereiten. Einige Teilnehmer wiederum würde man eher unter Bikern vermuten, andere sahen stark nach Hörsaal aus. Auch Fußballtrikots waren zu sehen, ebenso wie scheinbar unvermeidbare Adiletten (und ja, auch mit weißen Socken darin). Mädels spielten gegen Männer, denen zum Teil die Wampe über die Umhängetasche schwappte und die vom Körperbau weniger Dauerläufern als Dartspielern ähnelten. Sprich: Wir fielen hier nicht sonderlich auf – auch wenn wir uns seltsamerweise gleichermaßen over- wie underdressed fühlten. Was unsere Chancen betraf, machten wir uns keine allzu großen Illusionen. Und das nicht erst, als wir unsere potenziellen Gegner in Aktion sahen. Schon bei der Anmeldung meinte Michi nämlich auf unsere – als spaßige Bemerkung gedachte – Nachfrage, dass wir es doch sicher irgendwie in die nächste Runde schaffen würden: „Nein, keine Chance.“ Gesprochen ohne Lächeln, bierernst sozusagen.

16 Uhr Zweites Spiel. Wieder gehen wir unter, wieder knapp (10:9).

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Drunken Vikings Die geilen 2 Hangover 96 Juventus Urin Langer Reder kurzer Gin Power Cup Girls Bester Mann am Boden Die Bierbänker Backbeerboys Lulatsch Pointschland

TISCHMANIEREN.

Insgesamt 18 Tische standen, ordentlich aufgereiht, im großen Saal des Gemeindezentrums, allesamt eigene, speziell für den Sport konzipierte und bedruckte Tische. Früher, in den Anfängen des Bierpong, war das noch etwas anders, wie Michi uns erklärte: „Wir hatten ganz einfache Stehbierbänke. Die stellten wir auf ein Podest. Dafür haben wir leere Bierkisten mit Kabelbindern zusammengebunden und mit einer Matte abgedeckt, damit die Mädels mit den Stöckelschuhen nicht darin absanken beim Spiel. Wenn die Matte grün war, sprachen wir gerne vom ‚Wimbledon-Turnier‘.“ Generell schien damals alles noch deutlich wilder vonstattengegangen zu sein als heutzutage. Michi erzählte uns von einem Event in der oberösterreichischen Disko „Erika“: „Die spielten da mit Cola-Rot. Ab 10 Uhr hat man kein Wort mehr verstanden,

17 Uhr Eine Durchsage von Michi: Wer eine Pizza will, soll sich melden, es wird eine Sammelbestellung aufgegeben. Zur Auswahl stehen Prosciutto, Margherita und Diavola.

16.30 Uhr Wir haben Pause und schauen anderen Spielen zu. Es wird viel Trash getalkt. Der Pegel steigt, sowohl was Lautstärke als auch Alkohol betrifft.

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Wir sahen viele junge und jung­ gebliebene Leute. Dementsprechend hoch war die Dichte getragener Baseballcaps.

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und zwar nicht wegen des Dialekts.“ Am Rückweg hätte man dann einen Ausflug über die tschechische Grenze gemacht, einen Bierpong-Tisch auf irgendeiner Wiese aufgestellt und ein paar Runden gezockt – „nur um sagen zu können, dass wir auch mal in Tschechien gespielt haben“. Doch diese Zeiten sind mittlerweile vorbei. Je populärer Bierpong wurde, desto professioneller nahmen es einige Spieler. Es gab Preise und Preisgeld, man konnte sich für inter-

nationale Turniere, beispielsweise die World Series in Las Vegas, qualifizieren, und das Bier wurde zunehmend zur Nebensache, bis es schließlich ganz aus den Bechern verschwunden ist. Saufen wird nun, sagen wir mal, wohlwollend toleriert, das Hauptaugenmerk wird aber nicht darauf gelegt (was vor allem Bosna mit alles nicht wahrhaben wollte). Wurftechnik, Rituale, Einschüchterung und Ablenkung des Gegners wurden dafür wichtiger – immer mehr und weltweit.

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17.45 Uhr Pause. Kurzer Aufenthalt mit Kevin aus Nordrhein-Westfalen an der Bar. Dabei werden zwei Berliner Luft vernichtet.

17.30 Uhr Drittes Spiel. Wir verlieren wieder, und diesmal wurden uns die Grenzen aufgezeigt (10:5).

18 Uhr Die Pizzas sind da, wir sind uns aber nicht sicher, ob die entsprechende Durchsage auch von allen gehört wird.

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Was die Teilnehmer betraf, gab es einen guten Mix an Frauen und Männern. Viele stammten aus Deutschland (was vermutlich die Adi­l etten erklärte). Dies konnten wir auch in Götzens beobachten, wo wir uns am Nachmittag schließlich zu unserem ersten von vier Matches begaben. Unsere Gegner in der Vorrunde: The yellow from the egg, Ladyducks, Fehlwurffrettchen und Nasa Pong. PREMIERENTREFFER.

Nachdem uns Michi und die anderen Teilnehmer schon früh jegliche Hoffnung auf ein gutes Abschneiden genommen hatten, setzten wir uns ein bescheidenes Ziel: in jeder Partie zumindest einen Becher zu treffen. Unsere ersten Gegner waren zwei Kerle, die wir im Vorhinein darauf aufmerksam machen wollten, dass wir zum allerersten Mal spielten. Einer entgegnete, kein Problem, sie seien amtierender österreichischer Meister und kennten sich aus, während sein Teamkollege, nachdem er unserer Erklärung mit ausdruckslosem, glasigem Blick gelauscht hatte, nur meinte: „Alter, ich kann grade noch stehen.“ Im Laufe der Partie sollten wir nach und nach erfahren, dass die beiden bereits seit zwei Tagen am Bechern waren – im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne –, uns gegenüber also ein Handicap in Form

einer nicht unerheblichen Menge Restalkohol hatten. Das erklärte vermutlich auch unser verhältnismäßig gutes Abschneiden: Wir verloren das Match zwar, mit 10:8 aber relativ knapp. Apropos Alkohol: Am Anfang des Spiels wurde, wie bei jeder neuen Partie, ein Pitcher Bier auf den Tisch gestellt. Dieses sollte während des Spiels von den Spielern geleert werden – ein Service, den vor allem Bosna mit alles gerne in Anspruch nahm, neben dem ohnehin recht günstigen Bier an der Bar (3 Euro für 0,5 l).

an einem Hauch Siegerluft schnuppern (wir hatten die Ladyducks bis auf den letzten Becher zurückgedrängt, mussten uns dann aber trotzdem geschlagen geben), wurden uns in den letzten zwei Spielen knallhart unsere Grenzen aufgezeigt – was vielleicht nicht zuletzt an Bosna mit alles’ Alkoholpegel und seinen verzweifelten Versuchen zusammenhing, die Gegner zu dekonzentrieren, was fast ausschließlich mit Treffern honoriert wurde. Ungeachtet unserer heroischen Bemühungen landeten wir schlussendlich auf dem 75. von 80 Plätzen. Woran es genau gelegen hat, wissen wir nicht. Höchstwahrscheinlich einfach daran, dass die anderen schlichtweg besser spielten als wir. Aber das Schöne war, dass unsere Kontrahenten uns das an keiner Stelle spüren ließen, ebenso wenig wie alle anderen beim Turnier. Sie erfreuten sich einfach am Spiel, der Atmosphäre, ein bisschen daran, dass wir beide einen quasi sicheren Sieg bedeuteten – und ja, vielleicht auch am Bier. Im Vordergrund stand das jedoch definitiv nicht. 

DABEISEIN IST ALLES.

Je länger das Turnier dauerte, desto mehr Chaos herrschte – was wohl auch mit dem durch die obligatorischen Pitcher schrittweise erhöhten Alkoholpegel zu tun hatte. Überall drängten sich Spieler und deren Fanclubs, Bälle flogen durch die Gegend, Becher wurden umgestapelt und umgeworfen, und am ansonsten klebrigen Boden bildeten sich durch das aus den Bechern spritzende Wasser immer mehr kleinere Lacken. Zu stören schien das allerdings niemanden. Unter diesen Umständen bestritten wir unsere nächsten Partien. Konnten wir im zweiten Match noch

18.15 Uhr Der DJ legt einen Song auf, der alle zum Tanzen bringt. Spätestens jetzt ähnelt das Ganze mehr einer Party.

MIT RUHM UND BIER BEKLECKERT. Beim er sten Spiel gleich gegen die amtierenden Champions knapp verloren

19.30 Uhr Aufbruch nach Hause. Die Fenster sind offen, falls „jemand“ kotzen muss.

18.30 Uhr Viertes Spiel. Wir verlieren erneut, aber es kümmert uns schon gar nicht mehr.

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Krosse Krümelmonster Fluffig-luftig, buttrig-weich und cremig gefüllt: Dass Italiener mit Cornetto und Franzosen mit Croissant in den Tag starten, hat einen geschmacklich guten Grund. 6020 hat sich durch das Innsbrucker Croissant-Angebot gefuttert, um die besten der Stadt zu finden. Text: Lisa-Maria Schwarzenauer, Katharina Wildauer, Theresa Kleinheinz

KUNSTPAUSE Im Brasserie-Café beim Landesmuseum lässt sich mit Morgensonne und lauwarmen, frischen Croissants wirklich gut der Tag beginnen. Prall gefüllt mit Vanille, Schokolade und Marille heben sich die Croissants auch optisch und mit süßlicherem Teig von den Mitspielern etwas ab – und sollten unbedingt auf die To-eat-Liste. Croissant: 2,90 € Kombi Croissant & Cappuccino: 5,20 € 8/10 Krümel MUSEUMSTRASSE 15

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CORNETTO VS. CROISSANTS: WO IST DER UNTERSCHIED? Die Italiener mögen ihre Cornetti gefüllt, was für die Franzosen ein No-Go ist. Sie stehen auf Buttercroissants.

LES FRANÇAIS:

DER FRANZOSE Der Lokalname hält auch beim Croissant, was er verspricht: ein richtiges, französisches Buttercroissant. Très luftig, très flufflig, très bon. Einziger Haken: Es gibt die Croissants nur am Samstag. Dafür lohnt es sich, früh aufzustehen und sich ein klein wenig wie in Paris zu fühlen.

t-Favorit

Croissan

Croissant: 1,60 € Frühstück „Le Parisien“ mit Kaffee: 3,90 € 10/10 Krümel MARKTHALLE

Historisches

CAFÉ MOMO Das Croissant im neuen Café der Wagner'schen kann sich sehen (und schmecken) lassen: resch, buttrig und weder zu trocken noch zu süß. Auch das Pain au Chocolat kommt dem französischen Original sehr nahe und hat die richtige Menge Füllung. Croissant: 2,20 € Pain au Chocolat: 2,40 € 8/10 Krümel MUSEUMSTRASSE 4

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Um den Ursprung des Gebäcks konkurrieren viele Geschichten. Diese Version gefällt uns am besten: Cornetti und Croissants sind eigentlich nur Varianten des österreichischen Kipferls. Das wurde entweder im mittelalterlichen Kloster oder im Triumphtaumel nach der „Türkenbelagerung“ 1683 erfunden. Handelsbeziehungen brachten es nach Italien. Frankreich erreichte es durch Marie Antoinette, die 1770 den französischen König Ludwig XVI. heiratete. Vielleicht aber auch erst später durch den Wiener Unternehmer August Zang. Jedenfalls wird feines Gebäck wie das Croissant heute noch als Viennoiserie bezeichnet – wenn das nicht für den österreichischen Ursprung spricht.


WAS MACHT DAS PERFEKTE CROISSANT AUS?

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Ein wirklich gutes, klassisches französisches Croissant erkennt man laut diversen Onlineforen und Patisserie-Blogs am buttrig-leichten Geschmack und den vielen zarten Schichten, die durch mehrmaliges Falten des hefehaltigen Teigs entstehen und von der Seite gut sichtbar sein sollten. Außen ist es knusprig – beim Reinbeißen darf es ruhig richtig splittern und krachen –, innen fluffig-weich.

LA CANTINA Frisch, bröselig, weich: Die Cornetti in der Cantina sehen zwar teilweise etwas dunkel aus, sind dafür aber ebenfalls ofenwarm. Auch hier liegen klassischitalienisch Crema, Marillenmarmelade, Schokolade sowie leere Cornetti in der Vitrine. Pluspunkte gibt es für das italienische Flair, wenn man ins morgendliche Café-Getümmel kommt. Cornetto (leer oder gefüllt): 1,80 € 9/10 Krümel

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LA PAUSA

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Lauwarm, kross und doch buttrig-weich und als wahres Highlight der La-Pausa-Cornetti: die Füllung. Hier wird sichtbar erst nach dem Backen die Crema und Schokolade in die Cornetti gespritzt. Das Ergebnis ist zwar nicht so gleichmäßig verteilt, aber geschmacklich einmalig. Im La Pausa wird klar, warum Cappuccino und Cornetto das beliebteste Frühstück in Italien ist. Außerdem: Giotto-Cornetto – mehr muss man nicht sagen. Cornetto (leer oder gefüllt): 2,10 € Kombo mit Cappuccino: 4,80 €, mit Espresso 4 € 10/10 Krümel

CAFÉ MUNDING Frisch aus dem Ofen und sichtlich selbst gemacht gibt es beim Munding neben einem Buttercroissant und einer Schokoversion auch Nusscroissants. An Butter wurde bei keinem gespart, was die MundingCroissants zu einem stattlichen Frühstück macht. Zwar sind auch die Preise für die gefüllten Varianten ordentlich, dafür bekommt man richtiges Kaffeehausflair mitserviert. Und: Das Café Munding ist eine der wenigen Adressen in Innsbruck für Mandelcroissants. Buttercroissant: 2,50 € gefülltes Croissant: 3,50 € 7/10 Krümel KIEBACHGASSE 16

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LE MURGE

o-Favorit

Cornett

Der italienische Neuzugang in der Stadt ergänzt das Angebot um einen gemütlichen Ort, an dem man in Ruhe Cornetto und (richtig guten) Cappuccino genießen kann. Geschmacklich sticht vor allem die Schokofüllung mit herbem Kakaogeschmack hervor und passt perfekt zum leicht süßlichen-weichen Teig. Cornetto: 1,80 € 8/10 Krümel WILTENER PLATZL

ANICHSTRASSE 2

MANNI Die Croissants bei Manni sind eine gewichtige Angelegenheit, aber das durchwegs im positiven Sinne: Die Croissants sind gut mit Schokolade, Marmelade und Crema gefüllt. Zwar sind sie nicht ganz so buttrig, das macht die Füllmenge aber wieder wett. Croissant (mit und ohne Füllung): 2,10 € 8/10 Krümel

FAZIT

An Croissants und Cornetti mangelt es in Innsbruck in den Morgenstunden keinesfalls. Eher hat man die Qual der Wahl. 6020 resümiert: Egal ob Cornetto oder Croissant, Schoko oder Crema, mit italienischem Cappu oder französischem Café au Lait – ein Blätterteigkipferl am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

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SERIE

你好 H AL LO ! Chinas Image ist hier im Westen wohl nicht das beste. Dabei zählt es mit seiner über 5.000-jährigen Geschichte zu einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Grund genug für MundArt, ein wenig in die Kulinarik des Lands des Lächelns zu blicken. Denn wie die Chinesen sagen: 民以食为天, Essen ist das Wichtigste im Leben. von Flo Seidl

B

evor wir ein einfaches, aber köstliches Nudelrezept ausprobieren, sollten wir uns ein paar Regeln der chinesischen Tischkultur zuwenden. Wer also gesittet am chinesischen Tisch sitzen möchte, sollte sich mit den Urlauten des Schmatzens, Schlürfens und Rülpsens befassen und diesbezüglich sämtliche erlernte Tabus vergessen. Es darf lustvoll, gierig und laut mit Stäbchen geschaufelt, geschmatzt und geschlürft werden. Schnäuzen bei Tisch hingegen ist verpönt. Alles aufessen kommt auch nicht so gut an – das suggeriert, dass dem Gastgeber das Geld ausgeht. Politische Einzelmeinungsäußerungen sowieso. Da droht Gefängnis, wenn nicht Schlimmeres! Aber sonst schmeckt’s. 享受一頓饭, Mahlzeit! 

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MUNDA RT

Koriander Er polarisiert. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, den Koriander. Wer ihn aber mag, kann das vielseitig einsetzbare Küchenkraut zu allerlei Speisen servieren. Vor allem in der asiatischen und indischen Küche wird Koriander gern verwendet. Er duftet ein bisschen nach Seife, schmeckt leicht bitter, ein wenig pikant und hat einen süßlichen Nachgeschmack. Als Heilkraut hat sich Koriander allerdings kaum etabliert, da es für die meisten Leiden wesentlich potentere Heilkräuter gibt.

Das Rezept: Chinesische Nudeln 6020 und SPAR verlosen

Zutaten: 400 g Weizenmehl Type 1050, 1 TL Salz, 180 ml Wasser, 200 g Erbsenschoten, 2 Karotten, 3–4 Frühlingszwiebeln, eine Handvoll Sojasprossen, ein kleines Stück Ingwer, Chili nach Geschmack, etwas Sojasauce, 2–3 Pilze, etwas frischen Koriander, 1–2 Limetten, etwas Sesam, Erdnussöl zum Anbraten

Den Nudelteig dünn ausrollen, zu einer Rolle drehen und mit dem Messer Nudeln abschneiden oder durch eine Nudelmaschine drehen und zu Tagliatelle oder Ähnlichem verarbeiten. Nudelwasser aufsetzen, salzen. Nudeln ins kochende Wasser geben. Etwas Erdnussöl im Wok erhitzen, nur den weißen Teil der Zwiebeln, Ingwer, Karotten, Zubereitung: Pilze, Erbsenschoten, Sojasprossen darin andünsten. Bissfeste Nudeln gut abseihen, in Für den Nudelteig vermengt man das Mehl, Salz und Wasser und knetet daraus einen ge- den Wok geben, mit dem Gemüse vermenschmeidigen, aber festen Teig. In Klarsichtfo- gen und alles noch einmal gut braten. lie wickeln und für 30 Minuten ruhen lassen. In einer Schüssel anrichten, ein paar In der Zwischenzeit das Gemüse zurecht- angeröstete Sesamsamen draufgeben, die grünen Ringe der Frühlingszwiebeln drüberputzen und klein schneiden. Frühlingszwiestreuen, Chili nach Geschmack und ein Stück beln in Ringe, Karotten und Erbsenschoten Limette dazugeben. in Stücke. Ingwer fein hacken. Koriander  waschen, trocknen und fein hacken. Pilze in Scheiben schneiden.  Guten Appetit!

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EINE SPARGUTSCHEINKARTE IM WERT VON 50 EURO

Kennwort: „MundArt“ Einsendeschluss: 31. Oktober 2021 Rechtsweg ausgeschlossen keine Barablöse Brunecker Straße 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at


PROGRAMM O K TO B E R 2021

KONZERT

9. OKTOBER 19 UHR

Lesungen Gespräche Diskussionen Schreibwerkstätten

www.literaturhaus-am-inn.at

SHARKTANK IN DER BÄCKEREI

Mit der Kombination aus verspielten Feel-Good-Beats, Rap-Versen und melodischen Vocals hat das österreichische Trio – bestehend aus Marco Kleebauer (u. a. Produzent von Oehl und Bilderbuch), Sängerin und Gitarristin Katrin Paucz und Rapper Mile – innerhalb weniger Monate die heimische Musikwelt erobert, jetzt gibt es endlich auch die lang ersehnten Liveshows dazu.

6020 verlost

EINEN GUTSCHEIN IM WERT VON 100 EURO für einen Backworkshop mit Marian Moschen nach Wahl sowie 3 x 1 signiertes Exemplar von „Mann backt Torten“. Kennwort: „Schokotorte“ Einsendeschluss: 20. Oktober 2021 Rechtsweg ausgeschlossen keine Barablöse Brunecker Straße 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@ 6020stadtmagazin.at

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© HANNA FASCHING, IFFI

Raum für Literatur

BU NTE M I S CHU N G


FILM

5. BIS 10. OKTOBER VISIONÄR UND G R E N Z E N LOS

INTERNATIONALES FILMFESTIVAL INNSBRUCK (IFFI) IM LEOKINO

Sechs Tage lang legt die 30. Auflage des IFFI unter dem Motto „Everything was forever, until it was no more“ den Fokus auf internationale Filme und Themen, die im Kinoalltag oft nicht repräsentiert sind – von spannenden Neuerscheinungen bis hin zu filmhistorischen Schätzen in der Retrospektive (dieses Jahr: „Vier Lektionen zum Sowjetkino“).

Jetzt nur 25 % des Mitgliedsbeitrags zahlen! Für alle neuen Alpenvereinsmitglieder: Ab September gibt es durch den Sportbonus des Bundesministeriums den Mitgliedsbeitrag 2022 für ein Viertel des Preises. Und den Rest des Jahres 2021 kostenlos dazu!Einmalige Aktion, gültig bis 23.12.2021. www.alpenverein.at/sportbonus

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Wir freuen uns Dich beim Alpenverein Innsbruck, Meinhardstraße 7, begrüßen zu dürfen. Zentral in Innsbruck gelegen & persönlich für Dich da.

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100 % Alpenverein

Le Dernier Refuge

* Aktion ausschließlich für Neumitglieder (seit 1.1.2021 kein Mitglied des Österreichischen Alpenvereins). Gilt für den Mitgliedsbeitrag. Etwaige Zuschläge und Gebühren sind von der gegenständlichen Förderung ausgenommen. Aktion gültig von 1.9.2021 bis 23.12.2021. Bedingungen unter www.alpenverein.at/sportbonus

nur 25 % * zahlen


PROGRAMM

AUSSTELLUNG

BIS 6. NOVEMBER I M D E S I G N -Z I R KUS

„CIRCUS: CONTEXT IS THE MAGIC WORD“ IM WEI SRAUM

Die Herbstausstellung im WEI SRAUM zeigt Arbeiten des Tiroler Gestaltungsbüros CIRCUS, das sich seit über 25 Jahren in seinen Kampagnen und Entwürfen kritisch-ironisch mit Land und Leuten auseinandersetzt und dafür heuer mit dem Arthur-Zelger-Preis für gute Gestaltung ausgezeichnet wurde.

KUNST

28. BIS 31. OKTOBER NEUER AUFTRITT für den Tiroler Möbeltischler Hussl vom Umlberg

FÜ R KU N STLI E B HAB E R ART INNSBRUCK IN DER OLYMPIAWORLD

EIN „ERDAPFE L" IM WORTSINN: Sujet für das Integrationsreferat des Landes Tirol

Wir sind das Bier,

FILM

Widerstand ist zwecklos!

19. BIS 22. OKTOBER

facebook.com/JollyInnsbruck

NATU R AU F D E R LE I NWA N D

20. INNSBRUCK NATURE FILM FESTIVAL IM METROPOL

Als Herzstück des International Nature Festivals zeigt das Innsbruck Nature Film Festival rund 50 internationale Filmneuheiten zu den Themen Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit: kurz oder lang, als Dokumentation oder Story, nachdenklich, sachlich, schockierend, faszinierend oder auch einfach nur schön. 70

© FRED EINKEMMER, GREGOR SAILER, VERONIKA ABIGAIL BERLINGER, FUX JÜRGEN/MARIA MAGDALENA, NAKAMURA TOMOTSUGU, HUMANITY'S IMPACT

Der inhaltliche Schwerpunkt der ART Innsbruck liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst des 19.–21. Jahrhunderts. Galerien und Kunsthändler aus verschiedenen Nationen zeigen neben Gemälden und Papierarbeiten auch Originalgrafiken, Skulpturen, Fotografien und digitale Medien. Highlight der 25. Messe-Ausgabe: Die Präsentation von 50 zum Teil noch nie veröffentlichten Hundertwasser-Werken.


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„SPA“ VON VERONIKA ABIGAIL BERINGER IN DER GALERIE PLATTFORM 6020

Für jedeanbei! etwaslida .a t /g u ts c h e in

In ihrer Ausstellung beschäftigt sich die Tiroler Künstlerin Veronika Abigail Beringer mit der Göttin Venus Cloacina, die von den Römern als Göttin der Reinheit, Sauberkeit und Schönheit verehrt wurde – und gleichzeitig die Göttin des Abwasserkanals ist. Mit Ölmalerei, Textilarbeiten und Keramikobjekten spürt die Künstlerin diesem Widerspruch nach.

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VORTRAG/GESPRÄCH

11. OKTOBER 19 UHR

O N LI N E -AG G R E S S I O N INGRID BRODNIG: ÜBER HASS IM NETZ IN DER STADTBIBLIOTHEK INNSBRUCK

Im Gespräch mit PULS4-Anchorwoman Alexandra Wachter gibt Digitalexpertin Ingrid Brodnig Einblicke in psychologische und technologische Aspekte von Beleidigung und Desinformation im Netz und zeigt, wie man als Einzelperson damit umgehen kann.

INSTALLATION, PERFORMANCE

14. OKTOBER 18 UHR

29. OKTOBER 20 UHR

G E M E I N SAM E I N Z I GARTI G VORBRENNER: WHEN I AM YOU AND YOU ARE WE IM BRUX

MU LTITA LE NT AU F SO LO PFA D E N MIRA LU KOVACS IM STROMBOLI

Mit „What Else Can Break“ hat die Ausnahmekünstlerin Mira Lu Kovacs (Schmieds Puls, 5K HD, My Ugly Clementine) im Frühjahr ihr erstes Album unter eigenem Namen veröffentlicht, das auf ein paar Akkorde und die Wahrheit baut und im „Corona-BedroomStudio“ eingesungen wurde – und jetzt auch live seine Magie entfalten kann.

D L R O W A I P OLYM INNSBRUCK 1 2 0 2 T K O 1 3 – 8 2 Y L I A D H C I L G Ä T 11.00 – 19.00 SA 11.00 – 20.00

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Das Projekt von Anna Pompermaier und Stefan Maier ist eine Extended-RealityInstallation, in der das Publikum selbst Teil einer kollektiven Performance wird und zu einer Sinneseinheit verschmilzt. Welche Begegnungen finden statt, wenn wir unseren engsten und intimsten Raum teilen, den wir kennen: unseren eigenen Körper?

© HANNA FASCHING, INGO PERTRAMER, LEONHARD HILZENSAUER/ZSOLNAY, PARK CIRCUS

KONZERT


LITERATUR

7. OKTOBER 19 UHR

P O LITSATI R E

ELIAS HIRSCHL IM LITERATURHAUS AM INN

In Hirschls neuem Roman „Salonfähig“ arbeitet der Ich-Erzähler fleißig vor dem Spiegel an seinem Gang, Lächeln und Auftreten, um mehr wie sein Vorbild, Partiechef Julius Varga, zu werden. So zeichnet Hirschl das wahnwitzige Porträt der Generation Slim Fit: jung, schön, intelligent, reich, oberflächlich und brandgefährlich.

FILM

13. BIS 16. OKTOBER S CH R I LLE S G E N R E KI N O DIAMETRALE NACHTVISIONEN IM LEOKINO

Die Nachtvisionen widmen sich transgressiven filmischen Nischenkategorien: B-Movies, Undergroundfilme, Exploitation-, Trash- und Revengemovies. Unter dem Motto MAD GRRRLS VOL. 2 werden dieses Jahr vier Filme präsentiert, die auf ganz unterschiedliche Weise starke Frauen imaginieren.

UNG & N F F ERÖ N HOUSE OPE 28.10. AM UHR AB 18

OBJETS PERDUS

THINGS OF GREATER SIGNIFICANCE

AB 29.10.2021 FERDINANDEUM / ARTBOX 73

tiroler-landesmuseen.at


Wort & Musik im Oktober

AUSSTELLUNG

20. BIS 29. OKTOBER D E S I G N TR I F FT NACH HALTI G KE IT

20.00 UHR, GROSSER SAAL Liederabend mit Wolfgang Holzmair

LIPA SINGS LORCA 27.10.2021

20.00 UHR, GROSSER SAAL Traditionelle Musik und Jazz nach Federico García Lorca

www.haus-der-musik-innsbruck.at

Die Ausstellung zeigt mit dem Bundespreis ecodesign 2019 und 2020 ausgezeichnete Produkte und Designstücke, bei deren Gestaltung der gesamte Lebenszyklus berücksichtigt wurde. Als Ergänzung finden Workshops, Impulsgespräche und Infoveranstaltungen zum Thema statt.

FILM

21. BIS 23. OKTOBER V I E L STI M M I G KINOVI[SIE]ON IM LEOKINO

An drei Abenden präsentiert kinovi[sie]on im Leokino 100 Jahre Filmgeschichten von Frauen. Am Programm stehen Film und Literatur aus Polen, eine Queer Film Night und ein Stummfilmabend mit Livevertonung von Camhy X.

© MORITZ SCHMIEG (3), ANTJEKROEGER, TIM CAVADINI, MARTINA MORO

DON QUIJOTE 20.10.2021

CIRCULAR DESIGN WEEK IM EHEMALIGEN BAUHAUS


KONZERT

23. OKTOBER 19 UHR

E I N FÜ H L SA M E R I N D I E P O P

HEARTS HEARTS IN DER BÄCKEREI

Drei Jahre lang hat die österreichische Band an ihrem dritten Album „Love Club Members“ gearbeitet, das im März 2021 erschienen ist und einen deutlichen Wandel von den noch nicht wirklich radiotauglichen, mehr im Altrock beheimateten Erstlingswerken hin zu großen Melodien und Gesten bedeutet.

INSTALLATION, PERFORMANCE

BIS 31. OKTOBER BAD E S PA S S D E R AN D E R E N ART

MONAT DES MAKAKEN IM RAPOLDIPARK

Aufbauend auf dem Grundsatz, dass sich der Mensch in einer ständigen Koexistenz mit anderen Organismen befindet, will der Monat des Makaken die Multispeziesgesellschaft in den Raum des Sichtbaren heben: Während in einem eigens erbauten Badehaus heiß gebadet wird, gehen die darin Badenden eine Koexistenz mit Lebewesen ein, die sich außerhalb des menschlichen Blickfeldes bewegen und auf das Badehaus projiziert werden.

HERZLICH WILLKOMMEN BEI TIROLS GRÖSSTEN EVENTS

ALLE EVENTS AUF WWW.OLYMPIAWORLD.AT

28. – 31.10.21 25.– 30.11.21 ART INTERNAT. DAVIS CUP KUNSTMESSE FINALS 2021 OLYMPIAHALLE Der inhaltliche Schwerpunkt der ART Innsbruck liegt auf internationaler Zeitgenössischer Kunst, Klassischer Moderne und Pop Art. Galerien und Kunsthändler aus verschiedensten Nationen präsentieren die Highlights an Gemälden, Originalgraphik und Skulpturen aus ihrem künstlerischen Programm.

OLYMPIAHALLE Österreich startet in Innsbruck gegen Serbien in das Davis Cup Finals 2021. Das österreichische Davis Cup Team trifft in seinem ersten Gruppenspiel im Rahmen der Finals 2021 am Freitag, 26. November 2021, auf Serbien. Am Sonntag, 28. November 2021, kommt es zur Neuauflage des legendären Davis Cup Duells mit Deutschland.

14. – 16.01.22

HOLIDAY ON ICE

OLYMPIAHALLE SUPERNOVA – a journey to the stars: Eine Reise von der Erde zu den Sternen. HOLIDAY ON ICE hebt ab! Die energiegeladene Eisshow SUPERNOVA nimmt sein Publikum in spektakulären Settings mit auf eine Abenteuerreise von der Erde zu den Sternen, entführt die Zuschauer in eine galaktische Welt.


GEIGENVOGEL &

Katzenmusi

C

laudia Unterkofler und Bernhard Costa verbindet nicht nur ihre Liebe zu Italien sowie eine langjährige Freundschaft, sie sind auch beide Geigenbauer mit Leib und Seele. Als „Geigenvogel“ repariert und restauriert Bernhard lädierte Exemplare in seiner Werkstatt im Herzen von Innsbruck. Dabei lässt er sich beim Blick auf das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum und das bunte Treiben auf den Straßen gerne inspirieren. Claudia hingegen liebt den versteckten, ruhigen Innenhof in Dreiheiligen, wo sie in einer kleinen Werkstatt mit viel Geschick Geigen und andere Streichinstrumente für ihre Kunden baut. Ihr liebster Gast und wahre Liebhaberin der gepflegten Streichmusik: Hofkatze Minky.

Streichinstrumente made in Innsbruck. Zu Besuch bei den Instrumentenbauern Claudia Unterkofler und Bernhard Costa. Tex t Fotos

DIE GEIGE UND TIROL. Die Fiedel der mittelalterlichen Minnesänger markiert das erste gestrichene Instrument Europas. Im Laufe des 15. Jahrhunderts entwickelte sich aus dieser Urform langsam die Gamben- und Violenfamilie. Anfang des 16. Jahrhunderts und unter Einfluss der Renaissancezeit war es dann endlich so weit: Die Geige in ihrer heutigen Form war geboren. Bratsche und Cello gesellten sich bald zu dieser illustren Runde.

Linda Pezzei A xel Springer

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FILIGRANE HANDARBEIT Für den G eigenbau kom men damal s wie heute klassische Werkzeuge zum Einsat z.

5 FR AGEN A N CL AUDI A U NTERKOFLER, GEIGENBAUERIN IN INNSBRUCK

handgeschriebenen Zettel beizulegen pflegte. Nach seinem Tod aber gab es keinen Lehrling, der sein Erbe hätte fortführen können. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert überschwemmte eine Flut an „echten“ StainerGeigen Europa: Sächsische Manufakturen legten ihren Geigen einfach die bogenweise nachgedruckten Zettel bei. Bis heute hat sich an deren Form kaum etwas geändert. Man mag es eben klassisch. Und wer hat’s erfunden? Kein Schweizer. Andrea Amati, seines Zeichens Italiener, sollte in Cremona die wohl berühmteste Geigenbauschule der Welt begründen. Dabei handelt es sich weniger um eine Institution als vielmehr um eine Auffassungsart, wie die perfekte Geige zu bauen sei. Weitere bekannte Anhänger sind Guarneri und Stradivari – bis heute die beliebtesten Konzertgeigen weltweit. Ein dritter großartiger Geigenbaumeister des 17. und 18. Jahrhunderts heißt Jakob Stainer. Der gebürtige Absamer war Sohn eines Bergknappen, absolvierte wohl eine Tischlerlehre und ließ sich vermutlich in Venedig zum Geigenbaumeister ausbilden. Er lebte von 1617 bis 1683 und hinterließ der Musikwelt mit seiner Stainer-Geige ein herausragendes Musikinstrument, das bis ins 19. Jahrhundert sogar den virtuosen italienischen Modellen vorgezogen wurde. Die damit begründete „Tiroler Schule“ war ebenso im bayerischen Füssen und Mittenwald heimisch. Das einzige komplette Quintett des Tiroler Geigenbaugenies ist im Ferdinandeum zu sehen, und auch im Dorfmuseum in Absam lässt sich ein Originalinstrument bestaunen. Das ist erwähnenswert, da Stainer seinen Instrumenten einen

1. Spielst du selbst ein Instrument? Geige, seit ich neun Jahre alt bin, und seit meiner Ausbildung die Viola da Gamba, das war Liebe auf den ersten Blick. Früher habe ich mit einem Trio Barockmusik gespielt, mein laufendes Projekt ist ein Duo mit dem SingerSongwriter Daniel Haselwanter. 2. Welche Streichinstrumente fertigst du? Geige, Bratsche, Cello, Gamben, Viola d’amore – nur der Kontrabass ist mir zu groß und ich habe auch nicht den Platz. 3. Mit welchen Kosten müssen deine Kunden rechnen? Je nach Größe dauert die Fertigung 120 bis 150 Stunden. Mit 12.000 Euro muss man da schon kalkulieren. 4. Wer kommt zu dir? Hobbymusiker, Profis, Studenten, aber auch Unis, die Instrumente zum Verleihen anbieten möchten. Meine Kunden kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und aus Norditalien. Da gibt es dann auch Wiederholungstäter oder solche, die gerne verschiedene Bögen möchten.

ITALIEN STICHT BAYERN. Für die Innsbrucker Bernhard und Claudia schien die Ausbildung zum Geigenbauer in Mittenwald also eigentlich 5. F ür wen würdest du am liebsten ein naheliegend. „Zu nahelieInstrument bauen? Das ist mir nicht wichtig, Hauptsache, der- oder gend“, lacht Claudia, „und die diejenige hat Freude an dem Instrument. Das Berge zu hoch.“ Schon mit 16 Strahlen in den Augen bei der Übergabe ist die wusste die talentierte Musischönste Bestätigung für meine Arbeit und, ja, auch mein Sinn meines Leben. kerin, dass sie etwas mit den Händen machen wollte. Das Geigenspiel an sich sollte es nicht sein, aber selbst Geigen zu bauen, das konnte sie sich gut vorstellen. Nach einem Jahr Au-Pair in Mailand war die Liebe zu Italien perfekt. Als ihr Bekannter Bernhard dann von seiner Zeit an der Geigenbauschule in Parma bei Maestro Renato Scrollavezza DIE BEK ANNTESschwärmte, war die Sache klar: Die Weite TEN GEIGENBAUder Poebene sollte Claudias neues ZuhauSCHULEN se für die kommenden neun Jahre werden. Wie Claudia auch, entschied sich • Brescia – Salò, Maggini • Cremona – Amati, Guarneri, Bernhard bewusst gegen eine akademiStradivari sche Laufbahn und für dieses besondere • Tirol – Stainer Handwerk. Als Sohn von Musikern und Enkel eines Bildhauers war ihm der Weg vielleicht schon in die Wiege gelegt. Über einen Bekannten aus Innsbruck kam Bernhard nach Parma, wo er fünf Jahre blieb. Nach seiner Meisterprüfung ließ er sich Anfang der 1980er-Jahre in Holland in der Werkstatt von Willem Bouman 77


DARUM IST DER LACK SO WICHTIG • Schutz vor Schmutz und Witterung • Erhöhen der Klangfähigkeit • Hervorheben der Schönheit des Holzes

in Den Haag in der Restaurierung von Streichinstrumenten fortbilden. Seine Werkstatt „Geigenvogel“ gibt es in Innsbruck nun schon seit knapp 35 Jahren. Auch Claudia schaut immer wieder gerne auf einen Plausch oder Ratschlag unter Kollegen vorbei: „Seit elf Jahren arbeite ich nun wieder in der Heimat, nachdem ich 2009 meine Meisterprüfung abgelegt habe. Gerade die bekannten Gesichter und netten Kollegen machen Innsbruck so lebenswert.“ Und dann gibt es da ja auch noch die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Für Claudia, die einen Kurs für barocken Streichinstrumentenbau in Cremona absolviert hat, immer wieder ein besonderes Highlight.

WERKSTATT UND „ZUTATEN“. Sieht man einmal von Bernhards Sammellust für alte Radios und Claudias unverzichtbarer Espressomaschine ab, könnten die beiden Werkstätten auch gut als Kulisse für den nächsten Historienfilm über den jungen Stradivari dienen. Denn wie damals von den alten Meistern werden auch heute größtenteils noch dieselben Werkzeuge verwendet: Hobelbank, Sägen, große und kleine Hobel, Holzmeißel, Ziehklingen, verschieden große Schnitzmes5 FR AGEN A N BERNH ARD ser und Schablonen sowie Pinsel für die Lackierung. COSTA , GEIGENRE STAU„Ich fertige so gut wie alles R ATOR IN INNSBRUCK von Hand“, erklärt Claudia und 1. Spielst du selbst ein Instrument? gerät dabei ins Schwärmen, Geige, seit ich ein Kind bin, außerdem etwas „beim Geigenbau kann man Cello und Kontrabass ohne Bogen. vieles nicht erklären oder 2. Wie lange dauert es bis zum ersten messen, es ist mehr ein Gefühl, eigenen „perfekten“ Instrument? das man im Blut hat. Holz ist ja Perfekt ist das wohl nie, aber die Ausbildungsdauer von fünf Jahren kommt schon nie perfekt oder gleich. Durch gut hin. Danach versucht man natürlich das Abtasten und die sinnliche immer weiter, das eigene Können zu perfekWahrnehmung lässt es sich aber tionieren. sehr gut verstehen.“ Ein aus3. Jedes Instrument ist ein Unikat – was schlaggebender Grund, warum bedeutet das für deinen Beruf? die computergesteuerte MassenDass da verschiedene Persönlichkeiten in produktion von Geigen schlicht meine Werkstatt kommen, das macht die nicht funktionieren kann. Selbst Faszination an meinem Schaffen aus. Auch wenn die Geigen alle ähnlich sind, so ist doch keine gleich. Alles ist Maßarbeit. 4. Wer kommt zu dir? Ich bezeichne mich gerne als Geigenbauer für alle. Meine Kunden kommen aus Tirol und Südtirol: Orchestermusiker, Amateure, Studenten und auch Kinder. Die brauchen dann oft eine Leihgeige.

Holzstücke vom selben Stamm variieren in Dichte und Gewicht und das wirkt sich wiederum auf den Klang aus. Geigenbau ist also Handarbeit und für den Geigenbau kommen – wie zu Amatis Zeiten – vornehmlich Naturprodukte zum Einsatz. Deren Reinheit hatte schon damals beträchtlichen Einfluss auf den Klang und die Alterung der Instrumente. Das macht die Rohstoffbeschaffung in Zeiten des Klimawandels und der Umweltverschmutzung wahrlich nicht leichter. Mikropartikel aus Luft und Wasser dringen in das Holz ein und bleiben beim Trocknungsprozess zurück. Solch negative Einflüsse können später nicht mehr korrigiert werden. Auch die Lacke bestehen aus Naturfarben, die Lösungsmittel sind natürliche ätherische Öle und die sogenannten Porenfüller bestehen aus Propolis, einem Produkt der Bienen. Gerade bei den Lacken sind die Geigenbauer sehr penibel: Beinahe jeder und jede setzt auf eine eigene Mischung. Die Qualität der altitalienischen, sogenannten klassischen Lacke bleibt bis heute aber unerreicht – dafür trocknen sie jetzt schneller. HEIMISCHE PFLANZEN. Beim Holz eignen sich Fichte (aus dem Alpenraum und einer Höhenlage von etwa 1.000 Metern) und Ahorn (aus Bosnien), Palisander und Ebenholz besonders gut. Claudia verzichtet auf das afrikanische Holz der Dattelpflaume und setzt lieber auf nicht geschützte, heimische Pflanzen,

AB AUF DEN OP-TISCH Bernhard Costa hat bisher noch alle seine Patienten wieder f it bekommen.

5. Was war dein bisher kniffligster Fall? Die Restaurierung einer Geissenhof-Geige. Die hatte an der Decke mehrere Risse nebeneinander, das war eine große Herausforderung, hat aber am Ende gut geklappt. 78


wie den Buchsbaum: „Alle zwei Jahre fahre ich zu den Tonholzhändlern meines Vertrauens nach Mittenwald und Vorarlberg und decke mich mit ausreichend Material ein. Manchmal begleitet mich ein Auftraggeber, um das gewünschte Holzstück selbst auszuwählen.“ Auch der Bogenbau ist eine Kunst für sich. Die Bogenteile (Bogenstangen, Bogenfrösche, Bogenbeinchen) werden aus verschiedenen Bogenhölzern, Knochen- und Hornwerkstoffen sowie Perlmutt gefertigt, zusammengefügt und anschließend mit Rosshaar bespannt. Mit dem natürlichen Harz Kolophonium eingerieben, entlockt der Bogen dem Streichinstrument herrliche Klänge – Talent und Übung vorausgesetzt, sonst klingt’s eher grauenvoll. Claudia und Bernhard jedenfalls sind froh, dass sie nicht wie die alten Geigenbauer ewig umherreisen müssen, um ihre Instrumente anzupreisen. Zum Glück finden die Kunden den Weg von selbst zu ihnen. Und wenn es in Innsbruck doch einmal zu eng werden sollte, dann wartet die Weite der italienischen Künstlerseele nur eine kurze Reise über den Brenner entfernt. „Mittlerweile habe ich mit den Bergen meinen Frieden geschlossen“, lacht Claudia, „nur die Nordkette und ich – das wird nichts mehr.“ Da darf es dann schon lieber ein kurzer Abstecher ins italienische Lieblingsbeisel sein, wo es ein Glas Wein und ein Abendessen um einen Euro gibt …

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Vier am Rande des Nervenzusammenbruchs

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© 2020 ZENTROPA ENTERTAINMENTS3 APS & ZENTROPA SWEDEN AB

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„Riders of Justice“ bringt skandinavisches Erzählkino at its best: Der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen beschreibt existenzielle Familienabgründe mit staubtrockenem Humor und wird dabei von einem herausragenden Schauspielerensemble rund um Mads Mikkelsen unterstützt.

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er Offizier Markus (Mads Mikkelsen) ist vom Pech verfolgt. Gerade noch hat man ihm mitgeteilt, dass sein militärischer Auslandseinsatz über Weihnachten hinaus verlängert wird, da erreicht ihn schon die nächste Hiobsbotschaft: Seine Frau ist bei einem U-Bahn-Unglück in Dänemark ums Leben gekommen. Markus kehrt in sein Heimatland zurück, muss sich dort aber nicht nur mit den eigenen, für einen hartgesottenen Soldaten recht unbequemen Trauergefühlen herumschlagen, sondern auch mit seiner neuen Rolle als Erziehungsberechtigter einer pubertierenden Tochter. WAHNWITZIG Das alles ließe sich mit einigen Dosen Bier und zig Zigaretten täglich gerade noch

bewältigen. Eines Tages tauchen jedoch drei illustre Vögel vor Markus' Tür auf: der Mathematiker Otto (Nikolaj Lie Kaas), Überlebender des U-Bahn-Unglücks, sein verhaltenskreativer Kollege Lennart (Lars Brygmann) und der nicht minder auffällige Hacker Emmenthaler (Nicolas Bro). Allesamt sind sie dem Nervenzusammenbruch weit näher als der geistigen Gesundheit. Als Triumvirat eines sich ankündigenden Wahnsinns überzeugen sie Markus, dass mit dem UBahn-Unglück was nicht stimmen könne, zu gering sei die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Unfalls, zu stringent die Hinweise, die für einen Anschlag sprächen. Im Zentrum ihrer wahnwitzigen Beweiskette: die Rockergang „Riders of Justice“.

Unabhängig davon, wie unwahrscheinlich diese Theorie für nüchtern denkende Menschen auch klingen mag: Sie transformiert den Offizier Markus vom versagenden Familienvater hin zum äußerst erfolgreichen Racheengel. Als solcher dezimiert er nicht nur die Anzahl der lebenden Gangmitglieder im Rekordtempo, er versetzt auch seine Tochter in Angst und Schrecken. Und während Otto, Lennart und Emmenthaler versuchen, ohne tieferes Verständnis für Normalität genau diese zu bewahren, driftet Markus immer weiter ab in Richtung wahnwitzigen Showdown. TIEFGRÜNDIGER HUMOR Mit „Riders of Justice“ zielt Regisseur Anders Thomas Jensen (Adams Äpfel) direkt auf den Magen seines Publikums.

Riders of Justice / Helden der Wahrscheinlichkeit Schwarze Komödie, Dänemark 2020, 116 Minuten Regie: Anders Thomas Jensen mit: Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas

Dass er diesen verfehlt und mit seiner bitterbösen Version eines skandinavischen Erzählkinos stattdessen subtile Hiebe auf die Lachmuskeln seiner Zuseher verteilt, ist angesichts der wenig erheiternden Thematik „Tod, menschliches Versagen und Trauer“ ein kleines Wunder. Eines, das nur gelingen kann, wenn der Regisseur ein herausragendes Schauspielerensemble zur Verfügung hat, zudem in der Lage ist, zwischen Klamauk und tiefgründigem Humor zu unterscheiden und schließlich weiß, wo sogar Letzterer kurz pausieren muss. All das ist hier gegeben. K ritik: K l aus Erler

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D I E F RAG EN 1

Nicht mehr dabei: So fühlt sich Kicker nach roter Karte

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Autoanzeigetafel nach buchstäblich verrückter Rabenmutterart

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Durchaus ein Exempel, dass du es als Tom aus Österreich an die Tennisspitze schaffen kannst

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Die Nachkömmlinge kamen erst später in die Hymne nach

4

Kleiner Speisepilz? Wurde als Omajausenbringerin zwischenzeitlich zur Wolfsmahlzeit

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Es kommt mir derart komisch vor, wenn es spukt

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Als Rätsel knifflig, als Schlag schmerzhaft

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Aufforderung an Feuerwehrler (?) macht die Impfung stichhaltig

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Der verrückte Erpel findet sich verkehrt (!) betrachtet in manchen Muscheln wieder

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So fühlt er sich in Rom angesprochen

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So verdreht sich der durchmischte Chinamop zum Sieger

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Besonders an Straßentreffpunkten signalgebend

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Mit er in Kärnten ge-See-n: Seufzer in Richtung des ehemaligen DDR-Bürgers?

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Leidenschaft des Gamblers

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E-rweiterte Extremität als Streitkraft

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Klingt nach ehemaligem Bambusbär: Hält dich auseinandergezogen fit

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Hl. Bienen (?) bringen in großen Schwärmen Wahlerfolge

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Auf diese Weise kannst du Geschriebenes entziffern

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Lässt durchatmen: Elementar gesehen passend zu Feuern, Wässern und Erden

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Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.

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HERBSTMESSE Gelesen von Pater Johannes von Johannes F. Park

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eider werden heute keine Alpenrundflüge Ja, ja, langsam geht die ganze Scheiße zu Ende. Die mehr verschenkt. Man packte dafür Jubilare Menschheit hat eigens die Melancholie erfunden, um in einmotorige Flugzeuge und schickte sie zur diese wunderbare Jahreszeit angemessen erleben zu Erbauung in die Lüfte. Ob Absturzerwägunkönnen. Und das Basteln als Beschäftigungstherapie. gen in der Hoffnung auf vorzeitigen VermögenszuWahrscheinlich gibt es sogar Tabletten gegen Herbst. griff eine Rolle spielten, weiß ich nicht. Doch er hat auch seine unbeschwerten Seiten. Nachdem wir uns Der solcher Art Beschenkte jedenfalls monatelang mit fruchtig-spritzigen genoss den unvertrauten Ausblick. Weil Leute ab einem gewissen ES GI BT SOGAR Weißweinen wegveltlinert haben, ist jetzt die Zeit für mächtige Rote jenAlter machen das: den Ausblick TAB LETTE N seits der 15 Volumprozent gekommen. genießen. Man muss sagen: Ich für meinen GE GE N H E RBST. Wer möchte, stellt sich auch schon die ersten Tassen Tee mit Rum rein! Dicke Teil komme nun langsam in diesen Saucen und bis kurz vor dem Zerfall Lebensabschnitt. Immer öfter sitze ich geschmorte Braten verdrängen die nur blöd herum und schaue Bäumen leichte Sommerkost, die ja mehr Diät für Herzkranke bei der Erwerbsarbeit zu. Manchmal sorgt der Wind ist als ernsthafte Küche. Solange man nicht in eine für etwas Unruhe. Oder ein Eichhörnchen betritt die Kürbisvergiftung stolpert, ist der Herbst der reine Bühne. Da bin ich dann richtig aufgeregt. Genuss. Wenn ich ein schönes, einer kleinen Anhöhe zu Und dann herrscht da noch diese außergewöhnverdankendes Panorama vor mir habe, suche ich die liche Stimmung. Im Morgennebel hinter jeder Kurve Gegend nicht mehr nach Gelegenheiten ab, wo man ein Einfamilienhaus oder eine Industrieanlage errich- des beraureiften Forstweges einen Prostituiertenmörder vermuten und dann erleichtert sein, weil man ten könnte. ja a) gar keine Prostituierte ist und da b) zum Glück Ich denke mir nur: Also leck mich am Arsch, da auch überhaupt niemand mordet, begeistert mich genießt du doch jetzt einfach mal den Ausblick. einfach immer wieder aufs Neue. Besonders gut geht das im Herbst. Weil Herbst ist Apropos einfach und begeistern. Es ist ganz Landschaft pur. leicht, meinen wöchentlichen Newsletter zur Stim Die Farben, das Licht, der … ähm … der … der – mungsaufhellung zu abonnieren. Wenn Sie das jetzt ausgerechnet jetzt fällt mir kein drittes Argument gleich auf newsletter.jf-park.com tun, bin ich begeisein! Das ist schade, aber egal. Wir sterben sowieso tert. Und Sie hoffentlich später. alle. Das ist er nämlich auch, der Herbst: die farbenfrojfpark@6020stadtmagazin.at he Ankündigung von Tod und Verfall. Herbst heißt:

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