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Retourenadresse: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck | Österreichische Post AG PZ13Z039759P

JÄNNER 2021 | AUSGABE 254

20. JAHRGANG

Ein Blick zurück auf 2020 – und hinter die Masken.


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be raten


Editorial

Über „Die unendliche Geschichte“ Michael Steinlechner

A

ls Michael Ende im Jahr 1979 das Buch „Die unendliche Geschichte“ veröffentlichte, konnte er natürlich nicht ahnen, dass der Titel seines Kultromans auch noch 41 Jahre später für allerlei Vergleiche herhalten muss. Für 2020 zum Beispiel: Wenngleich viele froh sind, dass dieses Jahr quasi hinter uns liegt, wissen wir doch insgeheim, dass das kommende nur bescheidene Besserungen bringen dürfte. Noch immer ist die Sorge um den Kollaps des Gesundheitssystems groß. Trotzdem lockert Österreich seine Maßnahmen, während unsere Nachbarn sie verschärfen. Nur echte Optimisten können deshalb glauben, dass die Gastronomie im Jänner wieder wie gewohnt aufsperren wird. Und nur echte Zweckoptimisten träumen von einer späten, aber normalen Wintersaison. Zu allem Überdruss: Konnte man sich vor zwei Monaten nie im Leben einen zweiten Lockdown vorstellen, mutet ein dritter oder gar vierter inzwischen durchaus realistisch an. Die Freude über die Impfung scheint zwar bei den Regierungen groß, auf die Bevölkerung ist der Funke aber noch nicht ganz übergesprungen. Ähnlich wie bei den Massentests überwiegt die Skepsis – an den Maßnahmen im Allgemeinen und an der Kompetenz und Expertise der Regierungen im Speziellen. Generell macht es den Eindruck, als hätte die Menschheit die Schnauze voll. Natürlich möchte niemand krank werden oder gar einen Liebsten verlieren, trotzdem hält sich die Bereitschaft zum Verzicht in überschaubaren Grenzen. Der Mensch an sich ist viel zu egoistisch, um aus Solidarität gegenüber Schwächeren sein Leben zu verändern oder gar dramatisch einzuschränken. Für diese Erkenntnis braucht es allerdings kein Corona, sondern nur einen klaren Blick auf die Welt im 21. Jahrhundert. Täglich sterben pro Tag rund 24.000 Menschen an Hunger, obwohl es – richtig verteilt – genug Essen für alle gäbe. Das sind übrigens knapp neun Millionen Menschen in einem Jahr. Nur wenige kümmert dieser Umstand, noch weniger sehen es als ihre Aufgabe an, für eine gerechtere Verteilung zu sorgen. Dieses Jahr werden knapp 1,8 Millionen Menschen an oder mit Corona sterben – ziemlich genau ein Fünftel der Hungerstoten. Doch nicht nur die Menge macht den Unterschied. Corona ist eine Pandemie – im historischen Vergleich übrigens eine eher unspektakuläre –, die vor allem bei Alten und Kranken zu schlimmen Folgen führen kann. Hunger, hingegen, trifft besonders Arme und Kinder. Hunger ist ein Versagen der reichen Länder, das sich kostengünstiger und einfacher beheben ließe als eine Pandemie – läge es nicht außerhalb unseres Blickfeldes. Das Virus aber wütet mitten in unserem kleinen Erste-Welt-Paradies und erhält deshalb auch ungleich mehr Aufmerksamkeit. So kann Corona also durchaus auch als Bedrohung für ein verwöhntes Volk verstanden werden, das die großen Probleme der Erde bislang geflissentlich ignoriert hat. Oder wie Wikipedia Michael Endes Klassiker beschreibt: „Die Geschichte spielt in Phantásien, das durch das ‚Nichts‘ zerstört wird.“ m.steinlechner@6020stadtmagazin.at

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Wie Weihnachten im Innsbrucker Zieglstadl begangen wird. Falls es begangen wird. Wir sind wahrscheinlich alle froh, dass dieses jahrgewordene Problem namens 2020 endlich ein Ende hat. Ein Blick zurück – und hinter die Maske.

Seite 28

Seite 10 Seite 32

Wenige kennen Innsbruck so gut wie der ehemalige Journalist und Taxler Gernot Zimmermann. Ein Gespräch über seinen liebsten Beobachtungsgegenstand.

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Die best en Events a uf einen Bli ck. Seite 60

Die besten Fahrradgadgets für den Winter. Seite 36

Über ein Kunstprojekt in Coronazeiten. Seite 54

IMPRESSUM Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH Chefredaktion: Matthias Krapf Grafik: Alina Klampfer, Lisa Untermarzoner, Thomas Bucher, Marco Lösch Illustration: Monika Cichoń Redaktion: Christiane Fasching, Matthias Krapf, Johannes F. Park, Haris Kovacevic, Denise Neher, Melina Mitternöckler, Simon Leitner, Klaus Erler, Lisa Schwarzenauer, Flo Seidl, Benjamin Stolz, Verena Zankl (Lektorat) Fotos: Franz Oss, Axel Springer Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/58 6020 E-Mail: redaktion@­6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Andreas Eisendle, Matthias Krapf, Michael Steinlechner Druck: Intergraphik GmbH, Innsbruck Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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I M B I LD

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Bis zum Frühjahr ist Hötting Innsbrucks Künstlerviertel. Die BZW. Wohnbau GmbH hat in der Hinterwaldnerstraße ein Haus erworben. Bis es abgerissen wird, steht es den Künstlern Kata Hinterlechner, Bosko Gastager (beide im Bild), Andrea Lüth und Matthias Krinzinger als kostenloses Atelier zur Verfügung, um monatelangen Leerstand zu vermeiden sowie Kunst aus den „heiligen Hallen“ in den unmittelbaren Lebensbereich zu bringen. Entstehen soll ein Kunst-am-Bau-Konzept für ein an diesem Standort geplantes Wohnhaus unter dem Motto „EIN.KLANG“.

F R E I E S AT E L I E R

© FRANZ OSS


DEZEMBER

8 DINGE, DIE 2021 NICHT BRAUCHT

1. 2.

MÖBELHAUSERÖFFNUNGEN

8.

U N D JA :

CORONA

DONALD TRUMP

7.

3.

CA N C E L C U LT U R E

GASTRO-

STERBEN

WITZE ÜBER VEGANER

4.

5.

P ROGNOSEN WOZU AUCH IMMER

INNSBRUCKER WOHNR AUM

A L S S P E K U L AT I O N S O B J E K T

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© ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

6.


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Wir sind wahrscheinlich alle froh, dass sich dieses jahrgewordene Problem namens 2020 endlich seinem Ende zuneigt. Spannung, Angst und Frust der Menschen wurden von Masken bedeckt. Ein Blick zurück lohnt sich allemal – und einer hinter die Masken sowieso. Text: Christiane Fasching, Haris Kovacevic – Fotos: Franz Oss Illustrationen: Monika Cichoń

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Feber

Stimmungskurve

Weihnachtsspeck an den Hüften, ein Fitnessstudio-Abo in der Tasche und viele weitere ambitionierte Vorsätze: 2020 fing an wie jedes andere Jahr auch.

25. Februar Vorsätze für 2020 • Viel reisen • Öfter die Oma besuchen • Tanzkurs machen • Mehr Sport • Weniger Netflix • Abnehmen • Positiv bleiben 11

Und die WHO am 4. Jänner so: Da ist gerade was in China los: In Wuhan häufen sich Fälle einer eigenartigen Lungenerkrankung.

In Innsbruck werden die ersten beiden Coronafälle bekannt.

Zum ersten Mal … bei Corona nicht an ein mexikanisches Leichtbier gedacht.

Zum letzten Mal … geknutscht, ohne an das Wort Aerosole zu denken.


Mädchen für alles Marz

5. März

Island erklärt Ischgl zum Risikogebiet.

7. März Der Barkeeper vom „Kitzloch“ wird positiv auf Corona getestet.

13. März Lockdown-Ankündigung: Hamsterkäufe beginnen. Kämpfe um Klopapier häufen sich, Germ wird zum Must-have, für Alkohol gibt es immer einen Grund.

Melanie Steden, berufstätige Mutter Melanie Steden ging mit einem guten Gefühl ins Jahr 2020. Die Berufsschullehrerin und Mutter dreier Kinder wollte in ihrem Job Stunden aufstocken, freute sich auf die Begegnung mit ihren Schülern und eine zusätzliche pädagogische Ausbildung. „Ich bin ein strukturierter Mensch, doch mit Beginn der Coronakrise war an Struktur nicht mehr zu denken“, sagt die 45-Jährige, die ab März ihre Schüler nur mehr aus der Distanz sehen konnte. Dafür musste sie vom Home-Office aus für ihre Kids nicht nur Mutter, sondern auch Schulassistentin, Spielpartnerin und Krisenkapitänin sein. „Mein Mann ist Polier. Der ging zwei Wochen

„Ich war überrascht, dass in der Krise mehr Egoismus als Solidarität zu spüren war.“ nach dem ersten Lockdown wieder arbeiten. Ich hab ihn richtig darum beneidet.“ Der Umgang mit dem „Nichtplanbaren, mit diesen ständigen Vielleichts“ war für sie die größte Herausforderung. Brachte die Krise auch etwas Positives? „Ja. Ich habe gelernt, meine Erwartungen und Ansprüche an mich selbst herunterzuschrauben.“

16. März

Start des Lockdowns! Das Haus darf nur mehr verlassen werden, um zu arbeiten, einzukaufen, anderen zu helfen oder spazieren zu gehen. To-dos: • Vorsätze überdenken • Balkonkonzert organisieren • Drei Onlineworkouts pro Tag einplanen • Zoomen statt kuscheln

Stufe 1

17. März Der Tiroler Gesundheits­ landesrat Bernhard Tilg sagt in der ZiB 2:

„Die Behörden haben alles richtig gemacht.“

18. März Tirol stellt alle Gemeinden unter Quarantäne.

Zum ersten Mal …

der Corona-­ gefühlsskala:

Zum letzten Mal …

die Größe eines Babyelefanten gegoogelt.

Leugnen

jemandem die Hand geschüttelt.

über die Definition von Gemeindegrenzen nachgedacht.

oder wie Mark Forster sagen würde:

gedacht, dass bald alles wieder gut wird.

„Egal was kommt, es wird gut sowieso.“

Klopapier ohne Scham gekauft.

probiert, Sauerteig anzusetzen.


Zum ersten Mal … darüber nachgedacht, was man sich im Baumarkt kaufen könnte.

he ittlic n h c hs Durc fsliste: u Einka

überlegt, sich selbst die Haare zu schneiden.

r p a p ie el n • Klo Semm m • Ger ackbare letten b b • Auf min- C-Ta • Vita eln • Nud apier p • Klo ilch • H- M apier p • Klo

alles in der Wohnung umgestellt, damit das Bücherregal bei der Zoom-Konferenz im Hintergrund ist. Hautschicht vom Handrücken kaputtgewaschen.

30. April

April

6. April

14. April

Maskenpflicht in Drogerie- und Supermärkten.

Maskenpflicht in Öffis.

Ausgangsbeschränkungen laufen aus.

Hinter der Uniform Ramona Gadner, Polizistin Als Ramona Gadner Ende 2019 zum ersten Mal Mama einer kleinen Tochter wurde, stellte sie sich alleine deshalb schon auf ein ungewöhnliches Jahr ein. „Dass es aber so fordernd wird, hätte ich mir nie gedacht“, sagt die Polizistin aus Neu-Arzl heute. „Einerseits entschleunigte alles, was gar nicht so schlecht war“, aber andererseits durfte sie auf einmal Freunde und Familie nicht mehr treffen, was für die gesellige Innsbruckerin eine große Herausforderung darstellte. Gerade deshalb sei es ein Jahr, in dem sie viel lernen konnte. Und nicht nur das: Bei ihrer Arbeit, in der sie auch die Einhaltung der Maßnahmen

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kontrollieren musste, sei sie stets auf verständnisvolle Menschen gestoßen, die mit sich reden ließen. „Angesichts der

„Es entschleunigte alles, was gar nicht so schlecht war.“ teilweise schweren Schicksale, die viele erleiden mussten, ist das für mich keineswegs selbstverständlich.“ Sie hofft, dass 2021 ein Stückchen alte Normalität mit sich bringt. Das Reisen zum Beispiel fehle ihr sehr – vor allem jetzt, wo sie einer kleinen Tochter eigentlich die Welt zeigen möchte.


Mai

2. Mai

18. Mai

Größere Geschäfte und Friseure sperren wieder auf.

Schulen machen auf.

29. Mai

15. Mai Gastronomie öffnet wieder, nur nicht die Nachtclubs.

Kinos, Hotels, Freibäder und Fitnessstudios öffnen.

Von Frust und Chancen Fred Lordick, Betreiber des Dachsbau Nachdem Fred ein eher durchwachsenes 2019 hinter sich gebracht hatte, war er mehr als nur froh, 2020 begrüßen zu dürfen: Privat war er die Klage seines ehemaligen Vermieters los, sein Club sollte endlich richtig anlaufen. „Und dann kam die Pandemie“, erzählt der Betreiber des Dachsbaus.

„Ungewöhnlich, überraschend, aber auch spannend war das Jahr.“ „Ungewöhnlich, überraschend, aber auch spannend“, so würde Fred das Jahr beschreiben, aus dem er viel mitnehmen wird, wie er sagt. „Nicht zuletzt

deswegen, weil aus dem anfänglichen Frust Projekte entstanden sind, die sich auch nach der Krise halten werden“, sagt er. So soll DachsbauTV weiterleben: ein Onlinekanal, auf dem seit Mai Musikstreams, Late-Night-Shows, Kochshows und Skateboardcontests gezeigt werden. Anderes darf nach der Krise ruhig etwas kürzertreten, meint Fred: So freut er sich, wenn er das Skateboard in die Ecke stellen und sein Snowboard wieder auf die Piste schwingen darf. Und besoffene Idioten, die Stress machen, sollen sich nach der Krise auch besinnen, was sie an einem Nachtkulturbetrieb wie dem Dachsbau eigentlich so haben.

Stufe 2

Zum ersten Mal …

Verhandeln

fast gerührt ein Schnitzel bestellt.

der Corona-­ gefühlsskala:

nett zum grantigen Opa von nebenan gewesen.

oder um mit Bon Jovi zu sprechen:

zusammengezuckt, weil sich Menschen im Film zu nahe kommen.

„I just wanna live while I’m alive.“ 14


Daniel Loner, Notfallsanitäter

Liebe in Zeiten der Pandemie

Juni 4. Juni

Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler bezeichnet WWF-Aktivistin Marianne Götsch als „widerwärtiges Luder“. Meint das aber nicht böse.

15. Juni Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wird größtenteils aufgehoben, mit dem Hinweis des Bundeskanzlers, dass man die Masken nicht wegwerfen solle.

Wie vielen Menschen Daniel Loner im Laufe der letzten Monate Stäbchen in Rachen und Nase gesteckt hat, weiß der Notfallsanitäter gar nicht so genau. „Das werden schon einige tausend gewesen sein“, schätzt der Gruppenkommandant der Covid-19-Screeningstraße bei der Olympiaworld. Woran er sich aber genau erinnert, sind die Reaktionen, die ihm dabei entgegenschlugen. „Die Leute waren total nett und extrem dankbar. Selbst wenn sie zwei Stunden warten mussten, gab es so gut wie nie ein böses Wort. Das hat mir viel Kraft gegeben“, sagt der 31-Jährige, der beruflich bedingt an Krisen gewöhnt ist. Doch die Pandemie hat auch

ihn an seine Grenzen gebracht. Heftige Dienste nicht mehr mit Kollegen besprechen zu können, fiel ihm genauso schwer wie der geforderte Abstand zu Familie und Freunden. Doch der

„Die letzten Monate haben mir gezeigt, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein.“ Ausnahmezustand zog auch Nähe nach sich, wie Daniel verrät. „Ich bin nach dem ersten Lockdown mit meinem Freund zusammengezogen. Und wir sind immer noch glücklich. Trotz zweitem Lockdown.“

Zum ersten Mal … über die semantische Bedeutung von „Luder“ diskutiert. das Gefühl gehabt, in einer Maskenball-Endlosschleife festzustecken.

Juli

22. Juli Der Verfassungsgerichtshof erklärt einige der Coronaregeln für verfassungswidrig.

Zum ersten Mal …

24. Juli Die Maskenpflicht in Supermärkten, Bank- und Postfilialen wird wieder eingeführt – gut, dass die Masken nicht weggeschmissen wurden.

mit Freunden via Zoom gesoffen.

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Mit Solidarität

geimpft

t s u g u A

Norbert Pleifer, Treibhaus-Chef Auch ein Stehaufmann muss sich mal hinsetzen. Doch lange bleibt Norbert Pleifer nicht an der verwaisten Treibhaus-Bar hocken. Der zweite Lockdown sorgt bei ihm zwar für Tristesse, ans Aufgeben denkt er aber nicht. „Es wäre ja nicht das erste Mal, dass wir uns heuer neu erfinden müssen“, sagt der Kultur-Zampano, der seine Winterspiele coronabedingt auf die lange Bank schieben musste. Das Open-Air-Kino im August wollte er gleich ganz absagen, bis ihm die Idee kam, statt Kinoreihen Tischchen mit gebotenem Sicherheitsabstand aufzustellen. „Ich war gezwungen, neue Wege zu gehen. Das hat mir getaugt“, gesteht der Umdenker, der das „Kino unter

17. August

Sternen“ auch in der PostCoronaära wie im Ausnahmesommer weiterführen will. Dem Virus ist er auf gewisse Weise dankbar. Warum? „Weil ich gemerkt hab, wie wichtig den Leuten das Treibhaus ist: Wir sind mit Solidarität

„Es hat mir sogar getaugt, dazu gezwungen zu sein, umzudenken.“ durchgeimpft.“ Schönreden will er die Krise aber nicht. Denn „die ganzen hetzigen, liebenswerten, depperten G’stalten meiner Alltagstapete“ fehlen ihm gewaltig.

Zum ersten Mal …

Österreich verhängt eine Reisewarnung für Kroatien.

mit schlechtem Gewissen auf Urlaub gefahren.

22. August Großbritannien und Norwegen schicken Reiserückkehrer aus Österreich in Quarantäne.

keine Angeber-Strandfotos auf Instagram gepostet. sich informiert, wo man sich freiwillig testen lassen kann. froh über ein negatives Testergebnis gewesen.

28. August Bundeskanzler Sebastian Kurz sieht „schön langsam Licht am Ende des Tunnels“.

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Mit Abstand die beste Wahl.

föger

©

September

Genieße dein Dahoamgefühl.

4. September Die Coronaampel wird in Betrieb genommen.

24. September Landeshauptmann Günther Platter sagt zur Causa Ischgl: „Es tut mir sehr, sehr leid.“

25. September In Tirol wird die Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegt.

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David Herzleier, Maturant Die Schule als Sehnsuchtsort? Vor einem Jahr hätte David Herzleier über dieses Gedankenbild noch geschmunzelt. Doch seit Home-Schooling

„Am schlimmsten ist dieses ständige Warten auf neue Regeln.“ auf dem Stundenplan steht, wünscht er sich die alte Bildungsnormalität herbei. „Im ersten Lockdown hat an der Schule das Chaos regiert“, denkt der Maturant an die Flut an Arbeitsaufträgen und das Durcheinander zurück, das sich mittlerweile verflüchtigt hat.

Trotzdem schmerzt es den 18-Jährigen, dass sein letztes Schuljahr von sozialer Distanz geprägt ist. „Mir fehlt der Austausch mit den Klassenkollegen und den Lehrern“, sagt er. Und fühlt sich schlecht dabei. „Ich bin traurig, weil der Maturaball ausfällt und die Maturareise in den Sternen steht. Aber dann krieg ich Schuldgefühle, weil es jetzt echt andere Probleme gibt“, erklärt David seine emotionale Zwickmühle. Reifer geworden ist er in der Krise aber allemal: „Ich hab gelernt, Verantwortung zu übernehmen und auf andere zu schauen. Aber so schnell wollt ich gar nicht erwachsen werden.“

Vorgerückte Reifeprüfung Stufe 3

r e b o t k O 15. Oktober

Welttag des Händewaschens wird ausgiebig zelebriert.

der Corona-­ gefühlsskala:

Wut oder um mit Rage against the machine zu sprechen:

„Fuck you, I won’t do what you tell me“

Die Coronaampeln von Innsbruck und Innsbruck-Land werden auf Rot geschalten.

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi sieht vorerst keine Gefahr für einen neuen Lockdown.

laut „Früher war alles besser“ gesagt. den Drang verspürt, fremden Menschen im Gesicht herumzufummeln, um ihnen die Maske über die Nase zu ziehen.

16. Oktober

21. Oktober

Zum ersten Mal …

31. Oktober

Die Bundesregierung kündigt einen zweiten Lockdown an. 18


Zum ersten Mal … nicht primär an Corona gedacht. mit Erfahrung in einen Lockdown gegangen. als Fußballdesinteressierter Artikel über Maradona gelesen.

November 2. November

Terroranschlag in Wien.

Hoffnungen eines

Kämpfers

Christoph Gaßner, Pflegeassistent an der Infektiologie Auch wenn es wider Erwarten kein „ruhiges, leichtes und schönes Jahr“ geworden ist, kann Christoph Gaßner dem Jahr 2020 viel Gutes abgewinnen: Seine Ziele hat er trotz erschwerter Bedingungen erreicht, Lichtblicke waren selten, dafür aber umso schöner, und er freut sich, dass sich Menschen immer mehr anfangen, auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen.

3. November

„Am Personal geht das auch alles andere als spurlos vorbei.“

Bei der US-Präsidentschaftswahl liefern sich Donald Trump und Joe Biden ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Start des zweiten Lockdowns.

4. November

7. November

Donald Trump erklärt sich selbst zum Wahlsieger.

Der nächste US-Präsident heißt Joe Biden.

Stufe 4

der Corona­gefühlsskala:

Depression oder um mit Philipp Poisel zu sprechen:

Der Pflegeassistent an der Infektiologie der Innsbrucker Uniklinik ist froh um seinen Job. Nicht nur, weil er anderen Menschen helfen kann, sondern auch weil sein Team gerade in der Krise einen nie dagewesenen Zusammenhalt erfährt, trotz der enorm fordernden Zeit. „Schwierige Verläufe und Todesfälle sind für Angehörige natürlich besonders schlimm, aber am Personal geht das auch alles andere als spurlos vorbei.“ Von 2021 wünscht er sich, dass Corona in die Geschichtsbücher wandert, er wieder nebenberuflich als Fitnesscoach bei „Wir bewegen Tirol“ arbeiten darf, und ganz besonders freut er sich über eine Umarmung von einem lieben Menschen – denn „alleine zu leben, ist in Zeiten wie diesen nicht gerade leicht“, sagt er.

25. November

„Wie soll ein Mensch das ertragen“

Diego Armando Maradona stirbt. 19


Durchkreuzte Pläne Wiltrud Stieger, Schauspielerin

r e b m e Dez ste schli n u o-W l No-G hristkind C e fürs sgab

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Der Terminkalender von Wiltrud Stieger war Anfang 2020 knallvoll. Engagements im Kellertheater, beim Dramatikerfestival und bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs machten die Schauspielerin sicher: „Das wird mein Jahr!“ Mittlerweile hat sie sich damit abgefunden, dass es anders kam. „Aber es war schon heftig, als der Reihe nach alles abgesagt oder verschoben wurde“, erzählt die 34-Jährige, die das letzte Mal im August vor Publikum auf der Bühne stand. Die Magie des Theaters vermisst sie genauso wie das „Ratschen und Verhocken“ mit Freunden. „Glücklicherweise komm ich gut damit klar, mit mir allein zu sein: Aber auf Dauer macht’s keinen Spaß, um 8 Uhr abends die Stille zu genießen.“

Was sie in diesem verrückten Jahr zusätzlich quälte, war die Angst, die Krise finanziell nicht zu überstehen. „Ich bin am

2. Dezember

4. bis 6. Dezember

Lockdown-Lockerungen werden angekündigt. Weihnachtsmärkte werden abgesagt. Skilifte dürfen ab 24. Dezember öffnen.

Innsbruck testet. Die Bundesssoftware streikt.

3. Dezember „Babyelefant“ wird zum Wort des Jahres gewählt. “

„Ich hoffe, dass man die Kultur durch ihre Abwesenheit dann mehr zu schätzen weiß.“ Anfang durch alle Raster gefallen. Mittlerweile hab ich aber Unterstützung bekommen“, erzählt sie. Gerührt haben sie die angebotenen Finanzspritzen von engen Freunden und guten Bekannten. „Da hab ich gespürt, dass ich alles andere als allein bin.“

7. Dezember Rückkehr zum Lockdown Light: Kultur- und Gastrobetriebe bleiben zu, der Handel sperrt auf. Innsbruck shoppt.

11. Dezember 6020-Redaktionsschluss


Zum ersten Mal … realistische Vorsätze ins Auge gefasst.

Vorsatz für 2021 Negativ bleiben

Stufe 5

der Corona­gefühlsskala:

Akzeptanz oder um mit Madonna zu sprechen:

„Life is a mystery. Everyone must stand alone.“


Nicht einmal ein kaltes Bett Drei Tage lang auf Innsbrucks Straßen campieren – und das freiwillig? Für Reinhold Happ und Reinhard Sachsenmaier wird genau das im eisigen Dezember Realität. Die Aktion des Benefizvereins „Reini Happ und Freunde“ soll auf die Lage von obdachlosen Menschen aufmerksam machen und zum Spenden animieren. Text: Melina Mitternöckler – Fotos: Axel Springer

22


REINHARD SACHSENMAIER UND REINHOLD HAPP mit Schlaf säcken in der Maria -Theresien-Straße

„Es kann fast keinen Grund geben, das Projekt abzubrechen. Keine Kälte, kein Corona, keinen Hunger, kein nix.“ R e i n h o l d H a p p , O b m a n n d e s Ve r e i n s „ R e i n i H a p p u n d F r e u n d e“

UNDERCOVER Vom 20. bis zum 23. Dezember werden Happ und sein Vereinskollege Reinhard Sachsenmaier auf der Straße leben. Mindestens zwei der drei Nächte wollen sie in Innsbrucks Nächtigungsverbotszonen schlafen: „Ich hoffe, die MÜG oder die Polizei erkennt uns nicht, weil dann gehen sie anders mit uns um, als wenn sie glauben, das sind wirklich Obdachlose.“ Die dritte Nacht ist in einer Notschlafstelle

geplant. Wenn es dort keinen Platz mehr gibt? „Dann schlafen wir irgendwo draußen, in der Sillschlucht oder irgendwo auf einer Bank“, verrät Happ. Die Sillschlucht werde generell oft zum Übernachten genutzt, genauso wie Garagen und stillgelegte Häuser. Manche würden auch versuchen, sich in der Uni einsperren zu lassen – und das immer wieder erfolgreich. „In der Früh gehen wir dann in die Teestube frühstücken, zu Mittag in die Katharina-Stube Mittagessen und am Abend sind wir beim Vinzibus essen. Das sind genau die Orte, wo die Leute immer sind“, führt Happ aus. Um dann Kontakt aufzubauen, werden Happ und Sachsenmaier Zigaretten mitnehmen, denn: „Wenn du einen Raucher hast und du bietest ihm eine Zigarette an, dann bist du bald mal mit ihm im Gespräch.“ Dann werde man auch ganz ehrlich sein und sagen, wer man wirklich ist. Im Gegensatz zu tatsächlich obdachlosen Personen könnten die beiden Männer jederzeit in ihre warmen Wohnungen

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R

einhold Happ ist ein lockerer Typ. Es dauert nicht lange und man ist mit ihm per „Du“. Ganz auf einer Augenhöhe. „Warum soll ich nicht ein bissl was von meiner Zeit hergeben, um für Leute da zu sein, die nicht das Glück gehabt haben, das ich mittlerweile habe?“, fragt er. Von seinem zweiten Lebensjahr weg hat Happ in Kinderheimen gewohnt. „Ich hab mir gedacht, ich will der Gesellschaft was zurückgeben.“ Heute arbeitet er als Betriebsrat bei Swarovski, ist verheiratet und hat vier Kinder aufgezogen.


Das sagen andere

Der Sozialarbeiter „Reini Happ macht medienwirksame Aktionen und davon halte ich was, weil das Thema dadurch zum Thema wird. Natürlich darf man nicht glauben, dass er in drei Tagen Wohnungslosigkeit erspürt. Man weiß halt danach, was man auch vorher weiß: dass die Nächte im Winter kalt sind und dass es nicht so ohne ist. Er wird vielleicht auch ein paar Erfahrungen machen, wie sich manche Dinge anfühlen, aber das Grundproblem an sich kann er mit den drei Tagen nicht erspüren und wird er hoffentlich nie müssen.“

zurückkehren. Für Happ ist ein frühzeitiges Beenden aber unvorstellbar: „Es kann fast keinen Grund geben, das Projekt abzubrechen. Keine Kälte, kein Corona, keinen Hunger, kein nix.“ Bei all den sozialen Unterschieden, die die zwei abenteuerlustigen Menschenfreunde von Betroffenen trennt, soll das Unternehmen so authentisch wie möglich sein. Deshalb

Michael Hennermann ist Geschäftsführer des Vereins für Obdachlose in Innsbruck.

„Wir schlafen irgendwo draußen, in der Sillschlucht oder auf einer Bank.“ Reinhold Happ

Der Betroffene

werde man „null Euro mitnehmen“, sich nichts von Bekannten mal eben vorbeibringen lassen und keine eigene, sondern nur vom Verein für Obdachlose ausgegebene Kleidung tragen. Gleiches soll für Schlafsack und Isomatte gelten.

„Das Projekt finde ich sehr gut, weil Schlafsäcke sind schon etwas sehr, sehr Schönes. Mir wurde schon zweimal einer geklaut. Reinhold Happ ist halt ein Otto Normalmensch, der sich bloß für eine gewisse Zeit in eine andere Rolle hineinversetzt. Im Endeffekt könnte er ,normal‘ in einem Bett schlafen. Das ist vergleichbar mit einem Ausgang von zwei Tagen.“

VERSTECKT OHNE OBDACH Tatsächlich gibt es keine Zahlen, wie viele Personen derzeit in Innsbruck auf der Straße leben. Lediglich, mit wie vielen der Verein für Obdachlose etwa im Mai 2017 zu tun hatte. Damals waren 298 Leute in der Landeshauptstadt akut obdachlos, das heißt, sie schliefen auf der Straße, in öffentlichen WC-Anlagen,

René Kirchmair aus Mecklenburg-Vorpommern hat durch die Coronapandemie seinen Gastrojob und dadurch seine Wohnung verloren. Seit Feber schläft er in Innsbrucks Notunterkünften und zollt jedem Respekt, der draußen liegt und schläft. „Diese Lebensenergie habe ich nicht.“ 24


Eisenbahnwaggons oder Abbruchhäusern. 290 Menschen galten in dem Zeitraum als wohnungslos, hatten also keinen Mietvertrag und waren etwa bei Bekannten oder in sozialen Einrichtungen für einen begrenzten Zeitraum untergebracht. Der Großteil der Betroffenen war männlich – Frauen sind häufiger versteckt wohnungslos und ihre Anzahl daher schwieriger zu erfassen. Die Dunkelziffer ist aber generell hoch. Michael Hennermann, Geschäftsführer des VfO, begründet das so: „Wir haben mit den allermeisten zu tun, aber nicht mit allen.“ Außerdem wurden bei der Erhebung Kinder, Jugendliche und Menschen, die in Notschlafstellen nächtigten, nicht mitgerechnet. Und das sind in Innsbruck viele. Insgesamt vier solcher Einrichtungen gibt es im Winter. Das Alexihaus bietet rund 60 Schlafplätze, die städtische Herberge etwa 90, die Anlage am Schusterbergweg circa 85 und die neue in der Richard-Berger-Straße 20. Das Einzige, was all diese Menschen verbindet, ist laut

MANCH EINER VERTREIBT SICH DIE ZEIT mit Musizieren vor der Teestube.

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Zur Person Reinhold Happ lebt in Innsbruck, ist Betriebsrat bei Swarovski in Wat­ tens und teilt seit neun Jahren für den Vinzibus Essen aus. 2017 hat er den Benefizverein „Reini Happ und Freunde“ gegründet. Gemeinsam mit seinem Obmann­ stellvertreter Reinhard Sachsenmaier wohnt er vom 20. bis 23. Dezember auf Innsbrucks Straßen.

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Für den 23. Dezember ist ein Flashmob am Landhausplatz geplant, wo man für den Verein für Obdachlose und den Verein Dowas Sachspenden (Schlafsäcke, Isomatten, Hygieneartikel etc.) vorbeibringen und Geld spenden kann. Informationen findet man auf der Facebook-Seite von „Reini Happ und Freunde“.

RENÉ KIRCHMAIR IST WIE VIE LE ANDERE MENSCHEN in Innsbruck von Obdachlosigkeit betrof fen.

„Die Obdach­ losen’ sind keine homogene Gruppe.“ Michael Hennermann, Geschäftsführer des VfO

Hennermann die Wohnsituation – auch wenn deren Gründe oft ähnlich sind: eine schwierige Kindheit, Trennungen, Delogierungen, der Verlust der vom Betrieb gestellten Wohnung nach der Saison, Sucht- und psychische Erkrankungen. Wer „die Obdachlosen“ sind, kann man aber keinesfalls pauschalisieren: „Das ist eine sehr gemischte Gruppe von Menschen. Männer wie Frauen, vom Alter her gibt es auch eine große Streuung. Man kann da nicht von einer homogenen Gruppe sprechen“, führt Hennermann aus. So beschreibt es auch Reinhold Happ: „Das sind nicht nur Tiroler, da sind auch Deutsche dabei, Wiener, Vorarlberger, Italiener. Es sind einfach Leute wie du und

IN DER TEESTUBE HÄNGEN INFOS ZU WEITEREN ANLAUFSTE LLEN FÜR OBDACHLOSE MENSCHEN, wie et wa das Bar wo oder Street work.

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ich, die halt gewisse Schicksalsschläge erleben haben müssen. Die würdest du auf der Straße nie erkennen.“ TRAUTES HEIM Der letzte Tag draußen wird für Happ und Sachsenmaier der 23. Dezember sein. Der Tag vor Weihnachten. Vom kalten Wohnzimmer Straße gehen die beiden Männer dann wieder zurück zu ihren Familien, in die beheizte Wohnung und zu den Geschenken unter dem Christbaum. „Da bin ich dann im Warmen, hab Essen ohne Ende … ich glaube, da fängt’s bei uns im Kopf erst rattern an“, sagt Happ. Was er sich von der ganzen Aktion erhofft? Neben Geldspenden, Schlafsäcken, Isomatten und Hygieneartikeln für den Verein für Obdachlose und den Verein Dowas vor allem eines: „Die Bevölkerung auf die Problematik aufmerksam zu machen und die Politik wachzurütteln.“ Nach einer dreiviertel Stunde muss Happ weiter. Vom 20. bis zum 23. Dezember wird er sich wie viele obdachlose Menschen tagtäglich von Einrichtung zu Einrichtung hanteln. „Etwas, das mir wirklich am Herzen liegt“, sagt er noch zum Schluss, „ist, dass wir alle einfach ein bisschen die Ich-Mentalität ablegen und man sich ein bisschen um die Leute kümmert, denen es nicht so gut ist. Nicht nur Obdachlose. Einfach mit offenen Augen durchs Leben gehen. Ich glaube, wenn wir die Mentalität in uns reinbringen, dann gibt es viel, viel Leid, das sich von allein regelt.“


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What a Wonderful World Weihnachten ist eine besondere Zeit – auch im Gefängnis. Letztes Jahr durfte 6020 bei der Weihnachtsfeier im „Zieglstadl“ dabei sein. Text: Haris Kovacevic – Fotos: Franz Oss

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Es werden nette Gespräche entstehen und einen vergessen lassen, dass man sich gerade im Gefängnis befindet.

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ine von zwei Weihnachtsmessen im Innsbrucker Gefängnis, wenige Tage vor dem Fest, hält traditionell der Bischof höchstpersönlich. Neben den 70 Gefangenen, die zur Messe dürfen, sind Wachleute, Beamte, aber auch Geistliche anderer Konfessionen dabei: Ein evangelischer Pfarrer kommt und eine Pfarrerin der Freikirche auch. Und auch ein rumänisch-orthodoxer Pope. Ein geistlicher Chor ist meistens dabei und eine Militärkapelle, die, wenn alles vorbei ist, noch auf den Hügel neben dem Gefängnis marschiert und mit weihnachtlichen Weisen etwa eine Viertelstunde lang möglichst alle 500 Insassen daran erinnert, dass bald Weihnachten ist. So ist das normalerweise. Auch heuer hat das Justizministerium die Feier genehmigt. Doch wie 2020 üblich, kann sich alles ändern und noch am Tag der Messe selbst abgesagt werden. Aber falls eine Feier zustande kommt, kann man sie sich in etwa so vorstellen: Eine Band wird spielen mit einem dickbäuchigen Gitarristen, der beim Essen noch schweigend zuhört und erst auf dem Weg ins Untergeschoß, wo sich die kalte Halle für die Messe befindet, eine Melodie vor sich her summt. Die Militärkapelle wird ebenfalls schon mit von der Partie sein – junge Burschen in Uniformen, die sich am Mittagstisch noch erkundigen, welche Geistlichen nun eigentlich heiraten dürfen und welche nicht.

WAS IST LIEBE? Es werden nette Gespräche entstehen und einen vergessen lassen, dass man sich gerade im Gefängnis befindet. Zwischen einem katholischen Geistlichen und einem der Freikirche wird eine Diskussion über Liebe ausbrechen, bei der sehr oft die Bibel zitiert wird – auf beiden Seiten. Nur ein Bruchteil der Insassen wird dann bei der Messe dabei sein dürfen. Nicht wegen Covid-19, sondern wegen strenger Auslese: Man muss Christ sein und darf im Gefängnis nicht negativ aufgefallen sein. Außerdem werden ehemalige Komplizen auseinandergehalten. Nur 70 von 500 Insassen werden zugelassen. TROTZ SCHWIERIGER ZEITEN. Und trotz der strengen Regeln wird jeder Insasse vor dem Eingang in die Halle gründlich gefilzt werden, während sich der Bischof in einer kleinen Kammer auf seine Messe vorbereitet. Vielleicht wird auch eine Firmung stattfinden. Ein großer Tag, und zwar gleich für mehrere Menschen. Für den Häftling, der die Firmung

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Nicht jene Stärke sei damit gemeint, mit der man andere unterdrückt und kleinmacht, sondern die, die einen lieben lässt, trotz schwieriger Zeiten.

empfängt, ist das sowieso ein großes Ding, ebenso wie für den Seelsorger im Gefängnis und nicht zuletzt für den Paten – einen Mitinsassen, für den das draußen womöglich eher lästig gewesen wäre, während es ihm drinnen so gut wie alles bedeutet. Hinter den Gefängnismauern ist eben alles anders. Gleich am Anfang wird der Bischof die Gelegenheit nutzen, um zu fragen, ob denn jemand weiß, was Firmung eigentlich bedeute. Und vielleicht wird sich hinten rechts eine Hand heben, dort, wo die Insassinnen sitzen. „Stärke“, wird es heißen. Und der Bischof wird dann die Faust ballen und zustimmen. Nicht jene Stärke sei damit gemeint, mit der man andere unterdrückt und kleinmacht, sondern die, die einen lieben lässt, trotz schwieriger Zeiten, wird er sagen.

NICHT UNGEWÖHNLICH – FÜR NIEMANDEN. Und dann wird gesungen und gepredigt werden. Die Band wird spielen und die Kapelle auch. Und Kerzen werden brennen und Blicke durch den Raum schweifen. Doch eine normale Messe wird daraus irgendwie nicht werden. Denn hier ist alles anders: Die fröhliche Musik klingt meistens deplatziert, das Licht aus den Dachfenstern wirkt fahl und auch der Bischof wird in einer einfachen Soutane zu einem gewöhnlichen Priester werden. Doch das wird ihm nichts ausmachen. Er wird sich über seine Zuhörerschaft freuen, für die das ein Highlight ist, er wird die Ruhe und die Aufmerksamkeit genießen, und wenn er erklärt, dass man Gott nicht egal ist, wird er sagen, dass man für Gott „nicht der letzte Oasch“ ist. Und es wird nicht ungewöhnlich sein. Für

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niemanden. Ein Justizwachebeamter wird neben dem Bischof stehen mit strengem militärischem Haarschnitt, hochkonzentriertem Gesicht und schusssicherer Weste. Und es wird nicht ungewöhnlich sein. Für niemanden. LOUIS ARMSTRONG. Und dann wird irgendwann eine Gitarre erklingen, und der Bandgitarrist mit Bauch wird „What a Wonderful World“ spielen. Mit der berühmten Strophe: „I see trees of green, red roses too, I see them bloom, for me and you“. Ein Lied, das in den unpassendsten Momenten immer am passendsten ist. Das wird ein sehr rührender Moment sein. Und das wird ungewöhnlich sein. Für alle. Und nach einer Stunde etwa wird alles vorbei sein. Und geordnet und bewacht werden die Insassen die Halle verlassen und die Kälte dort drin lassen.  FÜR ALLE of fenen Fenster im Ziegl stadl gibt es am Ende noch ein kleines Konzer t der Militärkapelle.

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„ICH BIN BEI DEN ROTLICHTGRÖSSEN NEBEN DEM KOKSBECHER AM LEDERSOFA GESESSEN UND HAB MIR EINEN KAFFEE RAUSGEDRÜCKT.“ G E R N OT Z I M M E R M A N N

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„Ich könnte noch hundert Bücher über Innsbruck schreiben“ Zum Beispiel? Es gab gewisse No-Go-Areas, Höfe, in die man nicht so einfach hineinging. Als Kind konnte man jederzeit von einem Erwachsenen geschlagen werden, da hat keiner eingegriffen. Wir hatten kein Geld, aber es hat ja keiner etwas gehabt. Die, die etwas hatten, blieben lieber unter sich.

Wenige kennen Innsbruck so gut wie Gernot Zimmermann. Der ehemalige Journalist und Taxler hat bereits vier Bücher über die Stadt geschrieben. Im Interview sprechen wir über Innsbrucks Unterwelt, Auf­wachsen in der Reichenau und Straßen, die bis heute nach NS-Vorbildern benannt sind.

Mit 21 Jahren wurden Sie Taxifahrer – es begann die „geilste Zeit meines Lebens”, wie Sie einmal in einem Interview gesagt haben. Was hat Sie an dem Job gereizt? Es gibt keinen Beruf, der mit dem Taxifahren vergleichbar ist. Ich habe mich gefühlt wie ein Desperado der Nacht. Normale Bürger hatten Anfang der 1980er keinen Kontakt zur Halbwelt. Als Taxifahrer hast du eine Art Scharnierfunktion zwischen Oberwelt und Unterwelt. Mit uns sind die Bullen genauso wie die Zuhälter und Drogendealer gefahren. In der Nacht ist alles anders: Die Stadt schaut anders aus, sie riecht anders, sie hat einen anderen Pulsschlag, eine andere Temperatur.

Interview: Benjamin Stolz – Fotos: Axel Springer

6020

: Herr Zimmermann, Sie haben Ihr ganzes Leben in Innsbruck gelebt, gearbeitet und vier Bücher über Innsbruck geschrieben. Sind Sie besessen von dieser Stadt? Z immermann: Nein, besessen bin ich auf keinen Fall. Ich bin dankbar und froh, dass ich in Innsbruck auf die Welt gekommen bin, dass ich hier leben kann. Ich könnte noch hundert Bücher über Innsbruck schreiben.

Im aktuellen Buch schreiben Sie: „Ich war nie milieuverliebt.” Eine gewisse Faszination kann man Ihnen aber nicht absprechen. Es war etwas Exotisches, diese Bereitwilligkeit, mit der mir das Milieu entgegenkommen ist. Wer mit einem Fuß im Gefängnis ist, braucht Leute, denen man vertrauen kann. Ich bin bei den Rotlichtgrößen neben dem Koksbecher am Ledersofa gesessen und hab mir einen Kaffee rausgedrückt. Mit der Zeit kennen sie dich, damals gab’s nicht so viele. Jeder hatte seinen Taxler. Du hast gewusst, wer den Drogenhandel kontrolliert.

Sie sind in der Reichenau im Osten Innsbrucks aufgewachsen. In Ihrem Buch „Ich war ein Reichenauer Rattler” haben Sie über Ihre Kindheit und Jugend geschrieben. Wie haben Sie die Zeit in Erinnerung? Rückblickend ist immer alles verklärt. Es war eine wunderbare Jugend, wir waren ohne elterliche Aufsicht. Du bist in den Hof gegangen und warst einfach weg. Auch gesellschaftlich war es anders: Alles war im Aufbruch. Heute geht es darum, den Besitzstand zu wahren. Wir waren jung und prosperierend, auch wenn es die ganzen harten Sachen gegeben hat.

Vor über zehn Jahren haben Sie das Taxifahren an den Nagel gehängt. Warum? Es hat mir keinen Spaß mehr gemacht, weil sich die Bedingungen völlig geändert haben. Innerhalb weniger Jahre waren nur mehr 20 Prozent der Taxler Inländer, früher waren 33


GERNOT ZIMMERMANN hat bereits vier Bücher über Innsbruck geschrieben. Weitere sind in Arbeit.

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20 Prozent Ausländer. Das Problem dabei waren die Fahrgäste. Wann immer jemand einstieg, meinte er: „Na, dass es noch einheimische Fahrer gibt.“ Diese primitive Ausländerfeindlichkeit hat mir immer mehr zu schaffen gemacht. Ich habe auch von anderen Kollegen gehört, die aus diesem Grund aufgehört haben. Sie waren jahrelang Journalist in Print und Radio. Heute sind Sie der Bestsellerautor der „Erinnerungen an Innsbruck”-Reihe. Warum haben Sie Ihre ersten Bücher erst im Ruhestand geschrieben? Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass es irgendjemanden interessiert, wie ich in der Reichenau aufgewachsen bin. Nach einem Zeitungsaufruf habe ich einen Termin beim Verleger Markus Renk bekommen. Ich habe ein Kapitel geschrieben

„ICH HÄTTE NICHT FÜR MÖGLICH GEHALTEN, DASS ES IRGENDJEMANDEN INTERESSIERT, WIE ICH IN DER REICHENAU AUF­G EWACHSEN BIN.“ und er meinte sofort, dass er es nimmt. Weil Markus Hatzer vom Haymon Verlag das Buch auch gerne gelesen hat, kann ich heute schreiben, was ich will. Das ist ein Privileg. Könnten Sie sich vorstellen, auch etwas Fiktionales zu schreiben? Damit habe ich anderthalb Probleme. Das erste ist, dass ich sowas noch nicht gemacht habe – das ist das halbe Problem. Das ganze Problem ist, dass ich keine Lust habe, den xten Tirol-Krimi zu schreiben. Wenn mir irgendwann außerhalb des Krimigenres irgendwas einfällt, über das ich fiktional schreiben könnte, dann ja. Ich brauche ein Genre. Am liebsten möchte ich eines erfinden. Wenn es so weit ist, bin ich ein Schnellschreiber. Ich habe alle vier Bücher in insgesamt sechs Wochen geschrieben.

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Drei Bücher über Innsbruck, die man gelesen haben sollte ICH WAR EIN REICHENAUER RATTLER. Gernot Zimmermann, Verlag der Wagner’schen Universitäts­buch­handlung (2018) Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass der Stadtteil im Osten Innsbruck einst einen äußerst schlechten Ruf hatte. Abschätzig wurden die Bewohner des erst nach dem Zweiten Weltkrieg großflächig bebauten Stadtteils „Rattler“ genannt. Gernot Zimmermann bezeichnet sich heute selbst als „Reichenauer Rattler“ und führt in Band acht der Reihe „Erinnerungen an Innsbruck“ durch die Höfe, Lokale und geheimen Plätze seiner Kindheit und Jugend.

Für Ihr aktuelles Buchprojekt sind Sie jede Strasse von Innsbruck – 320 Kilometer – einmal abgegangen. Wann war das letzte Mal, dass Sie in Innsbruck etwas zum ersten Mal gesehen Haben? Wenn du mit offenen Augen durch die Stadt gehst, dann wirst du mit jedem Spaziergang etwas Neues sehen. Dann schaut man halt hinauf, schaut sich die Dächer an. Ich habe sicher über 30 neue Straßen kennengelernt, die es schon gegeben hat, als ich noch Taxi gefahren bin. Im Buch sprechen Sie die zaghaft geführte Innsbrucker Strassenschild-Debatte an: Die Kernstockstrasse ist nach dem Verfasser des Hakenkreuzliedes benannt, die BruderWillram-Strasse nach dem Pseudonym eines deutschnationalen Kriegslyrikers. Die Lönsstrasse trägt den Namen eines im NS-Staat gefeierten Schriftstellers. Ja, unglaublich. Die Straßen sind alle in einem Eck. Die Lönsstraße grenzt an die Kernstockstraße und die wiederum an den Bruder Willram. Da sind die ganzen Nazis beieinander. Es ist ärgerlich und schade. Adolf Hitler ist auch noch in Dutzenden österreichischen Gemeinden als Ehrenbürger eingetragen.

IM ALPHABET DER HÄUSER. ROMAN EINER STADT. Christoph W. Bauer, Haymon Verlag (2007) Zwei Menschen treffen sich in einer Bar und reden über Häuser. Was bis hierher nicht besonders spannend klingt, entpuppt sich als ein historischer Roman, der die Geschichte der Häuser einer Stadt und ihrer Bewohner erzählt. Faszinierend sind vor allem die Recherchearbeit und das historische Detailwissen, die der Lyriker Bauer auf gut 300 Seiten ausbreitet. So kann man sich in einem Taschenbuch gemächlich vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert blättern.

Manche bezeichnen Innsbruck ironisch als Weltstadt, manche als Weltdorf. Wie würden Sie Innsbruck bezeichnen? Ich würde Innsbruck als Stadt mit ungefähr 130.000 Einwohnern bezeichnen, Tendenz steigend. Wir sind eine Universitäts-, Sport-, Kongress-, Musik-, Berg- und Kulturstadt. Das ist alles kein Werbesprech, sondern eine Tatsache. Ein Dorf ist es mit Sicherheit nicht mehr.

KINDHEIT IM SAGGEN. Sunny Rabl, Verlag der Wagner’schen Universitätsbuchhandlung (2019) Ebenfalls aus der „Erinnerungen an Innsbruck“-Reihe steht das Buch von Moderatorin Sunny Rabl für eine Handvoll Bücher, die Innsbrucker Persönlichkeiten über ihre Kindheit in der Stadt geschrieben haben. Im Fall von Rabl war dies eine Kindheit im Saggen, damals wie heute einer der vornehmen Stadtteile. Aus Gesprächen mit Bewohnern und Erinnerungen erfährt man mehr über das Leben im Villenviertel von den 1940erJahre bis heute.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Innsbruck und welchen Ort hassen Sie am meisten? Das Kotzen kommt mir in der Fuggergasse, zwischen Maria-Theresien-Straße und Eduard-Wallnöfer-Platz, im Volksmund auch „Brunzgassl” genannt. Das ist sicher der ekligste Platz. Mein Lieblingsplatz in Innsbruck ist tatsächlich vorm Weinhaus Happ draußen im Freien. Von dort schaue ich wie ein Idiot seit 50 Jahren aufs Goldene Dachl. Das ist was Spezielles.  Vielen Dank für das Gespräch. 35


Spu r im

n h n c ee e S Es mag ja durchaus Leute geben, die ohne echte Not lieber stundenlang im innerstädtischen Stau verharren, bevor sie sich auch nur für fünf Minuten aufs Fahrrad schwingen. Für alle anderen, die aus offensichtlichen Gründen auch in der kalten Jahreszeit nicht auf ihr Zweirad verzichten wollen, hat 6020 die besten FahrradGadgets von „warm“ über „sicher“ bis „unglaublich“ zusammengestellt.

Text: Klaus Erler

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Popo-Ofen Wittkop Celsius, beheizter Akku-Fahrradsattel Preis: rund 40 Euro Keine Schönheit, aber möglicherweise ein winterlicher Lebensretter, das ist der beheizte Akku-Fahrradsattel von Wittkop für rund 40 Euro. Die Oberflächentemperatur erreicht bis zu 40 Grad, danach schaltet sich die Heizfunktion automatisch ab. Die Aufwärmzeit beträgt zwei bis vier Minuten, vier bis sechs Heizzyklen sollen sich laut Hersteller mit vollem Akku ausgehen. www.lidl.de 36

Strahler 80 Hey Sport Lightflex, Reflektionsspray Preis: rund 20 Euro Reflektoren am Fahrrad sind gerade für hartgesottene Designfans nicht gerade sexy. Eine schlankere Lösung bietet der Hey Sport Lightflex Reflektionsspray. Er appliziert reflektierende Leuchtpartikel vorzugsweise auf unbehandelte Textilien sowie auf Leder, Holz, Kunststoff und Metall. Dabei ist der Hey Sport Lightflex wasserfest, wetterbeständig und auswaschbar. So wird vom strahlenden „Ich bremse auch für SUV“ auf der Jacke bis hin zum glimmenden Fahrrad als Gesamtkunstwerk vieles möglich. www.hey-sport.de


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Eis-Schwalben Schwalbe Marathon Winter Plus, Spikereifen Preis: ab 30 Euro/Stück Eben noch hat man lustig ein Weihnachtsliedchen gepfiffen, eine eisige Kurve später liegt man samt Fahrrad im verschneiten Graben und versteht die Welt nicht mehr. Damit es erst gar nicht so weit kommt, setzen Winterprofis auf Spikereifen. Ein ausgereiftes Allroundmodell ist der Schwalbe Marathon Winter Plus: Der Reifen besteht aus pannensicherem, winterfestem Compound und ist mit einem Lamellenprofil samt 240 Spikes aus Wolframcarbid ausgestattet. Damit soll er laut Hersteller auch bei extremen Kurvenlagen und heftigen Bremsungen gut beherrschbar bleiben. www.schwalbe.com

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Captain Future Livall BH51, Multifunktions-Radhelm Preis: rund 130 Euro Jenseits jeder Styledebatte ist ein Fahrradhelm vor allem im Winter mit Sicherheit kein Fehler, vor allem wenn er derart viele Fähigkeiten mitbringt wie der Livall BH51. Er besitzt eine 270-Grad-RundumBeleuchtung, die sich bei Dunkelheit automatisch einschaltet. Acht LEDs können dabei auch per Lenkerfernbedienung als Blinker genutzt werden. Der Helm erkennt zudem Stürze und versendet im Notfall eine SOS-Nachricht. Die im Livall integrierten Lautsprecher und das Mikrofon funktionieren als Freisprecheinrichtung und Schnittstelle zum Handy-Navi oder machen den BH51 zum gut durchlüfteten Soundhelm. www.livall.de

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Radarkontrolle Garmin Varia RTL511, Fahrradradar mit Rücklicht Preis: rund 200 Euro Ab sofort sind radargestützte Systeme nicht mehr nur der Polizei und den Besitzern teurer Autos vorbehalten, auch Fahrradfahrer können sich dieser bedienen. Das Garmin Fahrradradar Varia RTL511 wird an der Sattelstütze montiert und erkennt Fahrzeuge, die sich von hinten nähern, aus einer Distanz von bis zu 140 Metern. Dabei warnt das Varia optisch und akustisch. Grünes Licht? Alles ist in Ordnung. Gelbes Licht? Ein Fahrzeug nähert sich. Rotes Licht? Achtung! Ein Fahrzeug nähert sich mit hohem Tempo. Der Radarwarner ist mit Geräten von Garmin und Smartphones kompatibel, das Rücklicht soll sogar in 1,6 Kilometer Distanz noch erkennbar sein. www.garmin.com

Abgesperrt 2.0 BitLock, Bluetooth-gestütztes Fahrradschloss Preis: rund 129 Euro Lästiges Schlüsselsuchen gehört mit dem BitLock der Vergangenheit an. Das intelligente Fahrradschloss arbeitet per Bluetooth und Smartphone, erkennt den Fahrradbesitzer automatisch, wenn sich dieser dem Rad nähert, und entsperrt dann das Fahrrad. Zudem sendet BitLock den jeweils aktuellen Abstellort ans Smartphone und lässt sich auch per Fernentriegelung bedienen. www.bitlock.co


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Linie 6 DIE WALDSTRASSENBAHN

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Igls

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Lanser See

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Lans - Sistrans

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Mühlsee

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Aldrans

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Tummelplatz

Bretterkeller

1 Bergisel


MIT DER STRASSENBAHN IN DIE BERGE: Durch den Wald und über Wiesen – hinauf bis zum Hausberg Patscherkofel. Als Innsbrucker Mittelgebirgsbahn – umgangssprachlich auch WALDSTRASSENBAHN oder Igler – wird die heutige Linie 6 der Innsbrucker Straßenbahn bezeichnet. 120 Jahre alt ist die Lokalbahn, die ursprünglich als meterspurige Überlandstraßenbahn konzessioniert war. Gemächlich geht es dahin. Die Stationen der WALDSTRASSENBAHN klingen verheißungsvoll, ja geradezu exotisch. Da geht’s von der Station Bergisel aus über Bretterkeller, Tummelplatz, Schönruh, Tantegert, Aldrans, Mühlsee, Lans-Sistrans, Lanser See bis zum Empfangsgebäude am Bahnhof Igls. Geschichte, Mystik und geniale Augenblicke warten bei den Stationen.

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STIFT WILTEN Die Sage erzählt - das Stift Wilten wurde vom Riesen Haymon vor 1.140 Jahren erbaut.

WALDFRIEDHOF TUMMELPLATZ Der Tummelplatz ist eine Waldlichtung in unmittelbarer Nähe von Schloss Ambras und diente einst für den Auslauf der Pferde der Schlossherrschaft. Später wurde der Tummelplatz zu einem Militärfriedhof mit einigen Kapellen und künstlerischen Bildstöcken umgestaltet.

SCHLOSS AMBRAS Das Schloss Ambras ist ein Renaissance-Juwel und das erste Museum der Welt! Sein Herzstück sind die berühmten Rüstkammern und die Kunst- und Wunderkammer Erzherzog Ferdinands II. PS: Macht euch auf die Suche nach den „‚Hühnervögeln“.

FORSTMEILE

Aktuelle Fahrplanauskunft unter: fahrplan.ivb.at www.waldstrassenbahn.at

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Über eine Fläche von 10.500m² erstreckt sich das Waldmoor. PS: Vielleicht trefft ihr einen Moorgeist beim Entdecken des Moorlehrpfades.

KELTISCHER BAUMKREIS 21 verschiedene Bäume bilden den „keltischen Baumkreis“, den ihr hier entlang des Rundwanderweges findet.

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FÖHRE NATURDENKMAL

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WALDPARK LANS

Tipp: Bewegung an der frischen Waldluft lädt deine Energie-Akkus wieder auf. PS: Eine Forstmeile nennt man auch Freiluftgymnastikanlage.

HERZSEE

WALDMOOR

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Diese Föhre in Igls wurde aufgrund ihrer besonderen Gesamterscheinung (Wuchsform) unter Schutz gestellt.

Alpiner Moorsee mit 70 000 m², davon ca. 35 000 m² Wasserfläche. PS: Pack die Badehose ein!

LANSER SEE

Der Fischteich aus der frühen Neuzeit fließt durch das naturbelassene Herztal, von dem er seinen wunderbaren Namen erhalten hat.

Ein Paradies für Groß und Klein! Kinderspielplatz mit Baumhaus, Wassersandkiste, Flying Fox, Schaukeln sowie Bikeanlage mit Laufrad-Pumptrack, Familien-Pumptrack und Uphill-Downhill-Trail.

TANTEGERT

LANSER MOOR SEEROSENWEIHER

Der Name leitet sich von Tann-t-Egart = Wiese im Tann (Tanne) ab. Diese Haltestelle ist eine der schönsten Tirols mit einem nahegelegenen tollen Waldspielplatz.

SCHALENSTEIN Macht euch auf die Suche nach Schalensteinen. Das sind mysteriöse Boten einer versunkenen Welt.

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Der unter Naturschutz stehende Seerosenweiher (Lanser Moor) ist Heimat von vielen Tierarten. PS: Die Seerosenblüte ist von Juni bis Juli.

IGLS BAHNHOF Charmantes Empfangsgebäude aus dem Jahre 1900. PS: Besucht den mysteriösen Skulpturenpark bei der Umkehrschleife und lasst euch nicht das „Kleine Museum“ direkt im Dorfzentrum von Igls im „Haus des Gastes“ entgehen!


Entgeltliche Einschaltung

IVB News

Drei Seiten Mobilität

Der Fahrplanwechsel ist da Seit Sonntag, dem 13. Dezember 2020, gilt bei den IVB und in Tirol ein neuer Fahrplan. Im Zentrum stehen dabei vor allem Feinjustierungen und Entlastungen, die sowohl Gästen als auch FahrerInnen zugutekommen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick. Auf der Linie M ist von Montag bis Freitag ein zusätzliches Fahr-

Regional- und Bahnverkehr leichter möglich sind. Näheres dazu

zeug im Einsatz. Dadurch können etwaige Verspätungen einfacher

unter „Nachts besser umsteigen“.

ausgeglichen werden, wodurch die stark frequentierte Linie ent­lastet und stabilisiert wird.

An Samstagen wird die Zeit des Schwachverkehrs auf allen Linien um zwei Stunden, bis ca. 08:30 Uhr, verlängert.

Die Haltestellensteige am Bahnhof wurden ebenso umbenannt wie die drei Haltestellen „Burghard-Breitner-Straße“,

Zusätzlich wurden auf allen Linien minimale Fahrplan-

„Gh. Kranebitten“ und „Igls Egerthof“ – diese sind nunmehr

anpassungen vorgenommen, die sich an aktuellen Messdaten

als „Hegnerstraße“, „Kranebitten Süd“ und „Gletscherblick“

(1. Quartal 2020 ohne Coronafahrplan) bzw. den „realen“

auf den Fahrplänen zu finden.

Fahrzeiten orientieren.

Das Nightlinerangebot wurde in Zusammenarbeit mit dem VVT

Alle Details zum Fahrplanwechsel gibt es online unter

und den ÖBB neu aufgebaut, damit Anschlüsse zwischen Stadt-,

www.ivb.at.


Spenden mit Skipässen Wer heuer etwas für den guten Zweck spenden möchte, kann dies auch ganz einfach mit abgelaufenen Skipässen oder KeyCards tun. Dafür muss man nur im IVB-KundInnencenter vorbeischauen.

Nachts besser umsteigen In Zusammenarbeit zwischen VVT, ÖBB und IVB wurde ein neues Nightlinerkonzept erarbeitet, welches das Umsteigen zwischen Stadt-, Regional- und Bahnverkehr erleichtert. Das Nachtangebot an Wochenenden und Feiertagen in Tirol ist grundsätzlich gut – sowohl im Stadtverkehr (IVB) als auch im Regionalverkehr (VVT) und bei den S-Bahnen (ÖBB) gibt es ent-

Im IVB-KundInnencenter in der Stainerstraße ist seit Kurzem eine

sprechende Linien. Bisher waren deren Fahrpläne jedoch nicht

Spendensäule aufgestellt. Dort können abgelaufene KeyCards

aufeinander abgestimmt, was Umstiege auf Anschlussbusse oder

und Skipässe schnell und einfach eingeworfen werden – die IVB

-züge mitunter schwierig machte. Durch das neue Nightliner-

übernehmen den Eintausch und stellen den Erlös anschließend für

konzept in Tirol hat sich dies nun jedoch geändert.

„Licht ins Dunkel“ zur Verfügung. „Als langjähriger Partner sind wir auch dieses Jahr gerne wieder dabei, um gemeinsam mit

Dafür wurden alle Fahrpläne auf die großen Taktknoten um 1 Uhr

unseren KundInnen diese Spendenaktion zu unterstützen“, erklärt

und um 3 Uhr angeglichen. Konkret bedeutet das bei der IVB, dass

IVB-Geschäftsführer Martin Baltes zu der Aktion. Erreichbar ist

die Linien N1, N2 und N3 an Wochenenden und Feiertagen mit je-

die Spendensäule zu den allgemeinen Öffnungszeiten des IVB-

weils zwei Bussen unterwegs sind, die nunmehr jeweils zur halben

KundInnencenters, das heißt von Montag bis Freitag von 07:30

und zur vollen Stunde vom Innsbrucker Hauptbahnhof abfahren

bis 18:00 Uhr.

(statt wie bisher um jeweils viertel vor und viertel nach). Auch der N8 startet künftig zu jeder vollen Stunde. Damit ergeben sich

Abgesehen von dieser Sammelaktion sind die IVB derzeit auch

kurze Umsteigezeiten zwischen Stadtbussen, Regionalbussen und

buchstäblich für den guten Zweck unterwegs: Eine eigens gestal-

S-Bahnen, sodass Umstiege in beide Richtungen leichter möglich

tete und beklebte Tram tourt derzeit durch die Tiroler Landes-

sind. Vollknoten ist dabei jeweils um 1 und um 3 Uhr, das heißt,

hauptstadt, um als mobiler Werbeträger auf „Lichts ins Dunkel“

zu diesem Zeitpunkt gibt es Verbindungen in alle Richtungen.

aufmerksam zu machen.


Ein Spaziergang durch Licht Innsbruck überrascht zum Jahreswechsel am 30. und 31. Dezember 2020 mit einem Spaziergang durch Licht.

Hoch hinaus Mit Vollgas durch den Eiskanal

Gleich zu Beginn des neuen Jahres steht in Innsbruck ein sportliches Highlight an: Im Rahmen der Vierschanzentournee sind wieder die weltbesten Skispringer am Bergisel zu Gast.

Zum Ende des Jahres gastiert der Bob-Weltcupzirkus auch in Igls. BesucherInnen sind am Olympia-Eiskanal leider nicht zugelassen, trotzdem können Interessierte live dabei sein. Vom 19. bis 20. Dezember werden im Rahmen des 4. BWM IBSF Bob- und Skeleton-Weltcups im Olympia-Eiskanal

Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr

Innsbruck-Igls die letzten Podestplätze im

aufs Neue ein absoluter Höhepunkt im

Bob-Weltcup vor der Weihnachtspause

Kalender der internationalen Skisprung-

vergeben. Der Internationale Bob- und

Elite. Am 2. und 3. Jänner 2021 macht

Skeletonverband (IBSF) hat dafür gemein-

diese auch wieder in Innsbruck Station,

sam mit den lokalen Behörden ein um-

dann wird nämlich von der Bergisel-

Die Fassaden der Hofburg mit der Hof-

fassendes Präventions- und Sicherheits-

schanze gesprungen. Hochspannung

kirche, des Tiroler Landestheaters mit dem

konzept erarbeitet, um die Wettkämpfe

ist dabei garantiert, auch wenn es, be-

Haus der Musik, des Goldenen Dachls,

trotz der aktuellen Coronasituation sicher

dingt durch Covid-19, dieses Mal etwas

des Doms zu St. Jakob und die Silhouette

durchführen zu können. Dieses sieht

ruhiger im Stadion zugehen dürfte als

von Mariahilf laden zu einer interaktiven

zwar vor, dass in diesem Jahr leider keine

sonst. Ob überhaupt Zuschauer zuge-

Lichtinszenierung ein. Mit einer Kombi-

ZuschauerInnen bei den Trainings und

lassen werden können, entscheidet

nation aus visuellen Effekten – auf diese

Rennen vor Ort zugelassen werden,

sich in den nächsten Tagen.

riesigen Projektionsflächen – und feiner

dennoch können Sportbegeisterte das

Hintergrundmusik und Sounds zeigen sich

Geschehen im Eis­kanal live mitverfolgen –

Aktuelle und nähere Infos zum

die gewohnten Gebäude in einem ganz

und zwar auf der Homepage des IBSF,

Programm gibt’s online auf der

neuen Licht. Ab Einbruch der Dunkelheit

wo alle Rennen gestreamt werden.

Homepage des SC Bergisel, unter

WWW.BERGSILVESTER.AT

www.bergiselspringen.at.

starten die Projektionen. Den genauen Zeitplan gibt’s unter Wir freuen uns auf diese speziellen

www.ibsf.org, den Livestream unter

Nachtansichten von Innsbruck!

www.ibsf.org/en/ibsf-tv.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH / Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck, T +43 512 58 60 20 / marketing@ivb.at / www.ivb.at; Gestaltung: Zimmermann Streiter Werbeagentur; Fotos: IVB/Berger, Innsbruck Marketing GmbH, Hansjörg Kössler/ Olympiaworld Innsbruck, SC Bergisel


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Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr.

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Wo es 6020 gerade besond ers gut schmeckt , gibt’s übrigens auch auf live.6020onlin e.at/ 339/top-gast ro nachzulesen.

ESSEN & TRINKEN

D ie Gesch äf t s f läc h e n im Camme r l a n de r - H a u s am Marktplat z w e r d e n ab Jänne r u m g e ba u t und neu ge s t alt e t . D ad urc h , s o d i e H of f n u n g d er Betreib e rin, s o ll an d e m St an dor t e n dl i c h Beständ igke it e inke h r e n.

D

as Nguyen’s am Marktplatz ist, nach etwas über einem Jahr, schon wieder Geschichte. Und das kommt – obwohl bereits in den vergangenen Jahren, sagen wir mal, eine gewisse Fluktuation an diesem Standort zu beobachten war – doch etwas überraschend. Denn auch wenn das vietnamesische Lokal des Wiener Gastronomen Thien Nguyen von Anfang an als Popup-Restaurant mit beschränkter Laufzeit gedacht und folglich mit einem Ablaufdatum versehen war, hätte man zumindest vonseiten der Verpächterin fest mit einer Fortsetzung der Zusammenarbeit gerechnet. „Eigentlich wollten wir die Zeit nutzen

und uns gemeinsam mit Thien ein langfristiges Konzept überlegen, samt Umbau und Neugestaltung“, erzählt Stephanie Cammerlander, die vor einem Jahr die Betriebe am Marktplatz von ihrem Vater und Onkel übernommen hat. „Nun ist es halt beim Pop-up geblieben.“ BAR, BISSEN UND BETTEN. Unabhängig von den Gründen, die Ngyuen letztlich dazu bewogen haben, die Pforten seines Restaurants in Innsbruck zu schließen – er ließ seine Verpächterin diesbezüglich im Unklaren und auch für 6020 war er nicht zu erreichen –, will Cammerlander sich nun trotzdem an eine umfassende Neugestaltung des Standorts am Marktplatz wagen. „Den Umbau hatten wir schon lange vor, deswegen

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© FRANZ OSS

ENDLICH RUHE


ziehen wir das jetzt durch“, verantwortlich zeichnet. sagt die Unternehmerin, Cammerlander zufolge könne man für die Betriebe am die eine neue Raumaufteilung der über 850 QuadratMarktplatz in Zukunft eine meter großen Geschäftsähnliche, das heißt moderne fläche und eine Trennung Formensprache erwarten, der beiden Stockwerke wobei man auch auf den historischen Bestand Rücksicht plant. Das Erdgeschoß ist nehmen wolle. Die Fassade dabei für die Marktbar, jedenfalls, die ebenso wie die Cammerlander selbst das gesamte Haus unter betreiben will, und ein Denkmalschutz steht, bleibe Restaurant, das verpachtet unangetastet. werden soll, reserviert, während im ersten Stock STE PH A N I E C A M M E R L A N D E R Starten sollen die Arbeiten künftig mehrere moderne im Jänner, die Eröffnung Gästeappartements Platz aller drei Betriebe ist für finden sollen. den kommenden Sommer angesetzt. Spätestens „Ich glaube, dass es dem Haus guttut, wenn es bis dahin soll auch ein Pächter gefunden werden – drei kleinere, kompakte Betriebe mit in sich stimmigen Konzepten gibt“, erläutert Cammerlander die im Idealfall aber schon vorher, wenn es nach Hintergründe. In jedem Fall kann man aber wohl Cammerlander geht, denn am liebsten wolle man davon ausgehen, dass es künftige Restaurantbegemeinsam mit dem zukünftigen Restaurantbetreiber am Marktplatz etwas einfacher haben dürftreiber umbauen. Anfragen habe es zwar bereits ten, wenn sie nicht eine derart weitläufige Fläche einige gegeben, das Richtige – ein Restaurant bespielen müssen wie so mancher ihrer Vorgänger. mit einer klaren Linie – sei allerdings noch nicht dabei gewesen. „Ich möchte einfach, dass an dem AUF DER SUCHE. Platz endlich Ruhe und Beständigkeit einkehren Realisieren soll den Umbau im Übrigen das Innsund er sein volles Potenzial entfalten kann“, sagt brucker Architekturbüro Laac, das unter anderem Cammerlander. „Und das geht nur, wenn auch das Konzept des Restaurants passt.“ für den Landhausplatz und den PEMA-2-Turm

„ICH GLAUBE, DASS ES DEM HAUS GUTTUT, WENN ES DREI KLEINERE, KOMPAKTE BETRIEBE MIT IN SICH STIMMIGEN KONZEPTEN GIBT.“


TAKE AWAY IN INNSBRUCK DIE PIZZEREI

BURENWIRT

Öffnungszeiten Take Away MO – FR: 11:30 bis 14 Uhr & 17 bis 19 Uhr SA & SO: 17:30 bis 19 Uhr

Öffnungszeiten Take Away MO – SO: 16 bis 22 Uhr Dienstag Ruhetag

Speisekarte

Tel.: +43 512/583796 Bozner Platz 6, 6020 Innsbruck reservierung@diepizzerei.at

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Mütze„Geli“ „Geli“€ €44,90 44,90 Mütze Steppjacke„Hahnenkamm“ „Hahnenkamm“€ €279,90 279,90 Steppjacke Mütze „Geli“ € 44,90 Steppjacke „Hahnenkamm“ € 279,90

L LI FI FE ES ST TY YL LE E LIFEST YLE

Zwei Sortimente Lebensgefühl: Tirol! Zwei Sortimente –– einein Lebensgefühl: Tirol! Zwei Sortimente – und ein„Tradition“ Lebensgefühl: Tirol!nicht Die beiden Linien „Lifestyle“ „Tradition“ bringen nicht nur Die beiden Linien „Lifestyle“ und bringen nur ganze Vielfalt Tirols zum Ausdruck, sondern auch unsere hohen Standards diedie ganze Vielfalt Tirols zum Ausdruck, sondern auch unsere hohen Standards Dieund beiden Linien an „Lifestyle“ und „Tradition“und bringen nicht nur und Ansprüche an Material, Verarbeitung und Design. Ansprüche Material, Verarbeitung Design. die ganze Vielfalt Tirols zum Ausdruck, sondern auch unsere hohen Standards und Ansprüche an Material, Verarbeitung und Design. Tirol Shop Innsbruck · Maria-Theresien-Straße Burggraben · info@tirolshop.com Tirol Shop Innsbruck · Maria-Theresien-Straße 5555 && Burggraben 3 ·3info@tirolshop.com SH WW WW WW . T. IT RI R OO L SL H OO P .PC. OC O MM

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SERIE

H OWDY, M R . P R E SI D E N T ! Gutes Rindfleisch, eine schöne Marinade und viel heiße Luft – das braucht man für einen amerikanischen Snackklassiker: Beef Jerky. von Flo Seidl

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ier lange Jahre hat der narzisstische Multimillionär Donald Trump Amerika und dem Rest der Welt gezeigt und gezwitschert, wie man Gesetze, Anstand, Menschenrechte und Klimaschutz mit Füßen tretet und nebenbei noch Rassismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit offen ausleben kann. Jetzt wurde Trump abgewählt und Joe Biden wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten. Ob und wie Joe Biden mit seiner Vizepräsidentin Kamala Harris das tiefgespaltene Amerika wieder eint und die Spuren der trumpschen Politik beseitigt, ist noch nicht absehbar, aber MundArt freut sich über das Ergebnis der US-Wahl, mariniert und trocknet Rindfleisch zu etwas typisch Amerikanischem: Beef Jerky.

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MUNDA RT

Trocknen, um zu konservieren Schon seit Jahrtausenden wird auf der ganzen Welt Fleisch, Obst, Gemüse und Fisch getrocknet und damit haltbar gemacht. Sobald den Nahrungsmitteln das Wasser entzogen ist, fehlt den Mikroorganismen die wichtigste Lebensgrundlage, und die Zersetzung verzögert sich. Die Trocknung zählt damit zu einer der ältesten Konservierungsmethoden der Welt. Amerikanische Ureinwohner trockneten Büffelfleisch auf Steinen in der heißen Mittagssonne, welches danach mehrere Monate haltbar war. Heute wird Beef Jerky als Snack verkauft und stellt eine beliebte Eiweißquelle für Sportler dar.

6020 und SPAR verlosen

EINE SPARGUTSCHEINKARTE

Das Rezept: Beef Jerky Zutaten: 150 ml Worcestersauce, 150 ml Sojasoße, 2 Knoblauchzehen, 1–2 Chilischoten, 3 EL Honig, ½ TL Salz, ½ TL Pfeffer, 3 EL Ketchup, 1 kg Huftsteak, 1 Rosmarinzweig Zubereitung: Das Rindfleisch abwaschen, mit Küchen­ papier gut abtrocknen und in 0,5 cm dünne Scheiben schneiden. Das Fett entfernen und die Scheiben in Streifen schneiden. Chili und geschälte Knoblauch­ zehen fein hacken, mit Pfeffer, Salz, Honig, Ketchup und den Saucen zu einer Marinade vermengen.

IM WERT VON 50 EURO Fleischstücke in die Marinade geben und vorsichtig einkneten. Dann gibt man die ma­ rinierten Fleischstücke in einen Plastiksack, verschließt diesen und gibt ihn über Nacht in den Kühlschrank. Danach legt man die Fleischstücke schön ausgebreitet auf den Grillrost des Backofens (eventuell eine Alufolie als Tropfschale darunter platzieren) und lässt sie bei ca. 70–80° C für ca. 12 Stunden bei leicht geöffneter Ofentüre langsam trock­ nen. Alternativ kann man natürlich auch ein Dörrgerät verwenden. Anschließend kann man das Fleisch noch in mundgerechte Stücke schneiden. Das Fleisch sollte danach ziemlich zäh, aber sehr würzig schmecken.

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Kennwort: „MundArt“ Einsendeschluss: 31. Dezember 2020 Rechtsweg ausgeschlossen keine Barablöse Brunecker Straße 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at


S N N I D N I S S A D E T S E B S K C U R B E H C Ö K Y B HOB

WINNS E G K C I L CKB

PIEL

kreativsten d n u n e t s e b urden sie l haben die g w a t n n t r h ö lo H e B d n. 6020 un nd gefunde u t h c u s e g l. e on Hörtnag Hobbyköch v n e in e h c ro- Guts mit 100-Eu

ne Magdalena hat in der Quarantä und ihre Liebe zum Kochen entdeckt freut sich darauf, ihre Freunde bei s, einem Dinnerabend mit Lachsfilet Spinat und Kartoffeln nach dem n. Rezept ihrer Mama zu verwöhne

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u, Gerhard weiß gena heine wofür er seine Gutsc liebt ver wenden wird: Er de zu es, für seine Freun ichen ckl Glü Die n. koche können sich freuen!

Philipp isst sonntags am liebs ten Weißwürs te. Weil das Geld in Coronazeiten knap p war, hat er einfach gelernt, sie selbst zu machen – mit den Gutscheinen kann er sich aber jetzt wieder Weißwürs te bei Hörtnagl gönnen.

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DER PIZZAKARTON, DER SPRICHT

Kunstprojekte in Coronazeiten umzusetzen, ist eine Herausforderung. Jungregisseur Peter Lorenz hat sich deswegen etwas Neues überlegt: ein Mitmachprojekt im Pizzakarton. Text: Denise Neher – Fotos: Axel Springer

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© STEFAN RASBERGER (LABSAL.AT)

C

orona hat das Leben von vielen ganz schön durcheinandergewirbelt, auch das von Peter Lorenz, 26 Jahre alt, aufgewachsen in Grinzens. Der ambitionierte Jungregisseur hatte nämlich ein aufwendiges Projekt geplant: Drei Wochen lang hätte es im Frühling in Innsbruck 13 verschiedene Kunstperformances gegeben. Mit dabei Peters Künstlerfreunde aus der ganzen Welt, die sich gemeinsam „The Doing Group“ nennen und dafür extra nach Innsbruck gekommen wären, aber auch viele „Einheimische“. Im Rapoldipark war beispielsweise eine Performance mit Jugendlichen unter anderem von Z6-Streetwork geplant. Der Titel des Kunstprojekts: „Unsichtbare Städte Innsbruck“. Dann kam der erste Lockdown und an ein Projekt mit Künstlern aus der ganzen Welt und mit großen Menschenansammlungen war nicht mehr zu denken. Trotz Quarantäne wollte Peter aber nicht untätig herumsitzen und dennoch ein „coronasicheres“ Kunstprojekt entwickeln, das sich mit den verschiedenen Seiten von Innsbruck beschäftigt. Die große Frage


BEI ANRUF KUNST Der Pizzakarton kann von jedermann bestellt werden und zwar beim Innsbrucker Künstlerförderer Charly Walter: 0664/53 42 343.

PANDEMIEGERECHTE KUNST: Im Pizzakar ton steck t viel Technik.

war: Was tun, wenn keiner raus und Kunst konsumieren kann? Peters Lösung: Dann kommt die Kunst eben nach Hause und zwar auf Bestellung in einem Pizzakarton.

TAKE AWAY

KEINE PIZZA, ABER VIEL TECHNIK In Peters Pizzakarton befindet sich keine Pizza, aber viel Technik. Der Karton kann von jedem, der Interesse hat, gratis angefordert werden. Peter bringt ihn mit einem Lastenfahrrad vorbei und holt ihn nach rund einer Stunde wieder ab. Am Inneren hat Peter zwei Monate lang gebastelt. „Und das, obwohl ich wenig mechatronisches Vorwissen hatte. Zum Glück hatte ich tolle Helfer“, lacht Peter. Wer den Karton öffnet, sieht eine beleuchtete Folienpräsentation mit liebevoll gestalteten Illustrationen. Der Text, gesprochen von Peter, erzählt von verschiedenen oft amüsanten, aber auch absurden Sichtweisen auf Innsbruck und fordert dazu auf, sich eigene Gedanken zur Stadt zu machen. Auf eine abwaschbare Oberfläche kann sogar gezeichnet werden. 55


KÜNSTLERKOLLEKTIV: Peter Lorenz (hinten) hat te mehrere Helfer, unter anderem: Jan Contala, Johannes Payr aka ludwig technique und Eleni Palles. (v. l . n. r.)

rung durch die „stadtpotenziale Innsbruck“ war der Pizzakarton „ein Megalowbudget-Projekt“, erklärt Peter. Dennoch ist er dankbar und froh über Hilfen. Daniela Oberhover Tonkovic und Charly Walter von der Galerie „openspace.innsbruck“ in der Mentlgasse haben ihn mit Räumlichkeiten, Infrastruktur, Kontakten und einem kleinen Budget für Ausgaben im Rahmen der „Künstler*innen Residenz der Magic Carpets Creative Europe Platform“ unterstützt. Am Projekt beteiligt sind bzw. waren neben Peter Lorenz auch noch weitere kreative Köpfe Innsbrucks: Johannes Payr aka ludwig technique, Jan Contala, Eleni Palles, Philipp Schwaderer und Stefan Rasberger.

„ICH MÖCHTE DIE VERSCHIEDENEN WAHRNEHMUNGEN VON INNSBRUCK ZEIGEN UND DENKANSTÖSSE LIEFERN.“ P ETE R LO R E N Z , E R F I N D E R D E R KU N ST I M P I ZZ A K A RTO N

Es geht Peter darum, verschiedene Blickwinkel von Innsbruck zu sammeln: „Jeder erlebt Innsbruck anders, für jeden ist die Stadt etwas anderes. Ich möchte die verschiedenen Wahrnehmungen von Innsbruck zeigen und Denkanstöße liefern.“ Im Pizzakarton sind eine Kamera und ein Aufnahmegerät eingebaut. Aus allen Aufnahmen, die Peter von den „Bestellern“ in den vergangenen Wochen erhalten hat, wurden Videos gefertigt. Diese hätten im November im Zuge einer Kunstinstallation an verschiedenen Plätzen in Innsbruck gezeigt werden sollen. Auch da gab’s eine coronabedingte Absage. Zu finden sind die Videos jetzt auf der Website www.magiccarpets.at/invisiblecities. Das Interesse und die „Bestellungen“ seines Pizzakartons freuen Peter sehr. „Bestellt haben bisher Kunstschaffende, Kunstinteressierte, Altersheime, aber auch eine Stadträtin“, erzählt Peter mit leuchtenden Augen. Trotz Förde-

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STÄDTEHOPPING Peter ist erst 26 Jahre alt, aber er hat schon viel von der Welt gesehen. Nach sechs Jahren am Akademischen Gymnasium in Innsbruck besuchte er dank eines Stipendiums die internationale Schule „United World College“ im bosnischen Mostar. Dort schloss er mit dem internationalen Abitur ab, danach studierte er in Glasgow angewandte Theaterwissenschaften. Seitdem ist Peter als freischaffender Regisseur, Regieassistent, Theatermacher und Künstler auf der ganzen Welt unterwegs. Einige seiner beruflichen Stationen waren die Scottish Opera, Vancouver Opera, Oper Köln, Theater St. Gallen, die Bayreuther Festspiele oder auch die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. „In den vergangenen drei Jahren hatte ich keinen wirklichen Wohnsitz mehr und war nie länger als zwei Monate an einem Ort“, erklärt Peter. Er erinnert sich sogar an Wochen, in denen er in fünf verschiedenen Städten war. Bis Ende des Jahres wird Peter dennoch fürs Erste einmal sesshaft werden, er baut sich mit seiner Freundin ein „Nest“ in Berlin. Das viele Reisen wird ihn, sofern es Corona wieder mehr erlaubt, trotzdem immer begleiten, und auch in die Heimat zieht es ihn regelmäßig. „Um in Tirol Eltern und Freunde zu besuchen oder zu arbeiten, komme ich oft heim, und zwar nicht nur, um Pizzakartons auszuliefern“, lacht Peter.


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Wer umweltbewusst denkt und Wert auf gesunde Ernährung legt, achtet auf besonders gute Fleischqualität. Was zählt, ist die regionale Herkunft und die Haltungsbedingungen. Denn gefragt sind kurze Transportwege, größeres Tierwohl und kontrollierbare Qualität. In kleinen, regionalen Betrieben, die meist noch auf traditionelle Weise wirtschaften, sind die Bedingungen für die Tiere besser. Dazu zählen vor allem die handwerklich hergestellten Erzeugnisse der Marke BIO vom BERG.


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SILLPARK Vielklassshopping im größten innerstädtischen Einkaufszentrum in Innsbruck

DIE NEUE TIEFGARGE des SI LLPARK ist die hell ste, schönste und modernste Tiefgarage Innsbrucks.

© MICHAEL WINKLER, THOMAS STEINLECHNER (2)

DER INTERSPAR HYPERMARKT im SI LLPARK überzeugt mit einer umfangreichen Produk tpalet te und regionalen Angeboten.

AUF ÜBER 4.000 M 2 präsentier t Peek & Cloppenburg Mode für alle Anlässe.

N

ur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt findet man im SILLPARK alles, was das Shoppingherz begehrt. Von Top-Gastronomie bis hin zu den hippsten und beliebtesten Marken bietet das Shopping Center alles für ein außergewöhnliches Shoppingerlebnis. Dank des einzigen PEEK & CLOPPENBURG Tirols sowie des einzigen PRIMARK Westösterreichs und des größten ONLY Store Österreichs ist die Fashionkompetenz des Centers unschlagbar. Abgerundet wird das sagenhafte Sortiment mit dem modernsten INTERSPAR Hypermarkt Tirols, dem einzigen MANNER Shop im Westen sowie zahlreichen weiteren Kundenlieblingen wie SNIPES, H&M, SUNNYSU und vielen mehr. SILLPARK PRÄSENTIERT DIE GRÖSSTE FASHIONVIELFALT INNSBRUCKS Von Top-Marken bis hin zur Mode für den kleineren Geldbeutel wird im SILLPARK alles an Fashion angeboten, was das Herz begehrt. Egal ob man auf der Suche nach

Basics oder den neuesten Trendoutfits ist, im Fashiontempel SILLPARK findet man bestimmt das Richtige. SILLPARK TIEFGARAGE IM NEUEN GLANZ Bei der Sanierung dieser Tiefgarage wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um den Kunden bei Fertigstellung nur das Beste bieten zu können Das Vorhaben beinhaltete die komplette Neugestaltung und technische Überholung der etwas in die Jahre gekommenen Parkgarage des SILLPARK. 2 Jahre und ein Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro später, dürfen sich die Besucher über ein Schmuckstück von Tiefgarage freuen. Diese rundet das außergewöhnliche Einkaufserlebnis im SIILLPARK mit heller, moderner und übersichtlicher Gestaltung ab. VERBUNDENHEIT MIT DER REGION Der SILLPARK ist aufgrund seines Engagements und seines Standortes sehr eng mit der Region und der Bevölkerung 58

verbunden. „Wir als Nahversorger sind für unsere Besucherinnen und Besucher wesentlich mehr als ein Einkaufszentrum. Wir legen sehr viel Wert darauf, den Kunden neben dem Shoppingerlebnis noch zusätzliche Angebote zur Verfügung stellen zu können“, beschreibt Center-Manager Markus Siedl den sozialen Grundgedanken des Centers. Gemeinsam mit lokalen Partnern wie der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol, verschiedenen Vereinen und Schulen konnten bereits einzigartige Konzepte und Projekte umgesetzt werden, die auch für die Gegend einen absoluten Mehrwert darstellen (wöchentliche kostenlose Mutter-ElternBeratung, Eislaufplatz, eigener Betriebskindergarten, kostenlose Schachstunden, Kindereinrichtungen wie Mini Lollipop, etc.). 


ENTGELTLICH E EINSCHALTUNG

KOHLA FREERIDE Das Fell für mehr Freiheit.

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b auf der neugewalzten Piste, auf frischem Neuschnee oder beidem – mit dem FREERIDE Fell liegt die Entscheidung ganz bei dir. Das hochwertige Mixmohair ist nämlich für jedes Terrain und jede Schneeart geeignet, bietet Langlebigkeit und einen perfekten Halt – auch bei mehrmaligem Aufstieg. FREERIDE steht aber nicht nur für maximale Freiheit, sondern auch für einen hochmodernen Fellaufbau: Die neuentwickelte KOHLA Fiberseal-Technologie sorgt für ein dünnes und dennoch sehr robustes sowie komplett wasserdichtes Fell, das dank seinem geringen Packmaß in jedem Tourenskirucksack Platz findet.

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PROGRAMM D EZE M B E R 2020 / JÄ N N E R 2021

TAXISPALAIS Bis März ist im Taxispalais „Iman Issa___Proxies, with a Life of Their Own“ zu sehen: Mit Installationen, Filmen, Publikationen und Soundarbeiten weist Issa spielerisch auf blinde Flecken im Blick auf die Vergangenheit hin und fordert den Status von Bildern, Objekten, Beschreibungen und Subjekten im Ausstellungsraum heraus.

AB INS MUSEUM! Zumindest Museen und Galerien dürfen seit 7. Dezember wieder Besucher empfangen – spannende Ausstellungen warten zum Beispiel hier:

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VERSC H

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BEN Eröffn ung Dezem im ber

7.11.20 BIS 10.1.21

© GÜNTHER KRESSER, GALERIE BERND KUGLEG

GALERIE BERND KUGLER Die Galerie zeigt bis 22. Jänner „Rechtsstaat, Oida“ von Elke Sylvia Krystufek. Die Ausstellung umfasst Werke aus mehr als 30 Jahren künstlerischen Schaffens, von Malerei und Fotomontagen bis hin zu Video.

DER MAGISCHE LICHTERPARK Tickets und weitere Informationen unter lumagica.at


PROGRAMM

Wer das alles schon gesehen hat: Viele erstklassige Museen aus der ganzen Welt bieten auf ihren Websites oder über Google Arts & Culture virtuelle Rundgänge durch ihre Sammlungen an, so zum Beispiel die National Gallery in London, das Musée d’Orsay in Paris, das Van Gogh Museum in Amsterdam, der Prado in Madrid, das J Paul Getty Museum in Los Angeles und das Metropolitan Museum of Art (Met) in New York. So kann man Kunstluft schnuppern und gleichzeitig ein kleines bisschen das Fernweh besänftigen.

TIROLER LANDESMUSEEN Im Ferdinandeum wird mit „Solace of Lovers“ iranische Kunst und Poesie zelebriert, die ab 18. Dezember geöffnete Ausstellung „Defregger. Mythos – Missbrauch – Moderne“ beschäftigt sich mit Fragen nach Identität und Geschlechterrollen und beleuchtet Franz von Defreggers missbräuchliche Rezeption in der Nazizeit. Für Familien zeigt das Zeughaus „Vom kleinen Saurier zum Ritter Rost“ Zeichnungen von Jörg Hilbert.

AUT © MAZDAK AYARI, DEFREGGER, HERTHA HURNAUS, DACHSBAU (2)

Im aut sind momentan die Ausstellungen „Neues Bauen in Tirol“, die einen repräsentativen Querschnitt durch die Tiroler Architekturlandschaft zeigt, sowie Carmen Müllers „Von Gärten, Pflanzen und Menschen“ mit zahlreichen Fotografien, Zeichnungen und Fundstücken aus Gärten in und um Innsbruck zu sehen.

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STREAM AB! SPORT, FILM

22. DEZEMBER 20.30 UHR

S N OW FU N

FREERIDE NIGHT TV SHOW AUF DACHSBAU.TV

Ein Livestream für die Freeride-Community in Innsbruck: Jeder kann seine eigenen Clips (1,5 bis 5 Minuten) einsenden und mit etwas Glück ein Preisgeld im Publikumsvoting absahnen oder Sachpreise in der Tombola gewinnen.

SPORT

13. JÄNNER 19 UHR

S K ATE N A M DA N CE F LOO R GAME OF D.A.C.H.S. AUF DACHSBAU.TV

Da immer noch nicht wieder getanzt werden darf, veranstaltet der Dachsbau dort jetzt einfach einen Flatground Skate Contest, der live aus dem Club übertragen wird. Die Sieger werden im Publikumsvoting bestimmt, Preise gibt es auch.

Mit Abstand

die schönsten Weihnachtsgeschenke gibt es im TYROLIA Onlineshop KAUF & SCHENK LOKAL

www.tyrolia.at


PROGRAMM

KONZERT

17. DEZEMBER 21 UHR

I RO N I E & G ITAR R E N

6020 verlost

COURTNEY BARNETT LIVE AUS MELBOURNE

ZWEI SKIBRILLEN AUS DER INNSBROOKLYN KOLLEKTION VON DELAYON.

Nach fast einem Jahr ohne Auftritte spielt die australische Musikerin Courtney Barnett ein Konzert ohne Publikum, dafür für Fans auf der ganzen Welt: „From Where I’m Standing“ wird live aus dem imposanten Royal Exhibition Building in Melbourne gestreamt.

Kennwort: „Pistenspaß“ Einsendeschluss: 11. Jänner 2021 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at

MUSIK, ENTERTAINMENT

19. BIS 24. DEZEMBER

Das Einzige, das wir testen ist Bier

H O, H O, H O

Normalerweise würde Mitte Dezember irgendwo in Österreich ein großer Glaskasten inklusive Radiostudio und -moderatoren aufgestellt werden. Dieses Jahr verbringen Robert Kratky, Gabi Hiller und Andi Knoll stattdessen 120 Stunden im Ö3-Studio, um gemeinsam mit verschiedenen Gästen Spenden für Licht ins Dunkel zu sammeln.

Wir feiern wieder! Öffnungszeiten unter: § 1 COVID-19 Maßnahmengesetz www.facebook.com/JollyInnsbruck 64

© DELAYON, SHUTTERSTOCK.COM, ADOBE STOCK, Ö3

Ö3 WEIHNACHTWUNDER IM LIVE-STREAM


KUFSTEIN TIROL FH FH KUFSTEIN TIROL FH KUFSTEIN TIROL FH KUFSTEIN TIROL E N TGELTLI CHE EI NS CHA LT U NG

V IVVRII TRRUTT EUULEELLL LL VIRTUELL

Fotolia.trolstnev

Die FH Kufstein Tirol bietet am Samstag, den 30. Jänner 2021 einen virtuellen Open House an. Interessierte können sich von 9 bis 15.30 Uhr live und individuell über die Studienangebote und den Campus informieren.

Fotolia.trolstnev Fotolia.trolstnev Fotolia.trolstnev

IM JÄNNER ONLINE INFORMIEREN, IM HERBST STUDIEREN

KUFSTEIN TIROL FHFH KUFSTEIN TIROL FH KUFSTEIN TIROL UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES FH KUFSTEIN TIROL UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES

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BACHELORSTUDIENGÄNGE BACHELORSTUDIENGÄNGE BACHELORSTUDIENGÄNGE >> Energie& Nachhaltigkeitsmanagement >>BACHELORSTUDIENGÄNGE Energie& Nachhaltigkeitsmanagement (vz) (vz) >> Energie- & Nachhaltigkeitsmanagement (vz) INTERESSIERTE können sich beim vir tuellen Tag der Of fenen Tür live und individuell zu den Studienangeboten beraten lassen.

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ie Lehrenden der Kufsteiner Fachhochschule stellen beim Online Open House die 12 Bachelor- und 12 Masterstudiengänge live und persönlich vor und geben den InteressentInnen einen guten ersten Eindruck in die Studieninhalte. Dank virtueller Rundgänge durch das FH-Gebäude und das Studentenwohnheim können Interessierte einen persönlichen Einblick in den Hochschulalltag und zum Wohnen in Kufstein erhalten. Offene Fragen werden in einem betreuten Chat-Raum beantwortet, zusätzlich können Termine für persönliche Beratungsgespräche in der virtuellen Master Lounge vereinbart werden. STUDIENSTART IM HERBST 2021 Die Online-Anmeldung zum Studium ist für Bachelorinteressierte bis 7. März 2021, für Masterinteressierte bis 20. April 2021 möglich. Weitere Informationen zum Online Open House und zur Online-Bewerbung finden Sie auf der Website der FH Kufstein Tirol: www.fh-kufstein.ac.at.

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© ADOBESTOCK.PROSTOCK-STUDIO

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PROGRAMM

FILM, SPORT

BIS 31. DEZEMBER N ATU R AU F D E R COUCH

BANFF MOUNTAIN FILM FESTIVAL & OCEAN FILM TOUR

Beide Filmtouren wurden abgesagt, das Banff Mountain Film Festival und die Ocean Film Tour finden aber trotzdem statt – dieses Mal im eigenen Wohnzimmer: Bis Ende Dezember können die Filme beider Touren nach Herzenslust zu Hause gestreamt werden.

wir reden & lesen weiter

MEHRERE TERMINE AB DEZEMBER Ü B E R LE B E N S KÜ N STLE R

STROMBOLI SURVIVAL CLUB

Das Online-Lockdown-Projekt des Stromboli soll mit ansteckender Livemusik und keimfreien Bargesprächen durch die Krise helfen. Dabei sein werden unter anderem Lockdown Paradise, Whyrauch, DubAwareSoundsystem und das Rita Goller Trio.

www.literaturhaus-am-inn.at 66

© WILL SAUNDERS, STROMBOLI, ARI YEHUDIT RICHTER, SCHUTTERSTOCK.COM

MUSIK


KUNST, KULTUR

IMMER MONTAGS 19 UHR

D I G ITA LE BÜ H N E KULTURMONTAG

Mit den KulturMontagen bietet das Renner Institut Tiroler Kulturschaffenden und Künstlern mit Tirolbezug in der für viele existenzbedrohenden Zeit eine Bühne. Am 14. Dezember sind die Kabarettistin Tereza Hossa und der Autor Josef Jöchl zu Gast, nach einer Weihnachtspause geht es am 11. Jänner weiter. Programm-Updates und die Streams gibt es auf der Facebook-Seite des Renner Instituts.

LITERATUR

WERDEN LAUFEND BEKANNTGEGEBEN WE ITE R LE S E N

LESUNGEN UND MEHR AUS DEM LITERATURHAUS AM INN

Wie im Frühjahr bringt das Literaturhaus auch in veranstaltungsfreien Zeiten Literatur nach Innsbruck: Neben Videolesungen, Autorengesprächen und Sendungen auf Radio Freirad (jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat, 10 Uhr) werden auf der Website jede Woche neue Journale und Essays verschiedener Autorinnen und Autoren veröffentlicht.


AUSSTELLUNG, MUSIK

17. DEZEMBER

RWINTE S S A P S L L E R-

21 UHR

VOM A N FERN E FEINST JEDER VON IK HEKT

M US I KG E S CH I CHTE

WINTERZAUBER RUND UM DIE SERLES / / f a m i l i e n f re u n d l i c h e P i s t e n u n d k u r z e We g e / / R o d e l s p a ß f ü r G ro ß und Klein // Übungsgelände im Ta l m i t Te l l e r l i f t und Kinderland

„ELECTRONIC: FROM KRAFTWERK TO THE CHEMICA BROTHERS – THE VIRTUAL TOUR“

Das London Design Museum gibt am 17. Dezember eine exklusive virtuelle Führung durch die aktuelle Ausstellung über die Entwicklung elektronischer Musik, inklusive Interviews mit Musikern und Designern aus der Szene.

SE RL E SL I FT E M I E D E RS B E RG B A H NE N G M B H & CO KG WA LD RA S T E RW E G 1 6 142 MI E D E R S / A U S TRIA ser l esba hnen. c om

Haupt-, Neben-, oder Sommerjob

Promotion für den

AUSSTELLUNG, LITERATUR

Umweltschutz 5, 4 oder 3 Tage / Woche

LITE R ATU R AL S KU N ST

„WENN MAN SPRICHT IST IMMER JETZT – SONST NICHT“ IM TRESOR BANK AUSTRIA KUNSTFORUM

Das Bank Austria Kunstforum eröffnet im Dezember seine erste Hybrid-Ausstellung: „wenn man spricht ist immer jetzt – sonst nicht“ mit Collagen von und Arbeiten über Nobelpreisträgerin Herta Müller ist gleichzeitig analog und digital erlebbar.

h JETZT! Bewirb Dic www.greenpeace.at/directdialog 68

© STEPHANIE VON BECKER, HERTA MÜLLER, CHRISTIAN BERTRAND / SHUTTERSTOCK.COM

BIS 31. MÄRZ


DEFREGGER

MYTHOS – MISSBRAUCH – MODERNE AB 11.12. IM FERDINANDEUM tiroler-landesmuseen.at


Unter­haltung gegen die Krisen- und andere Stimmungen Dank Corona ist das Gesellschaftsleben derzeit ein einziges Rückzugsgefecht. Ein zumindest kurzfristig funktionierendes Mittel, darüber nicht endgültig in Krisenstimmung zu verfallen, sind packende Serien und Weihnachts-Fluchtfilme. 6020 hat dazu einige lohnende Vorschläge.

© NETFLIX (2), APPLE TV

Text: Klaus Erler

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Fremdsprachenlehrgang Breites Amerikanisch kann gerade in Zeiten verhaltenskreativer Ex-US-Präsidenten zusätzlich nerven. Warum nicht einmal die Seriensprache ändern und in die exotischen Klänge von Hebräisch im Mix mit Gangsterarabisch eintauchen? Dazu empfehlen sich gleich zwei israelische Serien: „Fauda“ (Netflix) und „Tehran“ (Apple TV+). Inhaltlich geht es in beiden Spionageserien um das Thema „Israelischer Geheimdienst gegen den arabischen Widerstand“, formal dominieren gutes Schauspiel, actionverstärkende Handkamera, eine leichte Propagandaneigung und vor allem spannende, nicht selten auch brutale Handlungsstränge. Ein echtes Plus, das als grundsätzlicher Hinweis auf die Güte des gezeigten Schauspiels zu werten ist: Hier wird noch authentisch geraucht, wenn es sein muss, auch über die Nase und mit vollem nervösem Genuss. Peinliche Mundpaff-Einlagen überlassen die vorzugsweise israelischen Schauspieler ihren amerikanischen Kollegen.

Schach brutal

Wer hätte je gedacht, dass Schach für Zuseher spannend sein kann, so nervenaufreibend, dass man lieber den Fernseher ausschaltet, als den ungewissen Ausgang eines Spiels noch länger zu ertragen? Die Miniserie „The Queen’s Gambit“, („Das Damengambit“, Netflix) beweist, dass Derartiges durchaus möglich ist. Die Story folgt dem Waisenmädchen Beth Harmon (Anya Taylor-Joy) auf ihrem Lebens- und Leidensweg vom erstmaligen Entdecken einer Schachhochbegabung über eine vom Waisenhaus verschuldete Tranquilizersucht bis hin zum Kampf gegen die Schachweltelite als junge, zunächst noch nicht ernst genommene Frau. Dabei macht nicht nur das Schauspiel von Anya Tayler-Joy diese Serie spannend, sondern auch das Drehbuch mit vielen unerwarteten Wendungen. Besonders beachtenswert ist die detailverliebte Ausstattung, die die Sechzigerjahre bis ins kleinste Detail wieder auferstehen lässt: Eleganter war sowjetischer Brutalismus selten.

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Weihnachten auf der Couch

Wer Weihnachten heuer lieber mit dem Partner vor dem Fernseher als im familiären Quarantänestress verbringt – hier sind unsere Empfehlungen:

„A Charlie Brown Christmas“, 1965 „Fröhliche Weihnachten, Charlie Brown“ (YouTube, Amazon US) war der erste „Peanuts“-Fernsehzeichentrickfilm. Erstmals am 9. Dezember 1965 ausgestrahlt, wurde diese 25 Minuten lange Episode über einen vom kommerziellen Weihnachtsrummel deprimierten Charlie Brown zum sofortigen Erfolg Inzwischen gehört „A Charlie Brown Christmas“ für viele Amerikaner zu Weihnachten wie der Baum und die Geschenke. Besonders beachtenswert ist auch die Filmmusik von Vince Guaraldi. Seinem gleichnamigen Jazzalbum sagt man nach, dass es dem Jazz in Amerika erstmals zur großen Breitenwirkung verholfen hat.

„Silent Night, Deadly Night“, 1984 Ins Deutsche etwas holprig in „Stille Nacht, Horror Nacht“ (Apple TV+, iTunes) übersetzt, ist „Silent Night, Deadly Night“ ein wunderbar grottenschlechter Slasherfilm, in dem weder mit Filmblut noch mit pittoresk überzeichneter B-Movie-Gewalt gegeizt wird. Die Handlung ist rasch erzählt: Der junge Billy verarbeitet als ein mit scharfer Axt ausgerüsteter Weihnachtsmann seinen posttraumatischen Kindheitsstress, den er sich unter anderem im katholischen Waisenhaus zugezogen hat. Das den Film begleitende Motto ist: „You’ve made it through Halloween, now try and survive Christmas.“ Sehenswert.

Zur Zeit ihrer Erstausstrahlung durchaus kontroversiell diskutiert, ist die österreichische Satire inzwischen fast unwidersprochen Kult, auch wegen ihrer tiefen und oft schmerzhaften Einblicke in die sozialen Zustände in Österreich in den Siebzigerjahren. Die Weihnachtsepisode ist da keine Ausnahme, vor allem wenn Protagonist Mundl Sackbauer gleich zu Beginn den KaufhausWeihnachtsmann mit einem herzlichen „Hau de übad Heisa mit dera Gloggn, schleichn sollst di!“ zur Läuträson zu bringen versucht. Auch was in den weiteren 48 Minuten der Weihnachtsepisode folgt, ist zu gleichen Teilen zum Fremdschämen und erheiternd, eines aber nicht: beschaulich.

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© APPLE TV, ORF, TRISTAR PICTURES

„Ein echter Wiener geht nicht unter“, Episode 11: „Stille Nacht“, 1977


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D I E F RAG EN

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Filial zu betrachten: Laden für kleinste Äste?

1

Als Film animiert: Nonverbale Finte?

2

Wahnsinnsrundgänge? Die bringen dich eher auf den Holzweg (1–2 W.)

3

Gar nicht cool, wenn ich dir meinen Namen sag

4

Ich lehr hier ungelogen

5

Aufbrausend: Folge von viel zu warmer Mütze?

6

So ruhig ist Bier gut aufgehoben

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In der Verfassung ist die Marktbude sicher nicht offen

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Hier kriegst du was gedrechselt: Mehrfachsitzplätze im Karussell?

9

Musikalisch ausgelassen: Findet Italiener zum Lachen?

10

In Südtirol gegendlich zu finden: Huhnprodukte für ausgewiesenen Grenzübertritt?  

11

Subkontinental, wenn die buchstäblich in den Inn springen

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Hebenfalls? Hund? Hast du nicht, wenn du atemlos bist

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Er ist als Momentaufnahme nur im Nu zu sehen

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Gekocht, wenn ich nach oben rag

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Der Haahrtrockner sorgt fall(!)weise als Wind für wirre Köpfe

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Ihn hab ich gar nicht lange als Kanzler erkannt

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In Afrika ver-Staat-licht: Klingt wie dialektale Kurzform von „Ist mir ebenfalls bekannt“

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Ballsaison

Skitag ro in bar Du brauchst: usrüstung, 150 Eu ia Sk ne ei , ug nz Semmel , Einen Skia asch, eine harte ul ng se Do lt, ke und gestüc up. 10 cl Himbeersir e Heizung auf nzug an, drehe di ia Sk en in de e 1. Zieh nen vorher mit ne Stunde auf ei ei ch di e tz se d un uhl. r beträufelten St warmem Wasse rüstung, mache us ia ltere deine Sk hu Sc ! da st bi 2. Du nach 10 Minuten und stelle dich da 50 Kniebeugen nes Fenster. oder an ein offe auf den Balkon bis achtmal. Vorgang siebenWiederhole den ne rustikale sengulasch in ei 3. Schütte das Do d konsumiere e es lauwarm un Schüssel, wärm it der Semmel es zusammen m machten und dem selbstge nne 15 Euro. re Skiwasser. Verb hluss4. Mach 50 Absc wiederhole un Kniebeugen d nne das Schritt 1. Verbre . ld Ge restliche

Du brauchst: Abendgarderobe, billigen Sekt, 100 Euro in bar, ein Lachsbrötchen, Bluetooth-Kopfhörer ohne Lautstärkelimit, das YouTube-Video „Riverdance 1995“. 1. Am Nachmittag ziehst du bereits unbequeme Schuhe ohne Socken an. Leg das Lachsbrötchen und den Sekt auf die Fensterbank über der Heizung. 2. Abends ziehst du dich an, drehst die Musik in deinen Kopfhörern so laut auf, dass es ein bisschen weh tut. Tanze, bis du deine Füße nicht mehr spürst, und trinke dazwischen schluckweise warmen Sekt. 3. Mitternacht! Spiele das YouTube-Video „Riverdance 1995“ ab und iss das verdorbene Lachsbrötchen. 4. Trinke den Rest des Sekts, ziehe deine Schuhe aus und betrachte die Blasen. 5. Nachdem das Lachsbrötchen und der warme Sekt den Körper wieder verlassen haben, rufst du ein Taxi und gehst nicht vor die Tür. Überweise 30 Euro an die Taxi-Firma und verbrenne die 100 Euro.

Weihnachten mit den Lieben

© SHUTTERSTOCK.COM

Du brauchst: Essen im Wert von 50 Euro, einen Amazon-Gutschein, ein leeres Notizbuch. 1. Schreibe alle deine Ängste, unerfüllten Erwartungen und persönlichen Versäumnisse säuberlich in das Notizbuch. 2. Bestelle unnötig viel Essen in einem Traditionsgasthaus und schaufle alles in dich hinein. 3. Währenddessen bittest du jemanden, das Notizbuch laut vorzulesen. 4. Nach dem Essen überreicht dir jemand einen Amazon-Gutschein mit einem generischen Weihnachtsgruß von Santa Claus. 77


Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.

E SSAY

NETFLIXENS NACHRICHT Erinnerungen, die traumatisieren von Johannes F. Park

U

nlängst bekam ich ein E-Mail von Net­fl ix. wunderbares Konsonantenensemble, fällt mir gerade Fast hätte ich jetzt schon eine E-Mail geauf. Auch hier reagiert mein Herz, Sie wissen schon. Ich frage mich: Schickt mir Netflix bald einen schrieben, so durchgermanisiert bin ich RSa-Brief, wenn ich zwei Tage nicht eingeloggt war? mittlerweile. Sie wissen schon: wegen der ganzen Podcasts. Und des schwer auf allen mögliOder ein SWAT-Team? chen Kanälen in unseren Sprachraum hereinstrah Lange dachte ich ja, es geht denen um Serien. Aber lenden Influencer- und sonstigen Gequatsches aus in Wahrheit dreht sich alles bloß um deine AufmerkDeutschland. Stichwort: die leckere Cola. samkeit. Nichts anderes sollst du tun als Neflix schau Mir geht ja das Herz auf, wenn heute jemand noch en. Und deshalb wirst du ständig daran erinnert. Problem: Du bekommst ja heute schon viel zu das saupickige Limmozeig sagt und sich ein Bier beviele Reminder, wie wir techaffinen Neos-Wähler in stellt. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls: Lieber Johannes, hieß es in Netflixens unsere versehentlich gemuteten Headsets zu murmeln pflegen. Von den 37 bald auslauNachricht sinngemäß, vergiss nicht, die fenden Testabos zum Beispiel, die du Serie XY fertig anzusehen. N I C HTS Man muss sagen: Damit bin ich aber während des letzten Lockdowns am schon überhaupt gar nicht einverstanHandy abgeschlossen hast. Weil normal AN DE RE S den. Und der Schock sitzt tief. Weil es ist eine Scheiß-App kaufen, geht ja nicht SOLLST nämlich das eine, schon werktags in der mehr. Oder von diesem revolutionären Früh mit Serien-Empfehlungen bombarProduktivitätstool, das dir hilft endlich DU TUN . diert zu werden. Stichwort: Wie wäre es effizient und komplett durchsynchronisiert zu versagen. Vielleicht auch von der heute Abend mit Beliebt bei mittwochs smarten Zahnbürste: Es warate wieder Zeit wegen betrunkenen Reihenhausbesitzern mit mediokrer Internetverbindung, die alle Folgen von „The Crown“ die Borsten. Oder vom Kühlschrank: Achtung, das Proteinlevel in Fach 2 ist unter die von der WHO gesehen haben? Es ist auch eine Sache, wenn du benachrichtigt empfohlene Tagesdosis gesunken. wirst, dass in der Kategorie Romantische Familienko- Ich wünsche, in Ruhe gelassen zu werden. Und mödien rund um Inzest und Amoklauf (16+) ein neuer auch möchte ich nicht das Gefühl haben müssen, dass meine Haushaltsgeräte hinter meinem Rücken gegen Film vorliegt. Und dass sie bei Netflix wissen, wann, wo und wie oft du dir halbe Nächte um die Ohren mich arbeiten. So ein Thermomix out of control cancelt dich auf Twitter heute ratzfatz in die Bedeutungshaust, damit musst du ohnehin leben. Und jeder, der losigkeit oder räumt dein Bankkonto leer, um mit dem dir beim Frühstück gegenübersitzt, auch. Wenn mir diese durchgeknallten Marketing- und bisexuellen Saugroboter durchzubrennen. Auch das Datenfüchse allerdings jetzt auch noch erklären wolist ein andere Geschichte. Apropos anderweitig: Freitags schicke ich immer len, was ich noch unbedingt zu erledigen habe, hört der Spaß echt auf. Weil ich will ja schon nicht in einer ein E-Mail an alle, die sich für meinen Newsletter anWelt leben, wo es „The Queen’s Gambit“ anschauen melden. Und mittwochs gibt’s JFP-Texte im neuen Podernsthaft auf eine To-do-List schafft. Aber dann auch cast Hirn mit Ei. Beides erhältlich via jf-park.com. noch daran erinnert zu werden – das ist die Höchstjfpark@6020stadtmagazin.at strafe. Höchststrafe beinhaltet mittig übrigens ein 78


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6020 Stadtmagazin Dezember/Jänner  

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