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Jahresbericht 2003 der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Z端rich


Inhalt

Bildlegenden ganzseitige Fotos Titelbild: Kirche St. Peter, Zürich Seite 12: «Seelenlichter Stäfa», Jugendliche während einer ökumenischen Feier Seite 18: Fest anlässlich 20 Jahre Haus der Stille und Besinnung in Kappel a. A. Seite 31: Pantomime während eines Jugendgottesdienstes Seite 40: Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Sihlfeld, Zürich Seite 47: Landeskirchlicher Besuchsdiensttag mit Freiwilligen aus den Kirchgemeinden Seite 58: Ökumenische Bergkirche Rheinau

Teil I Vorwort des Kirchenratspräsidenten Ecclesia semper reformanda Kirchliche Behörden Präsidialressort Ressort Finanzen Ressort Werke und Beiträge Ressort Pädagogik und Animation Ressort Bildung und Gesellschaft Ressort Gemeindedienste Ressort Diakonie und Seelsorge Verwaltungsbereiche Kirchensynode

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Teil II Statistische Angaben Rechnung der Zentralkasse Übersicht über die Fonds Kollektenergebnisse Bericht der Revisionsstelle Beziehungen zu weiteren Institutionen Etat Impressum

41 48 56 57 57 59 70 76

Adressverzeichnis 2004

Der Kirchenrat beschliesst: 1. Der Jahresbericht 2003 wird gemäss §30 Ziff. 4 des Kirchengesetzes den Mitgliedern der Kirchensynode, ferner den Bezirks- und Gemeindekirchenpflegen sowie den Mitgliedern des zürcherischen Ministeriums zugestellt. 2. Nach Genehmigung des Berichtes durch die Kirchensynode erfolgt nach

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Beilage

§4 des Kirchengesetzes die Zustellung an den Regierungsrat, ferner an die Mitglieder des Kantonsrates. Vor dem Kirchenrat Kirchenratsschreiber: Alfred Frühauf Zürich, 31. März 2004


Vorwort des Kirchenratspräsidenten

Dem Evangelium verpflichtet

Kirchenratspräsident Ruedi Reich.

«Wir sind es doch nicht, die da die Kirche erhalten könnten. Unsere Vorfahren sind es auch nicht gewesen. Unsere Nachfahren werden’s auch nicht sein; sondern der ist’s gewesen, ist’s noch und wird’s sein, der da sagt: ‹Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.›» Martin Luther war ein Mensch der Tat. Ganz dem Evangelium verpflichtet, liess er sich auf die Auseinandersetzung mit den kirchlich und politisch Mächtigen seiner Zeit ein. Er prägte mit seiner Theologie die Formen und Inhalte der evangelischen Kirche in Deutschland und weit darüber hinaus. Und doch sah er die Kirche nicht als Menschenwerk. Er vertraute vielmehr auf Gottes wirkende Kraft. Diese scheinbare Paradoxie gehört zum Fundament unseres Glaubens. Es gilt, anzupacken, sich einzusetzen, die Kirche zu gestalten – doch dies im Wissen darum, dass aus eigener Kraft nichts machbar ist. Auch die Zukunft der Zürcher Landeskirche liegt in Gottes Händen. Diese Zukunft ist nicht allein eine Frage von Gesetzen und Verordnungen, von Strukturen und Finanzen – so wichtig dies alles ist für eine grosse Institution, die eine halbe Million Menschen umfasst. Zuerst und vor allem geht es um den Glauben an Jesus Christus und das Vertrauen auf das Evangelium. Dieser Christusglaube ist das Erste und Wichtigste. «Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht» (Jesaja 7,9). Auch Heinrich Bullinger, dessen 500. Geburtstag wir 2004 feiern, stellte

in seinem Wahlspruch Jesus Christus in den Mittelpunkt: «Solus Christus audiendus»; auf Christus allein ist zu hören. Das 16. Jahrhundert war geprägt durch gesellschaftlichen Umbruch und konfessionelle Polarisierung. In einer solchen Zeit auf Christus zu vertrauen, brauchte Mut. Diesen Mut brauchen wir auch heute, um der Macherideologie eine Absage zu erteilen und ganz auf Christus zu setzen. Aber aus diesem Vertrauen auf ihn gewinnen wir Freiheit und Gelassenheit – und einen klaren Blick für die richtigen Proportionen auch der kirchenpolitischen Tagesgeschäfte. Heinrich Bullinger wird zu Recht «Vater der reformierten Kirche» genannt. Durch den ‹Consensus Tigurinus› (1549) und das Zweite Helvetische Bekenntnis (1566) hat er den reformierten Kirchen eine verbindende Grundlage gegeben. Nach der kurzen, stürmischen Zwinglizeit hat Bullinger in seinen 44 Amtsjahren die Zürcher Kirche konsolidiert und durch sein bedeutsames theologisches Werk gefestigt. Heinrich Bullinger hat sich damals nicht für eine uniforme Kirche eingesetzt, sondern hielt Einigkeit nur in Grundfragen für angezeigt. «Einheit in Vielfalt» – dieses heute wichtige ökumenische Konzept kann auf Heinrich Bullinger zurückgeführt werden. In einer Zeit starrer konfessioneller Fronten vertraute Bullinger auf den Dialog zwischen unterschiedlichen kirchlichen und theologischen Konzepten. Diese dialogische Grundhal-

tung scheint mir auch heute wichtig zu sein. Sie gilt für unseren Umgang mit den verschiedenen Strömungen innerhalb unserer Landeskirche. Wir sind dankbar, dass auch die interkonfessionelle Zusammenarbeit seit langem von diesem Geist geprägt ist. Dies ermutigt uns auch, die Begegnungen mit dem Judentum und den anderen Religionen zu suchen. Aber auch in der Politik wäre der Respekt, ja die Wertschätzung von Andersdenkenden eine erwünschte Tugend. Leider scheint dies heute nicht mehr selbstverständlich zu sein. Im Kampf um Wählerstimmen und Zeitungsschlagzeilen scheint oft jedes Mittel recht zu sein. Dies führt dazu, dass unser Land durch eine zunehmende Polarisierung geprägt ist. Gegen das Ende seines Lebens galt Heinrich Bullinger als «überholt» und «veraltet». Im konfessionalistischen Denken seiner Zeit suchte man Auseinandersetzung, ja Kampf und Krieg. Es scheint mir, dass wir uns heute gerade diesen dialogischen und darum scheinbar «veralteten» Bullinger wieder zum Vorbild nehmen sollten. In kirchlichen und politischen Auseinandersetzungen kann und soll man durchaus Profil zeigen. Zu einem würdigen Profil gehört aber stets der Einsatz für den Dialog mit anderen «Profilen». Denn es geht um das Gemeinwohl, nicht um Partikularinteressen. Und in der Kirche geht es um das, was Heinrich Bullinger uns aufgetragen hat: Solus Christus audiendus – auf Christus allein ist zu hören. Ruedi Reich Kirchenratspräsident

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Präsidialressort

Ecclesia semper reformanda

Am 30. November 2003 wurde im Kanton Zürich über drei Kirchenvorlagen abgestimmt: über Verfassungsänderungen zur Neuregelung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat, ein neues Kirchengesetz sowie ein Gesetz über die Anerkennung von Religionsgemeinschaften. Die drei Vorlagen wurden als Gesamtpaket wahrgenommen und als solches deutlich abgelehnt. Behörden und Mitarbeiterschaft der Landeskirche haben sich 2001 in der Vernehmlassung deutlich hinter die Vorlagen gestellt. Die Kirchensynode hat die neue Kirchengesetzgebung klar befürwortet. Der Kirchenrat hat dadurch den Auftrag erhalten, sich für die Vorlagen einzusetzen. Er bedauert den Ausgang der Abstimmung. Durch die Ablehnung der Kirchenvorlagen bleibt es den heute anerkannten Kirchen weiterhin verwehrt, ihr Profil unabhängiger von staatlichen Vorgaben zu gestalten. Die Ablehnung richtet sich jedoch nicht grundsätzlich gegen die Kirchen. Es kommt darin auch der Wunsch zum Ausdruck, die Kirchen als verlässliche Grössen zu erhalten. Die Ablehnung der Kirchenvorlagen stellt darum auch das Abstimmungsergebnis vom 24. September 1995 nicht in Frage. Damals sprachen sich zwei Drittel der Stimmenden für öffentlich-rechtlich anerkannte Kirchen aus. Beide Abstimmungen zeigen, dass das Stimmvolk starke und unabhängige Volkskirchen will. Eine Privatisierung der öffentlichrechtlichen Kirchen steht nicht zur De-

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batte. Deutlich ist aber, dass das Volk bei Grundsatzfragen zum Verhältnis zwischen Kirchen und Staat mitreden will. Anerkennungsgesetz als Stolperstein

Strittigster Punkt der Abstimmung über die Kirchengesetzgebung war die vorgesehene Möglichkeit, dass auch weitere Kirchen und Religionsgemeinschaften hätten anerkannt werden können. Eine Analyse des Abstimmungsergebnisses durch das Forschungsinstitut der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung (GfS) zeigt, dass insbesondere die mögliche Anerkennung muslimischer Gemeinschaften auf Ablehnung stiess. Ingesamt brachte die Kirchenvorlagen jedoch ihr gegenseitiger Bezug zum Scheitern. Der Kantonsrat hat trotz warnender Stimmen an der Zusammenfassung der Vorlagen zu einem Gesamtpaket festgehalten. Auch von kirchlicher Seite ist darauf hingewiesen worden, dass die Bündelung von Verfassungsartikel, Kirchen- und Anerkennungsgesetz zu einem Gesamtpaket problematisch sei. Tatsächlich haben dann zahlreiche Abstimmende, die den Kirchen grundsätzlich solidarisch gegenüber stehen, aber die Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften ablehnen, zu allen Vorlagen ein Nein in die Urne gelegt.

Wichtige Elemente mehrheitsfähig

Die GfS-Auswertung zeigt, dass für wichtige Teile des Kirchengesetzes breite Akzeptanz besteht. Das Kirchengesetz hätte für sich alleine also eine Chance auf Annahme gehabt. Zu diesen Kernbereichen gehören die Autonomie und die Gleichbehandlung der anerkannten Kirchen, die Abgeltung der im Interesse der gesamten Gesellschaft erbrachten sozialen Leistungen sowie die Zweckbindung der Kirchensteuern der juristischen Personen. Selbst die Stimm- und Wahlrechtsautonomie wird im Grundsatz befürwortet. Dies nicht zuletzt darum, weil die Landeskirche stets betont hat, dass die Erteilung des Stimm- und Wahlrechts an Ausländerinnen und Ausländer in einer reformierten Volksabstimmung bestätigt werden müsste. Das Ergebnis der Abstimmung vom 30. November bedeutet also nicht, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Gemäss GfS-Auswertung würde es eine Mehrheit begrüssen, wenn das Verhältnis zwischen Kirche und Staat erneuert würde. Die Herausforderung besteht demnach darin, den Volksentscheid vom 30. November 2003 zu respektieren und gleichzeitig die unbestrittenen Reformanliegen in neuen Konzepten aufzunehmen. Zurzeit lässt sich jedoch nicht abschätzen, wie und in welchem Zeitraum sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen im Kanton Zürich verändern wird. Möglicherweise


Kirchenrat und Kirchenratsschreiber.

kommt es durch die neue Verfassung zu Akzentverschiebungen. Das Kirchengesetz von 1963 wird aber sicher für drei bis fünf Jahre unverändert weitergelten. Mittel- bis langfristig ist aber insbesondere mit einer Neuregelung des finanziellen Bereichs zwischen Kirchen und Staat zu rechnen. Innerkirchliche Reformen angezeigt

Das geltende Kirchengesetz ist im Unterschied zu jenem, das am 30. November 2003 abgelehnt wurde, kein Rahmengesetz. Es umfasst detaillierte Regelungen hinsichtlich der innerkirchlichen Organisation und des Personalrechts für die Pfarrerinnen und Pfarrer. Die Landeskirche bejaht demokratisch föderale Strukturen, weil diese ihrem eigenen Wesen entsprechen. Die Reformarbeiten der vergangenen Jahre standen jedoch unter dem Leitsatz: «So viel Autonomie wie möglich, so viel staatliche Strukturen wie nötig.» So rasch wird dieser Leitsatz nicht umgesetzt werden können. Die Revision des Kirchengesetzes wird voraussichtlich erst wieder auf die politische Agenda kommen, wenn über die neue Kantonsverfassung und damit über das künftige grundsätzliche Verhältnis zwischen Kirchen und Staat entschieden ist. So lange sollte bezüglich der innerkirchlichen Reformen nicht gewartet werden. Etliche Bereiche der geltenden Kirchenordnung bedürfen der Überarbeitung. So sind z. B. Rege-

lungen hinsichtlich der kirchlichen Berufsgruppen und deren Zusammenarbeit mit den kirchlichen Behörden zu treffen sowie die entsprechenden Kompetenzen zu klären. Auch der Bereich Behördenschulung muss neu geordnet werden. Nach dem Scheitern der Kirchenvorlagen besteht jedoch eine neue Ausgangslage. Eine Totalrevision, wie sie das Projekt «reform06» vorgesehen hat, ist nicht mehr angezeigt, da Reformen nun vom geltenden Kirchengesetz auszugehen haben. Sie wäre aber auch nicht mehr sinnvoll, da möglicherweise schon 2005 mit neuen Verfassungsbestimmungen und damit erneut mit einer neuen Ausgangslage im Bereich Kirche und Staat gerechnet werden muss. Sinnvoll ist daher, in einer Teilrevision jene Bereiche anzugehen, deren Überarbeitung nicht aufgeschoben werden kann. Dabei kann auf die im Projekt «reform06» geleisteten Vorarbeiten zurückgegriffen werden. Verantwortung in der Vielfalt

Die Debatten im Vorfeld der Abstimmung machten die Vielgestaltigkeit der Landeskirche deutlich. Unterschiedliche Glaubenswege und unterschiedliche gesellschaftspolitische Überzeugungen treten desto deutlicher zutage, je brisanter die zu entscheidenden Fragen sind. Verstärkt wird diese Vielgestaltigkeit durch die immer grössere Ausdifferenzierung der Gesellschaft, in der wir leben. In einem grossen Kanton wie

Zürich, der unterschiedliche Kulturen beheimatet, zeigt sich dies in besonderem Mass. So erstaunt es denn nicht, dass auch im religiösen Bereich die Distanzen weiter werden, dass eine traditionell christliche Prägung und medial-urban vermittelte Glaubensformen nurmehr schwer zu vereinen sind. Das bedeutet Chance und Herausforderung zugleich, ist es doch die eine Christuswahrheit, in der sich die Vielfalt der Erkenntnis und die Farbigkeit von Glaubensformen spiegeln. Sie gebietet uns den Respekt vor dem Anderssein des Anderen. Gerade auch vor diesem Hintergrund befürworten Kirchenrat und Kirchensynode die öffentliche Wertschätzung weiterer Kirchen und Religionsgemeinschaften. Verantwortungsträgerinnen und -träger der Landeskirche pflegen seit Jahren gute und offene Kontakte zu den Leitungen von weiteren Kirchen und Religionsgemeinschaften. Sie setzen sich dafür ein, dass deren ausländische Mitglieder die Möglichkeit haben, sich besser in unser Land und unsere Kultur zu integrieren. Kirchenrat und Kirchensynode sind sich den damit verbundenen gesellschaftspolitischen Spannungen bewusst. Sie wissen, dass behutsam vorgegangen werden muss. Der Kirchenrat versteht und teilt die Sorge vieler Kirchenmitglieder um die Zukunft des christlichen Glaubens. Immer weniger und insbesondere weniger junge Menschen verfügen über ein elementares Wissen über das Verständ-

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Präsidialressort

nis von Gott und Welt in christlicher Sicht. Wir stehen mitten in einem grossen Traditionsabbruch. Das christliche Erbe weitergeben

Der Kirchenrat nimmt diese Situation ernst. Er ist sich bewusst, dass es in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft immer schwieriger wird, das christliche Erbe zu bewahren. Er wird der Weitergabe der biblischen Botschaft bei der Erarbeitung der Legislaturziele 2004–2008 deshalb besonderes Gewicht beimessen. Hierzu gehören der Abschluss der Neuübersetzung der Zürcher Bibel, die Stärkung einer bibelzentrierten Erwachsenenbildung sowie der Ausbau des kirchlichen Religionsunterrichts. Religiöse Bildung ist aber auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Landeskirche trägt darum die überparteiliche und überkonfessionelle Volksinitiative

für die Weiterführung des Faches «Biblische Geschichte» an der Primarschule mit. Unsere Kinder sollen um ihre Herkunft wissen. Sie haben Anrecht darauf, mit dem biblischen und religiösen Erbe unserer Kultur vertraut zu werden. Die Volksinitiative will sicherstellen, dass die Schule ihren Bildungsauftrag erfüllt in dem sie in die biblische Tradition einführt. Hier übt die Landeskirche ihr «Wächteramt» aus. Das partnerschaftliche Verhältnis zum Staat schliesst ein solches Engagement nicht aus. Im Gegenteil. Es bedeutet, dass die Landeskirche ihre Verantwortung auch dem Staat gegenüber wahrnimmt und dort Stellung bezieht, wo sie gesellschaftliche Interessen gefährdet sieht. Die Befürworter der Kirchenvorlagen warben im vergangenen Jahr mit dem Slogan «Menschen brauchen Kirchen». Damit steht die Landeskirche in

hoher Verantwortung. Sie versucht diese Verantwortung in dem Sinne wahrzunehmen, wie sie ihr von Heinrich Bullinger vorgegeben wurde: Solus Christus audiendus – allein Christus soll gehört werden.

Kampagnen zur Kirchengesetzgebung

Am 30. November 2003 hat das Zürcher Stimmvolk eine neue Kirchengesetzgebung abgelehnt. Die Verfassungsänderungen erhielten 45% Ja-Stimmen, das Kirchengesetz 46% Ja-Stimmen und das Gesetz über die Anerkennung von Kirchen und Religionsgemeinschaften 36% Ja-Stimmen. Dem Abstimmungstag gingen Kampagnen von Befürworter- und von Gegnerseite voraus. Der Kirchenrat hat sich für die Annahme der Kirchenvorlagen eingesetzt. Durch den Kirchenratspräsidenten war er im Komitee «Pro Zürcher Kirchenvorlagen» vertreten. Das Komitee koordinierte die Abstimmungsaktivitäten und das Fundraising. Der Kirchenratspräsident bestritt gemeinsam mit dem Präsidenten der Römisch-katholischen Zentralkommission und Regierungsrat Markus Notter eine Reihe von überregionalen Informationsanlässen und kontradiktorischen Gesprächen. Hinzu kamen Medienauftritte und die Teilnahme an Tagungen. Der Kirchenratspräsident wurde von SVP, FDP, EVP und CVP zu Parteiversammlungen eingeladen, bei denen die Parolenfassung traktandiert waren. Die weiteren Mitglieder des Kirchenrates sowie der Leiter des Kirchlichen Informationsdienstes nahmen an zahlreichen Gemeindeveranstaltungen und Podiumsanlässen teil. Nach der Abstimmung gaben das Befürworter-Komitee und die beiden Kirchen ein gemeinsames Communiqué heraus, in dem sie die Ablehnung der neuen Kirchengesetzgebung bedauern, den Volksentscheid jedoch respektieren.

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Präsidialressort

Kirchliche Behörden

Bezirkskirchenpflegen

Im Frühjahr fanden die Gesamterneuerungswahlen der Bezirkskirchenpflegen für die Amtsdauer 2003–2007 statt. Rund ein Drittel der Mitglieder stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Die 13 Bezirkskirchenpflegen konnten mit einer Ausnahme auf Anhieb und in stiller Wahl vollzählig bestellt werden. Der Kirchenrat führte zur Amtseinführung der Bezirkskirchenpflegen am 23. August in Zürich eine ganztätige Tagung durch. Deren Schwerpunkte bildeten der Erfahrungsaustausch für wiedergewählte Mitglieder und die Einführung der neugewählten Mitglieder in ihre Aufgaben. An die Mitglieder der Bezirkskirchenpflegen wurde eine Dokumentation abgegeben, die für die Aufgabenerfüllung wichtige Gesetzestexte und zum Teil neu erarbeitete Handreichungen enthält. Zum Abschluss der Amtsdauer 1999–2003 erstatteten die Bezirkskirchenpflegen dem Kirchenrat ihren Bericht. Aus diesen Berichten ergibt sich insgesamt ein positives Bild der Zürcher Landeskirche. Nach den Beobachtungen der Bezirkskirchenpflegen erfährt die Arbeit der Kirchenpflegen sowie der Pfarrerinnen und Pfarrer eine grosse Wertschätzung seitens der Gemeinden. Im Blickfeld der Öffentlichkeit, so die Wahrnehmung der Bezirkskirchenpflegen, stehen nach wie vor die Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie prägen das Bild der Landeskirche und ihrer Kirchgemeinden. Mitbeeinflusst wird dieses Bild von den weiteren Mitarbeitenden. Hinsicht-

lich des Gottesdienstbesuchs wird von den Bezirkskirchenpflegen festgehalten, dass vor allem besondere Gottesdienste einen guten Besuch aufweisen. Das Gemeindeleben wird überwiegend als vielfältig beschrieben. Wert wird auf den Ausbau der Schulung der Kirchenpflegemitglieder gelegt. Denn gut geschulte Behördenmitglieder sind meistens motivierter als andere und bleiben länger im Amt. Schwerpunktthema der Visitationen bildeten der Umgang der Kirchgemeinden mit Kasualien für Nichtmitglieder der Landeskirche, die Frage der sogenannt kalten Kirchenaustritte und die Zusammenarbeit der politischen Gemeinden mit den Kirchgemeinden im Bereich der Personendaten. Konferenzen

Im Rahmen verschiedener landeskirchlicher Behördenkonferenzen bot sich dem Kirchenrat und Behördenmitgliedern die Gelegenheit, miteinander über aktuelle Themen ins Gespräch zu kommen. Die Dekanenkonferenz wurde dreimal einberufen. Sie beschäftigte sich mit dem Berufsbild der Pfarrschaft und weiterer kirchlicher Berufe. Weiter erörterte sie Fragen der Gemeindeleitung sowie Stellung und Aufgaben der Bezirkskirchenpflegen sowie der Dekaninnen und Dekane. Der Kirchenrat lud die Konferenz der Diakonatskapitel-Präsidien zu einer Sitzung ein, an der Grundfragen des diakonischen Auftrags sowie des Be-

rufsbildes der sozialdiakonischen Mitarbeitenden besprochen wurden. Die jährliche Konferenz der Präsidien der Kirchenpflegen und Bezirkskirchenpflegen befasste sich unter anderem mit den finanziellen Auswirkungen einer Neuregelung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat und liess sich über den Stand der innerkirchlichen Reformarbeiten informieren. Der Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Pfr. Thomas Wipf, erörterte in einem Referat zur protestantischen Präsenz in der Schweiz und in Europa die Aufgaben und Bedeutung des SEK. An den jährlichen Kirchenpflegetagungen in Boldern nahmen über 700 Kirchenpflegerinnen und -pfleger, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie weitere kirchliche Mitarbeitende teil. Sie dienten der vertieften Diskussion der Reformperspektiven im Hinblick auf eine neue Kirchenordnung. Weitere Schwerpunkte waren Fragen zum Amtsverständnis und zur regionalen Zusammenarbeit von Kirchgemeinden.

Landeskirchliche Rekurskommission

Präsident: Dr. Markus Zingg Aus dem Vorjahr war keine Pendenz zu übernehmen. Im Berichtsjahr ging ein Rekurs ein, der vom Verwaltungsgericht zuständigkeitshalber überwiesen wurde; dieser Rekurs ist noch hängig.

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Präsidialressort

Kontakte, Ökumene, Zürcher Bibel

Kontakte mit Kirchgemeinden

Ökumene und interreligiöse Beziehungen

Auch 2003 hatte der Kirchenratspräsident viele persönliche Kontakte mit Kirchgemeinden. Unter anderem hielt er in Erlenbach einen Festvortrag zum 300-jährigen Bestehen der Kirchgemeinde Erlenbach. In Zell war er zu einer Gastpredigt zur Einweihung der neu renovierten Kirche eingeladen. In Bassersdorf würdigte er die Verdienste des verstorbenen Pfarrers Robert Ackeret, der von 1963 bis 1981 Kirchenratsschreiber war. Zudem predigte er im Grossmünster anlässlich der Amtseinsetzung von Emöke Szabó als Pfarrerin der schweizerischen protestantischen Gemeinden ungarischer Sprache. Weiter predigte er regelmässig im Fraumünster im Rahmen der Gemeindegottesdienste.

Die ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit war im vergangenen Jahr stark geprägt vom gemeinsamen Engagement für eine Annahme der Kirchenvorlagen bei der Volksabstimmung vom 30. November. Das gute Einvernehmen und die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der römischkatholischen Schwesterkirche wurde fortgesetzt und weiter vertieft. Der Kirchenratspräsident war als Gast in die katholische Kirchensynode eingeladen und hielt da ein Grusswort. An der katholischen Theologischen Hochschule Chur referierte er im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Thema Ökumene über das reformierte Verständnis von Einheit und Vielfalt in der Kirche. An einem ökumenischen Podiumsgespräch in ZürichWitikon erläuterten er und Weihbischof Peter Henrici das reformierte, resp. katholische Verständnis des Abendmahls. Auf Einladung der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich nahm er an einem Anlass mit Bundesrätin Micheline CalmyRey teil. Er setzte sich verschiedentlich für bessere Beziehungen zwischen jüdischen und islamischen Gemeinden ein und beteiligte sich auch an einem Vermittlungsgespräch zwischen der Landeskirche und der Neuapostolischen Kirche.

Kirchengeschichte

Der Kirchenratspräsident beschäftigte sich im vergangenen Jahr mehrfach mit kirchenhistorischen Themen. Im Rahmen der Buchvernissage würdigte er das eindrückliche Werk von Robert Heinrich Oehninger über das Leben der Nonnen im Kloster Töss. Das Kloster war eines der bedeutendsten Zentren der mittelalterlichen Frauenmystik. Bei der Feier zum 70-jährigen Bestehen der katholischen Pfarrei Bruder Klaus in Zürich war der Kirchenratspräsident als Gastprediger eingeladen. Dabei betonte er die Bedeutung, die Bruder Klaus als Vorbild des Glaubens auch für reformierte Christen hat. Stadtrat Robert Neukomm eröffnete zu diesem Anlass eine eindrückliche Ausstellung über das Leben von Niklaus von Flüe. Bei einer Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag von Walter Nigg würdigte der Kirchenratspräsident in Dällikon den Theologen und Schriftsteller als begnadeten Biograph von Heiligen und Ketzern, aber auch als Wegbereiter einer ökumenischen Spiritualität. Für die Neuauflage von Fritz Blankes Buch über die Anfänge der Täuferbewegung in Zürich («Brüder in Christo») schrieb der Kirchenratspräsident ein Vorwort, in welchem er das Unrecht, das taufgesinnten Menschen über Jahrhunderte angetan wurde, bedauerte und dies als «Verrat am Evangelium» bezeichnete.

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Weitere Anlässe und Begegnungen

Im Berichtsjahr hatte der Kirchenratspräsident bei verschiedenen Anlässen Referate zu halten oder Grussworte zu überbringen. An einem internationalen Kongress der Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger, der im Lavaterhaus in Zürich stattfand, würdigte er den Dienst dieser Spezialpfarrämter. Zudem vertrat er den Kirchenrat an der Legislaturschlussfeier des Kantonsrats und nahm an der Wahlfeier von Nationalratspräsident Max Binder in Effretikon teil. Kantonsrat

Am 19. Mai fand im Grossmünster der traditionelle, ökumenische Gottesdienst zum Beginn des neuen Legislaturjahres des Kantonsrates und des Regierungsrates statt. Gemeinsam mit Weihbischof Peter Henrici und der christkatholischen Diakonin Dora Zimmermann gestaltete der Kirchen-


Friedensfeuer beim Grossmünster: 33 Tage und Nächte brannte das Feuer als Protest- und Hoffnungszeichen.

ratspräsident die Besinnung über die Bach-Kantate «Lobe den Herren», die vom Kammerchor «ars musica reformata» gesungen wurde. Regierungsrat

Zwischen dem Kirchenrat und dem Direktor der Justiz und des Inneren fand wiederum eine intensive Zusammenarbeit statt. Das grosse Engagement der Gesamtregierung im Hinblick auf die Abstimmung über die Kirchenvorlagen hat den Kirchenrat beeindruckt. Treffen mit der Theologischen Fakultät

Beim jährlichen Treffen des Kirchenrates mit der Theologischen Fakultät hat man sich gegenseitig über wichtige Entwicklungen und Projekte in den Bereichen Hochschule und Kirche informiert. Im Vordergrund standen dabei die Auswirkungen der Bologna-Reform für das Theologiestudium, die anstehende Revision des Konkordates über die Pfarrausbildung sowie die Entwicklung eines Religionspädagogischen Gesamtkonzepts der Landeskirche. Informationsstelle Kirchen-Sekten-Religionen

Im vergangenen Jahr feierte die Evangelische Informationsstelle Kirchen-Sekten-Religionen ihr vierzigjähriges Bestehen. In einer Feier würdigte der Kirchenratspräsident die Arbeit des im letzten Jahr verstorbenen Gründers der Informationsstelle, Pfr. Oswald Eggenberger. Die Feier war verbunden mit einem Podiumsgesprächs zum Begriff «Sekte» und der Buchvernissage des stark überarbeiteten und aktualisierten Standardwerkes «Kirchen, Sekten, Religionen». Herausgeber dieser siebten Auflage sind Georg Schmid und Georg Otto Schmid. Die Informationsstelle ist heute im deutschsprachigen Raum eine der meistgefragten Auskunftsadressen. Allein ihre Website www.relinfo.ch zählt pro Monat 35'000 Besucher. Seit anfangs 2004 ist die Informationsstelle nicht mehr in Greifensee, sondern in Rüti domiziliert.

Kirchenbote für den Kanton Zürich

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus einer Vertretung des Kirchenrates und Vertretern des Pfarrvereins hat an mehreren Sitzungen mögliche Varianten einer neuen, breiter abgestützten Trägerschaft des Kirchenboten erarbeitet. Der Kirchenrat und die Vereinsversammlung des Pfarrvereins haben die Arbeitsgruppe im Sommer, resp. im Spätherbst damit beauftragt, eines der fünf erarbeiteten Modelle weiter zu konkretisieren. Der Kirchenrat wird die Kirchensynode 2004 über die weiteren Verhandlungen informieren. Der Kirchenrat hofft, dass die Verhandlungen mit dem Pfarrverein zügiger als bisher vorankommen und man sich auf ein neues Trägerschaftsmodell einigen kann. Der Kirchenrat wird der Kirchensynode zu gegebener Zeit Antrag und Bericht stellen. Sterbehilfe

Im Sommer 2003 hat die Kirchgemeinde Zürich-Albisrieden ein Podiumsgespräch zum Thema Sterbehilfe durchgeführt. Der Anlass war die Eröffnung eines Sterbezimmers in Albisrieden durch die Sterbehilfeorganisation Exit Schweiz. Da keine Vertretung von Exit auf das Podium eingeladen war, aber auch aufgrund des Verlaufes dieser Veranstaltung haben der Vorstand von Exit wie auch Exit-Mitglieder den Kirchenrat kritisiert. In der Folge kam es zu verschiedenen Gesprächen. Der Kirchenrat wird die neuen Entwicklungen im Bereich der Sterbehilfe aufmerksam verfolgen. Irak-Krieg

Im Frühjahr 2003 beschäftigte der Irak-Krieg auch die Schweizer Kirchen. Auf Initiative des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes fand im Berner Münster unter dem Motto «Das Band des Friedens stärken – in der Schweiz und weltweit» eine nationale, interreligiöse Feier statt, an der auch der Bundesrat vertreten war. Der Kirchenratspräsident wandte sich mit einem Brief an alle Pfarrämter der Landeskirche und ermutigte dazu, in den Gottesdiensten und Fürbitten den Krieg zu thematisieren und in geeigneter Form auch zu Friedensgebeten einzuladen.

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Zum Jahr der Bibel: Das Büchlein «Der Schatz im Acker» vereinigt 40 wichtige Texte aus der christlichen Tradition.

Im Grossmünster fand zudem zum zweiten Mal ein interreligiöses Friedenskonzert statt, das wegen des Publikumsandrangs auch im Fraumünster auf Grossleinwand zu verfolgen war. Das «Concert for Peace – Schalom – Salam» wurde gemeinsam mit der katholischen Kirche des Kantons Zürich, der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ), der jüdischen Gemeinde Or Chadasch und der Vereinigung der islamischen Organisationen Zürich veranstaltet. Das Patronat übernahm der Stadtrat von Zürich, und die Kollekte war für das in Israel gelegene Friedensdorf Neve Schalom – Wahat alSalam bestimmt. Anschliessend an das Friedenskonzert wurde vor dem Grossmünster in einer Skulptur des Künstlers Vincenzo Baviera ein Friedensfeuer entzündet, das 33 Tage und Nächte brannte. Zum Jahr der Bibel

Im Rahmen des Jahres der Bibel haben der Kirchenrat und der Theologische Verlag Zürich (TVZ) auf den Bettag hin ein kleines, reich illustriertes Büchlein herausgegeben. Unter dem Titel «Der Schatz im Acker» vereinigt es 40 wichtige Texte der Bibel. Unter Zuzug einer Umfrage im Kirchenboten ist die Auswahl sorgfältig bestimmt worden. Das Büchlein enthält die Schätze des christlichen Glaubens in neuer Übersetzung. Zürcher Bibel

Die Kommission «Altes Testament» hat im vergangenen Jahr das sehr umfangreiche Buch Jesaja übersetzt (66 Kapitel) und das zu einem wesentlichen Teil in Aramäisch verfasste Danielbuch. Gleichzeitig sind Jeremia und Chronik in Arbeit. Für die restliche Zeit des Projekts stehen an: Ezechiel, die zwölf kleinen Propheten und Esra/Nehemia. Dazu kommen die Gesamtlesungen der Texte für die Drucklegung. Die Kommission «Neues Testament» hat im vergangenen Jahr an der Offenbarung weitergearbeitet sowie die Briefliteratur neu bearbeitet: Philipper, Kolosser, 2. Timotheus, Titus und Petrus. Abgeschlossen wurde die Arbeit an Apostelgeschichte und Hebräerbrief. Für die restliche Zeit des Projekts stehen an: Epheserbrief, Jakobusbrief und Judasbrief. Dazu kommen die Gesamtlesungen der Texte für die Drucklegung.

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Die Frauenlesegruppe hat im vergangenen Jahr Kommentare verfasst zu den Übersetzungen des Markusevangeliums, des Matthäus-Evangeliums, des Römerbriefes und der Offenbarung. Das Projekt «Begleittext der Zürcher Bibel» wurde weiterentwickelt. Vom Glossar sind dabei die Artikel zu den Buchstaben A–E erarbeitet worden. Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer

Auf Ende 2003 trat das 1862 geschlossene und letztmals 1967 revidierte Konkordat der Deutschschweizer Landeskirchen zur gegenseitigen Anerkennung der Ordination ausser Kraft. Es wurde durch ein neues Konkordat ersetzt, das eine gemeinsame Verantwortung für die Ausbildung während des Studiums, im Lernvikariat und während der ersten fünf Amtsjahre miteinschliesst. Das neue Konkordat fällt zeitlich mit den umwälzenden Veränderungen zusammen, die im universitären Bereich durch das Bologna-Abkommen von 1999 ausgelöst wurden. Das Leitungsgremium des neuen Konkordats ist die Konkordatskonferenz, die aus den Präsidentinnen und Präsidenten der Kirchen- und Synodalräte der beteiligten Landeskirchen zusammengesetzt ist und vom Zürcher Kirchenratspräsidenten präsidiert wird. Zudem gibt es eine Prüfungskommission, die sich nur noch mit den praktischen Prüfungen während des Lernvikariats beschäftigt. Die theologisch-theoretischen Prüfungen werden neu durch die Theologischen Fakultäten Zürich und Basel abgenommen. Das neue Konkordat ist durch das Jahr 2003 hindurch von allen Synoden der zugehörigen Landeskirchen ratifiziert worden. In aufwändiger Arbeit werden nun in über zehn Arbeitsgruppen der Konkordatskirchen Ordnungen und Reglemente dem neuen Konkordat angepasst und modernisiert. In mehreren Hearings wurden die Zwischenergebnisse präsentiert und diskutiert. Die vorgeschlagenen Neuerungen wurden fast durchwegs positiv aufgenommen und die Projektleitung wurde ermutigt, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzufahren. Eckpunkte der geplanten, neuen Ausbildungsordnung sind unter anderem: ein zwölfmonatiges Lernvikariat, ein fünfmonatiges ekklesiologisch-praktisches Semester (EPS),


Abstimmung über die Kirchenvorlagen: Kirchliche Mitarbeitende engagieren sich.

eine praktische Prüfung mit einer Selbsteinschätzung und einer Fremdbeurteilung, ein berufliches Coaching in den ersten Amtsjahren sowie eine entwicklungsorientierte Eignungsabklärung während des Studiums, in Verbindung mit einem studiumbegleitenden Mentorat. Im Rahmen dieser Reformen sollen später auch Konzepte für eine integrale Weiterbildung aller kirchlichen Berufe, für eine nachhaltige Personalentwicklung und für die Nachwuchsförderung entwickelt werden. Für eine gesamtschweizerische Weiterbildung ist ebenfalls ein neues Konzept erarbeitet worden. Kirchlicher Informationsdienst

Im Mittelpunkt stand im vergangenen Jahr die Abstimmung über die neue Kirchengesetzgebung. Der Kirchliche Informationsdienst (kid) erarbeitete Informationsmittel und Unterlagen und koordinierte die innerkirchliche Informationstätigkeit. Weiter beteiligte er sich am Projekt «reform06» zur Revision der Kirchenordnung. In diesem Zusammenhang übertrug ihm der Kirchenrat die Vorbereitung und Durchführung der Kirchenpflegetagungen, die von Januar bis März im Tagungs- und Studienzentrum Boldern durchgeführt wurden. Weitere Stabsarbeiten für den Kirchenrat erbrachte der kid in den Bereichen Kommunikationskonzept, Mobilfunk, Trägerschaft Kirchenbote, Vorbereitung Bullinger-Jubiläum sowie Kommunikationsarbeit im Zusammenhang mit Gemeindekonflikten. Das Pilotprojekt «Infoline» wurde per Ende 2003 abgeschlossen. Der Auswertungsbericht wird der Kirchensynode im März 2004 vorgelegt. Neben regulären Aufgaben wie Auskunft und Beratung, Mediencommuniqués und Pressespiegel verantwortete der kid die Öffentlichkeitsarbeit grösserer Projekte wie das Religionspädagogische Gesamtkonzept, die Wahlen der Kirchensynode und die kirchliche Präsenz an der Hochzeitsmesse «Trau dich». Der kid trug die ausführende Verantwortung für verschiedenste Publikationen: Jahresbericht, Materialien zum Bettag, fünf Ausgaben von Notabene, vier Seiten des Kirchenrates im

Kirchenboten sowie vier Newsletter für Informations- und Öffentlichkeitsbeauftragte in den Kirchgemeinden. Zudem wurden sieben Kurse und ein Austausch-Apéro mit insgesamt über 100 Teilnehmenden aus den Kirchgemeinden durchgeführt. Im Bereich Internet wurde das Projekt für den Neuauftritt der Hauptseite www.zh.ref.ch lanciert. Mit dem Redesign des landeskirchlichen Internet-Auftritts ist der Umstieg auf ein Internet-System verbunden, das eine effektivere Bewirtschaftung erlaubt. Einige Kirchgemeinden haben das neue System bereits übernommen. Die Internet-Rubrik www.zh.ref.ch/ spotlights zur Zürcher Kultur- und Kirchengeschichte wurde weiter ausgebaut und um eine rege benutzte Webversion des Kollektenplans erweitert. Im Bereich Kommunikation und Grafik wurden bei Kirchgemeinden und Gesamtkirchlichen Diensten zahlreiche Beratungen durchgeführt. Einzelne Kirchgemeinden wurden bei der Umstellung auf das landeskirchliche Erscheinungsbild begleitet oder durch die Entwicklung von Grafik-Vorschlägen unterstützt. Das Handbuch zum Erscheinungsbild der Landeskirche wurde im vergangenen Jahr inklusive einer CDROM neu aufgelegt.

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Ressort Finanzen

Die Zentralkasse als Teil des Ganzen

Die Zentralkasse der Landeskirche mit einem Umsatzvolumen von rund 50 Millionen Franken hat im weitesten Sinne eine Relais-Funktion für die 179 reformierten Kirchgemeinden des Kantons Zürich, deren konsolidiertes Gesamtbudget sich auf rund 290 Millionen Franken beläuft (siehe Tabelle, unten). Diese Relais-Funktion wird ersichtlich, wenn man die Einnahmen in und die Ausgaben aus der Zentralkasse genauer verfolgt.

Kirchenrätin Helen Gucker-Vontobel.

Einnahmequellen

Die Einnahmen der Zentralkasse setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Beiträgen der Kirchgemeinden, denen es gesetzlich zusteht, bei ihren reformierten Mitgliedern Steuern zu erheben. Nebst diesen so genannten Zentralkassenbeiträgen, im Jahr 2003 1,65 Steuerprozent, fliessen staatliche Beiträge und Entgelte in die Zentralkasse. Anteilmässig entfallen 64 Prozent (31,5 Mio. Franken) auf Gemeindeleistungen, 23 Prozent (11,5 Mio. Franken) auf staatliche Leistungen und 13 Prozent (6,4 Mio. Franken) auf Entgelte, worunter Kurseinnahmen, Verkäufe, Rückerstattungen und Pensionseinnahmen vom Haus der Stille und Besinnung, Mieten und Zinserträge zu verstehen sind (siehe Grafik, Seite 52). Von diesen Erträgen fliessen 36 Prozent (16,9 Mio. Franken) in den Personalaufwand für Behörden, Personal der verschiedenen Abteilungen der Gesamtkirchlichen Dienste, 19 Prozent (9 Mio. Franken) in Dienstleistungen für Dritte, worunter der Anteil an zeitlich befristete Pfarrstellen und Sonderpfarrämter zu verstehen ist. 15 Prozent fliessen in den Sachaufwand, rund 20 Prozent in Beiträge und 10 Prozent in den Finanzausgleich (siehe Tabelle, Seite 51). Ausgabenverpflichtungen

Abgesehen vom Finanzausgleich, der direkt an die beitragsberechtigten Gemeinden zurückfliesst, gehen namhafte

Beträge an gemeinsame kirchliche Werke wie den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, das Konkordat, die Reformierten Medien, die Evangelischen Schulen, an Boldern und an verschiedenste überregionale und überkantonale kirchliche Institutionen. Diese Leistungen werden zentral erbracht im Auftrage der Kirchgemeinden, vertreten durch ihre Synodalen.

Bereinigter Gesamtaufwand

Zieht man zusätzlich zu den oben genannten Beiträgen die Besoldungen für zeitlich befristete Pfarrstellen und Sonderpfarrämter, Gefängnisseelsorge sowie Ehe- und Familienberatung ab, so verbleiben nur noch rund ein Drittel Gesamtaufwendungen der Zentralkasse für die Gesamtkirchlichen Dienste, inklusive Behörden, nämlich 16,8 Millionen Franken. Konsolidiertes Gesamtbudget aller Kirchgemeinden* Einnahmen

Ausgaben

Steuern 210 Mio. Staatsbeiträge 38 Mio. Entgelte 16 Mio. Vermögenserträge 26 Mio.

Personalkosten Anteil Pfarrerlöhne Sachaufwand Beiträge Passivzinsen Abschreibungen Ertragsüberschuss Total

Total

290 Mio.

77 Mio. 63 Mio. 62 Mio. 30 Mio. 5 Mio. 36 Mio. 17 Mio. 290 Mio.

*Zahlen 2001, da neuere Zahlen nicht verfügbar sind.

In solidarischer Verbundenheit

Die Leistungen der Gesamtkirchlichen Dienste sind primär Leistungen für die Kirchgemeinden, werden aber auch stellvertretend für diese erbracht, was in den Berichten der verschiedenen Ressorts ausführlich dokumentiert wird. Die Zentralkasse der Landeskirche ist somit als Instrument der Kirchgemeinden zu verstehen, welches im Dienste der Kirchge-

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Ressort Finanzen

meinden zum grösseren Teil mit deren Mitteln gemeinsame Aufgaben in solidarischer Verbundenheit wahrnimmt. Verantwortung und Respekt

Mit grossem Respekt vor den finanziellen Möglichkeiten der Kirchgemeinden und in Verantwortung gegenüber den Steuerzahlenden geht der Kirchenrat sorgfältig um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Besonderes Augenmerk schenkt er dem Finanzausgleich. Im Zuge von «reform06» war geplant, ein neues, wirkungsvolleres Finanzausgleichsmodell zu erarbeiten. Die derzeitige Steuerfussdisparität von 5 bis 14 Steuerprozent ist unbefriedigend. Da sich nun bezüglich der Finanzflüsse bis auf weiteres nichts ändern wird, ist der Kirchenrat bestrebt, die Möglichkeiten des bestehenden Kirchengesetzes auszuloten und den Finanzausgleich zu verbessern. Es wird sich zeigen, ob nebst dem aktuellen vertikalen Ausgleich ein zusätzlicher horizontaler Ausgleich eingerichtet werden kann. Jahresrechnung 2003

Die Laufende Rechnung der Zentralkasse weist bei einem Ertrag von 50,0 Millionen Franken inklusive Vermögenserträge und einem Aufwand von 48,8 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 1,2 Millionen Franken aus. Budgetiert war ein kleiner Ertragsüberschuss von 9’300 Franken. Die grössten Budgetabweichungen sind beim Personal- und Sachaufwand zu finden. Dass der Personalaufwand mit 5,8 Prozent oder rund einer Million Franken unter dem Budget liegt, beruht auf verschiedenen Ursachen. So wurde beispielsweise beim Projekt «reform06» der auf rund 500’000 Franken veranschlagte Personalaufwand nur zu zwei Dritteln beansprucht. Ausserdem wurden in verschiedenen Fachbereichen vakante Stellen nicht sofort wiederbesetzt. Dies gilt vor allem für die Ressorts Pädagogik und Animation und Gemeindedienste. In diesen Ressorts fielen insgesamt rund 475’000 Franken weniger Personalkosten an. Infolge Verzögerungen beim Aufbau der ökumenischen Mittelschularbeit wurden auch hier die Budgets nicht voll ausgeschöpft.

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Beim Sachaufwand besteht der gleiche Zusammenhang bezüglich «reform06» wie beim nicht ausgeschöpften Personalbudget. Dazu kommt aber auch, dass in allen Abteilungen sehr kostenbewusst mit den Ressourcen umgegangen wurde. Der Gesamtfinanzbedarf für den Finanzausgleich belief sich auf knapp 5,3 Millionen Franken. Bereits mit Genehmigung des Voranschlages wurde beschlossen, den Mehraufwand von 5 Millionen Franken durch Auflösung von Rückstellungen zu finanzieren. Die verbleibenden Rückstellungen belaufen sich noch auf 1,8 Millionen Franken. An Investitionen fielen im Berichtsjahr 200’000 Franken an für das Haus der Stille und Besinnung in Kappel. Dabei handelt es sich um die Installation einer Brandmeldeanlage (rund 55’000 Franken), Maschinenanschaffungen für die Lingerie (rund 52’000 Franken), Projektwettbewerb für bauliche Massnahmen (rund 40’000 Franken) und schliesslich um die vorschriftsgemässe raumakustische Beruhigung des Klosterkellers (rund 54’000 Franken). Das geplante, neue Adressiersystem für die Gesamtkirchlichen Dienste wurde angeschafft. Die Kosten beliefen sich auf 161’000 Franken. Für Baubeiträge an Kirchgemeinden im Gesamtbetrag von 2,7 Millionen Franken fielen zu Lasten der Investitionsrechung nach Abzug der Staatsbeiträge noch 1,5 Millionen Franken an. Das Total der Netto-Investitionen belief sich auf 1,8 Millionen Franken. Die Bilanz (Bestandesrechung) weist Aktiven und Passiven von 30,9 Millionen Franken aus. Das Finanzvermögen beträgt 23,7 Millionen Franken, das Verwaltungsvermögen beläuft sich auf 5,8 Millionen Franken. Die Passivseite weist ein Fremdkapital von 19,8 Millionen Franken aus. Es umfasst nebst dem langfristigen Darlehen von 5 Millionen Franken 5 Millionen laufende Verpflichtungen. Der Rest entspricht Verpflichtungen an Sonderrechnungen, Rückstellungen und betrifft gebundene Fonds- und Spendengelder. – Der Ertragsüberschuss von rund 1,2 Millionen Franken aus der laufenden Rechnung wird dem Eigenkapital zugewiesen, das damit neu 11,1 Millionen Franken beträgt. Dies entspricht rund 20 Prozent eines Jahresbudgets. Details zu Rechnung und Bilanz der Zentralkasse finden sich auf den Seiten 48 bis 57.


Ressort Werke und Beiträge

20 Jahre Haus der Stille und Besinnung

Höhepunkt im Jubiläumsjahr Leider entsprach das wirtschaftliwar der festliche Gottesdienst am che Ergebnis des Jubiläumsjahrs Auffahrtstag. In seiner Grussbotnicht den Erwartungen. Zu einer schaft dankte Kantonsratspräsident Verschlechterung des Ertrages pro Ernst Stocker dem Haus der Stille Gast kamen verschiedene einmalige und Besinnung, dass es in unserer Ereignisse, die das Ergebnis zusätz«Non-Stop-Gesellschaft» ein Ort sei, lich belasteten, sich aber im Jahr «wo man wieder Atem holen kann». 2004 nicht wiederholen sollten. Das Haus hat im Jubiläumsjahr Das Haus der Stille und Besinseine Türen vielfach geöffnet: da war nung ist stark belebt und akustisch das Schultheater, wo Kappeler Schü- Kirchenrätin Jeanne Pestalozzi-Racine. darum nicht so still, wie es der lerinnen und Schüler die Geschichte Name nahe legt. Allerdings bedeutet des Ortes aufleben liessen. Als Publikum waren Eltern, GrosStille nicht ausschliesslich akustische Stille, sondern die Mögseltern, Patinnen und Paten zahlreich erschienen; nicht welichkeit, den Lebensrhythmus zu verlangsamen. Stille ist nicht nige von ihnen haben, obwohl in Kappel oder nahe bei Kapnur von äusseren Bedingungen abhängig. Der Aufenthalt in pel zu Hause, die Schwelle zum Haus der Stille und Besinnung Kappel lädt dazu ein, Räume der Stille in sich selber zu finzum ersten Mal überschritten. Der «Tag der offenen Tür» im den, dann auch im Haus mit seinen unterschiedlichsten RäuAugust lockte noch einmal sehr viele Besucherinnen und Bemen, in der Kirche, im Garten und in der Umgebung. Es ist ein sucher aus der Umgebung an, aber auch Menschen, die von grosses Geschenk, dass das Haus darüber hinaus dank den weiter her angereist waren. Mitteln der Paul Schiller-Stiftung in absehbarer Zeit einen Die Konzertreihe «Musik und Wort am Sonntagabend» geweiteren Raum gestalten kann, der noch einmal in ganz behört inzwischen zum selbstverständlichen Angebot des Hausonderer Weise dem Bedürfnis nach Stille nachkommen ses und spricht Menschen aus der Nähe an, aber auch solche, wird. Die Arbeit an diesem Projekt wurde aufgenommen. die zum Beispiel das besondere Übernachtungsangebot im Evangelisches Tagungs- und Anschluss an «Musik und Wort» gerne wahrnehmen. Das Haus der Stille und Besinnung haben im Laufe des JahStudienzentrum Boldern Eine breite Vielfalt an Veranstaltungen, Thementagungen, res 8’082 Übernachtungsgäste und zusätzlich 8’417 TagesAnlässen zu den Festtagen im Kirchenjahr, Konzerten und gäste besucht. 15’379 mal wurde übernachtet (- 0.8% gegenAusstellungen hat Boldern auch 2003 geprägt. Speziell zu erüber dem Vorjahr), durchschnittlich 1.9 mal pro Gast (1.8 wähnen sind die sehr gut besuchten Kirchenpflegetagungen mal im Vorjahr). Die Zimmer waren zu 53% (55%) ausgelazum Projekt «reform06», als Koproduktion von Landesstet. Die Übernachtungen verteilten sich auf 11% (13%) kirche und Boldern sowie das 10 Jahre Jubiläum der Kreativkirchliche Gruppen, auf 13% (12%) Teilnehmende von Ferien-Woche für Familien. «Kurse in Kappel», auf erfreuliche 20% (13%) Einzelgäste, Nach der Pensionierung von Reinhild Traitler wurde das und auf 56% (62%) Gruppen aus Industrie, Wirtschaft und Studienleitungsteam neu formiert. Dessen gesamtes Pensum sozialem Kontext. Eine zunehmende Anzahl von Einzelgästen umfasst 270 Stellenprozente. Aufgrund der neuen Koordinakommt, um Ruhe zu finden, um Gesprächsangebote wahrzutionsvereinbarung hat Boldern das Ressort «Alters- und Genehmen, um den Rhythmus der Tagzeitengebete mitzuerleben nerationenfragen» eingerichtet. Boldern nimmt damit auch oder auch, um von Kappel aus ihren Geschäften in den umfür die Landeskirche Präsenz in diesen Arbeitsbereichen liegenden Wirtschaftszentren nachzugehen.

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Ressort Werke und Beiträge

wahr. Die Kooperationsvereinbarung hat die Zusammenarbeit zwischen Boldern und der Landeskirche im Bereich der Erwachsenenbildung generell gestärkt. Die Auslastung des Hauses hat sich weiter konsolidiert. Standort und Betreuung, Infrastruktur und Logistik haben rund 1’000 Gruppen dazu veranlasst, ihre Veranstaltungen auf Boldern durchzuführen. Auf Boldern und im Boldernhaus Zürich begegneten sich insgesamt gegen 20’000 Gäste aus allen sozialen Schichten. Der Studienbereich hat mit 54 eigenen Veranstaltungen (Vorjahr 67) rund 2’300 (2’899) Teilnehmende angesprochen und damit einen Belegungsanteil von 18% (21%) erreicht. Der Anteil der übrigen kirchlichen Gruppen blieb mit 9% konstant, während die Gastgruppen mit einem Anteil von 73% (70%) weiter zunahmen. Mit rund 22’000 Übernachtungen, einer Zimmerauslastung von 55% und einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,2 Tagen wurde in etwa das Vorjahresresultat erreicht. Entsprechend konnte das Geschäftsergebnis 2003 über den Budgeterwartungen mit einem leichten Einnahmenüberschuss abgeschlossen werden. Der Anspruch einer ausgeglichenen Rechnung wurde erfüllt. Evangelisches Zentrum für Ferien und Bildung in Magliaso

Das Centro darf einmal mehr auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken. Ganz knapp auf die Saisoneröffnung hin wurden die beachtlichen Erneuerungen am Haus Boscaccio fertiggestellt. Dieses Haus steht vor allem behinderten Gästen zur Verfügung. Der neue Lift sowie die adäquat erneuerten Sanitäranlagen wurden in Dienst genommen. Ein grosser Beitrag der Stiftung für das cerebral gelähmte Kind hat die Finanzierung wesentlich ermöglicht. Der Sommer liess auch den Tessin im wahrsten Sinn sein Werbeattribut «Sonnenstube» zurückgewinnen. Mit den konstant hohen Temperaturen wäre auch der Begriff «Backstube» zutreffend gewesen. Die Zahl der Übernachtungen hat zwar wegen der kürzeren Sommersaison von 30’501 im Vorjahr auf 28’913 abgenommen. Die Betriebsrechnung er-

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brachte aber dank erfreulich steigenden Durchschnittserträgen pro Übernachtung und dank guter Kostenkontrolle das beste Resultat in der 15-jährigen Geschichte der Genossenschaft. Die Rechnung zeigte in dieser Zeit ununterbrochen positive Resultate. Der Leiterin des Centro, Claudia Zbären Martin, gebührt dafür ein ganz besonderer Dank. HEKS, BFA und misson 21

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat im Juni der Umwandlung des Hilfswerkes der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) und von «Brot für alle» (BFA) in Stiftungen zugestimmt. Damit ist ein grosser Zwischenschritt bei der Realisierung der «Motion EHM», welche auch von den Zürcher Delegierten unterstützt worden war, erreicht. Es geht darum, die Mitsprache des SEK in allen Belangen der Hilfswerke und Missionen zu stärken. Für die Verbindung zu den Missionswerken mission 21 sowie das welsche «DM – échange et mission» wird zurzeit eine Leistungsvereinbarung erarbeitet. Theologischer Verlag Zürich (TVZ)

Das Geschäftsjahr 2003 war durch die Übernahme und erfolgreiche Integration des PANO-Verlages geprägt. Dieser kleine Verlag hatte seit langem intensive Beziehungen zur Zürcher Landeskirche. Damit verbessert sich für den TVZ der Zugang zur Theologischen Fakultät. Zudem ergibt sich künftig die Möglichkeit, mit einem zweiten, selbständig auftretenden Programm eine allgemeine Leserschaft anzusprechen. Im letzten Jahr wurden insgesamt 28 Buch-Neuerscheinungen, ein Kalender, eine CD-Rom, fünf Buch-Nachdrucke und drei Zeitschriften herausgebracht, was einer Steigerung der Produktion um rund 30% entspricht. Die Beteiligung des TVZ an der deutschen Vertriebsgemeinschaft «Evangelisches Verlagshaus Leipzig» hat sich bewährt. Sie ermöglicht eine bessere Präsenz in Deutschland. Neu entwickelte Controllinginstrumente haben dazu beigetragen, die Übersicht über den Geschäftsgang und die internen Abläufe zu verbessern. Trotz eines für die Buchbranche schwierigen Jahres hat der TVZ ein ausgeglichenes Geschäftsergebnis erreicht.


Boldern: Diskutieren über ein spannendes Thema in einer anregenden Umgebung.

Kollekten und Beiträge

Der Kollektenertrag (siehe Tabelle Kollektenergebnisse, Seite 57) der jährlich vom Kirchenrat angeordneten Kollekten war im Jahr 2003 – mit Ausnahme der Bettagskollekte – erstaunlich stabil. Dies steht im Gegensatz zu den im Kanton Zürich um 4 bis 7% rückläufigen Sammlungen der grossen Hilfswerke HEKS, «Brot für alle» und mission 21. Zurückgegangen sind nicht die in den Gottesdiensten erhobenen Kollekten, sondern die Beiträge der Kirchgemeinden und die privaten Spenden. Dies wirkte sich besonders auf die grösste kantonale Kollekte, die Bettagskollekte, aus. Sie zeigte im Jahr 2003 mit einem Ertrag von 175’762 Franken ein erheblich tieferes Resultat als die üblichen rund 250’000 Franken. Die Bettagskollekte war bestimmt für den «Stipendienfonds der Evangelischen Schulen». Die «Fachstelle Werke und Beiträge» bearbeitete 234 (im Vorjahr 229) Beitragsgesuche. In 82 (78) Fällen bewilligte die Synode im Rahmen des Budgets 2003 rund 6,6 (5,9) Millionen Franken. Davon gehen rund 1,5 Millionen Franken an den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, rund 0,8 Millionen Franken ans HEKS und 0,7 Millionen Franken an die Reformierten Medien. In 67 (73) Fällen konnte der Kirchenrat in eigener Kompetenz einmalige Beiträge im Gesamtvolumen von 347’000 Franken (454’000 Franken) gewähren. Die grössten Beträge wurden diesmal gesprochen für das 77 Jahre Jubiläum des Diakonieverbandes Schweiz (30’000 Franken), für die Erdbebenhilfe in Bam via HEKS (20’000 Franken) und für das Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft (15’000 Franken).

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Ressort Pädagogik und Animation

Auf dem Weg zu einem Religionspädagogischen Gesamtkonzept

Im Jahr 1999 begannen die VorFür das Gelingen der Umsetzung arbeiten zu einem Religionspädagodes Konzepts in den Gemeinden ist gischen Gesamtkonzept. Die Kires von entscheidender Bedeutung, chensynode unterstützte diesen AnRessourcen und Bedürfnisse am Ort satz und überwies im Frühling 2000 sorgfältig zu berücksichtigen. das Postulat Ingold. Sie legte damit ein Schwergewicht auf die kirchKonzeptüberarbeitung lichen Bemühungen, die HeranAuf Grund des Landert-Berichts wachsenden christlich zu erziehen überarbeitete die Abteilung «Pädaund zu bilden. gogik und Animation» im Herbst 2001 erschien der «Werkstattbe- Kirchenrätin Anemone Eglin. 2003 den Konzept-Entwurf: richt». Die Kirchenpflegen diskuDie zwei Phasen der Primarschultierten diesen 2002 auf Boldern. und der Oberstufenzeit werden mit Daraus entstand der Konzept-Entwurf «aufwachsen – aufbreihren Kerninhalten und Themen übersichtlich dargestellt. chen». Er kam von November 2002 bis Mitte März 2003 in Für Kinder und Jugendliche gelten im ganzen Kanton klare die Vernehmlassung bei Kirchen- und Bezirkskirchenpflegen, und gleiche Verbindlichkeiten. Das ist angesichts der heutiPfarr- und Diakonatskapiteln, Katechetinnen und Katecheten, gen Mobilität von Familien wichtig. Jugendarbeitenden, Kirchenmusikerinnen und -musikern. Neu schlägt das überarbeitete Konzept einen kirchlichen Ausbau mit Hauptgewicht in der Primarschulzeit vor. Auswertung der Vernehmlassung Die Umsetzung des Ausbaus wird im Sinne eines ressourDer Rücklauf der Fragebogen war gross. Das Büro Lancengerechten und behutsamen Vorgehens in drei Etappen gedert, Farago, Davatz & Partner wertete die repräsentative gliedert. Vernehmlassung im Sommer 2003 wissenschaftlich aus. Die befragten Gruppen erhielten den Auswertungsbericht. Gemeindegespräche Der Konzept-Entwurf stiess auf grosse Akzeptanz (siehe Im Herbst 2003 plante die Abteilung «Pädagogik und AniTabelle Antwortverhalten, Seite 20). Es kamen Anregungen mation» Gemeindegespräche für das erste Halbjahr 2004. zurück, auch kritische Stimmen. Insgesamt zeichneten sich Bis Ende 2003 hatten 100 Gemeinden zugesagt. In den Geklare Linien ab für die Weiterarbeit am Konzept: sprächen mit je drei Gemeinden geht es darum, den KonzeptDas Konzept braucht eine einfache und klare Sprache. vorschlag noch einmal mündlich zu erläutern und mit den Die Gliederung der Entwicklung der Heranwachsenden in Gemeinden über Fragen der Umsetzung am Ort zu sprechen. vier Phasen – Vorschulzeit, Primarschulzeit, Zeit bis zur KonDas Gespräch der Gemeinden untereinander und der Ausfirmation, Junge Erwachsene – leuchtet ein. Die Phasen betausch zwischen Gesamtkirchlichen Diensten und Gemeinden dürfen aber einer übersichtlichen Darstellung. ist für das Gelingen des Projekts wichtig. Es wird sich in den Die Fülle der vorgeschlagenen Themen braucht eine KonGesprächen zeigen, wie viel Neues die Gemeinden bereits verzentration auf wenige Kerninhalte. wirklicht haben und wo Pilotversuche sinnvoll sind. Eine Mehrheit befürwortet eine Gesamtverbindlichkeit bei Kindern und Jugendlichen. Der Ausbau des Angebotes um je 30 Stunden in der Primarschul- und in der Konfirmationszeit leuchtet ein.

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Ressort Pädagogik und Animation

Antwortverhalten der Kirchenpflegen – alle anderen Zielgruppen antworten ähnlich

Kurzberichte aus den Fachbereichen «Fiire mit de Chliine»

«Fiire mit de Chliine» gehört in den meisten Kirchgemeinden zur gottesdienstlichen Kultur. 800 Mitarbeitende helfen, diese Feiern mit Vorschulkindern zu gestalten. Viele Eltern begleiten ihre Kinder zu solchen Anlässen. Das Erzählen biblischer Geschichten ist fester Bestandteil dieser Angebote. Die Mitarbeitenden lernen an Kursen kindgemässes Erzählen. 2003 entstand in Zusammenarbeit mit Werner Laubi und dem TVZ-Verlag das Buch: «Der Friedenskönig». Laubi erzählt 20 Begegnungen mit Jesus für Kinder im Vorschul- und im ersten Lesealter. Das Buch dient auch als Grundlage für Kurse mit jungen Eltern und Tauffamilien.

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Im Rahmen des Religionspädagogischen Gesamtkonzepts kommt es darauf an, «Fiire mit de Chliine» mit einer taufbezogenen Familienarbeit zu vernetzen und die Ausbildung der Mitarbeitenden in ein modulares Kurswesen zu integrieren. «Kolibri»

«Kolibri»-Gruppen beheimaten Kinder zwischen 5 und 9 Jahren in der biblischen Tradition. Anfragen aus Gemeinden zeigen, dass in dieser Arbeit viel in Bewegung ist. Wo das «Kolibri»-Angebot floriert, versuchen Mitarbeitende das Gefäss weiter zu entwickeln. Einige Gemeinden sind daran, ihre Angebote kinder- und familiengerechter zu gestalten. Im «Kolibri» sind vor allem Freiwillige tätig. Vermehrt versucht die


«Domino»: Freizeitangebote für 10- und 11-Jährige vermitteln christliche Werte in einer lockeren Atmosphäre.

Fachstelle, Jugendliche nach der Konfirmation als «Kolibri»Mitarbeitende zu gewinnen. Dazu führte sie Schnupperkurse, zum Beispiel in Laufen und Feuerthalen, durch. Der Kurs «s’Christchindli chunnt» stiess auf grosses Interesse. Er ging Ursprung und Bedeutung von Weihnachtstraditionen nach. Viele Mitarbeitende haben Interesse an Hintergrundwissen und sind bereit, ihr pädagogisches Handeln zu reflektieren. Die «Fachstelle Kolibri» und der Verband «Kik Züri» (ehemals Sonntagsschulverband) haben 2003 ihre Zusammenarbeit geregelt. Die Fachstelle steht dem Verband in Fragen der Aus- und Weiterbildung zur Seite. Der Verband stellt sein Netzwerk und seine regionalen Strukturen den Gesamtkirchlichen Diensten zur Verfügung.

Die Mitarbeitenden vermitteln christliche Grundhaltungen im praktischen Leben mit der Kindergruppe. Die Kinder erleben in ihrer Freizeit eine offene Kirche. Einige Gemeinden haben versuchsweise für ihre Viertklässler ein Angebot eingeführt, das von allen Kindern zu besuchen ist. Nach dem Entscheid des Bildungsrates, «Biblische Geschichte» an der Primarschule zu einem Freifach zu erklären, ist das Interesse der Kirchgemeinden am Ausbau des kirchlichen Unterrichts sprunghaft gestiegen. Die Fachstelle wird im Frühling 2004 mit einem Kurs Gemeinden unterstützen, welche in Pilotversuchen im Schuljahr 2004/2005 einen Viertklass-Unterricht einführen. Jugendgottesdienst

«3. Klass-Unterricht»

Der kirchliche Unterricht im 3. Schuljahr ist Bestandteil des kirchlichen Lebens in den Gemeinden. Themen sind: Taufe, Beten, Abendmahl und Pfingsten. Die Gottesdienste während dieses Jahres, die Schlussfeier, das Familienfrühstück oder ein Elternabend schaffen Kontakt zu Müttern und Vätern. Sie ermöglichen ihnen, die «Kirche am Ort» kennen zu lernen und am kirchlichen Leben teilzunehmen. Die Zusammenarbeit im Team von Katechetinnen und Katecheten, Pfarrschaft und Kirchenpflegen in der Planung, Gestaltung und Durchführung dieser Anlässe ist anspruchsvoll, aber auch vorbildhaft und zukunftsweisend. Die Ausbildung fördert die Teamfähigkeit der Katechetinnen und Katecheten. Ausbildungskonzept und Unterrichtsmaterialien für den «3. Klass-Unterricht» bedürfen einer Überarbeitung. Der «3. Klass-Unterricht» ist ein bewährtes Gefäss und bleibt ein wichtiges Element im grösseren Rahmen des Religionspädagogischen Gesamtkonzepts.

Der Jugendgottesdienst ist vielerorts fester Bestandteil des kirchlichen Angebotes. Die Fachstelle gibt Impulse bei Anfragen aus den Gemeinden zu neuen Formen des Jugendgottesdienstes. Es gibt Versuche, den Jugendgottesdienst eher in die Mittelstufe zu verschieben oder ihn ganz auf die Oberstufe zu legen. Immer häufiger erklingt in diesen Gottesdiensten Popularmusik. Zum Teil spielen und singen Jugendliche selber. An einigen Orten erarbeiten Teams die Feiern und ermöglichen Jugendlichen eine aktive Teilnahme. Oder eine Gemeinde bettet den Jugendgottesdienst bewusst in ihr Gesamtangebot ein und bringt das auch in ihrem Erscheinungsbild und in ihrer Werbung zum Ausdruck. Das Religionspädagogische Gesamtkonzept ist so offen gestaltet, dass der traditionelle Jugendgottesdienst darin Platz hat, dass aber auch neue Formen möglich werden. Von Projekten wie zum Beispiel «e-motion» in Rüti oder «Jugendkirche» in Zürich und Winterthur gehen schon jetzt Impulse für neue Formen des Feierns mit Jugendlichen aus.

«Domino»

Für die kirchlichen Freizeitangebote an 10- und 11-jährige Kinder wählen die Gemeinden unterschiedlichste Formen: wöchentliche Treffen, Wochenenden, Lager. Die Angebote richten sich nach dem Freizeitumfeld und den Möglichkeiten der Mitarbeitenden.

Fachausbildung «KokoRu»

Zwölf Oberstufenlehrkräfte schlossen 2003 die zweijährige Zusatzausbildung für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht ab, welche die Abteilung «Pädagogik und Animation» anbietet.

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Ressort Pädagogik und Animation

Sechs Kandidatinnen und Kandidaten des ökumenischen Fachkurses für die Oberstufenkatechese (OKK) befanden sich 2003 im zweiten Ausbildungsjahr. An der Oberstufe steht die Überführung des interkonfessionellen Unterrichts in das Fach «Religion und Kultur» bevor. Die sich anbahnenden Veränderungen haben die Zahl der am OKK Interessierten zurückgehen lassen. Bis die zukünftigen Ausbildungsmodalitäten feststehen, schreibt die Abteilung «Pädagogik und Animation» keinen neuen Kurs aus. Ökumenische Mittelschularbeit

Im Juni 2002 genehmigte die Kirchensynode das Konzept «Ökumenische Mittelschularbeit im Kanton Zürich». Mittelschularbeit versteht sich als diakonischer Dienst der Kirchen. Sie steht allen offen, die im sozialen Gefüge der Schule tätig sind. Sie verbindet schulischen Religionsunterricht mit ausserschulischer Seelsorge. Die Kirche ist in der Lebenswelt der jungen Erwachsenen als «Kirche am Weg» präsent. Von reformierter Seite oder in reformierter Mitverantwortung sind folgende Projekte angelaufen: Foyer Freudenberg in Zürich-Enge, Foyer Urdorf/Limmattal, Pfarramt an den Kantonsschulen Winterthur, Projekt Kantonsschule Rämibühl RG und Kantonsschule Wiedikon. Insgesamt gelingt die Umsetzung des Konzeptes gut. Unter anderem sind zwei Entwicklungen zu beobachten. Einerseits ergibt die Verbindung von schulischer mit ausserschulischer Arbeit Synergien; in Urdorf besuchen über 80% der Schülerinnen und Schüler das Freifach Religion. Andererseits zeigt sich, dass sich besonders Schülerinnen durch gemischte Teams aus Männern und Frauen in den Foyers angesprochen fühlen; sie nehmen vermehrt Gesprächsmöglichkeiten in Anspruch. Kirchliche Lehrlingsarbeit «kabel»

Die «kabel»-Beauftragten in Winterthur, Zürich und Uster unterstützen Lehrlinge, Eltern und Lehrbetriebe bei der Bewältigung von Schwierigkeiten in der Lehrzeit. Während der letzten Jahre waren der Mangel an Lehrstellen und die hohe Zahl von Lehrvertragsauflösungen vorherrschende Themen.

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Auszeichnung für «kabel»-Angebot

Die «kabel»-Beauftragten entwickelten ein CoachingAngebot für Jugendliche, welche die Lehre abbrechen und ohne Anschluss dastehen. Das Institut für Sonderpädagogik der Universität Zürich führte bei fünf Einrichtungen eine Evaluation durch. Das «kabel»-Coaching erhielt bezüglich Praxiswirkung die höchste Wertung. Der ganzheitliche seelsorgerliche Ansatz, Unabhänigkeit und Freiwilligkeit sowie ein unbürokratisch und niederschwelliger Zugang seien Stärken des «kabel»-Angebots. «Positiv wird am Coaching erlebt, dass man den Menschen als Mensch wahrnehmen kann», heisst es im Bericht des Instituts. Durch «gemeinsame Ziel- und Aufgabenfestlegungen wird der Erfolg zudem messbar». 2003 kam das Thema Jugendarbeitslosigkeit auf die «kabel»-Beauftragten zu. Die Anzahl von Beratungen mit jungen Menschen vervierfachte sich. Diese Jugendlichen haben zwar die Schulpflicht erfüllt und Übergangsprogramme besucht; aber sie sind ohne Berufsausbildung auf dem Arbeitsmarkt chancenlos. Die «kabel»-Beauftragten setzten sich dafür ein, dass die verschiedenen Stellen und Einrichtungen der Berufsbildung die Problematik erkennen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln. Im November 2003 stimmte die Kirchensynode der definitiven Weiterführung von «kabel zürcher oberland» zu. Die Kooperation von reformierter und katholischer Kirche sowie den Bezirksjugendsekretariaten am Standort Uster geht nun definitiv weiter. Jugend

Die «Fachstelle Jugend» unterstützt und begleitet Behörden und Jugendarbeitende bei der Gestaltung der kirchlichen Jugendarbeit. Sie bietet Kurse, Fachberatungen und Finanzierungshilfen an. 2003 hat die Fachstelle erstmals einen Kurs für junge Leiterinnen und Leiter aus Kirchgemeinden angeboten. Fünfzehn Teilnehmende haben diesen Kurs absolviert. Sie sind heute verbindlicher in der örtlichen Arbeit engagiert oder lassen


Jugendarbeit: Vertrauen erfahren und die eigenen Möglichkeiten entdecken.

sich zu Sozial-Diakonisch Mitarbeitenden ausbilden. Die Fachstelle ist mit der Erarbeitung und Erprobung eines Bildungskonzepts für Leiterinnen und Leiter befasst. Dazu hat sie in einigen Gemeinden Seminare zur Konfirmations- und Treffarbeit durchgeführt. 2004 werden diese Kurse weiteren Gemeinden zur Verfügung stehen. Ebenfalls erfolgreich begonnen hat das Projekt «roundabout_zh». In Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreuz entstand eine Projektstelle, welche den Kirchgemeinden beim Aufbau von Hip Hop-Tanzgruppen für Mädchen ab zwölf Jahren sowie beim Finden der freiwilligen Leiterinnen hilft. Bereits sind in fünf Kirchgemeinden «roundabout»-Gruppen entstanden. 2004 werden sieben bis zehn weitere Gruppen hinzukommen. Aufgrund grosser Nachfrage hat die Fachstelle die Unterstützung der Gemeinden, welche eine Stelle «Jugendarbeit» planen oder zu besetzen haben, intensiviert. Die Fachstelle entwickelte mit Kirchgemeinden Stellenprofile und Muster für Ausschreibungen.

form zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Das wirkt in die Gemeinden zurück. Im Projekt Religionspädagogisches Gesamtkonzept und in anderen Kursen, zum Beispiel in «Singen und Musizieren mit Eltern und Kindern», gab die Fachstelle den Bedürfnissen von Familien bewusst eine Stimme.

Familie

Die «Fachstelle Familie» bietet den Kirchgemeinden Beratung und Unterstützung zu einer vernetzten Arbeit mit und für Familien an. Der 2002 erarbeitete Leitfaden «Familienergänzende Kinderbetreuung» fand bei Kirchgemeinden und Institutionen Verbreitung und half bei der Initiierung von Projekten mit. Zum Beispiel in Bonstetten: Eine externe Spielgruppe benutzte kirchliche Räume. Es entwickelten sich persönliche Kontakte zwischen ihnen und Mitarbeitenden eines kirchlichen Angebots, welches zur gleichen Zeit stattfand. Das führte schliesslich zu einer beachtenswerten Zusammenarbeit zwischen den beiden Gruppen. Ein Kursangebot der Fachstelle vertiefte das Thema «Familienfreundliche Kirchenräume». Daraus erwuchs die konkrete Zusammenarbeit mit verschiedenen Kirchgemeinden. Die Intervisionsgruppe «Familienarbeit» hat sich etabliert. Sie bildet für Sozial-Diakonisch Mitarbeitende mit Arbeitsschwerpunkt im Familienbereich eine willkommene Platt-

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Ressort Bildung und Gesellschaft

Hochschularbeit und ethische Grundfragen

Die «Fachstelle reformierte Hochschularbeit» arbeitet einerseits mit Studierenden der verschiedenen Zürcher Hochschulen. Andererseits macht sie Angebote für Akademikerinnen und Akademiker an den Hochschulen, wo sie unterrichten, oder in den Kirchgemeinden, wo sie wohnen.

Beratungskonzepte beraten

Gut hundert Ärztinnen, Hebammen, Spitalseelsorgerinnen, Sozialarbeiterinnen und Psychotherapeutinnen nahmen an der Tagung teil und sorgten damit für einen intensiven interdisziplinären Austausch. Die beiden Grundlagenreferate hielten die Sozialethikerin Ruth Baumann-Hölzle über «Beratung in der Ethik boomt Konfliktschwangerschaft nach der Kirchenrat Andres Boller. In den letzten zwei Jahrzehnten Fristenregelung» und Margaretha hat sich die Ethik im akademischen Umfeld immer stärker zu Kurmann über «Beratungskonzepte, Information und Aufkläeiner eigentlichen Basiswissenschaft entwickelt. Die Ursarung im Kontext von Pränataldiagnostik und Reproduktionschen für diesen «Ethik-Boom» sind vielfältiger Natur. Ein medizin in Deutschland». Das eigentliche Schwergewicht der Grund liegt darin, dass die «Ränder» vieler Wissenschaften, Tagung lag aber bei den berufsgruppenspezifischen Workdie bisher klar umrissen waren, zunehmend «ausfransen». shops, in denen die Teilnehmerinnen die gängige Praxis der Besonders markant spüren dies die unterschiedlichen mediSchwangerschaftsberatung analysierten, dann aber auch Forzinischen Bereiche: Pränatale Diagnostik und Genforschung derungen für die zukünftige Beratungstätigkeit in Klinik und zum Beispiel werfen viele Fragen auf und stellen vor ProPraxis erarbeiteten. bleme und Konflikte, die kaum noch mit rein medizinischen Mitteln zu bewältigen sind. Ergebnisse Die Ergebnisse der Tagung: Es wurde festgestellt, dass der Fachtagung «Die autonome Schwangere» Beratungsbedarf grösser ist als die vorhanden Angebote. Die reformierte Hochschularbeit hat nach einer längeren Ausserdem wird ein Grossteil der Beratung schwangerer Pause wieder eine grössere Ethik-Veranstaltung zum Thema Frauen unentgeltlich geleistet. Das gilt insbesondere für Ärz«Die autonome Schwangere» am 2. Oktober 2003 mit orgatinnen, Hebammen und Psychotherapeutinnen. Die Beranisiert. Kooperationspartner der «Fachstelle reformierte tungsangebote sind zudem zu wenig bekannt, und es fehlt Hochschularbeit» waren «Dialog Ethik» und die «Paulusakagutes und unabhängiges Informationsmaterial in den Landemie Zürich». dessprachen, wie auch in den Fremdsprachen der in der Konkreter Anlass dafür war die eidgenössische AbstimSchweiz lebenden Frauen. Die verschiedenen Berufsgruppen mung vom 2. Juni 2002 über die sogenannte Fristenregelung. und Institutionen, die Schwangerschaftsberatung anbieten, Sie erlaubt Frauen innerhalb der ersten zwölf Wochen sind untereinander noch zu wenig vernetzt. ihrer Schwangerschaft einen Schwangerschaftsabbruch und Im Hinblick auf eine qualitativ hochstehende Schwangerschreibt dafür eine ärztliche Beratung vor. Wie und wo schaftsberatung, welche die zu beratenden Frauen ernst schwangere Frauen zu dieser Beratung kommen, regelt das nimmt, forderten die Fachpersonen eine verbesserte Prävenneue Gesetz nicht. Die Schaffung von qualitativ guten Beration, einen Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit sowie Weiterbiltungsmöglichkeiten verlangt grosse Anstrengungen auf kandungsangebote für Ärzte und Ärztinnen. tonaler wie nationaler Ebene.

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Meditation und Kontemplation: Pflege der christlichen Spiritualität.

Die Gesellschaft braucht die Kirche

Die Tagung «Die autonome Schwangere» hat deutlich gemacht, was Bildungsarbeit der reformierten Hochschularbeit heissen kann: Sie bietet Zeit und Raum für Grundlagendiskussionen zu brisanten sozialpolitischen Fragen und sie trägt zur Verständigung bei zwischen den unterschiedlichen Wissenschaften und gesellschaftlichen Gruppen. Kurzberichte aus den Fachstellen Kirche und Wirtschaft

Die Wirtschaft ist entzaubert, verlorenes Vertrauen ist noch kaum zurückgewonnen, der immer wieder herbeigeredete Aufschwung ausgeblieben. Die Angst um den Arbeitsplatz rangiert ganz oben auf der Sorgenskala der Schweizerinnen und Schweizer. Wie reagieret die Kirche auf diese Situation? Immer öfter erkennen Kirchgemeinden diese Frage als Herausforderung. So bildete sich z. B. in Rafz eine Arbeitsgruppe, welche die wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem Gebiet der Gemeinde besser zu verstehen versuchte und daraus Konsequenzen für die Tätigkeiten der Kirche zog. Obfelden organisierte ein Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Arbeits- und Wirtschaftswelt. Thalwil schuf ein Angebot für stellenlose Kader und selbständig Erwerbende. Die «Fachstelle Kirche und Wirtschaft» unterstützt Gemeinden, welche in dieser Richtung aktiv werden. Der Stelleninhaber war an 22 Podien, oft mit eigenem Referat, beteiligt und hat so über 900 Personen erreicht. 42 Gespräche über Fragen der Wirtschaftsethik führte er mit CEOs aus Banken und Unternehmen bzw. in Thinktanks der Industrie. Zu zwölf Tagungen war er von Verantwortlichen der Finanzwelt als «stakeholder» der Kirche eingeladen. Freiwilligenarbeit

«Mit beiden Beinen» stand die «Fachstelle Freiwilligenarbeit» auf dem Boden der Weiterentwicklung: Sowohl die Angebote für Freiwillige wie auch diejenigen für Verantwortliche in den Kirchgemeinden sind aktualisiert worden. Viele Kirchgemeinden wollen Freiwilligenarbeit auch für die Zukunft sichern und nicht mehr von der Hand in den Mund leben. Ihre

Wege zur Schaffung von guten Rahmenbedingungen und zur Verankerung der Freiwilligenarbeit sind verschieden. Deshalb bietet die Fachstelle den Kirchgemeinden neu «massgeschneiderte» Weiterbildungen an, an denen Mitarbeitende und Behördenmitglieder aus 31 Kirchgemeinden teilgenommen haben. Ergänzt wird dieses Angebot mit Fachberatung. In der Zusammenarbeit mit 16 Kirchgemeinden wurden Leitbilder, Konzepte zur Einführung des Sozialzeit-Ausweises und Freiwilligenbroschüren erstellt und weitere Schritte für gute Rahmenbedingungen geplant. Die gewonnenen Erfahrungen tragen zur Weiterentwicklung der Freiwilligenarbeit, zu praxisnahen Angeboten der Fachstelle und zur Vernetzung der Kirchgemeinden bei. Das 30. Jahresseminar wurde beendet und das 31. begonnen. Acht Weiterbildungskurse mit 94 Frauen wurden durchgeführt. Frauen- und Männerarbeit

Die beiden Verantwortlichen der Fachstelle haben ihre Zusammenarbeit verstärkt. Bei verschiedenen Themen wie Gleichstellung der Geschlechter, Rollenbilder, Gewalt, ist es sinnvoll, diese aus dem Blickwinkel beider Geschlechter zu behandeln. Die Arbeitsgruppe zur Dekade «Überwindung von Gewalt», in der beide Verantwortlichen mitarbeiten, organisierte im Januar die Tagung «Etwas tun gegen Gewalt», welche bei vielen Verantwortlichen aus Kirchgemeinden auf grosses Interesse stiess. Die Mitglieder von drei Diakonatskapiteln liessen sich über aktuelle Fragen und Projekte in der kirchlichen Männer- und Frauenarbeit informieren. Auch in Kirchgemeinden ist die Frage aktuell, wie Männer- und Frauengruppen in einen konstruktiven Dialog zueinander treten können: Die Verantwortlichen der Fachstelle wurden eingeladen, einen gemeinsamen Abend von Frauenpalaver und Männerforum Eglisau zu moderieren, zum Thema Umgang von Frauen und Männern mit Macht. An zehn Frauentagungen nahmen 400 Frauen teil. Drei Ausgaben des «FrauenKirchenKalenders» wurden herausgegeben. Von den 14 Männerveranstaltungen fanden je sieben in Kirchgemeinden und Bildungshäusern statt. Die sechs Abende des bereits zehnten «Männerpalavers» wurden von 240 Männern besucht.

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Ressort Bildung und Gesellschaft

Reformierte Hochschularbeit

Seit drei Semestern bietet das Hochschulpfarramt Hochschulgottesdienste in neuer Form an. Gemeinsam mit der Kirchgemeinde Grossmünster finden diese Gottesdienste während des Semesters ein Mal pro Monat am Sonntagmorgen im Rahmen des Gemeindegottesdienstes statt. Die Liturgie wird gestaltet von den Pfarrerinnen der Grossmünsterund der Hochschulgemeinde und von Studierenden; die Predigt wird jeweils von einem Professor oder einer Professorin der Hochschulen gehalten. Das Besondere dabei ist, dass sich die Predigenden aus ihrer Fach-Perspektive – der Perspektive eines Musikers, eines Historikers, eines Mediziners, eines Lebensmitteltechnologen, etc. – mit einem Bibeltext auseinandersetzen. Die Hochschulgottesdienste finden Zulauf vonseiten der Grossmünstergemeinde, der Studierenden und einem «akademisch» interessierten Stadtpublikum. Danach bietet ein Apéro im Haus am Lindentor eine ungezwungene Atmosphäre, um über Predigt und Gottesdienst zu diskutieren. Weitere Aktivitäten: zwei Thomasmessen, fünf Vorträge in Kirchgemeinden mit 300 Personen, ein Skilager mit 25 und zehn Kursveranstaltungen mit rund 120 Studierenden. Erwachsenenbildung und Theologie

Von den Leiterinnen und Leitern der dreijährigen Evangelischen Theologiekurse ist selten die Rede, dabei gäbe es ohne sie dieses wieder sehr gefragte Angebot gar nicht! Es sind Frauen, die selbst den Theologiekurs besucht haben, vor allem aber Theologen und Theologinnen, die in ihren Gemeinden, in anderen Stellungen oder an der Universität arbeiten und die Kursleitung als Weiterbildung oder – um es ein wenig forsch zu sagen – «methodische Psychohygiene» und «theologisches Fitnessprogramm» verstehen: Hier können sie anspruchsvolle Inhalte und Themen vermitteln, ihr eigenes theologisches Forschen wachbehalten und auf befriedigende Weise an neugierige Teilnehmende weitergeben. Hier wird nach Herzenslust experimentiert, entdeckt, wiederentdeckt, zusammengetragen, verknüpft, hinterfragt und offengelassen, wo im Alltag häufig die Zeit fehlt. Sich auch theologischen Themen zu stellen, denen sie sonst lieber auswei-

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chen, fliesst als erfahrene Horizonterweiterung natürlich wieder in die Hauptarbeit zurück. Wie jedes Jahr hat zweimal ein Austausch- und Weiterbildungstag der Leiterinnen und Leiter stattgefunden. In den vier Zürcher Theologiekursen waren 88 theologisch Interessierte engagiert an der Arbeit. Die Unterlagen dreier grosser Kursteile wurden erneuert. In der Reihe «WerkstattBibel» erschienen die Ausgaben 4 und 5. Die Ausgaben 6 bis 8 sind in Vorbereitung. In der Reihe «Werkstatt für Lebensfragen» wurde der fünfte Band mit dem Titel «Wenn ich mich mit dir vergleiche . . .» konzipiert. Alle Publikationen wurden mit Personen aus Kirchgemeinden erarbeitet. Spiritualität und Kultur

Der Fachmitarbeiter für Spiritualität war in 19 Kirchgemeinden tätig, um über die Meditation zu informieren und, auf Wunsch, eine Meditationsgruppe aufzubauen. Gewählt werden oft Formen der Textmeditation – beliebt sind für die Meditation: die Heilungsgeschichten, die Gleichnisse, einzelne Verse aus den Psalmen, einfache Gedichte – oder die Kontemplation, das wortlose Verweilen vor Gott. So begann das im Januar auch in Zürich-Unterstrass. Angefragt und unterstützt durch eine Verantwortliche der Gemeinde, kam er für den Vortragsabend und für die Übungsabende in Kontemplation – und seine Überraschungen fanden kein Ende: der sehr schöne und liebevoll vorbereitete Raum unter der Kirche, die gezielte Werbung, die grosse Anzahl der Interessierten, die auch aus anderen städtischen Kirchgemeinden und sogar von ausserhalb des Kantons kamen, die regelmässige Teilnahme, das abschliessende Fest. Und: Es hat sich über diese Abende hinaus eine Meditationsgruppe gebildet, die sich unter der Leitung der Verantwortlichen weiterhin regelmässig trifft. In neun Kirchgemeinden wurde die Fachstelle für Veranstaltungen zu den Themen «Lebenskunst» und «Reformiertsein» eingeladen. In Kappel wurden 51 Kursen mit total 783 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt.


Ressort Gemeindedienste

Diakonisches Handeln

Die Gemeindedienste unterstütder und Eltern. Der Fachbereich zen und begleiten die Kirchgemeinunterstützt die Gemeinden bei der den im Dorf, in der Stadt und im Initiierung und Durchführung von Quartier in ihrem Auftrag, die gute neuen Formen diakonischer FamiBotschaft des Evangeliums in Wort lienarbeit. Er wird zudem die Evaluund Tat zu verkünden, christliche ation der zweiten Phase des ProjekGemeinschaft zu leben – und als tes «Tat der Kirchen» durchführen. Kirche auch über Gemeindegrenzen hinweg hilfreich präsent zu sein. Gesamtkonzept erarbeiten Den Legislaturzielen des KirchenDie gesellschaftlichen und wirtrates entsprechend, erarbeitet die schaftlichen Umwälzungen der letz- Kirchenrat Marcel Riesen. Abteilung ein Gesamtkonzept zum ten Jahre haben die sozialen Prodiakonischen Handeln in der Zürcher Landeskirche, um das bleme verschärft. Sie fordern die Diakonie der Kirche heraus, Profil der Diakonie zu stärken und den diakonischen Auftrag ihren eigenen Beitrag an eine soziale und gerechte Gesellin Kirche und Gemeinde zu konkretisieren. Dazu befragte die schaft zu leisten. Im folgenden Schwerpunkt wird dargestellt, Fachstelle vorgängig die Sozial-Diakonisch Mitarbeitenden wie der diakonische Fachbereich der Gemeindedienste seiüber Vorbildung, Anstellung und Tätigkeiten. Die Umfrage ernen Auftrag wahrnimmt. gab unter anderem starke Unterschiede beim Stellenprofil, Diakonie als die «Tat der Kirchen» bei den Stellenpensen und eine grosse Ausdifferenzierung der Tätigkeitsbereiche. Ausgehend von der Umfrage erarbeitete Mit ihrem «Wort der Kirchen» hatte die «Ökumenische der Fachbereich mit einer Arbeitsgruppe von Sozial-DiakoKonsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz» im Jahr 2001 bekundet, dass die Kirchen sich kraft nisch Mitarbeitenden einen Konzeptentwurf, der die theologiihres Glaubens an der Entwicklung des sozialen und politische Grundlegung der Diakonie, ihre Handlungsfelder in Geschen Lebens im Dienste einer ganzheitlichen Entwicklung meinde und Gemeinwesen und die Anforderungen an eine des Menschen aktiv beteiligen wollen. Für die konkrete Umheutige professionelle Diakonie mit einem entsprechenden setzung des Wortes hatten die reformierte und katholische Berufsbild skizziert. An einer Zusammenkunft aller DiakoKirche im Kanton Zürich ein dreijähriges Projekt «Tat der Kirnatskapitel anfangs November wurde der Entwurf präsentiert chen» initiiert, worauf im Herbst 2002 eine erste Impulsverund mit den 160 anwesenden Berufsleuten diskutiert. Die anstaltung zum Thema Arbeit stattfand. Zum Abschluss des vorgeschlagene Richtung fand breite Zustimmung. Insbesonersten Projektjahres konnten im Juni zehn Projekte von dere wird sich der Fachbereich bei der weiteren KonzeptarKirchgemeinden und Pfarreien im Rahmen eines festlichen beit vermehrt mit dem Einsatz der Freiwilligen und EhrenGottesdienstes in der Wasserkirche ausgezeichnet werden. amtlichen beschäftigen. Für 2003 wurden Anregungen zum Thema Familie erarbeitet Diakonische Berufsausbildung und Ende Oktober an einer weiteren Impulsveranstaltung Im Jahre 1999 hat die Kirchensynode die Ausbildung der rund 100 Personen aus Kirchgemeinden und Pfarreien vorSozial-Diakonisch Mitarbeitenden auf eine neue Grundlage gestellt. Gemeinsam wurde nach Wegen gesucht, wie Diakogestellt und eine Zusammenarbeit mit der Hochschule für nie als Hilfe und «für andere Dasein» wirksam und in der ÖfSoziale Arbeit Zürich vorgesehen. Nun konnten die ersten pofentlichkeit sichtbar gemacht werden kann, insbesondere sitiven Erfahrungen der Kirchgemeinden, die Ausbildungsgegenüber neuen Familienformen und deren Folgen für Kin-

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Ressort Gemeindedienste

plätze zur Verfügung gestellt hatten, ausgewertet werden. Zudem wurde die vom Fachbereich durchgeführte Praxisausbildung in den Gemeinden evaluiert. Nach verschiedenen personellen Wechseln konnte die Entwicklung der kirchlichen Ausbildungsmodule, die zusätzlich zum Lehrgang in Sozialer Arbeit gefordert sind, an die Hand genommen werden. Des weiteren wurden wieder zahlreiche Beratungsanfragen von Behörden und diakonischen Berufsleuten zu Anstellungsfragen und Überarbeitung von Stellenbeschrieben beantwortet. Wie immer auch die Zukunft der Kirche aussehen wird, ihre Bedeutung wird sich künftig wesentlich auch an der Wirkung ihres diakonischen Handelns messen. Kurzberichte aus den Fachbereichen Gottesdienst und Musik

Der Fachbereich unterstützt die Kirchgemeinden in der Entfaltung ihres gottesdienstlichen und musikalischen Lebens mit Kursen, Materialien, Beratung und Projekten. Im Rahmen des Pfarrpraktikums wurden zwei Kurse zur Predigtlehre und zusätzlich eine Weiterbildung in den ersten Amtsjahren durchgeführt. Die Angebote des Fachbereichs «Musik» erfolgten vermehrt in Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen wie «Fiire mit de Chliine» und «Kolibri». Es wurden verschiedene Arbeitshilfen und Materialien erarbeitet, z. B. der zweite Band des Buches «Gottesdienst mit Klein und Gross» mit Anregungen zum Kirchenjahr. Im laufenden Projekt des Religionspädagogischen Gesamtkonzeptes arbeitete der Fachbereich daran, Musik als Querschnittsthema und Gestaltungselement in allen vier Altersphasen zu integrieren. Ein Projekt übergemeindlicher Zusammenarbeit, das regionale Kantorat von vier Kirchgemeinden im Furttal, wurde während der Startphase intensiv begleitet. Das Projekt «Liturgische Präsenz», welches insbesondere das konkrete Handeln der Pfarrerinnen und Pfarrer im Gottesdienst thematisiert, wurde verschiedentlich in das Programm von Pfarr-Retraiten aufgenommen. Im weiteren war der Fachbereich mit den Vorarbeiten zu den Bolderntagungen 2004 beschäftigt.

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Besuchsdienst

Der Besuchsdienst stützt das Beziehungsnetz der Gemeinde und hilft, den Kontakt zu Menschen zu pflegen, die aufgrund von Krankheit, Alter oder anderen schwierigen Lebensumständen isoliert leben. Der Fachbereich hat in 40 Kirchgemeinden mit einem mehrteiligen Kursangebot zu Aufbau, Realisierung und Erneuerung des Besuchsdienstes die Schulung von Freiwilligen durchgeführt. Der Situation der meisten lokalen Besuchsdienste entsprechend, wurden die Kurse mehrheitlich ökumenisch organisiert. Bemerkenswert ist die Zunahme von jüngeren Teilnehmenden, die sich im Besuchsdienst ihrer Kirchgemeinde engagieren. Als Höhepunkte für die durchführenden Teams und die insgesamt rund 320 Teilnehmenden erwiesen sich die drei Regionaltagungen «Abschied, Endlichkeit und Heilung». Die thematischen Referate und Gruppenarbeiten mit biographischen Beiträgen der Kursteilnehmenden fanden grossen Anklang. Mit einer neu entwickelten Tagung «Männerleben – Männerwelten – Männerrollen» wurden erstmals gezielt Männer angesprochen. Neben den Kurs- und Veranstaltungsangeboten leistet die Fachstelle einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Besuchsdienstes mit einem stark nachgefragten Beratungsangebot zu thematischen und organisatorischen Fragen. Behördenschulung und Beratung

Nach den Grundkursen für Kirchenpflegen im Wahljahr 2002 erarbeitete der Fachbereich zur Unterstützung der Behördentätigkeit in den ersten Amtsjahren zehn Aufbaukurse, die sich thematisch auf die verschiedenen Ressorts und Dienstleistungen wie Teambildung, Erarbeiten von Legislaturzielen und Personalführung ausrichteten. Die Personalführungskurse stiessen auf grosse Nachfrage. Besonders die dafür entwickelten Hilfsmittel zum Mitarbeitergespräch oder zur Handhabung des Personalrechtes waren sehr gefragt. Ebenfalls gefragt waren neue Angebote für Kirchenpflegepräsidien wie ein fünf Mal jährlich stattfindender «PräsidienStamm», ein E-Mailnetz für direkte gegenseitige Anfragen sowie Angebote für Erfahrungsaustausch und Einzelcoaching.


Kirchenpflegetagungen: Grund- und Aufbaukurse für die anspruchsvolle Behördenarbeit.

2003 wurden die Bezirkskirchenpflegen neu gewählt. Der Fachbereich führte eine Tagung und thematische Kurse durch zur Einführung der Mitglieder in die Aufgaben des Behördenamtes. Die während der letzten Amtsdauer unterstützte Qualitätsentwicklung wurde damit konsolidiert – und wird zusammen mit den Bezirkskirchenpflegen auch in der neuen Amtsdauer weitergeführt. Ökumene, Mission und Entwicklung (OeME)

Ein «Tag der offenen Kirchen» Ende Oktober, organisiert durch die Fachstelle, öffnete den Blick für die Vielfalt der 17 Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Kanton Zürich. Die Diskussion unter den Kirchen war geprägt von gegenseitigem Respekt und der Suche nach einer für alle bereichernden Offenheit. Der Tag, der mit alten liturgischen Gesängen der Orthodoxen Gemeinden angefangen hatte, klang mit den modernen Liedern der Baptisten aus und wurde zu einem eindrücklichen Zeichen der Vielfarbigkeit christlicher Präsenz in und um Zürich. Vielfältig waren auch die weiteren Aktivitäten des Fachbereichs: die zahlreichen Beziehungen zu anderen Kirchen (Ökumene), zu anderen Kulturen (Migrationsgemeinden), zu anderen Religionsgemeinschaften (interreligiöser Dialog), zu Partnerkirchen anderer Kontinente (Mission) und zu Menschen in Not, wie der Slogan «Verstehen verändert» der Aktion «Brot für alle» verdeutlicht. Die Fachstelle nahm überdies ihre Aufgaben wahr durch Beratung und Begleitung von Interessierten aus den Kirchgemeinden, einem Kurs- und Tagungsangebot und der Mitarbeit in kantonalen und schweizerischen Arbeitsgruppen und Kommissionen. Bahnhofkirche

Die Nachfrage nach Seelsorge in der ökumenischen Bahnhofkirche ist auf über 1’250 Gespräche gestiegen, gegenüber rund 900 im Vorjahr. Ein grosser Teil der Gesprächssuchenden waren aufgewühlt und besorgt von Unglücksfällen, Katastrophen oder anderen belastenden Ereignissen. Während für direkt betroffene Menschen meist eine gute Betreuung durch Notfallseelsorge oder spezielle Care-Teams am Ort des

Geschehens zur Verfügung steht, wissen Angehörige, Nachbarn, Arbeitskolleginnen oder auch zufällig anwesende Augenzeugen oft nicht, mit wem sie über das Erlebnis sprechen können. Diese Menschen waren froh, bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Bahnhofkirche ein offenes Ohr zu finden. 22 Freiwillige helfen durch ihren Dienst am Empfang von je vier Wochenstunden mit, dass sich Besuchende in der Kirche willkommen fühlen und bei Bedarf den Weg zu einem seelsorgerlichen Gespräch finden. Flughafenpfarramt

«Bekanntlich verliert die schwerste Bürde die Hälfte ihres Druckes, wenn man davon reden kann.» Beinahe jeden Tag erfahren die Mitarbeitenden des Flughafenpfarramtes, dass Jeremias Gotthelf recht hatte. Bei den Angestellten waren es nebst persönlichen Problemen vorwiegend Sorgen um den Arbeitsplatz, da im Flughafenbereich nochmals mehrere tausend Stellen abgebaut wurden. Bei jenen, die mit reduziertem Pensum weiterbeschäftigt bleiben, gerieten viele in existenzielle Nöte. Das Flughafenpfarramt konnte den Weg zu Ämtern zeigen oder ausnahmsweise mit einem Beitrag aus der Spendenkasse, die durch Zuwendungen von Einzelpersonen, Firmen und Kirchgemeinden alimentiert wird, über eine akute Notlage hinweg helfen. Der Andachtsraum wurde von einer steigenden Anzahl von Passagieren, aber auch Passanten und Angestellten aufgesucht. Über 2’100 Menschen baten die Mitarbeitenden des Flughafenpfarramtes um ein Seelsorgegespräch. Immer wieder waren die Seelsorger mit Todesfällen konfrontiert; sie betreuten die Angehörigen verschiedenster Nationalitäten, begleiteten die Trauernden zu Bestattungsamt und Institutionen, fungierten als Dolmetscher und verhandelten mit Botschaften und Versicherungen. Daneben führte das Flughafenpfarramt regelmässig Gottesdienste, Trauungen und Taufen durch und empfing Schulund Konfirmandenklassen oder andere Gruppen. Die Flughafenseelsorger hielten mit Asylsuchenden in ihrem Aufenthaltsraum zwei- bis dreisprachige Andachten und Gottes-

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Ressort Gemeindedienste

Flughafenpfarramt: Das Bedürfnis nach Seelsorge und Besinnung ist gestiegen.

dienste und auf Initiative von jungen Angestellten entstand eine kleine Gruppe, die sich monatlich zum Bibelstudium trifft. Koordination ökumenische Paarberatungsstellen

Das vierjährige Pilotprojekt für die Begleitung und Koordination der zehn bezirksweise geführten Paarberatungsstellen konnte per Ende 2003 abgeschlossen werden. Nachdem sich die Vertretungen der regionalen Trägerschaften eindeutig dafür ausgesprochen hatten, dass die Beratungspersonen weiterhin durch den Fachbereich unterstützt werden sollen, wurde die teilzeitliche Koordinationsstelle mit 20% definitiv eingerichtet. Die Koordinationsstelle führte mit den Beratungspersonen fünf Treffen durch zu Themen wie Qualitätssicherung in der beraterischen Arbeit, Erhebung der Klientenzufriedenheit sowie den Einfluss gesellschaftlicher Entwicklungen auf die Paarberatungsarbeit. Dazu wurden von Beratungspersonen Fachreferate angeboten über die Arbeit mit gewalttätigen Männern (Täterarbeit) und über Schmerztherapie. Anfangs Mai wurde zudem mit einer bekannten Paartherapeutin und Buchautorin eine Weiterbildung zum Thema «Vom Ende zum Anfang der Liebe» durchgeführt. Eine Projektgruppe aus dem Beratungskreis erarbeitete ein Kurs- und Weiterbildungsangebot für Paare. Unter dem Namen «PaarImPuls» wurden die verschiedenen Angebote für Paare im Kanton Zürich koordiniert und in einer speziellen Broschüre zusammengefasst. Bibliothek

Infolge eines Stellenwechsels musste die Bibliothek während einiger Monaten mit eingeschränkten Öffnungszeiten geführt werden. Die Nachfrage war mit über 1’100 Benutzerinnen und Benutzern und der Ausleihe von rund 3’000 Büchern, und Unterrichtshilfen trotzdem gleich gross wie im Vorjahr. Aufgrund seiner Aktualität und breiten Auswahl ist insbesondere das religionspädagogische Bibliotheksangebot weit über die Kirche hinaus bekannt geworden.

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Ressort Diakonie und Seelsorge

Ein Ja zu gesellschaftlichen Herausforderungen

Die Kirche hat Anfang der Siebziger Jahre frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und dabei ihre soziale Verantwortung wahrgenommen. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert beraten, begleiten und unterstützen die Evangelisch-reformierte Landeskirche und die Römisch-katholische Kirche im Kanton Zürich gemeinsam erwerbslose Menschen mit dem Ziel, die Belastungen der Erwerbslosigkeit zu mildern und die soziale Integration zu erhalten.

mierterseits angestellt, diejenigen von Winterthur katholischerseits. Alle Entscheide werden ökumenisch getroffen und die Kosten hälftig aufgeteilt. Die Zusammenarbeit der drei Stellen wurde dadurch enger und intensiver. Zur Unterstützung bei der Stellensuche und um eine minimale Tagesstruktur anzubieten, betreibt die DfA Zürich einen betreuten Treff für Kirchenrätin Irene Gysel-Nef. Stellenlose. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher hat sich 2003 gegenüber dem Vorjahr (4’088) verdoppelt auf 8’241. Auch in der Rechts- und SoziKirchliche Angebote für Erwerbslose alberatung wurden die Kapazitätsgrenzen überschritten, bei Die beiden kirchlichen Beratungsstellen für Arbeitslose in der DfA Zürich musste jede und jeder dritte Ratsuchende abZürich und Winterthur gehören zu den ersten und ältesten gewiesen werden. Der dringende Handlungsbedarf wurde erökumenisch getragenen Stellen im Kanton Zürich. Sie wurden kannt. Die drei Beratungsstellen wurden für zwei Jahre 1976 auf der Basis eines Zusammenarbeitsvertrages zwibefristet aufgestockt auf zwölf Arbeitsplätze mit insgesamt schen dem reformierten «Institut Kirche und Industrie» und 730% in Zürich, auf zwei Arbeitsplätze mit 110% in Winterder katholischen «Arbeitsstelle Kirche und Industrie» gethur und auf zwei mit 40% in Uster. Obwohl im Augenblick schaffen als Reaktion auf die hohe Arbeitslosigkeit der frühen Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung besteht, Siebziger Jahre. Im Herbst 1983 kam die Kontaktstelle für bleibt für die kirchlichen Beratungsstellen die vorerst immer Stellenlose in Uster dazu, die im Dezember 2003 ihr 20 Jahre noch steigende Zahl der Erwerbslosen und Ausgesteuerten Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür feiern konnte. tägliche Realität. Die beiden «Kirchlichen Dienststellen für Arbeitslose» Das Stellennetz Zürich-Land geht einen Schritt weiter als (DfA) und die «Kontaktstelle Uster» wurden in den folgenden die Beratungsstellen: Im Rahmen seiner Einsatzprogramme Jahren schrittweise auf- und ausgebaut. Jede Stelle ist gevermittelt es Einsatzplätze für Erwerbslose. Diese Programme wachsen, fand ihre eigene Trägerschaft und ihre spezielle kombinieren Arbeit, Bildung und Beschäftigung zu einem Struktur. Beinahe jede Neuanstellung folgte einem anderen sinnvollen Ganzen. Das Stellennetz hat sein Angebot um rund Finanzierungsschlüssel und eigenen ökumenischen Bedineinen Viertel erhöht und reagierte so ebenfalls auf die anhalgungen. Das ergab eine zwar funktionierende, aber absolut tend angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Regiounübersichtliche und komplizierte Struktur. Dank der guten nalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) meldeten eine zuKooperation mit der Römisch-katholischen Zentralkommisnehmende Zahl qualifizierter Erwerbsloser aus dem Bürobesion, basierend auf dem Entwurf eines Zusammenarbeitsverreich. Es ist schwieriger geworden, genügend geeignete Eintrages der beiden Kantonalkirchen, und dank der Konzeptsatzplätze zu finden. Aus diesem Grund hat das Stellennetz die und Entwirrarbeit der Abteilung Diakonie und Seelsorge ist es Kirchgemeinden angefragt, ob sie Einsatzplätze zur Verfügung gelungen, diese Struktur Ende 2003 radikal zu vereinfachen. stellen könnten. Die Mitarbeitenden von Zürich und Uster sind nun alle refor-

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Gefängnisseelsorge: Im Spannungsfeld zwischen Justiz und kirchlichem Auftrag.

Kurzberichte Spitalseelsorge

In diesem Jahr hat der nun definitiv konstituierte «Seelsorgebereich Psychiatrie» Form angenommen. Er umfasst die Kliniken Hard in Embrach, Psychiatrische Universitätsklinik in Zürich, Schlössli in Oetwil, Bergheim in Uetikon, Rheinau und seit neuestem die Integrierte Psychiatrie Winterthur in der Klinik Schlosstal in Wülflingen. Im Seelsorgebereich Psychiatrie arbeiten 13 Pfarrerinnen und Pfarrer mit 610 Stellenprozenten. Der neu gewählte leitende Pfarrer hat im Februar seine Arbeit aufgenommen und während des Jahres seine Mitarbeitenden zu zwei Konventen eingeladen mit den Themen: Standortgespräche, Arbeitszeiterfassung, Bereitschaftsdienst für Notfälle, einheitliche Budgetierung. Unter seinem Vorsitz begann gegen Ende des Jahres die Projektplanung für eine «integrierte Seelsorge» in der Integrierten Psychiatrie Winterthur. Mit verschiedenen dezentralen Anbietern innerhalb des Netzwerkes soll Kontakt aufgenommen werden, um Wünsche und Möglichkeiten von seelsorgerlicher Präsenz abzuklären. Die beiden anderen Spitalseelsorge-Bereiche Kantonsspital Winterthur und Universitätsspital Zürich (USZ) arbeiteten im gewohnten Rahmen. In Winterthur wurden unter anderem 19 Vorträge und Weiterbildungstage zu seelsorgerlichen Themen angeboten. Ca. 180 Konfirmandinnen und Schüler setzten sich bei Besuchen engagiert mit den Themen Krankheit, Unfall und Sterben im Spital auseinander. In der Kinderklinik besteht seit Mitte Jahr ein Therapie-Hund-Angebot, und zusammen mit dem Oberarzt hat das Pfarramt ein Musiktherapie-Angebot erarbeitet. Im Kantonsspital Winterthur fand die ökumenische kantonale Spitalseelsorgetagung zum Thema «Räume» statt, zu welchem die Architektin Tilla Theus referierte. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger des USZ konnten mit den katholischen Kolleginnen und Kollegen bei der Gestaltung des interkonfessionellen «Raumes der Stille» mitwirken, und sie entwickelten den Internet-Auftritt der beiden Pfarrämter. Es fand neu ein Gedenkgottesdienst statt für Angehörige von Verstorbenen, insbesondere für Eltern, die ein Kind

kurz vor oder nach der Geburt verloren haben, wie auch für die Mitarbeitenden der zuständigen Abteilungen. Die Berichte aus allen Kliniken und Spitälern enthalten Hinweise auf die Wichtigkeit des gemeinsamen Feierns von Gottesdiensten, Abschiedsfeiern, Gedenkfeiern. In fast allen Spitalpfarrämtern wird intensiv an alten und neuen Formen gearbeitet. Ebenso fällt auf, dass überall nach Möglichkeiten für einen «Raum der Stille» gesucht wird, selbst dort, wo ein Gottesdienstraum zur Verfügung steht. Auch wenn nach guter reformierter Tradition der Raum nicht als sakral deklariert wird, erkennen und erleben viele Besuchende, dass der Raum beim Beten und Meditieren eine Rolle spielt. Der reale Raum, der Ort und seine Gestaltung beeinflussen und unterstützen die Besuchenden, zu sich selber und zu Gott zu finden. Diese Räume und ihre Gestaltung bedürfen einer neuen Beachtung. Gefängnisseelsorge

Auch die Kompetenzen des Koordinators der Gefängnisseelsorge wurden geklärt und neu definiert. Der Koordinator nimmt leitende Aufgaben und Verantwortungen wahr analog den leitenden Pfarrstellen in den Kantonsspitälern. Er hat in diesem Jahr aussergewöhnlich viele Stellenwechsel begleitet. Vor allem die 80% Stelle in der Strafanstalt Pöschwies, die grösste in diesem Bereich, wurde neu besetzt. Die beiden fast gleichzeitig frei gewordenen Seelsorgestellen im Gefängnis Zürich und im Flughafengefängnis sind zusammen ausgeschrieben und mit einer Person neu besetzt worden. Für jugendliche Straftäter stehen im Kanton drei geschlossene Institutionen zur Verfügung. Die Jugendlichen werden öfters von einer Einrichtung in eine zweite verlegt. Die straffälligen Jugendlichen werden in allen drei Einrichtungen von der selben Person seelsorgerlich betreut. Die kantonale ökumenische Tagung thematisierte die Gefängnisseelsorge in ihrem Spannungsfeld zwischen Justiz, Vollzug (Gefängnisleitung) und kirchlichem Auftrag.

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Ressort Diakonie und Seelsorge

Seelsorgetagung der Abteilung Diakonie und Seelsorge

Im Juni luden Ressortleiterin und Abteilung die Pfarrerinnen und Pfarrer aus allen Sonderpfarrämtern von «Diakonie und Seelsorge» und die Pfarrer der Bahnhofkirche und des Flughafenpfarramtes zu einer zweitägigen Tagung ein mit dem Thema: Welches sind die Kernaufgaben und inhaltlichen Schwerpunkte der Sonderpfarrämter? Es nahmen 35 Personen daran teil. In Gruppen und im Plenum wurde die Frage nach der eigenen inhaltlichen Arbeit gestellt, nach Motivation und Ausrichtung und nach guten und schwierigen Erfahrungen. Die Berichte waren zum Teil sehr bewegend. Am Ende stand fest, dass ein Leitbild für Pfarrämter in Institutionen zweckmässig sei, welches nun von einer Arbeitsgruppe ausarbeitet wird. Pfarrämter in Institutionen und Fremdsprachige Gemeinden

Der Klientinnen- und Klientenkreis des Aidspfarramts hat sich im Jahr 2003 um 10% vergrössert. Dies jedoch nicht durch Menschen mit Neudiagnosen, wie angesichts der auch dieses Jahr stark steigenden Zahl von HIV Infektionen (25%) vermutet werden könnte, sondern durch Menschen die schon länger infiziert sind. In Einzelbegleitungen trat das Thema Sterben und Tod wieder vermehrt in den Vordergrund, 16 Personen aus dem Klientinnen- und Klientenkreis sind verstorben. Im Schuljahr 2002/03 besuchten in 19 heilpädagogischen Schulen 106 Schülerinnen und Schüler in 30 Gruppen den Religionsunterricht an der Oberstufe. 37 Jugendliche konnten anschliessend ganz oder teilweise den regulären Konfirmandenunterricht in ihrer Wohngemeinde besuchen und wurden dort auch konfirmiert. Die vielen Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer haben zusammen mit dem Pfarramt für Menschen mit cerebralen und geistigen Behinderungen ein grosses Stück Integrationsarbeit geleistet. Die Polizeiseelsorgerin hat im März 36 deutsche Polizeipfarrerinnen und -pfarrer in Zürich zur viertägigen Jahrestagung der deutschen Konferenz der evangelischen Polizeipfar-

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rerinnen und -pfarrer empfangen. Der Begegnungsabend brachte Verantwortliche aus Polizei- und Rettungswesen, Politik und Kirchen zusammen. Die beiden Gottesdienste, der eine in der Stadt Zürich mit dem Polizeimännerchor und der andere in Hinwil mit der Korpsmusik der Kantonspolizei, waren Höhepunkte der ökumenischen Polizeiseelsorge. Die Sonntagsgottesdienste der Iglesia Evangélica Hispana in der Stadtmission Winterthur werden regelmässig von 100 bis 120 Personen besucht. Sie sind Teil eines aktiven Gemeindelebens. Der Gospelchor, der vor zwei Jahren gegründet wurde, bringt Sängerinnen und Sänger zwischen acht und 70 Jahren zusammen. Der Chor hat bereits verschiedene Auftritte in Gottesdiensten wahrgenommen. Im Gemeindeleben der Chiesa Evangelica di Lingua Italiana hat sich der Chor erfreulich entwickelt und das monatlich stattfindende Friedensgebet etabliert. Gelungen ist die Gemeindereise in die Cevennen zusammen mit der Kirchgemeinde Zürich-Wiedikon. Die ökumenische Jugendarbeit des Gehörlosenpfarramtes feierte das fünfjährige Bestehen. An Pfingsten fand am Vierwaldstättersee unter dem Motto «Alle in einem Boot» ein grosses ökumenisches Treffen aller schweizerischen Gehörlosengemeinden statt. Abteilungsleitung

Die Abteilungsleiterin hat viel Zeit in die Auswahl von neuen Mitarbeitenden investiert. Innerhalb von zwölf Monaten sind acht Pfarrpersonen und eine Fachmitarbeiterin in neue Aufgaben eingeführt worden. Auswahlverfahren und Personalentscheide liegen in der Hand des Kirchenrates, doch werden bei den Vorstellungsgesprächen leitende Personen aus den betreffenden Institutionen mit einbezogen. Die gemeinsamen Gespräche erweisen sich als eine gute Kontaktmöglichkeit zu den Institutionen und zeigen, welches Gewicht und welche Wertschätzung diese der Seelsorge beimessen.


Verwaltungsbereiche

Perspektiven ermöglichen

nisation, neuen Herausforderungen besser gewachsen zu sein. – Wo aber Konflikte die schöpferische Schwelle unterschreiten, werden sie destruktiv. Sie überfordern die Betroffenen, führen zu Überreaktionen, vermehren Fehlentscheidungen und gegenseitige Verletzungen. Es beginnt eine Eskalationsspirale, die ratlos macht und der nur schwer zu entrinnen ist. Kirchenratsschreiber Alfred Frühauf. Insgesamt treten heute nicht mehr Konflikte auf als früher. Aber es kommt häufiger vor, dass diese Konflikte rascher diese Eskalationsstufe erreichen, wo es lähmend wirkt und zur ErNicht jede Auseinandersetzung schöpfung aller Beteiligten führt. Dies mag verschiedene Gründe haben: Die Erwartungen an die Verantwortlichen in ist schon ein Konflikt Zehn Konfliktsituationen in einem Jahr sind viel. Menden Kirchgemeinden sind hoch. Dabei ist das gesellschaftlischen leiden darin – Berufsleute, Behördenmitglieder, Freiche Umfeld, in dem sie ihre Aufgabe wahrnehmen, komplewillige, die sich ihr Engagement in der Kirche und für die Saxer geworden. Manche spüren, dass die Menschen mit dem, che der Kirche anders vorgestellt haben. Sie sind oft bitter was die Kirche verkündigt, lehrt und praktiziert, nur schwer enttäuscht. Die Arbeit mit Konflikten könnte dazu verleiten, zu erreichen sind. Das führt zu Unsicherheiten, die das Ardas Ganze aus den Augen zu verlieren. Unsere Kirche aber beiten und Zusammenarbeiten belasten. Zusätzlich erschwert umfasst rund 180 Kirchgemeinden, in denen mehrere tauwird eine Situation, wenn der Auftrag unklar geworden ist, send Personen beruflich, behördlich und freiwillig mitarbeiwenn gemeinsame Ziele fehlen, wenn häufiger Wechsel in den ten. Ihr Zusammenwirken beruht im Wesentlichen auf TeamBehörden zu einem Verlust an fachlichem Know-how und pound Konsensfähigkeit. Wo Menschen so zusammenarbeiten, litischer Kultur führt, wenn Berufsrollen ins Wanken geraten gehört es dazu, dass Auseinandersetzungen stattfinden, dass und die Kompetenzen nicht mehr klar sind. um Lösungen gerungen wird und Missverständnisse geklärt werden müssen. Den allermeisten Gemeinden gelingt diese Konflikte fruchtbar machen Selbstregulierung immer wieder; dies darf in der heutigen In schwerwiegenden Fällen stehen auf der Basis des geltenden Rechts aufsichts- und disziplinarrechtliche InstruZeit auch als Leistung angesehen werden. mente zur Verfügung. Diese werden umsichtig, aber konseSchöpferische Schwelle nicht unterschreiten quent eingesetzt. Die Erfahrung zeigt aber, dass im Vorfeld An sich sind Konflikte nicht negativ. Wo sie anerkannt und dazu, im «weichen» Bereich, wo das lösungsorientierte Gegeregelt werden, dienen sie dem sozialen Wandel. Auch im spräch eine entscheidende Rolle spielt, ein EntwicklungsbeKonflikt liegt schöpferische Kraft einer Organisation. Gerade darf besteht. Das neue Beratungskonzept, das in Bearbeitung weil Konflikte über bestehende Zustände hinausweisen, förist, ist ein Beitrag dazu, diese Lücke zu schliessen. Es soll eine dern sie die Weiterentwicklung, und sie befähigen eine Orgarasche, präzise Diagnose und ein sach- und stufengerechtes Der Kirchenratsschreiber widmet einen beachtlichen Teil seiner Jahresarbeitszeit Konflikten in Kirchgemeinden. Das macht nachdenklich. Darf es sein, dass Konflikte so viel Zeit und Kraft auf sich ziehen, die dann andernorts fehlen – in der Grundlagenarbeit, in Leitungsaufgaben, im koordinierenden, unterstützenden Gespräch in den Gesamtkirchlichen Diensten, im persönlichen Kontakt mit den verschiedenen Verantwortungtragenden in den Gemeinden?

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Verwaltungsbereiche

Angehen anstehender Konflikte fördern und ein möglichst frühes Einsetzen adäquater Instrumente wie Supervision, Führungscoaching oder Mediation sicherstellen. Konflikte an sich sind nicht schlecht. Problematisch werden sie dort, wo sie aus einer Konfliktangst heraus verdrängt werden und dann ausser Kontrolle geraten. An die Stelle der Konfliktangst hat deshalb vermehrt der Mut zur Konfliktregelung zu treten. Geeignete Instrumente sollen das schöpferische Potential der Konflikte nutzen und so neue Perspektiven ermöglichen. Wo es gelingt, Konflikte fruchtbar zu machen, ist Konfliktarbeit für alle Beteiligten gut eingesetzte Zeit. Kurzberichte Kanzlei des Kirchenrates

Der Kirchenrat traf sich zu 28 meist ganztägigen Sitzungen. Er fasste 400 Beschlüsse und hielt 450 administrative Mitteilungen fest. Das Kirchenratsprotokoll umfasst 750 Seiten. Zur administrativen Begleitung der Kirchenratsgeschäfte, zum Vollzug der Beschlüsse und zu einer umfangmässig ansteigenden Korrespondenz kamen zahlreiche ausserordentliche Protokolle hinzu. – Der neue, am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Registraturplan bewährt sich. Juristisches Sekretariat

Das Juristische Sekretariat steht dem Kirchenrat, den Gesamtkirchlichen Diensten und den kirchlichen Behörden in Bezirken und Kirchgemeinden für Rechtsauskünfte und -beratungen zur Verfügung. Zudem betreut es das Sekretariat der Kirchensynode. – Wie in den Vorjahren waren über 500 mündliche und schriftliche Auskünfte aus dem öffentlichen, Kirchen- und Privatrecht zu erteilen, schwerpunktmässig in den Bereichen Kirchgemeinde- und Behördenorganisation, Rechtsstellung und Wahl der Pfarrerinnen und Pfarrer, öffentliches Personalrecht, Wahlen und Kirchenmitgliedschaft. Zusammen mit dem Fachbereich Behördenschulung und Beratung sowie mit dem Bereich Personelles Pfarrschaft bildet das Juristische Sekretariat Anlaufstelle für Kirchgemeinden, die sich in Struktur-, Organisations- und Personalfragen beraten lassen wollen oder in Konfliktsituationen Hilfe bean-

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spruchen. Die vom Juristischen Sekretariat erarbeitete Handreichung über personalrechtliche Massnahmen kirchlicher Behörden unterstützt die Kirchenpflegen bei der Wahrnehmung ihrer Personalverantwortung. Das Juristische Sekretariat begleitet im Rahmen des Projekts Konkordatsreform die Erarbeitung der Ausführungsbestimmungen zum neuen Konkordat über die Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer. Personalwesen

Das Personalwesen GKD unterstützt die Abteilungen in der Personalführung und ist verantwortlich für die Personaladministration in den Gesamtkirchlichen Diensten (GKD). Bei der Neubesetzung von Stellen ist die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt deutlich zu spüren: 200 und mehr Bewerbungen pro Stelle sind inzwischen zur Regel geworden. – Die Reform der kaufmännischen Grundbildung auf die Lehrzeit 2004 –2007 ist auch für die kaufmännisch Auszubildenden in den GKD umgesetzt worden. Der Bereich Personelles Pfarrschaft bearbeitete ein breites Spektrum von personalrechtlichen und personellen Fragen der Pfarrschaft, Kirchgemeinden und Bezirkskirchenpflegen – von Fragen nach der Anzahl der Freisonntage im Jahr, nach dem Vorgehen bei einem Altersrücktritt bis hin zur Frage, wie in einer akuten Konfliktsituation vorzugehen sei. Richtlinien, Faltprospekte und eine Broschüre zur sexuellen Belästigung und zu Übergriffen am Arbeitsplatz in kirchlichen Tätigkeitsfeldern wurden an die Mitarbeitenden der Gesamtkirchlichen Dienste und an die Kirchgemeinden verschickt. Weiter wurde eine Handreichung entwickelt, welche Kirchenpflegen und Pfarrwahlkommissionen bei der Neubesetzung einer Pfarrstelle unterstützt. Mitberücksichtigt wurde ein Synodepostulat zum Nachweis der Freiwilligenarbeit bei der Neubesetzung von Stellen. Obwohl dies nach geltendem Recht bei der Besetzung einer Pfarrstelle nicht lohnwirksam ist, kann so die Freiwilligenarbeit als Beurteilungskriterium gewürdigt werden.


Kirchensynode

Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2003–2007

Erneuerungswahlen

Am 18. Mai fanden die Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2003 bis 2007 der reformierten Kirchensynode statt. Zufolge Wahlannahmeverweigerung in den Wahlkreisen XVII (Winterthur-Vororte) und XXI (Kloten) waren zwei Ersatzwahlen erforderlich. Im Wahlkreis XIV (Uster) wurde eine Wahlbeschwerde eingereicht. Die Kirchensynode trat auf diese Beschwerde mangels Legitimation der beschwerdeführenden Vereinigung nicht ein. Konstituierung der Synode

Am 23. September hat sich die Kirchensynode neu konstituiert. Für die neue Amtsperiode 2003–2007 wurden das Synodepräsidium, die sieben Mitglieder des Kirchenrats, die ständigen Kommissionen, die Landeskirchliche Rekurskommission sowie die Vertreter bzw. Vertreterinnen und zwei Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen für die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes bestimmt. Anstelle des zurückgetretenen Hans Sigrist wurden neu Peter Würmli (Oberdürnten) zum Synodepräsidenten sowie als Mitglieder des Büros Rico Wohlwend, 1. Vizepräsident, und Helena Meili-Rechsteiner, 2. Vizepräsidentin, gewählt. Im Amt bestätigt wurden Rosmarie Rüegsegger, 1. Sekretärin, und Vroni Zwygart, 2. Sekretärin. Als Stimmenzähler wurden gewählt Jean E. Bollier, Heinz Stahel und Stephan Rüegg sowie neu Alex Nussbaumer.

Zusammensetzung der neuen Synode

55 Mitglieder der 180-köpfigen Synode wurden neu ins Kirchenparlament gewählt. Von den 180 Gewählten gehören 33 Pfarrer und 4 Pfarrerinnen im Amt zur Synode. Dies sind weniger als vor vier Jahren. Weitere statistische Hinweise: Von den 180 Synodalen sind 69 (38,3%) Frauen und 111 (61,7%) Männer. Sie verteilen sich auf 125 (69,4%) Bisherige, wovon 49 (39,2%) Frauen und 76 (60,8%) Männer sind, und 55 (30,6%) Neue, wovon 20 (36,4%) Frauen und 35 (63,6%) Männer sind. Sitzungen

Die Kirchensynode versammelte sich zu vier Sitzungen, je am Dienstag 10. Juni, 24. Juni, 23. September (Konstituierung) und 25. November. Im Gottesdienst vor der konstituierenden Sitzung der Kirchensynode hielt Regierungspräsident Christian Huber ein beeindruckendes Grusswort. Ersatzwahlen

Im Rahmen von Ersatzwahlen wurde neu in die Synode gewählt: Im Wahlkreis XXI (Kloten): Christian Zurschmiede, Rafz, für den die Wahlannahme verweigernden Claude Bitterli, Stadel. Im Wahlkreis XVII / Winterthur-Vororte: Jürg Schoch, Winterthur, für die die Wahlannahme verweigernde Katharina Wachter, Winterthur.

Wahlen in der Synode

Wahl von Dieter Sollberger, Horgen, zum Synodalprediger. Geschäfte

Im Weiteren behandelte die Kirchensynode folgende Geschäfte: Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend Bullinger-Ausstellung 2004 Jahresbericht 2002 des Kirchenrates und der landeskirchlichen Rekurskommission Jahresrechnung 2002 Zentralkasse, Fonds und Stiftungen der Evangelischreformierten Landeskirche Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend Haus der Stille und Besinnung in Kappel: Raumakustische Beruhigung des Klosterkellers Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend Haus der Stille und Besinnung in Kappel: Bauliche Massnahmen zugunsten der Stille Antrag und Bericht des Kirchenrates zum Postulat Nr. 366 betreffend Lohnwirksame Anrechnung von Qualifikationen aus ausserberuflichen Tätigkeiten und zum Postulat Nr. 367 betreffend Nachweis von Freiwilligenarbeit Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend fällige Postulate Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend Konkordat für die gemeinsame Ausbildung der evangelisch-reformierten Pfarrerinnen und Pfarrer und ihre Zulassung zum Kirchendienst vom 28. November 2002

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Kirchensynode

Antrag und Bericht des Kirchenrates zum Postulat Nr. 388 betreffend Pfarrernachwuchs Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend den Verlauf des Projekts «Bahnhofkirche» Antrag und Bericht des Kirchenrates betreffend definitive Weiterführung von «kabel zürcher oberland» Voranschlag 2004 der Zentralkasse Finanzausgleich 2004 Beitragssatz an die Zentralkasse 2004 Kenntnisnahme von der Nachführung des Finanzplans Themen der Fragestunden

Ausserdem wurden in den Fragestunden vom 10. Juni und 25. November vom Kirchenrat Fragen zu folgenden Themen beantwortet: Zur Situation in der Kirchgemeinde Zumikon Afrikanische Kirchgemeinden im Kanton Zürich Orientierung der Öffentlichkeit zur Neuübersetzung der Zürcher Bibel Neuübersetzung der Zürcher Bibel, Wiedergabe des Wortes «Herr» Gottesanrufung in der Präambel der neuen Kantonsverfassung Gerechterer Lastenausgleich zwischen den Kirchgemeinden und der Landeskirche in der Spitalseelsorge Parlamentarische Vorstösse

Überwiesen/entgegengenommen: Postulat Nr. 394 betreffend Förderung von Lehrstellen

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Postulat Nr. 395 betreffend Notfallseelsorge Nicht überwiesen: Motion Carl Schnetzer, Birmensdorf, betreffend theologische, landeskirchliche Buchhandlung Übersicht über die Überweisungen der Kirchensynode an den Kirchenrat

Die Geschäftsordnung der Kirchensynode hält in § 44 Absatz 1 Folgendes fest: «Die hängigen Motionen und Postulate werden im Anhang des Jahresberichtes des Kirchenrates aufgeführt mit einem Vermerk über den Stand des Geschäftes.» 329 / 26. September 1989 (Motion der Rechnungsprüfungskommission) Der Kirchenrat wird beauftragt, die Rechtsgrundlagen betreffend die Entschädigungen aller landeskirchlichen Behörden und Kommissionen sowie diejenigen betreffend die Besoldungen aller in einem Dienstverhältnis zur Landeskirche stehenden Personen generell zu überprüfen. Für die Anpassung dieser Rechtsgrundlagen an die gegenwärtigen Verhältnisse sind der Synode Bericht und Antrag einzureichen, insbesondere über – eine Revision des Reglements über die Entschädigungen an die Mitglieder landeskirchlicher Behörden und Kommissionen vom 17. November 1981 (namentlich § 13); – den Erlass eines Besoldungsreglements für alle in einem Anstellungsver-

hältnis zur Landeskirche (Zentralverwaltung, Gesamtkirchliche Dienste) stehenden Personen; – eine allenfalls zu diesen Zwecken notwendige Revision der Kirchenordnung. Das revidierte Entschädigungsreglement soll sämtliche Bezüge (einschliesslich Spesenvergütungen) aller Behörden- und Kommissionsangehörigen eindeutig und abschliessend regeln. Das Besoldungsreglement soll die Anwendbarkeit der allgemeinen Bestimmungen der kantonalen Beamtenverordnung auch für die Bediensteten der Landeskirche bestätigen, dazu aber festlegen, welche Besoldungsklassen für welche kirchlichen Mitarbeiter offen stehen. Das vom Kirchenrat anzuwendende Besoldungsreglement soll der Genehmigung durch die Synode unterliegen. Bezüglich Entschädigungsreglement mit Synodebeschluss vom 31. März 1992 erfüllt, Rest in Bearbeitung von «reform06» gemäss Synodebeschluss vom 23. Juni 1998 373 / 9. Juni 1998 / 18. September 2001 (Postulat Matthias Herren) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen, wie in Ergänzung zum Gesangbuch und der traditionellen Kirchenmusik der Einsatz von anderen Musikstilen (Volksmusik, Gospel, Rock, Schlager usw.) im gottesdienstlichen Rahmen gefördert werden kann. In Bearbeitung


Kirchensynode

374 / 9. Juni 1998 / 18. September 2001 (Postulat Jürg Hugelshofer) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen, ob und wie eine Aufteilung (Splitting) der ordentlichen 100%Pfarrstelle in zwei Teilzeitstellen möglich und sinnvoll ist. Mit Zustimmung der Kirchgemeindeversammlung können zwei Ordinierte nach zeitlich festgelegten Anteilen einer Vollstelle gewählt werden. Gemäss Artikel 113a der Kirchenordnung ist diese Aufteilung momentan nur für Pfarrehepaare zulässig und müsste entsprechend geändert werden. Die Verordnung über die Aufteilung von Pfarrstellen (vom 24. November 1993) kann im Übrigen vollumfänglich angewendet werden. In Bearbeitung in Verbindung mit «reform06» 386 / 26. Februar 2001 (Postulat Alex Nussbaumer) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen, ob und wie die Herausgabe der neu übersetzten Zürcher Bibel verbunden werden kann mit einer breit angelegten Kampagne für das Lesen der Bibel. In Bearbeitung 387 / 27. März 2001 (Postulat Fritz Jauch) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen, ob und in welcher Weise der Kirchensynode eine Vorlage zur Ergänzung von Art. 53 der Kirchenordnung

zu unterbreiten ist, die die Festlegung eines Zürcher Kirchensonntags mit Laienpredigt ermöglicht. In Bearbeitung 392 / 17. September 2002 (Motion Liliane Wehrli) Der Kirchenrat wird beauftragt, im Rahmen des Neuerlasses der Kirchenordnung der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich den öffentlichen Status der evangelisch-reformierten Kirche französischer Sprache des Kantons Zürich explizit anzuerkennen und diese den übrigen Kirchgemeinden kirchenrechtlich gleichzustellen. Insbesondere sollen der Gottesdienst in französischer Sprache, die Vertretung in der Synode und die Sicherung ihrer Finanzen (Kirchengut) gewährleistet sein. In Bearbeitung in Verbindung mit «reform06»

Lehrstellen in kirchlichen Institutionen fördern könnte. In Bearbeitung 395 / 24. Juni 2003 (Postulat Rolf Diezi-Straub) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen, wie und in welcher Form das Projekt Notfallseelsorge des Kapitels Winterthur-Andelfingen auf das ganze Kantonsgebiet ausgedehnt werden kann. Dazu wird der Kirchenrat gebeten, mit den entsprechenden Stellen von Polizei, Sanität und Feuerwehr Gespräche zu führen. Der Kirchenrat wird weiterhin eingeladen, zu prüfen, wie die Ausbildung zum/r NotfallseelsorgerIn zum integralen Bestandteil der Aus- bzw. Weiterbildung unserer Pfarrschaft werden kann. In Bearbeitung

393 / 8. Juli 2002 (Postulat Martin Weibel) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen und der Synode Bericht zu erstatten, ob und wie Beten in allen Bereichen der Kirche gefördert werden könnte. Gegebenenfalls sind Massnahmen zu ergreifen und/oder der Synode Anträge zu stellen. In Bearbeitung 394 / 10. Juni 2003 (Postulat Matthias Herren) Der Kirchenrat wird eingeladen, zu prüfen, ob und wie er das Angebot an

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Statistische Angaben

Mitgliedschaft 2003

Konfessionelle Zusammensetzung im Kanton Zürich per 31. Dezember 2003: Minus

39,84%

Römisch-katholisch

30,45%

182

71

367 268 584 274 575 291 234 603 453 1 311 1 073 6 215

Christ-katholisch 0,13% Andere Konfessionen/Religionen und Konfessionslose 29,58% Damit gehören 70,42% der Wohnbevölkerung des Kantons Zürich einer der drei öffentlich-rechtlich anerkannten Kirchen an.

2003: provisorische Zahlen, gemäss Angaben des Statistischen Amtes des Kantons Zürich

Austritt, Eintritt und Wiederaufnahme Rückgang der reformierten Wohnbevölkerung: 2001: 2002: 2003:

3 228 3 581 6 144

Der Mitgliederrückgang geht zu rund 3/5 auf Austritte (absolut: 3 700) sowie zu 2/5 auf demographische Veränderungen (Wanderverluste, Todesfälle, usw.) zurück.

Austritte zu (bzw. Übertritte) aus anderen Konfessionen bzw. religiösen Gemeinschaften: Anglikanische Kirche Evangelisch-lutherische Gemeinde Evangelisch-methodistische Kirche Freikirchen Griechisch-orthodoxe Kirche Israelitische Cultusgemeinde Neuapostolische Gemeinde Römisch-katholische Kirche Andere Religionen Konfessionslosigkeit Aus anderen Gründen: Weltanschauung, Finanzen Politik, keine Beziehung zur Kirche Auswanderung Keine Begründung Total 2003 Total 2002

Wiederaufnahmen

71

Eintritte

19 277 17 202 47 679 30 040 24 011 36 737 43 057 41 622 26 083 44 235 65 282 40 352 60 736 496 313

Evangelisch-reformiert

Austritte

19 459 17 131 48 046 30 308 24 595 37 011 43 632 41 913 26 317 44 838 65 735 41 663 61 809 502 457

Plus

31.12.2002

Bezirk Affoltern am Albis Andelfingen Bülach Dielsdorf Dietikon Hinwil Horgen Meilen Pfäffikon Uster Winterthur Zürich links der Limmat Zürich rechts der Limmat Kanton Zürich 1)

31.12.20031)

Reformierte Wohnbevölkerung

2 4 1 57 0 0 0 8 19 5

0 3 1 5 0 0 3 149 3 47

0 0 0 0 0 0 0 0 0 1

245 74 1 3 284 3 700 3 259

1 0 0 5 217 221

21 1 0 122 145 148

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Statistische Angaben

Kirchliche Handlungen 2003

Bezirk: Affoltern am Albis Andelfingen Bülach Dielsdorf Dietikon Hinwil Horgen Meilen Pfäffikon Uster Winterthur Zürich links der Limmat Zürich rechts der Limmat 2003 2002

Ganzes Konkordatsgebiet Propädeutische Prüfung Theologische Prüfung Praktische Prüfung Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich Propädeutische Prüfung Theologische Prüfung Praktische Prüfung

42

180 173 336 218 138 262 308 299 216 294 410 161 259 3 254 3 353

180 173 337 219 138 262 309 299 216 295 414 161 264 3 267 3 389

232 249 493 370 190 400 358 339 315 404 620 182 307 4 459 4 369

44 81 72 79 44 95 92 109 103 120 120 76 93 1 128 1 103

21 26 24 35 18 29 47 58 49 52 49 43 36 487 561

Bestattungen

Mischehen

Total

Trauungen

Konfirmationen

Total

Erwachsene 0 0 1 1 0 0 1 0 0 1 4 0 5 13 36

170 171 463 226 266 414 542 554 282 406 810 838 1 016 6 158 5 932

Herbst

Frühjahr

Konkordatsprüfungen

Kinder

Gesamtübersicht

Taufen

Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Bestattungen

7 18 10

4 12 13

4 7 2

2 7 2

Kolloquien Das Kolloquium vor dem Kirchenrat zur Aufnahme in den zürcherischen Kirchendienst haben bestanden: Pfr. Markus Felss Pfrn. Margarete Garlichs Ulrike Kämpf Pfrn. Heidi Noll VDM Roland Wuillemin


Statistische Angaben

Aufstellung nach Bezirken (179 Kirchgemeinden) Zürich links der Limmat Zürich rechts der Limmat Franz. Kirchgemeinschaft Zürich Dietikon Affoltern am Albis Horgen Meilen Hinwil Uster Pfäffikon Winterthur Franz. Kirchgemeinschaft Winterthur Andelfingen Bülach Dielsdorf Total 1) 2)

14 19 1 7 13 12 11 11 10 12 25 1 15 13 15 179

20 29 2 12 15 22 18 17 20 15 36 1 15 22 17 261

– – – – – 2,77 4 – 0,8 – 0,4 – – 0,5 – 8,47 1)

Zeitlich befristete Pfarrstellen

Ordentliche Pfarrstellen

Gemeindepfarrstellen und zeitlich befristete Pfarrstellen (Stand 31.12.2003)

Gemeinden

Pfarrstellen

Gemeindeeigene Pfarrstellen

Pfarrschaft 2003

6,6 10 – 2,5 – 2,3 3,5 3,6 3 2,2 7,2 – 0,6 4 2 47,5 2)

= 14 gemeindeeigene Pfarrstellen (3 zu 100%, 1 zu 80%, 1 zu 60%, 6 zu 50%, 1 zu 40%, 1 zu 36,66%, 1 zu 30%) = 66 zeitlich befristete Pfarrstellen (24 zu 100%, 7 zu 80%, 8 zu 60%, 25 zu 50%, 2 zu 30%)

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Statistische Angaben

Pfarramtliches Praktikum und Ordination Pfarramtliches Praktikum Frühjahr 2002/2003

Praktikant(in) Margarete Garlichs Rolf Mauch Sandra Wenger

Praktikumsleiter(in) Kolloquium (ohne Pfarramtliches Praktikum) Pfrn. Renate Bosshard-Nepustil Pfr. Theo Haupt

Die Ordination erfolgte am 1. Juni 2003 durch Kirchenrat Pfarrer Andres Boller in der Kirche Zürich-Enge. Pfarramtliches Praktikum Herbst 2002/2003

Praktikant(in) Andrea Meier Ralph Müller

Praktikumsleiter(in) Pfr. Lukas Spinner Pfrn. Käthi La Roche

Die Ordination erfolgte am 16. November 2003 durch Kirchenrätin Pfarrerin Anemone Eglin in der Kirche ZürichGrossmünster. Aus- und Weiterbildung von Pfarrern und Pfarrerinnen

Studienurlaub Der Kirchenrat bewilligte neun halbjährige Studienurlaube an Pfarrerinnen und Pfarrer, die seit mindestens zwölf Jahren im Zürcher Kirchendienst stehen. Gemeindevorpraktikum 2003 absolvierten sieben Theologiestudierende aus dem Kanton Zürich ihr vierwöchiges Gemeindevorpraktikum in einer Kirchgemeinde. Schulpraktikum Am vierwöchigen Schulpraktikum, das wiederum in Zusammenarbeit mit Übungslehrern und -lehrerinnen des Real- und Oberschulseminars des Kantons Zürich organisiert wurde, nahmen zwölf Theologiestudierende aus dem Kanton Zürich teil.

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Pfarramtliches Praktikum Vier Pfarramtliche Praktika fielen in das Jahr 2003: – Praktikum Frühjahr 2002/2003: 10 Teilnehmende, 5 Männer (1 Zürcher), 5 Frauen (1 Zürcherin) – Praktikum Frühjahr 2003/2004: 13 Teilnehmende, 4 Männer (0 Zürcher), 9 Frauen (5 Zürcherinnen) – Praktikum Herbst 2002/2003: 13 Teilnehmende, 9 Männer (1 Zürcher), 4 Frauen (1 Zürcherin) – Praktikum Herbst 2003/2004: 25 Teilnehmende, 13 Männer (10 Zürcher), 12 Frauen (4 Zürcherinnen) Folgende Pfarrerinnen und Pfarrer traten 2003 in den Ruhestand:

Paul Buol, geb. 14.10.1938, seit 1991 Pfarrer in Bassersdorf. Walter Fesenbeckh, geb. 11.09.1938, seit 1976 Pfarrer in Bülach. Bernhard Frischknecht, geb. 18.12.1941, seit 1987 Pfarrer in Winterthur-Seen. Erich Hollenstein, geb. 30.09.1938, seit 1971 Pfarrer in Zürich-Wollishofen. Katharina Hübner, geb. 11.03.1940, seit 1978 Pfarrerin Spitalseelsorge Kanton Zürich. Markus Kosel, geb. 02.05.1938, seit 1990 Pfarrer in Sitzberg. Hans-Dieter Kraus, geb. 09.10.1938, seit 1977 Pfarrer in Zürich-Sihlfeld. Regula Lang, geb. 12.07.1938, seit 1988 Pfarrerin in Zürich-Wiedikon. Hans Stickelberger, Dr. theol., geb. 20.01.1938, seit 1979 Pfarrer am Grossmünster, Zürich. Der Kirchenrat dankt für die geleisteten Dienste und wünscht das Beste im Ruhestand.


Statistische Angaben

Im Jahre 2003 starben elf Mitglieder des zürcherischen Ministeriums:

Robert Ackeret, geb. 3.8.1916, von Seuzach, ordiniert 1941, Vikar in Meilen, Winterthur-Stadt und Oberwinterthur (1942), Verweser in Uster (1942–1943), Vikar in Ragaz (1943), Pfarrer in Matt-Engi GL (1943–1954), Pfarrer in Birmensdorf (1954–1963), Kirchenratssekretär (1963 bis 1981). Annerose Ackermann, geb. 27.12.1915, von Zürich und Hefenhofen TG, ordiniert 1963, Vikarin in Zürich-Seebach (1943–1944), Vikarin in Rüschlikon (1944), Pfarrhelferin in Kantonalen Krankenanstalten (1947–1977), Verweserin am Kantonsspital Zürich (1978), Vikarin in Kappel am Albis (1980). Eugen Coulin, geb. 11.07.1913, von Couvet NE, ordiniert 1938, Vikar im Diakonenhaus Greifensee (1938–1939), Pfarrer in Wilchingen (1939 –1955), Pfarrer in Wetzikon (1955–1976), Dekan Bezirk Hinwil (1957–1970), Pfarrer in Sitzberg (1976 –1982), Verweser in Sitzberg (1983 bis 1984), Vikar in Wetzikon (1986). Oswald Eggenberger, Dr. theol., geb. 04.08.1923, von Buchs SG, ordiniert 1948, Pfarrer in Frauenkirch und Glaris GR (1948 –1953), Pfarrhelfer in Richterswil (1953 –1960), Pfarrer in Richterswil (1961), Pfarrer in Mönchaltorf (1961–1972), Pfarrer in Zürich-Wollishofen (1972–1988), Dekan des Kapitels Zürich links der Limmat (ab 1984). Jakob Frey, geb. 04.06.1923, von Glarus und Brugg, ordiniert 1947, Verweser im Kanton Zürich (1948 –1949), Pfarrer in Mollis (1949 –1960), Pfarrer in Kölliken (1960 bis 1978), Wahl nach Kappel am Albis, Haus der Stille und Besinnung (1978–1988). Louis Füllemann, geb. 01.06.1918, von Ermatingen TG, ordiniert 1943, Vikar in Aarwangen (1944 –1945), Vikar in Neukirch TG (1945–1946), Pfarrer in Wolfskirchen (1946 bis 1951), Pfarrer in Veltheim AG (1951–1957), Pfarrer in Frenkendorf (1957–1960), Pfarrhelfer in Dietikon (1960 bis 1964), Pfarrer in Dietikon (1964 –1967), Pfarrer in Wallisellen (1967–1979), Pfarrer in Flaach (1979 –1983),

Verweser in Flaach (1983–1984), Verweser Spitalpfarramt Oberwinterthur, Krankenheim Oberi (1989). Hans Gutknecht, geb. 08.08.1913, von Thalheim, ordiniert 1943, Vikar in Arbon (1943), Pfarrer in Marbach SG (1943–1957), Pfarrer in Zurzach (1957–1960), Pfarrer in Zürich-Enge und Zürich-Leimbach (1960 –1967), Pfarrer in Zürich-Oberstrass (1967–1976), Pfarrhelfer in ZürichOberstrass (1976 –1979), Verweser in Zürich-Hirzenbach (1979–1980). Max Jäggin, geb. 20.12.1915, von Basel und Hölstein BL, ordiniert 1940, Verweser in Schönenwerd SO (1940 –1941, Vikar in St. Jakob und St. Leonhard-Paulus, Basel (1941 bis 1942), Pfarrer in Leutwil AG (1942–1950), Pfarrer in Zürich-Schwamendingen (1950–1965), Pfarrer in Zürich-Hirzenbach (1966 –1968), Pfarrer in Mettmenstetten (1968 bis 1980). Marc-André Lutz, geb. 29.11.1913, von Rehetobel AR, ordiniert 1939, Pfarrer in Pruntrut (1939–1946), Pfarrer in Zürich-Wiedikon (1946 –1963), Pfarrer in Hombrechtikon (1964–1978), Verweser in Hombrechtikon (1978 –1980), Vikar in Wetzikon (1981). Emilio Pallioppi, geb. 27.04.1921, von Celerina GR, ordiniert 1945, Vikariat an Kantonalen Anstalten in Chur und Hilfspfarramt Engadin (1945), Pfarrhelfer in Locarno (1945–1947), Pfarrer in S-chanf GR (1947–1951), Pfarrer in Knonau (1951–1966), Pfarrhelfer in Herrliberg (1966 bis 1978), Pfarrer in Herrliberg (1978 –1986), Diverse Vikariate und Verwesereien im Kanton Zürich (1989–1992). Wilhelm Traugott Weisser, geb. 28.09.1930, von Seon und Basel-Stadt, ordiniert 1958, Verweser in Stammheim (1958 –1959), Pfarrer in Stammheim (1959 –1969), Dekan Kapitel Andelfingen (1967–1969), Basler Mission (1969 bis 1973 in Ghana), Verweser in Kloten (1974–1975), Pfarrhelfer in Birmensdorf-Aesch (1975), Pfarrer in Birmensdorf-Aesch (1976 –1995), Dekan Kapitel Limmattal (1977 bis 1991). Der Kirchenrat hält die Verstorbenen in dankbarer Erinnerung und spricht den Angehörigen sein Beileid aus.

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Statistische Angaben

Aufstellung nach Funktionen Kirchenrat Gesamtbehörde Gemeindedienste/Pädagogik und Animation Bildung und Gesellschaft Diakonie und Seelsorge Verwaltungsbereiche und Stabsaufgaben Präsidialressort Finanzabteilung Werke und Beiträge Haus der Stille und Besinnung in Kappel Total

2,80 25,13 10,24 30,31 17,40 2) 9,51 10,88 2,51 30,43 139,213)

2% 18% 8% 21% 13% 7% 8% 2% 21% 100%

Anzahl Mitarbeitende

Anzahl Vollzeitpensen

Stellen

Stellen und Mitarbeitende inkl. Sonderpfarrämter und Erwerbslosenarbeit

Anteil an Stellen

Gesamtkirchliche Dienste 2003

1 9 2 9 61) 4 5 1 18 55 3)

7 39 20 61 27 2) 18 19 5 38 234 3)

1) inkl.

2 kaufmännische Lehrlinge Projekt «reform 06» 3) inkl. siehe Erläuterungen 2) inkl.

Erläuterungen Diese Tabelle zeigt die Stellen und die Zahl der Mitarbeitenden der Gesamtkirchlichen Dienste mit sämtlichen Sonderpfarrämtern im gesamten Kanton. Aufgeführt sind die Stellen, welche von der Evangelisch-reformierten Landeskirche direkt finanziert werden. Nicht miterfasst ist deshalb das Stellennetz ZH-Land, 20 Personen. Die Darstellung nach Funktionen entspricht der Rechnungslegung der Zentralkasse. Die Spitalseelsorge mit den drei Bereichen Universitätsspital Zürich, Kantonsspital Winterthur und Psychiatrie umfasst insgesamt 13 Stellen bzw. 21 Mitarbeitende, wovon 5 Vollzeitpensen inne habe. Die Sonderpfarrämter (für Menschen mit cerebral oder geistiger Behinderung, für Gehörlose, für fremdsprachige Gemeinden und in den Gefängnissen) beschäftigen 23 Mitarbeitende, die sich 7,28 Stellen teilen, wovon 2 Personen ein Vollzeitpensum haben. Einige Stellen wie zum Beispiel das Aidspfarramt, die Dienststelle für Arbeitslose, die Polizeiseelsorge, die Bahnhofkirche und das Flughafenpfarramt werden von verschiedenen Partnern mitfinanziert: Dazu zählen insbesondere die Römisch-katholische Kirche im Kanton Zürich, der reformierte und der katholische Stadtverband, Stadt und Kanton Zürich, die Unique Airport und mission 21. Insgesamt werden 3,11 Stellen durch Dritte finanziert. Die Gesamtkirchlichen Dienste, ohne Spitalseelsorge, Sonderpfarrämter und durch Dritte finanzierte Stellen, beschäftigen insgesamt 186,89 Mitarbeitende auf 115,82 Stellen.

46


47


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

Rechnung der Zentralkasse

1. Einleitung Die Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich hat den Zweck, kirchliche Aufgaben und Werke der gesamten Landeskirche oder zürcherischer Kirchgemeinden, für die staatliche Mittel nicht oder nicht in ausreichendem Masse beansprucht werden können, finanzieren zu helfen. Sie richtet Finanzausgleichsbeiträge an zürcherische Kirchgemeinden

aus und gewährt Beiträge an Werke, die im Zusammenhang mit der Aufgabe der Landeskirche stehen und einem Bedürfnis entsprechen. Die Jahresrechnung 2003 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 1 248 206 ab, der dem Eigenkapital gutgeschrieben werden soll.

2. Bilanz per 31.12.2003 Aktiven

2003

2002

Flüssige Mittel Wertschriften Guthaben Anlagen des Finanzvermögens Total Finanzvermögen Transitorische Aktiven Immobilien Mobilien Beteiligungen Investitionsbeiträge Total Verwaltungsvermögen

12 238 118 6 421 830 3 929 675 1 135 468 23 725 090 1 321 761 4 090 546 257 519 128 443 1 362 395 5 838 903

9 070 513 6 113 355 2 096 106 1 166 961 18 446 935 1 146 667 4 946 843 489 873 192 659 100 002 5 729 377

Total Aktiven

30 885 755

25 322 979

2003

2002

Laufende Verpflichtungen Langfristiges Darlehen Verpflichtungen für Sonderrechnungen Rückstellungen Transitorische Passiven Diverse Fonds und Spenden Total Fremdkapital Eigenkapital (Vorjahr) Jahresergebnis

5 010 658 5 000 000 1 532 597 5 387 085 1 581 239 1 281 638 19 793 217 9 844 331 1 248 206

2 823 838 5 000 000 1 049 808 5 308 034 306 059 990 908 15 478 648 9 573 478 270 853

Total Passiven

30 885 755

25 322 979

11 052 00

11 052 000

Passiven

Versicherungswert der Liegenschaften

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Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

3. Laufende Rechnung nach Funktionen und Investionsrechnung Funktionen

Rechnung 2003 Aufwand

Beiträge der Kirchgemeinden Ordentlicher Finanzausgleich an Kirchgemeinden Staatsbeitrag für Behörden und Sekretariat Kirchenrat Gesamtbehörde Gesamtkirchliche Dienste Abteilung Gemeindedienste / Pädagogik und Animation Abteilung Bildung und Gesellschaft Abteilung Diakonie und Seelsorge Verwaltungsbereiche Verwaltungsbereiche und Stabsaufgaben Präsidialressort Finanzabteilung Abteilung Werke und Beiträge Haus der Stille und Besinnung in Kappel Kapitaldienst Finanzertrag Finanzaufwand Abschreibungen Total Laufende Rechnung Aufwandüberschuss Ertragsüberschuss Total Investitionsrechnung

Voranschlag 2003 Ertrag

Aufwand

31 491 803 5 000 000

Rechnung 2002 Ertrag

Aufwand

31 468 800 5 000 000

Ertrag

30 213 311 4 500 000

7 049 533

2 398 751 5 140 068

6 931 500

2 402 200 4 959 500

6 778 094

2 373 462 4 974 417

6 969 325

864 783

7 598 500

784 500

6 638 451

906 872

2 705 008

444 636

2 854 800

523 000

2 593 810

397 534

7 300 168

4 384 615

7 418 400

4 241 900

7 213 287

4 168 762

2 698 263 6 908 364 2 813 570 1 328 867

44 233 591 554 415 238 43 691

3 197 600 7 135 500 2 811 600 1 293 600

837 100 390 500 1 500

3 054 559 7 038 236 2 955 232 1 170 228

26 439 577 794 422 165 432

3 814 964

3 260 919

3 603 000

3 474 200

3 656 695

3 398 951

619 600

23 174 228 558 1 338 962

49 702 800

47 189 286

739 716 257 990 1 725 749 48 571 801

144 000 1 705 000 49 820 007

1 248 206 49 820 007

49 693 500

9 300 49 820 007

Rechnung 2003

49 702 800

47 460 139

270 853 49 702 800

Voranschlag 2003

47 460 139

47 460 139

Rechnung 2002

Ausgaben

Einnahmen

Ausgaben

Einnahmen

Ausgaben

Einnahmen

Staatliche Baubeiträge Investitionen

2 653 777 361 588

1 140 000

2 740 000 492 000

1 140 000

1 125 000 1 161 763

1 125 000 90 564

Total Investitionsausgaben

3 015 365

Total Investitionseinnahmen

3 232 000 1 140 000

2 286 763 1 140 000

1 215 564

49


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

4. Laufende Rechnung nach Funktionen: Effektive Kosten Gesamtkirchliche Dienste Funktionen

Rechnung

Nettokosten

Beiträge

Kosten GKD

2003

total

an Dritte und

effektiv

Kirchgemeinden

Beiträge der Kirchgemeinden Ordentlicher Finanzausgleich an Kirchgemeinden

31 491 803 – 5 000 000

Nettobeiträge der Kirchgemeinden

– 5 000 000

5 000 00011

26 491 803

Staatliche Pauschale für Behörden und Sekretariat

2 398 751

Total Einnahmen

2 398 751

2 398 751

28 890 554

Kirchenrat Gesamtbehörde

– 1 909 465

– 1 909 465

250 18722

Gesamtkirchliche Dienste Abt. Gemeindedienste/Pädagogik und Animation Abt. Bildung und Gesellschaft Abt. Diakonie und Seelsorge

– 11 280 467 – 6 104 542 – 2 260 372 – 2 915 553

– 6 104 542 – 2 260 372 – 2 915 553

2 099 30333 31 00044 891 02455

Verwaltungsbereiche Verwaltungsbereiche und Stabsaufgaben Präsidialressort Finanzabteilung Abt. Werke und Beiträge Haus der Stille und Besinnung

– 13 208 393 – 2 654 030 – 6 316 810 – 2 398 332 – 1 285 176 – 554 045

– – – – –

2 654 030 6 316 810 2 398 332 1 285 176 554 045

596 40366 2 572 06677

257 990

257 99099

– 1 725 749

– 1 725 749

1 725 74910

1 248 206

– 30 983 313

Betriebsergebnis Finanzertrag Finanzaufwand Ergebnis vor Abschreibungen Abschreibungen Aufwand- (–) / Ertragsüberschuss (+)

8

744 707

88

– 1 659 278 – – – –

8 259 140 4 005 239 2 229 372 2 024 529

– – – – – –

9 295 217 2 057 627 3 744 744 2 398 332 540 469 554 045

2 492 229

739 716 257 990 2 973 955

14 168 429

– 16 814 884

1 Finanzausgleichsbeiträge. / 2 Freier Kredit des Kirchenrates. / 3 Beiträge Pädagogik und Animation Fr. 662 062, Details Beiträge Seite 53. / Beiträge Gemeindedienste Fr. 999 939, Details Beiträge Seite 54. / Kredit des Kirchenrates für Jugendprobleme Fr. 217 302. / Kredit des Kirchenrates für Jugendarbeit Fr. 220 000. / 4 Beiträge Bildung und Gesellschaft, Details Beiträge Seite 54. / 5 Beiträge Diakonie und Seelsorge, Details Beiträge Seite 54. / 6 Kosten für Projekt «reform06». / 7 Beiträge Präsidialressort, Details Beiträge Seite 53. / 8 Beiträge Werke und Beiträge, Details Beiträge Seite 53. / 9 Gesamter Finanzaufwand. / 10 Gesamte Abschreibungen.

50


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

5. Laufende Rechnung nach Kostenarten Kostenarten Beiträge der Kirchgemeinden Staatliche Pauschalen für: Behörden und Sekretariat Zeitlich befristete Pfarrstellen Sonderpfarrämter Gefängnisseelsorge Ehe- und Familienberatung Total Staatsbeiträge

Rechnung 2003 31 491 803 2 398 751 5 139 568 3 495 000 195 000 230 000 11 458 319

11 458 319

Entgelte* Total Ertrag Personalaufwand Entschäd. für Dienstleistungen anderer Gemeinwesen Sachaufwand Finanzausgleich an Kirchgemeinden Beiträge** (Bewilligung d. Synode) Übrige Beiträge Total Aufwand

Ergebnis vor Abschreibungen Abschreibungen Aufwandüberschuss Ertragsüberschuss

Rechnung 2002

31 468 800 2 402 200 4 959 500 3 495 000 195 000 230 000 11 281 700

11 281 700

30 213 311 2 373 462 4 972 142 3 431 000 195 000 230 000 11 201 603

11 201 603

6 360 168

6 562 700

6 275 222

49 310 290

49 313 200

47 690 137

– 16 898 214

– 17 940 100

– 16 802 807

– 8 955 578 – 6 574 157

– 8 725 800 – 7 154 900

– 8 488 289 – 6 899 826

– 5 000 000 – 5 900 797 – 3 489 314

– 5 000 000 – 5 912 500 – 3 341 200

– 4 500 000 – 5 845 982 – 3 291 685

– 46 818 061 – 46 818 061

– 48 074 500 – 48 074 500

– 45 828 589 – 45 828 589

2 492 229

1 238 700

1 861 548

Betriebsergebnis Vermögenserträge Passivzinsen

Voranschlag 2003

739 716 257 990

619 600 144 000

– –

23 174 228 558

2 973 955

1 714 300

1 609 815

– 1 725 749

– 1 705 000

– 1 338 962

1 248 206

9 300

270 853

* Verkäufe, Kurseinnahmen, Pensionseinnahmen Kappel, Rückerstattungen ** Details Beiträge Seiten 53 und 54

51


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

Darstellung Laufende Rechnung nach Kostenarten

Grafik 1: Ertrag (Rechnung 2003)

12,96% 6,4 Mio.

Beiträge der Kirchgemeinden

23,27% 11,5 Mio.

Staatsbeiträge Entgelte*

* Verkäufe, Kurseinnahmen, 63,77% 31,5 Mio.

* Pensionseinnahmen Kappel, * Rückerstattungen

Grafik 2: Aufwand (Rechnung 2003)

12,58% 5,9 Mio.

7,46% 3,5 Mio.

36,04% 16,9 Mio.

Personalaufwand 10,66% 5,0 Mio.

Dienstleistungen Sachaufwand Finanzausgleich Beiträge** Übrige Beiträge 14,07% 6,6 Mio.

52

19,19% 9,0 Mio.

** Details Beiträge Seiten 53 und 54


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

6. Laufende Rechnung nach Kostenarten: Details Beiträge Ressort

Aufgabenbereiche / Werke

Präsidialressort

Reformierter Weltbund Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK) ordentlicher Beitrag Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK) Seelsorgedienst in den Empfangsstellen Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK) Schweizer Gemeinden im Ausland KEK Kommission für Kirche und Gesellschaft Stiftung für Kirche und Judentum Informationsstelle: Kirchen – Sekten – Religionen Reformierte Medien Zwingliverein Reformierte Kirchen Neuenburg und Genf Diverse Beiträge unter Fr. 15 000

28 000 1 331 266

Total

2 572 066

Werke und Beiträge

Pädagogik und Animation

37 393 69 064 18 600 35 000 62 000 737 202 139 660 40 000 73 881

Boldern Begegnungs-Zentrum Rüdlingen Evangelisches Zentrum Magliaso Evangelisches Zentrum Randolins

500 000 70 000 158 607 16 100

Total

744 707

KiK Zürich Konferenz der Kirchen Jugendbeauftragten KoJu Jugendarbeit für Deutschschweizerinnen im Tessin Evangelische Schulen Blaues Kreuz Kantonalverband Zürich Diverse Beiträge unter Fr. 15 000

16 000 55 783 44 738 460 000 70 000 15 541

Total

662 062

53


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

Ressort

Aufgabenbereiche / Werke

Bildung und Gesellschaft

Theater 58 Diverse Beiträge unter Fr. 15 000

25 000 6 000

Total

31 000

Gemeindedienste

Diakonie und Seelsorge

HEKS Zielsummenbeitrag Erdbebennothilfe im Iran mission 21, Jahresbeitrag Koreanisches Pfarramt in der Schweiz Südslawische Christliche Gemeinde Liturgie- und Gesangbuchverein Verein Glaube in der 2. Welt Beitrag an orthodoxen Gemeinden in der Schweiz Bund prot. Kirchgem. ungar. Sprache in der Schweiz Schule für Diakonie Greifensee Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau Diverse Beiträge unter Fr. 15 000

547 272 20 000 68 391 41 905 50 000 31 942 65 000 35 198 31 410 31 876 23 907 53 037

Total

999 939

HEKS Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende Diakonieverband Schweiz Zürcher Stadtmission Kirchlicher Dienst in Gastronomie und Hotellerie Zürcher Stadtmission YUCCA-Café für Randständige im Niederdorf Zürcher Stadtmission Isla Victoria (Aids-Prävention im Sexgewerbe) Die Dargebotene Hand Zürich Die Dargebotene Hand Winterthur / Schaffhausen / Frauenfeld Kirchlicher Sozialdienst Evangelischer Frauenbund Schweiz Evangelischer Frauenbund Zürich Verein Beratung und Information zur pränatalen Diagnostik Dialog Ethik Diverse Beiträge unter Fr. 15 000

190 000 33 470 105 000 50 000 15 000 120 000 18 000 132 115 39 845 70 000 20 000 30 000 67 593

Total

891 024

Total Beiträge

54

5 900 797


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

7. Übersicht über die landeskirchlichen Finanzen Leistungen des Staates

2003

2002

an die Besoldungen der Pfarrerinnen und Pfarrer* Sozialversicherungsbeiträge* für zeitlich befristete Pfarrstellen* für Behörden und Sekretariat (Leistungen gemäss KG § 5 Ziff. 2) an die Sonderpfarrämter an die Gefängnisseelsorge an Ehe- und Familienberatungsstellen an Kirchen- und Pfarrhausbauten, Hauptreparaturen* Überlassung von staatlichen Pfarrhausliegenschaften zur Nutzung, Gebäudeunterhalt für gratis abgegebene Liegenschaften und Mobiliarlieferungen* EO- und Unfallentschädigungen*

25 441 805 4 373 238 5 139 568 2 398 751 3 495 000 195 000 230 000 1 140 000

25 308 455 4 443 844 4 972 142 2 373 462 3 431000 195 000 230 000 1 125 000

0 – 179 321

0 – 84 349

Total Leistungen des Staates

42 234 041

41 994 554

*zu Gunsten Kirchgemeinden zu Gunsten der Landeskirche

35 915 290 6 318 751

35 765 092 6 229 462

2003

2002

211 430 393 31 491 803

204 448 412 30 213 311

Leistungen der Kirchgemeinden Steuereinnahmen der Kirchgemeinden des Kantons Zürich (2002/2001) Beiträge der Kirchgemeinden an die Landeskirche

8. Zusammensetzung Wertschriftenportefeuille per 31. Dezember 2003 Wertschriften

Fr.

Anteil

kurzfristige Anlagen und Geldmarktpapiere Obligationen Schweiz in CHF Obligationen Ausland in CHF Obligationen in Fremdwährungen Aktien Schweiz Aktien Europa Aktien Nordamerika Aktien Pazifik Marchzinsen

1 515 311 1 199 775 513 760 2 385 461 1 807 315 133 721 251 315 61 500 93 910

19,0% 15,1% 6,5% 29,9% 22,7% 1,7% 3,1% 0,8% 1,2%

Total Wert per 31. Dezember 2003

7 962 068

100%

Bei den Wertschriften gelten folgende Anlagerichtlinien: 30% Aktien, 55% Obligationen, 15% Geldmarkt. Bei sämtlichen Wertschriftenanlagen ist immer auch der ethische Standpunkt mit einzubeziehen. Dieser Standpunkt hat erste Priorität und setzt sich immer vor den Standpunkt der Rentabilität.

55


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

9. Übersicht über die Fonds Bibelfonds Der Bibelfonds fördert die Herausgabe der revidierten Zürcher Bibel und ermöglicht es, die Volksausgabe der Bibel zu einem verbilligten Verkaufspreis abzugeben. Bestand am 31. Dezember 2003

127 293

Zwinglifonds Der Zwinglifonds steht dem Kirchenrat zur freien Verfügung. Aus seinen Mitteln unterstützt er Bestrebungen im Rahmen des diakonischen Auftrages der Landeskirche. Bestand am 31. Dezember 2003 Beiträge wurden ausgerichtet an: CVJM Zentrum Hasliberg: Beitrag an das 40-jährige jubiläum HEKS: Integrationsprojekt für Menschen aus Ostafrika Schweiz. Arbeitsgemeinschaft der Berufsverb. landw. Angestellter forum freiwilligenarbeit.ch, Bern Verein Korza, Zürich HORA Kulturwerkstatt Züriwerk, Zürich Chrischtehüsli, Zürich mira-Prävention sexueller Ausbeutung im Freizeitbereich, Trogen Prima donna-Beratung für Frauen im Sexgewerbe, Winterthur Koordination Freiwilligenarbeit, Zürich Quellenhof-Stiftung, Winterthur Beratungsstelle Nottelefon für Frauen, Zürich Die Alternative, Verein für umfassende Suchttherapie, Ottenbach Diakonieverband Schweiz, Zürich, 77-jähiges Jubiläum Zürcher Stadtmission, Zürich, Projekt «Secka Bye»

147 150

15 000 12 000 3 000 10 000 1 000 3 000 2 000 10 000 5 000 2 000 10 000 5 000 5 000 20 000 5 000

«Hilfsfonds» der Witwen- und Waisenstiftung der reformierten Pfarrschaft des Kantons Zürich und Rudolf Schnorf-Fonds Bestand am 31. Dezember 2003 Die Fonds wurden im vergangenen Jahr mit 0,35% verzinst.

56

63 073

Der Kirchenrat dankt den Kirchenpflegen, Pfarrerinnen, Pfarrern und allen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass sie die Aufrufe zu gemeinsamem Handeln aufnehmen und die Sammlungen tatkräftig unterstützen. Der Kirchenrat dankt der reformierten Bevölkerung unseres Kantons für die angesichts der heutigen Wirtschaftslage nicht selbstverständliche Spendenbereitschaft. Zürich, 31. März 2004

Kirchenrat des Kantons Zürich Ruedi Reich Kirchenratspräsident Alfred Frühauf Kirchenratsschreiber


Rechnung der Zentralkasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche

10. Kollektenergebnisse Kollekten

2003

2002

51 176 2 895 602 1 818 947 6 745 400 88 714 75 402 56 605 68 979 175 762 123 072 55 118 39 178 46 105

51 291 3 110 730 1 894 145 6 995 200 94 390 85 448 44 872 70 784 252 423 122 333 57 045 40 433 40 152

12 240 060

12 859 246

Die vom Kirchenrat angeordneten Kollekten und Sammlungen haben folgende Beträge ergeben: Programm zur Verwirklichung der Menschenrechte Brot für Alle mission 21 HEKS Jugendkollekte Zwinglifonds Evangelische Schulen Pfingstkollekte Bettagskollekte Reformationskollekte Bibelkollekte Kirche weltweit Fonds für Frauenarbeit des SEK Total Kollekten und Sammlungen

Bericht der Revisionsstelle

an den Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich für das am 31. Dezember 2003 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Für die Jahresrechnung ist der Kirchenrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Be-

rufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide, sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausrei-

chende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz, den Verordnungen und dem Finanzreglement. Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. Zürich, 16. April 2004 Die Revisionsstelle Finanzkontrolle des Kantons Zürich A. Bechtiger

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Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund

Weltbund in Zürich

Auf Einladung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich hat sich das Exekutivkomitee des Reformierten Weltbundes Europa (RWB) im Januar zu seiner ersten Tagung getroffen. Das Komitee erarbeitete sein «mission statement». Darin wurden die Ausrichtung und die Ziele des RWB Europa für die nächsten Jahre (2003 bis 2006) definiert. Insbesondere ging es darum, den RWB Europa im Umfeld der anderen Europa- und weltweit tätigen ökumenischen Organisationen zu positionieren. Geklärt wurde die Frage, welche Aufgaben der RWB Europa als konfessioneller Zusammenschluss im grösseren ökumenischen Kontext, vor allem auch als Teil der Leuenberger Kirchengemeinschaft, zu erfüllen hat. Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)

Der Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) Thomas Wipf wurde wieder in den Exekutivausschuss gewählt und zudem vom KEK-Zentralausschuss neu ins 10-köpfige Präsidium. Damit ist der SEK in der KEK prominent vertreten und kann das Engagement der Kirchen in Europa in den nächsten Jahren substantiell mitgestalten. Armenien-Memorandum

Der SEK, die Schweizer Bischofskonferenz und die Christkatholische Kirche der Schweiz haben in einem

Memorandum die Nationalrätinnen und Nationalräte dazu aufgerufen, das Postulat von Nationalrat Dominique de Buman zur Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern zu unterstützen. Das Memorandum wurde kurz vor der entscheidenden Debatte in der Wintersession publiziert. Der Nationalrat hiess das Postulat nach einer hitzigen Debatte mit 107:67 Stimmen gut. Dekade zur Überwindung der Gewalt

Im zweiten Halbjahr hat der SEK sein Engagement im Bereich der Menschenrechtsarbeit einer Klärung und Neuordnung unterzogen. An der Verpflichtung des SEK zur Menschenrechtsarbeit und insbesondere gegenüber der ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt hat sich dabei nichts geändert. Die Verantwortung für die Koordination der Dekade wird vom SEK weiterhin übernommen. Dabei versteht er sich als Schaltstelle zwischen der Dekade auf der Ebene des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und den Mitgliedkirchen in der Schweiz. Konkret bedeutet dies, dass der SEK die kantonalen Dekadeverantwortlichen kontinuierlich über neue Entwicklungen und Initiativen des Dekadeprogramms auf der Ebene des ÖRK orientiert. Weiter sieht er seine Funktion darin, die Anstrengungen und Aktivitäten der Mitgliedkirchen zur Dekade zu koordinieren. Ein konkreter Ausdruck der Mitarbeit des SEK an der Dekade des ÖRK zur Überwin-

dung von Gewalt war die Mitfinanzierung der Broschüre «Warum Gewalt? Warum nicht Frieden?». Zürcher Postulat zur Ordination

Die Zürcher Mitglieder der Abgeordneten-Versammlung (AV) haben an der Herbst-AV ein Postulat zur Frage des ordinierten Amtes eingereicht. Gemäss dem überwiesenen Postulat sollen die verschiedenen Regelungen bezüglich Ordination auf dem Hintergrund der mit der Unterzeichnung der Leuenberger Konkordie eingegangenen Verpflichtungen geklärt werden. Zudem ist abzuklären, ob eine generelle Ausweitung der Ordination anzustreben sei oder ob die Ordination nur an Theologinnen und Theologen zu vollziehen sei oder auch an weiteren kirchlichen Diensten in einer anderen gleichwertigen Form. Zudem ist das allgemeine Priestertum in seiner Bedeutung für unsere Kirchen zu beleuchten. Evangelisches Abendmahlsverständnis

Am Gründonnerstag 2003 veröffentlichte Papst Johannes Paul II. unter dem Titel «Ecclesia de Eucharistia» seine 14. Enzyklika. In ihr stellt er das römisch-katholische Verständnis der Eucharistie in ihrer Beziehung zur Kirche dar. Die Schrift richtet sich in erster Linie an Gläubige der Römischkatholischen Kirche und sieht ihre Aufgabe darin, die Bedeutung der Eu-

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charistie zu unterstreichen sowie Verkürzungen und Missbräuchen entgegenzutreten. Ihre Wirkung geht jedoch weit über die Römisch-katholische Kirche hinaus. Die Enzyklika erinnert an die katholischen Vorgaben für die ökumenische Praxis und insbesondere für die eucharistische Gastfreundschaft und die Inter- oder Konzelebration. Davon sind auch die evangelischen Kirchen der Schweiz betroffen. Der Rat SEK hat im Mai zur Enzyklika Stellung genommen und in aller Kürze auf die Grundlinien des evangelischen Abendmahls- und Kirchenverständnisses hingewiesen. Demgemäss lädt «Jesus Christus selbst, das Haupt der Kirche» zum Abendmahl ein. «In der Mahlfeier ist der auferstandene Christus gegenwärtig.» Seine Gegenwart ist «nicht exklusiv an das Sakrament gebunden», sondern auch «gegenwärtig in seinem Wort». Zusammenarbeit SEK – Werke und Missionen

Ein neues Modell der rechtlichen Beziehungen zwischen Werken und SEK ist vorbereitet und von der AV im Juni angenommen worden. Gemäss diesem Modell sind das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) und «Brot für alle» (BFA) per 15. Dezember 2003 eigenständige Stiftungen geworden, deren Stiftungsräte von der AV SEK gewählt sind. Darüber hinaus ist der Rat SEK direkt in jedem Stiftungsrat von HEKS und BFA vertreten.

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Die rechtlichen Beziehungen zwischen den Mitgliedkirchen und den Missionsorganisationen mission 21 und «DM – échange et mission» müssen angepasst und neu geregelt werden. Wegen der Komplexität der Sachlage und finanzieller sowie zeitlicher Zwänge drängt sich eine pragmatische Lösung auf, und zwar in Form einer Leistungsvereinbarung zwischen dem SEK und den beiden Missionsorganisationen. Adresse: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Sulgenauweg 26, 3000 Bern 23, E-Mail: info@sek-feps.ch, www.sek-feps.ch


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Hilfswerke, Vereine und Institutionen

HEKS, Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz

Präsident: Anthony P. Dürst Zentralsekretär: Pfr. Franz Schüle 2003 war ein Jahr des Umbruchs. Die Strategie 2003 bis 2007 wurde erarbeitet. In der Schweiz fokussiert HEKS auf die Beratung von Asylsuchenden und die Integration von Migrantinnen und Migranten. Armutsbekämpfung, Friedensförderung, basisnahe Bildung und zwischenkirchliche Hilfe in Osteuropa sowie Nothilfe sind die Schwerpunkte der Auslandarbeit. Mehrere grosse Wiederaufbauprojekte in den Erdbebengebieten von Gujarat (Indien) und der Türkei sind abgeschlossen worden. Daneben erwies sich die Nothilfe für zivile Opfer im Irak in einem extrem politisierten Umfeld als schwierig. In den Ländern des Südens hat HEKS im vergangenen Jahr seine Arbeit vor allem in der Ernährungssicherung und Friedensförderung verstärkt. Durch Konzentration auf das Wesentliche konnten die Gesamtausgaben auf knapp 50 Mio. Franken reduziert werden. Um durch Spenden die Aufgaben langfristig zu sichern, waren grosse Anstrengungen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung notwendig. Adresse: HEKS, Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, Stampfenbachstrasse 123, Postfach 332, 8035 Zürich, E-Mail: info@hekseper.ch, www.heks.ch

Brot für alle

Präsident: Heiner Studer Zentralsekretär: Dr. Christoph Stückelberger Die von «Brot für alle» (BFA) gemeinsam mit «Fastenopfer» und «Partner sein» durchgeführte Aktion stand unter dem Motto «Verstehen verändert». Es wurde aufgezeigt, wie Information und Wissen die Beziehung zwischen Menschen und ihren Kulturen fördern und Armut überwinden kann. Die Kirchgemeinden im Kanton Zürich haben für diese Aktion Spenden und Kollekten in Höhe von 2,9 Millionen Franken gesammelt. Das entspricht einem Anteil von 28 Prozent an den BFA-Spenden insgesamt. BFA engagierte sich an den Vorbereitungsarbeiten der UNO-Weltkonferenz zur Informationsgesellschaft in der offiziellen Schweizer Delegation. Am Informationsgipfel selber organisierte BFA zusammen mit anderen ein Community Media Forum. Lanciert wurde in der Schweiz zudem die mit einer Unterschriftensammlung verbundene internationale Kampagne «Handel für Menschen». Diese setzt sich für ein Wirtschaften und Handelsregelungen ein, die sich an ethischen Grundsätzen orientieren und allen Menschen dienen. Adresse: Brot für alle, Entwicklungsdienst der evangelischen Kirchen der Schweiz, Monbijoustrasse 29, Postfach 5621, 3000 Bern, E-Mail: bfa@bfa-ppp.ch, www.brot-fuer-alle.ch

mission 21 evangelisches missionswerk basel

Präsident: Pfr. Walter Lüssi Direktorin: Madeleine Strub-Jaccoud mission 21 versteht sich als internationale Lerngemeinschaft und steht damit im Dienste der Partnerkirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Der Entwurf einer Rahmenvereinbarung mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund über die Leistungen von mission 21 ist in Berarbeitung. Die finanzielle Krise hatte einen Abbau von zehn Stellen zur Folge. Der Spendenrückgang konnte gestoppt werden. Für die Zukunft hofft mission 21, dass keine weiteren Kürzungen erfolgen müssen, vor allem nicht dort, wo das Kernengagement liegt: beim theologischen Austausch, bei der Unterstützung von theologischen Ausbildungsstätten, bei der Entsendung ökumenischer Mitarbeitenden, bei Projekten der Friedensförderung, der Armutsbekämpfung, der Frauenarbeit, des ökumenischen Lernens. Adresse: mission 21 evangelisches missionswerk basel, Missionsstrasse 21, 4003 Basel, E-Mail: info@mission-21.org, www.mission-21.org

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Deutschschweizerische Kirchenkonferenz

Präsidentin: Helen Gucker Geschäftsstelle: Evelyn Grubenmann Im Jahr 2003 fanden zwei ordentliche Kirchenkonferenzen (KIKO) statt. Die Mitgliedskirchen haben ein neu erstelltes Statut der Katechetischen Kommission gut geheissen. Zweck und Auftrag werden darin festgehalten. Die Kommission vereinbart mit der KIKO einen Leistungsauftrag. Die finanzielle Unterstützung von Institutionen erfolgte im bisherigen Rahmen. Die Subventionen für die orthodoxen Kirchen in der Schweiz (Griechisch, Russisch, Serbisch, Syrisch, Apostolisch) werden, in Absprache mit der Römisch-katholischen Kirche, schrittweise abgebaut. Dennoch sollen weiterhin massvolle Startbeiträge an orthodoxe Gemeinden (z. B. Äthiopisch, Indisch, Rumänisch) entrichtet werden. Der neue Wahlmodus mit verlängerter Amtszeit und gestaffelten Wahlen wurde von der KIKO gutgeheissen und für die Amtsperiode 2004–2007 erstmals angewendet. Ab 2005 wird der auf der Basis des neuen SEK-Schlüssels errechnete Beitragsschlüssel eingesetzt. Adresse: Deutschschweizerische Kirchenkonferenz, Geschäftsstelle, Hirschengraben 50, 8001 Zürich, E-Mail: evelyn.grubenmann@zh.ref.ch

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Liturgie- und Gesangbuchverein der evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz

Bürgschafts- und Darlehensgenossenschaft der evangelischen Landeskirche des Kantons Zürich

Präsident: Pfr. Walter Fritschi Geschäftsstelle: Evelyn Grubenmann

Präsident: Dr. iur. Werner Schmid Geschäftsleiterin: Mengia U. Schoch-Thomas

Die dem Verein angegliederte Deutschschweizer Liturgiekommission hat an der schrittweisen Herausgabe liturgischer Materialien und einer Grundinformation zum reformierten Gottesdienst gearbeitet. Zusammen mit dem katholischen Gesangbuchverein trägt der Liturgieund Gesangbuchverein das Projekt «Ökumenischer Liederkommentar». Dessen zweite Lieferung ist im Frühjahr 2003 erschienen; im Berichtsjahr konnte die Vorbereitung für die dritte Lieferung geleistet werden. Die CDROM-Ausgabe des reformierten und des katholischen Gesangbuchs ist in Arbeit. Sie wird 2004 vorliegen. Adresse: Liturgie- und Gesangbuchverein der evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz, Geschäftsstelle, Hirschengraben 50, 8001 Zürich, E-Mail: evelyn.grubenmann@zh.ref.ch

2003 erhielt die Bürgschafts- und Darlehensgenossenschaft (Bü-Da) über 200 Anfragen. Die Bü-Da bewilligte Darlehen von rund 400’000 Franken und einmalige Unterstützungsbeiträge von rund 12’000 Franken. Mit den Darlehen wurden Ausbildungen, der Aufbau von selbständiger Tätigkeit oder ein Eigenheim finanziert. Viele Hilfesuchende benötigten ein Darlehen für die Bereinigung von finanziellen Altlasten. Beiträge à fonds perdu wurden gezielt in Notsituationen gewährt. Bei Anfragen, auf die die Bü-Da aus statutarischen Gründen nicht eintreten konnte, wurden die Betroffenen umfassend beraten. Adresse: Bürgschafts- und Darlehensgenossenschaft der evangelischen Landeskirche des Kantons Zürich, Badenerstrasse 411, Postfach 2212, 8040 Zürich, E-Mail: bueda-zh@bluewin.ch, www.bueda-zh.ch Zwingliverein

Präsident: Pfr. Dr. H. Stickelberger Die Vorbereitungen für das Bullinger-Jahr 2004 standen im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit dem


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Institut für schweizerische Reformationsgeschichte wurde die Planung des wissenschaftlichen Kongresses vorangetrieben. Auch das Erscheinen der siebenbändigen Ausgabe der Schriften Bullingers ist vorgesehen. Bullinger war nicht nur Seelsorger und Theologe, sondern ein umfassend gebildeter Historiker und Verfasser umfangreicher Werke zur Reformation und zur Zürcher Geschichte. So konnte die Herausgabe der nur handschriftlich vorliegenden Tiguriner Chronik (Zürcher Geschichte) von Bullinger, realisiert werden. Als Bearbeiter stellte sich Dr. Hans-Ulrich Bächtold zur Verfügung. Er verlässt damit seine bisherige Arbeitsstelle beim Bullinger-Briefwechsel; seine Nachfolge konnte geregelt werden. Adresse: Zwingliverein, Seestr. 19, 8592 Uttwil

Einige Kollegen und Kolleginnen wandten sich an den Vorstand mit Fragen und der Bitte um Beratung. Meistens handelte es sich um fortgeschrittene Konflikte, bei denen unterstützende Begleitung und Abklärungen sinnvoll waren. Verschiedene Gespräche zwischen Kirchenrat und Pfarrverein über eine neue Trägerschaft des Kirchenboten haben stattgefunden. Die Generalversammlung des Pfarrvereins entschied im Sommer, das Modell eines Vereins oder einer Stiftung weiterzuverfolgen. Damit soll eine Trägerschaft unter Einbezug von mehreren Kollektivmitgliedern (Synode, Kirchenrat, Zürcher Arbeitsgemeinschaft Sozial-Diakonisch Mitarbeitender, Pfarrverein) gewährleistet werden. Adresse: Pfarrverein des Kantons Zürich, Turnerstrasse 45, 8006 Zürich, E-Mail: samuel.waldburger@zh.ref.ch

Pfarrverein des Kantons Zürich

Präsident: Pfr. Samuel Waldburger

Kirchenbote für den Kanton Zürich

Die 2002 neu geschaffenen Kapitelsvertreter/innen-Sitzungen bewährten sich. Dort wurde die Stimmung in der Pfarrschaft, insbesondere die aus «Überbelastung» resultierende Erkrankung von immer mehr Kollegen und Kolleginnen thematisiert. Die Arbeit des Vorstandes an Projekten zur Revision der Kirchenordnung und den zugehörigen Verordnungen verlagerten sich inhaltlich auf die Frage nach motivierenden Arbeitsbedingungen, die die Revision bringen müsste.

Präsident der Geschäftsleitung: Dr. Kurt Bütikofer Redaktionsleitung: Pfr. Matthias Herren Mit dem Stellenantritt von Delf Bucher ist die Redaktion seit Januar wieder vollständig besetzt. Ein Schwerpunkt der Berichterstattung des Kirchenboten lag auf der Neuordnung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat, die mit den Kirchenvorlagen Ende November zur Abstimmung kam.

Bei der Leserschaft stiessen die Dossiers zu Heiligen, Sterbehilfe und religiöser Sprache auf besonderes Interesse. Adresse: Kirchenbote für den Kanton Zürich, Postfach, 8030 Zürich Zürcher Arbeitsgemeinschaft Sozial-Diakonischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Präsident: Felix Känzig-Wolf Vorstand und Generalversammlung der Zürcher Arbeitsgemeinschaft Sozial-Diakonischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ZAG) hatten im Jahr 2003 folgende Schwerpunkte: Ausbau der Anzahl der Sozial-Diakonischen Mitarbeitenden in der Kirchensynode, Einbringung berufspolitischer Anliegen in die Diskussionen um die neue Kirchenordnung. Im März bezog die ZAG zur Vernehmlassung des Religionspädagogischen Gesamtkonzeptes aus berufspolitischer Sicht Stellung. Die Generalversammlung widmete sich dem Thema: «Konflikte am Arbeitsplatz vermindern». Adresse: Zürcher Arbeitsgemeinschaft Sozial-Diakonischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Reini Kaul, Zentralstrasse 1, 8604 Volketswil, E-Mail: r.kaul@ref-volketswil.ch

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Verband der Mitarbeitenden im Bereich «Kinder in der Kirche» im Kanton Zürich

Präsident: Pfr. Werner Schneebeli Im Januar lud «Kinder in der Kirche» KiK Züri zu einer Tagung mit dem Thema «Eine Tür öffnen zum Islam» ein, an der über 100 Mitarbeitende teilnahmen. Im April fand in Uster eine Kantonaltagung zum Thema «Zündstoff aus der Bibel» statt, an der sich 200 Frauen und einige Männer beteiligten. Adresse: «KiK Züri», Verband der Mitarbeitenden im Bereich «Kinder in der Kirche» im Kanton Zürich, Zürichstrasse 94, 8910 Affoltern am Albis Stiftung der evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich

Leiter Zürcher Stadtmission: Pfr. Christoph Zingg Mit einem Zyklus von vier Anlässen feierte das Café YUCCA, die «Wohnstube auf der Gasse» seinen dreissigsten Geburtstag. Das Angebot des Café YUCCA wurde den Bedürfnissen angepasst. Seit Pfingsten ist auch am Sonntag mit einem «Gottesdienst mit Biss» geöffnet. Die Vorbereitungsarbeiten für eine Tages-Anlaufstelle mit Schwerpunkt Sozialberatung sind abgeschlossen. Darüber hinaus wurden erste Erfahrungen mit dem Einsatz Freiwilliger gemacht. Der Kirchliche Dienst im Gastgewerbe hat sich als zeitgemässe Form der Gastgewerbeseelsorge positiv ent-

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wickelt. Als Fach- und Beratungsstelle für alle «Gastroleute» steht der Dienst bei der Klärung arbeitsrechtlicher, finanzieller, konzeptioneller sowie sozialer und interreligiöser Fragen einer stetig steigenden Anzahl von Klientinnen und Klienten offen. Im Herbst hat Verena Wyss Meili die Stelle verlassen, ihre Nachfolgerin Annemarie Humm Dietiker nimmt ihre Arbeit im Februar 2004 auf. Die Arbeit der Beratungsstelle für Migrantinnen aus dem Sexgewerbe, Isla Victoria, wurde stark geprägt von den Entwicklungen im Langstrassenquartier, aber auch von der stetigen Zuwanderung neuer Prostituierter über osteuropäische Routen. Der Treffpunkt an der Schöneggstrasse sowie die Beratungs- und Begleitungsangebote wurden regelmässig und intensiv beansprucht; insgesamt kam Isla Victoria auf rund 10’000 Kontakte. Adresse: Zürcher Stadtmission, Häringstr. 20, Postfach, 8022 Zürich, E-Mail: info@stadtmission.ch Herberge zur Heimat

Leiter: Robert Wyss Die Herberge zur Heimat ist ein Wohnheim mit 50 Betten für alleinstehende und obdachlose Männer in Zürich. Dank eines Spendenfonds kann die Lebensqualität der Heimbewohner verbessert werden: durch Einzelhilfe, durch Teilnahme an Ferienlager und das gemeinsame Feiern christlicher Feste. Viele Pfarrerinnen und

Pfarrer besuchen das Haus mit Jugendgruppen, um ihnen ein Beispiel von gelebter Diakonie zu zeigen. Adresse: Herberge zur Heimat, Geigergasse 5, 8001 Zürich Dargebotene Hand Zürich Telefonseelsorge – 143

Präsidentin: Anke Brändle-Ströh Stellenleiter: Tony Styger Die Online-Beratung per E-Mail und «Einzelchat» wurden rege benutzt; im Verhältnis zur Telefonberatung ist der Männeranteil bedeutend höher und die Rat Suchenden sind durchschnittlich jünger. Vor allem im «Einzelchat» kommen gravierende Themen zur Sprache und für viele ist dieses «niederschwellige» Angebot der einzige Weg, in ihrer Not Kontakt zu Menschen oder für ihre Verzweiflung ein Ventil zu finden. Die Anzahl der Gespräche ist mit 24’000 zwar im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben, aber fast doppelt so viele (5’000) mussten ein zweites Mal anrufen, weil die Leitungen überlastet waren. Die Dargebotene Hand hat deshalb zwischen 10.00 und 02.00 Uhr durchgängig eine Doppelbesetzung eingeführt und die bestehende Lücke geschlossen. Adresse: Die Dargebotene Hand Zürich, Häringstrasse 20, 8001 Zürich, E-Mail: zuerich@tel-143.ch, www.143.ch


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Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule

Stiftungsdirektor: Dr. Werner Widmer Auf grosses Interesse stiess die Eröffnung einer Akademie für Traditionelle Chinesische Medizin in Verbindung mit dem Spital Zollikerberg. Deren Leiter ist in westlicher und in chinesischer Medizin ausgebildet. Mehrere chinesische Ärzte arbeiten in der neuen Akademie und behandeln Patientinnen und Patienten ambulant. Das neue Alterskonzept, das Einsichten aus der gerontologischen Forschung Rechnung trägt, konnte Ende 2003 in allen Stiftungsbetrieben in Vernehmlassung gegeben werden. Die Berufsschule für Pflege konnte auf der einen Seite nach den bisherigen Richtlinien Lernende auf die Diplomniveaus I oder II hin ausbilden. Auf der anderen Seite wurden intensive konzeptionelle Überlegungen angestellt, wie sich die Berufsschule angesichts der Veränderungen der Schullandschaft im Bereich Pflegeausbildung so ausrichten kann, dass sie unter veränderten Rahmenbedingungen einen Beitrag zur Ausbildung von Pflegenden leisten kann. Einen neuen Akzent setzten die Pfarrerinnen und Pfarrer in der Stiftung durch zwei Tagungen zum Thema «Spirituelle Begleitung demenzkranker Menschen». Dieses Thema im Schnittpunkt von Pastoraltheologie, Gerontopsychologie und Pflege ist noch weit-

gehend Neuland. Entsprechend rege war die Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Disziplinen an dieser Tagung. In Zusammenhang mit einem Bauprojekt wurde eine Neugestaltung der Parkanlage in Angriff genommen. Diese soll durch einen Teich sowie durch die von Jean Nouvel konzipierte Cabanne «Segnende Hände» aus dem Weg der Kirchen an der Expo 02 bereichert werden. Gleichzeitig wurde im Park eine geräumige Tiefgarage erstellt, um der Parkplatz-Knappheit um das Spital ein Ende zu bereiten. Adresse: Stiftung Diakoniewerk Neumünster–Schweizerische Pflegerinnenschule, Trichtenhauserstrasse 24, 8125 Zollikerberg, E-Mail: admin@ diakoniewerk-neumuenster.ch Reformierte Medien

Präsident: Markus Christ Geschäftsführer: Urs Meier Die Reformierten Medien, das Kommunikationsunternehmen der deutschschweizerischen reformierten Kirchen, setzten Anfang 2003 die im Vorjahr ausgearbeitete und getestete Umstrukturierung in Kraft. Ihre gesamte Tätigkeit ist seither in einzelne «Projekte» gegliedert, die mit Leistungsaufträgen operieren und von Projektverantwortlichen geführt werden. Die Nutzung interner Dienstleistungen wird zu Vollkosten verrechnet. Aufwand und Ertrag jedes Bereichs werden vollständig erfasst und ausgewiesen.

Bei fünf Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet das Unternehmen die Hälfte selbst, 45 Prozent der Mittel sind kirchliche Direktbeiträge, der Rest katholische Mitfinanzierung der ökumenischen Projekte. Bei den Gottesdienstübertragungen in Radio und Fernsehen kamen Zürcher Kirchgemeinden mehrfach zum Zug: Das Fernsehen war im Grossmünster und in Bubikon, das Radio in Kloten. Die Zürcher Kirchenabstimmungen fanden in der Berichterstattung der Reformierten Presse breiten Raum. Unter dem Namen «Datenpark» betreiben der Katholische Mediendienst und die Reformierten Medien neuerdings gemeinsam die Basisdienste für kirchliche Websites und E-Mails. Im Mai wurde Dietrich Pestalozzi (Dietikon) als zweiter Vertreter aus der Zürcher Kirche neben Philippe Dätwyler in den Vorstand gewählt. Adresse: Reformierte Medien, Badenerstrasse 69, 8026 Zürich, E-Mail: medien@ref.ch, www.ref.ch Glaube in der 2. Welt

Präsident: Dr. Peter Plattner Institutsleiter: Prof. Dr. Erich Bryner Das Institut Glaube in der 2. Welt (G2W) berichtete über die aktuellen Entwicklungen in Osteuropa. Die Erweiterung des Bobachtungsgebietes auf Griechenland, die Türkei und den Nahen Osten wurde von der Mitgliederversammlung in die Statuten aufge-

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nommen. Schwerpunkthefte galten den Themen «Christen im Heiligen Land» und «Christen im Irak», aber auch Russland, Slowenien, Ungarn, Polen und Rumänien. Die praktische Projektarbeit war der theologischen Ausbildung, der Menschenrechtsarbeit sowie der kirchlichen und sozialen Aufbauhilfe gewidmet. In der G2W-Russlandhilfe stand die Jugendarbeit im Vordergrund. Dazu kam die Unterstützung von Sozialstationen im Ural und in Polen. In einem Moskauer Untersuchungsgefängnis wurde eine Kirche eingeweiht. In Tschuchotka am Polarkreis förderte G2W den Aufbau einer diakonischen Tätigkeit vor allem zugunsten der verwahrlosten Kinder. Die Literaturhilfe ermöglichte die Veröffentlichung von vier theologischen Werken in Russland, Ungarn und der Slowakei. Adresse: Glaube in der 2. Welt (G2W), Birmensdorferstrasse 52, Postfach 9323, 8036 Zürich, E-Mail: g2w.sui@bluewin.ch, www.kirchen.ch/g2w Stiftung für Kirche und Judentum / Zürcher Lehrhaus

Präsident: Karl J. Zimmermann Leitung: Dr. Hanspeter Ernst, lic.phil. Michel Bollag Das Zürcher Lehrhaus ist dem interreligiösen Dialog, insbesondere dem jüdisch-christlichen Dialog verpflichtet. Bei Kursen und Seminaren

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gingen die Anmeldungen deutlich zurück. Nach wie vor gross war hingegen die Anzahl von Anfragen für Kurse und Referate in Schulen, Volkshochschulen, Kirchgemeinden und Pfarreien. Stiftungsintern beschäftigte die Vorbereitung des Doppeljubiläums «10 Jahre Lehrhaus / 175 Jahre Stiftung für Kirche und Judentum». Besonders erfreulich war im vergangenen Jahr die Veranstaltung «Unterwegs mit Abraham» zum Thema Gastfreundschaft, die das Lehrhaus zusammen mit christlichen, jüdischen und muslimischen Gemeinschaften vorbereiten half. Erfreulich war auch das Pilotprojekt «Religionsunterricht» für Eltern und Kinder bireligiöser Familien. Adresse: Stiftung für Kirche und Judentum / Zürcher Lehrhaus, Limmattalstrasse 73, 8049 Zürich Christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft im Kanton Zürich

Präsident: Dr. Hanspeter Ernst Die christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft im Kanton Zürich beschäftigte sich mit der Ausrichtung ihrer eigenen Arbeit. Vor allem setzte sie sich mit der Frage auseinander, wie man den latenten antisemitischen Strömungen entgegenwirken und Personenkreise ansprechen kann, die für diese Problematik kein Sensorium haben. Die schwierige Situation in Israel/ Palästina wirkte sich auch in der Schweiz auf Beziehungen zwischen den religiösen Bekenntnissen aus. Mit Ver-

anstaltungen zum Thema christlichjüdischer Dialog sowie Informationen aus erster Hand über Israel versuchte die Arbeitsgemeinschaft, etwas Licht in dieses vielschichtige Problem zu bringen. An der Generalversammlung wurde Hanspeter Ernst zum Präsidenten gewählt, der den amtierenden Interimspräsidenten Herbert Feuermann ablöste. Adresse: Christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft im Kanton Zürich, c/o Hanspeter Ernst, Limmattalstrasse 73, 8049 Zürich Zürcher Telebibel

Co-Präsidium: Pfr. Harry Bertschinger, Moritz Amherd Die Zürcher Telebibel konnte im Jahr 2003 ihr vierzigjähriges Bestehen feiern. Als eine der ersten Institutionen ist sie seit ihrer Gründung im Jahr 1963 ein ökumenisches Gemeinschaftswerk der evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen und der christkatholischen Kirche. Ein auf das tägliche Leben ausgerichtetes biblisches Leitwort wird durch acht Sprecherinnen und Sprecher gesprochen. Die Hörerinnen und Hörer können rund um die Uhr anrufen. Die Texte wechseln täglich. Im Jahr 2003 wurden Leitworte aus dem Lukas-Evangelium und Texte aus dem Buch Jesaia vorgestellt. Gegen 60’000 mal wurde die Nummer der Telebibel gewählt. Dies entspricht einem Tagesdurchschnitt von 160 Anrufen.


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Adresse: Zürcher Telebibel, Moritz Amherd, Hirschengraben 66, 8001 Zürich

Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber

Protestantisch-kirchlicher Hilfsverein des Kantons Zürich

Im Jahr 2003 betreuten rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sieben Einrichtungen der Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber und in den rechtlich selbständigen, der Stiftung nahe stehenden Betrieben, Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die Hauptaufgaben umfassen die Bereiche Seelsorge, Drogen- und Obdachlosenarbeit, Sozialmedizin und Therapie. Wie jeden Winter gehörte auch dieses Jahr die «Aktion Kälte» zu den wichtigsten Basisarbeiten. Bei Kälteeinbrüchen sind die Sozialwerke mit erfahrenen Zweierteams nachts «auf die Gasse» gegangen, um schnelle Hilfe zu leisten. Obdachlose Menschen werden von der «Strasse» geholt, und ihnen wird Wohn- und Lebensraum vermittelt. Da es zunehmend schwieriger wird, für Obdachlose kurzfristig geeignete Unterkünfte zu beschaffen, wurde Mitte November für die Dauer von fünf Monaten im Zürcher Albisgüetli wiederum der «Pfuusbus», ein Sattelzug mit 11 Betten, Küche und Aufenthaltsbereich aufgestellt, und zusätzlich als weitere Unterkunft der «Waldschnägg» eröffnet. Diese mehrheitlich von Freiwilligen begleiteten temporären Einrichtungen sind durchschnittlich zu 80 Prozent belegt. Die Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber muss auch in Zukunft rund 50 Prozent ihres jähr-

Präsident: Pfr. Dr. Ernst Saxer Der Protestantisch-kirchliche Hilfsverein des Kantons Zürich betreut in Zusammenarbeit mit der Zürcher Landeskirche (gemäss Kirchenordnung, Art. 214) die Hilfe an die Protestanten der Diaspora. Seine Mittel erhält er durch die jährlich empfohlene Pfingstkollekte, Gaben von Gemeinden und Privaten sowie Legate. Er unterstützt regelmässig evangelisch-reformierte Gemeinden in der Innerschweiz, im Tessin, in Frankreich im Burgund und in der Region Paris. In Einzelfällen erhalten auch Gemeinden in der übrigen Schweiz, im Midi, in Italien und Österreich praktische Hilfe: durch Unterstützung von kirchlichen Stellen, Defizit- und Baubeiträge, Beratungen und persönliche Kontakte. Spezielle Beiträge gingen an die Kirchgemeinden im Kanton Uri für Renovationsarbeiten im Pfarrhaus Altdorf, im Kirchgemeindehaus Erstfeld und im Kirchlein Andermatt. Die gesamtschweizerische Reformationskollekte kam der Renovation der Johanneskirche in La Chaux-de-Fonds zugute. Adresse: Protestantisch-kirchlicher Hilfsverein des Kantons Zürich, Sekretariat, Zwingliplatz 1, 8001 Zürich

Präsidentin: Sonja Sieber

lichen Aufwandes von 12 Mio. Franken durch Spenden und Legate decken. Adresse: Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber, Morgentalstrasse 115, 8038 Zürich, E-Mail: sozialwerke.sieber@bluewin.ch Stadtmission Winterthur

Präsident: Walter Pfrunder Das Jahr der Bibel 2003 fand in zweifacher Hinsicht Beachtung. An drei Sonntagen beteiligten sich zahlreiche Gemeindeglieder am Gottesdienst. Die von ihnen vorgetragenen biblischen Texte bildeten das Zentrum dieser Gottesdienste. Ausserdem trafen sich alle 14 Tage jeweils unter der Woche 10–15 Personen, um gemeinsam das Matthäusevangelium zu lesen. Wegen der gewachsenen Beziehungen und der Treue der Einzelnen zur Gemeinde konnte die Stadtmission ihrem Verkündigungsauftrag in gewohnter Weise nachkommen. Seit einigen Jahren findet regelmässig ein Kanzeltausch mit der Evangelischen Lukasgemeinde Zürich statt. Der internationale Gottesdienst wurde zum ersten Mal in den Räumen der Eglise française durchgeführt. Adresse: Stadtmission Winterthur, Technikumstrasse 78, 8400 Winterthur E-Mail: smw@surfeu.ch

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Schweizerischer Protestantischer Volksbund

Präsidentin: Ruth Spahr Die Diskussionen im Zusammenhang mit der Abstimmung am 30. November über die Kirchenvorlagen im Kanton Zürich bewirkten in der Sektion eine Sensibilisierung für das Thema Islam. Jahreshöhepunkt war ein Vortrag über «Protestantismus und Politik, unsere Verantwortung für das öffentliche Leben». Die Partnervermittlungsstelle erfreut sich zunehmender Beliebtheit und verzeichnete einen Drittel Mehranmeldungen. Adresse: Schweizerischer Protestantischer Volksbund, Ruth Spahr, Glärnischstrasse 30, 8600 Dübendorf, www.spv-online.ch Schweizerische Bibelgesellschaft

Präsident: Pfr. Jakob Bösch Generalsekretär: Pfr. Urs Joerg Auf Initiative der Schweizerischen Bibelgesellschaft und des Schweizerischen Katholischen Bibelwerkes war das Jahr 2003 ein «Jahr der Bibel» – ähnlich wie in Deutschland, Österreich und Frankreich. Die eigene Bibelausstellung war allein in der deutschsprachigen Schweiz an 15 verschiedenen Orten zu sehen, auch im Kanton Zürich. Es ist erfreulich, dass an vielen Orten kreativ mit der Bibel gearbeitet wurde: mit Bibellesungen, Kunstausstellungen zur

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Bibel, Wanderungen mit der Bibel, Theateraufführungen zu biblischen Büchern. Über 2’000 Menschen in der ganzen Schweiz haben am Projekt einer handgeschriebenen Bibel mitgewirkt. So gibt es nun eine sechsbändige Ausgabe der Bibel in verschiedenen Sprachen und ganz individuellen Schriften. Ein Zeugnis dafür, dass auch im Zeitalter des Computers eine persönliche Begegnung mit der Bibel etwas bedeuten kann. Adresse: Schweizerische Bibelgesellschaft, Spitalstrasse 12, 2501 Biel, E-Mail: info@bibelgesellschaft.ch, www.bibelgesellschaft.ch Schweizerische Evangelische Allianz

Präsident: Thomas Bucher Zentralsekretär: Hansjörg Leutwyler Unter dem Titel «4telstunde für Jesus» veröffentlichte die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) drei Zeitungen, von denen fast zwei Millionen Exemplare verteilt wurden. Die Publikationen im Stile moderner Strassenzeitungen, die kurz vor Ostern, vor dem Bettag und vor Weihnachten erschienen, hatten zum Ziel, Glaube, Bibel, Kirche und Jesus Christus als die zentrale Person, in leicht verständlicher Weise zu thematisieren. Auswertungen ergaben, dass neun von zehn Rückmeldungen positiv ausfielen. Ein weiterer Höhepunkt der von der SEA lancierten Aktionen war der Pla-

kataushang mit dem Slogan «Treue ist der beste Gummi». Die rosa Plakate im Weltformat, die in den grössten Bahnhöfen der Deutschschweiz ausgehängt wurden, verstanden sich als Ergänzung zu den gelben Stop Aids Plakaten des Bundesamtes für Gesundheit. Die Aktion wurde übrigens auch vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) finanziell mitgetragen. Heftige Reaktionen löste die SEA mit der Veröffentlichung der Stellungnahme «Glauben Christen und Muslime an den gleichen Gott?» aus, die sie anlässlich der Friedensgebete vor dem IrakKrieg verfasste. Darin äussert sie sich kritisch zu interreligiösen Feiern. Die Evangelische Allianz ist weltweit in 114 Ländern tätig, in der Schweiz in 90 Sektionen, wovon 13 im Kanton Zürich sind. Adresse: Schweizerische Evangelische Allianz, Zentralsekretariat, Josefstrasse 32, 8005 Zürich, E-Mail: info@each.ch, www.each.ch Oekumenische Arbeitsgemeinschaft Kirche und Umwelt

Präsidentin: Dr. Susann Eichenberger-Glinz Umweltbeauftragte: Dr. Kurt Zaugg-Ott, Kurt Aufdereggen Die Oekumenische Arbeitsgemeinschaft Kirche und Umwelt (OeKU) hat 2003 ihre Aktion SchöpfungsZeit (1. September bis 4. Oktober) zum elften und die Energiekurse zusammen


Beziehungen zu weiteren Institutionen

mit EnergieSchweiz zum sechsten Mal durchgeführt. Zudem hat die OeKU zu umweltpolitischen Vorlagen öffentlich Stellung genommen. Die OeKU hat ein Wasser-Bibelheft zusammen mit dem «Jahr der Bibel» herausgegeben und in den Kantonen Aargau und Bern dank kantonalkirchlicher Unterstützung die SchöpfungsZeit-Materialien allen Pfarrämtern zustellen können. Das «Jahr des Wassers», das «Jahr der Bibel» sowie die Aktion «WasserZeichen» der Aargauer Kirchen wurden so mit der SchöpfungsZeit in Zusammenhang gebracht. Zudem hat die OeKU in Bern die Fachtagung der Kirchen an der BEA «Wasser – Segen und Bedrohung» mitgestaltet. Über 90 Sigristen, Sakristane und kirchliche Bauverwalter haben an den OeKU-Energiekursen teilgenommen. Adresse: Oekumenische Arbeitsgruppe Kirche und Umwelt OeKU, Schwarztorstrasse 18, Postfach 7449, 3001 Bern, E-Mail: info@oeku.ch, www.oeku.ch

Stiftung Kirchlicher Sozialdienst Zürich

Präsident: Albert Nef Geschäftsführer: Manfred Scheidegger Die Stiftung Kirchlicher Sozialdienst Zürich, die Zentralstelle für die sozialen Dienste der Evangelisch-reformierten Kirche in der Stadt Zürich, stellt in fünf Fachbereichen vielfältige Angebote zur Verfügung: Freiwilligenagentur, Männerhaus Reblaube, Onlineberatung, Sozialberatung und Wohnraumvermittlung. Die Freiwilligenagentur ist eine Stellenbörse für Freiwillige und Informationsstelle für Non-Profit-Organisationen. Im Männerhaus Reblaube finden 26 Mieter ein familiäres Zuhause. Die Onlineberatung bietet eine Möglichkeit, sich persönliche Probleme sprichwörtlich von der Seele zu schreiben. Die Sozialberatung dient als Anlaufstelle für finanzielle, persönliche und soziale Fragen unabhängig von Konfession, Nationalität und Alter. Die Wohnraumvermittlung vermietet an interessierte Mieterinnen und Mieter Wohnungen und Zimmer, die direkt von Hauseigentümern und Liegenschaftenverwaltungen bekannt gegeben werden. Mit dem Newsletter «Kleister» oder über die Homepage ist man immer informiert. Adresse: Stiftung Kirchlicher Sozialdienst Zürich, Klosbachstrasse 51, 8032 Zürich, E-Mail: info@ksdz.ch, www.ksdz.ch

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Etat

Etat

Stand: März 2004

Kirchenrat

Marcel Riesen

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident

Haus zum Rechberg, Hirschengraben 40, 8001 Zürich Direktwahl 01 258 92 51, Fax 01 258 91 20 Privat: Birchwaldstrasse 5a, 8409 Winterthur Telefon 052 242 28 29, Fax 052 242 30 61

Tösstalstrasse 163, 8400 Winterthur Telefon 052 235 07 80, Fax 052 235 07 99 Privat: Dorfstrasse 20, 8352 Räterschen Telefon 052 366 06 60, Fax 052 366 06 62 E-Mail: marcel.riesen@zh.ref.ch

Jeanne Pestalozzi-Racine, Vizepräsidentin

Kirchenratsschreiber

Mühlehaldenstrasse 25, 8953 Dietikon Telefon 01 774 22 11, Fax 01 774 22 12 E-Mail: jeanne.pestalozzi@tic.ch

Pfr. Alfred Frühauf, Haus zum Rechberg, Hirschengraben 40, 8001 Zürich Direktwahl 01 258 92 69, Fax 01 258 91 20 Privat: Winzerstrasse 12, 8400 Winterthur Telefon 052 223 14 30, Fax 052 223 14 33 E-Mail: alfred.fruehauf@zh.ref.ch

Pfr. Andres Boller

St. Peterhofstatt 2, 8001 Zürich Telefon 01 211 60 57, Fax 01 211 60 58 E-Mail: boller-stern@bluewin.ch Pfrn. Anemone Eglin

Brühlgartenstrasse 12, 8400 Winterthur Telefon Geschäft 01 397 38 59 Telefon 052 202 95 10, Fax 052 202 95 11 E-Mail: a.eglin@diakoniewerk-neumuenster.ch Helen Gucker-Vontobel

Seestrasse 628, Postfach 664, 8706 Meilen Telefon Geschäft 01 923 00 89, Fax 01 923 80 89 Telefon/Fax privat 01 923 33 25 E-Mail: helen.gucker@zh.ref.ch Irene Gysel-Nef

Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Telefon 01 362 90 83, Fax 01 362 91 01 Privat: Alte Landstrasse 71, 8802 Kilchberg Telefon 01 715 52 73 E-Mail: irene.gysel@bluewin.ch

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Büro der Kirchensynode

Präsident: Peter Würmli, Langrütistrasse 123, 8635 Oberdürnten 1. Vizepräsident: Rico Wohlwend, Rütnerstrasse 32, 8702 Kloten 2. Vizepräsidentin: Helena Meili, Rütihofstrasse 44, 8713 Uerikon 1. Sekretärin: Rosmarie Rüegsegger-Dürig, Eggstrasse 36, 8833 Samstagern 2. Sekretärin: Vroni Zwygart, Schlossbergstrasse 23, 8820 Wädenswil Stimmenzähler: Jean E. Bollier, Geeringstrasse 48/4, 8049 Zürich Pfr. Alex Nussbaumer, Talweg 166, 8610 Uster Stephan Rüegg, Rosenweg 10, 8702 Zollikon Heinz Stahel, Riedgrabenweg 22, 8050 Zürich Protokollführer: Markus Benesch, Basadingerstrasse 9, 8467 Truttikon


Etat

Landeskirchliche Rekurskommission

Präsident: Dr. iur. Markus Zingg, Strickhofstrasse 12, 8057 Zürich Pfr. Christian Eggenberger, Stationsstrasse 8, 8406 Winterthur-Töss Dr. med. vet. Jürg Hugelshofer, Tössriedernstrasse 70, 8193 Eglisau Pfrn. Heidi Profos, auf Pünten 8, 8405 Winterthur Regula Spychiger, Höhenweg 21, 8032 Zürich Sekretär: Dr. iur. Rolf Steiner, Dorfstrasse 6, 8404 Winterthur Ersatzmitglieder: Dr. med. vet. Karin Inauen, Hinterwisstrasse 24, 8494 Bauma Dr. iur. Rolf Steiner, Dorfstrasse 6, 8404 Winterthur Helmuth Werner, Heinrichstrasse 33, 8005 Zürich

Alfred Gut, Buechhaldenstrasse 20, 8192 Glattfelden Bettina Suter, Wibichstrasse 32, 8037 Zürich Prof. Dr. Huldrych Thomann, Sonnenhof 8, 8121 Benglen Landeskirchliche Vermittlungskommission bei Minderheitenfragen

Präsident: Willy Bütikofer, Mitglied der Kirchensynode, Dorfstrasse 74, 8152 Opfikon Dr. iur. Walo Früh, Oberrichter, Holbergstrasse 10c, 8302 Kloten Catherine Gerwig, Bezirksrichterin, Chalenstrasse 8b, 8123 Ebmatingen Pfr. Dr. theol. Karl-Wilhelm Thyssen, Löwengasse 40, 8810 Horgen Abordnungen der Kirchensynode Abgeordneten-Versammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes

Wahlaktenprüfungskommission

Präsidentin: Veronika Gericke, Seestrasse 40, 8700 Küsnacht Kurt Beller, Elisabethenstrasse 9, 8004 Zürich Marc Toedtli, Bergstrasse 5, 8113 Boppelsen Geschäftsprüfungskommission

Präsident: Beat Beck, Jakobstrasse 5, 8400 Winterthur Berti Baier-Zehnder, Untergasse 17, 8353 Elgg Claudia Bretscher-Hunziker, Kirchgasse 15, 8001 Zürich Ursula Frey, Rehweg 1, 8606 Greifensee Pfr. Kurt Gautschi, Wassbergstrasse 45, 8127 Forch Pfr. Willi Honegger, Wolfsbergstrasse 1, 8494 Bauma Ulrich Rüegsegger, Hardau 25, 8408 Winterthur

Peter Hunziker, Eichelwiesenstrasse 5, 8305 Dietlikon Jeanne Pestalozzi-Racine, Mitglied des Kirchenrates, Mühlehaldenstrasse 25, 8953 Dietikon Katharina Pfeiffer, Bellerivestrasse 59, 8008 Zürich Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich Daniel Reuter, Postfach 6508, 8023 Zürich Margrit Strässler-Mosimann, Ebnetstrasse 33, 8474 Dinhard Elisabeth Wyss-Jenny, Dorfstrasse 16, 8307 Effretikon Ersatzabgeordnete: Madeleine Blum, Sonnengartenstrasse 24, 8630 Rüti Mädi Thommen-Streuli, Rosenstrasse 32, 8105 Regensdorf Theologische Konkordatsprüfungsbehörde

Rechnungsprüfungskommission

Präsident: Pfr. Matthias Reuter, Hohenklingenstrasse 29, 8049 Zürich Pfr. Stephan Denzler, Dettenriederstrasse 27, 8484 Weisslingen Barbara Golder-Vicari, Holderweg 1, 8472 Seuzach

Prof. Dr. theol. Pierre Bühler, Petit-Catéchisme 5, 2000 Neuchâtel Stellvertreter: Prof. Dr. theol. Samuel Vollenweider, Humboldtstrasse 21, 3013 Bern

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Etat

Kirchenrätliche Delegationen

Verein Kappelerhof, Vorstand

Konferenz des Konkordats betreffend die gegen-

Jeanne Pestalozzi-Racine, Mitglied des Kirchenrates, Mühlehaldenstrasse 25, 8953 Dietikon

seitige Zulassung evangelisch-reformierter Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kirchendienst

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich (Präsident der Konkordatskonferenz)

Stiftung Anna und Heinrich Dünki-Baltensberger

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich (Präsident des Stiftungsrates)

Genossenschaft Verlag der Zürcher Bibel

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich Theologischer Verlag und Buchhandlungen AG, Zürich

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich

Stiftungsrat der Emil Brunner-Stiftung

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich Helen Gucker-Vontobel, Mitglied des Kirchenrates, Seestrasse 628, Postfach 664, 8706 Meilen Ökumenische Kommission für Asyl-, Flüchtlings-

Zwingliverein Zürich

und Migrationsfragen

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Pfr. Walter Meier, Flughafenpfarramt, Postfach, 8058 Zürich-Flughafen

Oekumenische Kommission für Gefängnisseelsorge

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Willy Bütikofer, Dorfstrasse 74, 8152 Opfikon Dr. Esther Kissling Barberis, Hirschengraben 7, 8001 Zürich Kommission zur Begleitung der ökumenischen

Bürgschafts- und Darlehensgenossenschaft der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich

Helen Gucker-Vontobel, Mitglied des Kirchenrates, Seestrasse 628, Postfach 664, 8706 Meilen

Arbeitsstelle für Gefängnisseelsorge

Dr. Esther Kissling Barberis, Hirschengraben 7, 8001 Zürich Kappelerpflege

Jeanne Pestalozzi-Racine, Mitglied des Kirchenrates, Mühlehaldenstrasse 25, 8953 Dietikon Pfrn. Dorothea Wiehmann, Haus der Stille und Besinnung, 8926 Kappel am Albis

Deutschschweizerische Kirchenkonferenz (KIKO)

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident. Hirschengraben 40, 8001 Zürich Helen Gucker-Vontobel, Mitglied des Kirchenrates, Seestrasse 628, Postfach 664, 8706 Meilen Seelsorgeausbildungskommission der Deutschschweizerischen Kirchenkonferenz

Franziska Greber, Forstbergstrasse 11, 8820 Wädenswil

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Etat

Die Dargebotene Hand

Schweiz. Patronatskomitees für die Serbisch-

Dr. Esther Kissling Barberis, Hirschengraben 7, 8001 Zürich

orthodoxe Kirche, für die Griechisch-orthodoxe Gemeinde und für die Syrisch-orthodoxe Kirche

Deutschschweizerische Diakonatskonferenz

Marcel Riesen, Mitglied des Kirchenrates, Dorfstrasse 20, 8352 Räterschen Andreas Jakob, Hirschengraben 50, 8001 Zürich

Pfr. Michel Baumgartner, Eglise française, Bremgartnerstrasse 20, 8003 Zürich Interkonfessionelle Kommission für die Orthodoxen in der Schweiz

Diakonieverband Schweiz

Pfr. Dr. Christoph Sigrist, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Schweizerische Diakoniekonferenz Schweizerischer

Präsident: Pfr. Stephan Denzler, Dettenriederstrasse 27, 8484 Weisslingen Pfr. Michel Baumgartner, Eglise française, Bremgartnerstrasse 20, 8003 Zürich

Evangelischer Kirchenbund

Marcel Riesen, Mitglied des Kirchenrates, Dorfstrasse 20, 8352 Räterschen Pfr. Dr. Christoph Sigrist, Hirschengraben 50, 8001 Zürich (Stellvertreter)

Boldernverein (Evangelisches Tagungs- und Studienzentrum Boldern)

Vorstand und Finanzkommission: Jeanne Pestalozzi-Racine, Mitglied des Kirchenrates, Mühlehaldenstrasse 25, 8953 Dietikon

Frauenkonferenz Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund

Genossenschaft Evangelisches Zentrum für Ferien

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Pfrn. Sabine Scheuter, Hirschengraben 7, 8001 Zürich (Stellvertreterin)

und Bildung in Magliaso

Jeanne Pestalozzi-Racine, Mitglied des Kirchenrates, Mühlehaldenstrasse 25, 8953 Dietikon Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im

Finanzkommission Schweizerischer

Kanton Zürich

Evangelischer Kirchenbund

Dr. iur. Werner Bräm, Asylstrasse 102, 8032 Zürich Pfr. Peter Dettwiler, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Pierre Alfred Vuilleumier, Stapferstrasse 25, 8006 Zürich Jörg Weisshaupt, Ausstellungsstrasse 105, 8031 Zürich

Willi Affolter, Blaufahnenstrasse 10, 8001 Zürich Kantonale Arbeitsgemeinschaft für Ausländerfragen im Kanton Zürich

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Bund protestantischer Kirchgemeinden ungarischer

Liturgiekommission der Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz

Pfr. Frieder Furler, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Pfr. Arend Hoyer, Schwandelstrasse 28, 8800 Thalwil

Sprache in der Schweiz

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich

Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule, Zollikerberg (Schulkommission)

Prof. Dr. Bernhard Rahn, Pfeifenweid 2, 8134 Adliswil

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Etat

Stiftungsrat der Evangelischen Gesellschaft

Begleitkommission Aids-Pfarramt

des Kantons Zürich

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Vroni Zwygart, Schlossbergstrasse 23, 8820 Wädenswil Dr. Esther Kissling Barberis, Hirschengraben 7, 8001 Zürich

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichsstrasse 10, 8037 Zürich Reformierte Medien

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich

Begleitkommission kabel

Liturgie- und Gesangbuchverein der Evangelisch-

Vorstand der kirchlichen Dienststelle für Arbeitslose,

reformierten Kirchen der deutschsprachigen

Winterthur, Oekumenische Trägergruppe Winterthur

Schweiz (Liturgie- und Gesangbuchkonferenz)

Regula Eschle, lic. iur., Hirschengraben 7, 8001 Zürich

Präsident: Pfr. Walter Fritschi, Winzerstrasse 58, 8408 Winterthur

Hochschule für Soziale Arbeit Zürich

Abgeordnete: Emil Dieter, Wegackerstrasse 22, 8041 Zürich Margrit Fluor, Weihersteig 11, 8037 Zürich Pfrn. Regula Reichert-Friedländer, Pfarrhaus Laufen, 8447 Dachsen Daniel Schmid, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Ersatz: Ursula Frey, Rehweg 1, 8606 Greifensee

Expertengremium: Andreas Jakob, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Zürcher Aidshilfe, Vorstand

Dr. Esther Kissling Barberis, Hirschengraben 7, 8001 Zürich Zürcher Forum der Religionen

Peter Dettwiler, Hirschengraben 50, 8001 Zürich

Begleitkommission Bahnhofkirche

Zürcher Stadtmission, Vorstand

Marcel Riesen, Mitglied des Kirchenrates, Dorfstrasse 20, 8352 Räterschen Andreas Jakob, Hirschengraben 50, 8001 Zürich

Regula Eschle, lic. iur., Hirschengraben 7, 8001 Zürich

Begleitkommission Flughafenpfarramt

Marcel Riesen, Mitglied des Kirchenrates, Dorfstrasse 20, 8352 Räterschen Andreas Jakob, Hirschengraben 50, 8001 Zürich Öffentliche Fach- und Beratungsstellen für Beziehungsfragen im Kanton Zürich

Andreas Jakob, Hirschengraben 50, 8001 Zürich

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Andreas Jakob, Hirschengraben 50, 8001 Zürich

Begleitkommission Polizeiseelsorge

Irene Gysel-Nef, Mitglied des Kirchenrates, Wibichstrasse 10, 8037 Zürich Luise Huber-Stiftung

Pfr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident, Hirschengraben 40, 8001 Zürich


Etat

Aktivbürgerschaft der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich

Kirchensynode (Legislative), 180 Mitglieder, gewählt in 23 Wahlkreisen

Kirchenrat (Exekutive), 7 Mitglieder, gewählt von der Kirchensynode

Ruedi Reich Kirchenratspräsident

Helen GuckerVontobel

Jeanne PestalozziRacine

Anemone Eglin

Andres Boller

Marcel Riesen

Irene Gysel-Nef

Verwaltungsbereiche und Stabsaufgaben

Präsidialressort

Finanzen

Werke und Beiträge

Pädagogik und Animation

Bildung und Gesellschaft

Gemeindedienste

Diakonie und Seelsorge

Kirchenratskanzlei

Belange der Kirchgemeinden und der Pfarrschaft

Finanzen und Rechnungswesen

Beitragswesen

Kinder in der Kirche

Spiritualität und Kultur

Gemeindeentwicklung

Spitalpfarrämter

Familie

Frauen und Männer

Behördenschulung und Beratung

Erwachsenenbildung und Theologie

Gottesdienste und Musik

Alfred Frühauf Kirchenratsschreiber

Juristisches Sekretariat / Sekretariat Synodales Personalwesen GKD Personelles Pfarrschaft Stabsaufgaben

Beziehungen zum Staat und zu anderen Kirchen Aus- und Weiterbildung der Pfarrer und Pfarrerinnen Revision der Zürcher Bibel Kirchlicher Informationsdienst

Zentrale Dienste

Hilfswerke und Missionen Haus der Stille und Besinnung in Kappel

Unterricht in Kirche und Schule Jugend Lehrlingsarbeit Mittelschularbeit

Reformierte Hochschularbeit Freiwilligenarbeit Kirche und Wirtschaft

Gemeindediakonie Ökumene, Mission und Entwicklung Besuchsdienst Ehe- und Familienberatung Flughafenpfarramt Bahnhofkirche

Gefängnisseelsorge Aidspfarramt Gehörlosenpfarramt Pfarramt für Menschen mit cerebraler oder geistiger Behinderung Polizeiseelsorge Fremdsprachige Gemeinden Dienststellen für Arbeitslose Kontaktstelle Uster Stellennetz

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Impressum Herausgeber Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Z端rich Konzeption und Redaktion Kirchlicher Informationsdienst kid Fotos Andreas Hoffmann Peter Morger Nicolas Mori Tula Roy Viviane Schwizer Joachim Zahn Satz, Druck und Versand Hausdruckerei Papier Aus 100% chlorfrei gebleichtem Zellstoff (TCF) Kontakt und weitere Informationen www.zh.ref.ch

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Jahresbericht 2003