a product message image
{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade

Page 1

2014 war für die ZFV-Unternehmungen ein gutes Jahr. Der Umsatz stieg auf CHF 235.9 Mio., das EBTDA auf CHF 27.7 Mio. und die Zahl der Mitarbeitenden auf 2’588. Jahresbericht 2014


Die ZFV-Unternehmungen im Überblick

Die ZFV-Unternehmungen sind ein traditionsreiches Schweizer ­Unternehmen mit den Tätigkeitsschwerpunkten Hotellerie, Gastronomie und Bäckerei-­ Konditorei. Wir sind breit diversifiziert und führen neben Stadt- und Ferien­ hotels auch Gourmet-, Trend- und Ausflugsrestaurants. Firmen, Schulen und weitere Institutionen schätzen uns ebenso als kompetenten Catering­ partner mit Innovationspotenzial wie Stadien, Messen, Flughäfen und ­Eventveranstalter. Auch mit unseren hausgemachten Back- und Konditorei­ spezialitäten begeistern wir unsere Kundinnen und Kunden.

1

GENOSSENSCHAFT

153

1894

BETRIEBE

GRÜNDUNGSJAHR

HOTELS RESTAURANTS GEMEINSCHAFTSGASTRONOMIE EVENTCATERING

MAHLZEITEN PRO JAHR

BÄCKEREIKONDITOREI LIEGENSCHAFTEN

NACHWEIS

62

REGIONALER EINKAUF

80 % < 50 km

4

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

8 %

12 %

50–100 km

>100 km

MICHELINSTERNE

49 GAULTMILLAUPUNKTE


Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2014

2 Vorwort von Regula Pfister

Umsatz in Mio. CHF

+7.3  %

2013

235.9 2014

219.8

Unternehmensergebnis EBTDA in Mio. CHF

2013

+5.3  %

2014

27.7

26.3

Ausgewiesener Gewinn in Mio. CHF

2013

4.6

+3.8  %

2014

4.5

2014

+ 53

2’588

2’535

Umsatz nach Geschäftseinheiten in  %

4.8 2.5 LIEGENSCHAFTEN

BÄCKEREI-KONDITOREI

8.0

EVENTCATERING

10.2

RESTAURANTS

24.2 HOTELS

4 Wichtige Ereignisse 2014 6 Im Gespräch mit Andreas Hunziker und der Geschäftsleitung 10 Kommentar zur Jahresrechnung Jahresrückblick Betriebe 16 Sorell Hotels 24 Restaurants 28 Gemeinschaftsgastronomie 34 Eventcatering 38 Bäckerei-Konditorei 43 Liegenschaften 46 Nachhaltigkeit Jahresrechnung 56 Konsolidierte Bilanz 57 Konsolidierte Erfolgsrechnung 58 Konsolidierungsgrundsätze 59 Bericht der Revisionsstelle Anhang 60 Organe 61 Mitglieder der Genossenschaft 62 Betriebsverzeichnis

Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

2013

Inhalt

50.3 GEMEINSCHAFTSGASTRONOMIE


Vorwort von Regula Pfister

Liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter, liebe Leserinnen und Leser Die ZFV-Unternehmungen befinden sich weiterhin auf einem guten Weg. Sie setzten 2014 ihren Aufwärtstrend fort. Der Umsatz stieg um 7.3 % auf CHF 235.9 Mio., das Unternehmensergebnis EBTDA um 5.3 % auf CHF 27.7 Mio. 13 Gastronomie­ betriebe wurden übernommen oder neu eröffnet, fünf mussten aufgegeben werden. Hinter diesen nackten ­Zahlen steckt eine Menge Arbeit, täglich geleistet von unseren 2’588 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und eine ge­hörige Portion Leidenschaft. Arbeit gepaart mit Leidenschaft ist nicht selbstverständlich. Es braucht dafür einen fruchtbaren Nährboden und eine Kultur, die sie fördert und gedeihen lässt. Die Geschäftsleitung ist dafür verantwortlich. Sie wurde 2014 erneuert und neu formiert.

2

Vorwort von Regula Pfister

Vier Merkmale zeichnen die neue Geschäftsleitung aus: guter Mix zwischen «Bisherigen» und «Neuen», Verstärkung des operativen Bereiches, Verjüngung und Nachwuchsförderung. Mit Andreas Hunziker als CEO, Angela Tauro als CHRO und Lukas Christen als CFO sind drei «Bisherige» dafür besorgt, dass Kontinuität besteht und Bewährtes weitergeführt wird. Die beiden «Neuen», Michael Thomann als COO Hotels und Christoph Menti als COO Gastronomie, verstärken das operative Geschäft und bringen frischen Wind ins Unternehmen. Das Durchschnittsalter des Gremiums ist um acht auf 41 Jahre gesunken, nicht zuletzt dank Lukas Christen, dem neuen «Benjamin», der bereits seine Ausbildung beim ZFV absolviert hat und nach «Lehr- und Wanderjahren» 2010 ins Unter­nehmen


Triebfeder für unseren Erfolg ist die Leidenschaft unserer Mit­ arbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie macht die Z­ FV-Unternehmungen zu einem einzig­artigen Unternehmen mit dem besonderen «ZFV-Spirit».

zurückgekehrt ist. Erfreulich ist, dass die beiden aus der Geschäfts­leitung ausgeschiedenen Mitglieder im Unter­nehmen verblieben sind und weiterhin voll motiviert mitwirken – Marco Fornara als Unternehmenscontroller, Gilbert Philipona in seiner bisherigen Funktion als Leiter Einkauf. Die Aufgabe der neuen Geschäftsleitung ist es, die Erfolgs­ geschichte der ZFV-Unternehmungen weiterzuschreiben und das Unternehmen in eine blühende Zukunft zu führen. Was einfach tönt, ist jedoch höchst anspruchsvoll. Die Konkurrenz schläft nicht, sie lauert an allen Ecken – dies erfahren wir täglich in unseren Hotels, im Cateringbereich, in den Kleiner-Filialen, aber auch im hart umkämpften Markt der Gemeinschaftsgastronomie. Wir sind gefordert, das Markt­ geschehen mit all unseren Sinnen wahrzunehmen und massgeschneidert auf die Bedürfnisse unserer Gäste, Kunden und Auftraggeber einzugehen. Es reicht heute nicht mehr, gut zu sein, wir müssen besser als unsere Mitbewerber sein! Je grösser und komplexer ein Unternehmen wird, desto ­komplizierter werden die Strukturen und desto länger sind die Entscheidungswege. Immer mehr Leute sind bei einer Auf­ gabe involviert. Dies fördert das Spezialistentum und weckt die Begehrlichkeit, externe Fachkräfte beizuziehen, um sich zu entlasten und abzusichern. Generalisten werden zunehmend durch Koordinatoren ersetzt. Das Losungswort, das immer mehr zum Mass aller Dinge wird, heisst «Professionalität». Diese wird in allen Schattierungen zelebriert, teilweise auch zum Selbstzweck. Anzeichen für solche Entwicklungen gibt es auch beim ZFV. Um diesen latenten Gefahren zu trotzen, müssen wir … … dem Alltagstrott entrinnen, um in allen Geschäftsfeldern agil und flexibel neue und kreative Wege zu gehen. Dies setzt voraus, dass wir den Kopf frei haben, die Spreu vom Weizen zu trennen, mutig Prioritäten zu setzen und zeitnah Entscheidungen zu treffen, wohl wissend, dass es immer auch eine andere Sicht der Dinge gibt.

… in die Rolle des Machers schlüpfen, der zwar die Probleme sieht, jedoch vor allem Lösungen sucht und dabei frisch, beherzt und unkonventionell vorgeht. … uns bewusst sein, dass interne Prozesse einzig dazu da sind, unsere Abläufe im Alltag – an der Front und in der ­Administration – einfacher und effizienter zu gestalten, damit wir zielgerichtet, schnell und wirkungsvoll auf die Bedürfnisse unserer Gäste eingehen können. Nie aber sind interne Prozesse Selbstzweck! … unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Stufen des Unternehmens Vertrauen schenken, damit sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und in ihrem Wirkungskreis sowohl das Wohl des Gastes als auch jenes des Unternehmens im Fokus zu haben. Das Wichtigste ist jedoch, bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Feuer für den ZFV zu entfachen und dieses am Lodern zu halten. Als traditionsreiches Unternehmen mit tiefen Wurzeln, überzeugenden Werten und grossen Ambi­ tionen für die Zukunft bieten wir unseren Mitarbeitenden nicht nur sichere Arbeitsplätze, in denen sie sich entfalten können, sondern auch eine Gemeinschaft, in der sie gut aufgehoben sind und sich wohl fühlen. Dies ist der Nährboden für die Leidenschaft, die uns zu einem einzigartigen Unternehmen mit dem besonderen «ZFV-Spirit» macht. Diese Leidenschaft ist ­matchentscheidend und führt letztendlich zum Erfolg. Im Namen des Verwaltungsrats, aber auch ganz persönlich danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsleitung unter der Führung von Andreas Hunziker ganz herzlich für ihre Leidenschaft, die spürbar ist und zum Erfolg der ZFV-Unternehmungen im Geschäftsjahr 2014 geführt hat.

Dr. Regula Pfister Präsidentin des Verwaltungsrats

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

3


Wichtige Ereignisse 2014 Wir blicken zurück auf ein ­spannendes Jahr mit vielen ­Eröffnungen, einmaligen Events und besonderen Auszeichnungen.

Generali Restaurants

Januar

März

100 Jahre ZFV an der UZH

Genuss mit Weitblick

Die Generali beauftragt uns per 1. ­April 2014 mit der Führung ihrer Per­ sonalrestaurants Al Leone und Al Fiume in Adliswil sowie Riviera in Nyon.

Auch 2014 setzen wir uns für ökologische und soziale Themen ein. Dieses Engagement soll auch für unsere Gäste spür- und erlebbar werden. Im März wirken deshalb zahlreiche ZFV-Betriebe an der FairtradeBreak-Kampagne von Max Havelaar mit. Weitere Aktivitäten wie die Teilnahme am Weltvegetariertag oder am Schweizer Allergietag folgen.

April

Seit 1914 ist der ZFV Gastgeber an der ­Universität Zürich. Unter dem Motto «mensa unplugged» wird das 100-JahrJubiläum während des ganzen Jahres mit verschiedenen Spezial­aktionen gefeiert.

Zwei Übernahmen zum Jahresauftakt Zusätzlich zum Personalrestaurant in Stein übernehmen wir für die Syngenta auch das Restaurant Piccolo in Münchwilen (BL). Auf dem EuroAirport in Basel-Mulhouse wird uns das Restaurant Chez Moritz der Swiss anvertraut.

Februar

Mensa FKSZ Mitte Februar 2014 übernehmen wir die Führung der Mensa Kreuzbühl der Freien Katholischen Schulen Zürich.

4

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

Neuausrichtung der Geschäftsleitung Per 1. April 2014 wird die von Andreas Hunziker als CEO geleitete Geschäftsleitung der ZFV-Unternehmungen neu ausgerichtet. Während Angela Tauro als CHRO in der Unternehmensleitung verbleibt, scheiden Marco Fornara und Gilbert Philipona aus. Marco Fornara übernimmt das Unternehmenscontrolling, Gilbert Philipona leitet weiterhin den Bereich Einkauf. Neu dazu kommt Michael Thomann als COO Hotels. Nach dem Ausscheiden von Benno Sidler, CFO, Ende Mai 2014 übernimmt dessen Stellvertreter, Lukas Christen, seine Funk­tion ad interim. Am 1. Juli 2014 tritt Christoph Menti als COO Gastronomie in die Geschäftsleitung ein. Nachdem der ­Verwaltungsrat Lukas Christen auf Anfang 2015 zum CFO ernannt hat, ist das Gremium wieder komplett.

Die Limmatstadt in Festlaune Am Platzfäscht weiht Zürich seinen neuen Sechseläutenplatz ein. Direkt im Anschluss findet das Sechseläuten statt. Beide Male ist Henris Catering & Events mit von der Partie und verwöhnt die Festbesucher mit Bündner respektive Obwaldner Spezialitäten.

Mai

Gastronomie Toni-Areal

Im Toni-Areal in Zürich, dem neuen Hochschulcampus der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, eröffnen wir im Mai mit der Kaffeebar ­Momento den ersten Betrieb. Im Juni folgt mit dem Bistro Chez Toni der zweite Streich. Am 1. August 2014 kommen die Mensa Molki und das Take-away-Outlet Kafi Z hinzu.


Juni

September

Oktober

Kleiner ShopVille

Restaurant Grosse Schanze

Mensa BFGS

Am 12. Juni 2014 bezieht Kleiner im ShopVille nach zwei Jahren im Provisorium das neue Verkaufsgeschäft beim Durchgang Löwenstrasse / Gessnerallee.

16 Gault-MillauPunkte

«Stadionfeeling zmitzt in Züri» Anlässlich der Fussball-WM in Brasilien realisiert Henris Catering & Events in der Europaallee das grösste OutdoorPublic-Viewing Zürichs.

Juli

Restaurant Hangar 7 Per 1. Juli 2014 übernehmen wir mit dem Restaurant Hangar 7 der Jet Aviation AG den zweiten Betrieb auf dem EuroAirport in Basel-Mulhouse.

Dennis Puchert, Küchenchef im Restaurant Spice im Sorell Aparthotel Rigiblick, erkocht sich den 16. Gault-Millau-Punkt. Direkt beim Hauptbahnhof Bern übernehmen wir das Restaurant Grosse Schanze. Das ehemalige Personalrestaurant der SBB wird als öffentliches Selbstbedienungsrestaurant mit kreativem Speise- und Getränkeangebot positioniert.

Die Zukunft der Sorell Hotels

August

Mensa Linde

Vom 12. bis 17. August 2014 finden in Zürich die Leichtathletik-Europameisterschaften statt. Schauplatz ist neben dem Stadion Letzigrund auch der Sechseläutenplatz mit dem House of Switzerland. Der ZFV trägt als Cateringpartner und Sponsor zum erfolgreichen Gelingen des Anlasses bei.

November

Restaurant Luminis Am 1. November 2014 nehmen wir das Restaurant Luminis auf dem SBFI Campus in Bern in Betrieb.

Gastronomie AXA Superblock Anfang November nehmen wir im AXA Superblock in Winterthur den Teilbetrieb auf. Wir starten mit den Pausenzonen und dem Cateringservice. Wenig später wird die attraktive Kaffeebar in der Eingangshalle eröffnet. Im Dezember empfangen wir im Restaurant Pionier die ersten Gäste.

Nach den Schulferien empfangen wir in der Mensa Linde des Berufs- und Bildungs­ zentrums in Biel die ersten Gäste.

Woow!

In Brugg eröffnen wir die neue Mensa der Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales.

Nach einer intensiven Analyse-, Diskussions- und Erarbeitungsphase wird die Strategie der Sorell Hotels verabschiedet. Leidenschaftliche Gastgeber sollen den Sorell Hotels ihren Stempel aufdrücken und sie in eine positive Zukunft führen. In der Folge werden diverse Implementierungsprojekte ins Rollen gebracht.

HR-Auszeich­ nungen

Dezember

Wünsch dir was Die Sorell Hotels erfüllen zu Weihnachten in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe Herzens­ wünsche von Kindern, die mit einer Krankheit, einer Behinderung oder den Folgen einer schweren Verletzung leben müssen.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz und das Schweizer HRM-Journal HR Today zeichnen uns mit dem Swiss HR Label aus. Das Label ist ein Leistungsnachweis für exzellentes Human Resource Management. Im selben Monat belegen wir den fünften Platz beim Swiss Arbeitgeber Award. Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

5


Im Gespräch mit Andreas Hunziker

«Wir brauchen Gastgeber, die mit Leidenschaft für ihre Gäste da sind.»

Herr Hunziker, auch nach Ihrem zweiten Jahr als CEO des ZFV dürfen Sie auf zwölf erfolgreiche Monate ­zurückblicken. Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte? Zu meinen Highlights zählen sicherlich die vielen Betriebs­ eröffnungen. Ich denke da zum Beispiel an die ­Generali ­Restaurants in Adliswil und Nyon, die Gastronomie im ­Toni-Areal in Zürich, das Restaurant Grosse Schanze in Bern oder die Gastronomie im AXA Superblock in Winterthur. Hinzu kommen kleinere Betriebe wie etwa die Mensa Linde des Berufs- und Bildungszentrums in Biel oder das Restaurant ­Luminis auf dem SBFI Campus in Bern, die uns viel Freude ­bereiten. In Erinnerung bleiben werden mir auch die Aktivi­ täten rund um das 100-Jahr-Jubiläum an der Universität Zürich. Dass wir seit mehr als einem Jahrhundert deren Mensen und Cafeterias führen dürfen, macht mich stolz. Mit Stolz erfüllt hat mich vergangenes Jahr auch der Bereich Event­ catering. Bei ­Grossanlässen wie dem Public-Viewing anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaften in Brasilien, der Leicht­ athletik-EM oder der Eröffnung des Sechseläutenplatzes in Z­ ürich sind wir über uns hinausgewachsen. Ein weiterer ­Meilenstein war für mich die Festlegung der neuen Hotel­ strategie. Es begeistert mich zu sehen, wie dieses «Papier» lebt und welche Dynamik es ausgelöst hat. Und dann sind da natürlich noch die beiden Auszeichnungen im HR-Bereich, die wir erhalten haben, das Swiss HR Label und der fünfte Platz am Swiss Arbeitgeber Award, sowie die im Frühsommer durch­ geführte Mitarbeiterbefragung. Die Resultate zeigen, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind. Wo haben Sie nicht erreicht, was Sie wollten? Die Kleiner Bäckerei-Konditorei hat die anvisierten Ziele leider einmal mehr verfehlt. Die eingeleiteten Massnahmen zeigten zu wenig Wirkung. Hier müssen wir nochmals über die Bücher und einen Zacken zulegen. Dasselbe gilt auch für einige Potenzialbetriebe im Bereich Gastronomie. Dass das Wachstum ausschliesslich auf die neu eröffneten Betriebe zurückzuführen ist und wir das Parallelwachstum auch in diesem Jahr ­verfehlt haben, sind Wermutstropfen – auch wenn wir mit einem EBTDA von fast 12 % des Gesamtumsatzes für unsere Branche ein sehr respektables Ergebnis erzielt haben. Angesichts der gedämpften Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz werden wir 2015 stark gefordert sein, einerseits die nötigen Wachstumsimpulse zu geben und andererseits die Kosten im Griff zu halten.

6

Im Gespräch mit Andreas Hunziker

Vergangenes Jahr haben Sie die Geschäftsleitung neu formiert. Sind Sie damit zufrieden? Ja, sehr sogar. Unsere neue Geschäftsleitung seit dem 1. ­April 2014 ­besteht aus fünf Mitgliedern. Seit über 20 Jahren mit dabei ist ­Angela Tauro. Sie verantwortet mit grossem E­ ngagement, Geschick und viel Herzblut unser Human Resources. Per 1. ­April 2014 übernahm Michael Thomann, Hotelier des Jahres 2012, die Leitung der Sorell Hotels. ­Michael ­T homann ist ein leidenschaftlicher Gastgeber und ausgewiesener Fachmann. Ich bin überzeugt, dass er die Geschichte der Sorell Hotels um zahlreiche spannende Kapitel fortsetzen wird. Nachdem unser langjähriger CFO Benno Sidler den ZFV Ende Mai verlassen hatte, trat Lukas Christen in seine Fussstapfen. Lukas Christen hatte bereits seine kaufmännische Grund­ausbildung beim ZFV absolviert und war nach «Lehrund Wanderjahren» 2010 zu uns zurückgekehrt, um die Team­ leitung Buchhaltung zu übernehmen. Ich freue mich, dass er vom Verwaltungsrat per 1. Januar 2015 zum CFO gewählt ­wurde. Christoph Menti nahm am 1. Juli 2014 als COO Gastro­ nomie in der Geschäftsleitung Einsitz. Ursprünglich Koch, leitete er während zehn Jahren als Geschäftsführer die Carré Communication / Event AG und war Mitglied der Geschäfts­ leitung der FBM Gruppe (Freddy Burger Management). Er ist für die öffentlichen Restaurants, die über 100 Betriebe der ­Gemeinschaftsgastronomie und das Eventcatering z­ uständig. Ich freue mich, dass es gelungen ist, die beiden aus der ­Geschäftsleitung ausgeschiedenen Mitglieder, Marco Fornara und Gilbert Philipona, im Unternehmen zu behalten. Es fällt auf, dass die operativen Kräfte stärker vertreten sind als früher. Weshalb? Das Geld verdienen wir in unseren Betrieben. Die Hotellerie und die Gastronomie machen zusammen weit über 90 % unseres Umsatzes aus. Also müssen diese Bereiche mit dem nötigen Gewicht in der Unternehmensleitung vertreten sein. Ich bin überzeugt, dass dies auch für viel Bewegung und Tatendrang in den Betrieben sorgt. Allerdings ist das keine neue Konstella­tion. Schon bevor ich CEO wurde, sassen die Bereichsverantwortlichen für die Gastronomie und die Hotellerie in der Geschäftsleitung. Neu ist lediglich, dass sich durch das Ausscheiden des Einkaufs die Gewichtung gegenüber den zentralen Diensten verändert hat. Das Human Resources und die Finanzen sind weiterhin in der Geschäftsleitung vertreten. ­Gerade das Personelle ist für uns enorm wichtig. Denn


was wäre der ZFV ohne die Menschen, die tagtäglich in den ­Betrieben für das Wohl unserer Gäste sorgen? Kommt mit dem Geschäftsleitungswechsel auch ein Strategiewechsel?

Sie haben vorhin die Mitarbeitenden erwähnt und ­gesagt, dass diese für den Erfolg des Unternehmens ganz ­entscheidend seien. Was macht einen echten «ZFVler» in ­Zeiten von Währungskrisen und schwächelnden Wirtschaftsprognosen für Sie aus?

Nein, ganz im Gegenteil. Die Geschäftsleitung steht zu hundert Prozent hinter dem eingeschlagenen Weg und wird alles daran setzen, diesen konsequent fortzusetzen. Wir wollen in allen Bereichen weiter wachsen und auch die Diversifikation beibehalten. Dabei setzen wir auf qualifizierte Mitarbei­ tende, hochwertige, massgeschneiderte Dienstleistungen und die Wahrung des Gleichgewichts zwischen wirtschaftlichen, ­sozialen sowie ökologischen Interessen. Wir sind überzeugt, dass dies die tragenden Säulen sind, um den langfristigen Erfolg unserer Genossenschaft zu sichern.

Ich wünsche mir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ­Begeisterung bei der Sache sind. Mitarbeitende, die sich als Team engagieren, sich ehrlich und gewissenhaft verhalten und mit einem guten Gespür für wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen im Sinne des Unternehmens handeln. Wir brauchen qualifizierte Leute mit einer unter­ nehmerischen Grundhaltung. Vor allem aber brauchen wir Gastgeber, die mit Leidenschaft für ihre Gäste da sind. So schaffen wir Mehrwerte, die grösser sind als jeder Währungsrabatt.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

7


Im Gespräch mit der Geschäftsleitung

«Unsere Gastfreundschaft schmeckt man bei jedem Bissen.»­ Beim ZFV wird Gastfreundschaft gross geschrieben. Als Geschäftsleitungsmitglied stehen Sie selbst jedoch ­selten in direktem Gästekontakt. Können Sie trotzdem etwas zu dieser persönlichen Begegnung zwischen Gast und Gastgeber beitragen? MT: Auf jeden Fall! Ich bin selbst ein passionierter Gastgeber und versuche, diese Leidenschaft auf meine Mitar­ beitenden zu übertragen, indem ich die entsprechenden Werte bewusst vorlebe. Dazu setze ich auch ganz pragmatische Hilfsmittel ein. In Mitarbeiter-Workshops thematisieren wir beispielsweise regelmässig, was es bedeutet, ein guter Gastgeber zu sein. Oder ich vereinbare mit meinen General Managern Jahreszielsetzungen, die sich auf die Qualität der Gästefeedbacks und -bewertungen beziehen.

Michael Thomann (MT), COO Hotels CM: Ich stimme Michael zu. Wir sind ja keine Schreibtischtäter, sondern standen jahrelang selbst an der Front im Ein­ satz. Gastfreundschaft ist für mich eine Herzensangelegenheit. Deshalb pflege ich intensiv den persönlichen Kontakt und den Austausch mit meinen Mitarbeitenden. Das ermöglicht es mir, die ­Stimmung im Team und die Zufriedenheit der Gäste einzufangen.

Christoph Menti (CM), COO Gastronomie

8

Im Gespräch mit der Geschäftsleitung

AT: Bereits beim Vorstellungsgespräch versuche ich, dieses Gastgeberfunkeln in den Augen eines Bewerbers zu finden. Zum Gastgeber wird man geboren, das

Angela Tauro (AT), CHRO muss einem liegen. Meine über 20-jährige Erfahrung hilft mir dabei, die ­Menschen diesbezüglich einzuschätzen. Sind Ihre Zahlen auch gastfreundlich, Herr Christen? LC: Zahlen sind immer freundlich. Das liegt in ihrer Natur (lacht). Nein, im Ernst. Unsere Zahlen sind gastfreundlich, weil wir als Genossenschaft den gesamten Überschuss, den wir erwirtschaften, in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens investieren können. Das spürt auch der Gast, der in unseren Betrieben auf jedem Qualitätslevel auf ein her­ vorragendes Preis-Leistungsverhältnis trifft.

von unseren Mitbewerbern abheben und nachhaltig erfolgreich bleiben. Was schätzen Sie am ZFV und worauf freuen Sie sich? AT: Wir haben trotz Wachstum eine ­familiäre und menschliche Unternehmenskultur beibehalten – die ­ZFV-­Familie, sie existiert. Der Mensch steht bei uns im Zentrum, und zwar der einzelne Mitarbeitende wie auch der Gast. Ich hoffe, dass dies auch in ­Zukunft so bleibt, und freue mich auf viele ­weitere ZFV-Erfolgsmeldungen – grosse und kleine. MT: Der ZFV hat in den letzten 120 Jahren eine Geschichte geschrieben, die mich beeindruckt. Doch nicht nur das Fundament des Unternehmens ist einzigartig. Auch das Potenzial, das ich sehe, ist riesig. Mit dem Vertrauen des Verwaltungs­ rats im Rücken können wir noch vieles erreichen. Genau das macht den ZFV aus. LC: Der ZFV ist ein dynamisches Unternehmen, das nie seine Wurzeln vergessen hat. Mit seinen Werten kann ich

Weshalb ist Ihnen als Geschäfts­ leitung dieses Thema so wichtig? Lukas Christen (LC), CFO CM: Gastfreundschaft schmeckt man – bildlich gesprochen – bei jedem Bissen. Nur wer Gastfreundschaft mit Leib und Seele lebt, kann seine Gäste begeistern und rundum zufriedenstellen. Doch dieses persönliche, engagierte Verhalten, das einen Gastgeber auszeichnet, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen das Klima, die Atmosphäre schaffen, ­damit dieses gedeihen kann, und es dann bei unseren Mitarbeitenden ständig einfordern. MT: Wir sind überzeugt, dass wir mit Qualität und Gastfreundschaft einen echten Mehrwert für unsere Gäste schaffen können. Wir wollen uns damit

mich persönlich stark identifizieren. Hier steht nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern die langfristige Entwicklung eines prosperierenden ­Unternehmens im Vordergrund. Das schätze ich sehr. CM: Wir sind eine junge, dynamische, ­offene und unkomplizierte Mannschaft, die einen direkten und persönlichen ­Umgang pflegt. Unsere Mitarbeitenden sind engagiert, motiviert und in Bewegung. Wenn wir die Freude an der Arbeit und die Liebe zum Detail beibehalten, werden wir noch viel bewegen. Davon bin ich überzeugt und darauf freue ich mich.


Gastgeber aus Leidenschaft Überall dort, wo die ZFV-­Unter­ nehmungen tätig sind, sind ­Gastgeber am Werk. Die einen stehen als S­ ervicemitarbeiterin, Rezeptionist oder Verkäuferin d ­ irekt im Rampenlicht. Die ­anderen engagieren sich im

­ intergrund als Koch, HouseH keeping-Mitarbeiterin oder Bäcker. Alle tragen dazu bei, dass wir unsere Gäste stets aufs Neue überraschen und mit der Qualität unserer massgeschneiderten Dienstleistungen be­

geistern. Sie sind mit Leidenschaft bei der Sache und sorgen gemeinsam – vom Boden- bis zum Genfersee – tagtäglich für ganz persönliche Genussmomente à la ZFV.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

9


Kommentar zur Jahresrechnung

2014 gelang es erneut, die ZFV-Unter­ nehmungen auf Kurs zu halten und das Wachstum von Umsatz und Ergebnis erfolgreich fortzusetzen. Die Geschäfts­leitung wurde neu formiert und der ­operative Bereich verstärkt.

2014 wurde die Geschäftsleitung des ZFV neu formiert und der operative Bereich mit zwei externen Mitgliedern verstärkt, einem COO Hotels und einem COO Gastronomie. Auch bei der Funk­ tion des CFO kam es zu einer personellen Neubesetzung. Neben diesen Veränderungen gelang es, das Unternehmen auf Kurs zu halten und das Wachstum von Umsatz und Ergebnis auch im Berichtsjahr ­erfolgreich fortzusetzen.

+ 7.3  %

Der konsolidierte Gesamtumsatz konnte ­gegenüber dem Vorjahr von CHF 219.8 Mio. auf CHF 235.9 Mio. gesteigert werden.

Der konsolidierte Gesamtumsatz (in­ klusive Liegenschaften) betrug im Geschäftsjahr 2014 CHF 235.9 Mio. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um CHF 16.1 Mio. oder 7.3 %. Der konsolidierte Gastronomieumsatz bezifferte sich auf CHF 229.9 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um CHF 16.2 Mio. oder 7.6 %. Der konzerneigene Umsatz von CHF 7.7 Mio. wurde auch dieses Jahr herauskonsolidiert. Treiber für das Umsatzwachstum waren ausschliesslich die in den Jahren 2013 und 2014 neu dazugekommenen Betriebe. Sie trugen 8.7 % zum Wachstum bei, während die weggefallenen Betriebe den Umsatz um 0.8 % schmälerten. Die bestehenden ­Betriebe büssten 0.3 % ein. Nachdem deren Umsatz bereits im Vorjahr um

10

Kommentar zur Jahresrechnung

2.7 % ­abgenommen hatte, konnte der Rückgang im Berichtsjahr zwar deutlich v­ erringert, jedoch noch nicht ganz gestoppt werden. Ziel muss es sein, dass auch die bestehenden Betriebe in Zukunft wieder zum Wachstum bei­ tragen.

11.8  %

Der Anteil des Unternehmensergebnisses EBTDA von CHF 27.7 Mio. am Gesamtumsatz betrug beachtliche 11.8 %.

Mit CHF 27.7 Mio. nahm das konsolidierte Unternehmensergebnis vor Abschreibungen, Rückstellungen, Ausserordentlichem und Steuern EBTDA im Vergleich zum Vorjahr um CHF 1.4 Mio. oder 5.3 % zu. Dieses Ergebnis ist sehr erfreulich, auch wenn das Parallelwachstum von Umsatz und EBTDA nicht ganz erreicht werden konnte. Es wurde um CHF 0.5 Mio. verfehlt. Trotzdem: Der Anteil des EBTDA am Gesamtumsatz von 11.8 % darf sich im Branchenvergleich sehen lassen. Der konsolidierte Cashflow lag bei CHF 20.6 Mio. Dabei handelt es sich um eine stichtagsbedingte Grösse, die im Vergleich zum Vorjahr um CHF 4.1 Mio. oder 16.6 % geringer ausgefallen ist. Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in der Höhe von CHF 13.7 Mio. konnten vollumfänglich aus den eigenen Mitteln finanziert werden. Im Vergleich zum Vorjahr mit Rekordinvestitionen von CHF 56.7 Mio. für den Kauf von drei

Hotels bewegen sie sich jedoch auf eher tiefem Niveau. Der ausgewiesene Gewinn stieg 2014 um CHF 0.1 Mio. oder 3.8 % auf CHF 4.6 Mio. und wurde wie immer zum Eigenkapital geschlagen. Dieses beläuft sich auf CHF 62.6 Mio., was 32.3 % der Passiven entspricht. Das gesamte Fremdkapital ging auf CHF 131.2 Mio. zurück. Ent­ sprechend verringerte sich der Anteil an den Passiven auf 67.7 %. Zum einen wurden Hypotheken im Betrag von CHF 9.8 Mio. auf CHF 63.8 Mio. zurückgeführt, zum anderen die Rückstellungen um CHF 3.9 Mio. auf CHF 36.3 Mio. erhöht. Auch das kurzfristige Fremd­ kapital nahm um CHF 3.7 Mio. ab. Die Aktiven reduzierten sich um CHF 5.1 Mio. auf CHF 193.8 Mio. Mit einem Anteil von 64.4 % sind die Liegenschaften inklusive Umbauten nach wie vor die mit Abstand grösste Position. Sie verringerte sich um CHF 3.9 Mio. Mit CHF 26.9 Mio. oder einem Bilanzanteil von 13.9 % sind die Immateriellen Anlagen die zweitwichtigste Position. Bei den Immateriellen Anlagen handelt es sich grösstenteils um den Goodwill aus dem 2013 erfolgten Kauf der drei Hotels, der jedoch aufgrund des Zustandes der Liegenschaften werthaltig ist. Die Abschreibungen betrugen CHF 18.2 Mio., darin enthalten ist auch ein GoodwillAnteil von CHF 2.1 Mio. Im Vorjahr ­wurden CHF 18.1 Mio. abgeschrieben. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhte sich um 53 auf 2’588


235.9

Entwicklung Umsatz und EBTDA

179.0

204.1

250.0

135.7

200.0

91.4

100.2

150.0

24.8

21.8

16.3

13.8

10.3

7.2

50.0

27.7

63.3

100.0

0.0 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Umsatz

(1’521 Frauen und 1’067 Männer). Sie verteilen sich auf 1’577 Hundertprozentstellen.

+13 Betriebe

Im Berichtsjahr kamen 13 neue Betriebe dazu. Fünf Betriebe wurden abgegeben.

Neue und abgegebene Betriebe 2014

Personalrestaurant Piccolo der Syngenta in Münchwilen (BL)

Übernahme Januar 2014

Restaurant Chez Moritz der Swiss auf dem EuroAirport in Basel-Mulhouse

Übernahme Januar 2014

Mensa Kreuzbühl der Freien Katholischen Schulen in Zürich

Eröffnung Februar 2014

Bistro Steinhalle in Bern Im Berichtsjahr wurden dreizehn Betriebe neu eröffnet oder übernommen. Zusätzlich wurde die Kleiner Filiale im ShopVille Zürich nach einer Provisoriumsphase von zwei Jahren wiedereröffnet. Fünf Betriebe wurden auf- oder abgegeben. Nach wie vor verfügt die Genossenschaft ZFV-Unternehmungen über eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, die Hotel Seefeld AG. Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung darf kein Übermut aufkommen. Ein Blick in die einzelnen Geschäftseinheiten macht deutlich, dass wir uns auf einem schmalen Grat bewegen. 2014 wurden deshalb verschiedene Massnahmen eingeleitet, die dazu führen sollen, dass die Erfolgsgeschichte des ZFV auch 2015 ­weitergeschrieben wird. In den Kapiteln zu den einzelnen Unternehmensbereichen wird detailliert darauf eingegangen.

EBTDA

Abgabe März 2014

Generali Restaurants Al Leone und Al Fiume in Adliswil sowie Riviera in Nyon

Übernahme April 2014

Gastronomie im Toni-Areal in Zürich

Eröffnung Mai / Juni / August 2014

Clubrestaurant Porte du Soleil der Zürcher Kantonalbank in Zürich

Schliessung Mai 2014

Restaurant Frösche Träff von MeteoSchweiz in Zürich

Schliessung Juni 2014

Restaurant Hangar 7 der Jet Aviation AG auf dem EuroAirport in Basel-Mulhouse

Übernahme Juli 2014

Mensa Linde des Berufs- und Bildungszentrums in Biel

Übernahme August 2014

Restaurant Grosse Schanze in Bern

Übernahme September 2014

Cafeteria Zürcher Hochschule der Künste Sihlquai in Zürich

Schliessung September 2014

Mensa der Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales in Brugg

Eröffnung Oktober 2014

Restaurant Luminis auf dem SBFI Campus in Bern

Eröffnung November 2014

Gastronomie im AXA Superblock in Winterthur

Eröffnung November 2014

Dow Restaurant in Horgen

Abgabe Dezember 2014

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

11


«Als Gastgeberin achte ich auf die Stimmung meiner Gäste, schaue darauf, wie es ihnen geht. Je nach Situation, Vorliebe und Umfeld ziehen wir andere Register, um den Rahmen für das perfekte Genusserlebnis zu schaffen.» Crista Baumann, Betriebsleiterin der Gastronomie im Parlamentsgebäude


«Wenn ich unsere Kundinnen und Kunden morgens mit frischen Backwaren bediene und ihnen dabei einen guten Start in einen erfolgreichen Tag wünsche, dann weiss ich, das ist meine Passion.» Ines Peijc, Verkaufsmitarbeiterin der Kleiner Bäckerei-Konditorei


Sorell Hotels Die Sorell Hotels sind eine rein schweizerische Hotelgruppe mit 17 individuellen Stadt- und Ferienhotels im 3- und 4-Sterne-Segment. Die Betriebe befinden sich in Zürich, Dübendorf, Spreitenbach, Winterthur, Bern, Aarau, St. Gallen, Schaffhausen, Bad Ragaz und Arosa. Jedes der 17 Häuser ist ein Unikat mit einer ganz besonderen, individuellen Note. Sämtliche Liegenschaften der Sorell Hotels befinden sich im Besitz des ZFV.

Auf einen Blick Im Berichtsjahr kam es an der Spitze der Sorell Hotels zu einem Wechsel. Michael Thomann übernahm am 1. ­April 2014 die Führung und legte gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat die S­ trategie für die Zukunft fest. Insgesamt blickt die ­Gruppe auf ein  zufriedenstellendes Jahr zurück. In einem anspruchs­­vollen Marktumfeld konnte der Umsatz um 0.5 % leicht gesteigert werden. Das operative B ­ etriebsergebnis ­ rutschte zwar ins Minus. Verantwortlich dafür waren jedoch ausser­ordentliche Initialaufwände.

443 MITARBEITENDE

24.2

 %

ANTEIL AM GESAMTUMSATZ

16

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

17 BETRIEBE


Markteinschätzung Der Aufschwung der Weltwirtschaft fiel 2014 aufgrund von gestiegenen geo­ politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten schwächer aus als erwartet. Insbesondere im Euroraum geriet die zaghafte wirtschaftliche Erholung wieder ins Stocken. Die Auswirkungen waren auch für das Tourismusland Schweiz spürbar. Mit einem Plus von lediglich 0.9 % lag die Anzahl Logiernächte schweizweit entgegen den Erwartungen nur leicht über Vorjahr. Eine Zunahme verzeichneten vor allem die Gäste aus Asien und aus den Golfstaaten. Auch die inländische Nachfrage stieg leicht an. Abgenommen hat hin­gegen die Reiselust der Europäer, wobei vor allem die deutschen Gäste ausblieben. Die Entwicklung verlief regional sehr unterschiedlich. Während der Städtetourismus wie schon im Vorjahr zulegen konnte, verzeichneten die meisten Tourismusgebiete im Alpenraum eine rückläufige Nachfrage, so auch A ­ rosa und Bad Ragaz. Besonders dynamisch ent­wickelte sich mit einem ­Logiernächteplus von 2.7 % der Gross-

raum Zürich, mittlerweile die grösste Tourismusregion der Schweiz. Als Folge der gestiegenen Zimmer­kapazitäten ­profitierten die einzelnen Häuser jedoch nur marginal davon. Nicht nur in Zürich nahm der Konkurrenzdruck zu. Auch an anderen Standorten der Sorell Hotels rüsteten die Mitbewerber auf oder es kamen neue Übernachtungsange­bote hinzu. Dieser Trend dürfte weiter anhalten.

CHF

57.5 mio.

Der Umsatz der Sorell Hotels stieg 2014 leicht um 0.5 % auf CHF 57.5 Mio.

Geschäftsgang Parallel zur Marktentwicklung konnten auch die Sorell Hotels leicht zulegen. Der Gesamtumsatz stieg um 0.5 % auf CHF 57.5 Mio., was einer Zunahme um CHF 0.3 Mio. entspricht. Aufgrund von ausserordentlichen Initialaufwänden sowie Investitionen in Zukunftsprojekte konnte bezüglich Ergebnis jedoch nicht

ans Vorjahr angeknüpft werden. Es lag leicht im Minus. Die durchschnittliche Zimmer­belegung ging von 68.3 % im Vorjahr auf 67.8 % im Berichtsjahr zurück. Er­­freu­­licherweise gelang es aber, den durchschnittlichen Zimmerpeis leicht zu steigern. Zum Wachstum beigetragen haben vor allem die Sorell Hotels Tamina, Zürichberg und Sonnental, wobei die Entwicklung im Tamina besonders positiv ausfiel. Noch im Vorjahr hatte das Hotel in Bad Ragaz mit zu tiefen Zimmer­ preisen und einer rückläufigen Auslastung zu kämpfen. Dank dem Engagement des Gastgeberpaars Monica und Rudolf Weber wurde auf eindrückliche Art die Trendwende geschafft. Während das Sorell Hotel Zürichberg vor allem im Restaurationsbereich wuchs, steigerte das Sorell Hotel Sonnental primär den Logementumsatz. Alle übrigen ­Betriebe hatten mit stagnierenden oder sogar sinkenden Auslastungsquoten und Zimmerpreisen zu kämpfen. In den Sorell Hotels Krone und Rüden war es vor allem eine neue ­Konkurrenzsituation, die sich negativ auswirkte. In der

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

17


Mit dem neuen Monitoringsystem von IRC können die Sorell Hotels die Gäste­zufriedenheit entlang der gesamten Leistungskette messen und gezielt Massnahmen einleiten.

Winterthurer Altstadt nahm nach ­einer Renovation ein nahe gelegenes H ­ otel seinen Betrieb wieder auf und in Schaffhausen kam ein neues Hotel mit 130 Zimmern und Appartements auf den Markt.

Jahresrückblick Jahr des Übergangs Das Jahr 2014 stand bei den Sorell Hotels ganz im Zeichen des Führungswechsels. Per 1. April 2014 übernahm Michael ­T homann die Leitung der 17 Stadt- und Ferienhotels. Bevor er zum ZFV stiess, hatte er als General Manager das ­Hotel Schweizerhof in Bern geleitet und war während acht Jahren Direktor des

­ ald­hotels Davos gewesen. Während W seiner Zeit in der Bundes­hauptstadt wurde er 2012 vom Wirtschaftsmagazin Bilanz zum Hotelier des Jahres gewählt. ­Michael Thomann nutzte die ersten ­Monate beim ZFV, um das Unternehmen und die Sorell Hotels kennenzulernen sowie die Strategie für die Zukunft auszuarbeiten. Inskünftig sollen die ­Vorteile, die sich aus einer Gruppenstruktur mit garantierten Qualitätsstandards ergeben, noch stärker mit den Pluspunkten indivi­duell geführter Einzelhotels kombiniert werden. Wer in einem Sorell Hotel zu Gast ist, soll persönliche Gastfreundschaft, gemütlichen Komfort und gute Schlafqualität erfahren. Die Dachstrategie wurde von der Geschäftsleitung und vom Verwaltungsrat verabschiedet. Sie

wird auf den Folgeseiten weiter konkretisiert. Die schrittweise Implementierung startet 2015. Bereits im Berichtsjahr wurden ­jedoch zahlreiche Einzelprojekte für deren Umsetzung lanciert. Kundenzufriedenheit steigern dank Feedbackmonitoring Im Hinblick auf die geplanten Neue­ rungen, beispielsweise die Umsetzung gemeinsamer Servicestandards, sowie das Ziel, die Gästezufriedenheit signifikant zu erhöhen, führten die Sorell Hotels ein umfassendes Kundenfeedbacksystem ein. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs­institut IRC wurde ein Fragebogen entwickelt, der alle relevanten Erfolgsfaktoren entlang der Leistungskette umfasst. Die Gäste erhal-

Mit Herzlichkeit, Engagement und Qualität hoch hinaus

Monica und Rudolf Weber, Gastgeber im Sorell Hotel Tamina in Bad Ragaz

18

Sorell Hotels

Seit Monica und Rudolf ­Weber das Sorell Hotel ­Tamina übernommen haben, blüht der Bad Ragazer Traditionsbetrieb auf. Innerhalb von nur zwei Jahren gelang es ihnen, die Zimmerauslastung von 53 auf 59 Prozent und auch den Zimmerpreis markant zu steigern; und das in einem ansonsten für den Bergtourismus schwierigen Umfeld. Auch auf den verschiedenen Online-Bewertungsportalen ist man sich einig: In diesem Haus wird Gastfreundschaft gelebt. «Die diskrete, aber doch präsente Freundlichkeit und Wärme der Gastgeber ist beispielhaft. So sollte die Schweizer Gastronomie sein», schreibt da beispielsweise jemand. Dass der Betrieb lebt, zeigen auch

die gut besuchten Spezial­ events im Restaurant. Für die Veranstaltungsreihe «Lieblingsbücher im Tamina» etwa, liessen sich schon gesellschaftliche Grössen wie die Modemacherin Christa de Carouge, Alt-Bundesrichter Giusep Nay oder Fernseh­ moderatorin Eva Wannenmacher verpflichten. Die positive Entwicklung im ­Sorell Hotel Tamina zeigt, wie viel mit Herzlichkeit, ­Engagement und Qualität in kurzer Zeit erreicht werden kann. Sie steht sinnbildlich für die strategische Ausrichtung der ganzen Sorell-Gruppe.

¿

Weitere Informationen www.hoteltamina.ch


Impressionen

ten das Online-Feedback­formular nach ihrem Aufenthalt per E-Mail zugestellt. Weil das Tool völlig unabhängig funk­ tioniert, ist keine ­Registration auf einer Bewertungsplattform notwendig. Die automatische Integration ist auf Wunsch des Gastes jedoch möglich. Wöchentliche Reports garantieren ein kontinuierliches Moni­toring. So erhalten die Hotels ein differenziertes Bild darüber, wie sie bei ihren Gästen ankommen, wo sie ihre Stärken haben und wo sie noch zulegen können. Der Zeitvergleich ermöglicht überdies die gezielte Wirksamkeits­ kontrolle der eingeleiteten Optimierungsmassnahmen.

Schlafen wie im siebten Himmel – mit Matratzen von Roviva sowie Duvets und Kissen von Billerbeck setzen die Sorell Hotels in Zukunft auf Schweizer Schlafqualität der Extraklasse. Die neue Sorell-Schlafqualität Nachdem in der Vergangenheit die Ma­ tratzen und Bettinhalte für die einzelnen Hotels individuell bestimmt worden waren, wurde im Berichtsjahr in Sachen Schlafqualität ein neuer Sorell-Standard festgelegt. Im Rahmen eines umfassenden Evaluationsprozesses wurden die Produkte verschiedener Anbieter in einem einmonatigen Blindverfahren von Gästen und Mitarbeitenden getestet. Bei den Matratzen machte das Schweizer Familienunternehmen Roviva mit einer hochwertigen Federkern-Matratze das Rennen. Das Produkt wird in Zukunft überall dort zum Einsatz kommen, wo es keine Boxspring-Betten gibt. Derweil stammen die Decken und Kissen, gefüllt mit besonders grossflockigen europä­i­ schen Gänsedaunen (kein Lebendrupf),

Meetingraum im Sorell Hotel Zürichberg: Das Seminar- und Bankettgeschäft ist für die Sorell Hotels ein wichtiges Standbein.

Die neue Zimmerausstattung im Sorell Hotel Rüden verbindet den Charme des historischen Zunfthauses mit der Funktionalität eines Cityhotels.

Im Sorell Hotel Rütli wurden nach der Teilrenovation 2010 weitere Zimmer neu möbliert.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

19


Das Sorell Aparthotel Rigiblick schaffte es im «Bilanz»-Hotelrating mit Rang 6 unter die Top Ten. tungsplattform TripAdvisor ausgezeichnet. Das Zertifikat prämiert Betriebe, die konstant herausragendes Feedback von Reisenden erhalten. 13 Sorell ­Hotels erhielten ausserdem die Urkunde ­«HolidayCheck Quality Selection 2014» des Reiseportals HolidayCheck.

in Zukunft von der Firma Billerbeck aus Fischbach-Göslikon. Auch für die Frotteewäsche wurde ein gemeinsamer Standard definiert. Hier entschied man sich für ein Produkt der Leinenweberei Schwob. Auszeichnungen Im Schweizer Hotelrating des Wirtschaftsmagazins Bilanz waren erneut drei Sorell Hotels vertreten. In der Kategorie der besten Dreisterne- und Unique-Boutique-Stadthotels konnte sich das Sorell Aparthotel Rigiblick um einen Rang auf Platz 6 verbessern. Das Sorell Hotel Seidenhof belegte in derselben Kategorie Rang 11. Bei den 50 besten Stadthotels rangierte das ­Sorell Hotel Zürichberg auf Platz 47. Die vier Sorell Hotels City Weissenstein, ­Rüden, Tamina und Zürichberg wurden des Weiteren mit dem «Club of Excellence»-Zertifikat der Hotelbewer-

Klimaneutral übernachten und tagen Die Sorell Hotels weiteten ihr Umwelt­ engagement auch 2014 aus. Das Sorell Hotel Ador etwa verstärkte seine Zusammenarbeit mit ClimatePartner. Auf seiner Webseite schaltete es im Februar des Berichtsjahres einen CO2-Rechner auf, mit welchem Gäste zusätzlich zur Übernachtung auch ihre An- und Abreise klimaneutral stellen können. Für Eventkunden wird auf Wunsch eine komplette CO2-Anlassbilanz erstellt. Wer am Programm teilnimmt, erhält eine Kompensationsurkunde sowie die

Berechtigung, seinen Anlass mit dem entsprechenden ­Klimaneutral-Logo zu bewerben. Mittlerweile ist das Angebot auch in den Sorell Hotels Rüden und Sonnental erhältlich. Das Sorell Hotel Zürichberg wurde vom VDR zudem als «Certified Green Hotel» ausgezeichnet. Damit verfügen nun zehn der 17 Sorell Hotels über diese vor allem auf dem deutschen Markt relevante Zertifizierung für eine ökologisch besonders nach­hal­ tige Betriebsführung. Neue Impulse für das Interior Design 2014 war für die Sorell Hotels in bau­ licher Hinsicht ein ruhiges Jahr. Im Rüden und in einigen Zimmern des Rütli wurde das Mobiliar erneuert. In Zukunft soll das Interior Design in den Sorell Hotels eine zentrale Rolle spielen. Deshalb wurde im Berichtsjahr ein internationaler Designwettbewerb durchgeführt. Für ein erstes Teilprojekt – die Neugestaltung der

Zimmerbelegung und Zimmerpreise Zimmerbelegung in  %

20

2014

2013

Δ

Durchschnittlicher Zimmerpreis in CHF

2014

2013

Δ

Aparthotel Rigiblick

58

63

-5

Aparthotel Rigiblick

195

176

+19

Hotel Aarauerhof in Aarau

61

65

-4

Hotel Ador in Bern

75

76

-1

Hotel Aarauerhof in Aarau

119

118

+1

Hotel Ador in Bern

140

141

-1

Hotel Arabelle in Bern

69

70

-1

Hotel Arabelle in Bern

129

126

+3

Hotel Argovia in Aarau

46

54

-8

Hotel Argovia in Aarau

112

109

+3

Hotel Arte in Spreitenbach

103

100

+3

Hotel Asora in Arosa

137

127

+10

Hotel City Weissenstein in St. Gallen

147

156

-9

Hotel Arte in Spreitenbach

75

78

-3

Hotel Asora in Arosa

40

40

0

Hotel City Weissenstein in St. Gallen

64

65

-1

Hotel Krone in Winterthur

64

64

0

Hotel Krone in Winterthur

141

144

-3

Hotel Rex in Zürich

71

77

-6

Hotel Rex in Zürich

146

144

+2

Hotel Rüden in Schaffhausen

68

67

+1

Hotel Rüden in Schaffhausen

143

147

-4

Hotel Rütli in Zürich

71

75

-4

Hotel Rütli in Zürich

158

152

+6

Hotel Seefeld in Zürich

72

72

0

Hotel Seefeld in Zürich

190

195

-5

Hotel Seidenhof in Zürich

81

78

+3

Hotel Seidenhof in Zürich

195

195

0

Hotel Sonnental in Dübendorf

72

68

+4

Hotel Sonnental in Dübendorf

115

117

-2

Hotel Tamina in Bad Ragaz

59

57

+2

Hotel Tamina in Bad Ragaz

160

142

+18

Hotel Zürichberg in Zürich

59

57

+2

Hotel Zürichberg in Zürich

220

226

-6

Sorell Hotels


Gästeherkunft

2014 in  %

2013 in  %

34 

5

GB

34 

38  SCHWEIZ

Übrige

5 

USA

34  SCHWEIZ

Übrige

5

GB

18  Deutschland

6 

USA

21  Deutschland

Umsatzentwicklung in CHF arabischer (GCC) und südostasiatischer (SEA) Raum 600’000 500’000 400’000 300’000 200’000 100’000 -

2014

2013

2014

GCC

2013

Der Heimmarkt Schweiz bleibt für die Sorell Hotels weiterhin das grösste Standbein. 2014 verzeichnete diese Gästegruppe sogar ein klares Wachstum. An zweiter Stelle folgt Deutschland, das gegenüber Vorjahr ­jedoch deutlich weniger

Übernachtungen generierte. Abgenommen haben auch die Gästezahlen aus den USA und Grossbritannien. Erfreulich hingegen die Entwicklung im arabischen und südostasiatischen Raum, dem für die Sorell Hotels grössten Wachstumsmarkt.

SEA

Zimmer auf einer Etage des Sorell Hotels Krone in Winterthur – wird 2015 MKV Design aus London beige­zogen. Ebenso wird die Beschaffung von Mobiliar und Innenausstattungs­elementen neu organisiert. Weihnachtsaktion «Wünsch dir was» Zu Weihnachten erfüllten die Sorell ­Hotels in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe Herzenswünsche von Kindern, die mit einer Krankheit, einer Behinderung oder den Folgen einer schweren Verletzung leben müssen. In sieben Häusern sowie im R ­ estaurant Schöngrün wurde im Dezember zum nachmittäg­lichen Swiss Afternoon Tea geladen. Für jeden verkauften Afternoon Tea ging eine Spende von fünf Franken an die Sternschnuppe. Insgesamt wurde Geld für die Erfüllung von drei Kinderwünschen gesammelt: Marc war mit seiner Familie im Europapark Rust, Rabie durfte mit einem Bugatti Veyron ausfahren und Margherita das Disneyland Paris besuchen.

Ausbau der Kapazitäten am Hauptsitz Aufgrund der gestiegenen Marktanfor­ derungen wurden die Hotelressourcen am ZFV-Hauptsitz personell verstärkt und ausgebaut. Die Salesabteilung unter der Leitung von Susanne Staiger wurde erweitert und neu aufgestellt. Sie umfasst nun ein 4-köpfiges Team und verfolgt eine klare «Hunting-FarmingStrategie» mit den Bereichen Business Development und Key Accounting. Im Revenue Management, das bislang ausschliesslich dezentral organisiert war, wurde eine übergeordnete Stelle auf Gruppenebene geschaffen. Ebenso wurden die Kapazitäten im Marketing erhöht sowie in der Abteilung Qualitäts- und Produktmanagement eine spezialisierte Hotelstelle bestimmt.

Ausblick Die Sorell Hotels haben sich für das Jahr 2015 ehrgeizige Ziele gesetzt. Trotz sich verschärfender Konkurrenzsituation und eingetrübter Marktaussichten nach

der Aufhebung des Euro-Mindestkurses sollen sowohl Umsatz als auch Ertrag deutlich gesteigert werden. Im Fokus steht dabei die Umsetzung der neuen Strategie. Ganz zu Beginn des Jahres wurden verschiedene Systemanpas­su ­ ngen im Bereich der Distribution vorgenommen. Mit einem professionellen Cluster Revenue Management und dem damit verbundenen Wechsel auf die Lösungen von Ideas und Opéra will sich die Gruppe für die Vertriebsheraus­forderungen der Zukunft rüsten. Mitte Jahr folgt mit dem geplanten Markenrelaunch ein besonderes Highlight. Gestartet wird im Juli mit einer neuen Webseite. Danach soll mit einer Kommunikationskampagne die Bekanntheit der neuen Marke gezielt gesteigert werden. Auch die Servicequalität bildet 2015 einen Schwerpunkt. Über 300 Service­standards sollen im Verlaufe des Jahres neu definiert und auf die einzelnen Häuser herunter­gebrochen werden. Des Weiteren dürfen sich die Sorell-Gäste auf Neuerungen beim Frühstücksbuffet und bei diversen Restaurantkonzepten freuen.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

21


Sorell Hotels: Strategie

Die Weichen für die Zukunft der Sorell Hotels wurden gestellt. Sorell-Erfolgsformel: Das Beste aus zwei Welten

Gelebte

Standardisierte

Unterscheidbare

Individualität

Qualität

Identität

Jedes der 17 Sorell Hotels ist ein Unikat mit einer herzlichen und ­persönlichen Note. Die Gastgeber vor Ort bestimmen das Erlebnis. Es ist individuell.

Wer sich für ein Sorell Hotel ent­ scheidet, weiss, was er bekommt. Die Gruppe ­garantiert mit ihrem Namen eine konstante, hohe Qualität. Sie ist standardisiert.

Die einzigartige Kombination rational messbarer Faktoren (Qualität) und emotionaler Mehrwerte (Individualität) macht unsere Identität aus. Sie ist unterscheidbar.

Neues Zimmer im Sorell Hotel Rütli

22

Sorell Hotels


Ausgangslage und Anforderungen Die Sorell Hotels bewegen sich in einem hochkompetitiven und dynamischen Markt. Als kleine, sehr heterogene Hotelgruppe mit wenig Markenbekanntheit ist sie stark gefordert, wenn sie sich gegenüber nationalen sowie internationalen Mitbewerbern auch in Zukunft erfolgreich behaupten will. Mit der Ausarbeitung der neuen, auf die Gesamtunternehmung abgestimmten Strategie wurde ein zentrales Steuerungsinstrument für die weitere Entwicklung und Führung der Sorell Hotels geschaffen. Sie verfolgt das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu erhöhen und sie langfristig erfolgreicher sowie rentabler zu machen. Dabei steht die bewusste Markt- und Gästeorientierung im Fokus. Qualität und Individualität sorgen für eine unterscheidbare Identität Erreicht werden soll dies zum einen durch eine konstant hohe Produkt-

und Servicequalität in den einzelnen Häusern. Wer sich für ein Sorell Hotel entscheidet, soll sich darauf verlassen können, dass er auf ein Haus überschaubarer Grösse an zentraler Lage mit einer überzeugenden Innenausstattung in zeitgemässem Design trifft. Der Gast kann auf kompetente Mitarbeitende zählen, die dafür sorgen, dass Prozesse professionell und effizient ablaufen. Zum anderen sollen Leidenschaft und Emotionalität zu zentralen Kompetenzen der Sorell Hotels werden. Echte Gast­ geberpersönlichkeiten geben den Betrieben einen unverwechselbaren Charakter und kreieren eine sympathische, herzliche Wohlfühl-Atmosphäre. Die Individualität wird gezielt gefördert und gestärkt. Die Gäste erleben und spüren den Ort, an dem sie sich aufhalten, und kehren gerne dorthin zurück. Durch die Kombination gelebter Individualität und standardisierter Qualität bekommen die Sorell Hotels eine unterscheidbare

Identität und damit auf dem Markt ein Alleinstellungsmerkmal. Vom Know-how zum Do-how Um die Strategie umzusetzen, wurden zahlreiche Einzelprojekte in den Bereichen Produkt, Preis, Vertrieb, Kommunikation, Prozesse und natürlich Mitarbeitende initialisiert. In Zukunft sollen zahlreiche Servicestandards ein einheitliches Qualitätsniveau in allen Häusern garantieren. Das Property Management System wird angepasst und ein zentrales Cluster Revenue Management aufgebaut. Um das Sorell-Versprechen besser kommunizieren zu können, wird der Markenauftritt komplett überarbeitet – inklusive neuer Webseite. Auch Investitionen in die Infrastruktur sowie das Interior Design sind geplant. Im Rahmen von Workshops werden die Mitarbeitenden in den Wandel integriert, auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet und mit dem neuen ­Sorell-Spirit angesteckt.

Im Gespräch mit Michael Thomann

Michael Thomann, COO Hotels

Herr Thomann, wie sind Sie bei der ­Ausarbeitung der neuen Strategie für die Sorell Hotels vorgegangen? Als ich Anfang April zum ZFV gestossen bin, habe ich mir hundert Tage Zeit gelassen, um die Unternehmung sowie die Sorell Hotels ­kennenzulernen und mir ein Bild der Stärken und Schwächen zu machen. Ich habe intensiv die Marktsituation, unsere Mitbewerber sowie gesellschaftliche Trends analysiert. In zahl­ reichen Gesprächen und Workshops haben wir diese Erkenntnisse dann zusammengefügt und daraus unsere Strategie abgeleitet.

komfort grosse Aufmerksamkeit schenken. Dazu haben wir einen hochwertigen SorellSchlafstandard definiert. Das Interior Design des Zimmers, in welchem das Bett steht, kann aber in jedem Haus, angepasst an die örtlichen Begebenheiten, völlig unterschiedlich sein. Ein anderes Beispiel ist das Frühstücksbuffet. Jedes Sorell Hotel wird in Zukunft über ein einzig­artiges «Zmorge»-Angebot verfügen. Individuelle Akzente setzen wir, indem wir das Frühstück regional gestalten, das heisst Brot, Käse und Joghurt von lokalen Produzenten oder hausgemachte Konfitüre anbieten.

Wo sahen Sie den grössten Handlungsbedarf? Die Sorell Hotels verfügen über ein solides Fundament, zeigen von Haus zu Haus jedoch grosse Schwankungen, was die Produkt- und Servicequalität angeht. Dieses hohe Mass an Individualität führt dazu, dass die Gruppe «Sorell» in den Köpfen unserer Gäste gar nicht existiert. Hier möchten wir ansetzen, und durch gemeinsame Qualitätsstandards die Vorteile, die eine Hotelkette auch für den Gast mit sich bringt, besser nutzen.

Und was hat es mit den persönlichen Gastgebern auf sich? Hotellerie ist ein People’s Business. Die Teams vor Ort bestimmen mit ihrem Auftreten und Verhalten ganz entscheidend das Erlebnis, das ein Gast bei uns hat. Wir wollen in unseren Betrieben keine anonymen General Manager beschäftigen, sondern Gastgeber mit Herzblut im Einsatz haben. Menschlichkeit, Begeis­ terungsfähigkeit sowie Freude und Spass am Gastgebersein sind für mich zentrale Eigenschaften eines «Sorelli», eines Sorell-Mitar­ beitenden. Ich bin überzeugt, dass wir mit der konsequenten Kombination von gelebter Individualität und standardisierter Qualität genau das schaffen können, was der Gast der Zukunft haben will.

Wie korrespondiert diese Standardisierung mit der Individualität, die Sie in der ­Strategie ja genauso gross schreiben? Lassen Sie mich dies anhand eines Beispiels illustrieren. Wir werden inskünftig dem Schlaf-

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

23


Restaurants Die Gruppe der Restaurants umfasst 14 verschiedene öffentliche Gourmet-, Trend- und Museumsrestaurants. Dazu zählen etwa das asiatische Restaurantkonzept Mishio mit zwei Betrieben in Zürich und einem in Bern, die Gastronomie im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern oder das mit Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Spice im Sorell Aparthotel Rigiblick in Zürich.

Auf einen Blick Die Gruppe der Restaurants machte dank der im Verlaufe des Vorjahrs neu eröffneten Betriebe einen veritablen Umsatzsprung um 17.9 %. Massgeblich dazu beigetragen hat auch die erfolgreiche Museumsgastronomie. Die Er­ öffnung des Restaurants Grosse Schanze am Hauptbahnhof Bern sowie der 16. Gault-Millau-Punkt von Dennis Puchert im Restaurant Spice in Zürich bildeten die beiden Jahres­ höhepunkte. Trotz dieser positiven Entwicklungen gelang es leider nicht, auch auf der Ergebnisseite gegenüber ­Vorjahr Verbesserungen zu erzielen.

10.2

 %

ANTEIL AM GESAMTUMSATZ

24

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

251

MITARBEITENDE

14 BETRIEBE


Markteinschätzung

Geschäftsgang

In der Schweiz leben immer mehr ­Menschen. Und obwohl sich diese immer öfter ausser Haus verpflegen, sinken die Einnahmen der Restaurants. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zeit ist ein wichtiger Faktor, aber auch die Tatsache, dass das hohe Preis­ niveau viele davon abhält, regelmässig im Restaurant zu essen. Alternative Verpflegungs­angebote wie Take-aways, Convenience-Stores oder Selbst­be­ dienungskonzepte sind die ­Profiteure. Klassische Restaurants hingegen bekunden Mühe. Der Strukturwandel in der Schweizer Gastronomie setzte sich auch 2014 fort, wenn auch nur langsam. Allen Unkenrufen zum Trotz hat, wer über ein klares Profil verfügt und die Gastfreundschaft pflegt, nach wie vor gute Erfolgsaussichten. A ­ ktuelle Trends wie etwa die ­(hyper)­lokale Beschaffung, gesunde Kindermenüs oder die Rückbesinnung auf traditionelle Zubereitungsmethoden wie das Einlegen, das Räuchern und das Fermentieren spielen innovativen G ­ astronomen dabei in die Hände.

Die öffentlichen Restaurants vermochten 2014 den Umsatz um erfreuliche 17.9 % auf CHF 24.0 Mio. zu steigern. Allerdings gelang es nicht, parallel dazu auch das Betriebsergebnis auf Kurs zu bringen. Das Wachstum war unter an­ derem möglich, weil die 2013 eröffneten Restaurants WAGI S in Schlieren sowie Dählhölzli in Bern erstmals voll zu Buche schlugen. Beide Betriebe lagen ergebnismässig deutlich im Minus. Das Restaurant WAGI S geniesst bei seinen Gästen zwar einen hervorragenden Ruf, stösst punkto Frequenzsteigerung aber an seine Grenzen, weil die Gebiets­ erschliessung langsamer voranschreitet als prognostiziert. Demgegenüber hatte das ­T ierpark-Restaurant Dählhölzli nicht nur mit operativen Schwächen, sondern auch mit Wetterpech zu kämpfen. Vom verregneten Sommer betroffen war auch die Gastronomie im Strandbad Lido in Luzern. Dank Spezialanlässen wurde dennoch ein z­ ufriedenstellendes Saisonresultat erzielt. Des einen Leid, des anderen Freud: die Betriebe im Verkehrshaus der Schweiz in ­Luzern und

im Technorama in Winterthur profitier­ ten während der Ferienzeit von einem überdurchschnittlich hohen Besucheraufkommen. Sie übertrafen sowohl ­umsatz- als auch ergebnismässig die Erwartungen. Dasselbe gilt für das Mishio in Bern, das unter der neuen Leitung von Nuno de Arez im Vergleich zum Vorjahr nochmals zulegte und die beiden Zürcher Standorte überflügelte. Auf Vorjahres­niveau bewegte sich das VIVENDI – ristorante e bar in Glattbrugg. Optimistisch stimmt auch das Restaurant Grosse Schanze in Bern, das sich seit seiner Eröffnung im September äusserst positiv entwickelt.

Jahresrückblick Fulminanter Start für die Grosse Schanze Am 9. September 2014 wurde das ­Restaurant Grosse Schanze beim Hauptbahnhof Bern mit Wolfgang Stubner als Betriebsleiter eröffnet. Mit bescheidenen Mitteln war das ehemalige Personal­ restaurant der SBB zuvor während eines Monats umgebaut worden. Kaum wiederzuerkennen, wurde es von den

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

25


Einfach schanzig! Seit September 2014 ist der ZFV Gastgeber im Restaurant Grosse Schanze. Das ehemalige SBB-Personalrestaurant ist bereits zu einem richtigen Geheimtipp geworden.

Das Restaurant Grosse Schanze ist bei den Studierenden der nahe gelegenen Universität, Mitarbeitenden umliegender Firmen sowie Passanten gleichermassen beliebt.

S­ tudierenden der nahe gelegenen Universität, Mit­arbeitenden umliegender Firmen sowie Passanten sofort in Beschlag genommen. Das F&B-Konzept wurde auf die Bedürfnisse vor Ort ab­ gestimmt und überrascht mit kleinen Dingen, die vom Konventionellen abwei­ chen. Mittags gibt es Burger, Pasta und Salat, nachmittags wird die Tea Time zelebriert und gegen Abend können die Gäste bei einem Aperitif den Tag aus­ klingen lassen.

10 Jahre

Die Mishio Restaurants feierten 2014 ihr 10-Jahr-Jubiläum.

Zehn Jahre Mishio Mishio steht für die frische, geschmackvolle, gesunde und schnelle asiatische Garküche. Alles, was serviert wird, basiert auf original thailändischen, vietname­ sischen und chinesischen Rezepten. 2004 wurde im Erdgeschoss des Sorell Hotels Seidenhof in Zürich das erste Mishio eröffnet. In der ­Zwischenzeit sind zwei weitere Standorte am Bahnhof Stadelhofen in Zürich und am Bärenplatz in Bern hinzugekommen. Gefei­ ert wurde das Jubiläum mit einem speziellen 3-Gang-Menü sowie einem grossen Glücksrad-Wettbewerb. Das Mishio-­Konzept hat auch für die Zukunft Potenzial.

26

Restaurants

Mit einem ungewöhnlichen architektonischen Mix aus Sichtbeton, Glas und Vin­ tage-Mobiliar versprüht das Restaurant Grosse Schanze beim Hauptbahnhof Bern ­eine einladende Wohlfühl-Atmosphäre. Es ist ein unkomplizierter Ort der Begegnung, wo gegessen, geplaudert, gefeiert, und gearbeitet werden kann. K ­ ulinarisch setzt der Betrieb auf ­schmackhafte Mittags­menüs, Burger, Pasta und frische Salate. An der Bartheke gibt es Kaffee­ spezialitäten und frische Backwaren. Jeden Nachmittag ist Tea Time angesagt.

49 Gault-Millau-Punkte und drei Michelin-Sterne Mit insgesamt 49 Gault-Millau-Punkten und drei Michelin-Sternen trumpften die drei ZFV-Gourmetköche 2014 gross auf. 17 Punkte und ein Stern ­gingen wie schon im Vorjahr an Werner Rothen vom Restaurant Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern. Der Spitzenreiter in der Winterthurer Gastroszene blieb mit 16 Punkten und einem Stern Denis Ast vom Restaurant Pearl im Sorell Hotel Krone. Besonderes Augenmerk verdiente im Berichtsjahr der Jüngste im Bunde, Dennis Puchert. Der erst ­29-jährige ­Berliner erkochte sich in seinem dritten Jahr als Küchenchef des Restaurants S­ pice im S­ orell ­Aparthotel Rigiblick in ­Zürich seinen 16. Gault-Millau-Punkt. Auch er ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Gefeiert wurde der S­ terne- und Punktereigen mit der gemeinsamen Aktion «Go Get the Stars». Wer bis Ende Oktober 2014 in allen drei ZFV-Gourmetrestaurants zu Gast war, konnte an einem einmaligen Kochkurs-Event mit den drei Küchenchefs teilnehmen.

Im Juni feierten die «Jeunes Restaurateurs d’Europe» im Rigiblick die Auf­ nahme von sieben neuen Mitgliedern mit einer offiziellen Schildübergabe. Neu in den renommierten Verband auf­ genommen wurden auch die beiden Gastgeber D ­ ennis Puchert und Christian Gujan. Fabio Toffolon, Koch im Restau­ rant Schöngrün, vertrat die Schweiz an

Dann wird Länggasstee in grossen Kannen zusammen mit einer Etagère voller ­süsser Köstlich­keiten ­serviert. Gegen Abend ­können die Gäste verschie­ dene Apéro­kreationen bestellen. An schönen Tagen lädt eine grosse ­Terrasse mit Aussicht auf die Alpen zum Verweilen ein. Ausserhalb der Öffnungszeiten kann die Grosse S­ chanze für Geschäftsanlässe und Privatpartys gebucht werden.

¿

Weitere Informationen www.grosseschanze.ch

den Weltmeisterschaften in Durban und wurde hervorragender Vierter. Zwei Wochen später kochte Toffolon bereits wieder um Ehren. Bei der «Marmite Youngster Selection», die jedes Jahr die besten Schweizer Jungtalente in Küche und Service kürt, belegte er Rang sieben. Anspruchsvolles Jahr für das The Traders Das Restaurant The Traders im World Trade Center in Zürich hat kein einfaches Jahr hinter sich. Nachdem die Personal­vorsorge des Kantons Zürich BVK den Betrieb des World Event Centers eingestellt hatte, brach das Bankettgeschäft komplett weg. Das Team vor Ort reagierte und versuchte, für das Restaurant zusätzliches Gäste­potenzial zu erschliessen sowie über selbst ­initiierte Spezial­events Mehr­umsatz zu generieren. Die Anstrengungen zeigten zwar ­Wirkung, reichten ­jedoch nicht aus, um das Loch in der Kasse zu stopfen. Seit dem ­1. ­August 2014 betreibt nun die Bouygues Energies & Services AG die Eventräumlichkeiten des WTC. Um die verloren gegangenen Kunden wieder ­zurückzugewinnen und neue Veran­ stalter zu akquirieren, braucht es jedoch noch viel Aufbauarbeit. Mehr Attraktionen für internationale Reisegruppen im Verkehrshaus Die Anzahl Logiernächte, die von Gäs­ ten aus dem arabischen Raum in der Schweiz generiert werden, nimmt stetig zu. Die Tourismusbranche frohlockt und


Die Gastronomie im ­Verkehrshaus der Schweiz bietet muslimischen ­Reisegruppen neu streng halal-konforme Ver­ pflegungsmöglichkeiten. Das Angebot ist für die Zentralschweiz bisher einzigartig. will mit muslimfreundlichen Angeboten diesen Markt noch ­besser bearbeiten. Regelmässig machen entsprechende Reisegruppen auch im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern Halt. Um besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können, konzipierte die VHS-Gastronomie für Kuoni nun ein für die Zentral­schweiz einzigartiges, streng halal-konformes Verpflegungsangebot. Ein spezialisierter Cateringpartner ­garantiert dabei, dass die anspruchs­vollen Zubereitungs­ vorschriften der Halal-Küche eingehal­ ten werden. Wie der Markt das neue Angebot ­aufnimmt, wird sich 2015 zeigen. Ebenfalls vermehrt ­ausländische Gäste ansprechen will das Verkehrshaus

mit dem am 18. Juni 2014 eröffneten «Swiss C­ hocolate Adventure». Dabei handelt es sich um eine multime­ diale Erlebniswelt zum Thema Schokolade, die gemeinsam mit der Lindt Chocolate Competence Foundation realisiert wurde. Um dieser neuen ­Attraktion auch gastronomisch gerecht zu werden, wurde das Angebot in der Filmtheater Lounge neu gestaltet. Mit Schoggi­kuchen, Schoggimuffins, ­Schoggi-Shakes, Lindt-Produkten und vielem mehr k ­ önnen die Besucherinnen und Besu­cher in die faszinierende Welt der ­Schokolade eintauchen.

Ausblick Die Gruppe der Restaurants hat ein ereignisreiches Jahr vor sich. Nach zehn Jahren Schöngrün will sich der Sterne­koch Werner Rothen einer neuen Herausforderung stellen und verlässt den ZFV. Auch Denis Ast vom Restau­ rant Pearl hat angekündigt, dass er sich aus der Spitzengastronomie zurückziehen will, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. 2015 wird es aus der

­ZFV-Gourmetsparte also mit Sicherheit Neues zu berichten geben. Nebst der A ­ ktualisierung des M ­ ishio-Konzepts ­stehen zudem zwei E­ röffnungen auf dem Plan. Anfang Juni 2015 wird von Valora die ­Terminal-­Gastronomie auf dem Flughafen Bern-Belp übernommen. In einer zweiten Phase wird das kulinarische Angebot mit dem Kaffee­ bar-Food-Konzept Momento aufgewertet und der Kiosk um einen kleinen Convenience-Store erweitert. Voraussichtlich Mitte August nimmt unser Restaurant im Forum Z in Zürich mit einem speziell auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Konzept seinen Betrieb auf. Im Herbst wird zusammen mit der Stadt Bern zudem ein Projektwettbewerb für einen Erweiterungsbau des TierparkRestaurants Dählhölzli durchgeführt. Der Zeitpunkt der Umsetzung ist abhängig vom Berner Stimmvolk. Diese insgesamt positiven Expansionsaussichten dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Restaurant-Gruppe in Sachen Rentabilität nach wie vor stark gefordert ist. Verschiedene Betriebe müssen sich sowohl in Sachen Umsatz als auch Kostenkontrolle sputen.

Impressionen

Steirischer Alpenlachs mit Mangold-Rotkohl-Kürbiskern und Meerrettich: Mit dieser Kreation belegte Fabio Toffolon bei der «Marmite Youngster Selection» Rang 7.

16

GAULTMILLAUPUNKTE

Dennis Puchert vom Restaurant Spice in Zürich erkochte sich mit erst 29 Jahren seinen 16. GaultMillau-Punkt.

Oben: Terrasse im Tierpark-Restaurant ­Dählhölzli Unten: Dennis Puchert, Küchenchef im Restaurant Spice im Rigiblick in Zürich

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

27


Gemeinschaftsgastronomie Die Gemeinschaftsgastronomie ist das grösste Standbein des ZFV. Unterschieden wird zwischen den Segmenten «Business» mit den Personalrestaurants sowie «Bildung» mit den Universitäts- und Schulmensen. Jeder dieser Betriebe hat sein eigenes Gesicht und zeichnet sich durch ein hohes Mass an Individualität aus. Die Mehrheit wird im Auftrag geführt. Zu unseren Kunden zählen beispielsweise Firmen aus der Banken-, Versicherungs-, Pharma-, Metallbau- und Medienbranche, die öffentliche Hand sowie Bildungsinstitutionen und Verbände.

Auf einen Blick Die Gemeinschaftsgastronomie hat ein erfolgreiches 2014 hinter sich. Umsatz und Ergebnis lagen trotz grossem Konkurrenzkampf mit 8.4 % respektive 18.4 % deutlich im Plus. Das Jahr war geprägt von zahlreichen grösseren und kleineren Neueröffnungen und Übernahmen in ­beiden Segmenten. Viel zu feiern gab es überdies mit dem 100-Jahr-Jubiläum an der Universität Zürich. Mit der Initiierung des Projekts «Ehrlicher Genuss» wurden wichtige ­Weichen für die Zukunft gestellt.

1’036 MITARBEITENDE

50.3

 %

ANTEIL AM GESAMTUMSATZ

28

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

105 BETRIEBE


Markteinschätzung Das Umfeld für die Gemeinschafts­ gastronomie ist konstant kompetitiv. Der Markt ist weitgehend gesättigt und die verschiedenen Caterer, darunter auch neue Anbieter aus dem Ausland, die in der Schweiz Fuss fassen möchten, buhlen in aufwendigen Submissionsprozessen um die Gunst von Firmen, Bildungs­institutionen und der öffent­ lichen Hand. Der Margendruck ist hoch, das Korsett – sowohl was die vertraglichen als auch die konzeptionellen Parameter angeht – ­teilweise sehr eng geschnürt. Parallel dazu rüsten auch der Detailhandel, Tankstellenshops und Bäckereien weiter auf und vergrössern ihr Angebot an ganztags verfügbaren, verzehrfer­tigen Speisen und Getränken. Neues ­Geschäftspotenzial für die Gemeinschaftsgastronomie ergibt sich insbesondere durch folgende nach wie vor anhaltende Entwicklungen. Erstens: Unternehmen konzentrieren ihre auf mehrere Standorte in der Innenstadt verteilten Büros in prestigeträchtigen Peripheriebauten. Dadurch entsteht das Bedürfnis nach einem eigenen Personal­ restaurant, das als wichtiges Element

in Sachen Arbeitgeberattraktivität angesehen wird. Zweitens: Die ­Kantone entscheiden sich im Rahmen von Sparübungen, die bislang selbst geführte Gastronomie an Schulen einem profes­ sionellen Caterer zu übergeben. Drittens: Die Gemeinden suchen aufgrund neuer Betreuungsaufträge Lösungen für die Schülerverpflegung über Mittag.

Geschäftsgang Der Geschäftsbereich Gemeinschafts­ gastronomie entwickelte sich 2014 sehr erfreulich. Der Gesamtumsatz nahm um 8.4  % auf CHF 122.6 Mio. zu. Das ­Betriebsergebnis lag sogar 18.4  % über dem Vorjahreswert. Segment Business Das Segment Business, das von Patrik Scheidegger geleitet wird, hat massgeblich zum erfolgreichen Jahr in der Gemeinschaftsgastronomie beigetragen. Es vermochte seinen Umsatz gegenüber Vorjahr um 6.6  % zu steigern. Möglich gemacht haben dies verschiedene ­Neueröffnungen sowie eine p ­ ositive Entwicklung bei den bestehenden Betrie-

ben. Der Anteil des Segments ­Business am Gemeinschaftsgastronomie­umsatz beträgt 59  %. Bemerkenswert ist auch das ­Ergebnis, das gegenüber Vorjahr verdreifacht werden konnte. Verschiedene ­Faktoren haben dazu bei­getragen. Einerseits gewann das UBS Restaurant Europaallee an Fahrt und liess das Eröffnungs­defizit aus dem Jahr 2013 vergessen. Auch das UBS ­Restaurant Key West vermochte sich auf seine Proviso­riumssituation einzustellen und erzielte ein ausgeglichenes Ergebnis. Andererseits hatte auch die Mehrheit der be­stehenden Betriebe ihre Kosten im Griff. Bei den wichtigen Übernahmen gelang es dank grosser ­Anstrengungen in der Voreröffnungsphase überdies, die normalerweise anfallenden Anfangsverluste auf ein Minimum zu beschränken. Segment Bildung Das Segment Bildung konnte seinen Umsatz um markante 11.2  % steigern, ebenfalls dank der im vergangenen sowie im Berichtsjahr neu eröffneten Betriebe. Es trägt damit rund 41 % zum Gesamtumsatz der im Auftrag geführten Betriebe bei. Bei keinem anderen Schweizer Gemeinschaftsgastronomen

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

29


Generali Restaurants in Adliswil und Nyon

Im Generali Restaurant Al Fiume in Adliswil wird Frische und Wahlfreiheit zelebriert.

ist der Anteil des Bildungsbereichs so hoch wie beim ZFV. Nicht mithalten konnte demgegenüber das Betriebs­ ergebnis. Dieses wurde zum einen durch die hohen Voreröffnungskosten für die Gastronomie im Toni-Areal in Zürich, zum anderen durch die 2013 in Betrieb genommene Restauration der Mobilcity in Bern überdurchschnittlich stark belastet. Aufgrund ausbleibender Frequenzen wie auch operativer Fehler ist es leider nicht gelungen, den Berner Betrieb wunschgemäss auf Kurs zu bringen. Die Mensen und Cafeterias der Universität Zürich konnten ihre Vorjahreszahlen egalisieren. Dies insbesondere aufgrund umsatztreibender Cateringliefer­ungen an die beiden WM-Public-Viewings in ­Zürich und Winterthur sowie die Leicht­ athletik-Europameisterschaften in Zürich. Die Gastronomie der Univer­ sität Bern war im ersten Volljahr für den ­Campus vonRoll mit grösseren Frequenz­ verschiebungen konfrontiert. Sie ent­­ wickelte sich insgesamt jedoch positiv. Ein Ausrufezeichen setzte hier das Haus der Universität mit einem Umsatzplus von 15.3 %. Ein sehr stabiles Jahr ver-

+ 8.4  %

Sowohl das Segment Business (+6.6 %) als auch das Segment Bildung (+11.2 %) sorgten im Bereich Gemeinschaftsgastronomie für ein erfreuliches Umsatzwachstum.

30

Gemeinschaftsgastronomie

Generali beschäftigt an seinen beiden Standorten in Adliswil und Nyon rund 1’250 Mitarbeitende. Mittags können diese bei einer schmackhaften Mahlzeit in einem der Personalrestaurants den Geschäftsalltag einen Moment hinter sich lassen. In Adliswil stehen das Restaurant Al Fiume mit einem kleinen Food Market und vier verschiedenen Countern (SaladBar, SoupBar, ­DailyChoice und ­HotSpot) ­sowie das Restaurant Al ­Leone zur Wahl. Letzteres bietet wie das Restaurant Riviera in der Romandie die Menülinien Traditional, Global und Veggie an. Wer sich sein Mittagessen selbst zusammenstellen möchte, bedient sich am

zeichneten die Kantons- und Berufsschulen. Auch die übrigen Schulen, ­insbesondere die Mensa der Pädago­ gischen Hochschule in Zürich, haben ein gutes 2014 hinter sich.

Hot- oder GreenMarket. Am Genfersee lädt zudem das ­Restaurant Trévise zum ­gepflegten ­Businesslunch ein. Währenddessen bietet in Adliswil die Tavolata im ­Parkettsaal eine willkom­ mene Abwechslung.

¿ Weitere Informationen www.zfv.ch/generali_adliswil www.zfv.ch/generali_nyon

Mit den Restaurants Chez Moritz und ­Hangar 7 auf dem EuroAirport bauten wir unsere Präsenz im Raum Basel weiter aus.

Jahresrückblick Neuakquisitionen und Vertragsverlängerungen Auch 2014 ging eine Vielzahl von Offert­ anfragen ein. Da in die Ausarbeitung eines überzeugenden Angebots sehr viel Zeit und Know-how investiert werden muss, wurden nur solche Mandate weiterverfolgt, die eine sinnvolle Ergänzung oder spannende Erweiterung für unser Portfolio darstellten. Insgesamt reichten wir 21 Offerten ein. Darin enthalten sind sowohl Submissions­verfahren zur Gewinnung von Neukunden als auch Vertragsverhandlungen und Mandats­ erweiterungen bei bestehenden Kunden. Insgesamt acht Mal bekamen wir den Zuschlag. Einen Betrieb, das Dow Res­ tau­rant in Horgen, mussten wir nach sechs Jahren der Zusammenarbeit leider wieder abgeben. Doppelpack auf dem EuroAirport in Basel-Mulhouse Anfang Jahr wurde der erste ZFV-Betrieb auf dem EuroAirport in Basel-Mulhouse übernommen. Es handelt sich um das ­Restaurant Chez Moritz der Swiss mit

rund 400 Gästen pro Tag. Im Juli folgte mit der Eröffnung des Restaurants Hangar 7 der Jet Aviation AG der zweite Streich. Dieser Betrieb befindet sich mitten im hochgesicherten Hangar-Areal des F­ lughafens und ist öffentlich nicht zugänglich. Übernahme der Generali Restaurants in Adliswil und Nyon Seit dem 1. April 2014 ist der ZFV Gast­ geber in den Generali Restaurants Al ­Fiume und Al Leone in Adliswil sowie Riviera in Nyon. Die erfolgreiche Betriebsübernahme erfolgte in Rekordzeit. Von der Zusage bis zur Eröffnung ver­ gingen nur drei Monate – ein umfassendes Facelifting in den beiden Deutschschweizer Betrieben inklusive. Möglich machte dies nicht nur ein ambitioniertes Team auf der Seite von Generali, sondern auch eine engagierte Projektmannschaft seitens ZFV. Gemeinsam gelang es, die bestehende Restaurantcrew an das neue Betriebskonzept heranzuführen und gleichzeitig die Generali-Mitar­beitenden für das veränderte ­Angebot zu begeistern – und dies, obwohl parallel zum


Beim ZFV erfolgt die Menüplanung durch den Küchenchef vor Ort.

Catererwechsel auch eine Begrenzung der Verpflegungssubvention eingeführt wurde. Kulinarik erster Güte im AXA Superblock Nach 3-jähriger Bauzeit wurde das Sulzerareal Stadtmitte in Winterthur Ende Oktober zu neuem Leben erweckt. Der Einzug der AXA-Mitarbeitenden in den Superblock begann. Zeitgleich fand sich auch das ZFV-Team unter der Leitung von Felix Trottmann vor Ort ein. Am 3. November 2014 war es dann so weit – die zwölf Pausenzonen sowie der Cateringservice wurden in Betrieb genommen. Bereits eine Woche später folgte die Eröffnung der Kaffeebar in der Eingangshalle. Am 10. Dezember 2014, drei Wochen vor dem geplanten Eröffnungstermin, konnten im lichtdurchfluteten, grosszügig gestalteten Restaurant Pionier die ersten Gäste empfangen werden. Vier täglich wechselnde Menülinien, ein vielfältiges Salat- und Beilagenbuffet sowie eine À-la-minute-Kochstation sorgen für ein kulinarisches Erlebnis erster Güte. Der Betrieb ist öffentlich zugänglich und wird sich aufgrund der zahlreichen Alternativangebote in der Umgebung immer wieder neu erfinden müssen, um seine Gäste bei Laune zu halten. Weitere Übernahmen im Dreieck Zürich-Basel-Bern Das Segment Business hatte 2014 nicht nur mit Grosseröffnungen alle ­Hände voll zu tun, sondern durfte auch verschiedene kleinere und mittelgrosse Projekte realisieren. Anfang Jahr wurde in Münchwilen (BL) mit dem ­Piccolo das zweite Personalrestaurant von S­ yngenta übernommen. Nachdem schon bei der Eröffnung kleinere Infrastruktur­ anpassungen erfolgt waren, konnte der Betrieb im Dezember sanft renoviert werden. Auch das ABB Restaurant

Cityport in Zürich-Oerlikon erfuhr nach der Vertragsverlängerung pünktlich zum Jahresbeginn einen konzeptionellen und infrastrukturellen Relaunch. Im Frühling erhielt das Personalrestaurant Biotronik in Bülach einen Annex­betrieb. Im neuen Bistro werden die Gäste mit Pausensnacks und warmen Mittags­ gerichten verwöhnt. Das Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung betraute uns per 1. November 2014 mit der Führung der Gastronomie auf dem neuen Campus des SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) in Bern. Das kleine, feine Restaurant mit 100 Sitzplätzen heisst Luminis. Mitte Dezember endete der E­ röffnungsreigen 2014 mit der Inbetriebnahme der UBS Pausen­zone Aeschenvorstadt in Basel. Geniessen im Toni-Areal Der Campus Toni-Areal der beiden Zürcher Hochschulen ZHdK und ZHAW ist ein architektonisches sowie schulisches Vorzeigewerk. Nach der Eröffnungs­feier am 12. September 2014 kehrte nach 5-jähriger Bauzeit Leben im Gebäude ein. Dort, wo früher täglich bis zu einer Million Liter Milch zu Joghurt, Butter und Rahmglace verarbeitet wurden, gibt es heute Schul- und Büro­räume, Ateliers, Ballett- und Konzert­säle, Galerien, Filmund Tonstudios, eine Bibliothek, ein Kino, einen Musikclub und ein Museum. Mittendrin befindet sich der ZFV mit vier von ihm geführten Gastronomie­ betrieben: das Bistro Chez Toni, die Mensa ­Molki, die Kaffee- und Snackbar ­Momento sowie das Take-away-Outlet Kafi Z. Die Inbetriebnahme erfolgte in mehreren Etappen und verlief reibungslos. Die vielfältigen Konzepte kommen bei den Gästen gut an, und die Erfahrungen aus den ersten Betriebs­monaten machen Lust auf mehr.

Mensen-Tripel Nebst der Grosseröffnung Toni-Areal gab es im Segment Bildung drei weitere Übernahmen. Am 24. Februar 2014 wurde die Mensa der Freien Katholischen Schulen Zürich an der Kreuzbühlstrasse in Zürich erfolgreich in Betrieb genommen. Sie verpflegt täglich rund 80 ­Sekundarschüler. Mitte August folgte die Eröffnung der Mensa Linde im Berufs­bildungszentrum Biel. Der ­z weisprachig geführte Betrieb ist das erste ZFV-Res­taurant in dieser ­Region. Kurz darauf, am 13. ­Oktober 2014, empfing die Mensa der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales in Brugg ihre ersten Gäste. Das Angebot wurde gezielt auf die mehrheitlich weibliche Schülerschaft ausgerichtet.

~6’000

Studierende, Dozierende und Mitarbeitende der Universität Zürich nehmen ihr Mittagessen pro Tag in einer der vom ZFV geführten Mensen und Cafeterias ein.

«mensa unplugged» - 100 Jahre ZFV an der UZH 1914 zog die Universität Zürich vom Semper-Bau in das neue Hauptgebäude (Kollegiengebäude) an der ­Rämistrasse. Im selben Jahr nahmen dort die Gründerinnen des Zürcher Frauenvereins eine der ersten Universitätsmensen der Schweiz in Betrieb. Ein unglaub­ liches Jahrhundert später ist der ZFV noch ­immer Gastgeber an der UZH. Dies galt es ordentlich zu feiern. Unter dem Motto «mensa unplugged» wurden 2014 zahlreiche ­Jubiläumsaktivitäten ­organisiert, vom Blick zurück in die Anfänge bis hin zu den Ernährungstrends der Gegenwart. Mit einem Menü zum Preis von 100 Rappen wurde gestartet. Im Februar stand die Einführung der «mensa unplugged»-Mehrweg-Kaffeebecher auf dem Programm. Wenig später erfreuten sich exakt 4’033 Gäste an den Hiltl-Jubiläumsmenüs, mit denen der ZFV seine fleischlose Geschichte be­ leuchtete. Auch hinter den Kulissen tat sich einiges. So wurde im Sommer in allen Mensen und Cafeterias eine neue, besonders ökologische Reinigungslinie eingeführt. Im Herbst kreierte der bekannte Experimental-Koch Rolf Caviezel exklusiv für «mensa unplugged» zwei Menüs, und im November staunten die Gäste nicht schlecht, als sie hinter der Ausgabetheke das Gesicht von ­Max-Havelaar-Botschafterin und

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

31


Seit 1914 ist der ZFV Gastronomiepartner der Universität Zürich. Das 100-Jahr-­Jubiläum wurde mit zahlreichen A ­ ktivitäten unter dem Motto «mensa ­unplugged» gefeiert.

Jung­köchin Rebecca Clopath e ­ rkannten. Auf einer Online-Plattform berichteten sieben Blogger laufend über das Jubi­läumsjahr. Dort konnten auch die Bei­träge für den grossen «mensa unplugged»-Storytelling-Wettbewerb eingereicht werden. Dem Verfasser der schönsten Erzählung winkten fünf Tage Ferien im Sorell Hotel Tamina in Bad Ragaz für zwei Personen. Das Rennen machte – wie könnte es anders sein – eine Liebesgeschichte. Squeasy-Trinkflaschen Die Universität Bern beteiligt sich an einer ­internationalen Initiative, die sich für Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut einsetzt. Dies betrifft nicht nur die Lehre und Forschung. Nein, auch im betrieblichen

Alltag ­f ördert die Blue University einen ver­antwortungsvollen Umgang mit Wasser. Seit Mitte Februar 2014 s­ tehen den Studierenden, D ­ ozierenden und ­Mitarbeitenden der Universität Bern deshalb spezielle, in der Schweiz entwickelte und produzierte Kunststoff-­ Trinkflaschen zur Verfügung. Diese ­können an jedem Wasserhahn oder Trinkbrunnen mit frischem Wasser auf­ gefüllt werden. In den Mensen und Cafeterias wird zudem mit Kohlensäure versetztes Hahnenwasser angeboten. Kulinarischer Kalender 2014 Wir sind überzeugt, dass niemand die Bedürfnisse unserer Gäste besser kennt, als die Teams vor Ort. Deshalb verzichten wir beim ZFV bewusst auf eine zentrale Angebotsplanung. In allen

Am Weltvegetariertag kochten die Personal­ restaurants und Mensen des ZFV ein spezielles, von Experimental-Koch Rolf Caviezel kreiertes fleischloses Menü. Restaurants wird der Menüplan durch die Verantwortlichen vor Ort erstellt. Die von der Unternehmung vorgegebenen Leit­planken stellen dabei die Qualität sicher und lassen gleichzeitig genügend Spielraum für individuelle Lösungen. Ent­sprechend stellt auch jeder Betrieb seinen kulina­rischen Jahreskalender selbst zusammen. An einigen Aktivitäten beteiligten sich 2014 ­jedoch alle ­Betriebe. Dazu zählten die bei-

Gastronomie im Toni-Areal

Kaffeebar Momento – eines von vier spannenden gastronomischen Konzepten auf dem Campus Toni-Areal der ZHdK und ZHAW in Zürich.

32

Gemeinschaftsgastronomie

Toni-Areal heisst der neue Campus der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Er steht mitten im Trendquartier ZürichWest und wird belebt von über 3’600 Studierenden, 1’650 Dozierenden und Mitarbeitenden sowie zahlreichen Besuchern. Dass diese auch kulinarisch auf ihre Rechnung kommen, dafür sorgt der ZFV. Im gemüt­ lichen Bistro Chez Toni reicht das Sortiment vom haus­ gemachten Morgen-MuffelMuffin über verschiedene Schüsselgerichte bis hin zum Apéroplättli. Nur mittags geöffnet ist die Mensa

Molki mit ihren weissgrün ­gekachelten Wänden. Gleich vis-à-vis befindet sich die Kaffee- und Snackbar ­Momento – der perfekte Ort, um auf dem Weg von A nach B bei einem Cappuccino oder einem Sandwich eine kurze Pause einzulegen, ähnlich wie im kleinen Kafi Z, wo es ebenfalls ein vielfältiges Take-away-­ Angebot gibt.

¿ Weitere Informationen www.zfv.ch/toni-areal www.cheztoni.ch


Impressionen

Der Name «Pionier» des Restaurants im AXA Superblock ging aus einem Mitarbeiterwettbewerb hervor.

100 Jahre ZFV an der UZH Oben: Hiltl-Woche Unten: Max-Havelaar-Botschafterin ­Rebecca Clopath

den ­Fairtrade-Wochen im Frühling und Herbst, der Weltvegetariertag am 1. Oktober 2014, das vierteljährlich stattfindende Jahreszeitenrisotto sowie die Oster- und Weihnachtsboutique mit haus- und handgemachten Produkten von Kleiner sowie aus der eigenen Küche.

um inskünftig auch im Westschweizer Markt mehr ­Präsenz zeigen zu können. Des Weiteren im Fokus stehen diverse Massnahmen in Zusammenhang mit dem Projekt «Ehrlicher Genuss». Mit dem Einzug der Stadtverwaltung Winterthur kommt Ende Mai zusätzliches Leben in den AXA ­Superblock. Auch dieser Mieter verfügt über diverse Pausenzonen und Meetingräumlichkeiten, deren Bewirtschaftung wir übernehmen dürfen. Ein besonders intensives Jahr wartet auf die UBS-Gruppe. Anfang Juni erfolgt die Wiedereröffnung des UBS Restaurants Key West. Noch im selben Monat wird im Gegenzug das UBS Restaurant Dinocenter in Zürich-Oerlikon geschlossen. Noch im Berichtsjahr fand eine öffentliche Ausschreibung für die Gastronomie der Universität Zürich statt. Nachdem der Entscheid glücklicherweise zu unseren Gunsten ausfiel, starten wir mit der Umsetzung der eingereichten Ideen bereits 2015. Dazu zählt unter anderem die Eröffnung der ersten vegetarischveganen Universitätsmensa der Schweiz. Mit grosser Spannung sehen wir auch dem Bau des ETH Gastro-Pavillons auf dem Campus Hönggerberg entgegen, für den wir den Zuschlag erhalten haben. Der Betrieb richtet sich in erster Linie an Dozierende und Mitarbeitende, daneben aber auch an Studierende sowie externe Gäste der ETH Zürich. Die Eröffnung ist auf Frühjahr 2016 geplant.

Alpenchalet Winter Cloud Mit seinem Alpenchalet im St. Moritzer Skihüttenstil sorgte das Restaurant Cloud auf dem Novartis Campus in Basel für ein winterliches Highlight. Mittags und abends wurden kleinere und grössere Gruppen sowie Individualgäste in gemütlichem Ambiente mit Fondue, Raclette, Punsch und heisser Schokolade verwöhnt. Projekt «Ehrlicher Genuss» Auf Foodblogs, in TV-Kochshows und in unzähligen Kochbüchern wird das Thema Essen und Trinken zelebriert wie kaum je zuvor. Was früher einem Grund­ bedürfnis entsprach, gehört heute zum Lifestyle. Unsere Gäste ernähren sich vegan, low-carb und paleo, haben eine Glutenunverträglichkeit oder müssen aus gesundheitlichen Gründen auf Laktose verzichten. Als Gastgeber in Personal­ restaurants und Schulmensen mit regelmässig wiederkehrenden Gästen sind wir speziell gefordert, all diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Ganz zu schweigen von den vielen gesetzlichen

Reglementierungen, die bereits in Kraft getreten sind oder es demnächst werden. Unter dem Arbeitstitel «Ehrlicher Genuss» wurde 2014 deshalb ein Projekt ins Leben gerufen, das sich mit genau diesen Fragestellungen und Trends auseinandersetzt. Es löst die bestehende Initiative «Bewusst geniessen!» ab, die primär das Thema Gesundheit fokussierte. «Ehrlicher Genuss» wählt einen umfassenderen Ansatz von der Beschaffung und Logistik über die Angebotsplanung und Betriebsführung bis hin zur Entsorgung. Mit der Überarbeitung der F&B-Charta wurde bereits ein erstes Teilprojekt realisiert (siehe Nachhaltigkeitsbericht). Ebenso wurde die Evaluation einer neuen Beschaffungs-, Rezeptierungs- und Menüplanungssoftware in die Wege geleitet. 2015 werden erste Testbetriebe damit ausgestattet.

Ausblick Der Bereich Gemeinschaftsgastronomie soll weiter wachsen. Die erfolgreichen Eröffnungen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner sind und die Versprechungen, die wir im Rahmen von Ausschreibungen abgeben, in die Tat umsetzen. Dabei nehmen wir 2015 nicht nur die Deutschschweiz ins Visier, sondern wollen die Voraussetzungen schaffen,

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

33


Eventcatering Die Geschäftseinheit Eventcatering setzt sich aus vier verschiedenen Segmenten zusammen: dem klassischen Eventcatering mit Henris Catering & Events, dem Stadioncatering mit der Gastronomie im Stadion Letzigrund in Zürich, dem Messecatering mit der Gastronomie auf dem Gelände der BERNEXPO in Bern und dem Flughafencatering mit dem Henris Inflight Catering auf dem Flughafen Bern-Belp. All diesen Betrieben gemeinsam ist das stark volatile, oftmals auf Einzelereignisse ausgerichtete Geschäft mit einem hohen Logistikanteil.

Auf einen Blick Das Eventcatering legte dank verschiedener Grossanlässe wie dem WM-Public-Viewing in Zürich und den LeichtathletikEuropameisterschaften in Zürich mächtig zu. Das Umsatzplus betrug gegenüber Vorjahr knapp 30 %. Die Stadion­gastronomie Letzigrund erhielt durch das ­Rolling-Stones-Konzert zusätzlich Auftrieb. Auf das beste Jahr seit der Übernahme kann die ­Gastronomie BERNEXPO zurückblicken. Allerdings besteht ­umsatz- und ergebnismässig nach wie vor Handlungsbedarf. Einen Ertragseinbruch hinnehmen musste das ­Henris Inflight Catering auf dem Flughafen Bern-Belp. Das Gesamt­resultat fiel dank rasch eingeleiteter Massnahmen auf der Kostenseite dennoch zufriedenstellend aus.

8.0

 %

ANTEIL AM GESAMTUMSATZ

34

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

594 MITARBEITENDE

4

BETRIEBE


Markteinschätzung Die Schweiz ist ein Land der Gross­ anlässe und Events – sei es geschäftlich, in Sachen Sport und Kultur oder privat. Immer dann, wenn Menschen zusammentreffen, braucht es jemanden, der sich um Speis und Trank kümmert. Das bedeutet viel Potenzial für Unternehmen wie den ZFV. Je nach Kontext gestaltet sich die Ausgangslage jedoch sehr unterschiedlich. Während sich das eigentliche Anlass­catering mit kreativen Angeboten, einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis und viel Flexibilität bei der Umsetzung gegen eine Vielzahl grosser und kleiner Mitbewerber durchsetzen muss, stellen für das Stadioncatering die enorm hohe Volatilität der Besucherzahlen und die zunehmend strenger werdenden Sicherheitsvorschriften die grössten Herausforderungen dar. Die Messegastronomie an der BERNEXPO stellt fest, dass immer mehr Aussteller an ihren Ständen Häppchen und Getränke anbieten, um so potenzielle Kunden anzulocken. Wer sich jedoch schon beim Gang durch die Ausstellung verpflegen kann, findet kaum noch den Weg in ei-

nes der Messerestaurants. Währenddessen sieht sich das Henris Inflight Catering immer öfter mit der Konkurrenz aus dem günstigeren Euroraum konfrontiert.

Geschäftsgang Der Bereich Eventcatering hat ein fulminantes Berichtsjahr hinter sich. Der Umsatz stieg um 29.8 % auf total CHF 18.8 Mio. und lag damit weit über den Erwartungen. Auch ergebnismässig wurden deutliche Verbes­serungen erzielt. Diesbezüglich Entwarnung zu geben, wäre allerdings verfrüht.

~30  %

Der Bereich Eventcatering verzeichnete 2014 dank verschiedenen ausserordentlichen Anlässen ein Umsatzplus von 29.8 %.

Henris Catering & Events Lautete bei Henris Catering & Events im Vorjahr das Motto noch ­«halten», ging 2014 mächtig die Post ab. ­Martin

Fausch, der Anfang 2014 die Leitung übernommen hatte, lancierte mit grossem Engagement neue Projekte. Dank Grossanlässen wie den WM-Public-View­ ings in Zürich und Winterthur oder den Leicht­athletik-Europameisterschaften in Zürich hat sich der Umsatz im Berichtsjahr mit CHF 3.6 Mio. mehr als verdreifacht. Weil die vielen Grossanlässe auch hohe Investitionen und Betriebskosten nach sich zogen, konnte das Ergebnis nicht ganz m ­ it­halten, fiel aber immer noch respektabel aus. Stadioncatering Die Gastronomie im Stadion Letzigrund konnte ihren Umsatz gegenüber Vorjahr um 23.8 % auf CHF 7.3 Mio. steigern. Auch das Betriebsergebnis legte deutlich zu. Positiv ausgewirkt haben sich zum einen das Rolling-Stones-Konzert mit 48’000 Besuchern im Juni, zum ­anderen die Leichtathletik-EM im August. Bei den Heimspielen von GC und FCZ sorgten ­randalierende Fans und entsprechend hohe Sicherheitsvorkehrungen für zu­sätzliche Herausforderungen und Umsatzverluste. Die Zuschauerzahlen verharrten auf tiefem Niveau.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

35


Auf die Plätze, fertig, los!

An der Leichtathletik-EM im Stadion Letzigrund wurden zahlreiche sportbegeisterte Gäste aus dem In- und Ausland kulinarisch verwöhnt.

Die L­ eichtathletik-EM 2014 in Zürich vom 12. bis 17. ­August war mit 148'498 Stadiongästen, 358 Millionen TV-Zuschauern sowie 1'400 Athletinnen und Athleten der grösste Schweizer Sportanlass seit der Euro 2008. Für den ZFV als Cateringpartner ­bedeutete der Event das grösste Sponsoringenga­ gement aller Zeiten und ­einen Verpflegungsauftrag, der alle bisher gemeister­ ten Dimensionen s­ prengte. Für die Zuschauer im S­ tadion war die Letzigrund-Gastro­ nomie verantwortlich, wobei die ­Mensa UZH ­Irchel den ­VIP-Bereich betreute.

Der ZFV war 2014 erstmals Hauptsponsor am Zürcher Sechseläuten. Messecatering Die Gastronomie BERNEXPO blickt auf das beste Geschäftsjahr seit der Übernahme durch den ZFV im Jahr 2010 zurück. Nach einem schwachen Vorjahr stieg der Umsatz um 13.3 % auf CHF 6.9 Mio. Leicht besser fiel auch das Betriebsergebnis aus. Das Umsatzplus ist insbesondere auf die AGRAMA, die Schweizer Fachmesse für Landtechnik, sowie die Swiss Skills und Special Olympics Switzerland zurückzuführen. Das Jahr war ausserdem geprägt von einer umfassenden ­Struktur- und Prozessüberprüfung. So wurde beispielsweise das ­Restaurant Henris am Abend geschlossen. Per 13. Oktober 2014 kam es zu einem ­Führungswechsel. Der gebürtige Berner Oberländer ­Christian Wyler, ehemaliger Vizedirektor und ­F&B-Manager bei der Berchtold ­Catering AG in Basel, trat die Nachfolge von Mario Nigg an. Flughafencatering Aufgrund von kurzfristigen Strecken­ redimensionierungen sowie F&B-Angebotsanpassungen eines Hauptkunden verfehlte Henris Inflight Catering auf

36

Eventcatering

dem Flughafen Bern-Belp seine Umsatzziele deutlich. Der Betrieb verzeichnete einen happigen Umsatzeinbruch von rund einem Drittel auf CHF 1.0 Mio. Dank rechtzeitig eingeleiteter Optimierungsmassnahmen auf der Kostenseite wurde dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Das Geschäft mit Business und Private Jets entwickelte sich konstant.

Jahresrückblick Die Limmatstadt in Festlaune Lange hatten die Zürcherinnen und ­Zürcher auf ihren neuen Sechseläutenplatz warten müssen. Am 22. April 2014 war es endlich so weit. Am Platzfäscht wurde der mit fast 16’000 m² g ­ rösste ­innerstädtische Platz der Schweiz feier­ lich eingeweiht. Der Belag besteht aus über 110’000 Valser Quarzit-Quadern, weshalb der Kanton Graubünden Pate stand. Für das kuli­narische Wohl der Festbesucher sorgte Henris Catering & Events. Über 12’000 Portionen Capuns, Puschlaver Pizzoccheri, Huuswurst und

Gastgeber auf dem Sechseläutenplatz mit dem House of Switzerland war Henris Catering & Events, das seinerseits mit dem UBS ­Restaurant Opfikon zusammenarbeitete. Das Volunteer-Catering in der Sporthalle Hardau wurde von der Mensa UZH Zentrum realisiert. Die ­Gesamt­leitung oblag ­T homas Schmidt, Leiter Gastronomie im ­Stadion Letzigrund, und Martin Fausch, Leiter Henris Catering & Events. 550 engagierte ­ZFV-Mitarbeitende standen im Einsatz.

¿

Weitere Informationen www.henris.ch

Gerstensuppe gingen über die Theke. Direkt im Anschluss fand das Sechseläuten mit dem Gastkanton Obwalden statt. Auf dem Lindenhof konsumierten die Gäste unter dem Motto «Obwaldner Älplerchilbi z’Ziri» sechs Ochsen, 4’500 Portionen Älplermagronen und über 100 Liter Cheli (Kaffee). Der ZFV trat erstmals als einer der drei Hauptsponsoren dieses Zürcher Traditionsanlasses auf. Rolling Stones im Letzigrund Am 1. Juni 2014 rockten die Rolling Stones das ausverkaufte LetzigrundStadion. Das zweistündige Konzert war ein Querschnitt durch die lange Karriere der seit über 50 Jahren live auftreten­den Rockband. 660 ZFV-Mitarbeitende standen im Einsatz, um die fast 50’000 Zuschauer zu verköstigen. Oper für alle Am 21. Juni 2014 übertrug das Opernhaus Zürich unter dem Leitgedanken «Oper für alle» erstmals eine Auffüh­rung live auf Grossleinwand und verwandelte den neu gestalteten Sechseläutenplatz in ein Freilufttheater. Für das kulinarische Wohl sorgte im Auftrag von Henris Catering & Events das ­SRF ­Restaurant Fernsehstrasse. Im ­«Mercato Rigoletto» konnten sich die Zuschauer Picknicksäcke voller italienischer Köstlichkeiten – von Tramezzini und Focaccia bis hin zu Antipasti und Salaten – zusammenstellen. «Stadionfeeling zmitzt in Züri» Von Mitte Juni bis Mitte Juli organisierte Henris Catering & Events im Rahmen der Fussball-WM in Brasilien das grösste


Mit dem Fussball-WMPublic-Viewing in Zürich schlüpfte Henris Catering & Events erstmals in die ­Rolle des Veranstalters. Outdoor-Public-Viewing von Zürich. Ein 56 m² grosser LED-Big-Screen, eine gedeckte Tribüne und viel Brasil-Ambiente mit Bars und DJs sorgten für ein einmaliges WM-Erlebnis. Jeden Abend trafen sich bis zu 5’000 Fussballfans auf dem Areal direkt an der Ecke von Europaallee und Langstrasse. Der Event wurde in Zusammenarbeit mit myclimate zu 100 % klimaneutral durchgeführt. Parallel dazu wurde auch das Public-Viewing in Winterthur mit Speisen beliefert. 19. Ausgabe des Live at Sunset Vom 9. bis 19. Juli 2014 stand das Live at Sunset in Zürich auf dem Programm. Über 20’000 Musikbegeisterte besuchten die elf Konzerte auf der Dolder Kunsteisbahn. Vor, während und nach den Konzerten verwöhnte Henris Catering & Events die Gäste im Sunset Restaurant und in der Sunset Lounge mit einfalls­ reichen Speisen und erfrischenden Drinks. Woow! – Leichtathletik-EM 2014 in Zürich Vom 12. bis 17. August 2014 fanden im Stadion Letzigrund und in der Stadt

Zürich die Leichtathletik-Europameisterschaften statt. 1’400 Athletinnen und Athleten kämpften um Medaillen. Als offizieller Cateringpartner verpflegte der ZFV bis zu 30’000 Gäste pro Tag. Realisiert haben den grössten Cateringauftrag in der Geschichte des ZFV die Stadiongastronomie Letzigrund, Henris Catering & Events, die Mensen UZH Irchel und Zentrum sowie das UBS Restaurant Opfikon. Highlights an der BERNEXPO Vom 25. April bis 4. Mai 2014 fand an der BERNEXPO die BEA /PFERD statt. Über 300’000 Besucher fanden den Weg auf das Messegelände. Zusätzlich zum regulären Betrieb bot die Gastronomie BERNEXPO auf der Terrasse des Hauptrestaurants Henris jeden Abend ein BBQ mit Live-Musik an. Einen Monat später wurden vom 5. bis 8. Juni 2014 die 1’500 Athletinnen und Athleten der Special Olympics Switzerland, der Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung, kulinarisch verwöhnt. Der Anlass war eine fantastische Erfahrung mit vielen emotionalen ­Begegnungen. Nach den ruhigen ­Sommerwochen ­folgte vom 17. bis 21. September 2014 bereits der nächste Höhepunkt: die S­ chweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills. Nebst dem Tagesgeschäft führte die Gastrono­ mie BERNEXPO rund 150 ­Spezialcaterings durch. Ausserdem wurde in der Fest­ halle das neue Konzept «O’zapft» mit bayrischen Spezialitäten wie Weisswürs-

ten, Hendeln und verschiedenen Bieren realisiert. Ein weiteres Messehighlight ­bildete die AGRAMA vom 27. November bis 1. Dezem­ber 2014. Während fünf Tagen stellten 255 Firmen auf über 58’000 m² ihre Produkte und Dienst­leis­ tungen für die Schweizer Landwirtschaft aus. Aufgrund des grossen Publikums­ andrangs wurde auf dem Aussenplatz ein zusätz­liches Festzelt aufgestellt.

Ausblick 2015 wird für das Eventcatering ein etwas ruhigeres, aber nicht minder spannendes Jahr. Henris ­Catering & Events wird erneut am ­Zürcher Sechseläuten und am Live at Sunset präsent sein. Weitere Anlässe sind in Planung. Mit dem Doppelkonzert von «AC / DC» am 5. und 7. Juni 2015 sowie dem Auftritt der Punk-Rock-Band «Die Toten Hosen» am 15. August 2015 stehen im Stadion Letzigrund nebst den obligaten Fussballspielen und der Weltklasse Zürich gleich drei Events der Superlative auf dem Programm. Die Gastronomie BERNEXPO muss unter der neuen Führung ihre Strukturen und Prozesse weiter optimieren. Geplant ist etwa, im Restaurant Henris als Ergänzung zum À-la-carte-Service ein Selbstbedienungsangebot zu etablieren. Henris Inflight Catering ist derweil gefordert, sich im Wettbewerb mit anderen europäischen Airline-Caterern zu behaupten.

Impressionen

Sunset Restaurant mit direktem Blick auf die Konzertbühne

Oben: Mit dem Böögg vor die Kamera am Zürcher Platzfäscht Unten: Fussballfans beim WM-Public-Viewing in Zürich

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

37


Bäckerei-Konditorei Mit dem Erwerb der Kleiner Bäckerei-Konditorei mit einem eigenen Produktionsbetrieb und verschiedenen Filialen sowie der Confiserie Schurter am Central in Zürich entstand 2006 die Geschäftseinheit Bäckerei-Konditorei. In der Zwischenzeit sind die Confiserie Kofler, bekannt für ihre hausgemachte Glace, sowie Cosimos, eine Pizzamanufaktur, dazugekommen. Allen Marken gemeinsam ist, dass sie das traditionelle Back- und Konditorenhandwerk in den Vordergrund stellen und auf qualitativ hochwertige Grundzutaten setzen, die sie wenn immer möglich aus der Region beziehen.

Auf einen Blick Der Geschäftsbereich Bäckerei-Konditorei hat den Turn­ around noch nicht geschafft. Die anvisierten Umsatz- und Ergebnisziele wurden verfehlt. Während sich die Produktionssparte mit den Marken Kleiner, Kofler und Cosimos konstant entwickelte, mussten im Filialgeschäft Verluste hingenommen werden. Verantwortlich dafür war vor allem der Standort ShopVille. Mit der Lancierung der KleinerKundenkarte, einer weiteren Qualitätssteigerung beim Brot sowie guten Absatzzahlen für die von Hand gegossenen Schoggi-Osterhasen von Kofler gibt es aber auch Erfolge zu vermelden.

4.8

 %

ANTEIL AM GESAMTUMSATZ

38

Jahresbericht ZFV-Unternehmung 2013

131

MITARBEITENDE

13

BETRIEBE


Markteinschätzung Die Konsolidierung im Schweizer Bäckerei-Konditorei-Markt schreitet weiter voran. Das Gewerbe konnte seinen Marktanteil gegenüber den Grossver­ teilern zwar halten, die Konzentration auf grössere Betriebe hielt jedoch an. Dies bedeutet, dass die Zahl der pro­du­ zierenden Kleinfirmen stetig abnimmt. Schätzungen gehen von jährlich etwa 3 % oder 50 Betrieben aus. Standorte mit einem Café konnten zulasten der reinen Bäckerei-Konditorei-Betriebe weiter zulegen. Das Thema Snacking mit ganztags verfügbaren warmen und kalten (Zwischen-)Mahlzeiten ist weiter auf dem Vormarsch. Parallel dazu liess sich ein Trend zu eher kleinen Läden an frequenzstarken (teuren) Lagen beobachten. Auf den anhaltend hohen Marktdruck mit Preissenkungen zu reagieren, wäre falsch. Für gewerblich produzierende Bäckereien-Konditoreien führt der Weg zum Konsumenten über Qualität, Beratung, Vertrauen und Innovation. Gepunktet werden kann mit frischen Produkten aus regionalen Rohstoffen, hergestellt mit dem Wissen

und Können stolzer Fachkräfte, und das alles zeitgemäss verpackt und inszeniert. Dies stellt neue Herausforderungen an die Mitarbeitenden. Wie in anderen Branchen treibt das Thema der Fachund Führungskräfte sowie der Aus- und Weiterbildung deshalb auch die Bäcker, Konditoren und Confiseure um.

Geschäftsgang Die Kleiner Bäckerei-Konditorei hat ein unbefriedigendes Jahr hinter sich. Der Gesamtumsatz (inklusive Kofler, Cosimos und Schurter) ging um 1.8 % auf CHF 14.1 Mio. zurück. Auch beim Betriebs­ergebnis wurden die gesteckten Jahresziele deutlich verfehlt. Während das Geschäft mit den ZFV-Betrieben sowie weiteren Businesskunden im zwei­stelligen Prozentbereich zulegte, konnte der Abwärtstrend in den Filialen nicht gestoppt werden. Hauptgrund war der Standort ShopVille. Hier befindet sich der grösste und wichtigste Laden für Kleiner. Nach dem Umzug in das neue Verkaufsgeschäft beim Bahnhof ­Löwenstrasse erlitt diese Filiale einen

massiven Umsatzeinbruch. Die Passantenströme Richtung Tiefenbahnhof im neuen Teil des ShopVille verfehlten ­deutlich die prognostizierten Werte. Dies kam für alle überraschend. Freude bereitete die Filiale Bleicherweg, die während gut zweier Jahre infolge Bau­ arbeiten am Gebäude ein Mauerblümchendasein fristete und nun wieder zu neuem Leben erwacht ist. Insgesamt betrug der Umsatzrückgang im Filial­ geschäft CHF 1.0 Mio. oder 10.7 %. Die Produktionssparte erreichte 2014 ­demgegenüber eine Umsatzsteigerung. Am stärksten zulegen konnte das Segment Bäckerei. Positiv ins Gewicht fiel ausserdem die Entwicklung von Schurter. Während der Umsatz leicht unter Vorjahresniveau lag, konnte das Betriebs­ ergebnis erneut verbessert werden.

Jahresrückblick Kleiner Kundenkarte Um die Kundenbindung zu verstärken, wurde zu Beginn des Jahres eine ­Kleiner-Loyalitätskarte eingeführt. Mit der flexibel aufladbaren Guthaben-

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

39


Mit handgegossenen Schoggihasen in verschiedenen Formen, Farben und Grössen begeisterte Kleiner an Ostern seine Kundschaft. karte kommen Kundinnen und Kunden, die regelmässig bei Kleiner einkaufen, in den Genuss von 1 bis 5 % Zusatzguthaben und profitieren von zahlreichen Spezialangeboten. Die Kundenkarte ist in allen Kleiner-Filialen erhältlich. Neu wird darüber auch das Gutscheinwesen abgewickelt. Renovation der Filiale Oberstadt Nachdem die Filiale Oberstadt im Au­ gust 2013 von der Familie Faes käuflich erworben worden war, erfolgte im Februar des Berichtsjahres eine sanfte Renovation des Verkaufsgeschäfts. Die Verkaufstheke wurde neu eingekleidet und die in die Jahre gekommenen Aus­lagen für Geschenke und Confiserie­ artikel durch schöne Holzregale und moderne Präsentationstische ersetzt. Der Umbau erfolgte in nur sieben Tagen. Handgegossene Osterhasen von Kofler Ob klein, mittel oder gross, schwarz, braun oder weiss – Kleiner nutzte im Ostergeschäft 2014 das Know-how von Kofler und setzte auf selbstgegossene

Schoggihasen aus feinster ­Schweizer Schokolade. 14’000 Stück wurden mit­­hilfe der traditionellen Weissblech­ formen in aufwendiger Handarbeit hergestellt. Die zartbitteren und milchigfeinen Hasen unterschieden sich sowohl optisch als auch geschmacklich deutlich von in­dustriell hergestellten Produkten und kamen bei der Kundschaft hervorragend an. Neues Verkaufsgeschäft im ShopVille Im Zuge der Eröffnung der Durchmesserlinie am Hauptbahnhof Zürich bezog die Kleiner Bäckerei-Konditorei am 12. Juni 2014 nach mehr als zwei Jahren im Provisorium das neue Verkaufsgeschäft am alten Standort beim Durchgang Löwenstrasse / Gessnerallee. Als Vorlage für die Innenausstattung dienten die Filialen Wipkingen und Limmatquai. Rückwände aus Holz und Regale aus anthrazitfarbenem Metall bringen ­Natürlichkeit und Wärme in das Verkaufs­geschäft. Eine gespiegelte, für die Kundin­nen und Kunden gut ein­seh­ bare Ladentheke sowie zwei Take-out-­ Bereiche mit Kühl- und Tiefkühl-Vitrinen

bieten Platz für ein vielfältiges Snack-, Konditorei- und Backwarensortiment.

20’000

Im Rahmen der Leichtathletik-Europa­ meisterschaften in Zürich lieferte Kleiner 20’000 Lunchpakete für die Verpflegung der Volunteers.

Lunchpakete für Volunteers Im Rahmen der Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich lieferte Kleiner Backwaren, Sandwiches, Pizzas und Glace für die Volunteer-Verpflegung. Dazu ­gehörten auch über 20’000 Lunchsäcke. Das Liefervolumen war in dieser Aus­ nahmewoche doppelt so hoch wie sonst. Schwerpunkt Brot Ein besonderes Augenmerk galt im ­Berichtsjahr der Produktkategorie Brot. Um die Qualität weiter zu steigern, ­wurde das Sortiment überarbeitet und teilweise gestrafft. Zudem wurde bei allen Broten und Brötchen auf einen

Kleiner Verkaufsgeschäft ShopVille

Das neue Kleiner Verkaufsgeschäft im ShopVille befindet sich beim Durchgang Löwenstrasse / Gessnerallee.

40

Bäckerei-Konditorei

Mit der Einweihung der Durchmesserlinie am Hauptbahnhof Zürich wurde am 12. Juni 2014 auch das Einkaufsangebot im ShopVille um mehrere Tausend Quadratmeter Ladenfläche erweitert. 42 Modegeschäfte, Gastronomiebetriebe, Convenience-Stores und namhafte Fachgeschäfte öffneten ihre Tore. Auch die Kleiner Bäckerei-Konditorei bezog nach mehr als zwei Jahren im Provisorium ein neues Verkaufs­geschäft. Der Laden befindet sich am alten Standort beim Durchgang Löwenstrasse / Gessnerallee. In den Regalen und Vitrinen finden die

Pendlerinnen und Pendler seither viel frisches Brot, schmackhafte Snacks für zwischendurch sowie feine Torten und Patisserie. Das Sortiment wird ergänzt durch eine kleine Auswahl an Café-complet-Produkten wie Milch, Eier, Käse, Aufschnitt und Konfitüre. Auch hübsch verpackte Geschenke und Mitbringsel sind zu haben.

¿

Weitere Informationen www.kleiner-baeckerei.ch


Impressionen

Direkt aus dem Ofen: In der Backstube von Kleiner ist rund um die Uhr Betrieb. Auch nachts.

Bei Kleiner werden die Brote noch von Hand geformt.

Wer bei Kleiner durch die Backstube geht, spürt sofort: Hier sind echte ­Bäcker- und Konditorenmeister am Werk.

Vorteig mit langer Reifezeit umgestellt. Dadurch schmecken die Backwaren ­aromatischer und bleiben länger frisch. Sandwichlinie «hot and cold» Das Snackgeschäft ist in der Vergangenheit für die Verkaufsläden immer wichtiger geworden. Im Oktober lancierte Kleiner daher die neue Sandwichlinie «hot and cold». Dabei handelt es sich um sechs besonders hochwertige Sandwiches aus Focaccia- und Knusperbrot, die der Kunde nach persönlichem Gusto kalt essen oder vorher im Paninitoaster grillieren lassen kann. Goldene Scherenschnitte und Rentiere zu Weihnachten Um das kongruente Erscheinungsbild der Verkaufsgeschäfte zu verstärken, wurde für die Weihnachtssaison 2014 erstmals in allen Kleiner-Filialen eine

Nur 50 km vom Feld in die Backstube: Das Mehl für seine Backwaren bezieht Kleiner bei der Lindmühle in Birmenstorf.

einheitliche Winterdekoration rea­ lisiert. Goldene Scherenschnittfolien mit Weihnachtssujets machten die Schaufenster zum Blickfang. Bei den Eingän­gen ­hiessen festlich geschmückte Weihnachtsbäume die Kundinnen und ­Kunden willkommen. Im I­nneren ergänzten kleine Dekoschalen mit Tannen­zapfen und Rentier-Stickern die sorgfältig verpackten Mitbringsel und Geschenke. Nachdem die ersten Erfahrungen gesammelt werden konnten, wird das gemeinsame D ­ ekokonzept im Frühling 2015 f­ortgesetzt.

Ausblick

rungsmassnahmen auf dem Programm. Die Sortimentsstraffung wird weiter vorangetrieben und C-Artikel konsequent gestrichen. Das schafft Platz für neue Produkte mit grösserem Absatzpotenzial. So plant Kleiner beispielsweise für die Sommersaison in Zusammenarbeit mit Kofler die Lancierung eines eigenen Konditorenglaces. Im Fokus steht 2015 ausserdem das Tortendesign, welches überarbeitet und modernisiert werden soll. In der Pipeline steckt zudem ein neues Verpackungskonzept für Geschenk- und Confiserieartikel. 2014 wurde hierzu eine Kundenbefragung durchgeführt. Der beliebteste Entwurf kommt 2015 in die Läden.

Der Geschäftsbereich Bäckerei-Konditorei bleibt unter Druck, der Turnaround muss endlich geschafft werden. Deshalb stehen auch 2015 zahlreiche Optimie-

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

41


Bäckerei-Konditorei: Lange Teigführung

Jeden Tag wird bei Kleiner geknetet, gebacken, glasiert und verziert – von Hand und mit Liebe zum Detail. Beim Brot setzt das Zürcher Traditions­ unternehmen auf die natürliche Methode der langen Teigführung.

Seit jeher weiss man, dass ein langer Reifeprozess beim Brot ein besonders feines und ausgeprägtes Aroma, eine wunderschöne Kruste sowie lang anhaltende Frische und Saftigkeit bewirkt. Die Kleiner Bäckermeister setzen deshalb auf die Methode der langen Triebführung und setzen Vorteige

¿

ein. Im Gegensatz zu konventionell her­ gestelltem Brot hat die Teigmasse dabei bis zu 20 Stunden Zeit, um zu treiben und ihre Naturkraft zu entfalten. Konservierungsstoffe und Backhilfsmittel werden überflüssig. Salz und Hefe braucht es nur noch in kleinen Mengen.

Weitere Informationen www.kleiner-baeckerei.ch


Liegenschaften

Das Immobilienportfolio des ZFV umfasst 34 selbst genutzte und fremd vermietete Liegenschaften.

Der Geschäftsbereich Liegenschaften beinhaltet die Verwaltung und Weiterentwicklung des unternehmenseigenen Immobilienportfolios mit insgesamt 34 Liegenschaften. Wir unterscheiden zwischen Gebäuden, die von den eigenen Hotels und Restaurants genutzt, und solchen, die extern vermietet werden. Viele der Liegenschaften sind von historischer Bausubstanz. Im Berichtsjahr trugen die Mieteinnahmen CHF 6.0 Mio. zum Unternehmensumsatz bei. Das sind 2.6 % weniger als im Vorjahr. Grund ­dafür sind Leerstände an der Mühle­ bach­­strasse 86 im Zürcher Seefeldquartier und im Gewerbehaus GGA West neben dem Bahnhof Zürich-Altstetten.

Impressionen

Abschluss der Totalsanierung im Wohnhaus Mittelstrasse 4 in Bern In den vergangenen beiden Jahren wurde die mit dem Sorell Hotel Arabelle verbundene Wohnliegenschaft Mittelstrasse 4 in Bern einer Totalsanierung unterzogen. Die Immobilie besteht nach der Renovation aus sechs Wohneinheiten; vier 4-Zimmer-Wohnungen mit je einem grossen Innenhof- und einem kleinen Seitenbalkon sowie zwei 2.5-Zimmer-Maisonette-Wohnungen mit Blick über die Dächer der Stadt Bern. Die Neugestaltung des Innenhofs mit einer Grünfläche, einem Veloabstellplatz und einer neuen Passerelle, welche die beiden Häuser des Sorell Hotels Arabelle verbindet, wurde kurz vor Weihnachten fertiggestellt. Neu sind die drei Häuser Mittelstrasse 4 und 6 sowie Seidenweg mit einem zentralen Heizsystem aus­ gestattet. Anfang August 2014 zogen die ersten Mieter ein.

niert. Neu wird das Gebäude für Heizung und Warmwasser mit Erdgas versorgt. Die Mieter konnten die 1.5-Zimmer-Wohnung mit Terrasse im ersten Obergeschoss, die 3-ZimmerWohnung im 2. Obergeschoss sowie die 2 ­ -Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss per 1. Oktober 2014 beziehen. Im Erdgeschoss befindet sich nach wie vor ein Verkaufsgeschäft der Kleiner Bäckerei-Konditorei. Die Produktion im Untergeschoss wurde nach einem ­Wasserschaden aufgehoben und zu ­Kleiner an den Geerenweg verlegt.

Wohnungsrenovierung an der Oberdorfstrasse 43 in Dietikon In der Liegenschaft Oberdorfstrasse 43 in Dietikon wurden die drei beste­ henden Wohnungen umfassend sa­

Kauf zusätzlicher Anteilsscheine Im Gebäude GGA West der Genossenschaft Gewerbehaus Altstetten, für welche der ZFV die Immobilienverwaltung macht, wurden per 1. April

Im Gebäude GGA West direkt beim Bahnhof Altstetten in Zürich sind die Kleiner Bäckerei-Konditorei, der Technische Dienst und die ZFV-Logistik untergebracht.

und 1. Juli 2014 von den Genossenschaftern Paul Forrer AG, Ruth Seiler sowie ­Formodruck AG Anteilsscheine für ­diverse ­Lager-, Gewerbe- und Büroräum­lich­keiten sowie Parkplätze erworben. Die zusätzlichen Flächen ­werden vom Technischen Dienst, der Kleiner ­Bäckerei-Konditorei sowie der ZFV-Logistik genutzt. Der Technische Dienst gab per Mitte Jahr seine verbleibenden Räumlichkeiten an der Flüelastrasse auf und zog an die ­Aargauerstrasse. In diesem Zusammenhang wurde auch das Mobiliarund ­Materiallager an der Hardstrasse aufgegeben und ins GGA West verlegt. Die noch freien Flächen im neben dem Bahnhof Zürich-Altstetten gelegenen Gebäude sollen 2015 wieder vermietet werden.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

43


«Mein Team und ich sorgen dafür, dass sich unsere Gäste wie zuhause fühlen – von der persönlichen Begrüssung an der Rezeption über das frisch bezogene Bett bis hin zur morgendlichen Tasse Kaffee.» Sina Nikolussi, General Manager im Sorell Hotel City Weissenstein


Nachhaltigkeit

Das nachhaltige Denken und Handeln mit Blick in die Zukunft liegt in unserer DNA. Seit 1894 setzen wir uns dafür ein, dass ökonomische, soziale und ökologische Aspekte entlang unserer Wertschöpfungskette im Gleichgewicht bleiben.

Der ZFV bekennt sich zu einer nach­ haltigen Entwicklung. Seit unser Unternehmen 1894 gegründet wurde, setzen wir uns für das Gleichgewicht zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen ein. So visionär wie sich unsere Gründerinnen für die Bekämpfung des Alkoholismus, die Besserstellung der Frau in den gast­gewerblichen Berufen und die Förderung des Volkswohls generell einsetzten, so kon­sequent ver­ pflichten wir uns mit unserem Nachhaltigkeitsprogramm auch heute noch, die Umwelt zu schützen, den bewussten und gesunden Konsum zu fördern, uns gegenüber unseren Mitarbeitenden und der Gesellschaft vorbildlich zu verhalten und den soliden finanziellen Fortbestand unseres Unternehmens sicherzustellen. Auf der 2014 neu lancierten ZFV-Web­seite informieren wir umfassend über dieses Engagement. Im vorliegenden, zweiten Nachhaltigkeitsbericht ­werden die Meilensteine für das Jahr 2014 aufgezeigt.

Ökonomische Dimension «Daily Cost Control» im Betriebsalltag angekommen Die im Jahre 2013 eingeführte «Daily Cost Control» hat sich im Berichtsjahr

46

Nachhaltigkeit

zu einem fest verankerten Führungs­­­ instrument entwickelt. Das Tool ermöglicht den Betriebsleitungen zeitnah die Kontrolle der wichtigsten Kenngrössen wie Umsatz, Waren- und Personalkosten. Mit dem Kurs «Up to date mit DCC» w ­ urde das Know-how der Führungskräfte im Umgang mit dem Controlling-Instrument weiter vertieft. Digitales Wareninventar Seit Anfang 2014 erfolgt die Übermittlung des Wareninventars durch die Betriebe an den Hauptsitz auf dem elektronischen Weg. Dazu werden die Belege mit einem digitalen Visum versehen. So kann sichergestellt werden, dass die Inventarerhebung im Nachhinein nicht mehr verändert wird. Projekt «Business Intelligence» Die Professionalisierung und Automa­ tisierung des Forecastings, Reportings und Controllings soll weiter vorangetrieben werden. 2014 wurde deshalb das Projekt «Business Intelligence» initiiert. Ziel ist die Schaffung einer zentralen Plattform, welche die Daten aus den verschiedenen im Einsatz stehenden Systemen zusammenzieht, aggregiert und zur einfacheren Analyse und Interpretation in übersichtlichen Berichten darstellt. 2015 werden die ersten Auswertungen vorliegen.

15  %

Mittlerweile gehen 15 % der Lieferanten­ rechnungen auf elektronischem Weg bei uns ein.

Ausbau des elektronischen Zahlungsverkehrs Im Berichtsjahr wurden drei weitere Grosslieferanten erfolgreich an unser EDI-System (Electronic Data Interchange) angebunden. Mittlerweile erhalten wir rund 15 % des gesamten Rechnungsvolumens auf elektronischem Weg. Auch die durch den ZFV ausgestellten Forderungen werden immer öfter elektro­nisch übermittelt. Dies reduziert nicht nur den Papierverbrauch, sondern führt auch zu mehr Verarbeitungssicherheit und setzt personelle Kapazitäten frei, die anderweitig eingesetzt werden können. Durchleuchtung des Opening-Prozesses Um die Prozesse bei Betriebseröffnungen und -übernahmen weiter optimieren zu können, wurden im Berichtsjahr sämtliche Schnittstellen und Abläufe durch die Abteilung Controlling durchleuchtet. Im Fokus standen sowohl die Qualität des Endprodukts als auch die Einhaltung finanzieller Rahmenbedingungen. In der Folge wurden verschiedene Prozess­


anpassungen sowie die Erstellung entsprechender Hilfsmittel in die Wege geleitet.

Soziale Dimension ZFV-Kultur Die ZFV-Kultur unter dem Motto «Bewe­ gung» stand auch 2014 im Fokus. Verschiedene Aktivitäten zu den Werten «Begeisterung», «Engagement», «Wir», «Ehrlichkeit», «Gewissenhaftigkeit», «Unternehmertum», «Nachhaltigkeit» und «Gästeorientierung» begleiteten uns durch das Jahr. Die Hauptsitzmitarbeitenden engagierten sich beispielsweise im Rahmen eines Austauschtages als Servicemitarbeiter, Zimmermädchen oder Hilfsbäcker an der Front, die Übergabe des Ostergeschenks wurde mit einem Teamevent verbunden, und zum Thema Gewissenhaftigkeit fanden spannende Kurzreferate im Rahmen einer Betriebsleitertagung statt. Fortschrittliche Anstellungsbedingungen Das Lohnsystem des ZFV basiert auf dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes. Dass die entsprechenden Bestimmungen vollständig eingehalten werden, bestätigte 2014 eine Prüfung durch die L-GAV-Kontrollstelle. Im Be­ reich Bäckerei-Konditorei (inklusive Filialen) kommt der Gesamtarbeits­ver­ trag für das Bäcker-Konditoren-Con­ fiseur­gewerbe zum Einsatz. Letzterer wurde im ­Berichtsjahr neu ausgehandelt und sieht zwischen 2015 und 2018 eine schrittweise Erhöhung der Mindestlöhne vor. Die arbeitsrechtliche Gleichstellung

von Frau und Mann ist beim ZFV eine Selbstverständlichkeit. Zudem konnten wir unsere Mitarbeitenden 2014 wie schon in den Vorjahren am ­guten ­Geschäftsgang beteiligen und haben ihnen eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 2.0 % der Bruttolohnsumme ausgerichtet. Zu den attraktiven Anstellungsbedingungen tragen weitere Benefits bei. ZFV-Mitarbeitende kommen gegenüber L-GAV und OR in den Genuss zahlreicher Besserstellungen, zum Beispiel bei den Verpflegungsabzügen sowie bei Feier­ tagen, Mutterschaft, Krankheit, Unfall, Invalidität und Todesfall. Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten pro fünf Dienstjahre eine Treueprämie. Ausserordentliche Einzel- und Teamleistungen werden mit Sonderprämien honoriert. Des Weiteren haben ZFV-Mitarbeitende pro Jahr Anspruch auf Reka-Checks im Wert von CHF 800 (Vollzeitarbeitsverhältnis) respektive CHF 400 (Teilzeitarbeitsverhältnis). Pro Kind können weitere CHF 400 Reka-Checks bezogen werden. 20 % der Gesamtkosten übernimmt der ZFV. Grosser Beliebtheit erfreut sich auch die ZFV-Mitarbeiter­ karte. Sie umfasst viele vergünstigte Angebote innerhalb der Unternehmung sowie bei weiteren ausgewählten Partnern aus den Bereichen Reisen & Freizeit, Wellness & Beauty, Sport & Gesundheit sowie Shopping. Mitarbeiterbefragung Unter dem Motto «Ihre Meinung — Unsere Zukunft» fand vom 19. Mai bis 13. Juni 2014 die ZFV-Mitarbeiter­­be­ fragung statt. Sie wurde in Zu­sammen­­

83

von 100 punkten

Das Commitment der ZFV-Mitarbeitenden ist im schweizerischen Vergleich überdurchschnittlich hoch.

arbeit mit einem externen Spezialisten für Mitarbeiterbefragungen durch­ geführt. 64 % unserer Mitarbeitenden nahmen teil. Insgesamt fiel die Befragung positiv aus. Betrachtet man die Gesamtunternehmung, so lagen unsere Werte mehrheitlich auf Augenhöhe mit oder sogar über dem Schweizer Benchmark. Auch gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2009 waren positive Tendenzen feststellbar. Die Gesamt­ zufriedenheit mit der Arbeitssituation lag unverändert bei 74 von 100 Punkten. Das Commitment erreichte mit 83 von 100 Punkten ein überdurchschnittlich hohes Niveau. Handlungspotenzial war vor allem bei einzelnen Betrieben und Betriebsgruppen auszumachen. Auf dieser Ebene wurden im Anschluss auch die Detailauswertung vorgenommen und im Austausch mit den Mitarbeitenden entsprechende Massnahmen definiert. Arbeitgeberauszeichnungen Seit diesem Jahr ist der ZFV Träger des Swiss HR Labels. Das Label ist ein ­Leistungsnachweis für exzellentes Human Resource Management und wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz in Zusammenarbeit mit dem ­Schweizer HRM-Journal HR Today ver­geben. Beson­ ders positiv aufgefallen ist dabei das ZFV-Kompetenzmodell, welches in allen relevanten H ­ R-Prozessen greift und als

Entwicklung Mitarbeiterzahlen

2’588

Mitarbeitende Vollzeitäquivalente

2’322 2’116

2014 nahm die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 53 zu. Die Anzahl Vollzeit­ äquivalente stieg über­ proportional um 79 an.

1’783 1’469 1’012 998

1’119

1’256

1’350

1’577

651

2004

2006

2008

2010

2012

2014

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

47


2014 wurde die Bruttolohnsumme um durchschnittlich 2.0 % erhöht.

Anzahl Frauen und Männer

Alle Mitarbeitenden

Verwaltungsrat

4

1

Geschäftsleitung

1

4

Betriebsleitungen

1’521

53 Kader Hauptsitz

1’067

Stütze für Förderungs- und Entwicklungsmassnahmen dient. Mit dem Erhalt des Labels ist der ZFV automatisch für den Swiss HR Award 2015 nominiert. ­Bereits stattgefunden hat der Swiss Arbeitgeber Award 2014. Hier erzielte der ZFV in der Kategorie der grossen Unternehmen (1’000 Mitarbeitende und mehr) den hervorragenden fünften Platz. ZFV-Job-Dating Nachdem 2013 erfolgreich das OnlineBewerbermanagement eingeführt worden war, suchte man im Berichtsjahr nach weiteren Möglichkeiten, um potenzielle Mitarbeitende anzusprechen. Erstmalig wurde in Zusammenarbeit mit dem RAV ein ZFV-Job-Dating durch­ geführt. Nach einer einstündigen Information über die Unternehmung wurden mit den Bewerbenden Kurzinterviews geführt. Von 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten sieben eingestellt werden. Sie sind alle für die Gastronomie im Toni-Areal tätig.

48

Nachhaltigkeit

67

15

15

Mitarbeitende ohne Kaderfunktion

1’448

69

980

Lernende

69 Lernende hatten 2014 einen Lehrvertrag beim ZFV. 20 von ihnen schlossen im Berichtsjahr ihre Ausbildung erfolgreich ab.

Die Zukunft des ZFV … … liegt in den Händen unserer Mitar­ beitenden. Deshalb investierten wir auch im Berichtsjahr viel in deren Ausund Weiterbildung. Insgesamt bildeten wir 69 Lernende und 15 Praktikanten aus. Unser Lehrstellenangebot umfasst alle Bereiche der Gastronomie und H ­ otellerie – vom Koch über die Restaurationsfachfrau bis hin zum Hotellerieangestellten, zur System­ gastronomiefachfrau oder zum Kaufmann. 20 junge Erwachsene schlossen ihre Berufs­ausbildung erfolgreich ab und feierten ihre Leistung an der gemein­samen Lehrabschlussfeier im Sorell Hotel Sonnental.

Was das interne Weiterbildungsangebot für die Mitarbeitenden angeht, nimmt der ZFV in der Branche eine Vorreiter­ rolle ein. Niemand sonst verfügt über ein derart umfassendes Kursprogramm. ­Insgesamt wurden im Berichtsjahr 87 Kurse organisiert. Das sind 31 Angebote mehr als im Vorjahr. Ausgebaut wurden insbesondere die Bereiche Umweltmanagement, Ernährungslehre, Foodtrends, Feedbackwesen, Gäste­ orientierung, Führungskompetenz und Stressmanagement. Zusammen mit den finanziellen Beiträgen für externe ­Aus- und Weiterbildungen wurden 2014 mehr als CHF 410’000 für die fachliche und persönliche Entwicklung der ­ZFV-Mit­arbeitenden aufgewendet. Mithilfe des ZFV-Talentmanagements sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Potenzial erkannt, gefördert und auf den nächsten Karriereschritt innerhalb der Unternehmung vorbereitet werden. Nach der erfolgreichen Lancierung des Programms auf Kaderstufe im Jahr 2013 startete im Frühling 2014 bereits der zweite Kurs mit acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Talente hatten sich zuvor in einem internen Selektionsverfahren durchgesetzt. Parallel dazu wurden die Programminhalte für die Talentförderung auf Mitarbeiterstufe erarbeitet. Dieser Ausbildungsgang soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Kaderfunktion auf erste Führungsaufgaben vorbereiten und wird zum ­ersten Mal im Frühjahr 2015 durch­ geführt. Vom Geistesblitz zum Erfolgsrezept Höhere Erträge, geringere Kosten, eine bessere Kommunikation: Um solche Ziele zu erreichen, zapfen wir am liebsten das Wissen unserer Mitarbeitenden an. Seit Ende Jahr können entsprechende Einfälle ganz einfach via Intranet auf der ZFV-Ideenplattform eingereicht werden. Jede Idee wird mit einer Überraschung belohnt.


Impressionen

Personalfest im Stadion Letzigrund zum Thema 80er-Jahre

Oben: Diplomfeier ZFV-Talentmanagement Unten: Pink Ribbon Charity Walk in Zürich

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Aktion: Auch ausserhalb der ­ Küche, der Backstube oder des ­Hotelzimmers ist der ZFV-Spirit spürbar.

Fussball-Grümpelturnier

218

Mitarbeitende feierten ihr Dienstjubiläum beim ZFV. 159 von ihnen sind seit fünf Jahren, 42 seit zehn Jahren, zehn seit 15 Jahren und sieben seit 20 Jahren oder mehr für unser Unternehmen tätig.

Mitarbeiterfestivitäten Auch 2014 gab es viele G ­ elegenheiten, gemeinsam zu feiern. Unter dem Leitgedanken «Einfach phänomenal» trafen sich am 20. Juni 2014 die Kader- und Hauptsitzmitarbeitenden des ZFV im Restaurant Technorama in Winterthur zu einem Erlebnisabend der besonderen Art.

Mitte August lud die ­Geschäftsleitung die pensionierten «ZFVler» zu einem gemütlichen Nachmittag im Restaurant St. Peter ein. Am 5. September 2014 fanden sich über 850 ZFV-Mitarbeitende im Stadion L­ etzigrund ein. In neonfarbene Retro­klamotten gekleidet und ausgestattet mit Dauer­wellen- sowie Vokuhila-

Perücken tauchten sie am Personalfest in die verrückten 80er-Jahre ein. Martin Fausch, Leiter Henris Catering & Events, wurde dabei zum Mitarbeiter des Jahres 2014 gewählt. An der Dienst­ jubilarenfeier jeweils am ersten Freitag im November wurden 85 langjährige ­ZFV-Mitarbeitende geehrt.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

49


Der ZFV ist ein multikulturelles ­Unternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über 80 unterschiedliche Nationalitäten.

88

Mitarbeiterherkunft in  %

Schweiz

Nationen

58.6

Deutschland

8.4

Portugal

3.8

Italien

3.0

Serbien

2.7

Sri Lanka

2.4

Frankreich

1.9

Kroatien

1.1

Türkei

1.0

Österreich

1.0

Andere

16.1

Entwicklung Aus- und Weiterbildungskurse

47 kurse auf kaderstufe kurse auf mitarbeiterstufe

40

25 19 14

13 6 2006

50

Nachhaltigkeit

15

11

7 2008

2010

2012

2014

vitality@zfv vitality@zfv organisierte im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung fünf Spezialanlässe. Nebst dem Skitag im Januar nahmen ZFV-Mitarbeitende an den Firmenläufen in Zürich sowie Basel teil und liefen am Pink Ribbon ­Charity Walk mit. Des Weiteren wurde ein Fussball-Grümpelturnier mit sieben ­motivierten Mannschaften aus der ­ganzen Schweiz organisiert. Unterstützung in Notlagen Die patronale Nanny Huber-WerdmüllerStiftung verfügt über ein Vermögen von rund CHF 12.0 Mio. Sie bezweckt die Vorsorge zugunsten der Arbeitnehmenden des ZFV gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter sowie Invalidität und im Todesfall zugunsten ihrer Hinter­ bliebenen. Auch 2014 richtete die Stiftung Weihnachtszulagen aus und leistete Rentenzuschüsse an betagte ehemalige ZFV-Mitarbeitende. Ebenfalls wurden Beiträge für Härtefälle und Über­brückungsrenten ausbezahlt. Sozial- und Kulturfonds Auch 2014 unterstützten wir mit unserem Sozial- und Kulturfonds verschiedene national und regional tätige Institutionen, deren Engagement in Zusammenhang mit unseren Unternehmenswurzeln sowie unserer heutigen Tätigkeit steht. Dazu zählten insbesondere Projekte in den Bereichen Suchtprävention, Gesundheitsförderung, Integration und Bildung. Insgesamt wurde eine Beitragssumme im Umfang von CHF 400’000, aufgeteilt auf rund 40 grössere und kleinere Tranchen, ausgeschüttet.


20  %

der Bevölkerung gibt an, eine Lebensmittel­ allergie oder -unverträglichkeit zu haben. ­Deshalb verstärkten wir unsere Zusammen­ arbeit mit «aha!», dem Allergiezentrum Schweiz.

Gesellschaftliche Gesundheitsförderung Ernährungsbedingte Krankheiten ver­ ursachen in der Schweiz rund einen Drittel der Kosten im Gesundheitswesen. Seit Jahren tragen wir mit unserer Initiative «Bewusst geniessen!» deshalb zur gesellschaftlichen Gesundheitsförderung bei. Das Konzept wurde in Zusammen­arbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung erarbeitet und berücksichtigt die Schweizer Qualitätsstandards für eine gesundheitsför­dernde Gemeinschaftsgastronomie. Ein Thema, das immer stärker in den Fokus rückt, stellen Lebensmittelallergien und ­ unverträglichkeiten dar. Bis zu 20 % der Schweizer Bevölkerung geben mittlerweile an, davon betroffen zu sein. In diesem Zusammenhang haben wir die Zusammenarbeit mit «aha!», dem Allergiezentrum Schweiz, ausgebaut. Die entsprechenden Schulungen sowie der Spezialworkshop «Nahrungsmittel­ allergien und -unverträglichkeiten» wurden von unseren Mitarbeitenden rege besucht. Zudem beteiligten sich die Betriebe der Gemeinschaftsgastronomie am nationalen Allergietag von «aha!». Das Projekt «Bewusst geniessen!» wird nun schrittweise abgelöst durch die umfassendere Initiative «Ehrlicher Genuss», die im Kapitel Gemeinschaftsgastro­ nomie vorgestellt wird.

Ökologische Dimension Welche Ausprägung von Nachhaltigkeit ist Ihnen wichtig? Diese Frage haben wir unseren G ­ ästen im Rahmen einer repräsentativen Studie gestellt. Am höchsten gewichteten die Befragungsteilnehmenden den A ­ spekt der regionalen Beschaffung. Dass Fleisch, Poulet, Gemüse, Kartoffeln und Eier aus der Schweiz kommen, ist für die Konsumenten zentral. An zweiter Stelle folgte – vielleicht überraschend – die Tatsache, dass die Speisen von Mitarbeitenden zubereitet werden, die faire Anstellungsbedingungen haben. Auf den Folgeplätzen landeten Aspekte wie ethische Tierhaltung, biologische und

ressourcenschonende Produktion sowie fairer Handel. Die Resultate dieser Befragung fliessen in unser neues Konzept «Ehrlicher Genuss» (siehe Gemeinschaftsgastronomie) ein. Nachhaltige Beschaffung Am Anfang unserer Wertschöpfungskette steht die Beschaffung. Die Internatio­ nalisierung der Märkte, kombiniert mit einem hohen Preis-, Margen- und Gewinndruck, stellt uns vor grosse He­ rausforderungen. Lebensmittelskandale, internationale Rückrufaktionen sowie Fälle von Produktfälschungen und Täu-

schungsversuchen nehmen zu. Für den ZFV gibt es in diesem Einkaufsumfeld nur eine Strategie: eine konsequente Qualitätspolitik mit klaren Standards sowie eine offene und faire Geschäftspolitik unseren Lieferanten gegenüber. Auch in Zukunft wollen wir die regionale Wertschöpfung fördern und nicht nur

80  %

unserer Produkte kaufen wir innerhalb eines Radius von 50 km ein.

ZFV-Umweltkodex 1

Mit einer umweltbewussten Unternehmens- und Betriebsführung leisten wir einen aktiven Beitrag zur Schonung und zum Erhalt unserer Umwelt. Wir wägen alle E­ lemente der Beanspruchung der natürlichen Ressourcen und der Umweltbelastungen im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie kritisch ab. Wir fördern verantwortungsvolles Handeln, zu welchem auch die Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern, Geschäftspartnern, Lieferanten, Mitarbeitenden und Behörden gehört.

2

Unser Beschaffungskonzept bildet die Grundlage für einen verantwortungsbewussten Einkauf unter Einbezug ökologischer Zusammenhänge. Wir berücksichtigen umweltbewusste, regionale Lieferanten und bevorzugen Produkte für den offenen Verkauf sowie die Anlieferung in Mehrweggebinden.

3

Wir pflegen ein natürliches und saisonales Angebot und ­f ördern den Einkauf qualitativ hochstehender, regionaler und fair gehandelter Produkte.

4

Durch den bewussten Umgang mit der Energie tragen wir zum reduzierten Verbrauch unersetzlicher Rohstoffe und zur Senkung der Schadstoffbelastung bei. Mit Wasser­ sparmassnahmen und umweltgerechtem Reinigen und ­Waschen vermindern wir die Chemikalienbelastung.

5

Papier, Karton, Glas, Metall, Kunststoff, Lebensmittelabfälle, Speiseöle, kompostierbare Abfälle und Sonderabfälle werden getrennt gesammelt und wenn immer möglich recycliert.

6

Wir verwenden umweltfreundliches Verpackungs- und Verbrauchsmaterial.

7

Wir beachten bei Neubauten und Renovationen die Richt­ linien der umweltgerechten Bau- und Betriebsplanung.

8

Wir instruieren und schulen unsere Mitarbeitenden und informieren unsere Gäste und unsere Geschäftspartner über unsere Bemühungen zur Erhaltung der Umwelt.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

51


Auf der 2014 neu lancierten ZFV-Webseite informieren wir umfassend über unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit.

NACHWEIS

62

mit national tätigen Grosslieferanten zusammenarbeiten, sondern auch lokal verankerte Partner berücksichtigen, insbesondere im Frischebereich. Im Berichtsjahr kaufte der ZFV im Durchschnitt 80 % der Produkte innerhalb eines Radius von weniger als 50 Kilometern ein (+2 % im Vergleich zum Vorjahr). Um Anfahrtskilometer zu reduzieren und S­ ynergien besser nutzen zu können, wurde überdies ein neues Tiefkühl­konzept ausgearbeitet. Es ging dabei um ein Sortiment von sieben Warengruppen und rund 300 Artikeln, das gestrafft, ­optimiert und gebündelt wurde. Verschiedene Lieferanten wurden im Berichtsjahr auditiert. Mit einem Lieferanten wurde die Zusammen­ arbeit beendet. Es handelt sich um die Ostschweizer Firma Carna Grischa, die

wegen grober Betrugsvorwürfe in die Schlagzeilen geriet. Dank unseres Mehrlieferantensystems waren nur ein paar wenige ZFV-Betriebe Kunde bei Carna Grischa, und wir konnten ­unverzüglich nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Lieferungen einstellen. Gäste und Auftraggeber sowohl betroffener als auch nicht betroffener Betriebe wurden umgehend über unser Vorgehen informiert. Nachhaltige Produktwahl Wir pflegen ein frisches und saisonales Angebot und fördern regional her­ gestellte sowie fair gehandelte ­Produkte. Im Jahr 2014 wurden die Standards ­unserer umfangreichen F&B-Charta ­weiter verfeinert. Der Grundsatz, dass nebst Rind-, Kalb- und Schweinefleisch auch Poulet aus der Schweiz stammt, wurde auf sämtliche Betriebe aus­ gedehnt. Lediglich bei Spezialitäten wie Parmaschinken wird eine Ausnahme ­gemacht. Ende Jahr befanden sich nur noch wenige Einzelbetriebe in der Umstellung. Stattgefunden hat ausserdem eine Ausschreibung für Eier und

Ei­produkte. Seit Februar 2015 stammen diese ausschliesslich aus Schweizer Freilandhaltung. Im Zuge der bereits ­erwähnten Tiefkühl-Ausschreibung ­wurde das Sortiment so angepasst, dass es keine Kartoffelprodukte auf Palmölbasis mehr umfasst. Letzteres steht in der Kritik, weil aufgrund der gestiegenen weltweiten Nachfrage mit neuen Plantagen und Feldern der Tropenwald in problematischem Ausmass verdrängt wird. Die B ­ eschaffungspreise für Roh­ kaffee legten 2014 deutlich zu. Dennoch hielten wir an unserem Bio-FairtradeKaffee mit Max-Havelaar-Zertifikat fest. Insgesamt stammten im Berichtsjahr 62 % des Einkaufsvolumens aus nachweislich nachhaltigen Quellen (zum Beispiel Suisse Garantie, Fairtrade, Bio, FSC). Nachhaltige Betriebsführung Die nachhaltige Betriebsführung ­kombiniert ökologische Bestrebungen mit wirtschaftlichen Vorteilen, die durch die Reduktion von Energie, Wasser und anderen Ressourcen erreicht werden können. Weitere ZFV-Betriebe stellten im Berichtsjahr deshalb auf die Reinigungslinie «Pur Eco» und das Revoflow-System von Sealed Air um. Die Pur-Eco-Produkte sind nach den strengen Umweltkriterien des international anerkannten Öko­labels Nordic Swan zertifiziert und mit der EU-Blume ausgezeichnet. Revoflow ist ein geschlossenes System für Ein- oder Mehrtankgeschirrspülmaschinen mit einem exakten Dosiersystem. Dies führt zu ausgezeichneten Reinigungsergebnissen, ohne dass ein zweiter Spülgang erforderlich ist. Durch die Verwendung der hochkonzentrierten Pulver wird die Umweltbelastung minimiert, da weniger Transport und Verpackung benötigt wird. Im Rahmen einer Neubeurteilung der Strommarktsituation wurde in Zusam-

Ausblick

Folgende Nachhaltigkeitsschwerpunkte werden 2015 im Wirkungsdreieck Ökonomie-Soziales-Ökologie gesetzt: − Lancierung der Initiative «Ehrlicher Genuss» in mehreren Testbetrieben − Einführung des neuen F&B-Standards «Eier und Eiprodukte aus Schweizer Freilandhaltung» − Implementierung der United-Against-Waste-Abfallmessungen sowie entsprechender Foodwaste-Schulungen − Einführung des Drucksystems «Follow Me» am ZFV-Hauptsitz zur Reduktion des Druckvolumens, des Stromverbrauchs und der Lärmemissionen − Ausbau des elektronischen Zahlungsverkehrs auf 30 % des Rechnungsvolumens − Implementierung des neuen Business-Intelligence-Tools für mehr Planungs- und Controllingsicherheit

52

Nachhaltigkeit


Impressionen

Ab Februar 2015 s­ ervieren wir unseren Gästen nicht nur ausschliesslich ­Schweizer Poulet, sondern auch Eier und Eiprodukte aus Schweizer Freiland­ haltung.

menarbeit mit dem ewz für 23 Verbrauchsstätten des ZFV auf nachhaltig produzierten Schweizer Wasserstrom umgestellt. Damit auch unsere Gäste über unser Nachhaltigkeitsengagement Bescheid wissen, nahmen wir an den Aktionen «Fairtrade Break» und «Wir kochen fair» von Max Havelaar Schweiz teil. Ein Erfolg war auch der interaktive Workshop «World of Veggie», bei welchem sich die Betriebsleitungen und Küchenchefs zum einen mit der genussvollen vegetarischen und veganen ­Ernährung, zum anderen mit den ökologischen Folgen des weltweit zunehmenden Fleischkonsums auseinandersetzten. Abfallverminderung, Recycling und Entsorgung Der ZFV ist Gründungsmitglied des Vereins United Against Waste, der sich

gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzt. Zusammen mit anderen Unternehmen des Food-Service-Markts haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2020 die Lebensmittelverluste entlang unserer Wertschöpfungskette zu halbieren. 2014 engagierten wir uns aktiv als Vorstandsmitglied und arbeiteten ein Weiter­ bildungsprogramm zum Thema Lebensmittelverluste für unsere Mitarbeitenden aus. Dieses wird 2015 implementiert. Audits, Umweltzertifizierungen und Schulungen Zusätzlich zu den regelmässig statt­ findenden internen Umwelt- und Arbeitssicherheitsaudits wurden im Berichtsjahr alle Betriebe durch ­einen externen Spezialisten punkto ­Lebensmittelsicherheit geprüft. Dabei wurden etwa 600 Oberflächen- und

360 Lebensmittelproben ­genommen. Die Audits wurden mithilfe von iMAP, ­einem digitalen Erfassungs- und ­Auswertungssystem, durchgeführt. Das Rezertifizierungsaudit für die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 wurde erfolgreich absolviert und auf die Sorell Hotels ausgeweitet. Letztere sind überdies mit dem Label «Certified Green Hotel» des VDR (Verband Deutsches Reisemanagement) ausgezeichnet. Von einer Einführung des internationalen Tourismuslabels «Green Globe Certification», welches im vergangenen Jahr vom Sorell Hotel Ador erlangt wurde, wird bis auf Weiteres abgesehen. Durch die ausgebildeten Umweltkontaktpersonen wurden in den Betrieben überdies erneut Nachhaltigkeitsschulungen für alle Mitarbeitenden durchgeführt.

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

53


«Leer gegessene Teller sind für mich das grösste Kompliment. Dann habe ich die Bedürfnisse unserer Gäste verstanden und meine Aufgabe als Küchenchef richtig gemacht.» Marcel Lutz, Küchenchef im Restaurant Pionier im AXA Superblock


Jahresrechnung

Konsolidierte Bilanz per 31. Dezember 2014

2014 TCHF

Anteil in  %

2013 TCHF

Veränderungen

Anteil in  %

TCHF

in  %

Aktiven Umlaufvermögen Flüssige Mittel

2’779

1.5

6’245

3.2

-3’466

-55.5

10’987

5.7

7’025

3.5

3’962

56.4

Übrige Forderungen

3’719

1.9

3’761

1.9

-42

-1.1

Vorräte

2’879

1.5

2’826

1.4

53

1.9

Aktive Rechnungsabgrenzung

1’111

0.6

2’237

1.1

-1’126

-50.3

21’475

11.1

22’094

11.1

-619

-2.8

124’848

64.4

128’717

64.7

-3’869

-3.0

16’026

8.3

15’850

8.0

176

1.1

4’571

2.4

3’438

1.7

1’133

32.9

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Total Umlaufvermögen

Anlagevermögen Liegenschaften inkl. Umbauten Bewegliche Sachanlagen Finanzanlagen Immaterielle Anlagen

26’889

13.9

28’807

14.5

-1’918

-6.7

Total Anlagevermögen

172’334

88.9

176’812

88.9

-4’478

-2.5

Total Aktiven

193’809

100.0

198’906

100.0

-5’098

-2.6

Passiven Fremdkapital Bankverbindlichkeiten

2’066

1.1

2’589

1.3

-523

-20.2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

14’386

7.4

15’557

7.8

-1’171

-7.5

Übrige Verbindlichkeiten

10’815

5.6

12’133

6.1

-1’318

-10.9

2’717

1.4

3’423

1.8

-706

-20.6

Kurzfristiges Fremdkapital

Passive Rechnungsabgrenzung

29’984

15.5

33’702

17.0

-3’718

-11.0

Hypotheken

63’784

32.9

73’612

37.0

-9’828

-13.4

Darlehen

1’130

0.6

1’189

0.6

-59

-5.0

36’340

18.8

32’468

16.3

3’872

11.9

Langfristiges Fremdkapital

101’254

52.2

107’269

53.9

-6’015

-5.6

Total Fremdkapital

131’238

67.7

140’971

70.9

-9’733

-6.9

57’935

29.9

53’470

26.9

4’465

8.4

Rückstellungen

Eigenkapital Kapital Jahresergebnis Total Eigenkapital Total Passiven

56

Jahresrechnung

4’636

2.4

4’465

2.2

171

3.8

62’571

32.3

57’935

29.1

4’636

8.0

193’809

100.0

198’906

100.0

-5’097

-2.6


Konsolidierte Erfolgsrechnung

2014 TCHF

Anteil in   %

2013 TCHF

Anteil in   %

Veränderungen TCHF

in   %

Erlös Hotels

57’454

25.0

57’143

26.8

311

0.5

Erlös Restaurants

39’237

17.1

33’836

15.8

5’401

16.0

Erlös Bäckerei-Konditorei Erlös Gemeinschaftsgastronomie Abzüglich interne Leistungen

14’136

6.1

14’393

6.7

-257

-1.8

126’719

55.1

114’665

53.7

12’055

10.5

-7’689

-3.3

-6’371

-3.0

-1’319

20.7

Gesamterlös

229’857

100.0

213’666

100.0

16’191

7.6

Warenkosten

60’627

26.4

56’929

26.7

3’698

6.5

108’145

47.0

100’053

46.8

8’092

8.1

Personalkosten Übriger Betriebsaufwand Total betrieblicher Aufwand Betriebsergebnis I

22’574

9.8

19’741

9.2

2’833

14.3

191’346

83.2

176’723

82.7

14’623

8.3

38’511

16.8

36’943

17.3

1’568

4.2

Genossenschafts- und Sonderaufwand

457

0.2

466

0.2

-9

-1.8

Total Genossenschaftsaufwand

457

0.2

466

0.2

-9

-1.8

Betriebsergebnis II

38’054

16.6

36’477

17.1

1’577

4.3

Liegenschaftenerlös

6’012

2.6

6’173

2.9

-161

-2.6

61

0.0

46

0.0

15

33.4

6’073

2.6

6’219

2.9

-146

-2.3

10’724

4.7

10’108

4.7

616

6.1

Finanzerlös Total neutrale Erlöse

Liegenschaften- und Anlageaufwand Unterhaltsaufwand

4’397

1.9

4’597

2.2

-200

-4.3

Finanzaufwand

1’291

0.6

1’677

0.8

-386

-23.0

Total neutraler Aufwand

16’412

7.1

16’382

7.7

30

0.2

Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen, A/O EBTDA

27’715

12.1

26’314

12.3

1’401

5.3

13

0.0

111

0.0

-98

-88.0

Ausserordentlicher Aufwand Ausserordentliche Erlöse

-122

-0.1

0

0.0

-122

0.0

18’158

7.9

18’103

8.5

55

0.3

Veränderung Wertberichtigungen und Rückstellungen

3’297

1.4

1’870

0.9

1’427

76.3

Steuern

1’733

0.8

1’765

0.8

-32

-1.8

Jahresergebnis

4’636

2.0

4’465

2.1

171

3.8

Abschreibungen

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

57


Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethode Die konsolidierte Jahresrechnung beruht auf den Einzel­ abschlüssen der zu den ZFV-Unternehmungen gehörenden Gesellschaften. In die Konzernrechnung einbezogen werden die Obergesellschaft ZFV-Unternehmungen und deren zu 100 % gehaltene Tochtergesellschaft, die Hotel Seefeld AG. Konsolidierungsgrundsätze Abschlussstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Die einzelnen Gesellschaften werden nach der Erwerbsmethode (Purchase-Methode) konsolidiert. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie konzerninterne Aufwände und Erträge werden eliminiert. Fremdwährungen Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken dargestellt. Monetäre Aktiven und Passiven in Fremdwährungen werden zu Umrechnungskursen am Bilanzstichtag in Schweizer Franken umgerechnet. Aufwände und Erträge werden zum Kurs im Zeitpunkt des Geschäftsfalles in Schweizer Franken umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden der Erfolgsrechnung der jeweiligen Gesellschaft belastet. Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden Die Bewertungen der Aktiven und Passiven erfolgen nach den Vorschriften über die kaufmännische Buchführung (Art. 957 ff. OR, vor Einführung des neuen Rechnungslegungsrechts per 1.1.2013). Die Bewertungsgrundlagen der konsolidierten Jahresrechnung der ZFV-Unternehmungen sind historische Werte (Anschaffungs- und Herstellwerte abzüglich notwen­ diger Wertberichtigungen). Erfolgsrechnung Die Erfolgsrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Nettoumsatz umfasst den Bruttoerlös aus dem Verkauf von Lieferungen und Leistungen, Dienstleistungen sowie Kundenbeiträgen abzüglich Rabatten und Erlösminderungen. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen die Bestände auf Sicht (Kassen­ bestände, Post- und Bankguthaben) sowie die kurzfristig fälligen Geldanlagen. Diese sind zum Nominalwert bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert abzüglich einer Wertberichtigung für ­dubiose Bestände eingesetzt. Für allgemeine Bonitätsrisiken wird zusätzlich eine pauschale Wertberichtigung von 8.5 % in Abzug gebracht.

58

Jahresrechnung

Übrige Forderungen Die übrigen Forderungen, einschliesslich derjenigen gegenüber nahestehenden Personen, werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten beziehungsweise zum tieferen Marktwert bilanziert. Zusätzlich wird das steuerlich zulässige Warendrittel in Abzug gebracht. Auf die Eliminierung der Zwischengewinne bei gruppen­internen Lieferungen wird infolge der unwesentlichen ­Be­stände und der Kurzlebigkeit der Vorräte verzichtet. Liegenschaften (inklusive Umbauten) Die Liegenschaften werden zu Buchwerten ausgewiesen. Die Abschreibungen betragen 4 % des Restbuchwerts. Mobilien und Einbauten Die Bilanzierung der Mobilien und Einrichtungen erfolgt zu Anschaffungswerten oder Herstellkosten. Die Abschreibungen werden degressiv gemäss nachfolgender Tabelle vorgenommen:

Einbauten in Fremdliegenschaften Mobiliar Maschinen und Apparate Büromaschinen und EDV Fahrzeuge

25 % 25 % 30 % 40 % 40 %

Finanzanlagen Beteiligungen an nicht konsolidierten und verbundenen Gesellschaften sowie Darlehen und Wertschriften werden zu Anschaffungswerten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Immaterielle Anlagen Der Goodwill aus Akquisitionen wird in der Regel über maximal 5 Jahre, in begründeten Fällen über höchstens 15 Jahre abgeschrieben. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich aus stichtagsbedingten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Auftraggebern zusammen. Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, um gewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu decken. Zwischenzeitlich nicht mehr beanspruchte Rück­ stellungen werden teilweise beibehalten.


Bericht der Revisionsstelle

Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung an die ­Generalversammlung der Genossenschaft ZFV-Unterneh­ mungen, Zürich Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Konzernrechnung der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang (Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze), für das am 31. Dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den im Anhang wiedergegebenen Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungs­ handlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den ­Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von

uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und ­angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz sowie den im Anhang wieder­ gegebenen Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht verein­ baren Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben der Verwaltung ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu ­genehmigen.

Ernst & Young AG

Rico Fehr Silke Heusser Zugelassener Zugelassene Revisionsexperte Revisionsexpertin (Leitender Revisor) Zürich, 27. Februar 2015

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

59


Anhang

Organe

ZFV-Verwaltungsrat (v. l. n. r.): Helene von Gugelberg, Dr. Maja Bauer-Balmelli, Dr. Regula Pfister, Maryann Rohner, Reto Panchaud

Verwaltungsrat der ZFV-Unternehmungen Dr. Regula Pfister Dr. oec. publ., Unternehmerin, Zürich (Präsidentin) Helene von Gugelberg Bachelor of Science in International Hospitality Management der Ecole Hôtelière de Lausanne, Inhaberin und Geschäftsführerin des Weinguts Schloss Salenegg, Maienfeld (Vizepräsidentin) Dr. Maja Bauer-Balmelli Dr. iur. und dipl. Steuerexpertin, Partnerin der Tax Advisors & Associates Switzerland AG, Zürich Reto Panchaud lic. oec. et oec. HSG, Managing Director der Bank Vontobel AG, Gockhausen Maryann Rohner lic. oec. HSG, eidg. dipl. Wirtschaftsprüferin und dipl. Steuerexpertin, Partnerin der Treureva AG, Zürich Finanzausschuss Maryann Rohner Zürich (Präsidentin) Helene von Gugelberg Maienfeld Personalausschuss Reto Panchaud Gockhausen (Präsident) Dr. Maja Bauer-Balmelli Zürich

60

Anhang

Verwaltungsrat der Hotel Seefeld AG Dr. Regula Pfister Zürich (Präsidentin) Benno Sidler Obfelden Geschäftsleitung der ZFV-Unternehmungen Andreas Hunziker CEO Angela Tauro CHRO Benno Sidler CFO, bis 31. Mai 2014 Lukas Christen CFO a.i., 1. Juni bis 31. Dezember 2014 Marco Fornara Leiter Sorell Hotels, bis 31. März 2014 Michael Thomann COO Hotels, ab 1. April 2014 Christoph Menti COO Gastronomie, ab 1. Juli 2014 Gilbert Philipona Leiter Einkauf und Warenbewirtschaftung, bis 31. März 2014 Revisionsstelle Ernst & Young AG


Mitglieder der Genossenschaft

Sophie Albers-SchönbergSchmitz 8044 Zürich

Helene von Gugelberg 7304 Maienfeld, Verwaltungsrätin, Vizepräsidentin

Dr. Maja Bauer-Balmelli 8006 Zürich, Verwaltungsrätin

Annemarie Homberger-Rahn 8802 Kilchberg

Susann Birrer 8044 Zürich

Lorenz Homberger-Rahn 8802 Kilchberg

Dr. Christine Bodmer-Züblin 8803 Rüschlikon

Verena Huber 8050 Zürich

Gertrud Bremi 8702 Zollikon

Dr. Dieter Keller 8304 Wallisellen

Ursula Bücheler 8032 Zürich

Hans Ulrich Kleiner 8044 Zürich

Petra de Capitani 8002 Zürich

Barbara Kobel Pfister 8032 Zürich

Balz Christen 8055 Zürich

Dr. Silvia Kramer Willi 8700 Küsnacht

Dr. Brigitte von der Crone 8032 Zürich Prof. Dr. Hans Caspar von der Crone 8032 Zürich Christine Dual-Fleckenstein 8126 Zumikon Anna Barbara Eisl-Rothenhäusler 8712 Stäfa Barbara Erb 8707 Uetikon am See Marina Fanconi Rahn 8032 Zürich Sabine Gloor-Kern 8126 Zumikon

Dr. Martin Krejci 8002 Zürich Albert Kruker 8053 Zürich Dr. Verena Marty 8702 Zollikon Rosmarie Michel 8001 Zürich, Ehrenmitglied Peter H. Müller 8053 Zürich Annette Nobel-Meili 8032 Zürich Annemarie Nussbaumer 3074 Muri bei Bern

Verena Oberweiler-Rahn 8127 Aesch bei Maur

Alice Stäubli 8142 Uitikon-Waldegg

Laura Panchaud 8044 Gockhausen

Dr. Sylvia Staub 8008 Zürich

Reto Panchaud 8044 Gockhausen, Verwaltungsrat

Dr. Hans-Rudolf Steiner 8700 Küsnacht

Dr. Regula Pfister 8053 Zürich, Verwaltungsrätin, Präsidentin

Marianne Steiner 8700 Küsnacht Dr. Regula Stieger-Gmür 8704 Herrliberg

Dr. Christian Rahn 8032 Zürich

Max V. Terlinden 8700 Küsnacht

Ruth Rahn-Bodmer 8002 Zürich

Anna-Barbara Ulrich-Bibus 8703 Erlenbach

Maryann Rohner 8044 Zürich, Verwaltungsrätin

Dr. Dominik Vock 8044 Zürich

Fabian Pierre Schaerer 8044 Zürich Philipp Christian Schaerer 8002 Zürich Pierre Schaerer 8044 Zürich Alice Schenkel 8008 Zürich Ursula Schmid 8610 Uster Carola Scotoni Berger 8053 Zürich Dr. Monique R. Siegel 8044 Zürich

Brigit Wehrli-Schindler 8053 Zürich Karin Weimann 8134 Adliswil Dr. Erika Welti 8048 Zürich Esther von Ziegler 8640 Rapperswil Fred Zingg 8032 Zürich Fredi Zollinger 8712 Stäfa Dr. Franz Züsli 8053 Zürich

Benno Sidler 8912 Obfelden

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

61


Betriebsverzeichnis

Sorell Hotels Sorell Aparthotel & Restaurant Rigiblick Christian Gujan Germaniastrasse 99, 8044 Zürich T +41 43 255 15 70 www.hotelrigiblick.ch www.restaurantrigiblick.ch Sorell Hotel Aarauerhof Melanie Holdener Bahnhofplatz 2, 5000 Aarau T +41 62 837 83 00 www.aarauerhof.ch Sorell Hotel Ador Klaus Eisele Laupenstrasse 15, 3001 Bern T +41 31 388 01 11 www.hotelador.ch Sorell Hotel Arabelle Klaus Eisele Mittelstrasse 6, 3012 Bern T +41 31 301 03 05 www.arabelle.ch Sorell Hotel Argovia Melanie Holdener Kasernenstrasse 24, 5000 Aarau T +41 62 823 21 21 www.hotelargovia.ch Sorell Hotel Arte Andreas Grossmann Wigartestrasse 10, 8957 Spreitenbach T +41 56 418 42 42 www.artespreitenbach.ch

62

Anhang

Sorell Hotel Asora Natasha Meijer Poststrasse, 7050 Arosa T +41 81 377 12 08 www.hotelasora.ch

Sorell Hotel Seefeld Marco Grossi Seefeldstrasse 63, 8008 Zürich T +41 44 387 41 41 www.hotelseefeld.ch

Sorell Hotel City Weissenstein Sina Nikolussi Davidstrasse 22, 9000 St. Gallen T +41 71 228 06 28 www.cityweissenstein.ch

Sorell Hotel Seidenhof Matthias Ramer Sihlstrasse 9, 8001 Zürich T +41 44 228 75 00 www.seidenhof.ch

Sorell Hotel Krone Marcia Nietlispach Marktgasse 49, 8400 Winterthur T +41 52 208 18 18 www.kronewinterthur.ch

Sorell Hotel Sonnental Lukas Höhn Zürichstrasse 94/96, 8600 Dübendorf T +41 44 802 12 82 www.hotelsonnental.ch

Sorell Hotel Rex Yvonne Holm Weinbergstrasse 92, 8006 Zürich T +41 44 360 25 25 www.hotelrex.ch

Sorell Hotel Tamina Monica und Rudolf Weber Am Platz 3, 7310 Bad Ragaz T +41 81 303 71 71 www.hoteltamina.ch

Sorell Hotel Rüden Jann Flütsch Oberstadt 20, 8200 Schaffhausen T +41 52 632 36 36 www.rueden.ch

Sorell Hotel Zürichberg Roger Neuenschwander Orellistrasse 21, 8044 Zürich T +41 44 268 35 35 www.zuerichberg.ch

Sorell Hotel Rütli Henrik John Hansen Zähringerstrasse 43, 8001 Zürich T +41 44 254 58 00 www.rutli.ch


Restaurants Bistro Landesmuseum Dusanka Dimitijevic Museumstrasse 2, 8001 Zürich T +41 44 218 66 03 www.bistrolandesmuseum.ch

Restaurant Grosse Schanze Wolfgang Stubner Parkterrasse 10, 3012 Bern T +41 31 318 72 00 www.grosseschanze.ch

Gastronomie im Verkehrshaus der Schweiz Wolfgang Schmiedke Lidostrasse 5, 6006 Luzern T +41 41 375 74 55 www.verkehrshaus.ch

Restaurant Mishio Bahnhofstrasse Matthias Ramer Sihlstrasse 9, 8001 Zürich T +41 44 228 76 76 www.mishio.ch

Gastronomie Wagi S José Barrasa Wagistrasse 12, 8952 Schlieren T +41 43 433 84 77 www.wagi-s.ch Il Caffè Benjamin Schmid Lagerstrasse 22, 8004 Zürich T +41 43 243 40 33 www.ilcaffeeuropaallee.ch Lido Gastronomie Kristian Lau Lidostrasse 6, 6006 Luzern T +41 41 370 86 41 www.lidogastronomie.ch

Restaurant Mishio Stadelhofen Silke Bargemann Stadelhoferstrasse 10, 8001 Zürich T +41 44 252 42 95 www.mishio.ch Restaurant Mishio Vatterland Nuno De Arez Bärenplatz 2, 3011 Bern T +41 313 13 11 21 www.mishio.ch Restaurants Schöngrün Jürg Wirz (a.i.) Zentrum Paul Klee Monument im Fruchtland 1 3006 Bern T +41 31 359 02 90 www.restaurants-schoengruen.ch

Restaurant Technorama Pierre Zehi Dahero Technoramastrasse 1 8404 Winterthur T +41 52 244 08 70 www.technorama.ch Restaurant The Traders Michaela Bartsch World Trade Center Zürich Leutschenbachstrasse 95 8050 Zürich T +41 44 303 04 00 www.thetraders.ch Tierpark-Restaurant Dählhölzli Beat F. Hostettler Tierparkweg 2, 3005 Bern T +41 31 351 18 94 www.daehlhoelzli.ch VIVENDI - ristorante e bar Susanne Keller Europastrasse 2, 8152 Glattbrugg T +41 43 211 32 42 www.ristorantevivendi.ch

Gemeinschaftsgastronomie Business ABB Restaurant Power Inn Trudy Suter Bruggerstrasse 72, 5400 Baden T +41 56 205 11 88 powerinn@zfv.ch

Cafeteria Au «T» Valérie Leuenberger Effingerstrasse 20, 3003 Bern T +41 31 323 02 99 aut@zfv.ch

Cafeteria Taubenhalde B Kathrin Ruf Bundesrain 20, 3003 Bern T +41 31 322 85 56 taubenhalde@zfv.ch

Bistro der Zentralbibliothek Zürich Christine Zehnder Zähringerplatz 6, 8001 Zürich T +41 44 252 79 94 zentralbibliothek@zfv.ch

Cafeteria Bar-A-Graph Marc Huber Bezirksgericht Zürich Badenerstrasse 90, 8004 Zürich T +41 44 248 28 30 bgz@zfv.ch

Cantinetta Bialla Monica und Rudolf Weber EMS-CHEMIE AG, 7013 Domat /Ems T +41 81 633 20 50 cantinettabialla@zfv.ch

Bistro Energie 360˚ Ira Kullmann-Eilers Aargauerstrasse 182, 8048 Zürich T +41 43 317 21 21 erdgas@zfv.ch

Cafeteria Taubenhalde A Kathrin Ruf Taubenstrasse 16, 3003 Bern T +41 31 322 85 55 taubenhalde@zfv.ch

EY Restaurant platform Benedikt Senn Maagplatz 1, 8005 Zürich T +41 44 273 59 22 ey@zfv.ch

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

63


Gastronomie im Parlamentsgebäude Crista Baumann Parlamentsgebäude, 3003 Bern T +41 31 322 99 17 galeriedesalpes@zfv.ch Generali Restaurant Adliswil Guido Müller Soodmattenstrasse 2/4/10 8134 Adliswil T +41 58 472 54 04 generali_adliswil@zfv.ch Generali Restaurant Nyon Jean Garrigues Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon T +41 58 471 01 72 generali_nyon@zfv.ch Novartis Restaurant Cloud Tanja Bugmann Campus Werk St. Johann Fabrikstrasse 15, 4056 Basel T +41 61 696 48 15 cloud@zfv.ch Personalrestaurant Biotronik AG Raphael Nussbaumer Ackerstrasse 6, 8180 Bülach T +41 44 864 50 98 biotronik@zfv.ch Personalrestaurant des UVEK Marc Burzan Mühlestrasse 2, 3063 Ittigen (BE) T +41 31 323 04 30 uvek@zfv.ch Personalrestaurant Ernst Schweizer AG Pascal Storni Bahnhofplatz 11, 8908 Hedingen T +41 44 763 62 88 pr-schweizer@zfv.ch Personalrestaurant Helvetia Andreas Rostig Engelgasse 9, 4052 Basel T +41 58 280 14 97 helvetia@zfv.ch Personalrestaurant Piccolo Syngenta Münchwilen Alfred Oberhuber Syngenta Crop Protection AG Breitenloh 5, 4333 Münchwilen (AG) T +41 62 865 52 17 syngenta_muenchwilen@zfv.ch Personalrestaurant SAG Eric Bill Industriestrasse 8, 8305 Dietlikon T +41 44 805 23 24 sag@zfv.ch

64

Anhang

Personalrestaurant Syngenta Stein Alfred Oberhuber Syngenta Crop Protection AG Schaffhauserstrasse, 4332 Stein (AG) T +41 61 866 02 17 syngenta@zfv.ch

Restaurant La Terrazza Silke Zahn OPO Oeschger AG Steinackerstrasse 68, 8302 Kloten T +41 44 804 33 60 opo@zfv.ch

Personalrestaurant Vitra Center Henning Friedrichs Klünenfeldstrasse 22, 4127 Birsfelden T +41 61 377 15 79 vitra@zfv.ch

Restaurant Le Pavillon Stefan Hofbauer SRG SSR Giacomettistrasse 1, 3006 Bern T +41 31 350 99 50 srg@zfv.ch

Restaurant Allegra Francesco Cavallaro Helsana Versicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf T +41 43 819 14 75 helsana@zfv.ch Restaurant Chez Moritz Daniel Solinger Flughafenstrasse 4030 Basel-Flughafen T +41 61 582 44 50 chezmoritz@zfv.ch Restaurant Cityport Thomas Killer Affolternstrasse 56, 8050 Zürich T +41 44 315 58 80 cityport@zfv.ch Restaurant Dällebach Ruth Wegmüller Helsana Versicherungen AG Bürogebäude W200 Worblaufenstrasse 200 3048 Worblaufen T +41 319 22 13 83 daellebach@zfv.ch Restaurant Giardino Francesco Cavallaro Helsana Versicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf T +41 44 820 40 61 giardino@zfv.ch Restaurant Hangar 7 Guillaume Naegelen Jet Aviation AG Zone Süd-West, 4030 Basel EuroAirport T +41 58 158 72 61 hangar-7@zfv.ch Restaurant Indigo Patrick Gubler Goldbach-Center Seestrasse 39, 8700 Küsnacht T +41 44 991 32 40 indigo@zfv.ch

Restaurant Le Provençal Fernando Tomas Da Silva Helsana Assurances SA 15 avenue de Provence 1007 Lausanne T +41 21 624 92 89 leprovencal@zfv.ch Restaurant Luminis Bernhard Wyss SBFI Campus Einsteinstrasse 2, 3003 Bern T +41 31 351 00 09 luminis@zfv.ch Restaurant Pionier Felix Trottmann AXA Superblock Pionierstrasse 3, 8400 Winterthur T +41 52 208 90 20 pionier@zfv.ch Restaurant Publica Valérie Leuenberger Eigerstrasse 57, 3007 Bern T +41 31 378 83 50 publica@zfv.ch Restaurant Riverside Armin Wüest Werthenstein BioPharma GmbH Industrie Nord 1 6105 Schachen (LU) T +41 41 499 99 55 riverside@zfv.ch Restaurant SIG Hus Christa Cosandier Wüscherstrasse 6 8212 Neuhausen am Rheinfall T +41 52 674 70 01 sighus@zfv.ch Restaurant St. Peter Philipp Eggert In Gassen 10, 8001 Zürich T +41 44 215 18 40 stpeter@zfv.ch


Sport Cloud Club-Restaurant Seminar Event Renée Pabstmann Sportanlage St. Johann Hüningen WSJ-391, 24 rue du Stade 68300 Saint-Louis Frankreich T +41 61 696 02 92 sportcloud@zfv.ch SRF Restaurant Brunnenhof Patrick Forster Brunnenhofstrasse 22, 8057 Zürich T +41 44 366 12 60 brunnenhof@zfv.ch SRF Restaurant Fernsehstrasse Mandy Giehsel Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich T +41 44 305 53 84 fernsehstrasse@zfv.ch SRF Restaurant Novarastrasse Patrick Schroeder Novarastrasse 2, 4059 Basel T +41 61 365 35 33 novarastrasse@zfv.ch SRF Restaurant Schärenmoosstrasse René Hauser Schärenmoosstrasse 80, 8052 Zürich T +41 44 305 53 05 schaerenmoosstrasse@zfv.ch

SRF Restaurant Schwarztorstrasse Andreas Graf Schwarztorstrasse 21, 3004 Bern T +41 31 388 93 40 schwarztorstrasse@zfv.ch

UBS Restaurant Key West Thomas Schneider Max Högger-Strasse 82, 8048 Zürich T +41 44 238 92 80 ubskeywest@zfv.ch

UBS Coffee & Shop Il Giardino Suzana Zelincevic Gartenstrasse 9, 4052 Basel T +41 61 288 73 41 ilgiardino@zfv.ch

UBS Restaurant Opfikon Susanne Keller Europastrasse 1, 8152 Opfikon T +41 442 39 81 20 ubsopfikon@zfv.ch

UBS Restaurant Dinocenter Claudia Cahenzli Elias Canetti-Strasse 2, 8050 Zürich T +41 44 237 78 46 dinocenter@zfv.ch

UBS Restaurant Silberner Fuchs Suzana Zelincevic Aeschenplatz 6, 4052 Basel T +41 61 288 91 39 silbernerfuchs@zfv.ch

UBS Restaurant Europaallee Benjamin Schmid Eisgasse 10, 8004 Zürich T +41 43 243 40 30 ubseuropaallee@zfv.ch

UBS Restaurant UBStairs Carina Cavigilli Paradeplatz 6, 8001 Zürich T +41 44 237 60 00 ubstairs@zfv.ch

UBS Restaurant Impresso Renata Rossini Henric Petri-Strasse 9, 4051 Basel T +41 61 272 32 10 ubsimpresso@zfv.ch

Gemeinschaftsgastronomie Bildung Bistro Horizont Meike Ammermann Kantonale Maturitätsschule und Bildungszentrum für Erwachsene (BiZE) Mühlebachstrasse 112, 8008 Zürich T +41 44 383 83 72 bistrohorizont@zfv.ch Cafeteria Baugewerbliche Berufsschule Zürich Marlies Bruppacher Reishauerstrasse 2, 8005 Zürich T +41 44 446 98 05 reishauer@zfv.ch Cafeteria Berufsbildungszentrum Dietikon Susanne Zinsli Schöneggstrasse 12, 8953 Dietikon T +41 44 740 52 32 bzdietikon@zfv.ch

Cafeteria Berufsmaturitätsschule Zürich Jacqueline Zogg-Barba Lagerstrasse 55, 8004 Zürich T +41 44 297 24 63 lagerstrasse@zfv.ch Cafeteria Berufsschule für Detailhandel Zürich Philipp Schlienz Niklausstrasse 16, 8006 Zürich T +41 44 368 27 21 niklausstrasse@zfv.ch Cafeteria Berufsschule für Gestaltung Zürich (Konradshof) Marlies Bruppacher Limmatstrasse 55/57, 8005 Zürich T +41 44 446 97 84 reishauer@zfv.ch

Cafeteria Berufsschule für Gestaltung Zürich (Limmatplatz) Irene Lindinger Ausstellungsstrasse 104, 8005 Zürich T +41 44 446 97 81 limmatplatz@zfv.ch Cafeteria Berufsschule Mode und Gestaltung Zürich Envera Dedic Ackerstrasse 30, 8005 Zürich T +41 44 272 13 78 ackerstrasse@zfv.ch Cafeteria Chemie Rinaldo Schacher Universität Bern Freiestrasse 3, 3012 Bern T +41 31 631 50 27 mensaunibe@zfv.ch

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

65


Cafeteria Juventus Schulen Erich Spielmann Lagerstrasse 45, 8004 Zürich T +41 44 242 44 80 juventus@zfv.ch

Cafeteria UZH Tierspital Zoe Boller Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich T +41 44 635 81 55 www.mensa.uzh.ch

Cafeteria Kantonsschule Wiedikon Karin Redwanz Schrennengasse 7, 8003 Zürich T +41 44 457 71 31 kswiedikon@zfv.ch

Cafeteria Zentrum für Zahnmedizin ZZM Remo Brauchli Plattenstrasse 11, 8032 Zürich T +41 44 634 31 98 www.mensa.uzh.ch

Cafeteria Kantonsschulen Enge/Freudenberg Jasmin Hausammann Brandschenkestrasse 125, 8002 Zürich T +41 44 201 72 88 ksenge@zfv.ch

Cafeteria Zentrum Sport und Sportwissenschaft ZSSw Rinaldo Schacher Universität Bern Bremgartenstrasse 145, 3012 Bern T +41 31 631 50 33 mensaunibe@zfv.ch

Cafeteria Kantonsschulen Stadelhofen/ Hohe Promenade Maria Zadravec Promenadengasse 5, 8001 Zürich T +41 44 268 36 50 stadelhofen@zfv.ch Cafeteria Maximum Rinaldo Schacher Universität Bern Hochschulstrasse 4, 3012 Bern T +41 31 631 82 60 mensaunibe@zfv.ch

Haus der Universität Martin Affolter Schlösslistrasse 5, 3008 Bern T +41 31 381 87 77 www.hausderuniversitaet.ch

Cafeteria Schöngrün PHBern Robert Merz Weltistrasse 40, 3006 Bern T +41 31 309 27 04 cafeteriaschoengruen@zfv.ch

Mensa BFGS Wilfried Gaspers Berufsschule für Gesundheit und Soziales Baslerstrasse 45, 5200 Brugg T +41 56 460 48 60 bfgs@zfv.ch

Cafeteria UZH Botanischer Garten Christian Bönisch Zollikerstrasse 107, 8008 Zürich T +41 44 634 83 31 www.mensa.uzh.ch

Mensa Bildungszentrum Uster Viorel Ruga Berufsschulstrasse 1, 8610 Uster T +41 44 940 85 05 bzuster@zfv.ch

Cafeteria UZH Cityport Hildegard Looser Affolternstrasse 56, 8050 Zürich T +41 44 634 54 66 www.mensa.uzh.ch

Mensa Bühlplatz Rinaldo Schacher Universität Bern Gertrud-Woker-Strasse 3, 3012 Bern T +41 31 631 50 31 mensaunibe@zfv.ch

Cafeteria UZH Plattenstrasse Irmgard Mittag Plattenstrasse 14 /20, 8032 Zürich T +41 44 634 27 39 www.mensa.uzh.ch Cafeteria UZH Rämistrasse Susanna Betschart Rämistrasse 74, 8001 Zürich T +41 44 634 31 14 www.mensa.uzh.ch

66

Gastronomie im Toni-Areal Ingo Lehmann Pfingstweidstrasse 96, 8031 Zürich T +41 43 446 48 22 toni-areal@zfv.ch

Anhang

Mensa FKSZ Bea Strub Freie Katholische Schulen Zürich Mühlebachstrasse 19, 8008 Zürich T +41 43 243 75 13 fksz@zfv.ch Mensa Freies Gymnasium Corinne Mottadelli Arbenzstrasse 19, 8008 Zürich T +41 44 382 95 33 fgz@zfv.ch

Mensa Gesellschaftsstrasse Rinaldo Schacher Universität Bern Gesellschaftsstrasse 2, 3012 Bern T +41 31 631 50 20 mensaunibe@zfv.ch Mensa Gymnasium Liestal Rolf Bammerlin Friedensstrasse 20, 4410 Liestal T +41 61 552 13 45 gymliestal@zfv.ch Mensa Gymnasium Neufeld Roger Gyger Bremgartenstrasse 133, 3012 Bern T +41 31 635 30 55 neufeld@zfv.ch Mensa Institut Minerva Heiko Zimmermann Scheuchzerstrasse 2, 8006 Zürich T +41 44 368 40 15 minerva@zfv.ch Mensa Kantonsschule Obwalden Sandro Fiorucci Rütistrasse, 6061 Sarnen T +41 41 660 00 81 ksobwalden@zfv.ch Mensa Kantonsschule Rämibühl Heiko Zimmermann Freiestrasse 26, 8032 Zürich T +41 44 266 99 55 raemibuehl@zfv.ch Mensa Kantonsschule Zürich Nord Bekim Salihu Birchstrasse 103, 8050 Zürich T +41 44 311 68 11 kzn@zfv.ch Mensa Linde André Michael Bleichenbacher Kantonale Schulanlage Linde/ Ecole cantonale du Tilleul Scheibenweg/Ch. de la Ciblerie 45 2503 Biel/Bienne T +41 32 366 72 50 linde@zfv.ch Mensa Pädagogische Hochschule Zürich Erich Spielmann Lagerstrasse 10, 8004 Zürich T +41 43 305 66 88 phzh@zfv.ch Mensa Swiss International School Basel Ingrid Furrer Erlenstrasse 15, 4058 Basel T +41 79 964 71 32 sisbasel@zfv.ch


Mensa Swiss International School Zürich Martina Alig Seidenstrasse 2, 8304 Wallisellen T +41 44 388 72 52 siszuerich@zfv.ch

Mensa UZH Irchel Daniel Greminger Winterthurerstrasse 190, 8057 Zürich T +41 44 635 40 71 www.mensa.uzh.ch

Restaurant Mobilcity Vakant Wölflistrasse 5, 3006 Bern T +41 31 331 55 25 mobilcity@zfv.ch

Mensa Swiss International School Zürich-Wollishofen Sania Alijevic Seestrasse 271, 8038 Zürich T +41 79 199 94 50 siszuerichwollishofen@zfv.ch

Mensa UZH Zentrum Christian Steinmetz Künstlergasse 10, 8001 Zürich T +41 44 634 23 70 www.mensa.uzh.ch

Restaurant Treff Ludy Wilmes Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug GIBZ Baarerstrasse 100, 6302 Zug T +41 41 728 30 90 treff.gibz@zfv.ch

Mensa und Cafeteria vonRoll Robert Merz Hochschulzentrum vonRoll Fabrikstrasse 8, 3012 Bern T +41 31 631 58 10 mensavonroll@zfv.ch Mensa Unitobler Rinaldo Schacher Universität Bern Lerchenweg / Länggassstrasse 3012 Bern T +41 31 631 36 00 mensaunibe@zfv.ch Mensa UZH Binzmühle Mario Caputo Binzmühlestrasse 14, 8050 Zürich T +41 44 635 71 05 www.mensa.uzh.ch

Oase Benjamin Huber Hochschule Luzern – Wirtschaft Zentralstrasse 9, 6002 Luzern T +41 41 228 42 80 hochschuleluzern@zfv.ch Restaurant Forum Mark Voser Zentrum für Weiterbildung der Universität Zürich Schaffhauserstrasse 228, 8057 Zürich T +41 44 635 22 90 www.mensa.uzh.ch

Restaurant uniTurm Steffen Awe Rämistrasse 71, 8006 Zürich T +41 44 634 21 41 www.mensa.uzh.ch UNIESS Bistro Bar Lounge Rinaldo Schacher Universität Bern Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern T +41 31 631 55 05 www.uniess.ch

Restaurant Jungholz Ronny Fleischer Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich T +41 43 300 90 03 jungholz@zfv.ch

Eventcatering Gastronomie BERNEXPO Henris Restaurant & Lounge Christian Wyler Mingerstrasse 6, 3014 Bern T +41 31 307 30 30 www.henris.ch Gastronomie Stadion Letzigrund Restaurant Oval Thomas Schmidt Badenerstrasse 500, 8048 Zürich T +41 44 413 94 84 www.restaurantoval.ch

Henris Catering & Events Martin Fausch Badenerstrasse 500, 8048 Zürich T +41 44 413 94 88 www.henris.ch Henris Inflight Catering Robert Kobel Flughafenstrasse 59, 3121 Belp T +41 31 960 21 29 www.henris.ch

Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2014

67


Bäckerei-Konditorei Café & Take-Away Schurter Jacqueline Hofer Niederdorfstrasse 90, 8001 Zürich T +41 44 252 32 32 www.cafeschurter.ch Confiserie Kofler Jessica Hagen Bahnhofstrasse 11, 8620 Wetzikon T +41 44 932 10 71 www.confiseriekofler.ch Kleiner Bäckerei-Konditorei Alexander Jenny Geerenweg 2, 8048 Zürich T +41 44 439 30 00 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Bahnhof Uster Jessica Hagen Bahnhofpassage Bankstrasse 8, 8610 Uster T +41 43 497 89 60 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Bleicherweg Liridona Avdili Bleicherweg 21, 8002 Zürich T +41 44 202 23 23 www.kleiner-baeckerei.ch

68

Anhang

Kleiner Letzipark Laura Tocci Einkaufszentrum Letzipark Baslerstrasse 50, 8048 Zürich T +41 44 492 55 01 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Limmatquai Vakant Limmatquai 116, 8001 Zürich T +41 44 261 69 37 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Neumarkt Christiane Reinhardt Einkaufszentrum Neumarkt Altstetterstrasse 145, 8048 Zürich T +41 44 431 50 71 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Niederrohrdorf Claudia Meier Mellingerstrasse 10 5443 Niederrohrdorf T +41 56 496 49 90 www.kleiner-baeckerei.ch

Kleiner Oberstadt Claire De Bernardis Oberdorfstrasse 43, 8953 Dietikon T + 41 44 740 85 26 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner ShopVille Romina Malanga Bahnhofpassage 1, 8001 Zürich T +41 44 211 61 71 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Snack GGA Bettina Lutz Aargauerstrasse 250, 8048 Zürich T +41 44 419 03 22 www.kleiner-baeckerei.ch Kleiner Wipkingen Anita Stanojevic Dammstrasse 54, 8037 Zürich T + 41 44 271 16 55 www.kleiner-baeckerei.ch


Impressum Redaktion und Umsetzung ZFV-Unternehmungen www.zfv.ch Fotografie Christine Benz www.christinebenz.com Frank Br체derli www.bruederli-fotograf.ch Fabian H채feli www.fabianhaefeli.ch Lukas Lienhard www.lukaslienhard.com Giulia Marthaler (f체r marmite) www.giuliamarthaler.ch Rodolfo Sacchi www.sacchipartners.com Beat Schweizer www.beatschweizer.com Roland T채nnler www.rolandtaennler.ch Druck Stutz Druck AG www.stutz-druck.ch

Produziert und gedruckt in der Schweiz


ZFV-Unternehmungen Fl端elastrasse 51 Postfach 8047 Z端rich T +41 44 388 35 35 F +41 44 388 35 36 info@zfv.ch www.zfv.ch

Profile for ZFV-Unternehmungen

ZFV Jahresbericht 2014  

ZFV Jahresbericht 2014  

Advertisement