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2015 war für die ZFV-Unternehmungen ein herausforderndes Jahr. Der Umsatz nahm leicht auf CHF 237.4 Mio. zu, während das Ergebnis rückläufig war. Die Zahl der Mitarbeitenden beträgt 2’473. Geschäftsbericht 2015


Die ZFV-Unternehmungen im Überblick

Die ZFV-Unternehmungen sind ein traditionsreiches Schweizer Unternehmen mit den Tätigkeitsschwerpunkten Hotellerie, Gastronomie und Bäckerei-­ Konditorei. Wir sind breit diversifiziert, betreiben mit den Sorell Hotels 15 Stadt- und zwei Ferienhotels und führen Gourmet-, Trend-, Museumsund Ausflugsrestaurants. Die Gemeinschaftsgastronomie ist unser grösstes Tätigkeitsgebiet mit Restaurants und Cafeterias für Firmen und öffentliche Institutionen sowie Mensen und Cafeterias für Bildungseinrich­tungen. Wir ­führen das Eventcatering im Stadion Letzigrund in Zürich, an der BERNEXPO ­ und die Gastronomie auf dem Flughafen Bern und treten auch als Event­ veranstalter auf. Mit unseren hausgemachten Back- und Konditorei­ spezialitäten begeistern wir unsere Kundinnen und Kunden im Raum Zürich.

1

GENOSSENSCHAFT

161

1894

BETRIEBE

GRÜNDUNGSJAHR

HOTELS RESTAURANTS

9.1

GEMEINSCHAFTSGASTRONOMIE EVENTCATERING

MAHLZEITEN PRO JAHR

BÄCKEREIKONDITOREI

1

LIEGENSCHAFTEN

NACHWEIS

63

REGIONALER EINKAUF

82 % < 50 km

10 %

8 %

50–100 km

>100 km

MICHELINSTERN

31 GAULT MILLAUPUNKTE


Inhalt

Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2015

Umsatz in Mio. CHF 2014

2 Vorwort von Regula Pfister

+0.8  %

237.4 2015

235.6

Unternehmensergebnis EBITDA in Mio. CHF 2014

2015

-6.4  %

24.5

26.2

-17.5  %

6.6 2015

8.0

Ausgewiesener Gewinn in Mio. CHF 2014

2015

-24.5  %

3.5

4.6

Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2014

2015

-115

2’473

2’588

Umsatz nach Geschäftseinheiten in  %

4.2 2.5 LIEGENSCHAFTEN

BÄCKEREI-KONDITOREI

6.8

EVENTCATERING

10.3

RESTAURANTS

22.7 HOTELS

6 Lagebericht zum Geschäftsverlauf 10 Wichtige Ereignisse 2015 Jahresrückblick Betriebe 14 Sorell Hotels 22 Restaurants 28 Gemeinschaftsgastronomie 36 Eventcatering 42 Bäckerei-Konditorei 46 Liegenschaften 48 Nachhaltigkeit

Unternehmensergebnis EBIT in Mio. CHF 2014

4 Im Gespräch mit Andreas Hunziker

53.5 GEMEINSCHAFTSGASTRONOMIE

54 55 56 57 61

Jahresrechnung Konsolidierte Bilanz Konsolidierte Erfolgsrechnung Konsolidierte Mittelflussrechnung Anhang zur Jahresrechnung Bericht der Revisionsstelle

Anhang 62 Organe 63 Mitglieder der Genossenschaft 64 Betriebsverzeichnis


Vorwort von Regula Pfister

Liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter, liebe Leserinnen und Leser Nach zwanzig Jahren mit ungebrochenem Wachstum von Umsatz und Ergebnis haben die ZFV-Unternehmungen 2015 einen leichten Dämpfer erlitten. Dank elf neuer Betriebe ist der Umsatz zwar noch um bescheidene 0.8 % auf CHF 237.4 Mio. gestiegen, das Ergebnis hat jedoch im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Finanzerfolg und Steuern EBITDA ist um 6.4 % auf CHF 24.5 Mio. zurückgegangen, der ausgewiesene Jahresgewinn um 24.5 % auf CHF 3.5 Mio. Dieser Dämpfer ist ärgerlich. Trotzdem darf nicht übersehen werden, dass die ZFV-Unternehmungen kerngesund sind, ihr Eigenkapital in den letzten Jahren gestärkt und ausgebaut haben und die Grosswetterlage des Unter­ nehmens gut ist. Einmal mehr hat sich 2015 das breit diversifizierte Tätigkeitsgebiet der ZFV-Unternehmungen als segensreich erwiesen. Das Jahr gerettet hat die Gemeinschaftsgastronomie, die eine eigentliche Blüte erlebte und den Umsatz um 6.1 % auf CHF 130.1 Mio. steigern konnte. Fast alle im Auftrag geführten Betriebe bewegten sich im «grünen Bereich», und mit drei zusätzlichen UBS Restaurants in Genf und in Lausanne konnte das Geschäft in der Westschweiz markant ausgebaut werden. Mit wichtigen Vertragsverlängerungen und der ersten rein vegetarisch-veganen Mensa an der Universität Zürich wurden weitere «Highlights» gesetzt. Demgegenüber haben in erster Linie die Sorell Hotels und die Kleiner Bäckerei-Konditorei, aber auch einzelne Betriebe wie das Restaurant Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern finanzielle Rückschläge erlitten und das Berichtsjahr belastet. Auch einige Potenzialbetriebe sind weniger rasch vom Fleck gekommen als erwartet. Verschiedene externe und interne Faktoren haben diese ­Entwicklung verursacht. Wichtigste externe Ursache war die Aufhebung des Mindestkurses zum Euro und die Einführung von Negativzinsen im Januar 2015 durch die S­ chweizerische Nationalbank. Sie haben der Wirtschaft generell und der ­Tourismusbranche im Besonderen zugesetzt, sodass der ­ohnehin schon stark gebeutelte Hotelmarkt noch z­ usätzlich durchgeschüttelt wurde. Der Preiskampf nahm teilweise groteske Formen an, die mehr mit Kannibalismus denn mit Konkurrenzkampf zu tun hatten. Die Sorell Hotels standen mitten im Sturm und wurden entsprechend in Mitleidenschaft gezogen. Trotz heftigem Gegenwind haben die Sorell Hotels die Imple­ mentierung der 2014 erarbeiteten Strategie unbeirrt voran­ getrieben. Im Salesbereich wurden Instrumente e ­ ingeführt, um am Markt zielgerichteter und schneller zu ­agieren und

2

Vorwort von Regula Pfister

die G ­ ästebetreuung über die ganze Hotelgruppe zu ver­ein­ heitlichen und zu verbessern. Die Sorell Hotels erhielten einen neuen Auftritt mit neuer Website ab 1. Juli. Gleichzeitig wurden im Qualitätsbereich neue Standards eingeführt, die bereits im Berichtsjahr die Gästezufriedenheit substanziell er­höht ­haben. Der Wermutstropfen war jedoch, dass diese Mass­nahmen noch keine positiven Spuren in der ­Jahresrechnung 2015 hinterlassen haben. Im Gegenteil, die Neuausrichtung führte dazu, dass auf der Kostenseite teilweise zu wenig rasch und zu wenig konsequent auf die ausbleibenden Umsätze reagiert wurde.

2015 wurde gesät, geerntet wird jedoch erst 2016 und in den folgenden Jahren. Dies verleiht dem ­Geschäftsjahr 2015 eine positive Note, stimmt zuversichtlich für die Zukunft und gibt damit den Mit­arbeiterinnen und M ­ itarbeitern die ­Genugtuung, dass sich ihr Einsatz gelohnt hat.


Als Quintessenz für das Geschäftsjahr 2015 halte ich fest: In einem schwierigen und immer kompetitiver werdenden Markt­ umfeld wurden bei den Sorell Hotels und bei Kleiner, aber auch unternehmensweit zahlreiche Verbesserungsmassnahmen und neue Projekte eingeleitet. Dabei handelt es sich um Investitionen in die Zukunft, die mittel- bis langfristig ausgerichtet sind. Sie haben im Berichtsjahr nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark gefordert, sondern auch zusätzliche finanzielle Mittel gebunden. Bildlich gesprochen: 2015 wurde gesät, geerntet wird jedoch erst 2016 und in den folgenden Jahren. Dies verleiht dem Geschäftsjahr 2015 eine ­positive Note, stimmt zuversichtlich für die Zukunft und gibt damit den Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern die Genugtuung, dass sich ihr E­ insatz gelohnt hat, weil ihre Arbeit Früchte tragen wird. Dass diese Zuversicht gerechtfertigt ist, zeigt der geglückte Start ins Jahr 2016. Die beiden Monate Januar und Februar haben umsatz- und ergebnismässig überzeugt, liegen deutlich über den Vorjahren und entsprechen den Erwartungen. Bereits sind verschiedene neue Betriebe und Projekte in der Pipeline und sorgen auch 2016 für Dynamik. Das Wichtigste ist jedoch der positive mentale Schub für Geschäftsleitung und Mitar­ beitende auf allen Stufen, den der verheissungsvolle Jahresstart ausgelöst hat: «Wir sind für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet!» Weitere Wolken zogen an der «Kleiner-Front» auf, sodass der Verwaltungsrat im Herbst die «Gretchenfrage» stellte. Aufgrund von vier verschiedenen Szenarien fiel der Entscheid zugunsten der «Kleiner Strategie 2020», an deren ­Realisierung nun mit Hochdruck gearbeitet wird. Zuerst ­erfolgt ein «Gesundschrumpfungsprozess», bis eine trag­ fähige Basis erreicht ist, auf der dann die Neupositionierung von Kleiner mit einem schrittweisen Auf- und Ausbau vor­ genommen wird. Nachdem die Geschäftsleitung seit Anfang 2015 wieder­ ­komplett ist, ging es im Berichtsjahr darum, eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Selbstverständnis zu ­entwickeln. Auch wurden neben dem Tagesgeschäft ver­ schiedene ambitiöse Projekte angestossen wie beispielsweise «Aus F­reude am Genuss», bei dem es darum geht, den Gäste­ bedürfnissen nach Gesundheit, Nachhaltigkeit und Transparenz in der täglichen Verpflegung Rechnung zu tragen. Wie dies umgesetzt werden kann, zeigt das im Herbst neu eröffnete Lilly Jo – Deli & Café in Zürich-West, das mit seinem frischen, unkomplizierten und nachhaltig ausgerichteten Gastronomiekonzept eine Vorreiterrolle einnimmt.

An der Generalversammlung 2015 kam es zu einem Wechsel im Verwaltungsrat. Nach neun Jahren ist Helene von ­Gugelberg, die das Vizepräsidium innehatte, aus dem V­ erwaltungsrat ausgeschieden. Ich danke Helene von Gugelberg ­herzlich für ihr aktives Mitwirken im Verwaltungsrat der ZFV-­Unter­ nehmungen. Neu wurde Esther von Ziegler in den Verwal­ tungs­rat gewählt. Reto Panchaud übernahm das Amt des ­Vizepräsidenten. Im Namen des Verwaltungsrats, aber auch ganz persönlich danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsleitung unter dem CEO Andreas Hunziker herzlich für ihren grossen Einsatz im 2015.

Dr. Regula Pfister Präsidentin des Verwaltungsrats

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

3


Im Gespräch mit Andreas Hunziker

«Es ist wichtig, auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten zu investieren.» Herr Hunziker, wissen Sie noch, was Sie gedacht haben, als die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 das Ende des Euromindestkurses verkündete? Ich war überrascht. Obwohl anzunehmen war, dass die ­Nationalbank die Kursbindung eines Tages aufheben würde – und ich das grundsätzlich auch sinnvoll fand –, hatte ich in diesem Moment nicht damit gerechnet. Mir war klar, dass der Entscheid vor allem unser Hotelgeschäft tangieren würde und dass hektischer Aktionismus der falsche Weg ist. Der ZFV ist stark diversifiziert; das gibt uns auch in stürmischen Zeiten Auftrieb. Und tatsächlich gelang es uns, dieses schwierige Jahr gemeinsam und ohne grossen Schaden zu meistern. Dem bewegten Marktumfeld standen Investitionen und dynamische Prozesse im Innern des Unternehmens gegenüber… Ja, das war ein unglückliches Zusammentreffen ver­schiedener Umstände. Einerseits denken wir langfristig. Andererseits ist es wichtig und richtig, dass auch in wirt­schaftlich unruhigen

4

Im Gespräch mit Andreas Hunziker

Zeiten investiert wird. Die neue Hotelstrategie war bereits aufgestellt, als der Frankenschock kam. In der Geschäftsleitung haben wir überlegt, den Prozess zu unterbrechen, uns dann aber entschieden, den einge­schlagenen Weg weiterzugehen. Der ZFV ist vielleicht auch ein bisschen erfolgsverwöhnt? Das stimmt. Seit 1995 verzeichnen wir wachsende Zahlen in Umsatz und Ergebnis. Auch 2015 haben wir einen leichten Umsatzzuwachs erreicht. Das ist erfreulich, gelang uns aber nur dank neuer Betriebe. Ergebnismässig erlebten wir nach rund 20 Jahren erstmals einen Rückgang. Dies muss sich schnell wieder ändern. Die Massnahmen sind eingeleitet, und wir s­ etzen alles daran, dass 2015 eine einmalige Delle bleibt. Alles in allem kann ich festhalten: Der ZFV hat auch 2015 viel bewegt und viel erreicht. Sind die Schwierigkeiten Vergangenheit? Sagen wir es so: Ich blicke optimistisch in die Zukunft, der ZFV steht nach wie vor gut da und ist kerngesund. Doch ist der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg wegen der geringen Marge in der Gastronomie schmal. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst werden, und mit dieser Herausforderung leben wir schon lange. Die bewährte Strategie des ZFV, mit Bedacht und Weitsicht zu investieren und zu wirtschaften, zahlt sich aus. Auch das Kader lebt eine gewisse Bescheidenheit vor: Bei Dienstreisen im Zug zum Beispiel fahren alle 2. Klasse – das gesparte Geld setzen wir lieber für die Entwicklung der Mitarbeitenden ein. Und beim Wohl unserer Gäste wird selbstverständlich auch nicht gespart.


Ein guter Gastgeber zu sein wird beim ZFV gross­ geschrieben. Was hat er 2015 konkret für seine Gäste getan? Viel. Alles aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Die Eröffnung des ersten Lilly Jo – Deli & Café war sicher ein Höhepunkt. Damit konnten wir den Menschen im aufstrebenden Zürich-West mit einer speziellen und nachhaltigen Gastro­nomie ein kulinarisches Zuhause schaffen: ein Ort, an dem die Gäste in einer Wohnzimmer-Atmosphäre haus­ gemachte und nach­haltige Spezialitäten geniessen können. An der Universität Zürich haben wir das Rämi 59 eröffnet, die erste rein ­vege­t arisch-vegane Mensa der Schweiz. In den Sorell Hotels setzen wir unsere Strategie konsequent um. Diese legt einen speziellen Fokus auf «Service Excellence», 300 Service-­ Standards, die dem Gast zugutekommen. Unsere Gäste bemerken sie etwa beim neuen Frühstücksbuffet, das auf regionale und haus­gemachte Zutaten setzt, am Willkommensdrink beim Einchecken oder in der Schlafqualität mit neuen Daunenduvets. Dass wir damit den Nerv der Zeit getroffen haben, zeigen die vielen positiven Rückmeldungen. Auch das Wohl der gegen 2’500 Mitarbeitenden hat im Unternehmen traditionellerweise einen hohen Stellenwert. Auf jeden Fall. Unsere Mitarbeitenden liegen mir sehr am Herzen. Es ist mir wichtig, häufig vor Ort präsent zu sein, um zu sehen, wie es läuft, und um den Teams meine Wertschätzung zu zeigen. Am AC/DC-Doppelkonzert im Letzigrund beispiels­weise verpflegten über 500 Mitarbeitende während zweier Tage 96’000 Konzertbesucherinnen und -besucher! So ein Einsatz erforderte die Unterstützung aus allen Unter­ nehmensbereichen und verdient meinen vollen Respekt. Unsere Mit­arbeitenden profitieren von einem grosszügigen Weiterbildungsangebot, einer internen Talentschmiede, tollen ­Teamevents und zahlreichen Vergünstigungen. Das fördert die Zusammenarbeit. Aber ein guter Teamgeist ist letztlich das Verdienst eines jeden Einzelnen.

Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte im vergangenen Jahr? Dass wir die Verträge mit den Universitäten Zürich und Bern verlängern konnten, freut mich unglaublich. Der ­Univer­sität Zürich konnten wir beweisen, dass wir nicht nur für die ver­gangenen 100 Jahre der richtige Partner waren, sondern die Gastronomie auch in die Zukunft führen können. Unser

Gesamtpaket aus einer erprobten Zusammenarbeit und innovativen, kreativen Ideen für die nächsten Jahre hat sie überzeugt. Auch die Politikerinnen und Politiker im Parlamentsgebäude in Bern dürfen wir weiterhin kulinarisch verwöhnen. Dank drei neuer Betriebe in der Westschweiz konnten wir einen wichtigen Wachstumsschritt über die Sprachgrenze hinaus verzeichnen. Ein Anlass, den ich persönlich sehr schätze, ist die Dienstjubilarenfeier im Sorell Hotel Zürichberg, bei dem rund 200 Gäste eingeladen sind. Nebst einer Geldprämie erhalten unsere Jubilare ein feines Nachtessen und ein kleines Präsent als Dank für ihr Engagement und ihre Loyalität. Die Stimmung, die an diesem Abend jeweils aufkommt, ist auch für mich immer wieder einmalig. Der ZFV liegt in den Startlöchern für ein ­dynamisches 2016. Was steht auf dem Programm? Bei den Hotels wollen wir die Implementierung der Strategie weiter vorantreiben, aber gleichzeitig auch die Wirtschaftlichkeit wieder verbessern. In der Gastronomie liegt in diesem Jahr der Fokus auf unserer Initiative «Aus Freude am Genuss», die in ersten Pilotbetrieben umgesetzt wird. Sie knüpft an unsere Unternehmenswurzeln an und verbindet die Elemente Gesundheit, Nachhaltigkeit und Transparenz. Gleichzeitig richtet sie einen starken Fokus auf den Genuss und die Freude am Essen. Und im Bäckerei-Geschäft ist eine Neuausrichtung geplant. Hier werden wir einiges verändern müssen, um in Zukunft erfolgreich unsere Brötchen zu backen.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

5


Lagebericht zum Geschäftsverlauf 2015

Das Geschäftsjahr 2015 war ein schwie­ riges, das nicht an die erfolgreichen Vorjahre anschliessen konnte. Während der Umsatz dank neuer Betriebe leicht zulegte, vermochte das Ergebnis nicht mitzuhalten.

2015 erzielten die ZFV-Unternehmungen einen konsolidierten Gesamterlös von CHF 237.4 Mio. Trotz elf neuer Betrie­­‑ be konnte der Umsatz lediglich um CHF 1.9 Mio. oder 0.8 % gesteigert wer­den. Verantwortlich für die Umsatz­ zunahme waren ausschliesslich die im 2014 und 2015 neu dazugekommenen Betriebe, die 6.1 % zum Wachstum beitrugen, während die bestehenden Betriebe 4.2 % einbüssten. Das EBIT (Ergebnis vor Finanz­erfolg und Steuern)* betrug CHF 6.6 Mio. oder 2.8 % des Gesamterlöses. Dies ist ein Rückgang zum Vorjahr um CHF 1.4 Mio. oder 17.5 %. Entsprechend wurde der ausgewiesene Jahresgewinn auf CHF 3.5 Mio. (Vorjahr CHF 4.6 Mio.) festgesetzt. Erstmals seit 1995 ist es nicht gelungen, beim Umsatz und beim Ergeb­nis ein Wachstum zum Vorjahr zu erzielen.

Der konsolidierte Gesamterlös hat gegenüber dem Vorjahr um 0.8 % auf CHF 237.4 Mio. zugenommen.

Diese unerfreuliche Entwicklung ist auf externe und interne Faktoren zurückzuführen. Die Aufhebung des Mindestkurses zum Euro und die Einführung von Negativzinsen im Januar 2015 durch die Schweizerische Nationalbank haben der Wirtschaft stark zugesetzt und zu einer grossen Verunsicherung geführt. Vor ­allem auf dem Hotelmarkt nahm der Konkurrenzkampf zu mit ­negativen Auswirkungen auf die Preise, die ­zunehmend unter Druck geraten sind. Akzentuiert wurde diese Entwicklung insbesondere im Grossraum Zürich durch die Eröffnung neuer Hotels. Die Sorell Hotels wurden 2015 stark in Mitleidenschaft gezogen und haben gegenüber dem Vorjahr nicht nur Umsatz, ­sondern auch Ergebnis verloren. Durch die I­mplementierung der geschärften ­Strategie sowie die Erarbeitung eines neuen Marktauftritts mit neuer ­Website waren die Sorell Hotels nicht in der Lage, auf der Kostenseite zeitnah und adäquat auf die ausbleibenden Umsätze zu reagieren. Neben den Sorell Hotels hat auch der Bäckerei­bereich mit Kleiner im Vergleich zum Vorjahr Umsatz und Ergebnis verloren. Schliesslich schnitt das Eventcatering schlechter ab, weil zahl­ reiche grosse Events, wie beispielsweise

Lagebericht zum Geschäftsverlauf

* Die Jahresrechnung 2015 wurde nach dem neuen Rechnungslegungsrecht erstellt. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Zahlen entsprechend angepasst. Auch wurden teilweise neue Kennzahlen eingeführt.

+ 0.8 % 6

die Leicht­athletik-EM oder die Public Viewings in Zürich und Winterthur ­anlässlich der Fussball-WM, die dem Vorjahr Glanz ­verliehen haben, einmalig waren.

2.8 %

DES GESAMTERLÖSES

Das EBIT (Ergebnis vor Finanzerfolg und ­Steuern) betrug CHF 6.6 Mio. und ist zum ­Vorjahr um CHF 1.4 Mio. zurück­gegangen.

Ob all dieser negativen Entwicklungen, die das Geschäftsjahr 2015 leicht ein­ getrübt haben, dürfen jedoch die zahlreichen positiven Impulse nicht übersehen werden. Diese kommen vor allem aus der ­Gemeinschaftsgastronomie, dem mit Abstand grössten Geschäftsfeld, das im Berichtsjahr 53.5 % zum Gesamt­ erlös beigesteuert hat. Im Vorjahr waren es 50.3 %. Der Umsatz der im Auftrag geführten Betriebe wurde zum Vorjahr um 6.1 % auf CHF 130.1 Mio. gesteigert, und auch das Betriebsergebnis hat sich deutlich verbessert. Erfreulicherweise befinden sich fast alle ­Betriebe im « ­ grünen Bereich». Dank der Übernahme von drei UBS Restaurants in


237.4

Entwicklung Umsatz in Mio. CHF

204.1

250.0

200.0

100.2

150.0

68.2

100.0

50.0

0.0 1999

2000

2001

2002

2003

Genf und L­ ausanne ­konnte das Geschäft in der Westschweiz ausgebaut werden. Um ­diesem weiteren Schub zu verleihen, wurde in ­Lausanne eine ­ZFV-Zweigstelle eingerichtet. Im Berichts­­jahr erwiesen sich die Betriebe der Gemeinschaftsgastro­nomie als wichtige Stütze des Gesamt­unternehmens – Diversifi­kation sei Dank!

Positive Impulse kamen hauptsächlich aus der ­Gemeinschaftsgastronomie. Der Umsatz wurde um 6.1 % auf CHF 130.1 Mio. gesteigert, und auch das Betriebsergebnis hat sich deutlich verbessert.

Der konsolidierte Cashflow (Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit) betrug CHF 21.3 Mio. Dabei handelt es sich um eine stichtagsbedingte Grösse, die im Vergleich zum Vorjahr um CHF 0.3 Mio. oder 1.3 % zugenommen hat. Die im ­Berichtsjahr getätigten Investitionen in der Höhe von CHF 8.7 Mio. wurden voll­

2004

2005

2006

2007

2008

2009

umfänglich aus eigenen Mitteln finanziert. Im Vergleich zu den Vorjahren sind diese Investitionen eher tief aus­ge­ fallen. 2014 betrugen sie CHF 13.7 Mio., im Rekordjahr 2013 mit dem Kauf der drei Hotels Sonnental, Arte und Rex CHF 56.7 Mio. Entsprechend hoch waren im Berichtsjahr die Hypothekarrück­ führungen von insgesamt CHF 12.5 Mio. Der ausgewiesene Reingewinn von CHF 3.5 Mio. wurde wie immer zum Eigenkapital geschlagen. Dieses beläuft sich auf CHF 66.1 Mio., was 35.7 % der Passiven entspricht und sich im Vergleich zum Vorjahr mit 31.9 % anteilsmässig verbessert hat. Das gesamte Fremdkapital ging um CHF 14.3 Mio. auf CHF 118.9 Mio. zurück. Als Folge der neuen Buchführungs- und Rechnungslegungsvorschriften gemäss Art. 957 ff. OR kam es im Berichtsjahr zu einer Verschiebung vom langfristigen zum kurzfristigen Fremdkapital, weil die im Folgejahr fälligen Hypotheken neu den kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten zugeordnet werden müssen. Damit hat das kurzfristige Fremd­ kapital um CHF 1.3 Mio. oder 3.2 % auf CHF 40.8 Mio. zugenommen, ­während das langfristige Fremdkapital um

2010

2011

2012

2013

2014

2015

CHF 15.6 Mio. oder 16.7 % abgenommen hat. Die Rückstellungen wurden um CHF 0.8 Mio. auf CHF 37.2 Mio. erhöht. Die Aktiven reduzierten sich um CHF 10.8 Mio. oder 5.5 % auf CHF 185.0 Mio. Das Anlagevermögen macht 88.2 % (Vorjahr 88.0 %) aus, das Umlaufvermögen 11.8 % (Vorjahr 12.0 %). Mit CHF 118.7 Mio. oder 64.2 % der ­Aktiven sind die Liegenschaften (inkl. ­Installationen und Umbauten) die mit Abstand grösste Position. Diese hat sich zum Vorjahr mit CHF 124.8 Mio. oder 63.7 % der Aktiven um CHF 6.1 Mio. verringert. Die zweitgrösste Position mit 13.5 % der Aktiven (Vorjahr 13.7 %) sind die Immateriellen Werte mit CHF 24.9 Mio. Sie sind um CHF 2.0 Mio. zurückgegangen. Bei den Immateriellen Werten handelt es sich zum grössten Teil um den noch nicht abgeschrie­benen Goodwill aus dem 2012 und 2013 erfolgten Kauf von vier ­Hotels, der aufgrund des Zustandes der Liegen­­schaften jedoch werthaltig ist. Die ­Abschreibungen betrugen im Berichts­jahr CHF 17.9 Mio., im Vorjahr CHF 18.2 Mio. Darin enthalten ist auch ein ­Goodwill-­Anteil von CHF 3.3 Mio. (Vorjahr CHF 2.4 Mio.).

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

7


Lagebericht zum Geschäftsverlauf 2015

Wie jedes Jahr hat die Geschäftsleitung die endogenen und exogenen Unternehmensrisiken beurteilt und unter anderem die Zinsentwicklung neu als exogenes Risiko aufgenommen. Da CHF 33.9 Mio. Hypotheken mit einem Zinsswap abgesichert sind, hatten die durch die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 eingeführten Negativ­ zinsen zusätzliche Zinskosten zur ­Folge. Im Dezember 2015 genehmigte der Ver­ waltungsrat den Risikokataster i­nklusive internem Kontrollsystem. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ging um 115 Personen auf 2’473 zurück. Davon sind 1’446 Frauen und 1’027 Männer. Sie verteilen sich auf 1’611 Vollzeitstellen, was einer Zunahme um 34 Stellen entspricht. Dies bedeutet eine Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrades. Die Fluktuations­ rate betrug 25.5 % (ohne K ­ urzeinsätze) und bewegt sich damit auf dem Vor­ jahres­niveau.

+11 Betriebe Im Berichtsjahr wurden 11 Betriebe übernommen oder eröffnet. 1 Betrieb wurde aufgegeben.

Im Berichtsjahr 2015 konnte der ZFV elf Betriebe e ­ r­öffnen oder übernehmen, während ein Betrieb infolge Standortaufgabe der Auftrag­geberin geschlossen werden musste. Der Start ins Geschäftsjahr 2016 ist mit guten Umsatz- und ­Ergebniszahlen im Januar und Februar ­geglückt. Dieser positive I­mpuls zum Jahres­ beginn lässt Zuversicht aufkommen, dass im neuen Geschäftsjahr wieder an die f­ rüheren Erfolgs­jahre angeknüpft werden kann. Mit – aktuell bekannt – acht neuen Betrieben wird 2016 ein Umsatz- und Ergebniswachstum in der Grössenordnung z­ wischen fünf und acht Prozent angestrebt.

8

Lagebericht zum Geschäftsverlauf

Der Start ins 2016 ist mit guten Umsatz- und Ergebnis­zahlen ­geglückt. Dies lässt ­Zuversicht aufkommen, dass im ­neuen Geschäftsjahr wieder an die früheren Erfolgsjahre ­angeknüpft werden kann.

Neue und abgegebene Betriebe 2015

Cafébar und Kiosk Charly’s Check-in auf dem Flughafen Bern Automaten Stadtverwaltung Winterthur UBS Cafeteria Dinocenter in Zürich

Übernahme Juni 2015

Eröffnung Juni 2015

Aufgabe Juni 2015

UBS Restaurant Acacias in Genf

Übernahme August 2015

UBS Restaurant Baumettes in Lausanne

Übernahme August 2015

Universität Zürich Rämi 59 in Zürich

Eröffnung August 2015

UBS Cafétéria St-François in Lausanne

Übernahme September 2015

Swiss Life Restaurant Binz49 in Zürich

Übernahme September 2015

Swiss Life Restaurant Quai40 in Zürich

Übernahme September 2015

Lilly Jo – Deli & Café im Kulturpark des Forums Z in Zürich

Eröffnung Oktober 2015

Bistro Careum in Zürich

Eröffnung Oktober 2015

Alexion Restaurant Favorite in Zürich

Übernahme November 2015


ZFV-Gesch채ftsleitung (v.l.n.r.): Angela Tauro, Michael Thomann, Andreas Hunziker, Christoph Menti, Lukas Christen

Gesch채ftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

9


Wichtige Ereignisse 2015 Januar

Geschäftsleitung komplett Seit Anfang 2015 ist die Geschäftsleitung des ZFV wieder komplett. Der Verwaltungsrat hat Lukas Christen, seit dem Weggang von Benno Sidler CFO ad interim, zum neuen CFO und Mitglied der Geschäfts­ leitung gewählt.

Februar

F&B-Charta Schweizer Freilandeier

Vertrags­ verlängerungen

Neue Verwaltungsrätin

Die Verträge mit den Universitäten Zürich und Bern wurden um weitere sieben respektive fünf Jahre verlängert. Die seit 1914 bestehende Partnerschaft mit der Universität Zürich wird somit fortgesetzt. Auch die Universität Bern, die Verwaltungsdelegation für die Gastronomie im Parlamentsgebäude und die Pensionskasse des Bundes Publica haben sich mit der Verlängerung ihrer Verträge zum ZFV als Gastronomiepartner bekannt.

Esther von Ziegler wird an der Genossen­ schafterversammlung neu in den Ver­ waltungsrat der ZFV-Unternehmungen gewählt. Sie ersetzt Helene von Gugelberg. Neuer Vizepräsident ist Reto Panchaud.

April

Restaurant Krone

Seit Februar 2015 stammen die Schaleneier und Eiprodukte in allen ZFV-Betrieben ausschliesslich aus Schweizer Freiland­ haltung. Damit übernimmt der ZFV auf dem Markt eine Vorreiterrolle.

Juni

Charly’s Check-in Per 1. Juni 2015 übernimmt der ZFV auf dem Flughafen Bern die Gastronomie Charly’s Check-in im Terminalgebäude.

AC/DC zweimal im Letzigrund

März

Restaurant Ten Das neue Restaurant Krone im Sorell Hotel Krone in Winterthur verwöhnt die Gäste mit zeitlosen Klassikern und ­traditionellen Schweizer Gerichten in gemütlichem Altstadt-­Ambiente.

Kleiner Glace Im März 2015 eröffnete das Restaurant im Sorell Hotel Arte in Spreitenbach neu unter dem Namen «Ten». Nach einer sanften Erneuerung der Räumlichkeiten bietet das neue Gastronomieangebot einen unkomplizierten und geselligen Genuss.

Zürcher Sechseläuten Bereits zum vierten Mal ist Henris Catering & Events Gastronomiepartner am Sechseläuten in Zürich. Seit 2014 unterstützt der ZFV den Traditionsanlass als Haupt­sponsor.

Die Kleiner Bäckerei-Konditorei bringt ihr eigenes Glace auf den Markt: 13 natürliche Aromen – darunter auch zwei vegane Sorten.

Die legendäre Band AC/DC rockt an zwei Sommerabenden im Stadion Letzigrund für beinahe 96’000 Fans. Der ZFV sorgte für das kulinarische Wohl der Gäste.

Juli

Sorell Hotels Relaunch

Mai

Supplement Im Mai 2015 erscheint das erste Supplement: Das Genussmagazin des ZFV richtet sich an den verweilenden Gast im Res­ taurant und Hotel, aber natürlich auch an alle Mitarbeitenden.

Am 1. Juli 2015 gelingt der Auftakt: Neuer ­Markenauftritt der Sorell Hotels inklusive Website, Einführung der «Service Excellence Sorell» und des neuen, regionalen Sorell-Frühstücks.


Jubiläum 20. Live at Sunset

September

Eröffnung Swiss Punkte und Sterne Dennis Puchert erkocht mit seinem Team Life Restaurants im Restaurant Spice im Rigiblick in Zürich Binz49 und Quai40 einmal mehr 16 Gault Millau-Punkte Die beiden Swiss Life Restaurants Quai40 und Binz49 wurden übernommen. Bereits im ersten Monat servierte der ZFV den Swiss Life Mitarbeitenden über 17’000 Mittags­ menüs. Das Angebot reicht von vier aus­­ gewogenen, täglich wechselnden Menüs über hausgemachte Suppen und Sandwiches bis hin zu Backwaren und Desserts.

Das beliebte Sommerfestival auf dem Zürcher Dolder feierte sein 20. Jubiläum. Bereits zum 10. Mal verwöhnte das Team von Henris Catering & Events die Gäste im Sunset Restaurant und in der Sunset Lounge.

November

Sorell Lancierungs­ kampagne

und einen Michelin-Stern. Im Restaurant Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern überzeugte der zum Küchenchef beförderte Simon Sommer beim ersten Testessen und erhält ein ­Startkapital von 15 Gault MillauPunkten.

Baracca Zermatt auf dem Zürichberg

August

Expansion Westschweiz Mit drei neuen UBS Restaurants konnte der ZFV seine Geschäftstätigkeit in der Romandie weiter ausbauen und die ­Zusammenarbeit mit der UBS stärken. Mit der Übernahme dieser Betriebe steigt die Zahl der vom ZFV geführten ­Westschweizer Betriebe auf fünf.

Mensa Rämi 59 Am 17. August 2015 wird an der U ­ niversität Zürich die erste rein vege­t arisch-vegane Mensa in der Schweiz eröffnet.

Zur Steigerung der Bekanntheit waren im Herbst 2015 zahlreiche Plakate in der Stadt Zürich zu sehen. Zudem fährt nun das Sorell-Tram ein ganzes Jahr durch Zürich.

Die original Walliser Posthütte aus dem Jahr 1947 stand vom 18. November 2015 bis zum 20. März 2016 auf der Garten­ terrasse des Sorell Hotels Zürichberg. Im gemütlichen Zermatter Holzchalet wurden Walliser Speziali­t äten und Fondue angeboten.

Dezember Oktober

Eröffnung Lilly Jo

Talent­ management

Die Toten HosenKonzert Campino und seine Band sorgen im Stadion Letzigrund mit ihren 48’000 Fans für Stimmung.

Mitte Oktober 2015 wird das erste Lilly Jo – Deli & Café an der Pfingstweid­ strasse in Zürich eröffnet.

13 ZFV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erhalten erstmals ihr Zertifikat zum Abschluss des zehnmonatigen Talentmanagement-Programms auf Mitarbeiterstufe.


07.40 Uhr In den Sorell Hotels werden die Betten aufgeschlagen – der Tag beginnt. Während die Gäste das köstliche Frühstück geniessen, sorgen die Gastgeber für das Wohlfühlambiente im Zimmer.


Sorell Hotels Die Sorell Hotels sind die grösste rein schweizerische Hotelgruppe mit 17 individuellen Stadt- und Ferienhotels im 3- und 4-Sterne-Segment an acht verschiedenen Standorten. Die Betriebe befinden sich in Zürich, Dübendorf, Spreitenbach, Winterthur, Bern, Aarau, St. Gallen, Schaffhausen, Bad Ragaz und Arosa. Jedes der 17 Hotels wird von Gastgeberpersönlichkeiten geführt, die den Häusern eine individuelle Note verleihen. Der ZFV besitzt sämtliche Liegenschaften der Sorell Hotels.

Auf einen Blick Insgesamt blicken die Sorell Hotels auf ein schwieriges Jahr zurück. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses ­machte den Hotels in der Schweiz zu schaffen. Trotz d ­ ieser w ­ idrigen Umstände liessen sich die Sorell Hotels nicht ­beirren und setzten die 2014 verabschiedete Strategie ­plan­mässig um mit der Implementierung einer n ­ euen Hotel­software inklusive Distributionslandschaft, der ­Konsolidierung des Reservationssystems, der Einführung neuer Qualitätsstandards sowie der Lancierung der neuen Sorell-Markenwelt mit neuer Website. Vor diesem Hintergrund ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6.1 % zurück, und auch das E­ rgebnis ­verschlechterte sich.

22.7

 %

ANTEIL AM GESAMTERLÖS

14

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmung 2013

434 MITARBEITENDE

17 BETRIEBE


Marktumfeld Für die Hotels generell war 2015 ein schwieriges Jahr. Die Aufwertung des Schweizer Frankens als Folge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 schwächte die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie deutlich. Der Konkurrenzkampf auf dem Hotelmarkt nahm zu, mit negativen Auswirkungen auf die Preise, welche zunehmend unter Druck gerieten. Die Anzahl der Logiernächte in der Schweiz betrug 35.6 Mio. und lag damit um 0.8 % hinter dem Vorjahreswert. In den Städten haben die Hotelübernachtungen zugenommen, in den Tourismusregionen waren sie rückläufig. Während die Anzahl Übernachtungen von Gästen aus dem Inland auf Vorjahresniveau blieb, ging die ausländische Nachfrage um 1.7 % zurück. Vor allem Gäste aus dem Euroraum fehlten. Allein Deutschland brachte der Schweiz rund eine halbe Million weniger Logiernächte als im Jahr zuvor – das entspricht einem Rückgang um 12.3 %. Aber auch Gäste aus den Benelux-Ländern, Frankreich und Italien reisten weniger in die Schweiz. Darüber hinaus musste die Schweizer ­Hotellerie auch einen markanten Rückgang der Nachfrage aus Russland von 30.7 %

hinnehmen. Glücklicherweise nahmen die Buchungen aus den anderen Kontinenten zu. Allen voran verzeichnete das ­Volumen der Gäste aus Asien ein Wachstum von 18.6 %, gefolgt von Amerika, Afrika und Ozeanien.

Geschäftsgang Die Sorell Hotels erzielten 2015 ­einen Gesamterlös von CHF 54.0 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um CHF 3.5 Mio. oder 6.1 %. Dadurch lag auch das operative Betriebsergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert, aber auch unter den Erwartungen. In den Sorell Hotels sind die Logiernächte von 282’970 im Vorjahr auf 276’317 im Berichtsjahr um 2.4 % zurückgegangen. Entsprechend sank die durchschnittliche Zimmerbelegung von 68.9 % im Vorjahr auf 66.8 %. Auch der Rückgang des durchschnittlichen Zimmerpreises hat sich weiter fort­ gesetzt, von CHF 149.50 im Vorjahr auf CHF 146.40 im Berichtsjahr. Obwohl die Sorell Hotels weniger Umsatz generierten und mit sinkenden Auslastungs­ quoten und gedrückten Preisen zu kämpfen hatten, gab es auch viel Positives: Die Gästezufriedenheit konnte in jedem

Haus gesteigert werden. Dies zeigen die eigenen Gästebefragungen, aber auch die Hotelbewertungen auf den verschiedenen Online-Portalen.

CHF

54.0mio.

Der Umsatz der Sorell Hotels ging 2015 um 6.1 % auf CHF 54.0 Mio. zurück.

Dank der Partnerschaft mit Baracca ­Zermatt wurde auf der Terrasse des S­ orell Hotels Zürichberg ein Fondue-Chalet errichtet, das sich grosser Be­liebt­heit erfreute und in den Monaten November und Dezember einen will­kommenen Zusatzumsatz generierte.

Jahresrückblick Einführung eines Cluster Revenue Managements Um zusätzliche Marktanteile zu gewinnen, wurde im Berichtsjahr ein Cluster Revenue Management für die gesamte Sorell Gruppe eingeführt. Der digitale Fortschritt hat die Online-Verkaufs­kanäle der Hotellerie in den letzten Jahren

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

15


Der Ausbau der Servicequalität unter dem Begriff «Service Excellence Sorell» führte unmittelbar zu einem markanten Anstieg in der Gäste­zufriedenheit.

massiv verändert. Mit der Definition einer neuen Distributionslandschaft für die ganze Hotelgruppe wurde dieser Entwicklung Rechnung getragen. Das Kernstück der neuen Systemumgebung bildet die neue Hotelsoftware «Opera», welche durch sechs weitere IT-Systeme in den 17 Sorell Hotels ergänzt wird. So bietet zum Beispiel das Revenue Management System «IDeaS» dem Hotelier wie auch den zentralen Diensten die Möglichkeit, die einzelnen Marktsegmente besser zu analysieren, akkurate Prognosen für die Zukunft zu stellen und damit aktiv Einfluss auf die Preisgestaltung und die Auslastung zu nehmen.

Die neue Channel Manager Software «AvailPro» stellt eine verbesserte Ver­ bindung mit den Online-Kanälen sicher. Die neue Zwei-Wege-Anbindung zeigt den Online-Partnern die Verfügbarkeiten in Echtzeit auf, während die einzelnen Hotels gleichzeitig von einer automatischen Reservationserstellung profitieren. Umsetzung der Sorell-Strategie Nachdem 2014 eine neue Strategie für die Sorell Hotels formuliert worden war, stand das Berichtsjahr ganz im Zeichen der Umsetzung. Die zentralen Werte der neuen Sorell-Kultur, namentlich

die g ­ elebte Individualität, die konstant hohe Servicequalität und das Wohl­ befinden der Gäste, wurden Schritt für Schritt in das operative Tages­geschäft überführt. Bereits nach wenigen ­Monaten lösten diese Veränderungen positive Gästefeedbacks aus. Die in einem internen Workshop erarbeiteten 300 Servicestandards wurden unter dem Begriff «Service Excellence Sorell» implementiert. Dieser Ausbau der Servicequalität führte unmittelbar zu einem markanten Anstieg der Gäste­ zufriedenheit. Für diesen Erfolg war sicher auch der eigens für die Gast­ geberinnen und Gastgeber erarbeitete

Zimmerbelegung und Zimmerpreise Zimmerbelegung in  %

16

2015

2014

2015

2014

Δ

Hotel Aarauerhof in Aarau

63.8

60.5

3.3

Hotel Ador in Bern

77.5

72.7

4.8

Hotel Aarauerhof in Aarau

112.7

118.5

-5.8

Hotel Ador in Bern

132.1

139.9

-7.8

Hotel Arabelle in Bern

70.7

71.3

Hotel Argovia in Aarau

43.3

53.7

-0.6

Hotel Arabelle in Bern

126.5

128.6

-2.1

-10.4

Hotel Argovia in Aarau

113.7

111.7

2.0

97.9

103.0

-5.1

136.5

137.2

-0.7

Δ

Hotel Arte in Spreitenbach

67.1

74.8

-7.7

Hotel Asora in Arosa

44.1

43.4

0.7

Durchschnittlicher Zimmerpreis in CHF

Hotel Arte in Spreitenbach Hotel Asora in Arosa

Hotel City Weissenstein in St. Gallen

68.9

75.8

-6.9

Hotel City Weissenstein in St. Gallen

149.1

147.3

1.8

Hotel Krone in Winterthur

69.0

70.1

-1.1

Hotel Krone in Winterthur

134.2

141.3

-7.1

Hotel Rex in Zürich

71.2

71.3

-0.1

Hotel Rex in Zürich

140.0

145.6

-5.6

Hotel Rigiblick in Zürich

44.8

60.7

-15.9

Hotel Rüden in Schaffhausen

61.1

69.5

-8.4

Hotel Rigiblick in Zürich

216.8

194.7

22.1

Hotel Rüden in Schaffhausen

132.8

143.2

-10.4

Hotel Rütli in Zürich

158.2

157.5

0.7

Hotel Seefeld in Zürich

190.3

190.0

0.3

Hotel Rütli in Zürich

78.6

76.0

2.6

Hotel Seefeld in Zürich

69.1

71.8

-2.7

Hotel Seidenhof in Zürich

80.8

82.2

-1.4

Hotel Seidenhof in Zürich

183.2

194.9

-11.7

Hotel Sonnental in Dübendorf

66.7

72.0

-5.3

Hotel Sonnental in Dübendorf

118.7

114.5

4.2

Hotel Tamina in Bad Ragaz

47.1

52.5

-5.4

Hotel Tamina in Bad Ragaz

169.4

160.0

9.4

Hotel Zürichberg in Zürich

56.7

58.6

-1.9

Hotel Zürichberg in Zürich

211.3

220.4

-9.1

Sorell Hotels im Durchschnitt

66.8

68.9

-2.1

Sorell Hotels im Durchschnitt

146.4

149.5

-3.1

Sorell Hotels


Sorell-Knigge verantwortlich, der eine Anleitung für gäste- und serviceorientiertes Verhalten darstellt und bereits zu einer für die Gäste er­lebbaren Gastfreundschaft führte. Mit dem SorellFrühstück wurde ein neuer Standard im Frühstücksangebot der Schweizer ­Hotellerie geschaffen. Hausgemachte Produkte aus nach­haltiger Produktion von lokalen Produzenten stehen im Zentrum dieses neuen Angebots. So findet man neben Eiern aus Freiland­ haltung, frische Kon­fitüren aus den ­Küchen der beiden Sorell ­Hotels Rigiblick und Zürichberg sowie ein Ur­dinkel Maggia Brot aus der Backstube von Kleiner. Steigerung der Gästezufriedenheit Die Sorell Hotels konnten im Berichtsjahr als Hotelgruppe ihren «Trustscore» um ­bemerkenswerte drei Punkte steigern: von 82 Punkten im Vorjahr auf 85 ­Punkte. Der unabhängige Meta-Bewertungs­ service «Trustyou» fasst Online-Gästebewertungen diverser internationaler Bewertungsportale in einer Gesamtnote zusammen. Für die Erstellung der Rankings werden Bewertungen in mehr als 20 Sprachen berücksichtigt. Mit einer Steigerung von 7 Punkten im Vergleich zum Vorjahr konnten die Hotels Arabelle,

Argovia und Asora eine markante Verbesserung der Gästezufriedenheit erzielen. Das beste Resultat erreichte auch in diesem Jahr das Sorell Hotel Tamina mit 94 Punkten (+2 Punkte). Eröffnung Restaurant Ten im Sorell Hotel Arte Im März 2015 wurde im Sorell Hotel Arte in Spreitenbach ein neues Restaurant­ konzept unter dem Namen «Ten» realisiert. Nach einer sanften Umgestaltung der Räumlichkeiten bietet das neue Gastronomieangebot nebst d ­ iversen Burgern mit hausgemachten Buns auch altbewährte Lieblingsgerichte in einem unkomplizierten und geselligen ­Ambiente. Die hoteleigene Bowlinganlage ergänzt das Angebot mit einem zusätzlichen Spassfaktor. Neues Gastronomiekonzept im Sorell Hotel Krone Nach dem Weggang von Küchenchef Denis Ast im Frühjahr 2015, der im Restaurant Pearl mit 16 Gault Millau-Punkten und 1 Michelin-Stern ausgezeichnet worden war, musste das Restaurantkonzept neu gestaltet werden. Aufgrund einer Analyse der Gästebedürfnisse wurden die beiden Restaurants Pearl und La Couronne zusammengelegt. Mit

dem neuen Namen «Restaurant Krone» wird dem geschichtsträchtigen Haus in der Winterthurer Altstadt Rechnung getragen, indem neben traditionellen Schweizer Gerichten auch zeitlose Klassiker in gemütlichem Ambiente angeboten werden. Die Küche hat sich der Frische, der Saisonalität und der Tradition verschrieben. Exklusive Zusammenarbeit mit Rituals In allen Badezimmern der Sorell Hotel­ gruppe findet man die hochwertigen Guest Amenities von Rituals. Das niederländische Kosmetikunternehmen verfolgt dieselbe Strategie wie die Sorell Hotels, indem es das Wohlbefinden der Gäste ins Zentrum seiner Geschäftsphilosophie stellt. Die exklusive Partnerschaft mit Rituals unterstreicht die angestrebten Qualitätsstandards und schafft für die Hotelgäste einen spür­ baren Mehrwert. Seit dem Sommer 2015 verwöhnen die 17 Sorell Hotels ihre Gäste mit wohlriechenden Düften von Rituals: Shampoos, Duschgels, Körpermilch und Handseifen. Nuit d’été: Ein traditioneller und gelungener Kundenanlass Der alle zwei Jahre ­s tattfindende Kunden­event der Sorell Hotels im

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

17


Garten des Hotels Zürichberg fand am 27. ­August 2015 statt. Der Partneranlass stand ganz im Zeichen des Relaunchs der Sorell-Marke. Die 320 geladenen Gäste konnten anlässlich des stimmig inszenierten Events nicht nur mediterrane und lokale Spezialitäten geniessen, sondern erhielten auch die Möglichkeit, in einem unter freiem Himmel auf­ gebauten Sorell-Gästewohnzimmer in die neue Markenwelt einzutauchen. Ausserdem boten die Mitarbeitenden der Sorell H ­ otels wertvolle Hintergrundinformationen zu den Werten der neu aufgestellten Hotelgruppe. Baracca Zermatt Zürichberg: Eine Erfolgsgeschichte Am 18. November 2015 fiel der Start­­ schuss der Baracca Zermatt auf der Gartenterrasse des Sorell Hotels Zürich­berg mit der «Irüerete», der über 50 geladene Gäste beiwohnten. Die original ­Zermatter Posthütte aus dem Jahr 1947 wurde als Franchise-Betrieb geführt und bot in gemütlicher Um­gebung traditionelle Walliser Spezialitäten und Fondue an. Das heimelige Holzchalet über den Dächern von Zürich erfreute sich grosser Beliebtheit. Mit seinem

Gästeherkunft 2015 in  %

24 

Übrige

44  SCHWEIZ

6 7  USA

GB

19  Deutschland

2014 in  %

21 

Übrige

6

45  SCHWEIZ

GB

6 

USA

22  Deutschland

18

Sorell Hotels

Kamin in der Mitte der Hütte und der Design-Einrichtung von Heinz Julen gefiel es privaten Gästen und Geschäftskunden gleichermassen. Neues Gutscheinsystem mit E-GUMA Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wurde im November 2015 ein neues Gutscheinsystem für die Sorell Hotels eingeführt. Die Software der S­ chweizer Firma E-GUMA ermöglicht es den Kunden, auf der Sorell-Website einen Hotelgutschein zu kaufen und diesen bequem zu Hause auszudrucken. Dieser Vorgang ist für den Besteller einfach, schnell und spart auch in der Adminis­ tration viel Zeit.

Ausblick Nachdem im Berichtsjahr die Lancierung der neuen Sorell-Marke im Fokus stand, wird das Jahr 2016 der Konsolidierung in wirtschaftlicher und qualitativer Hinsicht gewidmet. Ziel ist es, die Umsätze zu steigern und das Ergebnis zu verbessern. Positive Entwicklungen im ersten Quartal lassen Zuversicht für das ganze Jahr aufkommen. Sodann gilt es,

die 2015 eingeführten I­nstrumente und Verbesserungsmassnahmen zur Qualitätssteigerung weiter zu verfeinern und zu optimieren. Gleichzeitig stehen verschiedene grössere Projekte an. Mit dem Bau eines Musterzimmers im Sorell Hotel Krone wird der Grundstein für eine neue, einheitliche Inneneinrichtung ­gelegt. Damit wird nicht nur ein Wohlfühl-Ambiente geschaffen, sondern der Markenkommunikation der Sorell Hotels ein wichtiges Element hinzugefügt. Parallel dazu läuft die Ausschreibung für Boxspringbetten, welche zusammen mit einer Kissen-Menükarte und neuen Duvets die Sorell-Schlafqualität definieren werden. Im Weiteren laufen die Planungs- und Projektierungsarbeiten für den Umbau im Sorell Hotel Aarauerhof und eine Totalrenovation des Sorell Hotels Seidenhof auf Hochtouren. Um die geplanten Projekte termin- und ressourcengerecht umsetzen zu können, wird die operative ­Organisationsstruktur der Sorell Hotels angepasst und ab Mai 2016 die Stelle ­eines Director of Operations geschaffen, der direkt dem COO Hotels unterstellt und die operative Leitung der 17 Sorell Hotels übernehmen wird.


Sorell Hotels: Relaunch

Das neue Gesicht der Sorell Hotels Spürbarer Kulturwandel Das Fundament der neuen Hotel-­ Strategie bilden die neuen operativen Werte mit folgender Mission: ■ Wir sind besser. Ehrliche Qualität und Werthaltigkeit sind unsere Ansprüche und unser Ansporn. Unsere Entscheide sind wirtschaftlich nachhaltig. ■ Wir sind aktiver. Wir packen an und handeln eigenverantwortlich. Mit Leidenschaft und gelebter Herzlichkeit verblüffen wir unsere Gäste täglich aufs Neue. ■ Wir sind anders. Als Gastgeber legen wir Wert auf Individualität und per­ sönlichen Service. 08/15 ist für uns keine Option. Unseren Gästen bieten wir ein einzigartiges Erlebnis. ■ Wir sind happy. Wir stellen das Wohlbefinden der Menschen in den Mittelpunkt. Jeder Gast ist ein Teil von uns, und die Mitarbeitenden sind unser grösstes Kapital.

Mit dieser Mission werden die Mitar­ beitenden ermuntert, mit ihrem ­Ver­halten die neuen Werte zu verkörpern und jeden Tag zu leben. Dieser Kulturwandel wurde von den Gästen schneller als erwartet wahrgenommen. Bereits nach wenigen Monaten stieg die G ­ ästezufriedenheit in allen Sorell Hotels deutlich an. Online in die Zukunft Die neue Sorell-Dachmarke zeigt sich unter anderem auch im visuellen Auf­ tritt und in der Marketingkommuni­ kation. Dem Relaunch der neuen SorellWebsite per 1. Juli 2015 kommt deshalb eine ­besondere Bedeutung zu. Der neue Online-Auftritt fasst alle ­wesentlichen Elemente des Marken-Relaunchs zusammen. Das neue Markenbild wird durch eine passende Bildwelt ­begleitet. Eingebettet in eine neue Corporate Identity werden die Markenwerte, die angestrebte Qualität und das erweiterte Angebot der «Service Excellence Sorell» in einer übersichtlichen, klar strukturierten Form präsentiert. Gleichzeitig wurden die neusten technologischen Möglichkeiten bei sorellhotels.com

Oben: Sorell-Webauftritt seit 1. Juli 2015 Unten: Hotel Directory 2015/16 der Sorell Hotels

­umgesetzt. Neben einem vollumfänglichen «Responsive Design», das die Benutzerfreundlichkeit auf Smartphones und Tablets gewährleistet, wurde eine neue Buchungs­maschine integriert. Ausserdem konnte die Messbarkeit des Besucherverhaltens mit der neuen ­Seitenstruktur verbessert werden. On- oder offline? Sowohl als auch Im ersten Halbjahr 2015 wurden die Briefschaften, Broschüren und w ­ eitere Kommunikationsmittel dem neuen ­Corporate Design der Sorell Hotels angepasst. Im Sommer 2015 lag eine neue Imagebroschüre für die Hotelgruppe und eine Werbebroschüre für das Bankettund Kongressgeschäft vor. Eine reich­ haltige Palette an Give-aways rundet das Kommunikationspaket für die neue Sorell-Dachmarke ab.

Die Lancierungskampagne: Zürich sieht violett Nach dem erfolgreichen Relaunch der Website und dem Anpassen der ­Drucksachen wurde der Öffentlichkeit im Herbst 2015 das neue SorellErscheinungsbild vorgestellt. Im ­Oktober 2015 zeigte eine zweiwöchige ­Plakatkampagne in Zürich mit zwei verschiedenen S­ ujets die neue Markenwelt der Sorell ­Hotels. Zeitgleich rollte das Sorell-Tram erstmals aus dem Depot der ­Zürcher V­ erkehrsbetriebe und sorgt nun während eines Jahres für zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Kampagne zur Steigerung des Bekanntheitsgrades wurde durch zahlreiche flankierende Massnahmen im Off- und Onlinebereich unterstützt. Während dieser Zeit wurden für die Medienschaffenden ­verschiedene Anlässe organisiert.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

19


10.20 Uhr Die Vorbereitungen f端r den Mittagsservice laufen auf Hochtouren. In allen 15 Restaurants werden die Tische mit viel Liebe zum Detail gedeckt.


Restaurants Der Restaurantbereich umfasst 15 öffentliche Gourmet-, Trend-, Museumsund Ausflugsrestaurants. Im Herbst 2015 erhielt er Zuwachs durch das neueröffnete Lilly Jo in Zürich, ein junges Konzept, in dem Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit eine tragende Rolle spielen. Weiter gehören die asiatischen Mishio Restaurants in Zürich und in Bern, die Gastronomie im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, das Restaurant Technorama in Winterthur, das Tierpark-Restaurant Dählhölzli und das Restaurant Grosse Schanze in Bern sowie die beiden mit Gault Millau-Punkten ausgezeichneten Gourmetrestaurants Spice im Rigiblick in Zürich und Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern zur Gruppe.

Auf einen Blick Die Gruppe der Restaurants steigerte ihren Umsatz im Berichtsjahr um 2.1 % auf CHF 24.5 Mio. Das Ergebnis fiel leicht schlechter aus als im Vorjahr. Die Umsatzzunahme ist hauptsächlich dem im Vorjahr eröffneten Restaurant Grosse Schanze in Bern zuzuschreiben. Ein spezieller Höhepunkt war die Eröffnung des ersten Lilly Jo – Deli & Café in Zürich, das ebenfalls zur Umsatzsteigerung beitrug. Ebenso erfreulich war die Vergabe von 16 bzw. 15 Gault Millau-Punkten an die Jungköche Dennis Puchert im Restaurant Spice im Rigiblick in Zürich und Simon Sommer im Restaurant Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern.

10.3

 %

ANTEIL AM GESAMTERLÖS

22

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmung 2013

248 MITARBEITENDE

15 BETRIEBE


Das einladende Lilly Jo – Deli & Café befindet sich im pulsierenden Quartier Zürich-West und bietet rund 80 Innen- und 70 Aussensitzplätze.

Marktumfeld Der Wettbewerb in der öffentlichen ­Gastronomie nimmt stetig zu. Während der Umsatzkuchen gleich gross bleibt, steigt die Zahl der Restaurants in der Schweiz von Jahr zu Jahr. Trotz der ­Tatsache, dass ein Grossteil der Gastronomiebetriebe rote Zahlen schreibt und sich viele Wirte gezwungen sehen, ihren ­Betrieb aufzugeben, werden laufend neue Restaurants eröffnet. Die Anforderungen an die G ­ astronomen nehmen jedes Jahr zu. Die Gäste verlangen nach neuen Ideen und k ­ reativen ­Konzepten – dabei wächst das Bedürfnis nach gesun­ der Ernährung, während gleichzeitig die verfügbare Zeit für deren Verzehr abnimmt. Fast-Casual-Restaurants sind gefragter denn je. Auch ­temporäre ­Konzepte wie ­Pop-up-Restaurants, Street-Food-Festivals oder Foodtrucks erfreuen sich grosser Beliebtheit. Innovativen Gastro­nomen bieten diese neuen Verpflegungskonzepte die ideale Möglichkeit, ohne grosses Risiko neue Ideen und Rezepte auszuprobieren. Gleichzeitig mischen immer mehr Akteure auf dem Markt mit: Konsumenten werden

selber zu Gastronomen, Retailer bauen ihr Takeaway-Angebot aus und Quer­ einsteiger aus der Tech-Branche stehen mit neuartigen Delivery-Lösungen in den Startlöchern.

Geschäftsgang Die öffentlichen Restaurants erzielten ­einen Umsatz von insgesamt CHF 24.5 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um CHF 0.5 Mio. oder 2.1 %. Hauptverantwortlich für die Umsatzsteigerung der eigenen Restaurants ist das Restaurant Grosse Schanze in Bern, das im September 2014 übernommen wurde, sowie das im Oktober 2015 neu eröffnete Lilly Jo – Deli & Café in Zürich. Das Betriebsergebnis der öffentlichen Restaurants hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Dem konnten auch die erheblichen Umsatzzuwächse in den Betrieben TierparkRestaurant D ­ ählhölzli, Grosse Schanze, Mishio Bern und ­C afeteria des Landes­ museums Zürich nicht genügend entgegenwirken.

Jahresrückblick Vorhang auf für Lilly Jo Am 20. Oktober 2015 wurde im Kulturpark des pulsierenden Quartiers Zürich-West das erste Lilly Jo – Deli & Café eröffnet. Das moderne, einladende Lokal mit rund 80 Innen- und 70 Aussensitzplätzen hat sich der unkomplizierten, frischen Verpflegung verschrieben. Auf der Karte sind unter anderem auch vegane Gerichte zu finden, welche sich bei den Gästen grosser Beliebtheit erfreuen. Zum Frühstück gibt es unter der Woche Müeslis, Smoothies oder auch Rührei. Samstags wird das Angebot um ein deftiges Katerfrühstück ergänzt, und das Rührei gibt es auch in einer ­veganen Variante. Die Themen ­Ressourcenschonung und Nach­haltig­keit spielen eine tragende Rolle im Gastro­ nomiekonzept des Lilly Jo. Dies kommt auch in der Ausstattung des Lokals zum Ausdruck. Neben den haus­gemachten Speisen und Getränken verkauft das Lilly Jo in einem integrierten Shop auch verschiedene Produkte aus dem Food & ­Beverage- und Kosmetikbereich – allesamt von Herstellern, die mit ihrer nachhaltigen Ausrichtung zum Konzept passen.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

23


Die hohen Temperaturen während der Sommermonate sorgten für eine durchzogene Bilanz der Museumsund Ausflugsbetriebe.

­ leichermassen geschätzt wie beim g Gourmet­festival an Bord der Excellence Queen, einem Rheinschiff der Luxus­ klasse. Umgekehrt wurden auch hoch­ karätige Gäste im ­Rigiblick empfangen: Im Oktober 2015 gab die Schweizer FolkpopBand 77 Bombay Street zur Lancierung ihres neuen Albums Seven Mountains ein Konzert auf der Terrasse des Rigiblicks. In wirtschaftlicher Hinsicht hat die Gastro­ nomie in den R ­ estaurants Spice und Quadrino im R ­ igiblick noch Potenzial.

Im Lilly Jo steht nur Frisches und Hausgemachtes auf der Karte.

Frischer Wind im Restaurant Schöngrün Nachdem das Restaurant Schöngrün im Zentrum Paul Klee in Bern ­während 10 Jahren vom Spitzenkoch ­Werner Rothen geführt wurde, kam es Anfang 2015 zu einem Wechsel. Die ­Betriebsleitung übernahm Jürg Wirz, diplomierter Restaurateur-Hotelier HF, zum Küchenchef wurde der frühere Sous-Chef S­ imon Sommer befördert. Das junge Team unter Jürg Wirz ­entwickelte ein neues Gastronomiekonzept für die Gastronomie im Zentrum Paul Klee, welches 2016 eingeführt wird. Neben einer Küchenphilosophie, die auf einer Partnerschaft mit der Kleinproduzentenplattform Authentica basiert, beinhaltet dieses auch ein verspieltes Bistro als Ergänzung zum hochwertigen Gourmetrestaurant. Bei der Punktevergabe von Gault Millau wurde der erst 28-jährige Küchenchef Simon Sommer auf Anhieb mit 15 Punkten ausgezeichnet.

24

Restaurants

Auszeichnungen auch für das Restaurant Spice Das Gourmetrestaurant Spice im Sorell Hotel Rigiblick in Zürich durfte sich auch in diesem Jahr über verschiedene Auszeichnungen freuen. Küchenchef Dennis Puchert wurde im neuen Gault MillauFührer in den höchsten Tönen gelobt und konnte seine 16 Punkte behalten. Auch der Michelin-Stern wurde ihm erneut zugesprochen. Vom Wine Spectator wurde das Spice mit der Kategorie «Best of Award of Excellence» und zwei von drei Gläsern ausgezeichnet. Mit etlichen Gastspielen an unterschiedlichen Veranstaltungen stellte Dennis Puchert sein Können unter Beweis und half damit, die Positionierung des Spice in der Gilde der Gourmet­restaurants zu festigen. An einem Benefiz-Event des Rotary Clubs in Rapperswil-Jona, bei dem die Schweizer ­Schlagersängerin ­Beatrice Egli auftrat, wurden die Krea­tionen von Puchert

Der Hitzesommer: Segen für die einen, Fluch für die anderen Die hohen Temperaturen während der Sommermonate sorgten für eine ­durchzogene Bilanz der Museums- und Ausflugsbetriebe. Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern wie auch das Technorama in Winterthur erlitten wegen des heissen Wetters im Sommer einen ­Besucherrückgang, was sich auch negativ auf die Gastronomieumsätze und -ergebnisse auswirkte. Demgegenüber profitierten die Ausflugsbetriebe Strandbad Lido in Luzern sowie das ­T ierpark-Restaurant Dählhölzli in Bern vom Rekordsommer 2015. Letzterem kam das schöne Wetter auch beim alljährlichen Sommer-Apéro zugute. ­Anfang Juni 2015 empfing das Dählhölzli-Team rund 140 geladene Gäste – d ­ arunter auch zahlreiche Politgrössen. Hüttenzauber auf der Grossen Schanze in Bern Vom 20. November bis zum 20. Dezember 2015 konnten in einem eigens dafür aufgebauten, urchigen Holzchalet auf der Schanzen-Terrasse in Bern Winterklassiker wie Käsefondue, Raclette und Glühwein konsumiert werden. Die Hütte bot Platz für 80 Gäste und war innert kürzester Zeit jeden Abend ausgebucht. 2016 soll der Hüttenzauber auf der Grossen Schanze wiederholt werden, und zwar von Anfang November 2016 bis Mitte Januar 2017.


Das Gourmetrestaurant in der Villa Schöngrün im Zentrum Paul Klee zelebriert unter der Leitung von Küchenchef Simon Sommer Spitzengastronomie in Bern und verwöhnt seine Gäste mit einzigartigen Kreationen aus frischen und saisonalen Zutaten aus der Region.

Auf der Terrasse des Restaurants Spice geniesst man neben Gourmet-Kreationen von Dennis Puchert auch einen einmaligen Ausblick auf die Stadt Zürich.

Lichtblick für The Traders Das Restaurant The Traders im World Trade Center Zürich konnte mit der Firma Bouygues Energies & Services AG, der neuen Betreiberin des WTC Kongressund Eventcenters, im ­November 2015 ­einen Zusammenarbeits­vertrag abschlies­ sen. Damit ist das ­Restaurant The Traders wieder für sämtliche Cateringleistungen im WTC zuständig, nachdem die höchst unbefriedigende Situation bereinigt werden konnte, die seit dem Frühjahr 2014 herrschte, als die Personalvorsorge des Kantons Zürich BVK das Bankett­ geschäft aufgab.

Ausblick In der Gruppe der Restaurants wird 2016 der Fokus auf die b ­ estehenden Betriebe gesetzt. Die Überarbeitung des Mishio-Konzepts wird weiter voran­ getrieben. Neben einem neuen Angebotskonzept werden auch die drei bestehenden Standorte weiterent­ wickelt. ­Erklärtes Ziel ist es, der Mishio-Gruppe ein geschärftes Profil zu geben und ­damit ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen. Auch Lilly Jo soll wachsen: Das Konzept wird verfeinert, und zusätzliche Standorte werden evaluiert. Im Restaurant Schöngrün in Bern muss – nach ­einem kleineren Umbau im Sommer – das neue Gastro­ nomiekonzept erfolgreich umgesetzt werden. Im September 2016 wird auf dem ETH-Campus Hönggerberg der neu errichtete Gastronomie-Pavillon mit dem Restau­rant ­BellaVista eröffnet. Dieses bietet Dozierenden, Mitarbeitenden und Studierenden der ETH wie auch externen Gästen einen gepflegten À-la-carte-­ Service. Darüber hinaus werden auch eine Lounge und eine Bar betrieben.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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12.05 Uhr Es dampft, brodelt und riecht nach frischem Gemüse. Unsere Köche in der Gemeinschaftsgastronomie kreieren täglich leckere Menüs mit Produkten aus der Region.


Gemeinschaftsgastronomie Die Gemeinschaftsgastronomie ist das grösste Standbein des ZFV. Unterschieden wird zwischen den Segmenten «Business» mit Personalrestaurants und Cafeterias sowie «Bildung» mit den Universitätsund Schulmensen sowie Cafeterias. Jeder dieser Betriebe hat sein eigenes Gesicht und zeichnet sich durch ein hohes Mass an Individualität aus. Die Mehrheit der Betriebe wird im Auftrag geführt. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Unternehmen aus der Banken-, Versicherungs-, Pharma-, Metallbau- und Medienbranche, die öffentliche Hand sowie Bildungsinstitutionen und Verbände.

Auf einen Blick Erneut kann die Gemeinschaftsgastronomie auf ein erfolg­ reiches Jahr zurückblicken. Trotz starkem Wettbewerb und grossem Kostendruck hat der Umsatz zum Vorjahr um CHF 7.5 Mio. auf CHF 130.1 Mio. zugenommen, und auch das Ergebnis verzeichnet eine erfreuliche Entwicklung. Ins­gesamt konnten neun neue Betriebe eröffnet und verschiedene Ver­träge mit langjährigen Partnern verlängert werden. An der Universität Zürich wurde die erste vegetarisch-vegane Mensa der Schweiz eröffnet. Dank drei neuen Restaurants der UBS in Genf und Lausanne konnte das Geschäft in der Westschweiz ausgebaut werden. Um die Weichen für die Zukunft zu ­stellen, wurde in Lausanne eine Zweigstelle eingerichtet.

53.5

 %

ANTEIL AM GESAMTERLÖS

28

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmung 2013

1’059 MITARBEITENDE

111 BETRIEBE


Marktumfeld Der Ausser-Haus-Konsum hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Menschen verpflegen sich mittags vor allem in Personalrestaurants, Mensen, öffentlichen Restaurants und Takeaways. Auch wenn der Detailhandel und die Tankstellenshops darauf reagieren, gewinnt die G ­ emeinschaftsgastronomie doch zusehends an Bedeutung. Unternehmen teilen ihre Geschäftstätigkeit auf mehrere Standorte auf, Schulen ­senken ihre Kosten durch das Aus­ lagern von Verpflegungsaufträgen und ­brauchen neue Verpflegungsstätten für grössere Neubauten, und schliesslich fördern mitarbeiterorientierte Firmen ihre Arbeitgeberattraktivität durch ­eigene Personalrestaurants. Diese Entwicklung ruft aber auch mehr Gastronomie­anbieter auf den Plan, was den Wett­bewerb zunehmend ver­ stärkt. Der Markt ist hart umkämpft, und die Margen kommen immer stärker ­unter Druck. Gleichzeitig steigen die

­ nforderungen seitens der Auftraggeber A und der Kon­sumenten. Auftraggeber und Gäste erwarten eine gesunde und ­vielseitige Ernährung, frische Zubereitung vor Ort mit regionalen und saisonalen P ­ rodukten wie auch innovative Verpflegungskonzepte, bei denen die Qualität an erster Stelle steht. Transparenz und die Einhaltung der ­zunehmend stren­geren Deklarationspflichten gelten dabei als selbst­verständliche Grundvoraus­setzungen.

Geschäftsgang Im Berichtsjahr erwies sich die Gemeinschaftsgastronomie mit einem Anteil am Gesamterlös von 53.5 % als wichtige Stütze für das Gesamtunternehmen. Der Umsatz der im Auftrag geführten Betriebe nahm zum Vorjahr um CHF 7.5 Mio. oder 6.1 % auf CHF 130.1 Mio. zu. Das Betriebsergebnis entwickelte sich überaus erfreulich mit einem zweistelligen Wachstum. Dies ist umso bemerkens-

werter, da im Berichtsjahr neun neue Betriebe dazukamen, die hochgefahren werden mussten, was je nach Komplexität jeweils mit grösseren Initialkosten verbunden ist. Ein Betrieb wurde infolge Standortaufgabe des Auftraggebers aufgegeben. Der Gemeinschaftsgastronomie ist es in harter und konsequenter Arbeit gelungen, ihre Betriebe in den letzten Jahren so zu entwickeln, dass sich am Ende des Berichtsjahres fast alle im «grünen Bereich» bewegten. Segment Business Die im Auftrag geführten Personalres­ taurants und Cafeterias des Segments Business erzielten einen Umsatz von CHF 78.1 Mio., was einem Wachstum von CHF 5.8 Mio. oder 8.0 % entspricht. Das Segment Business trug im Berichtsjahr 60.0 % zum Umsatz der Gemeinschaftsgastronomie bei. Nebst der erfreulichen Umsatzentwicklung hat das Segment Business auch das Betriebsergebnis gesteigert. Es ist gelungen, bei den bestehenden Betrieben nachhaltige

Rund 600 Gäste verpflegen sich am Mittag im Restaurant Pionier, welches sich im modernen Gebäudekomplex Superblock in Winterthur befindet.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

29


Mit der Eröffnung der drei UBS Restaurants in der Romandie verstärken wir unsere Präsenz in der Westschweiz.

­ erbesserungen zu erzielen und die V sieben neuen Betriebe zügig ins Unternehmen zu integrieren. Auch die im Juni 2015 erfolgte Aufgabe der UBS Cafeteria Dinocenter in Zürich ging problemlos über die Bühne. Segment Bildung Die Universitäts-, Hochschul- und Kantonsschulmensen und -cafeterias erwirtschafteten im Berichtsjahr einen Umsatz von CHF 52.0 Mio. Dies ist eine Erhöhung zum Vorjahr um CHF 1.8 Mio. oder 3.6 %. Das Segment Bildung trug im Berichtsjahr 40.0 % zum Umsatz der Gemeinschaftsgastronomie bei. Dank einem guten Kostenmanagement ist es

auch dem Segment Bildung gelungen, ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis zu erzielen. Neben der vegetarisch-veganen Mensa Rämi 59 an der Universität Zürich konnte am Bildungszentrum C­ areum eine weitere Cafeteria eröffnet werden.

Jahresrückblick Submissionen und Akquisitionen Der ZFV nahm auch 2015 an zahlreichen Ausschreibungen teil. Diese Prozesse sind oft sehr zeit- und ressourcenintensiv, weshalb nur Mandate weiterverfolgt werden, die gut ins Portfolio des ZFV

passen und von wirtschaftlicher und / oder strategischer Bedeutung sind. Insgesamt reichte der ZFV im Berichtsjahr 25 Offerten ein. ­Darin enthalten waren Submissionen neuer Kunden wie auch die Verlängerung und Erwei­ terung bestehender Mandate. Den Zuschlag erhielten wir für neun Betriebe. Acht Offerten sind noch pendent und werden im Verlauf des Jahres 2016 entschieden. Bedeutende Vertragsverlängerungen Die Verträge mit den Universitäten ­Zürich und Bern wurden um weitere sieben respektive fünf Jahre verlän­gert. Die seit 1914 bestehende P ­ artner­schaft

Die Gastgeber an der Universität Zürich sind bereit für die Fortsetzung der 100-jährigen Partnerschaft.

30

Gemeinschaftsgastronomie


mit der Universität Zürich hat für den ZFV eine ganz spezielle Bedeutung. Entsprechend erleichtert waren wir, als sich nach einem aufwendigen Submissions­verfahren die Universität Zürich entschied, die über 100-jährige Zusammenarbeit mit uns fortzusetzen. Damit setzt die Auftraggeberin nicht nur auf Kontinuität in der Qualität, sondern bestätigt auch die innovative und zeitgemässe Ausrichtung des ZFV.

Ein ganz besonderes «Highlight» war die Vertragsverlängerung mit der Universität Zürich, wo wir seit 1914 für die Verpflegung zuständig sind. Auch die Universität Bern, die Verwaltungsdelegation für die Gastronomie im Parlamentsgebäude und die Pensionskasse des Bundes Publica haben sich mit der Verlängerung ihrer Verträge zum ZFV als Gastronomie­partner bekannt. Diese Erfolge sind nicht nur den kreativen Verpflegungskonzepten, sondern auch der professionellen Betreuung und der Abwicklung des Tagesgeschäfts durch die ZFV-Teams vor Ort zu verdanken. Restaurant Pionier im Superblock Winterthur Ende 2014 wurde nach dreijähriger Bau­zeit das Büro- und Wohngebäude Superblock der AXA Winterthur auf dem ehemaligen Sulzer-Areal in Winterthur fertiggestellt. Im Januar 2015 konnte der ZFV die gesamte Gastronomie übernehmen. Nach dem Einzug der Stadtverwaltung Winterthur im Mai 2015 arbeiten nun gut 2’000 Mitarbeitende im modernen Gebäudekomplex. Unter

Im Rämi 59 an der Universität Zürich werden bis zu 400 vegetarische und vegane Menüs pro Tag geschöpft.

dem Namen «Restaurant Pionier», der aus einem Mitarbeiterwettbewerb der AXA Winterthur hervorgegangen ist, führt der ZFV ein innovatives, zeitgemässes Personalrestaurant für die Mitarbeitenden der AXA Winterthur, der Stadtverwaltung und weitere Gäste. Täglich werden vier wechselnde Menüs angeboten, die mit regionalen Zutaten frisch vor Ort zubereitet werden. Pro Tag werden gut 600 Mahlzeiten ausgegeben. Zusätzlich beliefert das Restaurant die Kinder­t agesstätte im Superblock mit Mittagsmahlzeiten.

36’000

Gäste verköstigen sich pro Tag in einem vom ZFV geführten Personalrestaurant oder einer Mensa.

Zuwachs bei den UBS Restaurants Mit drei neuen UBS Restaurants konnte der ZFV seine Geschäftstätigkeit in der Romandie weiter ausbauen. Neben den beiden Restaurants Acacias in Genf und Baumettes in Lausanne, die im August 2015 übernommen ­wurden, kam im September 2015 auch die Cafétéria St-François in Renens dazu. Das Restaurant Acacias bereitet rund 300 Mahl­zeiten pro Tag zu, das Restaurant ­Baumettes etwa 250. Mit der Übernahme dieser drei UBS Restaurants steigt die Zahl der vom ZFV geführten Westschweizer Betriebe auf fünf. Um die

Expansion in der Westschweiz weiter auszubauen, wurde im World Trade Center in Lausanne eine Zweigstelle für die Westschweiz eingerichtet und mit Michel Rey ein Directeur opérationnel Suisse romande eingestellt. Nach über einem Jahr Umbauzeit ist das UBS Restaurant Key West – das erste Personalrestaurant des ZFV, das 1990 übernommen wurde – im Juni 2015 wieder an seinen alten Ort zurückgekehrt. Dank ­einer Komplettrenovation können die rund 800 Gäste in modernen, hellen R ­ äumlichkeiten ihre Mahlzeiten geniessen. Zum Betrieb gehören ein Selbst­bedienungsrestaurant, eine Cafebar, ein grosser Kiosk sowie ein In-house-Cateringservice. Die seit 2001 vom ZFV geführte UBS Cafeteria Dinocenter in Zürich-Oerlikon wurde infolge Standortaufgabe der UBS im Juni 2015 geschlossen. Erste vegetarisch-vegane Mensa an der Universität Zürich Am 17. August 2015 eröffnete der ZFV im ehemaligen Gebäude der Pädagogischen Hochschule Zürich die erste rein vege­t arisch-vegane Mensa in der Schweiz. Das Rämi 59 ist ein Betrieb der Universität Zürich und bietet den Studierenden und Mitarbeitenden vegetarische und vegane Menüs an. Das Angebot richtet sich an alle, die sich fleischlos und gesund ernähren möchten, nicht nur an Vegetarier und Veganer. Zum Frühstück werden frische

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Smoothies, hausgemachte vegane ­Birchermüesli sowie ofenfrische Vollkornbrötchen verkauft. Zum Mittag­ essen wählt der Gast an der Theke zwischen zwei warmen Gerichten, einer Salatbowl oder Sandwiches. Die frisch zubereiteten Gerichte und Snacks, hergestellt aus Qualitätsprodukten aus der Region, erfreuen sich grosser Beliebtheit. Im Vollsemester werden bis zu 400 Menüs pro Tag ausgegeben. Mit dem Cateringangebot des Rämi 59 wird das klassische Angebot der Mensa UZH Zentrum mit vegetarisch-veganen Kreationen ergänzt. Neues Bistro im Careum Im Bildungszentrum für Gesundheits­ berufe Careum in Zürich führt der ZFV seit August 2015 eine Kaffee-, ­Vitaminund Snackbar. Anfang November 2015 kam ein Bistro dazu, welches warme und kalte Snacks an einer bedienten Theke anbietet. Das ­abwechslungs­reiche Angebot reicht von hausgemachten

Sandwiches und Smoothies bis hin zu ausgewählten Kaffeespezialitäten. ­T äglich können bis zu 350 Gäste im ­Bistro Careum begrüsst werden. Ein grosses Cateringpotenzial kann vom neuen A ­ uditorium erwartet werden, das ab Herbst 2016 gleich neben dem Careum eröffnet und zu den grössten Hörsälen in Zürich zählen wird. Auch dafür wird der ZFV als Cateringpartner zuständig sein. Übernahme Swiss Life Restaurants Quai40 und Binz49 Im Herbst 2015 konnten nach inten­siven Vorbereitungsarbeiten die beiden Swiss Life Restaurants Quai40 und Binz49 übernommen werden. Im R ­ estaurant Quai40 am Swiss Life-­Hauptsitz ver­­kös­tigen sich rund 200 Gäste pro Tag, im Restaurant Binz49 sind es rund  540. ­Bereits im ersten Monat wurden den Swiss Life Mitarbeitenden über 17’000 Mittagsmenüs serviert. Das Angebot reicht von vier ausgewogenen,

täglich wechselnden Menüs über hausgemachte Suppen und Sandwiches bis hin zu hausgemachten Backwaren und Desserts. Eröffnung Restaurant Favorite Anfang Oktober 2015 erhielt der ZFV den Zuschlag für das Personalrestaurant der Alexion Pharma GmbH in Zürich. Bereits einen Monat später wurde dieses unter dem Namen «Restaurant Favorite» neu eröffnet. Für die Mitarbeitenden von Alexion sowie der umliegenden Firmen Samsung und Conzetta werden 180 Mahlzeiten pro Tag zubereitet. Fondue auf dem Novartis Campus Auch in diesem Jahr realisierte das Team des Novartis Restaurants Cloud das Fonduechalet «Winter Cloud» auf dem Campus Werk St. Johann in Basel. Das temporäre Restaurant bot während eines Monats rund 2’000 Fondueliebhaberinnen und -liebhabern eine Abwechslung zum gewohnten Lunch­ angebot. Das Fondue­chalet war ein passender Ort für die Durchführung von Apéros und Geschäfts­anlässen. Aus Freude am Genuss Bei ihrer täglichen Verpflegung ­legen unsere Gäste besonderen Wert auf Gesundheit, Transparenz und Nachhal­ tigkeit. Mit der Initiative «Aus Freude am Genuss» nimmt der ZFV dieses Bedürfnis auf und macht sein j­ahrzehntelanges Engagement in diesen Bereichen trans­ parent und erlebbar. Zur U ­ nterstützung dieser Bemühungen und um den wachsenden Anforderungen der Lebens­ mittelgesetzgebung gerecht zu werden, wurde die neue Softwarelösung evaluiert. Mit «necta» können Daten zur Herkunft, Verarbeitung, Verträglichkeit und zur Nachhaltigkeit einzelner Rohstoffe direkt von unseren Lieferanten gesammelt und strukturiert werden. Daraus lassen sich ­Deklarationen ganzer Rezepturen und Menüpläne ableiten, welche vollautomatisch über verschiedene ­Kommunikationskanäle verteilt werden können. Mit diesen Massnahmen systematisiert der ZFV die Warenbewirtschaftung und Angebotsplanung, ohne von seinen Grundsätzen wie

Im Bistro Careum des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe in Zürich verköstigen sich bis zu 350 Gäste pro Tag.

32

Gemeinschaftsgastronomie


Im ehemaligen Gebäude der Pädagogischen Hochschule Zürich eröffnete der ZFV im August 2015 die erste rein vegetarisch-vegane Mensa in der Schweiz. Das Rämi 59 ist ein Betrieb der Universität Zürich.

Frische, Regionalität und individuelle Menüplanung durch den Küchenchef abzuweichen. Für Transparenz sorgen verschiedene Symbole, die für veganen, heimischen und laktosefreien Genuss stehen. Dabei darf die Freude an der Kulinarik und am Essen nicht fehlen aus Freude am Genuss.

Ausblick Die Betriebe der Gemeinschaftsgastro­ nomie sind mit vielen spannenden Pro­jekten ins Jahr 2016 gestartet. Zum Jahres­auftakt übernahm der ZFV die Mensa der Gewerblichen Berufs-

GESUNDER GENUSS

GESUNDER GENUSS Besonders ausgewogene Speisen und Getränke gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (z.B. Menü mit rund 220 g Gemüse, Salat oder Früchten, rund 20g Fett, rund 500 bis 600 kcal, idealer Stärke- und Eiweisszufuhr)

LAKTOSEFREI Laktosefreie Speisen; können Spuren von Milch und daraus gewonnenen Erzeugnissen enthalten

VEGETARISCH

VEGETARISCH Ovo-lactovegetabile Speisen LAKTOSE FREI

schule in ­Wetzikon. Verpflegt werden durchschnittlich 150 Gäste pro Tag. Ab April 2016 wird das Personalrestaurant des Pharma­unternehmens Pfizer als Annex-Betrieb zum Restaurant The Traders geführt. An der westlichen Stadtgrenze Düben­ dorfs wird im Sommer 2016 das Lycée Français Zürich seinen neuen Schulkomplex beziehen. Dort werden wir die Mensa führen und täglich rund 600 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen ver­pflegen. Der strategische Fokus in der Gemeinschaftsgastronomie liegt einerseits bei der Erarbeitung innovativer Gastronomiekonzepte als Reaktion auf neue

VEGAN

VEGAN Vegane Speisen; können Spuren von tierischen Produkten enthalten

HEIMISCHER GENUSS

HEIMISCHER GENUSS Speisen und Getränke mit Zutaten aus der Schweiz und ausschliesslich saisonalem Gemüse und saisonalen Früchten gemäss WWF-Kalender, eingekauft bei regionalen Produzenten und Lieferanten

Ernährungstrends und anderer­seits beim Ausbau der ZFV-Präsenz in der Westschweiz. Dabei geht es in erster Linie um die Adaption unserer Werte und unserer Kultur an die Bedürfnisse der Romands. Zum Thema «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebens­mittelproduktion» wurde im Ernst & Young Restaurant platform ein F­ orschungsprojekt lanciert. In Z­ usammenarbeit mit der Universität Bern werden Massnahmen zur Senkung des Salzkonsums bei Schweizer Erwerbs­ tätigen untersucht. Die Erhebung dau­ert noch bis zum April 2016. Beim ­Projekt «Essen für die Zukunft» der ­Stiftung Mercator Schweiz nimmt der ZFV als exklusiver Umsetzungspartner teil.

Mit der Initiative «Aus Freude am Genuss» macht der ZFV sein jahrzehnte­ langes Engagement in den Bereichen Gesundheit, Transparenz und Nach­ haltigkeit erlebbar.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

33


19.40 Uhr Die Gastgeber stehen mit feinen H채ppchen bereit. Anpfiff! Passend zu jedem Anlass wird ein individuelles Catering angeboten.

34

Gesch채ftsbericht ZFV-Unternehmung 2013


Gesch채ftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Eventcatering Das Eventcatering umfasst vier Bereiche: das klassische Eventcatering mit Henris Catering & Events, das Stadioncatering mit der Gastronomie im Stadion Letzigrund in Zürich, das Messecatering mit der Gastronomie auf dem Gelände der BERNEXPO in Bern und das Flughafencatering mit der Gastronomie Charly’s Check-in und dem Henris Inflight Catering auf dem Flughafen Bern. All diesen Betrieben gemeinsam ist das stark volatile, oftmals auf Einzelereignisse ausgerichtete Geschäft mit einem hohen Logistikanteil.

Auf einen Blick Das Eventcatering konnte dank dem Doppelkonzert von AC/DC und dem Konzert von Die Toten Hosen im Stadion Letzigrund mit einem Umsatz von CHF 16.1 Mio. nicht ganz an das ausserordentliche Vorjahr anknüpfen. Der Umsatz ging um CHF 2.7 Mio. oder 14.1 % im Vergleich zum Vorjahr ­zurück, weil 2014 v­ erschiedene einmalige Gross­anlässe den Umsatz in die Höhe getrieben hatten. Im Vergleich zum Jahr 2013 ­beträgt das U ­ msatzwachstum jedoch rund 17 %. Das ­Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr etwas schlechter aus. Auf dem Flug­hafen Bern wurde im Juni 2015 die Kaffeebar und der Kiosk Charly’s Check-in übernommen.

6.8

 %

ANTEIL AM GESAMTERLÖS

36

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmung 2013

422 MITARBEITENDE

5

BETRIEBE


Auf dem BERNEXPO-Areal in Bern werden das ganze Jahr hindurch verschiedene Anlässe durchgeführt.

Marktumfeld

Geschäftsgang

Die Eventlandschaft hat sich in der Schweiz in den letzten Jahren stark verändert. Es gibt zahlreiche grössere und kleinere Veranstaltungen in den Bereichen Kultur und Sport, was zu einer Kannibalisierung im Markt führt. Die Preise kommen zusehends unter Druck, und die Kosten steigen. Nur Events mit einem herausragenden Gesamtangebot werden auf dem übersättigten Markt langfristig eine Chance haben. Bei dieser Entwicklung wird das Eventcatering als Differenzierungsmöglichkeit neben dem Programm, der Location und dem Konzept sukzessive an Bedeutung gewinnen. Es sind kreative Gastronomiekonzepte gefragt, welche die unterschiedlichen Zielgruppen zu überraschen und zu überzeugen vermögen. Das Erlebnis steht bei jedem Event im Vordergrund, und der Moment des Genusses ermöglicht eine emotionale Bindung zum jeweiligen Anlass und somit auch zum Gastronomiepartner.

Nach dem Austritt von Martin Fausch, Leiter Henris Catering & Events, Ende November 2015 wurden das ZFV-Catering und die Gastronomie im Stadion Letzi­ grund ab 1. Januar 2016 neu organisiert. Die Leitung hat Thomas Schmidt, bisher Leiter Gastronomie im Stadion Letzigrund, übernommen. Als Gruppenleiter Eventcatering ist Thomas Schmidt für die Weiterentwicklung des Event- und Catering-Geschäfts verantwortlich. Henris Catering & Events Von Anfang an war klar, dass wir den Vorjahresumsatz mit den Grossanlässen Public-Viewing in Zürich und Winterthur anlässlich der Fussball-WM und Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich 2015 nicht mehr erreichen können. Mit CHF 1.1 Mio. lag der Umsatz im Berichtsjahr nur bei rund einem Drittel jenes des Vorjahres. Da jedoch auch die Kosten/Aufwände deutlich tiefer ausfielen, konnte das

C­ atering-&-Event-Geschäft trotzdem mit einem positiven Ergebnis abschliessen. Stadioncatering Die Gastronomie im Stadion Letzigrund erzielte einen Umsatz von CHF 6.9 Mio. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 5.2 % zum Vorjahr. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen der Wegfall der Leichtathletik-Europameister­ schaften des Jahres 2014. Die drei Gross­ konzerte im Berichtsjahr haben diesen Rückgang zwar nicht vollständig kompensiert, aber doch deutlich verringert. Messecatering Der Umsatz der Gastronomie BERNEXPO lag mit CHF 6.2 Mio. um 10.0 % hinter dem Vorjahr zurück. Im Berichtsjahr konnten die grundlegenden K ­ onzepte überarbeitet, die Qualität ­gesteigert und die Zusammenarbeit mit der Auf­traggeberin verbessert werden. Die im Berichtsjahr getroffenen Massnahmen werden sich inskünftig positiv auf die Wirtschaftlichkeit der BERNEXPO ­auswirken.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

37


Insgesamt 143’000 begeisterte Fans besuchten 2015 die Konzerte im Stadion Letzigrund.

Flughafencatering Im Juni 2015 übernahm Henris Inflight Catering nebst der Bordverpflegung auch die Gastronomie Charly’s Check-in im Terminalgebäude auf dem Flug­­ hafen Bern. Die Kaffeebar und der Kiosk befinden sich noch im Umbau. Der Umsatz von Charly’s Check-in betrug CHF 0.9 Mio., jener von Henris Inflight Catering CHF 1.0 Mio.

Jahresrückblick ZFV Hauptsponsor am Zürcher Sechseläuten Vom 10. bis zum 13. April 2015 fand das Zürcher Sechseläuten unter dem Motto «Wurzeln» statt. Die Wurzeln des Zürcher Traditionsanlasses reichen noch weiter als jene des ZFV in die Vergan-

genheit zurück. Das jahrhundertealte Brauchtum mit dem Kinderumzug, dem Umzug der Zünfte und der BööggVerbrennung zog im Berichtsjahr rund 30’000 Besucherinnen und Besucher an. Bereits zum vierten Mal war der ZFV als Gastronomiepartner auf dem Lindenhof und auf dem Sechseläutenplatz für das kulinarische Wohl der Gäste verantwortlich und servierte unter anderem rund 3’000 Portionen Älplermagronen und über 12’000 Würste. Seit 2014 ist der ZFV einer der Hauptsponsoren des Zürcher Traditionsanlasses. Eröffnung Charly’s Check-in Am 1. Juni 2015 übernahm der ZFV auf dem Flughafen Bern nebst der Bordverpflegung mit Henris Inflight Catering die Gastronomie im Terminalgebäude. Unter dem Namen Charly’s

Check-in b ­ etreiben wir eine Kaffeebar mit Snackangebot, einen Kiosk, einen kleinen Convenience-Store sowie einen kleinen Duty-Free-Bereich. Nebst Kaffee­spezialitäten gibt es kalte und warme Snacks. Unkomplizierte ­Schüsselgerichte ergänzen um die Mittagszeit das Angebot. Auf dem Vorplatz mit ­Aussicht auf das Rollfeld befindet sich eine grosszügige Terrasse mit 30 Sitzplätzen.

Der ZFV ist mit Charly's Check-in auf dem ­Flughafen Bern neu auch für die ­Gastronomie im Terminalgebäude ver­antwortlich.

Beachvolleyball FIVB im Lido Luzern Vom 12. bis 17. Mai 2015 wurde zeitgleich mit dem Start der Badesaison im Strandbad Lido in Luzern das Beachvolleyball 2015 FIVB World Tour Open an traumhafter Lage ausgetragen. Im grosszügigen VIP-Bereich haben die Teams des Lido und des V­ erkehrshauses die Sportler und Fans aus aller Welt verköstigt. Doppelkonzert AC/DC im Letzigrund Die legendäre Hardrock-Band AC/DC gab Anfang Juni 2015 gleich zwei Konzerte im Stadion Letzigrund. Die insgesamt 96’000 begeisterten Fans rockten zu alten Klassikern und neuen Hits. Rund 500 ZFV-Mitarbeitende waren im Einsatz und sorgten am musikalischen ­Mega-Event für Speis und Trank. Oper für alle Am 20. Juni 2015 wurde Giuseppe Verdis Aida unter der Regie von Tatjana Gürbaca auf den Sechseläutenplatz vor dem Opernhaus übertragen. Bereits zum zweiten Mal durften rund 10’000 BesuBereits zum vierten Mal war der ZFV als Gastronomiepartner und seit 2014 als Hauptsponsor am Zürcher Sechseläuten engagiert.

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Eventcatering


cherinnen und Besucher im Rahmen des Projekts «Oper für alle» eine Aufführung live auf Grossleinwand miterleben. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte auch dieses Mal Henris Catering & Events. Jubiläum: 20. Live at Sunset Das beliebte Sommerfestival Live at ­Sunset auf dem Zürcher Dolder feierte vom 3. bis 19. Juli 2015 sein 20. Jubi­ läum. Weltstars wie Gianna Nannini und Lionel Richie bescherten den Fans besondere Momente. Bereits zum 10. Mal verwöhnte das Team von Henris Catering & Events die Gäste im Sunset Restaurant mit einem gepflegten Dinner vor dem Konzert und in der Sunset Lounge mit erfrischenden Drinks und Leckereien für den grossen und kleinen Appetit. Die Toten Hosen im Letzigrund Am 15. August 2015 spielte die Kult-Rockband Die Toten Hosen vor 48’000 Fans im ausverkauften Stadion Letzigrund. Das begeisterte Publikum liess sich von Sänger Campino mitreissen und genoss den sommerlichen Abend tanzend und singend. Für die kuli­ narische Begleitung waren 450 ZFV-Mitarbeitende im Einsatz und verpflegten die Gäste vor, während und nach dem Konzert. Weltklasse Zürich Am 3. September 2015 wurde zum 80. Mal Weltklasse Zürich im Stadion Letzi­grund ausgetragen. Nebst den rund 100 Athletinnen und Athleten aus aller Welt zeigte auch das 100-­köpfige Henris-Team Spitzenleistung und verkaufte über 5’000 Würste und fast 3’000 Burger.

5’000

Würste und 3’000 Burger wurden an der diesjährigen Veranstaltung Weltklasse Zürich im Stadion Letzigrund verkauft.

Events an der BERNEXPO Mit dem Rock’n’Grill Sommerfestival veranstaltete Henris an der BERNEXPO eine vierteilige Konzertreihe. Begleitend zur Musik wurde der BBQ-Grill eingeheizt und ein Wettbewerb durchgeführt. Am 23. August 2015 feierten die rund 8’000 Mitarbeitenden der Migros Aare auf dem BERNEXPO-Areal das ­grösste «­Budefescht» der Schweiz. Zu den grossen Überraschungen gehörte der Auftritt von Beatrice Egli und Pegasus. Für kulinarische Höhepunkte sorgte

Die Gäste an der BERNEXPO werden an einem Event bereits beim Empfang stimmungsvoll begrüsst.

10’000 Zuschauer wurden im Rahmen der «Oper für alle» auf dem Sechseläutenplatz in Zürich von Henris Catering & Events kulinarisch verwöhnt.

das ­ZFV-Team der Gastronomie ­BERNEXPO. Die Credit Suisse führte im November 2015 ihre ausserordent­ liche Generalversammlung zur Kapital­ erhöhung durch. Unter absoluter Geheim­haltung wurde der Anlass für die 1’500 Gäste kurzfristig organisiert, und das Team der Gastronomie ­BERNEXPO durfte die Gäste mit Köstlichkeiten durch den Tag begleiten.

Ausblick Der Eventbereich ist gut ins Jahr 2016 gestartet. Thomas Schmidt hat als ­Gruppenleiter Eventcatering das Z­ epter fest in die Hand genommen. Am

29. Mai 2016 findet das Finalspiel des Schweizer Fussball-Cups nach 80 Jahren erstmals wieder in Zürich statt. Im Stadion Letzigrund werden die gegen 25’000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit Speis und Trank verwöhnt. Grosse Vorfreude herrscht auf der Konzertseite: Im Sommer 2016 werden wieder drei Superstars im ­Stadion Letzigrund auftreten. Am 11. und 12. Juni 2016 stehen die ­britische Poprock-Band Coldplay, am 14. Juli 2016 die U ­ S-amerikanische R&B- und ­Pop-Sängerin Beyoncé und am 12. ­August 2016 die barbadische R&B- und Pop-Sängerin Rihanna auf der Bühne. Je rund 50’000 Fans werden erwartet.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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23.20 Uhr Es duftet herrlich nach ofenfrischem Brot. Der Teig für die nächste Charge ist geknetet und bereit für den Ofen. Täglich werden 12’000 hausgemachte Brote bei Kleiner gebacken.

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Geschäftsbericht ZFV-Unternehmung 2013


Gesch채ftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Bäckerei-Konditorei Der Geschäftsbereich Bäckerei-Konditorei gehört seit 2006 zu den ZFV-Unternehmungen. Unter dem Namen «Kleiner» werden im Grossraum Zürich 13 Bäckerei- und Konditorei-Filialen betrieben. Mit Brot- und Backwaren, Konditorei- und Confiserie-Produkten, aber auch Angeboten aus dem Traiteur-Bereich deckt Kleiner das gesamte Sortiment einer traditionellen Bäckerei ab. Dieses wird ergänzt durch eine hochwertige, hausgemachte Glace-Linie und verschiedene Spezialitäten wie zum Beispiel die traditionellen Zürcher Offleten von Schurter.

Auf einen Blick Der Geschäftsbereich Bäckerei-Konditorei verfehlte 2015 die gesteckten Ziele und blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz ging um CHF 1.2 Mio. auf CHF 12.9 Mio. zurück, und auch das Ergebnis ist rückläufig. Dank der Verlagerung der Produktion in die Nacht konnte mit frischeren Brot­waren eine d ­ eutliche Qualitätssteigerung erzielt werden. Mit den Kleiner-Glacesorten und dem Urdinkel Maggia Brot mit seiner langen Teigführung wurden neue Produkte ­eingeführt, die im Markt gut aufgenommen wurden.

4.2

 %

ANTEIL AM GESAMTERLÖS

42

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmung 2013

116

MITARBEITENDE

13 BETRIEBE


Marktumfeld Die Bäckerei-Branche in der Schweiz befindet sich in einer Art «Identitätskrise». Viele kleine Bäckereien h ­ alten an althergebrachten Traditionen fest, während innovative Anbieter mit ­kreativen Fast Casual Produkten vermehrt in den Marktbereich der ­klassischen Bäckereien drängen. Auf der anderen Seite steigert der Grosshandel die Qualität seiner Brot- und Backwaren, welche er in ansprechenden Verkaufsstellen zu attraktiven ­Preisen anbietet. Und nicht zuletzt ­haben 2015 Tankstellenshops ihr An­ gebot im Brot- und ­Traiteur-Bereich weiter ausgebaut, sodass sie mit ihren langen Öffnungszeiten einen zusätzlichen Wettbewerbs­druck aufbauen ­konnten. Als Resultat davon ging auch

im B ­ erichtsjahr die Zahl der Klein­ betriebe in der Stadt Zürich um rund 4 % zurück. Von den 2’600 Bäckerei­ betrieben in der Schweiz weisen über 60 % einen Jahresumsatz unter CHF 1 Mio. aus. Als Reaktion auf diese Entwicklung überdenken einige Kleinbäckereien ihre Marktpositionierung, indem sie als urbane Konzeptbäckereien ihr Kern­geschäft mit speziellen Produkten, kleinen Sortimenten und ausgefallenen Präsentationen neu erfinden. ­Unterstützt werden sie in ihrem Vor­ haben durch die anhaltend hohe Kaufkraft in der Stadt Zürich und die nach wie vor vorhan­dene Bereitschaft, für gute Qualität mehr zu bezahlen. Ausserdem geniesst das Bäckereigewerbe grosse Sympa­thien bei den Konsumenten, auch wenn Trends wie Low-Carb gegen Brotprodukte sprechen.

Geschäftsgang Die hohe Komplexität der Geschäfts­ aktivitäten der Kleiner Bäckerei-Kondi­ torei führte auch 2015 dazu, dass die realisierten Resultate deutlich unter den Erwartungen blieben. Erneut ging der Umsatz um 8.6 % auf CHF 12.9 Mio. zurück. Dieser Rückgang geht hauptsächlich zulasten des Filialgeschäfts. Keine der 13 Kleiner-Filialen konnte den Vorjahresumsatz erreichen. Die Anstrengungen, im Direktlieferkanal ­zusätzlichen Umsatz zu erzielen, konnten das schwache Resultat der Filialen nicht kompensieren. Die sehr tiefen M ­ argen in diesem Lieferkanal trugen sogar dazu bei, dass sich das Betriebsergebnis zusätzlich verschlechterte. Verschiedene Kostenoptimierungsmass­nahmen wie die Konzentration der Pro­­­­­­duktion auf

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Die neuen Kleiner-Glacen wurden pünktlich zum Saisonstart mit 13 erfrischenden Sorten, davon zwei veganen Varianten, eingeführt.

einen Standort oder die Bereinigung von Sortimentsteilen zeigten im Berichtsjahr nicht die ­gewünschte Wirkung. Interessanterweise nahm die Besuchsfrequenz in den einzelnen F­ ilialen stärker ab als der damit verbundene Umsatz. Dies ­bedeutet, dass der Pro-Kopf-­­Umsatz durch einen kundenorientierten Verkauf ­gesteigert werden konnte. Ende Mai 2015 ist A ­ lexander ­Jenny, der seit

­November 2011 die ­Leitung von Kleiner innehatte, ausgeschieden. Sein Nach­ folger ab 1. Januar 2016 ist Dieter Koller.

90’000 neue Kleiner-Glacen wurden 2015 verkauft.

Jahresrückblick Renovation Filiale Letzipark Dank einer sanften Renovation der Klei­ ner-Filiale im Einkaufszentrum Letzi­­park konnte die Anzahl der Sitzplätze von 10 auf 20 erhöht werden. Erfüllt vom Duft frischer Brötchen lädt die Bistro-Atmosphäre dazu ein, die Köst­lichkeiten aus dem Hause Kleiner vor Ort aus­­zuprobieren und zu geniessen. Das reichhaltige Angebot kann in einer neu konzipierten Verkaufsvitrine betrachtet werden, welche an prominenter Stelle im Lokal aufgebaut wurde. Aussenterrasse Filiale Limmatquai Die aussergewöhnliche Lage der Kleiner-Filiale am Limmatquai lädt viele Passanten und Touristen ein, ein Stück Schweizer Backtradition zu kosten. Mit der Möglichkeit, sich vor dem Ladenlokal hinzusetzen und seinen Kuchen mit einem Kaffee zu geniessen, wurde die Attraktivität der Limmatquai-Filiale gesteigert. Eine kleine Boulevard-CaféBestuhlung lädt rund zehn Gäste zum Verweilen ein und lässt sie dabei den Puls der Zürcher Innenstadt spüren. Umstellung Produktion Im September 2015 wurde die Herstellung von Brot und Backwaren am Produktionsstandort in Zürich-Altstetten neu organisiert. Mit dem Ziel, dem Kunden mehr Frische zu bieten, wurde die Produktion in die Nacht verlegt. Sowohl die Teigproduktion als auch das Ausbacken rücken zeitlich deutlich näher an die Auslieferung heran. So kann den Kleiner-Kunden in den Filialen vier bis fünf Stunden frischere Ware angeboten werden. Diese Qualitätssteigerung macht sich vor allem bei den Broten, Klein­ broten und Gipfeli positiv bemerkbar.

Die Kleiner-Filiale im Einkaufszentrum Letzipark wurde sanft renoviert und die Anzahl der Sitzplätze in der kleinen Bistro-Ecke von 10 auf 20 erhöht.

44

Bäckerei-Konditorei


Neues Glace-Sortiment Rechtzeitig zum Saisonbeginn im ­Sommer 2015 konnte Kleiner unter seinem Namen ein neues Glace-Sortiment mit 13 erfrischenden Sorten – davon zwei vegane Varianten – einführen. Die neuen Kleiner-Glacen waren in allen Kleiner-­Filialen sowie auch in vielen ZFV-Betrieben erhältlich. Dank des Jahrhundertsommers, der unvergleichlichen Qualität und der hohen Lieferfähigkeit konnte der Absatz von 60’000 auf 90’000 Glacebecher gesteigert werden. Gleichzeitig wurde die Her­stellung der bekannten Glace-Marke Kofler an den Produktionsstandort in Zürich-Altstetten verlegt. Neues Urdinkel Maggia Brot Mit der Einführung seines neuen Urdinkel Maggia Brotes drehte Kleiner das Rad der Zeit zurück. Vor der Industrialisierung des Bäckereigewerbes wurden die Teige von Hand geknetet, und auf den Einsatz von geschmacksverstärkenden Zutaten wurde weitgehend verzichtet. Das Urdinkel Maggia Brot mit seiner langen Teigführung wird nach dem Kneten zum Ruhen liegen gelassen. Dadurch entwickelt das Brot zusätzlichen Geschmack. Seit seiner Einführung wurden im Jahr 2015 rund 72’000 Stück dieses einmaligen Brotes verkauft – nicht nur in den Kleiner Filialen, sondern auch als Herzstück des neu eingeführten SorellFrühstücks in den Sorell Hotels. Kleiner mit Kleinanlässen Auch für die jüngsten Kunden hatte Kleiner vieles zu bieten. In der Vorweihnachtszeit lud Kleiner die Kindergartenkinder in seine Filialen ein, um gemeinsam Weihnachtsguetzli zu backen. Unter der fachkundigen Anleitung erfahrener Kleiner-Mitarbeitender konnten so die kleinen Zuckerbäcker schon früh an das Bäckereigeschäft herangeführt ­werden. Für die Kleiner-Filialen sind diese Nachmittagsanlässe hervorragende Kundenbindungsmassnahmen. Kleiner an Grossanlässen Auch dieses Jahr spielte Kleiner eine wichtige Rolle im Verpflegungskonzept von Grossanlässen im Stadion Letzigrund. So wurden für das Doppelkonzert von AC/DC und das Konzert der Rockband Die Toten ­Hosen mehr als 15’000 Sandwiches produziert und verkauft.

Sortimentsbereinigung Um die Kostensituation bei ­Kleiner weiter zu optimieren, wurde die ­Sonderproduktion in der Filiale Oberstadt in Dietikon aufgehoben und in die Hauptproduktion am Geerenweg in Zürich-Altstetten integriert. Dazu musste das Angebot in Dietikon auf ein zentrales Sortiment konzentriert werden. Für die Confiserie wurde eine neue Verpackungslinie in Betrieb genommen. Damit erfolgte der Startschuss für eine Neupositionierung der Kleiner-Truffes.

Ausblick Angesichts der seit langem unbefriedigenden Situation bei Kleiner hat sich der Verwaltungsrat mit verschiedenen Zukunftsvarianten befasst und im Dezember 2015 eine umfassende strategische Neuausrichtung – die «Kleiner Strategie 2020» – verabschiedet. Unter der Leitung von Peter Waltenspühl, Leiter Marketing und Kommunikation, wurde eine Projektgruppe gebildet, die den Auftrag hat, bis Ende 2017 den Turn­around bei Kleiner zu schaffen und ­Kleiner fit für die Zukunft zu machen. Jeder Bereich wird unter die Lupe genommen: von der Produktion über die Logistik, das Product Management und das Marketing bis hin zu den einzelnen Filialen. In ­einem ersten Schritt werden nicht profitable ­Geschäftselemente eliminiert, sodass das Geschäft auf einer gesunden Basis neu aufgebaut werden kann. Mit der Ein­f ührung eines

professionellen Product Managements soll kreative ­Innovationskraft in die Sortiments­gestaltung gegeben werden. Der Auftritt von Kleiner wird im Erscheinungsbild und den Filialen einen frischen ­Anstrich bekommen, wobei er sich auch an n ­ euen, kreativen Angebots­konzepten von B ­ äcke­rei verwandten Branchen orien­tieren wird. Nicht zuletzt wird die Eröffnung von neuen Kleiner-Filialen an attraktiven Standorten ge­prüft, um ein nachhaltiges Wachstum sicher­ zustellen und voranzutreiben.

Das Urdinkel Maggia Brot wird nach der traditionellen Methode der langen Teig­ führung hergestellt.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

45


Liegenschaften Die ZFV-Unternehmungen messen den Liegenschaften einen hohen Stellenwert bei. Aktuell besteht das Immobilienportfolio aus 34 Liegenschaften, davon 17 Hotel-Liegenschaften. Die restlichen Geschäfts-, Gewerbe- und Wohnliegenschaften werden teils selber genutzt, teils sind sie fremdvermietet.

Auf einen Blick Die Immobilien des ZFV bestehen aus ­Liegenschaften, die von uns (zum Beispiel den Sorell Hotels und eigenen ­Restaurants) genutzt werden, und solchen, die fremd­ vermietet sind. Die internen Mieten sind umsatzabhängig, sie betragen 25.0 % des Logementumsatzes und 9.0 % des Restaurantumsatzes. Bei den externen Mieten handelt es sich um übliche Marktmieten. Sie haben im Berichts­jahr CHF 6.2 Mio. zum Gesamterlös beigetragen. Das sind rund 2.2 % mehr als im Vorjahr.

2.5

 %

ANTEIL AM GESAMTERLÖS

2

MITARBEITENDE

34

LIEGENSCHAFTEN


Das Immobilienportfolio des ZFV umfasst 34 selbst genutzte und fremd­ vermietete Liegenschaften.

Aufgabe der Abteilung Liegenschaften ist die Verwaltung, Bewirtschaftung und Weiterentwicklung des unternehmenseigenen Immobilienportfolios. Auf Mandatsbasis besorgt die Abteilung Liegenschaften zusätzlich die Verwaltung der Genossenschaft Gewerbehaus Altstetten GGA West in Zürich sowie der Stockwerkeigentümergemeinschaft ­Hotel Residenz Tamina in Bad Ragaz. Bei beiden Mandaten ist auch der Technische Dienst des ZFV involviert, der für den Liegenschaftenunterhalt zuständig ist. Bei den Immobilien des ZFV unterscheiden wir zwischen Liegenschaften, die von den Sorell Hotels und eigenen Restaurants genutzt werden, und solchen, die

fremdvermietet sind. Somit fallen interne und externe Mieteinnahmen an. Die internen Mieten sind umsatzabhängig; sie b ­ etragen 25.0 % des Logementumsatzes und 9.0 % des Restaurantumsatzes. Der rückläufige Umsatz der Sorell Hotels hat auch die Liegenschafteneinnahmen beeinträchtigt. Bei den externen Mieten handelt es sich um übliche Marktmieten. Sie haben im Berichtsjahr CHF 6.2 Mio. zum Gesamterlös beigetragen. Das sind rund 2.2 % mehr als im Vorjahr. Grund dafür sind geringere Leerstände. Keine grösseren Bauvorhaben 2015 war in Bezug auf die Liegenschaften ein vom «courant normal» geprägtes Jahr. Die Investitionen bei den eigenen

34

Liegenschaften

Je 17 Hotel-Liegenschaften und 17 Wohn- und Geschäftsliegenschaften mit 135 einzelnen Mietobjekten, aufgeteilt in 74 Geschäftsräume und 61 Wohneinheiten. Zur Vermietung stehen auch 100 Parkplätze.

Liegenschaften betrugen CHF 2.7 Mio. Dabei handelte es sich um kleinere Sanierungen in den Hotel-Liegenschaften sowie in den Wohn- und Geschäfts­ häusern. In den Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Gewerbehauses in ­Altstetten wurde ein grosser Trainingsraum mit Garderoben und Duschen eingerichtet, der seit 2015 vermietet ist und als CrossFit Center genutzt wird. Für weitere Fremdvermietungen erfolgten ebenfalls kleinere Umbauten. Externe Vermietungen Auch bei den Vermietungen an Externe herrschte «courant normal». Erfreu­ licherweise konnten die Leerstände leicht reduziert werden.

Ausblick 2016 stehen die Projektierungsarbeiten für die Sorell Hotels Aarauerhof in Aarau und Seidenhof in Zürich an, die beide in den nächsten Jahren umfassend ­saniert und umgebaut werden müssen. Im Sorell Hotel Krone in Winterthur wird ein Musterzimmer eingerichtet, das dann die Vorlage abgibt für die Sanierung der weiteren Zimmer. Nach der Schaffung der Stelle ­eines Facility Managers wird diese per 1. April 2016 neu besetzt. Die Aufgabe des Facility Managers wird es sein, die Abteilung Liegenschaften unter Einbe­ zug des Technischen Dienstes und des Transports neu zu organisieren und die Voraussetzungen für eine pro­aktive Liegenschaftenbewirtschaftung zu schaffen. Auf dem Areal der früheren Dependance des Sorell Hotels Zürichberg an der Susenbergstrasse in Zürich vermietet der ZFV neun attraktive Wohnungen.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

47


Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit kann man nicht herbeireden, Nachhaltigkeit muss man leben – tagtäglich, kompromisslos. Dies taten die ZFV-Unternehmungen, längst bevor dieses Wort geboren und in aller Munde war. Unsere Gründerinnen wirtschafteten mit viel gesundem Menschenverstand – die Einnahmen mussten grösser als die Ausgaben sein, die Mitarbeiterinnen menschenwürdig behandelt werden, und Verschwendung durfte es nicht geben.

Wenn unser CEO, Andreas Hunziker, heute sagt: «Das nachhaltige Handeln liegt in unserer DNA», dann hat er die Gründe­ rinnen vor Augen, wie sie tagtäglich mit Leidenschaft und viel gesundem Menschenverstand ihre Gäste kulinarisch verwöhnten. Das Gästewohl stand von allem Anfang an im Mittelpunkt unseres Wirkens, blieb stets in unserem Fokus und behält seine Bedeutung, solange es unser Unternehmen gibt. Das Gäste­ wohl ist der Kern, um den sich die Nach­ haltig­keit in all ihren Dimensionen – der ökonomischen, der sozialen und der ökologischen – dreht und dabei in ständigem Fluss bleibt. Mit dem vorliegenden Geschäftsbericht legen wir zum dritten Mal Rechenschaft ab über die vielfältigen Einflussfaktoren, welche die Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen festigen und fördern. Dabei sind wir uns bewusst, dass Ins­tru­ mente und Massnahmen nur dann die angestrebte Wirkung erzielen, wenn die Menschen dahinter mit vollem Engagement mitziehen und Nachhaltig­keit im Alltag leben. Das ist ein hoher Anspruch an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

48

Nachhaltigkeit

Ökonomische Dimension Nur ein wirtschaftlich gesundes Unter­ nehmen kann sichere Arbeitsplätze bieten und gesellschaftliche sowie ökologische Verantwortung übernehmen. Wirtschaftlicher Erfolg Ohne wirtschaftlichen Erfolg bleiben die hehrsten Ziele Makulatur. Der ZFV ist ein kerngesundes Unternehmen, dem es in den letzten zwei Jahrzehnten gelungen ist, Schritt für Schritt seine Eigenkapital­basis zu stärken und auszubauen. Auch wenn 2015 ein schwieriges Jahr war, so ist doch die Grosswetterlage des Unter­nehmens gut und die ­Voraussetzungen sind gegeben, damit die z­ ahlreichen Projekte in den Bereichen Social Respon­sibility und Öko­ logie realisiert werden können – nicht als Selbstzweck, sondern um letztlich unseren Gästen den gewünschten Mehrwert zu bringen. Dies wiederum hat positive Auswirkungen auf die ­Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Das Schwungrad nimmt Fahrt auf. So muss es sein!

Genossenschaft aus Überzeugung Die Rechtsform der Genossenschaft ist ein Segen und wird deshalb aus voller Überzeugung beibehalten. Sie gibt uns zum einen die Möglichkeit, den ganzen Überschuss, den wir erzielen, im Unternehmen zu behalten und für die Weiterentwicklung einzusetzen. Zum anderen lässt sie uns die notwendige Zeit, eine Langfristperspektive zu verfolgen und nicht gleich die Reissleine zu ziehen, wenn eine neue Geschäftsidee nicht sofort erfolgreich ist. Dies öffnet die Tür für Innovationen und Neuerungen, ermöglicht aber auch einmal ein Experiment. Hier lauert allerdings die Gefahr des «Laissez-faire», dass zu wenig rasch gehandelt wird. Verwaltungsrat und ­Geschäftsleitung sind gefordert, eine gute Balance zu finden. Dann überwiegen die Vorteile. Zukunftsweisende Organisationsstruktur Der ZFV ist so organisiert, dass er im Prinzip grenzenlos wachsen kann und immer noch führbar ist. Jeder Betrieb – ob klein oder gross – hat eine Betriebsleitung, die im Rahmen der ZFV-Kultur


und der ZFV-Richtlinien «ihren Betrieb so führt, wie wenn es ihr eigener wäre». Betriebsleitung und Mitarbeitende ­haben ihren Fokus auf das Gästewohl zu richten. Sie sind als Frontmitarbeitende das Gesicht des ZFV vis-à-vis der Gäste. ­Damit sie dafür die nötige Zeit haben, werden sie vom Hauptsitz in allen administrativen Belangen unterstützt und so weit wie möglich entlastet. Die Verantwortung trägt die G ­ eschäftsleitung mit dem CEO an der Spitze. So einleuchtend und einfach dieses Konstrukt ist, so schwierig und anfor­ de­rungsreich ist s­ eine Umsetzung im Alltag. Neben Schnittstellen- und Abgrenzungsprob­lemen sind es vor allem personelle Unverträglichkeiten und Schwachstellen, die zu Konflikten führen. Solche all­t äglichen Probleme dürfen jedoch nicht davon ablenken, dass diese Organisa­tionsform im Grundsatz ein zukunftstaugliches Modell darstellt.

das Ziel haben, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu verbessern und Fehlentwicklungen rascher sichtbar zu machen.

Business ­Intelligence 2014 wurde das P ­ rojekt « ­ Business ­Intelligence» lanciert. ­Dabei handelt es sich um eine zentrale Plattform, welche die Daten aus den verschiedenen im Einsatz stehenden S­ ystemen zusam­ menzieht und daraus übersichtliche Berichte erstellt, die zeitnah Analysen ermöglichen.

Instrumente und Massnahmen im Alltag Im Alltag kommen zahlreiche ­Ins­tru­mente und Massnahmen zum Einsatz, die alle

Elektronische Rechnungstellung Der Ausbau der elektronischen Rechnungstellung ging auch im Berichtsjahr

Daily Cost Control Die 2013 eingeführte Daily Cost Control hat sich für die Betriebs- und Gruppenleitungen zu einem un­entbehrlichen ­Instrument entwickelt, das ihnen zeit­­ nah die Kontrolle der wichtigsten Kenngrössen wie Umsatz ­sowie Waren- und Personalkosten ermöglicht.

Entwicklung Mitarbeiterzahlen

Mitarbeitende Vollzeitäquivalente

2’535

2’473

2’141 1’925 1’770

1’498

1’181

1’611

1’339 1’097

1’155

30  %

der Lieferanten­rechnungen wickeln wir mittlerweile elektronisch ab.

weiter. Mittlerweile werden gegen 30 % der Rechnungen auf elektronischem Weg erfasst und a ­ bgerechnet, was den Papierverbrauch reduziert, personelle Kapazitäten freisetzt, vor allem aber die Verarbeitungssicherheit erhöht. Im Personal­bereich konnte die digitale Erfassung der Personaldossiers erfolgreich abgeschlossen werden. Sodann erhalten 85 % der Mit­arbei­ten­ den ihre Lohnabrechnung ­sowie weitere Unternehmens-News per E-Mail. Überwachung Potenzialbetriebe 2015 wurde ein besonderes Augenmerk auf die Potenzialbetriebe gerichtet. Die Abteilung Controlling / IKS führte die Liste monatlich nach und unterstützte die einzelnen Betriebe mit geeigneten Massnahmen. Es zeigte sich jedoch, dass

Während die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 115 Personen auf 2’473 zurückging, nahmen die Vollzeitäquivalente um 34 Stellen auf 1’611 zu. Dies bedeutet eine Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrades. Die Fluktuationsrate betrug 25.5 % und liegt auf Vorjahresniveau.

781

2005

2007

2009

2011

2013

2015

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

49


2013 wurde das ZFV-Talentmanagement auf Kaderstufe eingeführt, 2015 auf Mitarbeiterstufe. Dabei werden die Mit­ arbeitenden auf eine nächsthöhere Tätigkeit vorbereitet. besonders bei Betrieben mit Altlasten die eingeleiteten Verbes­serungsmassnahmen mehr Zeit benötigten als angenommen. Doch, wir bleiben dran!

Soziale Dimension Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Schlüsselfunktion in unserem Unternehmen, weil sie das Gästewohl unmittelbar und direkt beeinflussen. ZFV-Kultur Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen ein Umfeld, in dem sie sich wohl fühlen, in dem sie Wertschätzung erfahren. Sie müssen richtig platziert sein; nur dann können sie sich voll entfalten und die von ihnen geforderten Leistungen mit Freude erbringen. Dies setzt hohe Anforderungen an das Human Resources, vor allem aber auch

an die Führungskräfte auf allen Ebenen. Sie brauchen Werte, an denen sie sich orientieren, die sie leben und weiter­ geben können. Die 2013 eingeführte ZFV-Kultur unter dem Motto «Werte, die uns bewegen» wurde weiter konkretisiert, indem die einzelnen Bestandteile thema­tisiert und in Alltagsaktivitäten umgesetzt wurden. Damit die ZFV-Kultur mit ihren Werten nicht zu einem Papier­tiger v­ erkommt, muss sie tagtäglich gelebt werden. Die Vorbildfunktion der Führungskräfte ist dabei von grosser Bedeutung. Mitarbeiterentwicklung Die Qualität eines Unternehmens zeigt sich unter anderem darin, wie das ­T hema «Mitarbeiterentwicklung» behandelt wird. Dieses hat ganz verschiedene Aus­ prägungen. Die zentrale Rolle spielt das jährliche Mitarbeiterqualifikations­gespräch, das die Vorgesetzten mit ihren Mitarbeiten-

Anzahl Frauen und Männer

Alle Mitarbeitenden

Verwaltungsrat

4

1

Geschäftsleitung

1

4

Betriebsleitungen

1’446

50

Nachhaltigkeit

58

80

Kader Hauptsitz

1’027

16

20

Mitarbeitende ohne Kaderfunktion

1’367

922

den führen. Dabei geht es neben der Qualifikation im engeren ­Sinne auch um eine Standortbestimmung, aus der hervorgeht, welche Perspektiven die Mitarbeitenden im Unternehmen haben und haben wollen. Talentmanagement 2013 wurde das ZFV-Talentmanagement auf Kaderstufe eingeführt, 2015 auf Mitarbeiterstufe. Dabei werden die Mitarbeitenden auf eine nächst­höhere Tätigkeit vorbereitet – entweder im Kader- oder im Mitarbeiterbereich. Das Programm dauert knapp ein Jahr und sieht drei Ausbildungsbereiche vor: das tägliche Training «on the job» durch Vorgesetzte, interne Schulungen durch Mitarbeitende des Hauptsitzes und Aus- und Weiterbildungen durch externe Kursleitungen. Das Talentmanagement erfüllt dann seinen Zweck, wenn es für die Mitarbeitenden und das Unternehmen zu einer Win-Win-Situation führt: Die Mitarbeitenden werden erkannt und können sich entsprechend ihren Stärken und Bedürfnissen weiterent­ wickeln, ohne den Arbeitgeber wechseln zu ­müssen. Im Unternehmen bleiben Mitarbeitende, die motiviert, bereits eingearbeitet und mit der Unternehmenskultur vertraut sind. «my way@zfv» Alle Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, mit einem HR-Verantwortlichen ein Beratungsgespräch über ihre ganz persönliche Situation zu führen und damit ihre Perspektiven auszuloten. Aus- und W ­ eiterbildung Das Aus- und W ­ eiterbildungsprogramm, mit dem sich der ZFV im Markt seit ­Jahren positiv in Szene setzt, ­wurde weiter aus­gebaut. Die Aus- und Weiter­bildung beim ZFV erfolgt dreistufig: Förderung am Arbeitsplatz «on the job», internes Aus- und Weiterbildungs­programm 


Wir informieren und schulen unsere Mitarbeitenden

mit insgesamt über 100 einzelnen ­Kursen sowie finanzielle Unter­stützung bei e ­ xternen Aus- und ­Weiterbildungen. Insgesamt wurden 2015 knapp CHF 500’000 in die Aus- und Weiter­ bildung von Z­ FV-Mitarbeitenden inves­ tiert. Wiedereingliederung von Mit­arbeitenden Eine besondere Herausforderung stellt die Wiedereingliederung von Mit­ arbeitenden nach längerer Krankheits­ abwesenheit dar. Im Frühling 2015 wurde in Zusammenarbeit mit der Helsana Versicherung ein Absenzenmanagement aufgebaut. Dieses fördert im Krankheitsfall die offene Kommunikation zwischen den verschiedenen Parteien (Mitarbeiter, Betrieb, Helsana Versicherung und ­Human Resources). Das Ziel ist es, die Wiedereingliederung der Mitarbeitenden zu vereinfachen und psychologische Hürden abzubauen. Kontakt zu Ehemaligen Mitte 2015 wurde eine Datenbank eingerichtet, um austretende Mitarbeitende, deren Weggang bedauert wird, auf dem Radar zu behalten. So können diese über News und via E-Mail auf dem Laufenden gehalten und gegebenenfalls zurück­ gewonnen werden. Gute Arbeitgeberin mit fortschrittlichen Anstellungsbedingungen Zur Wertschätzung der M ­ itarbeitenden gehört eine gute Honorierung und ein faires Lohnsystem. Basis für das Lohnsystem des ZFV bildet der LandesGesamtarbeitsvertrag des Gastgewer­bes und für jenes der Kleiner B ­ äckerei-

Konditorei (inklusive Filialen) der Gesamtarbeitsvertrag für das BäckereiKonditorei-Confiseurgewerbe. Nachdem in den Jahren 2011 bis 2014 jeweils eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 2.0 % der Bruttolohnsumme ausgerichtet wurde, ging diese im Berichtsjahr auf 1.0 % zurück. Die wirtschaftliche Situation mit einer leichten Negativteuerung rechtfertigte diesen Schritt. Insgesamt dürfen sich die Anstellungsbedingungen des ZFV sehen lassen, geniessen unsere Mitarbeitenden doch über den L-GAV und das OR hinaus zahlreiche Besserstellungen zum Beispiel bei den Verpflegungsabzügen, bei Krankheit und Unfall, aber auch die Anzahl Feiertage ist höher, und bei Mutterschaft gibt es 16 Wochen Urlaub. Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten pro fünf Dienstjahre eine Treueprämie von CHF 750, und ausserordentliche Einzel- und Teamleistungen werden mit Sonderprämien honoriert. Alle ZFV-Mitarbeitenden haben Anspruch auf RekaChecks im Wert von CHF 800 bei einem Vollzeitarbeitsverhältnis und CHF 400 bei Teilzeitarbeit. Pro Kind mit Kinderzulage des ZFV können weitere CHF 400 RekaChecks bezogen werden.

60

Lernende und 17 Praktikanten

60 Lernende hatten 2015 einen ­Lehrvertrag mit dem ZFV. 19 von ihnen schlossen im ­Berichtsjahr ihre Ausbildung erfolgreich ab.

Über die Mitarbeiterkarte erhalten alle Mitarbeitenden zahlreiche vergünstigte Angebote innerhalb des Unternehmens (z.B. für Einkäufe, Essen und Übernachtungen in unseren Betrieben) sowie bei ausgewählten Partnern aus den Bereichen Reisen, Freizeit, Fitness, Gesundheit und Shopping. ­ vitality@zfv.ch erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. So nahmen ­ZFV-Mitarbeitende nicht nur am tra­

ditionellen Skitag in Arosa, sondern auch an verschiedenen Läufen in Zürich, Bern und Basel teil. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen… … das gilt ganz besonders für den ZFV. Am 19. Juni 2015 fand im Restaurant Cloud auf dem Novartis-Campus in Basel das Kadertreffen statt, an dem über 200 Kader- und Hauptsitz-Mitarbeitende teilnahmen. Tanja Bugmann und ihr Team zelebrierten unter dem ­Motto White Dinner ein kulinarisches Feuer ­werk. Das Mitarbeiterfest, das am 5. September 2015 im Stadion Letzigrund in Zürich stattfand, war ein veritables Oktober­fest mit Brezeln, Würsten und einem Humpen Bier, das selbstverständlich auch alkoholfrei angeboten wurde. Rund 800 Mitarbeitende liessen sich von T­ homas Schmidt und seinem Team kulinarisch verwöhnen. Auch der traditionelle Pensioniertenanlass durfte nicht fehlen. Im Sommer wurden 38 pensionierte Mitarbeite­rinnen und Mitarbeiter – die älteste weit über 90 Jahre alt – ins Restaurant The Traders im World Trade Center in Zürich eingeladen. Für viele Pensionierte ist dieser Anlass das «Highlight» im Jahr. Entsprechend interessiert verfolgen sie jeweils auch die Berichterstattung des CEO über «ihr Unternehmen», auf das sie nach wie vor mächtig stolz sind. Ein ganz besonderer Anlass ist jeweils die Dienstjubilarenfeier, die stets am ersten Freitag im November im ­ Sorell Hotel Zürichberg stattfindet. Von 198 ­Jubilaren nahmen 78 am ge­mein­samen ­Nachtessen teil und liessen sich nach Noten verwöhnen. Kununu – Portal zur Bewertung von Arbeitgebern Gross war die Freude, als der ZFV mit dem ersten Rang der Gastro- und Tourismus­unternehmen ausgezeichnet wurde. ­Beflügelt davon stieg die Besucher­zahl auf unserer KununuHomepage, sodass wir ab 2016 ein Kununu Employer B ­ randing Profil bewirtschaften.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

51


«Aus Freude am Genuss» nimmt die T ­ hemen Gesundheit, Nachhaltigkeit und Transparenz auf und transformiert sie in die tägliche Verpflegung.

Nanny Huber Werdmüller-Stiftung Die patronale Nanny Huber ­Werd­müller-­Stiftung bezweckt die Vorsorge ­zugunsten der Arbeitnehmenden des ZFV gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter sowie Invalidität und im Todesfall zugunsten ihrer Hinterbliebenen. Sie verfügt über ein Vermögen von rund CHF 12.0 Mio. Auch 2015 richtete die Stiftung Weihnachtszulagen aus und leistete Rentenzuschüsse an betagte ehemalige ZFV-Mitarbeitende. Sozial- und Kulturfonds Es gehört zur Tradition des ZFV, dass Unterstützungsleistungen im sozialen und kulturellen Bereich ausgerichtet werden. 1998 haben wir den Sozial- und Kulturpreis im Betrag von CHF 100’000 ins Leben gerufen und ihn während zehn Jahren für Projekte eingesetzt, die ohne diese Unterstützung nicht hätten realisiert werden können. Seit 2008 vergeben wir jährlich CHF 400’000 an Institutionen, deren Engagement im Zusammenhang mit unseren Unternehmenswurzeln, aber auch unserer heutigen Tätigkeit steht. Dabei handelt es sich um Projekte aus den Bereichen

F&B-Charta

BIO

BIO

Fisch und Krustentiere

Nachhaltiger Fischfang gemäss WWF-Ratgeber

Schaleneier und Eiprodukte

Schweizer Freilandhaltung

Kaffee

Bio und Fairtrade

Obst und Gemüse

Regional und saisonal nach WWF-Kalender

Suchtprävention, Gesundheitsförderung, Integration und Bildung. 2015 wurden insgesamt 50 Vergabungen getätigt.

Nachhaltigkeit

63

Ökologische Dimension Ökologisch sinnvolles Verhalten ist kein Muss, sondern ein Bedürfnis und zahlt sich erst noch aus. Qualitätsmanagement Anfang 2015 wurde die Abteilung Qualitätsmanagement neu gestaltet und unter die Leitung von Gabrielle Obrecht gestellt. Insgesamt sechs Mitarbeitende sind als Qualitätscoaches, die bei Betriebseröffnungen, aber auch in bestehenden Betrieben beratend mitwirken, sowie als Produkt- und Qualitätsverantwortliche in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Arbeitssicherheit und Umwelt zuständig. Eine wichtige Aufgabe ist die ständige Weiterentwicklung des Qualitätshandbuchs unter Einbezug der sich laufend verändernden Vorschriften. Als Folge des Ausbaus des Standortes in der Westschweiz wurde

100 % schweizer fleisch Schwein Rind Kalb

52

NACHWEIS

Poulet

dieses auf Französisch übersetzt und an die dortigen Verhältnisse angepasst. Nicht nur führt die neu geschaffene Abteilung Schulungen und interne Audits, teilweise mit externer Unterstützung, in den Bereichen Arbeitssicherheit, Lebensmittelsicherheit und Umwelt­ zertifizierung durch, sondern sie wird bei allen Nachhaltigkeitsfragen beige­ zogen. Sie hat damit alle Hände voll zu tun und auch bereits erfahren, was es heisst «wenn der Teufel im Detail steckt». Initiative «Aus Freude am Genuss» In den letzten Jahren hat sich der ZFV intensiv mit den Ernährungsbedürfnissen seiner Gäste, besonders jener, die täglich in einem Personalrestaurant oder einer Mensa essen, befasst. Wir haben dazu auch eine eigene, repräsentative Befragung durchführen lassen. Daraus ging hervor: Die regionale Beschaffung, also dass Fleisch, Poulet, Gemüse, Eier und Brot aus der Schweiz bzw. aus der Region stammen, ist für die Gäste am wichtigsten. An zweiter Stelle stehen die Mitarbeitenden, welche die Speisen zubereiten, schöpfen oder servieren, die faire Anstellungsbedingungen haben sollen. Erst danach folgen die ethische Tierhaltung, die biologische und ressourcen­ schonende Produktion sowie der faire Handel. Interessant ist auch, dass der CO2-Fussabdruck nicht im Zentrum steht und eine eher untergeordnete Rolle bei der Menüwahl spielt. Aus früheren Projekten wie «Bewusst geniessen» oder «Ehrlicher Genuss» entwickelte sich die Initiative «Aus Freude am Genuss». Sie berücksichtigt alle Erkenntnisse, die wir im Zusammen-


Vier Pfeiler der ZFV-Verpflegungsphilosophie «Aus Freude am Genuss» basiert auf den vier Eckpfeilern der ZFV-Verpflegungsphilosophie:

100 %

TAKEAWAYVerpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen

hang mit der Verpflegung unserer Gäste bisher gewonnen haben. Diese sind von drei Strömungen geprägt: Gesundheit, Nachhaltigkeit und Transparenz. «Aus Freude am Genuss» nimmt diese Themen auf und transformiert sie in die tägliche Verpflegung. Das Konzept ist integral gestaltet und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Beschaffung über die P ­ ro­duktion und Präsentation der Speisen bis hin zur Entsorgung. Dabei ­unterteilen wir das Projekt in Teil­ schritte. Das erste Grossprojekt, das wir im Be­richtsjahr gestartet haben, ist die Einführung der W ­ arenbewirtschaftungsund Angebots­planungssoftware necta. necta basiert auf den detaillierten Produktdaten unserer Lieferanten. Diese bilden die Grundlage, um Rezepturen und Menü­pläne zu erstellen. Die Angebote inklusive der dazugehörigen Deklarationen werden anschliessend automatisiert in die ver­schiedenen Kommunikationskanäle (z.B. Menü­aushang, Menüsteller, Website, Menüscreen, De­kla­rations­ etiketten usw.) verteilt. Damit setzen

1

Frisch vor Ort kochen Wenn immer möglich kochen wir frisch vor Ort. Nur so können wir ein Höchstmass an Frische und Qualität garantieren, optimal auf die Gästebedürfnisse eingehen und auch bei kurzfristigen Bestellungen, Spezialanlässen und Caterings flexibel reagieren.

2

Individuelle Angebotsplanung Niemand kennt die Bedürfnisse der Gäste besser als das Team vor Ort. Deshalb verzichten wir bewusst auf eine ­zentrale Angebotsplanung und überlassen die Menüzusammen­ stellung den Fachkräften in den Betrieben.

3

Umwelt- und Ressourcenschonung Wenn immer möglich beziehen wir saisonale Produkte aus der Region. Wir verzichten bewusst auf Erdbeeren an Weihnachten oder Spargeln im Herbst. 82 % unserer Produkte kaufen wir innerhalb eines Radius von 50 km ein.

4

Gesundheit Die Gesundheit unserer Gäste steht an oberster Stelle. Auch Gäste mit Sonderwünschen, Lebensmittelunverträglich­ keiten und -allergien kommen bei uns auf ihre Rechnung.

wir einen ersten Schwerpunkt beim Thema Transparenz. Unsere Gäste sollen wissen, was hinter den Speisen steckt, doch auch die Lebensmittelgesetzgebung verlangt immer detailliertere Deklara­ tionen. Mehrlieferantensystem Seit jeher verfolgen wir ein Mehrlieferantenkonzept, das nicht nur gesamtschweizerisch tätige Grosslieferanten,

CH4 Aus unseren Speiseresten wird in der modernsten Biogasanlage der Schweiz Öko-Strom sowie Fernwärme hergestellt, aus unserem Altspeiseöl Bio-Diesel.

82 %

unserer Produkte kaufen wir innerhalb eines Radius von 50 km ein.

sondern auch regionale KMU berücksichtigt. Während wir bei Lagerwaren und Nonfood-Artikeln durch eine geschickte Logistik die Anfahrtskilometer reduzieren, setzen wir im Frischebereich auf l­okale Partner (z.B. Metzgereien, Gemüse­händler, Bäckereien). Food Waste Der ZFV gehört zu den Gründungspartnern des Vereins United Against Waste, der sich das Ziel gesetzt hat, bis 2020 die Lebensmittelverluste zu halbieren. Mit verschiedenen Aktionen haben wir 2015 erste Erfolge erzielt. Zwei Mess­ungen im Juni und im Oktober 2015 ­zeigen, dass es in dieser Zeit gelungen ist, die Abfälle um über 20 % zu reduzieren.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

53


Jahresrechnung

Konsolidierte Bilanz per 31. Dezember 2015 2015 Details im Anhang

TCHF

Anteil in   %

2014 TCHF

 Anteil in  %

Veränderung TCHF

 %

Aktiven Umlaufvermögen Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs

4’378

2.4

4’596

2.3

-219

-4.8

10’624

5.7

10’987

5.6

-363

-3.3

Gegenüber Dritten

11’649

6.3

12’067

6.2

-418

-3.5

./. Delkredere

-1’025

-0.6

-1’080

-0.6

55

-5.1

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Übrige kurzfristige Forderungen

3.1

Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen Vorräte ./. Wertberichtigung Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzung Total Umlaufvermögen

2’705

1.5

3’945

2.0

-1’240

-31.4

2’971

1.6

2’879

1.5

92

3.2

4’456

2.4

4’319

2.2

137

3.2

-1’485

-0.8

-1’440

-0.7

-45

3.1

1’196

0.6

1’111

0.6

85

7.6

21’873

11.8

23’518

12.0

-1’645

-7.0

5’208

2.8

4’571

2.3

637

13.9

4’276

2.3

4’270

2.2

5

0.1

866

0.5

256

0.1

610

238.9

Anlagevermögen Finanzanlagen Wertschriften

3.2

Aktivdarlehen an Dritte Kautionen und Depots Sachanlagen Liegenschaften Installationen / Umbauten Einbauten in Fremdliegenschaften Mobiliar, Einrichtungen, EDV und Maschinen Immaterielle Werte

3.3

Total Anlagevermögen

TOTAL AKTIVEN

66

0.0

45

0.0

21

47.8

133’030

71.9

140’874

71.9

-7’844

-5.6

100’854

54.5

104’442

53.3

-3’588

-3.4

17’889

9.7

20’406

10.4

-2’517

-12.3

3’876

2.1

3’741

1.9

134

3.6

10’411

5.6

12’284

6.3

-1’873

-15.2

24’900

13.5

26’889

13.7

-1’989

-7.4

163’138

88.2

172’334

87.9

-9’196

-5.3

185’011

100.0

195’852

100.0

-10’841

-5.5

13’487

7.3

14’115

7.2

-628

-4.4

12’661

6.8

8’979

4.6

3’682

41.0

11’917

6.5

13’717

7.0

-1’799

-13.1

11’066

6.0

12’642

6.5

-1’577

-12.5

852

0.5

1’074

0.5

-223

-20.7

2’745

1.5

2’717

1.4

27

1.0

40’810

22.1

39’528

20.2

1’283

3.2

Passiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

3.4

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Gegenüber Dritten

3.5

Gegenüber Auftraggeber Passive Rechnungsabgrenzung Total kurzfristiges Fremdkapital Langfristiges Fremdkapital und Rückstellungen Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten Hypotheken

3.6

Passivdarlehen von Dritten Rückstellungen sowie vom Gesetz vorgesehene ähnliche Positionen

3.7

Total langfristiges Fremdkapital und Rückstellungen

40’948

22.1

57’414

29.3

-16’466

-28.7

39’884

21.6

56’284

28.7

-16’400

-29.1

1’064

0.6

1’130

0.6

-66

-5.8

37’184

20.1

36’340

18.6

843

2.3

78’132

42.2

93’754

47.9

-15’622

-16.7

62’570

33.8

57’935

29.6

4’635

8.0

3’499

1.9

4’636

2.4

-1’137

-24.5

Eigenkapital Gewinnreserve Jahresgewinn

54

3.8

Total Eigenkapital

66’069

35.7

62’570

31.9

3’499

5.6

TOTAL PASSIVEN

185’011

100.0

195’852

100.0

-10’841

-5.5

Jahresrechnung


Konsolidierte Erfolgsrechnung 2015 Details im Anhang

2014

Veränderung

TCHF

Anteil in  %

TCHF

 Anteil in  %

TCHF

 %

Erlös Hotels

53’975

22.7

57’454

24.4

-3’480

-6.1

Erlös Restaurants

24’506

10.3

24’001

10.2

505

2.1

130’078

54.8

122’564

52.0

7’514

6.1

Erlös Eventcatering

16’138

6.8

18’796

8.0

-2’658

-14.1

Erlös Bäckerei

12’914

5.4

14’136

6.0

-1’222

-8.6

6’194

2.6

6’063

2.6

131

2.2

314

0.1

347

0.1

-33

-9.6

6’749

2.8

7’442

3.2

-693

-9.3

50

0.0

-367

-0.2

417

113.6

237’420

100.0

235’552

100.0

1’868

0.8 4.0

Erlös Gemeinschaftsgastronomie

Erlös Liegenschaften Diverser Erlös Abzüglich interne Leistungen Veränderung Delkredere Gesamterlös

4.1

Warenaufwand

4.2

63’104

26.6

60’671

25.8

2’432

Personalaufwand

4.3

109’420

46.1

107’395

45.6

2’026

1.9

Übriger Betriebsaufwand

4.4

32’994

13.9

32’892

14.0

102

0.3

31’902

13.4

34’594

14.7

-2’692

-7.8

Betriebsergebnis I Organaufwand

4.5

420

0.2

464

0.2

-44

-9.4

Unterhalt und Ersatz

4.6

6’982

2.9

7’961

3.4

-979

-12.3

EBITDA Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzerfolg und Steuern

24’500

10.3

26’170

11.1

-1’670

-6.4

Abschreibungen

17’889

7.5

18’158

7.7

-269

-1.5

6’611

2.8

8’012

3.4

-1’400

-17.5 -3.4

4.7

EBIT Betriebliches Ergebnis vor Finanzerfolg und Steuern Finanzertrag

4.8

59

0.0

61

0.0

-2

Finanzaufwand

4.9

1’837

0.8

1’813

0.8

24

1.3

4’834

2.0

6’260

2.7

-1’426

-22.8 -21.2

EBT Betriebliches Ergebnis vor Steuern Ausserordentlicher Ertrag

4.10

96

0.0

122

0.1

-26

Ausserordentlicher Aufwand

4.11

17

0.0

13

0.0

3

23.6

4’914

2.1

6’369

2.7

-1’455

-22.8

Jahresgewinn vor Steuern Steuern

JAHRESGEWINN

1’415

0.6

1’733

0.7

-318

-18.4

3’499

1.5

4’635

2.0

-1’137

-24.5

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

55


Jahresrechnung

Konsolidierte Mittelflussrechnung per 31. Dezember 2015 2015 Mittelherkunft TCHF

Mittelverwendung TCHF

2014 Mittelherkunft TCHF

Mittelverwendung TCHF

Geschäftstätigkeit Jahresergebnis der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen Jahresergebnis der Hotel Seefeld AG

3’681

Intercompany Beteiligungsertrag Jahresergebnis Abschreibungen auf Anlagevermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Gegenüber Dritten

Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen

4’499

418

55 1’240 45

Passive Rechnungsabgrenzung Rückstellungen sowie vom Gesetz vorgesehene ähnliche Positionen Total Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit (Cashflow)

4’401

10

4’391

429

10

172 137

45

26

79 79

26 85

1’127

628

1 3’486

15

1’815

1’307

15

1’592

1’307

Gegenüber Auftraggeber

1’000

439

137

Aktive Rechnungsabgrenzung

Gegenüber Dritten

1’000 5’636 18’215

55

418

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

1’000

17’943

Vorräte Wertberichtigung Vorräte

799 1’000

Delkredere Übrige kurzfristige Forderungen

4’836

818

223

80 12 68

27

7

713

843

3’882

10

21’312

21’041

Investitionstätigkeit Finanzanlagen Wertschriften

12

649

12

17

Aktivdarlehen an Dritte

610

Kautionen und Depots

21

Sachanlagen

46

Liegenschaften Installationen / Umbauten

46

30

1’163 912 252

30

6’771

12’360

460

737

2’393

5’237

Einbauten in Fremdliegenschaften

1’428

561

Mobiliar, Einrichtungen, EDV und Maschinen

2’490

5’825

Immaterielle Werte

1’330

187

Total Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

8’692

13’680

Finanzierungstätigkeit Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

11’182

Langfristige verzinsliche Verbindlicheiten Hypotheken Passivdarlehen von Dritten Total Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit Flüssige Mittel per 1. Januar 2015

4’596

Flüssige Mittel per 31. Dezember 2015

4’378

VERÄNDERUNG FONDS FLÜSSIGE MITTEL

56

Jahresrechnung

7’500

4’245

16’466

14’887

16’400

14’828

66

59

12’783

10’642 7’935 4’596

-219

-3’338


Anhang zur Jahresrechnung 2015 1 Grundlagen und Organisation 1.1 Konsolidierungskreis Die konsolidierte Jahresrechnung beruht auf den Einzelabschlüssen der zu den ZFV-Unternehmungen gehörenden Gesellschaften. In die Konzernrechnung einbezogen werden die

Genossenschaft ZFV-Unternehmungen Flüelastrasse 51 8047 Zürich Firmennummer: CHE-105.827.102

und die zu 100 % gehaltene Tochtergesellschaft

Hotel Seefeld AG c/o Genossenschaft ZFV-Unternehmungen Flüelastrasse 51 8047 Zürich Firmennummer: CHE-106.044.982

1.2 Zweck Der Zweck der ZFV-Unternehmungen besteht im B ­ etrieb und der Führung von Unternehmen im Hotellerieund Gastronomiebereich, der Führung der Betriebe (inkl. Liegenschaften) nach gesunden wirtschaftlichen Grundsätzen und der Bekämpfung des Alkoholismus. Es werden Betriebe ohne und solche mit Alkohol geführt. Vom Nettoumsatz der eigenen Betriebe unterstützen die ZFV-Unternehmungen Einrichtungen zur Bekämpfung des Alkoholismus sowie private soziale Institutionen. 2

Bewertungs-, Rechnungslegungsund Konsolidierungsgrundsätze, Stetigkeit 2.1 Grundlagen Die Jahresrechnung – bestehend aus Bilanz, Erfolgs­ rechnung, Mittelflussrechnung und Anhang – entspricht den Buchführungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäss den Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (Art. 957 ff. OR).

Die einzelnen Gesellschaften werden nach der Erwerbsmethode (Purchase-Methode) konsolidiert. Konzern­ interne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie kon­ zerninterne Aufwände und Erträge werden eliminiert. 2.2 Abschlusszeitpunkt Das Geschäftsjahr der ZFV-Unternehmungen entspricht dem Kalenderjahr. Abschlussstichtag aller einbezogenen Gesellschaften ist der 31. Dezember.

2.3 Umrechnung von Fremdwährungen Die konsolidierte Jahresrechnung wird in Schweizer Franken dargestellt. Monetäre Aktiven und Passiven in Fremdwährungen werden zu den durch die Eid­ genössische Steuerverwaltung (ESTV) publizierten Monats­mittelkursen umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden der Erfolgsrechnung belastet.

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Kurse angewendet: 31.12.2015

31.12.2014

EUR

1.0943

1.2159

GBP

1.5419

1.5404

USD

1.0104

0.9705

AUD

0.7217

0.8455

2.4 Flüssige Mittel Die Flüssigen Mittel umfassen die Bestände auf Sicht (Kassenbestände, Post- und Bankguthaben) sowie die kurzfristig fälligen Geldanlagen. Diese sind zum ­Nominalwert bewertet. 2.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert abzüglich einer Wertberichtigung für dubiose Bestände eingesetzt. Für allgemeine Bonitäts­ risiken wird zusätzlich eine pauschale Wertberichtigung von 8.5 % in Abzug gebracht. 2.6 Übrige Forderungen Die übrigen Forderungen werden zum Nominalwert ­abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen aus­ gewiesen. 2.7 Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstel­ lungs­kosten beziehungsweise zum tieferen Marktwert bilanziert. Zusätzlich wird das steuerlich zulässige ­Warendrittel in Abzug gebracht. Auf die Eliminierung der Zwischengewinne bei gruppeninternen L­ ieferungen wird infolge der unwesentlichen Bestände und der ­Kurzlebigkeit der Vorräte verzichtet. 2.8 Liegenschaften (inklusive Umbauten) Die Liegenschaften werden zu Buchwerten ausgewiesen. Die Abschreibungen betragen 4 % des Restbuchwerts.

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

57


2.9 Mobilien und Einbauten Die Bilanzierung der Mobilien und Einbauten erfolgt zu Anschaffungswerten oder Herstellungskosten. Die A ­ bschreibungen werden degressiv wie folgt vor­ genommen: Einbauten in Fremdliegenschaften

25%

Mobiliar

25 %

Maschinen und Apparate

30 %

Büromaschinen und EDV

40 %

Fahrzeuge

40 %

2.10 Finanzanlagen Darlehen und Wertschriften werden zu Anschaffungswerten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. 2.11 Immaterielle Anlagen Erworbene immaterielle Werte werden bilanziert, wenn sie über mehrere Jahre einen für das Unternehmen messbaren Nutzen bringen. Selbst erarbeitete immate­ rielle Werte werden nicht bilanziert.

Der Goodwill aus Akquisitionen (derivativer Goodwill) wird in der Regel über maximal 5 Jahre und in begrün­ deten Fällen über höchstens 15 Jahre abgeschrieben. 2.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich aus stichtagsbedingten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Auftraggebern zusammen. 2.13 Rückstellungen  Rückstellungen werden gebildet, um bestehende monetäre Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu decken. Abgrenzungen beziehungsweise Rückstellungen werden bestmöglich geschätzt. Zwischenzeitlich nicht mehr beanspruchte Rückstellungen werden teilweise beibehalten. 2.14 Erfolgsrechnung Die Erfolgsrechnung wird nach dem Gesamtkosten­ verfahren gegliedert. Der Nettoerlös umfasst den Bruttoerlös aus dem Verkauf von Lieferungen und Leistungen, Dienstleistungen sowie Kundenbeiträgen abzüglich Rabatten und Erlösminderungen sowie den Liegen­ schaftenerlös. 2.15 Änderungen von Grundsätzen bei Bewertung, Buchführung und Rechnungslegung Die Rechnungslegung per Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 erfolgte erstmals nach neuem Rechnungs­ legungsrecht gemäss Schweizerischem Obligationen­recht. Die Vorjahreswerte wurden zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit entsprechend korrigiert.

58

Jahresrechnung

3 Erläuterungen zu Positionen der Bilanz 3.1 Übrige kurzfristige Forderungen Die Position Übrige kurzfristige Forderungen enthält WIR-Guthaben in der Höhe von CHW 1.3 Mio. Die Wert­ berichtigung der WIR-Bestände erfolgt zum Satz von 20 %.

Ebenso enthalten sind Forderungen gegenüber Versicherungsinstituten aus noch nicht abgeschlossenen Versicherungsfällen. Diese betragen per Bilanzstichtag CHF 205’771. 3.2 Wertschriften Die Wertschriften enthalten 2’097 Anteilscheine der Genossenschaft Gewerbehaus Altstetten (GGA West) in Zürich-Altstetten zum Buchwert von CHF 4.0 Mio. Damit sind die ZFV-Unternehmungen mit 54.4 ­Prozent am Genossenschaftskapital beteiligt. Infolge der ­«Kopfstimmen» verfügen die ZFV-Unternehmungen jedoch lediglich über 8.3 % der Stimmrechte.

Sodann verfügen die ZFV-Unternehmungen über 245 ­vinkulierte Namenaktien der Aare Parking AG in Aarau zum Buchwert (Nennwert) von CHF 245’000. Die Anteile gewähren den ZFV-Unternehmungen 10.4 % am Stimmrecht. Es handelt sich bei diesen Positionen somit nicht um qualifizierte Beteiligungen gemäss Art. 960d Abs. 3 OR.

Die übrigen Wertschriftenbestände sind unwesentlich.

3.3 Immaterielle Werte Die immateriellen Anlagen beinhalten den noch nicht abgeschriebenen Goodwill von CHF 24.6 Mio. aus dem Kauf von vier Hotels in den Jahren 2012 und 2013. Aufgrund der Werthaltigkeit der Liegenschaften wird der Goodwill auf 15 Jahre abgeschrieben. Die restlichen immateriellen Anlagen von CHF 0.3 Mio. sind Softwareund EDV-Lizenzen. 3.4 Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten Die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten ent­ halten im Wesentlichen die innerhalb von 12 Monaten ab Bilanzstichtag fällig werdenden Hypothekar­ver­ bindlichkeiten im Umfang von CHF 11.4 Mio.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden CHF 12.5 Mio. Hypothekar­ verbindlichkeiten zurückbezahlt, wobei die Rückzahlun­g von CHF 7.5 Mio. planmässig erfolgte und per Ende 2014 in der Position Kurzfristige verzinsliche Verbind­lichkeiten ausgewiesen wurde. Die nicht g ­ eplante Rück­f ührung der Hypothekardarlehen der Nanny Huber-­WerdmüllerStiftung im Umfang von CHF 5.0 Mio. war eine flankierende Mass­nahme gegen den deutlichen Anstieg der ­Zinsaufwendungen infolge der durch die Schweizerische Nationalbank am 22. Januar 2015 ein­geführten Negativzinsen. Diese ­Hypotheken waren per Ende 2014 im langfristigen Fremdkapital enthalten.


3.5 Ü  brige kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten Die Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen betragen per Bilanzstichtag CHF 652’999. 3.6 Hypotheken Folgende Hypotheken werden zwischen einem Jahr und fünf Jahren fällig: Art

Fälligkeit

Betrag in CHF

Festhypothek

16.03.2017

5’000’000

Festhypothek

30.10.2017

5’300’000

Festhypothek

22.01.2018

2’984’000

Festhypothek

04.02.2018

3’000’000

Festhypothek

04.02.2019

5’000’000

Festhypothek

12.08.2019

3’000’000

Festhypothek

06.05.2020

4’000’000

Total

28’284’000

Folgende Hpotheken werden nach fünf Jahren fällig: Art Festhypothek

Fälligkeit

Betrag in CHF

04.02.2023

11’600’000

3.7 R  ückstellungen sowie vom Gesetz vorgesehene ähnliche Positionen Die Rückstellungen sowie vom Gesetz vorgesehene ­ähnliche Positionen enthalten im Wesentlichen die von der Steuerverwaltung zulässigen jährlichen Rückstel­ lungen für Grossreparaturen (Einlagen in den Erneuerungsfonds). 3.8 Jahresgewinn Der konsolidierte Jahresgewinn von CHF 3’498’696 ­(Genossenschaft ZFV-Unternehmungen CHF 3’680’761, Hotel Seefeld AG CHF 817’935 abzüglich ­konzerninterner Gewinnausschüttung CHF 1’000’000) wird auf die neue ­Rechnung vorgetragen. 4 Erläuterungen zu Positionen der Erfolgsrechnung 4.1 Gesamterlös Der Gesamterlös setzt sich im Wesentlichen aus den Umsätzen der verschiedenen Geschäftsfelder der ZFV-Unternehmungen zusammen.

Beim Diversen Erlös handelt es sich um Dienstleistungen, die der Hauptsitz für Dritte erbracht hat. Bei den internen Leistungen handelt es sich um selbst hergestellte und konzernintern verkaufte Produkte. Sie werden in der Jahresrechnung herauskonsolidiert. 4.2 Warenaufwand Der Warenaufwand setzt sich aus den Einstandspreisen der eingekauften Waren (Food, Beverage und NonfoodWaren) sowie der Bestandesänderung der Warenvorräte abzüglich Personalverpflegung, Rabatte, Skonti und Rückvergütungen der Lieferanten zusammen.

4.3 Personalaufwand Der Personalaufwand beinhaltet sämtliche Gehälter und Löhne inklusive Sozialleistungen der Mitarbeitenden der ZFV-Unternehmungen, die Kosten für die Personal­ beschaffung und die übrigen Personalkosten, wie Auf­wendungen für die Aus- und Weiterbildung der Mit­arbeitenden, Auslagen für Berufskleider sowie Ver­ günstigungen und Fringe-Benefit-Leistungen gegenüber dem Personal.

Die Löhne sind im Mai 2015 um 1 % der AHV-pflichtigen Lohnsumme erhöht worden. Die Lohnerhöhungen ­beschränkten sich auf individuelle Anpassungen bei ­Personen im Tieflohnsegment beziehungsweise auf Personen mit überdurchschnittlichen Leistungen.

4.4 Übriger Betriebsaufwand Im Übrigen Betriebsaufwand werden die Kosten für ­Energie, Reinigung, Entsorgung und Hygiene, die Prämien der Sachversicherungen, die Kosten für Betriebs-, Büround Verbrauchsmaterial, Werbung und Verkaufsförderung, die Fahrzeug- und Transportkosten, die internen und externen Infrastrukturkosten und die Kosten der Verwaltung erfasst.

Die Kosten für Werbung- und Verkaufsförderung enthalten auch die jährlichen Beiträge für Einrichtungen zur Bekämpfung des Alkoholismus sowie für private soziale Institutionen im Gesamtbetrag von CHF 400’000. 4.5 Organaufwand/Honorar der Revisionsstelle Der Genossenschaftsaufwand enthält die Kosten für die ordentliche Revision der Jahresrechnung 2015 der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen sowie die eingeschränkte Revision der Jahresrechnung 2015 der Hotel Seefeld AG durch die Ernst & Young AG. Die Kosten insgesamt belaufen sich auf CHF 83’500 ­zuzüglich Spesen und Mehrwertsteuer. 4.6 Unterhalt und Ersatz 2015 in CHF

2014 in CHF

Unterhalt von immobilen Sachanlagen

3’620’312

4’861’542

Unterhalt, Reparaturen und Ersatz von mobilen Sachanlagen

3’361’446

3’220’165

Total Unterhalt und Ersatz

6’981’758

8’081’708

2015 in CHF

2014 in CHF

10’205’861

11’093’210

4’363’331

4’959’942

4.7 Abschreibungen Abschreibungen auf immobile Sachanlagen Abschreibungen auf mobile Sachanlagen Abschreibungen auf immaterielle Werte

3’319’444

2’104’730

Total Abschreibungen

17’888’636

18’157’882

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

59


4.8 Finanzertrag Der Finanzertrag enthält im Wesentlichen Dividendenzahlungen von langfristig gehaltenen Wertschriften sowie Zinserträge von Darlehen an Dritte. 4.9 Finanzaufwand Der Finanzaufwand präsentiert sich per Bilanzstichtag wie folgt:

Hypothekarzinsen

2015 in CHF

2014 in CHF

1’071’071

1’167’941

Veränderung Rückstellung für negative Wieder­ beschaffungswerte

457’000

500’000

Kontokorrentzinsen/-spesen sowie Zinsen für kurzfristige Vorschüsse

219’074

119’349

26’889

4’204

Kursdifferenzen Fremdwährungen Veränderung Wertberichtigung WIR-Bestände Total Finanzaufwand

63’000

22’000

1’837’034

1’813’495

4.10 Ausserordentlicher Ertrag Der Ausserordentliche Ertrag setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Beträgen zusammen: Verjährung nicht eingelöster Coupons aus der Obligationen­an­leihe von 1994 bis 2004 von CHF 57’159, Gewinne aus Veräusserungen betrieblicher Sachanlagen von CHF 21’215 sowie periodenfremde Vergütungen von CHF 10’518. 4.11 Ausserordentlicher Aufwand Der ausserordentliche Aufwand von CHF 16’516 bein­ haltet hauptsächlich Verluste aus Veräusserungen ­betrieblicher Sachanlagen sowie Wertberichtigungen von Wertschriften.

60

Jahresrechnung

5 Personelles Im Berichtsjahr 2015 beschäftigten die ZFV-Unter­ nehmungen im Jahresdurchschnitt 2’531 Mit­arbeite­ rinnen und Mitarbeiter; die durchschnittliche Anzahl der Vollzeitstellen lag bei 1’594. 6 Bestellte Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter Es bestehen keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter per Bilanzstichtag 31. Dezember 2015. 7

S icherheiten für eigene Verbindlichkeiten sowie Aktiven unter Eigentumsvorbehalt Der Gesamtwert der verpfändeten Grundstücke beträgt per Ende 2015 CHF 99’006’000 (per Ende 2014: CHF 106’527’000). 8 Eventualverbindlichkeiten Die rechtlichen Verpflichtungen der ZFV-Unter­ nehmungen, bei denen ein Mittelabfluss jedoch als unwahrscheinlich erscheint, betragen per Bilanzstichtag CHF 645’000 (per Ende 2014: CHF 290’250). 9 Leasingverbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Leasingverpflichtungen beträgt per Bilanzstichtag CHF 2’520 (per Ende 2014: CHF 5’040). 10 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Zeitpunkt der Erstellung der Jahresrechnung 2015 (Februar 2016) sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.


Bericht der Revisionsstelle

Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung an die ­Generalversammlung der Genossenschaft ZFV-Unterneh­ mungen, Zürich Als Revisionsstelle haben wir die konsolidierte Jahresrechnung der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen, bestehend aus ­konsolidierter Bilanz, Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung und Anhang (Seite 54–60), für das am 31. Dezember 2015 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den im Anhang wiedergegebenen Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungs­ legungsmethoden sowie die Vornahme angemessener ­Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die konsolidierte Jahresrechnung abzu­ geben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die ­Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die konsolidierte Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der konsolidierten Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der konsolidierten Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der konsolidierte Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die ­Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausi­ bilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung

der Gesamtdarstellung der konsolidierten Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die konsolidierte Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2015 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz sowie den im Anhang wiedergegebenen Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

Ernst & Young AG

Rico Fehr Judith Rein Zugelassener Zugelassene Revisionsexperte Revisionsexpertin (Leitender Revisor) Zürich, 8. April 2016

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Anhang

Organe

ZFV-Verwaltungsrat (v. l. n. r.): Dr. Maja Bauer-Balmelli, Reto Panchaud, Dr. Regula Pfister, Maryann Rohner, Esther von Ziegler

Verwaltungsrat der ZFV-Unternehmungen Dr. Regula Pfister Dr. oec. publ., Unternehmerin, Zürich (Präsidentin) Reto Panchaud lic. oec. et oec. HSG, Managing Director der Bank Vontobel AG, Zürich (Vizepräsident) Dr. Maja Bauer-Balmelli Dr. iur. und dipl. Steuerexpertin, Partnerin der Tax Advisors & Associates Switzerland AG, Zürich Maryann Rohner lic. oec. HSG, eidg. dipl. Wirtschaftsprüferin und dipl. Steuerexpertin, Partnerin der Treureva AG, Zürich Esther von Ziegler lic. oec. HEC / MBA, Partnerin der azinova group AG, Rapperswil Finanzausschuss Maryann Rohner Zürich (Präsidentin) Esther von Ziegler Rapperswil Personalausschuss Reto Panchaud Zürich (Präsident) Dr. Maja Bauer-Balmelli Zürich

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Anhang

Verwaltungsrat der Hotel Seefeld AG Dr. Regula Pfister Zürich (Präsidentin) Andreas Hunziker Niederhasli Geschäftsleitung der ZFV-Unternehmungen Andreas Hunziker CEO, Niederhasli Angela Tauro CHRO, Triboltingen Lukas Christen CFO, Niederhasli Michael Thomann COO Hotels, Kilchberg Christoph Menti COO Gastronomie, Zürich Revisionsstelle Ernst & Young AG Zürich


Mitglieder der Genossenschaft

Sophie Albers-SchönbergSchmitz 8044 Zürich Dr. Maja Bauer-Balmelli 8006 Zürich, Verwaltungsrätin Susann Birrer 8044 Zürich Dr. Christine Bodmer-Züblin 8803 Rüschlikon Gertrud Bremi 8702 Zollikon Ursula Bücheler 8032 Zürich

Petra de Capitani 8002 Zürich Balz Christen 8055 Zürich Dr. Brigitte von der Crone 8032 Zürich

Helene von Gugelberg 7304 Maienfeld

Verena Oberweiler-Rahn 8127 Aesch Forch

Dr. Monique R. Siegel 8044 Zürich

Annemarie Homberger-Rahn 8802 Kilchberg

Laura Panchaud 8004 Zürich

Dr. Sylvia Staub 8008 Zürich

Lorenz Homberger-Rahn 8802 Kilchberg

Reto Panchaud 8004 Zürich, Verwaltungsrat, Vizepräsident

Dr. Hans-Rudolf Steiner 8700 Küsnacht

Verena Huber 8050 Zürich Dr. Dieter Keller 8304 Wallisellen Hans Ulrich Kleiner 8044 Zürich Barbara Kobel Pfister 8032 Zürich Dr. Silvia Kramer Willi 8700 Küsnacht Dr. Martin Krejci 8002 Zürich Albert Kruker 8053 Zürich

Prof. Dr. Hans Caspar von der Crone 8032 Zürich

Dr. Verena Marty 8702 Zollikon

Christine Dual-Fleckenstein 8126 Zumikon

Caterina Meier-Pfister 8700 Küsnacht

Anna Barbara Eisl-Rothenhäusler 8712 Stäfa

Rosmarie Michel 8001 Zürich, Ehrenmitglied

Barbara Erb 8707 Uetikon am See

Peter H. Müller 8053 Zürich

Marina Fanconi Rahn 8032 Zürich

Annette Nobel-Meili 8032 Zürich

Sabine Gloor-Kern 8126 Zumikon

Annemarie Nussbaumer 3074 Muri bei Bern

Marianne Steiner 8700 Küsnacht

Dr. Regula Pfister 8053 Zürich, Verwaltungsrätin, Präsidentin

Dr. Regula Stieger-Gmür 8704 Herrliberg Max V. Terlinden 8700 Küsnacht

Dr. Christian Rahn 8032 Zürich

Anna-Barbara Ulrich-Bibus 8703 Erlenbach

Maryann Rohner 8044 Zürich, Verwaltungsrätin

Dr. Dominik Vock 8044 Zürich

Fabian Pierre Schaerer 8044 Zürich

Brigit Wehrli-Schindler 8053 Zürich

Philipp Christian Schaerer 3612 Steffisburg Pierre Schaerer 8044 Zürich Alice Schenkel 8008 Zürich Rolf Schlagenhauf 8703 Erlenbach Ursula Schmid 8610 Uster Carola Scotoni Berger 8053 Zürich Benno Sidler 8912 Obfelden

Karin Weimann 8134 Adliswil Dr. Erika Welti 8048 Zürich Esther von Ziegler 8640 Rapperswil, Verwaltungsrätin Fred Zingg 8032 Zürich Fredi Zollinger 8712 Stäfa Dr. Franz Züsli 8053 Zürich

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Betriebsverzeichnis

Sorell Hotels Sorell Hotel Aarauerhof Melanie Holdener Bahnhofplatz 2, 5000 Aarau sorellhotels.com/aarauerhof

Sorell Hotel City Weissenstein Sina Nikolussi Davidstrasse 22, 9000 St. Gallen sorellhotels.com/cityweissenstein

Sorell Hotel Seefeld Marco Grossi Seefeldstrasse 63, 8008 Zürich sorellhotels.com/seefeld

Sorell Hotel Ador Klaus Eisele Laupenstrasse 15, 3001 Bern sorellhotels.com/ador

Sorell Hotel Krone Daniel Wälti Marktgasse 49, 8400 Winterthur sorellhotels.com/krone

Sorell Hotel Seidenhof Matthias Ramer Sihlstrasse 9, 8001 Zürich sorellhotels.com/seidenhof

Sorell Hotel Arabelle Klaus Eisele Mittelstrasse 6, 3012 Bern sorellhotels.com/arabelle

Sorell Hotel Rex Yvonne Holm Weinbergstrasse 92, 8006 Zürich sorellhotels.com/rex

Sorell Hotel Sonnental Lukas Höhn Zürichstrasse 94/96, 8600 Dübendorf sorellhotels.com/sonnental

Sorell Hotel Argovia Melanie Holdener Kasernenstrasse 24, 5000 Aarau sorellhotels.com/argovia

Sorell Hotel Rigiblick Adrian Bisig Germaniastrasse 99, 8044 Zürich sorellhotels.com/rigiblick

Sorell Hotel Tamina Monica und Rudolf Weber Am Platz 3, 7310 Bad Ragaz sorellhotels.com/tamina

Sorell Hotel Arte Vincenzo Fodaro Wigartestrasse 10, 8957 Spreitenbach sorellhotels.com/arte

Sorell Hotel Rüden Marco Valmici Oberstadt 20, 8200 Schaffhausen sorellhotels.com/rueden

Sorell Hotel Zürichberg Roger Neuenschwander Orellistrasse 21, 8044 Zürich sorellhotels.com/zuerichberg

Sorell Hotel Asora Natasha Meijer Poststrasse, 7050 Arosa sorellhotels.com/asora

Sorell Hotel Rütli Henrik John Hansen Zähringerstrasse 43, 8001 Zürich sorellhotels.com/ruetli

Restaurants Bistro Landesmuseum Toja Rauch Museumstrasse 2, 8001 Zürich bistrolandesmuseum.ch

Lilly Jo – Deli & Café Sebastian Ponnath Pfingstweidstrasse 16, 8005 Zürich lillyjo.ch

Gastronomie im Verkehrshaus der Schweiz Wolfgang Schmiedke Lidostrasse 5, 6006 Luzern verkehrshaus.ch

Restaurant Grosse Schanze Wolfgang Stubner Parkterrasse 10, 3012 Bern grosseschanze.ch

Gastronomie Wagi S José Barrasa Wagistrasse 12, 8952 Schlieren wagi-s.ch Il Caffè Benjamin Schmid Lagerstrasse 22, 8004 Zürich ilcaffeeuropaallee.ch Lido Gastronomie Michael Zaugg Lidostrasse 6, 6006 Luzern lidogastronomie.ch

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Anhang

Restaurant Mishio Bahnhofstrasse Matthias Ramer Sihlstrasse 9, 8001 Zürich mishio.ch Restaurant Mishio Stadelhofen Silke Bargemann Stadelhoferstrasse 10, 8001 Zürich mishio.ch Restaurant Mishio Vatterland Nuno De Arez Bärenplatz 2, 3011 Bern mishio.ch

Restaurants Schöngrün Jürg Wirz Zentrum Paul Klee Monument im Fruchtland 1, 3006 Bern restaurants-schoengruen.ch Restaurant Technorama Pierre Zehi Dahero Technoramastrasse 1, 8404 Winterthur technorama.ch Restaurant The Traders Thomas Mönnig World Trade Center Zürich Leutschenbachstrasse 95, 8050 Zürich thetraders.ch Tierpark-Restaurant Dählhölzli Beat Hostettler Tierparkweg 2, 3005 Bern daehlhoelzli.ch VIVENDI - ristorante e bar Susanne Keller Europastrasse 2, 8152 Glattbrugg ristorantevivendi.ch


Gemeinschaftsgastronomie Business ABB Restaurant Power Inn Trudy Suter Bruggerstrasse 72, 5400 Baden powerinn@zfv.ch

Generali Restaurant Nyon Jean Garrigues Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon generali_nyon@zfv.ch

Restaurant Chez Moritz Daniel Solinger Flughafenstrasse, 4030 Basel-Flughafen chezmoritz@zfv.ch

Alexion Restaurant Favorite Alexander Menda Giesshübelstrasse 30, 8045 Zürich favorite@zfv.ch

Novartis Restaurant Cloud Tanja Bugmann Campus Werk St. Johann Fabrikstrasse 15, 4056 Basel cloud@zfv.ch

Restaurant Cityport Thomas Killer Affolternstrasse 56, 8050 Zürich cityport@zfv.ch

Bistro der Zentralbibliothek Zürich Christine Zehnder Zähringerplatz 6, 8001 Zürich zentralbibliothek@zfv.ch Bistro Energie 360˚ Ira Kullmann-Eilers Aargauerstrasse 182, 8048 Zürich erdgas@zfv.ch Cafeteria Au «T» Fabienne Brechbühler Effingerstrasse 20, 3003 Bern aut@zfv.ch Cafeteria Bar-A-Graph Oliver Karli Bezirksgericht Zürich Badenerstrasse 90, 8004 Zürich bgz@zfv.ch Cafeteria Taubenhalde A Manuel Portner Taubenstrasse 16, 3003 Bern taubenhalde@zfv.ch Cafeteria Taubenhalde B Manuel Portner Bundesrain 20, 3003 Bern taubenhalde@zfv.ch Cantinetta Bialla Monica und Rudolf Weber EMS-CHEMIE AG, 7013 Domat /Ems cantinettabialla@zfv.ch EY Restaurant platform Benedikt Senn Maagplatz 1, 8005 Zürich ey@zfv.ch Gastronomie im Parlamentsgebäude Crista Baumann Parlamentsgebäude, 3003 Bern galeriedesalpes@zfv.ch Generali Restaurants Adliswil Guido Müller Soodmattenstrasse 2/4/10, 8134 Adliswil generali_adliswil@zfv.ch

Personalrestaurant Biotronik AG Raphael Nussbaumer Ackerstrasse 6, 8180 Bülach biotronik@zfv.ch Personalrestaurant des UVEK Marc Burzan Mühlestrasse 2, 3063 Ittigen (BE) uvek@zfv.ch Personalrestaurant Ernst Schweizer AG Pascal Storni Bahnhofplatz 11, 8908 Hedingen pr-schweizer@zfv.ch Personalrestaurant Helvetia Andreas Rostig Engelgasse 9, 4052 Basel helvetia@zfv.ch Personalrestaurant Piccolo Syngenta Münchwilen Gilles Scherrer Syngenta Crop Protection AG Breitenloh 5, 4333 Münchwilen (AG) syngenta_muenchwilen@zfv.ch Personalrestaurant SAG Eric Bill Industriestrasse 8, 8305 Dietlikon sag@zfv.ch Personalrestaurant Syngenta Stein Lukas Heinzelmann Syngenta Crop Protection AG Schaffhauserstrasse, 4332 Stein (AG) syngenta@zfv.ch Personalrestaurant Vitra Center Marijo Miskovic Klünenfeldstrasse 22, 4127 Birsfelden vitra@zfv.ch Restaurant Allegra Francesco Cavallaro Helsana Versicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf helsana@zfv.ch

Restaurant Dällebach Ruth Wegmüller Helsana Versicherungen AG Bürogebäude W200 Worblaufenstrasse 200, 3048 Worblaufen daellebach@zfv.ch Restaurant Giardino Francesco Cavallaro Helsana Versicherungen AG Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf giardino@zfv.ch Restaurant Hangar 7 Guillaume Naegelen Jet Aviation AG Zone Süd-West, 4030 Basel EuroAirport hangar-7@zfv.ch Restaurant Indigo Patrick Gubler Goldbach-Center Seestrasse 39, 8700 Küsnacht indigo@zfv.ch Restaurant La Terrazza Silke Zahn OPO Oeschger AG Steinackerstrasse 68, 8302 Kloten opo@zfv.ch Restaurant Le Pavillon Stefan Hofbauer SRG SSR Giacomettistrasse 1, 3006 Bern srg@zfv.ch Restaurant Le Provençal Fernando Tomas Da Silva Helsana Assurances SA 15 avenue de Provence, 1007 Lausanne leprovencal@zfv.ch Restaurant Luminis Bernhard Wyss SBFI Campus Einsteinstrasse 2, 3003 Bern luminis@zfv.ch

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Restaurant Pionier Felix Trottmann AXA Superblock Pionierstrasse 3, 8400 Winterthur pionier@zfv.ch Restaurant Publica Valérie Leuenberger Eigerstrasse 57, 3007 Bern publica@zfv.ch Restaurant Riverside Armin Wüest Werthenstein BioPharma GmbH Industrie Nord 1, 6105 Schachen riverside@zfv.ch Restaurant SIG Hus Christa Cosandier Wüscherstrasse 6 8212 Neuhausen am Rheinfall sighus@zfv.ch Restaurant St. Peter Philipp Eggert In Gassen 10, 8001 Zürich stpeter@zfv.ch Sport Cloud Club-Restaurant Seminar Event Renée Pabstmann Sportanlage St. Johann Hüningen WSJ-391, 24 rue du Stade 68300 Saint-Louis Frankreich sportcloud@zfv.ch SRF Restaurant Brunnenhof Andreas Niederberger Brunnenhofstrasse 22, 8057 Zürich brunnenhof@zfv.ch

SRF Restaurant Fernsehstrasse Franziska Yancy Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich fernsehstrasse@zfv.ch

UBS Restaurant Acacias Christophe Richard Rue des Noirettes 35, 1227 Carouge acacias@zfv.ch

SRF Restaurant Novarastrasse Patrick Schroeder Novarastrasse 2, 4059 Basel novarastrasse@zfv.ch

UBS Restaurant Baumettes Lionel Bernigal Avenue des Baumettes 23, 1020 Renens baumettes@zfv.ch

SRF Restaurant Schärenmoosstrasse René Hauser Schärenmoosstrasse 80, 8052 Zürich schaerenmoosstrasse@zfv.ch

UBS Restaurant Europaallee Benjamin Schmid Eisgasse 10, 8004 Zürich europaallee@zfv.ch

SRF Restaurant Schwarztorstrasse Andreas Graf Schwarztorstrasse 21, 3004 Bern schwarztorstrasse@zfv.ch

UBS Restaurant Impresso Renata Rossini Henric Petri-Strasse 9, 4051 Basel impresso@zfv.ch

Swiss Life Restaurant Binz49 Nenad Filimonovic Grubenstrasse 49, 8045 Zürich binz49@zfv.ch

UBS Restaurant Key West Thomas Schneider Max Högger-Strasse 82, 8048 Zürich keywest@zfv.ch

Swiss Life Restaurant Quai40 Karin Lötscher General-Guisan-Quai 40, 8002 Zürich quai40@zfv.ch

UBS Restaurant Opfikon Susanne Keller Europastrasse 1, 8152 Opfikon opfikon@zfv.ch

UBS Cafétéria St-François Sophie Guilmé Place St-François 16, 1003 Lausanne stfrancois@zfv.ch

UBS Restaurant Silberner Fuchs Suzana Zelincevic Aeschenplatz 6, 4052 Basel silbernerfuchs@zfv.ch

UBS Coffee & Shop Il Giardino Suzana Zelincevic Gartenstrasse 9, 4052 Basel ilgiardino@zfv.ch

UBS Restaurant UBStairs Carina Cavigilli Paradeplatz 6, 8001 Zürich ubstairs@zfv.ch

Gemeinschaftsgastronomie Bildung Bistro Careum Dusanka Dimitrijevic Gloriastrasse 18, 8006 Zürich careum@zfv.ch Bistro Horizont Meike Ammermann Kantonale Maturitätsschule und Bildungszentrum für Erwachsene (BiZE) Mühlebachstrasse 112, 8008 Zürich bistrohorizont@zfv.ch Cafeteria Baugewerbliche Berufsschule Zürich Marlies Bruppacher Reishauerstrasse 2, 8005 Zürich reishauer@zfv.ch

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Anhang

Cafeteria Berufsbildungszentrum Dietikon Susanne Zinsli Schöneggstrasse 12, 8953 Dietikon bzdietikon@zfv.ch

Cafeteria Berufsschule für Gestaltung Zürich (Konradshof) Marlies Bruppacher Limmatstrasse 55/57, 8005 Zürich reishauer@zfv.ch

Cafeteria Berufsmaturitätsschule Zürich Jacqueline Zogg-Barba Lagerstrasse 55, 8004 Zürich lagerstrasse@zfv.ch

Cafeteria Berufsschule für Gestaltung Zürich (Limmatplatz) Irene Lindinger Ausstellungsstrasse 104, 8005 Zürich limmatplatz@zfv.ch

Cafeteria Berufsschule für Detailhandel Zürich Daniel Waldmeier Niklausstrasse 16, 8006 Zürich niklausstrasse@zfv.ch

Cafeteria Berufsschule Mode und Gestaltung Zürich Envera Dedic Ackerstrasse 30, 8005 Zürich ackerstrasse@zfv.ch


Cafeteria Chemie Rinaldo Schacher Universität Bern Freiestrasse 3, 3012 Bern mensaunibe@zfv.ch Cafeteria Juventus Schulen Erich Spielmann Lagerstrasse 45, 8004 Zürich juventus@zfv.ch Cafeteria Kantonsschulen Enge/Freudenberg Sandra Schläpfer Brandschenkestrasse 125, 8002 Zürich ksenge@zfv.ch Cafeteria Kantonsschulen Stadelhofen/ Hohe Promenade Maria Zadravec Promenadengasse 5, 8001 Zürich stadelhofen@zfv.ch Cafeteria Kantonsschule Wiedikon Karin Redwanz Schrennengasse 7, 8003 Zürich kswiedikon@zfv.ch Cafeteria Maximum Rinaldo Schacher Universität Bern Hochschulstrasse 4, 3012 Bern mensaunibe@zfv.ch Cafeteria Schöngrün PHBern Claudia Merkel Weltistrasse 40, 3006 Bern cafeteriaschoengruen@zfv.ch Cafeteria UZH Botanischer Garten Christian Denzler Zollikerstrasse 107, 8008 Zürich mensa.uzh.ch Cafeteria UZH Cityport Hildegard Looser Affolternstrasse 56, 8050 Zürich mensa.uzh.ch Cafeteria UZH Plattenstrasse Irmgard Mittag Plattenstrasse 14 /20, 8032 Zürich mensa.uzh.ch Cafeteria UZH Rämistrasse Susanna Betschart Rämistrasse 74, 8001 Zürich mensa.uzh.ch Cafeteria UZH Tierspital Zoé Boller Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich mensa.uzh.ch

Cafeteria Zentrum für Zahnmedizin ZZM Remo Brauchli Plattenstrasse 11, 8032 Zürich mensa.uzh.ch

Mensa Institut Minerva Dana Kaatz Scheuchzerstrasse 2, 8006 Zürich minerva@zfv.ch

Cafeteria Zentrum Sport und Sportwissenschaft ZSSw Rinaldo Schacher Universität Bern Bremgartenstrasse 145, 3012 Bern mensaunibe@zfv.ch

Mensa Kantonsschule Obwalden Sandro Fiorucci Rütistrasse, 6061 Sarnen ksobwalden@zfv.ch

Gastronomie im Toni-Areal Ingo Lehmann Pfingstweidstrasse 96, 8031 Zürich toni-areal@zfv.ch Haus der Universität Martin Affolter Schlösslistrasse 5, 3008 Bern hausderuniversitaet.ch

Mensa Kantonsschule Rämibühl Heiko Zimmermann Freiestrasse 26, 8032 Zürich raemibuehl@zfv.ch Mensa Kantonsschule Zürich Nord Bekim Salihu Birchstrasse 103, 8050 Zürich kzn@zfv.ch

Mensa BFGS Wilfried Gaspers Berufsschule für Gesundheit und Soziales Baslerstrasse 45, 5200 Brugg bfgs@zfv.ch

Mensa Linde André Michael Bleichenbacher Kantonale Schulanlage Linde/ Ecole cantonale du Tilleul Scheibenweg/Ch. de la Ciblerie 45 2503 Biel/Bienne linde@zfv.ch

Mensa Bildungszentrum Uster Viorel Ruga Berufsschulstrasse 1, 8610 Uster bzuster@zfv.ch

Mensa Pädagogische Hochschule Zürich Erich Spielmann Lagerstrasse 10, 8004 Zürich phzh@zfv.ch

Mensa Bühlplatz Rinaldo Schacher Universität Bern Gertrud-Woker-Strasse 3, 3012 Bern mensaunibe@zfv.ch

Mensa Rämi 59 Christian Steinmetz Rämistrasse 59, 8001 Zürich raemi59@zfv.ch

Mensa FKSZ Bea Strub Freie Katholische Schulen Zürich Mühlebachstrasse 19, 8008 Zürich fksz@zfv.ch Mensa Freies Gymnasium Corinne Mottadelli Arbenzstrasse 19, 8008 Zürich fgz@zfv.ch Mensa Gesellschaftsstrasse Rinaldo Schacher Universität Bern Gesellschaftsstrasse 2, 3012 Bern mensaunibe@zfv.ch Mensa Gymnasium Liestal Nathali Itin Friedensstrasse 20, 4410 Liestal gymliestal@zfv.ch Mensa Gymnasium Neufeld Roger Gyger Bremgartenstrasse 133, 3012 Bern neufeld@zfv.ch

Mensa Swiss International School Basel Ingrid Furrer Erlenstrasse 15, 4058 Basel sisbasel@zfv.ch Mensa Swiss International School Zürich Martina Alig Seidenstrasse 2, 8304 Wallisellen siszuerich@zfv.ch Mensa Swiss International School Zürich-Wollishofen Sania Alijevic Seestrasse 271, 8038 Zürich siszuerichwollishofen@zfv.ch Mensa und Cafeteria vonRoll Claudia Merkel Hochschulzentrum vonRoll Fabrikstrasse 8, 3012 Bern mensavonroll@zfv.ch Mensa Unitobler Rinaldo Schacher Universität Bern Lerchenweg / Länggassstrasse, 3012 Bern mensaunibe@zfv.ch

Geschäftsbericht ZFV-Unternehmungen 2015

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Mensa UZH Binzmühle Mario Caputo Binzmühlestrasse 14, 8050 Zürich mensa.uzh.ch Mensa UZH Irchel Daniel Greminger Winterthurerstrasse 190, 8057 Zürich mensa.uzh.ch Mensa UZH Zentrum Christian Steinmetz Künstlergasse 10, 8001 Zürich mensa.uzh.ch Oase Benjamin Huber Hochschule Luzern – Wirtschaft Zentralstrasse 9, 6002 Luzern hochschuleluzern@zfv.ch

Restaurant Forum Mark Voser Zentrum für Weiterbildung der Universität Zürich Schaffhauserstrasse 228, 8057 Zürich mensa.uzh.ch

Restaurant Treff Ludy Wilmes Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug GIBZ Baarerstrasse 100, 6302 Zug treff.gibz@zfv.ch

Restaurant Jungholz Ronny Fleischer Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich jungholz@zfv.ch

Restaurant uniTurm Steffen Awe Rämistrasse 71, 8006 Zürich mensa.uzh.ch

Restaurant Mobilcity Pascal Böhi Wölflistrasse 5, 3006 Bern mobilcity@zfv.ch

UNIESS Bistro Bar Lounge Rinaldo Schacher Universität Bern Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern uniess.ch

Gastronomie Stadion Letzigrund Restaurant Oval Matthias Wickihalter Badenerstrasse 500, 8048 Zürich restaurantoval.ch

Henris Inflight Catering Robert Kobel Flughafenstrasse 59, 3121 Belp henris.ch

Eventcatering Charly’s Check-in Hans-Ruedi Schiffmann Flughafen Bern, 3123 Belp henris.ch Gastronomie BERNEXPO Henris Restaurant & Lounge Christian Wyler Mingerstrasse 6, 3014 Bern henris.ch

Henris Catering & Events Thomas Schmidt Badenerstrasse 500, 8048 Zürich henris.ch

Bäckerei-Konditorei Café & Take-Away Schurter Jacqueline Hofer Niederdorfstrasse 90, 8001 Zürich cafeschurter.ch Confiserie Kofler Jessica Hagen Bahnhofstrasse 11, 8620 Wetzikon confiseriekofler.ch Kleiner Bäckerei-Konditorei Dieter Kohler Geerenweg 2, 8048 Zürich kleiner-baeckerei.ch Kleiner Bahnhof Uster Jessica Hagen Bahnhofpassage Bankstrasse 8, 8610 Uster kleiner-baeckerei.ch Kleiner Bleicherweg Vakant Bleicherweg 21, 8002 Zürich kleiner-baeckerei.ch

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Anhang

Kleiner Letzipark Laura Tocci Einkaufszentrum Letzipark Baslerstrasse 50, 8048 Zürich kleiner-baeckerei.ch Kleiner Limmatquai Romina Malanga Limmatquai 116, 8001 Zürich kleiner-baeckerei.ch Kleiner Neumarkt Paula Stiefel Einkaufszentrum Neumarkt Altstetterstrasse 145, 8048 Zürich kleiner-baeckerei.ch Kleiner Niederrohrdorf Claudia Meier Mellingerstrasse 10, 5443 Niederrohrdorf kleiner-baeckerei.ch

Kleiner Oberstadt Claire De Bernardis Oberdorfstrasse 43, 8953 Dietikon kleiner-baeckerei.ch Kleiner ShopVille Romina Malanga Bahnhofpassage 1, 8001 Zürich kleiner-baeckerei.ch Kleiner Snack GGA Bettina Lutz Aargauerstrasse 250, 8048 Zürich kleiner-baeckerei.ch Kleiner Wipkingen Anita Stanojevic Dammstrasse 54, 8037 Zürich kleiner-baeckerei.ch


Impressum Redaktion und Umsetzung ZFV-Unternehmungen zfv.ch Fotografie Christine Benz christinebenz.com

Frank Brüderli bruederli-fotograf.ch Franca Candrian Dean Jaggi luxwerk.ch Dario De Siena dariodesiena.ch Christoph Stöh Grünig stoeh.ch Mattias Nutt mattiasnutt.ch Tobias Stahel tobiasstahel.com Barbara Werren werrenfotografie.ch Druck Stutz Druck AG stutz-druck.ch

Produziert und gedruckt in der Schweiz


ZFV-Unternehmungen Fl端elastrasse 51 Postfach 8047 Z端rich T +41 44 388 35 35 F +41 44 388 35 36 info@zfv.ch zfv.ch

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ZFV Geschäftsbericht 2015  

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