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Buch mit App erweckt Dinos Seite 17

Jakob spielt Didgeridoo Seite 14 zeuskids.de | ikz-online.de

DAS

Schutzgebühr 2,20 €

NACHRICHTENMAGAZIN FÜR SCHÜLER

Mai 2014

Doppel-Wahl: Vor der Haustür und in Europa Essen. Der Superwahl-Sonn-

tag steht vor der Tür. Am 25. Mai zählt jede Stimme – bei der Europawahl und bei der Wahl in den Kommunen. Damit du genau weißt, worum es dabei geht, haben wir in dieser Ausgabe ein großes Themenpaket zu den Wahlen zusammengestellt.

Heute können fast neun von zehn Leuten auf der Welt sauberes Wasser trinken.

FOTO: DPA

Sauberes Trinkwasser für fast alle Menschen Doch in Asien und Afrika gibt es noch viel zu tun

Von Kerstin Wördehoff Genf. Für uns Menschen in Deutschland ist es die natürlichste Sache der Welt: Wenn wir Durst haben, ist es kein Problem, eine Wasserflasche zu bekommen oder einfach das Wasser direkt aus dem Wasserhahn zu trinken. In einigen Regionen der Erde wie in armen Ländern in Afrika oder Asien ist es dagegen gar nicht so leicht, an sauberes Wasser zu kommen. Aber jetzt haben Experten von Unicef und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine gute Nachricht verkündet: Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, die Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. In Zahlen sind das 89 Prozent, also so gut wie neun von zehn Menschen.

Diese neuen Ergebnisse sind so wichtig, weil unsauberes Wasser viele Krankheiten verursachen kann. Es kann

zum Beispiel Keime enthalten, von denen man einen schlimmen Durchfall bekommen kann. Trotzdem weiter starke Unterschiede zwischen Arm und Reich Meistens ist das Wasser unsauber,

Menschen in armen Ländern holen ihr Wasser oft aus Brunnen und Flüssen. FOTO: DPA

wenn die Menschen es direkt aus Brunnen oder Flüssen holen. Das ist gerade in Afrika so. Deshalb ist es wichtig, sauberes Wasser durch Leitungen zu den Leuten zu bringen. Die Experten sagen in ihrem Bericht trotz der guten Nachrichten aber auch, dass es weiterhin starke Unterschiede in der Trinkwasser-Versorgung zwischen reichen und armen Ländern gibt. Außerdem spielt es eine Rolle, ob man in einer Stadt oder auf dem Land lebt. Während in Städten fast alle Menschen sauberes Trinkwasser haben, sind es auf dem Land nur etwa acht von zehn Bewohner. Bessere Ergebnisse gibt es auch bei der Hygiene: So können heute mehr als sechs von zehn Leuten auf der Welt eine saubere Toilette benutzen und sich regelmäßig die Hände waschen.

Riesen-Poster steckt in dieser Ausgabe Mitten drin in dieser Ausgabe findest du ein Riesen-Poster, das die Europäische Union erklärt. Auf Seite 4 liest du, was an der Kommunalpolitik für Schüler spannend ist. Eine Seite weiter erklärt Politik-Redakteur Walter Bau einer Essener Schulklasse Europa. Auf den Rätselseiten beim Gewinnspiel bist du gefragt: Wie gut kennst du eigentlich Europa?


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Inhalt 3 Politik verstehen K Wahl in Städten und Gemeinden: Was dich das angeht, steht auf Seite 4 K Summ, summ, summ: Wie Politiker Bienen retten wollen. Seite 4

Gewinner! Ganz ehrlich: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich schonmal bei einem Gewinnspiel etwas abgestaubt habe. Geht es euch auch so? Oder seid ihr echte Glückspilze? Einige von euch sind es ganz sicher. Obwohl. Mit Glück hat es bei diesen Gewinnern nichts zu tun, wenn ich es mir recht überlege. Nehmen wir Emily als Beispiel. Sie hat sich bei uns für eine Statistenrolle beim Yakari-Musical beworben. Die Entscheidung viel der Jury aber schwer. Denn die Bewerbungen waren alle beeindruckend. Am Ende war es wohl die richtige Entscheidung, wie ihr auf Seite 16 lest. Auf Seite 15 hat gleich eine ganze Klasse gewonnen – einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen des Movie Park. Dafür malten sie ein buntes Dino-Plakat. Auch hier fiel die Auswahl schwer. Jede Menge Gewinner, die es verdient haben. Viel Spaß mit der Ausgabe! Andreas

Impressum Redaktion: Harald Heuer (Leitung, V.i.S.d.P.) Dr. Andrea Dahms (Online) Anschrift: ZeusMedienwelten Schederhofstraße 55 – 57 45145 Essen Sekretariat: Gaby Menke E-Mail: redaktion@zeuskids.de Tel.: 0201-804 1992 Verlag: Zeitungsverlag Iserlohn Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (IKZ) Wichelhoven Verlags-GmbH & Co KG, 58634 Iserlohn, Postfach 1742 Hausanschrift: Theodor-Heuss-Ring 4-6, 58636 Iserlohn Telefon 02371 822-0 Telefax 02371 822-102 E-Mail: verlag@ikz-online.de redaktion@ikz-online.de anzeigen@ikzav.de leserservice@ikzav.de Internet: www.ikz-online.de Anzeigenannahme: Tel. 822-130 Leserservice: Tel. 0800 8822111* *kostenfrei Lokalredaktion Iserlohn: Tel. 822-222 Lokalredaktion Iserlohn: Fax 822-220 Geschäftsführer: Leo Plattes IKZ-AV, Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft mbH Anzeigen und Vertrieb. Leo Plattes Druck: Druckzentrum Hagen GmbH, 58099 Hagen, Hohensyburger Str. 67 Zur Herstellung des Nachrichtenmagazins wird Recycling-Papier verwendet.

K Wahl in Europa: Was Viertklässler darüber wissen möchten (Bild). Seite 5

7 Welt erkunden K Berg geschlossen: Weil die Sherpas streiken, fällt die Touristen-Saison am höchsten Berg der Welt aus (Bild). Seite 7 K Ekelig: Burger-Kette verkaufte abgelaufene Lebensmittel. Seite 7 K Internet-Abstimmung: Schau nach, welcher Artikel gewonnen hat und stimme mit ab für die nächste Ausgabe. Seite 8

9 Neues entdecken K Aufzug ins Mittelalter: Die Burg Altena im Sauerland hat jetzt einen Aufzug, der durch einen Berg fährt. Seite 9 K Schulserie: Wer länger im Krankenhaus sein muss, bekommt dort Unterricht. Wir sprachen mit der Schulleiterin einer Klinikschule. Seite 11 K Dino-Baustelle: Die Gewinner-Klasse unserer Plakataktion hat die neuste Attraktion im Movie Park besucht – vor der Eröffnung. (Bild) Seite 15

16 Freizeit erleben K Emily tanzt mit Yakari: Zeuskids bringt 11-Jährige auf die große MusicalBühne des Colosseum-Theaters (Bild). Seite 16 K Lebendes Buch: Mit Hilfe einer App lässt ein neues Buch Saurier auferstehen. Warum das nicht nur gut ist, liest du auf Seite 17 K Spiele-App: Das Smartphone-Spiel Clash of Clans im Test. Seite 17 K Gewinnspiel: Wie gut kennst du Europa? Seite 19

20 Sport treiben K Leichtathletik: Tobias hilft anderen Läufern, die richtige Geschwindigkeit zu finden. Warum er auch Hase genannt wird, steht auf Seite 20 K Eishockey: Was die Deutschen so alles mit zur WM nehmen Seite 21

23 Stars sehen K Lorde: Mit 17 Jahren macht die Sängerin eine Pause. Seite 23 K Verlosung: Erlebe The Voice Kids live in Oberhausen (Bild). Seite 23

Dein Nachr nächstes ichte ersche nmagazin int am 11.J u

WM-S ni mit pezia l

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Politik verstehen

3 Ärger wegen Geburtstagsfeier mit Putin St. Petersburg. Eigentlich ist

ein Geburtstag immer ein Grund, sich zu freuen und zu feiern. Gerhard Schröder, der ehemalige Bundeskanzler von Deutschland, hatte jetzt aber wegen einer Geburtstagsparty ganz schön Ärger. Was war passiert?

Besetztes Haus in der Stadt Kramatorsk. Mit Barrikaden aus Reifen und Unrat sowie mit Waffen, wollen die Besetzer das Gebäude verteidigen. Die ukrainische Armee versucht, besetzte Häuser zurückzuerobern. FOTO: DPA

Was ist eigentlich ein Bürgerkrieg?

Umstritten ist besonders, ob sich andere Staaten einmischen dürfen Von Andreas Graw

schen. Je länger ein Bürgerkrieg dauert, umso schwieriger wird es oft, eine Lösung zu finden.

Essen. Stell dir vor, von einem Tag auf

den anderen wäre dein bester Freund oder deine Freundin plötzlich dein Feind. So etwas kann in einem Bürgerkrieg passieren. Menschen, die zuvor jahrelang friedlich miteinander gelebt haben, sind plötzlich so wütend aufeinander, dass sie sich bekämpfen. Aus Nachbarn werden Feinde Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Es können Menschen unzufrieden sein, und sie versuchen dann, mit Gewalt die Macht im Staat zu übernehmen. Oder sie wollen einen eigenen, kleineren Staat gründen. Häufig hat Bürgerkrieg auch damit zu tun, dass mehrere Völker oder Religionen in einem Land zusammenleben und das plötzlich nicht mehr möchten. Dann können aus Nachbarn Feinde werden. Zum Beispiel in der Ukraine. Dort leb-

WORTSCHATZ Völkerrecht Das Völkerrecht ist ein Vetrag, der Regeln dafür festlegt, wie Staaten miteinander umgehen – sowohl im Krieg als auch im Frieden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verfassung der Vereinten Nationen (UNO) und die Menschenrechte.

Sie kontrollieren die Autos: ukrainische Soldaten an einer Straßensperre. FOTO:DPA

ten Russischstämmige und Ukrainer über Jahre nebeneinander. Jetzt fürchten aber viele Russen, dass die neue Regierung sie benachteiligt. Einige von ihnen – wie viele genau weiß man nicht – möchten jetzt gar nicht mehr zur Ukraine gehören. Deswegen besetzten sie in den vergangenen Wochen in vielen Städten Polizeiwachen und Behörden. Einrichtungen, die wichtig sind, damit der Staat funktioniert. Armee gegen Aufständische Inzwischen versucht die Armee der Ukraine, die besetzten Häuser zurückzuerobern. Es ist Bürgerkrieg. Menschen aus dem gleichen Staat kämpfen gegeneinander, viele werden verletzt, auch Tote gibt es. Bürgerkriege sind für Politiker stets ein schwieriges Thema. Denn das Völkerrecht sieht diese Konflikte als innere Angelegenheit eines Staates an. Und in innere Angelegenheiten von Staaten darf sich kein anderer Staat einmi-

Von der Demo zum Kampf In dem Land Syrien zum Beispiel demonstrierten die Menschen im Jahr 2011 gegen den Präsidenten und für mehr Demokratie. Zunächst war alles friedlich, dann schlug das Militär die Proteste nieder. Seitdem herrscht dort Bürgerkrieg, Tausende sind ums Leben gekommen, auch Unschuldige, die mit alldem gar nichts zu tun hatten. Inzwischen spielt auch die Religion eine Rolle. In Syrien leben sehr viele Sunniten, aber auch andere Religionen wie Christen oder Alaviten. Immer wieder heißt es inzwischen, dass syrische Soldaten gezielt Sunniten töten. Auf der anderen Seite sollen auch Sunniten anders Glaubende bekämpfen. In Syrien ist es gerade sehr unübersichtlich.

Kaputte Häuser, zerstörte Autos: So sieht es im syrischen Homs aus. FOTO: DPA

Gerhard Schröder ist am 7. April 70 Jahre alt geworden. Nach seinem Geburtstag reiste er nach St. Petersburg in Russland. Dort hat der russische Präsident Wladimir Putin eine Party für Schröder gegeben. Die beiden sind seit vielen Jahren gute Freunde. Falsche Zeit für eine Party Wladimir Putin wird auch in Deutschland von vielen Menschen für sein Vorgehen in der Krise der Ukraine kritisiert. Sie glauben, dass er den Konflikt schlimmer macht, statt zu helfen, die Lage zu verbessern. Deshalb finden es viele nicht gut, dass Gerhard Schröder als ehemaliger Bundeskanzler ausgerechnet jetzt mit Putin eine große Party feiert.

Sind schon seit Jahren gute Freunde: Gerhard Schröder und Wladimir Putin. FOTO: DPA

SPALTEN-WITZ In der Chemiestunde. Der Lehrer fragt: „Was passiert, wenn man Gold an der freien Luft liegen lässt?“ Fritzchen: „Es wird gestohlen.“ Teo Finke (12) Die Mutter schickt Josi zum Einkaufen: „Schau nach, ob der Metzger Schweineohren und Kalbskopf hat.“ Josi kommt mit leeren Händen zurück: „Nein, der Metzger sieht ganz normal aus.“ Josefine Heermann (9)


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Welt erkunden Im Internet abstimmen!

Stimmt ab für euren Favoriten Im Internet gibt es jeden Monat eine Online-Abstimmung. Unter www.zeuskids.de könnt ihr entscheiden, welcher von zwei Artikeln am 9. Mai im nächsten ZeusKids-Nachrichtenmagazin erscheinen soll. Rechts lest ihr den Gewinner des vergangenen Votings. Für die nächste Ausgabe könnt ihr jetzt neu abstimmen. Wählt zwischen:

Eine Katze wird behandelt in einer Tierklinik in Gelsenkirchen. Der Trichter um den Hals der Katze ist nötig, damit sie sich nicht die Wunde leckt. Die verheilt dann nicht. FOTO: WAZ FOTOPOOL Ein ICE zur Reparatur in der Werkstatt. FOTOS: DPA

A: Wenn ein Zug in die Werkstatt muss Kommt dir die Überschrift bekannt vor? Dann hast du gut aufgepasst. In der März-Ausgabe stand dieser Artikel schon einmal zur Wahl. Damals hat er mit nur einer Stimme Unterschied verloren. Das gab es vorher noch nie. Daher steht der Artikel über eine Werkstatt für die schnellen ICE-Züge der Bahn erneut zur Wahl. Ihr entscheidet! B: Besuch bei den Papageientauchern Der Körper erinnert an einen Pinguin. Der Schnabel ist bunt und bei dem Gesicht denkt man an einen Clown: So sehen Papageitaucher aus. Die Vögel leben die meiste Zeit auf hoher See. Im Frühjahr aber brüten sie an Land. Zum Beispiel auf einem steilen Felsen in Island. Du willst mehr über diese Vögel wissen? Stimme für B.

Papageientaucher mit Fisch im Schnabel. FOTO: DPA

Auf Visite in der Tierklinik 20 Ärzte kümmern sich um tierische Patienten

Berlin. Eine Katze hat einen Legostein

verschluckt. Ein Kaninchen hat schlimmes Zahnweh, und ein alter Dackel braucht ein künstliches Hüftgelenk. 20 Tierärzte sitzen in der Poliklinik für Kleintiere in Berlin um einen großen weißen Tisch herum und reden über ihre Patienten. Sie sprechen von Blutwerten, vom Herz-Rhythmus, vom Körper-Gewicht – und benutzen dabei lauter lateinische Begriffe und Abkürzungen. Diese Fachsprache verstehen wohl nur Tierärzte. Es ist acht Uhr morgens. In der Tierklinik beginnt jeder Arbeitstag mit Visite. In ihren langen Kitteln gehen die Ärzte durch die Gänge der Klinik und schauen sich die Hunde und Katzen an. Eine Ärztin macht Notizen auf einem KlemmBrett. Der Kollege neben ihr kaut nachdenklich auf seinem Kuli herum. Kater Puma trägt einen Trichter um den Hals Die vierbeinigen Patienten gucken traurig aus ihren Käfigen zurück. Kater Puma trägt einen Trichter um den Hals. „Den müssen wir dran lassen“, sagt eine Ärztin. „Sonst leckt er an seiner Wunde. Und die verheilt dann nicht.“ An jedem Käfig hängt eine Liste. Darauf notieren die Ärzte, was dem Tier fehlt, welche Behandlungen es schon hinter sich hat und wie es weitergehen soll. So können die vielen Katzen und Hunde auf der Station nicht verwechselt wer-

den. Dann teilen sich die Ärzte auf. Manche müssen operieren, manche kümmern sich um die Tiere in den Käfigen, manche haben Sprechstunde. „Jeden Tag Notfälle, dazu die Tiere auf der Station – wir sind ständig beschäftigt“, sagt die Ärztin Bärbel Rühe. Blut abnehmen: Zwei Pfleger halten Hund Peter fest Auf einem Tisch im Behandlungszimmer müssen gleich zwei Pfleger Berner Sennenhund Peter festhalten. Auch sein Frauchen muss mithelfen. Denn Peter hat ganz schön Kraft und über-

haupt keine Lust, sich Blut abnehmen zu lassen. Eine Ärztin setzt die ScherMaschine an und rasiert Peter ein bisschen Fell ab. Dann pikst sie in eine Vene im Hinterbein. Peter zittert und winselt. Aber es ist nur zu seinem Besten. Das Wartezimmer wird kaum leerer So vergehen die Stunden und das Wartezimmer wird kaum leerer. Es gibt viele Tiere zu behandeln, die sich im Haus oder auf der Straße verletzt haben oder krank werden. Dann müssen die Tierärzte zur Stelle sein.

Die auf die Zähne schaut Mit Schmerzen im Gebiss fressen Tiere wenig Auch Tiere können Zahnschmerzen haben. Für solche Fälle gibt es Bärbel Rühe. Sie ist Zahnärztin. Bärbel Rühe hat in einer Praxis für Menschen angefan-

Zahnärztin Dr. Bärbel Rühe behandelt einen Berner Sennenhund. FOTO: DPA

gen. Dann hat sie gewechselt. Wenn Bärbel Rühe schiefe Zähne richtet und kaputte Zähne zieht, sind die Hunde und Katzen immer unter Narkose und schlafen fest. „Welches Tier würde schon so lange stillhalten und sich an den Zähnen herumkratzen lassen“, sagt sie. Und welches Tier würde nicht vor den fiesen Geräuschen des Bohrers Reißaus nehmen. Zähne zu kontrollieren, sei auch bei Tieren sehr wichtig: „Denn wenn die Tiere Zahnschmerzen haben, fressen sie nicht mehr gut. Außerdem können sich an kaputten Zähnen Bakterien vermehren“, erklärt die Ärztin.


Freizeit erleben

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Als erste Besucher überhaupt konnten die Schüler der Klasse 4b der Regenbogenschule aus Moers im Movie Park Germany die Baustelle der neuen Attraktion besichtigen.

„Cool, aufregend und sehr interessant“ Plakataktion-Gewinner erkunden im Movie Park Bauarbeiten der Dinosaurierwelt

Von Kerstin Wördehoff Bottrop. Seid ihr schon einmal im Movie Park Germany gewesen? Da gibt es eine Straße mit vielen Geschäften, die vom Haupteingang zum Platz führt, auf dem die Stuntshow gezeigt wird. Auf der linken Seite, in der Ecke hinter einem Schnellrestaurant, gibt es eine kleine Tür. Diese führt hinter die Kulissen des Movie Parks und ist eigentlich für Besucher tabu.

Für die Schüler der Klasse 4b der Regenbogenschule aus Moers wurde jetzt eine Ausnahme gemacht. Sie durften staunend durch die Tür gehen und sich in einer großen Halle, die dahinter versteckt ist, eine Baustelle an-

Wouter Dekkers zeigt den Kindern auf einem Bild, wie der Raum, in dem sie stehen, aussehen wird, wenn alles fertig ist.

schauen. Die ist eine ganz besondere, denn in der Halle entsteht gerade die neue Attraktion „The Lost Temple“ (deutsch: Der verlorene Tempel) des Film- und Freizeitparks – eine Dinosaurierwelt mit Archäologe und unterirdischen Ausgrabungen. Für einen Tag sehr wichtige Gäste „Ihr seid heute unsere very important Gäste“, begrüßte der Geschäftsführer des Movie Parks, Wouter Dekkers, die Schüler. „Very important“ (gesprochen: wäri importent) ist englisch und bedeutet „besonders wichtig“. Und dieses „Very important“ haben sich die Viertklässler auch verdient: Sie haben bei unserer Plakataktion die beste Dinosaurierwelt gemalt und die Attraktions-Besichtigung gewonnen. „Ich habe den Aufruf gesehen und sofort meiner Klasse Bescheid gesagt“, erzählte Mascha. „Aber so richtig hat keiner von uns daran geglaubt, dass es wirklich klappt.“ Die Bauarbeiter hatten sogar extra für die Schüler eine Pause eingelegt. Dabei laufen die Arbeiten derzeit auf Hochtouren. Aber so konnten sie sich in aller Ruhe ansehen, was die Besucher alles in der großen Dinosaurierwelt erwartet, wenn sie im Sommer eröffnet wird. Sehr gut kam bei den Kindern ein Saurier-Skelett an. „Die Kno-

Der Geschäftsführer vom Movie Park Germany, Wouter Dekkers, nahm sich viel Zeit, um den Schülern alles auf der Baustelle zu zeigen. FOTOS (3): VOLKER HARTMANN

chen sind nicht echt, oder?“, fragten sie. Nein, die sind nachgebaut. Einiges ist noch nicht fertig. Deshalb hatte Wouter Dekkers Zeichnungen mitgebracht. Auf diesen konnten die Schüler die einzelnen Räume sehen – so, wie sie sein werden, wenn die Bauarbeiten fertig sind. Eine Geschichte erzählen Er erklärte den Schülern, dass es für das Movie Park-Team sehr wichtig ist, bei allen Attraktionen eine Geschichte zu erzählen. Mit besonderen Tricks soll den Besuchern außerdem das Gefühl vermittelt werden, in einer anderen Welt zu sein. Deshalb wird es eine riesige 360-

Grad-Leinwand geben, auf der ein 3DFilm gezeigt wird, in dem die Dinosaurier wieder lebendig werden. Wouter Dekkers älteste Tochter ist zehn Jahre alt und durfte sich Zuhause schon den Film ansehen, verriet er den Schülern. Sie habe ihn toll gefunden. Für ihre kleine Schwester sei er ein bisschen zu gruselig gewesen. Die sei aber auch erst fünf Jahre alt. „Gruselig ist gut“, war die einhellige Meinung. Die Regenbogenschüler erfuhren bei der Besichtigung alle Geheimnisse der neuen Attraktion. Diese wollen die Viertklässler aber, damit es spannend bleibt, nicht verraten. So viel lässt sich laut Mascha und Emirkan aber sagen: „Es wird cool, aufregend und sehr interessant.“


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Freizeit erleben

Emilys großer Tag auf der Musical-Bühne 11-Jährige überzeugte unsere Jury – Auftritt bei Yakari live

Von Andreas Graw Essen. Nervös tritt Emily von einem Bein aufs andere. Sie steht irgendwo hinter der Bühne im Essener Kolosseum Theater. Noch ein paar Minuten, dann wird sie auf der Bühne stehen. Vor 1300 Zuschauern. Das ist eine Hausnummer für eine 11-Jährige. Emily hat nämlich eine Statistenrolle im Musical Yakari live gewonnen. In der April-Ausgabe hatten wir euch aufgefordert, uns Bewerbungen zu schicken, und Emily hat unsere Jury überzeugt.

Jeder ist wichtig im Musical Die Minuten vor dem Auftritt ziehen sich wie Kaugummi. Doch Emilys Kollegen kommen nach und nach vorbei, sprechen ihr Mut zu. „Es fühlt sich so an, als würde ich richtig dazugehören“, sagt Emily. Dass sie dazugehört, zeigt sich spätestens, als Maskenbildnerin Anke den Sitz von Emilys Indianer-Perücke prüft. Klar wird: Im Musical ist jeder wichtig, auch Emily. „Du hast das in den Proben richtig super gemacht“, sagt Mirja du Mont. Sie muss es wissen, ist sie doch selbst Schauspielerin in der Rolle von „Schimmernde Zöpfe“. Tip, tap machen Emilys Füße noch im-

Erster Auftritt: Emily führt den alten Indianer „Stiller Fels“ über die Bühne. Vorne tanzt Yakari (links) neben Indianermädchen „Schimmernde Zöpfe“. FOTO: ANDREAS GRAW

mer. Jetzt ist es aber soweit, und die Nervosität ist verflogen. Gekonnt führt Emily den alten Indianer „Stiller Fels“ auf die Bühne und tanzt ein wenig mit ihm. „Du kannst ruhig alles mitmachen, was ich tue“, hatte Schauspieler Dennis noch gesagt. Und Emily tut es. Bewegt die Arme, als

ob sie schon ihre zehnte Show spielt. Noch beeindruckender ist das Schlusslied. Mit der ganzen Truppe steht Emily auf der Bühne und tanzt synchron zu den Profis. Applaus! Am Ende steht Emily direkt neben Yakari und verbeugt sich vor dem Publikum.

und am nächsten Tag wartet wieder eine Doppel-Vorstellung, diesmal in Frankfurt. Emily dagegen schickt noch am gleichen Tag Filme von sich auf der Bühne an ihre Freunde. „Abends im Bett musste ich noch einmal über alles nachdenken, was ich erlebt habe“, sagt Emily.

Umziehen in Rekord-Zeit Am meisten fasziniert hat die 11-Jährige dieses Detail hinter der Bühne: In nur zwei Minuten, schätzt Emily, haben die Schauspieler die Klamotten gewechselt, um in eine neue Rolle zu schlüpfen. „Ich wusste gar nicht“, sagt sie erstaunt, „dass man sich so schnell umziehen kann“. Zum ersten Mal auf der großen Bühne? Man merkt es Emily (ganz links) nicht an. FOTO: ANDREAS GRAW

Für die 30 Mitglieder der Yakari-Truppe ist so ein Auftritt Routine. Sie spielen an dem Tag noch eine zweite Show

Bei Maskenbildnerin Anke bekommt Emily den Indianer-Look. FOTO: J.BEHRENDT

Was läuft im Fernsehen? K Die beste Klasse Deutschlands, montags bis freitags, 19.25 Uhr, Kika Wer wird die beste Klasse Deutschlands? Das will Moderator Malte Arkona beim Schülerquiz herausfinden. 32 Klassen der Stufen sechs und sieben treten an. Der Sieger gewinnt eine Reise nach Amsterdam. Vorher müssen die Schüler ihr Wissen bei kniffligen Quizfragen und interessanten Experimenten beweisen.

K Arte Journal Junior, sonntags, 8.35 Uhr, arte Einmal in der Woche macht arte, der deutsch-französische Sender, eine Nachrichtensendung für Acht- bis Zwölfjährige. Das Besondere: Die Nachrichten sind auf Deutsch und auf Französisch. Und es geht vor allem um Europa. So stellt in jeder Ausgabe ein Kind aus einem fremden Land den deutschen und französischen Zuschauern sein Leben vor.

K Kika live: Jess und Ben in Rio, 14. und 15. Mai, 20 Uhr, Kika Einen Monat vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien entdecken die Moderatoren Jess und Ben die Gastgeberstadt des Finales – Rio de Janeiro. Sie zeigen, wie der neunjährige Renan mit der Jugendmannschaft eines brasilianischen Erstligisten trainiert, versuchen sich selbst im Samba-Tanzen und stürzen sich ins Paragliding.

K Der Hund des Präsidenten, Samstag, 17. Mai, 20.15 Uhr, Disney Channel Als der amerikanische Präsident in Kalifornien eine Rede hält, wird auf ihn geschossen. Sein Hund Teddy läuft vor Schreck davon. Waisenjunge Danny findet den Hund und will ihn zurück zum Präsidenten bringen. Doch dafür müssen die beiden einmal quer durch die USA trampen. Ein spannender und rührender Spielfilm.


Sport treiben

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Weltmeister auf dem Eis gesucht

Banane essen gegen Rassismus Villareal.

Fußball-Profi Dani Alves (Foto) vom spanischen Verein FC Barcelona hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Was ist passiert? Ein Zuschauer warf dem Spanier eine Banane hin, als der gerade eine Ecke ausführen wollte.

Deutsches Eishockey-Team hat bei der WM 2,5 Tonnen Gepäck dabei

Minsk. Für Eishockey-Fans ist gerade

die beste Zeit des Jahres. Im Land Weißrussland findet nämlich seit Freitag die Weltmeisterschaft statt. Insgesamt kämpfen 16 Mannschaften um den heiß begehrten Titel auf dem Eis. Auch das Team des Deutschen EishockeyBundes ist mit dabei. Damit es diesem in Weißrussland an nichts mangelt, hat es unglaubliche 2,5 Tonnen Gepäck mit zur WM genommen. Zum Vergleich: Dadurch wiegt das Gepäck so viel wie ein kleiner Elefant. Um die 200 Schläger 2,5 Tonnen? Wie bekommt man die denn zusammen? Der Team-Manager Klaus Merk listet auf, was alles dazugehört. Für die Kabine, in der die Mannschaft bei Spielen sitzt, gibt es erst einmal einen Kaffee-Automaten. Zusätzlich hat das Team jede Menge Studentenfutter, Ventilatoren, eine Musikanlage und eine Flagge in der Kabine mit dabei. Dort gibt es an jedem Spielerplatz auch einen kleinen Teppich mit dem Logo des Deutschen Eishockey-Bundes. Bei den Schlägern kann jeder Spieler aus sechs bis acht Stück wählen. Das sind um die 200 Schläger, die die Deut-

schen für die WM eingepackt haben. Dazu gibt es für jeden Spieler auch Helme, Handschuhe und die Schutzkleidung, die mitgenommen werden mussten.

Leider kommt so etwas immer wieder vor. Die Werfer wollen damit sagen, dass der Spieler wie ein Affe aussieht. Oft werden Bananen auf Fußballer mit schwarzer Haut geworfen.

Die Profis brauchen pro Mann zwei bis drei Paar Schlittschuhe. Für die Kufen wird eine Schleifmaschine gebraucht, die aus Deutschland mitgebracht wurde. Massage und Fitness Damit die Spieler bei der WM immer fit sind, haben sie auch vier Massagebänke mit im Gepäck. Die medizinische Abteilung hat zudem fünf Kisten vollgepackt. Und für das Training und zur Erholung stehen Matten, Fitnessbänder und Massagerollen bereit.

FOTO: GETTY

BVB ist Europas Zuschauer-Magnet Keine Fußballmannschaft auf dem Kontinent lockte mehr Fans ins Stadion

Rekord: Ein einziges Foul in 90 Minuten Gelsenkirchen. Beim

Dortmund. Deutscher Fußballmeister ist Borussia Dortmund in diesem Jahr zwar nicht geworden. Dafür hat der Verein nun aber eine andere Meisterschaft für sich entscheiden können: Der BVB ist der Fanmeister Europas. Das bedeutet, dass kein Verein in Europa bei Spielen mehr Fans ins Stadion locken kann als die Schwarz-Gelben.

1,3 Millionen Fans wollten die Heimspiele in der Bundesliga sehen In der nun beendeten Bundesligasaison 2013/2014 hat es zu den 17 Heimspielen der Dortmunder unheimlich viele Menschen in das BVB-Stadion, den Signal-Iduna-Park, gezogen. Dortmunds Stadionsprecher Nobert Dickel hat gesagt, dass es 1,3 Millionen Menschen gewesen sind. Selbst so große Vereine wie der FC Barcelona oder Manchester United können da nicht mithalten.

Berühmte Nachahmer Viele andere dunkelhäutige Profis ignorieren Bananen. Alves nicht, er machte etwas ganz Neues: Statt die Ecke zu treten, hob Alves die Banane auf, pellte sie und biss ein Stück ab. So, als ob er sagen würde: „Danke für die Banane.“ Natürlich wollte ihm der Bananenwerfer eigentlich kein Geschenk machen. Der Bananen-Werfer wurde von der Polizei mit Hilfe von Fans ermittelt. Er darf sein ganzes Leben lang nicht mehr ins Fußballstadion von Villareal. FOTO: DPA

Zu den Spielen des BVB kommen in ganz Europa die meisten Fans.

Im Schnitt waren pro Spiel 80 300 Zuschauer im Stadion, also waren die Spiele fast immer ausverkauft. Die Fans des BVB sind so verrückt nach ihrer Mannschaft, dass sogar Zehntausende ein Ticket für das DFB-Pokalfinale in Berlin haben wollten. In diesem

FOTO: KNUT VAHLENSIECK

spielt Borussia Dortmund am 17. Mai in Berlin gegen den Deutschen Meister Bayern München. So viele Menschen konnten natürlich für das Finale kein Ticket bekommen, denn Borussia Dortmund hatte nur 21 000 Karten zur Verfügung gestellt bekommen.

1:0-Auswärtssieg auf Schalke gelang Borussia Mönchengladbach etwas, das noch keine Mannschaft zuvor geschafft hat. Die Gladbacher machten nur ein einziges Foulspiel während des gesamten Fußballspiels. Seit 20 Jahren werden solche Daten erfasst, und ein einziges Foul in einem Spiel, das hat bis jetzt noch niemand geschafft. Übrigens: Das Foul beging Roel Brouwers (Foto) in der 90. Minute, also ganz kurz vor Schluss. Er zupfte Schalke-Star Klaas-Jan Huntelaar am Trikot. FOTO: DPA


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