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Mach’ den Schul-Check Seite 7

Meuterei auf der Bounty Seiten 12/13 zeuskids.de | ikz-online.de

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DAS

NACHRICHTENMAGAZIN FÜR SCHÜLER

November 2013

Spiegel erhellen das düstere Tal Rjukan. Im norwegischen Rju-

kan lenken jetzt riesige Spiegel Sonnenlicht vom Berg ins Tal. Das freut die 3000 Einwohner der Kleinstadt. Denn bislang war es in Rjukan im Winter meistens dunkel. Das Städtchen im tiefen Tal ist umgeben von so großen Bergen, dass dort im Herbst und Winter immer Schatten ist.

Fesselnd: Die Suche nach dem Weihnachtsstern Von einem Abenteuer ins nächste stolpert die 14-jährige Sonja in dem Kino-Film „Die Legende vom Weihnachtsstern“. Erst entkommt sie einer Räuberbande, dann verspricht sie dem König, den seit Jahren verschwundenen Weihnachtsstern wiederzufinden. Eine schwierige Aufgabe, denn erstens ist vom Weihnachtsstern keine Spur zu entdecken – der Him-

mel ist einfach nur schwarz. Und zweitens kommen ihr eine böse Hexe und ein fieser Graf in die Quere. Doch Sonja stehen Waldelfen, ein mächtiger Bär und sogar der Weihnachtsmann bei. Der Film, der am 14. November in die Kinos kommt, ist ein schönes Weihnachtsmärchen mit tollen Kostümen und einer spannenden Geschichte. FOTO: POLYBAND

Wirbelsturm knickt Bäume um wie Grashalme Familien flüchten vor dem stärksten Taifun Manila. In den Herbstferien war es hier-

vom Meer auf Land getroffen ist. Der Wind weht dabei bis zu 360 Stundenkilometer schnell. Solche Unwetter werden in den Tropen als Taifun bezeichnet.

zulande ganz schön stürmisch. Es fegte der Orkan „Christian“ über Deutschland hinweg. Draußen war es deswegen ziemlich ungemütlich – viele haben sich in die eigenen vier Wände zurückgezogen. In Südostasien war das nun vielerorts gar nicht mehr möglich. Dort wütete ein sehr schlimmer Wirbelsturm. Auf dem Inselstaat Philippinen mussten wegen des Wirbelsturms Hunderttausende ihr Zuhause verlassen. In ihren einfachen Häusern waren sie nicht mehr sicher. Der Sturm mit dem Namen „Haiyan“ (übersetzt: Sturmvogel) knickte meterhohe Bäume wie Grashalme um und wirbelte tonnenschwere Metallstücke durch die Luft.

Wegen des mächtigen Taifuns mussten viele Kinder auf den Philippinen mit ihren Eltern ihr Zuhause verlassen. FOTO: DPA

Durch diese Naturgewalt sind leider auch Menschen ums Leben gekommen. Wetterexperten sagen: Dieser Taifun ist der stärkste Wirbelsturm, der jemals

Im Vergleich dazu war der Orkan „Christian“ hierzulande fast schon harmlos. Seine Windgeschwindigkeiten erreichten in Einzelfällen „nur“ 190 Stundenkilometer. Trotzdem hat der Orkan viele Schäden angerichtet und Menschen sind gestorben. Auch im vergangenen Jahr litten die Menschen auf den Philippinen unter einem Wirbelsturm. Doch diesmal ist der Taifun wesentlich stärker. Deswegen wurden so viele Menschen wie möglich in Sicherheit gebracht.

Der Künstler Martin Andersen, der seit über zehn Jahren in Rjukan lebt, konnte die dunklen Monate schlecht aushalten. Er hatte die Idee mit den Spiegeln. Eine deutsche Firma stellte schließlich drei riesige Spiegel auf, die sich mit der Sonne bewegen. Das Sonnenlicht reflektieren die Riesenspiegel direkt auf den Marktplatz.

Diese Spiegel bringen Sonne ins Tal. FOTO: DPA


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Inhalt 3 Politik verstehen K Kampfansage an die Plastiktüte: Wie die Europäische Union Müll vermeiden will und ob das überhaupt sinnvoll ist. Seite 4

Checkt das! Auf Seite 7 könnt ihr zum Schul-Checker werden! Die Viertklässler unter euch machen sich vielleicht schon Gedanken, was nach diesem Schuljahr auf sie wartet. Welche Herausforderungen und neuen Erfahrungen auf der neuen Schule auf sie zukommen. Um die Überraschung nicht vollkommen zu machen, ist es keine schlechte Idee, sich seine potentielle neue Schule vorab anzuschauen. Wer die Wahl hat, sollte diese Chance nutzen. Ich hatte damals keine Wahlmöglichkeit – denn bei uns gab es nur eine weiterführende Realschule. Auf die musste ich gehen, bis ich dann aufs Gymnasium gewechselt bin. Zum Glück habe ich mich dort ganz wohl gefühlt. Das muss aber nicht immer so sein. Deswegen nehmt euch unseren Check-Zettel und vergleicht. Viel Erfolg, wünscht euch Max

K Wichtiger Vertrag: Drei Parteien verhandeln in Berlin über die Bildung einer neuen Regierung. Seite 4

5 Welt erkunden K Zwei clevere Köpfe: Konstantin und Alexander sind Erfinder. Was sie sich schon ausgedacht haben, liest du auf Seite 5 K Qual der Wahl: Worauf du achten musst, wenn du dir jetzt weiterführende Schulen anschaust. Seite 7 K Abstimmung im Internet: Schaut nach, welche Geschichte gewählt wurde und stimmt ab, welcher Artikel in der nächsten Ausgabe läuft. Seite 8

9 Neues entdecken K Doppelt hält besser? Forscher untersuchen Zwillinge. Seite 10 K Augen im All: Satelliten überwachen die Meere aus dem Weltraum. Warum? Das steht auf Seite 11 K Adventszeit ist Bastelzeit: Wie du selber einen Adventskalender bastelst, verraten wir auf Seite 14 K Linien, Striche, Kreise: Wie Profis Tänze aufschreiben. Seite 15

16 Sport machen K Toooor! Oder nicht? Ob der Ball drin war, entscheidet in der Bundesliga der Schiedsrichter. Anderswo bekommt er technische Hilfe. Seite 16 K Kuh-Galopp, Adrenalin-Kick und ein Kunstflug in Badehose: Das und mehr gibt’s auf der sportlichen Bilderseite. Seite 17

18 Freizeit erleben Impressum Redaktion: Harald Heuer (Leitung, V.i.S.d.P.) Maximilian Böttner Dr. Andrea Dahms (Online)

K Knobeln und Gewinnen: Wir verlosen zehnmal das Spiel des Jahres unter allen, die das Rätsel lösen Seiten 18 und 19

Anschrift: ZeusMedienwelten Schederhofstraße 55 – 57 45145 Essen E-Mail: redaktion@zeuskids.de

K Millionenschweres Mädchen: Das wäre Millie gern. Aber nur im Buch. Den Schmöker „Millie wird Millionär“ stellen wir vor auf Seite 20

Online: WAZ New Media GmbH & Co KG Anzeigenleitung und verantwortlich für Anzeigen: Karin Hilbert, Anschrift wie Anzeigen Anzeigen und Vertrieb: WAZ Zeitungsgruppe NRW GmbH, 45128 Essen, Friedrichstraße 34 – 38; Fax 0201/804-2418 E-Mail: anzeigenzentrale@funkemedien.de Leserservice: Telefon: 0 18 02 / 40 40 70* Fax: 0 18 02 / 40 40 80* E-Mail: leserservice@funkemedien.de * 6 Cent pro Anruf / Fax aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, aus dem Mobilfunknetz max. 42 Cent pro Minute Verlag: WAZ Zeitungsgruppe NRW GmbH, 45128 Essen, Friedrichstraße 34 – 38, Telefon: 0201/8040 Geschäftsführer: Manfred Braun, Christian Nienhaus, Thomas Ziegler Druck: Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co KG, 58099 Hagen, Hohensyburger Str.67 Zur Herstellung des Nachrichtenmagazins wird Recycling-Papier verwendet.

23 Stars sehen K Neue Königin: Katy Perry (im Bild) hat den inoffiziellen Titel Twitter-Königin. Sie hat bei Twitter jetzt mehr Fans als Justin Bieber. Seite 23 K Neuer Preis: In einer chaotischen Show wurden die ersten YoutubeAwards verliehen. Seite 23

Dein nächstes Nachrichtenma gazin erscheint am

11. Dezember


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Politik verstehen

Kampf gegen Plastiktüten: So kann jeder mithelfen Hände werden geschüttelt, wenn sich alle einig sind. FOTO: DPA

Die Faustregel lautet: Mehrweg ist besser als Einweg Von Andreas Graw

Streiten, diskutieren, verhandeln Berlin. Ständig hört man in

den Nachrichten, dass sich Politiker von den Parteien SPD, CDU und CSU treffen, um miteinander zu sprechen. Was sie da machen, nennt man Koalitionsverhandlungen. Die Parteien versuchen, einen Vertrag abzuschließen. Dieser soll vorgeben, wie die neue Bundesregierung Politik macht – zum Beispiel, welche neuen Gesetze beschlossen werden sollen. Manche Themen sind dabei besonders umstritten. Deshalb setzen sich manchmal auch nur die Chefs der Parteien zusammen. Am Ende wollen sich die Parteien auf einen Vertrag einigen. Das kann noch einige Wochen dauern. Aber bis dahin will jede Partei natürlich das Beste für sich herausholen.

Essen. Weil sie einfach so praktisch

sind, benutzen wir riesige Mengen davon. Die Rede ist von Plastiktüten. Allein in Deutschland verbrauchen wir jedes Jahr so viele Tüten, dass man sie aneinander gelegt 39 Mal um die Erde wickeln könnte! Viel zu viel, findet der Umweltkommissar der Europäischen Union (abgekürzt: EU). Er heißt Janez Potocnik.

Das ist das Problem Plastiktüten gehen sehr schnell kaputt. Im Durchschnitt wird eine Tüte nur 25 Minuten benutzt und danach weggeworfen. Eine Statistik zeigt, dass jeder Europäer pro Jahr ungefähr 200 Tüten benutzt. Dadurch entsteht sehr viel Müll. Plastikmüll der zum Beispiel in Flüssen und Meeren landet.

Das will die EU machen Umweltkommissar Potocnik möchte, dass in der EU weniger Plastiktüten verbraucht werden. Deswegen hat er einen Vorschlag gemacht. Die 28 Mitgliedsstaaten der EU, darunter auch Deutschland, sollen neue Gesetze erlassen. Pozoncniks Vorschläge: Die Staaten könnten eine Steuer einführen. Dann müsste man für die Tüten Geld bezahlen. Im Moment bekommt man sie beim

Welche Tasche ist am umweltfr oder Tüte eundlichsten? Mehrweg-Tragetaschen aus Kunststoff, hergestellt aus Recyclingmaterial

WORTSCHATZ Koalitionsverhandlungen Schüler suchen sich manchmal einen oder mehrere Partner. Zum Beispiel, wenn ein Referat ansteht. Dann streiten sie sich manchmal auch darum, wer welche Aufgaben übernimmt. Das machen auch Politiker, wenn sie sich zu einer Koalition verbünden wollen. Eine Koalition ist ein Bündnis, das sich oft nach Wahlen bildet. Zwei oder mehrere Parteien tun sich zusammen, wenn eine Partei nicht genügend Stimmen bekommen hat, um alleine zu regieren. Dann kommt es zu Koalitionsverhandlungen. So nennt man es, wenn Parteien darüber reden, welche Aufgaben und Ziele sich die Koalition setzt.

Im Wasser zerfallen die Tüten schnell zu Schnipseln. Tiere glauben, es sei Nahrung und essen sie. Die Tiere werden krank davon. Ein anderer Teil des Mülls wird verbrannt. Dadurch entsteht Rauch, der giftig ist für die Umwelt. Ein weiterer Teil wird dem Recycling zugeführt, es wird daraus etwas Neues hergestellt. Vor allem bei ganz dünnen Tüten ist das aber schwierig und teuer.

Mehrweg-Tragetaschen aus Naturfaser, zum Beispiel Baumwolle oder Jute Mehrweg-Tragetaschen aus Kunststoff, allerdings aus neuem Material. Einweg-Tüten aus Plastik und Papier, hergestellt aus recyceltem Material

cycelten Mehrweg-Beutel (ganz oben) benutzen. Dann ist er umweltreundlicher als jede Einwegtüte

Recycling ist ein englisches Wort. Es bedeutet, dass aus Müll etwas Neues hergestellt wird. Oft wird das mit Kunststoffen gemacht. Diese sind nämlich besonders schädlich für die Umwelt, wenn sie verbrannt werden. Also recycelt man sie und benutzt die Kunststoffe noch einmal. Ein weiterer Vorteil ist: Dann muss man auch nicht noch einmal neues Plastik herstellen. Denn dazu wird Erdöl benutzt. Und davon gibt es nicht so viel. Dinge, die aus Recycling-Material hergestellt sind, erkennst du an diesem Zeichen.

Einkaufen oft geschenkt. Eine andere Möglichkeit wäre, bestimmte Tüten ganz zu verbieten.

Das sagen Experten Verbote findet Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe nicht gut: „Man sollte zur Not noch Plastiktüten kaufen können“, sagt Fischer. Ihm gefällt die Idee besser, dass die Menschen für Tüten bezahlen. Im Land Irland ist das schon seit einigen Jahren so. Seitdem benutzen die Iren weniger Plastiktüten. Thomas Fischer sagt, dass nicht nur Plastiktüten, sondern alle Einwegtüten bezahlt werden sollten. Einwegtüten sind alle Tüten, die schnell kaputtgehen, also meist nur einmal benutzt werden können. Auch eine Einweg-Papiertüte ist schlecht für die Umwelt. Für die Herstellung wird nämlich Holz gebraucht und viel Wasser. Von der Herstellung bis zum Wegwerfen ist sie insgesamt genauso umweltschädlich wie eine Plastiktüte.

Das kann jeder tun

Einweg-Tüten aus Plastik und Papier, hergestellt aus neuem Material

3 Mal musst du einen re-

WORTSCHATZ Recycling (gesprochen Rissaiklin)

Einweg-Tüten log aus bio isch abbaubaren Kunststoffen QUELLE/FOTOS: DEUTSCHE

UMWELTHILFE

Bis es in Deutschland ein neues Tüten-Gesetz gibt, wird es eine Weile dauern. Bis dahin können wir aber selbst etwas tun. Die Lösung hast du dir vielleicht schon überlegt. Wir sollten möglichst nur wiederverwendbare Taschen benutzen. Die heißen Mehrweg-Taschen. Geschenkte Tüten kann jeder ablehnen. Wichtig ist, dass man eine Tragetasche oder auch Körbe mitnimmt zum Einkaufen. Wer das vergisst, kann sich gut nach dem Bild links richten. Es zeigt, welche Tüten umweltfreundlich sind und welche nicht.


Neues entdecken

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Das Foto zeigt eine Aufnahme des Radarsatelliten Terra SAR-X von der deutschen Bucht. Zu sehen sind die friesischen Inseln vor der Küste und Städte wie Wilhelmshaven, Bremerhaven und Bremen. Das sind die hellen Stellen auf dem Foto. FOTO: DPA/DLR

Aus dem Weltraum auf die Meere schauen Er kreist um die Erde – und beobachtet unsere Meere und Küsten. Der Satellit Terra SAR-X Bremen. Ein Container-Schiff ist auf

einen Felsen aufgelaufen. Nun klafft seitlich in der Schiffswand ein großes Loch. Aus dem Tank fließt zähflüssiges Öl ins Meer. Schnell bildet sich auf dem Wasser ein großer, dunkler Ölteppich. Droht eine Natur-Katastrophe, weil das Öl Richtung Küste treibt? Dieser Unfall ist nur erfunden. „Aber genau solche Dinge versuchen wir zu erforschen und zu beobachten“, erklärt Birgit Suhr. Sie ist Forscherin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Radarwellen tasten die Wasseroberfläche ab Zusammen mit Kollegen erforscht sie, wie man die Meere und Küsten in Zukunft noch sicherer machen kann. Dabei hilft ihnen zum Beispiel ein Satellit. Er heißt: Terra SAR-X. Seit einigen Jahren kreist Terra SAR-X schon im Weltall und beobachtet unsere Erde. Der Satellit arbeitet mit Radarwellen und tastet damit die Wasser-Oberfläche ab. Gefährliche Strömungen und Eisberge So kann er Veränderungen auf dieser erkennen. Zum Beispiel Ölteppiche oder treibende Eisberge. Auch hohe

mit Satelliten beobachten

Satellit AISat wird Signale von Schiffen empfangen.

Forschungsstelle empfängt die Signale der Satelliten

Satellit TerraSAR-X tastet die Erd- und Wasseroberfläche ab. Mit seinen Daten erkennen Forscher Gefahren auf dem Meer.

Eisscholle

Segelschiff in Seenot

Containerschiff Ölteppich

Unwetter

dpa/Kindergrafik 2052

Wellen und gefährliche Wasserströmungen spürt der Satellit so auf. Dazu sammelt er auf seinem Flug rund um die Erde jede Menge Daten. Mithilfe dieser Daten berechnen die Forscher dann zum Beispiel den Weg eines Eisbergs oder eines Ölteppichs. So können sie Schiffe rechtzeitig war-

nen, damit sie nicht mit einem Eisberg zusammenstoßen. Die Forscher sammeln aber auch Daten darüber, wie viele Schiffe in einem bestimmten Bereich unterwegs sind. „Es gibt bestimmte Routen, auf denen die Schiffe fahren müssen“, sagt Birgit Suhr. Auf diesen

Routen gibt es manchmal eine richtige Drängelei – und Schiffe müssen ziemlich dicht aneinander vorbeifahren. Dabei könnte es leicht zu einem Zusammenstoß kommen. „Mit unseren Daten versuchen wir dann zum Beispiel, die Schiffsrouten sicherer zu machen“, sagt die Forscherin.

WORTSCHATZ Radarwellen Der besagte Satellit arbeitet mit einem speziellen System: dem Radar. „Das bedeutet, der Satellit macht nicht einfach ein Foto“, erklärt Forscherin Birgit Suhr. Stattdessen sendet er besondere Wellen aus. Diese treffen auf die Erde, prallen dort ab und werden wieder zum Satelliten zurückgeschickt. Je nachdem, worauf die Wellen treffen, brauchen sie für ihren Weg unterschiedlich lange. Treffen sie zum Beispiel auf einen hohen Berg, sind sie schneller wieder beim Satelliten – weil die Strecke insgesamt kürzer ist. Mithilfe dieser Informationen erstellt Terra SAR-X ein Bild von dem, was sich unter ihm befindet. Radarwellen haben einen Vorteil: Sie funktionieren immer, auch bei schlechtem Wetter.


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Sport treiben

Ist der Ball drin oder nicht?

Manchmal gibt es im Fußball sehr knifflige Situationen – zum Beispiel dann, wenn nicht genau klar ist, ob ein Tor gefallen ist oder nicht.

Essen. Flanke, Kopfball, Toooooor – oder doch nicht? Als der Fußballer Stefan Kießling vor wenigen Wochen beim Spiel seiner Mannschaft Leverkusen gegen Hoffenheim einen Punkt machte, war das schon kurios. Der Kopfball von Stefan Kießling war nämlich nur am Außennetz entlanggeschliddert und durch ein Loch im Netz schließlich doch im Tor gelandet. Der Schiedsrichter hatte das im Spiel

nicht bemerkt und das Tor gegeben. Später hat der Deutsche Fußball Bund (DFB) gesagt, das Tor bleibt gültig. Dieser Fall führte zu vielen Diskussionen, wie so etwas in Zukunft verhindert werden kann. Ein Vorschlag ist zum Beispiel, die sogenannte Torlinientechnik einzusetzen (mehr dazu lest ihr unten). In Deutschland sind sich die Verantwortlichen noch nicht einig, ob die

Mit Chip oder Kamera Was die Technik leisten kann Welche Möglichkeiten es gibt, wird hier aufgezeigt. Es sind derzeit zwei verschiedene Systeme bekannt:

FOTO: DPA

Kamera-Überwachung: Bei diesem System gibt es bis 14 besonders schnelle Kameras, die im Stadion angebracht sind. Jeweils sieben überwachen ein Tor aus unterschiedlichen Richtungen. Kommt es zu einer

Technik genutzt werden soll. Anders ist das in der englischen Fußballliga – dort wird die Torlinientechnik bereits eingesetzt. Was die Kritiker sagen Es gibt Leute, die gegen die Einführung der Torlinientechnik sind. Sie befürchten, dass das nur der Anfang einer langen Entwicklung sein würde. Sie haben die Sorge, dass immer mehr technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen würden – etwa ein Com-

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Der magnetische

Im Ball sind Metallschleifen.

Viele Kritiker sind der Meinung, dass der Fußball von den Emotionen lebt. Sie glauben, dass strittige Entscheidungen von Schiedsrichtern heiß diskutiert werden und sich die Leute auch einmal aufregen sollen. Das mache den Sport so besonders. Mit immer mehr Technik würde das verloren gehen.

Tor-Schiri

Antennen erzeugen im Tor unter anderem eine Magnetwand.

Torsituation, werden die Bilder der Kameras an einen Computer gesendet. Dieser wertet die Bilder sekundenschnell aus und sendet dem Schiedsrichter im Fall eines Tores ebenfalls ein Signal auf seine Armbanduhr. Chip im Ball: Bei diesem System stecken ein kleiner Computerchip oder Metallschleifen im Fußball. Im Torrahmen wird ein schwaches Magnetfeld erzeugt. Wenn der Ball im Spiel dann hinter der Torlinie landet und das Magnetfeld durchbricht, dann sendet der Chip ein Signal auf die spezielle Armbanduhr des Schiedsrichters.

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puterchip in den Schienbeinschonern der Spieler, der Abseitsentscheidungen kontrollieren könnte.

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Antenne Kindergrafik 1729

Von Maximilian Böttner

FOTO: GETTY

Trifft der Ball auf die Magnetwand, wird sie verändert.

6 Die Uhr vibriert und zeigt die Tore an.

5

Die Box wertet die Daten aus. Tore meldet sie den Uhren des Schiedsrichters und seiner Helfer.

4 Die Antennen senden die Informationen an eine Box.


Rätsel entschlüsseln

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Gewinnspiel: Oha, wie stinkt es denn hier? So viele Stinktiere auf einem Haufen! Eigentlich leben diese Tiere vorwiegend in Nord- und Südamerika. Sollte man einmal einem Stinktier begegnen, ist Abstand halten ein guter Rat. Denn die putzigen Tiere können sich auf ganz besondere Art wehren. Wenn sie sich bedroht fühlen, heben sie erst einmal ihren Schwanz. Reagiert der potentielle Gegner auf diese Geste nicht, dann verspritzen Stinktiere eine Flüssigkeit, die unheimlich unangenehm riecht. Bis zu sechs Meter weit können Stinktiere ihr Sekret spritzen. Aufgabe: Finde zu jedem schwarzen Stinktier das passende weiße. Die Zahlen verraten dir die Reihenfolge der Buchstaben, die du dann in die Felder für das Lösungswort eintragen kannst.

LÖSUNGSWORT: 2

1

3

4

5

6

7

8

9

11

10

12

13

14

E I S

E

2

4

3

5

E 1

Wimmelnde Stinktiere

R E

8

6 E

10

9 B

T

7

U

N 14

12 11

13 R

A

dpa-Kindergrafik 2071

Ac Eins htung: ende 29. N schlus s ovem ber

Wenn du die Stinktiere richtig zugeordnet und das Lösungswort herausgefunden hast , dann schicke es uns zu. Entweder sendest du uns die Lösung mit deiner Adresse an diese E-Mail-Adresse: redaktion@zeuskids.de. Oder du schickst uns eine Postkarte mit der Lösung und deiner Adresse zu: Zeus, Schederhofstraße 55 in 45145 Essen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir zehnmal das Spiel „Hanabi“ von Abacus. Das Spiel ist interessant, denn: Wie soll man denn Karten spielen, wenn man von seinen eigenen Karten nur die Rückseite sehen darf? Bei Hanabi ist das sogar die wichtigste Regel! Dieses ungewöhnliche Spiel wurde als „Spiel des Jahres 2013“ ausgezeichnet.

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