Issuu on Google+

Wer bekommt den Oscar? Seite 23 zeuskids.de | wr.de Schutzgebühr 2,20 €

DAS

NACHRICHTENMAGAZIN FÜR SCHÜLER

Februar 2014

Junge fliegt wegen Chips von der Schule London. Wegen eines fal-

schen Pausenbrotes ist ein Sechsjähriger in England von der Schule geflogen. Seine Eltern hatten dem Jungen aus der Stadt Slough statt eines gesunden Frühstücks ständig Käsekräcker mitgegeben. Das Problem: Die Schulregeln verbieten Essen wie Chips und auch süße Getränke.

Seamus O’Connor aus Irland zeigt, wie spektakulär die Disziplin Snowboard-Slopestyle aussehen kann.

FOTO: GETTY

In Sotschi geht es höher, schneller und weiter

Bei den Olympischen Spielen sind einige neue Disziplinen mit dabei Von Kerstin Wördehoff

mer ihr allerbestes Können zeigen. Besonders spektakulär sieht das gerade bei einigen Disziplinen aus, die in diesem Jahr zum ersten Mal bei Olympia mit dabei sind.

Sotschi. Lange haben die Menschen in Russland, allen voran ihr Präsident Wladimir Putin, darauf gewartet: Jetzt sind die Olympischen Winterspiele in der Stadt Sotschi im vollem Gang.

Eine ganze Menge Geld ausgegeben Alles sollte, so Wladimir Putin, größer und besser als jemals zuvor werden. Auf alle Fälle sind die Spiele in Russland teurer als jemals zuvor. Nie wurde für das Bauen der Stadien, Gebäude, Loipen, Eiskanäle, Skipisten und Straßen so viel Geld ausgegeben wie diesmal – bislang mehr als 30 Milliarden Euro. Deshalb sind die Menschen nicht nur glücklich über Olympia 2014. Einige finden, dass zu viel Geld unnötig verschwendet wurde. Gerade auch, weil in Russland viele Menschen sehr arm sind.

Ein Hindernis beim Slopestyle-Wettbewerb ist eine riesengroße russische Puppe, eine Matroschka. FOTO: GETTY

Trotzdem sollen natürlich jetzt die Sportler im Vordergrund stehen. Und die wollen bei Olympischen Spielen im-

Besonders spektakulär Der Snowboarder auf dem Bild startet zum Beispiel beim Wettbewerb „Slopestyle“ (gesprochen: zloop zteil). Hierbei müssen die Sportler mit dem Snowboard – oder in einer anderen Disziplin mit Skiern – einen Parcours abfahren und jede Menge Hindernisse überqueren. Das kann ganz schön spektakulär aussehen, wenn sie wild durch die Luft fliegen. In Sotschi dürfen jetzt auch Skispringerinnen um Medaillen kämpfen. Beim Rodeln, Biathlon und Eiskunstlaufen werden zusätzlich verschiedene Teamwettbewerbe ausgetragen.

Wiederholter Verstoß gegen Ernährungs-Regeln Der Junge aber habe wiederholt gegen diese Regel verstoßen, sagt die Schule. Die Eltern beharrten laut britischen Medienberichten darauf, der Junge habe sehr wohl ein ausgewogenes Essen bekommen. Die Käsekracker seien nur ein Teil des Essens gewesen. „Er ist erst sechs Jahre alt und alles, was er verbrochen hat, ist, sein Lunchpaket mit in die Schule zu nehmen. Was da drin ist, haben wir reingetan“, ließ sich der Vater zitieren. Der Junge sei zunächst für vier Tage suspendiert worden. Als keine Besserung eintrat, sei er der Schule verwiesen worden.

Jeden Tag Nachrichten für Kinder lesen Essen. Du willst mehr Kinder-

nachrichten? Dann schau doch mal auf die tägliche Kinderseite der Zeitung WR. „Kinder, Kinder“ berichtet über vieles, was in Deutschland und der Welt passiert. Auf dieser Seite geht es zum Beispiel um Sport, Tiere, Bücher und um Politik. Du kannst sogar selbst mitmachen, indem du Witze schickst oder Tipps, die dann andere Kinder lesen können. Die Kinderseite findest du auf der letzten Seite der WR.


2

Inhalt 3 Politik verstehen K Gelogen: Der größte Automobilclub Deutschlands, der ADAC, hat mit gefälschten Zahlen das Vertrauen seiner Mitglieder verspielt. Seite 4

Schornsteinfeger ... ... gelten ja als Glücksbringer. Eigentlich. Ich muss so ungefähr fünf Jahre alt gewesen sein, als ich das Glück erzwingen wollte. Viel jünger jedenfalls als die meisten von euch. Karneval stand vor der Tür, damals wie jetzt. Als was ich mich denn verkleiden wolle, war die Frage. Warum, weiß ich nicht mehr, aber es sollte der Schornsteinfeger sein. Mit Glück hatte das aber nicht viel zu tun. Noch Jahre später wurden mir Fotos vorgelegt mit Sätzen wie „Guck mal, weißt du noch?“ Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mehr so genau. Ich erinnere mich nur an die Fotos, auf denen Tränen kullerten. Die niedliche Uniform und der Zylinder auf dem kleinen Kopf brachten einfach kein Glück. So etwas könnte den Kindern der Grundschule „An der Essener Straße“ in Düsseldorf nicht passieren. Die haben nämlich eine Karnevals-AG, wie ihr auf Seite 17 lesen könnt. Helau, Alaaf und viel Glück im Karneval! Andreas

K Klage: Bürgerrechtler, wie zum Beispiel vom Chaos Computer Club, ziehen gegen die Bundesregierung vor Gericht. Warum, steht auf Seite 4

5 Welt erkunden K Unter die Lupe genommen: Schüler aus Witten sagen ihre Meinung zur Kinderzeitung. Was ihnen gefällt und was nicht, steht auf Seite 5 K Rotkäppchen lügt: Viele Leute haben Angst vor Wölfen. Dabei gehen sie Menschen lieber aus dem Weg. Seite 7 K Langer Weg: Die Weihnachtspost vom Herta Gernert ist von Deutschland nach Amerika und wieder zurück gereist. Warum, liest du auf Seite 7 K Internetabstimmung: Schau nach, wer gewonnen hat und stimme ab für die Geschichte in der nächsten Ausgabe. Seite 8

9 Neues entdecken K Architekt der Päpste: Michelangelo starb vor genau 450 Jahren. Man nennt ihn heute auch ein Universalgenie. Warum, steht auf Seite 9 K Ordentliches Gezwitscher: Der Naturschutzbund hat die acht häufigsten Vogelarten in Deutschland herausgefunden. Seite 11 K Aufgewacht: Die Weltraumsonde Rosetta flog zweieinhalb Jahre in einer Art Tiefschlaf durchs All. Jetzt ist sie wach. Warum, liest du auf Seite 14

15 Freizeit erleben K Ganz viele Rollen: Die Schauspielerin Janina Sachau bringt in 45 Minuten viele Märchenfiguren auf die Bühne. Seite 16 K Hellau: Für Düsseldorfer Schüler ist das ganze Jahr Karneval. Seite 17

Impressum Redaktion: Harald Heuer (Leitung, V.i.S.d.P.) Dr. Andrea Dahms (Online) Anschrift: ZeusMedienwelten Schederhofstraße 55 – 57 45145 Essen E-Mail: redaktion@zeuskids.de Online: WAZ New Media GmbH & Co KG Anzeigenleitung und verantwortlich für Anzeigen: Karin Hilbert, Anschrift wie Anzeigen Anzeigen und Vertrieb: WAZ Zeitungsgruppe NRW GmbH, 45128 Essen, Friedrichstraße 34 – 38; Fax 0201/804-2418 E-Mail: anzeigenzentrale@funkemedien.de Leserservice: Telefon: 0 18 02 / 40 40 70* Fax: 0 18 02 / 40 40 80* E-Mail: leserservice@funkemedien.de * 6 Cent pro Anruf / Fax aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, aus dem Mobilfunknetz max. 42 Cent pro Minute Verlag: WAZ Zeitungsgruppe NRW GmbH, 45128 Essen, Friedrichstraße 34 – 38, Telefon: 0201/8040 Geschäftsführer: Manfred Braun, Christian Nienhaus, Thomas Ziegler Druck: Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co KG, 58099 Hagen, Hohensyburger Str.67 Zur Herstellung des Nachrichtenmagazins wird Recycling-Papier verwendet.

20 Sport machen K Wechselspiel: Einige Bundesligaclubs haben sich in der Winterpause mit neuen Spielern verstärkt. Seite 20 K Baum und Krähe: Elisabeth, Uta und Helene verbiegen sich beim Yoga gerne. Wie genau diese Sportart funktioniert, liest du auf Seite 20 K Frau mit Puk: Nina Kamenik ist im Eishockeys bei Olympia. Seite 21

23 Stars sehen K Goldjunge: In Hollywood werden wieder die Oscars verliehen . Seite 23

Dein nächstes Nachrichtenmag azin erscheint am

12. März!


Politik verstehen

3

Jetzt sagen Kinder, wo es langgeht

Schüler debattieren im Landtag wie echte Politiker Im Plenarsaal, dem großen Versammlungsraum im Landtag NRW, haben ausnahmsweise keine Politiker, sondern Grundschüler über Themen diskutiert. Von Kerstin Wördehoff Düsseldorf. „Bitte nehmen Sie Platz,

meine sehr verehrten Damen und Herren.“ Felix, der diese Zeilen von einem Blatt abliest, ist neun Jahre alt und geht eigentlich in die 4. Klasse der „Schule am Röttgersbach“ in Duisburg. Gerade sitzt er aber im Landtag im großen Versammlungssaal, dem Plenarsaal, genau dort, wo eigentlich die Landtagspräsidentin Carina Gödecke sitzt. Nur sechs Wochen Ferien? Felix muss durch eine Sitzung führen, in der seine Mitschüler darüber entscheiden sollen, ob es in einem Schuljahr nur noch sechs Wochen Ferien für Schüler geben soll. Einige Jungen und Mädchen gehen an das Rednerpult und sagen, was sie darüber denken. Danach wird abgestimmt. Die Schüler stimmen zum Großteil mit „Nein“. Hätte die Mehrheit mit „Ja“ gestimmt, wäre aus dem Vorschlag ein Gesetz geworden. Das hätten dann alle Schulen in unserem Bundesland NRW befolgen müssen.

nicht die Schüler, sondern Politiker, so genannte Abgeordnete, gesessen hätten. Deren Aufgabe ist es im Landtag, über solche Dinge zu entscheiden. Ein echter Landtags-Abgeordneter Dass stattdessen die Duisburger Grundschüler in die Rolle der Politiker schlüpfen konnten, das haben sie Frank Börner zu verdanken. Der ist ein echter Politiker. Er wurde von Duisburger Bürgern dazu gewählt, als Abgeordneter der Partei SPD ihre Interessen im Landtag zu vertreten. Frank Börner wollte den Kindern seinen

Arbeitsplatz zeigen und hat sie deshalb nach Düsseldorf eingeladen. Nach der Sitzung im Plenarsaal hat er sich eine ganze Stunde Zeit genommen, um viele Fragen der Schüler zu beantworten. Er findet, dass schon Kinder erkennen sollen, dass es wichtig ist, sich für die Gesellschaft, in der wir alle leben, einzusetzen. Sie sollen schon früh verstehen, was für Aufgaben ein Politiker hat. „In einer Demokratie müssen alle mitmachen, das ist wichtig“, sagt er. NRW ist nur eines von 16 Bundesländern in Deutschland. Wisst ihr, wo die anderen auf der Deutschlandkarte liegen? Das könnt ihr im Rätsel auf der Seite 19 testen.

Frank Börner hat die Schüler in den Landtag eingeladen. FOTOS: WÖ

P Im Landtag entscheiden 237 Abgeordnete über Gesetze, die in NRW das Zusammenleben regeln. P Ein Abgeordneter wird von Bürgern einer Region gewählt, um ihre Meinung im Landtag zu vertreten. P Bürger wählen einen Abgeordneten, weil in einer Demokratie wie in Deutschland nicht einer, sondern alle zusammen bestimmen, was im Land passiert.

P Der wichtigste Raum ist der Plenarsaal. Hier treffen sich die Abgeordneten, um Themen zu besprechen und über Gesetze abzustimmen.

SO HAT ES DEN SCHÜLERN IM LANDTAG NRW GEFALLEN: „Beim Besuch im Landtag ist uns alles sehr gut erklärt worden. Ich habe ihn vorher nicht gekannt und mir gefällt es hier sehr. Es ist spannend zu sehen, was passiert.“ Leonie, 10 Jahre alt

DER LANDTAG NRW

P Die Abgeordneten gehören verschiedenen Parteien an. Im Landtag NRW sind das die SPD, die CDU, Bündnis90/Die Grünen, die FDP und die Piratenpartei.

Zumindest wäre das so, wenn im Saal

„Man fühlt sich so, als wäre man in Berlin. Aber es ist alles kleiner. Wenn ich Schulminister wäre, würde ich die Schule zwar nicht abschaffen, aber verändern.“ Erik, 9 Jahre alt

FOTO: DPA

„Die Landtagspräsidentin hat eine tolle Aussicht auf den Saal. Uns wurde alles super erklärt. Ich kann mir vorstellen, als Erwachsener das als Beruf zu machen.“ Felix, 9 Jahre

P Die Chefin des ganzen Landes NRW ist Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Ihre Regierung besteht aus SPD und Bündnis90/Die Grünen. Hannelore Kraft beruft Minister ein, die umsetzen, was im Landtag beschlossen wird.


4

Politik verstehen

Gelbe Engel oder Bengel? Der ADAC hat gelogen

Größter Automobilclub Deutschlands: Tausende Mitglieder treten aus Demonstrationen in Kiew: Die Menschen sind sauer. FOTO: DPA

Ukrainer protestieren seit Monaten Kiew.Täglich wird derzeit über die Ukraine gesprochen. Das Land liegt in Osteuropa. In der Ukraine protestieren seit Wochen viele Tausend Menschen gegen ihre Regierung. Sie gehen vor allem in der Hauptstadt Kiew auf die Straße. Bei den Protesten kam es auch zu Gewalt zwischen der Polizei und den Demonstranten. Und es gab Tote und Verletzte.

Die Leute fordern, dass Präsident Viktor Janukowitsch und die Regierung zurücktreten. Einige Politiker im Parlament der Ukraine sind extrem reich. Viele Leute glauben, dass die Politiker auf kriminelle Weise zu ihrem Reichtum gekommen sind. Viele Menschen dort sind arm, viele haben keine Arbeit. Wer Arbeit hat, bekommt dafür nur wenig Geld. Die Proteste gegen die Regierung haben im Herbst begonnen. Der Grund: Der Präsident hatte einen Vertrag mit der Europäischen Union (EU) nicht unterschrieben. Viele Bürger der Ukraine wollen, dass ihr Land enger mit der EU zusammenarbeitet. Sie protestierten deswegen.

Finn hat einen Fehler entdeckt Unser Leser Finn Rasmus Schwedler (9) aus Erkrath hat die letzte Ausgabe sehr gründlich gelesen und einen Fehler entdeckt. Wir hatten über neue Euro-Münzen aus Lettland berichtet. Beim Foto ist uns ein Fehler unterlaufen. Das Bild zeigte nämlich die 1Euro-Münze und nicht die 2Euro Münze. Entschuldigung und danke an Finn.

Essen. Es gibt ein Sprichwort, vielleicht

hast du es schon einmal gehört: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er stets die Wahrheit spricht. Was soll das heißen? Es geht um Vertrauen. Wenn es einmal weg ist, muss man sich sehr viel Mühe geben, es zurückzubekommen. Und es kann sogar sein, dass auch das nicht reicht. In so einer Situation ist zurzeit der ADAC. Mitarbeiter aus dem Automobilclub haben gelogen, sie haben ganz viele Menschen belogen. Das ist besonders schwerwiegend, weil sehr viele Menschen dem ADAC ihr Vertrauen geschenkt haben. Helfer in der Not Warum? „Gelbe Engel“ nennt der Verein seine Pannenhelfer. Das sind die Leute, die helfen, wenn man mit dem Auto Probleme hat: Kaputter Motor, geplatzter Reifen, jede Art von Panne wird behoben, das Auto möglichst wieder fahrtüchtig gemacht. Weil das so praktisch ist, einen Helfer in der Not zu haben, sind viele Deutsche Mitglied beim ADAC. Ungefähr jeder vierte Deutsche, insgesamt mehr als 18 Millionen Menschen, sind ADAC-Mitglieder. Einem Retter in der Not schenkt man Vertrauen, und das eben nicht nur in der Not.

So kennt man den ADAC: Streikt das Auto, hilft ein Pannenhelfer des Automobil-Clubs. Durch den aktuellen Skandal hat der ADAC an Vertrauen eingebüßt. FOTO: HEIKO KEMPKEN

nen Wahl wurde gelogen. Gewonnen hat der VW Golf. Der ADAC hatte behauptet, dafür hätten 34.299 Mitglieder gestimmt. Jetzt kam aber heraus: Nur 3409 Mitglieder stimmten für das Auto.

Gefälschte Zahlen Denn der ADAC macht noch vieles mehr. Zum Beispiel testet er Kindersitze. Weil das Vertrauen in den Verein so groß ist, richten sich jede Menge Eltern nach diesen Tests. Viele Menschen, die ein Auto kaufen, schauen vorher in die Pannenstatistik des ADAC. Das hilft ihnen, eine Entscheidung zu treffen.

BMW nach vorn geschummelt Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen sogar bestimmte Automarken begünstigt worden sein. Ein Auto der Marke BMW etwa hätte eigentlich auf dem siebten Platz auf der Liste der Autos des Jahres stehen müssen. So hätten die Mitglieder nämlich abgestimmt. Aber auch hier soll geschummelt worden sein. Tatsächlich landete der Wagen auf dem fünften Platz.

Seit einigen Jahren wählen ADAC-Mitglieder das „Auto des Jahres“. Auch deswegen kaufen manche Menschen genau dieses Auto. Bei der vergange-

Viele sind jetzt enttäuscht, Tausende Mitglieder sind bereits aus dem Verein ausgetreten. Das Vertrauen scheint verloren gegangen zu sein. Wenn so etwas

passiert, muss jemand die Verantwortung dafür übernehmen. Beim ADACSkandal ist das Michael Ramstetter. Er ist der Kommunikationschef beim ADAC und soll die Zahlen manipuliert haben. Deshalb musste er gehen. Er wurde entlassen.

WORTSCHATZ ADAC ADAC ist die Abkürzung für Allgemeiner Deutscher Automobil-Club. Es ist ein Verein für Autofahrer. Wer Mitglied ist, bekommt Hilfe zum Beispiel bei einer Autopanne. Aber auch, wenn man eine Urlaubsreise plant, hilft der ADAC. Allerdings verdient der Verein auch viel Geld mit anderen Sachen. Zum Beispiel verkauft er Versicherungen. Es gibt auch noch einige andere Autoclubs.

Klage gegen Angela Merkel Bürgerrechtler wollen, dass die Kanzlerin etwas gegen Bespitzelung tut Berlin. Häufiger berichtete die-

die Menschen nicht schützt vor se Zeitung schon von Bespitzedieser Bespitzelung. Daher halungen durch den amerikaniben verschiedene Gruppen, schen Geheimdienst. Telefozum Beispiel der Chaos Comnate werden mitgehört, Eputer Club, gemeinsam die Mails gelesen. Sogar das Hanganze Regierung verklagt. dy der Bundeskanzlerin wurde Auch die Chefin der Regierung, belauscht. Einige Leute sind Kanzlerin Ange- Bundeskanzlerin Angela Merjetzt sauer, dass die Regierung la Merkel DPA kel. Die Gruppen werfen der

Regierung und den deutschen Geheimdiensten vor, dass sie mit den Amerikanern zusammen gearbeitet hätten. Dadurch hätten sie den „persönlichen Lebens- und Geheimbereich“ der deutschen Bürger verletzt. Ob diese Klage überhaupt zugelassen wird, also ob es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, ist allerdings noch unklar.


Welt erkunden

5

Einfach klasse! Die 4B macht Zeitung Schüler der Wittener Breddeschule sagen ihre Meinung zur Kinderzeitung

Von Andreas Graw Witten. Was für eine Konferenz! 20

Kinder aus Witten, die ganze Klasse 4B der Breddeschule, nahm jetzt unsere Kinderzeitung auseinander. Warum? Harald Heuer, Chefredakteur des ZeusKids-Nachrichtenmagazins, brachte es auf den Punkt: „Wir machen Zeitung für Euch und nicht für uns!“ Genau deswegen diskutiert die Redaktion regelmäßig mit einer ganzen Schulklasse über unsere Zeitung für Kinder. Dieses Mal in den Räumen der WAZ-Redaktion in Witten. Ein wenig aufgeregt, das kannst du glauben, ist man schon auf dem Weg zur Kinderkonferenz. Viele Fragen schwirren durch den Redakteurskopf: Wie kommt das Produkt bei den jungen Lesern an? Sind die Texte zu lang? Die Themen interessant? Zu schwierig? Zu leicht? Puuhh, nichts von alledem trifft zu. „An den Bildern kann ich mich gut orientieren“, lobt Wera, „aber ich lese auch sehr gern und sehr viel. Deswegen finde ich die Texte nicht zu lang.“ Jede Menge Anregungen Ob manche Geschichten zu traurig sind, wollte Harald Heuer wissen. Nein, sind sie nicht. Eindeutige Meinung. In der Januar-Ausgabe ging es zum Beispiel um Kinder in Rumänien, die von ihren Eltern allein gelassen werden. Traurig ist das, aber: „Ich möchte so etwas schon wissen“, er-

Bildauswahl mit dem Chefredakteur: Harald Heuer (rechts) fragte die 4B nach ihrer Meinung zu den Fotos für die Bilderseite 12/13 in dieser Ausgabe. FOTO: THOMAS NITSCHE

klärt Franka, „ich finde es gut zu wissen, dass es nicht allen Kindern so gut geht wie uns hier in Deutschland.“ Im Unterricht hatte Lehrerin Beatrix Walter die Schüler gefragt, ob sie lieber eine Seite mit Witzen oder eine Politik-Seite hätten. Die meisten sprachen sich für Politik aus. Doch nicht nur darüber hatte die Klasse im Vorfeld gesprochen. Die 4B hat-

VIER KINDER AUS DER 4B ÜBER DIE KINDERZEITUNG „Ihr könnt in der Kinderzeitung etwas über Technik machen. Mich interessieren neue Autos und so. Außerdem finden wir es gut, dass ihr etwas über neue Filme in die Zeitung schreibt. Aus dem Kino oder dem Fernsehen.“ Wassim Hanzouli (9)

„Ich fände es toll, wenn in der Zeitung Anleitungen zum Nähen stehen würden. Ich habe nämlich zu Hause eine Nähmaschine. Die Stars-Seite finde ich toll. Vor allem, wenn neue Sänger rauskommen. Dann lernt man sie in der Zeitung kennen. Franka Wiederhold (10)

„In der letzten Kinderzeitung war ein Artikel auf Deutsch und auf Englisch. Ich habe ihn auf Englisch gelesen, obwohl es ganz schön lange dauert. Ich lese auch gern traurige Sachen. Ich möchte von so etwas nämlich nicht überrascht werden, wenn ich groß bin.“ Wera Schulz (9)

„Ich finde Sport interessant. Das Bild vom Superbowl ist auch echt lustig, deshalb habe ich dafür gestimmt. Vor allem interessiert mich aber Fußball. Aber auch über Skifahren oder Basketball könnt ihr etwas in die Zeitung schreiben.“ Mamadou Barry (9)

te sich jede Menge Gedanken gemacht. Darüber, was sie gern in der Kinderzeitung lesen würde. „Mehr Sport“ hieß es von Seiten der Jungen. „Geschichten über Tiere“ forderten einige Mädchen. Filmtipps seien auch interessant. Nun, vieles davon steht bereits regelmäßig in der Kinderzeitung. Nudeln und Aufläufe Jan zum Beispiel würde sich über Kochrezepte freuen. „Ich koche nämlich so gerne, dass meine Mama sagt, ich sollte Koch werden.“ Auch Wera interessiert sich für’s Kochen, Aufläufe und Nudelgerichte liegen ihr besonders. Junge Redakteure Zum Schluss schlüpften die Kinder noch in die Rolle von Redakteuren. Die 4B suchte nämlich die Bilder für unsere Fotoseite aus. Zielsicher lieferten die Neun- und Zehnjährigen Argumente für jedes Bild, das sie für gut befanden, und gegen jenes, das ihnen nicht gefiel. Nur selten wurde es bei einer Abstimmung knapp. Was den Wittener Schülern gefiel? Schau doch

nach. Die Fotos findest du auf den Seiten 12 und 13 in dieser Ausgabe. Und an die Klasse 4B von der Breddeschule geht ein großes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit! Du hast auch eine Anregung, eine Kritik oder ein Lob? Wir sind gespannt. Schreibe uns deine Meinung an redaktion@zeuskids.de.

i

Abstimmung: Die Viertklässler entscheiden über die Bildauswahl.

Genau hingeschaut: Redakteur Andreas Graw stellt ein Bild zur Wahl.


18

Rätsel entschlüsseln

Entferne vier Streichhölzer, so dass von den neun Quadraten nur vier übrig bleiben

Die Lösungen findest du auf Seite 23.


Sport treiben

21

Mit einem tollen Feuerwerk sind am Freitag die Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnet worden. Jetzt kämpfen die Sportler um die vielen Medaillen.

Sotschi und der Puck

Nina Kamenik ist als Eishockey-Spielerin bei Olympia mit dabei Berlin/Sotschi. Seit vergangenem Frei-

tag machen viele Sportler der ganzen Welt bei besonderen Wettkämpfen mit: den Olympischen Winterspielen. Sie sind dafür alle in Sotschi zusammengekommen, einer Stadt in Russland. Auch die Eishockey-Spielerin Nina Kamenik ist dabei.

Handschuhe und meistens auch eine Halskrause, die uns am Hals schützen soll, und einen Helm. Wie haben es früher deine Mitschüler aufgenommen, dass du Eishockey spielst? Eigentlich alle positiv. Die waren begeistert. Manche sind auch mal zugucken gekommen.

Mit drei Jahren lernte Nina Kamenik Schlittschuhlaufen. Als sie mit Eishockey anfing, war sie fünf. Inzwischen ist sie längst erwachsen und macht den Sport immer noch. Sogar extrem gut! Sie ist mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen mit dabei. Die 28-Jährige aus Berlin hat deshalb im Interview viel zu erzählen. Auch, dass Eishockey-Spieler nicht nur auf dem Eis trainieren.

Wie trainiert man, um im Eishockey besser zu werden? Wir müssen Ausdauer haben, weil ein Spiel 60 Minuten dauert. Man braucht Kraft und muss schnell sein. Also trainieren wir Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit – neben dem Eishockey-Spiel. Wir haben einen Krafttrainer und einen speziellen Trainer, der uns im Sommer mit anstrengenden Läufen fit macht.

Wie weh tut es, wenn man die Scheibe abbekommt, also den Puck? Nina Kamenik: Wenn man geschützt ist, dann tut es nicht weh. Aber es gibt auch Stellen, an denen man nicht gut geschützt ist. Da kann es schmerzen und man bekommt auch blaue Flecken. Zum Beispiel an der Wade oder oberhalb des Handgelenks. Was tragt ihr denn alles zum Schutz? Ziemlich viel. Das kann ich gar nicht alles aufzählen. Wir haben etwa eine dicke Hose, Schienbeinschoner, Brustschutz,

Die deutsche EishockeyNationalspielerin Nina Kamenik. FOTO: DPA

Du spielst auch mit Jungen und Männern. Wie ist es, mit denen zu trainieren? Ich habe nur mit Jungs gespielt, bis ich 16 war. Das war in meinem Team nie ein Problem. Man wird angesehen wie jeder andere auch. Sie haben mich auch mal beschützt und auf dem Eis geschaut, dass ich nicht umgehauen werde. Männer und Jungs sind ja kräftiger und setzen schon mehr den Körper ein. Ich trainiere auch heute noch mit Jungen und Männern.

FOTO: GETTY

Wusstest du, ... ..., dass die berühmte Geigenspielerin Vanessa Mae für das Land Thailand an den Olympischen Spielen teilnimmt? Sie wird bei den SkiWettkämpfen im Slalom an den Start gehen. ..., dass die Organisatoren schon seit einem Jahr Schnee für die Skipisten gesammelt haben? Der Schnee wurde mit speziellen Isolierplanen zugedeckt, damit er nicht wegschmelzen konnte. ..., dass die bislang mehr als 30 Milliarden Euro, die Russland für Olympia ausgegeben hat, in russischen Rubeln umgerechnet mehr als 1,5 Billionen sind? Das meiste Geld davon haben der Staat und Staatsfirmen bezahlt. ... dass, Hubertus von Hohenlohe aus Mexiko beim Slalom in einem MariachiKostüm an den Start gehen möchte? Ein Mariachi ist ein mexikanischer Gitarren-Spieler. Von Hohenstein ist mit seinen 55 Jahre auch der älteste Skifahrer in Sotschi.

So will Hubertus von Hohenlohe an den Start gehen. FOTO: DPA


Deine wr februar probe