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Schule mit Karnevals-AG Seite 17

Wer bekommt den Oscar? Seite 23 zeuskids.de | nrz.de

Schutzgebühr 2,20 €

DAS

NACHRICHTENMAGAZIN FÜR SCHÜLER

Februar 2014

Junge fliegt wegen Chips von der Schule London. Wegen eines fal-

schen Pausenbrotes ist ein Sechsjähriger in England von der Schule geflogen. Seine Eltern hatten dem Jungen aus der Stadt Slough statt eines gesunden Frühstücks ständig Käsekräcker mitgegeben. Das Problem: Die Schulregeln verbieten Essen wie Chips und auch süße Getränke.

Seamus O’Connor aus Irland zeigt, wie spektakulär die Disziplin Snowboard-Slopestyle aussehen kann.

FOTO: GETTY

In Sotschi geht es höher, schneller und weiter

Bei den Olympischen Spielen sind einige neue Disziplinen mit dabei Von Kerstin Wördehoff

mer ihr allerbestes Können zeigen. Besonders spektakulär sieht das gerade bei einigen Disziplinen aus, die in diesem Jahr zum ersten Mal bei Olympia mit dabei sind.

Sotschi. Lange haben die Menschen in Russland, allen voran ihr Präsident Wladimir Putin, darauf gewartet: Jetzt sind die Olympischen Winterspiele in der Stadt Sotschi im vollem Gang.

Eine ganze Menge Geld ausgegeben Alles sollte, so Wladimir Putin, größer und besser als jemals zuvor werden. Auf alle Fälle sind die Spiele in Russland teurer als jemals zuvor. Nie wurde für das Bauen der Stadien, Gebäude, Loipen, Eiskanäle, Skipisten und Straßen so viel Geld ausgegeben wie diesmal – bislang mehr als 30 Milliarden Euro. Deshalb sind die Menschen nicht nur glücklich über Olympia 2014. Einige finden, dass zu viel Geld unnötig verschwendet wurde. Gerade auch, weil in Russland viele Menschen sehr arm sind.

Ein Hindernis beim Slopestyle-Wettbewerb ist eine riesengroße russische Puppe, eine Matroschka. FOTO: GETTY

Trotzdem sollen natürlich jetzt die Sportler im Vordergrund stehen. Und die wollen bei Olympischen Spielen im-

Besonders spektakulär Der Snowboarder auf dem Bild startet zum Beispiel beim Wettbewerb „Slopestyle“ (gesprochen: zloop zteil). Hierbei müssen die Sportler mit dem Snowboard – oder in einer anderen Disziplin mit Skiern – einen Parcours abfahren und jede Menge Hindernisse überqueren. Das kann ganz schön spektakulär aussehen, wenn sie wild durch die Luft fliegen. In Sotschi dürfen jetzt auch Skispringerinnen um Medaillen kämpfen. Beim Rodeln, Biathlon und Eiskunstlaufen werden zusätzlich verschiedene Teamwettbewerbe ausgetragen.

Wiederholter Verstoß gegen Ernährungs-Regeln Der Junge aber habe wiederholt gegen diese Regel verstoßen, sagt die Schule. Die Eltern beharrten laut britischen Medienberichten darauf, der Junge habe sehr wohl ein ausgewogenes Essen bekommen. Die Käsekracker seien nur ein Teil des Essens gewesen. „Er ist erst sechs Jahre alt und alles, was er verbrochen hat, ist, sein Lunchpaket mit in die Schule zu nehmen. Was da drin ist, haben wir reingetan“, ließ sich der Vater zitieren. Der Junge sei zunächst für vier Tage suspendiert worden. Als keine Besserung eintrat, sei er der Schule verwiesen worden.

Jeden Tag Nachrichten für Kinder lesen Essen. Du willst mehr Kinder-

nachrichten? Dann schau doch mal auf die tägliche Kinderseite der Zeitung NRZ. „Knuts Klartext“ berichtet über vieles, was in Deutschland und der Welt passiert. Auf dieser Seite geht es zum Beispiel um Sport, Tiere, Bücher und um Politik. Du kannst sogar selbst mitmachen, indem du Witze schickst oder Tipps, die dann andere Kinder lesen können. Die Kinderseite findest du auf der letzten Seite der NRZ.


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Inhalt 3 Politik verstehen K Gelogen: Der größte Automobilclub Deutschlands, der ADAC, hat mit gefälschten Zahlen das Vertrauen seiner Mitglieder verspielt. Seite 4

Schornsteinfeger ... ... gelten ja als Glücksbringer. Eigentlich. Ich muss so ungefähr fünf Jahre alt gewesen sein, als ich das Glück erzwingen wollte. Viel jünger jedenfalls als die meisten von euch. Karneval stand vor der Tür, damals wie jetzt. Als was ich mich denn verkleiden wolle, war die Frage. Warum, weiß ich nicht mehr, aber es sollte der Schornsteinfeger sein. Mit Glück hatte das aber nicht viel zu tun. Noch Jahre später wurden mir Fotos vorgelegt mit Sätzen wie „Guck mal, weißt du noch?“ Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mehr so genau. Ich erinnere mich nur an die Fotos, auf denen Tränen kullerten. Die niedliche Uniform und der Zylinder auf dem kleinen Kopf brachten einfach kein Glück. So etwas könnte den Kindern der Grundschule „An der Essener Straße“ in Düsseldorf nicht passieren. Die haben nämlich eine Karnevals-AG, wie ihr auf Seite 17 lesen könnt. Helau, Alaaf und viel Glück im Karneval! Andreas

K Klage: Bürgerrechtler, wie zum Beispiel vom Chaos Computer Club, ziehen gegen die Bundesregierung vor Gericht. Warum, steht auf Seite 4

5 Welt erkunden K Unter die Lupe genommen: Schüler aus Witten sagen ihre Meinung zur Kinderzeitung. Was ihnen gefällt und was nicht, steht auf Seite 5 K Rotkäppchen lügt: Viele Leute haben Angst vor Wölfen. Dabei gehen sie Menschen lieber aus dem Weg. Seite 7 K Langer Weg: Die Weihnachtspost vom Herta Gernert ist von Deutschland nach Amerika und wieder zurück gereist. Warum, liest du auf Seite 7 K Internetabstimmung: Schau nach, wer gewonnen hat und stimme ab für die Geschichte in der nächsten Ausgabe. Seite 8

9 Neues entdecken K Architekt der Päpste: Michelangelo starb vor genau 450 Jahren. Man nennt ihn heute auch ein Universalgenie. Warum, steht auf Seite 9 K Ordentliches Gezwitscher: Der Naturschutzbund hat die acht häufigsten Vogelarten in Deutschland herausgefunden. Seite 11 K Aufgewacht: Die Weltraumsonde Rosetta flog zweieinhalb Jahre in einer Art Tiefschlaf durchs All. Jetzt ist sie wach. Warum, liest du auf Seite 14

15 Freizeit erleben K Ganz viele Rollen: Die Schauspielerin Janina Sachau bringt in 45 Minuten viele Märchenfiguren auf die Bühne. Seite 16 K Hellau: Für Düsseldorfer Schüler ist das ganze Jahr Karneval. Seite 17

Impressum Redaktion: Harald Heuer (Leitung, V.i.S.d.P.) Dr. Andrea Dahms (Online) Anschrift: ZeusMedienwelten Schederhofstraße 55 – 57 45145 Essen E-Mail: redaktion@zeuskids.de Online: WAZ New Media GmbH & Co KG Anzeigenleitung und verantwortlich für Anzeigen: Karin Hilbert, Anschrift wie Anzeigen Anzeigen und Vertrieb: WAZ Zeitungsgruppe NRW GmbH, 45128 Essen, Friedrichstraße 34 – 38; Fax 0201/804-2418 E-Mail: anzeigenzentrale@funkemedien.de Leserservice: Telefon: 0 18 02 / 40 40 70* Fax: 0 18 02 / 40 40 80* E-Mail: leserservice@funkemedien.de * 6 Cent pro Anruf / Fax aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, aus dem Mobilfunknetz max. 42 Cent pro Minute Verlag: WAZ Zeitungsgruppe NRW GmbH, 45128 Essen, Friedrichstraße 34 – 38, Telefon: 0201/8040 Geschäftsführer: Manfred Braun, Christian Nienhaus, Thomas Ziegler Druck: Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co KG, 58099 Hagen, Hohensyburger Str.67 Zur Herstellung des Nachrichtenmagazins wird Recycling-Papier verwendet.

20 Sport machen K Wechselspiel: Einige Bundesligaclubs haben sich in der Winterpause mit neuen Spielern verstärkt. Seite 20 K Baum und Krähe: Elisabeth, Uta und Helene verbiegen sich beim Yoga gerne. Wie genau diese Sportart funktioniert, liest du auf Seite 20 K Frau mit Puk: Nina Kamenik ist im Eishockeys bei Olympia. Seite 21

23 Stars sehen K Goldjunge: In Hollywood werden wieder die Oscars verliehen . Seite 23

Dein nächstes Nachrichtenmag azin erscheint am

12. März!


Politik verstehen

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Jetzt sagen Kinder, wo es langgeht

Schüler debattieren im Landtag wie echte Politiker Im Plenarsaal, dem großen Versammlungsraum im Landtag NRW, haben ausnahmsweise keine Politiker, sondern Grundschüler über Themen diskutiert. Von Kerstin Wördehoff Düsseldorf. „Bitte nehmen Sie Platz,

meine sehr verehrten Damen und Herren.“ Felix, der diese Zeilen von einem Blatt abliest, ist neun Jahre alt und geht eigentlich in die 4. Klasse der „Schule am Röttgersbach“ in Duisburg. Gerade sitzt er aber im Landtag im großen Versammlungssaal, dem Plenarsaal, genau dort, wo eigentlich die Landtagspräsidentin Carina Gödecke sitzt. Nur sechs Wochen Ferien? Felix muss durch eine Sitzung führen, in der seine Mitschüler darüber entscheiden sollen, ob es in einem Schuljahr nur noch sechs Wochen Ferien für Schüler geben soll. Einige Jungen und Mädchen gehen an das Rednerpult und sagen, was sie darüber denken. Danach wird abgestimmt. Die Schüler stimmen zum Großteil mit „Nein“. Hätte die Mehrheit mit „Ja“ gestimmt, wäre aus dem Vorschlag ein Gesetz geworden. Das hätten dann alle Schulen in unserem Bundesland NRW befolgen müssen.

nicht die Schüler, sondern Politiker, so genannte Abgeordnete, gesessen hätten. Deren Aufgabe ist es im Landtag, über solche Dinge zu entscheiden. Ein echter Landtags-Abgeordneter Dass stattdessen die Duisburger Grundschüler in die Rolle der Politiker schlüpfen konnten, das haben sie Frank Börner zu verdanken. Der ist ein echter Politiker. Er wurde von Duisburger Bürgern dazu gewählt, als Abgeordneter der Partei SPD ihre Interessen im Landtag zu vertreten. Frank Börner wollte den Kindern seinen

Arbeitsplatz zeigen und hat sie deshalb nach Düsseldorf eingeladen. Nach der Sitzung im Plenarsaal hat er sich eine ganze Stunde Zeit genommen, um viele Fragen der Schüler zu beantworten. Er findet, dass schon Kinder erkennen sollen, dass es wichtig ist, sich für die Gesellschaft, in der wir alle leben, einzusetzen. Sie sollen schon früh verstehen, was für Aufgaben ein Politiker hat. „In einer Demokratie müssen alle mitmachen, das ist wichtig“, sagt er. NRW ist nur eines von 16 Bundesländern in Deutschland. Wisst ihr, wo die anderen auf der Deutschlandkarte liegen? Das könnt ihr im Rätsel auf der Seite 19 testen.

Frank Börner hat die Schüler in den Landtag eingeladen. FOTOS: WÖ

P Im Landtag entscheiden 237 Abgeordnete über Gesetze, die in NRW das Zusammenleben regeln. P Ein Abgeordneter wird von Bürgern einer Region gewählt, um ihre Meinung im Landtag zu vertreten. P Bürger wählen einen Abgeordneten, weil in einer Demokratie wie in Deutschland nicht einer, sondern alle zusammen bestimmen, was im Land passiert.

P Der wichtigste Raum ist der Plenarsaal. Hier treffen sich die Abgeordneten, um Themen zu besprechen und über Gesetze abzustimmen.

SO HAT ES DEN SCHÜLERN IM LANDTAG NRW GEFALLEN: „Beim Besuch im Landtag ist uns alles sehr gut erklärt worden. Ich habe ihn vorher nicht gekannt und mir gefällt es hier sehr. Es ist spannend zu sehen, was passiert.“ Leonie, 10 Jahre alt

DER LANDTAG NRW

P Die Abgeordneten gehören verschiedenen Parteien an. Im Landtag NRW sind das die SPD, die CDU, Bündnis90/Die Grünen, die FDP und die Piratenpartei.

Zumindest wäre das so, wenn im Saal

„Man fühlt sich so, als wäre man in Berlin. Aber es ist alles kleiner. Wenn ich Schulminister wäre, würde ich die Schule zwar nicht abschaffen, aber verändern.“ Erik, 9 Jahre alt

FOTO: DPA

„Die Landtagspräsidentin hat eine tolle Aussicht auf den Saal. Uns wurde alles super erklärt. Ich kann mir vorstellen, als Erwachsener das als Beruf zu machen.“ Felix, 9 Jahre

P Die Chefin des ganzen Landes NRW ist Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Ihre Regierung besteht aus SPD und Bündnis90/Die Grünen. Hannelore Kraft beruft Minister ein, die umsetzen, was im Landtag beschlossen wird.


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Politik verstehen

Gelbe Engel oder Bengel? Der ADAC hat gelogen

Größter Automobilclub Deutschlands: Tausende Mitglieder treten aus Demonstrationen in Kiew: Die Menschen sind sauer. FOTO: DPA

Ukrainer protestieren seit Monaten Kiew.Täglich wird derzeit über die Ukraine gesprochen. Das Land liegt in Osteuropa. In der Ukraine protestieren seit Wochen viele Tausend Menschen gegen ihre Regierung. Sie gehen vor allem in der Hauptstadt Kiew auf die Straße. Bei den Protesten kam es auch zu Gewalt zwischen der Polizei und den Demonstranten. Und es gab Tote und Verletzte.

Die Leute fordern, dass Präsident Viktor Janukowitsch und die Regierung zurücktreten. Einige Politiker im Parlament der Ukraine sind extrem reich. Viele Leute glauben, dass die Politiker auf kriminelle Weise zu ihrem Reichtum gekommen sind. Viele Menschen dort sind arm, viele haben keine Arbeit. Wer Arbeit hat, bekommt dafür nur wenig Geld. Die Proteste gegen die Regierung haben im Herbst begonnen. Der Grund: Der Präsident hatte einen Vertrag mit der Europäischen Union (EU) nicht unterschrieben. Viele Bürger der Ukraine wollen, dass ihr Land enger mit der EU zusammenarbeitet. Sie protestierten deswegen.

Finn hat einen Fehler entdeckt Unser Leser Finn Rasmus Schwedler (9) aus Erkrath hat die letzte Ausgabe sehr gründlich gelesen und einen Fehler entdeckt. Wir hatten über neue Euro-Münzen aus Lettland berichtet. Beim Foto ist uns ein Fehler unterlaufen. Das Bild zeigte nämlich die 1Euro-Münze und nicht die 2Euro Münze. Entschuldigung und danke an Finn.

Essen. Es gibt ein Sprichwort, vielleicht

hast du es schon einmal gehört: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er stets die Wahrheit spricht. Was soll das heißen? Es geht um Vertrauen. Wenn es einmal weg ist, muss man sich sehr viel Mühe geben, es zurückzubekommen. Und es kann sogar sein, dass auch das nicht reicht. In so einer Situation ist zurzeit der ADAC. Mitarbeiter aus dem Automobilclub haben gelogen, sie haben ganz viele Menschen belogen. Das ist besonders schwerwiegend, weil sehr viele Menschen dem ADAC ihr Vertrauen geschenkt haben. Helfer in der Not Warum? „Gelbe Engel“ nennt der Verein seine Pannenhelfer. Das sind die Leute, die helfen, wenn man mit dem Auto Probleme hat: Kaputter Motor, geplatzter Reifen, jede Art von Panne wird behoben, das Auto möglichst wieder fahrtüchtig gemacht. Weil das so praktisch ist, einen Helfer in der Not zu haben, sind viele Deutsche Mitglied beim ADAC. Ungefähr jeder vierte Deutsche, insgesamt mehr als 18 Millionen Menschen, sind ADAC-Mitglieder. Einem Retter in der Not schenkt man Vertrauen, und das eben nicht nur in der Not.

So kennt man den ADAC: Streikt das Auto, hilft ein Pannenhelfer des Automobil-Clubs. Durch den aktuellen Skandal hat der ADAC an Vertrauen eingebüßt. FOTO: HEIKO KEMPKEN

nen Wahl wurde gelogen. Gewonnen hat der VW Golf. Der ADAC hatte behauptet, dafür hätten 34.299 Mitglieder gestimmt. Jetzt kam aber heraus: Nur 3409 Mitglieder stimmten für das Auto.

Gefälschte Zahlen Denn der ADAC macht noch vieles mehr. Zum Beispiel testet er Kindersitze. Weil das Vertrauen in den Verein so groß ist, richten sich jede Menge Eltern nach diesen Tests. Viele Menschen, die ein Auto kaufen, schauen vorher in die Pannenstatistik des ADAC. Das hilft ihnen, eine Entscheidung zu treffen.

BMW nach vorn geschummelt Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen sogar bestimmte Automarken begünstigt worden sein. Ein Auto der Marke BMW etwa hätte eigentlich auf dem siebten Platz auf der Liste der Autos des Jahres stehen müssen. So hätten die Mitglieder nämlich abgestimmt. Aber auch hier soll geschummelt worden sein. Tatsächlich landete der Wagen auf dem fünften Platz.

Seit einigen Jahren wählen ADAC-Mitglieder das „Auto des Jahres“. Auch deswegen kaufen manche Menschen genau dieses Auto. Bei der vergange-

Viele sind jetzt enttäuscht, Tausende Mitglieder sind bereits aus dem Verein ausgetreten. Das Vertrauen scheint verloren gegangen zu sein. Wenn so etwas

passiert, muss jemand die Verantwortung dafür übernehmen. Beim ADACSkandal ist das Michael Ramstetter. Er ist der Kommunikationschef beim ADAC und soll die Zahlen manipuliert haben. Deshalb musste er gehen. Er wurde entlassen.

WORTSCHATZ ADAC ADAC ist die Abkürzung für Allgemeiner Deutscher Automobil-Club. Es ist ein Verein für Autofahrer. Wer Mitglied ist, bekommt Hilfe zum Beispiel bei einer Autopanne. Aber auch, wenn man eine Urlaubsreise plant, hilft der ADAC. Allerdings verdient der Verein auch viel Geld mit anderen Sachen. Zum Beispiel verkauft er Versicherungen. Es gibt auch noch einige andere Autoclubs.

Klage gegen Angela Merkel Bürgerrechtler wollen, dass die Kanzlerin etwas gegen Bespitzelung tut Berlin. Häufiger berichtete die-

die Menschen nicht schützt vor se Zeitung schon von Bespitzedieser Bespitzelung. Daher halungen durch den amerikaniben verschiedene Gruppen, schen Geheimdienst. Telefozum Beispiel der Chaos Comnate werden mitgehört, Eputer Club, gemeinsam die Mails gelesen. Sogar das Hanganze Regierung verklagt. dy der Bundeskanzlerin wurde Auch die Chefin der Regierung, belauscht. Einige Leute sind Kanzlerin Ange- Bundeskanzlerin Angela Merjetzt sauer, dass die Regierung la Merkel DPA kel. Die Gruppen werfen der

Regierung und den deutschen Geheimdiensten vor, dass sie mit den Amerikanern zusammen gearbeitet hätten. Dadurch hätten sie den „persönlichen Lebens- und Geheimbereich“ der deutschen Bürger verletzt. Ob diese Klage überhaupt zugelassen wird, also ob es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, ist allerdings noch unklar.


Welt erkunden

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Einfach klasse! Die 4B macht Zeitung Schüler der Wittener Breddeschule sagen ihre Meinung zur Kinderzeitung

Von Andreas Graw Witten. Was für eine Konferenz! 20

Kinder aus Witten, die ganze Klasse 4B der Breddeschule, nahm jetzt unsere Kinderzeitung auseinander. Warum? Harald Heuer, Chefredakteur des ZeusKids-Nachrichtenmagazins, brachte es auf den Punkt: „Wir machen Zeitung für Euch und nicht für uns!“ Genau deswegen diskutiert die Redaktion regelmäßig mit einer ganzen Schulklasse über unsere Zeitung für Kinder. Dieses Mal in den Räumen der WAZ-Redaktion in Witten. Ein wenig aufgeregt, das kannst du glauben, ist man schon auf dem Weg zur Kinderkonferenz. Viele Fragen schwirren durch den Redakteurskopf: Wie kommt das Produkt bei den jungen Lesern an? Sind die Texte zu lang? Die Themen interessant? Zu schwierig? Zu leicht? Puuhh, nichts von alledem trifft zu. „An den Bildern kann ich mich gut orientieren“, lobt Wera, „aber ich lese auch sehr gern und sehr viel. Deswegen finde ich die Texte nicht zu lang.“ Jede Menge Anregungen Ob manche Geschichten zu traurig sind, wollte Harald Heuer wissen. Nein, sind sie nicht. Eindeutige Meinung. In der Januar-Ausgabe ging es zum Beispiel um Kinder in Rumänien, die von ihren Eltern allein gelassen werden. Traurig ist das, aber: „Ich möchte so etwas schon wissen“, er-

Bildauswahl mit dem Chefredakteur: Harald Heuer (rechts) fragte die 4B nach ihrer Meinung zu den Fotos für die Bilderseite 12/13 in dieser Ausgabe. FOTO: THOMAS NITSCHE

klärt Franka, „ich finde es gut zu wissen, dass es nicht allen Kindern so gut geht wie uns hier in Deutschland.“ Im Unterricht hatte Lehrerin Beatrix Walter die Schüler gefragt, ob sie lieber eine Seite mit Witzen oder eine Politik-Seite hätten. Die meisten sprachen sich für Politik aus. Doch nicht nur darüber hatte die Klasse im Vorfeld gesprochen. Die 4B hat-

VIER KINDER AUS DER 4B ÜBER DIE KINDERZEITUNG „Ihr könnt in der Kinderzeitung etwas über Technik machen. Mich interessieren neue Autos und so. Außerdem finden wir es gut, dass ihr etwas über neue Filme in die Zeitung schreibt. Aus dem Kino oder dem Fernsehen.“ Wassim Hanzouli (9)

„Ich fände es toll, wenn in der Zeitung Anleitungen zum Nähen stehen würden. Ich habe nämlich zu Hause eine Nähmaschine. Die Stars-Seite finde ich toll. Vor allem, wenn neue Sänger rauskommen. Dann lernt man sie in der Zeitung kennen. Franka Wiederhold (10)

„In der letzten Kinderzeitung war ein Artikel auf Deutsch und auf Englisch. Ich habe ihn auf Englisch gelesen, obwohl es ganz schön lange dauert. Ich lese auch gern traurige Sachen. Ich möchte von so etwas nämlich nicht überrascht werden, wenn ich groß bin.“ Wera Schulz (9)

„Ich finde Sport interessant. Das Bild vom Superbowl ist auch echt lustig, deshalb habe ich dafür gestimmt. Vor allem interessiert mich aber Fußball. Aber auch über Skifahren oder Basketball könnt ihr etwas in die Zeitung schreiben.“ Mamadou Barry (9)

te sich jede Menge Gedanken gemacht. Darüber, was sie gern in der Kinderzeitung lesen würde. „Mehr Sport“ hieß es von Seiten der Jungen. „Geschichten über Tiere“ forderten einige Mädchen. Filmtipps seien auch interessant. Nun, vieles davon steht bereits regelmäßig in der Kinderzeitung. Nudeln und Aufläufe Jan zum Beispiel würde sich über Kochrezepte freuen. „Ich koche nämlich so gerne, dass meine Mama sagt, ich sollte Koch werden.“ Auch Wera interessiert sich für’s Kochen, Aufläufe und Nudelgerichte liegen ihr besonders. Junge Redakteure Zum Schluss schlüpften die Kinder noch in die Rolle von Redakteuren. Die 4B suchte nämlich die Bilder für unsere Fotoseite aus. Zielsicher lieferten die Neun- und Zehnjährigen Argumente für jedes Bild, das sie für gut befanden, und gegen jenes, das ihnen nicht gefiel. Nur selten wurde es bei einer Abstimmung knapp. Was den Wittener Schülern gefiel? Schau doch

nach. Die Fotos findest du auf den Seiten 12 und 13 in dieser Ausgabe. Und an die Klasse 4B von der Breddeschule geht ein großes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit! Du hast auch eine Anregung, eine Kritik oder ein Lob? Wir sind gespannt. Schreibe uns deine Meinung an redaktion@zeuskids.de.

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Abstimmung: Die Viertklässler entscheiden über die Bildauswahl.

Genau hingeschaut: Redakteur Andreas Graw stellt ein Bild zur Wahl.


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Kindernothilfe

Stein um Stein wird die Kindheit zerstört

Ausbeuterische Kinderarbeit stoppen! „Wir wissen, dass viele Familien auf die Mitarbeit ihrer Kinder angewiesen sind und dass viele ältere Mädchen und Jungen sogar stolz sind auf ihre Unterstützung. Aber genau wie die Gewerkschaften arbeitender Kinder und Jugendlicher in Peru fordern wir: Wenn ältere Kinder schon unbedingt mitarbeiten müssen, dann darf sie diese Arbeit auf keinen Fall krank machen. Dann müssen sie angemessenen Lohn bekommen und immer noch genug Zeit haben, zur Schule zu gehen und zu spielen.“ Antje Weber, Kinderrechtsexpertin der Kindernothilfe

Iquitos

Peru Cajamarca

Cajamarca/Peru: Kurz nach Sonnenaufgang macht sich Girasol (10) auf den Weg zur Arbeit. Früher wäre sie um diese Uhrzeit zur Schule gegangen. Seit ihre kleine Schwester geboren wurde, muss Girasol mithelfen, Geld zu verdienen.

„Aua!“ Girasol hüpft mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einem Bein herum. Sie ist schon wieder auf einen spitzen Stein getreten. Ihr Bruder Carlitos (5) versucht mit seinen kleinen Ärmchen eine Schaufel voller Kalk auf die Schubkarre zu hieven. Der Vater schlägt mit der Spitzhacke die nächste Ladung Kalkstein aus dem Fels. Girasol schafft den Kalk hinunter ins Tal, glättet die gebrannten Ziegel, schleppt fertige Steine. Jeder Stein wiegt rund ein Kilo, die Oberfläche ist rau. Girasol hat ständig rissige Hände. Trotzdem sagt sie: „Ich helfe mit, Geld für meine Familie zu verdienen. Darauf bin ich sehr stolz! Aber meine Cousine darf in die Schule gehen und ich nicht. Das finde ich ungerecht!“

Zwölf bis 15 Kinder schuften regelmäßig in dieser Ziegelei außerhalb der Stadt Cajamarca. Sie haben Schmerzen in Rücken und Beinen, die Augen brennen vom Staub. Die Sieben- bis Vierzehnjährigen verdienen an einem halben Tag fünf Soles (1,60 Euro), samstags bis zu 15 Soles – das ist unglaublich wenig, aber auch dieses bisschen Geld brauchen ihre Familien dringend. Die meisten Eltern haben nie eine Schule besucht, deshalb bekommen sie nur schlecht bezahlte Jobs. Ohne Schulausbildung wird auch Girasol später in großer Armut leben. Die Kindernothilfe und ihr peruanischer Partner IINCAP helfen Kinderarbeitern in Cajamarca seit Jahren. Sie bezahlen z. B. Schulbücher und organisieren kostenlosen Nachhilfeunterricht. Sie bieten Kurse an, in denen Kinderarbeiter lernen, dass sie Rechte haben und wie sie sie einfordern können. Ältere Jugendliche erhalten Unterstützung bei der Berufsausbildung. Mütter können in der Backstube mitarbeiten, die IINCAP eingerichtet hat, oder lernen ein einfaches Handwerk. Und wenn die Mütter mehr Geld verdienen, müssen ihre Kinder nicht mehr schuften. Text und Fotos: Christian Herrmanny

Lima Ica

Cusco Puno

Foto: Kidlat de

Werdet Action!Kidz 2014 für Kinder in Peru

Guia

ACTION!KIDZ KINDER GEGEN KINDERARBEIT

Action!Kidz sind eine Klasse, eine Gruppe, eine ganze Schule, ein paar Freunde. Sie schlüpfen für kurze Zeit in die Rolle von Kinderarbeitern: putzen Schuhe in der Fußgängerzone, fegen Laub bei den Nachbarn, waschen Autos auf dem Schulhof, packen Einkäufe ein im Supermarkt und vieles mehr. Mit dem Geld, das sie verdienen, unterstützt die Kindernothilfe in diesem Jahr Kinderarbeiter wie Girasol in Peru. Und das gibt’s zu gewinnen: Neben Geldpreisen winkt ein Treffen mit der Berliner Kultband Culcha Candela! Infos und Anmeldung unter: www.actionkidz.de

Foto: Katja Kuhl

Kindernothilfe Düsseldorfer Landstraße 180 47249 Duisburg Tel. 0203.7789-0 info@kindernothilfe.de Kinderhomepage der Kindernothilfe: www.robinson-im-netz.de


Welt erkunden

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Keine Angst vorm bösen Wolf

In Deutschland werden immer mehr Rudel gesichtet

Weihnachtspost nimmt Umweg über Amerika Bad Berleburg. Da staunte

Herta Gernert nicht schlecht: Weihnachten war längst vorbei, als noch ein netter Gruß zum Fest bei ihr eintraf. Einen Monat verspätet. Was war passiert? Herta Gernert lebt in der Stadt Bad Berleburg. Diese Stadt hat zufällig die gleiche Postleitzahl wie die Stadt Bridgewater im Land USA. Sie lautet 57319. Genau dorthin verschickte die Post aus Versehen die Karte für die 83 Jahre alte Frau. Ein Post-Sprecher vermutet, dass eine Sortier-Maschine die Karte falsch ausgespuckt hat. Dann ging sie auf die Reise: 15.000 Kilometer machte der Umweg aus. Herta Gernert nimmt es mit Humor. Sie freut sich, dass sie nun einen Poststempel aus Amerika auf dem Weihnachtsgruß hat.

Viele Menschen denken heute noch, dass der Wolf so böse wie im Märchen Rotkäppchen ist. Dabei stimmt das nicht. FOTO: MATTHIAS GRABEN Von Kerstin Wördehoff Berlin. Als Rotkäppchen im Märchen in

den dunklen Wald geht, um seine Großmutter zu besuchen, trifft es auf den „großen bösen Wolf“. Der ist am Anfang nett zu Rotkäppchen, um sie in eine Falle zu locken. Man sagt, er ist verschlagen. Anschließend frisst er das Mädchen und die Großmutter. Aus Nachbarländern gekommen So böse, wie der Wolf im Märchen der Gebrüder Grimm dargestellt wird, so sahen ihn auch viele Menschen im Mittelalter. Selbst heute noch denken viele Menschen so. Deshalb wurde er damals oft gejagt und erschossen. Vor 150 Jah-

ren war er in Deutschland dann ausgestorben. Im Jahr 2000 wurde wieder ein Wolfsrudel in Deutschland gesehen. Seitdem sind immer mehr Wölfe aus den Nachbarländern gekommen. Der Naturschutzbund, NABU, schätzt, dass es heute etwa 25 Rudel im Land gibt. Viele Leute haben Angst vor Wölfen. Das müssen sie aber nicht, sagt der NABU. Wölfe seien Menschen gegenüber sehr scheu. Niemand sei seit dem Jahr 2000 angegriffen worden. Wolfsbotschafter klären auf Um zu zeigen, dass man keine Angst vor Wölfen haben muss, gibt es nun „Wolfsbotschafter“. Diese erzählen im Auftrag

des NABU den Menschen, wie Wölfe wirklich sind und wie man sich ihnen gegenüber richtig verhält. Mehr Infos gibt es unter www.nabu.de.

WORTSCHATZ Rudel Ein Rudel ist eine Gruppe von Säugetieren wie Wölfen, Hirschen oder Gämsen, die in sich geschlossen, also wie eine große Familie leben. Anders als bei einer Herde erkennen sich die Rudel-Mitglieder untereinander wieder. Im Rudel gibt es eine Rangordnung und Arbeitsteilung.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER WÖLFE P Derzeit sind in Deutschland 25 Wolfsrudel bekannt, dazu vier Wolfspaare ohne Nachwuchs und mindestens 13 Einzelwölfe. P Außer in Belgien, den Niederlanden und in Luxemburg kommt der Wolf in jedem Staat auf dem europäischen Festland vor. P Wölfe können in vielen Landschaften leben. Wichtig ist nur, dass es ge-

nügend Wildtiere gibt, die die Wölfe jagen können, und dass es nicht zu viele Straßen und Häuser gibt. P Ein Wolf ernährt sich von Huftieren wie Rehen, Rothirschen, Wildschweinen, Schafen und Ziegen. P Wölfe sind für Menschen nicht gefährlicher als andere Wildtier, wie z.B. Wildschweine. Sie betrachten uns nicht als Beute. So lange wir sie nicht

provozieren, laufen sie vor uns weg. P Wenn man einem Wolf im Wald begegnet, sollte man respektvoll Abstand zu ihm halten. Man sollte nie hinter ihm herlaufen und die Jungtiere, also die Kinder, nie anfassen oder hochheben. Der Wolf sollte nie gefüttert werden. Und man sollte sich nicht seinen Bauten und Wurfhöhlen nähern – also den Höhlen, in denen der Wolf seine Kinder aufzieht.

Humorvoll: Herta Gernert mit der späten Post. FOTO: LENZE

SPALTEN-WITZ Fragt die Mutter ihren Sohn Jan: „Sag mal, warum spielst du eigentlich nicht mehr mit dem Tim?“ „Ach Mama, würdest du mit jemandem spielen, der dich beim kleinsten Streit immer gleich verhaut?“ „Nein, natürlich nicht.“ „Siehst du, Mama, Tim eben auch nicht.“ Linus Schwerter (10) Nach dem Haareschneiden bekommt David vom Friseur den Spiegel vorgehalten: „Ist es so recht, junger Herr?“ „Hinten darf es noch etwas länger werden“, erwidert David. Philipp Straetling (17)


Welt erkunden Im Internet abstimmen!

Stimmt für euren Favoriten Im Internet gibt es jeden Monat eine Online-Abstimmung. Unter www.zeuskids.de könnt ihr entscheiden, welcher von zwei Artikeln im nächsten ZeusKids-Nachrichtenmagazin erscheinen soll. Rechts lest ihr den Gewinner des vergangenen Votings. Für die nächste Ausgabe könnt ihr jetzt neu abstimmen. Wählt zwischen:

Muster in Schwarz und Weiß als Code. Wie funktioniert’s? FOTO: UTE GABRIEL

A: Geheimcodes im Supermarkt Auf jedem Artikel in Geschäften findet sich ein Muster aus schwarz-weißen Strichen. Es ist ein Code, hinter dem sich zum Beispiel den Preis verbirgt. Ihr könnt erfahren, wie das funktioniert. B: Abgetaucht – Eine Meeresbiologin auf den Malediven Der Arbeitsplatz von Frauke Bagusche ist das Meer. Für die Arbeit zieht sie sich einen Taucheranzug an und taucht ab. Stimme für B, wenn du mehr über die Arbeit einer Meeresbiologin wissen willst.

Auf Tauchgang: Wie arbeitet eine Meeresbiologin? FOTO: DPA

SPALTEN-WITZ Der Lehrer fragt im Unterricht nach Eigenschaften des Wassers. Meldet sich Fritzchen: „Wenn man sich wäscht, wird es ganz schwarz!“ Sven Busch (11)

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Warum es Zeitreisen nur in Filmen geben kann Der Physiker Harald Lesch lüftet das Geheimnis

Berlin. Im Unterricht was Blö-

Raum bilden eine Einheit. So läuft auch die Zeit ständig vorwärts. Das heißt: Wollte man einen Tag in der Zeit zurück, müsste man das Universum in den Zustand von vor einem Tag versetzen. „Und das kostet so viel Energie, so viel gibt es auf der Erde nicht“, sagt Harald Lesch. Und in die Zukunft? „Wäre das Gleiche.“ Hmm.

des gesagt, und alle haben einen ausgelacht. Wie peinlich. Aber kein Problem: Da hüpft man noch schnell in seine Zeitmaschine, fährt einen Tag zurück und passt nun einfach besser auf. Wär doch ziemlich cool, oder? So eine Zeitmaschine müsste man haben! In Filmen und Büchern funktioniert das ja auch so gut. Aber wie ist das eigentlich – klappt das mit dem Zeitreisen? Bauen Forscher irgendwo vielleicht schon an einer Zeitmaschine? Wie eine Einbahnstraße Wenn jemand diese Fragen beantworten kann, dann Harald Lesch. Er ist Professor für Physik und beschäftigt sich schon seit einer Weile mit dem Zeitreisen. Also – geht’s? „Nö“, sagt Harald Lesch. „Geht nicht.“ Ach so. Schade. Aber warum nicht? „Die Zeit ist wie eine Einbahnstraße“, sagt der Physiker. „Wenn ich also einmal den Zeitpfeil losgeschossen habe, ist er nicht zu stoppen.“ 13,7 Milliarden Jahre Die Zeit begann überhaupt erst mit Entstehung des Universums vor etwa 13,7 Milliarden Jahren. Damals gab es einen großen Knall – den Urknall. Alles, was uns heute ausmacht, entstand: Zeit, Raum und alle Stoffe. Seither breitet sich das Universum weiter aus. Wie ein großer Teig, der auseinanderfließt. Die Zeit hängt also mit dem Universum zusammen. Physiker sagen auch: Zeit und

Marty (links) und Dr. Brown (rechts) erleben Zeitreisen, aber nur im Film. Der heißt „Zurück in die Zukunft“. FOTO: DPA

Drei Filme zum Thema Zurück in die Zukunft Der Film stammt aus den 80er Jahren. Er erzählt die Geschichte des Schülers Marty, der mit der Erfindung seines Freundes Doc in die Vergangenheit flitzen kann. Sogar das genervte Kastenbrot Bernd das Brot machte schon eine Zeitreise. Er flitzte einmal quer

ABKÜRZUNG WURMLÖCHER Wenn Fachleute vom Zeitreisen sprechen, fällt oft der Begriff Wurmloch. Gemeint ist ein Gebilde, mit dem man schnell durch Universum oder Zeit schlüpfen kann. So wie ein Wurm, der sich durch einen Apfel gräbt, anstatt außen herumzukriechen. Das Wurmloch wäre eine Art Abkürzung. Aber: Tatsächlich wurde so ein Wurmloch bisher noch nie entdeckt.

durch die Geschichte Deutschlands. Und Bernd fand natürlich wie immer alles Mist. Der Film Alles eine Frage der Zeit ist im Jahr 2013 erschienen. Es geht um Tim, dem sein Vater an seinem 21. Geburtstag erzählt: Die Männer in ihrer Familie können in der Zeit zurückreisen.

Gut, dass es nicht möglich ist Außerdem, erklärt Harald Lesch, wäre das mit dem Zeitreisen auch ein großes Problem: „Im Universum hängt alles zusammen“, sagt er. Würdest du beispielsweise in der Vergangenheit ein Blatt vom Baum zupfen, könnte es sein, dass du sofort gar nicht mehr existierst. Denn dieses Blatt fällt vielleicht auf die Straße. Davor weicht eine Katze aus, die springt zu deinem Vater, er nimmt einen anderen Weg – und trifft dann nicht deine Mutter, um sie kennenzulernen. Und schon gibt es dich nicht mehr. So gesehen ist es gar nicht schlecht, dass wir nicht Zeitreisen können. Sonst würden wir alles durcheinanderbringen. Ein Flug in die Zukunft „Aber auf eine gewisse Art reisen wir schon durch die Zeit“, sagt Harald Lesch. „Wir werden älter. So reisen wir jede Sekunde von selbst in die Zukunft. Und wenn wir dabei etwas Schönes machen, etwa einen spannenden Film gucken, dann vergeht die Zeit in unserem Gefühl manchmal sogar schneller – und wir fliegen geradezu in die Zukunft.“


Neues entdecken

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Michelangelo und sein Dom der Päpste

Maler, Bildhauer, Architekt – Das Universalgenie starb vor 450 Jahren Essen. Ein „Universalgenie“ – so be-

HINTERGRUND

zeichnet man jemanden, der sich in allen wichtigen Berufszweigen und Themenfeldern gut auskennt. Und weil unsere Welt so kompliziert ist, gibt es so einen Mann oder eine solche Frau heute eigentlich nicht mehr.

Die Titel „Architekt“, „Innenarchitekt“, „Landschaftsarchitekt“ und „Stadtplaner“ sind heute gesetzlich geschützt. Damit sollen Menschen, die Häuser bauen lassen, davor bewahrt werden, zum Beispiel ihr Haus mit jemandem zu planen, der kein erfahrener Architekt ist.

Michelangelo, eigentlich Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni (1475 bis 1564), war so ein Universalgenie. Er war einer der größten Künstler seiner Zeit – der Renaissance (gesprochen: Rönnässons) des 15. und 16. Jahrhunderts. Michelangelo starb

Wenn ihr wissen wollt, wie man Architekt wird und was man dazu lernen muss, guckt mal in den Schülerkompass der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen unter www.aknw-schuelerkompass.de.

Unterwegs mit Architekten!

zigen Stück Marmor entstanden und von antiken Vorbildern beeinflusst. Michelangelo zeigt den Hirtenjungen David, der den Riesen Goliath im Kampf besiegt hatte. Von großer Bedeutung ist vor allem die genaue Ausarbeitung der körperlichen Details.

vor genau 450 Jahren. Michelangelo lebte viele Jahre in der italienischen Stadt Florenz, wo er im 16. Jahrhundert als Architekt arbeitete. So entwarf er etwa die Neue Sakristei (1519 bis 1534) und die Vorhalle der Biblioteca Laurenziana (1524 bis 1560) an der Kirche San Lorenzo – und läutete damit den Beginn der Hochrenaissance ein. Eigentlich war Michelangelo Bildhauer und Maler. Mit zuneh men dem Alter gab er die Malerei und die Bildhauerkunst völlig auf und beschränkte sich in seiner Arbeit auf die

Fünf Meter hoch ist die DavidStatue. FOTO:DPA

Wenig später beauftragte Papst Julius II. Michelangelo damit, die Decke der Sixtinischen Kapelle des Vatikans zu bemalen: Die Arbeiten an den Deckenmalereien mit der Schöpfungsgeschichte, die er fast ohne Gehilfen ausführte, dauerten fünf Jahre. 1534 verließ Michelangelo Florenz und zog nach Rom. Hier wurde er im Jahr 1535 von Papst Paul III. zum Oberaufseher der päpstlichen Bauten ernannt. Zwölf Jahre später bekam er die Bauleitung für St. Peter. Man nennt ihn auch den „Petersdom“.

Der Petersdom in Rom: Michelangelo überplante den ursprünglichen Entwurf und baute die beeindruckende Kuppel. FOTO: DPA

Architektur. Wie wird man ein Universalgenie? Michelangelo ging mit 13 Jahren als Lehrling in die Werkstatt des Malers Domenico Ghirlandaio. Dort lernte er die Maltechnik des Freskos. Das ist eine Form der Wandmalerei, bei der der Künstler seine Farben auf den noch feuchten Wandputz aufträgt. Lorenzo der Prächtige – aus der Familie Medici, einer mächtigen, fürstlichen Kaufmannsfamilie aus Florenz –

entdeckte den jungen Maler Michelangelo. Er gab ihm ein Zimmer in seinem Palast und ließ ihn von einem Bildhauer unterrichten. Ein reicher Fürst förderte den jungen Künstler Mit 26 Jahren begann Michelangelo die Arbeit an einer großen Skulptur, die heute noch sehr berühmt ist: der 5,50 Meter hohe „David“, der in Florenz in der Galleria dell‘ Accademia zu sehen ist. Der David ist aus einem ein-

Das architektonische Meisterwerk: Der Petersdom in Rom Andere Künstler hatten den Bau bereits begonnen, aber Michelangelo überarbeitete den Entwurf seines Vorgängers Donato Bramante. Er plante die riesige Kuppel des Petersdoms – es wurde sein architektonisches Meisterwerk. Michelangelo wurde schon zu Lebzeiten bewundert. So große, umfangreiche Projekte wie er hatte vorher kein Künstler umgesetzt. Heute sind die Arbeiten, die Michelangelo ausführte, auf verschiedene Spezialisten-Berufe aufgeteilt: Architekten und Stadtplaner, Statiker und Bauingenieure, Bildhauer und Maler.


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Affe mit 50 Kindern Viele kleine Äffchen futtern aus der Schüssel mit Mehlwürmern. Sie alle haben den gleichen Vater: Es ist der Totenkopf-Affe Purus. Er lebt in einem Zoo im Bundesland SachsenAnhalt. Totenkopf-Affen nennt man diese Tiere, weil sie einen hellen Fell-Streifen im Gesicht haben. Mit dem dunklen Maul erinnert das ein wenig an einen Totenkopf. Purus hat insgesamt 50 Töchter und Söhne bekommen. Der Grund: Er lebt als einziges Männchen mit vielen Weibchen zusammen. So hat Purus mit ganz vielen Weibchen aus dem Gehege Kinder bekommen. Jetzt zieht Purus um, in einen Zoo im Land Tschechien. Von dort kommt ein Männchen in Purus Gehege.

Geschichten für Zuhause

Nach dem Feiern kommt das Fasten

Die Zeit des Verzichtens beginnt für Christen Aschermittwoch. Auf Deutsch und Italienisch Fastnacht wird der Karneval in Süddeutschland genannt. Darin steckt das Wort „Fast“ oder auch das „Fasten“. Denn die Karnevalszeit ist im Christentum so etwas wie die letzte große Feier vor der Fastenzeit. Die dauert ziemlich lange, genau 40 Tage. Sie beginnt am Aschermittwoch, dem Mittwoch nach Rosenmontag. Strenge Regeln aufgeweicht Fasten bedeutet verzichten. Früher war das sehr streng geregelt. Die Christen mussten bis zum Osterfest auf Fleisch, Alkohol, Eier und Speisen mit Milch verzichten. Inzwischen ist das Fasten etwas lockerer geworden. Viele Menschen verzichten zum Beispiel auf Schokolade und andere Süßigkeiten oder sie essen weniger Fleisch. Die katholische Kirche möchte, dass Christen auf Genussmittel verzichten. Außerdem sollen sie in der Fastenzeit nur eine sättigende Mahlzeit am Tag essen. Freitags sollen sie auf Fleisch verzichten. Papst Franziskus sagt über den Verzicht zur Fastenzeit, dass er weh tun

müsse. Denn man sollte während dieser Zeit merken, wie sich arme Menschen fühlen. Die nämlich verzichten ja deswegen täglich, weil sie es Fleisch: Freitags ist es tabu müssen. Und das, in der Fastenzeit. FOTOS: DPA sagt der Papst, sollten alle anderen nachempfinden. Gefastet wird in vielen Religionen Nicht nur die Christen fasten. Muslime zum Beispiel fasten Süßer Verzicht: Schokolade jeden Tag im Rama- ist eine Möglichkeit. dan, dem muslimischen Fastenmonat. Dann essen sie erst, wenn die Sonne untergegangen ist. Im Judentum gibt es bestimmte Tage im Jahr, an denen die Gläubigen verzichten sollen.

Il Carnevale nel sud della Germania viene chiamato la Fastnacht. Il termine è composto dalla parola „quasi“ così come dalla parola „digiuno“. Il periodo del carnevale nel cristianesimo rappresenta l’ultima celebrazione importante prima della Quaresima. Dura molto, esattamente 40 giorni. Si comincia il Mercoledì delle Ceneri, ovvero il Mercoledì dopo il Lunedì grasso (Rosenmontag in Germania).

L’addolcimento di norme rigorose Digiunare significa rinunciare a qualcosa. In passato, il digiuno era strettamente regolamentato. I cristiani dovevano rinunciare a carne, alcol, uova e latte fiDoch vorher heißt es noch: no a Pasqua. Nel fratverkleiden und feiern beim tempo, il digiuno ha asKarneval. FOTO: LARS FRÖHLICH sunto un significato

molto più leggero. Molte persone ad esempio lo praticano rinunciando solo al cioccolato o ad altri dolci o mangiando meno carne. La Chiesa cattolica prevede che i cristiani rinuncino ai generi di consumo “voluttuari”: spezie, caffè, cioccolato, tabacco, alcol e altre droghe. Inoltre in Quaresima si dovrebbe fare un unico pasto abbondante al giorno, mentre il venerdì si dovrebbe rinunciare alla carne. Papa Francesco ha espresso il proprio dispiacere in merito alla rinuncia di vivere la Quaresima. Perché in questo periodo si dovrebbero ricordare le persone più povere che digiunano tutti i giorni perché non possono fare altrimenti. E questo, sostiene il Papa, dovrebbero provarlo tutti. Il digiuno si pratica in molte religioni Ma non sono solo i cristiani a digiunare. I musulmani, ad es., digiunano ogni giorno durante il Ramadan, il mese del digiuno. Mangiano solo quando il sole è tramontato. Nell’ebraismo ci sono alcuni giorni all’anno in cui i fedeli devono astenersi. .


Neues entdecken

Haussperling Anzahl pro Garten 5,29 ,5 cm Flügelspannweite 21-25 14-15cm Körperlänge bis zu 38 Gramm Gewicht 2 bis 3mal pro Jahr Brut 4 bis 6 Eier

Blaumeise Anzahl pro Garten 3,68 Flügelspannweite 17,5 - 20 cm Körperlänge

11,5 cm

Gewicht

bis 13,2 Gramm

Brut

1mal pro Jahr

Eier

6 bis 14

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Kohlmeis e

Anzahl pro Garten 5 ,24 Flügelspa nnweite 22,5-25,5 Körperlän cm ge 1 4 c m Gewicht bis 19,8 G Brut ramm 1 b is 2 m al pro Jah Eier r 6 bis 12

Feldsperling

arten 3,70 Anzahl pro G cm weite 20-22 Flügelspann 14 cm Körperlänge m bis 29 Gram Gewicht ro Jahr 2 bis 3mal p Brut 3 bis 7 Eier

Wer zwitschert denn hier?

Wie viele dieser Vögel kennst du? Es sind die acht häufigsten Vogelarten in deutschen Gärten. Das hat der Naturschutzbund NABU herausgefunden. Der hatte dazu aufgerufen,Vögel zu zählen. 73.000 Vogelfreunde machten mit. Die nächste Zählung ist im Mai. Mach doch auch mit.

Grünfink Anzahl pro Garten 2,17 Flügelspannweite 24,5 - 27,5 cm Körperlänge

15 cm

Gewicht

bis zu 37 Gramm

Brut

2mal pro Jahr

Eier

3 bis 7

Buchfink

Anzahl pro Garten 1,64 Flügelspannweite 24,5 bis28,5 cm Körperlänge 14,5 cm Gewicht bis zu 40 Gramm Brut 1 bis 2mal pro Jahr Eier 3 bis 6

Grafik: Andreas Graw Quelle: Taschenlexikon der Vögel Deutschlands, Verlag Quelle und Meyer Fotos: WAZ Fotopool (4), Martina Dinslage, NABU, dpa (1)

Amsel Anzahl pro Garten 2,94 Flügelspannweite 23 cm Körperlänge

34 - 39 cm

Gewicht

bis 148 Gramm

Brut

2mal pro Jahr

Eier

4 bis 5

Elster Anzahl pro Garten 1,53 Flügelspannweite 23 cm 44 - 46 Zentimeter Körperlänge Brut

247 Gramm 1mal pro Jahr

Eier

5 bis 7

Gewicht


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Das hat bestimmt später richtig geklebt, als Pete Carroll nach der Dusche mit einem gelben Energiegetränk seine Kleidung ausziehen musste. Er ist Trainer der Seahawks (gesprochen: Zieh Hoks) aus der Stadt Seattle in den USA. Seine Mannschaft hat beim diesjährigen Super Bowl (gesprochen: Supa Bol) gewonnen. Das ist das Finale beim American Football (gesprochen: Ämärikän Futtboal). Sein Team hat ihm deshalb aus Freude das Getränk über den Kopf gekippt. FOTO: DPA

Tausende Zuschauer knipsten ein Foto zur Erinnerung oder drehten ein kurzes Filmchen. Was darauf zu sehen war? Ein einstürzendes Hochhaus. Mit lautem Knallen war es kurz zuvor gesprengt worden. Das Ganze passierte mitten in der Stadt Frankfurt am Main im Bundesland Hessen. Eine dicke Staubwolke stieg in die Luft, als das riesige Gebäude in sich zusammensackte. Als die Wolke verzogen war, sah man: Nur ein riesiger Berg Schutt ist noch von dem Hochhaus übrig. FOTO: BORIS ROESSLER

Die Leute, die hier in London, der Hauptstadt von Großbritannien, auf die U-Bahn warteten, konnten noch lange am Gleis stehenbleiben. Zwei Tage lang fuhr nämlich kaum ein unterirdischer Zug. Die Mitarbeiter waren in den Streik getreten und haben nicht mehr gearbeitet. Viele ihrer Arbeitsplätze sollen durch Fahrkartenautomaten ersetzt werden. Das fanden sie nicht gut. FOTO: DPA

Hast du schon einmal das Wort Strom-Autobahn gehört? Damit sind Seile gemeint, die in der Luft hängen und die von großen Masten getragen werden. Diese Seile transportieren elektrischen Strom über weite Strecken, etwa von Kraftwerken. Vor kurzem ging es in der Stadt Berlin um eine Super-Strom-Autobahn. Die soll in einigen Jahren gebaut werden. Es soll die längste Leitung werden, die es in Deutschland gibt. Sie soll Strom, den Windräder im Norden erzeugen, in den Süden bringen. FOTO: DPA

Stellt euch vor, ihr wollt wissen, wie etwas schmeckt. Was tut ihr da? Klar, ihr steckt euch das Essen in den Mund und probiert es. Wenn Honigbienen wissen wollen, wie etwas schmeckt, probieren sie es mit den Beinen. Das haben jetzt Forscher herausgefunden. Bienen haben an den Beinen winzige Härchen, mit denen sie einen Geschmack herausfinden können. Deshalb verlassen sie sich auf ihre Beine, wenn sie nicht wissen, ob sie etwas fressen sollen oder nicht, so die Forscher. FOTO: WAZ

Die Menschen auf dem Foto haben große Angst bekommen, als die riesige Aschewolke immer näher kam. Schuld war der 2460 Meter hohe Vulkan Sinabung. Er liegt im Norden der Insel Sumatra in Asien. Der Vulkan war ausgebrochen und schleuderte Geröll und Gaswolken in die Luft. FOTO: AFP


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Neues entdecken

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Rosettas lange Reise durchs All Aufwachen! Das wollten Forscher zuletzt wohl gerne der Weltraum-Sonde „Rosetta“ zurufen. Die flog nämlich mehr als zweieinhalb Jahre lang in einer Art Tiefschlaf durchs All. Dieser Zustand spart Energie. Jetzt aber fuhren ihre Systeme wieder hoch. Denn „Rosetta“ kommt langsam ihrem Ziel näher: einem Kometen mit einem komplizierten Namen. Forschungs-Labor an Bord Er lautet „67P/ Tschurjumow-Gerassimenko“. Diesen Kometen wollen Forscher mit Hilfe von „Rosetta“ untersuchen. Ein Teil von „Rosetta“, ein kleines Forschungs-Labor namens „Philae“, wird im November auf dem Kometen landen. Mit Hilfe eines kleinen Bohrers werden zum Beispiel Proben

aus dem Kometen entnommen. Auch Kameras sind an Bord, um Fotos von der Oberfläche zu machen. Die Bilder werden dann zur Erde geschickt. Dadurch hoffen Forscher, einiges über den Kometen herauszufinden - und so auch über die Entstehung unseres Sonnensystems und die Geschichte der Erde. Noch neun Millionen Kilometer Ob alles glattläuft, ist noch nicht sicher: „Rosetta“ schwirrt immerhin schon seit zehn Jahren im All herum. Die Raumsonde hat jetzt noch ungefähr neun Millionen Kilometer zu fliegen. Klingt unheimlich viel. Wenn man aber bedenkt, dass Rosetta schon 800 Millionen Kilometer zurückgelegt hat, erscheint der Weg gar nicht mehr so weit. In einer Stunde legt Rosetta 100.000 Kilometer zurück.

BILD: EUROPÄISCHE RAUMFAHRTBEHÖRDE


Freizeit erleben

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Tarzan: Ein Film viermal gedreht

Ein Pinguin erzählt aus seinem Leben Eltville. „Mein

Leben als Pinguin“ ist das Tagebuch eines Königspinguins. Darin erzählt er von seinem aufregenden Leben. Im Sommer geht es lustig zu. Dann taucht der Pinguin umher und schlägt sich den Bauch mit Fischen voll. Dass er sich ein Fettpolster zulegt, ist wichtig. Denn im Winter steht er wochenlang auf dem Eis, brütet ein Ei aus und kümmert sich um den Nachwuchs. Zu ihrem Brutplatz watscheln die Pinguine viele Kilometer. Das ist ziemlich gefährlich: Sie können auf ihrer Reise zum Beispiel in eine Eisspalte rutschen.

So aufwändig ist Motion Capture – Freikarten zu gewinnen Essen. Bestimmt hast du schon einmal

einen Animationsfilm gesehen, wie zum Beispiel Ice Age oder Die Abenteuer von Tim und Struppi. Bald startet mit Tarzan ein neuer Film dieser Art. Aber funktioniert dieser Film ohne Schauspieler, nur weil man sie im Kino nicht sieht? Nein! Schauspieler werden gebraucht. Sie schwingen sich allerdings nicht durch den Urwald, sondern spielen alles in einem Filmstudio. 70 Spezialkameras filmen dabei nicht den Schauspieler selbst, sondern zeichnen nur seine Bewegungen auf. Diese werden durch so genannte Marker am Körper der Schauspieler an die Kameras übertragen. Du kannst sie gut auf dem großen Foto erkennen, es sind kleine Knubbel. Diese Art zu filmen nennt sich Motion Capture (gesprochen:mouschn käptscha). Das heißt übersetzt nichts anderes als Bewegungs-Erfassung. Am Anfang wird gezeichnet Doch Motion Capture ist nur ein Teil auf dem Weg zum fertigen Animationsfilm. Tarzan-Regisseur Klooss sagt: „Man kann sagen, dass wir den Film viermal gedreht haben.“ Als erstes wurde ein Jahr lang gezeichnet. Das ist die Grund-

Tarzan-Dreh im Studio: Menschliche Bewegungen werden durch die blauen Marker an Spezialkameras gesendet und später in den Film eingearbeitet. FOTO: CONSTANTIN FILM

lage des Films. Schritt zwei sind die Bewegungen der Schauspieler, also Motion Capture. Im dritten Schritt wurden für den Tarzanfilm die Bewegungen der Schauspieler mit den Figuren im Film zusammengeführt. So bewegen sich

die Charaktere realistischer. So richtig fertig gestellt wurde Tarzan im vierten Schritt. 120 Experten für Animation, Beleuchtung, Musik und vieles mehr stellten das Bild fertig. Außerdem wurde erst dann der Ton hinzugefügt. Das sind die Gespräche, aber auch Musik und Geräusche. Tarzan kommt am 20. Februar in die Kinos. Wir verlosen 3 x 2 Freikarten. Du willst mitmachen? Schicke eine E-Mail mit Name, Adresse und dem Betreff „Tarzan“ an redaktion@zeuskids.de oder eine Postkarte an ZeusKids, Schederhofstraße 55-57, 45145 Essen.

i Tarzan umringt von Gorillas: Szene aus dem neuen Animationsfilm.

FOTO: CONSTANTIN FILM

Endlich angekommen, geht es auf Partnersuche. Haben zwei sich gefunden, legt die Pinguinmutter ein Ei. Das Pinguin-Buch ist spannend geschrieben. Man erfährt auch etwas über andere Tiere: zum Beispiel Seeleoparden.

Julien geht zur Ice Age Show In der letzten Ausgabe haben wir Karten für Ice Age Live verlost. Die Frage war, wer dem Faultier Sid seine Stimme leiht. Die richtige Antwort lautet Otto Waalkes. Unter den vielen richtigen Lösungen wurde Julien Parinejad aus Bochum als Gewinner ausgelost. Glückwunsch!

Was läuft im Fernsehen? K Wolfblood – Verwandlung bei

Vollmond, ab 24. Februar montags bis donnerstags, 20.10 Uhr, Kika Neue Folgen der preisgekrönten Serie um die Teenager Maddy und Rhydian, die sich regelmäßig in Wölfe verwandeln. Im Anschluss zeigt Kika die Doku-Serie „Wolfblood entschlüsselt“: Jeweils um 20.35 Uhr gehen die Schauspieler auf den Spuren echter Wölfe und zeigen, wie sie wirklich leben.

K Robin Hood, Samstag, 15. Februar, 20.15 Uhr, Disney Channel Die Legende von Robin Hood als Zeichentrickfilm: In diesem Disney-Klassiker ist Robin ein Fuchs, der mit Pfeil und Bogen die Reichen bestiehlt, um seine Beute den Armen zu geben. Er will die Bewohner von Nottingham und seine Angebetete, Lady Marian, vom tyrannischen Prinzen John befreien. Robin nimmt am Wettschießen auf der Burg teil – doch der Prinz stellt ihm eine Falle.

K Schloss Einstein Special: Direktor Berger und das Chefmonster, Samstag, 22. Februar, 14.35 Uhr, Kika Fans der Internats-Serie „Schloss Einstein“ haben einen Grund zum Feiern: Schon die 800. Sendung läuft. Und die ist besonders spannend: Direktor Berger merkt plötzlich, dass ihn niemand mehr sehen kann. Als Ersatz für den Direktor bestellen die Schüler im Internet einen „Chef zum Selberbasteln“. Doch der entpuppt sich als wahres Monster.

K Die geheimnisvollen Städte des Goldes, montags bis freitags, 13.30 Uhr, Nickelodeon Die Freunde Esteban, Zia und Tao sind auf der Suche nach den sieben Städten des Goldes, die den Erzählungen nach das Vermächtnis der Inka sein sollen. Esteban hofft, dort etwas über seinen verschwundenen Vater herauszufinden – er selbst wurde als Baby von einem sinkenden Schiff gerettet.


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Freizeit erleben

Spiel: Riesige Schildkröten sammeln Diezenbach. Auf den Galapa-

gos-Inseln leben viele verschiedene Tiere. Zum Beispiel Riesenschildkröten. Auch im Spiel „Galapagos“ nehmen die Schildkröten eine wichtige Rolle ein. Das Spielfeld ist eine Insel mit einem Vulkan in der Mitte. Jeder Spieler bekommt eine farbige Spielfigur und fünf Farbwürfel. Die Schildkröten im Spiel sind auf kleinen Plättchen abgebildet. Einige von ihnen zieht ihr zu Beginn aus einem Stoffbeutel und verteilt sie auf dem Spielfeld. Jetzt gilt es, möglichst viele Schildkröten einzusammeln. Eine Besonderheit: Alle Mitspieler würfeln gleichzeitig mit ihren fünf Würfeln. Die gewürfelten Farben zeigen den Weg. Wer seinen Weg am schnellsten geplant hat, darf als Erster ziehen - und dabei möglichst viele Schildkröten einsammeln. Danach sind nacheinander die anderen Mitspieler an der Reihe. Galapagos, 2-4 Spieler, Spieldauer 30 Minuten, 19,99 Euro

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So sieht das Spiel Galapagos aus. FOTO: DPA

SPALTEN-WITZ Sagt der Lehrer zu Max: „Nenne mir mal ein paar Tiere!“ Max zählt auf: „Hühnchen, Entchen, Kätzchen, Mäuschen ...“ Da sagt der Lehrer: „Lass das doch mit dem ewigen ‘-chen’.“ Max: „Kanin, Eichhörn und Meerschwein.“ Pia Marie Behrendt (9)

„Als das Wünschen noch geholfen hat“: In diesem Stück spielt Janina unterschiedliche Märchenfiguren.

FOTO: DIANA KUESTER

Eine Schauspielerin in ganz vielen Rollen

Janina Sachau nimmt Kinder mit auf eine märchenhafte Reise Von Martin Siebold

ling den alles entscheidenden Tipp: „Die böse Fee hat ihn dir weggenomEssen. Sie sind alle mit dabei: Rotkäpp- men und gesagt: Wenn du ihn wiederchen, der gestiefelte Kater, die böse He- finden willst, musst du an das andere xe aus „Hänsel und Gretel“, Schnee- Ende des Märchenwaldes gelangen.“ wittchen und und und. Ganz viele Figu- Das lässt sich Janina nicht zweimal saren aus den Märchen der Brüder Grimm gen und macht sich sofort auf den Weg. Eine turbulente Reibringt die Schause, auf der sie zum spielerin Janina SaR E K C U G R U Beispiel einem extchau in nur 45 MiT L U K rem coolen Wolf nuten auf die Bühr schauen hinte und einem Raben ne. Das Stück heißt namens Abraxas „Als das Wünschen die Kulissen! begegnet, beginnt. noch geholfen hat … oder: Wo ist denn TUP Theater und Philharmonie Essen Die Schauspielerin mein Ring?“ und wird in der gemütlich eingerichteten Janina Sachau ist erst seit wenigen MoHeldenbar oben im Grillo-Theater Es- naten im Essener Theater mit dabei. Für sen gespielt. Da sind die Zuschauer sie ist das Stück eine echte Herausforderung, da sie alle Figuren selbst spielt: ganz nah dran am Geschehen. Als Schmetterling spricht sie mit sehr Cooler Wolf und hoher Stimme und bewegt sich beinawitziges Rumpelstilzchen he fliegend. Der coole Wolf hat eine tieJanina, die im Stück auch so heißt, liegt fe Stimme und erinnert mit seinen Beauf einem Sofa. Plötzlich wacht sie wegungen eher an einen Rapper. Auf ziemlich panisch auf: In ihrem Traum die Frage, welche Rolle sie am liebsten hat jemand ihren Freundschaftsring ge- verkörpert, antwortet sie: „Alle natürstohlen. Oder war es vielleicht gar kein lich. Der schnelle Wechsel von einer in Traum? Sofort fängt sie an, den schö- die andere Figur macht großen Spaß.“ nen Ring zu suchen. Aber der ist tatsächlich verschwunden. Jetzt hilft nur Und welche Figur kommt beim Publieins: Sie muss sich an ihren Traum erin- kum am besten an? Das kann sie gar nern, und schwups ist sie auch schon in nicht sagen, aber „beim Rumpelstilzder Märchenwelt gelandet. Dort erhält chen wird am meisten gelacht“. Dass sie von einem freundlichen Schmetter- bei einer Aufführung auch mal etwas

schief gehen kann, hat Janina natürlich auch schon erlebt: „An einer bestimmten Stelle schalte ich einen Ventilator an, der Konfetti in die Luft wirbelt. Bei der Premiere tat sich aber nichts. Dafür ging er dann in einer anderen Szene von alleine los. Das war sehr lustig“, erinnert sie sich. Wer Lust hat, viele Märchengestalten mal ganz aus der Nähe zu erleben, der sollte diese fantastische Reise mit Janina nicht verpassen!

IN DER HELDENBAR „Als das Wünschen noch geholfen hat … oder: Wo ist denn mein Ring?“ dauert 45 Minuten und ist geeignet für Kinder ab sechs Jahren. Entstanden ist die Inszenierung von Falko Garbisch am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf. Die nächste Vorstellung beginnt am Samstag, 15. Februar, um 16 Uhr in der Heldenbar des Grillo-Theaters. Im April und Mai sind weitere Aufführungen geplant. Eintritt: € 4,50. Karten im Vorverkauf unter s 02 01 81 22-200 Internet: www.schauspiel-essen.de


Freizeit erleben

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l ein Traum.

Ein echtes Kinderprinzenpaar – für manche Kinder erfüllt sich im Karneva

FOTO: LARS HEIDRICH

Karneval ist eine ernste Sache

Eine Grundschule in Düsseldorf probt das ganze Jahr für ihre Sitzung Düsseldorf. „Auf-

Karnevals-AG könnten sie nur Blödstellung!“ ruft sinn machen“, sagt Barbara Hofer, die die Lehrerin. 14 Lehrerin. Von wegen. Zusammen mit Mädchen und der Kollegin Irina Greven zeigt sie den Jungen der drit- Kindern an der Grundschule Essener ten und vierten Straße in Düsseldorf jeden DonnersKlasse stellen sich tagnachmittag, was Karneval auch heißt: nämlich Disziplin. kichernd in Reihen, Kleine nach vorSERIE: Denn seit Beginn des ne, Große nach hinten. Hier geht‘s rund ums Thema Schuljahres proben sie „Gerade stehen, lächeln Schule! für den großen Auftritt, und nicht zappeln!“ Die die Karnevalssitzung der Musik startet, ein MädSchule an Weiberfastchen tanzt vor, die Grupnacht, dem Donnerstag vor Rosenpe tanzt nach. montag. Wenn die bunt geschmückte „Am Anfang denken manche, in der Turnhalle bis auf den letzten Platz gefüllt ist mit Schülern, Lehrern, Eltern und Geschwistern, dann ziehen sie ein in ihren Kostümen, von der Tür durch die jubelnde Menge auf die Bühne. Und dort muss alles sitzen – jeder Schritt, jedes Wort, jedes Lächeln.

Ein dreifaches „Helau“! Den Drachen haben Schüler in der Wagenbauhalle selbst gebaut. FOTO: SABRINA STEIGER

Die Schule geht mit beim Karnevalszug Karneval ist an der Grundschule Essener Straße ganz wichtig, auch für die Eltern. Die organisieren im Förderverein, dass die Familien beim Kinderkarnevalszug mitgehen. Sogar am Rosenmontagszug hat die Schule in den vergangenen Jahren teilgenommen. Und die Karnevals-AG endet nicht an Weiberfast-

nacht: Danach besuchen die Mädchen und Jungen ein Karnevalsmuseum oder bauen in der Wagenbauhalle PappmachéFiguren. Doch jetzt haben sie für so was noch keine Zeit. Hier im Klassenzimmer üben sie Sketche, studieren Lieder ein und verteilen die Der Tanz sitzt: Mit Begeisterung zeigen die Schülerinnen, Rollen, die eine echte was sie können. FOTO: SABRINA STEIGER Karnevalssitzung in Düsseldorf mit sich bringt: Prinz Kar- richtig lächerlich machen. neval, seine Prinzessin und der Hoppeditz. Dieser Schelm mit Schellen- Welches Lehrerspiel die Karneval-AG kappe darf eine lustige Rede halten. für dieses Jahr plant, ist noch streng Schreiben muss er sie nicht, das geheim. Genau wie alles andere, was macht die Lehrerin. auf der Bühne passiert. Nicht geheim ist jedoch, dass die Kinder tanzen Lachen über Lehrer ist erlaubt werden. Und wenn sie das so machen Vergangenes Jahr, erinnert sich Han- wie jetzt bei der Probe, mit strahlennah, sprach der Hoppeditz über die dem Gesicht und Begeisterung im Lehrerin, die versehentlich ein Kind ganzen Körper, dann werden sie die eingesperrt hatte. Oder eine andere, Leute von den Stühlen reißen. 250 die ihre Banane im Fach verfaulen Menschen werden tanzen, singen ließ. Überhaupt, die Lehrer. Die durf- und sich zum Schunkeln unterhaken. ten sich bei „Essener Schule sucht „Danach“, sagt Georg, „fühlt man sich den Karnevals-Superstar“ mal so total glücklich“. Sabrina Steiger

DER HOPPEDITZ Wenn der Hoppeditz am 11.11. erwacht (hier gespielt von einem Kind), geht die Karnevalssession los. Und am Aschermittwoch, wenn alles vorbei ist, wird der Hoppeditz wieder zu Grabe getragen – natürlich nur symbolisch.


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Rätsel entschlüsseln

Entferne vier Streichhölzer, so dass von den neun Quadraten nur vier übrig bleiben

Die Lösungen findest du auf Seite 23.


Rätsel entschlüsseln

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Gewinnspiel: Kennst du die Bundesländer? 1

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NRW ist nur ein Teil von ganz Deutschland. Die einzelnen Teile nennt

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man Bundesländer. Jedes Bundesland

ist wie ein Stück eines Puzzles. In keinem anderen Teil von Deutschland leben mehr Menschen als in NordrheinWestfalen. Das sind die Namen der anderen Bundesländer. Kannst Du sie richtig zuordnen? Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

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QUELLE: LANDTAG NRW/SACHBEREICH JUGEND

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: s tung Ach schlus e d r n a e Eins 8.Febru 2 Wenn ihr das Lösungswort gefunden habt, dann schickt uns die Lösung zu. Entweder sendet ihr sie mit eurer Adresse an diese E-Mail-Adresse: redaktion@zeuskids.de. Oder ihr schickt uns eine Postkarte mit der Lösung und eurer Adresse zu: Zeus, Schederhofstraße 55 in 45145 Essen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir dreimal das Spiel Scrabble Freestyle von der Firma Mattel Games. Dass ihr mit Buchstaben puzzlen könnte, habt ihr mit der Lösung dieses Rätsels ja schon bewiesen

Lösungswort:

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9 NordrheinWestfalen

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NO RDR HE I N WE S T F A L E N


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Sport treiben

Die wichtigsten Wintertransfers der Bundesliga Essen. Die ganz großen Trans-

fers gehen meist im Sommer über die Bühne. Doch auch in diesem Winter haben sich einige Bundesliga-Mannschaften verstärkt. Ein kleiner Überblick: Im Sommer kam Abwehrspieler Jan Kirchhoff zum FC Bayern. Nach einem halben Jahr zieht er nun weiter. Der 23-Jährige ist an den FC Schalke ausgeliehen. Zwei Spieler verließen die Schalker: Jermaine Jones und Torwart Lars Unnerstall. Wird Borussia Dortmund nach einer mäßigen Hinrunde und vielen Verletzungen noch jemanden verpflichten? Die Frage stellte sich lange. Die Wahl fiel auf einen talentierten Spieler aus dem Land Serbien. Er heißt Milos Jojic ist 21 Jahre alt und kostete rund 2 Millionen Euro. Den teuersten Transfer des Winters nahm der VfL Wolfsburg vor. Kevin de Bruyne wechselte für 17,5 Millionen zu den Wolfsburgern. Er kommt vom englischen Verein FC Chelsea. FOTOS: DPA

SPALTEN-WITZE Zwei Freunde schauen Fußball: „Ein gutes Spiel,“ sagt der eine, „nur die Tore fehlen!“ Antwortet der andere: „Wieso? Da stehen doch zwei!“ Marcel Höppner (14) Ein Siebenjähriger war zweimal nicht beim Sportunterricht. Am dritten Tag gibt er einen Entschuldigungs-Brief ab: „Hiermit entschuldige ich das Fehlen meines Sohnes. Er war krank. Hochachtungsvoll, meine Mutter.“ Tim Wellartz (7)

Füße in die Luft: Ein Bild vom Massen-Yoga in Berlin.

FOTO: DPA

Lass dich doch verbiegen! Der Sport Yoga dient der Entspannung. Auch für Kinder

Essen. Elisabeth, Uta und Helene ste-

hen in Leggins auf einer weichen Matte. Mal strecken sie ihre Arme von sich weg, mal führen sie ihre Hände zusammen. Die drei Mädchen sind acht Jahre alt und machen Kinder-Yoga. Die Idee vom Yoga ist schon sehr alt. Sie stammt aus dem Land Indien in Asien. Dabei geht es darum, sich zu entspannen. Idee stammt aus Indien Das versuchen auch Elisabeth, Uta und Helene. „Ich mache schon seit vier Jahren Kinder-Yoga“, erzählt Helene. „Meine Mutter hat mich auf die Idee gebracht, denn sie macht auch Yoga. Jetzt können wir zusammen zu Hause Figuren üben.“ Ein Mal pro Woche treffen sich die drei Mädchen mit ihrer Lehrerin Kathana. Sie zeigt ihnen bestimmte Bewegungen, die die Mädchen auf ihren Matten nachmachen. Viele Übungen haben Namen: zum Beispiel Baum, Krähe oder Hund. Sonnengruß Heute üben sie eine Abfolge, die Sonnengruß heißt: Die Mädchen strecken die Arme weit nach oben. Dann beugen sie den Oberkörper langsam nach vorn, bis die Fingerspitzen den Boden berühren. Zum Schluss berühren sich beide Hände vor der Brust. Das muss man sich erst mal alles merken. Deshalb ma-

Kindergrafik 2178

chen Elisabeth, Uta und Helene die Übungen immer wieder. Irgendwann denken sie kaum noch darüber nach.

Lampen aufgestellt. Es sieht gemütlich aus. Auch das ist wichtig, damit die Teilnehmer sich gut entspannen können.

„Auch die Stille und das Entspannen ist ein wichtiger Teil von Yoga“, erklärt die Lehrerin. Hast du schon mal probiert, ruhig auf dem Boden zu liegen und an gar nichts zu denken? Das klingt nicht besonders schwierig. „Manchmal ist es aber gar nicht so einfach“, findet Elisabeth. „Immer wieder kommt dann irgendetwas in meinen Kopf, zum Beispiel, was heute in der Schule los war.“ Im Yoga-Raum liegen viele große Kissen auf dem Boden. Außerdem sind kleine

Kopfstand im Schneidersitz Besonders gelenkig muss man bei dieser Sportart nicht unbedingt sein. „Jeder kann Yoga machen“, sagt Kathana. „Denn es geht gar nicht darum, besonders gut dabei zu sein.“ Manche YogaProfis können ihre Körper verbiegen und einen Kopfstand im Schneidersitz machen. Aber für Elisabeth, Uta und Helene geht es vor allem darum: Spaß haben, sich bewegen und den Alltag für kurze Zeit vergessen.

16-Jähriger fährt auf Skiern zum Südpol 1000 Kilometer durch Schnee: Lewis Clarke will ins Guiness-Buch der Rekorde London. Fast sieben Wochen – so lange

ist ein 16 Jahre alter Schüler auf Skiern gefahren. Er legte mehr als tausend Kilometer zurück. Das ist schon ziemlich krass. Aber das ist noch nicht alles. Der Schüler fuhr nämlich mit seinen Skiern bis zum Südpol! Dort herrschten Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius. Das ist noch viel kälter, als es im Gefrierfach ist. Der Junge heißt Lewis Clarke und kommt aus England. Er war Anfang Dezember von der antarktischen Küste

Eisige Kälte, warme Klamotten: Lewis Clarke (16) am Ziel, dem Südpol. FOTO: DPA

aufgebrochen. Begleitet wurde er von einem erfahrenen Strecken-Führer. „Ich

bin sehr glücklich, vor allem aber erleichtert, dass ich zum ersten Mal seit 48 Tagen morgen früh nicht aufstehen und meinen Schlitten neun Stunden lang durch Schnee und Wind ziehen muss“, sagte Lewis Clarke nach seiner Ankunft. „Heute war ein sehr harter Tag, je näher ich dem Südpol kam, desto langsamer wurde ich.“ Lewis Clarke will mit seiner Reise nun in das Guinness-Buch der Rekorde: als Jüngster, der je auf dieser Route an den Südpol getrekkt sei, erklärte er.


Sport treiben

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Mit einem tollen Feuerwerk sind am Freitag die Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnet worden. Jetzt kämpfen die Sportler um die vielen Medaillen.

Sotschi und der Puck

Nina Kamenik ist als Eishockey-Spielerin bei Olympia mit dabei Berlin/Sotschi. Seit vergangenem Frei-

tag machen viele Sportler der ganzen Welt bei besonderen Wettkämpfen mit: den Olympischen Winterspielen. Sie sind dafür alle in Sotschi zusammengekommen, einer Stadt in Russland. Auch die Eishockey-Spielerin Nina Kamenik ist dabei.

Handschuhe und meistens auch eine Halskrause, die uns am Hals schützen soll, und einen Helm. Wie haben es früher deine Mitschüler aufgenommen, dass du Eishockey spielst? Eigentlich alle positiv. Die waren begeistert. Manche sind auch mal zugucken gekommen.

Mit drei Jahren lernte Nina Kamenik Schlittschuhlaufen. Als sie mit Eishockey anfing, war sie fünf. Inzwischen ist sie längst erwachsen und macht den Sport immer noch. Sogar extrem gut! Sie ist mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen mit dabei. Die 28-Jährige aus Berlin hat deshalb im Interview viel zu erzählen. Auch, dass Eishockey-Spieler nicht nur auf dem Eis trainieren.

Wie trainiert man, um im Eishockey besser zu werden? Wir müssen Ausdauer haben, weil ein Spiel 60 Minuten dauert. Man braucht Kraft und muss schnell sein. Also trainieren wir Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit – neben dem Eishockey-Spiel. Wir haben einen Krafttrainer und einen speziellen Trainer, der uns im Sommer mit anstrengenden Läufen fit macht.

Wie weh tut es, wenn man die Scheibe abbekommt, also den Puck? Nina Kamenik: Wenn man geschützt ist, dann tut es nicht weh. Aber es gibt auch Stellen, an denen man nicht gut geschützt ist. Da kann es schmerzen und man bekommt auch blaue Flecken. Zum Beispiel an der Wade oder oberhalb des Handgelenks. Was tragt ihr denn alles zum Schutz? Ziemlich viel. Das kann ich gar nicht alles aufzählen. Wir haben etwa eine dicke Hose, Schienbeinschoner, Brustschutz,

Die deutsche EishockeyNationalspielerin Nina Kamenik. FOTO: DPA

Du spielst auch mit Jungen und Männern. Wie ist es, mit denen zu trainieren? Ich habe nur mit Jungs gespielt, bis ich 16 war. Das war in meinem Team nie ein Problem. Man wird angesehen wie jeder andere auch. Sie haben mich auch mal beschützt und auf dem Eis geschaut, dass ich nicht umgehauen werde. Männer und Jungs sind ja kräftiger und setzen schon mehr den Körper ein. Ich trainiere auch heute noch mit Jungen und Männern.

FOTO: GETTY

Wusstest du, ... ..., dass die berühmte Geigenspielerin Vanessa Mae für das Land Thailand an den Olympischen Spielen teilnimmt? Sie wird bei den SkiWettkämpfen im Slalom an den Start gehen. ..., dass die Organisatoren schon seit einem Jahr Schnee für die Skipisten gesammelt haben? Der Schnee wurde mit speziellen Isolierplanen zugedeckt, damit er nicht wegschmelzen konnte. ..., dass die bislang mehr als 30 Milliarden Euro, die Russland für Olympia ausgegeben hat, in russischen Rubeln umgerechnet mehr als 1,5 Billionen sind? Das meiste Geld davon haben der Staat und Staatsfirmen bezahlt. ... dass, Hubertus von Hohenlohe aus Mexiko beim Slalom in einem MariachiKostüm an den Start gehen möchte? Ein Mariachi ist ein mexikanischer Gitarren-Spieler. Von Hohenstein ist mit seinen 55 Jahre auch der älteste Skifahrer in Sotschi.

So will Hubertus von Hohenlohe an den Start gehen. FOTO: DPA


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Reporter sein

MEIN TIPP Eileen Pietrus (8) empfiehlt das Buch „Tierbabys“ von dem Autor Daniel Gilpin: „In dem Buch geht es um Tierbabys und ihr Leben. Kleine Tierkinder sehen ganz süß aus. In dem Buch geht es um Haustiere, aber auch um Tiere, die in der freien Natur leben. Für Tierbabys in der Wildnis ist es gefährlich, weil es zum Beispiel Raubtiere oder zu wenig Futter gibt. In diesem Buch erfährt man sehr viel darüber.“ Jule Borgstedt (10) empfiehlt das Abenteuermuseum „Odysseum“ in Köln: „Das Kindermuseum Odysseum bietet Kindern viele Gelegenheiten, die Welt zu entdecken und zu verstehen! Es gibt immer neue Überraschungen! Von der Urzeit über das Weltall bis zum Kletterpark ist für jedes Kind etwas dabei. Mir hat der 3D-Film über das Leben der Dinosaurier am besten gefallen. Beeindruckend war auch, dass ich nur mit meinen Gedanken eine Kugel über eine Platte rollen lassen konnte.“ Laurenz Niehues (9) empfiehlt das Buch „Super Nick“ von Lincoln Peirce: „In dem Buch geht es um einen Jungen namens Nick. Nick ist ein unordentlicher Schüler, der oft nachsitzen muss. Er hat zwei Freunde: Teddy und Francis. Francis ist ein guter Schüler, Teddy ist wie Nick ein weniger guter Schüler. Ich mag das Buch, weil es sehr lustig ist. In dem Buch gibt es nicht nur Text, sondern auch viele Comics.“

Schreibt euren eigenen Zeitungsartikel

Im Internet auf der Seite www.zeuskids.de gibt es die ZeusKids-Schreibmaske. Damit könnt ihr eure Text an die Redaktion schicken. Eure Artikel werden im Netz veröffentlicht. Einige Texte werden auf dieser Seite zu lesen sein.

Ein ZeusKids-Reporter auf der Leipziger Buchmesse

Fynn ist eine absolute Leseratte und hat viele Autoren getroffen Gelsenkirchen/Leipzig.

von Fabian Lenk. Er hat aus seinen Büchern „Die Zeitdetektive“ und „Der Notendieb“ vorgelesen. Danach habe ich mir das Buch gekauft und es vom Autor unterschreiben lassen. Wir waren sehr erfolgreich. Ich habe nämlich sehr viele Bücher gekauft, insgesamt 14 Stück. 13 für mich und eins für Mama.

Eines meiner liebsten Hobbys ist Lesen. Ich liebe ganz doll Bücher, weil mir schon als kleines Kind vorgelesen wurde. Fast jeden Tag lese ich. Ich mag Kriminalromane, Abenteuergeschichten, Lustiges und Gruselgeschichten.

Weltkarte und Lesezeichen Wir haben Lesezeichen und Poster gesammelt, und für meine Klasse habe ich eine Weltkarte und Lesezeichen mitgebracht. In der Kinderbuchabteilung sah ich sehr viele Leute mit Manga-Kostümen, denn dort gab es eine Manga-Abteilung gab.

Mit meiner Mama war ich auf der Leipziger Buchmesse. Wir sind mit dem Zug gefahren. Die Fahrt dauerte vier Stunden. Wir konnten einen ganzen Tag auf der Messe verbringen. Das gesamte Programm schauten wir uns vorher im Internet an und haben überlegt, was wir uns ansehen möchten.

Mangas sind japanische Comics. Andere Besucher hatten einfach tolle Fantasie-Kostüme an. Diese Halle war ganz besonders voll. Dieses Jahr fahren meine Mama und ich wieder zur Leipziger Buchmesse.

Interview mit Checker Can Ich habe mich in eine Lesebude gesetzt, um ein Interview mit Checker Can zu sehen. Ich habe sogar ein Autogramm und einen Stempel bekommen. Direkt im Anschluss gab es eine Lesung

ZeusKids-Reporter Fynn Wingerning, 9 Jahre, Gelsenkirchen

Viele Kinder leben in Armut Lena gibt Tipps, wie auch Schüler helfen können Voerde. Fast alle Menschen dieser Welt

wissen, dass es arme Kinder gibt, die nichts zu essen haben und sogar nichts zum Anziehen. Viele Menschen helfen diesen Kindern. Doch trotzdem gibt es Millionen Kinder auf der Welt, die in Armut leben. Selbst Schüler helfen den armen Kindern. Viele Kinder werden sogar von ihren Eltern an Händler verkauft und müssen sehr hart arbeiten und bekommen dafür nur ein paar Cent als Lohn. Nur ganz wenig zu essen und zu trinken Ihre Eltern denken, dass ihre Kinder gut versorgt werden. Dabei bekommen sie nur ganz wenig zu trinken und zu essen.

Sie können nicht zur Schule gehen und somit lernen sie auch nicht rechnen, schreiben und lesen. Auch ihr könnt helfen, indem ihr eine Aktion wie zum Beispiel Sternsinger macht und Geld einsammelt. Ihr könnt auch bei großen Veranstaltungen, einem Stadtfest oder einer Wahl, Kuchen und Getränke vorbereiten und Geld für arme Kinder sammeln und nachher das Geld zur Kirche oder zu einer Hilfsorganisation bringen oder es der Aktion „Ein Herz für Kinder“ spenden. Natürlich könnt ihr auch ganz viele andere Aktionen machen, um armen Kindern zu helfen. ZeusKids-Reporterin Lena Neukäter, 10 Jahre, Voerde

Ein Gedicht über den Wolf

Hattingen. Der Wolf ist eine dunkle Gestallt, und lebt allein im Wald. Er isst gerne Fleisch, aber nicht zu heiß.

Er lebt oft im Rudel, und um das Fleisch gibt es Gewusel. Eigentlich ist er scheu, und liegt sehr gerne im Heu. Vom Aussterben ist er bedroht, und deshalb leider fast ganz tot. Er ist nicht dick, und für mich sehr schick. Er ist auch nicht gerade groß, aber wenn er Essen hat, lässt er nicht los. Eigentlich ist er zäh, aber wenn man ihm das Essen nicht gibt, tut er Dir weh. Er ist ebenso sehr schnell, und im Kopf ziemlich hell! ZeusKids-Reporter Justus Jonas Schreiber, 11 Jahre, Hattingen


Stars sehen

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Heiße Jagd nach dem Goldjungen

Am 2. März wird wieder die wichtigste Filmtrophäe der Welt verliehen: Der Oscar Los Angeles. Bald ist es wieder so weit und die be-

kanntesten Schauspieler der Welt versammeln sich im Dolby-Theater zur wichtigsten Preisverleihung Hollywoods, der Oscar-Verleihung. Der Oscar ist eine Trophäe aus Gold. Sie wird in verschiedenen Kategorien wie „Bester Schauspieler“, „Bester

Film“, „Beste Regie“ oder „Bester Animationsfilm“ vergeben. Jeder Schauspieler und Regisseur möchte diesen Preis einmal in seiner Karriere gewonnen haben. Denn wenn man den Oscar bekommen hat, dann zählt man nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den besten Schau-

Letztes Jahr hat Jennifer Lawrence einen Oscar gewonnen. Sie wurde jetzt als „Beste Nebendarstellerin“ im Film „American Hustle“ (gesprochen: Ämerikan Hassel) nominiert. FOTO: DPA

spielern und Regisseuren der Welt. Das Spektakel ist jedes Jahr in Hollywood so groß, dass schon im Vorfeld der Verleihung heiß darüber diskutiert wird, wer nominiert wurde. Wir zeigen euch einige Favoriten auf den Gewinn des Oscars 2014.

Gru und seine Minions haben es mit „Ich Einfach unverbesserlich 2" in die Nominiertenliste der Kategorie „Bester Animationsfilm“ geschafft. FOTO: UNIVERSAL

„Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ kann den Oscar für den „Besten Animationsfilm“ und den „Besten Filmsong“ gewinnen. FOTO: DISNEY

Cate Blanchett aus Australien ist Favoritin in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Sie spielt im Film „Blue Jasmine“ (gesprochen: Blu Jasmin) die Jasmine Francis. FOTO: DPA

Leonardo DiCaprio ist ein richtiger Superstar. Er kann den Oscar für den „Besten Hauptdarsteller“ als Jordan Belfort im Film „The Wolf of Wallstreet“ (gesprochen: Se Wulf off Wolstriet“ gewinnen.

Der Film „12 Years A Slave“ (12 Jahre ein Sklave) ist ein großer Favorit in der Kategorie „Bester Film“. FOTO: TOBIS

FOTO: GETTY FOTO: DPA

Rätselauflösungen Die Lösung des Rätsels aus der JanuarAusgabe lautet 546. Die Gewinner wurden benachrichtigt.

Flaschenrätsel: Scherbe E Würfelrätsel: Würfel B


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Elternseite

„SegeLn“ im Klassenzimmer

An der Sekundarschule Wetter lernen Kinder, ihre Woche selbst zu planen Von Sabrina Steiger

Sie nennt sich Schule am See, und auf dem Stundenplan steht dreimal in der Woche „SegeLn“. Doch gemeint ist nicht der Wassersport, sondern das „Selbstgesteuerte Lernen“. Sinn macht die Abkürzung trotzdem: Sie steht für die Freiheit, mit der die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben meistern. Die Sekundarschule Wetter ist erst seit dem Schuljahr 2012/2013 am Start. In den vier Klassen der Stufe sechs sitzen bis zu 27 Kinder – vom Jungen mit besonderem Förderbedarf bis zum Mädchen mit uneingeschränkter Gymnasialempfehlung. Damit jedes Kind in seinem Tempo lernen kann, gibt es das SegeLn. Schüler wählen Schwierigkeitsgrad selbst Zwei Lehrer sind während dieser 90Minuten-Blöcke in den Klassen. Astrid Delbeck und Ute Köhler sind das Klassenlehrerteam der 6d. Am Anfang der Woche geben sie den Kindern die Aufgaben aus, die sie innerhalb der Woche erledigen sollen. Die Mädchen und Jungen wählen selbst, welchen der drei Schwierigkeitsgrade sie nehmen. Die Lehrerinnen beraten aber. „Schreibt ein Schüler tolle Arbeiten, nimmt aber immer die leichten Aufgaben, ermutigen wir ihn zu schwierigeren Aufgaben“, sagt Astrid Delbeck. Den Fachunterricht ersetzt das „SegeLn“ nicht, aber die Hausaufgaben.

Selbstgesteuertes Lernen an der Sekundarschule Wetter - Gruppenarbeit ist erwünscht.

Der gebundene Ganztag mit Mittagessen ist ein weiteres Merkmal der Sekundarschule Wetter, außerdem die Klassenlehrerteams und die Unterrichtseinheiten von 90 Minuten.

eine zweite Oberstufe haben“, sagt Schulleiter Thomas Rosenthal. Außerdem: Wenn einmal alle sechs Jahrgänge da sind, wird die Schule nicht viel mehr als 500 Schüler haben.

Die Sekundarschule ist eine Schule für alle von der Klasse fünf bis zur Klasse zehn, Inklusion inbegriffen. Wer danach Abitur machen will, geht zum Gymnasium und wiederholt dort die Klasse zehn. Die zweite Fremdsprache kann der Schüler ab Klasse 6 belegen. „Die Schulform ist ideal für Städte, die nicht genug Schüler für

Weniger Leistungsdruck, mehr Begleitung Vorteile gegenüber dem Gymnasium nennt Andrea Dieudonné, die Vorsitzende der Elternpflegschaft, viele: Weniger Leistungsdruck, mehr Begleitung, kein Frontalunterricht, sondern gemeinsames Erarbeiten von Stoffen. Die Entscheidung für die Sekundar-

FOTO: SABRINA STEIGER

schule bereut sie mit Blick auf ihren Sohn überhaupt nicht: „Aus einem Viertklässler , der schon etwas schulmüde war, ist ein Kind geworden, das glücklich nach Hause kommt und Spaß am Lernen hat.“ Die Pflegschaftsvorsitzende hofft, dass die bestehenden Rahmenbedingungen von der Politik erhalten bleiben: zwei Klassenlehrer zum Beispiel. Mit den übersichtlichen Klassengrößen ist es schon vorbei: Im Schuljahr 2013/14 haben die drei fünften Klassen bis zu 30 Schüler.

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