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Schifoan mag das leiwandste sein, Alternativsportarten wie Tourenschi-Gehen oder Schneeschuhwandern liegen definitiv im Trend.

Auf Tour durchs Murtal Schifoan is as leiwandste, wos ma si nur vuastöhn kaun!“, ersann einst Wolfgang Ambros. Man muss ja auch tatsächlich zugeben, dass wir Österreicher das Paradebeispiel für wintermotivierte Erdenbürger sind. Umso schöner ist die Tatsache, dass der Trend nicht mehr unbedingt zu modernsten Carving-Schis und neuesten Abfahrtstechniken hingeht. So gewinnen außergewöhnliche Wintersportarten wie „SchitourenGehen“ oder „Schneeschuhwandern“ immer mehr an Beliebtheit. Doch wo findet man die besten Plätze, um selbst einmal „alternative“ Aktivitäten ausprobieren zu können?

Gut vorbereitet Für alle Anfänger ist es ratsam, sich einen Aufstiegspartner mit genug eigener Erfahrung zu suchen. Ohne Grundkenntnisse über Mutter Natur können auch einfache Strecken gerade im Winter gefährlich werden. Zudem lässt sich‘s gemeinsam doch viel lustiger Wandern. Jeder, der sich gleich professionell auf das künftige Winterhobby vorbereiten möchte, kann an Workshops in Sachen Risikoaufklärung und Lawinenschulung teilnehmen. Informieren Sie sich darüber am besten bei der ortsansässigen Bergrettung oder beim Alpenverein! Als weitere Faustregel in Sachen (Winter-)Sport gilt: Nicht gleich von 0 auf 100. Auch gut trainierte Athleten benötigen eine Eingewöhnungsphase, wenn es um die Ausübung einer neuen Sportart geht. Für Neueinsteiger empfehlen sich somit relativ kurze, überschaubare Routen. Ein heißer Tipp ist zum Beispiel die „Hohe Rannach“ (Schmelz): Hier hat man mit TourenSchi oder Schneeschuhen bereits nach ca. 1,5 Std. den Gipfel erreicht. Guter Anfang!

Das Supperl als Belohnung Wer bereits seine ersten Tourenschi-Erfahrungen hinter sich gebracht hat, für den bieten sich einige Herausforderungen: Ein Klassiker unter den heimischen Schneetour-Gebieten ist natürlich unser Zirbitzkogel. An der Sabathyhütte gestärkt geht’s 780 Höhenmeter nach oben, die benötigte Zeit sollte mit ca. 2,5 Stunden kalkuliert werden. Am Schutzhaus darf man sich mit heißer Suppe und dem einen oder anderen Gipfelbier selbst belohnen – wenn das keine guten Voraussetzungen sind! Doch Achtung: Wer sich schöne Tiefschnee-Abfahrten wünscht, ist

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beim Zirbitz an der falschen Stelle. Durch die ständig fegenden Wind ist pulvriger Neuschnee schnell Geschichte. Natürlich liefern nicht nur unsere Hausberge Möglichkeiten für Schitouren und zum Schneeschuhwandern. Wer es organisierter mag, fährt zum Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Dort führen Sie vier neue, markierte Pistentouren hinauf auf die Grebenzen - als Übungsmöglichkeit bietet sich ein Trainingshang im Talbereich. Der Naturpark gilt seit heuer als Kompetenzzentrum für Tourenschi, sogar ein Tourenlehrpfad kann seit Jänner besucht werden. Nicht nur Anfängern wird ein umfassendes Sportprogramm geboten, auch Profis können an vielen lehrreichen Seminaren und Workshops partizipieren. So wurde zum Beispiel zwischen 22. bis 24. Februar ein SchitourenCamp für Neueinsteiger und Fortgeschrittene organisiert – Sicherheitsaufklärung, Lawinenkunde und Praxisübungen inklusive. „Der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen hat es sich zu seiner Hauptaufgabe gemacht, dem Menschen die Natur und der Natur den Menschen wieder näher zu bringen!“, lautet das Motiv der neuen Wintersport-Maßnahmen. Schöne Aussichten für alle Sportbegeisterten!

Gute Alternative Wem Tourenschi und Schneeschuhwandern dennoch nicht zusagt, dem stellt die Region genügend andere Sportangebote bereit. Unter anderem ist Langlaufen eine feine Möglichkeit, die Ausdauer zu trainieren. Und hier können wir uns glücklich schätzen: Das Murtal hat einige Ausübungsplätze zu bieten. Wer in die Welt des Langlaufens einmal hinein schnuppern möchte, versucht sein Glück in der Sporthalle Zeltweg oder auf der neuen Loipe am Red Bull Ring. Für wenig Geld kann hier sogar die Ausrüstung tageweise gemietet werden! Doch nicht nur kleine, feine Loipen hat unsere Region zu bieten. Für alle, die es eine iStock

Immer mehr Steirer kehren dem klassischen Pisten-Schifahren den Rücken und steigen auf alternativen Wintersport um.

Das Schneeschuhwandern gewinnt im Murtal an Beliebtheit.

Murtal 1 - März 2013  

Ausgabe Nr. 66 von „Murtal 1“

Murtal 1 - März 2013  

Ausgabe Nr. 66 von „Murtal 1“

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