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Heinrich Wilms, 1959 in St. Ingbert im Saarland geboren, begann seine wissenschaftliche Karriere mit dem Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie und Religionsgeschichte des Alten Orient an den Universitäten Saarbrücken, Köln und Heidelberg. Mitte der 90er Jahre ­promovierte und habilitierte er sich an der Universität zu Köln, um kurz darauf dem Ruf auf die Professur für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Völker- und Europarecht, wenig später erweitert um die Fächer Medien- und Telekommunikationsrecht, der Universität Konstanz zu folgen. Dort war er zuletzt auch Studiendekan und Fach­ bereichssprecher des juristischen Fach­ bereichs, bevor er 2005 an die ZU nach Friedrichshafen wechselte.

An der ZU hatte Wilms wesentlichen Anteil am Aufbau der jungen Universität, insbesondere des ZU-Departments der Politik- und Verwaltungswissenschaften, an dem der juristische Bereich angegliedert ist. Vor dem Hintergrund des interdisziplinären Ansatzes der ZU und seiner besonders vielfältigen Forschung wirkte er zugleich aber auch stark in die Wirtschaftswissenschaften sowie die Kommunikations- und Kulturwissenschaften an der Universität hinein. So befasste sich Wilms mit Staats- und Verwaltungsrecht, Völker- und Europarecht, aber auch Medienund Telekommunikationsrecht, Steuerund Wirtschaftsrecht sowie darüber ­h inaus mit der Rechtsphilosophie und Allgemeiner Staatslehre. Er war Heraus-

geber und Autor zahlreicher Kommentare, Schriftenreihen, Zeitschriften und Monographien. Zuletzt – und einen Tag vor seinem Tod –erschien in der von ihm herausgegebenen „Studienreihe Rechtswissenschaft“ der zweite Band seines Werkes „Staatsrecht“ unter dem Titel „Grundrechte“. „Wir trauern um einen besonderen, anregenden, produktiven wie großzügigen Lehrer und Wissenschaftler“, sagte ZU-Präsident Professor Dr. ­S tephan A. ­Jansen zum Tode von Heinrich Wilms, „er verstand es auf einmalige Weise, die Wissenschaft des Rechts mit dem Visionären und dem Unternehmerischen zu verbinden. Er war den Studierenden nicht nur ein besonderer Lehrer, sondern auch ein gesuchter und geschätzter Berater.“

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auf #01 | Macht und Mitsprache  

„auf – Medium für Zwischenfragen der Zeppelin Universität“ ist ein monothematisches Wissensmagazin und erscheint zwei Mal jährlich jeweils i...

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