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Informationen der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN

Jubiläum in einem außergewöhnlichen Jahr

20 Jahre Zentrum gegen Vertreibungen Das zu Ende gehende Jahr 2020 wird sich in das kollektive Gedächtnis der Welt als das „Corona-Jahr“ einbrennen. Wichtige Themen mussten sich angesichts der Dominanz der Pandemieauswirkungen unterordnen oder drangen kaum durch. Wichtige Jubiläen und Gedenktage in Deutschland, auch – und vor allem – im Wirkungsbereich der Vertriebenenverbände, mussten abgesagt oder verschoben werden und gerieten unweigerlich zur Nebensache. So ist es an uns selbst, auf 20 erfolgreiche Jahre der Arbeit unserer Stiftung hinzuweisen! Es ist ein kleines Jubiläum, auf das wir stolz sind. Unsere Arbeit gründete immerzu auf unserer Verpflichtung und der Verpflichtung Deutschlands den Vertriebenen gegenüber: Wahrung des Gedenkens und der Mahnung an vergangenes Unrecht, Pflege der historischen Wahrhaftigkeit in der Geschichtsschreibung, Dokumentation und Bekanntmachung der kollektiven und auch der individuellen Schicksale der deutschen Vertriebenen, aber auch noch immer aktuell erfolgenden Vertreibungen weltweit. Zwar haben auch wir uns in das Unvermeidliche gefügt und in Solidarität mit der Gesamtbevölkerung unsere Aktivitäten in der Öffentlichkeit auf das notwendige Maß heruntergefahren – aber wir haben uns auch der Herausforderung gestellt und die Chance genutzt, neue Wege zu beschreiten. Alle Ausstellungen sind nunmehr digitalisiert, die Internetpräsenz ist aktuell und auf der Höhe der Zeit. Pädagogisches Begleitmaterial für Lehrkräfte steht als Download zur Verfügung, Zeitzeugenberichte wurden eingestellt und vermitteln einen unmittelbaren, sehr authentischen Blick auf persönliche Leidenswege. Sie sind Teil der Erinnerungskultur und gehören als solche in den gesamtdeutschen Kanon.

Zentraler Ankerpunkt der Stiftung ZgV sind ihre fünf Wanderausstellungen. Sie thematisieren die Siedlungsgeschichte der Deutschen im Osten, das Geschehen während Flucht und Vertreibung im gesamten Europa, aber auch die Ankunft der deutschen Heimatvertriebenen im Nachkriegsdeutschland, das Schicksal der Zwangsarbeiter sowie der verschwundenen Orte: Wei- Stiftungsvorsitzender ler, Dörfer und Dr. Christean Wagner Siedlungen, die nach dem Krieg und der Vertreibung der Deutschen verschwanden. Ich darf Sie dazu aufrufen, diese Ausstellungen zu buchen und vor Ort zu präsentieren – oder verschenken Sie bei sich bietender Gelegenheit die Kataloge der Ausstellungen. Auf eine wichtige Veranstaltung möchte ich noch hinweisen. Der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis 2020, der Altbundespräsident Joachim Gauck zugedacht wurde, konnte bisher nicht verliehen werden. Dies soll in einer feierlichen Verleihung am 4. Juli 2021 in Frankfurt/M. nachgeholt werden. Ich würde mich freuen, Sie zur Verleihung in der Paulskirche begrüßen zu dürfen. Im Namen der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie, und für das neue Jahr bekräftige ich meine Zuversicht, dass wir die belastenden Umstände des zu Ende gehenden Jahres überwinden werden. Ihr Christean Wagner

ZgV REPORT – Winter 2020

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Impressionen aus der digitalen Welt Das Zentrum gegen Vertreibungen hat das Jahr der Corona-Pandemie genutzt, um seine Inhalte auch online verfĂźgbar zu machen. Dazu gibt es einen Bericht auf Seite 7 dieses Reports. Hier die verschiedenen Adressen des Online-Angebots: Internet www.z-g-v.de (Portalseite) www.ausstellung-erzwungenewege.de www.ausstellung-diegerufenen.de www.ausstellung-angekommen.de www.ausstellung-verschwundeneorte.de www.ausstellung-inlagern.de Youtube Der Name des Kanals lautet: Zentrum gegen Vertreibungen Facebook www.facebook.com/Zentrum.gegen.Vertreibungen

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Ausstellungen unterwegs In ganz Deutschland werden die Ausstellungen gezeigt

„Die Gerufenen“ und „Angekommen“ in Wilhelmshaven Vom 10. Februar bis 16. März 2020 waren die Ausstellungen „Angekommen“ und „Die Gerufenen“ in der Volkshochschule (VHS) in Wilhelmshaven zu Gast. Die Doppelausstellung fand in Kooperation zwischen der Volkshochschule Wilhelmshaven und dem Politischen Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Niedersachsen statt. Geplant war ein Rahmenprogramm, das aus drei Veranstaltungen bestehen sollte: Ausstellungseröffnung, Literaturabend und einer Klangkunstaufführung. Unwetter und Corona ließen aber nur zwei Begleitveranstaltungen zu. Die beiden Ausstellungen waren in der Zeit bis zum Lockdown aber während der regulären Öffnungszeiten der VHS für das Publikum kostenlos erreichbar und sind von vielen Besuchern auch gesehen worden. Die Wilhelmshavener Zeitung hatte im Vorfeld unter dem Titel „Als vor 75 Jahren erste Ost-Flüchtlinge kamen“ ausführlich über das Thema der Aufnahme der Vertriebenen in Wilhelmshaven berichtet. Am 19. Februar 2020 fand im Rahmen der Ausstellungen ein Literaturabend zum Thema „Ankunftserfahrungen, Integrationsprozesse und Erinnerungen von deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg“ statt. Die Teilnehmer hörten einen Kurzvortrag von Ursula Aljets zum Thema „Heimatvertriebene in Wilhelmshaven“, eine Lesung von Dr. Christopher Spatz aus seinem Werk „Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“ und eine weitere Lesung von Dr. Wolfgang Bittner aus seinem Roman „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“. Anschließend wurden verschiedene Aspekte zum Thema Heimat, Flucht und Vertreibung diskutiert. Der dritte Teil des Rahmenprogramms am

11.3.2020 bildete eine Klangkunstaufführung zum Thema des Abends „Wolfskinder – Eine Kindergeneration nach 1945“. Das Publikum bekam eine Kunstperformance gezeigt und nahm anschließend an einer Diskussion zum Thema Flucht und Vertreibung teil. Die Ausstellungen, die mit Mitteln des Bundesinnenministeriums durch den Bund der Ver-

Auf eine große Anzahl interessierter Zuhörer traf der Literaturabend, nachdem die Ausstellungseröffnung wetterbedingt ausfallen musste.

triebenen präsentiert werden, waren auch Anlass für eine gute Presse-Berichterstattung zum Thema Flucht und Vertreibung der Deutschen und deren Eingliederung nach dem 2. Weltkrieg. Insgesamt tragen diese Ausstellungen durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum dazu bei, dass die Geschehnisse im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg nicht vergessen werden. Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Rathäuser, Bibliotheken, Museen, Schulen und alle die ausreichend Platz in Foyers oder Eingangshallen zur Verfügung haben, können diese Ausstellungen ebenfalls zeigen. Interessenten wenden sich bitte an den Bund der Vertriebenen, Godesberger Alle 72-74, 53175 Bonn, E-Mail: info@bdvbund.de, Tel. 0228/ 81 007 0.

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Wir brauchen Sie! Das Zentrum gegen Vertreibungen benötigt Mitstreiter

Helfen Sie uns bei unserer Arbeit Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen und mit Ihrer aller Hilfe haben wir auch in diesem Jahr viel erreicht. Das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Viele Menschen, darunter zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, stehen hinter unseren Anliegen und unterstützen uns. Dazu haben auch unsere Ausstellungen, die überall im Lande unterwegs sind, beigetragen. Hunderttausende Mitbürger sind durch diese Ausstellungen mittlerweile erreicht worden. Besonders haben wir uns über die vielen Schulklassen gefreut, die diese Ausstellungen besucht haben. Für viele Schülerinnen und Schüler war der Besuch dieser Ausstellungen eine erste Begegnung mit unseren Menschenrechtsanliegen, aber auch mit der Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen. Für die Fortsetzung unserer Arbeit brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, unsere Vorhaben auch im kommenden Jahr unvermindert umsetzen zu können. Alle erforderlichen Angaben dazu finden Sie auf unserer Internetseite oder gleich hier:

Deutsche Bank AG

IBAN DE76 380 700 240 3171717 00 BIC (SWIFT) DEUT DE DB380

Pädagogisches Begleitmaterial Die Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen hat zu den fünf Wanderaustellungen pädagogisches Begleitmaterial entwickeln lassen, das auf der Internetseite https://www.z-g-v.de/zgv/ausstellungen/paedagogisches-begleitmaterial für Lehrerinnen und Lehrer zum Download bereit steht. Das Begleitmaterial ist konzipiert für den Geschichtsunterricht in den Sekundarstufen I und II. Das Begleitmaterial zu den fünf Ausstellungen nutzt neben den Ausstellungen selbst Online-Material und bietet Arbeitsblätter für die Arbeit in Gruppen. Es enthält Unterrichtsentwürfe für zwei Unterrichtsstunden. Außerdem sollte eine der Ausstellungen besucht werden. In der Handreichung für die Lehrkräfte finden Sie eine Sachanalyse und eine knappe Einführung in die Themen der jeweiligen Ausstellung. In den dazu entwickelten Begleitmaterialien für den Unterricht in der Sekundarstufe I und den Oberstufen aller Schulformen sind zwei Unterrichtseinheiten je Ausstellung für Schülergruppen ab 12 Jahren und jeweils drei Arbeitsblätter für die Gruppenarbeit enthalten. Die Begleitmaterialien dienen der Vor- und Nachbereitung eines Besuchs in einer der fünf Ausstellungen. Grundlegendes historisches Wissen (Sachkompetenz) und die Kenntnis und sachgemäße Anwendung von Grundformen fachspezifischer Verfahrensweisen sowie der Fachsprache (Methodenkompetenz) sind unabdingbare Voraussetzungen für eine im historischen Denken und Bewusstsein begründete Urteilsfähigkeit (Urteilskompetenz), welche verantwortungsvolles Handeln (Handlungs- und Kommunikationskompetenz) ermöglicht. Gerade jetzt in der Coronazeit kann das Material gut in das Homeschooling eingebaut werden.

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Stiftungsarbeit 20 Jahre unermüdlicher Arbeit

Zentrum gegen Vertreibungen begeht Jubiläum

Vor 20 Jahren, am 6. September 2000, wurde von den Vertriebenen und ihren Verbänden sowie mit breiter Zustimmung aus vielen gesellschaftlichen Richtungen und politischen Gruppen die gemeinnützige Stiftung der deutschen Heimatvertriebenen Zentrum gegen Vertreibungen mit Sitz in Wiesbaden gegründet. Die Stiftung will das Thema Flucht und Vertreibung als Teil deutscher und europäischer Geschichte nicht nur als historisches und kulturelles Forschungsgebiet identifiziert wissen, sondern als lebendige Erinnerung und als Mahnung mitten in unserer Gesellschaft verankern. Dabei geht es nicht nur um das Schicksal der mehr als 14 Millionen Deutschen, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg von Flucht und Vertreibung betroffen waren, sondern auch um die Schicksale vieler anderer europäischer Völker. Das ZgV steht in Solidarität mit allen Opfern von Vertreibung und Genozid. Während der Gründungsphase gab es kontroverse politische und historische Auseinandersetzungen um die Stiftung, u.a. unterstellte man ihr, völlig zu Unrecht, rückwärtsgewandte Intentionen. Unter der Federführung von Erika Steinbach – der Initiatorin, damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen – sowie dem SPD-Politiker Peter Glotz entwickelte die Stiftung allerdings erfolgreich Diskussionsforen, organisierte Veranstaltungen und brachte das Thema Flucht und Vertreibung der Deutschen zum Ende des Zweiten Weltkrieges in die breite Öffentlichkeit. Früh erhielt die Stiftung zahlreiche Unterstützung. Unter anderen sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel wiederholt für ein Zentrum gegen Vertreibungen aus. Auch unter

Historikern, wie z.B. Julius H. Schoeps, Lothar Gall und Michael Wolffsohn, fanden sich viele Befürworter. Zu ihnen zählte auch der Journalist Ralph Giordano.

Die erste Ausstellung der Stiftung „Erzwungene Wege“ wurde 2006 im Kronprinzenpalais in Berlin unter großer öffentlicher Beachtung gezeigt.

Dies alles führte schließlich auch dazu, dass die Bundesregierung die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung gründete. Die Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen hat in den vergangenen 20 Jahren viel erreicht. Es ist gelungen, im politischen und gesellschaftlichen Raum das Bewusstsein zu schaffen, dass das Schicksal der deutschen Vertriebenen als Teil der gesamtdeutschen Geschichte in dauerhafter Erinnerung bleiben muss. Unter dem Dach des ZgV wurde 2006 die erste Ausstellung „Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ unter großer internationaler Beachtung im Berliner Kronprinzenpalais eröffnet. 2009 folgte die Ausstellung „Die Gerufenen – Deutsches Leben in Mittel- und Osteuropa“ und 2011 „Angekommen. Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“. 2012 wurden alle drei Ausstellungen unter dem Titel „HeimatWEH – Eine Trilogie“ in Anwesenheit von

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Stiftungsarbeit 20 Jahre unermüdlicher Arbeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kronprinzenpalais eröffnet. In jüngster Zeit sind 2016 „Verschwunden – Orte, die es nicht mehr gibt“ und 2018 „In Lagern – Schicksale deutscher Zivilisten im östlichen Europa 1941-1955“ in der Frankfurter Paulskirche der Öffentlichkeit präsentiert worden. Inzwischen sind diese Wanderausstellungen in der ganzen Bundesrepublik von Hunderttausenden Menschen gesehen worden, darunter von vielen Schulklassen und Jugendlichen. Kataloge, Unterrichtsmaterial, Zeitzeugeninterviews, Filme sowie Veranstaltungen zum Thema begleiten die Wanderausstellungen. Neben der Ausstellungstätigkeit verleiht die Stiftung alle zwei Jahre den Franz-WerfelMenschenrechtspreis, in diesem Jahr also zum zehnten Mal. Der Preis wird an Einzel-

personen, gelegentlich aber auch an Initiativen oder Gruppen verliehen, die sich gegen die Verletzung von Menschenrechten durch Völkermord, Vertreibung und die bewusste Zerstörung nationaler, ethnischer, rassischer oder religiöser Gruppen gewandt haben. Zu den Preisträgern gehören u.a. die Nobelpreisträgerin Herta Müller, der Historiker Michael Wolffsohn und in diesem Jahr Bundespräsident a.D. Joachim Gauck. Flucht und Vertreibungen sind leider nicht nur Vergangenheit, sondern auch leidvolle aktuelle Gegenwart. Die Vermittlung von Geschichte und der nationen- und generationenübergreifende Diskurs dazu sind auch Mittel zur Verständigung der europäischen Völker. Daher bleibt die Arbeit der Stiftung auch für die Zukunft von hoher aktueller Bedeutung.

Aus der Arbeit der Stiftung

Franz-Werfel-Menschenrechtspreis 2020 Am 4. Juli 2021 wird Bundespräsident a.D. Joachim Gauck in der Frankfurter Paulskirche mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen ausgezeichnet. Die Laudatio auf den Preisträger hält der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, für die Stiftung spricht deren Vorsitzender Dr. Christean Wagner. Auch der Hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, wird als Schirmherr sprechen. Die Jury des Franz-Werfel-Menschenrechtspreises würdigt mit der Preisverleihung das umfangreiche und vielfältige Wirken des Bundespräsidenten a.D. Joachim Gauck, der in unterschiedlichen Funktionen, zuletzt als höchster Repräsentant unseres Staates, die Verletzung von Menschenrechten durch Völkermord, Vertreibung und Genozid angeprangert hat.

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Bundespräsident a.D. Joachim Gauck erhält den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis 2020 am 4. Juli 2021 in der Frankfurter Paulskirche.

Als Theologe und Publizist, als Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen und später als Bundespräsident hat Joachim Gauck in seinen Veröffentlichungen und Reden immer wieder darauf hingewiesen, dass die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur nicht dazu führen dürften, das Unrecht an den vertriebenen Deutschen zu verschweigen.


Digitalisierung Themen online verfügbar gemacht

Die Stiftung in Internet und Netzwerken Die Digitalisierung und Onlineverfügbarkeit der Inhalte des Zentrum gegen Vertreibungen ist auch im vergangenen Jahr vorangeschritten. Dabei war die Situation angesichts der Corona-Pandemie nicht der ausschlaggebende Grund, sie hat aber auf jeden Fall beschleunigend gewirkt. Schon 2019 ist eine aktualisierte und überarbeitete Internetseite des Zentrums an den Start gegangen. Wichtigste Neuerung: Die Seite ist im „responsive Design“ programmiert worden, das heißt, sie ist auf allen Bildschirmgrößen übersichtlich verfügbar, sie „antwortet“ mit ihrem Layout selbst auf kleine Bildschirme, wie dem des Smartphones. Fast zeitgleich sind auch die Internetseiten für die Ausstellungen „Erzwungene Wege“ und „In Lagern“ in diesem Design veröffentlicht worden. In diesem Jahr 2020 folgten die Ausstellungen „Angekommen“, „Die Gerufenen“ und „Verschwunden“. Alle fünf Ausstellungen sind von der Portalseite www.z-g-v.de nun einfach zu erreichen und präsentieren sich dem Besucher in einem einheitlichen, modernen Layout. Die Seiten der Ausstellungen enthalten die wichtigsten Inhalte der jeweiligen Ausstellungsthematik. Keinesfalls ersetzen Sie den Ausstellungsbesuch und sie sind auch kein Ersatz für den Erwerb der Kataloge. Sie bieten aber dem interessierten Publikum die Möglichkeit, sich vor dem Besuch der Ausstellung zu informieren uns sich mit dem Thema der Ausstellung vertraut zu machen. Insbesondere für Lehrer und Schüler sollen die Internetseiten eine wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung des Ausstellungsbesuchs sein. Interaktion geschieht aber nicht auf statischen Internetseiten, sondern in den sozialen Netzwerken. Für das Zentrum gegen Vertreibungen lag ein eigener YouTube-Kanal nahe, weil Filmmaterial auch Bestandteil der Ausstellungen ist. Dieses Material und Zeitzeugen-

interviews werden bei YouTube präsentiert. Die Stiftung möchte dieses Angebot gerne um private Filme erweitern. Wenn Sie Filmmaterial – gerne auch nicht digitalisiert – vorliegen haben, würden wir uns darüber freuen, wenn Sie das Material dem Zentrum gegen Vertreibungen zur Verfügung stellen würden.

Der YouTube-Kanal zeigt die zu den Ausstellungen gehörenden Filme und Zeitzeugenberichte. Er soll in Zukunft um privates Videomaterial ergänzt werden.

Eines der wichtigsten sozialen Netzwerke ist immer noch Facebook. Die Ursprungsidee von Facebook war es, sich auszutauschen, Bekannte und Freunde zu finden und miteinander zu kommunizieren. Das ist bis heute so geblieben, doch inzwischen ist Facebook einer der stärksten digitalen Marketing-Kanäle weltweit. Auch diesen Kanal nutzt die Stiftung daher, um ihre Themen einer breiten Öffentlichkeit, auch im Ausland, insbesondere einem jüngeren Publikum, zugänglich zu machen.

Impressum

Herausgegeben von der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN Organisationsbüro: Godesberger Allee 72-74 53175 Bonn Tel.: 0228 / 81 007 30 Fax: 0228 / 81 007 52 E-Mail: info@z-g-v.de web: www.z-g-v.de

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ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN

WEIHNACHTSANGEBOT

Kataloge zu den Ausstellungen der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN

KATALOGE | 10,-€ Stück Die Gerufenen

Expl.

Erzwungene Wege

Expl.

Angekommen

Expl.

In Lagern

Expl.

Verschwundene Orte

Expl.

KATALOGSAMMLUNG | 35,-€ Stück

Expl.

zzgl. Versandkosten Rechnungs- & Lieferadresse

ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN Organisationsbüro | Godesberger Allee 72-74 | 53175 Bonn | Tel.: 0228/81 007 30 | Fax: 0228/81 007 52 Konto: Deutsche Bank | IBAN: DE76 380 700 240 3171717 00 | BIC: DEUT DE DB380 www.z-g-v.de | info@z-g-v.de


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