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Nr. 63

Sommer 2016

Schlösschen – Post Erlebtes & Aktuelles vom Sozialwerk

Berlin

Foto: Renate Hensler-Tresenreuter

Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband - Landesverband Berlin


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Inhaltsverzeichnis Leitartikel: Joachim Krüger Auf ein Wort Das Porträt: Karin Schrader Erlebtes und Aktuelles Eine Pfarrerfamilie aus der DDR berichtet im Schlösschen-Café Verleihung des Freiwilligenpasses Die CDU empfängt ältere ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger Werner Höpfner zu Gast in der Herrenrunde Autorenlesung: Andreas Austilat zu Gast im Schlösschen-Café Unsere Jahresmitgliederversammlungen Ehrung von Frau Christa Fischer, Schatzmeisterin Vorstandssitzung des Förderkreises Konferenz der Älteren (80 plus) Eva Bittner zu Gast im Erzähl-Café Traditionelle Chorauftritte Konferenz über Wohnen im Alter Wissen – Schützen – Helfen: Seminar mit der Polizei und dem „Weißen RING“ Chortage in Rheinsberg

Gremienarbeit Erbauliche und vergnügliche Veranstaltungen im Schlösschen Frühlingskonzert mit der Chorvereinigung CONCORDIA Italienischer Nachmittag mit dem CORO MONTE CALISIO TRENTO Tanz in den Mai mit KIRY Pfingstkonzert mit dem JERNBANE ORCHESTER Adelante Flamenco

Unsere Kreise und Dienste Beratungen in sozialpolitischen Angelegenheiten

Museumsbesuche Im Brücke Museum: „Karl Schmidt - Rottluff: Bildnis und Selbstbildnis“ Im Gropius-Bau: „Die Maya – Sprache der Schönheit“

Verschiedenes Engagement und Kreativität werden niemals alt. Lachen hält gesund! Wie kamen so viele Bären ins Schlösschen? Entlang Berliner Gewässer in den Frühling

Veranstaltungen Schmunzelecke Wir gratulieren Beratungen – Informationen - Sprechstunden Wichtige Mitteilung Impressum

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Leitartikel: Was lange währt… Seit Jahren diskutieren wir in Berlin über die Weiterentwicklung des Seniorenmitwirkungsgesetzes speziell unter dem Aspekt der besseren Einbindung älterer Menschen in die Entscheidungsprozesse. Dazu gehört vor allem die Wahl der bezirklichen Seniorenvertretungen. Da mehrere 100000 Berlinerinnen und Berliner über 60 Jahre betroffen sind, vertrat die CDU im Berliner Abgeordnetenhaus schon in der Wahlperiode 2006 bis 2011 die Meinung, die Wahlen der Seniorenvertretungen sollten am selben Tag wie die Abgeordneten- und BVVWahlen im Land Berlin unter Einschluss der Briefwahlmöglichkeit stattfinden. Der zur Wahl 2011 eingebrachte Gesetzesentwurf wurde von der damaligen rot-roten Koalition abgelehnt. In der Koalitionsvereinbarung der SPDCDU-Koalition ab 2011 war zu lesen, dass das Seniorenmitwirkungsgesetz weiterentwickelt werden solle. Doch alle Versuche der CDU, den Koalitionspartner von diesem sinnvollen Abstimmungsweg zu überzeugen, scheiterten. Nun schlägt die Koalition einen Kompromiss vor: Briefwahl mit Anschreiben aller Abstimmungsberechtigten, aber zu einem späteren Zeitpunkt mit Abschluss der Seniorenwahlen sechs Monate nach den Parlaments- und BVV-Wahlen, also im März 2017. Es bleibt zu hoffen, dass die Parteien, allen voran die SPD, im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses dann auch die nötigen Mittel für die Briefwahl freigibt, die, abgelöst von den Parlamentswahlen,

natürlich erheblich teurer sein wird. Besonders wichtig ist es aber, dass bereits jetzt in allen Bezirken ältere Menschen über 60 sich zu einer Kandidatur entschließen und sich darauf vorbereiten, denn die zukünftige Arbeit in den Seniorenvertretungen wird wesentlich von der Qualität und der Mitarbeitsbereitschaft der 17 zu wählenden Vertreterinnen und Vertreter pro Bezirk abhängen. Dazu könnte das Sozialwerk Berlin z. B. durch eine Info-Veranstaltung für mögliche Kandidatinnen und Kandidaten einen wichtigen Beitrag leisten. Schließlich müssen wir darauf drängen, dass die Regierungskoalition nach den Wahlen am 18. September 2016, egal von welchen Parteien sie gebildet wird, die Auswertung der Seniorenwahl im Frühjahr 2017 in ihr Regierungsprogramm aufnimmt. Vielleicht werden wir dann bei den nächsten Wahlen 2021 zu einem gemeinsamen Wahltag kommen. Herzlichst, Ihr Joachim Krüger MdA

„Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.“ Marie von Ebner-Eschenbach


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Auf ein Wort... Liebe Leserinnen, liebe Leser, eine Freundin sagte neulich zu mir: „Du weißt, dass ich immer ein fröhlicher Mensch war, immer positiv gedacht und gesprochen habe. Aber in letzter Zeit liege ich sogar nachts oft wach und mache mir große Sorgen um alles, was um uns herum passiert. Ich kann nur noch selten fröhlich sein.“ Ich kann sie gut verstehen, auch ich bin zunehmend genervt und geängstigt von den täglichen Negativmeldungen aus unserer Stadt, unserem Land, der ganzen Welt. Noch bevor wir morgens die Zeitung gelesen haben, werden wir schon durch die Nachrichten im Radio entsprechend „eingestimmt“ und darüber informiert, wer gerade wieder in unserer Stadt brutal überfallen und/oder zu Boden geschlagen und beraubt oder auf U-Bahn-Gleise gestoßen wurde oder wo wieder Autos in Brand gesteckt wurden u.v.a.m.. Außer bei Einbruchs- und Raubdelikten ist die Anzahl der sonstigen Verbrechen in Deutschland seit Jahren rückläufig – insbesondere bei schweren Gewalt- und Sexualstraftaten. Aber diese Tatsache vermindert nicht die Angst und das Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung. Der amerikanische Sozialpsychologe Thomas hat darauf hingewiesen, dass das Fühlen und Handeln der Menschen nicht von dem bestimmt wird, was wirklich ist, sondern von dem, was er glaubt, was ist. Die ansteigende Kriminalitätsfurcht in der Bevölkerung ist u. a. eine Folge der dramatisierenden und emotionalisierenden Filme und Berichte in den Medien. Vor Kurzem las ich einen Artikel über unglaubliche Pöbeleien seitens größerer Jugendgruppen „mit Migrationshintergrund“ in einem Steglitzer Einkaufszentrum. 15-Jährige belästigen nicht nur Kunden, sondern beleidigen und drohen sogar Polizisten. Diese Ereignisse, die es vielerorts und nicht erst seit ein paar Monaten gibt,

sind scheinbar von Behörden und Justiz nicht in den Griff zu bekommen. Die Täter merken: Ihr provozierendes Verhalten wird toleriert. Die Mehrheit der Gesellschaft weicht zurück...! Meine Freundin hat sich übrigens kampfesbereit gegen einige Jugendliche durchgesetzt, die ihr den Weg zur U-Bahn versperren wollten: Sie ist mit bitterbösem Blick auf die Gruppe zugelaufen, was die Jugendlichen veranlasste, im letzten Moment zur Seite zu springen.... Seit dreieinhalb Jahren (!!!) hat sich ein Untersuchungsausschuss damit beschäftigt, die Schuldigen für den Flughafenskandal BER zu finden. Ohne zufriedenstellenden Erfolg! In einem Leserbrief einer Berliner Tageszeitung entdeckte ich zu diesem Thema folgenden Beitrag: „In was für einem Staat lebe ich eigentlich und in was für einer Stadt? Milliardengräber werden in Berlin aufwändig gepflegt, Missmanagement, um nur den BER zu nennen, fürstlich belohnt.“ In einer Randbemerkung (meiner Tageszeitung) über eine Straßenmusikerin stand kürzlich: Sie soll 1000,- Euro (!!) Bußgeld zahlen, weil sie im Bezirk Mitte „Straßenland“ unerlaubt genutzt hat: Der Gitarrenkoffer der Sängerin lag auf dem Gehweg...... Wie kann es sein, dass ein Staat derart große Missstände und Ungerechtigkeiten zulässt, nicht aber vor der Bestrafung der sog. 'kleinen Leute' Halt macht? Wie kann es sein, dass Fußballspieler mit Millionen bezahlt oder 'gekauft' werden (Auch wenn es keine Steuergelder sind.)?


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Wie kann es sein, dass unsere Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen viel zu wenig Pflegepersonal, Kitas zu wenig Erzieher, unsere Schulen zu wenig Lehrer und unsere Schulgebäude einen milliardenschweren Sanierungsbedarf haben, weil der Senat seit vielen Jahren zu wenig Bauunterhalt für die maroden Schulgebäude zur Verfügung gestellt hat? Nun stellen sich Bürger die berechtigte Frage: Woher kommen aber plötzlich die vielen Milliarden Euro, die der Staat für die Flüchtlinge aufzuwenden hat? (Selbstverständlich haben wir wirklichen Flüchtlingen Hilfe und Zuflucht zu gewähren. Auch das Sozialwerk Berlin beteiligt sich schon seit Monaten mithilfe von Ehrenamtlichen sehr aktiv an der Unterstützung syrischer Flüchtlinge.) Natürlich könnte ich an dieser Stelle noch unendlich viele Beispiele für meine und sicher auch Ihre Unzufriedenheit nennen. Aber wir kennen sie ja alle. Entscheidend ist nur, dass wir auch laut und deutlich benennen, was (fast) alle denken. Das sollte auch unser alltägliches Verhalten im Miteinander bestimmen. Denn nur, wenn wir die Missstände beim Namen nennen und die dafür Verantwortlichen ansprechen, kann eine positive Veränderung beginnen. „Political Correctness“ ist zwar eine an sich gute Verhaltensnorm, gleichzeitig hemmt sie aber auch positive Entwicklungen. Die Polizeikommissarin Tania Kanbouri (bekannt durch ihr aktuelles Buch „Deutschland im Blaulicht“ -Notruf einer Polizistin-) sagt dazu: „Wir wollen ja alle immerzu poli-

tisch korrekt bleiben und bloß nichts Falsches sagen. Mir ist aber ein offenes Visier lieber als Scheinheiligkeit.“ Unumstritten ist, dass wir 'auf hohem Niveau' jammern: Glücklicherweise leben wir in einem Land, in dem jeder seine Meinung frei äußern kann und in dem vieles sehr viel besser und positiver für den Bürger geregelt ist als anderswo. Damit genießen wir ein gutes Stück Freiheit und Lebensqualität, das in anderen Ländern und Weltteilen seinesgleichen sucht. Z. B. hat der deutsche Staat im Jahre 2015 88 Milliarden Euro für Sozialausgaben (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Renten, Pensionen, Hartz IV etc.) zur Verfügung gestellt. Auch für ältere Menschen und Behinderte ist ein Zuwachs an positiven Fördermaßnahmen zu verzeichnen. An dieser Stelle kann auch das Sozialwerk Berlin voll Stolz sagen, dass es durch seinen unermüdlichen jahrelangen Einsatz für die älteren Menschen zu diesen Verbesserungen in hohem Maße beigetragen hat und weiterhin bestrebt ist, diese noch zu erweitern. Neben all diesen Bestrebungen steht unser „Schlösschen“ an ganz vorderer Stelle: Es ist ein in jeder Beziehung schöner Ort, wo wir Älteren abschalten, mit vielen über vieles reden können, wo wir Freunde finden, Freude und Fröhlichkeit erleben und wo wir uns angenommen fühlen. Und das ist schön !!! Herzlichst Ihre Christine Bökel-Striebeck

„Das größte Werk des Menschen ist anderen Gutes zu tun.“ Sophokles, griechischer Tragiker


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Das Porträt In unserem Hause gibt es so viele ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen, die schon so lange Zeit mit Freude ihren Dienst tun. Wir wollen ein wenig mehr von all diesen lieben Menschen erfahren, deren Gesicht wir zwar kennen, von denen und deren Schicksalen wir im Grunde aber viel zu wenig wissen. Foto: Christine Bökel-Striebeck

Guten Tag, liebe Frau Karin Schrader, Sie sind nun schon seit 10 Jahren Mitglied und ehrenamtliche Mitarbeiterin in unserem Hause. Würden Sie mir ein wenig über Ihr Leben erzählen? Am 9. Oktober 1937 wurde ich in BerlinHermsdorf im Dominikus-Krankenhaus geboren. Zusammen mit meiner jüngeren Schwester und meinen Eltern wohnte ich in einem gemieteten Haus in Frohnau. Mein Vater war von Beruf Versicherungskaufmann bei der Nordstern-Versicherung. Wegen seiner chronischen Bronchitis wurde er zuerst vom Wehrdienst zurückgestellt, musste dann aber doch 1944 eingezogen werden, um 1945 für das Vaterland zu sterben. Meine Mutter war ein uneheliches Kind, was zu dieser Zeit ein Makel war, den sie immer wieder zu spüren bekam und der ihr das Leben nicht unbedingt leichter machte. Für uns hat sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles getan, um uns durch die schwere Kriegs- und Nachkriegszeit zu bringen. Wie gestaltete sich Ihre Schul- und Ausbildungszeit? Noch während des Krieges besuchte ich die Grundschule in Frohnau, konnte sie aber nicht beenden, da unsere Familie nach Osterode im Westharz evakuiert wurde. Dort wurden wir bei Bauern auf dem Dachboden untergebracht: wir mussten auf dem Fußboden schlafen, ohne Decken, ohne alles und bekamen auch nichts zu essen. Meine Mutter

hat später bei den Amerikanern gearbeitet und viel genäht. Und wie das Schicksal es wollte, habe ich mir versehentlich eine Nadel falsch herum in die Fußsohle gebohrt, so dass ich operiert werden musste. Dies war unser aller Glück: Wir blieben von einem Transport nach Ostpreußen verschont. So sind wir dann 1945 „heimlich“ bei 'Nacht und Nebel' nach Berlin zurückgekehrt. Meine Großeltern väterlicherseits hatten in der Wittenauer Laubenkolonie ein großes Holzhaus, in dem wir wohnen konnten, denn in unser Frohnauer Haus gab es aufgrund von starken Verwüstungen seitens der Russen kein Zurückkommen mehr. Meine Mutter verdiente in dieser Zeit unseren Lebensunterhalt, indem sie jeden Tag zu Fuß nach Tegel lief und in der Küche eines Krankenhauses arbeitete. Abends kam sie mit einem Topf Suppe nach Hause.... Hier in Wittenau konnte ich nun auch mit der 10. Klasse meinen Schulabschluss machen. Anschließend absolvierte ich eine Ausbildung als Großhandelskauffrau in einem Tabakgroßhandel und konnte auch gleich nach meinem Abschluss dort arbeiten. Wie ging es dann weiter in Ihrem Leben? Meine Mutter hatte inzwischen wieder geheiratet und wir waren jetzt fünf Mädchen zu Hause, da unser Stiefvater auch drei Töchter mitbrachte. Mutter und Stiefvater bewirtschafteten nun selbstständig das Buffet des Restaurants am Grunewaldturm, wo ich sie regelmäßig


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unterstützte. Bald ging Mutters Ehemann wieder seiner eigenen Wege....Meine Mutter und ich haben dann das Buffet gemeinsam selbstständig weitergeführt. Während dieser Zeit erblickte meine kleine Tochter das Licht der Welt. 1959 habe ich den Pächter des Restaurants am Grunewaldturm geheiratet und wir führten den Betrieb beide bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahre 1968. Meine Mutter war mir aber weiterhin immer eine große Unterstützung. Bis 1980 habe ich nun das Restaurant allein bewirtschaftet – natürlich mit Mutters Hilfe. Von 1981 bis 1985 war ich in der Europäischen Akademie in der Bismarckallee als Wirtschaftsleiterin tätig. Aber dann konnte ich mir endlich einen langersehnten Traum erfüllen: Ich kaufte eine kleine Pension am Rüdesheimer Platz, die ich in Eigenregie bis 2005 führte. Auf welche Weise sind Sie ins Sozialwerk Berlin gekommen? Im Jahre 2006 hat mich eine Freundin, die Mitglied im Sozialwerk ist, zum Yoga-Kurs mitgenommen, weil ich mich sehr dafür interessiert habe. Da mir im Schlösschen alles so gut gefallen hat, bin ich sofort Mitglied geworden und habe sowohl am Yoga- als auch am Gymnastik-Kurs bei Frau Fischer teilgenommen. Ich singe auch so gern und da kam mir die Gründung des Schlösschen-Chors im Jahre 2007 sehr entgegen. Was gefällt Ihnen so gut im KäteTresenreuter-Haus? In erster Linie empfinde ich die gesamte Atmosphäre als äußerst angenehm, das Haus hat einfach eine ganz gewisse wärmende Aura. Ich freue mich jedes Mal ins Schlösschen zu gehen, auch weil ich die gute Gemeinschaft mit den anderen Ehrenamtlichen sehr genieße.

Welche Aufgaben haben Sie hier übernommen? Ich arbeite regelmäßig einen Tag in der Woche in der Rezeption, spiele sonntags Karten mit einigen Mitgliedern und begleite – sofern es meine Gesundheit erlaubt – die sonntäglichen Spaziergänge mit anschließendem Kaffeetrinken im Schlösschen. Auch die Teilnahme am Chor ist eine besondere Aufgabe, da wir stets damit beschäftigt sind für Aufführungen in stationären Pflegeeinrichtungen oder im Schlösschen zu üben. Mit welchen Hobbys vertreiben Sie sich die noch verbleibende Zeit? Ich bin sehr naturverbunden und laufe gern, deshalb habe ich vor einiger Zeit noch regelmäßig, jetzt, so oft es geht, an den Wanderausflügen der Wandergruppe teilgenommen. Ich lese mit Begeisterung, das Singen habe ich schon erwähnt. Welches waren Ihre schönsten Erlebnisse im Leben? Das waren die Geburt meiner Tochter, die wunderschönen Reisen mit meinem Mann in die 'weite Welt' und meine langjährige selbstständige Tätigkeit. Worauf freuen Sie sich in der nächsten Zeit? Ich freue mich auf die Hochzeit meines Enkels (in Berlin) und auf die Geburt seines zweiten Kindes. (Im vergangenen Jahr hatte ich große Freude bei der Hochzeit meines zweiten Enkels in Brasilien.) Liebe Frau Schrader, ich danke Ihnen sehr herzlich für dieses interessante und freundliche Gespräch! Christine Bökel-Striebeck

„Das Leben ist so aufregend, dass man kaum Zeit für etwas anderes findet.“ Emily Dickinson, amerikanische Dichterin


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Erlebtes und Aktuelles

Foto: Jürgen Schambach

Unser Leben als Pfarrersfamilie in der DDR Am 20. März 2016 war der Pfarrer i. R. Klaus Radke und Eveline Radke im Erzähl-Café zu Gast. Beide Radkes verbrachten die Kindheit und Jugend in Prenzlauer Berg, Riekestraße und Schönhauser Allee. In der Gethsemane-Kirche lernten sie sich in der Jungen Gemeinde kennen. Mit den damaligen Teilnehmer/ Innen dieser Jungen Gemeinde treffen sie sich noch heute. Klaus Radke wurde durch den Mauerbau getroffen, er konnte kein Abitur machen. Bis dahin hatte er in der Bertha-von Suttner-Schule in Berlin-West in einer sogenannten R-Klasse Unterricht (bis zur 8. Klasse), der nun wegfiel. Mit einer Mini-Beschäftigung hielt er sich in OstBerlin über Wasser und absolvierte sein Abitur in der Abendschule. Sein Entschluss, Theologie zu studieren wurde durch den Freundeskreis angeregt, und so war er acht Jahre auf der HumboldtUniversität.

Anschließend ging es dann ins Vikariat. 1967 heiratete der Theologiestudent Klaus Radke die Säuglings- und Kinderschwester Eveline, denn nur so konnten sie Anspruch auf eine Wohnung stellen. 1971 wurde Klaus R. als Hilfsprediger für ein Jahr an die dritte Pfarrstelle der St.Trinitatis-Kirche berufen. Mutig zog die junge Familie (Tochter 3 ½ Jahre, Sohn 1 ¼ Jahr) von Berlin nach Sonnenwalde, fünf km von Finsterwalde gelegen. Ein Ort mit 24.000 Einwohnern. Die Familie richtete sich dort ein mit allen Höhen und Tiefen als DDR-Bürger. Es erwartete sie ein Pfarrhaus mit 8 Zimmern und großem Garten. Seine monatlichen Bezüge beliefen sich auf 360,00 DDR-Mark. Eveline Radke wollte auch tätig werden, dabei stand dann immer als Negativum das christliche Umfeld um Wege. Als sie in eine Mütterberatungsstelle durch eine Ausbildung in Cottbus einsteigen wollte, wurde das abgeschmettert. Die Kreiskrippenärztin setzte die Einstellung mit dem Satz durch: „Wir sind ein soziales Kollektiv und können eine Christin verkraften.“ Drei Pfarrer hatte der Bereich Finsterwalde, einen Superintendenten (83 Jahre) und einen weiteren Pfarrer im Alter von 82 Jahren. Die Aufgabe von Pfarrer Klaus Radke war die Jugendarbeit. Ein Spruch aus der damaligen Arbeit lautete: „Selig sind die Beene, die vor dem Altar alleene“. Natürlich wurden sie von der Stasi ständig überprüft und von Zeit zu Zeit zum Gespräch gebeten. Das Leben war jedoch durch die Kirche geschützt. Durch Fernunterricht ließ sich Eveline Radke zur Kirchlichen Fürsorgerin ausbilden. Ein weites Aufgabenfeld tat sich für sie da auf.


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Der Staat leitete in diesem Fall die Aufgaben an die Kirchliche Fürsorge weiter, die er nicht übernehmen wollte. Klaus Radke veranstaltete Lesungen in der Kirche mit Stephan Heim, Uwe Johnson, Franz Fühmann und anderen, was nicht gut bei der Stasi ankam. Um es als kirchliche Veranstaltung zu kennzeichnen, mussten den Lesungen bei Beginn und Ende Gebete vorangestellt werden. Ein wachsames Auge wurde darauf geworfen. Klaus Radke besuchte immer wieder das Pastoralkolleg in Templin, das der Pfarrer Kassner (Angela Merkels Vater) in Lychen, dem Kirchlein im Grünen, leitete. Bei Frau Kassner hatte Eveline Radke Englisch-Unterricht. Eine Episode aus dem Alltag: Für Klassenfahrten wurde ein weiterer Begleiter gesucht, Klaus Radke wurde vorgeschlagen. Das kam nicht gut an bei der Obrigkeit. Da sich kein „Ersatz“ fand, stimmte man der Teilnahme von K. R. zu. Dieser packte nun seine Gitarre und die „Mundorgel“ (Textbüchlein mit deutschen Volksliedern) ein. Vorher sah er die Texte noch einmal gründlich durch, ob sie nicht Begriffe wie „Gott“, „Himmel“ und

„Christen“ enthielten. Die Reise wurde ein großer Erfolg, und immer wieder wurde er als Begleiter angefordert. Er eroberte die Jugend mit Gesang und Spielen. Anders als in der BRD musste übrigens die Kirchensteuer in der DDR selbst abgeführt werden. K. R. berichtete dann zur Konfirmation in der evangelischen Kirche, dass „wer eine andere Weihe macht, darf nicht konfirmiert werden“, trotzdem gab es Fälle, die beide „Weihen“ erhielten. Die Jugendweihe war ein Muss für den DDRBürger. Spöttisch erläuterte er den Begriff DDR – Der Dämliche Rest. – Dass es Gott den Seinen im Schlaf gibt, kann man bei dieser Biografie wirklich nicht behaupten. Ein Jahr vor der Wende, 1988, erfolgte die Rückkehr nach Berlin. Klaus Radke arbeitete dann bis zu seinem Ruhestand im Unfall-Krankenhaus Marzahn als Krankenhausseelsorger. Eveline Radke wurde Referentin und Studienleiterin für den Fernunterricht der Ausbildung als Kirchliche Fürsorgerin im Diakonischen Werk Berlin. – Inzwischen genießen sie den Ruhestand und bereisen die Welt. Eveline Harder

„Im Leben lernt der Mensch zuerst gehen und sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten.“ Marcel Pagnol, französischer Schriftsteller

„Immer die Wahrheit sagen bringt einem wahrscheinlich nicht viele Freunde, aber dafür die Richtigen.“ John Lennon, britischer Musiker & Friedensaktivist


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Berliner Freiwilligen-Pass an Mitarbeiterinnen verliehen

Brigitte Schulz, Sabine Räbiger, Erika Lück, Senator Mario Czaja, Lilian Bischoff, Lilian Nickel

Mit dem Berliner Freiwilligen-Pass dankt der Senat den ehrenamtlich aktiven Menschen in Berlin für ihr Engagement und für die dabei erbrachten Leistungen. Hierdurch sollen zum einen die freiwillig und ehrenamtlich Tätigen Würdigung und Wertschätzung für ihre persönlich erbrachten Leistungen erfahren. Zum anderen sollen das freiwillige Engagement an sich und die Träger der Freiwilligenarbeit, wie zum Beispiel das Sozialwerk Berlin e. V., stärker in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden.

Bei der feierlichen Verleihung des Freiwilligen-Passes am 5. April 2016 wurden von Herrn Senator Mario Czaja folgende Mitarbeiterinnen des Sozialwerks Berlin ausgezeichnet: Frau Brigitte Schulz, Frau Sabine Räbiger, Frau Erika Lück, Frau Lilian Bischoff und Frau Lilian Nickel. Der Vorstand gratuliert den Geehrten sehr herzlich! Text und Foto: H.-U. Litzner

CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses empfängt ältere ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger im Sozialwerk Berlin Mehr als 100 Gäste kamen am 7. April auf Einladung der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ins KäteTresenreuter-Haus in den Wilmersdorfer Ortsteil Grunewald. Eingeladen waren vorrangig ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in unterschiedlichsten

gesellschaftlichen Bereichen nachhaltig ehrenamtlich tätig sind. Nach der Begrüßung durch den Fraktionssprecher für bürgerschaftliches Enggement, Joachim Krüger, und einem Grußwort durch die Leiterin des Sozial-


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werks Berlin, Margit Hankewitz, stellen die Senatoren Frank Henkel (Inneres und Sport, zugleich Berliner Bürgermeister) und Mario Czaja (Gesundheit und Soziales) die große Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit in unserer Stadt aus der Sicht der CDU dar und dankten den Anwesenden für ihr nachhaltiges Engagement im Sinne einer solidarischen Gesellschaft. Weitere besondere Gäste von Seiten des Veranstalters waren der örtlich zuständige CDU-Wahlkreisabgeordnete Claudio Jupe, der seniorenpolitische Sprecher der Abgeordnetenhausfraktion, Joachim Luchterhand und – speziell für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf – die dortige BVV-Vorsteherin Judith Stückler.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden vielfältige Fachgespräche zwischen den vielen Gästen und den Vertretern der CDU geführt, wobei ein leckeres Büfett mit anregenden Getränken einen angenehmen Rahmen bildete. „Dieser zweite Ehrenamtsempfang der CDU-Fraktion verdeutlichte den großen Respekt der CDU vor den vielfältig ehrenamtlich Engagierten und fand genau am richtigen Ort statt: Das Sozialwerk Berlin kann zu Recht als die Wiege selbstbestimmten Lebens älterer Menschen in unserer Stadt bezeichnet werden und ist heute wie in seinen Gründerjahren unter der Leitung von Käte Tresenreuter ohne die vielen ehrenamtlich tätigen Seniorinnen und Senioren gar nicht denkbar“, kommentierte Joachim Krüger.

Frank Henkel, Judith Stückler, Margit Hankewitz, Joachim Krüger Foto: Susanne Hermann, Wissenschaftliche Referentin für Sportpolitik & Bürgerschaftliches Engagement

„Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst.“ Albert Schweitzer


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Aus der Herrenrunde Am 15. April 2016 las Herr Werner Höpfner, der letzte Überlebende aus dem Strafgefangenenlager in Workuta aus seiner Biografie „Glück gehabt – trotz allem“. Es ist ein berührender Bericht einer Gefangenschaft. 8 ½ Jahre verbrachte W. Höpfner in der Eiswüste und kam nach Stalins Tod im Dezember 1953 zurück. Die Familie war bis dahin ohne Lebenszeichen von ihm.

Der kleine Kreis der Herrenrunde diskutierte eifrig mit dem Vortragenden. Herr Dr. Seemann ergänzte die Ausführungen mit seinen Erlebnissen aus dem Kriegsgefangenenlager. Es waren zwei hoch spannende Stunden aus einer fernen Welt. Text: Eveline Harder Fotos: Werner Höpfner

Autorenlesung Die Autorenlesung „Vom Winde verweht. Meine Frau, unser Garten und ich“ mit Andreas Austilat, stellvertretender Leiter beim Ressort Sonntag vom Tagesspiegel, fand am 17. April 2016 statt. Herr Austilat hatte dort in der Sonntagsausgabe über einige Jahre eine feste Kolumne mit dem obigen Titel.


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Diese herrlichen und spitzfindigen GeSchichten aus dem Gartenbereich fasste er in seiner schnurrigen Art zusammen und berichtete, wie sich die Problematik des Kleingartens zwischen den Eheleuten darstellte.

Sie fanden großen Anklang.

Wir danken an dieser Stelle Herrn Austilat für die kurzweiligen Stunden! Text: Eveline Harder

Foto: Halina Krawczyk

Die Jahresmitgliederversammlungen des „Sozialwerk Berlin e.V.“ und des Förderkreises am Dienstag, dem 3. Mai 2016 von 14.00 -17.00Uhr im KÄTE-TRESENREUTER-HAUS

1. Sozialwerk Berlin e. V. Es hatten sich insgesamt 139 Mitglieder – 111 für das Sozialwerk Berlin und 28 für den Förderkreis - eingefunden. Es waren noch nie so viele Teilnehmer zu einer Mitgliederversammlung erschienen. Dieser Aufwind spricht für uns. Die beiden Versammlungen begannen nach dem traditionellen Muster mit Berichten über die Vereinsarbeit in 2015 (Margit Hankewitz), die Beratertätigkeiten (Heidemarie Mangers), die Arbeit der Interessenkreise (14 Leiter/ Innen), die sach- und fachkompetente Interessenvertretung älterer Menschen in den verschiedensten Gremien, das Sozialwerk Berlin als überregionales Stadtteilzentrum und als Tagungs- und Veranstaltungsort für viele Gremien, Schüler- und Studentengruppen, die Kassenlage und den Etat für 2016. Dem alters- und gesundheitsbedingten Mitgliederrückgang wurde durch viele Neuaufnahmen entgegengewirkt. Der Jahresabschluss 2015 war im Vorfeld vom Kassenprüfer, Herrn Martin Duske, Mitglied einer Steuerberatersozietät, stichprobenartig kontrolliert und für ordnungsgemäß befunden worden. Auf Antrag von Herrn Dr. Hans-Ulrich Litzner gewährte die Mitgliederversammlung dem Vorstand, bei Stimm-

enthaltung der Vorstandsmitglieder, durch Handzeichen einstimmig Entlastung für das Geschäftsjahr 2015. Die Tagesordnungen beinhalteten diesmal aber zusätzlich die Rubrik Wahlen. Für das Sozialwerk Berlin und für den Förderkreis schritten die betreffenden Wahlberechtigten zur Wahl der neuen Vorstände. Alle austretenden Vorstandsmitglieder hatten ihre Kandidaturen wieder gestellt. Das Ergebnis lautete wie folgt: Wahl der Vorsitzenden: Margit Hankewitz wurde durch Handzeichen einstimmig, als Vorsitzende bestätigt. Sie nahm die Wahl an. Wahl des stellv. Vorsitzenden: Prof. Dr. Herbert Striebeck wurde durch Handzeichen mehrheitlich, bei drei Enthaltungen, als stellv. Vorsitzenden bestätigt. Er nahm die Wahl an. Wahl der drei Beisitzer: Prof. Dr. Jochen Brauns, MdA Hans-Joachim Krüger und Dipl.-Ing. Jean Mangers wurden mehrheitlich, bei drei Enthaltungen, als Mitglieder des Vorstandes bestätigt. Sie nahmen die Wahl an. Wahl des Kassenprüfers: Martin Duske wurde einstimmig als Kassenprüfer bestätigt. Er nahm die Wahl an.


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2. Förderkreis In seiner Eröffnungsansprache zur Jahresmitgliederversammlung des Förderkreises dankte Herr Dr. Hans-Ulrich Litzner, Vorsitzender, den Mitgliedern dieses Kreises für die finanzielle und moralische Unterstützung des Sozialwerk Berlin e.V.. Durch die vielen Neuzugänge im Sozialwerk Berlin ist auch die Zahl der Mitglieder des Förderkreises gestiegen.

Ehrung von Christa Fischer

Die Mitgliederversammlung gewährte dem Vorstand, bei Stimmenthaltung der Vorstandsmitglieder durch Handzeichen einstimmig Entlastung für das Geschäftsjahr 2015. Was die Wahlen anbelangt, so wurde Dr. Hans-Ulrich Litzner einstimmig für wietere fünf Jahre als Vorsitzender bestätigt. Eveline Harder wurde einstimmig als stellv. Vorsitzende gewählt. Ingrid Junkuhn, Margit Hankewitz, Rolf Meyer und Wilfried Neumann wurden als Beisitzer einstimmig gewählt. Beate Hörnig wurde in ihrem Amt einstimmig als Kassenprüferin bestätigt.

Unter Verschiedenes wurden die Themen Beitragserhöhungen und Spenden (bei Handlungsbedarf z. B. Gartenstuhlaktion und Anschaffung eines Flügels) angesprochen. Eine Beitragserhöhung, schon hin und wieder im Vorstand erörtert, kommt nicht in Frage. Im Verlauf der Mitgliederversammlung wurden die Verdienste, die sich Frau Christa Fischer im Verlauf ihrer 16jährigen Tätigkeit erworben hat, gebührend hervorgehoben und sie wurde den Anwesenden als Ehrenvorsitzende des Förderkreises vorgestellt und mit einem herrlichen Blumengebinde geehrt.

Foto: Jürgen Schambach

Jean Mangers

Vorstandssitzung des Förderkreises Der Vorstand traf sich am 30. Mai unter der Leitung des Vorsitzenden Herrn Dr. H.-U.- Litzner. Bei den Beratungen ging es insbesondere um die Frage, wie der Förderkreis, entsprechend seinem Satzungsziel, das Sozialwerk Berlin unter den gegebenen Bedingungen optimal unterstützen kann. Zu diesem Zweck wurden Tätigkeitsfelder und entsprechende Verantwortlichkeiten der Vorstandsmitglieder definiert. Von diesen Feldern seien an dieser Stelle nur folgende stichwortartig genannt: intensive Unterstützung des Sozialwerks in der Tagesarbeit, stetige Schulung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen


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und Mitarbeiter auf dem Gebiet des Datenschutzes, Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes des Sozialwerks Berlin, insbesondere beim Internetauftritt und bei

den Drucksachen, Gewinnung neuer Fördermitglieder. Der Vorstand geht davon aus, dass die meisten dieser Ziele im laufenden Jahr erreicht werden können. Eveline Harder

„Konferenz der Älteren am 10. Mai 2016“ Ein Highlight vor den Pfingstfeiertagen war die „Konferenz der Älteren (80 plus)“ in unserem Haus. 60 Teilnehmer/innen strömten in das Käte-Tresenreuter-Haus. Die Gastgeber waren das Sozialwerk Berlin e. V. und der Verband für sozialkulturelle Arbeit e.V.. Die Teilnehmerbedingung: Menschen ab dem 80. Lebensjahr. Das Format war ein voller

Erfolg. Leidenschaftlich und kontrovers wurde an sieben Tischen eine Stunde lang diskutiert. Ein wiederkehrendes Thema war, dass sich ältere Menschen nicht ausreichend über ihre Möglichkeiten informiert fühlen. Zudem sind ihnen ein respektvoller Umgang und die Begegnung auf Augenhöhe wichtig. Jetzt werden die Ergebnisse gründlich ausgewertet. Eveline Harder

Eva Bittner im Erzähl-Café Am 22. Mai 2016 war Eva Bittner im Erzähl-Café zu Gast. Frau Bittner, Jahrgang 1957 und in Bochum geboren, studierte von 1976-1986 Theaterwissenschaften, Spanisch und Philosophie an der FU in Berlin. Seinerzeit strömten die ersten Frauen in das Fach der Theaterwissenschaften. Das Regie- und JugendKinder-Theater entsprach nicht ihren Intentionen, so dass sie dem Professor vorschlug, die ältere Generation auf die Bühne zu holen. Kurzerhand setzte sie eine Anzeige in die Zeitung und 17 Interessenten/innen meldeten sich. 10 Personen zogen sich zurück, weil nicht nur der Theatereinsatz geplant war, sondern auch die Mitarbeit an den Texten. Sie gründete die „Alten-WG“, und dieser Kreis zog dann am Rosenmontag kostümiert zu Ulf Fink, seinerzeitiger Senator für Gesundheit und Soziales, um für das Projekt Geld zu akquirieren. Und sie hatten damit Erfolg.

1980 begann Eva Bittner mit dem Aufbau des „Theater der Erfahrungen“, das sie bis heute gemeinsam mit der Professorin Johanna Kaiser, Jahrgang 1960, in der Trägerschaft des Nachbarschaftsheims Schöneberg e. V. leitet. Seit 2008 erweiterte sich die Leitung um das EU-Projekt „Werkstatt der alten Talente – bürgerschaftliches Engagement im Aufbruch“, so dass die sozial-kulturelle Arbeit auf gesamtstädtischer Ebene durchgeführt wird. Zu ihren Aktivitäten zählen Entwicklung und Inszenierung von an die 25 Produktionen mit den Gruppen „Spätzünder“, „Graue Zellen“ und „OstSchwung“ sowie die Mitwirkung an diversen Programmen im intergenerativen und gruppenübergreifenden Bereich.


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Das Stück „Eine Frau wird erst schön in der Küche“ haben wir 2015 im Sozialwerk Berlin miterleben können, eine zauberhafte Aufführung mit „tollen“ Kostümen. Frau Bittner erzählte mit einer Begeisterung von ihrer Arbeit, wie sie die Stücke entwickelt haben, wie die Kostüme hergestellt werden und mit welcher Freude die älteren Menschen im Alter von 65 bis 92 Jahren auf die Bühne gehen. Das Thema Demenz wurde im Stück „Vergissmeinnicht“ verarbeitet sowie die Hospizarbeit in „Bertha, stirb endlich“.

„Schlaflos in Berlin“ erzählt von der Schlaflosigkeit der älteren Generation und wie der Mensch dagegen vorgehen kann. Geplant ist, es 2017 im Sozialwerk Berlin aufzuführen. Eva Bittner wurde 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz für ihre vorbildliche Arbeit ausgezeichnet. Der Nachmittag war so spannend gestaltet, das hätte noch stundenlang so weitergehen können. Theater macht Mut und Spaß! Eveline Harder

Traditionelle Chorauftritte Sie fanden im Seniorenheim Hohensteiner Straße am 12. April, in der Elsbeth-SeidelStiftung am 10. Mai und im Wilhelmstift am 24. Mai statt und liefen nach der bekannten Art und Weise ab: Begrüßung durch unseren Seniorenbegleithund Bella und durch unsere Vorsitzende Margit Hankewitz, Auftritt des Schlösschen-Chores unter der Leitung von Barbara Pudig, mit Herbert Striebeck am Flügel bzw. am Keyboard, eifriges Mitsingen vieler Zuhörer und jeweils großer Applaus am Ende der einstündigen Darbietungen. Viele Zuhörer kennen das Sozialwerk Berlin schon durch die Dampferfahrten sowie die ihnen gewidmeten Weihnachtsfeiern und freuen sich jedes Mal, wenn der SchlösschenChor auch zu ihnen in die Einrichtungen kommt. Jean Mangers

Konferenz über das Wohnen im Alter Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin e. V. und das Bezirksamt Charlottenburg Wilmersdorf führten am Montag, dem 30. Mai im Sozialwerk Berlin die Tagung „Demografischer Wandel: Wohnen im Alter“ durch. Es ging dabei um das Beleuchten der Wohnsituation und den Lebensort Charlottenburg/Wilmersdorf unter dem Aspekt einer älter werdenden Gesellschaft zu beleuchten. Namhafte Kommunalpolitiker standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Informationen sind erhältlich unter Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin e. V., Tel. 030 86001 600 oder unter Hanjohr@paritaet-berlin.de Hans-Ulrich Litzner

„Seit die Zukunft begonnen hat, wird die Gegenwart täglich schlechter“ Dieter Hildebrandt


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Wissen – Schützen – Helfen Ein Seminar mit der Polizei und dem „Weißen Ring“ am 3. Juni im Käte-Tresenreuter-Haus Diese kostenlose Info-Veranstaltung gegen Betrüger, Trickdiebe und Einbrecher mit der Polizei und dem „WEIßEN RING“ stand unter der Schirmherrschaft von Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg/Wilmersdorf und fand in dem bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal statt. Veranstalter war neben dem Sozialwerk Berlin e. V. die Seniorenvertretung Charlottenburg/ Wilmersdorf. Margit Hankewitz begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und hielt diese Veranstaltung, bei der es darum geht, Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zu vereiteln, für ganz wichtig, Hans-Detlev Küller überbrachte die Grüße der Seniorenvertretung Charlottenburg – Wilmersdorf und Spandau und wies auf das schon stattgefundene Präventionstheater und die Veranstaltung über Verkehrssicherheit hin. Er rief die älteren Bürger auf, sich aktiv einzubringen. Karsten Engelmann, stellv. Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Soziales und Gesundheit, stellte die Frage: „Warum dieses Thema? Immer wieder werden ältere Menschen, vorrangig hochaltrige und alleinlebende, überfallen oder heimgesucht. Die Anwesenden haben eine wichtige Rolle als Präventionsmultiplikatoren zu spielen. Auch die nachbarschaftliche Hilfe ist sehr wichtig.“ Der Redner überbrachte abschließend die Grüße des Bezirksamts. PHK Stefan Bonikowski von der Senioren – Präventionsinitiative der Polizeidirektion 2 stellte seine Dienststelle kurz vor, erwähnte den demografischen Wandel, der immer mehr ältere Menschen

mit sich bringt, sprach die Trickdiebstähle und Trickbetrugstaten an und spielte als konkretes Beispiel den Telefonmitschnitt eines Enkeltricks vor, bei dem die Oma um 25.000 Euro erleichtert wurde. Der Redner wies abschließend noch auf den Ratgeber „Sicher leben“ hin. Die Zuhörer waren von dieser Vorstellung sehr angetan und stellten eine ganze Reihe von Fragen, die Herr Bonikowski umgehend beantwortete. Peter Debik, Außenstellenleiter West I des WEIßEN RINGS, beschrieb die Aufgabenbereiche seiner Organisation und stellte sieben Überredungspraktiken vor, derer sich Übeltäter ebenfalls bedienen: 1. Eine Sympathieebene herstellen, 2. die Reziprozität: Man fühlt sich verpflichtet auch etwas zu geben. 3. Die soziale Bewährtheit: z.B. schon 50.000 zufriedene Kunden, 4. die Knappheit, was Geld und Zeit anbelangt: Man wird unter Druck gesetzt. 5. Die Autorität: Als Kapazität gut ausgestattet, 6. begrenzte Wahlmöglichkeit: Dann hänge ich mich auf. 7. Die Ja – Kette – Konsistenz: Die Menschen bleiben bei einer einmal vorgefassten Meinung. Die Opferhilfe des WEIßEN RINGS steht uneigennützig und ehrenamtlich Menschen bei, die von vorsätzlichen Straftaten betroffen sind. Er nimmt sie ernst, begleitet sie und unterstützt sie auch finanziell. Der WEIßE RING übt also eine Lotsenfunktion aus. Herr Debik wies noch auf das Opferentschädigungsgesetz hin, wonach die


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Opfer Entschädigungen beantragen können und müssen. Herr Küller sprach das Schlusswort und bedankte sich bei den beiden Referenten

für ihre Darstellungen und bei den Teilnehmern für die regen Diskussionen. P.S. Es lag eine große Anzahl von Broschüren aus, die die angeschnittenen Themen umfassend behandeln. Jean Mangers

Chortage in Rheinsberg

Wo man singt, da lass dich nieder Das vierte Mal in Folge ging der Schlösschenchor auf Reisen. In der Zeit vom 6. bis zum 9. Juni 2016 brachen wir zu dem jährlichen Workshop auf. 28 Sängerinnen und Sänger waren voller Vorfreude und strahlendem Wetter in Rheinsberg angekommen. Nach der Verteilung der Zimmer war es an der Zeit sich zu stärken. Ein gutes Essen trägt immer zu guter Stimmung bei. Der erste Nachmittag stand nun im Zeichen der ersten Chorprobe. Mit noch etwas rauen Stimmen konnte es nur besser werden. Zum Üben waren wir schließlich hier. Unsere Chorleiterin Barbara Pudig verstand es sehr gut zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln. Ein reichhaltiges Abendessen reichte dann zur Stärkung für Weiteres. Wir trafen uns bei milden Temperaturen auf der Terrasse und, was am erfreulichsten war, alle waren dabei und, oh Wunder, plötzlich waren alle Tische zusammen geschoben, Getränke standen bereit und sogar kleine Leckereien waren besorgt. Waren nachmittags die Stimmen noch etwas holprig, so trat am Abend eine wunderbare Wandlung ein. Mit glockenhellen Stimmen und absoluter Textsicherheit sangen wir aus voller Kehle Schlager aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Bei so manchem kamen schöne Erinnerungen zum Vorschein. „Ach, bei „Only the Lonely“ bekam ich meinen ersten Kuss“, und „Fred Bertel-

mann fand ich immer ganz toll, aber Ricky Shane war mein absoluter Favorit.“ Solche und ähnliche Aussagen waren zu hören. Ein sehr gemütliches und harmonisches Beisammen konnten wir an diesem Abend genießen. Einige Unermüdliche hatten aber noch nicht genug, und so trafen sich einige Unentwegte noch auf einem Zimmer um weiter zu feiern. Ich glaube, es lag daran, dass es so ein Gefühl von Jugendherberge war, das die Stimmung so besonders machte. Mit großer Sorge dachten wir daran, wie wir unserer Chorleiterin unsere heiseren Stimmen erklären sollten. Aber, ach oh Wunder, ein bisschen Einsingen, und wir konnten uns an schwerere Lieder wagen, die wir in diesen Tagen dann auch sehr gut hinbekommen haben – nicht zuletzt durch die ständige Motivation unserer Barbara Pudig und dem musikalischen Begleiter Herbert Striebeck, die auch wirklich viel Geduld mit uns hatten. Neben aller Arbeit war des Abends auch immer Zeit zum Entspannen. Besonders zu erwähnen wäre hier, dass wir wieder zusammen! in einem zauberhaften Gartenlokal, die Wirtin fast zur Verzweiflung brachten. Auf 17 Erdbeerbowlen war man an diesem Abend nicht vorbereitet, jedoch, nachdem alle Erdbeeren aus ganz Rheinsberg zusammengetragen waren, bekamen wir dann doch alles, was unser Herz und Gaumen begehrten.


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Wenn der geneigte Leser nun meint, dass alle brav ins Bett gingen…..denkste, einige Hardliner hielten auch diesmal länger aus. Besonders reizvoll war dabei, dass wir, die sich schon zurückgezogen hatten, mit einem wunderbaren Konzert von Abendliedern in den Schlaf gesungen wurden. Bei geöffnetem Fenster, mit Blick auf den See und einem traumhaften Sonnenuntergang, begleitet von wunderbarem Gesang ging auch dieser Tag zu Ende. Der Mittwoch bestand nun wieder voll und ganz aus Gesangsübungen. Es ist erstaunlich, was man in zwei Tagen aus einer Stimme herausholen kann. Ein weiterer Höhepunkt war dann eine Dampferfahrt, zu der wir am späten Nachmittag aufbrachen. Eine äußerst reizvolle Landschaft begleitete uns auf unserer Fahrt, auch hier war es der Gesang der uns ein Gefühl von Zusammengehörigkeit vermittelte.

Wie schnell vergehen solche wunderbaren Tage und so war es dann am Donnerstag wieder so weit Abschied zu nehmen. Im Namen aller Chormitglieder sage ich Barbara Pudig und Herbert Striebeck vielen Dank, dass sie uns musikalisch begleitet haben und wir am Ende dieses Seminars sagen können: Wir haben nicht nur stimmlich was mitgenommen, sondern es ist auch auf dieser Reise zu Begegnungen gekommen, die einem gezeigt haben, dass wir eine Gemeinschaft sind, die oft gegenteiliger Meinung ist, aber am Ende doch den Blick auf das Ganze nicht verliert. Na klar, ein Termin für das nächste Jahr wurde schon gebucht (12.- 15. Juni 2017). In der Hoffnung, dass alle gesund und genau so munter bleiben, schließt diesen Bericht Marita Vennewald.

Gruppenbild nach der Dampferfahrt Foto: Der Kapitän

„Idealismus ist die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären, wie sie sind.“ Curt Goetz


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Gremienarbeit „Die Fachgruppe Ältere Menschen“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin hat in viel Kleinarbeit eine sehr informative Broschüre erarbeitet, in der dargestellt wird, wo sich überall ältere Menschen einmischen, um die Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik mit Leben zu füllen. Diese Broschüre ist im Sozialwerk Berlin an der Rezeption kostenfrei erhältlich. Es lohnt sich die 85 Seiten zu lesen. Sicherlich werden Sie auch beim Lesen die eine oder andere Idee bekommen. Der Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) hat im Mai eine Klausur durchgeführt, die sich mit der Tätigkeit des Landesseniorenbeirats und seiner Arbeitsgruppen in den zurückliegenden fünf Jahren befasste. Dabei wurde analysiert, was erreicht wurde und wo noch Nachholbedarf besteht bzw. was den künftigen Mitgliedern des Landesseniorenbeirats mit auf den Weg gegeben werden soll. Die Ergebnisse der umfangreichen Diskussion sind bei mir oder Herrn Dr. Litzner zu erfragen bzw. auf der Internetseite des LSBB einsehbar. Im Anschluss fand eine hitzige Debatte zum Seniorenmitwirkungsgesetz statt, das noch in dieser Legislaturperiode novelliert werden soll. Frau Radziwill (SPD) und Herr Krüger (CDU) aus den Abgeordnetenhausfraktionen standen Rede und Antwort zu dem Entwurf der Regierungsfraktionen. Über die Gesetzesänderungen werden wir noch ausführlicher berichten.

Der von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales initiierte Dialog 80+ wurde weiter fortgesetzt. Diesmal stand die Selbstbestimmung hochbetagter älterer Menschen im Mittelpunkt der Diskussionen. Am 10. Mai wurde im Saal des Sozialwerks Berlin eine „Konferenz der Älteren“ als vorläufiger Abschluss der Gespräche durchgeführt. Daran nahmen über 60 Personen teil, die älter als 80 Jahre alt waren. Es wurden die Ergebnisse des Dialogs mit ihnen besprochen, denn sie sind die besten Experten, wenn es um ihre eigenen Anliegen geht. Am 12.07.2016 findet im Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge die Präsentation der „Rahmenstrategie“ statt, nach der die Politik ihre Tätigkeit ausrichten wird, um Menschen im hohen Alter optimal zu versorgen. Der „Wunschkatalog“, den ältere Menschen erarbeitet haben und darin alles aufgenommen wurde, was sich ältere Menschen wünschen, damit Berlin noch lebenswerter wird, ist jetzt fertig. Dieser Katalog wird den im Abgeordnetenhaus von Berlin vertretenen Parteien und gesellschaftlichen Organisationen zugestellt. Dann haben wir eine Messlatte für Veränderungen. Der „Wunschkatalog“ wird im Sozialwerk ausgehangen und ist in der Rezeption auch zum Mitnehmen erhältlich. So, nun sind Sie wieder auf dem neusten Stand, wo sich „Sozialwerker“ im Interesse Älterer eingemischt haben. Peter Stawenow

Keine Zeit ist keine TATSACHEes ist deine ENTSCHEIDUNG! Gefunden von Monika Borchert


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Erbauliche und vergnügliche Veranstaltungen Frühlingskonzert der Chorvereinigung CONCORDIA

Dieser Chor ist hier schon bekannt durch die immer stimmungsvoll gestalteten Weihnachtsfeiern. Doch am 9. April gab es einen anderen Anlass für ihren Auftritt. „Vor lauter Frühlingserwachen möchte man tanzen und lachen!“ So wurden wir vom Chor begrüßt. Unter der Leitung von Heiko Jerke wurde das dann auch gleich mit dem Walzer von Johann Strauß „An der schönen blauen Donau“ verwirklicht. In dieser Neubearbeitung für gemischten Chor und Klavier vom Dirigenten wurde der Chor von der Pianistin Irina Franz mit brillantem Spiel unterstützt.

So beschwingt ging es gleich weiter auf die Wanderschaft mit einem Wander-Potpourri. Der Text für „Im Frühtau zu Berge“ war im Programm abgedruckt, so dass alle wunderbar mitsingen konnten. Eine Premiere für den Chor! Es wurde ein musikalischer Stadtbummel durch Paris unternommen mit bekannten Schlagern von Mireille Mathieu: „Pariser Tango“ und viele andere.


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Aber auch Nachdenkliches wurde geboten. „Der gute Ton“ mit Musik von Heiko Jerke: Man wird beim Nächsten weiterkommen, hat er den „guten Ton“ vernommen. Egal was man auch immer sagt, der „gute Ton“ ist stets gefragt. Erfolg verspricht er wie im Stück. Der „Ton“ macht eben die Musik. (Text von Annette Esposito – Lyrikerin) Der Höhepunkt des Programms waren die „Russischen Souvenirs“. Mit diesen Liedern wurde in die russische Seele geblickt. Neben dem fantastisch in Russisch singenden Chor gipfelte dieses Medley in einem furiosen Solo des Dirigenten. Rhythmisches Klatschen und anschließende Bravorufe der Zuhörer zeigten die Begeisterung des Publikums. Zum Ausklang waren wir dann noch „Untern Linden“ mit dem Marsch von Walter Kollo. An diesem Nachmittag erlebten wir einen wunderbar und vielseitig singenden Chor, noch unterstützt durch die fantastische Klavierbegleitung von Irina Franz. Die Moderation des Programms hatte übrigens die Chorsängerin Brigitte Neugebauer übernommen. Doch ohne Zugaben kamen die Sänger natürlich nicht von der Bühne. Das wunderschöne Volkslied „Sah ein Knab' ein Röslein steh’n“ sollte dann den gefühlvollen Abschluss bilden. Das Publikum forderte aber lautstark eine weitere Zugabe. So wurde das russische Volkslied mit der Solopartie auf Bitten von Margit Hankewitz noch einmal dargeboten. Text und Fotos: Wilfried Neumann

Italienischer Nachmittag Ein besonderer musikalischer Samstagnachmittag wurde den Mitarbeitern des Sozialwerks Berlin am 16. April 2016 geboten. Der italienische Männerchor „Coro Monte Calisio Trento“ war zu Gast, unter der Leitung von Federico Trenti. Die Moderation hatte Roberto Leviglu.

Trienter Bürgermeisters und einer Delegation der Stadt Trient. Nach einem Empfang im Bezirksamt gab der Chor am Freitagabend ein Konzert in der Gedächtniskirche. Da unser „Schlösschen“ im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf liegt, hatten wir das große Glück diesen außergewöhnlichen Chor als Gast in unserem Haus begrüßen zu dürfen. Es kamen 25 Herren verschiedener Altersstufen in zünftiger Kleidung auf die Bühne.

Dieser Chor war anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Stadtpartnerschaft Trient - Berlin Charlottenburg/Wilmersdorf in unserer Stadt, in Begleitung des

Der „Schlösschenchor“ empfing die Gäste mit „Wir grüßen Euch“, danach wurden die Delegation und der Gastchor von Frau Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerks


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Berlin, begrüßt. Dann sprachen Herr Bezirksbürgermeister Naumann und Herr Engelmann, stellv. Bürgermeister und Stadtrat für Gesundheit und Soziales. Der Bürgermeister aus Trient überbrachte Grüße aus seiner Heimatstadt.

Der Schlösschen-Chor verabschiedete die Sänger aus Trient mit „Am Brunnen vor dem Tore“ und mit der Friedensbotschaft „Conquest of Paradise“. „Für alle Anwesenden war es ein genussvoller Nachmittag. Wie ich in Erfahrung brachte, üben diese Chorsänger zweimal in der Woche, nach Feierabend von 21.00 - 23.00 Uhr. Daran erkennt man, dass sie mit viel Liebe und Leidenschaft dem Hobby Singen nachgehen. Sie spielen mit ihren Stimmen, von laut bis leise in allen Nuancen. Der Chorleiter leistet eine hervorragende Arbeit, und ich war begeistert von dem, was sie uns zu Gehör brachten.

Dann war es endlich soweit und der Chor begann zu singen. Sie sangen Lieder aus ihrer Heimat. Z. B. „Ave Maria“ von Bepi de Marzi, „La rosa delle Alpi“ (Die Alpenrose) von Sartori, das Lied „La Montagne”, von der Melodie her bekannt in Deutschland, weiterhin Lieder von Liebe, Frühlingszeit, Sommerliebe und der Liebe zu den Bergen. Als Schlusslied kam das uns allen bekannte „La Montanara“. Die Zuhörer des SchlössBarbara Pudig chens waren begeistert und sangen oder summten andächtig mit. ************************************************************************

Tanz in den Mai

Foto: Jürgen Schambach

Am 30. April hatte Margit Hankewitz, unsere Vorsitzende, das Privileg viele Tanzwillige zu Tanztee mit dem allseits beliebten KIRY, dem Garanten für einen musikalischen Hochgenuss, zu begrüßen. Sie bedankte sich auch bei den ehrenamtlichen Helfern, die den Festsaal wie

gewohnt wunderschön hergerichtet und eingedeckt hatten. KIRY startete sofort in medias res mit dem Donauwalzer, der gleich eine Reihe von tanzwütigen Paaren auf die Tanzfläche lockte. Mit „Comment ça va“ nahm dann die Veranstaltung ihren Lauf. Es ist an dieser Stelle unmöglich, alle bestbekannten und beliebten Titel aufzuführen. Stellvertretend seien hier genannt: „Tanze Tango mit mir“, „Sempre, sempre“, „Keep on smiling“, „In the mood“, „True Love“, Adios mi amor“. Zur Damenwahl erklangen „Eine Reise ins Glück“, „Movie star“, „Der Dritte Mann“, „Buona sera signorina“, „Tanze mit mir in den Morgen“, und „Your spanish eyes“.


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Nach der Pause brachte KIRY Auszüge aus der „Csardasfürstin“ zu Gehör gefolgt von „Griechischer Wein“. Zum Schluss gab es noch u. a. „Vaia con dio“ und „Sierra Madre“. Margit Hankewitz bedankte sich sehr herzlich bei dem hervorragenden Künstler

und Stimmungsmacher KIRY und bat ihn traditionsgemäß um eine Zugabe. KIRY ließ sich nicht lange bitten und gab das treffende Lied „Aber dich gibt`s nur einmal für mich!“ Dem konnten wir alle uneingeschränkt zustimmen. Jean Mangers

Das Kopenhagener Jernbane Orchester spielte zum Pfingstkonzert am 14. Mai. Im Jahre 1921 wurde in Kopenhagen von Eisenbahnmitarbeitern ein Kartenspiel-Club gegründet. Einige dieser Mitglieder fanden sich dann später zu einer kleinen Blaskapelle zusammen. Heute ist daraus ein großes Blasorchester mit zurzeit 30 Musikern geworden.

Bei der Eisenbahn arbeitet keiner mehr. Es ist eine schöne Mischung von jüngeren und älteren Menschen, die durch die Liebe zur Musik verbunden sind. Sie haben schon mehrmals in Deutschland gespielt. Auf der Fahrt durch Berlin hielt das Orchester dieses Jahr nun auf der „Station Schlösschen“. Unter der Leitung von Jacob Soeren erklang zum Auftakt ein sehr rhythmisches „Tijuana Brass Medley“ von Herp Alpert. Bei dem „Moon over Alabama“, dem AlabamaSong von Kurt Weill, füllte sich der Saal mit dem weichen, warmen und melancholischen Bläserklang.

Mit dem „Perhaps Lovesong“ präsentierte sich eine Klarinettistin auch als SoloSängerin. Nach einigen dänischen GrandPrix-Melodien (der Wettbewerb fand gerade an diesem Abend im Fernsehen statt) kam der musikalische Zug langsam in Fahrt. Mit Glockengeläut startete das Orchester den „Kopenhagener Dampfeisenbahngalopp“ und fuhr damit schwungvoll in die Pause. Diese Komposition von Hans Christian Lumbye wurde zur Eröffnung der dänischen Bahnstrecke von Kopenhagen nach Roskilde 1847 uraufgeführt. Nach Melodien aus James-Bond-Filmen ging es mit dem dänischen Musikzug in


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den Wilden Westen mit Themen von Ennio Morricone aus verschiedenen ItaloWestern. Hierzu ließ die Sängerin noch einmal ihre klare Stimme erklingen. Das musikalische Tempo steigerte sich dann allmählich und wurde fast zu einem Express-Zug, als der Moderator des Nachmittags, der übrigens die Tuba spielte, in seinem nett anzuhörenden, aber manchmal schwer verständlichen deutsch–dänischen Wortgemisch ein lustiges Potpourri ankündigte. Dabei ging es quer durch die Opern und kam über viele bekannte

Gassenhauer bei „When the saints go marching in“ an. Ein „Kopenhagener Marsch“ bildete den flotten Abschluss, bei dem das Publikum sogleich begeistert mitklatschte. Die obligatorische Zugabe des „Tiger Rag“ gipfelte in einem fulminanten Solo des Schlagzeugers, der danach mit vielen Bravo-Rufen bedacht wurde. Text und Fotos: Wilfried Neumann

Adelante Flamenco am 28. Mai 2016 Wir waren allesamt gespannt und fragten uns im Vorfeld: „Wie wird die FlamencoShow „Regenbogen der Emotionen“ wohl ablaufen? Was hat Sybille Klüser, die seit ihrem vierten Lebensjahr das Tanzbein schwingt, zu bieten?“ Über Google konnten wir in Erfahrung bringen, dass der Flamenco die Vielfalt menschlicher Gefühle zeigt – von tiefer Verzweiflung, Tragik, Leid und Trauer bis hin zur Freude, Ironie und ausgelassenen Heiterkeit. Auf Festen werden meistens die fröhlichen Tänze bevorzugt. Die Show von Adelante besteht aus unterschiedlichen Tänzen mit Kastagnetten, Fächer, großem Tanztuch und Schleppkleid.

Punkt 15.00 Uhr hieß Margit Hankewitz, unsere Vorsitzende, die Tänzerin Sybille Klüser herzlich willkommen. „Wir werden zum ersten Mal im „Schlösschen“ einem Experiment beiwohnen, das durch Musik und Bewegung zum Tanz führt“. Dann erschien die Künstlerin in einer langen schwarzen grün besetzten Robe, in roten Schuhen und mit Kastagnetten bewehrt. Sie begrüßte das Publikum mit „ Buenos tardes“ und bat es sie auf einer Reise durch Andalusien zu begleiten. Sie legte sich ins Zeug, wobei der ganze


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Körper, die Arme, die Hände und die auf den Boden stampfenden Füße in Bewegung gerieten. Zwischen den einzelnen Nummern gab sie kurze Erläuterungen zu den anstehenden Tänzen wie Sevillanas, Alegria, Zambras, Buleria, Fandango, Tangos und Rumba. Da die Darbietungen doch sehr anstrengend waren und nicht während zwei Stunden ohne Unterbrechung über die Bühne gehen konnten, gab es nach zwei bis drei Tänzen immer wieder kurze Pausen, die Frau Klüser dazu nutzte insgesamt sechs Kostümwechsel vorzunehmen. Die eingespielte Musik war sehr temperamentvoll und gefühlsbetont. Wir hätten allerdings einen Live-Musikanten bevorzugt. Auch trug die nüchterne Bühne nicht besonders zu einer spanischen Stimmung bei. Unser stv. Vorsitzender, Prof. Dr. Herbert Striebeck, überreichte der Künstlerin einen herrlichen Blumenstrauß und meinte, dass jedes Land seine kulturellen Eigenheiten hätte. Sybille Klüser erwiderte, dass sie sich gefreut hat im „Schlösschen“ des Sozialwerk Berlin e. V. autreten zu können und bemerkte, dass der Flamenco von der Authentizität lebt. Es war ein Experiment, das sich lohnte. Jean Mangers

sozialrechtlichen Dingen fachkundig beraten zu lassen. Diesen ehrenamtlichen Dienst hat Heidemarie Mangers übernommen. Seit 26 Jahren ist sie hier im Besuchsdienst und in der Beratung tätig. Durch ihren Beruf als Pflegefachkraft und Sozialmanagerin hat sie Verbindungen zu diversen sozialen Netzwerken und somit den fachlichen Hintergrund. Im „Arbeitskreis Altersfragen Charlottenburg-Wilmersdorf“ vertritt sie das Sozialwerk Berlin e. V.. Durch ihre regelmäßige Fortbildung ist immer der aktuelle Stand der Gesetze gewährleistet. Hilfestellung gibt sie bei Fragen rund um die Pflegeversicherung: Antragstellung, Begutachtung, Leistungsansprüche und Beratung der Angehörigen. Lotsenfunktion hat sie als Vermittlerin zwischen den Pflegestützpunkten, den Mobilitätshilfediensten und anderen entsprechenden Stellen. Weiterhin sind Patientenverfügungen fachgerecht zu formulieren. Für die Inanspruchnahme des Hausnotrufsystems wird mit den entsprechenden Anbietern Kontakt aufgenommen und geprüft, ob ein Antrag für die Kostenübernahme des Basistarifs bei der Pflegekasse erfolgen kann. Im Zuge der Wohnungsanpassung werden erste Tipps und Hinweise gegeben und an den Pflegestützpunkt verwiesen.

*********************** Unsere Kreise und Dienste In unserem Hause gibt es vielfältige Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu betätigen. In dieser Ausgabe geht es um die …Beratung in sozialrechtlichen

Angelegenheiten. Im Sozialwerk Berlin verkehren überwiegend ältere Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf, sich in

Foto: Jean Mangers

Beratungen werden oftmals mit dem Besuchsdienst verbunden. So besucht


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Heidemarie Mangers schon länger auch Frau Waltraud Specht. Sie ist langjähriges Mitglied des Sozialwerks Berlin und wird mit 86 Jahren immer noch zuhause betreut. Sie kann dadurch trotz Pflegebedürftigkeit selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben. Bei diesen individuellen Begegnungen ist das Zuhören sehr wichtig. Für Frau Mangers ist es bedeutungsvoll, wenn sie den Menschen helfen kann, das zu erlangen, was ihnen gesetzlich zusteht. Die Beratungen sind für Mitglieder kostenfrei. In der Regel finden sie am Dienstag von 16.00 – 18.00 Uhr im KäteTresenreuter-Haus statt. Es können auch Hausbesuche vereinbart werden. Empfehlenswert wären telefonische Terminvereinbarungen unter: 65015999. Wichtig: Alle Gespräche und Angaben von Daten werden vertraulich behandelt unter Beachtung des rechtlichen Datenschutzes.

sich unter anderem Max Pechstein, Erich Nolde und Otto Mueller an. Das Ziel dieser Vereinigung ist es, gemeinsam neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden, und so gehört die „Brücke“ mit zum Wegbereiter des Expressionismus. Die hier neu entstehenden Werke sind nicht mehr steif und starr, sondern die Künstler lassen ihre Gedanken frei in den Raum bewegen, es gibt keine Details mehr, sie entstehen spontan, impulsiv und mit dynamischer Pinselführung. Kontrastreiche Komplementärfarben erzeugen einen starken, leuchtenden Ausdruck, z. B. die Paarung rot und grün oder blau und weiß.

Wilfried Neumann

*********************** Museumsbesuche Besuch unseres Kulturkreises am 14. April 2016 der Ausstellung:

Karl Schmidt-Rottluff – Bild und Selbstbildnis im Brücke-Museum Berlin Karl Schmidt wird am 1. Dezember 1884 in Rottluff bei Chemnitz geboren. Später nimmt er den Namen seines Geburtsortes in seinen Künstlernamen auf. Er besucht die Volksschule und das Gymnasium in Chemnitz, Erich Heckel ist hier schon sein Freund. 1902 beginnt er ein Architekturstudium in Dresden und freundet sich mit Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl an. Gemeinsam gründen die vier Architekturstudenten 1905 die Künstlergruppe „Brücke“, bald darauf schließen

Später wird der dicke Auftrag von Ölfarben wegen der zu langen Trocknung abgelöst von Farben mit Terpentin. Von Vincent van Gogh, der auch spontan und schwungvoll arbeitete, erhält die neu gegründete Künstlergruppe viele Vorgaben. 1907 wird die Kunsthistorikerin Rosa Schapire als passives Mitglied in die Künstlergruppe aufgenommen, als Verehrerin unterstützt sie vor allem seine künstlerischen Arbeiten. Im Jahre 1913 löst sich die Künstlergruppe „Brücke“ auf Grund unterschiedlicher Ansichten wieder auf. Die Zeit seines Kriegsdienstes ab 1914 übersteht Schmidt-Rottluff in Russland und Litauen. Im Frühjahr 1919 heiratet er in Berlin seine langjährige


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Freundin Emy Frisch, die er oft portraitiert. Von 1920 an werden bei runden schwungvollen Formen gelbblaue Töne besonders hervorgehoben. Anfang der zwanziger Jahre gilt Schmidt-Rottluff als einer der gefragtesten deutschen Künstler. Am Ende des Jahrzehnts findet eine Veränderung seiner Werke statt. Die Kunst der neuen Sachlichkeit entsteht, Objekte werden beobachtet, mit Farbe wird gespielt, stets farbenfroh. Ab 1937 werden seine Werke, verhöhnt als entartete Kunst, aus den Museen entfernt, und er erhält Malverbot. Er zieht sich sehr zurück, sein Atelier in Berlin wird im Krieg zerstört, er hält sich meist in Hinterpommern auf. Nach Kriegsende ist er Professor an der Hochschule für Bildende Künste. Im 1967 errichteten Brücke-Museum in Berlin Dahlem wird ein Großteil seiner Werke aufbewahrt, nach dem Tod des Künstlers 1976 gehören sie zur Karlund-Emy-Schmidt-Rottluff-Stiftung.

Hier im Brücke-Museum zeigt die Ausstellung vorwiegend Bildnisse und Aquarelle, Grafiken, Zeichnungen und Holzschnitte zwischen 1906 und 1971. Einige Selbstbildnisse werden erwähnt: 1906 Öl auf Pappe, - 1907 „Mann mit Pfeife“, Lithographie, - 1920 Öl auf Leinwand (s. Abb.), - 1928 Aquarell und Tusche, - 1970 Tuschpinsel und Farbstifte und ferner Bild und Selbstbild von ihm: 1950 „Im Atelier“, Öl auf Leinwand, 1911 Bildnis „Rosa Schapire“, Öl auf Leinwand, - 1970 „Emy“ Tuschpinsel und Farbstifte. Weitere große Werke des Künstlers sind hier zu bewundern: Die Gemälde „Blaues Fenster“ (1937), „Blockadestilleben“ (1948) und „Der Stuhl“ (1948). Kunstwerke seiner Weggefährten sind ebenfalls ausgestellt Auch wir „Älteren“ lassen uns immer wieder gern in eine Welt entführen, die uns nicht nur Interessantes nahebringt, sondern auch viel Freude bereitet. Gisela Telschow

************************************************************************ Unser Kulturkreis besuchte am 12. Mai 2016 die Ausstellung:

„Die Maya – Sprache der Schönheit“ im Martin Gropius – Bau. In diesem Jahr, 2016, veranstalten Deutschland und Mexiko ein gemeinsames Kulturjahr. Der Höhepunkt ist diese Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Die ca. 300 teilweise kostbarsten Glanzstücke sind ausschließlich Leihgaben aus Mexiko. Das Siedlungsgebiet der Maya in der Zeit zwischen 500 v. Chr. bis etwa 1500 n. Chr. zog sich bis zur mexikanischen Halbinsel Yucatán am Mexikanischen

Golf hin. Hier entwickelten die Maya höchst geniale Leistungen. Das Königsgrab des Pascal von Palenque, ein göttlicher Herrscher in Mexiko, gehört zu den größten Funden der Maya-Forschung. 1948 wurde sein Grab entdeckt, und die Inschriften wurden erst in den letzten 30 bis 40 Jahren entziffert. Die Schrift, eine Mischung aus Symbolen und Silben, konnte nur von der Oberschicht gelesen werden. In der faszinierenden Welt der Maya spielte ihr Schönheitsideal eine große Rolle. Zur Verwirklichung veränderten sie ihr körperliches Aussehen, es betraf nur die Oberschicht.


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Die künstliche Veränderung des Schädels war für die gesamte Lebenszeit bestimmt: Die Stirn wurde mit Hilfe eines Brettes platt gedrückt, also abgeschrägt, die Augenform wurde durch Zusammendrücken der Augen verändert, und die Zähne, spitz zulaufend, wurden später gefeilt. Haartracht, lange Haare bei Frauen wie bei Männern, sowie Hautfarbe und Bemalung (Tattoos) des Körpers formten das Schönheitsideal. Ihre Kunstwerke, wie Reliefs, Büsten und Figuren, wurden aus Ton, Holz oder auch Maisbrei geschaffen. Die Maya waren sehr religiös und glaubten an viele Götter. Ein besonders wichtiger Gott war der Sonnengott, der Gründer der Maya-Kultur, verantwortlich für Sonne, Licht und Wärme. Man brachte Opfer, auch Tier- und sogar Menschenopfer, zu Ehren und zur Besänftigung der Götter dar. Auch für das Opfer war das eine Ehre. Die Kleidung zeigte die Identität und Herkunft des Menschen an. Die Adligen trugen kunstvoll verarbeitete, farbenprächtige Kleidung, geschmückt mit Gürteln, Halsketten und Kopfbedeckungen. Brust und Kopfschmuck waren mit Edelsteinen und Federn besetzt. Die langen Schwanzfedern des kleinen Vogels Quetzal, die auch für Schilde, Lanzen, Sänften und Fächer verwandt wurden, waren ein prachtvoller Schmuck. Der Stein Jade - er steht für Leben –war nicht nur ein wertvoller Schmuckstein, sondern er galt bei den Maya auch als Stein der Liebe. Grüne Steine waren besonders wertvoll und wurden zu verschiedenartigen wunderschönen Kunstwerken verarbeitet. Der Bereich Tierwelt hatte für die Maya eine symbolische und religiöse Bedeu-

tung. Den Unterschied zwischen Mensch und Tier, das übernatürliche Kräfte besaß, betrachteten sie als Teil ihrer Weltsicht. Die Klammer- und Brüllaffen waren ausgefallene Kletterer, sie gelangten auf die Wipfel hoher Bäume, um in die Oberwelt Botschaften an die Götter zu überbringen. Die Vampirfledermäuse transportierten Blut in Höhlen, die zur Unterwelt führten. Die gefiederte Schlange, ein symbolträchtiges Tier, stellte ebenfalls die Verbindung zur Unterwelt dar, sie galt als mythisches Wesen. Der Jaguar war das mächtigste Tier bei den Maya, ein ideales Geschöpf für einen Herrscher. Am Ende unserer Führung betrachten wir ein Weihrauchgefäß, eine Mischung aus Mensch und Tier, wo ein Brüllaffe zu erkennen war.

Wir haben wieder glanzvolles Kunsthandwerk gesehen: die Bearbeitung von Stein, Holz, Keramik, Textilien und Malerei. Die Metallverarbeitung spielte erst später eine Rolle. Zum Abschluss unserer Reise nach Mittelamerika erfahren wir noch, dass die Reise von Herrschern in den Tod vier bis fünf Jahre andauerte, dann stiegen sie aus der Unterwelt wieder auf. Gisela Telschow


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Verschiedenes Engagement und Kreativität werden niemals alt! Ohne jegliche Vorstellungen von dem, was ein Sozialwerk ist und was dort geschieht, durften wir an einem sonnigen Montag die Einrichtung des Käte-Tresenreuter-Hauses betreten. Und damit waren wir nicht die Einzigen, denn allen, die sich gemeinsame Aktivitäten wünschen, Erfahrungsaustausch in Gesprächsrunden oder die etwas zu dem aktuellen Geschehen beisteuern möchten, stehen die Türen des Sozialwerks Berlin in unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm offen. Unser erster Eindruck in diesem großen, freundlichen und hellen Haus erinnerte uns gewissermaßen an unsere eigene Jugendzeit und an die Stunden in den so genannten Jugendclubs. Die Atmosphäre erschien gleich sehr einladend, freundlich und herzlich. Wären uns nicht die gemütlichen Sessel, wie aus Omas Stube, die Porzellanpuppen und die akkurat gedeckten Tische aufgefallen, wäre der Gedanke an eine Einrichtung für ältere Menschen gar nicht aufgekommen. In diesem Haus ertönte lautes Gelächter von Damen, die sich zum Kegeln verabredet hatten, wir sahen, wie sich Herren tatkräftig über die nächsten Bauprojekte im Garten unterhielten - und dies bei einem vollen Programmangebot an sieben Tagen der Woche. Man hätte fast meinen können, dass wir als junge Menschen dort alt aussahen. Wir waren fasziniert von dem Ideenreichtum und der Kreativität der Gäste, die nicht nur Schmuckstücke und Tischdeckchen herstellen, sondern ebenso mit Vergnügen in einem Chor singen und vielfältige Veranstaltungen organisieren.

All dies wäre selbstverständlich nicht vorstellbar ohne die vielen Ehrenamtlichen, die mit viel Hingabe und Leidenschaft diesen besonderen Ort wahr gemacht haben, an dem Menschen zusammenkommen, sich an gemeinsamen Aktivitäten erfreuen, sich gegenseitig unterstützen und ihre Gedanken und Initiativen zu gesellschaftlichen Themen teilen. Dabei sind uns das Engagement und die Unterstützung der Flüchtlingsunterkünfte gut in Erinnerung geblieben, als Zeichen der aktiven Beteiligung am aktuellen politischen Geschehen. Es erfüllt einen mit Freude und Stolz zu realisieren, dass es alte Menschen gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die Gesellschaft fortlaufend bereichern und gestalten zu wollen. Das Fundament des Käte-TresenreuterHauses lautet „Selbsthilfe“, ältere Menschen werden unterstützt und gestärkt, sodass sie schließlich selbst helfen und andere stärken möchten.

Da wir zukünftige Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind, war es wichtig für uns einen Einblick in eine mögliche Zukunft des gemeinsamen und freudvollen Alterns zu erlangen, denn es sollte uns nicht erst im hohen Alter bewusst werden, dass gegenseitige Hilfe, Unterstützung und Zusammenhalt einem Leben Wert und Inhalt verleihen.


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Insofern möchten wir uns sehr für die Führung durch diese schöne Einrichtung bedanken und vor allem für die nachhaltige Erfahrung, die uns gezeigt hat, wie viel diese Menschen gemeinsam bewirken und bewegen können, denn uns haben sie wirklich bewegt!

*********************** Lachen hält gesund.

Kendra Popa im Namen des Kurses O15.2 des Vivantes Netzwerks für Gesundheit der Gesundheits- und KrankenpflegeAuszubildenden

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Wir kennen alle dieses Sprichwort und wissen, es stimmt. Meine Kabarettgruppe „Die Kreuz- und Querberger“ hatte sich dieses Sprichwort auf die Fahne geschrieben und in 23 Jahren den Zuschauern mit ihrem Programm ganze Lachsalven aus dem Bauch gelockt. Anfang dieses Jahres haben sich die Mitglieder der Gruppe verabschiedet, dies aus vielerlei Gründen. Als ehemaliges Gründungsmitglied des Kabaretts möchte ich eine neue Kabarettgruppe aufbauen. Wer mitmachen möchte, melde sich bei mir. Ich möchte gern wieder Menschen zum Lachen bringen. Kontaktadresse: Jutta Charlotte Janz Tel. 030/33029011 4458077 (AB) Mobil: 01520155946 E-Mail: Janz-oder-janich@web.de

*************************************************** Wie kamen so viele Bären in unser Haus? Viele Menschen sammeln Dinge, die sie besonders lieben und für die sie sich begeistern können. So hatte Barbara Donbavand die Idee, an ihrer großen Liebe zu Teddybären andere teilhaben zu lassen und präsentiert die kuscheligen Gesellen in unserem Schaukasten im ersten Stock.


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Was der Auslöser dieser Leidenschaft war, hat sie mir in der folgenden Anekdote beschrieben: Ich glaube, „Bobby“ ist einer der seltenen Auch Neugier kann mal belohnt Bären, der schon viele Länder bereist hat, werden! ohne zu murren oder zu meckern. Soweit Im achten Lebensjahr bekam ich von die Geschichte einer „großen Liebe“. meiner Oma eine Puppe geschenkt. Da wir in Klein-Machnow wohnten und die Doch „Bobby“ blieb nicht allein. Im Oma in Lichtenrade, hatten wir eine lange Laufe der Jahre gesellten sich immer Heimreise. Zuhause angekommen, ausgemehr Teddybären jeglicher Art, Form und packt … der Kopf war ab! Das gleiche Farbe dazu. Aus dieser großen Sammlung passierte nach sechs Monaten noch ist nun ein „kleiner Teil“ zu bewundern. einmal. Die Enttäuschung war groß, aber Nach der Legende fing das Teddy-Glück ich spürte, die Puppe war einfach zu kalt so an: und zu hart. Lieben konnte man sie gar Richard Steiff aus Giengen entwickelte nicht richtig. Ein Jahr später wurde mir im Jahre 1902 den ersten Bären mit beeine Kur verordnet. Mutti sagte: „Wenn weglichen Armen und Beinen. Er wurde du fährst, bekommst du etwas Schönes.“ 1903 in Amerika vorgestellt und wegen Ich war natürlich sehr neugierig, wie es Nichtgefallens zurückgeschickt. Aber sich in diesem Alter gehört. Endlich mal durch den Sekretär Theodor Roosevelts allein in der Wohnung, durchstöberte ich (auch liebevoll „Teddy“ genannt) wurde alle Schränke. Aha, im letzten Schrank er wiederentdeckt. Auf der Geburtstagsfand ich eine alte Papiertüte, und was war feier der Tochter Roosevelts wurde er da …? Ein schöner brauner Teddy mit präsentiert. Das Kind war so begeistert, einer großen Nase und einer roten Schleidass es den Bären nach ihrem Vater fe. Ich habe ihn abgeknutscht und nannte. Im selben Jahr wurde er auf der getröstet, weil ich ihn wieder zurückLeipziger Messe vorgestellt. Ein amerikalegen musste. Da kamen meine Bedennischer Vertreter bestellte sogleich bei der ken: „Ist er wirklich für mich?“ Die Firma Steiff 3000 Bären, die von nun an letzten vier Tage vor der Abreise waren als Teddybären weltweit bekannt und geder reinste Stress. Dann am Abreisetag liebt wurden. nahm ich ihn so überglücklich in die So fing das Glück für alle Großen und Arme - die Kur war ein Erfolg! „Bobby“ Kleinen, Alten und Jungen an. tröstet und begleitet mich schon JahrText und Fotos Wilfried Neumann zehnte.

Entlang Berliner Gewässer in den Frühling Eine große Wanderschar bewegte sich am 12. März vom Schloss Bellevue, auf schönen Uferwegen, entlang der Spree, in Richtung Schloss Charlottenburg, eingerahmt von alten Häuserfronten, aber auch modernen Gebäuden und alter Industriearchitektur. Über die vielfältigen Veränderungen der letzten 20 Jahre konnten viele alteingesessene Berliner nur staunen. So z. B. die vielen Neubauten der Universität, aber auch Grün- u. Freizeitanlagen in den Spreebögen, im Kontrast mit den alten Ziegelsteinbauten der Meierei Bolle und dem Charlottenburger Kraftwerk. Zur Freude der Anwohner, hat letzteres seinen


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Kohlebetrieb eingestellt. In einer urigen russischen Gaststätte Schlossbrücke in Charlottenburg diese interessante Frühjahrstour.

endete

an

der

Auch am Wasser, aber in einem waldreichen Gebiet, wanderte eine noch größere Gruppe vom S-Bahnhof Schlachtensee nach Onkel Toms Hütte am 16. April. Ausgerechnet an meiner 25. Wanderung mussten zum ersten Mal Schirme aufgespannt werden. Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil, die schönen Uferwege entlang des Schlachtensees, der Krummen Lanke, Fenngraben und Naturschutzgebiet Langes Luch mit seinem frischen Grün begeisterten die Wanderer. Unter ihnen auch unser Mitglied Wilfried Neumann, ein Anwohner und Kenner dieses beneidenswerten Schutzgebietes. Durch seine täglichen Spaziergänge mit Hund „Henry“ konnte er uns viele interessante Erläuterungen über diese Gegend und seine Konflikte mit den vielen Hunden und seinen Besitzern geben. Eine Einladung unserer Vorsitzenden Margit Hankewitz, im Zuge der Wanderung die Hauptgeschäftsstelle zu besuchen, mussten wir dankend ablehnen, wartete doch noch am Nachmittag im „Schlösschen“ eine sehens- und hörenswerte Veranstaltung: Der gelungene Auftritt eines Südtiroler Männerchores war der krönende Abschluss eines schönen Tages.

Die S-Bahn brachte die Naturliebhaber am 7. Mai ganz weit nach draußen nach Karow. Galt es doch auf einer etwas längeren Strecke entlang der Panke, den Karower Teichen und durch das Naturschutzgebiet Lietzengraben und Bogenseekette nach Buch das Erwachen der Natur zu erleben. Frischer Maiwuchs, Vogelgezwitscher und Wasservögel begleiteten die Wanderer bei idealer Witterung. Viele künstlich angelegte Beobachtungsstationen und Hinweistafeln ermöglichten es uns, Einblicke in die Wasserwelten und seine Bewohner zu nehmen. Durch den seit 1985 fehlenden Zulauf der früheren Rieselfelder musste eine geregelte Wasserwirtschaft mit entsprechenden Zu- und Abläufen geschaffen werden, damit die Teiche nicht austrocknen. Freilaufende, englische Rinder beweiden die offenen Wiesen und Wälder. Eine Überraschung erwartete die inzwischen etwas müde und hungrig gewordene Wandergruppe mitten in der Natur. Eine überdachte Bankgruppe hatte ein lieber Sportskollege des Wanderleiters in eine zünftige Brotzeit/Jausenstation umgewandelt. Wohlgestärkt ging es anschließend weiter durch das Bogensee-Naturschutzgebiet mit seinen mächtigen Buchen und Eichen und Teichen. Nach dem Überqueren der Hobrechtsfelder Chaussee änderte sich das Landschaftsbild. Nun säumten zahlreiche alte, aber auch renovierte Gebäude der ehemaligen Klinikanlagen


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den Weg. In Buch wird seit über 100 Jahren Gesundheitsgeschichte geschrieben. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand an fünf weitläufigen und grünen Arealen das damals modernste Krankenhaus Europas. Nach Durchqueren des kleinen, aber feinen Schlossparks von Buch endete unsere etwas längere, aber schöne Wandertour im Biergarten des Alten Schlosskruges, den schon Theodor Fontane auf seinen Wanderungen aufgesucht hatte. Text und Fotos: W.-Dieter Pätzold

Veranstaltungen 12. u. 13. Juli ab 14.30 Uhr: Unsere Sommerfeste mit der Combo Legéro mit vielen Überraschungen. Haben Sie Mut zum Hut! 24. Juli 14.00 Uhr: Erzähl-Café mit Saskia Gräfin von Brockdorff „Erika Gräfin von Brockdorff–eine Frau im Widerstand“ 6. August: „Träum mit mir vom Glück“ mit Anara Churikowa, begleitet von Jeff Goldberg – Melodien aus alten Zeiten von Zarah Leander, Edith Piaf, Marlene Dietrich, Hildegard Knef und anderen 20. August: „Tambourascher Chor Wellebit 1902“, ein Zupforchester mit volkstümlicher und konzertanter Musik 21. August 14.00 Uhr: Lesung mit Monika Bienert „Marlene Dietrich und Erich Rainer Remarque“ 3. September: „Panflötenträume“ 04. September 14.00 Uhr: Film-Nachmittag „Madame Marguerite oder die Kunst der falschen Töne“ 11. September 14.00 Uhr: Autorenlesung mit Dr. Marianne Suhr „Fremde Vögel“ 17. September: „Ein musikalischer Bilderbogen“ mit IBM Club Chor Berlin 25. September 14.00 Uhr: Erzähl-Café – siehe Aushang-

Schmunzelecke  Hinweis zum Frühstück: Nutella hat nur sehr wenig Vitamine – so dass man relativ viel davon essen muss.  Meine geheime Superkraft: Ich kann Bargeld in Kassenbons verwandeln.  Halte dich von negativen Menschen fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung.  Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben. Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion.

Was sonst noch passiert Seit dem 20. Mai 2016 gilt die neue EUTabakrichtlinie. Seitdem dürfen in Deutschland nur noch Zigarettenschachteln mit Schockbildern, Warnhinweisen und mit mindestens 20 Zigaretten Inhalt hergestellt werden.


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Die Zigarettenmarke Nil des Herstellers Japan Tobacco verkauft derzeit eine Sonderausgabe mit der Aufschrift BER und dem Zusatz „Under Construction“ (im Bau befindlich).

Aufgegriffen wurde hier die Tatsache, dass der Hauptgrund für die NichtEröffnung des BER 2012 ---- die ENTRAUCHUNGsanlage war.

Gefunden: Monika Borchert

Der neue Chef hat ein Problem Er glaubt, dass seine Mitarbeiter ihn nicht respektieren. Um allen klar zu machen, wer der Herr im Hause ist, hängt er ein Schild an seine Bürotür: „Ich bin der Chef.“ Als er von der Mittagspause zurückkommt, hängt neben dem Schild ein Zettel: „Ihre Frau hat angerufen. Sie will ihr Schild zurück.“ Gefunden: Hannelore Rohde-Käsling

„Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.“ Josephine Baker

„Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.“ Wilhelm Busch

*************************************************** Wir gratulieren

Wir gratulieren allen Jubilaren der Monate Juli, August, September und wünschen ihnen weiterhin Gesundheit und viel Glück!

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Beratungen, Informationen, Sprechstunden Behördliche Angelegenheiten: Renate Hensler-Tresenreuter, Tel.: 361 99 78 Sozialrechtliche Angelegenheiten: Heidemarie Mangers, dienstags, 16-18 Uhr Voranmeldung: Tel.: 650 15 999 Behindertenrecht: Hannelore Rohde-Käsling Tel.: 891 10 51 (Rezeption) Rechtsberatung: RA Andreas Kaatz, (17.00 Uhr) Anmeldung in der Rezeption Sprechstunden: Sozialwerk und Förderkreis: Christa Fischer, Mo-Di-Do-Fr 10-16 Uhr

Wichtige Mitteilung:

Der GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen) hat mit seiner neuen Reha-Richtlinie zum 1. April 2016 festgelegt, dass u. a. die besonderen Belange von Menschen mit Behinderung mehr berücksichtigt werden. So sollen das Wunsch- und Wahlrecht bei der Beratung und Bewilligung sowie die Frage der Barrierefreiheit einer Reha-Einheit künftig mehr Gewicht haben. Außerdem wurde das ganze Verfahren vereinfacht. Dem entsprechend kann der Arzt auf einem Formular die Reha direkt verordnen, wenn er dies für notwendig hält. Ob die Krankenkasse dann die Reha (Rehabilitation) bewilligt, ist deren Sache. Doch die Anträge können jetzt einfacher und schneller bearbeitet werden. Information von Hannelore Rohde-Käsling

Impressum Herausgeber: Arbeitskreis „Schlösschen-Post" des „Sozialwerk Berlin e. V." Humboldtstr. 12, 14193 Berlin - Grunewald, Tel: 891 10 51/52

Redaktion: Jean Mangers, Christine Bökel-Striebeck, Monika Borchert, Wilfried Neumann Eigenverlag: Druckerarbeiten: Jürgen Schambach Beiträge: Christine Bökel-Striebeck, Monika Borchert, Eveline Harder, Renate HenslerTresenreuter, Joachim Krüger, Dr. Hans-Ulrich Litzner, Jean Mangers, Wilfried Neumann, Wolf-Dieter Pätzold, Kendra Popa, Barbara Pudig, Hannelore Rohde-Käsling, Peter Stawenow, Gisela Telschow, Marita Vennewald Für Aufsätze und Berichte, die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichnet sind, trägt dieser die Verantwortung. Kleine, nicht sinnentstellende Korrekturen bleiben vorbehalten.

Homepage: Diese Nummer ist unter www.sozialwerk-berlin.de Rubrik „Schlösschen-Post“ einzusehen. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitgliedern der Redaktionskommission, den Autoren dieser Schlösschen-Post und Herrn Rieger für ihre wertvolle Mitarbeit sehr herzlich bedanken! Jean Mangers

Redaktionsschluss für die Nummer 64: 29. September 2016

Schlösschen-Post Nr. 63 Sommer 2016  

Erlebtes und Aktuelles vom Sozialwerk Berlin

Schlösschen-Post Nr. 63 Sommer 2016  

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