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30 Jahre Altenselbsthilfeund Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. Käte-Tresenreuter-Haus Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Landesverband Berlin e.V.


Wir haben die Tradition im Herzen und die Zukunft in der Hand Inhaltsverzeichnis Titel

Seite

1.

Vorwort

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2.

Wie es begann

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3.

Was bei uns los ist und was in uns steckt

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4.

Ausstrahlung

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5.

Wie wir uns darstellen

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6. 6.1 6.2 6.3

Wie wir wahrgenommen werden Persönliche Ehrungen Ehrungen an das Sozialwerk Berlin e.V. Besucherinterviews – Was mir am Schlösschen gefällt

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7.

Wem wir danken

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8.

Wer wir sind

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9.

Wie es weitergeht

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Impressum Herausgeber:

Sozialwerk Berlin e.V. Humboldtstraße 12, 14193 Berlin Tel.: (030) 8911051/52 – Fax: (030) 892 60 08 www.sozialwerk-berlin.de E-Mail: sozialwerk@gmx.de 2013 Verlag: Eigenverlag Druck: Osthavelland-Druck Velten GmbH Redaktion: Jean Mangers, Christine Bökel-Striebeck, Eveline Harder, Margit Hankewitz, Dr. Hans-Ulrich Litzner, Peter Stawenow Bildnachweis: Gabriele Losse (Umschlagseiten, Seiten 1, 11, 13, 15 bis 17, 19, 21, 22, 24, 27, 32, 34 bis 37) Béla János Bács (Seite 31) Archivmaterial (Seiten 4, 5, 6, 7, 18, 20 und 33) Alle Rechte vorbehalten


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1.Vorwort Margit Hankewitz

Liebe Leserinnen und Leser, in Ihren Händen halten Sie die Sonderausgabe der Schlösschen-Post zum 30jährigen Bestehen des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums, liebevoll „Schlösschen“ und ehrenvoll „Käte-Tresenreuter-Haus“ genannt. Als meine in diesem Jahr verstorbenen Eltern, Käte und Harry Tresenreuter, sich gemeinsam mit älteren Menschen vor nunmehr 42 Jahren aufmachten, das Sozialwerk Berlin zu gründen und 1983 dieses Haus zu schaffen, konnte damals niemand erahnen, mit welcher Dynamik sich diese Idee entfalten und mit welcher Nachhaltigkeit sie in Berlin, bundesweit und in mittel- und osteuropäischen Ländern große Wertschätzung und Aufmerksamkeit erzielen würde. Unser Markenzeichen ist die Atmosphäre im Haus, die von Freundlichkeit, gegenseitiger Achtung, Hilfsbereitschaft und Ehrenamtlichkeit in allen Bereichen geprägt wird. Dazu gehören die frischen Blumen auf den Tischen ebenso wie die Öffnung des Hauses an sieben Tagen in der Woche von 10.00 bis 18.00 Uhr. Die Angebote sind an den Bedarfen der Menschen orientiert und werden von ihnen selbst organisiert. Getreu dem Gedanken „ältere Menschen helfen anderen älteren Menschen“ wurden der Selbsthilfe und dem Ehrenamt alle Möglichkeiten zur Entfaltung gegeben. Älteren Menschen vertrauen und Verantwortung übertragen, das war und ist ein Grundgedanke der jahrzehntelangen erfolgreichen Arbeit des Sozialwerk Berlin e.V., der von vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern mitgetragen und unterstützt wird. Diese Festschrift gibt Ihnen einen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit unseres Hauses und vermittelt Ihnen einen Eindruck von erlebter Geschichte. Wir sind stolz auf das bisher Erreichte. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass noch viel zu tun ist, um das Leben älterer Menschen lebenswerter zu gestalten. Ich selber wurde im Mai dieses Jahres zur Vorsitzenden des Sozialwerk Berlin e.V. gewählt und habe mich vorzeitig pensionieren lassen, um das Lebenswerk meiner Eltern und der Vereinsgründer in gemeinsamer Arbeit mit den fleißigen ehrenamtlichen Mitarbeitern fortzusetzen. Dabei kann ich mich auf viele Unterstützer und Freunde des Hauses verlassen. Für diese Zuverlässigkeit, Treue und Einsatzbereitschaft möchte ich mich im Namen der Mitglieder und des


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Vorstandes recht herzlich bedanken. Im Ausblick dieser Festschrift haben wir resultierend aus den Gesprächen mit unseren Ehrenamtlichen aufgezeigt, was wir alles unter dem Motto: „Wir haben die Tradition im Herzen und die Zukunft in der Hand“ verstehen und noch erreichen wollen, um der offenen Altenarbeit zu dem Stellenwert zu verhelfen, der ihr und dem demografischen Wandel nicht nur im Interesse älterer Menschen gerecht wird. Wenn Sie nach dem Lesen dieser Festschrift Ihre Neugier über die Arbeit des Sozialwerk Berlin e.V. gestillt haben, dann geben Sie bitte diese Broschüre an Menschen weiter, die sich für ehrenamtliche Arbeit mit und für ältere Menschen interessieren. Sollten Sie noch mehr über uns wissen wollen, dann lesen Sie unsere „Schlösschen-Post“ oder schauen Sie auf unsere Internetseite: www. sozialwerk-berlin.de. Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen der Festschrift und alles Gute sowie Gesundheit. Auf ein Wiedersehen freut sich

Margit Hankewitz Vorsitzende


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2. Wie es begann 06.12.1971: In der Wohnung der Eheleute Käte und Harry Tresenreuter wurde das Sozialwerk Berlin e.V. als „Verein für Altenfürsorge“ mit dem Zweck gegründet, der Vereinsamung und Isolierung älterer Menschen entgegenzuwirken. 1972 bis 1979: Sofort wurde die Umsetzung der vorgegebenen Vereinsziele in Angriff genommen durch Abhaltung von Sprechstunden, Organisation von Gemeinschaftsveranstaltungen, Bildung eines ehrenamtlichen Besuchsdienstes in Wilmersdorfer und Zehlendorfer Alten- und Pflegeeinrichtungen, Gründung der ersten Interessenkreise, Organisation von alljährlich stattfindenden Basaren, zuerst im St. Michaelsheim, später im Werner-Bockelmann-Haus, deren Einnahmen bald einen wesentlichen Teil der Finanzierungsmittel des Vereins darstellten. Das Modell des Vereins: Ältere Menschen helfen anderen älteren Menschen wurde in Berlin und darüber hinaus immer bekannter, und die Zahl der Mitglieder wuchs Ende der 70er Jahre über 500 an. Die Seniorenarbeit und die damit verbundenen Aufgaben wuchsen schnell und wurden so vielfältig, dass man kaum noch mit den bisherigen und verstreut liegenden gemieteten Räumlichkeiten zurechtkam, um die sich selbst gestellten Ansprüche zu verwirklichen. Die Mitglieder des Sozialwerk Berlin e.V. strebten daher einen zentralen Ort an, wo sie ihre Aktivitäten ausüben, erweitern, verbessern und insgesamt effektiver gestalten könnten. Selbstbewusst wie sie waren, wollten sie damit auch beweisen, dass Altenarbeit zu einem großen Teil von ihnen selbst gemeistert werden könnte. Sie wollten mit ihrem Engagement das in unserer Leistungsgesellschaft entstandene Bild vom hinfälligen, zu betreuenden alten Menschen grundlegend korrigieren. Es ging ihnen um den Stellenwert des älteren Menschen in der heutigen Gesellschaft, den es aufzuwerten galt. Ein Erfahrungsschatz sollte sichtbar gemacht werden, sowie die Möglichkeiten des älteren Menschen zur Selbstverwirklichung auf eine breitere und vor allem sinnvollere Basis gestellt werden.

Was des Weiteren verwirklicht wurde – was sich ereignet hat 1979 bis 1980: Gründung des „Förderkreises Altenselbsthilfezentrum Sozialwerk Berlin e.V.“ mit dem Satzungsziel „die finanzielle Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen der Altenselbsthilfe, insbesondere eines Alten-


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selbsthilfe- und Beratungszentrums des Sozialwerk Berlin e.V.“ zu bewerkstelligen. 1980: Schließung des Gesellschaftsvertrages des „Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums Sozialwerk Berlin e.V., gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH)“ 1980 bis 1983: Von Erfolg gekrönte Bemühungen um die Sicherstellung der Finanzierung des Projektes 14.10.1982: Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages, auf 25 Jahre, mit dem Bezirksamt Wilmersdorf, der nach dessen Ablauf den entschädigungslosen Übergang des darauf errichteten Gebäudes in das Eigentum der Stadt Berlin vorsah. 15.11.1982: Erteilung der Teilbaugenehmigung zum Aushub der Baugrube und zur Herstellung der Fundamente und des Kellermauerwerks 17.12.1982: Symbolischer erster Spatenstich durch Mitglieder des Vereins unter musikalischer Begleitung

Frau Käte Tresenreuter bei der Grundsteinlegung 15.04.1983: Grundsteinlegung in Anwesenheit von maßgeblichen Vertretern des Senats, des Abgeordnetenhauses und der sozialen Gesellschaft in Form eines kleinen Volksfestes 22.09.1983: Richtfest im Beisein vieler Vereinsmitglieder, Mitarbeiter, Vertreter des öffentlichen Lebens, des ehrenamtlichen Baubetreuers, Herrn Günter Hartwig, des Architekten und der am Rohbau beteiligten Gewerke


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Familie Tresenreuter und Herr Günter Hartwig beim Richtfest 16.12.1983: Schlüsselübergabe und Einweihungsfeier in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters, Herrn Eberhard Diepgen. Abhaltung des ersten Basars in eigenen Räumen

Schlüsselübergabe durch Herrn Günter Hartwig an Frau Käte Tresenreuter 1984: Gründung des ABS (Arbeitskreis Berliner Senioren) mit Frau Seldte und Frau Bagdahn-Wagner 01.04.1988: Eröffnung der ersten „Koordinierungsstelle für ambulante (soziale) Rehabilitation älterer Menschen” für die Bezirke Wilmersdorf und Zehlendorf in Trägerschaft des Sozialwerk Berlin e.V.


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09.11.1989: Fall der „Mauer“ und Beherbergung von zahlreichen Mitbürgern der ehemaligen DDR. Sofortige Gründung des Arbeitskreises „Selbsthilfe älterer Menschen der neuen Länder“ 04.01.1991: Unterstützung der Gründung des Vereins „Jahresringe – Verband für Vorruhestand und aktives Alter“ im „Schlösschen“ 19.04.1996: Eröffnung eines „Selbsthilfe- und Beratungszentrums für ältere Menschen”, nach dem Vorbild des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums des Sozialwerk Berlin e.V., in Tallinn/Estland Oktober 1996: Gründung eines vom Sozialwerk Berlin e.V. initiierten Arbeitskreises der EURAG in Budapest, der Altenorganisationen aus den mittel- und osteuropäischen Ländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn sowie aus Luxemburg und der Schweiz angehören. Später stießen noch Rumänien und Slowenien hinzu. 06.12.1996: 25 Jahre Sozialwerk Berlin e.V.: Jubiläumsfeier in Anwesenheit des Herrn Bundespräsidenten Roman Herzog und des Herrn Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen

25 Jahre Sozialwerk Berlin e.V. Frau Tresenreuter mit dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen und dem Bundespräsidenten Roman Herzog Frau Käte Tresenreuter erläutert Herrn Bundespräsidenten Roman Herzog den Modellcharakter des Zentrums.


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Frau Tresenreuter im Gespräch mit Herrn Bundespräsidenten Herzog „Mit dem Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. sind drei Modelle verwirklicht worden: 1. 2. 3.

Das Haus wurde von älteren Menschen geplant, mitfinanziert und gebaut. Es wird von älteren Menschen in Eigenverantwortung und auf ehrenamtlicher Basis geführt. Das Haus ist jeden Tag, auch an Sonn – und Feiertagen, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.“

15.02.1999: Hinterhältiger Brandanschlag am Rosenmontag auf das Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. An fünf Stellen im Mittelteil des Erd- und Kellergeschosses waren Brände mit Brennspiritus gelegt worden. Neben den starken Verwüstungen im Mittelteil war das ganze Haus von dichten Rauchschwaden durchzogen. Der Schaden belief sich auf fast 2 Millionen DM. Die Täter konnten nicht ermittelt werden.

So sah das „Schlösschen“ nach dem verheerenden Brand aus.


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An der Stelle erhob sich die Frage: Aufhören oder weitermachen? Das Gründerehepaar Tresenreuter entschloss sich nach positivem Bescheid des Bauleiters Günter Hartwig, nach Anhörung der Mitglieder und nach Rücksprache mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auf deren unverbrüchliche Treue und Tatkraft sie bauen konnten, weiterzumachen. August 1999: Wiederaufnahme, nach fünfmonatigen Restaurierungsarbeiten, aller Aktivitäten in unserem Zentrum, die sich in den folgenden Jahren fest etablierten. 2001: Gründung des Arbeitskreises „Konzertierte Aktion für Gerontologie und Geriatrie in Berlin und Brandenburg“ 28.01.2004: Auftaktveranstaltung des von Frau Tresenreuter, zusammen mit dem Arbeitskreis „Konzertierte Aktion für Gerontologie in Berlin und Brandenburg”, initiierten und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekts „Kompetenznetz für das Alter – ein Modellvorhaben am Beispiel der Region Berlin – Brandenburg” 2008: Gründung des Schlösschen-Chors durch die Chorleiterin Barbara Pudig

Was sich seit Ende 2008 zutrug: 22.09.2008: 35-jähriges Jubiläum der Fachgruppe „Ältere Menschen“ beim Paritätischen Wohlfahrtsverband im „Schlösschen“, dem traditionellen Versammlungsort dieses Arbeitskreises mit 130 Paritätern und weiteren lieben Gästen. Hochrangige Redner würdigten die hervorragenden Verdienste dieser Fachgruppe und ihrer Sprecherin der ersten Stunde, Frau Käte Tresenreuter. 24.11.2008: Begrüßung der 1-Millionsten Besucherin im Schlösschen 16.12.2008: 25. Jahrestag unseres Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums im Beisein zahlreicher prominenter Ehrengäste 03. bis 08. Mai 2009: Europaseminar zum Thema „Das Kompetenznetz für das Alter – Möglichkeiten und Chancen dieses Modells des Sozialwerk Berlin e.V.“ 08. bis 10. Juni 2009: Teilnahme am 9. Deutschen Seniorentag der BAGSO im Congress Center Leipzig mit einem Workshop zum Thema „Selbsthilfe älterer Menschen“


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08.07.2009: Abschlussveranstaltung der 36. Seniorenwoche mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Der ältere Mensch im Krankenhaus“ 09.07.2009: Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises Berliner Senioren (ABS) 17.08.2009: Gründung der „Arbeitsgruppe Offene Altenarbeit“ der LIGAVerbände 04.09.2009: Diskussionsveranstaltung im Vorfeld der Bundestagswahlen mit Vertretern aller fünf im Abgeordnetenhaus von Berlin vertretenen Parteien, die zu den wichtigen Schwerpunkten Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Versorgung älterer Menschen Stellung bezogen November/Dezember 2009: Großer, erfolgreich verlaufener Adventsbasar, sechs Weihnachtsfeiern für über tausend Bewohner von Pflegeeinrichtungen und die Weihnachtsfeiern für die Mitglieder und die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Frau Sozialsenatorin a. D., Dr. Heidi Knake-Werner Januar 2010: Offizieller Startschuss für ein neues, vom Sozialwerk Berlin e.V. initiiertes Nutzerevaluationsprojekt, das von der „Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin“ für ein Jahr gefördert wurde. Bei diesem Modellprojekt „Ältere Menschen ermitteln selbst die Situation in Alten- und Pflegeeinrichtungen“ handelte es sich um Befragungen, die dort von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Sozialwerk Berlin e.V., als neutrale, unabhängige Stelle, durchgeführt wurden. Die Basis dafür lieferte unser jahrzehntelang existierender ehrenamtlicher Besuchsdienst in Alten- und Pflegeeinrichtungen. 01.03.2010: Wichtiges Fachgespräch, im großen Saal des Schlösschens, zum Thema „Die offene Altenarbeit in Berlin“ unter Mitwirkung u. a. des Staatssekretärs für Soziales, Herrn Rainer-Maria Fritsch, und der Vertreter der LIGA-Verbände 09. bis 14. Mai 2010: Traditionelles Europaseminar mit 15 Vertretern aus acht Ländern zum Thema „Die Perspektiven der offenen Altenhilfe“ 29.10.2010: Fachtagung des Arbeitsausschusses „Wohnen im Alter“ zum Thema „Wohnen im Übergang zur Pflege“ 03.11.2010: Fachtagung zur Präsentation der Zwischenergebnisse des Modellprojektes „Situationsanalyse in stationären Pflegeeinrichtungen“ unter Teilnahme von Herrn Rainer-Maria Fritsch, Sozialstaatssekretär, und Frau Dr. Heidi Knake-Werner, Sozialsenatorin a. D.


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22.02.2011: Abschlussveranstaltung des Modellprojektes vor der interessierten Fachöffentlichkeit 15. bis 20. Mai 2011: Traditionelles Europaseminar zum Thema „Das Sozialwerk Berlin e.V. im 40. Jahr“ 24.08.2011: Diskussionsveranstaltung mit im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Politikern unter dem Motto „Ältere Menschen fragen, Politiker antworten“ 27.08.2011: Beteiligung an der 37. Berliner Seniorenwoche unter dem Motto „Ältere Menschen – aktiv in Berlin“ 06.12.2011: Jubiläumsveranstaltung zum 40. Jahrestag der Gründung des Sozialwerk Berlin e.V. mit vielen Ehrengästen 13.03.2012: Fachtagung zum Thema „Perspektiven der offenen Altenarbeit im Gemeinwesen“ unter Beteiligung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales 03. bis 05. Mai 2012: Teilnahme am 10. Deutschen Seniorentag der BAGSO in Hamburg unter dem Motto „Ja zum Alter“ und Gestaltung des Workshops „Selbsthilfe älterer Menschen“ 14. bis 16. Mai 2012: Europaseminar zum Thema „Die offene Altenarbeit sichtbar machen“ unter Teilnahme von 12 Vertretern aus 7 Ländern 06.09.2012: Abschluss der 38. Berliner Seniorenwoche unter dem Motto „Solidarität zwischen den Generationen“ 08. bis 10. Oktober 2012: Seminar zur konzeptionellen Entwicklung des Sozialwerk Berlin e.V., zu inhaltlichen und organisatorischen Themen und zur Arbeit des „Kompetenzzentrum Offene Altenarbeit“ 18.12.2012: Im Rahmen der Weihnachtsfeier für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Ehrung des Sozialwerk Berlin e.V. und Aushändigung der Helene-Medaille 2012 durch die Stiftung Oskar-HeleneHeim für das Modellprojekt „Ältere Menschen ermitteln selbst die Situation in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen“


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Aushändigung der Helene-Medaille 2012 v.r.n.l.: Werner Ukas, Geschäftsführer Stiftung Oskar-Helene-Heim; Prof. Dr. Wolfgang Kuhla, Kuratoriumsvorsitzender Stiftung Oskar-Helene-Heim; Harry Tresenreuter, stellv. Vorsitzender Sozialwerk Berlin e.V.; Käte Treseneuter, Vorsitzende Sozialwerk Berlin e.V.; Peter Stawenow, Vorstandsassistent Sozialwerk Berlin e.V.; Prof. Dr. med. Ralf Kuhlen, Geschäftsführer Medizin HELIOS Kliniken GmbH 2013: Einrichtung des „Schlösschen-Cafés“, das den Gästen ein gemütliches Ambiente bietet. Dort finden auch die Erzähl-Cafés und die klassischen Konzerte statt. 01.02.2013: Vorstellung des „Konzept Sozialwerk Berlin e.V.“ durch Frau Margit Hankewitz und Herrn Peter Stawenow 18.02.2013: Uns erreichte die traurige Nachricht, dass unsere liebe, allseits geehrte und geschätzte Vorsitzende, Frau Käte Tresenreuter, für immer von uns gegangen ist. Die Trauerfeier am 26. Februar fand im feierlichen und würdigen Rahmen im Beisein zahlreicher prominenter Teilnehmer aus Politik und Sozialverbänden in der St.-Annen-Kirche statt. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung wurde das Sozialwerk e.V. von Frau Margit Hankewitz als stellv. Vorsitzende geführt. Herr Harry Tresenreuter, bisheriger stellv. Vorsitzender, gehörte nun auf eigenen Wunsch dem Vorstand als einfaches Mitglied an. 01.03.2013: Fachgespräch zum Thema „Wie gehen wir miteinander um?“ Damit der allseits gewünschte interne Dialog gefördert wird, finden ab jetzt jeden Dienstag so genannte Bereichsleitergespräche statt, die der Information und der Ideenfindung dienen.


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Frühjahr 2013: Erscheinen der 50. Ausgabe der „Schlösschen-Post“ 06. bis 08. Mai 2013: Europaseminar mit elf Gästen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa zum Thema „Interessenvertretung älterer Menschen im demografischen Wandel“ 14. und 15. Mai 2013: Jahresmitgliederversammlungen des Sozialwerk Berlin e.V. und des Fördervereins Altenselbsthilfezentrum Sozialwerk Berlin e.V. mit einstimmiger Wahl von Frau Margit Hankewitz zur neuen Vorstandsvorsitzenden 31.05.2013: Dreieinhalb Monate nach dem Ableben von Frau Käte Tresenreuter verstarb auch ihr allseitig geschätzter und verehrter Ehemann, Herr Harry Tresenreuter, im Alter von 89 Jahren. In einer würdigen und bewegten Trauerfeier am 17. Juni 2013 in der Sankt-AnnenKirche, wo das Ehepaar Tresenreuter vor 65 Jahren geheiratet hatte, nahmen seine Familie, Freunde und Weggefährten sowie die Mitglieder und Mitarbeiter des Sozialwerk Berlin e.V. Abschied. 24.08.2013: Teilnahme mit einem erneuerten Informationsstand an der Eröffnung der 39. Berliner Seniorenwoche 29.08.2013: Fachtagung „Bewegung ist Leben“ in Zusammenarbeit mit dem ABS (Arbeitskreis Berliner Senioren) und dem Verband für sozialkulturelle Arbeit 05.09.2013: Abschlussveranstaltung der 39. Berliner Seniorenwoche zum Thema „Bezahlbares Wohnen“ im Käte-Tresenreuter-Haus 28.10.2013: Fachtagung des Landesseniorenbeirates Berlin zum Thema „Ehrenamt ist nicht umsonst“ 20.11.2013: Informationsveranstaltung zum Forschungsprojekt „GLUT“ (Geoinformationssysteme, Lebensqualität und Teilhabe) in Zusammenarbeit mit der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin und der Beuth-Hochschule für Technik Berlin. Das Sozialwerk Berlin e.V. wird sich nach bewährter Manier ebenfalls an diesem Vorhaben beteiligen. 13.12.2013: Feier zum 30-jährigen Bestehen des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums des Sozialwerk Berlin e.V., das auch Käte-TresenreuterHaus oder (Humboldt)-Schlösschen genannt wird.


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3. Was bei uns los ist und was in uns steckt Dieses Haus, das neben dem Besuchsdienst der ersten Stunde in Alten- und Pflegeeinrichtungen das zweite Standbein des Sozialwerk Berlin e.V. bildet, wurde sehr schnell angenommen und erfuhr von Jahr zu Jahr einen stärkeren Zulauf. So wurde seit seinem Bestehen bis heute die Zahl von 1,2 Millionen Besuchern erreicht. Wahrlich ein großartiger Erfolg! Hier werden kostenlose Sprechstunden in sozialrechtlichen bzw. behördlichen Angelegenheiten oder bei zivilrechtlichen Fragen, wie z. B. bei Patientenverfügungen, Testamenten oder Betreuungsvollmachten, angeboten. Bei besonderen Sorgen und Nöten können die Mitglieder des Sozialwerk Berlin e.V. sich telefonischen Rat einholen.

Frau Heidemarie Mangers bei der Beratung Diesbezügliche Beratungen erfolgen in persönlichen Gesprächen im Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. oder auf Wunsch auch zuhause durch eine ausgebildete ehrenamtlich tätige Sozialmanagerin. Ebenso finden monatlich kostenlose Rechtsberatungen durch einen Anwalt statt. Hervorzuheben sind die Serviceleistungen, die das Sozialwerk erbringt und durch die es weit über das „Schlösschen“ hinaus ausstrahlt (siehe dazu auch unter Ausstrahlung im folgenden Abschnitt). Hierzu zählen beispielsweise die Geburtstagsfeiern, die im „Schlösschen“ für Geburtstagsjubilare veranstaltet werden, die selbst keine Angehörigen mehr haben oder die alleinstehend sind. Ohne diese Feiern hätten viele ältere Mitglieder an ihrem Ehrentag gar kein Fest.


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Für ältere Menschen, die das „Schlösschen“ nicht mehr zu Fuß erreichen oder den öffentlichen Personenverkehr nicht mehr nutzen können, wird seitens des Sozialwerk Berlin e.V. ein Fahrservice organisiert. Das Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. verfügt über folgende Räumlichkeiten: Im Erdgeschoss: die Rezeption, ein großer Festsaal mit Bühne, die Küche, das Esszimmer und die Kaffeestube, das so genannte Schlösschen-Café. Entlang der Rückseite des Gebäudes erstreckt sich eine geräumige Terrasse, an die sich eine kleine, sehr gepflegte Gartenanlage anschließt. Im ersten Stock: das Sprechzimmer, das auch von der Schatzmeisterin genutzt wird, zwei Büroräume, die Bibliothek. Sie ist Tagungsort der Fachgruppe „Ältere Menschen“ sowie vieler Sitzungen diverser Gremien; sie dient auch als Übungsraum für die Yoga- und Bewegungslehrekurse und den SchlösschenChor. Im ersten Stock befinden sich des Weiteren das Käte-TresenreuterZimmer, das als Büro und Besprechungsraum genutzt wird, das Zimmer für den Handarbeits- und Bastelkreis und schließlich die Wohnung der Hausverwalterfamilie. Im Untergeschoss: ein Raum für den Malkreis, die Gymnastikgruppe und sonstige Interessengruppen, ein Büroraum, die Kegelbahn sowie Wirtschaftsräume, eine Werkstatt und ein Bügel- und Umkleidezimmer. Künstler haben von dort einen direkten Zugang zu der Bühne des Festsaals. Zur Infrastruktur gehört eine mobile Technik, die in jedem der zuvor beschriebenen Räume zur Verfügung gestellt werden kann. Im großen Saal sowie in der Bibliothek befinden sich Leinwände für Projektionen. Außerdem sind hier Induktionsschleifen für Gäste mit Hörbeeinträchtigungen eingebaut. Mobile Leinwände können in den anderen Räumen ebenfalls aufgestellt werden. Musikinstrumente: Im großen Saal sind ein Flügel und ein Harmonium vorhanden. In der Bibliothek steht ein Klavier zur Verfügung. Das Sozialwerk Berlin e.V. verfügt auch über ein Keyboard, das bei Konzerten des SchlösschenChors, z. B. in Pflegeeinrichtungen, zum Einsatz gelangt. Im Hinblick auf Barrierefreiheit sind die Behindertentoiletten im Erdgeschoss mit breiten Türen und mit Hilfsmitteln zum Aufstehen in den Kabinen hervorzuheben. Über die Notschnur in den WCs und neben den Waschbecken kann im Bedarfsfall Hilfe herbeigerufen werden. Wenn Hilfe benötigt wird, kann durch die schnelle Haus-Handy-Verbindung des jeweiligen Tagesdienstes der Hausverwalter oder sein Vertreter zur Unterstützung geholt werden. Personen mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen haben durch einen großen, leistungsfähigen Aufzug die Möglichkeit, in die anderen Etagen des Hauses zu gelangen.


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Durch die schwellenlosen Gänge ist dies ohne Gefahr möglich. Gehbehinderte, langsamere Gäste können in den Gängen sowie in den Treppenaufgängen auf sichere Handläufe zurückgreifen. Durch diese an einem Standort verfügbaren Räumlichkeiten und durch die beschriebene Infrastruktur konnten die Aktivitäten des Sozialwerk Berlin e.V. stark erweitert werden. Die Zahl der sozial-kulturellen Angebote stieg, viele neue Interessenkreise wurden gegründet. Die Räume des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums werden – besonders von Externen – gern als Konferenzzentrum genutzt. Zurzeit bestehen folgende Interessenkreise, die im Prinzip von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet werden: Bewegungslehre, Damengesprächsrunde, English Speaking Circle, ErzählCafé, Filmnachmittage, Nous parlons français, Gedächtnistraining, Gymnastik für Ältere, Handarbeiten, Herrenrunde, Kartenspielen, Kegeln, Kreatives Gestalten, Kulturkreis, Literaturkreis, Malkreis, Offenes Singen, Reisen, Schlösschen-Chor, Sitztanz/Schlösschen-Ballett, Sonntagsspaziergang, Wandern, Yoga für Ältere.

Bewegungslehre


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English Speaking Circle

Yoga für Ältere

Alle Neune


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Kreatives Gestalten

Malkreis

Sitztanz


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Der große Festsaal des Zentrums, der 120 Personen an Tischen Platz bietet und der mittels einer beweglichen Trennwand auf ein Fassungsvermögen von 190 Sitzplätzen erweitert werden kann, wird stark beansprucht durch regelmäßige Veranstaltungen und Künstlerprogramme wie Konzerte, Kabarettvorführungen, Modeschauen, Tanzkaffees, Karnevalsveranstaltungen usw., aber auch durch Arbeitsbesprechungen der Mitarbeiter sowie durch immer zahlreicher werdende Fachtagungen, Vorträge, Geselligkeitstreffen, Jubiläumsfeiern und nicht zuletzt durch die gern besuchten Weihnachtsfeiern für Bewohner von Pflegeeinrichtungen, für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Mitglieder des Sozialwerk Berlin e.V.

Weihnachtsfeiern für Bewohner von uns betreuter Pflegeeinrichtungen Die geräumige Terrasse und die übrigen Freiflächen der Gartenanlage erleben ebenfalls ihren Höhepunkt in Form der alljährlich abgehaltenen, sehr gut besuchten zweitägigen Sommerfeste, die sich auch wegen der musikalischen Darbietungen großer Beliebtheit erfreuen.

Die Sommerfeste des Sozialwerk Berlin e.V.


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Ein weiterer Höhepunkt jeden Jahres ist der zweitägige Weihnachtsbasar, der alle Räume des Hauses in Beschlag nimmt, in Berlin einen hohen Bekanntheitsgrad genießt und eine nicht unwesentliche Finanzierungsquelle für das Betreiben des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums darstellt.

Musikalischer Beitrag zum Weihnachtsbasar

Das große Angebot des Weihnachtsbasars


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4. Ausstrahlung Das Jahr 1993 führte den Wohltätigkeitsverband Estlands (EHF) mit dem Sozialwerk Berlin e.V., Frau Käte Tresenreuter, zusammen. Aus dieser Begegnung entstand 1996 in einem 100 Jahre alten Haus im Tallinner KadriorgPark, Jaan-Poska-Straße 15, ein Zentrum nach dem Vorbild des Sozialwerk Berlin e.V. Besondere Unterstützung und Anerkennung erfuhr diese Unternehmung durch die Familie Tresenreuter, die Europäische Union, die Tallinner Stadtverwaltung, die Dussmann- Gruppe und Körber-Stiftung in Deutschland, die AG Eesti Gaas und viele andere Sponsoren. Das Projekt Tallinn wurde als eines der besten in der EU ausgezeichnet.

Das Haus Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum in Tallinn/Estland Dieses Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum ist Zentralstelle der Altenpolitik in Estland geworden. Die Kommission der Altenpolitik des Sozialministeriums hat dort ihren Sitz. Die Zeitung „Senior“ wird hier herausgegeben. Es finden Praktika der künftigen Sozialarbeiter statt. Es ist ein Treffpunkt der Förderer der Altenhilfebewegung aus der ganzen Republik. Das Zentrum strahlt seine Kompetenz bis ins Baltikum, nach Skandinavien sowie nach Mittel- und Osteuropa aus. Das Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum (VENÜ) erfreut sich großer Popularität. Verschiedene Interessenkreise befinden sich dort: Gesprächsgruppen für Deutsch, Englisch, Französisch und Finnisch, Gymnastik-, Musik-, Aquarell- und Literaturgruppen, Schach- und Bridgegruppen, Kochkurse, Gruppen für Volkstanz und Theater sowie elf Handarbeitskreise. Ärzte, Psychologen und Psychiater sowie Spezialisten anderer Bereiche unterstützen das Projekt mit Rat und Tat. Es gibt eine Bibliothek, ein Café und eine Küche. Vorlesungen, Konzerte und Begegnungen finden statt. Es ist wunderschön, dass dieser Ideenaustausch zwischen dem Sozialwerk Berlin e.V. mit dem EHF Tallinn diese Früchte trägt.


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Auftritte des Schlösschen-Chors in Alten- und Pflegeeinrichtungen gemeinsam mit unserem Therapiebegleithund „Bella“ Seit einigen Jahren hat sich unser Schlösschen-Chor zur Aufgabe gestellt, die Bewohner in ihren Alten- und Pflegeeinrichtungen aufzusuchen und ihnen Konzerte mit bekannten Melodien darzubieten. Diese Initiative stößt auf eine große Resonanz, können doch die älteren Menschen die meisten Lieder mitsingen. Sie beherrschen den Text manchmal besser als unsere Sänger.

Therapiebegleithund „Bella“ in Aktion Sehr gut kommt auch unsere „Bella“ an. Ein Golden Retriever, der während der Aufführungen durch die Reihen der Zuhörer streift und sich ohne Ende streicheln lässt. Auch bei den verschiedenen Weihnachtsfeiern für Bewohner von Einrichtungen im Schlösschen begeistert er die Gäste. Hunde sind treue Begleiter der Menschen. „Bella“ ist sehr lieb und unterstützt unseren Besuchsdienst und unsere Tätigkeiten kräftig.

Dampferfahrten für Bewohner von Pflegeeinrichtungen Unsere traditionellen Dampferfahrten für Bewohner von Pflegeeinrichtungen finden jedes Jahr in den Sommermonaten statt. Unter den Teilnehmern gibt es auch viele Rollstuhlfahrer und Rollatorenbenutzer.


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Die erwartungsvollen Teilnehmer im Anmarsch Sie werden wie immer von einer Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, darunter mehrere examinierte Pflegekräfte, des Sozialwerk Berlin e.V. begleitet und betreut.

Kaffeezeit auf dem Dampfer Sie können bei Kaffee und Kuchen die herrliche Fahrt über den See genießen. Natürlich darf unser Therapiebegleithund „Bella“ nicht fehlen. Eine Abordnung des Schlösschen-Chors singt fröhliche Lieder, hervorragend unterstützt von unseren Gästen. Derartige Veranstaltungen bedeuten für die älteren Menschen immer eine willkommene Abwechslung im Alltag ihrer Einrichtung.


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Gremienarbeit Zur Verbesserung der Lebensqualität der älteren Menschen werden an alle im Bundestag oder im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen politischen Parteien und an weitere verantwortliche Gremien kontinuierlich Anliegen herangetragen, um zu verdeutlichen, dass der Mitarbeit von ehrenamtlichen aktiven älteren Menschen Rechnung getragen werden muss. In vielen Gremien ist das Sozialwerk Berlin e.V. mit eigenen Vertretern präsent. In einer Zeit, in der die ältere Generation oft noch als Objekt behandelt wird, kommt dieser Aktivität eine besondere Bedeutung zu. Vertretung des Sozialwerk Berlin e.V. in den Gremien Gremien

Vertreter / innen

EURAG

Margit Hankewitz / Jean Mangers

Freundeskreis Mittel- und Ost-Europa

Jean Mangers / Margit Hankewitz

AK Altersfragen Charlottenburg/Wilmersdorf

Heidemarie Mangers

Landesseniorenbeirat Berlin

Peter Stawenow / Dr. H.-U. Litzner

Vorstand des LSBB

Peter Stawenow

AK Ehrenamt/Selbsthilfe des LSBB

Peter Stawenow

AK Wohnen des LSBB

Dr. H.-U. Litzner

AK Altersarmut und soziale Sicherungssysteme des LSBB

Peter Stawenow

ABS Arbeitskreis Berliner Senioren

Hans Buchholz / Peter Stawenow

Beirat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin

Peter Stawenow

Fachgruppe „Ältere Menschen“ beim Paritäter

Peter Stawenow

BAGSO

Christa Kübler / Margit Hankewitz

AK Ehrenamt und Selbsthilfe der BAGSO

Christa Kübler / Peter Stawenow

Landesarmutskonferenz

Margit Hankewitz / Peter Stawenow

AK Soziale Sicherungssysteme der Landesarmutskonferenz

Peter Stawenow

AK der LIGA: Offene Altenarbeit

Peter Stawenow

Vernetzungstreffen Besuchsdienste

Heidemarie Mangers / Margit Hankewitz

Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

Peter Stawenow

Kommission Freiwilligenpass Senatsverwaltung

Peter Stawenow

Vorstand Sozialwerk Potsdam

Dagmar Grün


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Begehungen im Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum Anlässlich der Begehungen im Käte-Tresenreuter-Haus und der damit verbundenen Vorstellung des Sozialwerk Berlin e.V. sind Schülergruppen, Studenten und weitere Besucher aus Institutionen, Hoch- und Fachschulen aus dem Inland und Ausland, die sich über die Funktion des ersten Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums der Bundesrepublik Deutschland informieren wollen, stets sehr beeindruckt, mit welcher Selbstsicherheit die Mitarbeiter ihre Ansichten und Interessen vertreten. Dadurch lernen gerade die Schüler den aktiven älteren Menschen kennen, was dazu beiträgt, dessen Bild in der Gesellschaft in einen positiven Fokus zu rücken. Hierzu tragen auch die Wochenseminare für Multiplikatoren in der Altenarbeit bei, die seit 1972 stattfinden und in denen Themen der älteren Menschen aus ihrer Sicht diskutiert und analysiert sowie Forderungen an die Politik formuliert werden, immer unter dem Gesichtspunkt: Ältere Menschen wissen selbst, was gut für sie ist.

Studenten der Katholischen Hochschule Berlin im „Schlösschen“

Neue Projekte Wie in der Vergangenheit sollen auch künftig Projekte, wie z. B. das „Kompetenzzentrum Offene Altenarbeit“, das das gesamte Wissen über das Altern und Alter bündelt und vermittelt, neue Maßstäbe in der Gesellschaft auf dem Gebiet der Altenarbeit setzen und unseren Ruf als ernstzunehmenden Partner festigen. Wir fordern nicht nur, wir bieten auch unsere Lebenserfahrung sowie Berufserfahrung für die aktive Mitgestaltung der menschlichen Gesellschaft an. (Siehe dazu auch unter der Rubrik „Wie es weitergeht“) Fazit: Allgemein müssen wir sagen, dass wir alle im Sozialwerk Berlin e.V. dazu beitragen, durch unser Auftreten immer und überall Öffentlichkeitsarbeit im Interesse älterer Menschen zu betreiben.


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5. Wie wir uns darstellen Unsere Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsdarstellung spielen sich auf verschiedenen Ebenen ab. 1.) Das Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum Der Besucher, der sich dem „Käte-Tresenreuter-Haus“ nähert, nimmt als erstes den Schaukasten wahr, der am Zaun angebracht ist, das Zweimonateprogramm vorstellt und vom Malkreis umsichtig betreut wird. Nach seinem Eintreten ins Haus findet der Besucher an der Rezeption folgende Informationen: a) Das in der Regel für jeweils zwei Monate geltende Programm, das auf der Vorderseite die geplanten Veranstaltungen (Auftritte von Künstlergruppen, Zeitzeugengespräche im Erzähl-Café, klassische Konzerte, Faschingsfeiern, Sommerfeste, Modenschauen, Weinfeste, Tanztees, Mitgliederversammlungen und Basare usw.) ankündigt und auf der Rückseite die Aktivitäten unserer zwanzig Interessenkreise vorstellt sowie Aufschluss über Beratungen, Informationen und Sprechstunden gibt. b) Die Schlösschen-Post Seit dem 01.09.1999 erscheint vierteljährlich eine eigene Hauspostille, die Schlösschen-Post. Sie beinhaltet die Rubriken „Auf ein Wort“ sowie „Das Portrait“ über hochbetagte ehrenamtliche Mitarbeiter, berichtet über Erlebtes und Aktuelles im Sozialwerk Berlin e.V., beschreibt die vergnüglichen Veranstaltungen im „Schlösschen“, schildert die Museumsbesuche des Kulturkreises, enthält Reiseangebote und Reiseberichte und gibt Aufschluss über Programme und Beratungsangebote. Eine neue Rubrik „Wir gratulieren“ stellt die 70-, 75-, 80-, 85-, 90-, 95- und 100-Jährigen und darüber hinaus vor, gratuliert ihnen nachträglich allerherzlichst und wünscht ihnen noch viele Jahre bei bester Gesundheit. Schließlich kommt in der Schmunzelecke der Humor nicht zu kurz. Die Schlösschen-Post ist mit der jetzt vorliegenden Ausgabe Nr. 52 zu einem festen Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit geworden. Die Redaktionskommission setzt sich derzeit zusammen aus Christine Bökel-Striebeck, Eveline Harder, Gabriele Losse, Jean Mangers und Inge Neureither, die alle ehrenamtlich tätig sind. Weitere Mitstreiter sind herzlich willkommen. c) Die Informationsblätter, die einerseits einen allgemein gehaltenen Teil umfassen, der Aufschluss gibt über die Gründung, den Aufbau, die Modelle, die Schwerpunkte der Arbeit, die Interessenkreise, die Gremienarbeit, die Öffentlichkeitsarbeit und die Verwirklichungen des Sozialwerk Berlin e.V. und den Kontakt zum „Schlösschen“ gibt, und die andererseits in individuell gestalteten Blättern die einzelnen Interessenkreise vorstellen. Sie können einem Kasten im Inneren des Foyers entnommen werden.


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d) Rechts neben dem Rezeptionsschalter kann sich der Besucher auf einen Blick anhand einer Schautafel über die einzelnen Aktivitäten, die über die Woche angeboten werden, informieren. Daneben befinden sich ein Kummerkasten und ein Ideenkasten, in denen die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Besucher die Möglichkeit haben, ihre Kritiken, bzw. Anregungen an den Vorstand zu richten. Des Weiteren geben Anzeigen über die geplanten Veranstaltungen und Aufführungen Aufschluss. e) Auf halber Treppe zum Souterrain gelangt der Besucher zu einem weiteren Schaukasten, der über historisch wichtige Ereignisse im Sozialwerk Berlin e.V. berichtet. Im Souterrain verdeutlichen zwei Tafeln unsere Beziehungen zu den Staaten von Ost-, Mittel- und Südosteuropa. Dort ist auch das Original des von Joachim Bitsch gedichteten und komponierten „Schlösschen-Liedes“ zu bestaunen. Ein stark in Mitleidenschaft gezogenes Gemälde, das „Abendmahl“ darstellend, zeugt von der Heftigkeit, mit welcher der bereits erwähnte Brand gewütet hat. f) Begehungen im Käte-Tresenreuter-Haus mit Vorstellung des Sozialwerk Berlin e.V. (siehe dazu unter dem Abschnitt Ausstrahlung) 2.) Darstellung nach außen a) Internetpräsenz Seit 2008 ist das Sozialwerk Berlin e.V. mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Sie beinhaltet folgende Rubriken: Die Startseite mit allgemeinen Angaben über unseren Verein, ein Interview mit Frau Tresenreuter, der Gründerin des Sozialwerk Berlin e.V. „Dieses Haus ist mein Lebenswerk“, eine Auflistung der zwanzig Interessenkreise, Erlebnisberichte von der Herrenrunde und von der Verleihung der Helene-Medaille durch die Stiftung Oskar-Helene-Heim, eine Aufzählung der historischen Meilensteine des Sozialwerks und Hinweise auf Veröffentlichungen, wie z. B. die jüngsten Schlösschen-Postnummern und Berichte über die Seminare. Die Homepage bedarf einer kontinuierlichen Aktualisierung. Verantwortlich sind Gabriele Losse und Jean Mangers. Sie werden bei Bedarf tatkräftig unterstützt von Karlheinz Rieger vom ABS. b) Informationsstand des Sozialwerk Berlin e.V. Es ist Tradition des Sozialwerk Berlin e.V., mit einem Stand bei den Eröffnungen der Berliner Seniorenwochen vertreten zu sein – seit 2013 zum ersten Mal in einer rundum erneuerten Darstellung, die wir der Fleißarbeit von Jürgen Schambach zu verdanken haben. Es hat sich im Vorfeld ein neues Standbetreuungsteam gebildet, das aus folgenden ehrenamtlichen Mitarbeitern


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Erneuerter Informationsstand des Sozialwerk Berlin e.V. besteht: den Damen Akiki, Bökel, Brauner, Harder, Mangers, Pickert und den Herren Dr. Litzner und Schambach. Dieser Stand kam in der Wilmersdorfer Straße anlässlich des „Tages des Ehrenamtes“ ebenfalls gut zur Geltung. Er spiegelt in eindrucksvoller Weise die aktive und vielseitige Arbeit unseres Vereins wider und trägt viel zu dessen Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit bei. c) Auftritte des Schlösschen-Chors in Alten- und Pflegeeinrichtungen gemeinsam mit unserem Therapiebegleithund Bella (siehe dazu unter dem Abschnitt Ausstrahlung) d) Gremienarbeit (siehe dazu unter dem Abschnitt Ausstrahlung) e) Neue Projekte (siehe dazu unter dem Abschnitt Ausstrahlung) f) Darstellung in den Medien Wir versuchen immer wieder, unseren Verein und dessen Anliegen in den verschiedensten Medien, wie Presse, Rundfunk und Fernsehen, zur Geltung zu bringen. Ein oft schwieriges Unterfangen, da das Interesse der Öffentlichkeit an den Problemen der älteren Menschen sich in Grenzen hält, obwohl schon positive Ansätze zu erkennen sind, die es gilt, den Medienverantwortlichen immer wieder zu verdeutlichen mit dem Ziel, eine kontinuierliche Darstellung der vielfältigen, aktiven Mitgestaltung der älteren Menschen in der Gesellschaft zu erreichen. Dass dies möglich ist, beweist der Bericht über uns in der RBBAbendschau vom 8. Mai 2013. g) Handbuch des Sozialwerk Berlin e.V. Wir beabsichtigen, ein Handbuch zu erstellen, in dem alle Einzelheiten über das Funktionieren des Sozialwerk Berlin e.V. und die dazu gehörigen Regeln festgehalten werden.


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6. Wie wir wahrgenommen werden Der gute Ruf, den sich das Sozialwerk Berlin e.V. erwarb, drang bis zu den höchsten Stellen der Bundesrepublik und des Landes Berlin vor, aber auch über die Landesgrenzen hinaus. So war es eigentlich nur folgerichtig, dass es für herausragende Leistungen zu folgenden Ehrungen kam:

6.1 Persönliche Ehrungen 22.05.1979: Frau Käte Tresenreuter, Vorsitzende, wird vom Bundespräsidenten Walter Scheel für „Richtungsweisende Altenarbeit“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet. 23.10.1984: Herr Bundespräsident Richard von Weizsäcker verleiht Frau Käte Tresenreuter, in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 29.08.1991: Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V. verleiht Frau Käte Tresenreuter „Die Goldene Ehrenplakette“ in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die soziale Arbeit im paritätischen Bereich, insbesondere um die Selbsthilfe älterer Menschen. 01.10.1996: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Eberhard Diepgen, verleiht im Namen des Senats von Berlin, Frau Käte Tresenreuter den Verdienstorden des Landes Berlin in Anerkennung und Würdigung der um Berlin erworbenen hervorragenden Verdienste. 15.02.1999: Frau Käte Tresenreuter erhielt von Herrn Lennart Meri, dem Präsidenten der Republik Estland, für ihre Verdienste zum Wohl Estlands den Orden des Estnischen Roten Kreuzes IV. Klasse. 2000 – Jahr des Ehrenamts: Frau Anneliese Breuer, die langjährige Leiterin des Besucherdienstes des Vereins in Alten- und Pflegeheimen, erhält aus der Hand des Bundespräsidenten, Herrn Johannes Rau, das Verdienstkreuz der Bundesrepublik am Bande. 08.10.2001: Herr Harry Tresenreuter, stellvertretender Vorsitzender des Sozialwerk Berlin e.V., erhält vom Herrn Bundespräsidenten Johannes Rau das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 2008: Das Ministerium für Soziale Sicherheit und Arbeit der Republik Litauen verlieh Frau Tresenreuter eine Ehrenurkunde: „Wir danken Ihnen herzlich für Ihre große und schöpferische Tätigkeit für das Wohl der älteren Generation in


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Europa, wo Sie sich mit besonderer Liebe für die Baltischen Staaten einsetzten…“

6.2 Ehrungen an das Sozialwerk Berlin e.V. 22.09.1999: Auszeichnung durch das ISAB-Institut für Sozialwissenschaftliche Analysen und Beratung für länderübergreifendes Engagement von Senioren – Projekte von Deutschen mit Ausländern in der dritten Lebensphase (Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum in Tallinn des Sozialwerk Berlin e.V.) 11.10.2005: Herr André Schmitz, Leiter der Senatskanzlei, lädt 100 ehrenamtliche Mitarbeiter des Sozialwerk Berlin e.V. in den Wappensaal des Roten Rathauses ein, um ihnen ein offizielles Dankeschön für ihre uneigennützige Arbeit im Dienste der dritten und vierten Generation auszusprechen. 18.12.2012: Verleihung der Helene-Medaille an das Sozialwerk Berlin e.V. durch Prof. Dr. Wolfgang Kuhla, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Oskar-Helene-Heim 14.09.2013: Würdigung der „langjährigen Verdienste des Sozialwerk Berlin e.V. für die Betreuung und Beratung von älteren Menschen“ durch den DBH Bundesverband Rehabilitation (Rehabilitation, Selbsthilfe, Leben)

6.3 Besucherinterviews – Was mir am Schlösschen gefällt Besucher aus Institutionen, Hoch- und Fachschulen aus dem Inland und Ausland, die sich über die Funktion des ersten Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums der Bundesrepublik Deutschland informieren wollen, sind stets beeindruckt, mit welchem Selbstbewusstsein die Mitarbeiter ihre Ansichten und Interessen vertreten. Teilnehmer an Veranstaltungen sind ebenfalls voll des Lobes. Frau B. schrieb: „Ich möchte Ihnen nur Dank sagen, dass ich so nett in Ihrem Kreis aufgenommen wurde. Alle sind so liebenswürdig und herzlich zu mir. Im hohen Alter bin ich allein, ohne Familie. Bei Ihnen aber fühlt man sich so richtig geborgen.“ Und Frau L. beschreibt ihre Eindrücke nach dem Besuch einer Veranstaltung: „Meine Begeisterung und die meiner Freundinnen war enorm. Was haben Sie da nur wieder auf die Beine gestellt! Dieser Nachmittag war ein Potpourri der guten Laune, des guten Geschmacks und des Genusses über die Zunge. Alles


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war stimmig. Für mich, die so gerne dieses Niveau bei Veranstaltungen erreichen und haben möchte, ist ein Besuch im Schlösschen immer wieder Ansporn. Ich stehle mit den Augen und Ohren. Für Sie und für die fleißigen Helfer ein dickes Lob von uns!“ Die Leiterin einer Besuchergruppe fasste ihre Eindrücke wie folgt zusammen: „Bei Ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spürt man, dass sie mit vollem Herzen hinter dem Schlösschen stehen und daher ihre Tätigkeit mit großem Engagement und Elan durchführen. Die positive Grundstimmung überträgt sich auf die Besucher. Wir werden sie gerne mit nach Hause nehmen.“ Frau P. aus Biesdorf wendet sich an Frau Hankewitz mit folgenden Worten: „Werte Frau Hankewitz, werte Mitarbeiter des Hauses, anbei eine Tüte, gefüllt mit etwas Freude. Hiermit möchte ich mich für die schönen Stunden in Ihrem Hause bedanken. Der Weg dorthin ist zwar weit, doch fahre ich immer gerne dorthin, um dabei zu sein. In stillen Stunden bastele ich die beigefügten Karten. Leider habe ich mein Augenlicht fast verloren. Ich verwende daher ein Verzerrungsgerät, um Ihnen meinerseits mit den Karten ein wenig Freude zurück zu geben.“ Und unsere Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen uns so: „Ich habe hier Freunde gefunden und viele nette Leute kennen gelernt, mit denen ich unter anderem auch wunderbare Reisen gemacht habe. Ganz besonders schön ist es natürlich im Schlösschen-Chor!“ Lore Nitschke „Ich fülle so gern Unterlagen für neue Mitglieder aus.“ Christa Fischer „Ich mag die nette Gesellschaft hier und dass ich die Möglichkeit habe, hier Leute zu finden, zu denen ich gern Kontakt haben möchte.“ Inge Kotowski „Bei uns im Schlösschen haben Sie die Möglichkeit, über alles reden zu können, in Gesprächskreisen, auch in den verschiedenen Interessensgruppen, mit liebgewonnenen Mitarbeitern oder Kolleginnen beim Ehrenamtsdienst.“ Christine Bökel-Striebeck „Die Arbeit bei den jährlichen Weihnachtsbasaren hat mir sehr viel Freude bereitet. Jeder Tag im Schlösschen war schön. Leider sollte ich ja nun nicht mehr in der Küche tätig sein, aber ich bereue keine einzige Stunde, die ich dort verbracht habe. Ich bekomme des Öfteren Besuch, wie auch schon früher, von einer ganzen Reihe lieber Mitarbeiterinnen aus den verschiedensten Interessenkreisen. Mir ist von dieser Seite auch viel geholfen worden.“ Hedwig Donderski


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„Viele unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben schon mehr als 20 Jahre selbstlos, freudig und zufrieden ihre Arbeit für einen guten Zweck getan. Das hat sie aufgebaut, dieses Gefühl, gebraucht zu werden, noch so viel geben zu können. Das hat ihnen Mut gemacht, das Wissen darum, weiter am Leben teilzuhaben. Das hat sie „am Leben erhalten“, weiterhin eine wichtige Rolle in der Gesellschaft zu spielen, anerkannt und gemocht zu werden, Freude in Gemeinschaft zu erleben und mit anderen teilen zu können.“ Christine Bökel-Striebeck

Aus einem Interview mit Adrienne Pickert Guten Tag, liebe Frau Pickert. Sie sind jetzt 94 Jahre alt. Es ist nicht selbstverständlich, in diesem hohen Alter noch so wach und aktiv zu sein. Welches Geheimnis steckt dahinter? Es gibt kein Geheimnis. Das Sozialwerk erhält mich durch den Kontakt zu den Menschen fit. Was ich übernommen habe, mache ich auch hundertprozentig. Wenn ich morgens aufwache und eigentlich noch gern liegen bleiben würde, sage ich mir: „Du musst aber heute ins Schlösschen, auf geht`s!“ Auch einzelne Schmerzen werden einfach ignoriert, es darf nichts wehtun, ich muss doch meine Pflicht erfüllen. Wie und wann sind Sie zum Sozialwerk gekommen? Es war 1988, durch eine ehemalige Klassenkameradin. Ich hatte mir seinerzeit verschiedene Häuser angesehen, die ebenfalls Aktivitäten für Senioren anboten. Sie gefielen mir alle nicht. Da brachte mich diese Bekannte hierher. Sie kannte das Schlösschen gut, denn die uns allen bekannte Frau Ziegler („ZieglerZimmer“) war ihre Tante, die zu diesem Zeitpunkt aber leider nicht mehr lebte. Welche Aufgaben übernehmen Sie im Sozialwerk? Ich bin regelmäßig an der Rezeption, koordiniere die Geburtstagsfeiern und kümmere mich um die schriftlichen Gratulationen. Ich schicke Programme an frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und halte Kontakt zu Ehemaligen, die nicht mehr in der Lage sind, hierher zu kommen. Ich führe auch Gäste durch das Haus, häufig auch jüngere Menschen, die sich über die Angebote und Aktivitäten des Schlösschens informieren wollen.


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Geburtstagsfeier im „Schlösschen“ Was mögen Sie besonders gern im Sozialwerk? Das ist der Kontakt zu den Menschen hier, ich freue mich sehr darüber, wenn ich jemandem durch ein gutes Gespräch helfen kann. Worauf freuen Sie sich in nächster Zeit? Ich freue mich über jeden neuen Tag. Liebe Frau Pickert, ich danke Ihnen für dieses nette Gespräch! Das Interview führte Christine Bökel-Striebeck.

7. Wem wir danken Anlässlich des 25. Jahrestages der Gründung des Sozialwerk Berlin e.V. wurden die großzügigen Spender und Unterstützer, die wesentlich zur finanziellen Verwirklichung des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum beigetragen haben, mit einer Gedenktafel im Foyer des „Schlösschens“ gewürdigt: Sie haben dem Verein Mittel für die Investitionen und den laufenden Aufwand des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums zur Verfügung gestellt. Die Gedenktafel nennt Namen, aber viele Wohltäter haben darauf verzichtet, hier erwähnt zu werden. Eine große Wohltäterin, Frau Margarete Ziegler, unterstützte den Verein nicht nur finanziell, sondern gab ihm richtungweisend mit auf den Weg: Durch die bloße Betrachtung wird niemals etwas gewonnen. Wer etwas Großes leisten will, muss tief eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden und standhaft beharren. Diese Vorgabe ist insbesondere von den Gründern des Sozialwerk Berlin e.V. stets beachtet worden.


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Unser Dank gilt auch den Mitgliedern des 1979 gegründeten Förderkreises Altenselbsthilfezentrum Sozialwerk Berlin e.V., die bis zum heutigen Tag einen nicht zu unterschätzenden Teil der Finanzen des Vereins absichern. Unseren zahlreichen Mitgliedern gebührt ebenfalls Respekt, Anerkennung für ihre bewährte Treue zu unserem Verein.

Tafel der Förderer des Sozialwerk Berlin e.V. Ein Verein lebt von der aktiven Mitarbeit und Mitgestaltung seiner ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – so auch das Sozialwerk Berlin e.V. Sie stellen sich Tag für Tag uneigennützig in den Dienst der im Sozialwerk Berlin e.V. praktizierten Altenarbeit und Altenhilfe und bringen ihre vielseitigen, qualifizierten Fähigkeiten nutzbringend für die Gesellschaft, aber auch zur Förderung ihrer eigenen Lebensqualität, ein. Auch ihnen zollen wir nach dem Motto von Frau Käte Tresenreuter: Bitten, danken, anerkennen großen Respekt. Sie haben sich um die gute Sache verdient gemacht! An dieser Stelle soll ein großes Dankeschön an das Gründerehepaar Käte und Harry Tresenreuter ergehen, das mit seinem Werk unauslöschliche Maßstäbe zum Wohle der älteren Menschen in Berlin, Deutschland und Europa gesetzt hat. Als Ausdruck unserer Wertschätzung wurde daher 2012 dem Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum zusätzlich der Name Käte-TresenreuterHaus verliehen.


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8. Wer wir sind Vorstandsmitglieder des Sozialwerk Berlin e.V. Margit Hankewitz geb. Tresenreuter, geb. 1949 in Berlin, Diplomfinanzwirtin, Betriebsprüferin beim Finanzamt Zehlendorf bis 07/2013 Seit 1978 ist Frau Hankewitz ehrenamtlich im Sozialwerk Berlin e.V. aktiv und seit 1985 im Vorstand tätig. 1996 hat Frau Hankewitz aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen aus der ehrenamtlichen Zeit das Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum in Tallinn/Estland mit aufgebaut. Ein Projekt, das von der EU als eines der besten ausgezeichnet wurde. Ihre kreativen Ideen tragen in allen Bereichen des Sozialwerks zum Erfolg bei. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass immer mehr Schulklassen, Auszubildende und Studenten das Zentrum besuchen. Ihr Therapiebegleithund BELLA unterstützt sie bei allen Besuchen in den Pflegeeinrichtungen mit dem Schlösschen-Chor bei der Arbeit. Seit 05/2013 ist Frau Hankewitz Vorsitzende des Sozialwerk Berlin e.V.

Herbert Striebeck, Dr., Universitätsprofessor a. D., geb. 1939 in Osnabrück, Studium an der Universität Hamburg in den Fächern Erziehungswissenschaft, Soziologie und Philosophie Seit 1974 in Berlin, zuerst an der Pädagogischen Hochschule Berlin, dann an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie. Er war bis 2006 als Hochschullehrer tätig. Seit 01/2007 ehrenamtliches Mitglied im Sozialwerk Berlin e.V., dort insbesondere im Schlösschen-Chor und in der Herrenrunde engagiert. Seit 03/2011 ist Herr Professor Striebeck im Vorstand des Sozialwerks tätig. Seit 04/2013 ist er stellvertretender Vorsitzender des Sozialwerk Berlin e.V. Sein Aufgabengebiet ist die Mitgliederarbeit und betreuung.

Hans-Jochen Brauns, Dr., Professor, geb. 1941 in Hannover, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. Herr Professor Brauns ist Unternehmensberater, Jurist und Hochschullehrer. Er leitete von 1974 bis 1996 die AliceSolomon-Fachschule Berlin und von 1986 bis 2003 war er


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Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin. Ein Dachverband mit 700 sozialen und gesundheitlichen Organisationen mit knapp 45.000 Beschäftigten. Unter seiner Leitung wandelte sich der Paritätische Berlin von einem traditionellen Wohlfahrtsverband in eine leistungsfähige Lobbyorganisation und in ein modernes Dienstleistungsunternehmen. Seit 05/2013 ist Herr Professor Brauns im Vorstand des Sozialwerk Berlin e.V. tätig. Sein Bereich ist hier die Unterstützung der fachlichen Arbeit und Ausbau der Kooperationen.

Joachim Krüger, geb. 1949 in Berlin, Lehrer, Bezirksstadtrat a. D. Charlottenburg / Wilmersdorf, sozial- und haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin 1969 Abitur und Baccalauréat am Französischen Gymnasium, 1969 bis 1973 Studium Französisch, Geschichte, Latein und Archäologie. Lehrer am ThomasMann-Gymnasium. 2001 bis 2011 Stadtrat für Bürgerdienste (Wohnen, Ausbildungsförderung, Personal), Mitglied des CDU-Kreisvorstandes. Seit dem 05.12.2011 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Seit 08/2013 ist Herr Krüger im Vorstand des Sozialwerk Berlin e.V. Sein Arbeitsgebiet ist hier die Unterstützung der Lobbyarbeit.

Jean-Francis Mangers, geb. 1936 in Düdelingen/ Großherzogtum Luxemburg, Grundschullehrer, 1. Preis Musikschule, Dipl.-Ing. chem. ETH Zürich, Abteilungsleiter in der luxemburgischen Stahlindustrie, Bereiche Qualitätswesen und Kundenbetreuung Seit dem Ruhestand ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der luxemburgischen Altersorganisation AMIPERAS. Seit 1996 ehrenamtlicher Mitarbeiter im Sozialwerk Berlin e.V. (Freundeskreis Mittel-, Ost- und Südosteuropa). 02/2001 Umzug nach Berlin. Seit 08/2008 Mitglied des Vorstandes des Sozialwerk Berlin e.V., mit den Aufgabenbereichen Öffentlichkeitsarbeit und Schlösschen-Post.


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Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


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Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


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9. Wie es weitergeht Der Aufbau des Kompetenzzentrums „Offene Altenarbeit“ in Trägerschaft des Sozialwerk Berlin e.V. wurde am 01.04.2011 begonnen. Als Leiter des Kompetenzzentrums ist Herr Peter Stawenow tätig. Erste Aktivitäten waren: -

Verständigung über die Begrifflichkeit „Offene Altenarbeit“ Erforderliche Handlungs- und Betätigungsfelder Feststellung und Analyse der Situation in Berlin Vorbereitung und Durchführung der Fachtagung „Perspektiven der Offenen Altenarbeit im Gemeinwesen“ am 13.03.2012

Mit dieser Tagung wurde im Land Berlin der Auftakt zur intensiveren Beschäftigung mit diesem Tätigkeitsfeld gegeben. Durch fachbezogene Arbeitsmaterialien wurden den Berliner Akteuren der offenen Altenarbeit praxisbezogene Handreichungen auf den Weg gegeben. Mit der Verständigung zur Definition „offene Altenarbeit“ ist eine wesentliche Voraussetzung geschaffen worden, um die Diskussion hinsichtlich „Produktbeschreibung“, Prinzipien/ Qualitätsparameter bis hin zur Finanzierung der Offenen Altenarbeit und deren ökonomischen Effekte für das Gemeinwesen zu forcieren. Dabei wird die Auffassung vertreten, dass durch die offene Altenarbeit entsprechend § 71 SGB XII im Sinne der Prävention die kostenintensive Inanspruchnahme von Leistungen der Altenhilfe hinausgezögert wird. Zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Kompetenzzentrums wurde ein Büro im Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. eingerichtet und die ständige Erreichbarkeit auch mit Unterstützung ehrenamtlich tätigen älteren Menschen gesichert sowie der Internetauftritt des Sozialwerk Berlin e.V. aktualisiert und darin das Kompetenzzentrum integriert. Damit ist es gelungen, die praktische offene Altenarbeit und die inhaltlich-fachliche Arbeit dieses Tätigkeitfeldes an einem Standort eng miteinander zu verbinden. Weitere ehrenamtliche Unterstützung erhält das Kompetenzzentrum durch die beim Sozialwerk Berlin e.V. bestehenden und im Modellprojekt „Kompetenznetz für das Alter“ entstandenen Arbeitsausschüsse: - Wohnen im Alter - Ehrenamt und Selbsthilfe - Schnittstelle Betreuung/Pflege

Dr. Hans-Ulrich Litzner Gertrud Aschenborn Prof. Dr. Rainer Neubart,

welche mit großer Sach- und Fachkompetenz seit 2006 ehrenamtlich geleitet werden. Die Fachtagungen „Wohnen im Übergang zur Pflege“ 2010 und in Kooperation mit weiteren Partnern organisierte Tagungen „Ehrenamt ist nicht


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umsonst“ in 2011 und 2013 sprechen für sich. Das Kompetenznetz für das Alter wurde damit in das Kompetenzzentrum offene Altenarbeit erfolgreich integriert. Weitere Arbeitskreise zu den Themen Mobilität und Mitwirkung werden aufgebaut. Die internationalen Kontakte des Sozialwerk Berlin e.V. zu Akteuren der offenen Altenarbeit resultieren aus dem 15 Jahre bestehenden Freundeskreis Ost-, Südost- und Mitteleuropa, dem Vertreter aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Luxemburg und der Schweiz angehören. Im Mai 2010 und 2011 wurde je ein Wochenseminar durchgeführt, an denen diese Vertreter und ehrenamtliche Mitarbeiter des Sozialwerk Berlin e.V. teilnahmen. 2012 wurde das Seminar mit dem Thema „Die offene Altenarbeit sichtbarer machen“ fortgesetzt und insbesondere die Prinzipien der offenen Altenarbeit am Beispiel des praktischen Wirkens der teilnehmenden Akteure erörtert. Perspektivisch wird die offene Altenarbeit im Sinne § 71 SGB XII eine immer größer werdende Bedeutung und Notwendigkeit erlangen. Darum ist es sinnvoll, diesen Entwicklungsprozess, mit dem Kompetenzzentrum entsprechend dessen Konzeption, zu befördern. Ebenso trägt das Kompetenzzentrum durch Wissenstransfer zur Nivellierung unterschiedlicher Entwicklungsstände in den Berliner Regionen und bei den Akteuren der offenen Altenarbeit bei, erhöht so das Entwicklungstempo bei der Umsetzung der Vorhaben in der offenen Altenarbeit und hilft ungerechtfertigte Differenzierungen zu beseitigen. Ganz in diesem Sinne wurde im März 2013 die Fachtagung „Zur bezirklichen Altenplanung im Sozialraumbezug“ durchgeführt. Der Mehrwert dieser Arbeit wird durch die Erzielung von Synergieeffekten, Vermeidung von Parallelentwicklungen, Zeiteinsparung durch effizientere Informationsflüsse und Entscheidungsfindungen erreicht. Die Erarbeitung von Kriterien und Indikatoren, Definition von Inhalten, Prinzipien und Methoden der offenen Altenarbeit werden helfen, die Schnittstellen (Abgrenzungen und Kongruenzen) inhaltlich zur Altenhilfe (Pflege) und konzeptionell bezüglich der in Berlin existierenden Planungen und Konzeptionen zu ermitteln. Das Kompetenzzentrum steht ebenfalls den Akteuren der offenen Altenarbeit als Konsultationspartner zur Verfügung und wird vorhandene Vernetzungsanfänge effizienter gestalten, um Redundanzen zu vermeiden.


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Fachtagungen zu Inhalten der offenen Altenarbeit werden die Nutzerperspektive in den Mittelpunkt stellen und insbesondere ältere Menschen selbst, Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und sozialer Trägerlandschaft zu Wort kommen lassen. Mit Hilfe dieses interdisziplinären Arbeitsansatzes sind die Voraussetzungen gegeben, das Kompetenzzentrum in Trägerschaft des Sozialwerk Berlin e.V. zur Ideenschmiede zu entwickeln. Unsere Arbeit als Sozialwerk Berlin e.V. verstehen wir als einen Entwicklungsprozess, den wir mit der Fortschreibung unserer Konzeption des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums im Oktober 2012 (gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern) weiter vorangebracht haben. Dabei verfolgen wir das Ziel, unter Wahrung der Ehrenamtlichkeit und der historischen Entstehungsgeschichte des Hauses, uns als Stadtteilzentrum weiter zu profilieren. Mit der Umsetzung dieser Konzeption haben wir begonnen und bereits erste Erfolge erzielt. Dazu zählen: - Die verstärkte Zusammenarbeit bei der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung und Durchführung von berlinweiten Fachtagungen werden wir weiter verstetigen und dafür unsere Infrastruktur als „Konferenzzentrum“ zur Verfügung stellen. - Ebenso arbeiten wir in diesem Sinne partnerschaftlich mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen, um innovative Projekte zu entwickeln und in der Praxis auszuprobieren. (Situationsanalyse in stationären Pflegeeinrichtungen durch ältere Menschen/Lebensqualitätsprojekt Charité). - Diesen Weg der „Innovationsschmiede“ werden wir weiter beschreiten. Diesbezüglich wurden gute Erfahrungen im Zusammenwirken mit der AliceSalomon-Hochschule, der Wannsee-Akademie und weiteren Bildungseinrichtungen gesammelt, um Studenten, Auszubildenden und Schülern die offene Altenarbeit mit älteren und für ältere Menschen näherzubringen.


Zielsetzung des Sozialwerk Berlin e.V.: All unsere Aktivitäten, die der Mitglieder und der Ehrenamtlichen, sind darauf gerichtet, mit dem Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Sozialwerk Berlin e.V. und seinen Projekten alles dafür zu tun, um das Leben nicht nur der älteren Menschen lebenswerter zu gestalten. Prinzipien unserer Arbeit sind: -

Offen für alle zu sein Orientierung an der Bedarfslage in der Stadt und im Bezirk Hilfe zur Selbsthilfe Bürgerschaftliches Engagement und freiwillige Tätigkeit NutzerInnenbeteiligung Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen Verbindung von sozialer und kultureller Arbeit an einem Ort Multikulturelles und generationsübergreifendes Begegnen und Zusammenwirken im Stadtteil Förderung von Familien, anderen Lebensgemeinschaften und Nachbarschaftsbeziehungen Vernetzung im Stadtteil und Gemeinwesenentwicklung Soziale Dienste und Trägerschaften Bündelung und Konzentration unter einem Dach Ergebnisse der Arbeit öffentlich machen

Diese Prinzipien sind angelehnt an die Prinzipien der sozialkulturellen Arbeit, welche vom Verband für sozialkulturelle Arbeit aus dessen jahrelanger erfolgreicher Arbeit der Stadtteilzentren entwickelt wurden.

Zukunft ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen. Franz Alt


Rückseite des Käte-Tresenreuter-Hauses mit Terrasse

Öffnungszeiten des Käte-Tresenreuter-Hauses: Montags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr, d. h. auch an den Wochenenden und Feiertagen

30 Jahre Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum  

Altenselbsthilfezentrum, Beratungszentrum, Sozialwerk Berlin, Käte-Tresenreuter-Haus, 1983-2013

30 Jahre Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum  

Altenselbsthilfezentrum, Beratungszentrum, Sozialwerk Berlin, Käte-Tresenreuter-Haus, 1983-2013

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