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Z e i t s c h r i f t

f 체 r

S o z i o k u l t u r e l l e

A r b e i t



3/2012

Guatemala

Zeit!Raum zu Gast bei einer lateinamerikanischen p채dagogischen Konferenz

..... vom G체rtelb채ren ..... Jugendbegegnung mit Irland .....


Inhalt

In diesem Heft Welttag des Kindes

4

Sowieso Mehr! 

6

Austausch zu Spracherwerb und  Mehrsprachigkeit in Mittelamerika



8



11

Jugendbegegnung mit Irland 

12

Jede Menge Action in Salzburg 

14

… vom Gürtelbären 

15

Gemma’s an



Aktivitäten im 15.



8

16

Aktivitäten im 22.

20

Feel Good

23

Wiener Charta Gespräche

24

Auf Entdeckungsreise in der Slowakei 

26

Demokratiewerkstatt

29

DiverCity

29

Fun & Care

30

14

26 IMPRESSUM Herausgeber: Reinhold Eckhardt, Zeit!Raum-Verein für soziokulturelle Arbeit, 1150 Sechshauserstraße 68–70, Telefon: +431 892 74 00, E-Mail: office@zeitraum.org, Website: www.zeitraum.org Chefredaktion: Reinhold Eckhardt, Lucas Ellmeier Beiträge: Toni Stojimenov, Karoline Herbst, Ines Garnitschnig, Jenny Thucic, Martina Schedl, Zaneta Jovanovíc, Betül Burnaz, Romana Mikysa, Reinhold Eckhardt, ´ Lucas Ellmeier, Michaela Riegler, Rüya Babalioglu, Sonja Gaßner, Sandra Haas, Rainer Leonhartsberger Grafik: Zeit!Raum Fotos: Toni Stojimenov, Muhammed Akbulut, Reinhold Eckhardt, Jenny Thucic, Martina Schedl, Zaneta Jovanovíc, Fatma Gömez, Betül Burnaz, Romana Mikysa, Elisabeth Pallaver, Rainer Leonhartsberger, Michaela Riegler, Karoline Herbst, Sandra Haas, Alexander Aigner Druck: „agensketterl“ Druckerei G.m.b.H. Auflage: 25.000 Exemplare

2 Zeit!Raum 3/2012


editorial

Bildung ist nicht selbstverständlich!

I

n dieser Ausgabe berichteten wir Ihnen von unseren Eindrücken eines Austausches der besonde-

ren Art in Mittelamerika. Mehrsprachigkeit und Spracherwerb standen im Vordergrund. Dabei

wurde die komplett andere Lebensrealität der Kinder und Schüler in diesen Ländern verglichen mit Österreich offensichtlich. Bildung, vor allem höhere Bildung, bleibt vielen Menschen dort verwehrt. Doch schnell findet man Verbindendes und ähnliche Muster. Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt werden da wie dort noch nicht als das hohe Gut in der Gesellschaft wahrgenommen, das es ist. Vorurteile sind da wie dort vorhanden und behindern die freie Entwicklung von Kindern und deren Potential und damit die Zukunft der betreffenden Gesellschaften. Da wie dort ist die Erkenntnis

vorhanden, dass Bildung –und nicht zuallererst Ausbildung- die wichtigste Säule einer demokratischen Gesellschaft ist. Nur in der Umsetzung gibt es noch viel zu tun! Lust auf Bildung zu machen, Vorurteile abzubauen und den Stellenwert kultureller Vielfalt gezielt zu fördern sind Leitlinien in unseren unzähligen Projekten, wie Sie auf den folgenden Seiten feststellen können. Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass Bildung, ihre kritischen Stimmen, ihr Einsatz und ihre Kreativität notwendig sind um die Welt um sie herum zu gestalten, ist für uns selbstverständlich! Herzlichst, Rüya Babalioglu

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3/2012 Zeit!Raum 3


A

n diesem Wochenende durften zahlreiche kleine und auch große Besucher bei sonnigem Spätsommerwetter begrüßt werden, die sich am Kistenklettern, der Luft-

burg, der Pferdekutsche und einer Vielzahl an Stationen und Workshops erfreuten. Forfel, die Burgmaus von Burg Forchtenstein, und ihr Team konnten als Teil des Programmes Jung und Alt diverse Aktivitäten – wie z.B. das Bogenschießen – näherbringen. Am Sonntag sorgten unter anderem die Band KIGRU für einen gelungenen Bühnenauftritt unter reger Teilnahme der anwesenden Kinder. Selbstverständlich wurde wie jedes Jahr auch für das leibliche Wohl gesorgt. Es gab verschiedene Grillspeisen, diverse Getränke, sowie Kaffee und Kuchen. Natürlich durften Popcorn, Zuckerwatte und Eis da nicht fehlen. Die Beliebtheit des Festes vor allem für Familien und speziell deren Kindern scheint ungebrochen, konnte dieses mal auch wieder unter Beweis gestellt werden, dass ein Programm für alle Generationen auf die Beine gestellt werden konnte mit der Hilfe einer Vielzahl an fleißigen, freiwilligen Helfern, die diese Tage erst möglich gemacht haben. //


Kinderfest zum Welttag des Kindes Am 8. und 9. September fand das alljährliche Kinderfest zum „Welttag des Kindes“ im Auer-Welsbachpark im 15. Bezirk statt.

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SOWIESO MEHR! Sommerdeutschkurse für Kinder mit Sportund Freizeitangebot in den Sommerferien

Auch heuer haben zahlreiche Kinder die Sowieso Mehr! Deutschkurse in den Sommerferien besucht, um ihre DeutschE SPRACHE zu verbessern bzw. einen ersten Einstieg in die deutscheSprache zu erhalten. Deutschkurse gab es gemeinsames Mittagsessen und anschließend ging es in Begleitung mit den Sozialpädagogen zu den Nachmittagsstandorten. Die Kinder wurden je nach Wahl des Nachmittagsprogramms zwischen Sport-, Freizeit-, und Schwimmgruppe getrennt betreut. Jene Kinder, die sich für Sport entschieden hatten, genossen ein abwechslungsreiches Bewegungsprogramm mit den TrainerInnen am Sportplatz. Die Sportangebote reichten von Ballspielen über Leichtathletik bis hin zur Slackline. Kinder, die den Schwimmkurs als Nachmittagsprogramm besuchten, hatten die Möglichkeit Schwimmen mit qualifizierten SchwimmtrainerInnen zu lernen oder auch die vorhandenen Schwimmkennt-

D

nisse zu erweitern. Jene Kinder, die sich für das Freizeit-und Sommerdeutschkurse

teilnehmenden Kinder im gesamten Pro-

Kulturprogramm entschieden hatten, be-

sind ein Angebot für alle

jekt sowie die Konzeption und Durchfüh-

kamen von unseren PädagogenInnen Frei-

Kinder und Jugendlichen

rung des Nachmittagsprogramms (Frei-

zeitgestaltung in Wien geboten und lernten

ie

von 7 bis 14 Jahren mit

zeit- und Kulturprogramm). Dabei stellten

Wien kennen. Besuche in Museen (Techni-

Schwierigkeiten in der deutschen Spra-

die SozialpädagogInnen die Ansprechper-

sches Museum, Haus des Meeres, ZOOM

che. Es richtet sich an Kinder, die einen

sonen für Eltern, LehrerInnen und Kinder

Kindermuseum etc.) standen ebenso auf der

genügenden oder nicht genügenden Ler-

dar, was zum reibungslosen und erfolgrei-

Tagesordnung wie Besuche in Schönbrunn,

nerfolg in Deutsch haben, unabhängig

chen Ablauf verhalf.

in den Prater und die Universität Wien. Als

von der Muttersprache oder auch an Kin-

An den Vormittagen fand für die Dauer

besondere Highlights stellten sich für die

der, die während des Schuljahres neu nach

von je 2 Wochen intensiver Deutschunter-

Kinder insbesondere der Besuch der Afrika

Österreich kommen. An den Nachmitta-

richt statt. Die SozialpädagogInnen stan-

Tage auf der Donauinsel, Kinobesuche und

gen stand – ergänzend zum Sprachkurs –

den während der Deutscheinheiten den

das gemeinsame Bowlingspiel dar. //

wahlweise ein abwechslungsreiches Sport-,

LehrerInnen in den Klassen unterstützend

Schwimm-, Kultur- und Freizeitangebot

zur. Die Pausen am Vormittag wurden zu

Das Projekt war eine Zusammenarbeit

am Programm.

gemeinsamen Bewegungsspielen im Frei-

mit der Stadt Wien (MA 17), Zeit!Raum,

Den SozialpädagogInnen von Zeit!Raum

en und vor allem Freundschaften knüpfen

der Wiener Arbeiter Turn- und Sportver-

oblag die Betreuung und Begleitung der

genutzt. Nach Ende der vormittäglichen

ein (WAT) und Interface Wien.

6 Zeit!Raum 3/2012


3/2012 Zeit!Raum 7


Austausch zu Mehrsprachigk

Zeit!Raum forscht:

8 Zeit!Raum 3/2012


Spracherwerb und eit in Mittelamerika Im August dieses Jahres besuchte eine Mitarbeiterin von Zeit!Raum Universitäten und andere Bildungseinrichtungen in Guatemala und El Salvador, wo auch die Ergebnisse des Forschungskindergartens (Z!R berichtete mehrmals) präsentiert wurden.

D

ie Einladung hatten zwei wichtige Institutionen im Bildungsbereich

Leben“, das Zeit!Raum auch unterstützte.

rung im Kindergarten war intensiv: Vor-

Ziel der Reise war es, theoretische und

träge an Universitäten in Guatemala und

ausge-

didaktische Erfahrungen und Erkennt-

El Salvador und in einer Lehrerbildungs-

sprochen: Die internati-

nisse auszutauschen und sich vor Ort ein

anstalt, Besuche in Kindergärten und

onal tätige NGO FIECA führt zahlreiche

Bild über die Bildungssituation ein- und

Volksschulen und Gespräche mit Wissen-

Forschungs- und Bildungsprojekte für

mehrsprachiger Kinder in dieser Region

schafterInnen und NGO-VertreterInnen

Kinder und Erwachsene in Mittelamerika

zu machen – um so nicht zuletzt auch Er-

waren an der Tagesordnung.

durch. Das Colectivo No´j widmet sich

kenntnisse zur Übertragbarkeit pädago-

Deutlich wurden dabei die Parallelen

besonders kreativen und partizipatori-

gischer Praxis und Forschung im Bereich

zwischen den besuchten Ländern und

schen Ansätzen in der Bildungsarbeit und

Spracherwerb und Mehrsprachigkeit im

Österreich: Englisch wird sehr hoch be-

organisiert unter anderem das jährliche

Kindergarten zu gewinnen.

wertet und entsprechend oft schon in

internationale „festival de educación para

Der Wissenstransfer zu Mehrsprachig-

Kindergarten und Grundschule gelehrt.

la vida“, das „Festival des Lernens für das

keit und deren Anerkennung und Förde-

Kinder mir anderen Erstsprachen als Spa3/2012 Zeit!Raum 9


nisch sind dagegen – wie hierzulande jene

lande, wo viele Kinder in der Schule keine

Wasserleitung. Zudem sind die finanziel-

mit anderen Erstsprachen als Deutsch –

Bezugsperson haben, die ihre Erstsprache

len Mittel sehr beschränkt, sei es für die

mit Benachteiligungen konfrontiert: Oft

spricht, kaum vorkommt.

Anschaffung von Materialien oder für die Finanzierung einer Weiterbildung. Auch

können oder dürfen sie diese Sprachen im Kindergarten nicht sprechen, ihrer Sprache

Mangel an Grundlegendem

aufgrund dieser schwierigen finanziellen

wird ein niedriger Stellenwert eingeräumt,

Im Vergleich zu Österreich haben Kin-

Situation unterscheidet sich die Ausstat-

sie wird kaum anerkannt und nicht als „Bil-

der in Guatemala aber mit einigen sehr

tung der Kindergärten deutlich von jener

dungssprache“ wahrgenommen. Während

essentiellen Problemen zu kämpfen. So

hierzulande: Schon die Kleinen sitzen vor-

dies in Österreich allerdings vorwiegend

gibt es etwa viele Kinder, für die das Mit-

wiegend an Schultischen – und lernen dort

ein Ergebnis von Migrationsprozessen ist,

tagessen das erste Essen des Tages ist. Und

lesen, schreiben und rechnen. Möglich­

betrifft die Problematik in Guatemala auto-

wer kein Wasser oder Geld von den Eltern

keiten, eigenständig Lernerfahrungen zu

chthone Gruppen: Die Mehrheit der Bevöl-

mitbekommt, hat auch nichts zu trinken.

machen und durch Spiel und Kreativität

kerung in Guatemala, das sich immer mehr

Denn Trinkwasser kommt nicht aus der

Erkenntnisse zu gewinnen und sich Fertig-

zu seiner Mehrsprachigkeit und Multiethni-

keiten anzueignen, sind kaum vorgesehen

zität bekennt, spricht eine der vielen Maya-

bzw. bedürfen besonders großen Einfalls-

Sprachen als Erstsprache, zum Beispiel Kak-

reichtums auf Seiten der PädagogInnen.

chiquel, Quiché oder Mam.

Auch von entsprechend kindgerechter Gestaltung bleibt eher zu träumen.

Mehrsprachige PädagogInnen

Daraus ergeben sich auch Vorteile für das

Am langen Weg zu Frieden und Freiheit

Bildungssystem, die nur teilweise, aber im-

Auch die Nachwirkungen von Koloni-

mer deutlicher erkannt werden: Dadurch,

sierung und den langen Bürgerkriegen in

dass die Mehrheit der PädagogInnen mehr-

Guatemala und El Salvador sind bis heute

sprachig ist und die Sprachen der Kinder

spürbar und zeigen sich etwa im Umgang

spricht und dass sie mit der Lebenswelt

mit Konfliktsituationen. Ebenso fördern die

der Kinder auch vertraut sind, können sie

tief verwurzelte gesellschaftliche Ungleich-

die Kinder sprachlich und emotional gut

heit und die Diskriminierung der indigenen

verstehen und so optimal fördern. Hinzu

Mehrheit vielfältige Formen von Gewalt.

kommt, dass sich die Anzahl der Sprachen

All dies macht deutlich, wie wichtig und

pro Gruppe meist auf zwei oder drei be-

wertvoll die Arbeit von engagierten Organi-

schränkt, sodass eine Situation wie hierzu-

sationen ist. //

10 Zeit!Raum 3/2012


Wieder neue PatInnen bei „Gemma´s an!“ Auch heuer haben wieder elf neue, sozial engagierte und aktive Frauen und Männer aus Wien die sechsteilige Ausbildungsreihe zum ehrenamtlichen Jugendbegleiter des Patenschaftsprojekts „Gemmas´s an!“ erfolgreich absolviert.

D

ie neuen PatInnen wurden

Unmittelbar nach der Einschulung fand

unter anderem in entwick-

dann Ende Juni 2012 das traditionelle

lungspsychologischen

und

„Gemma´s an!“ Sommerfest statt. Dieses

pädagogischen Grundlagen, rechtlichen

Jahr feierten wir im Strandgasthaus Birner

Rahmenbedingungen, Kommunikation,

direkt an der Alten Donau und der son-

Krisen und Lebenswelten von Jugendli-

nige Tag lockte ganze 55 PatInnen und

chen geschult. Die Einschulungsgruppe

„ihre“ Jugendlichen an.

war sehr dynamisch und wir freuten uns

Die Stimmung war geprägt von Of-

sehr über die rege Teilnahme, welche

fenherzigkeit und Freude über die vielen

durch viele Fallbeispiele, Erfahrungsbe-

neuen Bekanntschaften, sowohl unter den

richte, Rollenspiele und Gruppenarbeiten

Jugendlichen als auch zwischen den Er-

unterstützt wurde.

wachsenen. //

An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren PatInnen für all ihr Engagement und ihre Bereitschaft eine Patenschaft für Jugendliche in schwierigen Lebenslagen aktiv zu übernehmen von ganzem

Weitere Informationen zum Projekt und Bewerbungen unter: www.gemmasan.at

Herzen bedanken. 3/2012 Zeit!Raum 11


JUGEND IN AKTION

JUGENDBEGEGNUNG mit IRLAND Von 18.–25. August 2012 fand im Rahmen des EU PROJEKTS JUGEND IN AKTION „Are We The Hidden Voice“ eine Jugendbegegnung zwischen Irland und Österreich in Drobollach am Faaker See mit dem Schwerpunkt Demokratie statt.

E

s trafen sich eine Gruppe iri-

beiden Gruppen besonders. Die berühmten

scher Jugendliche aus Nord-

Bauwerke der Welt in kleiner Ausführung zu

irland von der Organisation

bewundern, löste eine große Faszination aus.

NEELB – North Eastern Edu-

Zu den Highlights der Woche zählte der

cation & Library Board Youth Service mit

Tag in Venedig. Früh morgens war Abfahrt

österreichischen Jugendlichen, die bei Z!R

und nach der Busfahrt ging es mit dem Boot

aktiv sind. Das Alter der Teilnehmer lag zwi-

weiter direkt zum Markusplatz, von wo aus

schen 15 und 20 Jahren. Sie wurden jeweils

in Kleingruppen die Stadt erkundet wurde.

von einem männlichen und einer weiblichen

Trotz der allgemeinen Müdigkeit aufgrund

BetreuerIn begleitet. Untergebracht waren

der enormen Hitze an diesem Tag, spran-

die Jugendlichen im Kinder & Jugend Erleb-

gen alle abends zur Abkühlung gemeinsam

nishotel, das direkt am Faaker See liegt.

in den See.

Am Programm standen Workshops zum

Zum Ende der Woche ging es noch ein-

Thema Demokratie und Jugendpolitik, die

mal hoch hinaus. Gemeinsam mit einem

in erster Linie dazu dienten Unterschiede

ausgebildeten Trainer eroberten wir den

und Gemeinsamkeiten der beiden Länder

Hochseilklettergarten beim Hotel, und

kennen zu lernen und das Interesse der Ju-

lernten so interessante gruppendynamische

gendlichen an Politik und Mitspracherecht

Prozesse kennen.

zu wecken. Selbstverständlich gab es aber

Die Woche machte allen großen Spaß und

auch ausreichend Zeit für sportliche Akti-

es fanden ein Austausch und ein Kennen-

vitäten wie Volleyball, Fußball, Tischtennis

lernen zwischen den beiden Gruppen statt.

und vieles mehr, die am Hotelgelände ge-

Abgesehen von den Workshops konnten

nutzt werden konnten. Besonders erfreuten

die Jugendlichen somit viel von der anderen

sich alle am wunderschönen Faaker See, der

Gruppe erfahren.

zur Abkühlung, zum Sonnen, Boot fahren

Zum krönenden Abschluss gab es eine

und Springen täglich besucht wurde. Insbe-

kleine Abschiedsfeier im Schutzhaus „Zu-

sondere die irische Gruppe konnte von dem

kunft“ auf der Schmelz. Im Rahmen dieser

traumhaften Ausblick und der Landschaft

Feier wurden auch die Urkunden (Youth-

nicht genug bekommen.

Pässe) an alle TeilnehmerInnen vergeben.

Abends gab es neben dem Arbeitspro-

Dank Facebook besteht auch weiterhin

gramm ein nettes Beisammensein mit Ge-

Kontakt, da Kontaktanfragen versandt

sellschaftsspielen und zahlreichen Gesprä-

und Facebook Freundschaften geschlossen

chen unter den beiden Gruppen, wo es viel

wurden. Alle hoffen und freuen sich schon

um deren Lebenstile und Jugendkultur ging.

auf ein Wiedersehen Im Sommer 2013 in

Der Ausflug nach Klagenfurt inklusive einem Besuch in Minimundus erfreute die

12 Zeit!Raum 3/2012

Nordirland.


3/2012 Zeit!Raum 13


Jede Menge Action in

salzburg

Gleich in der zweiten Ferienwoche verlieSSen wir mit einer Gruppe Jungs unser wohl vertrautes Wien.

alte Geschichte des Salzabbaus erzählt. Aufmerksam lauschten unsere Jungs den keltischen und mittelalterlichen Überlieferungen, die Bergmannrutschen und die Bootsfahrt über den Salzsee waren bei so viel historischem Input eine gelungene und actionreiche Abwechslung. Am letzten Tag unserer Reise mussten wir wieder einmal die süßsaure Erfahrung

machen,

dass die Zeit einfach viel

W

zu schnell vergeht, wenn es gerade am schönsten

ährend der Actiondays in Altenmarkt/Z auchensee

ist. Aber allmählich

standen vor allem sportli-

machte sich auch die

che Aktivitäten am Programm: Auf idylli-

Erschöpfung unter un-

schen Wanderwegen und steilen Radtou-

seren Jungs bemerkbar, so dass die Rückfahrt mit dem Bus

ren brachten wir uns gut in Form für die abendlichen Fußball- und Basketballmat-

schichte ihrer Heimat

zu einer recht leisen und

ches gegen Herausforderer aus anderen

und

bedächtigen Angelegenheit

Jugendgruppen. Bei diesen Begegnungen

historischer Originale vom

zeigten unsere Jungs ihre gesamte Wett-

beschwerlichen Alltag längst

kampferfahrung aus den Parks und blieben

vergessener Tage.

in allen Partien unbesiegt.

berichtete

anhand

Den letzten Höhepunkt unseres Kurztrips

Damit auch das Kulturelle nicht zu kurz

erlebten wir in den Halleiner Salzwelten.

kam, ließen wir uns von einer alteingeses-

Mit der sogenannten Grubenbahn begaben

senen Bürgerin durch das Altenmarkter

wir uns meterweit in den Dürrnberg hin-

Heimathaus führen. Die betagte Dame

ein. An zahlreichen multimedial inszenier-

erzählte uns die Jahrhunderte alte Ge-

ten Stationen wurde uns die jahrtausende

14 Zeit!Raum 3/2012

wurde. //


An seiner Mimik bemerkte ich, wie seine anfängliche Unsicherheit langsam verblasste und sich seine Mundwinkel immer mehr nach oben schoben. Er grinste mich an und bat mich herein. In dem Zimmer, welches mir nach der Party einen Unterschlupf bat, lebe ich nun mit Blick auf den Gürtel an der Gumpendorfer Straße. Berührt und überwältigt von der herzlichen Stimmung in der WG, versuche ich nun so oft wie möglich dafür zu sorgen, etwas davon zurück in die Welt zu tragen. Um mit jedem Lachen das mir entgegenstrahlt die Welt ein klein wenig besser zumachen. Endlich hatte ich ein neues Zuhause gefunden! //

… vom Gürtelbären

N

icht Fisch nicht Fleisch, aber

von lauter Musik aus einer Wohnung

irgendwie doch mehr Fisch als

unterbrochen wurde. Von Hunger und

Fleisch! Wieso? Woher soll ich

Durst verfolgt bewegte ich mich in

das denn wissen? Vielleicht ist es einfach

Richtung der Musik. Da stand ich nun

nur ein dummes Bauchgefühl oder ein

also vor einer fremden Tür. Würde man

Hirnfurz, oder aber.. ach wahrscheinlich

mich willkommen heißen?

wohl eher das Ergebnis des bis jetzt angestauten Frustes! Ich geb`s auf – Ich hab

Hatte ich ein neues

keine Ahnung, und es macht auch keinen

Zuhause gefunden?

Sinn darüber nachzudenken. Ich mein, was

Ich wusste es nicht, aber ich würde es

mach ich hier eigentlich noch? Der Müll

auch nie erfahren wenn ich jetzt vor der

stapelt sich überall, die Decke ist undicht

Tür verharren würde. So griff ich also

und die Ratten fühlen sich hier auch schon

zur Klinke und öffnete die Tür. Mein

wohler als ich. Ich muss hier raus!

Blick vertiefte sich in den meinem ge-

Mit der Hoffnung im Schlepptau verließ

genüber – er stand ebenfalls in der Tür,

ich nun also meine Bärenhöhle. Eine bes-

nur offensichtlich mit der Intention die

sere musste her – und zwar schnell! Einen

Party zu verlassen. Von der Situation

Plan hatte ich nicht, und noch viel weniger

überrascht verschlug es mir die Sprache

Ahnung davon wo es hingehen sollte. Aber

– aber nicht nur mir, sondern offensicht-

die brauchte ich auch nicht, schließlich wäre

lich auch meinem gegenüber. Dieser war

alles besser als meine letzte Behausung. So

aber nicht irgendwer, schon garnicht nur

zog ich quer durch Österreich und landete

ein gegenüber, sondern einer der WG

schlussendlich in Wien, wo mein Streifzug

Bewohner, wie ich später erfuhr.

 us dem Sommerloch tauchte A er plötzlich, wie aus dem Nichts, am Gürtel auf: Der Gürtelbär. Innerhalb kurzer Zeit erfreute er tausende Menschen auf der ganzen Welt mit seiner Anwesenheit. Er schaute ganz einfach freundlich aus dem Fenster beobachtete das Gürtelgeschehen und ließ sich beobachten und fotografieren. Unzählige Medien griffen diese Szene auf und berichteten darüber. Ein Medienhipe war da. Jetzt hat sich der Gürtelbär mit Zeit!Raum angefreundet.

3/2012 Zeit!Raum 15


Berichte aus dem 15.

Fußballzauberer am Werk Ende Juni fand im Braunhirschenpark wieder das alljährliche, ge-

meinsam vom Jugendzentrum und Z!R organisierte Fußballturnier statt. Der Ansturm auf die Startplätze war groß, so fanden sich für das U15-Turnier gleich neun Mannschaften, die bereit waren um die begehrten Medaillen und Pokale zu kämpfen. Pünktlich um 15 Uhr begann also die Vorrunde der Junioren und es ging gleich flott zur Sache. Die eigens engagierte Schiedsrichterin sorgte dabei nicht nur für regelkonformes Spiel, der Fairplay Gedanke stand ganz oben auf der Prioritätenliste. Kollegiales Verhalten und teamfähiges Zusammenspiel wurden von den Statistikern extra vermerkt und am Ende des Turniers mit dem Fairplay Award belohnt. Im Finale spielte der FC Park gegen die groß aufspielenden Sechshauser-Stars. Letztendlich gewannen die Sechshauser-Stars deutlich mit 4:2 und ihr Top-Torjäger Beytullah avancierte zum Torschützenkönig des Turniers. Als bester Torwart des Turniers wurde der leidenschaftlich parierende Sebastian von FC Park geehrt. Der Fairplay-Award ging an die Spieler vom FC Neymar, die sich auf eine exklusive Aktion mit den BetreuerInnen von Z!R-freuen durften. Um 17 Uhr fiel der Startschuss für das Turnier der erfahrenen Parkkicker. Am Ehrgeiz der Spieler und der herrschenden Wettkampfhärte sah man, wie wichtig den Jungs dieser Titel war. Im Finale kam es zum Aufeinandertreffen der Red-Pills gegen Ilkays Illuminaten, wobei Letztere sogar einen Trainer aufzubieten hatten. Dieser schien die richtige Taktik gewählt zu haben, denn seine Mannschaft setzte sich - wenn auch knapp - im Elfmeterschießen durch und gewann zudem alle Auszeichnungen. Am Ende wurden die Sieger vom Publikum auf die Schultern genommen und mit Fangesängen und allem, was eben dazu gehört, gebührend gefeiert. 16 Zeit!Raum 3/2012


Fahrradworkshop im Dadlerpark Am 12. Juni schwangen sich Kinder und Jugendliche unter dem Motto „Mit dem Fahrrad durch den Sommer“ im Dadlerpark aufs Fahrrad. Mitarbeiterinnen der Fahrradagentur bereiteten einen Parcours vor und stellten Fahrräder und Helme zur Verfügung. Nach einer kurzen Einführung in den Hindernisparcours und der Festlegung der Regeln beim Fahren, legten die Kinder los. Außerdem wurden die Parkbesucher in Sachen Fahrradreparatur gut von den Fahrradscouts beraten. Nach einer Aufwärmrunde konnten die Kinder an einem Wettbewerb teilnehmen, bei dem es darum ging, wer sein Fahrrad am langsamsten und am sichersten durch den Parcours manövriert. Während die Ergebnisse ausgewertet wurden, erklärten die Fahrradexperten die wichtigsten und gängigsten Regeln für Fahrradfahrer im Straßenverkehr. Nach der Siegerehrung wurde der Parcours um einige Hindernisse erweitert und andere Spielstationen aufgebaut. Nachdem die Hindernisse bereits abgebaut waren und der Fahrradworkshop beendet war, fuhren noch etliche Kinder mit ihren eigenen Fahrrädern auf der gleichen Strecke und überlegten sich eigene Hindernisse und Strecken. Diese Aktion wurde in Zusammenarbeit von Zeit!Raum und der Radagentur Wien organisiert und durchgeführt und konnte sichtlich viele Kinder und Jugendliche für das Fahrradfahren begeistern. Die Parkbetreuung 15 stand in den Monaten Mai bis Juni ganz im Zeichen der EUR0 2012.

Euro-Experten in Aktion

Los ging’s als Panini die kultigen Sticker wieder auf den Markt brachte. Die Jungs und Mädels sammelten um die Wette die kleinen Kärtchen mit den Fotos der Fußballstars, um heraus zu finden, wer das Stickeralbum als erstes voll bekommt. Zu diesem Zweck wurden regelmäßig Tauschaktionen organisiert, um den Kindern und BetreuerInnen die Gelegenheit zu geben, doppelte und dreifache Sticker einzutauschen. Als die EURO Anfang Juni dann endlich Fahrt aufnahm, freuten sich die Kinder über die gemeinsamen Fußballabende und das Zeitraum Tippsiel. Dabei wurde ihre Fußballexpertise auf die Probe gestellt: Getippt wurde auf alles, von den Vorrundenspielen bis hin zum Finale. Mittels eines Punktesystems wurde schließlich ausgewertet, wer die Spielergebnisse am besten vorausgeahnt hat. Die fachkundigsten ExpertInnen freuten sich am Ende der EURO über die tollen Preise. 3/2012 Zeit!Raum 17


Bezirksferienspiele Haidmannspark Vieles von dem, was wir täglich in den Müll werfen, kann wiederverwertet werden – man kann es sogar in Schmuck oder praktische Alltagsgegenstände verwandeln. Das bewiesen die Kinder im Haidmannspark. Mit viel Phantasie und kreativem Geschick kreierten sie aus alten Kaffeekapseln, Perlen und Feder modernen Schmuck. So entstanden in kurzer Zeit elegante Ketten, bunte Armbänder und originelle Ringe. Aus Wolle und Klopapierrollen entstanden im Handumdrehen praktische Stiftehalter, die Zuhause rechtzeitig zu Schulbeginn für Ordnung am Schreibtisch sorgten.

Künstlerpark Unter dem Motto „Jetzt wird es laut!“ verwandelte sich der Künstlerpark im Rahmen des Ferienspiels in ein kleines Freilicht-Konzerthaus. Aus Bohnen, Reis und anderen Körner wurden im Handumdrehen Rasseln und Trommeln gebastelt und mit buntem Seidenpapier in klingende Kunstwerke verwandelt. Ergänzt wurde das Trommelkonzert durch das ein oder andere Zupfinstrument.

18 Zeit!Raum 3/2012


Berichte aus dem 15.

Im Rahmen des „wienspieltrudolfsheim-fünfhaus”-Programms (Bezirksferienspiele) veranstalte Zeitraum in den Parks des Bezirkes verschiedenste Aktionen.

Dadlerpark Nach kurzer Vorbereitung begann auch schon der Basketballbewerb. Die Jungs versuchten von fünf Freiwürfen so viele wie möglich zu verwandeln. Nach dem ersten Durchgang gab es einen knappen Zwischenstand. Also mussten alle Teilnehmer zum Penaltyschießen. Danach wurden die Teilnehmer mit Obst und Säften versorgt, während die Mitarbeiter des Vereins die Ergebnisse auswerteten. Weil das Ergebnis so knapp war, mussten drei Burschen noch in ein Stechen. Nach der Siegerehrung wurde auch trotz schlechten Wetters noch munter weitergespielt.

Dreihauspark Ein umfangreicher Malworkshop sorgte für viel Spiel, Spaß und Kreativität im 15. Bezirk. Am Programm Holzbrand und und ein Malworkshop. Die Kinder hatten die Möglichkeit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Geschicklichkeit und Kreativität wurden dadurch gefördert, dass die Kinder sowohl an eigene Bildleinwände als auch auf Zeichnungspapier ihre Malkünste ausübten. Der Workshop wurde von unseren Sozialpädagogen begleitet, die dabei auch die Anwendung unterschiedlicher künstlerischer Methoden den Teilnehmern näher brachten. Die Freude der Kinder an Malen war bemerkenswert. Am Ende präsentierten die Kinder ihre Bilder – vielfältige Motive und Techniken waren darunter. 3/2012 Zeit!Raum 19


Berichte aus dem 22.

Partizipationsprozess im GENE

20 Zeit!Raum 3/2012


Berichte aus dem 22.

RATIONENHOF – Das Miteinander unter­stützen durch Kinder und Jugendbeteiligung

D

ie Umgestaltung des Innenhofes der Wohnhausanlage Donaustadtstrasse 30 – Alfred Klinkan Hof - (Zeit!Raum berichtete in der

letzten Ausgabe) wurde durch einen erfolgreichen par-

Mobile Beete in der Wohn-

tizipatorischen Prozess begleitet.

hausanlage Generationen-

Der Prozess wurde durch die engmaschige Zusammenarbeit der Wohnpartner 22, dem Jugendtreff Donaustadt, der MieterInnenvertretungder Wohnhausanlage und dem Verein Zeit!Raum begleitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung, die vom Verein Zeit!Raum und dem Jugendtreff Donaustadt

hof-Alfred Klinkan Hof Auf Initiative des Nachbarschaftsservices Wohnpartner wurden im Alfred Klinkan Hof gemeinsam mit dem Verein Gartenpolylog und Zeit!Raum mobile Beete aufgestellt.

durchgeführt wurde, hatten die jungen BewohnerInnender DSS 30 die Möglichkeit mittels Fragebogenerhebung bzw. durch die Teilnahme an den Workshops „Komm mach mit!“ ihre Bedürfnisse im Zusammenhang mit der Nutzung des Innenhofes mitzuteilen. Die befragte Zielgruppe war zwischen 9 und 18 Jahren und nutzt den Hof ganzjährig nahezu täglich. Der Hof wird als Treffpunkt mit FreundInnen genutzt, dient zur Erholung oder als Möglichkeit der kindlichen Bewegungsfreude nachzugehen und soll auch weiterhin die Erfüllung dieser Bedürfnisse unterstützen. Die Kinder und Jugendlichen erwähnten beispielsweise das Bedürfnis nach Sitzgelegenheiten, um sich mit ihren Freunden und Freundinnen zu treffen, sowie nach Sport und Bewegungsmöglichkeiten mittels Klettergeräten oder Schaukeln. Weiters wurde eine Wasserstelle gewünscht. Ein großer Teil der Anregungen wurde auf-

Die Beete bieten den BewohnerInnen die Möglichkeit in ihrem Hof, Pflanzen, Gemüse, Kräuter zu setzen, zu pflegen und zu ernten. Insgesamt wurden sechs Beete aufgestellt. Diese wurden mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bemalt und bepflanzt. Im Oktober wurde das geerntete Gemüse haltbar gemacht. Die Pflanzen wurden nun auf die kältere Jahreszeit vorbereitet indem ein wärmendes „Winterkleid“ über sie gelegt wurde. Die jungen BewohnerInnen des Alfred Klinkan Hofes freuen sich darauf im Frühling zusätzlichen Pflanzen ein Zuhause zu geben.

genommen und umgesetzt. Der Generationenhof bietet auch Erwachsenen und Pensionisten einen Parkour mit ausgewählten Sportgeräten, die die Muskulatur kräftigen und das Gleichgewicht stärken. Die BewohnerInnen der Wohnhausanlage freuen sich auf ein gelingendes Miteinander im Generationenhof. 3/2012 Zeit!Raum 21


Bezirksferienspiele „Gib deiner Pflanze ein zuHause!“ Bei dieser Mitmachaktion wurden farbenfrohe Blumentöpfe gestaltet und mit bunten Steinen verziert. Nachdem die Farbe getrocknet war, wurden die Töpfe mit Erde gefüllt und bepflanzt. Dabei wurden die Kinder auch tatkräftig von ihren Eltern unterstützt. Es wurden Kunstwerke geschaffen, in denen sich die Fantasie jedes einzelnen Kindes widerspiegelt.

Windräder – Selbst gemacht Im Z!R Lokal wurden Windräder in unterschiedlichsten Farben gebastelt. Geduld war gefragt. Fleißig wurde geschnitten, gefaltet und bemalt. Zum Windräder basteln wurde uns das optimale Wetter geschickt, denn der Wind sorgte dafür, dass die Kinder mit viel Freude ihre bunten Windräder gleich erproben konnten.

22 Zeit!Raum 3/2012


„FEEL GOOD“SUMMER

Auch während des Sommers war bei FEEL GOOD einiges los

W

ir

besuchten

gemeinsam

einen

Kampfsportverein im 19. Bezirk,

und dass Größe und Kraft einer Person nicht alleine ausschlaggebend sind.

wo sich zwei Trainer für uns Zeit

Eine weitere Sommeraktivität war das Klettern

genommen haben, um ein Selbstverteidigungstrai-

in der Halle, da es viele Anfragen seitens der Kin-

ning abzuhalten. Die Kids lernten in erster Linie

der gab. Bevor es hoch hinauf ging, gab es eine

wie man sich richtig in Gefahrensituationen ver-

ausführliche Einschulung zu den Sicherheitsmaß-

hält und reagieren sollte.

nahmen. Den Kindern wurde alles rund um den

Es wurden einfache Abwehrgriffe erklärt und in

Klettergurt, das Seil und vor allem das Sichern

Kleingruppen praktisch geübt, um ein Gefühl für

erklärt. Danach ging es die Kletterwand hinauf,

den eigenen Körper, als auch das Verhalten des an-

die mühelos von den Kindern erklommen wurde.

deren zu bekommen. Den Kindern wurde gezeigt,

Das Klettern machte den Kids nicht nur sichtlich

dass man sich auch ohne wirkliche Gewaltanwen-

Spaß, sondern förderte auch ihre Balance, Kraft

dung effektiv wehren und vor allem schützen kann,

und Ausdauer. //

„FEEL GOOD“ NEWS Das Kinderturnen findet ab Oktober wieder einmal wöchentlich in der KMS Kauergasse statt. Abgehalten werden die Stunden von unserem Kindertrainer Michael, der gemeinsam mit den Kindern den Turnsaal zu einem Abenteuerland umfunktioniert. Jede Woche stehen neue sportliche Aktivitäten und Spiele am Programm, bei

denen sich die Kinder verausgaben können. Neben der Förderung von Balance, Kondition und Haltung ist Spaß der wichtigste Faktor für eine gelungen Turnstunde. Ebenfalls einmal wöchentlich findet wieder der Karatekurs statt. Hier könnt ihr die uralten japanischen Kampftechniken lernen und fördert eure Ausdauer, Kraft

und vor allem die Dehnung eures Körpers! Weiters ist wieder ein Schwimmkurs mit 10 Einheiten unter Leitung unseres Schwimmtrainers Thomas geplant, wo ihr euch bereits voranmelden könnt. Nähere Infos sowie Anmeldungen an der Rezeption von Zeit!Raum und unter der Nummer 01/892 74 00-26

3/2012 Zeit!Raum 23


Die Zeit!Raum Charter GesprächE im 15. und 22. Bezirk

D

die Jugendlichen im Fall von Diskriminie-

en Einstieg in den Themen-

Wiene r Charta

Wiene r Charta

bereich „Respektvolles Mit-

rung wenden können. (Infos: www.antidis-

Zukunft gemeinsam leben

einander“ bildete der Artikel

kriminierung.net)

1 der allgemeinen Erklärung n?

Organisieren Sie ein Char taGespräch!

Frage Anregungen? Wünsche? Melden Sie sich bei uns:

der Menschenrechte:

Ein weiteres Wiener Charta

"Alle Menschen sind frei und gleich an n, Bekannten, für Ihre FreundInne NachbarInnen. ArbeitskollegInnen, wohnen. Für alle, die in Wien

Gespräch im 15. Bezirk

Würde und Rechten geboren. Sie sind mit mitzu maLaden Sie alle ein, hen sich chen! Je mehr Mensc besser für aktiv beteiligen, desto menlebens das Klima des Zusam sagen dabei, Sie Seien Wien! in ng! Meinu Sie Ihre

Die Gesprächsrunde im Nachbarschafts-

Vernunft und Gewissen begabt und sollen eiSagen Sie es weiter!

garten /Mädchengarten Grimmgasse zum

Wiener Charta

Organ isationsbüro

nander im Geiste der Brüderlichkeit/Schwes-

Friedr ich-Schmidt-Platz 1080 Wien

terlichkeit begegnen." Sie wollen die

Thema „Nicht immer dasselbe“ setzte sich

3

aus Mädchen im Alter von 10-18 Jahren zu-

Telefon 01 / 4000-81561 (Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr) E-Mail charta @post

Char ta sichtbar

n? Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren werden lasse

.wien.g v.at

sammen. Dabei wurde vor allem der Schwer-

at www.charta .wien.

nahmen an der Gesprächsrunde teil und beial, Unterlagen, Informationsmater können Sie unSticker und Folder per E-mail ter 01 / 4000-81561 oder v.at .wien.g unter charta @post ationen bestellen. Weitere Inform t. auf www.charta.wien.a

punkt auf die beiden Themen „Deutsch

schäftigten sich mit Themenbereichen wie: l Respekt – sich selbst und Anderen ge-

genüber

Und / MA 17 – InTEGrATIOn AT dEr STAdT WIEn 01/4000-81510 ImpreSSUm: MAGISTr 1080 WIEn / TeLeFoN h-SChMIdT-PlATZ 3/ /meNSCheN/INTegrATIoN dIvErSITäT FrIEdrIC Gv.AT / WWW.WIeN.gv.AT e-mAIL POST@MA17.WIEn.

sprechen – andere Sprachen sprechen“ und

Wien. Die Stadt fürs Leben.

„Jung und Alt“ gelegt. Mit viel Eifer diskutierten die teilnehmenden Mädchen darüber, wie das Zusammenleben in Wien besser

l dem Umgang mit Vorurteilen l der Entwicklung des Verständnisses von

Geschlecht oder von Behinderung war ein

funktionieren kann. Dabei waren sich alle

ausschließenden, diskriminierenden Verhal-

wichtiges Anliegen während des Gesprä-

Teilnehmerinnen einig, dass Zusammenle-

tensweisen.

ches.

ben nur gut funktionieren kann, wenn wir

Das Verständnis der Jugendlichen zu ver-

unseren Mitmenschen mit viel Akzeptanz,

schiedenen Themenbereichen -beispielswei-

Wertschätzung und Respekt begegnen. Kul-

Die Jugendlichen erkannten Achtsamkeit

se „Diskriminierung“- wurde auf spieleri-

turelle Unterschiede sollten genutzt werden,

sich selbst und anderen gegenüber als wich-

sche Art und Weise erhellt. Der Umgang mit

um von einander zu lernen und neue Sicht-

tige Basis für ein friedvolles Miteinander. Es

Vorurteilen wurde durch Fallbeispiele, die sie

weisen kennenzulernen. Dennoch wird sehr

wurde dazu angeregt, die Vielfalt, die uns

direkt erlebt oder beobachtet haben aufgear-

viel Wert auf eine „gemeinsame Sprache“

tagtäglich umgibt, im Sinne der Erweite-

beitet.

gelegt. Die Teilnehmerinnen teilen die Mei-

l Vielfalt als Chance

rung, als Chance zusehen. Spielerisch wurde

Der unmittelbarste Zusammenhang mit

nung, dass dies Konflikte vermeiden und

ausschließendes Denken im Sinne von „ent-

dem Erleben der Jugendlichen ergab sich

Kommunikation fördern kann. Im Hinblick

weder – oder“ in ein ergänzende Haltung

über das Thema Diskriminierung und Ar-

auf das Thema „Jung und Alt“ stimmten die

des „sowohl – als auch“ umgewandelt. Das

beitswelt.

Mädchen in der Auffassung überein, dass vor

Verständnis der Jugendlichen dahingehend

In diesem Kontext tauchten einige Fragen

allem das Verständnis der Generationen für-

zu erweitern, dass im Mittelpunkt immer

betreffend des Verhaltens und der Vorgangs-

einander gefördert werden müsse. Nach dem

der Mensch stehen sollte, unabhängig von

weise im Fall von Diskriminierung auf.

Gespräch gab es ein kleines Erfrischungs-

der ethnischen Herkunft, Weltanschauung/

Abgerundet wurde das Gespräch durch

Religion, der sexuellen Orientierung, des

Aufklärung, an welche Beratungsstellen sich

picknick für die TeilnehmerInnen, bei dem eifrig weiter diskutiert wurde. //

Was ist die Wiener Charta?

l In der Wiener Charta, einem Basisdokument, sollen die wesentlichen Grundsätze für ein gutes Zusammenleben festgeschrieben werden. l Ziel der Wiener Charta ist

24 Zeit!Raum 3/2012

es, gemeinsam mit allen WienerInnen die Weichen für ein respektvolles und dauerhaft gutes Klima in unserem Wien zu stellen. l Am Ende des Beteiligungs-

prozesses werden jene Prinzipien für ein gutes und respektvolles Zusammenleben stehen, die die Menschen, die in Wien leben, in einem mehrmonatigen

Prozess erarbeitet haben. l Die Beiträge und Diskussionen werden zusammengefasst, im November wird das Ergebnis der Öffentlichkeit vorgestellt.


Das Charta Gespräch im Z!R Betreuungslokal in der Viktor-Kaplan-StraSSe stand unter dem Motto: „Tue keinem anderen, was du nicht willst, dass das man dir tut!“

"Tue keinem Anderen, was du nicht willst, dass man dir tut! "

3/2012 Zeit!Raum 25


Auf Entdeckungsreise in der

Slowakei

Am ersten Ferientag startete Zeit!Raum mit

zwei Bussen voller Kinder aus dem 15. und dem 22. Bezirk in Richtung Nordosten der Slowakei.

26 Zeit!Raum 3/2012

N

ach 6 Stunden Fahrt und 3

licher Hausmannskost bekocht und es

Zwischenstopps auf dem

schmeckte, wie zu erwarten, allen. Da es

Weg kamen wir endlich

ein sehr heißer Tag war, verbrachten wir

in unserer ländlichen Un-

unseren ersten Abend zum Entspannen

terkunft Spissky Podhradie am Fuße der

am hauseigenen Pool, mit wunderschö-

größten Burganlage Mitteleuropas Spiss-

ner Aussicht auf die Burg.

ky Hrad – die Zipser Burg – an, wo wir

Am zweiten Tag nach dem Mittagessen

in einer Jugendherberge unsere Zimmer

starteten wir in Richtung Burg um die

bezogen. Schon am ersten Abend wur-

Gegend zu erkunden. Bei Spissky Hrad

den wir von den Hausherren mit köst-

angekommen, hatten wir einen kleinen


was in der Stadt bzw. in der Region früher Brauch war und wie die Sehenswürdigkeiten in der Gegend entstanden. und nicht allzu langen Steig zu erklim-

voca zu fahren um uns die größte Stadt

Am vierten und letzten Tag brachen

men. Die Burg befindet sich östlich von

in der Gegend genauer anzusehen. Wir

wir zu den Belaer Tropfsteinhöhlen in der

Spissky Podhradie in der Landschaft Zips

spazierten durch die Straßen und ent-

Nähe von Poprad auf.

im Nordosten der Slowakei.

schieden uns für das historische Rathaus,

Nach der zweistündigen Tour durch die

Gemeinsam mit umliegenden mittel-

in dem sich heute das Zipser Museum

imposanten Höhlen, die die Kinder merk-

alterlichen Denkmälern wie der Zipser

befindet. Zur Einführung bekamen wir

lich beeindruckten, machten wir uns auf

Kapitel, Zipser Unterburg (Spissky Po-

einen Film über die Entstehung und Ge-

den Heimweg um unseren letzten Nach-

dhradie) und die Kirche Zehra ist sie ein

schichte von Levoca uns Spissky Hrad

mittag mit einem Grillabend verbringen

Weltkulturerbe der UNESCO.

vorgespielt. Danach durften wir uns sel-

und die vielfältigen Eindrücke auf uns

Am Mittwoch beschlossen wir nach Le-

ber im Haus umsehen und erkunden,

wirken zu lassen. // 3/2012 Zeit!Raum 27


Demokratie nter u n a ht m e t s r e v Was “? p i z n i r p s t ä t i r „Solida

Wechselseitige Verbundenheit

Als „Prinzip“ handelt es sich beim Solidaritätsprinzip dann schlicht um einen Grundsatz, der das Handeln „anleitet“, aber nicht um eine Norm (anderes Wort für Vorschrift oder Regel). In der EU ist nun auch oft vom Solida-

fragt Nadine (10 J.) in der Demokratiewerkstatt nach

ritätsprinzip die Rede, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Rettung des EURO-

er Begriff Solidarität ist ein in

D

Solidarität gibt es immer nur in ei-

Landes Griechenland. Das heißt, Österreich

der Politik häufig verkommen-

ner Gruppe. Hier gilt sie als ein Ver-

ist Teil einer Solidargemeinschaft, in die-

der Begriff. Manchmal ist auch

hältnis wechselseitiger Verbundenheit,

sem Fall der EURO-Staaten, also alle Staa-

von der Solidargemeinschaft oder eben

Wertschätzung und Verantwortung der

ten, welche den EURO als Zahlungsmittel

vom „Solidaritätsprinzip“ die Rede.

Gruppenmitglieder untereinander. Als

verwenden. Die EURO-Staaten sind mitei-

Solidarität leitet sich vom lateinischen

Gruppe kann hier z.B. die Schulklasse,

nander wechselseitig durch die gemeinsa-

Wort ‚solidus’ (für fest, gediegen, echt) ab.

der Sportverein, die Familie etc., aber

me Währung verbunden. Ihr Engagement

(Ihr kennt vielleicht die Redewendung: Das

auch der Staat, die EU oder die gesamte

dient einerseits der wechselseitigen Ver-

ist eine solide Angelegenheit.) Früher – ge-

Weltgesellschaft verstanden werden. Die-

bundenheit, also der gemeinsam Währung

nauer gesagt zur Zeit der Französischen Re-

ses Verhältnis der wechselseitigen Ver-

(dem EURO), andererseits auch legitimen

volution im Jahr 1789 – war statt Solidarität

bundenheit ist mit dem Engagement der

Eigeninteressen (die Wirtschaft des eigenen

der Begriff „Brüderlichkeit“ gebräuchlich.

einzelnen Gruppenmitglieder (Personen,

Landes soll weiterhin funktionsfähig blei-

Zu einem Begriff der sozialen, dann auch

Familien, Staaten, ...) für „gemeinsame“

ben). Solidarität bedeutet also kurz auf dem

der politischen Sprache wurde Solidarität

Ziele und Interessen, aber auch legitimen

Punkt gebracht, dass man sich gegenseitig

in der 1.Hälfte des 19. Jahrhunderts in den

Eigeninteressen verbunden.

nicht im Stich lässt, sowohl aus Gemein-

Schriften und im Umfeld der französischen

schaftsinteresse als auch aus Eigeninteresse

Frühsozialisten. Später wurde Solidarität

(weil ich mir selbst auch wünsche, dass mir

zum Schlagwort der Arbeiterbewegung in

geholfen wird, wenn es mir schlecht geht

Deutschland und Österreich.

und ich Hilfe benötige).

DiverCity – Tauche ein In den Sommermo-

Begriff „Diversity“

zu schaffen für die Viel-

naten haben einige

(engl. Bezeichnung für

falt der Stadt auf kultu-

DiverCity-Aktionen

„Vielfalt“) sowie mit

reller, kulinarischer und

unter dem Motto „Tau-

den Wörtern „diver“

zwischenmenschlicher

che ein in die Stadt der

(engl. „Taucher“) und

Ebene. Mit einer Gruppe

Vielfalt“ stattgefunden.

„City“. Die Zielsetzung

von Jugendlichen haben

DiverCity – ist ein Wort-

von DiverCity ist es ein

wir im Park einfache

spiel mit dem englischen

positives Bewusstsein

Diversity-Übungen


werkstatt Der EU RO-Re ttungss chirm – warum heißt der so?

E

s vergeht kaum ein Tag, an dem

Mit dem EURO-Rettungsschirm ver-

fragt Elias (13 Jahre)

nicht vom EURO-Rettungsschirm

sucht die Europäische Union dies so gut

gesprochen wird. Landauf, landab

wie möglich zu verhindern.

wird darüber diskutiert, ob eine Rettung

„Inflation“ oder „Geldentwertung“. Das

In diesem Zusammenhang ist noch

Griechenlands oder weiterer EURO-Län-

heißt, dass der EURO immer weniger wert

wichtig zu wissen, dass im Rahmen der

der gerechtfertigt ist Aber was macht der

wird und folglich alles immer teurer wird.

Europäischen Wirtschafts- und Wäh-

eigentlich? Muss man sich so eine Art Re-

Sprich, wenn z.B. die Europäische Zentral-

rungsunion die nationalen Zentralban-

genschirm vorstellen, der EURO Bankno-

bank mehr Geld (EURO- Scheine) druckt,

ken ihre Souveränität an die neu gegrün-

ten und Münzen auffängt?

weil die Europäische Zentralbank (EZB)

dete Europäische Zentralbank abgegeben

Staatsanleihen von einzelnen Staaten (wie

haben. Die EZB ist für die Geldpolitik in

Griechenland, Italien, Spanien) kaufen

Europa verantwortlich, allem voran für

So ganz falsch ist die Vorstellung gar

möchte, verändert sich das Austausch-

die Preisstabilität in Europa. Das konnte

nicht von einem Regenschirm, der Euros

verhältnis von Geldmenge zu Gütermen-

sie in den letzten 10 Jahren erfolgreicher

auffängt.

EURO-Rettungsschirm

ge. Es ist dann mehr Geld für die gleiche

tun als es noch unter Schilling Zeiten der

geht es nämlich darum, unsere Wäh-

Menge Güter vorhanden (pro Gütereinheit

Fall war. Eines der schwierigsten Aufga-

rung vor dem „Verfall“ zu retten. Und

existieren mehr Geldeinheiten). Als Folge

ben für die EZB ist es die Balance zu fin-

die Bezeichnung des (Rettungs-) Schirms

muss für Güter mehr Geld bezahlt werden,

den für Staaten wie Griechenland, deren

wurde gewählt, weil alle EURO-Länder

sprich, die Güter werden teurer.

Wirtschaft nicht gut läuft und die eigent-

Die Antwort lautet: Ja und Nein.

Beim

symbolisch unter einem Schirm stehen.

lich niedrige Zinsen brauchen würden

Ein anderes Wort für „Verfall“, welches

und Staaten wie Deutschland, die dank

in der Wirtschaft in diesem Zusammen-

guter Wirtschaftslage höhere Zinsen ver-

hang überlicherweise gebraucht wird, ist

tragen würden. //

in die Stadt der Vielfalt durchgeführt. Eine Metho-

Besonders interessant ist

Namen (z.B. Vornamen,

Andererseits wird durch die

de, welche sich auch sehr

diese Methodenübung,

Spitznamen oder Nachna-

einzelnen persönlich vorge-

gut für Gruppen eignet, wo

wenn die TeilnehmerInnen

men) zu erzählen. Dadurch

brachten Geschichten auch

sich die TeilnehmerInnen

unterschiedlicher kulturel-

wird einerseits ein Be-

aufgezeigt und daran erin-

kaum oder noch gar nicht

ler Herkunft sind. JedeR

wusstsein für die Herkunft

nert, dass es immer wieder

kennen, ist die Übung

TeilnehmerIn ist dazu aufge-

von Namen geschaffen,

zu Diskriminierungserfah-

„Woher kommt dein

fordet eine kurze Anekdote

die mit einer persönlichen

rungen im Alltag aufgrund

Name?“.

über seinen/ihren eigenen

Geschichte verbunden ist.

des Names kommt. // 3/2012 Zeit!Raum 29


e jahr r n a e Cart n te r a rg e d n ki

erste Trennung von deren Bezugspersonen, das Kennenlernen neuer Kinder und Erwachsenen im Kindergarten und häufig auch die erste Möglichkeit der Interaktion mit vierzehn anderen Kindern.

im

Bi ld u n g s

Ein F ne u ue n sK a in d

d g n er

n. nne o g be re a c n& u f

ha t

Daher braucht die Eingewöhnung vor al-

Ein neu es Kin de rg ar te nj ah r

lem zwei Dinge – Zeit und Einfühlungsvermögen. Mittlerweile sind aber schon viele neue Kinder gut eingewöhnt und genießen den Kindergartenalltag und die Terrasse. Dabei muss ein Stockwerk über die Stiegen überwunden werden – aber auch das meistern die Jüngsten schon sehr gut. Auch für unsere „Oldies“, die Kinder, die den Kindergarten schon kennen, gibt es Neues zu entdecken – neue Gruppengestaltungen und viele neue Kindergesichter

W

schaften, die gebildet werden können.

ie jedes Jahr ist vor

Neben all den Neuentdeckungen bei

allem die erste Wo-

fun&care, gibt es aber einige vertraute

che für die Kinder

Dinge.

Eltern

So sind unsere Kinder – „neu und alt“-

sehr aufregend. Tumult am Gang- die ei-

auch diese Woche schon auf der Terrasse

gene Gruppe muss unter der Auswahl von

unterwegs. Das schöne Wetter wird in vol-

neun Türen erstmal entdeckt werden!

len Zügen ausgekostet – die Kinder flitzen

und

30 Zeit!Raum 3/2012

zum Kennenlernen und neue Freund-

deren

Für unsere jüngsten Kinder in den

mit den Fahrzeugen von links nach rechts

Krippengruppen bedeutet die Eingewöh-

und in der Sandkiste entstehen verschie-

nungszeit im Kindergarten oftmals die

denste Sandformen, Hügel und Berge. //


Bildungskindergarten FUN&CARE erweitert um vier weitere Gruppen mit einem modernen Konzept Zusätzlich NEU! ● 2 Krippengruppen für Kinder von 1,5-3 Jahren ● 1 Kindergartengruppe für Kinder von 3-6 Jahren ● 1 Familiengruppe für Kinder von 3-10 Jahren

Elementarbildung ab 1,5 Jahren ● Bildungsraum mit eigener Kinderbibliothek für

Vorschularbeit durch eine ausgebildete Volkschullehrerin ● Ganzheitliche Lebensvorbereitung schon ab 1,5 Jahren ● Sprachförderung ● Sanfte aber kontinuierliche Vorbereitung auf den

Schuleinstieg ● Geschlechtssensible Pädagogik – Buben/Mädchen-

Förderung ● Bewegungs- und Gesundheitsförderung:

Großer Garten und ein Turnsaal mit 90m2 ● Elternbildungsangebote

2

l 20e1ldene! n i r ! p n A e Jah:r1. 88 m pp 3-u6ng /786 5li0engru n n f o f v 1ami errö de erd0F inn ntn uu rpKe ü h p f c i s r e i en 012 fopnp 2 Pleärtzk e telreu i d e a i n i e r fK itt g g: 1. M Noch eresgseabrten n u n r t f nde eiiIn BK eröf

Öffnungszeiten: 06:30-17:30 Uhr, ganzjährig geöffnet! 1150, Wien, Brunhildengasse 1A/3.1

Kontakt: FUN&CARE - Gemeinnützige Kinderbetreuungs Ges.m.b.H. 1150, Brunhildengasse 1A/3.1 office@fun-and-care.at

Freie Plätze in allen neuen Gruppen! Besichtigungen und Anmeldung: 01/786 50 88


15.

Winterprogramm 2012/13 Gültig von 1. November 2012 bis 31. März 2013 Änderungen vorbehalten!

Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit 15. Bezirk (südlicher Teil) Zeit!Räume – Sechshauser Straße 68–70, 1150 Wien, Tel.: +431 892 74 00, Email: office@zeitraum.org, Web: www.zeitraum.org

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Journaldienst: Montag bis Freitag 10.00–16.00 Uhr, Zeit!Räume Sechshauser Straße 68-70 16.00–18.30 Lerntrixx Tipps, Tricks und Hilfe Sechshauser Straße 68–70

16.00–18.00 burschen zone Offenes Angebot Sechshauser Strasse 68–70

15.00–17.30 Lerntrixx Tipps, Tricks und Hilfe Sechshauser Straße 68–70

17.00–19.00 gitarrenkurs Sechshauser Straße 68–70

16.15–18.00 mädchen sport KMS Kauergasse 3–5 (linke Turnhalle)

17.30–18.30 handy, pc&co (kids) Sechshauser Straße 68–70

16.00–17.00 karate (feel good) Friesgasse 12 16.15–18.00 damenmädchenturnen (feel good) KMS Kauergasse 3–5 (linke Turnhalle) 18.00–19.30 tischtennis-kids Anmeldung erforderlich KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle) 19.30–21.00 tischtennisJugendliche Anmeldung erforderlich KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

18.00–21.00 Wohnzimmer Tolle Freizeitangebote und Ausflüge für Jugendliche Sechshauser Straße 68–70

16.30–18.00 kinderturnen (feel good) KMS Kauergasse 3–5 (linke Turnhalle) 16.15–18.00 fussball für kids bis 14 Jahre KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle) 18.00–21.00 gruppensport Verschiedene Sportarten KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

16.00–19.00 z!r mit alles Offenes Angebot bis 14 Jahre Sechshauser Straße 68–70

15.30–18.30 mädchen zone Offenes Angebot Sechshauser Strasse 68–70

18.00–21.00 fussball für jugendliche ab 14 Jahre KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

Z!R Unterwegs 2x im Monat Spannende und interessante Ausflüge mobiles team Unterwegs im Bezirk 2 x in der Woche

Infos für weitere Angebote von feel good u.a. Schwimmkurs, Kochen bei Romana und Betül: 01/892 74 00-26

ALLE

ANGEBOTE sind

GRATIS!*

*Bei Ausflügen wird eventuell ein kleiner Unkostenbeitrag fällig.

22. Winterprogramm 2012/13 Gültig von 1. November 2012 bis 31. März 2013 Änderungen vorbehalten!

Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk, Gebiet Donaustadtstraße/Viktor-Kaplan-Straße Zeit!Räume – Viktor-Kaplan-Straße 11, 1220 Wien Tel.: 01/892 74 00, Email: office@zeitraum.org, Web: www.zeitraum.org

Donnerstag 15.00–16.00 Journaldienst Information und Weiterleitung Viktor-Kaplan-Straße 11

Freitag 14.30–15.30 Lerntrixx Unterstützende Tipps und Tricks beim Lernen Viktor-Kaplan-Straße 11

Samstag

Sonntag 14.00–17.00 mädchen!raum Bewegen, Spielen, Gestalten jeden 1. und 3. Sonntag im Monat Viktor-Kaplan-Straße 11

14.00–18.00 z!r mit alles Offenes Angebot Viktor-Kaplan-Straße 11

z!r unterwegs Interessante Ausflüge in und um Wien jeden 2. und 4. Sonntag im Monat

15.30–18.00 flexxible Spielen, Kochen, Plaudern, Schöpferisch-Sein Viktor-Kaplan-Straße 11

Was? Wann? Wo? Siehe wöchentlicher Aushang beim Kinder - und Jugendtreff

17.00–18.00 mädchen sport Tanz, Gymnastik, Ballspiele BHAK Polgarstraße 24

ALLE

18.00–19.00 fussball für kids bis 14 Jahre BHAK Polgarstraße 24 18.30–21.00 wohnzimmer für jugendliche ab 14 Jahre Raum für dich und deine Interessen

ANGEBOTE sind

GRATIS!*

Ihr findet das Programm zum Download und aktuelle Ankündigungen unter: http://www.zeitraum.co.at/de/donaustadt

w w w . z e i t r a u m . o r g

* Bei Ausflügen wird eventuell ein kleiner Unkostenbeitrag fällig


Zeit!Raum Magazin November 2012