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Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk Donaustadtstraße 30 Viktor-Kaplan-Straße 11

Jahresbericht 2013


Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk Donaustadtstraße 30 Viktor-Kaplan-Straße 11

Jahresbericht 2013


IMPRESSUM:

Fördergeber:

Zeit!Raum – Verein für soziokulturelle Arbeit Sechshauser Straße 68–70 A-1150 Wien Tel.: +431/892 74 00 Email: office@zeitraum.org Website: http://www.zeitraum.org ZVR: 431576440

Bezirksvorstehung Donaustadt

Für den Inhalt verantwortlich: Mag.ª Elke Aigner und Reinhold Eckhardt Text: Karoline Herbst, Olivia Pedross, Mag.ª Fatma Akcay-Akbulut, Muhammed Arkac, Julia Heinrich, Merisa Mesanovic Lektorat: Mag.ª Sophia Walcher Fotos: Zeit!Raum Archiv Druck: druck.at Leobersdorf © Alle Rechte vorbehalten 2014

Magistrat der Stadt Wien Magistratsabteilung 13 Bildung und außerschulische Jugendbetreuung Friedrich-Schmidt-Platz 5 1080 Wien


Inhalt Abstract 7

Zeit!Raum – Verein für soziokulturelle Arbeit

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Offene Kinder- und Jugendarbeit im 22. Bezirk 10

Zielgruppen und ihre Herausforderungen 12

Das ganzjährige Angebot von Zeit!Raum im 22. Bezirk 14

Die Betreuungsstandorte im 22.Bezirk

14

Das Team im 22. Bezirk 15

Jahresschwerpunkt 2013 „Zusammen.leben“ 16

Das Winterprogramm 2012/2013 (Jänner, Februar, März) 17

Angebote, Aktionen und Ausflüge im Rahmen des Winterprogramms 2012/2013 23

Das Sommerprogramm 2013 31

Winterprogramm 2013/2014 (November, Dezember) 43

Spezielle Angebote, Aktionen und Ausflüge im Rahmen des Winterprogramms 2013/2014 47 Vertiefende Projekte zum Jahresschwerpunkt „Zusammen.leben“

2

Für ein gutes Miteinander im Alfred-Klinkan-Hof – Generationenhof 52

Kochen für ein besseres Miteinander

53

Zusammen.leben – Nachbarschaft pflegen

54

Projekte und Kooperationen 2013 55

Statistik 61

Öffentlichkeitsarbeit 63

Resümee und Perspektiven 66


6 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


1. Abstract

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eit!Raum – Verein für soziokulturelle Arbeit ist eine gemeinnützige Organisation (Social Profit Organisation), die in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Kultur-, Bildungs- und Sozialarbeit, Antidiskriminierung und Diversität, Gesundheitsprävention, Betreuung und Begleitung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, AsylwerberInnen und Flüchtlingsfamilien tätig ist. Zeit!Raum übernimmt außerdem sozialwissenschaftliche Forschungsaufträge und Evaluierungen. Darüber hinaus zählen die Umsetzung transnationaler Projekte zu den Themen Empowerment, Marginalisierung, Bildungsgerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Demokratiebewusstsein mit anderen EU-Ländern und Staaten Zentralamerikas und Afrikas zu den Aufgabengebieten des Vereins. Im 22. Bezirk bietet der Verein Zeit!Raum Offene Kinder und Jugendarbeit (Park- und Freiflächenbetreuung) an. Während der Sommermonate befinden sich die Betreuungsstandorte am Spielplatz der Wohnhausanlage der Stadt Wien, in der Viktor-Kaplan-Straße 11 sowie in der Donaustadtstraße 30, Hof 2 des Alfred-KlinkanHofes. Während der Wintermonate und bei Schlechtwetter findet die Betreuung direkt im Vereinslokal, in der Viktor-Kaplan-Straße statt. Das Betreuungsangebot umfasst zahlreiche freizeitpädagogische Aktionen und Angebote sowie Sportaktivitäten und Ausflüge. Es finden österreich- und europaweit Reisen für Kinder und Jugendliche statt, die ermöglichen, Erfahrungen über die Grenzen Wiens hinaus zu sammeln.

Der Austausch mit Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern bietet die Möglichkeit, mit anderen Kulturen, Ländern und Sprachen in Berührung zu kommen. Im Jahr 2013 hatte das Zeit!Raum Team im 22. Bezirk insgesamt zu 7930 Kindern Kontakt. Das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen sowie von deren Angehörigen zu gewinnen und durch gemeinsame Erlebnisse zu vertiefen, ist ein wichtiges Ziel. Die MitarbeiterInnen unterstützen und begleiten junge heranwachsende Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. In diesem Zusammenhang spielt die gute Vernetzung mit Einrichtungen, welche die Zielgruppe und deren Anliegen und Bedürfnisse professionell begleiten können, eine wichtige Rolle. Des Weiteren ist die inhaltliche Auseinandersetzung im Sinne von Empowerment während der Betreuungseinheiten von Bedeutung. Das Bewusstsein der jungen Menschen dahingehend zu fördern, sich selbst als wesentlichen Teil der Gesellschaft zu sehen, und die Möglichkeit der Beteiligung und Mitgestaltung zu schaffen, ist ein wichtiger Aspekt der täglichen Arbeit. Um eine professionelle Begleitung gewährleisten zu können, wird mit einem qualifizierten Team, das aus mehrsprachigen SozialpädagogInnen und JugendarbeiterInnen besteht, gearbeitet.

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Zeit!Raum – Verein für soziokulturelle Arbeit

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eit!Raum- ist seit 1995 aktiv und definiert sich als eine Social-Profit-Organisation, die einen gesamtgesellschaftlich relevanten und nachhaltigen sozialen Gewinn für Menschen schafft. Der Begriff „Social-Profit“ definiert Profit als gesellschaftlichen Zugewinn in sozialer Hinsicht. Mittels verschiedener Projekte erreicht Zeit!Raum folgenden sozialen Zugewinn: l Räume für Sport und Bewegung, l Räume für Freizeit und Kultur, l gemeinschaftsbildende Freizeitgestaltung, l Demokratieverständnis, lD  ialogmöglichkeiten zwischen Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft lA  usbau von Strukturen für Integrationsmaßnahmen Die Handlungsfelder von Zeit!Raum sind: l Sozialwissenschaftliche Forschungsarbeit l Kinder- und Jugendarbeit l Kindergarten/Primärbildung l Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit l Park- und Freiflächenbetreuung l Mehrfachnutzung von öffentlichen Räumen l Eventorganisation l Animation

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lF  lüchtlings- und AsylwerberInnen­

betreuung l Spracherwerb und Muttersprache l I ntegration und Unterstützung von sozial benachteiligten Menschen l Generationenübergreifende Arbeit l Beratung und Begleitung l Kulturarbeit l Medienarbeit l Sport lE  rmöglichung eines niederschwelligen Zugangs zu möglichst vielen Sportarten l Aus- und Weiterbildung l Projektentwicklung und -Begleitung lK  onfliktintervention und Vermittlung zwischen unterschiedlichen Gruppen


Leitbild

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eit!Raum möchte im gesellschaftlichen Sinne ZEITfenster öffnen und SozialRÄUME schaffen für Menschen, denen es auf Grund ihrer persönlichen Lebenssituation und Biografie an zeitlicher und räumlicher Lebens- und Gestaltungsfreiheit mangelt.

Zeit!Raum bezweckt die Überwindung persönlicher und gesellschaftlicher Mängel als Voraussetzung für ein glückliches und gesundes Leben. Zeit!Raum bietet also „ZEIT“ und „RAUM“ für Menschen. Beides, sowohl Zeit für Beziehungsaufbau, Förderung und Nähe, als auch Raum für Freiräume, Interessen und Meinungen, sind wichtige Komponenten im Leben von

Menschen. Es sind Komponenten, die den Menschen in den immer dichter werdenden gesellschaftlichen Anforderungen rund um Leistung, Individualisierung und ökonomische Absicherung zu wenig zur Verfügung stehen, und gerade deswegen von großem Wert sind. Mittels Projektarbeit erkämpft Zeit!Raum diesen Teil von ZEIT und RAUM für die, die beides besonders dringend brauchen und stärkt die Menschen in ihrer gesellschaftlichen Stellung. Erst die Schaffung von Räumen für Selbstbestimmtheit im Gleichgewicht mit gemeinschaftlichen Werten, ist die Grundlage für eine echte Demokratie. Zeit!Raum steht in diesem Sinne für Solidarität und soziale Gerechtigkeit für Alle.

Zeit!Raum-Projekte im Rahmen der Aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit

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n den vergangenen Jahren wurden verschiedenste soziokulturelle Projekte für Kinder und Jugendliche im südlichen Teil des 15. Bezirks und im 22. Bezirk konzipiert und durchgeführt. Auch über die Bezirksgrenzen hinaus initiiert Zeit!Raum seit einigen Jahren verstärkt Projekte mit nationalen und internationalen Projektpartnern. Ziel der Arbeit ist es, das interkulturelle „zusammen.leben“ zu fördern, zu unterstützen und zu begleiten. Besonders wichtig für eine erfolgreiche Umsetzung der Projekte ist es, die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder und Jugendlichen wahrzunehmen und als ihr Sprachrohr in der Öffentlichkeit zu fungieren.

Das Zeit!Raum Betreuungslokal in der Viktor-Kaplan-Straße sowie die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den Höfen und in der Umgebung bilden die Grundlage der Arbeit im 22. Bezirk. Ausgehend von der positiven Auswirkung freizeitpädagogischer Konzepte in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, auf deren Grundlage der Verein arbeitet, initiiert und unterstützt Zeit!Raum unterschiedliche soziokulturelle Projekte für eine breite Zielgruppe weit über die Grenzen des 22. Wiener Gemeindebezirks hinaus.

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Betreuungsgebiete im 22. Bezirk

Offene Kinder- und Jugendarbeit im 22. Bezirk

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as Betreuungsgebiet im 22. Wiener Bezirk befindet sich im Bereich Donaustadtstraße 30 und Viktor-Kaplan-Straße 11 und ist durch eine hohe Anzahl an Gemeindebauten und Kleingartensiedlungen mit Einfamilienhäusern geprägt. Verglichen zu anderen Wiener Gemeindebezirken weist der 22. Bezirk einen sehr großen Anteil an Grünflächen (wie Donauinsel, Lobau, div. Parks) auf, die ideal zum Spielen und Erholen geeignet sind. Viele dieser Gebiete sind je-

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doch für Kinder ohne Begleitung nicht zu erreichen. Zudem sind stark befahrene Straßen, wie die Donaustadtstraße und die Erzherzog- KarlStraße (Querstraße zur Viktor-Kaplan-Straße) und die schlechte Erreichbarkeit von Freizeitzentren eine große Hürde und ein Grund für Eltern ihre Kinder aus Sorge nicht alleine zu lassen. Die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen spielt sich daher hauptsächlich im Bereich der Wohnhausanlagen ab. Dort teilen sich die BewohnerInnen unterschiedlicher Ge-


nerationen, Sozialisation und kultureller Prägungen wenig Raum miteinander. Dies birgt wiederum ein hohes Konfliktpotential in sich. Das Zusammenleben wird durch das Kooperieren einzelner Organisationen im Bezirk wie dem Jugendtreff Donaustadt, dem Nachbarschaftsservice wohnpartner 22 und dem Verein Zeit!Raum als InteressensvertreterInnen für die BewohnerInnen verbessert. Diese räumlichen und sozialen Bedingungen machen es im Einklang mit dem Selbstverständnis des Vereins Zeit!Raum notwendig, verstärkt auf multikulturelle und generationenübergreifende Themen einzugehen und einen Beitrag zur gegenseitigen Akzeptanz im Sinne einer Inklusion zu leisten.

Die Park- und Freiflächenbetreuung im sozio­ kulturellen Umfeld des 22. Bezirks der Stadt Wien bedeutet, die Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen unter Einbeziehung dieser oben beschriebenen Rahmenbedingungen zu fördern. Daher bietet Zeit!Raum zielgruppen- und bedarfsorientierte, freizeit- und sozialpädagogische Angebote, um die individuelle und sozia­ le Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Alle Zeit!Raum-Angebote unterstehen dem Grundprinzip der Niederschwelligkeit und Freiwilligkeit.

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Zielgruppen und ihre Herausforderungen

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eit!Raum wendet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im 22. Bezirk leben oder ihre Freizeit hier verbringen. Kontinuierlich betreute Zielgruppen sind: l Kinder (6–13 Jahre) l Jugendliche (14–17 Jahre) l junge Erwachsene (18–21 Jahre) Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen kommt aus ökonomisch schwachen und sozialräumlich benachteiligten Familien. Im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wird auch der Kontakt zu den Eltern aktiv gesucht und gepflegt. Außerdem stellt die Kommunikation mit BezirksbewohnerInnen und AnrainerInnenn einen zentralen Aspekt der Arbeit dar, da auf diese Weise präventiv ein gutes Miteinander im Bezirk gefördert wird.

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In der täglichen Arbeit sind die Zeit!Raum MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen Prob­ lemlagen der Kinder und Jugendlichen konfrontiert: l Das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und Generationen verursacht Konflikte. l Begrenzte Spiel- und Freizeitmöglichkeiten durch räumliche Gegebenheiten beeinträchtigen die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten der Zielgruppen. l Die Kategorien „soziales Umfeld“, „Herkunft“ sowie „Geschlecht“ beeinflussen zusätzlich diese Entwicklungsmöglichkeiten. l Das niedrige Ausbildungsniveau der Jugendlichen (und Eltern) beziehungsweise der erschwerte Zugang zu Aus- und Weiterbildungseinrichtungen münden in eine Motivations- und Perspektivenlosigkeit.


bedarfsorientierte freizeit- und sozialpädagogische Angebote, um das Selbstvertrauen und die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken, damit sie für Impulse zur Eigeninitiativen offen werden. Dazu ist es nötig, vorhandene Potenziale und Kompetenzen der heterogenen Zielgruppe zu erkennen, Bewusstsein darüber zu schaffen und sie in weiterer Folge in ihrem Tun zu unterstützen. Unser Ansatz ist nicht defizitorientiert, sondern auf das Können der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet. Dabei versuchen wir bewusst zu vermeiden, Weltbilder „überzustülpen“. Trotzdem möchten wir in unserer Arbeit den Kindern und Jugendlichen Neues vorstellen, um Begrenzungen von Sicht- und Handlungsmöglichkeiten aufzuweichen. Dabei stehen Bedürfnisorientierung und Attraktivität im Vordergrund.

Die empfundene Perspektivenlosigkeit erhöht die Konfliktbereitschaft und das Aggressionspotenzial, l Das nach wie vor verfestigte traditionelle Rollenbild von Frauen und Mädchen begrenzt zusätzliche Ausbildungschancen dieser Personengruppe. l Der Zugang zum gesellschaftlichen und sozialen Leben ist aufgrund von mangelnden finanziellen Mitteln und unzureichender bzw. fehlender Informationen eingeschränkt. l

Zeit!Raum versucht im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen unter Einbeziehung der Stadtteilangebote zu fördern bzw. zu erweitern. Aus diesen Gründen bieten wir zielgruppen- und

Ziel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist es, durch regelmäßige und niederschwellige Angebote sinnvolle und kostenlose Freizeitgestaltungsmöglichkeiten anzubieten und Vertrauens- und Beziehungsstrukturen mit den Zielgruppen aufzubauen. Das ganzjährige Angebot von Zeit!Raum unterstützt die Interessen, Bedürfnisse und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen, bindet diese zugleich aktiv in die Gestaltung der Programmpunkte mit ein und fördert entlang dieser das konfliktfreie Zusammenleben aller StadtteilbewohnerInnen im Bezirk. Die Toleranz und das gegenseitige Verständnis füreinander werden im Rahmen von gemeinsamen Ausflügen und in konkreten freizeitpädagogischen Angeboten vermittelt. Die Mädchen und Buben erfahren mit Unterstützung von sportlichen und kreativen Angeboten, dass ein gutes Miteinander, Freude, Spaß und Vertrauen bringt.

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Das ganzjährige Angebot von Zeit!Raum im 22. Bezirk

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nser Programm erstreckt sich über das ganze Jahr und findet regelmäßig von Donnerstag bis Sonntag statt. Spezielle Angebote unterstützen die Interessen und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen und fördern das konfliktfreie Zusammenleben mit anderen Generationen in Umgebung der Wohnhausanlagen Viktor-Kaplan-Straße 11 und Donaustadtstraße 30. Lernhilfe, Ausflüge, gemeinsame Feriencamps und geschlechtsspezifische Betreuung bieten wir unter anderem zur Erweiterung des Handlungsund Erlebnisspielraumes unserer BesucherInnen an. Die Betreuung findet bei Schönwetter im Freien und bei Schlechtwetter bzw. den ganzen Winter über in unserem Betreuungslokal in der Viktor-Kaplan-Straße 11 statt. Dieser Raum wird regelmäßig gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, die uns besuchen, gestaltet.

Unsere Arbeit setzt bei den Stärken und Potentialen der Kinder und Jugendlichen an. Daher orientieren sich die Zeit!Raum-Angebote an dem, was die Mädchen und Burschen können und „mitbringen“. Partizipation stellt eines unserer Grundprinzipien dar. Die differenzierten Weltbilder unserer BesucherInnen, die meist aufgrund unterschiedlicher Herkunft oder Sozialisation entstanden sind, gelten in der Arbeit von Zeit!Raum als Anlass für gegenseitiges Lernen, Verstehen und Akzeptieren. Soziokulturelles Arbeiten im 22. Bezirk bedeutet vor allem eine generationen- und kulturübergreifende Begegnungs- und Kommunikationsmöglichkeit für alle Menschen zu schaffen.

Die Betreuungsstandorte der Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk Unsere Einsatzorte sind die: lW  ohnhausanlage Viktor-Kaplan-Straße 11 (Lokal und Freiräume der Anlage) l Wohnhausanlage Donaustadtstraße 30, Hof 2 Diese semi- öffentlichen Einsatzorte werden von uns während eines Kalenderjahres vom 1. April bis 31. Oktober Freitag und Samstag nachmittags betreut. Einen Fixpunkt für die Erweiterung der begrenzten Wohn- und Freiraumverhältnisse bilden die Ausflüge, die regelmäßig an Sonntagen stattfinden. Von Jänner bis März und von November bis Dezember des Kalenderjahres finden die Aktivitäten im Zeit!Raum Lokal in der Viktor-KaplanStraße 11 statt. In der kalten Jahreszeit findet die Betreuung eher in geschlossenen Räumlichkeiten, wie z.B. in der Turnhalle des BG/BRG und BORG Polgarstraße oder der Sport & Fun Halle statt, während sie an schönen Herbst- und 14 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

Wintertagen oftmals ins Freie verlegt wird. Um außerhalb der regulären Betreuungszeiten mit uns in Kontakt treten zu können, gibt es einmal wöchentlich, immer donnerstagnachmittags, einen Journaldienst. Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Eltern, BewohnerInnen der Wohnhausanlagen und InteressentInnen sind eingeladen, im Journaldienst vorbeizuschauen und persönlich mit uns ins Gespräch zu kommen oder sich für diverse Programme, Ausflüge oder Feriencamps anzumelden. Neben Spaß und Freude führt das regelmäßig angebotene, freizeitpädagogische Programm der Park- und Freiflächenbetreuung erkennbar zu einer Reduktion sozialer Spannungen und vieler Alltagsrassismen. Die unterschiedlichen Spiel- und Kreativangebote in der Gruppe ermöglichen soziales Lernen und fördern Konfliktlösungskompetenzen. Ebenso wird der Rahmen geschaffen um Umgangsformen untereinander und mit anderen einzuüben.


Das Team im 22. Bezirk

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as Team 22 der Park- und Flächenbetreuung besteht aus engagierten männlichen und weiblichen MitarbeiterInnen. Die BetreuerInnen arbeiten in gemischtgeschlechtlichen Teams. Einige unserer MitarbeiterInnen sprechen neben Deutsch auch Bosnisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch. Dies ermöglicht eine gut funktionierende Kommunikation und leistet einen Beitrag zur interkulturellen Arbeitsweise im Umgang mit den Zielgruppen. Das multiprofessionelle und multikulturelle Team nimmt sich der Interessen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen an. Auch Zivildiener arbeiten in unserem Team mit.

Arbeitsmethoden sind Freizeit-, Kunst-, Sport-, Outdoor- und Erlebnispädagogik, Konfliktmoderation, Ansätze der Offenen Kinderund Jugendarbeit, Parkbetreuung, Stadtteilarbeit, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie Vernetzungsarbeit mit Institutionen, öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Vereinen und KollegInnen aus der Kinder- und Jugendarbeit. Eine Programmklausur, regelmäßige Teamsitzungen, Gruppensupervision, Weiterbildung und Schulungen der MitarbeiterInnen bildeten auch 2013 zentrale Aspekte der Arbeit und trugen zur Qualitätssicherung bei.

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Jahresschwerpunkt 2013 „zusammen.leben“

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ie im Jahr davor, war auch das Jahr 2013 vom Jahresthemenschwerpunkt „zusammen.leben“ gekennzeichnet. Die Verbesserung des sozialen Klimas im öffentlichen Raum, insbesondere die Förderung der gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz unter den verschiedenen ParknutzerInnen, sind ein fixer Bestandteil unseres Programms. So können beispielsweise während der Parkbetreuung im gemeinsamen Spiel adäquate Umgangsformen erprobt und gefördert werden. Ziel ist es dabei, die sozialen Kompetenzen sowie die Konfliktlösungskompetenzen der Zielgruppen zu erweitern und zu festigen.

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Gleichzeitig fand der Jahresthemenschwerpunkt „zusammen.leben“ besonders in diversen Projekten, Aktionen und Veranstaltungen speziellen Ausdruck, wie z.B. im Rahmen der „Nachbarschaftstage, bei der Eröffnung des Generationenhofs, bei den Workshops, die in Kooperation mit dem Verein Balance realisiert wurden. Im Jahr 2013 wurden jene in der offenen Kinder- und Jugendarbeit von Zeit!Raum etablierten Schwerpunkte wie Gesundheit, Sport und Bewegung, geschlechtersensibles Arbeiten, Kunst und Kultur etc. fortgeführt und weiterentwickelt. Der Programmpunkt „Mädchen!Raum“ ist eine neue Initiative, die auf Wunsch der TeilnehmerInnen weiterentwickelt wurde.


16.15–18.00 damenmädchenturnen (feel good) KMS Kauergasse 3–5 (linke Turnhalle) 18.00–19.30 tischtennis-kids Anmeldung erforderlich KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle) 19.30–21.00 tischtennisJugendliche Anmeldung erforderlich KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

Ausflüge für Jugendliche Sechshauser Straße 68–70

Unkostenbeitrag fällig.

(linke Turnhalle) 16.15–18.00 fussball für kids bis 14 Jahre KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle) 18.00–21.00 gruppensport Verschiedene Sportarten KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

alle

angebote sind

gratis!*

Infos für weitere Angebote von feel good u.a. Schwimmkurs, Kochen ... bei Romana und Betül: 01/892 74 00-26

Das Winterprogramm 2012/2013 (Jänner, Februar, März)

22. winterprogramm 2012/13 Gültig von 1. November 2012 bis 31. März 2013 Änderungen vorbehalten!

Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk, Gebiet Donaustadtstraße/Viktor-Kaplan-Straße Zeit!Räume – Viktor-Kaplan-Straße 11, 1220 Wien Tel.: 01/892 74 00, Email: office@zeitraum.org, Web: www.zeitraum.org

Donnerstag 15.00–16.00 Journaldienst Information und Weiterleitung Viktor-Kaplan-Straße 11

Freitag 14.30–15.30 lerntrixx Unterstützende Tipps und Tricks beim Lernen Viktor-Kaplan-Straße 11

Samstag

Sonntag 14.00–17.00 mädchen!raum Bewegen, Spielen, Gestalten jeden 1. und 3. Sonntag im Monat Viktor-Kaplan-Straße 11

14.00–18.00 z!r mit alles Offenes Angebot Viktor-Kaplan-Straße 11

z!r unterwegs Interessante Ausflüge in und um Wien jeden 2. und 4. Sonntag im Monat

15.30–18.00 flexxible Spielen, Kochen, Plaudern, Schöpferisch-Sein Viktor-Kaplan-Straße 11

was? wann? wo? Siehe wöchentlicher Aushang beim Kinder - und Jugendtreff

17.00–18.00 mädchen sport Tanz, Gymnastik, Ballspiele BHAK Polgarstraße 24

alle

18.00–19.00 fussball für kids bis 14 Jahre BHAK Polgarstraße 24 18.30–21.00 wohnzimmer für Jugendliche ab 14 Jahre Raum für dich und deine Interessen

angebote sind

gratis!*

Ihr findet das Programm zum Download und aktuelle Ankündigungen unter: http://www.zeitraum.co.at/de/donaustadt

* Bei Ausflügen wird eventuell ein kleiner Unkostenbeitrag fällig

w w w . z e i t r a u m . o r g

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Mädchensport

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eden Freitag treffen sich Mädchen für eine Stunde in der Turnhalle des Polgargymnasiums in der Polgarstraße 24, um miteinander Sport zu treiben. Dieses zusätzliche Bewegungsangebot wird in erster Linie von sportbegeisterten Mädchen, die sich richtig „auspowern“ wollen, in Anspruch genommen. Sehr beliebt sind die Ballspiele wie z.B. Fuß-, Feder-, Völkerball aber auch die Jogaübungen, die bei den Mädchen auf großes Interesse stießen. Das Ziel dieses Programmpunktes besteht darin, das Wohlbefinden der Zielgruppe zu steigern, das Selbstbewusstsein zu fördern und den Teamgeist zu festigen. Die Verbesserung der sportmotorischen Fähigkeiten sowie der sozialen Kompetenzen wie z.B. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind weitere Ziele dieses Angebots.

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Lerntrixx

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ieser Schulsupport dient Kindern und Jugendlichen als Anlaufstelle bei Fragen zur Schule, Ausbildung und zu Praktika. Kinder und Jugendliche holen sich bei den Zeit!Raum MitarbeiterInnen Hilfe für die selbstständige Bewältigung von Hausübungen und für die Vorbereitung auf Tests und Schularbeiten. Darüber hinaus steckt im Namen „Lerntrixx“ bereits ein weiteres Hauptanliegen dieses Programmpunktes und zwar werden Kinder und Jugendliche mit Tipps und Tricks zur Optimierung ihrer Lernmethoden beziehungsweise ihres Lernumfeldes versorgt.

Flexxible

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iese zweieinhalb stündige Aktivität ist für den Spielspaß vorgesehen und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen. „Spiele“ sind für den Heranwachsenden besonders wichtig, da wichtige Aspekte des Zusammenlebens erprobt werden können. Aspekte wie Konkurrenz, Macht (Ordnung und Unterordnung, führen und geführt werden),

Anerkennung und Selbstbestätigung, Spaß und Freude, Leistungsdenken, Solidarität, Nächstenliebe, Niederlagen erleben können, destruktives Verhalten, Fähigkeiten entdecken und fördern, Unsicherheit erleben und abbauen und mit Ängsten fertig werden- diese universalen Aspekte können oft mittels einfacher Spiele bearbeitet und reflektiert werden. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 19


Fußball für Kids

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in wichtiger und tragender Bestandteil im Programm von Zeit!Raum stellt das sportpädagogische Angebot, das als gesundheitsfördernde Maßnahme angedacht ist, dar. Fußball für Kids findet einmal wöchentlich im Turnsaal des Polgargymnasiums in der Polgarstraße 24 statt. Im eineinhalb stündigen Training geht es darum, Fußball zu spielen und seine Regeln zu vermitteln. Zugleich werden Sicherheit und Selbstvertrauen bezüglich des eigenen Körpers, Koordination, Rhythmusgefühl und Geschicklichkeit gefördert.

Wohnzimmer für Jugendliche

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as Wohnzimmer ist ein wöchentlicher Treffpunkt für Mädchen und Burschen ab 14 Jahren. Prinzipiell gestaltet sich das Wohnzimmer im Modus eines offenen Programms, das sich in erster Linie an den Bedürfnissen und Wünschen der Jugendlichen orientiert. Die räumlichen Möglichkeiten des Z!R Lokals können unter Anwesenheit der Z!R BetreuerInnen frei genützt werden. Das entspannte Umfeld gewährleistet hierbei einen fruchtbaren Boden für die Vertiefung der 20 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

Beziehung zwischen SozialpädagogInnen und Jugendlichen. Aufbauend auf einer soliden Basis des Zugehörigkeitsgefühls und der Gruppenidentität werden schwerpunktmäßig Themenabende, aber auch diverse Projekte und Ausflüge organisiert. Dadurch erwerben die Jugendlichen auf der einen Seite neues Wissen, auf der anderen Seite bieten sich kreative Entfaltungsmöglichkeiten, die letztlich in ein gestärktes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl münden.


Z!R mit Alles

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ieses vierstündige Programm richtet sich sowohl an Kinder als auch an Jugendliche, die in dieser Zeit gemeinsam kochen, basteln und spielen wollen. Um den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, wird manchmal auch nur ein offener Betrieb angeboten. Das heißt, dass an diesen Tagen keine speziellen Aktivitäten vorgesehen sind und die Stundengestaltung völlig bei Kindern und Jugendlichen liegt.

Mädchen!Raum

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eben der gemeinsamen Betreuung von Mädchen und Buben stellt ein geschlechtssensibles Arbeiten mit Mädchen bzw. Buben einen fixen Bestandteil unseres regelmäßigen Angebots dar, was sich in dem Programmpunkt „Mädchenraum“ widerspiegelt. Aufgrund der wachsenden BesucherInnenzahl und der eingeschränkten räumlichen Ressourcen, war es notwendig, den Mädchen einen eigenen Zeitrahmen und auch einen eigenen Raum zu geben. Von den Bedürfnissen und Interessen der Mädchen ausgehend, wird das inhaltliche Programm geplant und gestaltet. Hierfür wird das Zeit!Raum Lokal jeden zweiten Sonntag im Monat zu einem „Mädchenlokal“ umgewandelt, in dem sich die Mädchen ungestört treffen und sich zu mädchenrelevanten Themen austauschen. Zu betonen gilt, dass auch die Bedürfnisse der Buben nach speziellen Aktivitäten in Form einer „Burschenzone“ berücksichtigt wird.

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Z!R Unterwegs

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eden zweiten Sonntag geht das Z!R-Team mit den Kindern und Jugendlichen auf Entdeckungsreise durch Wien. Das Ziel dieser Ausflüge ist es, dass die TeilnehmerInnen dieses Angebots den Bezirk und die Stadt Wien besser kennen­ lernen. Inhaltlicher Fokus liegt hierbei auf der Erschließung neuer und vor allem attraktiver Freizeitgestaltungsoptionen für die jeweilige Zielgruppe. Im Rahmen dieses Programmpunktes werden auch Reisen ins In- und Ausland organisiert.

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Angebote, Aktionen und Ausflüge im Rahmen des Winterprogramms 2012/2013

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Viktor-Kaplan-Straße wurde zur Rodelbahn

er glitzernde Neuschnee auf dem Spielplatz bei Viktor-Kaplan-Straße lud die Zeit!Raum Kinder ein, sich richtig auszutoben. Somit standen an diesem Tag das Stampfen im Schnee, Schneeballschlacht spielen und Rodeln auf dem Programm. Beim spontan organisierten Ausflug erlebten die Kinder und Jugendlichen, den Neujahrschnee ganz natürlich. Mit einem Schlitten testeten die Heranwachsenden ihre sportlichen Fähigkeiten und stärkten ihr Selbstvertrauen im Hinblick auf ihr Können.

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Rodelspaß in Klaffer am Hochficht

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as Rodelvergnügen auf dem Spielplatz neben der Viktor-Kaplan-Straße wurde in Klaffer am Hochficht fortgesetzt. Insgesamt 14 Kinder aus dem 15. und 22. Bezirk nahmen an diesem fünftägigen Ausflug teil. Im Rahmen dieses Winterurlaubes erlernten die Kinder Rodeln, schlüpften in die Rolle eines „Bäckers“ und eigneten sich Wissen über Hunde und Hundeschlitten an. Zu den Highlights dieses Ausfluges zählten also Schlittenfahren, Bogenschießen, ein Besuch der Stadt Cesky Krumlow, Backen im Haubiversum und besonders der Besuch in der Husky-Mountain Farm. Zwei Tage dieses Winterurlaubes verbrachten die Zeit!Raum Kinder in Cesky Krumlow (Tschechien), wo sie zum Beispiel den städtischen Burgturm besuchten. Auch die Rodelwiese sorgte für Begeisterung. Vor der Rückreise, feierten die TeilnehmerInnen noch eine Erinnerungsparty. 24 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


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Faschingsfest im Zeit!Raum-Lokal

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uch im Jahr 2013 bemalten sich die Kinder und die BetreuerInnen gegenseitig die Gesichter und Haare. Sie schmückten auch das Zeit!Raum-Lokal. Klassische „Faschingsspiele“ wie z.B. „die Reise nach Jerusalem“, „der Stopptanz“ und „das Tanzen mit Luftballon“ umrahmten das Musikprogramm. Die Wahl des „besten und kreativsten Kostüms“ hat die Stimmung der Kinder richtig angehoben.

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Gemischte Kampfkünste – Mixed Martial Arts (MMA)

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m 22. März 2013 gab es im Rahmen des „Sport und Action Programms“ für die Jugendlichen aus dem 22. Bezirk eine Einführung in die Welt des Kampfsportes. In der Turnhalle des Polgargymnasiums in der Polgarstraße 24 drehte sich 90 Minuten lang alles um das Thema Mixed Martial Arts. Mixed Martial Arts (deutsch „Gemischte Kampfkünste“) oder kurz MMA ist eine relativ moderne Art des Vollkontaktwettkampfes und wohl die perfekte Verbindung zwischen Hochleistungssport und purer Action. Bei dieser Sportart bedienen sich Kämpfer den Schlag- und Tritttechniken (Striking) des Boxens, Kickboxens sowie des Muay Thai und Karate. Die Sportler verwenden jedoch auch die Bodenkampf- und Ringtechniken (Grappling) des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Einige Zeit!Raum Jugendliche streiften sich zum ersten Mal die Boxhandschuhe über und

übten die Grundtechniken des Kick-Boxens mit zwei Trainern. Die richtige Deckung, der Bodenkampf, Judo-Schulterwürfe, TakedownTechniken aus Ringen BJJ und Grappling etc. wurde ebenfalls trainiert. Techniken, die aus dem Regiment des Krav-Maga sind und die vor allem zur Selbstverteidigung dienen haben die Jugendlichen ebenfalls erstmals erprobt. In diesem Workshop erlebten sie selbst, dass neben den Kampfsporttechniken der Respekt vor dem Gegner sowie Disziplin von großer Bedeutung sind. Denn für die Kampfsportarten braucht es neben einem athletischen Körper auch einen fokussierten Geist. Nur wer konzentriert und ohne Aggressionen kämpft, hat gute Chancen, seinen Gegner zu besiegen.

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Beatbox Workshop

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m Freitag, den 1. März 2013 erwartete die Jugendlichen im 22. Bezirk ein ganz besonderes Programm. Tim Schleiser alias SLIZZER, der zweifache Österreichische Beatbox Meister, gab ein kleines Konzert mit anschließendem Workshop im Beatboxen zum Besten. Die Beatboxgeschichte reicht bis in die Anfänge der 80er Jahre zurück und ist bis heute ein fester Bestandteil dieser stetig wachsenden Hip-Hop Kultur. Nach dem Slizzer mit seiner Begabung und seinem Talent die Zeit!Raum Jugendlichen begeisterte, forderte er sie auf, mitzumachen. Seine Aussagen wie z.B. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“, „Beatboxen kann je-

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der, der sich dahinter klemmt und fleißig übt!“, führten dazu, dass immer mehr Jugendliche sich an diesem Workshop beteiligten. Sowohl bei Slizzer als auch bei den Jugendlichen sorgte diese Art der Kommunikation für eine positive Stimmung. Denn Beatbox ermöglicht eine Verständigung mit Geräuschen, ohne dabei Worte benützen zu müssen. Diese Art der Interaktion bereitet Jugendlichen einerseits große Freude, andererseits erweitert es das Repertoire der Ausdrucksmöglichkeiten. In den kommenden Jahren wird ebenfalls darauf Wert gelegt, dass Jugendliche verschiedene Möglichkeiten für sich entdecken, um sich in unterschiedlicher Weise auszudrücken.


Osterfest

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ie Kinder gestalteten auch 2013 traditionelle Osternester, die mit Heu und selbstgefärbten Eiern gefüllt wurden. 2013 probierten die Kinder erstmals das Marmorieren der Ostereier aus. Bei dieser Technik werden mithilfe sogenannter Marmorierfarben farbintensive Muster auf der Wasseroberfläche in einem Becher produziert. Anschließend wird das Ei in den Becher eingetaucht, wodurch sich das Muster um das Ei legt und so phantastische Effekte erzeugt.

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Kreativworkshop mit Ton

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as Arbeiten mit Ton fördert die Kreativität der Kinder und Jugendlichen, macht Spaß, bereitet Freude und ist einfach mal was anderes. Gemeinsam mit dem Zeit!Raum-Team probierten TeilnehmerInnen unterschiedliches mit Ton aus. Jede und jeder erhielt ein Stück Ton, von einem großen Block heruntergeschnitten und die Scheu vor „Tondreck“ verschwand bald mal. Auch die älteren Kinder kamen nach und nach aus dem Nebenzimmer, um mitzumachen. Die Kinder und Jugendlichen fanden viele Möglichkeiten den Ton zu verwenden. Manche wollten einfach kneten, manche kreierten verschiedene Figuren, um sie dann wieder zu zerstören, und

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andere hatten eine bestimmte Form im Kopf, die sie detailgetreu modellierten. Alex, ein regelmäßiger Besucher vom Zeit!Raum, entschied sich, den Ton mit viel Wasser zu vermischen und eine Gatsch-Pfütze auf dem Tisch zu machen. Die Arbeitsmethode sowie das Resultat der Arbeit mit dem Ton waren nicht von großer Bedeutung. Bei diesem Workshop ging es primär darum, neue Materialien zu verwenden, die Hände zu benutzen, die Kreativität anzuregen und gemeinsam an einem Tisch sitzend zu plaudern.


Weiglgasse 8, Block B, Gemeinschaftsraum 2

Haidmannsgasse 3–5

16.00–19.00 dadlERpaRK Z!R Bewegt

16.00–19.00 bRaUNhiRSchENpaRK Z!R Bewegt

!

15.00–19.00 SpiElE UNd SpoRT Jugendsportanlage Auer welsbach Park

MOBILeS teAM flexibel Z!R MitarbeiterInnen sind unterwegs im Bezirk

Gemeinschaftsraum Zwölfergasse 8/Stiege 4 16.00–19.00 DADLERPARK Z!R Bewegt & PARkcAFé 15.00–19.00 SpiElE UNd SpoRT Jugendsportanlage Auer welsbach Park

16.00–19.00 KüNSTlERpaRK Z!R Bewegt Künstlergasse/Stiegergasse

16.00–19.00 dREihaUSpaRK kreatives und ruhige Spiele Dreihausgasse 5

17.00–19.00 GiTaRRENKURS (nur mit Anmeldung) Sechshauser Straße 68–70

InFOS Zu FeeL gOOD unter Tel.Nr.: 01/892 74 00-26

Das Sommerprogramm 2013

16.00–17.00 KaRaTE füR KiNdER FeeL gOOD

Friesgasse 12

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16.15–18.00 MädchEN UNd daMEN on April bis Oktober TURNEN

16.00–19.00 lERNTRixx Lern- und Schulsupport Sechshauser Straße 68–70

Mitarbeiterinnen. ankündigungen finden Sie unter www.zeitraum.org >aktuelles SPORt-AngeBOte MO.–DO. in der wMS kauergasse 3–5 nach Absprache mit MitarbeiterInnen

Alle

aNGEboTE SiNd

GRATIS!*

Bei Schlechtwetter findet die Betreuung in dem Zeit! Raum-Lokal statt. 16.30–18.00 bietet Zeit!Raum ein pädagogisch gestaltetes und kostenloses Freizeitprogramm für KinKiNdERTURNEN * Bei „Z!R-Unterwegs“ FeeLund gOOD Jugendliche an. Das Programm FeeL der beinhaltet Ball- und Bewegungsspiele, kreatives Gestalten, Brett- und gOOD WMS Kauergasse 3–5 fällt evtl. ein kleiner WMS Kauergasse 3–5, (linke Turnhalle) Unkostenbeitrag an. Kartenspiele, Feste und Projekte zu bestimmten Anlässen wie auch Turniere und Ausflüge. linker Turnsaal

22.

SommeRpRoGRAmm 2013 Gültig vom 1. April bis 31. Oktober 2013 – Änderungen vorbehalten!

Achtung: In den Monaten April und Oktober beginnt und endet das Programm um eine Stunde früher! Für die Monate Mai, Juni und September erweiterte Betreuung Donaustadtstraße 30: Freitag 15.00–20.00 uhr und Samstag 14.30–20.00 uhr Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk, Gebiet Donaustadtstraße/Viktor-Kaplan-Straße Kinder- und Jugendtreff Viktor-Kaplan-Straße 11, 1220 Wien Tel.: 01/203 34 58, Email: office@zeitraum.org, Web: www.zeitraum.org, Anmeldungen an: anmeldung22@zeitraum.org

Donnerstag 16.00–18.00 JoURNaldiENST im Kinder- und Jugendtreff Viktor-Kaplan-Straße 11

Freitag

Samstag

16.00–19.00 Z!R bEWEGT Viktor-Kaplan-Straße 11

15.00–19.00 Z!R acTiViTY Viktor-Kaplan-Straße 11

16.00–19.00 bzw. 15.00–20.00 Z!R bEWEGT Donaustadtstraße 30, Alfred-Klinkan-Hof

15.00–19.00 bzw. 14.30–20.00 Z!R acTiViTY Donaustadtstraße 30, Alfred-Klinkan-Hof

17.00–19.00 SpoRT & acTioN Polgarstraße Nr. 24 19.30–21.30 WohNZiMMER füR JUGENdlichE ab 12 JahREN Viktor-Kaplan-Straße 11

Sonntag Z!R UNTERWEGS 2x pro Monat, jeden 1. und 3. Sonntag Ausflüge: die Stadt und ihre Umgebung erkunden WaS? WaNN? Wo? Siehe wöchentlichen Aushang beim Kinder- und Jugendtreff Anmeldung erforderlich! 13.00–16.00 MädchENTREff 2x pro Monat, jeden 2. und 4. Sonntag Viktor-Kaplan-Straße 11

Alle

aNGEboTE SiNd

ankündigungen finden Sie unter www.zeitraum.org >aktuelles

GRATIS!*

* Bei „Z!R-Unterwegs“ fällt evtl. ein kleiner Unkostenbeitrag an.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 31


Märchenhafte Tage am Neusiedler See

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ach einem anstrengenden Schuljahr freuten sich 15 Zeit!Raum Kinder aus dem 15. und 22. Bezirk auf die beginnenden Sommerferien. Gemeinsam mit drei Betreuer­ Innen begaben sie sich auf eine dreitägige Entdeckungsreise rund um den Neusiedler See. Bei dem unter dem Motto „Märchenhafte Tage am Neusiedler See“ geplanten Ausflug, stand am ersten Tag der Besuch des Familyparks in 32 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


St. Margarethen auf dem Programm. An diesem Tag testeten die Kinder die Attraktionen des Parks. Nach diesem ersten Abenteuer kam die Zeit!Raum Reisegruppe in Rust an und bezog das Quartier im Storchencamp. Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück direkt in das Seebad Rust. Hier freuten sich die Kinder darüber im See schwimmen zu können und über die wunderbare Poolanlage mit einer langen Rutsche.

Der dritte Tag war für den Besuch der Burg Forchtenstein vorgesehen. An diesem Tag kon­ nten die Zeit!Raum Kinder in die Rolle von Burgfräuleins und RitterInnen schlüpfen, sich bei Pfeil und Bogen beweisen, eigene Burgen bauen und spannenden Hexengeschichten lauschen. Die märchenhaften Tage am Neusiedlersee gingen mit einem Musicalbesuch „Ritter Rups und der Pirat Kartoffelsalat“ zu Ende. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 33


Hochbeete setzten:

„Nachbarschaftliches Zusammenleben festigen“

I

m Rahmen des Jahresschwerpunktes „zusammen.leben“ veranstaltete das Zeit!RaumTeam im 22. Bezirk gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner wohnpartner 22 eine Frühlingsaktion im Alfred-Klinkan-Hof. Ganz im Sinne eines gemeinsamen und friedlichen Miteinanders bepflanzten alle Bewohner­ Innen des Generationenhofs– sowohl Kinder als auch Erwachsene – die mobilen Beete. Das Setzen der Tomaten-, Paprika- und Erdbeer34 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

pflanzen, sowie verschiedener Kräuter bereitete den Kindern große Freude. Besonderes Interesse galt dem Aussähen der Gemüsesamen von Karotten, Kohlrabi und Radieschen, durch welche die Kinder die Möglichkeit hatten, den Wachstumsprozess der eingesetzten Samen mit zu verfolgen. Die Beschäftigung mit der Harke und der Schaufel war für die kleinen Bewohner­ Innen des Hofs etwas Besonderes. Abgerundet wurde das optische Erscheinungsbild der mobilen Beete durch die Schilder, die die Kinder zur leichteren Identifizierung der Pflanzen gestalteten. So entstand am Ende der Aktion ein Wald aus grünen Halmen und bunten Hinweisschildern, bemalt mit diversen Früchten, Gemüsesorten und Kräutern, Sonnen und Wolken, über den Beeten. Mit dem Projekt „Mobile Beete“ wird die Interaktion und der Austausch der Bewohner­ Innen im Hof gefördert und gestärkt. Die gemeinsame Zusammenarbeit ist sowohl für das Miteinander als auch für das Fortbestehen der Beete und Pflanzen von großer Bedeutung und hat daher einen sehr nachhaltigen Charakter.


Die Eröffnung des Generationenhofs

W

er am 28. Mai den Hof 1 des Wohnhauses in der Donaustadtstraße 30 betrat, traute seinen Augen kaum: Die Bauzäune, schweren Maschinen und unförmigen Erdhaufen, die monatelang die Sicht versperrt hatten, waren verschwunden und hatten eine moderne Freizeitanlage für alle Altersgruppen zurückgelassen. Auf die Initiative des Wohnbaustadtrats Michael Ludwig hin, hatte Wiener Wohnen zusammen mit dem Nachbarschafts-Service wohnpartner, der Donaustädter Bezirksvorstehung, dem Jugendtreff Donaustadt sowie dem Verein Zeit!Raum das Projekt Generationenhof ins Leben gerufen und umgesetzt. Das leicht hügelige Gelände sollte den Anforderungen und Wünschen der über 1000 BewohnerInnen gerecht werden, und so wurde das Konzept gemeinsam mit dem Mieterbeirat entwickelt. Heute bietet die rund 3900 m² große Fläche Ruhe- und Betätigungszonen für alle Altersgruppen und umfasst unter anderem einen Wasserspielplatz, einen Trinkbrunnen, ein Klettergerüst, Spieltische sowie einen Fitnessparcours für ältere Menschen. Die Kombination aus Spiel-, Ruhe- und Kommunikationszonen soll den Zusammenhalt unter-

schiedlicher Altersgruppen stärken und so waren auch beim offiziellen Einweihungsfest alle BewohnerInnen willkommen. Der Verein Zeit!Raum und das Jugendzentrum Donaustadt haben gemeinsam für die Kinder und Jugendlichen ein sehr vielfältiges Angebot gestaltet. An insgesamt sieben Stationen konnten sie sich kreativ, spielerisch und kognitiv austoben. Großen Anklang fand dabei die Recycling-Station, an der aus Kaffeekapseln Amulette und Armbänder gebastelt werden konnte. Auch die Stationen, an denen die Jugendlichen die selbst entworfene Maskottchen des Hofes auf Stofftaschen malen bzw. auf Buttons stanzen konnten, waren den ganzen Nachmittag über von begeisterten Kindern belagert. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 35


Geschenke für Zeit!Raum-Väter

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a der Vatertag für alle Väter ein Ehrentag ist, veranstalteten die Z!R-Betreuerinnen gemeinsam mit den Kindern einen Bastelund Backtag für Väter von Kindern aus der Betreuung. Zuerst bereiteten die Kinder mit großer Freude die leckeren Schokoladen-Brownies vor und unmittelbar danach bemalten und bastelten sie originelle Vatertagskarten. Des Weiteren falteten sie mit ein paar geschickten Handgriffen Krawatten aus buntem Papier. Mit diesen Geschenken und Köstlichkeiten signalisierten die Kinder ihre Liebe und Zuneigung gegenüber ihren Vätern.

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Wir gestalten Stofftaschen

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m Samstag, den 02.03.2013 stand das kreative Arbeiten im Mittelpunkt der Freizeitgestaltung. Mithilfe von Metallic-Stiften, Musterschablonen, bunten Pinselfarben und goldenem Glitzerstaub, gestalteten einige Kinder die einfachen weißen Stofftaschen und Federpenale mit farbenfrohen und detailverliebten ornamenthaften Fantasielandschaften. Andere wiederum nutzten die Sprühfarben für großflächigere Farbspiele, die sie anschließend mit Stempeln bearbeiteten und mit Sprüchen, Namen und einzelnen Motiven versahen. Im Gegensatz zum bemalbaren Stoff, schien der Eifer unbegrenzt vorhanden zu sein. Aus diesem Grund wurden mehrere Teile zugleich bearbeitet. So konnten die Jugendlichen an nur einem Nachmittag alle ihre Kunstwerke fertig machen.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 37


Gips modellieren und gestalten

W

ie bei einigen Programmpunkten, ging es bei dieser Betreuungsstunde darum, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, mit unterschiedlichen Materialen

und Gegenständen zu arbeiten. Beliebt ist das Material Gips auch bei Kindern und Jugendlichen, die damit Masken gestalteten. Die Arbeit mit der Gipsmaske lockerte nicht nur die Handmuskulatur der Kinder und Jugendlichen, sondern ermöglichte die vorhandenen Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken. Die Kinder wirkten gestalterisch auf die Masken ein, indem sie beispielweise venezianische Augenmasken kreierten und Abdrücke ihrer Hände nahmen, die sie später, komplett getrocknet und ausgehärtet, bemalt und beklebt haben.

Blumen falten

E

in zentrales Ziel der Zeit!Raum-Mitarbeiter ist es, den Kindern Anregungen zu verschaffen, wie sie aus begrenzten Ressourcen ein Maximum ausschöpfen können. Dadurch wird Erfindungsreichtum und Autonomie gefördert. Die Kinder wurden bei diesem Workshop an neuartige Materialien und Techniken herangeführt. Auf dieser Grundlage entstanden Collagen und phantasievolle Blumenwiesen, für deren Hintergrund die Kinder verschiedene Wasserfarben, Ölkreiden und Holzfarben mischten und diesen mit kunstvoll gefalteten Seidenpapierblumen ergänzten.

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Istanbulreise Auf Eurasischer Entdeckungsreise…

Ü

ber die Osterfeiertage besuchte eine kulturinteressierte Reisegruppe die einzige Metropole der Welt, die sich auf zwei Kontinenten befindet: Istanbul. In der historischen Altstadt entfaltete die Hagia Sophia ihre Pracht und auch der bläuliche Schimmer der Sultan Ahmet Moschee, zog die Reisenden in ihren Bann. Beim Besuch der Yerebatan Zisterne, einem gewaltigen unterirdischen Areal, welches im alten Byzanz als Wasserspeicher diente, tauchten die BesucherInnen in eine längst vergangene Welt ein. Gerade die Kombination aus osmanischen und byzantinischen Kultur-, und ArchitekturElementen beeindruckte die Reisenden. Wer schon in Istanbul ist, kauft gerne ein. Für die Z!R-Kinder gab es zwei ausgedehnte Shopping­nachmittage, im Großen Basar und auf der modernen Istiklal Straße. Geschenke für Familie und Freunde durften als Mitbringsel nicht fehlen. Trotzt Shopping-Rausch entging den Reisenden nicht, dass vor allem am Basar viele Kinder als Straßenverkäufer arbeiten mussten.

Armut war vielerorts sichtbar und die Frage nach sozialen Netzen für Straßenkinder, Obdachlose und herumstreunende Tiere stand im Raum. Um vorübergehend vom Gedränge und Gehupe der Großstadt wegzukommen, ging es per Boot auf die größte Prinzeninsel Büyükada mit anschließender Wanderung über idyllische Waldwege und beeindruckende Skyline der Bosporus-Stadt. Den Kindern entgingen auch die zahlreichen Kirchen nicht, die vor allem auf den Prinzeninseln, wo auch viele griechisch-stämmige ChristInnen leben, zu finden sind.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 39


Sport und Funhalle

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amit über die Sommerferien das lange Sitzen bei den Kindern nicht zur Gewohnheit wird, ging das Zeit!Raum-Team mit ihnen in die Sport und Funhalle. Mit verschiedenen Turn­ übungen wie z.B. dem Balancieren, Hüpfen, Springen wird das Herz-Kreislaufsystem in Schwung gebracht, die Kondition der Kinder verbessert, sowie Freude und Spaß an Bewegung vermittelt.

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Halloween-Fest im AlfredKlinkan-Hof /Generationenhof

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as Zeit!Raum-Team hatte sich im Zuge des Halloween-Festes besonders spannende und vor allem gruselige Ideen ausgedacht. Neben dem Kürbisschnitzen, konnten sich die Kinder von den BetreuerInnen schminken lassen. Darüber hinaus gab es auch Spiele, wie zum Beispiel den „Ekel-Test“. Bei diesem besonderen Test, konnten die Kinder in eine Schuhschachtel greifen und die Gegenstände erraten. In den Schuhschachteln befanden sich geschälte Weintrauben („Augäpfel“), kalte Spaghetti („Würmer“) und Pudding („Gehirn“). Ein besonderes Feeling kam später am Abend auf, als der Nebel aufzog und es langsam dämmerte.

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Besuch der Jugendbeauftragten im 22. Bezirk

C

ornelia Trinko, seit Juni 2013 die amtierende Bezirksrätin und Jugendbeauftragte des 22. Bezirkes, besuchte uns im Zeit!Raum Lokal

in der Viktor-Kaplan-Straße. Ziel des Treffens war es, einander kennenzulernen und einen Austausch über relevante Themen anzuregen. Als Kernthema für den 22. Bezirk bildete sich während der Gespräche: ein konfliktfreies Zusammenleben, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Generationen zu fördern und dabei die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen wie Spielen, mit Freunden zu kommunizieren und sich zu bewegen, nicht zu vernachlässigen. Die Zeit!Raum JugendarbeiterInnen sind vor Ort um die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, denn jedes Kind hat ein Recht auf Freizeit. Im Laufe des Besuches wurde Cornelia Trinko zu der „Halloween-Feier im Alfred Klinkan Hof “ vom Zeit!Raum eingeladen. Bei diesem Besuch lernte die Jugendbeauftragte die Kinder des Generationenhofs kennen, die sich spielend vergnügten und interessante Kürbisgesichter schnitzten.

Naturhistorisches Museum

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as Zeit!Raum–Team machte sich mit den Kindern aus dem 22. Bezirk auf den Weg in den ersten Bezirk. Denn auf dem Betreuungs­ programm stand der Besuch des Naturhistorischen Museums am Maria-Theresien-Platz. Primäres Ziel war die Besichtigung der Wanderausstellung mit dem Untertitel „Der Zyklus des Lebens“ von Gunther Hagens Körperwelten. Diese zeigte die Entwicklung des menschlichen Körpers im Laufe der Zeit, von der Geburt bis zum Tod, indem sie die verschiedenen Stadien des Alterungsprozesses nachzeichneten. Das weltweit einzigartige Charakteristikum der ausgestellten Objekte war die detailgenaue Haltbarmachung und Konservierung der menschlichen Körper und Körperteile. Das dabei angewandte einzigartige Verfahren der Plastination, ermöglichte es dem Publikum, die Funktionsweise und häufigsten Erkrankungen körpereigener Bestandteile wie Sehnen und Bänder, Organe, Blutgefäße oder Knochen,

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nachzuvollziehen. Durch die detailgetreue Darstellung wurde zudem eine Reflexion über eine gesunde Lebensweise angeregt.


–5,

16.30–18.00 mutter-kind-turnen KMS Kauergasse 3–5, (linke Turnhalle) 17.30–19.00 fitnessstudio f.kids KMS Kauergasse 3–5, (rechte Turnhalle)

16.30–18.00

16.30–18.00 mädChenturnen Kauergasse 3-5, (linke Turnhalle)

16.30–18.00 Judo, karate & Co KMS Kauergasse 3–5 (linke Turnhalle)

16.30–18.00 fussBall für kids Kauergasse 3-5, (rechte Turnhalle)

16.30–18.30 tisChtennis f. kids KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

17.30–21.00 fussBall f. Jug. KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

18.00–21.00 Wohnzimmer Zeit!Räume

18.30–21.00 tisChtennis f. Jug. KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

17.00–19.00 gitarrenkurs Zeit!Räume

19.00–21.00 fitnessstudio f. Jug. KMS Kauergasse 3–5 (rechte Turnhalle)

let‘s danCe! mädChen

KMS Kauergasse 3–5 (linke Turnhalle)

17.00–19.00 gitarrenkurs Zeit!Räume (Anmeldung erforderlich)*

(Schwimmkurs, Kochen usw.) 01/892 74 00-27

alle

angeBote sind

WINTERPROGRAMM 2013/2014 (November, Dezember)

*Anmeldung unter: anmeldung@zeitraum.org

16.00–19.00 z!r mit alles Offenes Angebot in den Zeit!Räumen

17.00–19.00 gitarrenkurs Zeit!Räume (Anmeldung erforderlich)*

gratis!

www.zeitraum.org

und auf facebook

22. Bezirk – Winterprogramm 2013/14 Gültig von 1. Novem ber 2013 b i s 3 1 . M ä r z 2 0 1 4 . Ä nder ungen v or behal t en! Park- und Freiflächenbetreuung im 22. Bezirk, Gebiet Donaustadtstraße/Viktor-Kaplan-Straße Zeit!Räume – Viktor-Kaplan-Straße 11, 1220 Wien tel.: 01/2033458, email: office@zeitraum.org, web: www.zeitraum.org

Donnerstag

Freitag

14.00–16.00 Journaldienst Viktor-Kaplan-Straße 11, Tel.: 01/2033458

14.00–15.30 lerntrixx Viktor-Kaplan-Strasse 11

17.30–19.00 fussBall für kids BHAK Polgarstraße 24

15.30–18.00 flexxiBle Viktor-Kaplan-Strasse 11 17.00–18.00 mädChensport BHAK Polgarstraße 24 18.00–19.00 fussBall für JugendliChe BHAK Polgarstraße 24 19.00–21.00 Wohnzimmer für JugendliChe Viktor-Kaplan-Strasse 11

Samstag 14.00–18.00 z!r mit alles Offenes Angebot Viktor-Kaplan-Straße 11

Sonntag 14.00–17.00 mädChen!raum jeden 1. und 3. Sonntag im Monat Viktor-Kaplan-Straße 11 z!r unterWegs Interessante Ausflüge in und um Wien jeden 2. und 4. Sonntag im Monat Was? Wann? Wo? Siehe wöchentlicher Aushang beim Kinder- und Jugendtreff

alle

angeBote sind

gratis!

Ihr findet das Programm zum Download und aktuelle Ankündigungen unter: www.zeitraum.org und auf facebook

B

ereits etablierte und gut besuchte Programmpunkte wie Flexxible, Z!R mit Alles, Wohnzimmer, Mädchen!Raum, www.zeitraum.org Mädchensport sowie andere Sportangebote, wurden im Winterprogramm 2013/2014 fortgesetzt. Während die von den Kindern und Jugendlichen beliebten Sportaktivitäten wie z.B. Fußball für Jugendliche und Mädchen ausgeweitet wurden, wurden jene Aktivitäten, die geringere TeilnehmerInnenzahlen aufwiesen, modifiziert und den Bedürfnissen entsprechend gestaltet. Das ganze Jahr hindurch, besonders in den Wintermonaten, wurde der Focus auf die Förderung von Kreativität gelegt. Weitere thematische Schwerpunkte bildeten Bildungsangebote, sportpädagogische und geschlechtssensible Angebote.

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Flexxible

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er Programmpunkt Flexxible wurde beibehalten und die Inhalte mehr an die Bedürfnisse und Anregungen der Kinder und Jugendlichen angepasst. Im Mittelpunkt standen nicht nur Spiele und Freiraum, sondern auch kreative und künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten.

Sport

I

m Winterprogramm 2013/2014 wurde das Sportangebot von bisher zwei Stunden auf dreieinhalb Stunden in der Woche erweitert. Diese Ausweitung der Sportstunden ermöglichte zusätzliche alters- und geschlechtsspezifische Angebote wie z.B. „Sport für Kinder“, „Sport für Mädchen“ und „Sport für Jugendliche“. Sowohl bei den sportlichen Aktivitäten als auch bei den Ausflügen ging es primär darum, die Freude und den Spaß an der Bewegung zu vermitteln.

Sport für Mädchen

I

m Rahmen des Angebots „Mädchensport“ bewegen Angebote wie z.B. „Yoga für Mädchen“ sowie verschiedene Ballspiele die Mädchen zum wöchentlichen Training. Diese Stunde wird von den Mädchen dazu genutzt, sich unter ihresgleichen „auszupowern“. Mit verschiedenen Spielen wird das Selbstbewusstsein der Mädchen gesteigert, der Teamgeist angeregt und das Wohlbefinden erhöht.

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Z!R mit Alles

D

as Thema Gesundheit bzw. gesunde Ernährung ist ein wichtiger Programmpunkt, beziehungsweise ein Schwerpunkt. Neben dem Kochprogramm wurden diese Stunden zum Spielen, kreativen Gestalten aber auch zum Relaxen genutzt.

Z!R Unterwegs

Z

!R Unterwegs“ zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche in ihrer Mobilität und beim Erschließen von neuen Räumen und Optionen zu fördern. Das Kennenlernen der Grünflächen und der Ausflugsmöglichkeiten im und um den 22. Bezirk ist ein zentrales Anliegen dieses Programmpunktes. „Z!R unterwegs“ findet abwechselnd für Kinder- und Jugendliche zwei mal im Monat (sonntags) statt. Einen weiteren Ansatzpunkt im Rahmen von Zeit!Raum Unterwegs wird die verstärkte Zusammenarbeit und Kleinprojektdurchführung mit Zeit!Raum 15. (Jugendarbeitsangebote aus dem 15. Bezirk) darstellen, um so die Kinder und Jugendlichen für Angebote außerhalb des jeweiligen Bezirks aufmerksam zu machen und ihren Mobilitätsradius zu erweitern.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 45


Mädchen!Raum

A

ufgrund der Nachfrage und des großen Interesses wurde der Programmpunkt „Mädchen!Raum“ im Winterprogramm 2013/2014 fortgesetzt. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Mädchen und orientiert sich an ihren Bedürfnissen. Zwei Mal im Monat genießen es die Mädchen unter sich zu sein, um sich über mädchenspezifische Themen auszutauschen.

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Spezielle Angebote, Aktionen und Ausflüge im Rahmen des Winterprogramms 2013/2014

Workshop zu Maltechniken

G

anz unter dem Motto „Wir begrüßen den Herbst“ stand unser kleines Projekt „Maltechniken“. Das Motto eignete sich hervorragend, da der Herbst sich zu dieser Zeit von seiner besten Seite zeigte. Die prächtigen Farben inspirierten die Kinder und motivierten sie, sich mit den verschiedenen Maltechniken auseinanderzusetzen. Das Z!R-Team zeigte den Kindern nicht nur die verschiedenen Techniken zum Malen, sondern regte sie auch zum Nachdenken und Ideen sammeln an. Inspiriert von den Anregungen der BetreuerInnen wurden die besprochenen Maltechniken einfach nach Belieben ausprobiert. Das Kunstwerk der kleinen KünstlerInnen, ein prächtiger Baum mit Ästen, ist auf den Fotos zu bewundern.

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„Aus alt mach neu!“

U

m den Ideenreichtum der Kinder zu fördern stehen Kreativ-Angebote immer am Plan. Neben vielen bildnerischen und malerischen Tätigkeiten wollen wir die Kinder auch stets ermutigen, neue Dinge auszuprobieren. Bei unserer Aktion „Aus alt mach neu!“ brachte jedes Kind alte Kleidungsstücke mit, aus denen mittels Textilfarben, Farbsprays und Schablonen völlig neue Kleider kreiert wurden. Diese neuen Kreationen wurden mit Perlen, Pailletten und Muscheln angeklebt bzw. mit angenäht. Durch den ständigen Ideenaustausch sowie durch die gegenseitige Unterstützung bemerkten sowohl die BetreuerInnen als auch die Kinder nicht, wie schnell der Tag zu Ende ging.

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Schmuck aus Nespressokapseln

D

er umweltbewusste und nachhaltige Umgang mit sämtlichen Ressourcen ist von großer Bedeutung. Abfallprodukte wie z.B. Klopapierrollen, Küchenpapierrollen, Nespressokapseln gelangen nicht in die Mülltonne, sondern werden in neuwertige Produkte wie z.B. Stifthalter oder Schmuck umgewandelt. Das Thema „Upcycling“ fließt oft in die kreative Arbeit ein. Anstelle von neuen Utensilien wer-

den leere gesäuberte Nespressokapseln zum Basteln von Schmuck verwendet. Dieser Gedanke schien den Kindern sehr zu gefallen, denn die Anweisungen der BetreuerInnen wurden sehr genau befolgt, und es entstanden wunderschöne Armbänder, Ketten und Broschen.

Mobile Profile

I

m Rahmen des wöchentlich stattfindenden Programms „Wohnzimmer für Jugendliche“ wurden im Dezember 2013 Workshops, die globale Zusammenhänge am Beispiel des Handys bzw. Phones und dessen Produktionsprozesse sowie Nutzung veranschaulichen, abgehalten. Hierbei ging es darum, das Verständnis über globale Zusammenhänge zu fördern und zu diskutieren, die Kommunikation zwischen Gruppen verschiedener kultureller Herkunft zu unterstützen und bei den Jugendlichen Interesse für internationale Themen und Zusammenarbeit zu wecken. Nach allgemeinen, einführenden Inputs zu internationaler Zusammenarbeit und zum Themenkomplex „Entwicklung-Migration-Entwicklung“ wurden die Produktionsbedingungen von Handys

und globaler Vernetzung vorgestellt und mit den Jugendlichen diskutiert. Danach stellten die Jugendlichen die involvierten Länder und Produktions-, Verarbeitungs- und Nutzungsorte fest, und markierten diese auf der Weltkarte. In weiterer Folge bastelten die Jugendlichen ihre eigene Kommunikationsweltkarte und diskutierten die Lage in den jeweiligen Ländern. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 49


Mit Zeit!Raum Kekse backen

D

ass Kochen und Backen kein „Mädchenkram“ sind, sondern alle Kinder gleichermaßen anspricht und begeistert, konnte man beim winterlichen Kekse backen eindeutig beobachten. Nach dem alle Kinder die Ärmeln hochgekrempelt hatten, begaben sie sich an die fachmännische Herstellung von Cookies. Jedes Kind knetete seinen eigenen Teig aus Butter, Zucker und Mehl. Nach dem Mischen und ausgiebigen Walken der Zutaten stand eine große Auswahl an Smarties, Schokostreusel, Zuckerperlen, Karamellbonbons, Schokodrops und ähnlichem Naschwerk bereit, um in den Teig eingearbeitet zu werden. Die Kinder überzogen die Cookies anschließend mit verschiedenen schwarzen und weißen Glasuren und nahmen sie mit nach Hause.

50 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


Siebdruck-Workshop

R

egelmäßig werden die Aktivitäten des Zeit!Raum-Programms um außerordentliche Workshops bereichert, durch die die Kinder Neues erlernen. So wurde in Zusammenarbeit mit einer auf Textilkunst spezialisierten Künstlerin ein Workshop angeboten, bei dem sich die Kinder mit den Grundtechniken und Methoden des Siebdrucks auseinandersetzten. Nach ihren eigenen Wünschen und individuellen Vorstellungen zeichneten sie Motive, Schriftzüge, Logos

und Graffitis, die sie anschließend aus festem Papier ausschnitten und so Schablonen herstellten. Diese wurden auf ein feinmaschiges Netz geklebt und auf ein Stoffteil, ein T-Shirt oder eine Tasche gelegt und mithilfe eines Spatels mit Textilfarbe überstrichen. Nach dem Trocknen der Farbe haben die Kinder die Stücke gebügelt und somit waschmaschinentauglich gemacht. Durch die Technik des Siebdrucks entstanden eine Vielzahl phantasievoller, individuell gestalteter Teile.

Windlichter

I

m Dezember 2013 bauten Kinder gemeinsam mittels Serviettentechnik verschiedene Windlichter. Vor allem die Servietten mit den Motiven von Eulen im Schnee und Rentieren hatten es den Kindern angetan. Äußerst geduldig und mit ruhiger Hand trennten sie die jeweiligen Schichten der Servietten und pinselten sie danach behutsam auf die Einmachgläser. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen und die Kinder freuten sich über ihre selbstgemachten Windlichter.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 51


Vertiefende Projekte zum Jahresschwerpunkt „zusammen.leben“ Miteinander

Miteinander statt GeGeneinander Der Generationenhof ist für ALLE da! Bleibt sauber! Benutzt die Mistkübel für den Müll. Seid möglichst leise! Andere brauchen Ruhe. Haltet den Hund sicher an der Leine! Freilauf gibt es in der Hundezone. Pflanzen, Bänke und Spielgeräte sollen allen lange Freude machen. Geht achtsam damit um! Sicherheit ist für alle wichtig – manche brauchen mehr Schutz – achtet darauf, dass sie ihn bekommen! Spielt Fußball außerhalb der Anlage! Der Hof eignet sich nicht dafür. Zeigt Verständnis! Andere brauchen Spiel und Bewegung. Achtet auf FußgängerInnen! Verzichtet im Hof auf Fahrrad, Board und Scooter! Seid höflich, tolerant und respektvoll! So wollen alle behandelt werden. Diese Grundsätze sind unter Mitwirkung von BewohnerInnen der DSS30 entstanden. Danke für die Einhaltung!

Für ein gutes Miteinander im Alfred-Klinkan-Hof – Generationenhof

F

ür ein gelingendes Zusammenleben bedarf es die Partizipation und Kooperation aller NutzerInnen der Anlage in der Donausstadtstraße 30. Das heißt, damit die Regeln und Prinzipien des Miteinanders von allen Personen eingehalten und respektiert werden, müssen sie auch gemeinsam entwickelt werden. Um die Kooperation und Beteiligung von Personen nicht-österreichischer Herkunft wie z. B. Tunesien, Libyen, Ägypten etc., im Alfred-Klinkan-Hof zu forcieren, veranstaltete Zeit!Raum Workshops mit diesen Gruppen. Hierbei hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit ihre Bedürfnisse auszudrücken, die 52 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

ein gelingendes Miteinander unterstützen bzw. ermöglichen können. An erster Stelle stand das Bedürfnis nach einem respektvollen, wertschätzenden Umgang miteinander. Dies betrifft vor allem die Themenbereiche, ethnische Herkunft, Alter und Weltanschauung. Bei den Workshops wurden Grundsätze formuliert, die später im Kreis aller MieterInnen, abgestimmt wurden. Im Laufe des Workshops stellte sich immer wieder die Frage „Wie kann eine Gemeinschaft gestaltet werden?“ und „Wie können gewisse Vorurteile abgebaut werden?“. Eine mögliche


Antwort darauf ist, Kontakt untereinander zu forcieren, also gemeinsame Erlebnisräume zu schaffen, etwa durch Feste, an denen sich die MieterInnen aktiv beteiligen können. Durch das gemeinsame Tun können Vorurteile abgebaut und Gemeinsamkeiten entdeckt werden.

Daher haben sich die vor Ort betreuenden Organisationen Verein Zeit!Raum, wohnpartner 22 und der Jugendtreff Donaustadt dazu entschlossen, im Jahr 2013 den „Nachbarschaftstag“ in Form eines gemeinsamen Festes direkt im Generationenhof zu feiern.

Kochen für ein besseres Miteinander

B

ei diesem Kochworkshop bereiteten insgesamt zwanzig Personen ein dreigängiges arabisches Menü, das in traditioneller Form ohne Besteck verspeist wurde. Das gemeinsame Kochen verbessert nicht nur die Kommunikation untereinander, sondern stärkt auch den Zusammenhalt und den sozialen Austausch. Dieser Kochworkshop, bei dem der Menüplan, der Einkauf, und die Durchführung von den TeilnehmerInnen selbst gestaltet wurden, ist ein guter Beweis dafür, dass solche Aktionen Menschen zusammenführen und zum Austausch anregen. Die TeilnehmerInnen dieses Workshops haben sich gegenseitig unterstützt und den Tag gemeinsam mit Freude verbracht. Es wurde viel gelacht, geplaudert, und es wurden Informationen ausgetauscht. Aktionen für ein besseres Zusammenleben sind auch in den folgenden Jahren vorgesehen. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 53


Zusammen.leben – Nachbarschaft pflegen

V

erein Balance - Filzworkshop am Standort Sonnenhofladen Im Sinne des Jahresschwerpunktes der MA 13 – „zusammen.leben“ nahm eine Gruppe von Zeit!Raum Kindern, die in der Nachbarschaft des Standortes Sonnenhof des Verein Balance leben, an einem Workshop mit dem Thema „Miteinander Filzen“ teil. Die beeinträchtigten Menschen, die am Sonnenhof täglich arbeiten, zeigten den Kindern, wie aus farbenfroher Filzwolle künstlerische

54 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

Gegenstände gemacht werden können. Anfängliche Zurückhaltung und Berührungsängste lösten sich durch die warmherzige, heitere und wohlwollende Art und Weise wie die Zeit!Raum Kinder empfangen wurden, auf. Die Kinder filzten mit warmem Wasser und Seife. Sie hatten viel Freude daran, die bunte Wolle zu Armbändern, bunten Blumen, Halsbändern und Haarschmuck zu „verwalken“. Weitere Workshops in Kooperation mit Balance-wie zum Beispiel gemeinsames Töpfern, sind geplant.


Projekte und Kooperationen 2013

V

ernetzung und Kooperation sind wichtige Bestandteile der offenen Kinder- und Jugendarbeit und stellten somit zentrale Aspekte der Arbeit von Zeit!Raum dar. Eine konstruktive und belebte Zusammenarbeit findet mit der Bezirksvorstehung des 22. Bezirkes, mit wohnpartner 22 - dem Nachbarschaftsservice im Wiener Gemeindebau, dem Jugendtreff Donaustadt, Wiener Wohnen, dem Verein Balance und Interface Wien statt. Der regelmäßig stattfindende ExpertInnenkreis zum Thema Alfred-Klinkan-Hof bestehend aus einigen der oben genannten KooperationspartnerInnen sowie den MieterInnenbeiräten, den MitarbeiterInnen der MA 13 und der MA 18 ermöglicht ein engmaschiges Zusammenwirken zu Gunsten der Menschen, die im AlfredKlinkan-Hof wohnen. In diesem Rahmen ist auch die Idee eines regelmäßig stattfindenden regionalen Vernetzungsforums entstanden, das 2014 umgesetzt werden wird. Auch im Jahr 2013 hat Zeit!Raum am Bezirksferienspiel und an den WienXtra Familientagen mitgewirkt, und somit das Angebot für Kinder und Jugendliche, die bis dato nicht in die Betreuung involviert waren, geöffnet. Im Sinne der Nachbarschaftspflege fand mit der sozialen Organisation „Balance – Leben ohne Barrieren“ ein regelmäßiger Austausch statt, der im Jahr 2014 intensiviert werden soll. Auch die Kooperation mit dem Polgargymnasium, deren Turnsaal wir während des Schulsemesters nutzen, läuft sehr gut und ist konstruktiv.

Außerdem ist zu erwähnen, dass seit mehreren Jahren gemeinsam mit Interface Wien Deutschkurse im Zeit!Raum Betreuungslokal abgehalten werden. Lern- und Freizeitaktivitäten erfolgreich miteinander zu verbinden ist das Ziel dieser Zusammenarbeit. Zu erwähnen ist auch die Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein „ Muu* . Mode als Brücke“, mit dem gemeinsame Workshops wie z.B. „Textil statt Plastik“ verwirklicht wurden. In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Einrichtungen im Jahr 2013 realisierte Aktivitäten und Veranstaltungen werden im Folgenden kurz beschrieben.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 55


„Bunte Herbstaktion“ im Alfred-Klinkan-Hof – „Generationenhof “

Z

ur Einstimmung auf den Herbst veranstaltete Zeit!Raum gemeinsam mit der Organisation wohnpartner 22 ein kreatives Stationenspiel im Generationenhof. Die jungen BewohnerInnen des Alfred-Klinkan-Hofes hatten die Gelegenheit bei einem Hof-Quiz, Fragen zu den „Hofleitregeln“ und zum Zusammenleben im Generationenhof zu beantworten. TeilnehmerInnen erhielten tolle T-Shirts mit dem Aufdruck des Hofmaskottchens. Beispielsweise wurde befragt, worauf geachtet werden soll, was bei der Benützung der Korbschaukel zu berücksichtigen ist und ab wann die Ruhezeit im Hof einzuhalten ist?

56 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


Zeit!Raum bot eine Spielstation für gemeinsames Filzen an. Kinder gestalteten aus MerinoSchafwolle bunte Geschenke. Selbstgemachte farbenfrohe Haarbänder, Armbänder, Gürtel und Seifen erfreuten die Gemüter. Spannend war der Tag auch deshalb, da ein ORF Team vor Ort war und eine Reportage über den Generationenhof drehte. Die Kinder erprobten sich vor der Kamera. Die Reportage wurde am 24.10.2014 im ORF im Rahmen der Sendung „Am Schauplatz“ ausgestrahlt und zeigte sehr klar die Herausforderungen mit denen in der Großstadt aufwachsende Kinder konfrontiert sind. Der kindliche Drang nach Bewegung, Spiel und Freude am Miteinander wird oftmals durch Verbote und Reglementierungen eingedämmt. Die Kinder und Jugendlichen sind sehr kreativ in der Aneignung von Raum und wissen auch immer mehr über ihre Rechte Bescheid.

Das kindliche Selbstbewusstsein wird von den Jugend­arbeiterInnen gestärkt, so wie auch das Verständnis und Mitgefühl für die Bedürfnisse aller Generationen. Die Zeit!Raum MitarbeiterInnen sehen sich als Brückenbauer. Der respektvolle Umgang miteinander wird durch gemeinschaftsfördernde Aktionen und das gemeinsame Erleben verfeinert und entwickelt. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 57


Bezirksferienspiele

Z

eit!Raum ist langjähriger Kooperationspartner der Bezirksferienspiele. Es wurde ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen angeboten. Die Bezirksferienspiele 2013 boten sehr viel Spaß und Spannung für Klein und Groß. Im und um das Zeit!Raum Lokal fanden folgende Aktionen statt: Blumentöpfe bemalen, Specksteine modellieren und Windräder verzieren. Im Zuge dessen kamen auch Themen wie Umweltverschmutzung und faires Miteinander zur Sprache und wurden mit den Kindern und Jugendlichen diskutiert.

„Instrumentenbau“

Z

usätzlich zu zahlreichen sportlichen Freizeitangeboten sorgte der Programmpunkt Z!R-„Instrumentenbau“ für eine spannende Abwechslung. Sowohl die Kinder als auch die BetreuerInnen selbst hatten den ganzen Nachmittag mit Kleister und Seidenpapier in unterschiedlichen Farben alle Hände voll zu tun. Vor allem das Basteln von Trommeln hatte es allen Kindern angetan. Äußerst geduldig und konzentriert klebten die Kinder Schicht für Schicht – 58 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


insgesamt 12 Schichten – Seidenpapier auf die Tontöpfe. Außerdem wurden die Tontöpfe danach liebevoll mit Acrylfarben verziert und zum Trocknen beiseite gestellt. Neben den Trommeln wurden auch sehr viele Rainmaker aus Chipsdosen, Sugogläsern und Linsen oder Bohnen gebaut. Auch diesmal wurde auf das Motto „Aus alt mach neu“ Wert gelegt. Eine Woche später konnten die gebastelten Instrumente abgeholt werden. Die Kinder haben sie natürlich sofort bei einer Session ausprobiert.

Schmuck und Schlüsselanhänger aus Fimo

A

uf der Suche nach neuen kreativen Impulsen für die Kinder bot das Zeit!Raum-Team zum Beispiel einen Fimo-Workshop an. Kinder und Jugendliche nutzten ihre Freizeit, um individuelle Schlüsselanhänger und Schmuckgegenstände aus der bunten Knetmasse herzustellen. Sie mischten Klumpen verschiedenfarbiger Knete nach ihren Vorstellungen ineinander und bearbeiteten sie zu einer gemusterten Masse. Aus dieser formten sie im Anschluss Perlen,

Schmuck- und Schlüsselanhänger in Form von Kugeln, Herzen oder Quadern und fädelten sie nach dem Brennen im Ofen auf ihre Ketten. Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 59


Gemeinsam mit Interface Wien: Deutschkurse im Zeit!Raum Betreuungslokal

D

ie Deutschkurse mit begleitender Unterstützung in anderen Fächern für Kinder von 11 bis 14 Jahren finden im Betreuungslokal des Vereins Zeit!Raum in der Viktor-KaplanStraße 11 während des Schulsemesters statt. Durch die Jugendeinrichtungen als Partner­ Innen von „Interface Wien“ sollen die Kinder und deren Eltern erfahren, dass es möglich ist, Lernen und Freizeitaktivitäten erfolgreich zu verbinden. Gleichzeitig wird die soziale Integration der Kinder durch die Angebote der außerschulischen Jugendeinrichtungen wie Zeit!Raum gefördert. Die Kurse finden zweimal wöchentlich mit jeweils zwei Unterrichtsstunden am Nachmittag statt. In den Kursen mit insgesamt 48 Unterrichtseinheiten unterrichtet jeweils eine Sprachtrainerin/ein Sprachtrainer mit Unterstützung einer Begleitlehrerin/eines Begleitlehrers.

60 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


Statistik

I

m Jahr 2013 hatten wir insgesamt 7930 Kontakte zu Kindern und Jugendlichen, die im 22. Bezirk leben. Der BesucherInnenanteil der Buben war mit 2601 Kontakten am höchsten, gefolgt von Mädchen im Alter von 8 -13 Jahren. Die Anzahl der weiblichen BesucherInnen ist im Vergleich zum letzten Jahr um 555 Kontakte gestiegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Z!R im Jahr 2013 verstärkt Angebote für Mädchen gesetzt hat. Das Angebot „Wohnzimmer für Jugendliche“ erfreut sich stets großer Beliebtheit bei den männlichen Jugendlichen. Insgesamt hatte Zeit!Raum im Rahmen dieses Angebotes 602 Kontakte zu den Jugendlichen. Während die Zahl der Kinder und Jugendlichen auf der von uns betreuten Freifläche in der Viktor-Kaplan-Straße bei 1497 Kontakten liegt, wurde im Alfred-Klinkan-Hof eine Kontaktzahl von 1939 erzielt.

Im Rahmen der Offenen Kinder und Jugendarbeit ist es dem Verein Zeit!Raum gelungen, Freude und Spaß an Bewegung zu vermitteln. Dies zeigt sich vor allem in den Kontaktanzahlen der BesucherInnen des Sport- und Bewegungsangebots mit 2041 Kontakten. Bei den Programmpunkten „Flexxible“ und „Zeit!Raum mit Alles“ macht sich ein Anstieg von 413 Kontakten bemerkbar. Diese Erhöhung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2013 vermehrt attraktive Kreativangebote, gesetzt worden sind. Obwohl der Programmpunkt „Lerntrixx“ – eine Unterstützung rund ums Lernen – im Winterprogramm freitags stattfindet, hat es insgesamt 238 Kontakte gegeben.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 61


Bezirk: 22 – Gesamt Jahresübersicht 2013 Aktivitäten Lerntrixx

KINDER

JUGENDLICHE

ERWACHSENE

weibl.

männl.

weibl.

männl.

weibl.

männl.

112

81

20

23

2

0

Gesamt 238

Flexxible

145

183

36

89

2

0

455

Mädchensport

106

0

53

0

0

0

159

Fussball Kids

364

463

112

196

68

51

1254

Jugendliche Wohnzimmer

0

32

137

428

3

2

602

Z!R mit Alles

176

206

55

154

8

0

599

Z!R unterwegs

171

133

27

24

0

0

355

Mädchenraum

158

0

45

0

1

0

204

Sport Action

15

228

12

244

0

0

499

Fussball Jungs

0

58

6

53

0

12

129

Viktor Kaplan Straße

514

552

130

207

59

35

1497

Alfred Klinkan Hof

662

665

209

264

84

55

1939

Gesamt

2423

2601

842

1682

227

155

7930

Gesamt Jahresübersicht 2013 Lerntrixx Flexxible Mädchensport Fussball Kids Jugendliche Wohnzimmer Z!R mit Alles Z!R unterwegs Mädchenraum Sport Action Fussball Jungs Viktor Kaplan Straße Alfred Klinkan Hof

62 22. Bezirk | Jahresbericht 2013


Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

M

edien sind ein kulturelles Artefakt und können idealerweise zwischen unterschiedlichen (kulturellen) Gruppen vermitteln („mediieren“). Ohne Medien ist kaum etwas von Relevanz, erst die Publikation in einem Medium, sei es nun Print oder Web verleiht einer Sache, einer Handlung, einer Person und dem Gesagten Bedeutung. Damit auch Menschen, die in unserer Gesellschaft weniger häufig „zu Wort“ und „ins Bild“ kommen, verstärkter wahrgenommen werden, und sie ihre Lebenswelten und Meinungen auch häufiger artikulieren können, involviert Zeit!Raum Menschen aktiv in Medienproduktions­prozesse und macht für ihre Anliegen „Publicitiy“. Das Wissen um die richtige Nutzung und Gestaltung von Medien und die Reflexion über die Wirkmacht der Medien nennt man Medienkompetenz. Im pädagogischen Zeit!Raum-Programm finden sich daher des Öfteren Ausflüge und Schulungen z. B. im Bereich Internetnutzung. Es werden einerseits Kinder öfter dazu animiert selber medial mitzugestalten, andererseits

werden zudem auch das Verhältnis „Mensch – Medien“, der Eingriff in die Privatsphäre, die tausendfache teilweise ungewünschte Reproduktion von Bildern und auch die ungerechten Produktionsbedingungen von unseren Kommunikationsmitteln (Iphone, Smartphone etc.) thematisch in den Betreuungseinheiten und in Workshops aufgegriffen. Dazu ladet Zeit!Raum des Öfteren externe TrainerInnen wie MedienpädagogInnen oder KulturanthropologInnen ein, ihr Wissen mit den Kindern und Jugendlichen zu teilen. Zudem haben Jugendliche beim Projekt „Migration und Entwicklung“, welches 2013 im 22. Bezirk in Zusammenarbeit mit der „Nord-SüdKooperation“ stattfand, Produktionsbedingungen von Phones und weltweite Kommunikationsströme gemeinsam bei Workshops erarbeitet und grafisch veranschaulicht. Sie haben ergänzend dazu selbst Videos über ihren Lebensalltag gestaltet und quasi als Grußbotschaften mit anderen Jugendlichen aus Guatemala geteilt.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 63


Z e i t s c h r i f t

i f t Z e i t s c h r

f ü r

t u r e l l e s o Z i o k u l

A r b e i t

f ü r

s o Z i o k u l t u r e l l e

A r b e i t

2/2013

z!r-uNterWegs: iN rom, Perugia uNd istaNbul

1/2013

Z e i t s c h r i f t

f ü r

s o Z i o k u l t u r e l l e

A r b e i t

3/2013

geNeratioNeN-Projekt: eröffNuNg alfred-kliNkaN-Hof

FEEL GOOD GEwinnt AuszEichnunG urLAub in hOchFicht GitArrE-GruppE im tOnstuDiO z!r in „wOhnEn mOrGEn“ 20 JAhrE pArKbEtrEuunG

20 Jahre

Z!R uNTERWE GS IN WIEN Auf dEN Sp uREN dER OSMANEN

winter!

erPrO GraM Z!r: neues sOMM

Spiola – www.spi

GEMMAS´AN -JuGENdLIC hE BEI LERNQuA dRAT

WieNer ParkbetreuuNg Foto: © Petra

Das war unser

ola.at

Wir feierN

... Neue Hort-Plätze bei fuN&care! ...

M ist sCHO n Da!

WIR STARTE N IN dEN WI NT

MEhR RAuM ER! u ZEIT füR Eu Nd Ch BEZ IRK SRÄ

TIN COR NEL IA TRIN KO Zu BES uCh BEI Z!R 22.

Medien der Öffentlichkeitsarbeit: Die Zeit!Schrift

B

lattlinie der vierteljährlich erscheinenden Vereinszeitschrift ist es, möglichst viele Kinder, Jugendliche und andere (medial marginalisierte) Zielgruppen in die Berichterstattung mit einzubeziehen. Es ist wichtig, dass sich diese Zielgruppen in der Zeitschrift wiederfinden und wiedererkennen. Ein medienpädagogischer Zugang in der Betreuungsarbeit und ein partizipativer Zugang bei dem es um authentische Einblicke in die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen und anderer Personengruppen geht, sind daher Grundkonzepte der Zeit!Raum-Medienarbeit.

Die Zeit!Raum-Zeit!Schrift mit einer Auflage von 25.000 Stück und einer Erweiterung auf 32 Seiten bildet somit einen wesentlichen Anteil der Öffentlichkeitsarbeit. 2013 erschien die Zeit!Schrift dreimal. Die Zeitschrift ergeht an 600 ausgewählte Adressen in ganz Österreich (Magistratsämter, andere Vereine, Kooperationspartner, Institutionen des Öffentlichen Interesses, andere Medien). Eine Verteilung an alle Haushalte im 15. Bezirk und im 22. Bezirk hat die Leserschaft erweitert und somit eine noch breitere Wirksamkeit erzielt.

Social Media und Web

W

eb 2.0 und Social-Media-Foren wurden 2013 von Zeit!Raum erkannt und genutzt. Seit November 2013 wurde die „Zeit!RaumFreunde Seite“ im Social Media Forum Facebook um eine „Gefällt mir-Institutionsseite“ erweitert. Diese zusätzliche Plattform ermöglicht eine raschere und interaktivere Medienarbeit, die den „Facebook FreundInnen“ und „Fans“ neue Einblicke gewähren kann. Kinder und Jugendliche können über Chat informiert werden, mit NetzwerkpartnerInnen entstehen Kooperationen und Informationsaustausch. Aktuelle Angebote und Aktionen können mittels digitaler Flyer im Facebook besser beworben werden. 64 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

Seit September 2013 ist zudem ein weiterer Meilenstein in der Zeit!Raum-Öffentlichkeitsarbeit gelungen: eine neue Webseite (www.zeitraum. org) die alle Projekte von Zeit!Raum unter ein Portal bringt, ist „on Air“ und informiert laufend über verschiedenste Angebote. Öffentliches Interesse erweckte der zum Generationenhof umgestaltete „Alfred-Klinkan-Hof “ welcher auch in einer ORF-Reportage der Sendung „Am Schauplatz“ Drehort wurde. Ein Statement der Zeit!Raum 22 Projektleiterin Karoline Herbst betonte abermals Zeit!Raum-Kernaufgabe– nämlich Vermittler zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen zu sein und auch den Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben.


Vernetzung

I

n regelmäßigen Abständen finden regionale und überregionale Vernetzungen statt und bieten Gelegenheit zum fachlichen Austausch (Regionalforum oder Bildungsforum). Vernetzungsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit und stellt somit einen zentralen Aspekt der Arbeit von Zeit!Raum dar. Des Weiteren bildet eine gute Vernetzung auch eine gute Basis für die Weitervermittlung von KlientInnen. Eine positive und regelmäßige Zusammenarbeit besteht mit der Bezirksvertretung des 22. Bezirks, insbesondere mit der seit Juni 2013 neu bestellten Jugendbeauftragten Cornelia Trinko, die Zeit!Raum und seine unterschiedlichen Dependancen im 15. und 22. Bezirk im September 2013 besuchte. Die 2012 und 2013 abgehaltenen Planungstreffen zur Ausstellung- und Festveranstaltung „20 Jahre Parkbetreuung“ waren auch wichtig für den Austausch und die Bewusstmachung aller wichtigen Zeit!Raum-Aktionen seit der Gründung im Jahre 1995. Die Mitarbeit der Projektleiterin aus dem 22. Bezirk bei den Vorbereitungen zum großen Fest („20 Jahre Parkbetreuung“) hat zudem tiefere Einblicke in die Zeit!Raum-Aufgabengebiete im 22. Bezirk bei allen anderen Kooperationspartnern erzielt. Zu den Höhepunkten zählte 2013 der gelungene Kinder- und Jugendbeteiligungsprozess betreffend der Umgestaltung des Hof 1 im AlfredKlinkan-Hof in einen Generationenhof. Auf die Initiative des Wohnbaustadtrats Michael Ludwig hin, hatte Wiener Wohnen zusammen mit dem Nachbarschafts-Service wohnpartner 22, der Donaustädter Bezirksvorstehung, dem Jugendtreff Donaustadt sowie dem Verein Zeit!Raum das Projekt „Generationenhof “ ins Leben gerufen und umgesetzt. Durch das intensive Zusammenwirken mit den NetzwerkpartnerInnen, war es möglich die Bedürfnisse aller Generationen im Alfred-Klinkan-Hof betreffend eines friedvollen Zusammenlebens zu erheben und in Form von „Geboten“ wie „ Wir respektieren einander!“ auszuformulieren.

Das gemeinsam erarbeitete Hofleitbild, bei dem die Jugendlichen aus der Wohnhausanlage passende Maskottchen entwarfen, wurde beim Eröffnungsfest Ende Mai (28.5.) feierlich präsentiert. Das Bewusstsein der Selbstverantwortung bei allen BewohnerInnen zu stärken, und sie zu ermutigen den Hof als Erholungsraum zu nutzen, ist ein großes Zeit!Raum-Anliegen. Es gilt zu betonen, dass bei der Erhebung im Rahmen des Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesses das Bedürfnis der Kinder- und Jugendlichen nach einer Ballspielmöglichkeit in der Nähe auf fast jedem von den insgesamt 150 ausgefüllten Fragebögen zu lesen ist. Der Verein Zeit!Raum wird weiterhin die Kinder und Jugendlichen ermutigen, alternative und lärm-minimierende Möglichkeiten der Bewegung im „Generationenhof “ zu erproben. Die neuen Spielgeräte geben Raum für neue Bewegungsformen. Durch das Umweltprojekt in Kooperation mit der MA 48 wird das Thema „Gemeinsam halten wir den Hof sauber!“ weiterhin in der Umsetzung unterstützt. Den Kontakt zu dem Standort Sonnenhof des Verein Balance hat Zeit!Raum auch im Jahr 2013 gepflegt und durch gezielte gemeinsame Aktivitäten das Thema „ Behinderung- anders Sein!“ thematisiert. Aufgrund der in 2013 erzielten Erfolge möchten wir auch 2014 weiterhin themenfokussiert arbeiten, um eine noch größere Zahl von jungen Menschen im 22. Bezirk mit unserer Arbeit zu erreichen und in die unterschiedlichen Aktionen, Ausflüge sowie Sport- und Freizeitprogramme einzubinden.

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 65


Resümee und Perspektiven

I

m Jahr 2013 war das Betreuungsangebot der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sehr vielseitig, abwechslungsreich und informativ. Der Schwerpunkt in der Betreuung lag bei Kreativangeboten, um der schöpferischen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen anregen und entwickeln zu können. Die vielseitigen Programmpunkte wurden von unterschiedlichen Zielgruppen in Anspruch genommen. Die kreativ gestalteten freizeitpädagogischen Aktionen führten zu einer Erhöhung der BesucherInnenanzahl, sodass neben dem langjährigen Stammpublikum, Kinder, Jugendliche und Eltern erreicht wurden, die Zeit!Raum Angebote bis dato nicht in Anspruch genommen hatten. Die gestiegenen Kontaktzahlen erklären sich dadurch, dass einerseits das Betreuungsangebot erweitert und andererseits die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppen stärker berücksichtigt wurden. Wie in den Jahren zuvor, setzte das Zeit!Raum-Team auch 2013 gezielte Aktionen für ein verständnis- und respektvolles Miteinander im Alfred-Klinkan-Hof – Generationenhof. Für BewohnerInnen anderer Herkunft wurden z.B. Dialogräume durch Angebote wie Kochworkshops geschaffen. Ein wichtiges Anliegen des Vereins Zeit!Raum war und ist, die Brückenfunktion bei der Kommunikation der HofnutzerInnen untereinander. Das heißt, dass die Bedürfnisse aller NutzerInnen des Generationshofs, insbesondere die der Kinder und Jugendlichen artikuliert und gehört werden sollen und müssen, um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen. Als Sprachrohr der

66 22. Bezirk | Jahresbericht 2013

Kinder und Jugendlichen wird es für wichtig erachtet, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass der Wunsch und die Forderung der Kinder und Jugendlichen nach einem Ballspielplatz in der Nähe des Hofes bis heute noch nicht erfüllt werden konnte. Wir hoffen, dass diesbezüglich eine Lösung, die zu Gunsten aller Bewohner­ Innen ist, gefunden werden kann. Die Bemühungen des Vereins Zeit!Raum dienen dazu, dass der Generationenhof zu einem Ort der Erholung, der Kommunikation, der Bewegung und des Austausches unterschiedlicher Altersgruppen wird. Um das Ziel erreichen zu können, werden auch in Zukunft gezielte Angebote wie z.B. Nachbarschaftsaktion gesetzt. Des Weiteren werden Kinder und Jugendliche ermutigt, alternative Möglichkeiten der Bewegung zu erproben. Festgehalten werden sollte, dass für das Jahr 2014 verschiedene Projekte, die das Themenfeld Bildung und Inklusion bearbeiten wie z.B. Antidiskriminierungs- und Umweltbewusstseinsworkshops vorgesehen sind. Mit gezielten Aktionen wird der Versuch unternommen, die Zielgruppe für dieses Themenspektrum zu sensibilisieren und ein Bewusstwerdungsprozess bei ihnen in Gang zu setzen. In Antidiskriminierungsworkshops wird die Zielgruppe nicht nur für dieses Thema sensibilisiert, sondern er-


hält zusätzlich Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten im Falle einer Diskriminierung. Des Weiteren werden Handlungsmöglichkeiten in solchen Situationen erarbeitet und verinnerlicht. Die Konfrontation mit Vorurteilen und der Umgang mit diesem werden ebenfalls trainiert. Beim geplanten Umweltprojekt, das in Kooperation mit der MA 48 realisiert wird, wird es darum gehen die Kinder und Jugendlichen für das Thema Sauberkeit zu sensibilisieren.

diesem Anlass boten alle Wiener Parkbetreuungsvereine verschiedene Akti­vitäten wie z.B. Baumklettern, Wasserspiele, Kinderrechtequiz, Discogolf, Circus Luftikus, Kinderschminken und Bühnenprogramm an. Die Ausstellung in der Technischen Universität sowie die MitMach-Spiele-Fest am Karlsplatz waren ebenfalls dem Tag der „Parkbetreuung“ gewidmet. Diese gemeinsame Feier sowie die verstärkte Kooperation verschiedene Parkbetreuungsvereine verdeutlichten die Bedeutung der sozialen Arbeit im öffentlichen Raum.

Ein weiteres und wichtiges Projekt, das ebenfalls dieses Themenspektrum berücksichtigt, wird die Zusammenarbeit mit dem Verein Balance darstellen. Der Kontakt zum Verein Balance wird im Jahr 2014 gezielt gepflegt werden, um Themen wie „Behinderung und Inklusion“ stärker einbeziehen zu können. Neben diesen Projekten werden Betreuungs­ angebote, die sich im letzen Jahr bewährt haben (wie z.B. Mädchen!Raum, Sport für Burschen, Mädchen und Kinder sowie kreative Bastelstunden), fortgesetzt. Vor allem jene Programmpunkte, die sich ausschließlich an Mädchen richten, wie z.B. interkulturelles Kochen, werden beibehalten, um die Bedürfnisse dieser Zielgruppe stärker zu berücksichtigen. Sobald dem Verein Zeit!Raum weitere Räume zur Verfügung stehen, werden die Bedürfnisse und Wünsche der männlichen Besucher nach eigenem Programm ebenso berücksichtigt. Abschließend weisen wir darauf hin, dass die Offene Kinder und Jugendarbeit (Parkbetreuung) im Jahr 2013 ihr 20 jähriges Bestehen mit einem großen Festakt in Wien gefeiert hat. Zu

Jahresbericht 2013 | 22. Bezirk 67


Jb 22 bez 2013 web  

Report Youth-Work Vienna 22nds district- 2013

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