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AUSGABE NR. 18 / November 2012

DIE ZEITUNG DES VSStÖ GRAZ. DEINE STARKE VERTRETUNG IN DER ÖH UND AN DER UNIVERSITÄT.

! ? e R h e l e R e e l THEMA:

Qualität der Lehre

MACH'S BESSER, MACH'S ANDERS SEITEN 4 - 5 WER HAT UNS VERRATEN? SEITE 12


eDitorial

lichtblicke im november J o h a n n a M ay r r e da k ti o n ste a m z eitli n ks

a J L a I M S I r oV I C

es ist novem ber, es ist kalt, es regnet, radfah rer_inn en vermum men sich, es ist neblig und bald beginn en wieder die zwisch enklaus uren – aber es gibt einen Lichtbl ick: die neue zeitlink s ist da und wartet darauf, von euch gele sen zu werden . egal wo, auch im hörsaa l. und damit habe ich es gescha fft, zum thema überzu leiten: Denn wieso lesen Studier ende im hörsaa l die zeitlink s (oder andere s) oder spielen angry birds, obwohl t. sie eine Vorlesu ng haben? Langew eile wäre eine antwor t erfährs Das wie? gehen. anders ganz auch aber es kann du, wenn du umblät terst. zur ausbild ung von Lehrkrä ften, die nach Möglich keit auch nicht langwe ilig sein, sonder n vielmeh r den zu unterri chtend en Stoff so spanne nd wie möglic h darbie ten sollten , haben wir uns eine Seite weiter gedank en gemach t. aber da war doch, außer der kälte, noch etwas im novem en Million en gefühlt von d aufgrun hen überse zu ber, kaum von wahlpl akaten: die gemein deratsw ahl. auch dazu findest du einige gedank en von uns. aber es gibt noch viele weitere spanne nde artikel in die finden. zu e ser ausgab wie immer gilt: bei fragen , wünsch en, anregu ngen, kritik oder wenn ihr mitsch reiben wollt, schreib t uns doch einfach an zeitlink s@vsst oegraz .at imPressUm: H e r a u s g e b e r: Ve r b a n d S o z i a l i s t i s c h e r S t u d e n t _ i n n e n - S e k t i o n G r a z , M o r e l l e n f e l d g a s s e 41/ P, 8 010 G r a z , c o n t a c t@ v s s t o e g r a z . a t , w w w.v s s t o e g r a z . a t ☺ C h e f r e d a k t i o n, J o h a n n a M a y r, A j l a I m s i r o v i c ☺ M i t a r b e i t e r_ i n n e n: J o h a n n a M a y r, A j l a I m s i r o v i c , N a t a l i e Z i e r m a n n , M a n u e l We i c h i n g e r, L i s a S e t a f f y, R a p h a e l S p e r l , D a n i e l Fu n k , S e b a s t i a n Fr a n t h a l , F e l i c i t a s Fr ö h l i c h ☺ L a y o u t: F e l i c i t a s Fr ö h l i c h ☺ G e s t a l t u n g B ü r o A l e r t a ! ☺ F o t o s: C o v e r : h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a d e s i g n a s . 3 . h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / r a k k a / 7 7 8 4 0 8 516 4 / l i g h t b o x / s . 4 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / 16 7 8 2 0 9 3@N 0 3 s . 5 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a u f m d a c h s . 6 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / m k o r s a k o v s .7 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a d e s i g n a s . 8 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / w o r k i n g c l a s s g l a m o u r s . 9 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / j e r e m y b r o o k s /4 0 416 2 0 0 2 6 / s i z e s / o / i n / p h o t o s t r e a m / s .10 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / t w i c e p i x s 11 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / t i n g h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a u f m d a c h s .12 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / o l l i l y s .13 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / b e c k e n d o r f s .14 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / o l i v i o s a r i k a s s .15 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / g e r a r d s t o l k s . 16 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / s c h r o t t i e s .18 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / m i c h e l a m a z o l i s .19 , s o n s t i g e F o t o s: d e r_ d i e A u t o r_ i n ☺ D r u c k f l y e r a l a r m . a t ☺ O f f e n l e g u n g g e m . Pa r a g r a p h 2 5 M e d i e n g e s e t z: z e i t l i n k s i s t d i e S t u d i e r e n d e n i n f o r m a t i o n s z e i t u n g d e s VS S t Ö G r a z . ☺ B l a t t l i n i e: D i e Z e i t u n g d i e n t d e r I n f o r m a t i o n d e r S t u d i e r e n d e n i n G r a z s o w i e d e r Ve r b r e i t u n g d e r M e i n u n g e n u n d P o s i t i o n e n d e s VS S t Ö G r a z .

03

inhalt Dieser

aUsgabe

die veRloR ene unschu ld deR Pussy R.

04-05

mach's BesseR, mach's andeRs

06-07

lehReR_ in weRden ist nicht schweR , lehRe_ in sein dagege n sehR?!

08

männe R eRheBt euRe stimme *

10-11

was waR - was kommt

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weR hat uns veRRat en...

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gemein deRats wahlen in gRaz

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wet ten, gRiech enl ands schlech te wet tBeweRBsf ähigke it...

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esm und co : veRtief te integRation gegen den BüRgeR willen ?

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neues uniJah R und alte leiden

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ein JahR heRzlin ks in deR öh ! was wiR füR dich eRReich t haBen. ..

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news aus deR tu

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neues aus deR vsstö gRaz BiBliot hek

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finde die 5 fehleR


Die verlorene Unschuld der Pussy R. Zu Pussy Riot und Gewalt. Pussy Riot ist eine feministische Punk-Band und betreit gerne Aktionismus, schon kl ar. Aber es gibt noch weitere Aspekte J o h a n n a M ay r j o ha n na . mayr@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert math e mati k

Die Geschichte ist bekannt: Im Februar tanzen 3 Ak tivistinnen von Pussy Riot in Moskau auf einem Altar und beten dabei, von Putin erlöst zu werden. Daraufhin werden sie verhaf tet, vor Gericht gestellt und zu je 2 Jahren Arbeitslager verur teilt. Über das Ver fahren wird of t berichtet, das Ur teil ist höchst kontrovers und wird vielfach kritisier t und rück t (wiedereinmal) die, gelinde gesagt, nicht ganz ausgereif te Demokratie in Russland ins öf fentliche Interesse, die Bilder der drei Frauen gehen um die Welt. Und immer wieder wird betont, wie jung sie doch seien und schön und zwei davon sind gar Müt ter und, ach!, die armen Kinder. Ich glaube nicht, dass die Frauen von Pussy Riot auf dem Altar ge-

tanzt haben, um welt weit berühmt zu werden und zu hören bekommen, wie schön sie doch seien. Ich halte es für sehr viel wahrscheinlicher, dass sie diese Ak tion veranstaltet haben, um auf Ungerechtigkeiten, in diesem Fall Putins Russland, hinzuweisen und dafür einen Weg gewählt haben, der ihnen große Aufmerksamkeit bescher t. Um ihr Aussehen wird es ihnen dabei weniger gegangen sein (außer vielleicht darum, nicht erkannt zu werden) und dass sie sich dabei womöglich in Gefahr begeben, dür f te ihnen bewusst gewesen sein. Pussy Riot hat schon öf ters Ak tionen gemacht und besitzt durchaus eine Meinung zu verschiedenen Themen, die drei verur teilten Frauen sind Künstlerinnen, zwei davon studieren noch Philosophie bzw. Journalismus, die dritte hat einen Abschluss an einer Universität für Photographie und Multimedia – wieso wird nicht darüber berichtet? Eine mögliche Ant wor t: Weil es einfach ist und keine große Anstrengung verlangt, in alte Muster zurück zufallen und über das Äußere von Frauen zu berichten und es hingegen viel anspruchsvoller ist,

sich durch Texte, Bilder und Videos von Ak tionen zu wühlen, sich daraufhin eine Meinung zu bilden und dann kritisch und reflek tier t darüber zu berichten. Eine weitere mögliche Ant wor t (die gut zur ersten passt): Weil Frauen in den meisten Fällen – und zwar nicht nur in Medien, sondern auch im Alltag, und nicht nur Künstlerinnen, sondern auch Politikerinnen – auf ihr Aussehen reduzier t werden. Diese Diskriminierung – und es ist eine, da ihnen durchaus Nachteile daraus entstehen, wie zB dass ihre Kompetenzen angezweifelt werden – ist eine Form von Gewalt, wenn auch keine körperliche, sondern eine struk turelle, da sie durch unsere Gesellschaf t bedingt ist. Da viele Frauen Gewalt ausgesetzt sind (so wird jede 5. Frau in ihrem Leben mind. einmal Opfer von körperlicher Gewalt), gibt es einen eigenen Tag gegen Gewalt an Frauen: der 25. November. Also denk t an diesem Tag an die Frauen, die verschiedenen Ar ten von Gewalt ausgesetzt sind, und kommt zu unserer Ak tion. ;)

nnen werden schriftlich verständigt. Einsendeschluss ist der 31. Jänner 2011. Die Verlosung erfolgt im Anschluss. Die Gewinner_i Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Bargeldablöse.

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mach's besser, mach's anders! Was man am hochschulsystem verändern könnte Unsere derzeitigen Unis produzieren unglückliche Menschen, aber es gibt durchaus auch Alternativen, denn wieso sollte alles so bleiben, wie es ist? J o h a n n a M ay r j o ha n na . mayr@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert math e mati k & g er ma n i sti k

Ein bisschen Statistik Die Rahmenbedingungen eines Studiums sind nicht in allen Studien so annähernd paradiesisch wie in weniger über füllten wie zum Beispiel im Mathe-Studium. So beklagen 54% der Studierenden überfüllte Hörsäle und 37% fehlende oder beschädigte Ausstat tung in Lehr veranstaltungsräumen, 52% gefallen die Platzprobleme in diesen gar nicht, außerdem studieren 30% aufgrund von über füllten Lehrveranstaltungen und 46% aufgrund von Vorraussetzungsket ten länger, als eigentlich geplant war. Flexibilität wird nur von 33% in ihrem Studium gefunden und 48% stimmen der Aussage wenig bis gar nicht zu, dass in ihren Lehr veranstaltun-

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gen das Interesse, sich über die Lehr veranstaltung hinaus mit dem behandelten Themengebiet zu beschäf tigen, verstärk t wird. Nachdem ich mit diesen Zahlen um mich gewor fen habe, kann ich natürlich auch beruhigen: Nicht alles an unseren Universitäten ist schlecht. Immerhin wird in 52% der befragten Studierenden Interesse geweck t, sich mit den Themengebieten außerhalb der Lehr veranstaltung zu beschäf tigen, was immerhin knapp über der Hälf te der Studierenden liegt. Auch sagen 67% aus, dass ihr Studium sie zum kritischen Denken und Hinter fragen anregt. Das klingt ja nicht so schlecht. Aber was ist mit den restlichen 33%? Werden sie nicht zu kritischem Denken angeregt? Wird von ihnen er war tet, dass sie still in der Vorlesung oder der Übung sitzen und alles hinnehmen, was der oder die Vor tragende von sich gibt? Und die oben er wähnten 48%, sie haben sich doch vermutlich ihr Studium selbst ausgesucht, dür f ten also wenigstens ein geringes Interesse daran haben, wieso wird bei ihnen kein Interesse geweck t, sich außer-

halb der Lehr veranstaltung damit zu beschäf tigen? Nun fallen mir 2 Möglichkeiten ein: Ent weder sie studieren das für sie falsche oder ihre Lehr veranstaltungen sind zu langweilig (wobei das natürlich ein Resultat einer falschen Studienwahl sein kann) oder vielleicht einfach didak tisch falsch aufbereitet. Orientierungsphase? Ja, bitte! Wieso landen manche Studierende in einem Studium, das für sie persönlich das falsche ist, das sie also nicht interessier t oder in dem sie sich nicht wohl fühlen? Vermutlich deshalb, weil sie nicht genug über das Studienangebot informier t sind, einerseits, weil sie sich vielleicht selbst nicht informieren wollen (wer immer schon der Meinung war, dass Politik wissenschaf t sein_ihr Traumstudium ist, wird sich kaum doch für Mathematik inskripieren), andererseits weil ihnen die Möglichkeiten zur Information fehlen oder nicht genug darüber informier t wird (wer immer nur von BWL, Medizin und Lehramt hör t, wird womöglich nicht von der Existenz eines Sprachwissenschaf t-Studiums wissen).


Die Lösung dafür wäre die EinfühDidak tik: Level-up! rung einer echten OrientierungsAuch für das Problem der langweiphase und damit meine ich eine, ligen Lehr veranstaltungen oder der deren Ziel Orientierung und nicht einfach viel zu wirr vorgetragenen das Rausprüfen möglichst vieler Vorlesungen gäbe es durchaus eine ist. Eine solche Orientierungsphase Lösung: Eine verpflichtende Didakkönnte folgendermaßen aussehen: tikausbildung für alle Personen, die Zuerst meldet man sich auf einer in die Lehre einsteigen und nicht Onlineplat tform (die gleichzeitig zur ohnehin eine didak tische AusbilStudieninformation dient) für die dung absolvieren. Denn eine AHSOrientierungsphase an, quasi als Lehrkraf t ohne Didak tikausbildung Präinskription. Im 1. Semester müswäre undenkbar, an der Universität sen dann ein Einführungstutorium ist das aber nichts Ungewöhnliches. an einer Hochschule, an der eine Im Mit telpunk t der Lehre haben daLehr veranstaltung besucht wird, sobei immer die Studierenden zu stewie eine Einführung in hen (das Ziel der Lehdas wissenschaf tliche re sollte ja auch die Wieso wird bei 48% Arbeiten besucht werWissensvermittlung den, weiters auch drei d e r S t u d i e r e n d e n k e i n an Studierende sein). E i n f ü h r u n g s ü b u n g e n t i e f e r g e h e n d e s I n t e r e s s e Dabei sollen die Stuaus verschiedenen a n i h r e r L V g e w e c k t ? dierenden aber nicht Studienrichtungen. als passive EmpfänWer sich in seiner_ihrer Studienger_innen, sondern als möglichst wahl schon sicher ist, kann auch ak tive Handelnde gesehen werden. gleich Lehr veranstaltungen aus der Eine Methode, die in kleineren Lehrgewünschten Studienrichtung besuveranstaltungen wie zum Beispiel chen. Erst zu Beginn des zweiten Proseminaren durchgeführ t werden Semesters er folgt die Inskription in könnte, ist die Blitzlichtrunde, bei das Wunschstudium, die Lehr verander jede_r Teilnehmer_in reihum staltungen der Orientierungsphase ein kurzes Statement abgibt. Auch werden dann als freie Wahlfächer in Vorlesungen könnten Studierenoder Pflichtfächer angerechnet. de mehr einbezogen werden, indem zum Beispiel kurze Diskussions-

auf träge, welche die Studierenden untereinander in Zweier- oder Dreiergruppen ausführen sollten, oder kleine, freiwillige Rechercheaufgaben gegeben werden. Bei solchen Maßnahmen sollte aber der Genderaspek t nicht vernachlässigt werden. Denn es ist wissenschaf tlich bewiesen, dass Frauen in Diskussionen zurückhaltender sind, dass Männer öf ter unterbrechen und sich weniger häufig auf andere beziehen, Frauen hingegen sich öf ters auf andere beziehen und ihre Aussagen abschwächen. Lehrpersonen sollten geschult werden, dieses Verhalten nicht zu fördern. Mit diesen beiden Vorschlägen lässt sich natürlich noch lange kein per fek tes Hochschulsystem bauen, auch lassen sich die Vorschläge kaum innerhalb von 2 Seiten ausführlich darlegen, aber ich denke, dass damit der Grundstein zu einem besseren Unisystem gelegt werden könnte, dass sich mehr an den Bedür fnissen der Studierenden orientier t als bisher.

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Lehrer_in werden ist nicht schwer, Lehrer_in sein dagegen sehr?! Was bisher geschah und was geschehen wird

Lehrer_ in zu sein ist eine sehr anspruchsvolle Berufung, die eine pädagogische und hochwertig wissenschaftliche Ausbildung benötigt. Besonders in naturwissenschaftlichen Fächern zeichnet sich bereits ein starker Qualitätseinbruch ab. Es besteht ein Mangel an fachlich ausgebildeten Lehrer_ innen. Mit den Pl änen, Arbeitszeiten bestehender Lehrer_ innen auszuweiten wird dieses Manko noch verstärkt, während qualifizierte Junglehrer_ innen auf der Strecke bleiben. Aj L A I M S I RO V I C a j l a . i m s i r o c i c@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert LA a n g li sti k & G es c h i c hte

Doch wie schaut es mit dem Studium an sich wirklich aus? Eine kleine Umfrage, die ich mit einigen Studienkolleg _innen durchgeführ t habe, hat gezeigt, dass Einige mit dem

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Angebot nicht zufrieden sind. Sie sagten aus, dass die Inhalte vieler Kurse oder Vorlesungen „nicht im Schulalltag zu gebrauchen“ seien. Sie wüssten zwar, dass man als Professor_in ein großes fachliches Wissen besitzen müsse, doch während des Studiums wird viel zu sehr NUR darauf Wer t gelegt. Im Gegensatz dazu wünschen sich viele, es gäbe mehr und vor allem sinnvollere pädagogische Lehr veranstaltungen. In den Prak tika könne man sich als Student _in zwar ein Bild vom Leben als Lehrer_in machen, doch das erste Prak tikum soll laut Studienplan erst ab dem 4. Semester absolvier t werden. Für einige Unsicheren leider zu spät – das Wechseln des Studiums kann nur in den ersten zwei Semestern er folgen, ohne Folgen mit sich zu bringen. (siehe Sozialbroschüre des VSStÖ) Auch nach den Prak tika lässt sich aber herausfinden, ob man nicht doch noch einen anderen Weg in Angrif f nehmen möchte/ sollte. Pädagogische Arbeit ist of t mühsam, und „große Er folge“ sind selten. Meist sind es eher die „kleinen Freuden des Alltags“, die das Leh-

rer_innenleben er freulich machen. Und auf der anderen Seite ist es auch der „tägliche Kleinkram“, der an die Ner ven geht. Zusammen mit einzelnen, herausragenden Erleb nissen summier t sich das im Laufe der Zeit zu einer Ar t persönlicher Er folgsbilanz. Wenn ihr euch nach dem ersten Prak tikum noch nicht sicher seid, ob es wirklich euer Traum ist, Lehrer_in zu sein, habe ich nun einige Fragen, die euch Anreize geben können, eine endgültige Entscheidung zu tref fen. 1. Ich fand schnell Kontak t zu den Schüler_innen. stimmt nicht stimmt 2. Nach dem Unterricht war ich of t sehr müde. stimmt nicht stimmt 3. Ich kam mit den Anforderungen der Unterrichtsarbeit gut zurecht. stimmt nicht stimmt 4. Ich hätte mir of t gewünscht, dass mir die Schüler_innen aufmerksamer zuhören. stimmt nicht stimmt 5. Ich freute mich meist auf den nächsten Unterrichtstag. stimmt nicht stimmt 6. Es war für mich schwierig, auf


die unterschiedlichen Schüler_innen dif ferenzierend einzugehen. stimmt nicht stimmt 7. Es fiel mir leicht, den Schüler_ innen Sachverhalte anschaulich zu erklären. stimmt nicht stimmt 8. Das Unterrichten bereitete mir einige Schwierigkeiten. stimmt nicht stimmt

nen einzuschätzen und zu behandeln hat; all diese Fähigkeiten sind schwierig zu erlernen - im Idealfall sollte man sie schon mitbringen. Hier ist ein kleiner Test, der euch eventuell hilf t zu er fahren, ob ihr wirklich das richtige Studium gewählt habt. Wie gern führst du vermutlich folgende Tätigkeiten aus? 1. Den Schülern einen Sachverhalt Wenn ihr euer Prak tikum an der erklären Schule wahrlich genossen habt, ungern gern solltet ihr nach dem Beant wor ten 2. Konflik te zwischen den Schüdieser Fragen mehr Er folge als lern zu klären versuchen Misser folge auf weiungern gern sen können. Wenn L a u t d e m S t u d i e n p l a n 3. Neue Unterrichtsdies nicht der Fall ist, g i b t e s d a s e r s t e P r a k t i - methoden erlernen wäre es von Vor teil, k u m i m 4 . S e m e s t e r - f ü r ungern gern noch einmal eure Stu- e i n i g e U n s i c h e r e n i s t d a s 4. Mich in der Pause dienwahl zu überdenmit Schülern unterhalldider zuspät ken. ten Der Beruf des/der Lehrer_in hat ungern gern zwar viel mit Wissen und Theorie 5. An kulturellen Ak tivitäten teilzu tun, aber wirklich glücklich wird nehmen man nur sein können, wenn man eiungern gern nen „ Draht “ zu den Schüler_innen 6. Abwechslungsreiche Unterhat und einen par tnerschaf tlichrichtsstunden ent wer fen freundschaf tlichen Umgang mit ihungern gern nen ver wirklichen kann. Darüber 7. Hef te korrigieren hinaus muss man sich vor der Klasungern gern se wohlfühlen und intuitiv erspüren 8. Mich in Problemschüler hineinkönnen, wie man die Schüler_inversetzen

ungern gern 9. Komplexe Themen für Schüler verständlich aufbereiten ungern gern 10. Mit Eltern Erziehungsfragen besprechen ungern gern Last but not least soll gesagt werden, dass die Frage, ob du geeignet bist Lehrer_in zu werden, dir leider keiner beant wor ten kann außer du selbst...

I n fo box Get active! Wenn du Lust und Laune hast, bei uns ak tiv mitzuarbeiten, dann melde dich unter: contact@vsstoe. at, im Internet findest du uns unter: http://vsstoegraz.at oder facebook. com/vsstoegraz

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männer erhebt eUre stimme * *schReibt hieR eine veRRÜckte männeRRechtleRin? GanZ und GaR nicht… … hieRmit foRdeRe ich alle männeR auf, sich an deR feministischen Bewegung zu Beteiligen. denn es kann nicht sein, dass männeR auf ihRen chefsesseln kleBen und den fRauen zusehen, wie sie sich aBmühen. L I S a S e ta f f I li sa . s e taffi@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert m e d izi n

EU-Justizkommissarin Reding sieht eine EU-weite Frauenquote (40%) für börsennotier te Unternehmen bis 2020 vor. Mindestens zwei von fünf Aufsichtsratsposten sollen damit von Frauen besetzt werden. 2018 sollen Firmen mit staatlicher Beteiligung die Quote einführen, gelten solle das für Unternehmen > 250 Mitarbeiter_innen und einem Umsatz > 50 Mio. Euro. Natürlich regt sich Widerstand Großbritannien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Ungarn, Litauen, Malta, die Niederlande, Schweden und Slowenien sind dagegen. So schnell haben sich die verschiedenen EU-Staaten wohl noch nie in einer Frage entschieden. Aber hier geht es nicht primär um die Frauenquote, sondern darum, dass alles, was in Richtung Frau-

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setzen gibt, warum ist es dann nicht enförderung geht, kategorisch ablängst passier t? Bricht euch Mängelehnt wird. Warum? Weil Männer nern ein Zacken aus der Krone? Es noch immer unser System domihat den Anschein, dass sobald es nieren und steuern. Und diese geernst wird, der Schwanz eingezosellschaf tlichen Struk turen sind gen wird. Generationen von Frauen so alt, dass wir uns Änderungen haben die rechtliche Gleichstellung of fenbar nicht vorstellen können, mühsam er fochten, Generationen beispielsweise mehr Frauen in hövon Männern haben dies nur in miheren Positionen und in der Öf fentnimalen Schritten er folgen lassen, lichkeit (und damit meine ich nicht kein Wunder also, dass ein Keil Werbung und Schauspielerei). Die zwischen die Geschlechter getrieFrau, das unheimliche Wesen, vor ben wurde. Jetzt hingegen wäre es dem man Angst haben muss. DarZeit, ein gemeinsames Zeichen zu um lässt man es am besten dor t, wo setzen, Männer die Frauen unteres nichts anstellen kann. Weit unten stützen und Frauen sich über (von auf der Karriereleiter. Eigentlich haben D i e F r a u , d a s u n h e i m l i c h e Männern) fingier te Grenzen hinwegsetMänner nichts zu W e s e n , v o r d e m m a n A n g s t zen. befürchten, denn haben muss. Bei Frauenföreine Frau verdient derung geht es nicht darum, alle weniger, hat geringere AufstiegsMänner durch Frauen zu ersetzen, chancen, und wenn doch, sollte sondern Frauen die Positionen einja kein Kind die Karriere kreuzen, zuräumen, die ihnen zustehen. Wir denn sonst wird frau wieder um JahFrauen kämpfen seit dem 19. Jhdt re in ihrem Beruf zurückgewor fen. und früher dafür, als gleichwer tige Doch wenn es dazu kommt, ZugeMenschen anerkannt zu werden. ständnisse zu machen, wie MaßVieles haben wir allein erreicht, nahmen zur Gleichbehandlung aber wir appellieren auch an die Soanzunehmen und ak tiv zu unterstütlidarität der Männer, und an ihr Gezen, ist jedweder Idealismus verrechtigkeitsgefühl, sich nun endlich flogen. Aber was ist so schwierig in den Dienst der Sache zu stellen daran, es gut zu heißen, wenn z.B. und sich für Frauenanliegen einzudie Gehaltslücke geschlossen wird? setzen. Jetzt. Und wenn es nichts daran auszu-


LISTE 1

GEMEINDERATSWAHL 25. NOV

MEHR FÜR DICH.

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VSStÖ Strandparty 14 . J u n i . 12

Nach dem durchschlagenden Er folg letztes Jahr sorgten wir auch heuer wieder für das gemütlichste Fest mit der besten Musik und günstigen Speis und Trank an der Uni Graz. Außerdem gab es diverse Spielmöglichkeiten und Sir Rob Cheese von den Shenanigans sorgte für Livemusik.

Semesterstart Zum Semes terstar t ver teilten wir wie jedes Jahr Taschenk alende r, Linienf ahrplä ne und vieles mehr. Zudem gab es für Erstse mestri ge den Roten Faden , unsere Infobros chüre. Zu finden ist dieser übrige ns auch auf http:// issuu.c om/zei tlinks/d ocs/ro ter_fad en_ws12.

Schluss mit sozialer Kälte - Sozialtstaat geht anders! 15 .10 .12

von Die neuest en Inform atione n zur soziale n Situati onSysStudie renden , Alterna tivkonz epte zum derzei tigen Studie ntem und Ant wor ten auf Fragen zu Wohnb eihilfe, beihilfe etc. wurden bei dieser Diskus sionsv eranst altung behand elt.

D u w ills t m e h r? M e h r po li t isch e D is ku ssi o n e n , m e h r I n fo s , ü be r a lle u n s e re V e r a n s ta lt u n g e n be sch e id w iss e n , e i n e m ö g lich k e i t, mi t zu g e s ta lt e n? U n s e re a k t u e lle n V e r a n s ta lt u n g e n f i n d e s t d u imm e r au f face bo o k .co m / vss to eg r a z W e n n d u dich e i n br i n g e n m ö ch t es t, sc h re i b u n s a n co n tac t@vss to eg r a z . at


Diskussionsveranstaltung Qualitä t der Lehre

12 .11 .12 , 2 0 U h r / VS S tö bü ro m o re lle n f e ld g ass e 417 p

Has t du es auc h satt dig in lang wei lige n, übe r füllt Vor lesu nge n sitz en zu, stän en müs sen ? Bis t du ebe nfa lls geg en unf aire Kno ck- Out -Prü fun gen und Vor aus setz ung ske tten , die das Stu dium ers chw ere n? Fin des t auc h du, das s jede Men sch die selb en Cha nce r n hab en soll te, zu stud iere n – una bhä ngig vom Gel dbö rse rl der Elte rn? Dan n uns ere r Dis kus sion sve au bei stal tun g vor bei, info rmisch ere dich , disk utie re mit und lern eran net te Men sch en ken nen !

Filmabend auf der Med-uni

21 .11 .12 , 2 0: 0 0 U h r / Vo r k li n i k

He rzl ink s - der VS StÖ an der ME D-U niv ers itä 21.11 den Fil m: "Ko mm t - zei gt am Po pco rn und Ge trä nke süß er Tod " ab 20: 00. Es gib t gra tis . Ko mm hin und ler n uns ken nen !

Diskussionsveranstaltung Frauenrechte International

2 6 .11.1 2 , 2 0 U h r / Vss tö bü ro m o re lle n f e ld g ass e 41/ p Wen n wir von Gleic hber echt igun g zwis chen Frau en und Män nern rede n, habe n wir meis eine n sehr euro zent ristische n Blick . Anlä sslic h des Intertnatio walt an Frau en (25. Nove mbe r) wollenale n Tag gege n Gen wir uns bei dies er Disk ussio nsve rans taltu ng der Situa tion von Frau enre chte n auch auße rhalb der EU widm en. Hör t sich inter essa nt an? Dann scha u einfa ch vorb ei, er fahre inter essa nte Ding e und disku tiere mit!

Nikoloaktion

Wa n n: 6 . D e z e m b e r Wo: a n d e n G r a z e r U n is

Wie jedes Jahr bekommen Studierende Süßigkeiten und Infomaterialen von uns geschenk t. Mit dabei natürlich auch Nikolo und Osterhase!

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wer hat Uns verraten… „wiR sehen Bildung als soziales gRundRecht alleR menschen. leRnende haBen ein Recht auf ein Bildungssystem und auf BildungsangeBote, die ihRen BedüRfnissen und wünschen entsPRechen und die deR staat zu sicheRn und in eineR weise zu finanzieRen hat, die gleiche chancen alleR menschen gewähRleistet.“ n ata L I e z I e r M a n n nata li e . zi er ma n n@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert Psyc h o lo g i e

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Man mag es glauben, doch dieses einleitende Zitat entstammt dem SPÖ - Grundsatzprogramm. Doch was in diesem Par teiprogramm steht, wird immer wieder von hohen Funk tionär_innen der Sozialdemokratischen Par tei angezweifelt oder gar verletzt. Familienbeihilfenkürzung, Wohnbeihilfekürzung und schlecht finanzier te Universitäten das ist die Realität der letzten Jahre. Auch Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren werden von immer mehr SPÖ -Politiker_innen geforder t beziehungsweise sind teilweise schon Realität. Mal davon abgesehen, dass in der Steier-

Auch wenn das jetzt ein wenig polemark Grauslichkeiten wie das Betmisch klingen mag, aber Österreich telverbot und massive Kürzungen lag 2011 in der EU-Wohlstandsim Sozial und Gesundheitsbereich skala auf Platz 3, bei der Bildung umgesetzt wurden, bundesweit liegen wir jedoch weit zurück. Der Werner Faymanns Inserataf färe OECD-Durchschnitt betref fend Bilund Kürzungen bei Pensionen, Verdungsausgaben liegt bei 5,8 % des schlechterungen für Migrant _innen BIP, Österreich gibt etc. tolerier t werden. Die Liste lässt sich Z u g a n g s b e s c h r ä n k u n g e n u n d nur 5,4% aus. Der schier endlos for t- S t u d i e n g e b ü h r e n w e r d e n H o c h s c h u l b e r e i c h setzen. Doch wie i m m e r ö f t e r a u c h v o n S P Ö - kommt ohnehin nur kann eine derar ti- P o l i t i k e r _ i n n e n v e r l a n g t ! auf 1,3 Prozent des BIP. Es ist also nicht ge Verletzung der so, dass wir vernünf tige Bildung Grundwer te geschehen? nicht finanzieren könnten, die Frage Of t redet man sich seitens der ist nur wo die Prioritäten liegen. Wo SPÖ darauf hinaus, dass man in eibleiben beispielsweise Vermögensner Koalition mit der ÖVP Kompround Erbschaf tssteuern, die Östermisse eingehen muss. Da stellt sich reich Milliarden bringen würden? dann die Frage, welche KompromisUm es auf den Punk t zu bringen, se das sind. Sind diese Kompromises ist an der Zeit, dass die Spitzense es tatsächlich wer t, die eigenen politiker_innen der SPÖ Kürzungen Grundsätze zu verraten? Kann man und Hürden im Bildungsbereich als Par tei überhaupt noch glaubnicht mehr mit Ausreden rechtfer tiwürdig sein, wenn man im Grundgen. Die SPÖ muss endlich anfansatzprogramm und im Wahlkampf gen wieder zu ihren Grundwer ten soziale Gerechtigkeit verspricht zurück zufinden, anstatt sich immer und diese dann bei der ersten Geleweiter davon weg zu bewegen. Angenheit über Bord wir f t? Nein kann sonsten braucht sich niemand mehr man nicht. wundern, warum die Menschen PoAuch die zweite, of t ver wendete litiker_innen nicht mehr ver trauen Ausrede ist sehr fadenscheinig. Das und Stronach, Piraten, FPÖ und co. liebe Geld. Der Staat Österreich hat ein immer größeres Potenzial an nun mal nicht die finanziellen Mittel Wähler_innen haben. um Bildung für alle zu ermöglichen.


gemeinDeratswahlen in graz schluss mit sieGFRied naGls veRbotsPolitik! es ist wiedeR soweit, die gRazeR gemeindeRatswahlen stehen voR deR tüRe und kaum Je waRen sich sPö, gRüne und kPö so einig : siegfRied nagl muss weg. dieseR meinung sind wiR auch. waRum? das eRfähRst du, wenn du weiteR liest. n ata L I e z I e r M a n n nata li e . zi er ma n n@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert Psyc h o lo g i e

Bettelverbot, Verbot von Straßenmusik, Alkoholverbot, Radfahr verbot in Pärken, Betret verbot des Stadtpark-Pavillon - das ist nur eine kleine Liste der Verbote, die Siegfried Nagl in den letzten Jahren durchgesetzt hat - meist mit Unterstützung von FPÖ und BZÖ. Zudem kommen noch Preiserhöhungen bei GVB -Tickets, die Sperrstunde im Univier tel, Drohungen das Cafe Rosenhain zuzusperren und vieles mehr. Graz ent wickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt, die für Tourist _innen zwar schön anzusehen ist, gerade für junge Menschen aber kaum mehr Lebensraum bietet. Die Stadt muss sauber sein, die Tourist _innen sollen sich wohlfühlen und ja nicht mit denen in Berührung

kommen, die nicht ins Stadtbild pasmehr Gymnasien auf der linken, als sen. Die sollen nur nicht auf öf fentauf der rechten Muruferseite und lichen Plätzen herumlungern oder auch Geld wird eher in die ohnehin Lärm machen - dafür sorgt die Ordreicheren Bezirke in Graz investier t. nungswache. Klischeehaf ter könnte Doch diese Ghettoisierung scheint ein ÖVP Bürgermeister eine Stadt Nagl nur recht zu sein. Hauptsagar nicht regieren. Wäre das nicht che die Reichen können ungestör t schon schlimm genug, haben die am Ruckerlberg in Grünen ihn bis zum Graz entwickelt sich imSommer auch noch m e r m e h r z u e i n e r S t a d t f ü r ihrer Villa wohnen brav unterstützt und To u r i s t _ i n n e n , d i e f ü r j u n g e und die Armen bleiben dor t, wo sie niebeispielweise die Menschen kaum mehr Lemand sieht. jährliche Tariferhöbensraum bietet Ein anderes Probhung bei den Grazer Öf fis stillschweigend mitgetragen. Seit dem Koalitionsbruch spielt Nagl nun endgültig den Dik tator. Die Gemeinderatswahl hat er ohne irgendwem Bescheid zu geben einfach um zwei Monate vor verlegt und zudem noch gleich ein paar mehr Verbote eingeführ t. Dabei gebe es soviel wichtigeres zu tun, als die Menschen ständig weiter in ihrem Leben einzuschränken. Man nehme nur das Beispiel linke und rechte Muruferseite. Wächst man auf der linken Muruferseite, sprich Innere Stadt, Geidor f und co., auf, gehör t man zu der besser gestellten Bevölkerung. Lebt man hingegen auf der rechten Muruferseite (Gries, Lend, Eggenberg etc.) schaut es eher trist aus. So gibt es beispielsweise viel

lem, von dem vor allem Studierende betrof fen sind, sind die explodierenden Wohnkosten. Wie in kaum einer anderen Stadt Österreichs steigen in Graz die Kosten für Wohnungen und Heimplätze in den öffentlichen Wohnheimen sind immer schwerer zu bekommen. Doch auch das scheint den ÖVP-Bürgermeister nicht zu berühren. Lieber noch ein paar Prestigeprojek te durchführen, anstatt denen zu helfen, die es brauchen. Man kann nur hof fen, dass sich das bei der Gemeinderatswahl am 25.11. rächen wird und Siegfried Nagl das letzte Mal Bürgermeister von Graz war.

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Wetten, Griechenlands schlechte Wettbewerbsfähigkeit… ist nicht Ursache der Krise, sondern nur Ausdruck dieser Der Blick auf Wettbewerbsfähigkeit und Sparen vernebelt mehr, als er erleuchtet. Durch einen grundsätzlichen Wandel der Arbeitsform, können die Mächtigsten Profit daraus schl agen… m a n u e l w e ic h i n g e r ma n u e l .w ei c h i n g er@vs sto eg r a z . at ... Stu d i ert s ozi o lo g i e

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Die griechische Gesellschaf t hat derzeit ein massives Problem. Sie ist nicht mehr selbst in der Lage, ihre Schulden zurück zuzahlen, da sie momentan nicht wet tbewerbfähig genug ist. Wet tbewerbsfähigkeit ist jedoch ein Begrif f, der zu falschen Schlussfolgerungen führen kann. Er zeigt auf, dass wir tschaf tliche schwache Staaten, wenn sie die nötigen Rahmenbedingungen schaf fen, global mithalten können. Dies ist aber nicht richtig. Ökonomisch starke Wir tschaf ten haben einen Wet tbewerbsvor teil und können, wenn sie z.B. den Lohn drücken auch noch weiter ihre Wet tbewerbsfähigkeit steigern. Im Gegensatz werden aber alle anderen Länder weniger wet tbewerbsfähig. Also ein Nullsummenspiel: wenn einer gewinnt, verlieren die anderen. Gesellschaf tlich ist Wet tbewerbsfähigkeit weit komple-

xer, da sich Länder in Geographie, Ressourcen und Sozialstruk tur unterscheiden. Konkret geht die Erhöhung der Wet tbewerbsfähigkeit von Griechenland auf Kosten der Arbeitnehmer_innen. Pensionskürzungen und Lohnkürzungen sind an der Tagesordnung – seit neuestem auch eine Arbeitszeit verlängerung – was bei einer Arbeitslosenquote von 25% keine er freulichen Aussichten sind. Die Griech_innen sind also nicht faul, sondern finden einfach keine Arbeit. Ähnliche Ent wicklungen gab es bereits zu Zeiten der Industrialisierung, die im 18 Jahrhunder t voll einsetzte – die Masse an Arbeiter_innen verelendete. Auch heute verelenden immer mehr Teile der Gesellschaf t. Leih- und Teilzeitarbeit, Scheinselbstständigkeit und Working Poors sind nur einige der schlimmsten Erscheinungen. Erklären lässt sich diese Verschlechterung der Arbeitssituation in Europa durch Veränderungen der Arbeitsform: Information und Wissensarbeit werden immer wichtiger. Ähnlich wie in der industriellen Revolution hat sich die Form der Arbeit grundsätzlich gewandelt. Diese sozialen Ent wicklungen haben Politik

und Gewerkschaf ten über forder t. Nachdem aber Menschen, die mehr Machtmittel (Geld, Bildungstitel, etc.) nutzen können, gewissermaßen am längeren Ast sitzen, werden sie die Verhältnisse so ändern können, dass sie besser gestellt werden, und der Rest relativ und sogar absolut schlechter gestellt wird. Das gilt genauso für Nationen wie auch für Klassen, die sich in reiche und arme unter teilen. Wettbewerbsfähigkeit hat den angenehmen Nebenef fek t für die Herrschenden, dass es so aussieht, als seien die Schwachen selber schuld, dass sie so schwach sind. Mittler weile sieht es so aus, als ob die Wir tschaf tskrise und die genannten Ent wicklungen zusammen dazu geführ t haben, dass es in Griechenland geknallt hat. Die EU als Institution muss aufgrund der anhaltenden Proteste eine Lösung finden, die weggeht von der vorherrschenden ökonomischen Vorstellung von „Sparen und Wettbewerbsfähigkeit “ zu wirksameren Mechanismen – Stichwor t Wir tschaf tsunion, die der erste Schritt zur Sozialunion ist. Der ESM könnte ein erster Schritt sein, Griechenland wirksam zu sanieren.


ESM und Co: Vertiefte Integration gegen den Bürger_innenwillen? ein Kommentar von Stefan Krenn Mit dem kürzlich ergangen Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts wurde juristisch der Weg frei für den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Politisch bleibt der Rettungsfond aber weiter umstritten wie die letzte Forderung nach einer Hebelung des Stammkapitals zeigt. Der ESM ist eine auf Grund einer völkerrechtlichen Übereinkunf t außerhalb der EU -Ver träge geschaffene Internationale Organisation mit dem Ziel, notleidenden Mitgliedstaaten (MS) frisches Kapital zuzuführen um diese unabhängiger von den Finanzmärk ten machen, wenn eine Refinanzierung unter normalen Mark tbedingungen nicht mehr möglich erscheint. Kritik am ESM Die einen sehen in der Vorgangs weise, den ESM außerhalb der EU Ver träge anzusiedeln, eine Umge hung der demokratischen Kontrolle und des Bürger willens. Denen sei gesagt, dass der ESM -Ver trag sehr wohl starke Anleihen an geltendes europäisches Recht nimmt und der Nationalrat dem Ver trag vor seiner Ratifizierung zustimmen musste,

die demokratische Legitimation also sichergestellt ist. Führ t man sich die fak tischen Gegebenheiten der Geset zgebung in Österreich vor Augen – die Bundesregierung ent wir f t ein Geset z und der Nationalrat „wink t “ es im Normalfall durch – kann man also nicht von einem nur auf ESM und Co gerichteten Mangel an demokratischer Legitimation sprechen. Andere sehen in den let zten Entwicklungen auf europäischer Ebe ne eine schrit t weise Ver tiefung der Integration hin zur „ Europäischen Wir tschaf tsregierung“. Fest zuhalten ist, dass die Wir tschaf tspolitik immer noch eine Kernkompetenz der MS ist, welche – im Gegensat z zur vereinheitlichten Währungspolitik – lediglich untereinander zu koordinieren ist. Diese Koordination wurde durch das wenig be achtete „ Six-Pack “ – welches weit strengere Kontrollen und Ahndung makroökonomischer Ungleichge wichte und übermäßiger Defizite etablier t – wesentlich ver tief t. Ferner sorgten erst kürzlich Be richte über eine Hebelung des Kre ditrahmens des ESM von derzeit 50 0 Mrd Euro auf 2 Billionen Euro für Aufsehen. Unabhängig von nahezu gleichzeitigen Dementis aus der Politik – „ Zahlen nicht nachvollziehbar “ – wäre der Gedanke der

Hebelung mit tels privater Investitionen von vielen of fenen Fragen begleitet. Ferner ist diese Möglichkeit kein Novum im Rahmen des ESM, vielmehr hat te es diese Be teiligungsmöglichkeit Privater auch schon beim EFSF gegeben. Diese wurde nur endenwollend gerne in Anspruch sodass auch im Rahmen des ESM von einer ebenso noblen Zurückhaltung ebenjener privaten Investoren auszugehen ist und die se Möglichkeit zur Zeit wohl eher ein Gedankenexperiment zur Beruhigung der Finanzmärk te darstellt. Ausblick Abschließend bleibt ein zweckop timistischer Blick in die Zukunf t zu wer fen: Europa als Summe seiner Mitgliedstaaten hat in einer zunehmend globalisier ten Welt – und Globalisation ist nicht nur schlecht wenn sie richtig betrieben wird – nur als Einheit mit einer Stimme po litisches Gewicht. Allerdings dar f dieser Integrationsprozess nicht – wie derzeit leider teilweise gesche hen – am Bürger vorbei geschehen sondern es muss ak tive Par tizipation möglich sein wobei auch jeder/ jede Einzelne(r) die Pflicht hat sich zu informieren und in größeren Dimensionen zu denken.

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Neues uniJahr und alte Leiden Über Die Schreckgespenster Studiengebühren & Zugangsbeschränkungen Die Bl ätter fallen, und die Uni beginnt. Gleichzeitig beginnt bei vielen Studies schon der Stress, da sie schnell mit dem Studium fertig werden müssen, um nicht in die Pflicht von Studiengebühren zu kommen. f e lici ta s f r ö h lic h fe li c itas . fr o e h li c h@vs sto eg r a z . at ... Stu d i ert s ozi o lo g i e

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Denn vielen Studierenden geht es gleich, viele Vorraussetzungsket ten und STEOP-Prüfungen, die es ihnen schwermachen, in ihrem Studium zügig voranzukommen. Doch ist es nicht die Aufgabe eines Staates seine Bewohner_innen so gut wie möglich auf ihr Leben vorzubereiten? Damit möchte ich auf die Tatsache eingehen, dass Österreich mit einer Akademiker_innenquote von 19% jetzt schon 12% unter dem OECDDurchschnit t liegt. Und durch die Beschränkungen gewisser Studienrichtungen wird diese Zahl bestimmt nicht so schnell wachsen. Deshalb kann es nur eine Forderung geben – die Forderung nach einem freien Hochschulzugang. Doch was würde uns dieser freie

Hochschulzugang bringen, mögen sich nun viele fragen? Viel, würde ich darauf ant wor ten. Zumal kann angenommen werden, dass eine Verschär fung von Zugangsbeschränkungen Hand in Hand geht mit einer Mehrbelastung des Arbeitsmark tes – Mehrbelastung deswegen, weil unter den heutigen wir tschaf tlichen Bedingungen der Krise sich die Jugendarbeitslosigkeit auch drastisch verschlechtern würde. Wem diese Erklärung zu schwammig ist, da sie sehr wohl etwas Zukunf tsmusik ist, kann auch mit har ten Zahlen beigebracht werden, wie wichtig der frei Hochschulzugang wäre. So verdienen Akademiker_innen durchschnittlich 60% mehr als Er werbstätige nach einer Berufsausbildung - und an diesem Mehreinkommen verdient Väterchen Staat natürlich auch mit, durch die Steuermehreinnahmen zahlen Akademiker_innen das Dreifache der Kosten ihres Studium zurück. Jedoch ist auch die Frage über Zugangsbeschränkungen eine heikle und viel diskutier te. Zunächst müsste man sich die Frage stellen, welche „ Massenstudien“ beschränk t werden müssen, bzw. welche Studien als Massenstudien gelten. Wie

so of t könnte man hier aus der Geschichte lernen, denn schon öf ter sind Prognosen über den Bedar f von Student _innen in gewissen Studienrichtungen gescheiter t. Ein weiterer Punk t, welcher anzusprechen wäre, ist jener, dass Zugangsbeschränkungen und Aufnahmeprüfungen natürlich dazu anspornen, sich so gut wie möglich vorzubereiten. Dadurch entsteht in Fächern mit Beschränkung ein Boom hin zur Prüfungsvorbereitungsindustrie und wiederum dadurch auch eine Schieflage, wodurch Studierende aus sozial niedrigen gestellten Schichten, die sich diese Vorbereitungskurse schlicht weg nicht leisten können, schon von Anfang an einen Nachteil haben. Aus all diesen Gründen wäre es wichtig, genau den entgegengesetzten Weg zu gehen – nicht hin zu Zugangsbeschränkungen, sondern hin zum freien Hochschulzugang. Und ja, Österreich kann noch eine Schaufel zulegen. Im europäischen Vergleich liegen wir, mit einem Ausgabenanteil für Hochschulbildung des BIP mit nur 1,3%, am unteren Ende. Dies kann kein Weg in die Zukunf t sein, denn die Zukunf t „ bilden“ wir uns selbst.


Ein Jahr Herzlinks in der ÖH! Was wir für dich erreicht haben… Es ist nun schon über ein Jahr her, seitdem wir im Juli 2011 dank eures Vertrauens das ÖH-Team der Meduni Graz stellen dürfen. Gut 1750 Sitzungsstunden, zahlreiche Veranstaltungen und unzählige Beratungen später ist es Zeit Bil anz zu ziehen. Sebastian Franthal s e bastia n . fr a ntha l@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert m e d izi n

Wie haben im letzten Studienahr an vielen Baustellen gearbeitet, zu viele um alles auf eine Seite zu bringen. Wir wollen euch hiermit nur einen kurzen Überblick geben, was sich durch unsere Initiative alles getan hat. Universitäre Gremien: In über 1750 Stunden Sitzungsarbeit haben wir die Interessen der Studierenden ver treten. Im Senat stand die Besetzung der für uns Studis wichtigen Ämter der Studienrek torin/ des Studienrek tors und der/des Vizerek tor_in für Studium und Lehre an. Außerdem konnte unser Team in langen und har ten Verhandlungen erreichen, dass an der Meduni im Moment KEINE AUTONOMEN

STUDIENGEBÜHREN eingehoben werden. In den Studienkomissionen haben wir uns für eine sinnvolle und studierendenfreundliche Lehre eingesetzt; besonders zu er wähnen ist da das Mega-Projek t der Curriculumsent wicklung für das Humanmedizinstudium. Außerdem haben wir euch unter anderem in zahlreichen Habil- und Berufungskomissionen, im Behinder tenbeirat, dem AKGL und bei Jour fixes mit dem Rek tor und Vizerek tor_innen ver treten. Das liebe Geld: Über die verhinder ten Studiengebühren haben wir schon berichtet. Außerdem konnten wir den Beitrag für das Auswahlverfahren im Vergleich zu anderen Unis gering halten und wir waren nicht unwesentlich an der Entkoppelung des verbilligten Graz-Linien-Tickets von der Familienbeihilfe beteiligt. Obwohl uns nach zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen das Gegenteil zugesicher t wurde, hat die Klinikumsleitung ohne vorherige Absprache den Tarif für das Mittagessen im LKH-Speisesaal für Studierende bis 13:00 Uhr verdoppelt. Wir werden weiterhin vehement dagegen antreten, schließlich sind wir Studierende zum Beispiel in Famulaturen, klinischen Prak tika und im 6.Jahr ein wichtiger Teil des Krankenhausbetriebs und können uns

auch ein gewisses Entgegenkommen er war ten. Ser vice und Beratung: Neben unzähligen Beratungen per Mail und in unseren Sprechstunden, haben wir eine Erstiberatung, Erstitutorien, Auswahlver fahrenberatung und Infotag, Maturant _innenberatung, Modulinfoveranstaltungen und einen PJ-Infoabend organisier t. Weiters stellen wir euch ak tuelle Mitschrif ten, Tipps fürs Studium und neue PJ- und OSKE-Skripten auf unserer Homepage w w w.herzlinks. at zur Ver fügung. Es wurde auch ein ÖH-Bucherbasar ins Leben gerufen, der tollen Anklang fand. Außerdem haben wir die ÖH-Homepage und das Medforum für euch neu und benutzer_innenfreundlicher gestaltet. Veranstaltungen: Filmabende, Diskussionsveranstaltungen, Workshops, Maroni- und Glühweinstand, die zwei Superpar tys Dok torspiele und Hear tbeats und noch vieles mehr füllten euren Kalender. Wenn du Anregungen hast oder bei uns mitmachen willst, schreib einfach eine Mail an info@herzlinks.at. Damit wir unsere Arbeit so weiter führen können, brauchen wir auch deine Unterstützung – wir zählen auf deine Stimme bei der ÖHWahl im Mai!

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News aus der TU unsere universität zählt zu den besten technischen hochschulen im mitteleuropäischen raum und dafür werden jedes jahr millionen in den ausbau der infrastruktur der universität investiert. da n i e l f u n k da n i e l . fu n k@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert e le k tr otec h n i k

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Die Neubauten sind of t spek takulär anzusehen, andere wieder erscheinen von außen architek tonisch wenig aufregend. Diese Gebäude laden dann zu einer kleinen Entdeckung im Inneren ein und man durchstreif t so manche Gänge neugierig. Ich selbst war schon in manchen Bauten auf der Suche und es drängte sich mir immer öfter die Frage auf: Wie viele der Neubauten und Infrastruk turmaßnahen kommen den Studierenden zu Gute? Die Neubauten im Inf feld zum Beispiel, schließen allmählich die Lücken in dem einst ruhigen und versteck ten Gebiet am Beginn des Stadtbezirks St. Peter, viele Grünflächen gehen verloren, ob

der großzügigen Ausmaße mancher Bauten. Dennoch bieten diese Bauten kaum Lern- oder Rück zugsplätze für Studierende und auch in der Neuen Technik, hier vor allem in der Kopernikusgasse, gibt es nahezu keine Arbeitsflächen für Studenten. Erst nach Monaten bin ich selbst auf einen nahezu ungenutzten Arbeitsraum unter der Biomedizin gestoßen. Es gibt aber auch noch weitere Dinge über die viel zu wenig Studierende Bescheid wissen. Die Möglichkeit einer Zugangskar te für das Studienzentrum Inf feld, zum Beispiel, wird meist über Mundpropagada verbreitet. Hier könnten schon wenig kostenintensive Maßnahmen eine deutliche Verbesserung für die vielen Studienanfänger jedes Jahr schaf fen. Für die Zukunf t muss auch darauf ver wiesen werden, dass Neubauten mit entsprechenden Lernplätzen ausgestattet werden und diese den Studenten auch zur Ver fügung gestellt werden. Die Räumlichkeiten müssen mit einer Internet verbindung und außerdem über funk tionierende Stühle ver fügen, eine Tatsache, die nicht bei allen Plätzen gewährleistet ist. Ein ein ähnliches Problem gibt es ja auch in der alten Technik, wo meist

nur Tische am Gang übrig geblieben sind, passende Räume für ein ruhiges und intensives Lernen fehlen hier. Die Uni ist für einen wesentlichen Abschnitt unseres Lebens der Alltagsmittelpunk t, so soll es auch sein, deshalb sollten wir auch auf der ganzen Universität genügend passende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen.

I n fo box Du hast Fragen zu Studienbeihilfe, Familienbeihilfe, etc.? Die VSStÖ Beratungshotline: 01/526 89 86 63 (Di: 9.00 bis 12.00 Uhr, Do: 16.00 bis 19.00 Uhr) Außerdem erreichst du uns per EMail an soziales@vsstoegraz.at


NEUES AUS DER VSSTÖ GRAZ BIBLIOTHEK November 2012

Barbara Blaha, Sylvia Kuber: Das Ende der Krawattenpflicht. Wie Politikerinnen in der Öffentlichkeit bestehen. C zernin Verlag , 2012

Barbara Blaha und Sylvia Kuber analysieren anhand zahlreicher Beispiele Fragestellungen wie „Wie weiblich dürfen Frauen in politischen Spitzenpositionen sein? Wie männlich müssensie agieren, um in der Öf fentlichkeit zu bestehen? “. Dieses Buch rück t die ungeschriebenen Gesetze der Machtpolitik ins Licht der Öf fentlichkeit.

Anita Augustin: Der Zwerg reinigt den Kittel

Ulls tein , 2012 Sitzen vier Omas im Knast. Klingt wie ein Witz, aber Humor haben die Damen gerade keinen, dafür ein Problem. Schwere Körper verletzung, wahrscheinlich mit Todesfolge. Ursprünglich war das anders gedacht: Ferien für immer im Altenheim. Die Idee war gut, die Wirklichkeit nicht so. Club Tropicana hat zwar keine er war tet, aber diese Endlager-

Frigga Haug: Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik Argument Verlag , 20 07

Verena Chiara Kuckenberger: Der Frauenporno: Alternatives Begehren und emanzipierte Lust

Lö cker Verlag , 2011 Qualitativ hochwer tiger und politisch korrek t, befreit er sich aus dem Schmuddelimage der Pornoindustrie und findet als hochgejubeltes Genre Einzug in Frauenzeitschrif ten und Wohnzimmer. Unter dem Etiket t "Frauenporno" werden die verschiedensten Produk tionen verkauf t die Bandbreite reicht von unabhängigen, feministischen Regisseurinnen, über kollek tive low-budget Kunstproduk tionen, bis hin zu eigenen Labels prominenter Produk tionsfirmen. Aber was zeichnet einen Frauenporno tatsächlich aus? Hier wird der Anspruch, eine tatsächliche Alternative zur Mainstreampornografie darzustellen, hinter fragt.

Die meisten Menschen kennen den Namen Rosa Luxemburg. Wissen vielleicht auch noch, dass sie ermordet wurde, im Landwehrkanal er tränk t. Schon wenige wissen, dass sie in der Geschichte der Arbeiterbewegung eigentlich nie wirklich zum Zuge kam und vor allem, dass in ihren politischen Vorschlägen, ihren zahlreichen Texten Unabgegoltenes steck t für gegenwär tige Politik. Das Buch von Frigga Haug will

Ari Rath: Ari heiSSt Löwe: Erinnerungen Paul Zso lna y Verlag , 2012

Der legendäre, in Wien als Sohn galizischer Juden geborene Journalist Ari Rath war of t Zeuge einschneidender Ereignisse in Politik und Zeitgeschichte, die er nun in einem sehr persönlichen Buch aufgeschrieben hat. Er berichtet darin vom „ Anschluss“ und der Flucht aus Österreich, vom har ten Leben im Kibbuz, von seinen Jahren in den USA im Dienst der zionistischen Jugendbewegung und dem mühsamen Aufbau des Staates Israel. Und er erzählt von seiner Zeitung, der „ Jerusalem Post “, bis zum Ende seiner Tätigkeit als Chefredak teur das Sprachrohr eines politisch libera-

Unsere politische Bibltiothek umfasst mittlerweile mehr als 10 0 0 Bücher aus verschiedensten Bereichen. Alle interessier ten Menschen können Bücher für bis zu zwei Monate ausborgen, und dies selbstverständlich kostenlos! Öffnungszeiten: Mo - Fr 11-13 Uhr

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FINDE DIE 5 FEHLER!

Du hast soeben das VSStÖ Büro betreten und stehst vor einem unserer Bücherregale. Doch irgendet was ist hier faul. Im rechten Bild sind 5 kleine Fehler versteck t. Kannst du sie ausfindig machen? Dies war ein kleiner Vorgeschmack dessen, was dich in unserem Büro er war tet. Komm doch mal in der Morellenfeldgasse 41P vorbei und wir zeigen dir mehr. ;) Wir freuen uns schon auf dich!

Den vsstÖ an der karl-franzens-Universität und an der tU graz findest du auch auf

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Zeitlinks #18