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DIE ZEITUNG DES VSStÖ GRAZ. DEINE STARKE VERTRETUNG IN DER ÖH UND AN DER UNIVERSITÄT.

AUSGABE NR. 17 / Mai 2012


Ein heiSSes Heft...

EDITORIAl

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Inhalt dieser

ausgabe

das krone imperium sch l äg zurück

04-05 J ohanna M ay r R edaktionsteam Z eit l inks

A JLA IMSIROVIC

E s ist kompliziert

06 Sl acktivism at it 's best ?

hältst du, liebe_r Leser_in in den Händen . Nun, eigentli ch nicht, aber sex sells. Womit der Übergan g zum Thema Medienp olitik geschaf ft wäre.

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Gerade in Österrei ch ist die Medienp olitik sehr verwirre nd und verworr en, manche Zeitung en sind in der Hand der gleichen , Familie, bei anderen ist der_die Eigentü mer_in nicht bekannt n Verknüp fungen zwische n ihnen gibt es viele, manche berichte (fast) hängt lich letztend und kritisch kritisch, andere weniger alles von der Kronen-Zeitung ab, die mit knapp 40% Reichwe ite eine der größten Tagesze itungen weltwei t ist.

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die Viele Zeitschr iften haben eine Blattlini e, auch diese, nämlich Ansichte n der Mitglied er des VSStÖ Graz, wozu wir auch stehen. zu Manche Zeitung en aber behaupt en, objektiv und unabhän gig berichte n ohne das zu tun, vielmeh r wird versuch t, mit tendenziöser Berichte rstattun g die Meinung der Öffentli chkeit zu ihren Gunsten zu wandeln . Desweg en gilt es (und zwar nicht nur im Medienb ereich), sich zu bilden, ständig zu hinterfr agen und im Zweifel auch andere Quellen zu Hilfe zu ziehen. in Falls in dir also Zweifel erwachs en und du dich direkt mit uns Verbind ung setzen, du Kritik anbring en, dir etwas wünsch en oder selbst schreibe n willst, schreib uns doch eine Mail an: zeitlinks @vsstoe graz.at Der VSStÖ Graz verwendet den GenderGap, um in der Sprache auch diejenigen sichtbar zu machen, die sich nicht als männlich oder weiblich ansehen. IMPRESSUM: H e r a u s g e b e r : Ve r b a n d S o z i a l i s t i s c h e r S t u d e n t _ i n n e n - S e k t i o n G r a z , M o r e l l e n f e l d g a s s e 41/ P, 8 010 G r a z , c o n t a c t @ v s s t o e g r a z . a t , w w w.v s s t o e g r a z . a t ☺ C h e f r e d a k t i o n , J o h a n n a M a y r, A j l a I s m i r o v i c ☺ M i t a r b e i t e r_ i n n e n : J o h a n n a M a y r, A j l a I s m i r o v i c , N a t a l i e Z i e r m a n n , K l e m e n s W i e r i n g e r, C h r i s t o p h e r P i e b e r l , M a n u e l We i c h i n g e r, L i s a S e t a f f y, R a p h a e l S p e r l , A n d r e a S t a c h e l , F e l i c i t a s Fr ö h l i c h ☺ L a y o u t : R a p h a e l S p e r l , F e l i c i t a s Fr ö h l i c h ☺ G e s t a l t u n g B ü r o A l e r t a ! ☺ F o t o s : C o v e r : h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /s p a d g y ; s . 3 . h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s / t i n - g / 2 016 9 6117/ ; s . 4 . h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s / b a r o c k s c h l o s s ; s . 5 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /c h r i s b 8 6 ; s . 6 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /a v a k i a n ; s . 7 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s / 3 8 8 0 8 591@ N 0 5; s . 8 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s / a l e x k o c h /5 0 9 916 8 818 /; s .12 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /e v e r t w h ; s .13 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s / t a m a h i k a r i ; s .14 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /d i e k a t r i n /; s .15 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /r v o e g t l i ; s .16 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s / w e r n e r f a y m a n n ; s .17 h t t p : // w w w. f l i c k r. c o m /p h o t o s /d i g i t a l e g e s e l l s c h a f t ; s .18 h t t p : // x k c d . c o m / 7 3 0 / ; s .19 h t t p : // w w w. f r e i e n e t z e . a t / w p - c o n t e n t /u p l o a d s / 2 0 07/ 01/ f n f w _ c o v e r_ o b e n . j p g ; h t t p : // w w w. f r e i e n e t z e . a t / i m a g e s / F v O - C o v e r % 2 8 s m a l l % 2 9. j p g . s o n s t i g e F o t o s : d e r_ d i e A u t o r_ in ☺ Druck f lyeralarm.at ☺ Of fenlegung gem. Paragraph 25 Mediengesetz: zeitlink s ist die Studierendeninformationszeitung des VSStÖ Graz. ☺ Blat tlinie: Die Zeitung dient der I n f o r m a t i o n d e r S t u d i e r e n d e n i n G r a z s o w i e d e r Ve r b r e i t u n g d e r M e i n u n g e n u n d P o s i t i o nen des VSStÖ Graz.

Was ist acta?

alternativreferent suspendiert

10 - 11 was war - was kommt

12 Korruption – doch nicht in Österreich

13 Computerspie le und G ewalt

14 - 15 Auf zur K riegsmedizin !

16 B est of B öse: Hat Pelinka wirk lich die K rone verdient ?

17 Prächtig B rechtig #18

18 E- Learning an der T U?

19 N eues aus der Vsstö G raz B ib liothek


Das Krone imperium schlägt zurück warum die schlagzeilen, die wir jeden tag lesen, tatsächlich auf der titelseite landen Pünktlich zu den Feiertagen prangert die all jährlich t ypische „Spritpreise auf R ekordniveau “- S ch l agzei l e auf dem Titelbl att der aufl agenstärksten österreichischen Tageszeitung. R aphae l sper l raphae l . sper l @ vsstoegraz . at . . . S tudiert g l oba l studies & geographie

Hierbei geht es allerdings viel weniger um die Tatsache, dass der Treib stof fpreis tatsächlich einen Höchststand erreicht hat, sondern vielmehr darum, Dinge, welche die Leser_innen lesen wollen, prominent zu platzieren, egal ob nun von tagespolitischer Wichtigkeit oder nicht. So f inden sich auch auf den Gratistageszeitungen die kuriosesten Schlagzeilen, um im Rennen um die Auf lagezahl, und dadurch folglich auch die Werbeeinnahmen, bestehen zu können. So teilt sich hier ein Cover schon mal auf in eine (für das Tagessgesche hen belanglose) internationale Sensationsstor y, einer Fußballschlagzeile (Faustregel: Rapid Stor y = Quoten) und einem Gewinnspielinserat, wel-

Die Manipulation der ausgewählches von einer heimischen Fluglinie ten Ar tikel er folgt hierbei auf ununterstützt wird. Inhalt gleich Null, terschiedlichste Weise. Die am häuaber gut für die Auf lage. Dieses Vorf igsten auf tretende ist hierbei die gehen im Kampf um die Leser_innen, gezielte Selek tion, die gezielt Nachbzw. um Geld durch Inserate öf fnet richten auswählt, die in eine KampaTür und Tor für Medienmanipulatio gne passen. So freuen sich die blauen nen aller Ar t. Interessant ist, dass vor Umfragewer te, wenn die Krone ein allem Par teien und Politiker_innen, weiteres Mal von „Ausländer-Krimiwelche durch gezielte Inseratschalnellen“ berichtet. tungen und Werbeanzeigen of f iziell Aber auch die Gewichtung von Arin den Seiten aufscheinen, auch inofgumenten kann zu einschlägiger Meif iziell den Inhalt von diversen Politnungsbildung führen und so das Ziel Ar tikeln mitbestimmen. Bestes Beides Kampagnenjournalismus erreispiel hier für war die Af färe zwischen chen. Das beste Beispiel hier für ist die (damals noch nicht Bundeskanzler) „Arabische Kultur“, die von der Yellow Werner Faymann und der Kronen ZeiPress of t als Grund für Kriminalität tung, die der SPÖ zum bereits verlo und mangelnden Integrationswillen ren geglaubten Wahlsieg verholfen genannt wird, weder mit Begründung, hat. Dass vor allem die Printmedien noch mit einer Erklärung, was diese in Wahlkämpfen das Zünglein an der Kultur überhaupt ausmacht. Waage sein können, bringt sie in eine Aber egal ob durch Selek tion, Ge Machtposition gegenüber der Politik wichtung oder einschlägige Auswahl und macht sie in gewissen Umständen der Sprache, Manipulation ist vielunangreif bar. Dieser Einf luss diverschichtig und vieleror ts zu f inden. Es gier t allerdings in höchstem Maße mit bleibt also immer noch zu sagen, dass der eigentlichen Rolle der Medien, die Verantwor tung immer noch beim eine unvoreingenommene BerichterLeser / der Leserin liegt ob man dem stattung zu gewährleisten. Inhalt eines Ar tikels ver traut oder Stattdessen beeinf lusst das Machtnicht. True stor y. dreieck Medien – Politik – Kapital die Inhalte aller Seiten, und stumpf t die vermittelten Botschaf ten weiter ab. erfolgt im Anschluss. Die Gewinner_innen werden schriftlich verständigt.

Einsendeschluss ist der 31. Jänner 2011. Die Verlosung

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Bargeldablöse.

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Es ist kompliziert

Über die Dreiecksbeziehung zwischen Politik, Wirtschaft und Journalismus Politik , Wirtschaft und Journalismus sind keinesfall s k l ar voneinander abgetrennte Bereiche, vielmehr gibt es groSSe Schnittmengen zwischen ihnen. J ohanna M ay r johanna . may r @ vsstoegraz . at . . . studiert mathematik & germanistik

Die Rollenver teilung scheint auf den ersten Blick klar zu sein. Die Wir tschaf tstreibenden akkumulie ren Kapital (zumindest die großen), sorgen für Arbeitsplätze oder für Arbeitslosigkeit, nehmen Geld ein und geben es wieder aus, erzeugen Produk te und Dienstleistungen. Die Politik beschließt Gesetze und sorgt dafür, dass diese eingehalten werden, weiters führ t sie die den Gesetzen entsprechenden Aufgaben aus. Die Journalist_innen versorgen ihre Konsument_innen mit Nachrichten, also Wissen, über die Vorgänge in Politik und Wir tschaf t (und den Bereichen außerhalb dieser beiden), vorausge setzt ihre Berichte sind wahr. Sie können Meinungen ver treten, aber auch

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dann über Produk te dieser Firma berichtet? Kann dabei überhaupt Ob jek tivität, die meiner Meinung nach das wichtigste an Berichten ist, gewahr t werden? Natürlich sollte zB in einem Bericht über einen Autotest er wähnt werden, dass das getestete Auto von einer Firma zur Ver fügung Wir tschaf t und Journalismus gestellt wird und diese daDie Wir tschaftsbetrieD i e W i r t s c h a f t w i r t s c h a f - für bezahlt hat. Sofern also be inserieren t e t , d i e P o l i t i k l i e f e r t d i e er wähnt wird, ob Geld gein den Medien, R a h m e n b e d i n g u n g e n u n d f lossen ist, kann man ja be das bringt ihnen d i e J o u r n a l i s t _ i n n e n b e - richten, haarig wird es aber, wenn es nicht klar ist. Aufmerk samkeit r i c h t e n d a r ü b e r. und den MediJournalismus und Politik en Geld. Für Journalist_innen gibt es Auch Politiker_innen inserieren in aber auch Goodies von manchen FirMedien, wofür diese wiederum Geld men, so konnten Journalist_innen bis erhalten und natürlich berichten vor kurzem zum halben Preis der 2. Journalist_innen auch über PolitiKlasse in den Zügen der 1. Klasse der ker_innen. Allerdings ist es hier nötig ÖBB fahren oder können zum Beispiel zu dif ferenzieren (und ich meine jetzt billiger f liegen, aber auch billiger in nicht das Bilden der Ableitungen eigewisse Fitnesscenter gehen. Dies alner Funk tion): Es gibt einerseits den les nur wegen ihres Presseausweises, Boulevardjournalismus, der von sub ohne sonstige Bedingungen. Allerjek tiven Berichten gekennzeichnet dings berichten Journalist_innen, vor wird, andererseits den objek tiven allem, wenn sie sich mit Wir tschaf t und meist kritischen Journalismus. befassen, auch über diejenigen FirNatürlich haben auch kritische Jourmen, von denen sie Vergünstigungen nalist_innen meist eine Blattlinie, bei erhalten. Ist es also in Ordnung, wenn ihnen sollte aber zwischen Meinung man von jemandem etwas erhält und Meinung bilden, nämlich die Meinung ihrer Leser_innen zu gewissen Themen. Kurz: die Wir tschaf t wir tschaftet, die Politik liefer t die Rahmenbedingungen und die Journalist_innen berichten darüber.


und objek tivem Bericht getrennt werPolitik machen, man erinnere sie noch den. Der kritische Journalismus sollte an den Kniefall von Werner Faymann Distanz zu denen, über die berichtet vor der Krone. wird, wahren und kann auch die Rolle des Aufdeckers übernehmen und Pro Politik und Wir tschaf t bleme anprangern. Während die Wir tschaf t Güter und Der Boulevardjournalismus hinge Dienstleistungen erzeugt und für Argen ist manchen Politiker_innen sehr beitsplätze sorgt (oder welche einnahe und ihnen wohlgesonnen und spar t), schaf f t die Politik die Rahmenbetreibt manchmal Kampagnenjourbedingungen. Sie entscheidet also, nalismus, fähr t also abseits der gerawas der Wir tschaf t erlaubt ist, wie de ak tuellen politischen Debatte eine sich die Arbeitgeber_innen gegenKampagne zu einem Thema, das sonst über ihren Arbeitnehmer_innen zu nicht thematisier t würde, weiters ververhalten haben, welche Standards sie sucht er, die Meinung des Blattes zur einhalten müssen (zB Umweltschutz). Meinung ihrer Leser_inDa die Wir tschaf t eine nen zu machen. DaI n Ö s t e r r e i c h s i n d e s kapitalistische ist und mit wirken sie auch auf dementsprechend die Kronen Zeitung, Ösmanche Politiker_innen Geld einnehmen will, ein, die sich dann der t e r r e i c h u n d H e u t e , d i e versucht sie durch Lob Zeitung (oder welches v e r s u c h e n , K a m p a g n e n - bying die Gesetze der Medium eben bedient j o u r n a l i s m u s z u b e t r e i - Politik so zu beeinf lusben. wird) unter wer fen. In sen, dass sie möglichst Österreich sind es die Kronen Zeitung, wenig Geld dadurch verlier t und weiÖsterreich und Heute, die versuchen, terhin so wir tschaf ten kann, wie es Kampagnenjournalismus zu betreiihr beliebt. Dass durchaus die selben ben. Noch dazu sind diese drei durch Personen Gesetze beschließen und die große Menge an Inseraten f inanfür die Wir tschaf t lobbyieren, zeigt ziell weit begünstigter als andere Me das Beispiel von Ernst Strasser. Auch dien und haben die meisten Leser_insonst gibt es personelle Kontinuitänen und somit die größte Reichweite ten zwischen Wir tschaf t und Politik, und dadurch auch die größte „Macht “. so f inden sich Ex-Politiker_innen in Dadurch können sie durchaus auch manchen Aufsichtsräten wieder.

Lösungen? Lösungen für dieses Dilemma sind schwer zu f inden. Würden Inserate verboten werden, würden Zeitungen und alle anderen Medien ihre Einnahmen nur noch durch den Verkauf ihrer Produk te und der staatlichen Presseförderung erhalten. Dadurch würde wahrscheinlich der Preis für Zeitungen steigen, da sie sonst nicht überlebensfähig wären. Womöglich würden auch einige Zeitungen in Konkurs gehen und vollständig verschwinden, was dann die Pluralität am Zeitungsmar tk erheblich schmälern würden – man stelle sich vor, es gäbe im Ex tremfall nur noch die 3 vorher er wähnten Zeitungen. Oder die Zeitungen würden sich reiche Geldgeber_innen suchen, die ihre Auf lagen f inanzieren, was sie dann aber abhängig von einer einzigen Person machen und die Berichterstattung beeinf lussen würde. Falls man, um die vorherigen Fälle zu verhindern, die Presseförderung erhöhen würde, wären die Journalist_ innen wiederum vom Staat abhängig. Tja, das Problem ist komplex, die Lösung ebenso. Doch es muss ein guter Schluss da sein, muss, muss, muss!

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Slacktivism at it's best

Was hatte es mit Kony 2012 auf sich? Ob Kony 2012 wirk lich die Leben von K indersoldat_ innen retten wird, ist umstritten. Ich will mich an einer kurzen Analyse der K ampagne versu chen. kL E M E N S W I E R I N G E R K L E M E N S . W I E R I N G E R @ vsstoegraz . at . . . studiert G E S C H I C H T E & P hi l osophie

Der seelenlose Ziegelstein hat fast 200.000 Fans, sobald international etwas geschieht, gibt es wenige Stunden darauf schon eine Seite dazu auf Facebook. Rüttelt das Thema auf, berühr t es persönlich, wird es sich durchsetzen. Andere Anliegen bleiben bei unter 100 Zustimmenden und sind in kürzester Zeit vergessen. Das Paradebeispiel einer guten Social-Media-Kampagne ist die bereits eingangs er wähnte Kony 2012. Mit einem ex trem emotionalisier ten Video machte die NGO „Invisible Children“ (folgend „IC“ genannt) auf die Lage von Kindersoldat_innen in Uganda aufmerk sam, fand mit dem „Lord's Re -

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sistance Army“-Warlord Joseph Kony USA und der UNO einher. Weiters uneinen per fek ten Feind (die LRA soll terstützen Invisible Children das „Subis 2006 um die 66.000 Kinder ver- dan People’s Liberation Movement ” schleppt und zu Soldat_innen erzo - (dem ebenso Misshandlung, Plünde rung und Vergewaltigung vorgeworgen haben). Die Menschen konnten auf der of f izi- fen wird) und die Ugandische Armee. ellen Website – ebenso professionell Die IC- Gründer sind auf Bildern ab aufgezogen – Plakate downloaden seits der Kampagne selbst jubelnd mit und T-Shir ts und ein „Action Kit “ kau- bewaf fneten ugandischen Soldaten zu sehen. 2011 wurden fen, mit dem an der Nacht des 20. 2011 wurden lediglich 31 Prozent lediglich 31 Prozent der der Spendeneinnahmen der Spendeneinnahmen Aprils die Städte zugepf laster t IC für Hilfsprojekte in Uganda der IC für Hilfsprojek te in Uganda ver wendet. werden sollen. verwendet. Der Rest f ließt in so teure wie aufrüttelnde Innerhalb von 48 Stunden wurde das Kony 2012-Vi- Kampagnen wie Kony 2012. deo über 20 Millionen mal auf YouMir selbst stößt der arg kolonialistube angesehen, Anfang April waren es bereits über 87 Millionen. Hunder- tisch wirkende Unter ton der Kampagte Freund_innen posteten das Video ne sauer auf. Der weiße Mann ist der auf Facebook, teilten Seiten, luden Kampagne nach der einzig mögliche zu Veranstaltungen zum Thema ein, Retter. Für eine bessere Zukunf t für bestellten T-Shir ts und „Action Kits“. die eigenen Kinder – und die afrikaKony 2012 ist die er folgreichste Soci- nischen auch. Dabei gibt es für die al-Media-Kampagne seit Internet- Ge- mittler weile er wachsenen ehemalidenken. Da bleibt natürlich auch die gen Kindersoldat_innen inzwischen Kritik nicht aus. Denn die Forderung, größere Probleme als die 2006 aus Joseph Kony am Ende 2012 verhaf tet Uganda abgezogene LRA. zu sehen, geht mit dem klaren Ja zu einer militärischen Inter vention der


Was ist acta?

BIG BROTHER IS WATCHING YOU! Anscheinend fassen viele (jüngere?) Frauen heutzutage den Begriff „Feminismus“ nicht einmal mit der BeiSSzan ge an, geschweige denn, dass sie sich al s Feministin bezeich nen würden. A JLA IMSIROVIC aj l a . imsirovic @ vsstoegraz . at . . . studiert A ng l istik und G eschichte

Kommst du dir in let z ter Zeit auch so ver folgt vor? Hast du dir Gedanken darüber gemacht, woran das lie gen könnte? Stehst du mit ten in der Nacht schweißgebadet nach einem Alptraum auf, in dem du in einer Welt ohne Facebook und Youtube lebst? Tja, NOCH ist es ein Traum, doch bald könnte dies die traurige Realität werden – nämlich wenn AC TA in unser Leben trit t ... Bereits am Rande des G8 - Gipfels in Sank t Petersburg 20 06  begannen die Vorgespräche zu AC TA z wischen den  USA  und Japan. Die Verhandlungen über die Details des Abkommens begannen 20 08 in Genf  und endeten

werden. AC TA soll noch dieses Jahr nach der z wölf ten Verhandlungsdem EU - Parlament zur Abstimmung runde im Dezember 2010 in Sydney. vorgelegt werden. Es ist wichtig, den Diese Verhandlungen fanden unter Abgeordneten bis dahin deutlich zu Ausschluss der Ö f fentlichkeit stat t, machen, weshalb dieses Abkommen weshalb lange Zeit der genaue Vernicht beschlossen werden dar f. Aus handlungsstand und die Positionen diesem Grund f inden welt weit Pro der einzelnen Länder unbekannt testak tionen stat t. waren. Nach der let z ten Verhandlungsrunde legten die AC TA-Vertragspar teien am 3. Dezember 2010 In Deutschland,  Frankreich,  Po eine beinahe endgültige Fassung len, Großbritannien,  vor. Die endgültige Fassung wurde Bulgarien,Por tugal,  Kanada,Österr Ende Mai 2011 vorgelegt. Bevor AC TA in der  EU  in Die Maßnahmen zum Schutz eich, der  Schweiz  und Kraf t trit t, müs-geistigen Eigentums sollen dadurchweiteren Ländern fansen der  Rat der - auf Kosten der Bürgerrechte - den am 11. Februar E u r o p ä i s c h e n verschärft und ausgebaut werden. 2012 unter dem Mot to „ AC TA  ad Ac ta“ zahlUnion  und das reiche Demonstrationen gegen AC TA Europäische Parlament dem Verstat t. Der nächste internationale trag zustimmen. (Quelle: ht tp:// Protest tag f indet am 9. Juni stat t. de.wik ip e dia .org /wik i/Anti - CounterAuch in Österreich wird es Demonsfeiting _Trade_ Agreement) trationen geben! Nähere Informatio nen werden bald auf der Seite w w w. stopp -ac ta. at bekanntgegeben. WaDoch was genau ist AC TA? Das Anti che auch du aus deinem Traum auf Counter feiting Trade Agreement ist und nimm an einer der kommenden ein internationales Abkommen mit Demos teil, Facebook wird dir danweitreichenden Auswirkungen auf ken! die freie Gesellschaf t. (Quelle: ht tp:// w w w.stopp -ac ta. at) Die Maßnahmen zum Schut z geistigen Eigentums sollen dadurch - auf Kosten der Bürgerrechte - verschär f t und ausgebaut

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alternativreferent suspendiert

…und was sich sonst noch so in und seit der letzten UV Sitzung getan hat. die erste Universitätsvertretungssitzung im Sommersemester 2012 fand am 23.03. statt. Es wurde über viele Themen heiSS debattiert. N ata l ie ziermann N ata l ie . ziermann @ vsstoegraz . at . . . S tudiert P s y cho l ogie

Leider zeigte sich das übliche Bild: Die Exekutive stimmte Anträgen der Opposition, teils unbegründet, nicht zu und weiger te sich, zu vielen Punkten klar Stellung zu nehmen. So wurde beispielsweise der Antrag des VSStÖ zu einer ak tiven Unterstützung der Plattform 25 durch die ÖH, sowie der Antrag eine vernünftig beworbene Vollversammlung aller Studierenden im Sommersemester zu machen, abgelehnt. Und das, obwohl die katastrophale Bewerbung und der schlecht gewählte Zeitpunk t der letzten Vollversammlung dafür sorgten, dass keine 100 Studierenden diese Chance zu universitärer Mitbe stimmung nutzen konnten. Das gerade in Zeiten, in denen die Androhung autonomer Studiengebühren an der KFU im Raum steht. Ebenso abgelehnt wurde unser Antrag einen Kulturpass

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für Studierende einzuführen, mit dem günstigere Kultur- und Freizeitange bote möglich wären. Beschlossene, nicht durchgeführ te Anträge aus den letzten Sitzungen wurden mit der Antwor t „die sind im Alltagsstress untergegangen“ weiters abgetan. Beinahe einstimmig beschlossen wurde, dass die ÖH Uni Graz 400.000 Euro Rücklagen auf löst, um Klagen gegen die autonome Einhebung von Studiengebühren an der KFU zu f inanzieren. Ein Schritt in die richtige Richtung. Die Freude über diesen Er folg wurde jedoch bald wieder getrübt. Ste fan Thum (Vorsitzender der ÖH Uni Graz, FLUG) hat Anfang April Marco Wechselberger, den Referenten für Menschenrechte, Ökologie und Gesellschaf tspolitik (vulgo Alternativreferent), mit sofor tiger Wirkung suspendier t. Die Hintergrundgeschichte: Marco ist der ÖVP-nahen Koalitionspar tnerin AG schon länger ein Dorn im Auge. Die Veranstaltungen seines Referats waren zu großen Teilen gegen Rechtsex tremismus gerichtet bzw. eher dem linken Spek trum zu zuordnen. Die FLUG hatte immer wieder betont, wie wichtig es ihnen sei, dass kompetente Menschen, egal von welcher

Frak tion, Referent_innen werden. Marco hat sich durch eine Fülle an gut besuchten Veranstaltungen bewiesen, es vergeht kaum eine Woche, in der es nicht gut besuchte Filmabende, Diskussionen, Infoveranstaltungen und Ähnliches des Alternativreferats gibt. Stefan Thum scheint jedoch wie Butter in den Händen der Ak tionsgemeinschaf t zu sein und beim kleinsten Widerstand nachzugeben. Wir hof fen dass das Vorsitzteam, im Sinne kompetenter Arbeit, bald zur Vernunf t kommt. Um aber nicht mit schlechten Nachrichten zu enden, wird hier noch kurz über den Ausschuss für Bildung, Politik und Gesellschaf tskritik berichtet: Nachdem Sebastian Pay zurückgetreten war, wurde mit Johanna Mayr ein weiteres VSStÖ -Mitglied zur Vorsitzenden gewählt. Er freulich war auch, dass die Anträge, sich für die Wiedereinführung des fünf ten Prüfungsantrittes und die Erhöhung der Familienbeihilfe einzusetzen und den Bus nach Braunau f inanziell zu unterstützen, einstimmig angenommen wurden. Der Antrag, sich für die Einführung eines Grundstipendiums einzusetzen wurde unter der Auf lage, sich darüber zu informieren, ver tagt.


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8. März: Patriarchat zerschlagen! 0 8 . 03. / V ork l inik

Am Weltfrauentag luden wir zur "Patriarchat zerschlagen!"-Ak tion vor der Vorklinik der Uni Graz ein. Hunder te Studierende konnten sich Informationen zum Weltfrauentag und unsere feministische Arbeit holen und an der Ak tion teilnehmen und sich beim symbolischen Zerschlagen des Patriarchats auch noch eine süße Belohnung verdienen.

Rhetorikworkshop für Studentinnen 15. 03. / S R 7.13 ( V ork l inik / M ed U ni )

Rhetor ik- und Präsen tations skills sind auf der notwen dig. Wer sich nicht präsen tieren kann, hat es inUni und Semina ren schwer er, sich Gehör zu verscha f fen. Kursen Das betrif f t vor allem of t Frauen , denen Durchs etzung skraf selbstv erständ lich anerzo gen wird wie Männe rn. t nicht so Dank des durchs chlage nden Er folgs werden wir nächst es Semest er wieder einen Work shop anbiete n!

Inhaltliches Plenum "Queer Theory" 19. 03 / V S S t Ö - B üro

InQueer - was heißt das überha upt? Wir widme ten unser enfeldhaltlich es Plenum am 19.03. im VSStÖ Büro (Morell diskugasse 41/P, 8010) einem Einblic k in die Thema tik und der Queer tier ten mit 20 Anwese nden wichtig e Punk te aus Theor y und ihre Anwen dungen im alltägli chen Leben.


VSStÖ Sommerfest

14 . 0 6 . / W iese vor der V ork l inik / ab 14 U hr Wir lad en am 14. 06. wie der zum Som me r fes t auf die Wie se vor der Vor bri nge n wir gut e Mu sikklin ik. Wie ber eit s let zte s Jah r , bill ige s Ess en und Tra nk und we rde n euc h den Na chm itta g Ab end nic ht nur ner der gem ütl ich ste mit ein Par t noc h der ein ode r and ere ys des Jah res , son der n auc h n Spi elm ögl ich kei t ver süß en!

Inhaltliches Plenum „Progressive Netzpolitik“ 11. 0 6 . / V S S t Ö B üro / 19: 30

AC TA, SOPA, PIPA – Net zpo litik ist in alle r Mun de. Abe r wie kan n und soll eine pro gre ssiv e Net zpo litik aus seh en, die Verb indu ng mit dem Kult wie ist kun f t für uns par at? Wir lade n urb erei ch und was hält die Zuam Mon tag , dem 11.0 5. zum Inhalt lich en Plen um, um dies e Frag en zu disk utie ren .

Diskussion „Repräsentation von Frauen in Mainstream-Medien“ 23. 05. / T B A / 19: 30

Zu unse rer Medi enpo litik- Kamp agne „Eat the News “ wollen wir mit Expe r t_inn en zur Repr tatio n von Fraue n in Main strea m-M edien disku tiere n. äsen wirke n sich mon o pol-ä hnlic he Besit z verh ältni sse undWie der patri archa le Ge sells chaf tsauf bau auf das Bild aus, das Medi en von unse rer Gese llsch af t zeich nen?

D u wi l l st mehr? M ehr po l itische D iskussionen , mehr I nfos , über a l l e unsere V eransta ltungen bescheid wissen , eine mög l ichkeit, mitzugesta lten? U nsere aktue l l en V eransta ltungen findest du immer auf facebook .com / vsstoegraz W enn du dich einbringen möchtest, schreib uns an contact@ vsstoegraz . at

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Korruption –

doch nicht in Österreich Was ist eigentlich Korruption, und wie sieht sie in Österreich aus? Die meisten sind sich einig: Korruption ist etwas schlechtes und die Welt wäre besser ohne Korruption. In Europa und Afrika ist man sich einig: Korruption solle verringert werden. manue l weichinger

wenigsten so etwas zugeben würden. Noch schlimmer ist der CPI (Corruption Perception Index) der unter Anderem die Wahrnehmung von Korruption misst. Öf fentliche Wahrnehmung und tatsächliches Verhalten können aber auch weit auseinanderliegen – wenn z.B. viele Korruptionsfälle nicht entdeck t wurden.

manue l . weichinger @ vsstoegraz . at . . . S tudiert sozio l ogie

Zuerst sollte jedoch geklär t werden, was Korruption ist. Ich würde sie als die ungerechtfer tigte Vor teilnahme von Privilegien oder Annahme von Geld für eine private Person oder eine zugehörige Organisation bezeichnen. Wenn Politiker_innen auf Lobby verbände eingehen und Gesetze zu Gunsten einer Firma verabschieden, dann ist das Korruption – im Konkreten Fall sei der Glück sspielkonzern Novomatic genannt. Wenn Firmen Wahlkämpfe f inanzieren, dann ist das Korruption – jüngstes Beispiel Telekomaf färe. Wenn Grasser Steuern Schlupf löcher im Steuerrecht benutzt, dann ist das zwar legal, aber trotzdem Korruption, da er seine privilegier te Stellung als Finanzminister dazu ausnutzte mehr Geld für sich rauszuschlagen. Abge sehen von den ganzen kriminellen Machenschaf ten, die er laut diversen Anklagen, getan hat.

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Alle diesen Menschen nutzen ihre politische Macht um sich (persönliche) Vor teile zu erschleichen. Natürlich variier t der Grad der Dreistigkeit. Österreich ist zwar in diversen Kopptionsindizes eher gut positionier t, doch diese Rankings täuschen. Sie können meistens nur Bestechung oder ande re direk te Geldtransfers messen – jedoch meistens nur indirek t, da nur die

Genau aber dies ist in Österreich momentan der Fall – bis jetzt wurden eher wenige Korruptionsfälle aufgedeck t (wobei die FPÖ und ÖVP-Regie rung das Ideale Tandem für systematische Korruption war). In Österreich ist es so, dass sich eine Politik des gegenseitigen Posten-Zuschiebens etablier t hat, die kaum in Indizes zu messen sind (Fall Niko Pelinka). Die Sozialpar tner_innenschaf t, so gut sie auch sein mag, ermöglicht, dass viele politische Entscheidungen im kleinen Kämmerlein getrof fen werden. Diese nichtöf fentlichen verschlossenen Gremien werden dann auch weiträumiger ge nutzt, weil man sie bereits kennengelernt und lieben gelernt hat. In diesen Geheimgremien sind Entscheidungen nicht nachvollziehbar, was Korruption Tür und Tor öf fnet. Wenn man als Politiker_in in der Hierarchie aufsteigt, kann man dies kaum, ohne „Freundschaf tsdienste“ in Anspruch zu nehmen. Wenn man die se in Anspruch genommen hat, dann muss man selbst solche Dienste leisten. Ein struk turelles Problem. Diskussionen über Politiker_innengehälter gehen also an der Sache vorbei und verdunkeln nur die tatsächlichen Pro blemlagen. Die jetzigen Korruptionsskandale könnten jedoch zu einem Umdenken führen und die wirklichen Probleme of fenlegen.


Computerspiele und Gewalt Amokläufe sind einer der schlimmsten Ausdrücke aggressiven Verhaltens und das meist ohne klar erkennbares Motiv dahinter. Spätestens seit dem Amokl auf in Erfurt 2002 meint man jedoch, einen Zusammenhang zwischen dem Spielen aggressiver Computerspiele und dem Auftreten aggressiven Verhaltens herstellen zu kön nen. Doch ist es wirk lich so einfach? Verhält sich jede _ r der _ die Counter-S trike und co. spielt aggressiv ? N ata l ie ziermann N ata l ie . ziermann @ vsstoegraz . at . . . S tudiert P s y cho l ogie

Nein, so einfach ist es natürlich nicht. Nach dem heutigen Stand der psychologischen Forschung, kann man davon ausgehen, dass es mehre re Fak toren gibt, die dazu führen können, dass aggressives Verhalten auftritt. So ist es zum Beispiel das soziale Umfeld von Personen relevant. Familie, Schule, Freund_innen - das alles hat Einf luss auf die Entwicklung eines Menschen. Aber auch der kognitive Entwicklungsstand oder das Alter im Allgemeinen können Auswirkungen darauf haben, ob eine Person eine

aggressive Neigung hat oder nicht. Auch können diese Fak toren Einf luss auf den Medienkonsum haben. Spie len beispielsweise die Freund_innen gerne gewalttätige Videospiele, ist das für ein Kind wahrscheinlich ein Anreiz, es ebenso zu machen. Der Konsum an Mediengewalt und die aggressive Neigung schaukeln sich nun wieder gegenseitig auf und führen zum aggressiven Verhalten. Der Konsum von Mediengewalt ist also ein Fak tor, der im Zusammenspiel mit anderen Fak toren dazu führen kann, dass Menschen aggressiv handeln. In der Praxis heißt dass, das Menschen die in einem guten sozialen Umfeld auf wachsen und wissen, dass aggressives Handeln keine Lösung ist, vermutlich trotz Counter-Strike und co nicht unbedingt aggressives Verhalten an den Tag legen. Bei einem Kind, das zuhause geschlagen, in der Schule gemobbt wird und das keine alternativen Handlungsmöglichkeiten kennt, werden gewalttätige Computerspiele eher einen Anstoß zum aggressiven Handeln geben. Also liegt es nur am sozialen Umfeld, ob sich Menschen aggressiv verhalten? Nein, ganz so ist es auch wieder nicht. Studien zeigen, dass zumindest

in Labor versuchen Menschen, die gewalttätige Computerspiele spielen, anschließend auch aggressiver handeln, als Menschen, die gewaltfreie Computerspiele spielen. Besonders spannend ist, dass Männer die ge walttätige, frauenfeindliche Computerspiele spielen anschließend frauenfeindlicher agieren, als Männer, die ein anderes Spiel spielen. Bei Frauen zeigte sich dieser Ef fek t nicht. Ganz unterschätzen dar f man den Ef fek t von Computerspielen also auch wieder nicht. Was also tun? Auf jeden Fall nicht je des Auf kommen von Gewalt, Aggression und co. auf Medien abschieben, zumal diese selbst nur ein Produk t unserer Gesellschaf t sind. Eine Ge sellschaf t, in der Chancengleichheit herrscht und in der alle Menschen einen gleichen Zugang zu Bildung hätten, würde bestimmt auch anders mit Mediengewalt umgehen. Ja, ge walttätige und frauenfeindliche Computerspiele können einen Einf luss auf das Verhalten der Menschen haben, aber sie alleine sind nicht schuld daran, dass die Welt so gewalttätig ist, wie sie ist.

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Auf zur Kriegsmedizin! Einsparungen im Gesundheitssystem ohne Leistungskürzungen? – Ein schönes Märchen! 1,8 Milliarden Euro sollen in Österreich bis 2016/17 in der K rankenversorgung eingespart werden, die Verluste sollen das Wirtschaftswachstum nicht mehr übersteigen. Wie das praktisch funktionieren soll, ist immer noch unk l ar . sebastian frantha l sebastian . frantha l @ vsstoegraz . at . . . studiert H umanmedizin

Sparen muss man überall! Das be schreibt recht gut das Motto unse rer derzeitigen Bundes- und Landesregierung. Dieses Dogma wird gebetsmühlenar tig wiederholt und alle Alternativen mit dem Ver weis auf Horrorszenarien abgetan. Auch das Gesundheitssystem, eine der wichtigsten Säulen des Sozialstaates und in seiner funk tionierenden Form Grundlage einer guten Lebensqualität, bleibt nicht verschont. In der Steiermark sollen heuer 160 Millionen Euro eingespar t, zwei Spitäler geschlossen und insgesamt 770 Spitalsbetten gestrichen werden. Dies ist mehr als jedes 10. Bett! Und das ohne Leistungskürzungen nur durch struk turelle Veränderungen –

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die Prognose der demographischen soweit zumindest die Theorie. Die zuEntwicklung der nächsten Jahre zu ständige ÖVP-Landesrätin EdlingerGemüte geführ t haben. Die gebur tenPloder dazu in einem Inter view Ende starken Nachkriegs-Jahrgänge komletzten Jahres: „Wir werden weiterhin men in ein Alter, in dem medizinische garantieren, dass alle Patienten geVersorgung immer wichtiger wird. nau das bekommen, was sie brauchen, Unsere Gesellschaf t wird nicht zuaber sie werden nicht in jedem Haus letzt durch ein gutes, abgesicher tes und in jeder Ordination alles bekomGesundheitssystem immer älter, oder men, was sie wollen.“ Die Frage ist: so war es zumindest in den letzten Wer entscheidet, was Patient_innen 100 Jahren. Vor diesem Hintergrund brauchen? Ärztinnen und Ärzte? Die scheint es absurd, Spitalsbetten Politik? Versicherungen? Der Konto streichen zu wollen und zu behaup stand der Betrof fenen? Wer schon einten, dies sei ohne Leistungseinschränmal operier t wurde weiß, dass es jetzt kungen möglich. schon teilweise wochenlang dauer t, Auch der mit 1.8.2011 bzw. 1.1.2012 bis man ein Bett und einen OP-Termin In der Steiermark sollen in der Steiermark bekommt. Schmerzen und Einschränkungen h e u e r 1 6 0 M i l l i o n e n E u r o als bisher einziges verkürzen die War- e i n g e s p a r t , z w e i S p i t ä l e r Bundesland Östertezeit of t nicht, sehr g e s c h l o s s e n u n d 7 7 0 S p i t a l s - reichs wieder einwohl aber eine Zusatz- b e t t e n g e s t r i c h e n w e r d e n . geführ te Pf legere gress ist ein großer versicherung. Die KlasRück schritt in unserem Sozialstaat. senmedizin haben wir schon längst Anstatt die Familienhaf tung wiedererreicht, jetzt sind wir am besten einzuführen, sollte man sich ein Mo Weg zur Kriegsmedizin: Triage wie auf dell zur langfristigen Sicherung der dem Schlachtfeld, wer noch schreien Pf lege von Seiten des Staates überkann, dem kann es nicht so schlecht legen. Durch den Regress und den gehen? Das ist natürlich überspitzt, Zugrif f auf Vermögen (Wohnungen, aber Hüf ttransplantationen mit über Häuser etc.) von betreuten Menschen 70 Jahren oder die teuerste, weil vielwird das Alter zur doppelten Strafe leicht beste Krebstherapie könnten für Betrof fene. Überspitzt formulier t Geschichte werden. wird der schnelle Tod belohnt, die Es drängt sich auch die Frage auf, ob sich die zuständigen Politiker_innen


Pf lege zur enormen psychischen und les of fen ist, geplant. Das LKH West f inanziellen Belastung für alle Beteikönnte aber von Ordensspitälern ligten. Es ist Aufgabe des Staates für übernommen werden. Dann müsste die bestmögliche Versorgung pf legedas jetzige Personal ins LSF übersie bedür f tiger Bürger_innen zu sorgen deln, wo genau es dor t unterkommen und Steuereinnahmen für das Wohlwürde und wie viel der Umzug kosergehen eben dieser einzusetzen. tet, steht bisher noch in den Sternen. Eine Möglichkeit wäre die Einführung Was der Unterschied dieser Variante einer Pf legeversicherung nach dem zu einer Privatisierung ist, wohl auch. Modell der allgemeinen KrankenverAußerdem plant das Land für die Versicherungen. luste der Ordensspitäler die AbgaEin bisher wenig diskutier ter Bereich bendeckung zu übernehmen, ganz sind die Auswirkungen der Einsparunnach dem mittler weile allzu bekanngen auf die Arbeitsbedingungen der ten Motto: Den Verlust, den zahlt der Mitarbeiter_innen im GesundheitsbeStaat, der Gewinn, der bleibt privat. reich. Die Belastungen D e r V o r s c h l a g N a c h t - u n d Etwas so Essentiund Burn- Out-Raten J o u r a l d i e n s t e e i n z u s p a r e n , elles wie die Sichesind jetzt schon ziemrung der Gesundbedeutet bei gleichbleibenlich hoch, weitere Verheitsversorgung schlechterungen wären d e n V e r s o r g u n g s n i v e a u a u t o - muss unbedingt in kaum zu verkraf ten. m a t i s c h e i n e M e h r a r b e i t f ü r staatlicher Hand die restlichen Der Vorschlag Nachtbleiben, die PriMitarbeiter_innen und Journaldienste einvatisierung von zusparen, bedeutet bei Landeskrankengleichbleibendem Versorgungsniveau häusern auch nur anzudenken, ist ein automatisch eine Mehrarbeit für die Fauxpas. Wer garantier t f lächenderestlichen Mitarbeiter_innen im Dienst. ckende Versorgung zu jeder TagesFür Aufregung hat auch das Bekanntund Nachtzeit, den Einsatz bestmögliwerden der angedachten Privatisie cher Methoden und neuesten Wissens rung des LKH- Graz-West gesorgt. zum Wohle der Patient_innen und Nach Richtigstellung durch Frau LR nicht irgendwelcher f inanzieller Inte Edlinger-Ploder ist keine Privatisieressen, wenn nicht der Staat und die rung, sondern eine „Neuordnung des öf fentliche Hand? Wollen wir am Ende Leistungsangebots“, bei der noch alvielleicht ein Gesundheitssystem wie

in den USA, wo im Krankenhaus als erstes die Kreditkar te verlangt wird? Wo angemessene Versorgung in den schwierigsten Lebenssituationen zum Luxus wird? Von unserer Seite gibt es ein klares NEIN dazu! Deshalb unsere Forderungen: Das Gesundheitssystem muss in staatlicher Hand bleiben, die Einführung einer Pf legeversicherung, Einsparungsstopp im Gesundheitsbe reich und Umschichtung von Mitteln aus Vermögens-, Erbschaf ts- und Finanztransak tionssteuer. Wir sind für eine solidarische Gesellschaf t mit einer bestmöglichen allgemeinen Krankenversorgung! infobox. Durchsch nittliche War tezeiten auf einen OP-Termi n in Österreic h (Quelle: AK Oberöste rreich 2010): - Grauer Star: 102 Tage - Hüf tgelenk sersatz: 78 Tage - Kniegele nk sersatz: 97 Tage

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Best of Böse: Hat Pelinka wirklich die Krone verdient? Warum die Causa Pelinka dumm gelaufen ist, die bösen Buben aber ganz woanders sitzen.

Zum Jahreswechsel war der Frust groß am Küniglberg. Die geplante Bestellung von SP-Buberl Niko Pelinka als Büroleiter von Alexander Wrabetz sorgte alleror ts für Kassandrarufe. Das Ende der politischen Unabhängigkeit des ORFs wurde befürchtet. An vordere Stelle mobilisier te der Verband österreichischer Zeitungsverleger_innen (VÖZ) gegen den ORF. Nicht das erste Mal und ganz bestimmt nicht zur Ver teidigung der Pressefreiheit in diesem Land. Seine Glaubwürdigkeit dahingehend hat der Verband schon 2001 verspielt, als er für den Zer fall des Presserats sorgte. Die Institution für freiwillige Selbstkontrolle der journalistischen Ethik existier te for tgehend knappe zehn Jahre einfach nicht. Für eine Mediendemokratie eigentlich undenkbar.

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Augustin und die Raif feisen Das Wiener Straßenmagazin Augustin fähr t seit über 30 Wochen eine Aufdecker-Kampagne gegen den Raif feisen-Konzern. Woher ich das weiß? Innenpolitik- Oberekel Claus Pándi hat ’s mir erzählt. In der Sonntagskrone. Und zwar in einer - für’s Boulevard unfassbaren - Ar tikellänge von einer ganzen (!) Seite. Das Span-

nende an dieser Meldung ist nicht der rent und da kommt ein kleiner T VUmstand, dass die Krone-Redak tion Skandal nicht schlecht. of fenbar doch noch im Stande ist, in Und Pelinka? Der hatte eine schiefe sich konsistente Gedankengänge über Optik, aber die Debatte war und ist 1500 Zeichenanschläge zu ver fassen. verkürzt. Wenn wir über PressefreiKurios daran ist vielmehr, dass die heit diskutieren, dann dür fen wir die Kronen Zeitung seit geraumer Zeit die wir tschaf tliche Komponente nicht Raif feisen basht. vergessen. Dor t liegt der Zaster. Und Der Verlag Mediaprint druck t, verzwar viel zu viel um ihn mit ehrlicher treibt und keilt die Anzeigen für Kro Berichterstattung auf ’s Spiel zu setne und Kurier. Im Verlag kriselt es zen. Wenn ein kleiner Par tner_innenschon einige Zeit. Der Vor wur f steht zwist in der Mediaprint für die Kroim Raum, die Krone würde sich die Anne ausreicht, um gegen Kurier und zeigen-Leckerbissen aussuchen und Raif feisen zu kampagnisieren, dann dem Kurier die Ku- Es geht um’s Geld. Immer. 2010 lässt sich die Wirchenbrösel zuschie kungskraf t einer hat te der österreichische Printmarkt ben. Die Krone als InseratenkoopeMark tführer wählt 1,6 Milliarden Euro Werbeeinnahmen. ration leicht erdabei die ganz feine Fernsehen ist dabei größter Konkur- ahnen. Die Politik Klinge: Sein 50% -Ei- rent und da kommt ein kleiner T V- sollte daher nicht Skandal nicht schlecht. gentümer Raif feisen nur darauf pochen, und der Kurier selbst Tranparenz in den werden eben mal schlechtgeschreieigenen Reihen zu schaf fen und Werben. Auch so kann man Inseratenanbeausgaben of fenzulegen, sondern sprüche regeln. genau das Gleiche vom „freien“ Mark t verlangen. Damit könnte man ganz andere böse Buben ärgern. Werbewahn(ung) Lukas K aind l storfer Es geht um’s Geld. Immer. 2010 hatte der österreichische Printmark t 1,6 G astkommentar Milliarden Euro Werbeeinnahmen. Fernsehen ist dabei größter Konkur-


Prächtig Brechtig #18 Warum die Vorratsdatenspeicherung gar nicht so schlecht ist... Am 1. April ist Schluss mit Internetterror , C ybermobbing, K inderporno, PirateBay, Spam-Mail s und sonstigen kriminellen Machenschaften. Nhristopher ata l ie ziermann C P ieber l N ata l ie . ziermann @ vsstoegraz . at. at christopher . pieber l @ vsstoegraz . . . Sstudiert tudiert Pphi s y cho l ogie l osophie

Die Vorratsdatenspeicherung (VDS) wurde nach einiger Verzögerung auch in Österreich eingeführ t. Grund dafür ist angeblich „die EU“ und wie immer hat sich Österreich mit seinen ganz besonderen Waf fen gewehr t und die VDS einfach so lange wie möglich hinausgezöger t. Aber Strafen will man schließlich auch keine zahlen, deswegen haben SPÖVP das Internet nun endlich sicher gemacht und allen Österreicher_innen zum eigenen Schutz auch gleich die Unschuldsvermutung genommen. Was das genau für die Österreicher_ innen bedeutet ist den meisten nicht ganz klar. Was alles gespeicher t wird und was nicht, mag zwar auf den ersten Blick überschaubar sein, aber wie immer gibt es Ausnahmen. So fallen kleine Ser ver und Webmaildienste (= so gut wie alle: Gmail, Hotmail GMX, etc.) nicht unter die Vorratsdatenspei-

cherung, ebenso schwer über wachbar sind unregistrier te Wer tkar tenhandys. Wozu also der ganze Spaß, wenn das ganze eigentlich ohne größere Probleme umgehbar ist? Den Befür wor ter_innen der VDS dür f te schon vor dessen Einführung klar gewesen sein, dass man „echte“ Kriminelle nicht damit schnappen kann. Organisier ter Betrug im Netz und halbwegs versier te „Digital Natives“ werden auch in Zukunf t nicht aufgespür t werden, wenn sie es nicht wollen. Allerdings katapultier t uns die VDS in ein neues Zeitalter des Über wachungsstaates, denn überwacht wird die breite Bevölkerung bei ihren gewöhnlichen täglichen Handlungen. Und noch dazu werden die so erstellten Prof ile aller Menschen gespeicher t und war ten darauf, von Datendieben befreit und am Schwarzmark t verkauf t zu werden. Und wer hat uns das ganze eingebrock t? Unter anderem die große Mehrheit der SPÖ und ÖVP-Abgeordneten im EU-Parlament und zwar schon im Jahre 2005. Nur zwei SPÖ -Abgeordnete (u.a. der jetzige Delegationsleiter Jörg Leichtfried) haben gegen die VDS gestimmt, jene Frak tion die so kritisch gegen die totale Über wachung sein soll. So weit so schlecht.

Trübsal blasen bringt gar nichts. Man soll ja auch die positiven Seiten im Leben sehen. Da gibt ’s in Verbindung mit der VDS ja einiges, worauf wir uns freuen können! Denn es gibt 1. auf w w w.ver fassungsklage.at reichlich Widerstand und bis zum18.5.2012 kann da jede_r von uns mitmachen! Zweitens wurde bereits in einigen EU-Ländern die Vorratsdatenspeicherung vom jeweiligen Ver fassungsgerichtshof wieder aufgehoben und das auch in nicht ganz unwichtigen EU-Mitgliedsstaaten wie Deutschland. Drittens, und das ist sicherlich der er freulichste Grund, wenn wir alle rund um die Uhr über wacht werden, dann gilt das auch für die österreichischen Politiker_innen. Und wenn hier jemand zu blöd ist, um die VDS zu umgehen, dann die. Stellt euch doch nur einen Telekom-U-Ausschuss mit VDS vor. All die ÖVP-Lobbyist_innen und Vernetzungsjäger_innen, denen man bei „Erinnerungslücken“ mit Verbindungsprotokollen und Geodaten auf die Sprünge helfen kann. Ist doch schön oder? Vielleicht kapieren die dann, dass die Privatsphäre der Bürger_innen gleich wichtig ist, wie in Ruhe Rehbock schießen und Geschäfte machen.

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E-Learning an der TU? Welche elektronischen In formationssysteme, die uns Studierenden das Leben erleichtern sollen, gibt es eigentlich an der TU?

Jede_r von uns ist natürlich schon mit dem TUG - Online ver traut, über das wir uns zu unseren Veranstaltungen anmelden und das uns immer for t über unsere Termine informier t. Auf Wunsch gibt es sehr kurzfristige Terminände rungen sogar als SMS aufs Handy oder Smar tphone.

unter E-Learning vor? Ist es bloß die einfache Ver fügbarkeit von Kursunterlagen auf einem Online-Por tal, die man dann mangels E-Ink-Reader oder iPad dann doch erst wieder ausdruck t? Sind es Vorlesungen, die über einen Live-Videostream an die Studierenden über tragen werden oder die man sogar nach Lust und Laune je derzeit ansehen kann? Bevorzugt eine Woche vor der Prüfung in doppelter Abspielgeschwindigkeit bis tief in die Nacht. Oder sind es sogar Prüfungen, die man online ablegt? Weit weg von dunklen Keller-Hörsälen, die vom ner vösen Papierrascheln und Stif teKlicken panischer Studierender er füllt sind, an einem sonnigen Strand mit Laptop und Bier in der Hand.

Was stellt man sich selbst eigentlich

Was macht denn die Lehre an der TU

andrea stache l andrea . stache l @ vsstoegraz . at . . . studiert verfahrenstechnik

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sonst noch aus, mal sehen. Wir haben Skripten, Vor träge, Prüfungen und gemeinsames Lernen abgehak t. Also fehlt nun eigentlich nur noch der Online-Kaf feeautomat und wir haben die ganze TU im Netz. Es ist wirklich unglaublich prak tisch, Teile der Lehre auch im Netz wieder zu f inden, das muss jedoch mit Bedacht geschehen und dar f vor allem den Hardware-Layer der Lehre nicht vollständig ersetzen. Denn wenn ein Ser ver ausfällt, jemand über ein Netzwerkkabel stolper t, oder jemand in seiner_ihren neuen WG ohne Internetanschluss ist, dann bleibt uns Studie renden nichts anderes übrig als abzuwar ten und Bier zu trinken.


NEUES AUS DER VSSTÖ GRAZ BIBLIOTHEK

Jänner/ Februar 2012

Dobusch/Forsterleitner (Hg.): „Freie Netze. Freies Wissen“ Der Band „Freie Netze. Freies Wissen.” erschien 2007 im Echomedia Verlag im Vorfeld des Europäischen Kulturhauptstadtjahres Linz 2009. Ziel war es, die diversen Potentiale digitaler Technologien für freien Zugang zu Wissen auf kommunaler Ebene auszuloten. Gleichzeitig sollte das Linzer Beispiel zu Konkretheit zwingen. Neben neun Kapiteln zu verschiedenen Themenbereichen finden sich eine Reihe von Inter views mit Expert_innen und Praktiker_ innen sowie insgesamt 24 Projektvorschläge zur Umsetzung in Linz im Buch. Vorschläge, die auch in anderen Städten durchaus von Interesse sein können und ein Ansatzpunkt für progressive Netzpolitik auch in Graz sein könnten.

Dobusch/Forsterleitner/Hiesmair (Hg.): „Freiheit vor Ort. Handbuch kommunale Netzpolitik.“

Vier Jahre nach Erscheinen von „Freie Netze. Freies Wissen.” ist „Freiheit vor Ort: Handbuch kommunale Netzpolitik” (2011 in Open Source Press) der Versuch einer Aktualisierung und Generalisierung dieser Erfahrungen. Das Buch ist mehr als eine bloße Neuauflage, es ist eher ein Remix von “Freie Netze. Freies Wissen.”, der ganz allgemein Diskussionen über digitale Freiheit auf lokaler Ebene anstoßen will: Fünf der ursprünglichen Kapitel wurden aktualisiert bzw. teilweise grundlegend überarbeitet und mit drei völlig neu ver fassten Kapiteln zu öf fentlichem Raum im Netz, dem Web als Kompetenz- und Forschungsfeld und Open Goverment Data sowie insgesamt elf neuen Inter views ergänzt. B eide B ücher sind unter CC- Lizenz auf www. freinetze . at verfügbar

Mörth, Christiane: "Rechter Feminismus oder traditionelles Rollenverständnis?" Die Autorin, eine altverdiente VSStÖ -Funktionärin, geht in ihrer Masterarbeit auf das Selbst- und Fremdbild der Frauen in der FPÖ ein. Für ihre Studie hat sie FPÖ - Gemeinderätinnen inter viewt und ging der titelgebenden Frage, welche frauenpolitische Ausrichtung bei weiblichen Funktionärinnen der FPÖ in der Gemeindepolitik vorherrscht, nach. Gibt es so etwas wie einen "rechten Feminismus" oder beherrschen nach wie vor traditionelle Rollenbilder die Köpfe der Frauen in rechten Parteien?

Unsere politische Bibltiothek umfasst mit tler weile mehr als 1000 Bücher aus verschiedensten Bereichen. Alle interessier ten Menschen können Bücher für bis zu z wei Monate ausborgen, und dies selbst verständlich kostenlos! Öf fnungszeiten: Mo -Fr 11-13 Uhr

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Den VSStÖ an der Karl-Franzens-Universität findest du auch auf

www.linksblog.at

an der Medizinischen Universität Graz auf

www.herzlinks.at

und an der Technischen Universität auf

tu.vsstoegraz.az

AK. Gerechtigkeit muss sein.

Wir wollen bei Verträgen nicht über das Kleingedruckte stolpern.

Frauen | Konsument | Jugend | Arbeitsrecht | Bildung

AK-Hotline T 05 7799-0

Zeitlinks #17  

Zeitlinks ist der Name der Zeitung des VSStÖ Graz, welche zwei Mal pro Semester erscheint, dies ist die zweite Ausgabe des Sommersemester 20...

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