Page 1

AUSGABE NR. 15 / DEZ. 2011

DIE ZEITUNG DES VSStÖ GRAZ. DEINE STARKE VERTRETUNG IN DER ÖH UND AN DER UNIVERSITÄT.

THEMA:

I <3 SOCIAL EQUALITY

NEVERENDING STORY STUD IENGEBÜHREN SEITEN 4 - 5 SEXISMUS IN DER WERBU SEITE 8 NG


ediTorial

Wenig alTes, viel neUes in diesem semesTer! raPhael sPerl

... i st po liti s c h er s e Kr e tÄr d es vs stö g r a z ... stu d i ert g lo ba l stu d i es & g eo g r ap h i e

das letzte semes ter und die letzte zeitlink s -ausga be stande n im zeiche n der Öh -wahl 2011. danach hat sich der viel geände r t . an der Öh sowie im ganzen land. an Öh uni graz steht nun im zeiche n einer re chtsko nsern vativen herrs chaf t , die unter dem mot to der soziale selek tion und zugang angsbe schrän kungen ( wir tschaf tsmath e lässt grüßen ) steht . dafür gelang dem VsstÖ der linksru ck an der Öh me dizin wo herzlin ks nun mit einer 2 / 3 mehrhe it in der univer sitätsv er tretung sitzt . hier wurde das unfähig e Verhalt en der letzen exe arbeit tive produk der wie endlich um , t kutive abgest raf , möglic h zu mache n. unverä nder t bliebt die htu graz eine weiter VsstÖ des seitens innen wo es trotz zugew absolu te mehrhe it der fachsc haf tsliste gibt , die sich weiter auf ihren lorbe eren ausruh en und den studie renden sogar katastr ophal organis ier te tu feste (mit zahlrei chen sachbe schädi gungen und beschw erden) als er folg verkau fen wollen . . alles neu gilt auch für die studie ngebüh rendisk ussion tachten chtsgu re einem mit rle töchte hier versuc ht bm nun die uni in die situati on der geldei ntreibe r zu brin thema mpf wahlka das ren ngebüh gen. werden studie #1 für die ÖVP, da sie nur hier einen auswe g aus ihrer eigene n Krise sehen? falls ihr anre gungen , wünsc he oder beschw erden . habt , schreib t uns einfach an zeitlink s@vsst oe graz .at impressUm: H e r a u s g e b e r: Ve r b a n d S o z i a l i s t i s c h e r S t u d e n t _ i n n e n - S e k t i o n G r a z , M o r e l l e n f e l d g a s s e 41/ P, 8 010 G r a z , c o n t a c t@ v s s t o e g r a z . a t , w w w.v s s t o e g r a z . a t ☺ C h e f r e d a k t i o n R a p h a e l S p e r l , J o h a n n a M a y r, A j l a I s m i r o v i c ☺ M i t a r b e i t e r_ i n n e n N a t a l i e Z i e rm a n n , K l e m e n s W i e r i n g e r, C h r i s t o p h e r P i e b e r l , M a n u e l We i c h i n g e r, J o h a n n a M a y r, L i s a S e t a f f y, R a p h a e l S p e r l , F e l i c i t a s Fr ö h l i c h ☺ L a y o u t R a p h a e l S p e r l , F e l i c i t a s Fr ö h l i c h ☺ G e s t a l t u n g B ü r o A l e r t a ! ☺ F o t o s: s . 3 . h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / s h a n e h , s . 4 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / k i e t z m a n n / s . 5 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / a d e s i g n a s . 6 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / t r a v e l _ a f i c i o n a d o s . 8 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a k b a r 2 s . 9 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a l v a c h i e n , s .12 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / s c a n i s .13 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / s t 3 f 4 n s .14 s .15 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s /a l e x k o c h , s .18 h t t p: // w w w. f l i c k r. c o m / p h o t o s / b e t a c o n t i n u a , s .19 , s o n s t i g e F o t o s: d e r_ d i e A u t o r_ i n ☺ D r u c k f l y e r a l a r m . a t ☺ O f f e n l e g u n g g e m . Pa r a g r a p h 2 5 M e d i e n g e s e t z: z e i t l i n k s i s t d i e S t u d i e r e n d e n i n f o r m a t i o n s z e i t u n g d e s V S S t Ö G r a z . ☺ B l a t t l i n i e: D i e Z e i t u n g d i e n t d e r I n f o r m a t i o n d e r S t u d i e r e n d e n i n G r a z s o w i e d e r Ve r b r e i t u n g d e r M e i n u n g e n u n d P o s i t i o n e n d e s VS S t Ö G r a z .

02

inhalT dieser

aUsgabe

editori al // inhalt dieSer auSgaB e

03

töchte rle erpreSS t die univer Sitäten

04-05

nevere ndingS torY: Studien geBühr en

06 - 07

vSStö <3 Social eQualit Y

08

SuBtile r SeXiSMu S Beherr Scht die WerBun g

09

tag gegen geWalt an frauen

10-11

WaS War? WaS KoMMt ?

12

gloBal e KriSen

14 - 15

rechtS KonSer vative öh uni graz

16

öh Med - eine SelBStB eWeihr äucher ung

17

WaS Macht der vSStö auf der tu?

18

prächt ig Brecht ig # 16

19

neueS auS der vSStö graz BiBliot heK

20

auS der BundeS öh


Töchterle erpresst die Universitäten Grazer Studierende und Universitätsbedienstete hatten die zweifelhafte Ehre BMTöchterles Ideen zurtertiären Bildung zu lauschen. Wo BM Karl noch einigermaSSen vernünftige Argumente lieferte, ist Töchterle fern ab von jeder Realität. manuel weichinger ma n u e l .w ei c h i n g er@vs sto eg r a z . at ... Stu d i ert s ozi o lo g i e

Im Rahmen der 7. Fakultät wurde im snobistischen Café Sacher eine Diskussion geführ t, die unter dem Stern „Universitäten in Österreich - Zwischen Masse und Klasse“ stand. Aber was soll das heißen? In manchen Ländern werden mehr Menschen gebildet und die allgemeine Qualität ist höher – die haben dann eine Masse an Klasse. In der gesamten Diskussion wurde so getan, als ob es nur eine mögliche Alternative gibt. Aber es ginge natürlich beides. So gesehen ist das Thema nicht gut gewählt worden, da in Österreich die Mit tel für Universitätsbildung sehr knapp gehalten werden. 2,0% vom BIP wurden im Parlament beschlossen, derzeit sind es 1,3%. Das würde eine Erhöhung des Budgets um 54% bedeuten. Nach dieser Erhöhung könnte man so eine Diskussion führen.

tonom eingehoben werden) richtig However. Töchterle hat – wenig sei und das Gegengutachten falsch. überraschend – für eine elitäre HochMayer habe die höchste Reputation schule plädier t. Mit Studiengebühren und er sei daran mehrere Wochen geund mit Zugangsbeschränkungen. sessen. Für ihn zählt nicht die Logik Wie immer ist das klassische Argudes guten Arguments, sondern Rement gefallen – es gäbe kein Land, putation und Arbeitszeit. Dass aber das keine Zugangsbeschränkungen diese Neuregelungen ungünstig für habe und keine Studiengebühren. Als die Unis sind, weil der schwarze Peob Österreich keine Studienbeiträter an die Unis geschoben wird, wird ge einheben würde: Außerdem, nur nicht berücksichtigt. Auch nicht, wenn alle anderen Staaten in die Mur dass es nach Gewohnheit sinnvoller hüpfen, soll Österreich nachhüpfen. wäre, keine Studiengebühren einzuEmpirische Argumente zählen, nicht heben – da es uni-autonome Gebühdas was andere Staaten machen. Naren noch nie gab: und es dafür wohl türlich geht beides: Österreich könnte ein neues Gesetz bedür fe. Auch das Vorreiter sein, und viele gute (eher sosagt das Gegengutachten: Es benözial schwache) Leute anziehen. So gut tigt eine gesetzliche Regelung. Und ist jetzt das österreichische Univerwenn die Regierung zu keinem Komsitätssystem nicht, dass es überrant promiss kommt, dann ist es von Töchwürde – wieder geht’s um die 2%. Die terle wirklich hinterlistig, einfach mit Uni-Milliarde, die Töchterle angeküneinem Gutachten vorzupreschen, um digt hat, ist eine Mogelmilliarde – ersseine eigenen Vorstellungen durchzutens, da er nicht versichern kann, dass setzen. es eine Milliarde wird, zweitens, ist Töchterle ist auch auf die kritider Betrag über eine Leistungsvereinschen Fragen, die das Publikum gebarungsperiode von 3 Jahren aufgestellt hat, (auch vom VSStÖ) nicht teilt. Normaler weise werden Beträge eingegangen. Alles in Allem war es aber pro Jahr genannt. ein sehr durchwachsener Abend. Ad Studiengebühren: Töchterle verArgumente gegen Studiengebühren wendet zwei Argumente, warum das finden sich auf den folgenden SeiRechtsgutachten von Mayer (Studiten. engebühren können von Unis auim Anschluss. Die Gewinner_innen werden schriftlich verständigt.

Einsendeschluss ist der 31. Jänner 2011. Die Verlosung erfolgt

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Bargeldablöse.

3


Never Ending Story: Studiengebühren Der Krieg der Rechtsgutachten ist am Laufen. Aber was bedeutet das für uns Studierende? Aufgrund der Formulierung in der derzeitigen Studiengebührenregelung, die sich auf die Gliederung eines Studiums in Abschnitte bezieht, müssen die entsprechenden Paragraphen bis Februar 2012 neu formuliert werden. n ata l i e z i e r m a n n nata li e . zi er ma n n@vs sto eg r a z . at ... Stu d i ert psyc h o lo g i e

Die Großzahl der Studien ist bereits umgestellt auf die BachelorMasterstruk tur, die keine Abschnitte mehr vorsieht, wodurch immer eine Unschär fe in der Bestimmung rund um die Toleranzsemesterregelung bestand. Wenn bis zur Frist keine neue Formulierung vorgelegt wird, werden die Paragraphen gestrichen. Das würde bedeuten, dass inländische und gleichgestellte Studierende künf tig keinerlei Studiengebühren mehr zu entrichten haben, die Regelung würde gleich dem Stand vor Einführung der Studiengebühren 2001 sein. Damals mussten ebenfalls nur Drit t-

4

staatenangehörige Studiengebühren zahlen. Wird also keine Reparatur der beanstandeten Paragraphen vorgenommen, passier t dasselbe wie mit der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Da die ÖVP diese nicht reparieren wollte, verloren die entsprechenden Paragraphen ihre gültige Rechtslage. Das Wahlversprechen aus dem Nationalratswahlkampf 2008 könnte also endlich umgesetzt und die Studiengebühren komplett abgeschaf f t werden. Derzeit zahlen 15% aller Studierenden Studiengebühren. Die Regelung sieht eine Befreiung von Studiengebühren für all diejenigen vor, die in Mindeststudienzeit plus zwei Toleranzsemester studieren. Untersuchungen zeigen, dass vor allem Studierende zahlen, die keine staatliche Unterstützung bekommen und arbeiten um sich ihr Studium finanzieren zu können, sowie Studierende mit Betreuungspflichten. Dies sind die wichtigsten zwei Gründe, warum es zu Studienzeit verzögerungen kommt, was die Betrof fenen in einen Teufelskreis drängt, der kein Ende nimmt. Um studieren zu können,

müssen sie arbeiten, das führ t dazu, dass sie weniger Zeit haben um zu studieren, daher brauchen sie länger, das wiederum führ t dazu, dass sie die Beihilfen und Vergünstigungen verlieren, was wiederum dazu führ t, dass sie mehr arbeiten müssen und so weiter. Nach Einführung der Studiengebühren wurde das Budget für die Universitäten von öf fentlicher Hand um genau jenen Anteil gekürzt, den die Studiengebühren einbrachten, die prekäre finanzielle Lage der Universitäten hat sich also dadurch kein Stück verbesser t. Auch die Teilabschaffung der Studiengebühren hat den Universitäten keinen finanziellen Schaden zugefügt, da ihnen der Entfall komplett von staatlicher Seite erstattet wurde und auch noch weiterhin bis 2015 erstattet wird. Durch die komplizier te Befreiungsregelung, die bei der Teilabschaf fung getrof fen wurde, entsteht den Universitäten, Finanzämtern und anderen Einrichtungen allerdings sehr hoher Ver waltungsauf wand, der sich natürlich auch in hohen Kosten niederschlägt, alleine die Universitäten zahlen pro Jahr 1,5


Millionen allein für die Administration der Studienbeiträge.

schreiben: Mehr als 20 Stunden/ Woche er werbstätig, das Studium wurde eher „nebenbei” (aufgrund der knapDie Einführung der Studienbeiträpen Zeitressourcen) betrieben aber ge 2001/2002 bewirk te eine sinkenmit Interesse. In dieser Gruppe wird de Studierendenzahl (- 19,8%), da an der Studienbeitrag eher abgelehnt die 40.000 Studierende ihr Studium bzw. es wird angegeben, dass man abbrechen mussten, der umgekehrsich den Studienbeitrag nicht habe te Ef fek t war nach dem Erlass von leisten können. Ein Vier tel von ihnen Studienbeiträgen zu beobachten (+ äußer t einen definitiven Rückkehr14,3%). Diverse Studien in Österreich wunsch an die Universität. und Deutschland haben gezeigt, dass Die andere Gruppe lässt sich folgendie Einführung der Studiengebühren dermaßen beschreiben: Weniger als nicht die erhof f te Abschreckung von 20 Wochenstunden erwerbstätig bzw. Bummelstudent_iner werbslos. InsbesonA n d i e 4 0 . 0 0 0 S t u - dere für die Er werbslonen gebracht hat, sondern Studierende ohne d i e r e n d e n m u s s t e n i h r sen – eher Frauen – gilt, Studium abbrechen. staatliche Unterstütdass sie das Studium nur zung, die aus niedrigeals „Überbrückung” beren sozialen Schichten stammen, aus gonnen haben, dass sie gar nicht richdem Studium gedrängt hat. Hierbei tig studier t hätten und das Interesse ist besonders zu betonen, dass Frauam Studium verloren hätten. In dieser en von den er wähnten Phänomenen Gruppe ist die Ablehnung des Studiwesentlich stärker betrof fen sind. enbeitrages vergleichsweise geringer bzw. ist dieser kein wesentlicher Ab„ Hinsichtlich des Zusammenhangs bruchgrund. In dieser Gruppe ist auch von Studienmotivation, Abbruchder Rückkehr wunsch "deutlich geringrund und Er werbssituation lassen ger", so der Bericht zu den Auswirsich folgende Kontrastgruppen herkungen der Einführung von Studienausarbeiten: gebühren auf die Studienbeteiligung Die eine Gruppe lässt sich so beund das Studier verhalten 2002 in

Wien, vom Büro für Sozialtechnologie und Evaluationsforschung. In der Studie heißt es weiter: „ AbbrecherInnen aus unteren sozialen Schichten geben neben den Studienbeiträgen häufiger die Unvereinbarkeit des Studiums mit der Er werbstätigkeit als Abbruchgrund an, außerdem die fehlende elterliche Unterstützung. Die generell höhere Er werbstätigkeit unter Befragten unterer sozialer Schichten (und die geringere Finanzierung des Studiums durch elterliche Unterstützung) bewirk t eine geringere Studienak tivität. Hält man die Ar t der Finanzierung des Studiums konstant, hat die soziale Herkunf t keine Wirkung auf die Studienak tivität. Die Bezieher von Studienbeihilfe sind am studienak tivsten.“ Auf die Er werbsbeteiligung hat sich die Einführung der Studiengebühren so ausgewirk t, dass die bereits er werbstätigen Studierenden ihre Er werbstätigkeit ausgedehnt haben, und im September 2001 25% der Studierenden eine Er werbstätigkeit aufnahmen um für die Gebühren aufkommen zu können.

5


vssTö <3 social eQUaliTy! die neue herbStKaMpaGne deS vSStö Graz iSt da: i love Social eQuality. doch waS StecKt dahinter? hier Gibt eS alle infoS! die neue herBStKaMpagne deS vSStö graz iSt da : i love Social eQualitY. doch WaS StecKt dahinter? hier erfährt ihr Mehr! J O h a n n a m ay r J o ha n na . mayr@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert math e mati K & g er ma n i sti K

In Linz mögen die weißen Plakate mit der schwarzen Schrif t schon dem einen oder der anderen aufgefallen sein, doch in Graz sind sie neu. Wer sie noch nicht kennt oder noch nicht erkannt hat: Ich spreche von den weißen Plakaten, auf denen im I-love-NYStil die Wor te „I love social equalit y“ stehen, wobei das Herz aus weiteren Begrif fen geformt ist. Darunter steht: „Soziale Gerechtigkeit geht uns alle an.“ Der Vaust will also soziale Gerechtigkeit. Schön. Doch was ist das? Und wieso geht uns das alle an? Soziale Gerechtigkeit Um den Inhalt der Plakate zu verstehen, muss zuerst der Begriff der sozialen Gerechtigkeit geklärt werden. Wer einen Duden bei sich hat und darin nachschlägt, wird fündig: „ sozial“ bezeichnet unter anderem „das (geregelte) Zusammenleben der Menschen in

6

gene Leben entscheiden zu können, Staat und Gesellschaf t betref fende“, ohne dabei irgendwelche anderen oder auch „die menschlichen BezieLebensent wür fe, die nicht die eigehungen in der Gemeinschaf t regelnd nen sind, aufgezwungen zu bekomund fördernd und den [wir tschaf tlich] men, wobei dabei nicht die Freiheit Schwächeren schützend“; „Gerechtiganderer beschnitten werden sollte, keit “ bezeichnet das „Prinzip eines auch wenn diese in gewisser Hinsicht staatlichen oder gesellschaf tlichen Meinung Verhaltens, das je- N u r e i n e G e s e l l s c h a f t , i n d e r anderer sein sollten. Freiheit dem gleichermaßen alle Menschen die gleichen bedeutet auch, frei sein Recht gewähr t “. R e Wer „ soziale Ge- c h t e u n d d i e g l e i c h e n C h a n -von Angst, Unterrechtigkeit “ sagt, c e n h a b e n , k a n n e i n e g e r e c h - drückung und Auste Gesellschaft sein. beutung leben zu meint aber of t mehr können. als nur die Definition des Duden, Um die materiellen und sozialen Vormeint zum Beispiel, dass es unfair aussetzungen für Freiheit zu erhalten, ist, dass Menschen, die doch eigentbraucht es Gleichheit und Gerechlich alle gleiche Rechte haben sollten, tigkeit, wobei sich diese gegenseitig trotzdem unterschiedliche Vorrausetbedingen. Gleichheit bedeutet nicht zungen haben, ihr Leben zu leben, Gleichmacherei, wie of t behauptet dass manche arm sind und manche (und befürchtet) wird, sondern bereich (um es plakativ zu formulieren). deutet gleiche Rechte für alle MenDer Begrif f der sozialen Gerechtigschen, trotz ihrer Unterschiedlichkeit. keit oder der social equality, der soziMit Gleichheit werden auch gleiche alen Gleichheit, umfasst viele TeilbeChancen bezeichnet, also dass alle reiche, von denen einige im Weiteren Menschen, unabhängig von ihrer Herbetrachtet werden sollen. kunf t, ihrem Geschlecht, ihrem Aussehen, ihrer sexuellen Orientierung, freiheit, gleichheit, gerechtig ihrer Religion, ihrer Weltanschauung, keit , solidarität unabhängig von irgendwelchen UnDie vier Grundwer te des Vaust terschieden, ein Recht auf die gleigehören in den Themenbereich der chen Möglichkeiten zur Gestaltung sozialen Gerechtigkeit. ihres Lebens haben, ein Recht, ihre Freiheit bedeutet, frei über das ei-


Ziele ver wirklichen zu können. Mit dem Wor t „Gleichheit “ werden allen Formen einer Privilegien- oder Klassengesellschaf t eine Absage er teilt. Gerechtigkeit hängt eng mit Gleichheit zusammen. Nur eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte und die gleichen Chancen haben, kann eine gerechte Gesellschaf t sein. Für diese ist aber auch nötig, dass Kapital, also Vermögen, und Macht nicht in den Händen weniger zu finden sind, sondern ebenfalls gerecht auf die gesamte Gesellschaf t ver teilt sind, genauso wie Bildung, Arbeit und Information. Solidarität ist, auch wenn es zuletzt kommt, das wichtigste Prinzip, da nur durch solidarisches Handlen, sei es national, international oder transnational, eine gleiche, freie und gerechte Gesellschaft zustande kommen kann. Solidarität bedeutet, gemeinsam ein Ziel zu ver folgen, auch wenn es Unterschiede geben mag, und gemeinsam gegen Ungerechtigkeiten aufzutreten. Soziale Gerechtigkeit ist aber mehr als das. Sie beinhaltet den freien Hochschulzugang, da dieser auch Menschen, die nicht aus Akademiker_ innen-Familien stammen, die Möglichkeit gibt, zu studieren. Die (fast

fair sein, wenn zwei Menschen, die vollkommene) Abwesenheit von Studoch eigentlich die gleichen Rechdiengebühren sorgt dafür, dass niete haben, nur aufgrund ihrer Gebur t, mand, wie in anderen Ländern üblich, also ihres sozialen Umfelds, ungleiche Schulden im sechsstelligen Bereich Möglichkeiten haben? Es scheint zwar auf sich nehmen muss, um sich das wirklich Menschen zu geben, die sich Studium finanzieren zu können. nur um ihr eigenes Wohl kümmern, Ein weiterer Aspek t der sozialen und denen es egal ist, wenn es andeGerechtigkeit ist die Gleichberechtiren schlecht geht, aber wer gung zwischen Mann und Soziale Gerechtigwill schon solch ein Wesen Frau, da diese in unserer ach-so-modernen Gesell- k e i t i s t m e h r a l s n u r sein? Jede_r freut sich doch schaf t noch nicht so weit d e r f r e i e H o c h s c h u l - über Hilfe in Krisensituatiozugang. nen, also sollte jede_r auch for tgeschrit ten ist, wie bereit sein, diese zu geben. viele glauben, aber auch Und niemand will unfair behandelt die Gleichberechtigung zwischen ethwerden, also sollte auch niemand annischen Minderheiten und Mehrheidere unfair behandeln. ten, die (übrigens auch in Österreich) Darum geht soziale Gerechtigkeit nicht gegeben ist. Dies hat auch viel uns alle an. mit Ak zeptanz von Andersdenkenden und Respekt gegenüber derer Weltanschauung zu tun. infobox. Wieso geht mich das auch an? Aus diesen Gründen setzt sich der Vaust für soziale Gerechtigkeit ein. Aber laut der Kampagne geht uns soziale Gerechtigkeit alle an. Aber wieso eigentlich? Die Ant wor t ist Solidarität, die oben schon kurz erwähnt wurde. Sollte ich mich wirklich mit einer ungerechten Welt zufrieden geben, nur weil es mir gut geht, anderen aber nicht? Und soll es wirklich

V s s t Ö s O z i a l b e r at u n g J ED EN M O N TAG: 18 - 2 0 U H R J ED EN DI EN STAG: 11 - 13 U H R I N D ER M O R EL L EN F EL D G AS S E 41/ P O D ER U N T ER: S OZI A L ES@VS STO EG R A Z . AT

7


Subtiler Sexismus beherrscht die Werbung Sexismus ist die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres biologischen und/oder sozialen Geschlechts.. Um mit Werbung aufzufallen, bedienen sich viele Hersteller „weiblicher Reize“ und immer gleicher Mann/Frauklischees. Diese zwei Aspekte scheinen Erwachsene anzusprechen, sie für die Aufnahme von Information bereitzumachen und aber auch, sie zu erregen. l i s a s e ta f f y li sa . s e taff y@vs sto eg r a z . at ... i st fr au e n s pr ec h er i n d es vs stö

Bei zu viel Erregung allerdings schaltet das Gehirn auf Durchzug, es vergisst jegliche Message eines Produktes und erinner t sich nur mehr an das weibliche Model. Sexismus ist nicht mehr schwarz / weiß, es sind nicht nur nack te Frauen in der Werbung zu finden, sondern Sexismus geht viel tiefer. Liest jede Frau gern die Nachlese zu ihrer Melange? Hat jede Frau einen Blähbauch? Muss sie kiloweise Joghur t essen, um wieder ihre Hose zuzubringen? Warum muss die Hose überhaupt zugehen? Doch nicht etwa, um einem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen? Es ist doch als Frau frustrierend, Werbung zu sehen. Wenn wir nicht gebläht sind, menstruieren wir, oder haben Verstopfung,

8

wenn wir Kleidung waschen, wird sie nicht sauber. Nein, da muss schon ein Mann kommen und uns zeigen, dass es ein neues Waschmittel gibt, weil wir Dummerchen das ja noch nicht kennen. Und ein Mann spült nur freiwillig, wenn seine sensiblen Patschehändchen nicht geschädigt werden. Mit Aloe Vera. Und Frauen, die sich seit hunder ten von Jahren die Finger wund spülen, können sich gleich eingraben. „Oh, mein Mann bedient gerade die Waschmaschine!“, ja, aber nur, weil er die gerade neu gekauf t hat, weil ein Mann sich nämlich für Technik interessiert. Mit der Waschmaschine will er nur spielen, es geht ihm nicht darum, der Frau zu helfen. Sexismus ist mehr. Er festigt Rollenbilder, die eigentlich schon seit Jahren hätten abgeschaf f t werden sollen. Er erhält die Zweigeschlechtlichkeit in den Köpfen der Menschen. Von Männer und Frauen. Tagtäglich bekommen wir unterschwellig vermit telt, wie wir uns als Frauen und Männer verhalten sollen. Es fällt uns nicht direk t auf, in welche Ecken wir gedrängt werden, deshalb wehren wir uns nicht. Sensibilisierung ist nötig, und darum apelliere ich an euch, „harmlose“ Werbung zu hinter fragen. Und euch zu fragen, ob ihr mit dem Frauenbild einverstanden seid, das

euch vorgesetzt wird. Zeitreise:In den 1960ern kam die Geschlechter forschung auf, Feministinnen protestieren seit dieser Zeit gegen sexistische Darstellungen in der Werbung. Er füllung findet die Frau in der Hausarbeit, vor allem, wenn sie ein wunderbares Putzmittel vom männlichen Putzexper ten präsentier t bekommt. Frauen waren generell Männern unterstellt, sei es als Sekretärinnen oder Assistentinnen. Frauen wurde der Glaube anerzogen, sie müssten Männern gefallen. Sich schminken, schön und ver fügbar sein. In den 1980 - und 90ern nahm die sexualisier te Darstellung der Frau in der Werbung zu. Einfach alles wurde mit Hilfe von nack ter Haut attrak tiver gemacht: Batterien, Küchengeräte. Also Dinge, die wir logischer weise mit Erotik verbinden. Im Moment werden diese Rollenbilder ober flächlich aufgebrochen, eine Frau „dar f “ jetzt mit weißem Kittel dargestellt werden, allerdings sind Frisur und Make Up noch immer perfek t, sie bleibt unter wür fig und abhängig. Deshalb spielen Aussehen und Körperideale wichtigere Rollen als damals. Wie auch immer wir uns abmühen, Photoshop kann es besser.


Tag gegen geWalT an FraUen waS war,waS bleibt. Schon Wieder ein tag für oder gegen etWaS? ja, nur dieSMal Mit eineM Sehr ernSten hintergrund. auSWirKungen der geWalt Können SichtBar Sein...oder auch nicht. daSS jedoch jede frau darunter zu leiden hat, in Welcher forM auch iMMer, leSt ihr hier. deShalB : ein pfl aSter allein hilft nicht. l i s a s e at f f y li sa . s e taff y@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert m e d izi n

Wir schreiben das Jahr 196 0: Nach jahrelangen Untergrundak tivitäten gegen den Dik tator von Trujillo in der Dominikaischen Republik wurden die drei Schwestern Patria, Miner va und Maria Teresa Mirabel nach monate langer Folter vom dor tigen Geheimdienst ermordet. Und zwar am 25.11.. Der Mut zum Widerstand gilt seitdem unzähligen Frauen als Symbol dafür, sich gegen Unterdrückung und Gewaltausübung überall auf der Welt aufzulehnen. Auf einem Tref fen der lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen 1981 wurde das Todesdatum

jener drei Schwestern zum Gedenktag „ der Opfer von Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ erklär t. Erst 18 Jahre später wurde dieser Tag von der UNO of fiziell anerkannt. Seitdem findet immer am 25.11. der „ Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ stat t.

Würgen bis hin zu Schlägen. Psychisch: Frauen werden einge schüchter t, bedroht, oder leiden unter Psychoterror. Diese Ar t der Gewalt ist ein Mit tel, um das Opfer daran zu hindern aus der Gewaltbe ziehung auszubrechen.

Sexuell: Jede sexuelle Handlung gegen den Willen der Frau. Sexualität Was passier te 2011? Natürlich starist dabei ein Mit tel der Demütigung tete auch der VSStÖ als feministiund der Machtausübung. Liebe ist scher Verband Ak tionen zum Tag keine im Spiel, es geht nur darum, gegen Gewalt an Frauen! Dieses Mal Macht über sein Opfer auszuüben. waren wir vor dem Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität zu finStruk turell: bezieht sich auf gesellden und hat ten eine riesige weiße schaftliche Rahmenbedingungen. So Schleife dabei. Darauf konnten alle ist der Täter kein Individuum, sonStudent _ innen ihre Handabdrücke dern ein amorphes Ethinterlassen, um Sexualität ist dabei ein Mittel was, das in hunder ten ein bleibendes der Demütigung und der von Jahren durch die Zeichen gegen VorherrGewalt zu set zen. Machtausübung. Liebe ist keine im männliche Spiel, es geht nur darum, Macht schaf t entstanden ist. über sein Opfer auszuüben. Beispiel Arbeitswelt: Formen von Ge Frauen werden in Rollenbilder ge walt: grob kann man sie in vier Kate drängt, ohne es zu merken. Daraus gorien einteilen: resultieren ungleiche Macht verhältKörperlich: ist wohl die bekanntesnisse und somit ungleiche Lebenste Form. Sie passier t meist im nahen chancen. Struk turelle Gewalt ist sozialen Umfeld und wird zu 9 0% von leicht zu übersehen, deshalb, liebe Familienangehörigen und guten Be Frauen, schaut umso genauer hin! kannten ausgeübt. Das bringt Frauen in emotionale und finanzielle Ab hängigkeiten, aus denen sie sich nur schwer lösen können. Unter diese Kategorie fällt alles, von Trit ten über

9


VSStÖ-Unikino – Slumdog Millionaire K FU & TU G r a z

Das erste VSStÖ Unikino des Semesters fand am 20. Ok tober auf der KFU und am 25. auf der TU Graz statt, gezeigt wurde „Slumdog Millionaire“ von Danny Boyle. Der Film bot auf jeden Fall für Gesprächsstof f für weitere Diskussionen.

Nein zu Studiengebühren – Vernetzungstreffen 2 5 .10 . , HS 01.15 , K FU G r a z

Auf Inititat ive des VSStÖ Graz formie r te sich ersten Vernet zungst ref fen am 25.10. eine Gruppebeim an Ak tivist _innen von den Grazer Univer sitäten , um gemein gegen die neuen Forder ungen nach Studie ngebühsam ren vorzug ehen.

VSStÖ-glühweinstand

2 3 .11. 2 011 / N eu e T ec h n i k

der TU Der legend äre Glühw einstan d des VSStÖ an Maron i als Graz ging wieder in die nächst e Runde . Mithinein heiße Grundl age wurden bis in die Abend stunde n Geträn ke genoss en. Wer es diesma l nicht gescha f f t hat, zu komme n, für den_ die bietet sich im Jänner die nächst e Chanc e auf ein berauschend es Erlebn is.

vaust stammtisch

12 .10 . / d e g u s t i bu s

Einma l abseits der Uni über Politik Gesell schaf t oder alles andere diskuti eren? Alles möglic h beim Vaust Stamm tisch. Mehrm als im Semes ter hat der VSStÖ seinen tisch im De Gustib us in der Zinsen dor fgasse . Per fekStamm t zum ausklingen nach einem har ten Uni Tag...


Studentinnentreff

0 6 .12 . / P o sa u n e - Da r t r au

m / 2 0: 0 0

16 Tag e geg en Ge wa lt an Fra uen : Wa s von Ge wa lt geg en Fra Fo rm en uen gib t es? Wa s für che n daf ür? We lch e Ge sin d Urs agen str ate gie n gib t es? Die Fra uen des VS StÖ lad en am 06 .12 . ab 20 Inp ut & Dis kus sio n im Uh r zu Da r tra um der Po sau ne (Zi nzen dor fga sse 34) .

Know your rights – Infotag

13 .12 . / RES OWI Ba u t e i l E / 10 -14 U h r

Pro blem e mit der Ver teri n? Kei ne Koh le für zu viel Arb eit? Und noc h daz u mie e Bei hilfe n? Wir hole dir Arbeit s-, Wo hn- und Soz ialrkein ech tsbe ratu ng zus amm enn mit FSG (Fra k tion Soz iald emo der nen ) dire k t auf die Uni ! Komkra tisc her Gew erk sch af ter_ inm einf ach am 13.12. zwi sch en 10 und 14 Uhr im RES qua si nich t ver feh len! OW I-Ba ute il E vor bei, du kan nst uns

FERIEN! SILVESTER! 16 .12 . - 0 9 . 01.

Müs sen wir dazu wirkl ich noch et was sage n? Alles Gute , trink t nich t zu viel und habt Spaß ! :) Unse re Plän e für die Zeit nach Silve ster wolle n wir euch noch nich t verra ten. Aber was dana ch pass ier t, finde st du, tage sak tuell , auf w w w.fac eboo k.co m/vs stoe graz !

11


globale krisen versUch einer rekapiTUlaTion Sind in öSterreich KolleKtive proteSte MöGlich, die den derzeitiGen GeSellSchaftlichen KonSenS neu auSverhandeln wollen?..

die finanz- WirtSchaftS- und SozialKriSe erleBt vier jahre nach ihreM Beginn ihren vorl äufigen höhepunKt: auf der einen Seite Sind der araBiSche frühling und die occupY WallStreet-BeWegung zu nennen, auf der anderen Seite die tea partY und WutBürger_ innen. manuel weichinger ma n u e l .w ei c h u n g er@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert s ozi o n lo g i e

12

Die meisten Folgen aus der Krise haben aber derar t politische Sprengkraf t, dass noch nicht gesagt werden kann, wie sie sich auswirken: Die Proteste in Griechenland, die Eurokrise, die Schuldenkrise der USA usw. Andere politische Ereignisse, die sich nicht direk t auf die Krise zurück führen lassen, schüren noch weiter das Feuer einer möglichen sozialen Unruhe – genannt sei hier nur Wikileaks. Die internationale Situation ist also kaum überblickbar. Kaum ein Jahr vergeht, da entstehen neuar tige Phänomene, mit denen ein halbes Jahr zuvor fast niemand gerechnet hat. Werden die sozialen Unruhen, die vor allem Griechenland, die

Realeinkommen ständig sink t. USA und Teile Arabiens heimsuSehen wir uns das Beispiel Gechen sich weiter ausbreiten, oder werkschaf t an, um den Zustand werden sie zum erliegen kommen? der österreichischen ZivilgesellMuss man noch weiter gehen und schaf t zu eruieren. Wie weit muss nicht die Sozialkrise (mittler weile es kommen, dass eine österreichitrif f t dieser Begrif f immer mehr zu) sche Gewerkschaf t Streik androht? als Ursache sehen, sondern die raDa muss der Haussegen schon sehr santen Neuerungen in der Informaschief hängen: Die t i o n s t e c h n o l o g i e? Es ist nicht gänzlich Gewerkschaf t hat Ist die Sozialkrise unmöglich, dass es auch weder Er fahrung nur als Auslöser für in Österreich einen Ruck in Streikak tionen, die steigende soziin Richtung sozialer noch weiß sie, ale Unrast zu seGleichheit geben wird. wie man Streik als hen, die selbst erst Machtmittel richvom massiven sozitig einsetzt. Da aber der Streik als alen Wandel der letzten Jahrzehnte eines der wenigen schlagkräf tigen verursacht wurde? Mittel der Arbeiter_innenklasse So weit der internationale Überübrig bleibt, um deren Interessen blick: Auf der anderen Seite bemüht durchzusetzen, ist in Österreich das sich die österreichische Regierung Protestpotential, trotz gut organikonsequent, alle diese Probleme sier ter Gewerkschaf ten, miserabel. zu verneinen, oder sie auf nationaAuch wenn es scheint, dass in le Problemstellungen herunter zu Österreich der scheinbare soziabrechen. Während in den meisten le Frieden nicht angreifbar scheint genannten Beispielen ein Trend in (z.T. auch wegen der Kronen-ZeiRichtung mehr Gerechtigkeit geht tung), können weitere internationa(zumindest in der Bevölkerung), le Wendungen auch in Österreich sieht es in Österreich so aus, als ob zu einer Neuverhandlung des Gedie österreichische Politik sich dessellschaf tsver trages führen. Es ist sen ver weiger t und immer weiter nicht gänzlich unmöglich, dass es genau bei jenen sparen will, die beauch in Österreich einen Ruck in reits schon am Hunger tuch nagen – Richtung sozialer Gleichheit geben gemeint sind neben Student _innen, wird. Die Lage bleibt auf jeden Fall Pensionist _innen, Arbeiter_innen spannend. sowie Nicht-Er werbstätige, deren


QUeer parTy

leSbiSchwuleS unifeSt GoeS Queer enesa muJe z i nOV i c e n esa . m uJ e zi nvi c@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert a n g li sti K

Am 11.11.2011 war es wieder einmal so weit. Das Queer fest (oder besser bekannt als LesBiSchwules Fest) stand wieder vor der Tür. Wunderbar organisier t vom Queereferat, versprach der Abend legendär, zu werden und das Versprechen wurde nicht gebrochen, Blackouts und Abstürze inkludier t. So manch einer verließ den Abend nicht allein und am Samstag machte schon so mancher Gossip die Runden auf Facebook. Vereinzelt wurde dringender Klatsch & Tratsch noch am selben Abend via Massen-SMS ausgeschick t. Jede_r war willkommen, das heißt aber nicht, dass nicht so manches Outfit von diversen Partyqueens und Par t ykings kritisch

beur teilt wurde. (Hasenkostüm war da noch das kleinste Übel, obwohl ex trem witzig) Die Tanzfläche wurde von den Tanzwütigen erober t, auch wenn man über so manchen Tanzstil belustigt den Kopf schüttelte. Nichtsdestotrotz feier te man bis in die frühen Morgenstunden. Um 3 Uhr wurde leider die Musik abgedreht, aber so manch Mutige_r aka. Dancingqueen/king ließ es sich nicht nehmen auch ohne akustische Ergüsse weiter die Sau rauszulassen. Anschließend ging es ins Rush, wo man noch weiter feiern konnte/dur f te, bis man ent weder das Vergnügen hatte nicht allein nach Hause gehen zu müssen oder sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Oh, wie haben wir gelacht, getrunken und geläster t. Looking for ward to the next Queer Par taay.

der öh-sonderproJekTTopF neuiGKeiten auS deM Sopro-auSSchuSS enesa muJe z i nOV i c e n esa . m uJ e zi n ovi c@vs sto eg r a z . at ... i st vo r s it z e n d e d es s o pr o - au s s c h u s s '

Du willst einen Bücherbasar organisieren, einen Themenabend für deine Studienkollegen_Innen planen oder einfach nur eine coole Diskussion mit einer_m Vor tragende_r abhalten? Einziges Problem: Dir fehlt der nötige Schot ter. Für alle kreativen und projek tmutigen Wesen, die sich vom obigen angesprochen fühlen: Fear not, for there is a solution: der berühmt berüchtigte Sonderprojek t topf der ÖH Uni Graz. Was musst du also machen, um Geld für dein studienre-

levantes Projek t zu bekommen? 1. Ein Antrag muss gestellt werden und digital ausgefüllt werden. (http:// oehweb.uni- graz.at /de/ser vice/sonderprojekttopf/sopro_oehunigraz/ )2. Dieser sollte am besten noch vor dem Projek tbeginn eingereicht werden und der Antrag muss bis spätestens 14 Tage vor der Sopro-Sitzung im ÖH-Sekretariat eingelangt sein. Dann wirst du in die Sopro-Sitzung eingeladen und dor t entscheiden 7 liebe Öh Mitarbeiter_innen über dein Schicksal. Falls du Fragen hast, kannst du jederzeit eine E-Mail an sopro@oehunigraz.at schreiben.

13


rechTskonservaTive exekUTive regierT die öh Uni graz Soziale Kälte, MiSSStände ohne ende - und waS der vSStö daGeGen tut. Seit juli 2011 giBt eS eine neue eXeKutive an der öh uni graz. dieSe BeSteht auS den Beiden Wahlverliererinnen der letzten öh Wahl ag (aKtionSgeMeinSchaft) und flug (fachSchaftliSte). WaS Seit juli paSSiert iSt und WaS der vSStö Macht, uM trotzdeM eine MöglichSt gute intereSSenSvertretung für Studierende SicherzuStellen, erfährSt du in dieSeM artiKel. n ata l i e z i e r m a n n nata li e . zi er ma n n@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert psyc h o lo g i e

14

Schon jetzt kann man erkennen, dass diese Exekutive nicht wirklich die Interessen der Studierenden vertritt. So ist sich die ÖH-Exekutive in wichtigen Punk ten wie Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und der STEOP uneinig. Weiters mussten wir feststellen, dass es keinerlei Ambitionen gibt, in bildungs- und sozialpolitischen Fragen eigene Ak zente zu setzen. Stat tdessen verkommt die ÖH zur reinen Ser viceeinrichtung, die bloß Dienst nach Vorschrif t macht. So wurde

kutieren könnten. Diese Möglichkeit beispielsweise am 18. Ok tober, gibt es sonst kaum und für uns ist es dem österreichweiten Bildungsakunverständlich, warum Stefan Thum tionstag, entgegen allen Verspre(Vorsitzender der ÖH Uni Graz- FLUG) chungen seitens der FLUG keine in dieser Hinsicht nichts tut. Studierendenvollversammlung abDoch dieses Unverständnis für gehalten. Besonders tragisch in wichtige bildungspolitische Aufdieser Hinsicht ist, dass am Tag zugaben der ÖH ist nicht das einzivor Wissenschaf tsminister Töchterge Problem. Auch das von beiden le angekündigte, dass ab SommerFrak tionen so hochgelobte Ser vice semester 2012 die österreichischen für Studierende leidet schon jetzt. Universitäten autonom StudiengeEin gutes Beispiel dafür ist das Sobühren einheben könnten. Wir vom zialreferat der ÖH Uni Graz. Laut VSStÖ haben daraufhin reagier t Stefan Thum, sei die Sozialrefeund mit einer Medienak tion gegen rentin zwar kompetent, delegiere Studiengebühren aufmerksam gejedoch sämtliche Aufgaben an ihre macht. Seitdem sammeln wir auch Sachbearbeiter_ inunermüdlich UnDie ÖH-Exekutive ist in weiter, die terschrif ten gegen w i c h t i g e n P u n k t e n w i e S t u - nen sich nicht auskendie Einführung von diengebühren, Zugangsbenen würden. Thum Studiengebühren an der KFU. Außerdem s c h r ä n k u n g e n u n d d e r S T E O P meint weiters, dass uneinig. dadurch das ÖH haben wir eine PlattVorsitzteam zum Teil die Beratung form gegen Studiengebühren orgaübernehmen müsse. Außerdem falnisier t, um auf breiter Basis einen len regelmäßig Sprechstunden aus. Protest gegen Studiengebühren zu Gerade in Zeiten, wo Familienbeiermöglichen. hilfekürzungen und co. zum Tragen Obwohl sich die ÖH Uni Graz an kommen, wäre ein gut funk tioniedieser Plattform beteiligt, wurde die rendes Sozialreferat von enormer zentrale Forderung, nämlich die nach Wichtigkeit. Auch hier haben wir einer Vollversammlung noch immer reagier t und bieten nun am Montag nicht umgesetzt. Die Vollversammvon 18-20 Uhr und am Dienstag von lung, hätte den Nutzen, dass Studie11- 13 Uhr eine Sozialberatung in rende mit dem Rek torat, der ÖH etc. unserem Büro (Morellenfeldgasse über die Zukunf t an der Uni Graz dis-


14/p) sowie per E- Mail (soziales@ vsstoegraz.at) an. Faszinierend finden wir auch, dass das ganze ÖH- Gebäude voll ist von nicht ausgeteilten Erstsemestrigenpackages. Diese haben das Ziel, Studienbeginner_innen wichtige Informatio nen über den Studienstar t zu geben. Die ÖH-Mitarbeiter_innen er freuen sich an den darin enthaltenen gratis Red Bull und lassen die restlichen Packages im Gebäude liegen, anstatt sie an Studierende zu ver teilen. Um den Studieneinstieg zu erleichtern, haben wir den sogenannten „roten Faden“ produzier t, der alle wichtigen Informationen enthält. Zu finden ist dieser auch online unter issuu.com/zeitlinks. Ein weiteres Manko ist, dass Frauenrechte den beiden Frak tionen anscheinend egal sind. So wurde das Referat für feministische Politik als letztes Referat erst ca. vier Monate nach Amtsantrit t der neuen Exekutive besetzt und die Referentin überhaupt noch gar nicht of fiziell gewählt. Auch hier versuchen wir entgegenzuwirken. So haben wir den allmonatlichen Studentinnentref f organisier t. Hier sollen Studentinnen die Möglichkeit haben, über ihre Probleme zu reden und in einem gemütlichen Rahmen Er fahrungen auszutauschen. Der nächs-

te Studentinnentref f findet am 6. Dezember um 20 Uhr im Dar traum der Posaune statt. Von diesen Umständen einmal abgesehen, lässt sich die Liste der Missstände nahezu unendlich for tsetzen. Zum Beispiel damit, dass laut Stefan Thum die AG sich überhaupt nicht für die ÖH interessiere und, dass die FLUG mit der Arbeit über forder t sei. Oder, dass sich gezeigt hat, dass FLUG und AG ihre eigenen Mitglieder mit Studierendengeldern für eigentlich ehrenamtliche Tätigkeiten bezahlen. Zum Beispiel wurden Personen dafür bezahlt, die bereits oben er wähnten Erstsemestrigenpackages zu befüllen, obwohl es zuständige Referate und Mitarbeiter_innen geben würde. Auch wenn es rechtlich gedeck t ist, das Bild, das dadurch vermittelt wird, ist ein äußerst schiefes. Besonders verstärk t wird dieses Bild dadurch, dass die ÖH Uni Graz ein Organisationsreferat hat und der Organisationsreferent versucht, wo es nur geht, Geld für sich und seine Freund_innen abzuzweigen. Wir versuchen natürlich die Exekutive auf diese und andere Missstände hinzuweisen. So haben wir in der letzten Universitätsver tretungssitzung einige Anfragen ge-

stellt, die leider sehr unzureichend beant wor tet wurden. Außerdem wurden wichtige von uns gestellte Anträge, die mit Stimmen aus der Exekutive beschlossen wurden, nicht umgesetzt. Der Exekutive sind also nicht einmal Gesetze wichtig. Für uns bedeutet das alles, dass wir weiterhin durch Ak tionen, Projek te und kompetente Beratung versuchen müssen, die Missstände an der ÖH Uni Graz zu kompensieren. Wenn du Fragen Ideen oder Wünsche hast, kannst du natürlich jederzeit ein Mail an contact@vsstoegraz.at schicken. Über wichtige bildungs- und sozialpolitische Themen kannst du dich natürlich auch unter w w w.vsstoegraz.at oder w w w. linksblog.at informieren.

15


Selbstbeweihräucherung - oder:Warum Ihr im Mai die richtigen gewählt habt. Mit einer überragenden absoluten Mehrheit hat das herzlinks. at-Team rund um Martin Fandler die ÖH Wahl gewonnen. Was sich hier so einfach schreibt, waren Jahre der Vorbereitung und voller Arbeit. l i s a s e ta f f y li sa . s e taff y@vs sto eg r a z . at ... Stu d i ert m e d izi n

16

Die ÖH (Österreichische Hochschüler_innenschaf t) ist die gewählte Vertretung aller Studierenden der jeweiligen Uni. Die ÖH MED wird gebildet von einer Gruppe engagier ter, ehrenamtlicher Studentinnen und Studenten, sie setzt sich für deine Rechte ein und ist eine starke, nicht überhörbare Stimme für alle Studierenden an der MedUni Graz. Ihre Hauptaufgabe ist die Ver tretung und die Beratung der Studierenden an der MedUni Graz. Außerdem sind Mitglieder der ÖH in allen universitären Gremien ver treten, u.a. dem akademischen Senat, den Studienkommissionen, den Habilitations- und Berufungskommissionen, zahlreichen

Arbeitsgruppen und Beiräten. Als Student _in kann jede und jeder sich an der ÖH beteiligen, mitarbeiten und gestalten.

mensch sich am besten an das Sozialreferat, als Student _in aus dem Ausland an das Referat für Internationales.

Hier ein kleiner Auszug unserer Aktivitäten und Veranstaltungen seit dem 1. Ok tober 2011: Es gibt 10 Referate, jedes hat ein bestimmtes Aufgabenfeld, in dessen Rahmen Veranstaltungen und Beratungen abgehalten werden. Manche arbeiten eher im Hintergrund, wie z.B. das Referat für Bildungspolitik, Referat für Finanzen und das IT-Referat. Obwohl, das IT-Referat hat über den Sommer richtig rangeklotzt und eine neue ÖH Homepage erstellt und das MEDFORUM entrumpelt, die Beiträge sor tier t und das Design optisch verbesser t. Das Referat für Organisation kümmer t sich um Veranstaltungen, wie den Sturm- und Maronistand, Filmabende und hilft anderen Referaten bei der Bereitstellung von Infrastrukur. Das Referat für Frauen und Gleichbehandlung rück t Frauen und LGBTQ Anliegen in den Vordergrund. Gesellschaf tspolitik wird vom gleichnamigen Referat betrieben, eine Veranstaltung war z.B. zur NS-Euthanasie. Mit Fragen zu Stipendien, Wohnbeihilfe, Versicherung etc. wendet

Das Referat, das wohl am frühesten in die Saison star tet, ist das Referat für Ser vice und Beratung. Erstsemestrigenberatung beginnt im September, Fragen zum Auswahlver fahren werden das ganze Jahr über beant wor tet. Das Referat für Presse und Öf fentlichkeitsarbeit ist für den Außenauf tritt der ÖH verant wor tlich und bringt das „ Medizynisch“ heraus. Alle Referent _innenposten und das Vorsitzteam werden vom engagier ten herzlinks.at Team gestellt, was sich deutlich an der Ak tivität aller Referate und des Vorsitzteams zeigt. Denn: Stillstand hat noch nie et was veränder t. infobox. S O FAR: E rstsemestrigenberatung , erstellt, Studienleitf ä den Filmabende , Sturm + M aroni am Z M F, S eminar: N S Euthanasie , A ktion am W eltaidstag , K arriere cafe , G lühweintand , Studieren mit K ind und viel viel mehr


Was machT der vssTö an der TU graz? zwiSchen uv-SitzunGen und werwolfabenden - ein bericht von andrea Stachel ganze Universität betref fen. Ich als UV-Mandatarin ver trete dor t Anliegen von uns Studierenden, indem ich Anträge stelle, die uns alle betref fen, oder dem Vorsitzteam „ auf die Finger schaue“. Beispielsweise wurden in der letzten Sitzung der Universitätsvertretung von uns Anträge gestellt zur Anrechnung der Studienzeit für die Pension, der GIS – Gebührenbefreiung für alle Studierende und wir forder ten eine Verbesserung der studentischen Selbst versicherung.

der Uni (immer an einem anderen Standor t, wo genau er fährst du immer auf Facebook unter VSStÖ - Graz) bei dem es Getränke und Knabbereien gratis gibt. Eine kleine Vorankündigung an dieser Stelle dar f natürlich auch nicht fehlen: wir werden im Jänner auch wieder einen Glühweinstand veranstalten – nur weil die großen Stände auf der Uni und in der Stadt schon weg sind, heißt das noch lange nicht, dass die Saison vorüber ist!

Bei Fragen zu Beihilfen, Stipendien und Co können wir dich immer beAuf der einen Seite sind wir in Sturaten – komm einfach zu unserer Sodienver tretungen tätig, in denen wir zialberatung (Morellenfeldgasse 41, uns für dich bei studienbezogenen jeden Montag 18-20 Uhr und DiensThemen einsetzen. Wir gestalten für tag 11-13 Uhr), dich in Studienkommissionen den Studienplan, A l s U V - M a n d a t a r i n v e r t r e t e schreib uns auf um ihn besonders gut i c h A n l i e g e n v o n u n s S t u d i e - Facebook oder studierbar und interes- r e n d e n , i n d e m i c h A n t r ä g e per Mail. sant zu gestalten. Au- s t e l l e u n d d e m V o r s i t z t e a m Wir stellen außerdem sind wir dor t auf die Finger schaue. ßerdem verschiedas Bindeglied zwischen dene Informationsmaterialien wie Sodir und Professor_innen und Lehrenzialbroschüren oder Ausfüllhilfen für den. Wann auch immer du Probleme Anträge auf Beihilfen zur Ver fügung oder Anliegen hast, kannst du einfach – melde dich dafür einfach bei uns. auf uns zukommen.

Gefallen dir unsere Veranstaltungen? Hast du Probleme auf der Uni? Oder andere Anliegen? Möchtest du mal unverbindlich vorbeischauen? Bei unserer Zeitung mitschreiben? Oder ganz zwanglos mitarbeiten? Melde dich ganz einfach bei uns!

dieSeS SeMeSter Sind Keine Wahlen und Man hört nichtS von den fraKtionen – Bedeutet daS auch, daSS Wir nichtS Machen? – nein, Wir Sind alS vSStö in vielen verSchiedenen Bereichen daS ganze jahr üBer für dich tätig. a n d r e a m s ta c h e l a n d r e a . stac h e l@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert ver fa h r e n stec h n i K

Auf der anderen Seite sind wir in der Universitätsver tretung tätig. Diese kümmer t sich um Anliegen, die die

Aber auch der Spaß fehlt nicht bei uns! Einmal im Monat veranstalten wir einen Wer wolfspieleabend auf

infobox. V s s t Ö w e rwO l fa b e n d DI EN STAG 13 . D E Z EM B ER 2 011 A B 18 . 0 0 M O R EL L EN F EL D G AS S E 41/ P I N FO S U N T ER: ANDREA .STAcHE L@VSSTO EGR A Z . AT H T T P: // T U.VS STO EG R A Z . AT

17


Prächtig Brechtig #16 „Wenn dein Bankbetreuer dich regiert“ Super Mario schl achtet für Pelz, das ÖFB-Team verliert noch immer und Politiker_ innen regieren nicht mehr. C h r i s t op h e r P i e b e r l c h r i sto p h er . pi e b er l@vs sto eg r a z . at ... stu d i ert p h i lo s o p h i e

Har te Zeiten für die Menschen auf der Erde brechen an, wenn der perverse Klempner Mario anfängt, Tiere zu schlachten, um sich mit Pelz zu schmücken. Aber was er war tet man sich von einem Typen, der einer Prinzessin hinterher läuf t, Schwammerl frisst und „Sterne“ schluck t, um ein besonders Har ter zu sein. Da verkraftet man es schon, wenn Marcel Koller, neuer Trainer der Nationalelf, seine Jungs in die nächste „unverdiente“ Niederlage schick t. Wer sich abseits der PETA-Hetzkampagne gegen einen kultigen Pixelhaufen bewegt, könnte mitbekommen haben, dass so langsam die Zunf t der Politiker_innen durch das ehrbare Handwerk der Bankiers ersetzt wird.

18

Griechenland geht pleite, sicherlich auch durch generationsübergreifende Schlunderei mit Pensionen und staatlicher Förderung, aber hauptsächlich

durch die Wir tschaf tskrise. Die Wir tschaftskrise wurde verursacht durch... *trommelwirbel* Menschen in und rund um den Bankensektor. Ausbaden dar f das die Politik: Bankenrettungspakete und Sparmaßnahmen werden durch die Parlamente gejagt. Dass es dafür eigentlich schon zu spät ist und trotzdem alles den Bach runter geht, wird den Politiker_innen angehängt. Die scheinbar einzige logische Konsequenz daraus ist, dass jene, die die Krise verursacht haben, ohne demokratische Grundlage in Spitzenpositionen der Politik gehiev t werden und jetzt ganze Nationen anstatt von Banken lenken.

das finden wenn statt Faymann und Spindelegger plötzlich ein Christian Konrad mit seinen Giebelkreuzlern bestimmt, welche Gesetze gemacht werden und was mit unseren Steuergeldern passier t. Den kannst du dann nicht einmal abwählen, weil er keiner Par tei angehör t, bei keiner Wahl angetreten ist, keinen Wahlkampf gemacht und niemandem im vorhinein gesagt hat, was er machen will. Wo bleibt die vielzitier te Empörung? Den meisten ist es wahrscheinlich schon egal. Aber wenn sich bei der nächsten Koalitionsverhandlung Raiffeisen und Sparkasse gegenüber sitzen würden, täte sich auch niemand freuen.

Soweit sind wir schon, dass schlechte Politiker_innen nicht durch bessere in Form von Wahlen ersetzt werden, sondern gleich die Wir tschaf t ran dar f. Das alles passier t in westlichen Demokratien, die noch dazu Mitgliedsstaaten der EU sind.

Die Politik hat versagt, weil sie keine Politik gemacht hat. Statt zu fordern, zu diskutieren und zu regieren, wird reagier t, den gesellschaf tlichen Bewegungen hinterher gehechelt und statt Visionen gibt es Umfrageduelle und Scheindebatten im Parlament. Manager in politischen Funk tionen können an der schlechten Verfassung der Demokratie nichts ändern, sie sind wenn überhaupt erst der Grund für den Schlamassel und haben lange daran gearbeitet die Politik unter ihre Fuchtel zu bringen.

Die Politik, besser gesagt die Pleitegeier wie Papandreou und Berlusconi, dür fen da natürlich nicht aus ihrer Verantwor tung entlassen werden. Klarer weise will man die so schnell wie möglich aus ihren Ämtern loswerden. Aber mal ehrlich: wie würden wir


NEUES AUS DER VSSTÖ GRAZ BIBLIOTHEK

Jänner/ Februar 2012

Evelyn Steinthaler; Frauen 1938, Verfolgte- Widerständige- Mitläuferinnen

M i l e n a Ve r l a g , 20 0 8 In ihrem Buch folgt Evelyn Steinthaler den Spuren von Österreicherinnen nach dem „ Anschluss“ und stellt Jüdinnen, Zwangsarbeiterinnen, Frauen im Widerstand aber auch Mitläuferinnen ins Zentrum der Diskussion.

Reinhold Gärtner: Politik der Feindbilder

Krema yr & Scheriau , 20 0 9 Anhand der drei Kapitel „Rechtspopulismus“, „Rassismus“ und „ Xenophobie“ erklär t Gär tner den Begrif f Rechtspopulismus und vergleicht verschiedene Länder wie Österreich, Dänemark und Frankreich.

Stéphane Hessel: Empört Euch!

Butzlaff, Micus, Walter: Genossen in der Krise: Europas Sozialdemokratie auf dem Prüfstand

Vand enho e ck & Rup re cht, 2011 Die sozialdemokratischen Par teien in Europa befinden sich in einer kritischen Ver fassung und suchen nach Zukunf tser folgslösungen. In diesem Sammelband wird die gesamteuropäische Situation auf den Prüfstand genommen.Politik und Völkerrecht, andererseits spannt es einen Bogen zur militärischen Flüchtlingsabwehr durch die EU.

Anneliese Rohrer: Ende des Gehorsams

Ulls tein , Feb ruar 2011 Stéphane Hessel, 93 Jahre alt, war Mitglied der Résistance, hat das K Z Buchenwald überlebt und ist einer der Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Mit emphatischen Wor ten ruf t der ehemalige französische Diplomat zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaf t auf. Dabei pranger t er unter Anderem die Lage der Menschenrechte an, beklagt, dass der Finanzkapitalismus die Wer te der Zivilisation bedroht und kritisier t die ökologische Zerstörung unseres Planeten.

B raumüll er L ese thek , Juli 2011 „Wir müssen aufhören, zu gehorchen und anfangen, uns einzumischen.“ Anneliese Rohrer analysier t und pointier t den Zustand unserer Gesellschaf t und ruf t dazu auf, nicht tatenlos zuzusehen, wie Demokratie unter wander t, unterhöhlt und schleichend abgeschaf f t wird.

Wladimir Ilijtsch Lenin: Lenin, Was tun?

Niko l Verlag , Feb ruar 2010 Die 1902 erschienene Schrif t gilt als Haupt werk Lenins. Hier begründet er durch die Betrachtung der Zusammenarbeit von Bildungsbürger tum und Arbeiterklasse innerhalb sozialistischer Par teien die Theorie der „ Avantgarde des Pro letariats“.

Unsere politische Bibltiothek umfasst mittlerweile mehr als 1000 Bücher aus verschiedensten Be reichen. Alle interessierten Menschen können Bücher für bis zu zwei Monate ausborgen, und dies selbstverständlich kostenlos! Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-13 Uhr

19


ndes-öh aus der bu

Wir können dankbar sein! Die Vorverlegung der Inskriptionsfrist ist ein Segen.

Endlich einmal eine gute Nachricht für (zukünf tige) Studierende: Dank der Bundes- ÖH und dem Engagement des VSStÖ (Angelika Gruber) gibt es jetzt einen tragbaren Kompromiss. Das ist eines der vielen Projek te, die die Bundes- ÖH durchgesetzt hat. Weil sie bereits von Anfang an gegen die verpflichtende Vorerfassung vor Inskription war, konnte auch Wissenschaf tsminister Töchterle überzeugt werden, dass dies keine tragfähige Lösung war. Die Vorer fassung führ te zu Problemen, da sich viele Studierende nicht zu ihrem gewünschten Studium anmelden konnten, obwohl sie selbst unverschuldet waren. Jetzt ist dieses Problem einmal beseitigt.

Auf der anderen Seite wird die Studierendenberatung ausgeweitet und mit 1,25 Millionen Euro vom Wissenschaf tsministerium unterstützt. Die verpflichtende Beratung wird nicht eingeführ t. Damit sollen Studienwechsel während des Studiums verringer t werden (Studierenprobieren, Maturant _innenberatung uvm.). Die allgemeine Inskriptionsfrist wurde auf 5. September bzw. 5. Februar festgelegt. Es soll ebenfalls einen Ausnahmekatalog geben. Diese frühe Inskription soll zwei Dinge mit sich bringen: Erhöhte Planungssicherheit für die Universitäten und zweitens, was viel wichtiger ist, verbesser te Lehr veranstaltungsanmeldung. Es ist keine Seltenheit, dass sich angehende Studierende nicht zu LVs anmelden können. Sie haben erst dann einen Termin bei der Studienund Prüfungsabteilung, wenn bereits die Anmeldephase bei den Fakultäten vorbei ist. Noch dazu muss man ja erst den ÖH-Beitrag einzahlen, um sich als Studierende_r anmelden zu können. So ist es zu-

mindest auf der Karl-Franzens Uni. Auf anderen Unis gibt es aber wahrscheinlich ähnliche Probleme. Und jetzt muss man sich einmal vorstellen: Man ist gerade im ersten Semester, und muss, noch bevor man einen Tag auf der Uni verbracht hat, beim Sekretariat sich anmelden lassen. Ohne dass es fix ist, dass man LVs bekommt. Das wäre ja nicht gerade ein guter Studienstar t. Doch dieses Problem sollte mit der Vor verlegung des Inskriptionszeitpunk tes aus der Welt geschaffen sein. Deswegen gibt es an der neuen Regelung auch nicht wirklich viel auszusetzen. Neue Studierende müssen sich nie mehr mit diesem Monster der Bürokratie herumschlagen. Wahrlich ein Grund dankbar zu sein! Jetzt fehlt nur noch die Ausfinanzierung der Unis mit ein vernünf tigen Hochschulplan – auch hier bastelt die ÖH bereits an einem sinnvollen Konzept. Vielleicht gibt es ja weitere gute Nachrichten.

Den VSStÖ Graz an der Karl-Franzens-Universität findest du auch auf

www.linksblog.at

an der Medizinischen Universität Graz auf

www.herzlinks.at

und an der Technischen Universität auf

tu.vsstoegraz.az

Zeitlinks #15  

Zeitlinks ist der Name der Zeitung des VSStÖ Graz, welche zwei Mal pro Semester erscheint, dies ist die erste Ausgabe des WS 2011/12

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you