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Inhalt 4

Titelgeschichte: Das alles können Sie im Kärntner Winter machen

10 Nachbarschaftspolitik: Gute Kontakte zu Italien und Slowenien

12 Informationen aus der Landesregierung 18 Pendlerförderung So kommen Sie zur Unterstützung

20 Landesdienst im Porträt So spannend ist Archäologie im Landesmuseum

20 Liebe Landsleute

Auslandskärntner erzählen

21 Kultur-Tipp & Sport

22 Rezept

23 Gewinnspiel

Senioren sind wichtiger Teil der Gesellschaft uf der neuen Seniorenhomepage des Landes können sich jetzt Kärntnerinnen und Kärntner Informationen zu den unterschiedlichsten Themen wie beispielsweise Betreuung, Soziales, Freizeitgestaltung oder Veranstaltungen holen. Auch die verschiedenen Seniorenorganisationen stellen sich hier vor. Seniorenreferent LH Gerhard Dörfler betont, dass in Kärnten alles getan wird, um optimale Betreuung und Hilfestellung für Senioren sicherzustellen. So gibt es beispielsweise seine „Sichtbar Sicher“-Verkehrsaktion für Senioren oder den Begegnungskindergarten St. Ulrich. Auch auf der Kärntner

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Impressum: Medieninhaber & Verleger: Land Kärnten; Herausgeber: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 1 – Landesamtsdirektion / Landespressedienst, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt, Telefon: 050 536 22853, Fax: 050 536 22850, EMail: post.lpd@ktn.gv.at; Redaktion: Mag. Richard Wallgram (CR), Mag. Ulli Sternig, Mag. Markus Böhm, Mag. Michael Zeitlinger, Karl Brunner, Mitarbeit: Richard Melischnig, Josef Bodner, Daniela Frankl; Druck: Goldmann Druck. Vorbehaltlich Irrtümer und Druckfehler Coverfoto: Hans Huber/Westend61/PictureDesk.com

Familien- und Brauchtumsmesse hat es heuer mit der „Seniorenmesse Alpen-Adria“ erstmals einen Schwerpunkt für die ältere Generation gegeben. Zur budgetären Herausforderung des Bundes und der Länder sagt der Landeshauptmann: „In Sparzeiten dürfen ältere Menschen nicht unter die Räder kommen. Die Herausforderung für die Politik muss es sein, die vorhandenen finanziellen Mittel zwischen Jüngeren und Älteren fair aufzuteilen.“

Infos unter: www.seniorenlandkaernten.at www.kaerntnermessen.at


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Editorial LH Gerhard Dörfler Tel.: +43 (0) 50 536 22101 gerhard.doerfler@ktn.gv.at

er große „Generationenpark“ in Wolfsberg, der KoralmbahnSpatenstich Kühnsdorf, die Sanierung der Therme Bleiburg, die Auszahlung des Teuerungsausgleichs für sozial Schwache, Ballsporthalle oder Bau der Leichtathletikanlage: all dies beweist die Offensivstrategie der Landesregierung. Trotz Sparkurses gelingt es, viele Schwerpunkte zu setzen, vom sozialen Bereich über die Energie bis zur Infrastruktur. Dies geschieht im Interesse der Bevölkerung, der Arbeitsplätze, der Wirtschaft sowie auch der sozialen Absicherung. Kärnten ist auf Zukunftskurs!

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Zentimeter Schnee hat uns Frau Holle bereits am 26. Oktober geschickt. So wanderten in wunderschöner Winterlandschaft beim 6. Franz Klammer-Weltcupwandertag in Bad Kleinkirchheim Sportreferent LH Gerhard Dörfler und seiner Frau Margreth, Bischof Alois Schwarz und Pfarrer Uwe Träger, Kärntens Skikaiser Franz Klammer mit seinem Bruder Michael, der Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim, Matthias Krenn, Musi-Präsentator Arnulf Prasch, Sänger Richi di Bernardo, Ex-Skirennläuferin Sabine Egger sowie rund 500 wetterfeste Bergfreunde.

Unser Landeshauptmann vor Ort in Griffen idmungsfragen in Nahbereich der Autobahn sowie die Errichtung des Radweges zwischen Griffen und Ruden und die Erweiterung einer Park & Ride-Anlage waren Gesprächsthemen beim Gemeindebesuch von Landeshauptmann Gerhard Dörfler in Griffen. Viele Informationen rund um innovatives, umweltfreundliches, energieeffizientes und nachhaltiges Bauen gab es beim Betriebsbesuch des Unternehmens GriffnerHaus. Auf dem Programm stand auch noch der Besuch des Kindergartens, wo der Landeshauptmann besonders herzlich von den Kindergartenkindern und den Kindergartenpädagogin-

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nen unter der Leitung von Gertrude Mischitz sowie von Dechant Monsignore Johann Dersula begrüßt wurde.

Infos unter: www.griffen.at www.griffner.com

Viel Spaß hatte LH Gerhard Dörfler im Kindergarten Griffen Foto: LPD/Josef Bodner

Auf Zukunftskurs Erfreulich und sehr wichtig war, dass das größte Baulos des Koralmtunnels vergeben wurde und damit dieses Jahrhundertprojekt klar „grünes Licht“ erhalten hat. IHSChef Bernhard Felderer hat das Koralmbahnprojekt klar befürwortet. Kärnten betreibt aktive Nachbarschaftspolitik, unter anderem gab es ein Treffen mit Venetos neuem Präsidenten Luca Zaia in Venedig. Gemeinsam mit Slowenien bemühen wir uns um ein gemeinsames Memorandum für den unbedingt notwendigen Bau der zweiten Karawanken-Tunnelröhre. Ziel ist weiters die Umsetzung der Dreiländer-Ski-WM 2017. Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Advent genießen und Zeit für Begegnungen sowie Momente der Besinnung finden. Ein frohes Fest, schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr wünscht Ihnen herzlich

Ihr Landeshauptmann Gerhard Dörfler


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WINTERZEIT

Sicherheitstipps beim Rodeln

Von der Kufe bis zum Schneeschuh

Warme und wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen und einen Helm für optimale Sicherheit, Stirn-Lampe für die Rodelpartie am Abend. Eine Rodel mit Lenk-Riemen und nach innen gekanteten Schienen erhöht die Sicherheit (ein Bob aus Plastik ist für Naturrodelbahnen nicht geeignet). Sitz schneefrei und trocken halten. Beim Aufstieg immer am Rand der Bahn gehen, um die talwärts fahrenden Rodler nicht zu behindern, und bleiben Sie niemals an unübersichtlichen Stellen stehen. Vergewissern Sie sich bei Rodelbahnen mit Auto-Verkehr, dass die Bahn zum Rodeln freigegeben ist. Bedenken Sie immer, dass Alkohol Ihr Reaktionsvermögen beeinflusst „Don`t drink and drive“ gilt auch beim Rodeln! Besichtigen Sie beim Aufstieg die Bahn und merken Sie sich die markanten Stellen wie zB. Kreuzungen, Hindernisse und scharfe Kurven. Passen Sie Ihr Fahrverhalten den Wetter-Verhältnissen an! Selbst Rodelbahnen, die als „leicht“ eingestuft sind, können witterungsbedingte Gefahren in sich bergen (Eis, Schneefall, etc.). Bremsen Sie rechtzeitig.

Absoluter Genuss durch wunderbar gespurte Loipen hier am Dobratsch Foto: Vi-Fa-Os

Warum man nicht nur auf die Piste gehen sollte und was es sonst alles für Möglichkeiten gibt. uhu, der Winter ist da! Kärntens Berge und Seen haben ihr Winterkleid angezogen und warten auf Sie. Es bieten sich unzählige Möglichkeiten – für anspruchsvolle Sportler, Familien, Pärchen, gesellige Runden und auch für solche, die es gerne ruhi-

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Für jeden Geschmack etwas dabei: Arnoldstein-Dreiländereck Schwierigkeit: leicht Rodelverleih an der Talstation Info: kassa@3laendereck.at

Tel.: 04255 2585 0 Fahren Sie sehr vorsichtig bei vereisten Stellen und Kreuzungen oder wenn Sie die Rodelbahn nicht kennen. Wenn Sie nachts unterwegs sind, warten Sie bei markanten Stellen auf Ihre Begleiter und überzeugen Sie sich davon, dass die Gruppe vollzählig ist. Rufen Sie vor unübersichtlichen Stellen laut, um die Aufmerksamkeit der Fußgänger auf sich zu lenken.

ger angehen. Bewusst hat sich die „Zeit für Kärnten“ einmal abseits der schneesicheren, heimischen Skipisten umgeschaut. Haben Sie zum Beispiel gewusst, dass es in Kärnten nicht nur bestens präparierte Pistenkilometer in 32 schneesicheren Skigebieten,

Rodelverleih möglich Info: pacheiner@pacheiner.at

Tel.: 04248 2888 Heiligenblut

Panorama-Rodelbahn Mathiasl/Bodensdorf

Rodelverleih möglich Schwierigkeit: leicht Info: glockner@netway.at

Schwierigkeit: familiengeeignet kostenloser Rodelverleih Info: berghotel@mathiasl.at

Schwaigerhütte / Seeboden

Tel.: 04824 2001 21

Tel.: 04243 684

Rodelverleih möglich Schwierigkeit: mittel

Gailberg/Kötschach-Mauthen

Tel.: 04762 35544

Schwierigkeit: mittel Rodelverleih möglich

Tel.: 04715 8516

WISBI Rodelbahn Liesing Lesachtal

Gerlitzen

Schwierigkeit: mittel Info: info@lesachtal.com

Schwierigkeit: mittel

Tel.: 04716 242 12


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WINTERZEIT

Villacher Alpenarena und Dobratsch

hingegen ist Rodeln im Winterparadies Kärnten. Es ist ein Spaß für Jung und Alt. Zu einer lustigen Rodelpartie gehören der gemeinsame Aufstieg zu Fuß, also Bewegung in der winterfrischen Bergluft, und dann die gemütliche Einkehr in eine kuschelige Hütte mit einer gschmackigen Kärntner Jause. Ob gemütlich oder rasant, eine zünftige Rodelpartie ist eine lustige Abwechslung zum sportlichen Skitag. Und nicht nur für Kinder eine Riesengaudi! Und wer hätte sich gedacht, dass das Ski- und Snowboard-Eldorado so viele bestens betreute Rodelbahnen bietet. Die „Zeit für Kärnten“ hat für Sie die interessantesten Strecken getestet und damit Sie gesund ins Tal kommen, einige Sicherheitstipps zusammengestellt.

Langlaufloipe „Alpenarena“, 4,5 km mit Flutlicht bis 20 Uhr Langlaufloipe „Alpengarten“, 5,4 km, Seehöhe 1.200m Langlaufloipe „Rosstratten“, 3 km, Seehöhe 1.650 m Alle Loipen sind kostenlos benützbar www.villacheralpenarena.at

Langlaufleistungszentrum St. Jakob im Rosental: Loipe im Ortszentrum St. Jakob, 3,5 km für Skating und Klassisch mit Flutlichtbeleuchtung Wanderloipe führt durch St. Jakob mit Verbindung nach Maria Elend Tel.: +43(0)4253 2295 E-Mail: st-jakob-ros@ktn.gde.at

Die neue Lust an der Bewegung

sondern auch zahlreiche perfekt betreute Rodelbahnen gibt oder wollen Sie erfahren, warum Eisstockschützen im Winter an die Formel 1 denken? – Unsere nächsten Seiten entführen Sie in ein einzigartiges Wintersportvergnügen im vielseitigen Kärnten.

„...aus der Bahn!“ Seit Urzeiten dient die Rodel der Alpenbevölkerung als Fortbewegungsmittel im Schnee. Als extreme Sportdisziplin im künstlichen Eiskanal wird Rodeln zum „Spektakel“, viel gemütlicher

NP Hohe Tauern

Aber nicht nur auf Kufen, sondern auch auf zwei schmalen Brettln ist der Winter in Kärnten ein Genuss. Früher hieß es in einem beliebten Werbeslogan „Jeder, der gehen kann, kann langlaufen“, aber so einfach ist es nicht. Der Skilanglauf ist eine technische Sportart, das heißt die richtige Bewegungsausführung spielt eine entscheidende Rolle, damit Spaß und Freude aufkommt. Aber wenn der Bewegungsablauf einmal intus ist, ist der Genuss da. Man gleitet fast schwerelos durch die verschneite Natur. Wo dieses optimale Wellnesstraining in der Loipe möglich ist, haben wir für Sie herausgefunden.

Langläufer finden bis in den Bergfrühling hinein bestens präparierte und mit Gütesiegel ausgezeichnete Loipen rund um Mallnitz www.nationalpark-hohetauern.at

Richtig Langlaufen Damit Langlauf auch wirklich zum Genuss und Wohlfühlen, Verbesserung der Gesundheit, Stressabbau usw. führt, ist es wichtig, gut aufgewärmt in die Loipe zu gehen.

Ulli Sternig Spaß auf Kufen: Kärnten bietet viele gut betreute Rodelbahnen Foto: Vi-Fa-Os

Zuerst muss die Muskulatur z.B.: mit Laufen und Springen im Stand aufgewärmt werden, erst danach mit leichten Dehnübungen die Muskeln lockern. Die ersten zehn Minuten beim Langlaufen langsam beginnen zum Aufwärmen des Kreislaufes, gleichzeitig sollen sich die Bronchien an die kalten Temperatur gewöhnen. Beim Langlaufen trotz kalter Temperaturen auch nicht aufs Trinken vergessen, empfehlenswert sind warmer Tee oder Elektrolytgetränke. Zur Sicherheit sollte man beim Langlaufen immer eine Banane oder einen Müsliriegel bei sich haben, damit man keinen „Hungerast oder Blaugehen“ erleidet.


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WINTERZEIT

Eisstöcke sind seine Leidenschaft

Bernhard Widmann ist Kärntens einziger Eisstockerzeuger. Die vielseitige Eisstock-Edelschmiede beeindruckt durch immer neue Produktideen bervoll mit Eisstöcken aller Art sind die Regale in der Werkstätte der Firma Widmann in Rottendorf bei Feldkirchen – und mit deren Bestandteilen: Stockkörper, Stiele (kärntnerisch: Stingl), Hauben, Platten, die eigentlich Laufsohlen heißen – und das alles in ganz verschiedenen Varianten, Designs und Farben. Stahlstiele und Kunststoffstiele gibt es in 100 verschiedenen Formen. So individuell und optisch ansprechend wie möglich, scheint die Devise zu sein. Neben den „internationalen“ Eisstöcken wird hier natürlich auch der „Kärntner Stock“ gefertigt, wie er nur in Kärnten eingesetzt wird. Dieser Eisstock ist im Durchmesser kleiner und wird mit so genannten „Stoppeln“ auf glattem Eis gespielt.

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Mehrere Arbeitsschritte sind nötig für die Entstehung eines echten Kärntner Stocks: Zuerst wird der Ring aus Edelstahl gedreht, die Haube und die Grundplatte werden meist aus Kunststoff gegossen, anschließend wird die Haube lackiert und der Ring verchromt. Die Haube und die Grundplatte werden in den Ring gepresst und schließlich der Stiel eingeschraubt.

Hoher Marktanteil Das Geschäft floriert, Bernhard Widmann plant einen Neubau, um mehr Platz für Werkstätte, Präsentation und Lager zu haben. Bei Widmann gibt es auch alles an Zubehör für einen Eisstockschützen, Widmann-Bekleidung ebenso wie Widmann- Eisschützenschuhe. Beeindruckend ist die Angebotspalette ebenso wie sein Erfolg: Der gelernte Schlosser und Landmaschinenmechaniker ist erst seit zwölf Jahren in diesem Metier tätig und hat bereits 20 Prozent Marktanteil in Europa errungen. Nach kurzen Erklärungen des Firmenchefs weiß man, Eisstockerzeugung und wohl auch das –schießen sind eine Wissenschaft. Kreativität und Innovation zeichnen Widmann aus. Immer tüftelt er daran, seine Geräte weiter zu optimieren, um den jeweiligen Anforderungen – etwa ob Beton- oder Asphaltfläche, ob gute oder leichte Spielbarkeit – möglichst gerecht zu werden. „Um gute Eisstöcke zu erzeugen, muss man von diesem Sport auch eine Ahnung haben“, ist Widmann überzeugt. So wird etwa bei den Stockkörpern aus Stahl- oder Edelstahl eine Zwischenplatte aus Glasfasermaterial eingesetzt, dies dient

Bernhard Widmann liegt die Eisstocksportförderung am Herzen

zur Gewichtsabstimmung und spielt eine große Rolle. Für Wettbewerbe müssen alle Sportgeräteteile den Normen des internationalen Eisstocksportverbandes IFI entsprechen. Eine weitere Innovation der Fa. Widmann ist es, dass auch Fotos nach Wunsch, Logos usw. auf der Eisstockhaube sichtbar „implantiert“ werden können. Widmann hat nur mehr wenig Zeit, selbst dem Eisstocksport zu frönen, aber es ist neben Motorradfahren sein Hobby geblieben. Sein Schwiegervater ein Gründungsmitglied des EV Rottendorf KBW, brachte ihn vor vielen Jahren zum Verein. Seit der EV Rottendorf KBW mit Widmann-Eisstöcken spielt, sind beispiellose Erfolge des Herren- und Damenteams und zahlreiche Titel im Eisstocksport die Folge. So wurden die Herren schon vier Mal Europacup Sieger.

Foto: Karl Brunner

Sponsor Widmann sponsert und begleitet das Team des EV Rottendorf KBW bei seinen Wettbewerben in ganz Europa. Er ist ähnlich den Formel 1Technikern beratend dabei, auch andere Eisstockteams und Einzelspieler werden von ihm beraten. Je nach Kraft, Veranlagung und äußeren Bedingungen wird der Stock auf den Spieler individuell abgestimmt, um aus dem Praxistest des Materials weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Widmann will die Stockdetails weiter verbessern und diesbezüglich künftig auch Forschung betreiben. Gemeinsam mit Partnern veranstaltet Widmann alljährlich den internationalen Widmann-Cup. Massiv unterstützt bei Werbung, Verkauf und Versand wird Widmann von seiner Gattin Sonja. Sie haben drei Kinder, ein Sohn arbeitet im Betrieb mit. Ingesamt sind hier vier Mitarbeiter beschäftigt. „Eisstockschießen ist ein schöner Sport, den wirklich jeder machen kann“, meint Widmann. „Es wäre sehr schön, wenn die Jugend wieder stärker diese Sportart ausüben würde“, wünscht er sich. Karl Brunner

Infos unter: www.eisstoecke-widmann.at


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WINTERZEIT

So verhält man sich richtig auf freigegebenen Natureisflächen Eislaufen ist ein sehr schöner, günstiger und vor allem gesunder Sport. An der frischen Luft wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und die Koordinationsfähigkeit trainiert. Wenn man dem Kufenflitzen auf Kärntens Seen frönt, sollte man aber einiges beachten:

Vor dem Betreten von Eisflächen:

Hier laufen Sie richtig!

Eismeister Friedrich Rupnik Foto: Michael Salbrechter

- Nur auf freigegebenen Eisflächen laufen. - Als Laie kann man die Tragfähigkeit des Eises nicht immer feststellen, daher Warntafeln beachten. - Besondere Vorsicht nach Tauwetter.

Sicheres Eislaufen: ür ein fröhliches und ungetrübtes Kufenvergnügen auf sieben Kärntner Seen sorgt der Eislaufverein Wörthersee (EVW). Von Längsee bis Aichwaldsee sind seine ehrenamtlichen Mitarbeiter im Einsatz. Der Verein ist der weltweit größte Betreuer von Natureisflächen und hat dabei bereits 120 Jahre Erfahrung. Sportlich aktiv kann man in den drei EVW-Sektionen Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Rollkunstlauf sein.

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Hochinteressant geht es auch im „Ranch“ genannten Vereinshaus in Niederdorf bei Ebenthal zu. Hier werden die 22 selbst umgebauten

Räumfahrzeuge in Schuss gehalten. „Die Fiat Panda 4x4 eignen sich zum Schneeschieben am besten“, erklärt Eismeister Friedrich Rupnik. Er legt in drei Wintermonaten rund 20.000 Kilometer zwischen den betreuten Seen zurück. Rupnik möchte vor allem auch Jugendliche für die spannende Vereinsarbeit begeistern. Markus Böhm

Infos und den EVWEisbericht erhalten Sie unter 0463 - 25 333 sowie unter www.evw.at

Diese Natureisflächen werden vom EVW betreut Aichwaldsee Bahnlänge: ca. 600 m Kontakt: 0664 - 833 86 87 Hörzendorfersee Bahnlänge: 1.250 bzw. 650 m Kontakt: 0664 - 833 86 85 Längsee Bahnlänge: 2.500 bzw. 1.000 m Kontakt: 0664 - 833 86 84 Rauschelesee Bahnlänge: 1.200 bzw. 1.000 m Kontakt: 0664 - 833 86 80

Silbersee Bahnlänge: ca. 1.000 m Kontakt: 0664 - 833 86 83 Vassachersee Bahnlänge: ca. 1.000 m Kontakt: 0664 - 833 86 91 Wörthersee Bahnlänge: bis zu 32 km Kontakt: 0664 - 833 86 83

enen Eisflächen ACHTUNG: Nur auf freigegeb es Kufenflitzen her sic laufen! Beachten Sie für m Ratgeber. ere uns in bitte auch die Hinweise

- Nur auf gekennzeichneten Eisbahnen laufen. - Schneeränder und Sperrzonen nicht betreten. Erhöhte Einbruchgefahr unter Schneedecken! - Natureis kann Sprünge und Unebenheiten haben - erhöhte Sturzgefahr. - Bremsbereit und dem eigenen Können angepasst laufen. - Rücksicht auf Langsamere und Anfänger nehmen. - Die Regeln auf Eisbahnen beachten, immer in Fahrtrichtung laufen und nicht durch übermütige Aktionen andere gefährden. - Eishockeyspielen auf dafür vorgesehenen Flächen. - Rechtzeitig und regelmäßig Pausen einlegen, um Übermüdung und unkonzentriertes Laufen zu vermeiden.

Ausrüstung: - Schlittschuhe sollen einen guten Halt bieten. Man sollte senkrecht auf den Kufen stehen, ohne nach innen oder außen zu kippen. - Die Kufen sollten gut geschliffen sein. Um sie zu schützen, sollte man beim Gang zu und von der Eisfläche Schoner anlegen. - Ein Helm ist empfehlenswert, vor allem für Kinder, aber auch für Erwachsene. Viel Vergnügen beim sicheren Eislaufen auf den freigegebenen Seen wünscht Friedrich Rupnik, Eismeister Eislaufverein Wörthersee


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Winterprogramm des NP Hohe Tauern vom 27.12. 2010 bis 21. 4. 2011 Im „Tal der Steinböcke“ Jeden Dienstag um 10 Uhr Treffpunkt: Nationalpark-Information Heiligenblut Dauer: ca. 4 Stunden Preis: Erwachsener 10 Euro, Kind 8 Euro Mondscheinwanderung Leichte Schneeschuhwanderung im Bereich Kasereck mit Einkehr bei der Tauernalm Di, 18.1. / DO, 17.2. / FR, 18.3. um 17:30 Uhr Treffpunkt: Parkplatz Mautstelle ca. 3-4 Stunden Preis: Erwachsener 10 Euro, Kind 8 Euro

Skitouren gehören zu den beeindruckendsten Erlebnissen in der winterlich verschneiten Natur Foto: NPHT/K. Dapra

Auf den Spuren der Wildtiere Die glitzernde Winterwelt des Tauerntales in Mallnitz ist das Ziel dieser Schneeschuhwanderung, bei der Sie das Spurenlesen von Wildfährten lernen Jeden Dienstag um 14 Uhr Treffpunkt: BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz ca. 2 Stunden Preis: Erwachsener 8 Euro, Kind 6 Euro

Auf sanften Spuren durch den Winter Schneeschuhwanderer und Skitourengeher kommen im Nationalpark Hohe Tauern voll auf ihre Kosten ie Sonne lässt den Schnee glitzern wie ein Meer aus tausenden Kristallen. Stille ringsum - nichts ist zu hören außer dem eigenen Atem und dem Knirschen des Schnees unter den eigenen Füßen, an die – je nach persönlicher Vorliebe – ein paar Schneeschuhe oder Tourenskier geschnallt sind. Immer mehr Menschen genießen den Winter auf diese intensive und ursprüngliche Art und Weise und suchen das pure Naturerlebnis.

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Im Reich des Glockners

Im „Reich der Gämsen“ Bei dieser Schneeschuhwanderung mit einem Nationalpark-Wildhüter gibt es Gelegenheiten, Gämsen, Steinböcke und Steinadler nahe der Jamnigalm in Mallnitz zu beobachten. Zurück geht es mit der Rodel bis zur Stockerhütte Jeden Donnerstag um 10 Uhr Treffpunkt: BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz ca. 5 Stunden Preis: Erwachsener 15 Euro, Kind 11 Euro (inkl. Taxitransfer und Rodel)

Foto: Vi-Fa-Os

Als eines der attraktivsten Skitourenreviere der Ostalpen gilt die Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten. Das größte Schutzgebiet der Alpen bietet mit seiner fantastischen Lage inmitten der 3000er Gipfel „im Reich des Großglockners“ ungetrübtes Wintervergnügen. Die Nationalpark Region bietet geführte Touren mit staatlich geprüften Berg- und Skiführern an. Erfahrene Tourengeher finden über 50 ansprechende und detailliert beschriebene Routen im Internet unter www.tauernalpintouren.at. Natur pur im wahrsten Sinne des Wortes erleben Schneeschuhwanderer auf den vielfältigen geführ-

ten Schneeschuhwanderungen im Nationalpark Hohe Tauern. So geht es zum Beispiel mit den Nationalpark-Rangern, ausgerüstet mit Schneeschuhen und Stöcken, zu versteckten Plätzen in die atemberaubende Hochgebirgswildnis des Großen Fleißtales, ins „Tal der Steinböcke“ bei Heiligenblut. Steinwild, Gämsen und Steinadler sind dort zu beobachten. Fotoapparat nicht vergessen!

Skitouren-Paradies „White Spirit“ Diesen Winter werden von den TauernAlpin Nationalpark-Partnern ganz spezielle Skitourenpackages unter der Führung von staatlich geprüften Berg- und Skiführern aus der Region angeboten. Von einfache Schnuppertouren, wie zum Beispiel auf die Häusleralm bei Mallnitz bis hin zur Skibesteigung des höchsten Berges Österreichs, des Großglockners – alles ist möglich!

Infos unter: www.nationalpark-hohetauern.at Tel.: ++43 (0) 4825 / 200 49 Fax: DW -4


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SERVICE

Teuerungsausgleich ist wichtige soziale Hilfe Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine unbürokratische Unterstützung notwendig ie Politik liegt richtig, wo sie den Menschen hilft, betonen LH Gerhard Dörfler und Finanz- und Konsumentenschutzlandesrat Harald Dobernig. Daher wird auch dieses Jahr der Teuerungsausgleich wieder ausbezahlt. Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wir sehr die Menschen diese direkte und unbürokratische Hilfe schätzen und brauchen. Der Teuerungsausgleich ist eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Kaufkraft und ein Beitrag zur Lebenssicherung für Menschen ohne ausreichendes Einkommen. „Die direkte Barauszahlung ist eine Möglichkeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, sich die Sorgen und Wünsche der Kärntnerinnen und Kärntner anzuhören und Lösungen für ihre Probleme zu finden“, betont Dörfler. Gerade in Krisenzeiten brauchen immer mehr Familien und sozial Schwache diese Unterstützung, soziale Staffelung ist wichtig, aber es darf nicht bei den Ärmsten gespart werden, so der Landeshauptmann.

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Wer bekommt den Teuerungs-Ausgleich? Anspruchsberechtigt sind folgende österreichische Staatsbürger oder diesen Gleichgestellte (z.B. EU-Bürger), die ihren Hauptwohnsitz seit zumindest zwei Jahren in Kärnten haben: · Pensionisten mit Ausgleichszulage · Bezieher der allgemeinen Wohnbeihilfe · Bezieherinnen des Kärntner Müttergeldes · Familien, die den Familienzuschuss erhalten

Der Teuerungsausgleich beträgt für Pensionisten mit Ausgleichszulage, Bezieher der allgemeinen Wohnbeihilfe, Bezieherinnen des Kärntner Müttergeldes und Bezieher des Familienzuschusses 100 Euro. Familien mit mindestens drei minderjährigen Kindern im gemeinsamen Haushalt erhalten 150 Euro.

Was muss ich mitbringen? · Amtlicher, gültiger Lichtbildausweis · Meldezettel · Für Pensionisten: Nachweis über den Bezug der Ausgleichszulage · Für Bezieher der allgemeinen Wohnbeihilfe: Bezugsnachweis · Für Bezieherinnen des Kärntner Müttergeldes: Bezugsnachweis · Für Bezieher des Familienzuschusses: Bezugsnachweis · Für Familien mit mindestens drei minderjährigen Kindern ist ein Nachweis erforderlich, dass die Kinder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und im gemeinsamen Haushalt leben (z.B. Meldezettel, Geburtsurkunde) Anträge sind bei den Bürgerbüros in Klagenfurt, Villach und Spittal sowie in den Bezirkshauptmannschaften erhältlich und können bis 15. März 2011 eingebracht werden. Die Auszahlung erfolgt per Banküberweisung oder Postanweisung, auf Wunsch kann der TeuerungsAusgleich auch bei einer der Auszahlaktionen abgeholt werden. Die Barauszahlung erfolgt noch bis 28. Feber 2011 in den Bürgerbüros des Landeshauptmannes in Klagenfurt (Arnulfplatz 1) und Villach (Meister Friedrich Straße 3), Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr.

Infos unter: Bürgerbüro-Hotline 0800-201 210 oder www.ktn.gv.at


10 ZEIT FÜR KÄRNTEN

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Miteinander verbunden Kärnten und Friaul-Julisch Venetien sollen auch durch bessere grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen näher zusammenwachsen. Das EUInterreg IV-Projekt „Micotra“ ermöglicht Studien.

Kärnten - Carinzia

Weihnachten in Bosnien Grüße aus der Heimat für 95 Kärntner Soldaten auf Friedensmission iele Kärntner Soldaten werden auch heuer Weihnachten fern von Familie, Freunden und Heimat verbringen. Sie stehen auf den Golanhöhen, im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina im internationalen Friedenseinsatz. Unsere Soldaten in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo bekamen kürzlich ganz besondere Weihnachtsgrüße aus Kärnten. Landeshauptmann Gerhard Dörfler stellte sich bei ihnen persönlich mit einer herzhaften Jause und Keksen ein. Im

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Camp Butmir, nahe dem Flughafen, feierten alle zusammen eine besinnliche Weihnachtsandacht. „Das Österreichische Bundesheer leistet mit seinen Friedensmissionen großartige Arbeit. Unsere Soldaten helfen den Menschen und haben so auch dem Land einen international ausgezeichneten Ruf gebracht“, dankte Dörfler den „Friedensengeln“. 353 Österreicher sind derzeit in Bosnien, davon 95 Kärntner. Einer von ihnen ist der Gefreite Sandro Loibnegger aus Villach. „Wir werden innerhalb der Kompanie eine kleine Weihnachtsfeier mit Christbaum und Geschenken machen“, erzählt er der „Zeit für Kärnten“. Mit Adventkränzen hat man im Camp bereits für weihnachtliche Stimmung gesorgt. Loibnegger fühlt sich zu Weihnachten auch nicht alleine. „Es sind ja viele Kameraden und Freunde da“, meint er. Der Gefreite ist zum ersten Mal im Auslandseinsatz und länger weg von Familie und Freundin. Über Skype, also Internet-Telefonie, und E-Mail ist er aber mit ihnen im ständigen Kontakt. „Das funktioniert problemlos und so kann man die Zeit auch sehr gut überstehen.“

Die Oberwachtmeister Christopher Jesenko und Roland Kraxner mit einem Kärntner Weihnachtsstern

Kärnten ist als Wirtschaftsstandort top. Die vielen Standortvorteile präsentierte Landeshauptmann Gerhard Dörfler kürzlich in Vicenza im Veneto. Die italienischen Unternehmer waren begeistert und sehr interessiert. Die Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) hat schon viele Ansiedlungen aus Italien erfolgreich betreut, etwa von Europlast, Danieli, IPAC, Refrion oder petraglas.

Foto: LPD/Josef Bodner

Russischer Botschafter auf Antrittsbesuch Politik, Wirtschaft, Tourismus und Sport standen im Mittelpunkt der Gespräche anlässlich des Antrittsbesuches des Botschafters der Russischen Förderation, Sergej Netschajew, bei Landeshauptmann Gerhard Dörfler Zugsführer Wolfgang Hölzl freute sich über die heimatlichen Weihnachtsgrüße Foto: LPD/Josef Bodner

LH Gerhard Dörfler Tel.: +43 (0) 50 536 22101 E-Mail: gerhard.doerfler@ktn.gv.at


11 ZEIT FÜR KÄRNTEN 11

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Gute Beziehungen durch verstärkte Auslandskontakte Dreiländer-Ski-WM standen im Mittelpunkt der Gespräche von Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit dem slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlacic, dem Vorsitzenden des olympischen Komitees Sloweniens, Janez Kocijancic, und dem Österreichischen Botschafter Erwin Kubesch in der slowenischen Hauptstadt Laibach.

as Netzwerken und Knüpfen von Kontakten sowie das Pflegen von grenzüberschreitenden Freundschaften füllten in den vergangenen Monaten den umfangreichen Terminplan von Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Ob bei Gesprächen mit dem slowenischen Verkehrsminister in Laibach, bei einem Treffen mit dem Präsidenten des Veneto in Venedig oder beim Empfang von wichtigen Botschaftern in Kärnten – die Weiterentwicklung und der Ausbau politischer und wirtschaftlicher Kooperationen zum Wohle Kärntens stehen immer im Mittelpunkt.

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Ausgezeichnete Chemie mit Italien und Slowenien „Es wurde deutlich, dass er nicht nur ein Kärntenfreund, sondern auch ein guter Kärntenkenner ist“, meinte Landeshauptmann Gerhard Dörfler nach seinem ersten Treffen mit dem neuen Präsidenten der italienischen Region Veneto, Luca Zaia. Wichtige Gesprächsthemen waren die Koralmbahn bzw. Baltisch-Adriatische Achse sowie touristische Kooperationen und die damit verbundenen großen Potentiale für die beiden Regionen. Zaia folgte im April auf den frühe-

ren Präsidenten des Veneto, Giancarlo Galan, dem kürzlich in Klagenfurt der „Kärntner Landesorden in Gold“ für seine Verdienste um die gute Nachbarschaft und Gründung der Euregio „Senza Confini“ verliehen wurde. Galan ist jetzt italienischer Landwirtschaftsminister. An der Ehrung nahmen LHStv. Peter Kaiser, die Landesräte Josef Martinz, Harald Dobernig und Christian Ragger sowie Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Landtagspräsident Josef Lobnig und viele Ehrengäste mit dem Präsidenten von Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, an der Spitze teil. „Galan, Friauls früherer Präsident Riccardo Illy und Jörg Haider sind die Gründerväter der Euregio 'Senza Confini', die viel zur weiteren positiven Entwicklung der drei Regionen beiträgt“, betonte Dörfler. Viele Projekte wurden mit Galans Hilfe umgesetzt, vom Gesundheitsprojekt „Sanacademia“ bis hin zum trilateralen Weinbauprojekt, das Kärntens Weinbau weiter steigern helfen soll.

Grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte Die zweite Röhre des Karawankentunnels und die Bewerbung um die

v.l.n.r. LR Christian Ragger, LR Harald Dobernig, LR Josef Martinz, der italienische Landwirtschaftsminister Giancarlo Galan, LH Gerhard Dörfler, Landtagspräsident Josef Lobnig und LHStv. Peter Kaiser Foto: LPD/Josef Bodner

Wie wichtig das Treffen mit Vlacic war, zeigt der aktuelle Verkehrsinfrastruktur-Ausbauplan von Ministerin Doris Bures: „Für den Karawankentunnel ist demnach nicht der Bau einer zweiten Röhre, sondern nur eine sicherheitstechnische Adaptierung geplant, was nicht nur für Kärnten, sondern auch für die Verkehrsroute von Deutschland über Salzburg und Kärnten bis nach Kroatien eine inakzeptable Lösung ist“, betont Dörfler. Gemeinsam mit dem slowenischen Verkehrsminister soll es ein Memorandum geben, damit diese KarawankentunnelFehlplanung gestoppt und eine zweite Röhre für den Vollverkehrsbetrieb gebaut wird. Als zweites großes Projekt wurde „Third Axis“ besprochen. Neben den Autobahnverbindungen MarburgGraz und Laibach-Villach soll diese 80 Kilometer lange Achse über die Bundesstraße von Celje über Dravograd, Grablach, Bleiburg nach Griffen auf die A2 führen und bis 2020 fertig sein. Thema war auch eine Schnellbusverbindung von Klagenfurt und/oder Villach nach Laibach. Außerdem die Adaptierung des Karawanken-Eisenbahntunnels zwischen Kärnten und Slowenien eine mögliche Weiterführung des Drauradweges bis Dravograd. Mit Kocijancic sprach Dörfler über die Bewerbung für die DreiländerSki-WM, die 2017 in Kranjska Gora, Bad Kleinkirchheim und Tarvis stattfinden soll.


LANDESREGIERUNG AKTUELL

12 ZEIT FÜR KÄRNTEN

ÖBB bauen drei Kilometer langes Teilstück und Bahnhof

Spatenstich für Koralmbahn-Baulos Kühnsdorf

Polizist Ferdinand

Liebe Kinder! Ich freue mich, Euch auch heuer wieder als Ski-Polizist begleiten zu dürfen. Neu ist ein Poster mit den Pistenregeln, das Ihr im Kindergarten oder bei meinem Freund Landeshauptmann Gerhard Dörfler bekommt. Anhand von lustigen Comics könnt Ihr so gleich das richtige Verhalten auf der Piste üben. Mein allerwichtigster Tipp: Wer Köpfchen hat, schützt es! Das Tragen eines Helms für Kinder bis 15 ist – egal ob beim Skifahren oder Snowboarden – gesetzlich vorgeschrieben. Erwachsene sollten als Vorbild und in ihrem eigenen Interesse einen Helm tragen. 1. Auswahl der richtigen Schibekleidung 2. Aufwärmen bevor Du losfährst 3. Helmpflicht 4. Rücksicht auf die anderen 5. Auf Sicht fahren! Jeder Schifahrer muss seine Geschwindigkeit und Fahrweise dem Können, den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen 6. Lass den anderen genügend Platz auf der Piste und sei vorsichtig beim Überholen 7. Bleib so stehen, dass Du für die anderen Schifahrer immer sichtbar bist 8. Halte Dich an die Zeichen und Markierungen 9. Öffne den Bügel beim Liftfahren nicht zu früh 10. Stürzt ein anderer Schifahrer – halte an und frage ihn, ob er Hilfe braucht 11. Achtung – halte genügend Abstand zum Pistengerät 12. Vergiss nicht, Pausen zu machen 13. Einmal im Jahr zum Skiservice Viele weitere tolle Tipps gibt’s auch auf meiner Homepage unter www.polizistferdinand.at. Viel Vergnügen im Schnee wünscht

Baltisch-Adriatische Achse wird 1.700 Kilometer lang sein Foto: ÖBB

it Kühnsdorf gibt es neben dem Frachtenbahnhof Klagenfurt und dem Bahnhof Lavanttal nun schon die dritte Koralm-Bahnhofsbaustelle in Kärnten. In Kühnsdorf wurde der Spatenstich für ein drei Kilometer langes Teilstück gesetzt, hier wird auch der Bahnhof KühnsdorfKlopeinersee errichtet. Ca. 35 Millionen Euro werden von den ÖBB investiert, die Bauausführung erfolgt durch die Firma Kostmann und die Fertigstellung ist für Ende 2013 geplant. Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler verweist auf das Lobbying in Brüssel um eine EU-Mitfinanzierung und die Kooperationsmöglichkeiten mit den Adria-Häfen. „Die Hochleistungsstrecke muss 2022 nach ihrer Fertigstellung bereits wirtschaftlich genutzt werden“, so Dörfler, der wiederum die Bedeutung

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der Koralmbahn innerhalb der Baltisch-Adriatischen Achse hervorhob. „Diese wird 1.700 Kilometer lang sein und 40 Millionen Menschen verbinden.“ Bereits im März des kommenden Jahres beginnen die Stahlbetonarbeiten zur Herstellung von neuen Brücken für die Bahn und für Landes- und Gemeindestraßen. Im Sommer 2012 wird mit dem Bau des 495 Meter langen Grüntunnels in Kühnsdorf Mitte begonnen. Ein herausragendes Bauwerk wird die neue 225 Meter lange Stahlbetonbrücke beim Schloss Wasserhofen sein, über die nach Inbetriebnahme der Koralmbahn Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h fahren werden. Schon von Beginn an arbeiten die Bauexperten eng mit der Bevölkerung zusammen, seit Anfang Oktober gibt es sogar einen eigenen Projektombudsmann. Detailinformationen zum Baulos Kühnsdorf wird man ab Mai 2011 in einer Infobox unweit der Baustelle erhalten. Wissenswertes zur gesamten Koralmbahn erfährt man auch in der Infobox in Mitterpichling im Lavanttal. Ab Sommer 2011 wird man zudem am Info-Radweg von Klagenfurt nach St. Paul im Lavanttal radeln können.

S-Bahn fährt bereits S eit 12. Dezember fährt die S 1 im halbstündlichen Takt zwischen Klagenfurt und St. Veit sowie im stündlichen Takt zwischen Villach und Klagenfurt. Die S 2 soll im Dezember 2011 ihren Betrieb aufnehmen, die S 3 sechs Monate früher im Juni 2011. Mit der Einführung der drei Bahnen ist die Nebenbahnendiskussion vom Tisch, da Kärnten auf die Bahn setzt.

„Damit ist auch die Bahnverbindung ins Gailtal bis zum Jahr 2020 gesichert“, so Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler. Die neue S-Bahn Angebotspalette umfasst die Linien S 1 (Spittal – Villach – Klagenfurt - Friesach), S 2 (Rosenbach – Villach – Feldkirchen - St. Veit) und S 3 (Feistritz/Rosental – Klagenfurt - Bleiburg).


13 ZEIT FÜR KÄRNTEN 13

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Sichtbarkeit hat Vorrang auf Kärntens Straßen Großer Erfolg der „Sichtbar Sicher“ -Initiative Um die Kärntner Bevölkerung für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit auf Kärntens Straßen zu sensibilisieren, setzte Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler auch heuer die vor einigen Jahren gestartete Aktion „Sichtbar Sicher – Sicherheit hat Vorrang auf Kärntens Straßen“ fort. „Es ist mir ein großes Bedürfnis, in diesem Bereich weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Besonders ältere Personen, aber auch Kinder tragen in den Herbst- und Wintermonaten meist zu dunkle Kleidung und sind dadurch für Autofahrer kaum sichtbar. Das stellt ein hohes Unfallrisiko dar“, so Dörfler.

Energieautarkes Kärnten ist keine Vision

Leise Reise in eine grüne Zukunft Kärnten ist mittlerweile eine Brücke der Zukunft und will sich zu einer energieautarken Region entwickeln sowie seine Ziele bei Windenergie, Photovoltaik und E-Mobilität konsequent verfolgen. „Die leise Reise in eine grüne Zukunft hat bei uns bereits begonnen, und so manche Idee wurde schon in die Realität umgesetzt“, sagt Technologiereferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Durch die Initiative „Lebensland Kärnten“ wurde ein landesweites E-Tankstellennetz aufgebaut sowie E-Scooter und E-Bikes gefördert. Besonders interessant ist die geplante Zusammenarbeit zwischen dem Land Kärnten und Mercedes-Benz Österreich, die vorsieht, dass ab Juli 2011 insgesamt 15 Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell ausgeliefert werden. „Kärnten wird Testland für familientaugliche

Elektroautos von Mercedes-Benz und steigt in die Königsklasse der Elektromobilität ein“, sagt Dörfler. Der große Bekanntheitsgrad der Dachmarke „Lebensland Kärnten“ hat die Entscheidung, dass Kärnten die einzige Modellregion für die A-KlasseElektroautos sein wird, mit beeinflusst. Die Autos sollen u. a. im Landesfuhrpark, beim Projekt „Sonnenstadt St. Veit“ oder im Zuge eines Feinstaubprojektes in Klagenfurt eingesetzt werden. Die Test-A-Klasse wird 95 PS haben, eine Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h erreichen sowie in 5,5 Sekunden von 0 auf 60 beschleunigen. Die Reichweite der Akkus soll 120 bis 150 Kilometer betragen.

Infos unter: www.lebensland.com

LH Gerhard Dörfler mit Albert Kreiner vom „Lebensland Kärnten“ und Mercedes-Händler Helmut Teissl Foto: LPD/Josef Bodner

Gerade die Herbst- und Wintermonate mit ihrer frühen Dunkelheit und starkem Nebel sind für Fußgänger auf der Straße absolut gefährlich. Das bestätigen auch aktuelle Zahlen der Statistik Austria. Demnach haben sich 2009 in Österreich insgesamt 267 Unfälle bei Nebel ereignet. Dörfler appelliert an die Bevölkerung, reflektierende Bekleidung zu tragen. „Ich bitte alle Kärntnerinnen und Kärntner, sich dieses hohen Gefahrenrisikos bewusst zu werden. Ein Großteil der Unfälle mit Fußgängern könnte durch Sichtbarkeit mittels richtiger Kleidung vermieden werden“, betont Dörfler.

Foto: © CONTRAST/APAPictureDesk.com

Im Zuge der „Sichtbar Sicher“-Initiative des Landeshauptmannes gab es in den vergangenen Monaten bewusstseinsbildende Veranstaltungen mit Senioren-Fachvorträgen von Verkehrsexperte Oberst a. D. Adolf Reiter in Feldkirchen, Wolfsberg, St. Kanzian, Seeboden und Weißbriach. Außerdem verteilte der Verkehrsreferent Jacken mit Reflektoren unter anderem an Berufspendler am Klagenfurter und Villacher Hauptbahnhof, an den Grenzlandchor Arnoldstein oder an die Mitarbeiter der Firma Elan in Fürnitz.


14 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Kärntner Brennholzaktion hilft sozial Bedürftigen „Gerade in schwierigen Zeiten ist es unsere Aufgabe, sozial schwachen Menschen zu helfen“, betonen Arbeitsmarktreferent LHStv. Uwe Scheuch und Sozialreferent LR Christian Ragger. Bei dieser erfolgreichen Aktion des Landes kann Kärntner Brennholz vergünstigt eingekauft werden. „Das Feedback - erste Anfragen gab es bereits im Sommer - zeigt uns, wie wichtig diese Initiative für viele Menschen in Kärnten ist“, so Scheuch. Die Aktion hat drei große Vorteile: Sozial schwachen Menschen wird geholfen, heimisches Holz wird verarbeitet und Langzeitarbeitslose erhalten eine Beschäftigung.

LANDESREGIERUNG AKTUELL LHStv. Uwe Scheuch: „Nach Wiederansiedelung gibt es heuer erstmals eine erfolgreiche Brut bei den Bartgeiern.“ Foto: Büro LHStv. Scheuch

Viel los im Nationalpark Hohe Tauern Partnerschaftsvereinbarung, Nationalparkgespräche und vier neue Nationalparkranger war das „Internationale Jahr der Biodiversität“, ausgerufen von der UNESCO. Veränderte Lebensräume, Klimawandel, Umwelteinflüsse sind u. a. für den Verlust der biologischen Vielfalt verantwortlich. „Daher freut es mich ganz besonders, dass ausgerechnet in diesem Jahr eines unserer ambitionierten Artenschutzprojekte – die Wiederansiedelung der Bartgeier - erstmals mit einer erfolgreichen Brut belohnt wurde“, so Nationalparkreferent LHStv. Uwe Scheuch. Er ist derzeit auch Vorsitzender des länderübergreifenden Nationalparkrates. Großräumige Schutzgebiete wie der Nationalpark Hohe Tauern tragen viel dazu bei, den Verlust von Arten hintan zu halten, in diesen Refugien haben Tiere und Pflanzen noch intakte und unbeeinflusste Lebensbereiche. „Viele Projekte, wie beispielsweise das Auerhuhnpilotprojekt Mallnitz, die Steinwildtelemetrie oder die Wiederansiedelung der Urforelle tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei“, berichtet Scheuch.

2010 Infos unter:

Kärntner Brennholzaktion wichtig in schwierigen Zeiten

Bürgerbüro des Landeshauptmannes unter

Foto: CONTRAST/APAPictureDesk.com

050 536 22134

Vorbild im Bereich Bildung Über 850 Jugendliche absolvieren in Kärnten die Lehre mit Matura, über 750 in den Fachberufsschulen und ca. 100 bei WIFI und BFI“, berichtet Bildungs- und Lehrlingsreferent LHStv. Uwe Scheuch. „Wir haben nun die ersten 60 Absolventen von Lehre mit Matura, und die Statistik ist sehr erfreulich. Bei einem Drop-Out von 21,5 Prozent über die gesamte Laufzeit kann sich dieses Modell durchaus mit anderen Schultypen messen und erzielt hier bessere Werte. Information gibt es am Samstag, dem 29. Januar 2011 bei einem Tag der offenen Tür in allen Fachberufsschulen.

Infos unter: www.lehremitmatura.at

Weiterentwicklung des Nationalparks Die bisherige Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Natur und dem Nationalpark Hohe Tauern ist im Be-

reich Know-how und Umweltbildung besonders erfolgreich, mit der Partnerschaftsvereinbarung soll die Entwicklung des Nationalparks im Bereich Wissenschaft und Umweltbildung weiter bereichert werden.

Schutz des ländlichen Lebensraumes Landwirtschaft und Biodiversität standen im Mittelpunkt der Nationalparkgespräche 2010. Das Programm sieht den Schutz des ländlichen Lebensraumes sowie den Erhalt und den Ausbau der Biodiversität vor. Über 60 Landwirte der Hohen Tauern bewirtschaften ihre Flächen künftig nach naturschutzfachlichen Kriterien.

Aushängeschild des NP Hohe Tauern Nach dreijähriger Ausbildung im Nationalpark Hohe Tauern absolvierten vier Ranger erfolgreich ihre Abschlussprüfung und sind nun als geprüfte Nationalparkranger das Aushängeschild des Nationalparks. Mit ihrer umfassenden Ausbildung vermitteln sie Besuchern die Einzigartigkeit dieses Parks.

1.LHStv. Uwe Scheuch Tel.: +43 (0) 50 536 22501 E-Mail: uwe.scheuch@ktn.gv.at


LANDESREGIERUNG AKTUELL

Pfeif aufs Rauchen! Neue Bewusstseinskampagne „Schutz vor Passivrauch“ bietet Information und Aufklärung

Suchtprävention muss sehr früh beginnen Foto: CONTRAST/APAPictureDesk.com

n öffentlichen Orten sind das Rauchen und der Nichtraucherschutz durch das österreichische Tabakgesetz geregelt, im privaten Bereich ist der Schutz vor Passivrauch an die Verantwortung und Rücksichtnahme der Mitmenschen geknüpft. Aus diesem Grund startete Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser ein breit angelegtes Projekt mit dem Namen „Schutz vor Passivrauch - Peif aufs Rauchen, deinem Kind zuliebe“. Diese Kooperation des Vereins „Gesundheitsland Kärnten“, der Landesstelle Suchtprävention Kärnten und des Frauengesundheitszentrums Kärnten zielt vor allem auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen ab. Kinder sind durch Passivrauch besonders gefährdet, da sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Atemluft und dementsprechend auch mehr giftige Substanzen aufnehmen. Außerdem schwächt Passivrauch das Immunsystem von Kindern, sie sind viel öfter von Asthma, chronischen Atemwegserkrankungen, Lungenentzündungen oder chronischen Mittelohrentzündungen mit Folgen bis hin zu Taubheit betroffen. Kinder atmen in verrauchten Räumen

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in einer Stunde soviel Giftstoffe ein, als hätten sie selbst eine Zigarette geraucht. Raucht das Kind täglich mit, nimmt der Körper in kürzester Zeit das Gift von einigen hundert Zigaretten auf. Besonders hoch ist die Konzentration in engen Räumen, wie beispielsweise in einem Auto, wobei die gesundheitsschädlichen Werte durch Öffnen eines Fensters nur unerheblich reduziert werden. Mittels Inseraten, gezielten Verteilaktionen und öffentlichkeitswirksamen Live-Aktionen soll auch eine Verhaltensänderung von Rauchern in Gegenwart von Kindern und Jugendlichen erreicht werden. Ein Rauchertelefon und regionale Tabakentwöhnungskurse sollen Erwachsene unterstützen, die ihr Rauchverhalten nachhaltig ändern wollen.

Infos unter: www.gesundheitsland.at

2. LHStv. Peter Kaiser Tel.: +43 (0) 50 536 22601 E-Mail: peter.kaiser@ktn.gv.at

LHStv. Peter Kaiser mit Landes-Umweltmedizinerin Elisabeth Oberleitner und Gesundheitsland-Geschäftsführer Franz Wutte bei der Präsentation der Aufklärungskampagne Foto: Büro LHStv. Kaiser/Eggenberger

Verstärkte Maßnahmen gegen Suchterkrankungen Jedes Jahr sind 6.500 bis 7.000 Todesopfer aufgrund von Suchtmittelmissbrauch zu beklagen, das besagt ein Bericht der Europäischen Union. Auch in Kärnten ist ein Ansteigen zu verzeichnen, so konsumieren rund 14.000 Kärntner Cannabis, 1.200 Opiate, 1.000 Kokain und rund 4.000 Personen sind vom hochriskanten Mischkonsum betroffen. „Auch wenn Kärnten im Österreichvergleich im unteren Bereich liegt, so ist doch jeder Drogentote einer zuviel“, betont Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser. Er will die Vernetzung zwischen den einzelnen Institutionen aus dem Bereich der Prävention, der Therapie und der Exekutive weiter erhöhen. Um die Prävention möglichst früh anzusetzen, vor allem, um Kinder aus Suchtfamilien zu unterstützen, fordert Kaiser außerdem mehr Kinder- und Jugendpsychiater. „Da in Kärnten bereits jedes vierte Kind aus einer suchtbelasteten Familie kommt, arbeiten wir an Projekten, die bereits auf Vier- bis Achtjährige abzielen“, so Kaiser. Ein gemeinsames Projekt mit dem Arbeitsmarktservice soll helfen, Suchtkranke wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und einen höheren volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden. Ausgebaut werden soll auch die Angehörigenbetreuung. „Es ist belegt, dass infolge der Wirtschaftskrise und der damit zusammenhängenden steigenden Arbeitslosigkeit auch die Zahl suchtkranker Menschen steigt. Umso wichtiger ist es, Maßnahmen zur Reintegration in den Arbeitsmarkt zu setzen“, betont Kaiser.


16 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Gib Kindern ein Zuhause! Große Nachfrage besteht im Betreuungsbereich „Pflegeeltern“, daher ruft Sozialreferent LR Christian Ragger Interessierte auf, sich zu melden. Gesucht werden offene und tolerante Menschen, die geduldig, verständnisvoll sowie belastbar sind und sich einem fremden Kind liebevoll zuwenden können. „Wir können glücklich darüber sein, dass Familien bereit sind, 'fremden Kindern' ein neues Zuhause zu geben“, so der Sozialreferent.

LR Christian Ragger geht neuen Weg des Miteinanders Foto: Büro LR Ragger

Haus der Generationen vereint Jung und Alt

Informationen gibt es unter andrea.hartlieb@ktn.gv.at oder Tel.: 050 536 41386. Melden kann man sich auch bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder im jeweiligen Jugendamt der Magistrate

Kärnten geht mit seinem größten Sozialprojekt, dem „Generationenpark Neudau“ im Lavanttal, einen neuen Weg des Miteinanders. Sozialreferent Christian Ragger sieht dieses „Haus der Generationen“ als Vorzeigeprojekt für ganz Kärnten und Österreich, das Jung und Alt vereint. Neben Wohnungen, betreutem Wohnen und Pflegeangeboten wird in weiterer Folge auch eine Kindergruppe integriert. „Dieses Vier-Säulen-

LR Christian Ragger Tel.: +43 (0) 50 536 22701 E-Mail: christian.ragger@ktn.gv.at

Wohnprojekt für Kinder, junge Familien, Menschen mittleren Alters und Senioren ermöglicht es, dass Menschen ein Leben lang in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können“, so Ragger. Die Gesamtinvestition beträgt rund 37 Millionen Euro, die Fertigstellung soll Ende 2012 erfolgen. Gebaut wird von der Landeswohnbau Kärnten bzw. Kärntner Heimstätte und von der Baugenossenschaft „meine heimat“ sowie von SeneCura.

Kärnten voller Potential und Energie „Energie kann als Ursache für alle Veränderungen in der Welt angesehen werden.“ Ob der deutsche Physiker und Philosoph Werner Heisenberg bei dieser Feststellung auch an erneuerbare Energie gedacht hat? Mit Blick auf Kärnten im Jahr 2011 hätte er es wohl getan, denn dort bewegte sich in den vergangenen Monaten durch alternative Energie jede Menge. Die Initiative „Kärnten voller Energie“ von Energiereferentin LR Beate Prettner macht nämlich ihrem Namen alle Ehre und wird auch im Jahr 2011 weiterlaufen.

Kärnten führt Während der Österreich-Schnitt bei 23 Prozent und der globale Mittelwert bei nur neun Prozent liegen, stammen 43 Prozent der hierzulande genutzten Energie bereits aus erneuerbaren Energieträgern. Die Initiative „Kärnten voller Energie“ soll nun den großen Themenkomplex rund um erneuerbare Energien jedem Bürger verständlich machen und darüber hinaus die beste-

henden Wirtschafts- und Wissenskompetenzen effizient verknüpfen und erweitern.

Energie zum Anfassen „An zehn Energie|Schauplätzen mit unterschiedlichen Schwerpunkten machten Führungen erneuerbare Energie sprichwörtlich begreifbar“, erklärt

LR Beate Prettner setzt Initiative „Kärnten voller Energie“ auch im Jahr 2011 fort Foto: Büro LR Prettner

Prettner. Fahrten mit Elektroautos, ein Blick hinter die Kulissen des Solar-Weltmarktführers GREENoneTEC oder atemberaubende Perspektiven am Skywalk der Kölnbrein-Staumauer sind nur einige Beispiele. Außerdem wurden in Fachkolloquien mit hochkarätigen Vortragenden aus ganz Europa bisher vier gewichtige Energiethemen diskutiert.

Energie Sprechtage Geboten wurden umfangreiche Informationen rund um energieeffizientes Bauen und Wohnen, Energieworkshops in Gemeinden und Schulen sowie spannende Sonderprojekte.

Infos unter: www.energie.ktn.gv.at

LR Beate Prettner Tel.: +43 (0) 50 536 22301 E-Mail: beate.prettner@ktn.gv.at


17 ZEIT FÜR KÄRNTEN 17

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Ausbau des Lakeside Parks abgeschlossen

Vor dem Lakeside Park (v.l.n.r.): GF Erhard Juritsch, LR Harald Dobernig, Parkmanagerin Maria Mack, Vzbgm. Albert Gunzer, GF Hans Schönegger

LR Josef Martinz bietet Jugendlichen Hilfestellung bei Berufsentscheidung

Foto: Büro LR Martinz

Was könnte ich werden? Jugendliche sollen Berufspotentiale in neuem Zentrum ausloten können „Kärnten schafft ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Zentrum, mit dem Jugendliche eine völlig neue Chance für ihr berufliches Leben erhalten“, erklärt LR Josef Martinz, Aufsichtsratsvorsitzender des Zukunftsfonds. Das Test- und Ausbildungszentrum ist ein weiteres Projekt unter dem Motto „Investieren und reformieren“ und eine Investition in die Zukunft. Möglich wird dieses innovative Zentrum mit 2,6 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds, 1,9 Millionen von der Wirtschaftskammer und 500.000 Euro vom AMS.

Neues Testverfahren Jugendliche können vor der so schwierigen aber für den weiteren Lebensweg ungemein wichtigen Berufsentscheidung ihre Kompetenzen und Potentiale gezielt ausloten. Eltern erhalten einen detaillierten und ausführlichen Überblick über die Stärken, Schwächen und Berufsmöglichkeiten

ihrer Kinder. Betriebe bekommen genaue, individuelle Analysen und erhalten maßgeschneiderte Profile für ihre Job-Bedürfnisse.

Mehr Fachkräfte für Kärnten Umfragen und Lehrlingsbörsen beweisen, dass noch immer hauptsächlich traditionelle Lehrberufe gewählt werden, die Zahl der qualifizierten Jugendlichen für Lehrberufe stetig abnimmt und der Fachkräftemangel immer größer wird. Technische Berufe sind immer noch von Männern dominiert und es gibt ein Informationsdefizit hinsichtlich der Ausbildungsmöglichkeiten in der Wirtschaft. „Dem wollen und können wir mit dem neuen Test- und Ausbildungszentrum entgegenwirken“, so Martinz.

LR Josef Martinz Tel.: +43 (0) 50 536 22401 E-Mail: josef.martinz@ktn.gv.at

„Die dritte Ausbaustufe des Klagenfurter Lakeside Parks ist abgeschlossen, damit ist die erfolgreiche Zukunft des Parks gesichert", berichtet LR Harald Dobernig als Ausichtsratsvorsitzender der Lakeside Science & Technology Park GmbH. Investitionen von 11,3 Millionen Euro haben auch für einen kräftigen Impuls in der Kärntner Bauwirtschaft gesorgt. Die neuen Häuser sind bereits zu knapp 90 Prozent vermietet, größter Mieter ist die Firma AMSC Windtec. Überdies konn-

Foto: Büro LR Dobernig

Investitionen von 11,3 Millionen Euro sorgten für kräftigen Impuls in Bauwirtschaft

ten der Montessori-Kindergarten und der englischsprachige Kindergarten „Sunrise“ untergebracht werden. Derzeit sind rund 30 Unternehmen im Lakeside Park tätig, dazu kommen 17 weitere Unternehmen im Build! Gründerzentrum. Geschäftsführer sind Hans Schönegger und Erhard Juritsch, Parkmanagerin ist Maria Mack.

Infos unter: www.lakeside-scitec.com

Therme Bad Bleiberg wird generalsaniert und erweitert Insgesamt 5,5 Millionen Euro werden investiert, davon kommen 1,7 Millionen über eine Beteiligung der Kärntner Tourismusholding (KTH) und 500.000 Euro über Sonderbedarfszuweisungsmittel. Baubeginn ist 2011, die Fertigstellung ist im Herbst 2012 geplant. „Es ist ein wichtiger Impuls für Wirtschaft und Tourismus in der gesamten Region und ein notwendiger Schritt zum Erhalt der Arbeitsplätze“, erklärt Finanzreferent LR Harald Dobernig. Das Projekt beinhaltet eine generelle Erneuerung mit thermi-

scher Sanierung des gesamten Bestandes sowie kleinere Zubauten. Saniert werden neben dem Dach und der Technik unter anderem die Eingangshalle, der Therapie-, Umkleideund Gastronomiebereich sowie die Schwimmhalle und die Nass- und Sanitärräume. Ein Sauna- und SPA-Bereich (260 m²) sowie ein Außenbecken (165 m² Wasserfläche) werden neu zugebaut.

LR Harald Dobernig Tel.: +43 (0) 50 536 22502 E-Mail: post.dobernig@ktn.gv.at


18 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Informations- und Abgabestellen: Bürgerbüros Durchschnittliche Fördersumme je Einwohner

Klagenfurt, Villach und Spittal a.d. Drau

Grafik: Zeit für Kärnten

Verkehrsverbund Kärnten Klagenfurt, Walther-von-der-Vogelweideplatz 4

Postbuskundenbüros Klagenfurt, Walther-von-der-Vogelweideplatz 1 Villach, Bahnhofplatz 9 Feldkirchen i. K., Bahnhofstrasse 46 Wolfsberg, Bahnhofplatz 2

Pendlerförderung bleibt hoch, Abwicklung wird billiger Ab 2011 Abwicklung durch Land und Verkehrsverbund. In fünf Jahren werden 1,6 Millionen Euro bei Verwaltung eingespart ärntens Pendlerförderung ist die mit Abstand höchste in Österreich. Sie bleibt weiterhin bestehen, sparen will man ab 2011 durch eine Neugestaltung der Abwicklung. Bislang war dies Sache der Arbeiterkammer Kärnten, nun wird das Land in Kooperation mit dem Verkehrsverbund die Durchführung selbst übernehmen. „Obwohl keinerlei Leistungen für die Pendler gekürzt werden, können wir durch die Selbstabwicklung schon in fünf Jahren 1,6 Millionen Euro einsparen“, sagt Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler. Durchschnittlich hat das Land

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472.000 Euro pro Jahr an Verwaltungskosten gezahlt, in den letzten zehn Jahren wurden insgesamt rund 5,1 Millionen Euro aufgewendet. „Die Pendler werden vom Land mit rund 3,7 Millionen Euro pro Jahr unterstützt, dies bleibt weiterhin so“, so Dörfler. Kärnten zahlt pro Einwohner 6,6 Euro an Pendlerförderung und liegt damit österreichweit an der Spitze. Zum Vergleich: Vorarlberg, Wien und Salzburg zahlen nichts, in Oberösterreich gibt es 2,77 Euro pro Einwohner, in Burgenland 0,77, in Niederösterreich 2,51 und in Tirol 0,16.

Mobilitätsbüro Südkärnten Völkermarkt, Herzog-Bernhard-Platz 13

Mobilbüro Hermagor Gailtalstraße 15

Abgabestellen: Bezirkshauptmannschaften Hauptbahnhof Klagenfurt Hauptbahnhof Villach Reisebüro Hofstätter, Althofen, 10. Oktoberstraße 11 STAMA, Veranstaltungs- und Stadtmarketing Ges.m.b.H St. Veit a.d. Glan, Hauptplatz


19 ZEIT FÜR KÄRNTEN 19

THEMA

Er legt Kärntens Geschichte frei silbermünzen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus gefunden. „Dafür hätte man 40 Sklaven kaufen können, die sich aus heutiger Sicht mit 40 Mittelklasseautos gleichsetzen lassen“, versucht Glaser den einstigen Wert des Schatzes zu veranschaulichen. Heute ist eine dieser Münzen um die 300 Euro wert. Im Laufe der Jahre gaben die Finder ihr Geheimnis preis, fast alle Münzen sind nun fotografisch dokumentiert.

Die „Zeit für Kärnten“ sprach mit Franz Glaser, dem Römer- und Münzexperten des Landesmuseums r will mit der Archäologie dort hingehen, wo die Leute sind. Franz Glaser vom Landesmuseum Kärnten hat daher seine Fundstücke schon in den Klagenfurter Cityarkaden ausgestellt und viele Projekte mit Schulen gemacht. „Kinder sind mit viel Freude dabei und sehr scharfe Beobachter“, erzählt er. Selbst ist der gebürtige Linzer „völlig unromantisch“ zur Archäologie gekommen. Zuerst wollte er Kunsterzieher werden, doch aufgrund seines Latein- und Altgriechischunterrichts riet ihm ein Cousin zur Archäologie.

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eine Rolle gespielt hatte. „Wir haben dadurch ein halbes Jahrhundert Kärntner Geschichte neu aufgerollt“, sagt er. Archäologie setzt für Glaser dort an, wo es kaum schriftliche Quellen gibt. Am Anfang steht immer eine geschichtliche Fragestellung. Jedes Ergebnis, ob positiv oder negativ, ist eine Erkenntnis, erklärt er. Oft helfen dem Forscher Hinweise aus der Bevölkerung. Vor allem Kirchen sind wahre Fundgruben, zum Beispiel für Römersteine. Manche Stücke bleiben oft Jahrhunderte unbeachtet, weil die Menschen ihre Bedeutung unterschätzen.

Geschichte neu aufgerollt In seinem Beruf braucht Glaser viel Geduld und Ausdauer. Trocken und langweilig ist dieser aber ganz bestimmt nicht. Glaser erzählt mit viel Begeisterung von überraschenden, einzigartigen und wertvollen Funden. Die Bischofskirche in Teurnia bei Spittal (errichtet um 400 n. Chr.) hat er entgegen aller damals geltenden Thesen entdeckt. Am Hemmaberg bei Globasnitz legte er neben den beiden bekannten noch drei weitere Kirchen frei – ein frühchristlicher Wallfahrtsort, der in Mitteleuropa einmalig ist. Glaser konnte durch den Fund eines ostgotischen Gräberfeldes bei Globasnitz auch als erster nachweisen, dass dieses Volk einst in Kärnten

Funde bitte melden Manchmal kommt es aber auch vor, dass jemand absichtlich einen Fund verheimlicht. „Dabei wird niemandem etwas weggenommen. Eine Hälfte gehört rechtlich dem Finder, die andere dem Grundeigentümer“, erklärt Glaser. Laut Denkmalschutzgesetz ist man jedoch verpflichtet, den Fund für Dokumentationszwecke zu melden. Das kann man bei Polizei, Landesmuseum oder Denkmalamt machen. Meldet man seinen Fund nicht, gehen der Wissenschaft wichtige Erkenntnisse verloren. So wie bei einem Münzfund in Haimburg. In den 70er-Jahren haben Hausbesitzer bei Grabungsarbeiten 300 keltische Groß-

Wie in einem Agentenfilm

Archäologe Franz Glaser mit einem vermutlich mittelalterlichen Schädel. Dieser weist Spuren eines Schwerthiebs und von Tierbissen auf. Foto: LPD/Michael Salbrechter

Manchmal hilft Glaser sein ausgeprägter Spürsinn weiter. Ein geheimnisvoller „Segesta“ schickte ihm, vom schlechten Gewissen geplagt, ein Paket mit Fundstücken aus Teurnia. Glaser hörte sich in den Gasthöfen und Pensionen der Gegend um und bekam Hinweise auf einen Urlauber mit einem Metalldetektor. Er fand auch dessen Adresse heraus und schrieb dem verblüfften „Segesta“ einen Dankesbrief. Es folgte ein Anruf beim Landesmuseum, der Glaser zum 16.30 Uhr-Zug auf dem Klagenfurter Bahnhof führte. Nachdem er dem Schlafwagenschaffner das Codewort „Segesta“ genannt hatte, bekam er eine Reisetasche voll mit weiteren Fundstücken ausgehändigt. Markus Böhm

Infos unter: www.landesmuseum-ktn.at


20 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Den 80er feierte er in seiner Heimat Kärnten Kurt Kaiser lebt seit 56 Jahren in Sao Paulo, Brasilien. Seine runden Geburtstage feiert er aber immer mit Verwandten und Freunden in seiner alten Heimat Kärnten. Zu seinem 80er lud er in den „Sandhof“ in St. Veit/Glan. Dieses Fest nahm Kurts frühere Nachbarin und Jugendfreundin, Edith Hattenberger-Millonig, zum Anlass, der „Zeit für Kärnten“ die Lebensgeschichte des sympathischen Auslandskärntners zu schicken. Kurt wurde am 30. Juni 1930 als drittes von fünf Kindern in Rohnsdorf bei Zweikirchen geboren. Er wuchs in St. Veit auf, machte eine Elektrikerlehre und bildete sich zum Radiomechaniker weiter. Der Technik-Fan ist seit der Segelflugausbildung in Launsdorf begeisterter Segelflieger. Sein „Lieblingsspielzeug“ ist aber eine Puch aus dem Jahr 1952. Als es Kurt am 25. April 1954 in die Ferne zog, wurde er von seiner Mutter und einem Nachbarskind zum Hauptbahnhof St. Veit begleitet. Das Gepäck musste, weil man kein Auto hatte, mit dem Leiterwagen gezogen werden. Zuerst ging

es mit dem Schiff über Dakar nach Rio, die Reise nach Sao Paulo dauerte insgesamt fast zwei Wochen. Kurt arbeitete sich in Brasilien mit viel Fleiß hoch.

Kurt Kaiser mit Tochter Simone (l.), Enkerl Marina und Tochter Andrea (r.) im Fuchspalast St. Veit

Durch seine weltweit tätige Firma für elektronische Schweißmaschinen hat er viele verschiedene Länder gesehen. 1961 hatte er seine Joceline geheiratet. 1962 kam Tochter Andrea zur Welt, die in Wien Musik und Gesang studierte und jetzt Uni-Professorin in Sao Paulo ist. 1966 wurde Tochter Simone geboren, sie ist Chefin einer Bankfiliale. Im vergangenen Jahr musste sich die Familie leider von der geliebten Gattin und Mutter Joceline verabschieden. Kurt zieht es öfter in seine alte Heimat Kärnten, wie eben heuer zum 80er. Auch seine beiden Töchter und Enkerl Marina waren bei der Geburtstagsfeier mit dabei. Markus Böhm

SAO PAULO

Brasilien nimmt von der Fläche her 47 Prozent des Kontinents Südamerika ein. Mit Ausnahme von Chile und Ecuador hat es mit jedem südamerikanischen Land eine gemeinsame Grenze. Brasilien hat über 190 Millionen Einwohner, Hauptstadt ist Brasilia, Amtssprache ist Portugiesisch, bezahlt wird in Real (1 Real = 100 Centavos). Brasilien ist das artenreichste Land der Erde. Bislang wurden etwa 3.000 Wirbeltieroder 55.000 Blütenpflanzenarten entdeckt. Viele sind vom Aussterben bedroht, auch der tropische Regenwald im Amazonasbecken verliert laufend und stark an Fläche.

Liebe Auslandskärntnerinnen und -kärntner!

Die fröhliche Feier-Runde bei Kurt Kaisers 80er im „Sandhof“ St. Veit Foto: Privat (2)

Schicken Sie uns bitte Ihre Geschichten und Fotos per EMail an zeit@ktn.gv.at oder per Post an Amt der Kärntner Landesregierung, Pressebüro, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt. Als kleines Dankeschön gibt es ein Kärnten-Buch und einen Fürstenstein-Anstecker.


21 ZEIT FÜR KÄRNTEN 21

SERVICE

Rückkehr voller Tatendrang

Museum im Lavanthaus: Einblicke und Erlebnisse rst ein Jahr alt ist das Museum im Lavanthaus Wolfsberg, trotzdem wurde es Anfang Oktober bereits mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet, was Wolfsberger Bürgermeister Gerhard Seifried und Museumsdirektor Igor Pucker sehr freut. Das Museum vermittelt ein spannendes Panorama der Region Lavanttal, ihrer Kulturgeschichte, ihrer Natur, ihrer Menschen und Einzigartigkeit. Multimedial und interaktiv aufbereitete Themen, Exponate der volkskundlichen Sammlungen sowie die berühmten Lavanttal-Panoramen des großen Landschaftsmalers Markus Pernhart schaffen Einblicke und Erlebnisse.

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Urzeiten erleben und Geschichte entdecken Aus zahlreichen privaten Sammlungen gibt es außergewöhnliche und erstmals öffentlich präsentierte Objekte. Großes Kino vermittelt die Dokumentation zu den Weltkarrieren von Maria und Maximilian Schell. Die umfangreiche volkskundliche Sammlung zeigt sich in neuen Gestaltungseinheiten. Ein farbenfrohes, digitales Blumenbuch, Blicke auf bedeutende Lavanttaler bis hin zu typischen Ausformungen der Tracht und unverwechselbaren Hörbeispielen talspezifischer Mundart verleihen dem

Museum eine zeitgemäße Qualität und führt zur Neubewertung des Genres „Heimatmuseum“. Karl Brunner

Ein professionelles Team vermittelt - mit vielen zusätzlichen Informationen und unterhaltsamen Erzählungen den „Kosmos Lavanttal“. Kinder und Schulklassen erwartet eine Spurensuche durch das Museum, eine spannende Reise zu gemeinsam entdeckten Geschichten und Geheimnissen. Führungen sind während der Öffnungszeiten gegen Voranmeldung jederzeit möglich.

Öffnungszeiten: bis 18. April 2011 Di bis Do 10-16 Uhr Fr 10-13 Uhr feiertags geschlossen 19. April 2011 – 30. Oktober 2011 Di bis So 10-17 Uhr

Auch zu sehen: typische Lavanttaler Trachten

Ihn wirft so schnell nichts aus der Bahn. Die Rede ist von Kärntens Ski-LanglaufAushängeschild Jürgen Pinter (31) aus der Marktgemeinde Finkenstein am Faakersee. Der siebenfache Staatsmeister und ÖSV A-Kaderangehörige war vier Jahre lang gesperrt. Getreu seinem Homepagemotto „Nimm dein Leben in die Hand und gib nicht auf, dann nimmt das Leben einen anderen Lauf“, hat er jetzt nach seiner Rückkehr in den Langlaufzirkus klare Ziele vor Augen. „Ich will neben den Weltcuprennen auch bei der Nordischen SkiWM 2011 in Oslo im 50 Kilometer Skatingrennen an den Start gehen“, lautet seine Kampfansage. Ruhe und Kraft findet der Familienmensch bei seiner Frau Marion sowie seinen Töchtern, den Zwillingen Fiona & Chiara (4) und Natascha (13). So verbringt er auch jede freie Minute abseits der Loipen in seinem Viermäderl-Haus in Latschach. Doch momentan laufen die Vorbereitungen des Zollwachebeamten auf vollen Touren. „Durch die kulante Arbeitszeitregelung kann ich mich sieben Monate voll auf den Sport konzentrieren.“ Den letzten Schliff für

Foto: Igor Pucker

Langläufer Jürgen Pinter beim Training zum Neustart Foto: privat

seinen Neustart holte er sich mit dem ÖSV ALanglaufkader in Norwegen. Inwieweit sich sein intensives Training beim ersten Weltcuprennen Mitte Dezember in La Clusaz (F) in der Resultatsliste niederschlagen wird, darüber will Pinter nicht spekulieren. „Im Europacup, im März 2010 nach Ablauf meiner Sperre, lief es gut, ich stand zweimal am Stockerl. Wo ich im Weltcup stehe, wird man sehen“, bleibt er Realist. Wichtig wäre aber auch, bis zum Saisonauftakt noch einen Kopfsponsor zu finden. Dass Jürgen auch in anderen Sportarten gut drauf ist, bewies er beim Radbergzeitfahren auf die Baumgartnerhöhe. Mit 9:57,21 Minuten auf der 4,4 km langen Strecke gewann er bei den Hobbyfahrern und hätte bei den Lizenzfahrern Platz neun erreicht. Beim Dolomitenmann 2010 benötigte er für die elf Kilometer lange Berglaufstrecke 1:31,20 und belegte Rang zehn. Michael Zeitlinger


22 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Gute Cafe Restaurant Reiter

Essen für zwei Personen im Cafe Restaurant Reiter. Bitte Postkarte mit Kennwort „Reiter“ bis 10. Jänner 2011 an: Kärntner Landesregierung, Pressebüro, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt

Die Wirtsleute Maria und Karl Mühlsteiger bauen gerade einen Wintergarten, in dem sie Sie gerne willkommen heißen würden Das Cafe Restaurant Reiter bietet saisonale Küche mit Lamm, Kitz, Spargel oder Bärlauch im Frühling, Fischspezialitäten aus dem eigenen Fischteich im Sommer sowie Wild und Pilzen im Herbst. Man kann auch Büffets und Platten als Partyservice bestellen. Wirt Karl Mühlsteiger ist passionierter Jäger und Falkner. Er gibt Interessierten gerne Auskunft über seine beiden Jagdfalken. In unmittelbarer Nähe des Restaurants befinden sich das Museum „19151918“ und der Bahnhof. Es ist auch beliebter Ausgangspunkt für Radtouren.

Familie Matth ias Krenn Maibrunnenweg 15 A 9546 Bad Kle inkirchheim Tel.Nr: 04240 293-0 E-Mail: kaho@ hhbkk.at www.harmony s.at

Cafe Restaurant Reiter Kötschach 270 9640 Kötschach-Mauthen Tel: 04715 – 8710 www.restaurant-reiter.at

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Ob Schneeschuhwandern oder Skitourengehen in den Nockbergen, Skifahren auf bestens gepflegten Pisten, oder eine Rodelpartie mit zünftiger Hütteneinkehr - Bad Kleinkirchheim bietet für jeden Wintersportler etwas, und auch die Entspannung kommt nicht zu kurz, stehen doch hier auch zwei Top-Thermen zur Auswahl.

: e i S n e n n i w e G

Wohlfühlmomente im Harmony`s Kärntnerhof in Bad Kleinkirchheim 3 Tage/2 Nächte für 2 Personen incl. Harmony Verwöhnpension mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, Langschläferfrühstück, ganztägig „Harmonie Tee“, Mittags Suppen und Salate vom Buffet „Sweet Dreams“ am Nachmittag und abends 5-Gang Wahlmenü, Kinderanimation und Entspannen & Genießen in unserer Freizeitanlage mit Hallenbad, Hot-Whirlpool, Saunen, Dampfbäder und in der Massageabteilung

# Frage: Nach wem wurde die Weltcupstrecke in Bad Kleinkirchheim benannt

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Name: Adresse: Telefon: E-Mail: Kleben Sie den ausgefüllten Coupon bitte auf eine Postkarte und senden Sie diese bis 10. Jänner 2011 an Kärntner Landesregierung, Presseburo, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt. Teilnehmen können Sie auch online auf www.ktn.gv.at. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: LPD/Michael Salbrechter

Gratulation den Gewinnern LH Gerhard Dörfler (Mitte) gratulierte Barbara Pape aus Zlam (2.v.r.) zu einem Wellness-Wochenende im Landhof von Andrea Lenzhofer (3.v.r.) in Gundersheim. Inge Spendier aus Brückl (3.v.l.) und Augustin Stirn

aus Weissenbach (2.v.l.) gewannen jeweils ein ANTERO-Snowboard vom Kelag PlusClub. ANTERO-Geschäftsführer Karl Ladler (links) und Kelag-Vorstand Harald Kogler (rechts) gratulierten.


Zeit für Kärnten - Nr. 6/2010  

Willkommen im Schneereich; Hier gibt es den Teuerungsausgleich; Kärnten kooperiert mit seinen Nachbarn

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