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Inhalt 4

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Wahlen 2013 Alle Informationen zur Landtagswahl

BundesheerVolksbefragung Klares Votum für Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst

12 Informationen aus der Landesregierung 19 Menschen beim Land Ein Blick in die Landeswahlabteilung

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Liebe Landsleute Eine Kärntnerin hilft in Tansania

21 Service: Sport

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Platz für Kärnten im weltweiten Ranking der Regionen – Kärnten ist eines der Top Reiseziele der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt der Individualreiseführer „Lonely Planet“ in seinem Trend-Buch „Best in Travel 2013“. Im Reiseführer, der weltweit richtungsweisend ist, wird jährlich eine Wertung bzw. Empfehlung u.a. der Top Urlaubsregionen der Welt abgegeben. Die internationale Werbung, die Kärnten durch diese Top-Platzierung erfährt, ist unbezahlbar für den heimischen Tourismus.

7.

Internationale Schule startet schon im Herbst 2013 Impressum: Medieninhaber & Verleger: Land Kärnten; Herausgeber: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 1 – Landesamtsdirektion / Landespressedienst, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt, Tel.: 050 536 10202, Fax: 050 536 10200, E-Mail: abt1.lpd@ktn.gv.at; Vorbehaltlich Irrtümer und Druckfehler Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: Land Kärnten. Grundlegende Richtung: „Die Zeit für Kärnten“ ist die offizielle Landeszeitung des Landes Kärnten und Informationsmedium der Kärntner Landesregierung. Sie wird kostenlos an alle Haushalte in Kärnten versendet und informiert die Bürger über die Arbeit der Landesregierung und Landesverwaltung sowie über weitere Themen aus dem Bundesland Kärnten. Coverfoto: Carletto Photography www.carletto.at Model: Sonja Mahr

Große Chance für Standort Kärnten Kärnten bekommt eine internationale Schule mit den Unterrichtssprachen Deutsch und Englisch. Im Herbst 2013 soll sie mit den Volksschulklassen 1 bis 4 in der ehemaligen Tourismusfachberufsschule in Oberwollanig bei Villach starten, dieses Gebäude ist aber nur eine Übergangslösung. 2014 soll eine internationale Neue Mittelschule folgen, danach eine Oberstufe. Das Land Kärnten trägt rund 300.000 Euro im Jahr bei, Mittel kommen auch von Stadt Villach,

Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Kärntner Privatstiftung. Kärnten investiert insgesamt viel in den Bildungsbereich, wie etwa in den Neubau der Tourismusberufsschule in Warmbad Villach. Die internationale Schule erschließt nun einen weiteren Bereich.

Infos unter: www.cic-network.at


ZEIT FÜR KÄRNTEN 3 Foto: Karl Brunner

Editorial LH Gerhard Dörfler Tel.: +43 (0) 50 536 22101 gerhard.doerfler@ktn.gv.at

Liebe Kärntnerinnen und Kärntner! Am 3. März 2013 sind die Kärntnerinnen und Kärntner aufgerufen, ihren Landtag neu zu wählen. Ich ersuche darum, das Wahlrecht wahrzunehmen und die Stimme abzugeben. Kärnten ist erfolgreich unterwegs. Die Ortstafellösung brachte ein neues Miteinander im Land. Auch bei den Nachbarschaftsbeziehungen gibt es eine neue Qualität. Kärnten pflegt vielfältige Kontakte zu seinen Nachbarn, so wurde die Euregio „Senza Confini“ mit FriaulJulisch Venetien und mit dem Veneto gegründet, ein Kooperationsvertrag mit dem Kanton Sarajevo wird finalisiert. Erfreulich war, dass die Kärntnerinnen und Kärntner klar Ja zu Bundesheer und Zivildienst sagten. Sie wissen, was sie an Bundesheer und Zivildienst haben.

Soforthilfe für Mitarbeiter von GriffnerHaus und Legat Große Chance für Standort Kärnten Die insgesamt 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden in Konkurs befindlichen Firmen GriffnerHaus und Bäckerei Legat werden vom Land Kärnten unterstützt. Für sie wurde eine Soforthilfe von rund 400.000 Euro aus dem Fonds „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ beschlossen. Die bis zu 2.000 Euro pro Mitarbeiter sind eine Überbrückungshilfe, bis der Insolvenzentgeltfonds die ausstehenden Löhne bezahlt. Die betroffenen Mitarbeiter unterfertigen eine Inkassovollmacht, sodass der Insolvenzentgeltfonds dann ihre Ansprüche mit dem Sozialre-

ferat gegenverrechnen kann. Erfahrungsgemäß dauert es bis zu einigen Monaten, ehe der Insolvenzentgeltfonds alle Formalitäten bis zur Auszahlung der Löhne erledigen kann. Arbeitnehmer sind bis dahin oft ohne Einkommen.

Foto: picturedesk.com

Kärnten ist intensiv bemüht, die Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, etwa durch die Internationale Schule in Villach, Ausbau des Technologieparks Villach, Turboladerwerk Bosch-Mahle in Südkärnten u.v.m. Zugleich wird der Sparkurs zur Konsolidierung der Landesfinanzen fortgesetzt. Alle Bemühungen werden gebündelt, um Kärnten als Bildungs- und Wirtschaftsstandort und zugleich als soziales Bundesland zu festigen. Soforthilfe gab es für die Hochwasseropfer in Lavamünd, aber auch Überbrückungshilfen für Insolvenz-Opfer. Hauptziel der Politik muss aber jedenfalls der Arbeitsmarkt sein. Unter dem Motto „nicht Arbeitslosigkeit verwalten, sondern Zukunft gestalten“ müssen wir den Kampf gegen die Krise in Kärnten meistern.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler


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WAHLSERVICE

Landtagswahl 2013: Ihre Stimme zählt! Am 3. März wird in Kärnten der Landtag gewählt. Alle Informationen finden Sie hier Wer ist wahlberechtigt? Für die Landtagswahl wahlberechtigt sind alle österreichischen Staatsbürger, die am Tag der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet haben und am Stichtag (2. 1. 2013) die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen sind und in Kärnten ihren Hauptwohnsitz haben – insgesamt 440.742 Personen, davon 229.499 Frauen und 211.243 Männer.

Wer wird gewählt? Bei der Landtagswahl werden die 36 Abgeordneten für den Kärntner Landtag gewählt. Dafür kandidieren landesweit zehn Parteien: · FPK (Die Freiheitlichen in Kärnten – Liste Gerhard Dörfler) · SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs, Peter Kaiser) · ÖVP (Österreichische Volkspartei, Gabriel Obernosterer, Wolfgang Waldner) · GRÜNE (Die Grünen – Die Grüne Alternative Kärnten, Rolf Holub) · TEAM STRONACH für Kärnten · BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich – Liste Josef Bucher) · PIRAT (Piratenpartei Österreich) · ASOK (Allianz Soziales Kärnten/Aliansa Socialna Koroska) · STARK (Liste Stark) · LPÖ (Lebenswerte Partei Österreichs)


WAHLSERVICE Fliegende Wahlkommission Menschen, die nicht in der Lage sind, ein Wahllokal aufzusuchen, können den Besuch einer „fliegenden Wahlkommission“ beantragen. Der Antrag ist spätestens am 27. Februar 2013 mündlich oder schriftlich bei der zuständigen Gemeinde zu stellen.

Ergebnisse der Wahl am 1. März 2009 BZÖ: 159.926 Stimmen, 44,4 Prozent, 17 Mandate SPÖ: 102.385 Stimmen, 28,7 Prozent, 11 Mandate ÖVP: 59.955 Stimmen, 16,8 Prozent, 6 Mandate Grüne: 18.336 Stimmen, 5,2 Prozent, 2 Mandate FPÖ: 13.383 Stimmen, 3,8 Prozent Sonstige: 2.289 Stimmen, 0,6 Prozent

Foto: Carletto Photography www.carletto.at

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WAHLSERVICE

Foto: Gert Eggenberger

Der Sitzungssaal des Kärntner Landtages

Wie vergebe ich eine Vorzugsstimme? Der Wähler hat starke Einflussmöglichkeiten auf die Reihung der Kandidatenliste einer Partei. Auf dem Stimmzettel für die Landtagswahl können Sie rechts neben der Parteibezeichnung in einer eigenen Spalte bis zu drei Kandidaten der gewählten Partei eintragen und diesen damit eine Vorzugsstimme geben. Achtung: Sie können nur Vorzugsstimmen an Kandidaten der von Ihnen gewählten Partei vergeben!

Stimmabgabe vor dem Wahltag Es gibt auch die Möglichkeit, seine Stimme bereits vor dem eigentlichen Wahltag abzugeben. Dazu hat in

Foto: Carletto Photography www.carletto.at


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WAHLSERVICE

Wahlkreise und Mandate Wahlkreis 1: Klagenfurt-Stadt und Klagenfurt-Land. 9 Mandate Wahlkreis 2: Völkermarkt, St. Veit a. d. Glan, Wolfsberg. 10 Mandate Walkreis 3: Villach-Stadt und Villach-Land. 8 Mandate Wahlkreis 4: Feldkirchen, Hermagor, Spittal a. d. Drau. 9 Mandate

Der Kärntner Landtag

jeder Kärntner Gemeinde am 22. Feb. 2013 ein Wahllokal mindestens von 18 bis 19 Uhr geöffnet (Auskunft über die genauen Öffnungszeiten bei der jeweiligen Gemeinde).

Briefwahl Wer am Wahltag verhindert ist, kann auch von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen. Dazu muss bis 27. Februar 2013 schriftlich oder spätestens am 28. Februar 2013, 12.00 Uhr, mündlich eine Wahlkarte bei der Hauptwohnsitzgemeinde beantragt werden (Identitätsnachweis z. B. durch Kopie des Reisepasses oder Führerscheins, Passnummer beilegen). Eine telefonische Beantragung einer Wahlkarte ist nicht möglich.

Briefwahl ist sowohl vom Inland als auch vom Ausland aus möglich. Dazu müssen Sie die ausgefüllten amtlichen Stimmzettel in das beigefarbene Wahlkuvert geben, dieses wird verschlossen und in die jeweilige Wahlkarte gelegt. Auf der Rückseite der Wahlkarte füllen Sie die jeweiligen Felder entsprechend aus und senden sie per Post an die zuständige Bezirkswahlbehörde (Die Adresse ist bereits aufgedruckt). Achtung: Eine Wahlkarte für die Landtagswahl muss spätestens am Wahltag (3. März) bis 17.00 Uhr bei der jeweiligen Bezirkswahlbehörde einlangen, damit die Stimme gezählt wird.

Der Kärntner Landtag ist das Einkammern-Parlament des Landes Kärnten. Seine 36 Mitglieder werden für eine Legislaturperiode von fünf Jahren über ein Listenwahlrecht gewählt. Die Abgeordneten werden nach den Prinzipien des gleichen, unmittelbaren, geheimen und persönlichen Wahlrechts gewählt. Sie sind in der Ausübung ihres Mandates an keinen Auftrag gebunden (freies Mandat). Der Landtag ist die gesetzgebende Körperschaft des Landes (Legislative). Er ist auch zuständig für die Wahl des Landeshauptmanns, seiner zwei Stellvertreter und von vier Landesräten, die zusammen die Landesregierung bilden.


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LANDESREGIERUNG AKTUELL

Foto: picturedesk.com

Votum für Bundesheer ist eindeutig Österreicherinnen und Österreicher haben ein klares Zeichen gesetzt ehr erfreut zeigt sich Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der sich immer klar für Wehrpflicht und Zivildienst als wichtige Säulen der Sicherheit und des Sozialbereiches ausgesprochen hat, über das eindeutige Votum für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst bei der Volksbefragung. In Kärnten gab es eine Wahlbeteiligung von 50,26 Prozent, für die Wehrpflicht und den Zivildienst stimmten 63,16 Prozent. „Die Menschen wissen, was sie am Bundesheer haben“, überrascht Dörfler das

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klare Ergebnis der Volksbefragung nicht. Die Kärntner Bevölkerung hat ein klares Zeichen der Ablehnung der „Unsicherheitspolitik“ rund um das österreichische Bundesheer gesetzt. „Mit dem eindeutigen Ausgang ist nun endgültig und letztmalig klargestellt, dass die Bevölkerung genug von der Politik des Slalomfahrens rund um die Sicherheit hat. All jenen, die der Idee eines Berufsheeres nachgelaufen sind, ist damit eine klare Absage erteilt.“

Hilfe im Gesundheitsbereich

Hilfe nach SturmKatastrophen Foto: Bundesheer-Wenzel Andy

Das Ergebnis der Volksbefragung zeigt, dass man in Kärnten das Dienen als wichtige gesellschaftliche Aufgabe sieht. Die Vermittlung von Sozialkompetenzen an junge Menschen wie Teamfähigkeit, Grüßen oder Pünktlichkeit ist wichtig. „Aus persönlichen Gesprächen mit Vertretern von Sozial- und Blaulichtorganisationen weiß ich, dass diese stark für die Wehrpflicht und eine Sicherstellung des Zivildienstes gestimmt haben“, so Dörfler. Auch Menschen im bäuerlichen Bereich schätzen die Hilfe durch Zivildiener ebenso sehr wie ältere Menschen. Besonders wichtig ist auch der Einsatz des Bundesheeres im Katastrophenfall. Als Beispiel nennt Dörfler den Bezirk Hermagor mit 72,50 Prozent für die Wehrpflicht. Die Menschen hier haben nicht vergessen, dass das Bundesheer und die Rekruten bei der Schneekatastrophe von 2008 Millionenschäden verhindert haben. Als


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LANDESREGIERUNG AKTUELL

„Dankeschön der Bevölkerung“ für die Hilfe nach den Sturmschäden durch das Tief „Paula“ wertet er die 66,69 Prozent im Bezirk Feldkirchen (83 Prozent in der Gemeinde Albeck) und die 64,85 Prozent im Bezirk St. Veit.

Gesellschaftswerte“ entstehen. Dörfler will zudem, dass Grundwehr- und Zivildiener gleich viel bekommen wie jemand, der Sozialleistungen empfängt, also monatlich rund 740 Euro. Verteidigungsminister Norbert Darabos als „flammenden Befürworter des Berufsheeres“ traut Dörfler diese

Von Bedeutung ist zudem, dass das Bundesheer nunmehr als Faktor für Wirtschaft (Kasernenstandorte), Sport (Unterstützung bei Großveranstaltungen) und Kultur (Militärmusik) sichergestellt ist. „Die Zentralisten haben das Spiel verloren, es hat sich gezeigt, dass die Föderalisten näher an den Menschen sind“, kommentiert Dörfler das Volksbefragungsergebnis. Er fordert eine Reform der Grundausbildung, so sollten die Rekruten u.a. verstärkt in Erster Hilfe und Katastrophenschutz ausgebildet werden. So könnten „lebenslange

Hilfe bei Schneekatastrophen Foto: BundesheerPuska Arno

Reformen nicht zu und fordert daher dessen Rücktritt. „Darabos hat das Bundesheer sowie die Sozial- und Blaulichtorganisationen lange verunsichert. Wir brauchen jetzt einen Minister mit Leidenschaft für das Bundesheer, der den Auftrag der Bürgerinnen und Bürger umsetzt“, so Dörfler.


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LANDESREGIERUNG AKTUELL Foto: LPD/Josef Bodner

LH Dörfler und StS Ostermayer bei der Aufstellung der zweisprachigen Ortstafel in Sittersdorf

Ein neues Miteinander im Land Viel wurde in den letzten Jahren für Kärnten verwirklicht – das Wichtigste war die historische Lösung der Ortstafelfrage as Land Kärnten erfolgreich in die Zukunft zu führen, war immer mein Ziel, betont Landeshauptmann Dörfler. So konnten zahlreiche Projekte im Sinne des Landes Kärnten umgesetzt und damit Positives für das Land bewegt werden. Größter Meilenstein waren die Erfolge auf europäischer Ebene in Brüssel hinsichtlich der Koralmbahn, die als Teil der Baltisch-Adriatischen Achse in das Core-Netzwerk der Europäischen Union aufgenommen wurde. Zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Anrainerstaaten, der Wirtschaft und auch einige Termine in Brüssel wurden von Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler absolviert, Höhepunkt war das Treffen der Regionsvertreter mit EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und mit EU-Regionalkommissar Johannes Hahn. Das Projekt Koralmtunnel schreitet sehr gut voran. Kürzlich hat es im steirischen Leibenfeld

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den offiziellen Startschuss für die maschinellen Hauptvortriebsarbeiten mit dem 2.000 Tonnen schweren und 10.900 PS starken Koloss „Mauli 1“ gegeben. In etwa zwei Monaten wird auch die zweite Tunnelvortriebsmaschine „Mauli 2“ ihre Arbeit aufnehmen. „Die Akzeptanz ist unumstritten, wir haben durch hohe Umweltbaumaßnahmen erreicht, dass die Menschen das Projekt mittragen. Bis 2017 werden 1,2 Milliarden Bundesmittel allein in Kärnten verbaut sein“, so Dörfler. Im Fokus von Dörfler stehen Straßenbauprojekte, wie die Umsetzung der Umfahrung in Völkermarkt, die Umfahrung St. Michael ob Bleiburg, der vierspurige Ringausbau in Klagenfurt, die Errichtung der Jörg Haider-Brücke und damit die direkte Verbindung Südkärntens mit der A2 Südautobahn oder aber der Ausbau der B 100.

Bosch Mahle plant Großinvestition Foto: LPD/Josef Bodner

Seit 15. Juli 2012 ist die Umfahrung Bad St. Leonhard in Betrieb, wo die Baukosten um insgesamt 18 Millionen Euro reduziert werden konnten und für die gesamte Umfahrung rund 31 Millionen Euro ausmachen. Die Umfahrung brachte eine massive Entlastung, eine Reduktion der schädlichen Emissionen im Stadtzentrum und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. „Es ist mir wichtig, die Straßen in Kärnten auf Vordermann zu bringen, um den


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LANDESREGIERUNG AKTUELL Menschen sowie den Wirtschaftsunternehmen gute Verkehrswege zu bieten und damit die Wirtschaft zu stärken“, erklärt Dörfler. Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs wie mit der S-Bahn oder dem Kärnten-Takt konnten

gescheiterten Lösungsversuchen gelungen, endlich ein Ende des Dauerkonfliktes herbeizuführen. „Der Weg bis hin zur Lösung der Kärntner Ortstafelfrage war ein sehr steiniger. Durch umsichtiges Handeln, die Einbindung aller Entscheidungsträger inklusive der

Millionen Euro, in Oberkärnten wurde der Lieserradweg-Abschnitt Malta/Gries-Gmünd eröffnet und in den letzten acht Jahren sind rund drei Millionen Euro in 16 km am Görtschitztalradweg investiert worden.

„Meine Politik ist eine des Anpackens, Umsetzens und Tuns“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler Sehr positiv ist auch das Memorandum für eine zweite Vollröhre beim Karawankentunnel gemeinsam mit dem damaligen slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlacic. „Damit ist der Vollausbau garantiert.“ Vor kurzem wurde LH Dörfler Ehrenbürger der Stadt Tarvis Foto: LPD/fritzpress

gute Alternativen zum Individualverkehr geschaffen werden, die gerade in Zeiten des hohen Spritpreises wichtiger denn je sind. Mit Einführung der S-Bahn wurde das Angebot um 310.000 Fahrplankilometer erhöht, dadurch werden täglich rund 60 Verbindungen mehr gefahren. Die Ticketverkäufe sind im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent gestiegen, bei den Wochenund Monatskarten gibt es ein Plus von 10,7 Prozent. Dies bedeutet, dass seit der Einführung des Kärnten-Taktes 2009 rund 1.000 Personen jährlich auf die Bahn umsteigen. In den letzten zehn Jahren hat es viele Bemühungen – von der Bahnhofsoffensive bis zum Wagenmaterial - gegeben. 34,5 Millionen Euro wurden beispielsweise für eine neue Betriebsführungszentrale in Villach ausgegeben, zu erwähnen sind auch der Bau der neuen Draubrücke in Villach und die Investition von rund sieben Millionen Euro in den Umbau des Bahnhofs Spittal. Der größte Erfolg des Landeshauptmanns war aber die Lösung der Kärntner Ortstafelfrage. Ihm ist es dabei 56 Jahre nach dem Staatsvertrag und nach unzähligen

Bürger war es aber möglich, zu einer Lösung zu kommen, hinter der das ganze Land steht“, so Dörfler, für den die Lösung der Kärntner Ortstafelfrage ein Symbol für das neue Miteinander im Land ist. Mit der jüngst beschlossenen Großinvestition von 77 Millionen Euro im Bosch Mahle Turboladerwerk wird auch der wirtschaftliche Aufschwung in Südkärnten fortgesetzt. 200 neue Arbeitsplätze können dadurch geschaffen werden. Eine Familien-Betreuungsoffensive machte Kärnten zum Familienbundesland Nummer eins. „Durch die unterschiedlichsten Familienförderungsprogramme, den massiven Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, die Schaffung von über 800 Frauenarbeitsplätzen allein in diesem Bereich war es möglich, die Familienpolitik im Land neu auszurichten, um für Familien eine gute Basis zu schaffen“, so Dörfler. Durch die Radwegoffensive wurden in den letzten fünf Jahren rund 60 km neue Radwege gebaut. So beispielsweise die 16 Radwegkilometer im Gurktal mit einer Gesamtinvestition von rund drei

Die Tunnelvortriebsmaschine „Mauli 1“ arbeitet sich mit 10.900 PS durch den Berg Foto: ÖBB

Auch eine neue Qualität der Nachbarschaftspolitik hat sich entwickelt, viele Kontakte und Besuche haben dies bewirkt. Die „Euregio Senza Confini – ohne Grenzen“ ist nun endgültig Wirklichkeit. Der Gründungsvertrag zu diesem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit wurde von den Präsidenten des Veneto und FriaulJulisch Venetiens, Luca Zaia und Renzo Tondo, sowie von Landeshauptmann Gerhard Dörfler in Venedig unterzeichnet. Ein Höhepunkt war auch der gelungene und sehr freundschaftliche Kärnten-Besuch des Dalai Lama. „Kärnten ist auf einem guten Weg und wir fahren einen erfolgreichen Sanierungskurs mit dem Ziel, das Nullbudget bis 2015 zu erreichen“, betont der Landeshauptmann.


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LANDESREGIERUNG AKTUELL

Um 45 Euro durch Kärnten JUGEND.mobil-Ticket für Kärntens Schüler und Lehrlinge spart Kosten und schont die Umwelt b zu Freunden, zum Sport oder in die Disco – mit Bus oder Bahn kommen Kärntens Jugendliche kostengünstig, schnell und sicher an. Möglich macht es das neue JUGEND.mobil-Ticket für Schüler und Lehrlinge bis zum 24. Lebensjahr. Dieses attraktive Mobilitätsangebot – eine Halbjahresnetzkarte – gilt ab den Semesterferien bis zum 8. September 2013 und kostet 45 Euro. „Gemeinsam mit allen Verkehrsunternehmen der Kärntner Linien hat das Land Kärnten dieses Testangebot gestartet“, sagt Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler. Jugendliche können nun sicher mobil sein und für den öffentlichen Verkehr ist diese Initiative aus Umwelt- und Kostengründen wichtig. „Der öffentliche Verkehr ist ein wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor“, so der Verkehrsreferent und weist auf die starken Zunahmen bei den Fahrgastzahlen hin.

O Polizist Ferdinand

Liebe Kinder, liebe Eltern! Diesmal habe ich ein paar Tipps rund ums Autofahren für euch. Kinder benötigen im Auto IMMER einen eigenen Sitz! Das gilt auch dann, wenn ihr nicht mit Mama und Papa, sondern zum Beispiel mit Oma und Opa unterwegs seid. Schnallt euch in eurem Sitz immer an – egal wie lang oder kurz die Fahrt dauert. Nur so kann euch nichts passieren, wenn das Auto einmal schnell bremsen muss. Für alle Eltern die Vorschrift im Detail: Kinder bis 14 Jahre und kleiner als 1,50 Meter benötigen eine dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechende Rückhaltevorrichtung, die nur auf Fahrzeugsitzen, die mit einem passenden Sicherheitsgurt ausgestattet sind, verwendet werden darf. Die Verwendung und Beschaffenheit von Kindersitzen ist gesetzlich genau geregelt – bei Verstößen drohen hohe Strafen.

Die Ziele des JUGEND.mobil-Tickets sind vielfältig: Es geht um ein attraktives Öffi-Angebot für alle Jugendlichen, um einen einfachen Zugang zum öffentlichen Verkehr, geringe Mobilitätskosten, höhere Verkehrssicherheit, mehr Flexibilität, weniger Umweltbelastung und auch um die bessere Auslastung des öffentlichen Verkehrs.

Schüler oder Lehrlinge unter 24 Jahren mit Hauptwohnsitz in Kärnten bekommen das Ticket, wenn die Schule oder der Lehrbetrieb ebenfalls in Kärnten ist. Die Pauschalierung der Schüler und Lehrlingsfreifahrt bedeutet auch eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung und es werden Kosten gespart. Antragsformulare für das neue Ticket kann man bei den Ausgabestellen (Bahnhöfe oder PostbusKundenbüros) holen. Gültig ist das Ticket ab den Semesterferien bis zum 8. September 2013. Für Schüler und Lehrlinge mit einer gültigen Aufzahlungsvariante (Plus-, Komfortkarte oder Lehrlingsjahreskarte) gilt diese Karte bereits als JUGEND.mobil-Ticket, sie darf kärntenweit benützt und muss nicht getauscht werden. Die Karte fungiert auch als Jugendkarte und Schülerausweis, zudem bietet sie Vergünstigungen.

Info: www.kaerntner-linien.at

LH Gerhard Dörfler Tel.: +43 (0) 50 536 22101 E-Mail: gerhard.doerfler@ktn.gv.at

Umfangreiche Informationen über die Gesetzeslage sowie Tipps rund um den Kauf eines Kindersitzes und Produkttests findet man beim ÖAMTC im Internet: www.oeamtc.at/kindersitze Und laufend aktuelle Neuigkeiten rund um Verkehrssicherheit und Freizeit gibt's auf meiner Facebookseite: www.facebook.com/polizist.ferdi Gute Fahrt!

Euer Polizist Ferdinand

Foto: picturedesk.com


LANDESREGIERUNG AKTUELL

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Teuerungsausgleich ist wichtige Sozialaktion „Politik liegt dort richtig, wo sie den Menschen hilft, denn jemand, der Hilfe braucht, soll diese auch bekommen“, sagt LH Gerhard Dörfler zum Teuerungsausgleich. Diese wichtige Sozialaktion des Landes Kärnten ist eine oft lebensnotwendige Unterstützung, viele haben kein Einkommen zum Auskommen.

LH Gerhard Dörfler mit „Lebensland Kärnten“-Chef Albert Kreiner

Bei der Teuerungsausgleichsaktion 2012/13 wurden bis dato 14.306 Anträge persönlich gestellt, in Summe wurden daraufhin 1.887.330 Euro bar ausbezahlt. Weiters wurden 5.750 schriftliche Anträge (rund 750.000 Euro) bearbeitet. Barauszahlungen sind in den Bürgerbüros in Klagenfurt und Villach noch bis 28. 2. 2013 möglich. Anträge zur Post/Banküberweisung können bis zum 15.3.2013 eingebracht werden.

Kärnten soll ein „green country“ werden Mehr Bewusstsein für Energieeffizienz & erneuerbare Energien schaffen 050 ist das Symboljahr der Energiewende. Bis dahin will Europa sein Energiesystem Schritt für Schritt dekarbonisieren und mindestens einen 80-ProzentAnteil an erneuerbaren Energien erreichen. Notwendig dafür sind Mut und Entscheidungen, zu investieren und mehr Bewusstsein für Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien zu schaffen.

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Landeshauptmann Gerhard Dörfler betont, dass energieeffiziente Standorte die Standorte der Zukunft sind. Kärnten denkt in diesem Sinne ganzheitlich, verweist er auf die Initiative „Lebensland Kärnten“, die Projekte rund um die E-Mobilität, die „Sonnenstadt St. Veit“ und auch den Bau von Reißeck II. „Wir wollen ein ‚green country‘ werden“, so Dörfler. Er appelliert für eine Analyse unseres täglichen Verhal-

tens und weist darauf hin, dass wir in unserer Wegwerfgesellschaft auch viel Energie „wegwerfen“. Energie sollte genutzt und nicht verbraucht werden. Der Landeshauptmann streicht auch die Wichtigkeit einer entsprechenden Be-

wusstseinsbildung hervor: „Die Menschen brauchen Bilder, um zu sehen woher kommt meine Energie, wie kann ich sie effizient und vernünftig nutzen. Sie müssen erkennen, dass sie Teil des Systems sind und vieles selber bewirken können.“

Die Bilanz von „Lebensland Kärnten“ kann sich sehen lassen. Ob als Testland für die Mercedes-Benz A-Klasse eCell-Flotte oder als Kooperationspartner von Photovoltaikanlagen der „Sonnenstadt St. Veit“ – „Lebensland Kärnten“ kann für das Jahr 2012 großartige Zahlen vorweisen.

Übersicht (Stand Oktober 2012): · 217.475 Kilometer haben die 15 elektrobetriebenen Mercedes-Benz A-Klasse eCell, für die Kärnten seit rund zwei Jahren Testregion ist, bisher heruntergespult. · 246 Testfahrerinnen und Testfahrer nutzten die Gelegenheit, eine Woche mit einem eCell unterwegs zu sein. · 21.747,50 Kilogramm CO2 konnten dadurch eingespart werden. · 250 Ladestationen gibt es in ganz Kärnten. · 1,5 Mio. kWh Strom erzeugen fünf Photovoltaikkraftwerke der „Sonnenstadt St. Veit" in der Innenstadt. · 450 bis 500 Haushalte können damit versorgt werden.


14 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Foto: Büro LHStv. Scheuch

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Europäischer Freiwilligendienst Jeder Jugendliche sollte die Chancen nutzen und Auslandserfahrung machen Im Rahmen des EU-Programms „Jugend in Aktion“ stehen heuer in Österreich 3,7 Millionen Euro Fördermittel für Jugendprojekte bereit. Gefördert werden zum Beispiel der Austausch von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, der Europäische Freiwilligendienst (EFD), aber auch lokale Initiativen und Jugendbeteiligungsprojekte. „Jugend in Aktion“ fördert Jugendprojekte auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene und bietet darüber hinaus die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts. Kärntner Jugendliche zwischen 16 und 30 Jahren können so kostenlos maximal zwölf Monate ins Ausland gehen. „Das ist eine Chance, die jeder nutzen sollte – auch unsere Kärntner Lehrlinge“, erklärt Jugendreferent LHStv. Kurt Scheuch. Durch den EFD können Jugendliche beispielsweise die einmalige Gelegenheit nutzen, Erfahrungen in einem Jugendzentrum in Spanien, einem Naturpark in Frankreich oder einem Radiosender in Italien zu sammeln. Alle anfallenden Kosten wie Unterkunft, Ve r p f l e g u n g , Taschengeld, Sprachkurs, Versicherung, R e i s e ko s t e n , Begleitseminare etc. werden bezahlt. „Besonders hervorzuheben ist, dass beim Europäischen Freiwilligendienst keine Vorkenntnisse, Sprachkenntnisse oder sonstige Qualifikationen erforderlich sind“, so Scheuch.

Infos unter: www.jugend.ktn.gv.at

LHStv. Kurt Scheuch stellte gemeinsam mit Werner Lippitz, WK-Obmann der Kärntner Gastronomie, und Robert Korb, Jugendschutzbeauftragter der WK-Fachgruppe Gastronomie, die neue Auszeichnung vor

Jugendschutz muss uns alle angehen Jugendfreundliche Gastronomiebetriebe werden ausgezeichnet ie Verantwortung der Wirte beim Ausschank von alkoholischen Getränken an Jugendliche ist sehr groß. Daher hat das Landesjugendreferat gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine Auszeichnung für besonders jugendfreundliche Gastronomiebetriebe erarbeitet. „Unsere Initiative soll eine Wertschätzung gegenüber Gastronomiebetrieben sein, die aktiven Jugendschutz im Bereich des Alkoholausschanks betreiben. Um die Auszeichnung zu erhalten, muss der Betrieb gewisse Voraussetzungen, wie beispielsweise Mitarbeiterschulungen, erfüllen und auf Trinkspiele oder beispielsweise eine Happy Hour verzichten“, erklärt Jugendreferent LHStv. Kurt Scheuch.

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Mit diesem Vorzeigeprojekt sollen Betriebe die Möglichkeit haben, die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen als Qualitätsmerkmal ihres Betriebes anzuführen. Den Mittelweg zwischen der Rolle des

guten Gastgebers und jener des verantwortungsvollen Unternehmers zu finden ist nicht einfach. Zur Erlangung der Auszeichnung müssen zwei Punkte verbindlich eingehalten werden: Der Betreiber muss alle gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen kennen und die nötigen Maßnahmen zur Umsetzung treffen. Weiters muss es Schulungen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes geben. Weitere Punkte sind aktive Einlassund Alterskontrollen mittels Reisepass, Personalausweis oder Jugendkarte, Hinweisanbringung zum Thema Jugendschutz auf Werbemitteln, Benützung von Jugendschutzbändern, Angebot von drei attraktiven nichtalkoholischen Getränken, Aushang des Jugendschutzgesetzes etc.

1. LHStv. Kurt Scheuch Tel.: +43 (0) 50 536 22201 E-Mail: kurt.scheuch@ktn.gv.at


Jeder kann Leben retten und helfen

Foto: picturedesk.com

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Aktion „144 – das merk ich mir! Helfen macht Schule!“ ist ein Erfolgsmodell. Mehr als 1.300 Schüler in Erster Hilfe ausgebildet nfälle können überall passieren, ob im Straßenverkehr, auf dem Weg zur Schule, auf der Skipiste oder im häuslichen Umfeld. Damit Kärntens Schülerinnen und Schüler wissen, was im Notfall zu tun ist und wie sie Leben retten können, wurde auf Initiative von Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser die Kampagne „144 – das merk ich mir! Helfen macht Schule!“ ins Leben gerufen. Dabei kann um nur zehn Euro von Oberstufenschülern ein 16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden, der auch für den Führerschein angerechnet wird.

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„Ich freue mich, dass mittlerweile bereits über 1.300 Schüler unser Angebot in Anspruch genommen haben“, sagt Kaiser. Wichtig ist es, in Notfall-Situationen nicht tatenlos zuzusehen, sondern zu wissen, was zu tun ist und sofort zu handeln, denn gerade Hilfsmaßnahmen in den ersten Minuten können Leben retten. Die Aktion „144 – das merk ich mir! Helfen macht Schule!“ ist eine Foto: Büro LHStv. Kaiser

Kooperation des Gesundheitsreferates mit dem Verein Gesundheitsland Kärnten, dem Roten Kreuz, dem Landesschulrat und dem Jugendrotkreuz. Direkt an den Schulen werden Erste-Hilfe-Kurse durch das Jugendrotkreuz Kärnten angeboten. Ein Blick auf die aktuellen Unfallzahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verdeutlicht die Wichtigkeit der Aktion: So verunfallten in Kärnten im letzten Jahr 169 Mopedlenker zwischen 16 und 18 Jahren, 161 wurden dabei verletzt. Bei den jugendlichen PKW-Lenkern ist die Zahl ähnlich hoch: Hier gab es 155 Unfälle mit 71 Verletzten. „Mit unserer Kampagne wollen wir nicht nur die Zahl der Verletzten senken, sondern auch zur Sensibilisierung zur Ersthilfe beitragen. Nicht wegschauen, sondern erste Maßnahmen einleiten, sollte die Devise am Unfallort lauten“, erklärt Kaiser.

2. LHStv. Peter Kaiser Tel.: +43 (0) 50 536 22601 E-Mail: peter.kaiser@ktn.gv.at

LHStv. Peter Kaiser ermöglicht Oberstufenschülern Erste-Hilfe-Kurs

Mit der richtigen Ernährung gesund ins Leben starten Präventionsprojekt „Richtig essen von Anfang an“ ist Investition in die Gesundheit und Lebensqualität der Kinder Übergewicht und Adipositas nehmen vor allem bei Kindern und Jugendlichen immer mehr zu. In Kärnten wird deshalb seit nunmehr einem Jahr mit dem Projekt „Richtig essen von Anfang an“ (REVAN) gegengesteuert. Das Projekt des Gesundheitsreferates des Landes und der Kärntner Gebietskrankenkasse dauert insgesamt drei Jahre und richtet sich hauptsächlich an Schwangere, Stillende und Kleinkinder. Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser spricht in seiner Einjahresbilanz von „Investitionen in die Zukunft, Gesundheit und Lebensqualität unserer Kinder“ und betont, dass „der Grundstein für eine lebenslange Gesundheit bereits in frühester Kindheit gelegt wird“. Übergeordnetes Projektziel von REVAN ist laut Kaiser die für alle zugängliche Weitergabe von qualitätsgesicherten, praxistauglichen und österreichweit einheitlichen Ernährungsempfehlungen während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie im ersten Lebensjahr eines Kindes. „Das Projekt hat sich als gut funktionierendes Präventionsmodell für einen optimalen Start ins Leben etabliert“, so der Gesundheitsreferent. Konkret sind im Jahr 2012 auf 90 Veranstaltungen insgesamt 473 Personen erreicht worden. Darüber hinaus ist REVAN treibende Kraft hinsichtlich des Ausbaues der „Baby-friendly Hospital Initiative“, mit dem Ziel, das Wohlbefinden für Mutter und Kind während eines Krankenhausaufenthaltes zu verbessern.

Info: Alle aktuellen Workshoptermine 2013 finden Sie in unseren REVAN-Foldern bei Ihrem Arzt oder auf der REVAN-Homepage www.richtigessenvonanfangan-kaernten.at


16 ZEIT FÜR KÄRNTEN

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Auszeit vom Pflegealltag

Antragsvoraussetzungen:

Land Kärnten sorgt für pflegende Angehörige „Urlaub vom Alltag ist sehr wichtig, da Angehörige durch die Pflege nicht nur emotional belastet werden, sondern auch oft selbst gesundheitliche Schäden erleiden. Wer einen älteren Menschen, ein beeinträchtigtes Kind oder einen Jugendlichen pflegt, verdient eine Auszeit, um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken“, weiß Ragger die Leistungen der Angehörigen zu schätzen. Daher wurde in Kärnten die Aktion „Urlaub für pflegende Angehörige“ ins Leben gerufen.

Termine im Kurzentrum Bad Bleiberg: 28. April - 5. Mai 2013 12. Mai - 19. Mai 2013 26. Mai - 2. Juni 2013

LR Christian Ragger Tel.: +43 (0) 50 536 22701 E-Mail: christian.ragger@ktn.gv.at

LR Christian Ragger schätzt die Leistungen pflegender Angehöriger Foto: Büro LR Ragger/fritzpress

· Pflege und Betreuung eines nahen Verwandten seit mindestens zwei Jahren · Mehr als die Hälfte des Betreuungsaufwandes muss von der/dem Antragsteller/in erbracht werden · Mindestens Einstufung in der Pflegestufe 3 · Hauptwohnsitz in Kärnten bzw. Aufenthaltsberechtigung mehr als vier Monate · Entrichtung eines Selbstbehaltes in Höhe von 50 Euro

Anträge gibt es bei den Gemeindeämtern/Magistraten sowie beim Amt der Kärntner Landesregierung bzw. im Internet unter:

www.ktn.gv.at/pflegeurlaub Informationen zum „Urlaub für pflegende Angehörige“ erhalten Sie bei Michaela Miklautz, Tel.: 050 536 14579

Kärntner Wasser ist und bleibt öffentlich Klar gegen Privatisierung der Wasserversorgung Derzeit in aller Munde ist eine geplante EU-Richtlinie, die eine Privatisierung der Wasserversorgung zur Folge haben könnte. Auch wenn LR Beate Prettner, Wasserwirtschafts– und Umweltreferentin, nichts von voreiliger Panikmache hält, ist die aktuelle Diskussion über die enorme Bedeutung unseres Kärntner Wasser zu begrüßen. „Wasser ist unser wichtigstes Nahrungsmittel und wird in Kärnten auch weiterhin von der öffentlichen Hand in bester Qualität zu sozial

verträglichen Preisen gesichert werden. Wasser darf niemals zu einem Spekulationsgut werden, darum sage ich: Finger weg von einer Privatisierung“, stellt Prettner unmissverständlich klar. Privatisierungen hätten in weiterer Folge zumeist empfindliche Auswirkungen auf die Gebührenhaushalte, was eine Erhöhung der Lebenserhaltungskosten der Kärntnerinnen und Kärntner bedeuten würde. „Das Leben muss leistbar sein! Darum wurde auch über alle Parteigrenzen hinweg si-

LR Beate Prettner: In Kärnten profitieren wir von unseren klugen und vorausschauenden Investitionen in Form einer Top-Wasserqualität zu günstigen Preisen Foto: Büro LR Prettner

chergestellt, dass unser Kärntner Wasser in gewohnt hoher Qualität zu günstigen Preisen durch die öffentliche Versorgung gesichert wird“, beruhigt Prettner. Wasser ist wie Bildung oder Gesundheit ein Grundwert, Privatisierung hat hier nichts verloren. „Die aktuelle Diskussion ruft den Stellenwert guten Kärntner Wassers wieder ins Bewusstsein. Wir in Kärnten profitieren jetzt von unseren klugen und vorausschauenden Investitionen in Form einer TopWasserqualität zu günstigen Preisen, während weltweit ein Drittel der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, so Prettner, die eine gesicherte Trinkwasserversorgung weiterhin gewährleisten wird.

LR Beate Prettner Tel.: +43 (0) 50 536 22301 E-Mail: beate.prettner@ktn.gv.at


17 ZEIT FÜR KÄRNTEN 17

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Technologiepark Villach wird weiter ausgebaut

Foto: Büro LR Waldner

Umsetzung einer weiteren Maßnahme der FTI-Strategie des Landes Kärnten und Schaffung neuer Arbeitsplätze

LR Wolfgang Waldner mit Marlies Krainz-Dürr, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Kärnten, Dietmar Brodel (re.), Rektor Fachhochschule Kärnten und Oliver Vitouch (li.), Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Neues Stipendium mit EU-Schwerpunkt Kooperation von Uni Klagenfurt, FH Kärnten und Pädagogischer Hochschule „Bei der Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft und Bildung hat Kärnten Nachholbedarf“, sagt LR Wolfgang Waldner und präsentiert ein neues Stipendium für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Ziel ist es die Studenten

Die Themen sind vielfältig: · Ländlicher Raum – ohne Fördermittel von Brüssel könnten wir die Strukturen im ländlichen Raum nicht aufrecht halten · Regionalpolitik – die Fördermittel sichern unseren Wirtschaftsraum ab · Sprachenvielfalt – bilinguale Ausbildungsangebote, internationale Schulen sind eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort · EU als Friedensprojekt – Friedensnobelpreis 2012 · Bildungsprogramme – Auslandsstudien erweitern den Horizont · Dieses Stipendium richtet sich an alle Studierenden der Uni Klagenfurt, der FH Kärnten und Pädag. Hochschulen.

bei ihrer Abschlussarbeit zu unterstützen und die EU-Thematik aufzubereiten. „Wir müssen das Bewusstsein für die EU, für die Vorteile, Partner in der Union zu sein, schärfen. Das Stipendium soll ein Anreiz sein, dass sich angehende Akademiker mit der EU befassen“, so Waldner. Immerhin profitiert Kärnten, als eines der wenigen Netto-Empfängerländer, jährlich mit rund 85 Millionen Euro von der EU, also täglich rund 230.000 Euro.

„Forschung, Technologie und Innovation stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und sichern Standorte sowie Arbeitsplätze in Kärnten ab. Die Errichtung eines neuen Gebäudes im Technologiepark Villach ist demgemäß ein weiterer Meilenstein für den Wirtschafts- und Technologiestandort Kärnten“, berichtet Finanz- und Technologielandesrat Harald Dobernig. Gemeinsam mit der Stadt Villach ist es gelungen, Einigung zum weiteren Ausbau des Technologieparks zu erzielen. Genauso wie im Lakeside Park in Klagenfurt wird hier Forschung auf Spitzenniveau betrieben, die auch über die Grenzen Kärntens und Österreichs hinaus Beachtung findet. „Mit dem Ausbau des Technologieparks in Villach setzen wir eine weitere Maßnahme der FTI-Strategie des

Landes Kärnten um und schaffen neue Arbeitsplätze“, betont Dobernig. Im Technologiepark Villach entsteht ein neues, drittes Gebäude, das von einer gemeinsamen Gesellschaft von Land Kärnten und Stadt Villach errichtet und bewirtschaftet werden soll. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund acht Millionen Euro, wovon das Land Kärnten drei Millionen einbringt. Seitens der Stadt Villach wird eine Million Euro eingebracht, die Hälfte als Barleistung sowie in Form des erforderlichen Grundstückes und der Errichtung des Parkplatzes. Der Rest kommt aus EU-Fördermitteln.

Foto: Stadt Villach/Augstein

Info: Bewerbungen sind bis spätestens 31. Mai 2013 per E-Mail oder auf dem Postweg einzureichen an: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 1 – Büro für Europäische und internationale Angelegenheiten, z.H. Silvia Hrstic, Arnulfplatz 1 – 9020 Klagenfurt am Wörthersee, E-Mail: eubuero@ktn.gv.at

LR Wolfgang Waldner Tel.: +43 (0) 50 536 22401 E-Mail: wolfgang.waldner@ktn.gv.at

LR Harald Dobernig mit Bürgermeister Helmut Manzenreiter und Stadtrat Josef Zauchner

LR Harald Dobernig Tel.: +43 (0) 50 536 22502 E-Mail: post.dobernig@ktn.gv.at


18 ZEIT FÜR KÄRNTEN

LANDESREGIERUNG AKTUELL

Kärnten hat höchste Pendlerförderung 20.026 Anträge wurden positiv bearbeitet, 2,1 Millionen ausbezahlt Für das Jahr 2011 wurden insgesamt 24.132 Anträge in 25 Abgabestellen in ganz Kärnten abgegeben, von denen 20.026 positiv bearbeitet wurden. Dafür wurden 2.156.275 Euro ausgezahlt, was einer durchschnittlichen Förderung pro Antrag von 107,67 Euro entspricht. Von den 20.026 Anträgen entfielen 19.123 auf Dienstnehmer, 639 auf Lehrlinge und 264 auf Abendschüler. Verwaltungskosteneinsparungen seit dem Jahr 2011: Der Arbeiterkammer wurden bis 2010 jährlich 472.400 Euro überwiesen. Jetzt betragen die Verwaltungskosten nur noch 150.000 Euro, in fünf Jahren bringt das eine Einsparung von 1,6 Millionen Euro.

m Vergleich mit anderen Bundesländern weist Kärnten die höchste Pendlerförderung auf, die Abwicklung erfolgt seit dem Jahr 2011 durch das Land mithilfe der Verkehrsverbund Kärnten GmbH, schnell und kompetent, berichtet Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Mit 6,60 Euro Förderung pro Einwohner hat Kärnten österreichweit die höchste Pendlerförderung. Gar keine Förderung gibt es in Vorarlberg und Wien. Im Bundesländerranking folgen hinter Kärnten Oberösterreich mit 4,02 Euro pro Einwohner, das Burgenland mit 2,62 Euro, Niederösterreich mit 2,16 Euro, die Steiermark mit 0,99 Euro, Salzburg mit 0,94 Euro und

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Tirol mit 0,11 Euro. Im Burgenland und in Tirol werden Förderungen erst ab einer Mindestentfernung von 20 km gewährt, in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und in der Steiermark ab 25 km. „Kärnten fördert bereits ab einer Distanz von zwei Tarifzonen der Kärntner Linien, das entspricht ca. zehn Kilometer“, sagt Dörfler. Die Antragsfrist für den Fahrkostenzuschuss 2012 läuft noch bis 31. Oktober 2013. Weiterhin wird auf die Zusammenarbeit mit den Betriebsräten bei der Abwicklung gesetzt. Ein Fokus richte sich auch auf die immer beliebter werdende SBahn. 50 Prozent der Jahreskarte werden gefördert, wenn das steuerpflichtige Jahreseinkommen nicht 24.000 Euro übersteigt.

Infos: www.kaerntner-linien.at bzw. Info-Telefon: 0463 318 480 (Montag bis Donnerstag, 7.30 bis 16 Uhr, Freitag bis 12 Uhr)


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GANZ PERSÖNLICH

Sie organisieren die Wahlen Die „Zeit für Kärnten“ sprach mit dem Leiter der Unterabteilung Wahlen ie Landtagswahlen am 3. März bedeuten auch für die Unterabteilung „Wahlrecht, Staatsbürgerschaft, Flüchtlingsund Aufenthaltswesen“ beim Amt der Landesregierung viel Arbeit und Organisationstätigkeit. Das Wahlverfahren dauert drei bis vier Monate, wie Unterabteilungsleiter Gerhard Jesernig erklärt. Es beginnt alles mit der Ausschreibung der Wahl, zudem müssen die Wahlbehörden konstituiert werden. Diese gibt es auf Landes-, Bezirksund Gemeindeebene, außerdem bilden sich in Kärnten noch 750 Sprengelwahlbehörden mit bis zu acht Personen. „Insgesamt sind bei einer Wahl rund 8.000 Menschen im Einsatz“, betont Jesernig. Nominiert werden die Mitglieder der Wahlbehörden von den Landtagsparteien nach ihrem Stärkeverhältnis.

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„Kandidieren kann grundsätzlich jeder, es muss keine Partei sein, man kann auch als Gruppe oder Einzelperson antreten“, sagt Jesernig. Die Kandidatur muss jedoch unterstützt werden, bei Landtagswahlen entweder von drei Landtagsabgeordneten oder per Unterschrift von 100 Personen pro Wahlkreis (vier gibt es in Kärnten). Besonders stressig wird es am Wahltag selbst. Nach dem Schließen der Wahllokale beginnt dort die Auszählung der Stimmen. Dazu können alle kandidierenden Parteien Zeugen entsenden. Die Sprengelwahlbehörde – nur diese – entscheidet über Gültigkeit und Ungültigkeit einer Stimme, wie Jesernig hervorhebt. Zwei

bis drei Stunden nach Schließen des letzten Wahllokals sind im Regelfall alle Stimmen ausgezählt. Die einzelnen Gemeindeergebnisse werden auf elektronischem Weg an die Landeswahlbehörde übermittelt. Dort werden sie automatisch zum vorläufigen Landesergebnis zusammengefasst. Vorläufig deshalb, weil die Briefwahl-Stimmen erst tags darauf bei den Bezirkshauptmannschaften ausgezählt werden. Wann geht angesichts der vielen Kontroll-, Überwachungs- und Organisationstätigkeiten eigentlich der Leiter der Unterabteilung Wahlen selbst zur Wahl? – „Ich wähle meist gleich in der Früh oder nutze die Briefwahl“, antwortet Jesernig. Und was passiert mit den tausenden abgegebenen Wahlzetteln? – Jesernig erklärt, dass sie zum Wahlakt kommen, der dann versiegelt und

Gerhard Jesernig leitet die Unterabteilung Wahlen Foto: LPD/Philipp Hofmeister

rund zwei bis drei Monate lang aufbewahrt wird. Dies ist notwendig, weil bis zu einer gewissen Frist für Parteien die Möglichkeit der Anfechtung von Ergebnissen beim Verfassungsgerichtshof besteht. Nach Ablauf aller Fristen werden die Stimmzettel durch Schreddern vernichtet. An ein besonderes Kuriosum kann sich Jesernig erinnern: Einmal hat ein Wähler versehentlich seinen Reisepass mit in das Kuvert gesteckt. Dieser konnte ihm dann von der Wahlbehörde wieder zurückgegeben werden. Zuständig ist die siebenköpfige Unterabteilung Jesernigs neben den Landtags- aber auch für Gemeinderats-, Bürgermeister-, Nationalratsund EU-Wahlen, für die Wahl des Bundespräsidenten sowie für Volksbefragungen und -begehren, außerdem ist sie bei den Wahlen der beruflichen Interessenvertretungen wie Arbeiter-, Landwirtschafts- oder Ärztekammer tätig. Pro Jahr werden außerdem rund 300 Staatsbürgerschaftsvergaben abgewickelt. Und die Wahlen der Zukunft? – Jesernig glaubt, dass irgendwann wählen von zuhause aus per Computer möglich sein wird. Diese Zukunft der Wahlen sieht er positiv, sofern der Ablauf sicher ist und Manipulationen nicht möglich sind. Markus Böhm


20 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Ihr Herz schlägt für Afrika B rigitte Brandmüller aus Hermagor wollte immer schon Menschen, vor allem Kindern, helfen. Nach ihrer Pensionierung erfüllte sie sich diesen Herzenswunsch und flog 2005 das erste Mal nach Tansania. „Die Schwestern vom Kloster Wernberg haben Missionarinnen auf Zeit gesucht. Ich habe mich für dieses Projekt gemeldet und wenige Wochen später ging es schon für ein halbes Jahr nach Afrika“, erzählt sie. Mittlerweile organisiert Brandmüller auf eigene Faust Hilfsprojekte im ostafrikanischen Land. Jedes Jahr ist sie mehrere Monate lang vor Ort. Ihr aktuelles Projekt ist die Renovierung einer Schule. In Tansania kann sie auf einen eigenen Bautrupp vertrauen. Bezahlt wird alles aus Spenden, die sie das ganze Jahr über sammelt. „Dieses Geld kommt zu 100 Prozent den Menschen in Afrika zugute“, versichert sie. Brandmüller hilft vielfältig und nachhaltig. Sie schickt Hilfsgüter, hält Workshops ab und hat einen Kindergarten errichtet. Zusammen mit einem Zahnarztehepaar aus Hermagor war es möglich, eine Zahnarztpraxis in einem kleinen Krankenhaus am Land zu errichten. Dort gibt es das einzige Pano-

ramaröntgengerät im Umkreis von über 100 Kilometer. Angehende Mediziner der Uni Graz oder Mediziner im Ruhestand behandeln die Menschen ehrenamtlich. Stolz ist Brandmüller auch auf die Nähklasse, die sie in einer berufsbildenden Schule eingerichtet hat. Die von den Jugendlichen erzeugten Taschen, Kleidungsstücke usw. werden an Besucher und Touristen verkauft. „So haben wir auch ein finanzielles Standbein vor Ort und sind nicht allein von den Spendengeldern abhängig“, erklärt Brandmüller. Eines ihrer außergewöhnlichsten Projekte ist wohl dieses: St. Veiter Bürger spendeten auf ihre Initiative hin eine Glocke für eine neu gebaute Kirche in Tansania. Wie alle ihrer Hilfsgüter wurde auch die Glocke in freigebliebenen Containerkapazitäten kostenlos nach Afrika geschifft. Menschen, die mithelfen wollen, findet Brandmüller in Vorträgen bei Vereinen oder Schulen. „Ich habe sogar schon in Messen anstelle der Predigt sprechen dürfen“, erzählt sie. Für rund 70 Kinder konnte sie Paten aus Österreich, Deutschland und Italien finden, die die Kosten für Schul- und Berufsausbildung übernehmen. Viele Schüler und Pensionisten begleiten

Liebe Auslandskärntnerinnen und -kärntner! Schicken Sie uns bitte Ihre Geschichten und Fotos per E-Mail an zeit@ktn.gv.at oder per Post an Amt der Kärntner Landesregierung, Pressebüro, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt. Als kleines Dankeschön gibt es ein Buch und einen Fürstenstein-Anstecker.

sie nach Tansania, um als Volontäre mitzuarbeiten. In der Stadt Moshi, am Fuße des Kilimandscharo, hat sie ein Gästehaus errichtet, von dem aus Urlauber Safaris, Kilimandscharo-Besteigungen und Ausflüge zum Indischen Ozean machen können.

Brigitte Brandmüller hilft Kindern in Tansania Foto: Privat

Brandmüller hilft aber auch den Menschen in Kärnten. Die Mutter zweier Töchter und dreifache Großmutter hat erst kürzlich mit dem Roten Kreuz einen Besuchsdienst in Hermagor eingerichtet. 16 Mitarbeiter unterstützen sie dabei, gemeinsam schenkt man Bewohnern von Pflegeheimen Zeit und Aufmerksamkeit.

Informationen zu Brigitte Brandmüllers Projekten gibt es unter: http://members.aon.at/tansania Markus Böhm Foto: Privat


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SPORT

holfen und wir sind wie eine große Familie, es gefällt mir ausgezeichnet“, so die Jungsportlerin. Sicher von großem Vorteil ist Karolines Fremdsprachenbegabung. „Ich liebe Fremdsprachen und bin in die slowenischsprachige HermagorasVolksschule und in die Unterstufe des slowenischen Gymnasiums in Klagenfurt gegangen. Die italienische Sprache liegt mir ebenfalls“. Mit den Mitschülern in ihrer Klasse, elf Knaben und vier Mädchen allesamt aus Italien, gibt es keinerlei Verständigungsprobleme und mit ihren Mitbewohnerinnen im Internat, die aus Bergamo und Pordenone kommen, versteht sich Caroline ausgezeichnet. Mit zwei Polinnen, sie gehen in die dritte Oberstufenklasse, bildet die junge Kärntnerin das Ausländerkontingent der Schule. Karoline Rettenbacher hat klare Ziele vor Augen

Foto: Privat

Jenseits der Grenze wird an der Skikarriere gefeilt Karoline Rettenbacher will ihren Ski-Weltcup-Traum in Tarvis verwirklichen as bewegt eine 14-Jährige nach der Unterstufe die Schulkarriere in Klagenfurt zu beenden, ihre Sachen zu packen und im Ingeborg-BachmannSportgymnasium in Tarvis ihr Glück zu suchen. „Mein großer Traum, Skiprofi zu werden und im Weltcup an den Start zu gehen, hat mich nach Italien geführt“, erzählt die sympathische Karoline Rettenbacher. Seit September 2012 ist sie als einzige Österreicherin im Sportgymnasium in Tarvis.

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„Ich möchte als Skifahrerin so erfolgreich werden, dass ich den Sprung in den Weltcup schaffe, auch wenn ich die Aufnahmeprüfungen in das Skigymnasium Stams bzw. Saalfelden nicht geschafft habe“, definiert sie präzise ihr künftiges Ziel. Die Nichtaufnahme in beiden österreichischen Skieliteschulen brachte das Selbst-

bewusstsein von Karoline keinesfalls ins Wanken. „Als mir meine Mama erzählt hat, dass im Tarviser Sportgymnasium Nachwuchssportler aus ganz Europa gefördert werden, hab ich mich entschlossen, die Aufnahmeprüfung in die Skiklasse zu machen“, berichtet sie. Dabei musste ein Slalom- und Riesenslalomkurs ebenso bewältigt werden, wie das freie Pistenfahren. „Das war für mich nicht schwierig, ich habe in den letzten vier Jahren neben Schulrennen auch an diversen Landescuprennen teilgenommen“. Keinerlei Anpassungsprobleme gibt es für sie auch bei der Unterrichtssprache, die ja Italienisch ist. „Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich mich in das italienische Schulund Sportleben so schnell einleben kann. Die Leute sind alle total nett, sie haben mir von Anfang an ge-

Schnell gewöhnt hat sich die Klagenfurterin an den geregelten und präzisen Schul- und Trainingstagesablauf. Der Tag beginnt um 7 Uhr, um 7.50 geht es in die Schule bis 13 Uhr und nach dem Mittagessen wird in zwei Gruppen mit vier Trainern Slalom, Riesentorlauf und Super G trainiert. Passt das Wetter einmal absolut nicht, steht ein kräfteraubendes Hallen- und Konditionstraining auf dem Programm. Aufgrund des eher kleinen Rahmens der Schule sowie des Internats wird größter Wert auf individuelle Betreuung sowohl im sportlichen als auch im schulischen Bereich gelegt. Dass sich das individuelle Trainingsprogramm im Jahr 2013 bereits in kleinen Erfolgen niederschlägt, bewies Karoline beim Raiffeisen Schülercup in der Super Kombination Ende Jänner. Als U15/16 Läuferin belegte die SC Arnoldstein-Läuferin in 1:44,26 Rang drei hinter Sellina Millonig (SV Villach) und Dorina Klinger (Klippitztörl). Berufliche Pläne schweben der aufgeweckten Nachwuchsskiläuferin auch schon vor. „Nach der Matura, in vier Jahren, möchte ich irgendetwas mit Sport weitermachen. Derzeit gibt es aber nur ein Ziel: Mit dem Skifahren so erfolgreich wie möglich sein.“ Michael Zeitlinger


22 ZEIT FÜR KÄRNTEN

Gute „Kaufmann & Kaufmann“

Gutschein über 50 Euro für ein Essen im „Kaufmann & Kaufmann“. Bitte Postkarte mit Kennwort „Kaufmann & Kaufmann“ bis 13. März 2013 an: Kärntner Landesregierung, Pressebüro, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt Foto: „Kaufmann & Kaufmann“

Brigitte Kaufmann und ihr Team verwöhnen in der Villacher Altstadt Ihren Gaumen mit österreichischer Küche sowie Kärntner und mediterranen Spezialitäten. Es gibt hausgemachte gefüllte Kärntner Nudel, vegetarische Schmankerln und auf Wunsch auch lactose- und glutenfreie Gerichte. Ein Hit ist das hausgebackene Schwarzbrot und Weißbrot.

Infos zur Kärntner Wirtshauskultur: www.wirtshaus.com

„Kaufmann & Kaufmann“ Dietrichsteingasse 5 9500 Villach Tel: 04242 - 25 8 71 www.kauf-mann.at

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Was wird am 3. März 2013 in Kärnten gewählt?

Foto: LPD/Philipp Hofmeister

Bundespräsident Nationalrat Landtag

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Name: Adresse: Telefon: E-Mail:

Kleben Sie den ausgefüllten Kupon bitte auf eine Postkarte und senden Sie diese bis 13. März 2013 an Kärntner Lande sregierung, Landespressedienst, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt. Teilnehmen können Sie auch online auf www.ktn.gv.at. Der Rechtsweg ist ausgeschlos sen. Keine Barablöse möglich.

Gratulation der Gewinnerin! Einen Kurzurlaub auf der Gerlitzen im Mountain Resort Feuerberg kann Anneliese Greßl aus Wisperndorf bei Bad St. Leonhard antreten. Den Gutschein überreichten ihr Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Anna Berger von der Betreiberfamilie. Die „Zeit für Kärnten“ gratuliert herzlich.


Foto: Steinthaler - Kärnten Werbung Turracher HÜhe


Zeit für Kärnten 01/2013