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Mai 2021 | Ausgabe 301

ZAS MAGAZIN

Grüne machen Dampf Winfried Kretschmann will das Klima-Musterländle, Annalena Baerbock will ins Kanzleramt ZAS MAGAZIN

HERDERN SPEZIAL

Weniger Angst

Über sieben Brücken

Menschheitsaufgabe

Interview mit Prof. Dr. Mathias Berger über Alters-Weisheit

Wie sich Armin Laschet gegen Markus Söder durchsetzte

Bürgermeisterin Christine Buchheit über Klimaschutz und Digitalisierung

„Tempo reinbringen“

Klimaschutz und den über die Menschheitsaufgabe Christine Buchheit im Interview Schulen. Die neue Bürgermeisterin für Umwelt und g an den Ausbau der Digitalisierun und über die logischen Wege, ihrem persönlichen Werdegang Bildung erzählt auch von die sie nach Freiburg führten

Freiburg geht digital Impulsbeiträge erwünscht „Digitaltag Freiburg“

zum ersten

Mit Maultäschle

Nachgefragt auf dem Herdemer Bauernmarkt

Briefe für die Nachwelt die Stadt an, Im Jubiläumsjahr bietet zuzustellen Briefe in hundert Jahren


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ZAS MAGAZIN


Hallo zusammen, Der Bundestag hat nun also die „Notbremse“ beschlossen, was zum Wortungeheuer der „Bundesnotbremse“ führt. Wir wollen da nicht meckern, aber alle kennen eine „Notbremse“ als eine Einrichtung, wo der Einzelne auf eine Notsituation reagieren kann, indem er sie zieht. Sie ist also genau dafür da, dem Schaffner da vorne, der vielleicht die Not gar nicht sieht, das Handeln aus der Hand zu nehmen. Sie steht quasi für verantwortungsvolle Teilhabe des mündigen Menschen. Wieso Merkel und Co. also auf den Begriff der „Notbremse“ gekommen sind, weiß man nicht. Wahrscheinlich weil sie selbst in Not waren, halt wegen all den MPK-Pleiten und so. Es herrscht politisch Bundesnotstand, ungebremst. Was Sie in Händen halten, ist das neue ZASMAGAZIN, das im Jahr 2021 einmal jeden Monat erscheint. Es geht aus der guten alten Zeitung am Samstag hervor. Mit Umschlag in geklammerter Form wird das ZASMAGAZIN sicherlich auch bei Ihnen länger einen Platz auf dem Lesetisch finden. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen auf redaktion@zas-freiburg.de oder unter m.zaeh@zas-freiburg.de. Michael Zäh Aquarell: Dörte Gerasch

Inhalt Ältere haben weniger Angst�������������������������������������������������������������� Seite 4 Im Interview erklärt Professor Dr. Mathias Berger wie Altersweisheit vor pandemiebedingten psychischen Belastungen schützt. Und dass diese Weisheit durchaus auch Jüngere haben können

Brückenbauer gegen Abrissbirne������������������������������������������������������ Seite 9 Nach einem gefühlt endlosen Machtkampf zwischen CDU-Chef Laschet und CSU-Chef Söder hat sich der „Brückenbauer“ Laschet durchgesetzt. Das dabei zerdepperte Geschirr bleibt als Scherbenhaufen zurück

Geräuschlose Kandidatenkür����������������������������������������������������������� Seite 10 Die Grünen haben Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin gekürt, mit sagenhafter Disziplin und ganz im Gegensatz zum Hahnenkampf in der Union. Und Baerbock sagt: „Ich stehe für Erneuerung!“

„Entscheidend ist es, ob mir der Job Spaß macht“������������������������ Seite 11 Hansi Flick hat sich ein weiteres Alleinstellungsmerkmal geschaffen: Er verlässt den FC Bayern, von sich aus, mit gültigem Vertrag. Ein Novum für die Münchner

ZAS MAGAZIN

HERDERN SP EZIAL

Wie Lolli lutschen���������������������������������������������������������������������������� Seite 13 Über volldigitales Testverfahren in Freiburg, mit dem Zehntausende Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche mit PCR-Verfahren sicher und einfach getestet werden

Interview mit Bürgermeisterin Christine Buchheit���������������������� Seite 26 Klimaschutz ist eine Menschheitsaufgabe, sagt die neue Freiburger Bürgermeisterin für Umwelt und Bildung. Sie erzählt außerdem von Stationen in ihrem Leben

Impressum: Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March, 07665 / 934 58-0, info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet ZAS MAGAZIN

Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: redaktion@zas-freiburg.de Barbara Breitsprecher, b.breitsprecher@zas-freiburg.de Grafik, Layout & Herstellung: Sebastian Schampera; Tel: 0761 / 20887122 Adrian Kempf, dtpwork.de, Tel. 07661 / 91 99 956

„Tempo reinbrin gen“

Christine Buchhei t im Ausbau der Digitalis Interview über die Menschheitsaufga ierung an den Schulen. be Klimaschutz Bildung erzählt und den Die neue Bürgerm auch eisterin für Umwelt die sie nach Freiburg von ihrem persönlichen Werdega und ng und über die führten logischen Wege,

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Ältere haben weniger Angst Professor Dr. Mathias Berger, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Freiburg, über (Alters-)Weisheit als Schutz vor pandemiebedingten psychischen Belastungen. Interview von Barbara Breitsprecher

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ltere Menschen sind wesentlich gefährdeter bei einer COVID-19 Infektion einen schweren, lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf zu entwickeln. Doch alle Untersuchungen zu den pandemiebedingten psychischen Belastungen haben überraschenderweise ergeben, dass Menschen über 60 Jahre deutlich weniger als Jüngere darunter leiden. Professor Dr. Mathias Berger, Neurologe, Psychologe und Psychotherapeut, ist ehemaliger Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg und Vorstand im Freiburger Bündnis gegen Depression e.V.. Er hat einen Online-Vortrag zu diesem Thema im Rahmen der Vortragsreihe „Corona-Krise und psychische Gesundheit“ gehalten und erläutert hier im Gespräch, weshalb ältere Menschen weniger Angst haben und weniger stressempfindlich sind als Jüngere und wie diese größere Gelassenheit die Belastungen in der Pandemie erträglicher macht. Sie sagen, ältere Menschen seien vor den psychischen Belastungen durch die Corona-Krise besser geschützt. Das ist ja eine überraschende Erkenntnis, nachdem man Ältere weitgehend als besonders gefährdet und als isoliert angesehen hat? Prof. Dr. Mathias Berger: Ja, das war wirklich sehr überraschend, als die ersten internationalen Ergebnisse kamen im November und Dezember vergangenen Jahres. Sie zeigten, dass Menschen über 60 kaum oder viel weniger von den psychischen Stressoren der Pandemie belastet sind. Viel weniger als zum Beispiel Menschen zwischen 18 und 40, die deutlich mehr darunter leiden. Das schließt aber nun keinesfalls die mit ein, die in Pflegeheimen leben oder morbide krank sind, die sowieso schon wenig Besuch haben. Doch die weit größere Zahl aller älteren Menschen, rund 95 Prozent, leben in den eigenen vier Wänden, und sehr viele ältere Menschen sind ja körperlich inzwischen gesund. Die Weltgesundheitsunion hat sogar die „Dekade des

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Interview

gesunden Alterns“ ausgerufen. Man wird immer länger ohne schwere Krankheiten alt und steht damit eben auch mitten im Leben. Und ebenfalls überraschend ist, dass das Wohlbefinden älterer Menschen deutlich höher ist, als das von Menschen, die im mittleren Lebensabschnitt stehen. Es nähert sich also dem an, wie sich junge Leute zwischen 16 und 18 fühlen, die noch recht fröhlich auf das Leben schauen. Dann gibt es einen Knick, bis es dann eben im höheren Lebensalter wieder besser wird. Die Älteren haben weniger Angst, sind weniger stressempfindlich und deshalb in dieser scheußlichen Zeit der Pandemie, die ja so viele Stressoren beinhaltet, besser geschützt. Ist es die Lebenserfahrung oder sind es die bewältigten Lebenskrisen, die die älteren Menschen vor den psychischen Belastungen der Pandemie besser schützt? Berger: Das denkt man als erstes, die Lebenserfahrung, überstandene Krisen, das Faktenwissen und die Strategien, die man erworben hat, bewusst und unbewusst. Man spricht da von expliziter und impliziter Weisheit. Manche Leute können nicht groß darüber reden, machen aber das Richtige, andere können dies sehr wohl verbalisieren. Aber das erklärt es noch nicht alleine. Die meisten älteren Menschen haben durch die Pandemie keine größeren finanziellen Verluste. Und sie haben meist auch keine Multitasking-Aufgaben, wie beispielsweise viele jüngere Frauen, die sich neben Home-Office auch um die Kinder und vielleicht sogar noch um die eigene kranke Mutter kümmern müssen. Zum anderen haben Ältere auch nicht mehr so ehrgeizige Ziele, wie zum Beispiel ein Doktorand, der unbedingt an seiner Arbeit weiterkommen möchte, aber seit Monaten nicht seine Experimente machen kann, weil das Institut geschlossen ist. Das zusammen führt zu einer größeren Gelassenheit bei den älteren Menschen, die das alles offensichtlich erträglicher macht.

Andererseits können Jüngere die technischen und digitalen Möglichkeiten doch meist besser nutzen und schaffen sich dadurch mehr Möglichkeiten, auch für Kontakte und Kommunikation? Berger: Das wird ja inzwischen auch bei den Älteren deutlich besser. Früher nannte man dies das Digital Gap, also das digitale Loch. Doch heute lassen sich viele ältere Menschen von ihren Kindern oder Enkeln oder anderen Beratern den Computer so einrichten, dass sie damit kommunizieren können. Übrigens ein weiteres interessantes Phänomen, das Gerontologen beobachtet haben: ältere Menschen bereiten sich rascher vor, nach dem Motto „Sei auf das Schlimmste gefasst, aber handele!“ Sie erahnen offensichtlich schneller, was auf sie zukommt und treffen Vorkehrungen. Aber Sie meinen Vorkehrungen nicht etwa im Sinne von Vorratsschränken auffüllen? Berger: Nein, das meine ich nicht. Ältere machen sich zum Beispiel frühzeitig Gedanken darüber, wie sie ihre Kinder und Enkel trotzdem sehen können, beispielsweise in dem sie Schnelltests, gute Masken oder auch ein Luftreinigungsgerät besorgen. Sie sind aktiv im Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. engagiert. Nun haben Sie mal gesagt, dass auch depressive Menschen Corona als Chance nutzen können.Wie das? Berger: Diese Erkenntnis hat Dr. Christian Klesse in seinem Vortrag im Rahmen der Reihe „Corona-Krise und psychische Gesundheit“ des Universitätsklinikum Freiburg und dem Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. erläutert. Es war ja ein interessantes Phänomen, dass in der ersten Welle der Pandemie rund 80 Prozent der befragten Menschen eine Verbesserung ihrer Gefühlswelt durch den Lockdown beschrieben haben. Weil sie weniger Tagesbelastungen hatten, weniger Stress. Sie hatten mehr Zeit für ZAS MAGAZIN


Der zweiten und dritten Welle mit dem jeweiligen Lockdown konnten die meisten Menschen dann aber kaum mehr etwas Schönes abgewinnen… Berger: Ja, das wird ja ganz gut mit dem Wort „mütend“ in den Medien beschrieben. (Eine Wortschöpfung, die sich aus „müde“ und „wütend“ zusammen setzt; Anm.d.Red.) Die Menschen ermüden einerseits, da sie sich permanent und ununterbrochen mit dieser schrecklichen Pandemie beschäftigen müssen, immer wieder mit Hoffungsschimmern und darauf folgenden Enttäuschungen. Aber immer mehr Leute werden eben auch wütend, bis hin zur Verbitterung, weil die, auf die wir so angewiesen sind wie sonst fast nie, sich permanent kebbeln oder sich Versäumnisse leisten. Es ist ein sehr unangenehmes psychisches Phänomen verbittert zu sein, denn dann richtet sich der Blick nur noch auf einen selbst, man ist wütend, ärgerlich und hoffnungslos. Man sollte sich deshalb im großen wie im kleinen Kreis bemühen, einander zuzuhören, empathisch zu sein, Probleme gegenseitig zu respektieren. Aber ebenso die Politik muss mehr darauf achten, dass die Bevölkerung auch psychisch stabil bleibt. Diese Komponente wird ja aber etwas außer Acht gelassen. Es geht doch in erster Linie um die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekte. Der Wohlfühlaspekt, die psychologische Seite, hat nicht dieses Gewicht. Fehlt da den zuständigen Entscheidungsträgern der Blick? Berger: Normalerweise leben wir alle mehr oder weniger selbstbestimmt, soweit es irgend für uns möglich ist. Das nennt man in der Psychologie Selbstwirksamkeit. Wir bestimmen was wir machen, wo wir hingehen, mit wem wir zusammen sind. Unsere Grenzen sind die Gesetze, wenn man was Illegales macht, dann ist Schluss. Jetzt haben wir diese Kontrolle über unser ZAS MAGAZIN

es mit Taten oder mit Ratschlägen. Damit man nicht so vereinzelt ist in seiner Enttäuschung, Ratlosigkeit und Hilflosigkeit. Ansonsten bleibt einem nur, die Politiker und Politikerinnen zu unterstützen, die entscheidungsfreudig sind (lacht) und die auf die Wissenschaft hören.

Bild: Mathias Berger

ihre Familie und zum Nachdenken über das, was für sie wirklich wichtig ist im Leben. Und sie mussten ein paar Wochen lang mal nicht in der alltäglichen Tretmühle sein. Menschen mit Depressionen, die ja immer wieder versuchen das Beste zu leisten und die Erwartungen der anderen zu erfüllen, konnten in dieser Zeit teilweise auch eine Entlastung erleben. Die Masse der Stressoren, denen wir in dieser Zeit ausgesetzt sind, die finanziellen Einbußen, die Kontakteinschränkungen, die fehlenden Möglichkeiten den Hobbys nachzugehen oder sein Studien- oder Schulziel zu erreichen sowie der ständige Ärger mit der Politik, die sich nicht entscheiden kann, uns nicht adäquat schützt und nicht ausreichend Impfstoff besorgt – all dies ist schon eine sehr große Belastung für die Menschen. Deshalb muss man besonders gut auf depressive Menschen aufpassen und achtgeben, dass sich ihr Zustand nicht verschlechtert.

Prof. Dr. Mathias Berger Leben weitgehend in die Hände der Regierung gelegt. Das mussten wir, damit waren anfangs auch alle einverstanden. Aber wenn sich die Regierungen in Widersprüchlichkeiten und Zänkereien ergehen, wenn man Wissenschaftlern nicht glaubt und Dinge unterschätzt, dann wird das ein schlimmer Zustand. Man erlebt einen Kontrollverlust, ein ausgeprägtes Gefühl von Hilflosigkeit. Da muss dringend entgegen gesteuert werden. Haben Sie Tipps, wie wir uns vor diesem Gefühl der Hilflosigkeit und Verbitterung schützen können? Berger: Das fällt unter den Oberbergriff der Weisheit, der übrigens gar nicht so sehr mit Alter korreliert. Auch junge Menschen können weise sein. Am höchsten wird hierbei prosoziales Verhalten bewertet, also altruistisch sein, empathisch und fair sein, zuhören. So dass wir uns immer wieder versuchen zu helfen, sei

Ein solches prosoziales Verhalten bringt ja dann beiden Seiten Nutzen, den Beratenden wie auch den Ratsuchenden… Berger: Da gibt es den schönen Begriff der Generativität, ein Wort aus der Entwicklungspsychologie. Das besagt, dass ältere Menschen zunehmend ein großes Bedürfnis verspüren der nächsten Generation so viel wie möglich mitzugeben, zu vermitteln, an Wissen, Sinnhaftigkeit, an Idealen, aber auch an finanziellen Gütern. Damit soll eine Kontinuität des Lebens über die nächste Generation fortgesetzt werden. Ältere Menschen geben zum Beispiel viel leichter Arbeitskollegen einen Rat als das Jüngere tun, weil sie dieses Konkurrenzgefühl nicht so haben. Sie erleben darin eine Erfüllung beispielsweise auch ihren Enkeln bei den Schularbeiten zu helfen oder ihren Kindern bei deren beruflichem Werdegang. Ich bin bei meinen Studien auf diesen schönen Film gestoßen ,„Man lernt nie aus“ („The Intern“) mit Robert de Niro in der Hauptrolle, in dem er als Pensionär zu einer Firma kommt und der überforderten Chefin dort, einer jungen, superschlauen Internet-Expertin, sein Wissen mitteilt. Der unterhaltsame Film zeigt, wie erfüllend das ist. Denn für den anderen etwas zu tun, hat auch für den Gebenden ein stabilisierenden Effekt. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht alle Egoisten werden, denn dann sind wir in einer wirklich ganz, ganz schlimmen Situation, wenn wir das Mitgefühl und das solidarische Fairsein verlieren.

ZUR PERSON Prof. Dr. Mathias Berger ist ehemaliger Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg sowie Initiator und Vorstandsvorsitzender des Freiburger Bündnis gegen Depression e.V.. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Depressionsforschung, Störungsspezifische Psychotherapieforschung, Schlafforschung, Posttraumatische Stresserkrankungen und Versorgungs- und Implementierungsforschung. Er ist Gesellschafter und Mitglied im Leitungsgremium des Freiburger Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie FAVT GmbH und seit 2007 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Er ist darüber hinaus Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, deren Präsident er von 2002 bis 2004 war. Nächster Online-Vortrag der Reihe „Corona-Krise und psychische Gesundheit“ der Uniklinik Freiburg und des Freiburger Bündnis gegen Depression e.V.: 17. Mai 2021, 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr, „Long-COVID-Syndrom“ – Müde, abgeschlagen, depressiv?“, mit Prof. Dr. Sabine Hellwig, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg unter www.uniklinik-freiburg.de/corona-krise-und-psychische-gesundheit

Interview

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Kretschmanns Klimaschutz als Koalitionsbedingung „Ein Weiter so gibt es nicht“, sagte Winfried Kretschmann nach seinem Wahlsieg in BadenWürttemberg. Deshalb will er mit der CDU als Juniorpartner weiter machen. Von Michael Zäh

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s war eine klare Absage. „Ein Weiter so gibt es nicht“, sagte Winfried Kretschmann nach seinem nun schon dritten Wahlsieg in BadenWürttemberg. Na hoppla, das müsste doch wohl auf eine Abkehr von der grün-schwarzen Koalition hinaus laufen, könnte man denken. Aber nein, nicht doch! „Es kann ein echter Neuaufbruch sein“, sagte Kretschmann weiter, und zwar einer mit dem alten neuen Juniorpartner CDU. Denn Grüne und CDU haben sich auf Koalitionsverhandlungen geeinigt, die bis zum 8. Mai abgeschlossen sein sollen. Bevor Kretschmann dann am 12. Mai erneut zum Ministerpräsidenten im Ländle gewählt werden soll. Nun ja, der Kretschmann weiß, was er will. Nach dem deutlichen Wahlsieg der Grünen postulierte er: „Jetzt haben wir einen klaren Führungsanspruch.“ Kretschmann kündigte an, Grüne und CDU wollten Baden-Württemberg zum „Klimaschutzland“ in Deutschland machen. Sozusagen als Musterländle, zur Nachahmung in anderen Ländern und im Bund empfohlen. Siehe auch die Bundestagswahl im September. Denn ein „Weiter so“ wird es auch dort kaum geben. Ob es da allerdings zu einem „echten Neuaufbruch“ im Bund kommen wird,

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ist derzeit noch eher Utopie. Denn der Kretschmann steht dort nicht zur Wahl. Doch zurück zum Aufbruch ins Gewesene in Baden-Württemberg. Auch die CDU, die bei der Wahl bekanntlich schwer Federn ließ, sieht eine glänzende Zukunft vor sich: Thomas Strobl, CDU-Landeschef und Innenminister sagte: „Wir wollen in einem guten Klima viel für das Klima tun.“ Es seien gar „offene Türen“ gewesen, die die Grünen mit ihren Klimaschutzplänen bei der Union hätten einrennen müssen. Das sahen nicht alle so. Insbesonders bei den Grünen selbst gab es zuvor teils heftigen Widerstand gegen den Plan Kretschmanns. Dieser nahm es gelassen, denn „wir sind schließlich kein Abnickverein.“ Durchgesetzt hat er sich doch. Und hier zeigt sich wieder der Pragmatiker Kretschmann, der eben eine stabile Regierung bilden will, um auch umstrittene Ziele durchsetzen zu können. Aus rein ideologischer Sicht hätten viele Grüne und Linke es begrüßt, wenn Kretschmann eine Ampelkoalition mit SPD und FDP angestrebt hätte. Das hätten viele Zeitgenossen als ein Zeichen des Aufbruchs verstanden. Und nebenbei wäre der CDU das Los der Opposition

aufgebürdet worden, was gerade im ehemals schwarzen Ländle ein Symbol des Niedergangs gewesen wäre. Aber das ist natürlich nur ideologisches Wunschdenken. Denn bezüglich pragmatischer Politik kann man es Kretschmann keineswegs verdenken, dass er sich nicht auf die Ampel verlassen will. Er hätte es dort ja gleich mit zwei Juniorpartnern zu tun, die außerdem vor der Bundestagswahl auch zu maximaler Partei-Profilierung quasi gezwungen wären. Mit der FDP wäre außerdem eine Partei mit im Boot, die sich als eine Art Gegenentwurf zu den Grünen versteht. Warum also sollte es sich Kretschmann so schwer machen, wo doch auf der anderen Seite eine willige CDU steht, die ihm weit entgegen kommt? So weit, so klar. Kretschmann nutzt die komfortable Situation nach seinem Wahlsieg aus, um damit grüne Politik durchzusetzen. Es ist beispielsweise die Rede davon, dass künftig für Häuslebauer eine Art „Solarpflicht“ auf dem Dach bestehen soll und dass 1.000 neue Windräder auf den Flächen des Landes gebaut werden sollen. Grün wird es, wenn Schwarz da einschwenkt. Der Klimaschutz als Koalitionsbedingung. Die Wähler wollen es so. Politik und Gesellschaft

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Das große Tingeltangel durch die Talkshows Merkel bei „Anne Will“ in der ARD, dann Laschet bei „Markus Lanz“ im ZDF. Prominente Politiker drängen quasi södermäßig vor die TV-Kameras. Warum ist das jetzt so? Von Michael Zäh

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a, da schau her. Deutschland hat jetzt ein brandneues politisches Format. Kanzlerin Merkel in der ARD-Talkshow von Anne Will, kurz darauf CDU-Chef Laschet bei Markus Lanz im ZDF, wo ein paar Tage später auch CSU-Chef Markus Söder zugeschaltet wird. Da wird also Politik über die Bande der TV-Kanäle gespielt. Die Fernsehzuschauer im Home-Coach-Feeling nehmen es amüsiert zur leichten Kenntnis. Die Devise heißt: Na da schauen wir mal hin! Was aber ist der Grund für das plötzliche Tingeltangel durch die Talkshows? Die Antwort ist einfach: Nach dem Desaster der „Gipfel“ mit Bundeskanzlerin und Ministerpräsident/Innen ist etwas ins Rutschen geraten. Weshalb Merkel bei Anne Will auch von einer „Zäsur“ sprach, nachdem sie kurz zuvor ja diese vermaledeite „Osterruhe“ auf ihre Kappe nahm. „Einzig und allein meine Verantwortung“, sagte sie dazu, als sie die „Osterruhe“ wieder kassierte. Doch Achtung: Merkel fügte an, dass sie „qua Amt“ diese Verantwortung trage. Weil sie eigentlich nicht findet, dass sie die meisten Fehler macht, sondern die Länderchefs mit ihrem ewigen Zoff und dem ganzen Aufgepluster. Also hin zu Anne Will. Bemerkenswert, wie Merkel dort Liebkind macht. Etwa, wenn sie immer wieder betont, dass es in der Demokratie in Deutschland halt so sei, dass es nur zusammen gehe, Bund mit den Ländern, die Länder mit dem Bund. Nun ja, um aber dann anzukündigen, dass der Bund „das Infektionsschutzgesetz nochmal anpacken“ könne. Und so kam es ja kurze Zeit

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Politik und Gesellschaft

später. Anstatt der MPK mit Merkel, zuletzt ein Bild des Jammers, soll es künftig ein Gesetz geben, das Merkel erlaubt, direkt bis runter auf Landes- und sogar Kreisebene durchzugreifen. Doch warum lief diese frühe Drohung über die Bande einer Talkshow? Na klar, weil es ohne die öffentliche Meinung nicht geht. Zu sehr war das Gipfel-Gedöhns zuvor schon bei Land und Leuten in Verruf geraten, was in der kompletten Verwirrung der Osterruhe und deren Rücknahme gipfelte. Es war der Eindruck entstanden, dass „die da oben“ es nicht können. Noch schlimmer: Es schien so, dass „die“ sich nächtelang zoffen, anstatt das Land in die richtige Richtung zu regieren. Und deshalb war halt die große Frage: Wie käme es in dieser Gemengelage nun in der Öffentlichkeit an, wenn der Streit eskaliert, weil Merkel und der Bund per Gesetz diktiert? Da dachte Merkel an Anne Will, bei der sie ja schon während der „Flüchtlingskrise“ 2015 und 2016 zu Besuch war. Talkshow, damit die Leute im Land begreifen, was Merkel will. Talkshow als ein Stimmungstest. In der Frage, wie gegen die dritte Welle der Corona-Pandemie agiert werden sollte, war schon zuvor eine deutliche Mehrheit der Deutschen für Merkels Kurs mit nochmaligen deutlichen Einschränkungen. Aber wie das so ist mit den Talkshows geht es nicht nur um die Sachverhalte, sondern eben auch um Show. Da konnte sich Anne Will nicht entgehen lassen, eine Zuspitzung herbei zu führen. Merkel gegen Laschet, die Kanzlerin gegen ihren potenziellen

Nachfolger als CDU-Kanzler. Will hakte so oft nach, bis Merkel unumwunden zugab, dass sie Laschet für dessen Corona-Management in NRW kritisiere, er aber nicht der einzige sei, der sich nicht konsequent an die Vereinbarungen halte. Dann also Armin Laschet bei Markus Lanz, der von Anfang an eine Art Kreuzverhör im Sinn hatte: Ob die Kanzlerin Laschet vorführen wolle, ob sie seine Kanzlerkandidatur für die Union torpedieren wolle, ob nicht Markus Söder neuerdings „der Mann an ihrer Seite“ sei. Doch Laschet punktete vor den Sofas der Nation mit einer gewissen Gelassenheit: „Ja, dann isses so.“ Ein paar Tage später ist Markus Söder bei Lanz zugeschaltet: „Armin Laschet war ja auch bei Ihnen. Ich habe darüber gelesen wie die Sendung war“, säuselte Söder da zu Lanz. Talkshow als Test auch in der Frage der Kanzlerkandidatur der Union (siehe nebenan, Seite 9). Zurück zur Kernfrage: Warum wird jetzt prominente Politik in Talkshows gemacht? Es kommt wohl daher, dass es eine Vertrauenskrise in Deutschland gibt, wie dann ja auch Bundespräsident Steinmeier sagte, natürlich bei einer TV-Ansprache. Solange mit der politischen Führung bei der Bevölkerung ein hohes Einverständnis herrschte, gingen Merkel und Co. nicht in die Talkshows, sondern überließen dies den Herren Lauterbach und Lindner. Indem sie quasi södermäßig jetzt vor die Kameras drängen, zeigen sie, wie groß die Vertrauenskrise ist. Die Glaubwürdigkeit leidet dadurch noch mehr. ZAS MAGAZIN


Der Brückenbauer gegen die Abrissbirne CDU-Chef Armin Laschet hat sich am Ende gegen CSU-Chef Markus Söder durchgesetzt und ist der Kanzlerkandidat der Union. Und beide tun so, als habe keiner einen Groll. Von Michael Zäh

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otzblitz, was hört der Laschet Armin denn für Lieder? „Manchmal bin ich ohne Rast und Ruh“, heißt es bei einer Liedzeile. Das würde doch eher auf den Söder Markus passen. Denn der Laschet Armin gilt doch als großer Ausgleicher. „Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich weiß“, geht eine weitere Liedzeile. Nun ja, ist schon eher der Laschet Armin. So um die Osterfeiertage fiel ihm dann etwas ein: „Über sieben Brücken musst du gehen. Sieben dunkle Jahre überstehen (nein, bitte nicht so lange Corona). Siebenmal wirst du die Asche sein (nein, die Merkel hat jüngst gesagt, dass Deutschland nicht in Sack und Asche gehen müsse). Aber einmal auch der helle Schein.“ Das hat ihn halt sehr motiviert, den Laschet Armin, dieser 80er-Jahre-Brüller von Peter Maffay. Denn der helle Schein ist natürlich die Kanzlerschaft, die er gerne von der Merkel übernähme. Und um dahin zu gelangen hat er eben den Weg über eine Brücke vor Augen gehabt. So hat er den „Brücken-Lockdown“ erfunden, oder ein findiger Rednerschreiber tat es für ihn (oder vielleicht war es Peter Maffay sogar selbst). Das hat ihm Ärger und sogar Hohn eingebracht. Bis dann auch die Kanzlerin Merkel das Wort vom „Brücken-Lockdown“ fallen ließ und damit Laschet als ihren Nachfolger empfahl. Oder doch nicht? Wie beim Wettrennen zwischen Hase und Igel schien der Söder immer schon dort zu sein, wo der Laschet erst später ankam. Daher hat Söder nach der Präsentation des „Brücken

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Lockdowns“ durch Laschet auch nicht vergessen zu erwähnen, dass er selbst diesen Kurs schon immer vertreten habe. Quasi: Meine Idee, die der Laschet jetzt endlich auch kapiert! Diese Art der Stichelei hatte Markus Söder über Wochen praktiziert, durchaus berauscht an den Umfragewerten zu seiner Person, die in windige (manche meinen: schwindlige) Höhen wiesen. Beim Begriff des „Brücken-Lockdowns“ ging es also um eine Initiative Laschets, eine Brücke zu Angela Merkel zu bauen. Denn diese war schon lange für einen einheitlichen Lockdown in Deutschland, Hand in Hand mit Markus Söder. Und nachdem Söder öffentlich gefordert hatte, dass Merkel in die Frage des künftigen Kanzlerkandidaten der Union mit eingebunden werden solle, hat Laschet schon gemerkt, dass er jetzt auch Mal öffentlich ein Ausrufezeichen setzen sollte. Die Brücke als Krücke. Und so kam es zum Schwur. An einem Sonntag war es (11. April), da haben Armin Laschet wie auch Markus Söder erstmals öffentlich erklärt, dass sie als Kanzlerkandidat bereit stehen. Es wurde viel gesäuselt und Süßholz geraspelt. „Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit“, sagte Markus Söder. Pustekuchen. Nachdem sich CDU-Vorstand sowie CDU Präsidium für Laschet aussprachen, nannte Söder dies „ein kleines Hinterzimmer.“ Und seither tobte ein Kampf, nicht nur zwischen CDU und CSU, sondern auch innerhalb der CDU.

Da sprach etwa der CDU-Ministerpräsident aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, davon, dass es jetzt nicht um Charakter oder Sympathie gehe, sondern nur darum, mit wem man am ehesten an der Macht bliebe. Vulgo: Selbst wenn Söder ein Charakterschwein wäre, ist das doch egal, wenn er mir hilft, Wahlen zu gewinnen. Hauptsache Macht und Pöstchen. Spektakulär war es, wie sich CDU-Politiker dazu hinreißen ließen, offen jede politische Moral und ein wertebasiertes Handeln zu verraten. Manche fanden, das war schon ein bisschen wie bei Trumps Wahlsieg 2016. Alles der Popularität Söders unterordnen, mit teilweise abenteuerlichen Konstrukten. Jetzt hieß es: Brückenbauer Laschet gegen Abrissbirne Söder. Doch es kam am Ende dann doch so, wie es von Anfang an nicht anders kommen konnte. Hätte die CDU ihren erst jüngst gewählten Vorsitzenden geopfert, um Söder hinterher zu laufen, hätten sie den Laden gleich zuschließen können. Die von Söder so fleißig geschürten Ängste der Abgeordneten, dass sie ihr Mandat und ihr Auskommen verlieren könnten, waren ein typischer Fall von Honig, dem man lieber nicht auf den Leim geht. Söder hat es probiert, Laschet hat sich doch durchgesetzt. Es wurde in der Union reichlich Geschirr zerdeppert und es gibt wohl keinen Sekundenkleber, der dies alles wieder kittet. Und trotzdem tun Laschet und Söder so, als herrsche Harmonie. Wird Laschet Kanzler, kann Söder sich als Teamplayer feiern. Scheitert Laschet, ist Söder der, den man hätte nehmen sollen. Politik und Gesellschaft

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„Ich stehe für Erneuerung“ Die nahezu geräuschlose Kandidatenkür von Annalena Baerbock durch die Grünen erhöht deren Chancen bei der Bundestagswahl. Noch wichtiger ist: Diese Kandidatin ist konsequent und wird die Spannung im Bundestagswahlkampf weiter erhöhen. Von Michael Zäh

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as die Grünen da vormachen, ist das ganz genaue Gegenteil des eitlen Hahnenkampfes in der Union. Ohne jeden Streit oder gar öffentlicher Auseinandersetzung haben die beiden Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck sich darauf geeinigt, dass die 40jährige Baerbock die Kanzlerkandidatur übernimmt. Dabei ist es nicht nur so, dass der Habeck vormacht, was Unionsmännern eher fremd zu sein scheint, nämlich einen Schritt zur Seite zu machen und eigene Ambitionen für die Sache quasi umzuleiten: Unterstützer im Team. Es ist vor allem auch so, dass Annalena Baerbock die perfekte Herausforderung ist. Kraftvoll, klug, konsequent. Sie ist das, was ihr Programm ausmacht: Deutschland braucht Erneuerung. Es heißt mitunter, dass die Grünen-Chefin sich Fakten mit der Schaufel einverleiben kann. Keiner kann sie diesbezüglich in die Irre leiten. Sie gilt als absolut trittsicher in den Fakten und als schlagfertig im Auftritt, sprich: loses Mundwerk.

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Politik und Gesellschaft

Neben der Klimaschutzpolitik sind es auch die Europapolitik sowie die Außen- und Sicherheitspolitik, die das politische Portfolio der gebürtigen Niedersächsin bereichern. Und da sie selbst Mutter zweier noch kleiner Kinder ist, lebt sie vor, was sie für die Gesellschaft in der Familienpolitik erreichen will. Nämlich die Vereinbarkeit von (Spitzen-) Job und Familie. Absolut zentral ist aber ihre Kernbotschaft. „Ich trete an für Erneuerung, für den Status quo stehen andere.“ Das trifft es auf den Punkt. Annalena Baerbock, die die Entscheidung über ihre Kanzlerkandidatur zusammen mit Robert Habeck bekannt gab, betonte glaubwürdig (im Vergleich zu den Lügenbolden in der Union) den Teamcharakter des grünen Bundestagswahlkampfs. Man wolle die Herausforderungen gemeinsam angehen, nicht nur Habeck und sie, sondern auch die Partei insgesamt und zwar zusammen mit der Gesellschaft. Sie sei überzeugt, dass Deutschland einen Neuanfang brauche, sagte die grüne Kanzlerkandidatin. Doch Veränderungen in diesem Land seien nur möglich, „wenn wir auch eine andere politische Kultur pflegen“, betonte sie. „Eine grüne Kanzlerinnenkandidatur steht für ein neues Verständnis von politischer Führung, entschieden und transparent, lernfähig und selbstkritisch.“ Das sitzt. Robert Habeck führte dazu näher aus, dass die Grünen bereits jetzt einen neuen Führungsstil etabliert hätten, und zwar einen, bei dem man „aneinander wächst und sich nicht gegeneinander die Beine wegtritt“. Gemessen an den Herausforderungen wie dem Klimaschutz ist das ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Die Gesellschaft ist es müde, Politikern bei der Selbstdarstellung zuzuschauen. Ihre Chancen für die Bundestagswahl haben die Grünen mit dem nahezu geräuschlosen Auswahlprozess noch weiter verbessert. Dies war umso erstaunlicher, weil die Grünen früher für ihre offen ausgetragenen Streitereien berüchtigt waren, Fundies gegen Realos und so. Aber es ist unterm Strich auch einfach so, dass die Wahl von Annalena Baerbock als die grüne Kanzlerkandidatin konsequent ist. Sie setzt sich klar gegen alle Herren Mitbewerber ab, natürlich nicht nur als Frau, sondern auch in Stil, Alter und Anspruch. Spannung garantiert! ZAS MAGAZIN


„Entscheidend ist, dass mir der Job Spaß macht!“

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oviel gleich vorneweg: Hansi Flick ist ein toller Typ und sollte unbedingt im Herbst der neue Bundestrainer werden. Es kann ihm im Ernst auch kein Mensch böse sein, dass er kurzfristig die Chance ergreift, das Nationalteam dann zu übernehmen und damit auch die reizvolle Aufgabe, ein junges Team bis zur Heim-EM 2024 zur Titelreife zu führen. Ach so, ja: Bisher haben weder Flick noch Bierhoff oder der DFB bestätigt, dass Flick nach der EM im Sommer auf Joachim Löw folgen wird. Es habe angeblich noch gar keine Gespräche gegeben. Tja, warum auch? Das passt dermaßen gut zusammen, dass es auch mit Telepathie klappen dürfte. Hansi Flick war als Co-Trainer von Jogi Löw ja schon 2014 Weltmeister geworden. Dann hat er in der vergangenen Saison mit dem FC Bayern alle sechs Titel gewonnen, die da zur Vergabe standen: die Deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal, den nationalen Supercup, die Champions League, den europäischen Supercup und die Club-WM. Sechs Titel, also das Sextuple, quasi das doppelte Tripple. Ein sexy Erfolg, ein neuer Rekord selbst für die Bayern. Noch dazu hatte Flick diese Titel in einer Saison abgeräumt, in der er keine Vorbereitung leitete. Er hatte ja erst im November übernommen, und zwar ein eher verunsichertes Bayern-Team, das erst danach wieder aufblühte. Wegen Flick und seiner Art mit Spielern umzugehen. Und auch, weil Flick einen offensiven Stil bevorzugte. Nun ist Hansi Flick erneut in die Offensive gegangen und hat sich dadurch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gesichert: Er hat vor laufenden Kameras erklärt, dass er den Verein darum gebeten habe, seinen laufenden Vertrag im Sommer aufzulösen. Ein Trainer verlässt die Bayern! Vorzeitig, von sich aus, trotz Vertrag.Ein Novum in der Bayern-Historie. Doch das ist nicht alles. Flick hätte ja sagen

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können, dass er dies tue, weil er die für ihn perfekte Chance ergreifen will, Bundestrainer zu werden. Das hätten alle verstanden und es wäre auch für den Stolz des FC Bayern zu keinem Problem geworden. Aber das hat Flick eben nicht getan. Ganz bewusst hat er behauptet, dass seine Zukunft noch völlig offen sei. Dass er aber auf jeden Fall die Bayern verlassen möchte. Sprich: Er habe keine Lust mehr unter den gegeben Umständen für die Bayern zu arbeiten. Und da alle wissen, dass Flick und die Mannschaft der Bayern sehr gut harmonieren, war dies natürlich auf die Bayern-Bosse gemünzt. Flick will nicht nur gehen, sondern damit auch anzeigen, dass „ein Trainer ist nicht ein Idiot“ (wie es der frühere Bayern-Trainer Trapattoni legendär formulierte). Man stellt sich schon die Frage, wie sehr es in einem loyalen Typ wie Flick vor Wut kochen muss, um bei seinem Abschied noch ein solches Exembel zu statuieren. Und dies wird noch deutlicher dadurch, dass Flick die Bedeutung des FC Bayern für ihn seit Kindheitstagen extra betonte. Dass damals Beckenbauer, Hoeneß, Breitner, Rummenigge und Gerd Müller alle seine Idole waren. Sogar seine Familie führte Flick an: „Ob ich jetzt vielleicht beim DFB bin und einen anderen Rhythmus hätte, es wäre ihnen völlig egal. Entscheidend für sie ist, dass mir der Job Spaß macht.“ Klartext: Beim FC Bayern macht ihm der Job nur noch bedingt Spaß. Mit seinen Spielern schon, mit Sportvorstand Salihamidzic ganz und gar nicht. Und nun ist es ja so, dass sein Spaß mit den Bayern-Spielern sich auch in der Nationalmannschaft fortsetzen ließe. Und dort stellt sich auch nicht das Problem, dass ihm ein Sportchef nicht die richtigen Leute holt. Denn dort kann er selbst auswählen, aus allem was nicht nur die Bayern sondern ganz Deutschland an Kickern zur Verfügung hat. Auf gehts!

© Achim Keller

Ein Trainer verlässt die Bayern, vorzeitig, von sich aus, trotz gültigem Vertrag - ein Novum. Und man stellt sich schon die Frage, wie sehr es in einem loyalen Typ wie Hansi Flick kochen muss, um ein solches Exembel zu statuieren. Natürlich winkt der Job als Bundestrainer. Von Michael Zäh

Fußball und Gesellschaft

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ona&lisa ist die erste Hörakustik speziell für Frauen. Sie fördert die Stärken des weiblichen Gehörs – gerade, wenn sich Anzeichen einer nachlassenden Hörfähigkeit einstellen. In den vergangenen Jahren hat die medizinische Forschung vermehrt Geschlechterunterschiede in den Blick genommen. Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass auch das weibliche Gehör „anders“ ist. So besitzen Frauen besondere Stärken beim Verarbeiten von Sprache. Zudem können sie feine Nuancen und emotionale Zwischentöne besser wahrnehmen. Frauen gelingt es weniger gut Richtungen zu erkennen, aus denen ein Schallsignal kommt. Daher finden sie es oft schwierig, sich auf eine Stimme zu fokussieren, wenn Hintergrundgeräusche stören.

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zu folgen, wird dann oft unmöglich. Der mona&lisa Hörtest sowie das zweiwöchige mona&lisa Gehörtraining sind wichtige Bausteine einer weiblichen Hörakustik. Sie wurden auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Studienergebnisse zum Richtungshören entwickelt. Das mona&lisa Gehörtraining mit modernen Trainingshörsystemen stimuliert die Hörverarbeitung im Gehirn. Das Gehör kann so wieder lernen, Stimmen auch in

­eräuschvollen Situationen klarer g zu lokalisieren und Gesprächspartner wieder gut zu verstehen. Moderne Hörsysteme sind ebenfalls ein wichtiger Baustein in der mona&lisa Gehörtherapie. Sie stellen dem Ohr die fehlenden Schallinformationen zur Verfügung, die das eigene Gehör nicht mehr liefert. Dabei geht es nicht nur darum, wieder mehr an Lautstärke zu hören, sondern auch die Richtungsinformationen des Schalls zu empfangen, die für das Verstehen von Sprache so wichtig sind. In Deutschland sind einige hundert Hörsystem-Typen auf dem Markt. Aber nur ein kleiner Teil davon ist geeignet, das Richtungshören für das weibliche Gehör optimal zu unterstützen. Deshalb trifft mona&lisa eine sorgfältige Auswahl, damit sich Hörsysteme und Gehörtraining optimal ergänzen.

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Bild: Johannes Schubert

PCR-Test: Wie Lolli lutschen Volldigitales Testverfahren in Freiburg, das wissenschaftlich begleitet wird: Zehntausende Schüler und Schülerinnen können zwei Mal pro Woche mit PCR-Verfahren sicher und einfach getestet werden. Von Barbara Breitsprecher

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chule trotz Pandemie – in Freiburg wird mit einer innovativen Teststrategie ein Weg beschritten, der das möglich machen soll. Nach der Pilotphase mit PCR-Pooltests wird das Verfahren nun auf alle Grundschulen und Sonderpädagogischen Bildungszentren (SBBZ) der Stadt ausgeweitet. Diese Tests haben sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung bei einem Pilotprojekt an mehreren Schulen sehr gut bewährt. Seit dem 18. März gab es 2000 Tests an fünf Schulen (zwei Grundschulen, zwei Gymnasien und einer Realschule) sowie einer Kita. Ein Pool war positiv, hier waren zwei Kinder mit dem Coronavirus infiziert. In kurzer Zeit wurde jetzt eine Infrastruktur mit automatisierten Prozessen und IT-Systemen aufgebaut, die es möglich macht, das Testsystem flächendeckend weiter voran zu bringen. So können jede Woche Tausende Schülerinnen und Schüler getestet werden. Das Prinzip ist einfach und effektiv: In Pooltests werden ganze Klassen gemeinsam getestet. Wattestäbchen werden dabei wie Lollis 30 Sekunden gelutscht und anschließend ins Labor für die PCR-Untersuchung gegeben. Mit der PCR-Methode wird ein sicheres Ergebnis garantiert, falsche Meldungen gibt es nicht. Eine Klasse bildet einen Pool, nur wenn ein Pool positiv ist, müssen Schülerinnen und Schüler einzeln getestet werden. Das Projekt wurde gemeinsam mit der Uniklinik Freiburg und dem Gesundheitsamt entwickelt. Es gilt als sicheres, günstiges und einfach anzuwendendes System,

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das wissenschaftlich eng begleitet wird. Die schlussklassen oder in SBBZ. In den SBBZ wurde digitale Infrastruktur soll Ende April stehen, bereits mit den Lolli-Tests und dem Pool-Verfahso dass Eltern und Schulen automatisiert und ren gearbeitet, für die Abschlussklassen gibt es datenschutzkonform über die Testergebnisse Schnelltests. Derzeit werden die Lehrkräfte für informiert werden - und im Bedarfsfall darüber, die verschiedenen Testverfahren geschult. Ziel ist es, dass möglichst bald alle 40.000 Schülewas zu tun ist, wenn ein Test positiv ausfällt. „Wir wissen inzwischen, dass Kinder in der rinnen und Schüler Freiburgs wieder sicher den dritten Infektionswelle stärker betroffen sind als Unterricht besuchen können. In Freiburg soll damit ein Weg gefunden bislang. Gleichzeitig sind die negativen Folgen von Kontaktbeschränkungen und Schulschlie- werden, damit Kinder und Jugendliche weiter ßungen gerade für die jüngere Generation in die Schule und die Kitas gehen können, das enorm. Wir arbeiten mit unserem Konzept dar- Offenhalten von Bildungseinrichtungen hat aus an, Schule so sicher wie möglich zu machen. Die Sicht der Stadtverwaltung und der Uniklinik Freiburger Teststrategie ist ein leistungsfähiger, höchste Priorität. Die Kosten für die Freiburger innovativer und ein landesweit einzigartiger Teststrategie werden bislang aus eigenen Etats Weg“, so Oberbürgermeister Martin Horn. „Die bezahlt. In einem gemeinsamen Schreiben Lolli-Tests sind für Kinder sehr leicht anzuwen- haben sich Oberbürgermeister Martin Horn den, sie eignen sich deshalb besonders gut für und Professor Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor der UnikliGrundschulen und SBBZ“, nik Freiburg, Ende März an bestätigt die neue BildungsBundesgesundheitsminisbürgermeisterin Christine Buchheit. Wohnmobile + Wohnwagen ter Jens Spahn und an den Sozialminister des Landes Ab dem 26. April starten Manne Lucha gewandt. Mit die Tests in allen Grundder Unterstützung von Bund schulen und SBBZ und den www.wm-aw.de (Fa.) und Land soll ein gemeinsaPilotschulen. Voraussetzung mes Modellprojekt etabliert für die Teilnahme sind vorliegende Einverständniserklärungen der Erzie- werden, das die Schulen offen halten kann und hungsberechtigten und die digitale Erfassung wichtige wissenschaftliche Grundlagen schafft. der Schüler. Jede Klasse wird dann zwei Mal die Zumal das Potential von Pooltests nicht auf Woche getestet. Bislang war der Schulbetrieb Schulen beschränkt ist. Auch in anderen gewegen der Corona-Pandemie noch stark einge- sellschaftlichen Bereichen könnte die Methode schränkt. Präsenzunterricht gab es nur für Ab- angewandt werden.

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Das Flair erhalten

Foto: Achim Keller

Die Einzelhändler in Freiburg wünschen sich städtische Unterstützung. Freiburg sollte gerade in diesen Zeiten attraktiver für Besucher werden. Das FWTM-Online-Shopping-Portal ist als Hilfestellung wohl nur ein ganz kleiner Schritt. Von Barbara Breitsprecher

Timo (l.) und Thomas Lechler (r.)vor einem ihrer Freiburger Juweliergeschäfte Lechler‘s, deren erste Filiale ihr Vater Dieter Lechler 1978 eröffnete.

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m die Geschäfte der Freiburger Innenstadt während des Lockdowns zu unterstützen, hat die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) eine neue Onlineseite erstellt, der dem lokalen Einzelhandel die Möglichkeit bieten soll, die Click & Meet-, Click & Collect- und Pick & Eat-Angebote jeweils übersichtlich aufzuführen. Wir haben bei einigen Geschäften nachgefragt, wie die Seite www. shopping.freiburg. de ankommt, wie es den Einzelhändlerinnen und -händlern in dieser Krisenzeit geht und was sie sich von der Stadtverwaltung an Unterstützung wünschen würden. Timo und Thomas Lechler von Juwelier Lechler‘s konnten bislang nicht feststellen, dass durch die Seite www.shopping.freiburg.de bei ihnen im Geschäft mehr los ist. Thomas Lechler würde sich von der FWTM-Onlineseite wünschen, dass sie etwas „sortierter und aufgeräumter“ wirken würde. „Sie wirkt etwas durcheinander“, findet er. Grundsätzlich bedauert er, dass kleinere Geschäfte, zu denen nur drei bis vier Kunden gleichzeitig kämen, bei den Regeln gleich

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streng behandelt werden, wie große Läden, wie beispielsweise Ikea. Er ist froh, dass die Stammkunden aber nach wie vor zu ihnen kommen. Befragt, was die Stadtverwaltung in diesen schwierigen Zeiten für die Einzelhändler tun könnten, sagt er, dass das Ordnungsamt derzeit vielleicht in dieser Zeit einen anderen Umgang mit Strafzetteln praktizieren könnte. „In Freiburg werden gerne viele Knöllchen verteilt, aber vielleicht sollte man die wenigen Menschen, die im Moment noch ihren Weg in die Stadt zum Einkaufen finden, nicht gleich beim kurzen Falschparken bestrafen“, so Thomas Lechler. Er hat zudem mit Bedauern festgestellt, dass man jetzt an den Parkautomaten im Stadtzentrum bis 23 Uhr für ein Ticket bezahlen muss und die Parkgebühren obendrein erhöht wurden. Oliver Gogler von Hifi Gogler kann in der kurzen Zeit noch keine positiven Auswirkungen durch den Link zu seinem Geschäft auf der Seite www.shopping.freiburg.de erkennen. Er würde sich wünschen, dass solch eine Seite in der Öffentlichkeit anders kommuniziert und

dabei auch mehr auf die individuellen Angebote der einzelnen Läden hingewiesen würde. Bei ihm ist jederzeit entweder Click & Meet oder Click & Collect möglich. Dann kann man einfach in seinem Geschäft anrufen und die Ware an der Türe abholen oder sich dort beraten lassen, falls die Corona-Regeln bei hohen Inzidenzwerten wieder besagen, dass man das Geschäft nicht betreten darf. Auch Lieferungen sind nach wie vor möglich. „Wir installieren auf Wunsch auch vor Ort die Musikanlage“, so Oliver Gogler. Hier sieht er einen klaren Vorteil der kleineren Läden: Man sei flexibler bei den Geschäftszeiten und beim Service für die Kunden. Insgesamt jedoch hat er seit Corona und dem Lockdown 20 bis 30 Prozent weniger Kundschaft. Er befürchtet, dass es auch später, wenn die Corona-Pandemie beherrschbar sein wird, insgesamt weniger Laufpublikum in den Innenstädten geben wird gegenüber früheren Zeiten. „Da sollte deshalb ein gutes, überzeugendes Konzept für die Innenstadtattraktivität und den Einzelhandel her“, fordert Oliver Gogler. ZAS MAGAZIN


Foto: Achim Keller

Oliver Gogler im Eingang seines Geschäfts Hifi Gogler, Niemensstraße 9. Das Unternehmen wurde bereits 1977 von seinem Vater Armin Gogler gegründet.

wieder einfach zurückschicken, kritisiert sie scharf. Maureen Winterhager bedauert, dass inzwischen viele kleine Läden in Freiburg zugemacht haben. Und sie ist überzeugt: „Man muss mit der Zeit gehen“. Das bedeutet für sie auch die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, auch im Verkauf. Deutschland hinkt jedoch ihrer Ansicht nach im Bereich Digitalisierung vielen anderen Ländern hinterher. Von der Freiburger Stadtverwaltung würde sie sich wünschen, dass die Gebühren, die für Werbeaufsteller auf der Straße für die Einzelhändler erhoben werden, in der Pandemiezeit überdacht werden. Schön fände sie es auch, wenn eine

städtische Begrünung vor den Geschäften gestellt würde. Die Straßen zu schmücken und einladend zu gestalten – ob zur Weihnachtszeit oder im Sommer – sollte ihrer Meinung nach ebenfalls ein städtisches Anliegen sein, um Freiburg attraktiv zu machen, und darf die Geschäfte nichts kosten. Und auch sie findet, dass die Parkgebühren in diesen Krisenzeiten reduziert werden sollten. „Die kleinen Läden bringen das Flair nach Freiburg“, weiß sie. „Einheimische, Besucher und Touristen schätzen das sehr.“ Deshalb sollte die Stadtverwaltung alles daran setzen, die Einzelhändler vor Ort zu unterstützen, wo immer es geht, bekräftigt Maureen Winterhager.

Foto: Achim Keller

Maureen Winterhager, die seit 40 Jahren ihre Schmuck- und Hüte-Boutique Etcetera betreibt, aber dieses Jubiläum aufgrund der Corona-Pandemie nicht wirklich feiern kann, hat bisher durch die FWTM-Seite keinen Kundenzuspruch registriert. Deutlich mehr Erfolg hat sie dagegen über das Internetportal Etsy, über das sie Modeschmuck in die ganze Welt verkauft. Ihre Freiburger Stammkundinnen und -kunden kommen nach wie vor lieber selbst in ihren Laden, wenn es von den Corona-Regelungen her möglich ist. Das findet sie grundsätzlich auch viel schöner und besser, denn die Leichtigkeit, mit der inzwischen viele Menschen Online-Bestellungen aufgeben und die Waren dann doch

Maureen Winterhager in ihrer Boutique Etcetera in der Fischerau, wo sie seit 40 Jahren ausgewählte Designer-Schmuckstücke, alten Modeschmuck und besondere Designerhüte anbietet. ZAS MAGAZIN

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Bild: metamorworks StockAdobe

Das digitale Einsparpotenzial Onlinekonferenzen verringern CO2-Emissionen drastisch, aber auch Mischformen sind eine umweltschonende Alternative. Dr. Sebastian Jäckle, Politologe an der Uni Freiburg, hat untersucht, wieviel CO2 durch digitale Konferenzen eingespart werden kann

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nlinetagungen und Onlinekonferenzen sind in Zeiten von Corona keine Seltenheit mehr – auch für den Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Dr. Sebastian Jäckle, Politologe an der Universität Freiburg, hat untersucht, wie viel Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart wird, wenn akademische Konferenzen digital stattfinden. Als Beispiel nutzte Jäckle die größte europäische politikwissenschaftliche Konferenz, die European Consortium for Political Research General Conference (ECPR), die im August 2020 an drei Tagen virtuell anstatt wie geplant in Präsenz stattfand. Jäckles Ergebnisse zeigen, dass der CO2-Fußabdruck der virtuellen Konferenz nur etwa 0,5 bis 1,0 Prozent dessen ausmacht, was ein persönliches Treffen verursacht hätte. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „PS: Political Science & Politics“ erschienen. In die Berechnung des Fußabdrucks der Onlinekonferenz bezog der Forscher die Emissionen aus dem Stromverbrauch aller genutzten Endgeräte sowie des Video- und Audiotrans-

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Politik und Gesellschaft

fers auf der virtuellen Konferenzplattform mit ein. Verglichen hat Jäckle diese Zahlen mit dem CO2-Ausstoß der An- und Abreise, des Stromverbrauchs und der Heizung in Hotel und Veranstaltungsort sowie des Caterings, die bei einer Präsenzkonferenz angefallen wären. Ein Ergebnis der Studie ist allerdings auch, dass der Wechsel zu einer vollständig virtuellen Veranstaltung nicht zwangsläufig notwendig sei. Laut Jäckle könne eine Mischform aus Online- und Präsenzkonferenz der ECPR den CO2-Fußabdruck ebenfalls erheblich verringern: Werde ein Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer online zugeschaltet, insbesondere Personen aus weit entfernten Orten, sei eine Reduzierung der Emissionen um bis zu 71 Prozent möglich. „Wenn darüber hinaus die anderen drei Viertel der Teilnehmenden längere Reisezeiten mit Bus oder Bahn in Kauf nehmen würden, könnte eine Hybridkonferenz die Emissionen im Vergleich zu einer Präsenzkonferenz sogar um 89 Prozent reduzieren“, sagt Jäckle. Eine weitere Option könne sein, Konferenzen nur jedes zweite Jahr als physische Veranstaltung abzuhalten.

Mit dieser Analyse macht Sebastian Jäckle erneut auf einen bewussten Umgang mit Forschungsreisen aufmerksam. Bereits 2019 hatte er ermittelt, wie hoch die CO2-Emissionen aller Teilnehmenden durch die Hin- und Rückreise bei den vergangenen sechs ECPR-Konferenzen waren. Seinen Berechnungen zufolge stieß jede Besucherin und jeder Besucher im Laufe einer dreitägigen Konferenz durchschnittlich 0,5 bis 1,5 Tonnen CO2-Äquivalente aus. Um das1,5-Grad-Ziel des Klimaschutzes erreichen zu können, dürfte weltweit jeder Mensch im Jahr 2030 nur 2,5 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich ausstoßen. Der Forscher riet schon damals zu hybriden Veranstaltungsformen sowie zu Tagungsorten, die gut ans Eisenbahnnetz angebunden sind. Kontakt: Dr. Sebastian Jäckle Seminar für Wissenschaftliche Politik Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Tel.: 0761/203-9368, E-Mail: Sebastian.jaeckle@politik.uni-freiburg.de ZAS MAGAZIN


Richtige Entscheidungen Frühzeitig die eigenen Wünsche festhalten mit einer Patientenverfügung m es Angehörigen zu erleichtern, im Falle einer schweren Krankheit die richtigen Entscheidungen zu treffen, und damit der eigene Wille gewahrt bleibt, nutzen immer mehr Menschen eine Patientenverfügung. Da ist es nur konsequent, auch direkt für die letze Ruhe selbstbestimmt Vorsorge zu treffen, und das geht mit einer Bestattungsverfügung. In der Verfügung lässt sich bindend dokumentieren, ob eine Erd-, Feuer- oder Sonderform der Bestattung gewählt wird. Viele Satzungen althergebrachter Friedhöfe schreiben vor, dass Gräber gepflegt werden müssen. Hier kann ggf. einen Friedhofsgärtner beauftragt

werden. Ist in der Verfügung bereits ein pflegefreies Grab vereinbart, fallen nur Kosten zu Beginn der Nutzung an. Die Deutsche Friedhofsgesellschaft bietet solche pflegefreien Grabstätten zum Beispiel als anonymes Rasengrab, als Bestattung im Blumenbeet und als Grabstätte im Ruhewald an. In der Bestattungsverfügung lässt sich aber noch viel mehr festlegen, zum Beispiel, ob eine Traueranzeige in der Zeitung erscheinen soll, wie man sich die Gestaltung der Trauerfeier vorstellt, ob die Beisetzung im großen oder kleinen Kreis erfolgen soll. Es kann auch eine Vertrauensperson, die bei Unstimmigkeiten entscheiden

Bild: Deutsche Friedhofsgesellschaft/akz-o

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Florian Becker, Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), begrüßt diese Entscheidung. Er fordert jedoch: „Die Förderung muss da greifen, wo eine Sanierung wirtschaftlich und ökologisch Sinn macht.“ Hausbesitzern und Bauherren rät er von Aktionismus ab, denn vorschnelle Planungen und willkürliche Baumaßnahmen können an den gesteckten Ener-

Bild: djd/Bauherren-Schutzbund

m Rahmen des umfangreichen Konjunkturprogramms stellt die Bundesregierung bis Ende 2021 mehr Geld für die energetische Sanierung von Gebäuden bereit. Sie stockt die bestehenden Programme nochmals um eine Milliarde auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro auf.

giesparzielen vorbeilaufen und sich als unwirtschaftlich erweisen. Sinnvoll sei in jedem Fall die Fachberatung eines unabhängigen Bau- oder Energiesachverständi-

gen, so Becker. Dadurch können Verbraucher Schwachstellen ihres Hauses systematisch identifizieren und die Maßnahmen zielführend planen. „Unabhängige Bauherren-

berater unterstützen den Hausbesitzer auch bei der Auswahl der passenden Förderprogramme für seine Projekte“, sagt Florian Becker. Er bemängelt, dass komplizierte Anträge, umständliche Formulare und komplexe Fördervoraussetzungen Verbraucher abschrecken, und fordert unbürokratische Lösungen. Unter www.bsb-ev.de gibt es zum Thema energetische Modernisierung mehr Infos und Berateradressen. Positiv hebt Becker hervor, dass auch Einzelmaßnahmen wie die komplette oder teilweise Gebäudedämmung oder der Heizungstausch unterstützt werden. Mit bis zu 45 Prozent Zuschuss wird etwa der Ersatz einer alten Ölheizung gegen ein effizientes Heizungssystem belohnt.

Steuervorteile nutzen W

ohl noch nie war es so attraktiv wie jetzt, eine energetische Modernisierung der eigenen vier Wände anzugehen. Mit Steuervorteilen und verbesserten Förderprogrammen will der Gesetzgeber die Renovierungslust der Eigenheimbesitzer steigern. „Es lohnt sich, genauer hinzusehen“, rät Dr. Andreas Huther, Geschäftsführer beim Dämmstoffproduzenten puren. Über die Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) etwa lassen sich bis zu 40.000 Euro Steuern sparen. Im Rahmen der Verordnung mit dem sperrigen Namen werden bis zu 200.000 Euro Investition ZAS MAGAZIN

Bild: djd/puren

Energetisch sanieren lohnt sich mehr denn je. Steuern sparen, Förderung nutzen, Umwelt entlasten!

steuerlich mit 20 Prozent gefördert. Der entsprechende Anteil wird dabei direkt von der Steuerschuld abgezogen, nicht vom zu versteuernden Einkommen. Ebenfalls attraktiver gestaltet wurden die entsprechenden Förderprogramme, die Investitionszuschüsse oder Kredite mit Tilgungszuschuss bieten. Für diese ebenso

wie für die steuerliche Förderung müssen bestimmte Mindestanforderungen an die energetische Qualität erfüllt werden, Voraussetzung ist auch die Durchführung der entsprechenden Arbeiten durch ein qualifiziertes Fachunternehmen. Umfangreiche Infos dazu gibt ein Ratgeber für Bauherren, der unter www.puren.com/bau/ bauherren-wissen kostenlos heruntergeladen werden kann. Wenn Maßnahmen zur Dämmung von Wänden, Dach oder Kellerdecke geplant werden, spielt auch die Auswahl der richtigen Materialien eine wichtige Rolle. Denn hier gibt es große Unterschiede. Ein wichtiger Indikator für die Qualität ist die

Wärmeleitfähigkeit. Eine übergeordnete Rolle unter den gängigen Dämmmaterialien spielt Polyurethan-Hartschaum, der verlässlich und langfristig den Energiebedarf senkt und die Anforderungen der Förderungen sicher erfüllen kann.

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Der Sommer kommt Das Dachgeschoss optimal gegen Hitze schützen mit dem richtigen Hitzeschutz für Dachgeschoss-Wohnungen und dank intelligenter Zubehörtechnik

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Mit Rollläden und Hitzeschutz-­ Markisen stehen unterschiedliche Lösungen für Velux-Dachfenster zur Verfügung, die auch im Sommer für angenehme Temperaturen im Dachgeschoss sorgen. Sie liegen außen vor dem Fenster und stoppen die energiereichen Strahlen der Sonne, bevor sie auf die Scheibe treffen. Diese Lösungen können als elektrisch oder solarbetriebene Varianten dank einer intelligenten Zubehörtechnik auch automatisch über Sensoren gesteuert werden: Mit dem Smart-Home-System Velux Active erfolgt ein proaktiver Überhitzungsschutz. Je nach Wetterlage und Raumtemperatur werden die elektrisch oder solarbetriebenen Hitzeschutz-Lösungen automatisch geschlossen, bevor sich die Räume aufheizen. Au-

Foto: Velux Deutschland GmbH/akz-o

achgeschoss-Wohnungen haben oft den Ruf, im Sommer besonders heiß zu werden. Doch mit dem richtigen Hitzeschutz gibt es keinen Grund zur Sorge.

ßerdem können sie jederzeit von überall über eine App oder per Sprachsteuerung bedient werden. Vor der Entscheidung für eine Variante lohnt es sich, genau zu analysieren, was erreicht werden soll: Ist neben Hitzeschutz beispielsweise auch Verdunkelung oder Lärmschutz erwünscht? Wie wichtig sind Tageslichteinfall und ein freier Blick nach draußen? Rollläden halten nicht nur Hitze ab, sondern

verdunkeln den Raum auch bei hellem Tageslicht vollständig und schützen zudem vor Lärm. Das macht sie zur idealen Lösung für Schlafzimmer. In jedem Dachgeschoss gibt es aber auch Räume, in denen Tageslicht essenziell wichtig ist. Küchen oder Kinderzimmer zählen dazu. Hier bieten sich Velux Hitzeschutz-Markisen an. Mit der klassischen, bunt gestreiften Terrassenmarkise hat

diese Lösung optisch wenig gemeinsam: Das wetterbeständige Gewebe liegt dezent außen vor dem Fenster und hält die energiereichen Sonnenstrahlen fern. Entscheidet man sich für die Markise in der Tageslicht-Variante, bleibt der Raum so hell, dass Kinder ihn beispielsweise fürs Spielen oder das Erledigen von Hausaufgaben nutzen können. Auch der Ausblick durch das Dachfenster bleibt erhalten.

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Ganz besondere Messe Die Berufsinfomesse in Offenburg digital als Avatar erleben: Intuitive Bewegung und Videokommunikation ermöglichen gemeinsames Erlebnis

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ie Berufsinfomesse bietet am 7. + 8. Mai 2021 im digitalen Format Angebote zu Aus- und Weiterbildung, Berufen, Studium und Praktika im In- und Ausland. Die Besucher haben damit die Chance, sich über die große Bandbreite rund um das Thema Beruf zu informieren und sich von der Vielfalt der Angebote inspirieren zu lassen. Besucher können sich über ihren PC, Mac oder Notebook online registrieren und im Anschluss als Avatar die digitalen Veranstaltungshallen der Messe Offenburg-Ortenau betreten. Startpunkt des Messebesuchs ist dabei das Foyer der Baden-Arena, von

dem aus die Ausstellungsstände in der Baden-Arena und der Ortenauhalle besucht werden können. Die intuitive Bewegung der Besucher durch ihre Avatare, gepaart mit der direkten Videokommunikation aller Teilnehmer, ermöglicht ein Messeerlebnis der besonderen Art. Neben dem gemeinsamen Erlebnis der Besucher, die sich in Zweierund Gruppengesprächen treffen können, sind auch die Austeller an ihren Messeständen als Avatar vertreten und können sich ebenfalls in der Halle frei bewegen, um mit allen Teilnehmern zu interagieren. Wie im normalen Leben, können sich Avatare zum gemeinsamen Messebesuch verabreden und auf

Entdeckungsreise bei den Ausstellern gehen. Direkte Gespräche mit Ausstellern können zu zweit oder in Gruppen über die Videokommunikation erfolgen. Damit der direkte Austausch optimal funktioniert, ist die Kamera- und Mikrofonfunktion beim Registrieren zuzulassen. Neben der direkten Interaktion zwischen den Avataren stellen Aussteller Infos zu den jeweiligen Angeboten für Besucher an ihren Ständen zum Download oder per Link zur Verfügung. Im Vorfeld der Berufsinfomesse können sich Besucher über den bewährten BIM-Finder zu den unterschiedlichen Angeboten informieren, um dann gezielt

während der Veranstaltung mit den Wunschausstellern konkrete Gespräche zu führen. Die Registrierung zur Berufsinfomesse ist kostenfrei. Vom 3. bis 6 Mai haben Besucher die Möglichkeit, virtuell einen Technikcheck im Foyer der Baden-Arena täglich von 8 bis 20 Uhr durchzuführen und die Steuerung der Avatare auszuprobieren. Hierbei erhalten Besucher Informationen, wie sie sich inhaltlich sinnvoll auf die BIM vorbereiten. Weitere Informationen www.berufsinfomesse.de fritz@messe-offenburg.de oder Tel.: 0781 9226-219

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etzt erst recht! Trotz Lockdown die berufliche Zukunft gestalten. Wer in diesen Tagen die bald anstehende Berufsausbildung nicht aus dem Blick verlieren möchte, hat es nicht gerade leicht. Bereits geplante und angekündigte Berufsmessen und Infoabende können bis auf Weiteres nicht stattfinden. Um Interessierten den Kontakt zur Schule so weit wie möglich zu erleichtern, bietet die Akademie für Kommunikation weiterhin direkte, persönliche Gesprächstermine vor Ort an. Wer dies nicht möchte, kann auch ein Beratungsgespräch mit den Schul- und Fachbereichsleitern zu allen Berufskollegs per Telefon, E-Mail oder Video-Konferenz führen. Besonders gilt dies auch

für die Möglichkeit einer digitalen Mappenberatung (Grafik-Design) in Vorbereitung der Aufnahmeprüfung am 8. Mai. Die Akademie für Kommunikation hat ihre Angebotspalette um eine weitere interessante Facette erweitert: Der neue Ausbildungsgang nennt sich „Berufskolleg für Fotound Medientechnik“. Angesprochen sind Jugendliche mit mittlerem Bildungsabschluss, die sich für Fotografie und Film begeistern und davon träumen, schöpferisch in der Medienbranche zu arbeiten. Im Mittelpunkt steht das professionelle Fotografieren und die faszinierenden Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung, die nahezu jede vorstellbare Situation auf dem Bild real werden lassen. Gleichzeitig mit dieser 2-jährigen Berufsausbildung können die Schüler*innen die Fachhochschulreife erwerben, die zu einem Studium an Fachhochschulen und Technischen Hochschulen berechtigt. Weitere Infos: Tel.: 0761/1564803-0 freiburg@akademie-bw.de

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Künstliche Schneidezähne sollten den benachbarten farblich genau entsprechen. Wie das Zahntechnikern mit digitaler Unterstützung gelingt, zeigt eine zweitägige Fortbildung an der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg.

Am 9. und 10. Juli können Fachkräfte mit ‚‘eLaB©‘‘ ein spezielles Programm erproben, das anhand digitaler Fotos den passenden Farbton entwickelt. Die Teilnahme an der Fortbildung „Hand und Maschine“ wird unter gewissen Voraussetzungen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Auskünfte erteilt die Gewerbe Akademie unter Telefon 0761/15250-17. Infos im Netz: www.gewerbeakademie.de ZAS MAGAZIN


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ie geht es nach dem Schulabschluss weiter? Ein duales Studium im Gesundheitswesen ist zukunftssicher und bringt mehr Gehalt. Viele Schulabsolventen müssen sich jetzt neu orientieren. Langgehegte Pläne für Work and Travel werden aufgrund der Corona-Pandemie auf Eis gelegt werden müssen, auch ein freiwilliges soziales Jahr wird unter Umständen nicht realisierbar sein. Dann doch kurzfristig einen Ausbildungsplatz suchen oder studieren? Aber was? Das Gesundheitswesen bietet sichere Arbeitsplätze. Auch wer nicht medizinisch oder pflegerisch tätig werden möchte, sondern administrative Aufgaben übernehmen will, hat im Gesundheitsmarkt hervorragende Aussichten. Ein Blick auf aktuelle Stellenausschreibungen bestätigt die aussichtsreichen Perspektiven für gut ausgebildete Jobeinsteiger. Es gibt verschiedene Möglichkeit, den Berufseinstieg ins Gesundheitsmanagement zu meistern. Klassisch geht der Weg dorthin über die seit 2001 etablierte Ausbildung zum „Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen“, die in Krankenhäusern, Versicherungen, Arztpraxen und Ambulanzen absolviert wird. Solche Kaufleute sind Ansprechpartner für Versicherte und Patienten, übernehmen vereinzelt Aufgaben im Marketing und rechnen Behandlungen mit Leistungsträgern ab. Eine aussichtsreiche Alternative zur Ausbildung ist ein Studium, zum Beispiel der Bachelor-Studiengang „Management im Gesundheitswesen“ der IST-Hochschule ZAS MAGAZIN

für Management. Denn die Akademisierung erstreckt sich nicht nur auf die Gesundheitsfachberufe. Aufgrund der Tatsache, dass der Gesundheitsmarkt komplex ist und unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet werden muss, wird der Ruf nach Akademisierung auch im administrativen Bereich immer lauter. Hinzu kommt, dass ein Studium größere Chancen auf ein höheres Einkommen eröffnet. Akademiker verdienen bis zum Ende ihres Erwerbslebens rund ein Drittel mehr als Menschen mit einer einfachen Berufsausbildung. Ein dennoch häufig angeführtes Argument gegen ein Studium und für eine Ausbildung ist, dass Azubis bereits ihr eigenes Geld verdienen, Studierende hingegen nicht. Seit es duale Studiengänge gibt, gilt dies so nicht mehr. Und diese Studiengänge sind übrigens äußert beliebt - sowohl bei Arbeitgebern als auch Studierenden. Infos darüber gibt es auf www.ist-hochschule.de. Arbeitgeber binden früh hoch motivierte Nachwuchskräfte an ihr Unternehmen und dual Studierende erhalten neben wertvollen Praxiserfahrungen eine Ausbildungsvergütung. So auch in der dualen Variante des Bachelor-Studiengangs „Management im Gesundheitswesen“, der sich durch einen mit über 50 Prozent besonders hohen Anteil an branchenspezifischen Inhalten auszeichnet - was den Studierenden ab dem ersten Semester zugutekommt. Sie tauchen somit förmlich in die Materie ein - im Ausbildungsbetrieb sowie im flankierenden Studium. djd

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„Tempo reinbringen“ Christine Buchheit im Interview über die Menschheitsaufgabe Klimaschutz und den Ausbau der Digitalisierung an den Schulen. Die neue Bürgermeisterin für Umwelt und Bildung erzählt auch von ihrem persönlichen Werdegang und über die logischen Wege, die sie nach Freiburg führten

Freiburg geht digital

Mit Maultäschle

Briefe für die Nachwelt

Impulsbeiträge erwünscht zum ersten „Digitaltag Freiburg“

Nachgefragt auf dem Herdemer Bauernmarkt

Im Jubiläumsjahr bietet die Stadt an, Briefe in hundert Jahren zuzustellen


Klimaschutz ist eine Menschheitsaufgabe Christine Buchheit ist die neue Freiburger Bürgermeisterin für Umwelt und Bildung. Nach Stationen im Ausland und beim Auswärtigen Amt in Berlin hat sie damit ihren Weg in die Kommunalpolitik und in ihre Wahl- und Studienzeitheimat Freiburg gefunden. Interview von Barbara Breitsprecher

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m 7. April hatte Christine Buchheit ihren ersten Arbeitstag als neue Bürgermeisterin für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung sowie Forst und Abfallwirtschaft in Freiburg. Am 2. Februar 2021 ist die 53-Jährige vom Freiburger Gemeinderat für die kommenden acht Jahre in dieses Amt gewählt worden, das Vorschlagsrecht hatten die Fraktion der Grünen. Christine Buchheit tritt damit die Nachfolge von Gerda Stuchlik an, die 24 Jahre dieses Amt innehatte und nun in Rente ging.

Sie waren auch beruflich einige Zeit in Kenia tätig.Wie prägend war diese Zeit für Sie? Christine Buchheit: Wir haben als Familie fünf Jahre lang in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, gelebt. Mein Mann war dort Auslandskorrespondent. Ich habe an der Deutschen Schule gearbeitet, am Goethe-Institut und für die Bundeszentrale für Politische Bildung. Diese Zeit war für uns alle sehr, sehr prägend. Gerade auch für unsere Kinder, die dort einen Großteil ihrer Kindheit verbracht haben. Wir lernten dort sehr intensiv, die Perspektive zu wechseln. Wir fühlten jeden Tag, welch privilegiertes Leben wir hier in Deutschland führen und welche Art von Problemen Menschen haben, die ohne jede Art von Rückversicherung durchs Leben gehen,

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Interview

Foto: privat

Sie haben in Freiburg Germanistik, Geschichte und Völkerkunde studiert. Was war denn damals Ihr Berufsziel? Christine Buchheit: Ich wollte damals Lehrerin werden. Eigentlich hatte ich mit Deutsch und Französisch auf Lehramt angefangen. Meine Eltern sind keine Akademiker, deshalb war mein Horizont eher überschaubar. Nach ein paar Semestern an der Uni wollte ich dann aber Hochschullehrerin werden. Ich wollte in Germanistik promovieren und an der Uni bleiben. Aber dann kam es anders.

und wie existenziell jede Krise Menschen treffen kann, die keinerlei Sozialversicherung haben. Daraus entsteht ein Gefühl der Dankbarkeit, dass wir selbst in solch privilegierten Verhältnissen leben dürfen. Es macht aber auch die Verantwortung bewusst, die daraus resultiert, dass die Welt größer ist als das, was wir hier in unserem engen Umfeld in Deutschland wahrnehmen.

Christine Buchheit: Ja, sehr. Und unsere Kinder haben in ihrer Schule und in ihrem Kindergarten gelernt, dass die Hautfarbe so wirklich gar keine Rolle spielt. An der Deutschen Schule, an der sie waren, spielt jede Art von Herkunft und Aussehen, ob schwarz oder weiß oder mit asiatischem Hintergrund, keine Rolle. Das haben sie für immer verinnerlicht.

Sicher eine wertvolle Erfahrung, die die Lebenssicht verändert.

Für welches Medium war Ihr Mann in Kenia tätig? ZAS MAGAZIN


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Bild: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

Als Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes haben Sie dann im Büro des Außenministers gearbeitet, ebenso im Büro des Staatsministers für Europa. Dabei waren Sie später auch für das Thema Flucht und Migration zuständig. Jetzt der Sprung von der Weltpolitik zurück ins Lokale. Was hat dafür den Ausschlag gegeben? Christine Buchheit: Ich bin froh, dass Sie mich zuerst nach Kenia gefragt haben. Denn das war eine entscheidende Abfolge: Ich habe zuerst vom Ausland aus nach Deutschland geschaut und mich danach beim Auswärtigen Amt beworben, um das Internationale beruflich weiterzuführen. In den acht Jahren, die ich dort in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet habe, merkte ich aber auch, dass es wahnsinnig dicke Bretter sind, die international zu bohren sind. Es gibt sehr viele wichtige Verhandlungen, die aber ausschließlich zwischen Diplomat_innen und häufig in fensterlosen Konferenzräumen stattfinden. Es ist eine eigene Blase. Ich habe mit den Jahren gemerkt, dass mich dies doch nicht zu hundert Prozent befriedigt, da das konkrete Gestalten und die Zusammenarbeit mit Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund sowie aus verschiedenen Berufen mich mehr anspricht. Mich reizen Aufgaben, die sofort gelöst werden müssen und zu denen man nicht noch zehn weitere Verhandlungsrunden einberuft, die dann vielleicht doch nur wieder Papier produzieren. In einer Kommune muss täglich

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Christine Buchheit: Er war dort für den Spiegel, für den er viele Jahre lang gearbeitet hat. Jetzt ist er freier Autor.

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Interview

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entschieden werden. Aber ich bin für den Weg, den ich gegangen bin, unendlich dankbar. Ich habe sehr viel gesehen und gelernt. Und aus den vielen, vielen Gesprächen bringe ich auch eine Menge für mein Amt hier mit. 2019 wollten Sie Oberbürgermeisterin in Lahr werden. Sie haben die Mehrheit jedoch nicht ganz erreicht. Ist Bürgermeisterin in Freiburg zu sein ein guter „Ersatz“ dafür? Christine Buchheit: Das ist eine ganz großartige Chance und gar kein Ersatz, sondern eine ganz eigene Sache für sich. Es ist eine sehr schöne Aufgabe, und ich glaube, diesen Zwischenschritt in Lahr hat es gebraucht, denn natürlich ist der Unterschied zwischen der internationalen Ebene und der kommunalen Ebene enorm. Deshalb waren diese drei Monate des Wahlkampfes in Lahr, die ich fast durchgehend auf der Straße verbracht habe, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen und zuzuhören, eine sehr wichtige Lern- und Erfahrungszeit. Offensichtlich hat es Sie aber bewusst ins Badische zurückgezogen, in die Gegend Ihrer Studienzeit? Christine Buchheit: Genau. Ich hätte mich in keiner anderen Region von Deutschland beworben. Mein Mann hat bei der Badischen Zeitung sein Volontariat gemacht und danach noch viele Jahre dort gearbeitet, deshalb war für uns klar: Spätestens mit der Rente kommen wir zurück (lacht).

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Interview

Sie haben angekündigt, dass Sie sich „energisch und ohne Zeitverzögerung“ für den Klimaschutz und die Verkehrswende einsetzen wollen. Wie soll das konkret aussehen? Christine Buchheit: Die Stadt Freiburg hat ja in den vergangenen Jahren schon viel getan. Es gibt das Klimaschutzkonzept sowie das Klimaund Artenschutzmanifest. Die Aufgaben sind definiert, wir müssen jetzt vor allen Dingen die Maßnahmen ohne Zeitverzögerung umsetzen. Und dann müssen wir uns regelmäßig prüfen, ob das reicht oder ob wir noch mehr machen müssen. Gleichzeitig gilt es für mich auch als Lobbyistin für das Klima in allen Gremien zu kämpfen, zu zeigen: Das ist eine Menschheitsaufgabe, bei der wir alle Bemühungen

zusammenbringen müssen. Ich sehe da auch eine Kommunikationsaufgabe innerhalb des Rathauses und außerhalb, also in der Stadt, auch in Milieus, die wir noch nicht erreichen. Ein weiteres Ihrer Ziele ist ja die Digitalisierung der Schulen. Spätestens die Pandemie hat ja da die vielen Schwächen und Rückstände aufgezeigt. Christine Buchheit: Ja, aber auch da ist schon viel getan worden, auch vor Corona schon. Jetzt wollen wir da noch mehr Tempo reinbringen. Die Aufgabe ist wirklich sehr umfassend. Die vielen Schulen auf den neuesten Stand zu bringen kostet viel Geld, die Wege, um an Zuschüsse zu kommen, sind kompliziert. Denn alleine,

CHRISTINE BUCHHEIT Christine Buchheit, die neue Freiburger Bürgermeisterin Dezernat II, wuchs in Mannheim auf und studierte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Die 53-jährige Geisteswissenschaftlerin ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Zu ihrem beruflichen Weg mehr im nebenstehenden Interview. Der Freiburger Gemeinderat wählte die neue Bürgermeisterin mit 32 Stimmen, wobei 39 Mitglieder stimmberechtigt waren. Neun waren entschuldigt oder nicht stimmberechtigt, da sie aufgrund der Pandemie nur online

vertreten waren. Das Vorschlagsrecht für dieses Amt hatte die Fraktion der Grünen. Oberbürgermeister Martin Horn begrüßte und vereidigte sie am 7. April im Beisein der weiteren Dezernenten als neue Bürgermeisterin. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Christine Buchheit. In diesen herausfordernden Zeiten werden wir alle zusammen an einem Strang ziehen, um die Stadt gut durch die Pandemie zu bringen. Dabei ist es wichtig, große Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Bildung und Digitalisierung nicht aus dem Blick zu verlieren.“

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Bild: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

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Ihre Vorgängerin, Gerda Stuchlik, war 24 Jahre lang in Freiburg Bürgermeisterin. Was wollen Sie anders machen als sie? Christine Buchheit: Selbstverständlich bringe ich eine andere Geschichte, einen anderen Erfahrungshintergrund mit. Ich habe in vielen Städten in Deutschland und auch im Ausland gelebt. Dadurch habe ich vielleicht manchmal einen anderen Blick auf die Dinge. Die Ziele, Klimaschutz, Bildungsgerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die teile ich uneingeschränkt mit meiner Vorgängerin. Was uns vielleicht unterscheidet ist manchmal der Weg, auf dem man zu diesen Zielen kommt. Was sagen Sie denn zu dem Vorwurf, dass das übliche Verfahren, wie Bürgermeisterposten besetzt werden, ein „Geschmäckle“ habe? Christine Buchheit: Das sehe ich nicht. Die Grünen haben die Suche nach einer KandidatIn öffentlich ausgeschrieben. Darauf habe ich mich und zwei Dutzend andere BewerberInnen beworben. Es folgte ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Da gab es keinerlei Hinterzimmergespräche, sondern es war ein ambitionierter und vielseitiger Prozess. Die Grundaussage, dass die Bürgermeisterbank auch die Verteilung der Fraktionen im Gemeinderat widerspiegeln soll, ist aus gutem Grund in der baden-württembergischen Gemeindeordnung verankert. Denn zwischen Verwaltung und Gemeinderat braucht es diese Austauschmöglichkeit. So wird auch der Wählerwille, nach dem der Gemeinderat sich zusammenstellt, noch einmal im Rathaus abgebildet. Es wird so eine Brücke gebildet, zwischen Gemeinderat, Verwaltung und den Bürger- und Bürgerinnen Freiburgs. Gerda Stuchlik war damals die erste Frau im Freiburger Bürgermeisterteam. Jetzt sind sie es ebenso. Wie viel muss passieren, dass bei der Ämterbesetzung eine Ausgewogenheit gewährleistet ist? Christine Buchheit: In der Kommunalpolitik ist die Frauenquote noch schlechter als im Auswärtigen Amt. Und da ist sie schon die schlechteste in allen Bundesministerien. Da ist wirklich enormer Nachholbedarf. Die prozentuale Quote bei den deutschen Oberbürgermeisterinnen ist einstellig. Da sehe ich mich auch in einer Vorbildfunktion für jüngere Frauen, um zu zeigen: Natürlich können wir auch Kommunalpolitik, und ja, es ist anstrengend, aber es ist eine wichtige Gestaltungsaufgabe. Da gibt es bei vielen Frauen Ängste, zum Beispiel dass frau an der Stadtspitze Privat und Beruf nicht mehr trennen ZAS MAGAZIN

könnte. Als Frau bewegt man sich da auf einem schmalen Grat und wird ja oft beurteilt: Wie sieht sie aus? Was hat sie an? Hat sie noch Zeit für ihre Familie? Diese Fragen kenne ich auch, aber der Umgang damit ist möglich und letztlich eine Frage der Routine. Ich möchte andere Frauen ermutigen, sich in der Kommunalpolitik zu beteiligen, denn da geht es ja um unser alltägliches Leben. Sonst können wir nicht die zentralen Entscheidungen mitgestalten, die uns im Alltag beeinflussen. Sie sind als Bürgermeisterin im Dezernat II für rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig und verwalten ein Budget, das etwa ein Drittel des Freiburger Haushalts ausmacht. Wie fühlt sich eine solche Verantwortung an? Christine Buchheit: Glücklicherweise ist der Alltag so, dass man sich das nicht jede Minute klar macht. Und es läuft ja hier auf sehr gut eingespielten Wegen und mit phantastischen Amtsleiterinnen und Amtsleitern, die wiederum die Personalverantwortung tragen. Die Gesamtverantwortung bei mir ist eher eine politische. Auch das ist eine wichtige Botschaft an junge Frauen: So ein Amt ist viel weniger Einzelkämpfertum, als frau sich das oft vorstellt, im Rathaus geht es auch um Teamplay. In Lahr gab es ja die Hoffnung, Sie könnten sich dort als Grünen-Kandidatin für die kommende Bundestagswahl aufstellen lassen. Aber Sie haben dem eine Absage erteilt. Kam das für Sie gar nicht in Frage? Christine Buchheit: Oh doch, das kam für mich auch in Frage. Da habe ich auch lange darüber nachgedacht. Natürlich ist der Bundestag die höchste politische Entscheidungsebene des Landes. Ich habe auch mal als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag gearbeitet. Und ich habe die Hoffnung, dass die Grünen mit einer starken Fraktion im Herbst in den Bundestag einziehen werden. Letztlich war es aber für mich die Abwägung, dass ich ja konkret etwas tun und gestalten möchte, weshalb der Wunsch nach kommunaler Arbeit den Ausschlag gegeben hat. Wer war Ihr Wunschkandidat für die Kanzlerkandidatur: Baerbock oder Habeck? Christine Buchheit: Annalena Baerbock.

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Interview

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70 Jahre Roter Bur Glottertäler Winzer eG Zum 70. Jubiläumsjahr überrascht die Winzergenossenschaft mit besonderen Aktionen in Zeiten von Corona 70 Jahre ist es her, als sich 13 Winzer aus dem Glottertal zu einer Genossenschaft zusammenschlossen, um ihre Weine in die große weite Welt zu vermarkten. Die Tradition des Weinhandwerks im Glottertal ist dennoch um Jahrhunderte älter. So wie die Legende vom Roten Bur, dem Namensgeber der Roter Bur Glottertäler Winzer eG. Man erzählt sich, dass August Ganter vom Rotburenhof vor bald 200 Jahren erstmals Spätburgunder in bester Lage angepflanzt hatte – dessen charaktervoller Wein wurde später zum bekanntesten Markenprodukt aus dem Glottertal.

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Die meisten Täter sind gute Bekannte Der Jahresbericht der Freiburger Anlauf- und Beratungsstelle Frauenhorizonte zeigt, dass die sexuellen Übergriffe auch im Corona-Jahr 2020 weiter gestiegen sind. Von Barbara Breitsprecher

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ie Corona-Pandemie mit der zurückgezogenen Lebenssituation der Menschen birgt für viele Frauen akute Gefahren. Zwar scheint es weniger nächtliche sexuelle Angriffe auf den Straßen zu geben, doch das persönliche Nahfeld ist zur Hauptquelle der häuslichen und sexualisierten Gewalt geworden. Digitale Plattformen und private Treffen ohne schützende öffentliche, soziale Kontrolle fördern dies, wie die Freiburger Anlauf- und Beratungsstelle Frauenhorizonte in ihrem Jahresbericht 2020 festhält.

Auch im Coronajahr 2020 gab es wieder einen Zuwachs an Klientinnen bei Frauenhorizonte. Allein 252 Frauen haben innerhalb des einen Jahres erstmalig die Freiburger Beraterinnen um Unterstützung gebeten. Hinzu kommen noch weitere 69 Betroffene, die dort regelmäßig therapeutische oder psychosoziale Beratung in Anspruch nehmen. Die meisten Frauen, die sich bei Frauenhorizonte gemeldet haben, waren zwischen 19 und 24 Jahren alt, nämlich 32 Prozent. 19 Prozent

der hilfesuchenden Frauen war 30 bis 39 Jahre alt, jeweils 16 Prozent die beiden Altersgruppen 16 bis 18 Jahre und 25 bis 29 Jahre. Insgesamt waren 64 Prozent der Klientinnen, die 2020 Unterstützung gesucht haben, jünger als 30 Jahre. In über die Hälfte der Fälle (52 Prozent) waren die Frauen, die sich gemeldet haben, vergewaltigt worden. 18 Prozent wurden sexuell belästigt. Die Täter waren den Frauen zu 63 Prozent persönlich bekannt gewesen, überwiegend stammen sie aus dem Freundes-,

Verwandten- oder Bekanntenkreis der Betroffenen. Die meisten von ihnen haben einen deutschen Hintergrund, ein Viertel der Frauen, die Hilfe oder Beratung suchten hat Migrationshintergrund oder hat eine Fluchterfahrung hinter sich. Kontakt: Anlauf- und Fachberatungsstelle Frauenhorizonte – Gegen sexuelle Gewalt e.V. Basler Straße 8, 79100 Freiburg, Tel: 0761/2858585 (24-Stunden Notruf); info@frauenhorizonte.de

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Freiburg geht digital I

n diesem Jahr wird parallel zum bundesweiten Digitaltag 2021 erstmals der „Digitaltag Freiburg“ stattfinden. Mit der Intention, dass sich der digitale Wandel nur gemeinsam gestalten lässt, laden die Freiburg Wirtschaft Touristik & Messe GmbH & Co. KG (FWTM), die Stadt Freiburg, der DIGIHUB Südbaden und Baden- Württemberg: Connected e.V. (bwcon) zu einem neuen Aktionstag ein. Beim Digitaltag Freiburg, der unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Martin Horn veranstaltet wird, stehen Digitalisierungsthemen in Freiburg und der Region im Mittelpunkt. Mit virtuellen Impulsen, Vorträgen und interaktiven Beteiligungsformaten wird das digitale Potenzial in Stadt und Region ganz nach dem Motto „Entdecken, Lernen und Vernetzen“ beleuchtet und Fragen wie „Wo liegen Chancen und Risiken der Digitalisierung? oder „Wie digital ist unsere Stadt?“ thematisiert. Unternehmen und Institutionen, aber auch Privatpersonen, Initiativen, Schulen und andere Bildungseinrichtungen haben die Gelegenheit, sich kostenfrei zu beteiligen und den Digitaltag Freiburg aktiv mitzugestalten. Eigene

Formate können in diesem Jahr Coronabedingt nur virtuell gestaltet werden. Der Digitaltag wird am Freitag, 18. Juni 2021 ganztägig stattfinden. Interessierte können sich bis zum 10. Juni mit ihren Beiträgen und Impulsvorträgen bei der FWTM oder dem DIGIHUB Südbaden anmelden. „Die Digitalisierung bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, unser Leben effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Die Coronapandemie hat deutlich

gezeigt, wie wichtig Digitalisierung in unserem Alltag ist und dieser zu einem großen Schub verholfen. Viele Unternehmen und Mitarbeitende haben in der Krise kreativ und flexibel reagiert und bewiesen, wie schnell sich digitale Lösungen umsetzen lassen“, so │Seite 1│20.04.2021 FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme. „Im Sinne einer breiten gesellschaftlichen Teilhabe wird sich der Digitaltag Freiburg mit verschiedenen Aspekten der Digitalisierung befassen und diese für

Pressemitteilung

alle Freiburger*innen erlebbar machen.“ Informationen zum Digitaltag Freiburg sind auf der Website des DIGIHUB unter www.digihub-suedbaden.de/digitalnow-expertise/blog/digitaltag-freiburg-2021 zu finden. Aktuell wird eine eigene Website für den Digitaltag Freiburg erstellt, die zeitnah unter der URL www.freiburg.digital online gehen wird. Bernd Mutter, Leiter des Amts für Digitales und IT (digit): „Der Digitaltag kann sichtbar machen, was Digitalisierung alles sein kann. Wie für unsere Digitalisierungsstrategie gilt hier, dass Digitalisierung gemeinwohlorientiert und ganzheitlich gedacht werden muss. Digitalisierung dient dem Menschen und nicht der Technik. Dies kann ein Digitaltag ganz praktisch zeigen.“ Der Digitaltag Freiburg soll künftig regelmäßig stattfinden und weiter ausgebaut werden: Für das kommende Jahr ist eine „Digitalwoche Freiburg“ geplant.

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Erster „Digitaltag Freiburg“ am 18. Juni 2021: Neues Format für Digitalisierung, Impulsbeiträge können bis zum 10. Juni 2021 angemeldet werden.

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Alles sauber?


Sabine Martin am Gemüsestand vom Steinhaldehof aus Amoltern auf dem Herdemer Markt.

Mit „Maultäschle“ vor dem Mund Das Einkaufsverhalten hat sich geändert, das Interesse an den Angeboten auf dem Herdemer Markt ist insgesamt eher größer geworden. Von Achim Keller und Barbara Breitsprecher

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eit mehr als einem Jahr bestimmt Corona unser Leben. Wir wollten wissen, wie sich das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden auf dem Herdemer Bauernmarkt verändert hat und ob sich die Pandemie auch im Umsatz der Marktbeschicker/Innen bemerkbar macht.

Wir erhielten auf dem Herdemer Markt folgende Antworten auf diese Frage: Was hat sich seit der Corona-Pandemie für Sie als Marktbeschickerin/Marktbeschicker geändert? Läuft der Verkauf für Sie eher besser oder schlechter?

Roswitha Hug ist seit 2002 mit ihrem Blumenstand auf dem Herdemer Markt: „Ziemlich viel hat sich geändert. Als erstes, dass wir jetzt immer ein Maultäschle vor dem Mund haben. Und dann muss ich den ganzen Stand absperren und jeder Einkauf dauert etwas länger für

die Kundinnen und Kunden. Es ist halt anders. Der Verkauf ist für mich in Ordnung, ich verkaufe eher mehr. Gerade beim Lockdown für die Baumärkte habe ich schon gemerkt, dass ich mehr verkaufe.“ Dirk Schafheutle ist Inhaber von „Die Olive“ und mit seinem Stand

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mittel an. Die Leute müssen sich das ja auch gönnen, Gutes aus dem Süden, etwas Mediterranes. Man muss ja bedenken, Kurzarbeit ist angesagt.“ Sabine Martin am Gemüsestand vom Steinhaldehof aus Amoltern: „Die Leute kaufen mehr ein. Ich denke, das kommt daher, dass die Kantinen zu sind, die Schulen und Kitas, und die Leute deshalb mehr kochen müssen. Die Menschen sind recht bewusst geworden.“

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Freiheit bekommen m es griffiger zu formulieren, müsste man schon schlauer sein als Matthias Deutschmann. „93 Jahre Studentenwerk und 7 Jahre Studierendenwerk – zusammen ein Jahrhundertwerk. Und ich kann sagen, ich bin dabei gewesen. In großer Nähe, denn ich war bestimmt öfter in der Mensa, als im Seminar.“ Der Kabarettist (Jahrgang 1958) ist einer von etlichen Prominenten, die einige Erinnerungen an ihre Studienzeit in Freiburg preigeben, aus Anlass eben des 100jährigen Jubiläums des Studierendenwerks Freiburg Schwarzwald (SwFR). Und ja, da kommt so manche lange verdrängte Erinnerung hoch: „Wer Ende der siebziger Jahre mittags in die Mensa in der Rempartstraße ging, der wurde oft von einem Dutzend Flugblattverteiler erwartet. Maoisten verteilten die „Peking Rundschau“ und sammelten Geld für eine Druckmaschine für Zimbabwe, die Marxistisch-Reichistische-Initiative (MRI) warb mit sexueller Befreiung“, so schreibt Deutschmann weiter. „Diplombiologie sollte es werden und Philosophie als zweites Fach. Bei der Studienberatung runzelte man die Stirn – eine seltene, anspruchsvolle Kombination?!“ Doch es kam

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Freiburg

Bild: Achim Keller

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Man traf sich „bei Aristoteles“ an den Stufen des Platzes der Universität ja dann anders: „Ich hatte mich 1979 von der Diplombiologie verabschiedet und den Wechsel von der Mensa II in die Mensa I vollzogen.“

Die Erinnerungen von Christine Buchheit (Jahrgang 1967) gehen quasi auch durch den Magen: „Ich weiß nicht, wie viele Stunden

ich in der Schlange in der Mensa Rempartstraße anstand. Es war immer ein bisschen schade, wenn die Mittagspausenverabredung etwas anderes essen wollte, dann trennten sich die Wege schon im Erdgeschoss, weil jedes Stammessen eine andere Schlange hatte. Besonders attraktiv fand ich den Nachschlag, den es bei Bedarf damals noch gab: Wenn das Geld mal ganz knapp war, konnten sich so auch mal zwei eine Mahlzeit teilen. Und schnell lernte ich auch den “Milchreis-Trick”: Freitags gab es beim Eintopf-Gericht oft Milchreis mit Apfelmus - mit einer leer gefutterten Schüssel von Freund*innen gab’s diesen leckeren Nachtisch dann noch gratis obendrauf. Und unvergessen auch die Abend-Pommes in der Mensa der Naturwissenschaften.“ Buchheit ist heute Bürgermeisterin für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung in Freiburg (siehe Interview Seite 26). Und das kann sie in ihrem Beitrag auch nicht ganz außen vor lassen: „Faszinierend, wie in einer Großküche die verschiedenen Zahnrädchen ineinandergreifen. Schade fand ich damals, dass die Kartoffelschälmaschinen überall abgeschafft waren und stattdes-

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Zum 100jährigen Jubiläum des Studierendenwerks Freiburg Schwarzwald erinnern sich etliche Prominente an ihre Freiburger Studienzeit. Eine Auswahl vom Besten. Von Michael Zäh


sen die Convenience-Küche mit in Plastikfolien vakuumierten Kartoffeln Einzug gehalten hatte. Es ist ein echter Fortschritt, dass heute in der modernen Mensa-Küche ökologische Kriterien eine wichtige Rolle spielen und immer mehr Bio-Produkte angeboten werden.“ Jepp, so ist es. Aber weil wir gerade beim Kochen sind: Hans Albert Stechl (Jahrgang 1949) , Jurist und nebenbei Autor von tollen Kochbüchern (auch einer begehrten Rezept-Kolumne in der ZuS), heute Vorsitzender des Verwaltungsrates des Südwestrundfunks (SWR) kann nachlegen: „Wintersemester 1968/69, Studienbeginn. Der erste Eindruck von Freiburg: verheerend. Ein Herbstnebel, so dicht, wie ich ihn als Hochschwarzwälder nicht kannte. Über Tage hinweg war die andere Straßenseite kaum zu erkennen. Deprimierend. Aber von da an ging es bergauf. Sturmfreie Bude; neue Leute kennen lernen und neue Freundschaften schließen; nächtelanges Abhängen im Uni-Keller oder im Sitis oder wie die Clubs sonst noch alle hießen; Sit-in, Teach-in, gelegentlich mal eine Vorlesung sprengen, Demo; dazwischen Nahrungsaufnahme in der Mensa (lag schwer im Magen: die legendäre „Berner Rolle“ - dagegen ist die heutige Mensa des Studierendenwerks ein veritabler Gourmet-Tempel); gelegentlich ein verkiffter Abend bei meinem Freund Claus, der eine offenbar nie versiegende Quelle zu astreinem Schwarzen Afghan hatte; dazwischen immer wieder mal eine Nachtschicht Taxifahren, da das Elternhaus im weit entfernten Hochschwarzwald keinen blassen Schimmer davon hatte, wie kostenintensiv so ein Studentenleben wirklich ist.“ Doch nun zu ernsteren Themen. Nicht ganz unpolitisch erinnert sich da Dieter Salomon (Jahrgang 1960), von 2002 bis 2018 grüner OB von Freiburg und heute Hauptgeschäftsführer der IHK: „Es war die Hochzeit der Friedensbewegung gegen das atomare Wettrüsten, des Kampfes gegen die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft, die Zeit des sauren Regens und des Waldsterbens und des Ozonlochs. Die Apokalypse drohte und das politische Engagement nahm zu. Nicht nur in Berlin und Freiburg ZAS MAGAZIN

gab es viele besetzte Häuser, in England wurde der Punk erfunden, und die Parole der Jugend lautete „no future!“ Es war eine aufregende, aber aus heutiger Sicht irgendwie auch surreal anmutende Zeit. Man ging nicht ins Strandbad, sondern nackt an den Baggersee. Man fuhr auch damals schon Fahrrad wegen der Ökologie, Jahrzehnte vor der Verkehrswende, aber ehrlicherweise auch, weil man sich ein Auto nicht leisten konnte.“ Robert Habeck (Jahrgang 1969), heute Co-Chef der Grünen im Bund, schreibt es so nieder: „Die erste Erinnerung an Freiburg ist eine Demonstration. Eine gegen den Golfkrieg.  Wir  standen  im  Regen  vor  dem  K2  und  trotzdem  ging  es  mir  gut:  Studieren  und  Demonstrieren,  so  hatte ich mir das vorgestellt.“ Wie Habeck halt so ist, hat er aber auch noch eine persönliche Überraschung parat: „Ich erinnere mich an das Schwarze Brett, an das ich den Zettel zur Gründung einer Theater AG hängte, der dann dazu führte, dass ich meine spätere und heutige Frau kennenlernte. Unser Treffpunkt war damals immer „bei Aristoteles“ an den Stufen des Platzes der Universität.“ Christian Streich (Jahrgang 1965) war schon eine Weile Profi-Fußballer gewesen, als er doch noch studierte: „Die Universität von innen zu sehen, dort zu studieren und Zeit zu verbringen, war für mich sehr lange weiter weg als das Maracana-Stadion. Der Gang durch die Türe des historischen Seminars war für mich mit meinen 28 Jahren damals ein ganz besonderer Moment in meinem Leben. Die ganzen Studierenden und Kommilitonen, die größtenteils viel jünger waren. Diese Eindrücke sind mir heute noch präsent und ich kann kaum beschreiben, wie wichtig das für mich war.“ Florian Schröder (Jahrgang 1979) Kabarettist und Fernsehmoderator sagt es so: „Die Hochschule ist nicht die Fortsetzung der Oberstufe mit anderen Mitteln. Wer die Hochschulreife hat, sollte Freiheit bekommen und leben – in jeder Hinsicht.“ Online-Galerie: www.swfr.de/100/ mitmachen-und-gewinnen/ ehemalige-studierende

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Briefe an unsere Nachkommen Briefe schreiben, die erst in 100 Jahren ankommen: Zum Stadtjubiläum bietet Freiburg allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, der Nachwelt etwas Persönliches zu hinterlassen. Von Barbara Breitsprecher

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as für ein Gedanke! Man schreibt heute einen Brief, hält alles fest, was einen in diesen pandemiebewegten Zeiten umtreibt, und sorgt dann dafür, dass dieses Schreiben erst in 100 Jahren den Adressaten zugestellt wird. Oder umgekehrt, man stelle sich vor, man bekäme heute einen Brief, der von den eigenen Ururgroßeltern 1920 an uns geschrieben und aufgegeben wurde. Das Briefe-Projekt „Alles Liebe, Dein/e… Briefe aus dem 900. ins 1000. Jubiläumsjahr der Stadt Freiburg“ ruft weiter alle Freiburgerinnen und Freiburger dazu auf, anlässlich des Stadtjubiläums bis zum 15. Juli 2021 solche Briefe für die Nachwelt zu schreiben. Auf den Umschlag schreibt man, wer diesen Brief in 100 Jahren lesen soll. Auf der Rückseite stehen der Name des Absenders oder der Absenderin, die eigene Adresse und weitere freiwillige Informationen zur eigenen Person. Diesen Brief wirft man dann in den bunten Jubiläumsbriefkasten vor dem Alten Rathaus in der Innenstadt oder man steckt ihn in einen weiteren Umschlag und schickt diesen an die Projektgruppe Stadtjubiläum, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg. Die Briefe werden an einem sicheren Ort im Stadtarchiv Freiburg eingelagert, niemand darf sie einsehen. Der Behälter, in dem die Briefe lagern, wird nach Abschluss der Aktion am 15. Juli 2021 geschlossen, verplombt und bleibt 100 Jahre ungeöffnet. Im Jahr 2120 werden sie dann an die angegebenen Empfänger und Empfängerinnen ausgehändigt. Die Briefe werden von der Projektgruppe Stadtjubiläum nummeriert und in eine Liste eingetragen. Die Adressaten werden notiert, die Absender bleiben namentlich anonym. Die Projektgruppe Stadtjubiläum empfiehlt, die Briefe von Hand zu schreiben, da Tinte oder Kugelschreiber vermutlich am haltbarsten sind. Aber auch Laserdrucker und Fotokopien sind nach derzeitigem Kenntnisstand gut geeignet. Weniger dagegen Tintenstrahldrucker. Außerdem sollte aus Gründen der Haltbarkeit säurefreies Papier verwendet werden, kein

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Freiburg

Bild: Patrick Seeger

Umweltschutzpapier. Willkommen sind auch Fotos und Negative, letztere sind noch deutlich länger haltbar. Der äußere Briefumschlag darf nicht größer als DinA5 sein und nicht dicker als ein Zentimeter, außerdem darf er nicht mehr als 150 Gramm wiegen. Es werden nur Briefe mit Papierinhalt und/oder Kunststoff angenommen. Metallgegenstände wie Büroklammern, Heftklammern und so weiter können korrodieren und werden deshalb nicht akzeptiert. Ebenso wenig Flüssigkeiten. Wenig Sinn macht es, elektronische Datenträger wie CDs, DVDs oder Datensticks mitzuschicken, da sie wohl in 100 Jahren nicht mehr lesbar sein werden. Alle Briefe mit verdächtigem Inhalt werden nicht angenommen und stattdessen an den Absender zurückgeschickt. Vielleicht ist es ja eine gute Idee, dem Brief ein paar eigene Haare beizulegen, um den genetischen Fingerabdruck zu hinterlassen. Als äußerst lange haltbar hat sich auch das Verfahren der Fotokeramik erwiesen. Hierbei werden Fotos auf Porzellan, Emaille, Glas oder Metall eingebrannt. Allerdings darf man dabei das Maximalgewicht von 150 Gramm des Briefes nicht außer Acht lassen.

Ein weiterer Tipp der Projektgruppe: Neben dem Adressaten-Namen auf dem Umschlag sollte man möglichst noch weitere Informationen dazuschreiben, beispielsweise „Trainer von…“, „mein jüngstes Enkelkind“, „Leiterin der Institution…“. Ebenso kann eine ganze Personengruppe angegeben werden, zum Beispiel „meine Nachkommen“, „die Besitzer des Hauses…“, „Stiftung…“, „Abiturjahrgang … der Schule …“ Als Absender sollte nicht nur der eigene Name und die eigene Adresse stehen, sondern möglichst auch weitere Informationen, wie beispielsweise der Name des Ehepartners oder die Namen der Eltern oder Kinder. Gibt man (freiwillig) weitere Angaben über die Person oder den Personenkreis des Absenders an, erhöht sich die Chance, dass die Menschen in 100 Jahren die richtigen Adressaten ausfindig machen können. Die Idee zu diesem Projekt stammt von Johannes Rühl, dem ehemaligen stellvertretenden Kulturamtsleiter der Stadt Freiburg. Das Briefe-Projekt wird unterstützt von: E-Werk Freiburg, Kommunales Kino Freiburg, Literaturbüro Freiburg, VHS Freiburg, Stadtarchiv Freiburg, Theater Freiburg, Herder Verlag Freiburg und Universität Freiburg. Und die arriva GmbH hat dafür zwei Briefkästen bereit gestellt. ZAS MAGAZIN


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Unsere aktuellen Projekte in Freiburg und Gundelfingen:

Ein Unternehmen der van der Vliet & Kunz Unternehmensgruppe Projektbau Freiburg GmbH - ( 07665 934 58 297 - Benzstraße 22 in March-Hugstetten www.projektbau-freiburg.de

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ZAS MAGAZIN, 301. Ausgabe, Mai 2021  

Grüne machen Dampf: Winfried Kretschmann will das Klima-Musterländle, Annalen Baerbock will ins Kanzleramt. Von Michael Zäh

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