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Meinung, Tipps & mehr für volle 14 Tage Samstag, 21. März 2020

Samstag, 21. März 2020

Samstag, 21. März 2020

Ausgabe 287 am 21. März 2020 Samstag, 21. März 2020

Grundsicherung jetzt!

Samstag, 21. März 2020

Bewegung Essay

Olaf Scholz spricht von der „Bazooka“ der Kredit­mögliochkeiten. Doch diese Krise könnte der Beginn der Grund­ sicherung für alle sein. Seite 2

Hände waschen sich

Tipps

Corona-Gedanken

Touren mit der Fahrrad von Freiburg in den Kaiserstuhl – in Post-Corona­ zeiten können wir uns darauf ebenso wie auf Wandertouren im Zweitäler­ Land freuen. Seite 10

Die Behörden in Deutschland haben jetzt schon eine Vielzahl von Verboten erlassen. Man denkt sich etwas dabei. Es ist aber nicht so, wie man denkt, sondern so, wie es kommt, sagte Sigmund Freud. Seite 8

Der Hund muss raus Wenn nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wie auch Kanzlerin Merkel mahnt, dass wir alle unseren Alltag ändern müssen, geht das an der Realität von Millionen Bürgern vorbei. Deren Existenz steht auf dem Spiel. Von Michael Zäh

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HALLO ZUSAMMEN

Wir bleiben dran, für Sie!

Montage: V. Lukanow

ch guck, jetzt hat also auch der höchste Häuptling zu den Seinen gesprochen: Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte einige Termine mit anderen Staatspräsidenten ab und ermahnte darauf hin: „Wir müssen alle unseren Alltag ändern, nicht allmählich, sondern jetzt.“ Verzichtet werden müsse auf alles, was nicht dringend erforderlich sei. Ins gleiche Horn hat dann ja auch die Kanzlerin Merkel geblasen: Wo immer möglich solle man demnach „auf Sozialkontakte verzichten“. Bund und Länder haben nun auch entsprechend eine lange Liste an Verboten erlassen (siehe Seite 8). Dem öffentlichen Leben in Deutschland ist der Stecker gezogen. Das gibt uns natürlich schwer zu denken. Erste Frage: Was ist denn nun dringend erforderlich? Also klar, der Hund muss raus. Erstens wegen der Hygiene (nein, der kann sich nicht die Pfoten waschen, wenn nicht draußen in der Pfütze oder im Fluss). Zweitens, weil Hund halt die Bewegung braucht, ganz wie Herrchen auch. Aber na schön, die Wege einsam im Wald werden ja wohl nicht die Welt gefährden. Weil da ist ja sonst keiner. So weit zum Unverzichtbaren. Doch was ist mit den anderen Kleinigkeiten, wie Broterwerb und so? Da mag es zwar noch möglich sein, dass größere Firmen ihre Mitarbeiter ins Home Office entlassen, statt sie in ihren Großraumbüros vor sich hin husten zu lassen. Was aber ist mit all jenen, die mit ihren Dienstleistungen vom Zuspruch der Öffentlichkeit leben? Etwa Kulturschaffende, die beispielsweise ein Kindertheater betreiben (und davon

leben), Veranstalter, die womöglich ein halbes Jahr an Vorbereitung für ein Event investiert haben, das jetzt ausfällt. Es gibt unzählige Freischaffende in Kultur und Gesellschaft, die etwa kreative Kurse anbieten (die nun ausfallen), die etwa als freie Journalisten ihre Texte nicht mehr absetzen können. Es gibt die vielen Fitness-Studios und natürlich all die Kneipenwirte, die auf ihr Publikum angewiesen sind. Alles verboten. Die Liste ließe sich fortsetzen. Sagen wir: Es sind Millionen Menschen in Deutschland betroffen, deren Existenz derzeit faktisch bedroht ist. „Wir alle müssen unseren Alltag ändern“, meint Steinmeier (na ja, was verdient der Bundespräsident, auch wenn er mal alle seine Staatstermine absagt?) Wir dürfen nicht mehr in die Kneipen, nicht mehr ins Theater, zu Kulturveranstaltungen oder zu Fußballspielen gehen.

Das wird aber millionenfach Lebensnöte und Pleiten nach sich ziehen. Und nun glaube keiner an den Quatsch, dass der Bund oder das Land all denjenigen finanziell helfen wird, die im Kleinklein des Alltags am meisten betroffen sind. Auch wenn die Regierung, Merkel und ihr Finanzminister Scholz laut zusagen, „das Notwendige zu tun.“ Am Ende dürfen die Großen der Wirtschaft auf Finanzhilfen rechnen. Eine Konjukturspritze für die Autoindustrie scheint uns wahrscheinlicher als eine Hilfe für die vielen Einzelnen in Kultur und Gesellschaft. Und die arme Lufthansa steht sowieso vorne auf der Liste. Das riecht nach Ausgrenzung vieler „Kleiner“ im Sinne des „großen Ganzen.“ Das wird nicht gutgehen. Natürlich können Steinmeier, Merkel, Seehofer und Spahn auch nix dafür, dass das Corona-Virus in

Deutschland und der Welt ist (siehe dazu Seite 8). Und es mag sogar sein, dass die jetzt vollzogenen Einschnitte immer noch besser sind als ein völliger Kollaps, der durch die ungebremste Verbreitung des Corona-Virus womöglich über uns alle kommen würde. Steinmeier prophezeit: „Wir werden das Virus besiegen. Die Welt wird danach eine andere sein. In welche Richtung es geht, das hängt von uns ab.“ Na ja, wer ist „uns“? Alle außer Trump? Alle solidarisch und bloß kein Ego? Alle pleite? Alle heiter, immer weiter? Merkel sagt, dass man ja auch mal im Wald spazieren gehen solle. Das finden Hund und Herrchen nicht so toll, die dann im Wald all denen begegnen würden, denen sie in der Stadt aus dem Weg gehen wollten.

Liebe Leserinnen und Leser, auch die ZaS muss den sich überschlagenden Ereignissen aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus Tribut zollen. Unsere gedruckten Ausgaben im April entfallen, da sich in Druck, Verteilung der Zeitung sowie auch der Inhalte wie etwa im Kulturbereich (wo ja alles still steht) Ungewissheiten auftun. Wer jedoch Lust und Zeit hat, findet dafür auf unserer Homepage unter www.zas-freiburg.de nun JEDEN SAMSTAG (also nicht nur alle 14 Tage wie bisher) ein paar aktuelle Essays wie etwa die Titelgeschichten (siehe links) oder ein politisches Panorama. Diese Texte wird es nicht in gedruckter Form geben, sondern nur aktuell auf unserer Homepage, aber ebenso frisch geschrieben und meinungsstark wie sonst auch immer. Diese Texte sind für Sie also immer am Samstag nur einen Klick weit entfernt, selbstverständlich ohne Bezahlschranke und so, also gratis. Nach der Pause, die uns durch das Coronavirus aufgezwungen wurde, wollen wir im Mai dann wieder mit zwei gedruckten Ausgaben erscheinen. Michael Zäh


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POLITIK

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Grundsicherung für alle

Ausgabe 287 am 21. M

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Grundeinkommen: Während Olaf Scholz die „Bazooka“ der Kreditmöglichkeiten startet, sollte stattdessen in dieser Krisenzeit die Grundsicherung für alle Bürger das Thema sein.Von Barbara Breitsprecher

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enn Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Panzerfaust auspackt und von der „Bazooka“ spricht, mit der eine finanzielle Unterstützung für Unternehmern in der Corona -Krise herausgeschossen werden soll, dann ist die Zeit gekommen, endlich konkret über das allgemeine Grundeinkommen zu sprechen. Denn jetzt nur Kredite anzukündigen wäre zu kurz gedacht. Für viele hat der Begriff „Bedingungsloses Grundeinkommen“ einen Beigeschmack vom Faulenzerei, vom lockeren Leben auf Staatskosten. Doch darum geht es nicht. In Finnland lief über zwei J a h re, von Januar 2017 bis Dezember 2018, ein Großversuch zum Grundeinkommen. In dieser Zeit erhielten 2000 zufällig ausgewählte Arbeitslose zwischen 25 und 58 Jahren jeden Monat 560 Euro vom Staat. Einfach so, steuerfrei, ohne dass irgendwelche Auflagen oder Forderungen damit verbunden waren. Nun ist es so, dass Finnland sehr hohe Lebenskosten hat und man mit 560 Euro dort nicht sehr weit kommt. Von diesem Geld allein kann man dort nicht leben. Die Ausgewählten bekamen zudem noch je nach Familienstand das ihnen zustehende Kindergeld und mussten sich ansonsten weitere Einkünfte suchen. Eine Vergleichsgruppe erhielt die herkömmlichen Unterstützungsleistungen. Die Studie zeigte, dass es den Empfängern trotz Grundeinkommens nicht unbedingt besser gelang, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Einige nutzten aber die Chance und eröffneten sich eigene kleine Unternehmen, beispielsweise ein Restaurant. Was den Forschern aber auffiel, war dass sich bei allen Empfängern durchweg die Gesundheit und das allgemeine Wohlbe-

finden verbessert hatte. Sie blickten zuversichtlicher in die Zukunft, litten weniger unter Stress und gingen seltener zum Arzt. Ganz ähnliche Ergebnisse brachte eine Studie in Kanada. Dort bekam eine Gruppe von Menschen, die jeder weniger als umgerechnet 22.500 Euro im Jahr verdienten, über 17 Monate hinweg ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von rund 800 Euro. Auch dort verbesserte sich die Gesundheit der Teilnehmenden signifikant. Die Beteiligten fühlten sich besser, gingen seltener zum Arzt oder ins Krankenhaus und konsumierten weniger Alkohol sowie Zigaretten. Zudem zeigte sich, dass die meisten der teilnehmenden trotz bedingungslosem Grundeinkommen arbeiten wollten. Viele nutzten überdies die Möglichkeit sich weiterzubilden und sich erfolgreich für bessere Jobs zu bewerben. Wie sähe das in Deutschland aus? Der Verein „Mein Grundeinkommen“ möchte das wissen. Per Crowdfunding sammelt er Geld und immer, wenn 12.000 Euro zusammenkommen, wird das Geld als Bedingungsloses Grundeinkommen verlost. Für den Gewinner gibt es dann ein Jahr lang 1000 Euro monatlich ohne Bedingungen. Die nächste Verlosung findet am 1. April statt (www. mei n-g r u nde i n kom me n .de). Fast 176.000 Menschen haben so bislang bereits 546 Grundeinkommen finanziert. Für die Sozialwissenschaftlerin und Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender

Studies, Gabriele Winker, ist ein bedingungsloses Grundeinkommen zusammen mit einer 30-Stunden-Woche und dem Ausbau von Kitas sowie Pflegeheimen eine Notwendigkeit, auch wenn es „noch viel Arbeit und eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse“ bedeutet, wie sie sagt. Sie hat zu diesem Thema auch ein Buch herausgebracht. Schon 2018 hatte die damalige SPD-Chefin Andrea Nahles im Zusammenhang mit der Forderung nach einer Reform von Hartz IV laut über ein „Bürgergeld“ nachgedacht. Auch Robert Habeck von den

Grünen hat schon von der Idee der „Garantie­ sicherung“ gesprochen. Egal, wie man das Kind nennt, es geht darum jetzt, gerade in dieser Krisenzeit, die alle trifft und eben gerade die kleinen Unternehmer, Freiberufler, künstlerisch tätigen Menschen, nicht nur über Zuwendu ngen für die „Großen“ der Wirtschaft wie Lufthansa oder TUI oder gar Banken nachzudenken, sondern es den Menschen zukommen zu lassen, die es jetzt existenziell brauchen. Hartz IV würde stattdessen gestrichen. Wenn jeder Bürger und jede Bürgerin beispielsweise 600 bis 800 Euro im Monat bekäme, könnten einerseits schwierige Zeiten besser überstanden und eine gewisse Sicherheit vermittelt werden, andererseits ist nicht zu erwarten, dass deshalb ein Chirurg, Manager oder Lehrer seinen Job hinschmeißen und nichts mehr tun würde. Olaf Scholz und Kollegen haben bis nur über „günstige Kredite“ im Zusammenhang mit der Corona-Krise gesprochen, die Unternehmen aufnehmen können sollen, wenn die aktuelle wirtschaftliche Situation sie in die Knie zwingt. „Es wird nicht gekleckert, sondern geklotzt“, betonte etwa Scholz – etwas weniger militärisch als mit dem „Bazooka“-­ Vergleich. Wenn er wirklich klotzen will, dann sollte das Grundeinkommen, das Bürgergeld jetzt Thema werden!


HINTERGRUND

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POLITIK

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Montage: Viktor Lukanow

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Überall in Amerika Coronavirus in den USA. Dietmar Hopp und die Firma CureVac lehnten das Angebot von US-Präsident Donald Trump ab, einen Impfstoff exklusiv für die USA herzustellen. Beim Virus ziehen Trumps Strategien nicht. Von Michael Zäh

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allo Fußball-Fans, wir hätten da jetzt doch eine Frage: Auf welcher Seite steht ihr denn eigentlich bei der Auseinandersetzung zwischen Dietmar Hopp und US-Präsident Donald Trump? Die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac hatte ja von den USA das (ziemlich schäbige) Angebot erhalten, einen Impfstoff gegen das Coronavirus von CureVac exklusiv erwerben zu wollen. Kanzlerin Angela Merkel betrachtet die Auseinandersetzung mit den USA inzwischen als beendet. Sie verwies dabei unter anderem auf Äußerungen des Unternehmers Dietmar Hopp und der Firmenspitze, wonach ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff für CureVac nicht in Frage komme. Ach schau an, der von den Ultras als bösen Vernichter der Fußballkultur auserkorene Hopp hat auch sein Gutes: Er kann Trump widerstehen.

Na gut, es waren aber auch andere Player mit im Spiel. Das deutsche Pharmaunternehmen CureVac (an dem Hopp maßgeblich Anteile besitzt), das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht, bekommt von der EU Kredite von bis zu 80 Millionen Euro, nachdem es einem möglichen Deal mit den USA eine Absage erteilt hat. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte die Bedeutung der Kreditzusage: „In dieser Krise der öffentlichen Gesundheit ist es von größter Bedeutung, dass wir unsere führenden Forscher und Technologieunternehmen unterstützen“, sagte sie. „Wir sind entschlossen, CureVac mit der notwendigen Finanzierung zu versorgen, um die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus rasch zu beschleunigen.“ Die CureVac-Tech-

nologie habe in vorläufigen Studien „eine schnelle Reaktion auf Covid-19“ versprochen. Bei einem Nachweis könnten „in den bestehenden CureVac-Produktionsanlagen potenziell Millionen von Impfstoffdosen zu geringen Kosten hergestellt werden“, so von der Leyen. Also, nix da Trump, mit America first! Kanzlerin Merkel fügte noch süffisant an, dass sich die Bundesregierung „da ja sehr frühzeitig darum gekümmert“ habe. Vielleicht hat die fußballaffine Kanzlerin ja von Dietmar Hopp den kleinen Tipp bekommen, was sich Trump heimlich so alles vorstellt. Der US-Präsident hat viel an Boden verloren in der Coronakrise. Er bläst sich (wie immer) auf und suggeriert Stärke, obwohl er das Virus lange unterschätzt hat. Das ist ja bei Donald Trump nicht ganz neu, doch dieses Mal riskiert er

durch seine Ignoranz das Leben von US-Bürgern in großer Zahl. Es wird auch den Amerikanern offenbar, dass Trump immer die gleichen Register bemüht. Zunächst hat Trump die Corona-Erkrankung heruntergespielt (weniger schlimm als Grippe), wie er ja auch die Klima-Krise leugnet, oder sie als perfide Strategie seiner politischen Gegner hinstellt. Als dies bei Corona unglaubwürdig wurde, sagte er, dass die amerikanischen Gesundheitsbehörden bestens gewappnet seien, obwohl in den USA Testmaterial fehlt und die medizinische Versorgung lückenhaft ist. Donald Trump hat es plötzlich mit einem Gegner zu tun hat, bei dem seine üblichen Attitüden nicht greifen. Er kann Corona nicht auf Twitter beleidigen oder verhöhnen, um damit seine Anhänger hinter sich zu versammeln. Denn ein Virus

lässt sich halt nicht von Spott beeindrucken. Die Zahlen von Infizierten und Toten sind keine Auslegungssache, sie lassen sich nicht als Fake News darstellen. Die Angehörigen der Schwerkranken oder Toten sind hier Zeugen. Überall in Amerika. Als es einen heftigen Börsencrash gab, erkannte Trump, dass ihm das Virus vielleicht die Wiederwahl im November kosten könnte. Er schwenkte radikal um, indem er ein Hilfspaket für die US-Wirtschaft von 850 Milliarden Dollar ankündigte. Zuvor schon rief er ein Einreisestopp für Bürger aus der EU aus (weil Europa, die Krise nicht so wie er im Griff habe). Und er nennt den Erreger das „China Virus“, um die Reflexe zu bemühen, dass alles Böse von außen kommt. China seinerseits versucht dasselbe und behauptet, dass das Virus gar nicht aus Wuhan komme. Sondern aus den USA.

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PROMIS

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Samstag, 21. Mä

PR OMIN ENT

Ausgabe 287 am 21. M Samstag, 21. März 2020

FETTE SCHEINE FÜR FETTE LAGEN Zu großem Ruhm bringt es derzeit die Rolle Klopapier. Oder vielmehr: die ins Unendliche schweifende Anzahl von Klopapier-Rollen, die eine ebenfalls unendliche Anzahl von Menschen gleichzeitig haben wollen. Große Sinnfrage: Warum ausgerechnet Klopapier? Und wenn es schon so ist, dass es für Jahre reichen würde, ohne das Haus zu verlassen, werden dann auch die Lebensmittel für den gleichen Zeitraum gehamstert? Also ja, es werden auch Nudeln und Konserven gehamstert, aber nicht so viele, dass am Ende nach Verrechnung von Input und Output nicht immer noch die Hälfte aller gehamsterten Klopapier-Rollen übrig blieben.

Uns ist ja klar, dass Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel, und auch Fieberthermometer von einzelnen Personen in riesiger Stückzahl auf­ gekauft wurden (als es diese Dinge noch zu kaufen gab), um später damit am Schwarzmarkt zu dealen. Halten wir natürlich für verwerflich, ist aber immerhin ein rational ausgedachtes Geschäftsmodell. Aber Klopapier? Wachsen da dann am Schwarzmarkt auch Rolle für Rolle fette Scheine für fette Lagen rüber? Eine Psychologin sieht eher einen Ausdruck des Unbewussten in den Hamsterkäufen von Klopapier. „Ist doch alles Scheiße“, heißt der unbewusste Satz, der damit zum Ausdruck gebracht wird. miz

GEWINNBRINGEND GEPLAUDERT Lady Gaga hat sich geoutet, dass es ihr gar nicht gefiel, ein Single zu sein. Na hallo, es versteht sich dabei von selbst, dass es bestimmt nicht am Interesse potenzieller Lebenspartner gehapert hat, sondern das Single-Problem wohl bei Lady Gaga herself lag. Und so schilderte sie das jetzt auch. Beim Schreiben ihres Hits „Stupid Love“ habe sie sich gefragt: „Wie kann ich mich von all den Dingen befreien, die

mich angekettet und verhindert haben, dass ich frei bin und mich verliebe?“ Und dies habe sie dann offen gemacht, für einen Zustand, „in dem ich mich verlieben könnte.“ Nun hat sie also einen neuen Freund, mit dem sie sich zeigt. Ja, kann man eigentlich noch gewinnbringender aus dem Nähkästchen plaudern? miz

EIN OSCAR FÜR EINEN FILM DEN MAN GAR NICHT DREHTE Rachel Johnson ist Journalistin, Moderatorin, Buchautorin – und die Schwester von Premierminister Boris Johnson. Sie hat sich zwischendrin auch mal kurz in der Politik versucht, und zwar auf der „Gegenseite“ zu Boris. Sie hat sich nämlich immer gegen den Brexit ausgesprochen. Und nun hat sie also ein Buch geschrieben („Rake`s Progress“), von dem die Kritiker in England sagen, es lese sich wie auf einer wunderbaren Läster- und Tratschparty, noch dazu mit dem Vorteil, dass man all den schrecklichen Menschen, über die dort gesprochen werde, ja gar nicht persönlich begegnen müsse. Ja, in Zeiten von Corona kann auch der Bruder/ Schwester-Kuss vergiftet sein. Sie spielt in ihrem Buch selbstverständlich

mit Boris Johnson, seinen Extravaganzen und seinem Ehrgeiz, was wohl verkaufsfördernd ist. Macht Rachel nix aus, weil sie das so sieht: „Wäre ich nicht geboren, wäre Boris nicht Premierminister.“ Nur die harte Schule der Konkurrenz unter vier Geschwistern habe Boris Johnson ganz nach oben gebracht, was wiederum Rachel und ihr Umfeld als Schock empfanden. Sie werde wegen Boris beglückwünscht und das fühle sich an, als bekomme man einen Oscar für einen Film, den man gar nicht gedreht hat. Nun ja, aber das Ding mit dem Buch und ihrer Schwester-Prominenz läuft. Sagen wir so: Brüderlein und Schwesterlein ähneln sich schon. miz

IMPRESSUM Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet

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Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, redaktion@zas-freiburg.de

Anzeigen und Verkauf: Michael Metzger (Verkaufsleitung), Tel. 07641 / 967 50 20, anzeigen@zas-freiburg.de Grafik, Layout & Herstellung: Viktor Lukanow, @vidocesc; Adrian Kempf, dtpwork.de, Tel. 07663 / 834 29 70 Druck: Bechtle Druck&Service Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen Vertrieb und Verteilung: Sprint GmbH, Tel.: 0761/ 78 070, sprintgmbh@breisnet-online.de

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Samstag, 21. März 2020

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HALLO FREIBURG

Ausgabe 287 am 21. März 2020

Daheim bleiben und lesen

Samstag, 21. März 2020

Corona-Stimmung: Die Behörden hatten keine andere Wahl, weil zu viele nicht freiwillig daheim geblieben sind. Vom 21. März bis 3. April gilt in Freiburg nun das Betretungsverbot für öffentliche Orte in Freiburg

Foto: Elena Lukanow

Die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen auf unser Leben, unsere Gewohnheiten und Freiheiten sowie nicht zuletzt auf unser Einkommen erfordert Mut. Dass wir diese Ausnahmezeit überstehen, dass wir solidarisch und achtsam sind sowie den Mut, einfach mal daheim zu bleiben, bei sich, den Dingen ihren Lauf zu lassen, die Ausnahmesituation anzunehmen. Nehmen Sie es als Besinnungszeit, als ein Innehalten im Hamsterrad des Alltags. Und lesen Sie! Lesen Sie alles was Ihnen in die Hände kommt, wagen Sie sich an die Klassiker heran, die Sie vielleicht immer gemieden haben oder nur von der Schule her kennen, Orwell, Kafka, Shakespeare. Viele regionale Buchhändler bieten auch einen gratis Versand der Bücher an. Und lauschen Sie Konzerten: Die Berliner Philharmoniker haben ihre digitale Konzerthalle, die eigentlich nur Abonnenten vorbehalten ist, für alle geöffnet (www. digitalconcerthall.com). Und der Pianist Igor Levit – der auf seinem Twitter-Account „No Fear“ Leonard Cohen mit dem wunderbaren Satz zitiert: „There is a crack in everything. That‘s how the light gets in“/„Durch alles geht ein Riss, so kommt das Licht herein“ – spielt jeden Abend um 19 Uhr in seinem Wohnzimmer, per Twitter für alle (@igorpianist). Barbara Breitsprecher

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Bleibt daheim! Betretungsverbot für öffentliche Plätze: In Freiburg werden Treffen für zwei Wochen untersagt. Nur noch zum Nötigsten sollen diem Menschen aus dem Haus gehen. Von Barbara Breitsprecher

E

s ist soweit, die Stadt Freiburg hat ein Betretungsverbot für öffentliche Orte erlassen. Wer noch bis zum vergangenen Donnerstag gesehen hat, wie gedankenlos und unbekümmert sich Menschen auf öffentlichen Plätzen getroffen haben, um den Sonnenschein und die Wärme zu genießen und dabei keinen Gedanken an Corona zu vergeuden, den wundert diese Entscheidung nicht. Die Corona-Infektionen in Stadt und Landkreis sowie in den benachbarten Orten steigen weiter, die Lage in Frankreich und gerade auch im Elsass ist dramatisch. Das Betretungsverbot in Freiburg gilt zunächst vom 21. März bis zum 3. April. „Der Blick zu unseren Nachbarn in Frankreich zeigt, wie rasant sich die Situation verschlimmern kann. Dort sterben immer mehr Menschen. Uns ist bewusst, dass diese schwerwiegende Entscheidung deutliche Einschränkungen auf das Leben der Freiburgerinnen und Freiburger haben wird. Aber nach dem heutigen Stand muss der Schutz der Bevölkerung vor allen anderen Erwägungen Vorrang haben“, so Oberbürgermeister Martin Horn am Donnerstag. „Ich appel-

liere an die Vernunft aller Freiburgerinnen und Freiburger, sich an das zweiwöchige Betretungsverbot für öffentliche Orte zu halten.“ In Freiburg stieg die Zahl (Stand 19.03.2020, 7 Uhr) auf 126 infizierte Personen. Hinzu kommen im benachbarten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald weitere 121 Personen. Weiterhin ist mit Stand heute für den Regierungsbezirk Freiburg festgestellt worden, dass die Region Freiburg mit großem Abstand die höchste Anzahl an infizierten Personen im Regierungsbezirk aufweist. Zudem hat das Robert-Koch-Institut die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als hoch einstuft. Im nur rund 25 Kilometer von Freiburg entfernten Elsass ist die Lage bezüglich Corona-Infektionen und Covid-19-Erkrankungen dramatisch. Die vorhandenen Plätze auf Intensivstationen der Krankenhäuser sind voll belegt. Zudem wurde die angrenzende französische Region Grand-Est vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. In der Grand-Est-Region sind bereits 61 Personen an der Erkrankung verstorben. Nicht weit vom Rhein entfernt gibt es kleine Dörfer, in denen die

Hälfte der Bevölkerung bereits infiziert ist. Bei einer Beerdigung hatte der Chor gesungen, ein Mitglied hatte Corona… Ein Krankenhaus in Nancy hat acht Intensivbetten, alle sind belegt. Was ist mit dem neunten Patienten? Das Betretungsverbot in Freiburg für öffentliche Orte ist ein weiterer Schritt zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger, um die Epidemie zu begrenzen, nachdem Kitas und Schulen bereits geschlossen wurden, genauso wie Kultureinrichtungen und Spielplätze. Und Gaststätten durften bisher schon nur noch unter strengen Auflagen öffnen. Vor einer Woche hatten die Stadt Freiburg und die benachbarten Landkreise Veranstaltungen ab 50 Teilnehmenden untersagt. Doch immer wieder haben sich Menschen nicht daran gehalten. Kontakte zu anderen wurden nicht eingeschränkt und gerade bei den frühlingshaften Temperaturen haben viele Bürgerinnen und Bürger ihre Freizeit im Freien auf öffentlichen Plätzen, in Parks und an der Dreisam verbracht. Der empfohlene Abstand zwischen den Menschen wurde dabei häufig nicht eingehalten. Da bei solchen Begegnungen aber eine erhebliche Gefahr besteht,

dass der Corona-Virus übertragen wird und sich weiter ausbreitet und die Zahl der Infizierten täglich steigt, sah sich die Stadtverwaltung zu diesem nächsten Schritt genötigt. Konkret bedeutet das Betretungsverbot, dass öffentliche Orte nicht mehr betreten werden dürfen. Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Wer sich im Freien aufhalten möchte, darf das nur noch allein, zu zweit oder mit den Personen, die im eigenen Haushalt leben. Von allen anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Alle Menschen können aber weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Diese Beschränkungen gelten vorerst für zwei Wochen. „Letztlich muss es doch darum gehen, eine Ausbreitung nachhaltig zu stoppen. Darum bin ich überzeugt, dass wir nun gemeinsam zurücktreten müssen. Lieber ein klarer Schnitt für kurze Zeit, als eine Verzögerung über Wochen und Monate. Es ist Zeit, klar zu handeln“, so OB Martin Horn. Die Fraktionen im Gemeinderat haben einstimmig ihre Unterstützung zugesagt und tragen die Entscheidung mit.


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FREIBURG

STADT

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tag, 21. März 2020

Nur für dringende Fälle

CORONA-KRISE

am 21. März 2020

Engagement Samstag, 21. März 2020 der Bürger Die Stadtverwaltung erinnert daran, dass gerade in Krisenzeiten vielen Mitmenschen in vielfältiger Weise geholfen werden muss und kann. Hier möchten wir an die nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung appellieren. Wer aber darüber hinaus helfen möchte oder Beratungsbedarf zu ehrenamtlichen, freiwilligen Engagement hat, etwa zur Unterstützung älterer Menschen, z.B. durch Übernehmen des Einkaufes, kann sich gerne bei der Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement (Tel. 201-3052, gerhard.rieger@stadt.freiburg.de) melden. In Zeiten der Coronakrise ist es wichtig, dass die akute medizinische Versorgung der Menschen erhalten bleibt. Deshalb planen die Malteser vor und rufen insbesondere Studentinnen und Studenten mit einer medizinischen Qualifikation zur freiwilligen Mitarbeit auf. „Noch läuft unser Rettungsdienst. Wir haben aktuell noch keine Ausfälle im Personalbereich und können unserem Auftrag zu 100 Prozent nachkommen“, so Daniel Hierholzer, Leiter des Malteser Rettungsdienstes in Freiburg. „Doch die Lage wird sich weiter verschärfen. Darum bitten wir Studentinnen und Studenten mit einer Qualifikation als Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistent oder Notfallsanitäter, die bereit sind, mitzuhelfen, sich möglichst umgehend mit uns per Email oder Whatsapp in Verbindung zu setzen.“ Alle Interessierten sind gebeten, sich mit Angabe ihrer Qualifikation per Email an ehrenamt. freiburg@malteser.org mit den Maltesern in Verbindung zu setzen. Die Malteser werden sich dann mit den potentiellen Helferinnen und Helfern in Verbindung setzen. Anfragen können per Whatsapp an die Nummer 0151/44619447 gerichtet werden. Außerdem bieten die Malteser einen Einkaufsservice für Risikogruppen und Gassigehen mit dem Hund an. Montag bis Donnerstag von 8– 16 Uhr und freitags von 8 – 14 Uhr unter Telefon 0761 45525 27 Die Gemeinden Denzlingen und Emmendingen haben einen Corona-Service mit einem Einkaufsservice gestartet. Ein weiteres schönes Beispiel: Der Denzlinger Landwirt Ringold Wagner (Tel. 0157/71422060) liefert Obst und Gemüse an Kunden solange Verfügbarkeit vorhanden und es personell leistbar ist. Telefonische Bestellungen sind zwischen 17 – 19 Uhr möglich.

Notbetrieb bei der Stadtbverwaltung: Welche Ämter wann und wie zu erreichen sind.

U

m die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, stellt die Stadtverwaltung Freiburg mit sofortiger Wirkung auf Notbetrieb um. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 19. April.

Sitzungen und Besprechungen reduziert die Stadtverwaltung auf ein absolut zwingendes Mindestmaß, sie finden nur noch in kleinster Besetzung statt. Nach Abstimmung mit dem Ältestenrat werden bis zum 19. April alle städtischen Gremiensitzungen mit gemeinde- bzw. ortschaftsrätlicher Beteiligung und alle Gremiensitzungen der Gesellschaften abgesagt. Die Rathäuser, inklusive Ortsverwaltungen und sonstige Verwaltungsgebäude, werden für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Eine persönliche Vorsprache erfolgt nur über Terminvereinbarungen, in der Regel für definitive Notfälle. Die Vereinbarung geschieht entsprechend des auf www.freiburg. de angegebenen Kontakts (online, telefonisch, per E-Mail). Das Bürgerservicezentrum im Rathaus im Stühlinger ist nur noch in dringenden Notfällen te-

lefonisch (Tel. 201-0) und per Mail Fundbüro: 0761/201-4827 und (buergerservice@stadt.freiburg.de) 4828, fundbuero@stadt.freiburg.de montags bis freitags von 8 bis 15 Veranstaltungen und GewerUhr erreichbar. Von einer persönlibe: 201-4860, gewerbe@stadt. freiburg.de chen Vorsprache SG Sicherheit ist abzusehen. und Ordnung: Das Amt für Wohnmobile + Wohnwagen 201-4860, poliöffentliche Ordnung im Rathaus zei@stadt.freiim Stühlinger burg.de www.wm-aw.de (Fa.) ist ab sofort geWaffen- und Sprengstoffrecht: schlossen. Tele201-4857, -4869, -4888, waffenfonisch und per Mail erreichbar sind folgende Abteilungen und behoerde@stadt.freiburg.de Sachgebiete: Fahrerlaubnis: 201-4820, fah-

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rerlaubnisbehoerde@stadt.freiburg.de Bußgeldabteilung und Gemeindevollzugsdienst: 201-4950, bussgeldbehoerde@stadt.freiburg.de Vollzugsdienst der Polizeibehörde: 201-4923, vollzugsdienst@stadt.freiburg.de Veterinärabteilung (Tierseuchen/Tierschutz/Fleischhygiene, Lebensmittelüberwachung, Schlacht- und Fleischuntersuchung): 201-4965, veterinaerbehoerde@stadt.freiburg.de Fachservice Ordnungsangelegenheiten: 201-4931 Bereits ausgestellte Fiktionsbescheinigungen für Ausländer bleiben auch nach dem Ablaufdatum gültig. Somit bleibt Ihr Aufenthalt bis auf weiteres rechtmäßig. Nebenbestimmungen, z.B. Arbeitserlaubnis, gelten ebenfalls fort.Duldungen können aufgrund der aktuellen Situation in vielen Fällen für längere Zeit ausgestellt werden. Alle bereits terminierten Trauungen im Standesamt finden mit reduzierter Personenzahl (maximal zehn) statt. Abstände von 1,50 Meter sind in den entsprechenden Räumen einzuhalten.

TICKER

Stadt sagt Vorhaben ab

Notfallbetreuung in Kitas & Schulen

Küken zurück bei den Züchtern

Die Stadt Freiburg sagt die folgenden Termine und Veranstaltungen wegen des Corona-Virus ab: 18. bis 20. März: Keine Tunnelsperrung. Offen statt zu sind die beiden Tunnel an der B31 Ost. Ursprünglich sollten der Schützenallee- und der Kapplertunnel sowie die Galerie (B31 Ost) vom 18. bis 20. März nachts wegen Wartungs- und Kontrollarbeiten an der Brandmeldeanlage gesperrt werden. 8. Mai: Kein Wohnbauforum. Das vom städtischen Referat für bezahlbares Wohnen und der Projektgruppe Dietenbach für Freitag, 8. Mai, geplante Wohnbauforum fällt aus. Die Veranstaltung soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. 9. Mai: Kein Aktionstag Inklusion. Der Aktionstag Inklusion, der für Samstag, 9. Mai, auf dem Platz der Alten Synagoge geplant war, wurde abgesagt. Den letzten Aktionstag im Jahr 2018 hatten rund 2.000 Menschen besucht. Für dieses Jahr hatten sich mehr als 70 Vereine, Gruppen und Initiativen angemeldet. Der Aktionstag wird nächstes Jahr nachgeholt, voraussichtlich am Samstag, 8. Mai 2021.

Die Stadt Freiburg hat eine Hotline für Eltern geschaltet: Unter Tel. 0761 / 2018888 beantwortet ein Team alle Fragen rund um die Notfallbetreuung in Kitas und öffentlichen Schulen bis Klasse 6. Die Hotline ist montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr erreichbar und mit Fachleuten des Amts für Kinder, Jugend und Familien, des Amts für städtische Kindertageseinrichtungen und des Amts für Schule und Bildung besetzt. Die Stadt sichert die Notfallbetreuung für Kinder, deren Eltern in Berufen tätig sind, die dem Erhalt der kritischen Infrastruktur dienen. Dazu zählen Branchen wie Medizin, Pflege, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Energie, Wasserversorgung, ÖPNV, Reinigung, Entsorgung oder die Lebensmittelbranche. Voraussetzung ist, dass beide Erziehungsberechtigte oder Alleinerziehende in diesen Bereichen erwerbstätig sind und die Betreuung nicht anderweitig sicherstellen können. Über die Hotline erhalten Eltern auch Informationen zur Notfallbetreuung in der Tagespflege und Schulkindbetreuung. Über Arbeitsrechtliche Fragen informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Homepage.

Ausstellung beendet: Alle Küken sind wohlbehalten zurück bei ihren Züchtern. Angesichts der aktuellen Lage hat auch die Ausstellung „30 Jahre – Vom Ei zum Küken“ im Museum Natur und Mensch frühzeitig ihre Tore geschlossen. Für den Hühnernachwuchs ist dennoch gut gesorgt. Die Museumsküken haben am vergangenen Samstag den Heimweg zu ihren Züchterinnen und Züchtern angetreten. Während sie dort im Freiland den Frühling genießen, müssen sich große und kleine Kükenfans bis zum nächsten Jahr gedulden: Die 31. Ausgabe der beliebten Ausstellung findet vom 20. Februar bis zum 11. April 2021. Das Bild von Norbert Wideman zeigt das Küken, das vor der Schließung zuletzt geschlüpft ist.

Bächle bleiben trocken

■ YxyQuis molupicab ium aborem. Is aut escium facernat pro qui ut a saeroreris autation eos consequi in nimo eictinverest elictatur archil ium ut velit exero conund plaborpor Das städtische GartenTiefbau-sed quation sitaecesed moamt (GuT)sequisquia stellt ab sofort die Bächle sapellorit alis modio in pre por der aut ab. Das Personal für den Betrieb quo con necerro to vererciis ditatus Bächle und ihre Reinigung wird derzeit esUdiae rest quisqua dringend plit an anderen Stellenturebenötigt. henecto que re Außerdemconem wird quis nachexcerum der Wintervolesciis is cumetur audis pause die quiat Anstellung der städtischen Brunnen, die üblicherweise nach Ostern erfolgt, dieses Jahr nach hinten verschoben. Das GuT bewirtschaftet insgesamt 120 öffentliche Brunnen. Diesmal können sie nicht wie üblich nach Ostern angestellt werden, da das Personal an anderen Stellen gebraucht wird. Auch die rund 70 Pumpen auf Spielplätzen werden erst später in Betrieb genommen. Zur Zeit sind die städtischen Spielplätze ohnehin gesperrt.


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Eine Hand wäscht di

Coronavirus. Die drastischen Maßnahmen der deutschen Behörden g Reaktion führen: Gelingt die Eindämmung auf einige Zehntausend Fä die Verbote? Gelingt dies trotz aller Maßnahmen nicht, heißt es: Wo ZUR SACHE

Einschneidende Eingriffe, überall Die Bundesregierung und die Länder haben gemeinsam die Schließung einer Vielzahl von Geschäften und Institutionen beschlossen. So sollen „Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften“ verboten werden, auch Gottesdienste können nicht mehr stattfinden. Ebenso sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen untersagt, Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen sowie Reisebusreisen sollen eingestellt, Spielplatzbesuche unterlassen werden. Bars, Clubs, Diskotheken sollen geschlossen bleiben, desgleichen Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Messen, Ausstellungen, Freizeitund Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen. Auch der Betrieb öffentlicher und privater Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios muss eingestellt werden. miz

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s ist nicht so, wie man denkt, sondern so, wie es kommt. Das sagte Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse und einer der größten Denker der Menschheit. Dies ist keinesfalls zu verwechseln mit dem rheinischen Grundgesetz: „Et kütt wie et kütt.“ Denn dieses „Es kommt wie es kommt“ ist eher fatalistisch lässig gemeint, bis hin zum unvermeidlichen Untergang, während Freud sein Leben lang Wissenschaftler war, der sich Gedanken darüber machte, was den Menschen helfen könnte. Niemand von uns hat derzeit die Macht, auch nur zu wissen, was kommt und wie es kommt. Wohl auch unsere Wissenschaftler nicht, denen aber in der derzeitigen Situation zunächst einmal Glauben geschenkt werden sollte. Und diese haben denn auch eine recht klare Formel in Umlauf gebracht: Siebzig Prozent der deutschen Bevölkerung werden sich über kurz oder lang mit dem Corona-Virus anstecken. Dies wären rund 58 Millionen Menschen in Deutschland. Die Frage sei nur, in welchem Zeitraum dies geschehe. Und genau diese Frage sei entscheidend dafür, wie schlimm es kommt. Entweder zur Katastrophe und dem gesellschaftlichen Zusammenbruch, oder zu einer gewaltigen Aufgabe, die aber bewältigt werden könnte. Die Wissenschaftler gehen bei ihren Prognosen von zwei Prämissen aus: Erstens wird sich das Corona-­

Virus so lange von Mensch zu Mensch weiter verbreiten, in Deutschland wie in der Welt, bis es keine neuen Wirte mehr findet, die nicht schon immun sind. Und zweitens würde die Kurve der Ansteckungen in kurzer Zeit steil nach oben gehen, wenn keine einschneidenden Maßnahmen ergriffen würden. Wenn wie bisher knapp ein Sechstel der Infizierten einen schweren Verlauf der Lungenkrankheit bekämen und daher im Krankenhaus behandelt werden müssten, dann wären dies also knapp neun Millionen Menschen. Dieses Szenario ist so, wie Wissenschaftler es heute denken. Nein, keiner weiß, ob es so kommt. Weil aber allein die Möglichkeit besteht, dass es – ohne all die Gegenmaßnahmen, die bereits ergriffen wurden – zu einem Kollaps in Kliniken führen könnte (weil natürlich nicht neun Millionen Menschen dort gleichzeitig behandelt werden könnten) alles rechtfertigt, was man dagegen tun kann, kommt es im Moment bei der Gesellschaft – uns allen – ganz gut an, wenn nun der Ausnahmezustand ausgerufen ist. Noch dazu, weil die Wissenschaftler ja darauf hinweisen, dass es hauptsächlich eine bestimmte Gruppe ist, die durch den Rest der Gesellschaft – uns alle – geschützt werden müsse: Ältere und bereits erkrankte Menschen, also unsere Eltern oder Großeltern (insofern wir das nicht selbst schon sind). Und wer möchte nicht seine eigenen

Eltern schützen? Ohne die Bereitschaft aller käme es laut Hochrechnungen bis zu 1,8 Millionen Toten in kürzester Zeit durch das Corona-Virus. Hinzu kämen vermutlich noch viele weitere Tote, die an ganz anderen Krankheiten (wie etwa Herzinfarkte, Krebs und dergleichen) leiden, aber wegen des Zusammenbruchs des Gesundheitsystems nicht mehr entsprechend versorgt werden könnten. Dass es nicht so kommen darf, wie sich das die Wissenschaftler vorsorglich denken, überzeugt auch jene von uns, die ungern auf all das verzichten, was unser Leben schon auch ein bisschen ausmacht: Soziale Kontakte, Kultur, Sport, Kneipen, die Freiheit, sich dort bewegen zu dürfen, wo man will. Man übt sich in Solidarität, es fühlt sich ja auch an wie zwischen den Zeiten (verwandt mit den wenigen Wochen zwischen den Jahren), ist mal etwas Neues und schweißt im Abstandhalten sogar zusammen. Eine Weile geht das gut. Es sind Coronaferien, die man gar nicht beantragen musste (ja, die man nicht mal auf die eigene Kappe nehmen muss), eine überraschend geschenkte Zeit im Kreise seiner Nächsten. Und es kann sogar sein, dass man dann in neun Monaten den „Corona-Baby-Boom“ feststellt. Ja, was soll man auch machen, wenn man mal nicht gestresst ist? Eine Weile lang ist es ein Test, der seinen Reiz entfaltet. Das sonstige


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die andere, oder wie?

gegen die Verbreitung des Virus könnten am Ende zu einer paradoxen älle mit anschließend flacher Kurve, wird es heißen: Und deswegen all ofür der ganze Zauber? Hat ja eh nichts genutzt! Von Michael Zäh ZUR SACHE gesellschaftliche Leben in Deutschland ist ausgeknipst – was können wir an dessen Stelle rücken? Manche machen vielleicht den Couch-Potato vor der Glotze, dem Computer oder dem Handy. Ist bequem und tut nicht weh. Wann hat man das schon, dass es auch noch ohne schlechtes Gewissen gemacht werden kann? Ist zum Schutz der Großeltern und ja auch staatlich verordnet. Andere nutzen die Auszeit dafür, mal das zu machen, an das sie sonst gar nicht denken dürfen. Nachdenken übers eigene Leben und das der Nächsten. Sogar über Politik und Ethik. Mal ein Buch lesen, das tausend Seiten hat. Mal raus aus der ewigen Beschleunigung des sonstigen Alltags, um zu sich selbst zu finden. Quasi eine Erfrischungskur für Geist und Seele. Und dann soll es auch jene geben, die ganz konkret helfen wollen. So gibt es bereits spontan gegründete Nachbarschaftshilfen für ältere Menschen, damit diese nicht selbst einkaufen gehen müssen. Oder es gibt Leute, die vorübergehend arbeitslos geworden sind und sich als Babysitter anbieten, um jene zur Arbeit gehen zu lassen, die dringend benötigt werden, vor allem im Gesundheitssystem. Wenn wir alle immer schön unsere Hände waschen und es dann auch noch stimmt, dass offiziell eine Hand die andere wäscht, weil die Regierung einfach allen Betroffenen finanziell

unter die Arme greift, könnte am Ende etwas ganz Großartiges stehen. Das wäre fast wie das deutsche Wirtschaftswunder in der Folge des Zweiten Weltkriegs. Die Frage ist allerdings, wie lange diese Solidarität gutgehen kann. Denn angesichts existenzieller Nöte von all jenen, die freischaffend tätig sind oder auf öffentliches Publikum angewiesen sind (siehe Titel dieser ZaS sowie Kasten auf dieser Seite), wird es wohl nicht allzu lange dauern, bis es sogar soziale Unruhen geben wird. Wenn in vier Wochen alles unter Kontrolle wäre und die rigorosen Beschränkungen mit Pauken und Trompeten alle wieder aufgehoben werden könnten, wäre dies noch machbar. Dann würde sich die Gesellschaft ob ihres Zusammenhalts vielleicht sogar feiern. Wenn es nach acht Wochen immer noch heißt, dass kein Ende absehbar sei, sondern immer noch neue unzumutbare Restriktionen erlassen würden, rauscht die gesellschaftliche Depression heran. Wenn es ein halbes Jahr, gar ein Jahr oder länger dauern sollte, wäre die Gesellschaft und die Wirtschaft, wie wir sie heute kennen, nicht mehr wieder zu erkennen. Dann wäre es nicht so, wie es von heute aus gedacht war, sondern so, wie es dann gekommen ist. Es wäre der Absturz ins Bodenlose, mit allen politischen Verwerfungen, die das mit sich brächte. Kurzfristig könnte es zu einer

paradoxen Reaktion kommen: Sollte es nämlich gelingen, dass durch die drastischen Maßnahmen des Staates die Zahl der Infektionen recht konstant auf einem niedrigen Niveau gehalten würde und dann flach verläuft, dann würden die Millionen Menschen, die ihre wirtschaftliche Existenz verloren haben, sagen: Wie bitte, wegen nur ein paar tausend Infektionen wurde der Ausnahmezustand verfügt und habe ich alles verloren? Sollte aber umgekehrt eine gesundheitliche Katastrophe über das Land herein brechen, weil alle Maßnahmen es nicht verhindern konnten, dann werden Millionen Menschen sagen, dass man dann diese wirtschaftlich vernichtenden Verbote auch hätte sein lassen können, da sie ja nichts bewirkt haben. Man kann sich das ausdenken wie man will. Derzeit werden selbst frohgemute Geister verunsichert sein und daran zweifeln ob ein „Et hätt noch immer jot jejange“ zutrifft. Es stimmt ja außerdem auch nicht, dass es noch immer gut gegangen ist. Eher könnte sein, dass das Jahr 2020 ein einschneidendes in der Geschichte der Menschheit sein wird. Womöglich kommt es so, dass der Virus irgendwann kontrolliert wird, aber die Weltordnung und die globale Wirtschaft sich zwischenzeitlich stark verändert haben werden. Könnten wir uns denken, wenn wir nicht wüssten, was Freud gesagt hat.

Die „Bazooka“ soll nun also helfen Es ist eine seltsame Wortwahl, die Finanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Anschlag bringen: Der Bund werde die „Bazooka“ gegen die Auswirkungen des Corona-Virus einsetzen. Nun ja, das ist wohl als Beruhigung gemeint, obwohl das „Ofenrohr“ im Zweiten Weltkrieg als eher grobschlächtige Waffe der US-Streitkräfte galt, die nicht selten die Schützen selbst zu Tode verbrannte. In Übersetzung heißt dies, dass der Bund in unbegrenzter Höhe Kredite für Firmen bereitstellen will, die durch das Corona-Virus in Not geraten sind. „Das ist ein Schritt, den es so in der Nachkriegsgeschichte noch nicht gegeben hat. An fehlendem Geld und fehlendem Willen soll es nicht scheitern“, so Altmaier. Man sitze auf gut gefüllten Kassen und habe deshalb auch großes Durchhaltevermögen, sagte Scholz. „Wir können alles stabilisieren, was stabilisiert werden muss“, so der Finanzminister weiter. Dies soll für kleine wie für große Unternehmen gelten, so heißt es. Wenn man dies aber die „Bazooka“ nennt, rennen viele Firmen gleich davon. Verbrennungsgefahr! miz

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LEBEN

TIPPS

Samstag, 21. März 2020

Samstag, 21. Mä

Ausgabe 287 am 21. M

Bikefestival

Die schönsten Rad-Touren

Neuer Termin im September

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von Freiburg zum Kaiserstuhl

Die schönsten

Rad Touren

Freiburg (Vauban) zum Kaiserstuhl (Endingen) von

Stadt-Land-Partnerschaft 'Endingen-Vauban'

2020 findet bereits zum neunten Mal das Bikefestival Freiburg im Herzen der Schwarzwald Metropole statt. In den vergangenen acht Jahren hat sich das Festival des Mountainbike Freiburg e.V zum festen Bestandteil der europäischen Bike Event Landschaft entwickelt. Umringt von einigen der besten Bike Strecken in Deutschland feiern Mountainbiker aus ganz Süddeutschland, dem Elsass und der Schweiz traditionell den Start der neuen Saison in Freiburg. In 2020 gibt es ein neues Veranstaltungsgelände mit über 70 Marken und das erste Enduro Rennen auf Freiburger Boden. Durch die Coro-

na-Pandemie kommt nun noch eine Änderung dazu: Das Festival wird in den Herbst verschoben. Der neue Termin für das Bikefestival Freiburg ist vom 25.-27.09.2020. Das ursprünglich mit dem Festival geplante Enduro Rennen wird hiermit auch verlegt und findet nun nicht wie vorgesehen am 25. April 2020, sondern am 26. September 2020 statt.

■ Bikefestival Freiburg, neues Datum: 25. bis 27. September 2020; Enduro-Rennen am 26. September 2020

Soeben ist die neue Rad-Touren-Broschüre des Stadtteilvereins Vauban erschienen. Sie ist entstanden aus der lebendigen Zusammenarbeit in der Stadt-Land-Partnerschaft mit der Gemeinde Endingen am Kaiserstuhl. Seit 2006 gibt es diese Partnerschaft, und eine der vielen gemeinsamen Aktivitäten ist die jährliche Radtour von Freiburg zum Kaiserstuhl. Viele Varianten wurden erprobt, als Fazit haben Teilnehmer immer wieder resümiert, wie schön doch die Landschaft hier im Breisgau ist, mit ihren Sehenswürdigkeiten, ihrem vielfältigen Naturangebot und den zahlreichen Möglichkeiten, auf interessante Menschen zu treffen. Und wie könnte das besser erlebt werden, als mit dem Rad! Damit viele andere Menschen ebenfalls diese

Festlicher Genuss zu Ostern – ganz ohne Aufwand

Gerade zu Ostern darf es etwas Besonderes sein, da sind sich die Köche der Landhaus­ küche einig. Und im Gegensatz zu anderen Lieferanten bringen die freundlichen Kuriere der Landhausküche auch an den Feiertagen das Wunschgericht persönlich heiß ins Haus. Wer auf Genuss gerade zu den Feiertagen nicht verzichten möchte, kann den Komfort und Service der Landhausküche nutzen. „Auf unserer Speisenkarte stehen an Karfreitag Nudeltaschen mit Bärlauchfüllung in cremiger Soße und an Ostern servieren wir eine gegrillte Hähnchenkeule in cremiger Weißwein-Soße sowie einen zarten Kalbsbraten“, verrät Küchenchef Thomas Mindrup. Die Fahrzeuge sind mit einem Ofen ausgestattet, sodass die Menüs während der Fahrt zu Ende gegart werden können. So kommt das Essen garantiert ofenfrisch und heiß auf den Tisch – ohne vertragliche Bindung und schon ab einer Portion. Für mehr Informationen sind wir gerne telefonisch für Sie erreichbar: montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefon-Nummer

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Zeitung am Samstag_FM_145x135_4c

Erfahrungen nachvollziehen können, hat der Stadtteilverein Vauban die Idee gehabt, dazu einen speziellen

Von Freiburg zum Kaiserstuhl: 25,6 Kilometer,

bei gemütlicher Fahrweise sind das zwei bis drei Stunden, sportliche Fahrer brauchen ein bis eineinhalb Stunden. Rad-Touren-Führer zu erstellen. Die Broschüre gibt es im praktischen Standardformat von 21 auf 10,5 cm, wodurch sie gut in Lenkertaschen

mit Klarsichtfach paßt. Die 76 Seiten werden von einer Spiralbindung zusammen gehalten und sind auf extra starkem Recyclingpapier und Umschlagkarton gedruckt. Rechts neben jeder Etappenbeschreibung findet sich der dazu passende Kartenausschnitt mit den markierten Routen. Viel Wissenswertes zu Landschaft und markanten Punkten wird im Text erwähnt. Das Heft gibt es in Geschäften in Vauban, bei der Quartiersarbeit Vauban und zu bestellen über www. stadtteilverein-vauban.de

■ Broschüre „Die schönsten Radtouren von Freiburg zum Kaiserstuhl“ kann für 5 Euro über www.stadtteilverein-vauban.de bestellt werden

WANDERN

Durchatmen Neuauflage der Broschüre „Wanderzeit“ mit 29 Touren Durchatmen, die Natur spüren, die Aussicht genießen. Wandern ist einfach gut für Körper und Seele. Zahlreiche Höhe- und Aussichtspunkte, atemberaubende Fernblicke, beeindruckende Naturschönheiten und weit ausladende Tallandschaften. Das alles gibt es in den beiden Tälern (Elztal und Simonswäldertal) des ZweiTälerLandes, also quasi vor der Haustüre. In der neuen Auflage der Broschüre „Wanderzeit“ werden 29 Touren-Vorschläge gezeigt, vom Familienweg über spezielle Themenwege bis hin zu Gipfel-Tour ist für jeden Anspruch in der handlichen, 72-seitigen Broschüre alles zu finden. Jeder Tourenvorschlag ist außerdem mit einer kleinen Übersichtskarte und Höhenprofil

dargestellt. Zu den Aushängeschildern gehören beispielsweise die Herzenswege und die Touren des Schwarzwälder Hüttenwinkels. Die Rundwege zwischen sieben und 22 Kilometern sind nicht ganz so herausfordernd wie der ZweiTälerSteig, aber landschaftlich mindestens ebenso abwechslungsreich. Die Broschüre dient als Vorschlag und Ideengeber, es wird empfohlen die Wanderung immer mit einer ausführlichen Wanderkarte in Angriff zu nehmen. ■ Die Broschüre „Wanderzeit“ ist kostenlos bei ZweiTälerLand Tourismus im Bahnhof Bleibach erhältlich oder unter Tel.: 07685 19433 oder Email: info@zweitalerland.de


GESUNDHEIT

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KOMPETENZEN

IN MEDIZIN

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tag, 21. März 2020

am 21. März 2020

So läuft es sportlich rund

Experten-Tipps Samstag, 21. März 2020

für einen guten Trainings-Start: So lassen sich Risse der Achillessehne, Muskel- und Bänderverletzungen beim Joggen, Radfahren oder Tennis vermeiden

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Tabu ist Radfahren bei akuten Kniebeschwerden. Diese entstehen übrigens nicht selten durch eine falsche Körperhaltung beim Strampeln (im Fachgeschäft Sitzhöhe, Kniewinkel und Fußposition überprüfen lassen) oder schlichtweg ungeeigneten Zweirädern (oft zu klein oder zu groß). Ein E-Bike kann insbesondere für Patienten mit Knie-Arthrose eine gute Alternative sein.

durch falsche Spieltechnik. Deshalb vom Profi umfassend unterrichten lassen. Ebenso Pflicht für Gesundheitsbewusste: langsames Aufwärmen und regelmäßige Dehnübungen. Aufgrund der Unfallgefahr sowie der Belastung für Muskeln und Gelenke ist Tennis im fortgeschrittenen Alter nicht die ideale Freizeitbeschäftigung. Auch Menschen mit Rückenproblemen sollten sich

brett stabilisieren den Sprunggelenkapparat und beugen dem Umknicktrauma vor. Vor jedem Training oder Spiel zudem die Waden gründlich aufwärmen und insbesondere die Fuß- und Schienbeinmuskeln trainieren. Um einen anfälligen Knöchel vor dem Umknicken zu schützen, ist eine stützende Bandage sinnvoll. Abzuraten ist hingegen von Sportschuhen, in die (zu) hohe

Fotos: Gelenkklink

„Ratsam ist insbesondere anfangs der kontinuierliche Trainingswechsel vom Laufen ins Gehen“, erklärt Professor Ostermeier. Zuvor nicht das Aufwärmen vergessen – und auch danach stets die Muskeln sanft dehnen: erst Waden, dann Unter- und Oberschenkel. Ganz wichtig vor dem Start: passende Laufschuhe, die den Fuß gut führen und Verletzungen der Bänder und Gelenke durch Umknicken vorbeugen. Hier besser nicht auf den Preis, sondern auf die Qualität achten. Achten sollte man auch auf den richtigen Untergrund. Bei Asphalt zum Beispiel fehlt der Federeffekt, was die Kniegelenke stark belastet. Beim Waldboden können Wurzeln zum Umknicken führen. „Perfekt wäre ein Feldweg, der Federung bietet, aber nicht zu viele Hindernisse bereithält“, so das Fazit des Sportmediziners.

Fotos: Gelenkklink

it den ersten warmen Sonnenstrahlen hat Joggen Hochkonjunktur. Kein Wunder: Mit jedem Schritt fördert das Laufen Kondition und Lebensqualität - ohne viel Aufwand oder große Vorbereitung. Doch trotz aller Euphorie sollte man es nicht übertreiben: „Vor allem für Anfänger ist tägliches Laufen grundsätzlich zu viel des Guten“, warnt Professor Dr. Sven Ostermeier, leitender Orthopäde und Sportmediziner der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Denn „nicht nur der Kreislauf muss sich erst an das Training gewöhnen“, so der Experte. „Auch Gelenke, Bänder und Sehnen benötigen einige Zeit, um sich den neuen Belastungen anzupassen.“ Und wer im mittleren Lebensalter oder noch später ein Lauftraining beginnt, sollte es auf jeden Fall langsam angehen.

Radfahren auf gesunde Art Radfahren ist das optimale Ausdauertraining. Dabei wird der Körper gleichmäßig belastet - ebenso wie beim Joggen oder Walken. Eine tägliche Runde auf dem Drahtesel hält fit und schont dabei die Gelenke. Achten sollten Radfahrer stets auf die richtige Position von Sitz und Lenker. Am besten vom Experten eines Fachmarktes beraten lassen. „Empfehlenswert sind auch hier kontinuierliche Dehnübungen zuvor“, betont Professor Ostermeier – und empfiehlt beispielsweise folgende: Zunächst langsam vor- und zurückbeugen. Dann beide Handgelenke umfassen, auf Brusthöhe heben und möglichst weit von rechts nach links bewegen, am besten zehnmal. Das entkrampft die Rückenmuskulatur und macht sie geschmeidig.

Dämpfungssohlen eingearbeitet sind. Diese brauchen nur die wenigsten Läufer.

Sport trotz Arthrose? Wer Arthrose oder andere Gelenkschädigungen hat, sollte sich Sportarten aussuchen, bei denen repetitive, also wenig belastende Bewegungen ausgeführt werden. Das Paradebeispiel für gelenkschonenden Sport ist Schwimmen. Es verringert das eigene Körpergewicht, entlastet also die Gelenke. Als weiteren besonders schonenden Ausdauersport empfehlen Orthopäden das Wandern. Dazu Professor Ostermeier: „Liegen keine gesundheitlichen Probleme wie erhebliche Gelenkbeschwerden oder akute Entzündungen vor, so ist Wandern selbst im fortgeschrittenen Alter problemlos möglich.“

■ Orthopädische Praxis und Gelenk-Klinik, Zentrum für Arthrosetherapie und Endoprothetik Tel: (0761) 55 77 58 0 Alte Bundesstrasse 58 79194 Gundelfingen E-Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Wie vermeidet man einen Tennisarm? Tennis ist ein gutes Ganzkörpertraining: Nicht nur Kreislauf und Muskulatur werden gestärkt. Auch Konzentrationsfähigkeit und Koordinationsvermögen verbessern sich. Überanspruchungen sollte man allerdings auch hierbei vermeiden. Ansonsten droht schnell der sogenannte Tennisarm. Oft entsteht diese Erkrankung auch

wegen der häufigen Stopp- und Drehbewegungen sportlich besser anders orientieren. Verletzungen des Sprunggelenks sind hier sehr häufig.

Wie schützt man die Sprunggelenke? In erster Linie, indem man das Training optimiert. Koordinative Übungen wie Matten laufen oder Balance-Übungen auf einem Therapiekreisel/Wackel-

AKTUELL

Gesundheitsforen im Bürgerhaus Seepark abgesagt Die Termine für die Gesundheitsforen am 31. März (Thema: Bauchspeicheldrüse) und 1. April 2020 (Thema: Arthrose und Altersmedizin) im Bürgerhaus Seepark müssen we-

gen der weiteren Ausweitung der Infektionswelle des Coronavirus leider abgesagt werden. Ein Ersatztermin wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.


Freiburg im Industriegebiet Nord Zinkmattenstraße 10 • D-79108 Freiburg Tel. +49 761 504060 E-Mail: engelhard-nord@auto.ag

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MARKT

Samstag, 21. März 2020 

FREIBURG

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tag, 21. März 2020

am 21. März 2020

Stärken fördern

Inhorgenta Munich 2020-Award

Swing the Gala! Die Bernd Wolf Manufaktur hat mit ihrem Armreif „Swing“ einen bedeutsamen Preis gewonnen

4. Unternehmer-Symposium: Samstag, 21. März 2020

Erfolgsfaktor gesunde Führungskultur, darauf legen besonders weibliche Chefs meist viel Wert

W

Zum vierten Mal wurden im vergangenen Februar in München die wichtigsten Preise der Schmuckbranche vergeben. Bei der exklusiven Gala mit Prominenten aus Show, Film, Politik und Wirtschaft, wurden die Preisträger der acht Kategorien des Inhorgenta Awards geehrt. Die Award-Gala ist das Highlight der Inhorgenta Munich 2020,

Europas führender Fachmesse für Uhren, Schmuck und Edelsteine, die jährlich stattfindet. In der Kategorie „Fashion“ mit Schmuckstücken bis 1000 Euro Verkaufspreis wurde die Bernd Wolf Manufaktur gleich zweifach nominiert und gewann mit dem Armreif „Swing“ aus der aktuellen Kollektion den bedeutsamen Award.

Die Initiatoren Thilo Jakob, Rüdiger Wörnle, Christa Porten-Wollersheim und Rudolf Kast

Haufe CEO Markus Reithwiesner

kümmern sich mehr um die individuellen Stärken und Schwächen Foto: © Klaus Polkowski

Key Note-Speaker Markus Reithwiesner, CEO Haufe Group, gab beim Symposium Einblicke in die Herausforderungen der „VUCAWelt“ von heute. Das Kunstwort steht für die Begriffe Volatility (Volatilität bzw. Unbeständigkeit), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit). Das auch bundesweit auf viel Interesse stoßende Symposium war ein Plädoyer für den transformationalen Führungsstil. Dabei wurde deutlich, dass diese Weiterentwicklung des „Management by Objectives“ den weiblichen Chefs in die Karten spielt: Überdurchschnittlich viele Frauen in Führungspositionen legen besonderen Wert darauf, als Vorbild wahrgenommen zu werden,

Foto: © Klaus Polkowski

ertvolle Impulse beim Freiburger Unternehmer-Symposium: Das 4. Symposium dieser Art stand unter dem Motto „Gesunde Führungskultur – Der Erfolgsfaktor für betriebliches Gesundheitsmanagement“ und fand am 4./5. März im Gesundheitsresort Freiburg und im Restaurant Raben in Horben statt.

ihrer Mitarbeiter und haben ein besonderes Gespür für Fairness im Umgang miteinander. Das 5. Freiburger Unternehmer-Symposium am 3./4. März 2021 will diesen Faden weiter aufnehmen: Hochkarätige Referenten zum Thema „Female Leadership“ werden aufzeigen, warum Frauen oft besser in der Lage sind, bei Mitarbeitern Vertrauen, Loyalität und Inspiration aufzubauen. ■ www.freiburger-unternehmersymposium.de

Hecken bieten Schutz Naturschutz im Garten: Dichte Hecken für Vögel und Sichtschutz

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Holunder, Weißdorn, Liguster oder Berberitze – die Auswahl an Gehölzen, die sich für eine Vogelschutzhecke eignen, ist sehr groß. Vögel lieben nicht nur ihre Früchte, sie nisten auch gerne hier,

Auch an nden Stellen! schwierigste Am Fischerrain 1 79199 Kirchzarten Tel.: 07661/907480 www.hausgarten.org

Foto: pixabay.com/akz-o

ecken dienen als Schutz vor Lärm, Wind und Blicken von außen und geben dem Garten als „grüne Wände“ Struktur. Darüber hinaus sind sie aber auch wertvoller Lebensraum, Unterschlupf und Nistplatz für viele Tierarten. Für Vögel sind fruchttragende Gehölze zusätzlich eine große Bereicherung ihrer Ernährung.

da sie die Insekten in den Hecken für die Aufzucht ihrer Jungvögel brauchen. Wer schnellwachsende Pflanzen sucht, sollte Feldahorn, Eberesche, Hainbuche oder Salweide wählen. Und wer auch selber die Früchte genießen möchte, greift auf Haselnuss, Johannisbeere, Brombeere oder Sanddorn zurück. Für eine schöne und dichte Hecke werden die Pflanzen mehrreihig und versetzt gepflanzt. Dabei kommen Gehölze wie Eberesche oder größere Sträucher nach hinten und kleinere Arten nach vor-

ne. Hohe Sträucher sollten einen Pflanzabstand von einem Meter haben, kleinere Sträucher circa 70 Zentimeter. Empfehlenswert ist es, Arten auszuwählen, die zu unterschiedlichen Zeiten Früchte tragen, denn so finden Vögel fast das ganze Jahr über Nahrung. Solche Hecken sind eine Bereicherung des Gartens, die wenig Arbeit macht. Das Laub kann im Herbst einfach liegen bleiben, denn es düngt den Boden. Ein Rückschnitt der Hecke ist nicht erforderlich oder sollte nur sehr zurückhaltend erfolgen, damit sie schön dicht wird.

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MARKT

MODERNISIEREN

Samstag, 21. März 2020

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lte Fenster gegen Fenster mit Wärmeschutzverglasung auszutauschen, da ihr Energieeinsparpotenzial hoch ist, rät die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Beim Austausch alter Fenster mit Isolierverglasungen gegen neue mit 3-fach-Wärmeschutzverglasungen kann der Wärmeverlust der Fenster um mehr als 60 Prozent reduziert werden. Anteilig können so typischer Weise 10 bis 20 Prozent Heizkosten eingespart werden. Zusätzlich werden die Räume behaglicher, da die Innenseiten der Fenster im Winter wärmer bleiben, wodurch man sich in den Räumen wohler fühlt.

Außerdem schließen neue Fenster dicht, so dass weniger Zugluft entsteht. Der Austausch von Fenstern wird von den Sanierungsprogrammen der KfW Bankengruppe gefördert. Die neuen Fenster müssen dafür besser als der gesetzliche Mindeststandard A+S Flamm A+S Flammsein. A+S Flamm Rebenweg 3 Rebenweg Rebenweg 3Damit die3neuen Fenster mög79114 Freiburg 79114viel Freiburg 79114 Freiburg Fon: 0761 / 130 75-10 lichst Energie einsparen, kommt info@as-flamm.de 0761 / 130 75-10 Fon: 0761 /Fon: 130 75-10 es auf einige Details an. „Es muss www.as-flamm.de Moderne Bäder(Beratung, (Beratung, Planung,Verkauf) Moderne Bäder Planung, Verkauf) · Solar · Heizung Solar · Heizung · Kundendienst · Wartung

auf einen wärmebrückenfreien und luftdichten Einbau geachtet werden“, erläutert Martin Brandis, Referent Gebäudetechnik bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Ein wirksamer Sonnenschutz muss berücksichtigt werden, damit Wohnräume in den Sommermonaten nicht zu warm werden. Moderne Fenster bieten noch eine

Reihe weiterer Vorzüge, die einen Austausch interessant machen. So wird beispielsweise der Schallschutz verbessert. Außerdem sind neue Fenster sicherer, weil sie es Dieben schwerer machen, ins Haus zu kommen. Neu auf dem Markt sind zum Beispiel die Vakuum-Verglasung und Fenster mit integriertem Touchscreen-Display.

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Sonnenschutz / Rolladen

Ausgabe 287 am 21. M

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Wer will welches Bad

Beim Traumbad ticken Frauen und Männer anders. Inctio inciis eleneceria exerit qui volupta exces doloreh enditas secus nullorr

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, so sagt man. In Sachen Badeinrichtung trifft das zumindest auf die Männerwelt zu: Geht es nach der Mehrheit (59%) der Deutschen, so erfüllt das eigene Badezimmer seinen Zweck. Für fast jeden fünften Mann (19,5%) ist im Bad sogar alles so, wie er es will. Frauen hingegen zeigen sich von der kritischeren Seite. Ein Teil ist so unzufrieden, dass sie das Bad am liebsten früher als später sanieren würden

Auch beim Design scheiden sich die Geschlechter. Der Mann bleibt weiterhin der Pragmatiker und bevorzugt ein minimalistisches Design (42,65%). Frau liebt es hingegen verspielter, weshalb das Dekor der Wahl der Landhaus-Stil wäre (39,85%). Im Badezimmer der Frauen stehen bevorzugt Kerzen (20,01%) und Pflanzen (29,23%). Kein Wunder, denn für mehr als jede fünfte Frau spielt die Gestaltung eine wichtige Rolle im Bad. Männer verzichten lieber auf den „Schnickschnack“ (50,21%). Direkt nach dem Design (15%) ist ihnen die Technik (8,20%) wichtig, wie zum Beispiel ein in die Dusche integriertes Soundsystem (13,05%). Ganz gleich, ob Design oder zusätzliches Equipment für das Badezimmer – die neue Website www.elements-show.de hält jede Menge Tipps zur Badgestaltung und -planung bereit. Foto: Elements/akz-d

ie die Bad-Oase in den eigenen vier Wänden gestaltet sein sollte und wie dringend vor allem der Sanierungsbedarf ist, beurteilen Männer und Frauen ganz unterschiedlich. Das zeigt die repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Elements vom November 2019, an der 2040 Personen teilnahmen.

(12,38%). Angefangen bei einer neuen Wandgestaltung (23,02%) über mehr Stauraum (31,93%) bis hin zur kompletten Badeinrichtung (43,77%).


MARKT

INFOS

Samstag, 21. März 2020 

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tag, 21. März 2020

Mit Menschen arbeiten

am 21. März 2020

FSJ oder BFD beim Inklusionsverband: Samstag, 21. März 2020 Einfach einsteigen und Erfahrungen sammeln

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Ganz gleich, ob in einer Werkstätte, Wohneinrichtung, Kindertagesstätte, Begeg-nungsstätte für Senioren und Familien, in der Schulkindbetreuung oder Altenpflege: Immer stehen Menschen im Mittelpunkt. Und immer sind die jährlich rund 150 jungen Freiwilligen in unserem Verband mittendrin, um Inklusion zu leben. Denn als Inklusi-onsverband ist die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben stets unser Ziel. Die Freiwilligen unterstützen Menschen mit einer Behinderung oder einer psy-chischen Beeinträchtigung,

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• Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (m / w / d) • Fachinformatiker Systemintegration (m / w / d) • Fachkraft (m / w / d) für Lagerlogistik • IT-Systemkaufmann (m / w / d) • Kaufmann (m / w / d) im E-Commerce • Kaufmann (m / w / d) im Einzelhandel • Kaufmann (m / w / d) im Groß- und Außenhandel • Mediengestalter (m / w / d) Digital und Print Genauere Infos unter www.pearl.de / jobs

Berufliche Bildung vom Profi! Meistervorbereitungskurs Teil 3, Vollzeit

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Kinder und Jugendliche, Ältere, langzeitarbeitslose oder wohnungslose Menschen. Sie lernen soziale Berufe kennen und sammeln wertvolle neue Erfahrungen – beruflich wie persönlich. „Die jungen Menschen nutzen oft auch ihr FSJ oder ihren BFD bei uns, um zu überprüfen, ob ihr Berufswunsch wirklich der richtige ist“, sagt Silvija Honer, die die Koordination der Freiwilligendienste beim Caritasverband Freiburg-Stadt leitet. Viele FSJlerinnen und FSJler kommen aus Freiburg und der Region, etli-che auch aus dem Ausland –

oft über persönliche Empfehlungen oder die sozialen Medien. „Bewerberinnen und Bewerbern von außerhalb oder aus dem Ausland bieten wir bei Bedarf eine Unterkunft an“, so Silvija Honer. Die Freiwilligen beim Caritasverband Freiburg-Stadt können zusätzlich kostenlos an vielen Kursen teilnehmen, die der Verband anbietet. ■ Interessierte können gerne einfach anrufen – Telefon (07 61) 319 16-65 – oder sich direkt unter www.caritas-freiburg.de bewerben

Professionelle Mappenkurse

Leistungen sind sicher

Zeichnen, Malerei, Aktzeichnen: Mappen­vorbereitungs­kurse für Bewerbungen

Infoveranstaltung Geprüfte/r Betriebswirt/in (HwO) am 27.05.2020 um 18:00 Uhr

• 25.1.21 - 4.12.22, Mo, Mi 18:15-21:30, Sa 8:00-15:00, 670 UE, Freiburg

Kosten- und Leistungsrechnung / Controlling

• 6.7.20 - 29.7.20, Mo, Mi 18:00-21:15, 32 UE, Freiburg

Meistervorbereitungskurs Zahntechniker/in, Teile 1+2

• 7.9.20 - 14.5.21, Mo-Fr 7:45-16:45, 1620 UE, Freiburg Info: 0761 15250-0 info@gewerbeakademie.de www.gewerbeakademie.de

Malen Mappenkurs Zeichnen Aktzeichnen

Offenes Atelier 79104 Freiburg, Mozartstr. 5, Tel. 0761 - 7 48 35

www.atelier-kunstraum.de Foto: Kunstraum

AGENTUR FÜR ARBEIT

Die Agentur für Arbeit Freiburg, die Jobcenter Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald und Landkreis Emmendingen sowie die Familienkasse Baden-Württemberg West konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen. Um dies zu gewährleisten, um die Gesundheit aller zu schützen und um die Pandemie einzudämmen, gibt es keinen offenen Kundenzugang mehr ins Gebäude. Für Notfälle wird vor Ort eine Kontaktmöglichkeit geschaffen. Wichtige Info für alle Kundinnen und Kunden: • Sie müssen einen vereinbarten Termin NICHT absagen, weder telefonisch noch per Mail. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen. • Gesetzte Fristen werden vorerst ausgesetzt. • Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern. • Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

Für das Jahr 2020 suchen wir Auszubildende in den folgenden Ausbildungsberufen:

Wir beraten Sie gerne

Foto: Kacso Sandor

it der Schule fertig – „Was jetzt?“ fragen sich dann viele junge Erwachsene, die beruflich noch unentschlossen sind. Andere wollen ihre Wartezeit bis zum Studium oder bis zur Ausbildung überbrücken oder nach der Schule einfach etwas ganz Praktisches machen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. ist in jedem Fall eine gute Wahl.

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Malerei, Zeichnen Fotografie und Computertechniken - um sich mit einer Mappe an einer gestalterischen Hochschule zu bewerben, bedarf es eine Vielzahl an Techniken und handwerklichen Arbeiten. Bei der professionellen Mappenvorbereitungen leitet Barbara Büchel in ihrem Kunstraum mit großer Erfahrung die Teilnehmer und Teilnehmerinnen individuell an. Gearbeitet wird in kleinen Gruppen. Die Bewerbungsmappen, die erarbeitet werden, entsprechen den aktuellen Anforderungen und bringen aufs Beste das individuelle Talent, Vorkenntnisse und eigene Vorstellungen heraus. Wurde die Mappe erfolgreich bei den Hochschulen eingereicht, werden im im Anschluss zudem weitere

Übungen und Vorbereitungen für die anstehende weiterführende Aufnahmeprüfung angeboten. Auch Jugendliche, die sich im Hinblick auf ihre Berufswahl einen künstlerischen Weg wünschen oder einfach Spaß am Malen haben, können im Kunstraum ihre Fähigkeiten und Begabungen schulen. Die Kurse finden morgens, nachmittags und abends statt. Sie sind fortlaufend, der Einstieg ist jederzeit möglich. Nach Vereinbarung kann eine Schnupperstunde vereinbart werden. ■ Kunstraum/Offenes Atelier Barbara Büchel, Mozartstr.5, 79104 Freiburg, Telefon: 0761/74835, www.atelier-kunstraum.de

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Sammle Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst Lerne Berufe mit Perspektive kennen Unterstütze Menschen mit Behinderung oder psychischen Beeinträchtigungen, Kinder oder ältere Menschen In einer unserer 70 Einrichtungen In Freiburg und Umgebung WG-Zimmer frei!

Ruf einfach an! (07 61) 319 16 -65

Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. Herrenstraße 6 . 79098 Freiburg . fsj@caritas-freiburg.de www.caritas-freiburg.de/fsj


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SPORT

FUSSBALL

Samstag, 21. März 2020

Samstag, 21. Mä

Ausgabe 287 am 21. M „Stellen ein Produkt her“: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zu den möglichen Geisterspielen

Fotos: Witters

Samstag, 21. März 2020

Wo ist nur die Fußball-Romantik? Bundesliga. Die Fußball-EM 2020 ist verschoben, auch um den nationalen Ligen terminlich etwas Luft zu geben, damit sie ihre Meisterschaften noch zu Ende bringen können. Das wird aber wohl nur ohne die Fans in den Stadien gehen. Von Michael Zäh

N

och vor einigen Wochen hätte wohl kein Mensch gedacht, dass es den Fußball dermaßen erwischen könnte. Von der Kreisliga in Deutschland bis zur Champions-League steht alles still. Nix geht mehr, nichtmal Training bei den Amateurklubs und deren so wichtigen Jugendabteilungen darf noch stattfinden. Und nun wurde wie erwartet auch die EM 2020 auf das nächste Jahr verschoben, zum ersten Mal in der 60jährigen Geschichte des Turniers. Nicht nur, weil dies den derzeit ausgesetzten nationalen Meisterschaften in Deutschland, Spanien, Italien und England terminlich etwas Luft verschafft, sondern auch, weil eine EM ab Juni 2020 höchstens ohne Zuschauer hätte stattfinden können. Also sagte die Uefa traurig und treffend: „Ein europaweites Fußballfestival in leeren Stadien mit verlassenen Fanzonen zu feiern, während der Kontinent isoliert zu Hause liegt“ sei freudlos. Klingt ja noch mitfühlend mit den Fans, ist aber Augenwischerei. Denn die EM hätte auch angesichts deutlich zunehmender Corona-Ansteckungen bei Fußball-Stars aus allen Ländern an Machbarkeit und wegen deren Fehlen an Attraktivität verloren. Na klar machen sich angesichts solcher Umstände vorbildliche Aktionen etwa der Deutschen Nationalmannschaft imagemäßig ganz

gut, wenn man schon nicht kicken darf. Auf Initiative ihrer Führungsspieler Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan und Toni Kroos hat die Nationalmannschaft angesichts der Coronakrise einen Spendenaufruf gestartet und geht dabei mit gutem Beispiel voran: Die Nationalspieler spenden zusammen 2,5 Millionen Euro für soziale Zwecke. Über die Plattform „wirhelfen.eu“ kann sich jeder Fan an der Aktion beteiligen, die die Profis über Instagram bekannt machten. „Wir müssen aufeinander schauen in solchen Zeiten“, sagte Manuel Neuer, der sich wie mehrere seiner Kollegen in einer Videobotschaft an die Fans wandte. „Wir alle merken, dass wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. Jeder von uns ist betroffen“, ergänzte Joshua Kimmich: „Deshalb ist es wichtig, dass wir einander helfen und unterstützen. Wir sollten uns alle unserer Verantwortung bewusst sein und Solidarität zeigen.“ Na schön, eine gute Aktion der Spieler. Dagegen scheint es etwas niedlich, wenn Bundestrainer Löw und Manager Bierhoff dem DFB gegenüber auf Geld verzichten wollen. DFB-Präsident Keller sagte, die beiden seien „auf uns zugekommen“ und hätten „angedeutet“, einen Gehaltsverzicht zu akzeptieren. Dem reichen DFB gegenüber? Wem soll das etwas bringen? Keller sagte im

gleichen Atemzug, der DFB prüfe Hilfsprogramme für die Regionalund Landesverbände: „Wichtig ist, dass wir die Struktur von 25000 Vereinen von der Kreisliga bis zur Bundesliga erhalten.“ Können also 25.000 Vereine vom Gehalt von Löw und Bierhoff leben? Nachdem die EM 2020 nun also verschoben ist, liegt der Fokus auf den Bundesligisten (1. und 2. Liga), die ja unbedingt die letzten neun Spieltage noch absolvieren wollen und müssen. Man hat errechnet, dass sich Einnahmeverluste auf bis zu 750 Millionen Euro belaufen könnten, wenn die ausstehenden Spieltage gar nicht mehr absolviert werden könnten. Heißt natürlich, dass einige Klubs dies gar nicht überleben würden. Weil halt der Großteil der Einnahmen aus Fernsehgeldern und über Werbekunden generiert wird (also nur der kleinere Teil, über die Zuschauereinnahmen) wollen die Klubs zur Not auch mit „Geisterspielen“ die Runde zu Ende bringen, also ohne Fans in den Stadien. Irgendwie die 34 Spieltage abliefern, die mit den hauptsächlichen Geldgebern vereinbart sind. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagte dazu: „Wir müssen zugeben: Ja, wir stellen ein Produkt her.“ Der Bundesliga-Fußball also ist ein Produkt, das zur Not auch ohne die Fans auskommt. Wo ist nur die Fußballromantik geblieben?

Aufeinander schauen: Das Nationalteam um Manuel Neuer spendet 2,5 Millionen Euro. Joachim Löw hat Gehaltsverzicht angedeutet

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287. Ausgabe, ET 21.03.2020  

Der Hund muss raus: Wenn nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wie auch Kanzlerin Merkel mahnt, dass wir alle unseren Alltag ändern mü...

287. Ausgabe, ET 21.03.2020  

Der Hund muss raus: Wenn nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wie auch Kanzlerin Merkel mahnt, dass wir alle unseren Alltag ändern mü...

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