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Meinung, Tipps & mehr für volle 14 Tage

Ausgabe 271 am 8. Juni 2019

Fürsorge wagen

Den Chef im Ohr

Vater-Sohn-Projekt

Interview

EM-Qualifikation

Tipps

Kinderarzt und Autor Herbert Renz-Polster sieht einen Zusammenhang zwischen Erziehung und Gesinnung, auch dem Populismus. Seite 2

Die beiden EM-Quali-Spiele in Weißrussland und gegen Estland finden physisch ohne Joachim Löw statt. Marcus Sorg übernimmt für den Chef, den er aber im Ohr hat. Seite 7

Junger Jazz voller Elan kombiniert mit der Souveränität erfahrener Musiker, das macht Kilchling & Kilchling aus, die beim Jazzkongress im Schützen auftreten. Seite 13

Spiegelei, staatsfrauisch Einerseits wird Angela Merkel von der Harvard-Universität in Amerika eingeladen und hält dort eine gefeierte Rede über die Politik als solche. Andererseits poltert Donald Trump in London weiter durch die Weltgeschichte. Von Michael Zäh

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s ist ein(e) Spiegelei, das glaubst du nicht. Da reist Kanzlerin Angela Merkel in die USA, um dort eine Rede zu halten, für die sie sehr viel Applaus von rund 30.000 Harvard-Absolventen bekommt. Kurz darauf reist Donald Trump nach Großbritannien, auch zur Queen, um dort keinerlei Beifall dafür zu erhalten, dass er mit seinen Tweets gleich mal wieder ein paar Leute beleidigt, etwa den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, „der nach allem, was man hört, als Bürgermeister von London eine schreckliche Arbeit geleistet hat“, und der „fies“ zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewesen sei, „dem wichtigsten Verbündeten des Vereinigten Königreichs“. Auch die Herzogin Meghan sei „fies“, sagte Trump in einem Interview, um kurz darauf zu behaupten, dass er eben dies nicht gesagt habe, was die „Sun“ aber auf Band hatte. Demgegenüber also Merkel, die an der US-Eliteuniversität Harvard in Cambridge, einem Vorort von Boston, „Wahrhaftigkeit gegenüber anderen und uns selbst“ beschwor. „Dazu gehört, dass wir Lügen nicht Wahrheit nennen und nicht Wahrheit Lügen.“ Für diese Aussage bekam sie Beifall wie ein Rockstar, made in Germany, aufgewachsen auf der „anderen Seite“ der Mauer. Man müsse fest zu den unveräußerlichen Werten stehen und danach handeln. Man dürfe nicht immer den ersten Impulsen folgen, müsse „zwischendurch einen Moment innehalten, schweigen, nachdenken, Pause machen.“ Na, wem könnte Angela Merkel da wohl den Spiegel vorgehalten haben? Standing Ovations von den

HALLO ZUSAMMEN

Das Klima ist in USA so sauber

Elitestudenten (die aus aller Welt stammen), mitten in Amerika! Als könne der amerikanische Albtraum Trump dadurch verschwinden. Doch der mischt sich kurze Zeit später dreist und durchsichtig in die Politik Großbritanniens ein. Im Gespräch mit der „Sun“ erklärte er seine Sympathie für Boris Johnson als Nachfolger von Theresa May als Premierminister. „Ich denke, Boris würde einen sehr guten Job machen. Ich glaube, er würde ausgezeichnet sein. Ich habe ihn immer gemocht. Er ist ein sehr guter Kerl, ein sehr begabter Mensch.“ Na klar, es sind vielleicht doch die Aliens auf der Erde gelandet und man kann sie ganz leicht erkennen: An blonden Haartollen. Deshalb empfahl Trump den Briten nun auch den harten Brexit. „Wenn Du nicht den Deal kriegst, den Du möchtest, wenn Du keinen fairen Deal

kriegst, dann gehst Du raus.“ Weil dann könne nämlich ein hübsches (also blondes?) Handelsabkommen zwischen den Briten und der USA geschlossen werden. Haartolle, ich hör dir tapsen. Demgegenüber Merkel in ihrer Harvard-Rede: „Protektionismus und Handelskonflikte gefährden den freien Welthandel und damit die Grundlage unseres Wohlstandes.“ Obwohl sie Trump nicht ein einziges Mal beim Namen nannte,war ihre Botschaft klar: „Mehr denn je müssen wir multilateral statt unilateral denken und handeln, global statt national, weltoffen statt isolationistisch. Kurzum: gemeinsam statt allein.“ Na ja, das entspricht auf jeden Fall Merkels Profil als die langjährige CDU-Chefin, die sie war. (Es gäbe noch andere Ideen, jenseits von Merkel und von Trump. Weil das Hohelied auf globale Gesetze

des Marktes ist ja nur so halb gut.) Auch in der Frage des Klimaschutzes brachte sich Merkel gegen Trump in Stellung (der ja schlicht das Problem quasi als „Fake News“ leugnet): „Der Klimawandel bedroht die natürlichen Lebensgrundlagen. Wir müssen also alles Menschenmögliche unternehmen, um diese Menschheitsherausforderung in den Griff zu bekommen“, sagte also Merkel. Na ja, klingt toll. Als Auto-Kanzlerin in Deutschland hat Merkel über Jahrzehnte eher nach dem Motto regiert, dass ja das schönste Klima nichts nutzt, wenn dafür die Wirtschaft nicht brummt. Aber es war ja nun eine Art politisches Vermächtnis, staatsfrauisch und für die Geschichtsbücher. Subtext hier: „In die kommst du gar nicht erst rein, mein lieber Donald. Du wirst vergehen.“

Das muss ja ein interessantes Gespräch gewesen sein, das Prinz Charles und Donald Trump zum Thema „Klima“ geführt haben. Es sollte ja nur ein Plausch von 15 Minuten werden, ließ Trump danach verlauten, wuchs aber dann auf über eineinhalb Stunden an. „Klimaschutz liegt ihm wirklich am Herzen und ich denke, das ist großartig, ich meine, ich will das, ich mag das“, fügte der US-Präsident hinzu. Aber auch er selbst habe etwas beizutragen gehabt: „Ich habe eine Reihe Dinge erwähnt. Ich sagte: ‚Also, die Vereinigten Staaten haben nach allen Statistiken eines der saubersten Klimas und es wird sogar besser‘.“ Trump hat da den uralten Lügentrick ausgepackt, der so geht: 1. Es gibt ja den Klimawandel gar nicht. 2. Wenn es ihn doch gibt, dann sind die Vereinigten Staaten mit ihrem sauberen Klima daran nicht schuld. 3. Prinz Charles ist niedlich, weil ihm dieser recht komische Klimaschutz am Herzen liegt. Übrigens: Der CO2-Ausstoß der USA ist im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent angestiegen – der stärkste Anstieg seit acht Jahren. Michael Zäh


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INTERVIEW

ERZIEHUNG

Samstag, 8. Juni 2019

Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Autor, stellt in seinem aktuellen, höchst lesenswerten Buch „Erziehung prägt Gesinnung“ einen Zusammenhang zwischen dem weltweiten Rechtsruck und der Kindheit her. Ein Interview.

ZaS: Sie sagen, Erziehung sei keine Privatsache. Widerspricht das nicht dem Recht auf Individualismus? Herbert Renz-Polster: Wir sehen uns ja als freie Entscheider, aber es zeigt sich doch, dass viele Gleise mit der Kindheit schon angelegt sind, wie wir die Welt bewerten, ob wir sie als freundlich gebend und vertrauenswürdig empfinden oder als feindliches Terrain, bevölkert von Menschen, denen man nicht viel Vertrauen entgegen bringen kann. Das sind grundsätzliche Einstellungen, die ganz viel damit zu tun haben, wie Kinder die Welt erleben, wie wir aufwachsen. Wenn uns Vertrauen entgegen gebracht wurde, haben wir es leichter, die Welt auch als vertrauensvoll zu empfinden. ZaS: Als Erklärung für die populistischen und nationalistischen Tendenzen weltweit wurden bislang wirtschaftliche und soziale sowie kulturelle Gründe herangezogen. Sie sehen diese nicht als maßgeblich an? Renz-Polster: Diese Rechnung geht nicht auf. Wenn man sich anschaut, wen es auf die rechte Seite verschlägt, da sind natürlich sehr wohl welche dabei, die sich abgehängt fühlen oder kulturell entfremdet. Aber für einen großen Teil trifft es eben nicht zu, die leben wie die Made im Speck und sind trotzdem rechts verortet. Und umgekehrt sind da sehr viele, denen der Wind ins Gesicht bläst und die deshalb noch lange nicht auf der rechten Seite zu finden sind. Es geht bei den Themen der Rechten auch gar nicht um soziale Gerechtigkeit, lebenswerte Städte oder Wohnraum. Stattdessen geht es um Kopftücher, Genderfragen, Homosexualität, Religion und Abendland . Alles keine realen Probleme, sondern Identitätsthemen. Da schwingt ganz stark mit, bin ich groß, bin ich klein, hab ich Kontrolle oder nicht, gehöre ich dazu, habe ich Heimat? Aber das sind doch genau die Fragen, die in der Kindheit ge-

stellt und auch beantwortet werden. ZaS: Sie bringen als prägnantes Beispiel Donald Trump. Sein Verhalten lässt sich also auch mit seinen Kindheitserfahrungen erklären? Renz-Polster: Je mehr man in die Führungsetagen blickt, umso mehr entdeckt man auffällige Kindheiten: Beziehungsabbrüche, Traumatisierungen, extrem einseitige, strenge Behandlung. Bei Trump läuft das alles wie in einem Kaleidoskop zusammen. Da ist ganz wenig zu finden, was man seinen Kindern Foto: Koesel Verlag

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er weltweite Rechtsruck hat nach Auffassung des Kinderarztes und Autors Herbert Renz-Polster weniger mit Globalisierung, äußeren Einflüssen oder mangelnder Bildung zu tun. Nach seiner Überzeugung beginnen die autoritären Überzeugungen dort, wo es sich entscheidet, ob wir uns beschützt, geborgen und anerkannt fühlen oder eben nicht – in der Kindheit. Barbara Breitsprecher sprach mit Herbert Renz-Polster über Trump, AfD und die Säulen einer guten Kindheit.

Herbert Renz-Polster wünscht. Er hat nie in der „warmen Kuhle des Lebens“ liegen dürfen. Bei ihm wurden immer Forderungen gestellt, es gab nur ganz wenige verlässliche Beziehungen. Mit 13 wurde er aus dem Haus gejagt, in eine ganz brutale Kadettenanstalt gesteckt, wo er auch misshandelt wurde. Und auch wenn man sich die Biografie von Heinz-Christian Strache anschaut – das ist der Horror, was der als Kind erlebt haben muss. ZaS: Was sind denn die tragenden Säulen einer Kindheit, damit ein soziales, mitfühlendes und demokratisches Wesen dabei herauskommt? Renz-Polster: Die Kindheit dreht sich um Grundmotive: Suche nach Schutz und Sicherheit, Anerkennung sowie Zugehörigkeit. Daraus basteln sich Kinder sozusagen ihren Kompass. Wie sieht die Welt aus? Kann ich ihr trauen, ist sie feindlich? Bin ich okay, habe ich eine Stimme? Diese Fragen werden in der Kindheit tagtäglich verhandelt. Gehe ich auf die Bedürfnisse des Kindes ein oder stelle ich nur Forderungen und es muss nach meiner Pfeife tanzen? Gebe ich dem Kind Mitspracherecht oder bestimme ich alles? Früher hat man Kinder auf die Töpfchen gesetzt, damit sie früh Disziplin und Selbstkontrolle erlernen sollten – natürlich hat das später Auswirkungen auf die inneren Empfindungen des Kindes zu sich selber. ZaS: Es scheint, als würde jede Ge-

neration immer wieder neue Erziehungsratgeber herausbringen. Sind die meisten nicht ganz fürchterlich? Renz-Polster: Aber das Schöne ist ja, es wird besser. Viele der Ratgeber waren absoluter Mainstream und wurden nicht in Frage gestellt. Bis weit in die Nachkriegszeit war es ganz normal, dass man das Weinen der Kinder ignoriert, sie schreien lässt und sie nachts trennt von den Eltern, also nicht auf die Bedürfnisse nach Begleitung eingeht. Heute praktizieren nur noch neun Prozent der Eltern ein „Schlaftraining“ mit ihren Kindern, vor zehn bis 15 Jahren waren es noch dreimal so viel. Das ist ein Zeichen, dass man heutzutage mehr auf Kinder eingeht. Daraus erklärt sich auch meine These, dass wir zwar eindeutig einen Rechtsruck haben, aber wir haben gegenüber den autoritären Haltungen in der Bevölkerung deutlich an Land gewonnen. In Mittel- und Nordeuropa leben wir in der liberalsten, offensten, weiblichsten, kindorientiertesten Gesellschaft, die wir je hatten. Insgesamt sind wir deutlich weniger von autoritären Haltungen behaftet, als beispielsweise die USA. ZaS: Heißt das, dass sich in den USA bis heute ein autoritäres Erziehungsmodell statisch gehalten hat? Renz-Polster: Bei uns in Deutschland gibt es einen enormen Erziehungswandel. Frankreich dagegen ist dort, wo wir mit der Erziehung vor 50 Jahren waren. Da gibt es bedürfnisorientierte Erziehung nur ganz vereinzelt. Die USA hat auch Fortschritte gemacht, aber viel, viel langsamer als wir. ZaS: Inwieweit können Sie diese Erziehungsentwicklung in Deutschland politisch festmachen? Renz-Polster: In den 60er Jahren war die NPD in sieben Landtagen vertreten. Lange waren die autoritären Positionen auch in den bürgerlichen Parteien beheimatet. Als die CDU gefordert hatte „Kinder statt Inder“, da haben wir einfach keine AfD gebraucht. Genauso durch die damalige Haltung der CDU zur Vergewaltigung in der Ehe. Heute ist die Afd als Kristallisationspunkt da, weil die Welt sich verändert hat und weniger Halt, Sicherheit und Anerkennung bietet. Dadurch rutschen die nach rechts, die bereits eine Anlage haben, autoritär zu reagieren. ZaS: Nun hat die AfD gerade in den neuen Bundesländern besonders viele Anhänger. Erklärt sich das auch dort mehr durch Kindheits-

erfahrungen als durch mangelnde Chancengleichheit? Renz-Polster: Natürlich hat die DDR im wahrsten Sinne des Wortes die Arschkarte gezogen, weil sie in allen Dimensionen Nachteile erfahren hat. Aber es gibt dort auch eine autoritäre Bereitschaft, also die Bereitschaft, unter bestimmten auslösenden Faktoren autoritär zu reagieren. Diese ist auf eine autoritäre Situation in der DDR zurückzuführen. Vielleicht weniger in den Familien, aber in den Einrichtungen eindeutig. Es ging immer um Hörigkeit und Ansage. In den Krippen und Kitas gab es eine tief verankerte Deindividualisierung. Die Bindungstheorie war verpönt, ebenso auf das einzelne Kind einzugehen, die Erzieherinnen waren heillos überfordert. Es war eine institutionelle autoritäre Organisation. Das hat einen Keim gelegt, einen Keim der Verletzlichkeit gegenüber autoritären Verlockungen. Denn wenn man im Inneren kein Gefühl von Sicherheit, Heimat und eigener Größe aufbauen kann, dann wird man anfällig für die Verlockungen im Äußeren. Bei der DDR kam dann noch die Migrationsbewegung hinzu. Wer für die Welt offen war, zog weg, vor allem auch die Frauen und die Jüngeren. Und die Restbevölkerung wurde völlig entwertet und quasi annektiert.

ZaS: Auch bei uns gibt es ja den starken Trend zu Kitas, die lange geöffnet sind und in die schon Babys gebracht werden können. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Renz-Polster: Unsere Antwort auf den Autoritarismus muss eindeutig sein, eine Kindheit zu schaffen, wo die Kinder Anerkennung, Sicherheit und Zugehörigkeit empfinden können. Das muss auch in den Institutionen ganz, ganz wichtig sein. Hier müssen Menschen arbeiten, denen man vertrauen kann, die verfügbar sind und Zeit haben, denen wir etwas

Foto: Fotolia

Eine fürsorgliche Gesellschaft wagen bedeuten. Wir müssen eine fürsorglichere Gesellschaft wagen. Unsere Prioritäten müssen neu justiert werden, davon hängt unsere Gesellschaft ab. ZaS: Statistisch sind Frauen weniger empfänglich für populistische Tendenzen und Autoritarismus. Nur 30 Prozent der AfD-Wähler waren weiblich. Wie kommt das? Renz-Polster: Mit Blick auf die Kindheit kann man sagen, dass Jungs generell strenger behandelt werden, sie werden eher körperlich gezüchtigt. Auch von ihrem Entwicklungsverlauf her sind sie eigentlich das aufwändigere Geschlecht. Jungs brauchen statistisch immer ein bisschen mehr Investition, um das gleiche zu erreichen wie bei Mädchen. Jungs brauchen immer ein bisschen mehr Beziehung, Nähe, Begleitung. Aber gleichzeitig wird von ihnen mehr Anpassung und das „seinen Mann stehen“ erwartet. Das passt alles überhaupt nicht zusammen. Da ist ein Geschlecht, das mehr Fürsorge, mehr Präsenz und mehr Feinfühligkeit braucht, und dann wird von denen erwartet, dass sie super nach Programm laufen. Daraus erkläre ich mir, dass sie tendenziell autoritärer denken, weil sie eben solche Erfahrungen machen. ZaS: Jetzt könnte ja aber jeder autoritär handelnde Mensch seine Kindheitserfahrungen als Entschuldigung vorbringen? Renz-Polster: So einfach ist es wirklich nicht, weil der Weg von der Kindheit ins Erwachsenenleben sehr komplex und vielschichtig ist. Da gibt es viele Abzweigungen auf diesem Weg, Beziehungsmodelle werden erfahren und überschrieben. Man muss es deshalb anders sagen: Wenn Kinder permanent tiefgreifend schlechte Erfahrungen machen, dann werden sie verletzlich gegenüber Verlockungen ideologischer und autoritärer Art. Umgekehrt ist eine gute Kindheit, bei der Kinder einen vertrauensvollen Blick auf die Welt und die Menschen entwickeln können, ein Schutzfaktor. So ein Kind kann aber trotzdem in schweres Fahrwasser kommen und seinen Rahmen verlieren, denn die Kindheit ist wirkmächtig, aber kein Schicksal. Interview: Barbara Breitsprecher ■ Herbert Renz-Polster, Erziehung prägt Gesinnung. Wie der weltweite Rechtsruck entstehen konnte – und wie wir ihn aufhalten können, Kösel Verlag München 2019, 20 Euro, ISBN: 978-3466-31116-3


HINTERGRUND

Samstag, 8. Juni 2019

POLITIK

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Der Trend, dein Freund, ist Grün GroKo-Diskussion. Nach dem emotionalen Komplettausstieg von Andrea Nahles aus allen SPD-Ämtern beschwören Union, AKK, Kanzlerin Merkel und die SPD-Vizes Stegner und Scholz das Verbleiben in der GroKo. Von Michael Zäh

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ier kommt die Preisfrage: Wieso herrscht plötzlich eine geradezu kuschelige Einigkeit in der Frage, die GroKo nicht vorzeitig zu beenden? Da sagt die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer: „Wir wollen dem Regierungsauftrag gerecht werden.“ Da sagt Kanzlerin Merkel: „Ich habe nicht den Eindruck, dass damit (mit dem neuen Übergangstrio bei der SPD nach dem Nahles-Rücktritt) ein Signal der Instabilität einher geht.“ Und da sagt der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner: „Wenn man sagt, wir gehen raus, weil wir zu schwach sind oder einfach keinen Bock mehr haben, wer soll uns dann eigentlich noch wählen? Dann hätten wir ja öffentlich erklärt, wir sind nicht mehr regierungsfähig - das kann es nicht sein.“ Tja, nach dem sogenanntem SPD-Beben, dem Hinschmiss von Andrea Nahles herrscht Vorsicht.

CSU-Chef Markus Söder war dabei noch derjenige, der die Dinge recht offensiv benannte: „Wir haben ein Interesse daran, diese Koalition fortzusetzen“, sagt der bayerische Ministerpräsident. Doch müsse die SPD ein „klares Signal“ geben, wie sie zur großen Koalition stehe. Denn die Koalition sei kein Selbstzweck, sie müsse eine „inhaltliche Erzählung“ haben. Das Motiv dürfe nicht sein: „Man regiert, weil man Angst hat, sich dem Wähler zu stellen“, so der CSU-Chef. Die Dinge liegen auf der Hand, bezüglich der jeweiligen Angst vor dem Wähler und dem, was daraus folgt. Für Kanzlerin Angela Merkel wäre das Zerbrechen der GroKo und folgende Neuwahlen natürlich das vorzeitige Ende ihrer Kanzlerschaft (da sie ja bei einer Wahl nicht mehr kandidieren würde). Ob sie das arg grämt, mag bezweifelt werden.

Aber natürlich hat Merkel nach all den Jahren als Kanzlerin schon auch ein Gespür dafür entwickelt, wann der richtige und wann der falsche Zeitpunkt dafür ist, sich dem Wähler zu stellen. Und dies wiederum betrifft ja hauptsächlich Annegret Kramp-Karrenbauer als die (mutmaßliche) Kanzler-Kandidatin der Union. Denn deren Umfragewerte waren zuletzt tief in den Keller gerauscht: 70 Prozent der Deutschen zweifelten an ihren Fähigkeiten zur Kanzlerin. Während sich Merkel auf ihrer Abschiedstour immer noch (oder schon wieder) allerhöchster Beliebtheit erfreut, gilt für die oft allzu forsche AKK dass Gegenteil. Deren Büttenreden, die stets von einer gewissen persönlichen Beleidigtheit zeugen (etwa in der Rezo-You-Tube-Sache), lassen an ihrer Souveränität zweifeln. Das ist

die eine Seite der Medaille. Die CDU sei geschlossen dazu bereit, weiter Verantwortung in der Regierung zu tragen, sagte also AKK (mit der seitenhiebverdächtigen Betonung auf „geschlossen“!). Und sie hoffe, „dass die Sozialdemokraten ihre Entscheidung so treffen, dass das auch in Zukunft möglich sein wird“. Quasi: Verantwortung schon mal auf den Chaos-Klub SPD schieben. Die andere Seite der Medaille ist aber inhaltlicher Natur. Und da helfen keine taktischen Finten. Was nämlich bei der GroKo-Diskussion gerne ein bisschen vergessen wird, ist die Tatsache, dass es ja gerade eben Wahlen gab und eben diese ja erst für die Kurzschlussreaktion von Andrea Nahles gesorgt haben. Doch bei diesen Europa-Wahlen kassierte ja nicht nur die SPD eine Niederlage, sondern auch die Union büßte kräftig Stimmen ein, und zwar

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bei der ersten Wahl, die AKK als CDU-Vorsitzende führte (und aus der sich Angela Merkel heraus hielt, nicht ganz ohne leise Rachegelüste). Es ist nicht ohne Komik, wenn Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz im ZDF sagte, die SPD könne durchaus wieder Wahlen gewinnen und den Kanzler stellen. „Ich glaube, die SPD hat unverändert die Chance, in Zeiten, in denen sich Dinge so schnell ändern, wie das gegenwärtig der Fall ist, auch als stärkste Partei aus einem Wahlkampf herauszugehen - und daraus einen Führungsanspruch für die Regierung abzuleiten.“ Und nun zur Antwort auf die Preisfrage: Nach dem Erfolg bei der Europawahl und nach einer „Forsa“ - Umfrage liegen die Grünen derzeit vor der Union und könnten eine Bundestagswahl gewinnen. Grün ist der Trend, mein Freund!

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FREIBURG

RECHT

Samstag, 8. Juni 2019

Ein bĂźrokratisches Monstrum?

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as neuste Urteil des europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Arbeitszeit vom 14.05.2019 (AZ: C-55/18) lässt die Arbeitgeber erschreckt zusammenzucken: Erwartet uns ein RĂźckschritt zur Ăœberwachung der Arbeitnehmer und ein enormes bĂźrokratisches Monstrum? Der EuGH hat entschieden, dass die Mitgliedstaaten die Arbeitgeber dazu verpflichten mĂźssen, ein System einzurichten, mit dem die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeiter gemessen werden kann. Die Mitgliedstaaten mĂźssen alle erforderlichen MaĂ&#x;nahmen treffen, dass den Arbeitnehmern die täglichen und wĂśchentlichen Mindestruhezeiten und die Obergrenze fĂźr die durchschnittliche wĂśchentliche Arbeitszeit der Arbeitszeitrichtlinie tatsächlich zugutekommen. Nur so kĂśnne der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer, der durch die EU-Grundrechtecharta und die Arbeitszeitrichtlinie gewährleistet wird, tatsächlich durch BehĂśrden und Gerichte kontrolliert werden. Diese Regelung gilt fĂźr alle Arbeitnehmer -also auch Teilzeitkräfte und Minijobber. HeiĂ&#x;t das nun fĂźr Arbeitgeber, dass wieder KontrollmaĂ&#x;nahmen eingefĂźhrt werden mĂźssen wie z.B. die

Die Rechtsprechung des EUGH: die RĂźckkehr zur Stechuhr? Von Rechtsanwalt Dr. Ulrich Hansen

ŠFoto: Reinhard Tiburzy, StockAdobe

Stechuhr? Was ist mit der -auch bei Arbeitnehmern sehr beliebteVertrauensarbeitszeit oder dem Homeoffice? Die Aufregung der Arbeitgeber ist groĂ&#x;, da viele wieder ein neues bĂźrokratisches Monstrum hinter der

Entscheidung des EuGHs sehen. Jedoch ist auch hier erst einmal Ruhe bewahren ratsam. Tatsächlich mßssen die Mitgliedstaaten erst einmal eine gesetzliche Regelung schaffen, die die Arbeitgeber zur Fßhrung von Zeiterfassungssystemen verpflichtet -das Urteil ist also nicht direkt fßr die Arbeitgeber bindend. Zudem war es bereits in der Vergangenheit so, dass schon -um zu

prĂźfen, ob kein VerstoĂ&#x; gegen das Arbeitszeitgesetz vorliegt- die Arbeitgeber, die Ăźber die reguläre Arbeitszeit hinausgehende Arbeitszeit -also Ăœberstunden und Mehrarbeit sowie Sonn- und Feiertagsarbeit-, erfassen mussten (§ 16 Abs. 2 S. 1 ArbZG). Dies kann der Arbeitgeber jedoch nur, wenn er die reguläre Arbeitszeit kannte und erfasst hat. Somit ist die die Erfassung der regulären Arbeitszeit -wie vom EuGH

verlangt- gar kein groĂ&#x;er Sprung mehr. Auch bei Homeoffice, Vertrauensarbeitszeit oder Gleitzeitregelungen war also der Arbeitgeber in der Vergangenheit in der Pflicht, die Ăźber die werktägliche Arbeitszeit hinausgehende tägliche Arbeitszeit aufzuzeichnen und die Aufzeichnungen fĂźr zwei Jahre aufzubewahren. Im Ăœbrigen gibt es bereits im Bereich der Tätigkeit im Mindestlohnsektor schon eine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Aufzeichnung der Arbeitszeit (§ 17 MiLoG). Der Arbeitgeber musste also schon in der Vergangenheit organisatorische MaĂ&#x;nahmen ergreifen, um dieser Pflicht nachzukommen. Soweit er den Mitarbeitern eine Anweisung gab, dass diese die Arbeitszeit erfassen sollten, musste er sicherstellen, dass diese seinen Anweisungen auch nachgekommen sind. Nunmehr kĂśnnen die Arbeitgeber sich darauf einstellen, dass sie zukĂźnftig die gesamte Arbeitszeit vollständig dokumentieren mĂźssen. Es bleibt daher abzuwarten, wie der deutsche Gesetzgeber die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung gestalten wird. â– Dr. Ulrich Hansen, Fachanwalt fĂźr Arbeitsrecht, Einhaus & Partner, Kanzlei Freiburg, GĂźterhallenstraĂ&#x;e 4, 79106 Freiburg, Tel. 0761 88157270, www.einhauslaw.de Anzeige

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it dem Alter verändert sich auch der KĂśrper und stellt damit viele neue Anforderungen an eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Häufig lässt das Durstempfinden nach und auch das Geschmacks- und Geruchsempfinden nimmt ab. Das Kauen und Schlucken kann beeinträchtigt sein. Diese kĂśrperlichen Veränderungen beim Ă&#x201E;lterwerden und eventueller Bewegungsmangel bewirken, dass der Energiebedarf sinkt. Was sich jedoch nicht verändert, ist der Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen wie Vitaminen oder Mineralstoffen. â&#x20AC;&#x17E;Auch im Alter benĂśtigen Senioren genauso viele Nährstoffe wie in jĂźngeren Jahrenâ&#x20AC;&#x153;, erklärt Dr. Doris Becker, Leiterin der Ernährungswissenschaft und -beratung bei apetito. â&#x20AC;&#x17E;Deshalb sollte das täg-

liche Essen zwar weniger Energie â&#x20AC;&#x201C; also Kalorien â&#x20AC;&#x201C; haben, aber trotzdem viele lebensnotwendige Nährstoffe enthalten.â&#x20AC;&#x153;

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STADT

Samstag, 8. Juni 2019

FREIBURG

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Höher hinaus Mehr Wohnungen durch Dachaufstockungen: Eine Analyse soll zeigen, welche Möglichkeiten der Dachausbau bietet. Von Barbara Breitsprecher

Gastfamilien gesucht! Das Badische Rote Kreuz sucht Gastfamilien/Einzelpersonen mit ÖPNV-Anbindung nach Freiburg, March, Gundelfingen, Denzlingen, Bremgarten, Tiengen, Waldkirch, die ab September 2019 Freiwillige aus Lateinamerika für 1 Jahr (mind. 3 Monate) bei sich aufnehmen möchten.

Ihr Kontakt zu uns: natascha.rueb@drk-baden.de

Die 30 jungen Menschen (18.-29J.) aus Mexiko und Chile leisten über das weltwärts-Programm ihren Freiwilligendienst in sozialen Einrichtungen. Sie studieren oder arbeiten momentan in ihren Heimatländern und engagieren sich nebenbei beim Roten Kreuz oder anderen Organisationen. Die Gastfamilien erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung.

Natascha Rüb: 0761 / 883 36-257

IMPRESSUM Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet

©Foto: Wellnhofer Designs Stock Adobe

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ie Stadt Freiburg lässt derzeit eine Analyse erstellen, die zeigen soll wie viele Wohnungen durch Dachausbau und Dachaufstockung entstehen könnten. Diese sogenannte Potenzialanalyse wird gefördert durch das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. In Frankfurt entstehen Hunderte Wohnungen durch Aufstockung und Dachausbau. Dreistöckige Mehrfamilienhäuser aus den 1950er-Jahren werden durch modulare Holzbauweise um zwei Stockwerke erhöht. Geplant ist hier auch eine neue Satzung, nach der Eigentümer, die in kleinem Umfang Wohngebäude nach oben hin erweitern wollen, keine Stellplätze mehr nachweisen müssen. Auch die Stadt Düsseldorf denkt über eine Nachverdichtung von Wohngebieten durch das Ausbauen und Aufstocken von Dächern nach. Auch hier soll zunächst eine Karte erstellt werden, auf der dann Häuser mit günstigen Voraussetzungen für Aufstockungen ausgewiesen sind.

Auch für Freiburg sollen also nun die Möglichkeiten von Dachausbauten und -aufstockungen untersucht werden. Faktoren wie Eigentümerstruktur, baurechtliche Möglichkeiten, Kosten und Stadtbild sollen für beispielhafte Gebäude betrachtet werden. Im Fokus stehen dabei drei Haustypen, die besonders geeignet scheinen: zeilenähnliche Geschosswohnungsbauten, Blockrandbebauung und Sonderbauten wie Supermärkte oder Parkhäuser. Ziel ist es, zusätzliche Wohnungen zu schaffen. Es geht also nicht um mehr Wohnfläche für bestehende Wohnungen. Die Studie, die von der Arbeitsgemeinschaft MESS Stadtplaner und Bayer|Uhrig Architekten aus Kaiserslautern erarbeitet wird, soll zeigen, wie viele neue Wohnungen, vor allem preiswerte Mietwohnungen, durch Dachausbauten und -aufstockungen kurz-,

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mittel- und langfristig in Freiburg realisierbar sind. Baubürgermeister Martin Haag will durch diese Potenzialanalyse, mit der eine Arbeitsgemeinschaft aus Stadtplanerinnen und –planern, sowie Architektinnen und Architekten beauftragt wurde, die Diskussion über zusätzlichen Wohnraum durch Dachausbau und -aufstockung versachlichen. Ergebnisse werden für Winter 2019/2020 erwartet. Sie sollen dann auch in den Flächennutzungsplan eingehen – allerdings erst für 2040. Im Anschluss sollen weitere mögliche Projektentwicklungen angestoßen werden. Private Eigentümerinnen und Eigentümer sollen Mithilfe des Innenentwicklungsmanagements - einem weiteren Förderprojekt – motiviert werden, ihre Möglichkeiten zum Dachausbau oder zur Aufstockung ihrer Gebäude zu nutzen. Im kommenden Herbst will die Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger über erste Zwischenergebnisse informieren. Eine öffentliche Dialogveranstaltung ist dann zum Abschluss ebenfalls vorgesehen.

Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, redaktion@zas-freiburg.de

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Schafe für den Schlossberg

Südsee-Sehnsucht Autofahrer gegen junge Radler jetzt hier stillen

Ab 11. Juni werden auf dem Schlossberg 30 Schafe grasen. Ziel ist es, die schwer zu bewirtschaftenden offenen Wiesen und Weiden auf dem Schlossberg ökologisch aufzuwerten und offen zu erhalten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Schlossberg als Park angelegt, damals gab es viel weniger Wald auf dem Schlossberg. Im Laufe der Jahre wurden die schwer zu bewirtschaftenden, steilen Lagen die offenen Wiesenflächen zurückgedrängt. Nun drohen die letzten Wiesen und Weiden auf dem Schlossberg ebenfalls zu verbuschen. Das will die Stadt verhindern.

Die Südsee ist das Thema sowohl im Planetarium wie auch im Museum Natur und Mensch. Ab 8. Juni kann im Museum in der Gerberau 32 das Leben der Menschen Ozeaniens und das fragile Ökosystem dieser Region unter dem Titel „Südsee – Traum und Wirklichkeit“ entdeckt werden, mit ethnologischen Objekten sowie Sammlerbiografien und historischen Fotografien. Die interdisziplinäre Schau ist bis zum 2. Februar 2020 zu sehen. Am 13. Juni um19.30 Uhr bietet außerdem das Planetarium Freiburg, Bismarckallee 7g, einen Höhenflug über den für uns sonst nicht sichtbaren Sternenhimmel Ozeaniens.

Am 3. Juni gegen 13 Uhr fuhren zwei Jugendliche mit ihren Fahrrädern auf der Kronenstraße in Richtung Basler Straße. Kurz nach der Einmündung Rehlingstraße stellte ein BMW-Fahrer sein Auto plötzlich quer über Fahrbahn und Radweg. Die Radfahrer mussten bremsen, der Autofahrer lief schreiend auf sie zu und stieß einen von ihnen gegen die Brust, so dass der Junge zunächst gegen einen geparktes weiteres Auto und dann mit seinem Rad auf die Straße fiel. Als Passanten dazwischen gingen, fuhr der Mann davon. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Freiburg-Süd unter Tel. 0761/8824421 zu melden.

Philharmonisches Orchester Freiburg Dirigent: Fabrice Bollon

Mittwoch, 24. Juli Schlager-Gala mit Semino Rossi & Reiner Kirsten Donnerstag, 25. Juli Manfred Mann´s Earth Band

Freitag, 26. Juli Klaus Doldinger´s Passport feat. Joo Kraus

Freitag, 2. August Veranstalter: Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen


GÜLTIG BIS 30/06/2019

*nur gültig in Verbindung mit einer Anmeldung zur Mitgliedschaft mit 24 Monaten Laufzeit, einer jährlichen Servicepauschale in Höhe von 26,90 € und einer einmaligen Startgebühr von 29,90 €.


Fotos: Witters

Samstag, 8. Juni 2019

Das „Anforderungspotenzial“! EM-Qualifikation. Bei den Partien in Weißrussland und gegen Estland steht Marcus Sorg für seinen noch zur Schonung verpflichteten Chef Joachim Löw an der Seitenlinie. Man sei telefonisch in Kontakt. Von Michael Zäh

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hne Joachim Löw geht es in die EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (Samstag, 8. Juni, 20.45 Uhr) und drei Tage später gegen Estland in Mainz (Dienstag, 11. Juni, 20.45 Uhr). Weil sich der Bundestrainer mehrere Tage in der Freiburger Uni-Klinik wegen einer Aterienquetschung (ihm sei eine Hantel auf die Brust gefallen, hieß es) behandeln lassen musste und die Ärzte ihm auch nach seiner Entlassung aus der Klinik noch zur Schonung rieten, übernimmt also Marcus Sorg vorübergehend das Kommando. Typisch Sorg ist dabei aber auch, dass er gleich betonte, dass trotz seiner Abwesenheit Löw immer das letzte Wort habe, über Telefon und so. Sitzt der Bundestrainer in Freiburg vor dem Fernseher und ruft Sorg dann an, wann der wen aus- und einwechseln soll? Marcus Sorg ist keiner, der sich gerne in den Vordergrund spielt. Als er in Freiburg ein unglückliches halbes Jahr der Cheftrainer war, fiel diese Zurück-

haltung ebenfalls auf (im Jahr 2011 als Nachfolger von Robin Dutt und dann vor der Winterpause von Christian Streich beerbt). Seit 2013 ist Sorg bereits in Diensten des DFB und seit März 2016 Mitglied des Trainerteams der Nationalmannschaft, wo er oft der stille Beobachter in luftiger Höhe war, also von der Tribüne aus die Dinge verfolgte. Als nach dem WM-Debakel in Russland ein Co-Trainer gehen musste, war das Thomas Schneider und nicht Marcus Sorg, der offenbar mutig die richtigen Dinge angemahnt hatte. DFB-Manager Oliver Bierhoff stärkte dem LöwVertreter den Rücken: „Unser klares Ziel ist es, den positiven Trend, den wir mit dem Holland-Spiel eingeleitet haben, fortzusetzen und die Entwicklung der Mannschaft weiter voranzutreiben. Und dazu haben wir mit Marcus Sorg einen Vollblut-Trainer hier. Er kennt zum Beispiel auch viele Spieler noch aus dem Jugendbereich.“ Sorg verfüge über „viel-

Führungskraft: Leon Goretzka soll für Tempo aus dem Mittelfeld sorgen. Vorne rennt Leroy Sané (links) allen davon

fältige Erfahrung“, sei einer, der „gerne Entscheidungen trifft“ und den „Mut zu klaren Vorstellungen“ habe, so Bierhoff. Der Betroffene selbst machte sich auch Mut: „Ich fühle mich sicher und wohl. Ich bin seit 20 Jahren hauptberuflich Trainer. Ich bin es gewohnt, vor einer Gruppe zu sprechen und Entscheidungen zu treffen“, sagte Sorg. Er sei zuversichtlich, dass er die Aufgabe „zur maximalen Zufriedenheit des Bundestrainers erfüllen“ könne. Na holla, ganz Fußballdeutschland schaut auch noch zu. Noch sind die WM-Wunden nicht verheilt. „Wir wollen mit neun Punkten in die Pause gehen, dass wir im besten Fall die Gruppe anführen können. Wir wollen unser Spiel durchdrücken – und wir arbeiten speziell daran, dass die Spieler nach der kurzen Pause schnell wieder Fokus kriegen. Wir wollen in Weißrussland von Beginn an da sein“, so Marcus Sorg. Das sei „das Anforderungspotenzial eines Nationalspielers“ nach Ende einer langen Saison und Kurzurlaub da zu sein.


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CHAMPIONS-LEAGUE

FUSSBALL

Samstag, 8.

Mit Goldmedaille in den Urlaub Triumph von Jürgen Klopp. Mit Liverpool gewinnt er die Champions-League. Nur Mainz war besser. Von Michael Zäh

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ein, Jürgen Klopp hat im Moment des Triumphes nicht die kleinste Säge ausgepackt und er hat auch nicht virtuelle Gegner mit lauter monstermäßigen Boxhieben zu Boden gestreckt. Er war recht still, ein bisschen tiefenentspannt, auch ein bisschen ratlos vielleicht, weil er womöglich im Geiste schon wieder darauf eingestellt war, erneut erklären zu müssen, weshalb er und sein Team auch das Champions-League- Finale 2019 leider verloren haben. Schon wieder. Er kenne diese Situation ja, sagte er später, dass er als erster von zwei Trainern befragt würde, nämlich als derjenige, der das Spiel verloren habe. Nur dass es dieses Mal anders war, in Madrid gegen Tottenham Hotspurs. Denn Klopp holte mit Liverpool den Titel, also die europäische Krone schlechthin. Anders war auch, dass Klopps Liverpool unterirdisch schlecht gekickt hatte, anstatt als das klar bessere Team zu verlieren. Verkehrte Welt sozusagen, weshalb Klopp dann schwer in sich gekehrt war. Man muss aber wohl nicht daran erinnern, dass Liverpool im Wettbewerb zuerst die Bayern vernascht hat und dann das Wunder vollbrachte, nach dem 0:3 gegen Barcelona im Camp Nou noch mit unfassbarer Verve und mit einem 4:0 an der Anfield Road ins Finale zu kommen. Nimmt man noch die äußerst unglückliche (zwei Karius-Blackouts) sowie umstrittene (Ramos-Foul an Mo Salah) Finalniederlage der Vorsaison gegen Real Madrid dazu, kann man sagen: Verdienter geht nimmer.

Das Statetment von Jürgen Klopp, dem Vollgasfußballfanatiker, dem nachgesagt wurde, dass er damit halt doch immer nur zweiter Sieger wurde, war dann familiär: „Wir haben es lange genug versucht. Ich bin super glücklich und stolz, dass es heute geklappt hat. Ich freue mich für meine Familie. (...) Dieses Jahr fahren wir mit der Goldmedaille in Urlaub. Das werden wir genießen. Wenn wir verloren haben, hat meine Familie immer mehr gelitten als ich. Ich bin froh, dass ich meiner Frau die Goldmedaille heute schenken kann.“ Seine Mannschaft nannte er dabei „eine außergewöhnliche, eine erwachsene Truppe.“ Daher sei auch erwähnt, was Liverpool in dieses Team investiert hat, Klopps Wunschzettel entsprechend: Virgil van Dijk für 84,65 Millionen, Torhüter Alisson für 62,50 Millionen, Naby Keïta für 60 Millionen, Fabinho für 45 Millionen, Mohamed Salah für 42 Millionen, Sadio Mané für 41,2 Millionen, Alex Oxlade-Chamberlain für 38 Millionen, Georginio Wijnaldum für 27,5 Millionen oder auch Xherdan Shaqiri für 14,7 Millionen, um jetzt echt nur die Schwergewichte der letzten beiden Jahre zu nennen. Das mindert nicht Klopps Erfolg bei Liverpool. Er hat aber auch nicht Unrecht, wenn er darauf hinweist, dass seine größte Tat der Aufstieg mit Mainz war, quasi ohne Geld, damals noch eher unerwachsen.

Hoch das Ding: Mo Salah und Co. nach dem Champions-League-Titelgewinn in Madrid


Samstag, 8. Juni 2019

. Juni 2019

CHAMPIONS-LEAGUE

FUSSBALL

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8. Juni 2019

Samstag, 8. Juni 2019

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Fotos: Witters

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MEDIZIN

Samstag, 8. Juni 2019

Der biologische Sinn der Wirbelsäule Wofür ist die Bandscheibe gut? Das Wirbeltier, also auch der Mensch, besteht in seinem Bewegungsapparat eigentlich aus zwei Körpern: einem linken und einem rechten Körper. Von Walter Packi, Begründer der Medizin nach der Biokinematik

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Walter Packi, von vielen seiner Patienten gesucht, praktiziert in der Ziegelhofstraße 220 b in Freiburg. Nicht mehr in Bad Krozingen

sonst keine Verbindung von links nach rechts. Und trotzdem arbeiten diese Körper gemeinsam wie ein einziger Körper. Das funktioniert dadurch, daß beiden Körpern eine gemeinsame Steuerung, das Gehirn, aufgesetzt ist und daß es eben Bandscheiben gibt. Wenn der Hund mit seinem Schwanz wedelt, oder wenn der Fisch sich auf eine Seite krümmen will, dann braucht er hierzu einen

stabilen Mittelpunkt um den herum er drehen kann. Denn nach einer Hin-Bewegung muß auch die Rückbewegung zustandekommen. Wenn zwei oder mehr Segmente sich auf einer Seite zusammenziehen, dann muß die andere Seite dieser Segmente nachgeben. Der Mittelpunkt, um den herum sich diese Segmente bewegen, das ist die Bandscheibe. Ohne Bandscheibe ist keine Rechts-Links-Bewegung möglich.

Ohne Bandscheibe kann kein Hund mit seinem Schwanz wedeln. Verliert die Wirbelsäule ihre Beweglichkeit, weil z.B. einige Bandscheiben hart geworden sind, womöglich durch Stahl ersetzt wurden oder die bewegende Muskulatur im Streik liegt, dann geht damit die Fähigkeit zum Aufrichten und zum zweibeinigen Gang verloren. Der Betroffene merkt dies an charakteristischen Schmerzen, denjenigen

diversen Schmerzen eben, die mehr oder weniger mit diesen Bandscheibenbewegungen zu tun haben. Es ist jedoch nicht die Bandscheibe, die die Schmerzen macht, sondern die pathologische Bewegung in der Nachbarschaft dieser Bandscheibe. Wer die Bandscheibe operiert, statt die Bewegung zu richten, der hat den biologischen Sinn der Wirbelsäule nicht verstanden. Eine schmerzbezogene Therapie, die die bereits bestehende schlechte Situation durch noch mehr Versteifung beheben will, macht alles nur noch schlimmer. Nur die Steigerung oder Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit kann als Therapie bezeichnet werden. ■ Walter Packi, Begründer der Medizin nach der Biokinamatik, Facharzt für Allgemeinmedizin. Ziegelhofstraße 220 b in 79110 Freiburg-Lehen. Mail: packichristine@gmx.de Fax.: +49 761-89 76 76 33 Tel. +49 761-89 76 76 32.

Weniger ist besser! Aktionswoche Alkohol: Ameos Klinikum Kaiserstuhl veranstaltet Fachevent

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eutschlandweit gibt es etwa 1,8 Millionen Menschen, die an einer Alkoholabhängigkeit leiden. Rund 7,3 Millionen Menschen trinken regelmäßig zu viel Alkohol – und riskieren damit schwerwiegende Begleiterkrankungen. Die jährlich stattfindende Aktionswoche Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) will nachdenklich machen: Vom 18. bis 26. Mai informierten tausende Veranstalter bundesweit über die Risiken durch Alkohol.

Um die Aktionswoche Alkohol zu unterstützen und den Experten in Südbaden neueste Behandlungsansätze zu vermitteln, veranstaltete das AMEOS Klinikum Kaiserstuhl das Fachevent „Suchtmedizinische Update“ für Ärzte, Suchtberater, Sozialdienste, Psychotherapeuten und Suchtbeauftragte von Betrieben im Novotel Freiburg. Dr. Sonner, Oberarzt der Klinik für Suchtmedizin des AMEOS Klinikums Kaiserstuhl, referierte über mehrfach erkrankte Patienten mit psychiatrischen und internistischen Begleiterkrankungen. Für welche Patienten und in welcher Situation ist kontrollierter beziehungsweise reduzierter Alkoholkonsum ein Ziel? Diese

Foto: ma, stockadobe

Das Wirbeltier, also auch der Mensch, besteht in seinem Bewegungsapparat eigentlich aus zwei Körpern; aus einem linken Körper und aus einem rechten Körper. Der linke Körper ist zum rechten Körper spiegelsymmetrisch gleichartig gebaut. In der Mitte sind diese beiden Körper zusammengewachsen. Die Symmetrieebene geht mitten durch die Wirbelsäule. Zwischen diesen beiden Körpern gibt es keine einzige muskuläre Querverbindung, keine nervöse Querverbindung und auch

©Foto: Michael Zäh

unächst ein Hinweis für und an meine Patienten/ innen: Entgegen anderslautender Aussagen und Meldungen der Klinik für Biokinematik möchte ich Sie darüber informieren, dass ich keineswegs meinen Ruhestand vorbereite. Seit Juni 2018 praktiziere ich ausschließlich in Freiburg (privatärztlich, wobei ich auch Kassenpatienten behandle und diese ebenso willkommen sind) und entwickele die Biokinematik stetig weiter. Heute nun zum Thema: Bandscheibe.

differenzierte Frage beantwortete Dr. Friedemann Hagenbuch, Chefarzt der Klinik für Suchtmedizin aus dem Zentrum für Psychiatrie Emmendingen. Der dritte Referent, Dr. Jähne, Ärztlicher Direktor, Rhein-Jura Klinik, Bad Säckingen und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Motivierende Gesprächsführung e.V., gab anhand seines Vortrages und Videotutorials Einblicke in die sogenannte Motivational Interviewing-Methode, um Suchtkranke gezielt ansprechen und zu einer Verhaltensände-

rung motivieren zu können. Neben der Behandlung von Alkoholabhängigen bietet das AMEOS Klinikum Kaiserstuhl, gemeinsam mit weiteren Experten, eine umfassende Informationsplattform rund um das Thema Abhängigkeit im Internet an. ■ Weitere Informationen: Auf www.kompetenznetz-suchthilfe.de finden Betroffenen, Angehörigen und Experten Projektbeiträge, Hilfsangebote, Interviews und einen Selbsttest.


GESUNDHEIT

Samstag, 8. Juni 2019

KOMPETENZEN

IN MEDIZIN

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Fit in den Sommer starten Experten-Tipps für gesunden Outdoor-Spaß: Dr. Martin Rinio von der Gelenk-Klinik gibt Ratschläge

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er Zugang zur Seele, die Kontrolle über die Gefühle und die Wiedergewinnung von Handlungsfähigkeit sind entscheidend, um neue Lebensperspektiven zu finden; gefragt sind traumaspezifische Diagnose- und Therapieansätze. Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen wendet wirksame und schonende Verfahren zur Traumatherapie an: Es geht darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu bearbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird. Das mehrstufige Behandlungskonzept beinhaltet Einzeltherapie, Körperpsychotherapie, Stabilisierungsgruppen, Gestaltungs-, Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie sowie verschiedenen Entspannungsverfahren.

Eiskalte Getränke lassen uns nur noch mehr schwitzen. Am besten vor dem Start ein Glas natriumreiches Mineralwasser trinken. Bewahren Sie stets einen kühlen Kopf: Was gibt es Schöneres als Jogging oder Nordic-Walking bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein? Die UV-Strahlung kurbelt die Vitamin D-Produktion an, was unserer Seele zugute kommt und die Knochen stärkt. Doch wer in der glühenden Mittagssonne trainiert, der riskiert Sonnenbrand, Kreislaufprobleme oder

Dr. Martin Rinio

rechts nach links bewegen (am besten zehnmal). Das entkrampft die Rückenmuskulatur und macht sie geschmeidig. Nicht gleich von Null auf Hundert: Auch im Sommer am besten langsam auf Touren kommen. „Intensive Aufwärmphasen und Gymnastikübungen reduzieren wesentlich das Risiko von Zerrungen oder Verletzungen“, betont Dr. Martin Rinio. An heißen Tagen nicht so lange Sport treiben und immer mal eine Verschnaufpause einlegen. „Und bei Temperaturen über 25 Grad sportliche Aktivitäten bremsen“, warnt der Orthopäde und Sportmediziner. Denn: Mit der Außentemperatur steigt auch die körperliche Belastung. Tanken Sie regelmäßig auf: Ob beim Joggen oder Laufen, spätestens nach einer Stunde sollten Sie Ihrem Körper eine Erfrischung gönnen. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, immer eine Wasserflasche mitnehmen. Ist das kühle Nass durch die Hitze warm geworden, so schadet das übrigens nicht dem Abkühleffekt. Im Gegenteil:

Foto: © Gelenkklinik

Steigen die Temperaturen, so zieht es immer mehr Fitnessbegeisterte ins Freie. „Doch trotz aller Euphorie sollte man nicht sofort durchstarten, sondern es besser langsam und gesund angehen“, rät Dr. Martin Rinio, ärztlicher Direktor der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Hier einige der besten Experten-Tipps für einen ungetrübten Outdoor-Spaß an schönen Tagen. Tauchen Sie öfter ab: Im Freibad oder Badesee unbeschwert seine Bahnen zu ziehen, trainiert nicht nur Herz und Kreislauf. Auch die Muskulatur wird gestärkt. Besonders vorteilhaft: Das schwerelose Gleiten schont die Gelenke. Plagen Nackenschmerzen, ist Rückenschwimmen die gesündere Variante. Klasse ist auch Aqua-Gymnastik. „Das Fitness-Training im Wasser sorgt nicht nur für eine bessere Durchblutung unseres Gewebes. Auch die Fettverbrennung wird regelrecht angefacht, die Wirbelsäule entlastet“, betont Dr. Martin Rinio. Treten Sie regelmäßig in die Pedale: Steigen die Temperaturen, so empfehlen sich insbesondere Joggen, Walken oder Radfahren - also jene Sportarten, die den Körper gleichmäßig belasten. „Eine tägliche Runde auf dem Drahtesel hält fit und schont dabei die Gelenke“, so Dr. Martin Rinio. Achten sollten Sie stets auf die richtige Position von Sitz und Lenker. Sinnvoll sind Dehnübungen vor jeder Fahrradtour. Ein guter Tipp: Zunächst langsam vor- und zurückbeugen. Dann beide Handgelenke umfassen, auf Brusthöhe heben und möglichst weit von

Fotos: mmphoto, stock adobe

ie schönste Jahreszeit bringt selbst Sportmuffel in Schwung. Damit der Fitness-Spaß an der frischen Luft ohne gesundheitliche Schattenseiten abläuft, sollten Sie gut vorsorgen.

einen Hitzeschlag. Deshalb das Fitness-Training im Freien besser auf die frühen Morgenstunden oder den Abend verlegen. Möglichst immer eine Kappe tragen und die Haut ausreichend schützen. Niemals mit nacktem Oberkörper laufen. Atmen Sie durch: Bei sommerlichen Outdoor-Aktivitäten sollten Sie locker anliegende, atmungsaktive Kleidung tragen. Diese sorgt dafür, dass ausreichend Luft an die Haut gelangt und fördert den Abkühleffekt. Empfehlenswert sind helle Shirts mit integriertem UV-Schutz. Wellness-Parcours für Füße und Gelenke: Barfuß durch das feuchte Sommergras zu streifen oder an Strand oder Dünen entlang zu laufen ist nicht nur für die Füße Erholung pur. Schon Gesundheitspfarrer Sebastian Kneipp wusste um die wohltuende Wirkung für Kreislauf und Abhärtungseffekte. Erwiesen ist zudem: Regelmäßiges Laufen mit nackten Füßen fördert die gesunde Zehenstellung und kann somit Schäden wie Senk- und Spreizfüße

Emotionale Wunden heilen Hilfe bei traumatischen Erlebnissen: Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen wendet verschiedene Therapien an, um die Stresserlebnisse zu bewältigen Zu den Schwerpunkten der speziell für traumatisierte Frauen konzipierten Stabilisierungsgruppe gehört zunächst, dass die posttraumatischen Stresssymptome als normale Reaktionen auf ein abnormales Erlebnis verstanden werden und dann Fähigkeiten zur Ressourcenaktivierung, Bewältigungsstrategien und zum Umgang mit inneren Anspannungen entwickelt werden. Stressreaktionen sind ein genetisch verankertes, überlebensnotwendiges und automatisiertes Reak-

tions- und Verhaltensprogramm auf gefährlich wahrgenommene Umwelteinflüsse. Stress signalisiert Alarm, Kampf oder Weglaufen. Zum Problem wird Stress dann, wenn er kein Ventil für eine aktive Auswegreaktion findet und/oder chronisch wird. Wesentlich für die Entstehung eines stressinduzierten Traumas ist, dass die psychische Anspannung des Betroffenen nicht nach Stunden oder Tagen nachlässtund die Person keine Möglichkeit findet, das Erlebte psychisch zu

korrigieren bzw. verhindern. Und auch auf die Bandscheiben wirkt die „Freiluft-Bewegung“ wohltuend: Erschütterungen und Stöße werden gedämpft, Blockaden der Wirbelgelenke lösen sich auf. Bleiben Sie cool: Ist der Körper nach dem Training richtig schön aufgeheizt, so ist eine kalte Dusche verlockend. Um das Risiko von Herzrhythmusstörungen auszuschließen besser lauwarm duschen sobald nach zehn, 15 Minuten die Nachschwitzphase vorbei ist. Erste Hilfe für kranke Füße: Erfordern Fußerkrankungen wie Hallux valgus, Hammerzeh oder Fersensporn eine Operation, so ist jetzt die beste Zeit dafür. Denn offene Schuhe bieten selbst dicken Verbänden Platz, was dem Heilungsprozess zugute kommt. Das tut dem Rücken gut: Ist keine Zeit für ein Training im Freien, so können auch Fitnessübungen zuhause Rücken und Gelenke stärken. So verbessert der „Katzenbuckel“ beispielsweise die Wirbelsäulenbeweglichkeit. Ausgangsposition dieser Übung ist der Vierfüßlerstand. Die Wirbelsäule wird nach oben gebeugt. Der Rücken ist gerade und der Blick nach unten gerichtet. Nun machen Sie den Rücken so rund wie möglich und lassen Sie den Kopf dabei locker hängen. Wiederholen Sie diese Übung zehn Mal. Achten Sie bitte darauf, dass Sie dabei nicht viel Kraft aufwenden und die Bewegungen gleichmäßig durchgeführt werden. ■ Orthopädische Praxis und Gelenk-Klinik, Zentrum für Arthrosetherapie und Endoprothetik, Tel: 0761/55 77 58 0 Alte Bundesstrasse 58 79194 Gundelfingen patienten@gelenk-klinik.de

verarbeiten. Das Erlebnis kann dann nicht in die Erfahrungswelt integriert werden. Mitunter gerät es irgendwann aus dem Blick und ins Unterbewusste. Von dort kann es dann durch unterschiedlichste Auslöser (Trigger) plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden: aus einem alten unverarbeiteten Stresserlebnis entsteht ein Krankheitserleben. Dies kann über alle Sinnesorgane völlig unwillkürlich geschehen. Mit dem Gefühl, als ob alles „jetzt“ (wieder) passierte manifestiert sich mit zeitlichem Verzug die Posttraumatische Belastungsstörung in Stressreaktionen wie beim Erleben des lange zurückliegenden Traumas selbst. ■ www.sigma-zentrum.de


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LEBEN

TIPPS

Samstag, 8. Juni 2019

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stag, 8. Juni 2019 Konzert

am 8. Juni 2019

Jazziges Vater und Sohn Projekt

Lesung

KONZERT

Comic-Abenteuer aus Frankreich

Samstag, 8. Juni 2019

Der Reiz dieses Vater–Sohn Projekts besteht in ihrer Mischung von erfahrenen Musikern und jungen Talenten. Sie stellen in Freiburg beim Jazzkongress ihre aktuelle CD

Bei der Familienlesung wird die Autorin im Centre Culturel Français Freiburg erzählen, wie ihr Comic „Die Abenteuer von Kazh – Meine deutsch- französische Familie „ent-

„Favorite Songs“ vor. Die Spielfreude von Nachwuchssaxophonist Ruben Kilchling und Simon Altmeier an der Trompete werden der groovenden Energie der erfahrenen Rhythmusgruppe um Rolf Kilchling (dr) und Nico de Haen (p) herum sowie vom jungen Bassisten Christian Armin getragen.

standen ist, daraus vorlesen und natürlich die Bilder zeigen und sogar selbst zeichnen. In einem Workshop (ab 7 Jahre) wird sie zudem Schritt für Schritt demonstrieren, wie aus wenigen Strichen ihre Hauptfigur Kazh gezeichnet werden kann. Zum Abschluss signiert Aurélie ihre Comics.

■ Jazzkongress: Kilchling & Kilchling, 8. Juli, 20.30 Uhr, Gaststätte Schützen beim alten Messplatz, Eintritt: 15/12 Euro

Minimal Music: Auf diese Musik lassen sich auch Zuhörer, die ansonsten selten Konzerte mit klassischer Musik besuchen, bedingungslos ein. Der internationale Durchbruch gelang Steve Reich 1976 mit der Uraufführung seiner Music for 18 Musicians, liebevoll 18! abgekürzt. Als 18! auf Schallplatte herauskam, brach sie in kürzester Zeit alle Verkaufsrekorde. Die Black Forest Percussion Group und die Holst-Sinfonietta bündeln ihre Kräfte, um18! in Freiburg und Basel aufzuführen, mit vier Klavieren, vier Frauenstimmen,

einer Wagenladung Marimbas, Xylophonen und einem Vibraphon, die von bis zu sieben Schlagzeugern bedient werden. Parallel ist die Ausstellung „Morphogen“ der Basler Künstlerin Susanne Hartmann zu sehen, die verschiedene Aspekte der Partitur des Stücks thematisiert und Steve Reichs Werk auf mehreren Ebenen erfahrbar macht. ■ Steve Reich: Music for 18 Musicians, 22./23. Juni, jew. 20 h, E-Werk Freiburg, Eschholzstr. 77, Werkeinführung jew. 19 h, Eintritt: 20/12 Euro

■ Lesung und Workshop Aurélie Guetz, 29. Juni, 11 – 13 Uhr, Centre Culturel Français, Münsterplatz im Kornhaus

Ausstellung

Vortrag

Unterwegs auf Chinas Straßen

Aktiv gegen die Tigermücke

des Freiburger Konfuzius Instituts zu sehen. Die schwarz-weiß Fotografien spiegeln Alltagsszenen aus China wider. „Ich kenne die Sprache und habe die Geschichte und Kultur gelernt, seit ich ein Kind war. Doch trotz der Tatsache, dass ich in Hong Kong aufgewachsen bin, fühle ich mich in vielen Orten Chinas fremd. Ich bin an all diesen chinesischen Orten sowohl zu Hause als auch nicht zu Hause“, so der Fotograf Cheung Chan-Fei selbst. Die Fotos repräsentieren diese Vertrautheit und Fremdheit. ■ „Nähe und Distanz - Unterwegs auf Chinas Straßen“, Fotoausstellung, Konfuzius Institut Freiburg, Turmstr. 24, ab 11. Juni, mo bis do, 14 -17 Uhr, Eintritt frei

Farbenspiel Konzert mit Hélène Grimaud: Die französische Pianistin tritt Werken von Schumann, Chopin und Debussy sowie Satie und Silvestrov in Baden-Baden auf Die französische Pipins und Claude Deanistin Hélène Gribussys treffen dabei auf Kompositionen maud ist eine Expervon Erik Satie und tin für Klangfarben, Valentin Silvestrov – die sie wie mit feinem letzteren bezeichnete Pinsel während eines Arvo Pärt als „einen Konzerts vorsichtig der größten Kompoauf imaginärer Leinwand aufträgt. Ihr nisten unserer Zeit“. Zwei von Silvestrovs raffiniert-vielfarbiges Bagatellen hat HélèKlavierspiel ist für sie mit dem Sehen realer ne Grimaud aufs Farben verbunden, Programm gesetzt, jede ihrer Skalen, verträumte, in sich jede Note und jede gekehrte Stücke, die Tonlage offenbart von vergangenen für sie verschiedene Tagen zu erzählen Farbnuancen. „Das Hélène Grimaud kommt für ein Konzert ins Festspielhaus scheinen. „Bagatelerste Mal habe ich Baden-Baden len“, so der ukraidiese Erfahrung als nische Komponist, Elfjährige gemacht“, sagt sie. „Während ich ein „sind kostbar, weil sie überhaupt nicht ideologisch Bach-Präludium in Fis-Dur spielte, sah ich oran- befrachtet sind und der schöpferische Akt immer ge-rote Farbkleckse mit unscharfen Konturen, die blitzschnell passiert.“ Und weiter: „Poesie ist die dynamisch zu meinem Spiel pulsierten. Jede Note Rettung des Wichtigsten, nämlich der Melodie.“ In und jede Tonlage hat für mich seither eine eigene sich gekehrt wirken auch die meditativen Werke von Farbenwelt. Dieses Phänomen hat mich verzaubert, Erik Satie. Wie gegensätzlich wirken demgegenüber ohne dass ich wusste, was es eigentlich ist.“ Als Syn- die Werke der Romantiker Frédéric Chopin und Roästhetikerin erkennt sie Klang- und Farbverwandt- bert Schumann sowie Claude Debussy. schaften in den Kompositionen der unterschiedlichsten Komponisten. Im Baden-Badener Festspielhaus ■ Konzert Hélène Grimaud, 14 Juni, 20 Uhr, präsentiert Hélène Grimaud ein außergewöhnliches Festspielhaus Baden-Baden, Tickets: Programm: Werke Robert Schumanns, Frédéric Cho- Tel. 07221 / 30 13 101, www.festspielhaus.de ©Foto: Fotocredit DG / Mat Hennek

Ausgewählte Fotografien des Philosophen und Fotografen Professor Cheung Chan-Fei (University of Hong Kong; Forschungsschwerpunkte: Phänomenologie, Philosophie der Liebe, des Todes und des Glücks, utopisches Denken, Idee der Universität, Theorien der Allgemeinbildung und Philosophie der Fotografie) sind in einer Ausstellung

In einem rund 30- bis 45-minütige Vortrag wird Artur Jöst, Projektleiter exotische Stechmücken in Südwestdeutschland, auf Einladung des BürgerInnenVereins Rieselfeld BIV e.V. über die Population und ihre Gefahren berichten. Dabei gibt es Hintergrund-informationen zu den Tigermücken, zur Situation in Freiburg und auch speziell im Rieselfeld.

Außerdem wird die Bekämpfung erläutert, es werden Empfehlungen gegeben, was jeder einzelne auf seinem Grund tun kann, damit sich die Tigermücken nicht vermehren können. Neue Fundorte der Asiatischen Tigermücke können hier ebenfalls gemeldet werden – ebenso aber direkt bei der Stadtverwaltung. Die Tigermücke kann zahlreiche Krankheitserreger wie Chikungunya-, Dengue- und möglicherweise auch des Zikavirus übertragen und zählt somit als potentielle Krankheitsüberträgerin zu den Gesundheitsschädlingen. ■ Infoveranstaltung: Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke im Rieselfeld, 24. Juni, 19.30 Uhr, Glashaus-Café Rieselfeld


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MARKT

BERUF & KARRIERE

Samstag, 8. Juni 2019

Samstag, 8. Jun

Lotsen des Sehens

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Ausgabe 271 am 8. Ju

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Für Optometristen steht das gute Sehen im Fokus. Samstag, 8. Juni 2019 Weiterbildung oder Studium über Augenoptiker hinaus

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as Thema „Gesundes Sehen“ ist in unserer älter werdenden Gesellschaft wichtiger denn je. Dabei schließen Optometristen eine mögliche Versorgungslücke, indem sie prüfen, welche Störungen des Sehens einer ärztlichen Abklärung bedürfen und welche mit den Mitteln der Augenoptik und Optometrie korrigiert werden können. Vielen ist die Berufsbezeichnung nicht geläufig. Doch die Spezialisten nehmen eine wichtige Lotsenfunktion innerhalb der Sehversorgung ein. Die Optometrie gehört zum Berufsbild des Augenoptikers, wenngleich nicht jeder Augenoptiker alle dazugehörigen Dienstleistungen anbietet. Optometristen besitzen über die Ausbildung zum Augenoptiker hinaus eine Weiterbildung oder ein Hochschulstudium als zusätzliche Qualifikation. Somit darf sich auch nur Optometrist nennen, wer nachweislich über erweiterte Kompetenzen verfügt. Optometristen erbringen vorrangig Gesundheitsdienstleistungen rund um das Auge und das visuelle

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An der Gewerbe Akademie am Standort Freiburg, beginnt am 16. September der Meistervorbereitungskurs für Zahntechniker/in. In Teil 1 (Fachpraxis) ist die gesamte Ausbildung zur „CAD-, CAM-, CNC-Fachkraft Digitale Zahntechnik“ integriert. Das Modell Meister C+ bietet den Teilnehmern den Vorteil einer Doppelqualifikation. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die

System. Dabei grenzen sich ihre Aufgaben von den klassischen Tätigkeiten eines Augenoptikers, etwa dem Fertigen einer Brille oder der reinen Anpassung von Kontaktlinsen, ab. Dazu gehören die Beurteilung des vorderen Augenabschnitts –Hornhaut, Augenlinse, Glaskörper – und die Analyse des Tränenfilms. Diese Einschätzungen sind nicht nur für die Anpassung von Kontaktlinsen wichtig, sondern dienen auch der Feststellung allgemeiner und sehleistungsmindernder Auffälligkeiten. Auch die Beurteilung des Augenhintergrundes, vor

allem der Netzhaut, ist wichtiger Bestandteil einer optometrischen Untersuchung. Darüber hinaus kann anhand weiterer Funktionsprüfungen – etwa des Kontrastsehens, des Farb-, Dämmerungs- oder Stereosehens und des Gesichtsfeldes – überprüft werden, ob Störungen des visuellen Systems vorliegen. Optometristen können im Rahmen eines Screenings Risikofaktoren für bestimmte Augen- oder Allgemeinerkrankungen feststellen und die Betroffenen in diesem Fall zur Abklärung und Diagnosestellung an einen Facharzt überstellen.

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Helfer gesucht

• 17.9.19 - 5.10.19, Di, Do 17:30-21:30, Sa 8:00-12:15, 40 UE, Freiburg

CNC-Fräsen / Grundkurs

• 8.10.19 - 26.10.19, Di, Do 17:30-21:30, Sa 8:00-12:15, 40 UE, Schopeim Info: 0761 15250-0 info@gewerbeakademie.de www.gewerbeakademie.de

Alltagsbegleiter sowie Alltagsbegleiter & Pflegeassistenz: Neue Lehrgänge beim Kolping Bildungswerk

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Weiterbildungsmesse

am 26.9.19, Bürgerhaus Zähringen

Durch den Einsatz von hochqualifiziertem Personal mit einschlägiger Berufserfahrung garantiert das Kolping Bildungswerk höchste Unterrichtsqualität. Für die optimale Ausbildung stehen nicht nur bestens ausgestattete Theorieräume sondern auch sehr umfangreich ausgestattete Praxisräume bereit. Die Versorgung älterer Menschen, insbesondere solcher mit demenziellen Erkrankungen, hat in der aktuellen Altenhilfestruktur ihre Grenzen erreicht. Durch den demographischen Wandel hat sich die mangelhafte Versorgungssituation

©Foto: fotolia, Syda Productions

as Kolping Bildungswerk bietet ab September 2019 wieder die beiden mehrmonatigen Qualifizierungslehrgänge „Alltagsbegleitung“, Start am 11. September sowie “Alltagsbegleitung & Pflegeassistenz“, Start am 28. Oktober, an. Das Ausbildungskonzept wurde im Kolping Bildungswerk selbst entwickelt und wird seit nunmehr neun Jahren erfolgreich angeboten. Die Qualifizierungen sind AZWV zertifiziert und können somit auch von der Agentur für Arbeit und von Rentenversicherungsträgern über Bildungsgutschein gefördert werden.

Qualifizierte Helfer werden dringend benötigt, insbesondere bei der Versorgung älterer Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz von alten Menschen im stationären und häuslichen Bereich weiter verschlechtert. Eine Qualifizierung von geeignetem Personal im medizinisch- und sozialpflegerischen Bereich ist unerlässlich, um die Lücke in der vorherrschenden Versorgungs- und Betreuungssituation zu schließen. Der Bedarf an qualifizierten Helfern ist hoch, da seit

dem neuen Pflegestärkungsgesetz Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz einen rechtlichen Anspruch auf Aktivierung, Begleitung und Betreuung haben. ■ Kolping-Bildungszentrum Freiburg, Bertoldstraße 55, Tel.: 0761/389 4790 www.kolping-bildung.de


MARKT

MODERNISIEREN

Samstag, 8. Juni 2019

Sommer-Dämmung

Hubert Ringwald

Holzfaser-Dämmstoffe helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Der ökologische Dämmstoff hat eine hohe Wärmespeicherfähigkeit

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Gedämmte Dächer halten im Sommer die Hitze ab und im Winter die Wärme im Haus.

Viele Dachkonstruktionen sind schlecht gedämmt und können der starken Hitze im Sommer kaum etwas entgegensetzen. Scheint die Sonne auf das Dach, erwärmt es sich in kürzester Zeit und gibt die Hitze über die Innenverkleidung kaum gebremst in den Dachraum weiter. Dort steigt die Temperatur schnell auf unerträgliche Werte: für die Bewohner eine große Belastung im Alltag, die vor allem auch ihren Schlaf beeinträchtigt. Optimal mit

Holzfaser gedämmte Dachkonstruktionen verringern und verzögern den Hitzedurchgang. Die Wärme wird über Stunden in der Dämmung gespeichert, sie kommt also zeitversetzt im Inneren an. Erst in den kühleren Abendstunden gibt die Holzfaser-Dämmung die gepufferte Wärme wieder nach außen ab. Zu diesem Zeitpunkt kann effektiv gelüftet werden. So bleiben die Räume im Haus den ganzen Tag angenehm kühl – selbst im Dachgeschoss

Natürlich wohnen, gesund leben. Mit Holz und mit uns, dem Meisterbetrieb ganz in Ihrer Nähe. ©Foto: VHD/akz-o

icht nur im Winter, auch im Sommer ist eine gute Dämmung wichtig – vor allem im Dachgeschoss. Denn wenn die Sonne mit hoher Temperatur auf die Dachfläche strahlt, hilft das richtige Dämm-Material, im Haus einen kühlen Kopf zu bewahren. Besonders geeignet ist dafür die Holzfaser, da sie neben einer guten Dämmeigenschaft über eine außergewöhnlich hohe Wärmespeicherfähigkeit verfügt. Zudem punktet sie mit weiteren Eigenschaften: Sie ist besonders ökologisch, nachhaltig und ein wahres Multitalent.

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Die Holzfaser kann aber noch viel mehr: Bei kalten Temperaturen hält sie durch ihre niedrige Wärmeleitfähigkeit die angenehme Wärme im Haus, während die hervorragende Feuchtespeicherfähigkeit beste Voraussetzungen für ein ausgewogenes Wohlfühl-Raumklima schafft. Und auch für den Schallschutz eignen sich Holzfaser-Dämmplatten wunderbar und schaffen zudem einen angenehmen, warmen Raumklang.

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Studie zeigt: Menschen verbringen viel zu wenig Zeit draußen. Allein schon das Betrachten der Natur hat erholsame Effekte

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85 Prozent aller Befragten gaben an, als Kind in der Regel mehr Zeit in der Natur verbracht zu haben, als es Kinder heute tun. Das verdeutlicht, dass es sich um ein zunehmendes globales Problem handelt, wenn die Menschen sich immer mehr von der Natur entfernen. Klinische und experimentelle Studien haben einen positiven Zusammenhang zwischen Natur und der psychischen Gesundheit festgestellt. Terry Hartig, Professor für Umweltpsychologie an der Universität Uppsala hat 2014 in der Veröffentlichung „Nature and Health“ dokumentiert, wie sich ein Aufenthalt in der Natur oder der Kontakt zur Natur auf die Gesundheit auswirken kann. Mit seinen Forschungskollegen hat er festgestellt, dass der

©Foto: Velux/YouGov/akz-o

ur maximal eine Stunde pro Tag verbringen 47 Prozent der Deutschen in der Natur und das, obwohl 88 Prozent der Befragten gerne mehr Zeit draußen verbringen würden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine globale YouGov-Studie im Auftrag von Velux, bei der in 15 Ländern Europas und Nordamerikas über 16.800 Erwachsene befragt wurden.

Nähe zur Natur und Licht: Häuser so gestalten, dass der Wunsch nach mehr Natur auch im täglichen Leben erlebbar ist – www.letnaturebackin.com Aufenthalt in oder auch nur das Betrachten von natürlichen Umgebungen und Merkmalen zu einer Reihe von kurzfristigen gesundheitsrelevanten Folgen führen kann. Insbesondere erholsame Effekte bei Stress und Konzentrationsschwäche werden genannt. „Die Natur kann das Risiko von Krankheiten durch chronischen Stress reduzieren und eine Reihe weiterer Auswirkungen wie das subjektive Wohlbefinden fördern“, erklärt Terry Hartig. Da

allein schon das Wahrnehmen von Natur positive Auswirkungen haben kann, sollten Gebäude künftig verstärkt so geplant werden, dass auch in Innenräumen möglichst viele Aspekte der Natur erfahrbar werden. Dies kann der Blick auf die Natur sein, die Möglichkeit, Fenster zu öffnen, um die Natur hören und fühlen zu können, oder der Einfall von Tageslicht, der die Tageszeiten durch den Lauf der Sonne auch in Innenräumen erlebbar macht.

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271. Ausgabe, ET 08.06.2019  

Spiegelei, staatsfrauisch: Einerseits wird Angela Merkel von der Harvard-Universität in Amerika eingeladen und hält dort eine gefeierte Rede...

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