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Meinung, Tipps & mehr für volle 14 Tage

Ausgabe 217 am 18. Februar 2017

Das Judas-Bild

Verballermänner

Zukunftsvisionen

Theater

Champions-League

Leben

Ben Becker spielt „Ich, Judas“ nach einem Text von Walter Jens und wirft die Frage nach der Rolle des Judas auf. War er wirklich ein Verräter? Seite 2

Julian Draxler in Paris und Toni Kroos in Madrid schossen schöne Tore. Die Bayern zerlegen Arsenal und die Dortmunder verballern beste Chancen. Seite 9

Das Theaterprojekt „Hochwasserzukunft“ des Aktionstheaters Pan.Optikum bringt Gymnasiasten und junge Flüchtlinge auf die Bühne und im Leben zusammen. Seite 13

Ziemlich beste F(r)einde Martin Schulz, der Geist aus der SPD-Flasche, hat Horst Seehofer doch prompt dazu gebracht, sich hinter Angela Merkel zu stellen als Kanzlerin und erneute Kanzlerkandidatin. Er will also eine „Herrschaft des Unrechts“ unterstützen. Von Michael Zäh

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as ein Geist aus der SPD-Flasche so alles bewirken kann! Kaum hat Martin Schulz die bis zur Grenze der Nichtmehrwahrnehmung darniederliegenden Genossen mit seiner Kanzler-Kandidatur in ein Stimmungs - und Umfragehoch versetzt und die SPD zu einem veritablen Konkurrenten belebt, da hat Horst Seehofer sich hinter Angela Merkel als Kanzlerin gestellt. Natürlich weiß man nie, ob das so ein großer Vorteil ist, wenn Horst Seehofer hinter jemandem steht. Und die Kanzlerin, die es auch wieder werden will, hat nicht einmal so richtig gelächelt, als Seehofer nun also die Unterstützung seiner CSU für die erneute Kandidatur Merkels verkündet hat. Wohl eher im Gegenteil. Angela Merkel vermittelt derzeit gerne den Eindruck, dass manche Menschen in der Union mal froh sein müssen, dass sie sich das mit der erneuten Kanzlerkandidatur überhaupt antut. Vor allem ein gewisser Horst Seehofer, der ja noch vor nicht allzu langer Zeit so tat, als würde er gerne selbst der Gegenspieler sein, also tatsächlich selbst als Kanzler kandidieren. Was natürlich völlig lächerlich war. Etwas tiefer geht da schon, was Seehofer in den letzten eineinhalb Jahren so alles über Merkel und ihre Politik von sich gab. Da war zum Beispiel die Aussage, dass Merkel 2015 eine „Herrschaft des Unrechts“ errichtet habe. Und wie geht das dann, dass man sich im Wahlkampf erneut als ziemlich beste Freunde präsentiert? „Wir haben eine vorzügliche Kanzlerin“, sagte Seehofer dazu. Seine Unterstützung

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Sohlengang und Tigerzahn

gründe darin, dass es „Deutschland gut geht“ und darin, dass die ganze Welt im Umbruch sei, weshalb es eine erfahrene Kanzlerin brauche, die Stabilität garantiere. Also eine stabile Herrschaft des Unrechts in einer unruhigen Welt? In einer sowieso aus den Fugen geratenden Welt lieber ein Pol der Ruhe, ohne das geringste Lächeln, statt einem aufgeregten und offenbar aufregenden Dampfplauderer (wie Wolfgang Schäuble jüngst den SPD-Kandidaten Schulz in einem Interview bezeichnete)? Nach all seinen Angriffen und Belehrungen hat Horst Seehofer jetzt ein klitzekleines Glaubwürdigkeitsproblem mit seiner herzlichen Unterstützung für Merkel. Und auch deren Dank fällt spröde aus: „Dass wir das gemeinsam machen, stärkt die Sache natürlich.“ Es kann fast sein, dass Angela Merkel es nun zu

ihrem späten Markenzeichen macht, den schulterzuckenden Eindruck (in Deutschland, aber auch in der EU) zu erwecken: Wer nicht will, der soll es halt lassen! Das besorgt zwar so manchen Wahlkämpfer in der CDU, weil da die wahre Leidenschaft fehlt. Aber es kommt wenigstens ehrlich rüber, was natürlich als Marketing prima ist. Es macht Kante. Und es macht es spannend. Da ist die Kanzlerin in größtmöglicher Gleichmut und der SPD-Herausforderer in seiner Aufbruchstimmung. Und da ist ein Horst Seehofer, der 40 Prozent der Wählerstimmen für die Union gewinnen will (die momentan nach Umfragen hinter der SPD liegt), aber gleichzeitig sagt, dass er keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werde, der nicht eine Obergrenze für Flüchtlinge enthält. Was wiederum Merkel die

dürre Aussage entlockt: „Ich habe nicht die Absicht, hier die Position zu ändern.“ Man habe den Konflikt in dieser Frage „nicht zugekleistert“, sagt Merkel noch. Und behauptet quasi im gleichen Satz, dass „Gemeinsamkeit ein hohes Gut in der Wahrnehmung der Menschen“ sei. Also was nun? Gemeinsam beste Freunde sein, die sich aber ständig streiten und das nicht verbergen wollen? Ziemlich beste F(r)einde sind sie. Zumindest gehen sie nun also gemeinsam gegen einen Martin Schulz vor, den sie auf breiter Front in seiner bisherigen Funktion als „Europäer“ angreifen. Das ist allerdings nicht so clever. Denn auch Merkel wird gerade mit ihrer Kompetenz für Europa punkten. Auch und sogar ohne Lächeln.

Also ehrlich, wenn wir unsere Wissenschaftler nicht hätten! Da fanden die jetzt doch glatt heraus, dass wir Menschen wohl deshalb auf den Sohlen gehen, weil wir halt von jeher eine aggressive Art haben. Die latent aggressive Natur von Menschen und Menschenaffen könnte die Entwicklung ihres Ganges mitbestimmt haben, mutmaßen Wissenschaftler. Der typische Sohlengang sei beim Kämpfen von Vorteil, berichten sie im Fachblatt „Biology Open“. Und prompt weiter: „Wenn Aggression in unserer Vergangenheit wichtig war, dann sollten wir Belege dafür in unserer Anatomie finden“, sagt David Carrier von der University of Utah (Salt Lake City/US-Staat Utah), der die Untersuchung zusammen mit Christopher Cunningham von der Swansea University (Swansea/Großbritannien) durchgeführt hat. Aha. Jetzt wissen wir aber nicht so recht, in welches Verhältnis wir den menschlichen Sohlengang zur Kopf- und Zahngröße eines sibirischen Tigers setzen sollen. Oder zum aufgerissenen Maul eines Krokodils. Michael Zäh


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T H E AT E R

PORTRAIT

Samstag, 18. Februar 2017

Vom Judas-Bild zum Antisemitismus

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udas – sein Name steht für Verrat. War er aber vielleicht ein nützlicher Verräter? Gäbe es ohne ihn, ohne seinen Verrat, überhaupt einen Gottessohn, einen Heiland in der kirchlichen Glaubensgeschichte? Der Schauspieler Ben Becker hat sich diesem Thema hingegeben. Mit dem Monolog „Ich, Judas“ geht er auf Tournee, geplant war ursprünglich nur eine einzige Aufführung. Judas stellt hier Fragen, die die Menschheitsgeschichte betreffen. Und er rüttelt an den althergebrachten Grundüberzeugungen des Christentums. Ein verzweifelter Judas hat es Ben Becker, der lange Zeit selbst als „enfant terrible“ im Film- und Bühnengeschäft galt, angetan. Jetzt kommt er mit dem Stück nach Freiburg. Der Altphilologe, Literaturhistoriker und Schriftsteller Walter Jens hat 1975 das Buch „Der Fall Judas“ geschrieben. Auch der israelische Schriftsteller Amos Oz hat über „Judas“ geschrieben. Beide sind sich einig: Das Bild des Judas, dem Verräter, ist ein Vorurteil. Aus Sicht von Amos Oz eines mit fatalen Folgen: Antisemitismus, Judenverfolgung und Glaubenskriege begründen sich darauf. Aus den beiden Texten hat Ben Becker sein Ein-Mann-Stück zusammen gestellt, begleitet wird er an der Orgel von Domorganist Andreas Sieling. Der charismati-

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Ben Becker spielt „Ich, Judas“. Die monologische Aufführung nach einem Text von Walter Jens wirft die Frage nach der Rolle des Judas auf. War er wirklich ein Verräter? Und was wäre Jesus ohne ihn? Von Barbara Breitsprecher

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sche Schauspieler mit der tiefen Stimme sucht mit seiner Interpretation des Judas den Widerspruch und Widerstand gegenüber Feindbildern, Vorverurteilungen und falschen Gewissheiten. Ben Becker lernte den Text von Walter Jens, „„Die Verteidigungsrede des Judas Ischariot“ bei einer Auftragsarbeit kennen. Der Herder-Verlag brachte 2015 ein gleichnamiges Hörbuch heraus. „Walter Jens ist ein wunderbarer Rhetoriker und die Verteidigungsrede des Judas Ischariot hat mich dann nicht mehr losgelassen“,

„In jedem Vorurteil steckt ein Progrom. Judas Schuld ist keine theoretische Frage.“ Ben Becker beschreibt Ben Becker, wie er dem Text verfallen ist. Wie immer, wenn er sich auf eine Rolle vorbereitet, holt er Zuhause die Wachsmalstifte hervor und beginnt ein Kostüm für die Figur zu malen, ebenso den Entwurf für ein Bühnenbild. Als Dramaturgen holte er sich John von Düffel, der am Deutschen Theater arbeitet, mit ins Boot. „Er passt auf, dass ich mich nicht im Pathos verrenne“, so Ben Becker. Judas ist eine tragische Figur. In den vier Evangelien wird kein

gutes Haar an ihm gelassen. Geldgierig sei er gewesen, gewissenlos und hinterhältig. Einzig bei den Briefen des Paulus findet sich kein Wort über Judas. Im Mittelalter wurde er so zum Inbegriff des Bösen, als einer, der als Werkzeug des Teufels fungierte. Judas bediente das furchtbare, entwürdigende Klischee der Juden als Gottessohnmörder, als solche, die für Geld alles tun würden. In einem Interview bezeichnete Amos Oz das Bild des Judas als „Tschernobyl des Antisemitsmus“. Doch warum sollte Judas Jesus durch einen Kuss identifiziert und verraten haben, wo doch damals alle wussten, wie Jesus aussah? Auch eine andere Lesart ist möglich: Womöglich war Judas enttäuscht von Jesus. Vielleicht hatte er am stärksten von allen Jüngern auf den Messias gehofft und hatte erkannt, dass Jesus nicht der sein würde, der die Juden aus der römischen Herrschaft befreien würde. Was, wenn Judas in Jesus den Gescheiterten sah, ihn diese Furcht umtrieb? Andererseits, was wäre aus Jesus geworden, wenn Judas nicht gewesen wäre? Nach Walter Jens wäre er vielleicht ein Zimmermann geblieben, „nicht gekreuzigt, sondern am Kreuze schnitzend: ein unter seinesgleichen geachteter Mann, dem die Sprüche längst verziehen waren, die er gemacht hatte, als er jung war“.

Ist Judas also das Gegenteil des geldgierigen Verräters, dem nichts heilig ist, der keine Moral kennt? Ist er der Neinsager, den eine Gesellschaft braucht? Einer, der zum Nachdenken zwingt? „Judas ist eine neue Dimension. Er ist mehr als eine Rolle, eine Film- oder Theaterfigur. Judas ist eine Kampfzone, ein Schlachtund Kraftfeld, aufgeladen mit der Verachtung und Feindseligkeit der Jahrtausende, einem mörderischen

Hass, wie die Zeit immer wieder zeigt“, sagt Ben Becker. „Judas hat Geschichte geschrieben. Genauer gesagt, ihm wurde eine Geschichte zugeschrieben. Ihm wurden Eigenschaften angehängt, wie etwa, dass er geldgierig sei, verschlagen, ein Dieb und Betrüger, einer, der Jesus für dreißig Silberlinge verrät und so weiter. Jede dieser Zuschrei-

bungen hat Konsequenzen, in jedem Vorurteil steckt ein Progrom. Seine „Schuld“ ist keine theoretische Frage oder innere Gewissensangelegenheit. Sie hat brutalste Auswirkungen in der Welt bis hin zum Völkermord. Und diese Geschichte muss umgeschrieben werden.“ Judas hat seine Rolle nicht selbst gewählt. Aus der Perspektive von Walter Jens übernimmt er die undankbarste, verdammteste Aufgabe, die es gibt. Und während Jesus den Märtyrertod stirbt, erhängt sich Judas am gleichen Tag, ohne dass ihm jemand dabei zuschaut oder ihn betrauert. „Den Judas in dieser Geschichte zu spielen, heißt eine Schuld anzunehmen, die das menschliche Maß übersteigt. An ihr muss man zugrunde gehen“, ist Schauspieler Ben Becker überzeugt. Und er wagt es, die Frage weiter zu denken: „Wäre es nicht besser gewesen, Judas hätte gegen seine Rolle rebelliert? Wäre sein „Nein“ zu dem Messias nicht ein millionenfaches „Ja“ gewesen zum Leben?“ Ben Becker in „Ich, Judas“, 6. März, 20 Uhr, Konzerthaus Freiburg, Tickets: Tel. 0711-22214700 Wir verlosen 3 x 2 Eintrittskarten für diese Aufführung. Einfach Mail bis 27. 2. an redaktion@zas-freiburg.de, Stichwort „Judas“ schicken

Lange Zeit blieb Judas in Leonardo da Vincis „Abendmahl“ gesichtslos. Da Vinci fand für ihn – ebenso wenig wie für Jesus – zunächst nicht die passenden Gesichtszüge. Dann war er da. Mit dunklem Teint und mit abgewandtem Kopf. Judas sitzt distanziert da, zwischen Petrus und Johannes, während alle erregt über Jesus Satz: „Einer von euch wird mich verraten“, debattieren.


ESSAY

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D I E W E LT

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Hass gehört gar nichts Gewalt im Fußball. In Dortmund muss die legendäre Südtribüne dem Selbstverständnis der Ultras nun mit leeren Rängen Tribut zollen. Die von Neonazis unterwanderte Szene wird aber an der Vielfalt des Fußballs nichts ändern. Von Michael Zäh

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s passierte auch in Freiburg schon manchmal. Da geht plötzlich einer aus seinem Sitzplatz-Sattel hoch, verliert jeden Anstand und jedes Verhältnismäßige, schreit etwas heraus, das wie Hass klingt. Lange hat sich der Fußball nicht wirklich dazu bekannt, dass so etwas eher nicht geht. Sondern sich dahinter versteckt, dass „Emotionen halt dazu gehören“. Und überhaupt soll man sich nicht so anstellen, nur weil Leipzig diese „Emotionen“ ab bekommt. Wenn aber nicht der brave Sitzplatz-Familienvater-Fan aus der Schale geht, sondern solche „Fans“, die sich für etwas Ursprünglicheres als den Familienvater halten, dann sind die Auswirkungen des Hasses gravierender. Schläger-Trupps haben in Dortmund Leipziger Fans (Familien mit teils kleinen Kindern) und die sie schützenden Polizisten angegriffen. Und danach war die Dortmunder Südtribüne eine Austellungsmeile des blanken Hasses, mit Transparenten wie „Pflastersteine gegen Bullen“. Nach den Vorkommnissen wies der geschockte Borussen-Chef Watzke darauf hin, dass es „etwa

zwei bis drei Prozent“ der Fans auf der Südtribüne waren, die für die Schmiertransparente und wohl auch für die Gewalthandlungen vor dem Spiel verantwortlich gewesen seien, „also etwa 500 von 25.000“, so Watzke. Ein Polizeisprecher, der erzählte, wie sich 500 Hooligans vor dem Stadion versammelten, um die Leipziger Fans zu attackieren, wird die schiere Zahl in ein anderes Verhältnis gesetzt haben. Da sind dann 500 Männer mit hasserfüllten Fratzen, wie sie der Polizist „noch nicht gesehen“ habe, eine echte Ansage, die am Ende auf Leben und Tod gehen kann. Da flogen dann wirklich Steine, Flaschen, abgerissene Mülleimer und andere Wurfgeschosse. Es gab zahlreiche Verletzte. Es ist fast ein Wunder, dass es nicht noch schlimmer kam. Es hätte dann aber eine Woche später noch schlimmer kommen sollen, als sich eine Dortmunder Schlägertruppe in zwei Bussen und einem Kleinbus auf die Reise nach Darmstadt gemacht hatte, offenbar noch verstärkt mit Neonazis aus ganz NRW, um „in Darmstadt alles kurz und klein zu schlagen.“ Doch

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die hessische Polizei stoppte die Busse. Sie fand Schlaguntensilien, Schmerzmittel und Drogen. Die Ultras in Dortmund behaupten, dass die Schlägertruppe mit dem Namen „0231 Riot“ nicht zu ihnen gehöre. Da aber die „Riots“ aus rund 40 kampfsportgeschulten , rechtsradikalen Männern bestehen soll, fehlen halt noch einige zu den 500 Männern, die sich in Dort-

Der Slogan: „Der Fußball gehört uns“, sagt alles über einen großen Irrtum aus mund zu den Gewalttaten und den Plakaten gegen Leipzig zusammen gerottet haben. Deshalb zurück zu dem Anspruch der Dortmunder Ultras, der sich an einem der Plakate ganz gut ablesen lässt: „RB verpiss dich. Der Fußball gehört uns!“ Ja, das sagt etwas mehr aus als etwa das

Plakat: „Bullen schlachten“. Denn es artikuliert ganz offensichtlich eine Folklore, die man schon auch eine in Dortmund (wie übrigens auch bei den Bayern in München) hausgemachte nennen kann. Gegenüber dem nicht erwünschten Neuling aus Leipzig hat sich schon Uli Hoeneß mit dem Wort „Feinde“ vergriffen, wie auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mal sagte, dass in Leipzig Fußball gespielt würde, „um eine Dose zu promoten.“ Dies lässt aber beides das ganz Wesentliche außen vor: Dortmund und die Bayern sind wohl die hochkommerziellsten Vereine im Land (gefolgt von so Dingern wie Schalke, Hamburg, Wolfsburg, Leverkusen und auch sonst fast alle anderen) und eben kein Hort ursprünglicher Liebe zum kommerzlosen Fußball. Sie sind die Etablierten und dürfen das ja auch zugeben. Aber einen „Emporkömmlig“, der das Konzert der Alteingesessenen stören könnte, aufgrund seines kommeziellen Auftritts zu verunglimpfen, ist ja wohl der Gipfel aller Heuchelei. Selbst wenn in Leipzig auch Fußball gespielt wird, um eine Dose zu

promoten, dann wird in Dortmund um den Wert eine Aktie gekickt und in München gar um die Krone der umsatzstärksten Klubs in Europa. Zweitens, und vielleicht noch wesentlicher: Wer im warmen Nest der Etablierten als Fan sitzt und dann denkt, dass gar „der Fußball“ nun ihm „gehöre“, verkennt ja nun komplett, was den Fußball ausmacht. Jeder kann am Fußball hängen, weltweit, vom Bolzplatz in Afrika bis zum Scheichklub in Manchester oder Paris. Das ist ja der Witz und die Faszination an diesem Spiel mit dem Ball. Wenn also ein Ultra-Hirni schreibt, dass der Fußball Dortmund (aber nicht Leipzig) gehöre, dann kann er ja auch gleich behaupten, dass er Deutschland (aber nicht Afrika) gehöre. Damit wären wir mitten drin in einem Milieu, das den Fußball durchsetzen will, aber keine Chance haben wird. Denn der Hass ist arm. Und das wird er immer bleiben. Ihm gehört gar nichts. Erst recht nicht ein Sport, der ja nur deshalb so gnadenlos durchkommerzialisiert wird, weil er die Menschen weltweit in seinen Bann zieht. Da herrscht Vielfalt.

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Samstag, 18. Februar 2017

Höchste Qualität

WIE GUT HÖRT DEUTSCHLAND?

Männer hören schlechter Neue Zahlen zum Hörvermögen von Jung und Alt. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) hat über 23.000 Menschen getestet. Im Rahmen der großen Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) ließen 23.264 Passanten ihr Gehör testen. Vier Hörmobile fuhren von März bis Oktober vergangenen Jahres durch ganz Deutschland und machten Halt in 293 Städten. Interessierte aller Altersgruppen hatten die Möglichkeit, eine kostenlose Überprüfung ihres Gehörs im schallgeminderten Messraum der Hörmobile von einem der FGH Hörexperten vornehmen zu lassen. Anschließend wurden die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien anonym ausgewertet. Die ausgewerteten Hörtests liefern aktuelle und aussagekräftige Informationen über das Hörvermögen der Deutschen. Schon bei den Jugendlichen bis 20 Jahren weisen zwölf Prozent der Testteilnehmer und -teilnehmerinnen leichte bis erhebliche Hörminderungen auf, bei den 21- bis 40-Jährigen sind es bereits 26 Prozent. In der Gruppe der 41 bis 60-Jährigen haben mit 58 Prozent sogar mehr als die Hälfte der Teilnehmer eine Hörschwäche. In der Altersgruppe über 60 Jahre sind nur noch 15 Prozent gut hörend. Hier weisen 32 Prozent eine leichte, 35 Prozent eine mittlere und 18 Prozent eine erhebliche Hörminderung auf. Auffallend ist bei den über 60-Jährigen auch der enorme Hör-Unterschied zwischen Frau-

en und Männern. Bei den Frauen liegt der Anteil der unauffälligen Testergebnisse bei 17 Prozent, während bei den Männern dieser Altersklasse nur noch 11 Prozent gut hören. Aus den Ergebnissen der Hörtests lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen: Zum einen sind Hörprobleme kein reines Altersphänomen. Schon in jungen Jahren verursacht besonders eine starke Lärmbelastung in Schule, Freizeit und Beruf bleibende Schäden im Innenohr. Aber auch Vererbung oder Stress kann hierbei eine wichtige Rolle spielen. Zum anderen zeigt dieser Test eindrucksvoll, wie hoch der Anteil der Menschen mit einer Hörminderung in der Über-60-Jährigen-Gruppe ist. Nicht einmal ein Sechstel kann sich noch auf ein intaktes Gehör verlassen! Gerade in Hinblick auf die demografische Entwicklung ist der Handlungsbedarf hier groß: Aufklärung über Vorsorgemaßnahmen und Möglichkeiten einer professionellen Hörgeräteversorgung sind notwendig, um Hörvermögen, Kommunikationsfähigkeit und die Lebensqualität auch bis ins hohe Alter zu erhalten. Akustiker bieten in ihrem Leistungsspektrum kostenlose Hörtests, die Auswahl, individuelle Anpassung und Programmierung geeigneter Hörgeräte sowie eine mehrjährige Nachbetreuung.

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Waldhaus erhält „International Featured Standard-Food (IFS-Food) Zertifikat“ Das Prüfinstitut Lacon zeichnet die Brauerei mit dem „Higher Level“ aus

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ie südbadische Privatbrauerei Waldhaus hat erstmalig die Zertifizierung nach dem International Featured Standard-Food (IFS-Food) „Higher Level“ erfolgreich absolviert. Die Auszeichnung bestätigt der Brauerei größtmögliche Lebensmittelsicherheit und eine Produktqualität auf höchstem Niveau. „Qualitätssicherung fängt bei der Rohstoffauswahl an. Neben Wasser aus unseren eigenen Quellen und Gerste aus der Region, brauen wir unsere Biere seit Jahren ausschließlich mit bestem Naturhopfen“, betont Bernhard Vötter, Erster Braumeister bei Waldhaus. Das europaweit anerkannte Kontrollverfahren zur Überprüfung der Lebensmittelsicherheit und Produktqualität bescheinigt der Biermanufaktur aus dem Südschwarzwald, dass das gesamte Produktsortiment unter strengsten Kontrollen und auf höchstem Niveau produziert und abgefüllt wird. Dabei erreicht Waldhaus mit der Auszeichnung „Higher Level“ das Prädikat für den höchsten Qualitätsstandard im deutschen Lebensmittelhandel.

Reine Freude: Bernhard Vötter, Erster Braumeister, Clemens Siedler, Leiter IT, Dieter Schmid, Brauereichef, Jürgen Eichelmann, Vertriebsleiter und Nico Albiez, Logistikleiter stoßen auf die Zertifizierung an. (v. l.) Foto: Waldhaus Waldhaus gehört damit zu den wenigen deutschen Brauereien, die auf Anhieb mit diesem höchsten Standard ausgezeichnet wurden. Geschäftsführer Dieter Schmid freut sich: „Die Auszeichnung ist das Ergebnis unserer nachhaltigen Firmen- und Produktphilosophie,

die nur mit einem großartigen Team umzusetzen ist.“ Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH, Waldhaus 1 D-79809 Waldhaus Tel.: +49 7755 9222-0 www.waldhaus-bier.com

Ganzheitlich Zertifikat bestätigt: Hohe Qualität im EndoProthetikZentrum RKK

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or einem Jahr wurde dem RKK Klinikum für seine herausragende Struktur-, Behandlungs- und Ergebnisqualität für die Standorte St. Josefskrankenhaus in Freiburg und Bruder-Klaus-Krankenhaus in Waldkirch das Zertifikat EndoProthetikZentrum (EPZ) verliehen. Jetzt wurde empfohlen, das Zertifikat aufrechtzuerhalten. Besonders hervorgehoben wurde die operative Versorgung von Hüftfrakturen in Verbindung mit der geriatrisch frührehabilitativen Komplexbehandlung (GFK). Die EndoCert Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädischen Chirurgie (DGOOC) zeigte sich besonders beeindruckt von dem auf der Station IDA (Interdisziplinäre Altersmedizin) verfolgten Behandlungsansatz. „Um die Selbstständigkeit und Mobilität älterer Patienten wieder zu erlangen, bedarf es einer besonderen, ganzheitlichen Versorgung in Form aktivierender und trainierender Maßnahmen sowie sozialer Begleitung“, betont Prof. Dr. Wolfgang Schlickewei, Chefarzt Klinik für Unfallchirurgie, Ortho-

Foto: RKK Klinikum

MARKT

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Alle Standorte des RKK Klinikums verfügen über hochmoderne OPs mit Reinraumtechnik, die Keimbelastungen und Infektionen so gut wie ausschließt. pädie und Kindertraumatologie im St. Josefskrankenhaus in Freiburg. „Eine wesentliche Rolle spielt dabei die enge Verzahnung der frührehabilitativen mit den akutmedizinischen Maßnahmen“. In der einzigen Einrichtung dieser Art im Großraum Freiburg kann unter der Leitung von Dr. Bernd Köster, Ärztlicher Leiter des Fachbereichs Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie, in vielen Fällen eine Pflegebedürftigkeit vermieden werden. Patienten können mobiler, selbstständiger und stabiler nach Hause entlassen werden. Dr.

Bettina Götze, Chefärztin der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Kindertraumatologie im Bruder-Klaus-Krankenhaus in Waldkirch ist überzeugt: „Zertifizierung und Qualitätsmanagement haben wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung der chirurgischen Orthopädie beigetragen“. Mit rund 1200 Hüft- und 600 Knieprothesen im Jahr ist das RKK Klinikum im Großraum Freiburg das größte Kompetenzzentrum für Endoprothetik. www.rkk-klinikum.de


STADT

Samstag, 18. Februar 2017

FREIBURG

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ag, 18. Februar 2017

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Ein Damm gegen Hochwasser bei Horben soll im Herbst 2019 ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden. Das Becken wird so groß wie sechs Fußballfelder. Von Barbara Breitsprecher

©Foto: Stadt Freiburg

Im2017 Bohrertal Samstag, 18. Februar

Künftig: Ein 13 Meter hoher und 275 Meter langer Damm soll im Bohrertal bei Horben vor Hochwasser schützen.

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in rund 13 Meter hoher Damm, 275 Meter lang und an der dicksten Stelle 80 Meter breit, soll als Abschlussmauer für das geplante Rückhaltebecken Bohrertal auf der Gemarkung Horben gebaut werden. Es soll ein statistisch alle hundert Jahre einmal auftretendes Hochwasser auffangen können.

so groß wie sechs Fußballfelder. Allerdings – so haben die Ingenieu-

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03944 / 36 160 www.wm-aw.de (Fa.) re errechnet – nur für relativ kurze Zeit. Nach etwa 30 Stunden wäre

der See auch nach einem Jahrhunderthochwasser wieder entleert. Auf dem Damm soll ein Spazierweg entlangführen, ebenso sollen auf jeder Seite Wege verlaufen, die alle genutzt werden können. Die Untersuchung der beiden Standorte Bohrertal und Breitmatte waren recht aufwändig, weshalb sich die zunächst von der Stadt kalkulierten Kosten erhöhen werden. Bislang war von zehn bis 15 Millionen Euro Kosten die Rede gewesen,

eine genaue Kostenberechnung soll nun bis zum Sommer vorliegen. Der Bau der beiden Hochwasserrückhaltebecken soll dann im Herbst 2019 beginnen und Ende 2021 abgeschlossen sein. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung ein großes Rückhaltebecken bei Günterstal geplant gehabt, was massiven Bürgerprotest ausgelöst hatte. Das Bauprojekt wurde letztlich gestoppt, weil dort die schützenswerte kleine Haselmaus lebt…

©Foto: Stadt Freiburg

Freiburg möchte sich so für starke Hochwasser rüsten. Neben dem Rückhaltebecken Bohrertal, dessen

Planungen schon weitgehend abgeschlossen sind, soll es noch ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken Breitmatte geben. So sollen Günterstal, Wiehre, Haslach und Weingarten vor starkem Hochwasser geschützt werden. Durch den geplanten Damm kann die Staufläche im Rückhaltebecken Bohrertal bei Hochwasser bis zu 200.000 Kubikmeter Wasser speichern. Der dabei entstehende See wird dabei 4,4 Hektar umfassen,

Bisher: Hier, wo das Rückhaltebecken gebaut werden soll, erstreckt sich bislang Wiese. Der Damm soll laut Planung nicht höher werden als die Straße zum Schauinsland.

TICKER

IMPRESSUM

Rathaus-Eröffnung Rote Karten bei Mülltonnen verschoben

Sanierung der Synagoge

Ausgleichsfläche fürs neue Stadion

Die Eröffnung des neuen Rathauses im Stühlinger wird verschoben. Erst im Herbst – also ein Jahr später als geplant – soll nun das neue Bürger-Servicezentrum eröffnet werden. Als Grund werden „technische Probleme“ genannt, bei der „Planung und Koordination der Ausführung der Erdgeschossdecke“. Offensichtlich bereitet vor allem die technisch anspruchsvolle Kühldecke Probleme. Das Amt für Öffentliche Ordnung bleibt deshalb bis zum Herbst weiter im bisherigen Gebäude Basler Straße 2. Andere Ämter werden jedoch bereits im Mai in die oberen Geschosse des neuen Rathauses einziehen. Die Stadtverwaltung hat sich vorgenommen, den Bauablauf zu prüfen und gegebenenfalls Ansprüche an Dritte geltend zu machen.

Die Stadt Freiburg wird die Sanierung und Modernisierung der Freiburger Synagoge finanziell unterstützen, stellt aber dafür die Bedingung, dass die Synagoge in den Besitz der Israelitischen Gemeinde Freiburg übergeht. Bisherige Besitzerin des Gebäudes ist die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden (IRG Baden). Die Stadt Freiburg wird 640.000 Euro in vier Teilzahlungen in den kommenden vier Jahren bezahlen. Der für religiöse Zwecke genutzte Bereich der 1987 eröffneten Synagoge soll inklusive eines Zwischengebäudes an die Israelitische Gemeinde Freiburg übergehen, während der zweite Gebäudeteil im Eigentum der IRG Baden bleibt. Auf diesem Gebäudeteil liegt nun die Hypothekenschuld. Durch die Mieteinnahmen soll die Gemeindearbeit gefördert werden.

7,2 Hektar bisher versiegelter Flächen der Start- und Rollbahnen in Bremgarten („Gewerbegebiet Breisgau“), südlich von Freiburg, werden zu Naturflächen umgewandelt. Damit sollen die Schutzflächen, die durch den Bau des neuen SC-Stadions wegfallen, ersetzt werden. Durch den Stadion-Bau wird in Freiburg Magerrasen zerstört, der auch Lebensraum für die seltene Braunfleckige Beißschrecke ist. Die voraussichtlich in den Jahren 2018 bis 2020 geplanten Arbeiten in Bremgarten mit Abbau der dortigen Beton- und Asphaltflächen sind Teil einer Ausgleichsflächenkonzeption für die Bebauungsplanverfahren „Neues Stadion am Flugplatz“ und die Änderung des Teilbebauungsplans „Flugplatz/ Universitätsquartier“.

Seit November 2015 werden in Freiburg Restmülltonnen, bei denen der Deckel nicht mehr zu geht, nicht mehr geleert. Zu Beginn markierten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) jede Woche etwa 300 Restmülltonnen mit roten Karten und leerten sie nicht mehr. Nach 14 Monaten zieht nun das Umweltdezernat eine positive Bilanz. Vergangenen Sommer mussten sie nur noch rund 50 pro Woche markieren, im November 2016 waren es nur noch 20 überladenen Tonnen pro Woche. In 16 Fällen musste die Stadtverwaltung hart durchgreifen: Mehrmals standen dort die Mülltonnen überfüllt an der Straße und nach der dritten roten Karte wurde die Tonnengröße per Beschluss festgelegt. Die Stadt sei damit sauberer geworden, befindet die ASF.

Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, Michael Metzger, redaktion@zas-freiburg.de Anzeigen und Verkauf: Michael Metzger (Verkaufsleitung), Tel. 0761 / 15 434 2-0, anzeigen@zas-freiburg.de Grafik, Layout & Herstellung: Sebastian Schampera; Tel: 0761 / 429 63 97 Adrian Kempf, www.dtpwork.de Tel. 07643 / 39 42 65 00 Druck: Bechtle Druck&Service Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen Vertrieb und Verteilung: Sprint GmbH, Tel.: 0761/ 78 070, sprintgmbh@breisnet-online.de


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achdem in den vergangenen Jahren die Zahl von Urnenwänden, Rasengräbern oder namenlosen Bestattungen gestiegen ist, lässt sich auf den Friedhöfen ein neuer Trend erkennen: Abwechslungsreich gestaltete und von Gärtnern gepflegte Gräberfelder verdrängen immer häufiger nüchterne und trostlose Bestattungsflächen. Mit der neuen Form der Bestattung richten sich die örtlichen Friedhofsgärtner gemeinsam mit den kommunalen Friedhofsverwaltungen an die Menschen, die sich nicht jahrzehntelang um das Grab eines Angehörigen kümmern können oder wollen. Dafür werden freie Friedhofsflächen in parkähnliche Grabfelder mit Sarg- und Urnengräber umgewandelt, die dauerhaft von Friedhofsgärtnern gepflegt werden. „Diese gärtnergepflegten Felder sind deutlich liebevoller gestaltet als andere pflegefreie Grabarten wie zum Beispiel Rasengräber oder Urnenwände und trotzdem müssen sich die Angehörigen nicht um die Grab-

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ihrer Umgebung, ohne ihren individuellen Charakter zu verlieren. Der genaue Ort der Grabstelle wird von einem Grabstein markiert. Die dauerhafte Pflege wird von den vor Ort tätigen Friedhofsgärtnern übernommen. Die Gesamtkosten fallen für den Grabnutzer geringer aus, weil die Grabpflege im gärtnergepflegten Grabfeld im Vergleich zum Einzelgrab günstiger ist. Um das für die komplette Nutzungs- beziehungsweise Ruhezeit der Grabstätte sicherzustellen, wird ein Dauergrabpflege-Vertrag mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG abgeschlossen.

Auch 2017 wieder städtische Fördermittel für energetische Sanierungen. Förderanträge können beim Umweltschutzamt gestellt werden. uch 2017 gibt es wieder Fördermittel für energetische Sanierungen. Seit 15 Jahren unterstützt die Stadt Freiburg die energiebewusste Sanierung von Wohngebäuden.

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pflege kümmern“, erklärt Thorsten Baege von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG. Nicht nur von Urnenwänden oder Rasengräber, sondern auch vom allgemein typischen Friedhofsbild mit Gräbern in Reih und Glied heben sich die gärtnergepflegten Grabfelder deutlich ab. Sanft geschwungene Linien und eine vielfältige Bepflanzung mit Stauden, Gehölzen und farbenfrohen Saisonpflanzen lassen die Anlagen eher wie Landschaftsgärten wirken. Die jeweiligen Gräber sind ohne sichtbare Grenzen in die Anlage eingebettet und verschmelzen mit

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Zehn Prozent der Gebäude in Freiburg wurden bereits bezuschusst, davon 3,7 Prozent für umfassende Sanierungen im Wärmeschutz. Das städtische Förderprogramm unterstützt Investitionen zum Wärmeschutz des Gebäudes, die Energieberatung für Wohngebäude und die Optimierung der Heizung. Auch die Förderkonditionen der KfW-Bank und der baden-württembergischen L-Bank sind nach wie vor sehr attraktiv. Die Tilgungszuschüsse bei den Kreditprogrammen wurden nochmals deutlich erhöht, die Zinsen bleiben sehr niedrig. Freiburger Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer profitieren daher doppelt: die Förderprogramme sind kumulierbar. Die Förderung von Wärmedämmung von Wand, Dach oder Kellerdecke sowie des Fensteraustauschs ist abhängig von der Größe der sanierten Fläche. Zuschüsse bis

zu 5000 Euro, für Ein- oder Zweifamilienhäuser oder bis zu 14.000 Euro für Mehrfamilienhäuser werden beezahlt. Für weitreichende Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus gibt die Stadt Freiburg einen Bonus von 1000 bis 7000 Euro je nach Effizienzklasse. Denkmalgeschützte Gebäude werden ebenfalls gefördert, in begründeten Fällen mit Ausnahmeregelungen. Eine Beratung und Antragsstellung für Fördermittel durch einen Energieberater ist in vielen Fällen hilfreich und bei Bundesförderungen oft obligatorisch. Hausbesitzerinnen und -besitzer werden finanziell bei den Kosten für den Energieberater mit bis zu 600 Euro unterstützt. Umweltfreundliche Heizkes-

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sel werden mit einem einmaligen, pauschalen Beitrag von 500 Euro bezuschusst. Voraussetzungen sind, dass der alte Kessel vor dem 1. Januar 2000 eingebaut wurde und die neue umweltfreundliche Heizung erneuerbare Energien, zum Beispiel Solarthermie, Pellet oder Holzhackschnitzel, nutzt. Auch der Anschluss an ein Wärmeversorgungsnetz oder der Einbau eines Blockheizkraftwerks sind förderfähig. Biogas oder Bioöl sind nicht förderfähig. Besonders bei größeren Gebäuden können bestehende Heizungsanlagen durch ein Energiemanagementsystems mit Fernüberwachung besser überwacht, gewartet und optimiert werden. Die Förderung dafür beträgt pauschal 1000 Euro. Die Vor-Ort-Checks für Blockheizkraftwerke werden stadtweit mit 250 Euro unterstützt. Bei diesen Checks wird die wirtschaftliche und technische Eignung von Gebäuden für eine Nutzung dieser Heiztechnik von Experten überprüft. Infos: Umweltschutzamt Robert Voggesberger, Tel. 0761/2016142, oder Iris Basche, Tel. 0761/201-6145 www.freiburg.de/waermeschutz


Samstag, 18. Februar 2017

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Auch das „Einfangen“ des Funksignals ist nicht mehr mĂśglich: Mit dem sogenannten „Rolling Code-Verfahren“ bleibt das Signal verschlĂźsselt, die Funkverbindung vom Handsender zum Antrieb ist so vor Zugriffen Dritter geschĂźtzt. Alte Tore haben oft ausgeleierte Federn. Diese kĂśnnen im schlimmsten Fall reiĂ&#x;en, dann stĂźrzt das Tor ungebremst herab. Trifft es dann nur die Motorhaube, ist der Schaden wenigstens nur materiell. Weiteres Risiko: offen liegende Federn oder Tor-Sektionen. Diese gefährden vor allem unachtsame Kinder, die sich leicht daran verletzen kĂśnnen. Bei modernen Toren sind solche Ge-

Foto: Teckentrup/akz-o

ie Zahl der EinbrĂźche steigt und Kriminelle wissen, dass in Garagen oft Wertvolles lagert. Dabei haben sie es meist leicht, vor allem alte Tore sind keine groĂ&#x;e HĂźrde. Heutige Garagentore verfĂźgen hingegen in der Regel Ăźber einen elektrischen Antrieb, der zugleich als Aufschubsicherung gegen Aufbruchversuche wirkt.

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fahren konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Hier liegen die Federn zum Beispiel in Kanälen, die unter der Decke der Garage montiert werden. Zwischen den Torabschnitten sorgt ein Klemmschutz dafßr, dass keine Finger dazwischen geraten. Auch in anderen Disziplinen leisten moderne Tore mehr als frßher. Beispiel Wärmeschutz: Tore verfßgen heutzutage ßber einen

Dämmkern, der die Garage vor dem Auskßhlen schßtzt. Das freut vor allem Bastler, die sich viel in ihrer Garage aufhalten. Und die Zeiten des tristen Grau sind längst vorbei – bei Farben fßr das Garagentor gibt es kaum Grenzen. Wer es virtuell sehen will: Auf www.garagentor-konfigurator.de lassen sich Tore interaktiv und individuell konfigurieren.

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ZuschĂźsse fĂźr Einbruchschutz-MaĂ&#x;nahmen jetzt um das FĂźnffache erhĂśht. FĂśrderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ stellt 50 Millionen Euro bereit.

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eit Januar 2017 hat die Kreditanstalt fĂźr Wiederaufbau (KfW) die Summe fĂźr einbruchhemmende MaĂ&#x;nahmen um das FĂźnffache erhĂśht. FĂźr einbruchhemmende MaĂ&#x;nahmen im Rahmen des FĂśrderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ stehen ab sofort 50 Millionen Euro bereit.

Im Rahmen der FĂśrderung „Altersgerecht Umbauen“ fĂśrdert die Kreditanstalt fĂźr Wiederaufbau durch zinsgĂźnstige und langfristige Finanzierungen MaĂ&#x;nahmen, die Barrieren reduzieren und den Wohnkomfort steigern. Auch werden die Integration von Alarmanlagen und EingangsĂźberwachung sowie die NachrĂźstung mit beispielsweise TĂźr-ZusatzschlĂśssern unterstĂźtzt. Nun hat das Bundesministerium fĂźr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgestockt: Statt bisher zehn Millionen Euro stellt es fĂźr das Jahr 2017 fĂźr Einbruchschutz 50 Millionen Euro bereit. FĂźr die Barrierereduzierung erhĂśhen sich die ZuschĂźsse auf 75 Millionen Euro. Um ZuschĂźsse beantragen zu kĂśnnen, muss eine Mindestinvestition von 2000 Euro getätigt werden. Zehn Prozent der fĂśrderfähigen Investitionskosten bei EinzelmaĂ&#x;nahmen zum Einbruchschutz kĂśnnen gefĂśrdert werden, maximal 1500 Euro. Beim Standard „Altersgerechtes Haus“ ( inklusive umfangreicher barrierearmer Modernisierungen des Wohngebäudes) sind es 12,5 Prozent und maximal 6250 Euro. ZuschĂźsse gibt es mindestens

200 Euro bis maximal 6250 Euro (fĂźr den Standard „Altersgerechtes Haus“). Bei einbruchhemmenden MaĂ&#x;nahmen, zum Beispiel dem Einbau von Alarmanlagen und Gegensprechanlagen, dem Einbau und der NachrĂźstung von einbruchhemmenden TĂźren sowie bei der NachrĂźstung von Fenstern kĂśnnen InvestitionszuschĂźsse von 200 Euro bis 1500 Euro beantragt werden. Werden Einbruchsicherungen während eines altersgerechten Umbaus integriert, kĂśnnen sogar ZuschĂźsse bis zu 5000 Euro beantragt werden. Wird der FĂśrderstandard „Altersgerechtes Haus“ berĂźcksichtigt, steigt der Maximalzuschuss sogar auf 6250 Euro. FĂśrderfähig sind Material- und Handwerkerkosten unter der Voraussetzung, dass die Umbauarbeiten von einem Fachunternehmen des Handwerks ausgefĂźhrt werden. GefĂśrdert werden unter anderem Systeme zur Einbruchs- und Ăœberfallmeldung, VideoĂźberwachung im Eingangsbereich, NachrĂźstung mit TĂźr-ZusatzschlĂśssern, Einbau von TĂźrspionen, TĂźrkommunikation, Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder sowie Beleuchtung des Eingangsbereiches.

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Samstag, 18. Februar 2017

Fotos: Witters

Nur Fliegen ist noch schöner: Thiago Alcántara zog viele Fäden im Bayern-Spiel und schoss zwei Tore

Verballermänner! Champions-League. Natürlich zerlegen die Bayern das müde Arsenal. Dortmund muss bangen. Von Michael Zäh

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Der Aufgeblühte: Julian Draxler schoss beim 4:0 von PSG über Barcelona ein Tor

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as Hammerspiel in der ersten Runde der Achtelfinals der Champions-League fand auch aus deutscher Sicht - in Paris statt. Ein gewisser Julian Draxler erzielte in schlaksiger Eleganz ein Tor selbst und gab eine Vorlage zu einem weiteren beim krachenden 4:0-Sieg von Paris St. Germain über den FC Barcelona. In einer Truppe mit etlichen Weltklasse-Akteuren kommt Draxler ganz anders zur Geltung als auf Schalke und in Wolfsburg, wo viel allein auf seine Schultern abgewälzt werden sollte. Mit Toni Kroos hatte auch ein weiterer deutscher Spieler einen guten prächtigen Tag erwischt und erzielte ebenfalls ein Tor beim 3:1 von Real Madrid über Neapel. Nicht wie bereits gewohnt getroffen hat der Dortmunder Torjäger Aubameyang in Lissabon, weshalb die Tuchel-Truppe trotz Chancen in Hülle und Fülle mit 0:1 verlor. Die Bayern hingegen trafen mit lauter Traumtoren und zerlegten Arsenal London mit 5:1. Es waren zwei reifere Herren, über die das Bayern-Spiel hauptsächlich

lief: Philipp Lahm und Arjen Robben machten Tempo über die rechte Seite. So fiel das 1:0 durch Robben nach einer clever ausgespielten Überzahlsituation auf rechts, von wo Robben dann wie gewohnt nach innen zog und den Ball in den Winkel setzte. Und auch als das Spiel nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich etwas zu kippen drohte, kam der entscheidende Flankenball über rechts von Philipp Lahm, exakt auf den Kopf von Lewandowski, der das 2:1 besorgte. Danach gab es noch das große Schaulaufen von Thiago Alcántara mit zwei Treffern, also quasi vom Leistungsträger der Zukunft, wenn Lahm, Robben, Xabi Alonso dann mal weg sind. Fast wie immer, wenn Arsenal gegen die Bayern untergeht, war von Mesut Özil so gut wie nichts zu sehen. Okay: streichen wir das „so gut wie“! Die zur Schau getragene lässige Zufriedenheit von Thomas Tuchel nach dem 0:1 seiner Mannschaft in Lissabon wirkte etwas übertrieben. Man habe nicht gut, sondern sogar überragend gut gespielt. Nun ja, das ist halt die Kehrseite des sonst gerne

so eindeutig schimpfenden Tuchel (was ihm mittlerweile größtenteils als Schwäche ausgelegt wird): Er war auch ohne Tore zufrieden, weil sein Team tatsächlich griffig gespielt hatte. Deutlich wurde nur eben auch, dass Pierre-Emerick Aubameyang der einzige Torgarant der Dortmunder ist – und eben auch mal einen schlechten Tag haben kann, inklusive drei verballerten Großchancen und auch noch einem verschossenen Elfmeter. Trainer Thomas Tuchel wurde übrigens dafür kritisiert, dass er Aubameyang nach seinem versiebten Elfer raus nahm. Vielleicht sollte man ihn aber eher dafür kritisieren, dass er den für Aubameyang eingewechselten Schürrle unbedingt in Dortmund haben wollte. Das Rückspiel gegen Lissabon ist zwar machbar, aber angesichts der Dortmunder Abschlussprobleme nun auch noch nicht gebogen. Wir wissen ja alle, dass ein einziges Auswärtstor der Portugiesen dafür sorgen würde, dass die Verballermänner von Tuchel drei Dinger machen müssen.


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BUNDESLIGA

FUSSBALL

Samstag, 18. F

Mit dem Vertrauen gewachsen SC Freiburg. Spieler wie Philipp und Söyüncü sind typisch für die Tugenden von Streich mit Team. Von Michael Zäh

E

ine dermaßen erfolgreiche Saison des SC Freiburg überrascht dann schon. In den Spielen nach der Winterpause war die Streich-Truppe mit wirklich sehenswerter Leistung unterwegs: Die unglückliche Niederlage gegen die Bayern in der Nachspielzeit, die taktisch abgezockte Spielweise beim Heimsieg über die Hertha, auch das tolle Auftreten in Mönchengladbach, wo man über 70 Minuten das bessere und auch das gefährlichere Team war und nun erneut ein klar verdienter Heimsieg gegen Köln. In all diesen Spielen spürte man eine kaum für möglich gehaltene Stabilität im SC-Team. Ohne Witz kann man sagen, dass lediglich die Punkteausbeute nicht ganz optimal war. Es hätten tatsächlich auch vier Siege in diesen letzten vier Spielen sein können. Der Schuss von Maximilian Philipp, der kurz vor Schluss im Spiel gegen die Bayern nur Zentimeter am Tor vorbei zischte, die Großchancen von Grifo und Petersen beim Stand von 0:0 in Mönchengladbach - da war mehr drin. Und zwar einfach deshalb, weil dieses Team wirklich so stark ist, wie es in der Tabelle notiert wird. Vielleicht sogar noch einen Tick stärker. Also Platz acht, 29 Punkte, 13 Zähler vor dem Relegationsplatz 16, aber nur vier Punkte hinter Platz sechs, der zur Europa-League führen würde und nur fünf Punkte hinter Platz vier (derzeit Dortmund), der sogar zur Qualifikation in der Champions-League reicht. Nein, nein, da wird jetzt keiner spinnen in Freiburg. Aber

Tatsache ist, dass der SC diese fünf Punkte mehr locker auf dem Konto haben könnte, nach dem bisherigen Saisonverlauf. Die Stabilität des Teams hat sich nach der Winterpause noch weiter entwickelt. Dies hat natürlich auch mit der Formation zu tun, die Trainer Christian Streich gefunden hat und nun mit größtmöglicher Regelmäßigkeit aufs Feld schickt. Und dies wiederum hat mit der individuellen Entwicklung einzelner SC-Spieler zu tun. Zum Beispiel mit der eines Janik Haberer, der in der Hinrunde lange keine große Rolle spielte und inzwischen als Laufwunder in vorderster Linie unglaublich wertvoll ist. Und auch mit der von Caglar Söyüncü, der sich zum besten Zweikämpfer der Liga gemausert hat. Also gegen den möchte man wirklich nicht gerne spielen: Schnell, robust, kompromisslos. Fast schon zum Shootig-Star des Teams ist Maximilian Philipp geworden, auch wenn er gegen Köln einige Schwächen drin hatte (dann aber zum 2:1-Siegtor abstaubte). Diese Entwicklung von Spielern wie Söyüncü und Philipp zu echten Leistungsträgern in der Bundesliga (weshalb gerade bei Philipp natürlich schon wieder die größeren Klubs auf der Lauer liegen) ist eine typische Tugend von Christian Streich und seinem Trainerteam. Wenn es dann geklappt hat und es jedem auffällt, vergisst man allzu leicht, welche schwierigen Phasen es vorher gab (bsp. Fehler Söyüncü), die man gemeinsam mit Vertrauen überwinden musste.

Ein Vulkan, immerzu: Nicht nur beim Jubeln packt Caglar Söyüncü so richtig zu. Gegen den möchte man nicht spielen!

Modisch schick und mit sechs Saisontoren ziemlich treffsicher: Maximilian Philipp


BUNDESLIGA

Februar 2017

FUSSBALL

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Viele Spiele sind Hingucker Bundesliga. Die Partie des SC Freiburg in Hamburg ist typisch für die Lage in der Liga. Von Michael Zäh

A

lso, wenn der Dino eines gebraucht hat, dann einen Papa. Beim Hamburger SV ist derzeit ein Hoch eingetreten, nach gleich drei Siegen in Folge. Besonders das 3:0 zuletzt in Leipzig hat gezeigt, dass der Liga-Dino über ziemlich gutes Personal verfügt. Beispielsweise eben Kyriakos Papadopoulos, seit Schalker Tagen kein Unbekannter, zuletzt von Leverkusen nach Leipzig ausgeliehen, dann in der Winterpause vom HSV geholt. Und was macht der „Papa“ also: Er köpft gleich gegen Leverkusen das Siegtor, um dann in Leipzig den Führungstreffer ins Netz zu wuchten. Wer ihn nicht spielen lassen wollte, musste also büßen. Wohl dem auch, der sich solch einen Spieler mal eben im Winter holen und bezahlen kann. Und es war übrigens dann der zweite Winterneuzugang, der Brasilianer Walace, der in Leipzig das 2:0 besorgte. Wenn am Samstag (18. Februar, 18.30 Uhr) der SC Freiburg in Hamburg sein Gastspiel gibt, dann ist diese Partie auch ein bisschen typisch für die Gemengelage der Bundesliga in dieser Saison. Denn der SC fährt als Achter mit genau zehn Punkten Vorsprung zum Fünfzehnten der Liga. Und dabei ist der Unterschied zwischen diesen beiden Klubs am Beispiel zweier

Innenverteidiger am besten zu erkennen. Wo sich der HSV also Papadopoulos leistet, hat sich der SC Freiburg zu Saisonbeginn einen 20jährigen Spieler aus der zweiten türkischen Liga geholt und ihn gleich zum besten Zweikämpfer im deutschen Oberhaus entwickelt: Caglar Söyüncü. Die Partie des SC in Hamburg, die durchaus schwer werden wird, ist in dieser Saison aber auch Ausdruck für eine überraschende Konstellation in der Tabelle insgesamt. Von den ersten acht Teams, sind nur die Bayern und die Dortmunder dort auf jeden Fall zu erwarten gewesen. Ansonsten stehen da Leipzig (2.), Frankfurt (3.), Hoffenheim (5.), Hertha BSC Berlin (6.), Köln (7.) und eben der SC Freiburg (8.). Das wird umso aussagekräftiger, wenn man mal aufzählt, wer alles nicht unter den ersten acht Teams mit Anschluss an die europäischen Plätze steht: Bayer Leverkusen, Mönchengladbach, Schalke 04, der VfL Wolfsburg, sind allesamt finanziell und personell hochgradig potent und waren ja noch vergangene Saison ganz oben dabei. Der HSV und Werder Bremen sind nicht von dieser Kategorie, können sich aber ebenfalls Spieler leisten, von denen in Freiburg noch nicht einmal geträumt wird. Weil die Überraschungsteams von Leipzig über Frankfurt bis Freiburg völlig zurecht da oben stehen und die etablierten Finanzriesen von unten drücken, bleibt die Bundesliga in dieser Saison noch lange sehr spannend. Viele Spiele sind Hingucker!

Fotos: Neithard Schleier (2), Witters

Zwei Winterneuzugänge führen den HSV zu Siegen: Kyriakos Papadopoulus und Walace


Samstag, 18. Februar 2017

Samstag, 18. Februar 2017

Samstag, 18. Februar 2017

Ausgabe 217 am 18. Februar 2017

Samstag, 18. Februar 2017

Foto: Jenny Rohrbacher

Samstag, 18. Februar 2017

Nach vorne zeigen: Die Freiburger Heinrich Herrmann, Kevin Albancando und Luka Fritsch (v.l.) sind beim Europaprojekt des Aktionstheaters Pan.Optikum mit dabei

Zukunftsvisionen Das Theaterprpojekt „Hochwasserzukunft“ bringt Gymnasiasten und junge Flüchtlinge auf der Bühne und im Leben zusammen. Von Barbara Breitsprecher

W

as passiert, wenn Schülerinnen und Schüler des Montessori Gymnasiums Angell zusammen mit jungen Flüchtlingen Theater spielen? Es entstehen dynamische Prozesse, ergeben sich konstruktive Begegnungen und letztlich ergeben sich dabei wunderbare Freundschaften. Die Mitglieder des Aktionstheaters Pan. Optikum, die diese Zusammenarbeit inszeniert und organisiert haben, sind berührt und begeistert. Regie und Konzept des Theaterprojekts „Hochwasserzukunft“ stammen von Sigrun Fritsch, die diesmal von Sabine Choucair unterstützt wurde. Die gebürtige Libanesin, die Flüchtlingslager in der ganzen Welt besucht, um die Menschen dort mit akrobatischen Clownereien aufzuheitern, gibt ihre Erlebnisse unter dem Titel „Whispered Tales“ in erzählten Geschichten weiter (21. Februar, 19 Uhr, Café Huber, Wentzingerstraße 46, 25. Februar, 19 Uhr, Passage 46, Bertholdstraße 46). Die Theatercollage „Hochwasserzukunft“, die nun im Theater Freiburg im Kleinen Haus zu sehen sein wird, ist Teil des europaweiten Theaterprojekts „Power of Diversity – The Crossing Lines“, ein Europaprojekt des Theaters Pan.Optikum, das von der Europäischen Kommission gefördert wird. Dabei entwickeln Jugendliche aus verschiedenen Ländern unter Anleitung von Pan.Optikum zunächst eigene Stücke in ihrer Heimat, um dann im Sommer für eine gemeinsame Aufführung in Freiburg zusammen zu kommen. „Hochwasserzukunft“ schildert auf der Gegenwartsebene die Begegnung von Jugendlichen ganz unterschiedlicher Herkunft und dann noch einmal 20 Jahre später die Zukunftsebene. Es sind die möglichen

Lebensläufe der inzwischen Erwachsenen in zehn Visionen. Schritt für Schritt wurden mit den Jugendlichen Rollenbiografien, Textcollagen und tänzerische Bewegungsabläufe sowie Rap-Elemente erarbeitet. Das Leitmotiv des Wassers wurde gewählt, weil es einen Mehrfachcharakter hat: produktiv und zerstörerisch, emotional und voller Eigenleben. Die Geschichte, die entwickelt wurde, dreht sich um zwei Gruppen von Jugendlichen, die in einer Sommernacht beim illegalen Schwimmbadbesuch aufeinander treffen. Da sind die jungen Menschen mit Migratrionshintergrund und die anderen aus bürgerlichen deutschen Familien. Zunächst treffen sie agressiv und feindselig aufeinander, doch nach und nach schaffen es einige, sich offen zu begegnen und sich anzufreunden. Dann wird das Rad weiter gedreht und die Frage gestellt, wie ihr Leben in der Zukunft weitergeht. Konnten sie sich aus den Rahmenbedingungen und Abhängigkeiten, die Familie und Herkunft gesetzt haben, befreien? Gelingt ihnen ein selbstbestimmtes Leben? Die darstellenden Jugendlichen haben selbst verschiedene Zukunfstmodelle entworfen, Sigrun Fritsch zeigt sie alle. „Ich konnte da nicht auswählen, alle waren so stark und berührend – das mussten wir zeigen“, lacht sie. Sie hat erleben dürfen, wie die mitwirkenden Freiburger Schülerinnen und Schüler, die den syrischen, afghanischen und irakischen jungen Darstellern zunächst distanziert und verhalten begegnet sind, im Zuge des Theaterprojekts mit diesen zusammengewachsen sind. „Ein großes Glück“, strahlt sie und man möchte mitstrahlen. „Hochwasserzukunft“, Teil-Projekt „Power of Diversity“ des Aktionstheaters Pan.Optikum, 25. Februar, 20 Uhr, sowie 26. Februar, 18 Uhr, Kleines Haus Theater Freiburg, Tickets: 8/6 Euro; www.power-of-diversity.eu


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LEBEN

TIPPS

Samstag, 18. Februar 2017

Samstag, 18. Febru Theater

Konzert

AUSSTELLUNG ©Foto W. Volz, signiert, © CHRISTO

„Der Sturm“ landet im „Crash“ Studierende der Freiburger Schauspielschule zeigen im Rahmen der Experimentalbühnen-Werkstatt William Shakespeares „Der Sturm“. Aufgeführt wird das Stück nun an einem Abend auch im legendären

Freiburger Musikkeller „Crash“. Regie führt Markus Schlüter, die Musik stammt von Hannah Schwegler. Shakespeares Prospero, der vertriebene Herzog, der mit seiner Tochter auf einer Insel lebt, wurde von der Freiburger Schauspielschule kurzerhand zu einer Herzogin umgewandelt.

Verhüllungskünstler Christo und seine Frau Jeanne-Claude haben mit ihren spektakulären Kunstprojekten immer wieder verrückte Ideen Wirklichkeit werden lassen. Das Künstlerpaar hat seine Projekte stets selbst finanziert und die Besucher kostenlos daran teilhaben lassen. Schnürte Christo zu Beginn seiner Karriere noch Alltagsgegenstände zusammen, so verhüllte er später Bäume, ganze Bauwerke – hier auf dem Bild die Pont Neuf in Paris – und sogar Inseln.

„Der Sturm“ von Shakespeare, 5. März, 18 Uhr, Crash, Schnewlinstr. 7, Freiburg, Tickets: Tel.: 0761/381191

Die Ausstellung in der Kunsthalle Messmer in Riegel zeigt rund 100 Exponate von Christo, die die künstlerische Entwicklung des Künstlers hin zu immer ausgefeilteren und anspruchsvolleren Werken zeigt. Christo: Objekte – Zeichnungen – Collagen, noch bis zum 18. Juni, Di - So, 10 - 17 Uhr, Kunsthalle Messmer, Grossherzog-Leopold-Platz 1, Riegel, Eintritt: 12/10 Euro

Ausgabe 217 am 18. Feb Saxofon und Pferdekopfgeige In der Konzertreihe „Jazz am SchönSamstag, 18.diesmal Februarauf 2017 berg“ trifft Jazz Weltmusik. Die Jazzer Mike Schweizer, Matthias Stich, Peter Kleindienst, Michael Kiedaisch, Wolfgang Fernow und Frank Bockius haben auf

die aus der Mongolei stammende Sängerin und Pferdekopfspielerin Badamkhorol Samdandamba, Oudspieler Hadji Baba Ahmed aus Algerien und den aus Syrien stammenden Sazspieler Umut Topal eingeladen. Das Freiburger Sextett wird mit den Gästen traditionelle Musik und Jazz verweben. Jazz am Schönberg, 5. März, 17.30 Uhr, Vauban-Stadtteilsaal 037, Alfred-Döblin-Platz 1, Eintritt: 15/12 Euro

Puppentheater

Vorlesungsreihe

Theater

Ein Fest an das Leben für alle

Auf der Suche nach dem wahren Leben

Zähne putzen mit Hexe Klapperzahn

Kants „Kritik der Urteilskraft“

Bitterböse Komödie aus den USA

Krebs ist ein Schicksal, mit dem jeder von uns irgendwann in seinem Leben konfrontiert wird. Im Freundeskreis, Familienkreis, irgendwann kennt man jemanden, der betroffen ist. Der Verein „Jung und Krebs e.V.“ aus Freiburg, der aus jungen Menschen mit und ohne Krebs besteht, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene zu unterstützen. Größtes Standbein ist die Selbsthilfegruppe, die sich zweimal im Monat trifft, um sich im lockeren Kreise auszutauschen. Egal wie „krank“ wir auf dem Papier sind, wir haben Freude

Rainer Suchan, Studioleiter des SWR Studio Freiburg, im Gespräch mit der Freiburger Filmautorin Sigrid Faltin. Die Dokumentarfilmerin will Filme machen, die das wahre Leben zu zeigen. Dafür hat sie schon etliche Preise bekommen, unter anderem in New York für ih-

Die Freiburger Puppenbühne zeigt mit Hexe Klapperzahn ein „Zahngesundheitsstück“ für Kinder von vier bis acht Jahren. Die Hexe ist ganz wild auf Süßigkeiten und Cola. Immer wieder ist sie auf der Suche nach neuen Leckereien. Eines Tages ergibt sich eine günstige Gelegenheit, denn Seppel hat sein ganzes Taschengeld für Süßigkeiten ausgegeben. In einem unbeobachteten Moment gelingt es der Hexe, Seppels Einkäufe zu entwenden. Die kleinen Zuschauer erleben durch das Spiel, dass sie selbst etwas tun

Noch einige wenige Plätze sind frei! Prof. Bernd Harbeck-Pingel lädt ein zu einem Ferienkurs der besonderen Art: der Auseinandersetzung mit Kant und seiner „Kritik der Urteilskraft“. Keineswegs ein Luxus, sich diesem Thema jetzt und zu anderen stürmischen Zeiten zu

Fünf Brautjungfern im gleichen hässlichen Kleid treffen sich im Schlafzimmer von Meredith, der kleinen Schwester der Braut, auf der Flucht vor dem Trubel der Hochzeitsgesellschaft. Für alle fünf wird die Hochzeit Anlass, über die eigene Vergangenheit und Zukunft nachzudenken. An diesem Abend wird getrunken, geheult, gekifft und geredet. Mit leichter Melancholie, Ironie und einer großen Portion Hoffnung erzählt Stück von der Suche nach dem Glück, dem Zwang, stets perfekt sein zu wollen, und

an unserem Leben, die wir weitergeben möchten. Jetzt feiert „Jung und Krebs“ wieder einmal ein Fest für und mit jungen Menschen mit Krebs und selbstverständlich für alle anderen auch. Die „Hommage+, das Fest ans Leben“ wird ein bunter Abend mit viel Musik, Zauber, Tanz, Comedy und Redebeiträgen. „Fest an das Leben“ des Vereins „Jung und Krebs“, 4. März, 19 Uhr, Forum Merzhausen, Dorfstraße 1, Merzhausen, Eintritt frei

ren international produzierten Film über Hilla von Rebay, die Gründerin des Guggenheim Museums. Sie hat Filme wie „La Paloma“ gedreht und eine Patchwork-Familie porträtiert oder die Geschichte einer Liebe zu einem „Knacki“ gezeigt. Mit dem Buch „Scheiterst du schon oder schraubst du noch“, das sie parallel zu ihrem Film „Der Kunde als Knecht“ schrieb, kam sie auf die Spiegel-Bestsellerliste. Gerade beschäftigt sie sich mit Freiburger Fahrrädern… Das SWR-Gespräch bietet einen Einblick in die Arbeit der Filmautorin. . SWR Live – Talk im Funkhaus mit Sigrid Faltin, 22. Februar, 19 Uhr, SWR Schlossbergsaal Freiburg, Kartäuserstr. 45, Eintritt frei

©Foto: wikipedia

Talk

©Foto: Igor Zhorov - Fotolia

Fest

müssen, um gesund zu bleiben. Und sie lassen sich auch nicht von der listigen Hexe Klapperzahn verführen, die den Kindern weismachen will, dass Zähneputzen doch völlig überflüssig sei… Im Gegenteil: Die Kinder sind es selbst, die Ratschläge erteilen, wie man die Zähne richtig putzt!

widmen. Prof. Dr. Harbeck-Pingel ist Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Studierende und alle an theologischen und religionspädagogischen Themen Interessierte (auch von außerhalb der Hochschule) sind bei diesem Kurs willkommen. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Vorbereitung der Lektüre „Kritik der Urteilskraft“ vor Beginn des Seminars. Es wird an ausgewählten Textpassagen zu den Themen Urteilen, Verstehen, Kunst, Natur, Religion, Ziele gearbeitet. Mehr Infos: www.eh-freiburg.de

von dem Wunsch nach Liebe und Geborgenheit. Das Theaterensemble Puck zeigt unter der Regie von Nuscha Nistor, musikalisch begleitet von Mathias Willaredt-Nistor, diese bitterböse Komödie von Alan Ball, dem Schöpfer der TV-Serie „Six Feet Under“ und des Films „American Beauty“.

Freiburger Puppenbühne, „Viel Dreck bei Hexe Klapperzahn“, 22. 2., 15 Uhr u. 16.30 Uhr, Podium der Harmonie, Grünwälderstr. 16

Kant, „Kritik der Urteilskraft“, 28.3. - 30.3., jew. 11-13 Uhr und 14-16 Uhr, Evang. Hochschule Freiburg, Altbau, UG, Raum U1

Theaterensemble Puck, „Fünf im gleichen Kleid“, Premiere: 2. März, 20 Uhr, Experimentalbühne E-Werk, Eintritt: 17/12 Euro


Die heiße Phase beginnt Schmutziger Dunschdig bis Fasnetmendig: Rathaussturm, Hemdglunker, Straßen- und Beizefasnet, Kinder- und großer Fasnetmendig-Umzug

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Ab 16.15 Uhr beginnt am gleichen Tag dann der Sternmarsch der Hästrägergruppen vom Regierungspräsidium zum Rathausplatz. Das Rathaus wird dann um 16.45 Uhr gestürmt und die Narren entmachten den Oberburgermeister Dieter Salomon. Gegen 17 Uhr startet dann der Hemdglunkerumzug und um 17.31 Uhr folgt das Stellen des Narrenbaumes vor dem Rathaus durch die Zunft der Fasnetrufer. In diesem Jahr wird bei der Straßenfastnacht nicht mehr in kleine und große Straßenfasnet unterteilt. Speziell am Samstag soll dagegen die Straßenfastnacht stärker belebt und in die Abendstunden ausgeweitet werden. Auf den verschiedenen Plätzen wird es dabei auch kleine Konzerte von Musikkapellen und Guggenmusikern geben. Und wer dann noch nicht genug hat, kann bei der Beizefasnet gleich weiterfeiern. Die wurde im vergangenen Jahr erstmals eingeführt und hatte sich bestens bewährt. Vom 23. bis 27. Fe-

Foto: Clemens Schler - Fotolia

etzt beginnt die heiße Phase der Fastnacht: Am Schmutzigen Dunschdig, 23. Februar, ab 15.30 Uhr wird erst einmal die Belagerung des Rathausplatzes in Freiburg.

bruar gibt es bei den teilnehmenden Freiburger Kneipen jeden Abend närrisches Treiben. Am Fastnachtssonntag, 26. Februar, gibt es um 11 Uhr in der St. Martinskirche am Rathausplatz eine Hästrägermesse, zu der alle großen und kleinen Narren willkommen sind.Am Nachmittag wird dann der Elferrat mit seinem Wagen vor dem „Basler Hof“ aufwarten und um 15.45 Uhr beginnt der Kinderumzug des BNZ-Narresome. Von der Turmstraße aus geht es in die Innenstadt. Am Fasnet-Mendig, 27. Februar, startet um 14 Uhr der große Rosenmontagumzug. Der Umzug beginnt am Schwabentor und führt

über die Herrenstraße, den Münsterplatz, die Kaiser-Joseph-Straße und den Friedrichring. Ab hier wird es wegen der Bauarbeiten am Rotteckring eine Streckenänderung geben. Es geht dann über die Merianstraße, den Rathausplatz, die Rathausgasse wieder zur Kaiser-Joseph-Straße und endet dann zum Holzmarktplatz. 120 Zünfte und Gruppen, 35 Musikgruppen, Fanfarenzüge, Guggenmusikgruppen sowie Schalömeien-Kapellen werden am Fasnetmendig-Umzug teilnehmen. Die Teilnehmer kommen unter anderem aus der Ortenau, dem Hochschwarzwald, dem Bodenseeraum und aus der Schweiz.

Nur einer zahlt RVF-MobilTicket-Aktion für alle Fastnachtsnarren: „Einer für alle“ – närrisch gutes Gruppenangebot für 24 Stunden

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m Rosenmontag, den 27. Februar, sind alle Narren und Besucher von Umzügen und Fasnetsveranstaltungen im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) mit Bus und Bahn clever unterwegs: Unter dem Motto „Einer für Alle“ können Kunden des MobilTickets auf die Tageskarte Regio24 für eine Person bis zu vier weitere Personen kostenlos mitnehmen. Die Regio24 gilt 24 Stunden ab Kauf und ermöglicht eine flexible

Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Als Kleingruppe kostet die per Smartphone gekaufte Regio24 für den Besuch des Narrenumzugs im Nachbarort nur 6 Euro statt 12 Euro (Preisstufe 1). Bei verbundweiten Fahrten, zum Beispiel zum großen Umzug nach Freiburg oder von Freiburg nach Endingen, sparen fünf Personen damit 12 Euro. Einfach mit der RVF-App FahrPlan+ oder der App VAG mobil per Smartphone eine Regio24-Fahrkarte für eine Person kaufen (Preisstufe 1 oder verbundweit). Dies ist bis zu sieben Tage im Voraus möglich. Das Angebot gilt nur für am Rosenmontag gültige, mobil gekaufte Regio24-Fahrkarten. Die Apps sind über die RVF- und VAG-Webseite aufrufbar oder den QR-Code direkt gleich hier scannen. Die ab 24 Stunden gültige Fahrkarte Regio24 ist jederzeit ohne genanntes Aktionsangebot

an allen Automaten, Verkaufsstellen und bei den Busfahrern erhältlich. Übrigens: Die Regio24 für eine Person erlaubt immer die unentgeltliche Mitnahme von bis zu vier Kindern bis einschließlich 14 Jahren.

Für Gruppen ab 10 Personen empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung beim befördernden Busunternehmen, Infos dazu unter www.rvf.de/gruppenfahrten.

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MARKT

FASTNACHT

Samstag, 18. Februar 2017

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B u s r e i s e n 2017 Termin: 18.03.-22.03. 26.03.-30.03. 05.04.-09.04. 13.04.-17.04. 13.04.-17.04. 14.04.-17.04. 20.04.-25-04. 20.04.-25.04. 27.04.-01.05. 28.04.-01.05. 03.05.-08.05. 11.05.-15.05. 12.05.-15.05. 18.05.-23.05. 25.05.-28.05.

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B u s - T a g e s r e i s e n 2017 07.03. 15.03. 18.03. 19.03.

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Oestreicher’s gemütlich fröhliche Kaffeefahrt Werksbesichtigung bei Mercedes Benz in Sindelfingen Traktormuseum Bodensee in Uhldingen inkl. Eintr., Führung, Mittagessen Passionsspiel Masevaux/Elsaß in Deutsch 14.00-19.00 Uhr inkl. Eintritt inkl. Mittagessen 25.03. 07:00 Outletcity Metzingen oder Aufenthalt in der Fachwerkstadt Reutlingen 26.03. 07.30 Lötschberg-Basistunnel-Besichtigung (modernster Eisenbahntunnel der Welt) inkl. Führung Tunnel, Betriebszentrale + Interventionszentrum/-Treppe 01.04. 05:00 Veterama Hockenheim – Der Markt für Oldtimerliebhaber inkl. Eintritt 04.04. 12:30 Oestreicher’s gemütlich fröhliche Kaffeefahrt 08.04. 09:00 Royal Palace in Kirrwiller/Elsaß Show „Image” inkl. 3-Gang-Menü RF ca. 18:00 Uhr (1 Mo.) 16.04. 04:00 Lago Maggiore Markt in Cannobio (5 Std.) 17.04. 08:30 Die kulinarische Ostermontagsfahrt ins Blaue inkl. Mittagsmenü 22.04. 07:30 Königliches Flanieren durch die Burg Hohenzollern inkl. Eintritt 23.04. 07:00 Insel Mainau, Trachtentag und Orchideenschau inkl. Eintritt 28.04. 16:30 Konzert „Oeschs die Dritten“ im Haus des Gastes in Schonach Block B Beginn 20:30 Uhr Block C 29.04. 08:00 Wildromantische Elsaß-Rundfahrt inkl. Menü auf Ferme in den Vogesen 30.04. 08:00 Musical Stuttgart „Mary Poppins“ Kat. 1= 151.- Kat. 2 30.04. 08:00 Musical Stuttgart „Tanz der Vampire“ Kat. 1= 151.- Kat. 2 30.04. 08:00 Mercedes-Benz oder Porsche Museum Stuttgart, RF 17:00 Uhr inkl. Eintritt Info/Buchung Mo.- Fr. 8.30-12.00+13.30-17.30

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Samstag, 18. Febru

Zeit voller Erfahrung

Ausgabe 217 am 18. Feb

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet jungen Menschen viele Chancen. Samstag, 18. Februar 2017 Es dient zur Orientierung und wird als Vorpraktikum anerkannt.

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as Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein Freiwilligendienst für junge Menschen. Ein FSJ bietet viele Möglichkeiten, einen Einblick in interessante Berufsfelder zu bekommen. Außerdem kann die bildungs- und erfahrungsreiche Zeit im FSJ zur persönlichen Weiterentwicklung und zur Berufsorientierung genutzt werden.

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deinen Freiwilligeniwilliges Soziales Jahr, Melde dich für dein Fre (07 61) 319 16- 65. an: h fac ein f Ru ! um dienst oder dein Praktik ser vice ry social year, voluntary Join us for your volunta 761 319 16- 65. +49 l: cal a us e giv t or traineeship! Jus

In einem FSJ engagiert man sich für andere und leistest damit freiwillig einen wertvollen Beitrag zum Zusammenleben, ohne den unsere Gesellschaft so nicht möglich wäre. An einem FSJ sind immer drei „Parteien“ beteiligt: ein/e Freiwillige/-r, eine Einsatzstelle (in der du in deinem Einsatzbereich arbeitest) und ein Träger. Jede/-r dieser drei Beteiligten übernimmt im FSJ unterschiedliche Aufgaben, damit alles reibungslos funktioniert und der Freiwilligendienst eine Bereicherung für alle ist. Um ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen, benötigt man keinerlei Vorpraktika oder Erfahrungen. Die einzige Bedingung

Foto: fotolia, ehrenberg-bilder

für eine Bewerbung im FSJ ist, dass die Vollzeitschulpflicht erfüllt ist und man höchstens 26 Jahre alt ist. Während eines FSJ darf das 27. Lebensjahr nicht vollendet werden. Sollte dies jedoch der Fall sein, kann man sich auch für einen Bundesfreiwilligendienst bewerben. Eine Bewerbung ist unabhängig von Schulnoten, der Art des Schulabschlusses oder Zeugnissen. Wichtigste Voraussetzungen sind das Interesse und die Motivation. Man sollte Lust haben, sich zu engagieren, bereit sein, Neues zu lernen und sich auf bisher Unbekanntes einzulassen. Auch geflüchteten

Menschen steht unter bestimmten Bedingungen das FSJ offen. Beim FSJ bekommt man ein monatliches Taschengeld und teilweise Zuschüsse zu Unterkunft und Verpflegung, eine Sozialversicherung und man hat Anspruch auf Kindergeld, sofern das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet ist. Ebenso hat man als Jahresurlaub mindestens 25 Tage bei einem zwölfmonatigem Einsatz sowie Anspruch auf Bildungstage und Begleitseminare. Und man bekommt ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Das FSJ wird als Vorpraktikum und/oder Wartezeit für ein Studium anerkannt.

FSJ oder BFD bei der Caritas in Freiburg: Sammle Erfahrungen Gain experience Unterstütze Kinder, Ältere oder Menschen mit Behinderung Support children, elderly or challenged people In einer unserer 60 Einrichtungen in Freiburg und Umgebung In one of our 60 facilities in Freiburg and area WG-Zimmer frei! We provide housing! Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. Herrenstraße 6 79098 Freiburg . Telefon (07 61) 319 16-0 . fsj@caritas-freiburg.de www.caritas-freiburg.de . www.facebook.com/caritas.freiburg

Mehr Persönlichkeit Der Freiwilligendienst beim Internationalen Bund bietet eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung

S Die Diakonie Kork ist eine Spezialeinrichtung für epilepsiekranke und Menschen mit Behinderungen. In Fachkliniken, differenzierten Wohnangeboten, einem Schulverbund sowie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten verschiedene Berufsgruppen. Die Einrichtung ist mit etwa 1.350 Mitarbeitern die größte Arbeitgeberin in der großen Kreisstadt Kehl.

Ganzjährig bieten wir an • vergütete Vorpraktika für eine Ausbildung in oder in vergleichbaren Ausbildungsgängen • Freiwilliges Soziales Jahr • Bundesfreiwilligendienst Neugierig? Mehr erfahren Sie unter www.diakonie-kork.de Fragen und Bewerbungen richten Sie bitte an: Diakonie Kork Personalabteilung Landstr. 1, 77694 Kehl bewerbung@diakonie-kork.de

Der Erwerb sozialer, ökologischer, kultureller und interkultureller Handlungskompetenzen und der Gewinn an Lebenserfahrung sind wertvoll für die berufliche und persönliche Zukunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Nicht wenige haben dabei sogar ihren „Traumberuf“ gefunden. Denn rückblickend wird dieses Jahr häufig als eine intensive und wertvolle Zeit im bisherigen Leben wahrgenommen“, berichtet Ingrid Bockstahler, Leiterin der IB-Freiwilligendienste in Freiburg. Geeignet ist das FSJ für junge Menschen, die ihre Schulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie können ein FSJ ideal als Orientierungsjahr

Foto: IB

ich ausprobieren und mutig Neuland betreten, eigene Grenzen erfahren, sich entwickeln und sich dabei neue Ziele stecken – solche Chancen bietet der Freiwilligendienst. Praktisch tätig werden, für sich selbst, für Kinder, für alte und behinderte Menschen in Kliniken oder Rehazentren. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten und die Bildungsmöglichkeiten auch im Rahmen von Seminartagen sind groß.

Sich weiterentwickeln und ausprobieren: Junge Menschen können nach der Schulzeit ein FSJ als Orientierung nutzen und Erfahrungen sammeln. zwischen Schule und Beruf nutzen. Ein FSJ kann als Praktikum für sozialpflegerische und sozialpädagogische Ausbildungen anerkannt werden. Bei der Vergabe von Studienplätzen durch die ZVS wird es auf die Wartezeit angerechnet. Der Bundesfreiwilligendienst steht grundsätzlich allen Altergruppen offen. Somit haben auch Personen ab dem 27. Lebensjahr die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren.

Der BFD kann beispielsweise eine Perspektive nach dem Arbeitsleben oder der Kindererziehung sein, aber bietet auch Möglichkeiten, mit anderen Menschen zusammenzukommen und sich persönlich weiter zu entwickeln. IB Freiwilligendienste, Ingrid Bockstahler, Mülhauserstraße 9 79110 Freiburg, Tel. 0761/45986 - 210 www.internationaler-bund.de


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Theorie und Praxis

Edith-Stein-Schule: Berufliches Gymnasium für Agrarwirtschaft, Berufsoberschule für Sozialwesen Samstag, 18. Februar 2017 und Weiterqualifizierung zur Altenpflegehelferin, Hauswirtschafterin oder Kinderpflegerin

Mit seinem Unterrichtsangebot wird einerseits die Studierfähigkeit gefördert und andererseits auf die technologischen, ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen der agrarwirtschaftlichen Arbeitswelt vorbereitet. Das nach drei Jahren erworbene Abitur ist eine bundesweit anerkannte Allgemeine Hochschulreife und auf keine Studienrichtung beschränkt, legt jedoch gute fachliche Grundlagen für Studiengänge in den Bereichen Agrar-, Bio-, und Forstwissenschaften, Umwelttechnologien, Tiermedizin oder auch für

©Foto: fotolia, Vladimir Gerasimov

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ollen Sie nach dem mittleren Bildungsabschluss das Abitur erlangen? Hier bietet die Edith-Stein-Schule mit dem Agrarwissenschaftlichen Gymnasium AG ein in weitem Umkreis einmaliges Profil. Neben den üblichen allgemeinbildenden Fächern, die zum Erreichen der „Allgemeinen Hochschulreife“ erforderlich sind, vermitteln die Fächer Agrarbiologie, Agrar- und Umwelttechnologie sowie Wirtschaftslehre richtungsspezifisches Wissen in den Bereichen Biologie, Ökologie, Nahrungsmittelproduktion, Tierhaltung und Pflanzenzucht. Wahlfächer sind Biotechnologie und in der Kursstufe Landwirtschaftliche Produktionstechnik. Der Umweltschutzgedanke ist als durchgängiges Unterrichtsprinzip im Lehrplan Agrarbiologie verankert.

Lehramtsstudiengänge in naturwissenschaftlichen Fächern. Die Verzahnung von Theorie und Praxis durch die Agrarabteilung der Edith-Stein-Schule mit ihren Ausbildungsberufen - Winzer, Landwirt, Gärtner, Floristen – ist dabei vorbildlich. Ist es Ihr Ziel nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung das Abitur zu erreichen? An der Berufsoberschule für Sozialwesen ist dies in nur zwei Jahren möglich. Mit den Profilfächern Biologie und Gesundheitslehre, Pädagogik und Psychologie nebst Wirtschaftslehre kann die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erworben werden.

Möchten Sie wieder in den Beruf einsteigen, sich im Beruf weiter qualifizieren und die Kindererziehung mit Ihrer eigenen Ausbildung in Einklang bringen? Hier bietet die Edith-SteinSchule gute Möglichkeiten: In nur 18 Monaten kann bei entsprechender Voraussetzung in ein bis zwei Schulnachmittagen direkt zur Altenpflegehelferin, zur Hauswirtschafterin oder Kinderpflegerin ausgebildet werden. Die neuen Kurse starten im September 2017. Eine externe Abschlussprüfung beendet diese Ausbildungen. Die Kurse sind kostenfrei. Es gelten die üblichen Schulferien. Wie muss man sich eine solche Ausbildung vorstellen? Die Teil-

nehmer des Kurses zum Erwerb der Qualifikation „Staatlich anerkannter Altenpflegehelfer“ müssen beispielsweise bis zur Prüfung 800 Stunden einschlägige praktische Tätigkeit vorweisen, die von den Pflegeeinrichtungen anerkannt werden können. An einem Nachmittag besuchen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen berufsbegleitend die Edith-Stein-Schule, am Ende steht eine Externenprüfung für den Berufsabschluss Altenpflegehelfer an. Besonders interessant ist diese Ausbildung für Hauswirtschafterinnen, bei denen ein Nachweis von mindestens 280 Praxisstunden genügt, sofern diese in einer stationären Einrichtung absolviert worden sind. Hauswirtschafterinnen können sich auch weiterbilden zur Hauswirtschaftsmeisterin. Der Meisterkurs startet ebenfalls im September. Er bereitet in zwei Jahren an zwei Tagen in der Woche auf die Meisterprüfung vor. Hierfür muss Schulgeld bezahlt werden, eine Prüfungsgebühr entfällt. Für die beruflichen Gymnasien gibt es ein zentrales Anmeldeverfahren am Regierungspräsidium, die anderen Anmeldungen sind noch direkt an der Schule möglich. Weitere Informationen unter www.hls-freiburg.de oder Tel.: 0761/201-7766 und -7769

Sie wollen das Abitur erwerben? • Agrarwissenschaftliches und gesundheitswissenschaftliches Gymnasium Vorrausetzung: Mittlerer Bildungsabschluss (Realschule, Berufsfachschule, Werkrealschule) mit einem entsprechenden Notendurchschnitt. Ein Wechsel vom allgemeinbildenden Gymnasium ist nach Klasse 9 oder 10 möglich. • Berufsoberschule für Sozialwesen Vorrausetzung: Mittlerer Bildungsabschluss (Realschule, Berufsfachschule, Werkrealschule) mit einem entsprechenden Notendurchschnitt und eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Sie wollen nebenberuflich einen Beruf erlernen?

• Hauswirtschafterin berufsbegleitend in Teilzeit: BFQ-Ernährung (Hauswirtschaft) • Altenpflegehelfer berufsbegleitend in Teilzeit: BFQ-Pflege

Sie wollen sich berufsbegleitend weiterqualifizieren? • Meisterschule Hauswirtschaft

Alle Schularten starten im September 2017. In allen Schularten gilt Lernmittelfreiheit.

Bewerbung: Zentral für AG und GG, ansonsten direkt an der Edith-Stein-Schule Nähere Informationen erhalten Sie unter

www.hls-freiburg.de oder telefonisch 0761/201-7766 und -7769.

MELDUNGEN

Konstruktion mit CAD Mit dem Grundkurs in CAD mit Auto CAD I bekommen die Teilnehmer einfache Grundlagen der Konstruktions- und Zeichentechnik vermittelt. Der Fachkurs an der Gewerbe Akademie Freiburg beginnt am 14. März. Gelernt werden dabei Befehlseingaben, Dateimanagement, Zeichnungshilfen, Zeichen- und Editierbefehle. Bemaßung und Zeichnungsvorlagen sind weitere Themen. Vorkenntnisse im konventionellen Zeichnen sind erforderlich. Der Fachkurs kann unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur finanziert oder aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert werden.

Infos: Gewerbe Akademie Freiburg, Telefon 0761/ 15250-0 oder unter www.wissen-hoch-drei.de

Bildung & Begegnung Ein Begegnungscafé in Kombination mit Deutschangebot und gleichzeitiger Kinderbetreuung: Mit diesem Konzept erreicht BiFF (Bildung und Begegnung integriert Flüchtlingsfrauen) derzeit rund 30 Frauen, die vorwiegend aus Syrien aber auch aus afrikanischen Ländern stammen. Das bundesweit einmalige Modellprojekt der Waisenhausstiftung Freiburg, das durch sein niederschwelliges und unbürokratisches Konzept ungewöhnlich ist, erhält regen Zulauf. Nun hat der Stiftungsrat eine Erweiterung des Angebotes beschlossen. Das Begegnungscafé ist statt an drei nun an fünf Vormittagen geöffnet. Dazu wird das Fachpersonal um eine halbe Stelle aufgestockt. „Bildung und Kinderbetreuung Hand in Hand – BiFF ist ein unbürokratisches Angebot für Flüchtlingsfrauen mit Kindern, das als Marktlücke einen wichtigen, niederschwelligen Bedarf abdeckt“, so Stiftungsdirektorin Marianne Haardt. BIFF ist eine Kooperation zweier Stiftungen (Waisenhausstiftung und Adelhausenstiftung) und wird als Modellvorhaben durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) mit 50.000 Euro unterstützt. Die Gesamtkosten von BiFF bis Ende 2018 belaufen sich auf rund 480.000 Euro. Die Stadt Freiburg übernimmt Mietkosten für die Räume im Sandfangweg in Höhe von 98.000 Euro, die Kinder- und Jugendhilfe der Waisenhausstiftung leitet das Projekt.


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Auf die Mischung kommt es an Beruf Pharmakantin: Lisa Rupp lernt in ihrer dualen Ausbildung wie man Pulvermischungen für Kapseln und Tabletten herstellt oder Rezepturen mischt. ach dem Abitur entschied sich Lisa Rupp bewusst für eine Ausbildung. Als angehende Pharmakantin hat sie sehr gute berufliche Perspektiven.

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Lisa Rupp macht eine duale Ausbildung zur Pharmakantin. Foto: BMBF/Sascha Baumann/akz-o

Die Begeisterung für ihren Beruf begann bei Lisa Rupp im Chemieunterricht. „Für mich war es ein Highlight, wenn wir Versuche gemacht haben“, sagt die 20-Jährige. Nach ihrem Abitur an einem Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium stand, das war ihr klar, eine Ausbildung an: „Ich muss etwas anfassen können, um es zu begreifen“, sagt sie. Auf Ausbildungsmessen informierte sie sich über Perspektiven in den Berufsfeldern Chemie und Pharmazie. So entdeckte sie die Ausbildung zur Pharmakantin – und ist seit über einem Jahr mit

Außerdem füllt sie Produkte ab, etikettiert sie und macht sie fertig für den Versand. „Das gehört bei jedem Produkt dazu.“ An anderen Tagen steht sie im Labor und mischt Rezepturen. Ihre Eltern sind stolz auf ihre Berufswahl. „Ich bin die Einzige in der Familie, die etwas mit Chemie macht“, sagt sie. Mittlerweile erkundigt sich ihre ganze Verwandtschaft nach ihrer Arbeit. Die Anerkennung ihrer Ausbilder sieht die junge Frau darin, wie viel Verantwortung ihr übertragen wird. „Bereits nach wenigen Versuchen durfte ich Gelatine unter Aufsicht

Freude dabei. Als Nachwuchskraft im Kräuterhaus Sanct Bernhard, ein mittelständisches Unternehmen in Bad Ditzenbach, produziert und vertreibt sie Naturheilmittel und -kosmetika. Entsprechend

vielfältig sind ihre Aufgaben. „Genau das gefällt mir“, sagt Lisa Rupp. Sie stellt Pulvermischungen für Kapseln und Tabletten her und ist am Fertigungsprozess von Weichgelatinekapseln beteiligt.

selbst herstellen.“ Keine leichte Aufgabe, denn bei dem Prozess kann viel schiefgehen. Überhaupt sind Sorgfalt und eine saubere und präzise Arbeitsweise sehr wichtig in dem Beruf. „Schließlich trägt man die Verantwortung für die hergestellten Produkte.“ Qualitätsanalysen gehören genauso zu ihren Aufgaben wie die Betreuung der produktionstechnischen Anlagen. Wer den Beruf ergreifen möchte, sollte daher auch ein gewisses IT-Verständnis mitbringen. Viele Prozesse laufen mittlerweile EDV-gestützt. Lisa Rupp ist fasziniert von all den unterschiedlichen Rezepturen. Später möchte sie für den Herstellungsprozess noch mehr Verantwortung übernehmen – „dann als Industriemeisterin in der Fachrichtung Pharmazie“.

DIGITALE ZAHNTECHNIK

Handwerk & digitale Technik

Komzet-Signet Kompetenzzentrum Digitale Zahntechnik der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg Das Kompetenzzentrum Digitale Zahntechnik an der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg trägt nun 5 offiziell das Komzet-Signet nach den Richtlinien der Bundesregierung. Nach einer mehrjährigen Projekt- und Anerkennungsphase überreichte Prof. Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die entsprechende Urkunde an Kammerpräsident Johannes Ullrich. Auch Vertreter und Vertreterinnen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, der Zahntechniker-Innung Baden-Württemberg sowie der Karlsruher Carl-20 Engler-Schule. Die vorausgegangene Arbeit hat damit nach einvernehmlicher Ansicht einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Zahntechnikerhandwerks geleistet. Trotz digitalem Fortschritt wird dabei großer Wert auf die Bedeutung des Menschen gelegt. Denn bei allen technischen Innovationen ist es notwendig, kreativ zu bleiben. Dafür braucht es die Praktiker aus dem Handwerk. Nachdem die Digitalisierung bislang im Bereich der Meisterausbildung Einzug gefunden hat,

steht nun die Integration digitaler Einsatzmöglichkeiten in die Erstausbildung auf der Agenda der Verantwortlichen. Sonja Weiss, Ausbildungsmeisterin in der Zahntechnik an der Gewerbe Akademie, stellte hierfür das Sonderprogramm „Dental Digital“ vor. Unter dem Motto „Handwerkliche Wurzeln – digital gekrönt“ geht es um die Frage, welches digitale Knowhow die angehenden Gesellinnen und Gesellen erlernen sollten und welche handwerklichen Fertigkeiten nach wie vor ein unverzichtbares Alleinstellungsmerkmal des modernen, innovativen Zahntechnikers bleiben werden. Das Kompetenzzentrum Digitale Zahntechnik ist eines von sieben Kompetenzzentren in Deutschland, welches im vergangenen Oktober den Zuschlag zur Einführung eines Sonderprogrammes zur Digitalisierung von überbetrieblichen Bildungsstätten in unterschiedlichen Handwerksberufen erhalten hat.

Mehr Infos: https://zahntechnik.wissenhoch-drei.de/kompetenzzentrum_ digitale_zahntechnik


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Liebe zum Getreidekorn

Weiterbildungen Weiterbildungen Umschulungen Umschulungen Sprachkurse Sprachkurse TrainingCenter TrainingCenter

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Ausbildung zur Pflanzentechnologin:. Lena Gaczensky lernt an einem Forschungsinstitut den Anbau und die Züchtung neuer Kulturpflanzen

Samstag, 18. Februar 2017

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Kontakt: Dominik Vatter Bertoldstraße 54 79098 Freiburg

uf dem Feld, im Gewächshaus und im Labor: Die angehende Pflanzentechnologin Lena Gaczensky lernt an einem Forschungsinstitut den Anbau und die Züchtung neuer Kulturpflanzen.

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Berufliches Wissen für die Praxis

Großen Spaß macht Lena Gaczensky die Ausbildung zur Pflanzentechnologin.  Foto: BMBF/Marion Hunger/akz-d Die Vielseitigkeit des Berufs der Pflanzentechnologin überzeugte sie: „Ich arbeite auf dem Feld, dort säe ich aus, beobachte das Wachstum der Pflanzen, ernte.“ Andere Aufgaben führen sie in eines der vielen Gewächshäuser. Auch hier dreht sich alles um das Züchten und Beobachten von Pflanzen, meist von Getreidepflanzen sowie vielen anderen Kulturarten. Schließlich ist da noch die Laborarbeit. Zum Beispiel überprüft Lena im sogenannten Keimlabor, ob das Saatgut ©Foto: BMBF/Marion Hunger/akz-o

Mit einem kleinen Beet hat alles angefangen. Kartoffeln, Tomaten und Salat pflanzte Lena Gaczensky als Kind im Garten ihrer Eltern. Ihr Interesse für die Biologie nahm hier seinen Anfang, berichtet sie. „Mein Opa war Landwirt. Deshalb habe ich einen guten Einblick in das Landwirtschaftliche“, sagt die heute 17-Jährige. Seit zwei Jahren absolviert sie eine Ausbildung zur Pflanzentechnologin am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Das IPK kennt sie schon aus der Schulzeit. „In der 7. und der 9. Klasse machte ich dort ein Praktikum“, sagt sie. Damals lernte sie die Grundlagen der Arbeit mit Saatgut kennen. Bei einer Berufsberatung bei der Arbeitsagentur erfuhr Lena anschließend von dem noch neuen Ausbildungsberuf der Pflanzentechnologin. „Ich hatte zuvor überlegt, Biologielaborantin zu werden, doch nur im Labor wollte ich nicht arbeiten.“

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Meistervorbereitungskurs Teil 4, Teilzeit Do 18:15–21:30, Sa 8:00–13:00, 120 UE, Freiburg

Info-Line: 0761 15250-0; Fax -15 info@wissen-hoch-drei.de

auch nach Jahren eingesetzt werden könnte. Anspruchsvolle Aufgaben wie das Aussäen von Saatgut mit einer hochmodernen Drillmaschine gehören mittlerweile ebenfalls zu ihrer Tätigkeit. Kern des Berufs sei ein großes Interesse für Pflanzen, sagt sie. Das müssten Bewerber mitbringen. Außerdem sollten sie gern auf dem Feld arbeiten, zupacken können und gleichzeitig Interesse an Laborarbeit haben. Der Wechsel zwischen drinnen und draußen, körperlicher und geistiger Arbeit macht ihr besonders Spaß. Lena sieht ihre Zukunft in diesem Beruf. Nach der Ausbildung will sie ihren Meister machen. Inspiriert durch ihre Arbeit verfolgt Lena nun den Traum, einen eigenen Beitrag zur Entwicklung neuer Arten zu leisten. „Wenn wir eine Getreideart finden, die kaum Wasser braucht, helfen wir den Menschen dort, wo wenig Wasser ist“, erklärt sie.

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www.ib-freiwilligendienste.de Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in Müllheim Bundesfreiwilligendienst (BFD) Jetzt informieren und bewerben: IB Freiwilligendienste Freiburg · Tel. 0761 45986-210 freiwilligendienste-freiburg@internationaler-bund.de

■■Über weitere Ausbildungsberufe mit Zukunft informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter www.praktisch-unschlagbar.de.

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217. Ausgabe, ET 18.02.2017  

Ziemlich beste F(r)einde: Martin Schulz, der Geist aus der SPD-Flasche, hat Horst Seehofer doch prompt dazu gebracht, sich hinter Angela Mer...

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