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Dezember 2016

DAS STADTTEILMAGAZIN DER ZEITUNG AM SAMSTAG

Achim Käflein

Fotografien uralter Bücherschätze Hans-Peter Waldrich

Amok- und Terrorismusexperte Zähringen für Alle

Der Stadtteil soll barrierefrei werden

Die neuen Nachbarn Kalle Schmidt, Caroline Knapp und Johannes Lorenz wohnen im Flüchtlingswohnheim Längenloh


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Vorwärts denken

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anchmal führen Notlagen zu ganz neuen Möglichkeiten. Wegen der großen Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre, wurden allerorten möglichst rasch Wohnheime für Flüchtlinge gebaut, meist in Containerbauweise. Das neue Wohnheim Längenloh in Zähringen ist dabei eine Ausnahme: hier wurde nachhaltig gebaut und aus massivem Holz. Jetzt, wo die Zahl der Flüchtlinge, die es bis nach Deutschland schaffen, zurückgeht, gibt es dort Freiraum. Und der wird nun klug und vorausschauend genutzt: 72 Studentinnen und Studenten sind gerade eingezogen, wohnen nachbarschaftlich mit Flüchtlingsfamilien. Auch die Studierenden haben dringend eine Bleibe gesucht – jetzt profitieren beide Seiten von diesem innovativen und integrativen Schachzug. Die Idee ist so gut, dass man eigentlich nur noch solche gekoppelten Wohnheime bauen sollte. Ein halbes Jahrhundert bevor Kolumbus Amerika entdeckte, wurden in Gutenbergs Druckerei Bücher gefertigt, die bis heute erhalten sind und im Besitz des Erzbistums in Freiburg lagern. Kaum jemand darf sie je aus der Nähe sehen, zu empfindlich und zu wertvoll sind sie. Umso größer das Geschenk, das uns der Zähringer Fotograf Achim Käflein macht: Er durfte als erster diese Bücher fotografieren und zeigt uns Bilder in ästhetischer Vollkommenheit. Wir haben ein Interview mit ihm geführt. Exklusiv ist auch der Comic, den die 13-jährige Elena Lukanow mit feinem Strich für unser Magazin gezeichnet hat. Darauf sind wir mächtig stolz. Und hoffen, dass große und kleine Leserinnen und Leser den gleichen Spaß daran haben wie wir. Kommunikation, Anerkennung, Heimat – der in Zähringen lebende Amok-Experte HansPeter Waldrich weiß, was für Heranwachsende wichtig ist. Wir widmen ihm ein Porträt.

Eine anregende Lektüre wünscht Barbara Breitsprecher Chefredakteurin

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Inhaltsverzeichnis

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Portrait:

Neuer Name für die Alban-Stolz-Straße Seite 33

Lebensraum Zähringen:

Entlastung für Zähringen Seite 34

Kinderseiten:

Mehr Firmen, weniger Eidechsen Seite 35

Weg:

Gedünstetes Lachsfilet in Sesam & Mohn Seite 38

Raus geht‘s:

Schnelle Leitungen für Zähringen Seite 43

Engagement für Barrierefreiheit Seite 17

Comic einer 13-Jährigen und Buchkritik Seite 22

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Internetausbau:

Ravennaschlucht und Buchverlosung Seite 28

Musikverein Zähringen:

Bauverein Breisgau:

Integrative Vereinsarbeit Seite 44

Die Zügel wieder fest in den Händen Seite 30

Tipps:

Industriegebiet Nord:

Veranstaltungen & Termine Seite S. 46 – 49

Abwärme soll genutzt werden Seite 31

Der Freiburger Fotograf Achim Käflein durfte als erster uralte Bücherschätze des Erzbistums Freiburg fotografieren. Darunter auch Werke, die noch von Gutenberg gedruckt wurden.

Abdruck:

Ian McEwan „Nussschale“ Seite 50

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Verkaufsleitung: Michael Metzger, Tel. 07665-93 458-21 e-mail: m.metzger@zas-freiburg.de

Meisterdruck GmbH Druckerzeugnisse Kreuzmattenstraße 13 79276 Reute bei Freiburg Tel: 07641-9178-0 e-mail: info@meisterdruck.de

Rezept:

Die neue Reiseseite: Die Oper in Oslo Seite 33

Titelfoto: Barbara Breitsprecher

Grafik, Layout & Herstellung: dtpwork design, Herbolzheim Adrian Kempf, Tel. 07643-39 42 65 00 e-mail: layout@dtpwork.de

Güterbahnhof Nord:

17 ©Foto: Barbara Breitsprecher

Chefredakteurin: Barbara Breitsprecher (visdp) Tel. 0174-16 37 446 e-mail: redaktion@zas-freiburg.de

B3-Ausbau:

©Foto: Achim Kaeflein

Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet

Straßenname:

Hans-Peter Waldrich ist Amokexperte Seite 13

IMPRESSUM Stadtteilmagazin Zeitung am Samstag Verlags GmbH Benzstraße 22, 79232 March Tel. 07665-93 458-0 Fax 07665-93 458-286

Streitschrift:

Silke Strittmatter über Tierversuche Seite 32

©Foto: Barbara Breitsprecher

• Kinderbehandlung • Parodontologie • Prothetik • Implantologie • Ästhetik

schöne Zähne - einfach genial

Neues Baugebiet:

Im Norden Zähringens könnten viele neue Wohnungen entstehen. Seite 10

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Bei einem Abendessen in völliger Dunkelheit kann man lernen, wie Hände, Nase und Ohren „sehen“.

Die Sozialbetreuerinnen Liliana Gordon (links) und Susanne Kern vom Caritasverband Freiburg Stadt helfen beim Sozialprojekt Längenloh.


INTERVIEW

Achim Käflein

Meisterwerke Der Freiburger Fotograf Achim Käflein durfte als erster verborgene Schätze des Erzbistums fotografieren: Jahrhundertealte Bücher, die zum Teil noch aus der Druckerei von Johannes Gutenberg stammen. Die Bilder sind noch bis 14. Januar in der Galerie „Handsigniert“ in der Rainhofscheune in Kirchzarten ausgestellt.

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ertvolle Buchschätze lagern abgeschirmt vor der Öffentlichkeit und gut geschützt in den Bibliotheken und Archiven des Erzbistums Freiburg. Viele der Bücher sind Inkunabeln, also Bücher, die Mitte des 15. Jahrhunderts von Johannes Gutenberg gedruckt wurden. Es sind bis heute Meisterwerke des Buchdrucks und des Schriftsatzes. Der in Zähringen lebende Fotograf und Fotodesigner Achim Käflein durfte als erster diese beeindruckende Sammlung fotografieren. Dabei sind beeindruckende ästhetische Nahaufnahmen entstanden, die den Blick auf kunstvolle Details dieser Jahrhunderte alten Bücher lenkt. Eindringlich und sinnlich vermitteln diese Bilder die zeitlose Wertigkeit des Kulturgutes Buch. Barbara Breitsprecher sprach mit dem Fotoästheten Achim Käflein, der zur Zeit in Argentinien weilt, um dort Tango-Tanzpaare zu fotografieren.

©Foto: Achim Kaeflein

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INTERVIEW

©Foto: Achim Kaeflein

©Foto: Achim Kaeflein

©Foto: Achim Kaeflein

Achim Käflein reist für gute Fotografien gerne und weit: Sei es in die Vergangenheit, wie bei den Buchschätzen des Erzbistums, oder in die lebendige Gegenwart einer Großstadt wie Buenos Aires, wo er gerade Tango-Tänzerinnen und -tänzer fotografiert.

Zähringen-Magazin: Wie geht es Ihnen in Buenos Aires? Achim Käflein: Ich bin total begeistert von dieser quirligen Stadt und dem Tango! Ich wohne hier auch ganz toll, in einer schönen Atelierwohnung mit Dachgarten, hoch oben über der Stadt, mitten im Zentrum. Fast wie früher bei dieser Gauloise-Werbung in Paris… Und das Wetter ist gerade super, 25 Grad und blauer Himmel. Zähringen-Magazin: Ich werde neidisch… Wie kamen Sie darauf, den Tango fotografieren zu wollen? Achim Käflein: Eigentlich wollte ich nur eine Ausstellung beziehungsweise ein Multimedia-Projekt machen. Aber dann habe ich gemerkt, dass die Tangoszene so gewaltig groß ist und beschlossen, dass ich aus dem Thema einen Bildband machen möchte. Zähringen-Magazin: Tanzen Sie selbst denn auch Tango? Achim Käflein: Nein, ich hatte damit bislang überhaupt nichts zu tun. Aber ich merke jetzt, dass es nicht nur der Tanz ist, sondern eine Lebenseinstellung. Tango hat eine ganz eigene Philosophie. Zähringen-Magazin: Sprechen Sie Spanisch oder wie kommen Sie in Buenos Aires zurecht? Achim Käflein: Nein, leider nicht, aber das ist hier kein Problem. Alle unter 45 sprechen hier relativ gut Englisch. Die Leute sind total nett und hilfsbereit, man verständigt sich sonst eben mit Händen und Füßen.

Zähringen-Magazin: In Kirchzarten ist ja nach wie vor Ihre Ausstellung „Buch-Kunst“ zu sehen. Wie kam es dazu, dass Sie die alten Buschschätze des Erzbistums fotografieren durften? Achim Käflein: Ich hatte mal eine Serie „Stillleben fotografiert, im Stil der alten Meister. Dafür habe ich eine bestimmte Lichttechnik entwickelt und dabei gemerkt, dass die Stillleben mit alten Büchern die Menschen besonders fasziniert haben. Bei einer Weihnachtsfeier im Priesterseminar habe ich dann einfach gefragt, ob sie im Erzbistum besondere alten Bücher haben. Der Bibliothekar des Erzbistums hat mir dann erklärt, dass sie sogar Inkunabeln haben, die in der Gutenberg-Zeit gedruckt wurden. Und er hat mich eingeladen, vorbei zu kommen. Zähringen-Magazin: Mussten Sie dann Handschuhe tragen und in bestimmten Räumen fotografieren? Achim Käflein: Diese Bücher sind Kostbarkeiten, unschätzbare Werte. Die durfte ich natürlich nicht mitnehmen. Ich durfte dann dort mein Studio aufbauen und unter Aufsicht fotografieren. Die Räume sind vollklimatisiert, die Luftfeuchtigkeit und Temperatur wird ständig überwacht. Mit den Büchern muss man sehr vorsichtig umgehen, darf sie nur mit Handschuhen berühren und sehr behutsam öffnen. Diese Bücher sind um die 500 Jahre alt! Ich habe ihr Eigenleben akzeptiert und sie so aufgeschlagen, wie sie es selbst zugelassen haben. Die Seiten sind dann so gefallen, wie es auch auf den Bildern zu sehen ist. Zähringen-Magazin: Ist so eine fotografische Arbeit von großem Respekt geprägt? Achim Käflein: Es war mir ein Anliegen, gerade auch in unserer digitalen Zeit etwas zu zeigen, was so lange seinen Wert behalten hat und der Zeit standhält, wie diese Bücher. Wenn man diese alten Bücher vor sich liegen hat, dann ist das, wie wenn man vor einem imposanten, großen und alten Bauwerk steht, wie dem Freiburger Münster zum Beispiel. Sie sind ein handwerkliches Kunstwerk, in jedem Detail. Um den Inhalt ging es mir gar nicht, aber die Machart dieser Bücher ist einzigartig: das geprägte Leder, mit denen sie gebunden sind, die verzierten Schnallen daran… da

Damals, als diese Bücher gedruckt wurden, war Amerika noch gar nicht entdeckt.

Buch-Kunst, Ausstellung von Achim Käflein, bis 14. Januar, Mo-Sa, 9.30 bis 18.30 Uhr, So. 11.30 bis 18.30 Uhr, Galerie ­H andsigniert, Rainhofscheune, Höllentalstr. 96, Kirchzarten-Burg, Tel. 07661 / 988 09 21



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Foto: Achim Käflein


INTERVIEW

©Foto: Achim Kaeflein

ist man mit Ehrfurcht erfüllt. Und auf den Seiten ist eine Farbigkeit in den Abbildungen und Schwärze der Buchstaben, als wäre das Buch gerade eben erst gedruckt worden. Da läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken. Und wenn man sich dann überlegt, dass damals, als diese Bücher gedruckt wurden, Amerika noch gar nicht entdeckt worden war, dann beginnt man so langsam zu erfassen, was man da vor sich liegen hat. Zähringen-Magazin: Hat die Öffentlichkeit normalerweise keine Chance, einen Blick auf diese Bücher zu werfen? Achim Käflein: So ist es. Diese Bücher kann man eigentlich nicht präsentieren, allein wenn eine Gruppe durch den Raum läuft, ist das für die WerGerade Zähne in kurzer Zeit. ke schädlich. Das kann man nicht verantworten. Mit unserer kieferorthopädischen Kurzzeitbehandlung „short term ortho care“ korrigieren wir ZahnEs war eine große Ausnahme, dass ich diese Bücher fotografiefehlstellungen bei Erwachsenen schnell und ren durfte. Auf diese Weise kann ich sie in all ihrer ästhetischen unauffällig - für ein schöneres Lächeln ein Leben lang. Schönheit der Öffentlichkeit vorstellen. Zähringen-Magazin: Sie haben ja inzwischen einen eigenen Ausstellungsraum. Wie kam es dazu? Achim Käflein: Genau, in der Rainhofscheune in Burg bei Kirchzarten. Dort gibt es neben der Buchhandlung den alten rund 400 Jahre alten Dreschraum. Ich hatte die Idee, dass dieser Raum gut zu meinen Themen passen würde. Sybille Steinweg von der Buchhandlung war dann ganz begeistert, genau so etwas hatte sie sich vorgestellt. Und so hat es sich ergeben, dass ich den Raum nun als eigene, ständige Galerie mit wechselnden Ausstellungen habe. Ihr Zähringen-Magazin: Was für eine Ausstellung wird nach den Florian F. Grund Bücher-Bildern zu sehen sein? Zahnarzt aus Leidenschaft Achim Käflein: Eigentlich wollte ich in einer Art Multimedia-Projekt die Tango-Bilder zeigen. Aber jetzt möchte ich doch erst einmal ein Buch aus dem Thema daraus machen, das muss dann also noch bis Herbst nächsten Jahres warten. Aber dann wollen wir in der Galerie ein richtiges Tango-Festival machen, mit Musikgruppen und Tanz und den ausgestellten Bildern. Bis dahin werde ich wahrscheinlich eine Serie mit Wasserfällen im Schwarzwald zeigen. Sehr künstlerische, abstrakte Arbeiten. Zähringen-Magazin: Braucht es Leidenschaft, um solche Fotos DENT DENT TECH TECH ORTHO ORTHO SMILE SMILE Böcklerstraße 3 zu machen? DENT TECH ORTHO SMILE ZAHNMEDIZIN DENTALLABOR i. Br. KIEFERORTHOPÄDIE PROPHYLAXE Achim Käflein: Auf jeden Fall. Gestern habe ich mich mit der D 79110 Freiburg jungen Besitzerin der angesagtesten Tanzschule in Buenos Aires DENT DENT TECH TECH ORTHO ORTHO SMILE SMILE Böcklerstraße 3 getroffen. Sie hat mir gesagt, es brauche Leidenschaft, damit man D 79110 M eMber O f ✆ 07 61 -Freiburg 13311 41i. Br. etwas gut macht und andere Leute ansteckt. Sie sagt, sie wusste Böcklerstraße ZAHNMEDIZIN DENTALLABOR KIEFERORTHOPÄDIE 0174 - PROPHYLAXE schon mit sieben Jahren, dass sie einmal Tangolehrerin werden 186 99i. 99 D 79110 Freiburg Br. (Notfall) und eine eigene Schule haben will. Und das hat man dem ganzen 4141 info@grund-zähne.de  ✆ 07 0761 61--13 131111 Betrieb dort auch angemerkt. Die Idee wird da gelebt und der ZAHNMEDIZIN DENTALLABOR KIEFERORTHOPÄDIE www.grund-zähne.de 0174 - PROPHYLAXE 186 99 99 (Notfall)  www.grund-zaehne.de Funke springt auf die Menschen rüber. Ich glaube, das ist mit jeder Sache so, die man angehen will, dass sie nur gut wird, wenn man  info@grund-zähne.de sie mit Leidenschaft macht. Interview: Barbara Breitsprecher  www.grund-zähne.de

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Hier im Norden Zähringens könnte ein neues, großes Wohngebiet erschlossen werden.

Mögliches Baugebiet

©Foto: Barbara Breitsprecher

ZÄHRINGEN NORD

WOHNUNGEN STATT PARKPLÄTZE

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der Gemeinderat hat im vergangenen Juni den Startschuss zur Entwicklung eines neuen Stadtquartiers im Norden Zähringens gegeben, ohne dass dies groß an die Öffentlichkeit gelangt wäre. Insgesamt 36 Hektar, was in etwa 50 Fußballfeldern entspricht, könnten links und rechts der Gundelfinger Straße mit Wohnungen bebaut werden. Dort, wo heute noch ein Park & Ride-Platz an der Straßenbahn-Endhaltestelle ist, wo die Einkaufszentren Real und Mömax mit ihren riesigen Parkplätzen sind und sich dazwischen noch ein Wäldchen erstreckt, könnte ein ganz neues gemischtes Stadtquartier mit vielen Wohnungen entstehen. Das neue Baugebiet könnte womöglich Wohnungen in „vierstelliger Zahl“ bieten, wie die Fraktion Bündnis 90/Die

Grünen erklärt. Die Gemeinderatsfraktion wiest auf einen weiteren Vorteil des Areals hin: „Die neuen Wohnungen könnten schon in wenigen Jahren zur Verfügung stehen“. In das neue Wohngebiet mit einbezogen wären dann auch die neuen Flüchtlingsunterkünfte in Holzbauweise im Gebiet Längenloh-Nord. Wie die Stadtverwaltung erklärt hat, sollen aber die benachbarten Kleingärten im Gewann Höfle von den Planungen nicht tangiert werden, sie können also bleiben. Nun sollen Gutachten zu Lärmschutz, Klima und Naturschutzbelange eingeholt werden. Außerdem will die Stadt mit Eigentümern von Grundstücken verhandeln. Der Möbelriese Mömax, der erst Ende 2012 eröffnet wurde, müsste bei einer solchen Planung wohl weichen. Mömax hat 6500

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Bevölkerungszuwachs in Freiburg: Entwicklung und Prognose 1980–2030 230.000 220.000

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Quelle für beide Grafiken: Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung, Freiburg 2012

Quadratmeter Verkaufsfläche. Beim großen Einkaufsmarkt Real stellt sich die Frage, ob sich dieser in ein neues Stadtteilzentrum integrieren lassen könnte oder ob auch er umziehen würde. Große Parkplatzflächen wie bislang bei beiden Riesen-Märkten würde es aber so wohl nicht mehr geben, denn diese Flächen würden in die Bebauung mit einbezogen. Der Real-Markt in Zähringen gehört mit rund 12500 Quadratmetern Verkaufsfläche zu den größten Freiburger Einkaufsmärkten. Auch das Wäldchen daneben ist in Privatbesitz, hier muss also mit dem Eigentümer erst einmal über einen Verkauf verhandelt werden. Für die beiden Areale „Am Dorfbach“ (zwischen Real und dem P&R-Platz) und Län-

©Foto: Barbara Breitsprecher

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Der Real-Markt könnte möglicherweise in ein neues Wohngebiet integriert werden, die großen Parkflächen jedoch müssten weichen.

genloh-Nord soll ein gemeinsamer städtebaulicher Entwurf im Wettbewerb unter mehreren Planungsbüros erarbeitet werden. Daran soll sich dann ein Bebauungsplanverfahren anschließen. Für das Gebiet Längenloh-Nord läuft dieses Verfahren bereits. Dieses Gebiet umfasst 4,2 Hektar und wird durch die Gundelfinger Straße im Westen, der gewerblichen Baufläche Längenloh-Süd im Süden, der Güterbahntrasse im Osten und der Kleingartenanlage Höfle im Norden begrenzt. Bislang ist für Längenloh-Nord eine gewerbliche Nutzung geplant gewesen. Barbara Breitsprecher

©Foto: Barbara Breitsprecher

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Der Park & Ride-Platz an der Endhaltestelle könnte ebenso wie das angrenzende Wäldchen als neues Baugebiet genutzt werden.

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PORTRAIT

©Foto: fotolia, VRD

Hans-Peter Waldrich

HEIMAT UND ZUGEHÖRIGKEIT

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©Foto: Barbara Breitsprecher

bergriffe im Zwischenmenschlichen, Amokläufe an Schulen, islamistischer Terrorismus: manche Erscheinungen, die der Zeitgeist mit sich bringt, machen Angst. Und manchmal ist es schwer, sich damit kühlen Geistes zu beschäftigen. Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Waldrich tut das dennoch – seit vielen Jahren. Der Stapel selbstgeschriebener Bücher liegt auf dem Tisch, die halbvolle Kaffeetasse zeugt von entspannter Anwesenheit, der wache Blick signalisiert Gesprächsfreude. Dazu der modern drapierte Schal – ganz klar: Hier sitzt ein Denker. Ein Philosoph? Hans-Peter Waldrich schmunzelt. „Den Philosophen in mir – den habe ich verpasst. Sowohl äußerlich, was den Beruf angeht, als auch innerlich. Man muss schon sehr, sehr viel tun, um wirklich ein guter Philosoph zu sein.“ Der Blick auf den Bücherstapel lässt zwar vermuten, dass Hans-Peter Waldrich sehr, sehr viel getan hat, dennoch, hier sitzt also ein Pädagoge, Politikwissenschaftler und Wissenschaftspublizist. Vor allem sitzt hier einer, der den Gedankenaustausch liebt und sich gerne unterhält. Dass der Mann mit der jugendlichen Ausstrahlung – Was? Schon Anfang siebzig? – als Treffpunkt ausgerechnet das junge Café Pausenraum vorgeschlagen hat, in dem frische Ideen programmatisch den Raum fluten, ist da wenig verwunderlich. Aber weshalb lebt er gerade in Zähringen? Hans-Peter Waldrich lacht: „Ich bin einfach nach dem Ende meiner Dienstzeit in die Heimat zurückgekehrt. Und meiner

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PORTRAIT

©Foto: fotolia, David Pereiras

Zuwendung und Trost bieten und damit die elementare Nähe und Zugehörigkeit spüren – das ist das Gegenteil von sozialer Unsicherheit und Heimatlosigkeit.

Tochter nachgefolgt, die hier studiert.“ In Zähringen ist er aufgewachsen, zum Stadtteil hat er einen engen Bezug: „Weil ich hier wirklich – und zwar dort oben, wo es zur Zähringer Burg geht – ganz starke Heimatgefühle habe.“ Die Heimat, da ist sie. Sie durchzieht das Gespräch, ist sie doch Grundlage von Identität. Und auf ihr Antonym: die Heimatlosigkeit. Beide Pole nehmen in Hans-Peter Waldrichs Denken und Forschen einen zentralen Platz ein. Er beschäftigt sich mit extremen Reaktionsformen, die für ihn eng mit dem Fehlen von Heimat zusammenhängen. „Ich habe überlegt: Was wäre denn ein typischer Terrorist? Ich fand es immer sehr merkwürdig, wenn ich in den Zeitungen las, ‚Die Täter kommen aus allen Schichten’ – das ist eine Aussage, die soziologisch offensichtlich falsch ist.“ Für Hans-Peter Waldrich steht fest, dass Terroristen „aus einem Ort sozialer Unsicherheit und Prekarisierung“ kommen. Oder aus einem Gefängnis: „Das sind junge Männer, die Orientierung und Anschluss suchen. Sie suchen Heimat, Anerkennung und Zugehörigkeit.“ Als einer der ersten hat sich Hans-Peter Waldrich wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, was Jugendliche zu Amokläufen an Schulen bewegt. Nicht allein aus Forscherdrang, auch aus ureigenstem persönlichem Interesse: „Ich war ein absoluter Schulversager. Das ist zwar lange her, bleibt aber eine ganz gravierende Erinnerung: dass ich von allen Schulen herunter musste. Ich war zunächst auf der Waldorfschule, von der mich meine Mutter wieder runter nahm, weil ich nichts taugte. Schließlich kam ich aufs Kepler-Gymnasium, und auch da ging ich ab, voll Zorn und voll bitterer Enttäuschung, vollgepackt mit vielfältigen Komplexen.“ Aber Hans-Peter Waldrich griff nicht zur Baretta,

„Das sind junge ­Männer, die nach Orientierung und ­Anschluss suchen, nach Heimat, ­Anerkennung und Zugehörigkeit.“

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wie es der 17-jährige Tim Kretschmer aus Winnenden im März 2009 tat und bei einem Schulamoklauf 16 Menschen tötete. Anders als der introvertierte, sozial isolierte Jugendliche, der sich für kurze Zeit „in einer Welt befand, in der er die Kontrolle aus dieser empfundenen Zurücksetzung wieder erreichte“, schaffte es Hans-Peter Waldrich, im Kontakt mit seiner Umwelt zu bleiben, zu kommunizieren und damit Zorn und bittere Enttäuschung nach und nach konstruktiv zu verwandeln: Mit knapp 30 Jahren holte er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach, studierte Politikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Geographie, promovierte – und wurde zu einem engagierten Kritiker des herkömmlichen deutschen Schulwesens. Für Hans-Peter Waldrich sind Schulen oft „Orte der sozialen Kälte, in denen es vor allem um Konkurrenz, Noten und Leistungen geht“ – alles Referenzpunkte, bei deren Überbetonung die Identität der Kinder und Jugendlichen gerne mal schockgefrostet wird. Und die dem Amoklauf damit durchaus Vorschub leisten können: „Die These, dass es sich bei Amokläufern vorwiegend um Psychopathen handelt, ist nicht richtig. Es sind normale Jungs, freilich mit einem etwas strengen Stich ins Introvertiert-Narzisstische. Die Heimatlosigkeit im Inneren ist Orientierungslosigkeit“. Und die hat vor allem mit einem Komunikationsmangel zu tun. Denn Identität, so der Forscher und Menschenfreund, baue sich in erster Linie durch Interaktion und Kommunikation auf: „Das fängt mit der Mutter an, die uns anerkennend anblickt und sagt: ‚Machste schön’, beim Vater, der sagt: ‚Mensch, du spielst aber gut Tischtennis’. Da bildet sich Identität heraus, das Wissen um sich selbst – und zugleich auch das, was man heute so gerne Resilienz nennt, Widerstandsfähigkeit. Dass man nicht bei jedem Quatsch sofort eine billige Ideologie annehmen muss, dass man Widersprüche aushalten kann. Dass es nichts ausmacht, wenn man kritisiert wird. Weil man auch gegenkritisieren kann, ohne dass es hart wird. Man kann Lob bekommen und Lob geben – man kann im Kontakt bleiben, ohne sich mit irgendeiner fundamentalistischen Ideologie abzuschotten.“


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Mit all diesen Erkenntnissen war der von der 68er-Bewegung geprägte Denker zeit seines Berufslebens an den verschiedensten pädagogischen Einrichtungen tätig: vom Gymnasium bis zur Hochschule, von der kirchlichen Akademie bis hin zum Bundesamt. Und auch heute – „Offiziell bin ich Pensionär“ – lässt er nicht von der Wissensvermittlung, seinem heimlichen Steckenpferd. Oder eher: der Steigbügel, mit dem er Schülerinnen und Schülern aufs Pferd zum Abitur hilft. Zum alternativen Abitur, wohlgemerkt, denn das, was er als „Marschkolonnenunterricht“ bezeichnet (einer sitzt vorne und doziert, die anderen folgen mehr oder weniger willig), ist ganz und gar nicht das, was er sich unter gelungener Beschäftigung mit Inhalten vorstellt. Die Art und Weise, mit der die Jugendlichen der beiden Schulen, an denen Hans-Peter Waldrich Gemeinschaftskunde unterrichtet, an ihr „Reifezeugnis“ kommen, ist eine, die tatsächlich von Reife zeugt: eine echte Schülerschule. Die jungen Frauen und Männer der beiden Schulen methodos e. V. und abinom, alle zwischen 16 und 18 Jahren alt, (einer ist 30), bereiten sich in Eigenregie aufs Abi vor. „Das ist eine völlig andere Form von Schule. Wir Lehrer sind auf Honorarbasis herangezogen, haben aber nichts zu sagen. Wir geben keine Noten und nehmen auch das Abitur nicht ab. Stattdessen machen die Schüler die Schulfremdenprüfung bei einer anderen Schule.“ Im Unterricht sind Lehrerinnen und Lehrer eher dazu da, Impulse zu setzen: „Heute war es so, dass die Schüler sich weitgehend selbst unterhalten haben. Es ging um die Frage, wie sich Privateigentum – die Eigentumsverteilung ist ja sehr ungleich – eigentlich rechtfertigt. Da wurde unglaublich aktiv miteinander diskutiert.“ Manchmal frage er sich, gesteht Hans-Peter Waldrich, wie es gewesen wäre, wenn auch er mit 17, in der Hochphase intensiver jugendlicher Identitätssuche, Inhalte hätte gemeinschaftlich erarbeiten können, mit jugendlicher Schaffenslust, ohne dass gesellschaftlich anerkannte Normen als Referenzgröße nebst verbeamtetem „Drill Instructor“ mit im Raum gestanden hätten? Stattdessen hätte es vielleicht eine menschenfreundliche, authentisch führungsstarke Autorität gegeben, die kindlich-jugendlichem Größenwahn Raum und Anerkennung geschenkt, Frustrationen begleitet und Kommunikation gefördert und dabei gleichzeitig noch die Sicherheit des Wahrhaftigen vermittelt hätte? Vielleicht wäre auch die Frage aufgekommen, was eigentlich genau „Heimat“ ist. „Eine extrem schwierige Frage“, meint der Pädagoge. „Es ist natürlich banal zu sagen: Das Gefühl, irgendwo hinzugehören.“ Hans-Peter Waldrich überlegt – und findet die Antwort in Zähringen: „Für mich ist es das Gefühl: ‚Ja, ich bin hier richtig. Ich gehöre an diese Stelle, Ich kann mich hier orientieren.’“ Und er fügt hinzu: „ Zähringen kenne ich, schon als Sechzehnjähriger bin ich mit den Pfadfindern da oben im Wald herum gestromert. Es ist das Gefilde, in dem ich mich angenommen fühle und an das ich viele positive Erinnerungen habe. Da wurde ich als ‚stabiler Mensch’ erzeugt, da habe ich meine Freunde gehabt. Hier hat stattgefunden, was ich als Identitätsbildung bezeichne.“ Wie gut, dass Hans-Peter Waldrich all diese Erfahrungen gemacht hat und die Früchte weitergibt. Ihn hätte ich auch gerne als Lehrer gehabt. Annette Christine Hoch

„Identität und Wider-

standsfähigkeit baut sich in erster Linie durch Interaktion und Kommunikation auf.“

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UNTERNEHMENS-PORTRAIT

Sichere Fenster und Türen

MECHANISCH ODER PER FERNWARTUNG Sicherheitsausstellung bei Götz+Moriz Service und Dienstleistungen gehören für Götz + Moriz – größter Baustoffhändler Südbadens und Zentrum für Bauen und Modernisieren mit über 75 Jahren Unternehmens-Erfahrung – fest zum Angebot. Auch das Thema Haussicherheit wird bei Götz+Moriz groß geschrieben. Hier finden die Kunden alles, was nötig ist, um Fenster und Türen vor Einbrechern zu schützen.

Nie mehr den Schlüssel vergessen: Haustüren lassen sich per Fingerprint öffnen

Alle drei Minuten wird in Deutschland in ein Haus eingebrochen. Nicht nur wertvolle Erbstücke, teure Hightechanlagen oder das Notebook ist dann verschwunden, sondern auch das Gefühl der Sicherheit im eigenen Heim. Die meisten Einbrecher knacken ungesicherte Fenster und Terrassentüren mit einem gewöhnlichen Schraubenzieher. Ein Einbrecher will in der Regel schnell, einfach und leise vorgehen können. Um dies zu verhindern, gilt es, Fenster und Türen sicherer zu machen. Wie das geht, zeigen die Mitarbeiter von Götz+Moriz gerne. „Am meisten Sinn macht es, pro Geschoss alle Fenster gleichzeitig anzugehen“, weiß Thomas Bunk, zuständig für Bauelemente Fenster, Türen, Tore bei Götz+Moriz. „Auch nachträglich kann man hier sehr viel machen.“ So können beispielsweise Blockschlösser und Panzerriegel aufgesetzt und abschließbare Fenstergriffe eingebaut sowie Sicherheitsglas eingesetzt werden. Oder aber man tauscht die ungesicherten Fenster und Türen komplett aus – eine Maßnahme, die von der KfW mit Zuschüssen oder vergünstigten Krediten gefördert wird. Ein solcher Austausch kann auch gleichzeitig mit sinnvollen energetischen Maßnahmen verbunden werden. Inzwischen kann man auch per App mit Fernwartung die Schließsysteme steuern. So lässt sich dann auch aus der Ferne, beispielsweise vom Büro aus, überprüfen, ob Zuhause alle Fenster geschlossen sind. Zunehmend gefragt sind auch die sogenannten Fingerprint-Systeme für Haustüren. Der gespeicherte Fingerabdruck ersetzt hierbei den Schlüssel. Um die Kunden in Südbaden umfassend über diese und andere Bauthemen informieren und sie mit Bauelementen versorgen zu können, hat Götz+Moriz in großem Maß investiert: In Lörrach wurde das Götz+Moriz Zentrum, für Bauen und Modernisieren in der Wiesentalstraße 74 um 6000 Quadratmeter erweitert. Dort wird es künftig überdachte Be- und Entladezonen, größere Lagerhallen und eine größere Freilagerfläche geben. In Titisee-Neustadt wurde der alte Standort von Götz+Moriz geschlossen und stattdessen ein neues Zentrum für Bauen und Moderniseren in der Gewerbestraße 24 eröffnet. bb

HAUSSICHERHEIT Ein Haus hat diverse „Knackpunkte“, die es vor Einbrechern zu schützen gilt: • Eingangstüre • Flachdächer • Terrassentüren • Fenster • Kellereingang

ZENTRUM FÜR BAUEN+MODERNISIEREN n GÖTZ+MORIZ, Basler Landstr. 28, 79111 Freiburg, Tel. 0761/497-0; www.goetzmoriz.com

Foto: Shutterstock, Frank Oppermann

Fotos: Achim Keller


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Lebensraum für Alle

BARRIEREFREI FÜR

ALLE

©Foto:Lebensraum für Alle e.V.

Sie sind für den Verein „Lebensraum für Alle“ tätig: Wolfgang gernot, Gabriele Hartmann und Phil hensel (v.l.)

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©Foto:Lebensraum für Alle e.V.

VEREIN

F

reiburg für Alle e.V.“ ist eine Initiative, die sich 2002 mit dem Ziel gegründet hat, Senioren und Menschen mit Handicap hilfreiche Informationen zukommen zu lassen. Dazu gehört ein Internetauftritt, ein spezieller Stadtführer, ein Magazin und auch ein Film. Inzwischen gibt es auch ein spezielles Internet-Portal „Zähringen für Alle“. Gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung, hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt, das generationenfreundliche und barrierefreie Zähringen zu dokumentieren und zu fördern. Auf der Internetseite www.zaehringen-fuer-alle.de finden sich Daten und Fakten zum Stadtteil: Wo gibt es barrierefreie Einkaufsmöglichkeiten? Welche Dienstleistungen werden geboten?

Was für Kinder- und Jugendeinrichtungen gibt es hier? Hat Zähringen Begegnungsstätten zu bieten? Wie steht es um die Mobilität in diesem Stadtteil? Und wie um Kultur- und Freizeitangebote? Vorrangiges Ziel der Initiative ist es, einen ebenerdigen Zugang zu den Geschäften und Institutionen in Zähringen zu forcieren. Dabei möchte der Verein aber auch Läden und Restaurants positiv berücksichtigen, die zwar Stufen haben, aber die Bereitschaft signalisieren, den gehbehinderten Kunden behilflich zu sein, wenn es nötig ist. Ebenso sollen Firmen, die Hausbesuche oder einen Lieferservice anbieten, auf der Homepage aufgelistet werden. In Zähringen leben 8871 Menschen in 4855 Haushalten (Stand 2015). Davon sind 2583 Singlehaushalte. 1,8 Personen leben

Lebensraum für Alle

Barrierefreiheit überall „Lebensraum für Alle“ ist aus der Initiative „Freiburg für Alle“ hervorgegangen. Hier hat sich ein Netzwerk aus Experten aus den Bereichen Architektur, Medizin, Handwerk und Fachhandel zusammen geschlossen, die sich für Barrierefreiheit und Generationenfreundlichkeit einsetzen. Zu den Aufgaben des Vereins gehört auch die kostenlose Beratung von Kommunen und Firmen sowie Wohnraumberatungen und Schulungen für Ehrenamtliche. In der Geschäftsstelle des Vereins arbeiten der Vereinsvorsitzende Gernot Wolfgang (ehrenamtlich) sowie die Teilzeitkräfte Gabriele Hartmann (Projektkoordinatorin) und Phil Hensel (rollstuhlfahrender Webredakteur, Student und Inklusionsberater). Adresse. Lebensraum für Alle e.V, Längenloh 11, 79108 Freiburg, Tel. 0761/56317; www.lebensraum-fuer-alle.org

durchschnittlich in einem Haushalt. Es gibt nur 821 Haushalte mit Kindern, das sind 16,9 Prozent der Gesamtbevölkerung Zähringens. 1350 Kinder und Jugendliche sind dabei unter 18 Jahren alt. Das Durchschnittsalter der Bewohner und Bewohnerinnen in Zähringen beträgt 46 Jahre. Es wohnen 1550 Menschen im Alter

Mit einem herzlichen Dankeschön wünschen wir Ihnen allen eine wundervolle Weihnachtszeit und einen gutgelaunten Rutsch ins neue Jahr!

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©Foto:Lebensraum für Alle e.V.

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von über 65 Jahren in diesem Stadtteil, das sind 17,4 Prozent aller Zähringer und Zähringerinnen. Aber nicht nur sie alle erhalten durch „Zähringen für Alle“ kostenlos Informationen über die Barrierefreiheit und Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude, im Gastgewerbe, Infos zu kulturellen Einrichtungen, zu behindertengerechten Parkplätzen sowie Ausflugstipps und vieles mehr. Auch Neubürger und -bürgerinnen, Touristen und Geflüchtete profitieren hiervon. Mit den Hintergrundinformationen lässt es sich leichter entscheiden, ob und wo man im Stadtteil ohne fremde Hilfe zurechtkommt. So kann man sich manche Hürde oder Umwege ersparen. Bei Projektbeginn war noch nicht klar, dass sich die neue Homepage auch zu einer Kommunikationsplattform zum Thema Geflüchtete entwickeln würde. Inzwischen erhalten auch die vielen Freiwilligen des Helferkreises Zähringen hier die neuesten Informationen. Auf dem Internetportal www.lebensraum-fuer-alle.org und in der Magazinreihe „Generationenfreundlich leben, wohnen & arbeiten“ veröffentlicht der Verein Informationen zum Thema „Wohnen im Alter“, zu Wohnungsanpassung, technischen Hilfsmitteln, Altersassistenzsystemen und Dienstleistungen. Homepage und Broschüre bieten sich auch als Modell für andere Kommunen, Orte und Quartiere an, die ebenfalls etwas für die Barrierefreiheit tun möchten. Der gemeinnützige Verein Lebensraum für Alle führt auf Wunsch solche Dokumentationen wahlweise als Auftragnehmer aus oder gibt Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort. Da der Verein aber auch Menschen ohne Handicap für den Umgang mit Gehbehinderten sensibilisieren möchte, werden auch Workshops mit Alterssimulationsanzug angeboten, ebenso Rollstuhl- und Rollator-Training. In Kooperation mit dem Kreisseniorenrat zertifiziert Lebensraum für Alle für den Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS) die betreuten Wohnanlagen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Der Verein kooperiert unter anderem ebenso mit der Stadt Freiburg, der Freiburg Wirtschaft, Touristik & Messe (FWTM), der IH und der Handwerkskammer, mit dem Sozialverband VdK, dem Stadtseniorenrat sowie dem Dachverband Integratives Planen und Bauen (DIPB) und dem Klimapartner Oberrhein. Ebenso gibt es eine kontinuierliche Kooperation mit Hochschulen, um den nötigen wissenschaftlichen Hintergrund bb zu gewährleisten.

Das Motto des Vereins „Lebensraum für Alle“ lautet: Barrierefreiheit ist für 10 % der Bevölkerung zwingend, für 30-40%

©Foto:Lebensraum für Alle e.V.

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Dunkel-Dinner

©Foto: Barbara Breitsprecher

DIE GETRÄNKE STEHEN AUF 12 UHR

Im Restaurant der unteren Zähringer Burg werden Menüs in völliger Dunkelheit angeboten. Die Servierkräfte sind meist Sehbehinderte oder Blinde.

D

ie meisten von uns sind gewohnt, sich mit den Augen zu orientieren: 80 Prozent unseres Alltags nehmen wir mit dem Sehsinn wahr, die anderen Sinne stehen im Hintergrund. Doch was, wenn das Sehen plötzlich wegfällt? Wenn die Augen nichts mehr zu tun haben und sich Nase, Ohren, Zunge, Hände und Intuition stattdessen die Arbeit teilen? Beim Dunkeldinner im Restaurant der unteren Zähringer Burg lässt sich das ausprobieren: Nichts sehen, stattdessen riechen, hören, schmecken, tasten und erahnen. Ein Selbstversuch. Eigentlich müsste der Hintergrund dieser Seite schwarz sein. Und der Text darauf ebenfalls. Damit der Eindruck dessen, was beim Dunkeldinner zu sehen ist, authentisch ist. Die Augen sehen... nichts. Sie haben keine

Dunkel-Dinner im Restaurant untere Zähringer Burg

Das Dunkeldinner gibt es wahlweise als Dreigangmenü mit Krimi („à la crime“) oder Viergangmenü mit Weinprobe („à la wine“) jedes Wochenende im Restaurant in der unteren Zähringer Burg, Reutebachgasse 19. Der Abend kostet 47 Euro; Infos unter 0761/2089313, www.gasthaus-zaehringerburg.de. Übrigens sucht das Dunkeldinner-Team noch blinde und sehbehinderte Guides. Melden Sie sich gerne unter zaehringerburg@yahoo.de oder Krimi@mordsdamen.de

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Erfahrung damit, dass Dunkelheit SO dunkel sein kann, dass auch nach Minuten – längst müssten sie sich an die Finsternis gewöhnt haben – kein einziger Umriss zu erkennen ist. Allerschwärzeste Nacht, überall. Dafür hallen die Worte der Königin der Nacht, pardon, der Dunkeldinner-Organisatorin Anne Grießer, die diese dem Trupp Neugieriger beim Begrüßungsschluck im Halbdunkel mit auf den Weg gegeben hatte, in den Ohren nach: „Es geht nicht darum, euch zu erschrecken, sondern mit den inneren Bildern zu spielen und eure Sinne noch ein bisschen mehr zu reizen.“ Denn Grundzutat des Sinnesexperiments ist neben dem Dreigangmenü auch ein Krimi, quasi ein Hörspiel zwischen Vorspeise, Hauptgang und Dessert. „Bist du das?“ „Zu wievielt sitzen wir hier am Tisch?“ „Wo ist denn der Teller?“ Es sind viele Menschen, die per assistierter Sitzplatz-Polonaise an die richtige Stelle gefunden haben und nun in diesem Paralleluniversum nach Orientierung suchen. „Nein, das ist der Stuhl.“ „Sieben müssten wir sein. Neben mir ist meine Frau, dann sitzt da ein Ehepaar und gegenüber sind auch noch zwei. Und du.“ „Direkt vor dir.“ Die Teller mit den Hors d’Oeuvre warten auf dem Tisch.„Die Getränke stehen auf 12 Uhr. Bitte stellt sie auch immer dorthin zurück, denn das ist die bewährte Methode, um nichts umzuschütten“, hatte Anne Grießer vor dem Eintreten gesagt. Angeblich fallen im Hellen mehr Gläser um als im Dunkeln. So-


SELBST VERSUCH

bald man sich der verminderten Geschwindigkeit und Vorsicht gelöst: im Kerzenschein, beim Übertritt vom Paralleluniversum gewahr wird, mit der sich hier alle bewegen, will man es ihr in die vermutlich reale Welt. Die sehbehinderte Marcia, die als glauben. Kann ich schon anfangen? Ist da auf dem Teller etwas, eine der beiden finsternisversierten Guides den Service verantdas ich schneiden sollte? Wo ungefähr versteckt sich überhaupt wortet, tut ihre Anwesenheit singend kund. Sie hat eine schöne das Essen? Überhaupt hüpft da dauernd was von der Gabel. Stimme. Mit der sie vergnügt ankündigt, dass sie die gewünschOder will erst gar nicht drauf. Und was ist das Flache, Lange, ten Servietten dabei hat, dass sie jetzt gleich von rechts das das sich anfühlt wie der abendliche Griff in den Topf mit der Glas nehmen wird und, na klar, dass sie gerne dabei Gesichtscreme? behilflich ist, das Dreiergrüppchen Männer zwecks Schmecken, Riechen, Fühlen. Und der Ehrgeiz, unbeErleichterung aus dem Raum zu führen. dingt das Besteck zu benutzen, wo doch Krimiautorin Das mit dem Austreten verkneife ich mir lieber. So Anne Grießer (die als eine von zwei Akteurinnen für viel Abenteuer muss es dann doch nicht sein. Schon angenehmes Haaresträuben sorgt) zuvor erwähnt hatte, Konversation ist eine Herausforderung, wenn man dass sich in der Küche nach dem Abräumen mitunter keine Ahnung hat, wohin man spricht. Die beiden unbenutzte Gabeln und Messer finden. „Wie ihr heute rechts von mir sind inzwischen verstummt. Fummeln esst, sieht ja keiner – trotzdem mein Tipp: Prodie? „Ein Pater war mal der einzige, der zwar biert es doch mal mit dem Besteck.“ Gelegennicht extrem aufringlich, aber doch spürbar heit dazu gibt es: Der Hauptgang kommt je gegrabscht hat“, weiß Anne Grießer. Offennach Wunsch mit Fisch, Fleisch oder vegesichtlich hatte er sich sein Leben so filetiert, tarisch daher. Christian Schwehr in der dass verbotene Früchte nur per Übergriff Küche tut alles, um den Gaumen intensiv und im Schutze christlicher Finsternis zu zu kitzeln. Am Tisch wird gerätselt, was ertasten waren. Am Ende des Abends genau da auf den Tellern zu finden ist. wird die Beleuchtung endlich dämmrig, Ist das Gemüse? Das schmeckt wie... was nach zweieinhalb stockfinsternen Krimi-Autorin Anne Grießer ist die wie... wie... hm. „Hat das noch jemand, Stunden kronleuchterintensiv daherOrganisatorin der Dunkel-Dinner, das Eckige?“ kommt. Und es siegt die Freude, behutin die sie gerne auch einen kleinen Der Service hüllt sich in Sachen Kulinasam und sinnlich selbstbestimmt wieder Hör-Krimi mit einbaut. rik in Schweigen; die Menüfolge wird in der Draußenwelt anzukommen. ©Foto: Barbara Breitsprecher Annette Christine Hoch erst nach Ende des Dunkeldinners auf-

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KINDER- UND JUGENDSEITE

DER „HUNDESCHWIMMBAD“-COMIC

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KINDER- UND JUGENDSEITE

HARRY POTTER UND DAS

VERWUNSCHENE

KIND

Theaterstück nach J. K. Rowling. Eine Buchkritik.

N

ach einem so großen Erfolg, wie bei Joanne K. Rowling sind natürlich alle Harry Potter-Fans total begeistert, dass es nach den sieben Romanen nun eine weitere Fortsetzung gibt. Doch der achte Band ist nicht als normales Buch geschrieben, sondern als Theaterstück. Das Buch basiert auf der Geschichte von J. K. Rowling und dem Drehbuch von John Tiffany. Jack Throne hat das Theaterstück dann geschrieben. In der gleichen aufregenden Zauberwelt, in der auch Harry aufgewachsen ist, erlebt nun sein Sohn Albus Severus Potter 19 Jahre später eine nicht gerade einfache Jugend. Im „Hogwarts Express“, der die Schüler immer zur Zauberschule fährt, lernt Albus den Sohn von Draco Malfoy, Scorpius, kennen und freundet sich mit ihm an. Zu Harrys Enttäuschung kommt Albus nach Slytherin, das Haus in dem auch Tom Riddle (Lord Voldemort) einst war. Natürlich ist es für den Jungen auch nicht leicht einen so berühmten Vater wie Harry Potter zu haben und selbst nicht im Geringsten an dessen Harry Potter und das verwunschene Kind, heldenhafte Taten heranzuCarlsen Verlag, ISBN 978-3-551-55900-5, kommen. Doch als Albus zu Seiten 336, 19,99 € zeigen versucht, dass auch er sehr mutig ist, richtet er mit Scorpius großes Unheil an, das nicht so leicht wieder gut zu machen ist… Mit spannenden Zeitreisen und tollen Charakteren taucht man in eine neue fesselnde Welt ein. Ich finde das Buch sehr gut geschrieben und nicht im geringsten langweilig, weil es noch einmal eine neue Seite der ganzen Harry-Potter-Geschichte zeigt, und kann es jedem nur empfehlen. Aber man sollte davor vielleicht doch die ersten sieben Harry-Potter-Bücher gelesen haben, sonst ist das Buch wahrscheinlich nur halb so lustig und spannend.

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Stoffe zum

Träumen Hier sprüht es vor Ideen: Eine Quelle der Inspiration für die Gestaltung von Räumen, gepaart mit Fachwissen und echter Handwerkskunst sowie jahrzehntelanger Erfahrung bietet der Raumausstatter Deco-Point Mayer in Gutach-Bleibach im Gewerbegebiet Stollen.

Deco-Point Mayer bietet eine riesige Auswahl an Wohnstoffen, Accessoires und Teppichen sowie dauerhaft eine beeindruckende Parkettausstellung. Viele Parkettflächen kann man hier großformatig am Boden liegen sehen und sich hier inspirieren und von den Profis fachkundig beraten lassen. „Es gibt so unglaublich schöne Stoffe“, schwärmt Gerlinde Mayer. Täglich hat sie mit Vorhang- und Polstersstoffen, mit Teppichen und Kissen zu tun und ist immer wieder über die geschmackvolle Farbenflut und hohe Qualität der Waren, die neu auf den Markt kommen, begeistert. „Viele Menschen sind stoffmüde“, weiß sie, doch gerade die offenen Räume mit den großen Fenstern in Neubauten verlangen nach Stoff. Viele Bewohner leiden unter Schallproblemen, die sich erst beheben lassen, wenn Vorhänge und Teppiche ins neue Heim kommen. „Sonst hallt es. Von solchen Problemen höre ich oft“, bestätigt die Expertin auf dem Gebiet der Raumgestaltung, die zusammen mit ihrem Mann, dem Parkett- und Raumausstatter-Meister Meinrad Mayer in Gutach-Bleibach Deco-Point Mayer führt. Vorhänge dienen also nicht nur dem guten Aussehen, sondern erfüllen eine wichtige Funktion. Eine moderne Aussage für den eigenen Wohnraum beginnt bereits bei der Vorhangstange, die so individuell ausgewählt werden kann wie der Stoff selbst. Ob verspielt oder technisch wirkend – Gardinenstangen werden selbst schon zu Einrichtungsgegenständen. „Derzeit ist der geradlinige, puristische Stil sehr gefragt“, so Gerlinde Mayer, „sachlich und reduziert“. Gleichzeitig bieten sich Teppiche oder Accessoires wie Kissen und Decken als bunte Hingucker an. „Da gibt es vom Design her superschöne Sachen“, begeistert sich Gerlinde Mayer. Und die neuen Materialien beispielsweise der Teppiche, die individuell maßgenau angefertigt werden, verfügen über eine unvergleichliche Haptik. bb

n DECO-POINT Mayer Raumausstattung, Am Stollen 10, Gutach/Bleibach, Tel. 07685 / 91 05 80; Mo. – Fr. 9.30 - 18.30 Uhr, Sa. 9.30 - 16 Uhr, So. 14 - 17 Uhr (o. Beratung) www.deco-point-mayer.de

Experten für Innenausstattung: Meinrad und Gerlinde Mayer wissen, wie man ein Zuhause geschmackvoll mit Qualität gestaltet.


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Die Oper, Oslo ©Foto: Barbara Breitsprecher

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Die Rampe der Oper bietet Platz für Flaneure, Genießer und Turnerinnen ©Foto: Barbara Breitsprecher

Oslos Opernhaus ist viel mehr als Oper und Ballett. Es ist eine Art begehbare Rampe, ein raumbietendes, sich ins Wasser schiebendes Gebäude, ein begehbares Dach, ein Schaufenster zur Kultur, vor allem aber ein identitätsstiftender Treffpunkt für die Bevölkerung. Faszinierend, wie ein Konzerthaus so fern allen elitären Dünkels sein kann. Hier trifft Kunst auf tägliches Leben. Die Menschen nehmen diesen Ort an, kommen um zu flanieren und dabei einen Blick durch die großen Scheiben auf Orchesterproben zu werfen. Im Innern öffnen sich lichtdurchflutete hohe Räume, das Licht fällt auf edles Eichenholz. Draußen turnen Kinder auf den hellen, schräg verlaufenden Steinen, ihre Eltern sitzen unten am blitzenden Fjord und schauen übers Wasser. Oslos Bürgerinnen und Bürger haben eine Beziehung zu ihrer Oper. Was für eine wundervolle, beneidenswerte Errungenschaft! Zu verdanken ist sie dem norwegischen Architekturbüro Snøhetta. Das preisgekrönte Bauwerk wurde 2008 fertig gestellt. Ziel des renommierten internationalen Architektenteams war es einmal mehr, einen Bezug entstehen zu lassen, dem Platz einen Sinn zu geben. Das Gebäude gleicht einem sich ins Wasser neigendem Schiff, einer zugängliche Skulptur und ist doch noch viel mehr: ein soziales Monument. Hierher kommen auch Menschen, die sonst gar nichts mit Opern am Hut haben. Sie genießen den Ausblick, den Freiraum, das Licht und atmen dabei – so ganz lässig nebenher – Kultur.  Barbara Breitsprecher

©Alle Fotos: Barbara Breitsprecher

ann man das machen, eine Stadt auf eine Sehenswürdigkeit reduzieren, derentwegen man diesen Ort unbedingt besuchen sollte? Umgekehrt gefragt: Ist nicht jeder Reiseführer eine solche Ansammlung von Attraktionen? Und ist da nicht viel mehr, was eine Stadt darüber hinaus zu bieten hat? Deshalb wollen wir es also wagen. Diese Rubrik gehört der einen Einmaligkeit, derentwegen man unbedingt reisen sollte.

©Alle Fotos: Barbara Breitsprecher

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SOZIALPROJEKT

Wohnheim Längenloh

©Foto: Barbara Breitsprecher

Sie haben sichtlichen Spaß ­m iteinander: Die Studierenden Caroline Knapp, Kalle Schmidt und Johannes Lorenz (v.l.), ­ die nun in dem Flüchtlings­ wohnheim Längenloh in ­Z ähringen wohnen, genießen ihr Zusammenleben.

Die neuen Nachbarn Ein außergewöhnliches Sozialprojekt im Flüchtlingswohnheim Längenloh in Zähringen: 72 Studentinnen und Studenten sind in die Wohnanlage eingezogen und leben nun Seite an Seite mit Flüchtlingen.

E

s ist ein einmaligesSozialprojekt, eine sinnvolle Maßnahme und eine tolle Idee sowieso: Seit Oktober wohnen auch Studentinnen und Studentenin dem neuen Flüchtlingswohnheim Längenloh in Zähringen. Möglich wurde das, weil die Zahl der Geflüchteten, die nach Freiburg kommen, stark zurück gegangen ist. Die große, komplett in massiver Holzbauweise erstellte Wohnanlage war plötzlich nicht ausgelastet. 150 Flüchtlinge leben hier momentan, da kam den Verantwortlichen die Eingebung, man könnte hier ein echtes Sozialprojekt wagen. 72 Studierende leben seitdem

mit den geflüchteten Familien zusammen. „Für uns sind das nicht in erster Linie Flüchtlinge, für uns sind das unsere Nachbarn“, sagt Kalle Schmidt. Der 21-Jährige studiert Erziehungswissenschaften an der PH und findet das Projekt großartig Auch Johannes Lorenz fühlt sich in seiner neuen, großen WG richtig wohl. Der 25-Jährige, der VWL im Master-Studiengang studiert, hätte sich nach eigenen Aussagen nie erträumt, dass eine Wohngemeinschaft mit Studierenden aus so vielen unterschiedlichen Fachrichtungen so gut klappen könnte. „Besser geht es nicht“, strahlt er. Biologie und Philosophie studiert die 20-jährige Caroline Knapp, für die ein sozi-

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ales Engagement unbedingt zum Studentenleben dazu gehört. Alle drei wollen sich mit Projekten und Ideen für das Flüchtlingswohnheim

den Flüchtlingsfamilien die Studierenden besuchen und haben sich an der gläsernen Türe die Hände wund geklopft – Klingel und Briefkasten sucht man bislang hier vergebens. Auf die 70 angebotenen Wohnplätze hatten sich innerhalb kürzester zeit 400 Studentinnen ahre alt und Studenten beworben. „Das war eine super Erfahrung, fast überrannt zu werden“, freut sich Renate Heyberger, stellvertretende Leiterin des Studierendenwerks Freiburg (SWFR). „Uns ging es auch darum, den Studierenden zumindest mal für ein Semester ein gesichertes Umfeld zu

„Für uns sind das nicht in erster Linie Flüchtlinge, für uns sind das unsere Nachbarn.“ Kalle Schmidt, Student, 21 J einbringen. So bieten sie beispielsweise eine Fahrradwerkstatt und Hausaufgabenhilfe an. „Erst einmal haben wir uns jetzt aber eine Funk-Klingel gekauft“, erklärt Johannes Lorenz. Denn immer wieder wollen Kinder aus


SOZIALPROJEKT

©Foto: Barbara Breitsprecher

Knapp ergänzt: „Und dafür wollen wir uns auch mit ganz vielen Ideen einbringen“. Von der „Campus-Situation“ und den „super Bauten“, schwärmt auch Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. „Und das Beste: Die Holzhäuser sind nicht teurer als eine Containerbauweise und sie wurden darüber hinaus von Handwerken aus der Region gefertigt.“ Er sei über-

Komplett in hochwertiger, massiver Holzbauweise sind die neuen Häuser der Flüchtlingsunterkunft Längenloh gebaut.

©Foto: Barbara Breitsprecher

sind nicht teurer als die Containerbauweise und darüber hinaus wurden sie von handwerkern aus der region gebaut.“

Die Tafel in der WG-Küche zeugt von der spielerischen Verständigung: Flüchtlingskinder haben Zahlen ins Syrische übersetzt.

©Foto: Barbara Breitsprecher

bieten.“ Ein drittel der Studentinnen und Studenten, die jetzt hier in Längenloh wohnen, wurden in einem gesonderten Bewerbungsverfahren als Ehrenamtliche ausgewählt. Von ihnen wird Engagement zugunsten der Flüchtlinge im Wohnheim erwartet, dafür wurde ihnen auch künftig eine Unterkunft zugesichert, selbst wenn das Sozialprojekt Längenloh auslaufen sollte. Aber auch die meisten der anderen Studierenden wollen sich auf jeden Fall engagieren. Denn zunächst einmal ist diese einmalige Win-Win-Situation, von der alle profitieren – Studierende, Geflüchtete und die Stadt – zeitlich begrenzt: Nach einem halben Jahr wird geprüft, ob die Räume für neue Flüchtlinge gebraucht werden und ob die bunt gemischte Wohnidee auch weiterhin rechtlich Bestand hätte. „Wir hoffen natürlich, dass wir hier dann weiter bleiben dürfen“, betont Kalle Schmidt. Und Caroline

„Die Holzhäuser

Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister Freiburg

zeugt, sagt er, mit diesem Sozialprojekt, dem Zusammenleben von Geflüchteten und Studierenden, „da können wir auf jeden Fall etwas lernen“. Betreut werden die Flüchtlingsfamilien, die vor allem aus Syrien und teilweise aus Afghanistan kommen, von einem lokalen Helferkreis und Sozialbetreuerinnen des Caritasverbandes Freiburg Stadt, Liliana Gordon und Susanne Kern. Draußen im Hof springen einige Kinder herum. Als sie die drei Studierenden die Stahltreppen herunterkommen sehen, kommt ein breites Lachen in ihre Gesichter und fröhlich winken sie herüber. „Alles klar?“, fragt Johannes Lorenz freundlich einen Jungen. Und der antwortet lässig: „Na klar doch!“ Barbara Breitsprecher

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D R AU S S E N

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©Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

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Mehr als 40 Aussteller bieten Kunsthandwerk, Geschenkideen und regionale Produkte an. Außerdem gibt es Live-Musik sowie Speisen und Getränken. Für die kleinen Besucher ist das Weihnachtspostamt an den Samstagen und Sonntagen von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, dort kann man einen Wunsch an den Weihnachtsmann versenden. Öffnungszeiten: Alle vier Advents-Wochenenden, jeweils samstags von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 13 bis 19 Uhr. Zusätzlich freitags (2.12., 9.12, 6.12.) von 15 bis 21 Uhr. Eintritt: 3,50 Euro für Erwachsene, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Gruppen ab 20 Personen bezahlen je 3 €. Empfohlen wird die Anreise mit der Bahn bis zu den Bahnhöfen Himmelreich, von dort aus fährt regelmäßig ein Shuttlebus zum Weihnachtsmarkt. Alternativ bietet sich eine Wanderung ab Hinterzarten durch das Löffeltal an (ca. 45 Min.).

Die aktuelle Sonderausstellung „Otto Dix – Der Isenheimer Altar“ beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit sich der berühmte deutsche Maler Otto Dix (1891-1969) in seinem Schaffen vom mittelalterlichen „Isenheimer Altar“ des Matthias Grünewald (15121516) – dem Herzstück des Unterlindenmuseums – beeinflussen ließ. Die Ausstellung ist noch bis Ende Januar 2017 zu sehen. Ein Museumsrundgang in der Vorweihnachtszeit lässt sich mit einem Besuch des berühmten Weihnachtsmarktes verbinden. Noch bis bis 30. Dezember ist die malerische Innenstadt Colmars mit ihren pittoresken Fassaden und ihren verwinkelten Gassen festlich beleuchtet und liebevoll geschmückt. An unzähligen Ständen gibt es lokale Produkte, Kunsthandwerk und Kulinarisches. www.musee-unterlinden.com

ildromantischer Atmosphäre unter dem Viadukt der Höllentalbahn: Hier findet wieder der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht statt. Am Eingang zur Schlucht öffnet das Weihnachtsdorf an allen vier Advents-Wochenenden seine Pforten.

as neu gestaltete Musée Unterlinden, ein Museumskomplex aus mittelalterlichem Kloster, Jugendstil-Schwimmbad und modernem Museumsneubau, ist seit seiner Wiedereröffnung vor einem Jahr ein Publikumsmagnet. Die aktuelle Sonderausstellung „Otto Dix – Der Isenheimer Altar“

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B AU E N & W O H N E N

Bauverein Breisgau

MIT ZÄHRINGEN SOZIAL VERBUNDEN ©Fotos: Bauverein Breisgau

Nach einigen Turbulenzen hat der Vorstandschef des Bauvereins Breisgau, Reinhard Disch, die Zügel wieder fest in der Hand.

Der Bauverein Breisgau, der seinen Sitz in Zähringen hat und 1899 gegründet wurde, ist Freiburgs erste und älteste Wohnungsbaugenossenschaft. Heute hat die Genossenschaft über 20.000 Mitglieder.

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ie gute Nachricht gleich vorweg: Die Wohnungen, die derzeit in Gundelfingens Ortsmitte entstehen, bleiben zu 100 Prozent Mietwohnungen. Das sichert Reinhard Disch, der Vorstandschef des Bauvereins Breisgau, fest zu.

„Die Wirtschaftlichkeit für Mietwohnungen war von Anfang an da“, erklärt er und fügt hinzu: „Wir sind im Aufsichtsrat mit falschen Zahlen getäuscht worden“. Dadurch waren die geplanten Wohnungen auf Bauschildern für kurze Zeit plötzlich als künftige Eigentumswohnungen deklariert worden, was im Gundelfinger Gemeinderat und in der Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt hatte. In der Folge musste der gerade erst neu bestellte Bauvereins-Vorstandsvorsitzende Markus Schwamm seinen Posten wieder räumen. Reinhard Dischs Vertrag als Vorstandschef endet nach über 30 Jahren am 30. Juni 2017. Aber da es nun keinen Nachfolger gibt, wird er seinen Job weitermachen, bis ein solcher gefunden wurde.

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Er hofft, dass die Suche nicht allzu lang dauern wird, denn er freut sich auf seine Rentenzeit: „Ich habe viele Hobbies und mache gerne Sport. Und ich wünsche mir mehr Zeit fürs Motorradfahren und unseren großen Freundeskreis“. Das Prinzip der Wohnungsgenossenschaft ist in all den Jahren gleich geblieben: Die Mitglieder sollen gefördert werden, weshalb die Mieten nicht im Sinne der Gewinnmaximierung ausgerichtet sind. Beim Bestandsbau des Bauvereins Breisgau liegen die Mieten deshalb stets unterhalb des Freiburger Mietspiegels. Bei Neubauten, räumt Reinhard Disch ein, ist das nicht immer sogleich möglich. Aber spätestens nach 20 Jahren kann dann auch dort dieses Ziel umgesetzt werden. Das älteste Haus des Bauvereins Breisgau steht in der Emmendinger Straße 16 -34. In dem denkmalgeschützten Gebäude-

komplex aus dem Jahr 1904 gibt es 92 Wohnungen und ein herausragendes Wärmekonzept. Hier wird eigener Strom produziert, hinzu kommt eine eigene Solartherme und ein Blockheizkraftwerk. Besonders stolz ist der Bauverein Breisgau auch auf den Quartiersverein und das damit verbundene soziale Engagement in Zähringen. Hier allein in diesem Stadtteil hat der Bauverein 900 Wohnungen, von der Zähringer Straeinhard isch ße Richtung Westen gehört nahezu der komplette Baubestand dem Bauverein Breisgau. „Auch deshalb ist der Quartiersverein etwas sehr Besonderes“, betont Reinhard Disch. Ein spezieller Quartierskoordinator verwaltet die fünf Räume im Quartiersbüro im denkmalgeschützten Tankstellen-Turmcafé, wo Alt und Jung zusammen kommen und viele Mitmach-Angebote stattfinden. Barbara Breitsprecher

„Die neuen Wohnungen in Gundelfingens Ortsmitte werden zu 100 Prozent Mietwohnungen bleiben.“ R

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FREIBURGS NORDEN

„Green Industry Park“

ABWÄRME

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©Foto: fotolia, Klaus The.

Im Norden Freiburgs soll ein „grünes Industriegebiet“ enstehen: Der „Green Industry Park“. Hier soll auch die Abwärme der Firma Solvay genutzt werden.

Tolle Ideen für die schönste Zeit im Jahr

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emeinsam wollen die Stadt Freiburg, die Freiburg Wirtschaft und Touristik Messe (FWTM) zusammen mit Badenova und Fraunhofer Institut ISE und weiteren Unternehmen und Instituten – darunter auch die Albert-Ludwigs-Universität – diese Idee eines „grünen Industriegebiets“ weiter entwickeln und vorantreiben.

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Ortsansässige Unternehmen sollen miteinander vernetzt werden, um langfristig ein zukunftsweisendes, energieeffizientes Industriegebiet zu verwirklichen. „Mit dem Klimaschutzkonzept für das Industriegebiet Nord haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen“, so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. „Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung.“ Einer der Bausteine, der bereits umgesetzt wurde, sind Workshops, an denen sich die Unternehmen beteiligen konnten. Wichtige Themen für die Betriebe, wie Energiemanagement, Beleuchtung, Abwärmenutzung, Klimatisierung und energieeffiziente Gebäude wurden in den Workshops aufgegriffen, mögliche Lösungen diskutiert und mit interessanten Besichtigungen bei den Unternehmen vor Ort kombiniert. Mit der Entscheidung, das neue SC-Stadion am Flugplatz anzusiedeln, kam auch Schwung in die Überlegungen, die Abwärme der Firma Solvay auf dem einstigen Rhodia-Gelände sinnvoll zu nutzen. Mit einer möglichen Nutzung der Abwärme beschäftigt sich derzeit eine Arbeitsgruppe des Umweltschutzamtes und der Stadiongesellschaft. Im Zuge der Planungen für ihren Kopfbau bei der Messe Freiburg prüft die FWTM derzeit mit Unterstützung eines Freiburger Ingenieurbüros, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine Nutzung von Abwärme der benachbarten Solvay technisch und wirtschaftlich möglich ist. „Perspektivisch ist die Versorgung von weiteren Gebäuden und angrenzenden Betrieben und Einrichtungen in räumlicher Nachbarschaft, wie beispielsweise das neue SC-Stadion am Flugplatz, denkbar. Die Realisierung einer Quartiersversorgung mit industrieller Abwärme wäre weit über das Industriegebiet Freiburg-Nord und den „Green Industry Park“ hinaus vorbildhaft. Damit könnte ein wichtiger Schritt in Richtung der angestrebten, energie- und ressourceneffizienten Weiterentwicklung des Gewerbegebiets gelingen“, ist Bernd Dallmann, Geschäftsführer der FWTM, überzeugt. Um die Umgestaltungen zu unterstützen, wurde eigens das Innovations- und Effizienzclusters „innoEFF“ gegründet. Hierbei sollen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen für Innovationen im Bereich Klimaschutz und Effizienztechnologien vernetzt werden. Dabei kann auch auf Fördergelder des Landes zurückgegriffen werden.

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Für mich. Perfekt. Freiburg Zähringen Stadtteilmagazin | 31


Medizinische Notwendigkeit oder sinnlose Quälerei?

Tierversuche

Häufig hört man, Tierversuche seien notwendig, um Produkte sicher zu machen und neue Behandlungsmethoden für kranke Menschen zu finden.

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Silke Strittmatter

©Foto: privat

a menschliche Krankheiten bei Tieren nicht vorkommen, werden die Symptome künstlich nachgeahmt. Um Parkinson auszulösen, wird bei Affen ein Nervengift in das Gehirn injiziert. Krebs wird bei Mäusen durch Genmanipulation oder Injektion von Krebszellen hervorgerufen. Einen Schlaganfall versucht man durch das Einfädeln eines Fadens in eine Hirnarterie bei Mäusen zu simulieren. Die Zuckerkrankheit wird durch Injektion eines Giftes in Ratten erzeugt, ein Herzinfarkt bei Hunden durch Zuziehen einer von außen bedienbaren Schlinge um ein Herzkranzgefäß. Die menschliche Depression wird an genveränderten Mäusen erforscht, so auch in Freiburg. Unter anderem wird eine Maus mit Klebeband am Schwanz an einer Stange festgeklebt. Wenn sie aufhört zu zappeln und sich hängen lässt, gilt das als depressives Verhalten. Tiere werden zu Messinstrumenten degradiert und Tierversuche spielen eine Verbrauchersicherheit vor, die nicht gegeben ist. Abgesehen von der Realitätsferne, erlaubt das Tierexperiment keine zuverlässige Aussage darüber, inwieweit sich der menschliche und der tierische Organismus vergleichbar verhalten. Arsen ist giftig für Menschen, dagegen gut verträglich für Schafe. Cortison ist verträglich für Menschen, führt aber bei Mäusen zu Missbildungen. Paracetamol wird von Menschen gut vertragen, für Katzen ist es Gift. Eine Folge des tierexperimentellen Systems sind die aufgrund von Tierversuchen für sicher gehaltenen Medikamente, welche wieder vom Markt genommen werden müssen, weil sie beim Menschen schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorrufen wie das Diabetesmedikament Avandia, das Schmerzmittel Vioxx oder das Herzmedika-

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ment Trasylol. In Deutschland sterben jährlich rund 60.000 Menschen an aufgrund von Tierversuchen für sicher und wirksam erachteten Medikamenten. 92 bis 95 Prozent aller im Tierversuch erfolgreich getesteten Arzneien versagen in den nachfolgenden klinischen Studien am Menschen. Selbst nach Marktzulassung müssen bis zu 50 Prozent der Medikamente mit Warnhinweisen versehen oder ganz zurückgezogen werden. Gleichzeitig bleiben uns Therapien vorenthalten, da nützliche Arzneimittel fälschlicherweise im Tierversuch aussortiert werden. Das ist unvereinbar mit einer modernen Humanmedizin. Eine Abkehr vom alterherkömmlichen tierexperimentellen System zu Gunsten zeitgemäßer tierversuchsfreier Forschung ist notwendig, um die Basis zu schaffen für den best möglichen Schutz des Menschen vor unerwünschten Nebenwirkungen und zur Entwicklung von patientenspezifischen Therapiemöglichkeiten. Durch groß angelegte epidemiologische Studien konnte gezeigt werden, dass die heutigen Zivilisationskrankheiten vor allem durch Faktoren wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, fleisch- und fettreiche Ernährung, Stress und mangelnde Bewegung bedingt sind. Potentielle Wirkstoffe können mit Zellsystemen oder ausgeklügelten Computersimulationen, die auf menschlichen Daten basieren und die Verstoffwechslung einer Substanz im menschlichen Körper detailliert darstellen, getestet werden. Mit Organchips werden wie in einem künstlichen Mini-Menschen Auswirkungen auf Leber, Darm, Herz oder Niere erforscht. Die Kombination solcher Verfahren liefert für den Menschen aussagekräftige Ergebnisse. Dipl. Biologin Silke Strittmatter, Pressesprecherin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der bundesweiten Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. besteht seit 1979 und ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. www.aerzte-gegen-tierversuche.de


STRASSENNAMEN

Biologische Zahnheilkunde Die Zukunft ist weiß

Nach vier Jahren liegt der Bericht der Kommission vor, die 1300 Freiburger Straßennamen überprüft hat, ob sie aus heutiger Sicht noch tragbar erscheinen. Auch für die Alban-Stolz-Straße in Zähringen wird eine Umbenennung empfohlen. Zentrale Kriterien der Prüfung waren unter anderem die Förderung des Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus sowie Frauenfeindlichkeit und Militarismus. Alban Stolz (1808 bis 1883) war ein katholischer Theologe, der als Professor und später als Prorektor an der Universität Freiburg wirkte. Er galt als einer der größten katholischen Volksschriftsteller zu seiner Zeit, dessen Schriften und Kalender hohe Auflagen erreichten. In seinen Inhalten und seiner Sprache zeigte er dabei einen großen Hass auf die Juden, die er für alle Missstände und vermeintlichen Verschwörungen verantwortlich machte. Er betrieb dabei den damals durchaus verbreiteten kirchlichen Antijudaismus, der aber noch weit darüber hinaus ging. In Tier-, Pflanzen- und Seuchenmetaphern entmenschlichte und diskreditierte er die Juden. All die Schwächen und angeblichen Bösartigkeiten, die er Juden unterstellte, begründete er rassisch und erbbiologisch. Alban Stolz zeigte damit alle Kennzeichen eines antisemitischen Wahnsystems, das für alle zeitlichen Krisen und für alles was beunruhigend modern empfunden wurde, Schuldige in einer Kulturgruppe suchte und diese zu eliminieren wünschte. Besonders schlimm war die Auswirkung von Alban Stolz Antisemitismus, weil er so viele Leser hatte. „Er ist mit Sicherheit einer der wichtigsten antisemitischen Publizisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dessen Wirkungsgeschichte gerade auch im katholischen Milieu bis weit in das 20. Jahrhundert hineinreichte“, so die Kommission. Sie empfiehlt, die Straße in Gottfried-KellerStraße umzubenennen, nach dem Schweizer Dichter.

Schonung des Immunsystems: Das Zahnfach wird sorgfältigst gereinigt, auch die kleinsten Kieferentzündungen werden entfernt. Zusätzlich wird mit der Ozon-Therapie desinfiziert. Dies sind die unbedingten Vorraussetzungen, dann erst kann die Sofortimplantation mit Keramikimplantate erfolgen. Vor, während und nach der Operation wird das Immunsystem entlastet – beispielsweise durch Metallentfernung, Amalgam­entgfitung, Symbioselenkung, Ernährungstherapie, sowie durch Mikronährstoffe, biologische Präparate und naturheilkundliche Medikamenten unterstützt. Sofortimplantation – In einer Stunde feste Zähne: Für die Zeit der Einheilung kann auf die Implantate ein Sofortprovisorium angepasst werden. Die Provisorien werden im eigenen Dentallabor, das im Hause von einem erfahrenen Zahntechnikermeister geführt wird, vorbereitet. Die Sofortbelastung wird nach bestimmten statischen Grundsätzen gestaltet. n „Praxistag der offenen Tür“, Dr. Wolfgang Poloczek referiert zum Thema „Die Zukunft ist weiß“, 24. Januar, 18 bis 21 Uhr , um Reservierung wird gebeten, Tel. 0761 / 409 8998, Praxis für Implantologie, Parodontologie, ästhetische Zahnheilkunde, Hexentalstr. 7, 79249 Merzhausen

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ZÄHRINGER STRASSE

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Wenn alles klappt, soll ab 2021 mit dem Ausbau der B3 begonnen werden. Zähringen würde damit vom Verkehr entlastet, das Areal Güterbahnhof Nord sowie das Industriegebiet Nord direkt angeschlossen.

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it dem voran schreitenden Ausbau des Güterbahnareals werden auch die Pläne für den neuen Vollanschluss der B3 mit Zu- und Abfahrten in beide Richtungen immer konkreter. Die Stadtverwaltung verspricht sich vom Ausbau der B3 auch eine deutliche Entlastung für Zähringen.

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Verkehrsstaus auf der Zähringer Straße bis in die Habsburgerstraße und Stefan-Meier-Straße sollen damit der Vergangenheit angehören. Die Lärmund Luftschadstoffbelastung für die Anwohner soll deutlich sinken. Geplant ist eine künftige B3 mit zwei Fahrstreifen stadtauswärts und einem Fahrstreifen stadteinwärts sowie der Anbindung des Industriegebiets Nord durch einen Vollanschluss der Zinkmattenstraße. Der Baubeginn der neuen B3 ist für 2021 geplant. Im ersten Bauabschnitt (in der Karte grün eingezeichnet) soll die B3 entlang der bestehenden stadteinwärts führenden Verkehrsachse von der Zähringer Straße bis zum Güterbahnhof

Übersichtsplan M ca. 1:20000 Ausbau der B3 Umfahrung Zähringen Aufnahme in das Förderprogramm nach dem Entflechtungsgesetz des Bundes

Hornung Borchert

Zeitplan Planung Nord B3 vierspurig und von dort stadtaus- Umfahrung Zähringen wärts dreispurig ausgebaut werden. Die Zähringer Straße wird damit zu einer Nebenstraße. Im zweiten Bauabschnitt soll dann die B3 voll an die Zinkmattenstraße angeschlossen werden und so direkt ins Industriegebiet Nord führen. Isfahanallee, Wald2013

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kircher-, Stefan-Meier- und Habsburgerstraße müssten dann nicht mehr als Hauptverkehrsstraßen genutzt werden. Im Zuge dieses zweiten Bauabschnitts soll außerdem die Engesserstraße ausgebaut werden, ebenso die Kreuzung Tullastraße/Zinkmattenstraße. bb 2022

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2028

Bebauungsplanverfahren (ggf. alternativ Planfeststellungsverfahren)

Technische Planung bis einsch. Genehmigungsplanung

Ausführungsplanung

Ausschreibung und Vergabe

Ausführung Bauabschnitt 1 (B 3 Umfahrung Zähringen) Ausführung Bauabschnitt 2 (Vollanschluss Industriegebiet Nord und Engesser / Zinkmattenstraße), Ausführung in mehreren Schritten

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Anlage 6 zur DRUCKSACHE G-13/009

GVFG-Antrag und -zuschussbescheid


GÜTERBAHNHOF NORD

Mauereidechse

DIE EIDECHSEN MÜSSEN WEG

Kleine Gruppen Schnelle Lernerfolge Sprach- und Computerkurse

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Acht Grundstücke wurden an regionale Handwerks- und Produktionsbetriebe vergeben

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Im nördlichen Teil des Güterbahngeländes wurden acht weitere Grundstücke an regionale Handwerks- und Produktionsbetriebe vergeben. Die FWI (Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG), eine gemeinsame Tochter der FWTM und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, haben bereits Reservierungsvereinbarungen für die Grundstücke mit Interessenten unterzeichnet. Die

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©Foto: fotolia, Pixelmixel

Grundstücke liegen entlang der Berta-Ottenstein-Straße und Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße in Richtung Güterbahngleise. Da sich auf den Grundstücken aktuell noch Mauereidechsen befinden, die zu den bedrohten Tierarten zählen, sind die Grundstücke bis zur Klärung aller naturschutzrechtlichen Fragen erst ab Sommer 2017 als bebaubar. Die Mauereidechsen sollen in den nächsten Monaten von dort vertrieben werden, damit sie sich auf einer für sie ausgewiesene Ausgleichfläche von über fünf Hektar neu ansiedeln. Die Tiere sollen so geschützt werden, auch vor Verletzungen bei den anstehenden Bauarbeiten. Es sollen dafür spezielle Zäune aufgestellt werden, die es den Mauereidechsen ermöglichen, diese in Richtung der Ausgleichsflächen zu überqueren, jedoch nicht zurück. Zusätzlich werden im Frühjahr, wenn die Eidechsen aus ihrer Winterstarre erwachen, Planen auf den Grundstücken ausgelegt, damit kein Tier mehr auf den zu bebauenden Flächen zurückbleibt. Mit Baubeginn durch die neuen Eigentümer ist dann laut FWI ab Mitte 2017 zu rechnen. Die Betriebe, welche die Reservierungsvereinbarungen unterzeichnet haben, sind unter anderem: Historia GmbH, ein auf den Versand von besonderen Geschenkmaterialien spezialisiertes Unternehmen, die Handwerksbetriebe Nitz Natur-Zaun und B&B Fliesen sowie der Fliesenhandel Naturstein GmbH und ebenso die Bezirksschornsteinfeger Becherer, Dittrich und Dold. Außerdem wollen sich der Sicherheitsdienstleister Eisenkolb Sicherheit GmbH und der Elektrotechnikspezialist SAW Elektrotechnik GmbH auf dem Gelände niederlassen. Alle Unternehmen stammen aus der Region Freiburg. Barbara Breitsprecher

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GÜTERBAHNHOF NORD

„Freiraum-Living“

Wohnen mit grünem Innenhof

Auf dem Areal des Güterbahnhof Nord entsteht ein neues Stadtquartier. „Freiraum-Living“ nennt die Hamburger Bauherrin Revitalis Estate AG das Viertel an der ehemaligen Güterhallenstraße, die heute Zita-Kaiser-Straße heißt. Fünf Gebäude mit jeweils fünf bis sechs Geschossen und insgesamt 100 Mietwohnungen werden sich hier um einen begrünten Innenhof gruppieren.

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ommenden Sommer soll das große Bauprojekt fertig sein. Zwei Hotels werden das Entrée zum neuen Quartier auf dem Güterbahnhofs-Areal bilden: Das Hampton by Hilton mit 175 Zimmern und das Wyndham Super 8 mit 205 Zimmern. Parallel zur Isfahanallee hat das Hamburger Architekturbüro MPP Meding Plan+Projekt GmbH die 1- bis 4-Zimmer-Mietwohnungen geplant. Die Wohnflächen betragen

Wohnen und Gewerbe: 100 Mietwohnungen werden hier entstehen, außerdem soll sich Gewerbe und Einzelhandel ansiedeln. Foto: Visualisierung: REVITALIS/ HH Vision

zwischen 28 und 170 Quadratmetern, alle Wohnungen werden über einen Aufzug erreichbar sein und einen Holzparkettboden mit Fußbodenheizung haben. Die Wohnungen haben bodentiefe Fenster, Einbauküchen und Bäder mit einer sogenannten großen Regendusche. 13 dieser Wohnungen gelten als komplett barrierefrei. Es wird für die Wohnungen des Gebäudekomplexes insgesamt 135 Tiefgaragenstellplätze geben – die beiden Hotels verfügen über eigene Tiefgaragenplätze.

Jede Wohnung verfügt über einen Balkon, die Erdgeschosswohnungen haben eine Terrasse und einen eigenen kleinen Garten. Foto: Visualisierung: REVITALIS/ HH Vision

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Das Gebäudeenemble wird in Anlehnung an den KfW-Effizienshaus-Stand 55 definiert und geht damit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. In den Wohnungen sind Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung installiert. An Gewerbeflächen bietet das Ensemble „Freiraum-Living“ 1500 Quadratmeter auf drei Einheiten verteilt. Hinter den großen Glasfrontscheiben können in diesem Mischgebiet unterschiedliche Nutzungskonzepte verwirklicht werden. Denkbar sind Gastronomie und Einzelhandel. Sowohl die beiden von Revitalis in Auftrag gegebenen Hotels wie auch die Gebäudekomplexe mit den Mietwohnungen wurden von der Bauherrin bereits verkauft: Die Hotels wurden von der Augsburger Patrizia-Immobilien AG gekauft, die im Hotelbereich nach eigenen Angaben mittlerweile ein Immobilienvermögen von rund 600 Millionen Euro betreut. Die Häuser mit den Mietwohnungen im „Freiraum-Living“-Viertel wurden von dem britischen Immobilien- und Investmentfondsunternehmen BMO Real Estate Partners. Die britische Firma hat bereits rund 400 Millionen Euro in Neubauwohnprojekte in Deutschland investiert und verwaltet in Europa ein gesamtes Immobilienvermögen im Wert von etwa 9,5 Milliarden Euro. Barbara Breitsprecher


GÜTERBAHNHOF NORD

Alte Lokhalle

Arbeiten in Containern

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in sogenannter Kreativpark soll in der Alten Lokhalle auf dem Geländes des Güterbahnhofs Nord entstehen. Auf der rund 1500 Quadratmeter großen Fläche des Mittelschiffs der um 1905 erbauten Halle soll auf etwa 900 Quadratmetern eine Containerlandschaft Büroflächen für junge Unternehmerinnen und Unternehmer bieten. Abgekupfert ist die Idee vom Aktionstheater Pan.Optikum, das im Südteil der Alten Lokhalle sein Domizil hat und hier im Zuge der Theaterreihe „Hier & Weg“ zum Thema jugendliche Flüchtlinge eine stimmige Ausstellung in alten Containern konzipiert hatte. Nun jedoch soll das alles ganz chic

©Foto: OAI Haller Architekten

In der Alten Lokhalle auf dem Areal des Güterbahnhof Nord soll ein „Kreativpark“ mit Container-Büros für jungen Unternehmerinnen und Unternehmer entstehen.

werden: Container werden zu „Kreativbüros“, in zweistöckiger Bauweise. Die 50 Container mit 20 bis 65 Quadratmetern Fläche sollen ab 2017 eine „besondere Arbeitsatmosphäre“ für Start-Up-Unternehmen

Quartier an den alten Zollhallen Freiburg- Güterbahnhofareal

und Selbstständige aus dem Kreativbereich bieten, verspricht die FWTM, die Hauptmieterin der Container für die Dauer von zehn Jahren sein wird. Barbara Breitsprecher

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SCHMECKEN

Low-Carb-Küche

Gedünstetes Lachsfilet im Sesam-Mohn-Mantel

Low-Carb bedeutet, zucker- und stärkereiche Lebensmittel bewusst einzuschränken und stattdessen Eiweißquellen und gesunde Fett verwenden. Wolfgang Link, der aus TV und Medien bekannte Koch, ist ein überzeugter Anhänger der Low-Carb-Küche: „Damit kann man sowohl einen gesunden als auch einen genussvollen sowie äußerst praktikablen Ernährungsweg einschlagen, der im Nu zur Lebenseinstellung wird“. Also: Weniger Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Pizza oder Süßigkeiten essen! Mit Low-Carb wird der Stoffwechsel stimuliert, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden nehmen zu. Und so ganz nebenbei purzeln noch ein paar überflüssige Pfunde. Zubereitung: Zwiebel und Ingwer jeweils schälen und fein würfeln. Mohn zusammen mit dem Sesam in einer heißen Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Das Lachsfilet waschen, trocken tupfen und in vier gleich große Stücke schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Fisch anschließend in der Mohn-Sesam-Mischung wälzen und die Panade gut andrücken. Einen Topf mit Dämpfeinsatz zur Hälfte mit Wasser füllen und dieses zum Kochen bringen. Die Lachsfilets zugedeckt über dem kochenden Wasser ca. 8–10 Minuten dämpfen. In der Zwischenzeit den Spinat waschen und entstielen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln mit dem Ingwer darin ca. 1–2 Minuten anbraten. Den Spinat hinzufügen und weitere 3–4 Minuten anschwitzen. Das Ganze mit Kokosmilch ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Frischkäse kurz vor dem Servieren untermischen. Die Zitrone achteln. Die Lachsfilets auf dem Spinatbett anrichten, etwas Fond darüberträufeln, die Zitronenecken anlegen und servieren. Tipp: Wenn Sie keinen Topf mit Dämpfeinsatz haben, können Sie auch ein Sieb nehmen, welches über den Topf passt. Wichtig ist ein Deckel.

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Zutaten Für 2 Personen Zubereitungszeit: 25 Minuten 1 Zwiebel ¼ Knolle frischer Ingwer (ca. 30 g) 10 g Mohn 30 g Sesam 400 g Lachsfilet 300 g Blattspinat (frisch) 2 EL Sesamöl 80 ml Kokosmilch 50 g Frischkäse (Rahmstufe) 1 Zitrone (Bio) Salz und Pfeffer nach Geschmack

Der Koch Wolfgang Link zeigt, wie ideal Low Carb für ein gesundes Leben ist. Eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten, dafür maximaler Geschmack und Wohlbefinden, ganz ohne Diät. Low-Carb your Life Wolfgang Link Systemed Verlag Lünen, 2016 ISBN 978-3-95814-027-1 19,99 Euro


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ZÄHRINGENS NORDEN

Telekom

ZUKUNFTSFÄHIGES INTERNET ©Foto: fotolia, Klaus The.

Die Deutsche Telekom legt nun nahezu flächendeckend Glasfaserkabel. Auch der Norden Zähringens wird jetzt endlich dann damit versorgt.

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Damit das Bauvorhaben der Telekom zügig umgesetzt werden kann, haben Stadt und Telekom eine Absichtserklärungim unterschrieben. Im Frühjahr 2017 ist Baubeginn im Freiburger Osten. Wie bereits im Vauban und der Unterwiehre realisiert, setzt das Unternehmen auf die so genannte Vectoringtechnik. Dazu wird ein Glasfaserkabel, möglichst ohne Aufgrabung in bestehende Leerrohre bis zum Verteilerkasten verlegt (FTTC =Fibre to the curb). Das bestehende Kupferkabel zwischen Verteilerkasten und Wohnung wird weiterhin genutzt. Mit dieser Technik steigt die Internetgeschwindigkeit beim Herunterladen auf bis zu 100 MBit/s und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

„Sollte in Zukunft die Nachfrage nach Dunkelheit, Regen, Nebel und blendende Glasfaseranschlüssen bis in die Haushalte weiter ansteigen, tauschen wir die Scheinwerfer sind für viele von uns große restliche Kupferstrecke ebenfalls aus – Herausforderungen beim Autofahren, das die Wirtschaftlichkeit vorausgesetzt. Das macht häufig unsicher und stresst. Christian ist der zweite Schritt in die Gigabit-GeDanner, ehemaliger Formel 1-Pilot und heutisellschaft“, so Andreas Czaschke, Leiter Regionale Produktion der Telekom. ger Fahrsicherheitsexperte,empfiehlt Drive Das gesamte Projekt soll bis Oktober Safe Brillengläser von Zeiss – die schaffen 2017 umgesetzt werden. „Anfang 2018 Abhilfe. DriveSafe Brillengläser erhalten Sie werden wir in nahezu ganz Freiburg im Relaxed Vision® Center. eine zukunftsfähige Internetversorgung vorweisen können“, erklärt OberbürgerAlbrecht Optik – Ok en meister Dieter Salomon. Für die zügige Ei str wir schärfen Ihren Blick für ch aßQualität. e ste Umsetzung der Breitbandprojekte intte rS t ganz Freiburg ist Hermann Hahn beim raße Garten- und Tiefbauamt (GuT) zustänhä dig. „Besonders die Versorgung von Sc Lam R b Kappel und Ebnet ist sehr unbefriedien nw 3 eg gend“, erläutert Hahn, „dort wollen wir Rem i vorrangig Abhilfe schaffen“. Freiburg-Herdern Rennweg Verbleibende „weiße Flecken“ bleiben Haupt zunächst Tiengen und Benzhausen. Im Glasbach stra ße Gegensatz zu Tiengen, welches für Privatnutzer mit 10 bis 30 MBit/s überwiegend ausreichend versorgt ist (<30 Münchhofstraße Burgunder Straße MBit/s gilt als unterversorgt) ist Benzhausen durch die dezentrale Lage ungeHabsburgerstrasse 51 79104 Freiburg nügend versorgt (<3 MBit/s). Bisher hat Rotlaubstraße Tel.: 0761 6006280 sich noch kein TelekommunikationsunTen nen ba www.albrecht-optik.com 3 ternehmen bereit erklärt, dort eigenwirt- cher Straß e schaftlich zu erschließen. Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 -18.30 Uhr Freiburg Zähringen Sa: Stadtteilmagazin 09.00 -14.00 Uhr | 43 Ko m

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es ist soweit: Die Telekom setzt ihre Zusage gegenüber der Stadtverwaltung um und baut auch im Norden Zähringens und im Industriegebiet Nord sowie in weiteren Stadtteilen im Osten und Westen Freiburgs ein zukunftsfähiges Internet mit Glasfaserkabel (VDSL/50MBit/s) aus. Bei einer 2015 organisierten Markterkundung hatte die Telekom der Stadtverwaltung einen Ausbau innerhalb der nächsten drei Jahre zugesagt.


MUSIK

Musikverein Zähringen

Musik als Brückenbauer Für den Musikverein Zähringen ist die Integration und Vereinsarbeit ganz wichtig

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as Thema Integration wird in den kommenden Jahren bei allen Vereinen eine wichtige Rolle spielen. Über die bisher geleistete Nachwuchsarbeit hinaus möchte der Musikverein Freiburg-Zähringen mit der BDB-Musikakademie innerhalb eines Pilotprojektes seinem gemeinnützigen Auftrag noch stärker nachgehen und die integrative Eigenschaft der Musik nutzen, um Brücken zueinander zu bauen.

Im Zuge der Projektausarbeitung entstand die Idee, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dazu einzuladen, Cajóns – Kistentrommeln – zu bauen, mit denen gemeinsam musiziert werden kann. Diese Workshops werden vom Diakonischen Werk Württemberg (LAG Jugendsozialarbeit) aus dem Förderprogramm „Neue Zielgruppen – Junge Flüchtlinge“ in Höhe von 1.700 Euro unterstützt. Vergangenen Oktober war es soweit: 25 VABO-Schüler (Vorbereitung Arbeits- und Berufswelt ohne Deutschkenntnisse) bauten in der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule unter pädagogischer Anleitung und mit Unterstützung ehrenamtlicher Musiker des Musikvereins Zähringen im Rahmen eines Workshops ihre eigenen Cajóns. Die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren aus Afghanistan, dem Irak, dem Kosovo, aus Marokko, Ungarn und Rumänien, die teilweise erst seit sieben Monaten in Deutschland waren und sich erst seit einem Monat kannten, fanden in den verschiedenen Gruppen schnell zueinander und hatten sichtlich viel Spaß am Handwerken. Ihre Deutschkenntnisse waren bereits so gut, dass sie die einzelnen Arbeitsschritte schnell verstanden. Die Cajóns werden

Alles dreht sich um die Frauen Weihnachtskonzert des Musikvereins Zähringen am 18. Dezember, um 18 Uhr im Bürgerhaus Zähringen „Die Welt ohne Frauen bedeutet die Welt ohne Musik“ – wie wahr dieses Zitat des iranischen Journalisten Alireza Khanderoo ist, zeigt das Programm, bei dem sich alles um das weibliche Geschlecht dreht. Frauen sind Inspiration, sind bezaubernd und grausam, sie werden besungen, angebetet oder verflucht – zahlreiche Facetten verbergen sich in den Werken der Komponisten, die wir für Sie ausgewählt haben. Wie jedes Jahr macht das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Sophie Männer den Auftakt und zeigt, was es im vergangenen Jahr gelernt hat. Im Anschluss folgt das große Blasorchester unter der Leitung von Thierry Abramovici. Auf dem Programm steht: L‘Italiana in Algeri (Gioachino Rossini / J.Schyns), Les Papillons – Suite de Ballet (Coby Lankester / J.de Meij), Joan of Arc (Robert Jager), L‘Arlésienne – Suite No.2 (Georges Bizet / W.J. Duthoit), Reminiscencia Gitana (André Waignein), Italian Rhapsody (Julie Giroux)

Vorverkauf 8,50/ 5 Euro, Abendkasse: 9,50/6 Euro, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Der Musikverein Zähringen freut sich immer über neue Musiker. Besonderer Bedarf besteht im Augenblick an Schlagzeugern, Posaunisten, Hornisten und Trompetern. Interessenten können sich unter info@musikverein-zaehringen.de melden.

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dabei nicht aus vorgefertigten Bausätzen, sondern aus Holz www.franz-herbstritt.de selbst angefertigt. So dient der Cajónbau einigen auch dazu, w w w . f r a n z - h e r b s t r i t t . dwew w . f r a n z - h e r b s t r i t t . d e als erste Anregung über eine handwerkliche Ausbildung nachzudenken. www.franz-herbstritt.de Besonders motiviert zeigten sich Hasimi Hamed (18 Jahre) und die Brüder Roman (15) und Omran (16) Sadat aus Afghanistan: „Ich habe bereits ein Praktikum bei einem Schreiner im Stühlinger gemacht, bei dem ich eine Ausbildung machen www.franz-herbstritt.de könnte“, erklärt Hasimi und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass ich www.franz-herbstritt.de bald damit beginnen darf.“ Auch Dawlat (16) und Didar (17) www.franz-herbstritt.de aus dem Irak verstanden die Arbeitsschritte schnell. „Ich bin seit neun Monaten in Deutschland“, so Didar, „und würde sehr gerne Friseurin lernen.“ Dawlats Traumberuf ist Krankenschwester. Mit ihren mit einem Henna-Tattoo verzierDIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG ten Händen zeichnet sie geschickt das Loch für die Bohrung DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG DIE INSPIRIERENDE DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG BADAUSSTELLUN vor. Nach drei Stunden hielt jeder der Jugendlichen stolz seine eigene Cajón in der Hand, die nun nur noch bemalt und lackiert werden muss. Gestartet wurde das Projekt an der Tullaschule DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG in Zähringen, deren Schüler einen Migrationsanteil von rund DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG 90 Prozent hat. Dort bauten Grundschüler zusammen mit DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG ihren Eltern an den Cajóns. Das Projekt wird in der neuen FRANZ BÄDERWERK FRANZHERBSTRITT HERBSTRITT BÄDERWERK Niederwaldstraße 79336Herbolzheim Herbolzheim Niederwaldstraße 2 2 -- 79336 Flüchtlingsunterkunft im Längenloh fortgesetzt. Auch dieser Tel.: 07643 Fax:07643 076438920 8920 Tel.: 07643932390 932390 -- Fax: FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Email: info@franz-herbstritt.de Email: info@franz-herbstritt.de Workshop wird dann – wie die an den beiden Schulen - mit Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim einem Perkussionskurs beendet. Hier lernen die Kinder und Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643Tel.: 8920 07643 932390 - Fax: 07643 8920 Email: info@franz-herbstritt.de Email: info@franz-herbstritt.de Jugendlichen, auf ihren Instrumenten verschiedene Rhythmen FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim zu spielen und miteinander zu musizieren. Danach gibt es ein Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643 8920 FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Email: info@franz-herbstritt.de 04.07.2016 14:09:01 Fest und nach Möglichkeit einen gemeinsamen Auftritt.Anzeige_Neu_Baederwerk_1.indd „IchAnzeige_Neu_Baederwerk_1.indd1 1 FRANZ Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim HERBSTRITT BÄDERWERK 04.07.2016 14:09:01 Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643 8920 Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim Email: info@franz-herbstritt.de liebe Musik,“ erklärt Hasimi, „im Sprachkurs singen wird oft Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643 8920 Email: info@franz-herbstritt.de – das macht Spaß.“ Anzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 Anzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 04.07.2016 14:09:01 04.0 In jedem der Workshops haben die ehrenamtlichen Begleiter 04.07.2016 14:09:01 die Erfahrung gemacht, dass sowohl die handwerkliche Aktivi-Anzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 tät als auch das spätere Musizieren sehr dazu beiträgt, dass dieAnzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 04.07.2016 14:09:01 04.07.2016 14:09:01 jungen Leute, Kinder und deren Eltern zusammenarbeiten undAnzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 sich mit der Zeit gegenseitig unterstützen. Die ehrenamtlichen Begleiter des Musikvereins Zähringen sind sehr engagiert dabei und würden das Projekt auch gern an anderen Schulen anbieten. Allerdings wäre dazu weitere tatkräftige Unterstützung anderer Musiker, aber auch Nichtmusiker wünschenswert. n Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich gern unter info@musikverein-zaehringen.de informieren oder durch eine Spende aufs Projektkonto unterstützen: IBAN: DE85 4306 0967 7921 7367 00, BIC: GENODEM1GLS Was ist eine Cajón?

Die Kistentrommel Cajón (span. „(Holz-)Kiste“), auf Deutsch auch Kistentrommel genannt, ist ein aus Peru stammendes Musikinstrument. Es hat einen trommelähnlichen Klang und wird mit den Händen, vereinzelt mit Besen, gespielt. Das Projekt steht unter der Leitung der BDB-Musikakademie im Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V. als Jugendbildungsstätte im Land Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Musikverein Freiburg-Zähringen e.V. Mit Hilfe des Pilotprojektes soll ein Konzept für Folgeprojekte ausgearbeitet werden, das über die Multiplikatoren des BDB mit derzeit 72 000 aktiven und 200 000 passiven Mitgliedern verbreitet werden soll.

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AU S S T E L LU N G

Doppelt geknickter Stahl In einer Werkschau nutzt Roland Phleps die Winterzeit, während der die Gastausstellungen ruhen, und zeigt in seiner Skulpturenhalle in Zähringen, in der Pochgasse 73, eine Auswahl seiner Stahlskulpturen. Die Ausstellung kann bis 5. März besichtigt werden. ©Foto: I. Phleps, Nürtingen

So waren zuletzt Werke von Henk Crouwel und Henk Rusman zu sehen gewesen, die unter dem Titel „Die Poesie des Konkreten“ Malerei und Skulpturen zeigten. Im vergangenen Frühsommer war es wiederum Malerei und Skulptur gewesen, diesmal vonJean-Pierre Viot, die in der Skulpturenhalle ausgestellt waren. Und im Frühling 2016 hatte Erwin Steller seine Malerei unter dem Titel „Formwelten. 4 Werkgruppen“ ausgestellt. Die Vernissagen werden jeweils von Solisten musiaklisch umrahmt – und dabei zeigt sich auch, was für ein ungewöhnlich schöner Konzertraum die Skulpturenhalle ist. Deshalb werden hier auch immer mal wieder Matinéen und kleinere Konzerte veranstaltet. Gastausstellungen haben in der Skulpturenhalle von Roland Phleps stets den Vortritt, seine eigenen Werke lässt er dann in den Hintergrund treten. Nur in der Sommerpause und in den Wintermonaten sind ausschließlich seine eigenen Stahlwerke zu sehen. So wie auch nun wieder bis zum 5. März 2017. Über Besichtigungen freut sich der Künstler, sie können telefonisch vereinbart werden: Tel.: 0761/54121. Über seine künstlerische Arbeit sagt Roland Phleps: „Konkrete Kunst hat nicht die Nachbildung, die Abstraktion oder die subjektive Verfremdung der „Natur“ zum Thema. Vielmehr sucht sie, ohne etwas zu bedeuten oder zu proklamieren, den ästhetischen Reiz, der im Spiel mit mathematisch definierten, also rein geistigen Grundformen liegt, die im Material konkretisiert sind“. Barbara Breitsprecher

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„Konkrete Kunst wird von der Gefahr der Erstarrung bedroht. Sie wird auch in Zukunft das prinzip der logischen Ordnung nicht verlassen. Sie muss aber Freiheit wagen, um zu leben und zu überleben“

Roland Phleps

Ausstellung

Aus einem Stahl geschnitten Stahlskulpturen von Roland Phleps sind in der Winterzeit noch bis zum 5. März 2017 in der von ihm gegründeten Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps in der Pochgasse 73 in Freiburg-Zähringen zu sehen. Die Ausstellung kann nach telefonischer Vereinbarung unter 0761/54121 besichtigt werden.

©Foto: Barbara Breitsprecher

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er 92-jährige Roland Phleps, der in seinem Berufsleben als Neurologe und Psychiater tätig war, arbeitet seit den 1980er Jahren mit Blech und Stahl, die er zu Skulpturen formt. 1997 gründete er die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps und baute dann eine lichtdurchflutete Skulpturenhalle oben, am Ende der Pochgasse, in den Hang hinein, direkt neben seinem Wohnhaus. In dieser Skulpturenhalle sind seitdem immer wieder viele wunderbare Ausstellungen auch anderer internationaler Künstler gezeigt worden.


SCHULE

Tullaschule

DER LESE-RABE WAR DA! Bereits zum sechsten Mal beteiligte sich die Tulla-Grundschule am Lese-Raben-Spiel, das Sprachentwicklung und Lesefreude wecken soll.

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Einladung zur Live-Präsentation des neuen Loewe bild 7.

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as Leseraben-Geschichten-Spiel für Erste und Zweite Klassen feiert seinen zehnten Geburtstag. Zum sechsten Mal war auch wieder die Tulla-Grundschule in Zähringen mit von der Partie. Seit das erste Leseraben-Geschichten-Spiel unter dem Titel „Der Leseraben sucht den Geschichten-Schatz“ im Jahr 2007 stattfand, haben über 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler an der Leseförderkampagne teilgenommen. Seitdem ist der Leserabe Jahr für Jahr in neue Welten geflogen, erlebte abenteuerliche Reisen in die Ferne, erkundete die eigene Stadt, lüftete das Geheimnis der Bücher, ging auf detektivische Spurensuche, erlebte Fantastisches im Zauberwald, entdeckte die Welt des Sports, unternahm eine Zeitreise – und ist im Jubiläumsjahr 2016 im Heißluftballon durch gestartet. Die spielerische Leseförderungskampagne wird für Erstleser von Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Ravensburger Buchverlag und dem Mildenberger Verlag ausgeschrieben. Ziel ist es, das Lesenlernen zu unterstützen und gleichzeitig nachhaltig Lesefreude zu vermitteln. Jahr für Jahr begleiten Leseanfänger den Leseraben bei einem spannenden Abenteuer, lösen Rätselfragen zur Geschichte und haben die Möglichkeit, ihre ersten Schreibkenntnisse beim Leseraben-Schreibwettbewerb einzubringen. Auch die vielen Bastel-, Mal- und Erzählanregungen rund um die Geschichte, animieren die Kinder sich kreativ einzubringen. Die Tullaschule hat hatte bereits Anfang März ein Leseheft mit Rätselfragen und Spielplakat sowie Sticker und begleitendes Lehrmaterial bekommen. Die Erste und Zweite Klasse musste dann zu jedem Kapitel der Geschichte Fragen beantworten und daraus ergab sich ein Lösungssatz.

Der neue Loewe bild 7 gilt schon heute, wenige Wochen nach seiner Markteinführung, als wegweisend für eine völlig neue Art des Fernsehens. Seine Bilddarstellung ist geprägt von Farben so brillant wie das wahre Leben, Der neue Loewe bild 7 gilt schon heute, wenige Wochen mit Kontrasten, schärfer als je zuvor, auf einem OLEDnach seiner Markteinführung, als wegweisend für Display, dünner als ein Smartphone. eine völlig neue Art des Fernsehens. Seine Bilddarstellung ist geprägt von Farben so brillant wie das wahre Leben, mit Kontrasten, schärfer als je zuvor, auf einem OLEDDisplay, dünner als ein Smartphone.

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TIPPS

Komödie

E Frau für jedi Siduation von Raymond Weissenberger Comedy

CAVEMAN „Du sammeln, ich jagen!“ Der Amerikaner Rob Becker schrieb mit CAVEMAN das erfolgreichste Solo-Stück in der Geschichte des Broadways. Nachdem CAVEMAN in den Vereinigten Staaten von einem Millionen-Publikum bejubelt wurde, feiert der moderne Höhlenmann weltweite Erfolge. Auch hierzulande begeistert die Kult-Comedy in der Übersetzung von Kristian Bader und der Regie von Esther Schweins alle, die eine Beziehung führen, führten oder führen wollen. Denn CAVEMAN wirft einen ganz eigenen Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Von seiner Frau vor die Tür gesetzt begegnet Tom, der sympathische Held im Beziehungsdickicht, im „magischen Unterwäschekreis“ seinem Urahn aus der Steinzeit, der ihn an Jahrtausende alter Weisheit teilhaben lässt: Männer sind Jäger und Frauen sind Sammlerinnen. Eine Tatsache, die die menschliche Evolution bis heute nicht hat ändern können. Was der Durchschnitts-Mann schon immer vermutet hat, weiß Tom nun aus erster Hand und fragt sich: „Warum betrachten wir Frauen und Männer nicht einfach als völlig unterschiedliche Kulturen? Mit verschiedenen Sprachen, verschiedenen Verhaltensweisen und verschiedener Herkunft?“ Von dieser Erkenntnis beflügelt, analysiert Tom das befremdliche Universum der Sammlerinnen: Diese geheimnisvolle Welt von besten Freundinnen, Einkaufen und Sex. Mit immensem Mitteilungsbedürfnis, trockenem Humor und ironischem Blick beobachtet Tom auch die Lebensweise des Jägers. Er enthüllt, welche Erfüllung „Rumsitzen, ohne zu reden“ bedeuten kann, warum Männer durch das Fernsehprogramm zappen müssen und dass eine Unterhaltung unter Jägern mit den Worten „Lass uns in den Keller gehen, Sachen bohren“ beginnt und gleichzeitig endet.

n CAVEMAN, 27. und 28. 01. 2017, 20 Uhr, Bürgerhaus Zähringen, Lameystraße 2, Freiburg

Großvater, Vater und Sohn sind die Helden dieser Komödie, in der die Mann-Frau-Beziehung auf besondere Art und Weise unter die Lupe genommen wird. Oskar Dotterweich, die Hauptfigur in diesem Stück lässt es sich gut gehen. Sein Leben besteht aus Mittagschläfchen, Zeitunglesen und nicht zuletzt Klatsch mit dem Nachbarn, während seine Ehefrau Heidi unter der Last der Hausarbeit zusammenbricht. Im Hause Dotterweich leben mit dem Opa bislang zwei Generationen zusammen, bis auch noch Oskars Sohn einzieht, da ihn seine Angebetete aus ihrer Wohnung hinausgeworfen hat. Großvater, Vater und Sohn genießen das Leben und nutzen aus Bequemlichkeit die fürsorgliche Mutter aus. Das geht bis zu dem Tag gut, an dem sie den ganzen Bettel hinwirft und ans Meer fährt. Nun müssen die Männer im Haushalt allein zurechtkommen! Hinzu kommt die Sorge um den Bernhardinerhund, den Zierfisch und den Papagei. Die drei Helden haben nicht die geringste Lust, sich den neuen Umständen anzupassen und suchen den einfachsten Weg, um ihre Bequemlichkeit nicht aufgeben zu müssen. Wie werden die drei Männer die neue Situation meistern? Nachbar Theo Dor hat die Lösung

n 21.1.2017 20 Uhr , Bürgerhaus Zähringen Lameystr. 2, Freiburg

Kreativ-Markt

Freiburger handmade Für Selbermacher Kreatives Zubehör, Bastelmaterial, Recycling, Upcycling, Kunst, feines Kunsthandwerk aus aller Welt, Applikationen, Basteln, Kleber, Bänder, Nähen, Stoffe, Wolle, Knöpfe, Patchwork, Puppen, Teddys, Perlen, Servietten, antiker Modeschmuck aus Böhmen, Design-Mode, Designer, Design-Labels, Schmuck und Schmuckzubehör, Scrapbooking, Teespezialitäten sowie Dekorationen…

n 11./12. Februar 2017, jeweils11-18 Uhr, Bürgerhaus Zähringen, Lameystrasse 2, Freiburg, Eintritt Erwachsene: 3/2,50 Euro, Kinder bis 13 Jahren frei

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TIPPS

Comedy

„Lucky Man“ Mit ‚Luke Mockridge

Show

Essen erlaubt! Mit Patric Heizmann

Die gute Nachricht gleich vorweg: Essen ist erlaubt. Es darf sogar Spaß machen. Und es ist dabei auch noch verblüffend einfach: Mund auf, Essen rein, runterschlucken - den Rest erledigt die Verdauung. „Früher kam auf den Tisch, was der Acker vor der Haustür gerade so hergab, heute gibt‘s die ganze Welt im Supermarkt jederzeit verfügbar, küchenfertig und vakuumverpackt“, umreißt Patric Heizmann unseren tagtäglichen Luxus. Mit „Essen erlaubt!“ illustriert Patric Heizmann die Grundlagen und Funktionen des Körpers, lässt die Organe sprechblasengleich miteinander kommunizieren und widmet sich dem ewigen, jedem Menschen aus leidvoller Erfahrung bekannten Kampf zwischen Kopf und Bauch. Es geht um die echten und vermeintlichen Unterschiede der Bedürfnisse von Männern, Frauen und Kindern, genauso wie um die Zusammenhänge von Ernährung und Bewegung. Und neben dem leisen Innenleben nimmt Patric Heizmann parallel auch die vielen, lauten Störgeräusche der Außenwelt aufs Korn: Von der Werbung bis Designer-Food, von Paläo- Diät bis Frutariertum – Patric Heizmann beißt sich durch Trends, Ersatzreligionen und andere gesellschaftliche Entwicklungen und kaut sie auf etwaige Unverträglichkeiten durch. Sein Ziel: Verständnis für sich selbst, für den eigenen Körper und die innere Stimme zu entwickeln, „um am Ende auch korrekt übersetzen zu können: Was will er wirklich, wenn er gerade lauthals nach Chips und Cola schreit.“ Neben seinem neuen Bühnenprogramm hat er auch ein Buch „Essen erlaubt!“ herausgebracht. 10 Jahre Schuhwerk

n „Essen erlaubt“, 10Patric % bisHeizmann, Ende März 13. Januar 2017, 20 Uhr, Bürgerhaus Zähringen, Lameystraße 2, Freiburg

Lukes Generation hat ein Problem. Die Welt steht ihr offen. Aber wie soll man sich entscheiden, in diesem Dschungel der Möglichkeiten? Was passiert nach der Schule? Praktikum, Ausbildung, Studium, Backpacking in Australien oder Surfen in Indonesien? Das Ganze muss ja schließlich auch bei Facebook, Instagram, Snapchat und Co festgehalten werden. Wer soll das denn alles schaffen? Und bleibt die Liebe dabei nicht auf der Strecke? In seinem brandneuen Live-Programm „Lucky Man“ nimmt uns Entertainer Luke Mockridge mit in die Welt der Selbstfindung. Charmant, reflektiert, scharf beobachtet, aber gewohnt optimistisch, erfasst er aktuelle Themen mit großer Neugier. Vom Einzug in die erste eigene Bude, über WG-Partys, bis hin zum großen Liebeskummer und der Selbstdarstellung im Netz. Der 27-Jährige haut Sprüche ganz lässig raus, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan. Hat er im Prinzip auch nicht: Als mittlerer von fünf Brüdern hat Luke früh gelernt, sich auf seine ganz eigene Art durchzusetzen – mit viel Humor und einfach pfiffig. Schon mit seinem Solo-Programm „I’m lucky, I’m Luke“ hat der Gewinner des Deutschen Comedy Preises 2013 in der Kategorie „Bester Newcomer“ Hallen mit bis zu 14.000 Menschen gefüllt und mehr als 160.000 Fans begeistert – er ist halt ein „Lucky Man“! Sein Naturtalent hat sich SAT.1 gesichert und ihm seine erste eigene TV-Abendshow anvertraut. Seit März 2015 wirft das Multitalent in „LUKE! Die Woche und ich“ mit der gewohnt lockeren Art ein Auge auf die Themen der Woche – immer freitags um 22.15 Uhr und mittlerweile schon in der dritten Staffel. Seine Fähigkeiten nutzt er auch schon seit längerem als regelmäßiger Gast im Fernsehen etwa im Quatsch Comedy Club, bei NightWash, mehrfach in Stefan Raabs Show „TV Total“ oder beim „RTL Comedy Grand Prix“. Live ist der Wahl-Kölner als Moderator der „1LIVE Hörsaal-Comedy“ unterwegs. n Luke Mockridge „Lucky Man“, 26. Januar 2017, 20 Uhr Bürgerhaus Zähringen Lameystraße 2, Freiburg

SCHUH WERK

Freiburg

Marienstr. 15, 79098 Freiburg Tel. 0761 / 310 65

www.schuhwerk-freiburg.de Winteröffnungszeiten Dez. – Ende Feb.: Mo.- Fr. 12 - 18 Uhr Sa. 11 - 14 Uhr

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T IBPDPRS U C K A Buch-Tipp

Nussschale Der Brite Ian McEwan erzählt das Hamlet-Drama ganz neu und aus der Sicht eines ungeborenen Kindes. Ein Auszug aus dem Buch:

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o, hier bin ich, kopfüber in einer Frau. Ich warte, die Arme geduldig gekreuzt, warte und frage mich, in wem ich bin und worauf ich mich eingelassen habe. Sehnsüchtig schließe ich die Augen, denke ich daran zurück, wie ich einst im durchsichtigen Fruchtsack trieb, verträumt in der Blase meiner Gedanken schwebte, in Zeitlupe Purzelbäume durch meinen privaten Ozean schlug und dann und wann sanft an die transparenten Grenzen meiner Umfassung stieß, dieser mitteilsamen Membran, die vibrierte vom Widerhall der leicht gedämpften Stimmen der Verschwörer und ihrer schändlichen Pläne. Das war in meiner sorglosen Jugend. Nun – längst gedreht und ohne einen Zentimeter freien Raum, Knie eng an den Bauch gezogen, Kopf ins Becken gesenkt – laufen meine Gedanken auf Hochtouren. Das Ohr Tag und Nacht an die blutdurchströmten Wände gepresst, bleibt mir auch keine andere Wahl. Ich lausche, merke mir alles und mache mir Sorgen, denn ich höre Bettgeflüster, das von einer tödlichen Intrige kündet, und zittere bei dem Gedanken an das, was mich erwartet. Wo werde ich da hineingezogen? Ich schwimme in Abstraktionen, und allein die sich ständig mehrenden Beziehungen zwischen ihnen schaffen die Illusion einer bekannten Welt. Wenn ich ›blau‹ höre, eine Farbe, die ich nie gesehen habe, stelle ich mir ein mentales Ereignis vor, das jenem von ›grün‹ ähnlich ist, einer Farbe, die ich gleichfalls noch nie sah. Ich zähle mich zu den Unschuldigen, bin von Bündnissen und Verpflichtungen

unbeschwert, ein freier Geist trotz meines beschränkten Lebensraumes. Es gibt niemanden, der mir widerspräche, der mich ermahnte, ich habe keinen Namen, keine Adresse, keine Religion, keine Schulden und keine Feinde. Mein Terminkalender, wenn es ihn denn gäbe, vermerkte höchstens den baldigen Tag meiner Geburt. Ich bin – oder war – , trotz allem, was die Genetiker heute behaupten, ein unbeschriebenes Blatt, eine leere Schiefertafel. Wenn auch eine aus glitschigem, porösem Schiefer, wie er in keinem Klassenzimmer, keinem Häuserdach Verwendung fände, eine Schiefertafel, die wächst und sich dabei selbst beschreibt und deren leere Fläche stetig abnimmt. Ich zähle mich zu den Unschuldigen, und doch spiele ich offenbar eine Rolle in einem Komplott. Meine Mutter, gesegnet sei ihr unablässig laut mahlendes Herz, scheint darin verwickelt zu sein. Scheint, Mutter? Nein, ist. Du bist. Du bist verwickelt. Ich habe es von meinem Anfang an gewusst. Lasst mich ihn heraufbeschwören, jenen Moment der Schöpfung, der übereinfällt mit meinem ersten Gedanken. Vor langer Zeit, vor mehreren Wochen, wölbten sich die Neuralwülste auf, um mein Rückgrat zu bilden, und viele Millionen junger Neuronen, wuselig wie Seidenwürmer, spannen und webten mit Hilfe ihrer Axonschweife das herrliche goldene Gewebe meiner ersten Idee – ein so simpler Begriff, dass er sich mir heute wieder entzieht. War es ich? Zu selbstverliebt. War es jetzt? Zu dramatisch. Dann etwas, das beidem vorausgeht und beides enthält, ein einzelnes Wort, Ausdruck eines stillen

» Der Beginn des

bewussten Lebens war das

Ende der Illusion – der Illusion des Nichtseins.“

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Ian Mc Ewan ist einer der größten lebenden Erzähler englischer Sprache. In seinem neuen Roman zeigt er die Konstellation Vater, Mutter und Liebhaber – und vor den Ohren des ungeborenen Kindes entfaltet sich das ganze Drama shakespearschen Ausmaßes. Zurzeit ist Ian McEwan an Dreh­ arbeiten zu seinen Büchern Am Strand und Kindeswohl beteiligt, die Filme kommen nächstes Jahr ins Kino.

©Annalena McAfee

Verschwörung

Ian McEwan

Ian McEwan Nussschale

Roman · Diogenes

Seufzers, eines Schwindelgefühls der Hinnahme, des reinen Seins, etwas wie – dies? Zu gewählt. Meine Idee, ganz nahe dran, hieß sein. Und wenn nicht sein, dann die grammatische Variante ist. Das war mein Urbegriff, der springende Punkt – ist. Nur das. Im Geiste von: Es muss sein. Der Beginn des bewussten Lebens war das Ende der Illusion – der Illusion des Nichtseins – und zugleich die Eruption des Realen. Der Triumph des Realismus über die Magie, von ist über scheint. Leseprobe aus: Ian McEwan, Nussschale, Aus dem Englischen von Bernhard Robben, Diogenes Verlag Zürich 2016, ISBN 978-3-257-06982-2


UNTERNEHMENS-PORTRAIT

Schwerelos

behandeln bei Kniearthrose Schwerelostraining, Vibrationsmassagen und weitere physiotherapeutische Verfahren wirken schmerzhaften Muskelverhärtungen und Muskelschwund gezielt entgegen – und sichern so bei Knie-Arthrose Schmerzfreiheit und Beweglichkeit.

S

Mit fortschreitender Arthrose steigt der Leidensdruck: Immer öfter werden Treppensteigen, Bergabgehen sowie das Aufrichten aus der Hocke sowie andere starke Belastungen im Kniegelenk zur Tortur. Dabei sind die Beschwerden im Kniegelenk vielfach nur das kleinere Übel. Die Schmerzen in der Muskulatur oberhalb des Kniegelenks sind häufig noch viel schmerzhafter als die Arthrose selbst. Sie werden ausgelöst durch Muskelverkrampfung als Reaktion auf die Arthrose und Bewegungsmangel. „Der Muskelschwund sowie die Verkürzung und zunehmende Verhärtung des Gewebes führen zu krampfartigen Schmerzen im Oberschenkel“, bringt Martina Wetzel die Problematik auf den Punkt. Diese „Begleiterscheinungen“ erfordern vom Physiotherapeuten eine umfassende Behandlung: „Nur wenn auch die verhärtete und daher schmerzhafte Muskulatur in die Therapie der Kniearthrose mit einbezogen wird, kann ein optimales Ergebnis erzielt werden“, betont die erfahrene Physiotherapeutin.

Erst im nächsten Schritt empfiehlt Martina Wetzel eine aktivierende Bewegungstherapie. „Sehr wichtig sind normale, vollständige Bewegungsabläufe ohne Ausweichmöglichkeiten oder Schonhinken“. Optimale Unterstützung und neuartigen Auftrieb bietet dabei ein Antigravitations-Laufband. Dieses erlaubt das Joggen nahezu ohne Schwerkraft - das heißt: mit einer Entlastung von bis zu 80 Prozent des eigenen Körpergewichts. Ermöglicht wird das durch eine Kammer auf dem Laufband, in der Luftdruck das Körpergewicht aufhebt. Patienten mit Kniearthrose fühlen sich dadurch beim Laufen entlastet, ähnlich wie beim Aquajogging.

n Martina Wetzel Inhaberin Gelenkreha Gundelfingen Alte Bundesstrasse 58, 79194 Gundelfingen Tel: 0761 55 77 58 66 info@gelenkreha.de www.gelenkreha.de

Promotion

In der physiotherapeutischen Reha der Gelenk-Klinik Gundelfingen setzt man deshalb bei Patienten mit Knie-Arthrose zunächst auf eine systematische und langfristig erhöhte Vitalität des Muskelgewebes: Biomechanische Muskelstimulation - eine Art Vibrationsmassage - und Wärmetherapie verbessern den Stoffwechsel der häufig verhärteten und verkürzten Oberschenkelmuskulatur. „Diese Maßnahmen bilden

die Grundlage für eine weitere auf Kräftigung und Verbesserung der auf Beweglichkeit abzielenden Krankengymnastik“, betont die Leiterin der Gelenkreha Gundelfingen. „Denn ohne vorausgehende Revitalisierung des Gewebes ist eine Kräftigungstherapie nicht sinnvoll.”

Martina Wetzel

chmerzen bei Kniearthrose sind einer der häufigsten Gründe für Behandlungen beim Krankengymnasten. Sehr oft beginnt das Leiden mit den sogenannten „Anlaufschmerzen“: „Am Morgen nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen sind die ersten Schritte mit dem steifen Knie oft qualvoll“, erklärt die Inhaberin der Gelenkreha Gundelfingen, Physiotherapeutin Martina Wetzel. „Meistens treten die Schmerzen in der Gelenkspalte des Kniegelenks oder rund um das Kniegelenk auf“, erläutert die erfahrene Physiotherapeutin. Hat sich das Knie „warm gelaufen“, so verschwinden die Beschwerden wieder.

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Zähringen Magazin, Dezember 2016  

Die neuen Nachbarn: Kalle Schmidt, Caroline Knapp und Johannes Lorenz wohnen im Flüchtlingswohnheim Längenloh

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