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November 2016

DAS STADTTEILMAGAZIN DER ZEITUNG AM SAMSTAG

Ausgabe Unterwiehre

Thales Akademie

Die Frage nach der Ethik in der Wirtschaft Anne Deutsch

Pop-Art aus dem Schwarzwald Knalliges Graffiti-Haus

Denkmalschutz aufgehoben – das Malen geht weiter

Der Bücherretter Andreas Hoch betreibt mit seiner Kollegin Verena Link die Buchbinderei Bock


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H E R E I N S PA Z I E R T

Die ethische Frage D

eutschland gehört zu den größten Waffenexporteuren der Welt. Allein im ersten Halbjahr 2016 hat die Bundesregierung Deals in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro genehmigt. Auch die Peschmerga im Irak haben Waffen von uns bekommen. Es sind kurdische Kämpfer die im autonomen Nordirak leben. Sie wollen verhindern, dass sich der IS im Irak weiter ausbreitet. Jetzt rücken sie mit der irakischen Armee auf das vom IS besetzte Mossul vor – mit deutschen Waffen. Wenn uns die Antwort, ob das gut oder schlecht ist, schwer fällt, dann haben wir hier eine schwierige ethische Fragestellung. Es ist ein philosophisches Problem, aber ein ganz lebensnahes. Auch die Thales-Akademie in der Wiehre setzt sich mit ethischen Fragen auseinander. Unternehmer und Menschen in verantwortlichen Positionen suchen hier für sich nach Erkenntnissen, um einen moralischen Konflikt in den Griff zu bekommen und eine eigene Haltung zu entwickeln. Lina Berthold von der Thales-Akademie, die wir hier vorstellen, bringt es auf den Punkt: „Letztlich geht es um die Fragen: Wie wollen wir leben? Welche Strukturen wollen wir haben?“ Die unternehmerische Entwicklung lässt manches ethische Dilemma erst entstehen. Ganz anders bei Andreas Hoch und Verena Link, die zusammen die Buchbinderei Bock übernommen haben und hier – in ihrem einstigen Ausbildungsbetrieb! – Seite an Seite seit über 30 Jahren umgeben von alten Handwerksmaschinen arbeiten. Sie wirken in sich ruhend und zufrieden und strahlen das aus, was sich doch die meisten Menschen für sich wünschen: Das Gefühl, mehr braucht es nicht. Wir widmen ihnen ein Porträt. Eine anregende Lektüre wünscht Barbara Breitsprecher Chefredakteurin

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UNTERWIEHRE-MAGAZIN

Inhaltsverzeichnis Eine neu gegründete Genossenschaft will das Bürgeramt kaufen Seite 10

Haus des Engagements:

Straßennamen:

Kinderseiten:

In der Unterwiehre soll eine Straße künftig anders heißen Seite 19

Bücher, die Lust auf Lesen machen Seite 26

Fußverkehrs-Check:

Streitschrift:

Die neue Reiseseite. Diesmal: The Shard, London Seite 34

In der Wiehre wurden von Bürgern und Bürgerinnen die Fußwege geprüft. Seite11

Schul-Jubiläum:

Daniel Fuhrhop schreibt wie „Willkommensdörfer“ Städte entlasten Seite 21 Pastinaken-Apfel-Suppe Seite 24

Bauprojekt:

Einen Baum pflanzen:

Abdruck: Markus Maria Webers Buch „Ein Coffee to go in Togo“ Seite 42

22 ©Foto: Frederik Buch

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Haus des Anstoßes: Die Behörde hat den Denkmalschutz aufgehoben, darf das Haus in der Kirchstraße weiter bemalt werden. ©Foto: Barbara Breitsprecher

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29 Liebe zu alten Büchern: Andreas Hoch hat mit seiner Kollegin Verena Link die alteingesessene Buchbinderei Bock übernommen.

©Foto: Barbara Breitsprecher

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Veranstaltungen & Termine Seite 40

Die Lessing-Realschule erinnert an die ermordeten jüdischen Kinder Seite 25

©Foto: Jonglieren in Freiburg e.V.

Raus geht‘s: In unserer neuen Rubrik wollen wir Ausflugsziele zeigen und die Lust auf Natur wecken. Diese Männer vom Schwarzwaldverein haben schon neue Beschilderungen für neue Wege vorbereitet.

Tipps:

Rezept:

Das Rotteck-Gymnnasium ist 175 Jahre alt geworden Seite 16 An der Merzhauser Straße entsteht ein neues Haus mit 18 Appartements Seite 18

Weg:

Wirtschaft und Ethik: An der noch jungen Thales-Akademie in der Wiehre werden philosophische Fragen gestellt.

IMPRESSUM Stadtteilmagazin Zeitung am Samstag Verlags GmbH Benzstraße 22, 79232 March Tel. 07665-93 458-0 Fax 07665-93 458-286 Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet

6 | Freiburg Unterwiehre Stadtteilmagazin

Anne Deutsch macht was sie will: Die Künstlerin hat Planet Schwarzwald erfunden und malt freche Bollenhut-Mädels.

Chefredakteurin: Barbara Breitsprecher (visdp) Tel. 0174-16 37 446 e-mail: redaktion@zas-freiburg.de

Grafik, Layout & Herstellung: dtpwork design, Herbolzheim Adrian Kempf, Tel. 07643-39 42 65 00 e-mail: layout@dtpwork.de

Titelfoto: Barbara Breitsprecher

Meisterdruck GmbH Druckerzeugnisse Kreuzmattenstraße 13 79276 Reute bei Freiburg Tel: 07641-9178-0 e-mail: info@meisterdruck.de

Verkaufsleitung: Michael Metzger, Tel. 07665-93 458-21 e-mail: m.metzger@zas-freiburg.de


THALES-AKADEMIE

PHILOSOPHIE UND ETHIK IN DER WIRTSCHAFT

W

eiterbildung ist ein zunehmend wichtiges Thema. Eine ganz besondere berufsbegleitende Weiterbildung bietet die noch recht junge Thales Akademie im Liefmann-Haus in der Bayernstraße 3 an. Hier werden Menschen, die in verantwortungsvollen, leitenden Positionen arbeiten in Fragen der Wirtschaftsethik geschult. Hier finden sie aber auch hochkarätige Ansprech- und Diskussionspartner, wenn es um ethische Problemstellungen geht, die in einem beruflichen Umfeld auftauchen. Gegründet wurde die gemeinnützige Thales-Akademie 2013 von Frank Obergfell, der selbst in der Wiehre lebt. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Freiburg und promovierte über Kant. Erst dann nahm er ein betriebswirtschaftliches Zusatzstudium auf und übernahm in vierter Generation das Familienunternehmen Kundo, das sich im Schwarzwald auf Uh-

©Foto: Thales Akademie

ren- und Messtechnologie spezialisiert hat. Geschäftsführer der Thales-Aklademie, die in enger Koopperation mit der Universität Freiburg zusammen arbeitet, ist Philippe Merz, der Philosophie und Germanistik in Freiburg, Basel und Wien studiert und seine Dissertation über „Werteerfahrung und Wahrheit“ geschrieben hat. Er hat zudem einen Lehrauftrag an der Uni 

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©Foto:Thales-Akademie

Freiburg. Beide leiten an der Thales-Akademie neben diversen anderen Dozenten Seminare, die wissenschaftliche Erkenntnisse für den beruflichen Alltag nutzbar machen wollen. Die Akademie sieht sich damit als Schnittstelle zwischen Uni und Beruf. Zudem wird hier der Austausch unter Verantwortungsträgern gefördert. Denn gerade wenn es um ethische Fragen oder ein ethisches Dilemma geht, fehlen meist Raum und Ansprechpartner, die einen inhaltlichen Input und eine ethische Orientierungshilfe geben könnten. „Wir hatten Teilnehmer die NGO-Leiter waren, Priester, Verantwortliche aus der Automobilbranche, aber auch einen Professor für Produktentwicklung und eine Stationsleiterin einer Klinik“, erläutert Lina Berthold, die in Freiburg Philosophie studiert hat und seit Februar 2016 für die Thales-Akademie arbeitet. Hier organisiert sie Veranstaltungen und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Die Thales-Akademie, die nach dem antiken griechischen Philosophen, Mathematiker und Astronomen Thales von Milet (etwa 624 v.u.Z. bis etwa 547 v.u.Z.) benannt ist, bietet eine über zehn

Das Team, das den Ablauf in der Thales-Akademie organisiert: Akademie-Gründer Frank Obergfell, Lina Berthold, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, und Akademie-Leiter Philippe Merz (v.l.)

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Die 27-jährige Lina Berthold hat in Freiburg Philosophie studiert und arbeitet seit Anfang diesen Jahres bei der Thales-Akademie

©Foto: Barbara Breitsprecher

THALES-AKADEMIE

Monate dauernde berufsbegleitende Weiterbildung an, die mit einem von der Universität anerkannten Zertifikat abgeschließt. Dabei treffen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einmal pro Monat für zwei Tage zu Präsenz-Seminaren und erarbeiten sich den Stoff ansonsten von Zuhause aus. Aber auch Einzelseminare und Inhouse-Schulungen bei Firmen werden angeboten. Lina Berthold erläutert einige Beispiele zu bohrenden Fragen der Wirtschaftsethik – und erst dabei offenbart sich die ganze Tragweite, die ganze Dimension, die es mit diesem Thema auf sich hat. Beim autonomen, selbstfahrenden Auto beispielsweise, sollen der von Sensoren und Kameras gestützte Computer das Autofahren sicherer machen. Schon heute können sich einige Fahrzeuge in speziell definierten Situationen und über kurze Zeitspannen selbst steuern. Die Softwareentwickler müssen sich dabei aber durchaus mit ethischen Fragen auseinandersetzen. So muss beim Programmieren der Software von ihnen entschieden werden, wie sich das Auto verhalten soll, wenn ein Unfall nicht mehr verhindert werden kann: Soll es in die Gruppe mit älteren Passanten hinein fahren oder in die mit jüngeren? Eine scheinbar absurde, überzogene Fragestellung. Aber die Software muss eben für alle Eventualitäten programmiert werden, die Antworten dafür müssen Menschen liefern. In den USA, weiß Lina Berthold, wird eine solche Programmierungsfrage aus einer unterschiedlichen ethischen Tradition heraus anders lauten: Wäre ein Schwarzer oder eine Ärztin bei einem solchen Unfall als Opfer vorzuziehen? Auch der VW-Skandal bietet Anlass für wirtschaftsethische Fragen.


©Foto: Thales-Akademie

THALES-AKADEMIE

Einmal im Monat treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Thales-Akademie zu Seminaren im Liefmann-Haus, das der Universität gehört.

Wie sollte man einen solchen Betrug sanktionieren? Wer trägt dafür die Verantwortung? Aber es geht bei diesen Seminaren auch um ganz praktische Unternehmungsführung, darum, was es heißt, gut miteinander umzugehen und miteinander zu arbeiten und ein Unternehmen mit Leben zu füllen. Frank Obergfell hat da sehr idealistische Vorstellungen, weiß Lina Berthold. Aber er hat durch sein Familienunternehmen auch erfahren, dass diese möglich sind, dass es tatsächlich auch anders geht: Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Vertrauen schenken, ihnen viel zutrauen und ihnen sehr große Freiräume einräumen – all dies hat er erfolgreich in seiner Firma umgesetzt. „Das Unternehmertum hat sich verändert“, ergänzt Lina Bertold. „Maschinen führen die Arbeit aus, während die Menschen denken und kreativ sein müssen. Und dafür braucht es Freiheit.“ Auch Philippe Merz hat ganz praktische Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt: Der 35-Jährige ist Gründer der Freigeist-Akademie für Geisteswissenschaften, ein Bildungsprojekt für Oberstufenschüler und Schulabsolventen. Gemeinsam verbringen diese mit Philosophen ein paar Wochen in Rom, wo sie eine andere Art zu Lernen vermittelt bekommen und ihre Freude am eigenständigen Denken gefördert wird.

„Und auch in der Thales Akademie wird dieser andere Umgang gepflegt“, lacht Lina Berthold. „Jeder macht hier mal Kaffee oder holt Brötchen. Hier wirken Menschen, die nicht nur reden, sondern ihre Überzeugung leben und täglich praktizieren.“ Ihren Zugang zur Thales-Akademie hat sie gefunden, weil sie sich für die theoretischen Grundlagen der Ethik interessiert und dafür wie sich diese in der Praxis umsetzen lassen. „Ethik bringt einem bei, wie man sich im besten Fall verhalten sollte“, ist sie überzeugt. Und das gilt eben auch fürs Berufsleben, siehe Steuerhinterziehung, Umgang mit Konkurrenten etc. Aber es gibt auch ethische Fragen bei der Konsumentenverantwortung, ein Thema, das Lina Berthold immer wieder beschäftigt. Man will regionale Produkte kaufen und Bio soll es auch sein und man braucht daheim Zucker. Und dann steht man vor den Fair Trade-Produkten aus Bolivien. Damit hilft man Menschen und den benötigten Zucker hat man damit auch. Aber mit dem CO2-Haushalt sieht es dabei schlecht aus. Eine Antwort auf dieses Dilemma findet man auch in der Thales-Akademie nicht. Aber allein durch die Erkenntnis der Problemstellung und den verschiedenen Ansichten, wird man in einer Meinung gefestigt. „Letztlich geht es ja darum, wie wir leben wollen, welche Struktu Barbara Breitsprecher ren wir haben wollen.“

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Schwabentorring 2, 79098 Freiburg

wie Eine Welt Forum, Treffpunkt Freiburg, Gemeinwohl Ökonomie,

im Treffpunkt Freiburg

zahlreichen ehrenamtlichen Vereinen, Gruppen und Initiativen,

Genossenschaft i. Gr. ‚Haus des Engagements‘

Die Genossenschaft i. Gr. ‚Haus des Engagements‘ besteht aus

Für eine lebendige Kultur des Engagements

Basler Straße

Haus des Engagements Eine neu gegründete Genossenschaft möchte das Haus Basler Straße 2, gegenüber der Johanniskirche kaufen. Das Gebäude gehört der Stadt Freiburg.

E

ine neu gegründete Genossenschaft möchte das Haus in der Basler Straße 2 kaufen, in dem momentan noch das Bürgerbüro und eine Post-Filiale untergebracht sind. Die Behörde wird im April ins neue Rathaus im Stühlinger umziehen, die Stadtverwaltung möchte das Gebäude gegenüber der Johanniskirche verkaufen. Die Genossenschaft möchte hier ein Haus für Bürger errichten, ein Zentrum für bürgerschaftliches Engagement. Nach den Vorstellungen der Genossenschaft soll auf den über 4000 Quadratmetern Nutzfläche und auf den sechs Stockwerken Platz zum Arbeiten, Planen, Austauschen, Fortbilden und Feiern sein. Das Gebäude wurde von der Stadtverwaltung für ein Mindestgebot von fünf Millionen Euro zum Verkauf ausgeschrieben. „Das ist nicht nur eine Menge Geld, es bleibt auch sehr wenig Zeit. Dennoch bietet sich damit eine nahezu historische Chance, das Bürgeramt als ein Haus für Bürger zu erhalten“, erklären die Genossenschaftssprecher Wolfgang Hees und Gitta Walchner. Ins Leben hat die Initiative „Haus des Engagements“ der Treffpunkt Freiburg, der 60 Mitgliedsorganisationen umfasst. Mit dem erfahrenen Projektentwickler Willi Sutter wurde ein Nutzungskonzept sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erarbeitet, eine Bank hat außerdem Finanzierungsunterstützung zugesagt. Einige Flächen sollen zudem an sozialökologische Start-Up-Unternehmen, deren Ziel das Gemeinwohl ist, vermietet werden, erklärt Johannes Wilhelmi aus dem Vorstand der Genossenschaft. Die Genossenschaft mit dem Titel „AG Haus des Engagements“, hat ein Kaufangebot abgegeben, das etwas höher liegt als die geforderten fünf Millionen Euro. Dennoch ist sich Johannes Wilhelmi sicher, dass es andere Bieter gibt, deren Angebot deutlich höher liegt. Die Bietefrist ist nun abgelaufen und Johannes Wilhelmi hofft, „dass

unsere Argumente stärker sind als die höheren Gebote anderer“. In anderen Städten gibt es bereits ähnliche Projekte. So hat Aachen sein „Welthaus“, Dresden seine „Projektschmiede“ und Lübeck sein „Haus der Kulturen“. Auch in einem Freiburger „Haus des Engagements“ soll nach den Vorstellungen der Genossenschaftsmitglieder Engagierten „die ganze Bandbreite an notwendiger Unterstützung gegeben werden“: Räume und Fortbildungsmöglichkieten, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Möglichkeit zur Vernetzung. Und weiter heißt es: „In unserem Haus sollen vielfältige Gruppen und Vereine bürgerschaftlichen Engagements einen Ort haben. Ob Umwelt oder Soziales, Eine Welt-Arbeit oder Bürgerverein, Migrantenorganisationen oder Suchhundestaffel, ob Kulturverein, Repaircafé oder Selbsthilfegruppe – alle Engagementbereiche sind uns willkommen. Aus der Vielfalt und der räumlichen Nähe kann Neues entstehen; wir schaffen Gelegenheit für Synergien, die die Kreativität und Zusammenarbeit anregen“. Auch der Bürgerverein Mittel- und Oberwiehre unterstützt das Projekt und würde – so die Genossenschaft das Haus erwerben kann – selbst dort unterkommen wollen. Schließlich soll ein solches „Haus des Engagements“ auch ein Stadtteiltreff sein. Die Genossenschaftsmitglieder sehen ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement als eine unverzichtbare tragende Säule der Gesellschaft. Und dieses gelte es zu fördern und zu unterstützen, um dadurch ein noch größeres Engagementpotenzial zu schaffen. Stattdessen jedoch mangelt es vielen Vereinen, Initiativen und Ehrenamtlichen an Räumen in Freiburg. „Ein geräumiger, zentraler Ort als Heimat für das bürgerschaftliche Engagement, der Raum kostengünstig oder kostenlos zur Verfügung stellt, kann besondere Wirkungen entfalten“, so die Vision der Genossenschaftssprecher. bb

Über 4000 Quadratmeter Nutzfläche auf sechs Stockwerken könnte viel Raum für ehrenamtliches Engagement bieten.

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Zu Fuß durch die Fahrradstadt Freiburg: „Fußverkehrs-­Check“ im Stadtteil Wiehre. Am 30. November findet ein Abschluss-Workshop statt.

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ie Fußgängerfreundlichkeit des Stadtteils Wiehre wird geprüft. Die Wiehre ist Teil eines Projekts, das in acht baden-württembergischen Kommunen das Zufußgehen wieder als eigenständige Form der Mobilität bei Politik und Verwaltung ins Bewusstsein rücken und fördern soll. „Wir wollen mit diesem Projekt herausfinden, wie wir das Zufußgehen in einem typischen gründerzeitlich geprägten und innenstadtnahen Stadtteil wie der Wiehre attraktiver gestalten und fördern können,“ erklärt Baubürgermeister Martin Haag. Bei diesem „Fußverkehrs-Check“ bewerten Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung die Situation der Fußgängerinnen und Fußgänger vor Ort. Die zwei Begehungen des Stadtteils sollten Schwächen ermitteln und mögliche Lösungsansätze aufzeigen. Bei den Begehungen in der Wiehre haben zwischen zehn und 20 Personen teilgenommen. Es gab Anregungen, etwa, dass es immer wieder Probleme mit Radfahrern gibt, die auf Gehwegen fahren würden, dass Gehwege zu schmal seien, oder dass Bereiche für Geh- und Sehbehinderte nicht optimal gestaltet seien. Darüber hinaus gab es Anregungen zu konkreten Verkehrssituationen, wie zum Beispiel der teilweise schwierige Zugang der Stadtbahnhaltestelle „Brauerei Ganter“, die unübersichtlichen Fußgängerquerungen an der Kreuzung am Alten Wiehrebahnhof (besonders an Markttagen), oder die Gesamtsituation für Zu-Fuß-Gehende am Gerwigplatz. Ein öffentlicher Abschluss-Workshop findet am 30. November statt. Dort werden die Erkenntnisse aus den Begehungen zu einem zusammenfassenden Abschlussbericht erstellt. Zu den acht für 2016 ausgewählten Kommunen, die einen solchen Fußverkehrs-Check machen, gehören neben Freiburg auch Bad Säckingen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsbad, Lahr, Ludwigsburg und Rangendingen. Auf eigene Kosten beteiligt sich zusätzlich Singen. Die Checks sollen dazu beitragen, den Fußverkehr stärker in das Bewusstsein von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zu rücken und eine neue Geh-Kultur im Land zu entwickeln. Die Maßnahme wird vom Ministerium für Verkehr finanziert. Die Landesregierung hat sich vorgenommen, bis 2030 den Anteil des Fußverkehrs auf allen Wegen auf landesweit 30 Prozent zu erhöhen. Die Auswahl der Kommunen nahm eine Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Städtetags, der Universität Stuttgart, des Fachverbands FUSS e. V., der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie des Ministeriums für Verkehr vor. bb

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UNTERNEHMENS-PORTRAIT

Schwerelos

behandeln bei Kniearthrose Schwerelostraining, Vibrationsmassagen und weitere physiotherapeutische Verfahren wirken schmerzhaften Muskelverhärtungen und Muskelschwund gezielt entgegen – und sichern so bei Knie-Arthrose Schmerzfreiheit und Beweglichkeit.

S

Mit fortschreitender Arthrose steigt der Leidensdruck: Immer öfter werden Treppensteigen, Bergabgehen sowie das Aufrichten aus der Hocke sowie andere starke Belastungen im Kniegelenk zur Tortur. Dabei sind die Beschwerden im Kniegelenk vielfach nur das kleinere Übel. Die Schmerzen in der Muskulatur oberhalb des Kniegelenks sind häufig noch viel schmerzhafter als die Arthrose selbst. Sie werden ausgelöst durch Muskelverkrampfung als Reaktion auf die Arthrose und Bewegungsmangel. „Der Muskelschwund sowie die Verkürzung und zunehmende Verhärtung des Gewebes führen zu krampfartigen Schmerzen im Oberschenkel“, bringt Martina Wetzel die Problematik auf den Punkt. Diese „Begleiterscheinungen“ erfordern vom Physiotherapeuten eine umfassende Behandlung: „Nur wenn auch die verhärtete und daher schmerzhafte Muskulatur in die Therapie der Kniearthrose mit einbezogen wird, kann ein optimales Ergebnis erzielt werden“, betont die erfahrene Physiotherapeutin.

Promotion

In der physiotherapeutischen Reha der Gelenk-Klinik Gundelfingen setzt man deshalb bei Patienten mit Knie-Arthrose zunächst auf eine systematische und langfristig erhöhte Vitalität des Muskelgewebes: Biomechanische Muskelstimulation - eine Art Vibrationsmassage - und Wärmetherapie verbessern den Stoffwechsel der häufig verhärteten und verkürzten Oberschenkelmuskulatur. „Diese Maßnahmen bilden

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die Grundlage für eine weitere auf Kräftigung und Verbesserung der auf Beweglichkeit abzielenden Krankengymnastik“, betont die Leiterin der Gelenkreha Gundelfingen. „Denn ohne vorausgehende Revitalisierung des Gewebes ist eine Kräftigungstherapie nicht sinnvoll.” Erst im nächsten Schritt empfiehlt Martina Wetzel eine aktivierende Bewegungstherapie. „Sehr wichtig sind normale, vollständige Bewegungsabläufe ohne Ausweichmöglichkeiten oder Schonhinken“. Optimale Unterstützung und neuartigen Auftrieb bietet dabei ein Antigravitations-Laufband. Dieses erlaubt das Joggen nahezu ohne Schwerkraft - das heißt: mit einer Entlastung von bis zu 80 Prozent des eigenen Körpergewichts. Ermöglicht wird das durch eine Kammer auf dem Laufband, in der Luftdruck das Körpergewicht aufhebt. Patienten mit Kniearthrose fühlen sich dadurch beim Laufen entlastet, ähnlich wie beim Aquajogging.

Martina Wetzel

chmerzen bei Kniearthrose sind einer der häufigsten Gründe für Behandlungen beim Krankengymnasten. Sehr oft beginnt das Leiden mit den sogenannten „Anlaufschmerzen“: „Am Morgen nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen sind die ersten Schritte mit dem steifen Knie oft qualvoll“, erklärt die Inhaberin der Gelenkreha Gundelfingen, Physiotherapeutin Martina Wetzel. „Meistens treten die Schmerzen in der Gelenkspalte des Kniegelenks oder rund um das Kniegelenk auf“, erläutert die erfahrene Physiotherapeutin. Hat sich das Knie „warm gelaufen“, so verschwinden die Beschwerden wieder.

n Martina Wetzel Inhaberin Gelenkreha Gundelfingen Alte Bundesstrasse 58, 79194 Gundelfingen Tel: 0761 55 77 58 66 info@gelenkreha.de www.gelenkreha.de


PORTRAIT

Anne Deutsch

ICH WILL

©Foto: Barbara Breitsprecher

KUNST MACHEN, DIE MIR SPASS MACHT

Ein unscheinbares Haus in der Skagerrakstraße ist es, hinter dessen Türen sich ein buntes Universum auftut, das zur intensiven Betrachtung verlockt. Planet Schwarzwald, das Label der in London geborenen Künstlerin Anne Deutsch, bietet Schwarzwaldkunst vom Feinsten: frisch, frech, fröhlich, bunt – und ganz und gar nicht tümelnd.

Anne Deutsch hat ihren eigenen Planeten gefunden: Schwarzwaldkunst, die alles andere als heimattümelnd ist. Frech, erotisch und selbstbewusst präsentieren sich ihre bunten Ladies unterm Bollenhut.

„Schwarzwald, hochwertig, verrückt, mit ausgefallenen, besonderen Motiven“ – das ist die Kurzbeschreibung, die Anne Deutsch für all das gibt, was sich da an Wänden und Decken und auf Böden, Regalen und einer Staffelei tummelt: Ein pinkrotes Bambi vor leuchtend-grünem Hintergrund in Popart-Manier hängt gleichberechtigt neben einer ausdrucksvollen Acrylmalerei in pastellig-kühler Farbigkeit, auf der eine Figur entschlossenen Ausdrucks zwei Hirsche zu bändigen scheint. Überall streunen junge Dirndlträgerinnen mit rotem Lippenstift, ebensolchem Bollenhut und großem Gestal-

 Freiburg Unterwiehre Stadtteilmagazin | 13


PORTRAIT

©Foto: Barbara Breitsprecher

Schwarzwaldmädle sind bei Anne Deutsch modern, erotisch, farbenfroh, aufmüpfig und frech.

Die meiste Zeit verbringt Anne Deutsch am Computer, wo sie ihre Fotografien verfremdet und akribisch bearbeitet, bis die Kunstwerke entstehen, die sie haben möchte.

tungswillen durch Situationen und Szenarien, die von einem unerschöpflich kreativen Geist zeugen. Wer Anne Deutsch und ihre Figuren kennenlernt, taucht ein in ein bislang ungesehenes Paralleluniversum, in dem sich Stile und Farben vermischen, Epochen und Techniken, Realität und Phantasie. Weiß und grau ist der Rahmen, den die Künstlerin sich für ihre Herzensangelegenheit ausgesucht hat: der Kunst ist die in London geborene Endfünfzigerin seit Kindesbeinen mit Leib und Seele verfallen. Die Nicht-Farben, in denen sich Atelier und Showroom der schmalen Frau mit den le-

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bendigen Gesten präsentieren, lassen Platz für die Wucht der Kolorierung, die ihre Werke ausmachen. „Aus Amerika habe ich das mitgebracht, das Fröhliche“, sagt Anne Deutsch, die zunächst eine Ausbildung als Porzellanmalerin im Schloss Ludwigsburg inklusive einer 15-jährigen Gesellenzeit absolvierte, bevor sie in die USA reiste und sich für eineinhalb Jahre in Los Angeles niederließ. „Dort hatte ich Begegnungen mit der Popkunst, mit amerikanischer Kunst, die ganz andere Anschauungsweisen als die europäische Kunst hat. Sie ist fröhlich und frei – man kann nach Lust und Laune mischen, was kommt“. Von diesen Gedanken hat Anne Deutsch sich inspirieren lassen und mischt nun mit unvergleichlichem Geschick und spezieller Technik Fotografie, Malerei und Digitalkunst. „Nachdem ich diese ganz anderen Anschauungen und Freiheiten kennengelernt hatte, habe ich mir geschworen, immer nur Kunst zu machen, die mir Spaß macht. Keine Angst vor Farben, mit einer

guten Komposition und einem guten Gefühl zum Bild: einfach so, dass mir die Kunst gut von der Hand läuft.“ Frisch, alterslos und neu kommt Anne Deutschs Kunst daher – und wer die so leicht hingeworfenen Figuren näher betrachtet, kann das solide Fundament erkennen, auf dem sie stehen. „Ich bin nicht die schnelle Zeichnerin, die das Motiv hinwirft wie nichts, sondern ich arbeite lange aus, eigentlich bis zur Perfektion. Und wenn es mir nicht gefällt, kommt auch alles noch mal weg. Das, was dann übrigbleibt, ist für mich perfekt. Und erst, wenn es perfekt ist, darf es bleiben – und dann gebe ich es weiter.“ All das gilt für Malerei – Motive in Acryl, auf Leinwand gemalt – ebenso wie für das, was Anne Deutsch in ihrer Lieblingstechnik Leinwand-Print entstehen lässt. Auch hier geht sie mit größter Sorgfalt vor. „Ich baue mir Bilder so, wie ein Architekt ein Haus baut“, erzählt die Künstlerin, die die Komposition ihrer Motive in stundenlanger Feinstarbeit am Computer entstehen lässt. „Ausgangspunkt ist ein neues Dokument: jedes Mal ein leeres Blatt. Und dann wird jedes Pixel einzeln aufgetragen...so sitze ich an einem Digitalbild schon mal 100 Stunden. Jedes einzelne Pünktchen muss stimmen, hinterher im Druck würde man Ausstellung

Atelier und Showroom: Anne Deutsch, Planet Schwarzwald Skagerrakstraße 9, 79100 Freiburg; auf Voranmeldung geöffnet: Tel. 0174 2014913 www.planet-schwarzwald.de Ausstellung: Anne Deutsch im SWR-Studio Freiburg: bis 15. November: Schwarzwaldmädel – Glamourgirl! Kartäuserstraße 45, 79102 Freiburg, Montag bis Donnerstag 8-17 Uhr, Freitag 8-16 Uhr, Tel. 0761/3808-0 www.swr-freiburg.de Anne Deutsch im Böttchehof: Bauernschenke Böttchehof Basler Straße 76a, 79227 Schallstadt-Wolfenweiler, samstags 8-15 Uhr sowie nach Absprache, Tel. 07664/7377 www.boettchehof.de


PORTRAIT

ÖkoweinKeller „Souvenir“ heißt dieses Bild von Anne Deutsch, das mit klassischen Schwarzwald-Symbolen spielt.

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jede Unsauberkeit sehen.“ Sobald das Motiv fertig ist, wird es gedruckt und aufgezogen. Und anschließend koloriert: „60 Prozent sind Komposition und Malerei am Computer, der Rest kommt anschließend auf der Leinwand hinzu: beim einen Bild koloriere ich das Gesicht, beim anderen den Hintergrund. Jedes Bild wird anders.“ Wer sich mit Anne Deutsch unterhält, merkt schnell, dass da jemand vor einem steht, der höchste Ansprüche an sich selbst und das eigene Werk hat. „Gut zu sein, reicht mir nicht. Die Beste zu sein: das muss sein. Wobei Perfektion für mich einfach ein Gefühl ist. Und das Gefühl sagt mir irgendwann: Jetzt ist es recht.“ Bei aller Perfektion weiß die Künstlerin, die neben der Arbeit am Bild auch Kompositionen im größeren Kontext vornimmt – so hat sie schon Hotelzimmer, Arbeitsbereiche und Theaterstücke ausgestattet – den Segen von Unterbrechungen durchaus zu schätzen: „Manchmal ist man ein bisschen zuviel befasst mit seinen Sachen... Dann braucht man jemanden von außen, der hinschaut und sofort sieht: ‚Das ist jetzt aber mal zu groß/zu klein’, oder der sagt: ‚Das fände ich anders aber besser’. So bekomme ich immer wieder einen neuen Denkanstoß und sage: ‚Ah, stimmt. Das habe ich so noch gar nicht gesehen.’“ Den Blick freizubekommen, ist wichtig, „weil ich eigentlich pausenlos, rund um die Uhr, Samstag und Sonntag, mit der Kunst befasst bin.“ Regelmäßige Unterbrechungen liefert Anne Deutsch auch Candy, ihr Hund, der die Künstlerin ins Atelier und auf spontane Ausflüge in ihre Wunschheimat, den Schwarzwald, begleitet. A propos Schwarzwald – in den nächsten Tagen wird das SWR-Studio zu einer kleinen Satellitenstation von planet schwarzwald: Bis zum 15. November zeigt Anne Deutsch im Funkhaus einige ihrer Werke bei der Ausstellung „Schwarzwaldmädel – Glamourgirl!“ Wer Lust auf mehr hat, kann sich im Böttchehof in Schallstadt genauer umschauen. Böttchehof-Wirt Frank Küchlin ist von den Werken der Pixelqueen aus der Wiehre so überzeugt, dass er ihre Arbeiten in einer Einzel-Dauerausstellung in seinen Räumlichkeiten ausstellt: „Für mich sind die Werke von Anne Deutsch eine sehr gut zugängliche Kunst. Ich habe selbst viel Spaß an den Bildern – die Verbindung von Tradition und Moderne finde ich sehr ansprechend“. Und für all diejenigen, die zur Expedition ins Herz von planet schwarzwald aufbrechen wollen: Nur zu! Atelier und Showroom in der Skagerrakstraße 9 stehen allen offen, die den neuartigen Blick auf die Heimat schätzen. Annette Christine Hoch

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SCHULE

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YXUT EIUM FUGIA DO LUPTURIORE NULLIQU CUM WECHSELVOLLE GESCHICHTE EINER FREIBURGER SCHULE Das Rotteck-Gymnasium ist 175 Jahre alt geworden. Im Juni 1841 wurde die „höhere Bürgerschule“ gegründet. Das alte Renaissance-Gebäude wurde zugunsten der Uni-Bibliothek 1972 abgerissen.

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as erste Freiburger Rotteck-Gymnasium – das damals noch gar nicht so hieß – war zunächst in der früheren „Theaterkaserne“ beim heutigen Augustinermuseum untergebracht. 1842 zogen die Schüler dann ins „Predigertor“, in ein Gebäude am heutigen Fahnenbergplatz und schließlich ins Schwarze Kloster um. Erst 1874 bekam die Schule ein eigenes Schulhaus, gegenüber der damaligen Synagoge, dort wo heute die Uni-Bibliothek steht. Erst 1920 wird die Schule auch offiziell zur Rotteck-Schule. Namensgeber ist Karl von Rotteck (1775 bis 1840), der Freiburger Staatsrechtler, Historiker und Liberale, der in der Rathausgasse

33 wohnte und auf dem Alten Friedhof in Herdern begraben ist, hatte stets eine Bürgerschule gefordert, war er doch ein überzeugter Verfechter der Aufklärung. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Schule 1948 zum Gymnasium. Als sich die Universität für das Grundstück, auf dem das Gymnasium steht, für eine neue Bibliothek interessiert, zeigt sich die Stadtverwaltung rasch bereit zum Verkauf. Das historische Renaissance-Gebäude wird abgerissen, die Uni-Bibliothek wird 1972 gebaut und ein neues Schulhaus in Beton entsteht in der Wiehre in der Lessingstraße. Und erst dort, in den 1970ern, öffnet sich die einstige Jungenschule auch für Mädchen. Im Jahr 2008 wurde die Schule grundlegend saniert. Seitdem ist

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SCHULE

sie offener und heller. Knapp 1000 Schülerinnen und Schüler besuchen inzwischen das Rotteck-Gymnasium, das ein naturwissenschaftliches und bilinguales Profil. Das Ganztags-Gymnasium war eines der ersten G8-Gymnasien. Ein Highlight der Schule ist die Reihe „Nachgefragt“, in der zwei wechselnde Schülerinnen und Schüler jeweils einen prominenten Menschen interviewen und dazu die Öffentlichkeit einladen. Der nächste Gast wird am 7. November um 19.30 Uhr im Rotteck-Gymnasium Norbert Blüm sein, der von Jule Hügele und Luis Martins befragt wird. Wie immer ist der Eintritt frei. Darauf folgt zum nächsten Termin Dieter Baumann (am 23. November), weitere Gäste bei „Nachgefragt“ werden Claudia Roth, Peter Sloterdijk und Wolfgang Thierse sein. Erfunden haben das Format vor zwölf Jahren die beiden Rotteck-Lehrer Martin Walter und Rainer Kügele. Unterstützt werden sie inzwischen von ihrem Kollegen Jan Rüggeberg. In der Gesprächs-Reihe geht es vor allem um das Persönliche, die private Seite der Berühmtheiten.

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Offener und heller ist das Schulhaus des Rotteck-Gymnasiums in der Wiehre seit einer grundlegenden Sanierung 2008 geworden.

Eine andere „stille“ Berühmtheit der Schule ist Freddy Mayer. Der jüdische Schüler des Rotteck-Gymnasiums überlebte die Nazizeit, weil seine Eltern rechtzeitig mit ihm in die USA flohen. Dort wurde er Soldat, ließ sich zum Geheimagenten ausbilden und wurde in allen erdenklichen Methoden des Guerillakrieges geschult. So kehrte er zurück nach Deutschland, um hier im Untergrund die Nazis zu bekämpfen. Er wurde zum Vorbild von Quentin Tarantinos Film „Inglourious Basterds“. Am Ende des Krieges konnte er Dank seiner Überzeugungskraft die Stadt Innsbruck vor der Zerstörung retten, in dem er den dortigen Gauleiter der Nazis überredete, zu kapitulieren und den anrückenden Amerikanern mit einer weißen Flagge entgegen zu fahren. Freddy Mayer, nach dem ein Saal des Rotteck-Gymnasiums benannt ist, starb im April diesen Jahres in den USA. Barbara Breitsprecher

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©Fotos: Allgeier Wohnbau

Merzhauser Straße

WOHNEN MIT BLICK AUF DEN SCHÖNBERG UND GROSSEN SÜDBALKONEN Ein neues Wohnhaus mit 18 Appartements und Blick auf den Schönberg entsteht zwischen Wiehre und Vauban an der Merzhauser Straße 157. Das Bauprojekt der Firma Allgeier Wohnbau bietet ausdrücklich auch Wohnungen, die WG-geeignet sind.

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in neues Haus mit 18 Wohneinheiten entsteht an der Merzhauser Straße 157. Das moderne Wohnhaus, das von der Firma Allgeier Wohnbau realisiert wird, bietet eine Südausrichtung mit Blick auf den Schönberg. Die Baugrube ist bereits ausgehoben, der eigentliche Baubeginn wird noch in diesem Jahr sein. Der Werdegang und die Entwicklung des Projekts war nicht ganz einfach. Allgeier Wohnbau hatte das Grundstück in der Merzhauser Straße 157 bereits 2014 erworben. Die Bemühungen, auch das Nachbargrundstück Merzhauser Straße 155 zu kaufen, waren schließlich erfolgreich, was den Planungsspielraum für die Wohnbaugesellschaft nochmals erweiterte. Mit Unterstützung des Freiburger Architekturbüros Barton

wurde ein Gebäude entworfen, das einen modernen Akzent in der Unterwiehre setzt und sich gleichzeitig gut in die vorhandene Umgebungsbebauung einfügt. Große Südbalkone bieten einen Blick ins Grün des Schönbergs. Der Rohbau wird nun beginnen, mit der endgültigen Fertigstellung rechnet Allgeier Wohnbau im Frühjahr 2018. Das Projekt Merzhauser Straße 157 umfasst insgesamt 18 Wohneinheiten mit Tiefgarage. Erstellt werden sowohl Ein-Zimmer-Appartements sowie Zwei-, Drei- und Vier-Wohnungen. Die Wohnflächen betragen zwischen 26 und 105 Quadratmetern. Der Großteil der Wohnungen ist so geplant, dass eine WG-Nutzung möglich ist. Das energetisch hochwertige Haus wird einen Aufzug erhalten, der sämtliche Geschosse erschließt.

Das Haus (links; mit einer Drohne fotografiert), das früher hier stand wurde abgerissen, stattdessen wird ein neues Wohnhaus mit 18 Appartements entstehen (rechts). Fotos: Allgeier Wohnbau

18 | Freiburg Unterwiehre Stadtteilmagazin


STRASSENNAMEN

Neuer Name für eine Straße

Einladung zur Infoveranstaltung Schöner Lächeln in nur 6 Monaten! Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie als Erwachsener Zahnfehlstellungen schnell und unauffällig beheben können - für ein schöneres Lächeln ein Leben lang. Datum: Uhrzeit:

Nach vier Jahren liegt der bericht der Kommission vor, die 1300 Freiburger Straßennamen überprüft hat, ob sie aus heutiger Sicht noch tragbar erscheinen. Auch für Straßennamen in der Unterwiehre wird eine Umbenennung empfohlen.

Ort:

Donnerstag, 10. November 2016 Beginn 18:00 Uhr Zahnarztpraxis GRUND+ZÄHNE

Wir bitten um eine rechtzeitige Anmeldung telefonisch oder per Email an info@grund-zaehne.de.

Zentrale Kriterien der Prüfung waren unter anderem die Förderung des Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus sowie Frauenfeindlichkeit und Militarismus. Folgende Straßennamen in der Unterwiehre sollen auf Empfehlung der Kommission geändert werden:

Ihr Florian F. Grund

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Gallwitzstraße: Max von Gallwitz (1852-1937) Der hoch dekorierte deutsche Heerführer machte sich vor allem mit dem verlustreichen deutschen Angriff auf Verdun und der Schlacht an der Somme einen Namen. Er befürwortete noch am 28. Oktober 1918 bei einer Anhörung in Berlin eine Fortsetzung des aussichtslosen Krieges. Als einflussreicher Militär war er DENT DENT TECH TECH ORTHO ORTHO SMILE SMILE Böcklerstraße 3 maßgeblich am Aufstieg der nationalsozialistischen Bewegung DENT TECH ORTHO SMILE ZAHNMEDIZIN DENTALLABOR i. Br. KIEFERORTHOPÄDIE PROPHYLAXE D 79110 Freiburg beteiligt. DENT DENT TECH TECH ORTHO ORTHO SMILE SMILE Die Kommission empfiehlt eine Umbennenung der Straße in Böcklerstraße 3 Erich Maria Remarque-Straße. Der Verfasser (1898-1970) des D 79110 M eMber O f ✆ 07 61 -Freiburg 13311 41i. Br. realistischen Kriegsromans „Im Westen nichts Neues„ (1929), Böcklerstraße ZAHNMEDIZIN DENTALLABOR KIEFERORTHOPÄDIE 0174 - PROPHYLAXE musste 1933 ins Exil fliehen. 186 99i. 99 D 79110 Freiburg Br. (Notfall)

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Alle anderen Straßennamen im sogenannten „Heldenviertel“ ZAHNMEDIZIN DENTALLABOR KIEFERORTHOPÄDIE  hatte die Kommission nicht zu beanstanden.

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UNTERNEHMENS-PORTRAIT

Stoffe zum

Träumen Hier sprüht es vor Ideen: Eine Quelle der Inspiration für die Gestaltung von Räumen, gepaart mit Fachwissen und echter Handwerkskunst sowie jahrzehntelanger Erfahrung bietet der Raumausstatter Deco-Point Mayer in Gutach-Bleibach im Gewerbegebiet Stollen.

Deco-Point Mayer bietet eine riesige Auswahl an Wohnstoffen, Accessoires und Teppichen sowie dauerhaft eine beeindruckende Parkettaus­stel­lung. Viele Parkettflächen kann man hier großformatig am Boden liegen sehen und sich hier inspirieren und von den Profis fachkundig beraten lassen. „Es gibt so unglaublich schöne Stoffe“, schwärmt Gerlinde Mayer. Täglich hat sie mit Vorhang- und Polstersstoffen, mit Teppichen und Kissen zu tun und ist immer wieder über die geschmackvolle Farbenflut und hohe Qualität der Waren, die neu auf den Markt kommen, begeistert. „Viele Menschen sind stoffmüde“, weiß sie, doch gerade die offenen Räume mit den großen Fenstern in Neubauten verlangen nach Stoff. Viele Bewohner leiden unter Schallproblemen, die sich erst beheben lassen, wenn Vorhänge und Teppiche ins neue Heim kommen. „Sonst hallt es. Von solchen Problemen höre ich oft“, bestätigt die Expertin auf dem Gebiet der Raumgestaltung, die zusammen mit ihrem Mann, dem Parkett- und Raumausstatter-Meister Meinrad Mayer in Gutach-Bleibach Deco-Point Mayer führt. Vorhänge dienen also nicht nur dem guten Aussehen, sondern erfüllen eine wichtige Funktion. Eine moderne Aussage für den eigenen Wohnraum beginnt bereits bei der Vorhangstange, die so individuell ausgewählt werden kann wie der Stoff selbst. Ob verspielt oder technisch wirkend – Gardinenstangen werden selbst schon zu Einrichtungsgegenständen. „Derzeit ist der geradlinige, puristische Stil sehr gefragt“, so Gerlinde Mayer, „sachlich und reduziert“. Gleichzeitig bieten sich Teppiche oder Accessoires wie Kissen und Decken als bunte Hingucker an. „Da gibt es vom Design her superschöne Sachen“, begeistert sich Gerlinde Mayer. Und die neuen Materialien beispielsweise der Teppiche, die individuell maßgenau angefertigt werden, verfügen über eine unvergleichliche Haptik. bb

n DECO-POINT Mayer Raumausstattung, Am Stollen 10, Gutach/Bleibach, Tel. 07685 / 91 05 80; Mo. – Fr. 9.30 - 18.30 Uhr, Sa. 9.30 - 16 Uhr, So. 14 - 17 Uhr (o. Beratung) www.deco-point-mayer.de

Experten für Innenausstattung: Meinrad und Gerlinde Mayer wissen, wie man ein Zuhause geschmackvoll mit Qualität gestaltet.

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Der Schwarzwald kann cool werden

Willkommensdörfer entlasten Freiburg Wie kleine Städte und Dörfer im Umland als „Willkommensdörfer“ Freiburg entlasten können.

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Daniel Fuhrhop

©Foto: privat

o viele junge Leute ziehen in vermeintlich coole Großstädte wie Freiburg, dass dort der Druck auf die letzten freien Flächen steigt: Wiesen werden zugebaut, Wälder bedroht und Kleingärten zerstört. Doch nur wenige Kilometer entfernt finden wir das Gegenteil – aus kleinen Städten und Dörfern im Schwarzwald ziehen so viele Menschen weg, dass nur die Alten bleiben, während die Supermärkte zumachen, die Kneipen schließen und die Bäcker aufgeben. Aber dieser Niedergang ist nicht gottgegeben. Wir können schrumpfende Orte wiederbeleben und aus ihnen coole Städte machen und lebendige Willkommensdörfer. Dafür bringen wir fünf Gruppen gleichzeitig in die kleinen Städte, mithilfe von Werkzeugen, die bereits anderswo erprobt wurden. Erstens kommen Existenzgründer, ermuntert durch einen Zuschuss. Wohnungen finden sie hier zu Preisen, für die sie in Freiburg gerade mal eine Abstellkammer bekämen. Und auch Büros oder Ladenlokale kosten in schrumpfenden Orten wenig. Als zweites werden Flüchtlinge aufgenommen, und zwar mehr, als nach der Einwohnerzahl vorgesehen sind, denn derzeit spielt es bei der Verteilung keine Rolle, wo Platz frei ist. In die leeren Wohnungen unseres Ortes aber lassen wir Flüchtlinge ziehen, die obendrein dabei helfen, die Häuser zu sanieren. Das Vorbild dafür bietet Altena in Westfalen, das die Hälfte seiner Einwohner verloren hat, nun aber mehr als geplant Flüchtlinge aufnahm und sie bei der Sanierung mitmachen lässt; angeleitet von erfahrenen Handwerkern. Außerdem sorgen

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sich wie in Altena ehrenamtliche „Kümmerer“ um je einen Flüchtling oder eine Familie. Diese Kümmerer sind meist ältere Einwohner, von denen andere die Existenzgründer beraten. Die Häuser der Älteren bauen wir um: Für Wohnprojekte, für gemeinschaftliche Büros, und barrierearm für die alten Bewohner. Neben Flüchtlingen und Firmengründern kommen drei weitere Gruppen: Touristen lockt der Charme der Schwarzwald-Städte; sie übernachten in „verstreuten Hotels“, zu denen man nach italienischem Vorbild mehrere leerstehende Häuser zusammenfasst. Ein Haus wird zur Rezeption umgebaut, und dort eröffnet ein Willkommensrestaurant, in dem wiederum Flüchtlinge mitarbeiten und Syrer Falafel zubereiten. „Probewohner“ dürfen eine Woche kostenlos im Willkommensdorf wohnen, wie es etwa in Görlitz gemacht wurde, denn oft schrecken nur Vorurteile von diesen Orten ab, während mancher nach einigen Tagen erlebt, dass es dort lebenswert ist. Als fünfte Gruppe ziehen schließlich hundert Kreative auf einmal für ein Jahr in den Ort, dank eines Hundert-Stipendien-Programms für Künstler und Theaterleute, Maler und Musiker. Die Kreativen arbeiten mit den Existenzgründern und den Flüchtlingen zusammen, mit Jung und Alt, und aus dieser Vielfalt heraus belebt sich der Ort und wird zum Willkommensdorf, das weitere Menschen anlockt, die das coole Schwarzwald-Städtchen erleben möchten. 

Von Daniel Fuhrhop

Der Autor ist Betriebswirt und leitete 15 Jahre lang einen Architekturverlag. Diesen verkaufte er 2013 und wendet sich seither gegen Neubau mit dem Buch „Verbietet das Bauen!“ (2015) und einem gleichnamigen Blog. 2016 erschien „Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden“ (Oekom Verlag).

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DENKMALSCHUTZ

Kunstwerk oder Verschandelung?

Haus des Anstoßes A

m 17. Oktober diskutierten im Haus der Jugend Experten und Publikum über die umstrittene Fassadengestaltung des Hauses an der Ecke Kirchstrasse/Konradstrasse. Zunächst erläuterte der Maler Tom Brane die Intention seines Werks: Die Besitzerin des Hauses habe ihn gebeten, das Gebäude, das sie vor zwei Jahren geerbt habe, nach einer Sanierung zu bemalen. Dabei hätten sie besprochen, wie es aussehen soll. Wichtig war beiden, das Umfeld einzubeziehen, also die Kindertageseinrichtungen und das Altenheim. Zunächst untersagte das Denkmalamt die weitere Bemalung, da das Haus unter Denkmalschutz steht. Doch die hitzige Debatte unter Anwohnern, Denkmalschützern und liberalen Kunstfreunden ebbte nicht ab.

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Schließlich entschied sich das Denkmalamt zu einer Begehung des Gebäudes – und siehe da: Weil das Haus im Innern sehr stark verändert worden war im Laufe der Jahrzehnte, beschloss die Behörde den Denkmalschutz aufzuheben. Die Bemalung kann also nun ohne Einschränkung fortgeführt werden. Tom Brane erklärte, er freue sich nun auf die Fertigstellung seiner Arbeit. Das Baurechtsamt gab anlässlich der Podiumsdiskussion folgende Erklärung ab:: „Die Fassadengestaltung von Tom Brane ist ein Kunstwerk, das von unterschiedlichen Betrachtern verschieden empfunden und bewertet wird. Wie er selbst ausführt, soll Kunst polarisieren und zur Diskussion anregen. Daneben wirkt es auf den öffentlichen Raum. Deshalb werden in den nächsten Tagen folgende Fragen die öffentliche und poli-

tische Diskussion bestimmen, aber auch fachlich beschäftigen: Was passiert mit dem Stadtbild eines historischen Ensembles? – und – Wie viel Kunst verträgt der öffentliche Raum?“ Prof. Dr. Angeli Janhsen, Professorin für Kunstgeschichte, gab zu bedenken, dass sich das Gebäude durch die Bemalung in den Vordergrund spiele und optisch über sein Umfeld bestimmen würde. Generell sei es eine Frage, wem man die optische Gestaltung der Stadt überlasse. Für Dirk Görtler, Dozent an der Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik in Freiburg, handelt es sich bei der Bemalung des Hauses eindeutig um Kunst. Seit jeher seien Gebäude nicht nur einfarbig gestrichen, sondern auch bemalt worden, und heute sehe so eine Bemalung eben anders aus als in Luzern vor 200 Jahren. Die Wiehre vertrage eine


Die Bemalung des Hauses in der Kirchstraße 17 löst viele Diskussionen aus.

widerständige Kunstform sei, eine Form des Protestes und der Rebellion. Nun werde diese Kunstform gewissermaßen umgedreht und von den Wohlhabenden für sich genutzt. Für das bestehende Haus sei es dies aber zu tolerieren. Im Publikum waren auf der einen Seite Anwohner, die bereits durch Transparente und eine Unterschriftenliste gefordert hatten, dass die Bemalung erhalten bleiben sollte. Andere stellten den Kunstwert der Bemalung grundsätzlich in Frage, da es sich bei der Bemalung maximal um kitschige Dekoration handele. Die

Diskussion wurde mit großer Schärfe im Ton geführt. Der „Umgang mit öffentlichem Raum und Plätzen“ ist in Freiburg ein durchaus kontroverses und spannungsgeladenes Thema. Dabei spielt vermutlich auch einer Rolle, dass es gerade hier aufgrund der enormen Nachfrage nach Wohnraum einen großen Verdichtungsdruck gibt. Es scheinen eben gerade diese Flächen für Kunst im öffentlichen Raum zu fehlen, ebenso wie Flächen für andere Aktivitäten im öffentlichen Raum in Freiburg fehSebastian Müller len.

©Fotos: Felix Groteloh

Das Denkmalschutzamt hat den Status des Kulturdenkmals für das Haus Kirchstraße 17 aufgehoben. Es sei zu stark im Inneren verändert. Damit gilt das Verbot der Behörde nicht mehr und das Haus kann bunt bemalt werden.

solche Gestaltung. Wenn man sich als Öffentlichkeit daran satt sehe, dann sei dies ja keine irreversible Bausünde – wie ein unpassendes Gebäude – sondern wieder leicht zu entfernen. Auch Hermann Hein von der ARGE Freiburger Stadtbild konnte keine „stadtbildschädigende Wirkung“ der Bemalung erkennen. Justus Kampp vom Bürgerverein wollte sich bei der Podiumsdiskussion zu Geschmacksfragen nicht äußern, gab jedoch aus seiner beruflichen Perspektive als Anwalt einiges zu bedenken: Wenn eine Gestaltung ohne eine Botschaft durchaus akzeptabel sei, was passiere dann, wenn jemand eine noch legale aber grenzwertige Botschaft auf sein Haus male? Timothy Simms, Stadtrat der Grünen-Fraktion und von Beruf Soziologe, merkte an, dass Graffiti Historisch eine

Immer wieder halten Passanten an, um die das auffallend bemalte alte Haus zu fotografieren

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SCHMECKEN

Aus dem Markgräflerland

Pastinaken-Apfel-Suppe ©Foto: Elisabeth Zumkehr

Sonnenverwöhnte Streuobstwiesen und Weinberge, bunte Bauerngärten und alte Gaststätten: Die Markgräflerin Elisabeth Zumkehr zeigt Rezepte aus ihrer Heimat – allesamt vegetarische Köstlichkeiten.

Zubereitung: 1. Die Pastinaken waschen und schälen. Mit einem Sparschäler von einer Pastinake der Länge nach 16 dünne Streifen abschälen, den Rest in mittelgroße Würfel schneiden. 2 . Die Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Äpfel waschen, entkernen und Stücke schneiden. Die Schalotten waschen, schälen und würfeln. 3. In einem größeren Topf die Butter zerlassen, Scha- lotten und Apfelstücke andünsten. Nun die Pastinaken und Kartoffelwürfel hineingeben und ca. 5 Minuten mitdünsten lassen. 4. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und 20 Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen lassen. 5. Die Sahne dazugeben und die Suppe mit einem Pürierstab cremig pürieren. 6. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Wunsch abschmecken. 7. In einer kleinen Pfanne das Rapsöl erhitzen, die Pastinakenstreifen darin goldgelb frittieren, auf einem Küchentuch das Fett abtropfen lassen. 8. Den Thymian waschen, trocknen und vom Stiel abzupfen. 9. Die Suppe mit den Pastinakenstreifen, rosa Pfefferkörnern und dem Thymian garniert servieren.

Zutaten 400 g Pastinaken 2 Kartoffeln 2 Äpfel, am besten Boskop 2 Schalotten 1 EL Butter 1 l Gemüsebrühe 100 ml Sahne Salz Pfeffer

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Einem Genuss-Streifzug durch Dörfer, Bauerngärten und Streuobstwiesen des Markgräflerlands gleicht das ganz neu erschienene vegetarische Kochbuch von Elisabeth Zumkehr aus Kandern. Ein Kapitel widmet sie darin auch dem Wiiwegli und stellt Straußen und traditionelle Gaststätten vor. Die herbstliche Pastinaken-Apfel-Suppe ist ein echtes Gaumenerlebnis.

Muskatnuss 4 EL Rapsöl Etwas Thymian, frisch Rosa Pfefferkörner Arbeitszeit: 20 Minuten Kochzeit: 25 Minuten Zubehör: Pürierstab

Die vegetarische Köchin Elisabeth Zumkehr macht sich die regionale Küche kreativ zu eigen und stellt in ihrem neuen Kochbuch Markgräfler Rezepte mit passenden Weinempfehlungen vor. Elisabeth Zumkehr, Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland, Narayana Verlag Kandern 2016, 24,80 Euro


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Lego und große Töpfe Die Flüchtlingsinitiative Schlierberg sammelt Spielzeug und Haushaltsgegenstände Im November soll die Flüchtlingsunterkunft am Schlierberg bezogen werden. Mehr als 50 Helfer und Helferinnen wollen die künftigen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Merzhauser Straße mit ehrenamtlichen Angeboten unterstützen. Sie haben sich zu diesem Zweck zu einer Flüchtlingsinitaive Schlierberg zusammen geschlossen. Sie wollen bei Behördengängen unterstützen, Hausaufgabenbetreuung anbieten sowie Kurse für Kreatives Gestalten, Sport und Deutschkurse anbieten. Gut gebrauchen kann die Initiative: Für Kinder: Bilderbücher, Lego, Puzzles, Fußbälle, warme Kleidung, Sportschuhe und -taschen, Sport - und Fußballschuhe. Einrichtungsgegenstände: stabile niedrige Regale, Sitzsäcke, Stehlampen, Tische und Stühle, Kissen und Decken, Teppiche. Außerdem: Fahrräder, Nähmaschinen, große Kochtöpfe, Mixer, Staubsauger Kontakt: Flüchtlingsinitiative Schlierberg www.fi-schlierberg.de

Ein Baum als Andenken Gedenkveranstaltungen am 28.November. Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule Am 28.11.1944 wurden am Gebäude der heutigen Justizvollzugsanstalt in Freiburg drei Mitglieder der Widerstandsgruppe „Réseau Alliance“, Edouard Kauffmann, Jean Lorday und Emile Pradelle, ohne ordentliches Verfahren von der Gestapo erschossen. Sie gehören zu einer Gruppe zahlreicher „Helden“, deren Namen uns in Erinnerung bleiben sollen. Dazu wird am 28. November eine Gedenktafel um 10 Uhr an der Justizvollzugsanstalt Freiburg, Hermann-Herder-Str. 8 enthüllt. Im Anschluss um 11.15 Uhr wird weiterer „stillen Helden“ gedacht. Dies geschieht im Rahmen einer Baumpflanzung auf dem Schulhof der Lessing-Realschule, Lessingstr. 1, und anschließendem Festakt mit Empfang in der Aula der benachbarten Gertrud-Luckner-Gewerbeschule. Fritz Schaffner aus Freiburg und Jean Philippe aus Toulouse waren zwei Polizisten, die ihr Leben für das Leben anderer riskierten. Der Freiburger Zwangsschüler Kurt Lion kämpfte im französischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule und der Club d’Histoire aus Saint-Antonin haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieser mutigen Männer zu gedenken: Schülerinnen und Schüler aus der Kooperationsschule bei Toulouse haben einen Judas-Baum (Cercis) aus Südfrankreich mitgebracht. Sein Wachsen soll ein Symbol friedlicher und mutiger Zukunftsgestaltung sein.

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Endlich Ferien! Ruben und Kent sind total aus dem Häuschen: Kents Vater hat eine Pauschalreise für drei Personen in den Süden gewonnen. Doch schon kurz nach der Anreise entpuppt sich der Hauptgewinn als Horrortrip. Kents Vater ist wie vom Erdboden verschluckt, nachdem er zuletzt schnarchend auf seiner im Meer treibenden Luftmatratze gesichtet wurde… Ruben und Kent werden in die Obhut der beiden zwielichtigen Kinderanimateure gegeben, die sie kurzerhand in zwei Bärchenkostüme stecken und ihren Job machen lassen. Nun müssen Ruben und Kent bei 40 Grad im Schatten in Pelzkostümen schreiende Nervensägen bespaßen, einen Aerobic-Kurs leiten und den furchtbarsten Song aller Zeiten auf der Hotelbühne performen. Kann es noch schlimmer kommen? Die schrecklichsten Ferien überhaupt Marius Horn Molaug Illustrator Kristoffer Kjølberg Schneiderbuch 128 Seiten ISBN 978-3-505-13878-2 7,99 Euro


Willkommen in

Poppys Welt! Buchreihe von Laura Wood

Hier gibt es Zuckerwatte und Popcorn zum Frühstück, einen zahmen Löwen namens Butterblume als besten Freund und Jonglieren sowie Seiltanz als Lieblingsfächer. So sieht Poppys Zirkusleben aus – bis kurz vor ihrem zwölften Geburtstag. Da nämlich kommt sie aufs Internat. Dort sorgt nicht nur Poppy, sondern auch eine ägyptische Ausstellung für Trubel. Denn auf einem geheimnisvollen Rubin soll ein böser Fluch lasten. Mit einem Mal ist dieser Rubin wie vom Erdboden verschluckt! Poppy und ihre Freunde wittern ein spannendes Abenteuer … Poppy Pym und der gestohlene Rubin Laura Wood Schneiderbuch 320 Seiten ISBN 978-3-505-13803-4 12,99 Euro

Das André-Spielebuch Spielen ohne Ende

KiKA-Moderator André Gatzke spielt nicht nur für seinen Beruf, sondern auch für sein Leben gern – immer und überall. Als Moderator und kreativer Wirbelwind vieler Kinder-Sendungen verbreitet André Gatzke immer gute Laune. Inzwischen hat er so viele Spiele gesammelt, dass er sich einen Traum erfüllt und ein Buch daraus gemacht hat. »Das André Spielebuch« steckt voller unkomplizierter Spiel­ideen, die Kinder direkt und ohne viel Aufwand umsetzen können, insgesamt 365 Spiele fürs ganze Jahr. In »Das André-Spielebuch« wird gespielt, dass sich die Balken biegen: »Blindfisch«, »Liedergurgeln«, »Supernase«, »Schuhe Schießen«, »Erbsenzähler«, »Petri Heil«, »Balla Balla«, »Tick Tack Boom« und viele, viele mehr. Auf André Gatzkes bunter Spielewiese ist für jeden etwas dabei – egal ob drinnen oder draußen, zu Hause oder unterwegs, alleine oder mit Freunden. Wichtig ist dem Spielesammler, dass sofort los gespielt werden kann und man keine lange Vorbereitung braucht. Weil er zudem auf seine Praxiserfahrung als Ergotherapeut zurückgreifen kann, weiß André Gatzke, worauf es motorisch und kognitiv ankommt. Seine Spiele trainieren sowohl die Grob- und Feinmotorik und die kognitiven Fähigkeiten wie auch das Wort- und Sprachvermögen – ohne dass am Ende der Spielspaß und das Quatschmachen zu kurz kommen. Die kurzen Spielanleitungen leben von André Gatzkes munterem Tonfall und sprechen die Kinder direkt an: »Wer am längsten pfeifen kann, hat dieses Spiel gewonnen. Atme am bes-

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Aus: Das André-Spielebuch von André Gatzke © 2015 Das André-Spielebuch 365 Spiele für jeden Tag André Gatzke Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz ∙ Mit Illustrationen von Tine Schulz Ab 5 Jahre Gebunden, 384 Seiten 22,95 Euro

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UNTERNEHMENS-PORTRAIT

Sichere Fenster und Türen

MECHANISCH ODER PER FERNWARTUNG Sicherheitsausstellung bei Götz+Moriz Service und Dienstleistungen gehören für Götz + Moriz – größter Baustoffhändler Südbadens und Zentrum für Bauen und Modernisieren mit über 75 Jahren Unternehmens-Erfahrung – fest zum Angebot. Auch das Thema Haussicherheit wird bei Götz+Moriz groß geschrieben. Hier finden die Kunden alles, was nötig ist, um Fenster und Türen vor Einbrechern zu schützen.

Nie mehr den Schlüssel vergessen: Haustüren lassen sich per Fingerprint öffnen

Alle drei Minuten wird in Deutschland in ein Haus eingebrochen. Nicht nur wertvolle Erbstücke, teure Hightechanlagen oder das Notebook ist dann verschwunden, sondern auch das Gefühl der Sicherheit im eigenen Heim. Die meisten Einbrecher knacken ungesicherte Fenster und Terrassentüren mit einem gewöhnlichen Schraubenzieher. Ein Einbrecher will in der Regel schnell, einfach und leise vorgehen können. Um dies zu verhindern, gilt es, Fenster und Türen sicherer zu machen. Wie das geht, zeigen die Mitarbeiter von Götz+Moriz gerne. „Am meisten Sinn macht es, pro Geschoss alle Fenster gleichzeitig anzugehen“, weiß Thomas Bunk, zuständig für Bauelemente Fenster, Türen, Tore bei Götz+Moriz. „Auch nachträglich kann man hier sehr viel machen.“ So können beispielsweise Blockschlösser und Panzerriegel aufgesetzt und abschließbare Fenstergriffe eingebaut sowie Sicherheitsglas eingesetzt werden. Oder aber man tauscht die ungesicherten Fenster und Türen komplett aus – eine Maßnahme, die von der KfW mit Zuschüssen oder vergünstigten Krediten gefördert wird. Ein solcher Austausch kann auch gleichzeitig mit sinnvollen energetischen Maßnahmen verbunden werden. Inzwischen kann man auch per App mit Fernwartung die Schließsysteme steuern. So lässt sich dann auch aus der Ferne, beispielsweise vom Büro aus, überprüfen, ob Zuhause alle Fenster geschlossen sind. Zunehmend gefragt sind auch die sogenannten Fingerprint-Systeme für Haustüren. Der gespeicherte Fingerabdruck ersetzt hierbei den Schlüssel. Um die Kunden in Südbaden umfassend über diese und andere Bauthemen informieren und sie mit Bauelementen versorgen zu können, hat Götz+Moriz in großem Maß investiert: In Lörrach wurde das Götz+Moriz Zentrum, für Bauen und Modernisieren in der Wiesentalstraße 74 um 6000 Quadratmeter erweitert. Dort wird es künftig überdachte Be- und Entladezonen, größere Lagerhallen und eine größere Freilagerfläche geben. In Titisee-Neustadt wurde der alte Standort von Götz+Moriz geschlossen und stattdessen ein neues Zentrum für Bauen und Moderniseren in der Gewerbestraße 24 eröffnet. bb

HAUSSICHERHEIT Ein Haus hat diverse „Knackpunkte“, die es vor Einbrechern zu schützen gilt: • Eingangstüre • Flachdächer • Terrassentüren • Fenster • Kellereingang

ZENTRUM FÜR BAUEN+MODERNISIEREN n GÖTZ+MORIZ, Basler Landstr. 28, 79111 Freiburg, Tel. 0761/497-0; www.goetzmoriz.com

Foto: Shutterstock, Frank Oppermann

Fotos: Achim Keller


DIE RETTER DER VERLORENEN SCHÄTZCHEN

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©Foto: Barbara Breitsprecher

PORTRAIT

anche sind zerfleddert und abgeliebt, verknickt oder eingerissen, andere haben gar einen kaputten Rücken – der Zustand mancher Bücher erzählt die unterschiedlichsten Geschichten. Und Verena Link und Andreas Thoma kennen sie alle. In ihrer Buchbinderei in der Günterstalstraße zaubern die beiden aus bemitleidenswerten Exemplaren wieder Edelsteine fürs Regal.

©Foto:

Barbara

Breitspre

Es ist fast eine feierliche Atmosphäre beim Eintreten in die Ladenwerkstatt. Es fühlt sich nach Wissen an, nach Liebe zum Wort, nach innerer Einkehr. „Ich komm dann nächste Woche wieder vorbei“, wird der Gedanke unterbrochen, und schon heißt es die Türe freizugeben, damit der ältere Herr mit dem zufriedenen Lächeln den Laden verlassen kann. Was er wohl abgegeben hat? Ein kaputtes Buch zum Reparieren? Einen Stapel Zeitschriften zum Binden? Ein Bild der Enkelin zum Einrahmen? Verena Link verrät es nicht. Sie lächelt ebenso wie der gerade aus dem Haus geschlüpfte Kunde. Und da ist noch etwas: Die graugelockte Frau mit der blauen Werkstattschürze lächelt mit dem Ausdruck eines Menschen, der ganz und gar in sich ruht. „Unser Gewerbe hat sich gesundgeschrumpft“, erzählt Verena Link und spricht von den Zeiten vor gut einem Jahrzehnt, als das Buch totgesagt und die Papierproduktion zurückgefahren wurde. „Damals sind wir deutlich weniger geworden. Aber jetzt haben die, die noch da sind, ihre Nische gefunden. Weiter runter geht es in unserem Gewerbe nicht mehr.“ Als im Sommer der Freiburger Herder-Verlag für einen, so munkelt man, niedrigen dreistelligen Millionenbetrag die Mehrheit an Deutschlands größter Buchhandelsgruppe Thalia mit ihren über 280 Filialen erwarb, war für sie klar: die Digitalisierung hat das gedruckte Buch nicht totgekriegt. „Im Gegenteil: Beide existieren nebeneinander. Es gibt das gedruckte Buch ebenso wie das E-Book.“ Trotz Internet rangiert Lesen auf der Liste der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen auf Platz 14, berichtet cher

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PORTRAIT

Schubläden voller Buchstaben: Hier wird Futura noch in die Hand genommen und immer noch zum Prägen genutzt.

spitzbübischen Lächeln von der globalen Herausforderung erzählt, lässt sich der eine oder andere Stoßseufzer erahnen, der ihm damals beim Hantieren mit Wasserbad und Pinzette entfleucht sein dürfte. Gleichzeitig spürt man die Freude und die Leidenschaft, mit der sich der passionierte Handwerker Tag für Tag an seine Arbeit macht. „Das Schöne ist: Man ist immer gefordert. Man muss ständig präsent, immer dabei sein. Routine gibt es so gut wie nie.“ Verena Link pflichtet ihrem Kollegen, mit Seite an Seite arbeiten Verena Link und Andreas dem sie Anfang des Jahres ihren ehemaHoch seit mehr als 30 Jahren zusammen. ligen Ausbildungsbetrieb vom früherem Chef Stephan Bock übernahm, einhellig bei: „Die Vielfalt ist es, die ich an meinem Beruf Schübe voller Bleilettern werden nach wie vor so mag. Dass man Handwerker ist, mit den genutzt . „Was uns hält, ist die Reparatur und Händen arbeitet, und trotzdem Kundenkondas Erhalten vorhandener Dinge, die die Leute takt hat.“ Andreas Thoma ergänzt: „Es sind nicht missen wollen. Gerade die Bücher, die einfach immer Geschichten dahinter.“ einen irgendwann im Leben geprägt haben und Verena Link und Andreas Thoma sind ein wo es den Besitzern in der Seele weh täte, wenn mehr als eingespieltes Team, das ist deutsie wegkommen würden.“ Ob das nun die Falich zu spüren. Beide eint die Liebe zum milienchronik ist, die für die Verwandtschaft gedruckten Wort, beide verbindet das fast vervielfältigt werden soll, das Fotoalbum mit 30-jährige berufliche Miteinander den Familienbildern aus den Sechzigern oder in der Werkstatt. Und beide die 1939 von Tante Gretchen und Onkel Fritz zu haben jeweils ihr spezielles Weihnachten verschenkte und seither schwer Fachgebiet, mit dem sie im liebgehabte Ausgabe von „Zu viert um die Welt“ Erdgeschoss des großen – Verena Link und Andreas Thoma möbeln so rosafarbenen Hauses in ziemlich alles wieder auf, was irgendetwas mit der Günterstalstraße 40 Papier oder Buchstaben zu tun hat. zugange sind. Andreas Selbst wenn sie nicht auf Papier, sondern Gewaltige Maschinen, wie diese Presse, befinden sich in der WerkThoma kümmert sich hinter Glas zu finden sind: „Mein kniffligster statt der Buchbinderei Bock und vor allem um kniffFall war ein kaputter historischer Glasglobus, werden hier nach wie vor genutzt. lige Einzelfälle wie den jemand vorbeigebracht hat“, erinnert sich Glasgloben oder Andreas Thoma. „Zum Glück war die Papierauch Stuck-Bilderrahmen, um neue flagge noch einigermaßen intakt. Wir haben dann tatsächlich Bucheinbände in Leinen, Halbleijemanden gefunden, der noch Glaskörper herstellt. Anschlienen, Leder oder Pergament, aber ßend haben wir die Landkarte im Wasserbad von den Scherben auch um die richtige Platzierung abgelöst und später segmentweise auf den neuen Glaskörper von Kunstwerken in Passepartouts aufgetragen. Die Herausforderung lag darin, nachher alles und Bilderrahmen. Verena Link hingewieder übereinander lappen zu lassen, wie es vorher gewesen gen ist „im Bereich Partie zu Hause“: Sie fräst war... die ganzen Namen und Landesgrenzen sollten ja wieder Fachzeitschriften in Form, um daraus mehr oder stimmen.“ Als der schlanke Mann mit seinem feinen, ein wenig ©Foto: Barbara Breitsprecher

©Foto: Barbara Breitsprecher

©Foto: Barbara Breitsprecher

der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, und genau diese Passion sichert auch die Existenzen von Verena Link und ihrem Kollegen Andreas Thoma. Die beiden, die in der Buchbinderei Bock – damals noch in der Salzstraße – ihre Lehre absolviert und seit Jahrzehnten miteinander in diesem Betrieb arbeiten, lieben ihren Beruf. Und haben gelernt, sich auf die Veränderungen in ihrem Gewerbe, das jahrhundertelang ein traditionelles war, einzustellen. Die alten, teilweise über 100 Jahre alten Arbeitsgerät, wie etwa die Maschine zur Fadenheftung, die massiven Pressen oder die

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©Fotos: Barbara Breitsprecher

©Foto: Barbara Breitsprecher

weniger handliche Nachschlagewerke zu machen, bindet für Musiker kopierte Noten so, dass sie in Buchform auf dem Notenständer stehen und nicht als Einzelblatt durch den Konzertraum fliegen oder prägt Einbanddecken für Speisekarten. „Die Kundschaft ist bunt gemischt. Es gibt Leute, die beruflich mit Büchern zu tun haben, ebenso wie Buchliebhaber, die ihre alten Stücke retten wollen. Gerade haben wir so eine Welle, dass alte Bilderbücher, die man selbst einmal hatte, gebunden werden, um sie an die Kinder weiterzugeben. Oder auch Kochbücher.“ Aus dem Regal zieht sie ein schmales graues Bändchen mit Tiefprägung auf dem Deckel. „Das hier hat uns ein Professor gebracht, der einen Teil seiner Vorträge binden lassen wollte. Wir haben 150 Exemplare bei einer Druckerei drucken lassen, die Decken gefertigt, eine schöne Prägung angebracht – das ist ein wunderschöner Auftrag“, schwärmt Verena Link. Der gar nicht so teuer sei wie landläufig gedacht, ergänzt ihr Kollege. „Viele denken immer, dass unsere Handarbeit unbezahlbar sei. Aber das stimmt im Verhältnis gesehen nicht. Der Preis bei dieser Auflage liegt bei etwas über 20 Euro pro Exemplar.“ Was – wenn man den Aufwand und die Hingabe betrachtet, mit der die besonderen Büchlein entstehen, nicht mehr als angemessen ist. Für Verena Link ist klar: „Die Liebe zum Detail und die Tatsache, dass wir ganz flexibel sind, ist unser großer Vorteil: Wir können auf die Wünsche der Kunden eingehen. Bei Massenproduktion können wir preislich nicht mithalten – aber bei individuellen Wünschen sind wir dabei. Es gibt weniges, bei dem wir wirklich sagen: ‚Das ist unmöglich.’ Das meiste lässt sich machen.“ In der Wiehre, sagt Verena Link, lebten viele Künstler, die auf Qualität Wert legen, viele Bücherfreunde, die ihre Schätze nicht einfach achtlos entsorgen wollen. Und gerne kommen die Menschen auch einfach nur zum Das Meiste ist Handarbeit, etwa das Stöbern vorbei, denn Anpappen mit Leim. neben den reinen ReAber auch die über staurierungsarbeiten 100 Jahre alte Maschibietet die Buchbinderei ne zur Fadenheftung Bock auch alle Arten ist noch in Betrieb. von Papier- und Kartonprodukten, die die Lust am Schreiben intensivieren: Leerbücher, Kladden, Visitenkartenhalter, Schmuck-Kassetten. Verena Link bindet sich derweil wieder ihre blaue Schürze um: „Ich werde jetzt mal anpapAnnette Christine Hoch pen.“

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D R AU S S E N

Win-Win-Situation Der Schwarzwaldverein verlegt regionalen Wanderweg zwischen Bergstation Schauinsland und dem Kohlerhau über den Stäpfelefelsen, um Konflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern zu entschärfen.

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©Foto: Schwarzwaldverein

Der Schwarzwaldverein verlegt deshalb den Wegverlauf zwischen der Bergstation Schauinsland und dem Kohlerhau auf eine alternative Strecke, die bislang als örtlicher Wanderweg mit der gelben Raute markiert war. Die neue Wegführung über den Stäpfelefelsen ist landschaftlich attraktiver, allerdings auch etwa einen Kilometer länger. Die Kosten für die Ummarkierung trägt die Stadt Freiburg. Da die Wanderwege des Schwarzwaldvereins

©Foto: Schwarzwaldverein

er Schwarzwaldverein verlegt in Abstimmung mit dem Forstamt und dem Mountainbikeverein Freiburg ein Stück seines regionalen Wanderweges. Seit beim Kybfelsen eine Mountainbikeabfahrt eingerichtet wurde, nutzen immer mehr Radfahrer den mit blauer Raute markierten Wanderweg, der zum Teil als schmaler Pfad vom Schauinsland zum Kybfelsen führt, als Zufahrt zum Canadian Trail.

in netzartiger Struktur verbunden sind, müssen nun auf zahlreichen Schildern die Entfernungsangabe und Ziele angepasst werden müssen. Für den Schwarzwaldverein ist die Maßnahme trotz der anfallenden Mehrarbeit eine Win-Win-Situation. „Durch die Umlegung gewinnt der regionale Wanderweg an Attraktivität, da er nun an der Westseite des Schauinsland herrliche Aussichten ins Rheintal bietet“, ist sich auch Bezirkswegewart Lothar Pforte sicher, der die Ummarkierung am Schauinsland mit seinen Helfern koordinierte. „Wichtig ist uns aber auch, das Konfliktpotential zwischen Wanderern und Mountainbikern durch die teilweise getrennte Wegführung zu entschärfen“. Der Schwarzwaldverein ist Mitträger der Toleranzkampagne „Gemeinsam Natur erleben“, die sich für ein gutes Verhältnis zwischen Wanderern und Mountainbikern sowie gegenseitige Rücksichtnahme stark macht.

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D R AU S S E N

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Es gab schon in vorchristlichen Zeiten eine Wegverbindung durch den Südschwarzwald. Sie verband den Oberlauf der Donau mit dem Hochrhein. Teile dieses Weges lassen sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Seine Blütezeit hatte die Verbindung im ersten und zweiten vorchristlichen Jahrtausend, in der Bronze- und Eisenzeit. Soweit die geschichtliche Herleitung des »Hotzenweges«, die der Journalist und Historiker Roland Weis bereits in seinem Buch „Magisch – Mystisch – Megalithisch“ beschreibt. Jetzt belegt er die Annahme: Zu Fuß macht er

Sagen und lokale Überlieferungen lassen sich unmittelbar im Gelände auffinden. Überwachsene Trassen, geheimnisvolle Hohlwege, rätselhafte Straßenkörper, Steinbauten, Mauern, Landschaftsmarken und immer wieder künstliche Wegweiser aus Fels und Stein markieren den Wegverlauf. In insgesamt 21 Etappen stellt Roland Weis diesen knapp 100 Kilometer umfassenden »Hotzenweg« vor. Er

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t hge augebie Eine frü ins Don in e h r ch vom Ho sich auf Spurensuche und schreitet den vermuteten Weg durch den Südschwarzwald Kilometer für Kilometer ab. Dabei bringt er verschüttetes Wissen ans Licht. Orts- und Flurnamen,

beginnt bei der Rheinfurt in Wallbach bei Säckingen, steigt auf in den Hotzenwald, bis nach Dachsberg, quert das Albtal bei St. Blasien und passiert am Schluchsee eine Passhöhe.

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ann man das machen, eine Stadt auf eine Sehenswürdigkeit reduzieren, derentwegen man diesen Ort unbedingt besuchen sollte? Umgekehrt gefragt: Ist nicht jeder Reiseführer eine solche Ansammlung von Attraktionen? Und ist da nicht viel mehr, was eine Stadt darüber hinaus zu bieten hat? Deshalb wollen wir es also wagen. Diese Rubrik gehört der einen Einmaligkeit, derentwegen man unbedingt reisen sollte. Am Anfang stand eine Vision. Wohin könnte sich eine Mega-Stadt wie London mit achteinhalb Millionen Einwohnern baulich entwickeln? Für den britischen Immobilienmakler Irvine Sellar war klar: vertikal musste die zukünftige Architektur der Stadt aussehen. Er kam mit seiner Idee zum italienischen Stararchitekten Renzo Piano. Die beiden trafen sich im Jahr 2000 zu einem Essen in Berlin. Doch der Italiener erteilte dem Briten erst einmal eine glatte Abfuhr. Er hasse hohe Gebäude, erklärte er, sie seien arrogant, aggressiv und wie Festungen. Doch dann besah er sich die Fotos, die Irvine Sellar mitgebracht hatte, genauer. Die Eisenbahnlinie und der Schwung der Themse beflügelten seine Phantasie, schnell

zeichnete er eine Skizze auf seine Speisekarte. Es war der erste Entwurf von The Shard. Wenn er diese Skizze signieren würde, versprach ihm Irvine Sellar, dann würde er mit ihm zusammen diesen Turm bauen. Es sollten zwölf Jahre vergehen, bis The Shard schließlich eingeweiht wurde. Dazwischen lag die Finanzkrise von 2007, wo sämtliche Investoren dieses gigantischen Bauprojekts absprangen. Erst als der Staat Katar als Partner ins Spiel kam, gingen die Arbeiten los. 310 Meter hoch ist The Shard, „Die Scherbe“, der Wolkenkratzer überragt alles in London. In Sekundenschnelle rast der Aufzug ins 68. Stockwerk hoch. Es gibt Restaurants, Büros, Luxuswohnungen und eine allgemein zugängliche Toilette mit Fenstern bis zum Boden. Zwei mit Grasteppichen ausgelegte Stockwerke sind für die Öffentlichkeit. Hier kann man sich mit einem Pint Bier in der Hand direkt vor die riesigen Glasscheiben setzen: Das London dort unten gleicht einer Miniaturlandschaft. Der Tower ist eine Spielzeugfestung, das London Eye das Riesenrad einer kleinen Kirmes. Ganz oben öffnet sich das Gebäude frei zum Himmel, man spürt ein wenig den Wind, während man da Barbara Breitsprecher Auf 310 Meter erhebt sich der komplett verglaste, pyramidenförmige Wolkenkratzer The Shard im Londoner Stadtteil Southwark, unweit der London Bridge. 72 Stockwerke sind begehbar. Fotos: Barbara Breitsprecher

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Greenmotions Filmfestival

Drittes internationales Greenmotions Filmfestival 11.-13. November im Kommunalen Kino Freiburg

Wiedereröffnungskonzert

der Christuskirche Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“

Endlich wird die Christuskirche Freiburg nicht nur als sakraler Gottesdienstraum, sondern auch als gefragter Konzertraum wieder eröffnet. Die 16-monatige Umbauzeit ist vorbei – ein Ereignis, das mit einer musikreichen Festwoche gebührend gefeiert wird. Den Auftakt bildet das vielleicht bekannteste Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Komposition eine religiös-musikalische Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben darstellt. Der „Elias“ schildert das Leben und die Geschichte des Propheten mit dramatischen Chören und bewegenden Arien. Neben den hochkarätigen Solisten – Meike Leluschko (Sopran), Sibylle Kamphues (Mezzosopran), Florian Cramer (Tenor), Manfred Bittner (Bass) – musiziert ein Kammerorchester unter der Leitung von Gottfried von der Goltz mit historisch gebauten Instrumenten ganz nah am originalen Klang der frühromantischen Zeit. Auch die Jugendkantorei der Christuskirche wirkt in der Rolle als Engelschar auf der neu gestalteten Chorraum-Empore der Christuskirche mit. Die Gesamtleitung hat die Freiburger Evangelische Bezirkskantorin Hae-Kyung Jung. n Samstag, 19. November, 19 Uhr sowie Sonntag, 20. November, 17 Uhr, Christuskirche Freiburg (Stadtteil Wiehre), Eintrittskarten ab 12 bis 25 Euro über www.christuskantorei. de oder direkt im Evang. Stadtkantorat, Tel.: 0761/ 70 789 321. www.christuskantorei.de

Dokumentarfilme aus aller Welt und Kurzfilmwettbewerb zu Umwelt und Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energiewende und Ernährung. Am Wochenende vom 11. – 13. November findet in Freiburg das dritte internationale Greenmotions Filmfestival statt. Im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof in der Urachstrasse werden zu Umwelt und Nachhaltigkeit 14 ausgewählte aktuelle Dokumentarfilme aus aller Welt vorgeführt. Das Festival eröffnet am Freitag um 17 Uhr mit dem englischsprachigen Film „Normal is over“ von Renée Scheltema. Ab 19 Uhr wird der Klima-Aktionsfilm „Beyond the Red Lines – Systemwandel statt Klimawandel“ des Freiburger Medienkollektivs cine rebelde aufgeführt. Nach den Filmvorführungen findet ab 22 Uhr eine Fahrraddisko im Jós Fritz Café statt: Radfahrende Partygäste liefern den Strom für die Musikanlage. Erstmals präsentiert das Festival am Abend des 12. und 13. November Filme zum Thema „Fluchtgrund Klimawandel“ und wird einen Preis zu diesem Thema vergeben. Am Sonntag startet das Programm mit einem Fahrradkino um 11 Uhr im Waldhaus, Wonnhaldestr. 6. Die Zuschauerinnen und Zuschauer treten in die Pedale um den Film „Power to Change - die Energierebellion“ zu sehen. Um 13.30 Uhr wird das Programm im Kommunalen Kino fortgesetzt. Im Anschluss zu jeder Filmvorführung kommen Regisseure zu Wort. Am Sonntagabend, 13. November, um 19 Uhr findet der internationale Kurzfilmwettbewerb des Festivals mit anschließender Preisverleihung statt. Der deutschsprachige 94-Minuten-Film „Passion for Planet“ des Freiburger Regisseurs Werner Schuessler, der am Sonntag um 15.30 Uhr gezeigt wird, eignet sich auch für Kinder. 10 Jahre Schuhwerk 10 % bis Ende März

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TIPPS

Theater

Theater

Frühstück im Regency

Pinguine können keinen Käsekuchen backen

Ein Stück von Milton Matz Das Ensemble des Theater >K< spielt ein deutsch - jüdisches Theaterstück unter Leitung und Regie von Christine Kallfaß. Es erzählt das Schicksal einer Jüdin, die 1941 als junges Mädchen aus Freiburg mit ihrer Familie in die USA fliehen konnte, aber ihre geliebte Großmutter zurücklassen musste. Der Schmerz und die Trennung verfolgt sie ein Leben lang. 2009 hatte die wahre Geschichte in Freiburg als Koproduktion mit der Geschichtswerkstatt der ­Lessing Realschule Premiere als Welturaufführung und löste Betroffenheit, aber auch Bewegung und Begegnung aus. Zwischen Zuschauerraum und Bühne wird die Bedeutung und Vernetzung von Heute und Damals zusätzlich durch das Theaterstück deutlich wahrnehmbar. Die Vernetzung von Vergangenem und Gegenwärtigem ist spürbar, die Geschichte und Historie zeigt Wirkung. Das Theaterstück wurde seitdem in Synagogen, Kirchen, Theatern und Schulen aufgeführt. In der aktuellen Aufführung in der Friedenskirche spielen: Elisabeth Kreßler, Falk Döhler, Mirko Kurczynski, Guilia Arteman, Nicole Djanji, Julia Binneweiß, Gregor Marstaller und Christine Kallfaß.

Im SpielRaum gibt es eine Premiere von Ulrich Hub Ein Theaterstück für fünf SpielerInnen: zwei süße Pinguine, ein vorwitziges Huhn, einen leibhaftigen Staubsauger und ein extrem kurzsichtiger Maulwurf. Ein Theatervergnügen nicht nur für Kinder ab 7 Jahren, sondern auch für alle anderen Leichtverführbaren, die das Leben nicht ganz so ernst nehmen.

n Premiere von „Pinguine können keinen Käsekuchen backen“ am Freitag, 11. November, 20 Uhr. Weitere Vorstellungen: Sa., 12. November, 20 Uhr So., 13. November, 16 Uhr (Familienvorstellung) Fr., 25. November, 20 Uhr Sa., 26. November, 20 Uhr So., 27. November, 16 Uhr (Familienvorstellung) Fr., 16. Dezember, 20 Uhr Sa., 17. Dezember, 20 Uhr So., 18. Dezember, 12.30 Uhr (Familienvorstellung)

PINGUEINNE

KONN N KEINE CHEN KASEKU BACKEN h Hub

von Ulric

Premiere: Fr, 11. Nov. 20 Uhr Dauer: ca. 70 Minuten Sa, 12. Nov. 20 Uhr Eintritt: 13 /9 Euro (für alle So, 13. Nov. 16 Uhr SpielleiterInnen & StudenFr, 25. Nov. 20 Uhr Sa, 26. Nov. 20 Uhr ten) / 6 Euro (für Kinder bis So, 27. Nov. 16 Uhr Fr, 16. Dez. 20 Uhr zwölf Jahren) Sa, 17. Dez. 20 Uhr So, 18. Dez. 12.30 Uhr

Karten zu allen Vorstellungen können ab sofort reserviert werden unter: spielraumtheater@ t-online.de oder unter Tel.: 0761/ 286305

n Theater >K<, „Frühstück im Regency“, Dienstag, 29. November, 10 Uhr, für Schulklassen mit Voranmeldung und Vorbereitung, Anmeldung über: christine.kallfass@gmx.net oder Tel. 0174-9693423; Dienstag, 29. November, 19 Uhr, Vorstellung für alle, Tickets: 14/10 Euro, Reservierungen, s. oben, Friedenskirche Freiburg, Hirzbergstraße 1

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Coffee to go in Togo Markus Maria Weber hat sich allein mit dem Rad auf den Weg gemacht – durch 26 Länder, auf über 14.000 Kilometer. Ein Auszug aus dem Buch:

E

s war ein frostiger Montagmorgen im November. Die Sonne war gerade aufgegangen und badete die kühlen grauen Betonsäulen des Düsseldorfer Hauptbahnhofs in einem warmen orangen Licht. Die krächzende Durchsage kündigte den mir bekannten Zug an: ICE 527 Wetterstein von Dortmund nach Nürnberg. Den Fahrplan kannte ich auswendig, der ICE fuhr die schnelle Strecke, hielt nur in Köln Messe/Deutz und Frankfurt Flughafen. In einer Stunde und dreißig Minuten würde ich am Frankfurter Hauptbahnhof aussteigen und mich in den wartenden schwarzen A8 setzen, der mich zu einem Frankfurter Geldinstitut fuhr. Kurz nach neun würde ich die Bank betreten, freundlich lächelnd die ersten Hände der drängelnden Kunden und Kollegen schütteln, und meine Arbeitswoche würde beginnen. Sie würde beginnen mit dem Hochfahren meines Rechners und dem Lesen meiner E-Mails. Mit den immer gleichen, sinnfreien Meetings und mit immer neuen, fantastischen Wünschen der Kunden. Wenn ich Glück hätte, würden die monotonen Tätigkeiten aufgehellt werden durch einen cholerischen Wutanfall des Projektleiters oder ein belangloses Bundesliga-Streitgespräch mit den Kollegen in der Kaffeeküche. Hoffentlich war die Woche bald zu Ende, dachte ich. Mit einem lauten Quietschen fuhr der ICE ein, und zusammen mit einer Schar junger Männer und Frauen in dunklen Anzügen und strengen

Kostümen nahm ich neben der Zugtür Aufstellung. Am Nebeneingang drängelte sich ein bärtiger, aufgedunsener Mann grob ins Innere. Mit bayrischem Akzent forderte er eine ältere, in orangene Leinenhosen gehüllte Dame auf, ihm Platz zu machen. Dann verschwand er brummend hinter seinem dicken Rollkoffer im überfüllten Wagen der zweiten Klasse. Ich folgte dem steten Strom aus dunklen Anzügen und Kostümen in den ruhigen Bereich der ersten Klasse. Hier gab es keinen wild gestikulierenden bayrischen Rüpel und keine in Esoterikfarben gekleideten Damen. Hier gab es nur adrette, junge Menschen, in dunkler, tailliert geschnittener Businesskleidung. Wie ein Schwarm fleißig dienender Ameisen bewegten sie sich stetig und unauffällig vorwärts. Jede Ameise hielt in der rechten Hand den Griff eines schwarzen Rollkoffers, auf dem eine schmale Laptoptasche befestigt war, in der linken Hand einen Kaffeebecher. Einheitlich verstauten sie die Köfferchen über den Sitzen und nahmen Platz. Ich blickte in die gestressten Gesichter der Berufspendlerkollegen, bei denen sich bereits jetzt die Sorgenfalten der Arbeitswoche auf der Stirn abzeichneten. Einige der Gesichter waren mir sehr vertraut. Man begegnete sich, kannte sich aber nicht. Der ICE setzte sich in Bewegung und die Ameisen verschwanden hinter grauen Zeitungen oder begannen ihre ersten Telefonkonferenzen. Hier und da ertönte der bekannte WindowsDreiklang, wenn eine Ameise ihren Rech-

Radfahren nach Afrika Markus Maria Weber war Unternehmensberater und immer beruflich unterwegs, ales er beschloss auszubrechen. Der Freiburger, der inzwischen in London lebt, beschloss mit dem Fahrrad nach Afrika zu fahren. Ganz alleine, ein Jahr lang, 14.037 Kilometer weit, 26 Länder durchquerend. Hinterher war nichts mehr wie zuvor. Alles ist besser.

©Barbara Breitsprecher

Markus Maria Weber

» Kaffee war das Einzige,

was mir an diesem frühen

Morgen zwischen Telefonkonferenzen und Smart­ phones vernünftig erschien.“

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ner hochfuhr. An diesem Morgen hatte ich bereits nach wenigen Minuten genug von all dem. Ich faltete die Süddeutsche zusammen, steckte sie in das blaue Gepäcknetz vor meinen Knien und begann, meine Ameisenkollegen näher zu betrachten. An dem weißen Pappbecher des Mannes neben mir blieb mein Blick hängen. Kaffee war das Einzige, was mir an diesem frühen Montagmorgen zwischen Powerpointfolien, Telefonkonferenzen und Smartphones vernünftig erschien. Leseprobe aus: Markus Maria Weber, Ein Coffee to go in Togo, Conbook Verlag, ISBN 978-3-95889-138-


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