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Oktober 2016

DAS STADTTEILMAGAZIN DER ZEITUNG AM SAMSTAG

Sandra Megahed

Integrations­lotsin für Firmen und Flüchtlinge Freiburger Straßenschule

Obdachlosen jungen Menschen eine Chance geben Elisabeth Utz und Ingrid Kühbacher

Zwei, die mit dem Alten Friedhof eng verbunden sind

Der Körper weiß mehr… …als wir denken: Nasrin Abdullah schult in ihrer Praxis das Körperbewusstsein


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m 8. November wird in den USA ein neuer Präsident oder – erstmals – eine Präsidentin gewählt. Jede politische Wahl – auch bei uns – ist mit viel Geklapper, Show und plakativen Sprüchen verbunden. Die Oberflächlichkeit aber, mit der in den USA Wahlkampf gemacht wird, macht fassungslos. Schlüpfrige Anmache statt fundiertem Wissen, persönliches Mobbing statt visionärem Scharfblick. Lautes Geplänkel und belanglose oder widerliche Enthüllungen bestimmen den Kurs, den die Weltmacht künftig einschlagen wird. Und die eigentliche Macht, die diese Kandidaten überhaupt ins finale Rennen ums US-Präsidentschaftsamt gehievt hat, ist einmal mehr das Geld. Wie wohltuend und effizient zeichnet sich dagegen die leise Hintergrundarbeit aus, die jemand wie Sandra Megahed leistet. Sie ist Freiburgs erste Integrationslotsin bei Südwestmetall und berät Firmen, die Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden wollen. Wir stellen sie und ihre Arbeit vor. Und auch die Freiburger Straßenschule zeigt Tatkraft und Engagement, verbunden mit Geduld und ganz viel Toleranz. Jürgen Blumenberg ist einer der Gründer des Vereins, der sich jungen Obdachlosen widmet und ihnen hilft, in der Gesellschaft neu Fuß zu fassen. Jürgen Blumenberg hat wunderbare Gedanken und wir widmen ihm hier ein Porträt. Es sind diese Menschen, die uns beeindrucken, die im Hintergrund so viel Wertvolles leisten, ohne protziges Gehabe, ohne rüdes Geschrei und ohne manipulative Attacken. Eine anregende Lektüre wünscht Barbara Breitsprecher Chefredakteurin

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HERDERN-MAGAZIN

Inhaltsverzeichnis Portrait:

Schulsozialarbeiter:

Sandra Megahed ist Integrationslotsin bei Südwestmetall Seite 7

Interview mit Michael Keilbach Seite 28

Chemie-Projekt:

Freiburger Straßenschule:

Am Droste-Hülshoff-Gymnasium wird Vitamin C untersucht Seite 30

Auch in Herdern sollen Straßenschilder geändert werden Seite 17

Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet

Panoramahotel:

Engagement:

Amica e.V. setzt sich für Kriegsopfer ein und bietet einen Workshop für Helfer an. Seite 18

Alle Renovierungsarbeiten sind jetzt abgeschlossen Seite 35

Weg:

Gespräch: Elisabeth Utz und Ingrid Kühbacher sind dem Alten Friedhof eng verbunden Seite 36

Die neue Reiseseite. Diesmal: The Shard in London Seite 23

Tipps:

Kinderseiten:

Veranstaltungen & Termine Seite 43

Neue Bücher, die Lust auf Lesen machen Seite 26

Abdruck: Markus Maria Webers Buch, „Ein Coffee to go in Togo“ Seite 46

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Wandern, Bergsteigen, Waldluft schnuppern: Hauptsache raus! Seite 32

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Chefredakteurin: Barbara Breitsprecher (visdp) Tel. 0174-16 37 446 e-mail: redaktion@zas-freiburg.de

©Foto: Freiburger Stadtbau

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Jürgen Blumenberg setzt sich für junge Obdachlose in Freiburg ein Seite12

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6 | Freiburg Herdern Stadtteilmagazin

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©Foto: Barbara Breitsprecher

Titelfoto: Barbara Breitsprecher

Die Chiropraktikerin Nasrin Abdullah ist überzeugt: das Zentrale Nervensystem entscheidet über unser Wohlbefinden Fürs sogenannte Rennwegdreieck plant die Freiburger Stadtbau einen Klinkerbau mit und unsere Leistungsfähigkeit Loggias, der Ende 2018 fertig sein soll


©Foto: Barbara Breitsprecher

PORTRAIT

Integrationslotsin Schnittstelle für Firmen und Flüchtlinge Sandra Megahed ist Freiburgs erste Integrationslotsin. Sie berät Firmen, die Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden möchten. Dabei setzt sie auch auf ehrenamtliche „Job-Paten“, mit denen sie eng zusammen arbeitet. Wenn man Sandra Megahed besuchen möchte, steht man erst einmal vor einem vergittert und abweisend wirkenden Bau. Die Integrationslotsin hat ihr Büro in der Lerchenstraße 6, im Bau von Südwestmetall. Ihr Arbeitgeber ist BBQ, die Berufliche Bildungs GmbH, eine Tochtergesellschaft von Südwestmetall. Stephan Wilcken, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirks-

gruppe Freiburg erklärt den zugeknöpften Charakter des Hauses mit den höchst vertraulichen Unterlagen, die oftmals bei dem Arbeitgeberverband einliegen. Im Innern präsentiert das Verbandshaus dann einen ganz anderen Charakter: offen, transparent und hell. Sandra Megahed ist eine von fünf neuen Integrationslotsen in Baden-Württemberg. Sie hat eine Vollzeitstelle und betreut zwei Bezirksgruppen: Freiburg und Karlsruhe. Wenn beispielsweise eine Firma auf sie zukommt, die bereit wäre ein bis zwei Flüchtlinge auszubilden, dann klärt sie, wie es rechtlich dafür aussieht. Sie informiert, wie lange ein Flüchtling bleiben kann und ob die Gefahr besteht, dass er während der Ausbildungszeit abgeschoben 

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werden kann. Sie prüft auch welche Vorbildung etwaige Kandidaten haben und ob es nicht vielleicht sinnvoller ist, einem solchen Flüchtling zunächst einmal ein Praktikum anzubieten. Entscheidend sind dabei immer die Sprachkenntnisse und die Motivation der Flüchtlinge. Ihrer Erfahrung nach weisen besonders Syrer oft eine hohe Qualifikation auf. Die Bundesregierung hat die Länder, aus denen Flüchtlinge zu uns kommen, in Kategorien aufgeteilt. Flüchtlinge aus sogenannten A-Ländern wie Syrien, Iran, Eritrea und Somalia dürfen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in Deutschland bleiben. Warum der Iran zu dieser Kategorie gehört, erklärt Sandra Megahed so: Dort steht auf „Glaubensabfall“ die Todesstrafe, konvertierte Christen müssen deshalb um ihr Leben bangen. Gleichzeitig

Ansichtssache

die C-Länder, zu denen Afghanistan, Dirk Meissner Gambia, Nigeria, Pakistan (2013) und Nordafrika gehören. Für Flüchtlinge die von dort kommen stehen die Chancen für eine Asyl-Anerkennung relativ schlecht, es sei denn, sie können nachweisen, dass sie in ihrer Heimat existenziell bedroht werden wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft Sandra Megahed

Sich in andere Kulturen einfühlen

©Foto: highwaystarz - Fotolia, BBQ gGmbH

Sandra Megaheds Vater stammt aus dem Iran, die Mutter ist Deutsche. Sie ist in Baden-Baden, Freiburg und Teheran aufgewachsen. Sie spricht Persisch und Arabisch und hat Islamwissenschaften, Soziologie sowie Romanistik studiert, teilweise auch im Iran. Nach wie vor arbeitet sie auch als vereidigte Dolmetscherin für Persisch am Gericht. Bevor sie Integrationslotsin wurde, war sie als Projektmanagerin für das Deutsche Rote Kreuz in Freiburg tätig und zuständig für die Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkünfte. Dort war sie für Gesundheits- und Präventionsprojekte zuständig.

Ankunftsnachweis

1. Tag in der BRD

Datum Asylantrag

Aufenthaltsgestattung

Einreise in die BRD ohne Visum

ist Afghanistan aus der Kategorie A herausgefallen, was Sandra Megahed nicht nachvollziehen kann. Die sogenannten B-Länder, wie die Balkanländer, Ghana und Senegal gelten der Bundesregierung als „sichere“ Herkunftsländer, weshalb die Flüchtlinge von dort nur geringe Chancen für ein Bleiberecht in Deutschland haben. Und dann gibt es noch

positiver BAMFBescheid

oder Religion. Aber auch wer kein Asyl bekommt, wird in der Regel zunächst einmal geduldet, das heißt, er kann erst einmal in Deutschland bleiben und wird nicht gleich abgeschoben. Für geduldete Flüchtlinge erhöht sich die Chance weiterhin bleiben zu können, wenn sie hier eine Ausbildung machen. Dann können sie nach acht Jahren auch ein Bleiberecht beantragen,

Aufenthaltserlaubnis

Niederlassungserlaubnis oder Daueraufenthalt-EU

Einbürgerung

Ausbildung/Fachkräfte integrierte Jugendliche Bleiberechtsregelung Härtefallkommission

negativer BAMFBescheid

ca. 6 Monate oder länger (Klagemöglichkeit)

Aussetzung der Abschiebung (Duldung)

div. Möglichkeiten nach einigen Jahren + weitere Voraussetzungen

freiwillige Ausreise oder Abschiebung

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Sandra Megahed, deren Vater aus dem Iran stammt und die selbst zwei Jahre lang in Teheran studiert hat, ist nach wie vor alle zwei bis drei Jahre zu Besuch im Iran. Dieses Land begeistert sie immer wieder, gerade auch die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen dort. Ihrer Erfahrung nach suchen sich gerade die Jüngeren Nischen für ihre Freiheit. Im privaten Bereich leben sie meist wie sie wollen, die strengen Gesetze gelten vor allem im öffentlichen Raum. So ist Frauen im Iran beispielsweise das Fahrradfahren verboten. Aber es gibt inzwischen Parkanlagen, die wie Fitnessanlagen ausgelegt sind und in denen die jungen Frauen begeistert Rad fahren. Und auch die vorgeschriebene Kopfbedeckung wird recht lax ausgelegt, meist liegt den in der Regel stark geschminkten Frauen das Tuch locker auf dem Kopf und die Haare quellen darunter hervor. Sandra Megahed hat auch tiefere Einblicke in das ägyptische Leben gewinnen können und dabei ist ihr der große Unterschied aufgefallen: Dort wird das Repressive der Religion von unten her gelebt, die Menschen kontrollieren sich gegenseitig. Im Iran dagegen werden die Vorschriften von oben aufoktroyiert und der Großteil der jungen Bevölkerung – zumal in den Städten – versucht diese zu umgehen oder sich damit so gut es geht zu arrangieren. Im Privaten aber werden diese Beschränkungen fallen gelassen, da wird dann getanzt und Musik gemacht und die Kopftücher fallen. Barbara Breitsprecher

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wenn sie eine eigene Familie haben sogar schon nach sechs Jahren. Entscheidend in jeder Hinsicht ist, dass die Flüchtlinge bereit sind Deutsch zu lernen. Deshalb schaut Sandra Megahed als erstes, ob die Sprachkenntnisse potenzieller Azubis ausreichen, damit diese auch die Berufsschule meistern können. Weil sie weiß, wie wichtig der persönliche Kontakt ist, sucht sie stets nach „Job-Paten“, die dann eng mit ihr zusammen arbeiten. „Das Ehrenamt ist zentral für nachhaltige Integration“, ist Sandra Megahed überzeugt. Solche „Job-Paten“ können beispielsweise Rentner sein oder andere Menschen, die ein bisschen Zeit haben, die dann wiederum die Ansprechpartner für Flüchtlinge sind, wenn es um Fragen der Ausbildung geht.

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Rennwegdreieck

Klinkerstein mit Loggia Den Siegerentwurf für die Bebauung des Rennwegdreiecks liefert das Basler Architekturbüro Bachelard Wagner. Ende 2018 soll das Gebäude fertig sein.

Der Entwurf des Schweizer Architekturbüros Bachelard Wagner für eine Bebauung am Rennweg wurde als Siegerentwurf ausgewählt. Fotos: Freiburger Stadtbau

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uf der bisher ungenutzten städtischen Freifläche wird die Freiburger Stadtbau (SFSB) im sogenannten Rennwegdreieck rund 50 neue Mietwohnungen errichten. Die sich dort befindliche Fläche von 1.200 Quadratmetern eignet sich für eine Wohnbebauung mit einer Wohn- und Nutzfläche von insgesamt etwa 4.300 Quadratmetern. Der Entwurf des Schweizer Architekturbüros Bachelard Wagner wurde als Siegerentwurf ausgewählt. Es ist der erste Wettbewerbserfolg des Basler Büros in Deutschland. Um neuen innerstädtischen Wohnraum schaffen zu können, hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Freiburger Stadtbau zunächst im Rahmen einer Machbarkeitsstudie eine mögliche Bebauung des Kreuzungsbereichs Rennweg / Stefan-Meier-Straße im Stadtteil Herdern, an der Grenze zum Stadtteil Brühl-Beurbarung, untersucht. Die große Herausforderung für die Planer war der schwierige, dreieckige Zuschnitt des Grundstücks. Im Rahmen einer, mit dem Stadtplanungsamt vorbereiteten, Mehrfachbeauftragung haben sich fünf Architekturbüros aus Deutschland und der Schweiz mit kreativen Entwürfen um den Zuschlag der Planung beworben. Der Siegerentwurf stammt vom Büro „Bachelard Wagner“ aus Basel. Dessen Entwurf sieht einen markanten dreieckigen Baukörper mit gebrochenen Baukanten entlang der Stefan-Meier-Straße vor. Weitere Entwürfe wurden von den Büros „Steidle Architekten“ aus München, Lanz – Schwager Architekten“ aus Konstanz, „Melder & Binkert Architekten“

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Drei viel befahrene Straßen umschließen das Baugrundstück zwischen Rennweg und Stefan-Meier-Straße, das die Freiburger Stadtbau nun bebauen will.

aus Freiburg sowie von „Harter + Kanzler Architekten“ aus Freiburg eingereicht. Das Gebäude soll Ende 2018 fertig gestellt werden. Insgesamt wird die Freiburger Stadtbau voraussichtlich rund 10,7 Millionen Euro in das Projekt investieren. Überzeugt hat die Jury am Siegerentwurf aus Basel „die städtebauliche Präsenz, die gebäudeplanerische Qualität sowie die hohe Funktionalität des Entwurfs“. Das Gebäude sticht nicht nur durch seine Klinkerfassade, sondern auch durch eine konkave


B E B AU U N G

Faltung hervor. In die Lochfassade mit zweischaligen Klinkermauerwerk werden verglaste Erker integriert, die viel Licht in die Wohnungen lassen. Die starke materielle Präsenz des farblich changierenden Klinkers soll das Haus fest mit dem Boden verankern und der Stein dem Betrachter eine Bildfläche bieten. Im Erdgeschoss werden sich neben dem Eingangsbereich auch Gewerberäume mit rund 400 Quadratmetern Nutzfläche und Abstellmöglichkeiten für etwa 60 Fahrräder befinden. Die Wohnungen selbst sind in den oberen Geschossen angeordnet. Insgesamt wird das Gebäude acht Geschosse umfassen, alle Etagen werden über einen Aufzug barrierefrei erreichbar sein. Die voraussichtlich Dreiund Vier-Zimmer-Wohnungen verfügen über großzügige Loggien, welche durch eine bewegliche Faltverglasung auch im Winter genutzt Ralf Klausmann, Geschäftsführer werden können. Die groFreiburger Stadtbau ßen Glasflächen sorgen für eine gute Belichtung der Wohnräume und bieten einen Schallschutz bei natürlicher Belüftung. Die Loggia spielt eine zentrale Rolle für die Wohnqualität an dieser lärmexponierten Lage. Die einfache Verglasung und schallabsorbierenden Materialen der Loggieninnenseiten machen es möglich, in alle angrenzenden Zimmer die Außenluft und das gedämpfte Stadtgeräusch in die Wohnungen zu lassen. „Eine weitere Herausforderung stellt die Integration der baulich erforderlichen Stellplätze dar“, erklärt Ralf Klausmann, Geschäftsführer der Freiburger Stadtbau. „Wir müssen die begrenzten Platzverhältnisse berücksichtigen und ein umfangreiches Parkierungskonzept mit einer entsprechenden Anzahl an Parkplätzen erarbeiteten.“ Baubürgermeister Martin Haag ergänzt:„Ziel der Mehrfachbeauftragung war, an dieser Stelle ein Wohnungsbauprojekt zu entwickeln, das von Der dreieckige Zuschnitt des Grundhoher städtebaulicher Bestücks machte eine Planung zur Herdeutung für das Gebiet ausforderung. sein wird. Das Konzept des Büros Bachelard Wagner verbindet mit diesem Entwurf innerstädtisches Wohnen in hoher Qualität mit zusätzlichem Raum für Gewerbetreibende in anspruchsvoller Architektur.“ Das Basler Architekturbüro schlägt vor, die gegebenen Baumalleen stark in das Projekt mit einzubeziehen und die bestehenden Bäume weitestgehend zu übernehmen: „Das neue Haus ist kein Solitär, sondern wirkt zusammen mit den bestehenden Fluchten und Höhen der benachbarten Gebäude“. bb

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Schwerelos

behandeln bei Kniearthrose Schwerelostraining, Vibrationsmassagen und weitere physiotherapeutische Verfahren wirken schmerzhaften Muskelverhärtungen und Muskelschwund gezielt entgegen – und sichern so bei Knie-Arthrose Schmerzfreiheit und Beweglichkeit.

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Mit fortschreitender Arthrose steigt der Leidensdruck: Immer öfter werden Treppensteigen, Bergabgehen sowie das Aufrichten aus der Hocke sowie andere starke Belastungen im Kniegelenk zur Tortur. Dabei sind die Beschwerden im Kniegelenk vielfach nur das kleinere Übel. Die Schmerzen in der Muskulatur oberhalb des Kniegelenks sind häufig noch viel schmerzhafter als die Arthrose selbst. Sie werden ausgelöst durch Muskelverkrampfung als Reaktion auf die Arthrose und Bewegungsmangel. „Der Muskelschwund sowie die Verkürzung und zunehmende Verhärtung des Gewebes führen zu krampfartigen Schmerzen im Oberschenkel“, bringt Martina Wetzel die Problematik auf den Punkt. Diese „Begleiterscheinungen“ erfordern vom Physiotherapeuten eine umfassende Behandlung: „Nur wenn auch die verhärtete und daher schmerzhafte Muskulatur in die Therapie der Kniearthrose mit einbezogen wird, kann ein optimales Ergebnis erzielt werden“, betont die erfahrene Physiotherapeutin.

Promotion

In der physiotherapeutischen Reha der Gelenk-Klinik Gundelfingen setzt man deshalb bei Patienten mit Knie-Arthrose zunächst auf eine systematische und langfristig erhöhte Vitalität des Muskelgewebes: Biomechanische Muskelstimulation - eine Art Vibrationsmassage - und Wärmetherapie verbessern den Stoffwechsel der häufig verhärteten und verkürzten Oberschenkelmuskulatur. „Diese Maßnahmen bilden

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die Grundlage für eine weitere auf Kräftigung und Verbesserung der auf Beweglichkeit abzielenden Krankengymnastik“, betont die Leiterin der Gelenkreha Gundelfingen. „Denn ohne vorausgehende Revitalisierung des Gewebes ist eine Kräftigungstherapie nicht sinnvoll.” Erst im nächsten Schritt empfiehlt Martina Wetzel eine aktivierende Bewegungstherapie. „Sehr wichtig sind normale, vollständige Bewegungsabläufe ohne Ausweichmöglichkeiten oder Schonhinken“. Optimale Unterstützung und neuartigen Auftrieb bietet dabei ein Antigravitations-Laufband. Dieses erlaubt das Joggen nahezu ohne Schwerkraft - das heißt: mit einer Entlastung von bis zu 80 Prozent des eigenen Körpergewichts. Ermöglicht wird das durch eine Kammer auf dem Laufband, in der Luftdruck das Körpergewicht aufhebt. Patienten mit Kniearthrose fühlen sich dadurch beim Laufen entlastet, ähnlich wie beim Aquajogging.

Martina Wetzel

chmerzen bei Kniearthrose sind einer der häufigsten Gründe für Behandlungen beim Krankengymnasten. Sehr oft beginnt das Leiden mit den sogenannten „Anlaufschmerzen“: „Am Morgen nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen sind die ersten Schritte mit dem steifen Knie oft qualvoll“, erklärt die Inhaberin der Gelenkreha Gundelfingen, Physiotherapeutin Martina Wetzel. „Meistens treten die Schmerzen in der Gelenkspalte des Kniegelenks oder rund um das Kniegelenk auf“, erläutert die erfahrene Physiotherapeutin. Hat sich das Knie „warm gelaufen“, so verschwinden die Beschwerden wieder.

n Martina Wetzel Inhaberin Gelenkreha Gundelfingen Alte Bundesstrasse 58, 79194 Gundelfingen Tel: 0761 55 77 58 66 info@gelenkreha.de www.gelenkreha.de


PORTRAIT

Freiburger Straßenschule

Auf der Straße:

Jugend ist Aufbruch

©Foto: Barbara Breitsprecher

Jürgen Blumenberg ist Mitbegründer der Freiburger Straßenschule, die obdachlosen jungen Menschen in Freiburg eine Anlaufstelle bietet.

Jürgen Blumenberg, Vorsitzender des Fördervereins Freiburger Straßenschule, schätzt Energie und Kreativität

J

ürgen Blumenberg ist eine beeindruckende, herzliche Persönlichkeit. In Herdern bewohnt er mit seiner Frau, seinen erwachsenen Kindern und deren Partnern sowie den Enkelkindern ein lebendiges Mehrgenerationenhaus. Wer hier herein kommt, wird von einem freundlichen Hund begrüßt, während seine Frau herüberwinkt– sie muss dem Baby, das in einer hölzernen Wiege liegt, gerade die Hand halten.

©Foto: Rita Eggstein

Ein Kaffee dampft in der Tasse,

man sitzt in bequemen Sesseln und Jürgen Blumenberg beginnt über die Freiburger Straßenschule zu erzählen. 1997 kam der frühere Lehrer Uwe von Dücker begeistert aus Südamerika zurück, wo er mit Straßenkindern gearbeitet hatte. Damals war der Psychologe Jürgen Blumenberg Leiter des wissenschaftlichen Instituts des Jugendhilfswerks und als solcher wurde er von Uwe von Dücker mit der Idee, eine Straßenschule in Freiburg zu gründen, angesprochen. Noch im gleichen Jahr wurde

Die Freiburger Straßenschule bietet jungen Obdachlosen auch die Möglichkeit, kreativ zu werden. Sie können hier Kunstwerke schaffen oder miteinander Musik machen.

Straßenschule Die Freiburger StraßenSchule ist eine Einrichtung für junge Menschen die auf der Straße leben oder ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße verlagert haben. In einem von gegenseitigem Respekt getragenen Dialog suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach tragfähigen Lebensperspektiven. Eine Stichtagserhebung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden Württemberg ergab, dass 2010 rund 750 Menschen die Freiburger Einrichtungen der Straffälligenund Wohnungslosenhilfe angelaufen haben. Etwa 22 Prozent davon waren unter 30 Jahren. Damit nimmt Freiburg mit Karlsruhe und Stuttgart einen Spitzenplatz ein.

ein entsprechender Verein gegründet. Der wurde zunächst auf dem Mundenhof aktiv, wo Jugendliche der Albert-Schweizer-Schule einen stabilen Stall für die Ziegen bauten. Zunächst war die Freiburger Straßenschule noch gar nicht speziell für obdachlose junge Leute angedacht, sondern mehr für sogenannte Schulversager oder Jugendliche, die an der Schule desinteressierten waren. Sie wurden mit der praktischen Arbeit „gepackt“ und ihr Interesse geweckt. Der Ziegenstall aus Backsteinen steht übrigens bis heute im Mundenhof. Mit weiteren Mitarbeitern wurde schließlich die Anlaufstelle in der Schwarzwaldstraße gegründet. Doch die Sache entwickelte sich ungut: Die Mitarbeiter waren in einer finanziell unsicheren Position, fühlten sich überfordert und waren zunehmend demotiviert, erinnert sich Jürgen Blumenberg. Immer öfter wurden in der

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©Foto: Rita Eggstein

Anlaufstation Partys gefeiert und das Haus als Übernachtungsort genutzt. „Die Situation war zunehmend unhaltbar“, so Jürgen Blumenberg. Letztlich wurde die Straßenschule geschlossen, alle Mitarbeiter gekündigt und die Aktivitäten eingestellt, wenngleich der Verein weiter bestand. Zu diesem Zeitpunkt war Jürgen Blumenberg, der im Vorstand aktiv gewesen war, bereits aus dem Verein ausgetreten,. „Ich konnte die Situation nicht mehr mittragen“. In dieser verfahrenen Lage suchte Uwe von Drücker beim ehemaligen Leiter der Musikhochschule, Jo Schaarschmidt Unterstützung. Der wiederum war nur bereit sich zu engagieren, wenn auch Jürgen Blumenberg wieder mit ins Boot käme. Die

©Foto: Rita Eggstein

PORTRAIT

beiden einigten sich und setzten sich zum Ziel, für den Verein öffentliche Mittel zu gewinnen, um Mitarbeiter ordentlich bezahlen zu können. So kam es zur Kooperation und Fusion mit dem SOS-Kinderdorf Sulzburg. Die SOS-Kinderdörfer – und Sulzburg ist die älteste Einrichtung dieser Art – waren nach dem Zweiten Weltkrieg für die Kriegswaisen gegründet worden, um ihnen ein Zuhause zu geben. Insofern gibt es durchaus inhaltliche Übereinstimmungen im Konzept der beiden Einrichtungen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Freiburger Straßenschule waren von nun an Angestellte des SOS Kinderdorf Schwarzwald in Sulzburg. Der Verein der Freiburger Straßenschule wandelte sich derweil vom Träger zum Förderverein. Jürgen Blumenberg ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Fördervereins Freiburger Straßenschule, während Astrid Spüler als Angestellte des SOS Kinderdorf zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Straßenschule ist.

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Einmal pro Woche, jeden Dienstag, steht mittags der Bus der Freiburger Straßenschule vor dem Theater. Hier bekommen junge Obdachlose Kaffee und Tee sowie Beratungen angeboten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort in Freiburg kennen die jungen Menschen auf der Straße und sind umgekehrt für sie Bekannte. Wenn es beispielsweise Probleme mit dem Amt für Wohnraumversorgung oder dem Jugendamt gibt, dann wenden sich die Jugendlichen meist von selbst an die Mitarbeiter der Straßenschule. Oder sie kommen zu dem Bus der Straßenschule, der einmal in der Woche vor dem Theater Freiburg steht und in dem Tee und Kaffee sowie Beratung angeboten wird. Außerdem können die jungen Leute hier einen Labtop benutzen. Auch zwei Ärzte arbeiten ehrenamtlich für die Freiburger Straßenschule. Die neue Anlaufstelle der Straßenschule hat ihren Sitz in der Schwarzwaldstraße. Dort können die jungen Leute jeden Nach-


Hans Hassler Immobilien Die Anlaufstelle der Freiburger Straßenschule in der Schwarzwaldstraße: Hier können junge Obdachlose duschen, Wäsche waschen und miteinander kochen.

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mittag duschen oder ihre Wäsche waschen, sie können den Computer benutzen und sie können hier gemeinsam ein Essen einnehmen, wobei das Kochen und der Abwasch gemeinsam erledigt wird. „Täglich kommen hier zwischen 20 und 40 junge Menschen vorbei“, weiß Jürgen Blumenberg. Natürlich wird versucht, die jungen Obdachlosen in WGs unterzubringen, ihnen ein Ausbildungsstelle zu vermitteln oder sie dazu zu bringen, den Schulabschluss nachzuholen, „doch es dauert lange, bis sie in eine feste Wohnung einziehen können“, so Jürgen Blumenberg, „das weckt Assoziationen an schlechte Erfahrungen“. Es gibt deshalb Überlegungen, übergangsweise Wohnwägen zu nutzen. „Sie wehren sich zudem gegen jeglichen Formalismus, den auch eine Schule mit sich bringt.“ Ein solches Leben auf der Straße macht die jungen Leute erwachsener, „gleichzeitig haben sie aber kindliche Bedürfnisse“, erklärt Jürgen Blumenberg. Dieses Bedürfnis können sie am besten mit Tieren teilen, deshalb haben sie auch häufig so viele Hunde. Der 75-jährige Jürgen Blumenberg, der Psychologie und Philosophie in Kiel, Göttingen und Freiburg studiert hat, schätzt das kreative Potenzial dieser jungen Leute sehr. „In der Schule darf man keine Fehler machen, obwohl Fehler das Salz in der Suppe des Lernens ist“. Er führt als Beispiel einen Pilotentest der Schweizer Luftfahrt an, der den Neurotizismus, also die emotionale Stabilität eines Charakters, misst. Neurotizismus wird mit geringerer Belastbarkeit, Nervosität und Ängstlichkeit in Zusammenhang gebracht. „Menschen, die sich mit sich selbst beschäftigen, die sich selbst in Frage stellen, sind beanspruchbarer, konzentrationsfähiger und können sich länger wach halten.“ Er weiß, es ist viel Energie da bei den jungen Obdachlosen. „Sie sind blockiert in ihrer Entwicklung“, ergänzt er. „Die Auflösung dieser Blockade gelingt am besten über Erfolgserlebnisse.“ Handwerkliche Tätigkeiten vermitteln solche positiven Erlebnisse meist besser als Schulen. „Eigentlich bräuchten wir Künstler als Lehrer“, fordert er mit blitzenden Augen. An seine eigene Schulzeit erinnert er sich als „Leidenszeit“. Letztlich, sagt Jürgen Blumenberger, gehe es darum, „in Krisen nicht den Blick auf sich selbst und den eigenen Anteil an den Krisen zu verlieren“. Ein Konzept, das auch für Familien ideal sei. Barbara Breitsprecher

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Der Schwarzwald kann cool werden

Willkommensdörfer entlasten Freiburg Wie kleine Städte und Dörfer im Umland als „Willkommensdörfer“ Freiburg entlasten können.

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Daniel Fuhrhop

©Foto: privat

o viele junge Leute ziehen in vermeintlich coole Großstädte wie Freiburg, dass dort der Druck auf die letzten freien Flächen steigt: Wiesen werden zugebaut, Wälder bedroht und Kleingärten zerstört. Doch nur wenige Kilometer entfernt finden wir das Gegenteil – aus kleinen Städten und Dörfern im Schwarzwald ziehen so viele Menschen weg, dass nur die Alten bleiben, während die Supermärkte zumachen, die Kneipen schließen und die Bäcker aufgeben. Aber dieser Niedergang ist nicht gottgegeben. Wir können schrumpfende Orte wiederbeleben und aus ihnen coole Städte machen und lebendige Willkommensdörfer. Dafür bringen wir fünf Gruppen gleichzeitig in die kleinen Städte, mithilfe von Werkzeugen, die bereits anderswo erprobt wurden. Erstens kommen Existenzgründer, ermuntert durch einen Zuschuss. Wohnungen finden sie hier zu Preisen, für die sie in Freiburg gerade mal eine Abstellkammer bekämen. Und auch Büros oder Ladenlokale kosten in schrumpfenden Orten wenig. Als zweites werden Flüchtlinge aufgenommen, und zwar mehr, als nach der Einwohnerzahl vorgesehen sind, denn derzeit spielt es bei der Verteilung keine Rolle, wo Platz frei ist. In die leeren Wohnungen unseres Ortes aber lassen wir Flüchtlinge ziehen, die obendrein dabei helfen, die Häuser zu sanieren. Das Vorbild dafür bietet Altena in Westfalen, das die Hälfte seiner Einwohner verloren hat, nun aber mehr als geplant Flüchtlinge aufnahm und sie bei der Sanierung mitmachen lässt; angeleitet von erfahrenen Handwerkern. Außerdem sorgen

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sich wie in Altena ehrenamtliche „Kümmerer“ um je einen Flüchtling oder eine Familie. Diese Kümmerer sind meist ältere Einwohner, von denen andere die Existenzgründer beraten. Die Häuser der Älteren bauen wir um: Für Wohnprojekte, für gemeinschaftliche Büros, und barrierearm für die alten Bewohner. Neben Flüchtlingen und Firmengründern kommen drei weitere Gruppen: Touristen lockt der Charme der Schwarzwald-Städte; sie übernachten in „verstreuten Hotels“, zu denen man nach italienischem Vorbild mehrere leerstehende Häuser zusammenfasst. Ein Haus wird zur Rezeption umgebaut, und dort eröffnet ein Willkommensrestaurant, in dem wiederum Flüchtlinge mitarbeiten und Syrer Falafel zubereiten. „Probewohner“ dürfen eine Woche kostenlos im Willkommensdorf wohnen, wie es etwa in Görlitz gemacht wurde, denn oft schrecken nur Vorurteile von diesen Orten ab, während mancher nach einigen Tagen erlebt, dass es dort lebenswert ist. Als fünfte Gruppe ziehen schließlich hundert Kreative auf einmal für ein Jahr in den Ort, dank eines Hundert-Stipendien-Programms für Künstler und Theaterleute, Maler und Musiker. Die Kreativen arbeiten mit den Existenzgründern und den Flüchtlingen zusammen, mit Jung und Alt, und aus dieser Vielfalt heraus belebt sich der Ort und wird zum Willkommensdorf, das weitere Menschen anlockt, die das coole Schwarzwald-Städtchen erleben möchten. 

Von Daniel Fuhrhop

Der Autor ist Betriebswirt und leitete 15 Jahre lang einen Architekturverlag. Diesen verkaufte er 2013 und wendet sich seither gegen Neubau mit dem Buch „Verbietet das Bauen!“ (2015) und einem gleichnamigen Blog. 2016 erschien „Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden“ (Oekom Verlag).


STRASSEN

Neue Namen für Straßen Nach vier Jahre liegt der Bericht der Kommission vor, die 1300 Freiburger Straßennamen überprüft hat, ob sie aus heutiger Sicht nicht mehr tragbar erscheinen. Auch für Straßennamen in Herdern wird eine Umbenennung empfohlen.

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entrale Kriterien der Prüfung waren unter anderem die Förderung des Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus sowie Frauenfeindlichkeit und Militarismus in Form der Glorifizierung des Krieges. Folgende Straßennamen in und bei Herdern sollen auf Empfehlung der Kommission geändert werden:

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Eckerstraße: Johann A. Ecker (1816-1887) Der Freiburger Anatom begründete eine anthropologische Sammlung, zu denen auch 1600 Menschenschädel gehören. Diese „Rasseschädel“ stammen unter anderem aus Afrika, Peru und Malaysia. Seine Studien dienten auch der Begründung rassistischer Ideologien des 20. Jahrhunderts. Umbenennungsvorschlag: Adolf Kußmaul, Direktor der Klinik für Innere Medizin.

Datum:

Martin-Heidegger-Weg: Martin Heidegger (1889-1976) Trotz seines Weltruhms als Philosoph hat aber Heidegger eine verhängnisvolle Rolle bei der Nazifizierung der deutschen Universität eingenommen. Der kurzzeitige Rektor der Uni Freiburg hat sich nie deutlich vom Nationalsozialismus distanziert, im Gegenteil: Die von ihm erhoffte „völkisch-nationalen Wiedergeburt Deutschlands“ zeigt sich auch in den gerade veröffentlichen Briefen an seinen Bruder. Umbenennungsvorschlag: Philosophenweg – mit Zusatzschild, das auf Heidegger und seine Kollegen Husserl und Cohn verweist.

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Workshop für Ehrenamtliche Workshop für Ehrenamtliche am 29. Oktober in Freiburg. Seit den Kriegen in Bosnien-Herzegowina und in Ruanda erfährt das Thema „Sexualisierte Gewalt im Krieg“ weltweit erhöhte Aufmerksamkeit.

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och was ist das eigentlich und was kann man tun, wenn man den Eindruck hat, jemand hat Schreckliches erlebt? Darum geht es im Tagesseminar für Ehrenamtliche, das die Fabrik für Handwerk, Kultur und Ökologie e.V. und Amica e.V. am 29. Oktober gemeinsam in der Habsburgerstraße 9 veranstalten. Beginn ist um 10 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos.

die Flüchtlingshilfe der Fabrik gemeinsam anbieten. Ziel ist es, die Teilnehmenden über den aktuellen Stand zum Thema zu informieren, Hintergrundwissen zu vermitteln und den Teilnehmern praktische Übungen zur Selbstfürsorge an die Hand zu geben. Der Freiburger Verein Amica wurde 1993 während des Bosnien-Krieges gegründet und setzt sich für Frauen und Mädchen ein, die unter Kriegsgewalt leiden.

©Foto: Amica e.V.

Viele Frauen und Mädchen, aber auch Männer und Jungen sind im Krieg Gewalttaten ausgesetzt – mit traumatischen Folgen. Welche rechtlichen und politischen Instrumente gibt es – auch in Deutschland – zur Verhinderung und Bekämpfung von Kriegsverbrechen? Was kann überhaupt getan werden? Welche Auswirkungen hat der Umgang mit betroffenen Personen möglicherweise auch auf die Helfenden und wie kann man dabei gut für sich sorgen? Um diese und um weiter Frage geht es in einem Tagesseminar, das amica e.V. und

n Workshop für Ehrenamtliche Sexualisierte Kriegsgewalt. Ein Thema in der Arbeit mit geflüchteten Menschen? 29. Oktober 2016, 10 – 17 Uhr Café der Fabrik für Handwerk, Kultur und Ökologie e.V. Habsburgerstraße 9, 79104 Freiburg im Breisgau Eintritt frei www.amica-ev.org

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Nach dieser Bastelanleitung können Sie ganz einfach Ihr persönliches Sorgenpüppchen herstellen. Bitte verwenden Sie wegen der Signalwirkung der Farbe keine roten Stoffe.

Der Friedenspreis „Sievershäuser Ermutigung 2016“ des Anti­ kriegshauses Sievershausen geht an die Hilfsorganisation Amica e.V. in Freiburg, deren Arbeit mit durch Krieg und Flucht traumatisierte Menschen dadurch gewürdigt wird. Der mit 5000 Euro dotierte Friedenspreis, der seit 1988 alle zwei Jahre von der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen (Antikriegshaus) und der Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht vergeben wird, geht in diesem Jahr an die Organisation Amica e.V. aus Freiburg. Geehrt wird ein engagiertes Eintreten für Frauen und Mädchen, die in Kriegs- und Konfliktgebieten unter Traumata leiden und darin unterstützt werden, diese zu verarbeiten und wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In einer Zeit, in der so viel von Flüchtlingen und Fluchtursachen, aber so wenig vom Leid der betroffenen Menschen die Rede ist und in der (in der Politik) Abwehr und Abschottung mehr zählt als Humanität und konsequente Hilfe, ist es umso dringender notwendig, Menschen und Organisationen zu stärken, die sich der betroffenen Menschen annehmen, Alternativen anbieten und mit Leben füllen. Eine siebenköpfige Jury, in der neben drei Vertreter und Vertreterinnen des Antikriegshauses auch der ehemalige Auslandsbischof der EKD Martin Schindehütte und Traumaarbeiter aus der Zivilgesellschaft saßen, hatte über beeindruckende Bewerbungen zu entscheiden. Nach langer Diskussion entschied sie sich für die Freiburger Hilfsorganisation Amica e.V. ausgesprochen. Der Verein Amica begann seine Arbeit 1993 in Bosnien-Herzegowina mit der Unterstützung der therapeutischen und medizinischen Hilfe

für Opfer sexualisierter Gewalt und der Organisation von „Ferien vom Krieg“ für Kinder. Heute ist Amica in Bosnien, Kosovo, Libanon und Libyen aktiv. Zu den Kernaufgaben gehören die psychosoziale Arbeit mit Traumatisierten, medizinische Versorgung, Rechtsberatung, Maßnahmen zur Existenzsicherung sowie Projekte zu Chancengleichheit, Frieden und Versöhnung. Amica befähigt dabei Frauenorganisationen in den Arbeitsregionen, nachhaltige Strukturen zur Unterstützung von Frauen aufzubauen, die Opfer von Gewalt wurden. Mit der Preisvergabe an Amica wollte die Jury ausdrücklich auch darauf hinweisen, dass Frauen und Kinder am schwersten unter (meist männlicher) Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten zu leiden haben und dass Frauen andererseits diejenigen sind, die in einer Gesellschaft oder Gemeinschaft sehr viel für den Frieden und einen friedlichen Alltag leisten. Frauen in dieser Situation dadurch zu helfen, dass sie durch ein stabilisierendes Umfeld neue Stärke und Selbstbewusstsein gewinnen, ist eine enorm wichtige, friedensbildende Aufgabe, der sich Amica mit viel Leidenschaft verschrieben hat. „Dies wollen wir mit dem Preis anerkennen und ermutigen“, so Berndt Waltje vom Vorstand des Antikriegshauses. Die Ehrung selbst wird am Sonntag, 10. Dezember 2016 – am Tag der Menschenrechte – um 16 Uhr in einer Feierstunde im Antikriegshaus Sievershausen begangen.

Von dieser wunderschönen Idee haben wir uns inspirieren lassen. Als Zeichen der Solidarität verschenken wir kleine AMICAs an die Frauen und Mädchen in unseren Projekten.

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Körper: Fleece, Walkstoffe, Wolle, Stickgarn, Füllwatte Kopf: Holzkugel 17-20 mm (durchbohrt) Gesicht + Haare: Filzstifte, flüssiger Klebstoff, Wollreste Deko: Stoffreste, Pailletten, Perlen, Spitze, Knöpfe usw. Außerdem: Schere, Linal, Sticknadel usw.

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Schritt 2

Schritt 1 Körper: Für den Körper zwei ca. 6 x 4,5 cm große Stoffstücke zuschneiden.

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Schritt 3

Körper: Beide Stoffstücke übereinander legen. Nach dem ersten Stich Faden verknoten bzw. vernähen. 15 cm Garn zur Befestigung des Kopfes überstehen lassen.

Körper: Stoffstücke an den Seiten zusammennähen. Die Nadel von hinten nach vorne ca. 5 mm tief einstechen, durch die Schlaufe führen und Faden waagerecht zur Stoffkante festziehen.

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Schritt 4

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Schritt 5

Körper: Drei Seiten zusammennähen. Die obere Seite für die Füllung und die Befestigung des Kopfes aussparen.

Körper: Den Körper mit Füllwatte ausstopfen.

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Schritt 6

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Schritt 7

Kopf: Zur Befestigung den Faden durch die Löcher in der Holzkugel ziehen.

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Kopf: Den Faden doppelt durchführen und festziehen.

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Schritt 9 Haare: Den Kopf oben leicht mit flüssigem Klebstoff bestreichen und Watte oder Wollfäden für die Frisur aufkleben.

Kopf: Die Fadenenden vernähen und verknoten.

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Schritt 10 Deko: Als letzen Schritt Kleid mit Pailletten, Perlen usw. verzieren. Schmuck wie Stirnbänder, Halskette, Knöpfe oder Schal gestalten. Mit wasserfesten Filzstiften Gesicht aufmalen.

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PORTRAIT

Nasrin Abdullah

©Foto: Barbara Breitsprecher

Alles Erlebte wird in uns gespeichert

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asrin Abdullah hat in den USA sechs Jahre lang Chiropraktik studiert. Dort lernte sie Network Spin Analysis (NSA) kennen, eine Behandlungsmethode, die von Dr. Donald Epstein entwickelt wurde. Letztlich geht es dabei um das vernetzte Nervensystem. Die Behandlungsmethode fordert von den Patienten, dass sie aktiv werden und sich so weiter entwickeln. Die Chiropraktikerin Nasrin Abdullah ist von dieser Methode so überzeugt, dass sie fortan ausschließlich mit NSA arbeitet. Seit Anfang des Jahres hat sie in Herdern in der Hauptstraße 38 ihren „Raum für Entwicklung“ eröffnet.

Die Chiropraktikerin und Heilpraktikerin Nasrin Abdullah, deren Vater aus dem Irak und deren Mutter aus Deutschland stammt, hat in Herdern eine Praxis für „Network Spinal Analysis“ eröffnet. Sie ist überzeugt: Das Zentrale Nervensystem entscheidet über unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.

„Das Zentrale Nervensystem speichert alles ab, was wir erlebt haben“, erklärt Nasrin Abdullah. In der Folge werden alles

Emotionale, Mentale und Körperliche beeinflusst und gesteuert. Hintergrund ist, dass das Rückenmark und das Gehirn zusammen das Zentrale Nervensystem bilden. Die klassische Chiropraktik versucht, das Zentrale Nervensystem im Rücken zu entlasten. Das Prinzip der Network Spin Anlaysis (NSA) geht weiter. Hierbei wird versucht, Muster und daraus resultierende Spannungen zu lösen. „Das ist ein Lernprozess, bei dem neue Verbindungen, neue Synapsen entstehen im Nervensystem“, erläutert Nasrin Abdullah. Der Körper wird sanften Berührungen an spezifischen Stellen ausgesetzt, woraufhin sich das Gehirn einschaltet. „Man darf nicht vergessen, Spannungen und Schmerzen sind Symptome und Signale des Körpers, dass hier etwas nicht stimmt“, erinnert sie. „Der Körper fordert: Bitte ändere etwas an deinem Leben!“ Nasrin Abdullah ist eine von drei

Was wie Kunstwerke anmutet, sind Aufnahmen des Nervensystems, durch das auch Rückenmark und Gehirn miteinander verbunden sind. 

Nasrin Abdullah in ihrer Praxis „Raum für Entwicklung“ in Herdern.  Foto: Barbara Breitsprecher

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PORTRAIT

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NSA-Spezialisten in Deutschland. „Den Schritt zur Entwicklung, die jeder Körper als Lernprozess machen kann, fand ich wichtiger, als nur zu behandeln und von außen zu manipulieren.“ Nach ihrer Erfahrung werden ihre Klienten mit dieser Methode belastbarer und gelassener, „und sie treffen gesündere Entscheidungen“. Warum? „Weil man genauer weiß, was man will und was man kann“, ergänzt Nasrin Abdullah. Bei Dauerstress zum Beispiel wird die Großhirnrinde blockiert. Die Großhirnrinde wiederum braucht man aber für Kreativität und alles Neue, das man angehen will oder sollte. Nach ihrem Examen praktizierte sie zunächst eine Zeitlang in Öffnungszeiten: den USA, kam dann zurück, um zunächst in Norddeutschland Mo. bis Fr.: 14.00 – 18:30 Uhr eine Praxis zu eröffnen. Sie machte hier zudem ihren Abschluss Sa 10:00 – 15:00 Uhr als anerkannte Heilpraktikerin, um auch in Deutschland praktizieren zu können. von 09:00 – 20:00 Uhr (nach tel. Absprache) 2009 kam sie dann (von 1997-2008 FR-City, seit 2008 in Gundelfingen) nach Freiburg. Seit Ende des verganTraum Station Gundelfingen genen Jahres lebt Gewerbestraße 1 sie mit ihrem fünf79194 Freiburg-Gundelfingen Tel.: 0761/292 40 25 jährigen Sohn in e-mail: traumissimo@aol.com Herdern, wo sie im gleichen Haus eine www.traumissimo.de Praxis eröffnet hat. Nasrin Abdullahs Nasrin Abdullah Vater stammt aus dem Irak, die Mutter ist Deutsche. Sie selbst wuchs sowohl in Deutschland als auch www.franz-herbstritt.de im Irak und in Spanien auf. „Freiburg ist jetzt mein Zuhause, hier w w w . f r a n z - h e r b s t r i t t . dwew w . f r a n z - h e r b s t r i t t . d e möchte ich bleiben“, erklärt sie fest. In der Hauptstraße führt ein Nebeneingang hinauf zu ihrer Prawww.franz-herbstritt.de xis und ihrem Wohnbereich. Vier Liegen stehen bereit für die Behandlungen. Nasrin Abdullah ist überzeugt, dass die Klienten sich gegenseitig positiv beeinflussen: „Der Körper reagiert besser und schneller“. Deshalb behandelt sie Klienten anfangs alleine, www.franz-herbstritt.de später zeitgleich mit anderen. Ihr Beispiel: In einem Fahrstuhl mit www.franz-herbstritt.de mehreren anderen Menschen spürt man ja auch, wie angespannt www.franz-herbstritt.de oder entspannt jemand ist. Die Energien übertragen sich ohne ein Wort. „Jede Behandlung hier ist Arbeit, kein reines Abliegen“, stellt sie klar. Ihr geht es darum, Spannungen abzubauen und eine größere Vernetzung des Nervensystems herzustellen, DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG damit man besser mit Dingen umgehen kann und eine größere DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG DIE INSPIRIERENDE DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG BADAUSSTELLUN Kapazität hat. Ihre Erfahrung zeigt: „Die Menschen werden so in sich ruhender und zufriedener“. Was aber passiert da? Als würde der Körper erbeben, erklärt Nasrin Abdullah das, was da unbeeinflussbar mit den Körpern DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG zu geschehen scheint. „Wie Wellen, die durch meinen Körper DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG gehen. Wie wenn man im Meer liegt“, beschreibt der zehnjährige DIE INSPIRIERENDE BADAUSSTELLUNG FRANZ BÄDERWERK Nils das Gefühl, was mit ihm passiert, wenn er in dem „Raum FRANZHERBSTRITT HERBSTRITT BÄDERWERK Niederwaldstraße 79336Herbolzheim Herbolzheim Niederwaldstraße 2 2 -- 79336 für Entwicklung“ liegt. Eine Patientin ergänzt: „Ich merke, wie Tel.: 07643 Fax:07643 076438920 8920 Tel.: 07643932390 932390 -- Fax: FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Email: Email:info@franz-herbstritt.de info@franz-herbstritt.de mein Körper arbeitet und wie sich ganz viel in mir verändert hat.“ Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643Tel.: 8920 07643 932390 - Fax: 07643 8920 Das sei das Prinzip von NSA, erläutert Nasrin Abdullah, der Klient Email: info@franz-herbstritt.de Email: info@franz-herbstritt.de oder die Klientin wirke aktiv beim Heilungs- und EntwicklungsFRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim prozess mit. Der Mensch erlerne – weitgehend unbewusst – Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643 8920 FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Email: info@franz-herbstritt.de Anzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 04.07.2016 14:09:01 Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim neue, körpereigene Fähigkeiten, mit deren Hilfe er Spannungen FRANZ HERBSTRITT BÄDERWERK Anzeige_Neu_Baederwerk_1.indd 1 04.07.2016 14:09:01 Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643 8920 Niederwaldstraße 2 - 79336 Herbolzheim Email: info@franz-herbstritt.de und ineffektive Muster im System lösen könne. Tel.: 07643 932390 - Fax: 07643 8920

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Träumen Hier sprüht es vor Ideen: Eine Quelle der Inspiration für die Gestaltung von Räumen, gepaart mit Fachwissen und echter Handwerkskunst sowie jahrzehntelanger Erfahrung bietet der Raumausstatter Deco-Point Mayer in Gutach-Bleibach im Gewerbegebiet Stollen.

Deco-Point Mayer bietet eine riesige Auswahl an Wohnstoffen, Accessoires und Teppichen sowie dauerhaft eine beeindruckende Parkettaus­stel­lung. Viele Parkettflächen kann man hier großformatig am Boden liegen sehen und sich hier inspirieren und von den Profis fachkundig beraten lassen. „Es gibt so unglaublich schöne Stoffe“, schwärmt Gerlinde Mayer. Täglich hat sie mit Vorhang- und Polstersstoffen, mit Teppichen und Kissen zu tun und ist immer wieder über die geschmackvolle Farbenflut und hohe Qualität der Waren, die neu auf den Markt kommen, begeistert. „Viele Menschen sind stoffmüde“, weiß sie, doch gerade die offenen Räume mit den großen Fenstern in Neubauten verlangen nach Stoff. Viele Bewohner leiden unter Schallproblemen, die sich erst beheben lassen, wenn Vorhänge und Teppiche ins neue Heim kommen. „Sonst hallt es. Von solchen Problemen höre ich oft“, bestätigt die Expertin auf dem Gebiet der Raumgestaltung, die zusammen mit ihrem Mann, dem Parkett- und Raumausstatter-Meister Meinrad Mayer in Gutach-Bleibach Deco-Point Mayer führt. Vorhänge dienen also nicht nur dem guten Aussehen, sondern erfüllen eine wichtige Funktion. Eine moderne Aussage für den eigenen Wohnraum beginnt bereits bei der Vorhangstange, die so individuell ausgewählt werden kann wie der Stoff selbst. Ob verspielt oder technisch wirkend – Gardinenstangen werden selbst schon zu Einrichtungsgegenständen. „Derzeit ist der geradlinige, puristische Stil sehr gefragt“, so Gerlinde Mayer, „sachlich und reduziert“. Gleichzeitig bieten sich Teppiche oder Accessoires wie Kissen und Decken als bunte Hingucker an. „Da gibt es vom Design her superschöne Sachen“, begeistert sich Gerlinde Mayer. Und die neuen Materialien beispielsweise der Teppiche, die individuell maßgenau angefertigt werden, verfügen über eine unvergleichliche Haptik. bb

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REISEN

The Shard, London K

ann man das machen, eine Stadt auf eine Sehenswürdigkeit reduzieren, derentwegen man diesen Ort unbedingt besuchen sollte? Umgekehrt gefragt: Ist nicht jeder Reiseführer eine solche Ansammlung von Attraktionen? Und ist da nicht viel mehr, was eine Stadt darüber hinaus zu bieten hat? Deshalb wollen wir es also wagen. Diese Rubrik gehört der einen Einmaligkeit, derentwegen man unbedingt reisen sollte. Am Anfang stand eine Vision. Wohin könnte sich eine Mega-Stadt wie London mit achteinhalb Millionen Einwohnern baulich entwickeln? Für den britischen Immobilienmakler Irvine Sellar war klar: vertikal musste die zukünftige Architektur der Stadt aussehen. Er kam mit seiner Idee zum italienischen Stararchitekten Renzo Piano. Die beiden trafen sich im Jahr 2000 zu einem Essen in Berlin. Doch der Italiener erteilte dem Briten erst einmal eine glatte Abfuhr. Er hasse hohe Gebäude, erklärte er, sie seien arrogant, aggressiv und wie Festungen. Doch dann besah er sich die Fotos, die Irvine Sellar mitgebracht hatte, genauer. Die Eisenbahnlinie und der Schwung der Themse beflügelten seine Phantasie, schnell

zeichnete er eine Skizze auf seine Speisekarte. Es war der erste Entwurf von The Shard. Wenn er diese Skizze signieren würde, versprach ihm Irvine Sellar, dann würde er mit ihm zusammen diesen Turm bauen. Es sollten zwölf Jahre vergehen, bis The Shard schließlich eingeweiht wurde. Dazwischen lag die Finanzkrise von 2007, wo sämtliche Investoren dieses gigantischen Bauprojekts absprangen. Erst als der Staat Katar als Partner ins Spiel kam, gingen die Arbeiten los. 310 Meter hoch ist The Shard, „Die Scherbe“, der Wolkenkratzer überragt alles in London. In Sekundenschnelle rast der Aufzug ins 68. Stockwerk hoch. Es gibt Restaurants, Büros, Luxuswohnungen und eine allgemein zugängliche Toilette mit Fenstern bis zum Boden. Zwei mit Grasteppichen ausgelegte Stockwerke sind für die Öffentlichkeit. Hier kann man sich mit einem Pint Bier in der Hand direkt vor die riesigen Glasscheiben setzen: Das London dort unten gleicht einer Miniaturlandschaft. Der Tower ist eine Spielzeugfestung, das London Eye das Riesenrad einer kleinen Kirmes. Ganz oben öffnet sich das Gebäude frei zum Himmel, man spürt ein wenig den Wind, während man da sitzt und staunt und staunt. Barbara Breitsprecher Auf 310 Meter erhebt sich der komplett verglaste, pyramidenförmige Wolkenkratzer The Shard im Londoner Stadtteil Southwark, unweit der London Bridge. 72 Stockwerke sind begehbar. Fotos: Barbara Breitsprecher

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FILMPRODUKTION

Und bitt Wenn Clemens Wolfsperger ans Fernsehen denkt, dann ist es nicht der nächste Krimiabend auf dem Sofa, der ihm in den Sinn kommt, sondern eher – Arbeit. Clemens Wolfsperger ist Chef der Filmproduktionsgesellschaft bewo TV, die ihren Sitz in der Habsburgerstraße hat. Über 600 Dreheinsätze hatte die Firma im vergangenen Jahr. „‚Und bitte’ heißt das bei uns“, lacht Clemens Wolfsperger, der als Kameramann heute einen besonderen Dreh begleitet. Lena, elf, hat ihn gefragt, woran sie erkennen könne, dass die Kamera läuft. „Na, daran, dass ich jetzt zu dir: ‚Und bitte’ sage.“ Zehenspitzenstill ist es im Wohnzimmer von Familie Zimmermann im Schallstadter Ortsteil Mengen. Zum zweiten Mal wird hier für das ARD-Magazin „Brisant“ gedreht. Lenas Geschichte hat das Interesse der Fernsehmacher aus Leipzig geweckt: Das clevere Mädchen lebt mit Spinaler Muskelatrophie. Die Krankheit, eine Form von Muskelschwund, hat Lena zwar ein Leben mit Beatmungsgerät, Rund-um-die-Uhr-Pflege und Elektrorollstuhl beschert, aber gleichzeitig eines mit unglaublich viel Lebensfreude. Der Einsatz bei Lena ist einer von drei Terminen, die an diesem

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Oktobernachmittag auf dem Programm des 49-Jährigen stehen: Vor den Aufnahmen bei Lenas Familie hatte er bereits bei Lenas Pflegedienst und in ihrer Schulklasse gedreht. Der Kameramann hat sein Filmmaterial schon an den unterschiedlichsten Orten und in den verschiedensten Konstellationen eingefangen: warm eingepackt auf Alpengletschern, mit Unterwasserkamera im Mittelmeer oder mit großem Gefolge beim Staatsbesuch. Seine Arbeit ist für ihn nicht einfach nur ein Job, den er erledigt, sondern eine Herzensangelegenheit, für

die er hohe Ansprüche an sich selbst und an sein Team stellt: „Wir transportieren Eindrücke und Gefühle und haben eine ganz besonders große Verantwortung gegenüber dem Publikum.“ Für den Dreh bei Lena hatte sich das Team – Clemens Wolfsperger, sein Tonassistent und die Redakteurin aus Leipzig – erst an diesem Morgen zusammengefunden: Routine für den Freiburger, der gebucht wird, wenn Sendeanstalten nicht selbst mit großem Equipment anrücken, sondern der Einfachheit halber am Ort des Geschehens ein Kamera-Team

Clemens Wolfsberger hinter der Kamera. Seine Filmund Fernsehproduktionsfirma bewo TV hat ihren Sitz in Herdern ©Foto: bewo TV


Freizeitpark, bei der das bewo-Team durch Australien fuhr, um Impressionen einzufangen, die später die Parkbesucher auf eine Reise in die australische Vergangenheit mitnehmen sollte. Gerade die großen Produktionen bedeuten einen riesigen Aufwand an Planung und Logistik – und maximalen Nervenkitzel: „Um die Schwarzstörche zu drehen, sind wir mit einem halbzerfallenen Boot übers Wasser gefahren und waren nicht sicher, ob wir heil am anderen Ufer ankommen würden. Das Boot war voll mit Equipment – unter anderem ein geliehenes Objektiv für 70 000 Euro – und es leckte. Da habe ich wirklich Blut und Wasser geschwitzt.“ Begeistert erzählt er von zwei weiteren Tierfilmen, die derzeit in Arbeit sind (einmal Hund, einmal Katze) und bei denen er unter anderem mit einer Tiertrainerin zusammenarbeitet. „Wir haben auch

mich am meisten Zeit gekostet hat“, lacht der hochgewachsene Dunkelhaarige und erzählt von der Vollmondnacht, die er gut getarnt in der Auenlandschaft verbrachte – nicht alleine, sondern umsummt von Mücken, die sich die fünfstündige Warterei mit seinem Blut versüßten. „Und dann war der Schwarzstorch da, vor hellstem Vollmond und alles war vergessen. Danach war ich unglaublich happy, weil sich die Arbeit gelohnt hatte.“ Wenn Clemens Wolfsperger von seinen Reportagen erzählt, lassen sich die Szenen erahnen, die er über die Jahre gesehen und mit seiner Kamera in Fernsehbilder umgesetzt hat: der Besuch bei den Massai in Kenia, bei denen er für ein Portrait über Klaus Töpfer unterwegs war oder die Fahrt durch den Jemen für die SWR-Landesschau. Auch die Schwarzwald-Rundreise nach Sturm „Lothar“ am zweiten Weihnachtsfeiertag1999, bei der ein Anruf – „Wir brauchen ein Team“ – bedeutete den Anfang eines Abenteuers: „In Wälder zu kommen, die keine Wälder mehr waren – das war beeindruckend“. Ebenso wie die Auftragsreise für einen

Katzen mit GPS ausgestattet, damit wir dokumentieren können, was die Tiere nachts machen. Teilweise haben sie auch Kameras am Hals.“ Es scheint, als sei kein Auftrag zu abwegig, als fände Clemens Wolfsperger besondere Freude an allem, wozu anderen nur „geht nicht“ einfällt. Doch jetzt steht er erst einmal in seiner Firma in der Habsburgerstraße und verstaut seine Kamera und all das Equipment, das bei Lena, der pfiffigen Elfjährigen, im Einsatz war. „Ein berührender Dreh“, sagt der Kameramann, der sich nicht nur auf seine filmisch-gestalterischen Fähigkeiten verlassen können, sondern auch über menschliche Qualitäten verfügen muss: „Man muss nicht nur gut drehen können, sondern sich auch auf Leute und ihre Geschichten einlassen. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Empathie und Professionalität.“ Doch jetzt ist der Arbeitstag für den dreifachen Familienvater erst einmal beendet. Solange, bis das Handy wieder klingelt und es heißt „Können Sie uns ein Team stellen?“

©Fotos: bewo tv

te!

entschied, sich als Filmemacher selbstständig zu machen, statt im elterlichen Unternehmen mitzumischen. Sein Gründungskompagnon ist inzwischen ausgestiegen, Clemens Wolfsperger führt die auf neun feste und einige freie Mitarbeiter angewachsene Firma seit gut zehn Jahren als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter. „So etwas wie einen Alltag gibt es bei uns eigentlich nicht. Wir sind immer dort unterwegs, wo etwas los ist und zappen uns quasi durch die Events – etwa so, wie andere vor dem Fernseher sitzen.“ Gerade kommt er aus Kroatien zurück, wo er im größten Naturschutzgebiet Europas Impressionen für eine Arte-Reportage eingefangen hat. Mit mehreren Kameras und Mückenschutz ging es in den Flieger – zurück kam das Filmteam mit eindrucksvollen Tieraufnahmen. „’Ich hätte gerne einen Storch vor dem Mond’ war der Satz der Redakteurin, der

ordern. „Für den MDR sind wir genauso unterwegs wie für den SWR, das ZDF oder Arte. Wir sind wendig und flexibel – wenn’s drauf ankommt, sind wir in zehn Minuten einsatzbereit.“ Die Firma, die Clemens Wolfsperger („wo“) 2003 mit seinem Kollegen Ingo Behring („be“) gründete, übernimmt auch komplette Filmproduktionen und liefert Auftraggebern aller Art fertige Werke: vom Industrie- über Produkt- und Imagefilm bis hin zum Jubiläumsstreifen hat bewo TV alles im Repertoire. „Die Vielfalt ist es, die ich an meinem Beruf so liebe“, sagt der gebürtige Emmendinger, der über sein Hobby – die Fotografie – einst zu seinem Beruf kam. Den ersten Versuch mit einer Fotografenlehre hängte er zwar relativ schnell an den Nagel („da stand ich mehr hinter dem Ladentisch als hinter der Kamera“), aber nach erfolgreich absolvierter Ausbildung im elterlichen Betrieb begann er während des BWL-Studiums in Stuttgart, mit seiner Hobby-Filmausrüstung kleine Werbefilme zu drehen. So erfolgreich, dass er mit dem Abschluss in der Tasche

Annette Christine Hoch

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KiKA-Moderator André Gatzke spielt nicht nur für seinen Beruf, sondern auch für sein Leben gern – immer und überall. Als Moderator und kreativer Wirbelwind vieler Kinder-Sendungen verbreitet André Gatzke immer gute Laune. Inzwischen hat er so viele Spiele gesammelt, dass er sich einen Traum erfüllt und ein Buch daraus gemacht hat. »Das André Spielebuch« steckt voller unkomplizierter Spiel­ideen, die Kinder direkt und ohne viel Aufwand umsetzen können, insgesamt 365 Spiele fürs ganze Jahr. In »Das André-Spielebuch« wird gespielt, dass sich die Balken biegen: »Blindfisch«, »Liedergurgeln«, »Supernase«, »Schuhe Schießen«, »Erbsenzähler«, »Petri Heil«, »Balla Balla«, »Tick Tack Boom« und viele, viele mehr. Auf André Gatzkes bunter Spielewiese ist für jeden etwas dabei – egal ob drinnen oder draußen, zu Hause oder unterwegs, alleine oder mit Freunden. Wichtig ist dem Spielesammler, dass sofort los gespielt werden kann und man keine lange Vorbereitung braucht. Weil er zudem auf seine Praxiserfahrung als Ergotherapeut zurückgreifen kann, weiß André Gatzke, worauf es motorisch und kognitiv ankommt. Seine Spiele trainieren sowohl die Grob- und Feinmotorik und die kognitiven Fähigkeiten wie auch das Wort- und Sprachvermögen – ohne dass am Ende der Spielspaß und das Quatschmachen zu kurz kommen. Die kurzen Spielanleitungen leben von André Gatzkes munterem Tonfall und sprechen die Kinder direkt an: »Wer am längsten pfeifen kann, hat dieses Spiel gewonnen. Atme am bes-

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Vom Schlosser zum Sozialpädagogen Vom schwäbischen Autoliebhaber zum badischen Radfreund. Interview mit Schulsozialarbeiter Michael Keilbach.

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as Droste-Hülshoff-Gymnasium freut sich über Zuwachs: Mit Beginn des Schuljahres hat Michael Keilbach die lang herbei gesehnte Stelle des Schulsozialarbeiters angenommen. Doch wer ist der Mann, der diese wichtige Stelle übernimmt? Wie ist Ihr erster Eindruck der Schule?

Michael Keilbach: Sehr gut. Ich wurde sehr herzlich vom Kollegium aufgenommen. Erst gestern habe ich zu einem Freund gesagt, dass es zunehmend „mein“ Droste wird, ein Ort, an dem ich mich schon jetzt sehr wohlfühle. Das liegt zum einen an den vielen Menschen, die ich hier bisher getroffen habe, die mit Herzblut dabei sind. Zum anderen aber auch an den Rahmenbedingungen wie dem Gebäude, dem „Sakralbau“ Droste, der trotz des Betons durch die Lichtverhältnissen sehr hell und warm wirkt. Wie sind Sie Sozialarbeiter geworden? War es ein direkter Weg seit der Schule? Michael Keilbach: Nein überhaupt nicht (lacht). Ich habe nach der Realschule zunächst eine Ausbildung als Mechaniker gemacht und dann einige Jahre als

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Betriebsschlosser bei Porsche gearbeitet. Während des Zivildienstes, den ich im Rettungsdienst gemacht habe, stellte ich dann fest, dass es noch andere sinnvolle Dinge gibt, als flotte Autos zu bauen. So begann ich ein Studium der Sozialpädagogik. Meine erste Stelle hatte ich an einer Klinik für Kinder und Jugendliche, wo ich insgesamt zwölf Jahre in verschiedenen Funktionen gearbeitet habe. Nach einem Sabbatjahr trat ich als Schulsozialarbeiter an einer Brennpunktschule mit 90 Prozent Migrationsanteil an. Dort arbeitete ich fast drei Jahre. Eine ungewöhnliche Karriere. Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Berufen? Michael Keilbach: Nun ja, bei beiden geht es darum, dass es „rund läuft“. Allerdings ist hierin auch ein großer Unterschied zu sehen: Während die Produktionsanlagen für einen Sportwagen einfach „rund laufen“ sollen, geht es bei Menschen nicht nur darum, dass es bei den Anforderungen des Alltags „rund läuft“ , sondern vielmehr darum, dass jeder auf seine ihm individuellen und persönlichen Art sein Leben gut leben kann und mit den Anforderungen des Lebens umgehen kann. Wieso fiel Ihre Wahl auf das Droste?

Michael Keilbach

©Foto: Barbara Breitsprecher

SCHULE

Michael Keilbach: Zum einen ist es der sehr gute Ruf des DHG, der mir von Freunden, deren Sohn selbst Drosteschüler war, bestätigt wurde. Zum anderen sicherlich die Herausforderung an einem Gymnasium zu arbeiten und hier etwas komplett Neues aufzubauen zu dürfen, da es ja meine Stelle bisher nicht gab. Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Sozialarbeiter? Michael Keilbach: Ich sehe mich als „Wegbegleiter“ oder besser „Wegermutiger“. Ich möchte die Schüler und Schülerinnennnen, Eltern sowie Lehrer und Lehrerinnen unterstützen, ermutigen und ihnen den Rücken stärken. Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach die Sozialarbeit an Schulen? Michael Keilbach: Sehr wichtig zur Unterstützung all der genannten. In Situationen, wo Lehrer und Lehrerinnen aber auch Eltern zum Beispiel aus Zeitgründen im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen an ihre Grenzen geraten, haben wir als Sozialarbeiter vielleicht andere Möglichkeiten und Sichtweisen, hilfreich zu reagieren und zu unterstützen. Dabei weiß ich auch um die Scham vieler


Menschen, um Hilfe oder Rat zu bitten. Völlig selbstverständlich sehen viele den Coach im Bereich Sport und Management. In ähnlicher Weise sehe ich auch meine Arbeit als „Wegbegleiter“. Heute eine gute Partnerschaft führen und Kinder und Jugendliche als Eltern gut zu begleiten und zu selbstständigen Personen zu befähigen, halte ich für die anspruchsvollsten Aufgaben im Leben.

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Wie können die Schüler und Schülerinnen Sie erreichen? Michael Keilbach: Ich bin, wenn ich nicht gerade einen Termin außer Haus habe, Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr und Freitag von 8.30 Uhr bis 14 Uhr im Haus präsent. Erster Anlaufpunkt bei Anfragen ist mein Büro B140. Ansonsten können die Schüler und Schülerinnen jederzeit eine Nachricht in den gelben Postkasten im B-Bau einwerfen oder mich per Mail kontaktieren (Schulsozialarbeit@dhg-freiburg.de) . Ich melde mich dann zeitnah. Zur Zeit gehe ich in alle Klassen, um mich kurz vorzustellen und die Klassen kennenzulernen. Die Arbeit eines Schulsozialarbeiters zeigt sich vielfältig: Ich gehe bei Bedarf in die Klassen, um ein gutes Klassenklima zu unterstützen, für Präventionsmaßnahmen oder sonstige Projekte. Gute Sozialarbeit beginnt meiner Meinung nach damit, sich mit den Menschen an der Schule vertraut zu machen und Vertrauen zu schaffen. Wir haben noch ein paar Blitzfragen vorbereitet, die Sie bitte möglichst kurz und spontan beantworten sollen. Beenden Sie bitte den Satz:

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Darauf könnte ich am ehesten verzichten... Michael Keilbach: …obwohl ich früher bei Porsche gearbeitet habe und ein leidenschaftlicher schwäbischer Autobesitzer war, verzichte ich bereits seit 13 Jahren auf ein eigenes Auto. Darauf würde ich niemals verzichten... Michael Keilbach: ...auf meine Fahrräder! Diese Person aus der Geschichte würde ich gerne treffen... Michael Keilbach: ...Mahatma Gandhi (1869-1948), der indische Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist hat trotz vieler äußerer Widerstände an seiner Überzeugung der Gewaltlosigkeit und Gleichwertigkeit Interview: Jochen Brandt von Menschen festgehalten.

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Chemie mal anders Vom „guten“ Broccoli und „bösen“ Zucchini Schüler des Droste-HülshoffGymnasiums erkunden Struktur und Eigenschaften von Vitamin C

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as diesjährige Motto der UNESCO-Projekttage „Schau hin – misch‘ dich ein“ legten einige Schülerinnen und Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums naturwissenschaftlich aus und nahmen eine vermeintlich wohlbekannte Substanz unter die Lupe. Mit Hilfe eines von der Novartis AG gestifteten UV-Spektrometers konnten Untersuchungen durchgeführt werden, die nahe an der biochemischen Forschung angesiedelt sind und im „normalen“ Chemieunterricht nicht möglich gewesen wären.

©Foto: Droste-Hülshoff-Gymnasium

Ascorbinsäure, umgangssprachlich Vitamin C genannt, ist ein organisches Molekül mit bemerkenswerter Struktur, woraus sich ebenso bemerkenswerte Stoffeigenschaften ergeben. Es fängt schon damit an, dass im Molekül gar keine „richtige“ Säuregruppe vorhanden ist, wie es sich für eine normale Carbonsäure gehören würde. Warum es sich aber dennoch wie eine Säure verhält, kann man nur verstehen, wenn man bei der

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Struktur sehr genau hinschaut. Eine dabei sehr hilfreiche Methode zur Strukturuntersuchung ist die Spektroskopie mit ultraviolettem Licht, kurz UV-Spektroskopie genannt, denn im UV-Spektrum unterscheiden sich die protonierte (saure) und die deprotonierte (basische) Form der Ascorbinsäure erheblich. Aber der vielleicht größte biologische Nutzen dieses Moleküls beruht auf einer anderen Eigenschaft: es lässt sich sehr leicht oxidieren und übernimmt dabei die Rolle eines „Radikalfängers“, wobei in die Zellen eindringende „freie Radikale“ unschädlich gemacht werden, bevor sie körpereigene Moleküle angreifen. Auch dies kann man mit Hilfe der UV-Spektroskopie nachweisen. Die UV-Spektroskopie leistet jedoch noch mehr: in zeitabhängigen Messungen kann man verfolgen, wie schnell Ascorbinsäure abgebaut wird, beispielsweise durch den Kontakt mit Luftsauerstoff. „Es ist schon ziemlich überraschend zu sehen, dass Vitamin C in einer wässrigen Lösung schon nach etwa sechs Minuten zur Hälfte abgebaut ist“, staunte Sarah Henschelmann (10. Klasse). „Das bedeutet, dass man Obst und Gemüse nach dem Schälen oder Zerkleinern sehr schnell verzehren sollte, sonst hat man nicht mehr viel vom hohen Vitamin C-Gehalt“, ergänzt Anika Längin (Kursstufe 1). Wie viel Ascorbinsäure aber in verschiedenen Lebensmitteln ent-

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halten ist, lässt sich am besten mit klassischen Analysenverfahren ermitteln. „Dass Zitronen in der Spitzengruppe liegen, weiß man ja bereits“, fasst Jonas Chudzinsky die Ergebnisse zusammen, „aber dass Sauerkraut beinahe ebenso gut ist, ist vielleicht nicht ganz so bekannt. Und von den grünen Gemüsen punktet Broccoli am höchsten.“ Dagegen wurde bei Zucchini ein ausgesprochen geringer Vitamin C-Gehalt ermittelt. Sollte da etwa noch mehr dahinter stecken? „Um dies zu untersuchen, haben wir einen Zucchini-Extrakt hergestellt, der möglichst keine Zellbestandteile mehr enthält, und diesen dann gleich im Spektrometer zu einer Ascorbinsäure-Lösung gegeben“, erläutert Chemielehrer Dr. Thomas Kellersohn die weitere Vorgehensweise, „und siehe da: beinahe schlagartig sinkt der Vitamin C-Gehalt auf Null. Das zeigt, dass in Zucchini ein Enzym enthalten ist, welches Ascorbinsäure aktiv abbaut.“ Zucchini als Vitamin C-Killer? „Ja, ganz recht. Deshalb sollte man Zucchini nicht roh mit anderen Gemüsen zusammenbringen – z.B. in einem Smoothie. Und beim Kochen wäre es vorteilhaft, Zucchini zuerst getrennt von anderen Gemüsen zu erhitzen, das setzt dieses Enzym außer Gefecht.“ Ob es auch andere Obst- und Gemüsearten gibt, die solch ein Enzym enthalten? Dazu kann die Projektgruppe leider nichts sagen, denn wie immer gingen die drei Tage viel zu schnell vorbei. „Aber es gibt ja auch noch andere Gelegenheiten, dies zu untersuchen, zum Beispiel bei Jugend Jochen Brandt forscht“, lächelt Thomas Kellersohn.

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D R AU S S E N

Win-Win-Situation Der Schwarzwaldverein verlegt regionalen Wanderweg zwischen Bergstation Schauinsland und dem Kohlerhau über den Stäpfelefelsen, um Konflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern zu entschärfen.

D

er Schwarzwaldverein verlegt in Abstimmung mit dem Forstamt und dem Mountainbikeverein Freiburg ein Stück seines regionalen Wanderweges. Seit beim Kybfelsen eine Mountainbikeabfahrt eingerichtet wurde, nutzen immer mehr Radfahrer den mit blauer Raute markierten Wanderweg, der zum Teil als schmaler Pfad vom Schauinsland zum Kybfelsen führt, als Zufahrt zum Canadian Trail. Der Schwarzwaldverein verlegt deshalb den Wegverlauf zwischen der Bergstation Schauinsland und dem Kohlerhau auf eine alternative Strecke, die bislang als örtlicher Wanderweg mit der gelben Raute markiert war. Die neue Wegführung über den Stäpfelefelsen ist landschaftlich attraktiver, allerdings auch etwa einen Kilometer länger. Die Kosten für die Ummarkierung trägt die Stadt Freiburg. Da die Wanderwege des Schwarzwald-

vereins in netzartiger Struktur verbunden sind, müssen nun auf zahlreichen Schildern die Entfernungsangabe und Ziele angepasst werden müssen. Für den Schwarzwaldverein ist die Maßnahme trotz der anfallenden Mehrarbeit eine Win-Win-Situation. „Durch die Umlegung gewinnt der regionale Wanderweg an Attraktivität, da er nun an der Westseite des Schauinsland herrliche Aussichten ins Rheintal bietet“, ist sich auch Bezirkswegewart Lothar Pforte sicher, der die Ummarkierung am Schauinsland mit seinen Helfern koordinierte. „Wichtig ist uns aber auch, das Konfliktpotential zwischen Wanderern und Mountainbikern durch die teilweise getrennte Wegführung zu entschärfen“. Der Schwarzwaldverein ist Mitträger der Toleranzkampagne „Gemeinsam Natur erleben“, die sich für ein gutes Verhältnis zwischen Wanderern und Mountainbikern sowie gegenseitige Rücksichtnahme stark macht.

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tetes Wissen ans Licht. Orts- und Flurnamen, Sagen und lokale Überlieferungen lassen sich unmittelbar im Gelände auffinden. Überwachsene Trassen, geheimnisvolle Hohlwege, rätselhafte Straßenkörper, Steinbauten, Mau-

Rennweg

Sautiers

zeit zurückverfolgen. Seine Blütezeit hatte die Verbindung im ersten und zweiten vorchristlichen Jahrtausend, in der Bronze- und Eisenzeit. Soweit die geschichtliche Herleitung des »Hotzenweges«, die der Journalist und Historiker Roland Weis bereits in seinem Buch „Magisch – Mystisch – Megalithisch“ beschreibt. Jetzt belegt er die Annahme: Zu Fuß macht er sich auf Spurensuche

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Weis Roland

Gewerbekanal

ern, Landschaftsmarken und immer wieder künstliche Wegweiser aus Fels und Stein markieren den Wegverlauf. In insgesamt 21 Etappen stellt Roland Weis diesen knapp 100 Kilometer umfassenden »Hotzenweg« vor. Er beginnt bei der Rheinfurt in Wallbach bei Säckingen, steigt auf nach Rickenbach im Hotzenwald, Ei ch führt südlich vonstetHerte rS tra rischried am Gugelberg ße vorbei, überwindet Berg und Tal bis nach DachsRe berg, quert nn das Albtal bei we g St. Blasien und passiert Freiburg-Herdern am Schluchsee seine Passhöhe, ehe er über Lenzkirch, Rötenbach und Mistelbrunn das Bregtal erreicht und von dort dem keltischen Fürstensitz Magdalenenberg bei Villingen zustrebt. Streckenkarten und Wegbeschreibungen laden die Leser zur eigenen Erkundungstour ein.Tenne

Dunkelheit, Regen, Nebel und blendende Scheinwerfer sind für viele von uns große Herausforderungen beim Autofahren, das macht häufig unsicher und stresst. Christian Danner, ehemaliger Formel 1-Pilot und heutiger Fahrsicherheitsexperte, empfiehlt Drive Safe Brillengläser von Zeiss – die schaffen Abhilfe. DriveSafe Brillengläser erhalten Sie im Relaxed Vision® Center. Albrecht Optik – Ok str wir schärfen Ihren Blickenfür aß Qualität. e hu

und schreitet den vermuteten Weg durch den Südschwarzwald Kilometer für Kilometer ab. Dabei bringt er verschüt-

Im Relaxed Vision® Center:

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Es gab schon in vorchristlichen Zeiten eine Wegverbindung durch den Südschwarzwald. Sie verband den Oberlauf der Donau mit dem Hochrhein. Teile dieses Weges lassen sich bis in die Stein-

Das Tourenangebot reicht vom kurzen Spaziergang zum hübsch gelegenen Weingut bis zur langen Wanderung durch

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Winzerdörfern wunderbar erkunden. Das Rother Wanderbuch »Weinwandern Südbaden« präsentiert 45 Wanderungen, die zu schönen Winzerhöfen und urigen

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abwechslungsreiche Weinlandschaften. Der Großteil der vorgestellten Wanderungen führt durch die großen Weinanbaugebiete Ortenau, Breisgau und Markgräflerland. Natürlich dürfen auch der Kaiserstuhl und der benachbarte Tuniberg nicht fehlen. Alle Tourenvorschläge verfügen über exakte Wegbeschreibungen, Kartenausschnitte mit eingezeichnetem Routenverlauf und aussagekräftige Höhenprofile. GPS-Daten stehen zum Download bereit.

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Straußenwirtschaften führen. Eine Weinprobe im Winzerkeller oder gar inmitten der Reben wird zu einem ganz besonderen Erlebnis.

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Wein und Wandern – was für eine genussvolle Kombination! Im Süden Badens finden sie perfekt zusammen: Auf sonnenverwöhnten Rebhängen gedeihen einige der besten Weine Deutschlands. Und auf herrlichen Wanderwegen lässt sich die liebliche Region mit ihren Weinbergen und

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SCHMECKEN

Aus dem Markgräflerland

Pastinaken-Apfel-Suppe ©Foto: Elisabeth Zumkehr

Sonnenverwöhnte Streuobstwiesen und Weinberge, bunte Bauerngärten und alte Gaststätten: Die Markgräflerin Elisabeth Zumkehr zeigt Rezepte aus ihrer Heimat – allesamt vegetarische Köstlichkeiten.

Zubereitung: 1. Die Pastinaken waschen und schälen. Mit einem Sparschäler von einer Pastinake der Länge nach 16 dünne Streifen abschälen, den Rest in mittelgroße Würfel schneiden. 2 . Die Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Äpfel waschen, entkernen und Stücke schneiden. Die Schalotten waschen, schälen und würfeln. 3. In einem größeren Topf die Butter zerlassen, Scha- lotten und Apfelstücke andünsten. Nun die Pastinaken und Kartoffelwürfel hineingeben und ca. 5 Minuten mitdünsten lassen. 4. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und 20 Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen lassen. 5. Die Sahne dazugeben und die Suppe mit einem Pürierstab cremig pürieren. 6. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Wunsch abschmecken. 7. In einer kleinen Pfanne das Rapsöl erhitzen, die Pastinakenstreifen darin goldgelb frittieren, auf einem Küchentuch das Fett abtropfen lassen. 8. Den Thymian waschen, trocknen und vom Stiel abzupfen. 9. Die Suppe mit den Pastinakenstreifen, rosa Pfefferkörnern und dem Thymian garniert servieren.

Zutaten 400 g Pastinaken 2 Kartoffeln 2 Äpfel, am besten Boskop 2 Schalotten 1 EL Butter 1 l Gemüsebrühe 100 ml Sahne Salz Pfeffer

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Einem Genuss-Streifzug durch Dörfer, Bauerngärten und Streuobstwiesen des Markgräflerlands gleicht das ganz neu erschienene vegetarische Kochbuch von Elisabeth Zumkehr aus Kandern. Ein Kapitel widmet sie darin auch dem Wiiwegli und stellt Straußen und traditionelle Gaststätten vor. Die herbstliche Pastinaken-Apfel-Suppe ist ein echtes Gaumenerlebnis.

Muskatnuss 4 EL Rapsöl Etwas Thymian, frisch Rosa Pfefferkörner Arbeitszeit: 20 Minuten Kochzeit: 25 Minuten Zubehör: Pürierstab

Die vegetarische Köchin Elisabeth Zumkehr macht sich die regionale Küche kreativ zu eigen und stellt in ihrem neuen Kochbuch Markgräfler Rezepte mit passenden Weinempfehlungen vor. Elisabeth Zumkehr, Vegetarisch unterwegs im Markgräflerland, Narayana Verlag Kandern 2016, 24,80 Euro


GENIESSEN

Panorama Hotel Mercure

Herrlicher Blick Nach umfassenden Renovations- und Erweiterungsmaßnahmen hat das Panorama Hotel Freiburg unter Eric Lassiaille einen eindrucksvollen Wandel vollzogen. Der Franzose hat das Haus im Jahr 2008 übernommen und über die Zeit von acht Jahren mit einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro sukzessive umgebaut. Als Eigentümer und Patron hat er die Atmosphäre ebenso wie die Speisekarte nachhaltig mit eigener Handschrift geprägt. „Gute Konzepte gibt es viele, doch es sind die Menschen, die das Erlebnis gestalten und die es ausmachen“, so das Credo des Wahl-Freiburgers Eric Lassiaille. Im Zuge der Renovierungen wurde neben den Hotelzimmern auch die gesamte Haustechnik, inklusive Blockheizkraftwerk, Heizkessel, Warmwasser, Klimaanlage und Schwimmbad erneuert. Auch in zeitgemäßen Brandschutz wurde investiert. Die für die Gäste eindrucksvollsten Neuerungen sind jedoch sicherlich die Freisitzterrassen des Panorama Hotels. Oberhalb von Herdern, am Hang des Waltersbergs gelegen, bieten sie einen höchst eindrucksvollen Blick über die ganze Stadt. Es gibt nun drei erweiterte und erneuerte Terrassen auf verschiedenen Ebenen: Die Restaurantterrasse „Chez Eric“ mit 170 Plätzen, die Terrasse „La Riviera“ mit rund 200 Plätzen sowie die Terrasse „La Provence“ mit 250 bis 300 Plätzen. Ob ausgedehnter Brunch oder zünftige Brotzeit, Fingerfood, Buffet oder Menu, bretonische Austern, Roastbeef am Stück oder badischer Wurstsalat – das Panorama Hotel bietet einen perfekten Rahmen für private oder geschäftliche Treffen aller Art, vom romantischen Candle-Light-Dinner über Hochzeiten, Geburtstage und andere Familienfeste bis hin zu außergewöhnlichen Einladungen und Anlässen mit bis zu 250 Personen. Die räumlichen Kapazitäten sind

WIR FREUEN UNS AUF SIE

©Foto: Panorama Hotel

Nach acht Jahren sind die Renovierungsarbeiten im Panorama Hotel abgeschlossen. Hotelbesitzer Eric Lassiaille hat acht Millionen investiert. Neu gestaltete Terrassen bieten einen großartigen Ausblick über Freiburg.

ebenso großzügig und flexibel wie das kulinarische Angebot: gefeiert werden kann im Restaurant „Chez Eric“, in den neu gestalteten Veranstaltungsräumen und auf den herrlichen Terrassen mit freiem Blick und unnachahmlicher Panoramasicht. Eric Lassiaille setzt stark auf Teamgeist und respektvolles, wertschätzendes Miteinander. So erscheint seit dem Sommer unter dem Titel „Wir“ auch ein hauseigenes Eventmagazin, das die anspruchsvolle Kulinarik, raffinierten Arrangements und die aufmerksame Haltung gegenüber den Gästen zeigen soll. „Wir haben unsere Persönlichkeit im gemeinsamen Auftreten und unsere Identität in der Küche gefunden“, freut sich der Chef. bb

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A LT E R F R I E D H O F

Elisabeth Utz & Ingrid Kühbacher

Auf dem Friedhof zu Hause Wie fühlt es sich an, auf einem Friedhof zu wohnen? Ein Gespräch mit zwei Kennerinnen des Alten Friedhofs, Elisabeth Utz und Ingrid Kühbacher

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emeinsam mit ihrem Mann lebt Elisabeth Utz im ehemaligen Gärtnerhäuschen neben der Kapelle auf dem Alten Friedhof. Auch Ingrid Kühbacher fühlt sich in der parkartigen Anlage in Herdern fast schon zu Hause: Seit 1980 leitet sie Führungen über den Alten Friedhof. Elisabeth Utz: Der Friedhof war mir schon immer vertraut: Ich komme aus der Starkenstraße und habe aus meinem Fenster auf den Platz geschaut. In meiner Jugendzeit gab es auch mal die eine oder andere Liebschaft auf dem Alten Friedhof... da waren so viele Büsche, man konnte sich so gut verstecken. Später hat dann meine Mutter im Heiliggeiststift gelebt und ich bin oft hier mit ihr spazieren gegangen. Und habe dabei immer dieses Haus

Zwei Frauen, deren Leben eng mit dem Alten Friedhof in Herdern verbunden ist: Ingrid Kühbacher (links) und Elisabeth Utz (rechts)

Auszeichnung

Vergangenen Juni wurde Ingrid Kühbacher die Ehrenmedaille der Stadt Freiburg von Oberbürgermeister Dieter Salomon verliehen. Über Jahrzehnte hinweg hat sie sich ehrenamtlich für den Erhalt des Alten Friedhofs eingesetzt. Sie erforschte die Geschichte der Familien aus Freiburg und Umland, deren Grabmale sich dort befinden, und veröffentlichte ihr Wissen in ihrem Buch „Sie lebten in Freiburg – Erinnerungen beim Gang über den Alten Friedhof“. Viele Jahre war sie Vorsitzende der „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Freiburg e.V.“ .

©Foto: Barbara Breitsprecher

Ehrenmedaille an Ingrid Kühbacher

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angeschaut: „Da mal zu wohnen, das wär’s!“ Damals wohnten wir in einem Neubau im Wildtal, was zwar praktisch war, aber nicht wirklich schön. In einem alten Haus zu wohnen, war ein Traum. Und plötzlich hat sich ein Mieterwechsel ergeben. Als wir davon erfuhren, haben wir beim Liegenschaftsamt angefragt und Kontakt mit der Mieterin aufgenommen. Es war die Witwe des letzten Friedhofgärtners, die mit ihrer Tochter im Haus wohnte. Die Atmosphäre war sehr speziell: Es war dunkel, ohne Bad, mit einzelnen Öfen und furchtbar verbaut. Wir haben dann gefragt, ob wir es mieten könnten, die Stadt sagte Ja, unter der Bedingung, dass wir selbst investierten. Wir haben dann viel Geld in das Haus gesteckt. Schon als die ersten Renovierungsarbeiten erfolgten, der alte Boden abgetragen und der Putz abgeschlagen war, kamen wunderbare Dinge zum Vorschein: die schönen Rundungen über den Fenstern etwa. Kurz nachdem wir mit dem Renovieren angefangen hatten, hat Lothar – der Sturm vom Zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 – 20 große Bäume umgeworfen. Dadurch wurde der Friedhof von der Atmosphäre viel heller. Inzwischen wohnen wir sehr gern hier. Irgendwie habe ich das Gefühl, wir passen zueinander: das Haus und wir. Ich fühle mich auch mit den Gräbern drum herum wohl. Ingrid Kühbacher: Ich habe euch bewundert, als ihr hier eingezogen seid. Ich hätte Angst, nachts, so ganz allein auf dem Friedhof. Elisabeth Utz: Das habe ich vorher getestet. Im November, bevor wir uns an die Renovierung wagten. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, wenn es dunkel ist und ich über den Friedhof gehe. Es war dunkel, das Tor war noch offen, ich bin herumgelaufen. Und es hat mich nicht gegruselt. Manchmal ist es hier stockdunkel, manchmal scheint der Mond. Dann werfen die Bäume Schatten – das ist fantastisch. Ich fühle mich hier einfach beschützt. Ich komme rein, schließe das Tor auf und mache es hinter mir wieder zu. Ingrid Kühbacher: Auch ich habe eine enge Verbindung zum Alten Friedhof. Ich habe ich eine Familienchronik geschrieben, der ich die Tagebuchaufzeichnungen meiner Mutter zugrunde gelegt habe. Sie kam im zweiten Semester aus Norddeutschland nach Freiburg, um hier Medizin zu studieren. Am ersten Tag in Freiburg trafen sie und ihre Freundin zwei gutaussehende junge Männer. Der eine von ihnen wurde dann später mein Vater. Er fragte, ob man sich nicht am nächsten Tag wieder treffen könnte, sie hat sich dann ein

bisschen geziert und in ihr Tagebuch geschrieben, dass sie das, kaum dass sie zu Hause war, bitter bereut hat. Zum Glück haben die beiden Freundinnen die jungen Männer wieder getroffen. Mein Vater hat ein Rendezvous vorgeschlagen – und zwar hier auf dem Alten Friedhof. In dem Tagebuch findet sich eine lange Abhandlung über diesen wunderschönen Ort. Und mein Vater hat mir später, als ich als Stadtführerin unterwegs war, vorgeschlagen, Führungen auf dem Alten Friedhof zu machen. Fast 190 Jahre lang wurde der Alte Friedhof aktiv genutzt, von 1683 bis 1872. Heute ist die Anlage, die nach der letzten Beerdigung an Allerheiligen 1872 stillgelegt wurde, einer der letzten vollständig erhaltenen Friedhöfe Deutschlands. Die Legende besagt, dass dieser Umstand dem Architekten und Barockkünstler Johann Christian Wentzinger zu verdanken ist, der sein Vermögen dem Freiburger Stiftungsfond unter der Bedingung vermachte, dass sein Grab auf dem Alten Friedhof „auf ewige Zeiten“ gesichert sein möge. Elisabeth Utz: Zu uns kommen viele Menschen, teilweise von weither, mit Interesse an Verwandten, die hier liegen. Wir haben ein Register und große Ordner mit Fotos von allen Grabsteinen und Inschriften. Dann schauen wir nach und suchen. Ich mag diese Kontakte. Wenn ich so um das Haus herumgärtnere, bleibt oft jemand stehen und wir schwätzen. Das genieße ich – ein Vorteil an diesem öffentlichen Platz, an dem wir wohnen. Wir organisieren auch Konzerte in der Kapelle oder Lesungen. Auch Taufen und

Veranstaltungs-Tipps Am 6. November ist „Tag des Alten Friedhofs“. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Freiburg im Breisgau e. V. lädt ab 14 Uhr zu Führungen, Konzert und kleiner Bewirtung ein. An den Donnerstagen im Advent finden morgens um 6.30 Uhr Gottesdienste in der Michaelskapelle auf dem Alten Friedhof statt, Elisabeth und Bernhard Utz laden zu Kaffee und Butterbrot ein. Die nächsten Führungen mit Ingrid Kühbacher finden im Frühjahr 2017 statt. n Näheres unter www.alter-friedhof-freiburg.de

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Hochzeiten gibt es. Gerne zeige ich auch die Kapelle.

©Foto: Barbara Breitsprecher

Ingrid Kühbacher an ihrem Liebelingsrab auf dem Alten Friedhof: die „Schlafende“, auf deren Grabstein stets frische Blumen liegen.

©Foto: Barbara Breitsprecher

A LT E R F R I E D H O F

Ingrid Kühbacher: Mir fällt heute der Verlust der Friedhofskultur auf. Das anonyme Begräbnis tritt zunehmend in den Vordergrund. In der Zeit, als der Friedhof angelegt wurde, hat Friedhofskultur eine ganz große Rolle gespielt, auch die Gestaltung der Grabsteine: Man hat die Verstorbenen auf dem Grabstein dargestellt, die trauernde Familie, rührende Grabinschriften. Elisabeth Utz: Ich lese gerne die Berufsbezeichnungen. Das finde ich interessant und vermisse sie auf den neuen Gräbern. Nirgendwo liest man: „IT-Spezialist“ oder so etwas. Meist sind nur noch Name, Geburts- und Sterbejahr zu lesen. Man erfährt nichts über den Menschen, der da im Grab liegt. Diese Schicksale, die dahinterstehen. Ingrid Kühbacher: Mein Lieblingsgrab ist das des liegenden Mädchens – das Symbol für ewige Liebe. Caroline Christine Walter aus Opfingen starb 1867 als 17-Jährige an Schwindsucht. Seit ihrer Beisetzung ist das Grab fast täglich mit frischen Blumen geschmückt. Um den oder die rätselhaften Spen-

Elisabeth Utz und ihr Mann fühlen sich sehr wohl in ihrem Häuschen auf dem Alten Friedhof, das sie komplett renoviert haben.

der ranken sich zahlreiche Legenden.

Elisabeth Utz: Ich glaube, dass das jeder gerne für sich hätte: dass irgendwer noch 150 Jahre nach dem eigenen Tod frische Blumen auf das Grab legt. Ingrid Kühbacher: Der Volksmund sagt, dass es der Geliebte sei… Elisabeth Utz: Der Klavierlehrer… Mir gefällt, dass hier Tod und Leben gleichzeitig eng beieinander sind. Meine Enkel sind neun und sieben und spielen gerne Verstecken. Es gibt hier phantastische Verstecke! Manchmal gibt es hier auch Kindergeburtstage. Da geht es dann laut und fröhlich zu, das finde ich sehr schön. Ingrid Kühbacher: Manchmal komme ich auch außerhalb der Führungen hierher, einfach um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Wenn ich von meinem Zuhause in der Okenstraße in die Stadt gehe, spaziere ich immer über den Alten Friedhof. Und klingle ab und zu bei Utzens, um Hallo zu sagen. Das Gespräch zeichnete Annette Christine Hoch auf

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TIPPS

Karikaturen-Ausstellung

Im Spiegel der Karikatur

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um dritten Mal zeigt das Verbandshaus von Südwestmetall Freiburg in der Lerchenstraße 6 in einer Ausstellung zahlreiche Karikaturen, die ein ganz besonderes schräges Licht auf die deutsche Wirtschaftsgeschichte der vergangenen 70 Jahre wirft. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Oktober täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Bitte an der Eingangstüre des Verbandshauses läuten.

Sieben Jahrzehnte Soziale Marktwirtschaft: Südwestmetall Freiburg zeigt in seinem Verbandshaus, Lerchenstraße 6, mit Karikaturen eine besondere Rückschau auf die deutsche Wirtschaftsgeschichte.

Zu sehen sind Karikaturen von Roland Beier, Rolf Peter Bauer, Peter Bensch, Rudolf Donath, Nik Ebert, Klaus Espermüller, Horst Haitzinger, Walter Hanel, Wolfgang Hicks, Jürgen Janson, Matthias Kiefel, Hanns Erich Köhler, Kostas Koufogiorgos, LUFF (Rolf Henn), Johann Mayr, Dirk Meissner, Burkhard Mohr, Werner Nydegger, Christine Pfohlmann, Erich Rauschenbach, Heiko Sakurai, Karl-Heinz Schoenfeld, Reiner Schwalme, Schwarwel, Christine Sieling, Klaus Stuttmann, Jan Tomaschoff, Jürgen Tomicek, Götz Wiedenroth, Fritz Wolf und Jupp Wolter.

Klaus Stuttmann (2015)

„Halali!“ Waidmanns Heil!

„Na, komm doch schon hoch!“

„Na, komm doch schon hoch!“ Bundeskanzler Helmut Kohl, ­W irtschaftsminister Graf Lambsdorff, Finanzminister Stoltenberg Walter Hanel (1982) (dahinter) und Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm wollen die wirtschaftliche Talfahrt beenden und beschwören den Aufschwung. Bundeskanzler Helmut Kohl, Wirtschaftsminister Graf Lambsdorff, Finanzminister Stoltenberg (dahinter) und Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm wollen die wirtschaftliche Talfahrt beenden und beschwören den Aufschwung.

Finanzminister Schäuble freut sich über die schwarze Null. Aber da war doch noch was … „Halali!“ Waidmanns Heil! Finanzminister Schäuble freut sich über die schwarze Null. Aber da war doch noch was …

LUFF / Rolf Henn (2014)

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TIPPS

Kunstausstellung der Freiburger Straßenschule

„Draußenseiter“ Gegenwartskunst junger Obdachloser

Kunst im Schulhaus Jubiläumsjahr des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Ausstellung „kunstmachtgroß“

©Foto: Barbara Breitsprecher

Bis zu den Herbstferien ist das Droste-Hülshoff-Gymnasium auch ein Kunstmuseum. Gezeigt wird die Ausstellung „kunstmachtgroß“ Schulleiter Martin Rupp sieht in der Ausstellung „ einen guten Start für das Hausjubiläumsjahr, in dem es bewusst nicht nur um das Gebäude gehen soll, sondern auch um dessen Inhalte“. Das Jubiläumsjahr wird mit mehreren Veranstaltungen und Aktionen über das Schuljahr hinweg verteilt gefeiert werden. Die Ausstellung im Schulhaus des Droste-Hülshoff-Gymnasiums ist noch bis 28. Oktober zu sehen.

Mit „Draußenseiter“ gestalten wohnungslose Jugendliche einer Kunstausstellung. Die kontinuierliche und regelmäßige Arbeit an einem eigenen Kunstwerk ermöglicht es den jungen Menschen neue Lern- und Entwicklungsräume zu erschließen. In ihren Werken verarbeiten sie, was sie bewegt, was sie erlebt haben und was es für sie bedeutet, „draußen“ zu sein. Organisiert wird die Ausstellung im Kulturaggregat, Hildastraße 5, von der Freiburger Straßenschule, einer Einrichtung für Jugendliche und junge Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind. Der Anlaufstelle ist ein Kunstraum angeschlossen, der den jungen Menschen für Arbeiten an eigenen künstlerischen Arbeiten offen steht, ein Angebot das gerne angenommen wird. Durch die öffentliche Ausstellung ihrer Kunstwerke erfahren die Jugendlichen Anerkennung und Wertschätzung, ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt und eine veränderte Selbstwahrnehmung ist möglich. Mit der Ausstellung werden die meist unsichtbaren „Draußenseiter“ somit als Bürger der Stadt sichtbar gemacht. Die Bilder und Skulpturen sind Ausdruck ihrer Lebenswelt. Indem die Jugendlichen in ihren Werken zeigen, wer sie sind, was sie denken und was sie können, wird ihre Teilhabe und Präsenz in der Stadt gestärkt. Zu sehen sind Skulpturen, Sprayarbeiten, Drucke und geklebte Collagen, Werke aus Acrylfarben oder Bleistift. Der Kunstverein Kulturaggregat ist der Straßenschule in besonderer Weise verbunden: In der Satzung ist festgelegt, dass bei Auflösung des Vereins das verbleibende Vermögen an die Straßenschule gespendet wird. n Die Ausstellung ist vom 2. bis 16. Dezember im Kulturaggregat, Hildastraße 5, zu sehen. Die Vernissage am 2. Dezember beginnt um 19 Uhr, unter anderem mit einem Auftritt der Straßenschule-Band „Tunnelblick“, eine Masken-Performance der Theatergruppe und die Präsentation eines selbstgedrehten Musikvideos.

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44 | Freiburg Herdern Stadtteilmagazin


TIPPS

Meldung

Kein Bombenfund in der Mozartstraße/ Wintererstraße Glücklicherweise keine Evakuierung notwendig In der Mozartstraße/Wintererstraße wurde nun glücklicherweise doch keine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Experten haben diesen Bereich routinemäßig nach möglichen Bomben untersucht. Im Zuge von Bauarbeiten in der Kreuzung Mozartstraße/Wintererstraße, wo der Kanal erneuert wird, wurde das Gebiet auch auf einen möglichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Hätte sich ein Bombenfund bestätigt, hätten 2800 Menschen in einem Umkreis von 500 Metern evakuiert werden müssen.

Kabarett

Wie sagen wir‘s dem Volk Matthias Deutschmann

Das Opus Dreizehn von Matthias Deutschmann, dem Mann mit dem Cello, ist ein Programm über die öffentliche Meinung und ihre tägliche Herstellung. Ein Abend über Desinformation, Geheimdienste, Staatskabarett, Verschwörungstheorien und eine Kanzlerin, die alles verwaltet und nichts entfaltet. Bevor Sie sich in die politikfreie Komfortzone der Republik verdrücken, sollten Sie sich das neue Programm, wie immer hochintelligentes Polit-Theater, ansehen. Der Freiburger macht auch nach drei Jahrzehnten ein Edelkabarett, hinter dem ein brillanter Kopf steckt. n Matthias Deutschmann, Wie sagen wir‘s dem Volk (Politisches Kabarett), Vorderhaus Freiburg, Sonntag, 27. November, 19 Uhr

Musikkabarett

Simon & Jan Halleluja Die neuen Shooting-Stars der Kabarett-Szene werden mit Preisen geradezu überschüttet (Prix Pantheon 2014, Deutscher Kleinkunstpreis 2016, Bayerischer Kabarettpreis 2016 und mehr). Sie spielen Gitarre wie junge Götter und werden gelobt für ihren engelsgleichen Harmoniegesang. Doch der Teufel sitzt am Teleprompter. Was für ein Kontrast! Was für ein Himmelfahrtskommando! Und dann irgendwie doch Halleluja! – was für ein hochmusikalisches, atemberaubendes Programm! n Simon & Jan, Hallelija (Musikkabarett), Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr, Vorderhaus Freiburg

Kabarett

Er hat die Schnauze voll… …Und so purzeln die Worte ins Freie, damit er wieder Luft holen kann. Volkmar Staub weiß, wer den Mund nicht so voll nehmen will, muss schauen, dass er ausspuckt, was auf der Zunge liegt. Das ist der Unterschied zum Tennis. Kabarett gewinnt man mit den Sätzen, die man verliert. Und dann die politische Rückhand durchzieht, bis man sie auf den Punkt bringt. Staubs Texte sind die Antwort auf die Bankenkrise und sein Motto lautet: Lieber Lustschriften als Lastschriften. Und seine Figuren – von Winnetou bis Paranoia-Paul - sind der vergnügliche Beweis: Charaktermasken sind lustiger als Fasnachtslarven oder die täglichen Fernsehfressen. n Volkmar Staub, Ein Mund voll Staub (Kabarett), Sonntag, 6. November, 19 Uhr, Vorderhaus Freiburg

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T IBPDPRS U C K A Buch-Tipp

Coffee to go in Togo Markus Maria Weber hat sich allein mit dem Rad auf den Weg gemacht – durch 26 Länder, auf über 14.000 Kilometer. Ein Auszug aus dem Buch:

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s war ein frostiger Montagmorgen im November. Die Sonne war gerade aufgegangen und badete die kühlen grauen Betonsäulen des Düsseldorfer Hauptbahnhofs in einem warmen orangen Licht. Die krächzende Durchsage kündigte den mir bekannten Zug an: ICE 527 Wetterstein von Dortmund nach Nürnberg. Den Fahrplan kannte ich auswendig, der ICE fuhr die schnelle Strecke, hielt nur in Köln Messe/Deutz und Frankfurt Flughafen. In einer Stunde und dreißig Minuten würde ich am Frankfurter Hauptbahnhof aussteigen und mich in den wartenden schwarzen A8 setzen, der mich zu einem Frankfurter Geldinstitut fuhr. Kurz nach neun würde ich die Bank betreten, freundlich lächelnd die ersten Hände der drängelnden Kunden und Kollegen schütteln, und meine Arbeitswoche würde beginnen. Sie würde beginnen mit dem Hochfahren meines Rechners und dem Lesen meiner E-Mails. Mit den immer gleichen, sinnfreien Meetings und mit immer neuen, fantastischen Wünschen der Kunden. Wenn ich Glück hätte, würden die monotonen Tätigkeiten aufgehellt werden durch einen cholerischen Wutanfall des Projektleiters oder ein belangloses Bundesliga-Streitgespräch mit den Kollegen in der Kaffeeküche. Hoffentlich war die Woche bald zu Ende, dachte ich. Mit einem lauten Quietschen fuhr der ICE ein, und zusammen mit einer Schar junger Männer und Frauen in dunklen Anzügen und strengen

Kostümen nahm ich neben der Zugtür Aufstellung. Am Nebeneingang drängelte sich ein bärtiger, aufgedunsener Mann grob ins Innere. Mit bayrischem Akzent forderte er eine ältere, in orangene Leinenhosen gehüllte Dame auf, ihm Platz zu machen. Dann verschwand er brummend hinter seinem dicken Rollkoffer im überfüllten Wagen der zweiten Klasse. Ich folgte dem steten Strom aus dunklen Anzügen und Kostümen in den ruhigen Bereich der ersten Klasse. Hier gab es keinen wild gestikulierenden bayrischen Rüpel und keine in Esoterikfarben gekleideten Damen. Hier gab es nur adrette, junge Menschen, in dunkler, tailliert geschnittener Businesskleidung. Wie ein Schwarm fleißig dienender Ameisen bewegten sie sich stetig und unauffällig vorwärts. Jede Ameise hielt in der rechten Hand den Griff eines schwarzen Rollkoffers, auf dem eine schmale Laptoptasche befestigt war, in der linken Hand einen Kaffeebecher. Einheitlich verstauten sie die Köfferchen über den Sitzen und nahmen Platz. Ich blickte in die gestressten Gesichter der Berufspendlerkollegen, bei denen sich bereits jetzt die Sorgenfalten der Arbeitswoche auf der Stirn abzeichneten. Einige der Gesichter waren mir sehr vertraut. Man begegnete sich, kannte sich aber nicht. Der ICE setzte sich in Bewegung und die Ameisen verschwanden hinter grauen Zeitungen oder begannen ihre ersten Telefonkonferenzen. Hier und da ertönte der bekannte WindowsDreiklang, wenn eine Ameise ihren Rech-

Radfahren nach Afrika Markus Maria Weber war Unternehmensberater und immer beruflich unterwegs, ales er beschloss auszubrechen. Der Freiburger, der inzwischen in London lebt, beschloss mit dem Fahrrad nach Afrika zu fahren. Ganz alleine, ein Jahr lang, 14.037 Kilometer weit, 26 Länder durchquerend. Hinterher war nichts mehr wie zuvor. Alles ist besser.

©Barbara Breitsprecher

Markus Maria Weber

» Kaffee war das Einzige,

was mir an diesem frühen

Morgen zwischen Telefonkonferenzen und Smart­ phones vernünftig erschien.“

46 | Freiburg Herdern Stadtteilmagazin

ner hochfuhr. An diesem Morgen hatte ich bereits nach wenigen Minuten genug von all dem. Ich faltete die Süddeutsche zusammen, steckte sie in das blaue Gepäcknetz vor meinen Knien und begann, meine Ameisenkollegen näher zu betrachten. An dem weißen Pappbecher des Mannes neben mir blieb mein Blick hängen. Kaffee war das Einzige, was mir an diesem frühen Montagmorgen zwischen Powerpointfolien, Telefonkonferenzen und Smartphones vernünftig erschien. Leseprobe aus: Markus Maria Weber, Ein Coffee to go in Togo, Conbook Verlag, ISBN 978-3-95889-138-


Sichere Fenster und Türen

MECHANISCH ODER PER FERNWARTUNG Sicherheitsausstellung bei Götz+Moriz Service und Dienstleistungen gehören für Götz + Moriz – größter Baustoffhändler Südbadens und Zentrum für Bauen und Modernisieren mit über 75 Jahren Unternehmens-Erfahrung – fest zum Angebot. Auch das Thema Haussicherheit wird bei Götz+Moriz groß geschrieben. Hier finden die Kunden alles, was nötig ist, um Fenster und Türen vor Einbrechern zu schützen.

Nie mehr den Schlüssel vergessen: Haustüren lassen sich per Fingerprint öffnen

Alle drei Minuten wird in Deutschland in ein Haus eingebrochen. Nicht nur wertvolle Erbstücke, teure Hightechanlagen oder das Notebook ist dann verschwunden, sondern auch das Gefühl der Sicherheit im eigenen Heim. Die meisten Einbrecher knacken ungesicherte Fenster und Terrassentüren mit einem gewöhnlichen Schraubenzieher. Ein Einbrecher will in der Regel schnell, einfach und leise vorgehen können. Um dies zu verhindern, gilt es, Fenster und Türen sicherer zu machen. Wie das geht, zeigen die Mitarbeiter von Götz+Moriz gerne. „Am meisten Sinn macht es, pro Geschoss alle Fenster gleichzeitig anzugehen“, weiß Thomas Bunk, zuständig für Bauelemente Fenster, Türen, Tore bei Götz+Moriz. „Auch nachträglich kann man hier sehr viel machen.“ So können beispielsweise Blockschlösser und Panzerriegel aufgesetzt und abschließbare Fenstergriffe eingebaut sowie Sicherheitsglas eingesetzt werden. Oder aber man tauscht die ungesicherten Fenster und Türen komplett aus – eine Maßnahme, die von der KfW mit Zuschüssen oder vergünstigten Krediten gefördert wird. Ein solcher Austausch kann auch gleichzeitig mit sinnvollen energetischen Maßnahmen verbunden werden. Inzwischen kann man auch per App mit Fernwartung die Schließsysteme steuern. So lässt sich dann auch aus der Ferne, beispielsweise vom Büro aus, überprüfen, ob Zuhause alle Fenster geschlossen sind. Zunehmend gefragt sind auch die sogenannten Fingerprint-Systeme für Haustüren. Der gespeicherte Fingerabdruck ersetzt hierbei den Schlüssel. Um die Kunden in Südbaden umfassend über diese und andere Bauthemen informieren und sie mit Bauelementen versorgen zu können, hat Götz+Moriz in großem Maß investiert: In Lörrach wurde das Götz+Moriz Zentrum, für Bauen und Modernisieren in der Wiesentalstraße 74 um 6000 Quadratmeter erweitert. Dort wird es künftig überdachte Be- und Entladezonen, größere Lagerhallen und eine größere Freilagerfläche geben. In Titisee-Neustadt wurde der alte Standort von Götz+Moriz geschlossen und stattdessen ein neues Zentrum für Bauen und Moderniseren in der Gewerbestraße 24 eröffnet. bb

HAUSSICHERHEIT Ein Haus hat diverse „Knackpunkte“, die es vor Einbrechern zu schützen gilt: • Eingangstüre • Flachdächer • Terrassentüren • Fenster • Kellereingang

ZENTRUM FÜR BAUEN+MODERNISIEREN n GÖTZ+MORIZ, Basler Landstr. 28, 79111 Freiburg, Tel. 0761/497-0; www.goetzmoriz.com

Foto: Shutterstock, Frank Oppermann

Fotos: Achim Keller


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Herdern Magazin, Oktober 2016  

Der Körper weiß mehr als wir denken: Nasrin Abdullah schult in ihrer Praxis das Körperbewusstsein.

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