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Ausgabe 205 am 25. Juni 2016

Zitrone ist ausgepresst Interview Bernd Fey, Geschäftsführer des RKK Kilikums über das neue Krankenhaus-Struktur-Gesetz und die Folgen für alle Krankenhäuser . Seite 2

Richtiger Riecher

Das Finale

EM 2016

Leben

Joachim Löw hat sich zuletzt über das Auslassen bester Torchancen echt aufgeregt. Am Sonntag geht es gegen die Slowakei. Seite 11

Das SWR Sinfonieorchester verabschiedet sich. Ein erfolgloser Kampf um den Erhalt eines großartigen Orchesters ist zu Ende. Seite 19

Spirale der Eskalation Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat gegen den Strom davor gewarnt, den Konflikt mit Russland „durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul weiter anzuheizen.“ Es gibt ihm Recht, dass die Konservativen dies als „Verrat“ einstufen. Von Michael Zäh

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a hat es doch einer tatsächlich gewagt, seine Bedenken klar zu formulieren. Gegen den Strom warnte Außenminister Frank-Walter Steinmeier kürzlich, den Konflikt mit Russland „durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul weiter anzuheizen“. Reflexartig wurde ihm daraufhin vom CDUMann Norbert Röttgen sozusagen Untreue zum Nato-Bündnis vorgeworfen. Von vielen Seiten hagelte es Kritik für diese „ungeheuerlichen Vorwürfe“, die Steinmeier mit seiner Äußerung erhoben habe. Er sei ein „Putin-Versteher“, hieß es. Und das ist in Augen seiner Kritiker nichts anderes als ein Verrat am Westen und der Nato. Natürlich ist Steinmeier weit entfernt davon, Putin die Werte des Westens zu opfern. Was er anspricht, ist ungleich ernster. Er mahnt an, dass es neben der sowieso unbestrittenen Verteidigungsbereitschaft immer auch den Dialog mit Putin und Russland geben muss. Es muss immer auch um Kooperation gehen und darf nicht ausschließlich militärisch auf Russland reagiert werden. Das ist Frank-Walter Steinmeiers Meinung als erfahrener Diplomat und eigentlich ist nichts selbstverständlicher. Faktisch bezog sich Steinmeier auf Truppenübungen in Osteuropa, an denen sich teilweise auch die Bundeswehr beteiligte. Vor wenigen Tagen spielte Polens Militär mit einem Großmanöver („Anakonda“) mit 31.000 Soldaten einen Angriff Russlands auf Polen durch. Auch die Bundeswehr war dabei . Formal war „Anakonda“ eine nationale Übung, aber fast alle Nato-Länder machten mit. Und 150 Kilometer vor der

HALLO ZUSAMMEN

Warum wir es gepackt haben

russischen Grenze startete gerade die Militärübung „Saber Strike“ mit 10.000 Soldaten aus 13 Staaten, durchgeführt auf Truppenübungsplätzen im Baltikum. Diese Militärmanöver sowie die Stationierung von 4.000 Soldaten der Nato in den drei baltischen Ländern sowie in Polen als Reaktion auf die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 nimmt Russlands Präsident Wladimir Putin wiederum zum Anlass, seinerseits aufzurüsten. Moskau müsse als Antwort auf das „aggressive Verhalten“ der Nato in der Nähe der Grenze die russische Kampfbereitschaft ausbauen, sagte Putin im Parlament. Wie dringend dann doch miteinander gesprochen werden sollte, zeigt die weitere Äußerung Putins: „Die Nato verstärkt ihre aggressive Rhetorik und ihre aggressiven

Handlungen in der Nähe unserer Grenzen. Unter diesen Bedingungen sind wir verpflichtet, der Stärkung der Kampfbereitschaft unseres Landes besondere Aufmerksamkeit zu schenken.“ Die konservativen Hardliner in der Nato und in Deutschland setzen alles auf die Karte „Abschreckung“ und erklären Putin zum „Spieler“, der doch nur die Grenzen ausloten wolle, um dann womöglich sogar wie in der Ukraine zuzuschlagen. Dies ist allerdings eine schlichte Sicht. Sie entspricht ungefähr dem Gegenstück auf russisicher Seite, wo Putin immer wieder anmerkt, dass die Nato (und auch die Sanktionen der EU, die gerade für ein halbes Jahr verlängert wurden) doch nur Handlanger der USA seien. Gerade wo sich solch einfache Feindbilder verdichten, ist neben anderen Maßnahmen wichtig, dass

der Dialog nicht abreißt. Ohne Austausch werde Feindbilder schnell zu Monumenten. Übrigens muss man sich ja auch nur für einen Moment vorstellen, dass Donald Trump im November zum neuen Präsidenten Amerikas gewählt würde, um zu ermessen, welche reale Gefahr der Welt entstünde, wenn beide Seiten nur noch auf militärische Stärke setzen. Dies hat nun der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD) angemahnt. Er warnte vor einer Eskalation des Streits zwischen der Nato und Russland „bis hin zu Krieg.“ Und weiter: „Wir befinden uns in einer Spirale. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist.“ Erler kennt sich in der Materie aus.

Na klar, haben wir es wieder gepackt, also das Achtelfinale der Fußball-EM erreicht. Aber wie haben wir das hingekriegt? War da etwa Kreativität im Spiel, und wenn, wieviel war es genau? In den modernen Zeiten der „Laptop-Trainer“ sind es natürlich spezielle Software-Einheiten, die via Kamera die Daten ermitteln. Wir kennen das jetzt schon: „Passquote“, „Ballbesitz“ oder „gewonnene Zweikämpfe“, oder auch Torschüsse (das hat bei uns früher der Sepp, der Betreuer des goldenen Herzens noch von Hand notiert) werden ständig erfasst und sollen uns etwas über gerechte Siege und ungerechte Niederlagen sagen. Nun aber spuckt der Computer etwas Neues aus: Warum wir es gepackt haben, wird uns mit dem „Packing“ erklärt. Da werden nicht mehr bloß die Pässe gezählt, die den Mitspieler erreichen, sondern die Anzahl der Gegenspieler, die durch den Pass überspielt werden. Also Bonucci, der alle Belgier mit seinem Pass wie weiland Netzer und Beckenbauer lässig überspielte? Na ja, der Computer sieht das Schöne nicht. MiZ


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FREIBURG

INTERVIEW

Samstag, 25. Juni 2016

Samstag, 25. Jun

„Die Zitrone ist ausgequetscht“

Ausgabe 205 am 25. J

Bernd Fey, Geschäftsführer des RKK Klinikums über das jüngst in Kraft getretene KrankenhausStrukturgesetz und die Zwänge, die sich daraus für alle Krankenhäuser ergeben. Ein Interview.

Z

um 1. Januar 2015 hat Bernd Fey das Amt des Geschäftsführers des RKK Klinikums angetreten, zu dem in Freiburg das St. Josefs-Krankenhaus und das Loretto-Krankenhaus sowie in Waldkirch das Bruder-Klaus-Krankenhaus gehören. Genau ein Jahr später trat nun zum 1. Januar 2016 das sogenannte Krankenhaus-Struktur-Gesetz in Kraft. Michael Zäh sprach mit Bernd Fey über dieses Gesetz und was es für die Krankenhäuser bedeutet. ZaS: Herr Fey, Sie sind bei der Mitarbeiter-Zeitschrift „Quartett“ als „Verantwortlich im Sinne des Presserechts“, also praktisch als Chefredakteur aufgeführt. Ist das dann noch die kleinste Herausforderung unter den vielen als Geschäftsführer des RKK Klinikums? Bernd Fey: Bei dem Anspruch, den wir an ein Mitarbeitermagazin anlegen ist das auf jeden Fall keine kleine Aufgabe. Im Gegenteil: Wir haben uns gleich zu Beginn meiner Tätigkeit als Geschäftsführer des RKK Klinikums für die Durchführung eines Relaunch entschieden und das „Quartett“ innerhalb des Klinikums auf eine breitere Basis gestellt. Dass das allen Beteiligten große Freude bereitet und das Ergebnis auf so große Zustimmung stößt, bedeutet mir auch persönlich sehr viel. ZaS: Dies ist ja auch ein Zeichen der Hingebung an ihre Mitarbeiter, dass Sie das Mitarbeitermagazin selbst verantworten. Drückt das auch ein Stück weit ihre Philosophie aus? Fey: Das kann man so sehen. Die in einem Krankenhaus geleistete Arbeit ist ausgesprochen personalintensiv: Fast 70 Prozent unserer Kosten sind Personalkosten. Es sind 2100 Menschen, die hier arbeiten. Gute Mitarbeiter zu haben, ist in so einem Umfeld natürlich erfolgsentschei-

dend. Besonders am Herzen liegt mir, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit gerne machen. Das Mitarbeitermagazin ist eine gute Möglichkeit für uns miteinander zu kommunizieren. Zum Beispiel berichten wir darüber, was wir für die Patienten leisten. ZaS: Sie haben an anderer Stelle davon gesprochen, dass es das Leitbild Ihrer Häuser sei, gemeinsam mit den Patienten die Diagnostik und Therapie zu gestalten. Können Sie das näher ausführen? Fey: Als Ordenskrankenhäuser ist die christliche Werteorientierung das Fundament unseres Handelns. Diese Werteorientierung gilt es jeden Tag mit Leben zu füllen. In diesem Kontext bietet das Leitbild eine wichtige Richtschnur für unser Handeln. Es formuliert den Anspruch, nicht einseitig Medizin zu betreiben – nach dem Motto: Wir sagen dem Patienten, was für ihn gut ist und er hat es dann anzunehmen –, sondern den Patienten mitzunehmen. Studien belegen, dass der Therapieerfolg sehr positiv beeinflusst wird, wenn der Patient die Therapievorschläge nachvollziehen kann und auch dahinter steht. Klar ist, dass nur ein intensiver Dialog erlaubt herauszufinden, was der Patient sich vorstellt und von uns erwartet. Das ist uns wichtig. ZaS: ... das klingt sehr zeitintensiv! Fey: Das ist die große Herausforderung. Wir sind, wie alle Krankenhäuser, einem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt. Davor schützt uns leider niemand. Trotzdem versuchen wir nach Kräften unser Leitbild in die Tat umzusetzen. Aber es wird zunehmend schwieriger, da uns von außen ein gewaltiger Zeitdruck aufgebürdet wird. ZaS: Seit 1.1.2016 greift das sogenannte Krankenhaus-Strukturge-

setz (KHSG). Mal ganz allgemein vorneweg: Was ist das eigentlich? Fey: Das KHSG ist eines von vielen Reformgesetzen der letzten 20 Jahre, die vor allem unter dem Diktat der Beitragssatzstabilität in der gesetzlichen Krankenversicherung stehen. In den verschiedenen Gesetzen geht es im Wesentlichen darum zu verhindern, dass zu viel und zu teure Medizin gemacht wird– damit das nicht zur Belastung für die Beitragszahler wird. Wir Krankenhäuser hoffen dabei natürlich auch immer

auf Lichtblicke und Verbesserungen, also auf Dinge, die es uns eher leichter als schwerer machen, das auch im weltweiten Maßstab sehr hohe Qualitätsniveau in Deutschland zu halten. Auch wenn hier immer mal wieder etwas Positives für uns dabei ist, überwiegen leider für uns Krankenhäuser immer die Nachteile. ZaS: Was sind denn beim neuen Krankenhaus-Strukturgesetz die größten Nachteile aus Ihrer Sicht? Fey: Der ganz wesentliche Nachteil ist, dass die Kosten im Krankenhaus

nicht refinanziert werden. Das kann ich an einem Beispiel erklären: Wenn die Tarife im öffentlichen Dienst steigen, was erst kürzlich der Fall war, dann steigen daraus resultierend auch die Kosten für unsere Mitarbeiter. Aus diesen Steigerungsraten können wir uns nicht einfach heraus lösen. Weil wir der Überzeugung sind, dass unsere Mitarbeiter diese tariflichen Steigerungen verdient haben und angemessen vergütet werden sollen, wollen wir das auch gar nicht. Wichtig wäre aber dann umso mehr, dass wir für unsere Leistungen, die wir erbringen, ebenfalls Preise verlangen können, in denen diese Steigerungen auch enthalten sind. Und das sind sie leider nicht. ZaS: Wie weit liegt man da auseinander? Fey: Der Preis für unsere stationären Leistungen soll jetzt eine Steigerung von 1,4 Prozent erfahren. Und gleichzeitig steigen die Tarife um 2,4 Prozent. Dieses Delta von einem Prozent ist richtig viel Geld, das uns fehlt und wiederholt einen Rationalisierungsdruck auf unsere Arbeit ausübt. ZaS: Und was machen Sie dann? Fey: Das können wir nur versuchen zu kompensieren, indem wir die Arbeit einmal mehr verdichten. Und das machen wir seit 20 Jahren immer mehr. Die Zitrone ist ausgequetscht – das Ende der Fahnenstange ist erreicht. In der Konsequenz führt das in allen Krankenhäusern in Deutschland zu Qualitätsrisiken und Frustration. ZaS: Sie nannten das an anderer Stelle so, dass auf der Einnahmen-

Bernd Fey, Geschäftsführer des RKK Klinikums: „Wir wollen unser Leitbild jeden Tag mit Leben füllen.“


INTERVIEW

Samstag, 25. Juni 2016 

FREIBURG

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tag, 25. Juni 2016

am 25. Juni 2016

St.Josefskrankenhaus: Rechts der Ergänzungs-Neubau, links die Mutterhauskirche. Bis zu 100 Millionen Euro investiert das RKK-Klinikum in seine Häuser

seite „Planwirtschaft“ herrscht, auf der Kostenseite jedoch volle „Marktwirtschaft. Wollen Sie das vertiefen? Fey: Auf der Erlös-Seite unterliegen wir einem Preisdiktat und einer Mengen-Budgetierung. Das heißt, wir können nicht so viel machen, wie wir wollen oder unsere Patienten bei uns nachfragen, sondern wir werden bei den jährlichen Budgetverhandlungen auf eine fixe Menge beschränkt. Und wenn wir in der Realität dann mehr machen als im Voraus vereinbart, dann müssen wir von jedem Euro 65 Cent wieder zurückzahlen. Da würde in der freien Wirtschaft jeder den Kopf schütteln. Hinzu kommt, dass uns die Preise für unsere Leistungen diktiert werden. Das sind alles planwirtschaftliche Elemente. Auf der Kostenseite stehen

wir aber voll in der Marktwirtschaft: Da sind Tariferhöhungen, aber auch Energiekosten-, Versicherungskosten-, oder Mehrwertsteuererhöhungen – das trifft uns immer voll! Seit vielen Jahren steigen die Kosten mehr als die Erlöse. Dazwischen werden wir wahrhaft gepresst bis es nicht mehr geht. ZaS: Steht hinter dieser Politik nicht auch die Absicht, dass einzelne Häuser aufgrund des Kostendrucks schließen müssen, oder sich ganz spezielle Nischen suchen müssen? Fey: Ja. Das Problem ist, dass das Gesetz bundesweit gilt. Es mag sein, dass es Bundesländer und Gegenden gibt, wo eine Überversorgung vorliegt und diese Politik seine Berechtigung hat. In Baden-Württemberg ist das allerdings nicht der Fall. Und hier in der Region Freiburg mit dem Universitätsklinikum, dem RKK Klinikum und dem Evangelischen Diakoniekrankenhaus als den drei größten Versorgern wäre es gar nicht auszudenken, wenn hier einer ausfallen würde. Das wäre von den

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anderen schlicht nicht aufzufangen. Die Belegung ist bei uns überall hoch. Trotzdem trifft uns jetzt die Daumenschraube, die die Politik ansetzt, genauso wie die Häuser in Gegenden einer potenziellen Überversorgung. Das macht die Sache so schwierig. ZaS: Wenn man nun die Situation in

„Auf der Erlösseite unterliegen wir einem Preisdiktat“ verschiedenen Bundesländern vergleicht, scheint das Prinzip: „Gleicher Preis für gleiche Leistung“ überhaupt nicht zu funktionieren. Wie kann das denn sein? Fey: Das ist eine gute Frage, die auch ich gerne mal beantwortet bekommen möchte! Es ist zum Beispiel so, dass in Rheinland Pfalz der Preis für den Durchschnittsfall bei 3.465,02 Euro liegt und bei uns in Ba-

den-Württemberg nur bei 3.272,21 Euro, obwohl wir genau die gleiche Leistung erbringen. Eigentlich sollte inzwischen das Ziel erreicht sein, dass beispielsweise für eine normale Geburt zwischen Flensburg und Basel der gleiche Preis gilt. Das ist aber nicht der Fall. ZaS: Hängt dies mit dem sogenannten „Landesbasisfallwert“ (LBFW) zusammen, was ja schon als Wort monströs klingt? Was hat es damit auf sich? Fey: Der „Landesbasisfallwert“ drückt aus, was ein durchschnittlicher Fall an Erlösen bringt. Die Rechnung für eine stationäre Leistung errechnet sich aus einem Relativgewicht, das drückt den Schweregrad aus, der bei leichten Fällen von z.B. 0,6 zum Durchschnittsfall von 1,0 reicht, aber in schweren Fällen auch das 20fache betragen kann, wenn ein Patient sehr lange und sehr intensiv behandelt werden muss. Und dieses Relativgewicht wird dann multipliziert mit dem Landesbasisfallwert. Nehmen wir

also der Einfachheit halber den durchschnittlichen Schweregrad 1,0, dann wird dies in Rheinland Pfalz mit 3.465,02 multipliziert, in Baden Württemberg aber nur mit 3.272,21. ZaS: Was bedeutet diese Differenz? Fey: Ich habe das mal am Beispiel der Geburten ausgerechnet, von denen wir ja im St. Josefskrankenhaus als geburtenstärkstem Haus in Freiburg sehr viele haben. Die Preisdifferenz zwischen Rheinland Pfalz und Baden Württemberg bedeutet, dass wir hier zusätzlich fünf Hebammen einstellen und bezahlen könnten, wenn wir denselben Preis wie in Rheinland-Pfalz abrechnen könnten. Qualität in der Geburtshilfe bedeutet vor allem: Eine Geburt! Eine Hebamme! Könnte ich unser Haus nach Rheinland Pfalz versetzen, hätten wir fünf Hebammen mehr. Und ich würde gerne mal vom Bundesgesundheitsminister wissen, warum das so ist. Auf die Antwort wäre ich wirklich sehr gespannt.  Interview: Michael Zäh

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FREIBURG

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Samstag, 25. Juni 2016

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Ausgabe 205 am 25. J

Oftmals besteht Ungewissheit darßber welche Unterhaltspflichten gegenßber wem bestehen. Von Isabel Merkle, Fachanwältin fßr Familienrecht

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Die Unterhaltspflicht

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ie kĂśnnen mĂśglicherweise nicht nur Ihren Kindern zu Unterhalt verpflichtet sein. Es bestehen verschiedene Arten von Unterhaltspflichten: gegenĂźber (Ex-)Ehegatten, (Ex-)Lebenspartner und (Ex-)Partnern einer eingetragenen Partnerschaft, gegenĂźber Eltern, gegenĂźber gradlinigen Verwandten, dazu zählen nichteheliche und eheliche Kinder, Eltern, GroĂ&#x;eltern, Enkelkinder, die Mutter eines nichtehelichen Kindes sowie sonstige Familienmitglieder. Um einen Unterhaltsanspruch geltend zu machen, mĂźssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Zum einen muss eine BedĂźrftigkeit vorliegen. Die Person, die den Unterhalt fordert, muss ihren Lebensunterhalt nicht aus ihrem eigenen Einkommen bestreiten kĂśnnen. Minderjährige Kinder gelten grundsätzlich als bedĂźrftig, sodass fĂźr diese immer ein Anspruch auf Unterhalt besteht. Die zweite Voraussetzung ist die sogenannte Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten. Er muss in der Lage sein, ohne seinen eigenen Unterhalt zu gefährden,

verpflichtet. Generell den Unterhalt bezahlen gilt, dass sie das Kind zu kĂśnnen. Eine rechtbis zu einem berufsliche EinzelfallprĂźfung qualifizierenden Abist hier empfehlenswert. schluss unterstĂźtzen. Meist wird zur OrienDie Ausbildung muss tierung das Einkommen jedoch angemessen genutzt. Bei mehreren und den familiären UnterhaltsansprĂźchen ist finanziellen Verhältdie Rangfolge entscheinissen angepasst dend. Grundsätzlich wird Rechtsanwältin sein. Auch das Kind minderjährigen unver- Isabel Merkle muss seinen Beitrag heirateten Kindern zuerst dazu leisten und die Unterhalt gewährt. EntAusbildung zĂźgig absolvieren und scheidend ist diese Rangfolge, wenn eine eventuelle Ausbildungsverdas Einkommen des UnterhaltsgĂźtung fĂźr den Lebensunterhalt pflichtigen nicht ausreicht, um alle nutzen. Während der anschlieUnterhaltsansprĂźche zu bedienen. Ă&#x;enden Erwerbstätigkeit entfällt Dann kann es dazu kommen, dass der Anspruch auf Unterhalt. Auch womĂśglich auch der (Ex-)Ehegatte wenn das volljährige Kind keinen leer ausgeht. Arbeitsplatz finden sollte, sind die Auch volljährige Kinder kĂśnnen eiEltern von der Unterhaltspflicht nen Anspruch auf Unterhalt haben. befreit. Ă&#x201E;hnlich wie im Falle der Obwohl sie als erwachsen angeseAusbildung sind auch die Eltern von hen werden und die Eltern kein SorStudenten zu Unterhalt verpflichtet, gerecht mehr innehaben, kĂśnnen sie bis das volljährige Kind eine Berufsin einigen Fällen noch nicht fĂźr den qualifizierung erreicht hat. eigenen Lebensunterhalt aufkomIm Unterhaltsrecht ist jedoch immer men. Dies ist der Fall, wenn sie sich nach dem jeweiligen Einzelfall zu noch in der Ausbildung oder im StuprĂźfen, ob die Unterhaltspflicht bedium befinden. Zu dieser Zeit sind steht und wie hoch der Unterhalt ist. dann beide Elternteile zu Unterhalt

Was gehĂśrt zu einer Bewerbung? ZaS-Leserin Brigitte W. fragt: Nach dem Durcharbeiten unzähliger Bewerbungsratgeber und Austausch mit Freunden bin ich mir immer noch nicht schlĂźssig, welche Bestandteile ich einer Bewerbung genau beifĂźgen soll. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse sind klar. Allerdings bin ich mir in zwei Punkten unsicher. Muss man unbedingt ein Deckblatt beifĂźgen oder reicht es aus, das Foto auf dem Lebenslauf anzubringen? Meine zweite Frage wäre: Muss ich eine Dritte Seite erstellen oder ist mir das freigestellt? Ich wĂźrde mich sehr freuen, wenn Sie mir hierzu vielleicht ein paar Tipps geben kĂśnnten. Jobcoach Alexandra Feder: Liebe Frau W., es freut mich sehr, dass Sie die Beiträge regelmäĂ&#x;ig lesen. Vielen Dank fĂźr Ihr Vertrauen! Gerne beantworte ich Ihnen die beiden Fragen. Das Deckblatt ist kein Muss, das kĂśnnen Sie handhaben, wie Sie mĂśgen. Sie kĂśnnen aber mit einem sehr professionellen und guten Foto auf dem Deckblatt gleich einen positiven Einstieg fĂźr den Leser in Ihre Bewerbung schaffen. DarĂźber hinaus hat der Leser Ihre Kontaktdaten sofort im Blick. Der Lebenslauf beinhaltet in der Regel schon sehr viele Informati-

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nur dann beigefĂźgt werden, wenn es wertvolle Informationen fĂźr den Leser enthält, die noch nicht im Anschreiben oder dem Lebenslauf erwähnt waren. Ein gutes inhaltsvolles Kompetenzprofil zu erstellen kostet sehr viel MĂźhe und Zeit, die sich lohnen kann, wenn man oben genannten Punkt berĂźcksichtigt. Kompetenzprofile werden in der Regel von sehr erfahrenen Bewerbern beigefĂźgt, die entweder in sehr spezialisierten oder ergebnisorientierten Bereichen arbeiten, beispielsweise Ingenieure, IT-Spezialisten oder Bewerber, die im Vertrieb arbeiten und Ihre Vertriebserfolge und â&#x20AC;&#x201C;ergebnisse im Kompetenzprofil näher erläutern. Aber wie gesagt, es ist kein Muss und sollte nur dann beigefĂźgt werden, wenn es Sinn macht. Liebe Zas-Leserinnen und â&#x20AC;&#x201C;leser. Was ist Ihre Meinung zum Thema? Schreiben Sie mir an jobcoach@alenova.de.

onen, so dass manche Lebensläufe, die auch noch das Foto mit integriert haben ßberfßllt wirken kÜnnen. Daraus resultierend macht es durchaus Sinn, das Foto losgelÜst vom Lebenslauf auf einem Deckblatt anzubringen. Die Dritte Seite oder das Kompetenzprofil sollte

An dieser Stelle kÜnnen Leser kostenlos Fragen zu Berufswahl, Bewerbung, Vorstellungsgespräch usw. an Jobcoach Alexandra Feder richten. Zuschriften an: jobcoach@alenova.de. Die Namen werden von der Redaktion geändert.

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STADT

Samstag, 25. Juni 2016

tag, 25. Juni 2016

am 25. Juni 2016

Natürlich gut

FREIBURG

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BAMBINILAUF

Jeder ist ein Gewinner!

Modellprojekt „Gesundheitsfüchse“: Schülerinnen und Schüler aus Freiburger Grund- und Förderschulen werden „Gesundheitsexperten“. Foto: Ökostation

Am 15. Juli startet der 33. Bambinilauf beim Mundenhof. Alle Kinder bis elf Jahre können mitmachen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Foto: Sparkasse Freiburg

S

chülerinnen und Schülern soll schon früh ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und Bewegung vermittelt werden. Sie sollen lernen auf ihre Gesundheit zu achten und die Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser und Luft zu schützen. Dazu will das Projekt „Gesundheitsfüchse“ der Ökostation Freiburg beitragen. Einmal im Monat kommt eine Schulklasse zur Ökostation in die Falkenbergerstraße 21 b, und startet von hier zu Exkursionen, auf denen sie verschiedene Lebensräume und Betriebe besuchen. Start war im September 2015, das Projekt wird im Juli 2017 enden. Viele der Aktivitäten finden aber auch rund um die Ökostation selbst im Freien statt, zum Beispiel im Schulgarten oder auf dem Sportplatz, aber auch in der Schulküche. Oder es geht zu Gärtnereien und Bauernhöfen. Die Aktionstage sind über das ganze Kalenderjahr verteilt. Gemeinsam werden Streuobstwiesen erkun-

det, Äpfel geerntet und Apfelsaft zubereitet. Es wird ausprobiert wie

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tet. Die Kinder lernen, wie problematisch die riesigen Plastikmengen im Meer sind, dürfen sich aber auch bei einem Wellnesstag mit Peeling und Salben verwöhnen, die sie natürlich selbst hergestellt haben. Sie lernen eine „Wiesenapotheke“ kennen und wie man Gemüse erntet und zubereitet. Für den Weltkindertag am 25. September geplant: An diesem Tag treffen sich alle „Gesundheitsfüchse“ im Seeparkgelände. Sie werden anderen Kindern von ihren Erlebnissen berichten und darüber informieren, was Kinder für ihre Gesundheit machen können. Das Modellprojekt „Gesundheitsfüchse“ konnte durch die Förderung der viamedica-Stiftung umgesetzt werden. Die Stiftung wurde von dem Freiburger Gesundheits- und Hygienewissenschaftler Professor Dr. Franz Daschner gegründet. Ziel ist es, das Gleichgewicht von Medizin, Mensch und Natur sowie nachhaltige Pharmazie zu fördern. B. Breitsprecher

TICKER

Gartenprojekt im Flüchtlingsheim

Gastfamilien für Peruaner gesucht

BAföG-Buddys auf Tour

Die Unterkunft für Flüchtlinge in der Bissierstraße soll grüner und schöner werden. Am 25. Juni, werden rund 70 Helferinnen und Helfer zusammen mit Flüchtlingen ein „integratives Gardening Project“ starten. Freiflächen sollen begrünt werden, Beete gepflanzt, Kinderspielplätze verschönert und das Volleyballfeld verbessert werden. Außerdem soll es weitere Sitzgelegenheiten geben. Das Gartenprojekt findet im Rahmen der „Love In Action“-Woche statt, eine Initiative von Kirchen und Gemeinden, die eine Woche lang Menschen in ihrer Stadt etwas Gutes tun wollen.

Ende August werden wieder junge Peruaner nach Freiburg, Sasbach, Lahr und Konstanz kommen, um hier ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. Der Verein Color Espreanza, der diesen Austausch organisiert, sucht nun für die jungen Menschen aus Peru Gastfamilien, die für ein Jahr ein Zimmer zur Verfügung stellen und den Alltag mit den Gästen teilen. Der Verein bietet Unterstützung sowie einen monatlichen Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung. Die peruanischen Freiwilligen bekommen ein Taschengeld und werden versichert. vamos@kja-freiburg.de oder Tel. 0761/5144164

Lohnt sich der Papierkrieg? Diese Frage stellen sich viele Abiturienten, wenn es über eine BAföG-Förderung nachdenken. Das Studierendenwerk Freiburg schickt nun sogenannte BAföG-Buddys auf den Weg. Bei ihnen kann man unkompliziert und schnell einen Erstantrag auf BAföG stellen. Damit kann bereits eine kurze Vorabberechnung auf einer Seite erstellt und geschaut werden, ob sich die etwas aufändigere Antragsstellung lohnt. Übrigens: Zum Wintersemester 2016/17 werden die BaföG-Sätze angehoben, ebenso die Eltern- und Einkommensfreibeträge.

Sparkasse Freiburg einen Beim Bambinilauf Euro an eine gemeinnützikommt der Laufnachge Einrichtung. wuchs voll auf seine Kosten. Die Teilnahme beim Lauf ist Bereits zum 33. Mal richtet die kostenlos. Angeboten wird ein Sparkasse Freiburg diesen KinShuttle-Bus ab dem P+R-Parkder-Laufwettbewerb aus, bei dem platz Munzingerstraße, der ab die Kids auf dem ZMF-Gelände 15.30 Uhr alle 30 Minuten zum beim Mundenhof auf rund 1200 ZMF-Gelände fährt. Kinder haben Metern um die Wette laufen. freie Fahrt, Erwachsene bezahIm vergangenen Jahr musste der len einen Euro für die Hin- und Bambinilauf kurzfristig wegen Rückfahrt. der extremen Hitze abgesagt werDas Schönste an diesem Laufden. Da gab es viele enttäuschte wettkampf ist, dass alle gewinGesichter. Denn rund 1000 Kinder nen. Es wird keine Zeit gemessen, im Alter bis zu elf Jahren nehmen es gibt keine Wertung und auch regelmäßig an dem Wettkampf keine Siegerehrung. Stattdessen teil. In diesem Jahr sieht es für die bekommt jeder, der es ins Ziel Laufwilligen nun besser aus. Bis schafft ein Bambini-Lauf-T-Shirt 12. Juli kann man sich noch angeschenkt. Ab 15.30 Uhr werden melden, online unter www.bamam Freitag,15. Juli, die Startnumbinilauf.de. Wer möchte, kann mern auf dem ZMF-Gelände aussich auch als Gruppe anmelden, gegeben. Um 17.30 Uhr ist dann beispielsweise als Schulklasse, der Start für die große Laufrunde. Kindergartengruppe oder als Verein. Für jeden Jungen und jedes Open Air 2016_85x125_Rock.qxp_boegle 26.04.16 13:29 Seite 1 Mädchen am Start, spendet die www.bambinilauf.de

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Lernen und Spaß haben: Kinder aus Grundschulen kommen einmal im Monat zur Ökostation und bekommen gezeigt, wie man für gesundes Essen, ausreichend Bewegung und eine gesunde Umwelt sorgt.


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Samstag, 25. Juni 2016

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leine Nummer im Konzern? Ich hab was Besseres vor.“ Mit diesem und ähnlichen Motiven sowie einem neuen Imagespot setzt sich das Handwerk seit einigen Wochen mit dem Thema Berufswahl auseinander. Ein Thema, das junge Menschen oft vor eine große Herausforderung stellt. Viele Jugendliche wissen häufig nicht, wo ihre Stärken und wirklichen Interessen liegen. Dafür stehen sie in der Berufsfindungsphase oft unter großem Druck. Das Handwerk möchte die Jugendlichen deshalb durch die neuen Motive zum Nachdenken über ihre berufliche Zukunft anregen und sie ermutigen, ihren eigenen Interessen zu folgen und dabei auch einen Handwerksberuf in Betracht zu ziehen. Die Sprüche der Kampagne sollen deutlich machen, dass viele vermeintliche „bessere“ Karrierewege auch eine Sackgasse sein können. Und gleichzeitig werden die Vorteile einer handwerklichen Ausbildung

hervorgehoben. Fünf Handwerker standen für die Motive vor der Kamera und haben stellvertretend für viele erfolgreiche Handwerker ihre Geschichte erzählt. Fahrzeuglackierer Robert Schneider beispielsweise wusste am Ende der Schulzeit nicht, welchen Beruf er ergreifen sollte. „Dann bekam ich einen Praktikumsplatz in meinem jetzigen Betrieb, und die Arbeit machte mir gleich großen Spaß. Während viele andere noch studieren und nicht wissen, was sie später machen wollen, habe ich von Anfang an mein eigenes Geld verdient.“ Johannes Schroeter-Behrens hatte ein abgeschlossenes Studium in der Tasche. Dann machte er eine Ausbildung zum Stuckateur. Seine Erkenntnis: „Als Diplom-Prähistoriker hätte ich hauptsächlich am Computer gesessen. Etwas Handwerkliches passt besser zu mir.“ Und Vanessa Sell hat als Sattlerin ihr Hobby zum Beruf gemacht: „An meinem Beruf liebe ich, dass ich

kreativ sein kann.“ Unter dem Motto „Ich hab was Besseres vor“ will das Handwerk Jugendlichen zeigen, dass sie in handwerklichen Berufen viel erreichen können. Um die Diskussion unter jungen Menschen anzustoßen, sind die neuen Motive seit 5. April in Südbaden auf Plakaten und auf Bussen sowie auf Bannern einer Onlineund Mobile-Kampagne zu sehen. Ein neuer Film greift das Motto ebenfalls auf: Ein junger Mann wird in einen „Schreibtisch-Beruf“ gedrängt. Sein Umfeld zerrt so sehr an ihm, dass sein Anzug reißt. Zum Vorschein kommt, was eigentlich in ihm steckt – ein Handwerker. Der Film ist auf Infoscreens an U- und S-Bahnhöfen sowie im Internet zu sehen. Dass unter den rund 130 Ausbildungsberufen für jeden der richtige dabei sein kann, davon kann man sich auch im Internet unter www. handwerk.de überzeugen. Dort sind alle Handwerksberufe zusammengefasst und umfassend erläutert.


BERUF & KARRIERE

Samstag, 25. Juni 2016

Gesund essen lernen Weiterbildung zum Ernährungscoach. Wissen, was gesund ist: Ernährung und Psyche hängen zusammen.

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MARKT

1 zu 1 Krankenpflege Sie haben eine Ausbildung als

oder sind examinierte

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igentlich wissen alle, dass es besser ist, in einen Apfel statt in einen Schokoriegel zu beißen. Dass gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung zur Gesundheit und zum Wohlbefinden maßgeblich beitragen, ist theoretisch bekannt – und doch mangelt es an der Umsetzung im Alltag.

Studien belegen, dass gesundem Essen quer durch alle Gesellschaftsschichten und Altersklassen nicht die notwendige Bedeutung zugemessen wird. Langfristig zeigen sich aber die Defizite in Form von Beschwerden oder Krankheiten. Wer dieser Entwicklung entgegensteuern und seine Gesundheit erhalten möchte, kann durch

Ernährungsumstellung und mehr Sport langfristig viel für sich tun. Manche Menschen benötigen aber Hilfestellung und Unterstützung für diesen Schritt. Da wendet man sich am besten an einen Fitnesstrainer oder aber Ernährungscoach. Ein Ernährungscoach stellt die individuelle Lebenssituation des Einzelnen in den Vordergrund und verhilft ihm durch eine ganzheitliche Betrachtung zu einer dauerhaft erfolgreichen Ernährungsumstellung. Dabei bezieht er auch Bewegungskonzepte in seine Beratung mit ein. Wer sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen möchte, kann eine entsprechende Fortbildung besuchen. Dabei werden

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Tag der

Ausbildung Erstmalig findet am 2. Juli von 11 bis 18 Uhr ein „Tag der Ausbildung“ am Universitätsklinikum Freiburg statt. Alle Informationen aus erster Hand: Das bekommen Interessierte beim „Tag der Ausbildung“ am Samstag, 2. Juli 2016, von 11 Uhr bis 18 Uhr im Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg (Breisacher Str. 64, 79106 Freiburg). An den rund 20 Ständen können Interessierte direkt mit Ausbildern und Auszubildenden ins Gespräch kommen und sich mit ihnen über einen Start ins Arbeitsleben am Universitätsklinikum Freiburg austauschen. Auf die zukünftigen Berufseinsteiger wartet außerdem ein Angebot der besonderen Art: Beim Ausbildungs-Parcours erhalten sie durch Mitmach-Angebote einen ersten Einblick in die über 30 verschiedenen Berufe im medizinischen, nicht-medizinischen und pflegerischen Bereich. Neben den „klinik-typischen“ Berufen wie Gesundheits- und Krankenpfleger, Hebamme oder Physiotherapeut, reicht das vielfältige Ausbildungsangebot des Universitätsklinikums Freiburg weiter bis zur Fachkraft für Lagerlogistik, zur Orthoptistin, zum Koch, zur Chemielaborantin, zur Bauzeichnerin oder zum Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker.   Beim Ausbildungs-Parcours geht es dann ganz praktisch zu: Blutgruppen und Cholesterinwerte können selbst bestimmt werden, ein Knochenpuzzle muss anhand

von Röntgenaufnahmen gelöst werden, mit Simulationsbrillen wird eine Sehstörungen durchlebt und der Alterssimulationsanzug bringt eine neue Körpererfahrung hervor. Zudem erfahren die Besucher, wie im Simulationszentrum ein Patient für eine OP vorbereitet und die Narkose eingeleitet wird, wie ein Raum am PC oder von Hand geplant wird oder wie LED-Bausätze gelötet werden. Als Extra-Service wird zwischen 13 und 16 Uhr ein Bewerbungsmappen-Check angeboten. Gezeigt werden Tipps und Tricks für eine Bewerbung, angefangen bei der Formatierung und Gestaltung über die richtige Formulierung bis hin zum Ablauf des Vorstellungsgesprächs.  Als größter Ausbildungsbetrieb in Südbaden bietet das Universitätsklinikum Freiburg mit rund 110 Auszubildenden sowie 800 Schülerinnen und Schülern an der Akademie für Medizinische Berufe nicht nur ein großes Ausbildungsspektrum, sondern auch vielfältige Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an. Auch dazu gibt es beim Tag der Ausbildung viele weitere Informationen.   Alle Ausbildungsangebote des Universitätsklinikums Freiburg sowie weitere Infos unter: www.uniklinik-freiburg.de/ karriere/ausbildung/

auch verschiedene berufsbegleitende Kursmöglichkeiten zum Thema „Ernährung“ und „Bewegung“ angeboten. Beispielsweise gibt es auch eine Weiterbildung zum „Ernährungscoach“. Inhaltlich geht dieser Kurs weit über die klassische Ernährungsberatung hinaus. Neben der Lebensmittellehre sowie den Grundlagen und Trends in der Ernährung wird besonders der Zusammenhang zwischen Ernährung und Psyche analysiert. Ebenso der Umstand, wie der Lebensstil Einfluss aufs Essverhalten nimmt. Dieser Kurse richten sich an alle, die sich beruflich weiterentwickeln oder neu orientieren möchten und dabei auch etwas Gutes für sich selbst tun wollen.

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MARKT

BERUF & KARRIERE

Samstag, 25. Juni 2016

Samstag, 25. Jun

Karrierechancen in der Pflege

Ausgabe 205 am 25. J

Reform der Pflegeberufe. Aus der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege soll künftig ein zusammengeführter Beruf werden. Die Ausbildung soll reformiert und die Bezahlung besser werden. Von Barbara Breitsprecher

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flegeberufe sollen nach dem Willen der Bundesregierung attraktiver werden: Die unterschiedlichen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderpflege sollen nach einem Gesetzentwurf, der noch in diesem Jahr beschlossen werden soll, zusammen geführt werden. Ab 2018 soll es dann bundesweit die neue Berufsbezeichnung Pflegefachfrau und Pflegefachmann geben. Damit wird es dann möglich sein, als ausgebildeter Pfleger oder ausgebildete Pflegerin zwischen Altenheim, Krankenhaus und ambulanter Pflege zu wechseln. Schulgeld sollen Auszubildende künftig nicht mehr zahlen müssen. Außerdem soll es möglich sein, die Ausbildung durch ein Aufbaustudium noch zu ergänzen. Der demografische Wandel prägt und verändert unsere Gesellschaft. Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Pflegeversorgung ist eine der gesellschaftspolitisch wichtigen Aufgaben der nächsten Jahre. Die Regierung begründet ihren Vorstoß einer Vereinheitli-

chung der Pflegeausbildung auch damit, dass sich die Kranken- und Altenpflege zunehmend vermischt. In den Krankenhäusern haben die Pfleger und Pflegerinnen immer mehr mit dementen Patientinnen und Patienten zu tun. Hier ist dann neben der Krankenpflege auch altenpflegerisches Können gefordert. Und in den Altenheimen müssen

Pflegekräfte umgekehrt zunehmend auch chronisch Kranke versorgen. Einige Altenpflegeverbände hingegen befürchten, dass mit der Vereinheitlichung der Ausbildung Altenpfleger und -pflegerinnen künftig öfter in die Krankenpflege wechseln könnten, da letztere in der Regel besser bezahlt wird. Aber auch in puncto Bezahlung wünscht

sich Familienministerin Manuela Schwesig ein Umdenken: Wer künftig gute Pflegekräfte halten wolle, der müsse sie auch besser bezahlen, so ihr Credo. „Der Pflegeberuf ist ein verantwortungsvoller Beruf, der Achtung und Wertschätzung verdient. Wir werden älter und es werden immer mehr gute Fachkräfte gebraucht, um eine gute Pflege zu

Einzugsgebiete/Kirchliche Sozialstationen Landkreis Emmendingen

sichern. Leider wird die Arbeit am Menschen aber immer noch weniger wertgeschätzt als die Arbeit an Maschinen. Deshalb wird es ein neues Pflegeberufsgesetz geben, das auf eine angemessene Ausbildungsvergütung setzt und das Schulgeld abschafft“, so Manuela Schwesig. Der neue zusammengefasste Pflegeberuf wird damit zum größten Ausbildungsberuf in Deutschland mit über 133.000 Auszubildenden in der Kranken-, Kinderkrankenund Altenpflege und wird somit in einem vom bundesweiten Fachkräftemangel geprägten Bereich von hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Ergänzend zur fachberuflichen Pflegeausbildung, zu der ein Zugang sowohl mit einem mittleren Schulabschluss, als auch bei Vorliegen weiterer Qualifikationen mit Hauptschulabschluss sowie mit einer zehnjährigen allgemeinen Schulbildung möglich ist, sieht der Gesetzentwurf auch eine bundesgesetzliche Grundlage für eine hochschulische Pflegeausbildung vor. Damit sollen neue, attraktive Karrieremöglichkeiten eröffnet werden.

PIA ist dafür zuständig, dass Patienten, die zukünftig zu Hause durch die Kirchlichen Sozialstationen versorgt werden möchten, bereits im Krankenhaus betreut und begleitet werden.

Denzlingen • Kirchliche Sozialstation Elz/Glotter e.V. Tel. 0 76 66-73 11

Elzach • Kirchliche Sozialstation Oberes Elztal e.V. Tel. 0 76 82-90 90 40

• Emmendingen Diakoniestation Emmendingen + Freiamt gGmbH Tel. 0 76 41-93 29 72

• Endingen Kirchliche Sozialstation St. Martin Tel. 0 76 42-91 31 90

• Herbolzheim Ökumenische Sozialstation St. Franziskus unterer Breisgau e.V. Tel. 0 76 43-93 36 98-0

• Teningen Kirchliche Sozialstation Stephanus e.V. Tel. 0 76 41-14 84

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ZAHNGESUNDHEIT

Gefahr früh erkennen

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Der Parodontitis geht häufig eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) voraus, die durch Bakterien im Zahnbelag ausgelöst wird. „Die Gingivitis ist in diesem Fall ein Schutzmechanismus“, erklärt Professor Dr. med. Dr. med. dent. Søren Jepsen vom Universitätsklinikum Bonn. Die Entzündung soll die Erreger daran hindern, zwischen Zahnoberfläche und Zahnfleisch in das Bindegewebe und in die Knochen einzudringen. „Werden die bakteriellen Beläge entfernt, klingt die Gingivitis nach wenigen Tagen ab. Doch kommt die Hilfe zu spät, kann die Entzündung auf den gesamten Zahnhalteapparat übergreifen.“ Erste Anzeichen für eine Parodontitis sind ein gerötetes oder blutendes Zahnfleisch. „Sie treten

zum Beispiel beim Verzehr harter Speisen oder beim Zähneputzen auf“, erläutert Professor Jepsen. Bei diesen Symptomen sollten Betroffene unverzüglich ihren Zahnarzt aufsuchen. „Eine Parodontitis kann erfolgreich behandelt werden, besonders dann, wenn sie frühzeitig entdeckt wird“, betont der Experte. Bleibt die Parodontitis jedoch

Foto: Dan Race/fotolia.com/akz-o

unbehandelt, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Zahnhalteapparates (Fasern und Kochen). Die Zähne verlieren ihren Halt und drohen auszufallen. Aber nicht nur das: „Die Entzündung kann negative Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben“, weiß Professor Jepsen. So ist es zum Beispiel möglich, dass Bakterien in die Blutbahn gelangen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Zudem besteht die Gefahr, dass sie den Verlauf einer Diabeteserkrankung negativ beeinflussen. Mit einer gewissenhaften Mundhygiene lässt sich einer Parodontitis gut vorbeugen. „Wichtig ist, beim täglichen Zähneputzen die Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten oder Zahnseide zu reinigen“. Außerdem: Regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt gehen – auch wenn man keine Beschwerden hat! Der Zahnarzt beziehungsweise die Zahnärztin sind Fachleute, die krankhafte Veränderungen des Zahnfleisches schon im Anfangsstadium erkennen können.

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Volkskrankheit Parodontitis: Wird sie nicht frühzeitig behandelt, zerstört sie den Kieferknochen. Außerdem kann sie dem ganzen Körper schaden. und 20 Millionen Deutsche, so schätzen Experten, leiden an einer Entzündung des Zahnhalteapparates, der so genannten Parodontitis. Bei vielen Betroffenen bleibt die Parodontitis lange unbemerkt – doch das kann ernste Folgen haben. Der Verlust von Zähnen ist nur eine davon, denn die Bakterien im Mund können im ganzen Körper Schaden anrichten.

KOMPETENZEN

Schlechte Mundgesundheit und Speiseröhrenkrebs

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atienten mit Speiseröhrenkrebs haben ein geringeres Risiko für eine Lungenentzündung, wenn sie vor einer Operation eine professionelle präoperative zahnärztliche Untersuchung und Zahnpflege erhalten. Wie japanische Forscher um Yusuke Sato in der aktuellen Ausgabe der „Digestive Surgery“ (6/2016) berichten, reduziert die präoperative Zahnpflege die Wahrscheinlichkeit von schweren Lungenentzündungen nach einer Ösophagektomie (Entfernung der Speiseröhre). Schlechte Mundgesundheit ist ein Risikofaktor, der mit dazu führen kann, dass sich in der Kopf-Hals-Region Tumore und Speiseröhrenkrebs entwickeln. Ziel der Wissenschaftler war, die Parodontitisrate in einer Gruppe von Pati-

enten mit Speiseröhrenkrebs zu bestimmen. Zwischen 2003 und 2014 wurden 529 Patienten mit Speiseröhrenkrebs an der japanischen Akita University Hospital operiert. Die Zahnpflege-Gruppe mit 232 Patienten erhielt eine präoperative zahnärztliche Untersuchung. Die Forscher bewerteten auch die Schwere ihrer Parodontitis. Verglichen wurde die Gruppe mit 297 Patienten in der Kontrollgruppe, die keine präoperative Zahnpflege erhielten. Die Zahnpflege-Gruppe hatten eine deutlich geringere Häufigkeit von schweren Lungenentzündungen als die Kontrollgruppe. Die präoperative zahnärztliche Untersuchung und Pflege sind also unerlässlich, um die Wahrscheinlichkeit einer postoperativen Lungenentzündung bei Patienten mit Speiseröhrenkrebs zu reduzieren.

Eine professionelle Zahnreinigung statt Zahncremes für weiße Zähne

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ie Zeitschrift „Öko-Test“ hat in ihrer aktuellen Ausgabe 19 Zahncremes untersucht, die einen Weiß-Effekt versprechen. Fazit: Mit einer Professionellen Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt erreicht man mehr. Die „Öko-Test“-Autoren attestieren den Pasten, dass sie helfen können „Zahnbeläge und Zahnverfärbungen durch beispielsweise Kaffee und Tee zu entfernen“. Dafür sorgen Putzkörper, die aus Kieselsäure oder Aluminium bestehen. Mitunter werden auch chemische Wirkstoffe wie Phosphate eingemengt. Bei einigen Produkten wird wiederum ein „blauer Farbstoff“ eingesetzt, der die Zähne kurzzeitig optische heller aussehen lässt. Wieder andere setzen gar Bleich-

Foto: proDente e.V./Cornelis Gellhardt

Samstag, 25. Juni 2016

mittel, Peroxide, ein, die auch beim professionellen Bleaching in der Zahnarztpraxis zum Einsatz kommt. Weil aber laut EU-Recht in frei verkäuflichen Pasten nur geringe Mengen davon enthalten sein dürfen, reicht das nicht aus, um die Zähne sichtbar zu bleichen. „Öko-Test“ rät zu einer professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt, denn: „die entfernt Beläge und Verfärbungen“.

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MARKT

GUTES HÖREN

Samstag, 25. Juni 2016

Samstag, 25. Jun

Auch leiser Lärm ist schädlich Lärm ist meistens mit erheblicher Lautstärke verbunden, denkt man. Doch auch anhaltende Hintergrundgeräusche, die weniger laut sind, dafür penetrant sind, haben Auswirkungen auf Körper und Psyche. Das zeigten Untersuchungen bei Kindern aus sehr ruhigen Erholungsgebieten und Wohngebieten mit durchschnittlicher verkehrsbedingter Geräuschbelastung. Bei den lärmbelasteten Kindern wurde eine hohe Konzentration des Stresshormons Cortisol festgestellt, die auch anhält, wenn die Kinder gerade kei-

nem Lärm ausgesetzt sind. Das ist ein Anzeichen dafür, dass Symptome des Lärmstresses chronisch werden können. Sie führen dann zu ständigem Unwohlsein und können anfälliger für Krankheiten machen. Auch Konzentration und Lernleistungen sinken deutlich bei permanenter, dezenter Geräuschkulisse.

Foto: FGH

nicht nur in der Jugend ein besseres Hörvermögen, sondern erleidet auch keine so starke Abnahme des Hörvermögens im Alter. Wahrscheinlich ein Trainingseffekt, so die Forscher: Musiker nutzen ihre Ohren über Jahre auf hoher Ebene.

Erste Anzeichen für Hörminderungen Häufiges Nachfragen können erste Hinweise auf Hörminderungen sein. Denn in Gesprächen mit mehreren Personen fällt es am ehesten auf, wenn mit unseren Ohren etwas nicht stimmt. Auch Beschwerden von Familienmitgliedern oder Nachbarn über zu laut gedrehte Radios und Fernseher können ihren Grund im verminderten Hörvermögen haben. Kommt noch der

subjektive Eindruck hinzu, dass alle anderen undeutlich sprechen oder nuscheln, verdichten sich die Indizien, die auf ein nachlassendes Gehör verweisen. Typisch dafür sind außerdem Verwechslungen stimmloser, ähnlich klingender Konsonanten wie zum Beispiel „d“ und „t“ oder „f“ und „s“. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn es in der Umgebung lauter wird.

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Ausgabe 205 am 25. J

„Ich hätte das viel früher machen sollen.“ Eine Hörgeräte-Trägerin berichtet, wie sie mit einem modernen Hörgerät Lebensqualität zurück gewonnen hat.

Hörgeräteakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören bieten Beratungen zur Lärmprävention, Gehörschutzmaßnahmen und kostenlose Hörtests; www.fgh-info.de

Musizieren zögert Hörverlust hinaus Der altersbedingte Hörverlust ist bei älteren Musikern geringer als bei gleichaltrigen Nicht-Musikern, so das Ergebnis einer Studie des Baycrest‘s Rotman Research Institute in Toronto, Kanada. In der Studie wurden Musiker im Alter von 18 bis 91 Jahren mit Testpersonen verglichen, die keine Instrumente spielten. Die Forscher interessierten sich besonders für die Verarbeitung von Schallreizen im Gehirn, die für das Sprachverständnis ausschlaggebend ist. Gerade ältere Menschen klagen oft über Probleme, bei lauten Umgebungsgeräuschen Sprache zu verstehen. Wer sich lebenslang mit Musik beschäftigt, hat demnach

Rauschen des Windes

Foto: FGH

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B

ei den meisten Menschen machen sich mit fortschreitendem Alter Hördefizite durch Verschleißerscheinungen bemerkbar. Diese führen zu Schwierigkeiten beim Verstehen, wenn durcheinander geredet wird oder Nebengeräusche auftreten. Bei Verdacht auf Hörminderungen ist ein kostenloser Hörtest bei einem Akustiker der grundsätzlich richtige Schritt. „Wann es genau anfing, dass ich im Durcheinander von Stimmen immer weniger verstanden habe, kann ich nicht mehr genau sagen“, erzählt Brigitte F.. „Obwohl ich einzelne Worte oder ganze Satzteile nicht mehr verstanden hatte, wusste ich meistens noch aus dem Zusammenhang, worüber geredet wurde, und habe deshalb das Problem verdrängt und vor mir hergeschoben“, berichtet die 57-jährige weiter. Mit der Zeit begannen sich jedoch die Missverständnisse zu häufen und sie empfand das gesellige Beisammensein mit Bekannten und Freunden, Restaurantbesuche

und Familienfeiern zunehmend als anstrengend und belastend. Brigitte F. ist dabei kein Einzelfall. Früher oder später machen sich bei den meisten Menschen Hördefizite durch Verschleißerscheinungen bemerkbar. Der subjektive Höreindruck wird noch als gut empfunden, deshalb suchen Betroffene die Ursachen für die Missverständnisse nicht beim eigenen Gehör, sondern vermuten sie in undeutlicher Sprache der Mitmenschen und störenden Nebengeräuschen. Diese Fehleinschätzung birgt die ernstzunehmende Gefahr, sich mit der Zeit an das schlechter werdende Hören zu gewöhnen. „Wenn weniger gehört wird, verliert das Hörzentrum im Gehirn auch seine Fähigkeiten, die Signale auszuwerten und zu interpretieren“, sagt Hörexperte Burkhard Stropahl von der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH). „Wichtige Informationen über die Herkunft und die Richtung des Gehörten, Zwischentöne und leise Geräusche gehen auf die Dauer verloren. Die Betroffenen vergessen

regelrecht die Klangvielfalt ihrer Umwelt und verlernen ihre akustische Orientierung.“ So erging es auch Brigitte F., während sie versuche, sich mit ihren stetig zunehmenden Hörproblemen zu arrangieren. Manche Geräusche wie das Rauschen des Windes oder Vogelgezwitscher schienen ganz verschwunden zu sein und selbst Telefon oder Türklingel wurden regelmäßig überhört. So fasste sie den Entschluss, bei einem Hörgeräteakustiker einen kostenlosen Hörtest zu machen und Rat zu suchen. Für sie stand daraufhin schnell fest, dass sie mit modernen Hörgeräten ihre Kommunikationsfähigkeit wieder zurückgewinnen wollte. Schon nach kurzer Eingewöhnung konnte sie einen großen Teil der früheren Lebensqualität wieder herstellen. Rückblickend sagt sie: „Ich hätte das viel früher machen sollen. Denn jetzt bin ich bei den Gesprächen wieder mittendrin und fühle mich rundum gut, weil ich viel entspannter meinen Mitmenschen begegnen kann und alles verstehe.“


Fotos: Witters

Samstag, 25. Juni 2016

Goldenes Tor zum Einstand: Mario Gomez war gegen Nordirland allein schon durch seine körperliche Präsenz wertvoll

Richtiger Riecher Deutsche Nationalmannschaft. Joachim Löw hat sich über das Auslassen bester Torchancen aufgeregt. Es könne sich nämlich rächen. Von Michael Zäh

D

er Bundestrainer und die mediale Welt liegen in der Beurteilung von Spielen der deutschen Nationalmannschaft doch recht weit auseinander. Wer etwa die geradezu hemmungslosen Lobeshymnen des ARD-Experten Mehmet Scholl (nebst Dauergutlaunemensch Matthias Opdenhövel) zum Spiel gegen Nordirland hörte und dann einen sichtlich schlecht gelaunten Joachim Löw schimpfen hörte, muss zu dem Schluss kommen, dass die Jungs von der Unterhaltungsindustrie immer ein kleines Stückchen daneben liegen. Nachdem die ersten beiden Auftritte des deutschen Teams gegen die Ukraine (2:0) und Polen (0:0) vor allem an zu wenigen offensiven Aktionen und Torchancen krankten, war es gegen Nordirland umgekehrt: Es gab Chancen in Hülle und Fülle und allein der immer wieder als Maßstab herangezogene Thomas Müller vergab vier hundertprozentige Dinger (Pfostenkopfball, Lattenschuß aus

dem Rückraum, allein vor dem Torhüter am langen Eck vorbei, zentral vor dem Kasten verstolpert), aber auch Mario Götze nutzte mindestens zwei Hochkaräter nicht zum Torerfolg. Während die ganze mediale Welt nach den ersten beiden Partien mahnend alle zur Verfügung stehenden Finger hob, blieb Joachim Löw völlig ruhig und entspannt. So sehr sogar, dass manche meinten, ihm das als „zu demonstrativ“, also als gar nicht echt zu unterstellen. Nach dem 1:0-Sieg gegen die wie wild verteidigenden Nordiren war es dann genau umgekehrt: Die Berichterstatter überschlugen sich vor Bewunderung für den neuen, alten Offensivwirbel des deutschen Teams und fügten höchstens als Fußnote noch an, dass ja „nur“ das Nutzen der Torchancen noch nicht so geklappt habe. Bundestrainer Löw hingegen sagte: „Das geht nicht! Wenn man in der K.o.-Runde mal nur wenige Torchancen

bekommt, dann muss man die alle auch verwerten. Damit kann man nicht spaßen! Da müssen wir auch mal das Tor treffen!“ Der Mann hat den richtigen Riecher. Klar ließe sich trefflich darüber streiten, ob es nicht schlimmer ist, wenn man gar keine Chancen heraus spielt. Aber das ist es nicht, auch wenn das immer alle sagen. Denn das Herausspielen der Torchancen ist bei der Qualität der deutschen Offensivspieler nur eine Frage der Motivation: Laufarbeit (auch wenn sie weh tut), offensive Zweikämpfe, Tempo mit und ohne Ball – das alles kommt durch eine Steigerung im Laufe eines Turniers. Da war sich Löw auch sicher und blieb deshalb entspannt. Wenn jedoch das alles da ist und dann der Abschluss nicht stimmt, handelt es sich um einen Bereich, in dem nicht automatisch eine Steigerung kommt. Von der ersten Inkonsequenz vor dem Tor bis zu einer regelrechten Blockade ist da der Weg nicht weit.

Joachim Löw in Rage: Nach dem Auslasssen bester Torchancen gegen Nordirland war der Trainer mal ernsthaft sauer. Er weiß, dass sich solche Nachlässigkeiten zur „Seuche“ entwickeln können


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ie Frage, was dann die ideale Endspielpaarung für die Europameisterschgaft 2016 in Frankreich sein würde, findet ja gerne folgende Antworten: Deutschland gegen Gastgeber Frankreich; Weltmeister Deutschland gegen den noch amtierenden Europameister Spanien, Deutschland gegen den ewigen Rivalen Italien, oder auch Deutschland gegen England, das Mutterland des Fußballs. Allein: Dies alles wird es nicht geben. Durch die überraschenden Ergebnisse der Gruppenphase, wo Spanien hinter Kroatien nur Zweiter wurde und England hinter Wales ebenso, womöglich auch Italien überraschend Erster seiner Gruppe wurde (wo doch alle nur vom Geheimfavoriten Belgien schwärmten), wird es zwar zu diesen Begegnungen kommen können, allerdings sehr viel früher als gedacht. Ins Finale kann dann nur einer der hier genannten Favoriten kommen.

Wir wünschen der Deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg und uns spannende Spiele!

Besonders auffällig: Dimitri Payet spielte sich für Frankreich in den Vordergrund

Das Knaller-Achtelfinale beispielsweise findet am Montag, 27. Juni um18 Uhr zwischen Italien und Spanien statt. Bei der letzten Europameisterschaft 2012 war dies noch das Finale gewesen, das dann Spanien gewann. Aus deutscher Sicht war damals das bittere Aus gegen Italien im Halbfinale hängen geblieben. Aber eben: Es war das Halbfinale! Und die Niederlagen in direkten Duellen mit den Spaniern in den letzten Jahren sind ebenfalls präsent. 2008 im Endspiel zum Beispiel. Nun aber wird es so sein, dass Deutschland bereits im Viertelfinale (einen eigenen Sieg im Achtelfinale vorausgesetzt) auf den Sieger der Partie Italien gegen Spanien trifft. Im Viertelfinale! Da mag man die Phantasie walten lassen, welcher dieser beiden


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Samstag, 25. Juni 2016

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Laute Kritik: Jerome Boateng (Mitte) hat nach dem 0:0 gegen Polen von der Offensive mehr Konsquenz gefordert. Paul Pogba wurde mit England nur Zweiter

ommt durch!

ich, Italien und England sind lauter Favoriten h vor dem Finale aus. Von Michael Zäh Gegner denn nun der Geeignetere sei. Sollen es die taktisch ewig ekligen Italiener sein (auch wenn man die in der Vorbereitung nach gefßhlten hundertmillionen Versuchen mal mit 4:1 geschlagen hat), oder die spielerisch ewig starken Spanier? In der Gruppenphase haben die Spanier ßbrigens keineswegs ein schwaches Bild abgegeben. Nach den zwei Siegen gegen Tschechien und die Tßrkei, bei denen teilweise wieder ein spielerisches Feuerwerk abgebrannt wurde, gab es lediglich gegen Kroatien im Spiel um den Gruppensieg eine ßberraschende 1:2-Niederlage. Und diese war jetzt auch nicht dadurch zustande gekommen, dass die (starken) Kroaten den Spaniern die Grenzen aufgezeigt hätten, sondern es war so, dass die Spanier haushoch ßberlegen spielten, aber bei zwei Situationen jeweils sehr nachlässig verteidigten. Beide kroatischen Treffer fielen aus heiterem Himmel, wenn auch aufgrund der dort vorhandenen Qualität im Konterspiel. Kroatien wird ja nun als Gruppenerster auf jenem anderen Turniertableau weiter spielen, auf dem alle Favoriten nicht mehr im Wege stehen. Also klar: Kroatien ist schon jetzt ein Endspielkandidat. Noch dazu einer, den man ja nicht gerne haben mÜchte! Aber zurßck zu dem Duell Italien gegen Spanien. Die Spanier haben wie gesagt recht erfrischend gespielt und ihr Repertoire sogar deutlich erweitert. Nämlich um die Variante der hohen Flanken in den Strafraum, kaum zu glauben, aber

Oh schaut her,ich bins gewesen: Jakob â&#x20AC;&#x17E;Kubaâ&#x20AC;&#x153; BĹ&#x201A;aszczykowski hat das Siegtor gegen die Ukraine erzielt

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wahr, weil dort Alvaro Morata lauert. Insgesamt wirkten die Spanier um den ganz starken Andrés Iniesta bis zu ihrer Niederlage gegen Kroatien schon sehr frisch und waren bis dahin das beste Team. Achtelfinal-Gegner Italien hat es gemacht wie so oft: Schon gleich im ersten Spiel gegen die ach so geheimfavorisierten Belgier haben sie Kevin de Bruyne und Co. den Zahn gezogen. In der eingespielten „Juve- Defensive“ unfassbar abgezockt, mit Dreierkette, die bei Bedarf gegen den Ball eine Fünferkette wird, und dann doch wieder ausgestattet mit diesem speziellen spielerischen und tollem technischen „Etwas“, das sie eben haben. Und der überraschende 50-Meter-Pass von Italiens Abwehrchef Leonardo Bonucci vor dem 1:0 gegen Belgien spricht Bände. Während Italien oder Spanien also Gegner des deutschen Teams bereits im Viertelfinale sind, kann es dann im (hoofentlich erreichten) Halbfinale zum nächsten heißen Aufeinandertreffen mit Frankreich oder England kommen. Und beide Teams sind nach den bisherigen Eindrücken nicht zu unterschätzen. Denn sowohl England (trotz des enttäuschenden zweiten Platzes in der Gruppe) hat viel spielerisches Potenzial in der Offensive gezeigt wie auch Franbkreich eine gewisse Reife an den Tag legte. Wenn wir schon so weit auf die Partien ab dem Viertelfinale vorgreifen, kann man natürlich

sagen, dass solche Gegner (außer Italien) dem deutschen Team halt durchaus liegen, weil es dann endlich damit vorbei ist, dass sich die Gegner komplett hinten rein stellen (mit 50 Mann, sagte Özil nach dem Polen-Spiel), sondern Teams wie Spanien (aus Prinzip), England (aus jugendlichem Übermut) und auch Frankreich (aus dem Stolz der

Gastgeber heraus) auch gegen den Weltmeister mitspielen oder gar dominieren wollen. Das wäre dann: endlich Fußball! Über den Sinn oder Unsinn, die Europasmeisterschaft auf 24 Teams zu erweitern, wurde bereits trefflich gestritten. Tatsache ist natürlich, dass in den Gruppenspielen häufig das Motiv vorkam, dass sich die

Ultimative Zerreißprobe: Bei den Schweizern ging zwar gegen Frankreich dauernd das Trikot kaputt, aber sie kamen ohne Niederlage weiter


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Hey, wir sind Italien: Eder schießt das späte Siegtor gegen Schweden

neu teilnehmenden Außenseiter als defensives Bollwerk mit Kontermentalität präsentierten, während die Favoriten gegen Fünfer- oder Sechserketten anrennen und dort die Lücken suchen mussten. Aber, nun gut, jedenfalls ist das zweite Tableau des Turniers, das eben auch ins Endspiel führt, mal einen Blick wert. Denn die Chancen, dass beim Endspiel im Stade de France ein „Neuling“ dabei sein wird, ist größer denn je. Sicher ist, dass sich mindestens ein Final-Teilnehmer noch nicht Europameister nennen kann. Da sind eben neben Kroatien (als Spanien-Bezwinger in diesem Tableau fast schon Favorit) auch die Schweiz und die Polen dabei, die gleich im Achtelfinale am Samstag, 28. Juni um 15 Uhr aufeinander treffen und somit die K.-o.-Runden eröffnen. Die Achtelfinalspiele also nun in chronologischer Reihenfolge: Samstag, 25. Juni Schweiz gegen Polen (15 Uhr, in St. Etienne). Beide Teams haben in der Gruppe nicht ein einziges Spiel verloren. Während die Schweizer dabei dem Gastgeber Frankreich ein 0:0 abtrotzten, gelang dasselbe den Polen gegen Deutschland. Während die Schweizer im Mittelfeld mehr Stabilität und spielerisches Format haben, sind die Polen bei Kontern extrem gefährlich. Sie haben auch Robert Lewandowski vorne drin, der zwar bisher (wie viele Superstars) noch nicht so sehr in Erscheinung trat, bei den K.-O-Spielen aber

den Unterschied ausmachen kann. Echt spannende Partie mit offenem Ausgang. Wales - Nordirland (18 Uhr, in Paris, Parc des Princes). Voll britisch, möchte man sagen. Beide Teams sind voller Wundertüten und haben auch noch prächtig singende Fans. Nordirland hat ja die Qualifikation zur EM als Gruppenerster gewonnen. Wales hat Gareth Bale und natürlich nach dem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale einer Europameisterschaft gar nichts zu verlieren. Für beide jetzt schon ein Bonus-Spiel. Und einer kommt dann auch noch ins Viertelfinale! Kroatien - Portugal (21 Uhr, in Lens). Im bisherigen Turnier haben die Kroaten voll überzeugt und sind noch vor Spanien (die man 2:1 schlug) Gruppenerster geworden. Wenn alle Mann fit sind, ist das Team auch wirklich stark besetzt. Die Portugiesen hingegen (deren Trainer vor dem Turnier lauthals den Titel des Europameisters für das Mindeste hielt), kamen nach drei Remis in der Gruppe gerade noch so als Dritter ins Achtelfinale. Aber kalr, das muss an einem guten Tag von cristiano Ronaldo und Co. nicht unbedingt etwas heißen. Kroatien stellt aber das bessere Team mit mehr Qualität in der Breite und vor allem mit deutlich mehr Biss. Sonntag, 26. Juni Frankreich - Irland (15 Uhr, in Lyon). Hier sind die Gastgeber aus Frankreich natürlich klarer Favorit und werden wohl auch gewinnen.


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So breit bin ich: Wayne Rooney wurde plötzlich aussortiert, was aber auch nix brachte. England wurde nur Gruppen-Zweiter

Deutschland - Slowakei (18 Uhr, in Lille). Zwar gab es im vorletzten Testspiel der deutschen Mannschaft gegen die Slowaken eine fast schon blamable 1:3-Niederlage. Aber das war eben erstens nur ein Test und dieser war zweitens mit einer B-Elf aus deutscher Sicht ausgetragen worden. Eine gute Gelegenheit also, nun im echten Wettkampf die Verhältnisse wieder zurecht zu rücken. Sollte funktionieren. Wenn nicht, ist das wirklich eine Blamage. Ungarn - Belgien (21 Uhr, in Toulouse). Geheim, noch geheimer, Ungarn! Kein Mensch hätte dieses Team im Ernst als Gruppenerster im Achtelfinale erwartet, vor den

Portugiesen und den als heimlicher Gruppenfavorit gehandelten Österreichern (die dann so prompt wie kläglich ausschieden). Ob es auch für die ewigen Geheimfavoriten aus Belgien reicht, die sich bisher sehr schwer mit ihrer Rolle taten, ist eher nicht so wahrscheinlich. Montag, 27. Juni Italien - Spanien (18 Uhr, in St. Denis). Eine Prognose für dieses erste Highlight der EM verbietet sich geradezu. Spanien ist eigentlich gut drauf (viel besser als 2014 bei der WM in Brasilien), hat aber schon gegen Kroatien die Anfälligkeit bei gutem Konterfußball gezeigt.Und wer könnte solch einen Fußball

noch perfekter spielen, wenn nicht Italien. Dennoch: Die in den Medien als „italienische Super-Opas“ gehypten Italiener brauchen schon einen Sahnetag (quasi Jungbrunnen für alle), um hier zu gewinnen. England - Island (21 Uhr, Nizza). Auf dem Papier sind die Engländer zwar klar Favorit, aber nach dem bisherigen Turnierverlauf ist diese Partie völlig offen. Die Isländer sind gut drauf, haben sowieso schon mehr erreicht als alle erwareteten und haben keine Trainerdebatte wie die Engländer. Könnte also gut sein, dass offensiv sehr talentierte Engländer hier scheitern und Island es dann im Viertelfinale wohl mit

Gastgeber Frankreich zu tun bekommt. Na ja, dann ist wohl Schluss, weil ein Halbfinale zwischen Island und Deutschland (das zuvor Italien / Spanien aus dem Weg räumte) wirklich nur etwas für echte Romantiker wäre. Sind wir ehrlich: Bis ins Finale ist es für die Löw-Elf bei diesem Turniertableau ein sehr weiter Weg. Schon zwei Tore erzielt: Gerard Pique schoss zuerst vorne ein Tor und fälschte dann auch hinten zum 1:2 gegen Kroatien ab

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Ausgabe 205 am 25. Juni 2016

Das Finale Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg verabschiedet sich. Ein erfolgloser Kampf um den Erhalt eines großartigen Orchesters ist damit beendet, ebenso eine historische Aufgabe. Von Barbara Breitsprecher

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s ist soweit: Die letzten Konzerte des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg stehen an, am 16. und 17. Juli wird das große Finale sein, alle Freiburger und Fans sind eingeladen. Ein Ära geht zu Ende, die nicht nur kultureller Hochgenuss bedeutete, sondern auch höchste politische Bedeutung hatte und hat – aus historischer wie auch gegenwärtiger Sicht.

1946 von der französischen Beatzungsmacht nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, als wichtiges Element deutsch-französischer Freundschaft und als kulturpolitischer Boden für einen föderalistischen neuen deutschen Staat, ist die Auflösung dieses Orchesters und seine Fusion mit dem Stuttgarter Orchester mehr als nur eine „unternehmerische Entscheidung“, zu der es die Landes-

politik degradieren hat. Spät, viel zu spät, wurde der Öffentlichkeit klar, was Landespolitik und SWR-Intendanz hier geplant hatten. Während immer noch eine Bereitschaft zum Überdenken signalisiert wurde, war die Entscheidung längst festgezurrt. „Das war im Grunde unaufrichtig“, bilanziert Professor Dr. Karl-Reinhard Volz vom Verein der Freunde und Förderer des SWR Sinfonieorchester. Mit einem leicht bitteren Lachen gesteht er, es sei „ein ganz grausiges Gefühl und eine große Enttäuschung“, dass alle ihre Bestrebungen, das Orchester als eigenständiges zu erhalten, gescheitert sind. Als es anfangs noch hieß, 2,5 Millionen Euro müssten eingespart werden, setzten er und seine Mitstreiter alle Hebel in Bewegung. Freiburger Bürgerinnen und Bürger signalisierten ihre Bereitschaft 400.000 Euro jährlich

für das Orchester bereitzustellen. Die Stadt Freiburg hätte dann noch auf die Konzerthaus-Miete verzichten, das Land einen Zuschuss geben und das Orchester selbst weitere 500.000 Euro erwirtschaften müssen. Dann hätte es gereicht. Doch da kam der Todesstoß, der Musik-GAU: Die von SWR-Intendanten Peter Boudgoust einberufene „Geber- und Trägerkonferenz“ erklärte, es müssten jährlich elf Millionen vom Freundeskreis bereit gestellt werden, ansonsten sei die Fusion beschlossene Sache. Das war sie allerdings längst. Finale, Abschiedskonzert des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, Open-Air auf dem Münsterplatz, 16. Juli, 20.30 Uhr, Eintritt frei sowie Public Viewing im Konzerthaus,17. Juli, 18 Uhr

HÖHEPUNKTE IM SWR-ORCHESTERLEBEN

500 Uraufführungen, „Unspielbares“ und große Traditionen Fragt man Musiker des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, was für sie die Highlights waren, dann werden die über 500 Uraufführungen genannt, unter anderem von Hans Werner Henze, Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen, Helmut Lachenmann und Wolfgang Rihm. Dann schwärmen sie von den Spanien-Tourneen mit der einzigen Oper von Messiaens „Saint François d‘Assise“ und von der Abschiedstournee des Pianisten Alfred Brendel. Das „klassische“ Repertoire, mit Schwerpunkt auf der zweiten Wiener Schule (Mahler , Brahms, Bruckner) haben die Musiker als wunderbare Abwechslung erlebt. Sie kommen ins Schwärmen, wenn sie an Pierre Boulez bei einer seiner, von ihm selbst dirigierten, Uraufführungen in Donaueschingen denken. Und erzählen begeistert, wie er von den Blechbläsern nach dem Rhythmus gefragt wurde, und wie er ruhig erklärte und demonstrierte: „Mit rechts dirigiere ich die Geigen in drei, mit links die tiefen Streicher in vier…“ – und wie er dann begann noch die Quintolen der Blechbläser zu singen. Ob es jetzt klarer sei, erkundigte er sich im Anschluss freundlich bei den Musikern.

Seitdem Hans Rosbaud nach dem Zweiten Weltkrieg das Sinfonieorchester als Dirigent zu einem Klangkörper mit Weltklasse aufgebaut hatte, war die Avantgarde immer ein besonders wichtiger musikalischer Bestandteil des Programms gewesen. In diesem Sinne haben ebenso Ernest Bour und Michael Gielen gearbeitet und einen Klangkörper herangebildet und kultiviert, der für seine schnelle Auffassungsgabe beim Entziffern neuer, „unspielbarer“ Partituren ebenso gerühmt wurde, wie ihm andererseits der Umgang mit den Erkenntnissen „historischer Aufführungspraxis“ keineswegs fremd war. Diese Dirigenten hatten die feste Überzeugung, dass die engagierte Förderung der Neuen Musik ebenso wichtiger Bestandteil des Rundfunk-Kulturauftrags sein sollte, wie der pflegliche Umgang mit der großen Tradition. Dass dieses Orchester nun vom Intendanten und Juristen Peter Boudgoust, der wenig Respekt vor Kultur und Musiktradition gezeigt hat, geschlossen wird, kann im schlimmsten Fall auch als Anfang einer neuen Umgangsweise mit allen Orchestern der ARD gesehen werden. Johann Fendt


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LEBEN

TIPPS

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„Ti Amo“ unterm Sternenhimmel

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Open Air im Park in Bad Krozingen: Zwei Wochen lang Musik- und Unterhaltungsstars auf der Freilichtbühne.

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wei Wochen lang wird der idyllische Kurpark in Bad Krozingen wieder zur Freilichtbühne mit einem abwechslungsreichen Musik- und Unterhaltungsprogramm. Den Auftakt bildet das traditionelle Lichterfest am 16. Juli, mit 15.000 Kerzen und 1000 japanischen Bambuslaternen. Die Tage danach werden dann viele verschiedene Stars die Bühne beherrschen.

auf der Bühne stehen. Mit Hits wie „All You Zombies“, „Johnny B“ und „500 Miles“ werden sie den Kurpark rocken. Den Abschluss gestalten am 3. August um 19.30 Uhr „The world famous Glenn Miller Orchestra directed by Wil Salden“. Auch „Moonlight Serenade“ und „In The Mood“ wird dann zu hören sein. Open Air im Park, 16. Juli bis 3. August, Kurpark Bad Krozingen, Tickets: Tel. 07633/4008164 oder unter www.bad-krozingen.info; Wir verlosen 2x2 Tickets für das Konzert mit Umberto Tozzi am 22. Juli, 20 Uhr. Einfach Mail (mit eigener Adresse!) bis 5. 7. unter dem Stichwort „Open Air im Park“ an redaktion@ zas-freiburg.de schicken.

So werden am 21. Juli um 20 Uhr Reiner Kirsten, Verena Rose Ruder und Andy Borg gemeinsam auftreten und die Herzen der Schlager- und Volksmusikfreunde erfreuen. Am 22. Juli hat dann um 20 Uhr Umberto Tozzi seinen großen Auftritt. Der italienische Pop- und Rock-Sänger schreibt und singt gefühlvolle Balladen ebenso wie eingängige Rocksongs. Zu seinen bekanntesten Hits gehören Ohrwürmer wie „Ti Amo“, „Gloria“ und „Tu“. Am 26. Juli wird Justus Frantz und die Philharmonie der

Nationen um 20 Uhr mit „Klassik pur“ zeigen, was in den jungen Talenten seines international besetzten Orchesters steckt. Am 29. Juli werden um 20 Uhr „The Hooters“

Vorlesereise

„Tag der offenen Tür“

Ausstellung

Film

Sommerfest

Paradiese zwischen Buchdeckeln

Musik, Spiele und Wissen

Kunstwerke im Bächle

Die schnellen Bälle von Irland

Tanzen auf der Straße

Das Literaturbüro Freiburg ist, unterstützt vom Förderkreis Literaturhaus Freiburg und der Volksbank Freiburg, mit der Vorlesereihe „Taschenparadiese“ für Zuhörer ab drei Jahren auf der Seebühne in Freiburg-Betzenhausen zu Gast. Bei gutem Wetter unter freiem Himmel, bei Regen unter den Arkaden am Bürgerhaus, holt ein ehrenamtlicher Freiburger Vorleser seine Kinderbücher hervor und liest aus seinen Lieblingsgeschichten. Im bunten Vorlesezelt wird gelauscht, gespielt, gebastelt und getobt, während sich Eltern bei Kaffee

Der Freiburger Münsterbauverein und die Münsterbauhütte öffnen Tür und Tor für alle, die sich einen Eindruck von der Arbeit rund um den Erhalt unseres Münsters verschaffen möchte. Am 24. Juni, steht der Unterhaltungsfaktor in besonderer Atmosphäre im Vordergrund: Ab 19 Uhr findet ein Benefiz-Konzert im Hof der Müns-

Skulpturen, die waghalsig aus dem Bachbett emporsteigen, stromlinienförmig schwimmende Elemente, in die Höhe ragende Formationen: so überraschend und vielseitig, aus Stein, Metall und anderen Materialien präsentiert sich die Ausstellung „Im Bächle“ entlang der Herrenstraße. Der Gundelfinger Steinmetz und Bildhauer Wolfgang Jakob versammelte 2007 eine Gruppe Bildhauer um sich und rief das Projekt „Im Bächle“ ins Leben. „Es ist die spannende Auseinandersetzung mit der vorgegebenen Größe des Bachbetts sowie das Spiel mit dem flie-

In Irland ist der Gaelic Football beheimatet, dem sich auch der zwölfjährige irische Junge Mac verschrieben hat. Gaelic Football gilt als die schnellste Feldsportart der Welt. Die Freiburger Filmemacherin Ildico Wille kam im Rahmen ihres Studiums nach Irland. Was als kurzer Austausch gedacht war, wurde zu einem mehrjährigen Aufenthalt

In Zeiten wo Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wieder salonfähig sind, soll das internationale Sommerfest ein Statement für eine weltoffene Gesellschaft sein. Es wird ein Fest gefeiert, mit Menschen aus aller Welt, die in Freiburg zuhause sind. Es gibt ein Kinderprogramm und auf der Bühne sowie auf der Straße zeigen die Südwind Kids, Nuestro Niñios und Capoeira Crianças Tanzvorführungen. Ab 18 Uhr gibt es portugiesische Folklore von den Perolas, Gesang der mongolischen Königinnen,  Rhythm Hip-Hop Performance von Lokomotion und

und Croissants entspannen können. Die etablierte Reihe zaubert seit dem Frühjahr 2013 jeweils am letzten Sonntag im Monat kleine Paradiese zwischen Buchdeckeln hervor und ermöglicht generationenübergreifende Begegnungen zwischen großen Lesern und kleinen Zuhörern.

terbauhütte statt mit den „Giselas“ und „Off-shore“. Am 25. Juni, wird beim „Tag der offenen Tür“ von 10 bis 17 Uhr die Arbeit der Münstersteinmetze vorgestellt. Für die Kleinen heißt es dann Steine klopfen oder Gipse anmalen, die Großen können den Münsterbau bei Führungen oder im Werkstattgespräch kennenlernen. Um 11, 13, 14 und 15 Uhr gibt es kostenlose, öffentliche Führungen durch die Münsterbauhütte und das hauseigene Museum, um 13 Uhr gibt es eine Kinderführung.

„Taschenparadiese unterwegs“, 26. Juni, 11 Uhr, Seebühne beim Bürgerhaus Seepark, Eintritt: 3 /5 Euro

„Tag der offenen Tür“ und Hofkonzert bei der Münsterbauhütte, 24./25. Juni, Schoferstr. 4, Eintritt frei

ßenden Wasser, was die Arbeit an den Exponaten so attraktiv macht“, erklärt Wolfgang Jakob. Alle Teilnehmer haben durch den Besuch der Freiburger Meisterschule für Bildhauer und Steinmetze oder durch ihren Arbeits- und Wohnort einen unmittelbaren Bezug zur Stadt.

mit Studienabschluss und einem weiteren dortigen Studium der Filmregie- und Produktion. Nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete Ildico Wille zunächst als Regie- und Produktionsassistentin, bevor sie sich als Dokumentarfilmregisseurin selbstständig machte und ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Freiburg verlegte. Für den Dreh des Kika-Films im vergangenen Herbst konnte die 33-Jährige nun nicht nur privat, sondern auch beruflich nach Irland zurückkehren.

syrische Klänge von Autar Sharkia. Ab 20 Uhr erklingen orientalische, westafrikanische und brasilianische Rhythmen von DJ MM, Terricafò und Brasilikum  zum Tanzen. Und ab 21.30 Uhr sorgen die Refrigerators mit Ska–Mix Beats für eine ausgelassene Sommernacht.

Ausstellung „Im Bächle“, 8./9. Juli, 10 bis 20 Uhr, Herrenstraße, Rundgänge: Freitag: 12/16/18 Uhr, Samstag 11/14/18 Uhr

TV-Doku „Mac und die schnellen Bälle“ von Ildico Wille, 26. Juni, 16.15 Uhr, Reihe „Schau in meine Welt“, Kinderkanal Kika

Internationales Sommerfest, 25. Juni, ab 16.30 Uhr, Faulerstraße, Eintritt: 4/3 Euro, für Jugendliche bis 18 und Flüchtlinge Eintritt frei


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tag, 25. Juni 2016

Flanieren, genießen, schwätzen

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46. Oberlindenhock vom 24. bis 26. Juni in der Oberen Altstadt Freiburgs. Flaniermeile mit vielen Ständen und Unterhaltung für Hockbesucher zwischen Schwabentor und oberer Herrenstraße.

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Beim traditionellen Fassanstich vor dem Oberlindenbrunnen wird Bürgermeister Ulrich von krichbach am 24. Juni um 19 Uhr sein Bestes geben und die ersten Gäste begrüßen. Die Hockbesucher gibt können sich kulinarisch vielseitig verwöhnen lassen, mit traditionellen und regionalen, aber auch internationalen Spezialitäten, wie zum Beispiel brasilianische Tapas und indische Speisen. Badische Weine, verschiedene Biersorten und eine Auswahl an alkoholfreien Getränken runden das Angebot für den Gaumen ab. Mal sehen, ob die „Kalte Sophie“ – der Getränke-Renner der vergangenen Saison, eine Mischung aus Wein und Sorbet – auch in diesem Jahr so begehrt sein wird. Für Unterhaltung werden in Oberlinden und in der Herrenstraße an allen drei Tagen verschiedene

Fotos: Lokalverein Innenstadt

ür viele ist es der schönste Hock in der Region: Von Freitag, 24. bis Sonntag, 26. Juni findet wieder der Oberlindenhock in Freiburgs Oberer Altstadt statt. Zum 46. Oberlindenhock, den der Lokalverein Innenstadt Freiburg ausrichtet, wird es eine Flaniermeile vom Schwabentor bis in die obere Herrenstraße geben.

Gute Stimmung herrscht alljährlich beim Oberlindenhock am Schwabentor. Hier trifft man sich, trinkt ein Viertele oder ein kühles Bier, genießt badische oder internationale Leckereien, schwätzt und lacht miteinander.

Bands und Künstler sorgen. So treten am Freitag, 24. Juni der „Little Walters Rock‘n‘Roll Zirkus auf und die Gin Fizz Family. Am

Samstag, 25. Juni geht es dann mit den Hallelujah Stompers und dem Boogie-Project ab. Und am Sonntag, 26. Juni, werden Kim

Carson & Band sowie Simon & Simon für gute Stimmung sorgen. Ansonsten heißt es beim Oberlindenhock: schwätzen, lachen, schauen und mit guter Laune und netten Menschen den Sommer in der Innenstadt verbringen. Hockbeginn ist Freitag, 24. Juni um 19 Uhr, am Samstag, 25. Juni,

geht es ab 15 Uhr weiter und am Sonntag startet der Hock bereits um 12 Uhr. Aus Sicherheitsgründen wird auch in diesem Jahr der Straßenbahnverkehr am Freitag, 24.6. und am Samstag 25.6. jeweils ab 20.05 Uhr zwischen der Schwabentorschleife und der Haltestelle am Bertoldsbrunnen unterbrochen. Am Sonntag 26.6. fährt die Straßenbahn dann wieder regulär nach Fahrplan. Infos zum VAG-Fahrplan gibt es unter www.vag-freiburg.de. ■■46. Oberlindenhock vom 24. bis 26. Juni, zwischen Schwabentor und Herrenstraße

Alle ziehen an einem Strang Fachtagung für Geriatrie mit Fachvorträgen von Ärzten der AMEOS Gruppen. Die fachübergreifende Behandlung für ältere, geriatrische Patienten hat sich bewährt. Sie wird auch am Ameos Klinikum Kaiserstuhl praktiziert.

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Im AMEOS Klinikum Kaiserstuhl ist dies seit Ende des vergangenen Jahres möglich. In der speziellen Fachabteilung für Geriatrie bieten Kardiologen, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden unter der Leitung von Dr. Christoph Manegold ein solches fachübergreifendes Behandlungsverfahren an. Das Ziel ist, den Patienten im Anschluss der stationären Behandlung nach Möglichkeit wieder ein Leben zu Hause zu ermöglichen. In manchen Fällen können zur Unter-

Foto: AMEOS Klinikum

iele ältere Patienten möchten möglichst lange unabhängig und eigenständig in ihren eigenen vier Wänden leben, zeitgleich haben sie oft komplexe Erkrankungen und Bedürfnisse. Hierzu gibt es mittlerweile verschiedene klinische und ambulante Behandlungsformen um ältere Menschen und deren Angehörige mit geriatrischen Behandlungsverfahren optimal unterstützen zu können.

Dr. Christoph Manegold, Chefarzt der Klinik für Geriatrie, AMEOS Klinikum Kaiserstuhl, Dr. Calin Gurguta, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und stellvertretender Ärztlicher Direktor am AMEOS Klinikum Staßfurt, Prof. Dr. Scola, Vorstand der Prüfungskommission für Geriatrie der Ärztekammer, Hamburg sowie Ralf Nußbaumer, Krankenhausdirektor, AMEOS Klinikum Kaiserstuhl bei der Fachtagung für Geriatrie im Hotel Rheingold in Freiburg (v.l.n.r.). stützung ein mobiler Pflegedienst und beispielsweise ein Ergotherapeut notwendig sein. Aber auch der Hausarzt spielt in solch einem Netzwerk eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Fachtagung für Geriatrie trafen sich am 14. Juni Sozialarbeiter, Vertreter der Sozialstationen, Ergotherapeuten, Ärztliche

Leiter der Klinika sowie Hausärzte aus Freiburg und Umgebung. Die Experten informierten sich auf der Tagung über die neuesten Entwicklungen in der Behandlung von geriatrischen Patienten und die Berührungspunkte der Altersmedizin zu den angrenzenden medizinischen und therapeutischen Berufs-

gruppen. Der Chefarzt der Klinik für Geriatrie im AMEOS Klinikum Kaiserstuhl hatte anlässlich dieser Veranstaltung zwei weitere renommierte Referenten der Altersmedizin an seiner Seite: Dr. Calin Gurguta, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und stellvertretender Ärztlicher Direktor am AMEOS Klinikum Staßfurt und

Prof. Dr. Scola, Vorstand der Prüfungskommission für Geriatrie der Ärztekammer, Hamburg. In seinem überzeugenden Vortrag hat Prof. Dr. Scola hervorgehoben, wie wichtig eine fachübergreifende Zusammenarbeit in der Geriatrie ist. Alle Berufsgruppen müssen gemeinsam an einem Strang ziehen und vor allem auch die Angehörigen sollten in die Behandlung mit einbezogen werden. Besonders die Sozialarbeiter haben hier eine sehr wichtige Rolle, so Dr. Scola , denn sie bilden die Brücke zu den Angehörigen und ebenso zu weiterführenden Behandlungsformen. ■■Dr. Christoph Manegold Chefarzt für Geriatrie und Innere Medizin, Facharzt für Geriatrie, Innere Medizin und Gastroenterologie AMEOS Klinikum Kaiserstuhl Akutklinik für Innere Medizin und Geriatrie, Brunngasse 1, 79235 Vogtsburg-Bischoffingen, Telefon 07662/811-0 info@vogtsburg.ameos.de www.ameos.eu


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INFOS / SANIEREN

Samstag, 25. Juni 2016

Die Goldsammler

Samstag, 25. Jun

Ausgabe 205 am 25. J

Die Waldhaus Bierspezialitäten werden mit acht Gold-Medaillen ausgezeichnet. Außerdem wurde das Familienunternehmen obendrein mit dem „Preis der Besten“ ausgezeichnet, für langjährige höchste Produktqualität.

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ie einen sammeln wertvolle Briefmarken, andere eher antike Möbel. Die langjährige Leidenschaft der Privatbrauerei Waldhaus ist das Sammeln von Qualitätsauszeichnungen. So wurden den Waldhaus Bierspezialitäten in den vergangenen Jahren über 400 nationale und internationale Qualitätsauszeichnungen verliehen – und davon 109 mal eine Auszeichnung in Gold. Dieses Jahr kommen acht neue GOLD-Medaillen dazu. Bei der Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, dem härtesten Biertest der Welt, bestanden die Waldhaus-Bierspezialitäten auch 2016 erfolgreich mit acht mal DLG-Gold und einmal DLG-Silber. Zudem wurde die Marke Waldhaus zum 26. Mal für langjährige höchste Produktqualität geehrt und erhielt dafür obendrein den „Preis der Besten“ in Gold. Trotz der vielen bereits errungenen Auszeichnungen machen diese neuen Gold-Medaillen den Ersten Braumeister Bernhard Vötter bei

IHR BUSINESS

Dieter Schmid, Geschäftsführer der Privatbrauerei Waldhaus (links unten), ist stolz auf seine drei Braumeister, vier Bierbrauer und eine Bierbrauerin. Foto:Waldhaus

Waldhaus und sein Team ganz besonders stolz. „Die DLG-Experten testeten in diesem Jahr über 1000 Biere. Im Mittelpunkt der Qualitätsprüfungen standen umfangreiche Analysen im Labor und vor allem in der Sensorik. Erneut zu den besten Bieren zu gehören, ist der schönste Lohn für unser tägliches Engage-

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den günstigeren und aromaarmen Hopfenextrakt setzen. Um sich noch stärker von den großen Konzernen abzuheben, sorgt die Familienbrauerei mit dem neuen Selektionsbier „Hopfensturm Edition 1516“ für eine echte Innovation auf dem deutschen Biermarkt. Nach dem deutschen Reinheitsgebot

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ment, unsere Leidenschaft für Bier und unseren Mut, andere Wege zu gehen als viele Großbrauereien“ betont Bernhard Vötter. Die Biermanufaktur verwendet als eine der letzten Brauereien Deutschlands ausschließlich deutsche Aroma-Naturhopfendolden, während Industriebrauereien auf

brauten die Bierdesigner aus Waldhaus mit acht Aromahopfen-Sorten, fünf Heiß- sowie zwei Kalthopfungen und einer obergärigen Ale-Hefe eine fein-fruchtige Bierkreation mit einem einzigartigen Aromaspiel. Keine Frage, Brauerei-Chef Dieter Schmid verfolgt mit seinem 38-köpfigen Team eine echte Qualitätsphilosophie und betont: „Manche meinen, dies sei eine ungewöhnlich eigensinnige Leidenschaft. Wir meinen, dass nur das Beste gerade gut genug für unsere Kunden ist!“

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ost, Kalk und Lochfraß in den Wasserleitungen stellen Hausbewohner vor große Herausforderungen, besonders wenn die Räumlichkeiten vermietet sind. Nach der herkömmlichen Sanierungsmethode müssen die Wände aufgestemmt werden. Nach dem Austausch der Wasserleitungen werden sie neu verputzt und anschließend gestrichen oder gefliest. Alles ist mit einem großen zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden. Staub und Schmutz sind normal. Doch es geht auch anders: mit der speziellen D+D Verfahrenstechnik. Die D+D Spezialisten kommen, demontieren die Armaturen, befestigen ihre Anschlussmodule und erzeugen ein geschlossenes System. Schon beginnt die Sanierung. Im ersten Schritt werden die alten Wasserleitungen getrocknet, danach werden sie mit einem Granulat gestrahlt bis sie metallisch blank sind. Anschließend werden die Wasserleitungen beschichtet. Jetzt werden nur noch die Anschlussmodule entfernt und die Armaturen montiert, fertig! Die D+D Rohrsanierungstechnik wird strangweise ausgeführt, das

Schnell und professionell die Sanierung mit der D+D Verfahrenstechnik. Fotos: D+D Rohrsanierungstechnik GmbH heißt, in mehrgeschossigen Bauten werden übereinander liegende Wohnungen in der Regel in einem Zug bearbeitet. So können die Wasserleitungen von mehreren Wohnungen in nur zwei bis drei Tagen saniert werden. „Wasserleitungen tauscht unsere Sanitärabteilung nur aus, wenn sie auf Putz liegen“, so D+D Fachberater Peter Elzner. „Ansonsten ist eine Sanierung im D+D Verfahren gegenüber

einer herkömmlichen Sanierung um 50 bis 70 Prozent günstiger.“ Die D+D Rohrsanierungstechnik saniert Wasserleitungen schon seit 1994, also seit über 20 Jahren. D+D Rohrsanierungstechnik GmbH, Assenheimer Weg 10, 67125 Dannstadt Telefon 06231 / 91 63 84 info@rohrsanierungstechnik.de www.rohrsanierungstechnik.de


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Zwei Beispiele für eine Badgestaltung mit Kalkputz: Warme Farbtöne, eine schöne Haptik und eine pflegeleichte Oberfläche. Fotos: Fresco im gesamten Wohnbereich verbessern solche Sumpfkalk-Wände die Raumluftqualität und schaffen ein angenehmes Wohnklima. Wenn es um die Gestaltung von Bädern geht, kommt immer wieder die Frage nach wasserfesten Putzoberflächen auf. Als Alternative zum üblichen Fliesenbelag in Duschen und Bädern bietet sich Tadelakt, ein hochhy-

draulischer Kalkputz, an. So lassen sich wasserfeste Oberflächen mit faszinierender Haptik und einzigartigem Farbenspiel herstellen. Fresco Raumgestaltung Thore Friesinger, Kartäuserstrasse 31a, 79102 Freiburg www.frescoraumgestaltung.de

Bewegungskomfort Bodenebene Duschen: Auch bei eingeschränkter Beweglichkeit bietet ein solches barrierefreies Badezimmer einen hohen Nutzungskomfort.

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ie überwältigende Mehrheit der Deutschen möchte Umfragen zufolge auch im Alter im eigenen Zuhause leben. Dieser Wunsch scheitert allerdings häufig am Badezimmer, das sich bei eingeschränkter Beweglichkeit oft als unüberbrückbare Barriere erweist. Vorausschauend setzen deshalb immer mehr Bauherren und Sanierer auf den Einbau einer bodenebenen Dusche. Denn ein schwellenlos begehbarer, großzügig dimensionierter Duschbereich ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft: Durch das Plus an Platz bietet die bodengleiche Dusche einen hohen Nutzungskomfort – und zwar nicht nur beim Duschen, sondern auch bei der Reinigung. Zugleich erzielen bodengleiche Duschen eine architektonisch ansprechende und großzügige Optik, wenn sich der Bodenbelag des Badezimmers nahtlos bis auf die Standfläche der Dusche fortsetzt. Die Stand- und Trittsicherheit gewährleisten dabei sogenannte „rutschhemmende Fliesen“. Ein solch verfliester, bodengleicher Duschbereich ist in vielfäl-

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ochwertige, leistungsfähige, natürliche Baustoffe – dazu gehört auch der Sumpfkalk. Er kann zu einem Wohlfühlputz verarbeitet werden, der über hohe Säurebindekraft, Feuchtausgleichsund antiseptische Wirkung verfügt. Der Sumpfkalk-Wohlfühlputz „wellwall dry&color“ bietet hochleistungsfähige Funktionsfläche und attraktive Raumgestaltung zugleich. Ein Überstreichen oder Tapezieren entfällt damit. Mit seinen besonderen Eigenschaften wie hohe Aufnahmefähigkeit von Wasserdampf in der Raumluft und schnelle Rücktrocknung, ist dieser Putz optimal als Oberflächengestaltung in Bädern einsetzbar, wo es immer wieder zu hoher Wasserdampfkonzentration und häufig Schimmelbildung kommt. Ein solcher Kalkputz ist rein mineralisch und frei von organischen Bestandteilen sowie mit einem ph-Wert von 12,6, hoch alkalisch und damit schimmelwidrig. Nicht nur in Bädern, auch

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Bodeneben und schwellenlos: Solche barrierefreien Badezimmer ermöglichen auch im Alter eine uneingeschränkte Badnutzung. tigster Gestaltung ausführbar. Technisch beziehungsweise auf die Konstruktion bezogen, ist das A und O einer bodenebenen Dusche eine dauerhaft funktionierende Abdichtung und ein exaktes Gefälle. Aus diesem Grund sind ausgereifte Systemlösungen zu empfehlen – und die handwerklich perfekte Ausführung ist unumgänglich. Bei bodengleichen Duschen zahlen sich der Einsatz von Quali-

tätsprodukten, die Wahl innovativer Fugenmassen sowie die Ausführung durch den Meister- bzw. Innungsbetrieb in jedem Fall aus. Dank dicht geschlossener Oberflächen sind sowohl Markenfliesen als auch moderne Fugenmörtel pflegeleicht – weder Bakterien noch Seifen- oder Kalkablagerungen können sich festsetzen. Daraus resultiert ein hoher Reinigungs- und Nutzungskomfort des Duschbereichs.

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