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Ausgabe 191 am 7. November 2015

Der Westen kann nicht siegen Interview

Spitzen-Diskussion

Faszination der Formen

SC Freiburg

Jürgen Todenhöfer war zehn Tage bei der IS. Daraus ist ein Buch entstanden. Für eine Lesung kommt er nach Freiburg. Seite 2

Oldtimer-Museum

Ob der SC Spitze ist, wird sich später mal zeigen. Jetzt schon eine lustige Diskussion darüber zu führen, bringt keine Punkte. Seite 9

Martin Waltz hat etwas sehr Schönes geschaffen, mit „Volante“, dem Museum der besonderen Art. Seite 13

Verstrickt! Wolfgang Niersbach hat seit seiner Amtsübernahme als DFB-Chef 2012 die Geschicke des Verbandes gut geleitet. Nur war da früher mal etwas, bei dem er eben auch dabei war. Und das kann er nicht mehr rückgängig machen. Von Michael Zäh

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ine kleine Umschau in dem Deutschland dieser Tage, bringt es ans Licht. Da ist ganz plötzlich Götzendämmerung. Der Weltkonzern VW trudelt mal eben von oberster Spitze in Tiefen, die unauslotbar sind. Und der DFB ist von gestern auf heute nicht mehr der Saubermannverband in einer sonst kopfschüttelnd qittierten Sumpflandschaft. Ist das alles ein Grund, traurig zu sein? Eigentlich gar nicht. Denn in beiden Fällen kam es so, wie es kam, weil etwas funktioniert hat. Bei VW waren es mal wieder die Amerikaner, die den Stein ins Rollen brachten und den Abgas-Betrug ans Licht der Öffentlichkeit zerrten. Die Amis haben ja auch die glanzvolle Zeit des zuvor unangetasteten Sepp Blatter auf dem FifaThron abrupt beendet. Also nicht, dass die Amis an sich nun bessere Saubermänner sind, sondern es sind die amerikanischen Behörden mit ihrem langen Arm, die hier Aufklärung bieten. Während also alles übereinander purzelt, kein Klischee mehr hilft und Ausreden schon gar nicht, ist auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach schon aus Amt und Würden katapul-

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Krokodile und kein Kasper

tiert, womöglich ohne das selbst bereits zu wissen. Denn wie bei VW ist es auch hier so, dass alles noch viel schlimmer werden wird. Die Razzien bei Niersbach, Ex-DFB-Chef Zwanziger, Ex-DFB-Generalsekretär Schmidt sowie in der DFB-Zentrale in Frankfurt werden ja nach Auswertung des Materials auch zu Konsequenzen führen. Niersbach und Zwanziger drohen sogar hohe Haftstrafen wegen einer “Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.” Es ist nahezu ausgeschlossen, dass dieser Vorwurf der Staatsanwaltschaft aus dem Weg geräumt werden kann. Denn so strittig es ist und so sehr getrickst und getäuscht wird, was denn nun mit den 6,7 Millionen Euro gemacht worden ist (also ob Stimmen von asiatischen Funktionären gekauft wurden, oder nur eine schwarze Kasse für Blatters Karriere gefüllt werden musste) – es gibt eine Sache, die offensichtlich ist: Die 6,7 Millionen Euro waren nicht für ein Kulturprogramm der WM 2006,

das ja auch nie stattfand. In der Steuererklärung des DFB für das Jahr 2006 wurde diese Summe aber so verbucht, was dem Verband rund zwei Millionen Steuern sparte. Da wird es zur Anklage kommen. Man kann an der ganzen Misere immerhin noch gut finden, dass es am Ende durch eine öffentliche Kontrolle doch irgendwie immer rauskommt, was so getrickst wurde, sei es beim Weltkonzern VW, sei es beim großen DFB, hier auch durch eine Spiegel-Recherche, hinter der irgendwie auch Theo Zwanziger steckt. Eine gewisse Tragik ist allerdings ebenfalls offensichtlich. Im Falle von Wolfgang Niersbach hat man ja den Eindruck, dass er seine Karriere gar nicht so wahnsinning aktiv betrieben hat, sondern durch viele Wendungen der Zeit in das Amt des DFB-Chefs gehievt wurde. Er kam als eher zurückhaltender Funktionär daher, etwa als er der Medienchef des DFB war. Erst als 2012 Theo Zwanzinger unvermittelt als DFB-Chef zurück trat,

wurde Niersbach quasi in das Amt gespült. Das hatte die Anmutung, dass Wolfgang Niersbach durch seine bescheiden wirkende Art genau der Richtige sei. Und seither hat Niersbach ja das Amt auch überzeugend ausgefüllt. Es ist kein Zufall, dass die intime Feindschschaft von Zwanziger seither immer kuriosere Blüten trieb. Man kann dies als Indiz nehmen, dass Niersbach den DFB quasi als Anti-Zwanzinger gut führte. Nach den Erschütterungen im Weltfußball, nachdem sowohl FifaChef Blatter wie auch Uefa-Chef Platini suspendiert wurden, schien Niersbach sogar für höhere Weihen als Fußballfunktionär genau das richtige, ehrliche Gesicht zu sein. Und er ist ja in gewisser Hinsicht auch ehrlich geblieben. Er hat nämlich nicht mit dem Finger auf andere gezeigt. Weil er davon wusste (Intimfeind Zwanziger im Rücken), dass da mal etwas war, wo er eben auch dabei war. Verstrickt!

Der neue Bond ist soeben in den Kinos gestartet, wo der Film alle bisherigen Rekorde übertrifft. Also finanziell. In Großbritannien legte er gar den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten hin und spielte in den ersten sieben Tage 41,7 Millionen Pfund (etwa 58,6 Millionen Euro) ein. Ja, was haben denn die Briten mit dem 007 am Laufen? Ist das jetzt schon eine Art Nationalismus? Weil der Brite Daniel Graig den Bond spielt, weil das MI6 im Film gerettet werden muss, weil das alles so schön britisch ist? Christoph Waltz, der in “Spectre” den Oberschurken mit dem wunderbaren Namen “Franz Oberhauser” gibt, führt den Andrang des Publikums eher darauf zurück, dass “die archetypische Konstellation innerhalb der Bond-Geschichte quasi moderne Mythologie ist." Es sei wie im Kasperl-Theater, 007 sei der Kasperl und er spiele das böse Krokodil, das am Ende verliert. Daniel Graig bewies hingegen in seiner Reaktion viel Gespür: Er rief die europäischen Regierungen zu mehr Einsatz in der Flüchtlingskrise auf. Ah, auch England?! Michael Zäh


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FREIBURG

UND DIE WELT

Samstag, 7. November 2015

Der Westen kann IS nicht besiegen Jürgen Todenhöfer war zehn Tage lang bei der Terrormiliz IS. Ein Begleitschreiben sicherte sein Leben. Was er dort gesehen und erfahren hat, schildert er in seinem neuen Buch, aus dem er in Freiburg lesen wird. Ein Interview.

J

ürgen Todenhöfer war zusammen mit seinem Sohn und dessen Freund für zehn Tage im Islamischen Staat. Seine Erlebnisse hat er nun in einem Buch veröffentlicht. Stets trug er neben einer SicherheitsGarantie des IS auch Medikamente bei sich, mit denen er im Falle einer Gefangenschaft sein Leben selbst hätten beenden können. Seine stets vor Ort recherchierten Bücher sind leidenschaftliche Plädoyers gegen den Krieg und gegen Waffengewalt. Barbara Breitsprecher sprach mit dem gebürtigen Offenburger über Gehirnwäsche, zynische Machtpolitiker und darüber, was gegen den IS getan werden kann.

ZaS: Sie haben einer schriftlichen Sicherheitsgarantie der IS ihr Leben und das Leben ihres Sohnes sowie dessen Freundes anvertraut. Jürgen Todenhöfer: Ich wollte meinen Sohn nicht mitnehmen. Ich habe ihn immer wieder gebeten das nicht zu tun, aber er hat darauf bestanden. ZaS: Er wollte seinen Vater nicht allein in die Gefahr gehen lassen? Todenhöfer: Ich kann einem 31-Jährigen keine Befehle geben. Er hat argumentiert, ich habe dir geholfen, bei den Internetkontakten und bei den SkypeKontakten mit der Media-Abteilung des Islamischen Staats, wenn du weggehst und getötet wirst, dann muss ich mein ganzes Leben damit zurechtkommen, dass ich dabei mitgeholfen habe. Das kannst du von mir nicht verlangen. Du musst mich jetzt auch mitnehmen. Also habe ich ihn mitgenommen. Aber gegen meinen Willen. ZaS: Wie konnten Sie sich auf ein Stück Papier verlassen und Menschen vertrauen, die man schwer einschätzen kann und die Dinge machen, die nicht zu begreifen sind? Todenhöfer: In Kriegssituationen, wenn es um Waffenstillstandsverhandlungen geht oder ähnliches, muss man sich auch mit den grauenhaftesten Menschen zusammen setzen und sich darauf verlassen, dass die ihr Wort einhalten, wenn sie freies Geleit versprechen. Ich habe eine rationale Überlegung angestellt: Der IS sieht sich als Staat. Und er hat tatsächlich staatliche Strukturen, wie Verkehrspolizei, Gerichtswesen, soziale Unterstützung und Steuereinzug. Er hat uns die Garantie als Staat gegeben, die auch im Internet über Twitter veröffentlicht wurde. Das konnte also nicht in ihrem Interesse liegen, diese Zusage an uns zu brechen. ZaS: Der IS wusste, wer Sie sind. Wieso wurden Sie dennoch eingeladen? Todenhöfer: Die haben gesagt, Sie können Ihre Meinung sagen, wir erwarten nur, dass Sie keine Märchen erzählen. Das habe ich auch nicht getan. Eine Rolle hat wohl auch gespielt, dass ich nicht viele journalistische Konkur-

renten habe, die Lust haben, in den Islamischen Staat zu gehen. Alle Journalisten, die bislang vom IS gefangen wurden, wurden ja bis auf einen umgebracht. Ich habe bekannte Journalisten gefragt, ob sie mitkommen wollen, sie haben alle abgelehnt. ZaS: Sie mussten auch den Vorwurf hören, dass Sie dem IS eine Plattform bieten würden. Todenhöfer: Das ist ein total unjournalistischer Vorwurf. Wenn man nur Interviews mit den Guten machen würde, könnte man Dreiviertel aller Zeitungen einstampfen und die Tagesschau auf eine Minute reduzieren. Das ist absurd. ZaS: Wieviel Ihres ganz persönlichen, starken Engagements gegen den Krieg, das Sie nach Afghanistan, in den Irak und nach Gaza geführt hat, folgt einer Vision des Friedens und wieviel davon ist Abenteuerlust? Todenhöfer: Ich reise gerne. Ich habe meine erste Reise in die muslimische Welt von Freiburg aus unternommen, mit dem Motorroller nach Marokko. Nachdem ich zuvor auf dem Feldberg meine Skier kaputt gemacht hatte. Als ich zum ersten Mal in diese muslimische Welt kam – ein Jahr später bin ich während des Algerienkrieges nach Algerien gefahren – habe ich festgestellt, dass das, was wir über diese Welt dort erzählen, einfach falsch ist, dass dort keine rabiaten, radikalen, schreienden

Menschen leben, sondern dass das ausgesprochen liebenswerte Menschen sind. Ich habe gemerkt, dass das Bild, das wir von ihnen zeichnen, ein Bild ist, das wir brauchten, um sie kolonisieren zu können und eines das wir brauchen, um Kriege gegen sie führen zu können. Ich habe mit meinen Reisen das Ziel verfolgt, zu zeigen, wie die Menschen wirklich sind. ZaS: Sind die Gespräche entscheidend? Todenhöfer: Ich war in Freiburg Referendar, habe lange bei der Staatsanwaltschaft gearbeitet und in Kaiserslautern war ich Richter. Auch dabei habe ich festgestellt, dass man immer beide Seiten anhören muss. In Syrien habe ich versucht, mit Rebellen zu sprechen, ich habe mit Al-Qaida, mit der freien syrischen Armee und dem syrischen Präsidenten gesprochen. Wenn Sie nur mit einer Seite sprechen, ist Ihr Leben voller Fehlurteile. ZaS: Es ging Ihnen immer darum Kriege zu beenden. Todenhöfer: Kriege sind ausgesprochen dumm und töricht. Ich habe viele Krankenhäuser besucht. Ich habe Zivilisten, Kinder und Soldaten sterben sehen. Es ist grauenvoll. Das ist so eine Verirrung der Menschheit. Ich versuche, in dem ich die Schicksale von Menschen beschreibe, die im Krieg zu Schaden kommen, mitzuhelfen, dass die Leute erkennen, dass es nicht nur

schlimm ist, wenn im eigenen Land Menschen ermordet werden, sondern dass das auch jenseits der Grenzen schlimm ist. ZaS: Ist der IS ein Haufen wahnsinniger Terroristen oder ist das ein durchorganisiertes Konstrukt, hinter dem gefährlich-kluge Köpfe stecken? Todenhöfer: Ich habe zehn Tage mit IS-Leuten zusammen gelebt. Wir haben im selben Haus geschlafen und uns 15 Stunden am Tag unterhalten. Das sind Leute, die eine Gehirnwäsche hinter sich haben, bei denen jemand den Hebel im Kopf umgelegt hat. Das sind selber letztlich Opfer, verlorene Seelen. Ich glaube, dass die Führung dieses IS und auch anderer extremistischer Gruppen, zynische Machtpolitiker sind. Und hinter denen stecken noch zynischere Regierungen, die Rebellenund Terrororganisationen benutzen, um bestimmte politische Ziele zu erreichen. ZaS: Wo sind Sie diesem Zynismus noch begegnet? Todenhöfer: Den findet man auch in einigen Golfstaaten, zum Beispiel in Saudi-Arabien, das diese Terrorgruppen unterstützt. Man kann ihn allerdings auch in den USA finden, die Saudi-Arabien dabei helfen, Terroristen zu unterstützen, um bestimmte eigene politische Ziele durchzusetzen. Beispielsweise in Form des Sturzes eines diktatorischen Regimes, weil man den Iran schwächen will. Dafür wird mit Terroristen zusammen gearbeitet. Das ist ein zynisches Spiel. ZaS: Sie haben junge IS-Kämpfer auch mit jungen Nazis verglichen… Todenhöfer: Weil junge Nationalsozialisten eben auch nicht als Nazis auf die Welt gekommen sind, sondern verführt wurden. Ebenso wie die jungen Terroristen. Es hat mich immer sehr deprimiert, dass das offenbar relativ leicht möglich ist. Vor allem wenn ein Teil der Gehirnwäsche logisch nachvollziehbar ist. Denn es sind ja Ungerechtigkeiten, die der Westen dort begangen hat, der Irak-Krieg, der Libyen-Krieg, der Afghanistan-Krieg, der Kolonialismus. Aber auch wenn die größte Ungerechtigkeit geschieht, gibt mir das nicht das Recht, Unschuldigen den Kopf abzuschneiden. ZaS: Sie haben mal gefordert, dass jeder Politiker, der sich für einen Kriegseinsatz stark macht, selber für vier Wochen an die Front müsste. Todenhöfer: Ja natürlich. Goethe wurde gefragt, warum er sich in den Befreiungskriegen nicht lauter gegen Napoleon eingesetzt hatte. Er antwortete: Was hätte ich denn machen sollen? In der warmen Stube sitzen und Kriegslieder singen? ZaS: Was können Sie, die Sie seit 45

Jahren CDU-Mitglied sind, aktiver Parlamentarier waren und viele politische Kontakte haben, ausrichten? Todenhöfer: Ich bin mit manchem nicht einverstanden, was die CDU macht. Es gibt aber auch Dinge, mit denen ich sehr wohl einverstanden bin. Ich habe Kontakte zur Regierung und habe die Möglichkeit, führenden Politikern der CDU zu sagen, was ich gesehen habe und was meine Meinung ist. Wir haben da ein ganz faires Verhältnis, auch wenn sie manche meiner Meinungen nicht akzeptieren. ZaS: Was kann Ihrer Ansicht nach getan werden, jetzt wo der IS schon so stark geworden ist und so viele Menschen auf der Flucht sind? Todenhöfer: Der Westen kann den IS nicht besiegen. Mit den Bomben züchten wir nur noch mehr Terroristen. Der IS kann nur von Syrern und Irakern besiegt werden. Die irakischen Sunniten werden den IS aber erst bekämpfen, wenn sie wieder in ihrem Land integriert sind. Wenn wir es schaffen würden, dass im Irak die Auseinandersetzung zwischen Schiiten und Sunniten beendet würde, dass es in Syrien eine nationale Aussöhnung gäbe, dann würde die Bevölkerungen dem IS die heimliche Unterstützung, die er manchmal genießt, entziehen und der IS wäre geschlagen. ZaS: Welchen Einfluss haben dabei die Waffenlieferungen in diese Region? Todenhöfer: In Syrien haben die Waffenlieferungen von Saudi-Arabien und anderen Golfmonarchien eine verhängsvolle Rolle gespielt. Und ebenso die Tatsache, dass der Westen diese Waffenlieferungen unterstützt hat. ZaS: Nach wie vor betreibt die Bundesrepublik aber einen aktiven Waffenhandel mit Saudi-Arabien… Todenhöfer: Ich halte diese Waffenexporte an Saudi-Arabien für einen ganz großen Fehler und für völlig inakzeptabel. Das muss aufhören. Ich habe beim Islamischen Staat und den ISKämpfern immer wieder deutsche Waffen gesehen, die ursprünglich an jemand anderen geliefert wurden. Wer da Waffen reinliefert, liefert sie am Ende immer an die Falschen. ZaS: Sie werden in wenigen Tagen 75… Todenhöfer: 57. Von links nach rechts gelesen, wie man das eigentlich tun sollte. Sie haben eine arabische Lesform. ZaS: Ist Ihr junggebliebenes Auftreten eine Folge ihres aktiven Lebens? Todenhöfer: Ich spiele jeden Samstag Fußball, ich habe vor ein paar Monaten meinen Traum verwirklicht, den höchsten Berg Tirols zu besteigen, den fast 4000 Meter hohen Ortler. Ich glaube, wenn man sich immer wieder Ziele setzt, hat man gar keine Zeit alt zu werden. Interview: Barbara Breitsprecher


TIPPS

Samstag, 7. November 2015

Filmfestival

■ Greenmotions Filmfestival, 13. bis 15. November, aka-filmclub, KG II, Albert-Ludwigs-Universität

Literaturgespräche

Der Tod spielt die Geige A

llein einen solch traditionsreichen Klangapparat verabschieden zu müssen, ist schwer zu begreifen. Unter dem Dirigenten Leopold Hager, der gerade seinen 80. Geburtstag feierte und vor 50 Jahren seine erste GMD-Stelle am Theater in Freiburg antrat, spielte der SWR jeweils die vierten Sinfonien von Franz Schubert und Gustav Mahler. Schubert schrieb seine 4. Sinfonie im Alter von 19 Jahren, aber uraufgeführt wurde sie erst nach seinem Tod. Es ist jedoch sehr verständlich, das ein Orchester, das keine Zukunft mehr hat , die Leichtigkeit des jugendlichen Komponisten zu vermitteln, sich schwer tut. Besonders in den mittleren Sätzen spürte man eher eine Traurigkeit als die erhoffte Heiterkeit. In Mahlers 4. Sinfonie zeigt sich aber, auf welchem Niveau dieses Orchester steht. Auch wenn seine Stunden gezählt sind, entstand eine wunderbare Harmonie unter den einzelnen Musikern.

Peter Bichsel und Judith Holofernes Peter Bichsel wird die Freiburger Litteraturgespräche um 20 Uhr mit einer Lesung eröffnen. Viele weitere Lesungen wird es tagsüber an den darauffolgenden Tagen, Freitag und Samstag, im Ratssaal geben. Auch wird es eine LyrikWerkstatt für Studierende am Freitag Abend mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Sprache, aber welche? Literatur und Theater: Neue Projekte von Aufbruch und Ankunft“ am Freitag um 20 Uhr im Theater im Marienbad geben. Ein neues Format ist außerdem eine dortige Late-Night-Lesung (Sängerin der Band „Wir sind Helden“) am Freitag um 22.30 Uhr. ■ 29. Freiburger Literaturgespräche, 12. bis 14. November, Ratssaal des Neuen Rathauses, Rathausplatz

Selten gehörtes Requiem und Messe

Foto: Wolfram Lamparter

Inspirierende Dokumentar-, Spielund Kurzfilme zu den Themen Erneuerbare Energien, Energiewende und Klimawandel. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz von Paris soll damit das Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln gestärkt werden. Filmschaffende wollen zusammen mit dem Publikum Visionen teilen und Möglichkeiten für eine Energiewende beziehunsgweise Umdenken aufzeigen. Gezeigt werden Kurzfilme aus internationalen Filmwettbewerben sowie ausgewählte Spielfilme und Dokus. Eine Jury aus Experten wird den besten Kurzfilm fu ̈r einen Preis nominieren. Das Publikum wählt zudem den besten Film aus dem dargebotenen Programm. Im Anschluss an die Filmvorführungen wird es Podiumsdiskussionen geben.

Herausragend dabei der Konzertmeister Jermolaj Albiker, mit seinem Solopart im zweiten Satz, in dem Mahler eine zweite Geige vorschreibt, die einen Ton höher gestimmt wird, musikalisch hier als Totentanz und inspiriert von Arnold Böcklins „Selbstbildnis mit fiedelndem Tod“ – Der Tod spielt die Geige. Die Schwedische Sopranistin Camilla Tilling sang „vom Genießen der himmlischen Freuden“ im vierten

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Konzert

SAISONERÖFFNUNG SWR-SINFONIEORCHESTER

Filme zu Klimawandel und Energiewende

LEBEN

Für den Bachchor endet mit diesem Konzert eine weitere wichtige Etappe: Zum letzten Mal wird Wolfgang Schäfer, der als Interimsnachfolger nach dem Tod von Hans Michael Beuerle im Januar 2015 den Chor leitete, das Ensemble dirigieren. Wolfgang Schäfer, der in Staufen lebt, eine Professur in Frankfurt inne hat, diverse Ensembles leitet und in vielen Jurys vertreten ist, war fürher selbst Bachchor-Mitglied. Der Chor hat ihm viel zu verdanken, vor allem auch in einer schwierigen Übergangszeit. In seinem letzten Konzert als künstlerischer Leiter des

Satz, was jedoch Mahler als geheimnisvolle Auferstehung der Toten darstellen wollte. Ob das beim SWRSinfonieorchester auch so funktionieren könnte? Johann Fendt ■ Nächstes Konzert des SWR-Sinfonieorchesters Freiburg – BadenBaden im Rahmen der Abschlusaison vor der Fusionierung am 23. November, 20 Uhr, im Konzerthaus, mit Werken von Filidei, Haydn, Schumann und Bartók

GERARD IM JAZZHAUS

Gänsehaut und Optimismus D

ie Lautstärke einer Kettensäge – 97 Dezibel – das war die Obergrenze, die beim Auftritt des Wiener Rappers Gerard im Jazzhaus erreicht werden durfte. Der Musiker sorgte mit seiner dreiköpfigen Band dafür, dass diese Marke geknackt wurde und das Publikum half dabei. Mit lässigen Handbewegungen, die auch mal zum Schlagzeugstock griffen, um den Drummer zu unterstützen, interagierte Gerard immer wieder mit den Fans, die oftmals nur wenige Zentimeter von dem an der Bühnenkante performenden Musiker entfernt standen. Die Beats verursachen Gänsehaut,

genauso wie die Konversationen zwischen Sänger und Publlikum. Immer wieder erzählt der Rapper, wie dieser und jener Song zustande gekommen ist. Die Stimmung, die von Vorband Lot zu Beginn schon gelockert wurde und zum Tanzen anregte, stieg mit jedem Song, den

Gerard vorführte. Der Sprechgesangskünstler versteht es einfach, die Zuschauer mit auf eine Reise zu nehmen, und sie dazu zu bringen, sich mit seinen Texten auseinander zu setzen. Immer wieder zaubert dabei der grenzenlose Optimismus des sympathischen Österreichers den Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht. Kein Wunder, dass es nicht nur dem Hauptdarsteller des Abends in Freiburg gefallen hat, sondern auch den Fans, für die er sich nach Abschluss des Konzerts einzeln Zeit nimmt, um Hände zu schütteln, zu umarmen, Fotos zu machen und Autogramme zu verteilen. Viktor Lukanow

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Bachchors wird Wolfgang Schäfer Luigi Cherubinis Requiem c-moll sowie Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur dirigieren. Zwei Werke, die selten zu hören sind. Von Beethoven gibt es die Äußerung, dass er Cherubinis Requiem, ein Werk ohne Vokalsoisten, zum Vorbild nehmen würde, sollte er selbst einmal eine Totenmesse schreiben. Neun Jahre später, im Jahr 1807, setzte er das Vorhaben in die Tat um und komponierte seine Messe in C-Dur, bei der ihm gerade auch der Text wichtig war. Bei Beethovens Beerdigung wurde dann Cherubinis Requiem aufgeführt. ■ Freiburger Bachchor & Freiburger Barockorchester, mit Werken von Cherubini und Beethoven, 14. November, 20 Uhr, Konzerthaus

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FREIBURG

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Samstag, 7. November 2015

Volksfeststimmung in Waldhaus Eröffnung des neuen Logistikzentrum mit Tag der offenen Tür. Über 4.000 Besucher kommen in die Privatbrauerei

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Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, redaktion@zas-freiburg.de

Das Design beeindruckt. Der Komfort begeistert.

n der Privatbrauerei Waldhaus wurde am Sonntag, den 18. Oktober das neue Logistikzentrum mit einem Festakt fvr geladene Gäste und einem anschließenden Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. Unter den geladenen Gästen konnte Dieter Schmid, Geschäftsführer der Privatbrauerei, unter anderem Staatssekretärin und SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter, Landrat Martin Kistler, den CDUBundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger, den CDU-Landtagsabgeordneten Felix Schreiner, den neuen Waldshut-Tiengener Oberbürgermeister Philipp Frank, den WaldshutTiengener Bürgermeister Martin Gruner und den Weilheimer Bürgermeister Roland Arzner begrüßen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Einweihungsfeier begann ein wahrer Ansturm auf die Privatbrauerei. Weit mehr als 4000 Gäste pilgerten von 11 bis 17 Uhr nach Waldhaus und nahmen die Gelegenheit wahr, einmal einen Blick hinter die Kulissen der privaten Biermanufaktur Waldhaus werfen zu können. Fast 3000 Besucher nahmen an einer geführten Brauereibesichtigung teil. 1500 Portionen Ochs vom Spieß, 2000 Waldhaus Stammwürze Würste und 750 Ku-

Dieter Schmid: (2 v rechts), Geschäftsführer der Privatbrauerei Waldhaus freut sich mit seiner Frau Katja, Sohn Yannik und Bürgermeister Roland Arzner über die Eröffnung des neuen Logistikzentrums. chenstücke, davon 350 Schwarzwälder Torten, wurden konsumiert. Zudem wurden fast 2000 Liter Bier getrunken. „Wir waren für 3000 Besucher gerüstet. Dass nun weitaus mehr zu uns gekommen sind ist unglaublich. So ein Fest hat Waldhaus noch nie erlebt“, sagt Schmid. In das neue Logistikzentrum hat die Privatbrauerei 4,5 Millionen Euro investiert. Der von der B 500 aus gut zu sehende Neubau verfügt über eine Gesamtfläche von 4600 Quadratmetern.

Das Voll- und Leergutlager besitzt eine Grundfläche von nahezu 3500 Quadratmetern. Sie bietet eine Stellfläche für rund 5500 Paletten für Voll- und Leergut, was umgerechnet 220 000 Kästen der etwa fünf Millionen Flaschen entspricht. Die 950 Quadratmeter große Verladehalle umfasst vier Ladeplätze für Lastwagen. Die dreigeschossige Logistikverwaltung hat eine Nutzfläche von 450 Quadratmetern, aufgeteilt in 300 Quadratmeter Bürofläche und 150 Quadratmeter Sozialräume.

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ZaS-Leserin Cornelia T.: Seit fünf Jahren bin ich in einem Unternehmen im IT-Bereich beschäftigt. Im letzten Jahr zeichnete sich ab, dass ein großes Projekt bei einem Topkunden umgesetzt werden muss. Es war klar, dass das Unternehmen hierfür einen erfahrenen Projektleiter ernennen muss. Sowohl mein Chef, der meine Arbeit sehr schätzt, als auch der Geschäftsführer sagten mir mündlich die Projektleitung zu. Zu meinem großen Bedauern hat mein Chef nun gekündigt und wird das Unternehmen verlassen. Die Geschäftsführung hat entschieden, die Personalentscheidung bezüglich des Projektes dem Nachfolger zu überlassen. Der Nachfolger meines Chefs wird ein Kollege aus unserem Team sein, der mir schon signalisiert hat, dass ich für ihn als Projektleiterin nicht in Frage komme. Ich bin nach wie vor aufgelöst und weiß noch gar nicht, was ich tun soll. Jobcoach Alexandra Feder: Liebe Frau T., ich kann gut nachvollziehen, wie es in Ihnen aussieht. Die Projektleitung fast schon zum Greifen nah und dann scheint sie doch wieder in weite Ferne zu

An dieser Stelle können Leser kostenlos Fragen zu Berufswahl, Bewerbung, Vorstellungsgespräch usw. an Jobcoach Alexandra Feder richten. Zuschriften an: jobcoach@alenova.de. Die Namen werden von der Redaktion geändert.

rücken. Darüber hinaus die Gewissheit, dass künftig ein ehemaliger Kollege Ihr Chef wird, macht die ganze Sache nicht einfacher. Wenn ich Sie richtig verstehe, ist noch keine konkrete Entscheidung über die Projektleitung gefallen. Auch wenn es eine Herausforde-

rung ist, versuchen Sie, sich auf rationaler Ebene Gedanken zu machen und suchen Sie das Gespräch mit Ihrer künftigen Führungskraft. Danach haben Sie sicherlich ein besseres Gefühl dafür, wie sich die Situation konkret darstellt und können alle möglichen Szenarien durchspielen. Die erste Möglichkeit wäre, Sie bleiben in diesem Team wie bisher ohne Projektleitung. Die nächste Möglichkeit, Sie erfahren durch das Gespräch, dass eventuell doch die Projektleitung möglich ist. Eine weitere Möglichkeit wäre, Sie denken darüber nach, sich ganz anders zu orientieren. Vielleicht sucht Ihr ehemaliger Chef noch eine Mitarbeiterin für sein neues Team? Es ist normal, dass man in solch einer Situation wie gelähmt ist, die Welt nicht mehr versteht und eine große persönliche Entwicklungschance davonschwimmen sieht. Vertrauen Sie auf sich und lösen Sie sich vom Gefühl der Enttäuschung und den erdrückenden Gedanken. Treffen Sie eine Entscheidung dann, wenn Sie das Gefühl haben, Sie haben alle entscheidenden Faktoren berücksichtigt. Ich wünsche Ihnen alles Gute.


STADT

Samstag, 7. November 2015

FREIBURG

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Begegnungen

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Ankommen. Wohnkonzepte von Studierenden und ein Filmprojekt mit FlĂźchtlingen Ăśffnen die Augen. Von Barbara Breitsprecher

Z

wischen Januar und September 2015 haben 65 000 Menschen in Baden-Wßrttemberg einen Antrag auf Asyl gestellt. Die tatsächliche Zahl der Flßchtlinge im Land ist hÜher, weil noch nicht alle Menschen registriert wurden. In Freiburg befinden sich ßber 2000 Flßchtlinge in städtischen Unterkßnften. Was aber bedeutet es fßr diese Menschen, anzukommen und in Hallen, Containern, Wohnheimen oder Zelten untergebracht zu sein? Ohne Privatsphäre und RßckzugsmÜglichkeiten treffen hier unterschiedliche Kulturen, Religionen und Charaktere aufeinander. Drei Viertel der Antragsteller in Baden-Wßrttemberg kommen aus Bßrgerkriegsländern: mehr als 55 Prozent stammen aus Syrien, elf Prozent aus dem Irak und neun Prozent aus Afghanistan. Die Zahl der Antragsteller aus den westlichen Balkanländern ist stark gesunken: aus Albanien kamen im September nur noch vier Prozent der Antragsteller, aus Serbien zwei Prozent. Das Stadtplanungsamt Freiburg zeigt nun von 9. November bis 4.

Dezember im achten Stock eine Ausstellung zum Thema „Ankommen – Wohnen fĂźr FlĂźchtlinge“. Anhand eines konkreten Grundstu Ěˆckes im StĂźhlinger haben Studierende der Hochschule fĂźr Bildende KĂźnste Saar sowie der Schule fĂźr Architektur Saar und der Hochschule fĂźr Technik und Wirtschaft des Saarlandes zusammen mit dem Roma BĂźro Freiburg Vorschläge fĂźr ein „Ankunftsquartier mit kulturellen Potentialen“ entwickelt. Die städtebaulichen und architektonischen Konzepte gehen dabei weit Ăźber eine reine Wohnunterbringung hinaus. So sollen sie auch Chancen fĂźr Begegnungen und Vernetzung der Asylsuchenden mit ihrem neuen Lebensumfeld bieten. Auch der Dokumentar- und Kunstfilm „Menschen“ nimmt sich dieses Themas an. Der franzĂśsische Filmemacher GrĂŠgory Darcy hat FlĂźchtlinge aus der Region Stuttgart interviewt und sie auch mit der Kamera begleitet, als sie auf einer BĂźhne stehen und Gedichte lesen, Tänze vorfĂźhren oder Theater spielen. FlĂźchtlinge aus Kamerun, Algerien Gambia, Pakistan, Iran und Syrien

beantworten Fragen, wie die nach den GrĂźnden fĂźr ihre Flucht, was sie dabei erlebt und erfahren haben, und wie sie in Deutschland zurecht kommen. Es ist diese Kombination aus Interviews und kĂźnstlerischen Darstellungen, die dieses Filmprojekt so besonders macht. Die Musik zum Film schrieb die Echo-Jazz Preisträgerin Johanna Borchert. Auf Einladung des Kulturamtes und des Kommunalen Kinos ist dieser Film am Freitag, 13. November, um 19.30 Uhr im Alten Wiehrebahnhof in Anwesenheit des Regisseurs zu sehen. AnschlieĂ&#x;end stehen GrĂŠgory Darcy sowie Vertreter der FlĂźchtlingshilfe Freiburg fĂźr eine Diskussion zur VerfĂźgung. â– Ausstellung „Wohnen fĂźr FlĂźchtlinge“ 9.11. bis 4.12., montags bis freitags 8.30 bis 16.30 Uhr, Stadtplanungsamt, achter Stock, Berliner Allee 1, Eintritt frei â–  Filmprojekt „Menschen“ (OmU), 13.November, 19.30 Uhr, Kommunales Kino, Alter Wiehrebahnhof, Eintritt: 6/4 Euro (FlĂźchtlinge frei)

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Selbstverteidigungs in einem Kurs erlernen

Acht weitere Carsharing-Stationen

Keine Ăźberquellenden MĂźlltonnen mehr

Der Verein Sicheres Freiburg bietet vom 25. bis 26. November, jeweils von 18.30 bis 20.30 Uhr einen Kompaktkurs „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung in Theorie und Praxis“ an. Kursleiter Dirk KLose ist Polizeibeamter und aktiver Kampfsportler. Er will praktische Ăœbungen zeigen und effektive Techniken zur Selbstverteidigung. Der Kurs richtet sich an menschen mit keiner oder nur wenig Erfahrung in Selbstverteidigung oder Kampfsport. Die TeilnahmegebĂźrh beträgt 50 Euro. Anmeldung: Tel. 0761/201-4880.

Bis zum Jahresende werden in Freiburg acht weitere Carsharing-Stationen erstellt. In der Innenstadt (HermannstraĂ&#x;e), im StĂźhlinger (WannerstraĂ&#x;e) sowie sechs Stationen in der Oberwiehre. Insgesamt entstehen dabei 27 Stellplätze, davon sind 14 an die „Gru Ěˆne Flotte“ und 13 an das „Stadtmobil“ vermietet. Bis Mitte 2016 will Freiburg Ăźber knapp 70 Stationen mit rund 200 Stellplätzen verfĂźgen. Seit diesem Sommer entwidmet die Stadt als erste deutsche Kommune Ăśffentliche Parkplätze und reserviert sie fĂźrs Carsharing.

Ab Montag, 9. November, will die Freiburger Abfallwirtschaft rigoros gegen Ăźbervolle MĂźlltonnen vorgehen. Wenn der Deckel nicht geschlossen ist, bekommt die MĂźlltonne kĂźnftig eine Rote Karte und wird nicht geleert. Da jede MĂźlltonne mit einem elektronischen Chip ausgerĂźstet ist, kann sie einem Haushalt zugeordnet werden und die Benutzer bekommen dann einen Anmeldebogen fĂźr eine grĂśĂ&#x;ere Restmu Ěˆlltonne zugesendet. Wer sich nicht kooperativ zeigt, dem kann die Stadt die geeignete BehältergrĂśĂ&#x;e vorschreiben.

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MARKT

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Samstag, 7. November 2015

Bilanz gezogen Ausbildungsmarkt 2014/2015 Viele unbesetzte Ausbildungsstellen. Die duale Ausbildung wird immer wichtiger

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Flüchtling - Flucht - Zuflucht

Freitag, 20. November 11.00 bis 13.00 Uhr » Grußworte Ulrich Kirchbach, Sozialbürgermeister der Stadt Freiburg Repräsentant des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Dr. Tim Mette, S.E.L.Z. Luftkanalbau KG » Eröffnung der Fotoausstellung Karola Becker, Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Schwarz-Rot-Bunt und Mitglied des Vorstandes des IB

Tag der offenen Tür – Programm unter www.carlo-schmid-schule.de/freiburg

» Offene Werkstätten und Adventsbasar ab 13.00 Uhr » 10.00 bis 14.00 Uhr Carlo Schmid Schule IB Bildungszentrum Straßburger Straße 3a · 79110 Freiburg Tel. 0761 89671-0 www.internationaler-bund.de

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dungsstellen zu besetzen und melden sie erst gar nicht. Dazu rate ich aber dringend. Es gibt Bewerber, deren Potenziale auf den ersten Blick nicht so einfach erkennbar sind. Nach unseren Erfahrungen sollte man ihnen eine Chance geben. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein vermeintlich schwieriger Bewerber sich zum Kammerbesten entwickelt“, sagt Ramm. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ori-

Blick auf den Einzelnen „Flüchtling Flucht Zuflucht“ Ausstellungseröffnung und Tag der offenen Tür beim IB Bildungszentrum / Carlo Schmid Schule

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Die Unternehmen meldeten insgesamt 3.757 Ausbildungsstellen. Das sind 5.6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. „Insgesamt ist die Ausbildungsbereitschaft weiterhin groß. Allerdings haben einige Betriebe wenig Hoffnung, ihre Ausbil-

entiert sich die Ausbildungsmarktpolitik immer mehr in Richtung Bewerberpotenziale. „Wir werden natürlich auch künftig um Lehrstellen werben, es wird aber immer wichtiger werden, Jugendliche für eine duale Ausbildung zu interessieren und sie dafür fit zu machen“, sagt Ramm. So hat die Agentur für Arbeit Freiburg in allen Schultypen über die Duale Ausbildung informiert. Im Ergebnis ist die Zahl der Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle noch einmal gestiegen. Aber die Überlegungen vieler Schüler zielen auf mehrere Alternativen ab: höherer Bildungsabschluss, schulische Berufsausbildung, Studium, Freiwilligendienste, Auslandsaufenthalte, Erwerbstätigkeit. „Am Ende gewinnt nicht immer die Duale Ausbildung“, sagt Ramm. Ein anderer Teil der Jugendlichen benötigt weiterhin Unterstützung, um am Ausbildungsmarkt erfolgreich zu sein.

A

m Freitag, den 20. November findet im IB Bildungszentrum Freiburg von 11 bis 13Uhr eine Ausstellungseröffnung zum Thema „Flüchtling Flucht Zuflucht“ statt. Grußworte spricht Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister der Stadt Freiburg, die Ausstellung eröffnet Karola Becker, Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Schwarz-Rot-Bunt und Mitglied des Vorstandes des Internationalen Bundes. Im Anschluss der Eröffnung findet eine Führung durch die Ausstellung statt. Die Ausstellung ist im Rahmen eines Projekts entstanden, das der Internationale Bund in Köln mit Förderung durch die Stiftung Schwarz-Rot-Bunt in 2013 durchgeführt hat. Mit Fotografien und Texten wurden dabei Fluchtgeschichten mit den Flüchtlingen selbst aufgearbeitet und darstellbar gemacht. Das Projekt überzeugte insbesondere dadurch, dass der Blick auf das Individuum gelenkt wird, nicht von der anonymen Gruppe der Flüchtlinge die Rede ist, sondern von den Einzelschicksalen und Geschichten. Die beiden Kölner Künstler Gudrun Barenbrock und Sven Schmitz haben diese Fluchterlebnis-

Foto: Fotolia, Franz Pfluegl

Ausstellungseröffnung

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bwohl wir in enger Zusammenarbeit mit den Schulen erneut mehr Jugendliche für eine Duale Ausbildung interessieren konnten, stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen zum Ende des Berufsberatungsjahres auf Rekordhöhe. In immer mehr Berufen wird der Fachkräftenachwuchs knapp“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Christian Ramm, in Freiburg, wo er gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, der Handwerkskammer Freiburg und der Agentur für Arbeit Offenburg Bilanz zog zum Ausbildungsmarkt 2014/2015.

se mit Hilfe von Fotografie und Videokunst visualisiert. Junge Menschen, die auch eine Flucht hinter sich haben, hat der Internationale Bund im IB Bildungszentrum Freiburg als Auszubildende aufgenommen. Episoden ihrer Flucht und ihres Ankommens in Deutschland wird eine Sprecherin eines Freiburger Theaters vortragen. Ab 13 Uhr findet der Tag der offenen Tür in den IB Werkstätten statt. Die Carlo Schmid Schule können interessierte Besucherinnen und Besucher von 10 bis 14 Uhr besuchen. Diese erhalten Gelegenheit, die berufliche Bildungsarbeit des gesamten Bildungszentrums kennen zu lernen. Die Angebotspalette um-

fasst verschiedene Möglichkeiten der Berufsvorbereitung und Ausbildungen in sechs Berufsfeldern, sieben verschiedene berufliche Schularten der Carlo Schmid Schule, sowie Umschulungs- und Qualifizierungsangebote und Freiwilligendienste. Der traditionelle Adventsbasar findet im IB Atrium im 1. OG statt. Ab 16 Uhr wird dieser Tag gern gemeinsam mit Gästen und Geschäftspartnern ausklingen. Zur Unterhaltung werden Auszubildende und Kursteilnehmer Vorführungen wie Zumba, HipHop, Trommeln und einiges mehr zeigen. Als einer der großen Anbieter in der beruflichen Bildungsarbeit ist der Internationale Bund (IB) mit seinem gewerblich-technisch ausgerichteten Bildungszentrum seit 1982 in Freiburg vertreten. Die Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und sonstige Teilnehmende in den verschiedenen Programmen freuen sich, zusammen mit IB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die vielschichtige Arbeit des IB Bildungszentrums vorzustellen. ■ IB Bildungszentrum, Straßburger Straße 3a in 79110 Freiburg, Tel. 0761 89671-0 www.internationaler-bund.de


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Samstag, 7. November 2015

Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt Aufklärungskampagne “Herz in gefahr”: Expertenvorträge im St. Josefskrankenhaus am 17. November. Es geht um Vorbeugung, Diagnose und Therapie einerseits, sowie um Reanimation andererseits

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echs Millionen Menschen leiden in Deutschland an der koronare Herzkrankheit, der Vorläuferkrankheit des Herzinfarkts. Einen Herzinfarkt erleiden jährlich über 290.000 Menschen in Deutschland. Das RKK Klinikum beteiligt sich aktiv an der bundesweiten Aufklärungskampagne „Herz in Gefahr: Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“ der Deutschen Herzstiftung und bietet im Rahmen der bundesweiten „Herzwoche 2015“ hochkarätige Expertenvorträge. Am Dienstag, 17. November um 19 stellt Prof. Dr. Michael Brunner, Chefarzt der Klinik für Kardiologie vor, wie effektiv vorgebeugt werden kann und welche Diagnose- und Therapieverfahren in der modernen Medizin zur Verfügung stehen. Im Anschluß daran wird Prof. Dr. Michael Müller, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, in seinem Vortrag „Was tun, wenn das Herz stehenbleibt ? Wiederbelebung kann jeder!“ erklären, was jeder als Ersthelfer tun kann um Leben zu retten. Die Klinik für Kardiologie des St. Josefkrankenhauses (RKK Klinikum) vereint

Prof. Dr. Michael Brunner Foto: Conny Ehm alle Kompetenzen zum Angebot modernster Therapieoptionen für Herz- und Kreislauferkrankungen. Da Herz- und Lungenerkrankungen häufig gemeinsam auftreten ist die Klinik mit der im gleichen Haus untergebrachten Klinik für Pneumologie (Lungenerkrankungen) eng verzahnt. „Einer der Erfolgsfaktoren ist auch die enge Verzahnung mit niedergelassenen Kollegen“, betont Chefarzt Professor Dr. Michael Brun-

Prof. Dr. Michael Mü l ler, Chefarzt im St. Josefskrankenhaus; Foto: RKK ner. Die Ärzte der Gemeinschaftspraxis „die Kardiologen“ und die Ärzte des St. Josefskrankenhaus führen gemeinsam jährlich über 1.500 diagnostische und therapeutische Eingriffe am Herzen durch. Die Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie vereinen spezialisiertes Wissen mit individuellen Therapiekonzepten. Hochmoderne Technik ermöglicht nicht nur präzise Diagnosen, sondern auch eine moderne

Überaktive Blase Gesundheitsforum zu Ursachen und Behandlung Expertenvorträge am 26. November im Loretto-Krankenhaus

Z

ur Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer überaktiven Blase bei Mann und Frau veranstaltet das RKK Klinikum am 26. November um 19 Uhr im Loretto-Krankenhaus (Mercystraße 6-14, Saal St. Josef) ein Gesundheitsforum. Professor Dr. Jürgen Breul, Chefarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie im LorettoKrankenhaus und Oberarzt Dr. Johannes-J. Karsch stellen in ihren Vorträgen moderne Diagnose- und Therapieoptionen vor und zeigen Wege auf, die individuelle Lebensqualität zurück zu gewinnen. Eine überaktive Blase kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Studien haben gezeigt, dass in Deutschland ca. 12 % der erwachsenen Männer (3,8 Mio.) und ca. 14 % der Frauen (4,8 Mio.) Symptome einer überaktiven Blase zeigen. Das sind allein in Deutschland 8,6 Millionen Betroffene. Damit leiden mehr Menschen an einer überaktiven Blase als an Diabetes, Asthma oder Depressionen. Die Blasenschwäche kann eine nicht zu unterschätzende Einschränkung der Lebensqualität bedeuten. Besuche bei Freunden, Verpflichtun-

Professor Dr. Jü r gen Breul (li.) und Oberarzt Dr. Johannes Karsch gen im Beruf und auch der ganz normale Alltag werden schwierig, denn der häufige und/oder überfallartige Harndrang kann zu unangenehmen Situationen führen. Viele, die unter einer überaktiven Blase leiden, sind verunsichert und ziehen sich zurück. Doch das muss nicht sein: Moderne Therapien können vielen Menschen helfen, die Kontrolle über ihre Blase zurück zu gewinnen. In der Klinik für Urologie und urologische Onkologie werden jährlich über 3.000 urologische Operationen durchgeführt und alle Erkrankungen der harnbereitenden Organe, z. B. der Nieren, und der harnableitenden

Organe, wie Harnleiter und Blase, behandelt. Alle modernen und bewährten Diagnose- und Behandlungsverfahren, wie z.B. laparoskopische Eingriffe (Schlüsselloch "Chirurgie") an Niere und Harnleiter, videoendoskopische Operationen gutartiger Prostataerkrankungen durch die Harnröhre oder offenchirurgische Operationen, auch unter Verwendung eines Speziallasers, stehen in der Klinik zur Verfügung. l ■ Der Eintritt ist frei; Anmeldung erforderlich unter Telefon 0761/7084-2001 oder per E-Mail: Susanne.Schemmer@rkk-klinikum.de

Therapie von eingeengten oder verschlossenen Herzkranzgefäßen und von Herzrhythmusstörungen. „Wir wollen Freiburg zur Stadt der Lebensretter machen“, erklärt Professor Dr. Michael Müller und betont, dass jeder in der Lage sein sollte, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Da der letzte Erste HilfeKurs in der Regel schon länger zurück liegt, ist es wichtig, das Re-

animationswissen aufzufrischen und für den Notfall gewappnet zu sein. Waren die Anfänge noch geprägt von Skepsis gegenüber der Übernahme von medizinischen Maßnahmen durch Laien, nehmen die Ersthelfermaßnahmen in der Rettungskette heute die Schlüsselrolle ein. Dies betonen auch die erst am 15. Oktober veröffentlichten neuen internationalen Leitlinien für die Reanimation. Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt werden die Weichen für das Überleben des Patienten gestellt. Studien belegen, dass sich nach Eintreten des Herzstillstandes durch die Anwendung der Basismaßnahmen, die Chance für Herzstillstands-Opfer lebend die Klinik zu erreichen, verdoppelt. ■ Veranstaltungsort ist das Casino im 1 UG des St. Josefskrankenhaus (Sautierstraße 1 in Freiburg). Die Besucher werden im Anschluss an die Vorträge zu einem Imbiss eingeladen. Anmeldungen erforderlich unter Telefon: 0761 / 2711-2701, Fax: 0761 / 2711- 2702 oder EMail: Innere@rkk-klinikum.de

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Wie Haut und Muskeln durchsichtig werden Ist der Fuß gebrochen oder nur verstaucht? Hat der Sturz auf den Kopf Schlimmeres bewirkt als eine Beule? Kommen die Bauchschmerzen von zu vielen Kirschen oder steckt der Blinddarm dahinter? Fragen, die sich Eltern häufig stellen – und die Kinder-Radiologen mithilfe von Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) klären können. Zum Internationalen Tag der Radiologie laden Sektionsleiter Dr. Martin Stenzel, Oberarzt in der Klinik für Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg, sowie Frau Dr. Cornelia Möllmann, Leiterin der Pädiatrischen Sonographie in der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, zu einem Tag der offenen Tür am Sonntag, den 8. November, von 11 bis 17 Uhr in das Haus „Sonne“ im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, Mathildenstr. 1, ein. Interessierten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern wird ein umfas-

sender Einblick in die tägliche, teils hochspezialisierte Arbeit des Kinderradiologen und der pädiatrischen Sonographie gewährt. Wann ist eine Ultraschalluntersuchung notwendig? Tut das weh? Warum muss es bei meinem Kind eine Magnetresonanztomographie sein? Computertomographie ist gefährlich, oder? Wann kann eine Sonographie eines dieser Schnittbildverfahren ersetzen, eventuell auch mit neuen Ultraschallkontrastmitteln? All diese Fragen werden ausführlich beantwortet. Außerdem locken Mitmach-Aktionen: Jüngere Kinder können ihr Lieblingsspielzeug mit „radiologischen Augen“ sehen. Ältere Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, die medizinische Physik live zu erleben und die Faszination der menschlichen Anatomie kennenzulernen: Die Sonographie gewährt einen Blick in den eigenen Körper. Kinder können erleben, dass dies schmerzfrei und spannend ist. Die Veranstaltung ist kostenfrei.


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Samstag, 7. November 2015

Fotos: Neithard Schleier

Mal ganz ohne Sprungkraft: In der Schlussphase beim 2:2 gegen Braunschweig gab es viel Gewusel, aber ohne Durschlagskraft

Wer Spitze ist, zeigt sich später SC Freiburg. Es ist eine seltsame und lustige Diskussion darüber entbrannt, ob der SC Freiburg eine Spitzenmannschaft ist oder nicht. Dabei nutzt keine Definition und Begrifflichkeit im Fußball, sondern zählt nur das nächste Spiel.Von Michael Zäh

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s ist eine seltsame und etwas lustige Diskussion darüber in Gang gekommen, die das Team des SC Freiburg nun eine Spitzenmannschaft sei oder nicht. Da wird von verschiedenen Seiten bewertet und besprochen, mit teils schlagenden Argumenten, wie etwa dem zweiten Tabellenplatz, den die Mannaschft nach 13 Spieltagen belegt, oder auch die Treffsicherheit von Nils Petersen. Dies alles ganz so, als könne man mit Argumenten und Begriffen das außer Kraft setzen, was den Fußball ausmacht: Er geht ja immer weiter, von Spiel zu Spiel, und schert sich nicht darum, was gestern war. Erst recht nicht darum, welchen Begriff man dem SC-Team nach dem 13. Spieltag anheften mochte. Es zählt immer nur das nächste Spiel. Und das bestreitet der SC Freiburg am Samstag (13 Uhr) beim Schlusslicht MSV Duisburg. Womöglich ist die lächerliche Diskussion über die Frage, ob der SC eine Spitzenmannschaft ist, aufgrund einer ernüchternden “englischen” Woche entbrannt. In Hamburg beim FC St. Pauli verlor das Streich-Team

in der Nachspielzeit noch mit 0:1, nachdem man sich zuvor redlich mühte, das Defensivbollwerk der Hamburger zu knacken, und dabei in der zweiten halbzeit den Mut verlor. Denn kam das Pokalspiel zu Hause gegen Bundesliga-Schlusslicht FC Augsburg, wo wiederum seltsame Betrachtungen die Runde machten: Augsburg sei als Tabellenletzter quasi nur einen Platz vor dem ZweitligaSpitzenreiter aus Freiburg. Nun gut, aufgrund heftiger Schnitzer im Umschaltspiel nach hinten (gepaart mit individuellen Fehlern und teuren Ballverlusten) war die Sache früh entschieden. Augsburg durfte seine Stärken im überfallartigen Spiel nach vorne beweisen und gewann locker mit 3:0. Bevor jetzt aber schon wieder die nächste seltsame These um sich greift, nämlich dass dieses Spiel bewiesen habe,

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dass der SC eben nicht erstligatauglich sei, möge man bedenken, dass Spiele immer anders laufen können. Wer früh hinten liegt, sieht schlechter aus als er vielleicht ist, wenn er nicht früh hinten liegt. Wie dem auch sei: Das 2:2 gegen Braunschweig, nach 2:0-Führung, war zwar im Ablauf bitter, aber auch leistungsgerecht. Denn das 2:0 zur Pause war durchaus ein bisschen glücklich (abgefälschter Freistoß und so), was sich dann mit dem Unglück von Mensur Mujdza aufhob, der den Ball ins eigene Netz setzte. Und so kommt es, dass es gar keine Rolle spielt, welches Etikett man dem Streich-Team nun umhängen mag. Denn unter den ersten sechs Mannschaften der Zweiten Liga ist alles sehr eng beisammen. Nur drei Punkte trennen den SC vom vierten Platz, auf dem man nicht aufsteigt. Also wäre in Duisburg jenseits aller Begriffe ein Auswärtssieg gut, derweil Spitzenreiter Leipzig den FCK empfängt, St. Pauli die Düsseldorfer erwartet und Bochum in Karlsruhe an den Start geht. Wer Spitze ist, zeigt sich später.


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SPORT

KICKBOXEN-WM

7. Novem

Fightclub-Kämpfer siegen Weltmeisterschaft im Kickboxen. Unter 900 Startern aus 32 Nationen: Claudia Grammelspacher holt drei Mal Gold, Sven Schemmer zwei Mal Silber, Benjamin Werneth zwei Mal Bronze. Von Michael Zäh

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Foto: Michael Zäh

a ist diese ganz gelassene Bescheidenheit. Wenn Sven Schemmer (Foto rechts) davon erzählt, wie er sich auf die Weltmeisterschaft im Kickboxen vorbereitet und dann auch qualifiziert hat, klingt das, als habe er nur ein paar Dehnübungen gemacht. Das mag daran liegen, dass Sven Schemmer bereits zum sechsten Mal an der Weltmeistersachft teilgenommen hat, was er aber nur auf Nachfrage erzählt. Der Mann gibt so gar nicht an und ordnet die beiden Silbermedaillen, die er jetzt in Spanien geholt hat, geradezu sachlich ein. Ein bisschen schade sei es schon, dass er die beiden Finals in den Klassen Leichtkontakt -90kg, Leichtkontakt Veteranen +80kg verloren hat, aber die anderen Kämpfer können halt auch etwas. Die anderen Kämpfer - das waren 900 Starter aus 32 Nationen, die bei der Weltmeisterschaft im Kickboxen der WKU im spanischen Albir 1.800 Starts (Kämpfer treten in mehreren Klassen an)

hinlegten. Darunter auch Benjamin Werneth (Foto Mitte) der im Vollkontakt -80kg und im Leichtkontakt -80kg strtete und sich dabei zwei Mal Bronze erkämpfte. Auch er war zunächst nicht amüsiert, dass er die zwei halbfinals verlor, um sich dann aber in den Kämpfen um Platz drei durchzusetzen. Aber er weiß auch, dass er wegen einer Verletzung erst spät in die Vorbereitung einsteigen konnte. Und dann ist da noch die Frau, die erst vom Bundestrainer noch einmal überredet werden musste, an der WM teilzunehmen. Schon vier Mal war Claudia Grammelspacher zuvor bei Weltmeisterschaften gewesen. Aber so perfekt wie jetzt in Spanien lief es noch nie: Sie holte prompt drei Goldmedaillen in den Klassen Vollkontakt -55kg, Leichtkontakt -55kg, Leichtkontakt Veteranen -60kg. “Das fühlt sich schon unglaublich gut an”, sagtsie dazu. Alle drei Kämpfer sind vom Fightclub Freiburg.


mber 2015

KICKBOXEN-WM

SPORT

Dynamisch im Training: Claudia Grammelspacher hat zusammen mit Sven Schemmer 2008 den Fightclub Freiburg gegr端ndet. Seit 2011 gibt es den Fightclub auch in Emmendingen. Mitglied werden kann dort jeder, der Spass an der Sache hat.

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Foto: Michael Zäh

Foto: Michael Zäh

Samstag, 7. November 2015

Faszination für individuelle Formen Eine Rundgang mit Interview: Martin Waltz hat mit dem Museum Volante etwas außergewöhnlich Schönes geschaffen. Es geht über viele Geschichten und eine große Liebe. Von Michael Zäh

M

artin Waltz hat etwa sehr Schönes geschaffen. Das wird schon auf den ersten Blick klar: Wer am gläsernen Eingang des “Volante” steht und den ersten Eindruck von der Halle gewinnt, in der Oldtimer aus 90 Jahren Automobilgeschichte stehen, erkennt ein feines Funkeln der Lacke und eine majestätische Atmosphäre, wie sie nur Dinge verbreiten können, die ihre ganz eigene Geschichte sowohl haben wie sogar selbst auch sind. Martin Waltz hat in Kirchzarten das Oldtimer-Museum “Volante” geschaffen. Die Decke der riesigen Halle ist ganz in Schwarz gehalten, mit kunstvoller Lichttechnik wird jedes einzelne Fahrzeug beleuchtet. Alles tritt zurück vor den Fahrzeugen selbst. In der Mitte des Raumes ein goldener Baldachin, der über dem Herzstück der Ausstellung schwebt: Den acht Fahrzeugen des Pariser Karosserieherstellers Vanvooren. Martin Waltz begleitet uns nun zu einem Rundgang im wohl nicht nur national sondern auch international unvergleichlichen Museum. Wir machen ein Interview im Gehen. Es wird über viele Geschichten und eine große Liebe gehen. Und dies inmitten derer, die selbst Geschichte sind.

Zunächst stehen wir mit Blick auf das Ganze und seinen Glanz auf einer Empore am Eingang, durch den wir das Museum soeben betreten haben. ZaS: Herr Waltz, was hat Sie geleitet, dieses Museum zu erschaffen?. Martin Waltz: Die Halle hier habe ich vor drei Jahren gekauft. Dann habe ich mich eine längere Zeit mit den Ämtern auseinander gesetzt, bezüglich der Auflagen. Ich habe versucht, alle Auflagen zu erfüllen und das hat am Ende ja auch geklappt. Die effektive Bauzeit ging danach nur rund ein Jahr und am 1. Oktober dieses Jahres haben wir das Volante-Museum eröffnet. Hier stehen jetzt 45 Autos, alle aus privater Hand. Gut die Hälfte der Wagen kommt von mir selbst, die anderen sind Leihgaben. Das Konzept der Ausstellung geht eher in Richtung Kunst. Das ganze Oldtimer-Segment bewegt sich heute in diese Richtung, weg vom Gebrauchsgegenstand, hin zu einem Kunstgegenstand.

Museum Oldtimer-Ausstellung Das Museum VOLANTE präsentiert in seiner Oldtimer-Ausstellung Fahrzeuge aus einer privaten Sammlung. Sie erhalten einen sehr persönlichen Einblick in die automobile Welt des vergangenen Jahrhunderts, speziell in die Ära der 20er und 30er Jahre mit ihren nach Kundenwunsch gestalteten Karosserien der Luxusklasse. ■ Volante – Museum & Eventlocation Oberrieder Str. 6 D- 79199 Kirchzarten Tel. 0049 (0) 7661 – 9081840 Fax 0049 (0) 7661 – 9081842 E-Mail: info@museum-volante.de


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Samstag, 7. November 2015

Die italienischen Supersportwagen: Acht Fahrzeuge von Ferrari, Lamborghini (Foto), Maserati und de Tomaso stehen hier im driekten Vergleich

Ausführung und Montage der Außenfenster und Türen, Showroom-Verglasung, Brandschutzelemente und Fluchttüren.

Foto: Achim Keller

Herzlichen Glückwünsch zur Eröffnung und vielen Dank für den Auftrag.

Das wird mittlerweile auch so betrachtet und dem trage ich hier auch Rechnung. Die gesamte Ausstellung ist nicht das, was man sonst üblicherweise bei Oldtimer-Museen zu sehen bekommt. Das ist ja sonst oft ein Sammelsurium an alten Dingen, die man über Jahrzehnte eingesammelt hat. Sondern hier ist alles clean und klar auf die Autos fokussiert, mit einem entsprechenden künstlerischen Rahmen. ZaS: Die Gestaltung des Raumes ist ungewöhnlich. Wie kam es dazu Martin Waltz: Zwischendurch konnte sich keiner so richtig vorstellen, was ich hier eigentlich machen will, etwa indem die Decke schwarze gestrichen wurde oder mit dem goldenen Baldachin. Das gab großes Gemurmel und Bedenken, was das denn werden soll. Als aber alles fertig war, haben es die Leute verstanden. Seitdem stößt es auch auf große Zustimmung.

Wir gehen los, beginnen rechts vorne, und werden die Halle dann gegen den Uhrzeigersinn abschreiten. Martin Waltz: Das Ganze ist chronologisch aufgebaut. Zuerst sind da die Pioniere, denen wir zu verdanken haben, was alles aus den Autos geworden ist. Hier gibt

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Foto: Achim Keller

es einen Lokalbezug: Der Freiburger Automobilhersteller, der einzige, den es jemals gab, „Ludwig Weber Automobile und Motorräder (1921-1928). Heute kennt diese Freiburger Pioniere eigentlich kein Mensch mehr. Aber hier bei uns haben sie noch einmal einen Platz der Erinnerung gefunden.. ZaS: Ist es Ihre Leidenschaft, was wir hier sehen? Martin Waltz: Mein Thema ist in erster Linie Karosseriebau in den 20er und 30er Jahren. Das hat auch mit meiner persönlichen Geschichte zu tun. Ich bin zwar in erster Linie Arzt, habe dann aber auch als Bildhauer gearbeitet, bin somit künstlerisch „vorbelastet“, und habe gleichzeitig als Hobby immer schon mit alten Autos zu tun gehabt. Und dann hat sich das dahingehend verbunden, dass diese sehr skulpturalen Karosserien der 30er Jahre, als die Karosseriebauer sich noch wirklich austoben konnten in ihren Ausdrucksformen – das hat mich wirklich fasziniert und ist im Grunde


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Samstag, 7. November 2015

dann mein Sammlungsgegenstand geworden. Das war damals in der Luxusklasse extrem individualisiert. Insgesamt stehen hier zwölf Einzelstücke, die es nur einmal auf der Welt gibt. Das ist meine Begeisterung. Wenn man sich diese Autos näher anschaut und weiß, dass nichts davon aus einer Stahlpresse stammt, sondern alles handgefertigt ist. Also auch die Bleche, das ist auf Sandsäcken getrieben, in diese Rundungen und Formen gebracht. Was da an handwerklichen Können dahinter steckt, ist einfach umwerfend.

tigen modernen Topautos? Martin Waltz: Wenn ich ehrlich bin: Nein! Es ist für mich wesentlich aufregender, einen Vorkriegswagen, einen Roadster, völlig offen und ungeschützt durch die Schwarzwaldkurven zu steuern – das ist ein spektakuläres Abenteuer. Mit einem modernen Ferrari dort durchzufahren kann nicht aufregender sein.

Wir kommen bei den Jaguar vorbei. Martin Waltz: Jaguar ist eine Marke, die mir von

Wir bleiben vor einem großen schwarzen Wagen mit riesigen Lampen stehen, der etliche Schrammen hat. Martin Waltz: Etwas Besonderes ist dieser Horch. Der große Horch war damals Mitte der 30er Jahren Marktführer vor Mercedes.

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Foto: Achim Keller

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Heute gibt es nur noch ein Dutzend dieser Fahrzeuge. Davon sind alle durchrestauriert, bis auf diesen hier bei uns. Das ist der einzige, der noch komplett in seinem Originalzustand belassen ist. Ja, das ist für mich faszinierend, wenn ein Fahrzeug es ohne große Restaurierung geschafft hat, diese Zeitläufe zu überleben. Der Wagen wurde zwischenzeitlich von einem Luftwaffengeneral der deutschen Wehrmacht okkupiert. Und dann fuhr der norwegische Kronprinz Olav diesen offenen Horch 1945 in Trondheim auf der Siegesparade. ZaS: Haben Sie eigentlich auch ein Faible für die heu-

Anfang an am Herzen liegt, sehr individuell, ihrer Zeit jeweils um zehn Jahre voraus. Allein wenn man sich mal Folgendes überlegt: Der Jaguar E-Type ist 1961 erschienen und hatte da mit einem Sechszylinder schon 265 PS. In derselben Zeit hat Porsche versucht, 90 PS zu erreichen, mit ihrem Topmodell. Also da waren wir Deutschen nach dem Krieg lange Zeit weit hinterher. Das war eine ganz andere Welt. Damals war ein Jaguar ein absoluter Traumwagen.

Bauunternehmung

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g unsch zur Eröffnun Herzlichen Glückw

Es geht weiter im Rund zu den Italienern Martin Waltz: DDiese Zusammenstellung, diese Achtergruppe der italienischen Supersportwagen, dürfte wohl einmalig auf der Welt in einer Ausstellung zu sehen sein. Das sind die Topmodelle der vier großen italienischen Sportwagenhersteller aus den siebziger Jahren: Ferrari, Lamborghini, Maserati und De Tomaso. Diese vier Hersteller haben konkurriert, auf dem allerhöchsten Niveau, in Sachen Design, in ➦

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Samstag, 7. November 2015

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Sachen Motorpower und Technik. Und hier sind sie jetzt mal alle versammelt. Man sieht im direkten Vergleich wunderbar die Unterschiede. Ferrari ist sportiv kompakt, Maserati geht einen Schritt weiter in Richtung Luxus, Lamorghini steht für komplette Extravaganz, mit vor allem optisch spektakulären Fahrzeugen. Und de Tomaso ist so eine Art Schnittmenge von allem. Die haben mit den beiden Modellen „Pantera“ und „Mangusta“ ein neues Konzept gefahren, nämlich italienisches Design, gepaart mit amerikanischer Antriebstechnik, einem V8-Motor von Ford.

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Martin Waltz geht auf einen offenen Ferrari zu Martin Waltz: Das ist ein Ferrari Daytona Spider, im Erstbesitz bei Sophia Loren, einer vielen Menschen noch bekannten italienischen Film-Diva und war später dann noch für zehn Jahre im Besitz von David Gilmour von Pink Floyd. Und allein zu wissen, dass diese beiden Menschen über zwei Jahrzehnte mit dem Wagen, der hier so hautnah vor uns steht, durch die Gegend gefahren sind – das ist spannend. Und der Wagen ist bis heute in einem perfekten Zustand. Das ist eine der Leihgaben, auf die ich hier sehr stolz bin. ZaS: Der Wert dieser Autos, die Sie sammeln und hier ausstellen ist immens. Was kann man dazu sagen? Martin Waltz: Was die Wertentwicklung dieser Autos angeht, ist es so, dass die Oldtimer gerade in den letzten vier, fünf Jahren einen unheimlichen Boom erlebt haben. Im Zuge der Finanzkrise ist eben der Finanzsektor sozusagen auf die Autos als sammelbare Kunstgegenstände aufmerksam geworden. Unheimlich viel Geld ist in die gesamte Szene geflossen und die Preise sind alle durch die Decke geschossen. Das ist aber passiert, nachdem ich schon einen Großteil meiner Sammlung hatte. Es ist so, dass ich bis vor ein paar Jahren für meine Sammel-Leidenschaft fürs alte Blech eher müde belächelt wurde. Das musste man schon stabil bleiben, um nicht alles wieder herzugeben. Und dass das Ganze auch Sinn machen könnte, das hat sich jetzt durch die Weltläufe ergeben. Und das freut mich ungemein. ZaS: Wie sind Sie denn Sammler geworden? Martin Waltz: Ich hatte mit 18 mein erstes altes Auto. Damals nannte man das noch nicht Oldtimer, aber

Diesen Ferrari Daytona Spider haben zuerst Sophia Loren und dann David Gilmour gefahren mich hat es fasziniert, sich mit einem alten Auto auseinander zu setzen. Zum Sammler wird man dann ab dem Moment, wo man nicht mehr das eine Auto hergibt, weil man dann ein anderes altes Auto fahren will. Bei mir kam das so, dass sich alles änderte, sobald der Platz da war. Als der Zwang nicht mehr vorhanden war, sich aus Platzgründen vom einen Auto zu trennen, um den nächsten fahren zu können, wurden es dann schnell drei alte Autos. Und dann verändert sich auch das Denken. Da überlegt man dann: Ja, wenn ich schon eine Gelegenheit habe, eine kleine Reihe aufzubauen, was passt denn gut zusammen? Was macht Sinn? So ist das entstanden und hat sich immer weiter entwickelt. Um das zu entwickeln, muss man sich dann auch mit der Technik auseinander setzen. Das hieß dann über viele Jahre: schrauben, schrauben, schrauben!

Wir gehen nach dem Rundgang nun ins Zentrum der Halle, unter den goldenen Baldachin Martin Waltz: Die Wagen, die ich hier platziere, sind für mich das zentrale Stück der Sammlung. Und zwar ist Vanvooren ein bestimmter Karosseriebauer aus dem Paris der 30er Jahre. Mir persönlich ist Vanvooren sehr ans Herz gewachsen, weil er eine wunderbare Balance gefunden hat, zwischen exklusiven Formen, aber doch auch angenehmer Zurückhaltung. Das ist einfach eine wunderbare Qualität, was Vanvooren gebaut hat. Und ich habe hier eine einmalige Sammlung, mit Wagen von 1911 bis 1950. Also wir decken hier eine Spanne von 40 Jahren Karosseriebau ab. Die Wagen stehen hier zusammen im Kreis. Man kann, wenn man sich dreht, sich anschauen, wie sich die Formen und die Geschmäcker in 40 Jahren veränderten, auf höchstem Niveau. Darüber hinaus hat jeder dieser Wagen wieder eine individuell ganz eigene, spannende Geschichte. ZaS: Diese ganzen Erinnerungen, die in diesem Museum versammelt sind - wie wirken die auf Sie? Martin Waltz: Im Grunde ist es so, dass es ja nicht darum geht, diese Fahrzeuge zu besitzen. Das ist eher bedeutungslos. Was die eigentliche Spannung ausmacht, ist das Aufstörbern der Fahrzeuge mit ihrer Geschichte. Ich bin schon oft lange durch Frankreich gereist und habe mit vielen Menschen gesprochen, oder in Archiven gestöbert, um dann ein seltenes Fahrzeug mit einer ganz eigenen Geschichte zu finden. Das ist so richtige PARKETT, BODENBELÄGE, Forschung, eher eine archäoloSONNENSCHUTZ & SERVICE gische Arbeit, die man da betreibt. Das ist es, was sehr viel Spaß macht. 7>`ŽˆÀV…ÊÊUÊÊ/i°ÊäÇÈn£Ê{ÊÇ{Ê{n‡äÊÊUÊʜÃV…Ü>`ŽˆÀV…°`i


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Samstag, 7. November 2015

Da soll Leben sein! Eventgastronomie mit Mangusta. Hohe kulinarische Qualität, gepaart mit legerem Ambiente und entspannter Natürlichkeit

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artin Waltz hat sich viele Gedanken gemacht, wie die Eventgastronomie aussehen kann, die mit dem Volante-Oldtimer-Museum zu einem kunstvollen Ganzen zusammenschmelzen soll. “Ich wollte ganz bewusst keine Kette mit einer weiteren Filiale hier drin haben, sondern habe ein junges engagiertes, am Ort verwurzeltes Gastronomen-Paar gesucht. Und all das habe ich gefunden: Das ist das Ehepaar Gänswein, zusammen mit Frau Wöhrle. Durch die ganz außergewöhnliche Qualität ihrer Gastronomie ist das Restaurant derzeit schon so gut besucht, dass es nur über Reservierung geht”, so Martin Waltz. Wir sprachen mit Nadine Gänswein über das erfolgreiche Konzept.

Restaurant betrieben und er hat uns angesprochen. ZaS: Und das konnten Sie sich dann gleich vorstellen? Nadine Gänswein: So wie er über Nacht die Halle gekauft hat, haben wir über Nacht per Handschlag die Partnerschaft besiegelt. ZaS: Worin besteht das Wechselspiel zwischen dem Oldtimer-Museum und der Mangusta-Gastronomie? Nadine Gänswein: Menschen, die sich mit dem Thema Oldtimer beschäftigen, legen Wert auf das Einzigartige. Und wir tun das ebenfalls. Wir interpretieren zum Beispiel das Thema Pizza ganz anders als sonst üblich. Die Beläge von uns findet man nirgendwo sonst. Sie sind einzigartig. Das ist solitär, wie auch die Autos.

Mit Blick auf die Oldtimer: Im Mangusta sitzt man Seite an Seite mit edlen Karosserien, die funkeln und glänzen. Ganz wie die Weine und die Speisen

Foto: Achim Keller

ZaS: Wie sieht ihr Konzept aus? Worauf legen Sie besonders Wert? Nadine Gänswein: Hier im Restaurant sieht das Konzept so aus, dass wir zwar sehr hohe Qualität anbieten möchten, basierend auf den beiden Hauptprodukten Edelsteaks und Gourmetpizzen,

dass das Ganze aber in einem gemütlichen und entspannten Rahmen. Weg von der steifen gehobenen Gastronomie, hin zu der Kombination aus erstklassiger Ware und einem legeren Ambiente. Bei uns muss der Service nicht mit dem Stock im Rücken unterwegs sein, sondern soll sich selbst ganz natürlich präsentieren. Hier darf laut gesprochen und gelacht werden. Es ist hier auch laut abends. Hier ist kein Flüsterbetrieb, sondern es soll Leben sein. ZaS: Wie kam der Kontakt zu Martin Waltz zustande? Nadine Gänswein: Herr Waltz hat sich umgehört nach einem in sein Konzept passenden Gastronomie-Partner. Und wir wurden ihm anscheinend empfohlen. Wir haben sechs Jahre lang in Kirchzarten schon ein anderes

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Als bester „Einbruchschutz“ gilt die Zeit: Einbrecher wollen schnell in Gebäude, wenn es länger als wenige Sekunden dauert, brechen viele ihren Versuch ab. Deshalb raten Polizei und Versicherungen, möglichst alle Hausöffnungen gut zu sichern – beispielsweise mit abschließbaren Fenstern im Erdgeschoss und widerstandsfähigen Türen. Die Polizei weiß, dass sich Täter von dem von ihnen für einen Beutezug ausgesuchten Haus sogar Bilder machen, um sich eine Einbruchsstrategie zu überlegen. Viele Hauseigentümer kennen die Gefahren – doch einen großen Schwachpunkt übersehen sie oft: die Kellertür. Dabei haben es Diebe gerade dort in vielen Fällen besonders leicht. Wer sich optimal gegen Einbrüche wappnen

Foto: Teckentrup/akz-o

ie Zahl an Einbrüchen steigt in den vergangenen Jahren stetig: 2014 waren es knapp 150 000 – soviel wie seit 15 Jahren nicht. Besonders gern sind Diebe in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit aktiv, denn Dunkelheit bietet ihnen zusätzliche Sicherheit.

will, setzt deshalb im Keller und an Hintereingängen auf mehr Widerstand. Türen der Widerstandsklasse 2 sind für den privaten Einsatz konzipiert. Solche einbruchhemmenden Kellersicherheitstüren verfügen über mehrere Sicherheitssysteme: Mehrfach-Verriegelung, Sicherungszapfen aus Stahl, massive Bänder (die sogenannten „Angeln“ oder „Scharniere“), Aufhebelsicherung sowie Profilzylinder mit Aufbohr- und Aufziehschutz. Moderne Keller-Sicherheitstüren sind darüber hinaus schall- und wärmedämmend. Der Einbau erfolgt schnell und sauber durch einen

Fachhandwerker. Ebenso können Fenster gegen Aufhebeln verstärkt werden. Auch Dachfenster können nachträglich mit abschließbaren Sicherheits-Verschlüssen oder verstärkten Schließbeschlägen nachgerüstet werden. Von den Mitarbeitern des Polizeireferats Prävention kann jeder interessierte Bürger und jede Bürgerin kostenlose Beratung erhalten, um sich vor Einbrüchen besser zu schützen, auf Wunsch auch zu Hause. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle ist erreichbar unter der Tel. 0761/ 29608-25 oder unter freiburg.praevention@polizei.bwl.de.

Der richtige Blickwinkel Sicherheitstechnik: Eine Videoüberwachung kann pozentielle Diebe abschrecken, Einbrüche aufklären und Täter überführen.

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Professionelle Videoüberwachungssysteme sollten grundsätzlich verkabelt sein. Funk und WLAN zeigen in der Praxis häufig Schwächen. Funkreichweiten und Bandberietn sind oftmals ungenügend und stören die drahtlose Videoüberwachung. Auf jeden Fall sollte man Kameras mit HD-Auflösung haben. Diese haben fünf mal mehr Detailerkennung als eine herkömmliche alte PAL-TVAuflösung. Und je älter zudem die Kameras, umso geringer ist in der Regel die Auflösung und desto unschärfer sind Bewegungen im Bild. Billige Videoüberwachung zahlt sich nicht aus, da sie meist keine verwertbaren Ergebnisse bringen. Oft zeichnen sie zeitverzögert oder nur in Bruchteilen auf, sind unzureichend scharf, bieten wenig Nachtsicht und im schlimmsten Fall rosten sie schon bald. Markenwaren lohnen sich also und am besten ein Gerät mit Aluminiumgehäuse für den Außenbereich. Die Aufzeichnung der Videoüber-

Foto: Sashkin - Fotolia

er sich für eine Videoüberwachung seines Hauses als Einbruchsschutz entscheidet, sollte einiges beachten.

wachung sollte mit einem Langzeitrekorder oder separatem Computer vor Ort erfolgen. Kritisch sollte man Aufzeichnungen übers Internet oder eine Cloud sehen, nicht immer sind Bandbreiten und Übertragungssicherheit gewährleistet. Die Überwachungskameras sollten immer exakt nach Erfassungsbereich und Blickwinkel ausgewählt werden. Grundsätzlich sind verschiedene Modelle zu unterscheiden: Nahbereich 2 - 5 Meter, mittlerer Bereich

3 - 10 Meter, Fernbereich 8 bis 15 Meter, mittlerer Fernbereich bis 25 Meter und Super-Fernbereich bis 40 Meter. Videokameras sollten nicht zu hoch installiert werden. Hier gilt die Faustregel: Die Kamera sollte so hoch sein wie die Entfernung zum Überwachungsbereich plus 1,50 Meter. Übrigens: Videoüberwachungen mit Ton sind verboten. Eine solche kann vor Gericht dazu führen, dass ein Videobeweis nicht gewertet wird.


MODERNISIEREN

Samstag, 7. November 2015

MARKT

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Beratung direkt zu Hause Kostenlose Energieberatung für alle Freiburger Haushalte: Nach dem erfolgreichen Projekt in Haslach, wird das städtische Angebot ausgedehnt.

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Wie zuvor in Haslach kommen die Energieberaterinnen und -berater direkt nach Hause und helfen in Fragen rund um das Thema Energiesparen. Zum Start des Projekts werden zudem Inhaberinnen und Inhaber von Geschäften und kleineren Betrieben aus dem Stühlinger eingeladen, sich als Energiebotschafter zu engagieren und selber effizienter mit Energie umzugehen. Auch ein Austausch mit den französischen Geschäftskolleginnen und -kollegen ist geplant. Ein ähnliches Projekt mit dem Titel „Commerçant Écocitoyen“ läuft nämlich in Besançon bereits seit Jahren. Dort haben sich bereits 90

Foto: fotolia, Onidji

uhause A+++“ heißt ein neues Projekt des Umweltschutzamtes, das sich an alle Freiburger Bürgerinnen und Bürger richtet. Nach dem Erfolg der Energiesparberatung in Haslach bietet die Stadt jetzt für alle Freiburger Haushalte in Kooperation mit der baden-wu ̈rttembergischen Verbraucherzentrale eine kostenlose Energiesparberatung an.

Händler zusammen in einer Charta für den Öko-Bürger zusammen geschlossen. Sie verstehen sich als Botschafter für eine fortschrittliche, energiebewusste Stadt. In vielen Aktionen rund um die Themen Wasserverbrauch, Müll und Energie machen sie auf ein notwendiges Umdenken aufmerksam. Bei den kostenlosen Energiesparbe-

ratungen in Haslach, die von Mai 2014 bis Mai 2015 angeboten wurde, hatten 103 Haushalte mitgemacht. Dabei war man den heimlichen Energiefressern auf der Spur: Undichte Fenster und Türen, ineffektive Heizungen und veraltete Kühlschränke. Meist ist eine Stromeinsparung vin zehn Prozent in vielen haushalten leicht machbar.

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Ein neues Quartier Güterbahnhof Nord: 65 Prozent der rund 390 000 Quadratmeter großen Fläche auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände wurde bereits verkauft. 

Vor 100 Jahren, 1905, wurde auf diesem Gelände der Güterbahnhof eröffnet. Ende der 1990er Jahre zog sich die Bahn hier zurück. Erst Ende 2014 war das Gelände vom Eisenbahnbundesamt von Bahnbetriebszwecken freigestellt worden. Damit wurde die Planungshoheit der Stadt Freiburg zurück gegeben. Die Firma Aurelis Real Estate GmbH & Co KG hatte bereits 2002 das Areal – neben diverser anderer ehemaliger Bahnflächen – erworben. Gemeinsam mit der Stadt Freiburg begannnen dann nach und nach Arbeiten zur Bodenaufbereitung, Verlagerung und Anlegen von Grünzügen, Erbauen von Infrastruktur sowie Vertrieb der erschlossenen Grundstücke. Ebenso wurden von Aurelis eigene Hochbauten angegangen. 2009 begann Aurelis dann mit der Sanierung des ersten historischen, unter Denkmalschutz stehenden





Gewerbe-, Praxis- und Dienstleistungsflächen

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für Apotheke, Friseursalon, Shop, Praxis und Bürogewerbe.

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Das neue TREFFCENTRAL 31 bildet das östliches Tor zum neuen Areal „Güterbahnhof Nord“. Zentral gelegen und erreichbar, entsteht hier ein zentraler Treffpunkt des täglichen Lebens. Mit Café, Bäckerei und Restaurant, einem Bankautomaten sowie den projektierten Einheiten aus Apotheke, Friseur, Reisebüro und weiteren Praxis- und Gewerbeeinheiten, finden täglich über 5.000 Menschen ein breitgefächertes Serviceangebot.

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Zollhallengebäudes. Aurelis hat bis dato etwa 75 Prozent der Verkehrsund Grünflächen erstellt. Ebenso wurden auf rund 5,3 Hektar Ausgleichsflächen geschaffen. Gut 30 Millionen Euro hat Aurelis nach eigenen Angaben in die Er-

Bild: Aurelis

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uf dem Gelände des Güterbahnhof Nord in Freiburg entstehen Wohnungen für rund 2000 Menschen. Rund 140 000 Quadratmeter Gewerbefläche entsteht zudem. Die gesamte Fläche ist rund 390 000 Quadratmeter groß.



schließung und Bestandssanierung des neuen Quartiers in Freiburg investiert. Bislang hat das privatwirtschaftliche und bundesweit tätige Immobilienunternehmen rund 65 Prozent des vermarktbaren Gebietes verkauft.

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Verstrickt! Wolfgang Niersbach hat seit seiner Amtsübernahme als DFB-Chef 2012 die Geschicke des Verbandes gut geleitet. Nur war da früher m...

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