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Ausgabe 181 am 16. Mai 2015

Ein neuer Krimi Interview

Die Bayern kommen

Romantisch dramatisch

SC Freiburg

Renate Klöppel ist erfolgreiche Krimiautorin. Gerade ist ihr neues Buch „Stumme Augen“ erschienen. Darin kommt ein Schwerbehinderter vor. Seite 2

Leben

Nach dem Ausscheiden aus der Champions-League sollen also die Bayern gegen den SC ihre “Pflicht” erfüllen, heißt es in Paderborn. Seite 9

Orsophilharmonic wagt sich mit „A Sea Symphony“ mit großem Chor und Orchester an ein sehr britisches und anspruchsvolles Meisterwerk. Seite 15

Die kleine Affaire Bisher sind es angeblich gerade 18 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, die sich für die BND-Affaire interessieren, die ja das Zeug hätte, eine Merkel-Affaire zu sein. Dieses Desinteresse an den Lügen der Kanzlerin ist fatal. Von Michael Zäh

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ine Affaire ist keine Affaire, wenn sie niemanden wirklich interessiert. Es sind angeblich rund 18 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, die sich für die BND-Affaire erwärmen können, die ja das Zeug hätte, eine veritable Merkel-Affaire zu werden. Mit so wenig Interesse lässt sich natürlich nix anfangen, in puncto Ärger für Merkel, wie das die SPD schon gerne mal hätte. Das Beunruhigende ist aber etwas ganz anderes: Wenn es die Leute nicht mehr interessiert, was da BND und NSA so alles im Geheimen treiben, und nicht einmal offenkundige Lügen der Kanzlerin die Gemüter erregen können, dann heißt das doch, dass niemand etwas anderes erwartet hat. Dies wiederum ist allerdings ein Zustand, der alle Alarmglocken schrillen lassen müsste. Denn das heißt ja, dass die Bürger in einer Demokratie akzeptieren, dass es Mächte gibt, die sich der demokratischen (hier parlamentarischen) Kontrolle nicht nur entziehen, sondern sogar der obersten gewählten Instanz (hier Kanzlerin) eher Lügen aufzwingen

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Keiner soll auf die Insel

als sich etwa ihren Anweisungen zu fügen. Und wenn das nicht nur so ist, sondern sogar von den meisten Bürgern genau so erwartet wurde, dann heißt es eben, dass diesen Mächten quasi unbegrenzter Spielraum eingeräumt wird. Da driftet dann etwas davon, frei nach dem schönen Motto, dass der jeweils Einzelne sich mit der schlichten Hoffnung begnügt, dass es ihn als rechtschaffenen Bürger ja wohl schon nicht betreffen werde. Aber es hat ihn schon betroffen, wenn man es genau nimmt: Vor der Wahl 2013 hat Angela Merkel die von den Snowden-Enthüllungen verunsicherten Bundesbürger (und Wähler) mit der Nebelkerze eines „No-Spy“-Abkommens, das mit den Amerikanern geschlossen würde, praktisch unterschriftsreif, in die Irre geführt. Nicht nur, dass heute Dokumente beweisen, dass die Amis

daran niemals Interesse hatten. Von heute aus gesehen ist es sogar so, dass Merkel selbst ebenfalls kein weiteres Interesse an Aufklärung zeigte. Als sei gar nichts gewesen und von Merkel den Wählern gar nichts versprochen worden, hat die NSA nun all die Jahre über den BND und dessen Anlagen weiter die Spionage betrieben, die sie betreiben wollte und über die ja wegen der Geheimhaltung gar nichts gesagt werden muss. Das Kanzleramt hat die Aufsicht und Verantwortung bei diesen Geheimdienstaktivitäten. Und weil sich alle ganz sicher sein können, dass diese Verantwortung sehr ernst genommen wird, braucht es vor dem parlamentarischen NSAUntersuchungsausschuss natürlich auch nicht diese Liste jener (doch wohl illegalen) Selektoren, deren Vorlage die Amerikaner ganz schwer verschnupfen würde.

Geht das so? Es sieht schwer danach aus. Denn es wurde ja schon seit Jahren so gemacht, mit Merkel als Unschuldsmiene vorne dran und zur Not mit den immer funktionierenden „Sicherheitsinteressen“ im Gepäck. Dass es dabei um Machterhalt gehen könnte, auch im Kanzleramt, wird doch wohl keiner unterstellen wollen. Es könnte Folgen haben, wenn das so geht. Wer akzeptiert, dass es einen geheimen Bereich gibt, in dem die sowieso alle tun, was sie wollen, der akzeptiert am Ende auch, dass Deutschland von dort aus regiert wird. In diesem Falle braucht es im Grunde auch keine Wahlen mehr, weil ja diejenigen nicht zur Abwahl stehen, die in Wahrheit regieren. Oder man akzeptiert das nicht. Dann ist es eine Affaire!

Während die EU-Kommission ein neues Strategiepapier zur Flüchtlingspolitik vorgelegt hat, konterkarierte die britische Innenministerin Theresa May die neuen Überlegungen, indem sie prompt in einem Interview vorschlug, die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer zurück zu schicken. Man solle „sichere Landeplätze in Nordafrika“ schaffen und die Flüchtlingsströme dorthin zurückleiten. Das ist sozusagen britischer Klartext: Bei uns kommt keiner auf die Insel. Natürlich lehnt die britische Innenministerin denn auch die jetzt neu zur Diskussion gestellte Regelung ab, wonach Flüchtlinge nach einem bestimmten Schlüssel über die EU-Länder verteilt werden sollen und nicht mehr automatisch dort verbleiben müssen, wo sie ankommen. Dies hatte Länder wie Italien und Griechenland die alleinige Last aufgebürdet. Und würden diese Länder am Mittelmeer den britischen Gedanken der Abschottung teilen, dann käme keiner an Land. Also: Alle würden ertrinken, wie das ja ohnehin schon dauernd geschieht. Zum Glück besteht die EU nicht nur aus Insulanern. Michael Zäh


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FREIBURG

UND DIE WELT

Samstag, 16. Mai 2015

„Ich schreibe an schönen Plätzen“ Die Freiburgerin Renate Klöppel hat einen neuen Krimi geschrieben. Auch hier hat sie wieder ein Thema, das ihr am Herzen liegt, verarbeitet. Diesmal geht es um einen Schwerbehinderten. Ein Interview.

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Zeitung am Samstag: Sie haben gesagt, Ihr neuer Krimi „Stumme Augen“ läge Ihnen besonders am Herzen. Ist es die Situation eines Schwerbehinderten, die Sie unbedingt vermitteln wollten? Renate Klöppel: Ich bin 20 Jahre lang Schulärztin an einer Schule für Körperbehinderte in Villingen gewesen. Manchmal war bei diesen Kindern überhaupt nicht klar, ob sie irgend etwas verstehen, weil sie nichts äußern konnten. Bei einem Menschen, der so schwer körperbehindert ist, dass er weder ja noch nein nicken, noch sprechen kann, weiß man ja lange Zeit nicht, ob er überhaupt denken kann. Da gibt es Menschen, die verkannt werden. Auf diese Menschen ein Augenmerk zu lenken, das war mir ein Anliegen. ZaS: Ist es nicht gewagt, diese Problematik in einen Kriminalroman zu verpacken? Klöppel: Es ist ja trotzdem noch ein richtiger Krimi. Die zweite Thematik handelt vom Glück… Eigentlich ist in allen meinen Krimis eine bestimmte Thematik versteckt, beim „Kapuzenmann“ die Gentherapie oder in „Schlangensaat“ die Gentechnik in der Landwirtschaft. ZaS: Lesen Sie privat auch Krimis? Klöppel: Ich selber lese eigentlich keine Krimis, den ersten überhaupt habe ich gelesen, als ich meinen ersten Kriminalroman begonnen hatte. Deswegen kommt im „Mäusemörder“ auch erst in der Mitte des Buches ein Kommissar vor, weil ich gar nicht wusste, dass ein Kommissar wichtig ist. Ich seh mir auch keine Krimis im Fernsehen an. ZaS: Warum schreiben Sie dann Krimis? Klöppel: Ich habe ja zunächst einige Sachbücher verfasst, aber dann gingen mir die Themen aus. Da war die Frage, literarischer Roman oder Krimi? Ich habe schnell gemerkt, es ist viel einfacher einen Krimi zu schreiben als einen literarischen Roman. Das Element der Spannung ist von vorneherein vorgegeben. Und was ich dann auch allmählich merkte:

Foto: Rainer Muranyi

enate Klöppel hat gerade ihren siebten Kriminalroman herausgebracht: „Stumme Augen“. Die 66-jährige Freiburgerin ist promovierte Kinderärztin, hat dann noch einmal Musik studiert und arbeitete später als Dozentin an der Musikhochschule Trossingen mit dem Schwerpunkt Musikphysiologie. Sie verfasste zunächst diverse Fachbücher, bevor sie sich erfolgreich dem Schreiben von Krimis zuwandte. Barbara Breitsprecher sprach mit der Autorin, die in ihrer Freizeit als Cembalistin in einem kleinen Barock-Ensemble spielt.

Krimis haben viel mehr Leser, man findet viel leichter einen Verlag. Das ist bei literarischen Romanen viel schwieriger. ZaS: Das heißt, es war Ihnen schon sehr wichtig, dass Sie auch wirklich gelesen werden?

Klöppel: Natürlich, von Anfang an. Damals, als ich anfing mit dem Schreiben, hatte ich die irrige Vorstellung, ich würde jetzt damit mein Geld verdienen und meinen Beruf an den Nagel hängen. Nur noch in der schönen Landschaft sitzen und schreiben. Aber so viel verdient man nicht damit. ZaS: Auch nicht mit Krimis? Klöppel: Wenn ich 10 000 Krimis verkaufe mit 50 Cent pro Stück und

dafür mehr als ein Jahr lang geschrieben habe, dann ist das ein Einkommen von weniger als 5000 Euro im Jahr. ZaS: Wer einen Kriminalroman schreibt ist auch irgendwie fasziniert von Kriminalität? Klöppel: Das spielte bei meinem ersten Buch wohl eine größere Rolle als später. Wenn es bei mir Opfer, also Tote gibt, dann sind das nicht Personen, die der Leser näher kennen gelernt hat. ZaS: Wie groß ist die Chance, dass ein Fernsehsender auf Sie zukommt und wegen der Filmrechte anfragt? Klöppel: Bei den meisten meiner Bücher gleich Null, dafür gibt es zu viele innere Monologe. Das steht ganz klar im Widerspruch zu einem Drehbuch. Allerdings ist „Die Schattenseite des Mondes“, mein Buch über eine schizophrene Malerin, von einer namhaften Filmgesellschaft aufgekauft worden. Aber das zieht sich noch hin. ZaS: Sie sagen, Sie schreiben ausschließlich an schönen Plätzen. Was heißt das, sitzen Sie im Garten? Klöppel: Ich sitze im Garten oder gerne auf dem Alten Friedhof. Oft auch auf dem hinteren Teil des Schlossbergs und im Winter in der Sonne auf dem Schauinsland. Ich habe ein kleines Notebook, das passt in die Handtasche, und ich habe ein Klappstühlchen. Denn wenn ich

mich auf eine Bank setze, dann setzen sich zwei Leute dazu und vorbei ist es mit der Ruhe. ZaS: Ist das nicht sehr ungewöhnlich, dass Sie im Freien schreiben? Klöppel: Das glaube ich nicht. Für mich ist eine gewisse Ablenkung auch anregend. Unmöglich ist allerdings das Schreiben, wenn ich Gespräche um mich herum verstehe. ZaS: Das heißt, Sie könnten auch hier auf der Terrasse des Theatercafés, wo wir gerade sitzen, schreiben? Kloeppel: Das ist optimal. ZZaS: Wie kam es, dass Sie erst Medizin und dann Musik studiert haben? Klöppel: Ich war ein unmusikalisches Kind. Ich habe mit 18 das erste Mal Klavierunterricht gehabt, aber nur ein Jahr lang. Dann habe ich erst nach der Geburt meiner Kinder mit 30 wieder damit angefangen. Ich hatte damals in Trossingen einen Lehrer, durch den ich merkte, ich kann alles noch lernen. Als das Kinderkrankenhaus in Schwenningen, in dem ich arbeitete, geschlossen wurde, habe ich dann mit 38 meinen Jugendtraum verwirklicht und Musik studiert. ZaS: Wie hat Ihre Familie reagiert, als Sie angekündigt haben, Sie würden jetzt einen Roman schreiben? Klöppel: Meine Kinder hatten nach meinen Sachbüchern immer gesagt, ich soll doch mal was „Anständiges“ schreiben. Und ich denke, sie haben ausnahmslos jedes Buch von mir gelesen.

ZaS: Wie offen ist die Kritik Ihrer Familie ? Klöppel: Mein Mann liest die Manuskripte bevor sie in Druck gehen. Und er übt zunehmend hilfreiche Kritik. Ich gebe das Manuskript relativ vielen Leuten. Manche Kritik ist schonungslos, aber sie ist so viel wert. Manchmal ist es wichtig, noch einmal alles umzuschmeißen. Und ich habe einen Kriminalkommissar, der alle meine Bücher vorab liest und mit dem ich alles durchspreche. ZaS: Wissen Sie schon, von was Ihr nächster Krimi handeln wird? Klöppel: Ich liebeäugele damit etwas anderes als einen Krimi zu schreiben. Bereits mein nächstes Buch, „Namibia“ ist ein Frauenroman, kein Krimi. Es geht um die Rolle der Frauen, auch im Bürgerkrieg. Ich war dort gewesen, denn ich kann nur über etwas schreiben, das ich kenne. ZaS: Sie sind ja auch im Vorstand des Freiburger Literaturbüros. Wie stark sind denn Freiburger Autorinnen und Autoren untereinander vernetzt? Klöppel: Es gibt den Stammtisch, bei dem sich Krimiautoren treffen und natürlich die Veranstaltungen des Literaturbüros. Aber ansonsten gibt es relativ wenig Vernetzungen unter den Autoren, eher zwischen den Übersetzern. ZaS: Ist Freiburg denn ein gutes Pflaster für Schriftsteller? Klöppel: Zumindest gibt es hier sehr viele (lacht). ZaS: Sind die Etappen in Ihrem Leben immer ganz abgeschlossen, wenn neue beginnen? Klöppel: Genau. Es bleibt aber immer ein leichter Schmerz, weil ich etwas gut gekonnt habe. Etwas ist dann verloren. Andererseits möchte ich dann etwas Neues machen. Es ist immer ambivalent. Meine Kinder sagen, alle sieben Jahre machst du was Neues. Aber meine Schreib-Etappe dauert ja jetzt schon viel länger. ZaS: Kommt denn noch was ganz anderes Neues? Klöppel: Musik mache ich ja schon, Malerei – nein, Golfspielen – nein (lacht). Die Zeit ist ja endlich… ZaS: Welches belletristische Thema reizt Sie? Klöppel: Ich weiß nicht, ob es sich verwirklichen lässt, aber mich interessiert Einsamkeit, das Alleinsein und das Bedürfnis nach Abgrenzung. Masse hier, alleine dort. Ich hätte gerne eine junge Hauptperson, aber ich weiß noch nicht, ob ich mich da ausreichend hinein denken kann. Interview: Barbara Breitsprecher

■ Renate Klöppel, „Stumme Augen“, Kriminalroman, Wellhöfer Verlag Mannheim, 9,95 Euro


ESSAY

Samstag, 16. Mai 2015

FUSSBALL

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Peps Pein

Fußball. Es hat schon etwas Verdrehtes, wenn Bayerns Trainer Pep Guardiola nach dem Ausscheiden in der ChampionsLeague sagt, dass er „für Tage wie diesen“ Trainer sei. Auch er ist von seinen besten Spielern abhängig. Von Michael Zäh

Aha. Pep Guardiola ist es ganz allein, der die wahre Qualität seiner Spieler erkannt hat und wirft sich vor ihnen quasi in den Staub, just im Moment des Scheiterns. Diese Geste soll Größe zeigen. Sie soll zeigen, wie groß der große Guardiola ist. Doch sein Glanz ermattet wie seine Mannschaft. Die Superlative, „super-super“, die der Trainer leicht im Munde führt, wollen einfach

nicht zu den Fakten passen. Auch nicht zu jenen, die der Trainer selbst schafft, wenn er beispielsweise den von ihm gelobten Mario Götze bis zur 87. Minute auf der Bank lässt. Aber vor allem nicht dazu, dass die Bayern unter Guardiola immer öfter gegen echte Top-Teams ein Problem haben. „Nur das Triple ist genug”, hat Guardiola noch vor einigen Wochen gesagt. Und als das nicht mehr möglich war: „Wie viele Male hat Bayern das Triple gewonnen?“ Und schickte die Antwort gleich hinterher: „Einmal. Okay.“ Ja, es ist tatsächlich eine Last, wenn man Trainer einer Mannschaft ist, die aufgrund ihres Personals das ganze Jahr über in der Liga keine echte Konkurrenz hat. Wenn Bayern München jeweils schon früh als Deutscher Meister feststeht. Zu groß ist die fußballerische Übermacht in den letzten beiden Jahren gewesen, um überhaupt noch Spannung in der Liga aufkommen zu lassen. Aber noch schlimmer ist es wohl für

Pep Guardiola, wenn er am Ende wie jeder Trainer von seinen besten Spielern abhängt, statt selbst die Fäden in Händen zu halten. Wenn etwa Robben fehlt, dann fehlt die ganz besondere Qualität, die die großen Spiele entscheidet. Dies aber heißt dann ja: Im Alltag in der Liga kann dieser besondere Trainer nicht wahrhaft glänzen, weil seine Spieler so stark sind, dass sie sowieso fast nur gewinnen. Und bei den wenigen verbleibenden Spielen, in denen diese Bayern dann mal echte Gegner bekommen, wie jetzt Barcelona in der Champions-League, kann der Trainer ebenfalls nicht glänzen, weil ihm die besonderen Spieler fehlen und dagegen kein TaktikKraut gewachsen ist. Es ist nicht der Fehler von Pep Guardiola, dass er medial überhöht wird und selbst Bayern-Vorstand Rummenigge und Bayern-Sportchef Sammer immer leicht leuchtende Augen bekommen, wenn sie von ihrem Trainer sprechen. Es ist

zwar nicht so, dass Guardiola nichts dafür könnte, dass dies alles so ist. Aber es ist völlig legitim, dass er die Rolle annimmt, die ihm angeboten wird. Man könnte sogar sagen, dass er sie mit einem schauspielerischen Talent ausfüllt, das für sich gesehen schon das Eintrittsgeld wert ist. Wer kann denn schon in Maßanzügen, die sich noch dazu geschmackvoll an den Körper schmiegen, unentwegt an der Seitenlinie gestenreiche Anweisungen geben? Das ist großes Kino, keine Frage. Wenn allerdings seine Spieler all die vielen Rufe und Hinweise tatsächlich jederzeit aufnehmen würden, bliebe für sie keine Zeit mehr, um auch noch Fußball zu spielen. Das Missverhältnis besteht halt darin, dass es einerseits wirkt, als sei ein Mann von Welt am Wirken, es aber andererseits dann so ist, dass nur das Minimum klappt. Denn mit diesem Kader Deutscher Meister zu werden, ist über eine ganze Saison gesehen unvermeidlich, auch wenn

Spiele in Wolfsburg oder gegen Mönchengladbach verloren gehen können, was übrigens auch etwas heißt. Pep Guardiola kann eigentlich nichts für dieses Missverhältnis. Aber es ist dennoch seine Pein, dass es Situationen gibt, in denen er wie jeder andere Trainer hilflos ist. Nach allerlei Gerüchten hat Pep Guardiola zuletzt klar und unmissverständlich erklärt, dass er seinen Vertrag bei den Bayern bis Juni 2016 erfüllt. Doch ein Jahr ist nichts, wenn es darum geht, die Mannschaft neu zu justieren. Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Dante sind jenseits der 30 Jahre. Die Frage wird wohl sein, ob dies dann noch für eine große Saison reicht, weil Spieler gerne mal noch einen Titel holen, bevor sie dann von der Fußball-Bühne abtreten. Und will einer wie Pep Guardiola sich darauf verlassen, mit Stolz auf „diese so überragenden Spieler“, dass dafür die Kräfte reichen? Wohl kaum. © shutterstock

W

enn Pep Guardiola etwas über sich selbst sagt, dann klingt das meistens so pathetisch als würde er von einer Gottheit sprechen: „Ich bin Trainer für Tage wie heute“, hat er gesagt, als seine Bayern gerade gegen Barcelona ausgeschieden waren. Sollte dies dann jemand verwundert haben, hat Pep das natürlich gewusst und klärt die Unwissenden auf: „Glückwunsch an meine Spieler. Ich bin sehr stolz auf diese überragenden Spieler. Bayern München weiß vielleicht nicht, wie gut diese Spieler sind“.


MEDIZIN / ARBEIT

Samstag, 16. Mai 2015

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Gesundheitsforum am 18. Mai 2015 im Bürgerhaus Denzlingen Gelenkspezialisten stehen Rede und Antwort bnutzungserscheinungen und Verletzungen von Gelenken bedeuten für Betroffene große Einbußen in der Lebensqualität. Das RKK Klinikum und das ambulante Zentrum für Strahlentherapie Freiburg laden ein zum Gesundheitsforum „Moderne Therapieoptionen bei Arthrose/Gelenkerkrankungen“ am 18. Mai um 19 Uhr im Kultur & Bürgerhaus in Denzlingen (Stuttgarter Straße 30). Die Gelenkspezialisten Prof. Dr. Wolfgang Schlickewei, Chefarzt Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Kindertraumatologie und Oberarzt Dr. Mike Oberle sowie der Leiter des Zentrums für Strahlentherapie, PD Dr. Christian Weißenberger stehen nach ihren Vorträgen auch für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenfrei. Über- und Fehlbelastungen von Gelenken können zu Veränderungen an

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IMPRESSUM Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, Benzstraße 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, redaktion@zas-freiburg.de

Verkaufsleitung: Michael Metzger, Tel. 076 65/9 34 58-21, 0179/739 6639, m.metzger@zas-freiburg.de Grafik, Layout & Herstellung: Sebastian Schampera; Tel: 0761 / 429 63 97 Adrian Kempf, www.dtpwork.de Tel. 07643 / 39 42 65 00 Druck: Bechtle Druck&Service Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen Vertrieb und Verteilung: Rusnak Direktwerbung, Tel. 07666 / 998 44 vertrieb@zas-freiburg.de

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Professor Dr. Wolfgang Schlickewei

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tive Behandlungs- Therapien keinen oder nur unzureichend Erfolg gezeigt, stehen bei der Behandlung von Knie,

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Hüft- Fuß- oder Schultergelenkschmerzen minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. „Wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept“, betont Prof. Dr. Wolfgang Schlickewei.

■ Gesundheitsforum, 18. Mai, im Bürgerhaus Denzlingen. Eintritt ist kostenfrei, aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich (info@stz-fr.de, Telefon 0761 / 151 864-00)

Gelungenes Anschreiben ZaS-Leserin Ronja T. fragt: Bislang habe ich das Anschreiben zu einer Bewerbung mehr als Beiwerk betrachtet. In verschiedenen Gesprächen in meinem Umfeld wurde mir aber gesagt, dass die Erstellung des Anschreibens am meisten Mühe erfordert. Als ich kürzlich bei einem Unternehmen telefonisch auf eine Absage hin angerufen habe, erhielt ich die Rückmeldung, dass man mir empfehlen würde, mehr Inhalt in das Anschreiben zu bringen. Das hat mich doch zum Nachdenken gebracht. Ist das Anschreiben wirklich wichtiger als der eigentliche Inhalt der Bewerbung? Ich freue mich auf Ihre Meinung und Tipps. Jobcoach Alexandra Feder: Liebe Frau T.: Zunächst zählt immer der Gesamteindruck einer Bewerbung. Aus meiner Sicht muss eine Bewerbung professionell gestaltet sein und Ihr Profil muss klar erkennbar sein. Sie sollten sich damit von Mitbewerbern abheben und ein Alleinstellungsmerkmal herausheben. Die Anleitung zur perfekten Bewerbung gibt es nicht. Sie ist immer das Ergebnis individueller Mühe und Zeit und Ausdruck der Persönlichkeit. Fakt ist jedoch auch, dass das Anschreiben der erste Be-

An dieser Stelle können Leser kostenlos Fragen zu Berufswahl, Bewerbung, Vorstellungsgespräch usw. an Jobcoach Alexandra Feder richten. Zuschriften an: jobcoach@alenova.de. Die Namen werden von der Redaktion geändert.

rührungspunkt für den Leser ist. Wenn Sie hier bereits mit einem uninteressanten Einstieg starten, kann das dazu führen, dass Ihre Unterlagen zunächst nicht weiter gesichtet werden. Wenn Sie schon mit „Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre ausgeschrieben Stelle…“ einsteigen, heben Sie sich nicht von anderen ab,

denn diesen Satz verwenden sehr viele Bewerber als Einstieg. Fragen Sie sich, was Sie mit dem Anschreiben erreichen wollen und warum gerade Sie die richtige Person für diese Stelle sind. Wenn Sie das für sich selbst schon nicht beantworten können, wie wollen Sie dann einen Leser überzeugen? Der Anfang liegt in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Profil und endet damit, dieses im Anschreiben klar herauszustellen. Ich gebe zu, keine einfache Aufgabe und den wenigsten Menschen fällt es leicht, auf Anhieb ein gutes Anschreiben zu verfassen. Ich rate auch davon ab, Textbausteine zu verwenden. Es ist immer der persönliche Stempel, den Sie Ihrem Anschreiben aufsetzen, was letztlich überzeugt und den Leser dazu motiviert, Sie einzuladen. Meine Meinung ist, dass man ein Anschreiben nicht schnell mal nebenbei schreiben kann, sondern ein Anschreiben entstehen muss. Der erste Entwurf ist immer eine Ansammlung erster Gedanken, die man dann in den weiteren Entwürfen strukturiert und zu einem guten Ganzen zusammenfügt. Ein Anschreiben überzeugt dann, wenn der Absender ein klares Profil erkennen lässt und seine beruflichen Ziele deutlich macht.


STADT

Samstag, 16. Mai 2015

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Die eindrucksvollen Fotografien, die vor Lebendigkeit und Fröhlichkeit sprühen, hat die Freiburgerin Sabine Rukatukl geschaffen. Für sie hat Menschen zu fotografieren immer auch etwas mit Psychologie zu tun. Und immer geht es ihr bei ihren Arbeiten darum, die Menschen natürlich und authentisch zu zeigen. Gerade Gruppenfotografien sind für sie eine Herausforderung. Bei den Handwerksbetrieben, die sie für die Ausstellung besucht hat, ist sie auf die „Bühne des Lebens“ getroffen. In den Werkstätten, dort wo sich das Arbeitsleben abspielt, wollte sie die Fotos machen. Damit der Betrachter aber nicht den Überblick verliert, bei all den Dingen, die es da zu sehen gibt, entschied sich die Fotografin, die Bilder meist in Schwarz-Weiß zu drucken. Nur die Details, die unmit-

telbar mit dem Beruf zu tun haben oder die wichtige handwerkliche Produkte sind, hat sie auffallend eingefärbt und damit für den Betrachter pointiert. Gelebte Unternehmenskultur im Handwerk zeigt sich besonders eindrucksvoll bei erfolgreichen Familienbetrieben. Meist haben sie ihre ganze Branche geprägt, mit handwerklicher, nachhaltiger Qualität über Jahrzehnte, aber ebenso durch die Werte, die innerhalb einer Familie selbst gesetzt werden. Um auf diese Unternehmenskultur aufmerksam zu machen und um die

Geschichten solcher Betriebe aus der Region stellvertretend für viele weitere zu erzählen, hat die Handwerkskammer die Ausstellung „Vorbilder II – Familienunternehmen im Handwerk“ mit sehenswerter Begleitbroschüre ins Leben gerufen. Barbara Breitsprecher ■ Ausstellung „Vorbilder II – Familienunternehmen im Handwerk“ Meckel-Halle, Sparkassen-FinanzZentrum, Kaiser-Joseph-Str. 186190, Freiburg, Mo, Do: 09 - 18 Uhr Di, Mi, Fr: 09 - 16 Uhr

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eim Handwerk gibt es sie noch häufiger als anderswo: Familienunternehmen. Was sie ausmacht, wie bis zu drei Generationen in einem Unternehmen zusammen arbeiten, das möchte die Handwerkskammer Freiburg mit ihrer Ausstellung „Vorbilder“ zeigen.

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Stadt will kein Holz mehr am Turm

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Am 1. Februar haben die Freiburger mehrheitlich „Ja“ gesagt zum neuen Stadion. Am 19. Mai steht nun das Thema „Planung neues SC-Stadion“ auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Die Stadtverwaltung hat zwischenzeitlich einen „Fahrplan“ für das Projekt entworfen, nun muss der Gemeinderat darüber entscheiden. Unter anderem soll es um die Themen Bauplanungsrecht und Städtebau, Umweltschutz und Verkehrserschließung gehen. Spätestens zum Jahresbeginn 2016 soll eine Objektträgergesellschaft gegründet werden.

Die Stadt Freiburg bleibt dabei: Der Schlossbergturm soll eine Stahlkonstruktion bekommen. Eine chemische Behandlung der geschädigten Holzträger hält die Stadtverwaltung fürzu teuer, zu aufwändig und für zu kurz haltbar. Der Architekt des Turms, Hubert Horbach, hatte sich zuvor entschieden für eine neue Holzkonstruktion ausgesprochen. Die Schädigung durch Pilz- und Insektenbefall an den sechs Douglasien-Stämmen schreitet derweil schneller fort als prognostiziert. Daher soll der Turm spätestens im Herbst wieder geschlossen werden.

Zehn Schülerinnen und Schüler aus China wollen diesen Sommer nach Freiburg kommen und hier einen Orientierungs- und Sprachkurs absolvieren. Die Organisation „Youth for Understanding“, die den Austausch in die Wege geleitet hat, sucht noch dringend Gastfamilien, die vom 14. August bis zum 5. September einer Schülerin oder einem Schüler ein Zuhause geben können. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Großfamilie oder einen kinderlosen Haushalt handelt. Kontakt: osk-freiburg@web.de oder Tel. 017684877755

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Der „Gesundheitsmarkt“ wächst überdurchschnittlich, die Nachfrage nach kompetenter Beratung und Begleitung ist hoch. Berufliche und private Stressfaktoren häufen sich, gesundheitliche Einschränkungen aus Mangel an Bewegung und durch ungesunde Ernährung nehmen zu, die Rente mit 67 verlängert das Arbeitsleben. Immer mehr Menschen wollen oder müssen gesünder leben und wissen nicht wirklich wie. Hier kommt der Gesundheitscoach ins Spiel: Er berät, vermittelt und begleitet seine Klienten auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Lebensfreu-

de, weg von Stress und Burnout. Gesundheitscoaches eröffnet sich ein weites Berufsfeld in den verschiedensten Branchen: Vom Kindergarten bis zum Seniorenheim, in Arztpraxen und bei Krankenkassen, in kleinen mittelständischen Firmen und in großen Unternehmen sind bereits Absolventen der Tübinger Akademie im Einsatz. • Sie coachen einzelne Klienten z.B. in Stressphasen und bei BurnoutPrävention • Sie beraten Menschen, die sich besser ernähren oder abnehmen wollen • Sie begleiten ihre Klienten dabei, fit und gesund zu werden und zu bleiben

Herzens-Kultur EOS-FSJ: der etwas andere Freiwilligendienst. Erlebnispädagogik kennenlernen

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er gemeinnützige Verein EOSErlebnispädagogik aus Freiburg vermittelt Freiwillige in Deutschland und weltweit. Dies bietet die Chance, die faszinierende Welt der sozialen Berufe sowie, beim internationalen Freiwilligendienst (IJFD), zusätzlich noch andere Länder und Kulturen und natürlich die Sprache kennenzulernen. Man tut Gutes, sammelt wertvolle Erfahrungen – und findet vielleicht sogar den Traumberuf. Einsatzfelder sind Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Alten- oder Pflegeheime, Krankenhäuser. Aber auch Landwirtschaft und freizeitpädagogische Einrichtungen. Oder wie wär‘s mit einem

FSJ im Ökodorf auf Gran Canaria? Ein unvergessliches Highlight sind die EOS-Begleitseminare. Hier treffen sich alle EOS-Freiwilligen aus den verschiedensten Einsatzstellen. Man lernt viele Leute kennen, kann sich offen austauschen und Freundschaften knüpfen. Es werden tiefschürfende Fragen gestellt und hochfliegende Ideen entwickelt, jede/r geht auf die Suche nach der eigenen Vision und erkundet seine Lebensaufgabe. Das einzigartige EOS-FSJ steht für eine Kultur des Herzens. ■ Alle Infos auf: www.eos-fsj.de, T: 0761/60080-06; info@eos-fsj.de.

• Sie bieten Programme und Coaching für die betriebliche Gesundheitsförderung in Organisationen, Verwaltungen und Unternehmen an. Das Besondere an den Ausbildungen der Tübinger Akademie ist der unmittelbare Praxisbezug: Eine Präsenzausbildung (kein Fern-Unterricht!) mit kompetenten Referenten sorgen für einen nachhaltigen Transfer in die Einsatzfelder. ■ Weitere Informationen: Tübinger Akademie für Weiterbildung, Friedrichstrasse 7 72138 Kirchentellinsfurt Tel: 07121-600131 Mail: info@tuebinger-akademie.de

GEWERBE AKADEMIE

Zahntechniker Meisterkurs Das Kompetenzzentrum für Zahntechnik an der Gewerbe Akademie Freiburg bietet am Samstag, 4. Juli ab 10 Uhr eine Information zum Meistervorbereitungskurs Zahntechniker Fachpraxis in Vollzeit an. Und zwar geht es um den Meister C+, das heißt die Meisterausbildung umfasst nun auch die gesamte Ausbildung zur CAD/CAM/CNC-Fachkraft Digitale Zahntechnik. Damit hat sich die Zahntechnik mit der Digital-Technologie neu positioniert und die Fachkraft integriert. Der Nachmittag des 4. Juli steht dann ab 14 Uhr ganz im Zeichen der Fachtheorie dieses Meistervorbereitungskurses. Wer interessiert ist, kann sich über die Homepage unverbindlich anmelden. Die Meisterkurse sind zertifiziert und können unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Meister-BAföG gefördert werden. ■ Weitere Informationen erteilt die Gewerbe Akademie Freiburg, Telefon 0761/15250-0 oder im Internet unter www.wissen-hoch-drei.de


Samstag, 16. Mai 2015

BERUF & KARRIERE

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Zwei neue Pflege-Ausbildungen am Universitätsklinikum Freiburg. Teilzeitausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz

“Endlich können wir eine Ausbildung in Teilzeit zu Gesundheitsund Krankenpflegern anbieten und damit den Einstieg in diesen spannenden Beruf vielen Personengruppen erleichtern“, sagt Franz-Josef Overhoff, Leiter der Akademie für medizinische Berufe am Universitätsklinikum Freiburg. „Wir reagieren damit auf die sich verändernden Gesellschaftsstrukturen, in denen das Interesse an Teilzeitangeboten steigt“, so Overhoff. Die Ausbildung dauert vier Jahre und umfasst einen täglichen Aufwand in Theorie oder Praxis von etwa sechs Stunden.

Foto: Schilling/Universitätsklinikum Freiburg

A

n der Akademie für medizinische Berufe des Universitätsklinikums Freiburg werden zum Ausbildungsjahr 2015 zwei neue Ausbildungen in Pflegeberufen angeboten. Die vierjährige Teilzeitausbildung zu Gesundheitsund Krankenpflegerinnen und –Pflegern richtet sich speziell an Eltern mit betreuungspflichtigen Kindern, Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen oder Wiedereinsteiger. Die neue Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz (ATA) ist besonders für Menschen interessant, die einen Beruf ausüben möchten, in dem ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Teamfähigkeit gefordert ist.

Fehu GmbH Herr Andreas Birkle Reutener Str. 19 D-79279 Vörstetten

Florian, Zimmerer

Zu den Aufgaben einer Anästhesietechnischen Assistenz gehört auch das einfühlsame Betreuen von Patienten vor, während und nach der Operation. Vergütet wird die Teilzeitausbildung mit 75 Prozent des üblichen Ausbildungsgehaltes. Der Ausbildungsbeginn ist voraussichtlich im November 2015. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. Im ersten Ausbildungsjahrgang werden bis zu 25 Plätze angeboten. Die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz (ATA) ist eine spezielle Ausbildung für die vielfältigen Aufgaben des Anästhesiedienstes. Anästhesietechnische Assistenten unterstützen bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbetreuung der Narkose in den unterschiedlichen Fachabteilungen des Universitätsklinikums. „Sie un-

terstützen auch bei der Übernahme und Betreuung schwerstverletzter Patienten im Schockraum“, sagt Overhoff. Während einer Narkose arbeiten sie im Operationsteam, assistieren dem Anästhesisten und überwachen die Atmung und den Kreislauf des Patienten. Des Weiteren bereiten sie Narkose- und Schmerzmittel, Beatmungsgeräte oder Infusionsflaschen vor und betreuen die Patienten während der gesamten Operation. Die Ausbildung startet im September 2015. ■ Alle Infos zu Ausbildungsgängen und zur Bewerbung: www.akademie.uniklinik-freiburg.de

Die neue BA-App Neue App “bringt weiter” verfügbar. Alle Informationen rund um Arbeit, Ausbildung und Beruf

M

it der neuen APP “bringt weiter” macht die Bundesagentur für Arbeit (BA) alle ihre Informationen rund um Arbeit, Ausbildung und Beruf überall verfügbar. Die neue APP „bringt weiter“ ist ab sofort zum Download im GooglePlay-Store oder im App-Store verfügbar. Darauf weist jetzt die Agentur für Arbeit Freiburg in einer Pressinformation hin. Moderne Dienstleistung bedeutet heute, Informationen und Service nicht nur jederzeit sondern auch überall zur Verfügung zu stellen. Dem trägt die BA mit ihrer neuen APP für Android und iOS Rechnung. So wird das umfassende Dienstleistungsangebot der BA mobil abrufbar. Weitreichende, übersichtlich gegliederte Informationen zu den Themen Arbeit und Vermittlung, Arbeitgeber, Ausbildung, Geldleistungen, Quali-

Elektroniker (m/w) Lagerarbeiter (m/w) CNC- Fachkräfte (m/w) Kraftfahrer CE (m/w) Staplerfahrer (m/w)

Immer auf dem Laufenden: Mit der App “bringt weiter” der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Bundesagentur für Arbeit fikation sowie Zahlen, Daten und Fakten können via Smartphone genutzt werden. Dazu gibt es nützliche Funktionen wie die Dienststellensuche vor Ort oder die Merkliste, in der Informationen abgespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt direkt ab-

gerufen werden können. Über die neue APP können alle Internet-/App-Angebote der BA direkt aufgerufen werden. Dazu gehören beispielsweise die Jobbörse, BerufeTV, Planet-Beruf sowie alle statistischen Daten zum Arbeitsmarkt.

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Samstag, 16. Mai 2015

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Zum Ausbildungsjahr 2015 bieten wir einen Ausbildungsplatz

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Ohne Dich geht in Zukunft gar nichts: Junge Menschen engagieren sich bei der AWO Baden

Interesse? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

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chule beendet – und was kommt jetzt? Für alle, die nach der Schule das echte Leben kennenlernen möchten, ist ein soziale Bildungsjahr FSJ genau das Richtige. Unterstützt von begleitenden Seminaren und einem intensiven Erfahrungsaustausch engagieren sich junge Menschen bei der AWO Baden in den verschiedensten sozialen Bereichen, in Einrichtungen mit behinderten Menschen bis hin zu Seniorenzentren und Kindertagesstätten ist alles dabei.

Weiter

mit

Bildung - Angebote 2015

Ein besonderer Standort der AWO Baden ist das Emmi-Seeh-Heim in Freiburg. Das in der schön gelegenen Oberau angesiedelte Seniorenzentrum hat eine lange Tradition. 1953 war das Emmi-Seeh-Heim das erste AWOAltenheim, das in der Nachkriegszeit in Freiburg errichtet wurde. Insbesondere die neue Konzepte für mehr Selbstständigkeit, Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie das ehrenamtliche Engagement

Zeige, was in dir steckt - diese Erfahrung kann dir keiner nehmen!

Seniorenzentrum

JOEFS#FUSFVVOHVOE1nFHFVOTFSFS Bewohner/-innen an. Finde heraus, wo deine Stärken liegen, sammle Berufserfahrung in einem dir vielleicht noch unbekannten Arbeitsfeld und tausche dich mit anderen Freiwilligen aus.

Ob für sechs Monate oder länger, im Bildungs- und Orientierungsjahr bei der AWO Baden haben junge Men-

INTERNATIONALER BUND

schen die Möglichkeit, sich in der Arbeit in einer sozialen Einrichtung und während der begleitenden Seminare selbst auszuprobieren. ■ Weitere Infos: Seniorenzentrum Emmi-Seeh-Heim Herr Manfred Mechler Runzstr. 77, Freiburg Tel: 0761/ 207 46-540 manfred.mechler@awo-baden.de

BERUFSBERATUNG

Emmi-Seeh-Heim

Wir bieten ab Juli 2015 Plätze für einen

Freiwilligendienst (FSJ/BFD)

vieler Helfer zeichnen das Pflegeheim bis heute aus. Baulich hat sich in den letzten Jahrzehnten vieles verändert, 1983 wurde ein neuer Anbau eröffnet. Zwischen 2008 und 2010 entstand der heutige Neubau, dessen Einweihung 2011 gefeiert wurde.

Möglichkeiten in Frankreich

Bei Interesse melde dich bei: Herrn Manfred Mechler Runzstr. 77 79102 Freiburg Tel: 0761/ 207 46-540 Manfred.Mechler@awo-baden.de

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FSJ oder BFD bei der Caritas in Freiburg: Sammle Erfahrungen Gain experience Unterstütze Kinder, Ältere oder Menschen mit Behinderung Support children, elderly or challenged people In einer unserer 60 Einrichtungen in Freiburg und Umgebung In one of our 60 facilities in Freiburg and area WG-Zimmer frei! We provide housing! Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. Herrenstraße 6 79098 Freiburg . Telefon (07 61) 319 16-0 . fsj@caritas-freiburg.de www.caritas-freiburg.de . www.facebook.com/caritas.freiburg

Der Internationale Bund (IB) ist mit seinem eingetragenen Verein, seinen Gesellschaften, Beteiligungen und fast 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 700 Einrichtungen und Zweigstellen an 300 Orten einer der großen Dienstleister in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Der IB kann auf 50 Jahre Erfahrung in den Freiwilligendiensten zurückblicken. Derzeit nehmen etwa 8.000 Personen im Jahr an einem Freiwilligendienst des IB teil. In Freiburg bietet der IB mehr als 400 Freiwilligen-Plätze in den Bereichen Pflege, Kinder- und Jugendarbeit, Arbeit mit Behinderten und Hausmeisterdiensten an. Aufgrund der großen Nachfrage weitet der Internationale Bund derzeit seine Koordinationsstellen aus und eröffnet ab sofort im Bildungszentrum Offenburg einen neuen Standort für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ).

In seiner Satzung hat sich der IB unter anderem die Aufgabe gestellt, bei jungen Menschen, die Bereitschaft zu sozialem Dienst am Einzelnen und für die Gemeinschaft zu wecken. Das FSJ gilt als persönliches Bildungsjahr, in dem ganztägig überwiegend praktische Hilfstätigkeiten im sozialen Bereich geleistet werden. Die Ziele des FSJ sind, jungen Menschen persönliche, soziale, interkulturelle und ökologisch nachhaltige Erfahrungen zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in gemeinwohlorientierten Einrichtungen zu engagieren. ■ Weitere Informationen unter: www.ib-freiwilligendienste.de, EMail: freiwilligendienste-freiburg@internationaler-bund.de oder freiwilligendienste-offenburg@internationaler-bund.de, Tel. 0761 45986-210 (Standort Freiburg) oder Tel. 0781 63929824 (Standort Offenburg)

Am Donnerstag, 21. Mai, informiert die französische Berufsberatung im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Freiburg, Lehener Straße 77, über Ausbildungsund Studienmöglichkeiten in Frankreich. Die oberrheinische Region bietet auch grenzüberschreitend hervorragende Möglichkeiten zur Ausbildung und Erweiterung des persönlichen Horizonts. Interessierte werden wahlweise in deutscher oder französischer Sprache beraten. (freiburg.biz@arbeitsagentur.de).


Samstag, 16. Mai 2015

Fotos: Neithard Schleier

Die rechten Hände sind ineinander, was hier bedeutet, dass SC-Torhüter Roman Bürki nicht mit seiner rechten hand zum Ball kann und der Treffer von Kaca folglich nicht regulär war

Die Bayern kommen Bundesliga. Am vorletzten Spieltag, im Kampf um den Klassenerhalt, können sich Grenzen schon mal verschieben lassen.

N

a klar könnte Pep Guardiola den Druck auf seine müden Bayern-Kicker erhöhen. Zum Beispiel könnte er sagen, dass er sofort zu ManCity und deren Scheich wechselt, wenn seine Spieler nicht ihre Pflicht erfüllen und in Freiburg mal wieder gewinnen. Nach den LigaNiederlagen gegen Leverkusen und Augsburg will natürlich keiner bei den Bayern sich vorwerfen lassen, dass der bereits feststehende Deutsche Meister nun auch noch im Abstiegskampf eine Wettbewerbsverzerrung betreibe. Doch es ist halt so eine Sache mit PflichtSiegen. Wenn die Beine müde, der Kopf leer und die Fußballseele schwer deprimiert sind, lässt sich nicht mehr leicht zaubern. Und nur aus Frust spielt keiner gut. Nicht zu vergessen bei einer solchen Konstellation ist natürlich auch, dass der SC Freiburg den Bayern schon öfter alles abverlangt hat, wenn sie nach Freiburg kamen. Sogar der erste Punktverlust überhaupt für Pep

Guardiola war da schon dabei. Es ist ja nicht so, dass die Kluft in jedem Falle und unter allen Umständen so groß ist wie das an jenen PremiumTagen scheint, wenn bei den Bayern alle fit sind und jeder brennt, Robben solo zaubert, Ribery den Filou gibt und Müller freudig müllert. Es gibt auch Grenzen. Sowieso geht es ja im Fußball immer darun, diese Grenzen auszuloten, bei sich selbst wie auch beim Gegner. Und am vorletzten Spieltag, im Kampf um den Klassenerhalt, nach einer starken Leistung zuletzt in Hamburg (siehe auch Seite 10) kann es schon mal passieren, dass das StreichTeam über sich hinaus wächst und den großen Bayern keinerlei Respekt entgegen bringt, sondern nur noch auf sich selbst und seine Chancen schaut. Und die sind noch da. Man steht schließlich über dem Strich. Und will sich jetzt einen solchen nicht durch die Rechnung machen lassen, auch nicht von den Bayern. Und schon gar nicht von Guardiola,

dem ein Stück weit auch Glanz und Glaubwürdigkeit abhanden kamen. Die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf haben allesamt Gegner, für die es noch um etwas geht. Beim direkten Aufeinandertreffen der Hamburger in Stuttgart ist das sowieso klar. Aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen sind hier die Schwaben favorisiert. Der Auftritt des SC Paderborn auf Schalke ist davon geprägt, dass die Schalker jetzt auch noch um ihren Europa-League-Platz bangen müssen und ihn vor allen Dingen an den Erzrivalen aus Dortmund verlieren könnten. Die werden für einen Heimsieg alles tun und haben auch die Qualität, um sich hier zu behaupten. Hannover muss nach Augsburg, das zuletzt bekanntlich in München gewann, derzeit auf dem fünften Platz mit Fahrkarte nach Europa steht, aber nur drei Punkte Vorsprung hat. Die wollen sich das nicht mehr nehmen lassen.

Ballsicher und klug: Nicolas Höfler spielte zuletzt in Hamburg eine starke Partie im defensiven Mittelfeld


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FUSSBALL

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Verlässliche Größe: Pavel Krmas ist im nervenaufreibenden Abstiegskampf mit seiner Erfahrung und seiner Ruhe ganz wichtig. Und Kopfballduelle gewinnt er sowieso ...

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ai 2015

Pessimisten und Optimisten SC Freiburg. Welche Prognosen über die letzten beiden Saisonspiele wohl eintreffen? Von Michael Zäh

O

kay, jetzt ist es mal an der Zeit, sich zu entscheiden! Wer ein Pessimist ist, wird vor den beiden letzten Saisonspielen des SC Freiburg sagen, dass eben diese Spiele extrem schwierig sind und daher der Abstieg kaum zu verhindern sein wird. Um diesen pessimistischen Gedanken weiter auszuführen, wird der Pessimist darauf hinweisen, wieviele Punkte der SC Freiburg in dieser Saison in den allerletzten Minuten noch verlor, um daraus zu folgern, dass es in der Ersten Bundesliga nicht gutgehen kann, wenn eine Mannschaft diese Punkte bereits hat liegen lassen. Das heißt also, dass quasi der Abstieg bereits erfolgt ist und es nur noch keiner gemerkt hat. Und wenn dies alles noch nicht reicht, um jeden Funken Hoffnung zunichte zu machen, dann wird der Pessimist noch darauf hinweisen, dass nur die Wankelmütigkeit in der Leistung des SC tatsächlich konstant war und allein schon deshalb nach einer guten Leistung in Hamburg nun wieder das Gegenteil zu erwarten ist. Zutreffend daran ist tatsächlich, dass der Auftritt in Hamburg richtig stark war. Die Mischung zwischen kühlem Spiel, Mut nach vorne und konsequenter Zweikampfführung in der Defensive (die mal wieder vorne beim rackernden Guédé begann) hat gestimmt. Und hinter all dem strahlte die Mannschaft eine Entschlossenheit aus, die beeindruckend war. Sinnbildlich dafür war auch der Treffer zum 1:0, als zuerst Guédé den Ball mit dem Kopf in den Lauf von Mehmedi verlängerte und dieser dann gar nicht mehr lange hin und her überlegte, sondern volley abzog, fast ohne hinzuschauen, mit Gewalt in die Maschen des HSV-Tores. Hätte Rene Adler noch die Hand an diesen Ball bekommen, der sehr mittig auf ihn zukam, hätte wieder jeder gesagt, dass sich Mehmedi beim Abschluss mehr Zeit hätte nehmen können, oder das Ganze mit mehr Ruhe und Übersicht hätte bestreiten müssen. Aber das ist ja die

Botschaft hinter diesem kompromisslosen Schuss ins Tor: Es ist jetzt Schluss mit “hätte, wäre, wenn.” Selbstverständlich ist es auch zum Verzweifeln, wenn dann das zweite Tor nicht fällt, das sich die Streich-Elf in Hamburg längst verdient hatte. Bei den Großchancen von Felix Klaus und Nils Petersen fehlte wohl eben jene fatalistische Entschlossenheit, um an der Fußspitze von Adler vorbei zu hämmern. Doch so etwas passiert halt in den Zehntelsekunden des Abschlusses. Und jeder weiß ja, was dann wie ein Zerrspiegel auf der anderen Seite passiert: Ein Tor aus dem Nichts, das noch dazu nicht hätte zählen dürfen. Denn der HSV-Torschütze Kacar, der später über seinen Treffer sagte, dass er “aus purem Willen” enstanden sei, hielt mit der rechten Hand jene von SC-Keeper Roman Bürki nieder, im Fünfmeterraum, in dem der Torhüter normalerweise schon den Pfiff für sich bekommt, wenn ein Gegenspieler ihn nur anhustet. Nun gut, das ist alles vorbei. Und jetzt ist also der Optimist dran. Er wird sagen, dass der SC vor den letzten beiden Spielen noch immer über dem Strich steht, obwohl er all die vielen Tore in den letzten Minuten kassiert hat. Ja noch mehr: Er wird sagen, dass der SC bisher in der Saisson schon so viel unglaubliches Pech mit den späten (und teilweise regelwidrigen) Gegentoren hatte, dass dieses Pech jetzt aufgebraucht ist und in den letzten beiden Partien nun nur noch das Gegenteil passieren kann, also zwei späte Siegtreffer, so um die 94. Minute, sowohl im Spiel gegen die Bayern wie dann auch in Hannover. Der Optimist wird gar vorrechnen, dass der SC auch bei einer knappen Niederlage gegen die Bayern noch auf demselben Platz bleibt (weil alle hintendran ihre Spiele auch verlieren) und eben denselben Platz dann in Hannover mit einem Remis verteidigt, weil Stuttgart und Paderborn halt auch unentschieden spielen werden.

FUSSBALL

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Gemälde: Monatgue Dawson

Samstag, 16. Mai 2015

Das Meer: Das Gemälde von Montague Dawson zeigt das, was Orso bei seinem nächsten Konzert hörbar machen will.

Romantisch und dramatisch „A Sea Symphony“. Orsophilharmonic wagt sich mit großem Chor und Orchester an seine bislang größte Herausforderung: Das Meisterwerk des Briten Ralph Vaughan Williams. Von Barbara Breitsprecher

W

enn Leidenschaft im Spiel ist, gibt es kaum unüberwindbare Hindernisse. Die Änderung des Probenortes ist da eigentlich kaum erwähnenswert, der abgebrochene Schlüssel in der Eingangstüre der Schule schon eher. Was tun, wenn der ganze Chor bereit steht, aber sich die Türe nicht öffnen lässt? Spontan draußen proben! Orso macht das und alle Chormitglieder machen begeistert mit. Diese Empathie und Freude am gemeinsamen Musikmachen ist deutlich spürbar bei der gesamten Probe. Orso-Leiter Wolfgang Roese steht am Klavier, die eine Hand gleitet über die Tasten, die andere dirigiert den Chor. Er lobt, er fordert, er will mehr. Denn es geht hier um ein romantisches Topos, das Chor und Orchester sich zum Ziel gesetzt haben. Eine musikalische Herausforderung, es ist das größte Chorprojekt in der Geschichte von Orso. Und es geht um das Meer, in allen seinen Facetten. „A Sea Symphony“ von Ralph Vaughan Williams ist in Großbritannien äußerst beliebt, aber bei uns kaum bekannt. Das Meisterstück des Briten, der ein Schüler von Ravel war, feierte 1910 im englischen Leeds Premiere. Auf hochemotionale Weise und mit beinahe cineastischen Stilmitteln beschreibt diese erste Sinfonie im Schaffen von Vaughan Williams in romantisch-rauen Bildern eindrucksvoll tosende Weltmeere und dramatische Schicksale von Seefahrern. Auch die Dampfschifffahrt im aufkommenden Industriezeitalter spiegelt lautmalerisch die gewaltige Naturkulisse. Gegen Ende des Werks treten die naturalistisch-expressionistischen Bilder in den Hintergrund und schaffen einen atmosphärischen Raum für Fragen zur menschlichen Existenz, zu Leben und Tod. Metaphorisch hierfür steht die Schiffsreise ohne Wiederkehr, angetreten von mutigen Entdeckern auf der Suche nach einer neuen Welt. Als Textvorlage diente dem Komponisten Ralph Vaughan Williams der berühmte Gedichtzyklus „Leaves of Grass“ („Grashalme”), das wunderbare Hauptwerk des amerikanischen Lyrikers Walt Whitman. Auszüge dieser eindringlichen Gedichte, die dieser bis zu seinem Lebensende kontinuierlich ergänzte, bis nahezu 400 Werke darin versammelt waren, werden in der gut einstündigen Choralsinfonie in fließende Klangstrukturen verwandelt.

Chor und Orchester agieren gleichberechtigt, was bei der sehr langen Symphonie extrem anstrengend für die Sängerinnen und Sänger ist. Auch deshalb ist die Unterstützung durch den Chor der Universität Island hoch willkommen. Die Sängerinnen und Sänger aus Reykjavik haben unter der Leitung von Gunnsteinn Ólafsson „A Sea Symphony“ bereits zweimal aufgeführt und werden somit eine echte Bereicherung für die Freiburger Erstaufführung sein. „Ein phantastischer Chor“, schwärmt Wolfgang Roese, der vor kurzem zu einem Besuch in Reykjavik war. Als Solisten werden die Sopranistin Eva Rydén und der Bariton Gunnar Schierreich auftreten. „Es ist dieser Moment, der entscheidet, ob das Publikum Gänsehaut hat oder nur Interesse“, fordert Wolfgang Roese seinen Chor bei der Probe noch ein Stückchen mehr. „Die Terzen haben eine enorme Leuchtkraft“. Als weiteres Stück wird beim Orso-Konzert im Konzerthaus noch Claude Debussys Werk „La Mer“ gespielt, das 1905 in Paris uraufgeführt. Die „Drei sinfonischen Skizzen für Orchester“ sind übertitelt mit „Von der Morgendämmerung bis zum Mittag auf dem Meer“, „Spiel der Wellen“ und „Gespräch von Wind und Meer“ und gelten als eines der wichtigsten Beispiele für den musikalischen Impressionismus. Auch dieses Stück ist eine Herausforderung, diesmal fürs Orchester. Wolfgang Roese lacht und zitiert Maria Callas: „Wir machen die Dinge nicht, weil sie leicht sind“.

■ „A Sea Symphony“, Großer Chor & Orchester des Orsophilharmonic & des Chors der Universität Island, Sonntag, 14. Juni 2015, 19 Uhr, Konzerthaus Freiburg, Tickets: 0761/7073200; www.orso.co

Wolfgang Roese: Der Gründer und Leiter von Orso-Chor und -Orchester hat in Freiburg seine Heimat und in Berlin sein Zuhause.


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TIPPS

Samstag, 16. Mai 2015

Meditation

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Theater

PFINGSTFESTSPIELE

In der Stille verweilen

LEBEN

Der RAF-Prozess als Bühnenstück

Das Ziel der Meditation im Buddhismus ist die Befreiung von Ängsten, Gefühlsausbrüchen oder Verwirrungen. Um dies zu erreichen, lehrte Buddha Meditationen, die den Geist

Das Theater der Immoralisten nimmt noch einmal ihr Stück „Stammheim“ ins Programm. Ein hochbrisantes Dokudrama über die RAF und einem der spektakulärsten Strafprozesse

beruhigen. Im Freiburger Tibet Kailash Haus wird es eine Einführung mit dem buddhistischen Lehrer Dungsey Lhuntrul Dechen Rinpoche in dieser grundlegensten Form der Meditation des Verweilens in Ruhe (tibetanisch: Shiné) geben. Zeitloser Buddhismus und modernes Leben bestehen dabei in Einklang.

der Nachkriegsgeschichte. Unter hohen Sicherheitsauflagen sitzen die Rädelsführer der Terrorgruppe RAF – Meinhof, Baader, Ensslin und Raspe – im Stuttgarter Gefängnis Stammheim in Haft. Ihnen wird der Prozess wegen vierfachen Mords und versuchten Mordes in 54 Fällen gemacht.

■ Meditation aus buddhistischer Sicht, 16.5., 18 Uhr sowie 17.5., 10 bis 12.30 Uhr und 15 bis 17 Uhr, Tibet Kailash Haus, Wallstr. 8

Der Opernsänger Rolando Villazón inszeniert bei den Pfingstfestspielen in Baden-Baden „La Traviata“ von Verdi, das Stück mit dem er einst als Sänger berühmt wurde. Der gebürtige Mexikaner ist ein Tausendsassa: Er hat auch schon als Regisseur, als TV-Moderator, Cartoonist, Schriftsteller und sogar als Clown gearbeitet. Nun kehrt er nach seinem riesigen Regie-Erfolg mit „L’elisir d’amore“ zurück an die Stätte seines Triumphes, begleitet vom Balthasar-Neumann-Ensemble. Die Kame-

liendame wird von Olga Peretyatko verkörpert, an ihrer Seite singt der junge Tenor Atalla Ayan. Mit Christian Thielemann und Zubin Mehta kommen außerdem zwei Titanen der Musik nach BadenBaden. Weitere Höhepunkte sind die Auftritte der Solisten Andras Schiff und Rudolf Buchbinder. ■ Pfingstfestspiele Baden-Baden, 22, bis 30. Mai, Tickets: Tel. 07221/30 13 101, www.festspielhaus.de

■ „Stammheim“, Theater der Immoralisten, 14.-16.5. und 21.-23.5. sowie weitere Termine im Juni, Ferdinand-Weiß-Str. 9-11

Workshops

Konzert

Planetarium

Ausstellung

Tanz-Performance

Die Welt des indigenen Denkens

Aufstrebende Sterne am Konzerthimmel

Einstein und die Gravitation

Andy Warhol und Marilyn Monroe

Japanische Kultur & moderner Tanz

Der Deutsch-KolumbianischeFreundeskreis Freiburg hat den kolumbianischen Indigenen und Universitätsprofessor Dr. Abadio Green für verschiedene Veranstaltungen eingeladen. Die Vorträge und Seminare kreisen um das Thema Indigenes Denken und was wir davon lernen können. Unser westliches Denken hat sich fast weltweit als Standard durchgesetzt. Doch noch gibt es vor allem bei indigenen Völkern ganz andere Denkformen, mit denen sich die Menschen auf der Erde verorten. Abadio Green hat in

Die besten Absolventen aus den Solistenklassen der Musikhochschulen Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg kommen als „Rising Stars“ zu einem neu gegründeten Festival, um ihr Können zu zeigen. Den Studierenden soll damit auch der Eintritt in die Welt der Berufsmusik erleichtert

Vor genau 100 Jahren veröffentliche Albert Einstein (1879 – 1955) seine „Allgemeine Relativitätstheorie“. Sie beschreibt die Wechselwirkung zwischen Materie sowie Raum und Zeit. Sie gilt als genaueste Beschreibung der Gravitation, also der Kraft, mit der sich alle Körper im Himmel und auf der Erde anziehen. Das neue Programm geht den merkwu ̈rdigen Eigenschaften der Gravitation auf den Grund: Warum fühlen Astronauten sich schwerelos, obwohl doch die Schwerkraft der Erde nach wie vor an ihnen zieht? Wie ver-

Mit Andy Warhol präsentiert die Kunsthalle Messmer den bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Pop Art und eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer Künstler revolutionierte er die moderne Bildsprache und veränderte nachhaltig

Fu ̈r ihr neues Projekt „Anonymous Trip“ lädt die Tänzerin und Choreografin Emi Miyoshi das aufsehenerregende japanische Künstlerduo Usaginingen aus Berlin ins Freiburger E-Werk ein. Mit ihrem selbstkonstruierten analogen Projektionsgerät Ta-Co sowie ihrem ebenfalls selbstgebauten Musikinstrument Shibaki und ihrer originell komponierten Musik kreieren Shinichi und Emi Hirai zusammen mit der aus Hiroshima stammenden Tänzerin Azusa Nishimura und dem in Paris lebenden Tänzer Nobuyoshi Asai (ehe-

beiden Welten studiert und gelehrt und ist damit ein Vermittler zwischen diesen beiden konträren Existenz und Denkweisen. Die Veranstaltungen mit Übungen und Ritualen sind für Menschen interessant, die ihren Horizont erweitern wollen, sei es aus intellektueller oder spiritueller Neugier.

werden, denn im Publikum werden auch Konzertveranstalter und Agenten sitzen. Initiator ist der Rektor der Hochschule für Musik Karlsruhe, Prof. Hartmut Höll. Zusammen mit dem Sinfonieorchester Torun, unter der Leitung von Maciej Niesiolowski, werden die Sängerinnen und Sänger, Pianistinnen, eine Organistin und eine Hornistin spielen Werke unter anderem von Mahler, Brahms, Verdi, Ravel und Mussorgski. Aufgeführt werden zwei Orchesterkonzerte (21. und 22.5.), ein Konzert mit Filmmusik (22.5.) und ein kammermusikalisches Konzert (23.5.).

■ Abadio Green, Workshops, 16.5., ab 14 Uhr sowie 17.5., 10 bis 18 Uhr, Seminarhaus am Schönberg, Anmeldung: Tel. 0152-03183800

■ „Rising Stars“-Festival, 21. bis 23. Mai, Konzertsaal Hochschule für Musik Freiburg, Tickets: Tel. 0761/496 8888.

wandelt die Schwerkraft massereiche alte Sterne in Schwarze Löcher? Gibt es die von Einstein vorhergesagten Gravitationswellen – und wenn ja: Wie können wir sie finden? Das neue Planetarium-Programm „Einstein und die Schwarzen Löcher“ richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab etwa zwölf Jahren.

unsere Kunstvorstellungen. Seine Serien von glamourösen Stars aus Film und Politik, von Suppendosen und Dollarnoten gehören zu den Ikonen der Kunstgeschichte. Die Serie als künstlerisches Ausdrucksmittel wurde sein Markenzeichen und die Serigrafie sein populärstes künstlerisches Medium. Die Ausstellung dokumentiert eine Auswahl früher Zeichnungen aus den 50er Jahren und zeigt damit die Entwicklung Warhols von den Anfängen als Werbegrafiker bis hin zum King of Pop Art. Gezeigt wird auchdie komplette, zehnteilige Marilyn Monroe-Serie.

maliges Mitglied der Butoh Company Sankai Juku) eine völlig neue Zusammenführung von Tanz, Bildern und Musik. Eine Verbindung von japanischer Kulturtradition und zeitgenössischem Tanz. Thema dieser rein japanischen Performance ist die grundsätzliche und wiederkehrende Frage nach der Identität.

■ Planetarium Freiburg, „Einstein und die Schwarzen Löcher“, ab 15. Mai, jeden Freitag u. Samstag, 19.30 Uhr, Tel. 0761/3890630

■ Ausstellung „Andy Warhol – King of Pop Art“, 2. Mai bis 27. September, Di – So, 10 -17 Uhr, Kunsthalle Messmer Riegel

■ „Anonymous Trip“, Tanz- und Audio-Visual Performance, 21./22./23.Mai, 20 Uhr, E-Werk Freiburg


GESUNDHEIT

Samstag, 16. Mai 2015

Zahn erhalten statt ziehen Eine Wurzelbehandlung verhindert, dass sich eine Entzündung ausbreitet. Die Wurzelkanäle werden befüllt, so kann ein Zahn gerettet werden.

Am Anfang steht eine sorgfältige Diagnose. Neben einem Kältetest kann ein Röntgenbild darüber Aufschluss geben, ob eine fortgeschrittene Karies die Ursache der Entzündung ist und wie weit sich diese schon auf den Kieferknochen ausgebreitet hat. Für eine erfolgreiche Wurzelbehandlung müssen Bakterien und abgestorbenes Gewebe entfernt und der Wurzelkanal gefüllt werden. Lebt die Pulpa noch, wird eine lokale Betäubung mit einer Spritze gesetzt. Ist sie bereits zerfallen, ist eine Betäubung manchmal gar nicht mehr notwendig. Dann wird der Zahn bis zur Pulpa aufgebohrt, wo der Zahnarzt die feinen Wurzelkanaleingänge

finden muss. Das ist oft nicht ganz einfach und erfordert viel Erfahrung. Damit sich die Entzündung nicht weiter ausbreiten kann, wird das gesamte Pulpagewebe bis zur Wurzelspitze entfernt. Hierzu setzt der Zahnarzt sehr feine Instrumente ein. Um die Bakterien zu entfernen, reinigt er den Kanal auch mit antibakteriellen Lösungen. Für die Wurzelfüllung wird heute meist Guttapercha, eine gummiartige Masse aus Palmsaft, in Kombination mit einem Versiegelungszement benutzt. Bis alle Wurzelkanäle sorgfältig präpariert sind und die Entzündung vollständig auskuriert ist, sind oft mehrere Sitzungen beim Zahnarzt notwendig. In der Zwischenzeit wird der Zahn mit einem antibakteriellen Medikament versorgt und provisorisch gefüllt. In der letzten Sitzung wird der Zahn dann endgültig abgefüllt. Foto: Intiative proDente e.V.

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lötzlich wird aus dem gelegentlichen, leicht unangenehmen Ziehen im Backenzahn ein heftiger, pochender Schmerz. Der Besuch beim Zahnarzt zeigt: Der Nerv ist schon stark entzündet und eine Wurzelbehandlung notwendig, um den Zahn zu erhalten. Die moderne Zahnmedizin kann so auch in schwierigen Fällen die auslösenden Bakterien wirkungsvoll stoppen.

„Nach drei bis sechs Monaten zeigt eine Röntgenkontrolle, ob die Wurzelbehandlung erfolgreich war“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Die Erfolgsrate liegt bei über 90 Prozent, wenn die Pulpa

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zwar entzündet, aber noch keine umfangreichen Knochenreaktionen vorhanden waren. Bei einer abgestorbenen Pulpa mit Entzündung des Knochens wird immer noch eine Quote von über 80 Prozent erreicht.“ Gelingt die erste Wurzelbehandlung nicht, lohnt sich eine Wiederholung. Diese ist in 60 bis 90 Prozent der Fälle erfolgreich. Manchmal ist es aber auch nötig, mit einer sogenannten Wurzelspitzenresektion die Wurzelspitze operativ freizulegen und das entzündete Gewebe zu entfernen. Musste man früher hierzu viel Knochen wegnehmen, lässt sich der Eingriff heute dank moderner Vergrößerungshilfen und spezieller Techniken und Instrumente feiner und exakter durchführen. Zudem kommt die Wurzelspitzenresektion inzwischen deutlich seltener zum Einsatz, da die Ausheilungsraten der Wurzelbehandlung sehr gut sind.

NEUER LEHRSTUHL

Zahnbehandlung für Behinderte Die Universität Witten/Herdecke hat Prof. Dr. Andreas Schulte auf den bundesweit ersten Lehrstuhl für Behindertenorientierte Zahnmedizin berufen. Der 59-Jährige hat an der Universität Münster Zahnmedizin studiert und war dort bis 1991 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Oberarzt tätig. Danach wechselte er an die Universität Marburg in die Abteilung für Kinderzahnheilkunde, wo er 1996 habilitierte. 1998 wechselte er als leitender Oberarzt an die Universität Heidelberg, wo er 2002 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. „Die zahnärztliche Behandlung von Menschen mit Behinderungen ist ein wichtiges Thema, dem bisher auf universitärer Seite nicht genug Augenmerk geschenkt wurde. Durch die Schaffung des neuen Lehrstuhls wird das nun anders und das Thema erfährt die Aufmerksamkeit, die es auch verdient“, so Andreas Schulte. Oft herrsche noch mangelnde Behandlungskooperation, Angst vor der Behandlung und eine eingeschränkte Zahnund Mundhygiene.

Dr. med. dent.

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Zahnarzt

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Stein mit Patina oder Glas-Grabstein? Tipps für den Grabmalkauf. Die Auswahl ist inzwischen groß, es gibt eine enorme Bandbreite an Formen, Materialien, Größen und Symbolen. Jeder Friedhof hat jedoch eigene Getsaltungsvorschriften.

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ie seit Jahren wachsende Vielfalt auf dem Grabmalmarkt bietet neue Möglichkeiten, schafft aber auch eine gewisse Unübersichtlichkeit. Ein Grabmal kaufen die meisten Menschen jedoch höchstens einmal im Leben. Aeternitas e.V., die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, gibt Tipps, worauf Grabmalkäufer achten sollten. Noch vor wenigen Jahren war eine Grabmalsuche ebenso einfach wie alternativlos: Beim Steinmetzbetrieb vor Ort wurde ein mehr oder weniger passender Stein ausgewählt. Heute informieren Ausstellungen, Internetkataloge und Medienberichte ausgiebig über neue Gestaltungsmöglichkeiten und Grabarten. Die

Anbieter halten eine Vielzahl an Formen, Materialien, Größen und Symbolen bereit. Gar nicht so einfach, in dem großen Angebot das richtige Grabmal zu finden. Bis wann ein Grabmal aufgestellt werden sollte, entscheiden die Bedürfnisse der Angehörigen. Friedhofsverwaltungen schreiben jedoch mitunter vor, ab wann ein Grabmal aufgestellt werden darf. Zu beachten haben die Auftraggeber die Gestaltungsvorschriften des jeweiligen Friedhofs. Grabmale müssen von der Friedhofsverwaltung genehmigt werden. Das Angebot reicht von individuell gestalteten Grabmalen bis hin zu industriell hergestellter Ware. Persönliche Ansprüche an das Grabmal

Grabmäler gibt es inzwischen in vielen Formen. Die Vorschriften des jeweiligen Friehofs müssen aber berücksichtigt werden. Foto: Aeternitas e.V.

und der eigene Geschmack geben bei der Auswahl den Ausschlag. In den letzten Jahren wird verstärkt über Arbeitsbedingungen und Ökobilanz von Importsteinen diskutiert. Diesen Aspekt können Grabmalkäufer bei ihrer Auswahl berücksichtigen. Grabmale werden nicht nur aus Stein gefertigt, auch Holz, Metall, Glas, Keramik und selbst Beton finden zunehmend Verwendung. Dies eröffnet neue Auswahlmöglichkeiten. Natürliche Materialien verändern sich aufgrund von Witterungseinflüssen. Viele Menschen mögen Grabmale mit „ atina“, andere sollten den möglichen späteren Pflegeaufwand des jeweiligen Materials bedenken.

Keine bestimmte Frist Ein Antrag auf eine Sozialbestattung kann laut einem Urteil des Sozialgerichts auch erst nach einem Jahr gestellt werden.

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nträge auf die Übernahme von Bestattungskosten müssen nicht immer innerhalb einer bestimmten Frist beim Sozialamt eingereicht werden. In einem aktuellen Fall verurteilte das Sozialgericht Stade die Behörde zur Kostenübernahme, obwohl der Antrag über ein Jahr nach dem Todesfall gestellt wurde. Sozialämter lehnen mitunter Anträge auf die Übernahme von Bestattungskosten mit dem Verweis darauf ab, dass die Betroffenen diese zu spät eingereicht hätten. Nach einem Urteil des Sozialgerichts Stade (Aktenzeichen S 33 SO 31/14 vom 22.01.2015) ist das Einhalten einer bestimmten Frist in Einzelfällen jedoch nicht erforderlich. Geklagt hatte die von ihrer Tochter betreute Ehefrau eines Verstorbenen, die weder über für die Bestattung ausreichendes Einkommen noch Vermögen verfügte. Die Tochter hatte dennoch erst über ein Jahr, nachdem die Bestat-

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tungskosten angefallen waren, einen Antrag beim Sozialamt gestellt. Im vorliegenden Fall hatte das Sozialamt den Antrag abgelehnt, weil er nicht binnen einer angemessenen Frist gestellt worden sei. Dem widersprach nun das Sozialgericht. Bei verzögerten Anträgen seien zwar Zweifel angebracht, ob das Aufbringen der Bestattungskosten dem Antragsteller tatsächlich unzumutbar sei. Solche Anträge dürften grundsätzlich auch abgelehnt werden. Einzelfälle könnten jedoch abweichend

zu beurteilen sein. Im vorliegenden Sachverhalt seien die durchgängig vorhandene Bedürftigkeit der Betroffenen und die weiterhin offene Bestatterrechnung maßgeblich. Aus dem langen Zeitraum allein könne nicht geschlossen werden, eine Bedürftigkeit sei nicht mehr gegeben. Schließlich ließe sich auch aus dem Wortlaut des betreffenden Paragraphen 74 des Zwölften Sozialgesetzbuches keine Frist herleiten. Erst nach vier Jahren verjähren die Ansprüchen automatisch.

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Massives Hartholz: Werkstoff für schöne Treppen, die wie schöne Möbelstücke zum persönlichen Wohnstil passen sollten.

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aturbelassen, industriell hergestellt oder farbig gebeizt – Holz als Werkstoff ist nicht nur bei Möbeln oder Fußböden im Trend, sondern auch im Treppenbau. Gründe dafür gibt es genug: Zum einen holt dieser Rohstoff Wärme und ein Stück Natur ins eigene Zuhause, zum anderen lässt er sich individuell und ideenreich verarbeiten. Individualität und Ideenreichtum sind bei allen maßgefertigten Treppenarten gefragt: gerade oder gewendelt, mit Spindel oder im ausschweifenden Bogen. Maßgebend hierbei ist die harmonische Einbindung der Treppe in den Raum. Sie soll sozusagen wie ein Möbelstück zum persönlichen Wohn- und Einrichtungsstil passen. Erreicht wird dies durch eine geschickte Planung und durch das Spiel mit Formen und Farben. Weitere Auswahlkriterien, die letztlich auch über den Preis der Treppe entscheiden, sind außerdem die Holzsorten, die Beschlägetechnik der Holzverbindungen, Verankerungsteile und Bauwerksanschlüsse, eine

Sicherheit für die ganze Familie: Treppen mit brandschutztechnischer Holztreppenkonstruktion nach „F 30 B“. Foto: Treppenmeister/akz-o entsprechende Finishbehandlung (versiegelt mit Parkettlack oder nur geölt) und die Komplettleistung, also Treppe mit Geländer plus alle Zusatzleistungen, wie der Treppenanschluss an die Decke und das Anbringen der Abschlussleisten. Will man besonders sicher sein oder ist die Treppe auch für Besucher in öffentlichen Räumen gedacht, dann ist noch ein weiterer Aspekt maßgebend, nämlich die Klassifizierung

F30B. Das heißt, dass eine solche Treppe bei einem eventuellen Brand noch mindestens 30 Minuten voll begehbar wäre. Mehr Sicherheit also für die ganze Familie sowie für Freunde und Bekannte, beziehungsweise der Öffentlichkeit. Wer über das Aussehen der eigenen Treppe nachdenkt, muss sich also bei den Details, der Holzqualität und bei den verschiedenen Konstruktionsprinzipien entscheiden.

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Der Austausch lohnt sich Foto: DBU

HÜhere Zuschßsse fßr klimafreundliche Heizungen nutzen. Der Staat gibt seit dem 1. April mehr Geld fßr Pellet-, Solaranlagen und Wärmepumpen.

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limafreundliche Heizungen werden seit dem 1. April 2015 hÜher bezuschusst. Von den erhÜhten FÜrdersätzen des Bundesamtes fßr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) profitierten alle, die ihre Heizanlage erneuern mÜchten. Der Zuschuss ist vor allem dann von Vorteil, wenn die eigene Heizung älter als 20 Jahre ist. Fßr Heizungen, die vor 1985 eingebaut wurden, besteht sogar die Pflicht, diese bis Ende des Jahres auszutauschen. Laut Energieeinsparverordnung dßrfen solche Anlagen ab 2016 nicht mehr betrieben werden, darauf verweist die

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). FĂźr Solarthermieanlagen klettern die FĂśrdersätze von 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche auf 140 Euro. Die MindestfĂśrderung beträgt 2000 Euro (vorher 1500 Euro). Auch die Erweiterung einer bestehenden Anlage kann gefĂśrdert werden: Der Zuschuss liegt dann bei 50 Euro pro Quadratmeter. Wieder aufgenommen hat das BAFA die FĂśrderung kleiner Solarthermieanlagen zur ausschlieĂ&#x;lichen Warmwasserbereitung. Diese kĂśnnen mit 50 Euro pro Quadratmeter bezuschusst werden, fĂźr Erstinstallationen beträgt der MindestfĂśrdersatz 500 Euro. Wer

sein Haus kßnftig mit Holz heizen mÜchte, kommt mit der neuen BAFA-FÜrderung ebenfalls auf seine Kosten: Fßr Pellet-, Hackschnitzelund Scheitholzkessel, die die technischen Mindestanforderungen erfßllen, gelten ab April PauschalfÜrdersätze bis zu 3500 Euro (vorher 2900 Euro). Besonders effiziente Anlagen mit Pufferspeicher kommen sogar auf 5250 Euro Zuschuss. Wer seine Holzheizung mit einer Solarkollektoranlage oder einer effizienten Wärmepumpe kombiniert, kann sich ßber einen Bonus in HÜhe von weiteren 500 Euro freuen. Auch Wärmepumpen, die Energie aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser an das Heizsystem des Hauses weitergeben, kÜnnen bei Erfßllung der technischen Mindestanforderungen bezuschusst werden: Die Pauschalsätze wurden abgeschafft, jetzt richtet sich die FÜrderhÜhe nach der genormten Wärmeleistung der Pumpen. Mindestens 1500 Euro zahlt das BAFA fßr Luftwärmepumpen, der FÜrdersatz liegt bei 40 Euro pro Kilowatt installierter Leistung.

ZuschĂźsse fĂźr Fenster

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Foto: Fotolia Pavel Losevsky

Zur FĂśrderung muss ein bestimmtes MaĂ&#x; an Wärmedämmung erreicht werden daher ist es notwendig, hierbietet viele Programme zur FĂśrdebei zu gut isolierenden Fenstern zu rung von energetischer Sanierung greifen. Generell gibt es mehrere an. FĂźr die Erneuerung von Fenstern MĂśglichkeiten zur FĂśrderung einer kommen jedoch nur zwei ProgramSanierung und auch zur FĂśrme in Frage. derung neuer Fenster. Der InvestitionszuSo gibt es häufig reschuss (Programm gionale FĂśrderpro430) fĂśrdert energramme von Ăśrtligetischen Einzelchen Kommunen maĂ&#x;nahmen insoder Städten. gesamt mit bis zu en d n a Auch Stellen! 18 750 Euro fĂźr n te AuĂ&#x;erdem existiegs ri ie hw sc ren zwei groĂ&#x;e FĂśrjede Wohneinheit. Am Fischerrain 1 79199 Kirchzarten Tel.: 07661/907480 der-Institutionen, die Der Zuschuss ist flewww.hausgarten.org deutschlandweit Zuxibel kombinierbar mit schĂźsse und gĂźnstige Kreanderen FĂśrdermitteln. Die dite bereitstellen. Es handelt sich um Erneuerung von Fenstern und Audas Bundesamt fĂźr Wirtschaft und Ă&#x;entĂźren ist ausdrĂźcklich eine fĂśrAusfuhrkontrolle (kurz BAFA) und derfähige EinzelmaĂ&#x;nahme. Sollen die KfW Bankengruppe. Die KfW also Fenster als EinzelmaĂ&#x;nahme

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Fenstersanierungen kÜnnen gefÜrdert werden. Unter anderem bietet die KfW Zuschßsse fßr den Austausch alter Fenster an. urch die Sanierung der Fenster kann einiges an Wärmemengen eingespart werden und die Umweltbelastung, wie CO2Emissionen, vermindert werden. Um die Fenster-Modernisierung mit all ihren Vorteilen voran zu treiben gibt es staatliche FÜrderprogramme fßr diejenigen, die ihr Gebäude durch neue Fenster sanieren lassen.

  

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energetisch saniert werden, so werden von der KfW zehn Prozent der fÜrderfähigen Investitionskosten bezuschusst, maximal aber 5000 Euro pro Wohneinheit. Die FÜrderung richtet sich an private Eigentßmer (auch Wohneigentßmergemeinschaften), die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum erwerben. Der Antrag auf die FÜrderung muss vor der Umsetzung stattfinden. Die Fenster mßssen einen U-Wert von 0,95W/(m²K) haben oder unterschreiten, was in der Regel durch eine Dreifachverglasung erreicht wird. Die Fassade, in der die Fenster eingebaut werden, muss einen besseren U-Wert (Dämmwert) haben, als die Fenster.


181. Ausgabe, ET 16.05.2015  

Die kleine Affaire. Bisher sind es angeblich gerade 18 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, die sich für die BND-Affaire interessieren, d...

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