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April 2015

DAS STADTTEILMAGAZIN DER ZEITUNG AM SAMSTAG

AUSGABE UNTERWIEHRE

Quartiersarbeit

Hier kann einfach jeder kommen Staatliches Weinbauinstitut

Leckerer Wein & fiese Fliegen Leben in der Wiehre

Kulturtipps Filme Lesung


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H E R E I N S PA Z I E R T

Piwis stehen im Mittelpunkt und schmecken immer besser Pilzwiderstandsfähige Rebsorten (Piwis) sind so robust, dass sie kaum Pflanzenschutz brauchen, der Wein verkauft sich gut und geschmacklich sind die Reben den traditionellen Sorten längst ebenbürtig. Ein Gastbeitrag.

S

ie wurden von ihren Gegnern verachtet und verleumdet, von ihren Befürwortern aber gehegt und gepflegt: Pilzresistente Rebsorten aus Kreuzungen von amerikanischen und europäischen Reben. Inzwischen haben sie sich emanzipiert, haben ihren guten Geschmack in zahlreichen Blindverkostungen bewiesen und ihre ökologischen und ökonomischen Vorteile vielfach demonstriert. Dass die Vermarktung von Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten möglich ist, beweist auch das Staatsweingut Freiburg. So werden in den Verkaufsstellen in der Merzhauserstraße und auf dem Blankenhornsberg in Ihringen verschiedene Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten wertig verkauft. Aber auch andere Weinbaubetriebe sind auf den Zug aufgesprungen und können mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit im Weinbau leisten. Das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg (WBI) in der Merzhauserstraße wurde im Jahr 1920 gegründet. Seitdem sind die Aufgaben des WBI die praxisorientierte Forschung für Weinbau und Oenologie. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die Nachhaltigkeit des badischen Weinbaus zu verbessern. So war das WBI in den letzten Jahrzehnten maßgeblich an der Entwicklung der Pheromonverfahren beteiligt. Durch dieses biotechnologische Verfahren konnte der Einsatz von Insektiziden zur Bekämpfung des Traubenwicklers erheblich gesenkt werden. Seit 1950 wird die Züchtung von Keltertraubensorten ausschließlich auf die Resistenzzüchtung ausgerichtet. Hauptziel der Kreuzungen ist es, durch das klassische Züchtungsverfahren, die geschmackliche Qualität der Europäersorten mit der Toleranz des amerikanischen und asiatischen Genpools zu verbinden und dadurch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren. Durch zahlreiche Rückkreuzungen mit traditionellen Qualitätsweinsorten europäischer Herkunft gelang es beispielsweise, pilzwiderstandsfähige Weiß-

weinsorten wie den Johanniter und den Merzling zu züchten, die eine hohe Pilzwiderstandsfähigkeit gegen Echten (Oidium) und Falschen Mehltau (Peronospora) aufweisen. In den 70er und 80er Jahren wurde die Kreuzungs- bzw. Kombinationszüchtung an Ertragsrebsorten weiter intensiviert. Ziel war hier die Qualität der Weine auf ein Niveau zu steigern, das sich von der Weinqualität der traditionellen Qualitätsweinsorten nicht mehr unterscheidet. Neben der Nutzung der Europäer-Amerikaner-Hybriden wurden dazu Zuchtstämme aus Osteuropa mit dem Erbgut der zentralasiatischen Amurensis-Wildrebe verwendet. Sie weist, neben einer sehr guten Pilzwiderstandsfähigkeit gegen Echten und Falschen Mehltau, als weiteren Vorteil eine höhere Frosthärte auf. Aus diesen Kreuzungen entstanden zum Beispiel die heute bekannten weißen Sorten Solaris, Bronner, Souvignier gris, Muscaris und die roten Sorten Prior, Monarch und Cabernet Cortis. Seit 2004 wird der aus Nordamerika stammende Muscadinia-Genpool in die Züchtungsarbeit einbezogen. Dieser zeigt, neben einer hohen Pilzwiderstandsfähigkeit gegen Echten und Falschen Mehltau eine Resistenz gegenüber Nematoden (Fadenwürmer), die als Überträger von Viruserkrankungen der Rebe gelten. Die Auswirkung von Viruserkrankungen auf Ertrag und Vitalität der Reben zu vermindern, ist eines der Hauptziele in der zukünftigen Rebenzüchtung. Aus diesen Kreuzungen werden derzeit im Weinbauinstitut Freiburg verschiedene Rebstöcke getestet. Hierbei werden Weine im Versuchsmaßstab ausgebaut und über Jahre hinweg verkostet, um sicherzustellen, dass neben der Weiterentwicklung der Resistenz für die Weinwirtschaft auch eine Vermarktungsmöglichkeit der neuen Rebsorten besteht.

Ernst Weinmann Referatsleiter Weinbau und Versuchswesen Staatliches Weinbauinstitut Freiburg

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S C H Ö N E AU S S I C H T E N

Inhaltsverzeichnis Herein Spaziert: Gastbeitrag von Ernst Weinmann Seite 3 Quartiersarbeit: Ein offenes Ohr für alle ________ Seite 5 Waldhaus: Gelebte Nachhaltigkeit ________ Seite 9

Vielschichtig und mit Charakter Zur ersten Ausgabe des neuen Wiehre-Magazins

Staatliches Weinbauinstitut: Fiese Fliegen und starke Reben Seite 13 Beispielhaftes Bauen: Schulzentrum und Kita ______ Seite 16 Café Heldenbude: Lecker Kaffee und Sandkasten

Seite 18

Veranstaltungs-Tipps ________ Seite 20 Abdruck: Kai Weyands neuer Roman ____ Seite 22

IMPRESSUM Stadtteilmagazin Zeitung am Samstag Verlags GmbH Benzstraße 22, 79232 March Tel. 07665-93 458-0 Fax 07665-93 458-286 Geschäftsführer: Christopher Kunz, Rüdiger van der Vliet Chefredakteurin: Barbara Breitsprecher (visdp) Tel. 0174-16 37 446 Redaktion: Michael Zäh, Tel. 0170-73 91 787 e-mail: redaktion@zas-freiburg.de Titelfoto: Barbara Breitsprecher Verkaufsleitung: Michael Metzger, Tel. 07665-93 458-21 e-mail: m.metzger@zas-freiburg.de Grafik, Layout & Herstellung: dtpwork design, Herbolzheim Adrian Kempf, Tel. 07643-39 42 65 00 e-mail: layout@dtpwork.de

Sie halten es in den Händen: Unser erstes Wiehre-Magazin. Künftig wollen wir zweimal im Jahr ein solches Heft, das sich intensiv dem Stadtteil Wiehre widmet, herausbringen. Der alte, geschlossene Baubestand, die Nähe zur Innenstadt genauso wie zu Stadtrand und Natur – all das sind die Vorzüge der Wiehre. Aber die Unterwiehre hat noch viel mehr zu bieten: Sie ist vielschichtig und sie hat Charakter. Geförderter Mietwohnungsbau gegenüber einem eindrucksvollen neuen „Haus der Bauern“ an der Merzhauser Straße, junge, hinzu gezogene Familien, die ganzen Straßenzügen neues Leben verleihen, ein „Heldenviertel“, dessen Straßennamen zum Reflektieren und Diskutieren anregen und das mit den besten StreetfoodVerkäufern der Stadt aufwarten kann sowie natürlich das wandlungsfähigste Pferdchen der Geschichte. Es steht im Holbeinviertel und ist wohl das einzige, das sogar eine eigene Homepage vorweisen kann. Mit diesem Magazin und unserer langjährigen Erfahrung als Team der Zeitung am Samstag möchten wir die Wiehre gerne begleiten, auf einem Weg, der Veränderungen bringt und Traditionelles erhält. Dazu gehören Porträts und Interviews von Menschen und Gruppen, die sich für ihren Stadtteil stark machen. Ebenso gehört aber dazu, heiß diskutierte Themen aufzugreifen – denn auch eine konstruktive Auseinandersetzung, bei der am Ende eine sachliche, gut begründete Lösung gefunden wird, ist etwas, was einen Stadtteil stark macht. Und natürlich möchten wir Veranstaltungen und Termine nennen, die für die Bürgerinnen und Bürger interessant sind. In diesem Sinne wünsche ich eine anregende Lektüre. Barbara Breitsprecher Chefredakteurin Magazin

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UNTERWIEHRE-SÜD

©Foto: Barbara Breitsprecher

Das Büro der Quartiersarbeit in der Merzhauser Straße 12 steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern offen.

Foto: Quartiersarbeit

Ein offenes Ohr für alle Seit einem Jahr ist Ingo Heckwolf der Quartiersarbeiter für Unterwiehre-Süd. Das Quartiersbüro in der Merzhauser Straße 12 steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern offen. Hier gibt es weiterführende Hilfe und Angebote.

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inladend sieht der Eingang zum Quartiersbüro in der Merzhauser Straße 12 aus. Lächelnd öffnet Ingo Heckwolf die Glastüre ins gemütliche Innere. Seit einem Jahr ist er hier als Quartiersarbeiter vor Ort, steht Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite oder ist im Quartier unterwegs, wenn es darum geht sich selbst vor Ort ein Bild von einer Situation zu verschaffen. Es ist Montag. Heute wird es wie jeden Montag im Quartiersbüro ein warmes, frisch zubereitetes Mittagessen geben. Noch ist es dafür ein bisschen zu früh, doch eben ist bereits eine ältere Anwohnerin eingetreten und erkundigt sich, was es heute denn Feines zu Essen gäbe. Hoffentlich keinen Reis, der sei schwie-

rig für sie zu essen. Dann klagt sie ein wenig über Schmerzen nach einem bösen Sturz. Ingo Heckwolf begrüßt sie unbefangen und freundlich, hört geduldig zu und lädt die Frau ein, es sich gemütlich zu machen und hier im Warmen auf die Essenszeit zu warten. Von Ingo Heckwolf, der aus Darmstadt stammt und in Freiburg studiert hat, wird niemand abgewiesen, er hat immer ein offenes Ohr. „Quartiersarbeit ist auch Beziehungsarbeit“, weiß der Sozialpädagoge/Soziale Arbeit, der zudem eine Ausbildung als Blumenund Zierpflanzengärtner hinter sich hat und nun die von der Stadt Freiburg bezahlte 60-Prozent-Stelle im Auftrag des Trägervereins Bewohner-INI e.V. ausfüllt. Einzelfallhilfe ist aber nicht sein eigentliches Aufgabengebiet, vielmehr

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vermittelt er weiterführende Hilfen und benachrichtigt die Stadtverwaltung, wenn es irgendwo im Quartier „brennt“. Das kann mal ein kaputter Kanaldeckel sein, der zur gefährlichen Falle für Fuß-

» QUARTIERSARBEIT IST AUCH BEZIEHUNGSARBEIT.“ INGO HECKWOLF, QUARTIERSARBEITER gänger deformiert ist, oder ein Gittertor, das mit einem Mal einen viel begangenen Durchweg versperrt. Letzteres Problem zwischen Merzhauser Straße 2 und Richthofenstraße 3 konnte bislang nicht wirklich gelöst werden. Älteren und

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©Foto: Barbara Breitsprecher

©Foto: Barbara Breitsprecher

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Foto: Quartiersarbeit

gehbinderten Menschen stehen nun nur noch die Treppen hinunter zu Baslerstraße zur Verfügung oder ein größerer Umweg über andere Straßen, um beispielsweise zum Nachbarhaus oder hinüber zum Supermarkt zu kommen. Generell sieht Ingo Heckwolf im übrigen für sein Quartier Unterwiehre-Süd einen entscheidenden Infrastruktur-Mangel. Zwar gibt es einen Lidl und Edeka, ansonsten muss man aber für das nächste Geschäft ins Vauban oder zur Günterstalstraße, beziehungsweise zur Johan-

Jeden Montag kocht Wali Kherroubi (oben), aus dem Vorstand des Vereins BewohnerINI im Quartiersbüro ein leckeres Mittagessen. Quartiersarbeiter Ingo Heckwolf (rechts) freut sich über jeden, der kommt.

niskirche gehen. Der Asia-Laden direkt in der Merzhauser Straße hat gerade zugemacht. Und auch mehr Cafés würde sich der Quartiersarbeiter hier wünschen. Manche Missstände versucht Ingo Heckwolf aber auch zusammen mit den Anwohnern selbst in den Griff zu bekommen, ohne städtische Unterstützung. Beispielsweise nächtliche Gelage auf Sitzbänken, von denen sich Anwohner gestört fühlen, oder das ärgerliche Parken von Autofahrern auf Bürgersteigen, das Eltern mit Kinderwagen ein Passieren unmöglich macht.

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Feste, Nachbarschaftshilfe und vielfältige Initiativen für die Bewohner und Bewohnerinnen der Unterwiehre-Süd werden geboten.

Solche Themen nimmt der Quartiersarbeiter dann auch schon mal in seinem Rundbrief mit auf und hofft auf Verständnis und Einsicht. In dieser von Ingo Heckwolf herausgegebenen, regelmäßig erscheinenden Quartiers-Zeitschrift finden sich zudem viele Veranstaltungstermine sowie Infos zu Neuerungen und Problemen, ebenso wie Berichte zu Festen. Eines dieser Feste fand vergangenen Sommer statt. Da wurden Tische vors Haus getragen und die Bewohner saßen

bei Essen und Trinken zusammen. Ein Ziel war dabei auch, die verschiedenen Straßenseiten zueinander zu bringen, als erste Annäherung sozusagen. Denn ein wenig Argwohn war bei einigen alteingesessenen Anwohnern schon zu spüren gewesen, als sich der Immobilienmarkt veränderte und Teile des Quartiers sich neu bevölkerten. Sorgenkinder sind aus Sicht von Ingo Heckwolf auch die Spielplätze der Unterwiehere-Süd, diese seien „überarbeitungswürdig“. Teilweise wurden einige

Foto: Barbara Breitsprecher

Gemütliche Ecken und einen Montags-Mittagstisch für alle, die wollen, bietet das Quartiersbüro in der Merzhauser Straße


Treffen, reden und gemeinsam essen Seit 2004 betreibt die Bewohner-INI-tiative „Westlich der Merzhauser Straße“ ein Quartiersbüro mit einem hauptamtlichen Quartiersarbeiter, um Bewohneraktivitäten und Engagement im Quartier professionell zu unterstützen. Die Aufgaben der Quartiersarbeit ergeben sich aus den Bedürfnissen der BewohnerInnen im Viertel . Selbsthilfe, Selbstorganisation und solidarisches Handeln sollen zudem unterstützt und gefördert werden. Im Quartiersbüro gibt es eine Kinderbücherei und ein Tauschregal mit Büchern, Filmen und Spielen. Außerdem wird ein kostenloser Regiokartenverleih für Ausflüge an Sonn- und Feiertage sowie für kurzfristige Erledigungen, Arztbesuche oder Einkäufe geboten. Jeden Montag zwischen 13 und 14 Uhr gibt es ein vor Ort gekochtes Mittagessen für 4 Euro (Kinder 2 Euro). Und jeden Mittwoch trifft sich von 17 bis 18.30 Uhr der Seniorenkreis zum Teetrinken, Austauschen und Spielen. Kontakt: Quartiersarbeit „Westlich der Merzhauser Straße“, Ingo Heckwolf, Merzhauser Straße 12, 9100 Freiburg, Tel.: 0761 / 13 77 555 E-Mail: heckwolf@unterwiehre-international.de; Sprechzeiten: dienstags, 17 bis 19 Uhr, donnerstags 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung. ! !!

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Zerstört: Vergangenen Dezember brannte der Holz-Pavillon auf dem Spielplatz in der Langmarckstraße ab.

Foto: Quartiersarbeit

Geräte von städtischen Mitarbeitern abgebaut oder verkleinert, vermutlich aus Sicherheitsgründen. Doch bislang kam dafür kein Ersatz. Dem trostlosen Anblick des abgebrannten Pavillons auf dem Spielplatz in der Langemarckstraße will die Bewohner-INI zusammen mit Ingo Heckwolf kommenden Sommer entgegen treten. Ein neues Häuschen ist geplant.Und eine weitere Idee ist, einen Bouleplatz bei beinem der Spielplätze anzulegen. Um welche Projekte oder Anliegen es auch immer geht: Letztlich entsteht alles aus einem Zusammenschluss, einer Kooperation heraus. Beispielsweise wenn sich engagierte Anwohner zusammen finden, das Jugendhilfswerk die mobile Jugendarbeit im Quartier unterstützt oder Tritta e.V., der Verein für feministische Mädchenarbeit, gezielt Angebote für Mädchen organisiert. So werden Ressourcen gebündelt, es können Projekte entstehen und Problemlösungen erreicht werden. So konnte schon einiges erreicht werden: Das „Blaue Monster“, der blaue Wagen auf dem Spielplatz, der Bewohnerraum Lama 97, verschiedene Arbeitskreise und ein Quartiersrat. Inzwischen ist Wali Kheroubi im Quartiersbüro eingetroffen. Geschäftig trägt sie Taschen und Körbe nach hinten in die Küche und macht sich ans Kochen des Montag-Mittagessens. Die ältere Frau von vorhin hat es wegen ihrer Schmerzen nicht ausgehalten, aufs Essen zu warten. Sie ist längst wieder gegangen

Quartiersbüro

Foto: Quartiersarbeit

UNTERWIEHRE-SÜD

Verbesserungswürdig: Geräte wurden auf den Spielplätzen abgebaut, neue sind keine hinzu gekommen.

und verpasst nun, wie sich nach und nach ein köstlicher Duft aus der Küche im ganzen Büro ausbreitet. In Kürze wird Ingo Heckwolf den Tisch decken für alle, die vorbei kommen wollen. Denn hier ist jeder willkommen. Barbara Breitsprecher

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Gelebte Nachhaltigkeit Das WaldHaus Freiburg erfreut sich großer Beliebtheit. Im Jahr 2014 haben rund 26 000 Menschen die Einrichtung für Umweltbildung besucht. Es gab 150 Veranstaltungen und 28 Projektwochen. Foto: Stiftung Waldhaus

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atürlich liegt das Haus am Wald. An der Wonnhaldestraße schmiegt es sich an ihn, selbst maßgeblich aus Holz gebaut. Denn beim WaldHaus Freiburg ist der Name auch Bildungsauftrag und Programm. „Wir sind ein Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit“, so Andreas Hoffmann auf die Frage, was das WaldHaus im Kern ist. Die besondere Lage zwischen Stadt und Land prägt das WaldHaus auch im symbolischen Sinne. Denn die Stadt Freiburg verfügt über großen Waldbesitz und Waldwissen.

Andreas Hoffmann ist einer von derzeit 13 WaldHaus-Mitarbeitern. Seit der Eröffnung im Jahr 2008 erfreut sich das WaldHaus als Umweltbildungseinrichtung wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2014 waren es rund 26 000 Menschen, die das WaldHaus besucht haben. In 150 Veranstaltungen und 28 Projektwochen wurden über 3000 Schülern und Schülerinnen der Wald in ganz neuer Weise nahe gebracht. Und dies auf eine Weise, die Spaß macht und schon aufgrund der Umgebung motiviert. Viele haben oft ungeahnte Fähigkeiten in sich entdeckt. 

Foto: Michael Zäh

Der Wochentisch des Wolfes: Einfallsreich wird im WaldHaus bei der Ausstellung „...und wenn der Wolf kommt?“ Wissenswertes vermittelt

Hintergrund

Geschichte WaldHaus Die Geschichte des Waldhauses beginnt mit einem Verlust eines Stücks Mooswald. Für die inzwischen stillgelegte städtische Deponie Eichelbuck mussten 1970 rund 23 Hektar Mooswald weichen. Das Landeswaldgesetz schreibt vor, Waldverluste durch Aufforstung auszugleichen, was allerdings in Freiburg nicht möglich war, da eine Aufforstungsfläche in dieser Größe nicht vorhanden war. Im Jahr 2003 entschied das Land, dass auch eine Umweltbildungseinrichtung den vom Gesetz geforderten Ausgleich für den Waldverlust erbringen kann. Im Jahr 2005 wurde daraufhin die Stiftung WaldHaus gegründet. Das Stiftungskapital betrug 2,4 Millionen Euro, von denen 1,5 Millionen in den Bau des WaldHauses investiert wurden und der Rest von 900 000 Euro das dauerhafte Stiftungskapital bilden. Das WaldHaus öffnete am 10. Oktober 2008 seine Pforten und leistet seither mit Schulveranstaltungen, Seminaren, Exkursionen, offenen Angeboten und Ausstellungen ganze Arbeit. Dem dreiköpfigen Vorstand der Stiftung gehören die Umweltbürgermeisterin, sowie die Leiter des städtischen Forstamts und der Forstdirektion an.

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Foto: Michael Zäh

Von Schülern in der Holzwerkstatt des WaldHauses selbst gebaute Hängematten aus Holz

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Es ist ein Wissenstransfer auf breiter Ebene, wie das offiziell so schön heißt. Den Gedanken der Nachhaltigkeit in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen, hat sich das WaldHaus Freiburg zum Ziel gesetzt. Es sind im Grunde drei Säulen, auf denen das WaldHaus steht, um seinem Bildungsauftrag gerecht zu werden. Das Hauptstandbein sind die vielen Schulklassen, die das Waldhaus besuchen, meistens ab der fünften Klassenstufe. Diesen Klassen wird ein buntes Programm geboten, aus dem gewählt werden kann: „Mathe im Wald“ ist da sehr beliebt, weil das nicht einfach der übliche Matheunterricht unter freiem Himmel ist, sondern da tatasächlich mit speziellen Messtechniken operiert wird, die die Umgebung zum Gegenstand der Untersuchung und Berechnung machen. Es gibt aber auch die „Waldrallye“, „Im Reich der Pilze“, „Gewässerdetektive“, „Faszination Holz“, „Wald & Klima“ oder „Den Waldtieren auf der Spur“ als Themenbereiche. Das zweite Standbein sind die „offenen Angebote“, die jeder im WaldHaus buchen kann. Da können sich beispielsweise Gruppen für Themen wie „Familienbacktage“ anmelden, man kann die „WaldMenschen“ auf dem Skulpturenpfad von Thomas Rees entdecken, Freiburgs „Grüne Lunge“ bei einer kundigen Führung durch den Stadtwald kennenlernen oder zusammen in der „Grünholzwerkstatt“ ganz wunderbare Sachen schnitzen. „Es ist das Alleinstellungsmerkmal der Grünholzwerkstatt, das da mit frischem Holz, eben dem sogenannten Grünholz gearbeitet wird“, erklärt Andreas Hoffmann. Da werden dann schon Mal Stühle gebaut, die völlig ohne Leim, Schrauben oder Nägel auskommen und dabei höchst stabil sind. Am „Schneidesel“ wird mit schafrem Messer frisch geschlagenes Holz verarbeitet, und es entstehen von eigener Hand Schlitten, Bogen oder sogar Holzboote. Neben den beiden Standbeinen „Umweltpädagogik“ und „offenes Jahresprogramm“ ist das dritte dann die Vermietung von Seminarräumen. Wer die Atmosphäre Foto: Michael Zäh


S TA DT & N AT U R

Termine

im WaldHaus im April

Sonntag, 19. April, 14 und 16 Uhr Fräulein Brehms Tierleben Das einzige Theater weltweit für heimische bedrohte Tierarten gastiert Sonntag, 19. April, wieder im Waldhaus. Um 14 Uhr geht es um Felis Sylvestris, die Wildkatze, und um 16 Uhr um Canis lupus, den Wolf. Für neugierige Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren. Es gelten relative Eintrittspreise: Erwachsene orientieren sich an 9 Euro und Kinder an 4,20 Euro. Info und Karten: Tel. 0761/8964 7710, www.brehms-tierleben.com.

Ausdrucksstark sind die „WaldMenschen“, die es auf dem Skulpturenpfad von Thomas Rees zu bewundern gibt

» IM KERN SIND WIR EIN KOMPETENZZENTRUM FÜR NACHHALTIGKEIT MIT DEN DREI STANDBEINEN: UMWELTPÄDAGOGIK, OFFENE ANGEBOTE UND SEMINARRÄUME.“ ANDREAS HOFFMANN

Bilderreich und informativ: Ausstellung „...und wenn der Wolf kommt“

des WaldHauses spürt, das viel Ruhe und Gemütlichkeit ausstrahlt, kann sich gut vorstellen, dass auch dieses dritte Standbein ganz prächtig funktioniert. Um sich von dieser ganz besonderen Atmosphäre selbst ein Bild zu machen, kann man beispielsweise die tolle Ausstellung „..und wenn der Wolf kommt?“ besuchen, die täglich von 10 bis 17 Uhr (Sonntags 14 bis 17 Uhr) geöffnet ist. Neben unglaublich Wissenwertem, zum Beispiel dass der Wolf über einen Geruchssinn verfügt, womit er Beutetiere über eine Entfernung von 2,5 Kilometer riechen kann, oder über Ohren, die Geheul noch über zehn Kilometer hinweg hören, ist der Rundgang dieser Ausstellung auch äußerst liebevoll (ganz besonders für Kinder) arrangiert. Wenn etwa der „Beutetisch“ des Wolfes mit den Tellerchen für jeden Tag aufgebaut ist, und dabei manche Teller leer sind, aber andere übervoll mit leckeren Sachen (klar, der Sonntagsteller) dargestellt werden. Oder wenn bei einem Stoff-Wolf ein Schildchen steht: „Der beißt nicht. Aber bitte trotzdem nicht streicheln.“ Die auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit übermittelte Botschaft der Nachhaltigkeit ist im Bau des WaldHauses schon angelegt. Es wurden Fichtenholz, Tannenholz, Lärchenholz und Eiche verwendet, die in der Region gewonnen, veredelt und verarbeitet wurden. Das WaldHaus öffnet sich im Erdgeschoss in Richtung der Günterstaler Wiesen und im Obergeschoss zum Stadtwald hin. Es ist einen Besuch wert. Michael Zäh

Sonntag, 19. April, 14 bis 18 Uhr Anmeldeschluss: 16. April Die Waldapotheke: Waldkissen Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sammeln das frische Grün von Nadelbäumen und füllen damit ihre selbstgenähten Kissen. Die ätherischen Öle lassen durchatmen, wirken beruhigend auf die Nerven und fördern den Schlaf. Auf Wunsch kann eigener Stoff mitgebracht werden, Taschenmesser und Sammelbehälter nicht vergessen. Referentin: Gudrun Janoschka, Öko- und Gesundheitspädagogin. Teilnahmebeitrag: 18 Euro, Samstag, 25. April, 14 bis 16 Uhr Tag des Baumes: Forstliche Wanderung durch den Stadtwald Das Waldhaus lädt zu einer Wanderung durch den frühlingshaften Stadtwald ein. Dabei vermittelt Albrecht Verbeek, Lt. Forstdirektor a.D., das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft. Die Teilnehmer erfahren an interessanten Waldbildern, wie Naturverjüngung funktioniert, wieviel Holz im Stadtwald nachwächst und wieviel davon jährlich genutzt wird. Besonderes Augenmerk gilt dabei den verschiedenen Baumarten des Stadtwalds, insbesondere dem Feldahorn als Baum des Jahres 2015. Teilnahmegebühr: 3 Euro

©Foto: Zäh

Foto: Michael Zäh

Sonntag, 26. April, ganztägig Wälder der Welt: Indien Jedes Jahr gehen 2,5 Millionen Hektar Wald verloren. Leoparden, Tiger, Nashörner, Elefanten und viele andere Arten überleben nur noch in Schutzgebieten. Die Besucher und Besucherinnen des Waldhauses erfahren in spannenden Lichtbildvorträgen, wie die 1,2 Milliarden Einwohner des Vielvölkerstaats Indien versuchen, älteste Überlieferungen und moderne Lebensformen zu integrieren. Eintritt frei. Infos: Tel. 0761/8964 7710 oder auf www.waldhaus-freiburg.de.

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FORSCHUNG & GENUSS

Staatliches Weinbauinstitut

Fiese Fliegen und starke Reben

Foto: WBI

Im Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg an der Merzhauser Straße 119 wird geforscht, gezüchtet und selbst produzierter Wein verkauft. Weniger Schadstoffe und bessere Weinqualität sind die Ziele.

B

eim Eingangsbereich im Erdgeschoss des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg, das umgeben von Weinreben an der Merzhauser Straße steht, haben sich bereits erste Kunden eingefunden. Sie sehen sich Flaschen an, stecken ihre Nasen tief in Gläser und lassen sich bei ihrem Weinkauf kenntnisreich beraten. Das Weinbauinstitut ist auch ein Wirtschaftsbetrieb und verkauft den Wein aus dem Staatsweingut Freiburg. Aber in erster Linie ist es natürlich eine praxisorientierte Forschungseinrichtung. Angesiedelt qausi zwischen Uni und Winzer, hat das Weinbauinstitut drei Forschungsschwerpunkte. Da wird zum einen die Ökologisierung des Weines angestrebt: weniger Schadstoffe, weniger Pflanzenschutzmittel, weniger Nitrat im Grundwasser und weniger Schwefel im Wein. Dabei – und das ist das zweite Ziel – soll aber die Weinqualität weiter verbessert werden. Und dann geht es noch um die Wirtschaftlichkeit. Der Weinanbau muss sich für die Winzer und Winzerinnen rentieren, der produzierte Wein muss sich gut verkaufen können. Seit elf Jahren ist Rolf Steiner der Leiter des Weinbauinstituts Freiburg. Er hat Agrarwissenschaften studiert, am Institut promoviert und in der Landwirtschafts-

verwaltung gearbeitet. Rolf Steiner stammt aus einer Winzerfamilie und wenn es ihm zu viel wird mit der Büroarbeit, wenn er mal wieder raus muss, dann hilft er in den Reben seines Bruders. Ihm ist sehr wichtig, dass das Weinbauinstitut ein Modellbetrieb ist und auch ein Ausbildungsbetrieb. Derzeit arbeiten hier

» WIR BRAUCHEN KEINE GENTECHNOLOGIE BEI RESISTENZZÜCHTUNGEN.“ ROLF STEINER, LEITER DES WEINBAUINSTITUTS 23 Azubis, darunter angehende Winzer, Weintechnologen, Einzelhandelskauffrauen, Groß- und Außenhandelskauffrauen und eine Hauswirtschaftsauszubildende. Vier duale Bachelor-Studenten für Weinbau und Önologie sind hier tätig sowie zwei duale Studentinnen für Marketing und Eventmanagement. Und auch Praktikanten und Praktikantinnen sind Rolf Steiner immer willkommen. 57 feste Stellen gibt es im Weinbauinstitut, die von rund 100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ausgefüllt werden. Darunter sind viele Teilzeitkräfte (übrigens mehr Männer

als Frauen). Seit 1952 werden am Weinbauinstitut nur noch resistente Rebsorten gezüchtet. Neue Sorten werden entwikkelt, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten haben. Dabei wird nur mit klassischen Kreuzzüchtungen gearbeitet, grundsätzlich nicht mit Gentechnologie. „Wir brauchen das nicht, wir sind auch so erfolgreich“, sagt Rolf Steiner nicht ohne Stolz. „Weltweit sind wir ganz vorne mit dabei mit unseren Züchtungen.“ Die Piwis, also die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, die dabei herauskommen, müssen entweder gar nicht oder höchstens drei mal im Jahr mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Zum Vergleich: Herkömmliche Rebsorten werden sieben bis neunmal gespritzt. Das große Ziel ist es jedoch, Sorten zu züchten, die überhaupt nicht behandelt werden müssen und die gleichzeitig eine gute Weinqualität vorweisen. Wirklich resistent gegen Pilzerkrankungen sind beispielsweise die Amerikaner-Reben, der daraus produzierte Wein schmeckt jedoch nicht. Nach wie vor sind die konventionell arbeitenden Winzer in der Mehrheit. Noch immer herrscht in der Frage ‘Bio oder nicht’ eine Art Glaubenskrieg. Aber immerhin hat sich der Anteil der ökologisch arbeitenden Winzer zwischenzeitlich erhöht. 

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Foto: Fototeam Vollmer

FORSCHUNG & GENUSS

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Hintergrund

Das 1920 gegründete Staatliche Weinbauinstitut Freiburg untersteht dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Hier wird an Rebkrankheiten und Pflanzenschutz geforscht und es werden versuchsweise resistente, beziehungsweise widerstandsfähige Reben angebaut und verkauft. Das Institut, dessen Leiter Dr. Rolf Steiner ist, ist für die Amtliche Qualitätsprüfung von badischen Weinen und Sekten zuständig sowie für die Weinbaukartei. Darüber hinaus bietet das Institut über das Internet das kostenlose Wetter- und Pflanzenschutz-Prognosesystem VitiMeteo an. Jedes Jahr organisiert das Weinbauinstitut viele Veranstaltungen und Fortbildungen für Winzerinnen und Winzer, Kellerwirte, Verkaufspersonal und Verbraucher. Beispielsweise wird am 23. April von 9.30 bis 17 Uhr im Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg, Merzhauser Straße 119, eine Probe von Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwis) angeboten.

Rolf Steiner

Forschung und Praxis Foto: Breitsprecher

Was aber ist das Geheimnis von gutem Wein? Was macht seinen Geschmack aus? Rolf Steiner ist überzeugt, dass für 80 Prozent des Geschmacks der Weinberg entscheidend ist. Die Lage, der Boden und die Pflege. Die restlichen wichtigen 20 Prozent sind der Sauberkeit im Keller, der schonenden Pressung, der sauberen Gärführung und dem Hefelager geschuldet. Und natürlich gilt die Regel, je älter die Rebstöcke, desto besser wird Geschmack und Qualität des Weins. So stammen die Spitzenweine, die sogenannten „Großen Gewächse“ (das deutsche Pendant zum französischen „Grand Cru“) meist aus Rebstöcken, die 40 Jahre oder älter sind. Bis zu 100 Jahre alt können Reben werden. Derzeit werden beim Weinbauinstitut neue Phyto-Labore gebaut. Die alten Gewächshäuser, in denen früher geforscht wurde, sind längst weg, dort steht heute das neue, imposante BLHV-Gebäude, das „Haus der Bauern“. Wenn im Weinbauinstitut Klonenzüchtung betrieben wird, dann hat das nichts mit Gentechnik zu tun. Stattdessen werden bei den Reben einzelne, klassische Sorten ausgewählt und diese vegetativ vermehrt. So werden Beeren gezüchtet, die weniger kompakt sind. An ihnen kann das Regenwasser schneller abfließen und Pilze sowie Bakterien können sich dadurch

nicht so gut ansiedeln. Der am häufigsten in Deutschland geklonte und angepflanzte Spätburgunder stammt beispielsweise aus der Züchtung des Weinbauinstituts Freiburg. Intensiv wird derzeit nach ähnlichen Erfolgen für den Weißburgunder gesucht. Damit die Winzerinnen und Winzer nur so viel wie unbedingt nötig spritzen müssen und ihren Reben zum entsprechenden (Wetter-)Zeitpunkt die richtige Pflege angedeihen lassen können, wurde vom Freiburger Weinbauinstitut zusammen mit Kollegen aus der Schweiz ein kostenfreies Prognosesystem entwickelt. Übers Internet können Winzer und Winzerinnen unter www.vitimeteo.de herausfinden, ob je nach Witterung eine Rebenbehandlung angesagt ist oder nicht, ob man mit der Schädlingsbekämpfung lieber noch warten soll oder ob Traubenwickler und Kräuselmilben auf dem Vormarsch sind und es an der Zeit ist, die Duftkapseln aufzuhängen. Das in Freiburg entwickelte Prognosesystem wird inzwischen bundesweit verwendet, darüber hinaus auch in Luxemburg, Südtirol und Österreich. Und es gibt dafür bereits Anfragen aus der Tschechei und Ungarn. Allerdings ist das System in anderen Bundesländern nicht unbedingt kostenlos, so wie in Baden-


Foto: Fototeam Vollmer

FORSCHUNG & GENUSS

Nächste Ausgabe

DAS STADTTEILMAGAZIN DER ZEITUNG AM SAMSTAG

Rund 13 Hektar Rebflächen stehen dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg am Schlossberg (oben) und Jesuitenschloss sowie in Ebringen zur Verfügung. Darüber hinaus ist stehen dem Institut weitere 24 Hektar Rebfläche beim Versuchs- und Lehrgut Blankenhornsberg (links) bei Ihringen zur Verfügung.

Württemberg. Ein großes Thema ist natürlich auch im Weinbauinstitut die Kirschessigfliege. „Die hat uns aber nicht überrascht“, erklärt Rolf Steiner. Bereits 2012 war sie im Jahresbericht des Instituts beschrieben worden. Sie stammt aus Japan, Korea und China, ist dann durch den internationalen Früchteexport in die USA eingewandert, kam 2009 nach Europa und wurde 2011 erstmals in Deutschland wahrgenommen. Hier bei uns fehlen ihr jegliche natürlichen Feinde und sie legt innerhalb von zwei Wochen rund 400 Eier. Als vorbeugende Maßnahmen gegen die Kischessigfliege, die wie eine kleine Fruchtfliege aussieht, empfiehlt Rolf Steiner die ROLF STEINER, LEITER WEINBAUINSTITUT Entblätterung der Reben und ein Kurzhalten der Begrünung, denn die Fliege mag es gerne schattig und feucht. Sie bevorzugt rote Rebsorten, mag aber den Spätburgunder nicht sonderlich. Noch gibt es gegen sie kein geeignetes Schutzmittel, auch daran forscht das Weinbauinstitut. Rolf Steiner führt hinunter zu großen Brutschränken, in denen die Fliegen gezüchtet werden, um an ihnen biologische Verfahren zu testen. 2014 war für die Kirschessigfliege ein ideales Jahr: ein milder Winter, nicht zu heiß im Sommer und schön feucht. „Das hat uns große Sorgen bereitet“, gesteht Rolf Steiner. „Aber wir sind mit einem hellblauen Auge davon gekommen.“ Die schlimmsten Befürchtungen haben nicht zugetroffen, die Fliege steht eben doch mehr auf Obst als auf Reben. Barbara Breitsprecher

» DIE KIRSCHESSIGFLIEGE

Das nächste Wiehre-Magazin erscheint am 7. November 2015.

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NEU IN DER WIEHRE

Starker farblicher Auftakt „Beispielhaftes Bauen“: Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat auch das neue Evangelische Monetssori Schulhaus ausgezeichnet.

Der Schulneubau an der Merzhauser Straße zeigt eine markante Sporthalle im zweiten Obergeschoss. Die Baukosten des Gebäudes, das im Auftrag der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche Baden erstellt wurde, betrugen 11,5 Millionen Euro. Foto: Ingeborg Lehmann

Der Speisesaal des neuen Evangelischen Montessori-Schulhauses kann auch als Aula genutzt werden. Eine Terrasse ist vorgelagert und erfährt von der überhängenden, darüber liegenden Sporthalle einen Wetterschutz. Foto: Ingeborg Lehmann

U

ma das Bewusstsein für Baukultur im Alltag zu schärfen und die Diskussion darüber anzuregen, lobt die Architektenkammer Baden-Württemberg seit einigen Jahren das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ aus. Beispielhafte Architektur aus allen Lebensbereichen soll aufgespürt werden und Impulse in der Stadtentwicklung setzen. 95 Arbeiten wurden eingereicht, eine siebenköpfige Jury hat entschieden und 21 Auszeichnungen für Freiburg vergeben. Zwei davon wollen wir hier vorstellen. Eine Auszeichnung ging an das Evangelische Montessori-Schulhaus in der Merzhauser Straße 136, das von den Freiburger Architekten Spiecker und Sautter Planungsgesellschaft mbH im vergangenen Jahr fertig gestellt wurde. Der Jury gefiel es, wie das neue Gebäude einen starken räumlichen und farblichen Akzent an der Merzhauser Straße setzt. Damit werde auch ein „Erlebnisablauf“ an dieser Straße strukturiert, heißt es in der Begründung. Die „starke Auskragung“ der Sporthalle im zweiten Obergeschoss dient zugleich als Wetterschutz für die Mensa-Terrasse.

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NEU IN DER WIEHRE

Leicht und freundlich: Ein Holzpavillon als Kita

Ein langer Flur erstreckt sich in der neuen Kita der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt und bietet abwechslungsreiche Nischen und Aufweitungen. Foto: Olaf Herzog

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uch die 2013 gebaute betriebliche Kindertagesstätte der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in der Wonnhalde 4 wurde von der Architektenkammer Baden-Württemberg für „Beispielhafdtes Bauen“ ausgezeichnet. Entworfen hat die Kita das Freiburger Architektenbüro Harter + Kanzler. Der Jury gefiel der leichte und freundlich wirkende eingeschossige Holzpavillon aus Brettsperrholz (Weißtanne), der sich gut einfügt in eine in freie Natur übergehende Randlage. Mit Brettsperrholz lässt sich ein Gebäude mit einem Energiestandard mindestens 15 Prozent unter der Erneuerbaren Energieverordnung (ENEV) mit geringen Wandstärken und ohne Wärmebrücken erzielen. Die Platten wurden

als massive Elemente für die Wände vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt. Über drei Seiten hinweg umgibt eine überdachte Terrasse den Bau, der zur Gartenseite hin die Möglichkeit einer späteren Erweiterung bietet. Den Architekten war an einem fließenden Übergang von außen

nach innen gelegen. Das Material des umliegenden Baumbestandes setzt sich im Innenbereich fort. Durch große Fenster mit niedriger Brüstung und Terrassentüren aus den Gruppenräumen haben die Kinder von jedem Raum einen direkten Bezug nach außen.

Eingebettet in die Natur öffnet sich der Holzpavillon der betriebseigenen Kita mit einer dreiseitig umlaufenden Terrasse zum Garten hin. Foto: Olaf Herzog

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NEU IN DER WIEHRE

Seit Januar hat das Café Heldenbude in der Langemarckstraße geöffnet. Inhaberin Claudia Held hat hier ein ungewöhnliches und äußerst charmant Konzept ganz cool verwirklicht: Hier gibt es alles außer Alkohol – sogar einen Sandkasten innen neben dem Sofa.

H

ingebungsvoll spielt ein kleiner Junge im Sandkasten, während seine Mutter mit Freunden gemütlich um einen runden Tisch sitzt und Tacos verspeist. Es ist Donnerstag und damit Holy-Taco-ShackTag beim neuen Café Heldenbude. Vor dem Verkaufswagen mit dem mexikanischen Streetfood (mit selbst angebautem Gemüse!) draußen vor dem Café bildet sich bereits eine Schlange. Seit Januar gibt es die Heldenbude und sie ist nicht nur eine echte Bereicherung für das Viertel, sondern mit seiner cool-charmanten Ausstrahlung und Einrichtung bringt sie ein Flair in die Unterwiehre, das manch andere Freiburger neidisch machen könnte. Hilft nix, einfach herkommen in die Langemarckstraße 103. Claudia Held, eine gebürtige Freiburgerin, die 20 Jahre lang in Düsseldorf gelebt hat, hatte die leerstehende Kneipe entdeckt, nachdem sie selbst mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in die Gegend gezogen war. Immer wieder lief sie daran vorbei, bis sie sich eines Tages entschloss, beim Hausbesitzer ein Briefchen einzuwerfen und damit ihr Interesse an den Räumlichkeiten zu bekunden. Der Vermieter war aufgeschlossen und zeigte ihr die leerste-

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Vor dem Holy-Taco-Shack-Verkaufswagen bildet sich dienstags schon mal eine Schlange (links oben). Der mexikanische Streetfood-Imbiss ist auch einfach zu lecker. Heldenbuden-Inhaberin Claudia Held (oben) freut sich, wenn Kinder im Sandkasten in ihrem Café buddeln, während die Eltern gemütlich Kaffee trinken oder ihre Snack essen. Alle Fotos: Barbara Breitsprecher


NEU IN DER WIEHRE

hende kleine Kneipe. Sechs Monate lang klotzte sie mit Hilfe von Freundinnen und der Familie ran, dann eröffnete das neue Café Heldenbude. Die Einrichtung stammt vom Dachboden der Schwiegermutter, vom Flohmarkt und Sperrmüll, an den Wänden hängen Weinkisten als Regale, gefüllt mit Büchern und den neuesten Jugendzeitschriften. Die gemusterte Tapete erinnert an vergangene Zeiten. Der Hausanstrich außen wurde auf einen Abend verlegt (als die Kinder im Bett waren), was zur Folge hatte, dass die Farbe am nächsten Tag bei Licht ein wenig anders aussah als geplant. Herausgekommen ist ein echter Hingucker, innen und außen liebevoll mit kleinen Details gestaltet. Der Name Heldenbude stand für die 38-jährige Inhaberin von Anfang an fest. Er ist ein Konglomerat aus ihrem Nachnamen, dem Heldenviertel, indem das Café steht, und den persönlichen Helden, die ihre Freundinnen auf gerahmten Bildern anschleppten und die jetzt die Wände zieren. Spiderman hängt da unter anderen, aber auch das Foto von Malala Yousafzai, der jungen Auch täglich frischen Kuchen pakistanischen Friedensnogibt es in der Heldenbude zum belpreisträgerin. ausgezeichneten (!) Kaffee, Eine eigene Küche hat die handgemacht vom Café MohrenHeldenbude nicht, aber es topf (Haslacher Straße). gibt Waffeln, Eis, süße Tüten und den leckersten Kaffee, den man sich vorstellen kann. Zudem kommen an verschiedenen Wochentagen um die Mittagszeit unterschiedliche Streetfood-Wagen und verkaufen frisch zubereitetes Essen, das selbstverständlich auch im Café verspeist werden darf. Oder auf der kleinen Terrasse, die gerade neu hergerichtet wird. Dienstags steht der Holy-Taco-Shack da, donnerstags kommt Michele mit seinem Panzarotti-und Pizza-Wagen und mittwochs bereitet eine Köchin im Café vegane Tapas und Salate zu. Es ist eine Win-Win-Situation: Die Kunden profitieren, die Köche auch und die Café-Betreiberin ebenfalls. Ganz bewusst hat sich Claudia Held entschlossen, keinen Alkohol zu verkaufen – und die Nachbarschaft dankt es ihr. Das Stadtteilcafé erhält so einen familiären Touch, Kinder und Jugendliche kommen nach der Schule vorbei, Eltern mit ihrem Nachwuchs und Angestellte der Firmen in der Nähe suchen die Heldenbude für einen Mittagsimbiss auf. Eine ältere Frau aus der Nachbarschaft hat hier ihren Mittagskaffee getrunken, während sich ein junger Mann in ein Buch vertieft. Und gerade kommt ein Pulk junger, gut gelaunter Leute herein, jeder mit einem mexikanischen Taco in der Hand.

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Regie: Harald Bergmann Mit Eckhard Rhode, Alexandra Finder, Martin Kurz Deutschland 2006 | 105 Min. Brinkmann, Blicke – Gespräche, Beats und Filme 1975 wurde der Dichter vor dem Pub „Shakespeare” im nächtlichen London von einem Auto erfasst und getötet. Das Kommunale Kino Freiburg will an den literarischen Außenseiter erinnern, der die amerikanische Popliteratur durch seine Übersetzungen und Texte für den deutschen Sprachraum erschlossen hat. Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki erklärte einst, er halte Brinkmann für einen „ungewöhnlich ordinären und abstoßenden Mensch, er hat in aller Öffentlichkeit und sehr ernst erklärt, dass er das dringende Bedürfnis habe, mich zu

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erschießen“. Heiner Müller dagegen nannte ihn „vielleicht das einzige Genie der westdeutschen Nachkriegsliteratur”. Über das Werk Brinkmanns, das neben Texten und Collagen auch umfangreiche Tonbandaufnahmen, zahlreiche Fotos und Super-8-Filme umfasst, sprechen der Freiburger Kulturtheoretiker Klaus Theweleit und der Berliner Filmemacher Harald Bergmann („Brinkmanns Zorn“). Es wird dabei um Brinkmanns experimentellen Umgang mit Text und Bild gehen, seine Versuche, Alltagserfahrungen und Sinneseindrücke sehr direkt künstlerisch zu verwerten. Nach einem Empfang mit Kölsch zeigt das Kommunale Kino im Alten Wiehrebahnhof um 19.30 Uhr den mit dem GrimmePreis ausgezeichnete Kunstfilm „Brinkmanns Zorn”. 17.00 Uhr BRINKMANN, BLICKE Gepräch mit Klaus Theweleit und Harald Bergmann Moderation: Gerrit Terstiege Gespräch im Kinosaal

Doch eines Tages verlässt der Vater die Familie. Ein Stahl-Ungetüm trägt ihn fort. Der Junge macht sich auf die Suche nach ihm, einer Flötenmelodie folgend. Sein Weg führt ihn durch Dschungel, Baumwollplantagen, Favelas und Fabriken. Regisseur Alê Abreu zeigt in kraftvollen Bildund Klang-Collagen die moderne Welt aus der Sicht eines Kindes: Ausbeutung, Umweltverschmutzung, aber auch Lebensfreude, Liebe und Magie. n Sonntag, 19. April, 17.30 Uhr Dienstag, 21. April, 10 Uhr (Schulvorstellung) Kommunales Kino Freiburg im Alten Wiehrebahnhof, Tel. 0761 / 45 98 00-22

Lesen

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Sonntag, 26. April, 11 Uhr 18.30 Uhr Pop, Bücher, Kölsch Kleiner Empfang in der Galerie

Taschenparadiese Alter Wiehrebahnhof, Galerie

Mittwoch, 29. April, 20 Uhr 19.30 Uhr Brinkmanns Zorn Filmvorführung mit Publikumsgespräch

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ABDRUCK

Buch-Tipp Kai Weyand

Applaus für Bronikowski Der Freiburger Schriftsteller Kai Weyand hat sein drittes Buch im Göttinger Wallstein-Verlag veröffentlicht. Wir veröffentlichen hier einen Auszug:

D

er achtzehnte März brachte die erste warme Frühlingsluft des Jahres. NC wurde an diesem Tag einunddreißig, und außer der Gewissheit, dass sein Bruder anrufen würde, um ihm zu gratulieren, hatte er keine Vorstellung, was er sich vom diesem Ereignis versprach. Sein Bruder erledigte alle Dinge gern sofort, am liebsten noch bevor sie überhaupt stattfanden, und so hatte NC schon am Vorabend gehofft, sein Bruder möge gleich frühmorgens anrufen, damit er das Gespräch mit der Begründung, er sei sehr müde, möglichst kurz halten könnte. Aber der Anruf kam erst gegen halb zwei, als Bernd, der in London in einer großen internationalen Bank arbeitete, in die Mittagspause ging. NC wusste nicht viel über seinen Bruder, außer dass er es sich leisten konnte, seine Hosen zur Reinigung zu bringen, ohne vorher die Taschen nach vergessenem Geld durchzusehen. Sie hatten sich seit Jahren nicht mehr gesehen, und abgesehen von den Telefonaten zu den Geburtstagen pflegten sie kaum Kontakt. Auf die Anrufe hätte er ebenso gern verzichtet wie auf die Erinnerungen, die er mit dem Bruder verband. Aber sie waren so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz, auf dessen Einhaltung vor allem Bernd Wert legte, der fünf Jahre älter war als NC. Und solange das stillschweigende Abkommen nicht gebrochen wurde, die Eltern unerwähnt zu lassen, und Bernd 6 keine Anstalten unternahm, die Anrufe durch Besuche zu ergänzen, war NC bereit, sie in Kauf zu nehmen. Obwohl auch Bernd weit davon entfernt war, die Telefonate mit seinem jüngeren Bruder als Vergnügen zu begreifen. Sie waren lediglich einem Gefühl der Verantwortung geschuldet, das ihm vor achtzehn Jahren auferlegt worden war. Als NC dreizehn war, trug er noch seinen Namen Nies. Er war eine Abkürzung von Dionysos, dem griechischen

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Gott des Weines, und wurde übersetzt mit ›der Fröhliche‹. Seine Eltern waren bei einer Weinprobe auf den Namen gekommen. Abgesehen davon, dass er in der Schule meistens nur Hatschi genannt wurde, konnte er angesichts späterer Entscheidungen seiner Eltern froh sein, dass sie ihn nicht Riesling oder Müller - Thurgau genannt hatten. Immerhin war sein Name ein Zeichen dafür, dass seine Eltern ihn für etwas Besonderes hielten, dachte er. Warum sollte sich jemand einen außer gewöhnlichen Namen für sein Kind suchen, wenn es ihm eigentlich egal war? Außerdem war er nicht unfröhlich. Aber dann kam eines Tages im November das Abendessen, das zwar wie immer genau neunzehn Uhr begann, aber nicht wie sonst mit leeren Tellern, gefüllten Bäuchen und mittlerer Laune endete. Nies hatte sich schon am Nachmittag gewundert, dass seine Mutter in der Küche laut mit Geschirr hantierte. Ein Römertopf stand bereit, und die ganze Küchenablage war vollgestellt mit Schüsseln, Raspeln, Gewürzen und anderen Dingen, die 7 deutlich machten, dass dem Tag das Alltägliche genommen werden sollte. Es musste etwas Außerordentliches vorgefallen sein, wenn es nicht wie sonst Brot und Aufschnitt geben sollte. NC hatte noch immer das Lächeln seines Vaters deut lich vor Augen, wie er sich voller Vorfreude an den Tisch setzte und seiner Frau verschwo rene Blicke zuwarf, als sei er sich der Überraschung bewusst, die es hervorrufen würde, wenn sich gleich das Geheimnis lüftete. Nies spürte ein Kribbeln im Bauch, das ihn sonst nur zu Weihnachten und Geburtstagen befiel, wenn sein Vater ebenso geheimnisvoll tat und auch seine Mutter geschäftig die Besonderheit der Tage unterstrich. Nies und Bernd sollten raten. Nies tippte auf einen Familienurlaub in Übersee,

Sinn für Absurdes Der 46-jährigen Freiburger Kai Weyand hat früher als Lehrer im Strafvollzug gearbeitet. Sein neuer Roman„Applaus für Bronikowski“ ist die schräge Geschichte über einen orientierungslosen 30-Jährigen.

Bernd auf ein neues Auto. Übersee ist nicht falsch und neues Auto ist auch nicht falsch, sagte ihr Vater, aber ganz richtig ist es auch nicht. Nies und Bernd schauten sich fragend an. Mehr?, fragte Bernd. Die Mutter fing an zu lachen, und der Vater hob die Schultern, als sei er ahnungslos. Nies strahlte. Ein Haus!, rief er und schlug sich die Hände vors Gesicht, als sei er selbst erschrocken über das Ausmaß an Neuigkeiten, das sich da vor ihm auftat. Auch nicht falsch, sagte der Vater, und die Mutter forderte ihn lachend auf, die Kinder nicht länger auf die Folter zu spannen. Schließlich nannte der Vater sechs Zahlen, die ihnen einen hohen fünfstelligen Gewinn bei einer Lotterie beschert hätten. Wahnsinn, oder?, rief er erregt, einmal im Leben Glück, und grad, wenn’s passt. So sehr sich Nies gerade noch gefreut hatte, so ratlos war er auf einmal. Einmal im Leben Glück. War sein Vater bisher unglücklich gewesen?


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