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11|2011

Gesundheitswirtschaft IHK Aktuell

Standortpolitik

Recht | Fairplay

Was ist ein „guter Arbeitgeber“? S. 6

Regionale Wirtschaft trotzt weltweiten Turbulenzen S. 22

Vorsicht Weihnachtsgeld S. 44


EDITORIAL

Spannender Markt mit vielen Facetten „Die Gesundheitswirtschaft kann als ein Oberbegriff für alle Wirtschaftszweige verstanden werden, die etwas mit Gesundheit zu tun haben. Es ist äußerst schwer, sich über das Gesundheitssystem sowie den Sinn und Unsinn seiner Innovationen einen umfassenden Überblick zu verschaffen und über alle, die in Stadt und Kreis Offenbach in der Gesundheitswirtschaft Impulse geben, gestalten, arbeiten, investieren, forschen, lehren oder lernen. Selbst als „Insider" haben wir unsere liebe Mühe. Die stationäre und ambulante Versorgung Kranker ist aber nur ein Teil unserer „Gesundheitswirtschaft". Genau genommen macht zum Beispiel dessen größter öffentlich finanzierter Anteil, der stationäre Krankenhausbereich, gerade einmal ein Fünftel dessen aus, was an Wirtschaftskraft in dieser Branche steckt.

Univ.-Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Gesundheitsökonomie der Universität Trier, Geschäftsführer der Zentrum für Forschungskoordination und Bildung GmbH Offenbach/M. Foto: Peter Hessler

Die Krankenhaus- und Ärzteversorgung in Stadt und Kreis Offenbach ist - typisch für eine Metropolregion - ausgezeichnet, inklusive der ambulanten Pflegedienste, der Vielzahl von Apotheken sowie einer großen Vielfalt an öffentlichen und privaten Alten- und Pflegeeinrichtungen. Der sogenannte „zweite Gesundheitsmarkt", also der Bereich, der nicht von den gesetzlichen Kranken- und sonstigen Sozialversicherungen finanziert wird, reicht von der Selbstmedikation über den „Wellnessbereich bis zum Sonnenstudio und dem Training in der „Muckibude“. Von ihm erwarten wir die höchsten gesamtwirtschaftlichen Steigerungsraten in den nächsten zehn Jahren. Das hängt vor allem damit zusammen, dass wir immer gesünder alt werden. Der im vorliegenden Heft aufbereitete Schwerpunkt bietet Ihnen die Chance, weitere Aspekte und Anbieter unseres spannenden Marktes „Gesundheit" kennen zu lernen. Ihr

Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt

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INHALTSVERZEICHNIS

Geldwäsche vorbeugen

Offenbacher Dialog mit Jürgen Fitschen

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IHK-Ehrenurkunde für die Landesbeste

26 IHK AKTUELL Neues aus Berlin und Brüssel Bettensteuer schadet Wettbewerbsfähigkeit Für eine bessere Berufsorientierung in den Schulen Was ist ein „guter Arbeitgeber“? Clouth: „EU-Stabilitätskriterien wieder durchsetzen"

INTERNATIONAL 3 4 5 6 6

TITELTHEMA Große Pläne mit kleinen Teilen Hier geht es den Pillen an die Substanz Schulter und Knie in guten Händen Reingeschaut bei „in puncto gesundheit“ Mit smarter Rehatechnik leichter und selbstbestimmter leben Unfallopfer schneller bergen

8 10 11 12 13 14

OFFENBACH | REGION RHEIN-MAIN Dokumente einfacher verwalten Kurz notiert Western Union-Filiale in Offenbach eröffnet Commerzbank: Rohstoffkrise im Mittelstand Lederwarenmesse: Bedeutung bestätigt Druck- und Verlagshaus Zarbock weihte neue Druckmaschine ein

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AUS- UND WEITERBILDUNG IHK-Ehrenurkunde für die Landesbeste Die berufliche Zukunft der Kinder im Blick Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit Zwischen Tasten, Maus und Telefon IHK unterstützt Partnerschaft von Schulen und Unternehmen Programm 2012 ab Ende November Sprachkenntnisse gefordert Übersicht Weiterbildungsveranstaltungen IHK-Profi für betriebliches Gesundheitsmanagement

26 26 32 33 34 34 35 38 39

RECHT | FAIRPLAY 16 16 16 17 18 18

STARTHILFE | UNTERNEHMENSFÖRDERUNG EVO sagt Gründern, wie Kunden kommen und bleiben Expertengespräche bei der IHK Offenbach IHK-Expertengespräche Finanzierung „vor Ort“

Internationale Klauseln auch national gut anwendbar Wirtschaftsdelegation aus Bangladesch besuchte Picard

Unternehmer müssen Geldwäsche vorbeugen Teure Fehler vermeiden Widerrufsbelehrung schnell ändern Schluss mit „mehreren regelmäßigen Arbeitsstätten“ Zwangsvollstreckung trotz geänderten Gläubigernamens Änderung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main Vorsicht Weihnachtsgeld

40 41 41 42 43 43 44

MENSCHEN UND WIRTSCHAFT 20 21 21

Arbeitsjubiläen Gründerpreis 2012 gewonnen

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KULTURELLES STANDORTPOLITIK Regionale Wirtschaft trotz weltweiter Turbulenzen stabil Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte

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Jahreskalender 2012 vorgestellt

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Vorschau Impressum

48 48 Titelbildnachweis: Fotolia

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IHK AKTUELL

Neues aus Berlin und Brüssel „Im Ergebnis würden Selbstständige bevormundet und Beitragszahler und Betriebe perspektivisch durch höhere Rentenausgaben belastet.“ Sein Vorschlag: Wenn Handlungsbedarf nachgewiesen wird, sollte die private Vorsorge gestärkt werden. Dafür sind vor allem mehr Informationen über Relevanz und Formen der Vorsorge nötig, die IHK-Organisation unterstützt hier aktiv. Aber auch die Öffnung der Riesterrente wäre ein sinnvoller Schritt.

Kostensenkung durch E-Government Berlin. „Die elektronische Abwicklung von Verwaltungsdienstleistungen muss auch bei den Unternehmen zu Bürokratieabbau und Kostensenkungen führen.“ Das betonte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann bei einer Veranstaltung, an der auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich teilnahm. Auf der DIHK-Fachtagung bot Driftmann zugleich die Kooperation der IHK-Organisation an. „Nur gemeinsam können wir ein wirtschaftsorientiertes E-Government erarbeiten.“ Konkret plädierte er für ein einheitliches Verwaltungssystem mit bundesweit einheitlichen Standards sowie die Entwicklung eines rechtssicheren elektronischen Firmenstempels, mit dem Unternehmen auf

Nachhaltig wirtschaften ja aber bitte freiwillig! Berlin. Pläne des Rats für Nachhaltige Entwicklung, einen verpflichtenden Nachhaltigkeitskodex für die ganze Wirtschaft einzuführen, lehnt der DIHK strikt ab. Ein solcher Kodex würde dem Ziel, für nachhaltiges Wirtschaften zu überzeugen, einen Bärendienst erweisen. In einem gemeinsamen Schreiben mit der BDA an das Bundeskanzleramt sowie an das Bundesarbeitsministerium machen die Verbände auf die negativen Folgen aufmerksam: Der Kodex würde umfassende Erfassungs-, Dokumentations-, Konsultations- und Berichtspflichten nach sich ziehen. „Diese Anforderungen gehen an der betrieblichen Wirklichkeit vorbei und

Bundesminister Hans-Peter Friedrich vor Fachpublikum im Haus der Deutschen Wirtschaft. Foto: DIHK/ Christian Kruppa Bildschön

elektronischem Wege rechtswirksame Willenserklärungen abgeben können.

führen lediglich zu erheblicher Bürokratie“, lautet die Kernbotschaft. Zudem widerspreche eine solche Verpflichtung der Strategie der Bundesregierung, bei der Förderung des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen auf Freiwilligkeit zu setzen.

Gesetzliche Rente für Selbstständige? Berlin. Selbstständige in die Gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, hält DIHK-Präsident Driftmann für den falschen Weg. Das machte er beim „Rentendialog“der Bundesregierung im September in Berlin deutlich. Die Datenlage sei unklar, Altersarmut bei Unternehmern keineswegs ein gesichertes Phänomen, betonte Driftmann:

Energiegipfel mit Merkel Berlin. Beim zweiten Energiegipfel, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft ins Kanzleramt eingeladen hatte, mahnte DIHKPräsident Hans Heinrich Driftmann eine bessere europapolitische Einbindung der Energiewende an. Deren Umsetzung erfordere zudem ein transparentes Projektmanagement sowie eine Beteiligung der regionalen Wirtschaft. Nur so könne man Akzeptanzprobleme vor Ort lösen. Er unterstrich die Bereitschaft der IHK-Organisation, an einem wirkungsvollen Monitoring mitzuwirken. Driftmann warnte zugleich: „Gerade von mittelständischen Unternehmen höre ich, dass diese die große Sorge über die Zuverlässigkeit der künftigen Stromversorgung umtreibt.“ Mit Blick auf das Ausland unterstrich Driftmann: „Die ,German Energiewende‘ macht international Karriere.“ In englischen Vorträgen fände man dafür keine Übersetzung. Das zeigt: „Die Welt schaut auf Deutschland. Wirtschaft und Politik sind deshalb dringend gefordert, die Herausforderung zu meistern!“

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IHK AKTUELL

Fürs Schlafen in Hotelbetten, soll in Offenbach künftig eine Steuer erhoben werden. Foto: Goetzke/Braune

IHK gegen Kulturabgabe auf Übernachtungen

Bettensteuer schadet Wettbewerbsfähigkeit „Eine Bettensteuer in der Stadt Offenbach schadet der Wettbewerbsfähigkeit der örtlichen Hotellerie gegenüber der Konkurrenz in der Nachbarschaft.“ Dies stellt Eva Dude, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main, fest, angesichts des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung zur Einführung einer Kulturförderabgabe auf Hotelübernachtungen. Das Offenbacher Parlament hatte am vergangenen Donnerstag beschlossen, dass der

Magistrat prüfen solle, eine solche Steuer einzuführen. Mit den Erlösen solle die Kultur in Offenbach gefördert werden. Gäste der Offenbacher Hotellerie seien fast ausschließlich Geschäftsreisende. „Es ist beispielsweise einem auswärtigen Besucher der Frankfurter Messe überhaupt nicht zu vermitteln, dass er die Kultur in Offenbach zu fördern hat“, moniert die IHK-Chefin. Er werde nur feststellen, dass sich die Übernachtung verteuere und sich beim nächsten Mal ein Hotel außerhalb der Stadtgrenzen suchen. Ob dies im Sinne der Erfinder sei, wage sie zu bezweifeln.

Bei allem Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt Offenbach, könne es nicht angehen, dass die Stadt versuche, sich zusätzliches Geld bei einzelnen Wirtschaftsgruppen zu besorgen. Eine neue Bagatellsteuer helfe der Stadt nicht weiter. Es sei noch nicht lange her, da sei die Abschaffung des Fossils „Getränkesteuer“ zu Recht als Erfolg gefeiert worden. „Und jetzt soll eine ähnlich merkwürdige Abgabe plötzlich wieder sinnvoll sein? Dies ist nicht nachvollziehbar“, so Dude. „Ich fordere den Magistrat auf, der Versuchung zu widerstehen.“

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IHK AKTUELL

Kooperationsvereinbarung „Übergang Schule – Beruf“ unterzeichnet

Für eine bessere Berufsorientierung in den Schulen Eine Kooperationsvereinbarung „Übergang Schule – Beruf“ unterzeichneten im Offenbacher Gründerzentrum Ostpol die Stadt Offenbach, die IHK Offenbach am Main, das staatliche Schulamt, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Main Arbeit, das Handwerk, Hessen Metall, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie verschiedene Bildungsträger. Die Vereinbarung hat das Ziel, „Angebote zur sozialen und beruflichen Integration Jugendlicher in den Offenbacher Schulen besser abzustimmen.“ Offenbachs Bürgermeisterin Birgit Simon wies darauf hin: „Die Schwierigkeiten vieler junger Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf haben vielfältige Ursachen. Teilweise existiert eine nur unzureichende Qualifikation der Jugendlichen für die Berufsausbildung, die ihrerseits auf schwierige soziale Verhältnisse in den Elternhäusern und fehlende Lernerfolge in der Sekundarstufe I zurückzuführen sind.“ Die Jugendlichen selbst befänden sich in einer Lebensphase, in der die Persönlichkeitsentwicklung in den Mittelpunkt rücke und Orientierungsschwierigkeiten an der Tagesordnung seien. IHK-Hauptgeschäftsführerin Eva Dude erklärte: „Die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf liegt der IHK Offenbach seit vielen Jahren am Herzen. Deshalb engagieren wir uns auch in der landesweiten Strategie OLOV – Optimierung der lokalen Vermittlung – und weit darüber hinaus. Die Zusammenarbeit mit allen Akteuren ist für uns dabei von besonderer Bedeutung.“ Die Innovationskraft deutscher Unternehmen hänge eng mit gut qualifizierten Arbeitskräften zusammen. Die Chancen, einen

Ausbildungsplatz zu finden, seien noch nie so gut gewesen wie heute. Aktuell gebe es elf Prozent mehr Ausbildungsplätze als 2010, während die Bewerberzahl gleichzeitig um sieben Prozent gesunken sei. „Mit dazu beigetragen hat auch, dass unsere Ausbildungsberater unentwegt Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung

es darum gehen, diese Kooperation in den einzelnen Schulen umzusetzen und zu verankern. Das Staatliche Schulamt wird diesen Prozess unterstützen.“ Bürgermeisterin Simon verdeutlichte: „Im Netzwerk Berufsorientierung arbeiten verschiedene Akteure zusammen. Alle Kooperationspartner sind sich einig, dass der Pro-

Unterschrieben stellvertretend für alle Kooperationspartner den Vertrag (sitzend v. l.): Dr. Peter Bieniussa, Staatliches Schulamt Offenbach, Offenbachs Bürgermeisterin Birgit Simon und IHK-Hauptgeschäftsführerin Eva Dude. Von den weiteren Kooperationspartnern waren anwesend (stehend v.l.): Dr. Matthias Schulze-Boeing, Main Arbeit GmbH, Margot Karl, Verbundgeschäftsführerin IB Hessen, Alois Schwab, Kreishandwerkerschaft Offenbach, Stadtrat Paul-Gerhard Weiß, Jürgen Schomburg, GOAB, Karsten Lamers, Handwerkskammer Rhein-Main, Frank Herrmann, DGB Südosthessen, Thomas Iser, Arbeitsagentur Offenbach, Matthias Rust, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Franco Marincola, CGIL-Bildungswerk e.V.und Reinhold Maisch, Arbeitskreis Schule-Wirtschaft. Foto: Schaab/IHK

beraten und so in diesem Jahr bislang 207 neue Ausbildungsplätze in 126 erstmals ausbildenden Unternehmen akquirieren konnten“, so Dude. Dr. Peter Bieniussa vom Staatlichen Schulamt wies in seinem Grußwort darauf hin, dass mit der Vereinbarung ein erster Meilenstein, der hessenweit Bedeutung hat, gesetzt worden sei. „In den nächsten Monaten wird

zess der sozialen und beruflichen Integration junger Menschen nur dann erfolgreich ist, wenn die unterschiedlichen Akteure sich abstimmen und eng und praxisorientiert zusammenarbeiten.“ Die Unterzeichner vereinbarten eine verbindliche Zusammenarbeit mit und in den allgemeinbildenden Schulen in der Stadt Offenbach.

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IHK AKTUELL

Offenbacher Dialog der IHK mit Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen

Clouth: „EU-Stabilitätskriterien wieder durchsetzen" Beim Offenbacher Dialog, am 17. Oktober 2011, in der IHK Offenbach am Main ging es um das Thema „Instabile Finanzmärkte – Herausforderungen für den Mittelstand im globalen Wettbewerb". Gastreferent war Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG. Fitschen machte deutlich: „Der europäische Bankensektor steht heute deutlich besser da als vor zwei bis drei Jahren. Die Banken sind erheblich besser kapitalisiert und weniger

von kurzfristiger Liquidität abhängig. Dessen ungeachtet wächst die Sorge, dass die aktuelle Krise, sollte sie länger andauern, die Kreditversorgung der Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Dafür gibt es derzeit allerdings in Deutschland keinerlei Anzeichen. Unternehmen finden ein günstiges Finanzierungsumfeld vor. Wir stehen bereit für eine Ausdehnung der Kreditvergabe an den Mittelstand. Denn wir sind davon überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft robust dasteht, auch wenn sich das Wachstum abschwächt.

(V.l.n.r.) Umrahmt vom Präsidenten der IHK Offenbach am Main Alfred Clouth, IHK-Vizepräsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller, IHK-Hauptgeschäftsführerin Eva Dude, Sabine Hermsdorf und Thomas Jünemann von der Deutschen Bank in Offenbach trug sich Gastreferent Jürgen Fitschen (Mitte) ins IHK-Gästebuch ein. Foto: Schaab/IHK

Die Unternehmen sind solide finanziert.“ IHK-Präsident Alfred Clouth erklärte in seiner Begrüßungsrede: „Obwohl die realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut sind, wirken sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten negativ auf die zukünftigen Erwartungen aus. Der Höhepunkt des Konjunkturaufschwungs scheint daher überschritten zu sein.“ Schuldenabbau in den EU-Staaten allein reiche nicht aus. Tiefgehende Strukturreformen seien notwendig. „Auch müssen im Hinblick auf zukünftiges Wirtschaftswachstum die Grundlagen heute geschaffen werden: Ausbildung von Fachkräften, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die wirtschaftsnahe Infrastruktur sind trotz der widrigen Bedingungen notwendige Maßnahmen“, so Clouth. Die IHK-Organisation habe sich klar für die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms ausgesprochen. Er sei die Klammer, um die Eurozone zusammen zu halten. „Was wir jedoch nicht wollen ist, dass die EU zu einem Haftungsverband ohne individuelle Gegenleistung der Mitgliedsstaaten wird. Die Verantwortung der nationalen Regierungen für ihre jeweiligen Finanzen ist die Handlungsgrundlage der Gemeinschaft. Die Stabilitätskriterien müssen wieder durchgesetzt und die Hemmschwellen für das europäische Schuldenmachen erhöht werden“, forderte Clouth. Zur Euro-Rettung sehe er keine Alternative. „Über 60 Prozent der deutschen Ausfuhren gehen in die Europäische Union, über 40 Prozent in den Euroraum. Daher dürfen wir als Mittelständler die ökonomischen Vorteile der europäischen Währung nicht unterschätzen“, verdeutlichte der IHK-Präsident.

Was ist ein „guter Arbeitgeber“? Beim IHK-Kommunikations-Frühstück am 15. November 2011, 9:00 bis 11:00 Uhr wird das Thema „Employer branding – die Arbeitgebermarke“ im Mittelpunkt stehen. Wie gewinnen und binden attraktive Unternehmen Mitarbeiter? Was macht einen „guten Arbeitgeber“ aus? Wie gelingt es, in der Personalgewinnung gegenüber dem Wett-

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bewerb „anziehend zu sein“? Dies sind nur Beispiele für Fragestellungen, die vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des „Kampfes um die besten Köpfe“ in der Veranstaltung diskutiert werden. Die Veranstaltung findet in der IHK, Frankfurter Straße 90, 63067 Offenbach am Main statt.

Kontakt: Scolastica Treccarichi Telefon (0 69) 82 07-1 13 E-Mail treccarichi@offenbach.ihk.de


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TITELTHEMA

Massenartikel wie Pipettenspitzen aus Kunststoff gehรถren zur Standardproduktion von Ratiolab. Foto: Ratiolab


TITELTHEMA

Ratiolab in Dreieich

Große Pläne mit kleinen Teilen Pipettenspitzen, Röhrchensysteme und Gefäße – unterschiedlichste Verbrauchsmaterialien aus Kunststoff, die in medizinischen und wissenschaftlichen Laboren benötigt werden, stellt die Ratiolab GmbH in Dreieich her. flexibel und kundennah arbeiten, was bei den großen Herstellern schwieriger ist. Wir entwickeln und fertigen immer mehr Artikel den speziellen Erfordernissen unserer Kunden entsprechend. Es ist uns wichtig, marktorientiert zu handeln.“ Ein wichtiges Thema sei inzwischen die Laborautomation. Mit 29 Jahren übernahm Johannes Frauendörfer das Unternehmen und begann selbst Laborartikel zu fertigen. Foto: Ratiolab Dabei werden häufig oder in großem it einem breiten Portfolio an Kunst- Umfang erforderliche Laborprozesse automastoffartikeln für die Lagerung, den tisiert. In diesem Bereich kooperiere Ratiolab Transport und die Analyse flüssiger Sub- direkt mit den jeweiligen Herstellern. „Wir stanzen richtet sich das Unternehmen an haben bereits einige neue Produkte zum Lamedizinische und wissenschaftliche Labore gern und Pipettieren in der Pipeline, die wir sowie an Kunden aus der Pharma- und Le- nächstes Jahr auf den Markt bringen“, künbensmittelindustrie. Das Sortiment umfasst digt der Diplom Kaufmann an. mehr als vierhundert Standardartikel, darunter Pipettenspitzen, Küvetten – das sind Dreieich ist perfekt spezielle Gefäße für optische Untersuchun- 1998 übernahm Johannes Frauendörfer die gen –, Vernichtungsbeutel, sowie diverse 1976 von Klaus F. Müller gegründete Firma. Produkte für Tiefkälte-Anwendungen. Der „Vor meinem Einstieg konzentrierte sich das Vertrieb erfolgt über den Laborfachhandel. Unternehmen auf Entwicklung und Vertrieb. Wir haben das Konzept zunächst weitergeGeschäftsführer Johannes Frauendörfer er- führt, dann aber zunehmend selbst Produkte klärt: „Der immer noch wachsende deutsche hergestellt beziehungsweise extern herstelMarkt, ist für uns von großer Bedeutung, len lassen“, berichtet der Geschäftsführer aber schon heute exportieren wir 40 Prozent und fügt hinzu: „Damals hatten wir sieben unserer Produkte. Wir haben Kunden in 35 Mitarbeiter, heute sind es 42.“ Also wechLändern weltweit und wollen den Export selte er vor fünf Jahren mit seinem Team die noch verstärken.“ Ausländische Vertriebs- Straßenseite und bezog das heutige Firmenschwerpunkte seien derzeit Westeuropa, der gebäude mit 2.500 Quadratmetern Lager und Mittlere Osten und Asien. Um den osteuro- Produktionsfläche sowie 500 Quadratmetern päischen Markt besser zu erschließen, gebe für die Verwaltung. Ein größerer Standortes inzwischen eine Niederlassung in Ungarn. wechsel habe nicht zur Debatte gestanden. Seine Position innerhalb der deutschen Bran- „Wir haben hier die ideale Anbindung an che schätzt er folgendermaßen ein: „Als mit- zwei Autobahnen, die Nähe zum Flughafen telständischer Produktanbieter können wir und eine gute Bahnanbindung. Der Standort

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Dreieich ist für uns einfach perfekt“, erklärt der 42-Jährige.

Fachkräfte fehlen Die Entwicklung im Energiesektor und der Fachkräftemangel machen Frauendörfer derzeit Sorgen. „Unsere Produktion verursacht einen hohen Energieverbrauch, so dass Veränderungen in der Energiebranche uns direkt betreffen. Fachleute für Kunststoffverarbeitung sind hier kaum noch zu finden. Selbst in den Hochburgen der Kunststoff verarbeitenden Industrie, zum Beispiel in Baden-Württemberg, sind sie knapp. Inzwischen wird es sogar schwierig, Personal für Verwaltung und Vertrieb auf dem freien Markt zu bekommen. Das funktioniert fast nur noch über Personalberater oder Zeitarbeitsfirmen“, klagt er. Darum bilde sein Unternehmen selbst aus und die Zufriedenheit der Mitarbeiter genieße einen hohen Stellenwert. Frauendörfer: „Wir legen großen Wert auf gemeinsame Aktivitäten und Projekte, wie das jährliche Familiensommerfest oder die Teilnahme am JP Morgan Firmenlauf. Zudem können Mitarbeiter den Gegenwert ihrer Überstunden für einen guten Zweck spenden, das Unternehmen stockt den Betrag auf. Gemeinsam haben wir ein Unternehmensleitbild entwickelt, das große Akzeptanz erfährt.“ Die Bemühungen tragen Früchte: „Die Fluktuation bei Ratiolab ist sehr gering“, freut sich der Firmenchef. Kontakt: Johannes Frauendörfer Geschäftsführer Ratiolab GmbH Telefon (0 61 03) 3 00 25-0 E-Mail jf@ratiolab.com

Autorin: Birgit Arens-Dürr Telefon (0 69) 82 07-2 48 E-Mail arens@offenbach.ihk.de

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TITELTHEMA

Pharma Test Apparatebau AG

Hier geht es den Pillen an die Substanz Seit über 30 Jahren beschäftigt sich die Pharma Test Apparatebau AG in Hainburg mit der Prüfung qualitätsrelevanter Daten während und nach der Herstellung von pharmazeutischen Produkten. Das Produktportfolio umfasst einfache, manuell zu bedienende Apparate für die physikalische Prüfung von Arzneimitteln (Gewicht, Festigkeit, Abmessung) bis hin zu vollautomatischen, analytischen Prüfsystemen zur Bestimmung des chemischen Wirkstoffgehalts der Medikamente. „Die Geschäftsidee ist 1979 aus einer Tüftelei in der Garage entstanden“, erzählt Gründer und Vorstandsvorsitzender der Pharma Test Apparatebau AG Franz Fähler. „Damals waren wir nur zu zweit. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen insgesamt 40 Mitarbeiter, 20 davon arbeiten in Hainburg direkt.“ Seit 1997 beschränke man sich in der Hainburger Muttergesellschaft auf die Konfigurierung, den Service, die Administration und die Wartung der Geräte. In der Zweigstelle Klipphausen in Sachsen werden die Apparate gefertigt und weltweit exportiert. „80 Prozent unserer Produkte verkaufen wir ins Ausland. 40 Prozent in die EU-Länder. Der Rest geht nach Asien, Südamerika, Nordafrika und in die arabischen Staaten“, so Fähler. „Besonders beliebt und auf dem Vormarsch sind unsere Prüfgeräte in Japan, China, Korea und Indonesien.“ Um die Kunden besser zu erreichen, habe sich Pharma Test ein weltumspannendes Netzwerk aus über 70 Vertriebspartnern aufgebaut. So habe die Pharma Test Group direkte Vertriebsstellen in England, Ungarn, Ägypten, Canada und Indonesien. „Seit Juni 2011 gibt es auch eine Serviceund Vertriebsniederlassung in Indien“, erklärt Björn Fähler, stellvertretender Vorsitzender der Pharma Test Apparatebau AG. „Damit haben wir einen Standort, der sich sehr nahe am asiatischen Raum befindet, dem wichtigsten Pharmamarkt der Zukunft.“ Die Frage ob die Fertigung auch irgendwann nach Indien auswandert, ist aber noch nicht eindeutig geklärt: „Der Kostendruck wird uns sicherlich zwingen zeitintensive Arbeiten ins Ausland zu verlagern“, meint Fähler Senior. „Allerdings muss man bedenken“, wirft Fähler Junior ein, „dass unsere Geräte

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Björn Fähler, stellvertretender Vorsitzender der Pharma Test Apparatebau AG (links), gemeinsam mit seinem Vater und Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens Franz Fähler vor dem IDS 1000, einem vollautomatischen Wirkstofffreigabeprüfsystem mit integrierter Lichtleitertechnologie. Dieses Prüfsystem wird in Laboren beispielsweise bei der Produktentwicklung oder zur Bestimmung des Wirkstoffgehalts in Arzneimitteln eingesetzt. Foto: Schaab/IHK

keine Massenprodukte sind und eine hohe Qualität erfordern. Seit 1996 sind wir ISOzertifiziert und das Siegel ,Made in Germany‘ gilt immer noch als Auszeichnung.“ Mit einer Wachstumsrate von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sehe die Zukunft jedenfalls noch rosig aus, auch wenn sich Hainburg weltweit im Wettstreit mit sechs weiteren Firmen aus den USA, der Schweiz und Deutschland befinde. Die Arzneimittelindustrie wachse. In Asien beispielsweise seien chemische Medikamente bisher kaum verbreitet gewesen – das ändere sich jetzt. „Momentan hilft uns die partizipierte Währungsschwäche des Euro, um sich auf dem asiatischen Markt gegen die Konkurrenz aus den USA durchzusetzten“, betont Franz Fähler. „Allerdings erwarten wir für das nächste Jahr keine große Steigerung mehr. Problematisch kann es werden, wenn die Finanzkrise die asiatischen Märkte ansteckt.“ Zumindest um die Unternehmensnachfolge muss sich Fähler Senior keine Sorgen mehr machen. Sein Sohn, Björn Fähler, hat die Unternehmensphilosophie quasi mit

der Muttermilch eingesogen. Er übernimmt langsam das Ruder für Vaters Vermächtnis und möchte auf jeden Fall die Produktpalette erweitern. Für die Zukunft wünschen sich beide, dass die Eurozone erhalten bleibt und die Staaten besser haushalten. „So wie wir Unternehmer oder Otto Normalverbraucher. Wir geben auch nur das aus, was wir tatsächlich einnehmen“, schmunzelt der Vorstandsvorsitzende.

Kontakt: Björn Fähler Stellvertretender Vorsitzender Pharma Test Apparatebau AG Telefon (0 61 82) 95 32-7 71 E-Mail b.faehler@pharma-test.de

Autorin: Viktoria Schaab Telefon (0 69) 82 07-4 03 E-Mail schaab@offenbach.ihk.de


TITELTHEMA

Ortho-Klinik Rhein/Main

Schulter und Knie in guten Händen Seit 2004 hat die ehemalige Goldpfeilvilla in der Frankfurter StraĂ&#x;e in Offenbach einen modernen Anbau. Das Ensemble aus dem neuen Funktionsgebäude und dem denkmalgeschĂźtzten Jugendstilhaus beherbergt die Ortho-Klinik Rhein/Main. Dr. Adalbert Missalla, der sich 1993 als Orthopäde in Offenbach niedergelassen hat, leitet das Behandlungs- und Operationszentrum. Angeschlossen ist eine eigenständige RehaAbteilung im Altbau. Insgesamt sind in den beiden Gebäuden 70 Mitarbeiter beschäftigt. Vorsichtig, auf zwei KrĂźcken gestĂźtzt, betritt die Patientin Nicole Streb das Sprechzimmer im Erdgeschoss der Klinik. Das RĂśntgenbild auf dem Computermonitor zeigt ihr Kniegelenk, in dem zwei dicke Schrauben stecken. „Ich bin schon zweimal operiert worden“, berichtet sie. Stabil sei ihr Knie dennoch nicht, es knicke häuďŹ g einfach weg. Missalla bespricht mit der Patientin einen Therapieplan. Sie solle zuerst versuchen, mit Krankengymnastik das Knie zu stabilisieren. Beim Versagen der Therapie stehe eine erneute Operation an, die wegen des Fremdmaterials schwierig werde. „Ich benutze in einem solchen Fall nur kĂśrpereigenes Material, das viel besser einwächst“, erklärt er. Wegen dieser fremdmaterialfreien Kreuzbandtechnik hospitierten Ă„rzte aus dem Inund Ausland bei ihm. Im Oktober stelle er sie auf einem Fachkongress in Polen vor. „Ich beschäftige mich seit Jahren mit Knieund Schulterproblemen, woraus sich die Spezialisierung der Ortho-Klinik ergeben hat. Aus organisatorischen GrĂźnden und aus GrĂźnden der optimierten Patientenbehandlung kĂśnnen wir ausschlieĂ&#x;lich Patienten mit Knie- und Schulterverletzungen sowie mit Sportunfällen behandeln“, berichtet der Orthopäde. Der Altersdurchschnitt seiner Patienten liege – was Verletzungen der Schulter und der Kreuzbänder angeht – bei 20 Jahren, bei degenerativen Veränderungen an der Schulter meistens deutlich Ăźber 60 Jahren. Die jungen Patienten seien meist Sportler. „Bei deren Behandlung hilft mir meine eigene Erfahrung als Spitzensportler“, erklärt das ehemalige Mitglied der deutschen Judo-Nationalmannschaft. Inzwischen kämen auch Patienten aus dem Ausland zu ihm. „Die gĂźnstigen Verkehrsverbindungen,

die wir in Offenbach mit dem nahen Flughafen und den Autobahnen haben, sind da von Vorteil.“ FĂźr den Standort spreche auĂ&#x;erdem, dass die Mieten niedrig und die Atmosphäre in der Stadt weltoffen und freundlich sei. Missallas ärztliche Kollegen in der Ortho-Klinik sind der Orthopäde Dr. Uwe KĂśnig und die Narkoseärztin Uta Daur-Staufenberg. Im ersten Stock des Neubaus beďŹ nden sich zwei Operationsräume und der Aufwachraum mit sieben Betten und Monitoring-Einheit. Das zweite Obergeschoss beherbergt die Station mit insgesamt acht Betten in Einzel- und Doppelzimmern mit jeweils eigenem Bad. Die Auslastung der Klinik ist laut Missalla hoch. Das Gros der Patienten werde ambulant behandelt. FĂźr die Nachbehandlung steht ihnen die benachbarte RehaAbteilung zur VerfĂźgung. „Da viele unserer Patienten, besonders Kassenpatienten, nach den Operationen keine zeitnahen Termine bekommen haben, um fachgerecht nachbehandelt zu werden, waren wir gezwungen eine Reha Abteilung zu grĂźnden, um den Operationserfolg zu sichern“, berichtet der Arzt und ergänzt: „Selbstverständlich werden dort auch andere Patienten behandelt, wenn die Kapazitäten es erlauben.“ In der alten Villa seien auĂ&#x;erdem Seminarräume untergebracht, in denen die monatlichen Schulungen des eigenen Personals und der Mitarbeiter der Reha-Abteilung stattfänden. Auch auswärtige Physiotherapeuten, Allgemeinärzte sowie Orthopäden und Chirurgen wĂźrden dort fortgebildet. „Wir haben ein gutes Netzwerk mit Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten und Fachärzten in der Region. Die Patienten empďŹ nden das als sehr angenehm, da sie vor der Operation von den Kollegen konservativ behandelt werden und falls notwendig zeitnah bei uns operiert werden kĂśnnen“, erklärt Missalla und nennt seine weiteren Pläne: „Wir werden noch intensiver Ăźber VorbeugungsmaĂ&#x;nahmen aufklären, damit die HäuďŹ gkeit und die Schwere der Verletzungen reduziert werden. AuĂ&#x;erdem arbeiten wir daran, unsere operativen Techniken weiter zu verbessern. Wir entwickeln neue Methoden, wobei wir mit

Dr. Adalbert Missalla misst das Knie der Patientin Nicole Streb im Beisein seiner Helferin Silke Schier aus. Foto: Arens-DĂźrr/IHK

dem Unternehmen Reinhard Feinmechanik, Dietzenbach, kooperieren, das die Präzisionswerkzeuge nach unseren Vorgaben fertigt. SchlieĂ&#x;lich werden wir, um die Patienten optimal versorgen zu kĂśnnen, weitere Kollegen aufnehmen – solche, die in unseren Spezialgebieten fĂźhrend sind.“ Kontakt: Dr. Adalbert Missalla Telefon (0 69) 80 08 81-60 E-Mail praxis@ortho-rhein-main.de www.ortho-rhein-main.de

Autorin: Birgit Arens-DĂźrr Telefon (0 69) 82 07-2 48 E-Mail arens@offenbach.ihk.de

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Birgit Arens-Dürr hat

Mit seinem Unternehmen „in puncto gesundheit“ übernimmt Hans Dieter Schaupp die Planung des Gesundheitsmanagements in mittelständischen Unternehmen und hilft auf Wunsch bei der Umsetzung des Konzepts. „Kranke Mitarbeiter sind teuer“, erklärt Schaupp, „sogar noch teuerer, wenn sie trotz Krankheit zur Arbeit gehen. Sie können andere anstecken, ihrer Gesundheit langfristig schaden und machen beim Arbeiten möglicherweise Fehler.“ Aktuellen Berechnungen nach verliere die deutsche Volkswirtschaft jährlich 225 Milliarden Euro durch kranke Arbeitnehmer. Für den Gesundheitsmanager liegt es auf der Hand: Arbeitgeber können viel Geld sparen, wenn sie in Vorbeugemaßnahmen investieren. Vor zehn Jahren schied Schaupp ausgebrannt aus einem festen Arbeitsverhältnis als Leiter einer IT-Abteilung aus: „Was heute als Burn-outSyndrom in aller Munde ist, war damals kaum bekannt. Als Betroffener habe ich mich intensiv damit beschäftigt, um einen Weg aus der Krankheit zu finden. Und wenn ich mir selbst helfen konnte, warum sollte ich dann nicht auch anderen helfen?" Er erwarb Qualifikationen unter anderem als Fitness-Trainer, Trainer für Sportrehalbilitation, Ernährungsberatung und Entspannung, wurde Mentalcoach und arbeite zunächst als Fitnesstrainer. Inzwischen engagiert er sich seit zwei Jahren auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Schaupp kooperiert mit einer Fachärztin für Betriebsmedizin, dem Deutschen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) und der Initiitiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e.V. Sein Einsatz beginnt mit einem Informationsgespräch mit der Geschäftsleitung, in dem gemeinsam die Ziele definiert werden. Anschließend wird der Betrieb mit all seinen Organisationsund Arbeitsprozessen analysiert. „Dazu gehört, dass ich die Mitarbeiter befrage - entweder in ihrer Gesamtheit oder abteilungsweise. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass für 80 Prozent der Belegschaft ein gesundes Betriebsklima von gro-

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er die Bildung von Gremien, die die Einhaltung ßer Bedeutung ist“, berichtet Schaupp. Auch das der Maßnahmen und ihre Wirksamkeit überprüManagement werde interviewt und - falls vorfen. Fehlen im Unternehmen die Möglichkeiten handen - die Unternehmensphilosophie geprüft. dazu, hilft auch hier der externe Berater. Aus den Ergebnissen der Analyse und der Befragungen lasse sich dann ableiten, wie die Ar„Der einzelne Arbeitnehmer will mit seinen beitsbedingungen langfristig verbessert werden individuellen Bedürfnissen und Nöten wahrgekönnen. „Mir ist es wichtig, gemeinsam mit dem nommen werden. Führungskräfte müssen dafür Management betriebsspezifische, nachhaltige mehr Sensibilität entwickeln, wenn ihre Firmen Lösungen zu finden“, versichert Schaupp. „Und im härter werdenden Wettbewerb um qualifidie Mitarbeiter müssen informiert und eingezierte Mitarbeiter zukünftig noch Chancen habunden werden. Nur wenn alle mitziehen, kann ben sollen,“ gibt Schaupp zu bedenken. das Konzept erfolgreich sein.“ An den Arbeitsplätzen ließen sich oft einfach Verbesserungen erreichen. „Ich sehe nach, wie es um die Ergonomie bestellt ist, um die Lichtverhältnisse und die Lärmbelastung und erkläre, welche Änderungen sinnvoll sind“, sagt der Gesundheitsmanager. Weitere Maßnahmen, können zum Beispiel Vereinbarungen über individuelle Pausen, Sportangebote während der Arbeitszeit oder die Gründung einer Betriebssportgruppe sein. Außerdem seien Mentaltraining und Stressmanagement wichtige Bausteine. „Unter den zunehmenden psychischen Belastungen können Mitarbeiter aller Betriebsebenen leiden. Burn-out ist keine Managerkrankheit“, ist Schaupp überzeugt. „Die permanente Erreichbarkeit, internationaAuf ganzheitliches Gesundheitsmanagement für mittelständische le Verbindungen und MehrUnternehmen hat sich Hans Dieter Schaupp spezialisiert. Foto: Arens-Dürr/IHK fachbelastungen werden schnell zu Stressfaktoren Unternehmen: in puncto gesundheit, Rückertstraße 45, und schaden Gesundheit 63165 Mühlheim am Main, www.in-puncto-gesundheit.de und Leistungsfähigkeit.“ DaKontakt: Hans Dieter Schaupp, Telefon (06108) 790448, mit die Umsetzung des KonE-Mail info@in-puncto-gesundheit.de zepts funktioniert, empfiehlt


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Oratho Orthopädie- und Rehatechnik GmbH

Mit smarter Rehatechnik leichter und selbstbestimmter leben Seit über 20 Jahren ist die Oratho Orthopädie- und Rehatechnik GmbH am Kaiserlei in Offenbach ein Fachbetrieb für Orthopädie- und Rehabilitationstechnik. Geführt wird die Gesellschaft von den beiden Partnern Ralf Büttinghausen und Jörg Metzger. Zu den Kunden zählen sowohl gewerbliche als auch private Verbraucher. Seit Februar 2011 haben die beiden Inhaber ein Orthopädietechnisches Versorgungszentrum (OVZ) speziell für Kinder und Jugendliche eröffnet, das sich, laut eigenen Angaben, großer Beliebtheit erfreut. Der Fachbetrieb hat sich auf die drei Bereiche Versorgung von Kindern und Erwachsenen, Standardrehatechnik und Elektrische Mobilität spezialisiert. Im firmeneigenen Gebäude in der Berliner Straße 312 befinden sich auf zirka 750 Quadratmetern die Bereiche Beratung, Verkauf, Verwaltung, Produktion und das Lager. Auf die Bedürfnisse

Ralf Büttinghausen, Geschäftsführer der Oratho Orthopädie- und Rehatechnik GmbH, erklärt die Funktionsweisen einer Orthese für Kinder, die das Gehen und Stehen erleichtern soll. Foto: Schaab/IHK

kleiner Patienten ist man im neuen Orthopädietechnischen Versorgungszentrum (OVZ) für Kinder und Jugendliche eingerichtet. „Hier können sich auf 120 Quadratmetern Eltern und Kinder vor Ort von Experten ausführlich beraten lassen sowie verschiedene Spezialprodukte gleich ausprobieren“, so Ralf Büttinghausen, Geschäftsführer der Oratho Orthopädie- und Rehatechnik GmbH. Im OVZ bekomme man Ralf Büttinghausen, Geschäftsführer der Oratho Orthopädie- und Rehatechnik GmbH, vor dem Orthopädietechnischen Versorgungszentrum (OVZ) für Kinder und Rollstühle unter- Jugendliche auf einem elektrischen Rollator. Foto: Schaab/IHK schiedlichster Art für Sport, Schule und Freizeit mit oder ohne Produktion, ein Lagerist verwaltet das LaElektroantrieb – je nach Bedarf Spezialkin- ger, zwei Außendiensttechniker liefern und derwagen, Autositze, Geh- und Stehhilfen, montieren Rehabilitationshilfsmittel und Sitz- und Liegeschalen, die in der Werkstatt der Rest sitzt in der Verwaltung. „Der hohe nach Körperabdruck aus Gips für Patienten Verwaltungsaufwand schnürt uns die Luft mit deformiertem Rücken gefertigt werden, ab“, erklärt Inhaber Ralf Büttinghausen die Betten, Hilfsmittel für Dusche und Bade- Personalverteilung. „Jedes Produkt muss wanne, verschiedene Orthesen, Körperer- zertifiziert, präqualifiziert und dokumensatzstücke, Schienen, Bandagen sowie viele tiert werden und das mit teuren, sehr aufweitere Utensilien, damit Menschen mit Be- wendigen Softwaresystemen. Die Verträge hinderung ein leichteres und selbstbestimm- zwischen den Krankenkassen und uns haben teilweise einen Umfang von 300 Seiten. teres Leben führen können. Aktuell besteht das Oratho-Team aus 28 Produkthaftung, Eigentumsrechte, mediziMitarbeitern. Vier davon sind Auszubil- nische Standards, das alles muss geregelt dende in den Berufen Kauffrau im Gesund- und schriftlich festgehalten werden. Ein heitswesen und Orthopädietechniker. Zehn einfacher Krückstock hat mittlerweile eine Techniker arbeiten in der Werkstatt in der Dokumentation über sieben Seiten. Daher

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sind bei uns die meisten Mitarbeiter in der Verwaltung angestellt.“ Trotz aller Bemühungen und Erfolge ist die Stimmung im Unternehmen eher gedrückt: „Wir spüren, dass das Gesundheitssystem krankt. Die Kassen sind leer“, ergänzt der studierte Betriebswirt und Orthopädietechniker. „Die Abgabepreise reduzierten sich in den letzten acht Jahren immens. Wenn beispielsweise ein Rollator zu D-Mark-Zeiten zirka 1200 Mark kostete, so findet man heute mittlerweile im Internet Rollatoren für 49 Euro. In Asien werden erhebliche Stückzahlen billig produziert. Daher ist der Kostendruck mittlerweile enorm vor allem seitens der Kostenträger. Denn jeder Lieferbetrieb hat vorab einen Vertrag mit den

Krankenkassen und dieser Vertrag diktiert festgesetzte Preise.“ Für die Zukunft wünscht sich der Geschäftsmann, dass die Politik endlich mehr Geld ins Gesundheitssystem investiert: „Denn das Gesundheitssystem in der heutigen Form funktioniert nur deshalb, weil die kleinsten Getriebe, die Ergotherapeuten, durch Krankenkassenverträge gezwungen werden immer mehr zu arbeiten, für immer weniger Geld. Die Angestellten arbeiten jetzt bereits an ihrer Kapazitätsgrenze und es gibt weiterhin immer mehr Ältere sowie Kranke, die Hilfe dringend benötigen. Wenn es so weitergeht, sind unsere Kunden schlussendlich die Leidtragenden und das wollen wir auf keinen Fall.“

Kontakt: Ralf Büttinghausen Geschäftsführer der Oratho Orthopädie- und Rehatechnik GmbH Telefon (0 69) 80 10 83-0 E-Mail info@oratho.de www.oratho.de

Autorin: Viktoria Schaab Telefon (0 69) 82 07-4 03 E-Mail schaab@offenbach.ihk.de

Unfallopfer schneller bergen Wenn nach einem Unfall eingeklemmte Personen aus einem Auto befreit werden müssen, kann es um Sekunden gehen. Den Rettungskräften wird ihre Arbeit oft durch harte Karosserieversteifungen erschwert.

Elektrische Komponenten und Leitungen dürfen nicht beschädigt werden, es könnten sonst zum Beispiel weitere Airbags ausgelöst werden. Die Hindernisse liegen in jedem Modell anders. Deshalb halten die meisten Autohersteller zu ihren Fahrzeugen Rettungskarten bereit. Das sind kostenlos erhältliche DIN A4-Blätter, die die Die Safetybag mit der Rettungskarte wird im hinteren Seitenfenster des Autos oder zusammen mit Feinstaubplakette oder Autobahnvignette an der Frontscheibe angebracht. Foto: Skali

Dr. Pietsch: Zähne als Visitenkarte Studien zeigen: Schöne Zähne sind heute ein Schlüssel zum Erfolg. Weil die Wenigsten von Natur aus das perfekte Gebiss haben, helfen wir ein wenig: mit Veneers, vollkeramischem Zahnersatz und sanftem Bleaching.

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relevanten Konstruktionsdaten des jeweiligen Modells zeigen. Rettungskarten sollten im Fahrzeug gut sichtbar und zugänglich platziert werden. Zur Aufbewahrung und Befestigung bietet Skali-Consulting aus Mainhausen unterschiedlich gestaltbare stabile Hüllen an. Die so genannten „Safetybags“ sind selbsthaftend und können rückstandsfrei abgezogen und wieder angebracht werden. Dank einer lichtreflektierenden Oberfläche ist die Hülle, in der sich die zusammengefaltete Rettungskarte befindet, auch bei Dunkelheit schnell gefunden. 2011 zeichnete der internationale Verband der Selbstklebeetiketten-Industrie, Finat, das Produkt „Safetybag“ mit seinem Innovationspreis aus. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Download von Rettungskarten unter: www.meine-rettungskarte.de.

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IT-Systemhaus Compu Terra in Neu-Isenburg

Dokumente einfacher verwalten

Geschäftsführer der Compu Terra GmbH Egon Wirtz erklärt das elektronische Managementsystem ELO Office 9 in Verbindung mit dem Warenwirtschaftssystem Faktura Plus. Foto: Compu Terra GmbH

Seit 1987 bietet das IT-Systemhaus Compu Terra aus Neu-Isenburg die gesamte Palette von Leistungen aus einer Hand an: Hardware, Software, Netzwerke, Webdesign und IT-Sicherheit. Mit dem Jahreswechsel feiert die Firma ihr 25-jähriges Jubiläum. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf individuell anpassbaren Softwarelösungen für

mittelständische Unternehmen, zum Beispiel das Warenwirtschaftssystem Faktura Plus. Neu im Softwareangebot von Compu Terra ist ELO Office 9, ein elektronisches Managementsystem zum Archivieren und schnellen Auffinden von Dokumenten. Die Software wurde um eine halb- und vollautomatische Verschlagwortung erweitert. Das Programm kann sowohl als Einzellösung, zum Beispiel zur Archivierung von Einkaufsdokumenten, aber auch in Verbindung mit Faktura Plus oder anderen Warenwirtschaftssystemen eingesetzt werden. Kontakt: Günter Gieche, Compu Terra GmbH Telefon (0 61 02) 7 76 20 Telefax (0 61 02) 7 76 230 E-Mail ggieche@computerra.de

KURZ NOTIERT X Elektroautos ausleihen Offenbach. Seit 1. Oktober 2011 können Gewerbetreibende bei der Energieversorgung Offenbach (EVO) kleine Lieferwagen mit Elektroantrieb ausleihen. Die Leihgebühr betrage 75 Euro pro Tag. Der Transporter habe eine Reichweite von 50 Kilometern und erreiche eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde. Außerdem seien Sportwagen, Fahrräder, zweirädrige Segways und ein Motorrad, jeweils mit Elektromotoren, erhältlich.

X Note „sehr gut“ Frankfurt. Mit der Gesamtnote „sehr gut“ (1,4) hat die Stiftung Warentest die hessische Weiterbildungsdatenbank von Weiterbildung Hessen bewertet. Insgesamt wurden 26 Weiterbildungsdatenbanken getestet. Geprüft wurde unter anderem, wie gut in den Datenbanken die Suche eingegrenzt werden kann und wie einfach sie sich bedienen lassen. Außerdem wurde bewertet, wie aussagekräftig die Angaben zu Kursen und Bildungsanbietern sind und ob es weiterführende Informationen zum Thema Bildung gibt.

X Für vorbildliche Ausbildung Seligenstadt. Für ihre „vorbildliche Ausbildung junger Menschen im Fachbereich Garten- und Landschaftsbau“ erhielten Frank und Michael Stenger, Geschäftsführer der Stenger Garten & Pflanzen GmbH, jetzt das Ausbildungszertifikat der Agentur für Arbeit Offenbach verliehen.

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Western Union-Filiale in Offenbach eröffnet Die erste Offenbacher Niederlassung der Western Union International Bank (WUIB) hat ihre Geschäftsräume in der Herrnstraße 28. Antonia Rosens, WUIB-Deutschlandchefin, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer 31. Niederlassung nun auch in Offenbach besten Service vor Ort anbieten können. Wir haben uns daher für einen gut erreichbaren Standort in der Fußgängerzone entschieden.“ Die Kunden in der hiesigen Filiale würden von den Mitarbeitern sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch, Spanisch und Bosnisch beraten. Die WUIB biete weltweite Geldtransfers an, was etwa kleinen und mittelständischen Unternehmern eine bequeme und zuverlässige Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs ermögliche. Foto: WUIB


OFFENBACH | REGION RHEIN-MAIN

Commerzbank: Rohstoffkrise im Mittelstand Steigende Preise für Rohstoffe belasten den deutschen Mittelstand in erheblichem Maße. Für 67 Prozent der mittelständischen Unternehmen wirkt sich die Verteuerung derzeit negativ auf die Geschäfte aus. Drei von vier Unternehmen benötigen Rohstoffe oder rohstoffintensive Vorprodukte. Das sind die Ergebnisse der elften Studie der Initiative „Unternehmerperspektiven“ mit dem Titel „Rohstoffe und Energie: Risiken umkämpfter Ressourcen“ von TNS Infratest, im Auftrag der Commerzbank. 4.000 Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 2,5 Millionen Euro wurden dazu befragt. Commerzbank-Vorstandsmitglied Markus Beumer erklärte: „Während mehr als zwei Drittel der Unternehmer über Belastungen durch steigende Rohstoffpreise klagen, wirken sich die derzeit vieldiskutierten höheren Preise für Energie nur bei einem Drittel der Unternehmen schädlich auf die Bilanz aus. Man kann von einer regelrechten Rohstoffkrise im Mittelstand sprechen.“ Pro-

blematisch seien neben den Preissteigerungen insbesondere starke Preisschwankungen, die unternehmerische Planungen erschwerten. Die vollständige Studie sowie weitere Informationen gibt es unter www.unternehmerperspektiven.de.

Commerzbank-Vorstandsmitglied Markus Beumer stellte die Studie zu Rohstoffen und Energie vor. Foto: Claudia Kempf, Commerzbank AG

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Logistik ist ein People Business. Denn das Wichtigste in einem globalen Netzwerk mit immer komplexer werdenden Lieferketten ist jemand, auf den man sich verlassen kann. Und der weiß, wovon er redet. Unsere Berater kennen sich bestens aus in den Branchen ihrer Kunden. Sie sorgen dafür, dass jeder Einzelne von ihnen eine genau auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Logistik-Lösung bekommt. Und manchmal auch einfach nur ein offenes Ohr. Erfahren Sie, was wir für Sie tun können, auf www.dbschenker.com/de.


OFFENBACH | REGION RHEIN-MAIN

Druck- und Verlagshaus Zarbock weihte neue Druckmaschine ein Seit 87 Jahren gibt es die Frankfurter Druckerei Zarbock. Unter anderem wird auch die Offenbacher Wirtschaft dort gedruckt. Jetzt hat sich das Unternehmen erneut für eine Druckmaschine aus Offenbach von Manroland entschieden. Die Fünffarbendruckmaschine R 700 Directdrive ist die nach eigenen Angaben größte Einzelinvestition des Stefan Grüttner, hessischer Sozialminister, drückt den Startknopf zur DemonstraDruckhauses mit tion der neuen Druckmaschine bei Zarbock. Foto: Zarbock knapp 100 Mitarbeitern.

Lederwarenmesse: Bedeutung bestätigt Positiv beurteilten laut Messeleitung die 249 ausstellenden Firmen ebenso wie die 5.800 Fachbesucher die 135. Internationale Lederwaren Messe – I.L.M Summer Styles in der Messe Offenbach. Für alle Angebotssegmente berichteten die Aussteller von einer lebhaften Arbeitsstimmung und motivierten Facheinkäufern. Ursula A. Diehl, Geschäftsführerin der Messe Offenbach: „Der Erfolg dieser I.L.M Summer Styles zeigt erneut, dass die I.L.M Offenbach als Branchenmesseplatz für Lederwaren eine führende Rolle in Europa eingenommen hat.“ Für die Facheinkäufer von Lederwaren steht vom 10. bis 12. März 2012 die I.L.M Winter Styles mit den Neuheiten Herbst/Winter 2012/13 auf dem Programm. Foto: Messe Offenbach.

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„Für uns ist heute ein ganz großer Tag“, begrüßte Geschäftsführer Ralf Zarbock die rund 100 Gäste, die zur offiziellen Einweihung der Druckmaschine nach Frankfurt gekommen waren. Mit der Investition von rund 2,5 Millionen Euro wolle man „ein klares Zeichen für den Industriestandort Deutschland setzen“. Zudem habe sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben, „die grünste Druckerei im Rhein-Main-Gebiet zu sein“. Auch deshalb sei die Entscheidung auf die R 700 Directdrive gefallen, die alkoholfrei drucke und deren Abwärme zur Beheizung des Firmengebäudes genutzt werde. „Die Maschine kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt, sie verbindet neueste Technik mit Umweltschutz. Mit dieser Maschine hat Print eine Zukunft“, bekräftigte der Geschäftsführer. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner machte in seiner Festrede deutlich, „dass es ohne Print nicht gehen wird“. Er lobte die unternehmerische Entscheidung der beiden Geschäftsführer Ralf und Frank Zarbock und betonte, wie wichtig Innovation und Vernetzung in der heutigen Zeit seien. Marco Faulhaber, Leiter Service für Bogendrucksysteme bei Manroland, bedankte sich für die langjährige gute Partnerschaft zur Druckerei und betonte, dass die neue Druckmaschine

„höchste Effizienz bietet“. Gemeinsam wolle man der Investition „zur vollen Blüte“ verhelfen. Im Anschluss drückte Sozialminister Stefan Grüttner den Startknopf.

KURZ NOTIERT X Schnelles Internet kommt Mainhausen. Ein Zuschuss des Hessischen Wirtschaftsministeriums von rund 81.000 Euro verschafft 4.100 Haushalten in den Mainhausener Ortsteilen Mainflingen und Zellhausen die Möglichkeit auf einen schnellen Internet-Zugang. Wie Wirtschaftsminister Dieter Posch mitteilte, wurde ein entsprechender Antrag der Kommune bewilligt. „Breitbandinternet ist heute eine unerlässliche Infrastruktur für Bürger und Unternehmen und ein Standortfaktor für Kommunen. Der Ausbau der Versorgung ist deshalb konkrete Wirtschaftsförderung“, sagte Posch.

X 43 Prozent Umsatzplus Offenbach. Die starke Nachfrage nach Fachkräften machte es möglich. Im ersten Halbjahr 2011 steigerte die Brunel GmbH ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43 Prozent auf 71,9 Millionen Euro. Allein die Offenbacher Niederlassung habe dieses Jahr mehr als 80 hochqualifizierte Mitarbeiter eingestellt. Bis Jahresende rechne man mit weiteren 40 Einstellungen, so das Unternehmen.


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STARTHILFE | UNTERNEHMENSFĂ–RDERUNG

„ProďŹ t Lounge“ bewährt sich als Plattform fĂźr Unternehmen

EVO sagt Grßndern, wie Kunden kommen und bleiben waren Ostpol-Sprecher Lars Kissner und IHK-Geschäftsfßhrer Markus Weinbrenner.

Peter Saliger, EVO-Ressortleiter Vertrieb und Handel, empfahl den ZuhĂśrern sich in den Kunden hineinzuversetzen, um dessen BedĂźrfnissen besser gerecht werden zu kĂśnnen. Foto: EVO

Bei der vierten von der IHK Offenbach am Main und dem Ostpol-GrĂźndercampus organisierten „ProďŹ t Lounge“ standen die Themen Kundengewinnung und Kundenbindung im Mittelpunkt. 30 GrĂźnder und Jungunternehmer diskutierten mit Peter Saliger, Ressortleiter Vertrieb und Handel, und Andreas Hallwachs, Abteilungsleiter Firmenkundenvertrieb, von der Energieversorgung Offenbach AG (EVO). Moderatoren

„Kundengewinnung ist die Grundlage fĂźr die unternehmerische Existenz, Kundenbindung sichert erst den langfristigen Unternehmenserfolg“, hob Weinbrenner in seiner BegrĂźĂ&#x;ung hervor. Saliger betonte die Bedeutung der Kundennähe in Stadt und Kreis Offenbach: „Gerade in Offenbach werden unsere sechs Kunden-Informations-Zentren Ăźberdurchschnittlich genutzt. Dies ist fĂźr uns von groĂ&#x;em Vorteil, weil wir so viel Ăźber die BedĂźrfnisse der Kunden erfahren. Der Kunde will keine technischen Daten wissen. Er braucht Licht in der Wohnung und einen funktionierenden KĂźhlschrank. Weil wir verlässlich sind, einen guten Service und faire Preise bieten, bezieht er Strom von uns“, erklärte er. Sich in die Situation und Sichtweise des Kunden hineinzuversetzen, sei einer der wichtigsten Aspekte im Vertrieb. Hallwachs stimmte ihm zu: „Beim Kunden Ăźber den Kunden reden und heraushĂśren, was wir zur LĂśsung seiner Probleme beitragen kĂśnnen, das ist die Basis fĂźr die Kundengewinnung.“ Saliger empfahl zudem, den Kunden während des Entscheidungsprozesses intensiv, aber behutsam zu betreuen: „Auf keinen Fall dĂźrfen Sie den Kunden bevormunden. Er will das GefĂźhl haben, frei zu wählen und zu entscheiden. Darum bieten wir zum Beispiel verschiedene Tarife an.“

In der Diskussion wurde deutlich, wo die Stärken, aber auch Herausforderungen im Umgang mit dem Kunden liegen. „Ich beziehe Strom von der EVO, weil ich KickersFan bin“, bekannte Kissner. Dies zeige, wie die EVO als Hauptsponsor der Offenbacher Kickers die Emotionalität des FuĂ&#x;balls und eine hohe IdentiďŹ kation mit Offenbach auf das eigene Unternehmen Ăźberträgt und damit Kunden bindet. Eine groĂ&#x;e Herausforderung sei es fĂźr das Unternehmen, MĂśglichkeiten zu solch emotionaler Kundenbindung auch in anderen Regionen, etwa in Nordhessen, zu ďŹ nden.

Kontakt: Markus Weinbrenner Telefon (0 69) 82 07-2 51 E-Mail weinbrenner@offenbach.ihk.de

VERANSTALTUNGSHINWEIS Die nächste „ProďŹ t Lounge“ ďŹ ndet am 11. November 2011, 18:00 bis 21:00 Uhr, im Ostpol-GrĂźndercampus zum Thema Qualitätsmanagement mit Vertretern der GKN Driveline Deutschland GmbH aus Offenbach statt. Anmeldung: Katja Hebel Telefon (0 69) 66 77 96-1 26 E-Mail kh@ostpol-gruendercampus.de

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STARTHILFE | UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Expertengespräche bei der IHK Offenbach 22. November 2011: „Unternehmens-Check“ Ziel ist es, in einem Einzelgespräch gemeinsam mit dem IHK-Betriebsberater Chancen und Risiken für das Unternehmen zu erkennen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Darüber hinaus wird zu Fördermitteln beraten. Das Angebot richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen. Kontakt: Mirjam Röhm Telefon (0 69) 82 07-1 44 E-Mail roehm@offenbach.ihk.de

24. November 2011: „Marketing und Vertrieb“ Bei diesem Angebot berät ein Experte in Sachen Marketing und Vertrieb, wie Gründer und Unternehmer mit konsequentem Marketing und zielgerichtetem Vertrieb erfolgreich(er) sein können. Das Expertengespräch bildet die Grundlage für die Iden-

tifizierung von Stärken und Schwächen des beratenen Unternehmens. 30. November 2011: „Recht und Steuern“ In Einzelgesprächen stellen ein Rechtsanwalt, ein Steuerberater sowie ein Existenzgründungsberater der IHK Offenbach am Main ihr Know-how zur Verfügung. Zur Vorbereitung der kostenfreien Beratung ist eine Kurzbeschreibung des Vorhabens oder der unternehmerischen Tätigkeit vorab einzureichen. Zielgruppe sind Existenzgründer und Jungunternehmer.

Kontakt: Simone Jones Telefon (0 69) 82 07-1 43 E-Mail jones@offenbach.ihk.de

VERANSTALTUNGSHINWEIS X Finanzhilfen für den Start in die Selbstständigkeit Welche Fördermöglichkeiten es für Gründer und Jungunternehmer gibt und wie sie beantragt werden, erfahren die Besucher des IHK-Aktionstags „Gründungsfinanzierung“ am 15. November 2011, ab 16:00 Uhr, in der IHK Offenbach am Main. Ulrich Lohrmann, Förderberater bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WiBank), gibt anhand von praktischen Beispielen einen Überblick zu relevanten Förderprogrammen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung unter www.offenbach.ihk.de

Kontakt: Ulrike Trupp Telefon (0 69) 82 07-1 46 E-Mail trupp@offenbach.ihk.de

IHK-Expertengespräche Finanzierung „vor Ort“

Foto: Pixelio

Die IHK Offenbach am Main bietet gemeinsam mit der Wirtschafts- und Infrastruk-

turbank Hessen („WiBank“) Expertengespräche zum Thema Finanzierung an. Das nächste findet in Obertshausen, Rathaus Hausen, Schubertstraße 11, am 11. November 2011, von 9:00 bis 15:00 Uhr, statt. Bei dem Angebot handelt es sich um Einzelberatungen, welche individuell und praxisnah auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sind. Nach schriftlicher Anmeldung mit einer Kurzbeschreibung des Unternehmens und des jeweiligen Vorhabens, erfolgt die Terminvereinbarung zur kostenfreien Einzelberatung.

Im Mittelpunkt der Beratung, welche durch einen Förderberater der „WiBank“ und einen IHK-Betriebsberater erfolgt, stehen die Angebote des Bundes, der Länder und der EU zur Förderung der Wirtschaft.

Kontakt: Mirjam Röhm Telefon (0 69) 82 07-1 44 E-Mail roehm@offenbach.ihk.de

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STANDORTPOLITIK

IHK-Konjunkturumfrage zeigt leichte Delle bei Erwartungen an die Zukunft

Regionale Wirtschaft trotz weltweiter Turbulenzen stabil Erstmals seit Jahresbeginn 2008 hat sich das Konjunkturklima in Stadt und Kreis Offenbach jetzt leicht abgekühlt. Der von der IHK Offenbach am Main berechnete Klimaindex fiel gegenüber dem Frühsommer um etwas mehr als sechs Punkte, erreichte aber mit gut 132 Punkten immer noch ein recht hohes Niveau, zehn Punkte mehr als vor Jahresbeginn. Bernhard Mohr, stellvertretender IHKHauptgeschäftsführer erläutert: „Hervorgerufen wird die leichte Abkühlung allein durch die Erwartungen der Wirtschaft für die Zukunft. Allerdings lässt die Auswertung keine Schlüsse zu, dass die Wirtschaftsleistung zurückgehen wird, vielmehr ist damit zu rechnen, dass das Tempo des Anstiegs langsamer wird.“ Damit scheine der Höhepunkt des Booms erreicht zu sein und die Wirtschaft komme in „normales“ Fahrwasser. Nach wie vor hervorragend, sogar nochmals besser als im Frühsommer beurteilt die heimische Wirtschaft ihre aktuelle konjunkturelle Lage. „Fast 60 Prozent geben der Konjunktur Bestnoten und nur sieben Prozent sind unzufrieden. Diese Beurteilung zieht sich mit wenigen Ausnah-

men durch alle Wirtschaftszweige. Nur in der Industrie und im Verkehrsgewerbe gibt etwas mehr Klagen“, so Mohr. Verhaltener als im Frühsommer sähe die Wirtschaft in die nähere Zukunft. Zwar sei die Anzahl der Optimisten immer noch höher als diejenige der Skeptiker. Der Saldo habe sich aber deutlich verringert. Mohr: „Es scheint, dass in weiten Teilen der Wirtschaft die Überzeugung wächst, dass es nicht unbegrenzt im gleichen Tempo weiter nach oben gehen kann.“

Investitionsneigung bleibt hoch Die Investitionsneigung bleibe weiter auf hohem Niveau. Nur rund zehn Prozent der Firmen wollten ihre Investitionsausgaben senken. 30 Prozent planten Steigerungen. Auch hier zögen sich diese Aussagen mit geringen Abweichungen durch alle Branchen. Überdurchschnittliche Steigerungen planten die Investitionsgüterindustrie, das Baugewerbe und die Gastronomie.

Der Eurorettungsschirm und die weiteren globalen Finanzkrisen lassen Unternehmer trotz anhaltend guter Konjunktur trübe in die Zukunft blicken. Foto: Atelier W./Fotolia

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Exporte stagnieren Das Auslandsgeschäft stagniere auf hohem Niveau. Zwar sei der Saldo aus „steigen“ und „fallen“ immer noch positiv, er nähere sich aber der Null-Linie. Nur in der Konsumgüterindustrie und im Dienstleistungsgewerbe rechneten die Unternehmen per Saldo mit steigenden Exporten.

Firmen suchen weiter Mitarbeiter Nach wie vor hoch sei die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Wirtschaft der Region. Mehr als 20 Prozent der Firmen suchten zusätzliche Mitarbeiter. „Beschäftigung abbauen wollen nicht einmal fünf Prozent. Nur in der Konsumgüterindustrie ist ein leichter Abbau möglich. Überdurchschnittlich hoch ist die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften im Großhandel, im Verkehrsgewerbe, bei Versicherungen und bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen“, erklärt Mohr.

Industrie: Erwartungen brechen ein „Aktuelle Lage gut, Zukunftsaussichten eher verhalten – so lässt sich die Konjunktur in der heimischen Industrie beschreiben. Insbesondere stagnierende Auftragseingänge aus dem Ausland haben den Optimismus im produzierenden Gewerbe gedämpft. Dies gilt vor allem für die Investitionsgüterindustrie, die zudem auch aus dem Inland weniger Aufträge erhält“, so der Volkswirt weiter. Weiterhin sehr zufrieden sei das Baugewerbe. Fast zwei Drittel gäben der Konjunktur die Note „gut“. Klagen gäbe es keine. Auch in die Zukunft sähe die Branche mit viel Optimismus. Nur gut zehn Prozent erwarteten schlechtere Geschäfte.

Einzelhandel hat gut verdient Der Einzelhandel befinde sich in einem stabilen Hoch. Mehr als 90 Prozent gäben der aktuellen Konjunktur Bestnoten. Jedes zweite Unternehmen melde steigende Umsätze. Jedes vierte Unternehmen wolle seine Investitionen steigern. „Allerdings wird die Zukunft nicht mehr durchgängig rosig gesehen, wie es noch im Frühsommer der Fall war. Die Anzahl der skeptischen Stimmen hat deutlich auf fast 17 Prozent zugenommen“, gibt Mohr zu bedenken. Allerdings sei die Anzahl der Optimisten mit 25 Prozent immer noch höher. Damit sei auch beim


STANDORTPOLITIK

Einzelhandel mit positivem Wachstum zu rechnen, wenn auch mit etwas abgeachter Rate.

GroĂ&#x;handel unverändert gut Weiterhin auf hohem Niveau präsentiere sich der GroĂ&#x;handel der Region. Fast 55 Prozent gäben der aktuellen konjunkturellen Lage die Note „gut“. Nur jedes zwanzigste Unternehmen sei unzufrieden. Mohr: „Ähnlich wie bei vielen anderen Branchen sieht auch der GroĂ&#x;handel einige Wolken am Himmel aufziehen. Die Beurteilung der Zukunft ist fast identisch wie beim Einzelhandel.“

Dienstleistungen wieder Spitzenreiter Mit einem Klimaindex von mehr als 150 Punkten sei das Dienstleistungsgewerbe wieder Spitzenreiter der heimischen Konjunktur. Ăœber 95 Prozent der Firmen seien

mit der aktuellen Konjunktur zumindest zufrieden, Ăźber 70 Prozent gäben sogar Bestnoten. Auch in die Zukunft sähen die Dienstleister mit groĂ&#x;em Optimismus. Nur in der Versicherungswirtschaft gebe es eine nennenswerte Anzahl Firmen, die mit Pessimismus in die Zukunft blickten. â€žĂœberdurchschnittlich gut beurteilen die Anbieter von Dienstleistungen fĂźr Unternehmen ihre Lage und Zukunft“, betont der stellvertretende IHK-HauptgeschäftsfĂźhrer.

Ăœberraschende dabei ist eigentlich nur das geringe AusmaĂ&#x; der negativen Erwartungen“, ďŹ ndet Mohr. Es bleibe dabei, dass sich die Wirtschaft trotz weltweiter Turbulenzen in hohem MaĂ&#x;e stabil zeigt. Der vielfach befĂźrchtete Einbruch bei den Exporten sei ausgeblieben und auch die Inlandsnachfrage zeige sich robust. „Es scheint sich immer deutlicher zu bestätigen: Die Wirtschaft ist gestärkt aus der Krise herausgekommen“, ist sich Mohr sicher.

Fazit und Ausblick Nach nahezu euphorischer Beurteilung der Wirtschaftslage und -entwicklung zum Jahresbeginn und im Frßhsommer habe die Konjunktur in Stadt und Kreis Offenbach einen kleinen Dämpfer erhalten. „Dies war – auch vor dem Hintergrund der Meldungen in den letzten Monaten –zu erwarten. Das

Kontakt: Dr. Bernhard Mohr Telefon (0 69) 82 07-2 41 E-Mail mohr@offenbach.ihk.de

Preisindex fĂźr die Lebenshaltung aller privaten Haushalte aktuelles Basisjahr: 2005 = 100 2011

2010

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Jahresdurchschnitt

107,1 107,5 108,0 107,9 108,0 108,1 108,4 108,4 108,3 108,4 108,5 109,6 108,2

109,2 109,8 110,3 110,5 110,5 110,6 111,0 111,0 111,1

Veränd. zum Vorjahresmonat in % 2,0 2,1 2,1 2,4 2,3 2,3 2,4 2,4 2,6

Der Verbraucherpreisindex fĂźr die Lebenshaltung in Deutschland ist im Januar 2008 auf das Basisjahr 2005 umgestellt worden. Bereits seit der Umstellung im Februar 2003 auf das Basisjahr 2000 wird nur noch ein Index fĂźr ganz Deutschland publiziert, das heiĂ&#x;t die nach West- und Ostdeutschland getrennten Indices entfallen ebenso wie jene fĂźr die verschiedenen Haushaltstypen. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage www.offenbach.ihk.de

Ansprechpartnerin: Irmgard Gehrlicher Telefon (0 69) 82 07-2 42 E-Mail gehrlicher@offenbach.ihk.de

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INTERNATIONAL

Im internationalen Warenhandel sind die Incoterms 2010 akzeptiert. Der Autor empfiehlt sie zur Harmonisierung bei der Vertragsgestaltung auch für nationale Verträge. Foto: Pixelio

Incoterms 2010

Internationale Klauseln auch national gut anwendbar Seit dem 1. Januar 2011 sind die International Commercial Terms 2010, kurz Incoterms 2010, in Kraft. Es handelt sich dabei um die überarbeiteten Regeln der Internationalen Handelskammer (ICC) für den weltweiten Warenverkehr. Die Akzeptanz ist gut, so dass bereits nach kurzer Zeit ein positives Fazit gezogen werden kann. Mit der Neuauflage wurden die Bedürfnisse der Praxis stärker berücksichtigt. Es gibt nur noch elf Klauseln und insgesamt wurde eine Modernisierung herbeigeführt, die den Weg ins kommende Jahrzehnt ebnet. Bei der Anwendung hat es sich gezeigt, dass es noch einige Unklarheiten gibt, beispiels-

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weise zum Verhältnis der neuen Incoterms zur Vorgängerversion, der rechtssicheren Nennung in Verträgen oder der Berücksichtigung einzelner Klauseln. Die Praxis setzt sich offensichtlich intensiv mit den Incoterms 2010 auseinander. Dies unterstreicht den Stellenwert des Regelwerks mit Blick auf den internationalen Handel. Allerdings sollen die Incoterms nun auch vermehrt im nationalen Handel zur Geltung kommen. Den Unternehmen bietet sich durch die Gleichschaltung ihrer nationalen wie internationalen Verträge in zentralen Punkten eine exzellente Möglichkeit der Harmonisierung bei der Vertragsgestaltung. Dass das internationale Geschäft darüber hinaus noch Besonderheiten aufweist, die in

Abgrenzung zur rein nationalen Vertragsgestaltung zu beachten sind, soll dabei nicht in Abrede gestellt werden. Abschließend kann festgehalten werden, dass die exzellenten Gestaltungsmöglichkeiten der Incoterms für Lieferverträge – national wie international – ihre Bedeutung im Warenhandel weiter verstärkt und einige interessante Entwicklungen bei der Anwendung in der Praxis zu erwarten sind.

Autor: Dr. Michael Faatz Delegierter der ICC Deutschland zu den Incoterms 2010 Telefon (0 69) 9 71 47 71 36 E-Mail michael.faatz@ noerr.com


INTERNATIONAL

Wirtschaftsdelegation aus Bangladesch besuchte Picard 14 Unternehmensvertreter aus Bangladesch besuchten in Begleitung von Vertretern der IHK Offenbach am Main die Picard Lederwaren GmbH & Co. KG in Obertshausen. „Die Geschäftsleute aus Bangladesch informierten sich über den Wirtschaftsstandort Region Offenbach sowie die Qualitätsanforderungen an Lieferanten für deutsche Firmen", erklärt Markus Weinbrenner, IHKGeschäftsführer International. Reinhard Schneider, Geschäftsführer des Bundesverband Lederwaren und Kunststofferzeugnisse e.V., erläuterte die gesetzlichen Bestimmungen und Anforderungen beim Import von Lederwaren in die EU. Thomas Picard, Geschäftsführer von Picard Lederwaren, stellte sein Unternehmen und die Produktion vor. „Lieferanten aus Bangladesch sollten sich bewusst machen, dass ökologische und soziale Standards mehr und mehr an

Bedeutung gewinnen. Wer nach Europa exportieren möchte, muss diese erfüllen", empfahl Picard den Gästen aus Südasien. Picard sei seit 1995 mehrheitlich an einem Joint Venture in Bangladesch beteiligt. Mit 1.000 Beschäftigten sei dies die wichtigste Produktionsstätte des Unternehmens, die in den nächsten Thomas Picard zeigt seinen Gästen aus Bangladesch sein Unternehmen. Foto: Weber Jahren ausgebaut werden solle. Weinbrenner: „Insbesonde- sechs Prozent in den vergangenen zehn re die Textil- und die Lederwarenindustrie Jahren gebe es Anzeichen einer industrielsind boomende Branchen in Bangladesch.“ len Diversifikation. Mit Wachstumsraten von durchschnittlich

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AUS- UND WEITERBILDUNG

IHK-Ehrenurkunde für die Landesbeste Thomas Picard, Geschäftsführer der Picard Lederwaren GmbH & Co. KG (r.), ist stolz auf seine Mitarbeiterin, denn Anika Gehrmann (l.) erzielte mit 94 von 100 Punkten ein Traumergebnis bei ihrer Abschlussprüfung zur Feintäschnerin. Sie wurde damit Landesbeste in ihrem Beruf und bekam dafür die IHK-Ehrenurkunde. Bereits während ihrer Ausbildung bei Picard konnte die junge Frau wertvolle Auslandserfahrungen in den Produktionsstandorten in Bangladesch und Tunesien sammeln. Derzeit arbeitet sie in der Produktion bei Picard in Obertshausen. Foto: Schaab/IHK

Viertes IHK-Elternfrühstück

Die berufliche Zukunft der Kinder im Blick Eltern zu helfen, gemeinsam mit ihrem Kind den passenden Beruf zu finden – das ist das Ziel des Elternfrühstücks, das die IHK Offenbach am Main zum vierten Mal veranstaltete. Neben kurzen Impulsreferaten standen persönliche Gespräche mit den Fachleuten auf dem Programm. IHK Ausbildungsberater Wolfgang Potoczny weiß: „Angesichts von zirka 360 anerkannten Ausbildungsberufen, die sich stetig verändern, fällt es vielen Eltern schwer, sich zu orientieren. Beim Elternfrühstück können sie mit Fachleuten der Berufsbildung sprechen und sie bekommen Auskünfte zu den Angeboten hier vor Ort.“ Regina Eberhardts Tochter Maria wird die Offenbacher Bachschule 2012 mit dem Hauptschulabschluss verlassen. Die Mutter ist zufrieden: „Die Referate beim Elternfrühstück waren sehr informativ. Meine Tochter fängt nächstes Jahr eine Ausbildung an und will dann gleichzeitig den Realschulabschluss machen. Hier habe ich die Bestätigung bekommen, dass das möglich ist und wie es funktioniert.“

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Das nächste Frühstück ist für den März 2012 geplant. Unternehmensvertreter sind herzlich eingeladen, an den Impulsreferaten teilzunehmen. Interessiert folgten die anwesenden Eltern den Erläuterungen von IHK-Ausbildungsberater Wolfgang Potoczny zu den Ausbildungsangeboten in der Region. Foto: Arens-Dürr/IHK

Informationen: Sandra Martin Telefon (0 69) 82 07-3 12 E-Mail martin@offenbach.ihk.de


unternehmensstandort langen

Langen ist eine Stadt mit beachtlicher Vergangenheit und starker Zukunft. Gepflegte Traditionen, ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitangebot, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, soziale Angebote für alle Generationen, gut erreichbare Naherholungsgebiete und ein differenziertes Gewerbeangebot machen Langen attraktiv.

Modern, innovativ, serviceorientiert ........................................... II Pittler ProRegion auf Erfolgskurs .............................................. III Architekt der Langener Verwaltungsreform ............................... IV Strukturdaten...........................................................................V


unternehmensstandort langen

verlagsthema thema

Modern, innovativ, serviceorientiert Langen ist eine Stadt mit beachtlicher Vergangenheit und starker Zukunft. Gepflegte Traditionen, ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitangebot, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, soziale Angebote für alle Generationen, gut erreichbare Naherholungsgebiete und ein differenziertes Gewerbeangebot machen Langen attraktiv. Als exzellenter Wirtschaftsstandort im Zentrum der Rhein-Main-Region ist Langen Sitz internationaler Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die von einer ausgezeichneten Infrastruktur profitieren.

Die Stadt Langen und ihre Wirtschaftsförderung sind bei Fragen zum Standort Langen für Sie da und beraten Sie bei der Gründung oder Niederlassung Ihres Unternehmens. Mit unserem fachlichen Wissen, unseren Netzwerken und Kontakten unterstützen wir Ihre Bemühungen, in zentraler Lage des Rhein-MainGebietes Fuß zu fassen. Machen Sie Gebrauch von unserem Service. Nutzen Sie uns als Schnittstelle und als verlässlichen Partner an Ihrer Seite.

Langen ist eine Stadt mit reizvollen Wohngebieten, mehr als 14.000 Arbeitsplätzen und aufgeschlossenen Menschen. Modern, innovativ und serviceorientiert bietet Langen eine Fülle von Standortvorteilen. Die optimale Verkehrsanbindung an wichtige Städte und Regionen Deutschlands bietet hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen aus allen Branchen. Langen liegt zentral zwischen der Banken-, Messe und Kulturmetropole Frankfurt am Main und der Forschungs- und Wissenschaftsstadt Darmstadt. In nur neun Minuten gelangen Sie mit dem Zug nach Frankfurt oder Darmstadt. Der Flughafen Frankfurt, einer der bedeutendsten Airports in Europa und Knotenpunkt in die ganze Welt, ist nur wenige Minuten entfernt. Der Flugplatz Egelsbach, der größte deutsche Verkehrslandeplatz für Geschäftsflugzeuge, liegt vor den Stadttoren. Gleiches gilt für die Autobahnen A 5 und A 661. Mehr als 2.000 Firmen nutzen die Innovationskraft Langens. Die Schwerpunkte in unserem Wirtschaftszentrum Neurott liegen im IT- und Technologie-Bereich. Als Sitz der Deutschen Flugsicherung zählt Langen weltweit zu den wichtigsten Zentren für die Sicherheit im Luftverkehr.

Ihr Frieder Gebhardt Bürgermeister der Stadt Langen

Kontakt: Magistrat der Stadt Langen Stabsstelle Wirtschaftsförderung/Stadtentwicklung Telefon 0 61 03/20 31 00 Telefax 0 61 03/20 37 40 www.langen.de

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II

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verlagsthema thema

unternehmensstandort langen

Pittler ProRegion auf Erfolgskurs Die Pittler ProRegion ist eine Gesellschaft zur überbetrieblichen Berufsausbildung und gehört zu den größten Ausbildungszentren im RheinMain-Gebiet. Derzeit übernimmt die PBA in Langen die Komplett- bzw. Teilausbildung von über 200 Auszubildenden in zumeist technischen Berufen. Im Bereich Dienstleistungen konnten auch bereits Kunden gewonnen und individuelle Lösungen umgesetzt werden. Hier bietet die PBA ein breites Spektrum an Fertigungsmöglichkeiten in den Bereichen Drehen, Fräsen und Blechbearbeitung. Die PBA-Langen ist 1986 aus der Pittler Maschinenfabrik hervorgegangen und wird seit 1996 von der Stadt Langen und der Fraport-Stiftung als eine Gesellschaft zur Berufsausbildung weitergeführt. Derzeit übernimmt die PBA in Langen die Ausbildung von 200 Lehrlingen zum Teil oder komplett. Partner der Gesellschaft sind beispielsweise Fraport oder ThyssenKrupp. Außerdem will die PBA die Fertigungsleistungen für Firmen deutlich steigern. Bei der Gesellschaft, die eine der modernsten Ausbildungszentren im Rhein-Main-Gebiet ist, lernen junge Leute mehr als in gewöhnlichen Firmen und produzieren nicht nur für den Altmetall-Container. Rund ein Fünftel des Umsatzes im Betrieb sind der Lohnfertigung zuzuschreiben. ,,Wir stellen keinen Edelschrott her“ betont Thomas Keil, Geschäftsführer der PBA. Oft seien es spezielle Einzelanfertigungen, die von Firmen bei der PBA bestellt würden. Wenn die Auszubildenden spürten, dass sie etwas herstellen, das auch wirklich gebraucht werde, motiviert dies. Unter anderem haben die Auszubildenden schon Mountainbikes mit Elektroantrieb gebaut. Die Meister vermitteln den Lehrlingen einen Überblick und erläutern, was alles zum Beruf gehört. Auf dem Lehrplan stehen auch Vorplanung, Materialbeschaffung und Disposition. Bei Jugendlichen hat sich ebenfalls herumgesprochen, wie gut eine Lehre bei der PBA ist. Rund 700 junge Leute, mehr als je zuvor, haben sich in diesem Jahr

beworben. Hinzu kommen Ingenieurstudenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg/ Mannheim und der Hochschule RheinMain, die Praxiserfahrung für ihre Bachelorstudiengänge sammeln sowie das notwendige Vorpraktikum absolvieren. Zum Gelingen tragen auch Sozialpädagogen bei, die sich mit den Auszubildenden beschäftigen. Weiterhin bietet die PBA Seminare für Erwachsene zur Fort- und Weiterbildung an. Diese sind förderungsfähig nach AZWV und Weiterbildung Hessen e.V. Auch sind diese Seminare nach AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) zertifiziert. Durch die Zertifizierung werden die Seminare attraktiv für Betriebe, da dadurch die Möglichkeit auf eine finanzielle Förderung besteht. Alle Ausbildungsberufe und zertifizierten Lehrgänge können Sie im Internet unter www.pba-online.de nachlesen, aber auch individuelle Schulungen sind nach Absprache möglich. Info/Kontakt: Pittler ProRegion, Berufsausbildung GmbH Amperestraße 13, 63225 Langen Telefon 0 61 03/7 06 40-0 Telefax 0 61 03/7 06 40-36 E-Mail kontakt@pba-online.de www.pba-online.de

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verlagsthema thema Uwe Daneke (links) nimmt zu seinem Dienstjubiläum eine Urkunde und die Glückwünsche von Bürgermeister Frieder Gebhardt entgegen. Foto: Reichel/Stadt Langen

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Sein Wort hat in der Langener Stadtverwaltung Gewicht und zählt: Uwe Daneke, Leiter des Fachbereichs „Zentrale Funktionen und Interne Dienste“, genießt im Rathaus Respekt und Anerkennung. Er gilt als Problemlöser, wenn es hakt, und als Förderer, wenn er von einer Sache überzeugt ist. Jetzt hat er Jubiläum gefeiert. Seit 40 Jahren schon ist er im öffentlichen Dienst. Auf der Karriereleiter ist er bis zum leitenden Magistratsdirektor nach oben geklettert. „Sein kurzgefasster Lebenslauf umfasst sechs Seiten“, merkte Bürgermeister Frieder Gebhardt an. Er beschreibe das Berufsleben eines Mannes, der keine Gelegenheit ausgelassen habe, sich zielstrebig weiterzuentwickeln, wovon auch die zahlreichen Lehrgänge und Seminare Zeugnis ablegten.

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Geboren in Kassel, begann Uwe Daneke seine Dienstzeit im Bundesgrenzschutz. Danach war er im Steueramt der Gemeinde Ahnatal und als Finanzprüfer beim Regierungspräsidium Darmstadt tätig. 1984 wechselte er zur Stadt Langen und war zunächst Leiter der neuen Kämmerei- und Liegenschaftsabteilung. Er erwies sich als gewiefter Finanzexperte und war einschließlich der Budgetierung und des kaufmännischen Rechnungswesens der maßgebliche Architekt der Langener Verwaltungsreform, die anderen Kommunen als Vorbild diente. Im Zuge dieser Reform entstanden 1995 die Kommunalen Betriebe, deren Leitung er die ersten beiden Jahre innehatte. Anschließend baute er in der Verwaltung das Controlling auf und brachte den Reformzug zu voller Fahrt. „Uwe Daneke war infiziert vom Virus des Neuen Steuerungsmodell, wie der bundeseinheitliche Begriff der Verwaltungsneuordnung hieß“, betonte Bürgermeister Gebhardt. Er habe alles getan, damit das Jahrhundertwerk auch gelingen konnte. Als sehr engagierter und zielorientierter Macher, als versierter Zahlenjongleur bei Budgetaufstellungen und –beratungen – mal Pokerface, ein anderes Mal großzügig – sei er stets ein Kämpfer für die Sache. Von seiner Kompetenz profitiert nicht nur die Stadtverwaltung. Seit 1985 ist Uwe Daneke Lehrbeauftragter im Studienfach „Öffentliche Finanzen“ an der Verwaltungsfachhochschule in Mühlheim. An der Langener Volkshochschule und der des Kreises gibt er Kurse in Excel, Access und Powerpoint. Außerdem hat er nebenbei an einem dicken, wenn auch nicht gerade vergnüglich zu lesenden Fachbuch geschrieben, das sich mittlerweile zu einem Standardwerk und somit zur herrschenden Lehrmeinung für das kommunale Haushaltsrecht entwickelt hat. Doch damit nicht genug: Der 57-Jährige ist Geschäftsführer der Beteiligungsmanagement Langen GmbH, in der die Stadt ihre Beteiligungen bündelt. Als Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Langen engagiert er sich für einen guten Zweck. Sein Herz schlägt außerdem für den Langener Stenografenverein, wo er Beisitzer im Vorstand und Pressewart ist. Zu seinem Hobby ist das Reisen geworden. Gemeinsam mit seiner Frau zieht es den Vater zweier Söhne bevorzugt in mediterrane Gefilde.

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IV

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verlagsthema thema

unternehmensstandort langen

Strukturdaten Einwohner/innen

31.12.2010 31.12.1995

36.655 34.824

Veränderung 1995-2010

+ 1.831 (+ 5,3%)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte* 30.06.2010 30.06.1995 Veränderung 1995-2010

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Kaufkraft 2011

22.885 Euro/Einw. 116,3% (BRD = 100 %)

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Gewerbesteuer 370 % Grundsteuer B: 350 %

Gewerbeflächenreserve **

ca. 46 ha

Preise für Gewerbeflächen

120–290 Euro/m²

Verkehrsanbindung

- Anschluss A5 und A661 - 15 km zum Flughafen Frankfurt - 5 km zum Flugplatz Frankfurt-Egelsbach - S-Bahnanschluss: alle 15 Minuten nach Frankfurt alle 30 Minuten nach Darmstadt - Stadt-/Regional-Express nach Frankfurt u. Darmstadt

* entspricht weitgehend den Arbeitsplätzen vor Ort, ohne Selbstständige, Beamte und geringfügig Beschäftigte ** Gemeint sind Flächenreserven für Wirtschaftsansiedlungen, die voraussichtlich in einem Zeitrahmen von bis zu zwei Jahren verfügbar und baulich nutzbar sind.

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Resümee zum Jahresthema

Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit Die Abschlussveranstaltung zum IHKJahresthema „Gemeinsam für Fachkräfte – bilden, beschäftigen, integrieren“ findet am 24. November 2011, ab 18:00 Uhr, in Anwesenheit von Staatsminister Stefan Grüttner in der IHK Offenbach am Main statt.

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner spricht bei der Abschlussveranstaltung. Foto: HSMI

Nach Eröffnungsreden von IHK-Präsident Alfred Clouth und Stefan Grüttner sowie einem Vortrag von Professorin Jutta Rump, Institut für Beschäftigung und Employability an der FH Ludwigshafen, werden Fachleute aus den Unternehmen der Region unter anderem zu den Themen lebenslanges Lernen, Veränderungen in Arbeits- und Wissensstrukturen, Integration und Gesundheitsförderung diskutieren. Die Veranstaltung bildet den Abschluss zum diesjährigen IHK-Jahresthema und ist gleichzeitig Auftakt für das IHK-Forum

„Personalmanagement“, das Anfang nächsten Jahres gegründet werden soll. „Mit diesem Forum“, so IHK-Chefin Eva Dude, „soll ein regionales Netzwerk initiiert werden, in dem Personalthemen und -erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Projekte angestoßen werden können. Kleine und mittelständische Unternehmen sollen beim organisierten Austausch untereinander, mit Personalverantwortlichen anderer Betriebe, Personaldienstleistern und Institutionen zukunftsorientierte Konzepte finden und entwickeln.“

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PLZ/Ort Telefon

32

Offenbacher Wirtschaft 11 | 2011

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Straße


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AUS- UND WEITERBILDUNG

Programm 2012 ab Ende November Das Broschüre „IHK. Die Weiterbildung 2012“ des IHK-Bildungszentrums“ erscheint Ende November 2011 und kann ab sofort im Sekretariat des Bildungszentrums der IHK Offenbach am Main bestellt werden bei Irene Shafqat, Telefon (069) 8207-344, E-Mail weiterbildung@offenbach.ihk.de. Foto: IHK

Kooperationen ebnen Schülern den Weg

IHK unterstützt Partnerschaft von Schulen und Unternehmen 85 Vertreter von 70 Unternehmen und 15 Schulen begrüßte die IHK Offenbach am Main zur Auftaktveranstaltung zum Thema Schulpartnerschaften. Die Gäste knüpften persönliche Kontakte. Friedrich Rixecker, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, war erfreut über

die gute Beteiligung: „Sie zeigt, dass die Unternehmen durch die demografische Entwicklung gezwungen sind, sich frühzeitig um potenzielle Auszubildende zu bemühen. Den Schulen ist daran gelegen, die Chancen für ihre Schüler auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern.“ Aus den geknüpften Kon-

takten sollten gelebte Partnerschaften auf schriftlich fixierten Grundlagen werden. Dabei stehe die IHK den Kooperationspartnern mit Rat und Tat zur Seite. Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass der Erfolg vom persönlichen Engagement der Partner abhängt. „Schulen gelingt es mit Hilfe der Unternehmen, ihren Schülern praktische Einblicke in die Arbeitswelt und die Anforderungen des Berufslebens zu vermitteln. Unternehmen können frühzeitig Kontakte zum Nachwuchs knüpfen und für sich werben“, fasst Rixecker zusammen. Eine Schulpartnerschaft zeichne aus, dass ihre individuell ausgehandelten Details sich an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Partner orientierten. Interessierte Unternehmen und Schulen aus Stadt und Kreis Offenbach wenden sich an die IHK Offenbach am Main.

IHK-Geschäftsführer Friedrich Rixecker begrüßte die Vertreter der Unternehmen und Schulen, die zur Kick-Off Veranstaltung zum Thema Schulpartnerschaften gekommen waren. Foto: Linke/IHK

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Kontakt: Thomas Süsser Telefon (0 69) 82 07-3 13 E-Mail suesser@offenbach.ihk.de


AUS- UND WEITERBILDUNG

Integration von Migranten ein Mittel gegen den Fachkräftemangel

Sprachkenntnisse gefordert Die Integration von Ausländern in den Arbeitsmarkt ist nach Ansicht der IHK Offenbach eine Möglichkeit, um den Fachkräftemangel in der Region zu bekämpfen. „Wir müssen alles rausholen, was geht. Das ist eine große Chance“, sagte IHK-Geschäftsführer Friedrich Rixecker im Interview mit Wirtschaftsjournalist Marc Kuhn. Ähnlich sieht das Patrik Jungen vom Medienunternehmen Polaris aus Offenbach. „Ich glaube, dass gerade im Bereich der Ausländer bisher zu wenig gemacht wird“, fügte Thomas Machate von der Deutschen Flugsicherung hinzu. Peter Kühne, Geschäftsführer vom Werkzeugspezialisten KS Tools aus Heusenstamm, mahnt mehr Engagement der Schulen an.

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Immer lauter werden die Klagen über einen Fachkräftemangel in Deutschland und auch in Stadt und Kreis Offenbach. Die Zahl der arbeitslosen Migranten ist gleichzeitig relativ hoch. Kann mit ihrer Integration in den Arbeitsmarkt der Fachkräftemangel bekämpft werden? Machate: Es ist zumindest ein Ansatz, um alle auf dem Markt befindlichen Potenziale zu nutzen. Ich glaube, dass gerade im Bereich der Ausländer bisher zu wenig gemacht wird. Aber auch die Migranten scheuen sich, diesen Markt zu betreten - gerade wenn es um technische Berufe geht. Es gibt viel Beratungsbedarf.

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Warum ist eine Scheu vorhanden? Machate: Gerade bei den jungen Türken, von denen wir im Kreis ja viele haben, hat

das auch mit der Kultur zu tun. Die bewerben sich ein-, zwei-, vielleicht dreimal. Dann denken sie, dass sie keine Chance auf dem Markt haben. Dann verschwinden sie im Heimatland oder in irgendwelchen Telefonläden. Jungen: Ich denke, der wichtigste Punkt ist, die sprachliche Barriere zu lösen. Ich habe erlebt, dass qualifizierte Bewerber wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht genommen wurden. Die Unternehmer haben da eine Scheu. Die Beschäftigung von Migranten ist ein Mittel gegen den Fachkräftemangel. Aber ganz klar: Man muss die Sprachprobleme lösen. Kühne: Ich sehe das genauso. Wir haben bei den Vorstellungsgesprächen die gleichen Probleme. Zum Teil geht es um die Sprache. Zum Teil hapert es natürlich auch an der Ausbildung. Das ist teilweise sehr gravierend. Insbesondere bei den Vorkenntnissen aus der Schule gibt es schon große Unterschiede zwischen den Jugendlichen aus Migrantenfamilien und anderen.

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Wo liegen die Probleme? Kühne: Zuhause wird oft nicht viel Unterstützung geleistet. Ich war jahrelang Elternbeirat. Auf den Elternabenden waren die Eltern von deutschen Kindern alle da, die ausländischen Schüler brachten die Eltern mit, die noch nicht einmal die Sprache verstehen.

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Herr Machate, wo hapert’s aus Ihrer Sicht? Machate: Ich muss das bestätigen, was Herr

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Kühne gesagt hat. Das Fördern zuhause ist wichtig. Wir gehen oft in Schulen. Gerade Migrantenkinder sind sehr dankbar für das individuelle Gespräch. Manche wissen auch nicht, was sie in eine Bewerbung schreiben sollen. Oft ist die Bewerbung auch gespickt mit Fehlern, weil zuhause die sprachlichen Fähigkeiten fehlen. Rixecker: Wenn man tiefer einsteigt, merkt man, dass das auch kulturelle Hintergründe hat. Wir als IHK haben gelernt, dass insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund, die selbst die hiesige Berufsausbildung nicht erfahren haben, gar nicht auf die Idee kommen, dass ihre Kinder sich um eine Lehre bemühen sollen. Sie haben aber gemerkt, dass Bildung wichtig ist. Die Eltern drängen die Kinder dann, weiter zur Schule zu gehen. Viele schaffen es aber nicht - zum Beispiel wegen der fehlenden Sprachkenntnisse. Deshalb gehen wir massiv in die Schulen und versuchen, Eltern mit Migrationshintergrund zu erreichen. Das ist ein ganz schön hartes Brett. Aber: Die Eltern müssen wir mitnehmen.

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Ist die Integration von Migranten eine Option, um den Fachkräftemangel in Offenbach zu bekämpfen? Rixecker: Absolut. Wir haben ja eine überdurchschnittlich hohe Quote. 50 Prozent der Bewohner der Stadt Offenbach sind Migranten, im Kreis sind es rund 35 Prozent. Es ist dramatisch, dass die Migranten überproportional arbeitslos sind. Das ist ein Problem, aber auch ein Fundus. Da steckt ein Poten-

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AUS- UND WEITERBILDUNG

V.l.n.r.: Wirtschaftsredakteur Marc Kuhn im Gespräch mit IHK-Geschäftsführer Friedrich Rixecker, Thomas Machate, Deutsche Flugsicherung, Patrik Jungen, Polaris und Peter Kühne, KS Tools. Foto: Linke/IHK

zial drin. Wir müssen alles rausholen, was geht. Das ist eine große Chance. Offenbach hat interessante Entwicklungen erlebt, zum Beispiel in der Kreativwirtschaft, im Bereich Design, Medien. Da steckt erheblich Musik drin. Jungen: Da, wo kulturelle Schmelzpunkte sind, ist die Kreativwirtschaft besonders erfolgreich. Die Potenziale der Hochschule für Gestaltung müssen besser genutzt werden. Man könnte Design und die neuen Medien als Kernkompetenz Offenbachs verkaufen.

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Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Schul- und Berufsqualifikationen in Deutschland ist ein kompliziertes Verfahren. Können wir uns das angesichts des Fachkräftemangels überhaupt noch leisten? Rixecker: In Deutschland sind 500 000 Akademiker mit Migrationshintergrund arbeitslos oder unter Wert beschäftigt. Das ist ein erhebliches Potenzial. Wir gehen im IHKBereich von jährlich 114.000 Antragstellern deutschlandweit aus. In Offenbach sind es 600 bis 700. Das ist eine Größenordnung. Wenn wir die Potenziale nutzen könnten,

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wäre das ein Beitrag zum Abbau des Fachkräftemangels.

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Wo liegen die Probleme bei der Integration von erwachsenen Migranten in den Arbeitsmarkt? Jungen: Prinzipiell ist es ein Problem, die Qualifikation aus anderen Ländern einzuschätzen. Es gibt keine Standards. Auch bei den deutschen Universitäten gibt es große Unterschiede. Ein Unternehmer muss die Qualifikation eines Bewerbers stets selbst prüfen. Das gilt insbesondere für gut ausgebildete Migranten. Rixecker: Betriebe müssen die Möglichkeit haben, Höherqualifizierte einzuordnen. Das Gesetz über die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen wird gerade vorbereitet. Das soll ja in der Zuständigkeit der Industrie- und Handelskammern abgewickelt werden. Das Gesetz soll im April nächsten Jahres in Kraft treten. Wir werden uns dann konkret in Offenbach mit der Frage beschäftigen, welche Qualifikation aus welchem Land können wir wie einordnen im Vergleich mit den hiesigen, bei den Betrieben bekannten Qualifikationen. Da

setzen wir drauf. Das Verfahren muss mit dem Gesetz standardisiert werden. Die Beratung muss ausgebaut werden. Und vor allem muss die Anerkennung bundeseinheitlich erfolgen. Die IHKs werden das Verfahren zentralisieren in Nürnberg. Kühne: Bei uns gibt es zurzeit bei 140 Angestellten Mitarbeiter mit zwölf Nationalitäten. Wir haben keine Probleme mit ihnen. Aber: Sie können natürlich die deutsche Sprache. Sie können kommunizieren, dann können sie sich auch in das Unternehmen integrieren. Wir brauchen viele Migranten, weil wir in mehr als 60 Länder exportieren. Da hilft es, wenn jemand am Telefon sitzt, der die Landessprache beherrscht.

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Wie bekommen wir mehr junge Migranten in Ausbildung? Machate: Durch individuelle Beratung. Wir merken bei unseren Trainings und in den Schulen, dass junge Migranten sehr dankbar sind für persönliche Beratung. Das ist die Chance, auch wenn man viel Zeit und Geld aufwenden muss. Kühne: Die Schulen müssen aktiver werden. Es muss ein Mix aus Schulen und den


AUS- UND WEITERBILDUNG

Unternehmen sein. Wir müssen den jungen Leuten zeigen, welche Chancen sie haben.

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Muss die Schule mehr auf die Bedürfnisse der jungen Leute eingehen? Kühne: Die Schule muss viel aktiver werden. Dort wird oft nur verwaltet. Das ist leider so. Rixecker: Wir haben beobachtet, dass Vorbilder bei Migranten Aha-Effekte auslösen. Wir nehmen zu unseren Elternabenden immer Auszubildende mit Migrationshintergrund mit, die Karriere gemacht haben. Das zieht zum Beispiel bei den jungen Türken.

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Sind die Probleme bei Mädchen aus Migrantenfamilien anders gelagert? Rixecker: Die Mädchen haben tendenziell die höherwertigen Schulabschlüsse. In Einzelfällen, das ärgert mich aber immer sehr, ist es die Familie, die dann bremst. Wir erleben es immer wieder, dass gute Mädchen aus der Lehre genommen werden, weil die Familienplanung anders ist.

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Wie kann die Qualifizierung von jungen Ausländern verbessert werden? Machate: Es muss Patensysteme geben. Es muss jemanden geben, der sie stützt. Jemand muss sie kontrollieren, dass sie zum Beispiel ihre Bewerbungen abgeben. Ein sanfter, begleitender, gut gemeinter Druck muss ausgeübt werden. Jungen: Ich stimme mit Herrn Machate überein. Eine Bewerbung vermittelt den ersten Eindruck. Wenn Fehler drin sind, kommt das äußerst schlecht an. Dann sind die jungen Leute frustriert. Wenn sie aber den ersten Schritt geschafft haben, können sie sich in einem Gespräch beweisen. Rixecker: Wir werden in Zukunft viel stärker auf Praktika setzen. Und zwar auf Praktika, die in der Schule vernünftig vor- und nach-

bereitet werden. Darüber hinaus müssen sie von der Schule begleitet werden. Wir brauchen eine ganz andere Qualität als bei den Praktika bisher. Dafür werden wir als IHK ein Konzept erarbeiten. Ein wichtiger Baustein ist, dass wir mit den Schulen Qualitätsstandards für die Praktika vereinbaren. Das wird nicht ganz einfach, weil es mit Arbeit für die Schule verbunden ist.

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Die Schulen ziehen nicht so mit, wie Sie sich das wünschen? Rixecker: Es ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Aber: 60 Prozent der Auszubildenden finden nach Umfragen ihren Beruf über Praktika. Jungen: Sicherlich wäre eine Verlängerung der Praktika auf vier Wochen sinnvoll. Dann bekommen die jungen Leute einen tieferen Einblick. Wir übernehmen gerne Praktikanten. Alle unsere Mitarbeiter haben zuerst ein Praktikum gemacht.

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Helfen Praktika weiter? Kühne: Wir haben jeden Monat Praktikanten, von der Uni und von der Schule. Das hilft schon enorm. Das gibt den Jugendlichen einen Eindruck. Schließlich durchlaufen sie bei uns drei, vier Abteilungen. Machate: Wir arbeiten mit Schülerprojekten. Eine größere Gruppe von Jugendlichen wird für zwei Wochen eingeladen. Sie können auch Vorträge hören. Zudem haben die Schüler bei uns zum Beispiel einen Flughafen gestaltet. Der Schritt vor dem Praktikum ist mir wichtig. Auf Messen lernen die jungen Leute Berufe kennen. Ich bin froh, dass es diesen Trend zu Messen gibt. Rixecker: Das Thema Berufsorientierung ab Klasse 7 muss ein ganz anderes Gewicht bekommen. Dazu gehört auch die Vor- und Nachbereitung von solchen Messen. Oft

kann man sich dort ja auch um eine Praktikumsstelle bewerben. Wenn man das ernst nehmen würde in den Schulen, könnte man also eine ganz andere Nachhaltigkeit erzielen.

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Ist die Beschäftigung von Migranten nicht auch eine Chance für die Unternehmen in der Region? Kühne: Eine Bereicherung für die Firma. Das Salz in der Suppe, das ist ganz klar.

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Thema Zuwanderung. Viele ausländische Uniabsolventen kommen nicht nach Deutschland. Sie bevorzugen andere Staaten. Warum ist Deutschland so unattraktiv? Jungen: Es geht schlicht um die Bezahlung. Viele gehen lieber nach Schweden oder in die Schweiz, weil sie dort besser bezahlt werden. Deutschland muss sich als attraktiver Standort besser verkaufen.

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Ist Zuwanderung eine Möglichkeit, um das Fachkräfteproblem abzufedern? Jungen: Auf jeden Fall. Es gibt gut ausgebildete Menschen in vielen Ländern. Machate: Ich sehe das ähnlich. Das ist eine Möglichkeit. Dann müssen wir als Unternehmen uns aber auch besser verkaufen und zeigen, welche Berufe angeboten werden.

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Marc Kuhn Wirtschaftsredakteur der Offenbach Post Telefon (0 69) 8 50 08-2 47 E-Mail marc.kuhn@op-online.de

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Weiterbildungsveranstaltungen 1. November bis Jahresende 2011 AUSBILDUNG IHK-Spezialseminare für Azubis 17. 11. 2011

„Sicher in der deutschen Rechtschreibung“, 1 Tag

125 Euro

15. 12. 2011

„Erfolgreiches Telefonieren“, 1 Tag

125 Euro

IHK-Prüfungslehrgang „Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung“ 8.11–19. 11. 2011 Vollzeitlehrgang fortlaufend, 90 Unt.-std.

540 Euro

IHK-Seminar für Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte 15. 11. 2011 „Am Arbeitsplatz erfolgreich ausbilden“, 1 Tag

160 Euro

BETRIEBSWIRTSCHAFT Aus dem IHK-Prüfungslehrgang „Wirtschaftsfachwirt/Wirtschaftsfachwirtin“ 11. 11.2011– Modul 2 „Handlungsspezifische Qualifikationen“, 410 Unt.-std. 27.10.2012

1.970 Euro

BÜRO UND ASSISTENZ 24. 11. 2011

„Rechtschreibtraining - Sicher in der deutschen Rechtschreibung“, 1 Tag 195 Euro

BUSINESS ENGLISH 14./17. + 21. 11. 2011 „Bewerbungstraining in Englisch“ NEU, 9 Unt.-std.

155 Euro

DAS BESONDERE SEMINAR 15. 11. 2011

„Frauen leben länger – Aber wovon?“ NEU, 4 Unt.-std.

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8. 11. 2011

„Kernkompetenz Einkauf“, 1 Tag

195 Euro

EXISTENZGRÜNDUNG 19. 11. 2011

„Erfolgreiche Existenzgründung“, 1 Tag

145 Euro

FINANZ- UND RECHNUNGSWESEN Aus der IHK-Zertifikatslehrgangsreihe „Fachkraft Rechnungswesen“ 8. 11.–20. 12. 2011 Modul „Jahresabschluss der Unternehmung und betriebliche Steuern“, 60 Unt.-std.

360 Euro

28. 11.–1. 12. 2011

„Buchführung Aufbau: Spezialbuchungen“ NEU, 4 Tage

475 Euro

5. 12. 2011

„Jahresabschluss und Bilanzanalyse“ – Bilanz lesen – Unternehmenslage beurteilen, 1 Tag

195 Euro

FÜHRUNG, PROJEKT- UND TEAMMANAGEMENT 28./29. 11. 2011

„Grundlagen erfolgreicher Führung“, 2 Tage

360 Euro

„Kleine Bierkunde – Kochen mit Bier“, 5 Std.

80 Euro

GASTRONOMIE 3. 11. 2011

GESUNDHEIT 30. 11./7. 12. + 14. 12. 2011

„Zwischen Tasten, Maus und Telefon – entspannt arbeiten im Büro“ NEU, 9 Unt.-std. 150 Euro

IMMOBILIENWIRTSCHAFT 14. 11. 2011

„Verwaltung von Eigentumswohnungen“, 1 Tag

195 Euro

15./16. 11. 2011

„Verwaltung von Mietwohnungen“, 1,5 Tage

275 Euro

17. 11. 2011

„Betriebskostenabrechnung“, 1 Tag

195 Euro

16. 11. 2011

„Effiziente Gestaltung von Export-Angeboten“ NEU, 1 Tag

180 Euro

6. 12. 2011

„Neue INCOTERMS® 2010 in der täglichen Praxis sicher beherrschen“, 1 Tag

245 Euro

„Schlagfertig in Beruf und Alltag“, 1 Tag

195 Euro

INTERNATIONAL

KOMMUNIKATION 21. 11. 2011

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Fortsetzung Weiterbildungsveranstaltungen

1. November bis Jahresende 2011

Hallen- und Gewerbebau

KUNDEN, MARKETING, VERKAUF 10. 11. 2011 23. 11. 2011

„Werbewirksam schreiben“, 1 Tag „Erfolgreiche Verkaufsgespräche“ NEU, 1 Tag

195 Euro 195 Euro

LERN- UND ARBEITSTECHNIKEN 3. 11. 2011 8./9. 12. 2011

„Effektives Zeitmanagement“, 1 Tag „Die Magie der charismatischen Präsentation“, 2 Tage

195 Euro 360 Euro

PERSÖNLICHKEITSBILDUNG UND SELBSTMARKETING 23./30. 11. + 7. 12. 2011 14. 12. 2011

„Ein gelungener Auftritt ist kein Zufall – Stil und Knigge im Business“, 12 Unt.-std. „Die wichtigsten sozialen Spielregeln für den Berufseinstieg – Von Anfang an mit sozialer Kompetenz punkten“ NEU, 1 Tag

275 Euro 195 Euro

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PERSONALWIRTSCHAFT 13. 12. 2011

„Aktuelles aus dem Personalbereich zur Jahreswende“ Änderungen im Arbeits-, Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht, 1 Tag Zertifikatslehrgang IHK-Profi „Personalwirtschaft“ 28. 11.–21. 12. 2011 Modul „Rechtliche Grundlagen des Personalwesens“, 32 Unt.-std.

195 Euro 215 Euro

Für Aggregate und Technikzentralen

SICHERHEIT/BEWACHUNG 7.–11. 11. 2011 5.–9. 12. 2011

IHK-Unterrichtung für Bewachungspersonal, 40 Unt.-std. IHK-Unterrichtung für Bewachungspersonal, 40 Unt.-std.

425 Euro 425 Euro

„Bei Anruf Erfolg - Aktiver Telefonverkauf“, 1 Tag

195 Euro

TELEFONTRAINING 11. 11. 2011

Ansprechpartnerinnen: Erstauskünfte im IHK-Kundenzentrum: Simone Jones, Mirjam Röhm, Telefon (0 69) 82 07-143 und -144 Weitere Beratung im IHK-Bildungszentrum Sekretariat: Irene Shafqat, Telefon (0 69) 82 07-3 44, Telefax (0 69) 82 07-3 19, E-Mail weiterbildung@offenbach.ihk.de, Internet: www.offenbach.ihk.de Anmeldung auch direkt online: www.offenbach.ihk.de  Aus- und Weiterbildung  Veranstaltungen

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www.renz-container.com Wiederaufnahme ins Weiterbildungsprogramm

Die modular aufgebaute Lehrgangsreihe richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die federführend Maßnahmen zur gesundheitlichen Prävention in ihren Unternehmen einführen sollen. In insgesamt 72 Unterrichtsstunden werden die Teilnehmer dazu befähigt, ihre Teams für die Gesundheitsprävention zu sensibilisieren, geeignete Instrumente hierfür zu entwickeln und anzuwenden. Bei bestandenem Abschlusstest, wird

ein IHK-Zertifikat zum Profi für betriebliches Gesundheitsmanagement erteilt. Unterrichtstermine: 30. und 31. März 2012 (Modul 1), 27. und 28. April sowie 5. Mai 2012 (Modul 2), 1. und 2. Juni sowie 16. Juni 2012 (Modul 3) und 30. Juni 2012 (Modul 4).

Kontakt: Gabriele Weis Telefon (0 69) 82 07-3 41 E-Mail weis@offenbach.ihk.de

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Ab dem 30. März bis zum 30. Juni 2012 bietet das Bildungszentrum der IHK Offenbach am Main die Weiterbildung zum „Profi für Gesundheitsmanagement im Betrieb“ an.

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RECHT | FAIRPLAY

Regierungspräsidium kontrolliert Vorbeugemaßnahmen

Unternehmer müssen Geldwäsche vorbeugen Schätzungen zufolge – so das Regierungspräsidium Darmstadt – werden in Deutschland jährlich 40 bis 60 Milliarden Euro aus schweren Straftaten erwirtschaftet. Da die Täter dieses „schmutzige“ Geld loswerden wollen, investieren sie es vorzugsweise in hochpreisige Güter, wie Autos, Schmuck oder Immobilien. Manche gründen Unternehmen oder steigen in bestehende Firmen ein. Andere legen das Geld in Lebensversicherungen an. Unbedarfte seriöse Unternehmen werden dabei für kriminelle Zwecke missbraucht. Banken schirmen sich bereits seit vielen Jahren vor entsprechenden Handlungen ab. Darum suchen sich die Geldwäscher gezielt Nischen im Gewerbe und investieren dort zum Beispiel Geld aus Drogen- und Menschenhandel. Das soll in Zukunft deutlich erschwert werden. Der Vizepräsident des Regierungspräsidiums Darmstadt Dr. Wilhelm Kanther erklärt

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Was kompliziert aussieht, kann ganz einfach sein!

dazu: „Ein Händler muss wissen, dass er sich per Gesetz davor schützen muss, dass über sein Unternehmen auf einfache Weise Geld gewaschen werden kann. Darum muss er seinen Kunden in bestimmten Fällen identifizieren und darf auch eine Kopie des Ausweises fertigen und aufbewahren. Tut er das nicht, drohen ihm empfindliche Bußgelder. Er kann sich sogar der leichtfertigen Geldwäsche schuldig machen.“ In Hessen sind die Regierungspräsidien als Aufsichtsbehörden über die Einhaltung der präventiven Vorschriften des Geldwäschegesetzes für eine Vielzahl von „Verpflichteten“ bestimmt worden. Unter ihre Aufsicht fallen gewerbliche Güterhändler, Immobilienmakler, Versicherungsvermittler – sofern sie Lebensversicherungen oder Dienstleistungen mit Anlagezweck vermitteln, Rechtsdienstleister, also registrierte Personen nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz mit näher definierten Dienstleistungen, Finanzunter-

nehmen, soweit sie nicht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegen, sowie bestimmte Dienstleister für Gesellschaften oder Treuhandvermögen und Treuhänder. Im Internet hat das Regierungspräsidium Darmstadt Informationen und Links eingestellt, die den betroffenen Unternehmen helfen können, ihren Pflichten nach dem Geldwäschegesetz besser nachzukommen. Insbesondere findet sich dort ein Vordruck, mit dem die Verpflichteten gegenüber der Aufsichtsbehörde dokumentieren können, dass sie ihre Kunden identifiziert haben. Damit kommen sie einer der Kernpflichten aus dem Gesetz nach. Regierungsvizepräsident Kanther: „In Zukunft müssen Unternehmen, denen Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz obliegen, sowohl bei konkreten Anlässen aber auch stichprobenartig mit Kontrollen durch die Aufsichtsbehörde rechnen.“ Informationen: www.rp-darmstadt.hessen.de

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RECHT | FAIRPLAY

Befristete Arbeitsverträge und Teilzeitarbeit

Teure Fehler vermeiden Der Trend zu befristeten Arbeitsverhältnissen, zur Teilzeitarbeit und zur Zunahme geringfügiger Beschäftigungen ist weiter ungebrochen. Unternehmer wünschen eine gewisse Flexibilität, um auf konjunkturelle Schwankungen und sich ändernde Auftragslagen besser reagieren zu können. Im Bereich Teilzeitarbeit und Befristung gibt es aber viele Fallstricke. Diese müssen beachtet werden, um die bezweckte Regelung auf rechtlich solide Füße zu stellen. Schon bei Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrags lauern Fallen: Ein Unternehmer, der einen befristeten Arbeitsvertrag nur mündlich „abschließt“, hat in Wirklichkeit einen unbefristeten Arbeitsvertrag geschlossen. Vor Aufnahme der Beschäftigung ist unbedingt darauf zu achten, dass mindestens die Befristung schriftlich niedergelegt wurde. Sonst endet das Arbeitsverhältnis nicht zum Ablauf der zu spät vereinbarten Frist, sondern muss wirksam gekündigt werden. Auch die Verlängerung einer Befristung kann ungewollt zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis führen. Bewährt sich ein befristet eingestellter Mitarbeiter und soll der Vertrag deshalb verlängert werden, darf diese Verlängerung mit keinen weiteren Zugeständnissen zu Gunsten des Arbeitnehmers verbunden werden. Wird beispielweise gleichzeitig das Gehalt erhöht, kann sich der

Arbeitnehmer nicht nur über die Gehaltserhöhung freuen. Nach dem Bundesarbeitsgericht wird ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet, wenn neben der Verlängerung der Befristung weitere Konditionen des ursprünglichen Vertrags verändert werden. Soll ein Arbeitnehmer ohne Sachgrund befristet angestellt werden, ist nach dem Gesetzeswortlaut darauf zu achten, dass mit diesem Mitarbeiter nicht bereits zuvor irgendwann ein Arbeitsvertrag bestanden hatte. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz schränkt dieses „Zuvor“ zeitlich nicht ein. Anders entschied vor kurzem das Bundesarbeitsgericht. Eine „Zuvor-Beschäftigung“ im Sinne des Gesetzes liege nicht vor, wenn das frühere Arbeitsverhältnis mehr als drei Jahre zurückliegt. Arbeitgeber, die sich absichern wollen, forschen dennoch besser nach, ob der Arbeitnehmer jemals im Unternehmen beschäftigt war. Auch im Bereich der Teilzeittätigkeit müssen verschiedene Fristen und Förmlichkeiten eingehalten werden. Fristen sind mitunter ziemlich eng gesteckt. In Betrieben mit mehr als 15 Arbeitnehmern hat ein Arbeitnehmer nach einer Betriebszugehörigkeit von sechs Monaten einen gesetzlichen Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit. Will ein Arbeitnehmer diesen Anspruch geltend machen, muss der Arbeitgeber über dessen Antrag spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn des Teilzeitarbeitsverhältnisses

Der Arbeitsrechtsexperte warnt: Mangelnde Sorgfalt beim Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen und Teilzeitarbeitsverträgen kann für den Arbeitgeber kostspielig werden. Foto: Pixelio

entscheiden. Lässt der Arbeitgeber diese Frist ohne Reaktion verstreichen, hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit im begehrten Umfang.

Autor Dr. Joachim Reiff Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Telefon (0 69) 91 59 99-0 E-Mail info@prs-law.de

Widerrufsbelehrung schnell ändern Alle Anbieter von Waren und Dienstleistungen im Fernabsatz, die ihre Produkte an Verbraucher verkaufen, müssen die eigene Widerrufsbelehrung anpassen und zwar bis 4. November 2011. Das „Gesetz zur Anpassung der Vorschriften über den Wertersatz bei Widerruf von Fernabsatzverträgen“ ist am 4. August 2011 in Kraft getreten. Es passt die deutsche Rechtslage zum Wertersatz bei Fernabsatzverträgen an europarechtliche Vorgaben an. Im Zuge der Änderung wurde die amtliche Muster-Widerrufsbelehrung neu gefasst. Damit kommt Arbeit auf alle Unternehmen zu, die Verträge im Fernabsatz schließen und dabei zumindest auch Verbraucher zu

ihren Kunden zählen. Das Gesetz hatte eine Übergangszeit von drei Monaten. Spätestens bis zum 4. November 2011 muss die eigene Widerrufsbelehrung angepasst werden. Leider ist zu erwarten, dass unmittelbar danach eine Welle von Abmahnungen auf die Unternehmen zurollt, die nicht rechtzeitig reagiert haben. Inhalt der Anpassung: Wertersatz für gezogene Nutzungen kann ein Unternehmer von einem Verbraucher nur verlangen, sofern der Verbraucher die Ware in einer Art und Weise genutzt hat, die über das Prüfen der Eigenschaften und Funktionsweisen hinausgeht. Darüber ist der Verbraucher vor oder spätestens bei Vertragsschluss zu informieren.

Der Anbieter Trusted Shops hat wie bei der Umstellung 2010 ein „Whitepaper“ mit fertigen Musterformulierungen entworfen, in die nur noch die eigenen Unternehmensdaten eingetragen werden müssen. Dieses ist im Internet unter http://www.shopbetreiberblog.de/2011/08/03/whitepaper-das-neuewiderrufsrecht-2011/ abrufbar.

Kontakt: Daniel Kühn Telefon (0 69) 82 07-2 25 E-Mail kuehn@offenbach.ihk.de

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RECHT | FAIRPLAY

Hilfe im Steuerdschungel

Schluss mit „mehreren regelmäßigen Arbeitsstätten“ Umständliche Rechnereien zur Ermittlung des geldwerten Vorteils, der Reisekosten und der Verpflegungsmehraufwendungen standen bislang an, wenn ein Arbeitnehmer nicht nur an einer festen Arbeitsstätte tätig war, sondern immer wieder in unterschiedlichen Filialen seines Arbeitnehmers zum Einsatz kam. Aus steuerrechtlicher Sicht konnte es mehrere regelmäßige Arbeitsstätten geben. Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass es nur eine regelmäßige Arbeitsstätte gibt. Bei den Einsätzen an anderen Niederlassungen eines Arbeitgebers handele es sich um Auswärtstätigkeiten. Seit Januar 2008 gab es im Reisekostenrecht den Begriff der „beruflich veranlassten Tätigkeit“. Eine beruflich veranlasste Tätigkeit lag vor, wenn der Arbeitnehmer vorübergehend außerhalb seiner Wohnung und an keiner seiner regelmäßigen Arbeitsstätten tätig war. Als regelmäßige Arbeitsstätten galten jene betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers, die der Arbeitnehmer durch-

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schnittlich mindestens einmal im Jahr an einem Arbeitstag aufsuchen musste. Von solchen regelmäßigen Arbeitsstätten konnte es mehrere geben. Für die Lohnbuchhaltung wie für die Steuererklärung des Arbeitnehmers hatte dies komplizierte Berechnungen zur Folge. Der BFH verlangt nun, dass eine einzige regelmäßige Arbeitsstätte ermittelt wird. Anhand von Einzelfallkriterien müsse beurteilt werden, wo der ortsgebundene Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit liegt. Dabei sei zu berücksichtigen, welcher betrieblichen Einrichtung der Arbeitnehmer zugeordnet wurde, wie seine Tätigkeit an den verschiedenen Arbeitsstätten aussieht und welche konkrete Bedeutung seinem dortigen Einsatz zukommt. Allein der Umstand, dass der Arbeitnehmer eine Arbeitsstätte regelmäßig aufsucht, führt laut BFH nicht dazu, dass es sich um eine regelmäßige Arbeitsstätte handelt. Betroffen hiervon wären zum Beispiel Außendienstmitarbeiter und Mitarbeiter im Homeoffice, welche die Firmenzentrale aufsuchen. Ist ein Arbeitnehmer dagegen in mehreren Filialen des Arbeitgebers tätig, stellt dies nach Meinung des BFH eine Auswärtstätigkeit dar, wenn keine der Tätigkeitsstätten eine hinreichend zentrale Bedeutung

gegenüber den anderen Tätigkeitsorten hat. Die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers darf sich über deutliche Erleichterungen freuen: Mit dem Aufsplitten der Entfernungspauschale ist es vorbei. Auch die Ermittlung von Verpflegungsmehraufwendungen ist einfacher geworden. Während sich die Verpflegungspauschale bei den Auswärtstätigkeiten nach der Abwesenheitszeit richtet, gibt es bei der regelmäßigen Arbeitsstätte gar keine.

Autorin: Marianna Kartziou Telefon (0 69) 82 07-2 22 E-Mail kartziou@offenbach.ihk.de

INFO Weitere Informationen zum steuerfreien Ersatz von Reisekosten durch den Arbeitgeber finden Sie unter http://www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern Urteile des Bundesfinanzhofes vom 9. Juni 2011 zur regelmäßigen Arbeitsstätte sind veröffentlicht im Internet unter: www.bundesfinanzhof.de


RECHT | FAIRPLAY

Personenidentität ausreichend für gültigen Schuldentitel

Zwangsvollstreckung trotz geänderten Gläubigernamens Ändert ein Unternehmen seine Firmenbezeichnung, so verlieren unter dem alten Namen ausgestellte Schuldentitel nicht ihre Gültigkeit und können weiterhin eingetrieben werden, zitiert die Deutsche Anwaltshotline eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen I ZB 93/10). Die bloße Änderung des Namens oder der Firma eines Gläubigers stehe der gerichtlich beschlossenen Zwangsvollstreckung eines Schuldners jedenfalls dann nicht im Wege, wenn dessen Personenidentität zweifelsfrei nachgewiesen sei. Im konkreten Fall betraf der Namensstreit die frühere Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG. Diese hatte Ein neuer Name änderte laut Bundesgerichtshof nichts an der Vollstreckbarkeit eines Titels. Foto: Pixelio

sich gemäß einem Beschluss der Hauptversammlung als Unicredit Bank AG ins Handelsregister eintragen lassen. Das wollte eine Schuldnerin zum Anlass nehmen, die gemäß einer Grundschuldbestellungsurkunde von Anfang der 90er Jahre inzwischen anberaumte Zwangsvollstreckung durch die Bank abzuwenden. Das Geldinstitut mit dem neuen Namen müsse seine Rechtsnachfolge beweisen und dann versuchen, sich einen neuen vollstreckbaren Titel unter der neuen Firmierung zu beschaffen. Die obersten Bundesrichter sahen das anders. „Ein Gläubiger, der nach einer inzwischen erfolgten Namensänderung die Zwangsvollstreckung eines Schuldners weiterbetreibt, braucht nur dann eine neue vollstreckbare Ausfertigung, wenn seine Identität nicht eindeutig zweifelsfrei festgestellt werden kann", erklärt Rechtsanwältin Daniela Sämann von der Deutschen Anwaltshotline den Karlsruher Richterspruch. Außerdem sei die Titelinhaberin hier nicht die Rechtsnachfolgerin der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG, sondern dieselbe juristische Person, die lediglich ihre Firma beziehungsweise den Namen geändert habe. Damit sei die Identität klar.

Änderung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main Die Vollversammlung hat in ihrer Sitzung vom 21. Juni 2011 nachfolgende Änderungen des Gebührentarifs zur Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main beschlossen: Die Gebührentatbestände unter der Tarif-Nr. 2 des Gebührentarifs zur Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main (Ausstellung von Ehrenurkunden) und der Tarif-Nr. 3 des Gebührentarifs zur Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main (Ausgabe von Formularen und Ähnlichem) werden gestrichen. Der Beschluss der Vollversammlung ist mit Bescheid vom 2. September 2011 vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung genehmigt worden und wird hiermit bekannt gemacht. Offenbach am Main, den 19. September 2011

gez. Alfred Clouth, Präsident

gez. Eva Dude, Hauptgeschäftsführerin

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RECHT | FAIRPLAY

Leistet ein Arbeitgeber mehrere Jahre lang Weihnachtsgeld, ohne bei der Zahlung deutlich eine Bindung für die Zukunft auszuschließen, kann der Arbeitnehmer aus diesem regelmäßigen Verhalten schließen, der Arbeitgeber wolle sich dauerhaft verpflichten. Eine unklare oder intransparente Klausel im Arbeitsvertrag kann das Entstehen eines zukünftigen Rechtsanspruchs nicht verhindern. Darauf weisen die Fachanwälte für Arbeitsrecht Dr. Felix Hebert und Suzan Jandali hin. (BAG, Urt. v. 08.12.2010, 10 AZR 671/09) Folgender Sachverhalt führte zu dem Urteil: Der seit 1996 beschäftigte Arbeitnehmer erhielt zumindest von 2002 bis 2007 jeweils Weihnachtsgeld in Höhe eines Bruttomonatsverdienstes, ohne dass bei der Zahlung ein ausdrücklicher Vorbehalt erklärt worden war. Wegen der Wirtschaftskrise verweigerte die Arbeitgeberin unter Hinweis auf den Arbeitsvertrag die Zahlung für 2008. Die Vertragsklausel lautet: Soweit der Arbeitgeber gesetzlich oder durch Tarifvertrag nicht vorgeschriebene Leistungen, wie Prämien, Zulagen, Urlaubsgeld, Gratifikationen, Weihnachtsgratifikationen gewährt, erfolgen sie freiwillig und ohne jede rechtliche Verpflichtung. Sie sind daher jederzeit ohne Wah-

rung einer besonderen Frist widerrufbar. Der Arbeitnehmer klagte auf Zahlung des Weihnachtsgeldes für 2008. Die Arbeitgeberin meinte, der vertragliche Freiwilligkeitsvorbehalt habe die Entstehung eines Weihnachtsgeldanspruchs verhindert. Das Arbeitsgericht gab der Klage statt; das Landesarbeitsgericht wies sie auf die Berufung der Arbeitgeberin hin ab. Die Revision des Arbeitnehmers war erfolgreich. Hebert und Jandali weisen darauf hin: Ein im Arbeitsvertrag klar und verständlich formulierter „Freiwilligkeitsvorbehalt“ kann einen zukünftigen Anspruch auf Sonderzahlung ausschließen. Allerdings darf der als Allgemeine Geschäftsbedingung formulierte Vorbehalt nicht mehrdeutig sein, sondern muss klar und verständlich im Sinne von § 307 BGB sein. Die vorliegende Klausel ist unklar und nicht eindeutig formuliert. Sie ist nicht geeignet, das mehrfache, tatsächliche Erklärungsverhalten der Arbeitgeberin zu entwerten. Die Klausel kann auch so verstanden werden, dass sich die Arbeitgeberin aus freien Stücken zur Erbringung der Leistung verpflichten wollte. Der vorbehaltene Widerruf setzt im Übrigen voraus, dass überhaupt ein Anspruch entstanden ist.

Foto: Pixelio

Vorsicht Weihnachtsgeld

Arbeitgeber sind laut Hebert und Jandali gut beraten, die von ihnen verwendeten Arbeitsverträge auf den jeweiligen Einzelfall rechtssicher anpassen zu lassen. „Außerdem sollten die Arbeitsverträge in regelmäßigen Abständen einer rechtlichen Überprüfung unterzogen werden, um sicherzustellen, dass den aktuellen Anforderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung Rechnung getragen wird“, so die Fachanwälte.

Kontakt: Daniel Kühn Telefon (0 69) 82 07-2 25 E-Mail kuehn@offenbach.ihk.de

VERANSTALTUNGSHINWEIS Am 29. November 2011 findet von 17:00 bis 19:00 Uhr in der IHK Offenbach am Main eine kostenlose Info-Veranstaltung zum Thema „Der Arbeitsvertrag – was ist möglich, was ist unnötig?“ statt. Referenten sind Suzan Jandali und Dr. Felix Hebert, Fachanwälte für Arbeitsrecht in der Kanzlei Buse Heberer Fromm, Frankfurt

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Arbeitsjubiläen 25 Jahre Ahmad Abdel-Rahman Udo Geis Inge Grassau Roland Naujok Elvira Rodekirchen Kerstin Scheuba Aramark GmbH Giuseppe Pitaniello Alfred Clouth Lackfabrik GmbH & Co. KG Mehmet-Ali Yilmaz Herzing + Schroth GmbH u. Co. KG

20 Jahre Ute Graap MKU-Chemie GmbH

15 Jahre Viktor Funkner ALK Haustechnik GmbH

5 Jahre Dennis Ferreira MedizinInkasso Schlotmann & Sterz GmbH, Fach-Inkassostelle für Medizinberufe und Kliniken Februar 2011

25 Jahre Michael Dressendörfer Röder-Präzision GmbH

März 2011

September 2011

25 Jahre Kurt Naski Blaut Verwaltungs- und Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Gabriele Schmidt Peek & Cloppenburg KG, Haus Neu-Isenburg Thomas Fischer Klaus-Dieter Heintze Röder-Präzision GmbH

25 Jahre

10 Jahre

Ralf Lautenbach Peter Röder Georg Symanski Röder-Präzision GmbH

Michael Guthier Misco Germany Inc., Zweigniederlassung Langen

Oktober 2011 April 2011

50 Jahre

25 Jahre

Wilfried Baier Röder-Präzision GmbH

Martha Böhnlein Arabella Hospitality SE, Sheraton Offenbach Hotel

Detlef Krüger Dental-Union GmbH

25 Jahre

Helga Kremer Dienes Apparatebau GmbH

Senol Ibraimi KÖBA-Sewifa GmbH

Karlheinz Neumann Röder-Präzision GmbH

Anna Lella KVM Kunststoffverarbeitung GmbH Mühlheim

Juni 2011

10 Jahre

25 Jahre

Januar 2011

Maria-Thea Hirsch Jürgen Schmidt Röder-Präzision GmbH

25 Jahre

Juli 2011

Frank Büttner Röder-Präzision GmbH

25 Jahre

Nachtrag

Christine Litza Friedrich Wilhelm Müller Nachf. Andreas Müller Hoch-Tief- und Stahlbetonbau GmbH & Co. KG Keith Briscoe Angelo Morello Röder-Präzision GmbH Jochen Schreyer Ross Europa GmbH

Hans-Joachim Biedert Röder-Präzision GmbH

Ihre Mitarbeiter freuen sich sicherlich, wenn Sie Ihnen bei Arbeitsjubiläen eine sichtbare Anerkennung geben. Dies könnte zum Beispiel eine Urkunde sein, die die IHK Offenbach am Main auf Anfrage gerne (kostenpflichtig zum Preis von 30 Euro/Stück) erstellt. Enthalten ist die kostenfreie Veröffentlichung des Jubiläums in der „Offenbacher Wirtschaft”. Möchten Sie für einen Jubilar eine Urkunde bestellen, bitten wir um ein Anschreiben – gerne auch per Fax (069) 8207-119 – das folgende Daten beinhalten sollte: Name des Jubilars, Jubiläumsdatum sowie die genaue Firmierung (entsprechend der Eintragung im Handelsregister) des Unternehmens. Bei weiteren Fragen steht Ihnen Petra Dittmar, Telefon (069) 8207-129, gerne zur Verfügung.

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MENSCHEN UND WIRTSCHAFT | VORSCHAU

VORSCHAU

AUSGABE 12 | 11

TITELTHEMA: Recht und Steuern Anzeigenschluss Dezember/Januar: 17. 11. 2011

Gründerpreis 2012 gewonnen Petra Baake, Hotelinhaberin aus Heusenstamm, gehört zu den Gewinnern des Hessischen Gründerpreises 2012. Insgesamt hatten sich 84 Gründer beworben. Neun von ihnen prämierte die Jury des Initiativkreises Gründertage Hessen für ihre besonders überzeugenden Konzepte. Baake, gelernte Hotelfachfrau und Köchin, eröffnete 2008 das „Mein SchlossHotel“ in Heusenstamm. Dort habe sie 19 Arbeitsplätze geschaffen, davon fünf Vollzeit- und 14 Teilzeitstellen, lobte die Jury und hob hervor, dazu zählten auch Mitarbeiter, die ansonsten auf dem Arbeitsmarkt nur geringe Integrationschancen gehabt hätten. Foto: Gründertage Hessen

KULTURELLES

Redaktionsschluss Februar: 30. 12. 2011 Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können.

IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 100853, 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90, 63067 Offenbach am Main Tel. (0 69) 82 07-0, Fax (0 69) 82 07-2 40 http://www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Eva Dude, Hauptgeschäftsführerin Redaktion E-Mail redaktion@offenbach.ihk.de Klaus Linke, Chefredakteur, Tel. (0 69) 82 07-2 45 E-Mail linke@offenbach.ihk.de Birgit Arens-Dürr, Tel. (0 69) 82 07-2 48 E-Mail arens@offenbach.ihk.de Viktoria Schaab, Tel. (0 69) 82 07-4 03 E-Mail schaab@offenbach.ihk.de Anzeigen Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG Verlagsabteilung, 63165 Mühlheim am Main Verlagsleitung: Olaf Schneider Tel. (0 69) 42 09 03-71, Fax (0 69) 42 09 03-70 E-Mail olaf.schneider@zarbock.de Anzeigenverwaltung Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main Tel. (0 69) 42 09 03-72, Fax (0 69) 42 09 03-70 Verlag, Gestaltung, Satz, Druck und Verarbeitung Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main Erscheinungsweise 10 Ausgaben pro Jahr (jeweils am 1. des Monats) Schlusstermin für Anzeigen und Beilagen: jeweils der 15. des Vormonats. Zur Zeit ist die Preisliste vom Dezember 2010 gültig. Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK.

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Jahreskalender 2012 vorgestellt Dr. Stefan Soltek (l.), Leiter des Klingspor Museums, und Stefan Gey (r.), Geschäftsführer der Berthold Druck GmbH, präsentierten in den Ausstellungsräumen des Klingspor Museums den Jahreskalender 2012. Bereits seit zehn Jahren gibt die Druckerei Berthold aus Offenbach einen Jahreskalender heraus, der einem Aspekt der Offenbacher Kultur- oder Wirtschaftsgeschichte gewidmet ist. In diesem Jahr steht im Fokus des Werks mit dem Titel „Das Lob der Freundschaft“ die Sammlung Siegfried Guggenheims. Der Kalender beinhaltet Höhepunkte der Sammlung der 20er und 30er Jahre mit einem Begleittext von Dr. Stefan Soltek, der die typographischen Werke erläutert und damit ihre Bedeutung für das christlich-jüdische Leben in Offenbach aufzeigt. Eine weitere Publikation von Berthold Druck ist das Buch „Die Werbewelt des Hermann Hirschen – Portrait eines Offenbacher Garderobenhändlers“. Autor Günter Scheib beschreibt darin das Leben und Wirken von Hirschen (1876 – 1963), der von 1903 bis 1934 ein Herrenbekleidungsgeschäft in Offenbach besaß. Grundlage und Gerüst des Buches sind die von Hirschen mit viel Witz und Phantasie selbst gestalteten Werbeanzeigen, die er in der Offenbacher Zeitung veröffentlichte. Foto: Schaab/IHK


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