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7+8 | 2011 DAS IHK-MAGAZIN AUS DER LANDESHAUPTSTADT FÜR WIESBADEN | RHEINGAU-TAUNUS | HOCHHEIM

Perspektiven der Metropolregion

Rhein-Main


EDITORIAL

Vielfalt ist unsere Stärke Foto: Vera Friedrich

Seit etlichen Jahren wird darüber gerungen, ob und wie das Rhein-Main-Gebiet organisatorisch stärker zusammen geführt werden kann. Die Diskussion erreichte in den 1960er Jahren mit den Stadtkreis- und Regionalstadtmodellen einen ersten Höhepunkt. Als Kompromiss entstand 1975 per Landesgesetz der Umlandverband Frankfurt. Als auch dieser in die Kritik geriet, wurde im Jahr 2000 mit dem Ballungsraumgesetz eine neue Regionalstruktur geschaffen. Doch die kritischen Stimmen ebbten nicht ab: Die einen rieben sich an dem Eingriffsrecht der Landesregierung in die regionalen Strukturen, anderen ging die verbindliche Zusammenarbeit im Rhein-Main-Gebiet nicht weit genug. Und so gründeten sich infolgedessen zahlreiche Initiativen, die eine Neuordnung der Region versuchten. Von politischer Seite wurden ein Stadtkreismodell und ein Konzept mit vier Regionalkreisen vorgelegt, die sich jedoch nicht durchsetzten.

Dr. Gerd Eckelmann | Präsident der IHK Wiesbaden

Unbeirrt verfolgt eine steigende Anzahl von über einem Dutzend Organisationen die Einheit in Rhein-Main mit überschaubaren Budgets und unterschiedlichen Einzelmaßnahmen. Überschneidungen bei den jeweiligen Aufgaben, Namensähnlichkeiten der Institutionen und teilweise identischen Akteuren haben oftmals für mehr Verwirrung gesorgt, als dass sie dem Ziel näher gekommen wären. Die zum Teil nahezu identischen Marketing-Aktivitäten der FrankfurtRheinMain GmbH und der HessenAgentur sind in dieser Form nur wenig nutzbringend. Hier muss mit politischer Gestaltungsverantwortung ausgedünnt werden. Dessen unbeschadet hat sich das Rhein-Main-Gebiet als geographisches Zentrum Europas zu einem der führenden europäischen Wirtschaftsräume entwickelt. Die polyzentrische Struktur bietet im Gegensatz zu anderen Metropolregionen wie beispielsweise Paris, London oder Mailand, eine Vielfalt an Siedlungsstrukturen, die durch zahlreiche Freiflächen aufgelockert sind. Sie wirkt der Unüberschaubarkeit des Ballungsraumes entgegen, garantiert kulturelle und ökologische Vielfalt und stärkt die Bindungen der Bürger an ihren Wohnort. Die Existenz mehrerer Zentren mit eigenständigem Charakter und unterschiedlichen Funktionen ist sogar ein ganz besonderer Wettbewerbsvorteil des Rhein-Main-Gebietes. Eine faktische Führungsfunktion hat unsere Wirtschaftslokomotive Flughafen. Als größter Arbeitgeber bildet sie ein Wirtschaftszentrum und erzeugt an den Ankunfts- und Abflugtafeln aller großen Flughäfen permanentes Marketing. Ich begrüße sehr, dass sich im Laufe der Zeit auf zahlreichen Gebieten erfolgreiche Kooperationen ergeben haben – allerdings nicht von oben verordnet, sondern dort, wo sie sinnvoll sind. So hat die Zusammenarbeit im öffentlichen Nahverkehr einen ganz anderen Zuschnitt als bei der Wasserversorgung oder der Abfallbeseitigung. Und alle Kooperationen haben gemeinsam, dass sie von gleichberechtigten Partnern freiwillig begonnen worden sind und bei Bedarf auch wieder beendet werden können. Eine vernünftige evolutionäre Fortentwicklung sehe ich in dem am 1.1.2012 in Kraft tretenden Nachfolgegesetz zu dem am Jahresende auslaufenden Gesetz zur Stärkung der kommunalen Zusammenarbeit im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Dieses sieht einen Regionalverband mit koordinierender Funktion für das Rhein-Main-Gebiet vor. Die Vielfalt unserer polyzentrischen Rhein-Main-Region ist eine Stärke. Im Wettbewerb zueinander korrigieren Kommunen die Fehler ihrer Nachbarn zum Vorteil aller. Ein verfasster Ballungsraum ist allenfalls nur auf gleicher Augenhöhe aller Beteiligten nach dem Vorbild der EU-Verträge denkbar. Viel wichtiger ist ein Zusammenwachsen der Region in den Köpfen der Menschen, bei dem ihre regionale Identität gewahrt bleibt.

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

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Inhalt TITEL

05 | Kommentar

29 | Jubiläen 29 | Meldungen

06 | Sechs Oberbürgermeister zur metropolregion Rhein-main

10 | Organisationen der Region 12 | Die Kulturinitiative Rhein Main verbindet

mEnSCHEn 32 | Bundesverdienstkreuz für IHK Präsident Dr. Gerd Eckelmann

34 | Steckbrief 35 | Verleihung der „Goldenen Lilie“

STAnDORT

36 | Im Bilde

6 | TITEL Metropolregion Rhein-Main: Sechs Oberbürgermeister beziehen Stellung zu diesem viel diskutierten Thema.

14 | Pro und Contra: Ist die Hygieneampel für Gaststätten sinnvoll?

RuBRIKEn

15 | Eltvilles „Agenda 2030“

44 | Kompakt

16 | „Sauberes“ Interview mit Ord-

47 | Neues aus Berlin und Brüssel

nungsdezernentin Birgit zeimetz

48 | Kultur: Menschen lesen im Hotel 49 | Termine

InTERnATIOnAL 18 | Gute Beziehungen zu Russland

51 | Wirtschaftsjunioren erarbeiten „Drei Projekte mit Zukunft“

16 | STAnDORT

19 | Seit 30 Jahren Stammgast bei der IHK

IHK-FORum 52 | Die 207. IHK-Vollversammlung

SERVICE 20 | Fachkräftemangel-Diskussion mit ursula von der Leyen

22 | Erfolgstrategien zur

Interview: Wiesbadens Ordnungsdezernentin sprach über die Sauberkeit in der Landeshauptstadt.

54 | Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten – Vorsitzende und Beisitzer

55 | Abschlussprüfung 2011/2012

Fachkräftesicherung

24 | Patente & Co für Einsteiger

56 | Namensverzeichnis 59 | Impressum

unTERnEHmEn 26 | Kooperations- und Nachfolgebörse 27 | Innovationsforum bei der Holtz GmbH 28 | Gründerporträt – Private bilinguale Ganztagsschule 4

VERLAGSFOCUS 37 | Wirtschaftsstandort Rheingau-Taunus-Kreis

20 | SERVICE Fachkräftemangel: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sprach bei einer Veranstaltung der IHK Wiesbaden.


TITEL  Perspektiven der Metropolregion Rhein / Main

Spots zum Titelthema Kommentar Definition Eine Metropolregion ist ein stark verdichteter Ballungsraum rund um eine oder mehrere Großstädte oder Metropole. Dabei ist die Metropolregion weiter gefasst als etwa das Gebilde einer Agglomeration, die aus einer Kernstadt und einem dicht bebauten Vorortbereich bestehen. Vielmehr werden auch ländliche Gebiete so-

Cluster-Strategie, um auch kleineren und mittelständischen Unternehmen in der Metropolregion Wachstumsperspektiven durch die Vernetzung mit innovativen Unternehmen zu eröffnen.

wie wirtschaftliche Verflechtungen und Pendlerströme mit einbezogen. Die Definition selbst ist hierzulande noch nicht allzu alt: In Deutschland wurden Metropolregionen erstmals 1995 durch die Ministerkonferenz für Raumordnung definiert. Quelle: Wikipedia.de

Anfänge Der Umlandverband Frankfurt (UVF) war der erste ernsthafte Versuch der hessischen Landesregierung, den Gemeinden der Stadtregion eine gemeinsame regionale Organisation zu geben. Auslöser war die Anfang der 1970er Jahre sehr konkret geführte Diskussion über die Bildung einer Regionalstadt Frankfurt, die von der Landesregierung und den Vertretern des Umlands jedoch abgelehnt wurde. Der Mehrzweck-Pflichtverband besaß ein direkt gewähltes Regionalparlament. Der Verband hatte Planungs-, Trägerschafts- und Durchführungsaufgaben. Er erstellte einen gemeinsamen Flächennutzungsplan für seine 43 Mitgliedsgemeinden. Die gesetzlich vorgeschriebenen Trägerschaftsaufgaben wurden von den Gemeinden nicht herausgegeben, die Landesregierung blieb untätig, ähnliches geschah bei den Koordinierungsaufgaben. Der UVF war zeit seiner Existenz ein ungeliebter Kompromiss und eine „störender“ Konkurrent um kommunale Kompetenzen, die Forderung nach seiner Auflösung wurde vor allem in den 90er Jahren immer lauter. Rechtsnachfolger wurde der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main und schließlich, seit 1. April 2011, der Regionalverband Frankfurt RheinMain. Quelle: Wikipedia.de

Größe Insgesamt leben gut 57 Millionen Deutsche in einer Metropolregion. Je nach Definition schwankt die Einwohnerzahl der Metropolregion Rhein-Main zwischen 2,2 und 5,5 Millionen Einwohnern (Seite 6). Geht man von der höchsten Schätzung aus, dann rangiert das Rhein-Main-Gebiet auf Rang 3 in Deutschland, hinter Berlin/Brandenburg (5,9 Millionen Einwohner) und Rhein/Ruhr (11,7 Millionen). Die mit Abstand größte Metropolregion der Welt liegt in Asien: In Tokio und Umgebung leben 32,5 Millionen Menschen. Platz zwei belegt die südkoreanische Hauptstadt Seoul mit 20,6 Millionen Einwohnern. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

Neben den harten Standortfaktoren spielen aber zunehmend weiche Standortfaktoren eine größere Rolle bei unternehmerischen Heiko Kasseckert, Direktor Entscheidungen. Solche Angebote des Regionalverbandes Frankfurtkönnen nicht punktuell im KernRheinMain bereich oder in Teilbereichen der Region abgebildet werden – sie Auf den internationalen Radar- sind letztendlich ein Ergebnis des schirmen von Investoren zu er- Zusammenwirkens aller Akteure scheinen wenn es darum geht, in einer Metropolregion. Hier Standortentscheidungen zu tref- kann die Metropolregion Frankfen, Arbeitsplätze zu schaffen und furtRheinMain, die sich über drei damit für den Wohlstand der Re- Bundesländer und 18 Landkreise gion zu sorgen – das ist die Auf- erstreckt, punkten. Aber nicht nur gabe einer regionalen Standort- das: FrankfurtRheinMain bietet und Wirtschaftsförderung für die als Wissenschaftsstandort mit 29 Metropolregion FrankfurtRhein- Hochschulen und mehr als 100 Main. Forschungsinstituten exzellente Bildungsangebote für die Ideen Seit jeher zählt die Region als Fi- und Lösungen von morgen. Das nanz- und Handelsplatz zu den ist die Grundlage, dass die Region international erfolgreierfolgreich den chen Metropolregio- „Das Ganze ist Wettbewerb um nen. Die Lage im Her- mehr als die kluge Köpfe und zen Europas und in der Summe seiner Talente aus der Mitte Deutschlands so- Teile“ ganzen Welt bewie die hervorragende stehen kann, Infrastruktur sichern die Zugänge um den hiesigen Unternehmen zu den globalen Märkten. Die re- ausreichend Fachkräfte anbieten gionale Politik ist aber nicht nur zu können. Kommunen und Unauf Wachstum in den traditionel- ternehmen profitieren in allen len Branchen ausgerichtet, son- Teilen der Metropolregion von der dern sie setzt auf Zukunftsbran- Anziehungskraft für Menschen chen wie Biotechnologie, IT- und Märkte und sichern durch Technik, Logistik und Mobilität. ihr Mitwirken in der MetropolreWeniger als Gemischtwarenhan- gion FrankfurtRheinMain auch del, vielmehr mit einer gezielten ihre eigene Zukunft. 5


TITEL PERSPEkTIvEn DER METROPOLREGIOn RhEIn / MAIn

Zusammen sind wir stark?! Das Gebilde der Metropolregion Rhein-Main existiert in zahlreichen Köpfen aber auf keiner Landkarte. Denn im Gegensatz zu Bund, Land, Kreis und Gemeinde gibt es für das RheinMain-Gebiet keine klar definierten, politischen Grenzen. Selbst die Frage, ob diese Grenze mit all den dafür notwendigen politischen Einrichtungen und Instanzen, notwendig wäre, ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Wer gehört dazu? Wie können sich die einzelnen Kommunen einbringen? Welche politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Institution sind notwendig? Die HessiscHe WirtscHaft hat die Oberbürgermeisterin von Frankfurt und die Oberbürgermeister von Wiesbaden, Mainz, Offenbach, Darmstadt und Aschaffenburg über ihre Sicht der Dinge befragt. Zieht man das IHK-Forum Rhein-Main zur Grenzziehung um das Rhein-Main-Gebiet heran, erstreckt sich das Gebiet über eine Fläche, die im Norden im Landkreis Fulda endet, im Süden die Stadt Worms erreicht, im Westen die Kreise Limburg-Weilburg und Mainz-Bingen und im Osten den Landkreis Aschaffenburg als Grenze hat. Nach dieser Abgrenzung umfasst die Metropolregion 14.800 Quadratkilometer Fläche mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern. 3,4 Millionen sind es, verteilt 5.500 Quadratkilometer, wenn man das S-Bahn-Netz zur Grenzziehung zugrunde legt. Das Ballungsraumgesetz für das Land Hessen grenzt das Gebiet im Gegensatz dazu streng ein und definiert eine exakte Abmessung. Die Städte Frankfurt und Offenbach sowie die gesamten Landkreise Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Offenbach. Hinzu kommen einzelne Gemeinden aus dem Wetteraukreis, dem Main-Kinzig-Kreis und dem Landkreis Groß-Gerau. Insgesamt 2,2 Millionen Einwohner auf 2.500 Quadratkilometern Fläche. Das Gesetz fordert und fördert die interkommunale Zusammenarbeit, ohne jedoch die Selbstbestimmtheit der einzelnen Kommunen zu beschneiden. Ein offenes Gebilde also, das in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden soll. Soweit herrschte Einigkeit unter den sechs Oberbürgermeistern, denen die HessiscHe WirtscHaft folgende drei Fragen gestellt hat:

1. Sollte die Zusammenarbeit zwischen den Städten im Rhein-Main-Gebiet intensiviert werden und wenn ja, bei welchen Themen? 2. Wie könnte Ihre Stadt von dem Gebilde FrankfurtRheinMain stärker profitieren? 3. Sollte sich die Rhein-Main-Region stärker als Einheit vermarkten? 6

Dr. Helmut Müller 1. Wenn wir die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main im internationalen Vergleich stärken wollen, müssen wir die Zusammenarbeit innerhalb unserer Region als Chance begreifen. Denn heute konkurrieren Metropolregionen – nicht mehr einzelne Städte. Urbane Ballungsregionen, beispielsweise London, Paris, nehmen weiter rasant an Bedeutung zu. Die Menschen zieht es in Regionen, die wirtschaftliche, technologische und kulturelle Vielfalt sowie einen hohen Freizeitwert bieten. Nur durch eine geeignete regionale Kooperation sind wir den Zukunftsaufgaben gewachsen. Wenn die Metropolregion im In- und Ausland attraktiv ist, sind auch die einzelnen Gemeinden und Städte als Unternehmens-, Wohn- oder Freizeitstandort interessant. Wir haben in unserer Region die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist, den Regionalgedanken administrativ zu befördern. Deswegen wächst die Region meines Erachtens am besten über die Arbeit an gemeinsamen Projekten zusammen. Die Olympiabewerbung, auch wenn sie nicht erfolgreich war, ist dafür ein gutes Beispiel. Für eine Stadt ist ein solches Vorhaben nicht zu stemmen, aber alle interessieren sich dafür und profitieren davon; die Zusammenarbeit ist bei so einem Vorhaben inhärent. Die bereits vorhandene Zusammenarbeit bei Verkehrs- und Energiefragen, so wie beispielsweise im Rhein-Main-Verkehrsverbund, ist von großem, unbestrittenem Nutzen; diese gemeinsamen Ansätze müssen ausgedehnt werden. Auch der „Architektursommer Rhein-Main“ bietet für die gesamte Region die große Chance, die Zusammenarbeit auch bei solchen Projekten zu forcieren und die inHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


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ternationale Wahrnehmung verstärkt auf das Rhein-Main-Gebiet zu fokussieren. Kurz gesagt: Regionen wachsen nicht am grünen Tisch zusammen, sondern durch Ziele und Ideen, die in gemeinsame Projekte fließen und so für die Menschen konkret werden.

2. Es geht nicht darum, von „dem Gebilde FrankfurtRheinMain“ zu profitieren, sondern jede Kommune bringt ihre Stärken ein und wir ziehen gemeinsam zum Wohle aller an einem Strang. Nichts steht für sich allein, nichts ist für alle Zeit gesichert, alles muss immer wieder gewonnen werden. Wir müssen die Menschen der Region davon überzeugen, dass wir eine Einheit bilden, die der regionalen Vielfalt das verbindende Element, das einende Dach liefert.

und klimatischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeinsam angehen.

3. Es ist schon als Fortschritt zu verbuchen, dass sich die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main mittlerweile selbst stärker als solche versteht und sich als wirtschaftliche wie kulturelle Einheit sieht. Sicherlich ist dabei noch keine Grenze erreicht, der Ballungsraum muss sich noch mehr auf die Konkurrenz zu anderen europäischen Metropolregionen einstellen. Für die Bundesrepublik gilt aus meiner Sicht: Nicht die Länder stehen miteinander im Wettbewerb, es sind vor allem die Metropolregionen, die sich um die besten Köpfe und Kräfte bemühen.

3. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist die Vermarktung als Einheit, als Marke „Rhein-Main“, unerlässlich. Einheitliche Vermarktung braucht Inhalte; wenn wir gemeinsame Projekte umsetzen und mit kluger Strategie zusammenarbeiten, ist die einheitliche Vermarktung ein Selbstläufer. Das Gesetz über die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main und Institutionen wie die Standortmarketinggesellschaft FrankfurtRheinMain sind ein Anfang, aber was fehlt, ist ein regionales Leitbild, sind gemeinsame Ziele. Daran müssen wir – über Projekte! – arbeiten; sie sind eine gute Basis für die Positionierung der Region Rhein-Main.

Petra Roth 1. Unbedingt sollte die Zusammenarbeit der Städte in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main noch weiter verstärkt werden. Mit dem Kulturfonds und den Ausstellungen zum Expressionismus ist uns doch eine gute gemeinsame Aktion gelungen, die deutlich macht, über welche Potenziale diese Region verfügt. Die Energiewende wäre perspektivisch ein großes Feld, das die Kommunen gemeinsam bestellen sollten. Sie kann nämlich nur gelingen, wenn die Kommunen die Sache zusammen angehen. Hilfreich könnte es also sein, wenn in diesem Zusammenhang gelungene Beispiele für Energieeffizienz als Modelle in der Metropolregion ausgestellt würden.

2. Frankfurt ist der Mittelpunkt dieses Gebildes. Die Stadt setzt auf interkommunale Kooperationen, etwa wenn es um den Wohnungsbau geht. Ähnliches gilt auch für Gewerbegebiete. Es lohnt sich, Projekte gemeinsam anzugehen. Nur so können wir die großen demografischen HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

Jens Beutel 1. Im Laufe der letzten Dekade wurde im Rhein-Main-Gebiet eine Vielzahl von Initiativen zur Intensivierung der Zusammenarbeit gestartet. Wesentliche Initiativen, an denen Mainz seither beteiligt ist, sind die Kulturregion Frankfurt/Rhein-Main mit den Projekten „Garten RheinMain“ sowie der sehr erfolgreichen „Route der Industriekultur“. Der Wirtschaftsförderungsverein Region Frankfurt/Rhein-Main mit gut 200 Mitgliedern hat zudem verschiedene Kompetenznetzwerke hervorgebracht - in Mainz als Stadt, in der jeder 8. Arbeitsplatz eine mediale Konnotation hat, ist seit Jahren die Pflege des „Medienkompetenznetzes“ angesiedelt.

2. Wir profitieren bereits, da es für Mainz natürlich wichtig ist, sich aus Gründen der Effektivität auf die sinnvollsten Zusammenschlüsse zu konzentrieren. Dabei stehen eben die praktischen und erlebbaren Initiativen im Vordergrund. So präsentieren wir uns mit einem gemeinsamen Stand der Rhein-Main-Wirtschaftsförderung auf der Immobilenmesse EXPO-Real in München - und dies mit großem Erfolg. Und in den letzten 10 Jahren war zudem die Veranstaltung „Germany Travel Mart“ – wechselnd mit den Gastgebern Frankfurt, Mainz und Wiesbaden – mit einem großen Echo auf dem Parkett der weltweiten Einkäufer von Tourismus-Paketen beschieden. Insgesamt haben wir längst „die Schwelle überschritten“: der Ballungsraum wird von Außenstehenden – gerade im Ausland – bereits als Gesamtregion RheinMain empfunden.

3. Enge regionale Kontakte sind immer positiv. Dabei muss es nicht zwingend um Großprojekte – wie bei der „OlympJa!“-Bewerbung – gehen. Gerade die kleinen, steten Projekte wie die „Route der Industrie7


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kultur“ erzeugen eine hohe Erlebnisqualität für Besucher. Andere Kooperationen – im Tourismus oder beim integrierten Verkehrsmanagement – wirken indirekt und nicht sofort ersichtlich auf die Lebens- und Standortqualität ein. Essentiell ist, dass Interessenten zunächst für die fesselnde und zukunftsfähige RheinMain-Region begeistert werden. Das erfolgt auf vielen Ebenen, auch wenn es noch Luft nach oben gibt und man innovativen neuen Ansätzen immer ein offenes Ohr leiht. Erst danach sollte die jeweilige Körperschaft als „Streiter für die eigene Scholle“ auftreten.

aufzutreten. Es gilt nicht nur, die Position im Wettbewerb mit anderen Metropolregionen zu stärken, sondern beispielsweise auch, für eine bestmögliche Infrastruktur zu streiten. Dabei sollte der (oder die) vorangehen, der (die) die größte Wirkung erzielen kann. Auch und besonders für Rhein-Main gilt der alte Grundsatz „Gemeinsam sind wir stark“!

Horst Schneider 1. Die Zusammenarbeit zwischen den Städten der Region ist ein „Muss“. Klaus Herzog 1. Die Stadt Aschaffenburg ist auch bei der Rhein-Main-Zusammenarbeit in engem Schulterschluss mit den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg tätig. Wir „Bayern in Rhein-Main“ sind dafür, die Kooperation in der Metropolregion weiter zu intensivieren – auf freiwilliger Basis. Neben Standortmarketing und Imagepflege, Kultur und Tourismus sind uns besonders die Netzwerke bei Logistik, Automation, Automotive und IT wichtig. Stark an Bedeutung gewinnen wird nach meiner Ansicht die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Elektromobilität und bei der Energieversorgung.

2. Aschaffenburg und die Region Bayerischer Untermain sind Teil der Metropolregion, auch wenn wir zu einem anderen Bundesland gehören. Bürger, Wirtschaft und Politik bekennen sich zur Rhein-Main-Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, die Zentralität und Internationalität von Rhein-Main noch besser für unsere Region nutzbar zu machen. Es sollte in Zukunft noch besser gelingen, die da und dort noch vorhandenen länderspezifischen Interessen zusammenzuführen.

3. Wir sind schon lange der Meinung, dass es allen Beteiligten in der Metropolregion – also dem Ballungskern ebenso wie den peripheren Räumen – nutzt, gemeinsam unter dem Label „FrankfurtRheinMain“

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Wenn wir uns im internationalen Wettbewerb behaupten wollen, brauchen wir Kooperation auf freiwilliger Basis wie bei der RheinMain International Marketing, aber auch für gemeinsame Verwaltungseinheiten, um Kosten zu senken. Für Aufgaben von denen ihre Zukunft abhängt, braucht die Region eine verfasste Struktur für gemeinsames Handeln. Vorzeigeobjekt ist der Rhein-Main-Verkehrsverbund. Ein guter öffentlicher Nahverkehr ist Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft im Ballungsraum. Überörtliche Grünzüge und Regionalparks braucht ein hochwertiger Wohnstandort in Zeiten des Klimawandels. Die Kultur hat viel Entwicklungspotenzial. Und es gibt Handlungsdruck, der richtig Geld kosten wird: Kliniken, Sozialleistungen und Infrastruktur.

2. Offenbach profitiert heute schon vom steigenden regionalen Bewusstsein. Noch stärker würde die gesamte Region von einer reformierten kommunalen Verfasstheit profitieren. Wir brauchen ein direkt gewähltes Regionalparlament. Gleichzeitig sollten Regierungspräsidien und Landkreise aufgelöst werden. Es muss einen stärkeren regionalen Ausgleich der Lasten und der Gewinne zwischen den einzelnen Kommunen geben. Bis zur Schaffung des notwendigen Rahmens durch das Land, müssen wir uns auf die machbaren Gemeinsamkeiten konzentrieren und daraus sinnvolle Kooperationen entwickeln.

3. Auf jeden Fall. Ich war zwei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender der gemeinsamen Gesellschaft FrankfurtRheinMain International Marketing

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of the Region. In vielen Gesprächen mit internationalen Partnern habe ich immer wieder gehört, dass die Region gemeinsam auftreten muss, wenn sie in der Welt wahrgenommen werden will.

Für alles, was ihrem GeschäFtserFolG im weG steht.

Jochen Partsch 1. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich in meiner Amtszeit weiter für freiwillige und projektbezogene Zusammenarbeit in der Region ein. Wir haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht und unterstützen den Ansatz von „vielfältigen themenbezogenen Allianzen in unterschiedlichen Bezugsräumen“, wie man es im neuen Metropolgesetz nachlesen kann. Darmstadt ist Mitglied bei den regional-bedeutsamsten Gesellschaften, wie der FrankfurtRheinMain GmbH, Marketing of the Region und der KulturRegion FrankfurtRheinMain sowie dem Kulturfonds FrankfurtRheinmain. Neben wirtschaftspolitischen Themen, wie beispielsweise der Elektromobilität, werde ich mich für mehr Zusammenarbeit in der Sozial- und Wohnungspolitik einsetzen. Wir sind Teil einer prosperierenden Region mit der Perspektive weiter zunehmender Einwohnerzahlen in Darmstadt und den anderen Oberzentren. Doch damit sind auch erhebliche Herausforderungen an den Wohnungsmarkt und die Sozialsysteme verbunden. Angemessene Wohnungsversorgung auch für sozial schwächere Haushalte und Bevölkerungsgruppen gilt es als regionale Aufgabe zu verstehen und wir müssen gemeinsame Wege finden dies zu bewältigen.

2. Indem wir FrankfurtRheinMain nicht als künstliches „Gebilde“ sondern als hochattraktiven, polyzentrischen Raum verstehen, der in Gänze mehr ist als die Summe der einzelnen Teile. Wir kooperieren heute bereits stark. Indem wir dies weiter ausbauen und mit Leben füllen, profitiert Darmstadt logischerweise auch stärker.

3. Mehr zu tun, ist (fast) immer besser. Dies darf aber nicht dazu führen, dass die Vielfalt der Region, also eines ihrer Alleinstellungsmerkmale, in einer übertriebenen Uniformität untergeht. Zugleich steht aber fest: Nur gemeinsam werden wir global sichtbar. Es gibt deshalb keine Alternative zur Zusammenarbeit in internationalen Standortmarketingfragen. Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden Fotos: Städte Wiesbaden, Frankurt, Mainz, Aschaffenburg, Offenbach, Darmstadt

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TITEL  Perspektiven der Metropolregion Rhein / Main

Organisation einer Region Um die Zusammenarbeit einzelner Kommunen, Unternehmen oder Vereinigungen im Rhein-Main-Gebiet enger zu fassen, wurden zahlreiche Institutionen und Organisationen gegründet. Sie verknüpfen politische, wirtschaftliche oder sportlich-kulturelle Interessen miteinander und existieren, gerade im Bereich Planung und Verwaltung, auch auf der Basis von Gesetzen. Die Hessische Wirtschaft stellt einige davon vor. te Frankfurt und Offenbach im Regionalvorstand. Darüber hinaus werden auch alle übrigen Akteure der Metropolregion mit eingebunden. www.region-frankfurt.de

Regionalversammlung

Die Region im Überblick – es gibt viel zu verknüpfen. | Grafik: Regionalverband Frankfurt RheinMain

1. Planung und Verwaltung

Die Regionalversammlung Südhessen ist verantwortlich für die Regionalplanung der Region Südhessen, die dem Regierungsbezirk Darmstadt entspricht. Die wichtigsten Aufgaben sind die Beschlüsse über den Regionalplan. Zudem gibt die Versammlung regelmäßig Stellungnahmen zum Landesentwicklungsplan, zu Raumordnungsverfahren und zum Verbot von regelwidrigen Planungen ab. Die derzeit 99 Mitglieder werden von den Landkreisen, den kreisfreien Städten, den Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern und dem Regionalverband FrankfurtRhein-Main gestellt. Ihre Zusammensetzung ist im Hessischen Landesplanungsgesetz geregelt. Das Regierungspräsidium als obere Landesplanungsbehörde ist Geschäftsstelle der Regionalversammlung Südhessen. www.hessen.de

HA Hessen Agentur GmbH Regionalverband FrankfurtRheinMain Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Metropolregion Frankfurt/ Rhein-Main am 1. April 2011 hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain die Nachfolge des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/ Rhein-Main angetreten. Aufgaben der Regionalen Flächennutzungsplanung und der Landschaftsplanung werden damit seitdem vom Regionalverband erledigt. Zudem kümmert sich der Verband um Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen sowie die Kultur mit überörtlicher Bedeutung, Standortmarketing, Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, Regionalparks sowie der regionale Verkehrsplanung und das Verkehrsmanagement. Ferner soll der Regionalverband der zentrale Ansprechpartner in regionalen Belangen sein, der die strategische Entwicklung steuert und koordiniert. In den Gremien des Verbandes sind neben den Vertretern der 75 Kommunen in der Verbandskammer auch die Landräte und die beiden Oberbürgermeister der kreisfreien Städ10

Die Hessen Agentur GmbH wurde Anfang 2005 vom Land Hessen gegründet und ist eine 100-prozentige Tochter. In der Agentur, die heute 150 Mitarbeiter beschäftigt, wurden die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Hessen, die Technologie-Stiftung Hessen, der Hessen Touristik Service die Beratungsdienste der Investitions-Bank Hessen gebündelt. Ziel ist es, das wirtschaftliche Vertrauen in den Standort Hessen zu stärken und die Vorteile des Landes nach außen hin bekannt zu machen. Dazu gehört auch die Vereinheitlichung der Außendarstellung im Sinne einer Marke, mit entsprechndem Marketing. Ein weiterer Aspekt ist die Zusammenführung und Vernetzung der Kompetenzträger in Gesellschaft, Wissenschaft, Politik, und Wirtschaft. Man will Unternehmen das Tor zum vereinten Europa öffnen und Kontakte zu Forschung und Entwicklung herstellen, um den Weg von der kreativen Idee zum wirtschaftlichen Erfolg zu ebnen. www.hessen-agentur.de

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2. Wirtschaftliche und politische Kooperationen Frankfurt RheinMain GmbH Verkehrsdrehscheibe, Highspeed-Datennetze, innovative Hochschulund Forschungseinrichtungen oder ein synergetischer Branchenmix: Die Metropolregion Rhein-Main bietet Unternehmen eine Vielzahl von Anreizen, um sich entweder dort anzusiedeln oder von dort aus Geschäfte in aller Welt zu tätigen. Die FrankfurtRheinMain GmbH, gegründet im Jahr 2005, hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen bei ihren Intentionen zu unterstützen und die Attraktivität des Standortes Rhein-MainGebietes auszubauen und durch professionelles Marketing weltweit im Gespräch zu halten. Dazu haben sich 24 Kommunen und Einrichtungen der Region, darunter auch die Landeshauptstadt Wiesbaden, zu dieser GmbH zusammengeschlossen. Ob es Kontakte zum gewünschten Standort sind, die Suche nach Büroflächen oder der Kontakt zu Branchen-Netzwerken: Für diese und viele andere Fragen bieten die 18 Mitarbeiter der FrankfurtRheinMain Gmbh Antworten – auch auf chinesisch und japanisch. Die entsprechenden Sprachen sind auf der Webseite wählbar. www.frm-united.com

IHK-Forum Rhein-Main Als Gemeinschaftsinitiative aller IHKs im Rhein-Main-Gebiet, repräsentiert das IHK-Forum Rhein-Main die wirtschaftliche Einheit der Metropolregion, vertritt die Interessen der Wirtschaft und berücksichtigt dabei insbesondere die Belange des Mittelstandes. Insgesamt vertritt das IHK-Forum Rhein-Main etwa 400.000 Unternehmen, die den dazugehörigen IHKs durch die IHKs Aschaffenburg, Darmstadt, Frankfurt am Main, Fulda, Gießen-Friedberg, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Limburg, Rheinhessen (Mainz), Offenbach am Main und Wiesbaden angehören. Die Mitwirkung in verschiedenen regional-politischen Gremien gehört ebenso zu den Aufgaben des Forums wie die Formulierung von Vorschlägen und Forderungen an die Politik und Abgabe öffentlicher Stellungnahmen – etwa zur Umsetzung des Ballungsraumgesetzes. Dazu organisiert das Forum immer wieder Veranstaltungen zu Kernthemen wie die „Zukunft der Mobilität“ oder „Migranten werden Unternehmer“. Geschäftsführende IHK ist die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. http://hanau.ihk.de

Wirtschaftsförderung Region Frankfurt/RheinMain e.V. Der Verein will durch seine Arbeit die Zusammenarbeit der Mitglieder auf dem Gebiet der Wirtschaftsförderung in der Region Rhein-Main fördern und stärken. Dabei arbeitet der Verein über die Bundesländergrenzen hinaus. Die Wirtschaftsförderung bietet sich als zentraler Ansprechpartner für Unternehmen an – sowohl in der Region ansässige HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

als auch Firmen, die einen passenden Standort suchen, können sich an die Wirtschaftsförderung wenden. Auch in finanziellen und wirtschaftlichen Zukunftsfragen der Region, etwa industriepolitische Leitlinien, Entwicklung der Region als Technologiestandort oder die Erhöhung der Standortattraktivität für Einrichtungen von Wissenschaft und Forschung. Zudem wird aktive Standortwerbung betrieben, zum Beispiel auf der EXPO REAL, einer der größten Gewerbeimmobilien-Messen in Europa, wo der Verein seit 2004 einen Gemeinschaftsstand organisiert. Derzeit sind 198 Städte und Gemeinden sowie 12 Landkreise und vier IHKs Mitglied der Wirtschaftsförderung Region Frankfurt/RheinMain. www.region-frankfurt-rheinmain.de

Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main Die Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main bringt seit 1996 Unternehmer, die ihren Sitz in der Region Rhein-Main haben, auf zahlreichen Veranstaltungen zusammen. Sie ist als privatwirtschaftlicher Verband branchenübergreifend, parteipolitisch neutral und unabhängig konzipiert und finanziert sich ausschließlich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder. Vorsitzender ist der ehemalige Fraport-Chef Prof. Wilhelm Bender. Gefördert werden soll das Zusammenwachsen der Region, die Identifikation der Menschen und Unternehmen mit der Region, und die Leistungsfähigkeit des Standortes zu kommunizieren. Dazu werden regelmäßig Veranstaltungen angeboten, wie etwa die „Wirtschaftsgespräche“, in denen hochrangige Unternehmer oder Politiker Stellung beziehen. Die Initiative beteiligt sich zudem an dem Projekt „Wissensregion Frankfurt RheinMain“, einem Netzwerk von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschenden Unternehmen. www.wifrm.de Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden

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Kultur als verbindendes Element Um die interkommunale Zusammenarbeit im Rhein-Main-Gebiet war es in den 90er Jahren schlecht bestellt. Die Kommunen zerstritten, der Umlandverband Frankfurt in Auflösung begriffen, die hessische Landesregierung bastelte an einem Ballungsraumgesetz als Ersatz. Im kulturellen Bereich herrschte jedoch die Einigkeit, dass man überregional verknüpft mehr erreiche. Daraus entstand die Kulturinitiative Rhein-Main. das Darmstädter Manifest, in dem das Selbstverständnis von Kultur, aber auch die Forderung nach einer modernen Form staatlicher Unterstützung der Kulturinitiativen niedergeschrieben stand. 300 Kultur-Kollegen aus ganz Deutschland unterzeichneten es, mit dem Erfolg, dass die geplanten Steuer-Einsparungen zurückgenommen wurden. Der Grundstein für die Kulturinitiative Rhein-Main (KIRM) war gelegt.

„Großer Bahnhof für die Industriekultur“ im Jahr 2006 in Wiesbaden – eine Veranstaltung der Reihe „Route der Industriekultur“. | Foto: Dr. Klaus Kröger

In den 90er-Jahren wollte der Staat kulturelle Fördermittel drastisch kürzen, die steuerliche Unterstützung sollte zurückgefahren werden. Zahlreichen Leitern von Kulturinstitutionen im Rhein-Main-Gebiet war dies ein Dorn im Auge. Doch statt schimpfend im eigenen kommunalen Kämmerlein zu sitzen, trafen sie sich in Darmstadt, um eine Petition aufzusetzen und der Politik zu zeigen „Das geht so nicht“. Es entstand

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Ihr heutiger Vorsitzender ist Volker Rattemeyer, der 2010 nach 23 Jahren als Direktor des Museums Wiesbaden in den Ruhestand ging. Er war bei der Erstellung des Darmstädter Manifests dabei und stellte gemeinsam mit seinen Mitstreitern fest: „Wenn wir etwas ändern wollen, brauchen wir einen Verein.“ Der wurde 1998 gegründet – mit Absicht ohne den sonst so oft verwendeten Zusatz „Frankfurt“ im Namen. Eine solche Begrenzung auf Frankfurt und das direkte Umland, wie sie in zahlreichen anderen Organisationen suggeriert wird, wollten die Kulturschaffenden nicht. „Von Aschaffenburg bis Wiesbaden sind Vertreter mit dabei“, sagt Rattemeyer. Vor allem sollte mit der KIRM das vielfältige Angebot der Region gebündelt und sowohl nach innen als auch nach außen bekannter gemacht werden. In den ersten Jahren gelang dies ehrenamtlich, die ein Jahr vor der KIRM gegründete Wirtschaftsinitiative Frankfurt RheinMain arbeitete eng mit der Kulturinitiative zusammen, um auch den wirtschaftlichen

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


TITEL  Perspektiven der Metropolregion Rhein / Main

Mit Gründung der Kulturregion RheinMain GmbH im Jahr 2004 wurde den ehrenamtlich Tätigen der KIRM die finanzielle Last von den Schultern genommen – die Mitglieder der Gesellschaft, unter anderem die Stadt Frankfurt, zahlen regelmäßig in diesen Topf ein. Dieser Topf wurde um einiges größer, als 2006 seitens der Kulturfond Frankfurt RheinMain gegründet wurde, dem im Jahr etwa fünf bis sechs Millionen Euro zur Verfügung

stehen. Daraus wurde beispielsweise die viel beachtete Ausstellung „Vom Blauen Reiter zum abstrakten Expressionismus“ aus der Reihe „Das Geistige in der Kunst“ finanziell gespeist. „Viele der von uns angestoßenen Projekte laufen jetzt über den Kulturfond und die Kulturregion“, sagt Rattemeyer. Die KIRM hat jedoch ein neues Handlungsfeld gefunden: Die Themen, die sonst wenig Beachtung finden. Einmal im Jahr wird ein solches aufgegriffen, 2011 findet eine Tagung zur Neuausrichtung der Museen im Rhein-Main-Gebiet statt. „Viele Museen werden derzeit renoviert und saniert. Das ist eine gute Gelegenheit, deutlich zu machen, welche Möglichkeiten es in der Region gibt“, erklärt Rattemeyer. Ein weiteres Ziel, das sich der 68-jährige gesetzt hat, ist, die Stadt Wiesbaden mit ins Kulturfond-Boot zu holen. Haben sich zahlreiche Kommunen bereits engagiert, hält sich die Landeshauptstadt derzeit noch zurück. Rattemeyer steht aber in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen. Er hofft auf einen baldigen Beitritt, denn „es besteht die Gefahr für Wiesbaden, dass andere Kommunen kulturelle Felder besetzen und Wiesbaden dadurch beschädigt wird“. www.kirm.de Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden

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Faktor zu berücksichtigen. „Der KIRM-Vorsitzende war immer auch Mitglied im Beirat der Wirtschaftsinitiative.“ Vor allem Prof. Wilhelm Bender, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative und damaliger Chef der Fraport AG, sei ein guter Start zu verdanken. Zahlreiche Gespräche auf allen politischen Ebenen wurden geführt – und werden es noch immer. Zehnmal im Jahr gab es für die Mitglieder „Zuckerle“, wie es Rattemeyer nennt. Das waren besondere Veranstaltungen wie etwa eine offene Probe am Theater oder die Vorabbesichtigung einer Ausstellung – um starke Mitglieder ins Boot zu holen. 200 sind es inzwischen. Aus der Zusammenarbeit entstanden Kulturprojekte wie die „Route der Industriekultur“ oder „Gärten Rhein-Main“, die Theaterfestspiele der Region sind enger zusammengewachsen, auf der Internetseite werden regelmäßig Kultur- und Veranstaltungstipps gegeben.


Standort

Ist die Hygiene-Ampel sinnvoll? Joachim Kettner,

Reinhard Schreek,

Geschäftsführer des

Präsident des Deut-

Restaurants „Lumen“

schen Hotel- und Gast-

in Wiesbaden

Transparenz schafft Vertrauen und Vertrauen ist die solideste belastbarste Grundlage partnerschaftlichen Zusammenwirkens. Nach vielen Skandalen in der Lebensmittelbranche von Schmuddelfleisch bis zur aktuellen EHEC Krise, und wahre Horrorszenarien bezüglich des Hygienezustandes in der Gastronomie, die man in den letzten Jahren vielfach auf Privatsendern verfolgen konnte, ist bei Verbrauchern große Unsicherheit entstanden. Es gilt das Vertrauen unserer Gäste zurückzugewinnen. Heutzutage werden in der Gastronomie Produkte verarbeitet, die aus der ganzen Welt kommen. Dies stellt eine große logistische Herausforderung dar, hier müssen Transportzeiten kurz sein, Kühlketten dürfen keinesfalls unterbrochen werden. Da ist es nur logisch und konsequent, dass ein Lebensmittel verarbeitender Betrieb sorgfältig mit dieser Ware umgeht. Der Endverbraucher muss sich darauf verlassen können, dass die Speisen und Getränke die er verzehrt, hygienisch einwandfrei transportiert, gelagert und verarbeitet wurden. Dieses Vertrauen in die Gastronomie und die Lebensmittelbranche wird durch die Lebensmittelkontrolleure geschaffen und dokumentiert. Die Hygieneampel schafft also nachhaltiges, überprüfbares Vertrauen in eine verantwortungsvolle Gastronomie. Für den Kunden ist die Ampel ein sichtbares Instrument um sich zu orientieren. Der Gastronom sollte diese Möglichkeit der Transparenz, auch im Sinne unternehmerischer Stabilität nutzen, seinen Betrieb so zu führen, dass ihm höchstmögliches Vertrauen entgegengebracht werden kann. Dieser Herausforderung sollte sich jeder Gastronom stellen, denn es sichert Ihm langfristig nicht nur volle Häuser, sondern auch zufriedene Kunden.

Wer in ein Restaurant geht, erwartet dort,

stättenverbandes,

dass Speisen und Getränke hygienisch

Landesverband Hessen

einwandfrei zubereitet werden. Dies überprüfen seit jeher Lebensmittelkontrolleure. Möglichst schon am 1. Januar 2012 soll deren Ergebnis, das haben die Verbraucherschutzminister der Länder beschlossen, als „Hygiene-Ampel“ die Gäste schon am Eingang über die Sauberkeit des Lokals informieren. Eine umstrittene Entscheidung.

Hygiene-Ampel hygienisch o.k.

Unsere Skepsis zu diesem Kennzeichnungsmodell ist keine Absage an strenge Hygiene und Transparenz in den Betrieben. Die Ampel ist nur der falsche Weg zum richtigen Ziel. Der DEHOGA Hessen macht sich immer schon für die strikte Einhaltung der Hygienevorschriften und für sichtbare Sauberkeit in der Gastronomie stark. Das nur auf eine Branche ausgerichtete Konzept wird nicht zur gewünschten Transparenz und Sicherheit für Verbraucher führen. Sachgerechter wäre es, alle Branchen, die Lebensmittel verarbeiten, in einen Kontrollprozess zu integrieren. Bei der Hygieneampel entsteht der Eindruck, dass es um für den Verbraucher sichtbaren Aktionismus geht und weniger um praxistaugliche Lösungen mit Substanz. Notwendig ist eine flächendeckende Überprüfung der Betriebe anhand eines fairen Kriterienkatalogs. In Anbetracht der geringen Anzahl an Kontrolleuren erscheint es kaum denkbar, dass sämtliche Gastronomiebetriebe in einem zeitlich überschaubaren Rahmen kontrolliert werden können. Hinzu kommt, dass selbst einem hygienisch einwandfreien Betrieb bereits bei geringfügiger, möglicherweise vom Lebensmittelhersteller verursachter Verletzung von Hygienevorschriften, eine ungewollte öffentliche Brandmarkung blühen kann. Bis zur Nachkontrolle vergehen regelmäßig mehrere Wochen. Dies kann ausreichend sein, ungewollte Wettbewerbsfolgen und Betriebsschließungen herbeizuführen. Ebenfalls führt eine noch nicht erfolgte Kontrolle zur Verbraucherunsicherheit, da eine fehlende Kennzeichnung suggeriert, dass ein Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften vorliegt. Notwendig sind vielmehr Schulungen, Aufklärung und Weiterbildungsangebote.

unhygienisch 14

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Standort

Eltvilles Agenda 2030 Ein halbes Dutzend Eltviller Bürger hat sich zusammengetan und seine Vision der Stadt für das Jahr 2030 entwickelt. Darin ist die Stadt im Rheingau in 20 Jahren unter anderem Welthauptstadt des Rieslings und ein Zentrum für Kongresse von internationalem Rang. Zudem hat die steigende Besucherzahl Eltville in die Top-10 der Tourismusziele in Deutschland katapultiert. Bürgermeister Patrick Kunkel sieht in der „Vision 2030“ viel Machbares, „das noch den Feinschliff braucht“. ten sich jeweils einem davon und entwickelten die Maßnahmen weiter. „Diesen Teil unserer Vision verstehen wir als Vorschlag zur Stadtentwicklung und als konkreten Ansatz zur Erarbeitung eines Masterplanes“, sagte Jürgen Behle bei der Überreichung. Projekte und zeitliche Realisierung im Konsens solle unter tatkräftiger Beteiligung der Bürger geschultert werden, ohne die zeitlichen Zwänge von Legislaturperioden.

Eltville als Rosenstadt: Ein Vermarktungsschwerpunkt der Vision 2030. | Foto: IHK Wiesbaden

Sophie Gräfin zu Eltz, Jürgen Behle, Martin Blach, Reiner Burger, Peter O. Claußen und Peter Winter haben sich Gedanken darüber gemacht, wie die Wein-, Sekt- und Rosenstadt in 20 Jahren aussehen könnte. Als „Werkstatt Eltville 2030“ haben sie zusammen eine Vision entwickelt und Vorschläge erarbeitet, auf welche Weise die gesteckten Ziele erreicht werden können. Vor Kurzem konnten sie Bürgermeister Patrick Kunkel das Visionspapier „Eltville am Rhein – ein Leben im Fluss“ überreicht. „Wenn ich den Werkstatt-Gedanken aufgreife, dann sehe ich nun ein Werkstück vor mir, das noch den Feinschliff braucht“, erläuterte Kunkel bei der Übergabe. Auch die Sechsergruppe sieht in der Vision zunächst „erste Ansätze zu einer innovativen Stadtentwicklung, die eine Vielzahl von Impulsen aus der offenen BürgerHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

gesellschaft bezieht“. Bürgerliches und auch unternehmerisches Engagement bei der Umsetzung ist von beiden Seiten erwünscht. Im Oktober 2009 haben die sechs Eltviller damit begonnen, ihre Vision zu entwickeln. In einer ersten Phase kristallisierten sich zwölf Themen heraus, für die Maßnahmen entwickelt werden sollten, die bis 2030 umgesetzt werden können. Unter anderem fiel das Augenmerk auf die die so genannten Unique Selling Propositions, also Alleinstellungsmerkmale. Ein Jahr später waren diese zwölf Themen auf vier verdichtet, mit den Titeln „Das Oberzentrum Eltville am Rhein – Die Kultur und Kongressstadt – Die Mehrgenerationenstadt – Die mobile, lebendige Einkaufsstadt.“ Inzwischen gebildete Arbeitsgruppen widme-

Für den Wirtschaftstandort Eltville sieht die Vision eine rosige Zukunft, wenn die langfristige Stadtentwicklung mit heterogenen Serviceleistungen von Politik und Betrieben vor Ort gemeinsam koordiniert werden. Empfohlen wird unter anderem die Ansiedlung von Energie-Dienstleistern gekoppelt mit Maßnahmen für eine zukunftsorientierte Energienutzung – alternative Energien spielen hier eine große Rolle. Ein weiterer Ausbau des BreitbandInternets wäre ebenso wünschenswert wie eine internationale Ausrichtung des Standortes. Möglichkeiten dazu sind, nach Auffassung der Visions-Entwickler Kooperationen mit der Deutschen Bundesbank zur Etablierung von Finanzseminaren – hier klingt auch das Vorhaben durch, aus Eltville einen Kongressstandort zu machen – und die weltweite Vermarktung der in der Rosenstadt angesiedelten Spitzengastronomie. Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden

Die weiteren Ziele und Vorhaben stehen in der Vision 2030, die zum Downlaod auf der Webseite der Stadt Eltville, www.eltville.de unter dem Suchbegriff „Vision“ be-

reitsteht.

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Standort

„Sauberkeitsproblematik versachlichen“ Wiesbaden ist eine schöne Stadt und deswegen sind auch die Ansprüche an die Sauberkeit zu Recht groß. Die Diskussion um wilden Müll, Dreckecken und Hundekot war eines der zentralen Themen im zurück liegenden Kommunalwahlkampf. Die Hessische Wirtschaft sprach mit Birgit Zeimetz, Dezernentin für Bürgerangelegenheiten und Integration der Landeshauptstadt Wiesbaden, über Müllsünder, Marketingaktionen und schärfere Kontrollen zur Verbesserung der noch unbefriedigenden Situation.

Birgit Zeimetz (50) erläutert in ihrem Büro am Konrad-Adenauer-Ring ihr Sauberkeitskonzept. | Foto: Andreas Schlote.

Frau Zeimetz, vor drei Jahren habe ich bereits ein Interview mit Ihnen zur Sauberkeit in Wiesbaden geführt. Hat sich die Situation seitdem aus Ihrer Sicht verbessert?

Man muss das im gesamten Erscheinungsbild differenziert betrachten. Nach den objektiven Daten ist das Stadtbild insgesamt sauberer geworden. Die Fußgängerzone wird 13 Mal die Woche gereinigt. Genauso oft werden die Papierkörbe geleert. Trotzdem kann man darüber streiten, ob es sauber ist oder nicht. Es muss allerdings nicht sein, dass man statt 13 mal, 20 Mal die Woche reinigt. Irgendwo ist die Grenze erreicht – schließlich kostet alles Geld. Gute Erfahrungen machen wir aber zum Beispiel mit dem im letzten Jahr beschafften Nassreiniger ‚Citycleaner’, mit dem die Fußgängerzone intensiver gereinigt wird. Ein anderes Beispiel: Mit der ESWE haben wir verabredet, dass die blauen Plastikkörbe durch schönere und funktionalere Metallkörbe ausgetauscht werden. Trotz derartiger Maßnahmen ist es jedoch eine Tatsache, dass wir an bestimmten Stellen ein 16

größeres Sauberkeitsproblem haben. Überwiegend ist dies ein Verhaltensproblem der Verursacher, dem wir mit Hilfe der Gefahrenabwehrverordnung und unseren Kräften der Stadtpolizei versuchen beizukommen. Ich glaube aber nicht, dass es sinnvoll ist, wenn man an jeder Ecke einen Polizeibeamten postiert, der sich auf jeden Hundehalter stürzt, der einen Hundehaufen nicht wegräumt. Ohne gegenseitige Rücksichtnahme können die Probleme nicht gelöst werden. In unserem damaligen Gespräch hatten Sie erläutert, wie schwer es sei Bußgelder zu verhängen, weil die Leute selten auf frischer Tat ertappt werden. In Leserbriefen heißt es jedoch immer wieder: Mit den Knöllchen für die Autos ist man streng, aber an die Müllsünder geht man nicht richtig ran. Sie haben damals angekündigt, die Ordnungskräfte in soweit zu schulen, dass sie auch Bußgelder für Sauberkeitsverstöße verhängen können.

Wir haben im Bereich des Ordnungsamtes umstrukturiert und kontrollieren inzwischen viel stärker. Zum einen haben wir die Dienst-

zeiten erheblich ausgeweitet – auch auf Zeiten des Wochenendes, insbesondere in den Sommermonaten. Zum anderen haben wir die Stadtpolizei eingerichtet, die für die Verkehrsüberwachung und die Umsetzung der Gefahrenabwehrverordnung zuständig ist. Dazu gehört das Thema ‚wildes Urinieren’ genauso wie Hundekot und Zigarettenkippen. Ich sage es immer ein bisschen salopp: Wenn die uniformierten Kräfte unterwegs sind, haben alle Hunde Verstopfung. Es ist also in der Tat so, dass die Verursacher nur sehr selten auf frischer Tat ertappt werden. Relativ erfolgreich sind wir mit unseren punktuellen Sonderaktionen durch den Einsatz von Zivilkräften. Kontrollieren Sie auch gezielt die Parks?

Ja, auch das haben wir intensiviert. Wir haben unsere Hundestaffel ausgebaut und zeigen gerade in den Bereichen, in denen man sich in dunkleren Zeiten nicht so wirklich wohl fühlt, ein Stück weit mehr Präsenz. Zugleich konzentrieren wir uns auf problematische Gebiete. Es macht wenig Sinn irgendwo eine Kontrollaktion durchzuführen, wo noch nie ein Hundehaufen oder wilder Müll liegen geblieben ist. Es ist in jüngster Zeit viel für die Verschönerung von Spielplätzen und Sitzgelegenheiten getan worden. Gewisse Gruppen nutzen die neuen Optionen jedoch aus, um dort abends Partys zu feiern. Am Folgetag liegen dann überall Scherben herum. Wie gehen Sie damit um?

Das ist genau einer der Bereiche, die wir verstärkt in den Blick nehmen. Gerade auf den Spielplätzen wird häufig erheblich Alkohol von Jugendlichen und Heranwachsenden konHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


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sumiert. Die Hinterlassenschaften sind noch mal ein Stückchen problematischer als auf normalen Grünflächen, weil sich gerade kleine Kinder an Glasscherben schneiden können. Aber auch ein Sandkasten, der mit Hundehaufen verschmutzt ist, geht gar nicht. Wir haben daher eine Reihe von Spielplätzen, die unsere Kräfte regelmäßig bestreifen. Da wir in der Stadt zum Glück sehr viele Spielplätze haben, ist es allerdings nicht möglich, zu jeder Zeit an jedem Ort zu sein. Wir haben bestimmte Schwerpunkte, wo es besonders problematisch ist, und diese werden häufiger kontrolliert. Sie haben von wildem Urinieren gesprochen. Gibt es genug Toiletten in der Stadt? Gerade auch in den Parks und bei den Spielplätzen?

Dieses Problem sehen wir auch. Bei manchen Spielplätzen sind zwar Toiletten vorhanden, die jedoch zu oft verschlossen sind. Bei Großveranstaltungen wie jüngst dem Theatrium, haben wir dem Veranstalter aufgegeben, die Zahl der Toiletten zu erhöhen. An einem solchen Tag sollte sicherlich die Toilette am Warmen Damm zusätzlich in den Abendstunden geöffnet sein. Man muss sehen, wie man mit einfachen Mitteln die Situation verbessern kann. Es gibt aber auch Pläne außerhalb meines Verantwortungsbereichs, die Zahl der öffentlichen Toiletten auszubauen. In Frankfurt wurde vor etlichen Jahren die Stabstelle „Sauberes Frankfurt“ eingerichtet, die erfolgreich und ämterübergreifend agiert. Unsere IHK-Vollversammlung hat gefordert, dieses Modell auch für Wiesbaden zu prüfen. Was halten Sie davon?

Für betroffene Unternehmer und Bürger ist es bei Vorliegen eines Problems egal, ob das Ordnungsamt, das Grünflächenamt, das Tiefbauamt oder die Entsorgungsbetriebe zuständig sind. Die Stadt muss für sie zentraler Ansprechpartner sein. Deshalb hat die neue Koalition in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass nach Möglichkeit die Frage der Sauberkeit in eine Hand kommen soll. Das nehme ich als Auftrag an. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

An wen soll sich ein Unternehmer konkret richten, wenn beispielsweise Sperrmüll oder Unrat in unmittelbarer Nähe seines Ladengeschäftes herumliegt?

Bei der ELW, den Entsorgungsbetrieben der Landeshauptstadt Wiesbaden, haben wir eine zentrale Servicenummer unter der Rufnummer 0611 31-9700 eingerichtet. Die ELW arbeitet Beschwerden sehr zeitnah ab, in der Regel sind die Probleme innerhalb eines Arbeitstages gelöst. Natürlich können sich Unternehmer aber bei grundsätzlichen und wiederholten Problemen auch direkt an mein Dezernat unter der Rufnummer 0611 31-7881 wenden. Auch das kreative Marketing der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“ wurde von den Wiesbadener Unternehmern als vorbildlich gelobt…

Ich stimme zu, dass man hier noch einiges verbessern kann. Wir müssen noch mehr Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen und werden uns dazu noch die eine oder andere Aktion überlegen. Vielleicht brauchen wir mal etwas Pfiffigeres als unsere bisherigen Plakate. Und mit der IHK haben wir in einem sehr konstruktiven Gespräch eine Maßnahme verabredet, die wir in den nächsten Monaten gemeinsam auf den Weg bringen wollen. Denken Sie auch über eine Erhöhung der Bußgelder nach?

Wir denken darüber nach, die Bußgeldhöhen zu staffeln, wo es besonders belästigend oder auch gesundheitsgefährdend ist. Hundehaufen sind überall ärgerlich – in Sandkästen auf Spielplätzen sind sie aber noch ein Stückchen unangenehmer als auf dem Gehweg. In Köln kostet ein Hundehaufen auf dem Spielplatz daher 150 Euro Bußgeld. Das ist schon deutlich. Auf Liegewiesen kostet es um die 100 Euro. Der Hundehaufen auf der Straße ist dann etwas günstiger. Darüber hinaus bitte ich jedoch alle Bürger, ihre Mitmenschen anzusprechen, wenn sie sehen, dass diese Müll oder Hinterlassenschaften nicht wegräumen. In den meisten Fällen

sind die Leute aufgeschlossen und werden ein Stück weit sensibilisiert. Eine Passantenmessung von der Uni Mainz hat ergeben, dass neben dem Müll auch die vielen Baustellen als störend empfunden werden. Sind diese Ihnen auch ein Dorn im Auge?

Ich sehe das primär erst mal nicht als Problem. Natürlich müssen Baustellen ordentlich gesichert sein und dürfen im öffentlichen Raum nicht länger bestehen, als unbedingt nötig. Ansonsten sind Baustellen aber sind für mich immer ein gutes Zeichen, dass sich in der Stadt etwas bewegt. Vor ein paar Tagen haben Sie die Einführung eines Qualitätssicherungsmanagements im Bereich der Sauberkeit bekannt gemacht. Was verbirgt sich dahinter?

In unserem am 1. Mai im historischen Fünfeck gestarteten Pilotversuch geht es darum, Sauberkeit objektivierbar zu machen. Ob Wiesbaden besonders sauber oder besonders schmutzig ist, hängt stark von dem konkreten Erleben vor Ort und dem subjektiven Empfinden ab. Im Rahmen des Projektes soll der Sauberkeitszustand der Straßen systematisch und regelmäßig erfasst und bewertet werden. Zielvorstellung ist für mich die Bewertung der Sauberkeit aus Bürgersicht, wobei es entscheidend darauf ankommt, eine Objektivierung des Sauberkeitsbegriffes zu erreichen und die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zu erhöhen. Die Kontrollgänge durch die Stadt werden zufällig von einem Computerprogramm festgelegt. Es kann demnach sein, dass eine Woche vorher gereinigt worden ist, oder aber auch erst vor wenigen Stunden. Die Problemecken können so nicht nur ermittelt, sondern auch dokumentiert und angegangen werden. Außerdem wollen wir die zum Teil sehr emotionale Diskussion versachlichen und auf eine solide Grundlage stellen. Das Gespräch führte Gordon Bonnet, IHK Wiesbaden.

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InTERnATIOnAL

Gute Beziehungen als Kapital „Problema? Ein Problem? Nitschego – macht nichts. Ich kenne jemanden…“ Wer mit russischen Unternehmen Geschäfte machen oder in Russland einen Standort eröffnen will, sollte sich mit den Gepflogenheiten des Landes auskennen. Die Herangehensweise an geschäftliche Beziehungen ist dabei recht unterschiedlich. Was macht man in Deutschland bei einer Autopanne? Man ruft den ADAC. Ein Russe ruft einen Freund an, der ihn abholt. Die beste Lebensversicherung in Russland sind gute Freunde. In einer Kultur, die geprägt ist von kurzfristigen Veränderungen und Unsicherheit, helfen staatliche Strukturen, Vorschriften und Versicherungen nur wenig. Verlässliche neue Geschäftspartner oder Mitarbeiter findet man am besten über Empfehlung. Je besser die persönlichen Bindungen, desto verlässlicher der Geschäftspartner beziehungsweise geringer die Fluktuation von Mitarbeitern. Langfristige Loyalität gewinnt man durch tragfähige persönliche Beziehungen, in denen Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt und Wertschätzung gelebt werden. Für die „Duscha“, die russische Seele, haben Freundschaft, Vertrauen und Verbundenheit einen sehr hohen Stellenwert. Auf die „Unseren“ achtet man, man hilft einander. Eine Hand wäscht die andere – dieses alte Sprichwort gibt es auch in Russland. Austausch und Hilfsbereitschaft dienen als krisensicheres Wirtschaftsmodell. Echte Freundschaft trägt am Ende weiter als Korruption, wenngleich

der Korruptionsindex für Russland eine andere Sprache spricht. Doch wie pflegt man Beziehungen? Im Büro werden die Geburtstage im Kollegenkreis gefeiert, der 8. März darf als Internationaler Frauentag nie vergessen werden, Zeit für eine gemeinsame Teepause und auch mal gemeinsames Mittagessen gehören zur Pflege des Teamgeistes. Individuelle Mitbringsel: Seien Sie aufmerksam für die Bedürfnisse der anderen. Wenn ein Geschäftspartner mal erwähnt, dass er ein Fan des FC Bayern ist, bringen Sie ihm gerne beim nächsten Besuch einen Fan-Artikel mit. Die beste Basis für vertrauensvolles Arbeiten entsteht bei gemeinsamen Feiern. Corporate Christmas Partys sind ein Muss, dafür muss im Budget Platz sein. Darauf freuen sich die Mitarbeiter das ganze Jahr, sogar ein neues Kleid schaffen sich die Mitarbeiterinnen nur dafür an.

sind dann das geeignete Risikomanagement. Sie helfen, sich zurechtzufinden und Informationen zu interpretieren.

Vertrauen als Basis und das Gesichtwahren sind Grundwerte, die ein Verhandlungspartner nie verletzen sollte. Tut er dies, etwa durch deutsche direkte Kritik, stellt er den Wert der Beziehung in Frage. Um seine Kommunikationsmuster im russischen Kontext anpassen zu können, ist für jeden deutschen Manager in Russland qualifizierte interkulturelle Vorbereitung unerlässlich. Veränderte Einfuhrzölle, strengere Bau-Sicherheitsvorschriften oder neue Qualitätskontrollbeschränkungen – Russland ist immer für eine Überraschung gut. Gute Kontakte in informierten Kreisen

IHK-SEmInAR

Gelegenheiten für gegenseitige Hilfe und Unterstützung bieten die Chance, Vertrauen aufzubauen. Authentizität ist dabei absolut Bedingung. Beziehungspflege aus reiner Berechnung ohne ehrliche Wertschätzung wird nicht funktionieren. Viele schauen bei diesem Thema oft zweifelnd: „Dafür habe ich doch gar keine Zeit.“ Irrtum: nichts kann in Russland wichtiger sein, als Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Geduld und Zeit zahlen sich aus, wenn Freunde sagen: „Problema? - Nitschego!“ Text: Annette Becker, ICunet AG, Frankfurt Grafik: Pro Motion – fotolia.com

„Erfolgreich verhandeln mit russischen Geschäftspartnern“ Do, 18. August, 9 bis 17 Uhr, Teilnehmerentgelt 195 Euro Russland bietet ein attraktives Absatzpotenzial für deutsche Unternehmen. Doch nur im kulturell erfolgreichen Zusammenspiel ist unternehmerischer Erfolg denkbar. Das Seminar vermittelt ein vertieftes Verständnis für die russische Lebens- und Geschäftskultur. Der Schwerpunkt liegt auf Verhandlungssituationen, auf die gezielt und handlungsorientiert durch Theorie und praktische Übungen vorbereitet wird. Anmeldung: Geschäftsbereich International und Wein, Telefon 0611 1500186, international@wiesbaden.ihk.de

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International

„So schnell wie ich ist kein Flugzeug“ Dieter Schneider gehört eigentlich schon zum Inventar. Jeden Tag lenkt er sein Taxi Richtung IHK Wiesbaden. Doch seine Fahrgäste sind keine Menschen. Es sind Papiere. Seit genau 30 Jahren steht der Taxiunternehmer in den Diensten der Wiesbadener Niederlassung des Gesundheitsunternehmens Abbott.

Arbeiten seit 30 Jahren zusammen: Andrea Ungermann und Dieter Schneider. | Foto: Anette Schminck

Rund 15 Ursprungszeugnisse befördert Dieter Schneider pro Tag zur IHK Wiesbaden, insgesamt mehr als 4.000 Dokumente pro Jahr. Dort erwartet ihn seit 30 Jahren dieselbe: Andrea Ungermann. Die gelernte Industriekauffrau arbeitet seit Juli 1981 im Bereich Außenwirtschaft. Einen Monat später betrat Dieter Schneider zum ersten Mal ihr Büro im Auftrag von Abbott. Das Unternehmen braucht die Ursprungszeugnisse für den Export. Denn die Länder, die die Medikamente und Reagenzien, die das Unternehmen herstellt, importieren, erhalten mit der Urkunde beglaubigte Angaben über deren Herkunft. Andrea Ungermann erfüllt diese öffentliche Aufgabe, die der Gesetzgeber der IHK übertragen hat. 67 Jahre alt ist Taxiunternehmer Dieter Schneider, der externe Abbott-Mitarbeiter mit Firmenausweis. Nicht nur das Personal der IHK Wiesbaden, auch viele der 1.800 Angestellten am Abbott-Standort Wiesbaden kennen den Taxifahrer. „Ich bin bekannt wie ein bunter Hund“, sagt er mit einem Lächeln. Wie die Zusammenarbeit begann? Das war ein „absoluter Zufall“, resümiert Schneider. „Ich stand damals im August 1981 mit meinem TaHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

xi in Nordenstadt. Da funkte die Zentrale mich nach Wiesbaden zu dem neuen Unternehmen Abbott.“ Die Chefsekretärin hat ihn dort mit Unterlagen für einen Patentanwalt in Frankfurt empfangen. Schneider übernahm die Fahrt. Inzwischen hat sich das Pensum auf täglich zwei Bankfahrten, eine Fahrt zum Zoll und eine Fahrt zur IHK gesteigert. Der selbstständige Außendienstmitarbeiter ist im Laufe der Jahre zu einem Botschafter der Marke geworden. „Und damit habe ich überall nur gute Erfahrungen gemacht“, sagt er. Neben dem täglichen Pflichtprogramm chauffiert er auch Führungskräfte zum Flughafen und zurück. Mit den meisten der Geschäftsführer war er per Du. Und das, „obwohl ich nur Taxi-Englisch spreche’“, sagt Schneider. Einer der „Big-Bosse“ ist Schneider auch heute noch im Gedächtnis. Er denkt oft an ihn, wenn er seinen Kleiderschrank öffnet. Auch Andrea Ungermann kennt ihn. Denn Sie muss lachen, wenn sie auf Schneiders Füße schaut: „Da kommen manchmal schreiende Farben zum Vorschein: geringelte und gepunktete Socken in allen Farbvariationen. Die müssen Sie gesehen haben“. Die hat Taxifahrer Schnei-

der von Charles de Rohan, einem ehemaligen Vice President bei Abbott, den er regelmäßig nach Frankfurt gefahren hat und der selbst diese modischen Accessoires trug. Seit Schneider sich eines Tages als Fan der bunten Socken gezeigt hatte, brachte im de Rohan bei jedem Aufenthalt in Wiesbaden ein Paar mit. Schneider war aber auch oft die Feuerwehr für Abbott: Schon nach Zürich, Amsterdam, Rotterdam und Frankreich ist er gefahren, um Baustellen mit fehlenden Ersatzteilen für Laborgeräte zu beliefern. „So schnell wie ich ist kein Flugzeug“, sagt Schneider. „DHL, UPS und GO gab’s damals noch nicht – nur den Dieter Schneider.“ In Holland musste er sich einmal bei der Übergabe einer Abbott-Sendung an einen Spediteur vor dessen Kampfhunden in sein Taxi flüchten. Einem Patienten in Hannover hat er wahrscheinlich das Leben gerettet mit seiner schnellen Medikamentenlieferung. „Ich bin volles Risiko da hoch gefahren“. Andrea Ungermann kennt viele von Schneiders Geschichten. Wenn auch nicht am gleichen Ort beschäftigt, sind die beiden in den letzten 30 Jahren zu einem eingespielten Team zusammen gewachsen. Sieht Schneider schon am Abend, dass Frau Ungermann am nächsten Tag viele „UZs“ – so nennen die beiden die Ursprungszeugnisse – bearbeiten muss, wirft er sie schon abends ein, damit sie die ruhigeren Morgenstunden zum Beglaubigen nutzen kann. Bald werden die Treffen der beiden jedoch weniger werden: Mit 70 Jahren will sich Dieter Schneider zur Ruhe setzen und seinen geliebten Beruf aufgeben. Sein Motto aber wird er beibehalten: „Ich bin nie pünktlich. Ich bin immer früher da.“ Text: Anette Schminck, IHK Wiesbaden

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Service

Ursula von der Leyen will den Fachkräftemangel en- Aufmerksam verfolgen IHK-Hauptgeschäftsführer Joachim Nolde, Bundesarbeitsministerin Urgagiert bekämpfen. | Foto: Paul Müller sula von der Leyen und IHK-Präsident Gerd Eckelmann die Podiumsdiskussion. Foto: Paul Müller

Antworten auf den Fachkräftemangel Nach einer Prognose der hessischen Industrieund Handelskammern fehlen den hessischen Unternehmen bereits in vier Jahren rund 147.000 Fachkräfte. Neben dem drohenden Ingenieur- und Informatiker-Mangel könnten Kaufleute und technische Angestellte, aber beispielsweise auch Ärzten, Pflegekräfte sowie dual ausgebildete Bewerber fehlen. Und diese Problemlage wird sich nach Auskunft von Dr. Carola Voelkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wiesbaden, noch weiter verschärfen: Die Zahl der erwerbsfähigen Menschen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren geht bis zum Jahr 2030 in Wiesbaden um 6 Prozent, im Rheingau-Taunus-Kreis sogar um 15 Prozent zurück. Um hier Lösungsoptionen zu finden, hatte die IHK Wiesbaden zu einer prominent besetzten Diskussionsveranstaltung geladen. Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen rief dazu auf, die Weichen rasch in Richtung Arbeitskräftesicherung zu stellen. Vor allem müssten die Erwerbspotenziale von Frauen, benachteiligten Jugendlichen und älteren Menschen besser ausgeschöpft werden. Die Unternehmen sollten auf altersgemischte Teams setzen: „Die Jungen rennen schneller aber die Alten kennen die Abkürzungen.“ 20

Zugleich kündigte sie an, die Zuwanderung zu erleichtern und somit die Vorrangprüfung für Ingeniere und Ärzte zu überdenken – was sie auch prompt wenige Tage später umsetzte: Deutsche Firmen dürfen ab sofort Fachkräfte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union einstellen, ohne dass sie vorher nachweisen müssen, dass im Inland kein geeigneter Bewerber zu finden war. In der IHK Wiesbaden forderte von der Leyen außerdem eine Senkung des Mindestjahreseinkommens von derzeit 66.000 Euro für Hochqualifizierte aus Nicht-EU-Staaten. Im Gespräch ist ein Jahreseinkommen von 40.000 Euro, wie es der DIHK fordert. Wolfgang Rücker, Vorstandsvorsitzender der Rücker AG aus Wiesbaden, machte in der Podiumsdiskussion deutlich, dass dies eine realistische Größenordnung sei. Die bisherige Regelung sei hingegen absurd hoch. In der Tat kamen im vergangenen Jahr weni-

ger als 700 Hochqualifizierte auf diesem Weg nach Deutschland. Allein die Rücker AG, die insgesamt 2.500 Mitarbeiter an 35 Standorten in 18 Ländern beschäftigt, sucht derzeit dringend 500 Ingenieure. Auch Angela Heese, Personalleiterin der Dow Corning GmbH in Wiesbaden, berichtete von Engpässen bei der Mitarbeitersuche. Ihr Unternehmen setze vor allem auf flexible Arbeitszeitmodelle, Heimarbeitsangebote und Kinderbetreuung, um vor allem mehr Frauen zu gewinnen und im Job zu halten. Karin Gräppi, Konzernarbeitsdirektorin der HELIOS Kliniken GmbH , bestätigte die mitunter schwierige Suche nach Ärzten und Pflegekräften für ihre bundesweit 63 Kliniken. Auch ihnen gelinge es vor allem über eine stärkere Familienorienteierung, gute Fachkräfte zu bekommen. Text: Gordon Bonnet, IHK Wiesbaden

Praktische Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Diskussion zwischen Karin Gräppi, Angela Heese, Gordon Bonnet, Wolfgang Rücker und Carola Voelkel (von links nach rechts). Foto: Paul Müller.

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SERvIcE

Erfolgsstrategien zur Fachkräftesicherung Immer mehr Betriebe stellen fest, dass der Fachkräftemangel nicht mehr vor der Tür steht, sondern längst zur bitteren Realität geworden ist. Gerade im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es jedoch viele gute Ideen, wie Unternehmen ihre Attraktivität steigern und so Potenziale heben können. Die IHKs im Rhein-Main-Gebiet veranstalten dazu im August eine bunte Themenwoche, die die verschiedenen Facetten und Strategien beleuchtet. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden die Themen „demographischer Wandel“ und der damit einhergehende „Fachkräftemangel“ als vage Probleme gesehen, die noch in weiter Ferne liegen. Diese Situation ist vorbei. Die Wirtschaft boomt, die Auftragsbücher sind voll und viele Unternehmen müssen mit Schrecken feststellen, dass sie das Personal, das sie neu einstellen wollen, gar nicht bekommen. Und diese Problemlage wird sich noch weiter verschärfen. Doch es gibt viele Möglichkeiten, um den Fachkräftemangel abzumildern und sich neue Mitarbeiterpotenziale zu erschließen. Eine davon ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um vor allem Eltern nach der Kinderpause oder auch pflegende Mitarbeiter schneller und in größerem Umfang in das Erwerbsleben zurückzuholen. Einige Betriebe haben hier bereits vorbildliche Maßnahmen ergriffen, die sich in vielerlei Hinsicht rentieren. Um allen Unternehmen wertvolle und konkrete Anregungen zu geben, organisieren die Industrie- und Handelskammern im Verbund des IHK-Forums Rhein-Main deshalb vom 17. bis 25. August dazu die Veranstaltungsreihe „Erfolgsstrategien zur Fachkräftesicherung – Themenwoche Beruf und Familie“. Von Mainz bis Hanau, von Gießen bis Darmstadt reichen die insgesamt zehn Veranstaltungen mit Themen wie „Arbeit flexibel gestalten“, „Mütter in Führung“ oder „Zerreißprobe Beruf und Pflege“. Auch die Veranstaltungsformate variieren bewusst: Vom klassischen Vortrag über Podiumsdiskussionen bis hin zum Unternehmerfrühstück sowie zur Führung durch ein „Erfahrungsfeld der Sinne“, bei dem sich die Teilnehmer zu Statements positionieren müssen. Für die Auftaktveranstaltung in der IHK Darmstadt konnte Prof. Jutta Allmendinger, 22

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität Berlin, gewonnen werden. Dass eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie beileibe kein Nebenschauplatz ist, wurde längst in diversen Studien bestätigt. Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln unter Unternehmens- und Personalverantwortlichen schätzen vier von fünf Unternehmen Familienfreundlichkeit für das eigene Wohlergehen als wichtig ein. 2003 war es nicht einmal jedes zweite. Doch erst jedes zehnte Unternehmen bietet konkrete Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf an – immerhin doppelt so viele wie noch 2003. Insgesamt setzen die meisten Betriebe auf die Flexibilisierung von Arbeitszeit. Fakt ist: Mit einer familienbewussten Unternehmensführung können sich Betriebe als

attraktive Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Sie können damit besser qualifizierte Bewerber gewinnen und bewährte Fachkräfte stärker an sich binden. Aber auch die Politik muss noch einige Hausaufgaben machen. Das Angebot an bedarfsgerechten Betreuungszeiten in Kitas und Schulen ist in unserer Region einfach noch zu klein. Insbesondere müssen auch die Ganztagsbetreuung und die Ferienzeitüberbrückung ausgebaut werden. Politik und Wirtschaft sind somit gleichermaßen gefordert, den Arbeitsmarkt von heute und morgen zu gestalten. Text: Gordon Bonnet, IHK Wiesbaden

TERmInE DER VERAnSTALTunGSWOCHE 17. August, Auftaktveranstaltung mit Prof. Jutta Allmendinger, Erfolgsstrategien zur Fachkräftesicherung, IHK Darmstadt 18. August

„Mütter in Führung – wie geht das ohne Quote?“ Diskussionen im Erfahrungsfeld der Sinne auf Schloss Freudenberg, IHK Wiesbaden

Alle Termine, Infos und Anmeldungen über www.ihk-forum-beruf-und-familie.de. Aktuelle News finden sich zudem auf der Seite www.facebook.com/berufundfamilie

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


SERvIcE

Verschenkte Potenziale? Das Potenzial von rund 5,6 Millionen Frauen hierzulande schlummert im Dornröschenschlaf. Statt für sich, für Gesellschaft und Volkswirtschaft Kapital aus ihrer fachlichen Qualifikation zu schlagen, sind diese Frauen nämlich nicht erwerbstätig – mehrheitlich unfreiwillig. Das dürfen wir uns nicht leisten. ka vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung schränken allerdings ein, dies gelte nur, „wenn der künftige Arbeitskräftebedarf nicht nur quantitativ, sondern auch qualifikatorisch gedeckt werden kann“.

Wer nach den Gründen fragt, bekommt zwar auch zu hören: Entlassung oder Krankheit. Über die Hälfte der nicht erwerbstätigen Frauen im Westen Deutschlands aber gab 2005 an, aus „persönlichen oder familiären Gründen“ weder arbeitslos gemeldet noch erwerbstätig zu sein. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich leicht ausmalen: fehlende Möglichkeiten zur Kinderbetreuung, starre Arbeitszeiten, mangelhafte Chancen zum Wiedereinstieg, Weiterbildung, Umschulung. 5,6 Millionen mal Qualifikationen, Kompetenzen, Lebenserfahrung; 5,6 Millionen mal Investitionen in Bildung und Ausbildung – dies alles zu verschenken, können wir uns nicht leisten. Wir sind auf diese Frauen angewiesen. Schon jetzt wird der Fachkräftemangel schmerzhaft spürbar. Und er wird stärker. Hilmar Schneider vom Institut zur Zukunft der Arbeit schreibt: „Bis 2020 wird die Zahl der Arbeit anbietenden Menschen demografisch bedingt soweit abgeschmolzen sein, das rein rechnerisch jeder Arbeitswillige einen Arbeitsplatz haben kann.“ Peter Schnur und Gerd ZiHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

Der Anteil der Jobs im Dienstleistungssektor und von Berufen, die eine sehr hohe Qualifikation erfordern, steigt. Zugleich hat sich die Zahl der gut (aus-)gebildeten Frauen in den vergangenen Jahrzehnten stetig erhöht, längst überflügeln sie die Männer. Die PISA-Studie 2009 zeigte für Deutschland mehr als doppelt so viele als sehr kompetent eingestufte Mädchen wie Jungen – und fast mehr als doppelt so viele kompetenzarme Jungen wie Mädchen. Zudem: Unsere Gesellschaft altert. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen auf die Rente zu, jüngere Arbeitskräfte werden weniger. Die Zahl der über 80-Jährigen wird sich bis 2050 verdreifachen. Der Anteil derer unter 65 Jahre wird von 80 auf 67 Prozent schrumpfen. Eine Gesellschaft, in der Frauen bei der Ausbildung die Nase vorn haben und die demografisch eher einem Pilz als einer Pyramide ähnelt, kann es sich nicht erlauben, das Erwerbspotenzial von Millionen Frauen zu ignorieren. Deshalb brauchen wir einen Strukturwandel. Es muss Schluss sein damit, das Ein-Verdiener-Familienmodell zu prämieren. Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung von der Krippe mit flexiblen Randzeiten bis zur Ganztagsschule ist ein Muss. Vor allem aber sind die Unternehmen in der Pflicht. Familie und Beruf müssen vereinbar

Prof. Dr. Jutta Allmendinger | Foto: privat

werden. Noch nehmen wir unsere Arbeit mit in die Familie, nicht aber die Familie mit zur Arbeit. Das muss sich ändern. Einige Denkanstöße: weg von der Anwesenheitskultur. Her mit flexiblen Arbeits- und Arbeitszeitmodellen – auch in Spitzenjobs. Home office, aber auch: Eltern- Kind-Büros. Auszeiten, Teilzeitoptionen für Frauen wie für Männer, für Mütter wie für Väter. Für Töchter und Söhne, denn der demografische Wandel rückt die Pflege von Angehörigen immer stärker in den Blick. Andere Länder machen vor, dass es funktionieren kann. In Finnland etwa gelingt es dreimal so vielen Elternpaaren Vollzeit zu arbeiten wie bei uns. Dass Mütter von Kindern zwischen drei und fünf Jahren nicht arbeiten, ist auch deutlich seltener. Der millionenfachen Kompetenzverschwendung ein Ende zu machen, ist möglich – und es zahlt sich aus. Text: Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Wissenschaftszentrum Berlin

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SERvIcE

Gibt’s das schon? Patente & Co für Einsteiger Der Weg zum Patent kann lange und kostspielig sein. Mit den richtigen Informationen und den entscheidenden Partnern an der Seite, kann dieser Prozess jedoch erfolgreich gemeistert werden. Die Fragen, die die Unternehmer dabei beschäftigen, handeln von den ersten Schritten, der Patentrecherche und der Suche nach Unterstützern. Die Prüfung der eigenen Entwicklung steht dabei an erster Stelle – und zwar weltweit. Gibt es gleiche oder ähnliche Entwicklungen anderer Unternehmen? Denn: Nur bei einem negativen Ergebnis ist es möglich, auf eine technische Entwicklung ein Patent zu erhalten. „Dies macht man am besten über eine Patentrecherche, denn in Patenten steht oft sehr viel mehr Detailwissen als in der Literatur, obwohl auch diese zu berücksichtigen ist. Handelt

es sich um ein Design, sollte auch dies geprüft werden. Davon unabhängig ist es immer ratsam, Markennamen für Produkte anzumelden, damit ein entsprechendes Marketing den Unternehmenserfolg flankiert“, sagt Dipl.-Ing. Angelika Henow vom Patentinformationszentrum (PIZ) der Universitäts- und Landesbibliothek an der TU-Darmstadt. Eine einfache 24

Recherche im Internet reicht hingegen nicht aus. „Nur weil man etwas noch nicht greifen kann oder es noch in keiner Fachzeitschrift erschienen ist, bedeutet es nicht, dass es dazu kein Schutzrecht gibt“. Eine Patentrecherche bedarf einer speziellen Vorgehensweise. „Es gibt spezielle Patentda-

tenbanken der nationalen Patentämter die kostenlos mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden genutzt werden können. Für einen ersten Eindruck zur Schutzrechtssituation kann man diese gut nutzen – ist man ungeübt gibt es beim Deutschen Patent- und Markenamt die PIZ-Unterstützung als Assistentenrecherche. Mit Stichwort- und Synonymsuchen, Firmennamen und vor allem der Patentklassifikation

ermittelt man die relevanten Patente“, erläutert Henow. Unter http://depatisnet.dpma.de sind deutsche und internationale Patente recherchierbar – in Deutsch und Englisch. Deutsche Patente, Marken und Geschmacksmuster (Designs) mit Rechtsstandsangaben findet man unter http://register.dpma.de. Hier ist jedoch Vorsicht geboten – man muss mehrere komplexe Suchen mit vielen Synonymen durchführen, Firmennamen können mit und ohne Abkürzungen erscheinen und für eine Erfindung sind meist mehrere Patentklassen wichtig. Henow empfiehlt eine begleitete Recherche, entweder im PIZ oder von seinem eigenen PC aus. Das PIZ verfügt über einen gesicherten Zugang und eine komfortable Datenaufbereitung. Die Unterstützung bei der Ausarbeitung einer Suchformulierung ist ebenfalls gegeben. Auch wer Fragen rund um den Weg zum Patent hat, ist bei Angelika Henow richtig: „Wir geben wertvolle Tipps zum strategischen Vorgehen in Bezug auf den Schutz der Erfindungen eines Unternehmens – national und international. Das beginnt bei der Beratung zur Frage ‚was mache ich mit meiner Entwicklung und ist diese patentfähig?’, geht dann über zur Rechercheunterstützung oder Auftragsrecherche und mündet im Wissen bei welchem Patent- oder Markenamt man seinen Schutz beantragen kann.“ Darüber hinaus beraten Henow und ihr Team zu Urheberrechten, Marken- und Designschutz und natürlich dem Patentschutz. Der Schutz gegen Nachahmungen durch Plagiatoren steht ebenso im Fokus wie die Weiterbildung durch regionale oder firmeninterne Seminare. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


Service

3 Fragen an …

… Dr. Carsten

wa als Physiker, Maschinenbauingenieur oder Chemiker. Man sollte darauf achten, dass der Patentanwalt aufgrund seiner technischen Vorbildung zum Tätigkeitsspektrum des Unternehmens passt.

Weilnau, Patentanwalt in der Wiesbadener Kanzlei Quermann Sturm Weilnau GbR

Wann sollte ein Unternehmer einen Patentanwalt aufsuchen und wo findet er den richtigen Patentanwalt?

Ein Patentanwalt sollte möglichst frühzeitig bei der Entwicklung neuer technischer Produkte und Konzepte hinzugezogen werden. Dies gilt insbesondere wenn es darum geht, beispielsweise bestehende, womöglich patentrechtliche geschützte Lösungen eines Wettbewerbers zu verbessern. Doch selbst wenn kein Bedarf an der Anmeldung eigener Schutzrechte besteht, sollte man in regelmäßigen Abständen mögliche Patent- und Markenrechte des Wettbewerbs überwachen. Ein Erstberatungsgespräch bei einem Patentanwalt kann hier rasch Klarheit verschaffen. Neben der Suchmaschine www.patentanwalt. de kann man sich bei der IHK über in der Nähe niedergelassene Patentanwälte und ihre speziellen Fachgebiete informieren. Patentanwälte haben stets einen technischen Hintergrund, et-

Produktion + Logistik

Mit welchen Kosten muss man bei einer Patentanmeldung rechnen?

Die Kosten sind stark aufwandsabhängig und hängen überwiegend auch davon ab, ob ein Patent nur für Deutschland oder weitere Länder angemeldet werden soll. Für eine durchschnittlich komplexe Erfindung sind die Gesamtkosten ausgehend von einer ersten Beratung beim Patentanwalt bis zur Erteilung eines deutschen Patents durchschnittlich mit in etwa 3.500 bis 5000 Euro anzugeben. Die Kosten für ein vergleichbares europäisches Patent liegen allein schon aufgrund der deutlich höheren amtlichen Gebühren etwa zwischen 8.000 und 10.000 Euro.

nach 18 Monaten seitens der Patentämter veröffentlicht werden. Betrifft die Erfindung z.B. ein Arbeits- oder Herstellungsverfahren, kann es aus praktischen Gründen auch von Vorteil sein, auf eine Patentanmeldung zugunsten einer Geheimhaltung verzichten. Text: Susanne Horn, IHK Wiesbaden Grafik: Pixelio.de

Förderprogramme für Unternehmen www.signo-deutschland.de - die KMU-Patentaktion, in der Recherche-, Anmelde- und erste VerwertungsKosten mit geringer Eigenbeteiligung gefördert werden. Voraussetzung dafür ist, dass man bisher kein Schutzrecht angemeldet hat http://www.wibank.de/de/Foerder-

Wann meldet man besser ein Patent an und wann nutzt man seine Innovation oder Erfindung besser als innerbetriebliches Know-how?

beratung.html

Die Patentanmelde- und Aufrechterhaltungskosten sollten in einem gesunden Verhältnis zu den mit der Erfindung maximal zu erzielenden Mehreinnahmen und damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen stehen. Es gilt ferner zu bedenken, dass Patentanmeldungen

- Managementberatung für Innovationen

- Förderinformationen speziell für Hessen www.inno-beratung.de

Ansprechpartnerin bei der IHK Wiesbaden zum Thema Patente und Schutzrechte ist Jutta Nitschke, Telefon 0611 1500-151, j.nitschke@wiesbaden.ihk.de

Wohn- + Geschäftshäuser

Büro + Handel

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Termin + Festpreisgarantie 25


Unternehmen

Kooperationsbörse Dienstleistungen Wir sind Inhaber des 4-Sterne-Hotels Lahnschleife in Weilburg und suchen einen Betreiber für unsere Beauty- und Wellness-Abteilung. Auf ca. 250 qm befinden sich zwei Kosmetikkabinen, Nageltisch, 8 Behandlungsräume z. T. mit Dusche, Relax Room usw. Alles hochwertig und komplett ausgestattet. Schwimmbad und div. Saunen im Hotel. Perfekt auch als Schönheitsfarm. LM -0111 -D Vertriebspartner mit Eigeninitiative von weltweit operierendem Unternehmen im Bereich Gesundheit/Wellness gesucht. Keine finanziellen Investitionen notwendig. Einarbeitung und Betreuung erfolgt durch erfahrenes Team. Keine Gebietsbeschränkung. WI -35106 -D Kooperation/Zusammenarbeit mit Immobilienmakler/in gesucht! Renommiertes Immobilienbüro in Wiesbaden sucht Sie zu Verstärkung! Langfristige Zusammenarbeit erwünscht. WI -38008 -D Wir suchen die Kooperation mit Handelsvertretern, die ein naturreines basisches Hochgebirgsquellwasser aus einem unberührten UNECSO Weltnaturerbe als Zusatzprodukt im Bereich Prävention, Gesundheit und Wellness auf Provisionsbasis anbieten können. Keine Investitionen notwendig. Schulung durch den Gründer. Interesse an einer vertrauensvollen und nachhaltigen Zusammenarbeit. WI -38710 -D Gut etablierte Personalberatung im RheinMain-Gebiet (gegründet 1990) sucht Kooperation mit weiteren Personalberatern oder Führungskräften, die sich als Berater etablieren wollen. Spätere Partnerschaft ist möglich. Neben Studium und Führungserfahrung ist ein gutes persönliches Netzwerk zu Entscheidern hilfreich. Vorab Info unter 0172-6909140. WI -38810 -D Kooperation mit überregionalen, ortsfremden Unternehmen gesucht. Kaufmännisch/technisches Büro mit Sitz in Wiesbaden bietet auswärtigen Unternehmen (Interessen-) Vertretung, Abwicklung und Überwachung von Projekten, Dienstleistungen, Problemlösungen, Recherchen, Kontaktadresse, Vertrieb und Beschaffung etc. im Großraum Rhein-Main-Gebiet an. WI -39110 -D Bekannter Wiesbadener Wohn-Makler bietet Bürogemeinschaft mit Gewerbemakler, Versicherung, Hausverwalter odgl. auch für die Nutzung von SynergieEffekten. Teilen Sie mit uns eine großzügige Altbauetage in zentraler Wiesbadener Lage mit Pkw-Stellplatz. WI -39210 -D Betonfertigteilhersteller sucht Kooperationspartner im Raum Wiesbaden, bevorzugt Logistik- oder Transportunternehmen für die Lagerung, ein-

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schließlich Umschlag und Versand von Betonfertigteilen und Zubehör. Benötigt werden Außen – und Hallenflächen, insgesamt ca. 500 – 800 m2. WI -39411 -D Wir sind: ein etabliertes Kurierunternehmen (Paket, Briefpost, Dokumente, med. Proben, ID-Verfahren u. ä.) im Rhein – Main - Geb. mit lokaler Ausrichtung und festem Auftragsbestand. Es stehen mehrere Fahrzeuge mit einer Nutzlast bis 750 Kg und Umschlagflächen zu Verfügung. Wir bieten: zuverlässige, schnelle und preiswerte Zustellung für b2b und b2c in der Region und bundesweit. Wir suchen: Kooperation mit überregionalem oder lokalem Logistikunternehmen als Subunternehmer, Endauslieferer oder Vertragspartner für Direktkunden. WI -39511 -D Kooperation mit Call-Center gesucht, um Internet-Angebot www.golfcam.info zu bewerben. WI -39611 -D Wir sind eine auf die Stabilisierung der Produktivität in IT- und Changeprojekten spezialisierte Unternehmensberatung und suchen bundesweit Kooperationspartner in den Branchen Telekommunikation und Energiewirtschaft für die Akquise und das Management von erfolgskritischen IT-, Lean- und Changeprojekten. WI -39711 –D Wir bieten zum Festpreis Druckdatenaufbereitung, Aluminiumdruckplattenbelichtung, Ausschießen, Korrektur-PDFs oder Plotts an. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der dauerhaften Dateiarchivierung. GI -111 -D

Handel Gesucht wird ein kapitalkräftiges, international arbeitendes Unternehmen oder Konsortium, wünschenswert mit Verbindungen z.B. zu GCC Staaten, Emiraten u.a. zur Vermarktung eines zum Patent angemeldeten Produktes. Dieses Produkt ist ein Mineralgemisch aus natürlichen Komponenten mit hoch effizienter Wasserspeicherfähigkeit und damit verbundener Wasserersparnis. Mögliche Einsatzgebiete sind Länder mit ariden Zonen, in denen Wasser kostspielig aufbereitet werden muss, und auch großflächige Begrünungen, Golfplätze, Parkanlagen, Stadtbegrünungen usw. Eine Lieferung des Produktes erfolgt in Schiffsladungen. Es ist eine hohe Gewinnmarge zu erwarten. KS -1121 -H

Produktion Vollstufige Bogen- und Formularrollendruckerei sucht Zusammenarbeit. Speziell gedacht dür Kleinformatdruckereien um größere Aufträge kostengünstig zu produzieren oder für Druckereien, Agenturen, die selbst schlecht oder gar keine Formulare wie Endlosformulare, Durchschreibsätze oder Blocks produzieren können. Auch höchste Auflagen im Briefbogenbereich mit/ohne Abheftlochung oder Rückseite sind kein Problem. GI -110 -P

Vollstufige Formulardruckerei (Endlosformulare, Durchschreibsätze, Blocks, sonstige Geschäfsdrucksachen) bietet/sucht Zusammenarbeit. GI -112 -P Turbolader zum mechanischen Aufladen der Verbrennungsmotore mit einer Leistung von 1-2 KW. Durch die zusätzliche Aufladung des Motors ist eine Leistungssteigerung bis zu 40-60% möglich. Da ich kein Fertigungsbetrieb besitze, wäre ich bereit den Prototyp mit Patentrechten und technischem Know-How an einen patenten Kunden zu veräußern. GI -113 -P Ein Familienunternehmen für Metallverarbeitung und Maschinenbau aus Bosnien/Herzegowina sucht Partner in der Produktion (Joint Ventures oder Zuliefererverträge). Das Unternehmen wurde 1996 gegründet, ist im Hoch-/Tiefbau tätig und implementierte in 2004 das Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2000. Die Firma befindet sich in einer Stadt, die für die metallverarbeitende Industrie bekannt ist und verfügt daher über eine große Zahl von Fachkräften. Das Unternehmen expandiert derzeit in den Bau einer neuen Fertigungshalle und ist bereit, jede notwendige Technologie zur Produktion bei der Zusammenarbeit mit einem deutschen Partner zu kaufen. KS -1117 -P Mitgliedsunternehmen der IHK Wiesbaden haben die Möglichkeit, kostenlos in den Börsen zu inserieren. Angebote und Nachfragen von Beteiligungen oder Unter­neh­­ men: IHK Wiesbaden, Ursula Neuefeind, Postfach 3460, 65024 Wiesbaden. Gleiches gilt für veröffent­lichte Angebote und Nach­fragen. Zuschrif­ten wer­den ungeöffnet weitergeleitet.

Nachfolgebörse Angebot Komplett eingerichtete Pizzeria mit Kundenstamm zu übernehmen!! Aus privaten Gründen schließen wir unser Unternehmen, würden es aber gerne sehen wenn sich ein Nachfolger findet. Wir befinden uns in Aarbergen. Bei Interesse bitte melden. Unser Unternehmen ist zwei ein halb Jahre alt. Als wir begonnen haben wurden alle Gerätschaften neu angeschafft. Auf unserer Speisekarte befindet sich von der deutschen- italienischen- -und türkischen Küche verschiedene Speisen wie z. B. Schnitzel, Pizza und Döner. Chiffre WI 05/11 Interessenten für Gesuche und Angebote wenden sich an: IHK Wiesbaden, Petra Faßbinder, Postfach 3460, 65024 Wiesbaden, p.fassbinder@wiesbaden.ihk.de. Gleiches gilt für veröffentlichte Angebote und Nachfragen. Zuschriften werden ungeöffnet weitergeleitet.

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Unternehmen

„100 Prozent Made in Germany“ Einmal hinter die Kulissen schauen und dabei mit dem „Scheinwerfer Innovation“ ein Unternehmen ausleuchten: Dieses exklusive Besuchsprogramm bietet das Wiesbadener Innovationsforum regelmäßig seit 2007. Die Mitglieder der Vollversammlung der IHK Wiesbaden, die an den Treffen teilnehmen, beschäftigen sich dabei mit der Leitfrage „Was bewegt mich als Unternehmer, was treibt Innovation in meinem Unternehmen an?“

Christopher H. Holtz-Kathan (rechts) mit den Gästen des Innovationsforums im Lagerbereich der Firma Holtz GmbH. Hier verbergen sich 7 Kilometer Regale. Foto: Susanne Horn

Sohn meisterte die Gespräche hervorragend und wurde fortan zum Management-Trainee des Vaters. Nach Beendigung seines Studiums, mit einer Diplomarbeit zum Thema Logistikprozesse, stieg er mit 23 in das Unternehmen ein. Heute ist er 28 und seit 2007 Geschäftsführender Gesellschafter der Holtz GmbH. Seit 2008 ist er zudem Mitglied im Vorstand des Industrieverbandes Papier, Bürobedarf und Schreibwaren. Text: Susanne Horn, IHK Wiesbaden

Beantwortet wurde diese Frage beim 14. Wiesbadener Innovationsforum durch Peter A. Holtz-Kathan und dessen Sohn Christopher H. Holtz-Kathan, geschäftsführender Gesellschafter der Holtz GmbH. Der Organisator des Innovationsforums und Vollversammlungsmitglied Dr. Andreas Brokemper, Mitglied der Geschäftsführung der Henkell & Co. Sektkellereien KG, konnte das Familienunternehmen als Gastgeber gewinnen. Gegründet wurde die Holtz GmbH 1956 in Wiesbaden, als weltweit erster Hersteller magnetischer Planungstafeln. Angefangen hat in diesem Jahr alles mit der entsprechenden Patenteintragung. Bis heute sind über 120 Patenteintragungen dazu gekommen. Dass die Holtz-GmbH auf einem gesunden Fundament steht, macht auch die Entscheidung aus dem Krisenjahr 2008 deutlich, ein neues Logistik- und Verwaltungszentrum in Wiesbaden-Delkenheim zu errichten. Etwa sechs Millionen Euro wurden investiert, im November 2010 wurde das Gebäude eingeweiht. Auf 10.000 Quadratmetern werden die Produkte der drei Firmen-Marken magnetoplan, transotype und COPIC angeliefert und HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

in die ganze Welt verschickt. Das Logistikzentrum verfügt zudem über 3.000 Quadratmeter Lager- und 1.400 Quadratmeter Bürofläche. Unterstützt wird der Hauptsitz mit 50 Mitarbeitern von zwei Produktionsstandorten mit zusammen 100 Mitarbeitern in Deutschland. Der Fokus der Firmengründer liegt vor allem auf Flexibilität. Nicht nur, dass die Lieferzeiten von früher sechs Monaten, über vier Wochen, auf nur noch 24 Stunden reduziert wurden, die Systemtafeln von magnetoplan sind auch nach 20 Jahren noch mit ihren älteren Geschwistern kombinierbar. Peter A. Holtz-Kathan bewies dabei immer wieder sein Gespür für innovative Ideen und Produkte. Die Entwicklung ist nach wie vor „zu 100 Prozent Made in Germany“.

Ansprechpartner für das Wiesbadener Innovationsforum sind Dr. Andreas Brokemper, Andreas.Brokemper@Henkell-Sektkellerei. de und Susanne Horn von der IHK Wiesba-

den, Telefon 0611 1500-189, s.horn@wiesbaden.ihk.de.

Dieses Innovationspotential gab der Vater dem Sohn schon früh mit auf den Weg. Angekommen bei einer internationalen Messe erkrankte Peter A. Holtz-Kathan und konnte somit nicht die wichtigen Lieferantengespräche führen. Kurzerhand schickte er den damals 13-jährigen Sohn Christopher alleine auf die Messe um das Familienunternehmen zu vertreten. Der 27


Unternehmen

1:9 – Ein Traumergebnis der Betreuung Was treibt Menschen dazu, Unternehmer zu werden? Wie bereiten sie diesen Schritt vor? Was macht den Erfolg ihrer Ideen aus? Die Hessische Wirtschaft stellt in einer Serie Gründer vor. Diesmal: Brigitte Göbel, die gemeinsam mit Tochter Nina 2009 die Private bilinguale Ganztagsschule ins Leben gerufen hat. 2010 begann der Schulbetrieb, der in einem pädagogischen Betreuungsverhältnis von 1:9 stattfindet. ler vor sich sitzen. Die lernen dann auch jedes Fach einzeln in jeweils ein oder zwei Schulstunden. Nicht so an der PbG. Göbel: „Wir praktizieren einen offenen Unterricht, der fächerübergreifend und themenbezogen ist“. Brigitte Göbel und Tochter Nina drücken die Schulbank. | Foto: Paul Müller

Die kleinsten Kinder der privaten bilingualen Ganztagsschule (PbG), die das Klassenspektrum von 0-6 abdeckt, sind im Vorschulalter und lernen noch viel durch genaues Hinsehen und Hörverstehen. Das gleiche hat Brigitte Göbel getan, bevor sie die PbG ins Leben rief. Und zwar 37 Jahre lang, bis zu ihrer Pensionierung als Lehrerin an der Wiesbadener Adalbert-Stifter-Grund- und Hauptschule. Sie hat erkannt, wo es im System der Regelschulen hapert und wo man etwas verbessern kann. „Oftmals sind die Klassen zu groß oder Ideen scheitern am Geld“, erinnert sie sich. Grob unterteilt in 12 Punkte hat sie einen ersten Entwurf formuliert, wie man eine Schule besser machen kann und ihn ihrer damaligen Kollegin und heutigen Schuldezernentin von Wiesbaden, Rose-Lore Scholz, gezeigt. „Sie war begeistert und meinte, ich solle das unbedingt weiter entwickeln.“ Im Anfangsstadium der Planung hat sich Brigitte Göbel bei der IHK Wiesbaden Rat darüber geholt, ob es sinnvoll ist, am Standort Wiesbaden eine weitere Privatschule anzubieten und die Möglichkeiten von Fördergeldern abge28

klopft. Kaum im Ruhestand hat Brigitte Göbel einen etwa 30-seitigen Entwurf für „ihre“ Schule an das Hessische Kultusministerium gesendet, aus dem dann ein 600-seitiges Papier wurde mit allen Details, die zur Genehmigung notwenig sind. Parallel dazu suchte sie schon Räumlichkeiten und Personal. Gegründet wurde die Schule im August 2009, der Schulbetrieb begann mit dem Schuljahr 2010/2011. Zum Team gehört auch Tochter Nina, die für Öffentlichkeitsarbeit und einige Verwaltungsaufgaben zuständig ist. Sie engagiert sich zudem bei den Wirtschaftsjunioren Wiesbaden, derzeit noch als Gast, aber „sobald es die Zeit zulässt auch intensiver.“ 21 Kinder besuchten den ersten Jahrgang, im Laufe des Schuljahres kamen fünf weitere hinzu, für 2011/2012 sind insgesamt 36 Kinder angemeldet. „Das Betreuungsverhältnis liegt bei 1:9“, erklärt Göbel. Man könne so viel individueller auf die Kinder eingehen, was sich auch im Lernerfolg bemerkbar mache. Eine Klasse von 18 Kindern wird von zwei Pädagogen betreut. Zum Vergleich: In einer Regelschule hat ein Klassenlehrer 25 bis 30 Schü-

Dabei steht ein Thema als zentrale Einheit im Mittelpunkt, zum Beispiel „Wasser“. Für das Fach Sport bedeutet dies Schwimmunterricht, über Wassertiere wird in Biologie gesprochen und in Mathe behandeln die Klassen dann das Umfüllen und Messen von Gefäßen oder das Umrechnen von Liter in Hektoliter. Mitunter auch in englischer Sprache, denn das ist ein weiteres Grundprinzip der Schule. Von Anfang an wird in zwei Sprachen unterrichtet. „Wenn sich ein Teilbereich anbietet, etwa in Mathe, dann kann der auch in Englisch weitergeführt werden“, erklärt Brigitte Göbel. Natürlich mit vielen sprachlichen Erklärungen im Vorfeld und begleitet durch Gesten und Bilder. Neben dem Unterricht bietet die Schule auch Freizeitangebote und Sport in Vereinen an. Zudem sind sowohl die Bring- und Holzeiten für die Eltern flexibel. Zwischen 7:45 und 8:30 Uhr können die Kinder zur Schule kommen und zwischen 16 und 17 Uhr wieder geholt werden. Für eine Aufsicht ist immer gesorgt. www.pbg-wiesbaden.de Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden

Ansprechpartner für Unternehmensgründer bei der IHK Wiesbaden sind Susanne Horn, Telefon 061 1500-189, s.horn@ wiesbaden.ihk.de und Aline Rohrbach,

Telefon 0611 1500-124, a.rohrbach@wiesbaden.ihk.de

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Unternehmen

525 Jahre Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel

Gründung: Oktober 1486 durch Philipp zum Bock in Wiesbaden Geschäftinhaber: Rezidor Hotel GmbH, Hoteldirektor ist Peter Mikkelsen. Branche: Hotellerie Aktuelle Mitarbeiterzahl: 60 Geschichte: 1486 wird der „Schwarze Bock“ in Wiesbaden gegründet und ist heute, laut Unternehmensangaben, das älteste Unternehmen in Wiesbaden. Der erste Besitzer des damaligen Badehauses soll Bürgermeister Philipp zu Bock gewesen sein. Aufgrund seiner schwarzen Haare wurde das Haus „Zum schwarzen Bock“ genannt. Nach vielen Bränden im 16. Jahrhundert wurde das Haus 1578 von Hermann Burg neu aufgebaut. Durch den 30-jährigen Krieg wurde es erneut verwüstet und neu aufgebaut. 1677 wird der „Bock“ in die Liste der Badhäuser aufgenommen. 1712 fand eine weitere Neuerbauung statt. 1736 Erhalt der Auszeichnung „Badehaus ersten Ranges“. Ab 1717 war Johann Philipp Schramm Besitzer des Hauses. Nach seinem Tode ging 1749 der „Schwarze Bock“ in die Hände des Chirurgen und Hospitalverwalters Johann Daniel Freinsheim über, dessen Witwe das Badhaus bis 1779 weiterführte. 1834 wurde der „Bock“ an das Ehepaar Rudolph verkauft, die das Badehaus 1860/61 an ihre beiden Töchter weitergaben. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

1865 wechselte der Besitz an den Kaufmann Theodor August Schäfer. Nach der Besetzung durch die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg erhält 1951 Karl-Heinz Schäfer das Hotel zurück. 1957: Abschluss der aufwändigen Renovierungsarbeiten 1987 verkauft die Familie Schäfer das Hotel an Frans-Pieter de Rooy aus Amsterdam, der es an Winfried D.E. Völcker verpachtet. Völcker kauft später das Hotel. Durch ihn wurde der „Schwarze Bock“ als erstes deutsches Hotel in die Vereinigung der Distinguished Hotels of the World eingebracht. 1993 wird das Hotel an die Deutsche Interhotel GmbH verkauft. Seit 1995 bis heute steht der „Schwarze Bock“ unter dem Management von Radisson BLU. 1997 wird die Depfa Bank (heute Areal Bank) Eigentümer der Gesellschaft Schwarzer Bock Hotel Betriebs GmbH. 2003 wird die Firma Capital Hotel Management B.V. neuer Besitzer. Unternehmensphilosophie: Das Firmenmotto lautet: „Yes I can“ Zukunftswunsch / Pläne: Renovierung der Gästezimmer

100 Jahre Geisenheimer Baumschule Hans Bartsch Gegründet: 1. September 1911 von Georg Bartsch in Geisenheim Inhaber: Karin Wintermantel Branche: Baumschule Aktuelle Mitarbeiterzahl: 8 Geschichte: Georg Bartsch gründet die Baumschule zur Anzucht von Obstgehölzen für Obstbauern, unter Hans Bartsch und Hans-Georg Bartsch wurde die Baumschule zum Anbieter eines Vollsortiments für Privatkunden und Kommunen Unternehmensphilosophie: immer um einen guten Service und um ein faires Preis-/ Leistungsverhältnis bemüht Zukunftswunsch / Pläne: Als Lieferant, auch von seltenen Pflanzen bekannter werden

Bürgschaftsbank Hessen Jahresabschluss 2010 mit Rekordergebnis genehmigt Die Bürgschaftsbank Hessen GmbH legt für das Geschäftsjahr 2010 die beste Bilanz seit ihrer Gründung vor. Die Gesellschafter genehmigten jetzt den Jahresabschluss. Die Rekordwerte: Im Jahr 2010 konnte die Bürgschaftsbank erstmals über 500 Anträge, genau 526 verzeichnen. 302 davon wurden auch bewilligt, im Vorjahr waren es 274. Mit den damit verbundenen Bürgschaften und Garantien wurden Investitionen und Betriebsmittel von über 126 Millionen Euro besichert. In Arbeitsplätzen ausgedrückt: Rund 3.000 Arbeitsplätze konnten 2010 durch Engagements der Bürgschaftsbank neu geschaffen oder gesichert werden. Ebenfalls zulegen konnten die Existenzgründer. Gerade in dem schwierigen Umfeld der Wirtschaftskrise konnte die Bürgschaftsbank 122 Neugründungen begleiten. Im Vorjahr waren es 106. Im vergangenen Jahr entfielen rund 40 Prozent des bewilligten Bürgschaftsvolumens auf Neueinsteiger. Die Bürgschaftsbank Hessen GmbH weist für 2010 ein Betriebsergebnis von 6,5 Millionen Euro aus, nach der unerlässlichen Risikoabsicherung verbleiben zwei Millionen Euro, von denen 1,5 Millionen Euro zur Aufstockung der Rückstellung für allgemeine Bankrisiken verwendet werden.

PS-Team Deutschland GmbH Klettergerüst gespendet 204 Schülerinnen und Schüler der Walluftalschule in Walluf haben ihr neues Klettergerüst erstürmt. Die PS-Team-Deutschland GmbH, ebenfalls aus Walluf, und ihre Kunden haben mit einer Weihnachtsspende dazu beigetragen, dass es auf dem Pausenhof jetzt rund geht. Der Umbau des Pausenhofs ist nun realisiert und die Schule hat das Gesamtzertifikat „Bewegungsfördernde Schule“ erreicht. Die PS-Team GmbH bietet seit 25 Jahren zahlreiche Dienstleistungen rund um gewerbliche Fuhrparks an und beschäftigt 170 Mitarbeiter. 29


Unternehmen

Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG Neues Druckzentrum in Rüsselsheim eingeweiht

ein Programm mit Vorträgen und Erfahrungsberichten aus der Glaskunst-Praxis. Der Eintritt ist frei.

Henneveld Office GmbH Büro-Einrichter bezieht Räume an der Taunusstraße

Rund 100 Millionen Euro haben die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM), die unter anderem den Wiesbadener Kurier und die Allgemeine Zeitung in Mainz herausbringt, und das Medienhaus Südhessen, das für das Darmstädter Echo verantwortlich zeichnet, in das Druckzentrum Rhein Main investiert. Seit November 2010 werden am Rüsselsheimer Standort Zeitungen gedruckt, die feierliche Einweihungsgala fand allerdings erst im Juni statt. Zu Gast waren unter anderem der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. Das Papierlager des 24 Meter hohen Gebäudes wurde zur Eventlocation umfunktioniert und bot den 400 Gästen reichlich Platz. „Das Druckzentrum ist unser Bekenntnis, dass wir auch im multimedialen Zeitalter an die Zukunft des gedruckten Wortes glauben“, sagte Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der VRM. Insgesamt werden in Rüsselsheim täglich 330.000 Exemplare der 27 verschiedenen Tageszeitungen beider Verlagshäuser produziert. Hinzu kommen Druckerzeugnisse wie Anzeigenblätter oder die Erledigung von Fremdaufträgen. Das Druckzentrum beschäftigt rund 200 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb. | Foto: VRM

Dorint GmbH Gäste verleihen Dorint Palas in Wiesbaden den Gastro Award

Derix Glasstudios Blick hinter die Kulissen internationaler Glaskunst

Das Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden ist beim Gastro Award in der Kategorie Fünf-Sterne-Hotel zum Landessieger 2010 gewählt geworden. Die Auszeichnung wird von der Gastro Award Deutschland AG verliehen, die den Preis seit zehn Jahren verleiht. Dabei haben die Gäste die Entscheidungsgewalt. Sie allein entscheiden mit ihrer Stimme über den Sieger. Dabei kämpften nach Angaben des Veranstalters rund 22.000 Betriebe in 15 verschiedenen Kategorien von Activity über Classic bis zu FünfSterne Hotel um die Stimmen der Gäste. Die Landessieger in den jeweiligen Kategorien sind für die Entscheidung auf Bundesebene nominiert. Hier ermittelt eine Fachjury die Sieger. Betrieben wird das Dorint Palas in Wiesbaden von der in Köln ansässigen Dorint GmbH. Diese betreibt 34 Häuser in ganz Europa und beschäftigt 3.250 Mitarbeiter.

Vier Jahre liegt der letzte „Tag der offenen Tür“ in der Derix Glasstudios GmbH & Co. KG in Taunusstein inzwischen zurück. Deshalb hat sich das Unternehmen entschlossen, erneut seine Pforten für die Öffentlichkeit zu öffnen und den Besuchern das künstlerische Glashandwerk näher zu bringen. Denn in Taunusstein entstanden Werke renommierter Künstler, die nun in vielen Teilen der Welt betrachtet werden können. Wie etwa die von Gerhard Richter, der die Fenster im Kölner Dom gestaltete, oder Guy Kemper dessen Fensterfront die St. Joseph’s Chapel am Ground Zero in New York ziert. Am Wochenende 16. und 17. Juli haben die Glasstudios von 10 bis 18 Uhr geöffnet ein. Führungen durch die Glasmanufaktur in der Platter Straße 94 in Taunusstein, werden jeweils um 11, 13, 15 und 16 Uhr angeboten. Zusätzlich können erwartet die Gäste

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Der Wiesbadener Büro-Einrichter Henneveld Office GmbH ist umgezogen und sitzt jetzt in der Taunusstraße 45. Insgesamt 650 Quadratmeter nehmen die neuen Räume ein, die beiden Niederlassungen in Frankfurt und Mainz bleiben allerdings erhalten. Mit dem Umzug in die Taunusstraße hat Geschäftsführer Stephan Lönne zusätzlich zu den bereits bestehenden 30 Mitarbeitern zwei weitere neue Fachkräfte engagiert. Das Unternehmen bietet neben dem Verkauf von klassischen Büro-Möbeln auch einen kompletten Einrichtungsservice an.

Universum Verlag GmbH Mehr Sicherheit für Unternehmen in Polen Der Universum Verlag mit Sitz in Wiesbaden erweitert gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Wydawnictwo Unimedia das Angebot von E-Learning-Unterweisungen auf den polnischen Markt. Unter www.unterweisungsmanager.de findet sich eine Online-Anwendung zur unternehmensweiten Administration von digitalen Sicherheitsschulungen in der Landessprache. Wydawnictwo Unimedia übernimmt dabei als Dienstleister nicht nur die entsprechende Verwaltung der Mitarbeiterausbildung, sondern nach Bedarf auch die Zertifizierung im Sinne des polnischen Arbeitsschutzrechts. Auf diese Weise gewährleisten Kunden für ihre Belegschaft die fundierte Basis im Bereich Arbeitssicherheit, die nationales und europäisches Regelwerk fordern. Die Module richten sich vorwiegend an Mitarbeiter im Büroumfeld. Rechtliche Rahmenbedingungen des Arbeitsschutzes werden dabei ebenso abgedeckt wie die gesundheitsfördernde Organisation der Büroarbeit. Den Abschluss bietet die Vermittlung grundlegender Kenntnisse in Brandschutz und Erster Hilfe. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


Unternehmen

itech partner GmbH Computer-Spenden für vier Wiesbadener Schulen Die Vermittlung von Medienkompetenz nimmt in den Schulen eine immer wichtiger Rolle ein – und wo die entsprechenden Geräte fehlen, möchte künftig die itech partner GmbH aus Wiesbaden helfen. Bereits zu Weihnachten 2010 hatte das Unternehmen mit der Initiative itech4school andere Firmen aufgerufen, nicht mehr benötigte, aber funktionstüchtige PCs, Laptops, Monitore oder Drucker zu spenden, die dann von itech partner aufbereitet und den Schulen übergeben werden. 400 Unternehmen wurden angeschrieben, das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt wurden mehr als 50 Personal-Computer, 50 TFT-Monitore, 3 Laptops und 8 Netzwerkdrucker an insgesamt vier Schulen verteilt. Unterstützt wurden die Freiherr-vom-Stein-Schule, Ludwig-Erhardt-Schule, Johannes-Maaß-Schule

und die Theodor-Fliedner-Schule. Die Spendenempfänger wurden hauptsächlich nach dem Kriterium der Bedürftigkeit und des angemeldeten Bedarfs sowie der im Rahmen der Spendensammlung verfügbaren Mittel ausgewählt. Die Initiative indes geht nahtlos weiter, Unternehmen, die sich daran beteiligen möchten, finden weitere Informationen unter www.itech-partner.com

DIS AG Personaldienstleister untersucht das Potenzial von Social Media Was muss ein Social-Media-Auftritt eines Unternehmens bieten, damit dieser potenziellen Bewerbern attraktiv erscheint? Das untersuchte die DIS AG im Rahmen einer Studie zur Nutzung von Social Media mit 1.593 Teilnehmern, darunter 648 so genannte Young Professionals, also potenzielle Bewerber. Gerade bei ihnen steht das Web 2.0 hoch im Kurs: 70 Pro-

zent gaben an, mindestens einmal am Tag Social Media als Informationsquelle zu nutzen. Im beruflichen Kontext greifen die Befragten vor allem auf die Plattform XING zurück. 40 Prozent der Gruppe haben dieses Netzwerk bereits zu Bewerbungszwecken genutzt. Doch auch die Bedeutung von Facebook nimmt in diesem Bereich kontinuierlich zu. Wenn auch bislang nur acht Prozent auf diesem Weg eine Bewerbung abgegeben haben, so kann sich fast die Hälfte der Gruppe (47 Prozent) vorstellen, Facebook in Zukunft auch für berufliche Zwecke einzusetzen. Die Befragten erwarten zudem vor allem die zeitnahe Veröffentlichung aktueller Stellenangebote (80 Prozent) und allgemeine Nachrichten zum Unternehmen (60 Prozent). Knapp die Hälfte der Gruppe der Young Professionals legt zudem Wert auf Erfahrungsberichte von Mitarbeitern und Informationen zu Weiterbildungsangeboten. Weitere Ergebnisse: www.dis-ag.com.

verlags focus 5. September 2011:

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HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

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Foto: Fotolia

Straße

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Menschen

„Ich gestalte gerne“ Am 1. Juni wurde Dr. Gerd Eckelmann mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der 63-jährige Ingenieur hat als Selfmade Man die heutige Eckelmann AG mit 350 Mitarbeitern aufgebaut. Seit 1994 ist er sowohl Präsident der IHK Wiesbaden als auch Vorsitzender des Vereins der Freunde des Museums Wiesbaden. Die Hessische Wirtschaft sprach mit ihm über sein Engagement. museum unterstützt. Es hat mir gefallen, hier ein Profil mitzuentwickeln. Und der Erfolg in Form der Auszeichnung „Museum des Jahres“ hat mich auch gefreut. Obwohl Sie kein gebürtiger Wiesbadener sind, betonen Sie immer wieder, dass Sie sich hier sehr wohl fühlen. Wollen Sie der Stadt auch etwas zurückgeben?

Ich fühle mich in Wiesbaden wirklich sehr wohl. Die Wohnqualität ist hoch – das kommt mir und meiner Familie, aber auch meinen Mitarbeitern zugute. Und es hilft mir auch bei der Anwerbung guter Fachkräfte. Insofern ist Wiesbaden für mich ein wunderbarer Standort, in welchem ich gerne etwas mitgestalte. Große Ehre: Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch überreicht Dr. Gerd Eckelmann das Bundesverdienstkreuz. |Foto: Eckelmann AG

Herr Dr. Eckelmann, Sie haben das Bundesverdienstkreuz für Ihr gesellschaftliches Engagement und Ihre unternehmerische Leistung erhalten. Erfüllt Sie diese Auszeichnung mit Stolz?

Der Erfolg meines Unternehmens macht mich sehr zufrieden. Das ist mein Lebenswerk. Ich freue mich auch, dass meine ehrenamtlichen Tätigkeiten gewürdigt werden. Mich freut daran auch ganz grundsätzlich die Tatsache, dass gesellschaftliches Engagement eine öffentliche Anerkennung erfährt. Vielleicht ist das ein Ansporn für andere, sich ebenfalls für das Gemeinwohl zu engagieren. 32

Als Unternehmer sind Sie tagtäglich gefordert. Was hat Sie dazu bewogen, zusätzlich so viel Ihrer knapp bemessenen Zeit ehrenamtlich einzubringen?

Für jemanden, der viel in seinem Beruf arbeitet, ist das Ehrenamt so etwas wie ein geistiger Ausgleich. Ein anderer Aspekt ist, dass die Annahme eines Ehrenamtes auch eine Ehre bedeutet. Und man kann natürlich etwas bewegen. Beim Museum habe ich den langjährigen Direktor Volker Rattemeyer auf seinem nicht immer einfachen Weg zur Veränderung des Museums zu einem weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus anerkannten Kunst-

Seit 17 Jahren sind Sie Präsident der IHK Wiesbaden. Welche Erfolge freuen Sie besonders?

Die Entwicklung der IHK Wiesbaden zu einem schlagkräftigen und modernen Dienstleistungsbetrieb geht natürlich nicht allein auf mein Konto. Die Führung einer Kammer erfolgt in einer genau austarierten Dualität zwischen Hauptamt und Ehrenamt. Ich glaube, dass wir hier eine glückliche Hand gezeigt haben. Wir konnten vier Mal die Beitragssätze senken. Wir haben die Strukturen verschlankt und dennoch immer wieder Spitzenwerte bei Umfragen erzielt. Besonders freut mich das tolle Abschneiden der IHK-Mitarbeiter bei den Mystery-Man-Testberatungen. Dies zeigt, dass die IHK Wiesbaden für ihre Mitgliedsunternehmen wirklich eine gute und effiziente Leistung erbringt. Mein Beitrag war und ist, dass wir die Unternehmenspolitik aus der Eckelmann AG in der IHK wiederfinden: Schlank, sparsam, kundenorientiert und mit einer großen EiHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


mEnSCHEn

genverantwortung bei jedem einzelnen Mitarbeiter. Dies konnte ich in der IHK natürlich nur gemeinsam mit einem gleichklingenden Hauptgeschäftsführer verwirklichen. Ich empfinde die Vollversammlung der IHK Wiesbaden als sehr homogen. Sehen Sie darin auch Ihren Verdienst, dass bei aller Kontroverse in Detailfragen, insgesamt eine große Geschlossenheit herrscht?

Dr. Gerd Eckelmann ist seit 17 Jahren Präsident der IHK Wiesbaden. | Foto: IHK Wiesbaden

Der konsensorientierte Führungsstil, der in meinem Unternehmen und auch in der IHK Wiesbaden herrscht, wird natürlich auch in der Vollversammlung gepflegt. Wir lassen keinen Konflikt anbrennen. Demzufolge staut sich auch kein Frust an und wir können harmonisch miteinander umgehen. Welche Themen, die Sie als IHK-Präsident angepackt haben, wurden noch nicht zu Ihrer zufriedenheit gelöst?

Da gibt es leider immer noch einige. Das fängt bei der Rheinbrücke in Rüdesheim an, geht weiter über die Museumsmeile Wiesbaden mit dem Stadtmuseum bis hin zum Neubau der Rhein-Main-Hallen. Ich verstehe aber, dass alles seine Zeit braucht und die politischen

Mehrheiten für die Realisierung gegeben sein müssen. Aber ich werde nicht müde, unsere Forderungen immer wieder vorzutragen.

schenken, ihnen Verantwortung übertragen und sich nicht zu viel einmischen. Das Risiko, dass auch mal etwas schief gehen kann, gehört dazu. Ein guter Chef hat seine Augen überall, aber seine Finger draußen. Wenn man dann noch versucht, selbst Vorbild zu sein, seine Mitarbeiter respektiert und ihre Leistungen anerkennt, dann entsteht ein Team aus intrinsisch motivierten Leuten.

Was sind Ihre weiteren beruflichen und ehrenamtlichen ziele?

Ihr unternehmensklima gilt als vorbildlich. Was ist hier Ihr Rezept?

Ich freue mich, den jüngst erfolgten und gut gelungenen Übergang in der Leitung des Museums Wiesbaden weiter mitbegleiten zu dürfen. In der IHK freue ich mich über die anstehenden baulichen Maßnahmen, genauso wie über die Erweiterungsbauten in meinem Betrieb. In der IHK wünsche ich mir geordnete Übergänge, wenn ich in knapp drei Jahren aufhöre. Gleiches gilt natürlich für meinen Betrieb in rund drei bis vier Jahren. Ich hoffe, dass mein Unternehmen weiter wächst.

Es ist eigentlich ganz einfach: Sie sollten die richtigen Mitarbeiter auswählen, am besten selber ausbilden. Denen müssen Sie Vertrauen

Das Gespräch führte Gordon Bonnet, IHK Wiesbaden.

zählt diese Hartnäckigkeit zu Ihren typischen Charaktereigenschaften?

Man darf nicht aufgeben. Ich halte es für wichtig, die eigene Überzeugung zu artikulieren, auch wenn einem schon mal der Wind ins Gesicht schlägt. Das muss man in einem solchen Amt aushalten.

Aktuelle Wirtschafts-News aus Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis und Hochheim bietet die IHK Wiesbaden auf ihrem Twitter-Kanal. Werden Sie ein Follower und registrieren Sie sich unter: http://twitter.com/ihkwiesbaden HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

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Menschen  Steckbrief

„Harmonisches Zusammenspiel von Stadt und Land“ Beruf und Engagement Ein Sprung zurück in Ihre Kindheit: Was war Ihr Traumberuf?

Börsenmaklerin. Was davon finden Sie jetzt in Ihrem Beruf wieder?

Kurze Aktions- und Reaktionszeiten und -Wege und viel Flexibilität im operativen Geschäft. Mit wem würden Sie gerne für einen Tag die Arbeit tauschen?

Mit niemanden. Ich mache meinen Job sehr gerne. Welche Eigenschaften braucht ein guter Unternehmer?

Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen, Flexibilität gepaart mit Kreativität und Fleiß. Und ein guter Mitarbeiter?

Loyalität und Fexibilität, aber vor allem eine gute Fach- und Sozialkompetenz.

Tatjana Trömner-Gelbe wurde 1972 in Wiesbaden geboren. Nach dem Abitur studierte Sie an der Hessischen Berufsakademie in Frankfurt Betriebswirtschaft und absolvierte gleichzeitig dazu die Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Im Anschluss daran studierte sie berufsbegleitend in Utrecht an der Hochschule von Utrecht internationale Betriebswirtschaft mit Abschluss des Bachelors. Bis 1995 war Tatjana Trömner-Gelbe im Mineralölsektor tätig und übernahm dann die Geschäftsführung der elterlichen Unternehmen Ing-Büro Gelbe + Kollegen (KFZ-Sachverständige) und der tüfa-team GmbH (KFZ-Prüfstellen). Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2009 gehört sie der IHK Vollversammlung an und ist seit 2010 Vorsitzende des Mittelstandsausschusses.

Was war Ihr größter beruflicher Erfolg?

Ihre wichtigste Forderung an die Politik?

Was halten Sie für die größte Erfindung?

Mein Netzwerk.

Die steuerliche Entlastung der Autofahrer, sowie keine weitere Zweckentfremdung dieser Steuereinnahmen.

Die Elektrizität.

Und Ihre größte Niederlage?

Bislang kann ich nur von schwierigen Situationen berichten, die zu neuen Herausforderungen wurden.

Persönliches Wie entspannen Sie nach der Arbeit?

Ihre beruflichen Ziele?

Das unsere Kunden uns täglich weiter Ihr Vertrauen schenken.

Mit meiner Familie und meinen Hunden.

„Nicht gekauft hat er schon“ von Martin Limbeck. Welche drei Dinge würden sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meinen Mann und meine zwei Kinder. Was gefällt Ihnen an der Region am besten?

Warum engagieren Sie sich für die IHK?

Das harmonische Zusammenspiel von städtischen und ländlichen Bereichen.

Um die regionale Wirtschaftsentwicklung von der Basis aus selbst mit unterstützen zu können.

Und am wenigsten?

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Welches Buch lesen Sie gerade?

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Auf was können Sie am leichtesten verzichten?

Auf Fernsehen. Was ist Ihr Lebensmotto?

Goldene Regel : Matthäus 7,12. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


Menschen

Ausgezeichnetes Soziales Engagement: Die Preisträger der „Goldenen Lilie“ | Foto: UPJ

Auszeichnung für soziales Engagement 15 Unternehmen aus Wiesbaden sind für ihr herausragendes soziales Engagement mit der „Goldenen Lilie“ ausgezeichnet worden. Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung war die IHK Wiesbaden. „Tue Gutes und rede darüber“, fasst Gordon Bonnet, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der IHK Wiesbaden, treffend das Wesen der „Goldenen Lilie“ zusammen. Diverse Untersuchungen zeigen, dass für die meisten Unternehmen die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung seit langem selbstverständlich ist. Doch nur wenige binden dies in ihre Kommunikationsstrategie ein. Eine Vielzahl von Unternehmen engagiert sich gesellschaftlich – insbesondere vor Ort. Dies gilt auch für den Bezirk der IHK Wiesbaden. „Was wäre das Museum Wiesbaden ohne die Zuwendungen durch Unternehmer? Wie stünde es um das Staatstheater? Das Rheingau-Musik-Festival? Die Sportförderung?“, fragte Bonnet in seiner Begrüßungsrede. Die Antwort lieferten die Unternehmerinnen und Unternehmer, die im großen Saal der IHK Wiesbaden die „Goldene Lilie“ entgegennahmen.

badens Sozialdezernent Arno Goßmann. Die „Goldene Lilie“ wurde dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen und stieß erneut auf großes Interesse bei der Wiesbadener Unternehmerschaft.

UPJ Die Bundesinitiative „Unternehmen. Partner der Jugend“ (UPJ) wurde 1996 gegründet und versteht Corporate Social Responsibility als Beitrag von Unternehmen zu ei-

UPJ-Geschäftsführer Peter Kromminga wies in seiner Rede darauf hin, dass nicht nur die ausgezeichneten Wiesbadener Unternehmen sich vorbildlich engagieren. Spätestens seit die Stadt Wiesbaden für ihr Konzept zur Förderung unternehmerischen Engagements mit dem European Employee Volunteering Award ausgezeichnet wurde, sei auch sie Vorbild für Kommunen in Europa. Ein weiteres Highlight des Abends war die Show-Einlage des Wiesbadener Rappers „Nicnoname“. Für das kommende Jahr setzen die Initiatoren auf weiter wachsendes Engagement der Wiesbadener Unternehmen.

ner nachhaltigen Entwicklung in zahlreichen Handlungsfeldern. Im Vordergrund des unternehmerischen Engagements im Gemeinwesen (Corporate Citizenship) stehen neue Soziale Kooperationen, in denen Akteure aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ihre Rollen neu bestimmen, ihre Ressourcen und spezifischen Kompetenzen bündeln und gemeinsam neue Lösungswege für gesellschaftliche Probleme suchen. Das Kompetenznetzwerk besteht aus mehr als 60 gesellschaftlich engagierten Unternehmen und 20 lokalen Mittler organisationen. Über allem steht das Ziel, Unternehmen als aktive Bürger im Ge-

Die gemeinsam von der Stadt Wiesbaden und der gemeinnützigen Bundesinitiative UPJ e.V. ins Leben gerufene Auszeichnung ist ein großer Erfolg, auf den Stadt und Wirtschaft gleichermaßen stolz sind: „Unternehmen tragen bereits als Arbeitgeber eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, und umso mehr schätzen wir, wenn darüber hinaus auch angepackt wird. Unser Lebensumfeld verträgt es, wenn Firmen und Belegschaften sich als aktives Glied in der sozialen Kette betätigen. Und das soll auch gelobt werden!“, erklärt WiesHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

Preisträger des Jahres 2011: Baumstark GmbH & Co. KG, die Brömer und Sohn GmbH, Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller, Detektei Adler, Dow Corning GmbH, Gramenz GmbH, Intercongress GmbH, Kossiwakis, Mokry & Cie, die Nassauische Sparkasse (Naspa), Partners Design GbR, Q Kreativgesellschaft mbH, Schachtsiek Beratung, TV-Wiesbaden, VFT Film & TV Production GmbH & Co. KG (Big City TV) sowie die Willen Associates Architekten.

meinwesen (Corporate Citizens), für neue Formen der Zusammenarbeit mit sozialen Organisationen und der öffentlichen Verwaltung zu gewinnen. Unterstützer sind unter anderem die Europäische Kommission sowie mehrere Bundesministerien, Länder und Kommunen. Unter www.die-goldene-lilie.de können sich Unternehmen schon jetzt über die Bewerbungsmodalitäten für das Jahr 2012 infor-

Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden

mieren.

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Menschen  IM BILDE

24 Wiesbadener Unternehmen wurden bei der IHK Wiesbaden im Rahmen einer Feierstunde für ihr 25-jähriges Bestehen geehrt. IHK-Präsident Dr. Eckelmann würdigte in seiner Rede die Tatkraft und die Umsetzung der eigenen Visionen der Unternehmer, die vor einem Vierteljahrhundert den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. Geehrt wurden: JUMP! ; Thomas Krist; Rainer Steudter; Klaus Strack; Elba Fachhandel für Arbeitsschutzartikel; Dieter Gruen & Torsten Speer GbR; Wolfram Goldbeck; Ralf Rhode; Kirsten Zimmer-Immobilien; Petra Wilde-Heller; Christa Bender-Geiselberger; Rolf Eilert; HansGünter Schobner; KCI Medizinprodukte GmbH; Günter Hanson; Karl-Heinz Rekeszus; Claus-Peter Wehner; Karola Hahn; Ernst Walter Haberhauer & Regina Hölzlhammer & Ingrid Pankalla GbR; Peter Kaufmann; Walter Rulf; F T K Fisch- und Tiefkühl Handelsgesellschaft mbH; CeBJot GmbH und die Profile Gesellschaft für Entwicklung und Vertrieb von Microprozessor-Systemen mbH. | Foto Paul Müller

Besuch in Gent: Sechs junge Unternehmerinnen und Unternehmer der Wirtschaftsjunioren bei der IHK Wiesbaden haben die Partnerstadt im belgischen Gent besucht. Sie sind über das so genannte „Twinning“ verbunden. Ziel dieser Verbindungen ist der Austausch, das Kennen lernen und das Knüpfen von Netzwerken und Freundschaften über die Landesgrenzen hinweg. | Foto: WJW

Spitzen-Zeitungsleser: 94 Auszubildende hatten sich am Projekt „News-to-use“ des Wiesbadener Kuriers beteiligt, darunter alle acht der IHK Wiesbaden. Ein Jahr lang haben sie jeden Tag den Kurier gelesen und zehn Aufgabenblöcke mit jeweils sechs Fragen, einen Allgemeinbildungsund einen Abschlusstest absolviert. Tobias Quoika (links) von der IHK Wiesbaden sicherte sich mit 975 von 1000 Punkten den Gesamtsieg, gemeinsam mit Florian Golke (Mitte) von der Taunus Auto GmbH. Im gleichen Unternehmen lernt Michael Schroeder (rechts), der Platz 3 belegte. Die IHK-Auszubildende Agnes Orlowski (2. von links) und Nadine Titz (4. von links) vom DG Verlag belegen gemeinsam Platz 4. | Foto: Paul Müller Fit für den Beruf: Bei einer prunkvollen Abschlussveranstaltung im Wiesbadener Kurhaus nahmen 378 Schülerinnen und Schüler aus 13 Schulen ihr Abschlusszertifikat des IHK-Wirtschaftsführerscheins entgegen. Fünf Monate lang haben sie dafür mehrere Module und Tests absolviert. IHKPräsident Dr. Eckelmann ehrte zugleich die zehn besten Absolventen (unser Bild): Laura Marie Waldschmidt, Rachel Staffa, Dennis Guckes, Victoria Hieß und Hendrik Kruthaup von der Limesschule, Julian Krasomil, Lorenz Kapust und Malte Lüder von der Helene-Lange-Schule, Lukas Dörr von der Hermann-Ehlers-Schule sowie Hanna Liebmann von der IGS Obere Aar. Sie alle erhielten einen USB-Stick und einen Büchergutschein über 40 Euro. | Foto: Andreas Schlote

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verlagsfocus wirtschaftsstandort rheingau-taunus-kreis

Ziergarten der Rhein-Main-Region wird der RheingauTaunus-Kreis gelegentlich genannt. Er gilt als eine der liebens- und lebenswertesten Regionen Deutschlands. Das Spektrum reicht von der vom Weinanbau geprägten Kulturlandschaft, den Bäderstandorten, zusammenhängenden Waldflächen, engen Tälern bis zu den 17 Städten und Gemeinden, die in der Region – und teilweise weit darüber hinaus – bekannt sind.

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Rheingau-Taunus-Kreis ............................................................ II Audimax statt Veranstaltungshalle ............................................ III Engagierte Eltviller überreichen Visionspapier Eltville 2030 an Bürgermeister Kunkel ......................................................... IV Rüdesheimer Weinkellerei wechselt den Eigentümer ..................V Botschafter für den Hessischen Familientag.............................. VI Nutzenorientierte Beratung ..................................................... VI Maßgeschneiderte Lösungen der Elektrotechnik, Daten- und Kommunikationstechnik sowie Automation .............................. VII Initiative und Leistung ............................................................ VII Großes Sommerfest bei der NTB ............................................. VII


verlagsfocus

wirtschaftsstandort rheingau-taunus-kreis

Rheingau-Taunus-Kreis Anziehender Wirtschaftsstandort Ziergarten der Rhein-Main-Region wird der Rheingau-Taunus-Kreis gelegentlich genannt. Er gilt als eine der liebens- und lebenswertesten Regionen Deutschlands. Das Spektrum reicht von der vom Weinanbau geprägten Kulturlandschaft, den Bäderstandorten, zusammenhängenden Waldflächen, engen Tälern bis zu den 17 Städten und Gemeinden, die in der Region – und teilweise weit darüber hinaus – bekannt sind. Erholung, Genuss, Kultur und eine moderne Wirtschaft kennzeichnen den Rheingau-Taunus-Kreis. Bündig lässt sich dies in dem Slogan Wein, Wald und High-Tech zusammenfassen.

sowie der Winzer und Landwirte. So bestehen neben lokal operierenden Betrieben, eine Vielzahl von Firmen, die ihre Erzeugnisse international vermarkten. Es ist die Branchenvielfalt, die den Rheingau-Taunus-Kreis auszeichnet. Rund 7.500 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen gibt es im Kreis, die meisten davon in Taunusstein, Idstein und Eltville am Rhein. Etwa 40 Unternehmen und Dienstleister haben über 100 Beschäftigte. Größte gewerbliche Arbeitgeber sind die Jean Müller GmbH in Eltville (Elektrotechnik) und die Motorola GmbH in Idstein

Als moderner Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum am nordwestlichen Rand des Ballungsraumes präsentiert sich der Rheingau-Taunus-Kreis. Besonders innovative Branchen finden hier sehr gute Standortvoraussetzungen. Schwerpunktbranchen sind unter anderem die Informations- und Kommunikationstechnologie, die Produktions- und Verfahrenstechnik, die Mess- und Regeltechnik und die Oberflächentechnik. Große Wachstumsbranchen sind die unternehmensnahen Dienstleistungen und das Gesundheitswesen. Die Betriebe aus dem High-Tech-Bereich ergänzen die gewachsenen Strukturen der Betriebe des Handwerks, des produzierenden Gewerbes, der Dienstleistungen

(Kommunikationstechnik). Weitere bekannte Firmen sind die Brita Wasser Filter Systeme GmbH in Taunusstein und die Alfred Giehl GmbH & Co KG in Eltville. Auch im sozialen bzw. öffentlichen Bereich finden sich ca. 25 Arbeitgeber mit über 100 Mitarbeitern, wie z. B. das psychiatrische Krankenhaus Eichberg in Eltville und das Sankt Vincenzstift in Rüdesheim mit mehr als 500 Beschäftigten. In den letzten Jahren sind in allen für die Zukunft des Rheingau-Taunus-Kreises wichtigen Themenfeldern – Arbeit, Bildung, Demografische Entwicklung, Erneuerbare Energien, Familien, Mittelstand, Regionalentwicklung – wichtige Grundlagen gelegt worden, auf denen der Kreis aufbauen kann. Dies ist nicht nur der Kreisverwaltung, sondern vor allem dem Engagement vieler gesellschaftlicher Gruppen, Unternehmen und Einzelpersonen zu verdanken.

Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Werner Jakobartl, Verlagsleiter Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-71 Die Textbeiträge in diesem Verlagsfocus wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.

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Wirtschaftsförderung des Rheingau-Taunus-Kreises Heimbacher Straße 7 65307 Bad Schwalbach Telefon 0 61 24/5 10-6 20 Telefax 0 61 24/51 01 86 20 E-Mail wirtschaftsfoerderung@rheingau-taunus.de www.rheingau-taunus.de


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Michael Leroudier, Geschäftsführer der Eventagentur circ, ist neuer Dozent an der Hochschule Fresenius

Audimax statt Veranstaltungshalle Seit Sommersemester 2011 lehrt Michael Leroudier, Geschäftsführer der Wiesbadener Eventagentur circ, im Studiengang Business Management – Tourism & Travel Management an der Hochschule Fresenius in Idstein. Seit Kurzem bietet die Hochschule Fresenius in Idstein das neue Bachelorprogramm Business Management – Tourism & Travel Management am Fachbereich Wirtschaft & Medien an. Einer der Dozenten ist Michael Leroudier, Geschäftsführer der Wiesbadener Eventagentur circ. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er das Modul Eventmanagement, das heißt die klassischen Eventdisziplinen wie Konzeption, Organisation, Logistik und Budgetführung. In mehreren Vorlesungsblöcken hören und erleben die Studenten seine umfangreiche Expertise, eingebettet in wissenschaftlichen Grundlagen und rund 15 Jahren Praxis an der Eventfront. Für den Agenturchef ist die Lehre eine ganz andere Seite des Eventgeschäftes mit einer neuen Zielgruppe. „Jungen Menschen Wissen, Methoden und natürlich auch die Faszination unserer Branche zu vermitteln, ist eine neue und spannende Aufgabe für mich, die einfach nur Spaß macht. Insbesondere da die Teilnehmer viele Punkte kritisch hinterfragen wie zum Beispiel warum Internetkonferenzen nicht Events in größerem Umfang ersetzen oder warum wir gerne für einen Stromkonzern arbeiten“, so Michael Leroudier. circ gmbh & co. kg Unter den Eichen 5 65195 Wiesbaden Telefon 06 11/9 86 82-24 www.circ.de

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Engagierte Eltviller überreichen Visionspapier Eltville 2030 an Bürgermeister Kunkel Eltvilles Bürgermeister Patrick Kunkel hat aus der Hand von sechs engagierten, namhaften Eltviller Bürgern und Menschen, die in Eltville arbeiten, ein Visionspapier entgegengenommen. Sophie Gräfin zu Eltz, Jürgen Behle, Martin Blach, Reiner Burger, Peter O. Claußen und Peter Winter haben sich Gedanken darüber gemacht, wie die Wein, Sekt- und Rosenstadt in 20 Jahren aussehen könnte. Als „Werkstatt Eltville 2030“ haben sie gemeinsam eine Vision für die Stadt Eltville am Rhein entwickelt und Vorschläge dafür gemacht, auf welche Weise die gesteckten Ziele erreicht werden können. „Ich freue mich über ein solches Bürgerengagement und bin stolz, dass sich so unterschiedliche Menschen mit enormem Know-how zusammengetan haben“, äußerte Bürgermeister Kunkel bei der Übergabe. „Ich rufe alle Interessierten dazu auf, sich rege an der nun anschließenden Diskussion zu beteiligen“, so Kunkel weiter. Das Papier biete eine Vision, aber nicht nur das. Die sechs Werkstatt-Mitglieder lieferten auch gleich Vorschläge, wie diese teils hochgesteckten Ziele zu erreichen seien.

wirtschaftsstandort rheingau-taunus-kreis „Wenn ich den Werkstatt-Gedanken aufgreife, dann sehe ich nun ein Werkstück vor mir, das noch den Feinschliff braucht“, erläuterte Kunkel seine spontanen Gedanken zur Vision 2030. – Das jedoch nicht, weil es unvollkommen sei, sondern weil sich, damit es sich um die Eltviller Vision 2030 handele, noch viel mehr Engagierte einbringen sollten. „Ich rufe allen zu, deren Herz an dieser Stadt hängt: Setzen Sie sich mit den Themen auseinander, die die Vision 2030 schon beinhaltet, und bringen Sie neue Themen, die Ihnen unter den Nägeln brennen, ein.“ Der Verwaltungschef erhofft sich aus der Vielfalt des Bürgerengagements ein noch stärkeres Bild der Vision für seine eigene Heimatstadt. Eine klare Vorstellung davon, wie Eltville am Rhein in 20 Jahren aussehen könnte, wie das Leben dann sein soll. „Und nur wer sich ein großes Ziel steckt, kann schon jetzt darauf zusteuern“, so Kunkel. So abgehoben und tollkühn mancher Punkt in der ihm vorgetragenen Vision 2030 in den Ohren von heute klinge – auch große Ziele erreiche man Schritt für Schritt. „Wer weiß denn, wie rasant die Entwicklung weitergeht?“, fragte Kunkel. Manch eine Vision sei schließlich schon von der Realität übertroffen worden. „Den großen Unterschied machen wir dann, wenn wir selbst die Dinge in die Hand nehmen und nicht von neuen Entwicklungen überrollt werden“, betonte Kunkel. „Wir wollen das Heft des Handelns in der Hand behalten und Agieren, statt immer wieder zu einer Reaktion gezwungen zu werden.“ Das sei die eigentliche Kraft, die in dem Visionspapier stecke. „Ich bedanke mich bei ihnen für ihren unglaublichen Arbeitseifer, ihre Mühe und die zahlreichen Ideen für unser gemeinsames Eltville im Jahr 2030“, sagte Bürgermeister Kunkel an die Adresse der Verfasser der Vision 2030. Und er hoffe, dass sich eine rege und engagierte Diskussion unter vielen anschließe, die dann in konkreten Entscheidungen der gewählten Gremien dieser Stadt münde. „In Eltville am Rhein bewegt sich seit einiger Zeit sehr viel, vielleicht ist dieses Visionspapier ein weiterer Diskussionsanstoß für alle – ich würde mich darüber sehr freuen!“ Von Andrea Schüller M. A., Magistrat der Stadt Eltville am Rhein

IDSTEIN

IDSTEIN - AUFSTREBENDER WIRTSCHAFTSSTANDORT IDSTEIN - AUFSTREBENDER WIRTSCHAFTSSTANDORT IN FRANKFURT RHEINMAIN IN FRANKFURT RHEINMAIN Aufstrebender Wirtschaftsstandort in Frankfurt/Rhein-Main

Die Stadt Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) ist mit rund 26.000 Einwohnern Die Mittelzentrum Stadt Idstein in(Rheingau-Taunus-Kreis) ist RheinMain. mit rund 26.000 Einwohnern der Metropolregion Frankfurt DieEinwohnern Lage an der BAB Die Stadt Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) ist RheinMain. mit rund 26.000 MitMittelzentrum in der Metropolregion Frankfurt Die Lage der BAB 3 und der DB-Regionalstrecke Frankfurt - Köln ermöglicht die an schnelle und telzentrum in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Die Lage an der BAB 3 und der DB-Regionalstrecke - Köln ermöglicht die den schnelle und direkte Anbindung an das Frankfurt Wirtschaftszentrum Frankfurt, Flughafen 3 und der DB-Regionalstrecke Frankfurt – Köln ermöglicht die schnelle und direkte Anbindung an und das die Wirtschaftszentrum Frankfurt, Flughafen Frankfurt/Rhein-Main Landeshauptstädte Wiesbaden und den Mainz. direkte Anbindung an Frankfurt, Flughafen Frankfurt/Rhein-Main und die Frankfurt/Rhein-Main unddas dieWirtschaftszentrum Landeshauptstädte Wiesbaden undden Mainz. Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz. Die komplette Infrastrukturausstattung in Verbindung mit dem Dienaturnahen kompletteUmfeld Infrastrukturausstattung Verbindung mit dem des Taunus und deminhistorischen Ambiente des Die komplette Infrastrukturausstattung in Verbindung mit dem naturnahen Umfeld Stadtzentrums des Taunus und demIdstein historischen Ambiente des mittelalterlichen macht zu einem attraktiven naturnahen Umfeld des TaunusSiedlungsentwicklung. und dem historischen Ambiente des mittelalterlichen Stadtzentrums macht Idstein zu einem attraktiven Wohnstandort mit anhaltender Der Golfpark, die Wohnstandort anhaltender eine Siedlungsentwicklung. Der Golfpark, die mittelalterlichen Stadtzentrums macht Idstein einem attraktiven Tournesol mit Freizeitanlage, Vielzahl vonzuSportund FitnessTournesol Freizeitanlage, Vielzahl undGolfpark, FitnessEinrichtungen, eineine Netz an Rad- von und SportWanderwegen bieten Wohnstandort mitsowie anhaltender Siedlungsentwicklung. Der Möglichkeiten Freizeitgestaltung. Einrichtungen, sowie ein der Netz an Vielzahl Rad- und bieten dievielfältige Tournesol Freizeitanlage, eine vonWanderwegen Sport- und Fitnessvielfältige Möglichkeiten der Netz Freizeitgestaltung. Einrichtungen, sowie ein an Rad- und Wanderwegen bieten C h a r a k t e r i s t i s c h f ü rFreizeitgestaltung. die vielfältige Möglichkeiten der Wirtschaftsentwicklung ist der Strukturwandel zum Dienstleistungs-, Charakteristisch für die Bildungs-, undfür Technologiestandort in den vergangenen Jahren. So beträgt Wirtschaftsentwicklung der Strukturwandel zum Charakteristisch die ist Wirtschaftsentwicklung ist derDienstleistungs-, Strukturwandel der Anteil der im tertiären Sektor Tätigen mittlerweile 75 beträgt % aller Bildungs-, und Technologiestandort in den vergangenen Jahren.inSo zum Dienstleistungs-, Bildungs-, und Technologiestandort den verBeschäftigten. der Anteil Jahren. der imSotertiären Sektor Tätigen 75 Tätigen % aller gangenen beträgt der Anteil der immittlerweile tertiären Sektor Beschäftigten. mittlerweile 75 % aller Beschäftigten. Weitere Informationen: Stadt Idstein, Frau Sabine Fritz, Tel. 06126/78-610 Weitere Informationen: Weitere Informationen: www.idstein.de, www.nassauviertel.de Stadt Idstein, Frau Sabine Fritz, Tel. 06126/78-610 Stadt Idstein, Frau Sabine Fritz, Telefon 0 61 26/78-6 10 www.idstein.de · www.nassauviertel.de

www.idstein.de, www.nassauviertel.de IV


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wirtschaftsstandort rheingau-taunus-kreis

Rüdesheimer Weinkellerei wechselt den Eigentümer Die Rüdesheimer Weinkellerei GmbH hat jetzt einen neuen Eigentümer. Der neue Eigner Consus Deutschland GmbH wird den Betrieb übergangslos weiterführen. Die Geschäftsleitung sieht weitere große Wachstumschancen.

tränke bereits seit Jahren erfolgreich und sieht mit der Rüdesheimer Weinkellerei ein weiteres interessantes Segment in diesem Bereich. Als Geschäftsführer steht Günter Hilmert nun dem Unternehmen vor. Günter Hilmert gilt als Insider der Wein- und Sektbranche. Er kommt von der Zentralkellerei Badischer Winzergenossenschaften, dem Badischen Winzerkeller in Breisach, und war dort Vorstand für den Bereich Marketing und Vertrieb.

Eberhard Elsässer, der der Rüdesheimer Weinkellerei seit 1991 als geschäftsführender Gesellschafter vorsteht, zieht sich aus Altersgründen aus dem Geschäft zurück und legt großes VerGünter Hilmert trauen in die neue Führungsmannschaft.

Günter Hilmert sieht für die Kellerei weitere Wachstumschancen im Bereich der Lohnversektung sowie innovativer weinhaltiger Getränke. „Aber auch im Lebensmittelhandel wird die Kellerei in Zukunft eine noch größere Rolle spielen“, so Günter Hilmert. „Gerade die Unternehmensgröße ist ein Vorteil, um schnell auf aktuelle Trends und individuelle Kundenwünsche zu reagieren, was in einem konzerngesteuerten Unternehmen nur sehr schwer umsetzbar ist. International ist der Name Rüdesheim im Zusammenhang mit Deutschland positiv besetzt. Dieser Vorteil soll sich in interessanten Produktkonzepten wieder finden“.

Die Weinkellerei Rüdesheim hat sich in den letzten acht Jahren nach erheblichen Investitionen ausschließlich auf die Versektung von Weinen spezialisiert und zählt zu den führenden Unternehmen der Sektkellereien in Deutschland. Neben eigenen Stammmarken und Handelsmarken versektet die Kellerei für Winzergenossenschaften und Weingüter sowie weiterer Kellereien.

Die neue Geschäftsführung freut sich besonders, dass die gestandenen Mitarbeiter der Rüdesheimer Weinkellerei den erfolgreich eingeschlagenen Weg weiterhin gemeinsam beschreiten werden.

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Botschafter für den Hessischen Familientag Sieben Mitarbeiter der Eltviller Stadtverwaltung hat Bürgermeister Patrick Kunkel am 15. Juni beim J.P. Morgan Corporate Challenge-Lauf in Frankfurt ins Rennen geschickt, um für den Hessischen Familientag zu werben. Beim größten Firmenlauf der Welt mit über 70.000 Teilnehmern laufen Angestellte von Firmen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet mit. Den Erlös des Startgeldes spendet die amerikanische Bank J.P. Morgan für den Behindertensport. Das Eltviller Team in den grünen „Familientagsshirts“ absolvierte die 5,6 km Strecke souverän, und genoss anschließend beim Rheingauer Picknick mit „Weck, Worscht und Woi“ auf den Stufen der Alten Oper in Frankfurt die LaufAtmosphäre. Gleich am darauf folgenden Sonntag folgte der nächste große Auftritt auf dem Hessentag in Oberursel: Bei den Motivwagen im Zugabschnitt des Rheingau-Tau-

nus-Kreises fuhr auch ein Wagen der Hessischen Familientagsstadt Eltville mit! In dessen Gefolge überreichten die Rheingauer und Eltviller Weinmajestäten, Madeleine Rossel und Carolin Uhr, sowie der Eltviller Carnevalspräsident Matthias Bleul dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier eine persönliche Einladung von Bürgermeister Patrick Kunkel zum Familientag sowie typische Gastgeschenke aus der Wein-, Sekt- und Rosenstadt. Die Zuschauer des Umzugs konnten sich über 800 Rosen und kleine Geschenke freuen, mit denen das Familientagsteam alle Familien auf das große Fest am 17. September eingestimmt hat. Von Birgit Roßkopf, Magistrat der Stadt Eltville am Rhein

Nutzenorientierte Beratung in den Unternehmensbereichen Steuern, Finanzen und Buchhaltungswesen muss heutzutage Priorität haben. Gestaltende und rechtsverteidigende Steuerberatung ist in den heutigen Zeiten der permanenten Einengung der steuerlichen Bewegungsspielräume durch den Steuergesetzgeber die vorrangigste Aufgabe des Steuerberaters. Er leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Absicherung der finanziellen Dauerexistenz der Unternehmen und der Personen, die in den Unternehmen und für sie arbeiten. Bei aller Unumgänglichkeit der Verwaltungsvorschriften des Steuer- und Wirtschaftsgesetzgebers, denen insbesondere Unternehmen Rechung zu tragen haben und die im digitalen Zeitalter noch aufgestockt, aber noch nicht wirklich

abgebaut wurden, bringen den Teilnehmer am Wirtschaftsleben nur moderne und rationelle Lösungen im Buchhaltungswesen (z. B. Buchhaltungslösung „Unternehmen online“) weiter. Unternehmensinterne Erfolgsrechnung und externer Jahresabschluss haben unterschiedliche Zwecke und werden zunehmend entkoppelt. Die Anforderungen an den Unternehmer und an seinen Berater verlangen mehr und mehr flexibles Handeln. Wir beraten Sie gerne.

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wirtschaftsstandort rheingau-taunus-kreis

Maßgeschneiderte Lösungen der Elektrotechnik, Daten- und Kommunikationstechnik sowie Automation Werner Elektrotechnik ist seit 1968 zuverlässiger Partner für Betriebe der Industrie, aus Handel, Handwerk und Gewerbe, von Hotel- und Gastronomiebetrieben, Weingütern und landwirtschaftlichen Betrieben, von öffentlichen Auftraggebern sowie Privatkundschaft. Das Unternehmen in zweiter Generation realisiert und wartet mit einem rund 50-köpfigen Team aus erfahrenen, geschulten und motivierten Mitarbeitern qualitativ hochwertige und maßgeschneiderte elektrotechnische Lösungen, Dienstleistungen und Anlagen für verschiedenste Anwendungsbereiche. Im Bereich der klassischen und modernen Elektroinstallation und Gebäudetechnik erstreckt sich das Leistungssprektrum über die Errichtung von Einbruchmeldeanlagen, Schließanlagen und Zutrittskontrollsystemen bis hin zur Videoüberwachungstechnik. Brandschutztechnische Anlagen und Brandmeldesysteme werden ebenso fachversiert geplant und realisiert wie Wärmepumpensysteme für Heizung und Brauchwasser-Erwärmung. Auf dem Gebiet der Raum- und Gebäudeklimatisierung sowie Lüftung kann man ebenfalls auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. EIB/KNX und LON-Technik sind hier schon lange Zeit keine Fremdworte mehr, sondern gehören zunehmend auch aufgrund der Nachfrage der Endkunden zum Tagesgeschäft. Über die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von modernen Telekommunikationsanlagen auch mit VOIP-Technik gelangt man schnell zur Daten- und Netzwerktechnik. Hier bietet das Eltviller Unternehmen seit Jahrzehnten die volle Leistungsbandbreite von der Konzeption über Realisierung und Errichtung des Netzwerks bis hin zu Lieferung und Konfiguration von Netzwerkkomponenten und Hardware inklusive Wartung und Service komplett aus einer Hand. IT- und Datennetzwerktechnik bilden auch das Bindeglied zum seit den Anfängen der 1970er-Jahre beständigen Schalt- und Steueranlagenbau, welcher sich über Jahrzehnte hinweg zu einer regelrechten Automations-Abteilung ausgebildet hat. Hier werden nicht nur Energieverteil- und Energie-Managementsysteme entwickelt und gebaut, sondern vollständig integrierte Steuer-, Mess- und RegelEinrichtungen komplett mit SPS-Programmierungen und -Software konzipiert

Initiative und Leistung „Gut. Für die Vielfalt in der Region“. Unter diesem Motto übergab Landrat Burkhard Albers als Kuratoriumsmitglied insgesamt 72 849,64 Euro an 44 Vereine und Institutionen im Rheingau-Taunus-Kreis. Das Geld stammt von der Naspa-Stiftung „Initiative und Leistung“. Der Name der Stiftung „Initiative und Leistung“ ist Programm; gefördert werden unter anderem Projekte und Initiativen folgender Vereine und Institutionen: Der TSV Taunusstein-Bleidenstadt anlässlich der Deutschen Meisterschaft Volleyball U14; der Kinderschutzbund Untertaunus bei der Einrichtung der neuen „Gruppe für Trennungs- und Scheidungskinder“; die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik des TV 1844 Idstein und der „Känguru“ Förderverein der Grundschule Wallrabenstein bei der Einrichtung der Teeküche in den neuen Betreuungsräumen. Gefördert werden außerdem die katholische Kirchengemeinde St. Ferrutius in Bleidenstadt; der ökumenische Hozpizverein Bad Schwalbach und Schlangenbad; die Freiwillige Feuerwehr Taunusstein-Hahn; der Schützenverein Aarfalke in Taunusstein-Wehen und das Abenteuer-Land der Sinne in Wehen. Vor 20 Jahren feierte die Naspa ihr 150-jähriges Jubiläum. Das hat die Naspa zum Anlass genommen, zur Unterstützung des gemeinnützigen Engagements der Bürgerinnen und Bürger die Naspa Stiftung zu gründen. Der Name „Initiative und Leistung“ ist Programm. Die Naspa Stiftung unterstützt die vielen Vereine und Initiativen in den sechs Landkreisen und zwei Großstädten in unserer Region, in der die Naspa verwurzelt ist.

und realisiert. Diese finden in den verschiedensten Anwendungsbereichen ihre Verwendung und werden nicht selten letztendlich bei ausländischen Endkunden eingesetzt, wo sie dann auch von eigenem Personal aufgebaut, in Betrieb genommen und gewartet werden können. In diesem Bereich ist es selbstverständlich, dass man elektrotechnische Industriemontagen wie -demontagen und -umbauten im Komplett-Paket mitanbieten kann. Für ihre Auftraggeber erweitert das Unternehmen daher auch aufgrund der Flexibilität und Kundenorientierung den Aktionsradius der Mitarbeiter vom Stammsitz in der Region Mainz/Wiesbaden/Rheingau-Taunus hinaus bis in das komplette Bundesgebiet und wickelt Aufträge und Einsätze auch im europäischen und internationalen Ausland für seine Kunden ab. Bei aller Internationalität zahlreicher Kunden vergessen die werners jedoch nie Ihre heimischen Wurzeln im Rheingau, Ihre Verbundenheit mit der Region sowie die Vorzüge, ein bodenständig-mittelständisches und inhabergeführtes Familienunternehmen zu sein.

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Großes Sommerfest bei der NTB

Über die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von modernen Telekom schnell zur Daten- und Netzwerktechnik. Hier bietet das Eltviller Unterneh Der Juli 2011 hält für die Freunde der Aartalbahn gleich zwei Bahnhofsfeste pa- bis hin zu der Konzeption über Realisierung und Errichtung des Netzwerks rat: Den Auftakt macht am 3. 7. 11 das Familienbahnhofsfest am Bahnhof Hahnund Hardware incl. Wartung und Service komplett aus einer Hand. Wehen, welches die NTB im Rahmen der 40-Jahr-Feier der Stadt Taunusstein IT- und Datennetzwerktechnik bilden auch das Bindeglied zum seit den zusammen mit der Stadtjugendpflege Taunusstein Alter Steueranlagenbau, welcher sich über die– Jugendzentrum Jahre hinweg zu Bahneiner regelrech hof Hahn im alten Bahnhof und feiert.Energie-Managementsysteme Neben einem kniffligen Rangierspielentwickelt (Wer nicht nur–Energieverteilund g schafft die Prüfung zum Ehrenrangierleiter?) stehen hier Fahrten mit HandheRegel-Einrichtungen komplett mit SPS-Programmierungen und –Softw beldraisinen und als Höhepunkt zwei Jim-Knopf-Filmvorführungen verschiedensten Anwendungsbereichen ihren Einsatz (12.30 und und Verwendung 15.00 Uhr) auf wo demdiese Programm. für Kinder (z. B.aufgebaut, KinderEndkunden dannWeitere auch Attrraktionen von eigenem Personal in Betr schminken) Kuchen und daß Limo man rundenelektrotechnische das Programm ab. Industriemo Bereich istsowie es Würstchen, selbstverständlich, Paket mitanbieten kann. Weiterihre gehtAuftraggeber es genau eine Woche später das am 10. 7. 11 mit dem Großen Für erweitert Unternehmen daherSommerauch aufgrund de fest am Bahnhof Dotzheim. Neben dem in vonder unseren vergangenen Festen bereits der Mitarbeiter vom Stammsitz Region Mainz-Wiesbaden-Rheingau bekannten Programm, hat die NTB dieses Mal zusammen ESWE wickelt verschiedenartigste Aufträge und Einsätzemitauch imVerkehr europäischen un und dem Stadtmuseum Wiesbaden eine Reihe kleiner Besonderheiten organiBei aller Internationalität zahlreicher Kunden vergessen die werners je siert: Erstmals wirdmit es der auchRegion im Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim diebodenständig Möglichkeit Verbundenheit sowie die Vorzüge, ein mittelst geben, ein kurzes Stück der Taunusrampe mit Handhebeldraisinen zu erklimmen (dem schnellsten Team winkt ein kleiner Preis). Außerdem werden eine 5‘‘-Kinderbahn, das Improtheater „Für Garderobe keine Haftung“, eine Hüpfburg, ein Rangierspiel für Kinder, zwei Bands und eine Reihe weiterer Überraschungen auf dem Programm stehen. Und auch hier ist natürlich für das leibliche Wohl bestens gesorgt. www.aartalbahn.de VII


Rubriken  Kompakt

Verlosung Das Rhein-Main-Gebiet hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die sich in den zahlreichen Bildern und Illustrationen des Bildbandes „Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet – Früher und Heute“ widerspiegelt. Auf 144 Seiten erzählen 120 Fotos die Entwicklung der Städte und Landschaften, die den Blick auf Bekanntes neu ausrichten können. Die Hessische Wirtschaft verlost, passend zum Titelthema, zwei Exemplare des Buches. Wer gewinnen möchte, beantwortet folgende Frage: Der Main ist der längste Nebenfluss des Rheins. Wie viele Kilometer lang ist seine Fließstrecke? Die Lösung schicken Sie bis Montag, 22. August, per E-Mail unter Angabe ihrer Anschrift an die Adresse presse@wiesbaden.ihk.de.

WettbewerbE Familienfreundlicher Betrieb Wofür? Der Preis, gemeinsam von Spring Messe Management und der Zeitschrift „Personalwirtschaft“ ausgeschrieben, honoriert innovative Personalkonzepte – unabhängig davon, aus welcher Branche sie kommen. Teilnehmen können kleine und mittelständische Betriebe ebenso wie Großunternehmen. Für welchen Preis? Auszeichnung auf der Messe „Zukunft Personal“ am 21. September in Köln Bis wann bewerben? 15. Juli 2011 Wo? www.personalwirtschaftspreis.de

Hessischer Demographie-Preis 2011 Wofür? Die Hessische Landesregierung will mit dem Preis Unternehmensprojekte auszeichnen, die der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den Anforderungen einer immer älter werdenden Belegschaft und der Vermeidung von Fachkräftemangel dienen. Beispielhafte Projekte sind die Einrichtung von Betriebskindergärten oder neue Modelle für Berufstätige, die Familienangehörige pflegen. Auch der Wissenstransfer zwischen Alt und Jung, die Gesundheitsförderung oder die Weiterbildung älterer Beschäftigter könnten Inhalt von Projekten sein. Für welchen Preis? 30.000 Euro Bis wann bewerben? 29. Juli 2011 Wo? www.stk.hessen.de

1. Deutscher Diversity Preis Wofür? Die Zeitschrift WirtschaftsWoche sowie die Unternehmen Henkel und McKinsey & Company vergeben erstmals den „Deutschen Diversity Preis“. Ausgezeichnet werden Arbeitgeber, Einzelpersonen und innovative Projekte, die sich erfolgreich für eine Kultur der Vielfalt engagieren. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben. Für welchen Preis? Feierliche Auszeichnung im Rahmen einer Gala am 14. November in Düsseldorf Bis wann bewerben? 31. Juli 2011 Wo? www.diversity-preis.de

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Rhein-Main-Hallen Eventmesse kommt nach Wiesbaden Am 13. März 2012 werden die Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden zum Campusgelände der Messe „Event High School“. Damit ist Wiesbaden der dritte Veranstaltungsort nach der BayArena in Leverkusen 2010 und dem RheinEnergieStadion in Köln 2011. Die Event High School ist ein Fachkongress für angehende Veranstaltungskaufleute sowie Auszubildende der Hotel-, Gastronomie-, Sport- und Tourismusbranche. In Vorträgen und Workshops bietet sich die Möglichkeit, die fachlichen Kompetenzen aus den jeweiligen Branchen zu erweitern, aktuelle Trends und Tendenzen zu verfolgen und intensive Fachkontakte zu knüpfen. Unter dem Motto „making of eventmanagement: be modern be creative“ präsentieren Branchenexperten schwerpunktmäßig exklusive und kreative Eventkonzepte. Veranstalter ist das Team von eventpruefung.de gemeinsam mit der Wirtschaftsakademie am Ring GmbH.

Auslandspraktikum Neuauflage der Broschüre „Weiterbildung ohne Grenzen“ Ein Praktikum in Europa, Training-on-the-job in den USA oder ein Praxisaufenthalt in Fernost - diese und viele andere Möglichkeiten, weltweit Auslandsfortbildungen zu absolvieren, präsentiert die Neuauflage der Broschüre „Weiterbildung ohne Grenzen“. Die von der Informations- und Beratungsstelle IBS erarbeitete Publikation stellt auf über 200 Seiten 77 Organisationen vor, die berufliche Mobilität fördern und unterstützen. Die Qualifizierungsprogramme richten sich an Auszubildende, Studenten, Absolventen ebenso wie an junge Berufstätige oder Fachkräfte der Berufs- und Erwachsenenbildung. Die Broschüre steht auch im Internet unter www.giz.de/ibs

Gründungszuschuss Förderung wird Zielgerichteter Der Gründungszuschuss für Arbeitslose soll ab Herbst nur noch eine Ermessensleistung sein. Bislang gibt es für diese Form der finanziellen Unterstützung einen Rechtsanspruch. Damit greift die Bundesarbeitsministerin eine Empfehlung der IHK-Organisation auf. Zudem müssen Antragsteller künftig einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 statt bisher 90 Tagen vorweisen. Ebenfalls neu: Gründer erhalten nur noch sechs Monate die Maximalförderung in Höhe des Arbeitslosengeldes plus 300 Euro. Fördervoraussetzung bleibt ein Tragfähigkeitsvotum der IHK. Vorteile der strengeren Förderung: Arbeitslose müssen ihre Gründung frühzeitiger und gründlicher vorbereiten. Die Arbeitsagenturen können individueller abwägen: Ist die Selbstständigkeit für den Arbeitslosen wirklich der geeignete Wiedereinstieg ins Erwerbsleben? Steuer- und Beitragszahler werden dadurch ebenfalls geschont. HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


Rubriken  Kompakt

Kundenzufriedenheit „Händler des Jahres 2011“ – fast alle auch in Wiesbaden Rund 50.000 Konsumenten wählten den Buchhandel Thalia, der auch im Wiesbadener Lilien-Carré eine Filiale betreibt, zum „Händler des Jahres 2011“. Der Award basiert auf einer Studie, die das unabhängige Marktforschungsunternehmen Q&A Research & Consultancy erstellt hat. Insgesamt wurde der Preis in 24 Kategorien vergeben, von „Babyund Kindermode“ bis „Wohnen“ – und fast alle Gewinner-Unternehmen betreiben eine Filiale in der Landeshauptstadt. Zur Wahl standen alle Handelsketten, die mit mindestens sieben Verkaufsstätten in Deutschland aktiv sind. Ergebnis der Umfrage: Kunden legen mit Abstand am meisten Wert darauf, dass Preis und Leistung ausgewogen sind. Auch kreative Aktionen und Angebote sowie das Preisniveau des Händlers sind entscheidend.

Internet Breitband-Grundversorgung bis Ende 2011 erreicht Die flächendeckende Breitband-Grundversorgung wird bis Ende 2011 erreicht sein. Das ist das Ergebnis des 2. Breitbandgipfels der hessischen Landesregierung. Jetzt gehe es darum, in den kommenden drei Jahren den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen zu forcieren. Bis Ende des Jahres werde die flächendeckende Grundversorgung mit Breitband-In-

Die IHK Wiesbaden gratuliert zu 40 Jahren im Unternehmen!

ternetzugängen erreicht, so dass Hessen die Erschließung mit Hochgeschwindigkeitsnetzen konkret anvisieren könne. Ende 2009 hatte es in Hessen noch über 1.400 Ortsteile gegeben, in denen keine Internetzugänge von mindestens 1 Mbit/s verfügbar waren. Inzwischen haben 99,1 Prozent der Haushalte in Hessen eine Grundversorgung oder eine Grundversorgungsperspektive. 2,8 Millionen Euro Fördermittel wurden dafür aufgewendet. Das nächste Ziel ist wesentlich ehrgeiziger. Hessen will erreichen, dass bis 2014 mindestens 75 Prozent der Haushalte Internetverbindungen mit Übertragungsraten von wenigstens 50 Mbit/s nutzen können.

Neue Studie Summe unbezahlter Forderungen übersteigt EU-Rettungspaket Unternehmen in Europa mussten im vergangenen Jahr 312 Milliarden Euro aus unbezahlten Forderungen abschreiben – diese Summe ist höher als das Volumen des EU-Rettungspakets für Griechenland, Irland und Portugal. Allein die deutschen Unternehmen haben durch nicht bezahlte Forderungen 58 Milliarden Euro verloren. Das zeigt der aktuelle „European Payment Index“, eine Umfrage des KreditmanagementUnternehmens Intrum Justitia unter rund 6.000 Firmen in 25 europäischen Ländern. Demnach ist die Abschreibungsquote aus unbezahlten Forderungen europaweit um vier Prozent gestiegen, in Deutschland aber leicht gesunken. Die europäischen Unternehmen blicken darüber

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Rubriken  Kompakt

hinaus überwiegend pessimistisch in die Zukunft, was die Zahlungssicherheit angeht: 32 Prozent der in der Studie befragten Unternehmen in Europa rechnen mit steigenden Kreditrisiken in den nächsten zwölf Monaten – der Anteil derer, die niedrigere Risiken erwarten, ist weniger als halb so groß (14 Prozent). In Deutschland ist der Ausblick optimistischer, hier rechnen nur 21 Prozent mit steigenden Zahlungsrisiken. 12 Prozent gehen hierzulande davon aus, dass die Risiken rückläufig sind.

Auftragsvergabe Regionale Wirtschaft oft mit im Boot Die Zahlen der städtischen Auftragsvergabe Wiesbadens fallen für die regionale Wirtschaft positiv aus. In 1.484 formellen Vergabeverfahren wurden städtische Aufträge mit einem Volumen von über 66 Millionen Euro in Auftrag gegeben. Allein im Baubereich sind es 827 Aufträge mit einem Volumen von knapp 37 Millionen Euro, Lieferaufträge umfassen rund neun Millionen Euro und Dienstleistungsaufträge etwa 20 Millionen Euro. Dabei wurde, nach Angaben der Stadt, die heimische Wirtschaft so oft berücksichtigt wie noch nie zuvor. Insbesondere im Bereich der Dienstleistungen konnten Wiesbadener Unternehmen knapp 78 Prozent der Aufträge gewinnen. Bezogen auf die Region, aus der die meisten Leute von und nach Wiesbaden pendeln, sind die Zahlen noch höher. Fast 96 Prozent aller Dienstleistleistungsaufträge und fast 83 Prozent der städtischen Bauaufträge wurden an Unternehmen aus der Region vergeben. Hinzu kommen noch zahlreiche Kleinaufträge dazu, die traditionell an heimische Betriebe vergeben werden.

Hessischer Exportpreis Zwei Wiesbadener Firmen unter den Nominierten Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der IHK Frankfurt wurden drei mittelständische Unternehmen mit dem Hessischen Exportpreis 2011 ausgezeichnet. Der Exportpreis für das Handwerk ging an Donges Orthopädie Schuhtechnik, die Kategorie Service und Beratung International gewann Lorenz Archivsysteme GmbH aus Frankfurt-Rödelheim. In der Kategorie Innovative Exportstrategien wurde die Wilhelm Hedrich Vakuumanlagen GmbH & Co. KG aus Ehringshausen-Katzenfurt ausgezeichnet. Unter den Nominierten waren auch zwei Wiesbadener Unternehmen: Zum einen A+E Fischer-Chemie GmbH & Co. KG, die sich auf Dienstleistungen rund um den Handel und den Export von Chemikalien spezialisiert hat. Ihr gelang erfolgreich der Einstieg in bislang elf Auslandsmärkte, darunter viele Entwicklungs- und Schwellenländer. Zum anderen wurde die HUMAN Gesellschaft für Biochemica und Diagnostica mbH in Wiesbaden nominiert. Sie exportiert klinische Labortechnik vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländer und bietet zusätzlich Dienstleistungen in den Bereichen Produktregistrierung, Einfuhrgenehmigungen und Logistik an. 46

Emotionales Interaktionsdesign Gesten und Mimik interaktiver Systeme Verf.: Rainer Dorau, Springer-Verlag GmbH, 59,95 Euro

Menschen interagieren heute per Geste mit einer Technik: Sei es beim Scrollen mit dem Finger auf dem Smartphone, beim Spielen mit der Wii Konsole oder bei der Eingabe am Computer via Maus. Oberflächen sind dann gut gestaltet, wenn sie sich intuitiv bedienen lassen. Wie das gelingen kann, erklärt Autor Rainer Dorau im Kapitel „Komposition von Gesten“. Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über das emotionale Interaktionsdesign und ist interessant für Designer und Entwickler von Anwendungen für mobile Geräte, ohne sich dabei in technischen Details zu verstricken. Aber auch für diejenigen, die sich generell mit der Usability von Weboberflächen beschäftigen. | asc Lesbarkeit ••• Inhalt ••• Nutzen •• Richtig motiviert mehr leisten – Konzepte und Instrumente zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit Verf.: Peter Warr / Guy Clapperton, Schäfer-Poeschel-Verlag, 29,95 Euro

Studien haben gezeigt, dass nur etwa jeder zehnte Mitarbeiter in Deutschland an seinem Arbeitsplatz gut motiviert und glücklich seine Aufgaben erledigt. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift oder hat gar innerlich gekündigt. Das Buch will Vorgesetzten hilfreiche Tipps geben, um Mitarbeiter positiv zu beeinflussen, um die Zufriedenheit und damit auch die Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Autoren identifizieren zwölf Schlüsselmerkmale, die für das Glücksgefühl bei der Arbeit ausschlaggebend sind und zeigen, wie diese wirken. Vom persönlichen Einfluss über Geld bis hin zu Karrierechancen ergibt sich dabei ein stimmiges Bild. Zahlreiche Beispiele runden das etwas sperrig formulierte Werk ab. | FG Lesbarkeit •• Inhalt ••• Nutzen •••

Preisindex für die Lebenshaltung Vom Statistischen Bundesamt errechneter Preisindex für Mai 2011 Indexstand 2005=100 Verbraucherpreisindex für Deutschland .............................110,5 Veränderungen in Prozent • gegenüber Vorjahreszeitraum..........................................+ 2,3 • gegenüber Vormonat......................................................+ 0,0 Ausführliche Informationen im Internet unter: www.destatis.de

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


Rubriken  Neues aus Berlin und Brüssel

IHKs sind bürokratiearm

ter bestellen – vorher waren es sogar Ein-Personen-Unternehmen. Auch wurde die Pflicht zur Schulung auf diejenigen Mitarbeiter beschränkt, die in risikorelevanten Bereichen des Unternehmens beschäftigt sind – zunächst sollten alle Mitarbeiter vom Pförtner bis hin zu Reinigungskräften geschult werden. Diese Veränderungen reichen aber nicht aus für ein verständliches, praktisch handhabbares und nachvollziehbares Gesetz. Es besteht im weiteren Verfahren daher noch erheblicher Nachbesserungsbedarf

Einstiegsqualifizierung bleibt

Berlin. Wirtschaftliche Selbstverwaltung ist bürokratiearm. Das hat die Bürokratiekostenmessung durch das Statistische Bundesamt bei Industrie- und Handelskammern ergeben. Der Bericht wurde nun im Bundeskanzleramt Staatsminister Eckard von Klaeden überreicht. Ein Jahr lang hatte das Statistische Bundesamt die Bürokratiekosten bei hoheitlichen Aufgaben der IHKs untersucht. Die IHK-Organisation zeigt damit, dass sie Bürokratieabbau nicht nur bei anderen im Blick hat, sondern sich selbst unter die Lupe nehmen lässt. Dazu wurden mehr als 500 Interviews mit Unternehmen und Experten geführt. Untersucht wurden unter anderem die Beantragung der jährlich über 1,1 Millionen Ursprungszeugnisse für den internationalen Warenverkehr oder die Bestellung von Sachverständigen, die in rund 640.000 Fällen etwa für Gerichte als Gutachter tätig sind. Gemessen wurden aber auch Kosten, die im Zusammenhang mit den jährlich mehr als 360.000 Prüfungen der Aus- und Weiterbildung anfallen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bürokratiekosten mit durchschnittlich rund elf Euro pro Unternehmen und Jahr gering sind. Zudem resultiert fast die Hälfte dieser Bürokratiekosten aus bundes- oder EU-rechtlichen Vorgaben, die die IHKs selbst nicht beeinflussen können. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann: „Die IHKs übernehmen im Rahmen der Selbstverwaltung der Wirtschaft zahlreiche öffentlich-rechtliche Aufgaben, die ansonsten der Staat erledigen müsste und das wäre bedeutend teurer.“

Geldwäscheprävention: viele Unternehmen betroffen Berlin. Bei der Geldwäscheprävention hat die Regierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, der bei Unternehmen zu erheblicher Rechtsunsicherheit und zu mehr Bürokratie führt. Immerhin konnte der DIHK in einem ersten Schritt erreichen, dass gegenüber dem vorangegangenen Referentenentwurf zugunsten von kleinen Unternehmen Erleichterungen vorgesehen wurden. Nunmehr müssen Unternehmen erst ab zehn Mitarbeitern einen Geldwäschebeauftragten und einen StellvertreHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

Berlin. Die Pläne zur Abschaffung der Einstiegsqualifizierungen (EQs) sind vom Tisch. Der DIHK setzte sich bei der Politik vehement für den Erhalt der EQs ein – mit Erfolg! Vor sieben Jahren waren diese, auf eine spätere Ausbildung anrechenbaren Praktika im Zuge des Ausbildungspaktes eingeführt worden, um schwächeren Jugendlichen Berufschancen zu eröffnen. Im April kündigte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) an, die EQs faktisch abschaffen zu wollen. Und das, obwohl sie nachweislich das erfolgreichste Instrument zur Integration lernschwächerer Jugendlicher in Ausbildung sind. Erst im Herbst 2010 hatten Bundesregierung und Wirtschaft dies bei der Verlängerung des Ausbildungspaktes betont.

Berlin will Sammelklagen verhindern Berlin. Deutschland will sich bei der Europäischen Kommission gegen die Einführung von Sammelklagen stemmen! Entsprechende Entschließungen verabschiedeten jetzt jeweils Bundestag und Bundesregierung. Sie folgten damit kontinuierlichen Forderungen, vor allem des DIHK. Wenn es nach der Kommission geht, können sich künftig Personen zusammenschließen, um gemeinsam gegen ein Unternehmen zu klagen. Die Wirtschaft lehnt eine solche Klageform wegen des nicht begrenzbaren Missbrauchspotenzials ab und verweist dabei auf die schlechten Erfahrungen in den USA. Dort sind Unternehmen bereits mit der bloßen Androhung einer solchen Klage erpressbar geworden.

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Rubriken  Kultur

Menschen lesen im Hotel Seit 1999 organisiert die Wiesbadenerin Ute Prassee die Lesereihe „Menschen lesen im Hotel“. Mit Erfolg: Zahlreiche bekannte Gesichter von BĂźhne und Fernsehen gaben im Schwarzen Bock schon ein Gastspiel und lasen aus ihren Lieblingstexten oder spielten ihr aktuelles Programm. Ăœblicherweise an jedem letzten Sonntag im Monat. die sie selbstverständlich nicht rausgibt. Seit 2001 lesen die KĂźnstler im Hotel Schwarzer Bock. Menschen im Hotel: Ute Prassee mit Daniela Ziegler. Foto: privat

Der Roman „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum spielt im Berlin der 20er Jahre. Sein Personal besteht vorwiegend aus Figuren, die vereinsamt, seelisch deformiert oder physisch krank sind. Zudem stellt sich oft heraus, dass ihr bĂźrgerliches Dasein nur eine Fassade darstellt, hinter der der Bezug zur Realität fast vollständig abhanden gekommen ist. Kernthema: Der Mensch als Opfer der anonymen Massengesellschaft. Die Reihe „Menschen lesen im Hotel“ von Ute Prassee verspricht das genaue Gegenteil. Alles andere als anonym sitzt dort

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in der Regel ein Schauspieler, Politiker oder Schriftsteller vor der Ăźberschaubaren Menge von maximal 180 Gästen die, keineswegs in einer Opferrolle, einer Lesung lauschen. Die Idee dazu hat Prassee Ende der 90er Jahre, als sie sich und ihre Veranstaltungen etwas verkleinern wollte. Zuvor hatte sie Konzerte im Kurhaus veranstaltet, danach Schauspielgruppen und ihre Programme nach Wiesbaden geholt. Ihr stellte sich zunächst die Frage: „Kommen Menschen in ein Hotel, um sich dort von jemandem etwas vorlesen zu lassen?“ Lesungen, wie sie heute Gang und Gäbe sind, waren damals noch keine regelmäĂ&#x;ige Kulturerscheinung. An zwei richtigen Entscheidungen lag es, dass die Reihe inzwischen fest zum Wiesbadener Kulturkanon gehĂśrt: Zum einen hat Ute Prrassee anfangs ausschlieĂ&#x;lich bekannte Schauspieler eingeladen, zum anderen bot das Hotel Nassauer Hof den nĂśtigen Rahmen. Christian Quadflieg, Miachela May, Karl-Michael-Vogler: Die Liste der bekannten Vorleser ist lang. „Karl-Michael-Vogler bekam ich durch eine Agentin, die mir auch noch einige weitere Schauspieler vermittelte“, erinnert sich Prassee. Und jeder der Gast-Leser gab ihr weitere Kontaktdaten, so dass Prassees Handy inzwischen voll ist mit Privatnummern der Stars –

So auch Marcel Reich-Ranicki, an dessen Auftritt sich die Kulturmanagerin mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurĂźckerinnert. „Der Abend war wohl etwas lang fĂźhr ihn“. Zunächst las der bekannte Literaturkritiker, der als schwierig gilt, aus seinen anrĂźhrenden Memoiren und lieĂ&#x; auch einige Fragen zu. Als allerdings eine Frau mehrere Fragen stellen wollte, gab der Ăźber achtzigjährige nur ein harsches „Gnädige Frau, Sie haben schon gefragt“ von sich. Es sei insgesamt ein toller Abend gewesen, aber ihre Kollegin sagte am nächsten Morgen zu Prassee: „Du siehst aus, als wärst Du im Krieg gewesen“. Besonders stolz ist Ute Prassee darauf, keinerlei Subventionen zu erhalten und diese auch nicht nĂśtig zu haben. Mit Hilfe von Sponsoren, darunter auch das Hotel Schwarzer Bock, sind inzwischen Ăźber 100 Veranstaltungen zustande gekommen. Und nach der Sommerpause geht es nahtlos weiter. Text: Florian GrĂśsch, IHK Wiesbaden

Programm 25. September: Hans J. Ballmann/Erika le Roux : „Man ist ja von Natur kein Engel.“ 27. November: Bernd Ripken „liest Geschichten nicht nur zur Weichnachtszeit“. 11. Dezember: Michael Senzig/Micki Bertling: „Holde Knaben in lockigem Haar“ Beginn ist jeweils um 18 Uhr. www.prassee-kulturmanagement.com

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


Termine

IHK-Weiterbildung Tag

| Monat | Zeit

Mi/Do, 24./25. | August

| 9-17 Uhr

| Thema

| Referent

| Gast | Mitglied

| Gehälter und Monatslöhne richtig abrechnen

| Jörn Baumbusch

| 450 EUR | 360 EUR

Mo, 5. u. 12. | September | 9-17 Uhr

| Personalwesen für kaufmännische Azubis

| Dieter Fischer

| 125 EUR | 125 EUR

Do, 8.

| September | 9-15 Uhr

| Sicher und gelassen durch jede Prüfung

| Dr. Gaby Mortan

| 150 EUR | 150 EUR

Do, 8.

| September | 9-17 Uhr

| Knigge für Azubis

| Markus Priester

| 105 EUR | 105 EUR

Di, 13.

| September | 9-17 Uhr

| Fit am Telefon – Telefontraining für Azubis

| Christiane Rolauffs

| 155 EUR | 155 EUR

Di, 13.

| September | 9-17 Uhr

| Grundlagen des Arbeitsrechts

| Thomas Goerke

| 205 EUR | 160 EUR

Mi, 27.

| September | 9-17 Uhr

| Der GmbH-Geschäftsführer

| Hans-Joachim Schlimpert | 230 EUR | 180 EUR

Mi, 27.

| September | 9-17 Uhr

| Verkaufspsychologie für Azubis

| Jürgen Kohl

| 135 EUR | 135 EUR

Anmeldung: IHK-Wiesbaden, Selcuk Yigit, Telefon 0611 1500-132, s.yigit@wiesbaden.ihk.de

Veranstaltungen BRASILIEN – Marktberatung | Mi, 17. August | Einzelgesprächstermine kostenfrei Brasilien wird zunehmend ein wichtiger Handelspartner für deutsche einem Beratungsgespräch mit einem Vertreter der AHK Porto Alegre könUnternehmen. Hohe Investitionsvorhaben in Infrastruktur, Rohstoff- nen Sie sich über die Marktchancen für Ihre Produkte und Leistungen, reichtum, die dynamische Entwicklung in vielen Branchen und der über Vertriebsstrukturen und die Suche nach Kooperations- und Vergroße Binnenmarkt bieten vielfältige Möglichkeiten sich in Brasilien triebspartnern informieren. zu engagieren. Nicht zuletzt verleihen die sportlichen Großereignisse Anmeldung: IHK Wiesbaden, Geschäftsbereich International und 2014 und 2016 der brasilianischen Wirtschaft zusätzliche Impulse. In Wein, Telefon 0611 1500-186, international@wiesbaden.ihk.de Online-Marketing – eine Chance für KMUs | Mi, 17. August | 17:00 bis 19:30 Uhr kostenfrei Social Media-Plattformen sind als Marketingtools unverzichtbar ge- widmen: Webseitengestaltung, Profilierung der eigenen Marke im Netz, worden. Sie können Prozesse der Kundengewinnung und -bindung Social Media, Suchmaschinenmarketing und -optimierung, neue Veroder der Profilbildung beeinflussen. Es gilt, das Online-Marketing und triebswege durch Couponing am Modell Groupon. die damit verbundenen Möglichkeiten strategisch zu planen. Die Ver- Anmeldung: IHK Wiesbaden, Aline Rohrbach, Telefon 0611 1500anstaltung wird sich generellen Fragestellungen des Online-Auftrittes 124, a.rohrbach@wiesbaden.ihk.de Mütter in Führung – wie geht das ohne Quote? | Do, 18. August | 18:30 bis 21:00 Uhr kostenfrei Deutschland hat einen erheblichen Fachkräftebedarf und das Erwerb- Bei der offenen Podiumsdiskussion soll munter diskutiert werden mit spotenzial von Müttern ist beileibe nicht ausgeschöpft. Zudem unter- Sofie Geisel, Projektleiterin des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“, mauern Studien, dass Unternehmen mit „gender diversity“ erfolgrei- Tatjana Trömner-Gelbe, Geschäftsführerin der tüfa-team GmbH, und cher sind. Doch wie kann die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für anderen. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt. engagierte Mütter in Führungspositionen gelingen? Nach einer „Brot- Anmeldung: IHK Wiesbaden, Geschäftsbereich UnternehmenskomZeit“ zur Ouvertüre der Veranstaltung folgt ein kleiner Rundgang durch munikation, Agnes Orlowski, Telefon 0611 1500-103, a.orlowski@ das „Erfahrungsfeld der Sinne“ mit überraschenden Einsichten zu Füh- wiesbaden.de rung - Verantwortung - Elternkompetenzen - Arbeitszeiten und Quoten. Ort: Schloss Freudenberg, Freudenbergstraße 220, 65201 Wiesbaden Seminar für Zolleinsteiger | Di, 30. August | 9 bis 17 Uhr Das europäische Zollrecht ist in den letzten Jahren zunehmend komplexer geworden. Es bietet aber andererseits denjenigen, die sich in dieser schwierigen Materie auskennen, unzählige Erleichterungen und Hilfen bei der Abwicklung internationaler Handelsgeschäfte. Neulingen auf diesem Gebiet bietet das Seminar einen grundsätzlichen Überblick HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

140 Euro über alle mit der Warenbewegung im Zusammenhang stehenden zollrechtlichen Erfordernisse. Anhand praktischer Fälle werden die gängigen Arbeitshilfen bei der Zollsachbearbeitung vorgestellt. Anmeldung: IHK Wiesbaden, Geschäftsbereich International und Wein, Telefon 0611 1500-186, international@wiesbaden.ihk.de 49


Termine

TUNESIEN ein Land im Wandel | Fr, 2. September | ab 10 Uhr kostenfrei Die demokratische Revolution hat Tunesien verändert, mit Einfluss Tunesische IHK beobachtet den Reformprozess vor Ort und gibt die Inauch auf die Wirtschaft. Welche mittel- und langfristigen Perspektiven formationen direkt im Rahmen der Veranstaltung weiter. für eine Geschäftstätigkeit in der Region zeichnen sich ab? Welche kon- Anmeldung: IHK Wiesbaden, Geschäftsbereich International und kreten Projekte bieten Chancen für eine Zusammenarbeit? Die Deutsch- Wein, Telefon 0611 1500-186, international@wiesbaden.ihk.de Sommerabend der Wiesbadener Wirtschaft | Fr, 2. September | 17 bis 22 Uhr kostenfrei Wiesbadener Kurier, Wiesbadener Tagblatt, Industrie- und Handels- Anmeldung: Eintrittskarten sind erhältlich über IHK Wiesbaden, kammer Wiesbaden und die Handwerkskammer Wiesbaden veranstal- Geschäftsbereich Unternehmenskommunikation, Gordon Bonnet, ten gemeinsam einen festlichen Sommerabend der Wiesbadener Wirt- g.bonnet@wiesbaden.ihk.de Ort: Opel-Bad, Wiesbaden schaft. Versicherungsvermittler-Forum: Haptisches Verkaufen - 5 Sinne kaufen mehr | Mi, 7. September | 10 bis 12 Uhr kostenfrei Die Informationsflut der letzten Jahre hat den Menschen mehr und produkte in Haptische Verkaufshilfen zu fassen, die den Kunden neuschneller verändert, als jede Entwicklung in der menschlichen Ge- gierig machen und überzeugen.Im Anschluss an den Vortrag besteht bei schichte zuvor. Besonders die Sinne Hören und Sehen sind überflutet. einem Imbiss die Möglichkeit zu einem weiteren Austausch zwischen Wer seinen Kunden gewinnen will, geht daher neue Wege. Karl Werner den Teilnehmern. Schmitz zählt zu den 100 führenden Sprechern und Verkaufstrainern Anmeldung: IHK Wiesbaden, Sarah Saßmannshausen, Branchenthein Deutschland. Er ist Experte auf dem Gebiet, abstrakte Versicherungs- men, Telefon 0611 1500-191, s.sassmannshausen@wiesbaden.ihk.de IHK Toolbox „Corporate“: Kampf dem Fachkräftemangel durch Mitarbeiterbindung | Do, 22. Sep. | ab 18:30 kostenfrei Die Qualifikation der Mitarbeiter ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. box „Corporate“ stellen sich Berater der Diskussion mit Unternehmern Ausbildung und intelligentes Recruiting sind wichtige Faktoren, um und vermitteln den Nutzen aktueller Beratungswerkzeuge. dem Fachkräftemangel zu begegnen. Der Schlüssel zum Erfolg ist und Anmeldung: IHK Wiesbaden, Branchenthemen, Sarah Sassmannshaubleibt jedoch die Mitarbeiterbindung. In dem neuen Format IHK Tool- sen, Telefon 0611 1500-191, s.sassmannshausen@wiesbaden.ihk.de Veranstaltungsort, soweit nicht anders angegeben: IHK Wiesbaden, Wilhelmstraße 24-26

Sprechtage im StarterCenter Termin

| Zeit

| Thema

| Kontakt

kostenfrei

1. Do. im Monat | 9-12 Uhr | Steuerberatung

| Birgit Mai | 0611 1500-152 | b.mai@wiesbaden.ihk.de

2. Di. im Monat | 15-17 Uhr | Unternehmenssicherung & Krisenbewältigung

| Aline Rohrbach | 0611 1500-124 | a.rohrbach@wiesbaden.ihk.de

3. Do. im Monat | 14-17 Uhr | Gründer- und Unternehmersprechtag

| Susanne Horn | 0611 1500-189 | s.horn@wiesbaden.ihk.de

1. Mi. im Monat | 9-12 Uhr | Patentberatung

| Ursula Neuefeind | 0611 1500-134 | u.neuefeind@wiesbaden. ihk.de

Mi, 17. August | 14-17 Uhr | Marketing und Vertrieb

| Aline Rohrbach | 0611 1500-124 | a.rohrbach@wiesbaden.ihk.de

Termine der Wirtschaftsjunioren Termin

| Zeit

Mo, 11. Juli

| 19:30 Uhr | Arbeitskreis Wirtschaftspolitik

| Thema

Mo, 18. Juli

| Ort | Ort wird auf der Homepage www.wj-wiesbaden.de bekannt gegeben kostenfrei

| 19:30 Uhr | Arbeitskreis Bildung und Wirtschaft | IHK Wiesbaden, Raum 215

kostenfrei

Mo, 15. August | 19:30 Uhr | Arbeitskreis Bildung und Wirtschaft | IHK Wiesbaden, Raum 215

kostenfrei

Sa, 20. August | 8:00 Uhr

kostenfrei

| 16. Wijathlon

| Langener Waldsee

Mi, 31. August | 19:30 Uhr | 6. Juniorenabend & Sommerfest

| Ort wird auf der Homepage www.wj-wiesbaden.de bekannt gegeben kostenfrei

Di, 6. September | 19:30 Uhr | Arbeitskreis Netzwerk

| Ort wird auf der Homepage www.wj-wiesbaden.de bekannt gegeben kostenfrei

Kontakt: Wirtschaftsjunioren bei der IHK Wiesbaden, Pinar Özgenc, Telefon 0611 1500-145, p.oezgenc@wiesbaden.ihk.de, www.wj-wiesbaden.de 50

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


wirtschaftsjunioren

Drei Projekte mit Zukunft Gemeinsam mit anderen Organisationen haben die Wirtschaftsjunioren Wiesbaden in einer Zukunftswerkstatt Projekte entwickelt, in denen an den Auswirkungen des demografischen Wandels für Wiesbaden gearbeitet werden wird. Die Hessische Wirtschaft stellt sie vor. Die Entwicklung Wiesbadens in den schen mit unterschiedlichen kulturelkommenden Jahrzehnten ist das Thelen Hintergründen zusammenleben, ma des Projektes „Agenda 2045“, mit trifft auf Wiesbaden stärker zu, als auf dem sich der Arbeitskreis Wirtschaft & Städte vergleichbarer Größe. So haben Politik seit dem vergangenen Jahr beaktuell 50 Prozent der Kinder in Tagesschäftigt. Dabei stellte sich der demoeinrichtungen einen Migrationshintergrafische Wandel als ein wesentlicher grund. Das Erlernen der Muttersprache Faktor für Veränderungen heraus. Dasollte zugleich gefördert werden, da die her haben die Junioren zu einer ZuWertschätzung dieser Kenntnisse dakunftswerkstatt eingeladen, die sich mit zu beiträgt, dass Menschen sich in der den Auswirkungen des demografischen deutschen Gesellschaft willkommen Wandels auf Wiesbaden beschäftigt hat. fühlen. Darüber hinaus bringt MehrDieser Einladung folgten das Wiesbadesprachigkeit jungen Menschen einen ner Jugendparlament, der Verein Kubis, Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Entwickder sich um das Zusammenleben von lung und Umsetzung eines Konzeptes Menschen mit unterschiedlicher Herzur Sprachförderung in einem Kinderkunft im inneren Westend kümmert, garten mit hohem Migrationsanteil ist das Amt für Zuwanderung und Integdaher das zweite Projekt. ration der Landeshauptstadt sowie die Weniger Wiesbadener Gruppe der Youth Bank – Die deutsche Gesellschaft schrumpft. ein Verein, der Jugendliche mit FinanzAuf Wiesbaden trifft das in der Gesamtmitteln bei der Umsetzung von Projekheit der Bevölkerung nicht zu, aber ten unterstützt. Gemeinsam entwickelauch in der hessischen Landeshauptten die Teilnehmer unter Anleitung des Demografie-Experten Dr. Winfried Kös- Der Generationenspielplatz: Ein Projekt für Wiesbaden. | stadt nimmt der Anteil der jungen Bevölkerung ab. Im Jahr 2025 werden nur ter, der auch die Bundesregierung zum Foto: Somenski - Fotolia.com noch 16,2 Prozent der Bevölkerung jünThema berät, drei konkrete Projekte. Je eines zu den drei Ausprägungen des demogra- schwinden, die Weiterbildung älterer Mitarbei- ger als 18 Jahre sein. Das dritte Projekt der Zuter muss unter dem Stichwort „lebenslanges kunftswerkstatt hat deshalb das Ziel, in Wiesfischen Wandels: weniger, bunter und älter. Lernen“ ausgebaut werden und Arbeitsbedin- baden einen Ort zu schaffen, an dem alte und Älter gungen müssen weiter flexibilisiert werden. junge Menschen zusammenkommen – einen Im Jahr 2025 werden 22,3 Prozent der Bevöl- Das erste Projekt wird sich mit dem Thema Generationenspielplatz. Er wird Bewegungskerung Wiesbadens über 65 Jahre alt sein. Den „Arbeit der Zukunft – Flexibilität für Ort, Zeit und Spielmöglichkeiten für alle Altersstufen demografischen Trend „älter“ geht die Stadt und Aufgaben“ beschäftigen. Ziel ist es, beste- bieten, von Schaukel und Klettergerüst bis mit. Zugleich wird bis 2025 die Zahl der Er- hende Erfahrungen und Modelle zu sammeln zum Schachfeld und Boccia-Platz. Zugleich werbstätigen in Deutschland um rund 6,5 und diese Erkenntnisse anderen Unternehmen erfüllen Wege und Sitzplätze die AnforderunMillionen sinken. Dieser Verlust kann verrin- zugänglich zu machen. gen von Kinderwagen und Rollator gleicvhergert werden, wenn es gelingt, ältere Menschen maßen. länger im Job zu halten. Drei Dinge sind da- Bunter für wichtig: Das Bild vom „alten Eisen“ für Die Tatsache, dass unsere Gesellschaft im- Text: Mathias Gundlach Geschäftsführer der Mitarbeiter über 50 muss aus den Köpfen ver- mer „bunter“ wird, also immer mehr Men- Agentur „Fauth & Gundlach GmbH“ HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

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IHK-Forum

Am Ort des Geschehens: ESWEVorstandsvorsitzender Ralf Schodlock (Mitte) besichtigt mit Unternehmern das Müllheizkraftwerk der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden. | Foto: Andreas Schlote.

Energiewende ist riesige Herausforderung Die Zukunft der Energieversorgung war das zentrale Thema der 207. Sitzung der IHK-Vollversammlung am 22. Juni. Diese fand in den Kraftwerken der Mainz-Wiesbaden AG statt – einem Originalschauplatz der Energieerzeugung. In seinen einleitenden Worten berichtete IHKPräsident Dr. Gerd Eckelmann von Höhepunkten der vergangenen Wochen wie der Ausbildungsmesse mit rund 8.000 Besuchern in den Rhein-Main-Hallen sowie der Abschlussveranstaltung des diesjährigen IHK-Wirtschaftsführerscheins mit knapp 400 Schülern im Wiesbadener Kurhaus. „Die durchweg positive Resonanz auf das gesamte Projekt zeigt uns, wie wichtig es ist, als Industrie- und Handelskammer Verantwortung für die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung zu übernehmen. Von 440 Schülern haben 380 den Abschlusstest mitgeschrieben, von denen 82 Prozent erfolgreich und 11 Prozent mit großem Erfolg bestanden haben. Rund 7 Prozent haben lediglich eine Teilnahmebescheinigung erhalten. Der IHK-Wirtschaftsführerschein in den Bewerbungsunterlagen gibt einen wichtigen Hinweis auf Engagement und Einsatzbereitschaft des Bewerbers“, erklärte Eckelmann. Ein wei52

teres Highlight war der Vortrag der Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen zum Thema Fachkräftemangel im großen Saal der IHK. „Frau von der Leyen hat sehr überzeugend dargelegt, mit welchen Maßnahmen sie und ihr Ministerium einem drohenden Fachkräftemangel begegnen wollen“, sagte Eckelmann. „Sie hat niedrigere Hürden für die Zuwanderung von Fachkräften gefordert und angekündigt, mit gesetzgeberischen Maßnahmen gegen Hemmnisse wie Gehaltsschwellen oder Vorrangprüfungen vorzugehen. Gleichzeitig soll bei Frauen und älteren Arbeitnehmern angesetzt werden, die bisher auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden. Die Schulabbrecherquote soll halbiert werden. Alles Forderungen, die sich mit denen der Wirtschaft decken.“ Im Hinblick auf die Umbauarbeiten im Erdgeschoss der IHK berichtete Eckelmann, dass

die Bauanträge gestellt seien und die Auftragsberatungsstelle Hessen als bisherige Mieterin nunmehr in die Bierstadter Straße 9 umgezogen sei. Für die Nutzungspläne des Gebäudes in der Friedrichstraße 5 sei allein noch das Votum des Denkmalschutzes abzuwarten. IHKHauptgeschäftsführer Joachim Nolde informierte in seinem Bericht unter anderem von einem konstruktiven Gespräch mit der Wiesbadener Ordnungsdezernentin Brigitte Zeimetz zum Thema Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt. Nolde gab außerdem bekannt, dass die IHKs ab 1. April 2012 für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse zuständig sind. Eine zentrale Stelle werde dafür in Nürnberg eingerichtet. Über die Aktivitäten der Wirtschaftsjunioren informierten die beiden Vorstandsmitglieder Alice Born und Mathias Gundlach. Aktuell sei demnach ein Sprachförderprojekt an einer Kindertagesstätte gemeinsam mit der Stadt geplant. Für den HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


IHK-Forum

diesjährigen Weihnachtsball am 17. Dezember im Nassauer Hof könne derzeit ein Frühbucherrabatt genutzt werden. Erfreulich sei insgesamt die Entwicklung bei den Gästezahlen. Andreas Voigtländer berichtete als Vorsitzender des Handelsausschuss vom jüngsten Handelsforum zu dem topaktuellen Thema „Sicherheit in Wiesbaden“. Er begrüßte, dass es inzwischen einen Polizisten als konkreten Ansprechpartner für die Einzelhändler in der Stadt gebe, der auch die Geschäfte aufsuche. Der Vorsitzende des Außenwirtschaftsausschusses, Dr. Manfred Biehal, stellte den Entwurf der Europapolitischen Positionen 2011 der IHK Organisation vor, die sodann in der Vollversammlung einstimmig verabschiedet wurden. Biehal gab zugleich bekannt, dass er am 1. Juli aus dem Amt des Vorstandsvorsitzenden des DGVerlags ausscheide und damit auch sein Ehrenamt als Vollversammlungsmitglied beende und den Ausschussvorsitz abgebe. Eckelmann dankte ihm für sein besonderes Engagement für die Belange der heimischen Wirtschaft. Einstimmig verabschiedet wurde sodann die Neufassung der Gefahrgutbeauftragtensatzung der IHK Wiesbaden. Zum Schwerpunktthema Energie hielt Dr. Christof Bauer, Vorsitzender der Energiekommission der hessischen Industrie- und Handelskammern und Direktor Chemical Energie Management der EVONIC Industries, einen eindrücklichen Vortrag. Bauer skizzierte das energiewirtschaftliche Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und UmHESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

weltverträglichkeit. Den von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg bezeichnetet er als „riesige Herausforderung für dessen Bewältigung wir heute noch keine zufrieden stellenden Antworten haben“. Das Auseinan-

derfallen von Erzeugungs- und Verbrauchsschwerpunkten erfordere einen schnellen Ausbau der Übertragungsnetze. Das Stromaufkommen aus Erneuerbaren Energien müsse bei derzeitiger Technologie deutlich unterhalb des Verbrauchs bleiben. Windräder und Photovoltaik könnten nicht zur Primärregelung beitragen. Somit müssten ineffiziente Kraftwerke auf fossiler Basis wieder ans Netz gehen, für neue Kraftwerke seien zusätzliche Investitionsanreize erforderlich.

„Der Umbau der deutschen Energieversorgung wird erhebliche Kosten nach sich ziehen, die derzeit noch nicht seriös abgeschätzt sind. Es existieren keine verlässlichen Anhaltspunkte, dass die Zusatzkosten für die Energiewende innerhalb der nächsten zehn Jahre durch gestiegene Weltmarktpreise für fossile Energien annähernd kompensiert werden. Wenn eine Abwanderung der im globalen Wettbewerb stehenden energieintensiven Industrien nicht in Kauf genommen werden soll, muss die Energiewende in erster Linie von den Privatverbrauchern bezahlt werden“, sagte Bauer. Im öffentlichen Teil stellte Ralf Schodlock, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG und Vorstand der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG sich und seine Unternehmen vor. Anteilseigner der vor 80 Jahren am 4. Mai 1931 gegründeten Kraftwerke Mainz-Wiesbaden sind jeweils zur Hälfte die Stadtwerke Mainz AG sowie die ESWE Versorgungs AG. Die Pläne für den Bau eines modernen Kohleheizkraftwerks auf der Ingelheimer Aue würden angesichts fehlender Erkenntnisse zur zukünftigen Rolle von Kohlekraftwerken in der deutschen Energiewirtschaft ruhen. Demgegenüber werde der Bau und Betrieb eines neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerks auf der Ingelheimer sorgfältig weiter geprüft. Beim anschließenden Rundgang wurde das 2004 in Betrieb genommene Müllheizkraftwerk besichtigt. Text: Gordon Bonnet, IHK Wiesbaden

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IHK-Forum

Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten Vorsitzende und Beisitzer Gemäß § 3 der Verordnung über Einigungsstellen zur Beilegung von Wettbewerbsstreitigkeiten (Verordnung über Einigungsstellen) vom 13. Februar 1959 in der Fassung vom 29. November 2010 ist der Vorsitzende für die Jahre 2011 und 2012 sowie gemäß § 4 die folgenden Beisitzer der Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten bei der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden für das Jahr 2011 neu berufen worden:

Vorsitzender Prof. Dr. Christian Russ Kanzlei Fuhrmann, Wallenfels, Binder An der Ringkirche 6 65197 Wiesbaden

Tatjana Trömner-Gelbe tüfa-team GmbH Technische Überwachung für Fahrzeuge Platter Str. 13 b, 65527 Niedernhausen Einzelhandel Horst Haese Autohaus Haese GmbH Schönbergstraße 17 65199 Wiesbaden Mareike Lugtenburg Moois – Shop Saalgasse 10 65183 Wiesbaden Thomas Michel Teppich-Michel e.Kfm. Wilhelmstr. 12 65185 Wiesbaden

Stellvertretender Vorsitzender

Karsten Sinnig Galeria Kaufhof GmbH Kirchgasse 28 65185 Wiesbaden

Frank Naumann LL.M. Rechtsanwalt Mainzer Straße 21 65185 Wiesbaden

Matthias Stillger M. Stillger (Porzellanhaus) Häfnergasse 1 65183 Wiesbaden

Beisitzer

Dr. Manuel Stirn Morello by Trüffel GmbH Webergasse 6-8 65183 Wiesbaden

Banken Wolfgang Merzbach Richard-Wagner-Str. 38 65193 Wiesbaden Thomas Vogt Nassauische Sparkasse Rheinstr. 42 – 46 65185 Wiesbaden Dienstleistungen Frank Brömer BF Consulting GmbH Alte Schmelze 13 65201 Wiesbaden Alice Drooghmans Drooghmans International Limited Dambachtal 50 65193 Wiesbaden Doris Paula Gassner Gassner Professionals & Resources e.K. Wilhelmstr. 64 65183 Wiesbaden Andreas Klein Verlag Chmielorz GmbH Marktplatz 13 65183 Wiesbaden 54

Andreas Voigtländer Hut-Mühlenbeck, Inh. Andreas Voigtländer Mauritiusstr. 6 65183 Wiesbaden Großhandel Torsten Gerhard Alfred Hornung - TH Philatelie – Wilhelmstraße 40 65183 Wiesbaden Handelsvertreter und -makler / Versicherungsvertreter und -makler Dipl.-Betriebswirt Matthias Hiegemann Generalvertretung der Frankfurter Vers.-AG ALLIANZ Versicherungs AG e.Kfm. Bahnhofstraße 18 65185 Wiesbaden

Handwerk Hans Abraham Hans Abraham KG Viktoriastraße 37 65189 Wiesbaden Stefan Füll - FÜLL Malerwerkstätten Lahnstraße 20d 65195 Wiesbaden Immobilienwirtschaft Dipl.-Kfm. Axel Brömer Brömer & Koch GmbH Fritz-Ullmann-Str. 13 55252 Mainz-Kastel Industrie Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Brömer Brömer & Sohn GmbH Alte Schmelze 13 65201 Wiesbaden Dr. Andreas Brokemper Henkell & Co. Sektkellerei KG Biebricher Allee 142 65187 Wiesbaden Verkehr, Reisegewerbe Steffen Gurdulic Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG Ferdinand-Knettenbrech-Weg 10 65205 Wiesbaden Verbrauchervertreter Frau Johannsen Verbraucher-Zentrale Hessen e.V. Ltd. Beraterin des Beratungszentrums Darmstadt/Starkenburg Luisenplatz 6, Carreegalerie 64283 Darmstadt Gabriele Beckers Verbraucher-Zentrale Hessen e.V. Große Friedberger Str. 13 - 17 60313 Frankfurt am Main

Klaus-Dieter Hoffmann kh-security GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Bahnhofstr. 18 65307 Bad Schwalbach

Die Einigungsstelle soll bei Rechtsstreitigkeiten, soweit diese Wettbewerbshandlungen im geschäftlichen Verkehr mit dem letzten Verbraucher betreffen, eine gütliche Regelung anstreben. Sie ist kein Schiedsgericht. Die Einigungsstelle bezweckt vielmehr einen gütlichen Ausgleich aufgrund einer Aussprache vor einem unabhängigen und sachkundigen Gremium, das im Rahmen der Selbstverwaltung der Wirtschaft tätig ist.

Peter Heinz Pietsch Kleine Frankfurter Str. 2 65189 Wiesbaden

Kontakt: IHK Wiesbaden, Pinar Özgenc, Telefon 0611 1500-145, p.oezgenc@wiesbaden.ihk.de HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


IHK-Forum

Abschlussprüfung Winter 2011/12 Die hessischen Industrie- und Handelskammern führen die Abschlussprüfung Winter 2011/12 in den kaufmännischen und industriell-technischen Ausbildungsberufen von Ende November 2011 bis Ende Januar 2012 durch. Die Anmeldungen für die Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden sind bis spätestens 01. September 2011 im Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer einzureichen. Bei den folgenden Ausbildungsberufen (einschl. vorzeitige Zulassung) ist ein gesonderter Anmeldeschluss zu beachten: • Fachkraft für Veranstaltungstechnik und IT-Berufe am 8. August 2011 Anmeldungen, die nach dem Meldeschluß eingehen, können nicht berücksichtigt werden. Zur Winterprüfung 2011/12 sind von den Ausbildungsbetrieben anzumelden bzw. können sich selbst anmelden: 1. Auszubildende, deren Ausbildungszeit (bzw. Ausbildungsstufe) bis zum 31. März 2012 endet. 2. Auszubildende, deren Ausbildungszeit nach dem 31. März 2012 endet und die ihre Prüfung vorzeitig ablegen wollen. 3. Wiederholer (auch Teilwiederholungen). 4. Bewerber, die aufgrund ihrer Berufstätigkeiten an der Prüfung teilnehmen wollen, (externe Prüfungsteilnahme). 5. Es wird gebeten - nur IHK- Anmelde- und Antragsformulare zu verwenden, - den Anmeldungen keine Ausbildungsverträge oder andere Originalunterlagen beizufügen, - bei dem Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Prüfung das hierfür vorgesehene Antragsformular zu verwenden, - dem Antrag für die Externenprüfung den Nachweis über die bisherige Berufstätigkeit und über die berufliche Aus- und Fortbildung (Lehrgänge) beizufügen, - die Anmeldung rechtzeitig und vollständig einzureichen.

23. November 2011, 2. Prüfungstag Automobilkaufmann/-frau, Bürokaufmann/-frau, Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, Fachlagerist, Fachkraft im Gastgewerbe, Florist/in, Gestalter/-in für visuelles Marketing, Hotelfachmann/-frau, IT-Berufe, Kaufmann/-frau für Bürokommu-nikation, Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien, Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen, Koch/Köchin, Kosmetiker/-in, Restaurantfachmann/-frau, Servicefachkraft für Dialogmarketing, Tankwart/-in, Weinküfer/-in, 22. und 23. November 2011, 1. und 2. Prüfungstag Bankkaufmann/-frau, Buchhändler/-in, Drogist/-in, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Fachmann/-frau für Systemgastronomie, Hauswirtschafter/-in, Hotelkaufmann/-frau, Immobilienkaufmann/-frau, Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen, Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel, Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation, Kaufmann/-frau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen, Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit, Medienkaufmann/-frau, Reiseverkehrskaufmann/-frau, Sport- und Fitnesskaufmann/-frau, Veranstaltungskaufmann/-frau. Die praktischen bzw. mündlichen Prüfungen in den kaufmännischen und verwandten Berufen finden voraussichtlich vom 09.01.2012 bis 31.01.2012 statt. Weitere Informationen zu den Prüfungen erhalten Sie unter www.aka-nuernberg. de und www.ihk-pal.de.

Wiesbaden, den 10.06.2011, Hab

Prüfungstermine Industriell-technische Ausbildungsberufe – Schriftliche Prüfungen: 06. Dezember 2011 Metallberufe alt, Mechatroniker, Elektroberufe Teil 2, Fachkraft für Veranstaltungs-technik, Bau- und Holzberufe, naturwissenschaftliche Berufe (alt und Teil I), Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lebensmitteltechnik, UT-Berufe. 07. Dezember 2011 Metallberufe alt, Metallberufe neue VO Teil 2, Mechatroniker, Naturwissenschaftliche Berufe (alt und Teil 2). 10. Januar 2012 - 11. Januar 2012 Integrierte Prüfung Technische Zeichner/-in. Die praktischen Prüfungen in den technischen Ausbildungsberufen finden voraussichtlich vom 01.Dezember 2011 bis 31. Januar 2012 statt.

Kaufmännische und verwandte Ausbildungsberufe – Schriftliche Prüfungen 22. November 2011, 1. Prüfungstag Verkäufer/-in, Helfer/-innen in der Hauswirtschaft

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Namensverzeichnis

Autoren dieser Ausgabe Prof. Dr. Jutta Allmendinger ist Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und Professorin für Bildungs- und Arbeitsmarktsoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. wzb@wzb.eu Seite 23

Susanne Horn ist Leiterin der Sparten Unternehmensförderung und Innovation bei der IHK Wiesbaden. s.horn@wiesbaden.ihk.de Seite 24, 27

Annette Becker ist Interkulturelle Beraterin und Trainerin der ICUnet.AG für Kundenprojekte mit Schwerpunkt Ost-/Mittelosteuropa. info@icunet.ag Seite 18

Heiko Kasseckert ist Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain info@region-frankfurt.de Seite 5

Gordon Bonnet (bo) ist Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenskommunikation der IHK Wiesbaden und Redaktionsleiter der Hessischen Wirtschaft. g.bonnet@wiesbaden.ihk.de Seite 16, 20, 22, 32, 52

Joachim Kettner ist Geschäftsführer des Restaurants „Lumen“ in Wiesbaden info@lumen-wiesbaden.de Seite 14

Dr. Gerd Eckelmann ist Präsident der IHK Wiesbaden und Vorstandvorsitzender der Eckelmann AG.   gerd.eckelmann@eckelmann.de Seite 3

Anette Schminck (asc) ist Online-Redakteurin der IHK Wiesbaden und Autorin der Hessischen Wirtschaft. a.schminck@wiesbaden.ihk.de Seite 19

Florian Grösch (FG) ist Pressereferent bei der IHK Wiesbaden und Redakteur der Hessischen Wirtschaft. f.groesch@wiesbaden.ihk.de Seite 6, 10, 12, 15, 28, 35, 48

Reinhard Schreek ist Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Landesverband Hessen. info@dehoga-hessen.de Seite 14

Mathias Gundlach ist Geschäftsführer der Agentur „Fauth & Gundlach GmbH“ in Wiesbaden und Vorstand der Wirtschaftsjunioren. gundlach@fauth-gundlach.de Seite 51

Firmen in diesem Heft A+E Fischer-Chemie GmbH & Co. KG S. 46 Abbott GmbH & Co. KG S.19 AOXOMOXOA Caféhaus Betriebs GmbH (Lumen) S. 14 Baumstark GmbH & Co. KG S. 35 Brömer & Sohn GmbH S. 35 Bürgschaftsbank Hessen GmbH S. 29 CeBJot GmbH S. 36 Claus-Peter Wehner S. 36 Christa Bender-Geiselberger S. 36 Derix Glasstudios GmbH & Co. KG S. 30 Detektei Adler S. 35 Deutscher Genossenschafts-Verlag eG S. 36, 53 Dieter Gruen & Torsten Speer GbR S. 36 DIS AG S. 31 Dorint GmbH S. 30 Dow Corning GmbH S. 35 Eckelmann AG S. 32 Elba Fachhandel für Arbeitsschutzartikel S. 36 Entropie event medien. entertainment S. 44 Ernst Walter Haberhauer & Regina Hölzlhammer & Ingrid Pankalla GbR S. 36 ESWE Versorgungs AG S. 53

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Evonic Industries AG S. 53 Fauth & Gundlach GmbH S. 51 Frankfurt RheinMain GmbH S. 3, 11 FTK Fisch- und Tiefkühl Handelsgesellschaft mbH S. 36 Geisenheimer Baumschule Inh. Karin Wintermantel S. 29 Gramenz GmbH S. 35 Günter Hanson S. 36 HA Hessen Agentur GmbH S. 10 Hans-Günter Schobner S. 36 Henneveld Office GmbH S. 30 Henkell & Co. Sektkellerei KG S. 27 Holtz GmbH S. 27 Hotel Nassauer Hof GmbH S. 48 HUMAN Gesellschaft für Biochemica und Diagnostica mbH S. 46 Ing.-Büro Gelbe + Kollegen GbR S. 34 Intercongress GmbH S. 35 itech partner GmbH S. 31 JUMP! Tanzmode S. 36 Kanzlei Quermann Sturm Weilnau GbR S. 25 Karl-Heinz Rekeszus S. 36

Karola Hahn S. 36 KCI Medizinprodukte GmbH S. 36 Kirsten Zimmer-Immobilien S. 36 Klaus Strack Holzhandlung S. 36 Kossiwakis, Mokry & Cie. S. 35 Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG S. 52, 53 Kulturregion Frankfurt RheinMain GmbH S. 13 Lorenz Archivsysteme GmbH S. 46 Nassauische Sparkasse S. 35 Partners Design GbR S. 35 PbG – Private bilinguale Ganztagsschule Wiesbaden Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung S. 28 Peter Kaufmann S. 36 Petra Wilde-Heller S. 36 Prassee Kulturmanagement S. 48 Profile Gesellschaft für Entwicklung und Vertrieb von Microprozessor-Systemen mbH S. 36 PS-Team Deutschland GmbH S. 29 Q&A Research & Consultancy S. 45 Q Kreativgesellschaft mbH S. 35 Rainer Steudter S. 36

Ralf Rhode S. 36 Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller S. 35 Rezidor Hotel Wiesbaden GmbH S. 29, 48 Rolf Eilert S. 36 Schäfer-Poeschel-Verlag GmbH S. 46 Schlachtsiek Beratung S. 35 Springer-Verlag GmbH S. 46 Stadtwerke Mainz AG S. 53 Thalia Holding GmbH S. 45 Thomas Krist S. 36 tüfa-team GmbH S. 34 TV-Wiesbaden GbR S. 35 Universum Verlag GmbH S. 30 Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG S. 30 VFT Film & TV Production GmbH & Co. KG S. 35 Walter Rulf S. 36 Wilhelm Hedrich Vakuumanlagen GmbH & Co. KG S. 46 Willen Associates Architekten S. 35 Wirtschaftsakademie am Ring GmbH S. 44 Wolfram Goldbeck S. 36

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011


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Ihr Kontakt zur IHK Wiesbaden IHK-Service-Center, Wilhelmstraße 24-26, 65183 Wiesbaden, oder Postfach 3460, 65024 Wiesbaden, Telefon 0611 1500-0, info@wiesbaden.ihk.de, www.ihk-wiesbaden.de Mo bis Do 8-17 Uhr, Fr 8-16 Uhr Standortpolitik ................ 0611 Aus- und Weiterbildung . . 0611 International ................... 0611 Recht | Innovation | Starthilfe . ....................... 0611 Branchen ........................ 0611 Kommunikation . ............. 0611

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Impressum Hessische Wirtschaft Offizielles Organ der IHK Wiesbaden 66. Jahrgang, erscheint 10 mal im Jahr Herausgeber Industrie- und Handelskammer Wiesbaden Verantwortlich für den Inhalt Hauptgeschäftsführer Joachim Nolde Redaktion: Gordon Bonnet (Leitung), Florian Grösch; presse@wiesbaden.ihk.de Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber nicht unbedingt die Ansicht der IHK wieder. Nachdruck nur mit Genehmigung und Quellenangabe. Verlag, Druck und Anzeigenverkauf Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Str. 6, 60386 Frankfurt, Telefon 069 420903-72, Fax 069 420903-70 verlag@zarbock.de Anzeigendisposition Anette Kostrzewa, Telefon 069 420903-75

Kai Felmy: Scharfe Kurven in der Chefetage (c) 2010, Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, www.nwb.de

Zweigniederlassung Spessartstr. 112, 65205 Wiesbaden-Nordenstadt Zur Zeit gültige Anzeigen-Preisliste Nr. 38 Verlagsleitung: Werner Jakobartl Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK. Weitere Interessenten erhalten die Zeitschrift im Jahresabonnement gegen ein Bezugsentgelt von 28,50 Euro im Inland. Druckauflage 15.499 Ex., IVW-geprüft (3. Quartal 10) Beilagenhinweis Vollbeilage Schultz GmbH & Co. KG, Wiesbaden, www.schultz.de

HESSISCHE WIRTSCHAFT | JULI + AUGUST 2011

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Hessische Wirtschaft