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11. Jahrgang

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Identität in der Entwicklung Identität und ihr State­m ent Identität in sozialen Medien

Identität /// DA S KU N DE N M AGAZIN VON YU PA NQUI, DER AGENTUR FÜR KOMMUNIK ATIV E ZUSPIT ZUNG / / /


Erkenne Dich selbst! Liebe Leserinnen, liebe Leser, schon Sokrates beschäftigte sich mit der Frage der Identität und forderte „erkenne Dich selbst“. Eine Forderung, die in unserer globalen und digitalen Welt, in der sich bestehende Systeme ständig selbst überholen, zur Herausforderung für jeden Einzelnen wird. „Erkenne Dich selbst“ – wenn es das nur wäre. Vielmehr geht es im Kontext dieser Frage immer auch um eine Positionsbestimmung. „Wo stehe ich? Und wenn ja, wie lange?“ Um es mit den Worten des deutschen Philosophen und Publizisten Richard David Precht anders zu sagen. Die Identität der Griechen hat in diesen Tagen sicherlich mehr als gelitten. Doch gerade diese, von Politikern, Volkswirten und Bankern verursachte Tragödie, die zur Odyssee um die Wahrheit und Zukunft eines ganzen Kontinents avanciert ist, macht deutlich, wie schwer es in unserer aktuellen Zeit der massiven Umbrüche ist, Haltung zu bewahren und ein klares Profil zu zeigen. Gerade dann, wenn man kurz davor ist, kollektiv unterzugehen. Da haben es die Netzjünger deutlich einfacher. Oder auch nicht. Sie stricken nahezu täglich an ihrer Identität und skizzieren ein Abbild von sich, das ihr wahres Sosein hinter der digitalen Oberfläche nicht selten verschwinden lässt – es zumindest jedoch individuell färbt und ausgestaltet. Auch Unternehmen setzen sich mit ihrer Identitätsbestimmung in einer Welt der totalen Transparenz auseinander. Leben sie die Werte und die Kultur, für die sie stehen und die sie kommunizieren, auch wirklich? In Form ihrer Produktqualität, ihrer Serviceleistungen und ihrer Personalpolitik? Divergieren Selbstbild und Fremdbild zu sehr, erleiden Unternehmen gerade durch die Reaktionen der Netzgemeinde erhebliche Blessuren, die sich bis zum Shitstorm ausweiten können. Dann ist eine Prüfung der eigenen Identität und des glaubwürdigen Umgangs damit unvermeidlich. Diese Chance hat ein Drogensüchtiger möglicherweise nicht mehr. Nach vielen Jahren Sucht drohen die Auflösung, ja gar der Verlust der eigenen Identität. Und weil wir in unserer Hochleistungsgesellschaft immer mehr Suchtkranke auf unterschiedlichsten Ebenen haben – und dazu zählen auch Workaholics und Digitaljunkies – dürfen wir uns mit den Auswirkungen zunehmender Identitätskrisen auseinandersetzen und uns auch als Gesellschaft der Aufforderung stellen, uns „selbst zu erkennen“. Uns zu fragen, wohin wir steuern. Und wer wir dabei sein wollen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei dieser Auseinandersetzung, die wir mit unserer neuesten Ausgabe „Weiterdenken“ um den einen oder anderen Inhalt zum Thema „Identität“ aufladen und gerne auch anfeuern möchten. Von Herzen

Ihr Rafael Yupanqui

P.S.: Bei der Grafikgestaltung fließt immer auch ein Stück Identität des Gestalters mit ein. Können Sie erkennen, welche Doppelseiten von welchem unserer Grafikdesigner gestaltet wurden? Kommentieren Sie auf unserer Facebook-Seite –  /YUPANQUI.DE, wir sind gespannt ;-) IMPRESSUM: Herausgeber: YUPANQUI Agentur für kommunikative Zuspitzung I Chefredakteur (V. i. S. d. P.): Rafael Yupanqui I Redaktion: Alisa Dörfer, Martin Elble, Ronja Gläser und Isabell Müller Gestaltung: David Aldinger, Daniel Bellert und Jule Stiefelhagen I Produktion: YUPANQUI GmbH, Offenburg I Druck: Kehler Druck GmbH & Co. KG, Weststraße 26, 77694 Kehl I Auflage: 3.900 Fotos: Jigal Fichtner, Privat I Kontaktdaten: YUPANQUI GmbH, Hauptstraße 57, 77652 Offenburg, T. 0 78 1 / 63 93 44 - 0, info@yupanqui.de, facebook.com/YUPANQUI.DE, www.yupanqui.de


Identitätsfindung

Multiidentität als Weg in einen neuen Alltag

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Multiidentität als Weg in einen neuen Alltag

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„Dann gebt doch die K inder ins Heim und set zt euch den ganzen Tag ins Ca fé, ihr Schwachmaten !“

Ein paar Wochen lang wütete auf Twitter unter dem Hashtag Regrettingmotherhood eine wilde Auseinandersetzung. Mütter hatten zugegeben, dass sie das Muttersein nicht ausschließlich genießen. Vordergründig empörte die Menschen, dass diese Frauen nicht glücklich und erfüllt sind, allein weil sie Kinder haben – so wie es der Muttermythos verlangt. Doch es ging noch um etwas anderes, unterschwelliger: Die Frauen sagten, sie liebten ihre Kinder zwar, doch wenn sie sich noch einmal entscheiden könnten, würden sie sie nicht bekommen. Ein Widerspruch, den offenbar viele nicht gut aushalten können. Das Innenleben ist manchmal kompliziert. Ein Teil will die Beziehung, der andere nicht, ein Teil will einen festen Job, der andere frei sein, und manchmal will eben auch ein Teil Mutter sein und ein Teil nicht. Jeder hat heute so viele Rollen, bewegt sich in verschiedenen Lebenswelten, realen und ersehnten, vergangenen, gegenwärtigen und künftigen, und entwickelt entsprechend viele Teilidentitäten. Da entstehen Widersprüche, und die werfen große Fragen auf. Fragen danach, wie wir den Menschen sehen wollen, wie vielseitig der Einzelne sein darf, wie eindeutig er sein muss. Glücklich und unglücklich sein, die Kinder lieben, aber nicht haben wollen – geht das? Kann es einem selbst nur dann gut gehen, wenn man solche Gegensätze und Dissonanzen auflöst? Oder dürfen sie stehen bleiben? Aktuell eröffnen sich immer neue Bereiche, in denen die Identität sich flexibel gestalten lässt. Wer sich bei Facebook ein Profil anlegt, kann zwischen mehr als 60 verschiedenen Geschlechtern wählen, darunter Agender, Androgyn und Male to Female. Neu ist auch, dass keiner mehr mit seinen Interessen allein ist, seien sie noch so obskur. In Online-Foren findet jeder Gleichgesinnte, egal ob für Rollenspiele, für den fachkundigen Austausch über Flipper-Automaten oder die artgerechte Haltung von Anakondas im Wohnzimmer. Das macht es leichter als früher, diesen Teil seiner Identität auszuleben. Die Möglichkeiten, das Leben zu gestalten, sind vielfältiger geworden. Kaum mehr jemand arbeitet sein Leben lang in demselben Job. Patchwork hat die klassische Familie abgelöst. Das bringt viel Spielraum mit sich, aber auch Unruhe: Mit jedem Wechsel der Arbeit, des Wohnorts, der Familienstruktur ändert sich auch ein Teil der Identität. Was die enorme Vielfalt der Möglichkeiten und der dazugehörigen Teilidentitäten mit uns macht, wissen wir heute noch gar nicht. Manche Experten haben Bedenken: Es sei heute schwierig, überhaupt eine konstante Identität zu haben, sagt der Psychologieprofessor Eric Lippmann von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Viele Seiten der eigenen Identität zu entdecken, ist seiner Ansicht nach nicht nur eine Chance, sondern auch eine Pflicht. Je häufiger äußere Veränderungen passieren, desto häufiger ist man gezwungen, die Identität anzupassen. Hier sieht Lippmann einen Widerspruch: „Man muss sich immer schneller verändern, aber Identitätsbildung braucht eigentlich Zeit.“

Der niederländische Psychologieprofessor Hubert Hermans dagegen bewertet die Zerfaserung des Einzelnen absolut positiv. Er betrachte menschliche Selbste als dezentralisiert, beweglich und veränderbar, schreibt er über seine Theorie des Dialogischen Selbst. Demnach hat der Mensch mehrere Selbste, die miteinander kommunizieren. „Unser Geist ist bevölkert mit anderen Menschen“, erklärt er. „Wir sind nie allein.“ Der Gestalttherapeut Frank-M. Staemmler orientiert sich an der Theorie des Dialogischen Selbst und ermuntert seine Klienten ganz offen dazu, ihre verschiedenen Teile zu entdecken und zum Ausdruck zu bringen. Dazu geben sie ihren einzelnen Facetten Namen und lassen sie miteinander sprechen: Der Entschiedene und der Unsichere, die Heilige und die Hure, der Angeber und der Waschlappen, aber auch die Königin der Nacht, Sisyphus und Gott saßen schon in Staemmlers Praxis in Würzburg und diskutierten miteinander. Jede Teilidentität bekommt dabei einen eigenen Stuhl. Wenn zum Beispiel das Selbst gesprochen hat, das noch an der Beziehung hängt, fordert Staemmler danach den Klienten auf, sich auf den nächsten Stuhl zu setzen und das Selbst sprechen zu lassen, das sich vom Partner trennen will. Der Therapeut hört zu und beobachtet, was die Teilidentitäten einander zu sagen haben, wie sich die Stimme von Stuhl zu Stuhl verändert und wer wem ins Wort fällt. In der Psychologie herrschen heute immer noch die Ansätze vor, die von einem stimmigen Selbst als Ideal ausgehen. Die neuen Abweichler, die Theorien wie die des Dialogischen Selbst vertreten, sind eher unbekannt. Sie argumentieren: Dass wir ungelöste Widersprüche oft als unangenehme Spannungen empfinden, liege nur daran, dass wir es kulturell so gelernt hätten. Tatsächlich scheint gerade im Fluss zu sein, was wir als irritierenden Widerspruch empfinden – und was bereits als völlig normal. Wenn zum Beispiel neue Seiten öffentlicher Personen bekannt werden, kann das befremdlich sein oder bizarr, es kann das Publikum amüsieren oder empören: Lieblingsschwiegersohn Christian Wulff verheimlichte einen Privatkredit und drohte Journalisten – was?! Selbst die quasiheilige Margot Käßmann wurde auf einer nächtlichen Alkoholfahrt erwischt. Und dann auch noch ein schwuler Fußballer! Erstaunlich ist, dass wir andere Widersprüche schon gar nicht mehr als solche wahrnehmen: Der Kollege trägt Ökomode, findet Umwelt- und Klimaschutz gut, fliegt aber in den Urlaub? Aus der Kirche ausgetreten, aber für die MatthäusPassion zu Ostern mal wieder vorbeigeschaut? Vegetarier, die gerne Fleisch essen? Nennen wir sie Flexitarier. So what.

Susanne Schäfer arbeitet als freie Journalistin in Hamburg, mit Themen aus der Psychologie beschäftigt sie sich schon lange. Das ist zumindest eine ihrer Identitäten. www.susanneschaefer.info


Über Identitäten

Identität Meine, Deine, Ihre, seine, unsere

You′ll never walk alone

Echte Liebe – was für viele Borussia-Fans seit jeher eine Selbstverständlichkeit darstellte, wurde vor nicht allzu langer Zeit von der Vereinsführung von Borussia Dortmund zum Vereinsslogan auserkoren. Doch was steckt hinter diesem Motto? Ist es nur eine hohle Phrase, mit der sich aus Marketingzwecken Geld verdienen lässt, oder wird diese „Echte Liebe“ von den Fans des BVB auch wirklich gelebt? Es gibt einige Fangesänge, die bei jedem Borussia-Spiel von den treuesten, lautstärksten und begeistertsten Fans der Bundesrepublik durchs Stadion schallen. „Ballspielverein Borussia aus Dortmund. Wir folgen dir egal wohin es geht ...“ „Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz ...“ „Borussia Dortmund, du bist unsre Droge, wir brauchen dich täglich, es geht nicht mehr ohne ...“ Um nur einige der unzähligen sowie kreativen Fangesänge kurz anzureißen. Und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass die meisten der schwarz-gelben Anhänger, ob auf der Südseite im heimischen im Westfalenstadion oder in den Gästeblöcken bei Auswärtsspielen, diese Worte auch genau so meinen. Ich für

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mich kann zumindest getrost behaupten, dass ich zu 100 Prozent hinter den Worten stehe, wenn ich voller Inbrunst die Mannschaft nach vorne peitschen will. Zu meiner Person: Ich bin mittlerweile 28 Jahre alt, selbst noch aktiver Fußballer und seit jeher Borussia-Fan. Als fußballbegeisterter Junge, sah ich dann in den frühen Neunzigern Spieler wie Flemming Povlsen, Michael Zorc, Steffen Freund oder Stéphane Chapuisat in ihren grellgelben Trikots im Fernsehen über den Rasen flitzen. Ich glaube damals waren es mehr diese neongelben Trikots, die mich so faszinierten. Doch aus dem Gefallen an den Trikots ist im Laufe der Jahre eine intensive Begeisterung zum Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund entwachsen. Forza BVB!

David Halsinger Lehrer und Fußballer


Über Identitäten

Die richtige „Hülle“ Identität ist für mich nicht an Äußerlichkeiten oder dem Geschlecht festzumachen. Ich definiere mich über die Summe meiner Eigenschaften, Einstellungen, Emotionen und das Gefühl des inneren Bewusstseins über mich und zu mir selbst. In Bezug auf die Thematik Transgender wäre es in einer bestimmten Zeit meines Lebens sehr schwierig gewesen, hätte ich mich über mein Geschlecht identifiziert, weil dieses nicht „gepasst“ hat. So konnte ich mich aber davon freimachen und bin schon immer der, der ich eben bin – nur das jetzt noch die körperliche Hülle dazu passt, die mich aber nicht mehr oder weniger ICH sein lässt. Leo Sonnendecker Sozialarbeiter

Identität – Drogen Drogen – Identität Identität 1980 – 2010 Mit den Drogen, auf dem Weg sich selbst zu finden (Identität). Schwer sich selbst zu finden, mit 15 Jahren habe ich das Wort Identität – glaube ich – noch gar nicht gekannt. Die Drogen haben mein Leben bestimmt. Wie ich jetzt sagen kann. Es war eine Zeit des Werdens, was ich jetzt bin. Zum Teil war es ein ,,Schutz“ – mit dem Leben zurechtzukommen (Gesellschaft, Arbeit, Mitmenschen usw.). Höhen und Tiefen – was soll das ,,Alles“ – Leben – Identität. Es war eine Zeit der Freude – des Ekels – des Glücks – der Selbstvernichtung – der Gleichgültigkeit – der Sanftmut. Des Aufgebens – des Weitermachens. Aufs und Abs ...

8 – 13 HERTZ. DEUTSCHLANDS ERSTES 8 – 13 HERTZ. UNSACHBUCH ÜBER DEUTSCHLANDS ERSTES 8 – 13 HERTZ. 8 –813 HERTZ. – 13 HERTZ. KREATIVITÄT UNSACHBUCH ÜBER DEUTSCHLANDS ERSTES

Identität 2010 – 2015 ohne Konsum Kein leichtes Sein – ohne Drogen durchs Leben schreiten zu dürfen. Mich so anzunehmen wie ,,ich bin“. Sozusagen das Erwachen in mir. Das ewige Leben im hier und jetzt. Zu verstehen, dass alles seine Zeit hat, das Leben und das Streben. Die Achtung – aller Lebewesen. Das Erkennen, dass 98 Prozent der Menschheit nur das eine im Kopf haben, oder wo auch immer. ,,Geld und Macht“. Schade, dass dies so ist. Es gibt wahrlich Schöneres im ,,Leben“. Sehen – Erkennen – Verstehen. Alles ist ,,Eins“. Ein jeder ist auf seinem Weg. Könnte noch endlos schreiben. Sich selbst erkennen, ist die Ewigkeit des Seins.

DEUTSCHLANDS ERSTES DEUTSCHLANDS ERSTES KREATIVITÄT UNSACHBUCH ÜBER 8 – 13 Hertz ist die Alphawellen-Frequenz im Hirn eines Kreativen UNSACHBUCH ÜBER UNSACHBUCH ÜBER des schöpferischen Arbeitens. Die Wissenschaft nennt 8 – 13 Hertz ist die Alphawellen-Frequenz im Hirn eines Kreativen KREATIVITÄT während KREATIVITÄT diesen Zustand »entspannte Wachheit«. Mehr Erkenntnisse über während des schöpferischen Arbeitens. Die Wissenschaft nennt KREATIVITÄT

A. B. Ehemaliger Drogenkonsument

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© J. Klein / S. Wolf www.hundertgrad.de

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8 – 13 Hertz

Kreativität und wie»entspannte Ideenmenschen so ticken, steht in Deutschdiesen Zustand Wachheit«. Mehr Erkenntnisse über 8 – 13 Hertz ist die Alphawellen-Frequenz im Hirn eines Kreativen 8 – 13 Hertz ist die Alphawellen-Frequenz im Hirn eines Kreativen lands erstem Unsachbuch über Kreativität. In steht 8 – 13inHertz behanKreativität und wie Ideenmenschen so ticken, Deutsch8 – 13während Hertz istdes dieschöpferischen Alphawellen-Frequenz im Die HirnWissenschaft eines Kreativen Arbeitens. nennt während des schöpferischen Arbeitens. Die Wissenschaft landsnennt erstem Unsachbuch In 8 – Thema, 13 Hertz das behandeln Jochen Klein und Stefanüber WolfKreativität. ein komisches nicht während des schöpferischen Arbeitens. Die Wissenschaft nennt diesen Zustand »entspannte Wachheit«. Mehr Erkenntnisse über Um derWachheit«. Identität eines Kreativen auf Jochen die über SpurKlein zu kommen, müsste man in seine Seele schauen können. diesen Zustand »entspannte Mehr Erkenntnisse deln und Stefan Wolf ein komisches Thema, das nicht nur Werber bewegt, diesen Zustand und »entspannte Wachheit«.so Mehr Erkenntnisse übersondern auch Modemacher, Filmleute und all Kreativität wieinIdeenmenschen ticken, steht in DeutschOder sein Gehirn. Wennsteht es bei 8–13 Hertz tiefenentspannt ist. Während des kreativen Arbeitens. Man Kreativität und wie Ideenmenschen so ticken, in Deutschnur Werber bewegt, sondern auch Modemacher, Filmleute und all Kreativität und wie Ideenmenschen so ticken, in jene,steht die8 –mit Ideen Geld, Ruhm und Ehreschauen verdienen. lands erstem Unsachbuch über In 13DeutschHertz behankönnte auch Kreativität. in In Deutschlands erstes Unsachbuch über Kreativität und darin blättern. lands erstem Unsachbuch überaber Kreativität. 8 – 13 Hertz jene, behandie mit Ideen Geld, Ruhm und Ehre verdienen. lands erstem Unsachbuch über In 8 – 13Einblick Hertz behandeln Jochen Klein Stefan WolfEin eineinmaliger komisches Thema, 8–13und Hertz derKreativität. Titel. indas dasnicht Innenleben der Kreativen. Wie sie so ticken. Was ihnen deln Jochen Klein und Stefan Wolf ein komisches Thema, das nicht delnnur Jochen Klein und Stefan ein dasausmacht. nicht wichtig ist. Wolf Undauch waskomisches KreativitätThema, eigentlich Werber bewegt, sondern Modemacher, Filmleute und all Hinter dem Buch stehen zwei Kreative, die es nur Werber bewegt, sondern auch Modemacher, Filmleute und all gemacht und dafür die Hosen ziemlich weit runtergelassen haben, um etwas von ihrer Identität preiszugeben: nur Werber bewegt, sondern Modemacher, Filmleute und all jene, die mit Ideen Geld,auch Ruhm und Ehre verdienen. jene, die mit Ideen Geld, RuhmKlein undund Ehre verdienen. Jochen Stefan Wolf. jene, die mit Ideen Geld, Ruhm und Ehre verdienen. winner winner

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Corporate Identity

Nichts bleibt mehr unbeobachtet. Nichts entgeht niemandem. Nichts bleibt unkommentiert. Schon gar nicht, wenn es um Unternehmen geht. Um jene Organismen im globalen Markt, die ihre Werte und Ideale in die Waagschalen eines immer härter werdenden Wettbewerbs legen. Die sich von ihren besten Seiten zeigen möchten und deren Pressesprecher und PR-Abteilungen der Reputation und Imagepflege wegen rund um die Uhr im Einsatz sind.

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Wenn der Chef die Sau rauslässt

Corporate Identity ist keine blanke Theorie mehr, die in Hörsälen bislang mehr Zuhörer fand als im eigenen Unternehmen – Corporate Identity avanciert in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts zu einer wahren Herausforderung. Denn noch nie standen Unternehmen in puncto ihrer Philosophie, ihrer Werte und ihrer Unternehmenskultur so sehr unter Beobachtung wie in unserer Zeit der digitalen Infrastrukturen und einer damit verbundenen totalen Transparenz.

Die Frage nach dem Selbstbild und dem Fremdbild ist eine Frage nach dem ständigen Abgleich der inneren Werte und des eigenen Selbstverständnisses in Korrelation zu dem, was im Außen, im Marktumfeld passiert. Und was jedes Unternehmen in einer globalen und digitalen Welt jeden Tag aufs Neue in die Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der eigenen Identität zwingt.

Die DNA eines Unternehmens lässt sich nicht verleugnen. Apple wird immer mit seinem Gründer Steve Jobs und dessen Visionen in Verbindung gebracht werden. Und sei es nur durch die Macht der Erinnerung an den unsterblichen Nimbus eines Genies, das bis heute Emotionen in uns auslöst und ein teilweise irrationales Markenbild prägt, das mit der Realität in puncto Produktqualität schon lange nichts mehr zu tun hat. Doch die allerwenigsten Unternehmen können auf solche Ausnahmeerscheinungen zurückgreifen. »


Corporate Identity

Die meisten Unternehmen stehen mit dem da, was sie haben und was sie ausmacht: ihre Mitarbeiter und die tägliche Leistung, die sie erbringen. Auch, wie sich das Management verhält. Nach innen und nach außen. Und: der Pförtner. Der ist alles andere als unwichtig. Denn der erste Eindruck ist oftmals entscheidend. Oder haben Sie nicht auch schon mal die Bekanntschaft mit einer Empfangsdame gemacht, die zu Ihrem Yorkshire Terrier freundlicher war als zu Ihnen? Welchen Eindruck hatten Sie dabei – nicht nur von der Empfangsdame, sondern

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vom Unternehmen? Wenn sich auch die weiteren Begegnungen auf dieser Frequenz darstellen, helfen auch der Geschäftsbericht nicht mehr und die Bekenntnisse, die darin ausgelobt werden. Wie sehr man sich dem Thema Sustainability verpflichtet fühlt und dass der Charity-Lauf im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut sehr erfolgreich war. Corporate Identity wird eng mit Corporate Behaviour verknüpft. Und das Verhalten von Chefs und Mitarbeitern unterliegt heute mehr denn je einer öffentlichen Zensur, bei der Bewertungskriterien wie zum Beispiel

Zurückhaltung, Demut, Respekt und Glaubwürdigkeit angesetzt werden. Nur wenn auch gelebt wird, was in der Corporate Mission steht, entsteht ein Humus, auf dem sich unter anderem auch das Wissenskapital eines Unternehmens fortpflanzen kann. Nur so können sich die immateriellen Unternehmenswerte (Intangibles), die im intellektuellen Kapital zusammengefasst sind, ausbilden, weitergegeben und empfangen werden.


Wenn der Chef die Sau rauslässt

In Unternehmen mit entsprechender Unternehmenskultur und Führungsstruktur wird das intellektuelle Kapital von Mitarbeitern, aber auch Unternehmenspartnern besser genutzt und verwertet als in Firmen, die darauf weniger Wert legen. Und die Erfahrung lehrt, dass Unternehmen mit einem hohen Ansehen in Wirtschaft und Gesellschaft einfacher neue Geschäftsbeziehungen knüpfen als solche, deren Geschäftsführung auf Partys die Korken knallen und die Mädchen antanzen lässt.

Die Identität eines Unternehmens ist also ein fragiler Wert, der mit viel Behutsamkeit gepflegt werden sollte. Unternehmen, in denen die Inhaber das Sagen haben, agieren oftmals authentischer und aufrichtiger als Unternehmen, die rein managementgeführt sind. Denn der Identitätstransfer geht immer von den Köpfen und von der Führung auf den Unterbau über. Chefs, die darauf achten, wer vorne am Empfang sitzt, haben ein großes Interesse, dass die Identität ihres Unternehmens schon auf den ersten Blick als positiv wahrgenommen wird.

Wer diesen Aspekt verpennt, wird spätestens dann aufwachen, wenn er über Facebook auf seine Missstände aufmerksam gemacht wird. « Rafael Yupanqui // Geschäftsführer // YUPANQUI GmbH

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Social Media: Selbstdarstellung

Selbstdars in Sozialen

„Ist es nicht in Wahrheit so, dass nicht die Menschen sich begegnen, sondern die Schatten, die ihre Vorstellungen werfen?“ Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon

Ein ureigenes Bedürfnis der Menschen ist es, sich selbst darzustellen, also der eigenen persönlichen Identität Ausdruck zu verleihen. Schon der englische Ausdruck Impression Management gibt uns ein Gefühl dafür, was hinter diesem Bedürfnis steckt. Uns geht es bei der Selbstdarstellung nämlich nicht darum, uns so zu präsentieren, wie wir wirklich sind, sondern so, wie wir wollen, dass andere uns sehen, unsere Persönlichkeitwahrnehmen. Je nach Situation und Menschen, die uns umgeben, verändert sich dieses Bild. Wir passen uns an, managen sozusagen unser Selbstbild nach außen. In sozialen Medien ist unser Motiv nach Selbstdarstellung zentral. So stellen wir unser Selbst auf den diversen Social-Media-Plattformen dar. Am Beispiel Wasser: Ronja Gläser // Social Media Managerin // YUPANQUI GmbH

Facebook: Ich mag Mineralwasser. Google+: Meine Meinung über Mineralwasser. YouTube: Ein interessantes Video über Mineralwasser. Instagram: Ein Foto meines Mineralwassers. Twitter: Ich trinke gerade Mineralwasser. Foursquare: Hier trinke ich jetzt Mineralwasser. Pinterest: Meine LieblingsMineralwasser-Rezepte. WhatsApp: Magst Du eigentlich Mineralwasser? Xing: Ich bin Mineralwasserexperte. LinkedIn: Ich bin internationaler Mineralwasserexperte. Snapchat: In diesem Moment trinke ich Mineralwasser.

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stellung Medien

Social Media: Selbstdarstellung

Selbstdarstellung auf Facebook Facebook ist für Selbstdarstellung geradezu prädestiniert. Auf Facebook zu agieren ist wie eine permanente Performance, wie ein Beziehungsspiel vor Publikum. Wir legen ein eigenes Profil an, machen Angaben zu unseren Interessen und Hobbys und stellen unsere soziale Kompetenz und Integration durch zahlreiche Freunde dar. Auch unsere Konsumpräferenzen werden durch das Liken von Marken und Unternehmen auf Facebook deutlich. Und dann können wir mithilfe der Privatsphäreeinstellung auch noch kontrollieren, wer was von uns sehen kann. Wir können unsere Freunde auf Facebook in diverse Gruppen einteilen. Wenn wir nun einen Beitrag veröffentlichen, können wir selbst bestimmen, wer diesen Beitrag sehen kann. Wir können also mit einem einzigen Profil viele Identitäten kultivieren, beispielsweise ein Arbeits-Ich, ein Familien-Ich und ein Engste-Freunde-Ich. Je nachdem, wie wir gerne auf andere Menschen wirken wollen beziehungsweise welche Facetten unserer Persönlichkeit wir ihnen zeigen wollen. Kleine Mini-Homepages also, die unsere Selbstdarstellung perfektionieren. Wir haben das Bedürfnis Teil einer Gemeinschaft zu sein, nach Unterhaltung, Information und materiellen Gütern. All diese Bedürfnisse kann Facebook, zumindest zu einem Teil, befriedigen. Geben wir dem Gegenüber durch unsere Aktivität (in Form von Likes, Shares und Kommentaren) Feedback, so dient jedes Feedback der Selbstdarstellung. Egal, ob wir uns nun beispielsweise als Informationsführer, Unterhalter, sozial Integrierter oder sozial Engagierter darstellen.

Marken zur Selbstdarstellung Wir nutzen neben Besitztümern auch Symbole wie Marken, um unser Selbst darzustellen. Dies tun wir nicht nur offline mithilfe unseres Konsums, sondern auch online. Auf Facebook beispielsweise durch das Liken der Facebook-Seite unserer Lieblingsmarke. Hier kann ich als Social Media Managerin an diesem Bedürfnis zur Selbstdarstellung anknüpfen. Informative, unterhaltsame Inhalte und die Tonalität geben den Facebook-Fans das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein und sich mit anderen verbinden und austauschen zu können. Allen Fans ist eines gemeinsam: die positive Einstellung zur Marke. Im Idealfall äußert sich diese in einer sprichwörtlichen Liebe oder zumindest einer zutiefst emotionalen Verbindung zur Marke. Durch Kommentare oder Bilder drücken die Fans ihre Zuneigung aus und werden dadurch selbst zu Markenbotschaftern. www.facebook.com/vitrex.fanseite

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Kunden-News

Kunden News

Aktuelles aus der yupanqui-Welt

vollmundig. naturtrüb. symBADISCH // ritter bräu 1378 Der badischen Braukultur verbunden, in Anlehnung an die Geschichte des Ritter Kellers, dem ältesten Kellergewölbe Durbachs, gebraut in einer winzigen Manufaktur in der Ortenau, in einem kleinen Kessel von 200 Litern, entsteht es – das Ritter Bräu 1378. Echt, vollmundig, obergärig, urtümlich und süffig, so begeistert es Bierliebhaber aus aller Welt. Frisch gezapft erhältlich im Hotel Ritter Durbach, im Ritter Keller

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www.ritter-keller.de

Vitrex plus Frucht mit Apfeldirektsaft // Schwarzwald-Sprudel Genießen und gleichzeitig etwas Gutes für unsere Natur tun? Geht das? Aber ja! Das fruchtige und herrlich spritzige Vitrex Apfel-Fruchtsaftgetränk kommt ganz ohne Aromazusätze aus. Es besteht aus bestem Vitrex Mineralwasser, prickelnder Kohlensäure und heimischem Apfeldirektsaft. Das Besondere an dem leckeren Saft: Die Äpfel, aus denen er gewonnen wird, stammen ausschließlich von Streuobstwiesen aus dem Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg. Ein erfrischend nachhaltiger Genuss – das neue Vitrex plus Frucht mit Apfeldirektsaft

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www.schwarzwald-sprudel.de


Aktuelles aus der YUPANQUI-Welt

Technik leben auf Facebook // Huber Gebäudetechnik Seit Anfang des Jahres hat unser Kunde Huber Gebäudetechnik eine Facebook-Seite. Ausgehend von seinem Markenkern haben wir ein Facebook-Konzept entwickelt, das den Facebook-Fans Mehrwert bietet und die Bedürfnisse seiner Kunden befriedigt. Die Kommunikationsinhalte dieses Konzeptes sind eine informative und unterhaltsame Mischung aus Unternehmensnews, Architektur, Referenzen und Marktneuigkeiten aus den Geschäftsfeldern von Huber Gebäudetechnik. Mittlerweile hat die Facebook-Seite über 700 Fans. Die hohe Aktivitätsrate von 2,5 Prozent zeigt, dass die Beiträge bei den Fans ankommen. Bei den Social Points erreicht die Facebook-Seite fantastische 10/10 Punkten. Das gefällt uns! Werde Fan auf Facebook und verbessere die Statistik! ;-)

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bit.ly/TechnikLeben

Masssicherheit jetzt auch im Netz // IMVERBA Mit dem Relaunch der Website setzt die IMVERBA GmbH das neue Kommunikationskonzept der Marke konsequent weiter um. Selbstverständlich Fullresponsive, damit Sie auch mobil elegant über die neusten Maßsicherungen informiert sind. Die Visualisierung der Bildwelt versteht sich als Metapher – hier haben wir die Maßsicherer in ihrer „natürlichen Umgebung“ abgelichtet, ganz nach dem Motto eine gute Absicherung ist wie ein Maßanzug – das muss sitzen! Absicherung nach Maß jetzt auch 2.0

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www.imverba.de

die Kraft guten Designs // Bühler Einrichtungen Zeitlose Klassiker – moderne Einrichtungsideen – individuelle Accessoires: Genau hierfür steht die Firma VITRA seit vielen Jahren. Egal ob als Einzelstück oder individuell angepasstes Möbel – diese einzigartige Kollektion bietet vielfältige Möglichkeiten. Wie sich die Produkte von VITRA perfekt in ein vorhandenes Wohnumfeld integrieren lassen, zeigen wir ab sofort neben vielen weiteren Marken und Neuheiten in unserer Ausstellung in Friesenheim. Besuchen Sie uns in unserer Ausstellung und lassen Sie sich erstklassig beraten!

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www.buehler-einrichtungen.com

Zuhause im Freien – Überarbeitung Logo und Claim // Sieger Dass Identität lebt und sich verändert, spürte unser langjähriger Kunde Sieger aus Lichtenau. Gemeinsam erarbeiteten wir in einem Workshop den Markenkern und entwickelten darauf aufbauend den neuen Claim „Zuhause im Freien“. Eine dezente Überarbeitung der Wort-Bild-Marke rundete den Prozess ab, sodass die gelebte Identität als stimmiges Gesamtbild erkennbar ist. Zuhause im Freien – ist es eben am schönsten.

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www.sieger.eu

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facebook.com/yupanqui.DE


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