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YOUNGSTERS magazin

Borsig11

Magazin der Borsig11 YOUNGSTERS Kinder- und Jugendakademie

Vol. 2


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Vorwort

Liebe Fans und Freunde des BVB, liebe YOUNGSTERS! Unsere BVB-Stiftung „leuchte auf“ hat am 23. November 2013 zum Spiel gegen Bayern München ihren ersten Geburtstag gefeiert. Seit zwölf Monaten sind wir bereits mit unserer gemeinnützigen Arbeit aktiv und im ersten Jahr ist viel passiert. So konnten wir, auch dank der Unterstützung zahlreicher engagierter Helfer, 25 soziale Projekte mit über 100.000 Euro fördern. Was aber mindestens genauso wichtig ist: Die Arbeit unserer Stiftung hängt unmittelbar mit dem unermüdlichen Einsatz unserer Projektpartner zusammen. Ein ganz wichtiger Partner ist für „leuchte auf“ der Verein Machbarschaft Borsig11 mit seiner „YOUNGSTERS akademie“ am Borsigplatz. Mit großem Engagement wurde die „YOUNGSTERS akademie“ aufgebaut und ist für uns ein nicht mehr wegzudenkender Teil des Borsigplatzes geworden.

Es ist wichtig, dass die Kinder und Teens rund um den Geburtsort des BVB eine Anlaufstelle zur persönlichen Entfaltung ihrer Talente haben. Dieses Projekt zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche an verschiedene Berufsfelder herangeführt werden und beispielsweise spannenden Journalismus lernen können. Das „YOUNGSTERS magazin“ ist dafür ein bemerkenswertes Beispiel. Es erwarten Sie in dieser zweiten Ausgabe erneut zahlreiche interessante Geschichten aus der Perspektive und Lebenswelt der „YOUNGSTERS“. Wieder einmal ist es gelungen, ein buntes und interessantes Heft mit spannenden Beiträgen zu entwickeln. Übrigens: Wir werden die Zusammenarbeit mit Machbarschaft Borsig11 auch in Zukunft weiterführen. Darüber freue ich mich ganz besonders. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen guten Start in das neue Jahr 2014. Und vielleicht sieht man sich ja mal am Borsigplatz!

Ihr Marco Rühmann Projektleiter BVB-Stiftung „leuchte auf“

3


Ahmet

Egzon

Sunshine

Denis

Ekene

Narin

Mert

Cihad

Grace

Nina

YOUNGSTERS Reporter Vol.2 Jason

Emre

CiÄ&#x;dem

Furkan

Timo

Malcom

Emir

Leon

Chelsea

Halil

Kemal

Sevnur

Dean


Redaktion

YOUNGSTERS REPORTER IM EINSATZ Hallo, ich bin Ekene, und das ist hier das YOUNGSTERS magazin. Wir sind Reporter. Unsere Redaktion ist am Borsigplatz. Wir machen viele Ausflüge, schauen uns um, was es alles für Berufe gibt, interviewen Leute und machen Videos. Eigentlich will ich Fußballspieler werden. Wenn das nicht klappt, weiß ich noch nicht, was ich werde, aber es gibt viele Möglichkeiten. Ein paar von uns waren z.B. im Dortmunder Hafen und sind mit dem Kran gefahren. Und welche waren dabei, als der Tatort-Krimi in Dortmund gedreht wurde. Die ReporterClips kann man im Internet anschauen: www.borsig11.de/youngsters. Wir waren auch bei der Druckerei, als unser Magazin gedruckt wurde, wir

waren im BVB-Lernzentrum, in der DASA und beim RoboCup. Das ist die Fußballweltmeisterschaft der Roboter. Vorher waren wir noch an der Uni im Institut für Roboterforschung und haben gesehen, wie die programmiert werden. Das fand ich am besten. Mit unserer Arbeit als Reporter sammeln wir Punkte, wenn wir z.B. Interviews machen oder Artikel schreiben. Grace ist auf dem Titel, weil er im Moment am meisten Punkte hat. Wenn man viele Punkte hat, kann man z.B. Trikots gewinnen, oder man kann Fußballspieler treffen wie z.B. Kevin Großkreutz oder Marco Reus.

Das haben wir auch schon gemacht und berichten darüber hier im Magazin. Reporter sein ist gar nicht schwer und macht Spaß, weil man vieles ausprobieren kann. Als nächstes wollen wir ein Krankenhaus, eine Bank und den Flughafen besuchen. Wenn euch unser YOUNGSTERS magazin gefällt, könnt ihr auch mitmachen! Ekene

Amira

Melisa

Anes

Edis

Mervan

Muhammed

Enes

Djalo und außerdem: Sevnur, Kausar, Roaia, Takang, Ngufor, Atilla, Mithula, Mithusa, Gina, Burhan, Almir, Soheila, Giuliana, Fikret, Latif, Memetcan, Samir, Nassim, Younes, Amira, 5 Jason aus Kirchderne

Rabia

Okan

Mohamed


YOUNGSTERS magazin Vol. 2

INHALT

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ROBOCUP

Wir haben die Nao Devils am Institut für Roboterforschung besucht und sie zur Roboterfußball-WM in Eindhoven begleitet.

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reporter im HAFEN

Der Dortmunder Hafen ist einer der größten Binnenhäfen Europas. Früher wurde hier Kohle und Erz verschifft. Heute kommen die meisten Waren in Containern und werden mit der Bahn oder dem LKW weitertransportiert. Wir haben uns im ContainerTerminal umgesehen und sind Kran gefahren.

20

PRINT

Wie druckt man eine Zeitung? Die YOUNGSTERS Reporter sind bei der Produktion der ersten Ausgabe ihres eigenen Magazins dabei.

6

34

54

STADION

YOUNGSTERS Reporter beim interkulturellen Tag der offenen Tür im BVB-Lernzentrum

FORMEL 1

Einen echten Formel 1-Rennwagen ganz aus der Nähe betrachten wir bei der Preview “Die Profis: Eine Ausstellung über riskante Berufe” in der DASA.

40

NORD CUP

19 Teams aus Kirchderne, Derne und vom Borsigplatz traten beim Street Soccer NORD CUP 2013 an, um einen Tag in der BVB-Fußballschule zu gewinnen.


Inhalt

03

vorwort

04

redaktion

09

YOUNGSTERS Spezial

10

Hafen report

20

DRUCKEREI report

26

robocup report

34

formel1 report

40

street soccer nord cup

Marco Rühmann, leuchte auf – die BVB Stiftung

Fotoshooting für die Sparda-Bank mit Kevin Großkreutz und Marco Reus

Besuch im Container Terminal Dortmund und bei Ruhrmann Logistik / Kran Fahr`n

YOUNGSTERS machen Druck. Produktion der ersten Ausgabe des Magazins

Nao Devils / TU Dortmund bei der Roboterfußballweltmeisterschaft 2013 in Eindhoven

Preview „Die Profis: Eine Ausstellung über riskante Berufe“ in der DASA

reporter am TATORT

... ein Mädchen aus Clarenberg wurde am Phönix-See tot aufgefunden. Die Dortmunder Kripo ermittelt im Stadtgarten. – Der Dortmunder Tatort geht in die dritte Runde! Wir waren bei den Dreharbeiten der Krimifolge „Eine andere Welt” dabei. Als Reporter konnten wir hinter die Kulissen schauen und haben das Filmteam, die Kommissarin und die Verdächtigen interviewt. YOUNGSTERS Spezial:

09

Street Soccer Turnier zwischen Derne, Kirchderne und Borsigplatz

46

tatort report

54

stadion report

fototermin

mit GroSSkreuTz und Reus

Bericht vom Dreh des neuen Dortmunder Tatorts: Eine andere Welt

Dortmund kocht bu nt

Interkultureller Tag der offenen Tür beim BVB-Lernzentrum im Signal Iduna Park

62

youngsters aktion

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impressum

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46

D rtmund 62 oAKTION kocht bu nt Was wir machen, wenn wir nicht gerade als Reporter im Einsatz sind.

Wer macht was: Eis machen, Hofputz, Twizy fahren, Wasserballons, YOUNGSTERSKochbuch, Nachbars Garten, Ramadan, Mein Lieblingsbuch, VIP-Maus-Ausstellung, Türkisch für Anfänger, Leserbrief

mitmachen

Du willst auch Reporter sein? Die YOUNGSTERS akademie sucht neue Mitarbeiter 120

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KOCHBUCH

Dortmund kocht bunt: Wie wir unser eigenes Kochbuch gemacht haben. 121

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Wer schwarzgelb zahlt,

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YOUNGSTERS | Spezial

Termin mit

Großkreutz und Reus

Fotoshooting für die Sparda-Bank

Als wir gehört haben, dass Borsig11 einen Ausflug zum BVB-Trainingsgelände macht, wollten wir unbedingt mitgehen. Es ging darum, Fotos mit den Spielern für die Sparda-Bank zu machen. Es durften aber nur die Reporter mit, die schon die meisten Punkte hatten. Also waren wir eigentlich nicht dran, aber wir haben Glück gehabt, denn ein paar konnten an dem Tag nicht, und da sind wir doch drangekommen.

sere Sachen wie Taschen oder Handys mussten wir draußen lassen.

Wir sind um 12 Uhr losgefahren mit der Bahn vom Borsigplatz und dann mit dem Bus zum BVB-Trainingsgelände in Brackel. Es war total heiß, und als wir ankamen, mussten wir erst noch warten und durften noch nicht in den Profi-Bereich. Da waren ganz viele Leute von der Presse, und es gab umsonst Getränke und was zu essen, aber wir konnten nichts essen und trinken, weil wir gefastet haben.

Reus hatte eine große schwarzgelbe Karte von der Sparda-Bank, und Großkreutz hat einen Stern hochgehalten, der aussieht wie der Borsigplatz: das „leuchte auf“-Logo von der BVB-Stiftung. Wenn jemand die schwarzgelbe Karte benutzt, dann gehen immer 5 Cent zu „leuchte auf“, und wenn das ganz viele machen, können wir davon in der YOUNGSTERS akademie dann neue Projekte machen.

Aber das Warten war gar nicht langweilig. Wir konnten zum Beispiel in einem schwarzgelben VW-Bus sitzen, der auch für Werbefotos gebraucht wurde, und wir haben Spieler gesehen, die schon fertig waren und rausgefahren sind. Die haben tolle Autos, so wie Ferrari oder Porsche.

Wir mussten ganz viele Fotos machen, weil immer was noch nicht perfekt war. Reus hat zum Beispiel die Karte falschrum gehalten, oder es war ein Gesicht verdeckt oder so. Es hat die ganze Zeit geblitzt und der Fotograf hat gesagt, was wir machen sollten, so wie bei „Topmodel“. Am Schluss haben wir alle zusammen den Stern hochgehalten. Das hat Spaß gemacht, und die Spieler waren auch sehr nett. Und obwohl wir keinen Termin mit Sahin hatten, durften wir ihn begrüßen und er kam rüber und wir konnten ihn umarmen. Das war herbe gut. Als wir rausgegangen sind, waren wir sehr glücklich.

Dann sind wir in den Profi-Bereich gerufen worden. Da haben wir schonmal die Torhüter gesehen, Weidenfeller und Langerak, die haben Aufnahmen gemacht und sind so gesprungen, als wollten sie einen Ball halten und hatten dabei so ein Zeichen in der Hand für die Werbung. Und da war auch Klopp, der fuhr aber eben weg. Dann sind wir in die Halle reingegangen. Un-

In der Halle war ein Fotostudio mit riesigen Blitzen, und die Fenster waren mit weißem Stoff zugehangen. Und da waren fast alle Spieler: Kehl, Gündoğan, Schmelzer, Sahin, Hummels, Subotić, Lewandowski... Wir konnten da aber nicht hingehen, weil wir ja den Termin mit Kevin Großkreutz und mit Marco Reus hatten.

Ahmet & Muhammed 9


YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 10


HAFEN

n, Furkan, Reporter im Einsatz: Jaso Djalo Grace, Dean, Emir, Anes,

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HAFEN | Reporter im Einsatz

06:30 FRÜHSCHICHT RUHRMANN LOGISTIK im Dortmunder Hafen

Für unsere Reportage aus dem Dortmunder Hafen sind wir ganz früh losgefahren, noch vor der Schule. Wir hatten die erste Stunde frei. Wir waren mit Herrn Fischer verabredet, von der Firma Ruhrmann, und es sollte ein Schiff kommen, das beladen wird. Das wollten wir uns anschauen.

        

   

  

MÜNSTER

 

           

   

      

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DUISBURG

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Als erstes haben wir den Kapitän gesehen und haben ihm direkt ein paar Fragen gestellt. Furkan: Wieso war gerade die Polizei hier? Kapitän Schrage: Die hat die Papiere nachgeguckt, ob da auch alles stimmt und ob ich auch nicht nachts gefahren bin und nicht mehr als 14 Stunden, denn das ist nicht erlaubt. Aber es war alles gut. Wie lange brauchen Sie von Holland bis hierhin? So 13 bis 14 Stunden. Wird das nicht langweilig? Nein, gerade im Sommer ist es sehr 12

Jason: Und gleich fahren Sie wieder zurück nach Holland? Ja, nach Deventer. Wie kommt man mit dem Schiff dahin? Ich nehme entweder den Rhein-HerneKanal oder den Wesel-Datteln-Kanal, und dann den Rhein rauf. Furkan: Warum sprechen Sie so gut Deutsch? Ich wohne an der Grenze in Lochem und da bin ich auch gerne in Emmerich und Kleve, denn die Deutschen sind freundliche, artige Leut‘. Jason: Wie kamen Sie auf den Berufswunsch Kapitän? Ich fand das irgendwie schön. 14 Jahre mache ich das schon und bin nun bald 63 und finde es immer noch schön.

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INTERVIEW: Kapitän SCHRAGE, Binnenschiffer

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schön. Nur die Schleusen sind auf dieser Strecke leider oft kaputt, und dadurch dauert die Fahrt noch länger.

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ESSEN


Reporter im Einsatz | HAFEN

INTERVIEW: WOLFGANG FISCHER Ruhrmann GmbH Jason: Hallo, Herr Fischer, Sie arbeiten im Dortmunder Hafen. Was ist Ihre Aufgabe? Wolfgang Fischer: Ich arbeite bei Ruhrmann Logistik. Der Hauptsitz ist in Duisburg. Wir verladen hauptsächlich mineralische Baustoffe: Sand oder Kies. Sowas wird auf allen Baustellen gebraucht. Und solche großen Mengen lassen sich am besten mit dem Schiff transportieren. Wie viele Schiffe kommen denn so? Das hängt davon ab, wie der Kunde bestellt – 3 bis 5 pro Woche. Dieses hier ist gestern Abend gekommen und hat Sand gebracht. Wir haben die Ladung gelöscht, also das Schiff leer gemacht, und jetzt wird es mit Split beladen. Furkan: Machen Sie das mit diesem Kran da drüben? Ja, mit dem Brückenkran. Der Fahrer sitzt da oben im Führerhaus. Können wir da mal rauf? Seid ihr denn schwindelfrei?

Der Brückenkran sitzt oben auf einer Brücke, auf der er hin- und herfahren und sich um die eigene Achse drehen kann. Außerdem fährt die ganze Brücke auf riesigen Rädern vor und zurück. Zum Hochsteigen hat sie aber angehalten.

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HAFEN | Reporter im Einsatz

KRAN FAHR N Einmal löschen und laden

INTERVIEW: ANDREAS MEIER, Kranfahrer Jason: Wie hoch sind wir hier? Andreas Meier: Circa 20 Meter. Haben Sie keine Höhenangst? Nein, Höhenangst darfst du in diesem Job nicht haben. Dann könntest du ja gar nicht hier raufklettern. Ist es gefährlich, hier zu arbeiten? Ach, wenn man dafür ausgebildet und vorsichtig ist, ist das nicht gefährlich. In welchem Alter haben Sie mit dem Kranfahren angefangen? Mit 25 Jahren. Was macht man bei der Ausbildung? Hauptsächlich Kran fahr‘n. Furkan: Was gehört zu Ihren Aufgaben? Dazu gehört, Schiffe zu entladen oder zu löschen. Wenn kein Schiff da ist, fahre ich auch den Radlader da unten, der das Material aufschiebt. Wie viel passt in die Kran-Schaufel rein? 5.000 Kilogramm kann die aufnehmen. 5 Tonnen pro Schaufel! Aber wieso nehmen Sie Sand von der rechten Seite und nicht von der linken? Das ist doch näher? Ich entnehme Material so, dass ich es passend ins Schiff reinbekomme und 14

man das unten immer nachschieben kann. Ich will mir ja nicht mehr Arbeit als nötig machen. Mit der Zeit bekommt man das schon raus. Jason: Arbeiten Sie hier den ganzen Tag allein? Hier oben auf dem Kran bin ich den ganzen Tag allein, aber ich habe ein Funkgerät und bin damit immer mit den Kollegen im Büro verbunden. Und wenn ich Mittagspause habe, klettere ich runter, um zu essen. Sind Sie der Einzige, der den Kran lenken kann? Nein, da sind andere, die das auch können. Jason: Wie lange müssen Sie denn täglich arbeiten? Normalerweise 8 Stunden, aber wenn ein Schiff da ist, wird so lange gearbeitet, bis das Schiff geleert ist und wieder wegfahren kann. Kann man hier auch Container verladen? Nein, da müsst ihr da drüben hin, zum Containerhafen. Wo ist der schönste Platz im Hafen? Der ist hier oben. Hier hat man die schönste Aussicht.


Reporter im Einsatz | HAFEN

Der Dortmunder Hafen ist der größte Kanalhafen Europas. Er wurde von 1895 bis 1899 errichtet und von Kaiser Wilhelm II. eröffnet. Das alte Hafenamt gilt als ein Wahrzeichen von Dortmund. In den 1920er und 30er Jahren wurde der Hafen weiter ausgebaut. Es gibt 10 Hafenbecken mit einer Uferlänge von 11 km.

Früher diente der Dortmunder Hafen hauptsächlich zum Transport von Getreide, Kohle und Erz. Heute kommen die meisten Waren in Containern und fahren weiter mit dem Güterzug oder dem LKW. Der Hafen ist ein modernes Logistik- und Industriegebiet geworden, in dem 160 Unternehmen mit 5.000 Beschäftigten arbeiten. Ca. 3 Mio. Tonnen Waren werden jedes Jahr umgeschlagen.

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Auch in der Freizeit hat der Hafen viel zu bieten: Im Hafenamt ist z.B. ein Museum. Außerdem gibt es dort einige Strandcafés, man kann am Kanal spazieren gehen oder mit dem Boot fahren.

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HAFEN | Reporter im Einsatz

CONTAINER TERMINAL Wie schwer ist so ein Container? Der darf maximal 35 Tonnen schwer sein. Der Kran kann aber auch Schwerlast von bis zu 60 Tonnen heben.

Dean: Ist schon mal ein Container runtergefallen? Hier in Dortmund noch nie.

INTERVIEW: FRED ROSE, Teamleiter Betrieb CTD

Djalo: Was passiert mit den alten Containern? Die werden von der Reederei über uns verkauft.

Dean: Guten Tag Herr Rose, wieso tragen hier alle orangene Westen? Fred Rose: Aus arbeitsrechtlichen Gründen, damit auch jeder gut zu sehen ist.

Djalo: Was ist das für ein Fluss? Das ist der Dortmund-Ems-Kanal.

Anes: Darf man hier schwimmen? Nein, das ist zu gefährlich.

Grace: Kann man von hier aus mit dem Schiff bis zum Meer fahren? Möglich wäre das. Man müsste mehrere Hebewerke durchqueren. So käme man in den Rhein und auf dem Rhein in die Nordsee.

Dean: Hier stehen so viele Container! Wie groß ist Ihre Firma? Das Gelände des Container Terminals Dortmund umfasst insgesamt rund 60.000 Quadratmeter.

Was machen Sie mit den Containern? Die werden hier zwischengelagert, und dann gehen sie mit der Bahn oder dem LKW zum Kunden. 16

Was ist denn in dem Container da drin?

Kann man darin wohnen?

Das weiß ich nicht.

In See-Containern nicht, aber es gibt extra Wohn-Container.

Steht das da nicht drauf? Nein, das kann man nicht direkt ablesen. Der Kranführer weiß aber, wo er ihn abstellen muss, und der LKW-Fahrer, wo er ihn hinbringen soll.

Emre: Wann ist hier denn Arbeitsschluss?

Aber irgendwer muss doch wissen, was da drin ist. Sonst könnte man die verwechseln.

Dann fahren Sie ja gar nicht nach Hause!

Das passiert nicht, weil wir anhand der Containernummer genau wissen, für welchen Kunden er bestimmt ist. Und die Kollegen im Büro können unter der Nummer auch nachschauen, was im Container geladen ist.

Grace: Kann man an den Wörtern auf den Containern erkennen, wo die schon überall waren? Nein, an den Schriftzügen kann man nur ablesen, welcher Reederei der Container gehört.

Gar nicht. Wir arbeiten 7 Tage die Woche 24 Stunden.

Doch, denn wir arbeiten ja im Schichtbetrieb. Jeder arbeitet 8 Stunden, dann macht ein Kollege weiter.


Reporter im Einsatz | HAFEN

DORTMUND INTERVIEW: ONUS ALPAY, Azubi Lager-Logistik

Dean: Was machen Sie hier? Onus Alpay: Ich staue einen Container. Wo schicken Sie die Sachen hin? Die gehen jetzt nach China. Cool, da wollte ich schon immer mal hin. Können Sie mich mit einpacken? Tut mir leid, wir packen nur Metallteile, keine Menschen. Grace: Welche Ausbildung haben Sie? Ich bin im zweiten Lehrjahr zur Fachkraft für Lager-Logistik.

Wie haben Sie diesen Ausbildungsplatz bekommen? Ich war hier zum Schulausflug mit meiner Klasse und sofort fasziniert. Dann habe ich hier auch noch meinen Fußballtrainer Herrn Rose getroffen und mich

gleich um ein dreiwöchiges Praktikum beworben. Daran habe ich noch ein Langzeitpraktikum angehängt: 8 Wochen jeden Donnerstag. Anschließend habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben. Fred Rose kenne ich ja jetzt auch schon. Macht‘s denn Spaß? Ja, sehr!

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HAFEN | Reporter im Einsatz

AUF ACHSE INTERVIEW: JÜRGEN BUCHHOLZ, LKW-Fahrer

Grace: Wohin fahren Sie mit dem Lkw? Jürgen Buchholz: Das kommt immer ganz darauf an, was die Disposition mir an Aufträgen gibt. Ich bin in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs bis ins Münsterland und nach Süden runter bis nach Frankfurt. Macht das Spaß? Ja, ich bin schon gern auf Achse, aber ich bin auch immer froh, wenn ich wieder zu Hause bin. Wieso ist kein Container auf dem Wagen? Weil der erst heute Nacht mit dem Zug ankommt und morgen früh aufgeladen wird. Was machen Sie dann jetzt? Ich schließe jetzt das Auto ab, fahre nach Hause – ich wohne in Dortmund – und komme morgen um halbsechs wieder hierher und fahre dann nach Brilon. Wie schnell können Sie damit fahren? Maximal 90. Wie viele Stunden arbeiten Sie täglich? Das kommt ganz darauf an, zwischen 10 und 12 Stunden – mit Pausen. Fahren darf ich pro Tag maximal 9 Stunden. Wie lange sind Sie schon hier am Terminal? Seit 25 Jahren. Und lohnt sich die Arbeit? Ja schon, aber die Auftragslage wird schwieriger, weil die Lkw-Fahrer aus den osteuropäischen Nachbarländern für viel weniger Geld transportieren. 18


Reporter im Einsatz | HAFEN

Ich will zuerst Ferrari fahren!

Nein ich!

Langsam Jungs, jeder kommt mal dran.

Die Hupe ist ja ganz schĂśn laut...

Am Schluss sind wir noch mit dem groĂ&#x;en Gabelstapler gefahren. Das ist ein Ferrari! Der kann ganze Container hochheben. Eigentlich ist das ein Greifstapler. Man greift die Container von oben. Mit dem Kran-Arm, der auf 15 m ausfahrbar ist, kann man die sogar oben auf einen Stapel draufstellen. Bis zu 50 Tonnen kann der heben. Der Stapler selber wiegt 75 Tonnen. Er muss so schwer sein, damit er mit der Last nicht umkippt. 19


YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 20


PRINT

an, Jason, Malcom, Reporter im Einsatz: Furk rin, Ciğdem Grace, Halil, Sunshine, Na

Wir sind zur Druc kerei gefahren, weil da unse re Zeitung gedruckt wird. Da s Druckhaus Dortmund ist am Ha fen. Zuerst haben wir die Zeitung am Computer gesehe n. Das kommt dann auf Platten, un ten kommen in eine d die PlatMaschine, und aus der Maschi ne kommen die Blätter raus. Am besten fand ic h di maschine. Die kann e Schneide1000 Blätter auf einmal schnei den! Dann war da noch eine Masc hine, wo die Seiten aufeinande rgelegt werden und dann kommen Kl ammern dran, und dann war die Zeitung fertig. Halil

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DRUCKEREI | Reporter im Einsatz

DRUCKVORSTUFE INTERVIEW: WIEBKE BREUER, Druckvorstufe Jason: Wir haben Ihnen ja vorhin die Druckdaten geschickt. Was wird jetzt damit gemacht? Wiebke Breuer: Die werden jetzt in der Vorstufe verarbeitet und dann gedruckt. Bei Borsig11 kommt aus dem Drucker jede Seite einzeln raus. Hier kommt ein ganzes Heft. Wie geht das? Wenn wir die Seiten alle einzeln drucken wollten, dann würde das viel zu lange dauern. Also haben sich die Drucker eine Maschine ausgedacht, die große Druckplatten verarbeitet, und wir stellen mehrere Seiten auf einem Bogen zusammen.

Auf dem Computer werden die Seiten „ausgeschossen.“ So werden sie auf den Druckbögen angeordnet. Es sieht aus, als wären alle Seiten durcheinander...

Die Seiten sind aber hier auf Ihrem Bildschirm völlig durcheinander. Was ist denn da passiert? Keine Sorge, das sieht zwar durcheinander aus, hat aber seine Ordnung. Die Druckbögen werden „ausgeschossen“, so heißt das. Nach dem Druck werden

sie gefalzt und geschnitten. Wenn man den Bogen in der Mitte faltet, und dann nochmal, dann liegen die Seiten wieder in der richtigen Reihenfolge aufeinander, und man muss nur noch den Rand aufschneiden und in der Mitte heften – fertig ist die Zeitung. Furkan: Wieso drucken Sie mit Platten? Haben Sie keine Farb-Patronen? Das nennt sich Offset-Druck. So produziert man z.B. Zeitungen in hoher Auflage. Wir belichten und entwickeln die Platten, 4 Stück pro Bogen für die Farben Blau, Rot, Gelb und Schwarz (CMYK). Die Farben werden auf die Druckplatten aufgetragen, und drüben in der Maschine wird dann gedruckt. Eine Farbe nach der anderen, genau übereinander, sodass ein buntes Bild entsteht. Wie kriegt man das hin, dass die genau aufeinander passen? Auf jeder der 4 Platten befinden sich Passkreuze an derselben Stelle. Daran kann man das genau ausrichten.

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Nach der Entwicklung kann man das Bild schon erkennen. Von dem einzelnen Film wird aber nur eine Farbe gedruckt, und die anderen drei dann darüber.

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Die Druckbögen werden auf Metallplatten belichtet. Für jede Farbe eine. Wie beim Foto benutzt man dafür eine lichtempfindliche Schicht.

Ausschießen: Das Blatt wird 2-mal gefaltet und durchnummeriert. Wenn man wieder auffaltet, sieht man, wie man die Seiten anordnen muss, damit sie später hintereinander liegen.


Reporter im Einsatz | DRUCKEREI

OFFSET-DRUCK Die Druckmaschine läuft. Sie spuckt 70 Bögen pro Sekunde aus. Der Drucker kontrolliert, ob die Farben gleichmäßig sind. Ansonsten muss er korrigieren.

INTERVIEW: MURHAREM PUSHKOLLI, Druckmaschine Malcom: Da kommen ja viele Blätter raus. Und so schnell! Murharem Pushkolli: Wir sind gerade beim Andruck. Alles, was da rauskommt, sind sozusagen erstmal Probedrucke. Wofür sind die ganzen Knöpfe da? Damit kann man die Farbe steuern. Ich schaue mir die Bögen genau an und kann dann an bestimmten Stellen z.B. mehr Rot geben oder weniger, je nachdem. Erst wenn alles perfekt ist, beginnt die Auflage. Wie lange haben Sie gebraucht, um unsere Zeitung zu drucken? Das waren 4 Bögen, glaube ich. Dafür haben wir dann ca. 8 Stunden gebraucht.

Der Blick in ein Walzwerk zeigt: Die Farbe gelangt von oben auf die Druckplatte und wird über mehrere Walzen auf das Papier übertragen.

Grace: Wo sind denn die Farbplatten? Die Druckplatten sind eingespannt in der Maschine, eine in jedem Werk. Wir drucken jetzt gerade 4-Farb-Satz, also mit Blau, Rot, Gelb und Schwarz. Die Farbe geht hier über die Walze auf das Papier. Müssen Sie auch mal Farbe nachfüllen? Ja klar, die Farben werden oben in den Farbkästen der Maschine nachgefüllt.

Mit den Schiebereglern lässt sich die Farbdichte für jede der 4 Druckfarben regulieren. Wenn alles stimmt, kann die Auflage gedruckt werden.

Jeder Druckbogen läuft nacheinander durch die 4 Walzwerke. Alles muss auf den Zehntel-Millimeter genau aufeinanderpassen. Das geht sehr schnell, und die Maschine macht dabei großen Lärm.

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DRUCKEREI | Reporter im Einsatz

WEITERVERARBEITUNG INTERVIEW: JETON PUSHKOLLI, Weiterverarbeitung Jason: Wie viele Arbeiter arbeiten hier? Jeton Pushkolli: In unserer Firma arbeiten 8–10 Arbeiter.

Die Schneidemaschine hat ein scharfes Messer und sehr viel Kraft. Man kann einen dicken Stapel am Stück schneiden, muss aber auf seine Finger aufpassen.

Grace: Wird unsere Zeitschrift auch hier geschnitten? Wir haben ja hier die großen Bögen gedruckt, und die werden bei eurer Zeitschrift auf A4 geschnitten, dort an der Schneidemaschine. Danach geht es weiter an die Zusammentrag-Heftmaschine. Wie viele Blätter kann die Schneidemaschine schneiden? Die packt ca. 800–1000 Bögen auf einmal.

Kann man hier ein Praktikum machen? Ja, wir haben eigentlich fast jedes Jahr einen Praktikanten, der ein paar Monate bei uns ist. Ist das denn schwer, hier zu arbeiten? Nein eigentlich nicht. Es macht richtig Spaß hier. Arbeiten muss man zwar schon, aber schwer ist es nicht. Furkan: Ist das eher ein männlicher oder ein weiblicher Beruf? Ich würde sagen beides. Hier die Weiterverarbeitung ist ja keine schwere körperliche Arbeit, sodass Frauen wie Männer sie ohne Weiteres ausführen können. Ist das nicht nervig bei dem ganzen Lärm? Ach was, da gewöhnt man sich dran. Nervig würde ich nicht sagen.

Cüs!

Nach dem Schneiden warten die Seiten stapelweise auf die Heftung.

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In der Halle ist es laut, weil viele Maschinen gleichzeitig laufen.


Reporter im Einsatz | DRUCKEREI

FERTIG! Furkan: Das ist ja ein richtiges Fließband. Ja, hier wird eure Zeitung zusammengetragen. Wir legen die Doppelseiten hier an der Seite ein, und die werden dann von dem Greifarm angesaugt. Der Stapel läuft da durch und es kommt immer eine Seite drauf, bis er voll ist. Dann fährt er rauf zur Heftmaschine.

An diesem Förderband werden die Seiten ineinandergelegt. Erst der Umschlag, dann die erste und die letzte Seite, die zweite und die vorletzte usw. bis zur Mitte. Dann stimmt‘s.

Wie lange dauert das? Das ist jetzt die zweite Hälfte der Auflage, also ca. 1 Stunde. Mit der Hand würde man dafür Tage brauchen. Und ist die Zeitung dann endlich fertig? Ja, sie muss nur noch in die Heftmaschine. Dort wird geklammert, gefalzt in der Mitte, dann kommt noch ein Frontschnitt, damit die vorne ganz glatt ist, und dann kommt die Zeitung so raus. Hier, bitte sehr!

Cool! In dem Artikel über die Druckerei will ich auch vorkommen!

Heftmaschine: Klammern, Falzen, Frontschnitt. Die erste Ausgabe des YOUNGSTERS magazins ist fertig. Und sie ist wirklich gut geworden.

Nanu? Ist da ein Spiegel drauf?

Schau mal hinten. Meine Bilder sind auf Seite 59.

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Foto: RoboCup / Bart van Overbeeke

YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 26


ROBOCUP e, Malcom, Reporter im Einsatz: Eken an Sunshine, Grace und Furk

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ROBOCUP ROBOCUP | Reporter im Einsatz

Roboterfußballweltmeisterschaft 2013

Roboter, die Fußball spielen. Sowas gibt es wirklich, an der Uni Dortmund im Institut für Roboterforschung. Das Team heißt „Nao Devils“. Wir haben die erst an der Uni besucht und dann sind wir zum RoboCup, zur Roboterfußballweltmeisterschaft in Eindhoven gefahren. Im Institut für Roboterforschung gab es viele neue Sachen, die wir noch nie gesehen haben, z.B. einen BMW, der alleine fahren kann. Der hat zwei Lenkräder, damit man einen Unfall verhindern kann, wenn was nicht funktioniert. Manche Studenten sind für Carrera-Bahnen zuständig. Sie testen, wie schnell die Autos sind. Und früher gab es keine RoboterMenschen, sondern Roboter-Hunde. Die Naos sind Roboter-Menschen aus Frankreich, die alle gleich sind, aber man kann sie programmieren, dass sie dir z.B. bei den Hausaufgaben helfen, oder dass sie sprechen können. Oder Fußball spielen! Nicht ferngesteuert, sondern ganz von alleine. Die Studenten versuchen, die Roboter intelligent zu machen. Und die Nao Devils wollten am RoboCup, der Roboterfußballweltmeisterschaft in Eindhoven teilnehmen. Da haben wir gesagt, da fahren wir auch hin. Wenn man nach Eindhoven will, muss man erst lange mit dem Zug fahren. Als wir ankamen, haben wir uns mit Presseausweis angemeldet. Mit dem Presseausweis konnte immer nur einer zu den Robotern rein. Die anderen sind so lange auf die Zuschauer-Tribüne gegangen und haben von da die Spiele geguckt. Wir haben auch die Nao Devils wiedergetroffen. Die haben gegen Dresden 6:1 verloren und gegen Berlin 2:1 gewonnen. Es waren auch Teams aus Amerika und aus China dabei. Für die Roboter ist das alles viel schwieriger als für Menschen. Alleine schon das Laufen. Bei einem 28

Spiel hat ein Roboter z.B. eine richtige Parade gemacht, aber hat den Ball nicht gehalten. Die Roboter stehen auch cool auf, wenn sie mal hingefallen sind. Es gab auch andere Roboter, die Fußball gespielt haben, z.B. ganz große, die werden selber gebaut, oder ganz schnelle, die auf Rädern fahren. Und außer Fußball gab es noch ganz viele andere Sachen. Wir haben ein Plakat hergestellt und danach sind wir in einen anderen Raum gegangen und haben da ein Borsig11Fahrzeug gebaut. Wir haben viel Metall gebraucht, das gab es da. Und wir haben einen großen Spoiler hinten dran gemacht. Danach sind wir zu einem anderen Gebäude gegangen, und da konnten Kinder Roboter bauen. Bei RoboCup Junior habe ich ein Interview gemacht. Der Junge hieß Markus und hat mir viel erzählt. Er hat einen Wettbewerb gewonnen, bei dem man Roboter aus Lego-Teilen und Elektro-Teilen baut. Die fahren so lange in einem Irrgarten rum, bis sie selber den Ausgang finden. Erst fahren die immer gegen die Wand, aber sie lernen und werden dadurch besser. Auf der Rückfahrt haben wir noch ein Eis gegessen. Als wir wieder am Borsigplatz angekommen sind, war es schon fast dunkel und wir sind schnell nach Hause gegangen. Bald wollen wir noch mal zur Uni gehen und fragen, ob jemand mit uns auch einen richtigen Roboter bauen kann. Ekene


Reporter im Einsatz | ROBOCUP

NAO DEVILS INTERVIEW: INGMAR SCHWARZ, ELENA ERDMANN, JAN HENDRICK BERLIN, Institut für Roboterforschung, TU Dortmund Malcom: Bist du der Vater der Roboter? Ingmar: Nein, der Vater wohnt in Frankreich. Da sitzt die Firma Aldebaran, die baut die alle. Kann man so einen auch selber bauen? Da müsstest du schon eine sehr gut ausgestattete Werkstatt haben. Im Internet gibt es Bausätze für Roboter, aber so einen Nao kann man nicht selber bauen. Wie teuer ist so ein Nao? Der kostet pro Stück ca. 12.000 Euro. Kann der mir auch bei den Hausaufgaben helfen? Da ist ein ganz normaler Computer drin. Also wenn du ihn richtig programmierst und ihm dann die richtigen Fragen stellst, dann kann er das machen. Kann der Roboter denn sprechen? Der hat hier Mikrofone an den Seiten – die Ohren – und er hat auch Lautspre-

cher. D.h. du kannst mit ihm sprechen. Sunshine: Warum hat der nur 3 Finger? Die können ihre Hände gar nicht so benutzen wie ein Mensch. Sie können die nur öffnen und schließen. Und dazu brauchen sie nur 3 Finger.

Minuten, und wenn es dann in die Verlängerung und ins ElfmeterSchießen geht, dann wird‘s schon knapp mit dem Akku. Außerdem laufen die Gelenke heiß, dann ist Ende, dann müssen wir wechseln.

Ekene: Können wir auch mal Fußball gegen die Roboter spielen? Ach, die haben absolut keine Chance gegen euch. 2050 sollen sie zwar die Fußball-Weltmeister schlagen, aber da ist noch viel zu tun.

Welche Chancen habt ihr bei der Weltmeisterschaft? Tja, das wissen wir noch nicht so genau. Wir gehen mal davon aus, dass wir die Vorrunde überstehen, aber dass wir den Titel holen, ist nicht so wahrscheinlich.

Wie trainiert ihr für den RoboCup? Elena: Wir trainieren nicht wie Menschen, also dass wir ständig spielen, sondern wir programmieren. Die Roboter machen zwar genau das, was wir ihnen sagen, aber das Problem ist, das alles fehlerfrei hinzukriegen. Wir müssen ganz oft umprogrammieren und immer wieder testen. Manchmal gehen auch Roboter kaputt, deshalb müssen wir sie im Moment sogar schonen.

Verstehe. Wie viele Pokale habt ihr eigentlich schon bis jetzt? Elena: Einmal haben wir gewonnen, aber das ist schon ganz schön lange her. Ansonsten waren wir vor 2 Jahren VizeWeltmeister, und Dritter waren wir auch schonmal.

Wie viel Ausdauer hat so ein Nao? Jan Hendrick: Also wir spielen 2-mal 10

Malcom: Habt ihr auch einen Fanclub? Nein, bisher noch nicht. Ekene: Dann wollen wir euer Fanclub sein und mit nach Eindhoven kommen! Ach, cool. Dann sehen wir uns da. http://nao-devils.de

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ROBOCUP | Reporter im Einsatz

VOR DEM SPIEL INTERVIEW: MATTHIAS HOFMANN von den Nao Devils

Furkan: Hallo, seid ihr die Nao Devils aus Dortmund? Matthias: Ja, sind wir. Wir sind hier beim RoboCup in Eindhoven. Habt ihr gute Chancen zu gewinnen? Es geht so. Wir tun uns noch etwas schwer, aber wir arbeiten dran, uns zu verbessern. Wer ist der Champion? Im Moment noch Austin Villa aus Amerika, aber das wird sich vielleicht dieses Jahr ändern. Spielt ihr auch gegen den Champion? Ja, wir haben schonmal ein Testspiel gegen sie gemacht, das haben wir auch 1:0 gewonnen, aber die sind mittlerweile viel besser geworden. Ist es schwer, so einen Nao zu programmieren? Wir arbeiten schon sehr viele Jahre daran. Die aktuelle Version benutzen wir seit etwa 5 Jahren. Was ist so schwer daran? Da gibt es viele Herausforderungen. Zum Beispiel muss sich der Roboter auf dem Spielfeld orientieren können, er

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muss Bälle erkennen können, die Linien, überhaupt das Feld, er muss laufen können, und er muss auch noch die richtigen Entscheidungen treffen, d.h. wann schieße ich, wann passe ich zu einem Mitspieler usw. Gibt‘s die auch in verschiedenen Größen? Es gibt ganz verschiedene Größen, z.B. die Midsize-League, die haben Rollen. Das sind fahrende Roboter, auf einem größeren Feld. Und dann gibt es Humanoide. Die einen sind etwa menschengroß, es gibt welche dazwischen, ungefähr so groß wie Kinder, und auch ganz kleine Roboter. Dauert es länger, einen großen Roboter zu programmieren? Die Anforderungen sind ganz unterschiedlich. Bei den großen Robotern kommt es eher darauf an, sie stabil zu bauen, und bei den kleineren geht es eher darum, ein interessantes Verhalten zu implementieren. Die Großen sind auch sehr viel teurer. Deshalb spielen da auch nur 2 gegen 2 Roboter, während wir 5 gegen 5 spielen.


Reporter im Einsatz | ROBOCUP

NACH DEM SPIEL INTERVIEW: OLIVER URBANN von den Nao Devils Malcom: Ich habe gehört, dass ihr 2:1 gewonnen habt. Stimmt das? Oliver: Ja, aber man muss leider dazu sagen, dass da ein Eigentor dabei war. Aber wir sind froh, dass wir weiter sind, und die Stimmung ist gut jetzt erstmal. Gegen wen spielt ihr jetzt? Ja, da liegt das Problem. Wir sind leider 2. geworden in unserer Gruppe, und das heißt, wir spielen jetzt gegen Bremen. Das wird ganz und gar nicht einfach, denn Bremen ist schon 4- oder 5-mal Weltmeister geworden. Werdet ihr denn Tore schießen? Ich hoffe! Ich weiß noch, 2011, da ist Bremen auch wieder Weltmeister geworden. Wir waren im Finale gegen die. Bremen hat kein einziges Tor reinbekommen in der ganzen WM, nur von uns eins. Ich hoffe, dass wir dieses Mal was Ähnliches hinkriegen. Warum fallen die Roboter immer um? Kann man denen nicht einprogrammieren, dass sie nicht umfallen? Ja, als Mensch denkt man, Laufen ist einfach, weil man von Kind an dran gewöhnt ist. Bei Robotern ist das ein bisschen anders. Die haben Getriebe, sind aus Plastik, Motoren – das ist alles längst nicht so gut wie ein Mensch. Das so zu programmieren, dass,

wenn sie ins Schwanken kommen, sie sich abfangen können, das ist eine sehr schwierige Aufgabe. Man sieht hier ja viele Teams, die gut laufen oder weniger gut laufen. Da steckt eine jahrelange Arbeit dahinter. Wenn ein Roboter an die Seite muss, nach wie vielen Minuten darf der dann wieder rein? Das hängt auch von der Strafe ab. Wenn sie sich z.B. auf dem Feld drängeln, also ineinander laufen, dann sind sie glaube ich für eine halbe Minute raus. Dann werden sie umgedreht und dürfen wieder reinlaufen. Werfen sich die Roboter denn oft um? Ziemlich oft. Einerseits ist ja das Laufen ein Problem, und andererseits müssen die sich ja gegenseitig sehen können, um sich überhaupt aus dem Weg gehen zu können, und das ist noch ein großes Problem. Die Roboter sind ja weiß, und es gibt viele weiße Sachen auf dem Feld. Deswww.robocup2013.org

halb laufen sie oft ineinander, und dann gibt es einfach nur ein Riesen-Chaos. Ist bei dem Spiel einer der Roboter kaputt gegangen? Bei dem Spiel nicht, aber die sind schon so empfindlich, dass sie meistens nicht eine komplette Weltmeisterschaft überstehen. Hier der z.B. ist verletzt. Wir haben aber das Glück, sie rüber nach Aldebaran bringen zu können, und dass die uns die kostenlos reparieren. Tut dem Roboter was weh? Da gibt‘s schon ein paar Defekte, z.B. dass die Gelenke nach einer Zeit verschleißen, dass Zahnräder rausbrechen. Der Roboter hier hat jetzt das Problem, dass die Verkabelung im Fuß wohl nicht ganz richtig funktioniert. Wenn der Fuß einknickt, weil kein Strom drauf ist, dann fällt er um. Matthias bringt den jetzt in die Klinik, und die reparieren das für uns.

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ROBOCUP | Reporter im Einsatz

MIDDLE SIZE LEAGUE INTERVIEW: ANDREAS WITSCH, Carpe Noctem Cassel Furkan: Wie heißt euer Team? Andreas: Wir sind das Team „Carpe Noctem“ aus Kassel, und wir spielen gerade um den Einzug ins Halbfinale gegen das Team Pitak aus China. Was ist das für eine Klasse? Das ist die Middlesize-League. Das sind Roboter, die auf Rädern fahren, eine Grundfläche von 50x50 cm haben, 80 cm hoch sind und nicht schwerer als 45 kg sein dürfen. Die sind richtig schnell und können auch aus der Distanz sehr zielgenau schießen.

Was macht ihr während des Spiels an den Computern? Wir als Team eigentlich gar nichts. Es gibt nur eine Referee-Box, wo der Schiedsrichter die Befehle einstellt, also sowas wie Anstoß, Einwurf, Start und Stop. Ansonsten machen die Roboter alles autonom. Kauft ihr die Roboter auch, oder baut ihr die selbst? Die sind komplett selbst gebaut. Wie lange dauert es, so einen zu bauen? So ca. 1 Jahr, würde ich sagen, und dann kommt noch die Software oben drauf. Also in etwa 1 1/2 Jahren ist das zu schaffen, aber ist schon eine Menge Arbeit.

http://carpenoctem.das-lab.net

HUMANOID INTERVIEW: MICHAEL SCHREIBER, NimbRo / ais Bonn Grace: Was machst du da? Michael: Ich baue einen Roboter zusammen, damit wir noch einen mehr zum Spielen haben. Funktioniert der auch? Wird er wahrscheinlich. Sein Bruder tut‘s. Der hat einen Bruder? Ja, der steht da vorne auf dem Spielfeld und hat vorhin auch schon Tore geschossen. Welche Klasse spielen die? Das ist die TeenSize der Humanoid League. Die sind ca. 1 Meter groß und wiegen um die 6,5 kg. 32

Können die was, was die Naos nicht können? Die sind vor allem größer. Die Naos werden ja gekauft und dann programmiert. Wir stellen unsere Roboter selber her. D.h. wir können beeinflussen, wie die aussehen, und was sie für Funktionen haben. Und die können mit einem richtigen Ball spielen, so groß wie ein normaler Fußball. Die Naos spielen mit so einem kleinen Plastik-Ball. Bekommt der Roboter auch ein Trikot? Zusammengebaut wird er im nackten Zustand, aber dann bekommt er Sachen angezogen wie ein richtiger Fußballspieler.

Foto: Felix Oprean / www.nimbro.net


Reporter im Einsatz | ROBOCUP

ROBOCUP JUNIOR Ekene: Hallo, ich bin Ekene. Wer bist du? Ich bin Markus. Was ist hier los? Das ist hier der RoboCup Junior. Hier gibt es insgesamt 3 Ligen, die Dance-Liga, die Soccer-Liga und die Rescue-Liga. In der Dance-Liga denken sich Schulklassen ein Stück mit Robotern aus und werden von einer Jury bewertet. In der Soccer-Liga spielen 2 oder 3 Roboter mit einem Infrarot-Ball Fußball, und in der Rescue-Liga, in der ich starte, muss ein Roboter ein Rettungs-Szenario, ein Labyrinth durchfahren, und ein Opfer, das in dem Fall eine Dose darstellt, bergen und evakuieren. Ist das dein Roboter, den du gebaut hast? Ja, das ist unserer, mit dem wir bei den Berlin-Qualifikations-Turnieren angefangen haben, und dann zur deutschen Meisterschaft gereist sind, dort den ersten Preis gewonnen haben und dann hier zur Weltmeisterschaft gekommen sind. Wie baut ihr diese Roboter? Grundgerüst sind die Lego-Bauteile, die man kaufen kann. Wir verwenden hier ein NXT, das ist ein Lego-Controller. Aber wir haben uns dieses Jahr entschieden, auch auf andere Sensoren und Controller zu setzen. Hier hinten kann man noch viel mehr Sensoren anschließen, damit sind wir viel besser.

Die YOUNGSTERS wollen auch Roboter bauen. Damit nehmen wir dann an der Welt-RoboterOlympiade 2014 im Dortmunder Rathaus teil. Unsere ersten Modelle koennt ihr auf S. 63 sehen ;-) Ekene

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FORMEL1

, Sunshine, Reporter im Einsatz: Timo d Ekene Chelsea, Nina, Mohamed un

YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 34


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FORMEL1 | Reporter im Einsatz

Hallo Herr Starzinger, wir haben gehĂśrt, hier gibt es einen

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Reporter im Einsatz | FORMEL1

Risiko-Beruf Formel1-Pilot INTERVIEW: MARCUS STARZINGER, Projektleiter der DASA Sonderausstellung „Die Profis“

Timo: Warum liegt das Auto so flach am Boden? Je näher das am Boden ist, desto niedriger der Schwerpunkt, und desto schneller kann man um die Kurven fahren. Aber damit kommst du keine Bordsteinkante rauf und runter. Parken in der Nordstadt ist damit ganz schwierig. Und einen Rückwärtsgang hat der auch nicht.

etwas anders aus usw., sind leichter, vielleicht ein bisschen flotter in den Kurven. Mit dem Auto würde man heute kein Rennen mehr gewinnen können.

Chelsea: Hallo Herr Starzinger, wir haben gehört, hier gibt es einen Rennwagen? Marcus Starzinger: Ja, wir bauen hier gerade eine Ausstellung auf, die heißt „die Profis“, da geht es um riskante Berufe. Und da haben wir auch einen Formel1Rennwagen drin. Wo ist der denn? Kommt mit, ich zeig ihn euch. Mohamed: Cool! Der sieht echt aus. Wann fährt der wieder? Der fährt leider gar nicht mehr. Das Auto ist aus den 70er Jahren und ist zwischen 1976 und 1978 Rennen gefahren. Aber heute fährt der nicht mehr. Warum fährt der nicht mehr? Das ist so wie bei den Autos, die auch so auf der Straße unterwegs sind. Da werden immer wieder neue entwickelt, die sind ein bisschen schneller, die sehen

Nina: Was ist das für eine Marke? Das ist ein McLaren Typ M26. McLaren ist ein englischer Rennstall, den es auch heute noch gibt. Das geht zurück auf einen Rennfahrer, der irgendwann auch angefangen hat, Autos zu bauen. Hat das Auto denn auch Rennen gewonnen? Das Auto ist 31-mal bei Formel1-Rennen am Start gewesen und hat 3-mal gewonnen. Gefahren hat es damals der britische Rennfahrer James Hunt, der 1976 mit dem Vorgänger-Auto Weltmeister geworden ist. Mit dem hier war er aber nicht ganz so schnell. Ekene: Wie schnell kann der Rennwagen fahren? Der hat weit über 500 PS und ist sicher über 300 km/h gefahren, wobei die Rennstrecken früher so viel Kurven hatten, dass die eigentlich diese ganz hohen Geschwindigkeiten oft gar nicht ausfahren konnten, weil sie vorher bremsen mussten.

Ekene: Und wieso haben Rennwagen eigentlich einen Spoiler? Die Autos sind ja so flach wegen des Luftwiderstands. Die Luft strömt also über das Auto drüber und in dem Moment, wo sie hinten über den Spoiler nach oben geht, drückt sie das Auto nach unten, und die Kraft des Motors wird noch mal besser auf die Straße übertragen.

Timo: Wie schnell ist der auf 100? Das Auto konnte in etwa 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. So zum Vergleich: Ein normaler PKW braucht dafür mindestens 10–12 Sekunden. Aber beim Rennen ist es genauso wichtig, dass so ein Auto gut bremsen kann, und nicht nur schnell fahren. Chelsea: Wieso das denn? Weil so moderne Rennstrecken ganz viele Kurven haben, und da kann man ganz viel Zeit verlieren, wenn das Auto nicht 37


FORMEL1 | Reporter im Einsatz

Slicks sind ganz glatte Reifen ohne Profil. Mehr Kontakt zum Boden geht nicht. Bei Regen aber nicht zu empfehlen.

Cockpit des McLaren M26

Mohamed: Darf ich mich mal in den Rennwagen reinsetzen? Leider nicht.

Der Helm von Sebastian Vettel

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Warum nicht? Das ist ein ziemlich seltenes Auto, ein Museumsstück, und wir erwarten hier viele Tausende Besucher. Wenn sich von denen jeder da reinsetzen würde, wäre es hinterher wohl nicht mehr so schön wie vorher. Das wäre schade.


gut bremst. Bremsen und schnell aus der Kurve wieder Rausfahren, das ist eigentlich das Geheimnis vom Autorennen. Das macht es spannend, aber es ist natürlich auch eine große Unfallgefahr. Sunshine: Hat das Auto denn schon mal einen Unfall gehabt? Also von dem hier wüsste ich nicht, dass es mal einen schweren Unfall gehabt hätte. Aber in der Zeit, als es noch gefahren ist, hat es noch ziemlich viele schlimme Unfälle gegeben mit Rennautos. Der Wagen hat ja auch gar kein Dach oben drauf. Das stimmt, der hat kein Dach, aber hier oben einen Überrollbügel. Also falls sich das Auto mal überschlägt, dann ist der Fahrer dadurch ein bisschen geschützt. Und die Rennfahrer haben natürlich immer einen Helm auf, damit der Kopf, der rausguckt, auch geschützt ist. So wie beim Motorrad? Ja, die Helme sind so ähnlich, aber technisch etwas aufwendiger und sicherer als normale Motorradhelme. In der Ausstellung haben wir z.B. einen Helm, den hat Sebastian Vettel mal getragen, auf dem Nürburgring bei einem Rennen. Den kennt ihr ja wahrscheinlich, das ist ja der aktuelle Weltmeister in der Formel1. Timo: Bringen die Rennfahrer ihre eigenen Helme mit? Nein, die bringen die Helme nicht selber mit. Das wird von dem Verband, der die Autorennen organisiert, vorgeschrieben, was die für einen Sicherheitsstandard haben müssen. Da gibt es harte Tests, damit die Helme auch wirklich so stabil sind, dass für die Fahrer keine große Gefahr besteht. Der Verband regelt den ganzen Formel1-Betrieb, z.B. wie die Rennstrecke sein muss, welche Kleidung die Fahrer tragen müssen, wie sie fahren, wann sie anhalten müssen, wann ein Rennen unterbrochen wird

Ihr Einsatz ist hoch. Sie riskieren ihre Gesundheit, vielleicht sogar ihr Leben. Aber sie wissen, was sie tun. Denn sie sind:

DIE PROFIS

James Hunt

usw., das ist alles ganz streng geregelt, und das dient vor allem auch der Sicherheit. Dann ist Rennfahren sehr gefährlich? Rennfahrer ist schon ein gefährlicher Beruf, aber wir haben hier in der Ausstellung auch viele andere gefährliche Berufe, z.B. den Gerüstbauer, den Forstwirt, den Arzt, der in Krisengebieten arbeitet – wo es Krieg gibt, da müssen ja auch immer Leute versorgt werden. Wir haben den, der die alten Bomben entschärft, die hier manchmal noch auf Baustellen gefunden werden, oder Taucher, Polizisten, und wir haben den Fußballer, denn auch die Profi-Fußballer haben einen gefährlichen Beruf... Sunshine: Können wir uns das auch angucken? Die Ausstellung ist ja leider noch nicht fertig. Weil ihr als Journalisten als erstes hier

McLaren M26

rein durftet, habt ihr schon mal so einen Voreindruck bekommen, aber wir müssen noch ein paar Tage bauen und können noch nicht alles zeigen. Deshalb würde ich sagen, ab dem 15. September könnt ihr mit Verwandten, Freundinnen und Freunden wiederkommen und euch die Ausstellung gern noch mal anschauen. Das machen wir.

Die Profis

Eine Ausstellung über riskante Berufe 15.09.2013 – 27.04.2014 DASA Arbeitswelt Ausstellung Friedrich-Henkel-Weg 1-25 44149 Dortmund

www.dasa-dortmund.de

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Foto: Ibefisch | pixelio.de

Reporter im Einsatz | FORMEL1


Street Soccer NORD CUP

YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 40


street r socce

NORD CUP Borsigplatz Kirchderne Derne

26.-30. Juli 2013 gefördert von der VIVAWEST Stiftung und leuchte auf – die BVB Stiftung 41


Teams

Borsig Kanaken

FC Street Kicker Albatürk

Böller SF Türkspor 329

The mixed Race

Borsigplayer

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Galatasaray Girls


Street Soccer NORD CUP

Pro Street

Paris St. Germain

Borsig

Die schwarzen Teufel

Real Madrid (Kirchderne)

Worldspieler

Real Madrid (Derne)

Galatasaray Die Chaoten

FC Europa

Die lachenden Kinder

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Derne

Auf Asphalt kann man besser spielen als auf Rasen, weil der Ball besser rollt. Mein Team heißt Pro Street. Beim NORD CUP in Derne sind wir Meister geworden. Takang

Street Soccer NORD CUP

Letztens war wieder Borsig11 Street Soccer im Gummipark: Da wird eine Bande mit Netz aufgestellt. Es spielen 4 gegen 4. Diesmal haben aber nicht nur wir um den Preis gespielt, sondern das war die Qualifikation für den NORD CUP. Die Sieger spielen im Sommer gegen Kirchderne und Derne. Die vom Fanprojekt haben sogar eine Musikanlage mitgebracht, und Murphy war DJ.

Kirchderne

Mein Team heißt Borsig: Das sind Touhami, Anes, Mert, Oualid und Djalo und ich. Jeder durfte mal spielen. Die Auswechselspieler haben wir gebraucht, weil in den Sommerferien manche nicht da sind, und wir brauchen ja 4 Spieler, die in der Hauptrunde in Derne antreten. Unser Team-Manager ist der Vater von Djalo. Wir haben bei der Quali den zweiten Platz geholt. Im letzten Spiel habe ich 2 Tore geschossen, gegen Galatasaray! Wenn wir es ins Finale schaffen, gewinnen wir einen Trainingstag in der Fußballschule vom BVB. Emre 44

Borsigplatz


Street Soccer NORD CUP

Gewinner des Street Soccer NORD CUP in der BVB Evonik Fußballschule

Fußballschule Spieltagskurs Geiler BVB-Tag! Ich bin morgens aufgewacht und habe mich fertig gemacht für das Probetraining in der BVBFußballschule. Ich hab mich gefreut und war glücklich, dass ich mitspielen konnte. Das Training war supergut und auch ein bisschen hart. Der Trainer war auch nett. Wir haben nach dem Training gegessen, und das Essen war lecker. Nach dem Essen kam Emma, die BVB-Biene, und wir haben ihr schak gegeben. Danach hat sie uns eine Unterschrift gegeben auf ihrem Bild. Dann sind wir ins Stadion gegangen, da war Emma auf dem Platz. Ich habe ganz oben in der vorletzten Reihe gesessen. Es war das erste Heimspiel der Saison. Da hab ich das erste Mal die BVB-Spieler gesehen. Sie haben 2:1 gegen Braunschweig gewonnen. Mir hat es gut gefallen. Ich fand den Tag total cool. Jason aus Kirchderne 45


YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 46


TATORT

Reporter im Einsatz: Mert, Furkan, Jason

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YOUNGSTERS Reporter bei den Dreharbeiten zum Tatort Dortmund: Eine andere Welt

Ermittlung im Stadtgarten INTERVIEW: MARION SAND, Produktionsleiterin Mert: Wie ist die Handlung von der Folge? Marion Sand: Kurz zusammengefasst: Es wird ein Mädchen gefunden am Phoenix-See. Das ist das, was wir gestern und vorgestern schon dort gedreht haben. Anfänglich wird vermutet, dass das Mädchen, weil es teuer gekleidet ist, auch dort lebt. Aber es stellt sich heraus, dass sie aus einer anderen Siedlung kommt, aus Clarenberg. Da gehen die Kommissare hin und bekommen mit, aus welchem Milieu sie stammt. In Clarenberg leben ja Menschen, die nicht so viel Geld haben. Sie erfahren, dass sie aufs Gymnasium geht, sich aufs Abitur vorbereitet und Freunde aus der Dortmunder Oberschicht hat. Diese beiden Welten werden in der Folge gezeigt und es wird vermutet, dass der Mord etwas damit zu tun hat. Furkan: Wie lange dauert es, die Folge zu drehen? Wir haben 22 Drehtage eingeplant, also knapp 5 Wochen.

Was haben Sie heute hier zu tun? Also, wir sind hier heute am Stadtgarten. Wir sehen, wie die beiden jungen Kommissare Nora und Daniel auf der Suche sind nach Tarek und seinem Freund Marcel. Das sind die beiden anderen Schauspieler, die in diesen gelben Jacken eben hier vorbeigegangen sind. Sie finden sie hier im Stadtgarten und wollen ihnen eine Frage stellen. Und was dann passiert, werdet ihr nachher noch mitkriegen. Was gehört alles zu Ihrem Job? Ganz schön viel. Bevor wir überhaupt anfangen zu drehen, schaue ich, was im Drehbuch steht, was man dafür braucht, wie teuer das ist und bespreche das dann mit dem WDR. Das ist der Sender, der uns den Auftrag gibt, diesen Film zu machen. Dann fangen wir an zu planen und gucken, wer mitspielt, wer zum Team gehört. Das dauert eine ganze Weile, und dann fangen wir an zu drehen. Und dann gucke ich, dass alles so funktioniert, wie wir uns das ausgedacht haben. Mert: Und wo ist Kommissar Faber? Gute Frage, Herr Faber ist heute nicht da, es ermitteln dafür die jungen Kommissare. Herr Faber hat für diesen Drehtag frei. Im Film ist er aber parallel woanders unterwegs und geht einer anderen Spur nach.

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Foto: WDR / Thomas Kost

Mord am Phönix-See Noch wenige Stunden zuvor hatte Nadine zusammen mit ihren Freunden im Dortmunder Nobel-Nachtclub »Century« gefeiert. In den frühen Morgenstunden wird am Phönix-See die Leiche der 16 Jahre jungen Schülerin geborgen. Schnell steht fest: Nadine Petzokat wurde ermordet...

Foto: WDR / Thomas Kost

Szene am Stadtgarten Die jungen Kommissare Nora und Daniel sind auf der Suche nach Tarek, dem Ex-Freund der Ermordeten. Sie entdecken ihn zusammen mit Marcel, Nadines Bruder, im Stadtgarten.

Besetzung: 33 Team, 6 Darsteller, 14 Komparsen Darsteller: Kommissarin Nora Delay (Aylin Tezel) Kommissar Daniel Kossik (Stefan Konarske) Tarek Abboubi (Hassan Akkouch) Marcel Petzokat (David Hürten) Komparsen: 2 BMX-Fahrer, 10 Passanten


Reporter im Einsatz | TATORT

Furkan und Mert haben im Requisiten-Bus die Leiche entdeckt.

Furkan: Wie viele Leute arbeiten hier? Marion Sand: Heute sind ca. 50 Mitarbeiter am Set. Neben den Schauspielern und Komparsen sind ganz viele Leute vom Filmteam dabei: für Kamera, Ton, Licht, Regie, Maske, Requisite usw., und dann für die ganze Organisation, dass alle gut versorgt sind und konzentriert arbeiten können.

Mert: Warum ist das Auto bedeckt, also die hintere Seite? Felix Karolus (Regieassistent): Wie man hier sieht, ist es teilweise abgeklebt, damit Licht nicht von überall kommt. Wir versuchen ja immer, das Licht zu kontrollieren. Von einer Seite kommt das Licht, und die andere Seite wird schwarz gemacht. Und wird man das auch im Film sehen? Die Abdeckung nicht, aber die Schauspieler, die dort drinnen sitzen, werden natürlich besser ausschauen.

Hat jeder Schauspieler seinen eigenen Wohnwagen? Nein, heute nur drei. Jedenfalls, wenn wir hier draußen in der Kälte stehen, dann kriegen alle einen Platz, wo sie sich aufwärmen können. Wie lange dauert es, einen Schauspieler zu schminken? Im Durchschnitt eine Stunde. Haben Sie viele Schminker? Wir haben 2 Maskenbildner, die das machen. Beim Tatort ist das normal. Anders ist das z.B. bei historischen Filmen mit aufwendigen Kostümen und Perücken, wo das sehr viel mehr Zeit beansprucht.

Der Polizeiwagen ist hinten verdunkelt. Die Kamera muss mit, und im Kofferraum der Mann für den Ton.

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Der Regisseur überwacht alles an einem Monitor. Das Drehbuch ist auch immer dabei.


Ein gutes

Team INTERVIEW: AYLIN TEZEL, Schauspielerin

Mert: Warum hat Daniel im Film gesagt: „nur Sex“? Aylin Tezel: Also Nora und Daniel haben etwas miteinander, und eigentlich sind sie auch ineinander verliebt. Aber Nora hat Angst, wenn sie eine richtige Beziehung eingehen, dass sie dann Schwierigkeiten auf der Arbeit bekommen. Denn eigentlich darf man nicht zusammen sein, wenn man gemeinsam ermittelt, und deshalb verheimlichen die beiden das. Furkan: War das Bulgarenhaus in der Mallinckrodtstraße echt? Nein, das haben wir so eingerichtet. Es gibt ja immer Szenenbildner bei jedem Film und die besorgen dann alle möglichen Requisiten. Manchmal ist es sogar so, dass sie eine Wohnung ganz neu

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Stefan Konarske und Aylin Tezel als Kommissare Daniel und Nora

tapezieren und streichen nur für den Film, und wenn der Film fertig ist, müssen sie dann alles wieder zurückverwandeln, wie es vorher war.

Schritt davor, oder dahinter. Das passiert eigentlich ständig. Aber es ist immer lustig. Mert: Sprechen Sie türkisch oder deutsch draußen, mit Ihren Freunden? Ich kann leider gar kein Türkisch.

Mert: Im Tatort wohnen Sie in Dortmund. Gefällt es Ihnen hier? Ja, es gefällt mir gut in Dortmund. Es ist ein bisschen kalt jetzt gerade, wir haben nicht so Glück mit dem Wetter.

Warum heißen Sie dann Aylin Tezel? Mein Vater ist ja Türke, meine Mama ist aber Deutsche, und die haben beide mit mir nur deutsch gesprochen. Deswegen hat das mit dem Türkisch nicht so geklappt.

Faber provoziert Sie immer, und Sie gleichen das aus. Sind sie ein gutes Team? Ich finde, wir sind ein sehr gutes Team, wir sind halt alle 4 sehr unterschiedlich in unseren Rollen, aber das ist ja auch gut so, weil es dann spannender ist. Und es gibt ja auch hier und da einen Konflikt, wie es auch normal ist, wenn man so zusammenarbeitet. Aber das macht die Geschichte dann auch interessanter. Jetzt nach der 3. Folge merkt man aber doch, dass wir als Team zusammenwachsen.

Furkan: Wie sind Sie Schauspielerin geworden? Ich wollte das, glaube ich, schon immer werden. Aber ich habe erst relativ spät verstanden, dass es wirklich ein Beruf ist, mit dem man auch Geld verdienen kann, und nicht nur etwas, was mir unglaublich Spaß macht. Dann habe ich irgendwann so mit 15 privaten Schauspielunterricht genommen, dabei aber meine Schule fertig gemacht und Abitur gemacht. Danach habe ich mich an Schauspielschulen beworben und habe mich dann ausbilden lassen zur Schauspielerin.

Was war Ihr größter Fehler im Film? Also Fehler passieren einem ganz oft, dass man zwischendurch seinen Text vergisst, oder wenn man auf einer bestimmten Markierung landen muss, um richtig in der Kamera zu sehen zu sein, dann ist man manchmal einen

Mögen Sie tanzen? Ich liebe tanzen, das ist eine ganz große Leidenschaft von mir und ich finde es wichtig für jeden Menschen, seinen Körper benutzen zu lernen. Das ist eine gute Sache. Wenn man einen gesunden Körper hat, muss man damit etwas machen. – Oh, die warten schon. Ich muss jetzt weiterdrehen. Viel Spaß, und danke für das Interview! Danke, euch auch. Macht weiter so!


Reporter im Einsatz | TATORT

Furkan: Was macht mehr Spaß, die Vorstadtkrokodile oder der Tatort? David Hürten: Weiß nicht, da ich bis jetzt noch nicht so viel vom Tatort gesehen habe. Also die Vorstadtkrokodile waren einfach etwas anderes als der Tatort, das war mehr so etwas wie ein kleines Lebensprojekt. Aber jeder Dreh macht Spaß, auf seine ganz eigene Art.

Vorstadtkrokodil unter Verdacht INTERVIEW: DAVID HÜRTEN, Schauspieler

Ist das das erste Mal, dass Sie einen Tatort drehen? Ja. Wie sind Sie in den Tatort gekommen? Durch meine Agentur. Die Produktion hat meine Agentur angeschrieben und gefragt, ob ich das machen möchte, und ich hab ja gesagt. Jason: Ist die Rolle schwierig? Ja, ich habe noch nie so eine emotionale Rolle gespielt, weil ja meine Stiefschwester stirbt. Und auch eine sehr harte Rolle, wegen dem Ghetto und so. Ist eine sehr interessante Rolle, die auch sehr viel Spaß macht.

David Hürten hat früher ein Vorstadtkrokodil gespielt und ist total cool.

Und was machen Sie in der Rolle so? Ich spiele ja den Bruder von der Ermordeten, und mein bester Freund ist der Ex-Freund der Ermordeten. Die haben mit Pillen zu tun und sind kriminell unterwegs, und das ist eigentlich die Geschichte. Ich bin ein Krimineller und der Bruder von der Ermordeten. Wie sind Sie Schauspieler geworden? Mit Leidenschaft und Ehrgeiz! Mert: Was ist doof, wenn man berühmt ist? Man wird nicht so einfach berühmt. Das Doofe daran ist sicher, dass man nirgendwo mehr hingehen kann. Aber da ich ja noch überall hingehen kann, bin ich nicht berühmt. Gott sei Dank! Wissen Sie schon, wer der Mörder ist? Weiß ich, darf ich aber nicht sagen. Ach bitte, können Sie es mir nicht doch sagen? Ich sag es auch nicht weiter ...

Als Marcel wird er im Tatort mit Drogen erwischt. Das ist nicht so cool.

David hat mir was ins Ohr geflüstert, aber ich hab nur „Sssff“ verstanden. Weißt Du, wer der Mörder ist? Wenn ja, schreib uns. Unter den Einsendern verlosen wir ein YOUNGSTERS-Shirt! Schreib an: YOUNGSTERS Redaktion Machbarschaft Borsig11 Borsigplatz 9 44145 Dortmund 51


Reporter

Set-Fotograf

Regie

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Uuund: Action! W채hrend der Szene mussten wir ganz leise sein, weil das sonst mit auf den Ton kommt...

Tarek haut ab.

Nora verfolgt ihn.

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Cut!

Kamera

Ton


Licht

Darsteller

Komparse

Neukölln–München–Clarenberg INTERVIEW: HASSAN AKKOUCH, Schauspieler ich studiere auch Schauspiel in München. Dann gab es ein Casting für den Tatort, da habe ich teilgenommen, und die haben mich genommen.

Jason: Warum sind Sie in der letzten Szene vor der Polizei abgehauen? Hassan Akkouch: In dieser Szene vom Tatort Dortmund, die jetzt gerade gedreht wurde, da geht es darum, dass ich ein Verdächtiger bin. Und weil ich kriminelle Sachen mache, bin ich vor der Polizei abgehauen. Furkan: Warum wiederholen Sie so oft die Szenen? Also, es muss ja alles stimmen. Erstmal die Kamera, der Ton, die Perspektive, dann müssen die Schauspieler gut gespielt haben, und alles in allem dauert es immer sehr lange, bis man das hinbekommt und der Regisseur zufrieden ist. Und dann muss man das auch noch aus verschiedenen Blickwinkeln drehen für den Schnitt. Deswegen machen wir das so oft. Wie sind Sie in den Tatort gekommen? Ich interessiere mich für Schauspiel und

Jason: Was ist Ihr liebstes Hobby? Ich habe früher lange Fußball gespielt und dann irgendwann angefangen, Breakdance zu tanzen, war dann sogar Deutscher Meister. Und jetzt sind meine Hobbies Tanzen und Schauspiel. Wollten Sie das Tanzen früher auch schonmal beruflich machen? Tanzen wollte ich nie beruflich, aber ich habe herausgefunden, dass Projektarbeit und künstlerische Arbeit etwas für mich ist, und deswegen mache ich jetzt Schauspiel.

Drehen Sie diese Folge nur in Dortmund? Der Tatort spielt nur in Dortmund. Aber ich habe noch ein paar Drehtage in Köln, im Studio. Da werde ich dann verhört.

Furkan: Haben Sie vorher schon in einem anderen Film mitgespielt? Also erstmal gibt es einen Film über meine Familie, der heißt „Neukölln Unlimited“ (www.neukoelln-unlimited.de), ein Dokumentarfilm, der lief auch im Kino und auf der Berlinale. Dann hab ich bei „Der Kriminalist“ und in „Verbrechen“ von Ferdinand von Schirach mitgespielt, und schon in zwei anderen Tatorten: in München und in Frankfurt.

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STADION an, Ekene, Reporter im Einsatz: Merv d, Okan Enes, Egzon, Denis, Ciha

YOUNGSTERS Video-Clip www.borsig11.de/youngsters 54


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STADION | Reporter im Einsatz

Heute ist Tag der offenen Tür beim BVB, und wir gucken, was es hier alles gibt.

INTERVIEW: NILS GOSMANN, BVB-Lernzentrum Mervan: Gibt es hier 80.000 Plätze? Nils Gosmann : Ja, etwas mehr sogar, ich glaube 80.645. Ekene: Wieso gibt es Stehplätze? Die „Gelbe Wand“, so wird unsere Stehplatz-Tribüne oft genannt, gehört in Dortmund einfach dazu. Zu jedem Heimspiel feuern 25.000 Fans die Mannschaft an und sorgen so für eine ganz besondere Stimmung im Signal Iduna Park. Die Preise sind hier etwas günstiger als auf den Sitzplatz-Tribünen, so können sich auch viele Jugendliche den Eintritt leisten.

RASEN

Müsst ihr den Rasen manchmal gießen? Der wird sicher auch mal gegossen. Es gibt hier 10–15 Leute, die sind nur für den Rasen verantwortlich. Im Moment ist die Beleuchtung an, denn der Rasen braucht überall genug Licht, damit er gleichmäßig wächst.

Interkultureller Tag der offenen Tür

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Reporter im Einsatz | STADION

Egzon: Wer sitzt hier normalerweise? Hier auf diesen Plätzen ist das immer unterschiedlich. Ganz rechts außen sitzt Jürgen Klopp, bzw. der steht ja auch häufig mal. Daneben sitzt der Sergio Bovac, unser Co-Trainer. Alle anderen Plätze sind nicht speziell vergeben. Sitzen auch die Spieler hier? Die Auswechselspieler, ja natürlich. Elf spielen, die anderen sitzen hier. Aber im Allgemeinen kann sich jeder, der auf der Auswechselbank sitzt, hinsetzen, wo er möchte.

BANK

Ein bisschen wie Auto-Sitze. Aus welchem Stoff sind die? Das kann ich dir nicht genau sagen. Leder, würde ich tippen. Und sitzt man hier gut? Also, ich persönlich finde die sehr bequem. Man kann sich gut das Spiel anschauen, und im Winter sind die auch schön beheizt. Hier kann man es aushalten.

UND Mervan: Und wer sitzt hier normalerweise? Leute, die sich schlecht benehmen. Das ist das StadionGefängnis. Seit der Weltmeisterschaft 2006 muss jedes Stadion ein Gefängnis haben. Wird hier auch kontrolliert, ob jemand schlimme Sachen dabei hat? Ja, denn das ist sehr wichtig, damit die Personen keine anderen Menschen gefährden oder sich selbst verletzen. Seit der letzten Saison haben wir im Stadion sogar so gute Kameras installiert, die jede Person – sogar auf der Südtribüne – erkennen können. Das hilft der Polizei sehr. 57


Markt der Möglichkeiten

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Ein bunter Tag beim BVB Am 20. Juli sind wir zum Stadion gefahren. Da gibt es das BVB–Lernzentrum, und die haben einen „interkulturellen Tag der offenen Tür“ gemacht. Als wir ankamen, war schon vieles aufgebaut. Das hieß „Markt der Möglichkeiten“ und wir hatten auch einen Stand mit unserem YOUNGSTERS magazin. Wir sind dann zu den anderen Ständen gegangen und haben gefragt, was die machen. Es gab z.B. eine „Schule ohne Rassismus“, ein „Respekt-Büro“ oder einen Stand über Berufe. Und viele Sachen, die mit Fußball zu tun haben. Eine Torwand, auf die haben wir geschossen, und die ist sogar einmal umgefallen. Draußen war ein Street Soccer-Platz, und drinnen gab es ein Spiel auf einem Tisch, da musste man einen Tischtennisball ins gegnerische Tor pusten. Es gab auch türkisches und afrikanisches Essen, und Musik und Trommeln und Tanzen. Am besten war die Stadionführung. Wir waren auf der Tribüne und in dem Raum, wo die Pressekonferenzen sind, und auch unten auf dem Platz bei den Spielerbänken. Da durften wir sogar mal auf Kloppos Platz sitzen! Enes, Egzon, Denis

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Reporter im Einsatz | STADION

Schule ohne Rassismus

bunt kickt gut Respekt-Büro

Ekene: Hallo, wir sind Reporter von der YOUNGSTERS akademie. Was macht Ihr hier? Ich bin Vertreterin des kommunalen Integrationszentrums in Dortmund, speziell des Projekts „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“. Hier verteilen wir eine Start-Info, die kann man mitnehmen zu einer Schule, die noch keine „Schule ohne Rassismus“ ist, und man kann sehen, wie man so eine Schule werden kann. Wir verteilen hier Flyer und Aufkleber und so, die alle so ausgerichtet sind, dass sie gegen Rassismus deutlich Stellung beziehen.

Okan: Hallo, wir sind von den YOUNGSTERS. Ich wollte fragen, was ihr hier macht? Wir sind „Bunt kickt gut“, und wir sind heute hier, um uns vorzustellen.

Ok, ist das hier in Dortmund, oder in einer anderen Stadt? Das gibt es in ganz Deutschland. Inzwischen gibt es schon über 1.000 Schulen, die „Schulen ohne Rassismus“ sind, und allein in Dortmund sind es fast 30 Schulen. Die Bedingung ist, dass von den an der Schule tätigen Leuten 70% ein Pamphlet unterschreiben, dass sie alles tun, dass an ihrer Schule Rassismus und Diskriminierung bekämpft werden.

Bis wie viel Jahre geht die NordstadtLiga? Von 10–17/18 Jahre. Es gibt die U13, die U15, die U17 und die U19.

Landeskoordination SoR-SmC Ruhrallee 9 44139 Dortmund Tel.: 02931 / 8252 - 14 www.schule-ohne-rassismus.org

buntkicktgut – IG Initiativgruppe e.V. Jugendamt Dortmund Ostwall 64 44135 Dortmund www.buntkicktgut-dortmund.de

Was stellt ihr denn vor? Wir bieten eine Freizeit-Liga an, die das ganze Jahr gespielt wird, und da kann jeder teilnehmen, der möchte. Jeder kann eine Mannschaft zusammenstellen und bei uns mitkicken. Das ist kostenlos, aber auch eigenverantwortlich. Also ihr seid dafür zuständig, dass das Spiel auch stattfindet.

Wissen Sie, wer die beste Mannschaft der Nordstadt-Liga ist? Ich würde sagen, das sind die All-Stars Dortmund, oder die Borsigplayer, die kommen vom Borsigplatz.

Cihad: Hallo, was macht ihr hier? Wir sind vom Respekt-Büro. Wir sind für Demokratieförderung, Zivilcourage, und gegen Rassismus und Vorurteile. Und wir haben hier heute ein Glücksrad aufgestellt. Was findest du wichtig an deiner Arbeit? Ich mache außerschulische Bildungsarbeit. Ich bin ja selber noch ganz jung, erst 18, und ich finde es wichtig, dass den Jugendlichen nahegebracht wird, dass Demokratie wichtig ist, und was daran wichtig ist. Oder ihnen die Vorurteile bewusst zu machen, die sie haben. Also bewusst damit umzugehen, das ist mir ganz wichtig, und gegen Rassismus zu arbeiten. Danke für das Interview. Ich danke dir. Ich find‘ das klasse, dass du dich engagierst als Reporter, und dafür möchte ich dir hier noch einen Respekt-Sticker überreichen.

Jugendamt Dortmund – Respekt-Büro Geschwister-Scholl-Straße 33-37 44145 Dortmund Tel.: 0231 / 50 - 29942 www.respekt.dortmund.de

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STADION | Reporter im Einsatz

Multikulturelles Agentur für Forum Arbeit

ARIC-NRW

Mervan: Hallo, was machen Sie hier an Ihrem Stand? Ich bin der Tyran, wir sind vom multikulturellen Forum aus Lünen und haben verschiedene Projekte. Wir haben ca. 70 Mitarbeiter, die bei uns beschäftigt sind, und jeder hat ein Projekt, das er betreut. Wir wollen uns hier heute vorstellen und auch die Arbeit vom BVB Lernzentrum unterstützen.

Denis: Hallo, ich bin der Denis, und ich wollte Sie fragen, was Sie hier machen? Ich bin hier eingeladen worden zu dieser Veranstaltung. Ich bin vom AntiRassismus Informations-Centrum in Duisburg. Wir machen uns stark für das interkulturelle Miteinander, und gegen Rassismus und Diskriminierung. Wir machen u.a. Trainings, Workshops, Seminare mit Kindern, mit Jugendlichen, mit Lehrern, mit Erwachsenen zu diesem Thema. Und dafür bin ich hier, die Arbeit vorzustellen.

Machen Sie das nur in Lünen? Wir sind im Bereich Dortmund, aber auch im Kreis Unna und in Hamm. Kann man hier spielen oder Sachen gewinnen? Wir haben hier eine Mitmach-Aktion: das Elfmeter-Pusten. Da können zwei gegeneinander spielen. Da kann man Taschen, Stifte, Ballons und jede Menge andere Sachen gewinnen.

Multikulturelles Forum e.V. Münsterstr. 46b 44534 Lünen Tel.: 02306 / 30 630 0 www.multikulti-forum.de

Mervan: Hallo, was machen Sie hier? Ich bin Slatjana Mitrovic, die Migrations-Beauftragte der Agentur für Arbeit Dortmund. Haben Sie auch Kollegen, die Ihnen helfen? Für den Bereich Migration bin ich alleine zuständig, aber ansonsten habe ich viele Kollegen in der Agentur. Wenn man Fragen hat zur Berufswahl, was man machen möchte später, oder was man studieren möchte, dann geht man zur Agentur für Arbeit Dortmund, und da helfen einem die Kollegen. Haben Sie diese ganzen Werbungen gemacht? Ja, die hat die Bundesagentur für Arbeit gemacht. Kann man sich davon was mitnehmen? Ja, z.B. hier die Bravo, die Beruf Aktuell, Unterlagen zur Studien- und Berufswahl, Bewerbungstipps, wenn man einen Ausbildungsplatz sucht, aber auch Information zu Migrationsdiensten. Eine ganz bunte Mischung.

Agentur für Arbeit Dortmund Steinstr. 39 44147 Dortmund Tel.: 0231 / 842 - 1272 Dortmund.BCA@arbeitsagentur.de

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Was finden Sie wichtig an Ihrem Job? Ich mache das für das ARIC ehrenamtlich, und ich finde einfach wichtig, dass jeder so seinen Beitrag leistet, dass wir gut miteinander leben können und dass jeder so sein kann, wie er ist, und dass es ein friedliches Miteinander gibt.

Anti-Rassismus Informations-Centrum ARIC-NRW e.V. Friedenstr. 11 47053 Duisburg Tel.: 0203 / 28 48 73 www.aric-nrw.de


Reporter im Einsatz | STADION

Fan-Projekt

OSCAA

Egzon: Hallo, wer seid ihr? Hallo, ich bin der Tim vom Fan-Projekt.

Cihad: Hallo, ich wollte fragen, was Sie hier machen? Wir sind Angolaner. Wir sind Tänzer, und wir sind hierhergekommen, um zu zeigen, was wir können. Aber das Programm ist ja leider schon vorbei.

Und was macht ihr hier? Wir betreuen die Street-Kick-Anlage, die du im Hintergrund siehst. Kann man die auch ausleihen? Nein, aber du kannst gerne spielen. Enes: Gehört dieser Platz Ihnen? Nein, der gehört nicht mir, sondern dem Fan-Projekt. Darf hier jeder mitspielen? Hier kann jeder mitspielen: jung, alt, weiblich, männlich, kein Problem. Dürfen wir auch spielen? Ja, könnt ihr machen.

Veranstaltung verpasst? ●●●●●●●●●●●●●●●●●●● Nächster interkultureller Tag der offenen Tür im Signal Iduna Park am 31. Mai 2014 15–18 Uhr

Wie lange haben Sie geübt, um das zu können? Also wir zusammen arbeiten schon seit über sechs Monaten, und wir wollten heute unseren ersten Auftritt machen. Können Sie das auch uns zeigen? Wir machen afrikanisches Tanzen, aber wir haben auch Leute, die HipHop tanzen. Wir können euch das gerne zeigen.

Fan-Projekt Dortmund e.V. Dudenstr. 4 44137 Dortmund Tel.: 0231 / 721 42 92 www.fanprojekt-dortmund.de

OSCAA Organizacao Socio-Cultural dos Angolanos na Alemanha e.V. oscaa_dortmund@yahoo.com www.oscaa.org

OSCAA 61


AKTION | wer macht was

YOUNGSTERS AKTION wer macht was

HOFPUTZ Heute haben wir im Garten den Müll weggeräumt. Das war viel Arbeit. Ich war natürlich mit dabei. Da lagen z.B. Flaschen rum, Papier, Yum Yum-Tüten und Chips-Tüten. Die Leute schmeißen das einfach so hin. Wir sind so verrückt, dass wir das wegräumen, aber es wäre gut, wenn uns noch ein paar Leute helfen können. Sala macht z.B. den anderen Hof sauber. Ciğdem hat mitgeholfen und Narin hat auch mitgeholfen. Und hinterher haben wir noch die Blumen gegossen. Ekene

Es war ein sonniger Tag und wir haben selber Eis gemacht. Jule hat uns das gezeigt. Für das Eis brauchen wir Obst und Eis-Zauber für Früchte. Wir haben das Obst geschnitten und dann haben wir das Obst püriert. Anschließend füllten wir das Eis in Becher. Dann haben wir die Becher in den Tiefkühlschrank gestellt.

EIS MACHEN

Für viele Kinder haben wir Eis gemacht. Es war sehr gut und lecker. Aber es war so anstrengend, dass wir uns gefragt haben, wie die das in der Eis-Fabrik machen. Melisa

TWIZY FAHREN Der Twizy ist ein Elektroauto. Volker hat es von einem Freund geliehen bekommen. Es fährt ohne Benzin, hundertprozentig elektrisch und wird aufgeladen, wenn es leer ist – so wie jetzt gerade. Ein Stecker steckt drin. Das Kabel geht zur Steckdose. Wir sind schon zwei Mal damit gefahren: eine Runde um den Borsigplatz, dann zum Hoeschpark und zurück. Ganz schön schnell ist das Auto. Beim Fahren macht es kein Geräusch. Ein paar Leute haben geguckt. Es passen nur zwei Leute hinein: ein Fahrer und hinten noch einer. Es gibt keinen Kofferraum, ist eben ein Stadtauto. 3.000 Euro kostet es. Renault ist der Hersteller. Solche Autos schützen die Umwelt. Erstens, weil sie keinen ekligen Geruch auspusten, zweitens, weil sie kein Benzin verbrauchen. Benzin wird aus Erdöl gemacht, und Erdöl wird knapp, und das Verbrennen von Erdöl verursacht das schädliche CO2-Gas. Das viele Abgas ist schuld, dass sich die Erde erwärmt und in der Antarktis die Gletscher schmelzen und Eisbären vom Aussterben bedroht sind. Deshalb sollten mehr Leute Twizy fahren so wie wir. Egzon / Denis

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wer macht was | AKTION

World Robot Olympiad Champions

Lahmacun Dafür braucht man: für den Teig: 1 kg Mehl 1 Würfel Hefe 1 EL Salz 1 Ei 350 ml Wasser für den Belag: 500 g Rinderhackfleisch 5 Zwiebeln 1 EL Salz 1 TL Paprikapulver, edelsüß 1 EL Köftegewürz 1 Bund Petersilie 1 Ei 2 EL Margarine 3 EL Tomatenmark

mischen, Zutaten für den Hefeteig und zu einer Teigkugel kneten 45 Min. an einem warmen Ort ca. gehen lassen.

Zwiebeln mit den Gewürzen und zerkleinern und Ei, Margarine und Tomatenmark hinzugeben Hackdurchmischen. Dann das Petersilie fleisch und die gehackte dazu mischen. abstechen Vom Hefeteig einen EL Arbeitsund auf einer bemehlten handtelfläche zu 1-2 mm dicken und 1-2 lergroßen Fladen ausrollen verstreiEL der Belagmasse darauf chen. Bei 200° auf der unteren 10-15 Min. backen.

Schiene

Noch wat

Noch wat

mit Salat Lahmacun kann man rollen belegen und zusammen oder einfach so essen.

Wir waren ungefähr zehn Kinder. Erst haben wir die Wasserballons in der Küche vorbereitet, 20 bis 25 Stück. Dann haben wir sie in einen Eimer hineingesteckt und den Eimer draußen im Innenhof auf den Tisch gestellt. Da haben wir ein Spiel gespielt: Immer zwei Leute stellen sich in einem bestimmten Abstand gegenüber und werfen sich den Wasserballon zu. Immer hin und her. Dabei muss man vorsichtig werfen und gut zielen. Und gut fangen. Das Team, das am häufigsten hin- und herwirft, hat gewonnen. Ein anderes Spiel geht so: Zwei Leute nehmen einen Wasserballon und werfen möglichst hoch. Der Wasserballon darf nicht runterfallen. Wenn er runterfällt, hat derjenige, der ihn runterfallen ließ, verloren. Und wenn der Ballon in Deiner Hand platzt, zählt das auch als verloren. Juliane hat uns in fünf Gruppen aufgeteilt. Es gab keinen Gewinner. Wir haben aus Spaß gespielt. Zum Glück war schönes Wetter. Wenn es regnet, und man wirft mit Wasserballons, wäre das weniger lustig. Egzon / Denis

Inne Mitte

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Kochbananen sind größer als norma etwas nanen und nicht le Baso süß. Wenn sie noch grün sind, kann man sie kochen, und wenn sie reif sind, braten. In Westaf rika heißt das Dodo. Am allerbesten schmecken sie, wenn man sie frittier t.

Dodo : frittier te Ko ch banane n (afrikanisch)

Dodo kann man immer essen. Zum Frühstü ck mit Ei, mittags z.B. Fisch oder abends mit mit Tomatensoße.

Zutaten: 2 reife Koc aus dem hbanaen Afrika-S hop und 1/2 l Öl

Inne Mitte

WASSERBALLONS

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Kochbananen schälen und schräg in längliche Scheiben schneiden. Öl in der Fritteuse oder in einem Topf erhitzen und Bananens cheiben 5-10 Min. frittieren, bis sie goldbraun werden. Mit einem Schöpflöffel herausheben und gut abtropfen lassen. Dodo lässt sich vielseitig kombinieren, sogar mit Fisch! Den Fisch am besten dünsten und mit Tomatenscheiben und Zwiebelrin gen garnieren. Etwas Chilipaste dazu: perfekt!

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KOCHBUCH Die YOUNGSTERS haben ein Kochbuch herausgegeben. Dafür haben wir Rezepte gesammelt, und die haben wir dann ausprobiert. An einem Tag sind wir sogar in die Stadt gefahren in eine große Küche mit vielen Herden, und wir haben ganz viele Gerichte auf einmal gemach: Brot, Pizza, Pommes, Burger, Lahmacun, Shakes, Kekse, Kuchen und noch mehr.

Dortmund t bu nt Wir waren 20 Köche, undc die hFrauen ko

Dortmund kocht bunt Ringbuch, 21 x 14,8 cm, 100 Seiten 9,95 € im Borsig11 Shop: www.borsig11.de

Dortmund kocht bu nt

vom Ladies’ Circle haben uns geholfen. Wir haben fast alles aufgegessen. Nur von den Kuchen und Keksen haben wir noch was mit nach Hause genommen.

Das Kochbuch haben wir gemacht, damit andere die Gerichte auch kochen können. Also viel Spaß, und guten Appetit! Mervan

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MEIN LIEBLINGSBUCH

NACHBARS GARTEN

An dem Tag hat bei uns die Sonne geschienen. Ich war draußen, und da hab ich die anderen gesehen. Die sind in den anderen Hof rübergegangen mit Schaufeln, Hacken, Schubkarren und Blumen. Und Salat. Da bin ich mitgegangen. Drüben sind wie bei uns im Hof so Felder, wo nur Steine drin sind. Die Steine haben wir mit der Schaufel in die Schubkarre getan und an die Hauswand gebracht, wo die anderen Steine sind. Beim Schaufeln und beim Schubkarrefahren hab ich mitgeholfen. Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 5 – Geht‘s noch? Ein Comic-Roman, 224 Seiten Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus) Preis: EUR 12,99

Da war auch ein Haufen Erde. Edis und ich und andere Kinder haben dann die Erde da reingetan, wo vorher die Steine waren. Und dann war das ein Beet. Dann bin ich kurz weggegangen, weil meine Mutter Mittagessen gemacht hatte.

Jungs schreiben keine Tagebücher. Oder etwa doch?

Als ich wiedergekommen bin, waren schon alle Pflanzen eingepflanzt. Da war

Mein Lieblingsbuch ist Gregs Tagebuch 5. Das Buch ist ein Comic-Roman und sehr spannend! Acht Folgen gibt es inzwischen, glaube ich, aber das fünfte gefällt mir am besten. Da geht es ums Erwachsenwerden. Die anderen heißen „Keine Panik“, „Jetzt reicht‘s“ oder „Dumm gelaufen“. Ich habe beim Lesen ein paar Fehler gefunden. Vielleicht findet ihr die auch? Allein die Bilder fand ich schön. Die sind echt lustig. Das Buch ist ab 10 Jahren geeignet. Amira

Weitere Informationen: www.gregstagebuch.de

RAMADAN Wenn Ramadan ist, fasten wir jeden Tag. Wir haben verschiedene Zeiten, wann wir essen dürfen, manchmal 21:40, manchmal 21:50 Uhr – immer eine Zahl runter. Die genauen Zeiten stehen in einem Kalender. Man darf essen, was man will. Ins Bett gehen wir dann gegen 23 oder 24 Uhr. Um 3 Uhr müssen wir wieder aufwachen, damit wir essen und nicht verhungern. Danach gehen wir nochmal ins Bett. Dann stehen wir wieder auf und ab in die Schule. In unserer Klasse gibt es auch Christen und Hinduisten, die schämen sich jetzt, vor uns zu essen. Wenn wir wieder nach Hause kommen, warten wir, bis die Zeit kommt. Sechs Stunden darf man essen. 18 Stunden muss man fasten. Ob das schwer ist? Nein. Ja: Wir dürfen nicht essen und auch nicht trinken. Die

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Salat, Sonnenblumen, andere Blumen. Und da waren kleine Schilder mit Möhren oder Gurken, aber die konnte man gar nicht sehen, weil die erst noch als Samen in der Erde sind. Manchmal gießen wir die, weil die dann besser wachsen. Meine Mutter hat auch herbe viele Pflanzen zu Hause. Manche kann man essen. Die sind alle drinnen, und manche auf der Fensterbank. Ich will auch so ein Beet haben. Bei uns im Hof, vor unserem Fenster. Da müssen wir auch die Steine erst wegmachen und Erde reintun und dann wächst das. Narin

Moslems machen das alle. Ab 13 ist es Pflicht. Wir machen es aber schon, seit wir 12 sind. Wenn du was unternimmst, vergisst du das Fasten und kriegst keinen Hunger. Manche können es nicht aushalten. Wenn man sein Fasten bricht, also kaputt macht, muss man nach Ramadan 60 Tage fasten. Macht man das nicht, ist das Haram. Haram ist zum Beispiel auch, wenn man Brot in die Mülltonne wirft, wenn man Schweinefleisch isst, wenn man lügt oder klaut. Man muss gegenüber anderen Menschen Respekt haben. Wenn du gestorben bist, wird alles aufgezählt, was du gemacht hast. Erklärt hat uns das unser Hoca. Bei ihm haben wir samstags und sonntags von 10 bis 11:30 Uhr Unterricht, lesen Koran. Die Mädchen haben eine eigene Stunde mit einer Frau. Muhammed & Okan


wer macht was | AKTION

Foto: Günther Schmitz

VIP-Maus Bei Borsig11 kann man malen und Bücher lesen und ausleihen. Das Malen ist gar nicht schwer. Ich habe eine VIP-Maus gemalt. Die hab ich erfunden. Und dann habe ich Fotos gemacht, z.B. von einem Blumentopf. Guido hat dann die Maus im Laptop in den Blumentopf reingesetzt. Die VIP-Maus war schon in der letzten YOUNGSTERS-Zeitung drin. Dann habe ich einen Clown gemalt, einen Hund, ein Tedi, eine Katze, zwei Jungs, die spielen Basketball, und eine Giraffe, Marienkäfer und Bienen, ein Haus, einen Osterhasen, ein Hotel, eine Geburtstagsmaus und noch andere Sachen. Damit habe ich eine eigene Ausstellung gemacht im Quartiersbüro am Borsigplatz. Die Bilder haben wir groß gemacht und aufgehängt. Für die Eröffnung war ich Obst kaufen gegangen mit Emre und Narin und Edis. Wir haben Äpfel, Erdbeeren, Bananen und so kleine grüne Dinger geholt. Wir wissen nicht, wie die heißen. Und wir haben Fotos gemacht, und mein Vater war da und meine Mutter und Emre, Narin, Melisa, Volker, Guido, Lydia, Edis, Chelsea und ihr kleiner Bruder, und Mert und ein paar andere Leute, die ich nicht gekannt habe. Ich habe allen meine Bilder gezeigt. Und wir haben Postkarten von meinen Bildern gemacht und die verkauft. Und so haben wir das alles bezahlt, und ich habe auch was bekommen. Ciğdem

TÜRKISCH für Anfänger Nasilsin? = wie geht‘s? Git = geh weg Ben = ich Sen = du O = er, sie, es Biz = wir Siz = ihr Onlar = sie

Okul = Schule Ev = zuhause Kapı = Tür Kitap = Buch Masa = Tisch Yatak = Bett

Baba = Vater Anne = Mutter Abi = Bruder Kardes = Geschwister

Furkan

LESERBRIEF Hallo, ich heiße Anuscha und bin 11 Jahre alt. Ich finde das YOUNGSTERS magazin voll cool und würde auch mal gerne mitmachen, aber ich wohne weit weg in Bonn. Ich fand die Artikel über die Polizei und über den Zoo am besten und freue mich schon auf das nächste Heft! Anuscha 65


Impressum

Reus!

YOUNGSTERS magazin

Mkhitaryan!

Ausgabe 2 / Februar 2014 Herausgeber: Machbarschaft Borsig11 e.V. Borsigplatz 9, 44145 Dortmund Tel.: 0231 / 80418150 Mail: info@borsig11.de Web: www.borsig11.de Eintragung im Vereinsregister Registergericht: Dortmund Registernummer: 6665

Punkte

Wir haben als YOUNGSTERS Reporter und bei Borsig11Projekten Punkte gesammelt und dafür BVB-Heimtrikots bekommen.

Gündoğan!

Chefredaktion: Guido Meincke

Vielen Dank an Herrn Dr. Gerhard Scheuch, der uns die Trikots gespendet hat!

Redaktion: Isabelle Reiff, Volker Pohlüke, Feliks Horn, Jasmin Sterzenbach Team: Juliane Schoenen, Sabitha Saul, André Koernig, Ruaridh MacNeil, Stefan Wachowiak, Julia Rumi, Mustafa Yilmaz, Ibrahim Turhan u.a. Fotos: Sabitha Saul, Feliks Horn, Isabelle Reiff, Volker Pohlüke, Ekene Illustrationen: Marc Papenheim, Ciğdem, Narin, Jason Layout: Guido Meincke Lektorat: Uta Graßhoff Anzeigenleitung: Volker Pohlüke

Ihr Engagement für die YOUNGSTERS akademie Die YOUNGSTERS akademie ist ein Projekt von Machbarschaft Borsig11 e.V., dem gemeinnützigen Verein für kreative Entwicklung am Borsigplatz. Unterstützen Sie die YOUNGSTERS mit Rat und Tat! EhSpendenkonto: renamtliche Helfer sind jeMachbarschaft Borsig11 e.V. derzeit willkommen. Für fiSparkasse Dortmund nanzielle Zuwendungen erBLZ 440 501 99 halten Sie auf Wunsch eine Kontonr.: 191021673 Spendenbescheinigung.

Druck: Druckhaus Dortmund Auflage: 3000 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Vervielfältigung auf Datenträger nur nach Genehmigung des Herausgebers.

Borsig11 66

gefördert von:


Vorschau: In der nächsten Ausgabe besuchen die YOUNGSTERS u.a. eine Eismanufaktur, das Krankenhaus und sind beim Talent-Award Ruhr dabei.

Als Reporter kann man Orte und Bereiche erkunden, die einem sonst nicht zugänglich sind. Die YOUNGSTERS berichten über aktuelle Themen, sich selbst und andere aus ihrer eigenen Perspektive – in Form von Video-Clips und in ihrer eigenen Zeitschrift, dem YOUNGSTERS magazin. Ein Themenschwerpunkt behandelt die moderne Arbeitswelt: Wie wird man z.B. Fußballer, Arzt oder Polizist? Wie funktioniert der Flughafen, das Stadion, der Zoo? Die YOUNGSTERS besuchen verschiedene Institutionen und Betriebe, in denen sie Einblicke ins Arbeitsleben gewinnen. Die YOUNGSTERS akademie weckt Interessen, fördert Eigeninitiative, entdeckt Talente und eröffnet Chancen. Es geht um Team-Geist und den Spaß an der eigenen Produktivität. Für besonders engagierte Teilnehmer gibt es tolle Preise!

YOUNGSTERS akademie Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 14–18 Uhr

YOUNGSTERS akademie

Mitarbeiter gesucht Die YOUNGSTERS akademie sucht junge Mitarbeiter, die gute Ideen und Spaß am Machen mitbringen. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 8–16 Jahren. YOUNGSTERS redaktion Machbarschaft Borsig11 e.V. Borsigplatz 9 44145 Dortmund Tel.: 0231 / 80418150 Mail: youngsters@borsig11.de www.borsig11.de/youngsters

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t f f a h c s e b at h e i d n L u tm e r t o rn D h e t c S E n e u e n n e ! n i e e f l i H echte -Stiftung B V B e i auf – D leuchte

Der Borsigplatz, die Wiege des BVB. Mit seinen sechs abgehenden Straßen ähnelt er in seiner Form einem Stern. Dieser Stern bildet das Symbol der neuen gemeinnützigen Stiftung „leuchte auf“. Wir haben unsere Wurzeln nicht vergessen.

Der Borsigplatz – die Wiege des BVB. Wir haben unsere Wurzeln nicht vergessen.

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www.bvb.de/stiftung

YOUNGSTERS magazin vol.2  

Magazin der Borsig11 YOUNGSTERS Kinder- und Jugendakademie

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