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Gesch채ftsbericht 2012

Gr체ezi


Wir leben unsere Werte Ein Jahr voller Neuerungen – neuer Perspektiven, neuer Ideen, neuer Wege – liegt hinter uns. Alle Aufbau- und Integrationsarbeiten sind abgeschlossen, der Zusammenschluss wurde gut aufgenommen. Unser zweiter Geschäftsbericht widmet sich unseren Werten «Nähe, Vertrauen und Kompetenz». Wie sie gelebt werden, aber auch wie die wahren Experten – die Kinder – sie interpretieren, entdecken Sie auf den folgenden Seiten.

Auf der Titelseite des diesjährigen Geschäftsberichts ist die Zeichnung von Annina abgebildet. Annina hat das Down-Syndrom und lebt mit ihrer Familie in Schwellbrunn.

Der optimalen Lesbarkeit halber werden in diesem Geschäftsbericht männliche Wortformen stellvertretend für weibliche und männliche Personen verwendet.


Inhaltsverzeichnis Geschäftsbericht 2012

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Vorwort Organe 365 Tage – eine Bank Geschäftsjahr 2012 in Kürze Jahresbericht 2012 Erfolgsrechnung (mit Pro-forma-Vorjahreszahlen) Corporate Governance

30 30 31 32 33 34 56

Finanzbericht / Jahresrechnung Bilanz Erfolgsrechnung Gewinnverwendung Mittelflussrechnung Anhang zur Jahresrechnung 2012 Bericht der Revisionsstelle

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Vorwort Vorwärts – vorwärts in Richtung Zukunft

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Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung Markus Isenrich, Präsident des Verwaltungsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen Sehr geehrte Aktionäre Ende 2010 erklärten die Bank CA St.Gallen und die swissregiobank ihr Interesse, eine gemeinsame Bank werden zu wollen. Bereits im September 2011 besiegel­ ten die ausserordentlichen Generalversammlungen ­den Start der neuen Regionalbank mit dem Namen acrevis. Dies mit dem Ziel, im neuen, zusammenhängenden Marktgebiet vom Bodensee bis zum Zürichsee als Bank die erste Wahl zu sein und sich insbesondere durch Vertrauen, Kundennähe und Kompetenz auszuzeichnen.

«Wir wollen vom Bodensee bis zum Zürichsee die Bank der ersten Wahl sein.» Markus Isenrich

Erfolgreiche Fusion Die Gründung der acrevis haben wir noch in bester Erinnerung. Es kommt uns vor, als wäre diese erst gestern erfolgt. In Tat und Wahrheit stehen wir aber bereits vor der zweiten ordentlichen Generalversamm­ lung und haben über die Vorkommnisse des Jahres 2012 zu berichten. Die Zeit schreitet wahrlich voran, unsere Bank entwickelte sich seit der Gründung erfolgreich weiter und die Zukunft verspricht viel Interessantes. acrevis ist nämlich nicht nur gut ge­

startet, acrevis bewegt sich auch in grossen Schritten vorwärts – vorwärts in Richtung Zukunft. Die Fusion war der richtige Entscheid zur richtigen Zeit. Sie ermöglichte uns, in einem immer herausfordernder werdenden Bankenumfeld, miteinander grössere Märkte zu erobern, neue Wachstumspotenziale zu erschliessen und betriebliche Synergien zu nutzen. Kauf der Sparkasse Trogen Mit Freude durften wir Sie, liebe Aktionäre, Ende vergangenen Jahres über die Integration der Sparkasse Trogen in die acrevis informieren. Mit der Übernahme dieser kleinsten Bank der Schweiz erweiterten wir unser Marktgebiet in Richtung Appenzell Ausserrhoden. Eine Chance, die sich uns bot und die wir gerne nutzten. Expansion in Richtung Westen Vor ein paar Wochen orientierten wir Sie über den geplanten Kauf der Sparkasse Wiesendangen. Diese unabhängige «Dorfbank» in unmittelbarer Nähe von Winterthur ermöglicht uns eine Ausweitung unseres Marktgebietes in Richtung Westen. Wir beabsichtigen, dort eine Niederlassung mit dem Namen «acrevis Bank Wiesendangen» zu führen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Zustimmung der stimmberechtigten Einwohner von Wiesendangen, steht die Sparkasse Wiesendangen doch im Besitz der dortigen Gemeinde.


Vertrauen und Sicherheit Als führende Regionalbank konnten wir das Ausleihungs­ geschäft erfreulich ausweiten und zusätzliche Spar- ­ und Anlagegelder entgegennehmen, womit grosses Vertrauen in unsere Bank zum Ausdruck kommt. Einen weiteren Zuwachs haben auch unsere Eigenmittel erfahren. Die Eigenkapitalbasis darf als sehr solide bezeichnet werden. Die diesbezüglich zusätzlichen Erfordernisse (antizyklischer Kapitalpuffer) machen ­ uns deshalb keine Sorgen. Das wirtschaftliche Umfeld gestaltete sich 2012 jedoch auch für die Bankenbranche schwierig. Die anhaltende Staatsschulden- und Finanzkrise, das bestehende Tiefstzinsniveau, die allgemeine Zurückhaltung bei Anlagen – trotz erfreulicher Aktienkursentwicklungen – sowie regulatorische Änderungen erschwerten eine wirklich nachhaltige Entwicklung der wichtigen Zinsenund Kommissionsgeschäfte. Erfolgreich behaupten kann sich dabei nur, wer die Geschäfte ausweiten und sowohl die Risiken als auch die Kosten minimieren kann. Wir tun dies im Bewusstsein unserer Stärken, unserer Grösse und unseres Potenzials als gesellschaft­ lich verankerte und zukunftsorientierte Regionalbank. «FIT»-Programm Zur weiteren Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit haben wir uns auch wichtige Ziele gesetzt. So wollen wir in den nächsten zwei Jahren Kosten sparen. ­ Dabei richten wir unser Augenmerk sowohl auf interne Optimierungsmöglichkeiten als auch auf die Integration einzelner Geschäftsstellen in die jeweiligen Nieder­ lassungen. Ein Abbau von Stellen wird im Rahmen dieses sogenannten «FIT»-Programms kaum zu vermeiden sein, wobei dieser möglichst sozialverträg­ lich erfolgen soll. Das vorhandene Synergiepotenzial soll konsequent weiter genutzt werden, um neue Wachstumsimpulse zu entwickeln. acrevis: Kinder und Enkelkinder im Fokus Unverändert hat jedoch unsere Zukunftsstrategie Bestand. Alle vorgesehenen Massnahmen entspre­ chen unserem Fusions-Leitsatz «gemeinsam erfolg­ reich bleiben». Somit streben wir auch in Zukunft eine nachhaltige Expansion unserer Geschäftstätigkeit an. Das Primat des Handelns soll dabei immer im Vorder­ grund stehen, «bauen» wir doch mit acrevis eine Bank, die nicht nur für Sie als Aktionäre, sondern auch für

Ihre Kinder und Enkelkinder einen besonderen ­ Wert darstellt. Eine Bank, die heute nicht nur bei den Kunden wegen ihrer Nähe, ihrer Kompetenz und ihrer Unabhängigkeit grosses Vertrauen geniesst, sondern auch morgen für junge Menschen erste Ansprech­ partnerin in finanziellen Fragen sein soll.

«Wir wollen auch morgen für junge Menschen die erste Ansprechpartnerin in finanziellen Fragen sein.» Stephan Weigelt

Den Kindern gehört die Welt! Dieser Geschäftsbericht wird von «Kunstwerken» kreativer Kinder begleitet. Mit diesen Malereien aus Kinderhand setzen wir einen Farbtupfer zur manchmal etwas eintönigen Zahlenwelt des Bankgeschäfts. ­ Wir versuchen damit auch, die Jungen, von Kindes­ beinen an, für uns, unsere Bank und unsere Tätigkeit ­­ in unserem Marktgebiet ­zu begeistern. Denn den Kindern gehört die Welt! Für sie gehen wir unseren Weg vorwärts – vorwärts in Richtung Zukunft. Ihnen, geschätzte Aktionäre, danken wir für das Vertrauen während des vergangenen Jahres, für ­die aktive Unter­stützung im Aufbau unserer acrevis sowie für das Wohlwollen bezüglich unserer weiteren unternehmeri­ schen Ziele und Pläne.

Markus Isenrich Stephan Weigelt Präsident des Vorsitzender der Verwaltungsrates Geschäftsleitung

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Wir sind ein Team, eine Familie. Jeder Einzelne trägt mit seinen Fähigkeiten aktiv zur acrevis Kultur und somit zu einer viel­ versprechenden Einheit bei. In Michaels Familie steht der Zusammenhalt an erster Stelle. Alle unterstützen sich gegenseitig. Michael aus Wittenbach, 6 Jahre


Organe ­acrevis Bank AG

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Bankorgane und Kader Die Generalversammlung vom 16. März 2012 bestätigte die Mitglieder des Verwaltungsrates Markus Isenrich, Suzanne Gut, Stephan Bärlocher und Christoph Meier für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren. Mit der Generalversammlung vom 15. Mai 2013 läuft ­ die Amtsdauer der Verwaltungsratsmitglieder Philipp Dobler, Benno Grossmann und Niklaus Staerkle ab. ­ Alle drei stellen s­ ich für eine Wiederwahl zur Verfügung. Aufgrund der statutarisch festgelegten Altersgrenze ­ soll die Wiederwahl von Benno Grossmann für ein Jahr erfolgen. Die Herren Dobler und Staerkle stellen sich ­ für eine weitere, übliche Amtsdauer von drei Jahren zur Verfügung.

Verwaltungsrat (v.l.n.r.) Hungerbühler Max R., gewählt bis 2014 *** Meier Christoph, gewählt bis 2015 *** Grossmann Benno Dr., gewählt bis 2013 * / ** Dobler Philipp Dr., gewählt bis 2013 */ *** Gut Suzanne, gewählt bis 2015 ** Staerkle Niklaus, gewählt bis 2013 **

Der Verwaltungsrat ernannte René Lichtensteiger, lang­jähriger Seniorfinanzierungsberater und Stellvertreter des Leiters «Finanzierungen», per 15. September 2012 zum Bereichsleiter Finanzierungen und Mitglied der Geschäftsleitung. Sein Vorgänger, Wolfgang Fedi, über­nahm als Mitglied der Direktion besondere Aufgaben ­ im Bereich Compliance/Kreditoffice.

Vizepräsident

Isenrich Markus, gewählt bis 2015 * / *** Präsident Moggi Reto, gewählt bis 2014 * Bärlocher Stephan, gewählt bis 2015 */ *** Zehnder Jacqueline, gewählt bis 2014 ** Egger Paul, gewählt bis 2014 ** * Kreditausschuss (Vorsitz: Markus Isenrich) ** Audit Committee (Vorsitz: Niklaus Staerkle) *** Führungsausschuss (Vorsitz: Markus Isenrich)

Per 1. Januar 2013 wurden in St.Gallen Christian Imhof (Teamleiter Anlagekunden) zum Mitglied der Direktion, Mathias Steiner (Berater Finanzierungen) zum Mitglied des Führungskaders sowie Désirée Baldegger (Beraterin Finanzierungen), Fabiano Botticini (Berater Finanzierungen) und Ramon Hilber (Teamleiter Kreditoffice, Gossau) zu Mitgliedern des Kaders befördert. An unseren Standorten am Oberen Zürichsee ernannte die Bankführung Michael Rüegg per 1. April 2013 zum Mit­ glied der Direktion und Leiter Niederlassung RapperswilJona sowie Patrik Schnidrig per 1. Februar 2013 zum Mitglied des Kaders und Leiter Geschäftsstelle Lachen. Im Berichtsjahr traten die nachstehenden Kadermitarbei­ terinnen und -mitarbeiter in die acrevis Bank ein: Markus Lüber (Berater Anlagekunden, St.Gallen) als Mitglied ­ des Führungskaders am 3. Januar 2012, Monica Zuppa (Beraterin Anlagekunden, Gossau) als Mitglied des Kaders am 16. Januar 2012 und Angelo Iannella (Berater Anlagekunden, St.Gallen) als Mitglied des Führungs­ kaders am 3. September 2012.

Geschäftsleitung (v.l.n.r.) Gentsch Christian

Bereich Logistik

Loretini Hugo

Bereich Compliance / Kreditoffice

Giger Benno

Bereich Private Banking

Weigelt Stephan

Vorsitzender

Canori Marco

Bereich Führungssupport

Kuhn Urs Bereich Niederlassungen / ­Privatkunden Lichtensteiger René

Bereich Finanzierungen


Mitglieder der Direktion

Rohrer Christian

Asset Management

Scheiwiler Stefan

Teamleiter Kreditoffice

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Balschun Christian

Leiter Niederlassung Wil

Steiner Mathias

Berater Finanzierungen

Bleiker Andreas

Teamleiter Finanzierungen

Wälli Priska

Leiterin Kundendienst

Eisenegger Dominik

Leiter Niederlassung Gossau

Fedi Wolfgang

Seniorberater Spezialfinanzierungen

Glanzmann Markus

Leiter Niederlassung St.Gallen

Haag Herbert

Berater Anlagekunden

Hersche Ernest

Leiter Investment Services

Aepli Rosmarie Assistentin Geschäftsleitung

Imhof Christian

Teamleiter Anlagekunden

Baldegger Désirée

Beraterin Finanzierungen

Knellwolf Hansueli

Teamleiter Finanzierungen

Blumer Nicole

Beraterin Anlagekunden

Krebs Jürg

Leiter Niederlassung Pfäffikon

Botticini Fabiano

Berater Finanzierungen

Lehmann Andreas

Leiter Human Resources

Glanzmann Ramon

Leiter Geschäftsstelle Winkeln

Lerch Pascal

Teamleiter Finanzierungen

Hilber Ramon

Teamleiter Kreditoffice

Mair Christian

Seniorberater Anlagekunden

Hutter Nathalie

Beraterin Anlagekunden

Marcesini Dino

Teamleiter Anlagekunden

Lutz André

Berater Finanzierungen

Mauchle Peter

Seniorberater Finanzierungen

Manser Corinne

Teamleiterin Privatkunden

Müller Marco

Berater Anlagekunden

Müller Lorena

Beraterin Personalkunden

Rechsteiner Max

Berater Anlagekunden

Naef Stephan

Berater Finanzierungen

Reiser Marco

Leiter Niederlassung Bütschwil

Oertle Benjamin

Teamleiter Kundendienst

Rüegg Michael

Leiter Niederlassung Rapperswil-Jona

Perotto Enrico

Berater Anlagekunden

Rusch Bruno

Leiter Compliance

Pfiffner Patrick

Berater Anlagekunden

Schär Christoph

Leiter Kreditoffice

Ruckli Stephan

Leiter Geschäftsstelle Wittenbach

Schibli Sandro Leiter Asset Management / Teamleiter Anlagekunden

Sangari Daniele

Berater Anlagekunden

Scherrer Urs

Asset Management

Schumacher Stephan Seniorberater Finanzierungen

Schindler Brigitte

Beraterin Finanzierungen

Studer Marcel

Seniorberater Finanzierungen

Schmid Toni

Assistent Geschäftsleitung

Wegmann Peter

Teamleiter Finanzierungen

Schneider Marcel

Teamleiter Finanzierungen

Schnidrig Patrik

Leiter Geschäftsstelle Lachen

Stalder Doris

Human Resources

Studer Thomas

Berater Privatkunden

Thaler Andreas

Investment Services

Mitglieder des Führungskaders

Mitglieder des Kaders

Vonlanthen Doris

Beraterin Privatkunden

Fellner Alexander Teamleiter Privatkunden

Zaugg Reto

Berater Anlagekunden

Frei Béatrice

Leiterin Marketing

Zuppa Monica

Beraterin Anlagekunden

Gätzi Yvonne

Beraterin Anlagekunden

Zürcher Caroline

Kundenberaterin Kasse

Eisenhut Mark

Leiter Steuerberatung

Gomez Ursula Leiterin Assistenz Geschäftsleitung Iannella Angelo

Berater Anlagekunden

Keller Florian

Leiter Private Banking Support

Kuhn Christoph

Berater Anlagekunden

Lüber Markus

Berater Anlagekunden

Müller Roman

Teamleiter Anlagekunden

Noll Robert

Handel

Osti Bruno

Leiter Kundenberatung Kasse

Pedrett Jörg

Handel

Stand 01.04.2013


365 Tage – eine Bank ­acrevis Bank AG Als wir 2011 die acrevis Bank AG gründeten, haben wir Ihnen ein Ver­ sprechen abgegeben: Als führende Regionalbank zwischen Bodensee und Zürichsee handeln wir auch unter neuem Namen kompetent und persön­ lich im Dienste unserer Kunden. Jetzt liegt das erste volle Geschäftsjahr unserer jungen Bank hinter uns und mit ihm wächst die Erkenntnis: Wir sind auf gutem Wege, unser Versprechen einzulösen. Entdecken Sie, was hinter den Zahlen der acrevis steht.

3’000

neue Kunden Jeder ist einzigartig

400

neue Aktionäre

Eine Region

1

Team Aus zwei Kulturen

100

Millionen neue Spar- und Anlagegelder

Ein Zeichen Ihres Vertrauens

Als unabhängige Bank sind wir nur Ihnen verpflichtet. Ihre Zufriedenheit ist unser Auftrag. Und weil jeder Kunde andere Bedürfnisse hat, erarbeiten wir für jeden die ­passende Lösung.

Mit unseren Standorten zwischen Bodensee und ­Zürichsee sind wir ausschliesslich regional verankert. Als Aktiengesellschaft mit starken Wurzeln nehmen wir die Verantwortung für unseren Wirtschaftsraum wahr – mehr noch, wir gehören der Ostschweiz.

Ihre Anliegen sind bei uns in den besten Händen. Unbürokratisch und schnell kümmern wir uns um Ihre Wünsche, denn wir sind die Bank der kurzen Wege. Kompetent, überschaubar und lösungsorientiert, das sind die Werte unserer acrevis Kultur.

Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung. Nur durch Kompetenz und Professionalität können wir uns Ihr Vertrauen erarbeiten. Darum machen wir bei der Qualität keine Kompromisse. Vielen Dank, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken.


Geschäftsjahr 2012 in Kürze ­acrevis – Start geglückt !

acrevis blickt auf ihr erstes volles Geschäftsjahr zurück. Die «neue» Bank hat sich im anhaltend schwierigen Umfeld gut behauptet. Die nachhaltige Entwicklung der beiden Haupter­ tragspfeiler (Zinsen- und Kommissionsgeschäft) wird durch die anhaltende Staatsschulden- und Finanzkrise erschwert. Unmittelbare Folgen der Krise sind das Tiefstzinsniveau, der Anlagenotstand und die trotz erfreulicher Aktienkursentwicklungen bestehende Anlageunlust sowie die schwierige Neuordnung und Ausrichtung der Geschäfte mit ausländischen Kunden. Trotz eines gesunden Wachstums der Kundenaus­ leihungen (+4.3 Prozent) verzeichneten wir deshalb im Berichtsjahr erwartungsgemäss einen tieferen Zinsen­ saldo. Tiefstzinsen, sinkende Margen, die vermehrte Nutzung von Geldmarktfinanzierungen und das Auf­ rechterhalten von Absicherungsgeschäften begründen diese Entwicklung. Anders als erwartet hat sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelt. Anhaltende Unsicherheiten und äusserst tiefe Obligationenzinsen haben die Anleger vermehrt davon abgehalten, Wiederund Neuanlagen in Wertpapiere zu tätigen. Dank ausserordentlich erfreulicher Handelserträge, einer positiven Entwicklung der übrigen ordentlichen Erfolge (vor allem aus Finanzanlagen und Beteiligungen) Kennzahlen (in 1’000 Franken)

Bilanzsumme Eigene Mittel (nach Gewinnverwendung) Kundenausleihungen Kundengelder Bruttogewinn Betriebserfolg (Zwischenergebnis) Jahresgewinn Mitarbeiter (teilzeitbereinigt) Bruttoertrag pro Mitarbeiter (in 1’000 Franken) Geschäftsaufwand pro Mitarbeiter (in 1’000 Franken) Depotvolumen (in Mio. Franken) Kundengelder in % der Kundenausleihungen Cost-Income-Ratio (in %) Eigenkapitalquote Tier-1-Ratio (in %) Eigenkapitalrendite (Return on Equity, in %)

und eines fast unveränderten Geschäftsaufwands konnte trotz der rückläufigen Einnahmen aus dem ­Zinsen-, Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ein Bruttogewinn in gleicher Höhe wie im Vorjahr erzielt werden. Nach Bildung einer vorsorglichen Rückstellung auf­ grund eines für die Bankenbranche wegweisenden Bundesgerichtsentscheids im Zusammenhang mit Fondsretrozessionen liegen der Betriebserfolg und der Jahresgewinn leicht unter den Vorjahreswerten. Der Verwaltungsrat beantragt die Ausschüttung einer Dividende von 32 Franken pro Aktie. Die vorhandenen Eigenen Mittel (nach Gewinn­ver­ wendung) betragen 310.7 Mio. Franken. Die anrechen­ baren Eigenmittel ent­sprechen rund 194 Prozent der gemäss Gesetz ­geforderten Eigenen Mittel. Aktie der a ­ crevis Bank AG Valorennummer 13.618.257 Kennzahlen zur Aktie

2012

Nominalwert (in Franken) Jahreshöchstkurs (in Franken) Jahrestiefstkurs (in Franken) Jahresendkurs (in Franken) Kapitalisierung (in 1’000 Franken) Ausschüttung pro Aktie in Franken Rendite (in % des Jahresendkurses)

85 1’150 1’080 1’080 337’677 32 * 2.96

* Antrag an die Generalversammlung

2012

Vorjahr

Veränderung

3’500’929 310’673 2’786’809 2’777’069

3’566’432 303’545 2’672’649 2’795’531

-65’503 7’128 114’160 -18’462

-1.8 % 2.3 % 4.3 % -0.7 %

25’295 20’872 17’134

25’298 21’858 17’978

-3 -986 -844

0.0 % -4.5 % -4.7 %

166 390 238 3’752 99.7 61.0 15.5 5.6

165 391 238 3’799 104.6 60.9 15.0 4.6

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Jahresbericht 2012 ­acrevis Bank AG

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Die acrevis Bank AG hat die Fusionsarbeiten erfolgreich abgeschlossen und sich im anhaltend schwierigen Umfeld gut behauptet. Obwohl die meisten Budget­ zielsetzungen übertroffen werden konnten, befriedigt die Entwicklung der beiden Hauptgeschäftsbereiche ­(Zinsen- und Anlagegeschäft) bei steigenden Kosten nicht. Dank ausserordentlich erfreulichen Erträgen aus dem Handel mit Devisen, Sorten, Edelmetallen (aus­ schliesslich für Kunden) und acrevis Aktien sowie einer ebenso positiven Entwicklung der übrigen ordentlichen Erfolge (aus Finanz- und Immobilienanlagen sowie Beteiligungen) konnten die rückläufigen Einnahmen jedoch mehr als kompensiert werden. Die Schweiz spürt im Rahmen der internationalen Entwicklung in vielerlei Hinsicht ihre Grenzen Mit Blick auf die weltweiten Entwicklungen könnte es als ein «ganz normales Krisenjahr» bezeichnet werden, das Jahr 2012. Dies in dem Sinne, dass nur wenige der grossen und wichtigen Probleme der Vorjahre gelöst werden konnten, einige sich phasenweise weiter ak­ zentuiert haben, glücklicherweise keine ganz grossen neuen Katastrophen dazugekommen sind und dann doch auch einige Silberstreifen am Horizont gesichtet werden konnten. Politisch wurden einige Weichen gestellt, die die Welt die nächsten Jahre prägen werden, wogegen sich die Richtung andernorts erst noch weisen muss. In den USA wurde Barack Obama für weitere vier Jahre wiedergewählt. Gespannt beobachtet die Welt, ob die neue chinesische Führung Reformwillen entwickeln kann. Unverändert beunruhigen Krisenherde im Südos­ ten des Mittelmeers (Ägypten, Syrien). Der dank dem ausgeklügelten Verfahren wiedergewählte Präsident Putin sorgt mit starker Hand für ein stabiles Russland. Und Frankreich erlebte mit der Wahl von François Hol­ lande nicht nur einen Rutsch, sondern vielmehr einen grossen Sprung nach links. Diese und viele weitere Entwicklungen beeinflussen die gesellschaftliche, poli­ tische und ökonomische Zukunft wesentlich. Die Schweiz als kleiner, aber wirtschaftlich starker Staat lebt zu einem grossen Teil von ihren vielfältigen internationalen Beziehungen. Die weltweiten Gescheh­ nisse im Allgemeinen und der Zustand Europas im Be­ sonderen sind für unser Land ausgesprochen bedeut­ sam. Obwohl die Probleme der Schuldenlast für viele

(europäische) Länder noch keineswegs gelöst sind, konnte mit einem finanziellen und politischen Kraftakt eine Voraussetzung geschaffen werden, um Hoffnungen zu wecken, dass es kontrollierte Wege aus der Krise gibt. Dass dabei die EU mit dem Friedensnobelpreis honoriert wurde, mutet einerseits etwas eigenartig an, unterstreicht aber andererseits vielleicht doch die Bedeutung und Notwendigkeit von ausserordentlichen Massnahmen in ausserordentlichen Zeiten – im Wissen, dass solche immer auch unerfreuliche «Nebenwirkun­ gen» verursachen. Guter Rat war und ist teuer, und für manche Probleme gibt es keine Königswege. Der erfolgreichen Positionierung der Schweiz gegen­ über den wichtigsten Handelspartnern, d. h. der Weiterführung und -entwicklung von Staatsverträgen und Abkommen, kommt eine besondere Bedeutung bei. Wichtig ist dies sowohl für den Werk- als auch für den Finanzplatz, genauso für sehr viele kleinere und mittlere Unternehmen wie für international tätige Grossunternehmen. Unser Land konnte sich während der letzten vier bis fünf Jahre trotz Finanz-, Schuldenund EU-Krise sehr gut behaupten. Allerdings sind die «Grenzen in vielerlei Hinsicht spürbar» und auch wir tun uns mit Reformen schwer. Auch in der Schweiz müssen einige grosse Pendenzen grundlegend ange­ gangen werden. Dass dies auf einem verhältnismässig komfortablen Niveau geschehen kann, fördert die Veränderungsbereitschaft nicht gerade. Stellvertretend erwähnt seien hier Reformen der Sozialwerke und ­ die Formulierung einer zukunftsorientierten Strategie für den Finanzplatz. Eine Wirtschaftsentwicklung, die um den Nullpunkt tanzt Währenddem sich die globale und die europäische Wirtschaft im Laufe des letzten Jahres deutlich abgeschwächt hat, konnte sich die Abkühlung in der Schweiz in Grenzen halten. So ist das Bruttoinlandpro­ dukt – wenn auch gemächlich – immer noch um ein Prozent gewachsen. Die Entwicklungen sind jedoch sehr unterschiedlich. Unterschiede sind nicht nur bezüglich der Branchen festzustellen. Auch bezüglich dem Export und der Binnenwirtschaft lassen sich kaum allgemeingültige Feststellungen machen. Als zentrale Einflussfaktoren stehen unverändert die Zins­ sätze und die Wechselkurse im Fokus. So konnte mit der Euro-Wechselkursuntergrenze von 1.20 die ärgste


Bedrohung für die Exportwirtschaft gebannt werden, und die Baubranche profitiert nun schon eine längere Zeit vom extremen Tiefzinsniveau. Dass sich dabei der Immobilienmarkt auf einem nicht ungefährlichen Pfad befindet, versteht sich. In immer kürzer werdenden Abständen wird von verschiedenen Stellen auf die Gefahren einer Immobilienblase hingewiesen. Die Ostschweizer Wirtschaft entwickelte sich mehr oder weniger im Rahmen der gesamtschweizerischen Verhältnisse. Währenddem die Exporte gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, konnte sich die Baubranche gut behaupten. Die Detailhandelsumsätze profitieren offensichtlich von der anhaltenden Zuwanderung mehr, als dass sie vom Einkaufstourismus der Schweizer im grenznahen Ausland leiden. Finanzmärkte im Zwiespalt Im Kontext mit den politischen Rahmenbedingungen, den mehr oder weniger absehbaren Wirtschafts­ entwicklungen, den vielen ungelösten Problemen, den «unabdingbaren» Massnahmen von Staaten, ­Notenbanken und Bündnissen und der bescheidenen Auswahl an Handlungsoptionen fliessen die grossen Geldströme mehr denn je in Sachanlagen, sodass insbesondere die Preise für Immobilien und Beteili­ gungswerte nach oben zeigen. Die Märkte liessen sich weder von den schon länger verstummten Deflations­ ängsten noch von den immer wieder aufkeimenden Inflationswarnungen beeindrucken. Im vergangenen Jahr hat für die Bankenbranche eine weitere Umbruchphase begonnen. Der Druck der USA hat zu Beginn des Jahres mit der Klage gegen die Bank Wegelin & Co. einen Höhepunkt erreicht. Aber auch nach einem weiteren Jahr der Auseinandersetzungen konnte noch keine generelle Lösung zwischen den USA und der Schweiz gefunden werden. Ebenso er­ folglos endete das Modell der Abgeltungssteuer für die deutschen Bankkunden in der Schweiz. Inzwischen laufen auf verschiedenen Ebenen grosse Anstrengun­ gen, die Fragen der Steuerkonformität so zu beantwor­ ten, dass die wertvolle schweizerische Rechtssicher­ heit nicht mit Füssen getreten wird und gleichzeitig eine Zukunftslösung definiert werden kann, die auch unsere wichtigsten ausländischen Partner nachhaltig akzeptieren. Das «Zwangsabkommen» FATCA (For­ eign Account Tax Compliance Act) mit den USA und

die Folgen der EU-Richtlinien über Finanzmärkte und -instrumente (Mifid II) machen deutlich, dass langfristig Lösungen nur unter starker Berücksichtigung der inter­ nationalen Regelungen und Trends tauglich sind. «FIT» im Hinblick auf kommende Veränderungen Unter Berücksichtigung dieser anhaltend schwierigen Entwicklungen kann acrevis über ein gutes Geschäfts­ ergebnis 2012 berichten. Dennoch erfordern Marktver­ änderungen, eine noch weiter gehende Bedeutung der elektronischen Instrumente und Netze sowie zuneh­ mende regulatorische Anforderungen angepasste Strukturen und Prozesse. Der Verwaltungsrat hat sich zum Ziel gesetzt, die mit der Fusion ermöglichten Synergien im Rahmen eines Projektes mit dem Namen «FIT» weiter zu realisieren. Es wird angestrebt, in den nächsten zwei Jahren zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Kosten im Um­ fang von rund zehn Prozent einzusparen. Mittels eines Umsetzungskonzeptes werden deshalb in den nächs­ ten vier Monaten konkrete Massnahmen definiert und terminiert. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf mögliche Integrationen einzelner Geschäftsstellen in die jeweiligen Niederlassungen gelegt. Ein Abbau von Stellen wird im Zusammenhang mit dem «FIT»-Projekt kaum zu vermeiden sein. Selbstverständlich soll dieser möglichst sozialverträglich erfolgen. Die im Rahmen der Fusion definierte Strategie wird dadurch nicht tangiert – im Gegenteil: Die Massnah­ men entsprechen dem Leitsatz «gemeinsam erfolg­ reich bleiben». Durch die Fusion konnten wichtige Ziele erreicht, das Marktgebiet erweitert und neue Chancen, wie beispielsweise die Integration der Sparkasse Trogen, genutzt werden. acrevis wird weiterhin die füh­ rende Regionalbank zwischen Bodensee und Zürich­ see sein, ihre Position ausbauen, und die als Tore zu unserem Marktgebiet zu nutzenden Geschäftsstellen in Wittenbach und Lachen behalten unverändert ihre wichtige Aufgabe. Zur Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbs­ fähigkeit geht acrevis auch Expansionsmöglichkeiten offen und aktiv an. Entsprechende Chancen sollen mit bestehenden und neu geschaffenen Kräften («FIT») genutzt werden.

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Weitere Stärkung der Eigenen Mittel Im Kontext dieser strategischen Planung und im Hin­ blick auf allenfalls noch strengere gesetzliche Vorga­ ben schlägt der Verwaltungsrat vor, der Stärkung der Eigenen Mittel noch mehr Bedeutung beizumessen, als dies vom Gesetzgeber erwartet wird. So wird der Generalversammlung beantragt, eine Dividendenzah­ lung von 32 Franken pro Aktie (Vorjahr 35 Franken) vorzunehmen und den Betrag von 7.1 Mio. Franken den Reserven bzw. dem Gewinnvortrag zuzuweisen.

Bankrisiken und der Gewinnvortrag, liegen deutlich ­über den bankengesetzlichen Erfordernissen. Sie belaufen sich nach Vollzug der vorgeschlagenen Generalversamm­ lungsbeschlüsse auf 310.7 Mio. Franken. Die anrechen­ baren Eigenmittel ent­sprechen somit rund 194 Prozent der gemäss Gesetz geforderten eigenen Mittel.

Zusammensetzung der Aktiven (in 1’000 Franken)

Bilanz Die Forderungen gegenüber Banken stiegen um 19.4 Mio. Franken auf 204.1 Mio. Franken an, die Flüssigen Mittel reduzierten sich um 133.4 Mio. Franken auf einen Bestand von 258.0 Mio. Franken. Die dadurch frei werdenden Mittel konnten im ­Berichtsjahr für einen wiederum sehr erfreulichen Zuwachs an Kundenaus­leihungen verwendet werden, die um insgesamt 114.2 Mio. Franken ausgeweitet wurden. Dabei erhöhten ­sich die Hypothekarforderun­ gen um 5.4 Prozent auf 2.475 Mrd. Franken, während die Forderungen gegenüber Kunden um 3.7 Prozent auf 312.1 Mio. Franken abnahmen. Der Schuldnerboni­ tät und der Werthaltigkeit der Objekte, insbesondere der Lage und dem Ertragswert, werden stets höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Aufgrund der sehr tiefen Renditen auf Titel erstklassiger Schuldner wurde ein hoher Anteil der fälligen Obliga­tionen in den Finanz­ anlagen nicht ersetzt, was sich in einem Rückgang von 24.1 Prozent auf 188.8 Mio. Franken auswirkt. Die gesamten Kundengelder nahmen im Berichtsjahr um 18.5 Mio. Franken auf 2.777 Mrd. Franken ab. Dabei gingen die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden durch den Abbau institutioneller Passivgelder im Rahmen des aktiven Bilanzmanagements um 50.6 Mio. Franken zurück; der Bestand an Kassenobligationen reduzierte sich um 74.5 Mio. Franken. Mit dem deutlichen Zuwachs von 106.7 Mio. Franken bei den Spar- und Anlagekonti wird das grosse Vertrauen in unsere Bank sichtbar. Die Pfandbriefdarlehen wurden im Umfang von 54.6 Mio. Franken auf einen Bestand von 317.8 Mio. Franken zurückgeführt. Die Eigenen Mittel, d. h. das Aktien­ kapital, die allgemeine gesetzliche Reserve, die anderen Reserven, die Reserven für allgemeine

Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen

204’126 312’091 2’474’718

Finanzanlagen

188’771

Übrige Bilanzpositionen

321’223

Total per 31.12.2012

3’500’929

Zusammensetzung der Passiven (in 1’000 Franken)

 erpflichtungen gegenüber Kunden in V Spar- und Anlageform

1’554’227

 brige Verpflichtungen gegenüber Ü Kunden

988’951

Kassenobligationen

233’891

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

317’800

Wertberichtigungen und Rückstellungen

50’734

Eigene Mittel (vor Gewinnverwendung)

320’679

Übrige Bilanzpositionen Total per 31.12.2012

34’647 3’500’929


Erfolgsrechnung

Informationen zur Eigenmittelsituation per 31. Dezember

Nachdem in der gemäss Obligationen- und Banken­ recht zu veröffentlichenden Erfolgsrechnung die Zahlen der Bank CA St.Gallen aus dem ersten Halbjahr 2011 nicht enthalten sind, beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen auf die Erfolgsrechnung a­ uf Seite 19, die aggregierte Zahlen für das gesamte Vorjahr enthält.

(in 1’000 Franken)

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt trotz des Wachstums der Kundenausleihungen im Berichtsjahr mit 37.3 Mio. Franken um 1.8 Mio. Franken unter ­ dem Zinsergebnis des Vorjahres. Das äusserst tiefe Zinsniveau, sinkende Margen, die vermehrte Nutzung von Geldmarktfinanzierungen und das Aufrecht­er­halten von Absicherungsgeschäften sind die wich­ tigsten Gründe für diese Entwicklung. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungs­ geschäft nahm um 0.5 Mio. Franken auf 18.9 Mio. Franken ab. Die anhaltende Unsicherheit und äusserst tiefe Obligationenrenditen haben die Anleger vermehrt davon abgehalten, Wieder- und Neuanlagen in Wert­ papiere zu tätigen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft konnte um 7.5 Prozent auf ein Ergebnis von 5.5 Mio. Franken gesteigert werden, wovon 5.1 Mio. Franken aus dem Devisen- und Sortenhandel stammen. ­ Das Private Banking (Anlageberatung, Vermögensver­ waltung und Handel) ist für die acrevis Bank von sehr grosser Bedeutung. Im Berichtsjahr hatten die Erträge aus dem Kommissions-, Dienstleistungs- und dem Handelsgeschäft einen Anteil von 37.6 Prozent am Bruttoertrag (Vorjahr 38.0 Prozent). Der übrige ordentliche Erfolg erhöhte sich um 2.1 Mio. Franken auf 3.1 Mio. Franken, was vor allem mit Wertanpassungen in den Finanzanlagen im Zusammen­ hang steht. Waren im Vorjahr noch Bewertungsverluste von 1.0 Mio. Franken zu verzeichnen, so konnten im Berichtsjahr Veräusserungs- und Bewertungsgewinne in der Höhe von 1.0 Mio. Franken erzielt werden.

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2012

2011

138’435

141’318

9’522

8’874

381

436

9’887

9’905

Total erforderliche Eigenmittel

158’225

160’533

Total anrechenbare Eigenmittel

306’763

301’145

194 %

188 %

Erforderliche Eigenmittel für ­Kreditrisiken Erforderliche Eigenmittel für nicht gegenparteibezogene Risiken Erforderliche Eigenmittel für ­Marktrisiken Erforderliche Eigenmittel für ­operationelle Risiken

Eigenmitteldeckungsgrad 1) 1)

Verhältnis anrechenbare / erforderliche Eigenmittel

Die Kapitalquote beläuft sich auf 15.5 % bei einer regulatorischen ­Zielgrösse von 11.2 % (gemäss FINMA-Rundschreiben 2011 / 2).

Kommissionsertrag im Wertschriftenund ­Anlagegeschäft (in Mio. Franken)

Courtage und Kommissionen (inkl. Vermittlung von Anlagefonds) Depot- und Portfoliomanagement-Gebühren Übriges (Steuerbetrag, Emissionen, ­Treuhand­anlagen) Total

2012

2011

7.5 9.9

8.1 10.3

0.8

0.8

18.2

19.2


Wir pflegen ganzheitliche Kunden­­beziehungen. Vertrauen ist die Basis dafür. Durch das Vertrauen unserer Kunden finden wir mass­geschneiderte Lösungen und ermöglichen ihnen ihr privates Glück. Für jeden bedeutet Glück etwas anderes. Robin ist glücklich, wenn die Sonne scheint und er mit seiner Familie draussen ist. Robin aus Oberuzwil, 6 Jahre


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Der Geschäftsaufwand nahm im Berichtsjahr leicht auf 39.5 Mio. Franken zu. Sowohl der Personalaufwand ­ mit 23.7 Mio. Franken als auch der Sachaufwand mit 15.8 Mio. Franken konnten dabei unter den Budget­ werten gehalten werden. Der Bruttogewinn liegt mit 25.3 Mio. Franken auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen belaufen sich fast unverändert auf 2.4 Mio. Franken. In dem um 1.0 Mio. Franken angestiegenen Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste in der Höhe von 2.0 Mio. Franken ist eine vorsorgliche Rückstellung für Erstat­ tungen von Fondsretrozessionen enthalten. Die Rück­ stellung erfolgte aufgrund eines für die Bankenbranche wegweisenden Bundesgerichtsentscheids von Ende Oktober 2012. Sowohl der Betriebserfolg von 20.9 Mio. Franken als auch der Jahresgewinn (nach einem Steueraufwand von 3.9 Mio. Franken) liegen aufgrund der oben be­ schriebenen Einflussgrössen leicht unter den Vorjahres­ werten. Der Jahresgewinn in der Höhe von 17.1 Mio. Franken erlaubt die Ausschüttung einer Dividende von 32 Franken pro Aktie und – zur Stärkung der Eigenen Mittel – die Zuweisung von 7.1 Mio. Franken an die Reserven bzw. den Gewinnvortrag. Wir danken Ihnen für das Vertrauen und grüssen Sie

Markus Isenrich Stephan Weigelt Präsident des Vorsitzender der Verwaltungsrates Geschäftsleitung


Erfolgsrechnung (mit Pro-forma-Vorjahreszahlen) (alle Beträge in 1’000 Franken) Die Vorjahreszahlen beinhalten die Erfolgsrechnung der Bank CA St.Gallen für das erste Halbjahr.

Ertrag und Aufwand aus dem ordentlichen Bankgeschäft

2012

Vorjahr

Zins- und Diskontertrag Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen Zinsaufwand Erfolg aus dem Zinsengeschäft

56’603 75 4’604 -23’958 37’324

61’700 75 5’656 -28’321 39’110

-5’097 0 -1’052 -4’363 -1’786

-8.3 % 0.0 % -18.6 % -15.4 % -4.6 %

Kommissionsertrag Kreditgeschäft Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft Kommissionsaufwand Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

244 18’229 1’865 -1’474 18’864

247 19’226 1’311 -1’403 19’381

-3 -997 554 71 -517

-1.2 % -5.2 % 42.3 % 5.1 % -2.7 %

Erfolg aus dem Handelsgeschäft

5’544

5’156

388

7.5 %

Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen Beteiligungsertrag Liegenschaftenerfolg Anderer ordentlicher Ertrag Anderer ordentlicher Aufwand Übriger ordentlicher Erfolg

458 1’026 880 788 -50 3’102

28 762 1’059 126 -998 977

430 264 -179 662 -948 2’125

1’535.7 % 34.6 % -16.9 % 525.4 % -95.0 % 217.5 %

64’834

64’624

210

0.3 %

-23’733 -15’806 -39’539

-23’235 -16’091 -39’326

498 -285 213

2.1 % -1.8 % 0.5 %

25’295

25’298

-3

0.0 %

Bruttogewinn Abschreibungen auf dem Anlagevermögen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

25’295 -2’447 -1’976

25’298 -2’466 -974

-3 -19 1’002

0.0 % -0.8 % 102.9 %

Betriebserfolg (Zwischenergebnis)

20’872

21’858

-986

-4.5 %

Ausserordentlicher Ertrag Ausserordentlicher Aufwand Steuern

995 -850 -3’883

16’551 -19’517 -914

-15’556 -18’667 2’969

-94.0 % -95.6 % 324.8 %

Jahresgewinn

17’134

17’978

-844

-4.7 %

Bruttoertrag Personalaufwand Sachaufwand Geschäftsaufwand Bruttogewinn

Veränderungen

Jahresgewinn

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Corporate Governance Transparenz in der Unternehmensführung

20

Der nachfolgende Bericht zur Corporate Governance beschreibt die Grund­ sätze der Führung und Kontrolle auf oberster Unternehmensebene der acrevis Bank AG mit Sitz in St.Gallen. Die firmenspezifischen Prinzipien sind in den Statuten, im Organisationsreglement und anderen Regulatorien fest­ gehalten. Diese werden periodisch überprüft und nötigenfalls angepasst. Damit die Übersichtlichkeit gewahrt bleibt, verzichten wir in diesem Bericht wenn immer möglich auf die Abschrift von Statuten und Gesetz.

Corporate Governance ist die Gesamtheit der auf das Aktionärsinteresse ausgerichteten Grundsätze, die unter Wahrung von Entscheidungsfähigkeit und Effizienz auf der obersten Unternehmensebene Transparenz ­und ein ausgewogenes Verhältnis von Führung und Kontrolle anstreben. Wo nichts anderes vermerkt ist, beziehen sich die Angaben auf den Stand am 31. Dezember 2012.

1. Beteiligungen und Aktionariat Die acrevis Bank AG ist eine nicht kotierte Aktienge­ sellschaft mit Sitz in St.Gallen. Die Finanz-Logistik AG, St.Gallen, ist mit Abstand die wichtigste Beteiligung der Bank. Diese beträgt 75.4 Prozent. Es handelt sich um ein Dienstleistungszentrum, welches verschiedene administrative Leistungen für unsere Bank erbringt. ­­ An der Finanz-Logistik AG ist auch die Alpha RHEINTAL Bank AG, Heerbrugg, beteiligt. Die acrevis Bank AG ist im Weiteren mit 40 Prozent an der Regimo St.Gallen AG, St.Gallen, beteiligt, deren Zweck die Immobilienverwaltung ist. Bei den übrigen Beteiligungen handelt es sich vor­ wiegend um solche mit Infrastrukturcharakter (z.B. Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute). Sie sind von der Beteiligungsquote her unbedeutend. 1.1 Bedeutende Aktionäre Die St.Galler Kantonalbank AG, St.Gallen, hält 11’884 Aktien (3.8 Prozent) der acrevis Bank AG. Die acrevis Bank AG hält am 31. Dezember 2012 ins­ gesamt 6’359 eigene Aktien (2.0 Prozent). Die übrigen Aktien des Aktienkapitals unserer Bank sind breit gestreut. 1.2 Kreuzbeteiligungen Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen.


2. Kapitalstruktur

3. Verwaltungsrat

2.1 Kapital Das Aktienkapital von 26’576’440 Franken ist in 312’664 auf den Namen lautende Aktien mit einem Nennwert von 85 Franken eingeteilt. Bei einem Schlusskurs Ende Jahr von 1’080 Franken ergibt dies eine Kapitalisierung von 337’677 Mio. Franken.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden von der Generalversammlung jeweils für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Als Amtsjahr gilt der Zeitraum von einer ordentlichen Generalversammlung bis zur nächs­ ten. Im Jahr des Erreichens des 70. Altersjahres schei­ det ein Mitglied an der ordentlichen Generalversamm­ lung aus dem Verwaltungsrat aus. Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst und wählt aus seiner Mitte den Präsidenten und Vizepräsidenten. Der Verwaltungsrat versammelt sich, sooft es die Geschäfte erfordern, jedoch mindestens viermal pro Jahr. Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann unter Angabe der Gründe vom Präsidenten die unverzügliche Einberufung einer Sitzung verlangen. Der Verwaltungsrat übt keine opera­ tiven Führungsaufgaben aus. Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates erfüllen die Voraussetzungen in Bezug auf ihre Unabhängigkeit gemäss dem Rundschreiben 08 / 24 der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA.

Die Zusammensetzung und die Veränderungen des ­Kapitals gehen aus den Tabellen 3.10 und 3.11 auf Seite 47 im Anhang zur Jahresrechnung hervor. 2.2 Aktien An der Generalversammlung der acrevis Bank AG berechtigt jede der 312’664 Namenaktien à nominell 85 Franken zu einer Stimme, sofern die Aktie im Ak­ tienregister eingetragen ist. Vom Datum der Einladung zu einer Generalversammlung bis zum Tag nach der Generalversammlung werden keine Eintragungen in das Aktienbuch vorgenommen. 2.3 Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen Das Stimmrecht kann nur ausgeübt werden, wenn der Aktionär im Aktienbuch eingetragen ist. Am 31. Dezember 2012 waren 290’528 Aktien (92.9 Prozent) mit Stimm­ recht im Aktienregister eingetragen. Die Eintragung unterliegt der Genehmigung durch den Verwaltungsrat (Art. 7 Statuten). Dieser kann die Eintragung verweigern, wenn er sich bereit erklärt, die Aktien für Rechnung der Gesellschaft zu erwerben, oder wenn der Erwerber auf Verlangen hin nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Aktien im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erworben hat. Sind die Aktien durch Erbgang oder ehe­ liches Güterrecht erworben worden, kann die Geneh­ migung nicht verweigert werden. Eintragungen, welche unter falschen Angaben erfolgt sind, können mit Rück­ wirkung auf das Datum der Eintragung im Aktienbuch rückgängig gemacht werden. Nominee werden nicht in das Aktien­register eingetragen. Bezüglich der weiteren Eintragungsbeschränkungen und der Eintragungskrite­ rien verweisen wir auf ­die Ziffer 5 in diesem Bericht. 2.4 Wandelanleihen und Optionen Die acrevis Bank AG hat weder Wandelanleihen noch Optionen ausstehend.

3.1 Zusammensetzung Der Verwaltungsrat setzt sich aus den folgenden ­Personen zusammen, die alle Schweizer Bürger sind und Wohnsitz in der Schweiz haben: Markus Isenrich, lic. oec. HSG und lic. iur., Präsident, St.Gallen Mitglied des Verwaltungsrates der swissregiobank seit 1997, gewählt bis 2015

Niklaus Staerkle, lic. oec. HSG, Vizepräsident, St.Gallen Mitglied des Verwaltungsrates der Bank CA St.Gallen seit 1986, gewählt bis 2013

Stephan Bärlocher, Geschäftsleitung Spital Linth in Uznach, Bütschwil Mitglied des Verwaltungsrates der swissregiobank seit 2008, gewählt bis 2015

Philipp Dobler, Dr. iur., Lachen Mitglied des Verwaltungsrates der swissregiobank seit 2007, gewählt bis 2013

Paul Egger, Bankkaufmann EMBA HSG, Gossau Mitglied des Verwaltungsrates der swissregiobank seit 2000, gewählt bis 2014

Benno Grossmann, Dr. oec. HSG, Teufen Mitglied des Verwaltungsrates der Bank CA St.Gallen seit 1998, gewählt bis 2013

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Suzanne Gut, lic. oec. HSG, St.Gallen Mitglied des Verwaltungsrates der Bank CA St.Gallen seit 1997, gewählt bis 2015

Max R. Hungerbühler, Teufen Mitglied des Verwaltungsrates der Bank CA St.Gallen seit 2000, gewählt bis 2014

Christoph Meier, dipl. Betriebsökonom HWV, dipl. Versicherungsfachmann, St.Gallen Mitglied des Verwaltungsrates der Bank CA St.Gallen seit 2009, gewählt bis 2015

Reto Moggi, dipl. Bauingenieur FH und Mediator (IRP-HSG), Teufen Mitglied des Verwaltungsrates der Bank CA St.Gallen seit 2008, gewählt bis 2014

Jacqueline Zehnder, dipl. Betriebsökonomin HWV, Wil Mitglied des Verwaltungsrates der swissregiobank seit 2008, gewählt bis 2014

3.2 Berufliche Tätigkeit und Ausbildung der ­Verwaltungsräte sowie Interessensbindungen Markus Isenrich, 1953, lic. oec. HSG und lic. iur. aus St.Gallen, ist Präsident des Verwaltungsrates sowie Vorsitzender des Kredit- und Führungsausschusses. Im Jahr 2000 übernahm er das Präsidium des Ver­ waltungsrates der Bank Bütschwil, seit 2002 übte er dieselbe Funktion bei der swissregiobank AG aus. Der heutige Leiter HR International war bis Mitte 2011 Mitglied der Geschäftsleitung der Helvetia Gruppe, ­für die er verschiedene Mandate bei Tochtergesellschaf­ ten sowie das Präsidium der Vorsorgeeinrichtungen der Helvetia Versicherungen wahrnimmt. Weiter ist Markus Isenrich Handelsrichter am Handelsgericht des Kantons St.Gallen sowie Vorstandsmitglied der IHK St.Gallen-Appenzell.

Niklaus Staerkle, 1946, lic. oec. HSG, wohnhaft in St.Gallen, ist Vizepräsident des Verwaltungsrates sowie Vorsitzender des Audit Committees. Seit dem Jahr 2005 fungierte Niklaus Staerkle als Präsident der Bank CA St.Gallen AG, zudem ist er Stiftungsrat der Stiftung Pro Stadion St.Gallen AG.

Stephan Bärlocher, 1957, aus Bütschwil wurde 2008 in den Verwaltungsrat der swissregiobank AG gewählt. Er ist Stellvertreter des Direktors des Spitals Linth in Uznach und gehört der Geschäftsleitung des Spitals an. Von 1992 bis 2012 war Stephan Bärlocher als Mit­ glied der CVP-Fraktion Teil des St.Galler Kantonsrats. Er präsidiert den Verwaltungsrat der Landi Bütschwil AG. Philipp Dobler, 1967, Dr. iur., wohnhaft in Lachen, stiess 2007 zum Verwaltungsrat der swissregiobank AG. Seit 1996 arbeitet er als Rechtsanwalt mit Schwer­ gewicht in den Bereichen Forderungs- und Baurechts­ prozesse sowie Wirtschaftsrecht. Unter anderem zeichnet er darüber hinaus als Verwaltungsratspräsi­ dent der EW Lachen AG und als Verwaltungsrat der MARKANT Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG verantwortlich. Paul Egger, 1947, lebt in Gossau, wo er bis Ende 2012 auch Mitglied des Stadtrates war. Der Bankkaufmann EMBA HSG trat 2000 als Präsident in den Verwal­ tungsrat der Bank in Gossau ein, bei der er seit 1983 als Vorsitzender der Geschäftsleitung tätig war. Seit Gründung der swissregiobank AG im Jahr 2002 war er Vizepräsident des Verwaltungsrates. Ferner präsidiert Paul Egger den Verwaltungsrat des LV St.Gallen. Benno Grossmann, 1944, Dr. oec. HSG aus Teu­ fen, wurde 1998 in den Verwaltungsrat der Bank CA St.Gallen AG berufen. Er war Partner bei der Ernst & Young AG und ist seither selbstständiger Steuer- und Wirtschaftsberater. Benno Grossmann ist Präsident des Verwaltungsrates der AFH Angehrn AG, Teufen, und der Kronoplus Technical AG, Teufen. Suzanne Gut, 1953, lic. oec. HSG aus St.Gallen, gehörte seit 1997 dem Verwaltungsrat der Bank CA St.Gallen AG an. Sie ist ferner eidg. dipl. Organisato­ rin. In ihrer Tätigkeit berät Suzanne Gut Firmen in den Bereichen Controlling und Organisation. Sie ist im Stiftungsrat des Krematoriums St.Gallen und engagiert sich für mehrere soziale Institutionen.


Max R. Hungerbühler, 1945, wohnt in Teufen und war seit 2000 im Verwaltungsrat der Bank CA St.Gallen AG, seit 2005 als Vizepräsident. Hungerbühler präsidiert den Verwaltungsrat der Bischoff Textil AG, St.Gallen. Er ist Verwaltungsratspräsident der Stadion St.Gallen AG und Vorstandsmitglied der Handelskammer SchweizAsien. Von 1997 bis 2003 war er Präsident der IHK St.Gallen-Appenzell, und von 2005 bis Mitte 2011 stand er dem Textilverband Schweiz vor. Christoph Meier, 1954, stammt aus St.Gallen. Er verstärkte den Verwaltungsrat der Bank CA St.Gallen AG seit 2009. Christoph Meier ist eidg. dipl. Betriebs­ ökonom HWV, eidg. dipl. Versicherungsfachmann, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der GWP Insurance Brokers AG sowie Präsident des Ver­ waltungsrates der GWP Holding AG, Luzern. Karitativ ist er als Vizepräsident des Stiftungsrates der Swiss Cancer Foundation engagiert. Reto Moggi, 1952, dipl. Bauingenieur und Mediator (IRP-HSG) aus Teufen, war seit 2008 Verwaltungsrat der Bank CA St.Gallen AG. Er ist Inhaber und Geschäfts­ führer der iremo gmbh für Immobilien- und Ingenieur­ dienstleistungen, Herisau, Partner und Geschäfts­ führer der vivento gmbh für Beratung, Mediation und Kommunikation, Herisau, Verwaltungsrat der Gas­werk Herisau AG, Stiftungsrat der Stiftung Waldheim, Projektleiter des Lehrnetz AR, sowie Präsident des Verwaltungsrates und Geschäftsleiter der Jürg Moggi AG, Immobilienverwaltung, Herisau. Jacqueline Zehnder, 1966, aus Wil gehörte seit 2008 dem Verwaltungsrat der swissregiobank AG an. Die eidg. dipl. Betriebsökonomin HWV ist Mitinhaberin der Zehnder-Druckereien sowie der Zehnder-Verlage. Sie ist Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglied bei Info-Press AG, Rolf-Peter Zehnder AG, Winterthurer Zeitung AG, Zehnder Medien AG, Zehnder Print AG, Z-Medien Verlags AG und Stiftungsrat der Mädchen­ sekundarschule St. Katharina Wil.

3.3 Interne Organisation und Kompetenzregelung Die Kompetenzregelung zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ist im Organisations- und Geschäfts­ reglement der Bank, welches durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA bewilligt ist, festgehalten. Der Verwaltungsrat übt die Oberleitung der acrevis Bank AG und die Aufsicht und Kontrolle über die Geschäfts­ tätigkeit aus. Er verfügt über die höchste Entscheidungs­ kompetenz. Der Rat entscheidet über die Strategie, die Geschäftspolitik und das Risikomanagement. Im Weiteren fasst der Verwaltungsrat Beschlüsse über die Organisation, genehmigt die Jahresrechnung, die Jahresplanung und die Budgets, überwacht den Stand der Eigenen Mittel, der Liquidität und der Rentabilität. Weiter überwacht er die Umsetzung der Kreditpolitik, erlässt Reglemente und wichtige interne Weisungen. Der Verwaltungsrat ist zuständig für die Ernennung und die Abberufung der mit der Geschäftsführung betrauten Personen und bestimmt die Zeichnungsberechtigten. Der Rat bzw. der Führungsausschuss beschliesst über die Anstellungsbedingungen, die Entschädigungen sowie die Nebentätigkeiten der Geschäftsleitung. In der Funktion der Oberaufsicht nimmt der Rat vom Bericht über die Rechnungsprüfung und dem Bericht über die Aufsichtsprüfung wie von den Zwischen­ berichten der aufsichtsrechtlichen Prüfgesellschaft Kenntnis. Die ausführliche Behandlung der genann­ ten Berichte wird anlässlich einer Sitzung mit dem Audit Committee und / oder im Verwaltungsrat unter An­wesenheit eines Vertreters der Prüfgesellschaft vorgenommen. Der Verwaltungsrat ist für die ordnungsgemässe Durchführung der Generalversammlung und die dazugehörenden Aufgaben (Geschäftsbericht, Infor­ mation der Aktionäre usw.) zuständig.

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3.4 Ausschüsse 3.4.1 Kreditausschuss Die acrevis Bank AG hat für die Kreditbewilligung einen Ausschuss gewählt, dem diejenigen Mitglieder des Rates angehören, die auf der Liste der Bankorgane (Seite 8) entsprechend gekennzeichnet sind. Dieser Ausschuss bewilligt Ausleihungen, die ihm nach ­der bankinternen Kompetenzordnung zugeteilt sind. D ­ ie Kompetenzordnung wurde vor Inkraftsetzung, als Anhang zum Geschäfts- und Organisationsreglement, durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA bewilligt. ­Die Einhaltung der Kompetenzordnung wird durch die aufsichtsrechtliche Prüfgesellschaft und die interne Revision geprüft. 3.4.2 Audit Committee (AC) Die acrevis Bank AG verfügt über ein Audit Committee. Das Audit Committee ist ermächtigt, alle Abklärungen vorzunehmen, die es als notwendig erachtet. Es nimmt keine Prüfungs- und Kontrolltätigkeiten selbst vor und übt auch keine Linienfunktionen aus. Die Befugnisse und Pflichten dieses Ausschusses sind in einem Reglement festgehalten. Insbesondere gehören dazu: ..Überwachung und Beurteilung der Integrität der Finanzabschlüsse ..Überwachung und Beurteilung der internen Kontrolle im Bereich der finanziellen Berichterstattung ..Überwachung und Beurteilung der Wirksamkeit der Prüfgesellschaft sowie deren Zusammenwirken mit der internen Revision ..Beurteilung der über den Bereich der finanziellen Be­ richterstattung hinausgehenden internen Kontrollen und der internen Revision Das Audit Committee bespricht an mehreren Sitzun­ gen die Planung, den Ablauf und die Ergebnisse der Arbeiten der obligationenrechtlichen und aufsichts­ rechtlichen Prüfgesellschaft. Anlässlich der Sitzung im Februar wird die Jahresrechnung ausführlich erörtert. Im Frühjahr werden der aufsichtsrechtliche Bericht über die Rechnungsprüfung und die jährliche Revisions­planung besprochen. Die Ergebnisse der aufsichtsrechtlichen Prüfungen werden im Herbst ­aufgrund des Berichtes über die Aufsichtsprüfung ­ mit den zuständigen Revisoren behandelt.

Die Berichte der internen Revision werden bei Vorlie­ gen durch das Audit Committee, bei Notwendigkeit unter Anwesenheit des zuständigen Revisors, bespro­ chen. Über die Erledigung der notwendigen Massnah­ men wird regelmässig rapportiert. Die Beurteilung der Leistungen der internen und der ex­ ternen Revision wird jeweils anlässlich der ­Besprechung der vorliegenden Berichte vorgenommen. Das Audit Committee rapportiert nach jeder Sitzung dem Gesamt­ verwaltungsrat über die Ergebnisse und stellt die not­ wendigen Anträge. Mindestens einmal jährlich nehmen Vertreter der aufsichtsrechtlichen Prüfgesellschaft an einer Sitzung des Audit Committees teil. Im Sinne der bankengesetzlichen Bestimmungen dürfen nur von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA akkreditierte Gesellschaften für eine Prüfung einge­setzt werden. Diese Bedingungen werden von der auf­ sichtsrechtlichen Prüfgesellschaft wie von der internen Revision und den jeweiligen leitenden Prüfern erfüllt. 3.4.3 Führungsausschuss Der Führungsausschuss begleitet und beurteilt die Mitarbeiterpolitik, die Kompensationspolitik, die ­Führungsgrundsätze, speziell zugewiesene Projekte, Integrationsfragen und Vorbereitungen für strategi­sche Weiterentwicklungen zuhanden des Verwaltungs­rates. Der Führungsausschuss hat gemäss der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA sicherzustellen, dass ein allen­falls auf die Mitarbeitenden aller Hierarchiestufen ausgeübter Druck zur Erreichung von Zielvorgaben n ­ icht zur Umgehung von Kontrollmechanismen führen darf. Er sorgt dafür, dass die Entschädigungssysteme ­keine Anreize zur Missachtung interner Kontrollmechanis­ men bieten.


4. Geschäftsleitung 4.1 Zusammensetzung Die Geschäftsleitung setzt sich aus den nachfolgenden Personen zusammen, welche alle Schweizer Bürger und in der Schweiz wohnhaft sind: Stephan Weigelt, 1960, wohnhaft in Mörschwil, Vor­ sitzender der Geschäftsleitung, war seit 1992 Mitglied der Geschäftsleitung der Bank CA St.Gallen AG und von 1998 bis 2011 deren Vorsitzender. Er absolvierte die Swiss Banking School und vertritt die Bank unter anderem in den Verwaltungsräten der Finanz-Logistik AG, St.Gallen (Präsident), und der Schweizerischen Bankiervereinigung, Basel. Im Weiteren ist er Vizeprä­ sident der Gemeinnützigen- und Hilfsgesellschaft der Stadt St.Gallen sowie Präsident der Blumenau-Léonie Hartmann-Stiftung, St.Gallen, und der E. Fritz und Yvonne Hoffmann-Stiftung, St.Gallen. Urs Kuhn, 1949, aus Wil ist stellvertretender Vorsitzen­ der der Geschäftsleitung. Zudem leitet der Absolvent der Swiss Banking School den Bereich Privatkunden und Niederlassungen. 1999 kam Urs Kuhn als Vorsit­ zender der Geschäftsleitung zur Bank in Gossau, die 2002 mit der Bank Bütschwil zur swissregiobank AG fusionierte. Marco Canori, 1956, aus St.Gallen ist Mitglied der Ge­ schäftsleitung und leitet den Bereich Führungs­support, dem das Marketing, der Personalbereich und das Ge­ schäftsleitungs- und Verwaltungsratssekretariat unter­ steht. Seit 1992 war er bei der Bank in Gossau bzw. der swissregiobank AG als Personalverantwort­licher tätig. René Lichtensteiger, 1974, aus Mörschwil ist Mit­ glied der Geschäftsleitung. Der diplomierte Bankfach­ experte leitet seit Mitte September 2012 den Bereich Finanz­ierungen. Von 1996 bis 2000 arbeitete er als Kredit­spezialist bei einer Grossbank. Ab Oktober 2000 war er als Finanzierungsberater und Stellvertreter des Bereichsleiters bei der Bank CA St.Gallen AG tätig. Christian Gentsch, 1967, lebt in St.Gallen. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter des Be­ reichs ­Logistik. Seit September 1997 unterstand dem Absolvent der Swiss Banking School und dipl. Bank­

fachmann der Bereich Logistik der Bank CA St.Gallen AG. Im Juli des Jahres 2004 wurde Christian Gentsch Geschäftsführer der Finanz-Logistik AG, St.Gallen. Benno Giger, 1959, aus St.Gallen ist Mitglied der ­Geschäftsleitung und leitet den Bereich Private Banking. Der Financial ­Consultant FH startete seine berufliche Laufbahn bei der Bank CA St.Gallen AG. Be­ vor er im Jahr 2005 als Leiter Private Banking zur Bank CA St.Gallen AG zurückkehrte, führte er unter anderem ein Vermögensverwaltungsunternehmen, das er selbst aufgebaut hatte. Hugo Loretini, 1959, wohnhaft in St.Gallen, ist Mitglied der Geschäftsleitung, dipl. Wirtschaftsprüfer, pat. Recht­ sagent, Leiter Compliance / Kreditoffice und war seit Mitte 2004 Mitglied der Geschäftsleitung ­der Bank CA St.Gallen AG. Vor dem Wechsel zur Bank CA St.Gallen AG im Jahr 2001 war er als von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA anerkannter, leitender Revisor bei einer internationalen Revisions­ge­sellschaft tätig. Bei dieser Tätigkeit hat er insbe­sondere Regionalund Kantonalbanken, Immobiliengesellschaften und Stif­tungen geprüft. Davor arbeitete er in der internen Revision einer Kantonalbank. Hugo Loretini ist Stiftungs­ rat der E. Fritz und Yvonne Hoffmann-Stiftung, St.Gallen. 4.2 Aufgaben und Kompetenzen Die Geschäftsleitung ist namentlich verantwortlich für: ..Die Leitung und die Geschäftsführung der Bank inner­ halb der statutarischen und reglementarischen, vom Verwaltungsrat festgelegten Grenzen als Kollektiv­ gremium sowie in Eigenverantwortung für den zuge­ wiesenen Bereich ..Die Ausführung der Verwaltungsratsbeschlüsse, die Berichterstattung an den Verwaltungsrat über den Geschäftsgang, die aktuelle Risikosituation und die dauernde Einhaltung der statutarischen und regle­ mentarischen Bestimmungen sowie der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften ..Den Aufbau der inneren Organisation und den Ablauf der Arbeitsprozesse mit dem Erlass aller damit zu­ sammenhängenden Richtlinien und Weisungen sowie deren Kontrolle ..Die Erstellung der Zwischenabschlüsse, der Jahres­ rechnung mit dem Geschäftsbericht und die Ausarbei­ tung des jährlichen Budgets und der Mittelfristplanung

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5. Aktionärsrechte 5.1 Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung Eine natürliche oder juristische Person kann direkt oder indirekt höchstens fünf Prozent der Stimmrechte auf sich vereinigen. Gesuche für Eintragungen, die diese Begrenzung überschreiten, werden abgelehnt. Personen, die kapital- oder stimmenmässig durch ein­ heitliche Leitung oder auf andere Weise miteinander verbunden sind oder sich zum Zwecke der Umgehung dieser Bestimmungen gegenseitig abstimmen, gelten als eine Person. Der Verwaltungsrat kann Ausnahmen von diesen Bestimmungen bewilligen. Im Berichtsjahr wurden keine Ausnahmen bewilligt. Die Stimmrechtsbeschränkung findet keine Anwen­ dung auf die Ausübung des Stimmrechts durch von der Gesellschaft bezeichnete Organvertreter (OR 689c) oder durch von der Gesellschaft bezeichnete unabhän­ gige Stimmrechtsvertreter (OR 689d), soweit diese von Aktionären mit der Stimmrechtsvertretung beauf­ tragt worden sind. 5.2 Statutarische Quoren Die Statuten sehen spezielle Quoren zur Änderung ­ von Bestimmungen betreffend Stimmrechtsbeschrän­ kungen vor. 5.3 Einberufung der Generalversammlung Die Einberufung der Generalversammlung erfolgt min­ destens 20 Tage vor der Generalversammlung mit An­ gabe der Verhandlungsgegenstände sowie der Anträge des Verwaltungsrates und der Aktionäre in den Publika­ tionsorganen der Gesellschaft. Eine ausserordentliche Generalversammlung kann auf schriftliches Begehren von Aktionären, die zusammen mindestens den zehn­ ten Teil des Aktienkapitals vertreten, unter Angabe des Verhandlungsgegenstandes und der Anträge einbe­ rufen werden. Für die Einberufung der ordentlichen Generalversammlung und die notwendigen Quoren für die Beschlüsse der Generalversammlung bestehen kei­ ne besonderen Regeln, es gelten die Bestimmungen des Obligationenrechtes.

5.4 Traktandierung Über Gegenstände, die in der Traktandenliste nicht ent­ halten sind, können keine Beschlüsse gefasst werden. Davon ausgenommen sind Anträge auf Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung oder Durchführung einer Sonderprüfung. Über Anträge, die erst in der Generalversammlung gestellt werden und sich nicht auf eines der angekündigten Traktanden beziehen, können unter Vorbehalt der gesetzlichen Ausnahmen keine Beschlüsse gefasst werden. 5.5 Eintragungen im Aktienbuch Vom Datum der Einladung zu einer Generalversamm­ lung bis zum Tag nach der Generalversammlung werden keine Eintragungen in das Aktienbuch vorge­ nommen. Die Regeln zur Teilnahme an der General­ versammlung entsprechen der schweizerischen Gesetzgebung. Jeder Aktionär mit Stimmrecht kann seine Aktien durch seinen gesetzlichen Vertreter oder einen anderen stimmberechtigten Aktionär vertreten lassen. Die acrevis Bank AG bietet ihren Aktionären auch die Möglichkeit, sich durch das Unternehmen oder einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter ver­ treten zu lassen. 5.6 Weitere Bestimmungen betreffend ­ die Rechte der Aktionäre und Einberufung ­ einer Generalversammlung Es bestehen keine Regeln in den Statuten zur Melde­ pflicht bei Käufen von Aktien (Opting-out / Opting-up). Dies bedeutet, dass die gesetzliche Regelung ange­ wandt wird.


6. Revisionsstelle

7. Informationspolitik

6.1 Obligationenrechtliche Revisionsstelle und ­aufsichtsrechtliche Prüfgesellschaft Als obligationenrechtliche und aufsichtsrechtliche Prüf­ gesellschaft amtet die PricewaterhouseCoopers AG, St.Gallen. Der leitende Revisor ist seit dem Abschluss 2010 für das Mandat verantwortlich und unterliegt dem Rotationsrhythmus von maximal sieben Jahren. Die Erfordernisse der Unabhängigkeit im Sinne der schweizerischen Gesetzgebung und der internationalen Richtlinien werden strikte eingehalten. Die Berichte der Revisionsstelle werden durch das Audit Committee des Verwaltungsrates begutachtet und in der Regel im Audit Committee in Anwesenheit eines Vertreters der Prüfgesellschaft besprochen. Das Audit Committee beurteilt im Weiteren die jährliche Risikoeinschätzung und die daraus abgeleitete P ­ rüfungsplanung sowie die Leistung und Unabhängigkeit der Revisionsstelle. Die bankengesetzlichen Berichte werden der Eidgenössi­ schen Finanzmarkt­aufsicht FINMA, Bern, direkt durch die Prüfgesellschaft zugestellt (siehe auch Punkt 3.4.2 Audit Committee, Seite 24).

Die acrevis Bank AG informiert ihre Aktionäre und Kunden laufend über die Geschäftstätigkeit. Die Halbjahreszahlen werden im Schweizerischen Handels­ amtsblatt publiziert. Der Geschäftsbericht wird den Aktionären zur Verfügung gestellt. Der breiten ­Öffentlichkeit liegt der Bericht an unseren Standorten frei zugänglich auf, und er ist elektronisch auf der ­Webseite www.acrevis.ch verfügbar. Weitere Infor­ mationen zu unserer Bank sind ebenfalls über die Webseite abrufbar. Selbstverständlich stehen auch die Mitglieder der Geschäftsleitung für weiter gehende Informationen zur Verfügung. Anfragen können auch via E-Mail an info@acrevis.ch gestellt werden.

8. Die wichtigsten Termine 31. Dezember 2012

Abschluss des Geschäftsjahres Mitte Februar 2013

Bekanntgabe des Jahresabschlusses April 2013

6.2 Inspektorat (interne Revision) Die interne Revision wurde im Jahr 2012 durch die Bankrevisions- und Treuhand AG, Zürich, durchgeführt. Die Revisionsberichte werden im Audit Committee ausführlich besprochen und dem Verwaltungsrat zur Kenntnis gebracht. Die externe Revisionsstelle und die interne Revision koordinieren die Prüftätigkeit und decken so die bedeutenden Risikofelder der Bank ab.

Veröffentlichung des Geschäftsberichts 15. Mai 2013

Generalversammlung 30. Juni 2013

Halbjahresabschluss Mitte August 2013

Bekanntgabe des Halbjahresabschlusses 28. März 2014

Generalversammlung

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Wir sind die persönliche Bank, die durch alle Lebenslagen begleitet. Unsere Kunden beraten wir individuell und ihre Bedürfnisse sind bei uns an erster Stelle. Chantals ganz persönliches Lieblingsessen sind «Chäshörnli». Noch lieber mag sie es, wenn ihr Mami ein Wienerli dazu serviert. Chantal aus Gossau, 9 Jahre


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Finanzbericht / Jahresrechnung

Bilanz (alle Beträge in 1’000 Franken)

Aktiven

31.12.2012

Vorjahr

Flüssige Mittel Forderungen aus Geldmarktpapieren Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven

258’033 1’919 204’126 312’091 2’474’718 8’089 188’771 4’989 32’182 4’148 11’863

391’480 1’918 184’683 323’950 2’348’699 13’804 248’583 3’338 30’969 5’142 13’866

-133’447 1 19’443 -11’859 126’019 -5’715 -59’812 1’651 1’213 -994 -2’003

-34.1 % 0.1 % 10.5 % -3.7 % 5.4 % -41.4 % -24.1 % 49.5 % 3.9 % -19.3 % -14.4 %

Total Aktiven

3’500’929

3’566’432

-65’503

-1.8 %

Total nachrangige Forderungen

3’752

2’751

1’001

36.4 %

Total Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften und qualifiziert Beteiligten

1’260

1’260

0

0.0 %

Passiven

31.12.2012

Vorjahr

Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden Kassenobligationen Pfandbriefdarlehen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Passiven Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserven für allgemeine Bankrisiken Aktienkapital Allgemeine gesetzliche Reserve Andere Reserven Gewinnvortrag Jahresgewinn

4’667 1’554’227 988’951 233’891 317’800 13’123 16’857 50’734 146’820 26’576 48’432 80’442 1’275 17’134

2’721 1’447’565 1’039’564 308’402 372’400 17’154 15’585 48’754 146’820 26’576 48’432 79’242 64 13’153

1’946 106’662 -50’613 -74’511 -54’600 -4’031 1’272 1’980 0 0 0 1’200 1’211 3’981

71.5 % 7.4 % -4.9 % -24.2 % -14.7 % -23.5 % 8.2 % 4.1 % 0.0 % 0.0 % 0.0 % 1.5 % 1’892.2 % 30.3 %

Total Passiven

3’500’929

3’566’432

-65’503

-1.8 %

0

0

0

2’670

3’111

-441

31.12.2012

Vorjahr

27’717 58’625 5’832

23’557 57’422 3’647

4’160 1’203 2’185

17.7 % 2.1 % 59.9 %

450 9’221 153’476 1’248

1’453 9’028 199’076 3’186

-1’003 193 -45’600 -1’938

-69.0 % 2.1 % -22.9 % -60.8 %

Total nachrangige Verpflichtungen Total Verpflichtungen gegenüber Konzerngesellschaften und qualifiziert Beteiligten

Ausserbilanzgeschäfte

Eventualverpflichtungen Unwiderrufliche Zusagen Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen Derivative Finanzinstrumente ..Positive Wiederbeschaffungswerte ..Negative Wiederbeschaffungswerte ..Kontraktvolumen Treuhandgeschäfte

Veränderungen

Veränderungen

-14.2 %

Veränderungen


Finanzbericht / Jahresrechnung

Erfolgsrechnung (mit offiziellen Vorjahreszahlen) (alle Beträge in 1’000 Franken) Die aussagekräftige Gegenüberstellung des Berichtsjahres zum Vorjahr geht aus der Darstellung auf Seite 19 dieses ­Geschäftsberichts hervor.

Ertrag und Aufwand aus dem ordentlichen Bankgeschäft

2012

Vorjahr

Zins- und Diskontertrag Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen Zinsaufwand Erfolg aus dem Zinsengeschäft

56’603 75 4’604 -23’958 37’324

47’917 29 3’220 -22’603 28’563

8’686 46 1’384 1’355 8’761

18.1 % 158.6 % 43.0 % 6.0 % 30.7 %

Kommissionsertrag Kreditgeschäft Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft Kommissionsaufwand Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

244 18’229 1’865 -1’474 18’864

162 11’816 896 -797 12’077

82 6’413 969 677 6’787

50.6 % 54.3 % 108.1 % 84.9 % 56.2 %

Erfolg aus dem Handelsgeschäft

5’544

3’909

1’635

41.8 %

Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen Beteiligungsertrag Liegenschaftenerfolg Anderer ordentlicher Ertrag Anderer ordentlicher Aufwand Übriger ordentlicher Erfolg

458 1’026 880 788 -50 3’102

-53 242 1’050 86 -657 668

511 784 -170 702 -607 2’434

964.2 % 324.0 % -16.2 % 816.3 % -92.4 % 364.4 %

64’834

45’217

19’617

43.4 %

-23’733 -15’806 -39’539

-17’089 -11’030 -28’119

6’644 4’776 11’420

38.9 % 43.3 % 40.6 %

25’295

17’098

8’197

47.9 %

Bruttogewinn Abschreibungen auf dem Anlagevermögen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

25’295 -2’447 -1’976

17’098 -1’672 -743

8’197 775 1’233

47.9 % 46.4 % 165.9 %

Betriebserfolg (Zwischenergebnis)

20’872

14’683

6’189

42.2 %

Ausserordentlicher Ertrag Ausserordentlicher Aufwand Steuern

995 -850 -3’883

16’436 -17’628 -338

-15’441 -16’778 3’545

-93.9 % -95.2 % 1’048.8 %

Jahresgewinn

17’134

13’153

3’981

30.3 %

Bruttoertrag Personalaufwand Sachaufwand Geschäftsaufwand Bruttogewinn

Veränderungen

Jahresgewinn

31


32

Finanzbericht / Jahresrechnung

Gewinnverwendung (alle Beträge in 1’000 Franken)

2012

Vorjahr

Veränderungen

Jahresgewinn Gewinnvortrag

17’134 1’275

13’153 1) 64

3’981 1’211

30.3 % 1’892.2 %

Bilanzgewinn

18’409

13’217

5’192

39.3 %

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung folgende Verwendung: Ausschüttung auf dem Gesellschaftskapital 2) Zuweisung an die allgemein gesetzliche Reserve Zuweisung an die andere Reserve

10’005 0 6’000

10’742 0 1’200

-737 0 4’800

-6.9 % 400.0 %

2’404

1’275

1’129

88.5 %

Gewinnvortrag 1) 2)

Jahresgewinn gemäss der offiziellen Erfolgsrechnung (vgl. Seite 31).  ktien, die am für die Ausschüttung massgebenden Stichtag von der Bank im Eigenbestand gehalten werden, sind nicht dividendenberechtigt. A

Sofern die Generalversammlung vom 15. Mai 2013 den Antrag des Verwaltungsrates über die Verwendung des Bilanz­gewinnes ­genehmigt, wird pro Aktie folgende Dividende ausgeschüttet: Bruttodividende abzüglich 35 % Verrechnungssteuer

32.00 -11.20

Nettodividende

20.80

Die Vergütung der Dividende erfolgt am 21. Mai 2013.


Finanzbericht / Jahresrechnung

Mittelflussrechnung (alle Beträge in 1’000 Franken)

Jahresergebnis Abschreibungen / Aufwertung auf Anlagevermögen Wertberichtigungen und Rückstellungen Veränderung Reserven für allg. Bankrisiken Aktive Rechnungsabgrenzungen Passive Rechnungsabgrenzungen Dividende Vorjahr Übrige Gewinnausschüttungen Mittelfluss aus operativem Ergebnis (Innenfinanzierung) Nennwertrückzahlung Aktienkapitalerhöhung Eigenkapitalzuwachs aus Fusion Mittelfluss aus Eigenkapitaltransaktionen Beteiligungen Liegenschaften Übrige Sachanlagen Immaterielle Werte Mittelfluss aus Vorgängen im Anlagevermögen Verpflichtungen gegenüber Banken (über 90 Tage) Forderungen gegenüber Banken (über 90 Tage) Mittelfluss aus dem Bankgeschäft (Interbankgeschäft) Spar- und Anlagegelder Kassenobligationen Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Forderungen gegenüber Kunden Kundengeschäft Anleihensobligationen Pfandbriefdarlehen Finanzanlagen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Kapitalmarktgeschäft Sonstige Passiven Sonstige Aktiven Übrige Bilanzpositionen

17’134 2’447 1’980

Saldo

13’153 5’995 29’534 5’476 3’050

994 4’031 10’742 22’555

Mittelverwendung

Mittelherkunft

Saldo

Mittelverwendung

     Vorjahr

Mittelherkunft

  2012

14’773

10’211

7’782

58’893

0

16’716 169’925 186’641

0 50 8’576

50’317

7’540

0

0

13

13

1’786 95 3’193 250 5’324

0

0 37’220 37’220

-5’311

-37’220

-132’622

54’600 59’812 5’715 65’527

54’600

587

1’602 4’532 1’413 4’323 11’870

-11’283

0

20’000 2’852 22’852

-22’852

1’140’657 166’581 1’307’238

381’520

190’239 12’130 202’369

-134’669

781’562 147’803 759’393

74’511 50’613 126’019 251’143

179’101

587

106’662

11’859 118’521

7’540

1’688’758

67’700

10’927

67’700

1’272 2’003 3’275

9’913 0

3’275

9’913

10’130 10’130

-217

Mittelfluss aus dem Bankgeschäft

187’323

342’963

-155’640

1’766’371

1’542’589

223’782

Flüssige Mittel Forderungen aus Geldmarktpapieren Verpflichtungen gegenüber Banken (unter 90 Tage) Forderungen gegenüber Banken (unter 90 Tage)

133’447

Liquidität

153’170

1

153’169

2’694

444’611

-441’917

Total Mittelherkunft / Mittelverwendung

363’061

363’061

0

2’015’186

2’015’186

0

318’465 1

1’946 17’777

2’694 126’146

33


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Finanzbericht / Jahresrechnung

Anhang zur Jahresrechnung 2012 1. Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit / Personalbestand Allgemeines Die acrevis Bank AG ist im Jahr 2011 aus der Fusion der ­swissregiobank AG mit der ehemaligen Bank CA St.Gallen AG entstanden. Im Zuge der Fusion übernahm die swissregiobank AG per 30. Juni 2011 Aktiven und Passiven der Bank CA St.Gallen AG und wurde gleichzeitig in acrevis Bank AG umfirmiert. Die acrevis Bank AG ist mit ihren elf Standorten als Universal­ bank vorwiegend in den Regionen zwischen dem B ­ odensee und dem Zürichsee tätig. Am 31. Dezember 2012 waren bei der Bank teilzeitbereinigt ­­ 166 Personal­einheiten beschäftigt (Ende Vorjahr 165 Vollzeit­ stellen). Die Haupttätigkeiten der Bank in den einzelnen Geschäftssparten können wie folgt beschrieben werden: Bilanzgeschäft Das Zinsdifferenzgeschäft ist die wichtigste Ertragsquelle der Bank. Im Vordergrund steht dabei das Kundengeschäft. Die Ausleihungen erfolgen vorwiegend auf hypothekarisch gedeckter Basis auf Wohn- und Gewerbeobjekten. Kommerzielle ­Kredite werden an Selbstständigerwerbende und Unternehmen aus ­Handel, Gewerbe und Industrie gegen Deckung oder blanko gewährt. Das Ausleihungsgeschäft wird mit Kundengeldern refinanziert. Weitere Refinanzierungsmittel sind die langfristigen Fremdgelder der Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute sowie die Eigenen Mittel. Das Interbankengeschäft wird hauptsächlich im kurzfristigen Bereich betrieben. Die Bank hält zu Liquiditäts- und Anlagezwe­ cken in den Finanzanlagen ein Portefeuille von festverzinslichen Wertschriften mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont. Im Bilanzstrukturmanagement können Zinsderivate zur Bewirt­ schaftung der Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden. Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Der Hauptanteil des Kommissions- und Dienstleistungsge­ schäftes entfällt auf die Vermögensberatung und -verwaltung, den Wertschriften- und Derivatehandel für Kunden, die Platzie­ rung von Treuhandanlagen sowie den Zahlungsverkehr. Diese Dienstleistungen werden privaten Kunden, institutionellen An­ legern und Gewerbetreibenden angeboten.

Übrige Geschäftsfelder Mit Ausnahme der Standorte Wil, Rapperswil-Jona, Wittenbach und Lichtensteig betreibt die Bank ihre Geschäftstätigkeit in eigenen Liegenschaften. Zudem werden einzelne Liegenschaften zu Renditezwecken gehalten. Die von der Bank gehaltenen Beteiligungen mit einer Quote von 20 Prozent oder mehr sind im Anhang 3.3 aufgeführt. Auf eine Konsolidierung der Mehrheitsbeteiligungen wird verzichtet, da dies keine wesentlichen Auswirkungen auf die Jahresrechnung hätte. Auslagerung von Geschäftsbereichen (Outsourcing) Die acrevis Bank AG hat den Zahlungsverkehr, die Wertschriften­ verarbeitung, das Rechnungswesen und weitere Back-OfficeAufgaben an die Finanz-Logistik AG, St.Gallen, ausgelagert, an welcher die Bank mit 75 Prozent beteiligt ist. Die Bank arbeitet mit der IT-Bankenlösung der finnova AG Bankware, Lenzburg. Der Betrieb des Rechenzentrums und das Application Management werden durch die Swisscom IT Services AG, Zürich, wahrgenom­ men. Die interne Revision erfolgt durch die Bankrevisions- und Treuhand AG, Zürich. Diese Auslagerungen wurden im Sinne der Vorschriften der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA in detaillierten Verträgen geregelt. Sämtliche Mitarbeitenden der Dienstleister sind dem Bankgeheimnis unterstellt, womit die Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Risikobeurteilung / Risikomanagement Der Verwaltungsrat befasst sich regelmässig mit den im Folgen­ den aufgeführten wesentlichen Risiken, denen die Bank ausge­ setzt ist. Dabei werden risikomindernde Massnahmen und die internen Kontrollen in die Beurteilung einbezogen. Ausserdem wird ein besonderes Augenmerk auf die Sicherstellung der laufenden Überwachung und die Bewertung der Auswirkungen dieser Risiken auf die Jahresrechnung gelegt. Die Risikopolitik, welche alljährlich auf ihre Angemessenheit überprüft wird, bildet die Basis für das Risikomanagement. Für die einzelnen Risiken werden Grenzen gesetzt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Die obersten Führungsorgane der Bank werden mit einem stufen­gerechten Informationssystem regelmässig über die Ver­ mögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage sowie die damit verbundenen Risiken unterrichtet. Ausfallrisiken

Handelsgeschäft Der Handel mit Devisen und Edelmetallen sowie fremden Sorten wird für Rechnung von Kunden und ohne bedeutende eigene Positionen betrieben. In bescheidenem Umfang wird der Handel auf eigene Rechnung mit Wertschriften sowie entsprechenden Optionen und Futures gepflegt.

Die Ausfallrisiken werden mittels Qualitätsanforderungen, ­Deckungsmargen und Risikoverteilung begrenzt. Für die Kredit­ bewilligung, bei welcher die Kreditwürdigkeit und Kreditfähig­ keit nach einheitlichen Kriterien beurteilt werden, besteht eine risikoorientierte Kompetenzordnung, welche sich durch kurze Entscheidungswege auszeichnet.


Finanzbericht / Jahresrechnung

Mittels eines Rating-Systems gewährleistet die Bank eine ­adäquate Risikobeurteilung. Zur Messung und Bewirtschaftung des Ausfallrisikos stuft die Bank ihre Kredite in zwölf Rating-­ Klassen ein. Mit diesem System können die Risiken bei der Kreditver­gabe besser eingeschätzt und die in der Zukunft durch­ schnittlich zu erwartenden Verluste bei der Konditionengestaltung für die jeweilige Gegenpartei mitberücksichtigt werden. Die effiziente Überwachung der Ausfallrisiken während der ganzen Kreditdauer wird mit einer periodischen Aktualisierung der Kredit-Ratings und durch die laufende Kommunikation mit der Kundschaft sichergestellt. Die Werthaltigkeit der Sicherheiten wird in angemessenen Zeitabschnitten, je nach Art der Deckung, überprüft. Die Schätzung von Immobilien ist verbindlich geregelt. Profes­ sionelle Liegenschaftenschätzer unterstützen die Kreditinstanzen bei Fachfragen und Beurteilungen. Der als Ausgangspunkt für die Belehnung dienende «Verkehrswert» wird in der Regel wie folgt ermittelt: .. Selbst bewohnte Objekte: Realwert .. Renditeobjekte: Ertragswert .. Selbst genutzte Gewerbe- oder Industrieobjekte: im Markt erzielbarer Ertragswert oder Nutzwert .. Bauland: Marktwert unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung Die Bank plausibilisiert ihre ermittelten Werte bei Wohnobjekten mit der hedonischen Schätzungsmethode, die auf einer umfang­ reichen Datenbank mit Marktwerten basiert. Die maximale Höhe der Finanzierung hängt von den bankintern festgelegten Belehnungswerten und von der Tragbarkeit ab. Ab einer bestimmten Belehnungshöhe besteht eine Amortisations­ pflicht. Notleidende Positionen, Positionen mit erhöhtem Risiko sowie Rechtsprobleme werden vom eigenen Spezialisten betreut. Das Rating-System dient auch zur zentralen Überwachung und Analyse der Kreditrisiken. Die Wertberichtigungen und Rückstel­ lungen werden vierteljährlich überprüft und angepasst. Zinsänderungsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken werden regelmässig ermittelt und überwacht. Überwachung und Steuerung bauen auf der Markt­ zinsmethode auf und fokussieren auf den Barwert des Eigen­ kapitals, ergänzt durch Ertragssimulationen. Zur Begrenzung dieser Risiken hat der Verwaltungsrat auf der Basis von Sensitivi­ tätskriterien Risikotoleranzgrenzen festgelegt. Es stehen sowohl eine moderne Software zur Durchführung der Berechnungen und von Belastungstests als auch externe Fachkräfte zur Verfügung. ­Wesentliche Ungleichgewichte werden mittels klassischer Bilanz­geschäfte oder derivativer Finanzinstrumente abgesichert.

Andere Marktrisiken

Weitere Marktrisiken, welche vor allem Positionsrisiken aus Be­ teiligungstiteln und Fremdwährungen beinhalten, werden mittels eines Limitensystems begrenzt. Die Überwachung der Handels­ positionen erfolgt täglich. Liquiditätsrisiken

Die Zahlungsbereitschaft wird im Rahmen der bankengesetz­ lichen Bestimmungen überwacht und gewährleistet. Die Eigen­ positionen der Bank in Wertschriften sind in der Regel an der Börse handelbar. Operationelle Risiken

Operationelle Risiken werden definiert als «Gefahren von Ver­ lusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von ­externen Ereignissen eintreten». Sie werden durch interne Reglemente und Weisungen zur Organisation und Kontrolle be­ grenzt. Die Geschäftsleitung beurteilt den Gütegrad der internen Kontrollen jährlich. Die interne Revision prüft die interne Kontrolle regelmässig und erstattet Bericht über ihre Arbeiten direkt an den Verwaltungsrat. Compliance und rechtliche Risiken

Die Compliance-Funktion stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit im Einklang mit den geltenden regulatorischen Vorgaben und den Sorgfaltspflichten eines Finanzintermediärs steht. Diese ­Stelle ist für die Überprüfung von Anforderungen und Entwick­ lungen seitens der Aufsichtsbehörde, des Gesetzgebers oder anderer Organisationen verantwortlich. Zudem sorgt sie dafür, dass die Weisungen und Reglemente an die regulatorischen Entwicklungen angepasst und auch eingehalten werden.

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Wir verstehen die BedĂźrfnisse unserer Kunden. Eine kompetente Beratung mit praxis- und lĂśsungsorientiertem Ergebnis ist das A und O. Weise, bedacht und scharfsinnig wie eine Eule will Larissa einmal werden. Bis dahin geniesst sie ihre Kindheit. Larissa aus Eggersriet, 5 Jahre


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Finanzbericht / Jahresrechnung

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Grundlagen Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze richten sich nach dem Obligationenrecht, dem Bankengesetz und dessen Verordnung, den statutarischen Bestimmungen und den Richtlinien der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Erfassung und Bilanzierung Sämtliche Geschäftsvorfälle werden am Abschlusstag in den ­Büchern der Bank erfasst und ab diesem Zeitpunkt für die Er­ folgsermittlung bewertet. Umrechnung von Fremdwährungen Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Aktiven und Passiven werden am Bilanz­ stichtag zu Marktkursen bewertet, und das Bewertungsergebnis wird erfolgswirksam verbucht. Für die Umrechnung der wesent­ lichen Fremdwährungspositionen wurden folgende Jahresend­ kurse verwendet: Währung

EUR USD

2012

Vorjahr

1.20720 0.91515

1.21740 0.94070

Allgemeine Bewertungsgrundsätze Jede in einer Bilanzposition enthaltene Detailposition wird einzeln bewertet. Flüssige Mittel, Forderungen aus Geldmarktpapieren, ­Forderungen gegenüber Banken, Passivgelder Die Bilanzierung erfolgt zu Nominalwerten. Ausleihungen (Forderungen gegenüber Kunden und ­Hypothekarforderungen) Die Bilanzierung erfolgt zu Nominalwerten. Gefährdete Forderungen, d. h. Forderungen, bei welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Ver­ pflichtungen nachkommen kann, werden auf Einzelbasis bewer­ tet, und die Wertminderung wird durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Ausserbilanzgeschäfte, wie feste Zusagen, Garantien oder derivative Finanzinstrumente, werden in diese Bewertung ebenfalls einbezogen. Ausleihungen werden spätestens dann als gefährdet eingestuft, wenn die vertraglich vereinbarten Zah­ lungen für Kapital und / oder Zinsen mehr als 90 Tage ausstehend sind. Zinsen, die mehr als 90 Tage ausstehend sind, gelten als überfällig. Überfällige Zinsen und Zinsen, deren Eingang gefähr­ det ist, werden nicht erfolgswirksam im Zinsertrag verbucht, sondern direkt den Wertberichtigungen und Rückstellungen zugewiesen. Ausleihungen werden zinslos gestellt, wenn die Einbringlichkeit der Zinsen derart zweifelhaft ist, dass die Abgren­ zung nicht mehr als sinnvoll erachtet wird. Die Wertminderung bemisst sich nach der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem voraussichtlich ein­ bringlichen Betrag unter Berücksichtigung des Gegenpartei­ risikos und des Nettoerlöses aus der Verwertung allfälliger Sicherheiten (nach Abzug von Halte-, Refinanzierungs- und ­Liquidationskosten).

Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich ­eingestuft oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wert­ berichtigung. Wiedereingänge von früher ausgebuchten Beträgen werden direkt den Wertberichtigungen für Ausfallrisiken gutge­ schrieben. Neben den Einzelwertberichtigungen für gefährdete Forderun­ gen bildet die Bank Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung von am Bewertungsstichtag vorhandenen latenten Risiken. Die Berechnung erfolgt anhand historischer Erfahrungswerte je Kredit-Rating-Klasse. Die Bank klassiert Forderungen in einer der zwölf Rating-Klassen. Bei den Forderungen der Klassen 1 bis 8 wird der Schuldendienst geleistet, die Belehnung der Sicherheiten ist angemessen und die Rückzahlung des Kredites erscheint nicht gefährdet. Für diese Forderungen werden nur in einzelnen begründeten Ausnahmefäl­ len Wertberichtigungen gebildet. Auf Krediten der Klassen 9 und 10, bei denen ein gewisses Risiko besteht, dass die Bank einen Verlust erleidet, werden Pauschalwertberichtigungen eingesetzt. Die Forderungen der Klassen 11 und 12 sind gefährdet und wer­ den einzeln wertberichtigt. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden in den Passiven unter «Wertberichtigungen und Rückstellungen» aus­ gewiesen. Ihre Veränderungen werden über die Erfolgsrechnung verbucht. Gefährdete Forderungen werden wiederum als vollwertig einge­ stuft, wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen beglichen werden und weitere Bonitätskriterien erfüllt sind. Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Die Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen werden grundsätzlich zum Fair Value bewertet und bilanziert. Als Fair Value wird der auf einem preiseffizienten und liquiden Markt ge­stellte Preis oder – bei Fehlen eines solchen Preises – die Be­ wertung zum Niederstwertprinzip verstanden. Die aus der Bewertung resultierenden Kursgewinne und -verluste werden im Erfolg aus dem Handelsgeschäft verbucht. Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen in Wertschriften werden dem Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen gutgeschrieben. Dem Handelserfolg werden keine Kapitalrefinan­ zierungskosten belastet. Finanzanlagen Festverzinsliche Schuldtitel sowie Wandel- und Optionsanleihen werden nach dem Niederstwertprinzip bewertet, sofern keine Absicht zum Halten bis zur Endfälligkeit besteht. Für ­Positionen in Beteiligungstiteln und Edelmetallen wird ebenfalls das Niederstwertprinzip angewandt. Markt- und bonitätsbedingte Wertan­passungen erfolgen pro Saldo über «Anderer ordentlicher Aufwand» resp. «Anderer ordentlicher Ertrag». Eine Zuschrei­ bung bis höchstens zum Anschaffungswert erfolgt, wenn der unter den Anschaffungswert gefallene Marktwert in der Folge wieder steigt. Die mit der Absicht des Haltens bis zur Endfälligkeit erworbenen Schuldtitel werden nach der Accrual-Methode bewertet. Dabei wird das Agio bzw. Disagio in der Bilanzposition über die Laufzeit bis zum Endverfall abgegrenzt. Zinsenbezogene realisierte Ge­


Finanzbericht / Jahresrechnung

winne oder Verluste aus vorzeitiger Veräusserung oder Rückzah­ lung werden über die Restlaufzeit, d. h. bis zur ursprünglichen Endfälligkeit, abgegrenzt. Bonitätsbedingten Wertanpassungen wird über die Position «Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste» Rechnung getragen. Liegenschaften und aus dem Kreditgeschäft übernommene Be­ teiligungen, welche zur Veräusserung vorgesehen sind, werden in den Finanzanlagen bilanziert und nach dem Niederstwertprinzip bewertet, d. h. nach dem tieferen Wert von Anschaffungswert und Liquidationswert. Beteiligungen Die Bewertung erfolgt zum Anschaffungswert abzüglich betriebs­ wirtschaftlich notwendiger Abschreibungen. Sachanlagen Investitionen in Sachanlagen werden aktiviert und gemäss Anschaffungswertprinzip bewertet, wenn sie während mehr als einer Rechnungsperiode genutzt werden. Bei der Folgebewertung werden die Sachanlagen zum Anschaf­ fungswert abzüglich der kumulierten Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmässig über die geschätzte Nutzungsdauer der Anlage, bei Liegenschaften bis der steuerlich zulässige Endwert erreicht wird. Die Werthaltigkeit wird jährlich überprüft. Ergibt sich dabei eine veränderte Nutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwert planmässig über die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben oder eine ausser­ planmässige Abschreibung getätigt. Planmässige und allfällige zusätzliche ausserplanmässige Abschreibungen werden über die Erfolgsrechnung in der Position «Abschreibungen auf dem Anla­ gevermögen» verbucht. Fällt der Grund für die ausserplanmässi­ ge Abschreibung weg, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Die geschätzte Nutzungsdauer für einzelne Kategorien in den Sachanlagen ist wie folgt: Bankgebäude Andere Liegenschaften Ein- und Umbauten Informatikanlagen Maschinen, Mobiliar

max. 67 Jahre max. 67 Jahre max. 8 Jahre max. 3 Jahre max. 5 Jahre

Steuern Laufende Steuern sind wiederkehrende, in der Regel jährliche Gewinn- und Kapitalsteuern. Einmalige oder transaktionsbezoge­ ne Steuern sind nicht Bestandteil der laufenden Steuern. Laufende Steuern auf dem Periodenergebnis werden in Überein­ stimmung mit den lokalen steuerlichen Gewinnermittlungsvor­ schriften eruiert und als Aufwand der Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden Gewinne anfallen. Aus dem laufenden Gewinn geschuldete direkte Steuern werden als passive Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen. Die Reserven für allgemeine Bankrisiken sind teilweise versteu­ ert. Die Details sind im Anhang 3.9 ersichtlich.

Wertberichtigungen und Rückstellungen Für alle erkennbaren Verlustrisiken werden nach dem Vor­ sichtsprinzip Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen gebildet. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für Ausfallrisiken sowie Rückstellungen für andere Risiken werden unter dieser Bilanz­ rubrik ausgewiesen. Die Position «Übrige Rückstellungen» kann stille Reserven enthalten. Eventualverpflichtungen, unwiderrufliche Zusagen, ­Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen Der Ausweis in der Ausserbilanz erfolgt zum Nominalwert. Für absehbare Risiken werden in den Passiven der Bilanz Rück­ stellungen gebildet. Derivative Finanzinstrumente Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bank erfolgt zum Fair Value mit Ausnahme der Derivate, die im Zusam­ menhang mit Absicherungstransaktionen verwendet werden. Sie werden als positive oder negative Wiederbeschaffungswerte unter den «Sonstigen Aktiven» resp. «Sonstigen Passiven» bilanziert. Handelsgeschäfte

Erworbene immaterielle Werte in wesentlichem Umfang werden bilanziert, wenn sie über mehrere Jahre einen messbaren Nutzen bringen. Bei der Bewertung werden die gleichen Grundsätze wie für die oben aufgeführten Sachanlagen angewandt. Die geschätzte Nutzungsdauer für immaterielle Werte beträgt maximal fünf Jahre. Selbst erarbeitete immaterielle Werte werden nicht bilanziert. Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen ­werden über den «Ausserordentlichen Ertrag» verbucht, realisier­ te Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand». Vorsorgeeinrichtungen Die Offenlegung und Bewertung der wirtschaftlichen Auswir­ kungen von Vorsorgeeinrichtungen auf die Bank erfolgen gemäss den Rechnungslegungsvorschriften der Eidgenössischen Finanz­marktaufsicht FINMA, die sich auf die Swiss GAAP FER 16 abstützen.

Der Fair Value von Handelsgeschäften basiert auf Marktkursen. Der Erfolg wird über die Rubrik «Erfolg aus dem Handelsge­ schäft» verbucht. Absicherungsgeschäfte

Die Bank setzt ausserdem derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset and Liability Managements zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken ein. Die Absicherungsgeschäfte werden analog dem abgesicherten Grundgeschäft bewertet. Der Erfolg aus der Absicherung wird der gleichen Erfolgsposition zuge­ wiesen wie der entsprechende Erfolg aus dem abgesicherten Geschäft. Bei der Absicherung von Zinsänderungsrisiken können auch Makro-Hedges eingesetzt werden. Der Erfolg aus den für das Bilanzstrukturmanagement zur Bewirtschaftung der Zinsän­ derungsrisiken eingesetzten Derivaten wird nach der Accrual-Me­ thode ermittelt. Dabei wird die Zinskomponente über die Laufzeit bis zur Endfälligkeit abgegrenzt. Sicherungsbeziehungen, Ziele

39


40

Finanzbericht / Jahresrechnung

und Strategien des Absicherungsgeschäftes werden durch die Bank beim Abschluss des Geschäftes dokumentiert. Geschäfte, bei denen die Absicherungsbeziehung nicht mehr wirksam ist, werden wie Handelsgeschäfte behandelt. Vorjahreszahlen der Erfolgsrechnung Im Zuge der Fusion zur acrevis Bank AG hat die ehemalige ­swissregiobank AG per 30. Juni 2011 Aktiven, Passiven und ­Ausserbilanzgeschäfte der Bank CA St.Gallen AG übernommen. In der vorliegenden Jahresrechnung setzen sich die Vorjahres­ zahlen für die Erfolgsrechnung aus der Erfolgsrechnung der ­swissregiobank AG für das erste Semester 2011 und der Erfolgsrechnung der fusionierten acrevis Bank AG für das zweite Semester 2011 zusammen.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze weisen gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen auf. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen massgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

3. Informationen zur Bilanz (alle Beträge in 1’000 Franken)

3.1 Übersicht der Deckungen von Ausleihungen und Ausserbilanzgeschäften 3.1.1 Übersicht nach Deckungen

Hypothekarische Deckung

Andere Deckung

Ohne Deckung 1)

15’415

104’484

192’192

312’091

Hypothekarforderungen

2’468’408

0

6’310

2’474’718

 Wohnliegenschaften   Büro- und Geschäftshäuser   Gewerbe und Industrie  Übrige

1’844’390 259’830 273’163 91’025

1’800 0 4’134 376

1’846’190 259’830 277’297 91’401

Total Ausleihungen 31.12.2012

2’483’823

104’484

198’502

2’786’809

Vorjahr

2’362’107

101’346

209’196

2’672’649

Eventualverpflichtungen Unwiderrufliche Zusagen Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen Verpflichtungskredite

1’563 38’112 0 0

4’187 3’164 0 0

21’967 17’349 5’832 0

27’717 58’625 5’832 0

Total Ausserbilanz 31.12.2012

39’675

7’351

45’148

92’174

Vorjahr

41’128

5’557

37’941

84’626

Total

Ausleihungen Forderungen gegenüber Kunden

Ausserbilanz

1)

inkl. wertberichtigte Ausleihungen

3.1.2 Angaben zu gefährdeten Forderungen Bruttos­chuldbetrag

Geschätzte ­Verwertungserlöse der Sicherheiten

Netto­schuldbetrag

Einzelwert­ berichtigung

Gefährdete Forderungen 31.12.2012

39’878

19’060

20’818

20’897

Vorjahr

51’076

21’523

29’553

29’744


Finanzbericht / Jahresrechnung

3.2 Aufgliederung der Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen, der Finanzanlagen und ­Beteiligungen 3.2.1 Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen

31.12.2012

Vorjahr

Schuldtitel ..börsenkotierte ..nicht börsenkotierte   davon eigene Anleihens- und Kassenobligationen Beteiligungstitel   davon eigene Beteiligungstitel Edelmetalle

1’012 99 0 6’876 6’868 102

1’772 70 0 11’866 11’859 96

Total Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen

8’089

13’804

  davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

1’012

1’021

3.2.2 Finanzanlagen

Buchwert 31.12.2012

Vorjahr

Fair Value 31.12.2012

Vorjahr

Schuldtitel   davon eigene Anleihens- und Kassenobligationen   davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit   davon nach dem Niederstwertprinzip bilanziert Beteiligungstitel   davon qualifizierte Beteiligungen Edelmetalle Liegenschaften

179’484 0 179’484 0 8’280 0 0 1’007

239’837 0 239’241 596 7’388 0 0 1’358

183’432 0 183’432 0 9’704 0 0 1’007

244’531 0 243’900 631 8’793 0 0 1’358

Total Finanzanlagen

188’771

248’583

194’143

254’682

45’517

76’262

31.12.2012

Vorjahr

Mit Kurswert Ohne Kurswert

17 4’972

232 3’106

Total Beteiligungen

4’989

3’338

Kapital 31.12.2012

Quote in % 31.12.2012

Quote in % Vorjahr

100 240 100

100.0 75.4 40.0

100.0 75.4 40.0

  davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften In den Finanzanlagen figurieren keine eigenen Beteiligungstitel. 3.2.3 Beteiligungen

3.3 Angaben zu wesentlichen Beteiligungen Am Bilanzstichtag war die ­acrevis Bank AG an folgenden Gesellschaften beteiligt

swissregio Asset Management AG, Wil, Vermögensberatung Finanz-Logistik AG, St.Gallen, Dienstleistungen Regimo St.Gallen AG, St.Gallen, Immobilienverwaltung

41


Finanzbericht / Jahresrechnung

Bisher ­aufge­laufene Abschrei­bungen

Buchwert Ende Vorjahr

Investitionen 2012

Desinvestitionen 2012

Abschrei­bungen 2012

Buchwert 31.12.2012

3.4 Anlagespiegel Anschaffungswert

42

4’211 344 3’867

-873 -92 -781

3’338 252 3’086

1’786 0 1’786

-13 0 -13

-122 0 -122

4’989 252 4’737

Liegenschaften Bankgebäude Andere Liegenschaften

38’889 19’122 19’767

-10’819 -4’713 -6’106

28’070 14’409 13’661

95 0 95

0 0 0

-729 -319 -410

27’436 14’090 13’346

Übrige Sachanlagen

11’317

-8’418

2’899

3’193

0

-1’346

4’746

Objekte im Finanzierungsleasing

0

0

0

0

0

0

0

Immaterielle Werte

0

0

0

250

0

-250

0

Total Sachanlagen

50’206

-19’237

30’969

3’538

0

-2’325

32’182

Total Anlagevermögen

54’417

-20’110

34’307

5’324

-13

-2’447

37’171

Beteiligungen Mehrheitsbeteiligungen Minderheitsbeteiligungen

Brandversicherungswerte

31.12.2012

Brandversicherungswert der Liegenschaften Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen

52’011 21’205

Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten

31.12.2012

Verpflichtungen: Zukünftige Leasingraten aus Operational Leasing

0

3.5 Sonstige Aktiven und Passiven

Wiederbeschaffungswerte aus derivativen ­Finanzinstrumenten Ausgleichskonto Indirekte Steuern Abrechnungskonten Nicht eingelöste Coupons, Kassenobligationen und Obligationsanleihen Übrige Aktiven und Passiven Total sonstige Aktiven und Passiven

Sonstige Aktiven 31.12.2012

Sonstige Passiven 31.12.2012

Sonstige Aktiven Vorjahr

Sonstige Passiven Vorjahr

450

9’221

1’453

9’028

8’182

0

6’831

0

721

4’272

550

3’853

2’429

1’107

4’902

1’205

0

768

0

539

81

1’489

130

960

11’863

16’857

13’866

15’585


Finanzbericht / Jahresrechnung

3.6 Z  ur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder abgetretene Aktiven sowie Aktiven unter Eigentumsvorbehalt Forderungsbetrag resp. Buchwert 31.12.2012

Davon beansprucht 31.12.2012

Forderungsbetrag resp. Buchwert Vorjahr

Davon beansprucht Vorjahr

Forderungen gegenüber Banken

11’485

1’563

2’963

1’404

Eigene Wertschriften

13’556

4’753

18’341

5’620

Verpfändete oder abgetretene Hypothekarforderungen für Pfandbriefdarlehen

463’487

319’935

494’407

376’185

Total verpfändete Aktiven

488’528

326’251

515’711

383’209

Verpfändete Aktiven

Aktiven unter Eigentumsvorbehalt

keine

keine

3.7 Vorsorgeverpflichtungen 3.7.1 Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen

31.12.2012

Vorjahr

Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

17’656

11’559

Total

17’656

11’559

3.7.2 Vorsorgeeinrichtungen Die Mitarbeitenden der acrevis Bank AG sind bei der Bafidia Pensionskasse, Zürich, im Beitragsprimat versichert. Das Rentenalter wird mit 65 Jahren erreicht. Den Versicherten wird die Möglichkeit eingeräumt, unter Inkaufnahme einer Rentenkürzung ab dem vollende­ ten 58. Altersjahr vorzeitig in den Ruhestand zu treten. Die Bafidia Pensionskasse deckt mindestens die obligatorischen Leistungen nach BVG ab. Des Weiteren besteht eine Kaderversicherung bei der ASGA Vorsorgestiftung, St.Gallen, die ausschliesslich überobliga­ torische Leistungen abdeckt. Die Bafidia Pensionskasse ist eine Gemeinschaftseinrichtung, in der weder pro Arbeitgeber getrennte Vorsorgewerke geführt noch pro Leistungsplan getrennte Vermögen verwaltet werden. Die ASGA Vorsorgestiftung führt für die ihr angeschlossenen Unternehmen separate Vorsorgewerke. Neben diesen Vorsorgeeinrichtungen besteht noch die patronale Wohlfahrtsstiftung der Bank CA St.Gallen. Diese richtet ausschliess­ lich Leistungen zugunsten der pensionierten und aktiven Arbeitnehmer der Bank und der Finanz-Logistik AG auf freiwilliger Basis aus. Die Stiftung wird im Jahr 2013 liquidiert. Wirtschaftlicher Nutzen aus Überdeckungen Laut den letzten Jahresrechnungen (gemäss Swiss GAAP FER 26) der nachfolgenden Vorsorgeeinrichtungen beträgt der Deckungsgrad: 31.12.2011

31.12.2010

96 % 102 %

105 % 102 %

Bafidia Pensionskasse ASGA Vorsorgestiftung

Gemäss Information der jeweiligen Vorsorgeeinrichtung beläuft sich der Deckungsgrad per 31. Dezember 2012 auf 100 Prozent ­ bei der Bafidia Pensionskasse (bei einem technischen Zinssatz von 3.5 Prozent, der seit 31. Dezember 2011 angewandt wird; davor ­ 4 Prozent) und bei der ASGA Vorsorgestiftung auf 108 Prozent. Der Verwaltungsrat der Bank geht davon aus, dass bei Vorliegen einer Über- oder Unter­deckung im Sinne von Swiss GAAP FER 16 weder ein wirtschaftlicher Nutzen noch eine wirtschaftliche Verpflichtung für den Arbeit­geber entsteht. Die Wohlfahrtsstiftung der Bank CA St.Gallen darf gemäss der Stiftungsurkunde ausser Leistungsverbesserungen für die pensio­ nierten und aktiven Arbeitnehmer keine weiteren Leistungen entrichten. Eine Überdeckung wird nicht zugunstern der Arbeitgeber, sondern zugunsten der Versicherten eingesetzt. Somit besteht aus freien Mitteln der Wohlfahrtsstiftung kein wirtschaftlicher Nutzen für die Bank im Sinne von Swiss GAAP FER 16. Arbeitgeberbeitragsreserven Es bestehen weder im Berichts- noch im Vorjahr Arbeitgeberbeitragsreserven bei Vorsorgeeinrichtungen.

43


Wir sind regional engagiert, für unsere Wirtschaftsund Lebensregion nehmen wir Verantwortung wahr. Josua mag Fussball spielen. Damit er ­ sein Hobby in un­mittelbarer Nähe ausüben kann, unterstützen wir zum ­Beispiel verschiedene lokale Sport­vereine und Institutionen. Josua aus Bronschhofen, 9 Jahre


Finanzbericht / Jahresrechnung

3.8 Ausstehende Pfandbriefdarlehen Durchschnittszinssatz in % 31.12.2012

Fälligkeiten

Betrag 31.12.2012

2.430

2013– 2021

317’800

Darlehen der Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute Total

317’800

Fällig 2013

Fällig 2014

Fällig 2015

Fällig 2016

Fällig 2017

Fällig nach 2017

Total

Darlehen der Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute

75’800

52’800

41’700

57’900

28’200

61’400

317’800

Total

75’800

52’800

41’700

57’900

28’200

61’400

317’800

Zweckkonforme Verwendungen

Änderung der Zweckbestimmung (Umbuchungen)

Wiedereingänge, überfällige Zinsen, Währungsdifferenzen

Neubildungen ­zulasten Erfolgs­ rechnung

Auflösungen zugunsten Erfolgsrechnung

Stand 31.12.2012

3.9 Wertberichtigungen und Rückstellungen / Reserven für allgemeine Bankrisiken

Stand 31.12.2011

46

46’324

-1’229

0

473

286

0

45’854

360

0

0

0

1’600

0

1’960

2’070

0

0

0

850

0

2’920

48’754

-1’229

0

473

2’736

0

50’734

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Ausfall- und andere Risiken: ..Wertberichtigungen und Rückstellungen für ­Ausfallrisiken (Delkredere und Länderrisiko) ..Wertberichtigungen und Rückstellungen für ­andere Geschäftsrisiken ..Übrige Rückstellungen Total Wertberichtigungen und Rückstellungen Abzüglich: Mit den Aktiven direkt verrechnete Wertberichtigungen Total Wertberichtigungen und Rückstellungen gemäss Bilanz Reserven für allgemeine Bankrisiken   davon versteuert

0

0

48’754

50’734

146’820 48’827

0

0

146’820 56’838


Finanzbericht / Jahresrechnung

3.10 Gesellschaftskapital

Stückzahl

Dividendenberechtigtes Kapital

Gesamtnominalwert

Stückzahl

Dividendenberechtigtes Kapital

Vorjahr

Gesamtnominalwert

31.12.2012

Aktienkapital (Namenaktien)

26’576

312’664

26’576

26’576

312’664

26’576

Total Gesellschaftskapital

26’576

312’664

26’576

26’576

312’664

26’576

Aufteilung der Kapitaleigner ..1 bis 9 Stimmen ..10 bis 49 Stimmen ..über 50 Stimmen

4’180 4’710 332

4’025 4’668 333

Total Kapitaleigner

9’222

9’026

Kein Kapitaleigner besitzt mehr als 5 % aller Stimmrechte.

3.11 Nachweis des Eigenkapitals 31.12.2012

Vorjahr

Eigenkapital am Anfang des Berichtsjahres Einbezahltes Aktienkapital Allgemeine gesetzliche Reserve Andere Reserven Reserven für allgemeine Bankrisiken Bilanzgewinn

26’576 48’432 79’242 146’820 13’217

17’400 24’904 40’210 37’781 7’264

Total Eigenkapital am Anfang des Berichtsjahres (vor Gewinnverwendung)

314’287

127’559

− Dividende und andere Ausschüttungen aus dem Jahresgewinn des Vorjahres − Nennwertrückzahlungen + Kapitalerhöhung + Eigenkapitalzuwachs aus Fusion davon Reserven für allgemeine Bankrisiken davon Andere Reserven davon Allgemeine gesetzliche Reserven davon Bewertungserfolge Eigene Beteiligungstitel + Zuweisung an Reserven für allgemeine Bankrisiken − Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken + Jahresgewinn des Berichtsjahres

-10’742 0 0 0 0 0 0 0 0 0 17’134

-50 -7’540 16’716 169’925 114’515 32’182 22’858 370 0 -5’476 13’153

Total Eigenkapital am Ende des Berichtsjahres (vor Gewinnverwendung)

320’679

314’287

Davon: Einbezahltes Aktienkapital Allgemeine gesetzliche Reserven Andere Reserven Reserven für allgemeine Bankrisiken Bilanzgewinn des Berichtsjahres

26’576 48’432 80’442 146’820 18’409

26’576 48’432 79’242 146’820 13’217

Veränderungen:

47


Finanzbericht / Jahresrechnung

Fällig nach 5 Jahren

Immobilisiert

Total

0 0 0 0 0

258’033 1’919 204’126 312’091 2’474’718

0 124’893

0 7’282

0 1’007

8’089 188’771

657’313

368’270 1’299’419

321’043

1’007

3’447’747

413’543

578’053

317’440 1’458’214

253’074

1’357

3’513’117

0

0

0

0

0

0

4’667

0 1’554’227

0

0

0

0

0

1’554’227

Flüssige Mittel Forderungen aus Geldmarktpapieren Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen

258’033 1 78’600 386 945

0 0 25’493 96’809 324’059

0 1’918 57’961 69’291 522’248

8’089 8’280

0 0

0 5’895

Total Umlaufvermögen 31.12.2012

354’334

446’361

Vorjahr

491’436

4’667

Umlaufvermögen

Fällig nach 3 Monaten bis zu 12 Monaten

0 0 0 15’060 298’701

Fällig innert 3 Monaten

0 0 0 0 42’072 0 33’866 96’679 250’918 1’077’847

Kündbar

Fällig nach 12 Monaten bis zu 5 Jahren

3.12 Fälligkeitsstruktur des Umlaufvermögens und des Fremdkapitals

Auf Sicht

48

0 41’414

Fremdkapital

Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden Kassenobligationen Anleihen und Pfandbriefdarlehen

958’969 0 0

12’382 0 0

0 24’715 34’500

6’500 50’112 41’300

11’100 137’357 180’600

0 21’707 61’400

0 0 0

988’951 233’891 317’800

Total Fremdkapital 31.12.2012

963’636 1’566’609

59’215

97’912

329’057

83’107

0

3’099’536

Vorjahr

938’373 1’470’655

43’289

180’835

425’345

112’155

0

3’170’652

3.13 Forderungen und Verpflichtungen gegenüber verbundenen Gesellschaften

Organkredite Forderungen gegenüber verbundenen Gesellschaften Verpflichtungen gegenüber verbundenen Gesellschaften

31.12.2012

Vorjahr

27’947 0 0

29’651 0 0

Transaktionen mit nahestehenden Personen Die Mitglieder der Geschäftsleitung und die übrigen Mitarbeitenden erhalten Vergünstigungen, welche in einem Personalreglement festgehalten sind. Für alle übrigen nahestehenden Personen werden Transaktionen (wie Wertschriftengeschäfte, Zahlungsverkehr, Kreditgewährung und Entschädigung auf Einlagen) zu Konditionen durchgeführt, wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.


Finanzbericht / Jahresrechnung

3.14 Aktiven und Passiven aufgegliedert nach In- und Ausland Aktiven

Inland 31.12.2012

Ausland 31.12.2012

Inland Vorjahr

Ausland Vorjahr

Flüssige Mittel Forderungen aus Geldmarktpapieren Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven

203’891 1’919 153’243 297’837 2’474’718 7’587 146’307 4’989 32’182 4’148 11’863

54’142 0 50’883 14’254 0 502 42’464 0 0 0 0

339’336 1’918 118’683 309’193 2’348’699 12’556 193’374 3’338 30’969 5’142 13’610

52’144 0 66’000 14’757 0 1’248 55’209 0 0 0 256

Total Aktiven

3’338’684

162’245

3’376’818

189’614

Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden Kassenobligationen Anleihen und Pfandbriefdarlehen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Passiven Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserven für allgemeine Bankrisiken Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve Andere Reserven Gewinnvortrag Jahresgewinn

4’631 1’430’448 951’574 230’468 317’800 13’123 16’857 50’734 146’820 26’576 48’432 80’442 1’275 17’134

36 123’779 37’377 3’423 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

2’595 1’339’746 1’004’008 304’224 372’400 17’154 15’491 48’754 146’820 26’576 48’432 79’242 64 13’153

126 107’819 35’556 4’178 0 0 94 0 0 0 0 0 0 0

Total Passiven

3’336’314

164’615

3’418’659

147’773

Absolut 31.12.2012

Anteil in % 31.12.2012

Absolut Vorjahr

Anteil in % Vorjahr

3’489’322 3’338’684 10’640 63’618 76’380

99.67 % 95.37 % 0.30 % 1.82 % 2.18 %

3’551’573 3’376’818 12’720 57’915 104’120

99.58 % 94.68 % 0.36 % 1.62 % 2.92 %

11’607 8’286 380 662 2’279

0.33 % 0.24 % 0.01 % 0.02 % 0.06 %

14’859 11’055 1’417 849 1’538

0.42 % 0.31 % 0.04 % 0.03 % 0.04 %

3’500’929

100.00 %

3’566’432

100.00 %

Passiven

3.15 Total der Aktiven aufgegliedert nach Ländern bzw. Ländergruppen

Europa Schweiz Österreich Deutschland Übriges Europa Übrige Kontinente Amerika Afrika Asien Australien / Ozeanien Total Aktiven

49


50

Finanzbericht / Jahresrechnung

3.16 Bilanz nach Währungen (Währungen, umgerechnet in 1’000 Franken) Aktiven

CHF

EUR

USD

Übrige

Total

Flüssige Mittel Forderungen aus Geldmarktpapieren Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven

203’891 1’919 88’785 308’935 2’474’718 8’087 187’933 4’989 32’182 4’148 9’126

53’787 0 56’479 376 0 1 457 0 0 0 50

191 0 41’200 1’197 0 1 254 0 0 0 2’393

164 0 17’662 1’583 0 0 127 0 0 0 294

258’033 1’919 204’126 312’091 2’474’718 8’089 188’771 4’989 32’182 4’148 11’863

Total bilanzwirksame Aktiven

3’324’713

111’150

45’236

19’830

3’500’929

8’345

6’325

1’474

332

16’476

3’333’058

117’475

46’710

20’162

3’517’405

CHF

EUR

USD

Übrige

Total

Lieferansprüche aus Devisenkassa-, Devisenterminund ­Devisenoptionsgeschäften Total Aktiven

Passiven

Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden Kassenobligationen Anleihen und Pfandbriefdarlehen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Passiven Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserven für allgemeine Bankrisiken Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve Andere Reserven Gewinnvortrag Jahresgewinn

3’849

336

225

257

4’667

1’480’530 893’939 233’891 317’800 13’123 16’350 50’734 146’820 26’576 48’432 80’442 1’275 17’134

73’697 34’725 0 0 0 249 0 0 0 0 0 0 0

0 43’489 0 0 0 54 0 0 0 0 0 0 0

0 16’798 0 0 0 204 0 0 0 0 0 0 0

1’554’227 988’951 233’891 317’800 13’123 16’857 50’734 146’820 26’576 48’432 80’442 1’275 17’134

Total bilanzwirksame Passiven

3’330’895

109’007

43’768

17’259

3’500’929

5’632

6’325

2’386

1’897

16’240

3’336’527

115’332

46’154

19’156

3’517’169

-3’469

2’143

556

1’006

236

Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-, Devisen­ termin- und Devisenoptionsgeschäften Total Passiven Netto-Position pro Währung


Finanzbericht / Jahresrechnung

4. Informationen zu den Ausserbilanzgeschäften (alle Beträge in 1’000 Franken)

4.1 Eventualverpflichtungen 31.12.2012

Vorjahr

Kreditsicherungsgarantien Gewährleistungsgarantien Unwiderrufliche Verpflichtungen Übrige Eventualverbindlichkeiten

509 27’208 0 0

7’682 15’875 0 0

Total

27’717

23’557

4.2 Offene derivative Finanzinstrumente

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontrakt­ volumen

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontrakt­ volumen

Hedging-Instrumente

Positive Wiederbeschaffungswerte

Handelsinstrumente

0 135 135

0 135 135

0 17’000 17’000

0 6 6

9’012 0 9’012

70’000 50’000 120’000

91 0 91

69 0 69

13’781 0 13’781

218 0 218

5 0 5

2’695 0 2’695

0 0 0

0 0 0

0 0 0

0 0 0

0 0 0

0 0 0

226

204

30’781

224

9’017

122’695

1’432

1’343

77’306

21

7’685

121’771

Zinsinstrumente Swaps Optionen Total Devisen / Edelmetalle Terminkontrakte Optionen (OTC) Total Beteiligungstitel / Indices Terminkontrakte Optionen (OTC) Total Total 31.12.2012 Vorjahr

Es bestehen keine Netting-Vereinbarungen.

4.3 Treuhandgeschäfte (Währungen, umgerechnet in 1’000 Franken) CHF

EUR

USD

Übrige

Total

Treuhandanlagen bei Drittbanken

0

0

0

1’248

1’248

Vorjahr

0

1’540

532

1’114

3’186

51


52

Finanzbericht / Jahresrechnung

5. Informationen zur Erfolgsrechnung (alle Beträge in 1’000 Franken)

5.1 Refinanzierungsertrag im Zins- und Diskontertrag Dem Zins- und Diskontertrag werden keine Refinanzierungskosten für das Handelsgeschäft gutgeschrieben.

5.2 Erfolg aus dem Handelsgeschäft

2012

Vorjahr ­Pro-forma­Erfolgsrechnung

Vorjahr offizielle ­Erfolgsrechnung

Devisen- und Sortenhandel Wertschriftenhandel Edelmetallhandel

5’132 262 150

4’428 585 143

3’213 573 123

Total

5’544

5’156

3’909

2012

Vorjahr ­Pro-forma­Erfolgsrechnung

Vorjahr offizielle ­Erfolgsrechnung

Bankbehörden, Sitzungsgelder, Gehälter und Zulagen   wovon Bankbehörde AHV, IV, ALV und andere gesetzliche Beiträge Beiträge an Personal- und Wohlfahrtseinrichtungen Personalnebenkosten

19’465 767 1’159 2’195 914

19’204 827 1’168 1’811 1’052

14’114 595 880 1’368 727

Total

23’733

23’235

17’089

2012

Vorjahr ­Pro-forma­Erfolgsrechnung

Vorjahr offizielle ­Erfolgsrechnung

1’377 6’178 995 5’271 400 1’135 450

1’412 6’377 898 5’018 628 1’347 411

1’085 4’745 639 3’129 427 780 225

15’806

16’091

11’030

5.3 Personalaufwand

5.4 Sachaufwand

Raumaufwand Aufwand für EDV, Maschinen, Mobiliar, Fahrzeuge und übrige Einrichtungen Übermittlungskosten Drittleistungen / Verarbeitungskosten Revisionskosten Verwaltungs- und Organisationskosten Übriger Geschäftsaufwand Total


Finanzbericht / Jahresrechnung

5.5 Erläuterungen zu ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden, zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven, Reserven für allgemeine Bankrisiken und von freiwerdenden Wertberichtigungen und Rückstellungen

2012

Vorjahr ­Pro-forma­Erfolgsrechnung

Vorjahr offizielle ­Erfolgsrechnung

Freigewordene Abgrenzung aus Fusionsaufwand Erfolg aus Veräusserung von Beteiligungen Erfolg aus Veräusserung von Sachanlagen Auflösung Rückstellung für latente Steuern Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken Auflösung Rückstellung künftige Strategie Übriger ausserordentlicher Ertrag

850 108 12 0 0 0 25

0 0 76 10’382 5’476 500 117

0 0 77 10’382 5’476 500 1

Total

995

16’551

16’436

2012

Vorjahr ­Pro-forma­Erfolgsrechnung

Vorjahr offizielle ­Erfolgsrechnung

Bildung übrige Rückstellungen Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken Aufwand für Kosten der Fusion Ausserordentliche Abschreibungen immaterielle Werte Übriger ausserordentlicher Aufwand

850 0 0 0 0

2’000 1’465 11’728 4’323 1

2’000 0 11’304 4’323 1

Total

850

19’517

17’628

Ausserordentlicher Ertrag

Ausserordentlicher Aufwand

53


Wir sind solid und dauerhaft und begleiten unsere Kunden vom ersten Jugendkonto bis zur sicheren Anlage für die zweite Lebenshälfte. Für Gian-Luca ist sein Opa ein wichtiger Halt im Leben. Er hört sich gerne seine Geschichten von früher an und holt sich Rat bei ihm. Gian-Luca aus Châtel-St-Denis, 13 Jahre


56

Finanzbericht / Jahresrechnung

Bericht der Revisionsstelle Bericht der Revisionsstelle zur ­Jahresrechnung Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung ­ der acrevis Bank AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgs­ rechnung, Mittelflussrechnung und Anhang (Seiten 30 bis 53), für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahres­ rechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implemen­ tierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontroll­ systems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahres­ rechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmetho­ den sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungs­ standards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahres­ rechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungs­ handlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungs­ handlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstel­ lung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzu­ geben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungsle­ gungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdar­

stellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrech­ nung für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungs­ rates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Ver­ wendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG Beat Rütsche Thomas Kleger Revisionsexperte Revisionsexperte Leitender Revisor

Zürich, 11. März 2013


­ crevis Bank AG a Marktplatz 1 CH-9004 St.Gallen Tel. 058 122 75 55 Fax 058 122 75 50 info@acrevis.ch www.acrevis.ch

Wenden Sie sich für weitere Informationen an unsere Beraterinnen und Berater unter 058 122 75 55 oder via info@acrevis.ch St.Gallen • Gossau • Bütschwil • Wil • Rapperswil-Jona • Pfäffikon SZ • Gossau-Mettendorf • Lachen SZ • Lichtensteig • St.Gallen-Winkeln • Wittenbach

Acrevis Geschäftsbericht 2012  

Acrevis Geschäftsbericht 2012

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