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Internationaler Jugendaustausch

Informationen aus dem Verein

Was braucht Engagement zum Gedeihen?

Gut begleitet ins Austauschjahr YFU-Alumni ehrenamtlich im Einsatz

Herbst 2012


Inhalt

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Fokus

Engagement Interview mit dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Schneider Kommentar von YFU-Geschäftsführer Knut Möller Seite 6 / 7

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Gesellschaft • Interkulturelles • YFU

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Alumni

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Ein Jahr in Deutschland

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Kooperationen

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Ein Jahr im Ausland

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Freunde und Förderer

Nachrichten Seite 4 / 5

News aus dem Aufnahmeprogramm Seite 8

News aus dem Entsendeprogramm Seite 9

Treffen • Initiativen • Jahre später Seite 10 / 11

YEP! Schüleraustausch • Botschafter Bayerns Seite 12 / 13

Sammeln • Spenden • Stipendiaten Seite 14 / 15 / 16

Impressum Herausgeber: Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V. Gemeinnütziger Verein – Träger der freien Jugendhilfe Adresse: Telefon: Fax: E-Mail: Internet:

Oberaltenallee 6 22081 Hamburg (040) 22 70 02 - 0 (040) 22 70 02 -27 info@yfu.de www.yfu.de

Spendenkonto: Konto-Nummer: 09 08 03 02 01 Commerzbank BLZ: 200 800 00 Redaktion: Mara Skaletz Gestaltung: dgermer.de

Gedruckt auf umweltfreundlichem FSC-zertifiziertem Papier.

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YFU magazin - Herbst 2012  

Druck: Auflage:

Sievert Druck und Service GmbH 5.600 Exemplare 3. Ausgabe 2012 Das YFU Magazin erscheint vierteljährlich. ©YFU September 2012


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, vor Kurzem haben wir auf der Facebook-Seite von YFU Deutschland folgende Frage gestellt: „Was ist die wichtigste Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren?“ Die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer zeigen, wie vielfältig die Gründe jedes Einzelnen sind, sich freiwillig für ein bestimmtes Ziel einzusetzen. Manchem geht es darum, selbst zum Gelingen des gesellschaftlichen Zusammenlebens beizutragen, für andere steht im Vordergrund, ihren Mitmenschen etwas zu geben, was sie selbst erleben durften. Viele Kommentare beziehen sich auch darauf, was für ein schönes Gefühl es ist, Dankbarkeit zu erfahren oder sich gemeinsam mit interessanten Menschen zu engagieren. Die Wahrheit ist vermutlich, dass alle diese Faktoren beim Engagement zusammenkommen. Es geht darum zu geben, ohne eine Gegenleistung zu fordern. Umso schöner ist es dann, wenn die Tätigkeit selbst Spaß bereitet, in anregender Gesellschaft vonstatten geht oder man Dank erhält. Eine der Antworten lautet: „Man tut es für den guten Zweck!“ Hier kann man fragen, was ist denn ein guter Zweck? Was ist der gute Zweck, dem ich meine Zeit, Kraft und Motivation widmen möchte? Für mehr als 2.000 Menschen ist YFU dieser gute Zweck. YFU ist dabei nicht als Selbstzweck zu verstehen, sondern als Weg, Jugendlichen und Familien unvergessliche Erfahrungen im interkulturellen Austausch zu ermöglichen. YFU ist nur durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher möglich. Ich danke jeder und jedem Einzelnen ganz herzlich für den Einsatz für die interkulturelle Verständigung! Alle, die sich aktuell für den Schüleraustausch einsetzen oder YFU in der Vergangenheit unterstützt haben, sind ein Teil unserer nun schon 55-jährigen Geschichte. Doch nicht nur Ehrenamt im Rahmen von Schüleraustausch liegt uns am Herzen: YFU möchte alle am Austausch Beteiligten dafür sensibilisieren, dass sie aktive Mitglieder der Gesellschaft sein und ihre Umgebung und Zukunft selbst gestalten können. Facebook-Nutzerin Sandra schreibt, dass Engagement wichtig sei, „weil gesellschaftliches Zusammenleben nicht funktioniert, wenn niemand bereit ist, sich auch ,einfach so‘ für andere zu engagieren“. Für die Zukunft unserer Gesellschaft stimmt es mich daher optimistisch, bei YFU immer wieder mit so engagierten Menschen zusammenzutreffen!

Mit herzlichen Grüßen Marcus von Garßen YFU-Vorstandsvorsitzender

Was ist der wichtigste Grund für Engagement? Diese Frage stellte die Redaktion den Fans der FacebookSeite von YFU Deutschland. Einige der sehr unter­s­­chiedlichen Antworten finden Sie in diesem Heft, das sich dem Schwerpunkt Engagement widmet. Sie erkennen die Kommentare an den Sprechblasen. Quelle: www.facebook.com/YFUDeutschland

... das Wissen, etwas Sinnvolles zu tun! Vera

… Ehrenamtliche Arbeit ist gut gegen Alltagstrott und für Abwechslung, für Selbstbewusstsein und Verständnis anderen gegenüber und noch ganz viel mehr. Dagmar

  YFU magazin - Herbst 2012

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Gesellschaft • Interkulturelles • YFU

Nachrichten Schüleraustausch und Bildungspolitik Laut einer akuellen repräsentativen Studie des unabhängigen Bildungsberatungsdienstes „weltweiser“ nahmen im Durchschnitt 2,5 Prozent aller 15- bis 17-jährigen deutschen Jugendlichen im Schuljahr 2010/11 an einem mindestens dreimonatigen Schüleraustauschprogramm teil. Die größte Gruppe der rund 20.000 deutschen Austauschschüler kam, wie im Vorjahr auch, aus Nordrhein-Westfahlen. In Hamburg ist der prozen­ tuale Anteil der Austauschschüler hingegen mit 6,9 Prozent am höchsten. Es folgten Berlin und Bremen mit jeweils 4,6 und 3,9 Prozent. „weltweiser“ führt die hohen Teilnehmerzahlen in Hamburg vor allem auf die „vorbildliche gesetzliche Regelung“ und finanzielle Förderungsprogramme zurück. Doch auch eine traditionelle internationale Ausrichtung der Hansestadt ist sicher ein Grund für den Drang von Hamburger Schülern, die weite Welt kennen zu lernen. Nachdem Hamburg 2002/03 als eins der ersten Bundesländer die Schulzeitverkürzung um­setzte, führte das zunächst zu einem Rückgang der Teilnehmerzahlen. Nun scheint sich die Verunsicherung über die Vereinbarkeit von G8 und Auslandsaufenthalten jedoch gelegt zu haben.

Engagement macht stark! Vom 24. September bis zum 3. Oktober 2012 findet die Aktions­ woche „Engagement macht stark!“ statt. Bereits seit 2004 würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement die Arbeit von mehr als 23 Millionen freiwillig Engagierten, die sich in Deutschland in Initiativen, Vereinen, Verbänden, staatlichen Institutionen und Unternehmen beteiligen. Die Aktions­ woche steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident ­Joachim Gauck und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Bundespräsident Joachim Gauck begrüßt, dass die Kampagne den Menschen, die sich für andere und für das Gemeinwohl engagieren, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Anregung gibt. Schon in seiner Antrittsrede als Bundespräsident appellierte er an die Bürger: „Ihr seid nicht nur Konsumenten. Ihr seid Bürger, das heißt Gestalter, Mitgestalter. Wem Teilhabe möglich ist und wer ohne Not auf sie verzichtet, der vergibt eine der schönsten und größten Möglichkeiten des menschlichen Daseins – Verantwortung zu leben.“ Mehr Infos: www.engagement-macht-stark.de.

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YFU magazin - Herbst 2012  

Dr. Uta Schüler (l.) mit den Repräsentanten der AJA-Organisationen, Bundesministerin Schröder und MdB Klimke

Parlamentarischer Grillabend in Berlin Zum dritten Mal organisierte der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA) in diesem Sommer einen Parlamentarischen Grillabend in Berlin. Abgeordnete des Bundestags, Vertreter von Botschaften und Verbänden und andere politische Akteure trafen sich mit Vertretern der Mitgliedsorganisationen des AJA, um über die Bedeutung und Entwicklung des interkulturellen Schüleraustauschs zu sprechen. Sie folgten der Einladung von Dr. Uta Schüler, die 2012 die Vertretung des AJA von Klaus Krimmel übernommen hat. Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senio­ ren, Frauen und Jugend, besuchte die Veranstaltung in der Hessische Landesvertretung und würdigte in ihrer Rede die Arbeit und das Engagement der AJA-Organisationen, zu denen auch YFU gehört. Sie wolle sich zukünftig vermehrt dafür einsetzen, politische Hindernisse bei der Durchführung von Schüler­austauschprogrammen weiter abzubauen, so Schröder. Konkret nannte sie Erleichterungen bei der Beantragung von Visa für ausländische Austauschschüler. Auf die Bedeutung interkulturellen Schüleraustauschs wies auch Jürgen Klimke hin, der Mitglied des Bundestages und langjähriger Unterstützer des gemeinnützigen Schüleraustauschs ist. Er betonte, dass die Durchführung der Austauschprogramme eine Querschnittsaufgabe sei, die sowohl politisches als auch bürgerschaftliches Engagement erfordere.

Rückblick auf 2011 Im neuen Jahresbericht blickt YFU auf das Jahr 2011 zurück. Neben Beiträgen über die Durchführung der Austauschprogramme gibt der Verein auch Auskunft über den wirtschaftlichen Verlauf des Jahres. Zu lesen ist der Jahresbericht online unter www.yfu.de/jahresbericht.


Über Grenzen hinweg

Quellen: * Hauptbericht des Freiwilligensurveys (2010), www.bmfsfj.de ** Nutzerhandbuch Zivilgesellschaften Bd. 3 (2011) www.ziviz.info

Langfristige Bedeutung sozialer Beziehungen aus dem Austauschjahr „Auf einmal hat man eine zweite Familie, eine zweite Heimat und neue Freunde auf der ganzen Welt“, so ein ehemaliger Austauschschüler. Doch was wird tatsächlich aus den Beziehungen, die Austauschschüler im Ausland aufgebaut haben? Welche Rolle spielen Gastfamilie, Freunde und andere Personen aus dem Austauschjahr im weiteren Leben? Diesen Fragen geht Anja Wrulich, Diplom-Pädagogin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, im Rah­men ihrer Promotion nach. Sie stellt fest, dass Austauschforschung meist auf Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung und der interkulturellen Sensibilität fokussiert bleibt. Demgegenüber nimmt ihre qualitative Studie eine transnationale Perspektive ein: Sie lenkt den Blick auf das Anja Wrulich soziale Miteinander, das über Ländergrenzen hinweg gestaltet wird und Menschen in zwei und mehr Ländern miteinander verbindet. Es steht die Frage im Vordergrund, inwiefern soziale Beziehungen über die Dauer des Austauschjahres hinaus gepflegt werden und welche Bedeutung ihnen längerfristig zukommt. In rückblickenden Leitfaden-Interviews werden ehemalige Austauschschüler unterschiedlichen Alters befragt. Erste Auswertungsergebnisse zeigen: Die Beziehungen zu Freunden und zur Gastfamilie verändern sich zwar aufgrund der räumlichen Distanz, sind aber auch bis zu zehn Jahre nach dem Auslandsaufenthalt von besonderer Qualität. Diese wird in einem engen Verbundenheitsgefühl und familienähnlichem Zusammenhalt deutlich. Der Austausch über neue Kommunikations­medien wie das Internet spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Beziehungen werden aber auch mit Hilfe von Besuchen in Deutschland, dem Gastland sowie Wiedersehen an gemeinsamen Urlaubsorten gestaltet. Ergänzende Gruppendiskussionen mit Ehemaligen sowie Experten-Interviews lassen außerdem erkennen, dass sich Fragen der gesellschaftlichen Integration aufgrund des Austauschjahres neu stellen. Wo fühle ich mich zugehörig? Wo ist meine Heimat? Dies sind Fragen, denen die Austauschschüler selbst nachgehen und die Wrulich in ihrer Studie diskutiert. Mehr Infos: www.transnationalsupport.de Kontakt: wrulich@uni-mainz.de

Drei Zahlen

47%

aller freiwillig Engagierten sind in Vereinen tätig. Damit ist der Verein laut des Freiwilligensurveys der Bundesregierung die wichtigste Organisationsform des freiwilligen Engagements.*

554.394

Vereine gibt es in Deutschland. Die Heimat der meisten Vereine ist Nordrhein-Westfalen. Die höchste Dichte von Vereinen gibt es aber im Saarland mit neun Vereinen pro 1.000 Einwohner. **

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F Zum dritten Mal hat ein junger Mensch in S der Geschäftsstelle von YFU in Hamburg J ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) begonnen. Nachdem bereits 2010 und 2011 je eine Freiwillige ­beziehungsweise ein Freiwilliger das GeschäftsstellenTeam unterstützte, begann im September Lasse Geinowski (19) sein FSJ bei YFU.

Freiwillig Engagierte nach Altersgruppen* Angaben in Prozent 2009

1999

43

42 38

38

42 40

39

40 40 37

36

36 36 34

34 32

37

36

35

33

32 30

29 24

20 17

14-19

20-24

25-29

30-34

35-39

40-44

45-49

50-54

55-59

60-64

65-69

70-74

75+

Alter in Jahren

... etwas von dem zurückzugeben, was man – auch auf sehr individuelle Art und Weise – im internationalen Austausch erfahren durfte. Thomas

... nette Leute kennen lernen. Charlotte   YFU magazin - Herbst 2012

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Fokus

Engagement

Ein bunter Strauß an Beweggründen Engagement: Ulrich Schneider MdB, Bündnis 90/die Grünen, im Gespräch mit Simone Stepp Was sind die wesentlichen Beweggründe für ehrenamtliches Engagement? Ulrich Schneider: Es gibt eine Vielzahl von Beweggründen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Natürlich sind das individuelle, persönliche Motive, dass man sich engagieren und sozial tätig werden will. Sicher spielt auch der Spaß eine große Rolle und der Anschluss an Gruppierungen, beziehungsweise der Kontakt zu anderen Menschen. Bei älteren Menschen besteht oft der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Es ist ein bunter Strauß an Beweggründen. Wieso ist es gerade für junge Menschen wichtig, sich freiwillig und ehrenamtlich für eine Sache einzusetzen? Studien zeigen, dass Menschen, die sich in ihrer Jugend engagieren, im Regelfall ein Leben lang engagiert bleiben. Deshalb ist es für eine gute Engagementkultur wichtig, dass schon junge Menschen sich frühzeitig engagieren. Wir müssen Möglichkeiten für diese junge Menschen schaffen. Engagementlernen heißt auch Demokratielernen. Das heißt, zu lernen wie Diskussion, Konfliktbewältigung und Kompromissfindung in unserem demokratischen System funktionieren. Eine wichtige Grundlage für junge Menschen, die wir motivieren sollten, sich zu engagieren, anstatt sie durch verknöcherte Strukturen oder hierarchische Systeme zu demotivieren. Welche Bedeutung spielt heute freiwilliges Engagement für das berufliche Vorankommen? Ich glaube, dass Jugendliche sich in der allergrößten Mehrheit engagieren, weil sie Spaß daran haben und ihnen das Engage-

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YFU magazin - Herbst 2012  

ment an sich wichtig ist. Sicherlich stärkt ehrenamtliches Engagement das Selbstvertrauen der Jugendlichen und qualifiziert sie neben der beruflicher Ausbildung oder einem Studium. Ich habe das in meiner persönlichen Erfahrung als Geschäftsführer beim Kirchentag erlebt, wo wir relativ viele junge Menschen eingestellt haben. Es ist einfach so: Wenn jemand schon mal eine Jugendfreizeit organisiert oder Verantwortung für eine Gruppe übernommen hat, wird er diese Erfahrung auch in sein berufliches Leben mit einbringen. Die Menschen in Deutschland werden zunehmend älter. Wie wirkt sich die veränderte Altersstruktur auf das Ehrenamt aus? Das Ehrenamt verändert sich insgesamt. Menschen sind, nachdem sie in den Ruhestand gegangen sind, häufig noch fit, wollen sich engagieren und sich einbringen. Das erleben wir beim neuen Bundesfreiwilligendienst, der auch für ältere Menschen im Ruhestand offen ist. Wir brauchen einen „Freiwilligendienst der Generationen“. In unterschiedlichen Lebensphasen bringen sich Engagierte unterschiedlich ein. Die Politik muss genau darauf achten, dass entsprechende Möglichkeiten gegeben sind. Junge Menschen brauchen neben der Ganztagsschule, neben einem verschulten Studium die Zeit und die Freiräume, um sich zu engagieren. Familien, in denen beide berufstätig sind, müssen trotzdem Möglichkeiten finden, sich in Projekten zu engagieren – ein Trend, den wir zunehmend erleben: das projektbezogene Engagement.


Die neuere Form des Online-Engageläufigen Trend. Wir müssen darauf achments bietet Freiwilligen die Mögten, Freiräume für junge Menschen zu lichkeit, direkt von zu Hause aus tätig erhalten, in denen sie sich neben Schuzu werden. Widerspricht diese Form le, Ausbildung oder Studium engagieren des Engagements dem Wunsch auf können. Genauso wichtig ist es, der Elmenschliche Kontakte? terngeneration Freiräume zu schaffen, Ich glaube, dass das Gegenteil richtig ist. sich in Projekten oder auch dauerhaft Die meisten Leute, die sich online engazu engagieren, denn Engagement wird gieren, tun das parallel auch offline. Im gelernt. Die Eltern können ein wichtiges Regelfall ist es nicht so, dass OnlineVorbild für junge Menschen sein. Aktive nur vor dem Rechner sitzen, ihDemnächst findet die Aktionswoche nen sind die face-to-face-Kontakte auch „Engagement macht stark!“ statt. wichtig. Das Online-Engagement ist eine Glauben Sie, solche Kampagnen könzusätzliche, wichtige Möglichkeit sich zu nen die öffentliche Wahrnehmung von engagieren. Im von Flexibilität und Mo- Ulrich Schneider ist Fraktionsmitglied von Ehrenamtlichen verbessern oder zum 90/Die Grünen im Bundestag. Der bilität geprägten Berufsleben kann man Bündnis Nachahmen anregen? Diplom-Volkswirt ist unter anderem Mitglied nicht immer vor Ort mitarbeiten. Aber es des Ausschusses „Familie, Senioren, Frauen Auf jeden Fall. Die Aktionswoche „Ehrenund Jugend“ sowie des Unterausschusses für bleibt die Möglichkeit, sich online einzu- „Bürgerschaftliches Engagement“. amt macht stark!“ ist wichtig, wie eine klinken und mitzuhelfen, auch aus dem ganze Reihe anderer Möglichkeiten, wie Ausland oder im Schichtdienst, wenn die persönliche AnweEngagementbörsen oder Marktplätze, die für Ehrenamt wersenheit einfach nicht möglich ist. Natürlich bietet das Onlineben und die Präsenz von Ehrenamt in den Medien erhöhen. Sie Engagement auch Inklusionsmöglichkeiten, beispielsweise für geben Menschen den Anstoß sich einzubringen. Es ist wichtig, Menschen mit Behinderung, die sich offline nur schwer engadass neben dem, was wir in den Medien erleben, das Engagegieren können und sich trotzdem einbringen wollen. ment vor Ort gewürdigt wird. Der Trend, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist tendenziell Gibt es daneben weitere Möglichkeiten, Ehrenamtlichen den leicht rückläufig. Welche gesellschaftlichen Folgen könnte Rücken zu stärken? eine solche Entwicklung für Deutschland haben? Wir müssen die Anerkennung des Ehrenamtes weiterhin ernst Ich glaube, dass es gesellschaftlich wichtig ist, Engagement nehmen und noch erhöhen. Ehrenamt muss aus meiner Sicht weiter zu ermöglichen und nicht zu akzeptieren, dass der Trend zum Statussymbol werden. Das erreichen wir, indem wir Qualirückläufig ist. Wobei man sagen muss, dass bei Älteren der Trend fikationsangebote schaffen. Die Politik kann dazu beitragen, innicht rückläufig ist, sondern die Zahlen steigen. Es ist erfreulich, dem sie unterstützt, dass junge Menschen sich von der Schule, dass gerade ältere Menschen sich mehr einbringen wollen. Bei dem Ausbildungsplatz oder der Uni freistellen lassen können, jungen Menschen beobachten wir im Moment einen leicht rückum sich ehrenamtlich zu engagieren.

Ist Ehrenamt noch zeitgemäß? Kommentar von Knut Möller, YFU-Geschäftsführer Die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement werden durch gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst, mit denen wir uns als gemeinnützige Organisation, deren Arbeit nur durch das ehrenamtliche Engagement möglich ist, auseinandersetzen müssen. Unser Verein hat derzeit rund 5.200 Mitglieder und kann auf das Engagement von mehr als 2.000 aktiven ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen. Doch der Charakter des Engagements verändert sich, weil sich unsere Gesellschaft geändert hat. So haben sich die Zeitstrukturen verändert. Überall nehmen wir die größer werdende Hektik des Alltags und den verstärkten Druck in Schule, Studium und Berufsleben wahr. Wir bemühen uns stets um Effizienz. Muße und Ruhe, die auch bei der ehrenamtlichen Arbeit wichtig und eigentlich unverzichtbar sind, gehen uns verloren. Auch Kommunikationsgewohnheiten werden

revolutioniert. Wir sind stets erreichbar, die früher klar definierte Grenze zwischen Beruf und Privatleben löst sich auf. Auch Bindungen werden loser, das Engagement ist sprunghafter. Wo früher Treue und Beständigkeit im Vordergrund standen, sind es heute Mobilität und Flexibilität. Wir müssen diese Trends berücksichtigen und die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement bei YFU so günstig wie möglich gestalten: durch die Ermöglichung der Mitarbeit in zeitlich begrenzten Projekten, Aus- und Fortbildungsangebote in hoher Qualität und durch das Einbeziehen verschiedener Altersgruppen. Es geht darum, die ehrenamtliche Arbeit so zu organisieren, dass sie sich mit der Ausbildung, dem Beruf sowie dem Familien- und Privatleben ohne Überbelastung vereinbaren lässt und insbesondere die Freude an der ehrenamtlichen Tätigkeit erhalten bleibt.

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Ein Jahr in Deutschland

• News aus dem Aufnahmeprogramm • Mehr als 530 Austauschschülerinnen und -schüler kamen diesen Sommer mit YFU nach Deutschland, so viele wie nie zuvor! Dank zahlreicher ehrenamtlicher Gastfamilien wird für die Jugendlichen nun der Wunsch nach einem Aufenthalt in Deutschland Wirklichkeit. Auch die Gastfamilien freuen sich auf eine interkulturelle Erfahrung, die sie ohne zu reisen erleben können. Rund 340 Austauschschüler nahmen nach der Ankunft an einem von 38 vierwöchigen Orientierungs- und Sprachkurs teil. Rund 190 Austauschschüler brachten schon ausreichende Deutschkenntnisse mit und nahmen vor der Reise zu ihrer

Gastfamilie an einer Orientierungswoche teil. Gut vorbereitet starten alle nun in den deutschen Schul- und Familienalltag. „Wir wünschen ihnen und ihren Gastfamilien eine schöne gemeinsame Zeit“, so Joachim Wullenweber, Leiter des YFU-Aufnahmeprogramms. Er macht außerdem darauf aufmerksam, dass eine kleine Gruppe von Austauschschülern noch in Gastfamilien untergebracht ist, die sie nur für die erste Zeit aufnehmen können. Für diese Schüler freut sich YFU über Meldungen von interessierten Familien: E-Mail: gastfamilien@yfu.de oder Telefon: 040 227002-0.

Dialog im Dunkeln Dankeschön-Aktion für Gastfamilien Die Arbeit bei YFU bringt viele Sichtweisen zusammen. Eine Eigenschaft verbindet alle Teilnehmer: die Offenheit, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen und Neues zu erleben. Einen großen Beitrag zur Realisierung eines Austauschjahres leisten die Gastfamilien. Zur Würdigung dieses Engagements haben wir die Hamburger Gastfamilien der letzten vier Jahre zu einer kleinen Aktion eingeladen, die den Austauschgedanken auf andere Weise zum Inhalt hatte: Wir besuchten die Ausstellung

„Dialog im Dunkeln“ in der Hamburger Speicherstadt. Bei einer Führung durch lichtlose Räume wird hier die Wahrnehmungswelt blinder Menschen vermittelt. Wir ließen uns von einem blinden Mitarbeiter durch die Dunkelheit führen, mussten unsere Sichtweise anpassen oder eher „ausschalten“ und uns auf unsere anderen Sinne ebenso wie auf die anderen Gruppenmitglieder verlassen. Es war eine spannende Erfahrung, die Welt wie Blinde wahrzunehmen. Die Welt scheint teilweise intensiver, da der Sinn unbedeutend wird, der für die meisten von uns der wichtigste ist. Das anschließende Gespräch mit dem blinden Leiter offenbarte, dass es viele Vorurteile gegenüber blinden Personen gibt. Es wurde deutlich, wie wichtig Kenntnisse über die ahren rf e r e b rü a Einschränkung des Anderen sind. Nur Wer mehr d r regionale fü ch si n a so kann man die angemessene und bem möchte, wie te YFU-Projek nötigte Hilfestellung leisten und damit und lokale t, rn such von Fördere g der anderen Person gerecht werden. n u tz tü : rs Unte enden riane Korn w A n Möglich wurde die Aktion durch die a ch si n kan @yfu.de, Bußgeldsammelstelle Hamburg, die YFU E-Mail: korn 2. 0 227002-2 1.000 Euro zugewiesen hatte. Die Mittel Telefon: 04 der Bußgeldsammelstelle sollen gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommen und für Vereinsprojekte in Hamburg verwendet werden.

Tipp

Dialog im Dunklen mit Gastfamilien: ehrenamtliche Organisatorin Anna

Sommerprogramm mit Ägypten Sieben junge Ägypter hatten kürzlich die Möglichkeit, Deutschland für sechs Wochen im Rahmen des YFU-Sommerprogramms kennen zu lernen. Nach den politischen Umwälzungen in ihrer Heimat hatte das Goethe-Institut Kairo Kontakt zu den ägyptischen YFU-Ehrenamtlichen aufgenommen. Gemeinsam mit YFU Deutschland wurde das Sommerprogramm ausgeschrieben und die Teilnehmenden ausgewählt. Die Programmdurchführung war ein großer Erfolg. YFU freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.

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YFU magazin - Herbst 2012  

Anna Kerlies


Ein Jahr im Ausland

• News aus dem Entsendeprogramm • Die Austauschschülerinnen und -schüler des aktuellen Jahrgangs sind alle in ihr Austauschjahr gestartet und leben sich nun nach und nach in ihrer neuen Heimat für ein Jahr ein. YFU wünscht ihnen ein schönes und spannendes Jahr! Währenddessen gewöhnen sich die im Sommer zurückgekehrten Austauschschüler wieder zu Hause ein. Bei ihrer Nachbereitungstagung bekommen sie dabei Unterstützung und erfahren, wie sie selbst ihre Erfahrungen ehrenamtlich bei YFU einbringen können. Gleichzeitig richtet sich der Blick schon auf das Schuljahr

2013/14: Im Herbst erhält YFU immer viele Bewerbungen von interessierten Schülern. Es gilt also für YFU, in den nächsten Wochen und Monaten zahlreiche regionale Auswahlgespräche durchzuführen. Jugendliche, die sich schon früh beworben hatten, nahmen bereits im Sommer an einem Auswahlgespräch teil. So konnte YFU den ersten Teilnehmern des Austauschjahrganges 2013/14 auch schon offiziell zusagen. Im September stehen die ersten Bewerbungsfristen für Japan, Neuseeland und Südkorea an. Die Bewerbungsschlüsse für alle weiteren Länder werden auf www.yfu.de/fristen angekündigt.

Gut begleitet ins Austauschjahr Flugbegleitung in die USA Jedes Jahr wird die Reise von rund 1.200 Schülerinnen und Schülern ins Auslandsjahr von YFU-Ehrenamtlichen begleitet. Dieses Jahr hatten wir beide die Chance, einen Flug in die USA zu betreuen: Los geht es für uns mitten in der Nacht, um vier Uhr morgens in Hamburg. Am Check-In treffen wir den YFU-Flughafendienst und die angehenden Austauschschschüler. Die Jugendlichen bekommen ihre Tickets und wir werden ihnen und ihren Eltern als Flugbegleiter vorgestellt. Die Abschiedsszenen erinnern uns sehr an unseren eigenen Abschied ins Austauschjahr vor ungefähr zehn Jahren! In Frankfurt sammeln wir die gesamte Gruppe am Gate – Gott sei Dank haben sie alle die petrolfarbenen YFU-Shirts an, so dass wir sie in der Masse schnell erkennen! Noch einmal überprüfen: Sind auch wirklich alle Schüler da, haben sie ihre Dokumente dabei? Dann die erste Sicherheitskontrolle am Transit-Desk mit strengen Fragen: „Haben Sie Ihren Koffer selbst gepackt? Sind Sie in einer terroristischen Vereinigung?“ Endlich dürfen wir ins Flugzeug. Die Aufregung unter den Schülern ist groß, denn für viele ist es der erste lange Flug. Direkt nach der Ankunft in Washington D.C. werden wir Reisebegleiterinnen getrennt. Eine muss mit ihrer Gruppe das Terminal verlassen, da Washington ihre Endstation ist, die andere wird den Rest der Schüler ins Transit-Terminal begleiten. Große Hektik, hoffentlich nimmt kein Schüler den falschen Ausgang…! Für beide Gruppen geht es zur Einwanderungskontrolle. Wir legen jeweils unsere mühsam ausgefüllten Formulare vor, werden fotografiert und geben unsere Fingerabdrücke ab. Große Erleichterung, als alle Schüler die Kontrolle passiert haben. Schließlich folgt die Gepäckabholung, die Zollkontrolle und die erneute Sicherheitskontrolle für diejenigen, die weiterfliegen. Sie werden von YFU USA in Empfang genommen und zu ihren Anschlussflügen gebracht.

… um die Welt einfach ein Stückchen besser zu machen im Rahmen meiner Möglichkeiten. Claudius

xxx

Hanna und Johanna: Die Flugbegleiterinnen haben alles im Griff

Diejenigen, die nicht mehr weiterfliegen, werden hinter den Türen des Terminals von ihren neuen Familien für ein Jahr ­erwartet. Die Schüler überprüfen noch hektisch ihr Aussehen, atmen einmal tief durch und werden draußen von ihren Familien mit Schildern, Luftballons und Blumen empfangen. Wir verabschieden uns von unseren Schützlingen und reisen weiter, um unsere ehemaligen Gastfamilien zu besuchen. Hanna Fliedner und Johanna Rüther

… das Gefühl, mit geringen Möglichkeiten etwas erreichen zu können, indem man Menschen begegnet und ihr Leben verändert. Caro

  YFU magazin - Herbst 2012

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Alumni

Das Revival in Hannover

Alumni aktiv Lust auf Lateinamerika oder Asien? Auch in diesem Jahr finden für alle, die sich für Lateinamerika oder Asien interessieren, die Interessenseminare ISLA und ISA statt. Neben interessanten Angeboten und Workshops sind viel Spaß und gute Gespräche garantiert! Das ISLA und das ISA 2012 finden in diesem Jahr beide vom 26. bis 28. Oktober im Harz statt. Nähere Informationen zum ISA gibt Fabio Zeiser: fabio.zeiser@yfu-deutschland.de. Die Plätze des ISLA sind schon vergeben. Wer auf die Warteliste möchte, kann sich bei Moritz Pfeiffer melden: moritz.pfeiffer@ yfu-deutschland.de.

Die RevivalWochenenden im Sommer 2012 An vier Wochenenden in diesem Jahr trafen sich ehemalige Austauschschülerinnen und -schüler, die 2007/08 mit YFU ein Schuljahr im Ausland verbracht haben. Sie freuten sich über das Wiedersehen und beschäftigten sich mit der Fragestellung, was das Austauschjahr für ihr Leben bedeutet und wie es sie verändert hat. Auch fünf Jahre nach dem Aufbruch in einen aufregenden neuen Lebensabschnitt wurde deutlich: Ein Austauschjahr bleibt ein Leben lang präsent!

Engagement für mehr Engagement YFU-Ehemalige aktiv bei „Balkans, let’s get up!“ Genau zehn Jahre ist es her, dass Andrea Zsigmond in ihr Austauschjahr in Deutschland startete. Aus dem rumänischen Sibiu, wo sie die deutsche Schule besuchte, ging es für zehn Monate nach Kiel. Unterstützt durch ihre Gasteltern und ihren gleichaltrigen Gastbruder, der kurz zuvor ein Austauschjahr in den USA verbracht hatte, lernte Andrea Deutsch und die Kultur ihres Gastlandes kennen. Nach ihrer Heimkehr und dem rumänischen Abitur entschied sie sich für ein Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaften. Ihr ging es wie vielen ehemaligen Austauschschülern: Das Fernweh blieb. Nach einem Erasmus-Semester in Berlin kehrte sie 2008 für mehrere Praktika und ein Masterstudium in die deutsche Hauptstadt zurück. Angestoßen durch ihr Politikstudium und ein Stipendium des Theodor-Heuss-Kollegs, der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V. begann ihr Engagement auf dem Balkan, genauer für „Balkans, let’s get up!“ (BLGU). Mittlerweile ist aus dem kleinen Projekt, das sie koordiniert, eine größere Bewegung geworden. Die Organisation verfolgt das Ziel, junge Menschen

auf dem Balkan zu politischem Engagement auf lokaler Ebene zu motivieren und sie dabei zu unterstützen. Sie lernen, bestehende Netzwerke zu durchschauen und zu hinterfragen. Dazu bietet BLGU zum Beispiel Seminare für Projektmanagement, über Demokratie und Ökologie an. Die Teilnehmenden organisieren dann selbst Projekte und werden dabei von BLGU begleitet. „In den letzten Jahren geht der Blick aus dem Osten nicht mehr in den Westen, sondern die Menschen interessieren sich wieder für ihr eigenes Land oder die eigene Region“, beobachtet Andrea Zsigmond. Dabei ist es wichtig, ein Forum für junge Menschen zu schaffen, die sich für Veränderung einsetzen. BLGU verbindet Engagierte der ganzen Region, denn oft werden Projekte gemeinsam von Menschen aus verschiedenen Balkanländern durchgeführt. So knüpfen sie Freundschaften, und Verständnis entsteht – für die eigene Situationen und die anderer. Jetzt, Jahre nach ihrem Austauschjahr, stellt Andrea fest, dass ihre Erfahrung mit YFU ein Auslöser für ihr Engagement ist. Rückblickend empfindet sie die Unterstützung, die sie von YFU-Freiwilligen erhalten hat, als sehr wichtig. „Auf der Orientierungswoche war ein Betreuer, der schon über 50 Jahre alt war und uns so viel beigebracht hat“, erinnert sie sich. Wo man sich engagiert, ist gar nicht so wichtig, wichtig ist, dass man es tut. Dabei erweitert man den eigenen Horizont und lernt sich selbst und die Menschen um einen herum besser kennen. Und weil Andrea erkannt hat, wie wichtig das ist, versucht sie, auch andere Menschen für Engagement zu motivieren. Deshalb ist sie bei „Balkans, let’s get up!“ mit Herzblut dabei. Gerade hat sie ihr Masterstudium beendet. Das Gespräch für das YFU Magazin fiel in die Phase der Abschlussprüfungen, aber engagiert wie Andrea ist, hat sie sich trotzdem Zeit dafür genommen!

YFU als Inspiration: Andrea Zsigmond

... seinen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. 10 YFU magazin - Herbst 2012  

Franziska


Jahre später ... … ist Ulli Flohr Rektor einer Gesamtschule im Rheinland und möchte mit seinem Engagement für YFU auch anderen ermöglichen, was er erleben durfte. 1993/1994 verbrachte Ulli Flohr sein Austauschjahr in Harrison, einer Stadt in Michigan. Dieses Jahr beschreibt er als prägende Erfahrung, die er weitergeben möchte. So beschloss er schon direkt nach seinem Austauschjahr, sich für YFU zu engagieren. 19 Jahre ist das her und seine Begeisterung ist ungebrochen. Stets hat er auch den Kontakt zu seiner Gastfamilie und seinen amerikanischen Freunden und Bekannten gehalten. Insgesamt neun Mal führte ihn sein Weg bisher zurück in seine zweite Heimat. In den 19 Jahren Engagement hat er YFU in verschiedensten Bereichen unterstützt: Er stand über 50 Austauschschülern aus dem Ausland in Deutschland als Betreuer zur Seite, er begleitete zahlreiche Young Europeans’ Seminare und nutzt insbesondere die Möglichkeiten, die sein schulisches Netzwerk ihm bietet: Er organisiert Infoveranstaltungen, berät zukünftige Austauschschüler, hilft bei der Gastfamiliensuche vor Ort und betreut die ausländischen YFU-Austauschschüler an seiner Schule. Bereits elf seiner Schüler folgten Ulli Flohrs Beispiel und brachen für ein Austauschjahr ins Ausland auf. Auch einige Schüler, die selbst nicht mit YFU im Austausch waren, engagieren sich – angesteckt durch die Begeisterung ihres Lehrers – ehrenamtlich für YFU. Du bist Lehrer und Rektor: Mit welcher Begründung vermittelst Du Deinen Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Schüleraustausch? Ulli Flohr: Die persönliche Entwicklung macht durch ein Austauschjahr einen großen Sprung nach vorne und geht so viel schneller vonstatten, als wenn man zu Hause bleibt. Es ist hilfreich für die Jugendlichen, wenn sie aus ihrer gewohnten Umgebung herauskommen und in einem ganz neuen Umfeld leben.

Ulli Flohr 1994 als Austauschschüler in den USA, auf dem World Trade Center und mit einer Gruppe von Freunden

Was sind Deine Beweggründe, Dich ehrenamtlich zu engagieren? Es gab viele Personen, die mich sehr gut auf mein Austauschjahr vorbereitet und mich während des Jahres gut begleitet haben. Das war sehr wichtig für mich. Ich möchte das zurückgeben. Außerdem möchte ich meinen Schülern YFU nahe bringen und ihnen ein Austauschjahr ermöglichen. Und: Es macht einfach viel Spaß! Hat Dir das Engagement für YFU bei Deiner beruflichen Karriere geholfen? Ja, auf jeden Fall. Ich habe im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei YFU gelernt, mit Jugendlichen verschiedenster Nationalitäten umzugehen und vor allem auch Leitungsfunk­ tionen in Gruppen zu übernehmen. Das ist für meinen Beruf als Lehrer absolut wichtig. Das weltweite Austauschprogramm von YFU lebt vom großen Engagement der Ehrenamtlichen: Wie können sie unterstützt und weiterhin motiviert werden, auch wenn ihre Zeit immer begrenzter wird? Attraktive Fortbildungen, aber auch einfach nur „Spaß-Treffen“ halte ich für wichtig, damit das Engagement nicht als Belastung, sondern als Geschenk gesehen wird. Man muss deutlich machen: Das ehrenamtliche Engagement kostet Zeit – aber der Gewinn, den man daraus zieht, ist enorm groß. Gibt es eine prägende Situation im Zusammenhang mit Deinem ehrenamtlichen Engagement, die für Dich symbolisiert, welche Bereicherung diese Tätigkeit für Dein Leben darstellt? Meine eigenen Schüler, die ich bei ihrem Wunsch, ins Ausland zu gehen, unterstütze und die zurückkommen und wunderbare junge Erwachsene geworden sind!

Für YFU in Aktion beim Young Europeans' Seminar

  YFU magazin - Herbst 2012 11


Kooperationen

„Eine zweite Familie am anderen Ende der Welt“ YEP! Schüleraustausch mit Deutsche Post DHL Vor ihrer Abreise oder zu Beginn ihres Austauscherlebnisses waren die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der YEP! Sommerwochen und des YEP! Austauschjahres eingeladen, ihren Stipendiengeber im Post Tower in Bonn zu besuchen. Gespannt erkundeten die deutschen und ausländischen Mitarbeiterkinder das 162 Meter hohe Gebäude. Sie lauschten den Erfahrungsberichten bereits zurückgekehrter Stipendiaten und bedankten sich mit einem selbstgebastelten Geschenk bei Angela Titzrath, dem Personalvorstand von Deutsche Post DHL, für das großzügige Stipendium. Direkt im Anschluss an die feierliche Veranstaltung reisten die Jugendlichen aus dem Ausland in ihre deutschen DHL-Gastfamilien. Die Programmteilnehmer aus Deutschland brachen wenige Tage später nach Chile, Mexiko, Spanien und ­Brasilien auf, um dort den Sommer, beziehungsweise das nächste Schuljahr zu verbringen.

Gute Stimmung im Post Tower in Bonn

Robert Aufschläger, der vier Wochen in Chile verbrachte, erzählte: „Ich bin so froh, dass ich so ein einzigartiges Programm mitmachen konnte. Durch diesen Austausch habe ich eine zweite Familie und viele Freunde am anderen Ende der Welt bekommen. Schon nach ein paar Tagen wurde mir klar, dass ich mit der Wahl Chile und dieser Familie nicht mehr Glück hätte haben können. Jeder versuchte, mir so viel wie möglich zu zeigen und zu erklären. Auch in meiner Klasse waren alle Mitschüler sehr nett. Ich bekam sogar ein kleines Geschenk mit typisch chilenischen Süßigkeiten und am letzten Tag wurde ein Frühstück nur wegen meines Abschieds veranstaltet.“ Besonders erfreulich ist, dass auch im kommenden Jahr Mitarbeiterkinder der Deutschen Post DHL mit YFU die Welt bereisen dürfen!

...Dankbarkeit, die man bekommt. Robert erlebte den chilenischen Winter während der YEP! Sommerwochen

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... mit einem geringen Aufwand und viel Spaß dazu beitragen, dass etwas Großes funktioniert. Nora

Lena


Botschafter Bayerns entdecken die Welt! Feierliche Verleihung der Stipendienurkunden in München Nils Fischer ist 15 Jahre alt, sportbegeistert und abenteuerlustig. Das kommende Jahr wird für ihn ein ganz besonderes, denn er wird nicht – wie bisher – eine Mittelschule in Bayern besuchen, sondern als „Botschafter Bayerns“ in Südafrika leben. Sein Austauschjahr hatte einen ganz besonderen Start: Vor der Abreise nahm er gemeinsam mit weiteren vierzehn Stipendiaten des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus an einem Festakt mit feierlicher Verleihung der Stipendiumsurkunden teil. Das Kultusministerium erkannte bei der Veranstaltung in München den Mut seiner Stipendiaten an, ein ganzes Jahr in einem der Partnerländer Bayerns zu verbringen. Im Rahmen seiner Ansprache wünschte Amtschef Dr. Peter Müller den Jugendlichen für ihr Auslandsjahr viel Freude und eine erlebnisreiche Zeit mit wertvollen Erfahrungen. Gleichzeitig betonte er die Verantwortung der künftigen Austauschschüler als Repräsentanten Bayerns. Die Stipendiaten nutzten die Gelegenheit, für die Förderung herzlich zu danken und ihre Gedanken und Erwartungen, die

Botschafter Bayerns 2012

sie an das Schuljahr im Ausland haben, mit den Gästen zu teilen. Nils, einer der jüngsten Botschafter Bayerns, hielt eine beeindruckende Rede vor den geladenen Gästen, darunter Lehrer und Eltern. Er versprach, in seinem Gastland Südafrika die bayerische Kultur zu vertreten und den Menschen zu erklären, wie es bei ihm zu Hause aussehe. Besonders freue er sich auf die Aussicht, seiner Leidenschaft für Wassersport nachzugehen. Im Anschluss an die Verleihung der Urkunden hatten die aktuellen Stipendiaten bei einem Empfang im Innenhof des Ministeriums Gelegenheit, sich mit ehemaligen Stipendiaten über deren Auslandserfahrungen auszutauschen und sich Tipps für ihren Auslandsaufenthalt geben zu lassen – diese Gelegenheit nutzten Nils und die weiteren neuen Stipendiaten, um mit Informationen aus erster Hand versehen in das bevorstehende Jahr zu starten. Herzlichen Dank an das Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus für die großzügige Förderung und die wunderbare Zusammenarbeit!

Amtschef Dr. Peter Müller und Nils Fischer bei der Stipendienübergabe

Wir danken Ihnen für Ihre Spende!


Ein besonderer Unterstützer von YFU: Arthur J. Collingsworth

Interkulturelle Verständigung als Lebensmotto Arthur J. Collingsworth – ein außergewöhnlicher YFUler „Jugendaustausch ist der beste Weg, um internationales Verständnis zu fördern“, davon ist der 68-jährige US-Amerikaner Arthur J. Collingswoth seit seiner Jugend überzeugt. Seine berufliche Karriere beginnt er 1969 bei YFU USA, als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und Organisationsentwicklung. 1975 wird er Vizepräsident der Organisation. In seiner Amtszeit sammelt er mehr als 20 Millionen US-Dollar an Spenden und initiiert das Parlamentarische Patenschafts-Programm, das Stipendien­ programm des Kongresses der Vereinigten Staaten und des Deutschen Bundestages, das seit 1984 besteht. Nach seiner hauptamtlichen Tätigkeit für YFU arbeitet er unter anderem als Fundraiser für die United Nations University in Tokio und wird Mitbegründer des Millennium-Technologiepreises. YFU bleibt er sein Leben lang verbunden. Jahrelang engagiert er sich für YFU USA, akquiriert Fördermittel in Millionenhöhe für YFU Japan und pflegt eine enge Freundschaft zu

vielen YFU-Organisationen. Außerdem fördert er den Schüleraustausch, indem er Stipendien aus seiner eigenen Stiftung, der „Nils Hansen-Stiftung“, an amerikanische Austauschschülerinnen und -schüler vergibt. Seit seiner Pensionierung verbringt Arthur J. Collingsworth die Sommermonate in Berlin und pflegt seit kurzem wieder regen Kontakt zu YFU Deutschland. So war er beim Empfang der YFU-Finnland-Botschafter in der finnischen Botschaft in Berlin, besuchte die Geschäftsstelle in Hamburg und für einen Tag lang das Young Europeans’ Seminar. „Mein Lebensthema ist die interkulturelle Verständigung“, erklärte er dort den Austauschschülern. Sie waren von seinem außergewöhnlichen Leben und seinem bemerkenswerten Engagement ebenso beeindruckt wie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins.

Neben dem ehrenamtlichen Engagement gibt es zahlreiche Möglichkeiten, YFU zu unterstützen. Egal ob Vermittlung von Kontakten, kostenlose Werbeflächen oder eine Geldspende: Jede Hilfe ist willkommen!

Empfänger: YFU Deutschland Oberaltenallee 6 22081 Hamburg

Deutsches YFU Komitee e.V.

09 08 03 02 01 (BLZ 200 800 00)

09 08 03 02 01

Spende

Commerzbank Hamburg

Spende Ehrenamt

Bei Beträgen bis EUR 200,00 erkennen die Finanzämter den Zahlungsbeleg als Spendenquittung an. Das Deutsche Youth For Understanding Komitee ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Hamburg. Wir sind wegen Förderung der Völkerverständigung durch Bescheinigung des Finanzamtes Hamburg-Nord, StNr. 17/411/01218, vom 19.04.2011 als steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne §§ 51 ff. AO dienend anerkannt.

200 800 00


Von Solingen in die Welt! Walbusch-Jugendstiftung vergibt erneut Stipendien Zum zweiten Mal unterstützt die Walbusch-Jugendstiftung Jugendliche aus der Region Solingen, die ein Schuljahr im Ausland verbringen möchten. Nach einem erfolgreichen Pilot­ projekt im Jahr 2011 erfreut sich das Stipendienprogramm wachsender Beliebtheit. Auf Grund zahlreicher Bewerbungen entschied sich die Stiftung in diesem Jahr, die Fördermittel aufzustocken und insgesamt sechs Jugendlichen ein Austauschjahr zu ermöglichen. Ein besonderes Asien-Stipendium in Höhe von 75 Prozent des Programmpreises soll gezielt Schüler ermutigen, den Schritt nach Fernost zu wagen. Und so zählt in diesem Jahr neben den USA, Lettland, Bulgarien und Uruguay erstmals auch Indien zu den Gastländern der Stiftungs-Stipendiaten. Über das erste Asien-Sonderstipendium der Walbusch-Jugendstiftung freut sich Frederike Römer (15). Für sie erfüllt sich dank der großzügigen Förderung ein Traum. In ihrer Bewerbung schrieb die Schülerin, sie wolle keine Minute verlieren, um sich auf den Weg nach Indien zu machen! Ihr Interesse am Hinduismus, aber vor allem die Aussicht, eine ganz andere Kultur kennenzulernen, motivierten sie, am YFU-Austauschprogramm teilzunehmen. YFU wünscht ihr und den fünf anderen Stipendiaten ein tolles Jahr und bedankt sich in ihrem Namen bei der Walbusch-­ Jugendstiftung für ihre Unterstützung. Frederike Römer

Vielfalt durch Spenden Ergebnisse unseres Spendenaufrufs im Sommer 2012 In diesem Sommer bat YFU um Hilfe, den Fonds für Vielfalt zu füllen. Dank der großzügigen Beteiligung vieler Förderer kann YFU auch für das kommende Austauschjahr 2013/14 wieder Stipendien aus dem Fonds für Vielfalt ausschütten. Über 10.000 Euro wurden in den Fonds gespendet – herzlichen Dank! Im vierten Jahr werden nun Jugendliche mit Migrations­ hintergrund gezielt durch Stipendien aus dem Fonds gefördert. Gerade dieser Schülergruppe bietet ein Austauschjahr eine besondere Chance: Sie haben schon interkulturelle Erfahrungen gesammelt und können durch das Austauschjahr einen neuen Blick auf die eigene kulturelle Prägung gewinnen. YFU freut sich sehr über die großzügigen Spenden, denn so können sich interessierte Jugendliche wieder für ein Stipendium aus dem Fonds für Vielfalt bewerben.

457 begeisterte junge Europäer beim YES 2012

»Train the Trainers« beim YES 2012 Lehren und Lernen für europäische YFU-Ehrenamtliche

Erstmalig fand in diesem Jahr parallel zum Young Europeans’ Seminar (YES) ein Training für Trainer statt. 22 Workshopleiter, die das Seminarprogramm des europäischen Abschluss­ seminars gestalten würden, konnten sich so gründlich auf ihre Aufgabe vorbereiten und an den Konzepten für ihre YES-Workshops arbeiten. Ermöglicht wurde der Trainingskurs durch eine Förderung von „Jugend in Europa“ innerhalb des europäischen Rahmenprogramms „Jugend in Aktion“. Gleich im ersten Teil des Trainings beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Methodik des Lehrens und der Vorbereitung der Workshops. In Plenumssitzungen, Gruppenarbeiten und Reflektionsgruppen fand ein reger Austausch von Wissen und Erfahrungen statt. Besonders bereichernd waren dabei Gespräche zwischen erfahrenen und weniger erfahrenen Ehrenamtlichen. Nach vier Tagen Training ging es dann an die konkrete Umsetzung des Erlernten: Die Durchführung des ersten Workshops zum Thema „Social Expectations“ auf dem YES stand bevor. Zwei Stunden lang waren die Workshopleiter auf sich gestellt und bearbeiteten das Thema auf unterschiedlichste Weise in Kleingruppen mit den insgesamt 457 Austauschschülern. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, ihren Workshop auf Basis der gewonnen Erfahrungen abzuwandeln. Am Ende des YES und nach der Durchführung der letzten Workshops gab es einen gründlichen Erfahrungsaustausch und eine Feedbackrunde für die Teilnehmer des Trainings.

  YFU magazin - Herbst 2012 15


www.yfu.de

YFU-Bildungsarbeit unterstützen Spenden als Investition in Ehrenamtlichkeit „YFU-Veranstaltungen sind für mich Lebensfreude an mindestens 15 Wochenenden im Jahr und in vielen kleinen Stunden unter der Woche“, sagt Nora Schackopp, ehrenamtliche Vertreterin der YFU-Landesgruppe Bremen. So wie Nora engagieren sich bundesweit rund 2.000 begeisterte Menschen in ihrer Freizeit für den interkulturellen Schüleraustausch bei YFU. Ohne ihren Einsatz wäre die Durchführung der Austauschprogramme nicht möglich – rund 1.200 deutsche und 600 ausländische Jugendliche müssten auf eine wichtige Austausch- und Bildungserfahrung verzichten. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben wie die Auswahl der Austauschschüler, die Durchführung von Vor- und Nachbereitungstagungen oder die Betreuung von Gastschülern und Gastfamilien. Die YFU-Ehrenamtlichen sind sich ihrer Verantwortung bei der Arbeit mit jungen Menschen bewusst. Entsprechend ist für sie der hohe Qualitätsstandard ihrer Arbeit selbstverständlich. Sie nehmen deshalb regelmäßig an vereinsinternen Schulungen sowie Aus- und Weiterbildungseminaren teil und unterstützen den Verein mit ihrer Zeit und ihrer großen Kompetenz. Durchgeführt werden die Schulungen ebenfalls fast ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit. Erfahrene Teamleiter ge-

„Ich habe sehr schnell herausgefunden, dass mir mein Engagement bei YFU sehr viel bedeutet. In nun fast 20 Jahren bei YFU habe ich beim Aufbau der Elternarbeit, in der Betreuung, bei Auswahl- und Seminarleitung, der Landesgruppen- und Öffentlichkeitsarbeit viel gelernt und vielfältige Erfahrungen gemacht. Und die Arbeit ist immer bereichernd gewesen und hat mir viel Freude bereitet.“ Jochen Brodbeck Landesgruppe Hamburg

www.yfu.de/spenden

ben ihr Wissen an interessierte Ehrenamtliche weiter, die sich für den Verein engagieren möchten. Ihr unentgeltlicher Einsatz bei der Durchführung der Bildungsangebote ist immer effizient und zielorientiert. Dennoch entstehen dem Verein unvermeidliche Kosten für Reise, Verpflegung, Unterbringung und Schulungsmaterialien. Till Ziehm, Vertreter der Landesgruppe Westfalen, beschreibt sein Engagagement: „Das Tolle an der YFU-Arbeit ist, dass sie so vielseitig ist. So kann ich zum Beispiel Austauschschüler auf ihren Vorbereitungstagungen ganz konkret auf ihr Austauschjahr vorbereiten, aber mich auch um vereinsinterne Themen wie die Schulungen für Ehrenamtliche kümmern.“ Damit YFU dauerhaft Weiterbildungen für alle Mitarbeiter anbieten kann, bittet die Organisation seine Förderer um Spenden für das Ehrenamt. Die finanzielle Unterstützung hilft dabei, weiterhin Schulungen zu finanzieren und in die Ausbildung engagierter Menschen zu investieren.

SPENDENKONTO Empfänger: Deutsches YFU Komitee e.V. Konto-Nummer: 09 08 03 02 01 BLZ: 200 800 00 (Commerzbank Hamburg) Referenz: Ehrenamt

YFU Magazin Herbst 2012  

Das YFU Magazin informiert alle drei Monate rund um das Thema Schüleraustausch und den Verein Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V....

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