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Die Physalis

Ein Buch von Fabian Wohlfart 2+3 dimensionales Gestalten Herr Meloni Kommunikations-Design Fachbereich Gestaltung Hochschule Darmstadt


Inhalt


1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Die Lampionblume Herkunft Systematik Aufbau/Bestandteile Farbe Form Größe Konstruktion Beere und Samen Blütenkelchstruktur Piktogramm Satzspiegel

6 14 16 20 22 24 26 28 30 32 42 46


Auf dem europäischen Markt gibt es, neben weltweit etwa 75  –  90 anderen, zwei besondere Arten der Physalis.

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Die Frßchte der Physalis peruviana sind essbar und enthalten reich­lich Vitamin C. Sie ist weniger intensiv gefärbt als ihre Schwester und wird meistens unter dem Namen Kapstachelbeere vertrieben. 8


Physalis peruviana Kapstachelbeere

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Die Beere der Physalis alkekengi enthält Bitterstoffe, die zu einer Reizung des MagenDarm-Traktes führen können, und ist deswegen schwach giftig. Sie wird häufig als Zierpflanze zur Dekoration genutzt. 10


Physalis alkekengi Lampionblume

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Dieses Buch befasst sich mit der Physalis alkekengi. Der leuchtend orangefarbige Bl端tenkelch f端hrt im Volksmund zu der Bezeichnung Lampionblume. 13


Herkunft

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Das Ursprungsgebiet der Lampionblume ist nicht mehr sicher zu ermitteln. Wahrscheinlich stammt sie aus dem submediterran-eurasischen Klimaraum, ist also in Südosteuropa und Westasien beheimatet. Möglicherweise stammt sie aber auch aus China. Die­Art wurde in andere Teile der Welt eingeschleppt, zum Beispiel in den Nordosten der USA.

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Systematik

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Abteilung: Klasse: Ordnung: Familie: Gattung: Art:

Samenpflanzen (Spermatophyta) Bedecktsamer (Angiospermae) Nachtschattenartige (Solanales) Nachtschattengew채chse (Solanaceae) Blasenkirschen (Physalis) Lampionblume (Physalis alkekengi)

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Systematik Veilchenartige

Nachtschattenartige sind eine Ordnung Die Bedecktsamer

der Bedecktsam­i­gen

schließen ihre Same-

Pflanzen. Viele von

Die Samenpflanzen

nanlage in einem

ihnen haben einen

stellen die größte

Fruchtknoten ein.

hohen Alkaloidanteil.

Gruppe im Reich der Pflanzen dar. Sie Nelkenartige

bilden Samen als Ausbreitungsorgane.

Nacktsamer Rosenartige

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Tabak

Tomate Sommerflieder­ gewächse Kartoffel Die Lampionblume Windengewächse

ist ein als Zierpflanze Die Blasenkirsche ist

kultivierter Vertreter

eine Gattung aus der

der Gattung der

Nachtschatten­­­-

Familie der Nacht­

Blasenkirschen.

ge­wäch­se besitzen

schattengewächse.

fünf­zählige Blüten

Auffallend sind vor

mit ver­wachs­enen

allem die Früchte, die

Kelch­blättern. Die

von einem sich ver-

Früchte der Nach-

größernden, laternen-

tschattengewächse

förmigen Blütenkelch

sind meist Beeren

umschlossen werden.

Kapstachelbeere

oder Kapselfrüchte.

Braunwurzgewächse

Paprika

Tollkirsche

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Aufbau/Bestandteile

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Stiel

Blütenkelch Beere

Nach der Befruchtung der Blüte werden zunächst die Kronblätter abgeworfen. Anschließend vergrößern sich die fünf Kelchblätter mit zunehmender Fruchtreife, so dass sie sich fast schließen und einen laternenförmigen Kelch um die sich entwickelnde Beere bilden.

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Farbe

Durch digitales Reduzieren der Größe eines Bildes der Lampionblume wurden durch­schnittliche Farb­ werte ermittelt. Die Farbe sowohl des Kelches als auch der Beere variiert von verschiedenen Orangetönen bis hin zu einem Rotbraunton.

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Form

Die Physalis weist in ihrer Grundform eine herz채hnliche Gestalt auf. Diese ist von Kelch zu Kelch unterschiedlich stark ausgepr채gt.

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Größe

Die Größe des Kelches bewegt sich zwischen circa 2 cm und 3,5 cm. Der Stiel, über den der Kelch am Ast befestigt ist, wird ungefähr 1 cm bis 1,5 cm lang.

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1 cm – 1,5 cm

2 cm – 3,5 cm

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Konstruktion

Um die Form des Bl체tenkelches und der Beere darzustellen, wurde sie in einer Konstruktionszeichnung mithilfe von Kreisen angen채hert. Diese Konstruktion dient sp채ter als Grundlage zur Erstellung eines Piktogramms (S. 44 f.) und des Satzspiegels (S. 46 ff.).

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Beere und Samen

Die Beeren enthalten eine große Anzahl orange bis gelblich-weißer, linsen- bis nierenförmiger Samen, die einen Durchmesser von etwa 2 mm aufweisen. Diese sind zentral um einen verdickten Fruchtboden angeordnet.

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Beere

Samen 1mm

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Blütenkelchstruktur

Durch eine Verringerung der Sättigung und Erhöhung der Helligkeit und des Kontrastes eines Bildes einer geöffneten Lampionblume wird die Struktur in der Oberfläche der Lampionblume sichtbar. Sie definiert sich über immer dünner auslaufende Adern, die durch alle Blätter gezogen sind und zusammen ein komplexes Gitternetz bilden.

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Auf der Innenseite des Blattes wird die r채umliche Struktur des Gitternetzes sichtbar.

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Betrachtet man das Gitternetz im Detail erkennt man, dass dieses aus unzähligen Fünf- und Sechs­ ecken aufgebaut ist, die jeweils verschieden stark in ihrer Form ausgeprägt sind. Eine so fast wabenförmige Skelettstruktur besitzt eine hohe Festigkeit aber auch Elastizität bei geringem Gewicht und Materialverbrauch.

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Das Gitternetz im Ganzen

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Das Gitternetz im Detail

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Piktogramm

Auswahl Verschiedene Entwürfe mit schwarzen / weißen Linien bzw. Flächen.

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Piktogramm

Finale Version in 端berarbeiteter Form.

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Satzspiegel

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Die Lampionblume nimmt zudem maßgeblich an der Gestaltung dieses Buches teil, da sie als Grundlage für die Konstruktion des Satzspiegels dient. Ihre Konstruktionszeichnung wurde mittig auf die Doppelseite gesetzt und in ihrer Größe auf das Papier­format angepasst. Weiter wurden Linien von den Formatecken zum oberem bzw. unterem Teil der konstruierten Phy­salis gezogen. Die dadurch entstehenden Schneidungen dienen zur Orientierung der Überschrift und des Fließtextes. Veranschaulicht ist dies auf der nächsten Doppelseite.

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Quellen

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Lehrbuch der Botanik, 31. Auflage Bild S.7, 9, 11: http://www.fotosearch.de/bilderfotos/kap-stachelbeere.html Bild S. 31: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/ commons/thumb/c/cb/Phal5_001_php.jpg/800pxPhal5_001_php.jpg Bild s. 31: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/ commons/3/39/Physalish%C3%A4lfte_2008-3-1.JPG Bild: S. 40/41: http://www.photographie.de/ modules/Gallery/mygallery/photographieleserwettbewerb/2008/11/thumb_650/lampionblume_wettb..jpg Bild S.40/41: http://www.fotosearch.de/bilder-fotos/lampion-blume.html

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