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YCB Magazin AUSGABE 2017

Yachtclub Bielersee

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Übersicht

YCB MAGAZIN

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5 Editorial Der YCB und die Stadt Biel. 7 Seeclub Biel Eine Gemeinschaft Gleichgesinnter,

bereit für die Zukunft.

13 Regattachef für den YCB Andi Ringli berichtet von acht bewegten Jahren.

15 Bericht der a.o. Hauptversammlung Mitglieder sagen Ja zur Vorfinanzierung

einer J70.

17 Kari Geissbühler Ein Porträt über den Juniorenverantwortlichen.

18

18 YCB Nachwuchs Opti- und Laser-Trainer berichten.

29

23 Superboy 2016 Ein bewegter Abend im November. 26 Sport-Kultur-Studium Unterstützung für die Eltern. 27 Physio van Slooten Fitness für die Junioren.

23 33

29 Shanty Crew Erfolgreiches Festival in Appingedam. 33 Cruiser Flotte Vielfältiges Jahresprogramm 2016 mit

Ausblick auf 2017.

36 Wandersegeln in der Region Die Dreiseenlandschaft bietet 100 schiffbare Kilometer.

39 Hagneckkanal Sanierung mit Öko-Effekt.


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Editorial Der Yachtclub Bielersee und die Stadt Biel Der Yachtclub Bielersee fördert den Segelsport und schafft für seine Mitglieder einen sichtbaren Mehrwert, besonders durch das Zusammenführen von Infrastruktur und Material. Ausserdem engagiert er sich für einen schonenden Umgang mit der Umwelt. (Text: Andreas Sutter)

Der Yachtclub Bielersee wurde vor 74 Jahren gegründet, um die Interessen der Segler (die Damen, die ebenfalls Hand ans Ruder legen durften, wurden selbstverständlich nicht mitgenannt) wirkungsvoll zu vertreten und im Rahmen von geselligen Anlässen (siehe auch den Beitrag zur Tradition der Croisières ab Seite 36) die positiven und negativen Erlebnisse im Zusammenhang mit der Sportschifffahrt auszutauschen. Zur gleichen Zeit träumte die Stadt Biel ihre ersten Zukunftsträume mit (für die damaligen Verhältnisse) gigantischen Hochstrassen und –häusern. Statt der prognostizierten Zukunft mit dem geplanten Wachstum in Richtung Grossstadt, erlebte die Stadt dann 30 Jahre später mehrere Krisen der noch jungen Uhren-, Auto- und Präzisionsindustrie. Die Stadt mutierte im Rahmen des Aufblühens der Dienstleistungsbranchen zur Stadt des Dialogs und später der Kommunikation. Erst die Vorarbeiten im Hinblick auf die Landesausstellung 2002 brachte die erwartete Trendwende. Die geglückte Verbindung der die Dreiseenlandschaft umgebenden Städte vermochte den Bann zu brechen, Seen und Flüsse nicht nur als günstige Transportpiste und Entsorgungskanäle zu nutzen, sondern sie als Freizeitumgebung zu vermarkten. Unter anderem wurden von praktisch allen Seegemeinden die Häfen aus- oder umgebaut, Werften fanden neue Investoren, die Expo-Städte entwickelten eigene Zukunftsstrategien. Die rasante Entwicklung der ETS zur ESSM und später zum BASPO und die mit der neuen gesetzlichen Grundlage (Sportartikel, NASAK-Finanzierung) einhergehenden Geldsprudel erlaubten es auch der Bieler Seglerszene, sich zu einem nationalen Leistungszentrum (in Ipsach) zu entwickeln. Nach wie vor ist Biel-Bienne nicht wirklich ein Zentrum des Segelsports geworden

und der YCB koordiniert seine Interessen im unteren Seebecken von Wingreis, Rusel über Vingelz bis Nidau und Ipsach mit einigem Zusatzaufwand. Doch die positive Auseinandersetzung der Bieler Politik mit dem touristischen Potenzial erlaubt dem Yachtclub Bielersee eigene strategische Perspektiven zu entwickeln. Auf allen drei Schienen, dem Segelsport mit den Erfolgen der YCB-Crew in der Swiss Sailing League, bei Schweizer Meisterschaften und den spannenden Cruiser-Anlässen sowie der konsequenten Umsetzung von ökologischen Optimierungsmassnahmen, konnten die Strukturen und Finanzen stabilisiert und der Mitgliederschwund aufgehalten werden. Dies ermöglicht uns nun eine aktive Suche nach einer klaren Bieler Adresse, die durchaus auch auf Bieler Privatbesitz oder Nidauer Land liegen dürfte. Die Erfolge der Bieler Seglerinnen und Segler würden dann auch vermehrt als Verdienste der Städte Biel-Nidau wahrgenommen werden. Bis dann gibt es noch einige Umbauprojekte zu realisieren, für die ein engagierter Vorstand mit zwei stolzen Co-Präsidenten auch auf motivierte Mitglieder zählen kann. Wir wünschen Ihnen spannende Lektüre und ein erfolgreiches Segelsportjahr.

Andreas Sutter Co-Präsident

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Erfolgreicher Seeclub Biel Ein schlagkräftiges Team Seit fünf Jahren ist Daniel Suter Präsident des Seeclub Biel. In dieser Zeit hat er – zusammen mit dem Vorstand – den Traditionsclub modernisiert und zukunftsfähig gemacht. (Text: Dominique Krähenbühl, Bilder: Stöh Grünig, Campus Sursee)

Daniel Suter Geboren 1960 Direktor Campus Sursee Präsident Seeclub Biel, Mitglied beim RC Reuss, RC Rigi und Seeclub Zürich (passiv)

Daniel Suter, Präsident des Seeclub Biel, schätzt die informellen Seebenutzertreffen «Die dort entstandenen Freundschaften sind nicht nur persönlich ein Gewinn, sie helfen auch, alle Ressourcen des Bielersees zu schützen.» Es war ein erfolgreiches Jahr für den Seeclub Biel. Aus sportlicher Sicht durfte man sich über mehrere Finalplätze an den Schweizermeisterschaften bei den Doppelvierern von U15 bis U19 freuen, noch nie hatte der Seeclub so viele Teilnehmer am Einsteigerkurs wie heuer, das Logbuch zeigt die höchste je in einem Jahr geruderte Anzahl Kilometer und seit dem Olympia-Gold für den Leichtgewichts-Vierer (Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr) in Rio 2016 steigt das allgemeine Interesse am Rudersport.

Diese Entwicklung freut den Präsidenten des am 25. März 1886 gegründeten Wassersportclubs. Daniel Suter wurde im Februar 2012 in dieses Amt gewählt. Es seien persönliche Gründe gewesen, die ihn zur Kandidatur bewogen hätten: «Der Seeclub hat mir so viel gegeben, da wollte ich einfach was zurückgeben. Ich sah die Möglichkeit und hatte dazu den beruflichen Hintergrund, den Club zu modernisieren und eine zeitgemässe Vereinsführung zu installieren.»


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Die Mitglieder des Bieler Seeclub wissen sich in Szene zu setzen © Stöh Grünig


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Ruderer mit Leidenschaft Daniel Suter rudert selber seit mehr als vier Jahrzehnten. «Wer rudert, lernt Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit», ist der Direktor des Campus Sursee überzeugt. An drei Tagen der Woche trifft er sich seit bald zehn Jahren mit drei Ruderkollegen vor dem Ruderclub Reuss Luzern; Ausfahrt im Doppelvierer ist immer um 05.45 Uhr, sommers wie winters, egal ob es schwül-heiss oder beissend kalt ist. Für Suter haben diese Ausfahrten viele Bedeutungen: Zum einen «lüftet» es den Kopf, dann fördert es die körperliche Fitness und schliesslich verbringt er Zeit mit Menschen, die ein ähnliches Wertesystem haben wie er. Und weil er das so toll findet, rudert er natürlich auch am Wochenende auf dem Bielersee: «Hier bin ich in der Regel im 8er unterwegs und zwar mit Leuten, die ich zum Teil mehr als vierzig Jahre kenne.» Für den Präsidenten des Seeclub ist klar: «Wer rudert, erhöht seine sozialen Kompetenzen! Nehmen wir zum Beispiel den Doppelvierer, hier sitzen unterschiedliche Menschentypen zusammen. Am Schlag (zuhinterst im Boot, wenn man den Ruderern ins Gesicht schaut) sitzt der technisch versierteste Ruderer, auf den Plätzen 2 und 3 findet sich der «Maschinenraum», also die Ruderer mit einer ansehnlichen Muskelkraft und im Bug nimmt wieder ein filigraner Techniker Platz.» Und nach mehr als drei Jahrzehnten auf verschiedenen Seen weiss er auch, dass für das gewünschte Vorwärtskommen die Tagesform jedes einzelnen von Bedeutung ist; und darauf gilt es, Rücksicht zu nehmen.

Präsident mit Vision Der Seeclub mit seinen rund 420 Mitgliedern ist ungefähr gleich gross wie der YCB. Für Suter unterscheiden sich die beiden Sportinstitutionen trotzdem grundlegend: «Der Seeclub ist eine Gemeinschaft Gleichge-

Der Skiff - eine besondere Herausforderung © Stöh Grünig

sinnter, die nicht nur ihre Leidenschaft, sondern auch das dazu notwendige Material teilen. Ein Segel- oder Yachtclub hingegen ist eine Interessensgemeinschaft von Bootseignern.» So gesehen, verfügt der Traditionsclub über ein beachtliches Eigenkapital, ein Vierer beispielsweise kostet CHF 32'000, ein Achter gar CHF 50'000. Seit seiner Gründung wurde der Seeclub auch räumlich immer grösser: Um 1886 wurde das erste Bootshaus gebaut, damals 4 x 16 Meter gross. 1905 wurde beim Neptunhafen ein Gelände gepachtet, dort entstand ein neues und grösseres Bootshaus. Dieses wurde mehrmals umgebaut, bevor 1994 das heutige Bootshaus eingeweiht wurde, das nicht nur Platz für einen Bootsund Kraftraum bietet, sondern auch über ein Clublokal verfügt, das gemietet werden kann. Als Daniel Suter Präsident wurde, war eines seiner Hauptziele, den über mehrere Jahre aufgeschobenen Unterhaltsbedarf abzuarbeiten. Mit Erfolg! Das imposante Bootshaus ist saniert und dank engagierter Partner langfristig finanziert und der Seeclub gehört mit seinem modernen Bootspark zu den TopTen Clubs der Schweizer Ruderszene. Weiter wurde die Vorstandsarbeit neu strukturiert: Die Aufgaben wurden neu definiert und klar zugeteilt und die Statuten wurden so geändert, dass der Seeclub professionelle Unterstützung von Fachleuten erhält. So sind mittlerweile drei Trainer, die Geschäftsführerin und eine «gute Fee fürs Bootshaus» Angestellte des Ruderclubs. «Das Nebeneinander von ehrenamtlich Tätigen und bezahlten Kräften funktioniert hervorragend», so Suter. «Wir sind ein schlagkräftiges Team.»


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Naturnah und in jeder Jahreszeit © Stöh Grünig

Vielversprechende Zukunft Der Rudersport ist trendy, nicht nur weil die Schweiz mit dem Leichtgewichts-Vierer in Rio 2016 Gold erkämpft hat. Rudern ist ein teamorientierter Ganzjahressport, der Körper und Geist gleichermassen fordert, und es ist ein naturnaher, emissionsarmer Sport. Das Interesse am Rudersport steigt beständig: «Noch nie hatten wir soviele Teilnehmer für den Einsteigerkurs wie in diesem Jahr», berichtet Suter. Der Seeclub bietet hier eine wohl einmalige Gelegenheit: Für nur CHF 700 erhalten Interessierte an zehn Tagen jeweils zwei Trainingslektionen, dies über einen Zeitraum von zweieinhalb Wochen. «Dieser Intensivkurs hat viele Vorteile. Zum einen erhalten die Einsteiger einen realen Einblick in den Rudersport, sie werden exklusiv durch unsere Trainer betreut und erleben so natürlich eine steile und damit auch motivierende Lernkurve», erklärt Suter. Wer danach Mitglied beim Seeclub werden will, dem wird der Aktiv-Mitgliederbeitrag von CHF 500 im ersten Jahr erlassen. Der erste Einsteigerkurs 2017 startet am 29. April. Anmelden kann man sich unter seeclub-biel.ch.

Das schmucke Bootshaus des Seeclub © Stöh Grünig Suter ist überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein: «Wenn wir alles richtig machen, dann gibt es uns auch noch weitere 130 Jahre!»


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Selber mehr segeln! Der Regattachef zieht Bilanz Andi Ringli war während acht Jahren Regattachef des YCB. Die Saison 2016 war die letzte, in der er noch einige Aufgaben wahrgenommen hatte. (Text: Dominique Krähenbühl, Bild: Martin Kobel)

«Die Tornado WM 2011 war sicher ein Highlight, auch weil ich dort ausserplanmässig plötzlich die Verantwortung als Wettfahrtleiter hatte», berichtet Andi Ringli. Ein weiteres Highlight während seiner Zeit als Regattachef beim YCB sei auch die zentralisierte Schweizermeisterschaft 2012 auf dem Neuenburgersee gewesen. Der Cercle de la Voile d’Estavayer hatte damals mit Hilfe von drei benachbarten Clubs die SM für Star, Tempest, 470er, Fireball, Laser Radial und 4.7 sowie Finn und Laser Standard organisiert. Für die beiden letztgenannten Klassen, die auf Bahn 4 segelten, hatte der YCB die Verantwortung. Andi Ringli: «Wir haben damals die gesamte Regatta-Infrastruktur des Clubs mit Motorboot und Startschiff durch den Zihlkanal nach Estavayer gezügelt. Das allein war schon ein Erlebnis! Die Wettfahrtleitung auf einem anderen See war herausfordernd und auch überaus befriedigend. So was erlebt man nicht alle Tage.»

Acht Jahre «Kurt Frei hat mich 2009 angefragt, ob ich auch im Regattaausschuss mitmachen würde. Zusammen mit Andrea Mäder, Barbara Römer und Roland Bitterlin haben wir die Regattaplanung für den Yachtclub gemacht. Nach ihrem Rücktritt machte ich die Arbeit als Regattachef mehr oder weniger allein. Nicht so als Wettfahrtleiter. Da hatte ich treue Helfer an meiner Seite: zB Ueli Frei, Dädu Eichenberger und Patrick Jäggi haben mir immer viel geholfen – und zwar nicht nur, wenn Not am Manne war», erzählt der abtretende Regattachef. Viele andere YCBler hätten ihm tatkräftig geholfen, die Regatten auf dem Bielersee zu organisieren, oft hätten auch seine Eltern mit angepackt, berichtet Ringli weiter. Weiter ist er froh, dass die Flotten auf dem Bielersee (Cruiser, Aphrodite 101, Jollenkreuzer, Fireball, Flibustier und Vaurien) bei der Organisation der Regatten sehr aktiv sind. Die traditionellen Bieler Regatten, wie die Bergluftwoche, die Engelbergwoche, Up and Down,

Tic Tac, Red Eye oder der Banana Cup, werden alle reibungslos von den Flotten organisiert. An grösseren Events wird die Landorganisation einer Regatta von Bruno Tschanz und Marc Kramer vom Vorstand übernommen. Eine spürbare Entlastung für den Regattachef.

Aufgaben eines Regattachefs Es helfe, wenn der Regattachef organisieren könne, meint Andi Ringli. Am intensivsten sei es in der Wintersaison: Hier gilt es spätestens die Planung für das nächste Jahr, besser noch das übernächste Jahr an die Hand zu nehmen. Beim Strassenverkehrsamt müssen die Bewilligungen für die Anlässe und die entsprechenden Versicherungsnachweise eingeholt werden und im Sinne einer guten Nachbarschaft werden die Bielersee Schifffahrtsgesellschaft und die Seepolizei über die geplanten Anlässe informiert. Werden gar Schweizermeisterschaften organisiert, dann muss mit Vetretern von Swiss Sailing Kontakt aufgenommen werden und auch mit den Verantwortlichen der Bootsklasse. Ebenfalls im Herbst wird zusammen mit dem Materialwart bestimmt, welches Material repariert oder ersetzt werden muss. Hier hat Andi Ringli einen Wunsch: «Es wäre toll, wenn es in naher Zukunft moderne Bojen gibt, die automatisch gesetzt werden können. Sie messen Windstärke und -richtung, sind dadurch autonom und setzen den mathematisch perfekten Kurs.» Neben den organisatorischen Aufgaben hat der Regattachef auch Aufgaben an der Regatta selber: «Es ist von Vorteil, wenn der Regattachef selber Regattaerfahrung hat. Und die Ausbildung zum Wettfahrtleiter, wie sie Swiss Sailing anbietet, ist ebenfalls hilfreich.» Gerade was die Wettfahrtleiter betrifft, sieht Andi Ringli Handlungsbedarf: «Wir haben rund um den See einige erfahrene Wettfahrtleiter, die den See sehr gut kennen und problemlos eine regelkonforme Regatta leiten können. Was die von Swiss Sailing lizenzierten Wett-


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fahrtleiter betrifft, so werde ich ab 2017 wohl der einzige sein. Hier braucht es Nachwuchs!» Wer weiss, vielleicht wird der Segelnachwuchs auch der Wettfahrtleiternachwuchs. Seit zwei Jahren ist es nämlich Usus, dass die regattierenden Junioren ebenfalls als Schiedsrichter oder gar Wettfahrtleiter im Einsatz sind. Ringli ist begeistert von dieser Entwicklung: «Es ist die perfekte Ergänzung: Die Junioren haben dank ihrer Regattaerfahrung viel Praxiswissen, was den `alten Hasen` inzwischen vielleicht etwas abgeht; dafür profitieren die Jungen von deren Erfahrung, was die Organisation der Anlässe angeht.»

Nachfolger gesucht Das Amt als Regattachef für den Yachtclub Bielersee sei befriedigend, so Andi Ringli «Der Bielersee ist ein

guter See für Regatten, in der Regel sind Wind- und Wetterverhältnisse der Jahreszeit entsprechend konstant, was die Arbeit natürlich erleichtert.» Er wünscht sich, dass der Bielersee weiterhin als Region bekannt bleibt, in der aktiv regattiert wird – und zwar mit einer breiten Palette an Wettfahrten. Sein Nachfolger vertrete die Region gegenüber Behörden, Verband und halte auch Kontakt mit den benachbarten Clubs. Ringli würde sich freuen, wenn sich zwei, drei Interessierte diese Aufgabe teilen würden. Die Arbeiten liessen sich gut untereinander aufteilen. Eine der wichtigsten Aufgaben sei und bleibe die Organisation von Manpower für die Regatten. Für eine einfache lokale Regatta mit einem Dutzend Boote, da brauche es mindestens fünf Mithelfer.

Ob dieser Start wohl gelingt?

Saison 2017 Regattachef gesucht Der Regattachef ist ein wichtiger Posten in einem Yachtclub. Wer dieses Amt (allein oder im Team) übernehmen und so die Region Bielersee für das Regattawesen vertreten möchte, der melde sich bitte bei Bruno Tschanz (vicepresident@ycb.ch).

Auch wenn er sein Amt als Regattachef abgegeben hat, als Wettfahrtleiter wird er auch 2017 im Einsatz sein: An den Schweizermeisterschaften der Laser Standard vom 18. bis 21. Mai 2017 wird er auf dem Startschiff anzutreffen sein. Doch Ringli freut sich auch auf mehr Freizeit. Er will selber wieder vermehrt regattieren, unter anderem mit der J70; er gehört zur erfolgreichen Bieler Crew, die 2016 den fünften Platz in der Swiss Sailing Champions League geholt hat.


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YCB wird Yachtbesitzer Eine vielseitig einsetzbare J70 An der ausserordentlichen Hauptversammlung des Yachtclub Bielersee Ende 2016 wurde der Kauf einer J70 beschlossen. (Text: Dominique Krähenbühl) Rund 50 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und fanden sich am Montag, 19. Dezember 2016 im Clubhaus in Wingreis zu einer ausserordentlichen Hauptversammlung ein. Zur Diskussion stand der Kauf einer clubeigenen Yacht der Bootsklasse J70, um weiterhin mit einem YCB-Team an der Swiss Sailing League teilzunehmen.

bereits in jungen Jahren erste Erfahrungen im Yachtsegeln machen darf und allenfalls nach dem Juniorenalter nicht abspringt. Es hat sich auch gezeigt, dass eine eigene Yacht das Clubleben bereichert und – bei entsprechendem Angebot – auch die Mitgliederzahl erhöht, als Beispiele seien hier der Segelclub Ägeri und der Segelclub Wendelsee genannt.

Yacht der Johnstones Die J-Boote kommen alle aus dem kleinsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Mit einem Budget von $ 20'000 bauten die Brüder Rod und Bob Johnstone vor vierzig Jahren in einer Garage in Rhode Island ihr erstes Boot, die J24. Heute sind 5'400 dieser Boote eingewassert. Zurzeit sind Yachten in mehr als einem Dutzend J-Klassen unterwegs, alle wurden getreu dem Firmenmotto der zwei Gründer gebaut: «Wir wollen Boote, die in einer Regatta vorne mit dabei sind, die aber auch komfortabel und für eine Familie einfach zu segeln sind.» Die ersten J70 gingen 2012 vom Stapel, weltweit sind bereits mehr als 900 Boote verkauft. In der Schweiz sind fast 40 Boote unterwegs, die Klassenvereinigung (www. j70-class.ch) hat für 2017 einen gut gefüllten Regattakalender zusammengestellt und strebt die Anerkennung als Swiss Sailing Bootsklasse an.

Einsatz für Trainings, Nachwuchsförderung und Einführung in den Segelsport Das Einsatzgebiet der J70 ist vielfältig: Zum einen soll sie als Trainingsyacht für die in der Swiss Sailing Super League überaus erfolgreiche Crew des YCB zur Verfügung stehen und auch bei internationalen Klassenregatten, wie z.B. in Monaco, Cowes Week, etc., zum Einsatz kommen. Weiter soll dieses Boot für die Juniorenförderung genutzt werden, damit der Nachwuchs

Technische Daten der J70 Länge über alles 6.93 m Breite 2.25 m Tiefgang 1.45 m Segelfläche 21 m2 Gennaker 45 m2 Kielgewicht 286 kg

Entscheid für die Zukunft Mit 49 Ja und einer Enthaltung entschieden die Anwesenden der ausserordentlichen Hauptversammlung, den Kauf einer J70 für den YCB vorzufinanzieren. Für die ordentliche Hauptversammlung am Freitag, 10. März 2017 werden jetzt zwei Finanzierungsvorschäge ausgearbeitet, das Boot hingegen konnte schon bestellt werden.


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YCB Info - Februar 2017 | 17

Bescheidener Macher Mit Engagement für die Juniorenarbeit Kari Geissbühler ist seit acht Jahren Mitglied des Yachtclub Bielersee; erst seit drei Jahren allerdings sitzt er im Vorstand des YCB. Sein Wirken hier als Juniorenverantwortlicher ist bereits sichtbar. (Text: Dominique Krähenbühl, Bilder: Yves Schaad, zVg) Gefragt, wie er denn seine Aufgabe umschreiben würde, antwortet Kari Geissbühler überlegt und ohne Zögern: «Ich halte Lea (Tschudi) und den anderen Trainern administrativ den Rücken frei und kümmere mich um die Organisation der Juniorenarbeit beim YCB.» Damals vor drei Jahren, da lag ein richtiger Berg Arbeit vor ihm: Peter Gebistorf (Gebi), der Opti-Papst vom Bielersee, war ein Jahr früher altershalber von seinem Amt als Opti-Trainer zurückgetreten, ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin noch nicht in Sicht; Kinder und Jugendliche hingegen, die segeln wollten, gab es, so u.a. auch Florian und Nicolas, die zwei Söhne von Kari Geissbühler. Der richtige Zeitpunkt für ein ehrenamtliches Engagement für den Mediziner. Schon als Kind hat er Segelluft schnuppern dürfen: Seine Eltern haben die Wochenenden regelmässig mit ihm auf dem Murtensee verbracht; mit 14 hatte er auf der Müllermatte sein erstes Boot, einen Vaurien. Und er hat damals bereits gelernt: «Segeln ist eine geistige und körperliche Herausforderung: Man muss sich nach dem Wind richten und nicht umgekehrt.»

Vision für die Jugendarbeit Im Jahr als er das Amt als Juniorenverantwortlicher übernommen hat, da war er jeweils am Donnerstag bei der «Boje» anzutreffen und hat dort Lea Tschudi beim Training unterstützt und anfallende Probleme gelöst. In der vergangenen Saison 2016 waren donnerstags regelmässig bis 12 Optimisten auf dem Wasser zu finden. In drei Stärkegruppen unterteilt, trainierten sie unter der Leitung von Lea Tschudi, Cyrill Auer, Mahé Ratte und Yves Schaad. Geissbühler freut das: «Es ist schön, dass die Anstrengungen unseres Teams mit so fleissigen Jungseglern belohnt werden: Innert dreier Jahre ist das Team wieder auf zwölf Segler/innen angewachsen. Die Fortgeschrittenen gehen an nationale Regatten und die zwei Besten haben sogar die Aufnahme ins Regionalkader geschafft.»

Mittlerweile kann er sich auf die administrativen, organisatorischen Aufgaben konzentrieren. Es gilt, ein Jahresbudget von knapp CHF 12’000 für die Juniorenarbeit sinnvoll einzusetzen und zu verwalten, die von Gebi geliehenen Optis und das clubeigene Motorboot müssen in Schuss gehalten werden und schliesslich gilt es, Fördermöglichkeiten für talentierte und interessierte Segler und Seglerinnen zu finden.

Kari Geissbühler Geboren 1958 Verheiratet, 3 Kinder Dr. med., Chirurg Träumt von ganzjährigem Segelwetter

Kari Geissbühler sieht sich als Fürsprecher des Nachwuchses im Vorstand des YCB. Die Juniorenarbeit ist für ihn die Zukunft des Yachtclubs. Eine Frucht seiner bisherigen Arbeit freut ihn besonders: «Es ist wunderbar, dass die Junioren auf den grossen Binnen-Yachten mitsegeln können und den Kontakt zu den «grossen» YCBlern gefunden haben! Sie haben nun bereits Erfahrungen auf einer Asso99, einer Esse850 oder einer Dolphin.»

Die Optis beim Training auf dem Bielersee


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Viel Spass und viel Arbeit Die Nachwuchsarbeit des YCB nimmt Fahrt auf Sie sind die Zukunft eines jeden Sportclubs: Die Junioren! Beim YCB treffen die Nachwuchssegler auf engagierte Trainer, das Opti-Team wächst beständig.

Das Opti-Team (v.l.n.r.) auf der Mauer: Talita, Naya, Jarou, Andrea, Louis, Nello,, Lars, Maxim, Yann; auf den Kieselsteinen oben: eine "Schüpbach", Luca, Nils, Nicolas, liegend Julien (nicht auf dem Foto Alina) Das Organigramm der Nachwuchsorganisation des YCB ist reich befrachtet. Es ist zu finden im Nachwuchskonzept von Christoph Schüpbach aus dem Jahr 2012 und zeigt die gesamte, personenintensive Organisation. Doch Papier ist geduldig und mit dem altersbedingten Rücktritt des Opti-Papstes Peter Gebistorf (Gebi) im Jahr 2013 war plötzlich alles anders.

Heute präsentiert sich der Nachwuchs des YCB wieder erstarkt – und zwar was die Anzahl Segler/innen als auch die Leistungen betrifft. Hier ist grosses, vielversprechendes im Entstehen. Getreu dem 2012 festgehaltenen Grundsatz: «Der YCB will junge Segler/innen begeistern, um sicherzustellen, dass sie dem Club erhalten bleiben.»


YCB Info - Februar 2017 | 19

Opti-Team In der Saison nach dem Rücktritt von Gebi, da versammelten sich donnerstags vor Trainingsbeginn nur 4 bis 5 Kinder bei der «Boje» in Vingelz. Ab 2015 hat Lea Tschudi die Trainerverantwortung übernommen: «Ich konnte nicht mitansehen, wie das ganze zerfledderte. Ich wollte, dass die Kinder weiterhin die Möglichkeit haben zu segeln und ebenso tolle Erfahrungen sammeln können, wie ich damals.» Heute kommen 14 Kinder mit den Jahrgängen 2008 bis 2003 regelmässig zu den Trainings, sogar aus Allschwil und Greifensee reisen sie an. Yves Schaad, seit 2016 im Trainerstab, berichtet: «Das Training beginnt pünktlich um 17.00 Uhr. Die Kinder sind segelbereit, heisst mit der entsprechenden Kleidung und Weste ausgerüstet, die Optimist-Boote aufgeriggt und fertig zum Wassern.» Für Schaad ist das auch Zeit, die er gemeinsam mit seinem Sohn Luca verbringen kann und er fände es schön, mit ihm auch an nationalen und in Zukunft an

Das Opti-Feld an der Startlinie, scharf beobachtet

internationalen Regatten teilzunehmen. Yves Schaad hat in seinen jungen Jahren ebenfalls als Opti-Segler begonnen, bevor er auf den Europe und später den 420er (zusammen mit Andi Ringli) wechselte. Die Trainings am Donnerstag werden in drei Leistungsgruppen durchgeführt: Die Gruppe A (die erfahrensten und leistungsorientierten Optis) wird von Cyrill Auer geleitet. Die Gruppe B übernimmt Lea Tschudi, die jüngsten in der Gruppe C gehen mit Yves Schaad aufs Wasser. Wenn Not am Mann ist, dann hilft Mahé Ratte, Moth-Segler, immer gerne aus. Der Materialaufwand für die Trainings ist beachtlich: Ein grosser Teil der Opti-Boote wird bei Gebi für die ganze Saison gemietet. Dies ist sehr praktisch, so müssen sich die Eltern nicht gleich mit dem Kauf eines Optimist auseinandersetzen. Zudem werden am Donnerstag bis zu drei Motorboote eingesetzt. So kann jeder Trainer unabhängig mit seiner Gruppe trainieren.


20 | YCB Info - Februar 2017 Interview mit Lea Tschudi Geboren 1985 Verheiratet, ein Kind Produkt- und Industriedesignerin, Grafikerin, selbständig bei Tschudi-sign Lea Tschudi hat selber im YCB mit dem Opti-Segeln begonnen. Sie kennt Gebi noch als den Trainer, der sie und die anderen an jede Regatta begleitet hat. Später wechselte sie in die 420er und traf hier auf Christoph Schüpbach, den damaligen Trainer der Zweihandboote.

Wenn Du genügend Geld, Zeit und Kompetenz hättest, was würdest Du warum und wie ändern? Um nachhaltig neuen Nachwuchs zu generieren und auch Erwachsenen das Segeln zu ermöglichen, würde ich im Club eine professionelle Segelschule für Kinder und Erwachsene eröffnen. Mit Segellehrern, die zu einem gewissen Prozentsatz fest angestellt sind. Der Club verfügt über Optis, Jollen und Yachten, vermietet diese und dient als Unterrichts-, Trainings- und Ausbildungs-Basis. Wenn das Ganze professioneller aufgezogen wird und nicht nur auf der Freude und dem Goodwill der Trainer aufgebaut ist, so werden auch einfacher kompetente Trainer gefunden, die dann für den Club und nicht mehr in ihrer Freizeit arbeiten. So wird es in Segelclubs am Genfersee oder im Tessin bereits gehandhabt.

Welche Ambitionen als Trainerin hast Du? Mein erstes Ziel ist es, den Kindern die Freude am Segelsport zu vermitteln und dass diese Freude auch nach dem Optisegeln weiter anhält. Natürlich habe ich auch Ambitionen, erfolgreiche Segler im Team zu haben. Welche Erwartungen hast Du an den Trainerstab (Yves und Mahé)? Mir ist wichtig, dass wir im Training eine gewisse Konstanz haben, dass die Kinder nicht jede Woche einen anderen Trainer zu Gesicht bekommen. Wichtig ist auch der regelmässige Austausch untereinander, dass wir Probleme gemeinsam besprechen und die technischen Grundlagen gleich vermitteln. Ansonsten erwarte ich, dass man mit Freude bei der Sache ist und alle zwei Jahre die geforderte Weiterbildung Jugend und Sport absolviert. Und wie fleissig sind die Opti-Segler/innen? Oh, die sind ziemlich fleissig, insbesondere die vier Kids der Regattagruppe. Wir belohnen ja auch das regelmässige Erscheinen im Training mit dem 100% Pokal. Den gab es schon zu meiner Zeit. Was liebst Du am Training mit den Optis? Ich finde es unglaublich schön zu sehen, wie schnell Kinder neue Bewegungsabläufe lernen, wie schnell sie Fortschritte machen und wie viel Freude sie ausstrahlen, wenn sie mit ihrer eigenen Leistung zufrieden sind. Was magst Du weniger? Meine eigene Zeit auf einem Segelboot ist sehr stark zurückgegangen. Und die Trainings- und Regattaplanung bringt einen gewissen administrativen Aufwand mit sich, welcher notwendig ist, mir aber nicht unbedingt viel Freude bereitet.

Das Material muss gepflegt werden Momentan haben wir dank Gebis Segelschule für Kinder Zuwachs im Opti-Team. Nach den Sommer- bzw. Herbstkursen wechseln jeweils 1 bis 3 Kinder ins YCB Clubtraining. Dadurch können wir eine stabile und sogar wachsende Mitgliederzahl aufweisen. Für uns Trainer ist dies natürlich eine perfekte Lösung. Auch für den YCB ist Gebis Arbeit sehr wertvoll, da dadurch neue Mitglieder generiert werden. Bleibt zu hoffen, dass Gebi dieses Angebot noch lange aufrecht erhält.

Yves Schaad Geboren 1974 Verheiratet, zwei Söhne Dipl. Heizungstechniker

Sieht es als Ziel seiner Arbeit, möglichst viele Jugendliche zum Segeln und Regattieren zu begeistern. Zudem wäre es schön, wenn der Club etwas kompakter organisiert wäre. Die einzelnen Anlaufpunkte wie Clubhaus, Häfen, Trainingsund Regattaaustragungsorte usw. sind zurzeit zu verzettelt.


YCB Info - Februar 2017 | 21 Juniorenteam Nach dem Opti kommt entweder der 420er oder der Laser. Die 420er Segler trainieren in Thun; wer hingegen den Laser beherrschen will, der ist bei Peter Theurer sehr gut aufgehoben. Der Olympionike (Sydney 2000) engagiert sich seit 2008 als Juniorentrainer. Er will seinen langjährigen, seglerischen Wissensschatz mit dem Nachwuchs teilen. In der Saison 2016 durfte er am Mittwoch jeweils vier bis sieben Nachwuchssegler zum Training begrüssen. Boote dazu hat es genug: Der YCB ist im Besitz von vier Laser, zwei davon sind brandneu. Theurer freut sich, dass der Aufschwung bei den Optis so sichtbar ist und hofft, dass er schon bald ein, zwei Lasersegler mehr begrüssen darf.

Interview mit Peter Theurer Geboren 1969 Verheiratet, ein fünfjähriger Sohn Serviceleiter Kompetenzzentrum Innenschleifen der Fritz Studer AG

Welche Beziehung/Geschichte hast Du zum und mit dem YCB? Es ist schwierig, 40 Jahre YCB Geschichte in wenige Worte zu fassen. Mir kommen spontan diese Meilensteine in den Sinn: Optisegeln in Vingelz in der Segelschule von Köbi Brack , danach war die Vaurien Flotte Vingelz eine tolle Umgebung, das Regattasegeln zu erlernen. Die Gruppendynamik und das seglerische Wissen in dieser Flotte brachte viele gute Segler und Seglerinnen hervor. Während meiner zwei Olympia Kampagnen war der YCB, im Speziellen der YCB Olympiaclub und dessen Mitglieder, eine wichtige Stütze. Viele Freund- und Bekanntschaften sind daraus entstanden! Das ist am Ende des Tages die wichtigste Errungenschaft dieser langen Beziehung.

Machst Du das Training alleine oder hast Du Unterstützung? Wenn ja, wen? Grundsätzlich mache ich das Training alleine. Ich kann jedoch auf Unterstützung zählen, wenn ich eine Vertretung benötige. Aktuell wird unter der Woche ein Training alternierend zur MARE (Mittwoch Abend Regatta) durchgeführt. Weiter organisiere ich mindestens ein Wochenendtraining. Die Begleitung an die Regatten wird jeweils anfangs Jahr organisiert. Beim Wintertraining kann ich auf die Unterstützung von Nicolas Geissbühler, David Strässler und neu auch von Yves Schaad zählen. Wie fleissig sind die Segler? Was sagt die Anwesenheitsliste? Leider ist die Beteiligung an den Trainings sehr unterschiedlich. Oft sind unter der Woche nur noch zwei Junioren anwesend. An der MARE steigt die Beteiligung. Das Wochenendtraining wird gut besucht. Es ist offensichtlich, dass Trainings an Wochenenden oder auch Trainingslager, wie ich sie die ersten drei Jahre meiner Trainertätigkeit anbieten konnte, für alle Beteiligten wesentlich attraktiver sind. Wenn Du genügend Geld, Zeit und Kompetenz hättest, was würdest Du warum und wie ändern? Ich würde mich einsetzen, die Region 2 zu vereinen. Jeder Club beklagt eine zu geringe Breite im Juniorenbereich. Es ist absolut notwendig, dass Trainingslager und Regattabetreuung regional organisiert werden. Mit den gebündelten Finanzen aller Clubs der Region 2 könnten auch Mandate an Profitrainer vergeben werden und ein Sekretariat, das halbtags besetzt ist, sollte alle Tätigkeiten vom regionalen Juniorenkader organisieren und koordinieren. Ich bin überzeugt, dass unter diesen Voraussetzungen Sponsoren aufspringen würden. Eine attraktive Webseite dieser regionalen Organisation würde den Sponsoren eine ideale Plattform bieten.

Welche Ambitionen als Trainer hast Du? Neben Beruf und Familie bleibt mir leider nur wenig Zeit für die Ausübung des Traineramtes übrig. Meine Aufgabe besteht ausschliesslich in der Förderung der lokalen Segeltätigkeit der Junioren. Ich biete eine Plattform, wo sich die Junioren einmal pro Woche treffen können und im Team Starts, Bootshandling und Bojenmanöver üben können. Kurzregatten bilden jeweils den Abschluss der Trainings. Schwachwind-Training für die Optimisten-Flotte


22 | YCB Info - Februar 2017

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YCB Info - Februar 2017 | 23

Andrea ist der Superboy Intensiver Kampf um traditionsreichen YCB Titel Mehr als ein Dutzend Nachwuchssegler vom Opti-Team des Yachtclub Bielersee haben dieses Jahr am traditionellen Fünfkampf teilgenommen und um den Sieg gekämpft. (Text und Bilder: Dominique Krähenbühl) Eine garstige Bise pfiff an jenem Freitagabend über die Wiese vor dem Clubhaus Wingreis. Doch die ungemütlichen Wetterbedingungen hielten die Mitglieder vom Opti-Team und ihre Eltern und Trainer nicht davon ab, am 18. November 2016 zur Verleihung der Titel «Superboy/Supergirl» im YCB Clubhaus zu erscheinen.

Traditioneller Fünfkampf Wer den Titel Superboy oder Supergirl erobern wird, der muss das ganze Jahr über dran bleiben. Die erste Disziplin findet bereits im Winter statt: Ein Rennen auf den Skis oder dem Snowboard. In 2016 wurde dieser Skitag an der Lenk durchgeführt. Im Frühling müssen auf der Aschenbahn in Magglingen zwei Runden absolviert werden (wer nur eine Runde schafft, dessen Resultat wird hier mal zwei gerechnet) und im Sommer gilt es dann auch noch eine bestimmte Strecke im Bielersee wettkampfmässig zu schwimmen. Und ja! Gesegelt wird auch! Zum Fünfkampf gehören auch die Bärgluftwoche (6. – 10. Juni 2016) und der Opti-Cup (17./18. September 2016). Die Rangliste wird nach dem LowPoint-System erstellt; wenn alle fünf Disziplinen durchgeführt werden können, gibt es einen Streicher, wenn nicht, werden alle Resultate gewertet. Das Mädchen und der Junge mit den wenigsten Punkten in der Gesamtrangliste erhält den Titel.

ten Ohren gewöhnungsbedürftig. Als das flüssige Gold dann auf dem Tisch steht, da wird es stiller. Die vielen Caquelons voller Fondue sind schnell leer, die Unruhe steigt! Doch bevor der ersehnte Moment endlich da ist, kommt es zum grossen Stühle-und-Tische-Rücken. Auf der Bar werden die vielen Preise präsentiert: Schlüsselanhänger, Pokale in Bronze, Silber und Gold, Zinnbecher und der Spezialpreis sind bereit, kein Mitglied des Opti-Teams soll mit leeren Händen nach Hause.

Ins Clubhaus kehrt etwas Ruhe ein, das Fondue ist serviert

Fondue gegen den Hunger Auch das eine Tradition: Vor der Preisverleihung geniesst man zusammen ein leckeres Fondue. Die Eltern bereiten die Schweizer Spezialität und tauschen sich über Erfolge und Niederlagen während der Saison aus. Das Clubhaus scheint fast aus seinen Nähten zu platzen, der Geräuschpegel ist für die wenigen ungeüb-

Der Gabentisch für die fleissigen Segler/innen


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Langersehnte Preisverleihung Endlich bittet Kari Geissbühler, der Juniorenverantwortliche im Vorstand des YCB, um Ruhe – und plötzlich wird es fast mucksmäuschenstill. 16 Opti-Seglerinnen und -segler haben 2016 an mindestens einem Wettkampf des Fünfkampfes teilgenommen. Als erstes werden diejenigen geehrt, die etwas weiter hinten in der Rangliste zu finden sind.

gen in drei Disziplinen (Magglingen, Bärgluftwoche und Opti-Cup) gewinnt Andrea Dubois den Titel Superboy 2016 mit souveränen vier Punkten Vorsprung. Herzliche Gratulation!

Gesamtrangliste Dann kommt der erste Höhepunkt: Naya Ammon ist Supergirl 2016, sie war an der Preisverleihung leider verhindert. Die dreizehnjährige ist polysportiv talentiert und gewann dank einer ausgeglichenen Leistung. Im Ski fahren und im Schwimmen belegte sie jeweils Platz 4, in Magglingen wurde sie 10. und sowohl die Bärgluftwoche wie auch den Opti-Cup beendete sie auf dem 9. Rang. In der Gesamtrangliste liegt sie auf Platz 7. Herzliche Gratulation! Die Bekanntgabe der Podiumsplätze in der Gesamtrangliste war ein weiterer Höhepunkt. Im Bronzerang klassiert sich Jarou Widmer mit 11 Punkten, er verliert zwei Punkte auf den Zweitplatzierten Louis Besch. Doch mit Sie-

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Yves Schaad und Lea Tschudi, die Opti-Trainer (es fehlen Cyrill Auer und Mahé Ratte)

Spezialpreise und Ausblick Naya und Andrea wurden je mit einem Zinnbecher ausgezeichnet. Als Erstplatzierter erhielt Andrea auch einen Spezialpreis, der es in sich hatte: Eine Certina Uhr! Gefragt, wie er das fertig gebracht habe, meint Kari Geissbühler: «Ich wusste, dass es früher schon solche Preise gegeben hatte und so habe ich den Direktor von Certina einfach angefragt. Seine Tochter war früher selber mal Mitglied im Opti-Team. Da er weiss, wie wichtig Motivation ist, hat er mir für die Junioren sofort zugesagt, was mich natürlich sehr freut!» Nach fast vier Stunden zeigten sich bei den Jüngsten erste Ermüdungserscheinungen. Allseits drängte man zum Aufbruch. Doch bevor sich alle nach Hause verabschiedete, machte Kari Geissbühler noch auf die nächste Saison aufmerksam: «Vergesst nicht, der Skitag an der Lenk findet am 21. Januar 2017 statt.»

Luca Schaad und Nils Schüpbach mit ihren Preisen. Hinten Kari Geissbühler schon am Vorbereiten für den nächsten Preisträger


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Nachwuchsförderung Unterstützung für sportliche Talente Das eidg. Sportfördergesetz definiert die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen zur Förderung des leistungsorientierten Nachwuchs- und Spitzensports als Ziel. (Text: Dominique Krähenbühl, Bild: Peter Theurer)

Die Stadt Biel hat zusammen mit dem Kanton Bern und dem BASPO das Sport-Kultur-Studium SKS ins Leben gerufen. Es schafft optimale Rahmenbedingungen für talentierte Jugendliche in den Bereichen Sport, Musik und Tanz, so dass die Förderung des individuellen Talents gut mit der schulischen oder beruflichen Ausbildung vereinbar ist.

SKS in ein paar Worten Ab der 7. Schulklasse wird bis zum Abschluss des Gymnasiums, der Wirtschaftsmittelschule oder der Berufsschule ein durchgängiges Bildungsangebot auf Deutsch und Französisch angeboten. Das Sport-Kultur-Studium soll den Talentierten Freiraum schaffen, damit diese genügend Zeit für das Training oder zusätzliche Übungslektionen haben. Ein schulinterner Coach betreut und unterstützt die Nachwuchstalente, Familien und Lehrer bei der Organisation und Koordination von Ausbildung und Training. Weiter werden ergänzender Schulunterricht und Module für mentales Training, Ernährungslehre und Anti-Doping angeboten.

Aufnahmekriterien Über die Aufnahme entscheidet eine zentrale Prüfungskommission. In Zusammenarbeit mit den Sportverbänden werden die Anspruchsniveaus für Alters- und Geschlechtsgruppen festgelegt; prinzipiell wird erwartet, dass die Nachwuchssegler einem regionalen oder nationalen Kader angehören. Weiter müssen Kandidaten für das SKS pro Woche 10 bis 35 Trainingseinheiten absolvieren. Die vollumfängliche Unterstützung der Eltern ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung und die Teilnehmer müssen für Sport und Schule eine hohe Leistungsbereitschaft beweisen.

Eine Übersicht über die zertifizierten Schulangebote in der ganzen Schweiz ist in der Broschüre «Schulangebote für Sporttalente» von Swiss Olympic zu finden. PDF unter www.swissolympic. ch/Ausbildung-Schule/Schulangebote.

Was, wenn der Traum platzt Im Alter ab 12 Jahren lässt man sich gerne begeistern. Aber nicht immer ist da, wo ein Wille ist, auch ein Weg. Was, wenn aus der nationalen oder gar internationalen Karriere wegen Verletzungspech nichts wird? Auch hier ist das SKS zur Stelle: Wer am Sport-Kultur-Studium teilnimmt, bleibt in seiner Regelklasse integriert, d.h. seine sozialen Kontakte bleiben bestehen. Weitere Informationen unter www.biel-bienne.ch oder zu googeln unter «SKS Biel».

Trainings sind sehr zeitintensiv. Gerade im Winter ist es Usus, dass die 16 bis 20jährigen pro Monat eine Woche in wärmeren Revieren als dem Bielersee trainieren


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Fitness für die Junioren Tolle Unterstützung durch Fachmann Die Junioren dürfen in dieser Wintersaison im Fitnessraum der Physiotherapie au Lac von Robert und Annemarie van Sloten trainieren. Gratis. (Text und Bild: Dominique Krähenbühl) Robert van Sloten ist seit vielen Jahrzehnten auf dem Wasser zu finden. Von Haus aus ist er Windsurfer, das sei sein ultimativer Wassersport, erzählt van Sloten und ergänzt mit etwas Schalk in den Augen: «Irgendwann habe ich gefunden, dass das ein wenig asozial ist, immer so alleine auf dem Brett.» Robert van Sloten, Förderer der YCB-Jugend

Seit fast sieben Jahren segelt er deshalb. Angefangen hat er auf einer Asso99, bevor er dann auf eine Melges 24 wechselte. Bald schon kam der Wunsch nach einem eigenen Boot und so kaufte er vor wenigen Jahren eine J70, auch weil sich dieses Boot einhändig segeln lässt. Diese Saison war er besonders am Montag viel auf dem See unterwegs: «Ja, anfangs Woche habe ich mich immer wieder und sehr gerne mit meiner Yacht als Sparringpartner für die Bieler Crew für die Swiss Sailing League zur Verfügung gestellt. Bei diesen Trainings habe ich viel gelernt!» Unter anderem, dass ein Race erst nach der Zielüberquerung gewonnen ist.

Erfahrener Fachmann Vor drei Jahrzehnten ist van Sloten aus den Niederlanden in die Schweiz eingewandert. Der diplomierte Physiotherapeut merkte bald, dass sein Wissen hier gebraucht wurde: «Damals befand sich die Ausbildung in der Schweiz noch in den Kinderschuhen und ich hatte den Eindruck, diesbezüglich etwas Entwicklungshilfe leisten zu dürfen.» Seit bald einem Vierteljahrhundert betreibt er zusammen mit seiner Frau Annemarie eine Praxis für Physiotherapie und Fitness, zuerst im Bözingenfeld, seit mehr als acht Jahren in der Residence au Lac.

Grosszügiger Förderer Aus eigener Erfahrung weiss van Sloten, dass die körperliche Fitness in den Regatten entscheidend sein kann. Und als Kari Geissbühler, der Verantwortliche für die Nachwuchsförderung im Vorstand des YCB, ihn im Frühherbst kontaktierte, ob man nicht zu einer Zusammenarbeit kommen könnte, da überlegte der J70-Segler nur kurz. Er öffnete seinen Fitnessraum für die Junioren des Yachtclubs – und dies ohne Kosten, weder für die Junioren noch für den YCB. An knapp 30 verschiedenen Stationen können die Nachwuchssegler nun schwitzen, wann immer sie wollen, Pflicht ist einzig die Teilnahme an einer Instruktion, die rund eine Stunde dauert. Auf die Frage, ob er denn nicht befürchte, nun von den Junioren überrennt zu werden, antwortet er mit einem Lachen: «Also das ist gar nicht möglich! Die Agenden der Jungen sind heute derart eng getaktet, da wird es keinem schon nur in den Sinn kommen, täglich hier trainieren zu wollen.» Van Sloten freut sich, dass er mit seinem Unternehmen den Nachwuchs unterstützen kann! Für ihn ist das Segeln eine Lebensschule: «In diesem Sport vereinen sich Wille und Intuition. Es gilt, die Ziellinie nicht aus den Augen zu verlieren und trotzdem höchst flexibel und rasch auf die äusseren Umstände zu reagieren und daraus für die Zukunft auch Erkenntnisse zu ziehen.» Und auch wenn man in diesem Sport so viel lernen kann, eines bleibt für ihn immer zentral: Die Freude am Segeln!

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Shantycrew in Appingedam Die Reise nach Holland im August 2016 (Text und Bilder: Peter Wüthrich und Housi Wysseier)

Grachten in Appingedam

In der Regel macht die Shantycrew alle zwei Jahre eine Reise an ein Shanty-Festival und verbindet das Singen mit Ausflügen und Besichtigungen in der gewählten Region. 32 Sänger meldeten sich rasch für die Reise in den Norden von Holland an.

Die Vorbereitungen liefen gut Wir hatten uns vorgenommen, in Appingedam unsere Auftritte in verschiedenen Punkten zu verbessern. Diese Punkte wurden bereits Ende 2015 definiert und kommuniziert. Dazu war zunächst unabdingbar, dass die vorangegangenen Trainings im Winter 2015/2016 gut besucht wurden.

Mit einem kurzen Durchhänger im Frühling geschah dies auch. Ob stets mit pflichtbewusst langfristigem Blick auf notwendigen Trainingsfleiss wegen Appingedam, oder mit freudig kurzfristigem Blick auf einen vergnüglichen Abend, sei dahingestellt. Eigentlich ist der letztgenannte Grund sogar nachhaltiger, denn wie überall ist als Motivation die Freude dem Pflichtbewusstsein überlegen, auch wenn das noch nicht alle Personalverantwortlichen auf dieser Welt gemerkt haben.


30 | YCB Info - Februar 2017

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YCB Info - Februar 2017 | 31

Das Festival war aussergewöhnlich Appingedam war schlicht grossartig, und zwar in mehrfachem Sinne: Die Musik, die wir von all den anderen Gruppen gehört haben, war phantastisch: Wenig elektrisch verstärkter Lärm, Kleinstformationen acapella oder mit wenig Instrumenten, viel sehr präzis vorgetragener Gesang, viele Shanties und Folk, wenig Pop. Musik statt klamaukige Bühnenschauen, bescheidene Auftritte statt protzige Demonstrationen, beinahe schüchtern wirkende Künstler statt Jagger-Imitationen. Einzig auf der Kirchenbühne eine Verstärkeranlage, mit welcher ab und zu getestet wurde, ab welcher Lautstärke die Ohren zu schmerzen beginnen, aber diese Bühne konnte man problemlos auslassen. Dies alles hiess nicht nur grossartige Musik, sondern brachte auch eine grossartige Atmosphäre in das schöne Städtchen, das eine wunderbar passende Kulisse bot. Überzeugend aber auch, was die Shantycrew auf und neben der Bühne geboten hat. Wir waren mit Abstand die grösste Gruppe und konnten das Festival mit unserer Musik echt bereichern. Unser Verzicht auf eine Verstärkeranlage auf fast allen Bühnen hat sich bewährt, ist uns aber auch deshalb leichtgefallen, weil wir mit über dreissig Sängern ein Volumen mitbrachten, das nicht auf Verstärkung angewiesen ist.

Ausflug in den Kanälen bei Delfzijl Damit spreche ich ein Thema an, das die Bieler Shantycrew einmalig macht: Ihre Attraktivität und das Engagement ihrer Sänger. Während ringsherum alle Chöre unter krassem Mitgliederschwund leiden, und das Traktandum „Mitgliederwerbung“ in jeder Vorstandssitzung und Generalversammlung das wichtigste ist, wächst die Shantycrew stetig weiter. Aber auch wir dürfen nicht selbstgefällig werden: Das Durchschnittsalter steigt jährlich, und wir müssen uns bemühen, nicht nur neue, sondern auch junge Mitglieder aufzunehmen. Nach diesem Gedankenausflug zurück zu Appingedam: Die Auftritte der Shantycrew, und hiermit sei ein grosses Lob und ein dickes Kompliment ausgesprochen, waren hervorragend. Aber damit kein Übermut aufkommt: Sie können immer noch weiter verbessert werden mit fleissigem Training!

Auftritt auf der Hauptbühne

Ein dickes Lob aber nicht nur für das Engagement im Training und das Können auf der Bühne, sondern auch für das, was neben der Bühne geschieht: Hilfsbereitschaft, gegenseitige Anerkennung und Respekt, Offenheit, Fröhlichkeit, gute Stimmung, anständig und verständnisvoll vorgetragene Kritik, intrigenfreies Zusammenwirken. Solange wir so miteinander umgehen, wird es der Shantycrew gut gehen.


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Cruiser Flotte Vielfältiges Jahresprogramm Heidi und Peter Gyger setzen sich mit Leib und viel Seele für die Cruiser Flotte ein – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2016. (Text: Dominique Krähenbühl, Bilder: Martin Kobel)

Für Geist und Seele Für die Cruiser beginnt das Jahr traditionell mit Weiterbildung im Clubhaus in Wingreis. Nachdem es im Vorjahr nicht geklappt hatte, zeigte Daniel Schroff von North Sails Ende April allerlei Finessen beim Trimm. Schroff, der auf der Flying Dutchman an den olympischen Spielen teilgenommen hatte, Weltmeister bei den X-99 und Europameister auf der 8m One Design wurde, verfügt über vielfältige und langjährige Erfahrung im Trimmen von unterschiedlichen Bootsklassen. Entsprechend interessiert beteiligten sich die knapp 20 Anwesenden an der Diskussion. Mitte Juni wurde dann die Yellow Submarine Regatta auf dem Bielersee gestartet, bevor es Ende Juli zu den ersehnten Cruiserausflügen auf dem Neuenburgersee kam. Ende August dann der nächste Höhepunkt:

Red Eye Regatta 20./21. August Bei garstigem Wetter hatten sich rund 20 Segler/innen zum Skippermeeting für die vierte Red Eye Regatta vor dem Clubhaus Wingreis eingefunden. Der Himmel war grau, es regnete, aber dafür waren erfreuliche Böen auf dem Wasser zu beobachten. Keine 45 Minuten später waren die zehn Yachten auf dem See, die Regatta wurde gestartet. Die vielen verschiedenen Bootstypen (von der Corsaire bis zur "Renngeiss" Onyx waren neun Bootsklassen vertreten) brachten bei Nieselregen zwar keine schnurgerade Startlinie zustande, doch nach dem Startschuss waren alle schnell Richtung St. Petersinsel verschwunden.

Peter und Heidi Gyger bei den Startvorbereitungen

Es war ein schnelles, ja sehr schnelles Rennen! Nach nur 4 Stunden und 2 Minuten erreichten Lilo und Konrad Hirsch mit ihrer Kolifama (Aphrodite 101 – siehe Titelbild dieses Magazins) das Ziel und gewannen somit die Red Eye Regatta vor Roman Christ und seiner Crew auf der Velocissima (Onyx 850) und Jürg Mark, der mit seinen Mitseglern auf der Grischuna (Edel 6) Platz 3 belegte. Für Peter Gyger ist die Red Eye Regatta immer ein besonderer Höhepunkt: «Weil es mir Spass macht, meine Freizeit am Wasser zu verbringen - und am Ende der Regatta die zufriedenen Gesichter zu sehen!»


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YCB Info - Februar 2017 | 35

Die Wet Dream (Lea Schläppi), die Velocissima (Roman Christ) und die Grischuna (Mark Jürg) im Kampf um jeden Meter (v.l.n.r.)

Für das leibliche Wohl Peter Gyger weiss, dass es nicht selbstverständlich ist, dass seine Ehefrau Heidi seine Leidenschaft für das Segeln teilt und ihn nach Kräften unterstützt. So ist es sie, die für Speis und Trank an den Regatten sorgt, so auch für das leckere Znacht und den grosszügigen Sonntagsbrunch an der Red Eye. Der Zusammenhalt in der Cruiser Flotte ist aussergewöhnlich. Gygers sind sich einig: «Wenn wir Regatten, Vorträge und Treffen organisieren, dürfen wir mit zwei Dingen fest rechnen: Mit regem Interesse und tatkräftiger Unterstützung der Cruiser.» Auch die inzwischen legendäre Pastabar ist auf Initiative von Cruiser-Damen hin entstanden. Das Kern- und z.T. Gründungsteam (Silvia Wüthrich, Régine Merz, Brigitte Erni und Uschi Wirth) wird von weiteren Damen aus der Cruiser-Szene regelmässig unterstützt. Dieser Anlass ist für viele ein fester Termin in der Agenda. Das gemütliche Beieinandersein sei wichtig, meint Heidi Gyger: «Wenn es die Pastabar nicht schon gäbe…. man/frau müsste sie erfinden!»

Die Daten für die Pasta Abende 2017 im Clubhaus Wingreis sind schon bekannt: 5. Mai / 2. Juni / 7. Juli /4. August / 1. September / 6. Oktober Auch Nicht-Cruiser sind herzlich willkommen!

Jahresprogramm 2017 der Cruiser SA 18.03. Do 30.03. Fr 12.05. Juli SA 12.08. SO 3.09.

Atlantik – Ein Reisebericht Alinghi auf Foils mit Nils Frei Trouvaillen am Neuenburgersee Zwei Cruisertreffen Red Eye Regatta Insel Pic-Nic


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Croisières Wandersegeln mit dem Boot In der Dreiseenlandschaft sind gegen 100 Kilometer schiffbar. Das Gebiet von Bieler-, Murten- und Neuenburgersee macht damit dem Bodensee veritable Konkurrenz, was die mehrtägigen Ausflüge im Segel- und Motorboot betrifft. (Text und Bilder: Andreas Sutter)

Dies ein Beispiel von unvergleichlichen Aussichten, die sich während einer Croisière bieten

Selon Wikipedia une croisière est un voyage à titre principalement récréatif effectué en bateau. Cette forme de tourisme à compter de la fin du XXe siècle un important développement qui voit les navires de croisières devenir de vastes paquebots. Jusque dans les années 1970 les navires de croisière étaient surtout des paquebots reconvertis. Les navires actuels, sont essentiellement des navires de croisière construits pour cet usage comme le fameux Queen Mary 2 qui permettait des voyages transatlantiques entre New York et Southampton.

Hapag a inventé les croisières Compte tenu des résultats médiatiques obtenus grâce aux succès de la Croisière noire (Expédition Citroën Centre Afrique) et de la Croisière jaune (Mission Cen-

tre-Asie), André Citroën était très tenté de renouveler un exploit comparable sur le continent américain. Sur un trajet imaginé Citroën lance cinqs Kégresses dans une traversée du nord-ouest du Canada. L'idée des croisières est attribuée à l'Allemand Albert Ballin, directeur de la compagnie maritime Hapag. En hiver, les réservations de traversées transatlantiques étaient, à cause du mauvais temps et de la mer houleuse, moins importantes. Pour rentabiliser ses navires en hiver, Ballin organisa du 22 janvier au 22 mars 1891 un premier «voyage d’agrément» en mer Méditerranée. Fort du succès remporté, les croisières étaient nées et les autres compagnies maritimes commencèrent à l'imiter.


YCB Info - Februar 2017 | 37

Den Begriff Croisière gibt es auf Deutsch nicht. André Citroën schickte seine aus der Croisière Noire erfahrenen Expeditionsleiter am 4. April 1931 mit sechs Fahrzeugen auf eine Reise nach dem fernen Osten. Von Tien Tsin aus kamen ihnen sieben andere Fahrzeuge entgegen. Sie trafen sich auf dem Himalaya und erreichten am 12. Februar 1932 Peking. Eines der Halbkettenfahrzeuge ist heute noch im Automuseum in den Kellergewölben von Schloss Grandson zu bewundern.

sees und dann nach dem Holzsteg in Nidau und dem Holzwehr in Port eine gemütliche Talfahrt auf Zihl und Aare bis Solothurn. Bereits in Büren a.A. war der Alkoholgehalt der wertvollen Ladung oft nur noch halb so hoch, da die Schiffer den selbst konsumierten Wein mit Wasser kompensierten. Daher auch der Begriff „Chargé pour Soleure“ – durchaus im doppelten Sinne des Wortes.

Dreiseenlandschaft und die Expo.02 Bieler Croisières Bei den Bieler Seefahrern gibt es den Begriff Croisière sehr wohl. Er ist Sinnbild für Träume von Seefahrten und lauen Sommernächten auf der Mer de Neuchâtel, auf der die 65 Kilometer bis an den obersten Anfang der Drei Seen kaum in einem Tag gefahren werden können. Ab Le Landeron führt die Reise in die rein französischsprachige Schweiz, eskortiert noch von einigen Schweine- und Hühnerzuchten auf der bernischen Seite der Zihl. Der vom Klosterwein des Hôpital de Pourtalès berauschte Seefahrer vergisst dabei den Anker rechtzeitig zu werfen und verwechselt das Gequake der Frösche von Estavayer-le-Lac mit dem Sirenengesang in der Ägäis. Mancher Bielerseefahrer ist deshalb in den Urzeiten der Croisières im Schilf der Baie d’Ostende aufgewacht. Unvergesslich bleiben die Badeferien auf den Sandbänken der Grande Carriçaie, die Vogelvielfalt bei Cudrefin und die Tauchgänge beim Areuse-Delta. Besonders abenteuerlich gestalten sich die Überfahrten der grösseren Segelschiffe. Diese gelangen nur in den Neuenburgersee, weil sie, auch dank Dutzenden von Eigenentwicklungen, ihren Mast ablegen können. Die besonders mutigen Segler wagen sich einmal im Jahr sogar bis in den Murtensee, um sich im Anblick dessen roter Färbung an die Burgunderkriege zu erinnern, von denen zwei immerhin im Dreiseengebiet stattgefunden haben. Für Touristen verbunden sind die 5 Kantone, die 4 grösseren Städte, die 3 Seen durch 2 Flüsse. Zusammen mit der nach der Juragewässerkorrektion in den Bielersee geleiteten Aare, ist die Dreiseenlandschaft sogar bis Solothurn und damit über 100 km schiffbar. Es sind denn auch die Solothurner, die vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert die Kundschaft für den Neuenburger Wein bildeten. Nach der Überfahrt über den oft stürmischen Neuenburgersee folgten 20 km Treidlerpfade, eine nicht minder gefährliche Überquerung des Bieler-

Während der Expo.02 erhielten die traditionellen Seeabenteurer und die diversen Kursschiffgesellschaften Konkurrenz durch europäische IRIS-Schnellboote. Plötzlich konnten alle die Dreiseenlandschaft von Solothurn bis Murten und von Neuchâtel bis Yverdon im Stundentakt erkunden und sich auf den fünf Arteplages vergnügen. In Murten spielten die Burgunderkriege eine zentrale Rolle, das Riesengemälde im Kubus von Nouvel vermochte 100‘000 von Besucher/innen anzulocken. Die Arteplage du Canton du Jura kutschierte tausende von jüngeren Besucher/innen durch die Musik- und Mondnächte. In Yverdon lockten «die Wolke» und die Möglichkeit der Heirat auf Zeit, unter den aufgepumpten Kieselsteinen in Neuchâtel erregte Beaufort 12 Aufsehen, die durch die Helix verbundenen Türme von COOP Himme(l)blau und die durch die Schweizer Landschaft tuckernden, überdimensionierten Migros-Wägeli prägten die Ausstellung in Biel. Heute steht der Palais de l’équilibre, das Symbol des ökologischen Gleichgewichts in der Zukunft, im Zentrum des Cern über dem Large Hadron Collider, dem grössten Teilchenbeschleuniger der Welt. Das Expogelände in Nidau entwickelt sich zu Agglolac, einem zweiten Kleinvenedig in Europa. Geblieben sind die Eindrücke der Besucher/innen über eine Seenlandschaft, deren Reputation und Potenzial bisher nur Wenige erkannt hatten. Geblieben sind aber auch die Erinnerungen an die Geschichten der Vorfahren. Die heutigen Senior/innen hatten in ihrer Sturm- und Drangzeit die Höhepunkte der Croisières erlebt. Es sind diese phantastischen Winde – und eine unübertreffliche Infrastruktur – die das Gebiet der trois lacs Sommer für Sommer zum besten Gebiet für Croisières nach Bieler Lesart machen. Freuen wir uns auf den Sommer!


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YCB Info - Februar 2017 | 39

Sanierung mit Öko-Effekt Der Hagneckkanal bietet Schutz und neuen Lebensraum Es war eines der grössten Bauvorhaben der letzten Jahre im Kanton Bern. Nach mehreren Hochwassern musste der Hagneckkanal saniert werden, um das Grosse Moos zu schützen, gleichzeitig wurden die Lebensräume für Pflanzen und Tiere entlang des Kanals erweitert und besser miteinander vernetzt. (Text: Dominique Krähenbühl, Bilder: AWA, Kanton Bern; Druckerei Gassmann) Vor bald 200 Jahren entstanden erste Ideen, die Aare in den Bielersee umzuleiten und diesen zusammen mit dem Neuenburger- und Murtensee als Rückhalteraum zu nutzen. Namhafter Verfechter dieses wegweisenden Plans war der in Nidau tätige Arzt und Politiker Johann Rudolf Schneider. 1840 wurde der Bündner Oberingenieur Richard La Nicca beauftragt, ein entsprechendes Projekt auszuarbeiten. Dieser legte 1842 Bericht und Antrag «zur Correction der Juragewässer» vor, darin empfahl La Nicca die Ableitung der Aare von Aarberg in den Bielersee durch einen Kanal. Gestützt auf einen Bundesbeschluss begannen die Arbeiten für die Juragewässerkorrektion 1868.

Erste Juragewässerkorrektion 1868 – 1892 In einem ersten Schritt wurde die Zihl zum Nidau-Büren-Kanal erweitert und begradigt. Dies vergrösserte die Abflusskapazität aus dem Bielersee und machte das Absenken des Bielerseepegels möglich, so dass

schliesslich die Arbeiten an den Zuflüssen (Hagneck-, Broye- und Zihlkanal zwischen Neuenburger- und Bielersee) in Angriff genommen werden konnten. Das aufwändigste Stück beim Bau des insgesamt 8 Kilometer langen Hageckkanals war der 900 Meter lange und bis zu 34 Meter tiefe Durchstich durch den Seerücken zwischen Hageck und dem Bielersee. Dafür musste rund eine Million Kubikmeter Molassegestein bewegt werden. Der Grossteil des Materials wurde von Hand abgetragen, den Rest räumte das durch den neuen Kanal zugeleitete Aarewasser aus eigener Kraft aus. Der Bau des Stauwehrs für das Wasserkraftwerk Hagneck (1897 bis 1899) stabilisierte schliesslich die Sohle des neuen Wasserlaufes langfristig. Um die Wasserstände in den gewünschten Bandbreiten zu halten, wurde die zweite Juragewässerkorrektion notwendig (1962 – 1973).


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Abnutzungserscheinungen In jüngerer Zeit hatte das Seeland mit drei Hochwassern zu kämpfen (1999, 2005 und 2007), diese belasteten den Hagneckkanal bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass der Hagneckkanal eine maximale Abflussmenge von 1500 m3/s sicher zu bewältigen habe. Durch die verschiedenen Alterungsprozesse senkte sich diese Obergrenze in den 90er Jahren auf 1300 m3/s, was klarmacht, dass der Kanal 2005 mit einer kurzfristigen Spitze von 1500 m3/s überstrapaziert wurde. Im Frühjahr 2004 vergab der Kanton mehrere Aufträge zur Beurteilung der Damm- und Hangstabilität. Die Ergebnisse der Untersuchungen lagen 2006 vor und belegten, dass diese am Kanal streckenweise instabil, durchlässig und zu tief waren. Diese Gefahrenanalyse zeigte, dass im Fall von Dammbrüchen bis zu 1100 Hektaren Kulturland, etliche Infrastrukturen und Gebäude im Grossen Moos überschwemmt würden und einen Schaden von bis zu 90 Million Franken verursachen könnten. Der Kanton musste handeln und tat dies auch!

Ein Bild eines Bodenrisses auf dem Hochwasserdamm des Hagneckkanals nach dem Hochwasser 2005

Vielfältige Interessen Eine Sanierung des Hagneckkanal betraf viele: Allen voran die Bauern, die das gewässernahe Land bewirtschafteten, dann die Gemeinden, durch die der Kanal verläuft, und die Besitzer der umliegenden Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen. Im Oktober 2006 lud der Kanton in Täuffelen zu einer gut besuchten Informationsveranstaltung. Daraus entstanden der Lenkungsausschuss, der die betroffenen Personen, Institutionen und Organisationen repräsen-

tierte, und die Begleitgruppe, deren Hauptanliegen es war, die Anforderungen von Landwirtschaft, Naturschutz, Wald, Fischerei und Infrastrukturanlagen mit den wasserbaulichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Nach nur acht Sitzungen verabschiedeten die beiden Gremien das gemeinsam erarbeitete Grundsatzpapier für die Sanierung. Dank des durch die Zusammenarbeit entstandenen Vertrauens waren Vorprojekt, Bauprojekt, Baubewilligung und Landerwerb (14,5 ha) in nur drei Jahren abgeschlossen. Die Arbeiten für die Wiederherstellung der Hochwassersicherheit und zur Aufwertung des ökologischen Systems begannen mit dem Spatenstich am 6. Dezember 2010 und endeten mit der offiziellen Einweihung am 22. August 2015.

Bauliche Massnahmen im Überblick 1) Dammerhöhung und -verbreiterung mit zweistufigem Dammprofil auf der linken Kanalseite. Ein durchgehender Flurweg und Entwässerungsgraben am Dammfuss. 2) Überlastsektion Weidmoos. Bei Extremhochwasser (> 1640 m3/s) kann hier der Kanal gezielt entlastet werden. 3) Dammerhöhung und -verbreitung mit einstufigem Dammprofil beidseits des Kanals. 4) Dammerhöhung und -verbreitung mit zweistufigem Dammprofil auf der rechten Seite und neuer, einstufiger Querdamm beim Epsemoos. 5) Einstufige Dammerhöhung auf der rechten Dammseite beim Planiwald. 6) Abtrag von Teilen der labilen Böschung (190'000 m3) auf der rechten Uferseite und Schaffung eines Sturzraumes; horizontale Drainagebohrungen zur Felsentwässerung. 7) Waldumlegung auf der linken Uferseite.


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Die Sanierung des Hagneckkanals hat insgesamt (mit Vorarbeiten, Projektierung, Landerwerb und Ausführung) gut 40 Millionen Franken gekostet. Der Bund hat 45% davon übernommen, der bernische Renaturierungsfonds steuerte 1,6 Millionen Franken bei, der BKW Ökofonds beteiligte sich mit 140'000 Franken.

und als Lebensraum für diverse Vogelarten, Reptilien und Kleinsäuger wie das Wiesel Lesestein- und Asthaufen aufgeschichtet. Für gefährdete Tierarten wie die Äsche, den Laubfrosch oder den Schwarzen Moorbläuling wurden gar spezifische Lebensraumverbesserungen realisiert.

Ökologische Aufwertung Mit der Wiederherstellung des Hochwasserschutzes konnte das Gebiet des Hagneckkanals auch ökologisch aufgewertet und gleichzeitig der Gesetzgebung angepasst werden. Im Epsemoos wurden neue naturnahe Lebensräume geschaffen und der Gewässerraum um 5,5 Hektaren erweitert. Bestehende Blocksteinverbauten entlang des Kanals wurden teilweise entfernt, die Ufer abgeflacht und Strukturen wie Steinbühnen, Kiesschüttungen und Wurzelstöcke geschaffen. Weiter wurden artenreiche Wildblumenmischungen angesät, Niederhecken gepflanzt

Ausflugsgebiet Egal ob auf dem Fahrrad, den Skates oder zu Fuss, das Gebiet rund um den sanierten Hagneckkanal ist auf jeden Fall einen Ausflug wert! Die Fakten wurden entnommen mit freundlicher Genehmigung der sehr lesenswerten Broschüre «Der neue Hageckkanal» vom Kanton Bern, Amt für Wasser und Abfall. Die Bilder wurden von der Gassmann AG und dem AWA zur Verfügung gestellt. www.be.ch/hagneckkanal.

Das Epsemoos kurz vor Vollendung der Umgestaltungsmassnahmen


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Notfallnummern Und weitere wichtige Nummern und Adressen Polizeinotruf 117 Feuerwehrnotruf 118 Sanitätsnotruf 144 Vergiftungsnotfälle 145 REGA – Schweizerische Rettungsflugwacht 1414 www.rega.ch +41 333 333 333 Rettungsdienst Bielersee 2502 Biel www.rettungsdienstbielersee.ch +41 32 322 55 77 Seepolizei Bielersee Chlyne Twann Ligerz 4, 2513 Twann www.seepolizei.ch

+41 32 346 88 61

Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft BSG Badhausstrasse 1A, 2503 Biel www.bielersee.ch

+41 32 329 88 11

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern Schermenweg 5, 3001 Bern www.be.ch/svsa, schifffahrt.svsa@pom.be.ch Amt für Wasser und Abfall AWA Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern Reiterstrasse 11, 3011 Bern www.bve.be.ch/bve/de/index/wasser/wasser/wasserregulierung.html

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Swiss Sailing Vincent Hagin, Präsident +41 31 359 72 66 Denise Hasenfratz, Assistentin +41 41 359 72 62 Haus des Sports, 3063 Ittigen (Fax) +41 31 359 72 69 admin@swiss-sailing.ch Delegierter FVLJ Christoph Schüpbach Chaletweg 8, 2555 Brügg

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Bootsregister@ycb.ch Mithilfe erwünscht Es ist eine Tatsache, Segler und Motorbootfahrer wissen gerne, wer auf dem Bielersee zu sehen ist. Das Bootsregister des Yachtclub Bielersee gibt den Clubmitgliedern diesbezüglich Auskunft. Doch das Bootsregister ist nur so gut, wie die Mitglieder ihre Änderungen melden (Umzug, Bootswechsel etc.). David Strässler, der Bootsregisterführer, bittet deshalb alle um Mithilfe: Änderungen können per E-Mail mitgeteilt werden und zwar auf bootsregister@ycb.ch.

Der Yachtclub Bielersee dankt seinen Mitgliedern für Ihre Treue und Ihr Engagement. Die aktuelle Ausgabe des YCB Magazins ist schwerpunktmässig dem Nachwuchs gewidmet. Der Juniorenverantwortliche des Yachtclubs kommt zu Wort (Seite 17), die Nachwuchstrainer erzählen und äussern Ideen und Wünsche für die Zukunft (Seite 18 bis 21) und es wird auch berichtet über die Wahl zum Superboy/Supergirl 2016 (Seite 23). Doch es geht nicht nur um die Junioren. Es braucht viele zupackende Hände für die Organisation und Durchführung der traditionellen Regatten, den Unterhalt der Clubhäuser, die Instandhaltung des Materials.

Haben Sie es schon gewusst? Das Bootsregister kann auf der Webseite des Yachtclub Bielersee (www.ycb.ch) eingesehen werden. Mitglieder des YCB beantragen bei David Strässler einfach ein Login und schon haben sie Zugang zum aktuellen Bootsregister.

Der YCB Vorstand dankt all denen herzlich, die mithelfen ein aktives Clubleben zu gestalten, für ihren Einsatz! Für 2017 ist wieder ein Höhepunkt geplant und der Vorstand hofft, dass sich viele Helfer für die Schweizermeisterschaften der Laser und Laser Radial (18. bis 21. Mai 2017) finden werden. Der Yachtclub Bielersee dankt ebenfalls den Inserenten des YCB Magazins! Mit Ihrem Inserat dokumentieren sie ihre Verbundenheit nicht nur zur Region, sondern auch zum Segelsport. Wir hoffen, weiter auf Ihre Unterstützung zählen zu dürfen!


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Impressum Präsidium Andreas Sutter Kloosweg 23, 2502 Biel president@ycb.ch Redaktion und Inserate Dominique Krähenbühl Ringstrasse 1, 4574 Nennigkofen D_Kraehenbuehl@gmx.net 079 768 96 37 Layout EasyCode-IT AG (EasyStudios) www.easystudios.ch Lengnaustrasse 8, 2504 Biel info@easystudios.ch 032 511 48 22 Druck Witschidruck AG www.witschidruck.ch Martiweg 3, 2560 Nidau 032 332 99 99 Postadresse YCB Yachtclub Bielersee YCB Postfach 2560 Nidau www.ycb.ch Telefon Clubhaus 032 315 18 70

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