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Heidelberg Mannheim Ludwigshafen

15. Internationales Festival f端r Jazz und Anderes

EN J O Y J AZZ 02. Oktober bis 16. November 2013


disziplin liebt freude Musik erfordert Konzentration. Musik kann trösten, wenn’s mal nicht so gut läuft. Musik kann glücklich machen, wenn die eigenen Fähigkeiten entdeckt werden. Deshalb unterstützen wir in der Region Projekte wie die „School of Rock“ der Pop-Akademie und „Jugend musiziert“. Wenn Musik machen zum Erlebnis wird, dann ist das Chemie, die verbindet. Von BASF. www.basf.com/mit-uns-gewinnt-die-region

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15. Internationales Festival für Jazz und Anderes

EN JO Y JAZZ Heidelberg Mannheim Ludwigshafen

02. Oktober bis 16. November 2013 www.enjoyjazz.de Enjoy Jazz ist ein Festival der Enjoy Jazz GmbH in Kooperation mit den Veranstaltungshäusern Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg, Alte Feuerwache Mannheim, Kulturzentrum dasHaus Ludwigshafen und der BASF SE. Schirmherr des Enjoy Jazz Festivals 2013 ist Michael Sieber, Staatssekretär a.D.

Enjoy Jazz ist Mitglied im Europe Jazz Network www.europejazz.net

Enjoy Jazz is a member of Jazz Alliance

FREUDE HAT VIELE FACETTEN.

Enjoy Jazz ist Partnerfestival von Nancy Jazz Pulsations www.nancyjazzpulsations.com

WIR SIND AUTOMOBILER PARTNER DES ENJOY JAZZ FESTIVALS. Enjoy Jazz ist eines der fünfzehn ausgewählten Top-Festivals der Metropolregion Rhein-Neckar

Unser Marken:

Autohaus Krauth GmbH & Co.KG 69123 Heidelberg In der Gabel 12 Tel. 06221 7366-0

74821 Mosbach Hohlweg 22 Tel. 06261 9750-0

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68766 Hockenheim Mannheimer Str. 2 Tel. 06205 9788-0

69190 Walldorf Josef-Reiert-Str. 20 Tel. 06227 609-0

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iPhone apps erhältlich.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.


Programm >> : 13 Fr 27.09.13 Learn to Enjoy Jazz Qube Hotel HD : 17 Mi 02.10.13 Joshua Redman Quartet Stadthalle HD : 18 Do 03.10.13 Anna von Hausswolff Karlstorbahnhof HD : 19 Fr 04.10.13 Wesseltoft Schwarz feat. Dan Berglund Alte Feuerwache MA : 21 Fr 04.10.13 Enjoy Jazz Cocktail: Mixed-up Trio Europäischer Hof HD : 22 Sa 05.10.13 Rémi Panossian Trio Kurfürstensaal / Kurmainzer Amtshof Heppenheim : 25 So 06.10.13 Matinee: An die Musik. Eine Erweckung. Mit Michael Wollny SAS HD : 27 So 06.10.13 Uri Caine / Han Bennink Duo Karlstorbahnhof HD : 29 Mo 07.10.13 Marius Neset Alte Feuerwache MA : 30 Di 08.10.13 Carla Bley dasHaus LU : 33 Mi 09.10.13 Mardi Gras.bb Alte Feuerwache MA : 35 Do 10.10.13 TIGRAN – Shadow Theater Alte Feuerwache MA : 36 Fr 11.10.13 SWR Jazzpreis 2013 Hayden Chisholm dasHaus LU : 37 Fr 11.10.13 Anna Maria Sturm liest In hora mortis Klosterkirche Lobenfeld : 38 Sa 12.10.13 Zsófia Boros Peterskirche HD : 40 So 13.10.13 Arun Gosh Quintet BASF-Gesellschaftshaus LU : 41 Mo 14.10.13 Peter Evans Zebulon Trio Karlstorbahnhof HD : 43 Di 15.10.13 Riccardo del Fra Quintet Karlstorbahnhof HD : 44 Mi 16.10.13 Science and Fiction: Michael Wollny mit Leafcutter John, Uwe Dierksen und Mark Harrington Karlstorbahnhof HD : 45 Do 17.10.13 Thomas Meinecke bringt seine Jazzplatten mit Café Prag MA : 48 Fr 18.10.13 Matthias Brandt & Dietmar Wiesner engelhorn mode im Quadrat MA : 49 Sa 19.10.13 Matthias Brandt & Jens Thomas Alte Feuerwache MA : 51 So 20.10.13 Matinee: 15 Jahre Festivalgeschichte SAS HD : 52 So 20.10.13 Chris Potter’s Underground dasHaus LU : 53 Mo 21.10.13 Nils Petter Molvær & Moritz von Oswald Alte Feuerwache MA : 54 Di 22.10.13 Benjamin Koppel / Scott Colley / Brian Blade Klapsmühl’ am Rathaus MA : 55 Mi 23.10.13 Body / Head: Kim Gordon & Bill Nace feat. Ikue Mori Karlstorbahnhof HD : 58 Do 24.10.13 bartmes Karlstorbahnhof HD : 59 Fr 25.10.13 Jan Bang / Claus Boesser-Ferrari / Sava Stoianov Alte Feuerwache MA : 61 Sa 26.10.13 Dayramir & Habana enTRANCE Karlstorbahnhof HD : 62 So 27.10.13 Rob Mazurek & São Paulo Underground dasHaus LU : 63 Mo 28.10.13 Rocketnumbernine Alte Feuerwache MA : 65 Di 29.10.13 Youn Sun Nah / Ulf Wakenius Karlstorbahnhof HD : 66 Mi 30.10.13 Michael Wollny Quartet feat. Vincent Peirani BASF-Feierabendhaus LU : 68 Do 31.10.13 Dafnis Prieto Proverb Trio dasHaus LU : 69 Do 31.10.13 Nightmares on Wax / Mojo-Club / DJ CMB Karlstorbahnhof HD

: 70 Fr 01.11.13 Jozef van Wissem Café Prag MA : 71 Fr 01.11.13 Michael Wollny’s Wunderkammer XXL Capitol MA : 73 Sa 02.11.13 Nikolas Anadolis Solo BASF-Gesellschaftshaus LU : 75 Sa 02.11.13 Enjoy Jazz Cocktail: Max Andrzejewski’s HÜTTE Europäischer Hof HD : 77 So 03.11.13 Soul Rebels halle02 HD : 79 So 03.11.13 E.S.T. Symphony BASF-Feierabendhaus LU : 81 Mo 04.11.13 Brad Mehldau Solo Christuskirche MA : 82 Di 05.11.13 Schlippenbach, Wogram, Gramss, Ditzner Alte Feuerwache MA : 83 Di 05.11.13 Fly – Mark Turner / Larry Grenadier / Jeff Ballard Klapsmühl’ am Rathaus MA : 84 Di 05.11.13 Dilated Peoples Karlstorbahnhof HD : 87 Mi 06.11.13 Jaga Jazzist halle02 HD : 88 Do 07.11.13 John Scofield Überjam Band dasHaus LU : 89 Do 07.11.13 Snarky Puppy Alte Feuerwache MA : 90 Fr 08.11.13 Hugh Masekela & Larry Willis Alte Feuerwache MA : 91 Fr 08.11.13 Agnes Obel Heiliggeistkirche HD : 92 Sa 09.11.13 Sheik Anorak Café Prag MA : 95 Sa 09.11.13 Chris Reinbold Trio Dezernat 16 - Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft HD : 96 So 10.11.13 Enjoy Jazz-Familienfest BASF-Gesellschaftshaus LU : 99 So 10.11.13 Matinee: Ritual & Musik. Ulrich Kriest im Gespräch mit Nik Bärtsch SAS HD : 100 So 10.11.13 Yo La Tengo Karlstorbahnhof HD : 102 So 10.11.13 Nik Bärtsch’s RONIN Rhythm Clan Alte Feuerwache MA : 105 Mo 11.11.13 Erwin Ditzner Solo / Sebastian Gramss Solo Karlstorbahnhof HD : 106 Di 12.11.13 ACS Geri Allen / Terri Lyne Carrington / Esperanza Spalding Stadthalle HD : 107 Di 12.11.13 Baths Karlstorbahnhof HD : 109 Mi 13.11.13 MaMo „JAZZNARTS-Kantine“ mit Sandi Kuhn Kantine Mannheimer Morgen MA : 110 Do 14.11.13 THIRD REEL – Masson / Pianca / Maniscalco Karlstorbahnhof HD : 111 Fr 15.11.13 Nosferatu: Eine Symphonie des Grauens Alte Feuerwache MA : 113 Sa 16.11.13 Pianomania: Film und Gespräch Michael Wollny Atlantis Kino MA : 115 Sa 16.11.13 Anouar Brahem Quartet Christuskirche MA : 117 Mo 18.11.13 JAZZnights Vocal Gregory Porter / Lizz Wright Stadthalle HD : 119 Mi 27.11.13 Mehliana feat. Brad Mehldau und Mark Guiliana Karlstorbahnhof HD

Specials >> HCA Symposium : 122 / Kulturmanageraustausch : 123 / Enjoy Jazz - Export

Service >> Festivalpass : 134 / Tickets : 135 / Spielstätten : 136 / Festival-Cafés : 138 Hotel-Partner : 140 / Musikbibliotheken : 142 / Festivalradio : 143 / Wir danken : 144 / Impressum : 146

Office : 124 / Ba-Wü enjoys Jazz : 125 / Masterclasses : 126 / Enjoy Jazz-Schulbigband : 127 Enjoy Jazz-Jugend : 128 / Enjoy Jazz unterstützt : 129 / Fotoausstellung : 130 / Festivalweine : 131


Grußworte Liebe Besucherinnen und Besucher,

Liebe Musikfreunde,

das diesjährige Enjoy Jazz Festival ist innerhalb der Reihe aller Enjoy Jazz Festivals etwas ganz Besonderes: Wir feiern 2013 ein kleines Jubiläum, nämlich das 15. In all diesen Jahren war jedes einzelne Festivalprogramm ein besonderes: mit besonderer Musik, besonderen Künstlern, besonderen Begegnungen und einem besonderen Publikum, nämlich einem ebenso neugierigen wie anspruchsvollen Publikum mit ungewöhnlich starkem Interesse. Für mich als Schirmherr ist es geradezu beglückend, die Begeisterung zu spüren, mit der sich die Besucher/Innen auf dieses Festival einlassen.

Enjoy Jazz wird 15 – und ich finde es einfach fantastisch, dass sich dieses Musikfest, das niemals einfach dem Mainstream hinterhergelaufen, sondern seit jeher gut für Überraschungen ist, in all den Jahren zu einem Fixpunkt im europäischen Festivalkalender entwickelt hat.

Im Rückblick sind es wohl zwei Komponenten, die dem Festival national und international zu einem so glänzenden Ruf verholfen haben – die außerordentliche musikalische Qualität und die große Vielfalt. Ein Festival über so lange Zeit hinweg erfolgreich zu veranstalten, es vielleicht nicht jedes Jahr neu zu erfinden, aber doch immer auch irgendwie anders und immer besser zu machen, ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Den Machern um den Leiter Rainer Kern und seinem fabelhaften Team gelingt sie auch in diesem Jahr glänzend. Das Programm, anspruchsvoll wie immer: große, weltbekannte Namen, Legenden des Jazz neben solchen, die erst noch entdeckt werden wollen; erneut die Schulmasterclasses und Auftritte mit der Enjoy Jazz-Schulbigband; und mit dem großartigen Pianisten Michael Wollny zum ersten Mal einen Artist in Residence. Freuen Sie sich also mit mir auf den Jahrgang 2013. Ihr

Michael Sieber, Staatssekretär a. D. Schirmherr

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Was ich persönlich außerdem ganz besonders an Enjoy Jazz schätze – und ich glaube, dass es vielen anderen auch so geht: Das hier ist kein Kulturevent nur für Spezialisten. Hochklassig: ja. Aber eben alles andere als elitär. Sie halten hier ein äußerst prominent bestücktes Programm in Händen, das in guter Tradition zusammenführt, was in der Szene Rang und Namen hat – die bekannten Größen und auch die noch weniger bekannten Newcomer und Nischenplayer. Vor allem aber eins: ein Programm, das Insidern und Einsteigern gleichermaßen Freude machen kann. Schließlich geht es bei Enjoy Jazz nicht nur um Perfektion, sondern vor allem ums Entdecken. Und entdecken kann man auch als interessierter Laie ganz hervorragend und jederzeit wieder. Es braucht dazu ein wenig Abenteuerlust beim Publikum – und ein Festivalmanagement, das die richtigen Fährten legt und auch Experimente wagt. Letzteres ist bei Rainer Kern und seinem Team absolut gegeben – ausgetretene Pfade mag er genauso wenig wie wir bei SAS in unserem Geschäft. Spannendes Neues hingegen ist unser Ding – und das von Enjoy Jazz. Deshalb sind wir mit ungebrochener Begeisterung seit neun Jahren als Hauptförderer dabei. Weil wir der Überzeugung sind, dass ein Festival wie Enjoy Jazz mit inzwischen internationalem Ruf der Region gut tut – einer Region, zu der wir uns als Unternehmen seit nunmehr 30 Jahren bekennen. Und weil es große Kultur ist, die einfach großen Spaß macht. Ihr

Wolf Lichtenstein CEO DACH Region SAS

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Vorwort Liebes Publikum, 1999 wurde eine Idee Realität. Im Heidelberger Haus der Kultur Karlstorbahnhof erblickte ein Festival das Licht der Welt, das sich der wichtigsten Musikform der vergangenen einhundert Jahre widmen sollte – dem Jazz. Der Jazz hatte seit seiner Entstehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts genug Zeit und Muße gehabt, viele andere musikalische Ausdrucksformen auf der Welt zu prägen. So sollte das Festival im Untertitel „Internationales Festival für Jazz und Anderes“ heißen. Außerdem war von Anfang an klar, dass beim Gedanken an den Jazz vor allem ein Gefühl, eine Emotion überwog: der Genuss. So wurde es Enjoy Jazz genannt, als Aufforderung, als Möglichkeit, die es zu ergreifen galt und als Prinzip. Das Festival begann leise, aber mit Hall – Widerhall. Sie, liebes Publikum, haben schon nach dem ersten Jahr zurückgerufen: „weiter machen“, „endlich“, „yeah“ und dergleichen mehr. Ihre Stimme war laut und hat viele beflügelt, die „Festivalmacher“, die Unterstützer, die Musiker. Ihr Ruf war so fordernd und freundlich, dass Enjoy Jazz dieses Jahr zum 15. Mal stattfinden kann. 15 – was für eine Zahl. Und Sie waren stets dabei. Man kann sagen, wir waren gemeinsam unterwegs, wir waren in gemeinsamer Sache aktiv. Zum 15. Festival können wir nun gemeinsam feiern – mit einem zugewandten, einladenden, ermutigenden und freudigen Lachen. Wir haben vieles gemeinsam erlebt: Wir haben die Kraft der Kunst gespürt und waren oft überwältigt. Überwältigt von der Musik, die uns Räume geöffnet, Blicke freigelegt, Emotionen ermöglicht und so manche Erklärung geliefert hat. Es gab viel Unbekanntes zu entdecken und viel Bekanntes neu zu entdecken. Künstler kamen immer wieder und ließen uns Teil haben an ihrer Entwicklung. Zu vielen von ihnen besteht eine emotionale Verbundenheit, aus der eine ganz spezifische Qualität erwächst. Nik Bärtsch, Brad Mehldau, Joshua Redman, Erwin Ditzner, Jan Bang, Bugge Wesseltoft, Matthias Brandt und Nils Petter Molvær sind Ihnen wohlbekannte Weggefährten des Festivals und Säulen des Jazz und Anderen, die auch das Jubiläumsfestival begleiten werden. Tigran Hamasyan, Nikolas Anadolis, Dafnis Prieto, Arun Ghosh, Marius Neset oder Rémi Panossian sind

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Ihnen noch nicht so bekannt – nach dem Festival wird sich das geändert haben. Sie werden dann wissen, welch ein großartiger Pianist der junge Grieche Nikolas Anadolis ist, wie erweckend eine Klarinette klingen kann, wenn sie Arun Ghosh aus Manchester spielt oder was ein kubanischer Rhythmus bewirkt, wenn ihn Dafnis Prieto erzeugt. Die schönste Neuigkeit zum Schluss; das Festival präsentiert dieses Jahr zum ersten Mal einen „Artist in Residence“. Es ist einer der wichtigsten und größten Künstler unseres Landes – der Pianist Michael Wollny. Es gab kein wochenlanges Nachdenken, kein Abwägen, kein Diskutieren – es war sofort klar, Michael Wollny wird der erste Artist in Residence von Enjoy Jazz sein. Als mehrfacher Gast bei unserem Festival konnten wir sehen, hören und lernen, aus welchem Schatz Michael Wollny schöpft, wie vielschichtig seine künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten sind. Michael Wollny wird an sechs Abenden zu sehen und zu hören sein, dabei immer ein anderer Künstler und doch immer auch er selbst sein. Es ist ein großes Privileg diesen außergewöhnlichen Künstler bei seiner Reise beobachten und begleiten zu können, einer Reise, die nicht zu enden scheint und der Schein dabei auch nicht trügt. Kommen Sie mit auf Michael Wollnys Reise. Aber all das wäre nichts ohne Sie, liebes Publikum, die Sie all die Jahre mit und bei uns verbracht haben. Lassen Sie sich dafür umarmen und herzen, vom gesamten Team des Festivals und von mir. Enjoy Jazz – und Anderes. Ihr

Rainer Kern Festivalleiter

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Freitag, 27. September 2013 I Einlass 19.30 Uhr I Beginn 20.30 Uhr Friends of Enjoy Jazz präsentieren:

Vol. 2 LEARN TO ENJOY JAZZ! Die Geschichte des Jazz in 51 Minuten und einer Zugabe

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FESTIVALLEITER RAINER KERN.

Aufgrund begrenzter Sitzplatzkapazitäten bitten wir Sie, sich vorab anzumelden: Telefon 06221 583 58 50 Email anmeldung@enjoyjazz.de

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Jazz-Aperitif mit Dr. Christian Broecking Beginn 19.15 Uhr Stadthalle Heidelberg

Eröffnungskonzert

In Kooperation mit

Weniger Neben. Mehr Wirkung. Jeder Mensch ist anders – auch genetisch. Deshalb setzen wir auf Personalisierte Medizin: Unsere Bereiche Pharma und Diagnostics arbeiten gemeinsam an Tests und Wirkstoffen, um Therapien besser auf die Bedürfnisse von Patienten abzustimmen. Unsere Innovationen helfen Millionen Menschen, indem sie Leid lindern und Lebensqualität verbessern. Wir geben Hoffnung. www.roche.de

Joshua Redmans Auftritte bei Enjoy Jazz lassen sich nicht mehr zählen, und die begeisterten Reaktionen, die sie auslösen, kaum in Worte fassen. Redman ist längst kein Gast mehr, sondern ein Freund des Festivals, der wie kaum ein Zweiter die Grundidee von Enjoy Jazz repräsentiert – aus der Tradition heraus die Gegenwart dieser Musik zu definieren, Historisches mit Zeitgenössischem so verführerisch zu verknüpfen, dass einem um die Zukunft des Jazz nicht bange sein muss. Auf seinem neuen Album „Walking Shadows“ hat der Saxofonist Balladen aufgenommen, Klassiker, neuere Stücke und Eigenkompositionen. Sein Spiel ist von einer die entrückte Schönheit der Songs wunderbar entfaltenden Melancholie, beseelt und empathisch, genau und doch so frei, dass seine eigene Stimme deutlich vernehmbar ist. Immer wieder ist sein lyrischer Ton in der Vergangenheit mit dem von Lester Young verglichen worden – auf seinem neuen Album kommt er diesem Vorbild nicht nur nahe, sondern weist darüber hinaus. Interpretiert er auf „Walking Shadows“ die Songs in unterschiedlichen Konstellationen, mit verschiedenen Musikern, teilweise auch mit Streichern, wird er sie zum Auftakt von Enjoy Jazz in Heidelberg ganz konzentriert mit einem eingespielten Quartett präsentieren. Zusammen mit den großartigen Instrumentalisten Aaron Goldberg (p), Reuben Rogers (b) und Greg Hutchinson (dr) wird uns der 44-jährige Redman so richtig auf die kommenden Festivalwochen einswingen.

Mi 02.10.13 Joshua Redman Quartet USA

Stadthalle Heidelberg VVK 46 / 42 / 36 / 29 / 24 / 18 € zzgl. Geb. AK 52 / 48 / 41 / 34 / 28 / 21 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Joshua Redman : sax Aaron Goldberg : p Reuben Rogers : b Gregory Hutchinson : dr

Friends of Enjoy Jazz e.V.

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Do 03.10.13 Anna von Hausswolff

Support: Julia Kent Schweden / Dänemark Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 15 € zzgl. Geb. / AK 18 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr : voc, g, org Anna von Hausswolff keys, perc : n ma Filip Lei g Karl Vento : baspedal, Daniel Ögren : g Ulrik Ording : dr

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Selbst in den düsteren Lebensmomenten gibt es ja doch auch immer wieder zuckend helle Blitze, die der Melancholie und Morbidität Glanz verleihen und der Wehmut ein flackerndes Hoffnungskerzchen entzünden. „Funeral Pop“ nennt Anna von Hausswolff ihre leicht ins Dunkle tendierenden, von dröhnendem Bass und sakralen Orgelklängen begleiteten Songs. In diesen wird so manch einer und einiges zu Grabe getragen; aber das Schöne daran: Pop sind diese Stücke letzten Endes eben doch. Und was für einer: Kraftvoll in seiner Jenseitigkeit, aufs Ewige ausgerichtet in den flüchtigsten Moment, imposant in seiner Vergänglichkeit. Die Schwedin kokettiert auf ihrem zweiten Album „Ceremony“, das wesentlich von der Kirchenorgel von Annedalskyrkan in Göteborg geprägt ist, mit allerlei Seelenschmerz, aber mit einer musikalischen Energie, dass man eher an Gospel als an fromme Gesangsbuchlieder denken muss. Mit Tori Amos, Kate Bush, Nico oder PJ Harvey hat man die 27-Jährige seit ihrem Debüt „Singing From The Grave“ (2010) gerne mal verglichen, auch mit Witchcore-Bands, die vor wenigen Jahren von sich reden machten. Aber vielleicht sollte man mit solchen Referenzen vorsichtig umgehen. Immerhin ist Anna von Hausswolff auf dem besten Weg, selbst eine unvergleichliche Karriere einzuschlagen.

„Organisch“ ist ein gern gebrauchter Begriff, wenn zwei eigentlich fremde Elemente miteinander verschmolzen werden sollen und man betonen möchte, dass aus der Differenz etwas Neues, Zusammengehöriges, Harmonisches gewonnen werden kann. Natur und künstlich Geschaffenes können organisch zusammenwachsen, Analoges und Digitales. „Organisch“ ist auch die Bezeichnung, die der Pianist Bugge Wesseltoft verwendet, wenn er seine Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Produzenten Henrik Schwarz beschreibt. Der Norweger Wesseltoft, der mit New Conception of Jazz den Schulterschluss mit elektronischen Soundbastlern gesucht und sich zwischenzeitlich wieder dem reinen Klang des akustischen Flügels zugewandt hat, findet in dem von der frühen House-Musik kommenden Schwarz einen kongenialen Partner: (E-)Piano und Laptop im Dialog, ambienthafte Motive mit beseelt rhythmisierten Strukturen zusammenbringend. Manchmal fühlt man sich in die Bitches Brew-Phase von Miles Davis versetzt, manchmal gibt es geradezu kammermusikalische Beschaulichkeit. Vor zwei Jahren trat das Duo bei Enjoy Jazz auf, nun kommen Wesseltoft und Schwarz zum Trio erweitert zurück: Dan Berglund, Bassist des legendären Esbjörn Svensson Trios, fügt der ElektronikJazz-Mixtur seinen kraftvollen, ausdrucksstarken Bass hinzu. „Organisch“ ist auch hierfür ein angemessener Begriff.

Fr 04.10.13 Wesseltoft Schwarz feat. Dan Berglund Norwegen / Schweden / Deutschland Alte Feuerwache Mannheim VVK 23 € zzgl. Geb. / AK 28 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Bugge Wesseltoft : p top Henrik Schwarz : lap b : nd glu Dan Ber

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ENJOY JAZZ COCKTAIL Gefördert von der

In Kooperation mit

15 JAHRE ENJOY JAZZ TREFFEN AUF 148 JAHRE GASTLICHKEIT. Was könnte es Schöneres geben, als sich nach dem Konzert mit Freunden über die Musik auszutauschen! Bei einem Glas Wein, einem Cocktail an der Bar im Europäischen Hof Heidelberg, vielleicht sogar bei einem kleinen After-Concert-Dinner in unserer Kurfürstenstube. Hier folgt der kulinarische Genuss dem musikalischen – auf dass es ein rundum gelungener Abend wird. Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!

Europäischer Hof Heidelberg Friedrich-Ebert-Anlage 1 · D-69117 Heidelberg · Telefon: +49 (0) 06221-515-511 · Telefax: +49 (0) 06221-515-506 f-b@europaeischerhof.com · www.europaeischerhof.com

Dieser Abend hat uns im vergangenen Jahr so gut gefallen, dass klar war: Das wird wiederholt! Warum nicht einmal den Blick auf das Festival ändern? Da wir ohnehin die kommenden sechs Wochen in gewisser Weise „gemeinsam“ verbringen werden – auf Konzerten, Lesungen und Matinee-Veranstaltungen -, dann können wir uns gleich auch mal persönlich kennenlernen, oder? Warum nicht im entsprechenden und anregenden Ambiente eines der schönsten Hotels der Metropolregion RheinNeckar, dem Europäischen Hof in Heidelberg? Es besteht die Gelegenheit zum Gedankenaustausch über das Festivalprogramm oder die Gegenwart und Zukunft des Jazz im Allgemeinen. Wie geht es hinter den Kulissen eines Festivals zu? Was treibt die Macher an und um? Natürlich wird auch an diesem Abend eine besondere musikalische Überraschung geboten. Nur, dass in diesem Jahr aus der Besetzung kein Geheimnis gemacht werden soll. Das Mixed-up Trio 2013 präsentiert drei Musiker, deren Namen und Wirkungsorte mit den drei Hauptspielorten des Festivals – Ludwigshafen, Heidelberg, Mannheim – aufs Engste verbunden sind. Näheres dazu wird sicher an diesem Abend zu erfahren sein. Wir freuen uns auf sie!

Fr 04.10.13 Enjoy Jazz Cocktail: Mixed-up Trio Deutschland

Europäischer Hof Heidelberg Eintritt frei Beginn 21.30 Uhr Klaus Gasteiger : g nd Jo Bartmes : hammo Holger Nesweda : dr

Friends of Enjoy Jazz e.V.

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In Kooperation mit

Sa 05.10.13 Rémi Panossian Trio

Frankreich

Kurfürstensaal / Kurmainzer Amtshof, Heppenheim VVK 15 € zzgl. Geb. / AK 18 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Rémi Panossian : p Maxime Delporte : b Frédéric Petitprez : dr

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Die Reihe junger europäischer Pianisten, die sowohl die Virtuosität akademisch ausgebildeter Instrumentalisten als auch das Gespür für die blue notes des Jazz mitbringen, wird immer länger. Auch Rémi Panossian hat bereits als Kind mit dem Klavier begonnen und durch den Einfluss Michel Petruccianis zum Jazz gefunden. 1983 in Montpellier geboren, studierte er ebendort an der Jazz School, später dann in Toulouse, und trat – quasi studienbegleitend – mit einigen angesehenen Musikern wie Stéphane Kochoyan oder Steve Coleman auf. Sein eigenes Trio mit Maxime Delporte am Bass und Frédéric Petitprez am Schlagzeug darf man durchaus nicht nur als sehr facettenreich beschreiben, sondern auch als bilderstürmerisch: Mit dem traditionellen Trio-Jazz hat diese Formation nicht allzu viel gemein; es sind schlicht zu verschiedenartige, zeitgenössische Hörerfahrungen, Assoziationen, ästhetische Hintergründe, die den Nährboden für ein sehr offenes Projekt bilden. Die eigenen Kompositionen sind stark rhythmus- und groovebetont, voller Wucht und roher Energie, was ein wenig an das Esbjörn Svensson Trio denken lässt. Gereizt ist diese Musik, aber im positivsten Sinn. Als könnte jederzeit etwas ganz Unerwartetes passieren. Und das Tolle daran: Unerwartete Dinge passieren bei diesem Trio am laufenden Band.

Shuttle-Service durch Hoffmann Reisen GmbH Leimen zum Kurfürstensaal Heppenheim. Abfahrt 18.30 Uhr, Karlstorbahnhof HD. Rückfahrt im Anschluss an das Konzert. Anmeldung unter 06221 . 583 58 50 oder unter anmeldung@enjoyjazz.de.

T h e 15 t h F e s t i va l

F e s t i va l D e s i g n by b u e r o 67


Matinee Enjoy Jazz präsentiert 2013 zum ersten Mal einen Artist in Residence. Es ist einer der wichtigsten und größten Künstler unseres Landes – der Pianist Michael Wollny. Als mehrfacher Gast bei unserem Festival konnten wir sehen, hören und lernen, aus welchem Schatz Michael Wollny schöpft und wie vielschichtig seine künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten sind. Michael Wollny wird an sechs Abenden und einer Matinee zu sehen und zu hören sein. Es ist ein großes Privileg, diesen außergewöhnlichen Künstler bei seiner Reise beobachten und begleiten zu können. Kommen Sie mit auf Michael Wollnys Reise.

Michael Wollny Schwarze Romantik So 06.10.13 Eine Matinee mit Michael Wollny An die Musik. Eine Erweckung. Teil 4

Mi 16.10.13 Science & Fiction

Michael Wollny : p / Leafcutter John : electronics / Uwe Dierksen : tb / Mark Harrington : voc

Mi 30.10.13 Michael Wollny Quartet feat. Vincent Peirani

Michael Wollny : p / Tim Lefebvre : eb / Eric Schaefer : dr / Vincent Peirani : acc

Fr 01.11.13 Michael Wollny’s Wunderkammer XXL

Michael Wollny : p, spieluhr, kalimba / Tamar Halperin : cembalo, celesta, harmonium, glockenspiel / HR Bigband, Leitung : Jörg Achim Keller

So 03.11.13 E.S.T. Symphony “Orchestral music of the Esbjörn Svensson Trio” Hans Ek : Dirigent / Dan Berglund : b / Magnus Öström : dr / Michael Wollny : p / Thomas Siffling : tp / Lage Lund : g / tba : sax / Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Dass Michael Wollny nicht nur als Pianist einiges zu erzählen hat, sondern auch in Gesprächen über Musik, Jazz und dessen gesellschaftlichen Kontext Kluges zu sagen weiß, konnte man zuletzt in der Kulturzeitschrift Lettre International nachlesen. Im Gespräch mit Ralf Dombrowski entwickelt er da, ausgehend von Gilles Deleuzes‘ philosophischer Improvisationen in dem Film „ABC“, eine Art Theorie seines Musikverständnisses in nuce. „Im Moment des Musizierens“, so Wollny, „scheint mir ein Nicht-ganz-genau-Bescheidwissen, ein eher diffuses Aufnehmen von Strömungen, Ideen wichtiger als das fundierte, komplette Verständnis dessen, was man da tut. Das gilt auch für Begriffe wie ‚Existenzialismus‘, ‚Philosophie‘, ‚Dasein‘, ‚Existenz‘, ‚Entscheidungen‘, ‚Freiheit‘, ‚Determinismus‘. Sie faszinieren und inspirieren, aber sie erzeugen von selbst noch keine Töne, keine Formen, keine Motive.“ Erst das Noch-nicht-genau-Wissen setze Kreativität frei – das gilt in der Musik wie in der Philosophie. Um die Reflexion des eigenen Tuns, um künstlerische Visionen, musikalische Herausforderungen, um seine musikalische Sozialisation und natürlich um seine Rolle als Artist in Residence bei Enjoy Jazz wird es bei dieser Matinee gehen. Aufgrund begrenzter Sitzplatzkapazitäten bitten wir Sie, sich vorab anzumelden: telefonisch 06221 . 583 58 50 oder unter anmeldung@enjoyjazz.de

So 06.10.13

An die Musik. Eine Erweckung. Teil 4 Eine Matinee mit Michael Wollny

Beginn 11 Uhr / Einlass 10.30 Uhr SAS „Im Haarlass“ In der Neckarhelle 162 69118 Heidelberg Eintritt frei

Fr 15.11.13 Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

Live Musik zum Stummfilm (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau in fünf Akten: Michael Wollny : p / Eric Schaefer : dr

Sa 16.11.13 Pianomania. :24

Film und anschließendes Gespräch zwischen Michael Wollny und HansJürgen Linke

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Ein Tag, der bleibt. Mit dem Baden-Württemberg-Ticket, dem Rheinland-Pfalz-Ticket oder der VRN Tages-Karte ab 6 Euro und ab 2,50 Euro je Mitfahrer. Informationen, Ausflugstipps und Kauf unter www.bahn.de/freizeit-rhein-neckar Baden-Württemberg-Ticket und Rheinland-Pfalz-Ticket: 1 Person 22 Euro, jede weitere Person nur 4 Euro (max. 4 Mitfahrer). Mit persönlicher Beratung für 2 Euro mehr. Innerhalb des Verbundes mit der VRN Tages-Karte ab nur 6 Euro und ab 2,50 Euro je Mitfahrer (max. 4 Mitfahrer).

auch online VRN-Tickets sdrucken: zum Selbstau onlineticket www.vrn.de/

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Die Bahn macht mobil.

Überschallknall? Knalleffekt? Ein rauschendes Aufbrausen? Geräuschvolles Dröhnen? Ein Zusammentreffen im Zeichen wilder und impulsiver Klangexperimente – das ist die Kooperation von Uri Caine und Han Bennink auf jeden Fall. „Sonic Boom“ nennen sie ihr gemeinsames Projekt und auch ein Album, das vornehmlich freie Improvisationen enthält, aber auch eine großartig zerstückelt klingende Version von „Round Midnight“. Der Amerikaner Caine und der Niederländer Bennink – da haben sich zwei gefunden! Sie sind nicht gerade die sichersten Kantonisten, wenn es darum geht, die reine Form zu wahren; lieber geben sie den Dingen, mit denen sie sich beschäftigen, eine neue. Der Pianist Caine hat in den letzten Jahrzehnten mit seinen Reinterpretationen von klassischer bzw. romantischer Musik oder den Kollaborationen mit Hip-Hoppern bewiesen, dass Crossover ein Begriff ist, der sinnvoll mit Inhalt gefüllt werden kann. Der Schlagzauberkünstler Bennink ist in der Free JazzSzene ein Säulenheiliger, der sich den Sockel, auf dem er steht, immer wieder selbst einreißt und lieber weiter mit Drums und anderem Gerät herumexperimentiert. Nur keine Heldenverehrung. Dass diese beiden, aus unterschiedlichen musikalischen Koordinatensystemen stammend, nun aneinander geraten sind, ist ein regelrechter Glücksfall.

So 06.10.13 Uri Caine / Han Bennink Duo Sonic Boom USA / Niederlande Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 18 € zzgl. Geb. / AK 21 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr Uri Caine : p Han Bennink : dr

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Auch beim Fre e Jazz immer , unsere Uhren Auktionen Dr. Crott Inhaber Stefan Muser Friedrichsplatz 19 D - 68165 Mannheim

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Believe the Hype! Seit gut zwei Jahren, seit der Veröffentlichung seines Albums „Golden Xplosion“, erzählt man sich wahre Wunderdinge vom Saxofonisten Marius Neset. Ganz Aufmerksamen war dessen überbordendes Talent bereits bei der Begegnung mit der dänischen Band JazzKamikaze aufgefallen. Ursprünglich aus der norwegischen Provinz stammend, hat Neset in Kopenhagen bei Django Bates studiert, was man seinen hintergründigen, von Vertracktheit, Widerborstigkeit und einem eigenwilligen Humor gekennzeichneten Kompositionen auch anhört. Aber das ist nur ein Aspekt seiner Performance. Der andere Teil ist technisch brillant, athletisch, körperlich, hoch energetisch – die Cover-Fotos seiner Alben, zuletzt „Birds“ – spielen ironisch mit dem, was live staunen lässt und sprachlos macht. Der 27-jährige spielt mit der Wucht eines Michael Brecker und der Dynamik eines Charlie Parker, soliert rhythmisch komplex minutenlang unter Verzicht auf Melodik und scheint durch Obertöne und Registersprünge mehrere Saxofone gleichzeitig zu spielen. Und das Beste: Seine junge Band begleitet ihn nicht nur bei seinem Höhenflug, sondern setzt selbst Akzente und wirkt dabei lässig und cool.

Mo 07.10.13 Marius Neset Birds

Norwegen / Schweden / Großbritannien Alte Feuerwache Mannheim VVK 22 € zzgl. Geb. / AK 26 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Marius Neset : sax Anton Eger : dr Ivo Neame : p Petter Eldh : b

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Kultur

zu schätzen, heißt für uns sie zu Di 08.10.13 Carla Bley Trios

Großbritannien / USA dasHaus Ludwigshafen VVK 22 € zzgl. Geb. / AK 26 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Carla Bley : p ndengineer sou : ode Bill Str Andy Sheppard : ss, ts Steve Swallow : b

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fördern

Für Carla Borg, Tochter eines Organisten in Oakland, begann die Musik in der Kirche, bevor sie an anderer heiliger Stätte, dem legendären Club Birdland in New York, den Pianisten Paul Bley kennenlernte. Den heiratete sie Ende der 50er Jahre. Die Ehe war kurz, aber wegweisend: Sie schrieb fortan selbst Stücke, etwa für Jimmy Guiffre oder Art Farmer. 1965 gründete sie mit Michael Mantler das Jazz Composer’s Orchestra; sie legte Anfang der 70er mit „Escalator Over The Hill“ eine Oper vor, arrangierte für Charlie Hadens Liberation Music Orchestra und fügte dem Liedkatalog des Jazz mindestens 500 Kompositionen hinzu. Ziemlich umtriebig, wenn man bedenkt, dass die 1938 geborene Pianistin zudem seit Jahrzehnten eigene Formationen leitet, und eine davon nun auch schon seit den frühen 90ern: Zusammen mit dem E-Bassisten Steve Swallow und dem Saxophonisten Andy Sheppard hat sie sich ein Trio geschaffen, das auf wunderbare Weise harmoniert. Und das wohl auch den musikalischen Humor und Esprit teilt. „Carla Bley“, schrieb Wolfgang Sandner anlässlich ihres 70. Geburtstages in der FAZ, „ist das monströseste Chamäleon, das der Jazz kennt. Und eine gigantische Irritation.“ Das heißt: Man muss auf einiges gefasst sein, die Wendungen in ihrem Schreiben mitgehen, sich aufs Glatteis führen lassen – um dafür mit einer umwerfenden Spielfreude und den überraschendsten Ideen belohnt zu werden.

Mit seinem kulturellen Engagement wirkt FUCHS als standortverbundenes Unternehmen an der Zukunftsaufgabe mit, die Metropolregion Rhein-Neckar zu einem der attraktivsten Lebens- und Wirtschaftsräume im Herzen Europas zu machen.

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Zeiten ändern dich! Seit nunmehr 21 Jahren ziehen Mardi Gras.bb unwiderstehlich ihre Kreise, waren mal Marching Band, dann eher ein leicht psychedelisches Singer/Songwriter-Projekt mit fettem Bläsersatz. Sie wurden eine Mannheimer Institution, die international auf den bedeutendsten Festivals reüssierte. Sie sind seit einigen Jahren eine Art verlängerter Arm der Mannheimer Musikhochschule und der Popakademie, wo immer wieder junge Nachwuchskräfte rekrutiert wurden. Jüngst dokumentierte der Film „A silent rockumentary“ schmerzhaft, dass die Krise der Musikindustrie auch an Mardi Gras.bb nicht spurlos vorübergeht. Eher im Gegenteil! Es scheint an der Zeit für eine Zäsur, für eine Neuorientierung, für eine Rückbesinnung und für eine Bilanz. Dieser Abend ist die Premiere für eine letzte Tour mit Doc Wenz, doch Mardi Gras.bb machen weiter – im Oktober zum Beispiel auf Tour in Mexiko. Doch zuvor gibt es noch eine ganz erstaunliche, fast symbolische Premiere: Zum allerersten Mal spielen Mardi Gras.bb im Rahmen von Enjoy Jazz.

Mi 09.10.13

Das Allerbeste von

Mardi Gras.bb Deutschland

Alte Feuerwache Mannheim VVK 17 € zzgl. Geb. / AK 20 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Chris Bishop : tp Janis Hug : tp Uli Röser : tb Heiko Giering : ts, cl, fl Colonel Eberhardt : bar s Mario Maradei : perc Florian Schlechtriem en : dr Doc Wenz : voc Reverend Krug : sousap hone

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Infos: 07221 300 200

SWR2 DAS ANGEBOT

LUST AUF MEHR SWR2? SWR2 KULTURSERVICE

Ermäßigungen bei den SWR2 Kulturpartnern und bei SWR2 Veranstaltungen mit der kostenlosen SWR2 Kulturkarte /// Programminformationen zu SWR2 gedruckt und online /// E-Mail-Newsletter /// Aktionsangebote von Klassik- und Hörspiel-CDs /// SWR2 Kulturservice-Extras ///

Im vergangenen Jahr präsentierte Enjoy Jazz den hochtalentierten Pianisten Tigran Hamasyan, dem viele Kenner der Szene eine Weltkarriere prognostizieren, in einem umwerfend intensiven Duo-Konzert mit dem Sampling-Virtuosen Jan Bang in der Alten Feuerwache. Momente armenischer Folklore, am Klavier gespielt oder auch von Hamasyan gesungen, fanden auf dem Umweg durch das technische Gerät unvermittelt in nordische Klanglandschaften. In diesem Jahr kehrt Hamasyan mit seiner in Los Angeles beheimaten Band Red Hail in die Alte Feuerwache zurück. Was zu erwarten ist, ist bei dem blitzgescheiten und den Eingebungen des Moments folgenden Pianisten, nie ausgemacht. Hört man jedoch das 2009 erschienene Album „Aratta Rebirth“ mit seiner ähnlichen Besetzung, dann ist man begeistert von einer teils hoch energetischen, teils zartpoetischen Fusion verschiedener Stilelemente mit wortlosem Gesang von Areni Agbabian. Zumindest was die Intensität des Ganzen angeht, liegt mitunter ein Vergleich mit dem Mahavishnu Orchestra oder den Fusion-Experimenten eines Billy Cobham nicht im Bereich des Abseitigen.

Do 10.10.13 TIGRAN – Shadow Theater USA / Schweiz

Alte Feuerwache Mannheim VVK 18 € zzgl. Geb. / AK 22 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Tigran : p, voc Areni : voc Sam Minaie : b Charles Altura : g Arthur Hnatek : dr

Telefon 07221/300 200 /// swr2kulturservice@SWR.de /// SWR2.de

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LUST AUF KULTUR

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SWR Jazzpreis 2013

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In Kooperation mit

Fr 11.10.13 Hayden Chisholm Deutschland

dasHaus Ludwigshafen VVK 17 € zzgl. Geb. / AK 20 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Trio 1 : sax lm sho Chi Hayden Simon Nabatov : p Christian Lillinger : dr Trio 2

Marcus

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Hayden Chisholm : sax Philip Zoubek : p cs Schmickler : electroni

Seit 2012 findet die Verleihung des mit 15.000 € dotierten SWRJazzpreises – gemeinsam gestiftet vom Land Rheinland-Pfalz und dem SWR – im Rahmen von Enjoy Jazz statt. Manfred Bründl machte den Auftakt, in diesem Jahr wird der Preis offiziell an den Saxophonisten Hayden Chisholm verliehen. Chisholm, Jahrgang 1975, ist ein sehr gefragter Musiker und arbeitete u.a. mit Nils Wogram, Simon Nabatov, Marcus Schmickler, Burnt Friedman, Jaki Liebezeit, Sebastian Gramss und der Aktionskünstlerin Rebecca Horn zusammen. In der Jury-Begründung steht zu lesen: „Mit mikrotonaler Dichte und dezenter Expressivität hat der gebürtige Neuseeländer vor allem auf dem Altsaxophon zu einer unverwechselbaren und höchst originellen Ausdrucksweise gefunden. Der in Köln und Berlin lebende Musiker überzeugt gleichermaßen durch seine visionäre künstlerische Haltung, die in einem umfassenden konzeptionellen Denken zum Ausdruck kommt.“ Im Frühjahr überraschte Chisholm die Fachwelt mit der Veröffentlichung von „13 Views of the Heart’s Cargo“, einer Box mit 13(!) CDs, aufgenommen in den vergangenen zehn Jahren, deren unerhörte stilistische und musikalische Vielseitigkeit im besten Sinne Staunen macht. An diesem Abend wird Chisholm davon mit zwei sehr unterschiedlichen Trios zeugen.

Bereits der junge Thomas Bernhard hatte mit dem Tod intimere Bekanntschaft gemacht; eine Lungentuberkulose zwang ihn zu langwierigen Aufenthalten in Sanatorien. Elfriede Jelinek schrieb einmal, die langatmigen Monologe seiner Figuren seien eine Reaktion auf die Kurzatmigkeit des Autors. Ganz früh, Ende der 50er Jahre, veröffentlichte Bernhard in rascher Folge einige Gedichtbände, darunter 1958 „In hora mortis“: In der Stunde des Todes ruft hier ein lyrisches Ich ein Gegenüber an, verzweifelt, gequält, verwundet, einsam. Dieses Du ist Gott, der sich im Angesicht des Todes abzuwenden scheint und umso dringlicher beschworen werden muss. Für einen Rezitator sind diese Gedichte in ihrer Wut und Wucht eine wunderbare Vorlage. Anna Maria Sturm, die an den Münchner Kammerspielen engagiert war und Fernsehfilmen immer wieder ihren besonderen Charakter verleiht, unter anderem an der Seite von Matthias Brandt im Münchner Polizeiruf 110, hat sich diesen lyrischen Zyklus ausgewählt. Der Jazz-Klarinettist Wanja Slavin umspielt ihren Vortrag mit Eigenkompositionen. Die beiden Künstler setzen dabei fort, was bei Enjoy Jazz schon oft gelungen inszeniert wurde: das Aufeinandertreffen von gesprochenem Wort und Musik.

Fr 11.10.13 Anna Maria Sturm liest In hora mortis

von Thomas Bernhard mit Musik von

Wanja Slavin Deutschland Klosterkirche Lobenfeld VVK 19 € zzgl. Geb. / AK 23 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Für Getränke sorgt das Café Mobile Anna Maria Sturm : Lesung Wanja Slavin : cl

Kostenloser Shuttle-Service durch Hoffmann Reisen GmbH Leimen zur Klosterkirche Lobenfeld. Abfahrt 18.30 Uhr, Karlstorbahnhof HD. Rückfahrt im Anschluss an das Konzert. Anmeldung unter 06221.583 58 50 oder unter anmeldung@enjoyjazz.de. Die Klosterkirche ist mit ihren mittelalterlichen Wandmalereien und ihrer besonderen Architektur ein echtes Juwel in der Metropolregion. Um 19 Uhr bietet Frau Doris Ebert eine kostenlose Führung durch die Klosterkirche.

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Im Verkehrsfunk

Fahr schon mal den Wagen vor …

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Im Dieselfilter

Zsófia Boros : g

ASU

Ungarn

Peterskirche Heidelberg VVK 19 € zzgl. Geb. / AK 23 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Liebhaber und Kenner avancierter klassischer Gitarrenmusik, die ein originelles Repertoire und ungewöhnliche Projekte zu schätzen wissen, haben Zsófia Boros längst auf dem Schirm. Die in Wien lebende Ungarin, die 1980 in Prag geboren wurde, studierte teilweise gleichzeitig in Budapest, Bratislava, Wien und Pordenone und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Seit 2005 erspielte sich Boros eine erstaunliche Zahl von Preisen bei internationalen Wettbewerben, bildete mit der Flötistin Daniela Lahner das Duo AgiLeo und mit der Steptänzerin Sabine Hasicka das Duo anDANZAS. Auf Boros’ erstem Soloalbum „Musicbox“ (2008) finden sich neben Kompositionen von Antonio Lauro und Leo Brouwer auch „Drei Tonspiele“ von Wolfgang Muthspiel. Im September ist Boros’ ECM-Solo-Debüt „En otra parte“ erschienen, das sich in weitestem Sinne mit amerikanischer Musik auseinandersetzt. Unter den Komponisten findet sich erneut der Kubaner Leo Brouwer, aber auch die Argentinier Abel Fleury und Quique Sinesi. Letzterer wurde durch seine Zusammenarbeit mit Dino Saluzzi bekannt. Doch unter Boros’ „Auserwählten“ finden sich auch Ralph Towner und Dominic Miller. Ein höchst ambitioniertes Repertoire, das einen wirklich weiten erzählerischen Bogen spannt!

In der Parkplatznot

Sa 12.10.13 Zsófia Boros

Lappen Weg

In Kooperation mit

Tarif 1/2013


Eine Veranstaltung der BASF SE

So 13.10.13 Arun Ghosh Quintet

A South Asian Suite Großbritannien BASF-Gesellschaftshaus Ludwigshafen VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Arun Ghosh : cl Zoe Rahman : p Liran Donin : b Nilesh Gulhane : tabla Pat Illingworth : dr

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England erscheint seit ein paar Jahren als regelrechte Brutstätte des innovativen Jazz. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es ein Schmelztiegel ist, in dem verschiedenste Einflüsse zusammengerührt werden. Tatsächlich wird es dann so richtig spannend, wenn die Musiker verschiedene Herkunftsorte und Traditionen in sich tragen und gleichzeitig als geschulte Eklektiker keine Scheu an den Tag legen, vermeintlich Unversöhnliches zusammenzudenken. „Gezeugt in Kalkutta, aufgezogen in Bolton, gereift in Manchester, heute in London lebend“ – so beschreibt es Arun Ghosh, der 2008 mit dem Album „Northern Namaste“ debütierte. Die verschiedenen Stationen spiegeln sich auch in seiner Musik: Indische Rhythmen, Ragas, melodische und harmonische Einflüsse aus orientalischer Musik, der englischen Popkultur und des amerikanischen Jazz fließen da zusammen. Sein Klarinettenspiel ist mitreißend und erzählerisch, erinnert manche Kritiker an Klezmer; die Stimmung, die von seinen Mitmusikern geschaffen wird, ist rauschhaft, wuchtig, dynamisch und komplex. „Indo-Jazz“ – kein neuer Begriff zwar, aber einer, der Arun Ghoshs vielschichtigen Sound einigermaßen fassen könnte. Eine Entdeckung!

Hier kommt der Mann der tausend Projekte, der – neben all den Konzerten und Einspielungen als Solist und in Duos, als Leader eines Trios, eines Quartetts, eines Quintetts, eines Oktetts, als Mitglied von Mostly Other People Do The Killing, als Sideman von Peter Brötzmann, Mats Gustafsson, Mary Halvorson, Elliott Sharp und Evan Parker – vor nicht allzu langer Zeit auch noch das eigene Label „More is More Records“ ins Leben rief, um dort, wie sollte es auch anders sein, „uncompromising music“ zu veröffentlichen. „Zebulon“ ist dort im Frühjahr diesen Jahres erschienen: der Live-Mitschnitt des Trios mit John Hébert (Bass) und Kassa Overall (Schlagzeug) vom Frühjahr 2012. Zu hören ist aufregende Musik, die mit einem Bein sehr unterhaltsam in der Jazz-Geschichte steht und Erinnerungen an Louis Armstrong, Dizzy Gillespie oder auch Clifford Brown wach werden lässt, um sie dann in freiem, expressivem, instrumental meisterlichem Powerplay furios zu dekonstruieren. Man stelle sich einmal Albert Ayler als Trompeter vor! Eine Plattenkritik im Netz brachte es auf den Punkt: „A tree with deep roots and wild branches!“ Wild im Sinne von umwerfend und wunderbar.

Mo 14.10.13 Peter Evans Zebulon Trio USA

Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 16 € zzgl. Geb. / AK 19 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

Peter Evans : tp John Hébert : b Kassa Overall : dr

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DJ Radio Bergheim im P11 Heidelberg ab 22 Uhr, Eintritt frei

Der Bassist Riccardo del Fra spielte im RAI TV Jazz Orchestra, als er Chet Baker begegnete. Der war von del Fras elegantem Spiel so angetan, dass er ihn in seine europäische Begleitband holte. Del Fra ist auch auf einigen der unzähligen Platten zu hören, die Baker ab 1979 bis zu seinem Tod 1988 einspielte, arbeitete aber auch mit Dizzy Gillespie, Horace Parlan, Kenny Wheeler oder Lee Konitz. Wie eng del Fra dem Sound Bakers auch nach dessen Tod verbunden blieb, zeigt die wunderschöne, hauchzarte Duo-Platte „A Sip of Your Touch“, die Chet, dem „maestro elegante di musiche e silenzi“, gewidmet ist. Diese Widmung gibt auch den Ton der sehr persönlichen Hommage an Chet Baker wieder, die del Fra 2011 im Auftrag des Festivals „Jazz in Marciac“ unter dem Titel „My Chet, My Song“ konzipierte und komponierte – eine hinreißende Feier des Weichen und der Stille. Ein Mitschnitt der Uraufführung der Hommage ist auf YouTube zu sehen, den Part von Chet Baker hat Roy Hargrove übernommen, auch dies eine Verbeugung vor der fragilen Kunst des großen Melancholikers. Bei Enjoy Jazz übernimmt diese Herausforderung die wundervolle junge Französin Airelle Besson, die mit ihrem lyrischen Ton der Chet Baker-Hommage eine neue Klangfarbe hinzufügt.

Di 15.10.13 Riccardo del Fra Quintet

My Chet, My Song – Eine Hommage an Chet Baker Frankreich / Deutschland / Italien Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 15 € zzgl. Geb. / AK 18 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

p, arrang Riccardo del Fra : b, com flh tr, : son Bes elle Air Pierrick Pedron : sax Sebastian Sternal : p Jonas Burgwinkel : dr

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Uraufführung

In Kooperation mit

Mi 16.10.13 Science and Fiction

Michael Wollny mit Leafcutter John, Uwe Dierksen und Mark Harrington Deutschland / Großbritannien / USA Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 19 € zzgl. Geb. / AK 23 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr Michael Wollny : p Leafcutter John : ele ctronics Uwe Dierksen : tb Mark Harrington : voc

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Als diesjähriger Artist in Residence nutzt Michael Wollny die Gelegenheit, unterschiedliche Aspekte und Interessen seiner weit gefächerten Künstlerpersönlichkeit zu präsentieren. Dieser Abend unter dem Titel „Science and Fiction“ dürfte allerdings nicht nur erklärte Fans des Pianisten überraschen, sondern vielleicht sogar die Musiker selbst. Geplant sind improvisierte musikalische Gespräche in wechselnden Konstellationen zu klassischen Sci-Fi-Texten, gelesen von dem USamerikanischen Künstler Mark Harrington. Dabei ist auch der innovative Electronica-Artist Leafcutter John, der mit „The Forest and the Sea“ nicht nur ein sehr versponnenes Stück Musik auf „Staubgold“ veröffentlicht hat, sondern als Klangforscher auch in der Brit-Avant-Jazz-Band Polar Bear spielt. Der Posaunist Uwe Dierksen, Mitglied des Ensemble Modern, war bereits vor zwei Jahren mit einem Solo-Programm bei Enjoy Jazz zu Gast. Dierksen hat bei Gelegenheit mit Wollny frei improvisiert. Man sieht, das Team für diesen ungewöhnlichen Abend ist mit Bedacht gewählt. Wir freuen uns auf ein sonisches Abenteuer für Stimme, Tasten, Electronica, Posaune und Text.

John Peel hat knapp 70.000 Schallplatten und 40.000 CDs sein eigen genannt. Thomas Meineckes Sammlung dürfte kaum geringere Ausmaße haben. Der Autor, Musiker und DJ hat in den letzten Jahrzehnten die schönsten Schätze aus unterschiedlichsten Genres zusammengetragen – von Klassikern der Jazzgeschichte über frühe House-Musik aus Detroit oder Chicago bis zu ganz aktuellen Veröffentlichungen abgelegener Labels. Wer ab und an seine Zündfunk-Sendung im Bayerischen Rundfunk hört, ahnt etwas von dem enzyklopädischen Wissen und der grenzenlosen Neugier Meineckes. Im letzten Jahr nahm er an dem Symposium „Lost in Diversity“ im Rahmen von Enjoy Jazz teil, hielt dort vor versammelter Jazzkritiker-Riege eine „Turntable Lecture“, die auf großartige Weise musikhistorische Querverbindungen aufzeigte, in einem assoziativen Zickzack durch die verschiedenen Epochen des Jazz führte und selbst in dem Elektronikduo Drexciya noch den Nachhall afroamerikanischer Jazztopoi aufzeigte. Es ist eine Freude, Meinecke nicht nur auf seinen verschlungenen Pfaden zu folgen, sondern auch seinen Fußnoten zur Musik zu lauschen, sich inspirieren zu lassen und neue Platten zu entdecken oder in alten Platten ganz Neues. Dieses Jahr hat man das Vergnügen, ihn einen ganzen Abend lang in die Wunderkammern seiner Plattensammlung zu begleiten.

Do 17.10.13 Freispiel. Thomas Meinecke bringt seine Jazzplatten mit und sagt was dazu.

Deutschland

Café Prag Mannheim VVK 13 € zzgl. Geb. / AK 16 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Thomas Meinecke : dj

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Come together ...

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Fr 04.10. Jazzcocktail im Europäischen Hof, Heidelberg: Mixed-up Trio T Sa 02.11. Jazzcocktail im Europäischen Hof, Heidelberg: Max Andrzejewski’s HüTTE

Unter allen neuen Mitgliedern und den Friends, die bis 16. November 2013 neue Friends werben, verlosen wir eine Reise zum Südtiroler Jazzfestival Alto Adige in Bozen/Italien im Zeitraum 27.06. bis 6.07.2014. Der Gewinn umfasst die Anreise mit dem Zug, zwei übernachtungen im Doppelzimmer sowie freien Eintritt zu allen Konzerten des Festivals.

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Fotos. Christian Buck


In Kooperation mit

Fr 18.10.13 Matthias Brandt & Dietmar Wiesner

Tod in Venedig von Thomas Mann Deutschland engelhorn Mode im Quadrat Mannheim, O 5, 4. Etage, Eingang bei engelhorn acc/es, Planken VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20.30 Uhr Matthias Brandt : Lesung Dietmar Wiesner : fl

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Kunst und Eros, Vergänglichkeit und Demütigung, Alter und Jugend – die Novelle „Der Tod in Venedig“, 1912 erstmals erschienen, führt vielleicht wie kein anderes Werk zum Kern des Thomas Mannschen Œuvres. Der Nobelpreisträger selbst wollte die Geschichte des Schriftstellers Gustav von Aschenbach, der im von der Cholera heimgesuchten Venedig einem schönen jungen Knaben verfällt, als „Tragödie einer Entwürdigung“ verstanden wissen. Eine Tragödie, die wie ein klassisches Drama aufgebaut ist, und uns in die Abgründe des Autors führt: Ein sich allein durch sein Schaffen definierender, strenger Geist wird im Moment, wo der Tod sich schon in ihm einnistet, von der Leidenschaft davongetragen – die „Wollust des Untergangs“, nennt Mann das. Dieser von Vergänglichkeitsmotiven durchsetzten, höchst kunstvollen Novelle widmet sich Matthias Brandt an seinem Abend im Modehaus Engelhorn. Seine immer zwischen Melancholie und Ironie, Sinnlichkeit und Lakonik changierende Stimme wird uns ins Venedig an einer Epochenschwelle des frühen 20. Jahrhunderts versetzen – kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs spielt „Der Tod in Venedig“. Im Dialog mit dem Flötisten Dietmar Wiesner, der das Ensemble Modern mitbegründete und bei etlichen Musiktheaterproduktionen als Komponist beteiligt war, wird die Novelle auch eine musikalische Interpretation erfahren – eine verführerische Zeitreise in die Décadence.

Foto Brandt : Philipp Haberlandt

Uraufführung

Foto Brandt : Philipp Haberlandt

Uraufführung

Angst, sagt man, sei kein guter Ratgeber. Dafür aber ein unentbehrlicher Effekt, den die Genreliteratur erzeugt, um ihre Leser bei der Stange zu halten. Nehmen wir zum Beispiel Stephen King. Sein Roman „Shining“ beeindruckt gerade in Stanley Kubricks Verfilmung, weil er durch das Setting und die labyrinthische Architektur die Qualen in der Psyche der Figuren offenlegt: Das Äußere als Sinnbild des verwinkelten Innern. Filmbilder, die einen das Fürchten lehren, Szenen, die einen ans Unbewusste verweisen. „Shining“ ist nur eines der Bücher, über die sich Matthias Brandt und Jens Thomas bei ihrer dritten Kooperation in der Alten Feuerwache hermachen werden. Der Titel des Abends ist zugleich Programm: „Angst“. Das Dream Team of Suspense wildert dieses Jahr in verschiedenen Textvorlagen, immer auf der Suche nach schaurigen, peinigenden Momenten. Der Schauspieler Matthias Brandt verleiht den psychopathischen Helden des Romans eine Stimme, die bis in die verborgenen Kammern der wunden Seele dringt. Und der Pianist und Sänger Jens Thomas inszeniert dazu, sich von den Texten inspirieren lassend, einen improvisierten Soundtrack. Dass aber Angst und Freude eng beieinander liegen – auch das konnte man in den letzten Jahren erleben. Denn wenn Brandt liest und Thomas spielt, dann schmuggeln sie so viel Witz in ihre Darbietung, dass das Schreckliche zuweilen des Komischen Anfang ist.

Sa 19.10.13 Matthias Brandt & Jens Thomas Angst

Deutschland Alte Feuerwache Mannheim VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Matthias Brandt : Les ung Jens Thomas : p, voc

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Matinee Erinnert sich noch jemand? Am 1. Oktober 1999 hieß es zum ersten Mal: Enjoy Jazz! Nightmares on Wax machten damals den Anfang, und vielleicht hätte noch nicht einmal der für seine visionären Ideen bekannte Gründer des Festivals, Rainer Kern, geahnt, dass Enjoy Jazz nicht nur weitergehen, sondern sich sogar zu einem der wichtigsten Festivals in Europa mausern würde. 15 Jahre Enjoy Jazz ist ein schöner Anlass, zurückzublicken auf eine aufregende Entwicklung, auf Geschichten, die das Festival geschrieben hat, auf Freundschaften, die sich gebildet haben, auf Konzepte, die über einen langen Zeitraum hinweg ausdifferenziert werden konnten. Im Gespräch mit dem Musikjournalisten Wolfgang Sandner wird Rainer Kern aus dem Nähkästchen plaudern und die Erinnerungen mit der passenden Musik untermalen: Wie schafft man es eigentlich in wenigen Monaten, ein sechs- bis siebenwöchiges Programm mit mehr als 80 Konzerten auf die Beine zu stellen? Was spielt sich hinter der Bühne ab? Welche Anekdoten haben sich ins Gedächtnis gebrannt, welche Überraschungen hat man erlebt? Wie hat sich der Jazz in den letzten 15 Jahren gewandelt – und welche Rolle spielt das Festival innerhalb einer lebendigen Jazzszene? Nicht zuletzt: Was sind die Pläne für die nächsten 15 Jahre? Die Matinee soll also nicht nur nostalgischer Rück-, sondern auch Ausblick sein. Und ein Fest für all jene, die Enjoy Jazz überhaupt erst möglich machen – für Freunde, Förderer und Fans. Aufgrund begrenzter Sitzplatzkapazitäten bitten wir Sie, sich vorab anzumelden: telefonisch 06221.583 58 50 oder unter anmeldung@enjoyjazz.de

So 20.10.13 15 Jahre Festivalgeschichte Wolfgang Sandner im Gespräch mit Festivalleiter Rainer Kern SAS „Im Haarlass“ In der Neckarhelle 162 69118 Heidelberg Eintritt frei Beginn 11 Uhr / Einlass 10.30 Uhr


Deutschlandpremiere

So 20.10.13 Chris Potter’s Underground USA / Großbritannien dasHaus Ludwigshafen VVK 18 € zzgl. Geb. / AK 22 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Chris Potter : sax Adam Rogers : g Fima Ephron : b Nate Smith : dr

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Im Frühjahr veröffentlichte Chris Potter mit „The Sirens“ sein ECM-Debüt als Leader mit einer hochreflektierten und mit einem humanistischen Bildungsbegriff hantierenden Auseinandersetzung mit Homers „Odyssee“. In den begeisterten Plattenkritiken konnte man einmal mehr lesen, dass es sich bei Potter wohl um den wichtigsten Tenorsaxophonisten seiner Generation handeln könnte. Was immer wieder etwas in Vergessenheit gerät, weil Potter gerne als Sideman von Dave Holland, Paul Motian, Pat Metheny, Herbie Hancock oder auch Steely Dan reüssiert und nur hin und wieder als Leader in Erscheinung tritt. Eines seiner Lieblingsprojekte ist dabei Underground, ein normalerweise bassloses, aber very funky Quartett mit ausgeprägten Vorlieben für komplexe Grooves, fast schon aggressivintensives Solieren und unorthodoxe Cover-Versionen (The Beatles, Bob Dylan, Radiohead). 2007 präsentierten sich Chris Potter’s Underground schon einmal im Rahmen von Enjoy Jazz, jetzt sind sie zurück. Mit einem interessanten Detail: Der sonst für den Bass zuständige Keyboarder Craig Taborn wird in diesem Jahr durch den Bassisten Fima Ephron ersetzt. Darf man von einer Konzentration der Funk-Kräfte sprechen? Abwarten und überraschen lassen.

Überraschung! 2011 hat sich Nils Petter Molvær mit seinem neuen Trio und dem dazu gehörenden dunkel rockenden Album „Baboon Moon“, wie man so sagt, „neu“ erfunden, da verblüfft er uns mit einer Kollaboration, die andere Wege geht. Moritz von Oswald ist einer der Pioniere der Fusion von Minimal Techno und Dub und veröffentlichte international sehr einflussreiche Tracks als Rhythm & Sound, Basic Channel oder Maurizio. Nachdem von Oswald viele Jahre eher unsichtbar im Hintergrund agierte, zeigt er sich nun vermehrt mit Exquisitem in der Öffentlichkeit: Mit Max Loderbauer (Sun Electric) und Sasu Ripatti (aka Vladislav Delay) veröffentlichte er als Moritz-von-OswaldTrio drei Alben. Nun kann sich die Metropolregion Rhein-Neckar auf ihn freuen. Auf dem Album „1/1“, das Molvær und von Oswald Anfang Oktober zeitlich passend zum Enjoy Jazz Festival veröffentlichen werden, tragen die Tracks selbstbewusste Titel wie „Development“, „Further“ oder „Future“, aber die Musik des Duos erinnert eher an sehr zurückgenommenen, lichten und freien Minimal Techno mit einer lyrischen Trompete. Die Plattenfirma nennt es „Jam-basierte Hybridmusik“. Die Hybridität ist hier als Gegenteil von Stagnation zu verstehen – denn vor dieser fürchtet sich Festivalfreund Nils Petter Molvaer besonders. Miles Davis hätte diese Deutschlandpremiere bei Enjoy Jazz sicher gefallen.

Mo 21.10.13 Nils Petter Molvær & Moritz von Oswald

Norwegen / Deutschland Alte Feuerwache Mannheim VVK 24 € zzgl. Geb. / AK 29 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Nils Petter Molvær : tp Moritz von Oswald : ele ctronics Laurens von Oswald : livemix

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In Kooperation mit

Di 22.10.13 Benjamin Koppel / Scott Colley / Brian Blade Dänemark / USA

Klapsmühl‘ am Rathaus Mannheim VVK 22 € zzgl. Geb. / AK 26 € Für IG-Jazz-Mitglieder sind ermäßigte Tickets zum Preis von 15 € in der Klapsmühl‘ erhältlich. Beginn 20.30 Uhr / Einlass 20 Uhr Benjamin Koppel : as Scott Colley : b Brian Blade : dr

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Der Saxophonist Benjamin Koppel und der Bassist Scott Colley hatten bereits früher öfter zusammengearbeitet, als letztes Jahr beim Kopenhagener Jazzfestival der Schlagzeuger Brian Blade zu den beiden stieß. Über Nacht war ein klassisches Jazz-Trio geboren, das etwas Frisches und Meisterliches ausstrahlte, vor Kreativität geradezu sprühte, vor Selbstbewusstsein strotzte und die verschiedenen Temperamente so zusammenfügte, dass sofort etwas Energiereiches entstand. Alle drei haben eine Vergangenheit, die sich sehen lassen kann: Der 39-jährige Däne Benjamin Koppel nahm mit 18 seine erste Platte auf, spielte mit Charlie Mariano oder Paul Bley und hält eigene Ensembles am Laufen. Scott Colley wurde 1963 in LA geboren, einer seiner Lehrer war Charlie Haden, und die Liste der Musiker, mit denen er arbeitete, beginnt mit Dizzy Gillespie und endet noch lange nicht bei Herbie Hancock oder Jim Hall. Brian Blade muss man dem EJ-Publikum nicht mehr vorstellen. Der 43-Jährige hat Preise abgeräumt und mit jazzaffinen Musikerinnen wie Joni Mitchell oder Norah Jones gearbeitet, mit Folklegenden wie Bob Dylan oder Emmylou Harris, und natürlich mit Jazzgrößen wie Joshua Redman und Wayne Shorter. Man kann ein wenig an der Skizze dieser Biographien ablesen, wie virtuos und vielschichtig das sein wird, was diese heimliche Supergroup auf die Bühne bringen wird.

Was macht eine Ikone des Undergrounds, wenn nach 30 Jahren eine der einflussreichsten Bands des Indierocks ins Stocken gerät, eine Band, in der Kim Gordon eben nicht nur Bass gespielt und gesungen hat, sondern die auch noch so eine Art Gesamtkunstwerk des New Yorker Hipstertums 1981ff. gewesen ist. Gordon hat zwar schon früher eigene Projekte verfolgt – aber das vorläufige Ende von Sonic Youth ist eben doch ein Einschnitt. Die Trauerphase dauerte allerdings nicht lange. Body/Head heißt das neue Projekt, und dass Körper und Geist hier zusammen gehören, dürfte schon nach den ersten Rückkopplungen klar werden: Mit Bill Nace, der dieses Jahr auch schon ein Album mit Thurston Moore und Joe McPhee veröffentlicht hat, liefert sich Gordon exzessive Feedback-Orgien an der Gitarre. Das Duo wird beim Enjoy Jazz-Auftritt zum Trio erweitert: Live am Schlagzeug sitzt nach 20 Jahren zum ersten Mal keine geringere als die japanische Avantgarde-Legende Ikue Mori, die Ende der 70er mit Arto Lindsays No-Wave-Band DNA für Aufsehen sorgte, mit John Zorn oder Elliott Sharp zusammenarbeitete und sich in den letzten Jahren zunehmend mit elektronischen Musikformen auseinandersetzte. Das Trio konzentriert sich auf die impulsive Kraft seiner Noise-Experimente und Gordons idiosynkratischer Stimme. „Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man von vorn beginnen“, sagte sie kürzlich. „Aber ich habe ein ziemlich großes Repertoire an Musik und Erfahrungen, die ich einbringen kann.“ In der Tat!

Mi 23.10.13 Body/Head

Kim Gordon (Sonic Youth) & Bill Nace feat. Ikue Mori USA Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 19 € zzgl. Geb. / AK 23 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

g Kim Gordon : g : ce Bill Na Ikue Mori : dr

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15. Enjoy jazz FEstival!

Das muss gefeiert werDen! erleben sie enjoy Jazz auch noch nach dem festival und bringen sie die einzigartige atmosphäre in ihr wohn­ zimmer. mit aus­ gewählten High­ lights wird die edition enjoy Jazz all ihre sinne ansprechen und die wartezeit bis zur nächsten festivalsaison verkürzen.

gebracht. als Hommage an sein diesjäh­ riges eröffnungskonzert wird die enjoy Jazz weinedition den Künstler Joshua redman ehren: enjoy Jazz hat seinen Lieblingswein mit ihm ausgewählt, und er wird eine limitierte anzahl der wein­ edition handschriftlich signieren. erhält­ lich in den größen 0,7 Liter, magnum und Doppelmagnum 2. Oder stehen sie mehr auf einen exklusiven Kaffee­genuss? Dann bieten wir ihnen in Kooperation mit dem Kaffeepapst Dr. steffen schwarz aus mannheim unsere eigene enjoy Jazz­ Kaffee­auslese 3 an.

Zahlreiche großartige Künstler wie Joshua red­ man, Herbie Hancock und michael wollny haben das festival in den vergangenen Jahren musikalisch bereichert. nun ist es an der Zeit einmal revue passieren zu lassen und einige Highlights aus den letzen 15 Jahren auf einer Compilation zu präsentieren – alle persönlich aus­ gewählt von festivalleiter rainer Kern. Lehnen sie sich zurück und tauchen sie mit der 15 Jahre enjoy Jazz CD 1 in die geschichte des festivals ein.

mit der neuen enjoy Jazz fotoedition 4 können sie unseren artist in residence michael wollny zum besonderen wand­ schmuck in ihrer eigenen residenz machen. auf 25 exemplare limitiert, handsigniert und im dekorativem Passepartout wird die fotoedition für bleibende erinnerungen sorgen.

wir möchten mit ihnen auf 15 Jahre enjoy Jazz anstoßen. im rahmen des festivals werden wir unseren gästen einen speziell kreierten wein präsen­ tieren. in Kooperation mit thomas Boxberger­von schaabner von der firma extraprima wird in diesem Jahr die enjoy Jazz Künstler weinedition auf den weg

in diesem Jahr wird sich das junge Label miss magnifique wieder mit einer eigens für die edition enjoy Jazz entworfenen schmuckkollektion präsentieren. Die individuell gestalteten und handgefer­ tigten Ohrringe 5, ringe 6 und Ketten 7 bilden ein stilvolles Highlight der dies­ jährigen edition.

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Diese unD weitere PrODuKte erHäLtLiCH unter www.enJOyJaZZ.De/sHOP 8

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Joshua Redman anna von hausswolff Rémi Panossian uRi Caine han Bennink maRius neset CaRla Bley PeteR evans RiCCaRdo del fRa nils PetteR molvæR moRitz von oswald youn sun nah ulf wakenius dafnis PRieto BRad mehldau maRk tuRneR laRRy GRenadieR Jeff BallaRd John sCofield huGh masekela Joshua Redman anna von hausswolff Rémi Panossian uRi Caine han Bennink maRius neset CaRla Bley PeteR evans RiCCaRdo del fRa nils PetteR molvæR moRitz von oswald youn sun nah ulf wakenius dafnis PRieto BRad mehldau maRk tuRneR laRRy GRenadieR Jeff BallaRd John sCofield huGh masekela Joshua Redman anna von hausswolff Rémi Panossian uRi Caine han Bennink maRius neset CaRla Bley PeteR evans RiCCaRdo del fRa nils PetteR molvæR moRitz von oswald youn sun nah ulf wakenius dafnis PRieto BRad mehldau maRk tuRneR laRRy GRenadieR Jeff BallaRd John sCofield huGh masekela Joshua Redman anna von hausswolff Rémi Panossian uRi Caine han Bennink maRius neset CaRla Bley PeteR evans RiCCaRdo del fRa nils PetteR molvæR

15 yeaRs enJoy Jazz

E d ition

freuen sie sich auch jetzt schon auf das kommende Jahr, wenn die edition enjoy Jazz um einen hochwertigen und umfas­ senden Bildband 8 erweitert wird.

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moRitz von oswald youn sun nah ulf wakenius dafnis PRieto BRad mehldau


CD-Releasekonzert

Uraufführung

Gefördert von der

Gefördert von der

Do 24.10.13 bartmes Deutschland

Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 15 € zzgl. Geb. / AK 18 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr Fola Dada : vo c Frank Spanio l : bcl, electron ics Jo Bartmes : org, whistlin g Oli Rubow : dr , electronics

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Friends of Enjoy Jazz e.V.

Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Jo Bartmes war von Anfang an bei Enjoy Jazz dabei. 1999, als alles anfing, kehrte er gerade mit abgeschlossenem Jazz-Studium aus New York zurück. Im Gepäck hatte er Groove-Jazz mit Hammondorgel, wie ihn dort gerade Medeski, Martin & Wood auf die Tagesordnung gesetzt hatten. Einerseits ein ausgebildeter Jazzer mit Kenntnis der Jazz-Geschichte, andererseits aber auch immer ein Ohr am Puls aktueller Club-Sounds – das sollte das Erfolgsrezept von Bartmes werden. Wie anspruchsvoll und zugleich tanzbar das klingen kann, wie nahe sich HipHop, Drum & Bass und Soul Jazz stehen, dass niemand aktuelle Clicks & Cuts und den warmen Sound der Bass-Klarinette missen muss – all das zeigte Bartmes 2011 bei Enjoy Jazz live und kurz darauf auf dem überzeugend eklektizistischen Album „Modular Soul“. bartmes hat den gewissen Flow, der modern klingt, aber gleichzeitig zeigt, dass er weiß, wo er und seine Vorlieben herkommen. Und ganz nebenher hat er eine Band zusammengestellt, die all die vielfältigen Qualitäten seines handgemachten Dancefloor mitreißend auf die Bühne bekommt. Jetzt ist es an der Zeit, den Nachfolger von „Modular Soul“ zu präsentieren.

Ein Abend ganz im Zeichen der Klangforschung. Der Gitarrist Claus Boesser-Ferrari und der Livesampling-Spezialist und DJ Jan Bang waren bereits mehrfach zu Gast im Rahmen von Enjoy Jazz. Boesser-Ferrari spielte Duo-Konzerte mit Marc Ribot (2007) und mit Thomas Siffling (2011). Bang ist Co-Direktor des befreundeten „Punkt“-Festivals zu Kristiansand und seit 2008 regelmäßig bei Enjoy Jazz zu Gast. Im vergangenen Jahr gestaltete er beispielsweise einen Abend gemeinsam mit Tigran Hamasayan, erinnert sei auch an den Live-Remix der „Psycho“Lesung von Matthias Brandt und Jens Thomas 2011. Dritter im Bunde ist der in Bulgarien geborene Trompeter Sava Stoianov, der seit 2002 Mitglied des Ensemble Modern ist. Mit wechselnden Partnern gestaltet Stoianov originelle Kammermusikabende im Bereich der Neuen Musik, kümmert sich aber auch um die authentische Aufführung traditioneller bulgarischer Folklore und betreibt mit Instrumentenbauern die Weiterentwicklung der Trompete. Dieses ungewöhnliche Treffen dreier ungewöhnlicher Musiker, eine echte Weltpremiere, geht auf Anregungen des Festivalleiters Rainer Kern zurück.

Fr 25.10.13 Jan Bang / Claus BoesserFerrari / Sava Stoianov

Norwegen / Deutschland / Bulgarien

Alte Feuerwache Mannheim VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 24 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Jan Bang : electronics :g Claus Boesser-Ferrari tr : ov ian Sava Sto

Friends of Enjoy Jazz e.V.

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H A N D W E R K S T R A D I T I O N Seit über 50 Jahren finden Sie in allen unseren Filialen – in und um Heidelberg – Backspezialitäten aller Art, die mit Liebe und ausgesuchten Zutaten nach echter Bäckertradition für Sie frisch gebacken werden.

Eppelheimer Straße 8 69115 Heidelberg Fon 06221 /6049-0 Fax 06221 /6049-99 info@baeckerei-mantei.de www.baeckerei-mantei.de

Auf den Musikseiten der spanischen Tageszeitung „El País“ scheint man einen guten Riecher zu haben. Vor zwei Jahren stand da über den jungen Berklee-Studenten Dayramir González zu lesen: „Ohne Zweifel, er gehört zur Speerspitze einer jungen Generation von Jazz-Pianisten in Kuba und in der ganzen Welt.“ Wenn man ihn solo am Piano hört, dann schwingen in seinem Spiel nicht nur die lange Geschichte des amerikanischen Jazz und ein sensibles Gespür für die Freiheiten mit, die diese Tradition jedem Musiker eröffnet. Sondern selbstverständlich auch das kubanische Erbe, die aus spanischen und afrikanischen Einflüssen gespeiste rhythmische Eloquenz karibischer Musik. Dass der jahrelange Hype rund um den Buena Vista Social Club ein wenig abgelenkt hatte von jüngeren Musikern aus Kuba, ist zwar bedauerlich. Langsam aber sicher scheint sich da jedoch etwas zu ändern; eine ganze Reihe von Interpreten wie Reinier Elizarde oder Harold López-Nussa machen mit Verve auf sich aufmerksam. Nicht zuletzt Dayramir González selbst: „Unsere Generation hat bewiesen, dass wir Stärke, Wissen, Ideen und nicht zuletzt auch Gemeinsinn haben. Wir bilden eine Bewegung junger kubanischer Jazz-Musiker.“ Wer sich davon überzeugen will, sollte Dayramir González und seine Band Habana enTRANCE nicht verpassen: Die Musiker transponieren die Vergangenheit kubanischer Musik in die Gegenwart des Jazz.

Sa 26.10.13 Dayramir & Habana enTRANCE Kuba

Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 16 € zzgl. Geb. / AK 19 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr Dayramir González : p Damian Nueva : b Regis Molina : sax Lukmil Perez : dr

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So 27.10.13 Rob Mazurek & São Paulo Underground USA / Brasilien dasHaus Ludwigshafen VVK 22 € zzgl. Geb. / AK 26 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

onics Rob Mazurek : c, electr rs, voc ple sam s, key : o nad Guilherme Gra aquinho, Mauricio Takara : dr, cav electronics

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Kaum zu glauben, dass der Kornettist Rob Mazurek noch Mitte der 1990er auf dem schottischen „Hep Jazz“-Label amtlichen Hard Bop veröffentlichte! Mit seinem einflussreichen Chicago Underground Duo, dem Exploding Star Orchestra und diversen weiteren Projekten spielte Mazurek in der Folge Avant Jazz, bewegte sich im Umfeld der Chicagoer Post-Rock-Szene um Jeff Parker, Tortoise und Isotope 217, bevor er 2000 aus privaten Gründen einige Zeit nach Brasilien zog, erst nach Manaus, dann nach São Paulo. Das Trio São Paulo Underground – zu Mazurek und Takara gesellte sich etwas später noch Granado – kombiniert mehrere heterogene Welten in der Manier von Tropicalia zu etwas ganz Eigenem. Zu programmierten Beats mischen sich Elemente brasilianischer Folklore wie Forró mit westafrikanischen Gitarren-Sounds und perkussiven HipHopImprovisationen. Manchmal melodiös, manchmal tanzbar, manchmal beides, manchmal abstrakter Noise. Der Titel des ersten Albums lautete 2006 so vielsagend wie treffend: „Sauna: Um, Dois, Três“. Sauna statt Samba. Auf dem im Juni 2013 erschienen Album „Beija Flors Velho E Sujo“ (Ol’ Dirty Hummingbird) geht es zugänglicher, aber bestimmt nicht wohl geordnet zu. Kein Wunder, wenn man im Tourbus immer die alten Klopfer von Ol’ Dirty Bastard hört!

Erinnert sich hier noch jemand an das unglaublich intensive Konzert, dass Kieran Hebden und Steve Reid 2006 im Karlstorbahnhof spielten? Warum wir daran erinnern? Nun, der großartige Steve Reid, der mit Martha & the Vandellas, Sun Ra, James Brown und Fela Kuti spielte, starb im April 2010, aber sein Spirit lebt. Zum Beispiel in der Musik von RocketNumberNine, dem Schlagzeug-Synthi-Duo der Brüder Page aus London. Die Brüder haben von 2005 bis 2010 eng mit Reid gearbeitet und daraus ihren eigenen Mix aus „jazz-informed techno and electronica“ (The Clash Magazine) entwickelt. Mit Kieran Hebden arbeiten sie häufiger zusammen, von Gilles Peterson werden sie protegiert, im Sommer touren sie mit Neneh Cherry und Ende Juli veröffentlichten sie endlich ihr Debütalbum „MeYouWeYou“. Wo? Na, auf „Smalltown Supersound“ natürlich! Die Welt ist manchmal schon recht klein! Ihr Auftritt bei Enjoy Jazz kann nur ein Highlight werden.

Mo 28.10.13 Rocketnumbernine

Großbritannien

Alte Feuerwache Mannheim VVK 15 € zzgl. Geb. / AK 18 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Tom Page : dr Ben Page : synth

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Enjoy Jazz, enjoy your stay

Exzellenz Hotel Heidelberg Rohrbacher Straße 29 69115 Heidelberg Tel. 06221 9150 Fax 06221 164272 info@exzellenzhotel.de www.exzellenzhotel.de

Wie geheimnisvoll und anziehend das Fremde sein kann! Als Youn Sun Nah auf ihrer High School in Korea Kassetten mit französischen Chansons hörte, war es um sie geschehen: Sie wollte in das Land mit dieser suggestiven, eleganten Sprache, die sie nicht verstand. Sie wollte etwas über diese Musik erfahren. Sie ging 1995 nach Paris, studierte Literatur, dann Gesang und kam zum Jazz – weil der Jazz der Ursprung populärer Musik ist. Ein Jazz-Sänger, wurde ihr klar, kann eben alles singen. Und das tat Youn Sun Nah fortan auch: Stücke von Nat King Cole und Nine Inch Nails oder Lieder aus ihrer koreanischen Heimat finden sich in ihrem Repertoire; sie haucht sie, erzählt mit einer dramatischen Stimme, die unterschiedlichste Stimmungen abbilden kann, zart und kraftvoll, leise und voller rauer Energie. Damit hat sie immensen Erfolg, und das schon lange nicht mehr nur in ihrer Wahlheimat Frankreich. Ihre Platten erscheinen beim Act-Label, zuletzt veröffentlichte sie das Album „Lento“. Einer ihrer Lieblingspartner auf der Bühne ist der Gitarrist Ulf Wakenius, selbst ein filigraner, sehr gefragter Musiker, der mit Steve Coleman oder Oscar Peterson arbeitete und der durch seine präzise, reduzierte Spielweise einer expressiven Sängerin wie Youn Sun Nah die beste Bühne bietet. Zum zweiten Mal schon kann man die beiden nun beim Enjoy Jazz Festival erleben.

Di 29.10.13 Youn Sun Nah / Ulf Wakenius Lento Tour 2013 Südkorea / Schweden Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 21 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

Youn Sun Nah : voc Ulf Wakenius : g

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enjoy jazz mit

Jazz-Aperitif mit Hans-Jürgen Linke Beginn 19.15 Uhr BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen

Uraufführung Eine Veranstaltung der BASF SE

Mi 30.10.13 Michael Wollny Quartet feat. Vincent Peirani Deutschland / USA / Frankreich

BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen VVK 22,50 / 20 / 12,50 € zzgl. Geb. AK 17 / 22 / 27 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Michael Wollny : p Tim Lefebvre : eb Eric Schaefer : dr Vincent Peirani : acc

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Das Klavier ist für ihn eine „Klangwerkstatt“. In der Tat! Wenn man Gelegenheit hat, Michael Wollny über die Schulter zu schauen, ihn also an seiner Werkbank sitzend und schwitzend, zappelnd und rüttelnd, hämmernd und trommelnd zu beobachten, dann weiß man ungefähr, was der Mittdreißiger meint. Was nach harter Arbeit aussieht, ist natürlich zugleich die schönste Fantasterei: Wollny ist, wenn er spielt, in einem Schaffensrausch. Irgendwann lässt sich da Filigranität nicht mehr von Raserei unterscheiden. Michael Wollny, der erste Artist in Residence bei Enjoy Jazz, baut seine Klangwerkstatt an diesem Abend mit drei Kollegen weiter aus, auch sie Meister ihres Fachs: Wollnys alter [em]-Mitstreiter Eric Schaefer am Schlagzeug ist dabei weit mehr als Rhythmusgeber; Tim Lefebvre, der im Frühjahr bei Wollnys Trio schon für Eva Kruse am Bass eingesprungen ist, wird ebenfalls mit von der Partie sein, und Vincent Peirani ein aufgehender Stern am europäischen Jazzhimmel, bringt mit seinem Akkordeon eine neue Klangfarbe in Wollnys Triosound ein. Somit kann die Quartettpremiere bei Enjoy Jazz im BASF-Feierabendhaus nur beeindrucken. Man muss über keine großen prophetischen Fähigkeiten verfügen, um schon jetzt sagen zu können, dass dieses Konzert einer der Höhepunkte des Festivals sein wird.

ACT 9030-2 (auch als lp)

ACT 9524-2 (auch als lp)

ACT 9542-2

michael wollny - artist in residence

ACT 6011-2 (2 for the price of 1)

ACT 9515 (auch als lp)

ACT 9549-2

www.actmusic.com | www.facebook/actmusic | vertrieb: edel:kultur


Jubiläumsparty zum 15. Festival

Do 31.10.13 Dafnis Prieto Proverb Trio USA / Kuba dasHaus Ludwigshafen VVK 18 € zzgl. Geb. / AK 22 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Dafnis Prieto : dr Kokayi : voc Jason Lindner : keys

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Die New York Times drückte es recht brachial aus: Die Ankunft von Dafnis Prieto 1999 in den USA müsse man sich so vorstellen, als wäre New York von einem Asteroiden getroffen worden. Das war als Kompliment gemeint. Denn der 39-jährige Dafnis Prieto, gebürtiger Kubaner, hat mit seinem überirdischen Schlagzeug- und Percussionspiel tatsächlich eingeschlagen, hat bei vielen Hörern das Verständnis rhythmischer Möglichkeiten verändert und einen immensen Einfluss auf die (Latin-) Jazz-Szene ausgeübt. Etwas Genialisches haftet ihm an, nicht nur, weil er das hochdotierte MacArthur Fellowship-Stipendium erhalten hat, das den Spitznamen „Genius Grant“ trägt. Sein mit dem MC und Sänger Kokayi und dem Keyboarder Jason Lindner unter dem Namen Proverb Trio aufgenommene Album entstand in sechs Stunden – ein hochenergetischer, konzentrierter Prozess im Studio, bei dem alle drei Musiker sich von der Intensität des Augenblicks haben tragen lassen. Man kann das hören, die Inspiriertheit, die Lust am Improvisieren, die verschiedenen musikalischen Impulse, die von den drei Charakteren in die Stücke eingegangen sind: komplexe elektronische Keyboardstrukturen, die von ausgefallen-ausgefeilten rhythmischen Mustern durchwirkt sind. Dass dieses Trio also gerade live nicht zu bremsen ist, muss kaum erwähnt werden.

Partytime! Die „15“ ist ja auch so eine Zahl, die man mit Anstand feiern kann, darf, muss. Und ist es nicht eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, dass das allererste Konzert von Enjoy Jazz 1999 ein Konzert von George Evelyn a.k.a. Nightmares on Wax war? Downtempo HipHop-House-Beats aus Leeds inna DubStyle. Stichwort: „Smokers Delight“, aber gerade noch tanzbar. Im Sommer 2013 ist George Evelyn jedenfalls noch immer alive and softly kickin´ — und mit neuem Album. „Feelin´ Good“ ist erstaunlich offen, mischt jazzy Vibes mit Southern Soul, bietet House-Grooves, Dancehall Reggae – und hat Sebastian Studnitzky, Robin Taylor-Firth und Wolfgang Haffner an Bord. Nachdem Evelyn schon das Soundsystem-Ding und das Band-Ding ausprobiert hat, setzt er jetzt live auf die tragfähige Mischung – mit viel Perkussion. Wir sind entspannt gespannt. Anschließend öffnet der legendäre Mojo-Club seine Pforten. Rare Grooves und Leftbank-Soul-Classics bis zum Abwinken. Das Archiv als tanzbare soziale Praxis. The Gospel according to Enjoy Jazz! Und wie beim letzten Mal ist unser Freund DJ CMB wieder am Start, der damals den Abend so fulminant eröffnete, dass George Evelyn ihn mit auf Tour nehmen wollte.

Do 31.10.13 Nightmares on Wax (live) Mojo Club:

Original Jazz Rockers present Dancefloor Jazz

DJ CMB

Großbritannien / Deutschland Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr Nightmares on Wax : tba Original Jazz Rocker s : turntables DJ CMB : turntables

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In Kooperation mit

In Kooperation mit

capitol

Fr 01.11.13 Jozef van Wissem Niederlande

Café Prag Mannheim VVK 16 € zzgl. Geb. / AK 19 € Beginn 22 Uhr / Einlass 21 Uhr Jozef van Wissem : laute

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Seine Stücke heißen „Amor fati (Love is a Religion“) oder „He is Hanging from His Shiny Arms His Heart an Open Wound with Love”, seine Alben nennt er „Nihil Obstat” oder „Concerning the Entrance into Eternity” (zusammen mit Jim Jarmusch an der Gitarre) – der gebürtige Niederländer Jozef van Wissem, der heute in Brooklyn zu Hause ist, scheint es mit der Religion zu haben. Oder zumindest mit dem Mystischen. Sein Instrument ist ein eher ungewöhnliches und altertümliches: die 24-saitige Laute. Und mit diesem barocken Spielgerät schafft er durch Wiederholungen, Verfremdungen, zyklische Melodien, Überlagerungen tatsächlich ein Gefühl für eine sanfte Bewegung, die immer tiefer zu dringen scheint. Jozef van Wissem, der unter anderem mit den Gitarristen James Blackshaw oder dem von seinem Konzert mit Peter Brötzmann in Mannheim in Erinnerung gebliebenen Keiji Haino zusammenarbeitete, schleicht sich mehr ins Bewusstsein seiner Hörer als dass er sich aufdrängt. Ein Kritiker schrieb einmal, man könne beim Zuhören schwören, Jozef van Wissem habe mehr als zwei Hände. Bei seinem Enjoy Jazz-Auftritt wird sich das überprüfen lassen.

Je länger und öfter die „Wunderkammer“, in die uns Michael Wollny und Tamar Halperin 2009 einluden, begehbar ist, desto stärker offenbart sie sich als Labyrinth, als hybrider Raum, der sich um die Grenzen zwischen Jazz, Pop und Klassik nicht länger schert, sondern unter Zuhilfenahme diverser Tasteninstrumente experimentell und kreativ zwischen Alter Musik, (schwarzer) Romantik und Minimal Music irrlichtert und dem durch die Betonung des Repetitiven fast schon den Brückenschlag zum Techno gelingt. Wird das musikalische Material dann auch noch für eine Bigband orchestriert, werden weitere Ecken der „Wunderkammer“ ausgeleuchtet, die so vorher nicht sichtbar waren. Die Premiere der „Wunderkammer XXL“ 2012 auf dem Jazzfestival Frankfurt wurde als „Sternstunde“ bejubelt. 2013 gibt es, abgesehen von diesem Abend bei Enjoy Jazz, nur noch in Berlin eine Gelegenheit, dieses phänomenale Ereignis live zu erleben.

Fr 01.11.13 Michael Wollny’s Wunderkammer XXL Deutschland / Israel

Capitol Mannheim VVK 23 / 21 € zzgl. Geb. / AK 27 / 25 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Michael Wollny : p, spi eluhr, kalimba Tamar Halperin : cem balo, celesta, harmonium, glockensp iel HR Bigband, Leitung : Jörg Achim Keller

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Eine Veranstaltung der BASF SE

„Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Als ich das erste Mal die Musikschule besuchte, konnte ich mich überhaupt nicht auf Klassische Musik konzentrieren – Jazz hat einfach alles andere überschattet.“ Man könnte auch sagen, die Liebe zum Jazz und zur Improvisation war einfach zu leidenschaftlich, als dass aus Nikolas Anadolis ein klassischer Pianist hätte werden können. So richtig verwundert einen das nicht. Immerhin hat der erst 22-Jährige, der inzwischen ein Berklee-Diplom in der Tasche und etliche Auftritte bei renommierten Festivals hinter sich hat, einen Schlagzeuger als Vater. In der elterlichen Wohnung war dem Jazz in all seinen Formen gar nicht zu entkommen; der musikalische Bazillus hat sich ein wehrloses Opfer gesucht. Zwar hört man Anadolis die klassische Ausbildung, die er dann doch ein paar Jahre lang genoss, in seinem sehr genauen, komplexen, sich aus verschiedenen Quellen speisenden Spiel durchaus noch an. Aber eben vor allem die Unbändigkeit und Verschlagenheit, sich den Konventionen durch lustvolle, waghalsige Improvisationsfantasien zu entziehen. Wer Nikolas Anadolis letztes Jahr mit seinem Trio erlebt hat – er war der heimliche Star des Festivals 2012 – wird ihn als Solisten nicht verpassen wollen. Nun ist dazu im BASF-Gesellschaftshaus Gelegenheit.

Sa 02.11.13 Nikolas Anadolis Solo Griechenland

BASF-Gesellschaftshaus Ludwigshafen VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Nikolas Anadolis : p

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WWW.NEUERDEUTSCHERJAZZPREIS.DE

Gewinner Neuer Deutscher Jazzpreis 2013

ENJOY JAZZ COCKTAIL

14.+ 15. MÄRZ

ALTE FEUERWACHE MANNHEIM gefördert durch:

Platz ist in der kleinsten Hütte. In der Hütte sucht man Schutz vor Unwettern. Eine Hütte ist einladend, aber immer auch provisorisch. Eine Hütte ist kein Traumpalast, weshalb die Hütte für prekäre Zeiten bestens taugt. Manchmal brennt die Hütte auch, aber das ist kein schlechtes Zeichen. Solche und ähnliche Assoziationen finden sich im Booklet des Debütalbums von Max Andrzejewski’s HÜTTE, erschienen bei Unit Records. HÜTTE eilte ein Ruf als angesagter Nachwuchs-Geheimtipp der Berliner Szene voraus, aber seit die Band im Frühjahr recht souverän mit ihrer eigenwilligen nervös-verspielten, aber luftigen Mischung aus Free Jazz, Indie Rock und zappaesken Untertönen den Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim gewann (und der Bandleader zudem noch den Solistenpreis!), war ausgemacht, dass es im Herbst zu einem Wiedersehen und -hören kommen wird. Das ist seit 2012 der Deal zwischen den beiden Leuchttürmen der Jazz-Saison. So wird man im Herbst überprüfen können, ob der selbstbewusste Enthusiasmus und das energische Bemühen um die stets originelle Wendung des Frühjahrs auch einen ganzen Konzertabend zu tragen vermag. Wir machen uns da überhaupt keine Sorgen.

In Kooperation mit

Sa 02.11.13 Enjoy Jazz Cocktail: Max Andrzejewski’s HÜTTE Dänemark / Deutschland Europäischer Hof Heidelberg Eintritt frei Beginn 21.30 Uhr Johannes Schleierm acher : sax Tobias Hoffmann : g Andreas Lang : b Max Andrzejewski : dr

Friends of Enjoy Jazz e.V.

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In Kooperation mit

Jetzt geht die Party aber richtig los! Weil ihnen die Marching Bands in New Orleans eine Terz zu traditionell waren, gründeten die beiden Drummer Lumar LeBlanc und Derrick Moss eine eigene Band, die dem Jazz einen ordentlichen Schuss Zeitgenossenschaft injizierte. Warum sollte man nicht die Hits spielen, die im Radio laufen? Die, wenn eine Jazzband sie ins Idiom der Marching Bands überträgt, beim Erkennen ein Lachen in die Gesichter der Zuhörer zaubern. Warum nicht funky spielen wie die legendären Meters? Und wenn man schon die Erinnerung an Bob Marley im Namen trägt, dann kann man auch schon etwas Reggae in den Gumbo mischen. Seit 1991 existieren die Soul Rebels, die irgendwann das „Brass Band“ aus dem Namen strichen, weil nicht extra gesagt werden muss, was eh jeder hört und sieht. Sie haben bereits einige Alben in den USA veröffentlicht, doch erst 2012 wagten sie sich mit „Unlock Your Mind“ auf den internationalen Markt. Da hatten sie ihren Ruf als „Hardest Working Band in Show Biz“ bereits weg. Zu ihren Fans zählen Stars wie Metallica, The Roots und Trombone Shorty.

So 03.11.13 Soul Rebels

Support: Enjoy JazzSchulbigband USA / Deutschland halle02 Heidelberg VVK 22 € zzgl. Geb. / AK 26 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Derrick Moss : dr Lumar Leblanc : dr Julian Gosin : tp Corey Peyton : tb Erion Williams : sax Paul Robertson : tb Edward Lee Jr. : sousap hone Marcus Hubbard : tp

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Jazz-Aperitif mit Siggi Loch Beginn 19.15 Uhr BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen

BASF-KULTURPROGRAMM 2013/2014 Höhepunkte

Deutschlandpremiere Eine Veranstaltung der BASF SE

DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG SHEN WEI DANCE ARTS

DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG I CAMERISTI DELLA SCALA DI MILANO

„Near the terrace“/„Rite of Spring“ 15. November 2013 I 19:30 Uhr I Theater im Pfalzbau, LU

11. Dezember 2013 I 20 Uhr I BASF-Feierabendhaus, LU

MARIZA „WORLD TOUR 2013“

„Christmas with the Puppini Sisters“ 13./14. Dezember 2013 I 20 Uhr I BASF-Feierabendhaus, LU

22. November 2013 I 20 Uhr I BASF-Feierabendhaus, LU

PROGRAMMPREMIERE LISA BATIASHVILI Violine 27. November 2013 I 20 Uhr I BASF-Feierabendhaus, LU François Leleux, Oboe Sebastian Klinger, Violoncello Peter Kofler, Cembalo

KITTY HOFF & FORET-NOIRE

THE PUPPINI SISTERS

SOL GABETTA Violoncello 21. Januar 2014 I 20 Uhr I BASF-Feierabendhaus, LU Bertrand Chamayou, Klavier

CHILLY GONZALES „Piano Talk Show W/Quintet“ 26. Januar 2014 I 20 Uhr I BASF-Feierabendhaus, LU

„Argonautenfahrt“ 07. Dezember 2013 I 20 Uhr I BASF-Gesellschaftshaus, LU Das Programmheft und Tickets erhalten Sie unter Tel. 0621 60 99911, an allen eventim-VVK-Stellen oder unter www.basf.de/kultur.

Im Juni 2008, vor etwas mehr als fünf Jahren, starb der schwedische Pianist und Komponist Esbjörn Svensson bei einem Tauchunfall. Damit endete sehr unvermittelt nach 13 Alben und zahllosen Konzerten auch die Geschichte einer der prägendsten, einflussreichsten und erfolgreichsten Bands der vergangenen 20 Jahre: E.S.T. Nun ist es an der Zeit, einen „neuen“ Blick auf die Musik von E.S.T. und die Kompositionen von Esbjörn Svensson aus einer leicht verschobenen Perspektive zu werfen. Früh hatte Svensson damit begonnen, für besondere Anlässe an einem Programm zu arbeiten, dass die Musik von E.S.T. für Kammerorchester und Jazz-Solisten arrangierte. So konzertierten E.S.T. 2003 auf der Jazzbaltica an der Seite von Pat Metheny. Ergänzt werden Svenssons Arrangements durch ein Orchester-Arrangement des schwedischen Dirigenten und Arrangeurs Hans Ek. Neben den beiden E.S.T.-Musikern Dan Berglund und Magnus Öström werden auch bei Enjoy Jazz eine Reihe weiterer hochkarätiger Solisten auftreten. Nach der erfolgreichen Premiere in Stockholm und weiteren Konzerten in Städten wie Istanbul und Rotterdam, wird das außergewöhnliche Projekt bei Enjoy Jazz zur deutschen Erstaufführung kommen.

So 03.11.13 E.S.T. Symphony

Orchestral music of the Esbjörn Svensson Trio Deutschland / Schweden BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen VVK 57 / 50 / 42 / 35 € zzgl. Geb. AK 66 / 58 / 50 / 42 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Hans Ek : Dirigent Dan Berglund : b Magnus Öström : dr Michael Wollny : p Thomas Siffling : tp Lage Lund : g tba : sax Staatsorchester Rhe inische Philharmonie

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In Kooperation mit

Brad Mehldau hat von seinen ersten Auftritten an für Furore gesorgt. Zunächst als Teil des Quartetts von Joshua Redman, dann mit seinem eigenen Trio, das zu einer Renaissance der klassischen Formation beitrug, und nicht zuletzt mit seinen Soloauftritten. Gerade da erweist er sich als Virtuose, der die kleinsten Details mit der größten Hingabe ausstellt, der jedem einzelnen Stück eine Dramaturgie gibt, die eine nie nachlassende Spannung erzeugt. Ob er Standards spielt, Klassiker von Monk oder Gershwin, ob er einen Song von Nick Drake oder Kurt Cobain als Ausgangsmaterial nimmt: Seine Fantasie ist überbordend, seine Improvisation weit ausschweifend. Wie kaum ein Zweiter seiner Generation hat er von den großen Pianisten der Jazzgeschichte gelernt, um seine eigene Sprache zu entwickeln, die nicht zuletzt auch von einer Grammatik der Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts getragen wird. Bei allem theoretischen Wissen, über das Mehldau zudem verfügt – wenn er versunken am Klavier sitzt, tief über die Tastatur gebeugt, allein seinen Ideen nachlauschend, herrscht die reine Sinnlichkeit. „Mehldaus Musik ist die Sache selbst“, schrieb Gregor Dotzauer vor einigen Jahren anlässlich eines Konzerts von Brad Mehldau in Mannheim, „ein hochenergetischer Prozess, der Melodien und Motivpartikel durch die verschiedensten Klaviaturregionen schleust und dabei das Ausgangsmaterial fast kubistisch zerlegt: eine Übung in Klischeevermeidung.“

Mo 04.11.13 Brad Mehldau Solo USA

Christuskirche Mannheim VVK 29 € zzgl. Geb. / AK 35 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Brad Mehldau : p

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Ditzners Carte Blanche

In Kooperation mit

Di 05.11.13 von Schlippenbach, Wogram, Gramss, Ditzner Deutschland

Alte Feuerwache Mannheim VVK 17 € zzgl. Geb. / AK 20 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Erwin Ditzner : dr enbach : p Alexander von Schlipp Nils Wogram : tb Sebastian Gramss : b

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Die „Carte Blanche“ des Enjoy Jazz Festivals ist bei Erwin Ditzner in den besten Händen. Man erinnere sich nur an seine spannenden Abende mit dem Quartett Sind Sie Außer Gefahr 2011 oder das „coole“ Konzert mit Jeff Parker und Sebastian Gramss 2012! Der „Free Flight“ (Albumtitel) mit der Pianistin Marilyn Crispell ist sogar auf Tonträger dokumentiert und wurde bei „fixcel records“ veröffentlicht. Letztlich ist jeder dieser Abende ein bewusster Sprung ins kalte Wasser gewesen. „Wir spielen völlig frei, ohne Proben. Es gibt je nach Temperament der Beteiligten vielleicht ein paar kurze Absprachen, aber keine Regeln“, erklärt Ditzner. Das birgt wohl gewisse Risiken, die man dadurch minimieren kann, indem man die „richtigen“ Musiker anspricht und einlädt. Erwin Ditzner, der Musiker, ist nämlich auch erklärter Fan. Zum Beispiel von der Band Underkarl, in der neben Gramss auch Lömsch Lehmann, Dirk-Peter Kölsch und Nils Wogram spielen. Oder der CD-Box „Monk´s Casino“, wo u.a. Alexander von Schlippenbach und Rudi Mahall sich auf ihre Weise der Kompositionen von Thelonious Monk annehmen. Sie sehen: Hier fügt sich alles. Hoffentlich auf das Abenteuerlichste!

Alte Bekannte in gar neuer Umgebung. Der Bassist Larry Grenadier und der Schlagzeuger Jeff Ballard waren bei Enjoy Jazz wiederholt an der Seite von Brad Mehldau zu erleben. Aber auch Fly, das 2003 begründete Trio der beiden mit dem AusnahmeTenoristen Mark Turner, waren bereits 2006 im Karlstorbahnhof Festivalgäste. Seither hat das Trio seine Vorstellungen von einem „demokratischen Kollektiv“ beständig in Richtung einer nach Innen gerichteten Abstraktion zwischen Komposition und Improvisation entwickelt. Das aktuelle Album „Year of the Snake“, im Mai 2012 bei „ECM“ erschienen, präsentiert ein Saxophon-Trio in vollendeter Freiheit, dessen hintergründiges und unberechenbares Spiel sich stringend in Richtung Kammermusik bewegt. Was nicht bedeutet, dass die drei Musiker nicht ab und an auch einmal funky aufs Tempo drücken würden. Kontrollierte Funkyness also, die nicht etwa angeberhaft und verspannt, sondern ganz selbstverständlich, souverän und ziemlich lässig daher kommt.

Di 05.11.13 Fly – Mark Turner / Larry Grenadier / Jeff Ballard USA Klapsmühl‘ am Rathaus Mannheim VVK 18 € zzgl. Geb. / AK 21 € Für IG-Jazz-Mitglieder sind ermäßigte Tickets zum Preis von 13 € in der Klapsmühl‘ erhältlich. Beginn 20.30 Uhr / Einlass 20 Uhr Mark Turner : sax Larry Grenadier : b Jeff Ballard : dr

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Di 05.11.13 Dilated Peoples USA Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

DJ Babu : dj Rakaa : mc Evidence : mc

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Dilated Peoples sorgten Ende der neunziger und Anfang der Nuller Jahre, als sie in der HipHop-Szene mit einigen Singles und schließlich dem Album „The Platform“ so richtig aufschlugen, für eine kleine Verwirrung: Sie kamen zwar aus Los Angeles, waren also geografisch irgendwie dem Westcoast-HipHop verpflichtet. Wenn man sich aber ihre deepen Beats genauer anhörte, hätte man sie gut und gerne auch in New York verorten können. Dass die Grenzen zwischen East und West auch im HipHop nicht mehr so klar gezogen sind – Dilated Peoples sind der beste Beweis dafür. Bereits 1992 begegneten, oder besser gesagt fanden sich die drei Musiker bei einer Freestyle-Session in einem HipHop-Shop. Evidence, der als Rapper und Produzent fungiert und seit ein paar Jahren auch mit Soloplatten von sich reden macht, Rapper Rakaa Iriscience und DJ Babu, der nebenberuflich noch bei den Beat Junkies an den Turntables zugange ist, hatten von Anfang an wohl das, was man Street Credibility nennt. Sie sind eine feste Größe im HipHop-Underground, auch wenn sie einmal mit Superstar Kanye West im Studio waren. Dass die drei trotz ihrer regen Soloprojekte immer wieder auf der Bühne zusammenkommen, ist ein Glücksfall – auch für das Enjoy Jazz Festival.


In Kooperation mit

Neun Freunde sollt ihr sein! Oder doch besser zehn? Lars Horntveth mag schon groß gedacht haben, als er im zarten Alter von 14 Jaga Jazzist im norwegischen Tonsberg als zehnköpfige Schulband gründete. Das war 1994 – und mit zehn Multiinstrumentalisten auf der Bühne gilt man schnell als Jazz-Band, zumal wenn man den Jazz im Namen trägt. Wenn man aber beim 2010er-Nonett-Album „One-Armed Bandit“ einmal genauer hinhört, begegnet man darauf weniger Jazz als vielmehr Reminiszenzen von u.a. Frank Zappa, Tortoise, Steve Reich, SurfSounds, King Crimson, Wagner-Hörnern und Western-MusicalMomenten, allerdings zu etwas atemberaubend und aufregend Organischem geformt. Prog-Pop-Rock in großer Formation, mit Kontakten zu Motorpsycho, zu The Thing und allerlei anderen Bands, von der Kritik als Live-Ereignis gefeiert. Je länger man sich durch das Gesamtwerk der Norweger hört, desto klarer wird: diese Band passt zu Enjoy Jazz wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Und obwohl einzelne (Ex-)Band-Mitglieder wie Morten Qvenild (In the Country), Stian Westerhus (Molvær Trio) oder Mathias Eick längst im Rahmen des Festivals gespielt haben: für Jaga Jazzist ist dies 2013 eine Premiere.

Mi 06.11.13 Jaga Jazzist Norwegen

halle02 Heidelberg VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr hone, g, dr, Andreas Mjøs : vibrap electronics perc Erik Johannessen : tp, s key b, : ad est Orm Even s, vibraphone Mathias Eick : tr, b, key m-machines dru Martin Horntveth : dr, s key : en Mo Øystein perc Line Horntveth : tub, effects g, : en sgr For s rcu Ma , g, keys Lars Horntveth : ts, bcl

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Do 07.11.13 John Scofield Überjam Band USA / Großbritannien / Israel / Portugal dasHaus Ludwigshafen VVK 25 € zzgl. Geb. / AK 30 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr John Scofield : g Avi Bortnick : g Andy Hess : b Louis Cato : dr

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Vor gut zehn Jahren überraschte John Scofield seine Fans (und nicht nur die) mit dem Album „Überjam“, das Scofields Sinn für Abwechslung und Überraschungen gleich auf Albumlänge präsentierte. Was ironisch wie ein Weltmusik-Album daher kam, Scofield mit vier Armen zeigte und sich anfangs auch so anhörte, morphte schnell in eine groovebetonte Auseinandersetzung mit Funk und Drum´n Bass. Nachdem er ein Jahrzehnt und sieben Alben lang andere Pfade erkundete, sich vor Ray Charles verbeugte und ein wunderschönes Balladenalbum („A Moment’s Peace“) einspielte, kehrte Scofield in diesem Jahr zum Groove zurück und präsentierte „Überjam Deux“. Kenntnisreich, augenzwinkernd und voller Spielwitz breiten die Musiker hier eine musikalische Roots-Landschaft zwischen „Boogie Stupid“ und „Dub Dub“ vor uns aus, ziehen die Hüte vor Al Green, Curtis Mayfield, Harvey Mandel und vergessen auch den Blues und federnden Westcoast-Sound nicht. „Überjam“ ist Geschichtsunterricht, aber nicht nostalgisch, sondern aufs Heute bezogen, und sehr tanzbar. Wie heißt ein Song so schön? „Curtis Knew“. Scofield aber auch.

Wer schon einmal versucht hat, drei oder vier Leute unter einen Hut zu bringen und mit diesen regelmäßige Treffen zu verabreden, dem mag es ein wenig verwegen vorkommen, gleich 20 bis 30 Musiker dirigieren zu wollen. Bei Snarky Puppy funktioniert das ziemlich gut. Und das, obwohl die aus Texas stammende Big Band ja kein Orchester mit fest angestellten Musikern und gewerkschaftlich geregelten Probezeiten ist, sondern ein loses Kollektiv, das sich um den Bassisten und Komponisten Michael League herum gebildet hat. Umso erstaunlicher, wie hier konsequent musikalische Ideen umgesetzt wurden, wie die „Großfamilie“ es immer wieder schafft, von Auftritt zu Auftritt andere Mitglieder zu integrieren, sich zu erweitern. Snarky Puppy machen etwas, das man einmal als Fusion bezeichnet hat. Aber der Begriff hat etwas leicht Angestaubtes und lässt an manche Sünden der 70er Jahre denken. Davon ist diese Band weit entfernt: Michael Leagues Kollektiv funktioniert vielleicht deshalb so gut, weil hier Jazz, Pop, Funk und südamerikanische Musik zu etwas sehr Leichtem verwoben werden. Man muss weder Manierismen noch esoterische Kunststücke befürchten. Der Bandleader hat einmal in einem Interview gesagt, man solle den Mist, der auf den Radio-Playlists steht, vergessen. Es gehe darum, etwas Essentielles zu finden. Snarky Puppy sind bei ihrer Suche danach schon sehr weit gekommen.

Do 07.11.13 Snarky Puppy USA

Alte Feuerwache Mannheim VVK 17 € zzgl. Geb. / AK 20 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Michael League : b Robert „Sput“ Searigh t : dr Nate Werth : perc Bob Lanzetti : g Bill Laurance : keys Chris Bullock : sax Mike Maher : tp Justin Stanton : tp, key s Mike Harrison : sound

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Präsentiert von

In Kooperation mit

Fr 08.11.13 Hugh Masekela & Larry Willis Südafrika / USA Alte Feuerwache Mannheim VVK 28 € zzgl. Geb. / AK 33 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Hugh Masekela : flh, voc Larry Willis : p

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„... and Hugh Masekelas music was as black as night“, berichtete Eric Burdon vom Monterey Pop Festival, das mitten im „Summer of Love“ 1967 stattfand. Der 1939 in Südafrika geborene Trompeter Masekela hatte es schon damals geschafft, ein buntes Pop-Publikum für den „shit from home“ (Masekela), seinen Afro-Jazz zu begeistern. Für Schubladen war der Musiker, der mit Miriam Makeba verheiratet war und in Harry Belafonte einen Mentor fand, einfach zu flexibel. Er spielte Jazz mit Dollar Brand (d.i. Abdullah Ibrahim), rockte mit The Byrds, hatte 1968 mit „Grazing in the Grass“ einen Pop-Hit, erfand an der Seite Fela Kutis Afro-Funk und enterte 1984 mit „Don´t go lose it Baby“ die Dance-Charts – und kämpfte gegen die Apartheid. Seit den frühen 1990er Jahren lebt der umtriebige, politisch und sozial engagierte Musiker wieder in Südafrika. Mit dem Pianisten Larry Willis verbindet Masekela eine lange Freundschaft, gemeinsam studierte man in den frühen 60ern an der Manhattan School of Music, gemeinsam spielte man die formidable 4-CD-Box „Friends“ mit Standards und zwei Michel Legrand-Kompositionen ein: „Almost like being in Jazz“ (wie der Titel eines älteren Albums ironisch lautete).

Vor zwei Jahren sprachen wir diese Sache aus gegebenem Anlass schon einmal an. Mit ungewöhnlichem, anspruchsvollem oder auch ungewöhnlich anspruchsvollem Pop tut sich das deutsche Publikum für gewöhnlich schwer. Die in Dänemark geborene, aber seit 2005 in Berlin lebende Sängerin, Komponistin und Pianistin Agnes Obel kann davon gewiss ein Lied singen. Denn ihr wunderschönes Debütalbum „Philharmonics“, ein Kompendium fragiler, klar strukturierter und superb arrangierter Songs, wurde in ihrer Heimat und jenseits des Rheins nicht nur von der Kritik bejubelt, sondern auch in „Platin“-Dimensionen verkauft. Hierzulande eher nicht, wenngleich ihr Enjoy JazzKonzert im November 2011 an Intensität und Intimität kaum zu überbieten war. Anfang 2012 begann Obel in Kreuzberg mit der Arbeit am zweiten Album „Aventine“, das Ende September veröffentlicht wurde. Die Rezeptur – eigenwilliger minimalistisch orchestrierter, kammermusikalischer Dream-Pop mit poetischen Texten – blieb unverändert, nur ist das Klangbild jetzt noch etwas präziser gefasst. Keine Frage, „Aventine“ ist eines der ganz großen Alben nicht nur dieses Jahres geworden. Ob es hierzulande wieder kaum jemand bemerkt?

Fr 08.11.13 Agnes Obel Dänemark Heiliggeistkirche Heidelberg VVK 28 € zzgl. Geb. / AK 32 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19.30 Uhr

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In Kooperation mit

Sa 09.11.13 Sheik Anorak

Frankreich

Café Prag, Mannheim VVK 13 € zzgl. Geb. / AK 16 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

, loops

Sheik Anorak : g, dr, voc

„Noise is sexy!“, ruft uns Frank Garcia aus Lyon zu. Seit 2006 betreibt er als Sheik Anorak als Solist ein Noise-Projekt, das aber auch experimentell in Richtung Free-Rock, Avant-Pop oder Improvisation wuchern kann oder darf. Sheik Anorak braucht dazu wenig mehr als ein Gitarre, ein kleines Drum Kit und eine Wagenladung von Effektgeräten, um faszinierende Loop-Wände hochzuziehen. Dann improvisiert er, mal mehr, mal weniger – und manchmal auch gar nicht. Daneben spielt Garcia, der übrigens auch noch das Label „Gaffer Records“ betreibt, in verschiedenen Bands wie Loup, Immortel, Neige Morte, Kanine oder Totale Eclipse mal als Gitarrist, mal als Drummer allerlei Musiken zwischen Free Jazz, Electronica und Black Metal. Auf größere internationale Resonanz stießen zudem seine Kollaborationen mit Musikern wie Weasel Walter (The Flying Luttenbachers) oder Mark Holub (Led Bib), die gerne als „raw and uncompromising free jazz“ angekündigt werden. Es könnte also eine höchst intensive Angelegenheit werden - und wir erinnern in diesem Zusammenhang gerne einmal an die legendäre SoloPerformance von Stian Westerhus anno 2010.

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Als Landessieger Baden-Württemberg bei „Jugend jazzt“ erfolgreich, trat das Chris Reinbold Trio im März beim „JazzMe“ – Wettbewerb in Eberbach an und konnte auch das Finale schließlich für sich entscheiden. Im Rahmen einer Kooperation des Landesmusikrats Baden-Württemberg, des Deutschen Musikrats und Enjoy Jazz winkt dem Gewinner-Trio ein Auftritt im Rahmen des Festivals, was den bereits ausgezeichneten Nachwuchstalenten eine weitere, höchst attraktive Plattform zur Präsentation ihrer Kunst eröffnet. Die drei sehr jungen Musiker des Chris Reinbold Trios, allesamt um die 20 Jahre jung, stammen aus der süd-badischen BodenseeRegion. Als musikalische Vorbilder für die Musik des Trios werden von den Musikern selbst Robert Glasper und Avishai Cohen genannt. Von hier aus gelte es nun, sein eigenes Ding zu machen. Das Trio spielt im Anschluss an mehrere Workshops zum Thema DJing und Elektronik, an welchen Jugendliche ab 14 Jahren teilnehmen können. Nähere Infos finden Sie auf www.enjoyjazz.de

Friends of Enjoy Jazz e.V.

Sa 09.11.13 Workshops und Konzert

Chris Reinbold Trio Deutschland

Dezernat 16 – Zentrum für Kulturund Kreativwirtschaft Heidelberg DJ-Workshops Beginn 17 Uhr / Einlass 16.30 Uhr Konzert 19 Uhr / Einlass 18 Uhr Eintritt frei Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um eine vorzeitige Anmeldung unter anmeldung@ enjoyjazz.de Die Verantwortung für die Betreuung der Kinder liegt bei den Eltern. Christopher Reinbold :p Constantin Herzog : b Maximilian Stadtfeld : dr

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En j o y…

Eine Veranstaltung der BASF SE

So 10.11.13 Enjoy JazzFamilienfest BASF-Gesellschaftshaus Ludwigshafen Eintritt frei Beginn 16.00 Uhr / Einlass 15.30 Uhr Aufgrund begrenzter Kapazität bitten wir Sie, sich vorab anzumelden. Telefon 06221.583 58 50 oder unter anmeldung@enjoyjazz.de Die Verantwortung für die Betreuung der Kinder liegt bei den Eltern.

Jazz mit Kindern und Jazz für Kinder – das ist das Motto des Enjoy Jazz-Familienfests. Auch im Rahmen des 15. Enjoy Jazz Festivals werden wir uns wieder einen Tag dem Nachwuchs und somit den Musikern der Zukunft widmen. Aus diesem Grund laden wir Kinder (ab 6 Jahren) mit ihren Eltern zu einem Familiennachmittag zum gemeinsamen Musizieren ein. Der Leiter der Popakademie Baden-Württemberg, Prof. Udo Dahmen, wird zu Beginn ein Bodypercussion-Workshop anbieten. Darauf haben alle Kinder die Möglichkeit, in kleinen Gruppen zahlreiche Instrumente in Form von Schnupperkursen mit professioneller Anleitung zu erproben. Zum krönenden Abschluss wird die Enjoy Jazz-Schulbigband den Familiennachmittag ausklingen lassen. Durch das Programm führt ein bekannter Überraschungsgast und natürlich sorgen wir für Kaffee, Kuchen und Getränke.

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18. — 28.9.

Matinee Is the groove not enough? „In Japan geht es länger, bis die Leute im Konzert nervös werden, wenn mal längere Zeit nichts passiert“, erklärt Nik Bärtsch, wenn es darum geht, den Unterschied der „Ritual Groove Music“ von RONIN zur nervösurbanen Fusion-Music der 1970er Jahre zu beschreiben. „Wir kreieren eine Mischung aus Funk und Leere. Eine wirbelnde Episode – dann ein Akkord. Stillstand. Gar nichts! Und zack! – geht´s wieder weiter. Diese Technik wird konsequent zum Beispiel in der japanischen Ritualmusik ausgearbeitet. Oder auch in verschiedenen Kampfkunsttechniken.“ Solche Überlegungen hat Bärtsch zum Label „Zen Funk“ verdichtet. Dazu passt, dass die Band, sofern nicht gerade auf Tour, jeden Montagabend im eigenen Club „Exil“ konzertiert, um die Performance durch fortwährende, disziplinierte, ritualisierte Übung voranzutreiben. „Durch Kontinuität entsteht wie von selbst Veränderung!“, erklärt Nik Bärtsch, der die Band gerne als einen sich entwickelnden Organismus betrachtet. Seit 2001 entwickeln sich RONIN nunmehr kontinuierlich, seit 2006 unter dem Dach von ECM und seit 2006 auch regelmäßig zu Gast bei Enjoy Jazz: mit Band oder solo. Auch das schon fast ein Ritual! Hohe Zeit, einmal im Rahmen eines Gespräches einen Blick in die Werkstatt von Nik Bärtsch und RONIN zu werfen, angeregt und befeuert von der Musik Dritter. Aufgrund begrenzter Sitzplatzkapazitäten bitten wir Sie, sich vorab anzumelden: telefonisch 06221.583 58 50 oder unter anmeldung@enjoyjazz.de.

8. INTERNATIONALES FESTIVAL FÜR PERFORMANCE / LIVE-ART / KUNST ZEITRAUMEXIT HAFENSTR. 68 MANNHEIM / WWW.WUNDERDERPRAERIE.DE

So 10.11.13 Ritual & Musik. Ulrich Kriest im Gespräch mit Nik Bärtsch.

SAS „Im Haarlass“ In der Neckarhelle 162 69118 Heidelberg Eintritt frei Beginn 11 Uhr / Einlass 10.30 Uhr


www.brandherde.com www.facebook.de/brandherde

So 10.11.13 Yo La Tengo USA Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 22 € zzgl. Geb. / AK 27 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

s Ira Kaplan : g, b, dr, key dr, keys Georgia Hubley : g, b, dr, keys James McNew : g, b,

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Das nennt man wohl Indie-Urgestein. Yo La Tengo, das Trio aus Hoboken in New Jersey, existiert seit 1984, veröffentlicht regelmäßig konstant gute bis sehr gute Alben, ist eine legendär gute Live-Band, blieb immer unter dem Radar der großen, hippen Moden und ein Insider-Tipp. Zu Zeiten der Bandgründung hießen die Vorbilder noch The Soft Boys, Mission of Burma und Love – und man versuchte sich an einer Verbindung von Second Order-Psychedelia à la The Rain Parade und den schroffen Noise-Experimenten von The Velvet Underground. An dieser Rezeptur hat sich seither nicht viel geändert, abgesehen davon, dass man noch über Gene Clark und Philly Soul stolperte, seine technischen Fertigkeiten perfektionierte und bei der Auswahl von Cover-Versionen gerne mal eigenwilligen Humor zeigte. Als man sie das letzte Mal live sehen konnte, überraschten die drei Multiinstrumentalisten mit einem umwerfend brillanten Acoustic-Set, bevor sie im zweiten Set Neil Young zeigten, wie explosiv sich Gitarrenrock anhören kann. Große, bestens abgehangene amerikanische Musik, meisterlich dargeboten von drei in die Jahre gekommenen, grundsympathischen Slackern.

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Deutschlandpremiere

ECM Ralp h Tow ne r T r a v e l

Wo lfg ang Mu thsp ie l

Sl ava Grig or yan

G u i d e

John Abercrombie Quar tet

ECM

ECM

C arl a Bl ey A nd y She pp ar d Steve Swallow

S T E F A N O B O L L A N I H A M I L T O N D E H O L A N D A E C M O Q U E S E R Á

Trios E CM

ECM

39 Steps

So 10.11.13 Nik Bärtsch’s RONIN Rhythm Clan Schweiz

Alte Feuerwache Mannheim VVK 23 € zzgl. Geb. / AK 28 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Nik Bärtsch : p Kaspar Rast : dr Thomy Jordi : b Sha : bcl, sax Manuel Troller : g fl Fabian Capaldi : sax, flh Martial In-Albon : tp, Michael Flury : tb

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Wie kaum eine andere Band machen RONIN ihre Arbeit fürs Publikum transparent. Wer will, kann RONIN, sofern die Bandmitglieder nicht gerade auf Tour oder anderweitig verhindert sind, jeden Montagabend im Zürcher Club „Exil“ beim Musizieren zuschauen und –hören. Manchmal vielleicht im Trio, manchmal mit zusätzlich eingeladenen Gästen. Der 444. Montag am 3. Juni 2013 war allerdings ein ganz besonderer Montag, denn an diesem Abend morphte RONIN durch Einbezug eines Gitarristen und dreier zusätzlicher Bläser zum RONIN Rhythm Clan, der einen neuen Blick auf die bekannten Module erlaubte. Nik Bärtsch beschreibt das überzeugende Experiment wie folgt: „Aus einer Zusammenarbeit von RONIN mit einer Bigband entstand die Idee, mit mehr Bläsern und einem Gitarristen unsere Module zu orchestrieren und weiter zu entwickeln. Das Grundkonzept unserer Musik bleibt dabei gleich: leere, ruhige, meditative Teile werden mit rohen und direkten Klängen und Grooves kurzgeschlossen. Mit acht Clanmitgliedern wird das Ganze komplexer und gleichzeitig energetischer.“ Die Live-Präsentation des RONIN Rhythm Clan außerhalb des „Exil“-Montags ist ein exklusives Enjoy Jazz-Ereignis. Man darf gespannt sein!

R a l p h To w n e r Wolfgang Muthspiel Slava Grigor yan Tr ave l G u i d e

John Abercrombie Quar tet w / Marc Copland, Drew Gress, Joey Baron 39 Steps

Stefano Bollani Hamilton de Holanda O que será

Carla Bley Andy Sheppard Steve Swallow Tr i o s

E C M 23 10

E C M 23 3 4 C D 374 27 10

E C M 23 32 C D 374 0 4 5 9

E C M 2 287 C D 372 4 5 51

C D 372 9 5 0 8

ECM

Zsófia Boros

En otra par te

Third Reel

F L Y

Nic o l as M as son Rob e r to Pi anc a Em anu e l e M anis c alc o

Ye a r O f T h e S n a ke

M a r k Tu r n e r Larr y Grenadier Jef f Ballard

IL

MARIA PIA DE VITO FRANÇOIS COUTURIER ANJA LECHNER MICHELE RABBIA

ECM

e

Maria Pia de Vito François Couturier Anja Lechner Michele Rabbia Il Pe r g o l e s e

Zsófia Boros En otra par te

Nicolas Masson Rober to Pianca Emanuele Maniscalco Third Reel

F LY M a r k Tu r n e r Larry Grenadier Jeff Ballard Ye a r O f T h e S n a ke

E C M 23 4 0 C D 4 8 1 0 427

E C M 2328 C D 372 878 3

E C M 23 14 C D 372 8 26 9

E C M 2 23 5 C D 27 7 6 6 4 4

w w w. e c m r e c o r d s . c o m

Im Un i v e r s a l Ve r t r i e b

w w w. e c m _ s o u n d s . d e

ECM


Über 120 Konzerte in oKtober 2013 nancy & Lothringen (FranKreich) Joshua redman 4tet • terez montcaLm • treme brass band auFgang • dwayne dopsie & the zydeco heLLraisers • rauL midon trombone shorty & orLeans avenue • LittLe Freddie King vincent peirani “thriLL box” Feat. micheL portaL • KeLLyLee evans Juan pardo & the goLden comanche tribe • dirty dozen brass band José James • Kenny garrett • steve riLey & the mamou pLayboys

Erinnern Sie sich noch an den Liedermacher Mario Hené? Der hatte 1977 einen kleinen Hit mit dem Song „Lieber allein als gemeinsam einsam“. Lassen sie sich von dieser Reminiszenz bitte nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten! Erwin Ditzner und Sebastian Gramss können sehr gut miteinander, das haben sie gerade im Rahmen von Enjoy Jazz immer wieder gezeigt, mal mit Rudi Mahall, mal mit Marilyn Crispell, mal mit Conny Bauer und Lömsch Lehmann, mal mit Jeff Parker. Man ist also, um Mari Hené zu paraphrasieren, gemeinsam produktiv, aber manchmal auch ganz gerne alleine. Aus diesem Grund wird es an diesem Abend im Karlstorbahnhof zwei Solosets der beiden mit einer Pause geben. Beide, Ditzner und Gramss, haben jüngst Soloalben veröffentlicht. Dieser „Atopie“ auf JazzHausMusik, jener „Elements“ auf fixcel records. Beide Platten überzeugen, zeugen allerdings auch von höchst unterschiedlichen Temperamenten der Künstler. Vielleicht liegt darin ja das Geheimnis, warum sie (auch) gemeinsam so gut sind.

Mo 11.11.13 Erwin Ditzner Solo Elements Deutschland

Sebastian Gramss Solo Atopie

Deutschland Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 16 € zzgl. Geb. / AK 19 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

Jonny Lang • randy weston & biLLy harper • ibrahim maaLouF evan christopher’s “dJango à La créoLe” • gaLactic • …

www.nancyjazzpulsations.com Licence ii : 54-0104 / Licence iii : 54-0264 | artworK : schLep | additionaL design : studio punKat

c

Erwin Ditzner : dr, per

Sebastian Gramss : db,

bows

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Jazz-Aperitif mit Dr. Christian Broecking Beginn 19.15 Uhr Stadthalle Heidelberg

In Kooperation mit

Di 12.11.13 ACS Geri Allen / Terri Lyne Carrington / Esperanza Spalding USA Stadthalle Heidelberg VVK 48 / 40 / 34 / 27 / 22 / 16 € zzgl. Geb. AK 56 / 47 / 40 / 32 / 26 / 19 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Geri Allen : p Terri Lyne Carrington : dr Esperanza Spalding : b

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Schwestern tun es für sich selbst! Im Sommer 2011 veröffentlichte die umtriebige Schlagzeugerin und Produzentin Terri Lyne Carrington das Allstar-Album „Mosaic“. Ein Statement mit zumindest politisch-emanzipatorischen Untertönen, denn das Generationen übergreifende „Mosaic“-Projekt bestand nur aus prominenten Sängerinnen, Saxophonistinnen, Bassistinnen, Keyboarderinnen, Schlagzeugerinnen, die Jazz mit Funk, Soul und HipHop zu kreuzen wussten. Die Prominenz aller Beteiligten erwies sich allerdings als Nachteil, wenn es ums Touren ging. Da ist ein Trio wie ACS schon flexibler verfügbar, zumal alle drei Musikerinnen bei „Mosaic“ dabei waren und als Trio den Status einer Supergroup besitzen: Allens Stern ging in den 80ern auf, als sie mit diversen Trios Maßstäbe setzte, Carrington war u.a. festes Mitglied in den Bands von Wayne Shorter und Herbie Hancock und Spalding gilt ohnehin als die Entdeckung der letzten Jahre. Bei den ersten, ausverkauften Konzerten im New Yorker Village Vanguard improvisierte das Trio auf der Grundlage von Jazz-Standards der 50er und 60er Jahre wie „If I Were A Bell“ oder Wayne Shorters „Fall“, emanzipierte sich wieder etwas vom Crossover-Gedanken des großen Ensembles. Bei Enjoy Jazz ist Großartiges zu erwarten.

Baths ist nur eines von mehreren Pseudonymen des in Los Angeles lebenden Produzenten und Musikers Will Wiesenfeld. Das Debütalbum „Cerulean“ (2010) des damals 21-Jährigen, der klassisch am Klavier ausgebildet wurde, war ein Überraschungserfolg: Vergleiche mit Toro Y Moi und dessen elaboriertem Chillwave-Sound wurden provoziert; Hip Hop-Elemente waren auf diesem Album ebenso zu hören wie Einflüsse anderer Dance-Musiken, Youtube-Schnipsel collagierte er genauso hinein wie Samples etwa von schnippenden Scheren oder klickenden Kulis. Dass es auch ein wenig düsterer geht, beweist Baths mit dem neuen Album „Obsidian“, das dieses Jahr herauskam und uns großartig melancholisierende elektronische Hymnen schenkt: „Birth was like a fat black tongue/ Dripping tar and dung and dye/ Slowly into my shivering eyes“, singt er da im Falsett. Es knistert und rattert und pulsiert und schwebt elegisch dahin. Aber keine Angst: Wie aus jeder Kunst, die sich für uns einsame Rezipienten wagemutig in dunkle Schwermut begibt, leuchtet es auch aus „Obsidian“ immer wieder umso strahlender, heller und trostreicher.

Di 12.11.13 Baths

Support: Dam Mantle USA Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 16 € zzgl. Geb. / AK 19 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr Will Wiesenfeld : electr onics Morgan Greenwood : dr

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Gefördert von der

04. Oktober 2013 Trombone Shorty & Orleans Avenue

26.09. Jazz Bigband Graz 27.09. Uli Partheils Playtime feat. Peter Back 25.10. Youn Sun Nah & Ulf Wakenius 30.10. Wolfgang Haffner Trio 07.11. Marcus Miller & Band 15.02. Viktoria Tolstoy & Jacob Karlzon 23.05. Joe Lovano & hr-Bigband 16.10. Quadro Nuevo 22.10. Terry Bozzio 03.11. Weltenbummler: John McLaughlin – Remember Shakti 23.11. Ólafur Arnalds 11.12. Weltenbummler: Eric Bibb and North Country Far

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In Kooperation mit

Centralstation/Im Carree/Darmstadt Tickets zum Ausdrucken www.centralstation-darmstadt.de Hotline (061 51) 3668899 facebook.com/centralstationdarmstadt

Das nennt man wohl gutes Timing. Ende Januar 2013, kurz nach dem Ende seines zweiten Studienaufenthaltes in New York, erscheint bei JazzNArts Records mit „The Ambiguity of Light“ das zweite Album des Saxofonisten Alexander „Sandi“ Kuhn als Bandleader. Was darauf geboten wird, ist melodiös und zugänglich, offenbart beim wiederholten Hören erstaunliche Komplexität und ist zudem originell arrangiert und orchestriert. Ein Saxophon-Trio, mit Vibraphon, Gitarre und Stimme zum Sextett erweitert: eine ungewöhnliche Palette von Klangfarben. Gut einen Monat nach Veröffentlichung folgt die Nachricht, dass Kuhn, 1981 in Schwäbisch Gmünd geboren, den Landesjazzpreis Baden-Württemberg 2013 erhalten hat. In der Laudatio heißt es: „Sandi Kuhn ist ein technisch brillanter Saxophonist, der mit harmonisch orientierter, energiegeladener Spielweise und ausgereifter Musikalität überzeugt. Seine Kompositionen sind kleine Meisterwerke.“ Bei Enjoy Jazz stellt „Sandi“ Kuhn seine musikalischen Reminiszenzen an das schlaflose New York in einer etwas anderen, gleichwohl sehr hörenswerten Besetzung vor.

Mi 13.11.13

MANNHEIMER MORGEN „JAZZNARTS-Kantine“ mit dem aktuellen Jazzpreisträger des Landes Baden-Württemberg

Sandi Kuhn Deutschland

Kantine Mannheimer Morgen VVK / AK 12 € inkl. Geb mit Morgencard Premium 10 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19.30 Uhr n : sax Alexander ‘Sandi’ Kuh voc : gel Nei nie Stepha Hubert Nuss : p Jens Loh : b Axel Pape : dr

Friends of Enjoy Jazz e.V.

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Uraufführung

Do 14.11.13 THIRD REEL Masson / Pianca / Maniscalco Schweiz / Italien Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 24 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr cl Nicolas Masson : ts, Roberto Pianca : g : dr Emanuele Maniscalco

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Es ist gar nicht verwunderlich, dass der 1983 im italienischen Brecia geborene Schlagzeuger (und Teilzeit-Pianist) Emanuele Maniscalco vor kurzem ein Tribute Album für Paul Motian aufgenommen hat. Auch die Band, mit der Maniscalco beim Enjoy Jazz Festival zu Gast sein wird, weist durchaus eine Nähe zu der vorletztes Jahr verstorbenen Schlagzeuglegende auf: Das Trio von Motian, Joe Lovano (sax) und Bill Frisell (g) ist nämlich ein ziemlich wichtiger Bezugspunkt für Third Reel, die neben Maniscalco noch aus dem Saxofonisten und Klarinettisten Nicolas Masson und dem Gitarristen Roberto Pianca bestehen. Die drei haben sich, wenn vielleicht nicht gesucht, so doch auf jeden Fall unter glücklichsten Umständen gefunden: Ihr im Frühjahr erschienenes ECM-Debüt klingt so, als würden die drei Improvisationskünstler schon Ewigkeiten zusammenspielen, sich von den Eigenheiten der beiden jeweils anderen zu konzentriertesten Höhenflügen anregen lassen. Die E-Gitarre schafft dabei eine Offenheit und Weite, die das Saxofon für seine lyrischen Läufe nutzt. „Oft umspielen wir die wunderbaren Melodien, die uns Emanuele vorlegt”, sagt Masson in einem Interview. In Piancas Stücken gehe es meist um die Sondierung von Akkordfarben, und Massons eigene Kompositionen seien eher kontrapunktisch angelegt. Gegensätze ziehen sich an und können musikalisch die schönsten, überraschendsten Effekte erzeugen – wie Third Reel auch bei ihren Live-Auftritten beweisen.

Ein Horrorfilm-Klassiker, bei dem der Schrecken nicht in der Fabel, sondern in den (Natur-)Bildern wohnt. Allerdings kein beklemmender Schrecken, eher schon ein grotesker. Horror und Komik schließen einander nicht aus, sondern sind „Kehrseiten der gleichen Phänomene“ (Fritz Göttler). Den Zeitgenossen jagte Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu“ jedenfalls kaum einen Schrecken ein: Der Drehbuchautor Roland Schacht mokierte sich beispielsweise über den Vampir, der seinen Sarg herumschleppe wie jemand, der kurz vor Schalterschluss im Postamt noch ein Weihnachtspaket aufgeben wolle. Gewiss, vieles in „Nosferatu“ erscheint skizzenhaft und nicht zur Gänze ausgearbeitet, doch gerade in seiner Offenheit liegt ein Reiz des Films, der hier im direkten Vergleich mit den alten Medien, den Chroniken und Büchern, die Möglichkeiten des filmischen Erzählens erkundet – und dazu das Studio verlässt. Im Laufe der Zeit wurde „Nosferatu“ dann doch noch zu einem Mythos, was auch an der unheimlichen Präsenz des Hauptdarstellers Max Schreck lag – und schließlich 2000 im Film „Shadow of the Vampire“ der Idee nachgab, dass Schreck vielleicht gar kein method acting betrieben habe, sondern...Im Rahmen der diesjährigen „artist in residency“ mit Michael Wollny unter dem Titel „Schwarze Romantik“, wird der vielseitige Pianist zusammen mit Eric Schaefer live zu Murnaus „Symphonie des Grauens“ improvisieren. Man darf gespannt sein, welcher Lesart des Films das Duo folgt.

Fr 15.11.13 Nosferatu

Eine Symphonie des Grauens. Live Musik zum Stummfilm (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau in fünf Akten Deutschland Alte Feuerwache Mannheim VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 24 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr Michael Wollny : p Eric Schaefer : dr

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Dein Ticket zu den Stars In Kooperation mit

Online-Tickets für Konzerte, Theater, Kabarett & mehr www.reservix.de

Ein Jahr lang haben die österreichischen Filmemacher Robert Cibis und Lilian Franck den Klavierstimmer Stefan Knüpfer mit der Kamera bei seiner Arbeit beobachtet. Klavierstimmer – das klingt zunächst profan. Aber der Film und insbesondere sein charismatischer Protagonist machen auf faszinierende Weise klar, dass sich der Cheftechniker des Hauses Steinway & Sons souverän an der Schnittstelle zwischen Handwerker und Künstler bewegt. Knüpfer ist es, der die extravaganten Klangvorstellungen von Stars wie Alfred Brendel oder Lang Lang in steter Auseinandersetzung mit dem Instrument realisiert. Er ist gewissermaßen der Komplize der Künstler, der deren Visionen erst möglich macht. Besonders anspruchsvoll scheint Pierre-Laurent Aimard, der für seine geplante Einspielung der „Kunst der Fuge“ vier komplett unterschiedliche Klangschattierungen will. Auf ein und demselben Flügel! Stefan Knüpfer ist begeistert, weil herausgefordert. Für ihn beginnt ein Abenteuer ... Michael Wollny, Artist in Residence beim diesjährigen Enjoy Jazz-Festival, ist Knüpfer bereits begegnet und ist während der Filmvorführung anwesend. Nach dem Film klärt Hans-Jürgen Linke im Gespräch mit Michael Wollny alle offenen Fragen.

Sa 16.11.13

Pianomania.

Film und anschließendes Gespräch zwischen Michael Wollny und Hans-Jürgen Linke. Atlantis Kino Mannheim Eintritt 7,50 € Beginn 17 Uhr

Reservierung: www.atlantis-kino.de oder Telefon 0621 . 21200. Oder kaufen Sie sich direkt Ihr Ticket unter www.enjoyjazz.de

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Abschlusskonzert

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Im Oktober 2009, im Rahmen des „40 Jahre ECM“-Geburtstagsprogramm-Schwerpunkts von Enjoy Jazz, spielte der tunesische Oud-Virtuose Anouar Brahem ein unvergessliches Konzert in der ausverkauften Aula der Universität Mannheim. Gerade hatte er mit seinem multi-nationalen und -kulturellen Trio das dunkel und ungewöhnlich orchestrierte Album „The astounding eyes of Rita“ eingespielt, das den Grenzgänger zwischen Tradition und Moderne, zwischen Orient und Okzident einmal mehr als großartigen, sehr „filmischen“ Geschichtenerzähler zeigte. Seit 1991 hat Brahem acht Alben auf ECM veröffentlicht, zunächst in der Tradition arabischer Kunstmusik, später dann sich öffnend und forschend im Zusammenspiel mit Musikern wie Jan Garbarek, Dave Holland und John Surman oder Francois Couturier und Jean-Louis Martinier. Mit „The astounding eyes of Rita“ gelang Brahems Quartett ein nahezu perfektes kammermusikalisches Meisterstück von ausbalancierter Schönheit zwischen Mystik und Klarheit, Trance und anrührender Zartheit, Eleganz und Schlichtheit. 2010 gab es dafür einen ECHO-Jazz. Das Abschlusskonzert von Enjoy Jazz 2013 bietet also Gelegenheit zur Wiederbegegnung oder Neuentdeckung einer musikalischen Vision, der aktuell durchaus politische Untertöne innewohnen. Künstler der orientalischen Musikakademie Mannheim werden den Abend eröffnen.

Sa 16.11.13 Anouar Brahem Quartet

The astounding eyes of Rita Tunesien / Libanon / Schweden / Deutschland Christuskirche Mannheim VVK 20 € zzgl. Geb. / AK 25 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Anouar Brahem : oud ka, bendir Khaled Yassine : darbou Björn Meyer : b Klaus Gesing : bcl

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Enjoy Jazz Encore I

Unsere Kulturförderung: Gut für die Kultur. Gut für die Region.

In Kooperation mit

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Stimmen sind sensible, variable Instrumente. Und Speichermedien: Sie transportieren Lebenserfahrungen. In ihrer Tönung und Modulationsfähigkeit erzählen sie die Geschichte des Sängers, verraten Vorlieben und Lebensbrüche, sprechen von Leidenschaft und Sehnsucht. Zwei einzigartige Stimmen lassen sich bei einem Enjoy Jazz-Doppelkonzert erleben: Gregory Porter gilt als der neue Star am Jazzsänger-Himmel. Porter kam 2010 mit seinem Debüt „Water“ aus dem Nichts und klang wie eine Mischung aus Allem. Da war er fast 40, und in ihm hatten sich eine Menge historische und zeitgenössische Sounds abgelagert. Mit Bobby Womack, Al Green, Ray Charles und Nat King Cole wurde er verglichen, und die Bandbreite der aufgeführten Referenzen verrät auch etwas über die Wandlungsfähigkeit Porters. „I’m in the tradition“, sagte er einmal, und das gilt auf gewisse Weise auch für Lizz Wright: Sie hat als Tochter eines Predigers ihren ersten Gesangsunterricht auf den Kirchenbänken Georgias genossen, anschließend studierte sie in Atlanta und New York und brachte bereits 2003 im zarten Alter von 23 ihr Erstlingswerk heraus. Wie auch Gregory Porter changiert sie ganz selbstverständlich zwischen Soul, Blues, Gospel, ein wenig Funk und Jazz hin und her. Darin liegt auch der Reiz dieser beiden Stimmen – sie klingen ganz gegenwärtig, weil sie um die Vergangenheit wissen.

Mo 18.11.13

JAZZnights Vocal

Gregory Porter / Lizz Wright USA / Japan

Stadthalle Heidelberg VVK 48 / 42 / 36 / 29 / 24 / 18 € zzgl. Geb. AK 52 / 48 / 41 / 34 / 28 / 21 € Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr

Lizz Wright : voc Nicholas D'Amato : eb Robin Macatangay : g Marvin Sewell : g Brannen Temple : dr Gregory Porter : voc Chip Crawford : p Aaron James : b Emanuel Harrold : dr Yosuke Satoh : sax

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Enjoy Jazz Encore II

MEHR GENUSS MEHR SERVICE? MEHR KREATIVITÄT? ...MEHR GVO!

Seestraße 69 69214 Eppelheim

Tel.: +49(0)6221-6780-0 Fax: +49(0)6221-6780-66

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Unter dem Namen Mehliana erzeugt Brad Mehldau zusammen mit dem in New York beheimateten Schlagzeuger Mark Guiliana aufregende elektronische Soundgewitter, die mal wie tiefes Donnergrollen heranrollen können, mal in rhythmischen Blitzen durch die Songlandschaften fahren. Es scheint sichtlich und hörbar Spaß zu machen, die vertrauten musikalischen Pfade zu verlassen und sich stattdessen per Fender Rhodes, diversen Synthesizern und Schlagzeug auf eine andere Umlaufbahn zu schießen. Leicht retrofuturistisch anmutende, zwischen FrühSiebziger-Jazzfunk-Grooves und Drum’n’Bass-artigen Kaskaden oszillierende Energieexplosionen kommen dabei heraus. Dass es dann doch keine ganz clubtaugliche Musik ist, liegt an der immensen Spiel- und Improvisationsfreude der beiden Musiker – jederzeit ist mit überraschenden Wendungen zu rechnen. „Mit diesem Projekt betreten sowohl Brad als auch ich Neuland“, sagte Guiliana kürzlich. „Wir entdecken und lernen jeden Abend genauer, wohin es uns musikalisch treiben kann. Obwohl wir eine Menge Zeit damit verbracht haben, die Möglichkeiten der Instrumentierung zu erforschen, verlassen wir uns beim Spiel ganz auf die Inspiration des Augenblicks.“ Und dass die für großartige Momente sorgt, muss nicht hinzugefügt werden.

Mi 27.11.13 Mehliana feat. Brad Mehldau und Mark Guiliana USA

Karlstorbahnhof Heidelberg VVK 25 € zzgl. Geb. / AK 30 € Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr

Brad Mehldau : rhodes, synth Mark Guiliana : dr

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Specials

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Mo–Fr 9.30 bis 19.00 Uhr, Sa 9.00 bis 19.00 Uhr

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Symposium Enjoy Jazz presents in Cooperation with

Friends of Enjoy Jazz e.V.

Fr. 8.11. / Sa. 9.11.13 Heidelberg Center for American Studies Curt und Heidemarie Engelhorn Palais, Hauptstraße 120 69117 Heidelberg Anmeldung bis zum 20.10.13 unter anmeldung@enjoyjazz.de Bestätigte Teilnehmer erhalten einen detaillierten Programmplan. Das Symposium findet in englischer Sprache statt.

Kulturmanageraustausch

Vision, Perception, Friction: How Jazz became Art and Attack(ed). A Transatlantic Dialogue.

Culture Now : The Arts First

Auch „das größte Jazzkonzert der Welt“ fand vor 60 Jahren in Deutschland statt: 1953 ging Norman Granz mit der Reihe „Jazz at the Philharmonic“ auf Deutschlandtournee. Sechs Jahrzehnte später werden international renommierte Fachleute, Künstler und Journalisten bei einem Symposium in Heidelberg hinterfragen, wie sich das Ansehen des Jazz auf beiden Seiten des Atlantiks verändert hat. Welche journalistischen und wissenschaftlichen Präsentationsformen erscheinen dem Genre heute angemessen? Wie gehen die Künstler mit den veränderten Produktions- und Rezeptionsbedingungen ihrer Musik um? Und welche Möglichkeiten bieten sich den Künstlern heute, die Diskussion und Rezeption ihrer Werke selbst zu bestimmen? Der Soziologe und Musikwissenschaftler Dr. Christian Broecking wird im Heidelberg Center for American Studies den 2012 initiierten transatlantischen Jazz-Dialog mit diesem Symposium fortsetzen und dabei erneut wissenschaftliche Neugier und Lust an der Musik zusammenführen.

Statt sinkende Besucherzahlen zu beklagen und über Haushaltsperren zu lamentieren, werden es sich junge Kulturmanager zwei Tage lang zur Aufgabe machen, mit Kreativität und Neugier Visionen für ein Kulturmanagement der Zukunft zu entwickeln.

Zum zweiten Mal präsentiert Enjoy Jazz den europäischen Austausch für junge Kulturmanager.

Dazu hat das Enjoy Jazz-Team nicht nur Festivaldirektoren und Kulturmacher eingeladen, sondern auch Experten aus Wirtschaft, Technologie und Politik, die einen Workshoptag „Design Thinking“, in Kooperation mit den Friends of Enjoy Jazz e.V. und den Design & Co-Innovation Experten des Fördermitglieds SAP AG präsentieren werden. Im Anschluss an die Diskussionen und Workshops stehen die Sprecher den Teilnehmern in Faceto-Face-Gesprächen zur Verfügung. Mehr Informationen zum Programm und einen Anmeldebogen unter: www.enjoyjazz.de

Enjoy Jazz presents

European Symposium for Young Professionals in the Music Business Do 24.- Sa 26.10.13 Mannheim / Heidelberg Do 24.10.13 Welcome Dinner Fr 25. / Sa 26.10.13 Seminar und Workshops Jeweils 9 – 17 Uhr, abends Besuch der Enjoy Jazz-Konzerte möglich. Detailliertes Programm unter www.enjoyjazz.de. Die Workshops finden in englischer Sprache statt. Kosten: 50 € / Für Mitglieder der Festivalregion Rhein-Neckar: 30 € Gefördert von der

Friends of Enjoy Jazz e.V.

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Enjoy Jazz - Export Office

Die Jazz Alliance Künstler 2013 auf CD Alexandra Lehmler Thomas Siffling Trio Volker Engelberth Trio Anke Helfrich LebiDerya Ditzner Lömsch Duo Daniel Prandl Les Primitifs Bartmes Claus Boesser-Ferrari / Thomas Siffling Caroll Vanwelden ::viergrad 3 im Roten Kreis Dirik Schilgen Jazzgrooves Olaf Schönborn

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Im Rhein-Neckar-Delta brodelt es: Die Jazzgemeinde in der Metropolregion befindet sich im stetigen Wachstum und beheimatet eine Vielzahl ambitionierter Musiker, großartige Festivals sowie namhafte Labels und Musikhochschulen. Diese Vielzahl an Personen vermehrt zu vernetzen und gleichzeitig die geballte kreative Jazzkompetenz der Region zu präsentieren, ist das Ziel der seit 2012 bestehenden Jazz Alliance Mannheim & Region. Initiiert von Enjoy Jazz-Direktor Rainer Kern, öffnet in dieser Festivalsaison zum ersten Mal das Enjoy Jazz - Export Office in Kooperation mit der Jazz Alliance seine Pforten. Ziel ist es, Musikern aus der Region Mannheim und Umgebung eine Plattform zum Austausch zur Verfügung zu stellen und ihr Können verstärkt über die Grenzen der Metropolregion RheinNeckar hinaus zu tragen. Enjoy Jazz lädt alle Freunde und Mitglieder der Jazz Alliance zum Jazz Alliance Dinner & Konzert am Samstag, den 26.10.13 ein. Mehr Informationen erhalten Sie auf auf www.enjoyjazz.de und auf www.jazzalliance.tumblr.com/

Ba-Wü enjoys Jazz In diesem Jahr möchte Enjoy Jazz den Jazzkünstlern aus Baden-Württemberg eine eigene Sonderreihe widmen. Initiiert und unterstützt vom Freundeskreis des Festivals bringt Enjoy Jazz hochkarätige Musiker aus Baden-Württemberg auf die Bühne.

Gefördert von der

Enjoy Jazz Cocktail: Mixed-up Trio Fr 04.10.13 bartmes Do 24.10.13 Claus Boesser-Ferrari Fr 25.10.13 JazzMe Preisträger Chris Reinbold Trio Sa 09.11.13

Friends of Enjoy Jazz e.V.

Sandi Kuhn Mi 13.11.13 Jazz Alliance Dinner and Concert: Thomas Siffling Trio und Anke Helfrich Quartett Sa 26.10.13

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Masterclasses Seit mehr als 80 Jahren fördert das Unternehmen Kultur. Im Mittelpunkt des Engagements steht die musikalische Nachwuchsförderung. Zum achten Mal bietet Enjoy Jazz Masterclasses mit hochkarätigen internationalen Stars an, in diesem Jahr exklusiv für Studenten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, der Popakademie Baden-Württemberg Mannheim und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Außerdem engagiert sich Enjoy Jazz mit Unterstützung der BASF SE für die Jugendförderung in den Schulen der Region. Schulbigbands des St. Raphael Gymnasiums Heidelberg, des MaxPlanck-Gymnasiums Ludwigshafen, des Johann-SebastianBach Gymnasiums Mannheim und der Otto-Graf-Realschule Leimen werden mit international bekannten Künstlern im Rahmen von Schulmasterclasses musizieren.

Enjoy Jazz-Schulbigband Seit acht Jahren unterstützt die BASF SE Enjoy Jazz in der Nachwuchsförderung. Seither durften die Schulbigbands aus Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen im Rahmen des Festivals mit einem hochkarätigen Star der Jazzszene proben. Im Jahr 2013 wurden wieder die musikalisch talentiertesten 43 Schüler aus den Schulbigbands St. Raphael Gymnasium in Heidelberg, Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Mannheim und dem Max-Planck-Gymnasium in Ludwigshafen für die Enjoy Jazz-Schulbigband ausgewählt.

Auftritt der Enjoy Jazz-Schulbigband 2013 So 10.11.13 Enjoy Jazz-Familienfest (siehe Seite 96) So 03.11.13 Soul Rebels / Support: Enjoy Jazz-Schulbigband (siehe Seite 77)

Enjoy Jazz Tipp für Schüler Sa 09.11.13 Workshops und anschließendes Konzert der Jazz Me-Gewinner (siehe S. 95) So 10.11.13 Enjoy Jazz-Familienfest (siehe Seite 96)

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Enjoy Jazz-Jugend Mit finanzieller Unterstützung durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport im Rahmen der „Begegnungen der Schulmusik“ Gefördert durch

27. GTO Jazz Symposium Osterburken Fr 18.10.13 Werkstattkonzert für Schüler Das Ganztagsgymnasium Osterburken ist ein Stützpunkt für innovative Jazz-Pädagogik. Die jungen Dozenten des Symposiums um den Echopreisträger Christian Elsässer und den Saxophonisten Johannes Ludwig geben ein Konzert mit interessanten Beispielen und Erklärungen, um die Jugendlichen mit verstehbar gemachtem Jazz für ihre Musik zu begeistern. 20.00 Uhr Konzert in der GTO-Aula

Sa 19.10.13 GTO Jazz Symposium Die GTO Bigband ist Gastgeber für einen Tag mit Workshops und Musikerfahrungen in unterschiedlichen Ensembles. Gäste sind in diesem Jahr die Bigbands vom Albertus-Magnus-Gymnasium Ettlingen, dem Goethe-Gymnasium Gaggenau und dem GanerbenGymnasium Künzelsau. Beim Abschlusskonzert kommt es zur Uraufführung verschiedener Stücke für Bigbands und Combo. 19 Uhr Abschlusskonzert in der GTO-Aula Eintritt frei

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Enjoy Jazz unterstützt Das Heidelberger „Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung“

Kontakt und Informationen

Wer arm ist, muss bei Wohnen und Gesundheit, bei Bildung und Erziehung, bei Freizeit- und Urlaubsgestaltung auf Entscheidendes verzichten, was unsere Lebensqualität ausmacht. Damit einher geht soziale Ausgrenzung. Wer arm ist, verliert schnell gesellschaftliche Anerkennung. Das „Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung“ besteht aus über 30 unterschiedlichen Einrichtungen in Heidelberg, die sich gegen Armut und Ausgrenzung engagieren. Das „Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung“ setzt sich für die Vernetzung der Armutseinrichtungen untereinander ein.

www.das-heidelbergerbuendnis.de

HEIDELBERGER BÜNDNIS GEGEN A RMUT UND AUSGRENZUNG


Fotoausstellung In Kooperation mit

Festivalweine

Auch zum diesjährigen Festivaljubiläum wird Enjoy Jazz von seinen Festivalfotografen begleitet. Vom 02. Oktober bis 16. November werden in diesem Jahr zum ersten Mal hochwertige Farbaufnahmen der Musiker, fotografiert von Manfred Rinderspacher, Christian Gaier, Tobias Knapp und Adonis Malamos, die Schaufenster der Innenstädte von Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen schmücken – eine Einladung zum Flanieren und Verweilen.

Exklusive Festivalweine bei allen Enjoy Jazz-Konzerten

Die Enjoy Jazz-Fotoausstellung geht in diesem Jahr bereits in die vierte Runde. Das erfolgreiche Projekt findet erneut in Zusammenarbeit mit den Werbegemeinschaften Citymarketingverein Pro Heidelberg e.V., Werbegemeinschaft Mannheim City e.V. und dem Marketing-Verein Ludwigshafen e.V. statt.

2012 Riesling Kabinett Ruppertsberger Dr. Deinhard Pfalz, Deutschland

Unser besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Einzelhändlern in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen. Eine komplette Liste der teilnehmenden Geschäfte finden Sie unter: www.enjoyjazz.de.

ROUGE Tradition – Mas des Bressades Rhône, Frankreich

Präsentiert von

Pinot rosato Spumante Le Contesse Venetien, Italien Crémant d’Alsace Domaine Gruss Elsass, Frankreich

2011 Chardonnay ARDÈCHE Vin de Pays – Louis Latour Ardéche, Frankreich 2011 Costières de Nîmes

2010 Méntrida BAJONDILLO Jimenez-Landi Mentrida, Spanien

extraprima Weinimport und Versand Thomas Boxberger-von Schaabner Friedrichsplatz 16, 68165 Mannheim Telefon 0621 . 2 86 52 info@extraprima.com, www.extraprima.com

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Hochkarätige Konzerte, ideale Orte, Enjoy Jazz!

Service

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Wir danken unseren Veranstaltungspartnern Karlstorbahnhof Heidelberg Alte Feuerwache Mannheim dasHaus Ludwigshafen BASF SE Ludwigshafen

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Festivalpass Bestellung Telefon 06221 . 583 58 50 anmeldung@enjoyjazz.de

Tickets

Das komplette Festival in einem Ticket

Vorverkauf

Besuchen Sie alle Enjoy Jazz-Veranstaltungen für nur 340 € bzw. 390 € (je nach Kategorie). Der Pass ist übertragbar.

Tickets erhalten Sie unter www.enjoyjazz.de und an allen bekannten Vorverkaufsstelllen

  

Vorverkauf Festivalpassvorbestellung per E-Mail an anmeldung@enjoyjazz.de per Telefon unter 06221 . 583 58 50 Informationen für Pass-Inhaber Bitte melden Sie Ihren Besuch rechtzeitig (spätestens drei Tage vor der jeweiligen Veranstaltung) unter anmeldung@ enjoyjazz.de oder Telefon 06221 . 583 58 50 an. Der Festivalpass gilt nicht bei bereits ausverkauften Veranstaltungen und Veranstaltungen in der Kantine Mannheimer Morgen und im Café Prag. Mit dem Festivalpass muss eine Einzelkarte spätestens zwanzig Minuten vor Konzertbeginn an der Abendkasse eingelöst werden. Es besteht kein Anspruch auf einen Sitzplatz.

Außerdem bei: Crazy Diamond Poststraße 42, Heidelberg, Telefon 06221 . 16 14 80 Vinyl Only Grabengasse 8 / Universitätsplatz, Heidelberg, Telefon 06221 . 16 88 16 Come Back S1, 17, Mannheim, Telefon 0621 . 273 28 café |  bar Alte Feuerwache Brückenstraße 2, Mannheim, Telefon 0621 . 12 82 37 95 Eine vollständige Liste aller VVK -Stellen finden Sie unter www.reservix.de.

Sparen Sie mit der Bahn Bei Vorlage eines tagesaktuellen Baden-Württemberg-Tickets, Rheinland-Pfalz-Tickets oder VRNTickets 24 (Plus) erhalten Sie an der Abendkasse 10 % Ermäßigung auf den Abendkassenpreis.

Abendkasse Die Abendkasse öffnet an allen Spielstätten eine Stunde vor Konzertbeginn.

Telefonisch Telefonische Kartenbestellung über die Reservix TicketHotline 01805 . 70 07 33 (0,14 € / Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 € / Minute) Am Enjoy Jazz-Stand Tickets ohne zusätzliche Gebühren gibt es am Enjoy Jazz-Stand bei allen Enjoy Jazz-Veranstaltungen. Für Konzerte der BASF SE in Ludwigshafen sind Tickets auch erhältlich unter www.basf.de/kultur Ticket-Hotline 0621 . 609 99 11

und Anderes Festival für Jazz 15. Internationales Ludwigshafen Heidelberg Mannheim

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02. Oktober bis 16. November 2013

Festivalpass

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Spielstätten

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halle02 Heidelberg Güteramtsstr. 2 www.halle02.de Heiliggeistkirche Hauptstraße 189 www.heiliggeistkirche.de P11 Café Bar Am Römerkreis Bahnhofstrasse 63 www.p11-hd.de Dezernat 16 – Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft Heidelberg Emil-Maier-Str. 16 www.kreativwirtschaft-hd.de/ Peterskirche Plöck 70 www.peterskirche-heidelberg.de

Kulturhaus Karlstorbahnhof Am Karlstor 1 www.karlstorbahnhof.de Stadthalle Heidelberg Neckarstaden 24 www.heidelberg-kongresse.de SAS Institute GmbH In der Neckarhelle 162 (Im Haarlass) www.sas.de Heidelberg Center for American Studies Curt und Heidemarie Engelhorn Palais Hauptstraße 120 www.hca.uni-hd.de Europäischer Hof Friedrich-Ebert-Anlage 1 www.europaeischerhof.com Qube Hotel Heidelberg Bergheimer Str. 74 www.qube-hotelheidelberg.de

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Nec kar

Alte Feuerwache 1 2 3 4

Heidelberg

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Capitol

BASF

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MA-Neckarstadt

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Ludwigshafen

Capitol Mannheim Waldhofstr. 2 www.capitol-mannheim.de Mannheimer Morgen Kantine Dudenstr. 12 www.morgenweb.de engelhorn Mode im Quadrat Planken, O 5, 4. Etage, Eingang bei engelhorn acc / es www.engelhorn.de Atlantis Kino Mannheim K 2, 32 www.atlantis-kino.de

Ernst-Walz-Brücke Berliner Straße

Alte Feuerwache Brückenstraße 2 www.altefeuerwache.com Café Prag E 4, 17 www.facebook.com/seit2002 Klapsmühl’ am Rathaus D 6, 3 www.klapsmuehl.de Popakademie Baden-Württemberg Hafenstr. 33 www.popakademie.de Christuskirche Mannheim Werderplatz 15 www.christuskirchemannheim.de

Czern y-Br ücke

Mannheim

BASF-Gesellschaftshaus Anilinstraße (Parkplatz) www.basf.de/kultur BASF-Feierabendhaus Leuschnerstraße 47 Festsaal und Kammermusiksaal www.basf.de/kultur Kulturzentrum dasHaus Bahnhofstraße 30 www.dashaus-lu.de

Eb er t-B rüc ke

Ludwigshafen

Heiliggeistkirche

Univ.platz

Rathaus / Bergbahn

Europäischer Hof Peterskirche 32 33 Adenauerplatz

Bahnhofstraße

P11

Spielstätte Haltestelle Straßenbahn Haltestelle Bus

HD-West/Südstadt

Haltestelle S-Bahn


Festival-Cafés

Festival-Cafés

Heidelberg

Mannheim P11 Die Café.Bar P11 lädt zu Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen, Mittagstisch oder dem verdienten Feierabend-Drink ein. Auch in diesem Jahr können Sie den Klängen der umfangreichen Jazz-Plattensammlung des DJ Radio Bergheim lauschen, am Di 15.10.13, ab 22 Uhr.

café|bar Alte Feuerwache Ein kulinarisches Highlight während des Enjoy Jazz-Festivals und Kartenverkauf für alle Enjoy Jazz-Konzerte. Brückenstraße 2, www.altefeuerwache.com/cafe_bar

Bahnhofstraße 63, www.p11-hd.de

Café Prag

Café Mobile Alle Festivalbesucher mit gültiger Eintrittskarte eines Konzertes erhalten einen Kaffee nach Wahl gratis. Bei den Wochenmärkten: Do 14.30 bis 19 Uhr, Friedrich-Ebert-Platz in HD / Sa 8 bis 13 Uhr, Tiefburg Handschuhsheim, www.cafemobile.de

Star Coffee

Star Coffee

Hier gibt es viel Enjoy Jazz-Musik zu hören. Mit etwas Glück können Sie sogar Karten für Konzerte gewinnen.

Auch in diesem Jahr können Sie während der gesamten Festival-Zeit im Café Prag die besondere Atmosphäre des Festivals genießen. Enjoy Jazz wird zudem zwei Veranstaltungen im Café Prag präsentieren. E 4, 17, www.facebook.com/seit2002

Star Coffee Mannheim

Sofienstraße 23, www.star-coffee.de

Das Star Coffee Mannheim glänzt mit neuen Facetten und überzeugt mit jahrelanger Espresso-Qualität. Passend zum Enjoy Jazz Festival finden Sie hier neben Espresso-Vielfalt auch noch musikalischen Genuss.

Mildner’s

M 7, 12, www.facebook.com/StarCoffeeMannheim

Lassen Sie sich entführen in die Atmosphäre eines Wohnzimmers. Kuschelige Sofas, stylische Sessel, gemütlich und entspannend. Das Angebot reicht von Kaffee über Müsli, verschiedene Salate, belegte Baguettes bis hin zu Smoothies und süßen Backwaren. Bergheimer Straße 81a, www.mildners.com

Neuer Festivalcafé-Partner in Heidelberg: Emma Café-Bar Wir bieten allen Enjoy Jazz-Besuchern bei Vorlage eines Tickets 10 % auf unser gesamtes Sortiment. Hauptstraße 129, www.facebook.com/EmmaCafeBar

König’s

König´s

In der direkten Nachbarschaft vom Kulturzentrum dasHaus liegt das neu erwachte König’s. Café, Restaurant, Bar und Lounge. Genießen Sie in unserer Wohlfühlatmosphäre einen Sonntagsbrunch, genauso unsere hausgemachten Nudeln zum Lunch oder den Cocktail am Abend. Fühlen Sie sich königlich im König’s. Café

Bahnhofstraße 4, www.cafe-koenigs.de

!

Bar

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Restaurant

Ludwigshafen


Hotelpartner Buchen Sie eines unserer exklusiven Festivalarrangements bei unseren Hotelpartnern und genießen Sie einen unvergesslichen Konzertabend! Alle Informationen auch auf www.enjoyjazz.de/hotelarrangements

Hotelpartner Alle Arrangements sind nach Verfügbarkeit und auf Anfrage buchbar.

Heidelberg

Heidelberg Der Europäische Hof – Hotel Europa

Heidelberg Suites

Eine Übernachtung im Doppelzimmer der Komfort-Kategorie, ein Glas Champagner zur Begrüßung am Anreisetag, unser reichhaltiges Frühstücksbuffet, Mineralwasser und Obst auf dem Zimmer bei Anreise, Nutzung des Panorama Spa Club. Ab p.P. 130 € zzgl. Konzertticket

5 Sterne Jazz: Eine Übernachtung im Standard Zimmer in unserem Guesthouse, Frühstücksbuffet, Aperitif auf unserem Yachtrestaurant H.S. Patria inklusive kleiner Fahrt auf dem Neckar: p.P. ab 145€ / Nacht zzgl. Konzertticket. Buchung: 06221.65 56 50, www.heidelbergsuites.com

Buchung: Telefon 06221 . 51 50, www.europaeischerhof.com

Crowne Plaza Heidelberg City Centre

Dorint Kongresshotel Mannheim

Crowne Plaza goes Jazz: Vom 02.10. bis 16.11.13 erhalten sie als Gast des Enjoy Jazz Festivals im Crowne Plaza Heidelberg City Centre einen Rabatt von 15 % auf die tagesaktuelle Zimmerrate sowie Food & Beverage Leistungen im Restaurant „Westcoast“ (auf Anfrage und nach Verfügbarkeit).

Jazz & More! Verbinden Sie Ihre Leidenschaft für Jazz mit Shopping & Lifestyle in der lebendigen Metropole Mannheim: Eine Übernachtung im Doppelzimmer inklusive Frühstücksbuffet, Nutzung des Fitnessbereichs und einem Glas Sekt an der Lobby-Bar zur Einstimmung: ab p.P. 62 € zzgl. Konzertticket. Arrangement gültig vom 02.10. bis 16.11.13.

Buchung: Telefon 06221 . 917 0, crowneplazaheidelberg@whgeu.com

Mannheim

Buchung: Telefon 0621 . 125 10, www.dorint.de/mannheim

Qube Heidelberg Arrangement für Enjoy Jazz-Konzerte: Zwei Übernachtungen im ruhigen Superior Zimmer, Frühstücksbüffet, Welcomedrink und ein 3-Gang Dinner in unserem Qube Restaurant, gerne auch auf unserer Dachterrasse. Gesamtpreis für das Enjoy Jazz Arrangement 310 € zzgl. Konzertticket. Buchung: Telefon 06221 . 187990, www.qube-hotel-heidelberg.de

Das Enjoy Jazz-Team bedankt sich bei seinen Hotelpartnern für Ihr unverzichtbares Engagement und für ihre großzügige Unterstützung des Enjoy Jazz-Festivals 2013!

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Musikbibliotheken www.stadtbibliothek.mannheim.de

www.ludwigshafen.de/stadtbibliothek/

www.heidelberg.de/stadtbuecherei

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Festivalradio

Enjoy Jazz für zu Hause

Enjoy Jazz im Radio

Die Bibliotheken der drei Festivalstädte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen bieten dieses Jahr wieder zahlreiche CDs und DVDs zu den Enjoy Jazz-Konzerten an. In den MusikSammlungen findet sich auch ein großes Angebot an Literatur und Notenbänden zu den Festivalkünstlern sowie weiteren Jazz-Musikern. In einem gemeinsamen Tonträgerverzeichnis der Musikbibliotheken wird die Musik der diesjährigen Enjoy Jazz-Künstler zusammengefasst und dargeboten.

Auch im 15. Jahr von Enjoy Jazz wird der bermuda.funk als Festivalradio berichten. Konzerteindrücke, Gespräche mit interessanten Studiogästen und natürlich erstklassige Musik sind regelmäßig im Freien Radio Rhein-Neckar zu hören.

Ergänzend präsentieren die Bibliotheken während des Festivals ihre Jazz-Bestände in eigenen Ausstellungen. Inhaber eines Enjoy Jazz-Festivalpasses erhalten in der Musikbibliothek Mannheim beim Kauf einer Jahreskarte eine Ermäßigung von 5 € und bei der ermäßigten Jahreskarte einen Rabatt von 3 €.

Folgende Sendungen begleiten das Festival: bermuda.music am 27.09. von 13 – 14 Uhr Wiederholung: 29.09. 2 – 3 Uhr, 04.10. 13 – 14 Uhr und 06.10. von 2 – 3 Uhr

bermuda.funk-Frequenzen 105,4 und 89,6 sowie über Kabelfrequenz 107,45 in vielen Gemeinden der Rhein-Neckar Region und im Internet unter www.bermudafunk.org

Jazzology jeden Montag von 21 – 22 Uhr Kultur Purpur am 16.09. und 21.10. von 20 – 21 Uhr Wiederholungen: 19.09. 14 – 15 Uhr, 17.10. 14 – 15 Uhr

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Wir danken unserem Hauptförderer

Wir danken der öffentlichen Hand

unseren Medienpartnern unseren Premiumförderern

unseren Veranstaltungspartnern

sowie unseren weiteren Partnern und Unterstützern

unseren Förderern

Enjoy Jazz dankt Thomas, Daisy, Moritz und Leon Bruder für die großzügige Unterstützung des Festivals!

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Friends of Enjoy Jazz e.V.

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Impressum

Enjoy Jazz auch bei

Pressekontakt presse@enjoyjazz.de Susanna Schulz Telefon 06221 . 583 58 52

Friends of Enjoy Jazz e.V. Weitere Informationen zu unserem Freundeskreis finden sie unter www.enjoy jazz.de/friends

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Festivalleiter Rainer Kern : info@enjoyjazz.de Finanzen / Controlling Christian Weiss : c.weiss@enjoyjazz.de Festivalkoordination Julia Strysio : strysio@enjoyjazz.de Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Susanna Schulz : schulz@enjoyjazz.de   Marketing / Ticketing Katrin Noller : noller@enjoyjazz.de Sponsoring / Fundraising Katharina Breiding : breiding@enjoyjazz.de Miriam Werner : miriam.werner@enjoyjazz.de Assistenz Elisabeth Jostock : jostock@enjoyjazz.de Programmbüro Martin Müller : mueller@enjoyjazz.de Projekte Ulrike Hacker: hacker@enjoyjazz.de Praktikantinnen Mareike Jess, Nadine Schwuchow, Leilani Trivisonno Lisanne Angenent, Stephanie Diehl Programmtexte Ulrich Kriest, Ulrich Rüdenauer Redaktion Programmheft Katrin Noller, Susanna Schulz Grafik Design / Produktion Birgit Schlegler, Julia Merz, Denise Reuter : schlegler@buero67.de Druck Colordruck Leimen GmbH Die örtlichen Veranstalter Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg : Ingrid Wolschin Alte Feuerwache Mannheim GmbH : Sören Gerhold Kulturzentrum dasHaus Ludwigshafen : Manfred Winter Kulturmanagement der BASF SE Ludwigshafen : Dr. Friederike Reutter Sowie Dezernat 16 Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft HD, halle02 HD, Qube Hotel HD, Europäischer Hof HD, Pädagogische Hochschule HD, Center for American Studies HD, Café Prag MA, IG Jazz MA, Jazz Kantine im Mannheimer Morgen MA, Capitol MA, Engelhorn Mode im Quadrat MA, Forum Kultur Heppenheim

Wir kennen uns auch mit Dissonanzen aus und regeln das für Sie!

www.kontext-kom.de

Enjoy Jazz Bergheimer Straße 153 69115 Heidelberg Telefon 06221 . 583 58 50 Fax 06221 . 581  65 50 info@enjoyjazz.de www.enjoyjazz.de

VERSTEHEN BERATEN BEGLEITEN adjuga Rechtsanwaltsgesellschaft mbH • Heidelberg www.adjuga.com :147


P12 13-0188

Wir gratulieren zu 15 Jahren

SAS ist Hauptfรถrderer des

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Festivals 2013. www.sas.de


ENJOY JAZZ - Programmheft 2013