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XENIA Fachstelle Sexarbeit

Jahresbericht 2016


Inhaltsverzeichnis 03

Editorial

Die Fachstelle

04

Thema: Gesundheit, Professionalität und Respekt – Interview mit Sexarbeiterinnen und einem Freier

14 Schwerpunkte im ver­gangenen Jahr

12

Die Finanzen der Fachstelle und des Vereins

13

Spendenverdankung

23

Personal

16 Öffentlichkeitsarbeit 16 Statistische Angaben zu den Beratungen 18 Statistische Angaben zum Gesundheits­förderungs- und Aidspräventionsangebot Der Verein 21 Rückblick Vorstandsarbeit


Liebe*r Leser*in Jeden Tag setzen sich die Frauen von der Beratungsstelle mit viel Herzblut und Professionalität für die Anliegen der Sexarbeiter*innen ein. Unermüdlich, unerschrocken. Dafür möchten wir ganz fest danken. Und auch Ihnen, liebe*r Leser*in, gebührt ein grosses Dankeschön: dass Sie sich mit der Arbeit der Fachstelle Sexarbeit XENIA auseinandersetzen, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren. Wir brauchen jede Unterstützung, die wir kriegen können. Ohne Mitgliederbeiträge, Spenden und Gönnerschaften wären wir heute nicht da, wo wir sind – nämlich eine geschätzte und geachtete Fachstelle, die über die regionalen Grenzen hinaus für Ihre Kompetenzen bekannt ist. Im 2016 konnte der Verein dank den Unterstützungsbeiträgen zusätzliche 45 Stellenprozente berappen, dies für die Leitung der Fachstelle und für die Beratung. Damit können wir unseren Auftrag für den gesamten Kanton Bern wahrnehmen und die Sex­arbeiter*innen professionell begleiten. Für den Vorstand bedeutete 2016 den Abschied von einer wunderbaren Frau, einer guten Kollegin und von riesigem Fachwissen: Margreth Schär, Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin, hat privat eine neue Stelle angetreten, mit der sie zeitlich sehr ausgelastet ist. Wir danken ihr für ihre wertvolle Arbeit und kompetenten Inputs über all die Jahre! Wir schauen gerne aufs nächste Jahr, wir freuen uns, die Mitarbeiterinnen von XENIA unterstützen zu können und neue Projekte anzugehen. Wir danken allen, die uns auch 2016 begleitet und unterstützt haben und freuen uns, wenn Sie auch im 2017 an uns denken. Als XENIA-Mitglied, Gönner*in oder Spender*in. Nun wünsche ich Ihnen viel Lesevergnügen! Eva Hauser Präsidentin Verein Xenia Fachstelle Sexarbeit

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Gesundheit, Professionalität und Respekt Aufgrund der medialen Berichterstattung im letzten Jahr hätte man den Ein­druck gewinnen können, dass die Mehrheit der Sexarbeiterinnen ungeschützte Praktiken anbieten und die Freier nur noch Dienstleistungen ohne Gummi ver­­­langen. Die Nachfrage nach Risikopraktiken ist nach der Erfahrung von XENIA aus 30 Jahren Beratung jedoch kein neues Phänomen, sondern ein Thema das kommt und geht. Wir haben uns entschieden, für den diesjährigen Jahres­­ bericht mit vier Sexarbeiter­innen, wir nennen sie L, V, B und E und einem Freier, F, über ihre subjek­tiven Erfahrungen und Einschätzungen zu sprechen, was Professionalität, Gesund­heit und gute Geschäftsbeziehungen ausmachen – und was es erschweren kann. Wir bedanken uns bei den Interviewpartner*innen für ihre Zeit und ihre Offenheit im Gespräch.

Welche Fähigkeiten sind wichtig im Umgang mit den Kunden? Was macht am meisten Freude an der Arbeit mit den Kunden? Was ist eher schwierig?

L

Für mich ist eine klare Haltung wichtig. Eine Frau muss wissen, was sie will und was sie nicht will. Sie selber muss die «Chefin» sein, da sie dann auch mit dem Kunden auf das Zimmer geht. Der Kunde ist Gast, er ist in den «Privaträumen» der Frau zu Besuch. Mundgeruch hingegen ist für mich tödlich. Ungepflegte Menschen nehmen dir so viel Energie, du machst alles, dass sie zufrieden sind, aber es zieht so viel Energie ab. Da brauche ich nachher eine längere Pause, um mich zu erholen. Was mir und meinen Kolleginnen Sorgen macht, ist die Nachfrage nach «ohne Gummi». Schwierig ist auch der Umgang mit ungepflegten Kunden, solche die ver­­suchen den Preis zu drücken, solche die einem einfach anfassen, bevor der Service geklärt ist und alkoholisierte Kunden. Einige wollen hier nicht duschen und wir können sie nicht dazu zwingen, dass sie beim Duschen auch nass werden. Es gibt auch viele Kunden mit sexuellen Deviationen, wie Kaviar 1, etc. Das sind Angebote für spezielle Studios. Heute haben die Kunden das Gefühl, sie können das überall verlangen. Und der Respekt der Kunden gegenüber den Sexarbeiterinnen hat über die Jahre abgenommen.

V

Vor 20 Jahren, als ich in Österreich und Deutschland angefangen habe, war Küssen beim Service nicht enthalten. In der Regel war es entweder Französisch einseitig oder beidseitig, oder normaler Sex. Kaviar und Anal wurde nur in DominaStudios angeboten und nachgefragt und nicht bei Privatwohnungen oder Salons. Ich habe den Eindruck, dass einigen Kunden ihre Gesundheit egal ist. Sie machen Bemerkungen wie «du bist doch gesund».

1. Sexualpraktiken mit Kot

4


L

Diese Kunden werden von mir darauf aufmerksam gemacht, dass die Sexarbeiterinnen auch Mütter, Ehefrauen und Grossmütter sind und ihnen deshalb ihre Gesundheit wichtig ist. Und dass er ja vielleicht auch noch eine Freundin, Ehefrau oder Kinder hat. Fast 80 Prozent der Kunden sind verheiratet oder in einer Beziehung. Wenn die Frauen, die den Job machen, unbedingt Geld brauchen und deshalb ungeschützte Praktiken anbieten, machen sie das Geschäft für alle kaputt. Die Frauen müssen die Männer erziehen, das ist ein bisschen wie bei einem Hund. Gibt man ihm einmal etwas, will er es immer wieder. Wir wollen nicht, dass die Kunden Infektionen zu ihren Ehefrauen bringen, wir wollen auch keine Infektionen in unsere Familien tragen, weder eine Grippe noch Hepatitis noch sonstwas. Aber andere machen das halt. Deshalb gehen die Kunden einfach weiter, bis sie eine finden, die sich bereit erklärt, die Dienstleistung ohne Gummi anzubieten.

B

Oft wissen die Kunden am Telefon nicht, wie sie das Gespräch anfangen und gestalten sollen und sind deshalb grob, fordernd oder frech. Sie sagen direkt «Wo bist du» oder «Wie viel kostest du?»

L

Alkoholisierte Kunden sind schwierig, weil sie kein Gefühl mehr in den Händen haben. Ich will keine blauen Flecken und will auch nicht gebissen werden. Und ich will auch keinen, der wegen dem Alkohol das Gefühl hat, alles zu be­kommen. Kunden mit körperlichen Beeinträchtigungen sind oft die anständigsten, sind gepflegt und respektvoll. Wir machen die Arbeit wegen den Kunden, die anständig sind, die Spass haben und die Dienstleistungen auch geniessen. Aber Arschlöcher triffst du jeden Tag.

E

Am Telefon gibt es eindeutig mehr unangenehme Kunden. Sie sind frech, schreien, etc. Kunden vom Militär sind oft sehr angenehme Kunden.

L

Diejenigen mit Kravatten sind oft die grössten Schweine. Aber es gibt klar auch die Männer, die sich bewusst sind, welcher Wert die Dienstleitung hat, wie der Preis ist und die nicht versuchen, die Preise zu drücken. Das sind die angenehmen Kunden.

Beziehung zum Kunden – welche Fähigkeiten und Eigenschaften braucht es, um eine gute bzw. professionelle Beziehung zum Kunden aufzu­bauen? Was würdest du als «gute Beziehung» bzw. als «professionelle Beziehung» beschreiben?

L

Das Alter ist irrelevant. Wir sind ja alle etwas älter, die Jüngste ist 38. Aber das spielt keine Rolle. Was es braucht ist Klarheit und Durchsetzungsvermögen. Wenn beispielsweise Männer klingeln und fragen für ohne Gummi, frage ich sie immer, ob sie nicht lesen können, weil bei uns bereits an der Türe steht, dass wir nur mit Kondom arbeiten. Und wenn sie mich am Telefon fragen, ob ich alleine sei,

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dann finde ich das verdächtig. Da sage ich immer gleich, dass wir mehrere sind, auch wegen der Sicherheit.

B

Ich finde Humor ganz wichtig. Wenn einer anruft und fragt, «wie teuer bist du» – und ich dann sage «ich bin unbezahlbar». Da gibt es Männer, die sich entschuldigen, andere werden wütend oder verstehen gar nicht, was ich sagen will. Mit anderen Männern hat man wirklich Spass am Telefon. Dann gibt es diese, die dich mit einem Laptop bezahlen wollen – es ist wirklich lustig, was ich hier alles erlebe. Ich arbeite aber hier auch nur, um Taschengeld für mich zu verdienen, seit September. Ich habe noch einen anderen Job und ich brauche auch Sex. Und Taschengeld.

V

Für mich ist es wichtig, den Menschen zu sehen, ob er Respekt hat. Hautfarbe, Alter, Herkunft interessiert mich nicht. Es gibt überall Arschlöcher.

B V

Wir passen auch aufeinander auf.

Ich bin sehr nett, kann aber auch hart sein. Ich lehne Kunden teilweise ab. Aber wir sprechen uns ab, wer die Türe öffnet, wir können nicht alle mit den gleichen Kunden gut umgehen. Auch eine professionelle Haltung ist wichtig. Beispielsweise, dass eine Frau nicht selber einen Kunden anruft. Ausser es ist ein Stammkunde, der eingewilligt hat. Diskretion ist wichtig, d.h. keine Telefone, keine SMS, weil du ja nicht weisst, ob seine Partnerin nicht seine SMS liest oder die Nummern überprüft. Schwierig sind in diesem Zusammenhang die anonymen Anrufe – einerseits ist es nachvollziehbar, wollen die Kunden maximale Diskretion, gleichzeitig haben wir so gar keine Angaben über die Kunden. Wir sind Psychologinnen, Schauspielerinnen. Es kommen Kunden, die wollen nur sprechen, kuscheln. Andere kommen, weil die Partnerin keinen Sex mehr möchte oder gestorben ist. Da ist das Sprechen wichtig oder auch Tipps – z.B. für eine Partner­massage. Zentral ist auch das Wissen um die Wirkung von Berührungen. Viele Kunden, die kommen, wissen nicht, wie sie eine Frau berühren sollen oder wurden selber schon lange nicht mehr auf eine angenehme Weise berührt.

B

Ich würde die Beziehung als «gut» beschreiben, wenn der Kunde anständig ist, mir gegenüber Respekt zeigt und mit der Dienstleistung zufrieden ist.

L

Wichtig ist auch Respekt gegenüber dem Kunden, dass wir es wertschätzen, dass er sich die Zeit genommen hat und auch Arbeitszeit investiert hat, um überhaupt zu uns kommen zu können. Ich sage den fordernden Kunden auch klar, dass ich nicht immer verfügbar bin, noch einen anderen Job und ein anderes Leben habe – das irritiert die Kunden häufig: «Was, du hast noch ein anderes Leben?!». Wenn sie wollen, spreche ich mit den Männern auch über ihr Sexleben zu Hause, frage, ob sie mit der Partnerin über ihre Bedürfnisse sprechen können, wenn sie äussern, dass zu Hause nichts läuft. Viele können das nicht, ihre Beziehung ist diesbezüglich kaputt. Und dann kommen sie zu uns.

V

Die Jungen sprechen auch nicht mehr miteinander, im Zug oder an anderen Orten. Viel spielt sich im Internet ab und wenn sie sich das erste Mal sehen, sollte es dann schon um Sex gehen. Das ist ein Problem. Die Leute haben keine Zeit, aber wollen Sex. Sie wissen aber nicht wie.

7


Was braucht es, damit die Gesundheit bei der Arbeit nicht gefährdet wird? Was erschwert es, bei der Arbeit auf die eigene Gesundheit zu achten?

V

Es braucht Ausgleichsmöglichkeiten. Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass man auch immer wieder Zeit für sich selber hat, wenn keine Kunden da sind und wir hier im Salon sind. Man kann sich viel mehr um den eigenen Körper und das eigene Wohlbefinden kümmern als bei einer anderen Erwerbsarbeit. Für mich sind auch Rückzugsmöglichkeiten zur Erholung wichtig. Ich schaue sehr gerne Filme oder lese, wenn nicht die anderen Frauen im Zimmer sind und miteinander sprechen. Die Kunden nehmen Energie, insbesondere dann, wenn sie Eigenschaften und Eigenheiten mitbringen, die ich als unangenehm empfinde.

2. Sexually Transmitted Infections (engl.): sexuell übertragbare Krankheiten 3. Oralverkehr 4. Zu den bei Oralverkehr (OV) übertrag­baren Infektionen gehören: HIV (wenn Sperma oder Blut in die Mundhöhle gelangen); SYPHILIS, (wenn der/die Sexualpartner*in ein akutes Primärgeschwür an Penis oder Scheide oder im Mund hat); TRIPPER (kann durch den eitrigen bakterienhaltigen Ausfluss des passiven Parts auf den aktiven übertragen werden. Der/die passive Partner*in ist dann gefährdet, wenn der/die aktive Partner*in eine Tripperinfektion in seinem/ihrem Rachen hat (die Symptome hierbei wären starke Halsschmerzen ähnlich denen einer Angina)); CHLAMYDIEN: (Bakterien können sich im Anus, in der Harnröhre oder in der Scheide befinden); HP-Viren; HEPATITIS B (sowohl durch aktiven (HBV ist wie HIV in Scheiden- und Samenflüssigkeit enthalten) als auch – in sehr seltenen Einzelfällen! – durch passiven OV (bei HBV ist eine Übertragung durch Speichel nicht auszuschließen); Akute HERPES-Bläschen (sie können bis einige Tage nach ihrem Abheilen noch Herpesviren «abgeben», so dass eine Übertragung von Genital-Herpes durch OV ebenfalls möglich ist) 5. Freier können sich auf der Seite www.verantwortlicherfreier.ch informieren, was mögliche Hinweise auf eine Zwangs­situation sein können, wie sie sich bei einem Verdacht verhalten sollen und wen sie kontaktieren können. Sie können sich bei Unsicherheit und einem unguten Gefühl auch telefonisch oder per Mail bei XENIA melden. 6. «alles ohne» – d.h. ungeschützte Praktiken.

8


L

Von fünf Kunden, die hier anrufen, fragen etwa drei für «Blasen ohne Gummi». Vielen Kunden fehlt es an Wissen über HIV/STI 2 und Wissen zur Prävention. Insbesondere die jungen Kunden wissen weniger als noch vor 20 Jahren. Auch wissen die Jungen oft nicht, wie sie eine Beziehung anfangen sollen – das liegt auch an der Digitalisierung der Kontakte. Sie sind schlecht aufgeklärt, die sexuelle Gesundheit und Sex im Allgemeinen wird in der Schule zu wenig thematisiert. Und dann infor­ mieren sie sich irgendwo – oder gar nicht. Und nicht alle Eltern sind bereit und nehmen sich die Zeit mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen. Wenn ich die Anrufe von den Kunden entgegen nehme, die «ohne Gummi» verlangen, versuche ich so schnell wie möglich über die Risiken von HIV und anderen Infektionen zu informieren. Aber 90% interessiert sich nicht dafür. Kürzlich waren auch zwei junge Schülerinnen von einer Fachschule für ein Interview zu besuch. Auch sie wussten nicht, dass man sich bei Französisch 3, oder Blowjob, wie sie es nennen, die Infektionen 4 an den Schleimhäuten im Hals holen kann.

Was macht für dich den Unterschied zwischen einer professionellen Dienstleistung und bspw. einem One-Night-Stand aus? Gibt es Aspekte an der Sexarbeit, die du als eher schwierig empfindest? Ich habe lieber Sexarbeiterinnen als One-Night-Stands – der Sex ist besser, es ist eine klare Sache, um was es geht und die Frauen gehen richtig offensiv an die Sache. Sie hat Sex mit mir, sie vögelt mich, nicht ich sie. Das ist ein Unterschied und das habe ich gerne. Schwierig ist es für mich, wenn ich eine Zwangssituation antreffen würde, da würde ich sofort wieder gehen. Also beispielsweise, wenn es eine Minder­jährige wäre oder es Anzeichen für Menschenhandel oder Sklaverei gibt 5.

F

Was ist ein guter Kunde? Welche Fähigkeiten und Eigenschaften braucht es von deiner Seite, um eine gute Beziehung zur Sexarbei­te­rin aufzu­ bauen? Was würdest du als «gute (Geschäfts-) Beziehung» beschreiben? Da kann ich nur von mir selber sprechen: Ich märte nicht, ich bezahle gut, ich gehe sauber und gepflegt dorthin und verlange kein AO 6. Ich behandle die Frauen einfach so, wie es sich gehört und so, wie ich auch gerne behandelt werden möchte. Ich habe gerne Menschen mit Witz, ich habe es gerne einigermassen sauber und schön in diesen Räumen, die Frau sollte selber auch gepflegt sein. Dann habe ich es gerne, wenn der Sex so ist, wie ich ihn gerne habe, dass sie mir einen Service anbietet, der mir auch passt. Wenn nach dem Sex beide zufrieden sind und wir es noch ein bisschen lustig haben, würde ich sagen, dass es eine gute Geschäftsbeziehung war. Auch habe ich es gerne, wenn ich die Frauen verstehe, d.h., wenn sie Englisch, Französisch, Deutsch oder Italienisch sprechen.

9


Was braucht es, damit die Gesundheit bei sexuellem Kontakt mit unterschiedlichen Partnerinnen nicht gefährdet wird? Was erschwert es, auf die eigene Gesundheit zu achten? Welche Rolle hat dabei der Kunde, welche die Sexarbeiterin? Ja, da zieht man einen Gummi an, oder?! Die Frage, was es mir erschwert, auf meine Gesundheit zu achten, kann ich so eigentlich nicht beantworten, weil mein Hirn beim Sex nicht ausschaltet, also ich werde immer einen Gummi benutzen.

10


Die Finanzen der Fachstelle und des Vereins Jahresrechnung 2016 in CHF Bilanz Aktiven

31.12.2016

31.12.2015

Flüssige Mittel

154'534.79

143'461.04

12'553.55

17'000.95

Forderungen und Rechnungsabgrenzung Einrichtungen

8'300.00 10'401.00

Total

175'388.34

Bilanz Passiven Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzung Nothilfefonds

170'862.99

31.12.2016

31.12.2015

12'720.75

19'087.15

6'105.90 8'047.35

Projekt Nr. One Kapital Jahresergebnis

0.00

0.00

143'728.49

119'270.24

12'833.20 24'458.25

Total

175'388.34

Erfolgsrechnung

01. – 12.2016 Budget 2016

Subvention Kanton Bern

398'740.00

170'862.99 01. – 12.2015

398'740.55 358'752.00

Spenden

18'218.90 10'000.00 21'478.70

Mitgliederfonds AHS

16'000.00

10'000.00

15'000.00

Mitgliederbeiträge

2'640.00 3'000.00 3'240.00

Vermietungen

5'717.50 3'000.00 3'175.00

Übrige Erträge

890.00

Personalaufwand

600.00

1'790.00

-375'082.35 -394'470.35 -327'723.70

Miete Unterhalt, Reparaturen, Ersatz Sachversicherungen

-12'803.00

-15'000.00

-14'203.10

-1'094.05

-2'200.00

-1'442.05

-523.15 -527.40 -509.10

Elektrizität

-1'507.05 -2'000.00 -1'672.25

Verwaltung und Informatik

-28'061.15

PR Übriger Aufwand Finanzerfolg

-28'400.00

-2'981.20

-3'000.00

0.00

0.00

-25'851.55 -4'742.80 -38.70

-443.90 -200.00 -211.40

Abschreibungen

-8'293.05 -9'540.00 -3'500.00

Ausserordentliches

1'415.70

Jahresergebnis

0.00 917.20

12'833.20 -29'997.20

12

24'458.25


Herzlichen Dank! Wir danken ganz herzlich allen Spenderinnen und Spendern: Es spendeten über 100 Schweizer Franken: Abt Anneros, Biel Ammann Peter, Bern Eugster-Geissmann Erna, Bern Glutz von Blotzheim Barbara, Solothurn König Adrian, Gümligen Meyer Walter und Christine, Ipsach Ritschard Barbara, Bern Scheidegger Michèle, Bern Schlüter Beul Werner, Bern

Einwohnergemeinde Nidau Gemeinnütziger Frauenverein (GFV), Heimberg Kirchgemeinde Bümpliz Kirchgemeinde Burgdorf Kirchgemeinde Hilterfingen Kirchgemeinde Jegenstorf-Urtenen Kirchgemeinde Kehrsatz Kirchgemeinde Kirchlindach Kirchgemeinde Köniz Kirchgemeinde Münsingen Kirchgemeinde Muri bei Bern Kirchgemeinde Ostermundigen Kirchgemeinde Thun Kirchgemeinde Vechigen Kirchgemeinde Wohlen Petruskirchgemeinde, Bern Soroptimist Club Biel, Ipsach Vigier Beton Kies Seeland Jura AG, Lyss

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Bericht der Fachstelle

Fachstelle

KOPG - Kommission Prostutionsgewerbegesetz Es war ein intensives Jahr in der Kommission Prostitutionsgewerbegesetz. Die Kommission hat sich in einer Unterarbeitsgruppe zusammen mit der Steuer­ver­wal­tung des Kantons Bern mit der Frage beschäftigt, wie Sexarbeiter*innen besteuert werden sollen. Die Steuerverwaltung stellt sich auf den Standpunkt, dass sämtliche Personen, die über eine Betriebsbewilligung nach Prostitutions­gewerbe­gesetz (PGG) verfügen automatisch als Arbeitgeber*innen gelten und somit die Sexarbeiter*innen an der Quelle besteuert werden sollen. XENIA wehrt sich gegen diese pauschale Lösung, sind doch die Etablissements viel zu unterschiedlich organisiert. In der Regel tragen die Sexarbeiter*innen das unternehmerische Risiko, erhalten keinen Grundlohn, wenn sie keine Kundschaft haben und sind somit selbständig erwerbend. In den Augen der Fachstelle wäre eine Einführung der Quellenbesteuerung für sämtliche Sexarbeiter*innen, die nicht über eine Nieder­lassungsbewilligung oder einen Schweizerpass verfügen, eine Verletzung der Rechts­gleichheit. Die Norm ist die Selbstdeklaration und die muss auch für das Sexgewerbe gelten. Hohe Mobilität und viele Wechsel in den Salons Die Mobilität der Personen, die in der Sexarbeit tätig sind, hat zugenommen. Viele Sexarbeiter*innen sind klassische Wanderarbeiter*innen, die nur kurz an einem Ort arbeiten und danach weiterziehen. Sei es, um an einem anderen Ort zu arbeiten oder um in ihre Heimat zurückzukehren. Oft kommen sie dann zu einem späteren Zeitpunkt im Kalenderjahr erneut ein paar Wochen in die Schweiz. Vor diesem Hinter­grund hat die Aufsuchende Arbeit (ASA) einen noch grösseren Stellenwert gewonnen. Um die Sexarbeiter*innen erreichen zu können, ihnen das Angebot von XENIA vorzustellen und sie über ihre Rechte und Pflichten zu informieren, ist es unab­dingbar, dass die Mitarbeiterinnen von XENIA mehr vor Ort unterwegs sind. Da die Mitarbeiterinnen von XENIA im letzten Jahr auch intensive Beratungen hatten, konnte jedoch nicht so viel Aufsuchende Arbeit gemacht werden wie geplant. Es beschäftigt uns weiterhin, dass wir aufgrund der hohen Nachfrage für Beratungen wenig Kapazitäten für die ASA haben.

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Infoveranstaltung für Thailänderinnen

In diesem Jahr hat die Thailändische Beraterin zusammen mit dem Verein Thaifrauen für Thaifrauen einen Infotag durchgeführt, um Sexarbeiter*innen aus Thailand über das System der AHV, Ergänzungsleistungen und der Krankenversicherung in der Schweiz zu informieren. Zudem wurde aufgeklärt, was zu berücksichtigen ist, wenn Personen nach der Pensionierung nach Thailand zurückkehren wollen. Der Infonachmittag stiess auf grosses Interesse. Zwanzigjähriges Jubiläum von Martha Wigger Das Jahr 2016 war das Jubiläumsjahr von Martha Wigger. 1996 hat sie ihre Arbeit bei der Fachstelle XENIA aufgenommen und diese als Beraterin und Stellen­ leiterin (von 2006 bis 2014) geprägt. Sie hat Höhen und Tiefen von Klient*innen, vom politischen und gesellschaftlichen Diskurs oder von Finanzierungsfragen der Fachstelle unermüdlich begleitet. Herzlichen Dank! Thema Altern und Pensionierung von Sexarbeiter*innen

Abschaffung Tänzerinnen-Statut Per 1.1.2016 wurde gegen die Empfehlung der Fachstellen der Beschluss umgesetzt, dass das Tänzerinnen-Statut national abgeschafft wird (siehe ausführlichen Artikel im Jahresbericht 2015). XENIA hat sich weiterhin an der Arbeitsgruppe Tänzerinnen von ProKoRe beteiligt, um die Veränderungen und Auswirkungen der Aufhebung des Statuts zu beobachten und zu diskutieren. Ebenfalls waren zwei Mit­arbeiterinnen an der Generalversammlung der ASCO (Verband Schweize­rischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken), um auch mit den Betreiber*innen der Cabarets die Veränderungen diskutieren zu können. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass einige Cabarets weiterhin mit den gleichen Verträgen arbeiten, aber aufgrund der Abschaffung des Statuts nur noch mit EU-Bürgerinnen. Andere haben auch tagweise Tänzerinnen, die auf Basis einer selbständigen Erwerbstätigkeit in einem Cabaret arbeiten. Wieder andere schlies­sen mündliche Verträge über kürzere Zeit als einen Monat ab. Seit der Abschaffung des Statuts fühlt sich keine Behörde mehr für die Kontrollen der Cabarets und der Arbeitsbedingungen der Tänzerinnen zuständig. Wo genau die Verbesserung des Schutzes der Tänzerinnen in dieser Entwicklung sein soll, bleibt im ersten Jahr nach der Abschaffung schleierhaft.

15

Fachstelle

An einer Retraite haben sich die Beraterinnen mit dem Thema Alter und Pensionierung von Sexarbeiter*innen befasst. Es ging darum zu eruieren, ob es Massnahmen gibt, die als Gruppenangebote umsetzbar sind, welche bestehenden Angebote nutzbar sind und welche Bereiche in der Einzelberatung thematisiert und bearbeitet werden müssen. Aus Kapazitätsgründen konnten bisher keine Gruppen­angebote konzipiert und umgesetzt werden, so dass die Erkenntnisse aus der Retraite vor allem in die Einzelberatungen eingeflossen sind.


Öffentlichkeitsarbeit Auch in diesem Jahr haben die Mitarbeiterinnen der Fachstelle zahlreiche Medienanfragen beantwortet, Referate gehalten, Studierenden und Lernenden ihre Fragen zum Thema Sexarbeit beantwortet oder sie auf bestehende Studien und andere weiterführende Literatur verwiesen. Gute und fachlich fundierte Auskunft zu geben ist Öffentlichkeitsarbeit zeit­intensiv und so musste XENIA die Anfragen Studierende, Lernende: 18 priorisieren und einige davon ablehnen. Behörden, NGO's: 9

Fachstelle

Medien: 21 PolitikerInnen: 1 Referate, Podien: 7 Privatpersonen: 2 Absagen: 27

Statistische Angaben der Beratungsstelle Im Jahr 2016 ist eine deutliche Zunahme der Neueröffnung von Fällen sichtbar. Dies hängt vor allem mit der Abschaffung des Tänzerinnenstatuts und dem damit verbundenen Anspruch auf Rückvergütung der AHV-Beiträge zusammen: Viele Tänzer­ innen, mit denen XENIA vorher nur sporadisch Kontakt hatte, haben sich gemeldet, weil sie Unterstützung bei der Rückforderung benötigten. Da die AHV Beiträge 2015 von den Arbeitgeber*innen erst bis im Sommer 2016 einbezahlt werden mussten, konnte der Auszug erst dann bestellt und auf Vollständigkeit überprüft werden. Nicht bezahlte AHV-Beiträge einzufordern war aufwändig und führte rasch zu einer Dossiereröffnung. Die Abschaffung des Statuts erklärt auch die markante Zunahme der Falleröffnungen bei Personen aus Drittstaaten und die Abnahme der Anzahl Kontakte ohne Falleröffnung bei Personen aus Drittstaaten. Gleichzeitig nahm die Anzahl Kontakte ohne Falleröffnung bei Personen aus dem EU/EFTA-Raum zu. Die meisten Beratungen fanden wie im Vorjahr zu den Themen Arbeit, Finanzen und Gesundheit statt.

16


Anzahl Kontakte mit Falleröffnung Anzahl Kontakte ohne Falleröffnung Anzahl Sexarbeitende Sexarbeitende m. F. e. davon neue

2016

2015

129

123

47

29

Anzahl Sexarbeitende

2016

2015

Sexarbeitende o. F. e.

1506

1478

93 85 Bern-Mittelland

Oberland

15 11 Oberland

2016 2015 764 866 274 187

Emmental-Oberaargau 2 4 Emmental-Oberaargau

140 73

Seeland

299 323

Berner-Jura

19 23 Seeland 0 0 Berner-Jura

29 29

Alter

Alter

bis 20

0

0

bis 20

10

14

20  – 29

14

12

20  – 29

439

386

30  – 39

48

40

30  – 39

439

526

über 40

59

61

über 40

267

218

unbekannt

8 10 unbekannt

351 334

Nationalität Nationalität CH CH/Osteuropa

17

20

CH

103

3 1 CH/Osteuropa

CH/Afrika

7 5 CH/Afrika

CH/Asien

17 19 CH/Asien

CH/Südamerika CH/EU

2 6 CH/Südamerika 0

0

Ausländerin EU

32

37

CH/EU

Ausländerin*

51 35 Ausländerin*

Ausländerin EU

105

5 3 48 28 58 75 29 42 3

5

834

744

426 476

* Sexarbeiter*innen mit einem ausländischen Pass, ohne EU-BürgerInnen

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Fachstelle

Verwaltungsregionen 2016 2015 Verwaltungsregionen Bern-Mittelland


Fachstelle

Statistische Angaben zum Gesundheitsförderungs- und Aidspräventionsangebot Die Mediatorinnen von XENIA begeben sich bei der Aufsuchenden Arbeit (ASA) an Orte, wo Sexarbeit unmittelbar stattfindet. In Salons, Kontaktbars, Clubs etc. machen die Mediatorinnen das Angebot von der Fachstelle XENIA bekannt und schaffen Vertrauen. Sie informieren rund um das Thema Sexarbeit, über Gesundheit im Allgemeinen, HIV und andere sexuell übertragbaren Infektions­krankheiten (STI). Die Begegnungen mit den Sexarbeiter*innen ist von Empathie, Wertschätzung sowie Respekt geprägt. Die Akzeptanz der jeweiligen persönlichen Lebenssituationen ist die Basis des Gesundheitsangebotes. Bei Neukontakten ist das Auftreten der Mediatorinnen entscheidend: Erstmals sind Sexarbeiter*innen gegenüber den Mediator­­ innen oft misstrauisch. So muss gleich von Beginn an klar sein, wer die Mediator­ innen sind und welchen Auftrag sie haben. Hilfreich sind hier der eigene Migrationshintergrund und die Mehrsprachigkeit der Mediatorin­nen. Kleine Türöffner wie die Abgabe von Präservativen, Gleitmitteln, Präventions- und Informationsmaterial oder schon nur der Visitenkarte erleichtern den Zugang zu den Sexarbeiter*innen. Die Erscheinungsformen von Sexarbeit sind vielfältig. Darum braucht es bei der Arbeit als Mediatorin neben Fachwissen auch grosse Flexibilität, Spontaneität, Kontinuität sowie Kenntnisse des Milieus. Im vergangenen Jahr hatten die Mediatorinnen durch ihre engagierte und professionelle Arbeit 2‘889 Kontakte.

18


Herkunft Bern- Oberland Emmental-

Seeland Berner- Total

Mittelland Oberaargau Jura

Osteuropa Afrika Asien

2 7 1 10 20 407 114

4 268 793

45 67 47 159

Latein Amerika 84 213 6 100 7 410 Brasilien EU Schweiz

18 27 2 6 53 433 427

74 424

3 1361

11 51 24 1 87

Andere 3 2 1 6 Total

1'000 909

89 880

11 2'889

Arbeitsort Strassenstrich 77 77 661 657

Night-Club

111 67 12 119 309

25 394

Bar-Sauna-Club 189 83 52 286 Privat

2 1739 9 619

33 25 33 91

Weitere Orte 6 48 54 Total

1'000 909

89 880

11 2'889

Materialabgabe * 13 16 20 49 Haupt. Themen Recht

461 474

6 606 1547

Gesundheit

1'000 909

89 880

11 2'889

HIV/Aids

1'000 909

89 880

11 2'889

STDs

1'000 909

89 880

11 2'889

Arbiet

684 791

55 820

11 2'361

Familie

529 585

5 552

11 1'682

Gewalt 12 12 Anderes 0 Total

1'000 909

89 880

11 2'889

Materialabgabe * 2 14 12 28 1. Kontakt / Neu 568 541

83 616

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* Anzahl Sexarbeiter*innen, mit denen kein Gespräch stattgefunden hat, die aber Informationsmaterial zu Gesund­heits­förderung und Aidsprävention erhalten haben.

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Fachstelle

Salon


Engagieren Sie sich für einen guten Zweck Für nur 50 Franken im Jahr treten Sie als Privatperson dem Verein XENIA bei. Selbstverständlich freuen wir uns über Gönnerbeiträge. Bestimmen Sie Ihre Spendensumme selbst. Für jeden Betrag bedanken wir uns herzlich. PC 30-37914-2.

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Ein Blick zurück auf das Vorstandsjahr 2016 Zwei aneinandergeschobene Tische, sieben Stühle, zahlreiche Traktanden, herzhaftes Lachen, engagiertes Diskutieren – das sind die Sitzungen des Vereins­ vorstandes. Dazu ein kleiner Rückblick:

Mit der Erarbeitung des neuen Betriebskonzeptes und auf der Suche nach einer Nachfolge für Margreth Schär starteten wir in den Sommer. Besonders am 27. August machte sich dieser bemerkbar; bei 30 Grad im Schatten folgten die Mit­ arbeiterinnen der Fachstelle und des Vereins bei einem gemeinsamen Ausflug den Spuren von Frauenpersönlichkeiten in Bern. Die heissen Köpfe wurden danach bei einem wunderbaren Abendessen im schattigen Park abgekühlt. Im September traf man sich zu einer weiteren Strategiesitzung. Ideen sollten konkretisiert werden, Rollen verteilt. Als NGO war vor allem das Thema Fundraising präsent und die Entwicklung neuer Projekte. Der XENIA-Vorstand beendete das Jahr mit der Organisation des legen­dären Weihnachtsessens, zu dem die Mitarbeiterinnen der Fachstelle, Sexarbeitende sowie die Vereinsmitglieder eingeladen waren. Wir freuen uns sehr, auch nächstes Jahr wieder im Einsatz für die Fachstelle Sexarbeit zu sein.

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Zu Beginn des Jahres zogen wir uns in einer eintägigen Retraite mit dem Status Quo, den Zukunftsperspektiven, den Problemfeldern sowie und nicht zuletzt mit der Strategie von XENIA auseinander. Die Motivation der Vorstandsmitglieder ist ungebrochen hoch, man sprach über mögliche Projekte, schaute auch ins ferne Ausland. Ein Ergebnis war 2016 die Zusammenarbeit mit dem Theaterfestival AUAWIRLEBEN: An zwei Abenden im Mai erzählte der Tänzer und Choreograf Daniel Hellmann im Schlachthaustheater von seiner nebenberuflichen Tätigkeit als Sexarbeiter und konfrontierte die Besucher*innen mit den eigenen und den gesellschaftlichen Vor­ur­teilen. Christa Ammann stellte sich im Anschluss an die Vorstellung gemeinsam mit Daniel Hellmann den Fragen, die den Theater­besucher*innen zum Thema Sexarbeit unter den Nägel brannten. Im Rahmen der Theateraufführung gab es ausser­dem während zwei Wochen in einer kleinen Galerie neben dem Schlachthaus­theater Momentaufnahmen in Etablissements zu sehen, die im Rahmen des Fotoprojekts zum dreissigjährigen Jubiläum vom Verein XENIA entstanden waren.


Vorstand und Personal Vorstand Verein Eva Hauser, Präsidentin Margreth Schär, Vizepräsidentin (bis Mai 2016), Miriam Schwarz, Vizepräsidentin (ad interim seit September 2016) Corinne Seebeck-Scheidegger (Aktuarin) Maria Schultheiss (Recht) Myriam Stucki (Öffentlichkeitsarbeit) Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Christa Ammann (Stellenleiterin) Martha Wigger Jacqueline Suter Radka Pfund Sujaree Junbua Flück Mediatorinnen des Gesundheitsförderungsund Aidspräventionsangebotes Mathilde Bürgin-Ndo Patricia Carmona-Astete (bis Juni 2016) Paulina Estremadoyro (ab Juni 2016) Tatjana Kunz Bernadette Oswald (temporär Juni /Juli 2016) Olga Vasiliuc Raumpflegerin Impressum Redaktion: Fachstelle und Verein Sexarbeit XENIA Illustrationen: Serafine Frey Gestaltung: Andrea Stebler Fotografien: aus dem Buch «Bordelle» von Yoshiko Kusano, Verlag Scheidegger & Spiess, ISBN 978-3-85881-476-0. Das Buch ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Druck: Basisdruck Bern

Tukkata Srisomchai

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Jahresbericht 2016  

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