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N° 72 Juni 2017

WORT ZUM

WIWI

Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften


Digitaldruck • Posterdruck • Klebebindungen Broschüren • Abschlussarbeiten • Textildruck

Gute Beratung • Schnelle Produktion Probeexemplar vorab möglich Copyshop in Tübingen Wilhelmstraße 44 T: 07071 - 55 07 52 tuebingen@wiesingermedia.de Mo. - Fr. 9 - 19 Uhr Sa. 10 - 15 Uhr WiesingerMedia gibt’s in Stuttgart, Fellbach, Leonberg, Ludwigsburg, Reutlingen und Tübingen. Preisauskunft und Infos unter: wiesinger@wiesingermedia.de www.wiesingermedia.de


Liebe Studierende, Was ihr hier in euren Händen haltet, ist die bereits zweiundsiebzigste Ausgabe des Wort zum Wiwis. Nachdem die Redaktion nach der letzten Ausgabe darauf hingewiesen wurde, dass sie offenbar nur schwerlich in der Lage ist, einen wenig blamablen Einführungstext zu schreiben, hat sie sich dieses Semester dazu durchgerungen besagten Text so kurz, und damit auch so wenig schmerzhaft wie möglich, zu gestalten. Kurz gesagt geht es in diesem WZW wie immer auch um die Fachschafts- und Fakultätsthemen unseres letzten Semesters. Dabei berichten wir über Gremien, Kommissionen und vergangene Veranstaltungen. Außerdem feiert unser Fachbereich Wirtschaftswissenschaft dieses Jahr sein 200-jähriges Bestehen, worüber ihr ebenso einen Artikel finden werdet wie zu unserem neuen Stocherkahn. Denn noch 15 Jahren Wartezeit haben wir es endlich zu einem eigenen Anlegeplatz gebracht. Natürlich dürfen in der aktuellen Ausgabe auch Berichte zu Auslandssemestern und Praktika nicht fehlen. Das war es dann schon von unserer Seite. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchblättern und Lesen! Yannick Schmidt & Philipp Graf

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S. 6 Fachschaftsthemen Semesterbericht Gremienarbeit Gleichstellungskommission Fachschaftsh체tte Weihnachtssingen

S. 21 Auslandsberichte Aix-en-Provence, Frankreich Lyon, Frankreich Vaasa, Finnland Montreal, Kanada Puebla, Mexiko

S. 14 Studieren an der WiWi-fakult채t

S. 20 Das Pr체fungsamt informiert

Listfest Stocherkahn Erasmus in T체bingen

Durchfallquoten WS 2016/17

S. 33 Beruf und Karriere Praktikum bei der IHK Region Stuttgart Praktikum bei Ebner Stolz Praktikum im LBBW Research


Semesterbericht Johannes Ludwig & Lena Seitz

de brillierten dabei durchweg mit ihrem positiven Gemüt, sodass am Ende einer regnerischen Novembernacht eine feucht-fröhlichen Feier zu Buche stand, deren guter Zweck – die Unterstützung der Movember-Stiftung - an dieser Stelle hervorzuheben ist. Anschließend standen ein paar entspanntere vorweihnachtliche Wochen an, nachdem am letzten Novemberwochenende alle Absolventen und deren Freunde zur Graduate Party zusammengekommen waren. Es hieß wie jedes Jahr Abschied nehmen. An dieser Stelle wünschen wir allen, die Tübingen den Rücken gekehrt haben um zu neuen Abenteuern aufzubrechen, alles Gute!

Mit deutlich weniger Nachwuchs als gewohnt starteten wir vergangenes Jahr in das Wintersemester 16/17 (Wink mit dem Zaunpfahl: Wir freuen uns auch während des jetzigen Semesters noch über neue Gesichter). Nichtsdestotrotz können wir mal wieder auf ein Semester voller informativer und witziger Veranstaltungen, allerlei Gremienaktivitäten und ganz viel Spaß zurückblicken. Nach Vergabe der fachschaftsinternen Ämter markierte die alljährliche Ersti-Einführung den eigentlichen Start ins Semester: Dank Infocafés, Stadtspiel, Kneipentour, Schafparty und der obligatorischen Erstihütte wurde den Erstis der Studienbeginn leicht gemacht. Auch für die neuen Masteranden hatten wir dieses Jahr eine Kneipentour und ein Get-Together-Frühstück im Angebot.

Trübte der Abschied enger Freunde und liebgewonnener Kommilitonen noch die aufkommendenen Weihnachstgefühle, so standen bereits die weihnachtlichen Highlights vor der Tür, um auch wirklich jeden in ihren Bann zu ziehen: Beim Weihnachtssingen bestach die Fachschaft dieses Jahr

Unter dem Motto „Movember: Trinken für den guten Zweck!“ folgte im November das traditionelle Clubhausfest. WiWis & Freun6


(leider) durch einen stark dezimierten Chor, der aufgrund seiner Größe einfach nicht immer jeden Ton treffen konnte. Gemäß dem Motto „der gute Wille zählt“ ließen wir uns davon jedoch nicht entmutigen und trällerten trotzdem selbstbewusst vor den Professoren, Lehrstuhlmitarbeitern und den Studierenden in den Einführungsveranstaltungen. Ob die zahlreichen Spenden aufgrund unserer holden Stimmen oder eher aufgrund von weihnachtlichem Mitgefühl zustande kamen, bleibt in diesem Zusammenhang allerdings ungewiss…

Praktika, Schwerpunkt-Wahl im Bachelor und den Tübinger Masterstudiengängen statt. Somit konnten alle WiWi-Studierenden nach überstandenen Prüfungen top informiert in die Semesterferien gehen und sich in den wohlverdienten Urlaub verabschieden. Die Fachschaft selbst ließ das Semester bei einem hochklassigen Bowling Abend (manche warfen die Kugel eher hoch, andere dagegen bewiesen ihre Klasse) ausklingen. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen tatkräftigen Helfern, Unterstützern und Befürwörtern unserer Veranstaltungen bedanken, die zusammen erst dafür gesorgt haben, dass die ein oder andere Veranstaltung nicht in Vergessenheit gerät. Wir hoffen, dass auch ihr euren Spaß hattet und freuen uns selbstverständlich darüber, wenn wir euch auch in Zukunft weiterhin bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen. Am schönsten fänden wir es natürlich, wenn ihr uns dabei mit Lob, Kritik und Verbesserungsvorschlägen tatkräfitg unterstützen oder gar persönlich bei uns vorbeischauen würdet. Nicht vergessen: Diesen Sommer feiert der WiWi-Fachbereich als ältester durchgehend bestehender seiner Art in Deutschland 200-jähriges Bestehen! Anlässlich dieser Feierlichkeit findet sich in naher Zukunft vielleicht mal die Zeit auf dem Neckar eine kleine Stocherkahntour zu machen!

Eine wesentlich bessere Figur gaben wir indes beim fast täglich stattfindenen Glühweinverkauf im WiWi Seminar ab – hier waren wir selbst wohl unsere besten Kunden. Sowohl die Erlöse vom Glühweinverkauf, als auch die Spenden vom Weihnachtssingen spendeten wir an die Lebenshilfe Tübingen e.V. und FONELISCO e. V., die sich in Tansania engagiert. Kurz vor Beginn der vorlesungfreien Weihnachtszeit folgten die altbewährte XXLMAS Party im Club27 und die WiWi-Weihnachtsfeier in der Mohlstraße. Letztere überzeugte Dank leckerer Waffeln, (alkoholfreiem) Punsch und heißem Glühwein. Die Einführung einer Tombola zum Aufstocken des Spendenkontos war hierbei ein voller Erfolg! Wie jedes Jahr ging es auch im neuen Jahr 2017 wieder viel zu schnell in Richtung Prüfungsphase. In dieser stressigen Zeit fanden noch die Infocafés zu Auslandssemester,

In diesem Sinne wünschen wir ein weiteres erfolgreiches Semester im schönen Tübingen. Bis zur nächsten schlaflosen Nacht!

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Gremienarbeit Georgia Iosifidou

Oftmals ist den meisten gar nicht klar, dass die Fachschaft neben ihrer Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation zahlreicher Veranstaltungen auch in vielen Gremien aktiv ist. In den meisten dieser Gremien werden administrative und hochschulpolitische Entscheidungen getroffen. Diese Entscheidungen wirken sich dann direkt auf unseren Studienalltag aus. Daher ist es sehr wichtig, dass studentische Vertreter in diesen Gremien aktiv mitarbeiten und sich für die Interessen der Studierenden einsetzen. Um weiterhin Einfluss in diesen Gremien nehmen zu können haben wir alle die Möglichkeit mit unserer Stimme bei den Uni-Wahlen studentische Vertreter in den Fakultätsrat und in den Studierendenrat zu wählen. In der letzten Ausgabe habt ihr schon einiges über den Fakultätsrat und seine Arbeit erfahren. Natürlich wird es für uns WiWis noch etwas interessanter wenn es um die Beschlüsse in der Studienkommission geht. Diese setzt sich aus Professoren des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft, Frau Goletz und vier studentischen Vertretern zusammen. Dieses Semester ist vor allem die interne Akkreditierung ein großes Thema gewesen. Dabei werden die Studiengänge, die an unserem Fachbereich angeboten werden, evaluiert und Verbesserungs-und Änderungsvorschläge gemacht. Am 29. Mai wurde die überar-

beitete Fassung unseres Modulhandbuchs dem Senat, dem höchsten Unigremium, vorgestellt. Welche Auflagen und Änderungen noch auf uns zukommen, wird jedoch noch diskutiert. Außerdem wurde wie in jedem Sommersemester die Verteilung der studentischen QSM (Qualitätssicherungsmittel) beschlossen. Das sind Finanzmittel, die durch Anträge beim Studierendenrat aktiviert werden können. Durch diese Gelder ist es zum Beispiel möglich, zusätzliche Tutorien, Lehrmittel oder Gastvorträge zu finanzieren. Ab dem Wintersemester 2017/18 unterstützen wir mit diesen Geldern beispielsweise die Ringvorlesung der studentischen Initiative Rethinking Economics. Darüber hinaus werden in der Studienkommission auch neue Projekte des Fachbereichs besprochen, wie zum Beispiel die Einführung der neuen Doppelmaster mit Lyon und Nottingham, die in Zukunft das Angebot an Masterstudiengängen in Tübingen noch weiter ausweiten. Außerdem ist die Studienkommission der Ort, an dem man Kritik, Wünsche oder Vorschläge direkt an die Professoren äußern kann. Wie in den letzten Semestern hat auch dieses Semester die Zusammenarbeit sehr gut geklappt. An dieser Stelle vielen Dank an alle Gremienmitglieder für ihr Engagement!

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Gleichstellungskommission Laura König

seits Studierende, Promovierende und Lehrende der Fakultät Forschungsvorhaben oder Tagungsteilnahmen teilfinanzieren.

Die Gleichstellungskommission setzt sich aus der/dem Gleichstellungsbeauftragten der Fakultät, dem/der Stellvertreter/in sowie studentischen und nicht-studentischen Beauftragten aus allen Instituten und beiden Fachbereichen zusammen und tagt regelmäßig im Semester.

Andererseits können im Rahmen des TEAching-Equality-Programms Finanzierungen für Lehraufträge zu Gender-Studies sowie für gender-bezogene Praxis- oder Fachvorträge beantragt werden. Zu beachten ist, dass pro Institut jährlich maximal ein Lehrauftrag und ggf. mehrere Praxisvorträge gefördert werden können.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Universität ist seit dem 1. Oktober 2014 Prof. Dr. Ingrid Hotz-Davies. Den Vorsitz der Kommission hat momentan Prof. Dr. Martin Biewen inne. Auch die freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften ist mit Julian Schneider als studentische Vertretung Teil der Kommission.

Ein jährlich wiederkehrender Workshop ist dabei zum Beispiel „Gender Mainstreaming und Diversity Management - berufsqualifizierende Kompetenzfelder“. Dieser Workshop ist übrigens im Bereich der überfachlichen Qualifikationen anrechenbar!

Die Gleichstellungskommission beschäftigt sich vorwiegend mit der Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses und der Förderung der Gender-Forschung. Im Laufe der wissenschaftlichen Karriere nimmt der Frauenanteil immer weiter ab. Dementsprechend lag der Frauenanteil im WS 15/16 in der WiSo-Fakultät bei 60,9%, der Anteil von Professorinnen aber nur bei 20,5%.

Neben der Finanzierung diverser Lehrangebote unterstützt und begleitet die Gleichstellungskommission das Familienbüro auf dem Weg zu einer familienfreundlichen Hochschule. Oberstes Ziel ist es dabei, familienfreundlichere Strukturen auszubauen, um die Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familienaufgaben zu erleichtern. Das Familienbüro stellt auf ihrer Homepage zum Beispiel Informationen rund um das Thema Kinderbetreuung zur Verfügung.

Um dem entgegenzuwirken gibt es spezielle, von der Fakultät finanzierte Förderprogramme. Mit den Fördermitteln können einer9


Die Gleichstellungskommission ist außerdem für diversitätsbezogene Maßnahmen zuständig. Die Mitglieder der Kommission stehen neben weiteren Ansprechpersonen der Universität als Anlaufstelle in Fällen sexueller Belästigung, sowie bei Fällen von Diskriminierung, zur Verfügung. Das Gleichstellungsbüro ist ebenfalls Ansprechpartner für Ratsuchende zum Thema sexuelle Belästigung. Natürlich werden Anfragen und Beratungen mit absoluter Vertraulichkeit behandelt. Wer zu diesem Thema weitere Informationen haben möchte, kann sich auf der Homepage

auch eine Broschüre zum Problemfeld „Sexuelle Belästigung an der Hochschule“ herunterladen. Dort wird unter anderem definiert, was unter sexueller Belästigung zu verstehen ist, welche Ursachen und Folgen dieses Verhalten hat und welche Handlungsoptionen es für Opfer und Zeugen gibt. Falls es von eurer Seite noch Anmerkungen oder Anregungen gibt, könnt ihr euch gerne an die Fachschaft bzw. an Julian Schneider als studentischen Vertreter wenden.

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Fachschaftshütte Käthe Müller

Voller großer Erwartungen fuhren wir Freitag Nachmittag irgendwo ins Nirgendwo - auf die Schwäbische Alb. Wie jedes Jahr freuten wir uns alle auf unser alljährliches Fachschaftswochenende, welches wir gerne nutzen um neue Fachschaftler besser kennenzulernen und uns auf das kommende Fachschaftsjahr vorzubereiten! Ohne allzu große Orientierungsschwierigkeiten kamen wir zunächst alle mit mehr oder weniger tauben Beinen sicher an unserem Wochenendziel Königsheim an. Dort bezogen wir unsere Zimmer, wobei wir feststellen mussten, dass wir die nächsten beiden Nächte in einem überdimensionalen Stockbett schlafen würden. Weiterhin wurde am Ankunftsabend das Programm des Wochenendes durchgesprochen und die Koch- und Spüldienste eingeteilt. Nach leckerer Pasta und ein paar kühlen Bierchen starteten wir den Abend mit gediegenen Kennlernspielen und heiterer Partymusik. Der weitere Verlauf des Abends erfolgte feuchtfröhlich und dessen Erfolg ließ sich an der ausgefüllten Bierliste am nächsten Morgen messen.

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Am Samstag Vor- und Nachmittag standen verschiedene Workshops auf dem Programm, die einige kreative Resultate hervorbrachten und die vor allem den Zweitsemestern halfen, einen tieferen Einblick in die Fachschaftsarbeit zu bekommen. Auch wurde die noch angenehm kühle Bergluft (es lag Schnee!) für einen Spaziergang genutzt! Am Samstag wurde zudem im Laufe des Tages die Kunst des Powernappings von zahlreichen Fachschaftlern perfektioniert und für Sportbegeisterte gab es die Möglichkeit, sich in der hiesigen Turnhalle beim Völkerball auszutoben. Nach einem weiteren kulinarischen Höhepunkt am Abend (Maultaschen mit Ei) wurde die zuvor getane Arbeit gebührend mit Alkohol und sehr guter Stimmung belohnt. Am letzten Tag begann nach dem Frühstück unsere Putz- und Aufräumaktion und wir konnten frühzeitig nach Tübingen aufbrechen. Meiner Meinung nach war die Fachschaftshütte wie jedes Jahr ein voller Erfolg und eine der vielen Highlights unseres Fachschaftsjahres!


Weihnachtssingen Anja Langer

Auch im letzten Wintersemester haben sich wieder einige Fachschaftler gefunden, um in den letzten Wochen des Jahres in Vorlesungen und an den Lehrstühlen musikalisch auf Weihnachten einzustimmen. Mit einer Mischung aus deutschen und englischen, sowie modernen und klassischen Weihnachtsliedern im Gepäck sind wir wieder durch Tübingen gezogen, um Weihnachtsstimmung zu verbreiten und Spenden zu sammeln. Wie jedes Jahr wurden damit zwei Projekte unterstützt – ein regionales und ein internationales.

sammelt hier vor Ort Spenden für ein Waisenhaus in Tansania, indem um die 60 Kinder hauptsächlich von Volontären versorgt und gefördert werden. In Zukunft sollen zumindest die Nahrungskosten durch eigenen Lebensmittelanbau selbst gedeckt werden, momentan ist das Waisenhaus allerdings noch vollständig auf Spenden angewiesen, um laufende Kosten zu decken. Durch die immensen Schäden an dem veralteten Wasserrohrsystem stiegen im letzten Jahr die Ausgaben für die Wasserversorgung dermaßen, dass selbst die regelmäßig eingehenden Spenden die laufenden Kosten nicht decken konnten. Daher haben sich unsere Sänger dafür eingesetzt, genug Geld zu sammeln, um die Reparaturkosten zu bezahlen. Und waren erfolgreich! Dank der Spende sind die Rohre inzwischen repariert und Fonelisco schreibt wieder schwarze Zahlen.

Aus der Region haben wir dieses Mal für die Lebenshilfe Tübingen e.V. Spenden gesammelt, eine Organisation, die Menschen mit Behinderung unterstützt und ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten bietet. Grundsätzlich möchten wir immer für handfeste Projekte spenden, damit wir wissen wo euer und unser Geld landen. Bei der Lebenshilfe Tübingen war dies eine Sport- und Laufgruppe, die in diesem Jahr neu ins Leben gerufen wurde und für deren professionelle Betreuung noch Gelder fehlten.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Professoren, Lehrstuhl- und Fachbereichsmitarbeitern und Studierenden bedanken, die dazu beigetragen haben. Wir freuen uns, dass wir mit eurer Hilfe wieder zwei tollen Organisationen unterstützen konnten!

Der zweite Teil unserer gesammelten Spenden ging dieses Jahr nach Tansania, an FONELISCO e.V. Der deutsche Förderverein 12


Listfest Benedikt Albrecht

Listfest: Einlass 18:30 Shuttle Service in regelmäßigen Abständen nach Tübingen, siehe Aushang

In diesem Jahr feiert die Wirtschaftswissenschaft in Tübingen ihr 200-jähriges Bestehen (Herzlichen Glückwunsch!, Anm. d. Red.) und ist damit der älteste durchgehend existierende Fachbereich dieser Art in Deutschland. Bereits Anfang des Jahres wurde der Auftakt mit dem Vortrag „Internationaler Handel in Zeiten nationaler Abschottung“ von der ehemaligen Tübinger Professorin Claudia Buch, nun Vizepräsidentin der Bundesbank (stabile Vita, Anm. d. Red.), im Pfleghofsaal gefeiert. Sicherlich ein Highlight war zudem der mit Freude antizipierte Vortrag des deutschen Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler, zudem Alumnus des Tübinger Fachbereichs. Ihren zwischenzeitlichen Höhepunkt finden die Jubiläumsfeierlichkeiten im 35. Friedrich-ListFest. Am 30.06. werden erneut einige Absolventen, Jubilare, Professoren, Angehörige der Universität und des Fachbereichs sowie Gäste im malerischen Kloster Bebenhausen erwartet. Bei einem reichhaltigen Drei-Gänge-Buffet wird sich ausgetauscht und der Tag genossen. Im Anschluss wird selbstverständlich auf der Gradparty der Fachschaft steilgegangen (richtig Bock, Anm. d. Red.).

Gradparty: Beginn 22 Uhr, Tübinger Königsgesellschaft Roigel, Burgsteige 20 Karten sowohl für die Gradparty, als auch die Kombitickets Gradparty-Listfest während der Sprechstunden oder per Mail via graduateparty.ffw@gmail.com

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Entdecke die Vielfalt unserer Döner- & Salatkreationen. Egal ob herzhaft mit Fleisch, vegan oder vegetarisch komm vorbei und erlebe die Frische! Keplerstraße 8, 72074 Tübingen Mehr entdecken: WWW.NEUE-DOENASTIE.DE


FFW goes Stocherkahn Timo Schnabel

che mussten gefunden und ein neues Buchungskonzept erarbeitet werden. Nach den Pfingstferien konnte unser Kahn dann auch zum ersten Mal offiziell gebucht werden. In der gleichen Woche fand auch das alljährliche Stocherkahnrennen statt, an welchem wir selbstverständlich mit einer motivierten Truppe aus Fachschaftlern teilnahmen und unser Kahn auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Nachdem Generationen von Fachschaftlern 15 Jahre lang gespart und gewartet haben, war es dieses Sommersemester nun endlich soweit. Die Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften bekam endlich ihren langersehnten Anlegeplatz für einen Stocherkahn auf dem Neckar. Natürlich wollten wir diesen jetzt auch so schnell wie möglich befahren. Da so ein Kahn jedoch nicht von heute auf morgen gebaut ist, entschieden wir uns dafür, zunächst einen gebrauchten Kahn herrichten zu lassen und diesen für diese Saison zu nutzen. Unsere ganz persönliche Jungfernfahrt mit dem Kahn fand bei strahlendem Sonnenschein am 16. Mai statt. Hier wurden schon die ersten Stochererfahrungen gesammelt und so drehten wir uns das eine oder andere Mal auf dem Neckar (alles natürlich nur um die schöne Aussicht zu bestaunen). Anfangs gab es viel zu tun; Verantwortli-

Jeder Angehörige des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tübingen kann den Stocherkahn nun für sehr faire Preise bei uns ausleihen. Die einzige Bedingung ist, dass ihr Erfahrung im Stochern habt oder jemand Erfahrenes kennt, der dies für euch übernimmt. Buchen kann man den Kahn unter: Stocherkahn.ffw-tuebingen.de

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Erasmus in Tübingen Interview with Laura Palacio Río (Spain) Rebecca Faißt

How do you like Tübingen?

not have any doubts!

The city is so beautiful and neither big nor small. If you live in the city center, you can move by bike easily. If you do not live in the city center, the public bus works well. I think the overwhelming amount of students gives life to the city of Tübingen. So much so, the students are considered the hallmark of the city. I am happy of doing my Erasmus here.

What is your favorite place in Tübingen? The terraces next to the Neckar river. I love to drink beer with friends when it is sunny. That is my perfect plan! What is your favorite German or Swabian food?

Why did you choose to study in Tübingen?

I love “Käsespätzle”, in Bären or Collegium they are delicious.

I chose Germany due to the opportunities that it offers including prestigious universities, the quality of life, interesting cities and villages to visit, the possibility of practising English, and of course, learning German. In addition, it has more affordable prices than Northern-Europe and better weather too. When I was thinking about which city to choose, I saw pictures of Tübingen and I did

What don‘t you like about Germany? Sometimes making German friends in class is difficult because some people are not so talkative. I think they are more competitive than the exchange students and very worried about their grades. Of course, I’ve met a lot 18


How do Erasmus students party in Tübingen?

of kind German people who helped me with university issues so generalizing isn‘t possible.

It depends, we love karaoke night on Monday in Schwarzes Schaf or if the queue is not good, we also like Clubhaus, but our usual plan to party is to drink together and after that going to dance at a bar.

What is the biggest difference between Spain and Germany? The people. Germans are serious, good workers, polite and organized. Spanish people are more cheerful, open-minded and sociable. We are different but I’ve made good German friends.

What are you going to miss the most when you go back home? I’ve become very comfortable here in Tübingen. It’s the perfect city for students because of the calmness, gorgeous places in “Altstadt” and the facilities of living here. It is hard to explain but I am going to miss this year of my life so much.

What is the biggest difference between your home university and the University of Tübingen? I prefer the University of Tübingen for many reasons. In Oviedo (my home university), I have a lot of work to do during the semester and each week is crucial for my final grade. You can’t organize by yourself as an adult student. We even have surprise tests so a good final grade is impossible if you don’t prepare each course since the first day. Moreover, the courses are more theoretical than German ones, and I think that practical courses are better for learning than theoretical ones are. I like the case studies and the type of exams in Germany. I also like the possibility of not doing an exam if you do not register in it, because you can prepare for it better the next time. Classes here are dynamics and the professors are more approachable than ones in Spain.

What is the funniest thing you experienced while studying abroad? In Germany, when people don’t need their things, they put them on the street and anyone can pick them up for free: It’s a great thing! One day, a friend decided that he needed a carpet for his room. He needed a taxi to get it. Do you have ideas how German students can improve integrating Erasmus students into their social life? We are delighted to meet new people and of course German students. Our German may not be good, but we strive to improve it. When we arrive to a new place, it is great to become friends with the locals. It would be great if each Erasmus student could be paired with one German student to help him or her with their experience.

What’s your favorite bar/club in Tübingen and why? If I want to drink my favorite beer in the city, I always go to Chez Michel, but if I want to party, I go to Schwarzes Schaf or Kuckuck (the WHO club). 19


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Ein Semester leben wie Gott in Frankreich Svenja Otterbach

gen. In allen meinen Kursen waren wir eine Klasse von ca. 30 Leuten eingeteilt. Die Hälfte davon waren Einheimische und der Rest Austauschstudenten.

Für mich ging es während des fünften Semesters nach Südfrankreich, in das verträumte Städtchen Aix-en-Provence. Und nur vorweg, meine bis dato bereits hohen Erwartungen an die französische Küche wurden auf alle Fälle noch übertroffen. Aber von Anfang an: Ende August ging es mit dem TGV in ca. 7 Stunden von Karlsruhe Richtung Süden. In Aix war ich in einem Wohnheim untergebracht, das nur zehn Gehminuten von der Universität entfernt lag. Leider riss ich mir ein paar Tage vor Abfahrt noch das Außenband, weswegen anfangs alles ein bisschen länger dauerte. Jedoch ticken die Uhren im Süden sowieso ein wenig langsamer.

Über das Semester hinweg unternahmen wir als Klasse viel zusammen, was für mich eine der schönsten Erfahrungen im Auslandssemester war. Die Kurse waren alle sehr interessant und eher praktisch orientiert. So gab es beispielsweise einen Kurs, in dem die ganze Klasse in verschiedene Gruppen aufgeteilt war und in einem Business Game über das ganze Semester hinweg gegeneinander „spielen“ musste. Während des Semesters hatte ich relativ viel Uni und zweimal die Woche abends noch einen französischen Sprachkurs.

Die Universität Aix-Marseille ist in einen Campus in Aix und einen in Marseille aufgeteilt. Meine Kurse waren aber ausschließlich in Aix. Durch die Vielzahl von Erasmus-Veranstaltungen, war es von Anfang an kein Problem Anschluss zu finden. Gleich zu Beginn fiel mir auf, dass die Universität in Frankreich viel verschulter ist als in Tübin-

Trotzdem kam die Zeit für Reisen nicht zu kurz. Marseille liegt mit dem Bus ca. 30 Minuten entfernt von Aix. Von Marseille hatte ich vor meinem Auslandssemester nur Schlechtes gehört, was ich absolut nicht bestätigen kann. Natürlich sollte man einige Gegenden meiden, teilweise keine empfindliche Nase haben und seine Handtasche nicht aus den 21


Augen lassen. Das ist in anderen Großstädten auch nicht unbedingt anders. Dafür punktet Marseille mit dem wunderschönen Hafen.

Wie schon zu Beginn erwähnt: Die französische Küche ist absolut umwerfend. An unserem Lieblingscrêpe-Stand hatten wir gegen Ende des Semesters wahrscheinlich jede mögliche Kombination probiert. Auch konnte man bei der Weinauswahl nicht wirklich danebenliegen.

An Wochenenden und in den Ferien ging es mit dem Auto unter anderem nach Toulouse und an die Westküste, zu der „Dune du Pilat“, der größten Düne Europas. Ein Ausritt mit Pferden in der Camargue umgeben von Flamingos und dem Meer war auf jeden Fall eines der Highlights meines Auslandssemesters. Auch wohnten Freunde von mir in Lyon, die ich mit zwei sehr guten Freundinnen aus Tübingen, die ebenfalls mit mir in Aix waren, besuchte.

Alles in allem bin ich wirklich begeistert von Frankreich und im Süden sind die Leute auch immer sehr freundlich und hilfsbereit gewesen. Von Vorteil ist es, dass Aix nicht wirklich weit weg liegt, weswegen es mich sicher noch öfters dorthin ziehen wird.

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Auslandssemester in Lyon Francesca Contino

nenschein, was das Erkunden und Erforschen der drittgrößten Stadt Frankreichs umso angenehmer machte.

„Bienvenue en France“ – Freundlich, aufgeschlossen und entspannt! Sich von nichts aus der Fassung bringen lassen und das Leben in vollen Zügen genießen! So lassen sich Frankreichs Bürger und vor allem deren Lebensstil beschreiben!

Und es gab so einiges zu erforschen! Lyon ist nicht nur eine wunderschöne und charmante Stadt, die vom Stil der Renaissance geprägt wurde, sie wird außerdem auch als die „Ville des Gourmets“ bezeichnet. Ein Titel, den sich diese Stadt redlich verdient hat! Denn neben den ganzen köstlichen typisch-französischen Spezialitäten, die Frankreich zu bieten hat, kann Lyon als „Ville des Gourmets“ mit dem besten Koch Frankreichs, Paul Bocuse, seinem Namen volle Ehre machen. Er ist mit Abstand der berühmteste Koch Frankreichs, besitzt seit 1965 durchgehend 3 Michelin-Sterne und wurde 2011 sogar zum „Chef du siècle“ ernannt. In „Les Halles de

Meine Ankunft im Land der leckeren Weine verlief reibungslos und gerecht deren Lebensmotto sehr entspannt. Ich trat mein Auslandssemester schon Ende August an, sodass das Wetter perfekt mitspielte und mir meine ersten Tage in Lyon versüßte. Überraschenderweise spielte das Wetter im September und Oktober auch noch sehr gut mit, denn die Sonne schien zu dieser Zeit noch sehr stark und es wurden Temperaturen von bis zu 20 Grad erreicht. So genoss ich die ersten Tage und Monate unter strahlendem Son24


Lyon Paul Bocuse“ kann man sich zwischen köstlichem Käse, frischen Fisch, leckerem Wein und süßen Desserts perfekt austoben! Tatsächlich habe ich das meiste Geld in Frankreich für das unglaublich leckere Essen auf den Kopf gehauen, was mich jedoch nicht sehr überrascht hat.

der Ankunft an einer französischen Universität enorm starke Nerven in Hinsicht auf die Organisation. Denn die Mitarbeiter der Universität gehen ihre Arbeit gern mal etwas entspannter an und so kann es auch schon mal vier Wochen dauern bis man seinen endgültigen Stundenplan erhält. Was das Studieren angeht, hat man unter dem Semester ständig Zwischenprüfungen, Präsentationen und Abgaben, die bereits einen bestimmten Prozentsatz der Note ausmachen. Hört sich nach viel Arbeit an, was es auch ist, aber man hat trotzdem noch genügend Zeit um sein Auslandssemester im wunderschönen Frankreich zu genießen und zu reisen. Außerdem gehört die Jean-Moulin Universität zu einer der besten Business Schools in Frankreich und ist vor allem für BWL-Studenten optimal geeignet.

Neben dem Titel „Ville des Gourmets“ kann Lyon auch mit dem Titel „Ville des Lumières“ strahlen. Denn Lyon ist für seine hellaufstrahlende Altstadt und den aufleuchtenden Notre-Dame de Fourvière in den späten Abendstunden bekannt und veranstaltet jedes Jahr im Dezember die „Fête des Lumières“, in der Künstler ihre Lichterspielkunst auf den bekanntesten Gebäuden der Innenstadt präsentieren. In diesen Tagen leuchtet die gesamte Innenstadt hell auf und zieht Menschen aus aller Welt in die Stadt. Ein außergewöhnliches Spektakel, welches man auf keinen Fall verpassen darf! Überrascht war ich von der Tatsache, dass sogar unsere Universität, „Université Jean Moulin Lyon 3“, abends in den buntesten Farben hell aufleuchtete!

Trotz dieser kurzen Zeit habe ich viele tolle Menschen und eine unglaublich vielfältige Kultur kennengelernt, das Großstadtleben in einer wunderschönen altfranzösischen Stadt genossen und viele tolle Erinnerungen gesammelt! Ich kann deswegen jedem ein Auslandssemester in Lyon nur herzlichst empfehlen!

Zur Universität und der Art des Studierens kann man sagen, dass es enorme Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland gibt. Zuerst einmal braucht man zu Beginn

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Wenn die Sonne um 10 Uhr morgens aufgeht... Annika Bruckner

Sonne, Strand und Sangria - das ist wohl das was viele unter Erasmus verstehen. In Finnland jedoch bedeutet Erasmus eher: Schnee, Sauna und Salmiakki. Falls ihr jetzt noch nicht abgeschreckt seid, dann macht euch für eine Menge dumme Fragen bereit, die man euch stellen wird, wenn ihr euch für ein Auslandssemester in Finnland entscheidet: Scheint da überhaupt auch mal die Sonne? Hast du keine Angst depressiv oder alkoholabhängig zu werden? Spricht man da dann finnländisch? Letztere beruht übrigens ebenfalls auf wahren Begebenheiten.

Nationalparks, Bootsfahrten in die Schären, Eisschwimmen und Abende, an denen Nordlichter zu sehen waren, zeigten mir, dass Vaasa genau der Platz ist, wo ich hingehöre. Neben all der schönen Natur kann ich jedoch vor allem auch die Universität weiterempfehlen. Das Studium in Vaasa war nicht mit dem in Tübingen zu vergleichen. Das Semester war in zwei Terms aufgeteilt. Der Erste begann Anfang September und endete Ende Oktober, der Zweite begann Anfang November und endete vor Weihnachten. Dadurch, dass die Arbeit auf das ganze Semester verteilt wird und man nicht am Ende eine einzige Klausurphase hat, war der Arbeitsaufwand meiner Meinung nach durchaus machbar.

Trotzdem entschied ich mich dazu im WS 2016/2017 vier Monate im hohen Norden an der University of Vaasa zu verbringen. Die Stadt Vaasa ist das finnische Tübingen, da ein Fünftel der Einwohner Studenten sind, die tagtäglich bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Die Betreuung an der Universität war von Anfang an sehr gut. Außerdem war alles sehr praxisorientiert und es gab zahlreiche interessante Gastvorlesungen. Ich habe außerdem einen Finnish Survival Course belegt, bei dem leider am Ende auch nur das Wort Kiitos (Danke) hängengeblieben ist. Aber sogar die 80-Jährigen Omas in der Sauna sprechen Englisch, sodass man in Finnland definitiv auch ohne die Sprache überleben kann.

Ich gebe zu, als ich das erste Mal mit dem Fahrrad in einen Schneesturm geraten bin auf dem halbstündigen (In Vaasa liegt alles extrem weit auseinander) Nachhauseweg von Freunden, habe ich mich schon gefragt, wie ich auf die Idee kam im Winter nach Nordeuropa zu gehen. Dieses Gefühl war jedoch meist nur von kurzer Dauer. Zahlreiche Radtouren am Meer, Wanderungen in

Eine ganz neue Erfahrung für mich als strikte Bibliotheks- und Mensaverweigerin war der 26


Campus in Vaasa: Eine moderne Bibliothek mit Meerblick und ein Mittagsmenü (ca. 2.70€), das neben einer Hauptmahlzeit noch Wasser, Milch, verschiedene Brote und ein Salatbuffet enthielt - damit kann Tübingen nicht mithalten. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass Vaasa keine Großstadt mit unbegrenzten Freizeitaktivitäten ist. Allerdings ist für jeden etwas dabei und es wird nie langweilig. Vaasa ist außerdem ein guter Ausgangspunkt

zum Reisen, da eine direkte Fähre nach Umeå (Schweden) fährt und es auch Direktflüge nach Stockholm und Helsinki gibt. Alle anderen Orte sind sehr günstig mit dem Bus zu erreichen. Ich habe meine Entscheidung nach Finnland zu gehen nie bereut. Wenn man sich im Voraus auf das kältere Wetter und die Dunkelheit einstellt, fällt einem dies gar nicht schwer. Der nächste Tübinger Sommer kommt bestimmt.


Mein Auslandssemester in Montreal Tina Einsiedler

Da ich schon ca. drei Wochen vor offiziellem Vorlesungsstart anreiste, hatte ich noch genügend Zeit die zahlreichen Facetten der Stadt zu erkunden; den tollen Ausblick vom Mont Royal zu genießen, am Ufer des Canal de Lachine entlangzulaufen und die neuesten Food-Trends im hippen In-Viertel Plateau-Mont-Royal auszuprobieren. Die Wohnungssuche vor Ort lief zum Glück auch einfacher als gedacht und ich hatte nach einer Woche ein tolles Zimmer in einer 2er-WG mit einer Kanadierin gefunden.

Poutine, Leonard Cohen, viele Baustellen und kalte Wintermonate. Das hatte ich im Vorfeld über Montréal gehört. Im Wintersemester 2016/17 durfte ich mich dann selbst davon überzeugen und ein Semester an der McGill University studieren. Ich hatte mich im Vorfeld für Montréal entschieden, da ich die vorherrschende Bilingualität und das Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen sehr spannend fand und dies auch perfekt zu meinem Sprachenschwerpunkt Englisch/Französisch im Studium passte. Zudem genießt die Universität einen sehr guten Ruf in Kanada und kann u. a. Premierminister Justin Trudeau als ehemaligen Studenten verzeichnen. Meine Erwartungen waren also hoch, wurden jedoch nicht enttäuscht.

Anfang September gingen auch schon die zahlreichen Einführungsveranstaltungen der Universität los, bei denen man erste Kontakte knüpfen konnte. Man sollte sich in den ersten Wochen auch auf gar keinen Fall den „Open Air Pub“ auf dem Uni Gelände entgehen lassen, bei dem man abends mit Burger und 28


Bier den Beginn des Semesters gebührend feiern kann. Als die Austausch-Koordinatorin der Business Fakultät zu Beginn meinte, dass das Studium hier ziemlich „fast-paced“ wäre, hatte sie definitiv nicht übertrieben. Es dauerte nicht lang und es standen zahlreiche Assignments, Gruppenarbeiten und die ersten Midterms bereits vor der Tür. Mit gutem Zeitmanagement konnte der Arbeitsaufwand aber trotzdem bewältigt werden und es blieb genügend Zeit für den ein oder anderen Wochenend-Trip.

Gruppe im Mietwagen erreichen. Solltet ihr nach dem Semester noch etwas Zeit übrig haben und insbesondere Schneeliebhaber sein, dann kann ich auf jeden Fall die Nationalparks Banff & Jasper in Alberta, sowie Ski fahren in Whistler, BC empfehlen Insgesamt kann ich jedem raten ein Auslandssemester in Kanada und insbesondere an der McGill University zu absolvieren. Ich hatte ein tolles, intensives und spannendes Semester, das geprägt war von interessanten Kursen, tollen Professoren und neuen Freundschaften in einem Land mit zahlreichen atemberaubenden Landschaften und den freundlichsten Menschen weit und breit. Montréal ist die perfekte Stadt zum Leben; sie kommt mit allen Vorzügen einer nordamerikanischen Großstadt (kulinarische Vielfalt, Sportstätten, Kultur, internationales Umfeld), gepaart mit europäischem Charme.

Montréal ist der perfekte Ausgangsort für Reisen im Osten von Kanada sowie in die USA. So konnte ich während meines Semesters z. B. Toronto, Ottawa, Québec City, die Halbinsel Gaspésie, Nova Scotia, und New York erkunden sowie einen Camping Trip in den Algonquin Provincial Park in Ontario unternehmen. Flüge sind meistens nicht ganz billig aber die meisten Ziele lassen sich auch gut mit Bussen oder eventuell mit einer

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Emociónate – Mein Auslandssemester in Mexiko Dominik Bär

bereits beim ersten Betreten des Campus, wie viel Geld die meisten Studenten für die Ausbildung hier aufbringen. Das Gelände ist sehr gepflegt mit wunderschönen Gebäuden, die den Brechtbau oder das WiWi-Seminar noch schlechter aussehen lassen, als ihr das bereits aus Tübingen gewohnt seid.

Wie bei den meisten WiWis ging es auch für mich nach dem 4. Semester ins Ausland. Nachdem ich mich für Lateinamerika entschieden hatte, stand auch Mexiko als erste Wahl schnell fest. Das Land wirkte nicht nur kulturell vielfältig und bot viele verschiedene Partneruniversitäten an, sondern wurde mir aufgrund meines niedrigen Spanischlevels auch vom Dezernat empfohlen.

Auch in den Kursen merkt man schnell den finanziellen Unterschied zum deutschen Hochschulalltag. In den Kursen sitzen selten mehr als 30 Studenten, die Betreuung ist sehr persönlich und es ist immer Zeit für sämtliche Probleme. Allgemein erinnert das System sehr an die Schulzeit. Ständig sind Hausaufgaben abzugeben, Referate vorzubereiten oder Klausuren stehen vor der Tür. Zudem fließt Anwesenheit ebenso in die Noten ein, wie Mitarbeit im Unterricht. Trotz der vielen Abgaben und Verpflichtungen während des Semesters ist das Niveau nur schwer mit dem zu vergleichen, was ihr aus Deutschland kennt. Die Kurse sind meistens viel praktischer und bereiten mehr auf das spätere Berufsleben vor, als dass sie einen wissenschaftlichen Fokus hätten.

Also informierte ich mich über sämtliche mexikanische Universitäten, durchforstete Kursangebote und sah mir im Internet Campustouren an. Außerdem halfen die vielen Erfahrungsberichte und Gespräche mit Studenten, die bereits in Mexiko waren, mir ein Bild von den einzelnen Städten und ihren Einrichtungen zu machen. Als alle nötigen Dokumente abgegeben waren, hieß es warten. Im August lag dann die Zusage für die Universidad de las Américas in Puebla im Briefkasten. Die Universidad de las Américas ist eine relativ kleine private Universität. Der Campus liegt in Cholula, einem kleinen Vorort von Puebla. Man merkt 30


Neben der Stadt selbst ist auch ein Ausflug ins Umland immer eine gute Idee, um auf der einen Seite das mexikanische Leben in kleinen Dörfern zu erkunden und damit noch tiefer in die Kultur einzutauchen, oder bei Wanderungen auf einen der naheliegenden 4000er seine Grenzen auszutesten.

Ich belegte fünf Kurse, was auf jeden Fall nicht zu viel Aufwand war, und trotzdem war Zeit am Wochenende zu reisen und das Leben im Ausland zu genießen. Sollte bei der Kurswahl im Voraus etwas nicht so geklappt haben, wie zuvor geplant, macht euch keine Sorgen. In Mexiko gibt es kaum ein Problem, dass nicht durch ein Gespräch gelöst werden könnte. Sprecht mit den Leuten und es findet sich immer eine Möglichkeit Probleme zu lösen. Ein kleiner Rat: In Mexiko ist keine Note in Stein gemeißelt, sprecht also mit euren Dozenten, falls ihr Probleme habt oder euch verbessern möchtet. Wahrscheinlich könnt ihr durch eine kleine Hausaufgabe oder durch einen Vortrag noch ein paar Punkte extra bekommen.

Allgemein ist das Leben in Mexiko sehr entspannt. Versucht so gut es geht das Land und seine verschiedenen Kulturen kennenzulernen. Verzweifelt auch nicht, wenn etwas mal etwas länger dauert, am Ende klappt irgendwie doch immer alles. Geduld ist hier eine Tugend, die wir Deutsche oft lernen müssen. Das Reisen ist einfach und relativ günstig und die Infrastruktur ist gut ausgebaut. Für kürzere Trips nehmt ihr die Busse von ADO und für weiter entfernte Ziele ist man mit Estrella Roja schnell am Flughafen in Mexiko City, von wo Volaris und Vivaaerobus einen günstig in alle Ecken bringen. Nutzt die Wochenenden, um so viel zu sehen wie möglich. Puebla liegt perfekt, um jedes Ende des Landes vergleichsweise schnell und einfach zu erreichen. Mich begrüßte damals das Motto Emociónate bereits am Flughafen und bei jedem Trip wurde ich stets aufs Neue begeistert.

Wie bereits erwähnt, liegt die UDLAP in Cholula, weshalb sich der Großteil eures Alltags auch hier abspielen wird. Cholula ist eine sehr schöne kleine Stadt und hat einiges zu bieten. Wer einfach nur tagsüber durch die Straßen streift, wird immer wieder aufs Neue überrascht werden. So laden an jeder Ecke Cafés zu einer kleine Auszeit ein, die Pyramide bietet einen perfekten Ausblick auf die Landschaft und die Stadt und zugleich eine kulturelle Erfahrung und auf der Calle 14 bieten am Abend unzählige Clubs und Bars zahlreiche Möglichkeiten, um ausgiebig zu feiern und den ein oder anderen Tequila zu genießen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich meine Zeit in Mexiko sehr genossen habe und wohl nie vergessen werde. In diesem Sinne ¡Viva México!

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Mein Praktikum in der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart Svenja Otterbach

Motivation

Bezirkskammern Böblingen, Esslingen-Nürtingen, Göppingen, Ludwigsburg und RemsMurr, wobei Ich meine drei Monate in der IHK-Bezirkskammer Böblingen verbrachte. Die Hauptaufgaben einer IHK sind die Interessensvertretung der Wirtschaft und die sogenannten hoheitlichen Aufgaben, die sie vom Staat übertragen bekommen hat. Ebenfalls agiert eine Kammer als Dienstleister der Wirtschaft. Für mich war der wirtschaftsstarke Landkreis Böblingen besonders interessant, da dort viele internationale Unternehmen wie IBM, HP oder Daimler angesiedelt sind.

Die drei freien Monate, die sich zwischen meinem Auslandssemester in Frankreich und dem Sommersemesterbeginn in Tübingen ergaben, boten für mich die ideale Gelegenheit, nach fünf Semestern Theorie einen Einblick in die Praxis zu erlangen. Während meines VWL-Studiums in Tübingen habe ich unter anderem den Schwerpunkt Politikwissenschaft gewählt, deshalb wollte ich mich nun auch nach einem Praktikum in diesem Bereich umschauen. Meine Suche führte mich letztendlich zur Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, einer Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft.

Aufgaben

Praktikumsstelle

Im Zuge meines Praktikums erhielt ich einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Aufgaben der IHK. Ich verbrachte einige Wo-

Zu der IHK Region Stuttgart gehören die fünf 33


chen im Referat Außenwirtschaft, was mir einen Einblick in die Export- und Importabwicklung verschaffte. Aktuelle Themen wie TTIP, CETA oder Brexit konnte ich ebenfalls in verschiedenen Präsentationen bearbeiten. Der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit spielte eine große Rolle in meinem Arbeitsalltag, unter anderem durch das Verfassen von vielzähligen Pressemitteilungen. Die Erstellung von Umfragen gehörte ebenfalls zu meinen Aufgaben, worauf ich durch den Besuch eines Workshops optimal vorbereitet wurde. Mit der Analyse des Ausbildungsmarktes im Landkreis Böblingen beschäftigte ich mich lange Zeit bei der Erstellung eines Ausbildungsreports. Regelmäßig wird von der IHK eine Umfrage an Unternehmen herausgegen, in der diese über ihre Geschäftslage berichten. Die Redaktion dieses Konjunkturberichts, der auf die Umfrage gestützt ist, war ebenfalls eine meiner Aufgaben. Während meines Praktikums habe ich zudem an vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen, wie z.B. den Treffen der Wirtschaftsjunioren Böblingen oder einem Seminar zum Thema Existenzgründung teilgenommen. Die Recherche von wirtschaftlichen Kennzahlen,

um damit wirtschaftliche Entwicklungen zu untersuchen, gehörte ebenfalls zu meinen Aufgaben. Team Durch mein Praktikum in einer Bezirkskammer konnte ich einen umfassenden Einblick in alle dort angesiedelten Referate erhalten, was unter anderem die Arbeit so interessant und abwechslungsreich gestaltete. Das Team war relativ klein, aber durch die Zusammenarbeit mit dualen Studenten und Auszubildenden keinesfalls von Nachteil. Fazit Rückblickend kann ich ein Praktikum in der IHK nur empfehlen. Man wird mit vielseitigen Aufgaben konfrontiert und lernt viel über das Zusammenspiel zwischen Politik und Wirtschaft. Zudem war es für mich besonders interessant die wirtschaftlichen Entwicklungen meiner Heimatregion einmal aus einer anderen Sichtweise zu betrachten.

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Mein Praktikum bei Ebner Stolz Lisa Welsner

Das Praktikum begann mit einem interessanten Einführungstag, der einen Überblick über die Werte der Organisation und die verschiedenen Abteilungen verschaffte. Die Teilnahme an einem Wirtschaftsprüfung-Crashkurs gab mir einen sehr guten Überblick über die bevorstehenden Aufgaben, sowie deren Umsetzung und war ein gelungener Start in das Praktikum bei Ebner Stolz.

Mein Praktikum absolvierte ich bei Ebner Stolz, eine der größten unabhängigen mittelständischen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Nach meinem Auslandssemester in Finnland entschloss ich mich die lange Überbrückungsphase bis zum Folgesemester aktiv zu nutzen, um in einem Praktikum praxisnahe Erfahrungen zu sammeln. Außerdem versprach ich mir von dem Praktikum eine etwaige Entscheidung über potentielle Schwerpunkte und Vertiefungslinien meines weiteren Studienverlaufes.

Da mein Team in mehreren Fachgebieten spezialisiert war, bekam ich nicht nur Einblicke in die Prüfung von Einzel- und Konzernabschlüssen, sondern auch einen Einblick in Corporate-Finance-Projekte, wie beispielsweise Unternehmensbewertungen und Due-Diligence-Projekte.

Durch diverse Hochschulevents, Workshops und die Studenteninitiative MARKETTEAM wurde ich auf den Arbeitgeber Ebner Stolz aufmerksam. Noch während des Auslandsemesters bewarb ich mich deshalb bei Ebner Stolz. Recht zügig wurde ich zu einem Interview eingeladen und bekam eine positive Antwort auf meine Bewerbung.

Meine Aufgaben bestanden neben kleineren Aufgaben des Tagesgeschäfts, aus der aktiven Mitarbeit in verschiedenen Projekten. Zu meinen Aufgabenbereichen zählten beispielsweise Bloomberg-Auswertungen im

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Corporate Finance Bereich, sowie das Prüfen unterschiedlichster Bereiche mithilfe von unternehmensspezifischen Softwaretools. Als Teil des Prüfungsteams erlangte ich einen Einblick in die mehrtägige Prüfung bei den Mandaten vor Ort.

Mein Fazit: Die Betreuung während des Praktikums war hervorragend. Besonders gefallen hat mir die schnelle Integration in das Team, sowie das selbständige, abwechslungsreiche und fordernde Arbeiten im Team. Ich erlangte einen guten Einblick in das differenzierte Berufsfeld eines Wirtschaftsprüfers, sowie einen Einblick in vielzählige Unternehmen verschiedener Branchen. Das Praktikum hat nicht nur mein theoretisches und fachliches Wissen, sondern auch meine Persönlichkeit gestärkt.

Die Arbeitszeiten waren auch für mich als Praktikantin recht flexibel. Mittags ging meist das gesamte Team zusammen essen. Durch die zentrale Lage des Standortes Stuttgart und die Nähe zur Innenstadt, konnte die Mittagspause abwechslungsreich gestaltet werden.

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Aus dem Leben eines Analysten – Mein Praktikum im LBBW Research Dominik Bär

beschäftigte die Anleger unter anderem der Ausgang der niederländischen Parlamentswahlen, der französischen Präsidentschaftswahlen oder auch der mögliche Sieg von Martin Schulz bei der Bundestagswahl im September, falls der Schulz-Hype anhalten sollte. Doch wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist dies nur ein kleiner Teil dessen, was täglich analysiert werden will.

Wie bei vielen blieb zwischen Auslandssemester und dem Beginn des Sommersemesters in Tübingen noch einiges an Zeit. Deshalb entschied ich mich nach einigen Wochen voller Reisen noch ein 3-monatiges Praktikum dranzuhängen. Bereits bevor ich ins Ausland ging, hatte ich meine Stelle im Research der Landesbank Baden-Württemberg sicher. Ab 1.2. sollte ich im Team Makroresearch die hauptberuflichen Analysten bei ihrer Arbeit unterstützen. Das bedeutete Analysen schreiben, Studien verfassen, Daten recherchieren und verarbeiten und Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung abgeben.

Besonders gefallen hat mir an meinem Praktikum, dass ich in allen Bereichen mithelfen konnte. So durfte ich mit der Hilfe meines Betreuers selbst Studien zu Portugal und China verfassen, half bei monatlichen Updates zur Einschätzung von Staatsanleihen oder gestaltete mit anderen Analysten ein Brexit-Barometer, das in Zukunft Finanzmarktreaktionen auf Entscheidungen zum Brexit anzeigen soll. Während viele meiner Kommilitonen sich nach ihren Praktika häufig über viel Excel Arbeit beschwerten, war mein Arbeitsalltag sehr vielseitig und immer wieder aufs Neue spannend. Das ich dennoch ab und an Daten abgetippt habe, muss ich lei-

Bereits von Beginn an fühlte ich mich sehr gut in das Team integriert und wurde bei sämtlichen Fragen stets unterstützt. Das Spannende an der Arbeit als Analyst ist, dass ständig neue Informationen bereitstehen, die interpretiert oder in einen wirtschaftlichen Kontext eingeordnet werden wollen. Gerade während meiner Zeit gab es viel zu tun. So

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der auch zugeben, aber das gehört wohl zur Arbeit eines jeden Praktikanten.

hatte die Möglichkeit an Meetings und Konferenzen teilzunehmen und so Kunden aus verschiedenen Bereichen kennenzulernen und natürlich bekam ich einen sehr guten Einblick in den Alltag einer Bank und deren Arbeitsweise.

Die LBBW bot mir durch das Praktikum die Möglichkeit vieles, was man an der Uni bereits theoretisch gehört hatte, praktisch anzuwenden. Darüber hinaus konnte ich mir Fähigkeiten, die an der Universität nicht unterrichtet werden, aneignen. Ich lernte den Umgang mit wichtigen Programmen zur Datenbeschaffung, -verarbeitung und -analyse, wie Bloomberg und Thomson Reuters, ich

Alles in allem hat mir mein Praktikum sehr gut gefallen und ich kann jedem, der sich für sämtliche wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert, eine Bewerbung empfehlen!

Impressum

Erscheinungsdatum 15. Juni 2017

Herausgeber Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften Mohlstraße 36 72074 Tübingen Tel: 07071/29-74656

Interesse an einer Anzeige? Dann schreiben Sie uns eine Mail! www.ffw-uni-tuebingen.de wiwimail@web.de

V.i.S.d.P. Yannick Schmidt & Philipp Graf

Sprechstunde Montag bis Donnerstag, 10-14 Uhr

Redaktion Yannick Schmidt & Philipp Graf

Sitzung Montag, 20 Uhr c.t.

Layout Yannick Schmidt, Philipp Graf & Anthony Sikorski

Bild Inhaltsverzeichnis CC0 pixabay 38


KARRIERE GEHT AUCH OHNE HAIFISCHBECKEN. Wir suchen keine stromlinienförmigen Mitarbeiter. Wir suchen qualifizierte und motivierte Kollegen, die ihr Fachwissen und ihre Persönlichkeit in die Arbeit mit einbringen und sich ständig weiterentwickeln wollen. Ellbogenmentalität ist uns fremd. Der Teamgedanke sowie der permanente Austausch untereinander nehmen bei uns einen hohen Stellenwert ein. Dafür bieten wir attraktive Karriereperspektiven in einem hochinteressanten, abwechslungsreichen berufichen Umfeld.

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Wort zum WiWi SS17_ N°72  

Die Fachschaftszeitung der Freien Fachschaft Wirtschaftwissenschaften im Sommersemester 2017

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