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SoSe 2004

#46

FFW - Freie Fachschaft WiWi


Die Chance zum Aufstieg als Praktikant, Diplomand oder Trainee. Landesbank Baden-Württemberg Als international orientierte Geschäfts- und Universalbank, gehören wir zu den Top Ten in Deutschland und zu den Top Fifty in der Welt. Ganz gleich ob Retail oder Wholesale-Fokus: der Einstieg bei der Landesbank Baden-Württemberg kann der Anfang für Sie sein, Ihren Aufstieg zu sichern. Interessiert? www.LBBW.de Landesbank Baden-Württemberg. Eine Bank, die weiterdenkt.


VORWORT

01

Liebe Leserinnen und Leser,

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atsächlich - schon wieder eine neue Ausgabe des „Wort zum WiWi“! Stecken wir denn wirklich schon wieder mitten in einem neuen Semester?

V

ielleicht ist es die Beständigkeit, die uns manchmal das Zeitgefühl verlieren lässt. Viele Probleme, über die wir bereits mehrmals berichtet haben, begleiteten uns auch wieder im letzten Semester. Wieder einmal gab es Probleme wegen ausgefallener Vorlesungen, nicht ausreichend vorhandener Plätze in Hauptseminaren oder zu harter Klausuren.

T

rotzdem ließen uns einige Events aus dem Winterschlaf aufschrecken. Es ist nicht zu übersehen, dass neben der Beständigkeit auch der Wandel seinen festen Platz hat. Ein Honorar professor wird zum Bundespräsidenten, und unsere Fakultät erhält zunehmend ein neues Gesicht: Mit dem neuen Internetauftritt hat die Fakultät eine äußerliche Runderneuerung vorgenommen, mit einigen neuen Professorinnen und Professoren ist das Ende der Durststrecke erreicht und mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge ab dem WS 05/06 wird dann bald sowieso nichts mehr so sein, wie es mal

war. Mal sehen, ob die Fachschaft diesem Veränderungsdrang standhalten wird und auch weiterhin ihren gewohnten Stil beibehalten kann …ohne dabei auf neue Ideen zu verzichten!

D

ie 46. Ausgabe des „Wort zum WiWi“ soll Euch wie immer auf den neuesten Stand bringen. Neben Basisinformationen zur Arbeit der Fakultätsgremien und der Fachschaft gibt es auch die bewährten Interviews mit den beiden neuen Professoren. Natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, einen Bericht über die Stippvisite unseres auf einen Schlag berühmt gewordenen Honorarprofs Horst Köhler zu verfassen. Da auch in diesem Sommersemester wieder die Uniwahlen anstehen, gibt es Infos und Berichte zu Euren demokratischen Rechten an der Fakultät.

W

ir wünschen Euch viel Spaß bei der Lektüre und weiterhin ein sonniges Sommersemester 2004!

E

ure Redaktion


INHALTSVERZEICHNIS

03

Vorwort

01

Die Fachschaft - Wir über uns

04-05

ShortCuts

06

Veranstaltungen

07

“Kenn ich nicht” gilt nicht

08-09

Wahlprogramm

11-14

Die Fachschaft im Winter: Facts & Figures

15-17

Neues aus Fakultätsrat & Studienkommission

18

Fachschaftsmitteilungen

19

Durchfallquoten

21

Skripte

22

Umfrage: Wo stehen Sie heute?

24-25

Business Interview: Chefkorrespondent “Die Welt”

27-28

TÜ LIVE: 1.Mai

30-31

“Der Präsident soll auch Farbe bekennen...”

32-34

Perspektiven: Mein Vater Horst Köhler

35-36

Bundesversammlung 23. Mai

37-38

Findet die 10 Unterschiede

40-41

Interview mit Professor Christian Hofmann

42-44

Interview mit Professor Wilhelm Kohler

45-48

Fachschaft Worldwide

- Spanien, Bilbao

49-51

- Mexiko, Guadalajara

52-54

Reformen am Fachsprachenzentrum

55

Bachelor-/Masterstudiengänge

57-60

TollCollect

60

Totgesagte leben länger: Tübinger VWL brilliert

62

Wirr-Warr

63

Impressum

64


04

Die Fachschaft - Wir über uns ... Die 6 Fakultätsratsmitglieder 2003/2004 Mitglieder Stand Mai 2004

Helen Lückge, 8. Semester, Int. VWL seit April 2000 Studienkommission

Stefan Büttner, 6. Semester, Int. VWL seit Oktober 2001 Prüfungsausschuss

Claudia Schweyher, 8. Semester, BWL seit Oktober 2001 Studienkommission

Guido Weber, 12. Semester, BWL seit Oktober 1999 Studienkommission

Mareike Dassow 4. Semester, VWL seit Oktober 2002 Studienkommission

Florian Schupp 6. Semester, BWL seit April 2002 Fakultätsrat

Kristina Kirn, 12. Semester BWL seit Oktober 2000

Martin Miermeister, 8. Semester VWL seit Oktober 2001

Melanie Korst, 10. Semester Int. VWL seit Oktober 2001


Die Fachschaft - Wir 端ber uns ... Mitglieder Stand Mai 2004

Donata Bessey, 6. Semester, Int. VWL seit Oktober 1999

Mi-Kyong Yoon, 9. Semester, Int. VWL seit Oktober 1999

Katrin Budy, 2. Semester, Int. VWL seit November 2003

Wido Geis, 4.Semester, Int. VWL seit Mai 2003

Katrin Peters, 2. Sem., Int. VWL seit April 2004

Annika Einhorn 2. Semester, Int. VWL seit Oktober 2003

Sabine Roos, 8. Semester, Int. VWL seit Oktober 2003

Christian Dick, Sarah Kanzen, 2. Sem., Int. VWL 2. Sem., Int. VWL seit November 2003 seit April 2004

Kathrin M端ller-Uthoff, 2. Sem., Int. BWL seit April 2004

05


ShortCuts

06

Neues aus Uni und Fakultät

!

Mit Wirkung vom 01.10. 2004 hat die Fakultät turnusmäßig eine neue Führungsriege: Nachfolger auf Frau Prof. Hecker als Dekan wird Prof. Baten. Dieser wird als Prodekan von Prof. Grammig abgelöst. Das Amt des Studiendekans geht von Prof. Cansier auf Prof. Jahnke über.

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Professor Hofmann (Uni Hannover) hat seinen Ruf auf die Controlling-Professur (Nachfolge Schiller) angenommen. Auf Grund eines Forschungssemesters zu Beginn startet der operative Betrieb ab dem Sommersemester 2005.

!

Professor Kohler (Uni Linz) hat den Ruf auf den VWL Lehrstuhl “Int. Wirtschaftsbeziehungen” mit Wirkung zum Wintersemester angenommen und folgt somit Herrn Prof. Molsberger als Inhaber des ursprünglichen Lehrstuhls von Friedrich List nach.

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Prof. Baten hat einen Lehrauftrag an der Ivy-League-Uni Yale (CT/USA) bekommen, dem er im Frühjahr 05 nachkommt.

!

Unserem Rektor Prof. Schaich (inzwischen auch Vorsitzender der Landeshochschulrektorenkonferenz) ist ein weiterer Ehrendoktortitel verliehen worden.

!

Prof. Cansier wird zum 31.03.2006 emeritiert. Herr Bayer vom Lehrstuhl Cansier hat eine Professur erhalten.

!

Herr Gerhard Kling vom Lehrstuhl Baten hat den renommierten “New Researchers Prize” erhalten.

!

Die Honorarprofessoren Kuhnle (ReWe) & Klunzinger (Privates Recht) werden zumindest den nächsten Vorlesungszyklus mitbestreiten.

!

Seitens der Fakultät ist ein gleichzeitiger Start von Bachelor-/ Master- und Doktorandenprogrammen avisiert.

!

Studienzulassungszahlen für das WiSe 2004/05: BWL - 140; Int.BWL - 40; VWL - 50; Int. VWL - 85; Master/Magisternebenfach VWL/BWL - je 25; Bachelor-NF BWL/VWL - 35/15.

!

Im Wintersemester waren 22 248 Studierende an der Uni Tübingen eingeschrieben (12 344 weibl., 9904 männl.). Mehr als 10 % davon sind WiWis (2 541, davon 2146 im Hauptfach)


Veranstaltungen

07

Uhr 9 1 i n u 6. J 1 , h c o w t t t m a s g n Wann: Mi u f ü r Pr e t n i h e s e Wi Wo: Grillwürste s Steaks s Kar tof felsalat Bier s Mixge tränke s We in s Cola

Nach 8 Jahren Pause ...

WiWilympics Lehrstuhlvergleichskämpfe Freitag, 09. Juli 2004 ab 16 Uhr auf dem Gelände des Sportinstituts (Fußballplatz hinter Sporthalle bei Finnbahn)

Viele

re e u a h Zusc

!!! t h c s rwün Getränke & Grillen


08

“Kenn ich nicht” gilt nicht Die WiWis können mehr als nur 20 Prozent!!!

Seit dem vergangenen UniWahlkampf im Jahr 2003 ist viel Wasser den Necker hinuntergeflossen. Kandidaten und Helfer für die Wahlen zum Fakultätsrat sind gut ausgeruht und bereit, sich wieder auf die Jagd nach vielen Stimmen zu begeben. Um dabei unser Ziel einer hohen Wahlbeteiligung zu erreichen, sind wir auf die Unterstützung aller Studierenden angewiesen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 21,6 Prozent aller Wiwis am Urnengang, was wir als sensationellen Erfolg und Bestätigung unserer Arbeit verstanden haben. Das Ergebnis mag nach lächerlich wenig klingen, ist aber im Angesicht von Vorjahresergebnissen zwischen zehn und fünfzehn Prozent (2002: 14,4 Prozent) speziell für die Wiwis, aber auch auf Uniebene ein beeindruckendes Ergebnis. Als Fachschaft sind wir daran interessiert, unsere Kandidaten mit einem starken Mandat in den Fakultätsrat einziehen zu sehen. An dieser Stelle möchte ich daher dem Argument entgegentreten, die Uniwahlen seien eine bloße Farce. Sicherlich wären die

Wahlen zum Fakultätsrat wesentlich spannender, wenn es mehr als nur Kandidaten einer studentischen Gruppe gäbe (was für diese wie kommende Wahlen nicht auszuschließen ist). Jedoch ist es nun mal eine Tatsache, dass wir uns als Fachschaft der Wiwis für die Interessen aller Studierenden der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät einsetzen und unser Gewicht und unser Selbstvertrauen mit unserer Legitimation durch Euch Studierende bei den Uniwahlen steigen. Vielfach geht über das Jahr hinweg unter, dass wir als Eure Studierendenvertretung viel mehr leisten, als nur zwei Partys im Jahr zu organisieren. Wir beraten und informieren in und häufig auch außerhalb unserer Sprechstunden, besorgen und verwalten ein umfangreiches Angebot an Skripten, stellen verschiedenste Angebote auf unserer Homepage bereit und die Erstsemestereinführung, von der so mancher unter Euch profitiert hat, ist eine der umfassendsten der ganzen Universität. Die Organisation dieser und anderer Aktivitäten macht uns Spaß und


09 wir bekommen bei und durch unsere Arbeit vieles von unserem Einsatz zurück. Durch Eure Beteiligung an den Wahlen könnt Ihr uns auch zeigen, dass Ihr uns in unserem Tun unterstützt und unser Wirken für richtig empfindet. Auch das häufig am Wahlstand der FFW gehörte Argument „Dich kenne ich nicht, also geh ich auch nicht wählen“ möchte ich entkräften. Schließlich kommt es gar nicht darauf an, dass alle sechs Stimmen abgegeben und damit alle sechs Kandidaten (im Vorjahr alle Kandidaten der FFW) gewählt werden. Für eine hohe Wahlbeteiligung zählt schon die Abgabe eines Stimmzettels mit dem auch nur eine oder zwei Personen gewählt werden. Auch waren und sind wir stets bemüht, uns in Veranstaltungen aller Semester vorzustellen und stehen an den Wahltagen für Fragen aller Art an unserem Wahlinfostand zur Verfügung. Wem das noch nicht reicht, der ist immer in den Fachschaftssitzungen willkommen um uns kennen zu lernen oder sich durch

neue Vorschläge und Mitarbeit einzubringen. Es sollte somit jedem möglich sein, sich ein Bild über uns und unsere Arbeit zu machen. Was spricht also dagegen, sich die fünf Minuten zwischen zwei Veranstaltungen zu nehmen, und uns damit ein starkes Mandat zu geben? In diesem Sinne möchte ich Euch hiermit dazu aufrufen, die Uniwahlen als Gelegenheit zu nutzen, uns zu unterstützen. 20 Prozent? Das können wir Wiwis doch besser!?! Am Mittwoch 16. und Donnerstag 17. Juni sind Uniwahlen!!! Geht wählen und unterstützt uns als Fachschaft aller Wiwis mit Eurer Stimme!!! [Wahlen sind am Mittwoch 09-17 Uhr & Donnerstag 09-15 Uhr in der Mensa Wilhelmstraße; Anm. d. Red.] Martin


WAHL zum FAKULTĂ„TSRAT 2004 Mittwoch, 16.06. Donnerstag, 17.06.

Das Team der Freien Fachschaft Wirtschaftswissenschaften


Martin Miermeister VWL, 8. Semester Martin ist seit Oktober 2001 dabei und gehört mit seinen inzwischen acht Semestern nun schon zur alten Garde in der Fachschaft. Bisher war er neben der „allgemeinen“ Fachschaftsarbeit als Hüter der Finanzen und Semesterkoordinator im Einsatz. Einige der Jüngeren werden ihn sicher auch noch aus der Erstsemestereinführung im letzten Herbst kennen. Nach Vordiplom in Int. VWL und einem Auslandsjahr in Chile will er nun in seinem letzten Unijahr noch in den Fakultätsrat um sich dort durch konstruktive Mitarbeit für seine KomillitonInnen und speziell für die bessere Koordination des Hauptstudiums einzusetzen.

Katrin Budy Internationale VWL, Englisch/Spanisch/Geschichte, 2. Semester Aus dem fernen Hessen hat's Katrin letzten Herbst ins Schwabenland verschlagen und seit letztem November ist sie nun in der Fachschaft. Durch ihre tiefen Einblicke in die Fachschaftsarbeit inspiriert (zuerst durch Genuss der Erstieinführung, dann durch Mitarbeit) würde sie sich jetzt gerne in den Fakultätsrat wählen lassen, um sich dort für die Interessen der Studierenden einzusetzen und für einen reibungslosen Ablauf Eures Studiums zu “sorgen”, soweit dies möglich ist.

Wido Geis Internationale VWL, Sinologie, 4. Semester Seit 3 Semestern in der Fachschaft möchte Wido nun auch im Fakultätsrat die Interessen seiner Mitstudenten vertreten. Insbesondere möchte er bei der Gestaltung des BA/MA Systems mitwirken. In der Fachschaft ist er Protokollant. Er ist bei den meisten Aktionen mit von der Partie. Die Fachschaft empfindet er al s richtige Familie in die er alle Mitstudenten einladen möchte. Nebenbei liest Wido gern und ist ein leidenschaftlicher Kunstfan, insbesondere auch von Pissarro, und für nett weggehen immer zu haben.


Christian Dick Internationale VWL, Eng/Franz/Politik, 2. Sem. Christian ist seit dem Wintersemester bei der Fachschaft dabei. Künftig möchte er Eure Interessen auch im Fakultätsrat vertreten. Unter anderem will er mit seiner Mitarbeit erreichen, dass bei der Umstellung auf Bachelor / Master auch die Interessen der Studierenden berücksichtigt werden. Christian möchte sich für die stärkere Verbreitung von WLAN einsetzen, damit Ihr diese kostenlose und superschnelle Internetverbindung besser nutzen könnt.

Annika Einhorn Internationale VWL, Brasilianisch/Spanisch/Politik, 2. Semester Bereits seit Beginn ihres Studiums im letzten Herbst ist Annika in der Fachschaft aktiv. Momentan kümmert sie sich um die Organisation des Grillfestes im Juni und um die Wiederbelebung der traditionellen Lehrstuhlwettkämpfe im Juli und ist eine von zwei Semesterkoordinatorinnen. Mit viel Energie und Einsatz möchte sie als Sprachrohr der Studierenden im Fakultätsrat mitmischen, um Eure Interessen zu vertreten und einzubringen, was Euch wichtig ist.

Roman Hagelstein Internationale BWL, Englisch/Spanisch, 4. Sem. Unser Turbostudent Roman ist seit dem ersten Semester in der Fachschaft aktiv. Nach einem erholsamen Erasmusjahr in Bilbao steigt er nun frisch gestärkt ins Hauptstudium ein. Er hat vor, sich mit seinen ausgefallenen Ideen (“Nichts ist unmöglich”) für ein spannenderes WiWi-Studium einzusetzen.


Info zum Fakultätsrat Die Fakultätsräte sind die Basisgremien der Universität. In den Fakultäten regelt der Fakultätsrat alle die Forschung und Lehre betreffenden Angelegenheiten (§25 UG). Die wesentlichen Entscheidungen werden vom erweiterten Fakultätsrat getroffen: z.B. Berufungsvorschläge, Studienpläne, Prüfungsordnungen und das Lehrangebot. Auch Kürzungsvorschläge und Strukturpläne werden von dem Fakultätsrat an die Uni-Leitung gegeben, d.h. Die Fakultät hat in der momentanen Situation die Möglichkeit, über die zukünftigen Stellenstreichungen selbst zu entscheiden.

Aktivitäten Eurer Fachschaft WiWi ! Mitarbeit im Fakultätsrat: Im stark professorenlastigen Fakultätsrat vertritt die FFW die Interessen der Studierenden. ! Mitarbeit in der Studienkomission: Hier werden z. B. neue Studiengänge wie zuletzt “Internationale BWL” erarbeitet bzw reformiert (Int. VWL) und generell über Belange des Studiums gesprochen. ! Die FFW stellt Klausuren, Skripte, Fragenkataloge etc. aus dem Grund- und Hauptstudium zur Verfügung, die Ihr Euch entweder in den Sprechstunden kopieren oder downloaden könnt. ! Über aktuelle Entwicklungen informiert Euch die FFW über unsere Website, die beiden Schaukästen und vor allem über den Newsletter (inzw. 785 Abbonenten) ! Seit einigen Jahren veranstaltet die FFW ein Erstsemestertutorium, das den “Neuen” zu Beginn ihres Studiums den Start etwas erleichtern soll. Daneben organisieren wir auch das alljährliche Erstsemesterwochenende, die Infocafés für Internationale, die Erstsemesterparty und eine Infoveranstaltung für Schüler/innen am Studientag der Schulen. ! Nicht zu vergessen natürlich unsere Partys: Weihnachtsfest, die einzig wahre WiWiFete im Clubhaus und .... am Mittwoch, 16.06. ab 19Uhr im Garten der Nauklerstr. 47 unser Sommerfest, für welches die Wählenden eine Rabattmarke bekommen. Unsere vordringlichsten Ziele für die kommenden 12 Monate sind: ! Die Erfolge auf der ganzen Linie der letzte Amtsperiode wiederholen. ! Die neuen Studiengänge für Ba-/Ma entscheidend mitgestalten und für die aktuellen Studenten die Bedingungen in den Diplomstudiengängen in hoher Qualität erhalten, Koordination und Informationspolitik (Newsletter) verbessern. ! Implementierung und Ausbau von Wireless LAN, das kostenlosen HighSpeed Zugang zum Internet ermöglicht

Scheut Euch also nicht Kontakt mit uns aufzunehmen und uns Eure Anliegen und Kritik kund zu tun Sprechstunden Mo 10-12, Mi 12.30-14 Uhr http://www.uni-tuebingen.de/ffw


Die Fachschaft im Winter: Facts and Figures Was macht die Fachschaft eigentlich, wenn sie gerade mal keine Partys feiert? Auch während der kalten Jahreszeit war die Fachschaft ganz besonders gefragt, denn kalte Füße sollten die Wiwis im Wintersemester 2003/04 nicht kriegen. Schließlich gab es einige unter uns, die einen Grund zum Bibbern hatten: die Erstis, für die alles neu war, die Studierenden des Hauptstudiums, denen aufgrund unbesetzter Lehrstühle eine Studienverlängerung drohte und natürlich die Studierenden des Grundstudiums, für die noch so viele Fragen offen standen. Verstärkt durch einige neue Mitglieder startete die Fachschaft mit neuen Ideen und einem jüngeren Gesamtbild ins Wintersemester. Wie in jedem Winter waren die ersten Wochen für die Fachschaftler von der Ersti-Einführung bestimmt. Unsere neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen sollten schließlich so schnell wie möglich die Fakultät, die Uni und das ganze Drumherum kennen lernen. So durften neben Infoveranstaltungen und Tutorium auch dieses Mal die Kneipentour, die Fete im Club Voltaire und ein Erstsemesterwochenende nicht fehlen. Die Erstsemesterveranstaltungen kamen so gut an, dass gleich mehrere Erstis die Fachschaft genauer kennen lernen wollten

und seitdem ein fester Bestandteil von uns geworden sind und viele Aufgaben übernommen haben. Das legendenumwobene Wochenende in Oberiflingen (mit dem besten Edekamarktbesitzer der Welt) hat sicher einen nicht unwesentlichen Teil dazu beigetragen! Im November nahmen einige Vertreter der Fachschaft an einem Gespräch mit dem Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg teil. Obwohl uns diese Veranstaltung zuerst eher unsinnig vorkam, da sie sehr stark von einer anderen dort vertretenen Gruppierung bestimmt wurde, wurde schnell deutlich, dass die dort angesprochenen Themen uns noch länger begleiten würden: neben der Diskussion um Studiengebühren ging es vor allem um die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge. Immerhin brachte uns die Aktion ein Photo im Unimagazin „Attempto“ ein, auf dem unsere Begeisterung ganz deutlich zu sehen ist… Diese Themen sorgten während der Fachschaftssitzungen, die weiterhin jeden Montag stattfanden, für heiße Debatten. Auch die Tatsache, dass es während des Wintersemesters immer noch zwei unbesetzte Lehrstühle gab, hielt uns ordentlich

15


16 auf Trab. Da wir die Situation schließlich für nicht mehr tragbar hielten, entschieden wir uns, in das Geschehen einzugreifen und einen Brief an den Rektor der Uni Tübingen und an die zwei beteiligten Professoren zu schreiben. Ob diese Petitionen nun nur ein Tropfen auf den heißen Stein waren oder vielleicht doch der entscheidende Anstoß wird uns wohl niemand beantworten können, aber Tatsache ist: Prof. Kohler und Prof. Hofmann werden die leeren Plätze füllen und die Situation entschärfen. So werden sich hoffentlich auch die Engpässe bei den Hauptseminarplätzen entschärfen. Im November machten sich dann drei Fachschaftlerinnen auf zur Bundesfachschaftenkonferenz nach Leipzig. Auch hier gab es mehrere Workshops zum Thema Bachelor- und Masterstudiengängen neben dem Austausch und der Diskussion mit anderen Fachschaftlern aus ganz Deutschland. Wie auf der BuFaK üblich, wurde auch diesmal ordentlich gefeiert… ebenso wie in Tübingen bei unserer Arbeit der Spaß nicht fehlen durfte, denn schließlich ist die Fachschaft ja nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Feiern da. Nachdem zwischenzeitlich auch noch das neue Wort zum WiWi

fertig gestellt wurde, machte die Weihnachtsparty in der Mohlstraße den Auftakt für die etwas andere Adventszeit. Dieses Jahr gab es dabei einige ganz besondere Überraschungen. Professor Starbatty kam als Nikolaus mit seinen Rentieren aus der Nauklerstraße eingeflogen. Er hatte nicht nur Süßigkeiten, ein paar „flotte Zeilen“ und das neue Wort zum WiWi mit dabei, sondern auch Professor Stadler, der uns in die verschiedenen Auk-

tio nsm ech ani sme n ein wei hte und dabei einige „personal items“ der Professoren versteigerte. Seitdem ist unser Guido kaum mehr ohne die Hosenträger von Professor Baten zu sehen… Da bleibt nur zu sagen:


17 Wer das verpasst hat, ist wirklich selber schuld. Die Party ging ebenso ereignisreich weiter. In E03 qualmte die Tanzfläche, im Nebenraum der Glühwein und für die etwas cooleren Typen gab es Cocktails an der Bar. Leider war es aber anscheinend einigen Studierenden trotzdem noch zu langweilig, so dass sie auf die vorpubertäre Idee kamen, mal ein paar Feuerwehrlöscher auf der Männertoilette auszuprobieren. Für einige Fachschaftler war die Party damit gelaufen. Wir sind ja für fast jeden Spaß zu haben, aber hier hörte er eindeutig auf! Obwohl aufgrund dieses Zwischenfalls einigen die Lust auf das Clubhausfest vergangen war, war am Donnerstag vor Weihnachten trotzdem die ganze Mannschaft zum Partymachen anwesend und sorgte dafür, dass auch dieses Jahr das Wiwi-Clubhausfest ein voller Erfolg wurde.

Zum Glück hatten danach erst mal alle Fachschaftler zwei Wochen Ferien, konnten endlich anfangen auf ihre Klausuren zu lernen, Hausarbeiten zu schreiben und sich auf den Semesterendspurt vorzubereiten. Nach überstandenem Klausurenstress gab es dann als Semesterausklang einen ausgiebigen und gemütlichen Bruch im Fachschaftszimmer. Alles in allem war es mal wieder ein erfolgreiches Semester für die Fachschaft. Die neue weibliche Doppelspitze scheint sich bewährt zu haben, denn auch im anschließenden Sommersemester haben wieder zwei Fachschaftlerinnen die Se me st er koor di na ti on üb ernommen. Die Fachschaft hat eben schon vor Horst Köhler erkannt: Dies wird das Jahrhundert der Frauen! [mehr ab S. 30; Anm.d.Red.] In diesem Sinne übergeben wir die Regie an unsere Nachfolgerinnen. Nicht nur unser Studium, auch die Zeit in der Fachschaft neigt sich leider dem Ende zu, aber wir glauben nicht, dass wir ohne Fachschaft so viel Spaß dabei gehabt hätten! Helen und Donata


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Neues aus Fakultätsrat und Studienkommission Top 1: Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen Die Kommission zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat bereits ein Konzept für einen Bachelor ausgearbeitet. Der Bachelor soll bereits zum WS 05/06 eingeführt werden und mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern die Studierenden besser auf die Arbeitswelt vorbereiten. Studierende, die ab WS 05/06 an unserer Fakultät studieren möchten, können dann nur noch mit dem Bachelor beginnen. Für die Masterstudiengänge gibt es vorläufige Konzepte [Näheres ab Seite 54, Anm. d.Red.]. Top 2: Engpässe bei Hauptseminarsplätzen und Diplomarbeiten In der Studienkommission und im Fakultätsrat haben wir erneut die Probleme bei fehlenden Hauptseminarsplätzen und Diplomarbeiten vorgebracht. Leider scheinen viele Professoren die Situation nicht ernst zu nehmen und argumentieren, dass sich die Probleme mit der Einführung der neuen Studiengänge von alleine lösen werden. Grundsätzlich wurde vorgeschlagen auch mehr fächerübergreifende Hauptseminare anzubieten, um somit den Studierenden mehr Möglichkeiten zu bieten. Top 3: Übergangsregelung für Controlling Ähnlich wie im Falle des Wirtschaftspolitiksschwerpunktes von Herrn Molsberger soll bis zum Antritt von Prof. Hofmann für den Schwerpunkt Controlling eine Übergangsregelung eingeführt werden. Dies wird aber erst in der Studienkommission besprochen, bevor dann in der nächsten Fakultätsratssitzung hoffentlich eine Entscheidung zustande kommt. Somit dürften für einige von Euch die Sorgen wegen Studienzeitverlängerungen wie weggefegt sein. Helen


Fachschaftsmitteilungen

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Von 5€, wohnhaften Eindrücken, 23%-igem Wachstum und moralischen Angeboten

Studentenwerksbeitrag Mitte Mai sind auf dem Postweg Änderungsmeldungen für die Rückmeldung zum Wintersemester bei Euch eingetroffen. Nach einigen Semestern Stabilität des Solidarbeitrags für das Studentenwerk (57€) wurde dieser für das kommende Semester auf 62€ erhöht. Auf unsere Nachfrage beim Studentenwerk bekamen wir die Auskunft, dass die Erhöhung notwendig war, um ein Abrutschen in die Roten Zahlen zu vermeiden, was mehr Kosten oder weniger Leistung nach sich gezogen hätte.

Wohnheime Das Studentenwerk a.d.Ö.R. Möchte Ihr Angebot verbessern bzw. Mängel beseitigen. Daher hat mich der Leiter des Studentenwerks, Herr Raaf gebeten ihm zu berichten, was die Studierenden der Wohnheime Waldhäuser Ost und Wanne von Ihren Wohnheimen halten. Kriterien sind: Wohntyp (4er, 6er, 17er... WG; Appartments), Ausstattung (Möbel, etc.), Internet, und alles was sonst noch die individuelle Wohnqualität beeinflusst. Eindrücke bitte mit dem Betreff: “Wohnheim - Bericht” an: WiWi-Newsletter@web.de.

Newsletter Gegenüber der letzten Ausgabe vom Dezember hat sich einiges bewegt, die Zahl der Abonnenten hat um 23 % zugelegt! Die meisten der 785 (studentischen) Empfänger sind allerdings im Grundstudium. Trotz einiger Initiativen lässt sich das Hauptstudium schwer erreichen. Seit einiger Zeit hängt der Newsletter parallel auch in unseren Schaukästen und seit neuestem können alle Newsletter vom Aktuellen bis zum Ersten auf unserer Website im Newsbereich gelesen werden. Also schaut vorbei und lasst Euch vom Inhalt überzeugen. Vor allem über das Hauptstudium gibt es immer mehr zu berichten, das Ihr so nicht umbedingt mit bekommen würdet.

Praktika, Jobs und Self-Assessment Seit den Semesterferien haben wir auf unserer Website die “JobZentrale” der Fakultät. Wir haben dort Angebote namhafter Firmen wie Bosch, Daimler-Chrysler, Land Ba-Wü, usw. für Praktika, Werkstudenten, Jobs, Promotionen, Self-Assessment... Stefan


Kaffee & Tee

t

Cocktails & Tapas

Öffnungszeiten So - Do 17.00-01.00 Uhr Fr - Sa 17.00-03.00 Uhr Mittagstisch ab 11.30 Uhr Terrasse ab 11.30 Uhr (bei schönem Wetter)

Au

: m e d r ße

e n e d e i h c s r e e v l l , a ik & e s u e t M r e l e z t e i n u p o g s l K l , a s b t ß n e u Ev igen F t h c i w

BURGSTEIGE 7 - 72070 TÜ BINGEN TEL: 07071 / 965 153


Durchfallquoten und weitere Fakten aus dem Pr端fungsausschuss

Im Wintersemester befanden sich 1310 Studenten im Grundstudium. 57 haben den Pr端fungsanspruch (davon 32 Orientierungspr端fung) verloren. Unter den besten 50 des ersten Semesters waren: 22 IVWL, 15 IBWL, 10 BWL, 3 VWL . Die durchschnittliche Diplomnote und Studienzeit der Absolventen des vergangenen Semesters lag bei 2,38/11 bei der BWL, 2,40/10,83 in der VWL und 1,97/9,91 bei der Internationalen VWL. Absolventen der Internationalen BWL gab es noch nicht (Einf端hrung WS 01/02) Stefan

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Skripte

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...Kopierbereit zu unseren Sprechzeiten Wir sind immer auf der Suche nach neuen digitalen Unterlagen!!! Ggf. auch gegen Entlohnung! G1

Mathe

G2

Statistik

G3 G4

VWL1 VWL2

G5 G6 G7 G8

VWL3 BWL1 BWL2 BWL3

G9 ReWe G10 P-Recht G11 WI

I: Folien Jung 02/03, Skript Kukuk, Alte Klausuren, Übungsaufgaben Kukuk II: Folien Jung 02, Alte Klausuren, Übungsaufgaben Kukuk, Mitschrieb I: Skript Ronning, Alte Klausuren, Mitschrieb II: Alte Klausuren, Übungsmitschrieb und Blätter, Mitschrieb Skript (Starbatty), Fragen mit Antworten (Starbatty) Alte Klausuren (Baten, Stadler, Walz), Übungsaufgaben und Mitschrieb (Baten) Alte Klausuren (Stadler, Walz) Alte Klausuren mit Lösungsskizze (Neus), Übungsmitschrieb Mitschrieb (Bea), Alte Klausuren (Bea) Mitschrieb (Schöbel), Alte Klausuren und Übungsmitschrieb (Hecker), uralte Vordiplomsklausuren (Schöbel, Neus) Alte Klausuren (teils mit Lösungen), Skript Mitschrieb 02/03, Skript, alte Klausurfragen Kontrollfragen und alte Klausuren mit Antworten

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Mikro II

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Makro II

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Theorie

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Theorie

H5-7 WiPo H8 H9 H10 H11 H12 H13 H14 H15 H16 H17 H18 H19 H20 H22 H23 H24 H25 H26 H27 H28 H29

Alte Klausuren (Stadler), Übungsaufgaben (Stadler), Vorlesungsmitschrieb (Stadler) Alte Klausuren und Diplomklausuren (Stadler), Mitschrieb (SS 2000 und SS1999, Stadler) Stadler: Alte Klausuren (Innovationstheorie, Informationsökonomik, Industrieökonomik, Stadler) Buch: Alte Klausuren (Integration int. Finanzmärkte); Übungsaufgaben (Integration int. Finanzmärkte) Starbatty: Literatur; Literatur etc. Wirtschaftssysteme, Literatur zu Konjunkturpolitik Preusse: Mitschrieb Internationale Arbeitsteilung I und II Duijm: Geldpolitik (Mitschrieb) Unterlagen Wiegard Unterlagen Wiegard Unterlagen Cansier (uralt) Bilanzen (Fragenkataloge) E-Modelle (alte Klausuren Schiller) Kostenrechnung (alte Klausuren, Folien, Übungsaufgaben Schiller) KMM (Mitschrieb und Zusammenfassung) PSP (Mitschrieb) KVV Intern. Marketing (Mitschrieb) Alte Klausuren (UC I-III) und Diplomklausuren (Schiller) Alte Klausurthemen (Bank I-III, IFM) Grundzüge I (Fragenkatalog mit Antworten) Steuerbilanzen (Fragenkatalog mit Antworten) Skript zu WI IV

WiPo WiPo FiWi FiWi FiWi ABWL ABWL ABWL Marketing Marketing Marketing Marketing UC Bank Steuern Steuern WI P&O P&O BF Uralte Diplomklausuren (Schöbel) RL&WP

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Teile davon bei uns zum Download; vieles auch im Copy-Shop


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Umfrage: Wo stehen Sie heute? Jeden Herbst wird von der Friedrich-List-Stiftung, deren Vorsitz die Professoren Starbatty und Neus innehaben, an alle ehemaligen Studenten und Doktoranten ein Rundschreiben verschickt. Dieses informiert über die aktuellen Entwicklungen an der Fakultät und die Arbeit der Stiftung. Im Herbst 2003 fand sich darin ein Aufruf an einer Umfrage teilzunehmen, die sich auf die berufliche Situation der Absolventen bezieht. Den von Stefan Büttner entworfenen Fragebogen haben 22 ehemalige Tübinger teils anonym, teils unter Angabe der Èmail-Adresse im Zeitraum zwischen November 2003 und März 2004 ausgefüllt. Es sollten darin Angaben zu Geschlecht, Studiengang, Abschlußjahr, Abschlußnote, derzeitige Branche und Position, Gehalt, sowie Studienschwerpunkte gemacht werden. Dabei ergab sich folgendes Bild: An der Umfrage nahmen 10 BWLer, 8 VWLer und 4 IVWLer teil, welche zwischen den Jahren 1974 und 2001 in Tübingen ihren Abschluß machten. Darunter 5 Frauen und 11 Männer, 6mal wurde das Geschlecht nicht angegeben. 5 der Umfrageteilnehmer schlossen ihre Ausbildung mit einer Promotion ab.

Die durchschnittliche Studiendauer gesamt betrug 9,7 Semester, wobei der Schnellste unter ihnen 8 Semester an unserer Fakultät Student war und der Länge-Rekord von zwei Studenten mit 14 Semestern Studienzeit aufgestellt wurde. Was die Dauer des Wartens auf einen Job angeht, so schwankt diese zwischen sofortiger Anstellung und 2 Jahren, im Durchschnitt dauerte die Zeit bis zur ersten Einstellung 4 Monate. Auch das derzeitige Gehalt weist eine große Spanne auf: 45 000 bis 200.000 Euro im Jahr. Im Durchschnitt beträgt es 88 000 Euro/Jahr. Die durchschnittliche Abschlußnote ist 2,4, die besten Absolventen hatten einen Schnitt von 1,0, der schlechteste 4,0. Dieser hatte auch die längste Wartezeit bis zu seiner ersten Beschäftigung, 2 Jahre. Was die Wahl der Studienschwerpunkte im Hauptstudium angeht so zieht sich diese durch die gesamte Breite der angebotenen Fächer. 20 von 22 Teilnehmern gaben an, daß ihnen ihr Studium hilfreich für ihre spätere Karriere war, nur 2 verneinten diese Frage. Viele Absolventen fanden ihre jetzige Tätigkeit in den Branchen Banken und Finanzen, genau die Hälfte der 22 Umfrageteilnehmer wurde in diesen Bereichen eingestellt, gefolgt


25 von 4 in der Konsum und Automobilgüterindustrie, 3 im Bereich Verlag und Medien und 2 im Öffentlichen Dienst sowie in Forschung und Lehre. Für die zwei letzten Branchen wurden auch die niedrigsten Gehaltsspannen angegeben, im Öffentlichen Dienst bewegt sich diese zwischen 45 000 und 80 000 Euro pro Jahr, im Bereich Forschung und Lehre zwischen 50 000 und 90.000 Euro /Jahr. Die derzeitigen Positionen der Tübinger Wirtschaftsabsolventen lassen sich nur schwer in Gruppen aufteilen. Sie gehen

vom Programmierer bis hin zum Vorstand, vom wissenschaftlichen Assistenten zum Product Manager, auch Abteilungs und Gruppenleiter sind häufig vertreten. Alles in allem kann aufgrund des geringen Stichprobenumfangs nicht von einem umfassenden Bild gesprochen werden. Für den einen oder anderen derzeitigen Studenten mag es dennoch ganz interessant sein, was nach dem Studium so auf ihn zukommen könnte. Sabine


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Business Interview Mit Professor Dr. Michael Stürmer, Chefkorrespondent von “DIE WELT” WzW: Wie wird man Chefkorrespondent einer Zeitung? Haben Sie darauf hingearbeitet? Professor Stürmer: Ich hatte immer drei Vorstellungen von meinem Beruf, im Studium und nach dem Studium. Das eine war Journalist, das andere war Wissenschaftler und das Dritte war Diplomat. Ich hab alles drei zum Teil nacheinander, zum Teil parallel gemacht. Mein Studium hab ich im Wesentlichen durch Journalismus finanziert zusätzlich zu einem Stipendium der Studienstiftung. Ich war dann sehr ernsthafter Wissenschaftler mit Habilitation und Berufung auf einen Lehrstuhl. 1984 wurde ich dann Leitartikler für die F.A.Z. - das war damals selten und ist heute noch seltener. Bei der Züricher Zeitung war ich von 1988-98 Chef der Stiftungs-Beratung. Der Relaunch der „Welt“ passte mir ins Konzept, da ich mit der Außenpolitik vertraut und mit dem Personal bekannt war. Ich schreibe sehr gerne und betreibe es als beides, Beruf und Freizeit. WzW: Was macht man als Chefkorrespondent eigentlich? Professor Stürmer: Lesen, zuhören, Fragen stellen. Radionachrichten von BBC World hören, in der U-Bahn Zeitung lesen. Auf dem Computer der Redaktion sieht man was die Agenturen machen. Auf dem Zentralcomputer findet man von den großen Agenturen alles zur deutschen Innenpolitik, Terrorismus, China, USA. Was das Tagesthema wird steht nicht von vorneherein fest. Man geht rein mit einem leeren Blatt, nur die Anzeigen sind schon da. Anzeigen sind wichtiger als Abonnenten. Gedanklich füllt man dann das leere Blatt, was Leitartikel wird, Debattenbeiträge, Kurzkommentare. Die Schwerpunkte der Ausgabe werden festgelegt. Der Leser will informiert werden, aber mit verantwortungsvoller Auswahl, niemand kann alles bringen. Zu lange Artikel werden nicht angenommen. Das Publikum ist weggetriftet von den 68ern zum „Establishment“ der anderen Zeitungen F.A.Z. und Züricher Zeitung, also dem liberalkonservativem Spektrum. Wir werben sehr um Studenten. Natürlich muss ein Bild erklärt werden. Jede Bildunterschrift sollte ein eigenständiges Element sein. Das ist eine große Kunst das zu machen. Sonst sind große Bilder eigentlich unberechtigt. Man muss überhaupt mit Bildern vorsichtig sein. Bilder, das jüngste Beispiel sind diese schrecklichen Untaten von den Köpfungen oder umgekehrt Folterbilder, da muss man sehr vorsichtig sein, was man damit macht.

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28 WzW: Leben Sie in den USA bzw. sind Sie Spezialist für die USA? Professor Stürmer: Nein ich habe da gelebt und auch in Kanada. Nein… wir haben mehrere USA-Korrespondenten, England-Korrespondenten. Ich bin im Wesentlichen in Berlin. Chefkorrespondent sein heißt nicht Chef aller Korrespondenten zu sein und es heißt auch nicht, dass ich mir aussuchen könnte wo ich gerne wäre. Chefkorrespondent ist die Übernahme eines amerikanischen Begriffs „chief correspondent“. Es heißt, dass man zur Zeitung gehört, mit diesem Verlag einen Exklusivvertrag hat und dass man die wesentlichen Themen selbst aufgreifen / vorschlagen kann. Man ist also Teil der Redaktion mit bestimmten Schwerpunkten; die ergeben sich einfach aus der Biographie und dem Erfahrungshorizont. WzW: Welche Zeitung lesen Sie persönlich? Prof. Stürmer: ich lese natürlich meine eigene Zeitung, das ist Pflicht. Ich lese die ‚Financial Times', die ‚Herald Tribune', die ‚F.A.Z.'; das gehört zu dem Pflichtpensum, immer den ‚Economist' und den ‚Spiegel'. Man muss, wenn man in dem Bereich tätig ist, reinschauen aber natürlich nicht alles von vorne bis hinten und nicht Wort für Wort lesen. Ich schaue durch und kenne die Themen; ich will eigentlich wissen, wie wird das Thema dort bewertet, wie hoch wird es gezogen, wie wird es kommentiert. Dass muss man schon, denn wir agieren alle in einem sehr komplizierten Netz von formellen und informellen Zielen. Manchmal macht es ja auch Spaß gegen so etwas zu schreiben. Ich bin also überhaupt nicht der Meinung, dass der Irak Bush's Vietnam ist. Der Irak ist, wenn es schief geht viel schlimmer als Vietnam. WzW: Welche Universität hat Sie zum Professor gemacht? Prof. Stürmer: Ich bin zum Professor berufen worden 1973 von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen. WzW: Wo haben Sie gelernt so zu reden wie Sie reden? Haben Sie sich mit Rhetorik beschäftigt oder sind Sie ein Naturtalent? Professor Stürmer: Können Sie Latein? „rem tene verba sequuntur“ ‚Halt dich an die Sache und die Worte werden folgen'. [...]. WzW: Herzlichen dank, dass sie uns die Fragen ermöglich haben! [Dieser Artikel beinhaltet lediglich Auszüge des Interviews]

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TÜ LIVE: 1. MAI - Demo nach Drehbuch -

„Das ist doch jedes Jahr der gleiche Zirkus.“, sagt sichtlich entnervt ein Polizist der Wache „Pfleghofstrasse“. Seine Kollegen sitzen verstreut im Raum hinter der Glasscheibe. Sie sehen gelangweilt aus und müde. Es ist schon nach Mitternacht der Zirkus ist weiter gezogen. Zwei Stunden zuvor am Lustnauer Tor: Die Nacht ist lau, die Stimmung auch vorläufig. Alte 68er und junge Generationenlose nuckeln an ihren Bierflaschen und harren der Dinge, die da kommen mögen. Es ist eng, es gibt Polizisten in Kampfmontur und Absperrzäune. Es ist die Nacht zum 1.Mai: Tübingen spielt Berlin. Lediglich das Feindbild unterscheidet sich vom hauptstädtischen: Dort ist man gegen alle und besonders gegen die „Bullen“, denn die sind die einzigen, die kommen. Hier kommen auch die Burschis und deshalb schreit man „Burschis verpisst euch, keiner vermisst euch!“ leider ohne vorab zu klären, was im Falle eines tatsächlichen Rückzugs mit dem angebrochenen Abend anzufangen wäre… Doch die andere Seite hält sich ans Drehbuch: Sie trägt bunte Bänder und singt; unter anderem „Die Gedanken sind frei“. „Und wenn schon!“, mag sich das Mädel vor mir denken. Sie

hat eine Wasserbombe mitgebracht und die will sie jetzt auch loswerden, da können die Lieder noch so nett sein. Bis der richtige Moment zum Wurf gekommen ist, schnauzt sie aus Angst um ihre verletzliche Waffe jeden an, der sie rempelt. Ihrem Nachbarn wird das zu stressig und er ruft ein versöhnliches „humor for president“. Schnell wird klar: Nicht jeder nimmt die Sache ernst. Ein Teilnehmer schätzt sogar, dass schlappe „5% der Anwesenden politisch motiviert sind“. Und der Rest? „Ich bin nur Zuschauer“, sagt ein Mitglied des Corps Jura und auch Johanna, ebenfalls Jurastudentin, ist „weder links noch rechts“ und aus Neugier hier. Ihr Fazit: „Spannend, aber nicht kontrovers“. Wen wundert`s? Zumindest nicht Reno. Der hat BWL studiert und liefert auch prompt einen ökonomischen Erklärungsansatz: „Der Kapitalismus funktioniert so gut, wie noch nie. Sogar Demos werden konsumiert.“ Viel geboten wird allerdings nicht: Den Gesang der Verbindungsbrüder hört man kaum und sehen kann man auch nur ihre Fackeln, denn sie stehen durch eine Deeskalationszone von den Demonstranten getrennt ein ganzes Stück bergauf. Eigentlich bräuchte man sie gar


31 nicht für diese Demo... Im Gegensatz zu Herrn Mang: Angetan mit reflek tie render Weste ist er für die Koordination der Reinigungsfahrzeuge zuständig. Trotz der Nachtschicht hat er gute Laune. „Wäre ich privat hier, würde ich wohl in der Mitte stehen.“, meint er. Eine gute Wahl: In der Mitte gäbe es den meisten Platz, die besten Aussichten und die abwechslungsreichste Beschallung. Die einzige Gefahr bestünde in einer schwächelnden Wasserbombe. Mittlerweile ist es Mai. Die Fackeln, die aussahen wie eine vergessene Weihnachtsbeleuchtung, sind verschwunden und mit ih ne n a uc h d as Gr os de r Demonstranten. Unter den Verbliebenen befinden sich fünf Punks. Sie haben noch Bier und lümmeln vor der Apotheke herum. Eine von ihnen besucht die elfte Klasse und ist „gegen die Staatsgewalt und gegen Hierarchie“. Sie redet viel von ihrem Geschichtslehrer, der ihr offensichtlich die Notwendigkeit der Teilnahme an dieser Demo vermittelt hat. Ihre Freundin Didi studiert Biologie. Sie ist hier, um zu zeigen, dass es noch „einen anderen Pol gibt“. Früher allerdings sei die Aktion „cooler“ gewesen, mit Wasserwerfern und so. Neues touristisches Potenzial für die klamme Haupt-

stadt? Als einziger von den Verbindungen hat sich Franz von der „Guestfalia“ den Österberg herunter getraut. Er ist Student an unserer Fakultät und stellt klar, dass die „Guestfalia keine rechtsradikale Verbindung ist.“ Es hätte auch schon ein Schwarzer bei ihnen gewohnt, der dann allerdings „freiwillig wieder ausgetreten“ sei. „Ich akzeptiere andere Meinungen und glaube an das Gute im Menschen.“, sagt er. Und ich drehe mich nach den Punks um: Leider sind die schon weg Verhandlungsversuch gescheitert. Auf der Wache gibt man sich trotzdem vorsichtig optimistisch:„Wenn ich sagen würde, die Lage hat sich im Vergleich zu früher entschärft, dann würde im nächsten Jahr die Radikalität wieder zunehmen.“, so diplomatisch der Polizist. “Also sagen wir es nicht.” Annika


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„Der Präsident soll auch Farbe bekennen…“ …und das tut Horst Köhler, 61, schon als Präsidentschaftskandidat. Von „A“ wie Arbeitslosigkeit bis „Z“ wie Zuwanderung: Kein Eisen ist ihm zu heiß, als er am 07.05.04 das Gespräch mit den Tübinger Studenten sucht und findet. Bevor das Ereignis am Donnerstag in einigen Vorlesungen angekündigt wurde, lief es unter „top secret“ und auch am Freitagmorgen noch fühlt man sich beim Betreten des Kupferbaus ein wenig als Teil einer konspirativen Gemeinschaft: Nur immatrikulierte WiWi-Studenten werden in den HS 22 gelassen; Attacken wird es diesmal nicht geben.

Gegen 10:30 Uhr betritt der ehemalige Student und jetzige Honorarprofessor unserer Fakultät den Raum. Er lächelt, freut sich über den Begrüßungsbeifall. Es ist ein Heimspiel. „Ich liebe Deutschland“, bekennt Köhler, der die letzten sechs Jahre im Ausland zuerst in London, dann in Washington lebte, aber es „steht vor großen Her-

ausforderungen.“ Die andauernde Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau und die fehlende Integration der Zuwanderer bewirke ein „Auseinanderdriften der Gesellschaft“ und sei „sozialer Sprengstoff.“ Ein Umbau des Sozialstaates sei unumgänglich. „Wir müssen ihn bewahren (…), aber er hat sich übernommen und die persönliche Solidarität geschwächt“, so Köhler. Die Agenda 2010 bezeichnet er demnach als „richtig und wichtig“. Nach dem Sinn oder Unsinn des Stabilitätspaktes, an dessen Verhandlungen er seinerzeit selbst beteiligt war, gefragt, meint er, es sei zwar „traurig, dass Deutschland ein Sünder ist.“ Die Lösung könne aber nicht in der Annullierung des Paktes, sondern nur in dessen aufgeschlossener Interpretation bestehen. Außerdem müsse man damit aufhören, konjunkturelle Probleme als Rechtfertigung für neue Verschuldungen heranzuziehen. Ziel müsse es vielmehr sein, Deutschland wieder zu einem „Vorbild“ für seine Nachbarn zu machen und „Stetigkeit und Verlässlichkeit“ zu demonstrieren. Denn trotz allem sei die Situation keineswegs aussichtslos und das Land solle sich „nicht schlecht reden“, sondern lieber wie er selbst “vorsichtig optimis-


33 tisch“ in die Zukunft blicken. An die Studenten gewandt, appelliert er: „Sie sollen sich des Themas Deutschland annehmen (…), beteiligen Sie sich an den Reformdiskussionen (…), kümmern Sie sich um ihr Land und um Ihre Zukunft.“ Während Köhler sich bei den reformpolitischen Themen unstrittig auf sicherem Terrain bewegt, betritt er als er um eine Stellungnahme zur möglichen Erhebung von Studiengebühren gebeten wird dünnes Eis. Wer jedoch erwartet, er würde seinen Zuhörern nach dem Mund reden, wird eines Besseren belehrt: „Studiengebühren sind kein Tabu. (…) Der Wettbewerb kann die Unis nicht ausschließen“, stellt er klar. Es müsse aber sichergestellt werden, dass die Gelder auch dahin flössen, wo sie am dringendsten benötigt würden. Und hier lässt er keinen Zweifel offen: „Bildung und Wissenschaft müssen absolute Priorität haben.“ Einem Studenten ist das Gespräch

äch dann doch zu wenig kontrovers und er bringt das Reizthema IWF, dessen Direktor Köhler seit 2000 war, ins Gespräch. Der Kritik am Währungsfonds aber nimmt der Routinier geschickt den Schwung: „Die Zeit, in der man sagte, der IWF ist böse (…), ist überholt“, denn „nicht der IWF hat die Welt schlecht gemacht, sondern schlechte Politik.“ Es gäbe zwar noch „unerledigte Aufgaben“, die er gerne ausgeführt hätte, aber auch als Bundespräsident würde er sich dafür einsetzen, die „Entwicklungshilfe höher in der politischen Agenda zu verankern.“ Um die Unterstützungen von den bisherigen 0,27% des BIP auf die verabredeten 0,7% zu erhöhen, könne man u.a. die Agrarsubventionen kürzen, was seiner grundlegenden Forderung, den „Strukturwandel zu beschleunigen“ entgegenkäme. Ganz bewusst geht der Kandidat für das höchste repräsentative Amt Deutschlands aber auch auf Pr ob le me au ße rh al b se in es Fachgebietes ein. Besonders am Herzen liegt ihm dabei das Thema Familie. Hierfür begibt sich Horst Köhler sogar in die Rolle des Aufklärers und stellt fest: „Kinder kriegt man nicht auf Knopfdruck.“ Um das Kinderkriegen in Deutschland attraktiver zu machen, müsse es Ganz-


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tagsschulen und auch betriebliche Unterstützung für die berufstätigen Mütter geben. Da kassiert er die gelbe Karte: „Auch Männer“ steht auf dem Zettel, den ihm seine Frau Eva entgegenhält. Spontan dreht er ihr das Mikro zu woraufhin sie nach kurzem Zögern erklärt, dass nicht nur die Mütter, sondern beide Elternteile Unterstützung bräuchten. Der darauf folgende Applaus ist so stark, dass ihrem Mann nur eins bleibt: „Ich schließe mich meiner Frau an.“

„Sie haben gezeigt, dass die Demokratie in ihrer Familie lebt“, beendet Professor Starbatty, der Moderator der Diskussion, nach etwa 90 Minuten das Gespräch. Verschmitzt freut er sich darüber, dass dem Gast in dieser ihm vertrauten Umgebung die „Zunge lockerer geworden sei“, als er es vielleicht beabsichtigt hatte. Horst Köhler, der sich im Zuge eines Versprechers als „Kandidat für das Bundespresseamt“ bezeichnet hatte, verabschiedet sich. In der Nauklerstraße wartet schon das Buffet. Und in Berlin das Schloss Bellevue. [Der ganze Auftritt im Internet als Webstream: “http://timms.unituebingen.de/jtimms/servlet/list02se rvlet0?list=UT_20040507_001_koehl er_0001$0.0” Anm.d.Red.]

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Perspektiven: Mein Vater Horst Köhler Interview mit Jochen Köhler, dem Sohn unseres Honorarprofessoren und zukünftigen Bundespräsidenten WzW: Du studierst Volkswirtschaftslehre in Köln? Nach welchen Maßstäben hast Du Deine Studienwahl getroffen? Jochen Köhler:In erster Linie wollte ich ein Fach studieren das mich interessiert und von dem ich dachte, dass mir das Studium auch Spaß machen würde. Ein weiterer Grund für meine Studienwahl war, dass ich eine Ausbildung antreten wollte, von der ich mir gute Chancen auf einen Arbeitsplatz versprach. WzW: Ist es für Dich belastend, im Bereich des VWL-Studiums mit Deinem Vater verglichen zu werden? Jochen Köhler: Nein. Eigentlich hat mich noch nie jemand direkt mit meinem Vater verglichen. Die Uni Köln ist ja auch riesig, da gibt es einige mit dem Namen Köhler. WzW: War die Popularität Deines Vaters bislang eher von Vorteil oder eher von Nachteil für Dich? Jochen Köhler: Ein Vorteil ist vielleicht, dass ich schon viele interessante Leute kennen lernen konnte. WzW: Die häufigen beruflichen Veränderungen haben für Deine Familie zumeist Ortswechsel nach sich gezogen. Inwieweit warst Du davon betroffen? Jochen Köhler: Als meine Eltern 1998 nach London umzogen, war das eine große Umstellung für mich. Ich blieb mit unserem Hund in Bonn und musste mich erstmal ans alleine Leben gewöhnen. Ich habe allerdings sehr schnell die Vorzüge einer eigenen Wohnung schätzen gelernt. WzW: Wie oft siehst Du Deine Eltern? Das ist ja die Kehrseite der Popularität und Globalität, dass die Familie ins Hintertreffen gerät. Habt Ihr einen gemeinsamen Hauptwohnsitz? Jochen Köhler: Ich habe es nie so empfunden dass die Familie ins Hintertreffen geriet. Wir haben einen starken Zusammenhalt und sehen uns regelmäßig. Außerdem telefonieren wir häufig miteinander. Wir versuchen gemeinsame Urlaube zu organisieren und treffen uns natürlich zu Festen wie Weihnachten oder Ostern. Da mein Vater oft Zwischenstation am Frankfurter Flughafen machte, haben wir uns regelmäßig bei meiner Schwester getroffen, die in Frankfurt wohnt. Einen gemeinsamen Hauptwohnsitz haben wir

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36 leider nicht. WzW: Glaubst Du durch das neue Amt, dass Dein Vater ab Juli innehat, ihn öfter sehen zu können. Jochen Köhler: Ich glaube schon. Mein Vater ist zwar sehr beschäftigt, aber Berlin ist näher als Washington, so dass es einfacher ist, sich zu besuchen. WzW: Wohnt die Familie des Präsidenten auch auf Schloss Bellevue oder "nur" Dein Vater und Deine Mutter? Oder ist das nur der "Arbeitsplatz"? Jochen Köhler: Schloss Bellevue ist der erste Amtssitz des Bundespräsidenten. Soweit ich weiß werden meine Eltern dort nicht wohnen. Meine Schwester und ich ziehen in absehbarer Zeit nicht nach Berlin. WzW: Welche Ziele hast Du für die Zeit nach Deinem Studium? Jochen Köhler: Da bin ich noch nicht ganz sicher. Ich habe schon verschiedene Praktika absolviert. Besonders gut hat es mir bei einer Investmentbank in London gefallen. Ich glaube nach dem Studium werde ich versuchen in diesem Bereich Fuß zu fassen. WzW: Vielen Dank für das Interview und viel Glück für Dich und Deine Famile. Stefan


Bundesversammlung 23.Mai Bericht über die Bundespräsidentenwahl und Ausschnitte der Dankesrede von Horst Köhler. Seit der letzten Ausgabe hat sich viel getan, der IWF-Präsident Horst Köhler wurde von Union und FDP zum Kandidaten für die Bundespräsidentschaft gekürt. Gemeinsam mit Gesine Schwan zog er wochenlang durchs Land, um sich den Wahlleuten und den Bürgern vorzustellen bzw. sich deren Anliegen anzuhören. Zuletzt sahen die Prognosen ein Kopf-anKopf rennen. Gegen 13.40 am 23. Mai war es dann soweit. Nach der zweiten Auszählung stand fest, dass Prof. Dr. Horst Köhler mit 604 zu 589 Stimmen knapp die erforderliche Mehrheit von 602 Stimmen geschafft hat und somit zum 9. Bundespräsidenten gewählt wurde. Die Nachfolge von Johannes Rau tritt er am 01. Juli 2004 an.

Als allererstes brachte Horst Köhler zum Ausdruck er wolle vor allem diejenigen, die ihn nicht gewählt haben durch seine Arbeit überzeugen. Er wird ein Bundespräsident aller Deutschen und aller hier Lebenden werden. “Deutschland hat mir viel gegeben, davon möchte ich etwas zurück geben - ich liebe unser Land”. Eine grundlegende Erneuerung unseres Landes hält er für notwendig und überfällig. Den gelernten Ökonom möchte er nicht verstecken. Er macht sich vor allem Sorgen um Wirtschaft, Arbeitsplätze und die soziale Sicherheit. Gerade aufkommende Spaltungstendenzen sind für ihn unakzeptabel.

Ein Versehen von Bundestagspräsidenten Thierse hätte Köhler fast die Dankesrede vorenthalten. Im folgenden Auszüge daraus:

“Globalisierung bestimmt mehr und mehr unser Leben, Sie bedarf aber politischer Gestaltung.” Wenn man es richtig anpacken würde kann Deut-

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38 schland großen Nutzen daraus ziehen. Laut Köhler muss aber vor allem dafür gesorgt weden, “dass Globalisierung den Armen dieser Welt zu Gute kommt.” Eine Verhaltensänderung der Deutschen sei unerlässlich und man müsse die Märkte für En tw ic kl un gs lä nd er öf fn en , auch wenn wir dadurch mehr Wettbewerb und Strukturwandel akzeptieren müssen.

allem voran ein “Land der Kinder”. Sinkende Geburtenzahlen geben den Anschein wir Deutschen würden nicht an die Zukunft glauben. Kinder bedeuteten Neugier, Kreativität und Zuversicht. Sie stellen die Brücke in die Welt von Morgen dar. Elternarbeit soll anerkannt werden und es muss besser möglich sein Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Welt im Umbruch. Köhler stellt klar, dass Deutschland sich der Wirklichkeit stellen muss, um sich einen Platz im 21. Jahrhundert zu erkämpfen. “Es kommt auf Vertrauen als Sozialkapital an.” Zwingende Notwenigkeit stellt die Stärkung von Bildung und Innovation dar.

“Patriotismus und Weltoffenheit sind keine Gegensätze, sie bedingen einander.” Kraft für Veränderungen liegt in den Menschen & dem Ideenreichtum des Landes. Man müsse die Angst überwinden und Selbstvertrauen finden. Wenn wir uns selbst mehr zutrauen könne man in Deutschland vieles möglich machen. “[...]Und dafür bitte ich um das Mitmachen aller. [...] Gott segne unser Land”.

Wissensgesellschaft. Köhlers Traum ist Deutschland als Land der Ideen. Dies habe im 21. Jahrhundert eine größere Bedeutung als ein “Land der Dichter & Denker” und “Made in Germany”. Konkret soll dies Neugier und Experimentierfreudigkeit in allen Bereichen bedeuten. Mut & Kreativität sowie Lust auf Neues ohne dabei Altes und Alte auszugrenzen seien die neuen Maxime. Stichworte: Neue Gründerjahre, Ideen für Europa &

Stefan [Bilder/Rede: www.cdu.de vom 23.05.]


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Interview Mit Professor Dr. Christian Hofmann

WzW: Sie werden an der Uni Tübingen das Fach Controlling vertreten, eine der am stärksten nachgefragten speziellen BWLs. Stellen überfüllte Vorlesungen für Sie ein Problem dar? Professor Hofmann: Jein. Für mich als Dozent macht es zwar nur wenig Unterschied, ob ich vor 100 oder vor 500 Studierenden stehe. Atmosphärisch ändert sich jedoch einiges, da interaktive Lehre - also mit Diskutieren und Fragenbeantworten - in diesem großen Rahmen deutlich erschwert wird. WzW: Das Fach Controlling scheint ja schon sehr attraktiv für die Tübinger Studierenden zu sein. Was würden Sie jemandem antworten, der Sie trotzdem fragt, warum er sich denn ausgerechnet für diese Vertiefungsrichtung entscheiden soll? Professor Hofmann: Nun, Controlling ist ein ungemein spannendes Fach, da die Bezüge zwischen zahlreichen anderen betriebswirtschaftlichen Fächern thematisiert werden. Außerdem hat man mit einer Controlling-Ausbildung auch heute recht gute Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt. WzW: Wie sieht Ihre Ausrichtung in Forschung und Lehre aus was zeichnet Ihre Sichtweise des Controlling besonders aus? Professor Hofmann: Einer Universitätsausbildung entsprechend möchte ich eine hohe Verzahnung von Forschung und Lehre erreichen. Dabei soll es nicht um Glasperlenspielchen in einem Elfenbeinturm gehen! Vielmehr will ich in meinen Veranstaltungen das Analysieren und konsistente Lösen ökonomischer Problemstellungen des Controlling vermitteln. Meine Sichtweise des Controlling lehnt sich an die Konzeption meines akademischen Lehrers, Hans-Ulrich Küpper, an. Demnach kommt dem Controlling die Koordination von Führungsaufgaben zu. Das betrifft vor allem das Rechnungswesen (als wesentlicher Bestandteil des Informationssystems), aber auch Aspekte von Planung, Kontrolle, Organisation sowie Personalführung. In der Verknüpfung dieser verschiedenen Bereiche sehe ich den Reiz des Faches Controlling. Mein Ziel in der Forschung ist es, praktisch relevante Fragestellungen des Controlling aufzugreifen und theoretisch fundierte Erkenntnisse, z.B. über die Ausgestaltung von Verrechnungspreisen oder Budgets, abzuleiten. Hierzu nutze ich insbesondere


43 die Principal/Agent-Theorie, welche sich in den letzten Jahren zu einer der zentralen Forschungsrichtungen im Bereich Managerial Accounting entwickelt hat. Hierbei geht es um die Lösung von Anreizproblemen, d.h. die Steuerung von Mitarbeitern im Hinblick auf gewünschte Unternehmensziele, was sich ja auch mit der Übersetzung von „to control“ = steuern deckt. WzW: Nach einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in Darmstadt und der „psychologie expérimentale“ in Strasbourg zum Controller. Wie kam es denn dazu? Professor Hofmann: Naja, als Wirtschaftsingenieur bewegt man sich ja an der Schnittstelle von Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften, da ist der Sprung zum Controlling als einer Schnittstelle der Betriebswirtschaftslehre nicht weit. Und hinter dem Studium in Strasbourg „versteckt“ sich eine Studienarbeit im Bereich Arbeitswissenschaften zum Zusammenhang von Hauttemperatur, thermischer Behaglichkeit und Leistungsfähigkeit. Dieses Projekt bewegte sich demnach im Spannungsfeld zwischen Verhaltenswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre und Medizin. Aber zugegeben, auf den ersten Blick hat dies wenig mit Controlling zu tun. Dennoch hat mich die Zeit am CNRS von der Attraktivität wissenschaftlicher Arbeit nachhaltig überzeugt. WzW: Dem deutschen Unisystem wird oft nachgesagt, dass es zu lange dauert, bis der wissenschaftliche Nachwuchs tatsächlich als Lehrstuhlinhaber „selber ran darf“. Sie hatten schon mit 33 den ersten Lehrstuhl inne….glückliche Fügung oder generell möglich? Professor Hofmann: Zum Zeitpunkt der Ernennung in Hannover war ich sogar erst 32 Jahre alt! Nach meiner Beobachtung geht der Trend in den Wirtschaftswissenschaften tatsächlich dahin, dass man in immer früheren Jahren erstmalig zum Professor ernannt wird. Das Durchschnittsalter der Habilitierten in Bayern in der BWL beträgt zum Beispiel knapp 34 Jahre. WzW: Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Einrichtung der Juniorprofessuren? Professor Hofmann:Im Hinblick auf das Zeitargument erscheinen Juniorprofessuren in manchen Fächern nicht zwingend erforderlich zu sein, wenn man dort im Durchschnitt mit 34 Jahren ha-


44 bilitiert ist. Zudem sehe ich einen weiteren, kritischen Punkt, der in der politischen Diskussion oftmals vergessen scheint: im bisherigen System können Frauen über eine externe Habilitation den Spagat zwischen Familie und Beruf meistern. Da dies bei der Juniorprofessur eigentlich kaum möglich ist, wird es in Zukunft wohl noch weniger Professorinnen geben. Zumindest ist das mein Eindruck, welchen ich durch zahlreiche Gespräche mit (potenziellen) Habilitandinnen gewonnen habe. Wenn diese Entwicklung sich bestätigt, dann hat unsere Bundesbildungsministerin der Frauenförderung einen Bärendienst erwiesen! WzW: Die Tübinger Fakultät ist ja relativ klein und zudem stark interdisziplinär orientiert. Sehen Sie jetzt schon Möglichkeiten der Zusammenarbeit, etwa im Bereich der Informationsökonomik? Professor Hofmann: Vor dem Hintergrund meiner Forschungsschwerpunkte absolut! WzW: Was war denn (außer der Fakultät und den Tassen) an Tübingen noch so attraktiv, dass Sie sich jetzt dafür entschieden haben, von der Leine an den Neckar zu ziehen? Professor Hofmann: Der Insidertipp, dass man in Tübingen prima Feste feiert. WzW: Sie wollten ja sicher nicht immer schon Professor werden. Was war Ihr Traumberuf als Kind? Professor Hofmann: Astronaut WzW: Und jetzt wollen wir auch noch etwas über Ihre Freizeitgestaltung wissen: Was sind Ihre Hobbies, und wohin zieht es Sie im Urlaub am liebsten? Professor Hofmann: Zu meinen „Hobbies“ zählt alles was mit Bergen zu tun hat: Bergwandern, Bergsteigen, Skibergsteigen und Skifahren sowie Mountain-Biking. Damit gehört der gesamte Alpenraum zu meinem Lieblingsurlaubsziel in Europa. Kraft tanken kann ich jedoch am besten in und mit meiner Familie, egal wo! WzW: Vielen Dank für das Interview. Donata


Interview Mit Professor Dr. Wilhelm Kohler

WzW: Ihre Berufungsverhandlungen haben Sich nun über ein Jahr hingezogen, worin sehen Sie die Gründe hierfür? Professor Kohler: Nun, solche Verhandlungen sind nie ganz einfach. Es ging für mich um eine doch recht schwerwiegende Entscheidung, wenngleich ich betonen möchte, dass mein Interesse an Tübingen von Anfang an sehr groß war. Der Umstand, dass Ländergrenzen - und damit Systemunterschiede - zu überwinden waren, hat die Sache natürlich erschwert. Und schließlich, das will ich nicht verschweigen, hat wohl auch die schwierige Budgetsituation eine erhebliche Verzögerung bewirkt. Annehmbare Bedingungen konnten erst aufgrund zeitraubender Bemühungen erreicht werden. Ich war während der Verhandlungen nicht zu jeder Zeit optimistisch, aber nun bin ich froh, dass es geglückt ist, und ich sehe der neuen Herausforderung mit Freude und Optimismus entgegen. WzW: Die klassische Wirtschaftspolitik scheint mehr und mehr auf dem Rückzug zu sein. Haben wir einen wirtschaftspolitischen Theorie-Lehrstuhl zu erwarten oder wie kann man sich die künftige Ausrichtung vorstellen. Wie sieht Ihre Ausrichtung in Forschung und Lehre aus? Professor Kohler: Ich sehe meine Aufgabe - als Forscher, ebenso wie als akademischer Lehrer - in der Anwendung etablierter Theorie auf die jeweils aktuellen wirtschaftspolitischen Probleme. Es stimmt schon, die Bedeutung dessen, was Wirtschaftspolitik in den universitären Lehrplänen bedeutet, ist seit geraumer Zeit im Wandel begriffen. Aber das gilt eigentlich auch für das "Gegenstück", die Wirtschaftstheorie. Im Rahmen moderner Studienpläne wird Wirtschaftspolitik heute stärker und ausdrücklicher auf der Basis etablierter Theorie betrieben, und umgekehrt wird auch die Wirtschaftstheorie stärker auf die wichtigen Fragen der Wirtschaftspolitik bezogen gelehrt. Ich denke, insgesamt kommt damit ein wesentlich attraktiveres Studium zustande. Und am Ende - hoffentlich - auch eine erfolgreichere praktische Wirtschaftspolitik. Ich denke, wir werden hier in Tübingen einen guten und erfolgreichen Weg gehen können. In der Tat sollte man die klassische Trennlinie zwischen Theorie und Politik in den Studienplänen eigentlich aufgeben und stärker problemorientiert vorgehen. Nehmen Sie ein beliebiges Problem unserer

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46 Zeit: persistierende Unterbeschäftigung, Probleme der Altersversorgung in alternden Gesellschaften, Internationale Entwicklungsunterschiede und Armut, Umweltverschmutzung, Internationale Finanzkrisen, etc. Ein modernes VWL-Studium beinhaltet nach meiner Auffassung die möglichst zügige Hinwendung auch der theoretischen Ausbildung auf diese Probleme, und den Versuch, daraus explizit wirtschaftspolitisch relevante Erkenntnisse zu gewinnen. "Relevante Erkenntnisse" kann dabei Vieles heißen, es muss nicht immer eine konkrete Handlungsanweisung oder eine direkt umsetzbare Lösung sein. Hier ist einerseits Bescheidenheit von Nöten, andererseits aber kann man in einer universitären Ausbildung den Anspruch der rigorosen Argumentationsführung auf explizit gemachter theoretischer Grundlage auch im Bereich der so genannten Wirtschaftspolitik nicht aufgeben. WzW: Trifft es zu, dass Sie Ihr Kursprogramm eng mit den beiden Theorie-Lehrstühlen verzahnen werden? Professor Kohler: Ja, das habe ich fest vor. In der Tat war diese Perspektive ein wichtiges Element der Entscheidung, die mich hierher nach Tübingen geführt hat. WzW: Wann werden Sie hier in Tübingen den Lehrbetrieb aufnehmen und wie sieht es mit einem Studienplan aus? Professor Kohler: Ich werde zum Beginn des Wintersemesters 2004/05 beginnen. Ich werde im Rahmen des bestehenden Studienplanes Veranstaltungen zum Schwerpunkt Internationale Wirtschaftspolitik anbieten. Dabei wird es u.a. um Handelspolitik, Internationale Währungspolitik, Migration, sowie Europäische Integration gehen. Genaueres werde ich zu gegebener Zeit bekannt geben. Mit besonderem Interesse sehe ich natürlich dem Engagement bei der Konzeption und Realisierung der neuen Bachelor und Master Studiengänge entgegen. Konkretes dazu muss ich indes erst erarbeiten. Darüber hinaus hoffe ich sehr, dass das Tübinger Graduiertenkolleg in der einen oder anderen Form fortgesetzt werden kann. Dort mit ambitionierten Studierenden fortgeschrittene Kurse machen zu können, war in der Tat auch ein wesentliches Motiv für meinen Wechsel nach Tübingen.


47 WzW:Sehen Sie die VWL durch den Wegfall des Prozess- & Ordnungspolitischen WiPo - Lehrstuhls von Herrn Starbatty so stark geschwächt, dass der Betrieb und der Anreiz für Studieninteressenten gefährdet ist? Professor Kohler: Natürlich ist damit ein wertvolles Element des Tübinger Studiums zunächst verloren gegangen. Es wird an uns liegen, diesen Verlust durch kreatives Engagement und Neuorientierung wettzumachen. Ich bin da recht optimistisch. WzW: Was reizt Sie an Tübingen als Stadt und als Universität? Professor Kohler: Zur Universtität braucht man ja nicht viel zu sagen. Sie zählt zu den besten und bekanntesten Deutschlands. Dort als Professor wirken zu können, ist Ehre und Verpflichtung zugleich. Beides reizt mich. Die Stadt als solche kenne ich noch wenig, aber was immer ich davon höre, klingt sehr verheißungsvoll. Die ersten persönlichen Eindrücke haben das auch bestätigt. Ich habe keine Illusionen, der Wechsel wird nicht ganz leicht sein, aber ich bin überzeugt, dass ich mich hier auch privat wohl fühlen werde. WzW: Irgendwann hat jeder Feierabend, auch ein Professor. Haben Sie Hobbies und besondere Leidenschaften? Professor Kohler: Klar. Ich bin passionierter Läufer und habe fest vor, das auch auf's Radfahren auszudehnen. Das heißt, wenn die Zeit, die mir die Uni und die Studierenden dafür übrig lassen, es erlaubt. Auch bin ich leidenschaftlicher Musikliebhaber, vor allem Liebhaber klassischer Musik. Leider spiele ich kein Instrument. Vielleicht erlaubt die Zeit sogar irgendwann die Realisierung eines alten Traumes, nämlich Klavier zu lernen. Ich lese auch gerne. Bei der Auswahl der Bücher lass ich mich zum Teil von meiner Frau beraten, damit bin ich bislang gut gefahren, allerdings hinke ich ihr in dieser Hinsicht ziemlich weit hinterher. WzW: Wo verbringt ein Wilhelm Kohler seinen Urlaub? Professor Kohler: Mal hier mal da, aber immer mit meiner Frau. Wir zählen nicht zu jenen Leuten, die immer an den gleichen Ort fahren, oder die überhaupt "in den Urlaub fahren" wollen. Fernziele interessieren uns eigentlich am wenigsten. Wir sind in dieser Hinsicht wohl irgendwie Europäer. Mich selbst zieht's eher in den


48 Europäischen Norden, meine Frau eher in den Süden. Na ja, da kommt halt manchmal ein Urlaub "in der Gegend" (oder gleich zu Hause) zustande. WzW: Jeder hat einen Jugendtraum. Welches war Ihrer? Professor Kohler: Ich hatte wohl zu viele. Jedenfalls erinnere ich mich nicht an einen einzelnen, aus heutiger Sicht noch hervorstechenden Traum. Ganz früh in meiner Jugend hatte ich den Traum, später mal zur See zu fahren. Schon recht bald aber setzten sich Träume durch, die ich heute noch habe, nämlich über wissenschaftliche Erkenntnis die Welt verbessern zu helfen. Ich sag es mal so direkt, obwohl es irgendwie kitschig klingt. Ja, und dann dieser Traum, das Klavierspielen zu erlernen. Sie sehen, Träume zu haben, betrachte ich nicht als Privileg der Jugend!. WzW: Vielen Dank für die sehr kurzfristige Unterstützung [Anfrage 48h vor Druckbeginn gestellt; Anm.d.Red.]!!! Stefan


Fachschaft Worldwide Spanien - Bilbao Das Baskenland: erste Eindrücke

Tag 1: Ankunft im Partyland. Flugkosten bis Bilbao: 20€, Taxi zum Flugzeug: 25€. Der erste Eindruck ist: Bananenrepublik mit sehr schönen Einwohnerinnen und durchgeknallten ETATerrorgruppen. Letztere sitzen mehrheitlich im Gefängnis, die ETA ist pleite und bittet um Finanzierung. [Playa de Sopelana]

Tag 2: Ich gehe einkaufen. Ich war schon gewarnt worden, dass die Bilbaínos gut essen können. Meine Erwartungen werden übertroffen. Am Abend bemerke ich einen Wagen der Antiterrorpolizei Ertzaintza. Das bedeutet soviel wie „Hirten des Landes“. Niedlich sehen die aber nicht aus. Tag 4: Ausflug zum Filmfestival in San Sebastián. Auch hier kann man gut Häppchen essen, und mit meinem “NDR-Für das Beste im Norden”-Anhänger um den Hals und fingiertem starken deuschen Akzent komme ich für umme

[Universidad Comercial de Deusto]

umme in eine langweilige Festivaldoku. Tag 7+8: Ausflug nach Barcelona. Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus deutschen Touristen und Austauschstudenten. Aber die Stadt ist sehr schön und zufällig stoße ich auf eine große Weinmesse. Diese tröstet mich über den strömenden Regen am Abend hinweg. Letzte Erholung, bevor ich meine zweite Mitbewohnerin kennen lernen darf, eine Belgierin. Tag 9: Als erste Amtshandlung regt sie sich über meine brandneu-coole baskische Flagge in der Küche auf, hält mir eine längere Rede über Nationalismus. Von Männern im Haushalt hält sie nix. Ich bemühe mich, bei der Putzeffizienz ihre Vorurteile zu bestätigen, werde also prompt von allen Reinigungsaufgaben entbunden.

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50 Tag 10: Erster Schultag. In Marketing werden selbst die Erasmusstudenten nacheinander aufgerufen. Wehe, man kommt zu spät zum Unterricht und macht die Hausaufgaben nicht. Die Eltern, bei denen quasi alle Studenten wohnen, kümmern sich schon um Bestrafung. Der Lernaufwand ist hoch, es fängt schon ab dem ersten Tag mit Präsentationen und Hausarbeiten an. Die Kommilitonen sind dafür umso sympathischer. Ich lerne die ersten Ureinwohner/innen kennen. Und die Deutschen, exemplarisch einen Heidelberger Wellenreiter, der von den Stränden in Sopelana und Mundaka träumt und mit seinem Mitsurfer aus Belgien über 30-ft.-Wellen fachsimpelt. Tag 11: Schrecken unter der Dusche: der Temperaturregler befindet sich in meiner Hand, das kalte Wasser spritzt aus der Wand. Aber nach ½ Stunde kommt glücklicherweise ein amigo des Vermieters, der sich in so etwas auskennt, wenigstens das ist mit Deutschland vergleichbar. Am Abend: baskischer Sportwettbewerb in Abando; bestehend aus: Gewichte schleppen, Tauziehen, Holz hacken, und pelota. („Ball gegen eine Wand werfen“)

Tag 12: Entgegen dem ersten Eindruck ist die Uni doch noch relativ unorganisiert. Umso besser. Erster Tag meines Baskischkurses. Die Sprache ist interessant; leider auch knifflig zu lernen. Ein paar Grundbegriffe: bai ja; ez nein; kaixo hallo; ondo gut; maite zaitut ich liebe dich. Tag 13: Erste Erasmusparty, das wichtigste Instrument zum Austausch von Erfahrungen im multinationalen Sprachgewirr. Kollektive Selbstfindung dank viel Alkohol. Am nächsten Morgen wache ich zu spät auf, muss mich beeilen, und überrenne fast die Belgierin. Sie hatte den Schlüssel vergessen und vor der Haustür geschlafen, anstatt einfach zu klingeln. Sie kriegt einen Schnupfen und steckt uns alle an. Die schottische Mitbewohnerin kennt da nix, sie klingelt am folgenden Montag um fünf Uhr morgens und hat einen chico dabei. Die Belgierin regt sich darüber auf. Tag 14: Guggenheim Bilbao Museoa. Dieser riesige Schiffbau liegt direkt gegenüber meiner Jesuiten-Uni Deusto. Jeff Koon's 10-Meter-Wauwau aus Blumen bewacht das Ganze. Pintxos (kleine Häppchen, ähneln Sushi auf Brot) und Txakoli (Lokale


51 fen. Vom Schweröl der Prestige ist nichts mehr zu sehen.

[Guggenheim Museum]

Alksorte) machen den Tag perfekt. Riojawein wird hier zu jedem Mittagessen getrunken. Man muss sich ja anpassen... Tag 21+22: Am Samstagabend kommen alle Jugendlichen aus ihren überteuerten Wohnungen und verbringen die Nacht in Bars und in der Strasse beim Nationalgetränk Kalimotxo, Wein+Cola. Der Athletic Bilbao hat am Abend wieder verloren, gegen den Real Madrid diesmal, chancenlos. Der Nationalstolz der Basken leidet. Dabei hatte die autonome Regierung am Vortag unter anderem die baskische Staatsbürgerschaft versprochen. Und hat damit die ETA klinisch tot und den Aznar fuchsteufelswild gemacht. Der Sonntag wird dazu benutzt, um mich - Mitte Oktober, bei 16ºC-Wasser - noch einmal in die Fluten des Atlantiks zu wer-

Nachtrag: 14. März: Die Attentate des 11. März in Madrid sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Die letzte Lüge der Regierung wurde an den Urnen bestraft. Spanien versucht nach ein paar Tagen Chaos, wieder zu normalem Leben zu finden. An der Uni hat das 2. Semester längst angefangen, die Übungen sind zusätzlich zu den üblichen Power-Points und Hausarbeiten sehr arbeitsintensiv. Am meisten Spaß macht mir das Spielen mit unserem Gruppenportfolio des spanischen Börsenviechs Ibex, inklusive Future- und Optionshandel. Die Theorie lernen wir im Unterricht, der Markt bestraft uns hautnah. Mittlerweile fühle ich mich in der spanischen Sprache, bei meinen baskischen Kommilitonen und in der Stadt genauso daheim wie im Schwabenland. Roman * * *

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Fachschaft Worldwide Mexiko - Guadalajara

Ich habe keine Ahnung von diesem Land,…stelle mir auf Eseln reitende mit Sombreros verdeckte, dunkelhäutige Mexikaner vor einem Kaktus vor…am besten noch mit einer Flasche Tequila in der einen und einer Gitarre oder Knarre in der anderen Hand vor. Was also sollten meine Erwartungen von einem Studienaufenthalt in einem solchen Land sein? Natürlich werde ich meine Schwerpunkte eher auf die kulturellen Erfahrungen als auf das akademische Niveau an einer öffentlichen Uni legen. Ich hoffe darauf, dass die Mexikaner an ihren Unis schon von so etwas wie Internet gehört haben und vermute, dass die Kurse dann so irgendwann gegen 10 Uhr morgens beginnen werden. Busse werden vermutlich selten bis gar nicht fahren, also wird es nicht so schlimm sein ab- und an mal nicht zur Vorlesung zu erscheinen. Ich zweifle ob ich meinen Laptop mitnehme kann…oder ob es dann zu abgehoben erscheint, …und was ist mit meinem Mountainbike? “Ach, ne, das wird dir doch sofort geklaut, und du gleich mit!“, so die allgemeine Meinung der Befragten. Ich packe beides ein, nehme außerdem noch ne Ladung

Duschgel mit, weil sich das Gerücht ausgebreitet hat, man wasche sich in Mexiko mit Kernseife und einen Vorrat von Stärke, Gummibärchen ohne Gelatine…wahrscheinlich werd ich sowieso in einem solchen Land längste Zeit Vegetarier gewesen sein.

Nun, nach und nach stellt sich heraus, dass ich tatsächlich überhaupt keine Ahnung von dem Land hatte: Die Uni beginnt pünktlich um 7 Uhr, was bedeutet dass ich hier um 6.30 aus dem Haus muss, da die Busse um diese Uhrzeit hoffnungslos überfüllt sind und man daher schon früh einen Platz in der Schlange sichern muss. Das Kursangebot ist auf Grund der großen Wirtschaftsfakultät riesig und ich habe ernste Probleme mich zu entscheiden. Wähle dann aber Kurse die mir irgendwie aus Tübingen bekannt vorkommen (Außenhandel, internationales Marketing, etc..)


53 und nicht völlig auf mexikanischen Spielhallen und Agrikultur beruhen. Es werden sowohl eine breite Sparte an VWL als auch an BWL Kursen, die wiederum in die verschiedenen Schwerpunkte unterteilt sind, angeboten. Das interessante hierbei ist, dass man einen ganz neuen Blickwinkel erhält und alsbald selbst beginnt die Verträge und internationalen Abmachungen vom mexikanischen Standpunkt aus zu sehen. Ebenso erhält man einen Einblick in die wirtschaftliche Struktur eines in der fortschrittlichen Entwicklung begriffenen Landes wie Mexiko. Die Vorlesungen bestehen zum Teil aus Präsentationen und Vorträgen der Studenten selbst, was bedeutet, dass ebenfalls das eigenständige Arbeiten und suchen von Informationen gefördert und gefragt ist. Die Kurse sind klein, erinnern fast an Amerikanische Highschool Klassenzimmer. Die Qualität der Professoren variiert ebenso stark wie die Anzahl der Personen auf den Anwesenheitslisten, die jede Stunde abgefragt werden. Soviel dann also zum Ausschlafen und Uni „verpassen“. Die Bib ist, so sagt man mir, die größte Wirtschaftsbibliothek ganz Mexikos, wobei man be-

sonders stolz ist auf eine Sammlung der Bände Benjamin Franklins. (Da muss irgendwas mit dem Land falsch gelaufen sein, denn der werte Herr kommt doch bekanntermaßen aus den USA, oder?) Auch meine Entwicklungs- bis Schwellenlanderwartungen der Technologie an der Universidad de Guadalajara werden enttäuscht: es gibt Wireless-LAN, eine „CyberGarden“ und Laptops zum ausleihen von der Uni, neben verschiedenen Computerlabs an der CUCEA, wie sich die Wirtschaftsfakultät nennt. Die Mensa wird ersetzt durch ein paar Tacco Buden vor dem Unigelände und einem offiziellen Taccostand innerhalb des Geländes, der sich einzig durch höhere Preise von den anderen außerhalb gelegenen unterscheidet. Davon abgesehen, dass man als „Guerita“ (Blondi) extrem auffällt unter der breiten Masse der dunkelhaarigen Mexikaner, kann man sich leicht und schnell einleben und wird noch schneller integriert. Die meisten Mexikaner sind sehr interessiert an der deutschen Kultur, zum großen Teil aufgeregt über die FußballWeltmeisterschaft 2006 in Deutschland und ebenso über die Unterschiede zwischen einer deutschen und mexikanischen


54 Uni. Ich würde zusammengefasst sagen, dass die mexikanischen Unis sehr viel praxisorientierter sind und daher sicherlich eine gute einjährige Abwechslung zum doch eher theoretisch aufgebauten deutschen Unisystem darstellen. Schnell wird man zu irgendwelchen Vorträgen, Sportveranstaltungen und Parties eingeladen und direkt als „amiga“Freundin vorgestellt und mit Begrüßungskuss willkommen

geheißen. Mir gefällt dieses Land ausgesprochen gut! Ich würde allerdings anraten das Duschgel tatsächlich mitzunehmen und ebenfalls ein bisschen mehr Geduld als in Deutschland einzuplanen… die Bürokratie ist ganz bestimmt eine der mexikanischen Schwächen, doch ebenso schnell wieder durch die freundliche und hilfsbereite Art der Mexikaner vergessen. Heike


Reformen am Fachsprachenzentrum Ein Jahr nach der Initiative (siehe “WzW #44”, Juni 2003)

Erfreulicherweise wurden unsere damaligen Vorschläge allesamt seitens des Fachsprachenzentrums und der Universitätsleitung befürwortet. Nach der Probephase letzten Wi nt er h ab en s ic h di es es Semest er die Studie renden erstmals komplett (außer Pflicht-/Folgekurse) online angemeldet. Wenn das Studierendenverwaltungssystem dann vollständig programmiert ist und läuft, werden alle Kurse online

abgewickelt und alle personenbezogenen Daten werden verknüpft so dass Scheine, Kurslisten, usw. direkt aus der Datenbank heraus generiert werden: gewaltige Effizienzsteigerung! Auch das Bezahlen wird dann über das Internet, ähnlich dem Online-Shopping laufen. Der Einstufungstest läuft auch komplett über PC, was gegenüber früher einen großen Fortschritt (Auswertung) darstellt. Stefan (Beirat FSZ)

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Bachelor- / Masterstudiengänge: Eine neue Ära für unsere Fakultät?

„Deutsche Studenten sind zu alt und daher nicht wettbewerbsfähig.“ „Das Universitätsstudium ist zu weit von der Praxis entfernt.“ Solche Aussagen hört man immer wieder von internationalen Arbeitgebern und Personalchefs. Eine Besserung verspricht man sich mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen, die auch an unserer Fakultät ab nächstem Jahr Einzug halten werden. Ob dies aber zutrifft, möchten wir hier zur Diskussion stellen. Am 25. Mai 1998 verabschiedeten die Bildungsminister Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Großbritanniens die sog. Sorbonne-Deklaration, die ein europäisches Modell akademischer Abschlüsse vorschlägt, das sich an dem international verwendeten zweistufigen Studienmodell (Bachelor und Master) orientiert. Ziel dieser Deklaration war es, die Studienabschlüsse in den europäischen Ländern besser vergleichbar zu machen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Absolventen zu steigern. In allen Ländern soll bis spätestens 2010 ein zweistufiges System eingeführt werden, das zwischen undergraduate und graduate Studiengängen unterscheidet. Um die Ab sc hl üs se verg le ic hb ar zu machen, sollen die Abschlüsse

auf dem European Credit Transfer System (ECTS) basieren, wobei ein Credit einer Arbeitsbelastung von 30 Stunden pro Semester entsprechen soll. Unsere Fakultät gehört bei der Implementierung der neuen Studiengänge zu den Frühstartern. Ab Wintersemester 2005/ 06 sollen hier die ersten Bachelorstudenten ausgebildet werden. Im letzten Wintersemester und in diesem Sommersemester ging die Kommission zur Einführung der neuen Studiengänge in die heiße Phase, ein erstes Konzept für den Bachelor steht be re it s. Bi sh er wu rd e e in Bachelor-Studiengang ausgearbeitet, in dem VWL und BWL zusammengefasst werden. In welcher Form die attraktiven und sehr beliebten Studiengänge IVWL und IBWL weitergeführt werden, ist zur Zeit noch unsicher. Der neue „Bachelor of Science“ ist auf sechs Semester ausgelegt, wobei Mathe I/II, Statistik I/II und Wirtschaftstheorie im Grundstudium gekürzt werden sollen, dafür soll der BWL-Umfang ausgeweitet werden. Die Vorlesungen „Personal und Organisation“, „Kostenrechnung“ und „Bilanzen “ werden ins Grundstudium verlegt, um dem Anspruch der Praxisnähe besser gerecht zu werden. Schließlich sollen die Bachelorstudenten

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58 besser an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes angepasst werden. Im dritten Studienjahr können dann, ähnlich wie in den Diplomstudiengängen, Schwerpunkte gewählt werden. Hierbei gibt es aber unter den Professoren noch keinen endgültigen Konsens, letztendlich wird es aber wohl so sein, dass das Angebot von zwei Lehrstühle zu einem Schwerpunkt zusammengef ass t wir d (zu m Bei spi el werden die Lehrstühle von Prof. Neus und Prof. Schöbel zum Schwerpunkt „Banking & Finance“). Die Masterstudiengänge sollen erst später starten [derzeit wird überlegt, doch gleichzeitig zu beginnen. Anm.d.Red], daher gibt es dafür auch noch keine endgültigen Konzepte. In Planung sind aber bereits zwei unterschiedliche Masterstudiengänge in VWL (International Economics und Quantitative Economics). Diese GraduateProgramme sollen dann voraussichtlich drei Semester dauern. Beim Übergang vom Bachelor zum Master soll nach einer „Bottleneck-Methode“ vorgegangen werden, es sollen also nur 20% eines Bachelorjahrgangs dann auch mit dem Master beginnen dürfen. Für uns stellt sich nun aber die Frage, ob hinter der Einführung

dieser neuen Studiengänge eine grundlegende Reform steckt. Schließlich bleiben die bisherigen Vorlesungsinhalte weitgehend gleich, außer dass jetzt alles unter englischem Titel läuft. Auch der bessere Praxisbezug, der in den Thesen der Kultusministerkon ferenz formuliert wurde, lässt sich aus dem bisherigen Konzept nicht notwendigerweise ableiten. Dort heißt es nämlich: „Als Regelabschluss eines Hochschulstudiums setzt der Bachelor ein eigenständiges berufsqualifizierendes Profil voraus, das durch die innerhalb der Regelstudienzeit zu vermittelnden Inhalte deutlich werden muss. Bachelorstudiengänge müssen die für die Berufsqualifizierung notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogenen Qualifikationen vermitteln.“ (vgl. 10 Thesen zur Bachelorund Masterstruktur in Deutschland Beschluss der KMK, Juni 2003). Auch erscheint uns fraglich, ob die Einführung der neuen St ud ie ng än ge wi rk li ch zu r Studienzeitverkürzung beiträgt. Schließlich werden diejenigen Studenten, die an einer wissenschaftlichen Ausbildung interessiert sind und daher einen Bachelor an der Uni und nicht an


59 einer FH wählen, tendenziell auch eher einen Masterabschluss anstreben. Diese Studierenden werden dann aber mindestens neun Semester (6+3) studieren und daher im Vergleich zu den bisherigen Diplomstudenten nicht besser da stehen. Dies zeigt sich bereits an anderen Fakultäten der Uni Tübingen, wo solche Bachelor- und Masterstudiengänge bereits seit einigen Jahren laufen. So gibt es z.B. bei den Sportwissenschaftlern einen Bachelorstudiengang, dessen Absolventen ohne Ausnahme den Masterstudiengang angeschlossen haben. Es stellt sich auch die Frage, ob die deutschen Studenten durch die neuen Studiengänge im europäischen Wettbewerb bessere Chancen haben werden. Bisher wurde ihnen oft mangelnde Auslandserfahrung vorgeworfen. Wenn man sich die Statistiken des Dezernats für internationale Beziehungen anschaut, scheint dieses Argument aber zumindest in der jetzigen Situation für die Absolventen unserer Fakultät nicht zutreffend zu sein (vgl. dazu die letzte Ausgabe der Wiwi-News). Für uns stellt sich aber die Frage, ob sich während eines sechssemestrigen Studiums ein längerer Auslandsaufenthalt überhaupt noch möglich ist. Wahr-

scheinlich werden es eher die Masterstudenten sein, die zwischen dem undergraduate- und


60 dem graduate-Programm ein Auslandsjahr einlegen können. Außerdem ist die Zukunft der Doppeldiplomstudiengänge ungewiss, durch deren möglichen Wegfall die Attraktivität unserer Fakultät weiter geschmälert würde. Insgesamt fragen wir uns, ob unsere Fakultät durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge nicht schlechter positioniert wird. Schließlich wird der komparative Vorteil, den die Unis bis jetzt gegenüber den FHs und BAs in der wissenschaftlichen Ausbildung hatten, an Wert verlieren. Bisher war das Uni-Diplom der höchste wissenschaftliche Abschluss, Studierende, die ein eher praxisorientiertes Studium wollten, konnten ein Studium an einer FH oder BA wählen. Im neuen System werden sich jedoch die Unterschiede zunehmend verwässern: außer der Unterscheidung „Bachelor of Arts“ und „Bachelor of Science“ werden die Abschlüsse immer ähnlicher. Das ist auch daran zu erkennen, dass der wissenschaftliche Anspruch des Bachelorstudiengangs an unserer Fakultät geringer zu bewerten ist. Die Bachelor-Abschlussarbeit soll nur 7,5 Credits von insgesamt 180 Credits ausmachen und somit einer vierstündigen Lehr-

ve ra ns ta lt un g g le ic hg es et zt werden. Bisher zählt die Diplomarbeit ein Sechstel der Abschlussnote, im neuen System sind es dann nur noch etwa 5%. Wo bleibt denn da das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten, das bisher einen UniStudierenden auszeichnet. Für uns bleibt nur zu sagen, dass wir uns als Diplomstudenten an unserer Fakultät sehr wohl gefühlt haben und uns wünschen, dass das Niveau unseres Studiums auch für die zukünftigen Studierenden erhalten bleibt. Schließlich steht das Diplom in Europa bisher gut da, die Wettbewerbsfähigkeit auch der bisherigen Studenten sieht schließlich nicht so schlecht aus. Das Argument, dass die deutschen Studierenden zu alt seien, muss nicht zwangsläufig zutreffen. An unserer Fakultät ist es, unserer Meinung nach, bisher gut möglich, das Studium innerhalb der Regelstudienzeit von acht, bzw. neun Semestern abzuschließen. Wir würden uns auch wünschen, dass die Universitäten insgesamt ihr Niveau beibehalten und nicht ein Konvergenzprozess mit FHs und BAs einsetzt, der irgendwann zu einem „Einheitsbrei“ von Abschlüssen führt. Helen und Donata (fast Diplom-Volkswirtinnen)


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Totgesagte leben länger: Die Tübinger VWL brilliert in mehreren Rankings

Die letzten beiden Monate brachten zwei erfreuliche Meldungen für die Tübinger Volkswirte. „Capital“ veröffentlichte in der Ausgabe 6/2004 die Ergebnisse einer Umfrage unter den Personalchefs der 250 größten deutschen Unternehmen. Dieses Ranking ist also sehr „marktnah“, da es diejenigen befragt, die dann auch tatsächlich über Einstellungen entscheiden. Zudem ermöglicht es eine Einschätzung darüber, wie gut die im Studium vermittelten Inhalte die Absolventen auf ihre spätere Tätigkeit vorbereiten. Das Ergebnis ist aus unserer Sicht hervorragend: Tübingen liegt hier insgesamt auf Platz 5, beim Kriterium der Praxisnähe sogar auf Platz 3.

In der „Jungen Karriere“, einem Magazin des Handelsblatts, wurden die Vorstände nach ihren bevorzugten Unis befragt, auch nach unterschiedlichen Branchen getrennt. Hierbei zeigte sich, dass im Bereich „Banken und Versicherungen“ die Tübinger Absolventinnen und Absolventen sogar auf Platz 1 liegen, gemeinsam mit der Uni Köln. Über alle Branchen hinweg liegen die Tübinger VWLer auf Platz 6, hinter wesentlich größeren Hochschulen wie Bonn (Platz 1),

Mannheim, Köln, Bayreuth und Dortmund.

Diese Ergebnisse sind noch erfreulicher, wenn man sich vor Augen hält, dass die Tübinger Fakultät nur noch über sechs reine VWL-Lehrstühle verfügt (und dass diese Zahl nach der Emeritierung von Prof. Starbatty auf fünf sinken wird). Im Wettbewerb mit den weitaus größeren Fakultäten steht Tübingen also trotz dieses Handicaps hervorragend da und vielleicht stellt auch gerade die „familiäre Atmosphäre“ in Tübingen einen entscheidenden Vorteil dar. Zudem sollten diese Ergebnisse zeigen, dass die Tübinger VWL auch langfristig erhalten werden und nicht den „Streichkonzerten“ zum Opfer fallen sollte. Auf jeden Fall freuen wir uns sehr über diese positive Resonanz in den Medien weiter so! Donata


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Impressum

Redaktion

Donata Bessey Stefan Büttner Mareike Dassow Annika Einhorn

Helen Lückge Martin Miermeister Sabine Roos Mi-Kyong Yoon

Werbung

Stefan Büttner, Annika Einhorn

Titelbild

Stefan Büttner

AuslandskorresPondenten

Roman Hagelstein Heike Hundertmark

Layout

Stefan Büttner

Druck

UI - Plan (DigitalDruckZentrum) Nauklerstr. 18-20, 72074 Tübingen

Auflage

1.100 Exemplare

Erscheinungsdatum

Juni 2004

WzW - Online

http://www.uni-tuebingen.de/ffw/

V.i.S.d.P.

Stefan Büttner Fichtenweg 11/104 72076 Tübingen

Sprechstunde

Mo Mi

10.00 - 12.00 Uhr 12.30 - 14.00 Uhr

Sitzung

Mo

20.00 Uhr

Herausgeber:

Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften Nauklerstr. 47 w 72074 Tübingen Tel. 07071 / 29 - 74656 Fax: 07071 / 29 - 5231 www.uni-tuebingen.de/ffw wiwimail@web.de


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Wort zum WiWi Nr. 46 (SoSe 04)