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Dezember 2003

#45

Wort

Zum

WiWi

FFW - Freie Fachschaft WiWi


Die Chance zum Aufstieg als Praktikant, Diplomand oder Trainee. Landesbank Baden-Württemberg Als international orientierte Geschäfts- und Universalbank, gehören wir zu den Top Ten in Deutschland und zu den Top Fifty in der Welt. Ganz gleich ob Retail oder Wholesale-Fokus: der Einstieg bei der Landesbank Baden-Württemberg kann der Anfang für Sie sein, Ihren Aufstieg zu sichern. Interessiert? www.LBBW.de Landesbank Baden-Württemberg. Eine Bank, die weiterdenkt.


VORWORT

1 Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Ausgabe können wir beinahe wieder ein kleines Jubiläum feiern: Zum 45. Mal erscheint das Wort zum WiWi nun schon. Erhalten haben wir uns die Tradition, ein offenes Diskussionsforum für die ganze Fakultät zu sein, um auch kritische Themen anzusprechen und einen konstruktiven Meinungsaustausch zu ermöglichen. Dazu sind natürlich auch Eure und Ihre Ansichten gefragt. Wir freuen uns immer über Leserbriefe und Gastbeiträge, egal von welcher Seite. Wie jedes Jahr möchten wir auch hier noch einmal die neuen Studierenden begrüßen. Daneben freuen wir uns auch sehr über zwei weitere Professorinnen an der Fakultät: Prof. Dr. Kerstin Pull hat seit Oktober den Lehrstuhl für Personal und Organisation inne, Prof. Dr. Claudia Buch wird ab Januar den Lehrstuhl für Geld und Währung übernehmen. Herzlich willkommen in Tübingen! Sicher sind wir auch nicht die einzigen, die hoffen, dass die Leer-Lehrstühle von Prof. Dr. Molsberger und Prof. Dr. Schiller so schnell wie möglich wieder besetzt werden. Die Themen in dieser Ausgabe sind wieder breit gestreut: Von Interviews über die schon traditionellen Auslandsberichte, von Artikeln über das Fakultätsgeschehen bis zu Impressionen aus dem Brechtbau reicht das Spektrum. Die „Fachschaftlerinnen der ersten Generation“ haben auch die Wirr-Warr-Seite wieder eingeführt, die in den letzten beiden Ausgaben wegrationalisiert wurde. Ist Euch egal? Die Sprüche habt Ihr sowieso nie verstanden? Soll auch so sein, denn hier können wir uns mal mit Insiderwitzen austoben! Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein…. Im Wintersemester feiern wir natürlich auch wieder das beste Clubhausfest des Jahres. Unter dem Motto „Feiern bis der Schneemann schmilzt“ haben wir uns wieder den letzten Termin des Jahres gesichert, um vor Weihnachten noch mal so richtig zusammen abzufeiern! Zu guter Letzt möchten wir uns für die Wahlbeteiligung von 21,6% bedanken es haben damit 56% mehr von Euch gewählt als bei der letzten Wahle! Jede Stimme mehr gibt uns einen stärkeren Rückhalt, wenn wir Eure Interesssen in den Gremien der Fakultät vertreten. Wir wünschen Euch und Ihnen allen viel Spaß beim Lesen, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Wir freuen uns auf das nächste Jahr, nicht nur in der Fachschaft! Eure Fachschaft


NUR DAS BESTE FÜR SIE!

Unsere Öffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 22.00 Sa 14.00 - 19.00 So 10.00 - 18.00


INHALTSVERZEICHNIS

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Vorwort Die Fachschaft - Wir über uns ShortCuts Veranstaltungen Das Ersti - Lied Liedback - Das Ersti - Erstilied Reisefieber Fachschaftsbilanz Sommersemester 2003 Neues aus Fakultätsrat & Studienkommission Fachschaftsmitteilungen Alumni-Wesen und die Friedrich-List-Stiftung Rauchfrei studieren? Durchfallquoten Wintersemester - was wird geboten? Überlegungen für eine bessere Globalisierung Interview mit Professor Bea Interview mit Frau PD. Dr. Buch Kreative Klausuren Findet 10 Unterschiede Interview mit Harald Strormann, IAW Fachschaft Worldwide - USA, New Haven (Yale) - Frankreich, Straßburg Die Lage der Liga Bachelor- und Masterstudiengänge Planspiel Demokratie Reise in eine andere Welt Wirr-Warr Impressum

1 4-5 6 7 8 9 10-12 13-15 16 17 18-21 22-23 23 24 26-27 29-30 31-32 34-35 35 36-38 40-41 42-43 44-45 46 47 48-50 51 52


Fachschaft

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Die Fachschaft - Wir über uns ... Die 6 Fakultätsratsmitglieder 2003/2004 Mitglieder Stand November 2003

Fachschaft

Helen Lückge, 7. Semester, Int. BWL seit April 2000 Studienkommission

Stefan Büttner, 5. Semester, Int. VWL seit Oktober 2001 Prüfungsausschuss

Claudia Schweyher, 7. Semester, BWL seit Oktober 2001 Studienkommission

Guido Weber, 11. Semester, BWL seit Oktober 1999 Studienkommission

Mareike Dassow 3. Semester, VWL seit Oktober 2002 Studienkommission

Florian Schupp 5. Semester, BWL seit April 2002 Fakultätsrat

Kristina Kirn, 11. Semester BWL seit Oktober 2000

Martin Miermeister, 7. Semester Int. VWL seit Oktober 2001

Melanie Korst, 9. Semester Int. VWL seit Oktober 2001


Die Fachschaft - Wir 端ber uns ... Mitglieder Stand November 2003

5 Fachschaft

Gullvi Abel, 7. Semester, BWL seit Oktober 2002

Mi-Kyong Yoon, 8. Semester, Int. VWL seit Oktober 1999

Katrin Budy, 1. Semester, Int. VWL seit November 2003

Wido Geis, 3.Semester, Int. VWL seit Mai 2003

Sabine Roos, 7. Semester, Int. VWL seit Oktober 2003

Lena Keul, 1. Semester, Int. VWL seit Oktober 2003

Christian Dick, 1. Semester, Int. VWL seit November 2003

Annika Einhorn, 1. Semester, Int. VWL seit Oktober 2003

Donata Bessey 5. Semester, Int. VWL seit Oktober 1999


Fachschaft

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Shortcuts Neues aus Uni und Fakultät

Fachschaft

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Fakultätsrat & Senat haben den Listenvorschlag für die Nachfolge Professor Schiller (Unternehmensrechnung & Controlling) verabschiedet. Die Erteilung des Rufes durch das Ministerium steht noch aus.

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Die Berufungsverhandlungen mit Professor Kohler für die Nachfolge von Professor Molsberger (Wirtschaftspolitik: Internationale Wirtschaftsbeziehungen) ziehen sich weiter in die Länge.

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Im Schwerpunkt “ Wirtschaftspolitik: Internationale Wirtschaftsbeziehungen” (ehemals Molsberger) können übergangsweise bis zur Wiederbesetzung des Lehrstuhls bis zu 12 Leistungspunkte aus den anderen wirtschaftspolitischen Schwerpunkten hinzugewählt werden..

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Herr Professor Bea wurde zum 30. September emeritiert. Der Lehrstuhl für Planung & Organisation wurde umgewidmet in Personal & Organisation und ist seit Oktober besetzt durch Frau Professor Kerstin Pull, ehemals Universität Trier.

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Im Januar wird Frau PD Dr. Claudia Buch vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel an die Universität Tübingen wechseln und den Lehrstuhl Wirtschaftstheorie, insb. Geld & Währung (Nachfolge Prof. Walz) übernehmen. Sie wird ab dem 7. Januar die Vorlesung “Integration internationaler Finanzmärkte” (4 LP) anbieten.

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Im den vergangenen Semesterferien wurde mit der Renovierung des Clubhauses begonnen. Bislang wurden der Boden und die Decke im Obergeschoss teilweise erneuert und ein Schallschutz (echt?!) wurde installiert. Nächste Schritte: neue Lüftungsanlage

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Die Evaluierung des Faches BWL durch die unabhängige Evaluierungskommission “Evalac” ist durchweg positiv verlaufen. Ein detaillierter Bericht wird im Frühjahr (auch mit Vergleich zu anderen Landesuniversitäten) veröffentlicht.

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Die Universität hatte im Sommersemester, übrigens das 1052. Semester ihres Bestehens, 20.499 Studenten, davon 2.294 WiWis.

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Newsletter: 635 Einträge , Online-Anmeldung extrem vereinfacht.


Veranstaltungen

7 Veranstaltungen

18. Dezember 2003 Feiern bis der Schneemann schmilzt!!!

Gl체hwein, Z채pfle, gute Laune Ab sofort:

Http://www.uni-tuebingen.de/ffw/ -> Wort zum WiWi


Fachschaft

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Das Ersti-Lied Nach der Melodie von “Über den Wolken”

1.Semester

Hallo Erstis - alles klar? Ja heute ist es nun soweit! Der Ernst des Lebens ist nun nah Vorbei die schöne lock’re Schulzeit! Doch keine Sorge, keine Angst Es wird schon alles gut beginnen Studieren macht Euch sicher Spass Davon können wir ein Liedlein singen! Refrain: Herzlich Willkommen! Ein neuer Abschnitt des Lebens fängt an Ab heute seid Ihr nun Studenten - oh Mann! An der Uni Tübingen im Schwabenland Ihr werdet’s seh’n - bald fühlt Ihr Euch wie zu Haus’ Genießt die Zeit und macht was draus! Schon diese Woche geht es los: Mathe, Statistik, Rechnungswesen. ABWL - was heißt das bloß? Professor Neus wird’s Euch erklären! Herr Jahnke liest bei Euch WI Bei Grammig geht es um Stochastik Herr Stadler Wirtschaftstheorie Mikro- und Makroökonomik Refrain Studenten haben’s manchmal schwer! Um 5 ins Bett - um 8 schon aufsteh’n! Und um was ging’s beim letzten Mal? Nicht alles werdet Ihr sofort verstehen! So viele Regeln, Theorien Und überhaupt: Macht das denn Sinn? Manchmal da kostet’s ganz schön Mühen Doch keine Angst, Ihr kriegt das hin! Refrain Text: Guido


Liedback - Das Ersti-Erstilied unsere Antwort auf die Einführungsveranstaltungen der Fachschaft

Aus ganz Deutschland kommen wir, woll'n in Tübingen studieren. Nord und Süd jetzt sind wir hier, keine Zeit mehr zu verlieren. Doch die Wohnungen sind rar, deshalb treibt's uns in die Kneipen, trifft sich Ost und West sogar, bei Seelen und bei Weizen. Refrain: Alles klar, liebe Fachschaft! So gut wie jetzt ging's uns lang' schon nicht mehr, denn durch euch fiel der Einstieg nicht schwer. Dafür danken wir euch wirklich sehr! Und eins haben wir schnell geschnallt: Freunde finden sich bald. Infocafe, fast jeden Tag, die WiWis öffnen uns die Türen. Wer's bis hierhin noch nicht mag, den werden sie schon bald verführen: Ihr Gesang ist wunderbar, schallt durch Hörsaal 25. Alle sind den Tränen nah, und die Scheu verliert ganz sich. Refrain Club Voltaire und Kneipentour, danach ganz früh hin zu Statistik. Und wo kotzte Goethe nur? Ist das nicht eher Belletristik? Es ist nichts mehr, wie es war, alles wird sich neu ergeben. Hallo Uni, alles klar? Wir genießen das Leben! Refrain Lena & Annika

9 1.Semester


Fachschaft

Reisefieber

10 1.Semester

30 Plätze für 400 Studienanfänger? Irgendwie schien die Dimensionierung der Ersti-Fahrt ein ganz schönes Rätsel zu sein. Doch umso glücklicher waren diejenigen, denen Fortuna gewogen war, als sie erfuhren, dass sie mitfahren durften. Dass Jugendherbergsfahrten mit Gleichgesinnten immer ein Erlebnis sind, lernt man ja in der Schule. Und dass man so die Gelegenheit bekam, in der fremden, kalten Uniwelt nette Leute kennen zu lernen, war eine willkommene Dreingabe. Und so sammelten sich voll freudiger Erwartung an einem Freitag 30 soeben auf das Niveau eines i-Dötzchen degradierte Über20jährige in der Nauklerstraße. Ob man beim Bericht über die diesjährige Ersti-Hütte bei der Ankunft im Berghof Oberiflingen oder bei der Abfahrt in der Nauklerstraße anfängt, mag dem Außenstehenden als unerheblich erscheinen, der kleine Kreis der Mitfahrenden kann jedoch bezeugen, dass es sich bei der Fahrt in diese gottverlassene Exklave bereits um einen ersten Akt der natürlichen Auslese handelte. Als sich am frühen Nachmittag des 17. Oktobers die verschiedenen Gruppen, ausgestattet mit vorzüglichem, von Stefan auf zweifelsfrei legalem Wege aus Bundeswehrbeständen organisierten Kartenmaterial, in Richtung Freudenstadt auf den Weg machten, strahlten Sonne und Stimmung gegeneinander an. 3 Stunden später und dem Ziel immer noch um keinen Kilometer näher gekommen senkte sich die Sonne schon langsam gen Westen und in dem ein oder anderen Auto gab es tätliche Übergriffe gegen den Navigator, aber irgendwann kamen zur allgemeinen Überraschung tatsächlich auch noch die letzten Nachzügler an (nicht ohne sich nicht in dem aus 10 Häusern bestehenden Oberiflingen noch dreimal zu verfahren). Da überragende Inkompetenz der Mitfahrer als Grund für diese Odyssee durch süddeutsche Hügellandschaften von vorneherein ausgeschlossen werden kann, bleibt nur noch, dem Kartenmaterial und somit auch der Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr ein vernichtendes Urteil auszustellen. Im gemütlichen Zivilisationsexil des Berghofs angekommen, machten sich sogleich die Nicht-einmal-Lohnsklaven der Gruppe daran, ein köstliches Mahl zu zaubern (Pastastreifen an Rindfleisch-Croutons in


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Tomatenmousse), auf dass bald darauf der gesellige Teil des Abends mit Kennenlernspielen und lustigen Frage-Antwort-Kombinationen („Guido, könntest Du wohl das Bier aus deinem Auto holen?“ „Ja, später“- „Guido, holst du Das Bier?“ „Mhhhh“ „Guido, Bier!“ „Nerv nich!“ ) begann. Nachdem die letzten Kicker-Derbies ausgetragen waren und auf der Tanzfläche die Meisten die vertikale Position gegen die horizontale eingetauscht hatten, suchten gegen 4 Uhr auch die Letzten etwas Schlaf (den der ein oder andere aber wohl doch zu Hause vergessen hatte). Am nächsten Tag ging es dann um gefühlte 6 Uhr morgens weiter nach Freudenstadt und anschließend in das sogenannte „Panoramabad“. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Freudenstädtern für die verkehrsbehindernden und völlig niveaulosen Ampelspiele entschuldigen, die wiederzugeben mir hier der Mut fehlt. Über die mit Sauna, Rutschen und Massagestrahlen aller Art ausgestattete Wasserlandschaft lässt sich dabei allerhand gutes berichten, nur das Panorama schien am gleichen Ort wie die Freundlichkeit des Water-Safety-Teams verschollen zu sein. Nachdem auf dem Rückweg noch ein samstags um 18 Uhr geöffneter Discount-Markt mit gelbem Logo für allgemeinen Enthusiasmus und eine erwähnenswerte Aufstockung der Ethanol-Vorräte gesorgt hatte, schickten wir unsere diskriminierungsfrei ausgewählten Kochsklaven zurück in ihr Verlies, um währenddessen schon einmal mit den wirklich wichtigen Menschen die ersten gesitteten Trinkrunden einzuläuten. Selbstredend wurde keine Gelegenheit ausgelassen das servierte (und eigentlich vorzügliche ) Chili con Carne mit Verachtung zu strafen und den Köchen jedweden Respekt zu versagen. Der weitere Abend bestand ähnlich wie die Nacht zuvor aus den Alternativen Tischtennis, Kicker, einer perfekt beschallten Tanzfläche und Gesellschaftsspielen.Diese nahmen jedoch mit vorrückender Stunde und steigendem Alkoholpegel dermaßen an Infantilität zu, dass letzten Endes ihr einziger Sinn und Zweck darin zu sehen war, das Wort des gerade erlangten „Reifezeugnisses“ Lügen zu strafen. Am nächsten Morgen konnte Guido, nachdem das Haus wieder in einen perfekten Zustand versetzt worden war, nur schwer eine Meuterei verhindern. Denn selbst dem einen oder anderen Fachschaftsmitglied erschien die nahe gelegene Sommerrodelbahn im Vergleich zum Schloss Hohenzollern das entschieden bessere Ausflugsziel zu sein. Auf dem Schloss angekommen, waren aber schließlich die Meisten von dem spektakulären Blick über die Täler doch so begeistert, dass die Sommerrodelbahn schnell vergessen war. In besonderer Erinnerung dürften


Fachschaft

12 1.Semester

den meisten die Filzpantoffeln geblieben sein, die man sich überziehen musste, um den empfindlichen Fußboden des Schlosses nicht zu malträtieren und die - dem Hörensagen nach - teilweise ihrer stylischen Natur zum Opfer gefallen sein und nicht mehr den Weg zurück in den Sammelbehälter gefunden haben sollen. Eine Offenbarung aus dem privaten Bereich der Hohenzollern nahm dabei den uns übermannenden Leistungsdruck zum Beginn des Studiums von unseren Schultern: So studiert der Spross der Familie nun schon im schätzungsweise 145sten Semester BWL, damit war endlich jemand gefunden, an dem man seine Studienleistungen realistisch messen kann. Der Rückweg nach Tübingen gestaltete sich dann größtenteils schweigsam und vor allem- müde. Aber nichtsdestotrotz war die ErstiFahrt ein ganz besonderes Erlebnis, nicht nur, um in der fremden Welt der Uni eine Reihe nette Leute kennen zu lernen, sondern auch, um einfach ein tolles Wochenende zu verbringen. Daher möchte ich mich auch noch im Namen aller Mitreisenden ganz herzlich bei der Fachschaft dafür bedanken, dass sie sich nicht zu schade waren, für 30 stressige Erstis so eine Fahrt auf die Beine zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass das Nachtreffen Mitte November noch mal einen glanzvollen Schlussstrich unter die Ersti-Fahrt setzte, auch wenn dem Autor dieses Artikels aufgrund unmenschlicher Arbeitsbedingungen (Redaktionsschluss) leider die Anwesenheit verwehrt wurde. Caspar


Fachschaftsbilanz Sommersemester 2003

13 Rückblick

Was war los?

FFW - Freie Fachschaft Wirtschaftswissenschaften

1. Reihe: Melanie Korst, Guido Weber, Dorothee Heider, Marie von Gaisberg Florian Schupp, Martin Miermeister 2. Reihe: Mi-Kyong Yoon, Heike Hundertmark, Mareike Dassow, Claudia Schweyher, Helen Lückge 3. Reihe: Stefan Büttner, Kristina Kirn, Gullvi Abel, Roman Hagelstein es fehlen: Johanna von Borstel, Maurus Unsöld, Wido Geis

Juni

Schon Mitte Juni haben wir zum nun bereits dritten Mal ein Grillfest für alle Mitglieder und Studenten unserer Fakultät veranstaltet. Wie auch in den Vorjahren war es im Vergleich zu Weihnachtsfest und Clubhausparty ein kleinerer Rahmen, dafür gut besucht von Professoren und vielen Lehrstuhlmitarbeitern, sowie den eingefleischten Fachschaftsfans der Studierendenschaft. Bei Würstchen, Kartoffelsalat und nicht zu wenig Bier haben wir samt unserer Gäste sehr lange dem drohenden Sommerregen getrotzt. Als dann das gemütliche Beisammensein doch zu ertrinken drohte, haben wir durch eine kurze gemeinsame Anstrengung das Fest von der grünen Wiese in den Keller der Fakultät verlegt, wo wir bei fröhlichem Gesang mit Gitarre (u.a. mit den Professoren Neus und Grammig) und guten Gesprächen bis spät in die Nacht zusammengesessen sind. Einen der größten Erfolge dieses Semesters konnten wir als Fachschaft bei den diesjährigen Wahlen zum Fakultätsrat erringen. Durch eine intensive Aufklärungs- und Werbekampagne im Vorfeld der Wahlen, aber sicher auch durch eine gute Arbeit in den zurückliegenden Semestern, ist es uns gelungen, erstmals in der Geschichte der Fachschaft die zweithöchste Wahlbeteiligung der Universität zu erreichen. Unsere Kandidaten wurden mit der Unterstützung von 21,6 Prozent der WiWis in ihr Amt als Studierendenvertreter in den Fakultätsrat gewählt. Dies ist angesichts einer Vorjahreswahlbeteiligung von 14,4 Prozent ein sensationeller Erfolg, der uns als Fachschaft jede Menge neuer Motivation für unsere anstehenden

2003

Ein arbeitsreiches Semester liegt hinter der FFW. Es hat sich vieles getan. Unsere Runde ist gewachsen und hat ihr Gesicht durch Zu- und Abgänge verändert und wie immer haben wir bei der Organisation unserer Aktivitäten und der Erfüllung unserer Aufgaben als Studierendenvertretung unser Bestes gegeben. Gleich zu Beginn des Semesters haben wir uns neu organisiert. Bei fast zwanzig aktiven Mitgliedern war es nötig geworden, die anstehenden Aufgaben zu definieren und die einzelnen Verantwortungsbereiche voneinander abzugrenzen. Als gewählter Semesterkoordinator hatte ich mich bereit erklärt, für ein Semester die Geschicke der Fachschaft intern zu koordinieren, die Sitzungen zu leiten und mich um die Planung der anstehenden Aufgaben zu kümmern. Als Koordinator dieser Zeit ist es nun auch an mir, ein Resümee über das zurückliegende Semester zu schreiben. Zunächst zu den traditionellen Aktivitäten der Fachschaft im Sommersemester:


14 Rückblick

#44

Wort

Zum

Juni 2003

WiWi

03 20 ni Ju . 8 ./1 17

am n le ah W IFFW - Freie Fachschaft WiWi UN

Projekte gegeben hat. Zeitgleich zu den Wahlen ist im Juni unsere 44. Ausgabe des Wort zum WIWI erschienen, dessen Version nun auch online für Leser im Internet zur Verfügung steht. Das Angebot darin reichte von ernsten Berichten über die Personalengpässe unserer Fakultät und Aufklärung im Bereich Fakultätsrat bis zu sommerlichen Biergartenempfehlungen. Unsere seit Anfang Juli nigelnagelneue online gegangene Homepage www.wirtschaftswissenschaft.de (alternativ: www.uni-tuebingen.de/ffw) wurde in überwältigendem Maße angenommen. Über unseren so gebotenen Infoservice wollen wir in Zukunft die Studenten noch besser und immer aktuell über Veranstaltungen und Entwicklungen an unserer Fakultät, sowie Angebote unsererseits auf dem Laufenden halten. Im Rahmen dieses Onlineservices existiert nun auch bereits im dritten Semester der Newsletter der Fachschaft (Anmeldung unter wiwinewsletter@web.de), der vor allem bei den jüngeren Studenten inzwischen weite Verbreitung gefunden hat. In ihm weisen wir auf wichtige studientechnische Termine und Fristen, sowie aktuelle Entwicklungen im Fakultätsrat und den internationalen Studiengängen hin. Mit einem absoluten Novum bei der Ersti-Begrüßung der Fakultät haben wir in diesem Jahr die Erstsemestereinführung des neuen Semesters eingeleitet. Das bei allen bekannte „Über den Wolken“ wurde kurzerhand zu „Herzlich Willkommen“ umgedichtet und sorgte durch unsere komischen „Tanzschwünge“ bei allen für allgemeine Heiterkeit und eine gelungene Auflockerung der sonst eher ernsten Begrüßungsveranstaltung. Wie immer haben die Erstis bei unserer Voltaire-Party, bei einer Kneipentour und bei einem Erstiwochenende dann die Möglichkeit bekommen, sich intensivst kennen zu lernen und Freunde zu finden. Vor allem aber bei den ersten Schritten in der Uni und im Unialltag waren unsere gut besuchten Infocafés und auch das Erstitutorium in den ersten sechs Semesterwochen wieder eine große Unterstützung. Dafür haben wir von den Studienanfängern große Anerkennung erhalten, worauf wir besonders stolz sind. Ein in diesem Jahr erstmals durchgeführtes spezielles Infocafé für die ausländischen Studierenden an unserer Fakultät wurde gut angenommen und wird in den nächsten Jahren wohl wieder in ähnlicher Form stattfinden.


15 Rückblick

Aber auch die andere, gemütlichere Seite der Fachschaft ist in den vergangenen Monaten nicht zu kurz gekommen: Montags ist Fachschaftstag. Abends um 20 Uhr c.t. treffen sich alle im Keller der Fakultät zur Fachschaftssitzung. Da wird dann geplant, organisiert, diskutiert und gestritten. Aber zu jedem Treffen der Fachschaft gehört auch, dass wir gemeinsam lachen und einfach eine gute Zeit haben und so ist es selbstverständlich, dass dem geschäftlichen auch ein ausgelassener Teil folgen muss. Daher ist es Tradition sich noch auf eine Runde im Bierkeller oder anderen Kneipen zu begeben und den Abend so gemütlich ausklingen zu lassen. Zum Sommersemester gehört auch in jedem Jahr ein gemeinsamer Ausflug aller aktiven Fachschaftler. In diesem Sommer sind wir für ein Wochenende zum Zelten an den Bodensee gefahren. Für drei Tage haben wir beim gemeinsamen Grillen, Baden und einem Ausflug nach Meersburg viel Spaß gehabt. Schließlich haben wir das Semester mit einer sehr gelungenen Stocherkahnfahrt auf dem Neckar ausklingen lassen, bei der noch einmal ein bis auf den letzten Platz besetzter Kahn die illustre Runde beherbergte, bevor wie in jedem Jahr die Veränderung Einzug hält. Auch nach diesem Semester haben uns einige Aktive in Richtung Ausland verlassen und wir sind gespannt auf den Nachwuchs, der sich in den ersten Semesterwochen bei uns einstellen wird und sich zum Teil sogar schon eingestellt hat ... Martin


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Neues aus Fakultätsrat & Studienkommission

FakRat An dieser Stelle die wichtigsten Facts der Fakultät.

Top 1: Neue Punkteverteilung in der VWL Aufgrund der noch immer nicht besetzten Professur des Lehrstuhls Wirtschaftspolitik (Schwerpunkt Internationale Wirtschaftsbeziehungen; ehemals Professor Molsberger) hat die Fakultät entschieden, befristet bis zur Wiederbesetzung des Lehrstuhls folgende Übergangslösung zu treffen: Die Anzahl der zuwählbaren Leistungspunkte wird auf 12 angehoben (nur schriftliche Prüfungen). Top 2: Neuerungen beim Kontoauszug Ab sofort wird auf dem Kontoauszug über die laufenden Studienleistungen auch bei angerechneten Kursen aus dem Ausland der Name des Prüfers mit angegeben. Top 3: Anerkennung von Hochschulabschlüssen - Diplomzusatz Um die internationale Transparenz zu verbessern und akademische und berufliche Anerkennung von Qualifikationen zu erleichtern, soll es ab sofort zum Diplom noch einen Diplomzusatz (Diploma Supplement) geben. Dieser wird den Studiengang und -verlauf näher beschreiben und somit europaweit vergleichbar machen. Top 4: Bachelor- und Masterstudiengänge Die Kommission zur Vorbereitung eines Konzepts für Bachelor- und Masterstudiengänge wurde erweitert: Neben den Professoren Schöbel (Vorsitz), Cansier, Grammig und Preuße werden die Professoren Stadler und Wagner mitarbeiten. Mitglied für den Mittelbau ist Herr Dr. Kiesewetter und neues studentisches Mitglied ist Donata Bessey. Top 5: Neue Prüfungsordnungen in Kraft !!! Wichtige Änderungen Seit 01.10.2003 sind die neuen Prüfungsordnungen in Kraft. Essentielle Änderungen gab es bei der Internationalen VWL (wir berichteten Bereits). Wir bieten im Januar für Euch eine Int. VWL Vollersammlung an um Euch auf den neuesten Stand zu bringen! Ein neuer Studienplan für Int. VWL wurde erstellt und es gibt eine Seite im Internet: www.uni-tuebingen.de/uni/wwd/formivwl.htm Claudia & Stefan


Fachschaftsmitteilungen Von Naldo, Newsletter, Schaukasten und ner gründlichen Eneuerung

Naldo - Verkehrsverbund Circa 60% der Studierenden nutzen das Semesterticket. Weitere Kooperationen mit den Nachbarverbünden stehen an: Gemeinsamer Tarifpunkt Metzingen/Bempflingen, Integration der Flughafenlinie RBS, die über Waldenbuch fährt, Ausweitung des naldo-Tarifs bis Horb sowie ein gemeinsamer Tarifpunkt Bad Saulgau/Altshausen. “Wir hoffen, möglichst bald mit neuen Verbesserungen den ÖPNV im naldoLand noch attraktiver machen zu können”, sagte Wolfgang Lang (Naldo).

Newsletter Inzwischen liegen 635 Anmeldungen vor. In der nächsten Etappe hoffen wir vor allem auch das Hauptstudium zu erreichen. Die Anmeldung auf unserer Website wurde extrem vereinfacht und verbessert.

Schaukasten Seit Oktober ist die Fachschaft stolzer Besitzer eines Schaukastens. Ihr findet ihn im Obergeschoss des Kupferbaus gegenüber Hörsaal 25. Schaut rein, und Ihr seid auf dem Laufenden.

Fachschafts”erneuerung” In den Semesterferien haben uns einige (temporär) verlassen, es sind aber auch einige neue hinzugekommen. Ich meine jetzt nicht nur dass Marie, Maurus, Johanna, Heike, Roman und Leena ins Ausland sind und Lena, Annika, Katrin, Christian sowie Sabine hinzugestossen sind, sondern dass auch unser Büro erneuert wurde. Nach einer großen Ausmist-Aktion haben wir etliche unserer alten Möbel durch “neue” von der Lehrstuhlauflösung Bea übernommen. Eine neu sortiertes Regalwand , ein zweiter PC und größere Monitore sollen nun unsere Arbeit noch effizienter machen. Stefan

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Fachschaft

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Alumni-Wesen und die Friedrich-List-Stiftung

Stiftung Oder: Gelebte wechselseitige Verantwortung von Fakultät und Studierenden Wie niemandem an irgendeiner deutschen Universität entgangen sein kann, sieht es um die Finanzen düster aus. Die Regelausstattung von Fakultät und Lehrstühlen ist in den letzten Jahren deutlich sichtbar überall gesunken. Überall? Nun, wo sich private Hände rühren und Aufgaben übernehmen, die bislang dem Staat vorbehalten schienen, scheint es vereinzelt gar so grau nicht auszusehen. Kennen die Studierenden unserer Fakultät die Friedrich-List-Stiftung? Sie könnten sie kennen, wenn sie schon unsere Seminarbibliothek benutzt haben. Und da wir überhaupt nur vorbildliche Studierende haben, ist davon ja auszugehen. In zahlreiche Bücher ist vorne eingestempelt: „Finanziert aus Mitteln der Friedrich-List-Stiftung“. Das mag vielleicht übersehen werden, vielleicht wird irritiert gedacht: „Was soll das denn sein?“, vielleicht denken einzelne Studierende aber auch: „Klasse, daß unsere Fakultät ein gut funktionierendes Alumni-Wesen hat.“ Was also ist die List-Stiftung, was verbirgt sich dahinter, wer verbirgt sich dahinter, und was tut die Stiftung? Satzungsmäßiger Zweck der List-Stiftung ist, „die Pflege von Wirtschaft und Recht in Forschung und Lehre an der Universität Tübingen zu unterstützen“. Das klingt etwas trocken fast ein bißchen wie die Karikatur einer traditionellen deutschen Universität. Und doch steht dies für wichtige Handlungsspielräume unserer Fakultät. Die Aktivitäten der Stiftung sind vielfältig und kommen weit überwiegend den Studierenden zugute: !

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Solide fünfstellige €-Beträge werden jährlich für Bücher der Seminarbibliothek ausgegeben. Nur deshalb ist die Bibliothek in der Lage, ein erfreuliches Niveau zu halten. Es zahlt die List-Stiftung. Öffentlichkeitswirksame Großveranstaltungen der Fakultät werden unterstützt. Wenn zum Beispiel zuletzt die neuen Honorarprofessoren Köhler und Rall vor einem aus allen Nähten platzenden Hörsaal 25 ihre Antrittsvorlesungen gehalten haben, ging dies trotz großzügiger externer Sponsoren nicht kostenlos an der Fakultät vorbei. Es zahlt die List-Stiftung.


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Stets am letzten Freitag im Juni (im nächsten Jahr ausnahmsweise am 2. Juli) findet das sogenannte „List-Fest“ statt. Programmpunkte sind die Zeugnisverleihung an aktuelle Absolventen, die Verleihung von Examenspreisen und goldenen Doktorurkunden, ein Vortrag mit Diskussion zu einem aktuellen Thema sowie der spektakuläre abendliche Umtrunk im Kloster Bebenhausen. Ein Riesen-Beitrag zur Pflege des Kontaktes zu unseren Ehemaligen, eine von Studierenden und frisch Examinierten und Professoren gerne angenommene Gelegenheit zum Feiern und zugleich trotz der abendlichen Kostenbeiträge ein fühlbarer Defizitträger. Es zahlt die List-Stiftung. Die Wiwi-News sind aus unserer Fakultät nicht mehr wegzudenken. Man wird sogar schon außerhalb unserer Fakultät darauf angesprochen. Kürzlich wurde die Redakteurin, Indira Gurbaxani, von der Universitätszentrale angesprochen, wie wir denn zu den vielen Anzeigen kommen. Dumme Frage! Natürlich durch harte Arbeit und dadurch, daß unsere Absolventen für die Unternehmungen interessant sind. Trotz der höchst einsatzfreudigen Bemühungen bei der Akquisition von Anzeigen, mit denen sich unsere Partner aus der Wirtschaft beteiligen, verbleibt stets ein gewisses Defizit. Es zahlt die List-Stiftung, das und anderes mehr.

Und wer kommt für die Ausgaben der Stiftung auf? Ausgehend von UraltSpenden aus der Wirtschaft (aus den 20er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts) sind es viele Ehemalige, die sich unserer Fakultät nachhaltig verbunden fühlen und seit Jahr und Tag die Stiftung durch Spenden tragen. Es gehen viele kleinere Zuwendungen in Höhe von 20, 50 oder 100 € ein (also ungefähr dem Gegenwert von einem Buch), die in die laufenden Ausgaben fließen. Daneben gibt es Großspenden, in diesem Jahr bis hin zu einem Betrag von 50.000 €. Spender war ein früherer Absolvent, der 1953 promoviert wurde und sich angesichts seines goldenen Doktorjubiläums überaus generös zeigte: Werner Diez. Solche Großspenden fließen in das Stiftungskapital, dessen Erträge das künftige Ausgabenpotential stabilisieren. Angemerkt sei, daß unsere Fakultät innerhalb der Universität Tübingen und in


Fachschaft

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der Gruppe der deutschsprachigen Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten auch im Alumni-Wesen eine deutliche Spitzenreiterrolle einnimmt: Konnten wir doch im vergangenen Sommer bereits das silberne Jubiläum an List-Festen begehen. Die List-Stiftung beweist, daß ein gutes Alumni-Wesen nicht nur einen hohen Unterhaltungswert hat, sondern auch zum Funktionieren der Fakultät fühlbar beiträgt. Warum ist die private Unterstützung öffentlicher Hochschulen durch die Ehemaligen so wichtig? Zum einen ist natürlich der gute ordnungspolitische Grundsatz zu beachten, daß der Staat nur solche Aufgaben übernehmen sollte, die privat nicht erledigt werden können. Und daß die häufig (oder sogar in der Regel) gut verdienenden Absolventen unserer Fakultät zur Ausstattung fühlbar beitragen können, steht wohl außer Zweifel. Und da Studierende während ihres Studiums nicht oder nur marginal mit Studiengebühren belastet werden, ist es nur richtig, daß sie wenigstens im Erfolgsfall etwas zurückzahlen. Zum anderen geht es gegenwärtig aber auch gar nicht anders. Der Staat zieht sich einfach zurück eben nicht der ordnungspolitischen Prinzipien wegen, sondern wegen des Diktats der leeren Kassen und überdies dem Gerede der Ankündigungsweltmeister zum Trotz, Investitionen in das volkswirtschaftliche Humankapital würden gesteigert. Was können wir daraus lernen? Zum einen, daß die laufenden, kleinen und großen Leistungen der Ehemaligen deutlich gewürdigt werden müssen. Es sollte nicht aus Bescheidenheit im Stillen gewirkt werden. Im Gegenteil sind solche Leistungen laut bekannt zu geben nach dem Motto: „Tu Gutes und laß es andere wissen.“ Das erzielt überdies eine Vorbildwirkung. Umgekehrt müssen alle Fakultätsmitglieder, Studierende wie Professoren, die gemeinsamen Anstrengungen für eine hohe Qualität sichtbar machen, damit die Spender sehen, wie rentabel ihre Mittel eingesetzt werden. Zum anderen sollten sich frühzeitig die Studierenden daran gewöhnen, daß Geben und Nehmen eine Zweibahnstraße ist. Wer durch frühere Ehemalige unterstützt wird, sollte seinerseits künftig bereit sein, die nachfolgenden Studierendengenerationen zu unterstützen. Und


21 Stiftung

schließlich: Die Gemeinnützigkeit der Stiftung führt natürlich dazu, daß alle Spender den Staat dazu zwingen, eben doch etwas beizutragen, nämlich die Steuerminderung. Nur kurz sei angemerkt, daß die Tätigkeiten der ListStiftung auch ausgeführt sein wollen. Den Vorstand der Stiftung bilden Werner Neus und Joachim Starbatty. Herr Starbatty organisiert zusammen mit seinen Mitarbeitern, allen voran Andreas Schumm, und unter stets tatkräftiger Mitwirkung des Dekanats das List-Fest. Herr Neus ist für die Buchhaltung und die Finanzen zuständig, wobei auch er von seinen Mitarbeitern, namentlich von Justine Rehbronn, unterstützt wird. Die anderen Mitglieder des Fakultätskollegiums gehören unter dem Vorsitz der Dekanin dem Aufsichtsrat an. Und falls jemand auf die gute Idee kommt, schon kurzfristig etwas Gemeinnütziges tun zu wollen (Weihnachten steht vor der Tür!), oder wenn jemand einen Dritten kennt, der all dies unterstützen will, und zwar nicht nur mit Worten: Beachten Sie bitte die nachstehende „Anzeige“ UNSERER Fakultätsstiftung. Werner Neus

Friedrich-List-Stiftung

Der Zweck der Stiftung ist, die Pflege von Wirtschaft und Recht in Forschung und Lehre an der Universität Tübingen zu unterstützen. (§ 2 Satz 2 der Satzung) Kontoverbindungen: & Kto. 1531 466, Deutsche Bank Tübingen (640 700 85) & Kto. 231 020, Kreissparkasse Tübingen (641 500 20) & Kto. 17 837 014, Volksbank Tübingen (641 901 10) Spendenquittungen werden automatisch zugesandt.


Fachschaft

Rauchfrei studieren?

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In den meisten Gebäuden der Universität wird ohne Rücksicht gequalmt. Dass das grob unhöflich ist, ist klar; aber ist es abgesehen davon eigentlich legal? Im Juni 2003 versuchte ich mit drei Kommilitonen dieser Frage auf den Grund zu gehen. Dabei wurden wir unter www.nichtraucherschutz.de schnell fündig. Dort erfuhren wir vom § 3a der Arbeitsstättenverordnung, in dem es heißt: „Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nicht rauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind.“ Angesichts dieser eindeutigen Rechtslage schrieben wir (drei WiWis, ein Politologe) einen Brief an Herrn Prof. Dr. Schaich, den Rektor der Universität, und forderten ihn auf, das geltende Recht umzusetzen. Dieser zeigte sich jedoch unbeeindruckt und teilte uns in einem Antwortschreiben mit, dass er keinen Handlungsbedarf sehe, und den gegebenen Zustand für rechtskonform halte. Ein paar Wochen später kam es zu einem Streitgespräch im Uniradio mit dem damaligen Kanzler der Universität, Herrn Prof. Dr. jur. Sandberger. Dabei führte er das Argument ins Feld, dass Studenten keine Beschäftigten der Universität seien und der § 3a deshalb nicht greife. Interessante Sichtweise. Offenbar hält er die Gesundheit der Studenten für weniger schützenswert, als die der Beschäftigten. Doch wir ließen nicht locker und wendeten uns an das Gewerbeaufsichtsamt. Dort wurde uns bestätigt, dass unsere Rechtsauffassung die Richtige ist. Auch kam man dort zu dem Schluss, dass es völlig unerheblich ist, ob Studenten Beschäftigte sind oder nicht. Fest steht, dass sich in den Gebäuden der Universität Beschäftigte aufhalten. Auch ohne Studenten muss deshalb § 3a umgesetzt werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sich jemand durch den Rauch subjektiv gestört fühlt, oder nicht. Das Gewerbeaufsichtsamt hat sich im Oktober schriftlich an den neuen Kanzler der Universität, Herrn Dr. Rothfuß, gewandt und ihn zu einer Stellungnahme aufgefordert. Wir fordern, dass in sämtlichen Gebäuden der Uni ein generelles Rauchverbot erlassen wird. Ob und wann dies geschehen wird, ist noch nicht klar. Rechtlich gesehen kann der Nichtraucherschutz auch durch die Einrichtung von Raucherräumen oder eine verbesserte Belüftung gewährleistet werden. Das wäre allerdings mit deutlich höheren Kosten verbunden, als das Anbringen von Rauchverbotschildern. Da die Kassen der Uni eher leer als voll sind, wird es wahrscheinlich zu letzterem kommen.


Durchfallquoten

23 Quoten

Was mich wundert ist, dass sich die Universitätsleitung so sehr gegen ein Rauchverbot sträubt. Was hat sie zu verlieren? Warum tritt sie nicht die Flucht nach vorn an, erlässt ein radikales Rauchverbot und posaunt es in die gesamte Republik hinaus? Unsere Uni könnte sich so als modern und zukunftsweisend profilieren. Stattdessen wird einer Droge das Wort geredet, deren Gefährlichkeit unbestritten ist. Dabei wären wir nicht einmal die Ersten: Die Universitäten Ulm und Konstanz sind bereits rauchfrei. Weitere Infos zum Thema findet Ihr unter www.rauchfreistudieren.de. Dort könnt Ihr auf „Uni Tübingen“ klicken und kommt auf eine Seite, die von einem hiesigen Studenten eingerichtet wurde. Sie versteht sich als Forum für alle, die beim Studieren saubere Luft atmen möchten. Arvid


Fachschaft

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Wintersemester - was wird geboten?

Quoten Auch wenn das Wintersemester schon zu einem großen Teil vorbei ist, möchte ich an dieser Stelle vor allem den Erstsemestern ein paar Tipps geben, was in Tübingen noch so !

28.11. bis 23.12. Weihnachtsmarkt in Stuttgart

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Freitag, 12. Dezember: Open-Air-Kino "Die Feuerzangenbowle", Tübingen Haagtor. Auf einer Großleinwand wird der Film gezeigt, vorher wird eine riesige Feuerzangenbowle entzündet. Tipp: warm anziehen und eigene Thermoskanne mitbringen, die Schlangen an den Ständen sind immer sehr lang…

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12. Dezember: Geigerlefest, die Party, bei der nicht um 3.00 Uhr Schluss ist…

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12.-14. Dezember: Tübinger Weihnachtsmarkt Zeit zum Bummeln, Weihnachtsgeschenke kaufen und natürlich Glühwein trinken…

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18. Dezember: Die ultimative und einzigschte WiWi-Party (WiWis Echte) im Clubhaus

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30. Januar: Brechtbaufest viel Musik, kulinarische Leckerbissen, Programm der einzelnen Fachschaften im Brechtbau, …

Wer immer auf dem Laufenden bleiben will, was die täglichen Parties usw. in Tübingen angeht, hat verschiedene Möglichkeiten, sich im Internet zu informieren: http://www.hillerweb.de/feste/ http://www.cityinfonetz.de/ Freizeit Veranstaltungskalender http://www.partykel.de Und mein persönlicher Favorit: http://www.partymoon.net Hier kann man jeden Tag anklicken und sich die events in Tübingen am jeweiligen Tag anschauen. Außerdem kann man unter „Locations“ lustige Orte finden… Außerdem gibt es noch viele andere Parties, wie “Tanzen wie die Wanzen” in der Kellerassel im Französischen Viertel, das Kadefest im Wohnheim in der Mohlstraße, Münzgassenfeste, ein Fest im Studo, im CarlSonnenschein-Wohnheim usw. usw. Achtet einfach immer auf die Aushänge in der Mensa und hört Euch in den Wohnheimen um. Melanie


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Fachschaft

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Überlegungen für eine bessere Globalisierung

Köhler die Amtsantrittsvorlesung des Honorarprofessors Horst Köhler

Zu Beginn des Wintersemesters stießen in Tübingen wieder einmal zwei Welten aufeinander. Mit den Sprüchen „IWF Mördertreff“ und „IWF: Interessen westlicher Firmen“ wurde Horst Köhler, geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds, im Kupferbau zu seiner Amtsantrittsvorlesung begrüßt. Doch von diesen Störungen ließ man sich nicht durcheinander bringen. Für die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät war es eine besondere Ehre diesen neuen Honorarprofessor in Tübingen begrüßen zu dürfen. S c h l i e ß l i c h f i n g K ö h l e r s Ka r r i e r e g e n a u h i e r, a n d e r wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, an: hier studierte er Wirtschaftswissenschaften und promovierte in Volkswirtschaftslehre sowie in Politik; am Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen sammelte er seine ersten beruflichen Erfahrungen. Von hier aus ging es weiter: im Einheitsjahr 1990 war er Staatssekretär im Finanzministerium und im Rahmen der europäischen Integration handelte Köhler für Deutschland den Maastrichter Vertrag aus. Außerdem war er für zwei Jahre Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Mittlerweile ist Köhler seit Mai 2000 geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds, was seitdem weltweit die Globalisierungskritiker gegen ihn aufbringt. Stellvertretend für die Organisation IWF musste er sich auch im Kupferbau einigen Störaktionen erwehren. Die Globalisierungsgegner, die in Tübingen vor allem durch Attac vertreten sind, werfen Köhler und seinem IWF vor „dass über Kredite fast alle Länder seit dem zweiten Weltkrieg in Abhängigkeitsverhältnisse gedrängt wurden und schwere Wirtschaftskrisen wie in Südostasien und zuletzt in Argentinien die Auswirkungen dieser Politik und die Unfähigkeit des IWF mehr als deutlich gezeigt haben.“ Und diese Kritik scheint nicht ganz unbegründet zu sein. Auch Horst Köhler machte in seinem Vortrag deutlich, dass von der Globalisierung zuerst die Industrieländer profitierten, in denen sich das Pro-Kopf-Einkommen seit 1950 real mehr als verdreifachte, in Deutschland sogar verfünffachte. Doch er machte auch deutlich, dass in den letzten zwanzig Jahren einige Entwicklungsländer stark aufgeholt haben. Es ist wahr, dass der IWF ein Entscheidungssystem hat, das als hochgradig undemokratisch bezeichnet werden kann, denn bis heute hängt die Stimmanzahl der Länder von der Höhe der finanziellen Beiträge ab, die sie in den Fonds einbezahlen. Doch allein darin die Ursachen für die Wirtschafts- und Finanzkrisen in einigen Ländern zu sehen und Probleme wie Korruption


27 Köhler

und undemokratische Staatsapparate außen vor zu lassen, scheint etwas weit hergeholt zu sein. Außerdem erscheint es ungerechtfertigt, über den IWF und alle anderen internationalen Finanzinstitutionen, vor allem über die Weltbank, pauschal zu urteilen. Schließlich bemüht sich die Weltbank auch darum einen politischen, bzw. sozialen Aspekt in die Globalisierung einzubringen und hat auch von Anfang an den Begriff der nachhaltigen Entwicklung mitgeprägt. Und auch der IWF scheint erkannt zu haben, dass sein Kurs, der bisher damit stimme ich überein - kritisch zu betrachten ist, nicht mehr haltbar ist. So formulierte Horst Köhler in seiner Tübinger Rede einen „Wegweiser für eine bessere Globalisierung“ und er schenkte dabei vor allem der sozialen Dimension der Globalisierung große Beachtung. Nicht nur für Globalisierungsgegner erscheint es deshalb angebracht, sich mit diesem Wegweiser und den Ideen Köhlers auseinander zu setzen. Dies würde nicht zuletzt eine Möglichkeit bieten, sich eine differenzierte Meinung zu bilden. Gleiches gilt für die andere Seite: auch für die Studenten der Wirtschaftswissenschaften ist es wichtig, sich mit den Argumenten der Globalisierungskritikern zu befassen. Wer dies noch nicht getan hat, hat mit der von Attac veranstalteten Gegenveranstaltung mit dem Titel „Orientierung für eine andere Globalisierung“ dazu wieder eine Möglichkeit verpasst. Denn wenn es eine Wahrheit auch nicht zu geben scheint, so ist es doch klar, dass die komplexen Zusammenhänge der globalen Wirtschaft nicht mittels einfacher Parolen zu erfassen sind und dass es daher grundlegend ist die Argumentation des Anderen zu kennen, um an einer fundierteren und differenzierteren Diskussion teilnehmen zu können. Helen

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29 Interview Mit Professor F.X. Bea

WzW: Wenn Sie sich mal zurückerinnern: Wie war es, als Sie hier in Tübingen angefangen haben? Professor Bea: Als ich 1981 in Tübingen angefangen habe, gab es noch keinen BWL Studiengang, sondern nur einen für VWL. Dann wurden nach und nach BWL Lehrstühle eingerichtet und somit auch das BWL Studium ermöglicht. So hatte ich die Möglichkeit, beim Aufbau und somit auch bei der Ausrichtung der Fakultät mitzuwirken. WzW: Würden Sie die Veränderungen, die sich seit damals vor allem in der Fakultät ergeben haben, als positiv beurteilen? Professor Bea: Generell muss man sagen, dass Tübingen eher wenige Lehrstühle zur Verfügung hat. Vergleicht man das Angebot unserer Fakultät beispielsweise mit dem in Mannheim oder Köln, bei denen manche Lehrstühle doppelt oder gar dreifach besetzt sind, stellt man große Unterschiede fest. Aber wir müssen nun mit dem wenigen zurechtkommen. Dabei ist es uns gelungen, einen Schwerpunkt mit Accounting und Finance setzen. Vor allem bei der Internationalisierung bietet die Uni Tübingen viele Möglichkeiten, insbesondere aufgrund ihrer guten Beziehungen zu den USA. Bevor ich nach Tübingen kam, war ich an der Uni in Hohenheim tätig, - da gab es diesen Umfang an Austauschmöglichkeiten nicht. WzW: Wenn Sie die Studenten von heute mit denen von früher vergleichen, fallen Ihnen Unterschiede auf? Professor Bea: Ja, ich würde schon sagen, dass man einen Unterschied bei den Studenten feststellen kann. Wenn ich mich z.B. an die Studenten des Jahres 1968 erinnere, dann kamen mir diese auffallend engagiert und aufmüpfig vor. Das hat man im Hörsaal gespürt. Außerdem waren sie sehr selbstbewusst, politisch aktiv und manchmal vielleicht sogar ein wenig aggressiv. Heute stelle ich fest, dass mit zunehmendem Druck am Arbeitsmarkt die Studenten eher zurückhaltender geworden sind. Aber gleichzeitig sind sie auch fleißiger als früher. Allerdings sind die Studenten leider zu sehr angepasst. Manchmal würde ich ein bisschen mehr Lebendigkeit, z.B. in Form von kritischen Fragestellungen begrüßen. WzW: Würden Sie sich aus heutiger Sicht noch mal für Tübingen entscheiden? Professor Bea: Als ich damals von Hohenheim nach Tübingen gewechselt habe, konnte das zuerst niemand verstehen, da ich dort eine sehr gute Position innehatte. Ich habe es aber niemals bereut, diesen Schritt gemacht


Fachschaft

30 Interview

zu haben. In Tübingen habe ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt und ich glaube, es ist sehr schön, so etwas am Ende einer Berufslaufbahn sagen zu können. Die Kollegialität an der Fakultät, vor allem auch zu den VWL-Professoren, ist sehr gut. Tübingen selbst gibt mir ein heimatliches Gefühl. Die ganze Stadt ist ein Campus und abends trifft man die Uni in der Stadt. In Hohenheim war ab 17:00 Uhr kein Student mehr zu sehen. Wenn mich Kollegen fragen, kann ich Tübingen immer wieder nur empfehlen. WzW: Sehen Sie die Umwandlung des Lehrstuhls Planung und Organisation in Personal und Organisation als zeitgemäß an? Professor Bea: Ja, vollkommen. Eine Emeritierung sollte dazu genutzt werden, das Profil eines Lehrstuhls an die zeitgemäßen Entwicklungen anzupassen. Meiner Meinung nach war eine solche Ausrichtung schon länger fällig. Ich finde die Kombination Personal und Organisation fast noch sinnvoller als die der Planung und Organisation. WzW: Wie sehen ihre Pläne für die Zukunft aus? Professor Bea: Auf der einen Seite habe ich eine Vielzahl von Lehrbüchern, die immer wieder aktualisiert werden müssen. Außerdem vertrete ich BadenWürttemberg in der Kommission für Rundfunkgebühren. Und dann habe ich noch ein Segelboot am Bodensee, das ich in Zukunft intensiver nutzen möchte. Meinen Wohnort werde ich dabei nicht verlegen. Meine Familie und ich fühlen uns in Tübingen sehr wohl. Ich werde also auch in Zukunft mit der Uni verbunden bleiben. WzW: Vielen Dank für dieses Interview und alles Gute für die Zukunft. Gullvi


Interview

31 Interview Mit Frau PD Dr. Claudia Buch

WzW: Welches Fach, bzw. welche Fächer werden Sie an der Uni Tübingen lehren? PD Dr. Buch: Ich werde die Makroökonomie-Vorlesungen sowohl im Grundals auch im Hauptstudium lesen. Dabei werde ich einen Schwerpunkt auf die Makroökonomie offener Volkswirtschaften und geldtheoretische Fragen legen. WzW: Welchen Schwerpunkt möchten Sie in der Lehre setzen, vor allem im Hauptstudium PD Dr. Buch: In meiner Forschung beschäftige ich mich mit den Determinanten und Auswirkungen der Globalisierung und der zunehmenden Integration der internationalen Finanzmärkte. Diese Themen werden auch die Schwerpunkte meiner Vorlesungen bestimmen. Meine Vorlesungen werden sich neben den beiden genannten Punkten vor allem mit dem Einfluss der Globalisierung auf Konjunkturzyklen sowie auf die Stabilität von Finanzmärkten beschäftigen. WzW: Warum sollte man als Student gerade das Fach Wirtschaftstheorie im Hauptstudium wählen? PD Dr. Buch: In der derzeitigen politischen Diskussion spielen wirtschaftspolitische Themen eine zentrale Rolle gleichzeitig kommen aber meiner Meinung nach in der Debatte fundierte ökonomische Argumente oft zu kurz. Durch ein wirtschaftstheoretisches Studium und hierzu zähle ich auch gute Kenntnisse empirischer Methoden kann man dazu beitragen, dass die Diskussionen versachlicht werden. Theoretische Konzepte helfen dabei, die richtigen Fragen zu stellen und die empirischen Beobachtungen richtig auszuwerten. WzW: Sehen Sie die Möglichkeit weiterer Kooperation mit dem IfW in Kiel? PD Dr. Buch: Auf jeden Fall. Ich sehe zwischen der Arbeit des Instituts für Weltwirtschaft und der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Tübingen eine Reihe von Parallelen, die genutzt werden sollten. Die Arbeit am Institut in Kiel bietet sehr interessante Anwendungsgebiete für theoriegestützte empirische Wirtschaftsforschung, und gerade die engere Anbindung der Institute an die universitäre Forschung wird in Zukunft eine zunehmende Bedeutung gewinnen. Ich werde meine Kontakte nach Kiel und zu anderen Forschungseinrichtungen auch in Zukunft pflegen und für meine Arbeit in Tübingen einsetzen. WzW: Was nervt Sie in Vorlesungen am meisten an den Studenten? PD Dr. Buch: Auf den ersten Blick scheinen die Konzepte der Wirtschaftstheorie sicher oft etwas abstrakt und fern der Realität. Die


Fachschaft

32 Interview

Studenten sollten hier nicht zu früh aufgeben, denn logisches Denken und m a t h e m a t i s c h e Ko n z e p t e s i n d Te i l e i n e r u n i v e r s i t ä r e n wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung. Es ist meiner Meinung nach wichtig eine solide Struktur zu haben, um auch aktuelle wirtschaftspolitische Themen analysieren und empirische Forschungsergebnisse richtig bewerten zu können. Wenn diese Strukturen in Vorlesungen erarbeitet werden können, ist das sicher ein guter Erfolg. Wzw: Sie wollten doch bestimmt nicht immer Professor werden. Was war Ihr Traumberuf als Kind? PD Dr. Buch: Nein, Professorin wollte ich als Kind sicher noch nicht werden. Eine Tätigkeit im Journalismus hätte ich mir aber lange Zeit gut vorstellen können und das ist vom Beruf des Wissenschaftlers nicht allzu weit entfernt. WzW: Was sind Ihre Hobbies? PD Dr. Buch: Ich reise viel und gehe gerne in das Kino wenn möglich in Filme in Originalsprache. WzW: Was gefällt Ihnen besonders und was gar nicht? (Bzw. was hat Sie dazu bewogen nach Tübingen zu kommen?) PD Dr. Buch: Ich freue mich auf die Arbeit an einer sehr traditionsreichen deutschen Universität und in einer neuen Umgebung. Besonders interessant ist für mich in Tübingen die Tatsache, dass die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät eine stark internationale Orientierung hat und ich meine Vorstellungen von einem theoretischen und dabei empirisch fundierten Lehrprogramm umsetzen kann. WzW: Wo verbringen Sie am liebsten Ihren Urlaub? PD Dr. Buch: Ich habe kein Lieblings-Urlaubsziel. Aber in Zukunft wird es mich im Urlaub sicher häufig wieder an das Meer ziehen. WzW: Danke für das Interview und einen guten Start in Tübingen! Stefan

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Ă–ffnungszeiten: Mo - Do: 11.30 - 14.00 18.00 - 01.00 Freitag: 14.30 - 14.00 18.00 - 02.00 Samstag: 18.00 - 02.00 Sonntag: Ruhetag


Fachschaft

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Kreative Klausuren Dass unsere Professoren kreativ sind, haben wir ja schon immer geahnt, jetzt haben wir es schwarz auf weiß… - hier einige Beispiele…Sie nehmen Ihre Beispiele aus…

…dem eigenen Leben… Prof. Neus, ABWL 1, WS 2002/03 Die Professoren Stadler und Neus wollen sich wie in jedem Jahr zu einem vorweihnachtlichen Umtrunk treffen. Leider haben sich jedoch vergessen, sich den Treffpunkt zu notieren, die „Rose“ in Lustnau oder das „Bohéme“ in der Nauklerstraße. Sie können sich nicht mehr rechtzeitig erreichen. Jeder der beiden kennt die Ausgangslage: · Beide freuen sich auf das Bier, was in jedem Fall einen Nutzen von jeweils 3 stiftet. Sollten sie sich jedoch verpassen, wäre die Enttäuschung groß, · was einem Mindernutzen von jeweils 4 entspricht. Stadler geht gerne in die Rose, weil es nur dort Maultaschen ohne · Spinat gibt. Das erhöht seinen Nutzen um 1. Neus zieht eigentlich das Bohéme vor, der er trinkt gerne Guinness. · Auch ihm stiftet dies eine zusätzliche Nutzeneinheit. a) wo geht Stadler hin, wo geht Neus hin? … Übung zu VWL 2, Alexander Moradi, LSt Baten Aufgabe 1: Erkan verkauft Pizzen in der Mohlstraße, also auf einem 1/3 1/3 Wettbewerbsmarkt. Seine Produktionsfunktion lautet f(x1,x2)=x1 x2 , wobei der Output in Pizzen gemessen wird, x1 die Zutaten in Kilogramm und x2 die Arbeitszeit in Stunden darstellen… Prof. Schiller, ABWL V, WS 2000/01 …Vorbildern aus Funk, Film und Fernsehen… Aufgabe1: Herr Müller-Lüdenscheidt und Herr Dr. Klöbner sitzen in einer Badewanne, die halbvoll mit lauwarmem Wasser gefüllt ist. Die beiden streiten darüber, wie viel warmes Wasser sie noch in die Wanne einlassen sollen…. … sie geben eine Einführung in die Welt des Harry Potter… Aufgabe 2: Quidditch ist ein Spiel, das auf fliegenden Besen gespielt wird. Zu einem Team gehören sieben Spieler. Sinn ist es, den Spielball, Quaffel genannt, in eins der drei Tore der gegnerischen Mannschaft zu befördern. Wichtigste zusätzliche Regel ist, dass das Spielnur dann endet, wenn ein zweiter Ball, der Schnatz, von einem der Teams gefangen wird. Die erreichten Punkte beider Teams werden dann addiert. Das Team mit den meisten Punkten hat gewonnen. Dabei zählt ein mit dem Quaffel erzieltes Tor 10 Punkte und der Fang des Schnatz 150 Punkte. Bei Gleichstand hat das Team gewonnen, das den Schnatz gefangen hat. Der Schnatz kann


Findet die 10 Unterschiede

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von einem hierzu spezialisierten Spieler, dem Sucher, gefangen werden und ist nur selten und für kurze Zeit zu sehen. Dann verschwindet er wieder, um erst nach einiger Zeit wieder aufzutauchen. Normale Tore können hingegen nur von den Feldspielern erzielt werden. Im Finale um die Weltmeisterschaft stehen sich Bulgarien und Irland gegenüber. Irland hat weit überlegene Feldspieler, die alle 2 Minuten ein Tor erzielen. Die Bulgaren…. Wir setzen diese Reihe gerne fort, schickt uns andere einfallsreiche Klausuren… Zusammengestellt von Melanie

Hallo Guido, als Fachschaftsmitglied hat man es nicht leicht, oder? Nicht einmal Du wirst verschont, wenn es um “Findet die 10 Unterschiede” geht. Warum Du gerade mit Sid aus Ice Age verglichen wirst? Mach doch die Augen auf ;O)


Fachschaft

Interview

36 Interview Interview mit Dr. Harald Strotmann, dem Geschäftsführer des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) Tübingen Wort zum Wiwi: Herr Dr. Strotmann, wieso entstand denn gerade in Tübingen, außerhalb der Universität, ein Wirtschaftsforschungsinstitut und von wem ging damals die Initiative aus? Dr. Strotmann: Das IAW wurde bereits im Juli des Jahres 1957 gegründet. Es ist hervorgegangen aus einer von Professor Hans Peter geleiteten Arbeitsgruppe Ökonometrie an der Universität Tübingen mit dem Ziel, eine Brücke zwischen theoretischer ökonomischer Forschung und ihrer Anwendung auf wirtschaftliche Fragestellungen zu schlagen. Professor Peter war dann auch bis zu seinem Tod im Jahr 1959 der erste wissenschaftliche Direktor des IAW. Als Direktor prägte dann vor allem Professor Alfred E. Ott, der den heutigen Studierenden wahrscheinlich noch als Autor des Lehrbuches „Grundzüge der Preistheorie“ bekannt ist, in der Zeit von 1963 bis 1992 maßgeblich die wissenschaftliche Ausrichtung des Instituts. Seit Mitte 1997 ist Professor Ronning, zunächst gemeinsam mit Professor Stadler und seit Juli 2000 alleine, unser wissenschaftlicher Direktor. WzW: Die Gründung des IAW ist ja doch schon einige Jahre her. Hat sich in den letzten Jahren etwas Grundsätzliches am IAW verändert? Dr. Strotmann: Natürlich kenne ich die Zeit vor meinem „Amtsantritt“ als Geschäftsführer großteils auch nur vom Hörensagen. Beim Stöbern in der Geschichte des IAW fällt jedoch insbesondere auf, dass der staatliche Anteil bei der Finanzierung des IAW noch vor einigen Jahren wesentlich höher war. Heute sind im wissenschaftlichen Bereich alle Stellen drittmittelfinanziert, nur das Sekretariat und ein Teil der Geschäftsführung wird aus öffentlichen Mitteln finanziert. Spannend ist auch, was aus den früheren IAW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern inzwischen geworden ist. Unser prominentester Ehemaliger ist sicherlich der aktuelle Geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds Prof. Dr. Horst Köhler, der Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre rund sechs Jahre als Wissenschaftlicher Referent am IAW tätig war. WzW: Die Mitarbeiter des IAW schätzen das besondere „Betriebsklima“ am IAW. Was macht denn dieses besondere Klima aus? Dr. Strotmann: Das IAW verfügt zur Zeit über eine junge, dynamische Mannschaft mit sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf eine angenehme Art und Weise ein „Wir-Gefühl“ entwickelt hat, dass sich im Arbeitsalltag konstruktiv und sehr befruchtend niederschlägt. Dazu tragen ausdrücklich auch unsere derzeit etwa 25 studentischen Mitarbeiter und Praktikanten bei. Gleichzeitig wird hier sehr gute Arbeit geleistet, was natürlich auch eine Voraussetzung dafür ist, dass die Mitarbeiter gerne hier sind.


37 Interview

WzW: Die „Besonderheit“ des IAW hängt sicher auch mit dessen Vielseitigkeit und Interdisziplinarität zusammen. Wie genau sieht denn diese Vielseitigkeit aus? Welche Forschungsschwerpunkte gibt es am IAW? Dr. Strotmann: Wir haben derzeit vier Schwerpunkte am IAW: Strukturpolitik und den Standort Baden-Württemberg, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Finanzpolitik und öffentliche Ver waltung sowie den Bereich Umwelt/Verkehr/Wohnen. Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter sind zum großen Teil Volkswirte und Ökonomen, aber auch zwei Soziologen und ein Wirtschaftsgeograph verstärken das IAW-Team. Dazu gibt es dann noch unser wissenschaftliches Netzwerk mit externen Kooperationspartnern aus vielen verschiedenen Disziplinen. WzW: Wenn man die zahlreichen Aufgaben und Projekte des IAW betrachtet, fragt man sich natürlich, wo das IAW so viele Aufträge an Land zieht, schließlich gibt es noch andere Forschungsinstitute in der Region. Dr. Strotmann: Die Akquisition von Drittmitteln ist keine leichte Sache, da wir hier im Wettbewerb mit Instituten an und außerhalb der Universitäten stehen. Gute Arbeit ist ein Garant für die Zufriedenheit der Auftraggeber, was dann ein Vorteil ist, wenn es um die Vergabe neuer Projekte geht. Daneben spielt aber auch die Kontaktpflege eine große Rolle. Die Koordination der Akquise liegt dabei beim Geschäftsführer, generell ist sie aber dezentral organisiert, das heißt, die Mitarbeiter müssen sich auch selbst um neue Projekte kümmern. In den letzten Jahren waren wir dabei erfreulicherweise recht erfolgreich, aber es gab und gibt durchaus auch schon `mal schlechtere Jahre, in denen wir uns schwerer tun, die Finanzierung der Mitarbeiter sicherzustellen. WzW: Als Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften interessieren wir uns natürlich auch dafür, wie eine IAW-Karriere aussieht. Wie sind Sie denn ans IAW gekommen, was hat Sie an der Arbeit am IAW besonders gereizt? Dr. Strotmann: Ich habe an der Uni Hohenheim im Bereich Ökonometrie und Empirische Wirtschaftsforschung meine Dissertation geschrieben und damals eigentlich mit dem Gedanken an eine unmittelbare Habilitation gespielt. Der Kontakt zum IAW kam über unseren Direktor Professor Ronning zustande, der mich von verschiedenen Veranstaltungen und Vorträgen her kannte. Mich hat an dem Job als IAW-Geschäftsführer dann vor allem gereizt, dass er an der Schnittstelle zwischen der Wissenschaft und der angewandten Forschung mit der Politikberatung liegt. Wir haben hier ja einerseits theoretische Grundlagenprojekte, von denen auch zwei von der DFG gefördert werden, aber dann auch stärker anwendungs- und umsetzungsorientierte Projekte. Schön ist dabei eben gerade diese Verbindung.


Fachschaft

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WzW: Am IAW arbeiten viele Studierende der verschiedenen Tübinger Fakultäten als wissenschaftliche Hilfskräfte oder auch als Praktikanten. Wenn man sich umhört, scheinen die Hiwis sich einig zu sein, dass die Arbeit am IAW etwas Besonderes ist. Wodurch zeichnet sich denn ein HiwiJob am IAW aus? Dr. Strotmann: Die Zusammenarbeit mit den studentischen Mitarbeitern läuft mittlerweile wirklich sehr gut. Das liegt sicherlich auch an der Attraktivität der Aufgaben: man muss hier natürlich auch mal am Kopierer stehen (das muss ich auch), aber man kann doch bei der Zuarbeit in viele Aufgabenfelder „hineinschnuppern“ und sehr viel für das eigene Studium lernen. Als Praktikant ist dann auch eine noch intensivere Mitarbeit in einzelnen Projekten möglich. Noch vor geraumer Zeit mussten wir über Aushänge nach studentischen Mitarbeitern suchen. Inzwischen bekommen wir erfreulicherweise so viele Initiativbewerbungen von hervorragenden Studierenden, dass wir uns unsere Hiwis und Praktikanten auswählen können. Die Zufriedenheit unserer IAW-Hiwis spricht sich anscheinend herum! WzW: Gibt es für die Mitarbeiter am IAW ein Ziel, auf das sie zur Zeit besonders hinarbeiten oder das sie unbedingt erreichen wollen? Dr. Strotmann: Im März 2003 wurde das IAW neu strukturiert. Wir haben uns jetzt stärker als Forschungsinstitut in der Region Stuttgart aufgestellt und kooperieren neben Tübingen auch eng mit den Unis in Hohenheim und in Stuttgart. In Zeiten, in denen die öffentlichen Mittel immer knapper werden, dürfen wir uns nicht ausruhen und müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern und uns als attraktiver Arbeitgeber für gute Wissenschaftler profilieren. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen frisch von der Uni und streben im Rahmen ihrer IAWTätigkeit eine Dissertation an, sie sehen ihre Tätigkeit am IAW also nicht als „Lebensstellung“, sondern als Sprungbrett an. Das wird durch die enge Anbindung an die Hochschulen erleichtert. So ist zum Beispiel aus Tübingen wie bereits erwähnt Professor Ronning unser Wissenschaftlicher Direktor, Professor Baten ist Mitglied des IAW-Kuratoriums und die Professoren Grammig, Neus und Stadler stehen uns im Wissenschaftlichen Beirat mit Rat und Tat zu Seite. Das Interview führten Helen und Donata


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WorldWide Yale Ivy League Life Vor gut zwei Jahren habe ich beschlossen, mich in die Heerscharen von deutschen Studenten einzureihen, die ein Jahr ins Ausland gehen. Die USA standen von Anfang an als Ziel fest, da ich erstens überprüfen wollte, ob die herrschenden Stereotypen gegenüber unseren transatlantischen Partnern wahr und berechtigt sind und zweitens, ob das universitäre Leben wirklich so viel besser/verschulter/praktischer ist als hierzulande. Dass ich an eine der renommiertesten Universitäten der USA und der Welt kommen sollte, war nicht von vorneherein geplant und verdanke ich unserem Auslandsamt und dem Connecticut-Baden-Württemberg Programm. Aber was macht nun wirklich den Unterschied zwischen amerikanischen und deutschen Universitäten aus? Zum einen gibt es hier keinen Studiengang, für den man sich von Anfang an entscheiden muss, sondern man beginnt im College mit allgemeinen Studien aus allen Bereichen, kann sich dann nach zwei bis drei Jahren für ein Hauptfeld entscheiden und beendet das College mit dem Bachelor Degree, der jetzt auch Einzug in Tübingen hält. Möchte man danach weiterstudieren, geht man an eine Graduate oder Professional School, die sich dann auf ein Hauptthema konzentriert, in meinem Fall Economics. Dieses Prinzip ist nach meinen bisherigen Erfahrungen sehr effizient, da gewährleistet wird, daß nicht allzu viele Studenten einen Studienwechsel in Betracht ziehen, was an unserer Fakultät scheinbar ein besonders beliebtes Hobby ist. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu dem deutschen System ist die Größe und die Gestaltung der Klassen. Generell findet man kaum mehr als dreißig Kommilitonen in den Kursen, so dass immer eine Art Diskussionsatmosphäre entsteht, die einem das Lernen und Verstehen leichter macht, und das Verstecken in der Masse unmöglich erscheinen lässt. Dies hat allerdings auch Nachteile, da schnell Diskussionen entstehen, die wenig mit der Materie zu tun haben. Auch mangelt es hier und da an praktischen Rechnungen, die gerade in Mikro- und Makroökonomie einen wichtigen Teil für das Verständnis ausmachen. Hier ist ein Lob an unsere Fakultät angebracht, da wir mit enorm viel Theorie und Rechenwerkzeug ausgestattet werden. Auf einem anderen Gebiet können deutsche Unis dann doch nicht mithalten: die Einbeziehung von Lehrkörpern aus der realen Welt und die Masse an außerlehrplanmäßigen Veranstaltungen. So habe ich zum Beispiel einen Makrokurs bei Pierre-Richard Agénor, dem Lead Economist and Director of the Macroeconomics and Policy Assessment Skills Program der Weltbank. Die Wahrscheinlichkeit, dass wöchentlich


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Persönlichkeiten wie Bill Clinton, Joseph E. Stiglitz oder Ernesto Zedillo an einer deutschen Universität auftauchen, sind auch eher gering. Obwohl auch Tübingen sich hier nicht verstecken muss, da Secretary General Kofi Annan noch kommen wird und mehrere hochrangige Politiker in Tübingen gerne vorbeischauen. Nur die Regelmäßigkeit und Aktualität ist noch verbesserungswürdig. Nicht vergessen werden darf hierbei auch, dass Yale durch die vielen Programme, seinem Ruf und Verbindungen eine viel bessere Ausgangsposition für solche Ereignisse hat. Die Ausstattung Yales ist ebenfalls fast unschlagbar (Harvard schafft es leider doch immer wieder), es fängt bei der Bibliothek mit mehr als 11 Millionen Büchern an (Professor Cansier und Professor Baten sind auf jeden Fall vertreten) und hört bei dem siebenstockwerkigen Fitnesscenter auf (Indoorlaufbahn, Schwimmbad, Wasserruderanlage etc.). Auch dies hängt natürlich damit zusammen, dass Yale ein bedeutend höheres Spenden- und Einnahmenkonto hat, als jede normale deutsche Universität. Dies ist aber veränderbar, wie die Uni Mannheim gezeigt hat, die Kursräume und Bibliotheken durch Unternehmen finanzieren lässt. Diese Strategie würde ich gerne verstärkt der Universität Tübingen vorschlagen. Was ist nun mit dem Vorurteil, dass das Studium an amerikanischen Universitäten leichter wäre? Dies gilt auf keinen Fall für Yale. Der Arbeitsaufwand ist höher und die Theorie in der Volkswirtschaft ebenbürtig und in manchen Kursen anspruchsvoller. Nichtsdestotrotz bietet unsere Universität eine sehr gute Ausgangsposition und wir stehen nur in wenigen Punkten nach, die hauptsächlich finanzielle Gründe haben (keiner von uns zahlt mindestens 26000 Dollar pro Jahr, gelle). Das außeruniversitäre Leben ist erstaunlicherweise nicht unbedingt besser. Lästige Gesetzte (21 Jahre oder kein Alkohol) vermindern die Gruppe, die in die spärlichen Clubs in New Haven gehen, stark. Aber trotzdem, Spaß kann man immer haben, New York ist nicht weit entfernt und der eine oder andere Club toppt alles, was man in der näheren Umgebung Tübingens finden kann. Generell gilt das Motto: Work hard, play hard. Mit einem großen Lob an die Uni Tübingen, unsere Fakultät, das Auslandsamt und die Fachschaft möchte ich allen ein schönes Wintersemester wünschen und hoffe, dass der ein oder andere Schwab, Köllner und Augsburger mich auf den lustigen Veranstaltungen Tübingens vertritt. Bis nächstes Jahr, Jan P.S. Sollte jemand Yale-spezifische Fragen haben, wird Stefan Büttner von der Fachschaft gerne meine E-Mail Adresse weiterleiten.


Fachschaft

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Fachschaft Worldwide Frankreich - Straßburg

WorldWide Straßburg Abenteuer Doppeldiplom

Vor 3 Monaten, als die Uni Tübingen noch fest in der Hand der Semesterferien war, sind rund 15 Tübinger BWL-Studenten nach Straßburg gezogen, um hier das Abenteuer Doppeldiplom zu beginnen. Straßburg ist nicht unbedingt eine typische französische Stadt, und anscheinend kann man in der französischen Provinz immer noch Altansässige treffen, die Straßburg für eine Stadt in Deutschland halten. Und wenn man die Altstadt besichtigt, kann man auch leicht diesen Eindruck gewinnen. Man fühlt sich fast wie in Tübingen, wenn man an den Fachwerkhäusern vorbeischlendert, und auch der Weihnachtsmarkt, der bald wieder das Stadtbild dominieren wird, ist nicht wirklich eine französische Erfindung. Man könnte also fast meinen, dass sich rein äußerlich für die Teilnehmer am Doppeldiplom Programm nicht viel verändert hat, seit sie Tübingen verlassen haben. Aber im Gegenteil: Der Kontrast zur Uni Tübingen könnte nicht größer sein. Das deutsch-französische Doppeldiplom-Programm existiert seit 1998 und bietet den teilnehmenden Studenten die Möglichkeit, nach dem Vordiplom 3 Semester am IECS Straßburg zu studieren und ihr Studium mit den Diplomen beider Hochschulen abzuschließen. Das IECS ist eine « Ecole de Commerce», die zu dem Bund der « Grandes Ecoles » gehört. Das Studium an einer solchen Grande Ecole ist kostenpflichtig, die französischen Studenten müssen etwa 4000 € pro Jahr für ihre Ausbildung bezahlen. Dafür wird ihnen auch einiges geboten: Die technische Ausstattung an der Schule ist wirklich großzügig und ermöglicht sehr gute Studienbedingungen. So ist in fast jedem Raum ein Power-point Projektor und auf zwei Studenten kommt ein Computer. Auch das Studium hier an der IECS läuft ein bisschen anders ab als an der Uni Tübingen. Es gibt hier nur wenige Vorlesungen mit mehr als 60 Teilnehmern und die Professoren sind in den meisten Fällen parallel auch in der Wirtschaft beschäftigt. Deshalb ist vor allem in den Fächern Marketing und Logistik der Unterricht sehr auf die Praxis ausgerichtet. Das hat natürlich auf der einen Seite den Vorteil, dass man schon in der Schule einen ersten Eindruck von dem tatsächlichen Geschehen im Unternehmen erlangt. Allerdings werden in diesen Fächern Inhalte hauptsächlich mit Fallstudien und Zeitungsartikeln erarbeitet, Fachliteratur ist nur selten anzutreffen. Diese fast vollkommene Abwesenheit von handfestem Fachwissen war vor allem für uns deutsche Studenten anfangs nicht nur eine große Umstellung, sondern schon fast erschreckend.


43 WorldWide Aber am IECS wird nicht nur anders gelehrt, sondern auch anders gelernt. Wer als spezielle BWL Marketing oder Logistik wählt, sollte sich darauf gefasst machen, dass in fast jedem Kurs eine Präsentation mit Power-Point oder eine Hausarbeit verlangt wird. Daher ein kleiner Tipp an alle zukünftigen Teilnehmer des Doppeldiplom-Programms: Nehmt das Angebot des PC-Labors an und macht einen Power-Point-Kurs, das wird euch viel Kummer ersparen und den Einstieg erleichtern. Das Studium am IECS Straßburg ist nicht mit dem Studienalltag an der Uni Tübingen zu vergleichen. Es werden hier ganz andere Anforderungen an die Studenten gestellt, andere Fähigkeiten und Soft-Skills vermittelt, und genau das ist es, was das Doppeldiplom Programm ausmacht: Es ergänzt und bereichert das eher wissenschaftliche Studium, wie wir es an der Uni Tübingen kennen. Aber ganz abgesehen davon gibt es uns die Möglichkeit, die Sprache zu lernen und das Leben in Frankreich hautnah zu erleben. Durch das internationale Ambiente an der Schule und den Kontakt mit Studenten aus aller Welt werden ganz neue Perspektiven eröffnet, was das Doppeldiplom-Programm zu einer einmaligen Erfahrung macht, die ich nur jedem empfehlen kann! Für weitere Fragen zum Studium an der IECS stehe ich euch gerne zur Verfügung: Marie.von-gaisberg@iecs.edu Marie

Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel: 07071 - 25 39 38

Tübingen Pizza Kebab

Öffnungszeiten: Mo - Fr: 11 - 23 Uhr Sa: 11 - 22 Uhr So: Ruhetag

Pide Wein

Alkoholfreie Getränke Heiße Getränke

Bier


Die Lage der Liga

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Wie uns in den letzten Wiwi-News ja ausführlich klargemacht wurde, wandelt sich unsere Fakultät immer mehr zu einem Paradies auf Erden für Studierende der Wirtschaftswissenschaften. Die Studienplätze in Tübingen gehen weg wie die warmen Semmeln, und jede/r von uns sollte sich glücklich schätzen, an einer Fakultät, an der alles so hervorragend läuft, sein Studium absolvieren zu dürfen. Es ist mir schon klar, dass man in der Öffentlichkeitsarbeit vor allem das Stilmittel der Übertreibung einsetzen muss (Tue Gutes und rede darüber), aber ich denke auch, dass es unsere Aufgabe sein sollte, die Objektivität ein wenig zu ihrem Recht kommen zu lassen. Da wir uns als fakultätsinternes Diskussionsforum verstehen, denke ich, dass hier der richtige Ort für eine offene Kritik und Diskussion ist. Denn wer aufhört, besser zu werden, ist irgendwann auch nicht mehr gut. Also - was läuft denn nicht so toll im hiesigen Studenteneldorado? „Ich studier nur BWL“ In den guten alten Zeiten der Fakultät gab es hier drei Studiengänge, die in friedlicher Koexistenz nebeneinander her lebten. Die Regionaler ärgerten sich über Überschneidungen in ihren Stundenplänen und hielten ansonsten die Fachschaft am Laufen, was vielleicht auch deshalb nicht allgemein bekannt ist, weil sie es nicht bei jeder Gelegenheit lauthals erwähnten. Ansonsten hätte man ein Zitat wie das obige wohl eher selten zu hören bekommen. Seit das I hier seinen Einzug hielt, hat sich das Ganze drastisch geändert. Es ist nicht die Schuld der I-Studis, dass sie als Vorbilder hingestellt werden, die der „lausige Rest“ ja ohnehin nicht erreichen kann. Ich weiß aber nicht, wie sich die Situation an der Fakultät verbessern soll, wenn man absichtlich oder unabsichtlich negative Gefühle zwischen den Studierenden schürt und implizit die „Nicht-Internationaler“ als Menschen zweiter Klasse zu etablieren versucht. Und es sollte doch zu denken geben, wenn unter den Erstsemestern beim Tutorium schon nach vier Wochen Fragen auftauchen wie „Werden die IBWLer dann auch bei den Plätzen fürs Auslandsstudium bevorzugt behandelt?“ Das Tübinger „Wir-Gefühl“, das sich während meines Studiums hier immer stärker herausgebildet hat, wird auf diese Weise sicher nicht lange erhalten bleiben. Und dann sind wir wieder bei den früheren Zuständen angelangt, als sich die Unzufriedenheit weniger vor allem nach außen hin manifestierte sei es in den Fragebögen zu den Rankings, gegenüber anderen Studierenden oder auch in Gesprächen mit Außenstehenden. Ob dies eine wünschenswerte Entwicklung ist, möchte ich doch bezweifeln. Solidarität nach außen hin benötigt als Grundvoraussetzung schließlich ein Gemeinschaftsgefühl unter den Studierenden. Es wäre vielleicht sinnvoller, den Akzent in der Zukunft wieder mehr auf die Gemeinsamkeiten zwischen den vier Studiengängen zu legen und nicht schon ab dem ersten Semester die Unterschiede in einer unangemessenen Weise zu betonen. Zwangshauptseminare für die BWLer Seit dem letzten Semester müssen alle BWLer mindestens ein Hauptseminar in Statistik, Ökonometrie oder einem VWL-Fach absolvieren. Über Sinn und Zweck


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dieser Regelung kann man durchaus geteilter Meinung sein. Sie zeigt auf jeden Fall eines sehr deutlich: Auch wenn die Fakultät schon seit längerem weiß, dass die Mehrheit der Studierenden an ihrem Schwerpunkt vorbeistudiert (der, wie nur wenige wissen, bei Accounting und Finance liegt), hat sie wohl keine Lust, darauf einzugehen. Statt bessere Studienbedingungen für alle zu schaffen, zum Beispiel durch mehr Hauptseminare in Marketing mit auswärtigen Dozenten, wird das ohnehin knappe Geld lieber für andere Dinge verwendet. Vielleicht sollte man auch stärker auf diesen Schwerpunkt hinweisen, um künftige Generationen von Marketingstudenten gleich aus Tübingen fernzuhalten. Vielleicht sollte man auch nicht die Studienbedingungen für die VWLer, die ohnehin aufgrund leerstehender und umgewidmeter Lehrstühle nicht mehr gerade optimal sind, noch weiter verschlechtern, indem man jetzt auch noch die Konkurrenzsituation bei den Hauptseminarplätzen verschärft. Dazu kommen auch die Studienortwechsler: Es ist sehr leicht, nach Tübingen zu wechseln und hier sein Hauptstudium zu absolvieren, das ja unzweifelhaft sehr attraktiv ist. Ein Credit-Point-System und so viele Wahlmöglichkeiten wie hier sind noch nicht selbstverständlich in der deutschen Hochschullandschaft. Aber ich finde es auch nicht gerade gerecht den Leuten gegenüber, die wirklich ausgewählt wurden, dass ihnen dann von den Wechslern Konkurrenz um knappe Ressourcen (wie Hauptseminarplätze) gemacht wird, die ihr Grundstudium eben nicht mit vergleichbaren Ansprüchen absolviert haben. Man könnte als Konsequenz der höheren Ansprüche für die neueren Studierenden vielleicht auch für die Quereinsteiger höhere Maßstäbe anlegen. Forschung in Tübingen Bei den letzten Unirankings fällt vor allem eines auf: Die Forschung in Tübingen wird allenfalls mittelmäßig bewertet. Da können wir noch so schnell studieren....auf diesen Bewertungsfaktor der Rankings können wir nun wirklich keinen Einfluss nehmen, egal, ob er nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Auffallend ist nur, dass dieser Punkt von offizieller Seite nirgendwo erwähnt wird. Wenn man schon die Position in den Unirankings zum Dogma erhebt, dann sollte man auch einsehen, dass bessere Ergebnisse nur dann zu erreichen sind, wenn alle an einem Strang ziehen. Die ach so langen Studienzeiten als Hauptverbesserungspotential hinzustellen und somit die Verantwortung für bessere Ranking-Ergebnisse ausschließlich auf die Studis abzuwälzen, würde ich eher als zweifelhafte Strategie bezeichnen. Und eine große Anzahl unzufriedener ZweiterKlasse-Studenten, die die Situation hier nicht in rosigen Farben schildern, wird die Außenwirkung der Fakultät nicht gerade verbessern. Es wäre vielleicht gar nicht so schlecht, erst einmal die Hausaufgaben für die Basis zu erledigen, bevor man dann daran gehen kann, die Premiumprodukte zu verbessern. Wenn bei Mercedes-Benz ab sofort die A-Klassen alle 100 Kilometer stehen bleiben, weil alles Geld nur noch in den Maybach gesteckt wird, dann wird das Vertrauen in den Maybach wohl auch irgendwann weg sein..... Donata (IVWL und sehr gerne an dieser Fakultät Studentin)


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Bachelor- und Masterstudiengänge

Ausblick Eine Kurzinfo

Im Juni 1999 unterschrieben die europäischen Bildungsminister die sogenannte Bologna-Erklärung. Als Basis einer europaweiten Studienstruktur wird darin eine zweistufige, konsekutive Studienstruktur beschrieben, die eine größere Kompatibilität und bessere Vergleichbarkeit der Studiensysteme ermöglichen soll. Der erste berufsqualifizierende Abschluss wird künftig der Bachelor sein. Die Regelstudienzeit liegt für diesen Studiengang zwischen drei und vier Jahren. Dabei soll er die „für die Berufsqualifizierung notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogenen Qualifikationen vermitteln“ (Zitat aus den 10 Thesen der Kultusministerkonferenz zur Bachelor- und Masterstruktur in Deutschland). Der darauf aufbauende Masterstudiengang soll von etwa 20% der Studierenden abgeschlossen werden, und dies in einer Regelstudienzeit von ein bis zwei Jahren. Es ist eine Differenzierung nach anwendungs- und forschungsorientierten Abschlüssen geplant. Neben einem direkt aufeinander aufbauenden Bachelor-Master-Studium soll es auch die Möglichkeit geben, den Masterstudiengang nach einer Phase der Berufstätigkeit als Weiterbildung zu nutzen. Außerdem ist nicht zwingend festgeschrieben, dass der Master im exakt gleichen Studienfach wie der Bachelor erworben wird. Um Transparenz und Akzeptanz bei den Arbeitgebern zu gewährleisten, soll es drei verschiedene Abschlussbezeichnungen geben: den Bachelor/Master of Arts(B.A./M.A.), of Science (B.Sc./M.Sc.) und of Engineering (B.Eng./M.Eng.). Weitere Informationen zum Studiengang und den erworbenen Qualifikationen soll das „Diploma Supplement“ geben, das für die neuen Studiengänge zwingend vorgeschrieben ist. In der Bologna-Erklärung wird die Einführung der gestuften Studiengänge bis zum Jahr 2010 geplant. Nur in Ausnahmefällen sollen die „bewährten Diplomstudiengänge“ (Zitat Thesen KMK) auch über diese Deadline hinaus beibehalten werden können. Grundvoraussetzung für die Einführung der konsekutiven Studiengänge ist ein modularisiertes Studiensystem (das wir ja in Tübingen bereits haben). Vom Umfang her werden die Module aber wohl eher kleiner als die heutigen Fächer werden. Wichtig bei der Einführung ist, dass wirklich etwas Neues geschaffen wird und nicht auf einen bestehenden Studiengang einfach „ein neues Etikett geklebt wird“. Ebenso müssen die Ziele und die zu vermittelnden Kernkompetenzen kritisch ausgewählt und gewichtet werden. Als Studierendenvertreterin in der „Kommission zur Einführung von Bachelor - undMasterstudiengängen“ unserer Fakultät werde ich versuchen, diese hohen Ziele zu erreichen und dazu noch die Studierbarkeit zu gewährleisten. Wenn Ihr Fragen oder Anregungen zum Thema habt, wendet Euch einfach per e-mail an mich: lachzak@web.de Donata PS: Ausführlichere Informationen gibt es auch noch in meinem Artikel aus dem Wort zum Wiwi #42 vom Juni 2002.


Planspiel Demokratie Oder: Bundesfachschaftenkonferenz 2003 in Leipzig

Quarkkeulchen. Was das ist, wissen wir leider auch nach vier Tagen in Leipzig noch nicht, denn der Weihnachtsmarkt beginnt erst am Dienstag... Die diesjährige Bufak - Wiso fand also in Leipzig statt. Von den angemeldeten 120 Teilnehmern kamen 173, was aber nicht unbedingt zu einem Produktivitätszuwachs in den Workshops führte. Einige Fachschaften hatten den Sinn der Veranstaltung leider noch nicht so recht verstanden und befanden sich seit der Anreise in einem kollektiven alkoholbedingten fast komatösen Zustand. Was denen, die zum Arbeiten da waren, ziemlich auf die Nerven ging. Auf jeden Fall kamen trotz dieser zweifelhaften Ausgangsbedingungen noch einige gute Workshops zustande, teilweise auch ohne den geplanten Referenten. Die wesentlichen Ergebnisse der produktiven Teilnehmer sind ein überarbeitetes MA/BA - Positionspapier und eine neue „Führungsspitze“. Ab sofort sollen Sprechen und ein Sekretariat die BUFAK, also euch alle, gegenüber Gremien der Kultusministerkonferenz, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder der Hochschulrektorenkonferenz vertreten. Wir fühlten uns wie Kommissarinnen der UN zur Überwachung der Einhaltung demokratischer Strukturen in einem Land, das seit hundert Jahren autoritär regiert wurde. „Das mit der Demokratie wollen wir noch mal üben....“ auf jeden Fall war uns nicht klar, wen dieser Rat wem gegenüber was vertreten soll. Leider waren nicht allzu viele Fachschaften dieser Meinung. Gewählt wird dann im Sommersemester in Augsburg, also wenn ihr Lust habt... Vor allem haben wir aber mal wieder festgestellt, dass es uns hier in Tübingen doch sehr gut geht. Die Rankings aus Stern und Spiegel scheinen also nicht ganz unrecht zu haben: Evaluierungen der Lehrveranstaltungen gibt es an den wenigsten Unis, und wenn, dann werden sie von den Fachschaften nur in ausgewählten Vorlesungen durchgeführt. Im Fakultätsrat scheint es an anderen Unis üblich zu sein, dass die Studierendenvertreter ignoriert oder bewusst gemobbt werden. Auch Blockprüfungen sind an den meisten anderen Unis noch nicht abgeschafft. In allen Workshops konnten wir also davon berichten, wie es auch besser aussehen kann, nämlich so wie bei uns. Somit haben wir in Leipzig ein ereignisreiches Wochenende erlebt, einiges für die Fachschaftsarbeit dazugelernt und außerdem noch einiges von Leipzig gesehen. Leider gab es am Samstagabend aber keine Restkarten mehr für ein Konzert im Gewandhaus oder die Oper und auch in der Thomaskirche konnten wir nur einen Rundgang ohne musikalische Begleitung des Thomanerchors machen. Helen, Mareike, Donata

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Reise in eine andere Welt

48 Einblicke

oder warum man als IVWLer mehr lernt als so mancher Laie vermutet…

Gleich beim ersten Mal fällt es einem auf: Das Betreten des Brech(t)baus ist jedes Mal wie eine Reise in eine andere Welt. Über die Gründe lässt sich wahrscheinlich nur spekulieren, aber die Auswirkungen sind überall und immer deutlich spürbar: Es beginnt, wenn man sich als Ersti zum ersten Mal in dieser Welt zurechtfinden will. Zunächst muss man sich auf die Suche nach dem Sekretariat machen, das im Fall der Romanistik in einem versteckten Zimmer im zweiten Stock ist. Dann folgt sofort die erste Enttäuschung: Es ist geschlossen. Die Öffnungszeiten sind dabei so unregelmäßig, dass man sie sich nicht merken kann, keinesfalls sind sie jedoch nach 12 Uhr. Und keinesfalls freitags. Angenommen, man kann sich den nächsten Termin merken und man hat das Glück, dass zu dem angegebenen Termin auch tatsächlich jemand da ist, was nicht selbstverständlich ist, dann sind mindestens noch 20 andere Leute da, und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Im Sekretariat erhält man nämlich Dienstleistungen jeder Art, zumindest theoretisch. So kann man beispielsweise Vorlesungsverzeichnisse kaufen, die allerdings erstens permanent veraltet sind, - schließlich kann man am Ende des Semesters noch nicht absehen, wann man welche Veranstaltung im nächsten Semester anbietet und außerdem zu Beginn des Semesters meist auch schon ausverkauft sind. Man kann auch seine Scheine abholen, wenn sich die Dozenten denn dazu bequemt haben, diese auch in den Zettelkasten einzusortieren. In diesem darf man dann als Student ungestört herumwühlen, was einmal ganz abgesehen vom Datenschutzproblem- dazu führt, dass die Scheine immer zerknittert sind. Für die Scheine gibt es auch noch andere Möglichkeiten, eine davon wäre zum Beispiel, in die Sprechstunde (siehe unten mehr zu diesem Thema) des Dozenten zu gehen, aber frühestens zu Beginn des neuen Semesters, damit der Arme auch wirklich genügend Zeit hat, um die Klausuren, Hausarbeiten oder was auch immer zu korrigieren. Hier ein kleiner Dialog, den ich bei solch einem Anlass führen durfte: Studi: Ich würde gern meinen Schein für den Kurs abholen. Dozent: Äh, ja……(beginnt hektisch in den ca. 3 Kubikmetern Papier zu wühlen, die sich auf dem Schreibtisch stapeln, dabei wirft er beinahe einen Aschenbecher um, die eingetrocknete Kaffeetasse kann sich gerade noch halten). Welcher Kurs war das überhaupt? S: Sie haben nur einen gehalten im letzten Semester….den Oberkurs… D: Ja, stimmt…… (mit einem triumphierenden Tonfall): Ah ja, da sind ja die Klausuren! Wie war Ihr Name doch gleich? S nennt Vornamen und Nachnamen. D: Da haben wir ja schon Ihre Klausur. (Die Klausur zeigt keinerlei Hinweis, dass sie jemals vor das Auge des Dozenten geraten ist: weder Rotstift noch Bleistift noch sonstwas. Der Dozent wirft einen ca. 30-sekündigen Blick auf die erste Seite der Arbeit.) Also, da sind ja einige Dinge unklar geblieben. Hm, na ja….sagen wir mal 3. S (leicht verwirrt): Wie, als Note? D: Als was denn sonst? Füllen Sie mal bitte den Schein hier noch aus, ich trage dann die Note an und unterschreibe ihn. S: !?!?!?!? Eine weitere Dienstleistung des Sekretariats ist die Anmeldung zu diversen Veranstaltungen, zu welchen, erfährt man aus dem Vorlesungsverzeichnis, dieses aber leider veraltet ist. Zu anderen Veranstaltungen muss man sich in der ersten Sitzung anmelden da kommen dann höchstens 100 Leute und die erste Sitzung, die


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normalerweise immer erst in der zweiten Woche anfängt: Ist auch gelaufen , in den Sprechstunden der Dozenten (aber bitte nicht per e-mail!), oder beim zentralen Anmeldetermin der Franzosen (nach dem rollierenden System). Eine weitere Dienstleistung, die das Studentensekretariat in seiner Sprechstunde anbietet, ist die Studienberatung. Sollte einem die Schlange beim Sekretariat zu lang sein, kann man auch anrufen, allerdings nur zu den Sprechstunden, was natürlich die Schlange noch verlängert. Hat man diese erste Station hinter sich gelassen, kann man in der Regel weiterziehen zu den Sprechstunden der Dozenten. Die aktuellen Sprechstunden sollten am Sekretariat und im Internet angeschlagen sein. Will man sich allerdings sicher sein, sollte man auf jeden Fall am Raum des jeweiligen Dozenten vorbeischauen. Die Zeiten ändern sich nämlich so oft, dass sie nicht an drei Stellen gleichzeitig aktualisiert werden können. Allerdings hilft das auch nicht immer. Ich weiß gar nicht, wie oft ich zur angegebenen Zeit vor dem Zimmer des Dozenten stand, nur um zu erfahren, dass die Sprechstunde jetzt doch ausfällt, da der Dozent im Urlaub ist, das konnte man ja auch schließlich in der Woche vorher noch nicht ahnen. Dass man umsonst in den Brechtbau kommt, kann einem aber auch sonst passieren. Wenn nämlich ein Dozent einmal krank ist, dann wird keine Vertretung geschickt, sondern er kommt einfach nicht, wenn man Glück hat, hängt das dann auch am Raum aus, so dass man wenigstens sofort weiß, dass man umsonst gekommen ist. Wenn man Pech hat, muss man erst mal eine halbe Stunde warten und irgendwann gemeinsam beschließen, dass heute wohl keiner mehr kommt. Eine noch schönere Variante (es entspricht leider der Wahrheit) ist die folgende: Student kommt in der zweiten Semesterwoche zum im Vorlesungsverzeichnis angegebener Zeit zu dem angegebenen Raum, um an der ersten Sitzung seines Seminars teilzunehmen. Keiner da, außer einigen ebenfalls ratlosen Studenten. Kein Zettel an der Tür. Man entschließt sich, doch mal zum Zimmer des Dozenten zu gehen, und zu schauen, ob er da ist, oder ob zumindest ein Zettel an seiner Tür hängt Fehlanzeige. Man zieht entnervt weiter zum Sekretariat, wo zufällig jemand ist, der aber auch keine Ahnung hat, wo der Dozent steckt, krank sei er jedenfalls nicht. Da das Sekretariat ja für Dienstleistungen aller Art zuständig ist, könnte man ja mal beim Dozenten zu Hause nachfragen. Er ist sogar da! „Wieso Seminar? Ach, das habe ich doch verschoben, jetzt ist es statt Donnerstagmorgen Mittwochabend. Nein, aufgeschrieben hat er das nirgendwo…“ Schade nur, dass das Seminar jetzt nicht mehr in den Stundenplan passt, man hatte sich ja extra den Donnerstagmorgen freigehalten, schade auch, dass man jetzt bis zum nächsten Semester warten muss, oder seinen Stundenplan komplett umschmeißen muss… Neben dem Sekretariat gibt es so hilfreiche Menschen wie die Regionalerberater. Als ich mein Vordiplom für die Sprachen holen wollte, lernte ich unseren kennen. Das Vordiplom ist theoretisch eigentlich eine einfache Sache: Man bringt die erforderlichen Scheine, füllt ein Formular aus, gibt dieses ab, lässt es unterschreiben und stempeln. In der Praxis sieht das Ganze etwas anders aus. Da ich in der Schule schon Spanisch gelernt hatte, bin ich vor meinem ersten Spanisch-Sprachkurs erstmal in die Sprechstunde des betreffenden Dozenten gegangen (siehe oben), der mir dann sagte, ich könne ohne Probleme gleich den entsprechenden Oberkurs besuchen. Bei unserem Regionalerberater erfuhr ich dann, dass ich zusätzlich auch noch eine „Äquivalenzbescheinigung“ gebraucht hätte - nicht dass solche Formfehler am Brechtbau ein Hindernis wären dass einer meiner Scheine nicht gestempelt sei, was der Studienberater an Kursen anbiete, warum diese auch für Regionaler und gerade für Regionaler besonders interessant seien, was er für romanische Sprachen spreche, dass es kein Problem sei, Scheine aus dem Fachsprachenzentrum einzubringen, dass er unseren Studiengang ja ganz toll finde……etc….etc….etc……etc……Nach fast 45 Minuten konnte ich erschöpft den Raum verlassen und beschloss, möglichst nie wieder ohne viel freie Zeit zum Regionalerberater zu gehen!!!!


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Schön ist auch die Themenvergabe in den Seminaren geregelt. Sofern man sich nicht schon vorher für das Seminar anmelden muss, geht man dann in der ersten Stunde einfach hin. Bei gewissen Dozenten, die gerne „cc.tt.“ beginnen (also um 10:30 statt um 10:15) erfährt man dann dort, welche Leistungen zum Erhalt eines Scheines notwendig sind. Teilweise kann man darüber ja auch noch diskutieren…bem….“Ja, würde Sie das andere Buch mehr interessieren? Dann können Sie die Referatsthemen ja auch daraus nehmen, das ist doch überhaupt kein Problem!“ Mühselig bilden sich dann Referatsgruppen, die sich irgendwie auf die Themen stürzen, mit denen sie sich meistens noch nie zuvor beschäftigen konnten, denn das Thema des Seminars wird ja wahrscheinlich erst am Abend zuvor (vielleicht bei einem schönen „vinho verde“) festgelegt. Wenn das alles geregelt ist, sind die ersten anderthalb Stunden meist schon vorbei. Leider ist die ganze Organisation spätestens in der folgenden Woche Makulatur, wenn dann diejenigen auftauchen, denen der Brechtbau-typische Semesterbeginn in der zweiten Woche noch zu früh war. Das Spiel beginnt von neuem….und der Dozent meint: „Es tut mir ja leid, aber ich habe auch keine Idee, wie man die Themenvergabe besser regeln könnte…..“ Hat man sich dann endlich auf ein Thema geeinigt, beginnt der schönste Teil, der Gang in die Bibliothek. Findet man an einem Tag ein bestimmtes Buch, so kann es einem passieren, dass dieses am nächsten Tag einfach weg ist. Der Stellvertreter steht zwar da, die Bibliotheksaufsicht kann einem aber auch nicht weiterhelfen, wo man das Buch dann jetzt suchen muss; die Berater, die man gewöhnlich in der Bibliothek antrifft, haben leider schon Feierabend. Naja, dann könnte man ja schon mal den einen Aufsatz kopieren, den man gefunden hat also auf in den Kopierraum, die Schlange ist lang, und das, obwohl hier 10 Kopierer stehen, 8 davon gehen aber leider nicht, ein neunter nimmt nur Münzen und wenn man sich endlich zum 10. durchgekämpft hat, ist dort das Papier alle… Hat man das Semester glücklich überstanden, so stehen die Semesterabschlussklausuren an. Da das Semester trotz aller Bemühungen (Beginn erst in der zweiten Woche, 1.Sitzung für Anmeldeformalitäten verplempert siehe oben) immer noch viel zu lang ist, wird die Klausur in der letzen Semesterwoche in der gewöhnlichen Sitzung geschrieben. Dies führt jedoch nicht dazu, dass man das Ergebnis dann auch früher erhält (siehe oben). Am Ende seines Studiums fragt man sich des Öfteren, ob man noch einmal alles genauso machen würde in seinem Studium, ob man noch einmal den gleichen Studiengang wählen würde aber klar doch, wo sonst als im Regionalteil unseres Studiums kann man so viel lernen? Was wir neben dem Fachlichen der 9 verbleibenden Semesterwochen gelernt haben? Geduld, sich durchzubeißen, Geduld, viel Zeit mitzubringen, Geduld, Verständnis, Geduld, Chaosbewältigung, Geduld, nicht aufzugeben, Geduld …. Donata und Melanie


Fachschaft

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Impressum

Impressum

Redaktion

Stefan Büttner Martin Miermeister Lena Keul Melanie Korst Claudia Schweyher Donata Bessey

Helen Lückge Guido Weber Annika Einhorn Mareike Dassow Mi-Kyong Yoon Gullvi Abel

Werbung

Stefan, Donata, Helen

Titelbild

Stefan

Auslandskorrespondenten

Jan F. Brünings Marie von Gaisberg

Gastkommentar

Arvid Goletz Prof. Dr. Werner Neus Caspar Siegert

Layout

Stefan Büttner

Druck

UI-Copyshop, Nauklerstr. 18-20, 72074 Tübingen

Auflage

1000 Stück

WzW - Online

http://www.uni-tuebingen/ffw

V.i.S.d.P.

Stefan Büttner Fichtenweg 11/104 72076 Tübingen

Sprechstunde

Mo Mi

18.00-20.00 Uhr 12.30-14.00 Uhr

Sitzung

Mo

20.00 Uhr


Wort zum WiWi Nr. 45 (WiSe 03/04)  

Wir wünschen Euch und Ihnen allen viel Spaß beim Lesen, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Wir freuen uns auf d...

Wort zum WiWi Nr. 45 (WiSe 03/04)  

Wir wünschen Euch und Ihnen allen viel Spaß beim Lesen, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Wir freuen uns auf d...

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